727
beider site das einhellenklich nutz oder notdürftig bedunket sin «in geuerde, als sich denne die löuff >wandlent werdend. Doch das diser bund noch früntschast niemerme abgesprochen werde. — Vnd biserb'ngen zu einer ewigen craft vnd stäter warer gezügsami, Haben wir die vorgenanten von Zürich vndouch von Bern vnser beider Stetten grosse Zngesigele an zwen gelich brief geheißen henken > zu einerkvkantnuß, das alle vorgeschribne ding von vnö vnd vnscrn nachkomen ewenklichen, stät vnd vest belibenbnd getrüwlichen gehalten werden. Geben vnd beschechen an Sant Vinceneyen tag, des heiligen marterers,2n dem Iar, do man zalt von Cristi geburt Viertzehen hundert zweintzig vnd drli Iare. —
Pergamentene Urkunde >»!t den anhangenden Stege!» von Zürich und Bern. (Abgedruckt be! TschudI N. iüü.)
Spruch Berns zwischen Savoyen und VI eidgenössischen Orten, betreffend das Eschenthal.
I4T4, TT. August.
Staatsarchiv Liiccrn.
In gottes namen, Amen. Wir der Schulths vnd der Rat der Statt Bern Bekennen vnd ver-zechen offenließ mit disem brief. Als vil zites stöß, spenn vnd mißhellung gewesen sink zwüschent demDurchlüchttenden surften vnd I Herrn, her Amedeo, Hertzogen zu Saffoy, vnserm gcnedigcn Herren vndObsten eitgenossen in einem, Den wisen fürsichtigen Burgermeister vnd Rat der Statt Zürich, Schult-heißen vnd Rat der Statt Lutzern, den Amilianen j vnd lantlüten zu Vre vnd zu Vnderwalden ob vndnid dem Kernwald, dem Amman, den Räten vnd dem Ampt zu Zug, dem Amman vnd den lantlütenzu Glarus, vnsern guten fründen vnd lieben getruwen j Eitgenossen zu dem andern, Von der zusprüchb»d fache wegen des landes genempt Eschental, Als die ietz genanten vnser lieben eitgenossen fürgewendetbnd gesprochen hant, wie das die lüt des selben landes j Eschental vor ziten Inen als Ir rechten Herr-schaft gesivoren vnd gchuldet hettcn, ouch Inen gehorsam vnd gewertig sin gewesen mit allen dicnstenbud fachen, als si dann von alter har einer Herrschaft j getan haben, In der maß das si ein gutbenügcn daran haben gehept; Vber das habe der ictzgenant dlirchlüchttend fürst, vnser genediger Herrbon Saffoy daö obgeschriben land Eschental mit siner j zugehörung vneruolget alles rechten mit gewalt2ngcnomen, dieselben lüt gewiset, sinen genaden als Zrem rechten Herren zeswerend, zcdienend vnd gewertigje sin, des aber dieselben vorgeseiten j vnser lieben eitgenossen nit vergessen möchten noch wölten, Sunderdarumb, wand si von söliches entwerens wegen zu grossem kumber, kosten vnd schaden komen sin vndouch das vmb sin genad j nie verschult haben. Da wider der obgenante, vnser genädiger Herr vonSaffoy durch sinen edelen wisen Rat vnd gewüsscn botten hat geantwurt vnd gesprochen, wie das erbnd sin altuordern j seliger angedenknuß alle zit geflissen sin gewesen, vns vnd allen eitgenossen zetun,tbas Inen lieb oder dienst were, Hab sich ouch in vergangnen ziten des genedenklich vnd früntlich bewiset;^bl sy ^ war, das des vorgenanten landes Eschental gewüssen erbren botten mit Iro gelouböbriefen,fachen ze werbent, wol vnderwiset vnd mit vollem gewalt zu sinen genaden wurden gesant, als dass^be j land herrschafthalb asätz stunde, von nieman hilff, schirm noch Rat hetten, baten vnd begertenganhem ernst demütlich, wie das sin genad wolte geruchen, die selben lüt all in sinen schirm jjenemend vnd zehandhaftend als Ir rechter Herr; das begerten si vmb sin genad willentlich ze ver-