>' '- "-.' " AyMM- mtüclj«' der altern i Eidgenössischen Abschiede. Zweiter Band. > -. Lucern, Meyer' schc Buchdr» ckere I tttt.?. . , > der älter» Eidgenössischen Abschiede Herausgegebell ans Anordnung der Vundesbehörden unter der Direktion des eidgenössischen Archivars Z>» Joseph Karl Krntli. >^-s-ss-.N ^ Lncern, Meyer'sche Buchdruckerei. 4865. Die Eidgenössischen Abschiede lins dem Zeiträume »Ml 1421 bis 1477. Bearbeitet von Anton Philipp TDeffer 5/ F/ Der amtlichen Abschied es ammlnnq Band 2. Lucern, Meyer'sche Buchdruckerei. 4885. Vorwort. Als im Jahr 1852 die Fortsetzung der schon im Jahr 1839 mit der Heransgabe des ersten Bandes begonnenen amtlichen Sammlung der ältern eidgenössischen Abschiede von den Bundcs- behörden angeordnet wurde, übernahm Hr. Staatsarchivar Gerold Meyer von Knonau, dem die Direktion des ganzen Werkes übertragen war, mit dem seither erschienenen achten Bande auch den vorliegenden zweiten zur Bearbeitung. Die Herausgabe des achten Bandes und neue nach dem Ableben des Hrn. Theodor von Mohr übernommene Abschiedsarbeiten nahmen aber Herrn Meyer so in Anspruch, daß er kaum angefangen hatte, mit der Periode, welche der vorliegende zweite Band umfassen sollte, sich zu beschäftigen, als ihn selbst der Tod aus einem für die Wissenschaft allezeit thätigen Leben abrief. Die Bearbeitung dieses Bandes wurde sodann, im November 1858, dem gegenwärtigen Bearbeiter übertragen. In dem Nachlasse des Hrn. Meyer fand sich nur sehr Weniges vor, was für die Arbeit hätte verwendet werden können; die Aufgabe mußte daher so aufgefaßt werden, als ob gar keine Vorarbeiten vorhanden wären. Und da fragte es sich dann vor Allem, was in diese Sammlung aufzunehmen sei. Dem Bearbeiter wurde für diesen Band innert der überhaupt für das Werk aufgestellten allgemeinen Grundlagen dießfalls völlig freie Hand gelassen. Der Standpunkt eines bloßen Repcrtorinms vorhandener Abschiede schien hier ebensowenig als im ersten Bande auszureichen, da auch in dieser Periode, namentlich in den ersten fünfzig Jahren derselben, sich die eigentlichen Abschiede verhältnißmäßig noch sehr spärlich finden. Man mußte daher trachten, aus anderweitigem archivalischen Material die gemeinsamen Verhandlungen der Eidgenossen oder einzelner Gruppen der verbündeten Orte in möglichster Vollständigkeit herzustellen; nur auf diese Weise konnte die Sammlung einen ihrem Zweck entsprechenden historischen und diplomatischen Werth erhalten. Die Eidgenossenschaft der acht alten, vollberechtigten Orte war im Anfang dieses Zeitraums bereits gebildet; es sielen daher vor Allem die gemeinsamen Verhandlungen dieser Orte im Ganzen und einzelner derselben unter sich in Betracht. Allein unter ihnen selbst bestunden, abgesthcn von den besondern Bundesverhältnissen, bezüglich der allgemein politischen, zum Theil auch administrativen Verhandlungen wesentlich zwei Gruppen, auf der einen Seite die siebe» Orte, die im Zürcherbund vereinigt waren, Bern ans der andern. Bern aber, das nur mit den drei Ländern ll und seit 1423 noch mit Zürich einen ewigen Bund hatte, vereinigte um sich wieder eine eigene Verbindung burgundischer Herren und Städte, welche mit den sieben östlichen Orten in keinem direkten Zusammenhange stunden. Es konnte nun zweifelhast scheinen, ob die Verhandlungen, durch welche Bern für sich seine Stellung im Westen verstärkte, seine Verträge mit Freiburg, Svlothurn, Biel, Murten, mit Savoyen, den Herren von Neuenburg u. s. w. auch in diese Sammlung aufzunehmen seien, da sie im Grunde doch nur ein einzelnes Ort der Eidgenossenschaft berührten. Die große Bedeutung, welche diese westliche Gruppe schon zur Zeit der burgnndischen Kriege für die Verhältnisse der Eidgenossenschaft nach Innen und Außen erlangt hat, ließ es angemessen erscheinen, auch den Verhandlungen dieser Art, soweit sie in unfern Zeitraum fallen, ihren Platz in der Abschiedesammlung einzuräumen, um so mehr als die meisten dieser besonder» Verbündeten Berns in der Folgezeit auch direet in den Verband der Eidgenossenschaft eingetreten sind und als die gewichtige Stellung, welche Bern seit dem Anfang der burgundischen Verwickelungen in der Eidgenossenschaft einnahm, züm guten Theil auch in der ihm zur Seite stehenden Verbindung burgundischer Städte und Landcstheile ihre Erklärung findet. Eine ähnliche Frage bot sich mit Beziehung auf Zürich dar. Während des durch die Toggenburgische Erbschaft veranlaßten Krieges unter den Eidgenossen war Zürich factisch ans der Eidgenossenschaft ausgetreten und hatte anderweitige Verbindungen eingegangen. Sollten nun die Separatverträge, welche Zürich während dieser Zeit mit Oesterreich abschloß, in der Sammlung der eidgenössischen Abschiede Aufnahme finden oder nicht? Von bloß formellem Standpunkt aus mußte man die Frage zwar verneinen; aber diese Verträge und die darauf bezüglichen Verhandlungen hatten für die Geschichte und die Entwicklung des eidgenössischen Bundesrechts eine so eingreifende Bedeutung, daß ihre möglichst vollständige Aufnahme nach den archivalischen Quellen gewiß nicht als überflüssig erachtet werden wird. Wenn die innern Verhältnisse des Landes Wallis, die Verhandlungen zwischen den Bischösen und der Landschaft, die Abschiede der Zehndenabgeordneten u. s. w. nnserm Gegenstande ferne liegen, so gehörten dagegen in die Abschiedesammluug alle Verhandlungen, welche sich auf die Verbindung der Walliser mit den Orten Lueern, Uri, Unterwalden und Bern bezichen, ebenso die Verhandlungen einzelner Gruppen der eidgenössischen Orte mit dem Abte und der Stadt St. Gallen, dem Lande Appenzell, den Städten Rothweil, Schaffhansen n. s. w. Graubünden hatte während des ganzen Zeitraums, den dieser Band umfaßt, noch keine Verbindung mit gemeinen Eidgenossen oder mehrern Orten; einzig das schon im Jahr 1419 von der Stadt Zürich mit der Stadt Chur und den Gotteshansleuten daselbst eingegangene fünfzigjährige Burgrecht stund während dieser Periode in Kraft; es würden daher die Bünde in Curwalen gänzlich außer unfern Kreis fallen. Im Hinblick jedoch auf die spätere Stellung dieses Landes zur Eidgenossenschaft erlaubte man sich, die Hauptverträge über die Bildung der dortigen Bünde und ihre gegenseitige Vereinigung, soweit sie in den Bereich dieses Zeitraums fallen, auszüglich aufzunehmen. II» Insoweit sich die Verhandlungen, welche in den Tert der Sammlung gehörten, durch noch vorhandene Correspondenzen, Gesandtschaftsberichte und ähnliche Acten erläutern und ergänzen ließen, hat man sich in zahlreichen Noten bemüht, solche Vervollständigungen allenthalben beizubringen, wo die Wichtigkeit des Gegenstandes dieses Verfahren zu erfordern oder zu rechtfertigen schien. Manches für die vaterländische Geschichte bedeutende, bisher noch ungedruckte Aktenstück konnte auf diese Weise weitern Kreisen zugänglich gemacht werden. Die Aufzeichnungen über eidgenössische Verhandlungen, die sich aus diesem Zeitraum erhalten haben, sind, mit Ausnahme der letzten Jahre desselben, noch äußerst lückenhaft. Die Abschiedesammlungen der Cantvnalarchive beginnen erst mit den Siebenzigerjahren des fünfzehnten Jahrhunderts. Das Lncernische Staatsarchiv besitzt zwar einen Abschiedeband, der mit dem Jahre 1410 anfängt und eine Anzahl den ersten sechs Dccenuien des fünfzehnten Jahrhunderts angehöriger Abschiede und auf solche bezüglicher Acten, meist aber nur sehr fragmentarische Aufzeichnungen enthält. Das Zürcher Staatsarchiv hat ebenfalls einen mit 1424 beginnenden Abschiedeband, darin aber nur wenige der ältern Zeit ungehörige Stücke. Um so mehr mußten daher die gleichzeitigen Urkunden, Rathsbücher, Missivenbücher u. s. w. der einzelnen Archive durchforscht werden, eine keineswegs leichte Arbeit, da in manchen Archiven es an Vorarbeiten zu diesem Zwecke, gänzlich fehlte, in andern die vorhandenen Vorarbeiten keineswegs genügten. Allerdings sind schon seit einer Reihe von Jahre» solche Vorarbeiten zum Zweck einer Sammlung der ältern eidgenössischen Abschiede gemacht worden. Bereits der Tagsatzungsabschied von 1818 enthält in Folge eines von der Gesandtschaft von Lucern gestellten Antrags an sämmt- liche Eantone, wo in frühern Zeiten eidgenössische Tagsatzungen oder wichtige vaterländische Verhandlunge» gepflogen worden sind, die Einladung, ein möglichst klares und vollständiges Reper- torium aller dießfälligen Abschiede und Acten anfertigen und dem Vorort einreichen zu wollen, damit dasselbe zur Erleichterung' weiterer Untersuchungen in das eidgenössische Archiv niedergelegt werden könne. Im Jahre 1819 wurde ein von Lucern zu diesem Zwecke vorgelegtes Schema in den Abschied genommen und seit dieser Zeit wnrdeu die dießfälligen Arbeiten in verschiedenen Archiven mit mehrerer oder minderer Thätkgkeit betrieben. Am 5. Juli 1831 wurde ein im Jahre zuvor uV,, Absch. von 1830 S. 4. von 1831 S. 4. von 1832 S. 3, Absch. von 1837. 1839. Protokoll des Bundesraths vom 16. Januar 1852. einander her, mit dem Unterschiede, daß die erste mit dem Jahre 1410, die andere erst mit dem Jahre 1471 beginnt. Beide sind mit II. (I. n. s. w. auf den einzelnen Bänden bezeichnet. Die zweite Sammlung beginnt mit II., da sich dieselbe über den Zeitraum vor 1470 nicht ausdehnt. Den Namen Lueerner Abschiede-Sammlung hat sie ohne Zweifel von daher erhalten, weil darin vorzüglich Abschiede von Tagen, die in Lucern gehalten wurden, aufgenommen sind. Während die Allgemeine Abschiede-Sammlung meist die Manuale zu enthalten scheint, findet sich in der Lueerner Abschiede-Sammlung sorgfältigere Redaction, doch stets von gleichzeitiger Hand. Von den zahlreichen Bänden beider Sammlungen fallen in unfern Zeitraum bloß die drei Bände Allg. Absch. I. II. und Lucern. Absch. II., beide letztgenannte jedoch nur zum kleinern Theile. Der Band ^ der Allgemeinen Abschiede trägt die Aufschrift: „Abscheid von Tagsatznngen, „auch Geschichten vnd Zyttungen von 60 Jaren, nämlich vom 1410 bis vff das 1470 Jar; „was aber sonderbare fürneme fachen sind mit Fürsten, Herren, Stände», Stetten, auch Orten „vnd Zugewandten, die findt man, Jedes in siner geordneten Drucken, in der Canzlv, also was „an dem einen Ort inanglet, würdt am andern funden." R. Cysat. Dann auf Blatt 7., am Ende der vorgebundenen leeren Blätter, schreibt Eysat, welche» diese Bücher bis aus seine Zeit herab geordnet und gleichmäßig hat einbinden lassen, weiter: „Nota: es manglet zwar noch vil zu disem Buch, wöllichs sicb erstreckt von dem 1410 „bis vf das 1470 Jar. Ich Hab disc fragmenta im Wasserthurm, mit verwundern, daß solche „Meinott nit in besserer Hut gehalten werden, vff dem Estrich in einem Winkel bv andern zu- „sammengcworffnen Geschäften fderne die müß vil verwüst vnd zerrissen, wie es der vngenschyn „bezügtj fnnden vnd also zusammen gelesen vnd hierin verfassen lassen. Hab nit mer finden „können. Hatt. an der Arbeit vnd Collektur nit gemanglet. Vor disem ist sonst kein elteres «Abschiedbuch zu finden gsin. Darnmb Hab ich diß alls für das eltist getoufft vnd mit ^ scgnirt. „Dannvcht so manglent noch die Jar 1470, 1471, 1472, ouch vom Zugang des 1473 Jars „biß zu Meyen, obglychwol die vorgenden Jar ouch nit vollkommen. Das ander Abscheidbuch „jo grab vff dises volgt vnd dient, mit II bezeichnet, hat sin ansang gnommen zu Meyen anno „1473 vnd also wyter die andern volgenden nach den Buchstaben des Alphabets gezeichnet vnd „in der Canzly vff dem Rathns vffbehalten. llnei ljuod jnikui; vos, ineos »uo- »oessoies, „1 iden» llrointis; exeinjzlurn dedi vollis. neiiij?e «xempliini nc»n in- «veni c^ic»nd sinlilenn cvlleetunnm nnliesuikakuin; neeentiores nli<^un» Luiden» partes »mm» non ne^Inxni'unt, csuc>s Inndc». Ilcnirvnid Ztnttsnlii ^0ei.« — Hierauf folgeil 174 beschriebene Blätter von allen möglichen Formaten, Abschiede, Instructionen, Gedenkzedel, Briefe, zum Theil von den Mäusen besudelt und schwer lesbar, zum Theil auch ohne Datum oder erst später datirt. Dieser Band lieferte verhältnismäßig welligen VI werthvollen Stoff für unsere Arbeit, dagegen verursachten die undatirten Stücke eine Menge mühsamer Nachforschungen. Der Allg. Abschiedband II, welcher mit dem Mai 1473 beginnt, ist auch noch mangelhaft; die in demselben enthaltenen Stücke sind überdieß nicht ganz in chronologischer Ordnung zusammengebunden. Zudem befinden sich in diesem Bande manche Aktenstücke, welche, wenn auch an sich von Interesse, doch im Repertorium nicht Aufnahme finden konnten, weil sie nach Inhalt und Form nicht dahin gehören. Der Lucerner Abschiedband 13, der erste dieser zweiten Sammlung, tragt den Titel: „Adscheid der Tagen, so von gemeiner eitgenvssen Botten hie zu Lutzern geleistet worden sind." Bisweilen findet sich derselbe Abschied in beiden Sammlungen, aber in nicht ganz übereinstimmender Fassung. Der Luc. Absch. 13. enthält Abschiede aus den Jahren 1473 bis 149V, füllt also die vorhandene Lücke von 147V bis 1473 nicht aus. Die beiden vorgenannten Bände Ii. sind in dem Keller'schen Repertorium ercerpirt, ebenso noch einige zerstreut vorkommende Abschiede, welche sich in einer „Sammlung ungebundener Abschiede" vereinigt finden, so wie auch einige aus den Rathsbüchern. Die Rathsbücher III., IV., V. F., V. >3., welche in diesen Zeitraum fallen, enthalten mehrere vollständige Abschiede und daneben eine Menge von Daten, die zur nähern Erläuterung und Bestimmung einzelner Stellen dienten. Indem der Bearbeiter dieses Bandes außerdem nicht allein die registrirtc Nrkundensammlung, sondern auch die sämmtlichen Actenfascikcl des Luccrnischen Staatsarchivs über die Beziehungen der Eantone zu einander und zum Ausland, soweit sie in diesen Zeitraum fallen, Blatt für Blatt durchging,, gewann er auf diese Weise noch bedeutenden in jenen Sammlungen nicht ent- baltenen Stoff. In dieser Weise konnte freilich nur mit demjenigen Archive verfahren werden, das am Wohnort des Bearbeiters sich befand. Bezüglich der übrigen war er auf die betreffenden Archivs- registcr und die Mitthcilungcn der HH. Archivare angewiesen, welche allenthalben mit großer Zuvorkommenheit die Arbeit förderten. Bei weitem die meisten Beiträge zu diesem Bande lieferten nach dem Lucernischen die Staatsarchive von Zürich und Bern. Zürich besitzt zwei Abschiedesammlungcn, die Abschiedebücher von Zürich und die sogenannte Tschudische Sammlung, welche letztere meistens dem Stande Glarus zugeschriebene Abschiede enthält. Nvn beiden Sammlungen fällt je der erste Band in unsere Periode. Die Abschiedesammlung von Zürich, mit 1424 beginnend, enthält nur 16 Abschiede, welche unserer Periode angehören, darunter nur fünf, welche sich in den Lucernischen Abschiedebüchern nicht finden. Die Tschudische Sammlung, mit 1471 beginnend, enthält ans dem gleichen Zeitraum 48 Ab- VIl schiede, von denen 14 in Lucern nicht vorhanden sind. Ein umfassendes Generalrepertorium über die Urkunden und Acten des Zürcherschen Staatsarchivs, von dem verstorbenen Hrn. Staatsarchivar Meyer von Knonau angefertigt, erleichtert wesentlich die Nachforschung nach dem anderweitigen, in diesen Sammlungen nicht enthaltenen Material, welches nebst den StadtbüchernIII und IV für diesen Band zahlreiche und werthvolle Beiträge lieferte. Die Sammlung allgemeiner eidgenössischer Abschiede des Staatsarchivs Bern enthält 15 Abschiede für unfern Zeitraum, darunter 4, welche sich in Lnccrn nicht fanden. Die drei und zwanzig Raths manuale aus dieser Periode (mit dein Jähr 1465 beginnend) lieferten Weniges, mehr dagegen die deutschen und lateinischen Missivenbücher, von denen zwei unter der Bezeichnung „alte Missive" in die ersten Jahre unserer Periode zurückgehen, wogegen die deutschen Missivenbücher I, II, (I und die lateinischen I, l> besonders für die letztern Jahre Vieles enthalten. Daneben ist das s. g. äußere Archiv reichhaltig an einschlagenden Urkunden. Für die Beziehungen der Eidgenossen zu Frankreich ist für diese Zeit das bernische Staatsarchiv die Hauptqnelle. Der Umstand, daß eine Menge badischer Jahrrechnungen fehleil, dagegen sich mehrfach in den Abschieden ein „Buch zu Baden" angeführt findet, leitete ans die Vermuthung, daß dieselben vielleicht in einem am Orte der Jahrrechnungstagsatznngen aufbewahrten Protokolle eingetragen sein mochten. Aber weder im Archiv der Stadt Baden, noch im Argauischen Cantonsarchiv fand sich etwas derartiges vor. Endlich gelang es den Bemühungen des Hrn. Reg.-Rath Welti, das in den Abschicdell eitirte „Buch zu Baden" im argauischen Finanzarchiv aufzufinden, einen Pergamentfolioband voll 76 Blättern, von denen übrigens nur 56 ins X V. Jahrhundert fallen. Er trägt die Archivüberschrift: „Urbar des Schlosses Baden" lind enthält zuerst ein Calendarium, dann ein Verzeichnis; der Zinsen, Gülten, Steuern u. s. w., die zur Herrschaft Baden gehörten. Die erstell 46 Blätter, auf denen sich Alles findet, was zu unserm Zwecke dient — der Rest beschlägt Rheinthal und Thnrgan bis Blatt 66, dann Baden betreffendes aus dem XVI. Jahrhundert — sind mit Vorbehalt einiger späterer Einschaltungen von einer und derselben schönen, festen Hand geschrieben und enthalten manche in diesem Band aufgenommene Beschlüsse der Eidgenossen über Verwaltungssachen der Grafschaft Baden. Die Hoffnung, in diesem Buche die fehlenden Abschiede der Jahrrechnungstagsatznngen zu finden, erwies sich dagegen als unbegründet. Im Uebrigen folgen sich die in dieses Urbar eingetragenen Beschlüsse nicht chrono- logisch, sondern stehen ohne besondere Ordnung durch einander: es ist also dieses Buch nicht ein Protokoll, sondern eine amtliche Sammlung aus andern wahrscheinlich nicht mehr vorhandenen Papieren. Am 24. August 1487 wurde dem Untervogt von Baden wiederholt bei seinem Eide geboten, bis zur künftigen Faßnacht das Urbar der Grafschaft zu schreibeil (Aintl. Samml. der ältern eidg. Alpch. III. 1. 274. e.). Es mag das vorliegende Buch diese Arbeit sein, denn nach VIII 1487 findet sich von der gleichen Hand nur noch ein einziger Eintrag aus dem Jahre 1490 und dieser steht auf der letzten Seite (46 l>.) des altern Theils. Abschied 81 unten läßt ver- muthen, daß ein älteres Buch aus dem Jahr 1459 vorhanden war, das dieser Arbeit wahrscheinlich zur Grundlage diente. Ein pergamentenes Urbar der gemeinen freien Aemter im Argau, das zufolge Erkanntniß der regierenden Orte vom 29. September 1532 angelegt wurde (Archiv Arau), enthält für unsere Periode nur wenige Beschlüsse, die zudem im Urbar von Baden sämmtlich schon enthalten sind *). Von den Archiven der Cantone Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus besitzt keines Abschiedesammlnngen, die bis in unsere Periode zurückreichen. Dagegen lieferten alle diese Archive eine Anzahl Urkunden, aus denen einzelne Lücken unserer Arbeit ergänzt werden konnten. Die Archive von Uri und Glarus, welche zum Theil durch Feuersbrünste zerstört worden sind, haben wenige Acten aus diesem Zeitraum übrig behalten. Der Bearbeiter konnte übrigens nicht bei den Archiven der acht Orte, die während dieses Zeitraums die engere Eidgenossenschaft bildeten, stehen bleiben, sondern er mußte auch noch die Archive derjenigen zu Rathe ziehen, welche sich damals theils in der Stellung sogenannter zugewandter Orte in ungleichem Bund mit allen oder einzelnen Orten befanden, theils sonst zu ihnen in nahen Beziehungen stunden. Unter diesen sind vor allen das Stiftsarchiv und das Stadtarchiv von St. Gallen als reichhaltige Quellen zu nennen. Die gegenseitigen/Verhältnisse von Kloster und Stadt und wiederum vom Stifte und dem Lande Appenzell waren dergestalt verwickelt, daß die schiev- richterliche Thätigkeit der Schirmorte des Abts sowohl als der Eidgenossen überhaupt sehr häusig in Anspruch geuommen wurde. Die Acten über alle diese Verhandlungen sind in großer Vollständigkeit in jenen beiden Archiven vorhanden und eine einläßliche Registratur erleichtert wesentlich deren Auffinden. Die Verzeichnisse des Stiftsarchivs weisen für unfern Zeitraum nicht minder als 77 Stücke eidgenössischer Verhandlungen oft von beträchtlichem Umfang auf, die jedoch bis an 10 —12 auch aus andern Fundorten gezogen werden konnten. Das Cantonsarchiv *) Im Staatsarchiv zu Arau findet sich von einem mir unbekannten Verfasser ein Manuscript in Folio, betitelt: „Bericht über die alt-eidgenössischen Abschiede", eine treffliche archivalische Arbeit, welche zwar für diesen Band nur die negativ interessante Notiz enthält, daß das gemeineidgenössische Archiv zu Baden im Jahr 1555 bis ans Weniges verbrannte, woraus sich der Mailgel so vieler Auszeichnungen über die eidgenössischen Verhandlungen der früheren Zeit einigermaßen erklärt. Im klebrigen handelt das Mannscript nur von den Abschieden des Argauer Staatsarchivs, welches dieselben aus dem ehemaligen eidgenössischeil Archiv zu Baden erhielt. Sie reichen von 1555 bis 1798. Eine Menge Recesse über specielle Streitigkeiten sind, obschon von der Tagsatzung behandelt, nicht in die Abschiede eingerückt , dagegen in den Manualen, einer besondern Sammlung verbesserter Minuten angeführt. Diese Einrichtung scheint auch vor 1555 bei der badischen Canzlei beobachtet worden zu sein; denn wir finden ebenfalls im Zeitraum des vorliegenden, wie auch des dritten Bandes Recesse und Sprüche, die in den Abschieden nicht erwähnt sind, sowie auch Staatsverträge und Verkommnisse bei ihrem definitiven Abschluß nicht erscheinen. Auch in den Abschieden des sechszehnten Jahrhunderts wie in den nnsrigen sind die Vogteisachen und die übrigen eidgenössischen Verhandlungen ungetrennt bei einander, weil eben die Angelegenheiten der Vogteien ans den gemeineidgenössischen Tagen von den regierenden Orten behandelt wurden. IX St. Gallen hingegen enthält nur neuere Acten seit der Zusammenschmelzung von Stift und Stadt in einen Canton. Die Archive des Cantons Appenzell sind in dem großen Urkundenwerke von Johann Caspar Zellweger in so umfassender Weise benutzt, daß man sich weiterer Nachforschungen in denselben füglich überheben zu können glaubte. Dagegen durften die Archive von Freiburg und Solothnrn nicht außer Betracht fallen. Beide Städte traten allerdings erst 1481, also nach der Zeit, welche dieser Band behandelt, in den Bund der Eidgenossen, aber beide stunden bereits während derselben mit Bern und am Ende unserer Periode auch mit Zürich und Luccrn in burgrechtlichen Verhältnissen und Einleitungen zum Bunde von 1481 finden sich schon während des burgundischen Krieges vor. Außerdem war Solothurn mit den acht Orten im Sempacherbriefc begriffen und nahm Theil an der ewigen Richtung mit Oesterreich. Beide Cantone besitzen Abschiedesammlnngen; aber nur ein mit 0 bezeichneter Band im Solothurner-Archiv reicht in unfern Zeitraum zurück. Er beginnt mit dem Jahre 1470 (Montag vor Mitte Mai) und endigt mit 1482 (Montag nach Cantate) und lieferte uns mehrere in andern Archiven nicht vorhandene Stücke. Ebenso enthalten die Manuscriptenbände „Denkwürdige Sachen", mit 1427 anfangend, ferner der Bd. l. der „Varia" und der Band „Schweizerische Bündnisse", einige Abschiede und Gesandtschaftsberichte. Die Rathsbücher des Solothurner Archivs sind für uns von weniger Bedeutung; sie werden ergänzt durch Copienbücher, die mit dem Jahre 1457 beginnen. Vollständiger sind die Missivenbücher, die um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts beginnen. Das Freiburgische Staatsarchiv besitzt keine Abschiedesammlung, die in unsere Zeit zurückgeht, dagegen lieferte uns dasselbe mehrere nicht unwichtige Urkunden. Die Stadt Basel stund mit den Eidgenossen schon frühe, besonders aber zur Zeit des Waldshuterkriegs und der burgundischen Feldzüge in lebhafter Verbindung. Die Offnungs- bücher 1—V des dortigen Staatsarchivs (s. über dieselben Schnell, Rechtsquellen von Basel) gaben mehrere Notizen über eidgenössische Tage. Im Staatsarchiv von Schaffhausen endlich und im Stadtarchiv von Constanz fanden wir je ein Stück, das in den übrigen von uns benutzten Archiven fehlte; zwei aus dem k. württembergischen Staatsarchiv zu Stuttgart erhielten wir durch die gefällige Vermittlung der HH. von Stälin und von Kausler. Im Uebrigen waren wir bezüglich der auswärtigen Archive, welche ergänzenden Stoff zu unserer Arbeit liefern konnten, auf anerkaunte Qucllenwerke angewiesen. Unter diesen sind in erster Linie zn nennen Chmel's Uonumeirtu Iiut^lnriKieu B d. 1. II. III., Lichnowsky's Regesten zur Geschichte des Hauses Habsburg und Jäger's Abhandlung über die Fehde der Brüder Gradner gegen Herzog Sigmund im Bd. IX. der Denkschriften der kk. Academie der Wissenschaften, in welchen allen sich aus den Archiven von X Wien und Innsbruck viele und bedeutende Verhandlungen zwischen Oesterreich und den Eidgenossen abgedruckt finden, die uns wesentlich zu Statten kamen. Für die ersten Beziehungen der Eidgenossen zu Frankreich sind die ?reuves der Lenglet'schen Ausgabe des LonunIne8 noch immer das unentbehrlichste Hülfsmittel, so sehr übrigens zu wünschen wäre, daß die Collectionen le (Brunft und ans welchen dort die Abdrücke der unsere Verhältnisse betreffenden Acten genommen sind, nach den Original- documenten der kaiserlichen Archive verbessert und ergänzt werden könnten; denn offenbar enthalten jene Abdrücke manche Ungenauigkeiten und entsprechen bezüglich der diplomatischen Treue überhaupt nicht mehr den Anforderungen, welche gegenwärtig an solche Urkundenwerke gestellt werden. Ein Quellenwerk, das die Urkunden und Arten des Mailändischen Archivs in demjenigen Umfange enthielte, wie es bei den frühen und häufigen Beziehungen des Mailändischen Staates zu den Waldstücken, namentlich Uri, zu wünschen wäre, stund uns nicht zu Gebote, was um so mehr zu bedauern ist, als der Untergang des Archivs von Uri im Jahr 1799 uns einen bedeutenden Theil der einheimischen Originaldvcumente über diese Beziehungen entzogen hat. Zwar erhielten wir durch Vermittlung des schweizerischen Gesandten in Turin, Hrn. Tourte, einige handschriftliche Mitthcilungen ans dem Mailänderarchiv; sie reichten aber nicht hin, um die vorhandenen Lücken der frühern Zeit zu ergänzen. Für die Jahre des burgundischen Krieges ist die von Qin^iirs veröffentlichte Korrespondenz der mailändischen Gesandten beim Herzog von Burgund für unsere Geschichte merkwürdig; sie ergab jedoch nur Weniges, das sich nach Form und Inhalt zur Aufnahme in diese Sammlung eignete. Es ist selbstverständlich, daß wir die einheimischen gedruckten Quell ensamm- lungen, welche zu diesem Werke Stoff und überdies; die Gewähr urkundlicher Treue bieten, dankbarst benuzt haben. Außer dem bereits genannten Appenzellischen Urknndenbuche von Zellweger und der großen, nur in wenigen Eremplaren vorhandenen Sammlung gedruckter Urkunden des Stifts St. Gallen sind in dieser Beziehung vorzüglich zu nennen die von der schweizerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegebenen Regcsten der Klosterarchive, die im Archiv derselben Gesellschaft enthaltenen Regesten der städtischen Archive von Baden und Nappers-- wyl, die Urkunden zur Geschichte von Wallis und zur Geschichte der Burgunderkriege in eben demselben Sammelwerke, der Geschichtsfreund des historischen Vereins der fünf innern Orte u. s. w. Bei weitem das wichtigste Ouellenwerk für unser,: Zeitraum bildet aber die Chronik dm: Tschudi wegen der vielen in derselben wörtlich abgedruckten Abschiede und Urkunden. Wir beobachteten zwar die Regel, überall, wo uns die Originalacten zugänglich waren, nach diesen, nicht nach Tschudi's Abdrücken zu arbeiten. Aber sehr viele wichtige Stücke, die Tschudi wörtlich wiedergiebt, sind in Original verschwunden oder konnten wenigstens trotz vielfacher Be- XI mühungen und Korrespondenzen nicht mehr aufgefunden werden. - Für diese Fälle gewährt es wesentliche Beruhigung, daß die Vergleichung noch vorhandener Orginalicn mit den Tschudi- sehen Abdrücken stets wenn auch nicht bnchstabentreue, doch wortgetreue Übereinstimmung zeigt; der Schluß auf die übrige« kann demnach nur ein günstiger sein. Die Quellen der Tschudi'schen Chronik selbst sind zum Theil noch nicht hinreichend ermittelt, zum Theil nur handschristlich vorhanden. Für die Zeit des alten Zürcherkrieges, wo wir am häufigsten den Mangel an Originalacten aus Tschudi ergänzen mußten, ist die Chronik des schwyzcrischcn Landschreibers Johannes Fründ eine Hanptquclle und zum größten Theile wörtlich in Tschudi's Werk ausgenommen. Das Eremplar der Stistsbibliothek von St. Gallen, ein sehr schön geschriebener Foliant ist offenbar dasjenige, welches Tschudi selbst benutzte, indem es mit Randbemerkungen von seiner Hand versehen ist. Es schließt auf der Seite 490 mit den Worten des Abschreibers oder Fortsetzers: „Und ist durch mich Melchior Ruppen zu end vßgeschriben am frytag ^inkrosii 1476, pretewito Onpsiellnno in Uonselmest«. Fründ war Schreiber im Feld, wie sich aus seiner Bemerkung zum Frieden von Kilchberg (Absch. 232): „die ich vorgenannter Schriber mit Schrift vernotelt", ergibt. Allerdings setzte Tschudi zu Fründ's Handschrift bisweilen Daten auf den Rand, wo im Terte keine stehen. Ebenso ist die kürzlich von Henne unter dem Namen der Klingenberger-Chronik herausgegebene Handschrist der Stiftsbibliothek von St. Gallen eine unzweifelhaft von Tschudi gebrauchte Quelle. Die gedruckte Ausgabe Tschudi's von Jselin schließt bekanntlich mit dem Jahre 1468. Die Fortsetzung, welche im vierten Bande der Helvetia erschienen ist, muß nach den Bemerkungen von Jacob Vogel im Archiv der schweizerischen geschichtforschcndcn Gesellschaft X. 212 und in dessen Monographie über Aegidius Tschudi S. 304 als unächt betrachtet werden, enthält übrigens für unfern Zeitraum weder Urkunden noch Abschiede, da bloß der darstellende Tert gedruckt wurde. Ebenso tragen weder die von Vogel im Archiv X. 212 ff. ans der Tschudi'schen Handschrift abgedruckten Proben, noch die Docnmentensammlnng, wovon auch das Stiftsarchiv St. Gallen eine Abschrift besitzt, dazu bei, um das auffallend dürftige Material für die Jahre 1470—1473 zu ergänzen. Von den übrigen Chroniken der Zeitgenossen unserer Periode boten diejenige von Gerold Edlibach (abgedruckt in den Beiträgen der antiguarischen Gesellschaft von Zürich) für die Zeit des alten Zürcher Kriegs und diejenige des Kaplans Johannes Knebel (Ausgabe von Burtorf), auch die des Berners Schilling für die Zeit des burgnndischen Krieges einiges urkundliche Material. Bei Juftinger, Etterlin und Ruß sind die genauen Daten stattgehabter Transactionen selten angegeben; diese mehr auf die Darstellung äußerer Vorgänge sich beschränkenden Chroniken konnten daher unsere Aufgabe nur wenig erleichtern. Trotz aller vielfältigen Nachforschungen in den Archiven sowohl als in gedruckten Samm- xri lungen und Zeitbüchem und der zahlreichen dadurch erhaltenen Resultate kann der Bearbeiter dieses Bandes sich dennoch nicht der Ueberzeugung hingeben, denjenigen Grad der Vollständigkeit erreicht zu haben, welcher für dieses Werk wünschbar wäre. Jin Gegcntheil hat gerade die genaue und umfassende Untersuchung dazu geführt, zu constatiren, daß sich bedeutende Lücken in unserm urkundlichen Material finden, deren Ergänzung zum Theil noch möglich ist, wenn bei Umarbeitung der Archive die Herren Archivare auf dieselben ihre Aufmerksamkeit richten, die zum Theil aber auch in Zukunft wegen Untergang oder Verlust betreffender Acten nicht mehr wird erreicht werden können. Immerhin aber wird dieser Band dem Forscher in der vaterländischen Geschichte über die wichtigsten inner» Verhältnisse und auswärtigen Beziehungen der alten Eidgenossenschaft eine reiche Ausbeute noch wenig bekannter Materialien eröffnen. Ein kurzer Ausblick auf die vorzüglichsten Materien, für deren Erforschung der vorliegende Band eine reichhaltige Sammlung neuer Anhaltspunkte gewährt, dürfte in Verbindung mit dem am Ende beigefügten dreifachen Register dem Forscher einige nicht unwillkommene Andeutungen für dessen Benutzung gewähren. Der engere Bundcskreis der alten Eidgenossenschaft war, wie bereits oben bemerkt, vor dein Beginne dieses Zeitraums geschlossen. Die Hauptverträge der Bünde unter den acht Orten gehören der frühem Periode an. Dasselbe gilt vom Scmpacherbrief, welcher als die eigentliche, alle einzelnen Bünde zu einheitlicher Wirkung zusammenfassende Bundesurkunde der alten Eidgenossenschaft zu betrachten ist. Ebendahin gehören die Eroberung des Argaus, welche in Besitz und Beherrschung gemeinsamer Herrschaften ein materielles Band unter den eidgenössischen Orten geschaffen hatte, und der fünfzigjährige Friede mit Oesterreich, welcher für ein halbes Jahrhundert die wichtigste Urkunde für ihre internationalen Beziehungen bildete. Nichts desto minder bietet unser Zeitraum nach allen diesen Richtungen hin eine stetige Entwicklung nach Innen wie nach Außen dar. Zuerst mit Rücksicht auf die besondern Bundeskreise. Bern, das bisher nur mit den drei Ländern einen ewigen Bund hatte, schloß einen solchen nun auch mit Zürich und regulirte seine Beziehungen zu Luceru durch eine ewige Vereinigung, welcher zum Charakter eines Bundes nur die Hilfsverpflichtung auf Mahnung fehlte. Glarus erhielt nach dem Zürcherkriege von den mit ihm verbundenen Orten an die Stelle des frühern ungleichen Bundes einen günstigem. Am Ende unserer Periode beginnen bereits die Verhandlungen über das Verhältnis; der Städte Freiburg und Solothurn zur alten Eidgenossenschaft, welche unmittelbar hernach zu einer so tiefen Erschütterung Anlaß gaben und die Städte und Länder an die Schwelle eines innern Krieges führten. Die besondere Verbindung unter den fünf Städten, das ewige Bnrgrecht von 1477, welches dann durch das Stanzerverkommniß aufgehoben wurde, fällt noch in diesen Band. Die Verbündeten mit ungleicher Berechtigung, die XIll später sogenannte» zngewandten Orte, erhielten in dieser Periode einen bedeutenden Zuwachs. Der Abt von St. Gallen, die Städte St. Gallen, Schaffhauselt, Nothweil, das Land Appenzell schloffen mit den östlichen Orten, Basel, Mühlhausen und verschiedene Herren mit Bern, Solo- thurn, Freiburg theils ewige, theils auf eine Anzahl Jahre beschränkte Bündnisse und Burg- rechtsvcrträge. Aber nicht allein erhielten die Buudeskreise äußern Zuwachs, sondern auch die bestehenden Bundesverhältnissc selbst entwickelten sich an der Hand factischer Vorgänge in mannigfacher Weise. Die Mahnung zur Bundeshülfe und zur Einhaltung bundesgemäßer Verpflichtungen einerseits und das schicdgerichtliche Verfahren bei Streitigkeiten unter den Bundesgenossen bilden die Hauptmomente in den staatlichen Verbindungen der alten Eidgenossen. Nun finden sich in eint und anderer Beziehung merkwürdige Anwendungen und Ausbildungen des Bundesrechts in dieser Periode. Der Bellenzer Krieg im Anfang und der burgundische am Ausgang derselben führten in gleicher Weise zur Erörterung, in wiefern sich die verbindliche Wirkung der Mahnung auch über die in den Bünden umschriebenen Bundeskreise hinaus erstreckte. Die Mahnimg der mit Mailand kriegführenden Orte fand bei Zürich ebenso entschiedene Bedenken, wie die Mahnung Berns zum Entsatz von Murten und zur Vertheidigung seiner bnrgnndischcn Vorlande bei den östlichen Eidgenossen. Die Zwistigkeiten über die Toggenburgische Erbschaft, welche den großen Zürcherkrieg hervorriefen, gaben Anlaß zur rechtlichen Erörterung der Frage, wie weit die Bcfugniß, welche Zürich sich für anderweitige Verbindungen in seinein Bunde vorbehalten hatte, reiche und wie weit sich der Kreis des eidgenössischen Rechts erstrecke. Gerade an diesem Falle entwickelten sich, wie in der folgenden Periode an den Streitigkeiten über das ewige Burgrecht der fünf Städte, in interessanter Weise die Grundsätze über das eidgenössische Recht, d. h. über die Anwendung des in den Bünden vorgesehenen schiedrichterlichen Verfahrens bei inner» Streitigkeiten. Ueberhaupt bildet in allen Staatsverträgen, welche eine Art der Verbindung oder Friedensgenossenschaft bezwecken, die Festsetzung des schiedrichterlichen Verfährens bei Streitigkeiten unter den Parteien und ihren Angehörigen stets eines der wesentlichsten Momente. Wir finden dasselbe daher auch in allen diesen Verträgen auf das einläßlichste und in eitler großen Manig- faltigkcit der Formen geordnet. Es ist dieses Rechtsinstitnt für die Zeitgeschichte um so wichtiger, als nicht nur die Streitigkeiten unter Bundesglicdern, sondern in Folge von Tädigungen, Vermittlung eines compromifsorischen Verfahrens, auch die internationalen Verhandlungen bei Friedensschlüssen iu prvccssualischer Form mittels Schristenwcchsels, Klage, Antwort, Widerrede, Nachrede, Schlußwort und Rechtsatz statt fanden. In den Friedensverhandlungen zwischen Zürich und den Eidgenossen nach dem Zürcherkrieg und denjenigen zwischen den Eidgenossen und dein Hause Oesterreich, die der ewigen Richtung vorangingen, finden sich die lehrreichsten und aus- XIV fuhrlichsten Aufschlüsse über die Formen solcher Verhandlungen und für die Formen des Pro- erstes überhaupt. Bei der unbedingten Selbständigkeit, derer die vollberechtigten Glieder der Eidgenossenschaft genossen, waren die Verkommnissc, zu denen sie sich über Gegenstände des innern Rechts freiwillig vereinigten, neben den Vorschriften der Bünde das einzige gemeinsame Gesetz. Wir finden zwar in dieser Periode deren keine von so großer Tragweite und staatsrechtlicher Bedeutung, wie der Pfaffenbricf und der Sempacherbrief waren, welche dem vorhergehenden Zeitraum angehören. Nichtsdcstvminder hat auch in dieser Beziehung der vorliegende Band manches Interessante aufzuweisen, so die Münzverträgc von 1425, das Verkommniß, wodurch nach der ewigen Richtung die Eidgenossen sich gegenseitig verpflichteten, keine Pensionen oder Dieust- gelder von Oesterreich anzunehmen, und dann vorzüglich die durch Kriegsläufe und Volksbewegungen veranlassten Verhandlungen, die nachmals zu verschiedenen Festsetzungen des Stanzer- verkommnisses führten u. s. w. Von besonderer Wichtigkeit für die innern Verhältnisse der Eidgenossenschaft waren die gemeinen Herrschaften. Die Verhandlungen über dieselben erscheinen im gegenwärtigen Bande noch nicht, wie später, getrennt, sondern der Form der Abschiede entsprechend mit den allgemeinen Verhandlungen vermischt. Dagegen suchte man im Materienregister die Verhandlungen über die Angelegenheiten der gemeinen Herrschaften möglichst vollständig zusammenzustellen. Außer den Jahrrechttungen der Vögte und gewöhnlichen Vcrwaltungsgeschäftcn finden sich bereits in diesem Zeitraum verschiedene Verwaltuugsgrundsätze aufgestellt, welche nachmals ihre weitere Ausbildung erhielten. Das Princip der Stimmenmehrheit ist schon im Anfang desselben anerkannt. Wenn auf der einen Seite das Eschenthal definitiv aufgegeben wurde, so erhielten auf der andern die gemeinen Herrschaften in dieser Periode einen bedeutenden Zuwachs durch das sogenannte Oberland oder Sarganserland und den Thurgau. Während des Zürcherkriegs wurde auch das Grüningeramt als gemeine Vogtei verwaltet und nach dem burgundischcn Kriege zeitweilig das savoyische Waadtland. Ueber die obcrn freien Aemter waltete im Anfang, über Murten, Erlach, Grandcourt und Endresin am Ende unserer Periode zwischen gemeinen Eidgenossen und einzelnen Orten, die darauf besondere Ansprüche erhoben, Streit. Allen diesen innern Verhandlungen zur Seite ging während dieses Zeitraums die entscheidendste Entwicklung der Verhältnisse der Eidgenossenschaft nach Außen. Ihre Beziehungen zu Oesterre i ch sind im Anfange, mit Ausnahme des durch den Frieden von 1426 für geraume Zeit regulirten Verhältnisses zu Mailand, die einzigen, welche ein bedeutendes Interesse darbieten. Der fünfzigjährige Friede vom Jahre 1412 bildete die Grundlage dieser Beziehungen. Alle Kriege, durch welche derselbe unterbrochen wurde, endigten durch die Wiederherstellung der in demselben niedergelegten Grundsätze, freilich jeweilen mit verändertem XV Besitzstand. Als der fünfzigjährige Friede sich seinein Ende nahte, wurde er ans fünfzehn weitere Jahre verlängert. Immer blieb der Vorbehalt aller Rechte der contrahirenden Theile: der fünfzigjährige Friede war nichts anderes als ein Waffenstillstand mit provisorischer Anerkennung des jeweiligen Besitzstands und einem verträglich rcgulirten gegenseitigen iiioälm viveinli. Ueber- hanpt bedeutete das Wort „Friede" in der Sprache des fünfzehnten Jahrhunderts bezüglich der internationalen Verhältnisse nur einen provisorischen Znstand, der sich übrigens durch bestimmte Dauer und verträgliche Regulirung der Verkehrsverhältnisse von einer einfachen Waffenruhe, Stillstand, unterscheidet. Deßhalb wurde auch Oesterreich der „Erbfeind" der Eidgenossen genannt, weil kein eigentlicher definitiver Friede mit demselben bestund, sondern nur ein durch verschiedene Generationen hindurchgehender Waffenstillstand, der gerade deßhalb die „erbliche" Feindschaft nicht ausschloß, sondern unterhielt. Neben den Verhandlungen über die Wiederherstellung des durch die jeweiligen Kriege gestörten Rechtszustands des fünfzigjährigeil Friedens finden wir aber, anschließend an das Prvjcct von 1404 eine andere Reihe voll Verhandlungen, welche auf den Abschluß eines Definitiv- Friedens, Richtung, und eines Bündnisses mit Oesterreich hinzielteil. Diese Verhandlungen fanden unter Vermittlung Ludwigs des XI. ihren Abschluß in der ewigen Richtung von 1474 und in der Erbvereinigung von 1477; jedoch wurde — wie unsere Materialien es deutlich herausstellen — die Gültigkeit dieser Verträge nur für die mit Herzog Sigmund erlöschende tyrolische Linie des Hauses Oesterreich beidseitig anerkannt. Diese Thatsache wirft dann auch ein neues Licht auf die allerdings außer den Zeitraum dieses Bandes fallenden Verhandlungen über die Stellung Marimilian's l. zu den Eidgenossen und auf die Geschichte des nachmaligen Schwabcnkriegs. Mit der Thcilnahme Frankreichs am alten Zürcherkrieg war auch diese Macht zu den Eidgenossen in Verhältnisse getreten, die sich jedoch erst mit dem Augenblick weiter entwickelten, wo durch das Eingreifeil Burgunds in die österreichisch-schweizerischen Verwickelungen und durch die Ausbreitung der burgundischen Macht überhaupt einerseits die Eidgenossen sich veranlaßt fanden, gegen eine österreichisch-burgundische Koalition einen Rückhalt an Frankreich zu suchen, andererseits Ludwig XI. es in seinem Interesse fand, sich der Schweizer gegen Burgund zu bedienen. Die verschiedenen Verhandlungen, durch welche die Aussöhnung der Eidgenossen mit dem Hanse Oesterreich während des Reichskriegs gegen Burgund bewerkstelligt und gleichzeitig mit Herzog Sigmund und der nieder» Vereinigung eine Allianz gegen Burgund eingegangen wurde, finden sich ziemlich vollständig in unserm Bande, wie auch die zahlreichen Verhandlungen, welche in dieser Epoche das Verhältnis; der Eidgenossen zu Frankreich, das von nun an in ihren auswärtigen Beziehungen die erste Stelle einnimmt, begründeten. XVI Ueberhaupt ist das Ende unseres Zeitraums reich an Verhandlungen und Verträgen mit auswärtigen Staaten deutscher uud welscher Zunge, mit deutschen Fürsten und Reichsstädten ebensowohl wie mit Mailand und Savoyen. Der burgundische Krieg, den die Eidgenossen allerdings, wie sie es stets deutlich festhalten, nicht als „Hauptfächer" sondern nur als „Helfer" führten, veränderte die politische Gestalt Europa's und die Eidgenossen wurden eine Macht, um deren Bündniß und kriegsfertiges Volk man sich in Nähe und Ferne bewarb. — Die Form der Abschiede, welche mit möglichster Treue beibehalten wurde, und die Masse des darin enthaltenen, oft geringfügigen Stoffes macht es allerdings etwas schwierig, einen Ueber- blick der Verhandlungen über die einzelnen Materien zu gewinnen. Man hat daher auf die Anfertigung der Register alle Sorgfalt verwendet, um die Benutzung des Bandes zu erleichtern. In den Beilagen wurden dem Plane des Werkes gemäß die wichtigsten Staatsverträge dieser Epoche tertuell nach den Originalurkunden, in so weit diese immer erhältlich waren, in diplomatisch getreuem Abdruck wiedergegeben. Der Eidgenössische Archivar, Herr lki. Krütli, an welchen seit dem Tode des Herrn Meyer von Knonan die Direction des ganzen Werkes der amtlichen Sammlung und Herausgabe der ältern eidgenössischen Abschiede übergangen ist, hat der Korrektheit des Druckes dieses Bandes vorzügliche Obsorge gewidmet und dem Bearbeiter durch freundliche Beihülfe seine oft schwierige und mühsame Arbeit wesentlich erleichtert. Lnccrn, im Juli 1863. S. Abschiede. (14S1—1477.) t Aucern» 14? I , TN» (ksrig. czulirta. »Mo xuriüeütionis). Staatsarchiv Lucer»: Rathsbuch III. 71. Boten: Zürich. Peter Oeri. Uri. Püntener. Schw'yz. Ulrich der Frauen; Rudolf Reding. Unterwalden. Claus von Einwil; Thomas Zclger. Zug. Mühleschwander. Glarus. Der Annnann. Lucern. Der Ammann; Peter Goldschmid. Alle sind einhellig, ihre Boten zu weisen, daß sie um die Sache zwischen dem Abt von St. Gallen und den Appenzeller!! sprechen nach Laut des Anlaßbriefs. Dem Abt und den Appenzeller!! wird geschrieben, man werde einen Tag setzen, um die Minne zu suchen; gelinge es nicht, so werde man Recht sprechen. Vergleiche Band l, S. !1t, Note 2. Ä. I4TI, Anfang Febrnars (wahrscheinlich). Staatsarchiv Lnrer» : Allgemeine Abschiede. !. lg. Voten: Zürich. Peter Oeri. Lueern. Walker; Moos; Hertenstein. Uri. Ammann Schreiber. Schwyz. Ammann Abybcrg; Rudolf Reding. Unterwalden. Ammann Wirz; Erni Willis. Zug. Peter Koli. Glarus. Zost Schiesser. n. Man ist rathig geworden, denen von Mellingen 209 Pfund Halter an ihren Brandschaden zu geben, doch so, daß die Bestimmung, ob das Geld an die Stadtmauer oder an die Brandbcschädigten zu verwenden sei, den Eidgenossen vorbehalten werde. Ammann Wirz erklärt, er habe keine Vollmacht, für Verabreichung einer solchen Unterstützung zu stimmen. Deshalb soll man heimbringen, ob in solchen Fallen nicht der mindere Theil den! mehrern folgen solle. ?». Der Landvogt in Schwaben bittet um Abschriften der Briefe, welche die Pfandschaftcn des Herzogs von Oesterreich betreffen. Beschluß: Man soll die Briefe suchen und verhören. « . Der Appenzeller schriftliches Anbringen ist denen von Zürich empfohlen. Koppcnhans wegen sollen die Boten auf Freitag über acht Tage einen Tag leisten. «I. Lucern soll an seine Hundert bringen, was die von Uri lind Unterwalden gebeten und geredet haben. «. Der Vogt von Baden soll nach Bitte derer von Baden um die Briefe in Betreff des Klingelfuß werben; die Sache selbst soll anstehen bis zum Tag von Baden, Heimbringen die Bitte derer von Baden, daß man die von Ennetbaden zu ihnen gehören lasse, doch den Eidgenossen unschädlich. K'> Der Abt von Engelberg erhält von gemeinen Eidgenossen einen Bittbrief nach Basel. I». Sendung von Voten nach Wallis. Lucern will diesen Gegenstand vor seine Hundert bringen, i. Die Eidgenossen fragen I 2 Februar 1421. Lucern an, wohin es der Aemtev im Argau wegen zu Recht kommen wolle. Das wollen die Boten an die Hundert bringen. Ii. Ebenso die Verhandlung der Pfeile und des Pulvers wegen. Die Eingangs genannten Namen der Boten stehen auf der Rückseite des Blattes. Dasselbe trägt weder Orts- noch Tagesangabe, sondern einfach die Ucbcrschrift: „Nun» ckoiuiui demselben". Das vorhergehende Blatt, von gleicher Hand datirt und geschrieben, trägt die Jahrzahl 1421. Uebcreinstimmcnd damit setzt dann auch Cysat diesen Abschied ins Jahr 1421, nennt ihn aber „Abscheid von Baden", während der Umstand, daß von Lucern drei Boten vorkommen, welche nur kurz, ohne Vornamen, angeführt sind, sowie die Verschiebung des Gegenstandes « ans den „Tag zu Baden" eher darauf schließen läßt, daß der Tag in Luccrn stattgefunden habe. Auf der Rückseite befinden sich dann noch gestrichene Entwürfe von Schreiben, wahrscheinlich an Bern, bezüglich der unter Ii erwähnten Sendung nach Wallis, worin gemeldet wird, daß auf Sonntag vor Mittcfasten (S3. Februar) Boten in Bern eintreffen werden, wcßhalb wohl dieser Abschied in den Anfang des Februars gesetzt werden muß. Baden. I4SR, IS. Februar (Mittwoch vor St.M-mhia«). StiftSarchiv St. (Hallen. Staatsarchiv Lncern. Die Eidgenossen berichten dem Abt von St. Gallen, daß ein zwischen ihm und den Appenzeller» angesetzter Vergleichstag auf Donstag nach Ostern (27. Marz) versetzt sei. Die Acten des Tages fehlen. Obiger Verhandlungsgcgcnstand ist einem Schreiben der Eidgenossen an den Abt von St. Gallen entnommen. Zwei andere Actenstücke geben Kenntnis von Gegenständen, die auf dem Tage zur Verhandlung kommen sollten. Erstlich ein SchKibcn Zürichs an Luccrn ä. ä. 1421, Donstag vor Lichtmeß (3V. Januar): Graf Friedrich von Toggenburg habe seine Botschaft vor Rath gehabt, um im Auftrag Herzog Friedrichs von Oesterreich für diesen und ein Gefolge von scchszig Personen Frieden und Geleit nachzusuchen, damit sie einige Zeit in Baden die Bäder gebrauchen könnten. Man habe geantwortet, Baden gehöre nicht Zürich allein, man werde das Gesuch an die Eidgenossen bringen; Lueern mochte daher seine Boten, die ans den Tag nach Baden kommen, für eine Antwort instruiren. (Staatsarchiv Lucern, Missive.) Sodann gehört offenbar auch hieher folgende unter dem Titel »lllsinorls.« im Staatsarchiv Luccrn, Allgemeine Abschiede ^1. 33 enthaltene, von Cysat irrig „Abschcid von Baden 1425" überschriebene Instruction: „Item ze geleiten Herzog Fridcrichen glimpfcnt; ist dz ander Eitgnosscn In tröstent, so tuntz ouch vnd dz denn jedermann ein Kotten by Im da habe". I». Gedenket,die von Surfte zu versprechen. Gedenket des Eunz Zimmermann, den der von Hallwyl bannet, s. Der Appenzeller wegen soll baldigst ein Tag gesetzt »verde», v Da die Thallcute von Engelberg nicht alle schwören wollen, so „glimpfent ze reden mit den von Stans, dz si ir cidcn ledig gefeit werden von des aptz wegen", t. Der Sachen derer von Schwyz und Wallis wegen. !?» Wenn die Eidgenossen der Sache von Mcyenberg und Nicheusee gedenken, so antwortet wie zuvor: „wie wir des küngs bricf vor haben für uns geleit vnd meinen, dz vnser ze haut, vnd vcrsprcchent dz zum besten, wie die von Vilmcringen lüffent zum schulthciß gen Lenzburg, wie die von Mcyenberg des Geßlers rat hatten vnd vnser lctzi hülsten machen". Ii. Hermatschwyls und des Vogts von Muri wegen, als Heini Seiler einen gefangen hatte, der der Steuer nachjagen wollte. Legt dafür die Kundschaften vor. j. Gewalt, mit den übrigen Eidgenossen zu handeln um die Lehen und Pfänder, um der Frauen von Königsfeldcn Briefe, das Geleit zu lösen und zu besetzen, der 100 Gulden derer von Brugg, Schiris und dergleichen Sachen wegen, die Baden antreffen. Ir. Gewalt, mit dem Bischof von Constanz zu unterhandeln der hohen Gerichte zu Kaiscrstnhl und Klingnau wegen. I. „Von NaprcSwile wegen tnnt dz Ir geraten haut heimlich". Gewalt, mit Februar 1421. 3 den andern Eidgenossen zu handeln in Betreff des Schwörens derer von Ennetbaden einem Vogt um Frevel, so ein Bürger von Baden einen Gast schlägt, und ob wir auch Gaste seien, der Verbriefnng wegen für die von Baden n.s. w. ». HanS Zollcr soll für 800 Gulden gut sein. ». Jcnni Suters von Stans wegen. i>- Was des Bischofs von „Nauer" (Novara) wegen zu thun erforderlich ist. i- Der 400 Ducatcu wegen sollen Lucern und Uli Boten nach Wallis schicken, i. „Von der Münz wegen ze reden", s. Mit denen von Bern zu reden der armen Leute an der Senti und des Kaufes wegen, t. „Von Francisch Campions wegen, der im turn erfroren vnd so vast siech ist", bittet, daß man ihn frei lasse, da er meint unschuldig zu sein und zu Recht stehen will, u- Peter Praken wegen, der bittet, man möchte ihn auf einen Monat heimgehen lassen, um die 100 „Schilt" aufzubringen, v. „Von der von Bern wegen, der fach vnd frttntschaft vstrag ze geben. Gedenket an die lantzwinger, dz si vns die geben vnd wir Inen, wenn dcwcder Statt der andern schribt". Der letzte Artikel fällt offenbar vor den Abschluß des Vertrags zwischen Lucern und Bern vom 1. März 1421, welcher über die Landzwinger eine Bestimmung enthält. Der Articcl -> dieser Instruction schließt sich unmittelbar an das oben citirte Schreiben Zürichs an Lucern vom 30. Januar gleichen Jahres, so daß also diese Instruction in den Februar 1421 zu gehören scheint. 4 R » Tag des Monadcs Mcrtzcn). Staatsarchiv Liicern: Urkunde. Ewige Vereinigung zwischen Schultheißen, Rathen und Burgern der Städte Bern und Lucern. Beilage 1. 5. I4TR, I » füzilll ssoria Isroia post tjuasiinocko^ouiti). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 84. Tag der Eidgenossen zur Behandlung einer 'Aufforderung des Römischen Königs zum Besuch des Reichstags zu Nürnberg, der Hussiten wegen. Das Stadtbuch sagt: „Als vnscr Her der Nömsch küng vnd die kurfttrsten vns vnd andern vnscrn Eidgnossen geschriben vnd vmb hilff wider die Hussen angerüstet Hand vnd vnscr Her der küng darumb vnd von den selben fachen wegen den kurfürsten, sttrstcn, Herren vnd den Richstettcn einen tag vcrkünt hat gen Nürcnberg vff Sunncntag llubilato ncchstkünftig; dis fache haben wir vnseru Eidgnossen verkündet vnd ein tag darvmb gesetzct gen Lucern in die Statt vss disen hüttigen tag daselbs ze nacht an der Helberg ze finde, vnd haben auch wir, der Bürgermeister, die Rät vnd der große Rat, die Zweihundert, Heinrichen Hagnowcr, vnsern Ratgesellcn, den wir zn einem botten dargenomen haben vnd geschicket, enpfolhen ze losen, was vnscr Eidgnossen in den fachen tun, vnd ob sy ir erbern botten gen Nürcnberg schicken oder ob sy vnserm Herrn, dem küng hilff ansagen wellen oder nit. Vnd ist das sy also ir erbern botten schicken vnd hilff ansagen wcllcnt, wol vnd gut, das sehen wir gern vnd düchte vns onch billig sin. Ist aber das sy nit ir erbern botten dar schicken vnd Hilst ansagen wcllcnt, so sol doch der Hagnowcr Inen von vnsern wegen sagen, das wir unser erbern bottschaft gen Nürcnberg zu dem tag schicken vnd onch vnserm Herrn dem küng, der heiligen Cristcnhcit ze hilff vnd ze trost, bescheiden hilff ansagen wellent, die wir dann crzügcn mügcnt vnd vns nit ze überlegen syc. Vnd wäre daS dann die Eidgnossen mcindent, unser Botten söltend sy dann vor vnserm Herrn dem küng versprechen oder vtzit van Ir wegen au sin guad werben, so sol der Hagnowcr Inen sagen, dz vnscr Meinung nit syc, dz unser botten, die wir 4 April 1421. gen Nürcnberg schicken wellen, jemant versprechen oder jcmans fachen werben, denn vnser fachen. Beckum kgria toroia post c^ns.8llnockoKöiiiti, anno xxi. (Vergleiche ferner ebendaselbst Blatt 81 0—87.) Baden» R4TR, T7» April (Sonntag nach St. Görientag). Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede. t4. „Anno mccecppj vf sunnentag nach sant Görientag ze nacht sol man ze Baden an der Herberg sin. Ulrich Walker vnd Wilhelm von Rot." Folgt dann eine Instruction Luccrns an die genannten Boten. Als Vcrhandlungsgcgenstände sind folgende bezeichnet: Vidimus zn machen von den Achtbriefen und des Grubcrs wegen und die abzusenden, b. Verbriefungen auszustellen denen von Baden, v- Grimms von Grünenberg und Rudolfs von Hallwyl wegen. <1. Des Gotteshauses Wettingen wegen. «. Der Pfandschaften wegen, r. Derer von Ennetbaden wegen, s- Die von Bremgartcn sprechen einen Twing an; von dieser Ansprache, dann ihrer Stadt Geleits, Zolls und des Wassers zu Lunkhofen wegen zu handeln. Auch haben sie einen Freiheitsbrief erlangt, darin „guug vil stat; doch zeletst ist mit Inen gerett vmb die rechtung, so si den Eidgnosscn tun sollen, ist Inen angemutet, dz st sweren vnd die eide ernüwern, darüber sond st antwurten". I>. Der Pfaffen wegen, denen ihre Pfründen, Stiftspfründen und andere, allgefallen werden, i. Vom Vogt Rechnung abzunehmen, k. Schiris und anderer kleiner Sachen wegen. I. Forderung von 40 Gl., die Lucern an die Eidgenossen, außer Bern, stellt wegen der Botschaft nach Breslau. >». Verschickung der Knechte, die den Todschlag zn Muri gethan haben. Der Lehen und Pfänder wegen, o. Der Straße wegen zu den Bädern, i». Denen von Brcmgarten, Brugg und Baden zu rathcn. g>. Junker Smasmans von Nappoltstein und Grubcrs wegen zn schreiben. Die Achtbriefe den Herren und Städten zn verkünden. «. „Von der von Bern vnd nnscrn wegen". «. Wilhelm Gcßlcrs wegen. »- Der 40 Pfund wegen, welche die armen Leute geben sollen, v. „Schaffent vns den lon des künigs Kotten, dem Huser". Der Städte im Argan wegen, x Der Leute von Hcgglingcn wegen, die in St. Michelsamt gehören. >. Derer von St. Gallen wegen, -i. Des Spulten wegen. Herrn Hcmmanns von Neinach wegen, bd. „Bcsorgent vnd schaffent, wie wir von der von Griesheim gevcrtigt, verbrieft vnd besorgt werden vmb den bricf, wie üch dz dz best dnnkt, es si zu im zeriten oder dz ir nach im gen Baden scndent mit sinen alten brieffen vnd sin wib dz fertige. Engclbergs wegen. «Iii. Derer von Attelwile und derer von Brandis wegen, «v. „Item sagcnt den Eidgnosscn, dz sy ernstlich gen Lucern vff den Tag schicken, der sin Wirt vf Mitwnchcn nach dem Pfingsttag (14. Mai) ze nacht an der Hcrbcrg zcsin von Eschitals wegen, des Herrn von Mehlem, der sin Kotten dahin senden sol, von des bischofs von Naner vnd vil ander grosser fachen wegen vf dem tag nottürftig vorrichten, ouch von Maytal wegen vnd von dem richter rcchnling zencnien". Uebcr die meisten Artikel, deren Gegenstand einfach angegeben ist, erhalten die Boten Vollmacht, mit den Eidgenossen oder dem Mchrtheil zu handeln. Die Art. i>. gl, > . «, t, « sind gestrichen. Bei rv heißt es: „Heis- sent die von Surfe ir bricf, wie si zu vns komm sint, gen Zofingen bringen". Bei x von der von Hcgglingcn wegen: „Redent mit Walter, wie man harzu tu, dz si vns ledig werdent." x Ein zweites in diese Instruction eingeheftetes Blatt ebenfalls mit — wahrscheinlich nachträglichen — Instructionen enthält dann noch folgende Artikel: „ von Hanz Bechlcrs des von Brandis wegen, da hat vnser Schultheis nit versprochen, als er schribt, doch wellen wir gern In zum rechten stellen. >»- von vnser spcnn wegen vmb die Empter, mag es in früntschaft bcricht werden, dz vns die zwo cmptcr bliben, so lassent dz dritt baren, des haut gcwalt. April 1421. 5 Aber wir wellen kein anlaß siglen noch keins rcchtz warten, e dz die andern spen gen den von Zug bericht werden, v. Redent mit den von Bern von Walliscr wegen vnd erbietcnt vns in ir dienst, ob wir vtzit gutz darzu gercden können. >1. Item von des Herrn von Meylan wegen, da bittent vast. e. Redent mit den von Bern heimlich, was st crfaren hant vom Herzogen von Sasfoy, von Florenzer wegen, alz wir im geschriben haut. Ouch ze erfaren vnd ze fragen, wie es stand gegen dem Herzogen von Saffoy, ob wir verricht sin mit Im. t. Von der Münz wegen glinrpfen wir, dz wir die Münz beHaben, als wir die hant vsgen. s- Es ist tag nach vnser frowcn tag an dem ncchsten zinstag ze Zug von der von Swiz brief wegen vnd ouch die anlasbrief ze sigellen vm die emptcr. Ii. Aber ist tag ze Wettingen nach sant Michels tag an dem nechsten Sunncntag ze nacht an der Herberg ze sin." Zu bl> vergleiche die Urkunde von St. Blasicntag (3. Februar) 1421 bei Segesser, Luccrner Rechts- geschichte II, 652, Note. — Das Luccrner NathSbnch III, 74, vom 30. Juli und 6. August 1421 enthalt Tagansetzungen nach Baden wegen des von Griesheim Fertigung auf den 11. und 24. August. — Zu ««-. Im Mai 1421 war ein mailändischer Bote zu Lucern, wahrscheinlich der genannte Bischof von Novara. Zug bittet Lucern den 20. Mai (Dienstag vor Fronlcichnamstag) „in Betreff der Sachen, um die jetzt der Herzog von Mailand seine Botschaft zu Lncern habe, sein Bestes zu thun". (Staatsarchiv Lucern, Missive.) Zu « in der zweiten Instruction vergleiche Zürich Stadtbuch III, öS, 90. (1421.) V. Lucern. R4SI , K. Mai. Stiftsarchiv St. Gallen. Auf einen Anlaßbrief vom 28. Zum 1420 sprechen die Eidgenossen der VII Orte, als von Zürich Jacob Glenter, Bürgermeister, und Johannes Brunner, von Lucern Ulrich von Hertenstein und Heinrich Seiler, von Uri Anton Gerung und Johannes Püntiner, von Schwyz Ulrich Märkli und Ulrich Ütz, von Unterwalden Walter Henzli, Ammann, und Arnold an Steinen, von Zug Peter Koli, Ammann, und Johannes Weibel, von GlaruS Walter Schießer und Johannes Eggel, in den Streitigkeiten zwischen Heinrich von Mangistorf, Abt, und dem Capitel des Gotteshauses St. Gallen an einem, Ammann, Rathen und gemeinen Landleuten zu Appenzell am andern Theil, in der Minne folgendes Urtheil: 1. Die von Appenzell und alle die Ihrigen, welche bis zum Tag des vorgenannten Anlaßbriefs mit ihnen Landrecht angenommen und beschworen haben, sollen bei demselben verbleiben. 2. Die von Appenzell und alle, die zu ihnen, wie vorsteht, geschworen haben, sollen nach Ausweisung des darüber gegebenen Briefs bei den Eiden, welche sie von Burgerrechts oder LandrechtS wegen zu den Eidgenossen geschworen haben, bleiben. 8. Des Schadens halb, um den die Appenzeller daS Gotteshaus St. Gallen ansprechen, soll ihnen dieses zu nichts verpflichtet sein. 4. WaS daS Gotteshaus erwiesener Maßen an eigenen erkauften Gülten, Gütern oder Jahrzeiten hat, dabei soll eS bleiben. 5. Ebenso bei der Burghalde und dem Bade zu Appenzell. 0. Die Appenzeller und ihre Angehörigen, welche nach Ausweis des Anlaßbriefs in diesen? Compromiß begriffen sind, sollen die Zehnten von den Güter??, welche solche vor diesem Krieg gegeben haben, in gleiche??? Maße und an daS gleiche Ort wie vormals gebe??, dagegen soll man davon ebenfalls den Gottesdienst vollbringen, wie vor dem Krieg. 7. Die jährliche Steuer betreffend, welche die von Appenzell und ihre Mitroden, insbesondere auch die von Trogen, dein heiligen Römischen 6 Mai 1421. Reiche zu thun schuldig sind, welche Reichssteuer nunmehr dem Abt von St. Gallen und seinem Gotteshaus in Pfandesweise zugehört, wird erkennt, daß sie dafür alljährlich auf St. Martinstag 55 Mark Silber vder für jede Mark 2 Pfund 5 Schilling Constanzerpfenninge geben sollen. Die mögen sie vom Abte und seinen Nachkommen, wann sie wollen, ablösen mit 050 Mark Silber Constanzer Gewicht gegen Herausgabe aller darauf bezüglichen Urkunden; doch sollen dabei dem Römischen König und Reiche die Lösung und alle andern Rechte vorbehalten sein. 8. Bezüglich der streitigen Gerichte sollen die von Appenzell bei allen Gerichten, Twingen und Bannen innert ihrer Letzinen zwischen Appenzell und St. Gallen bleiben und dieselben besetzen und entsetzen von dem Abt und Gotteshaus unbekümmert. Ihre Landleute außerhalb der Letzinen dagegen sollen den Gerichten des Gotteshauses gehorsam sein und in dieselben dienen, 0. Für die Nutzungen, Gülten, Zinse, Dienste, Ehvschätze, Gelasse, die Steuer zu Gais, die nicht vom Reiche herrührt, für Lämmer, Ziger, Käsgeld, Schmalz, Staufwein, Alpgeld, welche vor dein Krieg von der Propstei oder von des Meyeramts wegen dein Gotteshause gegeben wurden, sollen die Appenzeller fortan alljährlich auf St. Andreastag 100 Pfund Constanzerpfenninge geben oder aber sie sammcnthaft ablösen, jedes Pfund mit 20 Pfunden. 10. Die versessenen Steuern, Zinse, Fälle, Gelässe, Ehrschätze und Zehnten sollen die Appenzeller und die Ihrigen, sie seien in oder außer dem Lande gesessen, dem Abt, Capitel und Gotteshaus geben, jeder wie er Gott darum antworten zu können glaubt; weder sollen der Ammann oder die Gewalt zu Appenzell Jemanden daran hindern, noch Abt und Capitel Zen,anden deshalb weiter ansprechen. 11. Von jedem Manne, der innert der Letzinen stirbt, gleichviel wieviele Kinder er hinterlasse, gebührt den, Abt und Gotteshaus der Fall, nämlich das beste Haupt; doch mögen es die Erben lösen mit einem Pfund Constanzerpfenninge. Wo kein Vieh vorhanden, ist man keinen Fall zu geben schuldig. Wenn mehrere Geschwister, die Knaben wären, miteinander haushalten, so ist jeweilen nur beim Tod des ältesten der Fall zu geben. Wenn ein Pflichtiger auf dem Todbett liegt, so soll das Besthaupt nicht mehr zum Nachtheil des Abts und Gotteshauses verkauft oder verändert werden. Frauen und Töchter sind keinen Fall zu geben schuldig. 12. Ein Landmann, der innert der Letzinen gesessen ist und ebendaselbst vom Gotteshaus lehnbare Güter hat, soll fortan dabei unbekümmert bleiben. Außerhalb der Letzinen gelegene, vom Gotteshaus lehnbare Güter sollen die Landleute auch behalten, aber sie sollen verpflichtet sein, dieselben vom Abte zu empfangen, wie andere Leute, die solche Lehengüter haben. 15. Abt und Capitel sollen bei allen ihren Gerichten, Rechten, Leuten, Gülten und Gütern zu Gösau, wie sie selbe hergebracht, ohne Widerspruch derer von Appenzell bleiben; doch wenn einer von Gösau Landmann zu Appenzell geworden wäre, so mag ihn, auch diese Eigenschaft bleiben. 14. In Betreff derer von Herisau wird erkennt, daß sie für Zinse, Steuer, so sie geben von der freien Vogtsteuer wegen, für Geläß, Ehrschätze, Hühner u. s. w. jährlich auf St. Martinstgg dem Gotteshaus St. Gallen 20 Pfund Constanzerpfenninge bezahlen oder dieselben mit 400 Pfund ablösen und daraufhin bei dem Landrecht und den Gerichten, die sie mit den Appenzeller» haben, verbleiben sollen. Andere Rechtungen, die das Gotteshaus da hat, sie seien von denen von Rorschach gekauft oder ihm von den Herisauern gegeben vor dem Krieg, sollen demselben, wenn sie gehörig erwiesen werden, bleiben. Mit den Fällen und den versessenen Zinsen, Steuern u. s. w. soll der Abt die von Herisau halten, wie diejenigen von Appenzell. 15. Wenn dem Gotteshaus eine Losung geschieht vor St. Zohannestag zu Sungichten, so ist man den Zins, der künftiges Jahr verfällt, nicht schuldig; geschieht aber die Losung nach St. Zohannestag, so soll man selben mit dem Hauptgut bezahlen. Was solchergestalt abgelöst wird, das soll mit Wissen des Mai 14Z1. 7 Abts und Capitels und mit Rath derer von St. Gallen und Appenzell wieder zu des Gotteshauses Nutzen angelegt werden. 16. Streitigkeiten, welche unter den Parteien über den einen oder andern dieser Artikel oder deren Anwendung entstünden, sollen wieder vor der Eidgenossen Voten kommen und von denselben oder dem Mehrtheil unter ihnen endgültig entschieden werden. 17. Beide Theile sollen diesem Spruch nachleben, alle zwischen ihnen waltende Unfreundschaft soll damit abgethan sein. 18. Welcher Theil diesen Spruch und diese Richtung nicht beobachtet, der wird den Eidgenossen der vorbenannten Orte für allen Kosten und Schaden, in den sie von daher kämen, verantwortlich erklärt. Abgedruckt bei Tschudi II, I3K. Zcllweger, Appenzeller Urkunde» Nr. 2Z8. Ein Concept dieses Briefes im Stadtarchiv St. Gallen enthält die Namen der Boten von Schwyz und Uri nicht, ebenso von Zug und Glarus nur je den erstgenannten. 8. Baden. TTT1, RR.» Atai (ans PfingM). Jahresrechnung. — Die Acten fehlen. Siehe unten Abschied II x. Baden. RTTI, TZ. und TT» Ann! (vff Sant Johans Abend und Saut Johanstag zu suugichtcu). Archiv Aran: Urbar der Grafschaft Baden. 22, 80 l). n. Die Leute im Amt Siggenthal behaupteten, das Dorf Ennetbaden sollte von Rechts wegen mit ihnen einem Vogt von Baden schwören, steuern und dienen und an das niedere HauS gehören. Dagegen meinten Schultheiß, Rath und Bürger der Stadt Baden, das Dorf Ennetbaden habe jederzeit mit ihnen der Herrschaft Oesterreich und, seit der Eroberung, den Eidgenossen geschworen. Nach beider Theile Klage, Antwort, Rede, Kundschaft und Widerrede, haben gemeiner Eidgenossen Boten erkannt, die Kundschaft derer von Baden sei die bessere und die von Ennetbaden sollen fortan stets mit den Burgern von Baden und in gleicher Weise wie diese den Eidgenossen schwören, auch einem Schultheißen und Rathe von Baden mit allen Gerichten, großen und kleinen, gehorsam sein, wie von Alters her. Zu allen Steuern aber und andern Diensten, die das Amt den Eidgenossen und deren Vogt zu Baden von Rechts wegen thun soll, sollen die von Ennetbaden dem Amt hülfreich sein, ebenfalls wie von Alter hergekommen ist; ausgenommen sind vier benannte Hofftätte ob und fünf unter dem Rain zu den kleinen Bädern; diese neun Hofstätte sollen in keinen Sachen weder mit dem Vogt noch mit dem Amt zu schaffen haben und sott auch keine andere Hofstatt Burgerhofstatt heißen noch sein. I«. Die Eidgenossen beschließen (auf Sant Johannesabend zu Sonnenwende): Wenn ein Bürger von Baden in die Vogtei hinausgeht, daselbst frevelt oder einem freventlich Pfand versagt um den Frevel, so soll darum im Twing nach Dring - recht gerichtet werden. Entkommt aber der Bürger, so daß er an der That nicht ergriffen werden kann, so mag der Vogt oder mögen dessen Amtleute ihn ergreifen, sobald er wieder in die Vogtei kommt, und ihn 8 Juni 1421. zu Recht stellen, alö ob der Frevel erst jetzt begangen wäre. Wenn jedoch einer von Baden in der Vogtei einen Karren Brennholz haut und nicht auf der That ergriffen wird, so soll er nachmals nur dann ergriffen und zum Recht gestellt werden, wenn er freventlich Pfand versagt hat. Bedurfte gemeine Stadt Baden Bauholz, so mag sie das in bescheidenem Maße wohl nehmen in gemeinen Holzmarken, soll aber darum bitten. Hätte einer Holz für sich selbst, das der Stadt füglich wäre, den soll man darum bitten. R«. I 4T I , E. Ällt^usit (ksria cznarta Mio I^aurontii). Staatsarchiv Lncern. Die Boten von Zürich, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden und vom äußern Amt Zug haben zwischen Ammann, Rath und Burgern von Zug einerseits und Ulrich von Hertenstein andererseits über ihre Zwistigkeiten in Betreff der Gerichte zu Hertenstein und die Gefangennahme Hensli Holzgangs folgendes Beredniß gemacht: 1. Die Parteien setzen diese ihre Streitigkeiten unbedingt auf die Boten, welche Zürich, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden dazu ernennen, damit selbe sie in Freundschaft vermitteln oder, wenn solches nicht möglich, nach processualischer Verhandlung einen rechtlichen Spruch geben. 2. Wenn die Parteien oder eine derselben den Ammann und Rath von Schwyz um Ansehung eines Tages bitten, so sollen diese ihnen und auch den Boten der Eidgenossen den Tag verkünden über acht und unter vierzehn Tagen an ein gelegenes Ort und da soll die Sache mit Minne oder Recht ausgerichtet werden, wie vorsteht. 3. Wenn die Parteien Kundschaften ansprechen, so soll jedes Ort in der Eidgenossenschaft, unter dessen Votmäßigkeit die Zeugen säßen, dieselben weisen, zum Zeugniß zu kommen vor die Boten, in Kosten des Theils, der sie angesprochen hat. 4. Bußen um Frevel über drei Schillinge sollen in den streitigen Gerichten bis AuStrag des Handels von keinem der streitenden Theile bezogen werden, sondern man soll die Bußwürdigen in Tröstung nehmen zu Händen desjenigen, welchem das Recht zuerkannt wird. 5. Hensli Holzgang soll seiner Gefangenschaft ledig und jeder Theil vor dem andern dieser Streitsache »regen sicher sein. Der Text ist entnommen einer unbcsiegeltcn Urkunde im Staatsarchiv Lncern (Fase. 30 Nr. 7), beginnend mit: „Es ist ze wüssct, das der wisc», fürsichtigen :c.", einer s. g. Nottel (nowla), ans welche hin dann die förmlichen Anlaßbriefe ausgestellt, besiegelt und den Schiedleuten übergeben wurden. — Dazu ein Schreiben Lucerns an Zug vom 13. Juli (Sonntag vor St. Margarethentag) vorher: „vnsern früntlichcn willigen Dienst:c. Als Jr vnö von Ulrich von Hcrtenstein, vnscrs Burgers, wegen gcschribcn haut, haben wir wol verstanden. Da wüssent, dz nn darnnder der von Hertenstein vcrnomen hat, wie Jr oder die ttwern Im vs vnd für das sin gezogen sicnd. Also hat er etwz gesellen zu im genon vnd ist zu der vesti, dem sinen, gevaren, dz ze behüten. Darnmb wir ycz üch vf ttwcr schriben nit gcant- wnrten können vntz dz der von Hcrtcnstein harwidcr heim zu vns kunt, nach dem wir geschickt haben. Dann so wellen wir üch sürcr vff üwer schriben antwurtcn." (Staatsarchiv Lncern, Missivc.) August 1421. 9 »I I4TI, Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 88. Unterhandlung zwischen Zürich und Lucern IN Betreff der Münze. Das Zürcher Stadtbuch enthält darüber folgende Notiz: »2tuuo ckomiiii mooooxxl, ipsa äio llsato Nar» Aarotiz virZinis sind Burgermeister, Rät, Zunftmeister ond der groß Rat die Zweihundert über ein kamen, dz si ein nüw Münz flohen wcllent, 1 Pfund vnd fünf schilling für einen guldin, mit vnsern Eidgnossen von Luccrn, man die ouch meinent ze müntzen. Vnd brachten vnscr Herren die Rät disen nachgeschribnen Rottet von der Müntze wegen für die Burger, denen gefiel er wol vnd cnpfalhcn die Bürger den Räten, denselben nottel vnd die Müntz ze besorgen vnd sich niit den von Lucern vmb die Werschast vnd man man anheben welle müntzen, oder wie lang vnd wan man dz nüw gelt vsgeben welle, oder wie lang man dz gelt so ietz gat, nemen sölle vnd anders dz dann darzu notdurftig ist, zu vereinen. Vnd sol man den von Schaffhuscn ouch darzn verkünden, ob sy mit vnsern Herren vnd den von Luccrn semlich Müntz vnd Werschaft Jngan vnd mit Inen müntzen wellen, dz si sich ouch darnach wissen ze richten, won sy vormals darumb gebetten Hand. Dis ist der cgenannt Nottel, als er vor den Burgern verlesen wart: Ill-imo kostet ein March silbers vis guldin vnd j ort, dz gebürt viiij Pfund j schilling iij hallcr, vnd ist gerechnet j Pfund 5 schilling für einen guldin. Item wenn manschlacht, so git man dem Müntzmeistcr von einer finen March j gnldin für abgang, ysen, kol, saltz, winstein, sorg vnd arbeit, so wirt der Statt ij schilling ze schlegschatz. Item wird geschroten xxxviiij angster vff ein lot vnd bestand zu dem halben. Item wenn xxvj plappharten gand vff iiij lot, so gat vff ein finc March cc vnd viij plapphart. Davon wurde der Statt v schilling schlegschatz. Item nimpt der Müntzmeistcr von den plappharten von der finen March j Pfund. Item vnd ist gelt gestimpt ein behemisch groß für xvij haller, item ein alter plapphart für xvj hallcr, item ein Crützplapphart für xv haller, item ein licchtstock für j schilling haller, item ein Bernerplapphart für j schilling haller, item ein Crützer für nün haller vnd die alten Nüner ouch also, iteni ein Fünfer für v haller. Dis ist der lon: Item von ie der geschickten March gat ab t/g lot geschickt ze gießen, item wiß ze machen von der geschickten March t lot, dz gebürt ^ geschickt von der finen March; item f schilling für sorg Än vnd vß ze wegen, ysen, smalz, winstein, kol vnd sin arbeit von der finen March; item xv schilling den Gesellen für ir arbeit von der finen March ze arbeiten. Summa xxxij schilling 3 haller gebürt der Cost, so darüber gat. Item 3 schilling der Statt ze schlegschatz von der finen March dem kleinen gelt, vnd bestat vj lot fins vnd gat lx hclbling vff ein lot. Item von den Angstern ij schilling, bestand zum halben vnd gand xxxviiij Angster vff ein lot. Item v schilling von dem plappharten, bestatt zum halben vnd gand cc vnd viij plappharten vff ein sine March. Anno ccccxxj an sant laurcncien abent sint Bürgermeister, Rat, Zunftmeister vnd der groß Rat die Zweihundert Zürch vbcrein kamen, das sy bi der vorgcschribncn erkantnnß als von der Münze wegen wellcnt bliben vnd wie die Rät dz mit den von Lncern sich darumb gceinbert vnd mit ein ander vndcrrct Hand, das si ouch dem nach gan vnd gnug tun wellen. Vnd Hand die Bürger den Räten cnpfolhen zebestellen vnd zebesorgeu, dz die nüw Münz, fünf schilling vnd j pfund für einen gnldin, an verzühcn gcslagcn vnd, so das iemcr erst gcsiu möge, vsgeben werden". 2 10 August 1421, Dagegen schreibt Zürich an Luccrn kurz hernach (Montag nach Bartholomen 1421): Als ir, onch iiwer vnd vnser guten fründ, die von Schaffhuscn etzwas satzes vnd red mit einandcrn getan und gemachet hatten von einer Münz wegen, Tun wir üch kunt, nach dem vnd vns die von Schaffhusen daruinb gcantwurt Hand, als üch wol wissend ist, vnd onch nach der antwnrt, so üwer crbern Kotten vnsern Kotten zclest vff dem tag zc der Cappcltannen geben Hand, das wir nnzcmal mit der Sach nitht wellen ze schaffen haben, darnach wissent üch zc richten. (Zürich Stadtbuch III, »0 tu) An ebendemselben Tag beschlossen Bürgermeister, Näthc und Zweihundert zu Zürich, auf das Korn von Bern und Zosingcn Pfenninge zu schlagen. (Ebenda 90 a.) «T. Cinsiedeltt. I, ? September (Dienstag nach Verem). Archiv Schwyz! Urkunde Nr, 304. Schiedleute: Schwyz. 2 tat Reding, Ammaun; Ulrich Abyberg, Altammann. Glarus. Ulrich am Biiel; Heinrich Schädeldach, Obmann: Ulrich der Frauen von Schwyz. Spruch über streitige Märchen zwischen Schwyz und Glarus bei der Alp Oyloch im Brunnwald. Abgedruckt bei Tschad! II, RS. Baden. I4TI, I K.November (off Martini). Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede, t. 20. zs. Heimbringen, ob wir den Abt von Engelberg in unfern Schirm nehmen wollen und was er auf dem Tag geredet hat. k. Cuni Summerhalter, ein Knecht, hat zu Rüedikon einen Frevel begangen und den zu Muri „abgeleit". Das soll man so bestehen lassen, bis die Eidgenossen mit Lucern darüber weiter geredet haben. «. Die Boten sollen berichten, wie es um die im Siggenthal und zu Oberendingen und Niederendingen stehe. ,1. Aus St. Andreastag (30. November) soll man zu Baden sein mit Vollmacht aller Sachen wegen „als man nu hie soll han getan vf Martini", v. Der Bote von Lucern soll heimbringen, was die Eidgenossen mit ihn, geredet haben der Aemter Meienberg, Richensee und Villmergen, auch Sursee's wegen, i. Ebenso die Stücke, welche die von Vremgarten angebracht haben, ps. Uesikon (Vogt zu Muri) hat Rechnung abgelegt. Lucern erhalt 9 Pfund und hat vormals schon auf dem Tag zu Baden auf Pfingsten 8 Pfund von ihm erhalten. „Damit hat gnot bezalt". I». „Gedenk vmb das Gelt gan Breslau", i. Von des Geleits wegen. !». Hans Rudolfs von Reinach wegen. I. Bern und Lucern sollen mit einander einen freundschaftlichen Tag leisten, Lucern soll denselben ansetzen, i»,. Dem von Landenberg soll man danken, i». Dem Herzog von Schiltach ist zu antworten, daß uns der Friede gefalle. Dieser Abschied hat die Form eines Gedenkzeddels für den Luccrnischen Boten. Er enthält keine Ortsangabe, aber das Luccrner Rathsbuch III, 75 setzt einen Tag nach Baden an. Das Urbar der Grafschaft Baden (Archiv Ar au) Ol. 22 cnthält, mit dem Datum Baden ans Martini 1421, folgenden den Artikel « näher erläuternden Beschluß: Bor der Eidgenossen Boten kamen die Stcucrmcyer des Amts im Siggenthal nnd brachten an, die Leute in den November 1421. 11 Dörfern Ober - und Nicdcr-Endingen, die der Herrschaft gewesen und an die niedere Burg zu Baden gehören, sollten mit dem Amte Siggenthal einem Vogt von Baden dienstbar sein mit allen Sachen klein und groß. Dem widersprachen die Leute der zwei Dörfer, erklärend, sie gehören an die niedere Burg zu Baden und wollen und sollen dein Vogt mit Steuern und allen andern Diensten gehorsam sein, aber mit dem Siggcnthal nichts zu schaffen haben. Darauf haben der Eidgenossen Boten erkannt, die Leute der beiden Dörfer sollen einem jeden Vogt der Eidgenossen zu Baden dienstbar und gehorsam sein und mit dem Amt nichts zu schaffen haben, es sei denn, dasselbe beweise sein Recht auf sie. tÄ Baden. I4TI, SV. November («ff Andre-). Die Acten fehlen. Lucern Raths buch III, 74 I> enthält eine Tagansetzung nach Baden auf Andrcastag „Haus Rudolfs von Rinach wegen". S. auch Absch. 13 K. t5 Schwyz. I4TT, It. Januar (Somuag nach dem 12. Tag). Staatsarchiv Lnccr». n. Der Appenzeller wegen. !». Rechnung vom Mainthal. v. Tagansetzung nach Lucern auf den 10. Februar (Dienstag nach St. Agatha). Die Acten fehlen. Lucern Rathsbuch III, 76 I> enthält aber eine Tagansetzung nach Schwyz auf Sonntag zu Rächt nach dem 12. Tag, der Appenzeller wegen. Ebenda 7 7. 1422, torio. guarta post Ililarii (14. Januar) heißt cS: „Der Ammann het ab dem Tag ze Switz bracht 11 Cammerguldin von der Stür ze Mcintal." Ans Dienstag zu Nacht nach St. Agathcntag (10. Februar) sollen gemeine Eidgenossen zu Lnccrn sein. — Die Acten dieses letztgenannten Tages fehlen ebenfalls. t« ^ncrrn. I4l??, T8» Arbrunr (auf dm alten Faßnachtabend). StiftSarchi» St. Gallen. Auf ein dringendes Hülfebegehren des Abts von St. Gallen antworten die Eidgenossen, sie bedauern zwar, daß die Appenzeller dem ergangenen Spruche nicht nachleben, aber sie können sich noch nicht bestimmt erklären, was sie in Sachen thun werden. Abgedruckt bei Zellweg er, Appenzeller Urkunden Nr. 24V. 12 April 1422. tV Znft. 14BB, 7. Älpril. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch lll. gl. Tag der Eidgenossen wegen der Unternehmung des Herzogs von Mailand gegen Vellenz. 1422, Montag nach Ualmarum (v. April) beschließen Bürgermeister, Näthc und Zweihundert zu Zürich auf ei» Schreiben von Uri und Untcrwaldcn, das sie der Bewegungen des Herzogs von Mailand gegen Bellen; wegen zur Kriegsbereitschaft („gcwarnct zu sitzen") mahnte, vor der Hand wollen sie nirgendwohin ziehen, im Falle bnndes- gemäßer Mahnung jedoch dem Bundbrief genug thun, aber nicht mehr. Ferner, auf ein Hülfegesuch derer aus dem Eschcnthal wolle man den Eidgenossen schreiben, man habe denen von Wallis den siebenten Theil des Eschcnthals darum gelassen, damit Zürich das Thal nicht schirmen helfen müsse. Alles das sollen die Boten von Zürich, die Morgens nach Zug gehen, den Boten der Eidgenossen, die dorthin kommen, auch mündlich eröffnen. — Zürich Stadtbuch III, 91 ll. 1422, Montag nach dein hl. Ostertag (13. April): Auf die Mahnung van Obwaldcn, ihm und denen von Uri und Nidwalden gegen Bellenz nachzuziehen, beschließen die Näthc und Zweihundert, wenn sie der Mahnung nicht enthoben werden mögen, dein Bundbrief nachzukommen, d. h. bis an den Platifer und nicht weiter zu ziehen; doch wolle man den Hauptlcnten die geheime Instruction geben, im Fall alle andern Eidgenossen weiter gehen, auch mit zu ziehen. — Ebenda 92 I> siehe die Antwort Zürichs auf die Mahnung von Uri, Samstag nach dem hl.Ostertag (18. April.) W. Zug. 14TB, TB. April. Staatsarchiv Zürich: Siadtbuch III. 93 «, SI. Tag der Eidgenossen wegen dem Fug nach Bellenz. — Die Acten fehlen. Zürich schreibt an Zug 1422, Sonntags nach dem hl. Ostertag (19. April): Es finde, Bellenz liege außer dem Bundeskreis und Zürich könne dahin nicht zu Hülfe gemahnt werden. Man möchte den Ausgezogenen daher in's Feld nachsenden und sie zur Heimkehr ermahnen. Zürich wünsche, daß Zug auf dem Tag, der nächsten Mittwoch (22. April) dort statt finde, sich in ähnlichem Sinne aussprechen möchte. — Am 23. April (ixsa äis daorii) erkennen Bürgermeister, Näthc und Zweihundert zu Zürich mit Hinwcisung auf den am Mittwoch vorher (22. April) zu Zug stattgehabten Tag neuerdings, sie können nicht außer den Bnndeskreis gemahnt werden, wollen deßhalb die Reise nicht thun, doch dem Bnndesbricf Genüge leisten. Luccrn. 14TT, BN» April (gnarta xost üeorn). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede. (V. 2l. t». „Ätem als vnftr Her der kung geschriben hat". I». Ueber verschiedene beunruhigende Gerüchte ist denen von Zürich Warnung zugegangen, so: I. Herzog Ernst von Oesterreich soll von dem Konig verlangt haben, daß er seinem Bruder, Herzog Friedrich, „bekerung tu vmb ergow vnd sin vetterlich erb"; 2. der Bischof von Cöln soll auch „vast" mit dem König geredet haben, „er ziehe den Stetten April 1422. 13 me zu, denn den Herren"; 3. von dem von Toggenburg sei Warnung gekommen, es sammeln sich bei 4000 Pferde, über ihre Absicht jedoch wisse er nichts; 4. es seien Boten des Herzogs von Mailand beim Herzog von Oesterreich gewesen; 5. wilde Laufe seien im Land, Rüstungen finden statt, ohne daß man wisse wofür; 6. im Argau werde geklagt, man halte die Leute unfreundlich mit Pfandern, Pfandlosungen und Andcrm; 7. Küssenberg sei offenes Haus des Herzogs von Schiltach; 8. -item als ein Sannung ist gesin, die ettwz gewantz vfgenon hat"; 9. es sollen einige den Eidgenossen benachbarte Städte am Rhein und in Schwaben ihre Boten beim Herzog von Oesterreich an der Etsch gehabt haben, ohne daß man den Zweck dieser Sendung kenne. Aller dieser Gerüchte wegen meinen die Boten des Tages, man sollte einen Zusatz (nach Zürich) legen, auch Brugg und Baden besetzen.- «. Man soll sich berathen, wie man Lenzburg zu gemeiner Eidgenossen Händen bringen möchte. «I. Die von Bern bitten, daß man derer von Hallwyl wegen gegen sie zum Rechten komme, v. Auf nächsten Mittwoch zu Nacht (6. Mai) sollen die Voten zu Lucern sein. I. Die von Uri sollen gebeten werden, den Kaufleuten von Lausanne das ihrige zu lassen. K. Auf Freitag zu Nacht (1. Mai) soll man zu Zug sein, des Eschenthals wegen. I». Die von Bern sind gebeten, derer von Wallis wegen, i. Lucern wird ersucht, mit denen von Willisau zu verschaffen, daß sie den Schmied von Triengen und seinen Sohn loslassen. Ii. Wegen dem Landtag des Mezgers. I. Derer wegen, die den Todschlag zu Willisau > gethan haben. Die gleichzeitige Uebcrschrist dieses Blattes (auf der Rückseite) lautet: „Memoria, wie man ab Tag gescheiden ist grmrta, post, doorü 1422", ohne Ortsangabe. Die Ueberschrift „Abscheid von Baden" ist von späterer Hand. Ans einem Missiv Zürichs an Lucern cl. ä. Freitag nach S. Görientag 1422 ergibt sich, daß wegen eines königlichen Briefs, dessen Inhalt zu weitläufig sei, um selben anzuführen (s. oben »), Zürich den Eidgenossen auf Dienstag vor dem Maitag (28.April) nach Lucern Tag gesetzt hatte (Staatsarchiv Luccru).— Zu k. Diese Angelegenheit scheint sich noch lange hinausgezogen zu haben, wie folgende Urkunde 1427, 21. Januar (Zinstag vor sant Pauli Bcckehrt tag) beweist: Ammann, Räthc und Landleute von Uri Urkunden: Vor Zeiten, da sie im Kriege gegen Mailand gewesen, haben sie einige Güterballcn zu Jrnis in Livinen genommen und meinen dazu Recht zu haben des Krieges wegen. Die von Obwaldcn machten ans die Halste dieses Gutes Anspruch, da sie Thcilhabcr des Krieges gewesen. Die ehrbaren Kansleute Swan Moresin von Mailand und Johann und Wilhelm Saltcrii, Gebrüder, von Lausanne getrauen auch Recht zu dem Gut zu haben. Um den halben Thcil des Gutes, der vertheilt ist, haben sie sich mit Unterwaldcn abgefunden und sind von den Kanfleutcn ledig gesagt. In Betreff der andern, noch unverthcilten, Hälfte kommen sie auf den Ammann und die neun gcschworncn Näthe zu Schwyz und ans Heinrich von MooS, Ammann zu Luccrn, welcher von seinen Herren geschickt worden, zu Recht gegenüber denen von Obwaldcn und den Kauslcnten. Welchem Thcil die Mehrzahl der Schiedrichter das Gut zuerkenne, dem soll es bleiben. (Besiegelte pcrg. Urkunde im Archiv Schwyz.) Im Archiv Obwaldcn befindet sich das Concept des Neversbriefs, durch welchen Obwaldcn, als es seinen Thcil des zu Jrnis genommenen und nach Uri geführten Ranbgnts und Gelds von Uri fortnahm, sich verpflichtete, für diesen Thcil die Urner gegen jede gerichtliche oder außergerichtliche Ansprache oder Beschädigung zu vertreten und schadlos zu halten. (Datnmloses Papier: „och Wirt dis in bcrmcnt gcschriben, dz mag man bessern als vns von Vre dunkt"). — Zu K. Auf die Mahnung von Obwaldcn hatte Zürich am Montag nach Ostern beschlossen, nicht weiter als auf den Platifer, so weit nämlich sein BundeSkrcis reiche, zu ziehen, doch soll den Hanptleuten geheime Vollmacht gegeben werden, weiter zn gehen. Sonntag nach Ostern (19. April) schreibt Zürich an Zug, da die Eidgenossen, ungeachtet der letzten Mittwoch (15. April) ihnen zu Zug gemachten Vorstellungen, doch ausgezogen seien, so möchte man ihnen Boten nachsenden, um sie zur Rückkehr zn bewegen. S. o. Absch. 17.n»d IL. Am 24. April 14 April 142Z. erkannten Räthe und Zweihundert förmlich, daß die Mahnung sie nicht weiter binde, als innert ihrem Bundeskrcisc. Stadtblich Zürich III, 93, 94. Die Mahnnngsbricfe von llri und Obwalden vom 16. April und 18. Juni s. Staatsarchiv Lnccrn, Missive. Hiehcr gehört auch folgender Brief: LZrogii amioi oarissimi. Vixi vodis proximis Iris dislms, guamdo acl ms tnistis, guod mittoromus ad notiliciandum Illuslrlssimo domino nostro clnvi oa, gus mialrl pari« Lommiulltatum, gus vos missranl, rstu- listis. (Znamobrom vos auiso, guod iclsm dominus maus dux psr LauLsIIg-rium msum, gusm acl oum misi, rssponsum miodi tradidit, gualitm' inlormatns, ofuod Illustiässimus, oslolzris msmorio dominus Monitor suus, ksno ob amiealalitor. guoad in yumanis luit, vixit ab vivinavit cum omnibus ds liZa vastra, nisi ox parts vsstra, dolootus inlsrvensril. IIa otiam ipso oum sis bons ob amieabiiiter vivoro ot vioinars dispouitz svd Mod, cum nialri'I a vobis roguirab, nisi guod patornum st por avitnin oontinuo luit, cfuodummodo miratur, guod in rostitutions sou rslaxatinns oorum, gus sna sunt, ullain dolzsunt vsstri laosi'o dilüoultutöm. Ilso autom sunt in summa, guo alr ipso domino mso duoo Iialnii, supsr Vtllleli. 4. (am ncchsten Montag nach dem hl. Kriiztag zc Meyen). Archiv Arn«: Urbar der Grafschaft Baden, Ii) ti, t». Der Eidgenossen Boten haben einhellig erkannt, Niemand, der in der Eidgenossen Gebiet sitzt, in Städten oder auf dem Land, soll den andern auf ein fremdes oder geistliches Gericht laden um irgend welche weltliche Sache, sondern Zeder soll von dem Andern Recht nehmen an den Stätten, da der Ansprechige sitzt, es wäre denn, daß Einer da rechtlos gelassen würde. „Aber vmb geistlich fachen da sol ouch hderman von dein andern recht neinen als recht ist, zu Costentz oder anderswa. Vnd wer den andern darüber ze costen oder ze schaden pringt, den sol man darzu wisen vnd halten, das er dem sinen costen ablcg, den er vmbgetriben vnd ze costen gebracht hat. Aber vmb Zins mag yderman ynzichen wie von alter har". I«. Alle die, so gemeinen Eidgenossen zugehören und auf dem Lande sitzen, sollen fortan gefreiet fein, daß „nieman an dheinen Harnesch vallen sol", es seien Klöster, Herren oder der Eidgenossen Vögte. Auch soll Niemand Harnisch zu Pfand weder geben noch nehmen, es sei denn, daß sich eidlich erfände, daß anderes liegendes oder fahrendes Gut nicht vorhanden sei, womit eine Schuld verpfändet werden möchte. Ferner soll vom Harnisch Niemand Steuer zu geben haben. Die von Bettwyl bringen vor, sie haben sich vor Zeiten von dem von Heidegg an die Herrschaft Oesterreich gekauft cind geben von Alter her zu Vogtrecht 8 Pfund Haller und IHy Mütt Kernen; den Nutzen beziehe jetzt Hans Vogt, Schultheiß zu Lenzburg; er gehörte aber den Eidgenossen anstatt der Herrschaft Oesterreich. Dagegen zeigte der Schultheiß Briefe, wonach ihm die Nutzen und Gülte zu Bettwyl für 150 Gulden versetzt sind und er den Nutzen fünfzehn Jahre lang nehmen soll; innert den fünfzehn Zahren sollen jedoch die von Bettwyl die Gült ablöseil mit 150 Gulden und dann der Herrschaft gehorsam sein, wie sie vormals dem von Heidegg gehorsam waren. Die Eidgenossen entschieden, daß es nach Maßgabe dieses Briefes gehalten werden soll. Mm 142Z. 15 St Baden. R4TS, Zt. Ä)tai (auf Pfingsten). Archiv Arau: Urbar der Grafschaft Baden, 41. ». Leute, die mit Eigenschaft ihres Leibes an das Haus von Baden gehören, sollen, in welcher Vogtci es seie, ihr Gut Niemanden übergeben noch verschaffen ohne Wissen und Willen eines Vogts zu Baden, sie seien ehelich oder nicht. ?». Auf diesem Tage haben der Eidgenossen Boten dem Priester Herman Goldenmenger die Capelle zu Baden bei der vbern Burg geliehen mit der Gült, die dazu gehört, und dazu die Kirche zu Eich auch mit ihrer Zubehörde. „Vmb daz so ist zu wissen, daz die kilch zu Eich an die capell gehört vnd die capell nit an die kilchen, vnd sol manS ouch nun hinannthin ewenclich also lihen vmb daz den von Baden zu der capell beschech, eS sy mit messehan, mit singen oder mit lesen, als von alter harkommen ist". «. „Wa witwen vnd weisen in der vogty ze Baden werden, die sol man befogten nach recht von fründen vnd von magen vor gericht do sy dann sind. Vnd die selben sond denn einem vogt swerren, vsser ir vogtkinden lib noch gut nicht zethund one sin wissen vnd willen, vnd waz sy on eins Vogtes zu Baden wissen vnd willen darüber tätten, sol kein kraft haben". Zu diesem Tag gehört Lucern Rathsbuch III, 79. 1422, Isriu seounün post Crnois in Nnic> (4. Mai): Auf den Tag zu Pfingsten sollen wir den Eidgenossen zu Baden Antwort geben der Aemter wegen, ferner der Briefe wegen zu brennen; die Eidgenossen sollen uns 34 Gulden „gen Brcsla gcwcrt gen Baden, 26 Rh. Gulden 16 schilling aber sönd jcgklich Statt vnd Land 1 Rh. Gulden gen Nürcnbcrg". ÄS Schwyz. R4SS, RS. Juli. Staatsarchiv Luccr»: Missive. Tag der Eidgenossen in Betreff der mailändischen Angelegenheiten, der Hussiten, der österreichischen Forderungen u. s. w. — Die Acten fehlen. Zürich schreibt Montags nach St. Ulrich (6. Juli) einen Tag nach Schwyz ans auf den nächsten Sonntag nach Datum seines Briefs d. h. ans den 12. Juli oder den nächsten Sonntag vor St. Margaretha und bezeichnet die Verhandlungsgegcnstände folgendermaßen: 1. Es sei nothwcndig, nach dem Schaden und Uebel, das gemeinen Eid- . genossen durch den Herrn von Mailand und sein Volk zugefügt worden, sich zu vereinbaren, was zu thnn sei, um die Eidgenossen bei bessern: Frieden, Gnade und Lob zu erhalten, als bisher der Fall gewesen. 2. Zürich habe ein Schreiben der Churfürstcn erhalten mit Ermahnung, den Reichstag zu Nürnberg am 15. Juli (äinmionis nxos- tolorum) zu besuchen und „da mit Iren gnaden in ein zu werden von der vnglöubigen lütcn vnd kctzer wegen ze Beohem, wie man denen widerstan vnd si Vertilggen mugc". 3. Zürich vernehme, daß die Fürsten von Oesterreich den König dringend angehen, ihnen zu ihren Herrschaften, Landen und Leuten, „dcro sy dann vmb vns, by vns vnd in disen landen von des heiligen Richs wegen cntwcrt sind, widcrkomcn lasse". Darauf sei ihnen zu verstehen gegeben worden, man wolle ihnen auf dem Reichstag zu Rcgcnsburg antworten; es sei aber auf den obgcnannten Tag zu Nürnberg verschoben worden. 4. Endlich erleide Zürich große Nachrede und Widersetzlichkeit, was nicht geschehen wäre ohne den durch die Mailänder erlittenen Schaden. Aller dieser Sachen wegen, auch nin für bessere Versorgung der Festung Baden Anstalt zu treffe», habe Zürich allen Eidgenossen den obgcnannten Tag verkündet. 16 Äuli 142?. Am 14. Juli schreibt*Bern an Luccrn, man vernehme, die Walliser stehen im Begriff mit Mailand etwas Bündniß oder Vcreinung zn machen, was den Eidgenossen schädlich sein dürfte. (Staatsarchiv Lucern, Missive.) Am 26. Juli (äoininioa xost llaookl axostoli) nnd nachher wieder am 18. Octobcr, anläßlich eines nach Lucern ans den 21. Octobcr (Mittwoch nach Galli) gesetzten Tages, beschloß Zürich, dem Drängen einiger Orte, Rache zu nehmen für den Verlust vor Bellcnz, nicht nachzugeben. (Zürich Stadtbuch III, 94, 99.) S. n. Absch. 23. ÄS Luceru. T8. Juli. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. St b. Tag der Eidgenosse» zu Lucern wegen einem neuen Zug gegen den Herzog von Mailand. — Die Acten fehlen. Stadtbnch Zürich a.a.O.: 1422, cloiniilloo. xostllaoolli axostoli (26. Juli). Da stark von einem neuen Zug gegen den Herzog von Mailand die Rede ist, um den vor Bellenz kürzlich erlittenen großen Schaden zu rächen, so beschließen Bürgermeister, Räthc und Zweihundert zu Zürich, um künftigem Schaden zuvorzukommen, wenn sie künftig anders, als nach dem Inhalt der Bundesbriefe gemahnt werden, über die Berge zn ziehen, so wollen sie doch nicht weiter ziehen als die Bundbriefe es fordern. Die Boten ans dem Tag zu Luccrn, der auf nächsten Dienstag (28. Juli) angesetzt ist, sollen dieses den Eidgenossen eröffnen und zugleich sagen, daß Zürich weiter gemahnt worden sei, als sein Bundesbrief laute, und weiter als die Eidgenossen zu Zug vor der Mahnung sich vereinbart hätten. Auch sollen die Boten den Eidgenossen den Brief in Erinnerung rufen, worin sie sich gegen einander vor Zeiten verschrieben haben, daß Niemand einen Krieg anfangen soll ohne gemeiner Eidgenossen Rath nnd Willen. Wollte Jemand Zürich etwas nachreden wegen dieser Sachen, so sei nian bereit, dcßhalb nach Einsiedcln zu Recht zu kommen. Auch haben sie Vollmacht, wenn des Marguisen Botschaft, wie die von Bern geschrieben haben, auf den Tag komme, sich andern Eidgenossen anzuschließen für Schritte, die den Frieden mit Mailand erzielen könnten. Boten Zürichs waren Heinrich Bibcrlin und Johannes Trinklcr. Brieg. R4TS, S«. August. Archiv für schweizerische Geschichte II, 2l»! Vv tZivg!«», Vovumvnt» ooiwvrimiit I'distoirv Su VaNius. Freundschaftsvertrag zwischen Philipp Maria Visconti, Herzog von Mailand, und den Gemeinden von Wallis unter Vorbehalt der Ratification des Administrators des Bisthums Sitten, Erzbischofs Andreas von Gualdo. 1. Kein Theil soll den andern angreifen oder beschädigen, noch den Feinden des andern Vorschub leisten. 2. Freier und sicherer Verkehr der Kaufleute. 3. Summarisches Rechtsverfahren in Streitigkeiten beidseitiger Angehöriger. 4. Die Walliser versprechen, aus allen Kräften zu verhindern, daß durch ihre Pässe dem Herzog von Mailand oder seinen Angehörigen Krieg oder Schaden August 1422. 17 gethau- werde. 5. Wenn sie selbst durch letzteres mit Jemanden in Krieg gerathen, so verspricht der Herzog ihnen Hülfe und Schadensersatz. Dabei heißt es: »(letorum guia eommunitates 21 »'!>/« et I'espie et eommunitates Montis-Lel superius videntur eertas conkedorationes sinn pridem keeisse eum eommunitatidus beerte, t/nllerwalll et t/ram's in forma proxime sulzseguenti: »Llterius est locntum, guod si eontin^eret, vos cle Luceria, »de Urania et de Lndervald ad inceps — per exereitmn intrare eaiudem palriam Lssule, ex »tune in antoa possimus nos de I-ueoria, de Urania et de Untere ald inonero et roxare ad nos »aecessuras ad eaindem patriam Lssule predietos de Vallesio euin eorum exeroitu. IA guanto »citius luerint roguisiti per nos predietos de Luceria et alias duas patrias, tnue prodieti de »Vallesio ex eorum amiealnli ao donesta posantia teneantur aecedere ad nos predietos de Lueeria »et duas alias predictas patrias, eorum burgenses et compatriotas, et nos et ipsos z'uvare, iudneere »et eompellere predietos de Lssula ut melius et diliKontius sine dolo, et dobent etiam in patria »Lssule manere nobiseum, tanguam euin eorum earis dur^ensibus et eompatriotis, tamdiu sieut »nos eum nostris xexillis ididem permaneliimus sine dolo et nos et ipsos zuvare ad eonsorvare »eandvm patriam, recepturi nlililatvm et onus esusdem tanguam una patria. Item si eontin^ervt, »guod nos predieti de Lueeria et due patrie vellemus aliguando in posterum eum noslro vexillo »et exereitu aeeedere ad Lssulam et noliis vidoretur eonvonientius, per predietorum de Vallesio, »nostrorum eomdur^ensium et patriolarum territorium intrare guam alilu, lioe done possimus »kaeere guotiens nodis plaeuerit, solvendo tamen per nos eisdem Vallesiensilms, guidguid ilii »eomederemus et dideremus, et nidil eisdem Vallesiensidus in contrario reeipere. 8oeuudum »est loeutum expresse, guod nos predieti de Lueeria et ille due patrie de Urania et de Unter- »>rald nulla alias per territorium ipsorum Vallesiensium dedemus invadere nee cum exereiliis »aecedere, nisi ex ipsorum de Vallesia voluntate et l'auoro, excepta Lssula, ut predietum est. »Latum Ilrige die dominieo ante kestum II. III. V. anno domini neeeexvn."— Vctum est igitur inter partes, guod vigore presentium paetorum, conventionum et promissionum non teneantur nee dedeant diclo cominunitates Lri^e, Vespie ae stlnntis Lei suporius contravvnire conventis in dietis evntederationidus saetis eum predielis eom/nunitatidus Lueerie, Lntervrald et Lranie, ut pre- kertur, in easu guo ipsi de Lri^a, Vospia et de stlonte Lei suporius eonkederationes ipsas de furo servare teneantur". SS Lucern. R4TT, TS. September l»exta am« Staatsarchiv Luccr»: Rathsbuch III. 89. „Item als die Eidgenossen hie sint gesin, wie der Kling schribt vmb hilff vnd 25t) pferd den Eid- gnossen geleit hat vnd den Geistlichen den c Denar. Item als all Richstett sich samend meinend ze Verschriben vnd ein Tag ze Coftenz ze leisten. Item von des Gelz ze Vri, des von Losen wegen, hant die von Vri geantwurt, went da ander eitgnossen Zr Hand davon zien, so went sie vber dz Houbtgut 3 18 September 142Z. ze rechten kon vf die tut in Eidgnoschaft, die sy darzu genement. Wir haut geantwurt, dz wir, die andern, wellen ze rechten kon vf die von Switz. Ztem von des Margrauen von Baden wegen". Vergleiche auch ebenda lol. 79 (viFilin. nntivitoti«) und 80 (ldris, guartn, post Oruois, 10. September). Unter diesem Datum wird die Sache der Appenzeller und des Koppcnhans auch als ein Vcrhandlungsgegcnstand des Tags erwähnt. Ä« Lnceri». Ä4TT, Tt October (Mittwoch nach GM). Staatsarchiv Zürich : Stadtbuch III. j>7. Staatsarchiv Lucern! Rathsbuch III. 8t. ». Tag der Eidgenossen wegen der Verhältnisse zu Mailand. I». Caspar Curten hat den Eidgenossen gewert 38 Dncaten und 14 Rheinische Gulden. Nach Abrechnung ist er noch schuldig 114 Ducaten. Dafür hat er Aufschub bis Lichtmeß, turtum guartn pust t»nlli, presontibus Glenter (Zürich), Walker (Lucern), Ammann Henzli, Erni Willis (Unterwalden). Weitere Acten des Tages sind nicht vorhanden. Das Zürcher Stadtbuch sagt a. a. O.: „Als vnser Eid- gnosscn von Lucern vns vnd andern vnsern Eidgnossen einen Tag gen Luccrn vcrkünt Hand vff die nechst Mittwochen nach Sant Gallentag von etzlicher knecht wegen, die mit Inen, dero von Vre vnd von Vndcrwaldcn Kotten, sollen gerett haben, wie si wol zweitusent knecht in der Eidgnoschaft getruwten vfzcbringen, die wider den Herrn von Meilan, Iren vigend, ziehen vnd reisen wollen, were dz icderman in stetten vnd lendern Inen das erlauben vnd gunncn wölte. Darvf Hand sich vnser Herren, Bürgermeister, Rät vnd die Zweihundert der groß Rat Zürich erkennet, dz die Kotten, so si zu dem cgenantcn Tag schicken werden, von Iren wegen der Eidgnossen Kotten vmb dz vorgeschriben stuck antwnrtcn söllen, dz si bi ir erkantnuß, so si vormals darumb getan habend, wellen vnd meinen ze beliben. Dieselb erkantnuß si ouch durch ir erbern botten gemeinen Eidgnossen, als st ze Lucern bi einander gewesen sind, ze wissen getan Hand. Vnd darumb söllent die botten Inen aber sagen, das vnser Herren von Zürich nit meinen noch wellen, dz deHeine der Iren also in die Rehs louffen, vnd ist Inen ouch nit gevcllig, dz deheine vnser Eidgnossen den Iren also zelouffcn erlouben. Ouch Hand sich die vorgenantcn vnser Herren erkent, dz si fllrderlichcn in ir Statt Zürich vnd in allen Iren gebieten verkommen söllent, dz nieman der Iren in enkeinen krieg noch Reis louffen, weder zu vnsern Eidgnossen noch zu niemant anderes, on ir besunder wissen vnd erlouben. Vnd das söllent die botten ouch vff dem obgenanten tag den Eidgnossen sagen vnd ze wissen tun. I.otnm clominion post dalli, Inno ooooxxij»". SV AvsNlHtN» I4ÄT, TK» (Montag vor Simonis und Jude). Archiv Arau: Urbar der Grafschaft Baden, -II d. Gemeiner Eidgenossen Voten, auf diesem Tag zu Zofingcn versammelt, erkennen der Geleite wegen, daß alle, welche mit ihrem Gut nach Brugg oder nach Kloten kommen und da von ihrem Gute kein Geleit geben, in Baden Geleit geben sollen, sobald sie dahin kommen. Geben die Geleiter zu Baden Jemanden Aufschub für das Geleitgeld, so mögen sie darum angreifen, haften und pfänden; der Vogt zu Baden soll sie dabei schützen. Wer auch Korn zu Markt führt, es seien Klöster oder andere Leute, Oktober 1422. 19 der soll Geleit davon geben. Als man diesen Beschluß faßte, war Georg vonZubeu von Unterwalden Vogt zu Baden; dem wurde aufgetragen, dieses den Geleitern zu Baden, damals Hans Schiri und Hans Müller zum Thurm, zu ihrem Verhalt mitzutheilen. T8. RATA, T, (Äiö Inno xost omnium sanotornin). Staatsarchiv Lncerii: Rathsbuch III. 81 I». Boten: .Zürich. Brunner; Oehen. Bern. .Zigerli. Schwyz. Rcding. Uri. Der Schreiber. Unterwalden. Ammann Henzli; Erni Willis. Zug. Mülischwand. Glarus. Schiessev. Lucern. von Moos; Goldschmid; Hunwil. t». Zigerli, der Bote von Bern, hat geredet in Betreff der Taverne zu Aesch, die Herrn Wilhelm von Grünenberg gehört, wo aber wir eine andere Taverne haben. 1». Bern hat Lucern den Hof zu Heimbrunn ledig gelassen, doch so daß letzteres die zwei Knechte in St. Michelsamt freundlich halte und die von Zofingen bei dem Wasser bleiben lasse, v. Dem Äenni Hunziker ist des Propsts von Münster wegen geschrieben, daß er den Rudi Koch nicht mehr verbiete, sondern seine Güter und ihn unbekümmert lasse. «1. Derer von Hegglingen wegen, daß die Eidgenossen sie ihrer Eide ledig sagen, v. Des Hans von Sur und Rudolf Rieder wegen soll der Vogt von Baden dahin, wo ihre Güter liegen, schreiben, daß ihnen offener Tag zum Rechten gesetzt sei nach Weihnachten. 1'. Graf Cunrads von Neuenbürg wegen. K. Die von Zürich sind gebeten, ihre Botschaft auf den Tag zu Constanz zu thun des Königs wegen. I». Des Geleits zu Rost wegen ist die Sache aufgeschoben bis auf den Tag zu Baden nach Pfingsten 1423. I. Dem Herrn Grimm von Grünenberg soll der Vogt Tag geben. Denen von Bern ist vergönnt, an den Herrn von Savoyen zu werben, uns Kauf zu geben. I. Lucern, Uri, Nidwalden und Zug wollen den Krieg mit Mailand nicht richten lassen und „wellent kein Gelt nen, wan es ist gebotten zwentzig dusig ducaten"; Obwalden dagegen will Geld nehmen. »»». Ob- walden will gegen Nidwalden auf Schwyz zu Recht kommen des Gutes von Lausanne wegen „den schaden Hindan gesetzt", i». Die Schmiedknechte und andere Handwerker soll man in Eid nehmen. «. St. Gallen und Appenzell bitten, den Koppenhan auf Tröstung loszulassen. K». Uri soll mit denen von Ursern verschaffen, daß sie keinen Kauf über den Berg lassen, weder nach Curwalen, noch nach Wallis; thäten sie es nicht, so will man ihnen selbst den Kauf abschlagen. «K. Der Appenzeller wegen, ob man die vor die Gemeinden kommen lassen wolle, i . Von heute über vierzehn Tage soll der Bote von Lucern zu Bremgarten sein, derer von Zug wegen. Ebenda (toi. 81 vorher) s. die Instruction Lucerns auf diesen Tag, Verhandlung der Räthe und Hundert tsria. Huiiwa ante omillnm sanotorum (29. October). Bezüglich 1 heißt es: „Item wie der Herr von Meilan vnS xxm Ducaten gebe vnd nit anders, sol man hören, wz die Lcnder darzu tun wellent, vnd ouch von der von Wallis wegen". Betreffend k. „Item als der Graf von Saffoy früntlich gerett hct, vnscr fründ ze sin, doch wil er vns kein gelt gen. Aber er begcrt, an künig ze werben, dz er zu vns sehe vnd wir zn Jme. Darum haben wir vns nüt gcein- bcrt". Betreffend « heißt es: „Von des künigS vnd der kurfnrsten wegen, Inen ze antwnrten cc dz wir in schaden 20 November 1422. komm; da sol man inm ctwz antwurten". Der Tag sollte zu Constanz am Montag nach Nicolai (7. Deccmber) stattfinden. (Lucern Rathsbuch III. 82 ll.) Betreffend > „Bon Hern Grimm von Grüncnberg wegen wellen wir Jmc wider tan" — u. f. w.). SS» Sehwyz. tTTT, 7. Deceinder (Niorndcß nach saut »AiclauStag). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 24. t». Wenn gemeine Eidgenossen eine Botschaft zum König schicken wollen, so ist Lucern bereit, auch seinen Theil an die daherigen Kosten beizutragen, doch in der Meinung, daß Zürich oder Bern die Sendung übernehme. I», Grubers wegen sollen die Voten von Lucern sich demienigen anschließen, was gemeine Eidgenossen in der Sache thun. e. „Item als der von Bern wegen vnd des geleits zem rost; ist dz der merteil dz ablest, so tunt es ouch." «I. „Ztem von Appozeller wegen glimpfent, dz man si tröste und Koppenhan lige; würde es aber dz mer, Zn vszelan, so tunt es ouch." v. „Redent mit den von Switz, Vre, Vnderwalden, Zug, wie man die von Bern vnd von Zürich in den Krieg bring, dz si absagent vnd die Straßen abwerffen dem Herrn von Meyland". H. „Ztem redent mit allen eidgnossen ane Vre vnd die ob dem Wald, wie die von Vre nit wellent widergen dz gut von Losan vnd sich warnent mit kouf; dz man mit den von Vre rede; gieng vns kumber daruß, den Wösten wir zu inen suchen". N» Die Boten von Lucern sollen von den Eidgenossen Antwort verlangen derer von Hegglingen wegen, die Samt Michael zugehören. Ueberschrift in longo: „Wie man ab tagen von Swiz gcscheiden ist. Meggen. Fuchs, vf morndes nach sant Niclanstag. 1422." RATA, TT. Januar (an sant Vinemcmtag). Staatsarchiv Bern. Ewiger Bund zwischen Burgermeister, Rathen, Zweihunderten und ganzer Gemeinde der Stadt Zürich an einem, Schultheiß, Rath, Zweihundert«« und ganzer Gemeinde der Stadt Bern am andern Theil. (Beilage 2.) Müller Hl. 182 sagt, der Bund sei zuZofingcn abgeschlossen worden, die Urkunde selbst trägt kein Ortsdatnm. Ein ähnlicher Bund scheint um diese Zeit auch zwischen Bern und Lucern unterhandelt, aber zu keinem Abschluß gekommen zu sein. Lucern Rathsbuch IV. 35. 1423 ksrin, ssouncla xost lloininionin tznasimoäo- goniti: „Item Ret vnd Hundert sind einheitlich überein komm, das si bcgcrcn, früntschaft mit den von Bern ze haben vnd wellen mit inen der buntnisse in gan in aller wise als der dricr lcndern bund stat, doch mus die fach vor an vnser gcmeind, da wir getruwen, wes ret vnd hundert ingant, dz vnser gemeint» das nit vsschlach. Ob nu das volgang oder nit, mag man nit wissen. — Diser fach sink Kotten gen Bern gcsin Heinrich von Moos, Schultheiß, vnd Vlrich Walker. Die sint da wol entpfangcn vnd früntlich gehalten, vnd hant die von Bern tugentlich geantwurt, der buntniß mit vns inzcgandc, also dz si vor meintent ein müssen ze haben, dz die buntnisse vorgicng der verchnung, so wir mit Walliscrn haben :c. Also ist nn die fach in gutem bestanden." Vergleiche Segesser, Lnccrner Nechts- gcschichtc II. 44. Januar 1423. 2t St Schwyz. t-ATZ, 4. Fcfir»rar (sant Agathmabcnd). Stiftsarchiv St. Gallen. Die Eidgenossen schreiben an den Abt von St. Gallen, sie haben, weil auf diesem Tag zu Schwyz nicht alle Boten mit genügsamer Vollmacht erschienen wären, einen andern Tag in seinen Angelegenheiten angesetzt auf Montag nach der alten Fafinacht (22. Februar) nach Kufinacht am Lucernersee. s« Kufinacht an» Lucernersee. R4TS, R. Altar; (Montag nach MauM). Stiftsarchiv St. Gallen. Die Eidgenossen schreiben an den Abt von St. Gallen: Weil auf diesen Tag nicht alle Orte Boten gesendet, so sei ein anderer angesetzt nach Schwyz auf nächsten Sonntag (7. März). SS Schwyz. R4TZ, 8. Altar; (Montag vor Mittcsasten). Stiftsarchiv St. Gallen. Die Eidgenossen schreiben an den Abt von St. Gallen, sie haben Appenzell abermals gemahnt, dem Spruch Genüge zu leisten. Bedauernsbezeugung über die Verzögerung der Sache. S4 14SS, (März oder April). Staatsarchiv Lucern. Die Eidgenossen bieten Lucern Recht auf Bern oder Solothurn um die drei Aemter Meyenberg, Richensee und Villmergen. Lucern Rathsbuch IV. 34, 1423 koria, soxta post xasoo (9. April) 0. st L.: „Item als wir vor zitten in des küngs dienst vnd gebot mit dem swcrt erobret vnd ingenomen haben die emptcr Meicnbcrg, Nichense vnd Vilmeringen, da kommt nu die eidgnossen von Zürich, von Switz, von Zug, von Vnderwalden ob vnd nit dem walt vnd von Glarus, die vns helfen soltent das vnser bchan, die wellen es vns nemen vnd abzien vnd meinent, es sy versprochen, wz erobert wurde in dem krieg, dz solt gemeiner eidgnossen sin, die vf dem veld warent, dz aber nit ist. Haran haut die von Vnderwalden vil schuld, Erni Willis vnd Amman Henzli. Nu biettent st vnS recht vf vnser eidgnossen von Bern oder Soloturn. Da dächt vns vnbillich, dz »vir vmb dz vnser zcm rechten komm sullm. Neullich het der Amman von Switz gerctt, liessent ioch die andern cidgnon die enipter faren, so wöltent st doch darüber recht 22 März 1423. nemm." Ebenda 36, 1423 ixsa äis deorü (23. April): „Item wir sint zerat worden von vnsern cmptern wegen, so vnser eidgnossen ansprechen vf den tag ze Brcingarten, dz wir vmb Villmcringcn Wellen zum rechten kon, also dz si vns Meienbcrg vnd Richcnse ledig lassen. Ist aber dz vt anders an st (die Boten) knnt, dz mögen si harheimbringen." Vergleiche Seg esser, Lucerner Ncchtsgeschichte II, 70 ff. SS Baden. R4TZ, TZ. Ntai (auf Pfingsten). Archiv Arau: Urbar der Grafschaft Baden, 41. StiftSarchiv St. Gallcn. Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch IV. 40. Boten: .Zürich. Heinrich Meiß, Bürgermeister; Felix Man es. Bern. Rudolf von Ringgoltingen, genannt Zigerli. Lncern. Heinrich von Moos; Peter Goldschmid. Schwyz. Rudolf Reding; Jost Boil. Unterwalden. Walter Henzli; Arnold an Steinen. Zug. Burkard Mülifchwand, Ammann. Glarus. Jost Schiefser, Ammann. t». Nach schon früher erlassener Erkanntniß wird festgefetzt, das? die Aemter, welche zu Baden gehören, für BeHolzung und „Beströwung" der obern Burg alljährlich auf St. Martinstag 40 Pfund geben sollen. Das sollen der Eidgenossen Boten künftig weder mindern noch mehren, ohne es an ihre Herren zu bringen. Die Einnahme soll der Vogt jährlich verrechnen. ?». Auf einen Brief des Abts von St. Gallen vom 23. Mai antworten der Eidgenossen Voten zu Baden am Mittwoch in den Pfingst- feiertagcn (2li. Mai): Da nicht alle Boten Vollmacht haben, so »vollen sie sein Begehren um bestimmte Antwort, was sie in der Appenzeller Sache zu thun gedächten, heimbringen, v. Der Eidgenossen Boten haben zu Baden erkennt „von Wilhelm von Stans wegen, ist dz die von Zug vormals von vns gemant sind, Henslin Seiler ze wifen ein obman ze sin vnd si die manbrieff findent, so sol Wilhelm bi dem gemeinen bliben." — Die übrigen Verhandlungen und die Zahreörechnung fehlen. Lnccrn Rathsbuch IV. 36 l> (guarta xost Äl-lli) enthält für den Tag zu Baden auf den Pfingstmontag auch folgenden Vcrhandlungsgegmstand: „Sol man ze Baden sin vnd antwnrten, wohin wir zum rechten komm Wellen von der cmpter wegen." s« BtHHenried. I4TA (Ende Juli oder Anfang August). Die Acten fehlen. — Lnccrn Rathsbuch IV. 41 b, 1423 Isrla guarta. xosb llaoolli (28.Juli): „Gedenk vf den tag gen Bekenried ze schriben dm von Vre vnd Vnderwaldcn, dz si der von Wallis bricf init Inen bringen." »V Zürich. A4TZ, Ä8. August. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 99 b. Boten: Lucern. Heinrich von Moos. Uri. Emmerer. Obwalden. Georg von Zuben. Nid- walden. Arnold Willis. Zug. Hans Seiler. Schwyz. Arnold Zacob. August 1423. 23 Diese Boten traten vor die Räche von Zürich, der Mailändischen Sache wegen. Die von Lucern, Uri und Unterwalden übergaben mit Bezugnahme auf den BundeSartikel: „Wenn Jemand außer den BundeSzielen gesessen wäre u. s. w." förmliche Mahnung, der Mailänder Leib und Gut zu heften und anzugreifen, wo solche in derer von Zürich Gerichten und Gebieten betroffen würden, damit der vom Herrn von Mailand den Eidgenossen zugefügte Schaden abgethan werde. Die von Schwyz und Zug haben nicht gemahnt. Der Mahnbrief Lucerns von Sanct Laurentienabcnd (S.August) befindet sich im dasigcnStaatsarchiv unter den Missiven. Schon am 12. März (tsris. ssxta, ante Istaro) heißt es im Lucerncr Rathsbuch IV. 32 Ii: „Wir sollen vf dem nechsten Tag antwurtcn, ob wir mit andern eidgnossen manen wellen die von Zürich, kouff vnd straß abzcwcrffcn dem Herrn von Meiland." »8. Lucern. 14? A, ?8. Anruft lsss«, «iwvoisgü). Staatsarchiv Luccrn: Rathsbuch IV. 44 Ii. 4!>. Boten: Zürich. Schwarzmurer. Uri. Peter von Uhingen. Schwyz. Ulrich Mevki. Unterwalden. Georg von Zuben; Arnold an Steinen. Zug. HanS Seiler. Diese vereint mit Rüthen und Hunderten zu Lueern entscheiden einen Jniurienhandel zwischen Heini Stoß von Schwyz und dem Comthur von Hitzkirch, welcher Handel auf sie gemeinsam gesetzt war. Heini Stoß schwört, daß seine Rede erlogen sei und daß er innert Monatsfrist solches in den Kirchen von SinS und Zug, Uri und Unterwalden ie an einem Sonntag öffentlich erklären, dazu aus der Stadt Lucern und ihren Aemtern gehen und bleiben wolle, bis der Mehvtheil der Räthe und Hundert ihm die Rückkehr erlaube, und daß er dem Comthur deßhalb kein Leid thun wolle. SS» Luccrn. I4?S, September. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. Itw t>. Berathung über ein Hülfebegehven des Römischen Königs gegen Herzog Friedrich von Oesterreich. Bürgermeister, Räthe und Zweihundert von Zürich instruircn Schwarzmurer, ihren Boten auf den „Tag zc Lucern als der iez angends ist", über das Begehren des Römischen Königs um 500 Mann zu des Reiches Panner, mit welchem er den Herzog Friedrich von Oesterreich an der Etsch und im Innthal zu bekriegen gedenke. 1423 Sonntag vor Sanct Vercnentag (29. August). — Lucern hatte einen Tag früher, ixsa ciis kolsZü (28. August), auf diesen von Zürich angesetzten Tag instrnirt: „Ist dz vnser eidgnossen vns hilfflich sin wellen über den Herrn von Mailand mit ir panner, so wellen wir inen hilfflich sin mit sovil alz vns nach Marchzal gczigc." (Lucern Rathsbuch IV. 44 d.) Kurz nachher scheint auch mit dem Herzog von Oesterreich unterhandelt worden zu sein: Lucern Rathsbuch IV. 46. „1423 3teilt Pktt. ciis IiocxisAarii (2. October) ist Herzog Fridcrichs von Ocstcrrich Kanzler vnd sin Knchimeister 24 September 1423. vor vns gcsin, hant vns gebettelt, die bricsi so hinder vns ligent vnd vns nit nützcnt, hinuszcgeben. Dz Wellen wir bringen für vnser eidgnossen. Onch ist in einer gcheym gerett von vnsers kricgs des Herrn von Meiland wegen, dz Herzog Friderich such sin vigend sin vnd In angriffen wölt. Darumb wellcnt si vns antwurt wissen lan." I4TZ, 4. Srptembrr (Samstag nach saut Verenentag). Staatsarchiv Lucern: Fragment einer alten Urkundcn-Copie. Boten von Zürich, Uri (Beroldingen), Schwyz (Büler), Unterwalden (Claus von Einwil, Zimmermann) sprechen als Schiedsrichter zwischen Luccrn und Zug über die Marken der hohen Gerichte an der Gränze des Amtes Habsburg und dem Gebiet derer von Zug bei Meierskappel, Hönau und Gisikon, mit Ausschluß aller andern beidseitig gelegenen Rechte, Twing, Bann, Futterhaber, Hühner u. s. w., welche durch den Spruch nicht betroffen werden sollen, da die Parteien um nichts anderes, denn um die Märchen der hohen Gerichte auf die Schiedboten gekommen seien. Von diesem Spruche findet sich weder eine urkundliche Ausfertigung, noch ist derselbe in das Landmarchmbuch eingetragen. Er findet sich aber erwiihnt in einer über die Märchen und Rcchtungcn des Twings zu Hönau und Gisikon Tags darauf aufgenommenen Öffnung (besiegelter pergamentener Brief im Staatsarchiv Lucern, Sonntag nach Sanct Verenentag (5. September 1423): „vnd öffnet der vorgenant Peter Has (Wcibel miner gnädigen „Herren von Lucern) von gemeiner Statt Lucern wegen mit sim fürsprcchen, wie vnser Herren von Lucern mit den „Erbern wisen vnscrn Eidgnossen von Zug stöße gchcbt hettent, der sy vf gemein vnd schidlüt zum rechten kämmt „— vergleiche zwei Urkunden vom 21. Decembcr (sant Thomanstag) 1420 im Staatsarchiv Zürich —, da der „gemein ein Vrteil den von Zug gerecht hat geben, die wist, dz sy mit Inen in bund bracht hettent, vnz an die Cappel- „tanncn einhalb, als die march Wisent, in den Se, anderhalb in die Rufe. Vnd von derselbenZilen entscheidnnge wegen „vmb die Höchen gericht hettent vnser Herren von Lucern vnd die von Zug auch spene miteinander», dera sy vff der „Eidgnossen Batten zem rechten komm werent, die hettent vf gester sich zem rechten erkennt vnd vsgesprochm nach „wisung Irs Spruchbrieffs, darüber geben. In demselben Spruch sie erkennt vnd eigmlich gelütrct hettint, was die „von Lucern oder von Zug inwendig oder vswmdig den Märchen vnd Zilen, so sy denn gemacht hant, hettent vnd „twingmt w. :c." 4R Annecy. Rt. September. Staatsarchiv Bern. Amadeus, Herzog von Savoyen w., verkauft den Städten Bern und Freiburg, als deren bevollmächtigte Gesandte Rudolf Hofmeister, Schultheiß, und Vincenz Matter, des Ratheö zu Bern, Petermann Cudrefin und Jacob von Praroman, des Raths und Seckelmeister zu Freiburg, handeln, die Burg und Herrschaft Grasburg mit allen ihren Zubehördcn, Gerichten, Land und Leuten und allen Rechten, die er daran besessen hat, lim 6000 französische Goldgulden chretio et nomine iusti xrolii 8ex milium seutorum auri, Koni et loxitlimi ponsteris, eugui et stawpe «erenissimi prineipis äomini mei Iran- September 1423. 25 ekorum kexis). Er bescheint den Empfang des Geldes und befiehlt seinem Castellan zu Grasburg, Aynard von Bellemont, Schloß und Herrschaft chaslrnm, oastollaniam et lotum ipsins easitellanie vllieiumj den beiden Städten oder ihren Bevollmächtigten zu übergeben, den Vasallen und Unterthanen daselbst, ihnen als ihren Herren zu huldigen. Lateinische Urkunde auf Pergament mit anhängendem Siegel des Herzogs Amadeus: Datum in oastro nostro ^nnsssiaei, clis vnclsvima mansis sszotsmbris anno clomini Nillasiino gnatsroontssimo vivssimo tsrcno. AT. Zllg. Z.4TZ, RS. September (nach dem Krenztog im Herbst). Stiftsareiiiv St. Gallen. t». Die Eidgenossen melden dem Abt von St. Gallen in Antwort auf dessen Schreiben vom 18. August vorher, sie können ihm bezüglich der Appenzeller dermalen keine bestimmte Antwort geben. Sie laden ihn aber aus einen Tag nach Wettingen ein. ?». Angelegenheit der drei Aemter Meyenberg, Richensee und Villmergen. ' Zu ». Bei Zellweger, Geschichte I. 429, 43V ist das Datum des Schreibens der Eidgenossen irrig auf den 18. August angegeben.— Die Instruction von Zürich auf diesen Tag ä. cl. 14. September (ixsa äis oxaltatiouis Lruvis) siehe im Stadtbuch DI. 1V1. — Zu I». Lnceru NathSbuch IV. 38 b. 1423, Kavvato anto .loll. Daxt.: „Wir sin einhell vnd ze rat worden von der emptern wegen, dz wir vnsern boten gen Zug vf den tag bcuclhen vnd gcwalt geben: ist dz vns die fach mag ab werden in srüntschaft, dz wir Vilineringcn lassen Valien vnd bi Meienberg vnd Nichense bliben, dz sol inan Helen. Ist das nit, worüber denn vormalz vnder den eidgnossen gesprochen oder gemant ist, dem sol man ein vstrag geben; demnach so wellen wir vmb die drtt cmptcr ze rechteit kon vs den Schultheis vnd Nat ze Bern gegen den Eidgnossen." 4» RS. September Staatsarchiv Bern: Bundbuch lt. tl8. t5k. Der Schultheiß, der Rath, die Zweihundert und die Burger gemeinlich der Stadt Bern und der Schultheiß, der Rath und die .Zweihundert und die Gemeinde der Stadt Freiburg in Uechtland Urkunden: Da sie vom Herzog Amadeus von Savoyen zu ihrer beider Städte Händen die Herrschaft GraSburg erkauft, so haben sie unter sich folgende Uebereinkunft getroffen: 1. Sie wollen die Herrschast mit allen ihren Rechten und Zubehövden als ein gemeines, ungetheiltes Gut besitzen und behalten und einander dabei schirmen, keine der beiden Städte soll sie an sich allein ziehen u. s. w. 2. Keine von beiden Städten soll weder Jung noch Alt, weder Weib noch Mann aus der Herrschaft Grasburg zu Burger empfangen. Die, welche jetzt Burger sind, sollen es bis zu ihrem Tode bleiben, ihre Kinder aber soll man nicht an ihre Stelle empfangen. 3. Zöge aber jemand von Grasburg in eine der beiden Städte und wäre er daselbst ein Zahr lang seßhaft, der möge da wohl Bürger werden; zieht er aber 4 26 September 14Z3. nachmals wieder in die Herrschaft, so soll sein Bürgerrecht ab sein. 4. Zieht ein Burger von Bern oder Freiburg in die Herrschaft Grasburg und laßt er sich da nieder, so soll ihn daö Burgrecht nicht schirmen. 5. Wird einer auS der obgenannten Herrschaft irrthümlich in daö Burgvecht von Freiburg oder Bern oder in dasjenige einer ihrer zugehörigen Städte aufgenommen, so soll er auS dem Vurgerbuch gestrichen werden und sein Geld verloren haben. 6. Die Leute in der Herrschaft GraSburg sollen mit dem UrtheilSzug bleiben wie sie von Alter hergekommen. 44 Beggenried I.4TZ, I Oetober (Frenag nach Michaelis). Staatsarchiv Liiccr». Tag der Eidgenossen über daS Begehren derer von Schwyz, eS möchten Zürich und Lucern die Spruchbriefe, welche vormals in dem Streite um Zug über sie gegeben worden, herausgeben. Am SS. September vorher (Sonntag vor St. Michael) schrieb Schwyz an Lncern: „Als üch wol ze wissen ist, wie Ir vnd ctlich ander vnscr Eidgnossen von Stetten vnd lendern vor etwie vil vergangner Iaren mit vns in flössen gewesen sint, nämlich von vnser guten fründen vnd lieben Eidgnossen von Zug wegen, von der selben stössen vnd fachen wegen aber von üch vnd etlichen andern vnsern Eitgnossen ein spruch getan, gesprochen vnd verbriefet vnd von üwcru wegen vcrsigelt worden ist, denselben spruchbricf wir doch nie gunncn, vfgcnomcn, verbriefet, versigelt noch gcbetten haben ze sigcln. Derselbe spruch ouch wiset.vnd also verbriefet ist, ob wir dem nit gnug tätin, dz Ir vnd ander vnscr eitgnossen dazu gehest cinandern dazu snllent behulfen sin, dz die darum gestraffet wcrdin, die dem nit gnug tätin, vnd etlich ander stuk in demselben spruchbricf begriffen, als vns dz vnser Kotten, die den selben spruchbricf verhört Hand, cigcnlich fürbracht vnd gefeit Hand. Dz vns doch dunkct, dz semlich gelüptc vnd verbriefnng wider die geswornen buntbricff, so Ir vnd wir ewenklich zcsamcnt gclopt vnd gesworcn haben, shgent, gctruwen ouch wol, so Ir die geswornen bnntbrieff vnd den selben sprnchbrief bebe eigcnlich verhörtet, es dünke üch selber. Wann doch die geswornen lmntbriesf, so Ir, vnscr eitgnossen von Vre vnd von Vndcrwalden vnd ouch wir ewenklich zesammen gclopt vnd gesworcn haben, gar lutcr vnd cigcnlich Wisent, dz vnder vns, den vorbenempten Eitgnossen, sich nicman mit dchcincr hinderlicher gclüpte noch cidcn gegen nieman, weder vsse noch Jnnc, verbindeil sol anc der Eitgnossen gcmcinlich willen vnd wissen, vnd ouch der vorgcnantc Spruchbricf mit vnserm willen noch gunst nie gemacht noch gesprochen ist vnd den nit gnnnen, verbriefet, bcsigelt, noch zcsigcllcn gcbetten haben. Harninb so sycnt >vir bh cinandern gesin vnd haben die geswornen buntbricf, so Ir vnd wir ewenklich zcsamcnt gelopt vnd gesworn haben, für vns gcleit vnd die verhört vnd vns darnf erkent vff vnser cid, dz vns dunkt, dz vns als vnrecht harin beschechen sye, dz wir üch billich vnd wol harumb zemanen haben. Also bitten wir üch ernstlich vnd manen üch mit disem vnserm offenen versigelten bricf, der blinden rc. w. — dz Ir anc alles verziehen die vorgcuantcn sprnchbrics von Händen lassen, die brechen, vernichten vnd von semlichen gelüpten lassen wcllcnt u. s. w. u. s. w. — Den 29. September (St. Michaclstag) stunden Boten von Schwyz dieser Sache wegen vor dem Rath zu Zürich, der ihnen verhieß, zu Beggenried sich für ihre Bitte zu verwenden, mit Beifügen, Zürich seinerseits werde entsprechen. Zürich Stadtbuch III. 101 l,. Am gleichen Tag schreibt Zürich an Lncern, es werde den Tag zu Beggenried am nächsten Freitag leisten, da es wie Lncern um Herausgabe des Briefs angesucht sei. (Staatsarchiv Lncern, Missivc.) — Auf einfaches Begehren ohne Mahnung hatte Luccru bereits am 29. Januar 1423 (Freitag vor Lichtmcsse) abschlügig geantwortet: „Bcdunkt „vns vnd sin einhellig, dz wir den bricf nit niit Ercn können widergen vnd wellen In nit hinns geben, dann die von „Swiz ze Bellcnz vns gar vntrüwlich getan haut." Luccru Rathsbuch IV. 29. — Ans Dienstag nach dem Tag Octobev 1423. 27 zu Bezgenriet) (5. Octobcr) traten die Boten von Schwyz wieder vor dm Rath zu Zürich und nun wurde der Brief dem Ammann Reding zur Hand gestellt, welcher gelobte, denselben so zu verwahren, daß er weder Zürich noch Schwyz, noch sonst irgend Jemanden zum Schaden und Kummer gereichen, noch von irgend Jemanden gelesen oder abgeschrieben werden könne ohne Wissen und Willen des Bürgermeisters und Raths zu Zürich. Zürich Stadtbuch III. 102 d. 45 Cinsiodetn. KKSZ, 8. November (Montag nach Allerheiligen). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. wij. Auf diesen, wegen Mahnung Uvi's und Unterwaldens, aus Anlaß der Feindseligkeiten gegen Mailand gehaltenen Tag ordnet Zürich als seine Boten ab den Heinrich Meiß, Glenter, Johann Hagnauer, älter, und Rudolf Oehen. Am 28. September (St. Michaelsabcnd) sendet Zürich an Luccrn einen an alle Eidgenossen gerichteten Brief des Römischen Königs „wegen dem von Mailand". (Staatsarchiv Lucern, Missive.) Die Instruction Zürichs (Stadtbuch III. 103) sagt: Da Uri und Unterwaldcn nach Einsiedcln gemahnt haben, um mit ihnen einen Zug gegen den Herzog von Mailand anzulegen, so haben Bürgermeister, Räthe, Zunftmeister und der große Rath von Zürich die Mahnbriefe, den Bundbricf und ihre eigene frühere Erkanntniß vor sich gelegt und darauf einhellig erkannt, daß ihre Boten den Eidgenossen auf dem Tag zu Einsiedcln erklären sollen, die Mahnung sei unbillig; denn Uri und Unterwaldcn seien nicht innert den Zielen und Kreisen des Bunds angegriffen, und wäre es auch der Fall, so sei doch der Angreifer nicht innert dieser Ziele gesessen, der Fall der Mahnung sei also nicht da. Kämen Mailänder in Zürchcrgcbiet, so wolle man selbe gern heften und zum Schadensersatz verhalten, insofern das der Bund erfordere. Wollten die Länder darauf von der Mahnung nicht abstehen, so wolle Zürich darüber mit ihnen rechten nach des Bundes Vorschrift. Würde zu Recht erkannt, daß die Länder in diesem Falle Zürich zu mahnen haben, so wolle man sich dem Spruch fügen, aber doch nicht weiter ziehen, als der Bundbrief weise. Würden die zwei Länder reden, sie seien zu Livinen und da herum angegriffen in dem ihrigen, so sollen die Boten erwidern: „dz Liuinen nit Jro syc vnd dz ouch mit keinem Rechten nie an sich gezogen haben, dann dz die selben von Liuinen sich ab dem Herrn von Meitan, der vnd sin vorder» st bi hundert Jaren Jngchept Hand, an st geworffcn haben vnd Jreni Herrn ungehorsam worden syen vnd darum dnnke vns nit, dz sy Jro shen." 4« Lncern. I4T3, KS. November (k«-rw «oxta xo»l MrUm). Staatsarchiv Lncern: Rathsbuch IV. 17 d. Boten: Lucern. Der Ammann und beide Räche. Uri. Peter von Uhingen. Obwalden. Claus von Einwil. a. Lucern, Uri und Unterwaldcn haben Zürich gemahnt des Kriegs mit Mailand wegen und sind mit ihm deßwegen nach Einsiedeln zu Tagen gekommen, um insgesammt einen Zug anzuordnen. Die Boten von Zürich aber, Burgermeister Heinrich Meiß, Altburgcrmeister Jacob Glenter, Hagnauer zur 28 November 1423. Muggen, .Zunftmeister Rudolf Oehen haben die Mahnung abgelehnt und sich zum Recht erboten. Daran foll man gedenken. Der Bote von .Zug, Hüsler, hat erklärt, wenn wir die von .Zürich, Schwyz und Glarus in den Krieg zu bringen vermögen, so »volle Zug auch thun, was es thun soll. ?». Lueern, Uri und Unterwalden haben Schwyz nach Sage der Bünde zur Hülfe gegen Mailand gemahnt. Darauf haben Ammann und Gemeinde von Schwyz dem Lucernischen Boten Anton Ruf geantwortet, Schwyz habe vormals Lueern gemahnt des Briefs (betreffend Zug) wegen; sobald Lucern diesfalls antworte, wolle es auch des Mailändifchen Kriegs wegen antworten. « . Dem Boten von Florenz ist geantwortet, »vir haben unsere Eidgenossen gegen Mailand gemahnt und geglaubt, sie sollten mit uns einhellig sein. Das sei aber noch nicht der Fall. Es dürfte ihm zu lang werden, hier liegen zu bleiben; jedoch dürfe er seinen Herrn versichern, wir werden zu dieser Zeit mit Mailand keine Richtung machen, sondern den Krieg fortsetzen. Man bitte Florenz um Bericht, ob es noch mit Mailand im Krieg sei, wann es zum Angriff zu schreiten gedenke u. s. w. Der Bote von Uri soll noch die Zustimmung seiner Obern zu dieser Antwort einholen, da er keine Vollmacht hat. Zu «!- Vergleiche über die Botschaft vo» Florenz an die Eidgenossen Nuratori, 8orixtorss 1'. XVIII, pag. 1162 U. Müller III. 176 nnd unten Abschied 59, 6t). 4V. Gttttdis. 14TZ, Ztt. November (an Sant A.idrcaötag des heiligen Zwölfbotcn). Staatsarchiv Vera. Boten: Lucern. Ulrich von Hertenstein; Ulrich Walker. Uri. Walter Meyer; Caspar Schnittlev. Obwalden. Ammann Henzli. Nidwalden. Arnold an Steinen. Diese als Boten und freundliche „Untertadinger" zwischen Schultheiß und Rath der Stadt Bern und dem edeln Zunker Guichard von Raron, ihrem Burger, an einem, dem Verweser der bischöflichen Kirche von Sitten, dem Capitel daselbst und gemeinem Lande aller Zehnten von Wallis am andern Theil, Urkunden was folgt: Bern und der von Raron behaupten, die von Wallis haben dem in ihren Streitigkeiten durch den Herzog von Savoyen, den Erzbischof von Tarantaise und den Bischof von Lausanne ergangenen Spruch nicht genug gethan und den von Raron weder in seine Gewerde gesetzt noch dabei behalten. Die von Wallis entgegnen: inwieweit sie jenem Spruch von Evian noch nicht Genüge geleistet, seien sie bereit, es zu thun; es sei aber um künftigen Friedens willen nothwendig, über einige in jenem Spruch nicht erläuterte Punkte ein Einverständnis zu treffen. Darauf haben die obgenannten Boten mit Wissen und Willen der Parteien und mit Hülfe und Rath der Voten von Zürich, Freiburg und Solothurn darüber nachstehende Vereinbarung getroffen: 1. Bezüglich der 10,000 Gulden, welche laut dem Spruch von Evian Wallis an Bern zahlen soll, sollen 6000 Gulden auf Datum dieses Briefs bezahlt werden. 10 Tschamarien-Plapart oder Liechtstöcke sollen für einen Gulden, ein guter Schilt für 2 Gulden genommen werden, Ducaten und Rheinische Gulden nach der Schätzung und Ordnung, welche die Boten gemacht haben. 233 Gulden, welche an der Summe von 6000 Gulden noch fehlen, mögen in der neuen Münze der Spagürlin, deren drei einen Plapart gelten sollen, gegeben werden. Bern soll diese und andere November 1423. 29 in der Zahlung enthaltene Münzen auf den Weihnachtmarkt nach Genf schaffen und da untersuchen lassen und infoweit die Münzen nach der Tschamarienplaparte Schätzung nicht bestehen mögen, soll der Mangel ersetzt werden. Um alles was solchergestalt an den 5000 Gulden unbezahlt bleibt, soll Wallis Bürgen- außer Landes geben, die versprechen, den Abgang bis nächste Ostern zu ergänzen. Bezüglich der restirenden 5000 Gulden, so soll Wallis dieselben in den nächsten zehn Jahren abtragen, ieweilen auf Ostern 500 Gulden in der übereingekommenen Währung. 2. Die Walliser sollen den Guichard von Raron in den Besitz aller seiner Güter im Lande setzen und darin behalten ohne Gefährde. 3. Die Berner Oberländer, geistliche und weltliche, sollen ihre „GedingstettS, die sie vormals mit denen von Wallis gehabt, fürdcrhin nach altem Herkommen behalten. Jedoch ist dabei vorbehalten, daß Guichard von Raron, so lang er außer Lands sitzt, das Land Wallis, einzelne Zehnten oder besondere Personen um Ansprachen, die auf gemeine Tage gehörten, Eigen, Erbe, Fertigung Bruch dieser Richtung zc. zu Recht fordern mag nach Kandersteg oder Frutigen, dahin sie zu Tagen kommen sollen. Ist die Ansprache sein, so soll er einen Obmann auö dem Rath zu Lucern nehmen; ist sie gemeines Lands, eines Zehntens oder einer Person in Wallis, so sotten die einen Obmann nehmen in dem Rath zu Freiburg; beide Theile setzen ihre Schiedleute zu, deren Urthcil soll zu Recht bestehen und vollzogen werden. Zinse und Geldschulden soll der von Raron einziehen nach des Landes Recht, das ihm nicht verhalten werden soll. 4. In Zukunft sollen Bern und Wallis, wenn sie Jemanden zu Burger oder Landmann nehmen, der gegen seine bisherige Heimath Ansprachen hat, selbe ausschließen und sich erst solcher Ansprachen annehmen dürfen, welche der Angenommene nach seiner Aufnahme gewinnt. 5. Wer von diesen Artikeln einen bräche oder nicht halten wollte, gegen den soll der andere Theil nach Inhalt des Spruchs von Evian sein Recht suchen dürfen und soll ihn diese Richtung daran nicht hindern. 0. Damit sollen alle Theile und ihre Helfer befriedet sein, es sei um Raub, Brand, Todschläge und alle andere Sachen. Pergamentene Urkunde mit neun anhängenden Siegeln. 48. (vs der KindUncnwg). Staatsarchiv Luceru. ». Berathung der Eidgenossen über das ihnen vom Römischen König gebotene Bündniß mit Savoyen und Florenz und den Krieg gegen Mailand. I». Des Abts von St. Gallen, der Rechnung von Wettingen und der Sachen von Kaiserstuhl wegen. Zu n. Lucern Rathsbuch IV. 51 b. 1424, loria gnarts. nnto LpPlmnis (5. Januar). „Vnser allcrgnedigster Herr, der Römisch kitng, hat viiij Tag vor Wieuacht von Vngcrn her zu allen eidguosscn gcschikt Caspar Turner, Schultheiß zc Gemünd, sin hofgcsint, von vusers kricgs des Herrn von Meiland wegen. Der hct allen eidgnossen gebotten by vnscrs Herrn des kungs gnaden vnd hnldnng vnd by verlierung aller fryheit, dz »vir vnsern schaden rcchhen vnd mit dem Herzogen von Saffoy vnd mit Florcnzcrn ein versprechen tngcnt, ein zil, dz wir dig Kummers ein Zug anlegen vnd vf den von Meilant ziehen, Als dcS kiinigs Meinung in schrist lit. Darnff haut die Eidgnossen vf der Kindlincn tag zc Baden dem Boten gcantwnrt, Nemlich wir von Lncern, von Vre, von Bndcr- walden vnd von Zug, sint cinhell vnd hont Im hilf angeseit in der maß, als dz mich in schrist lit. Aber die von 30 December 1423. Zürich, von Bern vnd von Swiz hant vf ein sinn gcantwurt, wenn der künig mit sim lib vnd mit siner panner kom, so wellcnt sy Im helfen vnd tun, wz sy Im von rechtz wegen Pflichtig sint. Dis dunket vns ein vnbillich frömd antwnrt, sid wir haben die von Zürich vnd von Swiz gemeint vnser geswornen buntbricfen vmb hilf, vnd sid nu der küng sy such des gcmant hätte, vnd sy dem allem nit gnug wellcnt tun. Daran sönd wir vnd vnser nachkamen ewiklich gedenken, want es vns vnd den egenanten eidgnosscn ze leid geschieht. Kcm es iemer, dz die von Zürich oder von Swiz not angieng vnd sy vns mantcn der geswornen bundbrieff, so füllen wir des zc rechten kon, verzihcn vnd gemach tun, als sy icz vns tunt, want sy an vns nüt rüwet." — Zu b. Luccrn Rathsbuch IV. 46, 48. Tag- ansetzung zuerst auf Sonntag nach Martini nach Mellingen, dann auf der Kindlinen Tag zu Weihnachten nach Baden um der angeführten Gegenstände willen. Vergleiche auch Zcllwcger, Geschichte von Appenzell I. 429, 430. 451 Zürich. 14T4, 18. Haimar (vrastino böM Antomi). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. tük. Boten: Lucern. Ulrich Walker. Uri. Peter von Uhingen. Obwalden. Georg von Zuben. Nidwalden. Zimmermann. Diese traten vor Bürgermeister und Räthe zu Zürich. Peter von Uhingen bat gar ernstlich, Zürich möchte gegen den Herrn von Mailand Hülfe leisten nach der frühern Mahnung, auf welche Zürich zu Einsiedeln eine Antwort gegeben habe, derer man sich nicht recht erinnere; man glaube, recht gemahnt und keinen Anlaß zu Ausflüchten gegeben zu haben. Auch bat er, der Mahnung und Bitte des Königs gegen den Herrn von Mailand zu gedenken. Darauf baten auch die andern Boten um Zusage der Hülfe und ließen einen Brief verhören, wodurch der König ihnen Livinen zugeeignet hatte. Zürich eröffnete ihnen als Antwort zuerst die Erklärung, welche kleine und große Räthe den Eidgenossen zu Einsiedeln gegeben, und fügte bei, daß selbe setzt nicht abgeändert werden könne, doch wolle man allweg dem gefchwornen Bundbrief genug thun. Hierauf mahnten die Boten von Uri und Obwalden nochmals mündlich bei allen Gelübden, Eiden und Bünden, so sie zusammen geschworen, die von Zürich zu Hülfe gegen den Herrn von Mailand, erhielten aber keine einläßlichere Antwort, als, sie sollten nicht zweifeln, daß Zürich dem gefchwornen Bundbrief nachleben werde. Mit dieser Antwort schienen sie sich zufrieden zu stellen. S« Lucern. I4S4, TS. Februar («»sam Mathiswg). Staatsarchiv Lncern: Rathsbuch M. !>k. „Ztem von vnsers kriegs des Herrn von Meyland wegen, als wir vnserm Herrn dem Küng hant geantwurt, als vor ftat, da hatten wir vnd die von Vre, von Vnderwalden vnd von Zug gar vast ernstlich gebetten vnd gefchriben die von Bern, von Soloturn, von Zürich, von Swiz vnd Glarus, dz si vns hulfent vnd rietent, waz wir an Küng vordern, werben vnd wz wir an In muten sollen, Februar 1421, 3t wan wir ye wellen vnsern schaden vechhen vnd darzu tun mit ir rat vnd hilf. Vnd hant Znen daruf tag har verkünt. Also hant die von Zürich, Hans Brunner, Heinrich Üsikon vnd Trinkler vns geantwurtet, wie ch vormalz vf dem tag ze Baden geantwurt hant dem Kling, darby blibentz vnd anders wellent sy vns gnot mit raten. Die von Bern, Ulrich von Erlach, Subinger, vnd die von Soloturn, der Wagner, hant sust frlindlich gereich, aber sy went vns mit raten. Die von Swiz, der Ütz, went vnö nlit raten, wan si nit gcwalt hattent. Haruff haben wir den selben vnsern eidgnossen gefeit, dz wir gern ir hilf vnd rat gehept hettent, wie es ioch Harnach gat, dz si vns nlit ze verwiffen hettent. Ztem so hant die egenanten von Zürich gerett vf vnser schriben, alz wir Znen gedanket hatten, dz si vns hilf, als vcrr vnser blind wiften, angcscit hattent, wie si vns nit hilf angeseit haben, dann st dunk nit, dz si der manung gnug ze tunt gebunden sient vnd hant vns gebetten, si vnd vns der reyse zu überheben vnd davon ze lassen, doch so wellent si den buntbrieffen gnug tun vnd habent denen allwegen gnug getan. Venügt vnS diser ir antwurt nit, so wellent si vorüber ze rechten kon nach vnser blinden sag. Tag vf Mittwuchen (1. März) sol man hie sin mit vollem gewalt, wie man dem Kling antwurte, was man werbe vnd botschaft ze ordnen." Die Instruction von Zürich an seine Boten auf diesen Tag siehe im Stadtbuch III. 108. 1424, Montag vor Sant Matthiastag. 5B Truns. K4SK, KS. März (Mitte März). Eaiitousarchi« Grailbüildc». Peter, von Gottes Gnaden Abt zu Dissentis, der Ammann, die ganze Gemeinde, die Dienftmannen, die Edeln und alle andern Leute und Hintersaßen, die unter dem genannten Gotteshause gesessen sind, eines Theils; Hans, Heinrich und Ulrich Brun, alle drei Gebrüder, Freiherren von Rhäzlins, die Dienstmannen, die edeln Leute und die Gemeinde zu Sachen, die Gemeinde auf Tennen, die Gemeinde auf Obersayn und alle Leute, sie seien eigene oder Hinterfüßen, die auf den Herrschaften und Gebieten derer von Rhäzlins gesessen sind, deS andern Theils; Graf Hans von Sax zu Masox, Herr in den Gerichten zu Zlanz, in der Grub, zu Lugnez, Vals, Cästris, Flims, die Dienstmannen, Edeln, die Ammänner und die Bürger zu Zlanz, die Gemeinde in der Grub, die Leute in den Thälern in Lugnez, zu Vals, Flims und gemeinlich alle andern Leute, sie seien eigen oder Hintersaßen, die unter die Herrschaft von Sar gehören, des dritten Theils; Graf Hug von Werdenberg, Herr zu Heiligenberg, die von Truns, Tamms und alle Leute, die unter die Herrschaft Werdenberg gehören, wo die im obern Theil gesessen sind, der Ammann und die Freien gemeinlich ab dem Flimswald, der Ammann und die Gemeinde im Rheinwald, der Ammann und die Gemeinde in Schams — alle für sich und ihre Nachkommen schließen und beschwören auf ewige Zeiten den nachmals sogenannten obern (grauen) Bund. Abgedruckt bei Tschudi, II. 153- 32 März 1424. 5Ä (vor dem 30. März). Staatsarchiv Luceru: Allgemeine Abschiede. Z3. Gedenket heimzubringen, was die von Ulm geschrieben haben der Briefe wegen. R». Ebenso, daß der Vogt von Muri angebracht hat, die von Muri wollen selbst Urtheil scheiden mit der mehrern Hand; sie setzen Fürsprecher u. s. w. «. Der Münze wegen ist ein Tag nach Sursee angesetzt auf Donstag vor Mittefasten (30. März) Nachts daselbst einzutreffen. Dieser Tag ist auch an Bern, Solothurn und die Städte im Argau verkündet, damit sie denselben ebenfalls durch vollmächtige Boten beschicken. Daselbst soll folgendes Münzproftct besprochen werden: „Wie man ein Müntz vnd ordnung gemache, nemlich MV Schillinge an Angstern für ein Rinschen Guldin; item Mst Bernerplappart für 1 Guldin und in fünfer für j bernerplapart; item i Bernerplapart für pvi haller, item i Zürcherplapart für xv haller; item ) Lichtstockplapart für xvi haller; item xis Bernerplapart für 1 Pfund. Dz sol vnser werschaft sin. Ztem der von Zürich Müntz, die nüwe, sol nieman nemen. Ztem dz man mit allen Stetten vnd dem land in Ergow red vnd gebiete, by sölicher vnser Müntz vnd ordnung ze bliben." «I. Mit Bern soll man reden derer von Wallis wegen. « . Ebenfalls soll man ihnen Mittheilung machen in Betreff der Briefe von Ulm. f. Bern soll um einen freundlichen Tag gebeten werden, um die obwaltenden Anstände bezüglich des von Büttikon und des Schmieds von Triengen, des Hutzelbrands und des Wirths von Fahrwangen, des von Bubenberg und Lucerns wegen Zell und endlich der Burger zu Willisau wegen in Güte zu vergleichen. Dieser datumlose Abschied ist von Cysat überschrieben: Abscheid von Baden 1422. Da aber der darin erwähnte Tag zu Sursee nach Lucern Rathsbnch IV. 53 5 am 31. März 1424 stattfand (siehe Scgesser, Lncerner Rechtsgeschichtc II. 279, Note 2), so ist derselbe offenbar in die ersten Monate des Jahres 1424 zu setzen. — Hieher gehört auch eine Instruction Lucerns im Allgemeinen Abschiedbchnd I. 26, ebenfalls von späterer Hand mit „1422 Jnstructio vff den tag gen Baden" überschrieben. s» Surfte. 14T4, AU. (koria ssxta anto lötaro). StaatSarchi» Luccr»: Rathsbuch IV. S8 b. „Ztem vf disen tag sint all eidgnossen ze Surfte vf eim tag von der Müntz wegen bi einandern gesin, da die von Zürich in eim Monod zwo Müntzcn gcslagen Hand, da nieman der eidgnossen ir nüwen Müntz nemen wil, das man nit vergessen sol, dorüber ist ein tag har gemacht." Vergleiche Zürich Stadtbnch III. 105 d. 1424 an Sant Antonicntag (17. Januar): Bürgermeister, Rath, Zunftmeister und Zweihundert von Zürich beschließen, beförderlich eine neue Münze zu schlagen ans der Städte Constanz und ihrer Mithaften Korn, 1 Pfund und 6 Schilling für einen Gulden, und daß man minder Schlagschatz nehmen wolle, damit die Pfennige besser und gängiger werden. Auf diese Grundlage haben die Bürger den Räthcn Marz 1424. 33 empfohlen, die Münze fürer zu besorgen und die Wcrschaft um altes und neues Geld zu machen. Darauf wurde ferner beschlossen, Schaffhausen und St. Gallen zum Beitritt einzuladen, dann wolle man acht Jahre lang unabänderlich die Münze schlagen und behalten. Dazu die Zürcher Münzverordnungcn vom 9. März (guinta ants Invooavit) und 28. März (Dienstag vor Mittcfastcn) desselben Jahres. Ebenda 109, 110, III b.' S4. Lncern. I4L4, A Mtai sixsa cUo oraois). Staatsarchiv Luceru: Rathsbuch IV» 33» Boten: Zürich. Jacob Glenter; Stüssi. Bern. Rudolf.Zigerli; Subinger. Solothnrn. Schultheiß von Spiegelberg. Schwyz. Werner Hön; Jost Böil. Glarus. Jost Schiesser, Ammann. »». Diese Boten treten in Lucern vor die Gemeinde und bitten sie, von dem Krieg gegen Mailand zur Zeit abzustehen und das Vorgehen des Königs in der Sache zu erwarten, auch ihnen zu gönnen, über eine Richtung zu unterhandeln. Antwort: Man wolle weder Frieden noch Richtung machen lassen. Wollte man Jemanden vergönnen, darein zu reden, so waren es die Eidgenossen; sie sollen aber lieber helfen. Wollen sie auf Bitte nicht helfen, so werde man diejenigen Orte mahnen, welche man zu mahnen habe. ?». Bern, Solothurn und Glarus bitten um Herausgabe des Briefs von Schwyz. Antwort: Wenn die von Zug ihren Brief herausgeben, so werde Lucern den seinigen auch geben. Wenn aber auch Zug dieses nicht thut, dagegen Bern, Solothurn und Glarus auf ihren Eid erkennen, daß wir mit Ehren den Brief hinausgeben mögen, so wollen wir es nichtsdestominder thun, sofern die von Uri und Obwalden auch wollen. Zu d- Luccrucr Nathsbuch IV. 071». 1421, t'sria gnarta anto NarAaroto. (12.Juli.) „Vou der von Switz brief wegen durch guter früntschaft willen, woltent die von Vre, die ob dem Walt vud wir vnser brief legen hindcr die von Stans, also dz der von Zürich brief vnd von Zug Abschrift ouch darzu kommt. Daruf hant die von Switz geantwurt, si wellent der von Zürich brief nit von ir land lan vnd bittcnt, dz man inen vnser brief gebe, so wcllcnt si die brönnen all, vnd wir vnser Kotten dabi habent, die dz scheut. Wellen wir dz nit tun, so machen ein tag gen Bezgenriet vnd brönnen da unser brief, so wellen sy der von Zürich ouch brönnen, ist dz nit, dz wir denn die brief geben cim des ratz zu Switz." Ebenda 08 l>. 1424, ipsa llio Larllloloinsi. (24. August.) „Der bricff, so wir Jnnc hatten über die von Switz, als von der von Zug wegen, hant wir vf Hütt hinusgeben dein Amman von Stans von der von Switz, von Stans vnd von Zug bitt wegen, wann ouch die von Vre vnd ob dem Walt iren hinusgen hant. Die bricff sind ze Stans vernicht vnd hingctan. Also hatten die von Zürich iren brieff den von Switz gen, den hant die von Switz ouch vernicht. Also ist ze Switz vor einer ganzen gcmcind vertedinget durch die von Stans vnd von Zug, dz die fach von der von Switz bricff wegen sol gentzlich vcrricht sin vnd ab sin vmb die manung vnd vmb dz gelt vnd vmb alle ding, dz keiner von Switz die fach nimmer me gceffren sol weder mit Worten noch werken noch dorumb vns nüt zu reden sol kein args. Wer aber, das keiner von Switz hiewidcr tete, den sönd die von Switz ernstlich vast strafen. Nett aber einer dz in vnser statt oder gcrichten, den Wällen wir strafen. Hieby was Junkhcr Heinrich vou Mos." 5 34 Mai 1424. SS. 14T4, RA. (Freitag vor Sant UrbcmStag). Staatsarchiv Bern. Graf Hans von Freiburg, Graf und Herr zu Neuenburg und Landgraf im Breisgau, erneuert und bestätigt eidlich das von feinem verstorbenen Vater, dem Grafen Cunrad von Freiburg, Herrn zu Neuenburg, für sich und alle seine Städte, Lande und Leute mit der Stadt Bern eingegangene ewige Burgrecht. P-rgamcntcnc Urkunde mit anhangendem Siegel des Grafen. s«. R4T4, RA. (koi'ia, soxtid xost ^uvilaw). Staatsarchiv Luccrn: Nathsbuch IV. 35 b. Vor dem Rath zu Lucern und einigen Boten der Eidgenossen, nämlich Ammann Schriber und Püntiner von Uri, Jost Zfner und Arnold an Steinen von Unterwalden, Hödel von Aug, erschienen Boten des Bischofs und der Landleute von Wallis, nämlich Caspar Curten, Hans am Heingarten und Arnold Gottfried und brachten an, .der Bischof und sie seien zu Mailand gewesen und haben von sich aus über eine Richtung unseres Krieges geredet. Am Herzog von Mailand haben sie soviel gefunden, daß er gern feine Boten mit Vollmacht nach Vrieg zu Tagen schicken und ihnen, denen von Wallis, vertrauen würde, den Krieg zu Minne oder Recht zu vertädigen. Nun bitten sie, die Eidgenossen möchten auch ihrerseits ihre Votschaften nach Vrieg senden; die Kosten wolle der Bischof tragen. Dann wollten sie, die von Wallis, immerhin nicht ohne unsrer aller Zustimmung, eine Richtung machen, die uns nützlich und ehrenhaft wäre; doch vorbehalten den Fall, wo der Römische König selbst nach Lamparten ziehen wollte; in diesem Fall soll die Verabredung nichts gelten („sölt haran mit sin"). Ferner fragen sie, ob, wenn der Herr von Mailand ihnen „luter getruwen" wollte, die Eidgenossen zu demselben bereitwillig wären. Auch möchten sie wissen, wie viel Schadensersatz wir von Mailand verlangen. Auf Alles ist ihnen geantwortet, man wolle die Sache bedenken und ihnen dann schriftlich antworten. SV. Aurich. 14TR-, 7. Atttti (köriü guurtü lknto tastum pontsoostizs)., Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. ItZ, 113» Boten: Lucern. Ulrich von Hertenstein; Petermann Goldschmid. Uri. Püntiner. Obwalden. Georg von Auben. Nidwalden. (Nicht angegeben.) Aug. Heinrich Mülischwand. Zum 1424. 35 t». Diese Boten erscheinen im Namen ihrer Herren vor dem Bürgermeister, den Rathen, Zunftmeistern und den Zweihunderten von Zürich und bitten anzusehen den großen Schaden, den ihnen der Herr von Mailand wider alles Recht angethan, und ihnen Hülse und Rath, um selben zu rächen, zuzujagen und zu leisten. Nachdem sie ausgetreten und die Umfrage ergangen war, wurde ihnen bei ihrem Wiedereintritt eröffnet was folgt: Sie möchten nicht verübeln, daß man ihrer Bitte nicht willfahren könne; Zürich sehe nicht ein, daß da etwas auszurichten wäre, der Herr von Mailand sei mächtig und glücklich in seinen Unternehmungen, er habe Bellenz so befestigt, daß es fast unbezwinglich sei; Lebensmittel, um auch nur eine Zeitlang davor zu liegen, hinzuschaffen, wäre schwierig, das Unternehmen könnte nur verderblich für die Eidgenossen ausfallen. Hierauf erklärten die Boten von Uri und Obwalden, ihre Räthe haben den Bundbrief vor sich gelegt und auf ihre Eide gefunden, daß sie Zürich zu mahnen hätten, sie mahnen also mündlich, dem Herzog von Mailand abzusagen und ihnen zuzuziehen in den Kreisen des Bunds. Die Boten von Lucern, Nidwalden und Zug mahnten nicht, aber baten, der Mahnung der andern statt zu thun. Darauf wurde nach abermaligem Austritt und Umfragen geantwortet : Sie wissen, was ihnen zu Einsiedeln auf die damalige Mahnung geantwortet worden, dabei habe es sein Bewenden. Der Herr von Mailand oder die, so sie geschädigt, seien nicht innert die Bundeskreise gekommen, der Fall der Mahnung sei also nicht da. Begnügen sie sich mit der Antwort nicht, so wolle man ihnen zu bundesgemäßem Recht stehen. Werde Zürich da verurtheilt, der Mahnung zu folgen, so werde es ziehen so weit der Bund gebiete und nicht weiter, da alles verwüsten, was man verwüsten möge und sofort wieder abziehen, damit man solcher Mahnungen künftig überhoben sei. Die Boten möchten an ihre Herren bringen, daß sie, statt solche zwecklose Kriegszüge vorzunehmen, Friedens Unterhandlungen Gehör schenken möchten, Zürich sei bereit solche zu betreiben; wolle man seine Vermittlung nicht, so werden sich andere dazu finden. I». Ferner hat der Altburgermeister auf Befehl der Räthe die Boten ersucht heimzubringen, daß Zürich mit ihnen und andern Eidgenossen viermal der Münze wegen Tag geleistet habe und gern mit ihnen eine Münze oder neue „Werschaft" angenommen hätte. Man habe aber niemals eine völlige Antwort erhalten können. Daher habe Zürich, um dem Aufschlag aller Dinge in Folge der Münzprägungen der schwäbischen Städte zuvorzukommen, letzt eine neue Münze angenommen und geschlagen, wozu es Recht und gehofft habe, daß andere Eidgenossen, die in seinen Münzkreis gehören, sie mit ihm gehalten hätten. Nun haben aber die Eidgenossen den Städten Bremgarten, Baden und Mellingen bei ihren Eiden die Annahme der neuen Zürchermünze verboten, dem Vogt von Baden haben sie geboten, den Seinigen zu verkünden, daß sie die alte Währschaft behalten, aber die neue Münze auch nehmen mögen, wenn sie wollen. Man finde das unbillig, weil jene Städte Zürich geschworen haben wie den andern Eidgenossen und dieses mehr Kosten mit ihnen gehabt habe als die andern. Besonders befremdlich sei, daß Uri, das jenen Städten nicht zu gebieten habe, sich in die Sache mische. Die Eidgenossen möchten also von jenen Geboten abstehen und die neue Münze und Währung mit Zürich annehmen, das Ziel der Währschaft möge man allfällig auf 10 oder 20 Jahre oder länger erstrecken. Zürich wünsche, daß auf dem nächsten Tag zu Baden über die Sache verhandelt werde. — Zu n. Dazu Luccrner Nathsbuch IV. 36 b. 1424, soxtu, icnte psntoeostes. (9. Juni.) 36 Zum 1424. 58. Baden. R4T4, tl Juni (zu Pfingsten). Archiv Ära»: Urbar der Grafschaft Baden. Boten : Zürich. Heinrich Meist, Burgermeister; Felix Meinest. Bern. Rudolf Hofmeister, Schult' Heist; Henzmann von Bubenberg. Lucern. Heinrich von Moos, Schultheiß; Ulrich von Hertenstein. Schwyz. Werner Hön; Rudolf Reding. Unterwalden. Walter Henzman, Ammann; Arnold an Steinen. Zug. Hans Graf. Glarus. Jost Schiesser, Ammann. Vor diesen Boten wurde als altes Herkommen geöffnet, daß die Werdmatte zu Niederbaden zu dem Hof, der Heinrich Schinders sel. gewesen ist, gehöre und gehören soll, daß aber Zedermann, in welchen Ehren und Würde» er sei, Zung oder Alt, Herren und Frauen, zu jeder Zeit, Sommers und Winters, auf diese Matte gehen, allda tanzen oder andere ziemliche Kurzweil treiben mögen, von Zedermann ungehindert. Und wer den Schindershof inne habe, der soll die Tanzstühle auf der Matte machen und in Ehren halten und niesten was auf der Matte wächst, ohne jemanden an Kurzweil, Steg oder Weg daselbst zu hindern. 5N. Beggenried. 14T4, TS. Juni (Donstag vor sam mnch). Staatsarchiv Luccrii: Mailünderactcn. Auf diesen Tag ist eine Botschaft von Florenz mit Lucern, Uri, Unterwalden und Zug, unseres Kriegs gegen Mailand wegen nach Beggenried zu Tagen gekommen und hat verlangt, daß wir mit 10,000 Mann ausziehen und drei Monate im Feld bleiben möchten; in diesem Falle wolle Florenz 8000 rheinische Gulden an die Kosten zahlen. Während wir im Felde seien, wollen sie mit 14,000 Mann gegen den Herzog ziehen. Kein Theil soll ohne den andern Frieden oder Richtung mit Mailand eingehen. Florenz habe auch mit dem König von Aragonien ein Bündnis? gemacht, der wolle auch ausziehen. Ferner haben sie „ein heimlich practik" mit dem Herrn von Mantua und dein Markgrafen von Ferrara. „So koment die von Aennow vmb". Ueber diese Eröffnungen ist ein Tag nach Zürich angesetzt. ««. Zürich. I 4T4, (zwischen 29. Juni und 5. Juli). Staatsarchiv Liicern: Mailünbcracte». Auf den zu Beggenried angesetzten Tag sind als Boten nach Zürich gekommen von Lucern Heinrich von Moos und der Schreiber, von Uri Heinrich Bcroldinger, Werner der Frauen, von Unterwalden Ammann Henzli, Arnold an Steinen, von Zug Ammann Mülischwand und HüSler. Lucern, Uri und Nidwalden hatten Gewalt, mit dem Boten von Florenz einzutreten, einen Zug anzusetzen und eine Botschaft Juli 1424. 37 nach Florenz zu senden, unter der Bedingung, daß man 10,000 Florin gebe. Der Bote von Obwalden hatte nicht völlige Vollmacht, wollte jedoch „sich gewaltz annen". Die von Zug dagegen wollten mit Florenz nichts zu schaffen haben; sonst seien sie bereit zu helfen, vorausgesetzt, daß man denen von Schwyz den Brief hinauSgebe. Man hat auch davon gesprochen, daß die am Rhein und in Curwalen uns hilflich sein wollen, daß Mosax zu unfern Händen komme, sie wollen auch zu Felde ziehen. Wenn etwas erobert würde, so möchte man ihnen ihren Theil daran lassen, sie wollen unS dann die kleine Beste übergeben. In dieser Sache soll man heimlich eine Botschaft zu ihnen thun. Am Ende ist mit dem Boten von Florenz so viel verabredet, daß er 8000 rhein. Gulden geben will, wenn wir mit 6000 Mann drei Monate zu Felde liegen „an den enden do wir wol sicher sient", und daß ein Bote nach Florenz geschickt werden soll, um die Unterhandlungen zu vollenden. Die Zehrungskoften dieses Voten will Florenz übernehmen. Die Eidgenossen sollen die von Bern besolden und zur Zeit keinen Frieden machen. «t. Zürich» 14T4, 3» Aull (Mittwoch nach saut Ulrichs Tag). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede. -V. 38. Staatsarchiv Zürich: Abschiede I. l. Boten: Zürich. Jacob Glenter; Felix Maneß; Rudolf Vrunner. Bern. Subinger. Lucern. Heinr ich von MooS und der Stadtschreiber. Uri. Heinrich Beroldinger; Wernli der Frauen. Schwyz. Rudi Reding; WernerHön. Obwalden. Ammann Henzli. Nidwalden. Arnold Willis. Zug. Ammann Mülischwand und HüSler von Baar. GlaruS. Ammann Schiesser. » Einer Bitte des Bischofs von Constanz, man möchte der hohen Gerichte (zu Kaiserstuhl, Kling- nau :c.) und anderer Sachen wegen, worüber mit ihm verhandelt werden müßte, einen andern Tag ansetzen, da er durch Krankheit gegenwärtig an Geschäften verhindert sei, wurde entsprochen, mit dem Beifügen, man werde seiner Votschaft den Tag später wissen lassen. I». In Betreff der Münze hat Bern geantwortet, da eö seinerseits eine Münzordnung gemacht habe und dieselbe halte, so könne eS zu dieser Zeit davon nicht abgehen.' WaS Zürich wegen seiner Münze geantwortet, das „wissent ir wol". v. ES wird ein Tag nach Küßnacht angesetzt auf St. JacobStag (25. Juli) zu Nacht „als die „von Switz geredt Hand vmb fachen die von Lucern von HertensteinS wegen, vnd die von Zug antreffend." «i. Dem von Lupfen, welcher bat, eS möchten ihm „von siner notturft wegen" einige der zu Baden eroberten Briefe geliehen oder auShingegeben werden, wird geantwortet, man könne daS nicht thun. e. Der römische König hatte den Caspar Dorner als seinen Boten zu den Eidgenossen gesendet, um sie zu einem Angriff auf den Herzog von Mailand zu bewegen. Da ihm scheinen wollte, der Bote bleibe zu lange aus, so hatte er auf diesen Tag noch eine andere Botschaft geschickt, nämlich den Philipp Dalbcne von Florenz und den Philipp von Heingarten, um daS genannte Begehren zu erneuern. Der Mehrtheil der eidgenössischen Boten antwortete jedoch, man verbleibe bei dem Bescheid, der diesfalls bereits dem Caspar Dorner gegeben worden sei. Die königlichen Voten gaben ihr Begehren den Eid- genoffen schriftlich, um eS an ihre Obern zu bringen, und erklärten, sie wollen selbst in die Städte und Länder reiten, um da ihre Sache zu befürworten. DaS, erklären die eidgenössischen Boten, „mugent 38 Juli 1424. si wol tun/' t. Ammann Heinzli spricht im Namen derer von Obwalden, Arnold Willis im Namen derer von Nidwalden über Streitigkeiten, die zwischen beiden Landestheilcn walteten. Obwalden bietet Recht auf gemeine Eidgenossen, Nidwalden auf Uri, Schwyz und Lucern. Die von Obwalden sollen an ihre Herren bringen, ob sie das Recht, wie Erni Willis es angeboten, aufnehmen wollen. K. Herr Hemmann von Rcinach spricht einen Grundzins von 2 Mütt Roggen zu Wyl im Amt gelegen an. Die Eidgenossen wollen seine dafür vorgelegte Kundschaft heimbringen und empfehlen ihrem Vogt, Ammann Heinzli von Unterwalden, der Kundschaft weiter nachzugehen, damit man Antwort geben könne. I». Herr Rudolf von Hallwyl spricht einige Eigenleute an, welche, nach seiner Meinung, die Eidgenossen ihm vorenthalten. Hierüber bemerkt Tachelshofer, der eine dieser Knechte behaupte, er sei nicht in der Grafschaft gesessen. Daranf haben die Boten nach angehörter Rede und Widerrede erkennt, der Knecht, welcher zu Mellingen erobert worden, soll den Eidgenossen bleiben, den andern möge der von Hallwyl haben, wenn er beweise, daß er sein Eigenmann sei. i. Die von Baden und Mellingen haben ihren großen Schaden der Münze wegen geklagt und gebeten, man möchte ihnen gestatten, mit denen von Zürich Münze und Währschaft zu halten wie von Alter her, serner möchte man sie mit den Zöllen freundlich halten. Auf das letztere wird ihnen geantwortet, die Geleiter seien angewiesen, die Zölle zu nehmen wie von Alter her und sie bescheidentlich und besser als bisher zu halten. Vogt Edlibach soll den Geleitern diese Weisung geben. Bezüglich der Münze dagegen haben die Boten, mit Ausnahme desjenigen von Zürich, erklärt, es bei der frühern Antwort bewenden zu lassen, jedoch wollen sie die dringende Bitte der Badener, sie bei der Zürcher-Münze bleiben zu lassen, gern an ihre Herren bringen, k. Hcnsli Ferrs von Cham Klage gegen Zug möchten die Voten von Zug heimbringen mit dem Ansimicn, sie den Eidgenossen zu gütlichem oder rechtlichem Entscheid anzuvertrauen und auf nächsten Tag zu Küßnacht Antwort zu geben. K. Peter Schön und die zwei Brugger sollen fürderhin jeder 3 Schillinge in die Steuer zu Wettingen geben und damit in dieses Amt gesteuert und gedient haben, isz. Ueber einen, der zu Baden gefangen liegt, Rudi am Zil genannt, wird auf nächsten Montag der Rechtstag angeordnet; jedermann soll seine Botschaft da haben, ii. „Item als die evbern lüt vß den Emptern geredt vnd erzellt Hand, sunder dz si meinent, dz si von Alter herkomen syen, wer sich von Inen züchet, dz sy dem nachjagen mügen, als ein Herr mag tun sinen eigenen Lüten, daran si aber von etlichen gesumet werden, wie si ouch ein brieff zöigten, wie sich dz ober ampt Rordorff vnd dz nider ampt genant Burgampt gen einander« halten sollen. Daruff Tachelshoffer ouch etwas erzelt, wie die von Mellingen weren herkamen vmb die Stöß, Hand sich der Eidgnossen Botten vormalen Zug erkennt vnd ist verschribcn ze Baden vff dem Buch. Hand aber der Eidgnossen Botten geantwurt, wie man sich vor erkent Hab vnd vff dem Buch verschriben ist, daz das noch dabi beliben sol, vnd wellent si ieman nachjagen oder ansprechen mit Recht, dz mögent si tun." «». Streitige Verhältnisse zwischen den Eidgenossen und denen von Vremgarten. 1. Ueber das Gesuch des Hensli Andres, man möchte ihm den Bezug des Geleitgelds erlassen, wird erkennt: er soll dieses Jahr hindurch das Geleitgeld beziehen und dabei sein Bestes zu thun schwören. Das hat er beschworen. 2. Dann über Zoll, Fischenz, Schultheißenamt ?c.: was die Eidgenossen hierin als ihre Rechte ansprechen, das mögen die von Bremgarten zu bedenken nehmen bis auf den Tag, den die Eidgenossen leisten werden an St. Jaeobstag (25. Juli) zu Küßnacht am Lucernersee. 3. Endlich ist mit ihnen geredet der Münze und Währschaft wegen. Z». „Item als man gewonlich tag leisten sol alle iar ze Baden vff Pfingsten, das sol dabi bcstan, doch also dz man Zuli 1424. 39 ze Pfingsten nach dem pfingfttag an der nechsten Mittwuchen in der fronfasten zu Baden an der Herberg sin sol, pmb das ir etlich vnder den Eidgnofsen vber(hoben) werden, vff den pfingfttag vßzerittcn." Dieser Abschied, der erste, den die Lnccrner-Abschicdcsammlung in diesem Zeitraum vollständig, die Zürcher- Abschiedcsammlnng überhaupt enthält, trägt die Uebcrschrift: »Noinoria vnd diottnla vsf dem Tag Zürich, der was vff Mittwuchen nach Sant Vlrichstag I.nno cloininl oooo^xxiü^«. Er zerfällt in zwei Theile: nach k heißt es nämlich: „Diö vorgcnant Hand die von Vre" (im Abschied Zürich steht noch „in schrift") — das heißt: bis hieher geht der gemcincidgenössische Abschied, das übrige geht nur die im Argau regierenden Orte an und wird nur diesen mit- gethcilt. Doch sind auch die Artikel Ir und « am Rande mit einem Zeichen versehen, wahrscheinlich als Gegenstände, welche an sich nicht in diesen Kreis fallen. — Im Lucernerexemplar fehlen die Namen der Boten. — Zu «. Hiczu Stadtbnch Zürich III, 108, 106, 112 b. Instruction von Lucern s. Allgemeine Abschiede I.. 2U. — Das angeführte Schreiben König Sigmunds (Staatsarchiv Lucern: Acten deutsches Reich) lautet: Sigmund, von Gottes Gnaden Römischer küng, zu allentzeitcn mcrer des Reichs vnd zu Vngern, zu Behem :c. küng. Ersamcn vnd lieben getrücn. Als wir Caspar Turner, vnsern Diener vnd lieben getrüen zu euch gcsant hatten von fachen wegen, die Ir von Im wol vcrnomcn habt, Nu hat vns dcrselb Caspar geschribcn, wie er mit Ersamen Mclanensius, Doctor geistlicher Rechte, vnserm Rate vnd lieben getrücn, by euch geWest seh vnd wie Ir In vff etliche stucke geantwurt habt, aber cyncr andern antwort sollen sy von euch wartend sein, wan der cgenant Caspar von Safoy vnd von Wallis widerqueme. Vnd also wundert vns, das der vorgenant Caspar so lang verzeucht mit seinem wider- komen. Sunder wir lassen euch wissen, das der küng von Aragon vnd die Florcntzer nu im felt sind, vnd wer zu zu schaffen hat, der verligt der guten Zeit nit gern. Vnd darnff senden wir aber zu euch den edeln Philippum Delbcne von Florentz, Pfaltzgraucn des heiligen Palatz zu Lateran, und Philippum von Heingarten, vnserc dicner vnd lieben getrücn, vnser begcrung vnd meynung an üch zubringen cigenlich vndcrweistc, vnd begeren darumb von euch vnd bitten mit allem fliße, was euch die vorgenanten unsere dicner zu disem male von vnsern wegen sagen werden, das wollet In gcntzlich glauben vnd euch zu den fachen also beweisen, als wir des vnzwifcllich gctruwen zu euch haben, das wollen wir an euch in allem guten gncdiclich nhmmer vergessen. Geben zu Ofen an Montag in den heiligen psingst- fyertagcn, vnser Reiche des Vngrischen :c. in dem xxxviij, des Römischen in dem xiiij vnd des Behcmschcn im virden Jaren. (12.Junins 1424.) Den Ersamen Bürgermeistern, Amptmannen, Schultheißen, Reten vnd Gemeinen aller Eydgcnossen yenhalb ^Lcl rnanclatrun ctoinini llvgi« vnd dishalb dem Bruyninge, vnsern vnd des Reichs lie- llllollael xroxositionis Loisslainonsls. bcn getrüen. Das Luccrncr Rathsbuch IV. 39. 1424, Isria soonnclapc>stIllrioi (10. Inlins) sagt hierauf bezüglich: Des Königs Botschaft sei nach Luccrn gekommen und habe gebeten und gemahnt, gegen Mailand zu ziehen mit Anerbietung großer Fürdcrung. Darauf habe man die ganze Gemeinde und ehrbare Leute aus allen Aemtern berufen und sei zu Rath geworden: „wellen ander vnser cidgnosscn, so zu Bcllcnz gcschadget sint, zien vnd hilf ansagen, so »Vellen wir grech sin." Zu I. Dieser Artikel findet sich auch im Stadtbuch Zürich IV. 88, unter dem Datum anno »icctnexxiüj an dein nechsten fritag nach sant Vlrichstag (7. Juli), allwo die Boten dieses Tages zu Baden namentlich angeführt sind. 40 Zuli 1424. «Ä. Zürich. I4T4, t» Juli (Donstag nach St. Ulrich). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. N7. Boten: Lucern. Heinrich von Moos, Schultheiß, und der Stadtschreiber. Uri. Heinrich Verol- dinger; Werner der Frauen. Schwyz. Rudolf Reding; Werner Hön. Obwalden. Ammann Heinzli. Nidwalden. Erni Willis. Zug. Mülischwand, Ammann; der Hüsler. GlaruS. Ammann Schiesser. Diese Boten traten vor Burgermeister, Rath, Zunftmeister und Zweihundert zu Zürich mit der Bitte, von der neuen Münze abzustehen und mit ihnen eine gemeinsame Münze und Währung anzunehmen. Antwort: Man habe die Sache mit den Eidgenossen vier Male, zu Lucern, Zofingen, Arau, Baden freundlich behandelt, sei aber nie zu einem Ziel gekommen. Da man gesehen, wie die schwäbischen Städte unser Geld erlasen, das gute brannten, das leichte wieder in's Land schickten, damit alles aufkauften und Theurung verursachten, so habe Zürich sich auf die nächsten fünf Zahre mit Schaffhausen und St. Gallen zu einer Münze verbunden und könne und wolle nicht davon lassen, ohne zweifachen Schaden zu leiden. Noch stehe den Eidgenossen frei, in diese Münze einzutreten, und sie sollten es auch thun, besonders da in der Eidgenossenschaft niemand eigenes Münzrecht habe als Zürich. Wenn die fünf Zahre vorüber, so könne man sich auf Unterhandlungen über eine gemeinsame Münze und Währung wieder einlassen. Der Eidgenossen Boten erklärten, sie haben keinen weitern Auftrag, als die Antwort heimzubringen, bemerkten aber dabei, daß nicht alle Orte von dem behaupteten Anbringen Zürichs aus den vier Tagen Kenntniß gehabt hätten. Antwort: Das sei Schuld ihrer Boten, die es nicht heimgebracht. Der Bote von Bern, Subinger, erklärt, seine Herren hätten eine Währschaft gemacht, bei der wollten sie auch bleiben. «z». Schwyz. T». August (cm sa .n Bernhardstag). Stadtarchiv Zug: Urkunden.Protokoll II. 229. Boten: Zürich. Heinrich Üsikon. Uri. Heinrich ze Beroldingen. Schwyz. Ulrich Merkli. Obwalden. Claus von Einwil. Nidwalden. Hans Zimmermann. Glarus. Ulrich am Vül. Ammann, Räthe und Burger zu Zug einerseits und Ulrich von Hertenstein, Burger zu Lucern, andererseits hatten durch versiegelten Anlaßbrief ihre Streitigkeiten über die Rechte der Gerichtsbarkeit in den Gerichten zu Hertenstein diesen Boten anheimgesetzt. Die von Zug meinten, Ulrich von Hertenstein habe da nicht weiter zu richten als bis auf 3 Schitting-Pfenninge; dieser aber behauptete, es gehören ihm alle Gerichte bis an die hohen Gerichte. Nach beider Theile Klage, Antwort, Rede, Widerrede und Kundschaft sprechen die Schiedrichter bei ihren Eiden, die Kundschaft Ulrichs von Hertenstein sei die bessere; er und seine Nachkommen sollen bei allen Gerichten bleiben, allein die hohen Gerichte ausgenommen, welche denen von Zug gehören und ihnen bleiben sollen. „Were aber fach, daz hinnanhin semer kein Vrteil gesprochen würde in dienselben Gerichten, die den obgenanten Vlrich von Hertenstein oder sin Nachkamen oder Erben eins Theils angienge, dieselben Vrteil füllen die von Zug scheiden." August 1424. 41 «4. Bern. RTTT, TT. August. Staatsarchiv Bern. Zwischen den Orten Lucern, Uri, Unterwalden, Zug und Glarus auf der einen und Herzog Amadeus von Savoyen auf der andern Seite sprechen Schultheiß und Rath zu Bern mit beider Theile Wissen und Willen, daß die Ansprüche, welche Herzog 'Amadeus auf das Eschenthal erhoben, zu keiner Feindschaft weiter Anlaß geben, sondern beide Theile einander Freund sein sotten, als ob solches niemals geschehen wäre. Beilage I. «S ITTT, TT. AllgUst (an sant Bartholomänstag). Staatsarchiv Lucern. Die Schultheißen, Räthe und Bürger gemeinlich der beiden Städte Bern und Freiburg Urkunden: Nachdem sie die zwischen ihnen von Alterher bestandene Freundschaft durch den gemeinsamen Ankauf der Herrschaft Grasburg erneuert und befestigt haben; so seien sie übereingekommen, den Anlaß von Zwiftigkeiten, welche dieses freundschaftliche Verhältnis in Zukunft trüben könnten, durch folgende Ueber- einkunft abzuschneiden: 1) Keine der beiden Städte, noch denselben ungehörige Städte oder Länder, sollen von nun an irgend eine Person, welche in den Gebieten oder Gerichten der andern seßhaft ist, in Burgrecht, Schirm oder zu freier Hand annehmen noch empfangen, eS wäre denn, daß eine solche Person in die Stadt, deren Burgrecht sie erwerben wollte, oder in deren Gebiet zöge und da haushäblich und seßhaft würde. 2) Wäre von einer der beiden Städte oder den Ihrigen eine Person, die nicht also bei ihnen seßhaft wäre, unwissentlich in Schirm genommen worden, so soll eine solche Person sofort ohne Widerrede wiederum aus dem empfangenen Schirm oder Burgrecht abgeschrieben und gestoßen werden. 3) Welche Burger jedoch jede der beiden Städte bis auf Datum dieses Briefes gehabt hat, sie mögen in der andern Stadt Gebiet sitzen oder nicht, die soll sie ihr Leben lang als Burger behalten, doch so, daß nach deren Tode ihre Kinder weder an ihre Stelle treten noch empfangen werden sollen, wie das bisher Sitte und Gewohnheit gewesen ist. Pergamentene Urkunde mit de» anhangenden Siegeln von Bern und Freiburg. «« Zürich. RTTT, TA. AttHllftt (Cinstag vor saut Vercnmtag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 118. Abermaliger Vortritt der Boten von Lucern, Uri, Ob- und Nidwalden und Zug vor die Räthe und Zweihundert in Zürich, um sie, diesmal ohne Mahnung, zu bitten, ihnen gegen den Herrn von 6 42 August 1424. Mailand zu einem Kviegszug Hülfe zuzusagen, oder wenigstens sich so zu rüsten, daß sie im Nothfall ihnen sofort nachziehen könnten. Zürich wiederholt seine früher gegebene Antwort mit freundlichen Worten und giebt den Voten heimzubringen, der Papst, welcher doch das oberste Haupt der Christenheit sei, habe durch seinen Boten, den Bischof von Chuv, den Eidgenossen anerbieten lassen, ihren Streit mit Mailand zu Frieden zu bringen, was sie wohl bedenken und dem Bischof von Chur einen Tag deshalb setzen möchten. «V Beggenried. I 4T4, 7. September (unserer lieben Frauen Abend). Staatsarchiv Zürich! Stadtbuch III. IIF. Dieser Tag war allen Eidgenossen durch Glarus gesetzt, welches auf die erhaltene Mahnung derer von Uri und Unterwalden zum Zuzug gegen Mailand den Versuch machen wollte, den Zug wegen der ungünstigen Jahreszeit rückgangig zu machen. Die Instruction von Zürich war den frühern Antworten entsprechend, drang ans Annahme der Vermittlung des Bischofs von Chur Namens des Papstes. Zudem werde in Kurzem eine Botschaft des Königs anlangen „vnd dz st vnd wir von dcro Mer hören werden, die wir noch nit wissen". Boten von Zürich nach Bcggcnricd waren Johannes Brunner und Rudolf Oehcn. — Am 11. September bestätigte ein Gemeindebeschluß das bisherige Verfahren der zürcherischen Näthe in dieser Sache, doch mit dem Znsatz, wenn Schwyz, Glarus, St. Gallen, Appenzell mitziehen und auch Bern denen von Schwyz Hülfe senden würde, so sollen die Näthe Gewalt haben, freiwilligen Zuzug von Zürich ebenfalls zu gestatten. Stadt buch III. 120. «8. Lncern. I4T4, 14 September (an des hl. Krenzestag zu Herbst). Staatsarchiv Luret'»: Nathsbuch IV. 71. Boten: Zürich. Schwarzmurer; Netstaler. Bern. Peter Hürnberg; Subinger. Schwyz. Werner Hön; Rudolf Reding. Glarus. Ammann Schiesser. Diese treten vor die Räthe und die Gemeinde zu Luceru mit ernstlicher Bitte, nunzumal nicht gegen Mailand auszuziehen, indem es Winter und spät im Jahre sei. Vielleicht möchten später diejenigen Orte, welche jetzt nicht helfen wollen, besser dazu geneigt sein. Insbesondere haben die Voten von Zürich vor der Gemeinde erklärt, ihre Bürgermeister, Räthe, Zweihundert und ganze Gemeinde haben beschlossen, uns nicht nachzuziehen, wenn wir auszögen, obwohl sie von Uri und Unterwalden gemahnt seien. Sie glauben nicht schuldig zu sein, dieser Mahnung statt zu thun, wollen aber darüber nach Laut der Bundbriefe zum Recht kommen und dem Spruch nachleben. Das soll man nicht vergessen, damit man vorkommenden Falls sich ebenso gegen sie verhalte. Die von Schwyz und Glarus haben hier und in Beggenried freundlich die Aufschiebung des Zugs über den Winter begehrt mit der Erklärung, sie werden dann desto williger sein, uns zu helfen, und hoffen auch Zürich und Bern mit Bitten zur Hülfe zu vermögen. Doch hatten sie nicht Gewalt, die bestimmte Versicherung abzugeben, daß sie, sofern September 1424. jetzt der Zug unterlassen würde, dann auf spateres Erfordern den Zug anlegen helfen wollen. Lueern, Uri, Unterwalden und Zug hatten auf einem Tag zu Bezgenriet» den Zug anlegen wollen, aber die von Obwalden wollten nicht und erklarten den andern Eidgenossen, sie wollen ihnen zu Ehren zu Hause bleiben. Zug wollte nur, wenn die vier Orte, die zu Vellenz gewesen, einhellig wären; würden aber die andern ziehen, so soll man es ihnen sagen, sie wollen dann auch mitmachen. Daher ist „hür der Zug abgangen an den von Obwalden vnd an den von Zug." Die von Appenzell und St. Gallen haben Hülfe zugesagt. Daran soll man ihnen zu Gutem gedenken. Lnccrner Rathsbuch IV. 78. 1424, lsria ssxta. xosb Otümari: „Nota: es ist Hchmlich für dm Rat kamen, wie dz vnser eidgnossm etlich ans verklagt haut, nemlich in vnscrm krieg vnd grossen nöten wider den von Meyland. Als vnser Herr der kling vnS hilflich sin wil vnd zu vnscrn eidgnossm vmb hilf Casper Torner geschickt hat, da Hans zum ersten die von Glarus Im gcantwurt also, wie sh vmb die fach nit wol können gcantwnrtm von der von Lucern Hoffart wegen, dera Hoffart Vit wcre, dz Inen lieb wcre, wer Inen hüls, dz ir schand vnd schab gerochen würd, vnd weren etlich vß ir Statt darüber verschollen. So Hanl auch die von Zürich, von Switz, von Glarns vnserm Herrn dem küng gcantwurt, als denn ire antwurt stat. Die antwurt haut si vns ze straff getan vnd dein kiing ze crcn, als si fürgclcit hant. So haut die von Zürich vnd von Switz vil schöner red erzelt, zelest haut si gefeit Casper Torner, das si nit wellcnt dm von Lueern, von Vre, von Vndcrwaldm, von Zug hilflich sin wider den von Meiland, weder von püntnisse noch von bitt wegen, noch vmb kein mannng willen; sundcr Wellen si dem küng vnd dem Rich dienen vnd behulfen sin. An bis fachen sollen wir gedenken vnd des nicht vergessen, wenn discr krieg end hat." «s» Zürich. R4T4, T3. Ätovenchrr (an sant Katharinen tag). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. izz. Boten: Lucern. Heinrich von Moos. Uri. Der Beroldinger. Schwyz. Rudolf Reding; Abyberg, Altammann. Obwalden. Ammann Heinzli. Nidwaldcn. Arnold an Steinen. Zug. Hans Kabus; Hans der Wittwen. Glarus. Hans Vogel. Diese Boten traten vor die Räthe und Zweihundert von Zürich mit ernstlicher Bitte, Zürich möchte auch setzt noch mit ihnen eine gemeinsame Münze und Währung eingehen, so daß man 30 Schillinge für einen Gulden und 24 Plappart für einen Gulden scsilüge. Wollte Zürich dieser Bitte zum Besten Aller entsprechen, so möchte es Jemanden zu ihnen setzen, um die Ausführung zu berathen. Der Schultheiß von Bremgarten unterstützte dieses Gesuch der sechs Orte mit besonderer Hinweisung auf das Bedürfniß seiner Stadt. Zürich antwortet: Man würde sie gern ehren, aber sie wissen, daß Zedermann seine Rechte in den Bund mitgebracht habe, so auch Zürich sein seit fünfhundert Jahren und länger besessenes Münzrecht. Auch möchten sie sich erinnern, wie man ihnen vor einem Zahre auf vier freundlichen Tagen dießfällige Anerbietungen gemacht, aber der Nachläßigkeit einiger Boten wegen, die das nicht heimgebracht, zu keiner. Antwort habe gelangen mögen, in Folge wessen dann, um schweren Verlursten vorzubeugen, die neue Münze geschlagen und mit St. Gallen und Schaffhausen ein fünfjähriges Abkomme» getroffen worden jci, von dem man jetzt nicht zurücktreten könne. Wenn jedoch diese Städte Zürich aus seiner Verpflichtung entließen, so würde man zur Unterhandlung mit den Eidgenossen über eine gemeinsame 44 November 14Z4. Münze und Wahrung bereitwillig sein unter der Bedingung, daß diese auch Bern zum Beitritt einlüden. Falls man dann, mit oder ohne Bern, zu einer gemeinsamen Münze und Währung gelangte, so sei Zürich der Meinung, daß vor allen Dingen die alte Münze gänzlich abgethan werden solle und die neue nach ihrem Werth bestehe und währschaft bleibe, so lang man dann übereinkomme. Auch soll ein solches Verkommniß Zürich an seinen Freiheiten und Rechten keinen Abbruch thun. Die andern Städte müßten sich verbindlich machen, für genaue Einhaltung der Uebereinkunft zu sorgen. Hierauf baten die eidgenössischen Boten, man möchte ihnen erlauben, an die von St. Gallen und Schaffhausen um Entlassung Zürichs aus dem eingegangenen Münzverband zu werben, und falls sie es erreichten, so möchte Zürich sich ihnen auch in den gegen Bern zu machenden Schritten anschließen. Darauf wurde ihnen erwidert, man wolle vorerst den Erfolg ihrer Werbung bei Schaffhausen und St. Gallen gewärtigen. Auf die Werbung der Eidgenossen zeigten sich Schasfhausen und St. Gallen bereit, die von Zürich aus dem Munzverband zu entlassen; die Siegel wurden daher auf einem Tage der drei Städte zu Winterthur, Montags nach der alten Faßnacht (26. Februar 1425) ab den betreffenden Münzbriefen genommen. Zürich Stadtbuch III, 127. V« Anrieh. R4T5, S. Februar (Sam Agthcmag). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede. tV. 3l). Boten: Zürich. Jacob Glenter, Burgermeister; Johannes Hagenauer, der ältere; Johannes Brunner. Lucern. (Heinrich) von Moos, Schultheiß; Ulrich Walker; Peter Goldschmid und der Stadtschreiber. Uri. Der Beringer (Beroldingen). Schwyz. Werner Hön. Untevwalden. Arnold Willis und der Sigrist. Zug. Johannes Seiler. Glarus. Ulrich Ambül. t». Der von Rhäzüns hat sich entschuldigt einiger Reden wegen und Geleit begehrt vor gemeine Eidgenossen oder in die Städte und Länder, um sich da noch weiter zu entschuldigen. I». Die Boten von Lucern haben gemeldet, Bern habe den der Aemter (im Argau) wegen angesetzten Tag auf Lucerns Begehren aufgeschlagen; Lucern werde vielleicht auf einem weitern Tag nicht erscheinen, um die Sache austragen zu lassen, indem es der Meinung sei, die Frage um denen von Zug einen Ammann zu geben, müsse zuerst „zu einem knöpf bracht"' sein. Da haben die andern Eidgenossen zu denen von Lucern gesprochen, sie wollen den Tag zu Lucern leisten und der Sache ein Ende haben; sie hoffen, Lucern werde derselben auch nicht länger Aufzug geben. «. Lucern hat ferner angebracht in Betreff der Aemter Muri und Merischwand, des Todfchlags und der hohen Gerichte daselbst wegen, es habe den Ammann von Muri als gemeinen Mann genommen und zu Zugesetzten seinerseits den Walker und den Peter Goldschmid bezeichnet; die Eidgenossen mögen also den gemeinen Mann bitten, sich der Sache anzunehmen und auch ihrerseits Schiedleute zu setzen. Das haben die Boten der übrigen Orte angenommen und Zürich und Schwyz beauftragt, von ihren Rüthen je einen Zugesetzten zu geben. «I. Der Abt von St. Gallen bittet wiederholt, man möchte, nach Allem was vorgegangen, ihm den Anlaßbrief gegen die Appenzeller wieder herausgeben und sich der letztern, da sie den Spruch nicht halten, gegen ihn nicht annehmen. Wenn die Eidgenossen ihm das schriftlich versprechen, so wolle auch er für sich, sein Capitel und seine Nachkommen ihnen einen Brief geben, daß sie die Eidgenossen um den vergangenen Handel der Februar 14Z5, 45 Appenzeller wegen nicht bekümmern wollen. ES sei ihm, dem Abt, nothwendig, auf irgend einem Weg sein Recht gegen die Appenzeller geltend zu machen. Bei diesem Begehren waren der Abt personlich, Hermann von Hunwyl, Hermann Schöll) von Landenberg, des AbtS Capellan und Schreiber; für jenen sprach auch der Tettigkofer, Bürgermeister von Constanz. Darauf erklarten Zürich, Schwyz und GlaruS, sie verbleiben bei der früher gegebenen Antwort. Der Abt begnügte sich mit dieser Erklärung und wollte ihnen deren getrauen, als ob er sie schriftlich hätte. Lucern, Uri, Unterwalden und Zug dagegen erklärten, es sei ihnen zwar leid, daß die Appenzeller ihrer Zusage gegenüber dem Abc nicht genug thäten; sie wollten nochmals ihre Botschaft zu den Appenzeller« senden, um sie dazu zu bereden; auch wäre ihnen lieb, wenn der Abt sie mit Recht dazu brächte; ihm aber einen Brief zu geben, wie er solchen verlange, haben die Boten nicht Gewalt, indessen wollen sie sein Begehren heimbringen, v. Zwei Knaben, die wegen Freveln zu Baden gefangen liegen, hat man auf Fürbitte deS obersten Meisters Molli Truchseß und des Münchs von Gachnang frei gelassen, I. Heimbringen, was ein Gesell geredet hat Wernlis von Tiefenthal wegen, der etliche unserer Eidgenossen mit dem Landgericht bekümmere und in die Acht gebracht habe. K. Ebenso das Rathbegehren des Eingern, dem wegen Gütern, die er im Appenzeller- lande hat, nicht gleiches Recht gehalten werden wolle. I». Zn Betreff der Verhältnisse zwischen dem Bischof von Constanz und den Eidgenossen wegen der hohen Gerichte zu Kaiserstuhl haben „min Her der Plarer", Herr Hemmann von Reinach, Herr Johannes Lüti, der Vogt von Kaiserstuhl und Ulrich Blaarer um Aufschub und Erläuterung, was den hohen Gerichten zugehöre, gebeten. Man hat ihnen zu Ehren den Aufschub (Aufschlag) gegeben bis Pfingsten, so daß sie auf diese Zeit ihre Boten bei den Eidgenossen haben sollen, um der Sache Ende und Austrag zu geben. ». Vom Wirth zu Fahrwangen soll der Vogt 50 Pfund Pfenninge Buße einziehen. Ii,. Hans Seiler, jetzt Vogt zu Muri, hat erzählt, wie ein Knecht daselbst etwas „wunderlich" geredet habe und wie andere Knechte geäußert haben, sie „wölten darumb demselben knecht nicht hold sin vnd müstcn etwen mit Zn? durch den Knütlerwald varen." Die Eidgenossen halten dafür, diese Reden gehen sie alle an und sie sollen alle darüber richten. Daher sie denen von Schwyz durch ihren Boten Hön empfehlen, sich damit zu begnügen, zumal Vogt Seiler jenem Knechte sicheres Geleit auf Tröstung hin gegeben hat. I. Der Abt von Engelberg hat schon mehrmal begehrt, in der Eidgenossen Schirm zu kommen, doch so, daß man ihm vergönne, einen Biedermann zu erwählen, um des Gotteshauses Nutzen und Nothdurft zu schaffen. Darauf ist ihm nuu geantwortet: „Welle er in der Eidgenossen schirm sin, dz er den Eidgnossen gewalt gebe, Im ein erbern man ze einem vogt ze geben vnd dein sölten si rechnung geben :c., oder ob der abt einen vogt treffe, der den Eidgnossen gevellig were, wölten si bitten, sich des anzcnemcn, ob si dz gut dächte, aber si wellen enheinen wisen. Vnd tut der 'Abt dz, so wil man Zn vnd sin Gotzhus in schirm nemen vnd in andern ftuken Znen dann dz best tun." ,»». Des Abts von Muri und derer von Utzwil wegen soll die Sache anstehen bis im Mai. ». „Der Münze wegen will man gen sant Gallen ?c." «». Unseres Kriegs mit Mailand wegen hat Zenni Sigrist von Zürich berichtet, die von Obwalden wollen mit Lucern, Uri und Nidwalden Leib und Gut einsetzen. Z». „Ztem von einer Büchse wegen, ze Curwalden ze machen". «K. Auf nächsten Dienstag (13. Februar) soll man in Zug vor der Gemeinde sein. i. Die Sache zwischen Lucern und Zug soll, Zedermanns Rechten unschädlich, vor der Hand anstehen. Die Boten von Lucern sollen heimbringen, ob ihre Herren von diesen? Tag abstehen wollen? Ob das geschehe oder nicht, so soll der Burgermeister von Zürich den Parteien einen Tag ansetze??, wenn man ihn dar????? bittet. 46 Februar 1423. Zu diesem Abschied gehört eine Instruction Lucerns, welche mit der Datirung 1423 im dortigen allgemeinen Abschicdband U, 27 steht. Kopp in der Helvctia VI, 27, Anmerkung 89 nimmt an, es sei eine Instruction auf den Tag zu Pfingsten oder zu Weihnachten 1423. Die Vergleichung der Znstructionsartikel mit den Artikeln des obigen Abschieds scheint aber darznthun, daß jene von späterer Hand hinzugefügte Jahrzahl 1423 unrichtig sei und statt deren 1425 stehen sollte. Zu r. lieber den Streit zwischen Lucern und Zug wegen der Gerichtsmarchcn von Habsburg, Hönau und Gisikon sprechen noch folgende Acten des Lucernischcn Staatsarchivs: 1) 1425 nach S. Februar. Copia der dritten Vrteil, die noch vf dem gemeinen stat. Der Stöße und Spenne wegen zwischen Lucern und Zug, worüber beide Theile, nachdem ihre Zugesetzten zerfallen, auf Jacob Glcnter, Burgermeister von Zürich, als gemeinen Obmann gekommen waren, hatte der letztere die Parteien nach Zürich bcschicden auf einen „End und Ustag", um ihre Kundschaften vorzubringen. Die von Lncern erschienen, die von Zug entschuldigten sich. Da gaben die Zugesetzten von Lucern, Heinrich von Moos und Peter Goldschmid, Urthcil, da der Tag nach einstimmiger Festsetzung der Schiedlcute ein End und Austag sei und die Zuger nicht erschienen seien, so sollen die Lucerner ihre Sache bezogen und behalten haben, die von Zug „züchent denn Mich not vs, die si billich schirme nach dem alz sich dann der gemein vnd schidlttt des crkenncnt." (Durch Mäuse zerfressenes Papier. Staatsarchiv Lucern, Fascikcl 30.) 2) 1425, an des hl. Crüzes Tag zu Herbst (14. September). Jacob Glenter, Bürgermeister zu Zürich, schreibt an Lncern, er könne den verlangten Brief, wie er als Obmann den Streit zwischen Luccrn und Zug entschieden, zur Zeit nicht geben, indem die von Zug ihn um einen fernem Tag gebeten hätten. Er spricht den Wunsch aus, die Parteien möchten sich in Freundschaft vergleichen und dadurch ihn des Spruchs überheben. 3) 1426. Jacob Gleiiter, Bürgermeister von Zürich, setzt auf Ansuchen Lucerns über dm Streit zwischen Lucern und Zug Tag an auf den nächsten Dienstag vor Oouli (26. Februar) nach Zürich. (Missiv.) 4) 1426, an vnsercs Herrn Vffart (9. Mai). Schultheiß, Rath und Bürger zu Lncern, Amman», Rath und Burger und außer Amt Zug vereinen ihre Spänne über die Märchen der hohen und kleinen Gerichte, Twing und Bann und andere Rechtsamc, setzen ein beschriebenes March fest, welches sowohl die hohen als auch die kleinen Gerichte beider Orte scheiden soll mit allen Rechten, die zu jedem gehören, es seien Steuern, Bräuche, Reisekosten, Harnisch oder andere Lasten zu legen, Futter, Hühner zu nehmen w., nur ausgenommen „vusers ietweders Teils Burgere, das die by Jr Burgrccht für dishin als bishar belibeu sollcnt, ob sp wcllcnt, ouch vngefarlich." (Silbernes Buch xas- 87.) Vt Lucern. R4TS, R März. Staatsarchiv Lncern: Rathsbuch IV. 78 b. Lucern, Uri und Unterwalden senden den Ulrich Walker ihres Krieges gegen Mailand wegen an den Römischen König. Creditiv Ulrich Walkers, Schultheißen zu Lucern, an den Römischen König ck. ck. 1. März 1425, im Namen der Orte Luccrn, Uri und Unterwalden. Der Schultheiß wird zum König geschickt, „cigenlich vnderwiset von ernst- hafftigcr fachen wegen." Im Nathsbuch a. a. O. steht folgende Notiz: „Vff den dritten Tag des Monatz Merzen ist Vlrich Walker von vnser Statt zum Küng geritten, dem haben wir c Ninsch Guldin in scgkel gen. Vnd hant die von Vre, nämlich Beroldinger vnd Hcnsli in der Gassen, von Vndcrwalden Jörg von Zubcn und Arnolt am Stein, versprochen, wz die botschaft kostet, dz sond wir vnd si glich mit enandcrn bezalen vnd glichen kosten han." März 1425. 47 Das Recreditiv Walkers vom König (Pergamentbrief im Staatsarchiv Luccrn: Deutsches Reich) lautet: 1425 (16. April). „Sigmund von Gottes Gnaden Römischer küng :c. :c. Lieben gctrncn. Als ir den Er- samcn Ulrichen Walker, cwrn 3eatzgesellcn, vnsern vnd des Reichs lieben getruen in ewr trefflichen bottschafft zu vns gesandt habt, Also hat er vns solich botschasft eigentlich, crlich vnd wol erzalt. Vnd wir haben In wol vcrnomen vnd haben auch, was Ir von vns bcgert habt, gnediclich zugelassen vnd die brieue lassen machen, sundcr wir haben die brieue noch by vns verhalten durch der Florcntzer willen, die noch in ettlichen tegen Ir treffliche botschafft by vns haben werden, vnd auch von etlicher anderer fachen wegen, vnd alsdann wollen wir euch die brieue by vnsern trefflichen botten schicken. Vnd wie wir alle ding mit dem vorgenanten Bleichen verlassen vnd was wir Im geantwort haben, senden wir euch ein abschrifft hyer ynnc verflossen. Vnd wir Helten In gar gern bcy vns gehaldcn biß der Florentzer bottschafft gckomcn were, sundcr wir mochten des an Im nit gehaben vnd er meynt, es were Im zu lang vnd er mochte des vor euch nicht verantworten. Vnd wir haben In auch bischer on seinen willen bey vns gehaldcn. Dorumb bcgeren wir^vou euch, das Ir Im das in arg nicht wollet zusachen vnd vermerken, won es vnscr schuld ist vnd nicht die sein. Geben zu Weissenburg in Vngern am ncchsten Montag" nach dem Suntag (ZuasimockoKsrüti, vnscr Riche des Vngerischen ?c. in dem Newn vnd dreissigistcn, des Römischen in dem fiinffzehcnden vnd des Behcmischcn in dem fiinfften Jarcn. Vnsern vnd des Reichs lieben getruen Bürger- Mi manäatum clomini Kogls meistern, Schultheißen, Ammannen vnd gemeinen Land- Niolmot proxositus Lolsstamonsis. litten zu Lucern, zu Vre, zu Vnderwalden ob vnd vndcr dem Kernwalde vnd zu Zuge. Unter den darin angeführten Briefen sind wahrscheinlich folgende bei den Acten des Staatsarchivs Lnccrn in alten Copien liegende verstanden: 1) 1425, Montag nach dem hl. Ostertag (9. April). König Sigmund schreibt ans Wcißenburg in Ungarn an den Bischof und gemeine Landleute in Wallis, sie möchten denen von Lucern, Uri, Unterwalden und ihren Eidgenossen mit der Treue, die sie dem Römischen Reiche schuldig seien, beistehen; er habe nämlich diesen erlaubt und befohlen, das Lampartischc Gebirge vom St. Gotthardsbcrg an bis in die Ebene der Lombardei aus des Herzogs von Mailand und seiner Helfer Gewalt zu ihren und des Reichs Händen zu bringen, da Philipp Bkaria Angelus lange Zeit am Reiche gefrevelt habe und nicht aufhöre, dessen Herrlichkeit zu schwächen und sich selbst als ein Tyrann, der kein Recht dazu habe, solche zuzueignen. Gleiche Mahnung sei ergangen an Baden, Brcmgarten, Mellingen, an die Grafen Hans von Neuenbürg und Wilhelm von Arberg, an die Städte Bern, Freiburg und Solothnrn, an den Bischof von Chur, an den Abt von Dissentis, die Herren von Sax und Rhäzüns und alle ihre Bundsgenossen in Curwalcn, au Zürich, Schwyz und Glarns, an den Grafen von Toggenbnrg, an letztem mit Verheißung eines Antheils an der Eroberung. 2) s. o. ck. Lateinisches Schreiben Sigmunds an alle Grafen, Ritter, Knechte, Leute der Städte und Gemeinden im lombardischen Gebirg, wodurch er ihnen anzeigt, daß er den Eidgenossen Befehl gegeben, sie von der Tyrannei des Philipp Maria Angclus zu befreien und zu Händen des Reichs einzunehmen, unter Vorbehalt aller ihrer Freiheiten und Rechte. 3) s. v. ä. Schreiben Sigmunds an die Eidgenossen, wodurch er ihnen befiehlt, alle senc zu schonen und an Leib und Gut nicht zu schädigen, welche sich ihnen zu des Reiches Händen ergeben. 4) s. e. ä. Urkunde Sigmunds, wodurch er denen von Lucern, Uri, Unterwalden und Zug gestattet, das lombardischc Gcbirg bis in die Ebene zu ihren und des Reichs Händen einzunehmen und als Lehen vom Reich zu besitzen. 48 März 1425. VÄ. Bern. R4T5, RA. März. Staatsarchiv Lucer»: Urkunde. Schultheiß und Rath der Stadt Bern Urkunden, da zwischen Bürgermeister und Rath der Stadt Zürich, Ammannen und Landleuten von Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Amman« und dem ganzen Amt von Zug, Ammann und Landleuten vonGlarus auf der einen Seite, sodann dem Schultheißen, Rath, Hunderten und der ganzen Gemeinde von Lucern auf der andern Seite seit Langem Stöße und MißHelligkeiten gewaltet hätten über die Aemter Richensee, Mcyenberg und Villmergen, zu welchen jeder der beiden Theile Recht zu haben vermeine, beide Theile aber den Streit auf Schultheiß und Rath von Bern, sofern dieser die Minne darin nicht finden könne, zu Recht gesetzt haben, so seien auf Datum dieses Briefs beide Theile vor den Rath zu Bern getreten mit Begehren, ihnen Recht zu sprechen. Gleichzeitig sei aber ein Brief von Ammann und Landleuten von Obwalden vorgelegt worden, daß sie ihre Boten auf diesen Tag nicht senden werden, ehe ihnen der Stöße Austrag werde die sie mit ihren Landleuten von Nidwalden von langer Zeit her hätten. Daraus haben die Boten von Lucern erklärt, sie können auf die Klage der Gegenpartei nicht antworten, wenn nicht von allen in derselben verhafteten Orten Voten anwesend seien, wie solches auch im Anlaßbrief sei vorgesehen worden. Die Boten von Zürich, Schwyz, Nidwalden, Zug und Glaruö dagegen verlangten den Ab- spruch. Hierauf ergieng das einhellige Urtheil: Da auf diesen ersten Gerichtstag nicht alle vorgenannten Theile vertreten seien, wie doch der Anlaßbrief erfordere, so werde den Parteien ein anderer Tag gesetzt und verkündet auf St. Georgstag nächsthin (23. April) mit folgenden Vorschriften : Erstlich, welcher Theil einer Kundschaft bedürfe, der möge dieselbe nehmen und legen unter eines bewährten Biedermanns oder Richters Jnsiegel, da man von jeher auf solche gute Kundschaft gerichtet habe. Wenn ein Theil Kundschafttrager unter des andern Botmäßigkeit sitzen hat, so soll dieser sie weisen, Kundschaft zu geben und sie daran nicht hindern. Zweitens, beide Theile sollen von diesem ersten Tage zu dem andern und von dem andern zu dem dritten vor Recht kommen und wenn einer der beiden Theile oder ein einzelnes Ort 'eines der beiden streitenden Theile sich der Erscheinung entzöge, wie es auf diesen Tag Obwalden gethan, so würde auf den dritten Tag „dem jagenden Theil", welcher der wäre, ohne fernern Verzug, Recht gesprochen werden, wie das im Rath zu Bern Gewohnheit sei. Doch behalte letzterer sich für alle Tage vor, sich zu bedenken, wenn es ihm nothwendig scheinen sollte. 7» t4S5, St. März (Mittwoch noch Mittefasten). Staatsarchiv Lucer»: Acten deutsches Reich. Stadt Eonstanz. Der Eidgenossen Boten von Uri, Ob- und Nidwalden und Zug unterstützen in einem Schreiben an die Stadt Constanz das Begehren Lucerns, Constanz möge die Güter Mailändischer Kausleute, welche auf dem Bodensee außerhalb Constanzischer Gerichtsbarkeit den Lucernern nach Kriegsrecht in die März 1425, 49 Hände gefallen wären, sofern Conftanz die Schiffe nicht gewendet und dadurch den Lucernern die gehoffte Beute entzogen hätte, herausgeben, sowie auch die Leute, die dabei gewesen, als Leib und Gut von Feinden der Lucerner und ihrer Eidgenossen, oder man möchte sie wenigstens nicht von Händen lassen, ehe darüber das Recht ergangen sei; die durch Schreiben (vom 15. März) gethane Entschuldigung sei nicht ausreichend; die Lucerner werden die Sache nicht auf sich beruhen lassen; Constanz möchte also größerm Schaden zuvorkommen. Dazu gehört eine Instruction im Lucerner Allgemeinen Abschicdeband ^1. 25, unrichtig mit 1422 überschrieben : „Item von der von Costcnz vnd vnser wegen erzellent vnsern glimpf, wie wir ouch recht bieten, vnd zum letzten vf die von sant Gallen. Dorumb vns vnbillich düchte, sölten vnser Eidgnosscn vnsern glimpf vnd recht nit verstan vnd si darüber die von Costcnz nit tröstent vnd wir si hienach manen würdent der bundbrieffcn, vnd getrnwen, vnser Eidgnosscn benüg an rechten, so wir gcbotten habe», vnd sagend darüber vnser vigcnd nit sicher." Zur Erläuterung dienen folgende Acten des Staatsarchivs Luccrn: 1425, Donstag vor Isobare (Z.5. März). Die Stadt Constanz schreibt an Lucern: Das Gut der wälschcn Kaufleute, worüber Luccrn geschrieben, sei mit anderm Constanzergut verladen worden, um den See hinauf gefertigt zu werden. Da habe man vernommen, daß Jemand dem Gut auflaure und daher in bester Meinung die Schiffe wenden lassen. Ans Luccrns Begehren, das Gut nicht von Händen zu lassen, antworten die von Constanz, ihr Stadtrecht und Herkommen sei, daß kein Gast dem andern in ihrer Stadt oder in ihrem Kaufhaus das seine verbieten oder verhaften möge. 1425, auf Mittefasten (18. März) antwortet Lucern, es sei mit dieser Antwort nicht befriedigt; das Gut der wälschcn Kaufleute, welches in Frage stehe und durch die Constanzer wieder nach Constanz zurückgebracht worden sei, wäre denen von Lucern nach Kricgsrecht in die Hände gefallen, wenn nicht Constanz außerhalb der Gränzen seiner Gerichtsbarkeit aus dem See es gewendet hätte. Dcßhalb verlange man abermals, daß dasselbe zurückbehalten werde, bis darüber Recht ergangen sei. 1425, Mittwoch nach Mittefasten (21. März) antwortet Constanz: Da Lncern mit der vorigen Antwort sich nicht begnüge, so wolle cs sobald möglich eine Botschaft schicken. 1425, Sonntag vor Dionhsii (7. October). Luccrn schreibt an Schaffhauscn, welches dieser Sache wegen nebst Ucbcrlingen seine Botschaft zu Luccrn gehabt, seine durch Constanz beschädigten Bürger haben vor der Gemeinde erklärt, sie wollen gern mit Constanz vor Bürgermeister und Rath von St. Gallen zu Recht kommen über die Frage, ob Constanz an dem Ort, wo es die Schiffe gewendet, über den See zu gebieten habe; wenn dieses nicht der Fall sei, so soll Constanz das Gut herausgebe». Unter solchen Gedingen wolle man Recht nehmen. Schaffhauscn und Ucbcrlingen setzten die Vermittlungsversuche fort. 1426, Mittwoch und Donstag vor St. Matthias (26. und 21. Februar) wurde mit den Eidgenossen beredet, daß beide Thcile, allen Rechten unschädlich, aus Sonntag nach Mittefasten einen freundlichen Tag zn Zürich leisten sollen; inzwischen Friede. 142 6, Mittwoch vor St. Johann Baptist (19. Juni). Aus Bitte von Zürich und Schwyz erfolgt Verlängerung des Waffenstillstandes bis Vcrcne (1. September) durch Johann im Winkel, Bürgermeister von Schaffhausen, ans welche Stadt beide Parteien endlich den Streit gesetzt hatten. 7 50 April 1425. 74. Attkich» RATA, TR» Äipvii (Savato ante voorst). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch lll. tZ7—127 ü. Nottel des fünfzigjährigen Münzvertrags, perabredet zwischen Burgermeister und Rath zu Zürich und den Boten der Eidgenossen von Lucern, Schwpz, Ob- und Nidwalden, Zug und Glarus. 75 Lucern. R ATS, RS. Mai (Sonntag vor dcr Ausfahrt). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 428» Berathung der Eidgenossen über den am 21. April vorher zu Zürich verabredeten Entwurf eines Münzvertrags. „Als vnscr Eidgnosscn einen Tag gesetzt hatten von der Münze wegen gen Lucern vff Sunnentag vor dcr Vsfart", also Hand vnscr bottcn den nottel des Mnnzbricfs für sy bracht, vnd den Hand vnser Eidgnosscn dasclbS an ctzlichcn artikeln gecndert, vnd Hand vnser Kotten dz aber wider hcrhcim für vnser Herren, die Ritt vnd die bnrgcr bracht vnd da lassen verlesen, vnd Hand die burger vnd die Rät das vfgcnomcn vnd cmpfolhcn, die Münzbricfs darnach zcschriben vnd vnverzogcnlich zc besegeln vnd dann zu vnscrn Eidgenossen ze schicken, dz si von denen allen ouch besegelt werden, ^.owm Ixsa äio asoomzionis ckomiiri anno siaauaxxv (17. Mai). Also sint ouch die bricfs ze stund geschriben vnd bcsigclt mit vnscr statt Insigel vnd hat si Egishein gen Lucern getragen, ouch stirer zc bcsigeln. Oas- teno asoonsronis ckomeiee anno sloaaaxxxv" (13. Mai). 7V. RATS, RS. Mai. .wisch... d-n 0r.m Zürich, tu-.-«. u.i, Schwm. Zug un° GlaruS. Beilage 4. . . . ^ rrr 10» Natbsbuch Lucern IV. 123. 1428, svxda posv Iirvo- -i?2?Febree°?- ^"et vnd Hundert versinnent sich einhelliklich, daö aste Eidgnosscn. ane die von Vre, der Münz oavet (27. F ^ versinnent vees ouch, das dcr von Hcrtenstcin vnscr J.esegcl zu Swiz hat gchcpt von vor vns waren I g g - eeuchtunaöbricfs wegen, dcr zu Sitten in Wallis gemacht wart zwüschcnt vnö vnd n ss oeeck sialete als auch bcschach. Er hctt aber vnser Jngesigel von des Münzbreesss wegen n.endert gehebt. m Botm von Bnderwalden. mit namen Jost Ysner, geantwnrt, d° er vmb lnntschasst batt, ob wir der Mn vor Inen oder nach Jngangen werint. Dise antwurt ist Inen in einer Missine in schrift geben. Vber dz haut n luntichast nit geloubt, daran sol man gcdenten." Mai 1425. 51 77. I4T5, St. Mai. Uebereinkunft der Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus, mit Wissen derer von Zürich, über die Einführung der neuen Münze nach dem Münzvertrag vom 18. Mai. — Beilage 3. 78. AllH. R4SÄ, 3U» ANN! (xroxiins, üio xost dsatorum axostolorain Vstri stVauli), Staatsarchiv Lncern. Verhandlungen des Schiedgerichts mit gleichem Zusatz über die Streitigkeiten zwischen Lucern und den übrigen im Argau regierenden Orten über die hohen Gerichte im Amt Merischwand. Der Obmann, Heinrich Schreiber von Uri, tritt dem Urtheil der Lucernischen Schiedleute Petermann Gold- schmid und Zacob Menteler bei, wonach 1) kein Theil dem andern versagen soll, Kundschaft aufzunehmen vor dem Richter des Orts, wohin der Kundschafttrager gerichtshörig ist; 2) jeder Theil seine Urkunden vor dem Schiedgericht produciren mag, kein Theil aber dem andern zur Edition gehalten sein soll; 3) beide Theile um Briefe werben sollen, die irgendwo zu treuer Hand niedergelegt wären. Da darauf die von Zug erklärten, es liegen hinter ihnen Briefe zu treuer Hand, welche das Amt Merischwand beträfen, und die Eidgenossen ihre Bitte um Herausgabe derselben zu Recht setzten, so trat der Obmann dem Urtheil der eidgenössischen Zugesetzten Heinrich Uesikon von Zürich und Ulrich Abyberg von Schwyz bei, daß diese Herausgabe statt zu finden habe. Zwei Urkunden auf Papier mit aufgedrücktem Siegel des Obmanns Heinrich Schriber, Ammann'S zu Uri. Die Verhandlungen scheinen schon den 10. Juni (Sonntag nach dem Fronleichnamstag) begonnen zu haben. Lucerncr Rathsbnch IV. 81. 7» Lucern. R4TS, T4 Juli (Sam Jacobsabmd). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. IZZ. Auf diesen Tag setzte Zürich allen Eidgenossen Tag an nach Lucern, in der Absicht, den Kriegszug gegen Mailand abzuwenden. Lucerncr Rathsbuch IV. 83 I>. 1425, Donstag vor Jacobi (19. Juli). An diesem Tage hatten Lncern, Uri und Unterwalden wieder ihre Boten vor dem Rath zu Zürich. Dieser wiederholte die frühere Antwort, Zürich wolle zu Recht kommen über die Frage, ob es der Mahnung statt zu thun gebunden sei. — 4. Juli (ixsa «Iis sanotä Ulrloi) schreibt Bern an Lucern, da Lucern mit andern Eidgenossen kürzlich zu Bern gewesen und Hülfe, Zeug und Büchsenmcistcr gegen Mailand begehrt habe, so „wölten wir noch hütbitag gern, dz Är vnd ander vnser liebe 52 Juli 1425. Eydgnossen üch söllichcr sorghafter reisen überhübint", wie man ihnen das schon früher vorgestellt habe. Könne aber die Reise nicht gewendet werden, so stehen ihnen Büchsenmeister und Zeug zu Diensten. Das sollen sie jedoch geheim halten. (Staatsarchiv Lucern, Missivc.) 8ß>. Bern» R4T3, T8» Aull (Samstag nach Sant Jacobi Apostoli). Staatsarchiv Luecr». Schultheiß und Rath zu Bern geben den definitiven schiedrichterlichen Spruch zwischen den fünf Orten Zürich, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus einerseits und Lucern andererseits über Beherrschung und Bevogtung der seit 1415 von Lucern allein besessenen Aemter Richensee, Meyenberg und Villmergen und die seitdem daher geflossenen Nutzungen. — Beilage 6. 8R. Nturi» t4TA, TN. Oktober (Montag vor Allerheiligentag). Staatsarchiv Lucer». Heinrich Schriber, Ammann zu Uri, als gemeiner Mann in dem Streit, welchen Burgermeister und Rath der Stadt Zürich, Ammann, Rathe und Landleute von Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Zug und Glarus an einem, Schultheiß, Räthe und Bürger der Stadt Lucern am andern Theil gegen einander hatten „von eins todslags wegen, so zu Meriswand beschechen ist, vnd vmb die Höchen gericht daselbs ze Meriswand, da dieselben von Zürich, von Swiz, von Vnderwalden, von Zug vnd von Glarus meindent, das sy mit den von Lucern, oder Jr vogt von Mure in Zvem namen, söllcnt vnd gewalt habent, vmb den todslage vnd vmb alle ander fachen, so das blut oder die Höchen gericht anlanget, ze richten daselbs ze Merischwant vnd Jnderthalb der kreisten vnd zilen, so denn von diser flössen wegen hienach vsbescheiden sint, sid die Herlikeit daselbs von vnserm Herrn dem küng Inen mit den von Lucern worden vnd verpfent ist" — urkundet, daß die Parteien zu Recht gekommen seien auf vier Schiedleute, nämlich: Heinrich Uesikon von Zürich und Ulrich Abyberg von Schwyz von Seite der fünf Orte, Peter Goldschmid und Jacob Menteler von Lucern von Seite Lucerns. Nach stattgefundcner schiedgerichtlicher Verhandlung zu Muri haben sich die Stimmen der Schiedrichter gleich getheilt, der gemeine Mann sei dem Urtheil Peter Goldschmids beigetreten, welches dahin lautet: Da Lucern, unwidersprochen von den Eidgenossen, die hohen Gerichte zu Merischwand dreißig Jahre besessen zu haben behauptete, so soll sie die Gewerde schirmen; da der von ihnen ins Recht gelegte versiegelte Brief der Herren von Hünenberg, der 110 Jahre alt ist, neben Twing und Bann und andern Sachen, auf alle Gerichte zu Merischwand lautet, so sollen die von Lucern dessen billig genießen; da endlich von den einvernommenen Kundschaften diejenigen, welche die Eidgenossen aufgeführt, zu gutem Theil die Ihrigen und betheiligt sind, Lucern aber nur solche Kundschaften aufgeführt hat, welche der Gegenpartei angehören, und auch der Lucerner Kundschaft um die Galgeneiche und aufeinander zeigende October 1425. 63 Marchsteine weise, so sei die Kundschaft derer von Lucern als die bessere anzusehen; demnach soll Lucern fortan bei den hohen Gerichten im Amt Merischwand bleiben in Ziel und Märchen, wie dieselben in seiner Kundschaft nachgewiesen sind. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel. Die Marchbcschreibung des Amts Merischwand, wie sie in dieser Urkunde angegeben ist, siehe bei Segcsscr, Lucerner Rechtsgeschichte I. 563. 8Ä. Lucern. RS. November. Staatsarchiv Lucern. Nach einem Schreiben Lucerns an die Seinen im Feld ä. 6. Dienstag nach Sanct Othmarsabend (20. November) waren Tags zuvor die Eidgenossen von Bern und Schwyz in Lucern gewesen, begierig, Nachrichten von dem Heere zu vernehmen, das gegen Mailand im Felde stund. Ueber dm Feldzug nach Domo d'Ossola siehe im ersten, unpaginirtcn, alten Missivenbuch des Staatsarchivs B ern die Schreiben Berns an die Seinen im Feld vom 12. November (orastma Martini), der Hauptleute von Lucern und Unterwalden aus Münster im Wallis vom 5. November (Montag vor Martini) an die von Bern, der Hauptleutc, Venner und Gemeinen von Uri, Schwyz und Zug vom 6. November (Dienstag nach Allerheiligen), den Bericht Lucerns an Bern vom 12. November (Montag nach Martini) über den Feldzug bis zur Einnahme von Domo, u. s. w. 8S. Sitten. R4T«, T«. Januar. Staatsarchiv Zürich. Staatsarchiv Luccr». Unter Vermittlung des Erzbischofs Andreas von Colocza, Verwesers des Bisthums Sitten, und einiger Boten der Landschaft Wallis, der Städte Freiburg in Uechtland, Basel, Bern und Solothurn und des Grafen Friedrich von Toggenburg wird zwischen Bevollmächtigten des Herzogs von Mailand und solchen der eidgenössischen Orte Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Wald, Zug und Glarus ein Friedensvertrag verabredet. Dieser Friede scheint, in der Fassung, welche er hier erhielt, von den Parteien verworfen worden zu sein, da im Juli darnach zwei andere Instrumente aufgerichtet wurden. In demjenigen für Luccrn, Uri und Nidwaldcn heißt es, die Parteien sollen in keiner Weise gebunden sein «in aliguo viAvrs ouiusllam asssrti instrumsnti asss rtorum paois st pastorum aliorum, oslsliratorum, ut ciisitur, intsr ipsas partes st vsrtas alias oommunitatss sou Inno aZsntss pro eis, oonksoti, ut llisitur, in Lsäuno psr Msnrioum?r^, sanonioum Lsäunsnssm — ipsigus asssrto instrumenta st omnilms in ec> oontsntis clists partes renuntiars tsnsantur ao rsnuntiavsrunt st rsnuntiant tsnors pressntium sto. sto.» (s. u. Beilage 8) — Doch zeigen die Verhandlungen der nächsten Monate (Abschiede Nr. 85, 87, 83, 91 auch Abschied 76, Note) unzweifelhaft, daß von diesem Tage an der Friede mit Mailand als geschlossen betrachtet wurde. Auch ist unzweifelhaft, daß die Totalsumme des Fricdcgeldcs 30,003 rheinische Gulden, welche nachher in den verschiedenen Instrumenten verthcilt erscheint, von hier an festgestellt war. In der Geschichte dieses Friedensschlusses ist überhaupt Manches noch nicht genugsam aufgeklärt. Man gicbt daher hier das dazu gehörige Material, insoweit es aufgefunden werden konnte. Januar 1426. Von dem Vertrag zu Sitten besitzen wir drei bis auf unbedeutende Abweichungen gleichlautende Ausfertigungen. Die eine in lateinischer Sprache, aber ohne die am Schlüsse stehende Adhäsionsformel der Eidgenossen, ist aus den Sammlungen der HH. von Roten und von Rivaz abgedruckt in eis dinKins ckoonmsrcks oonoornant l'llistoirs ckn Vulluis, (Archiv der schweizerischen gcschichtforschenden Gesellschaft Bd. II S. 220 ff.) exccrpirt bei Furrer, Geschichte von Wallis III. 199; sie trägt aber das Datum des 20. Januar. Eine deutsche Ausfertigung mit der obenerwähnten Adhäsionsformel liegt in einem aus drei langen zusammengenähten Papicrstreifen bestehenden Rotulus im Staatsarchiv Zürich. Das Staatsarchiv Lucern besitzt einen ähnlichen etwas defecten Rodel. Diese beiden deutschen Rödel sind offenbar gleichzeitige Niederschreibungen und tragen beide das Datum des 2 6. Januar, welches daher im Texte angenommen wurde. Nach der vollständigen Zürchcrhandschrift lautet der Act wie folgt: In dem namen vnsers Heren Jhcsu cristi amen. In dem Jare da man von Cristi geburt zalt Tuscnt vierhundert ^ zwcnzig vnd sechs Jar, in der Vierden zal der Römer, vnd an dem sechs vnd zwcnzigosteu ^ tag des monodcs January durch dis gegenwärtig offen Instrument oder durch dis gegenwärtigen ^ gcloubsamen brief Ist mcnglichem ze wüssent, Als in langem verloufnen zit, hert, swerc ^ krieg vnd bcwegnuß etliche des cristanen geloubens lender, langes hat begriffen vnd betrübet ^ vnd sint ouch darumb vil misshcllungen, fachen, klegden vnd fragen vfcrstanden zwäschent ^ dem aller durchlächtigostcu fürsten vnd Herren, Her Philippen Maria Anglum, Hertzogen zu ^ Meyland, graf zu Papy vnd ze Auglerie vnd Her ze Janow :c., siucn nachuolgern, mitteilern ^ vnd nachHangern ze einem teil vnd den großmechtigen, wisen, cdelcn vnd loblichen mannen, j den gemeinden der ertlichen, Stetten vnd telren von Zürich, Lutzern, Vre, Swytz, Vndcr- ^ walden, Zug vnd von Glarus, Jnnamcn Jro vnd Jr gemeinden, ertrichen Stetten vnd telren ^ vorgcnant vnd Jro helffcr, nachuolgern, mitteilcrn vnd anhangcren zu dem andern teil, ^ Als die wider einandern gekrieget vnd vermisshellet hant von der hcrschaften wegen, j eigenschaftcn, bcsitzungcn, geeichten, twing vnd bännen, hochem vnd nidcrm gebott vnd j des lveltlichen Swcrtes gewalt der grafschaft von Livcnten, des Bystums von Meylant, j der vestinen, des Stcttlis vnd des landes von Bellcntz, des Bystums von Chum, des crt- richs, ^ des tals vnd des landes von Eschcntal vnd des Hoffes Matarellc, des Bhstums von Nonary f vnd Jro gerächten, twingcn vnd kennen, Jro zngehörungcn, telren, anhafftnngcn vnd allen j rechten, ouch vmb die unrecht, schaden, roub, abzicchungcn, angriffen, freflen, brand, ^ tvdsleg vnd ander Verserungen vnd alles vcrsumen, das da hcisset Interesse, die von ansang ^ vnd Ursprung diser vorgcnantcn dingen vnz vff discn hättigen tag sint entsprungen. ^ Von den fachen, ouch zwäschent den egenanten teilen vnd Jro ständen, Jro anhengern, vndcr- f tan vnd nachuolgern vnd ouch ir mitteilen vferstandcn sint, vnd nachgcuolgct hant ^ tätlich vigentschaft, haß, smache fachen, todslcg, man- slachten, gcfangenschaften vnd j erlösungen, brand, Zerstörungen vnd vil beschwärnngcn wider vnd für, als groß, das j die vorgcnanten lcndcr, hcrschaften, ertlich vnd die vestinen steiflichen vngelück der ^ Zerstörung vnd Wüstungen sint nidergcworfen gewesen. Da von vnd ze jüngst der j aller erwirdigost in gott vatter vnd Herr, her Andreas, Ertzbischoff ze Coloccns, ewiger j färsecher der kilchen von Sitten, von dem bebstlichcn Stul in sunder dargesetzct, j Graf vnd richtcr ze Wallis, vnd die wisen, loblichen manne Jacob Lombart, Schultheiß j ze Driburg, vnd Hensli Velgen, Altschnlthcis, nn des Natcö dasclbs, Kotten der gemeinden > ze Driburg in Vchtland vnd ouch cttlich Kotten von den gemeinden von Wallis, f eines mit dem obgenanten Ertzbischoff fürweser, ouch gegenwärtigen Mithelffern I vnd Ratgebern zu dem vorgenanten fridcn vnd Achtung ze machen, ncmlich der streng j Ritter Her Cunrat von Eptingcn vnd der wiß man Johannes Wiler, Rctc vnd Boten j von Basel, vnd der edel fürsichtig man Herman Bik von Landenberg, bot des groß- ^ mcchtigcn vnd wolgebornen mannes Fridrichs, grasen von Toggenburg, vnd ouch die > fürsichtigen wysen manne Rudolf Hofmeister, cdclknccht, Schulthcß, Rudolf von Ninggoltingcn, j des Nattes, vnd meistcr Heinrich von Speichingen, meistcr in den siben künstcn, stattschriber, j bnrger vnd Kotten von Bern, ouch der fttrsichtig man Herman von Spicgelbcrg, edclknecht, j Schulthcs ze Solotnrn vnd böte, als liebhabcre vnd Wärkcrc des fridcns, Bcgerendc mit j Jr obrcstcn flis die würzen diser mißhelle von grund vf vßzerätend vnd in diser j fach den samcn des bösen vigcnds mit des obrcstcn Schöpfers genade ze erstcckgcn, ^ die selben beyd teile mit senftmütiger vnd vsgesprochner Zanuar 14Z6. 55 anordcrungcn vnd vcrma- s nungen hant si cruordrct vnd darzu vnderwisct, das si von söllichcn bcschwcrnngen, s schaden, kriege vnd scmkichem vnrcchtcn lassen zu dem stat vnd fruchtberkeit des I sriden Inen gunst geben vnd sich darzu ze vnderwiscn vnd ze gehellen bringen lassen. I Harnmbe die vorgenantcn teile von anrüfunge, vcrschaffungc vnd inleytunge s der obgenanten mitleren sint kamen zu semlichen Verrichtungen, einhellikciten, s überkomntissen, richwngen vnd gedingen, nemlich der streng vnd fürsichtig man s Ottelin Zoppus, Camerer, vnd Her Antonio von Gentile, ein lerer keiserlichS rechten, s vicary vnd procurator des Hertzogen, boten von Meilandc, Commissarien vnd verschaffcre I desselben Hcrtzogen, zu den vor vnd nachgeschribnen fachen vollen gewalt habende, s zu einem teil; vnd die grossen, edlen, nisen manne Heinrich Meyß, Burgermeister s Zürich, Rudolf Stüssi, des Rates daselbs, in namen der gemeinde daselbs, Heinrich s von Maß, Schulths, vnd Heinrich Biegkcr, Stattschriber ze Lutzern, innamcn s der gemeinde von Lutzern, Heinrich Schriber, Amman, vnd Heinrich Beroldinger s von Vre; von Swytz Jtal Rcding, Amman, vnd Jost Böl, von Vnderwalden s ob dem Walde Johannes Zinggo von Gyswil, von Vnderwalden nid dem Wald s Vlrich zu dem Bül, von Zug Heinrich Müliswand, Amman, vnd Johannes Hüslcr, s von Glarus Jost Schiesser, Amman, stathaltern vnd Kotten der vorgenantcn gemeinden ^ des bundcs zu dem andern teil, mit vollem gewalt zu den vorgenanten vnd nachgeschribnen fachen. ss Vnd zu dem ersten, das die vorgenantcn teile gegen einander» hin vnd harwider, mit namen jetweder teil > dem andern vnd sinen vndcrtanen, Mithelfern, nachuolgern vnd anhangcrn, wel die weren, ^ hant verlassen vnd vergeben, lassent ab vnd vcrgcbcnt mit disein gegenwürtigen bricff alle s schaden, alles unrecht, freuel, brande, todschleg, alles abnemcn, alle angriff, beschwernussc an gut s vnd an Personen, roub vnd icglich ander schaden, nid, haß, räch vnd vigentschaft, in wcler whse si s das einander getan oder bcschcchen were, von dem ganzen verloufnen zit vnz vf disen hüttigen s tag, vnd wellent ouch dieselben beid teile oder Jr gewüssen Kotten vndJ)ant das offenlich vcr- s heissen, das zwüschent denselben teilen sol sin guter, ewiger vnd vnzerbrochner frid vnd gantzi s richtung, in ewigen ziten vnzerbrochen vnd vnzerstöret ze belibent mit guten trüwen ane s gcuerd vnd akust. Die selben richtunge, die obgenanten bcyd teile oder Jr gewüssen Kotten mit s Jr eydcn hant geucstnct, vnd also dieselben teil, innamen als vor, den sriden vnd richtunge ^ sint Jngangen vnd mit disein bricf loblich genestnet vnd durch si vnd ieglichcn der vorgenantcn s teilen cydc geeiviget, hant ouch üblich versprochen, die selben richtung ane verswcchen s vnd in ewigen ziten als vor ane Jnwurff ze haltent. Item die vorgenanten Herren vnd die gc- s meinden von dem bund hant gelopt vnd versprechent, keinen krieg anzcvachent, noch s kein andern nüwen schaden zetnn durch sich oder durch nicman anders wider den vorgenanten ^ durchlüchtenden Herren, den Hertzogen, sin nachkamen, helffer, anhangende oder nachnolgcr vnd s vndertann als vor, noch wider sin noch irc gittere, land oder stctt vnd allermehst wider die s obgcschribncn lendcr, mit dehcincr gcschicht noch fach, noch die wider In, Herren oder Herrschaft, ^ gemeind oder Person tun wolten, in welem stat, wirdikeit oder fürnemi die weren, hilff, s rat, bchnsnng, stcg, weg noch spis noch gnnst zegcbent, heimlich noch offenlich, suß noch so j noch mit dehcincr gesuchter gencrdc. Vnd hinwidcrnmb der vorgcdachte durchlüchtender s fürst vnd Herr, der Hertzog, hat gelopt vnd versprochen für sich vnd sin erben vnd all sin nach- s kamen, vnd sich zu glichen fachen, als dauor geschriben stat, allen verbunden, vnzerbrochen, s zehaltcnd vnd doch beider sit die cre, der gewalt, vnd was man dem heiligen Römischen Rich s ist verbunden, vorbehalten vnd ouch all ander bünd, gclüpt, eyde, verbuntnüsse, vorinals s bcschcchen als vorstat, alwend ganz vnd vnzerbrochen ze blibcnt, ane unrechtes ge- s uärlichs vermerken. Sodann die dikgenantcn gemeinden vnd Herren von dem bund sint s komen zu einem sölichen beschliessen, gelange vnd überkomnüsse, das dieselben gemeinden j von dem bund ewcnglich von Hand haut gelassen, ein vffgcben vnd wichen getan der j obgenanten stilgkcn, der grafschast von Liventin, der vcstincn, des Stcttlis vnd des landes > ze Bellentz, als vor, vnd ouch des landcs vnd des talcs ze Eschcntal, des Hoffes ze Matarcll s von allen vnd ieglichcn Jro rcchtnngcn, ansprachen, zngchörungen, hcrschaften, ehgcnschaften j vnd bcsiznngen, die vnd das die selben lüt, die gemeinden von dem bund oder die Iren s anhangende vnd mittcilerc oder dchein derselben gemeinden von dem band gemeinlich s oder insunders habend oder haben möchten oder in deheincm rechten oder namen s von last oder gewinn meinten ze habend, in welcr wyß das were, vnd gcmeinlich von j allen andern tclern, stettcn vnd ertlichen 56 Zanuar 1426. vnd geeichten Jro vnd Jr ieglichcr twingen > vnd kennen, zugehörungcn oder rcchtsami, weli die werin, vnd allermeist die da gehept ^ vnd besessen waren oder daby, über die gcbirge, durch die durchlttchtcnden vnd erwirdigen s Herren, die grasen oder die vorfaren vnd öater des gegenwürtigen Hcrtzogen, in deheinen vergangener ^ oder gegenwürtigen zit, doch vorbehalten die eygenschaft, die rechten vnd ansprachen sunder ^ Personen der obgenantcn Kunden, ob si dchein in den selben gebieten oder in Jro dchciner im ^ rechten namen hetten besessen oder meintent ze haben. Die vorgcnanten stügk mit einander j gebeut si hin, wichent, lassent, hingebent vnd vcrschaffcnt mit aller vnd ieglichcr bester j wyß vnd form, als si das mugent vnd süllent die vorgcnanten stctt vnd teler mit allen j Iren hcrschaften, zngchörnngen, anhangenden fachen vnd allen Iren rechten, zu Händen des ^ vorgenanten Hcrtzogen vnd demselben Hertzogen, sincn erben vnd nachkamen oder den cgenanten ^ sinen stathaltcrn vnd disen offenen nachgcschribncn schribern, gegenwärtig enpfahcnt ^ vnd löblichen verheissent, in namen vnd zu nutz desselben Herrn, des Hertzogen, siner erben > oder dcro, so das zugehöret, im oder in künftigen ziten. Ouch sprechent die ietzgenanten ^ Herren von dem bund bh guten trüwen, das si die vorgcnanten güter, ertrich, Stctt, Teler ^ noch rcchtsami oder deHeini insunders keinem Herrn, gcmeind noch Person zu Händen ge- ^ stossen, verlassen noch geben haben, noch schaffen eutpfrömdct sin in deHein wyß. Die ^ ietzgenante für- neme hingcbungc ist bcschechen durch die vorgcnanten Herren von dem bund ^ vmb ein summ geltes, drissig tusent vnd dry Rinscher guldin, guttcs goldes, gerechter vnd ^ löfflicher gewicht, oder in ander gnldiner Müntz nach gemeinem schätz vnd gelicher j werschaft zegeltent vnd ze bezalcnt air denen enden, in denen zilen vnd mit den penen, ^ als hienach geschriben stat. ss Es sye von fach vnd vrsach wegen, so die Herren von dem bund an denselben enden meinten ze haben an j den vorgenannten Enden oder von geschichte wegen des koufes der vcstinen vnd landes oder vmb die friheiten ze ^ erwerben, kosten vnd last, die si denn vntz vf dis zit, oder von ander fachen wegen vnd geschicht ^ hant gehept, mit namen zechen tusent vnd einen guldin Rinscher, in der schatzung als vor, ze geben vnd > ze bezalen vf sant Gregorientag des heiligen Bapstes ncchstkünftig nach dat dis briefs vnd ^ denn an alles verziehen. Aber die andern zwentzig tusend vnd zwcn Rinscher guldin von ^ dein nechsten sant Martistag hin ze Winter über ein ganz Jar, das Wirt vf sant Mortis ^ tag des Jarcs so man zellcnde Wirt Tusent vierhundert zwentzig vnd siben Jar. Vnd das ^ vorgcnante gelt sol vergolten vnd abgetragen werden zu ieglichcm zil ze Meyland oder ^ ze Oryols, wedcrs die eidgnossen wellent, also vnd mit der wüssent, das der vorgenante ^ Hcrtzog geben sol ein gut sicher gelcyt, das die sum des geltes sicherlich gefüret werde ^ vnz an die zil sincs Hcrtzogthumes gegen der Ehdgnosscn land vnd marchcn in sinem ^ eigenen kosten vnd gewarsami. Vnd ob es beschechi, davor Gott sy, das der vorgenante ^ Herr der Hertzog, sin erben oder nachkamen, in dchcinem der egenantcn zilen, indrent acht ^ tagen den nechsten des obgenantcn sant Marlis tag oder sant Grcgorien als vorstat, s nit genug tätte, das er denn von deshin ze stund mit geschicht sol geuallcn sin j in die Pen des zwifalten geltes vnd das die lüt von dem bund, es sy vmb die Houptschuld j vnvergolten oder vmb die zwifalten Pen mugen vnd sollen mit Jr eigenen gewalt, j ane eruorderung des rechten rechtfertigen, verhaften vnd verbieten allenthalben ^ des obgenantcn Hertzogen von Mcilant vnd siner vndertanen güter vnz ^ vf die bezalung der rechten Hoptschuld, der zwifalten büß vnd der zerung, so si von ^ sölicher vcrsumnissc wegen gehept hetten, dieselben lüt vnd die gemeinden von dem s bund; doch nützet dester minder söllcnt diser frid vnd gantze richtung in allen vnd ieglichcn ^ vor vnd nachgcschribncn artikcln cwcnglich in kraft bclibcn ane akust. Vnd vmb die selben s drissig tusent vnd dry guldin Rinscher ze geltend, in der schatzung vnd zu den zilen als ^ vorstat, verbindet sich derselbe Hertzog vmb alle sine ligcnde vnd farende gütere, gegen- ^ würtigi vnd künftigi, wa vnd an welcn enden die sint gelegen, vmb genug zetund den j egenantcn fachen allen, als vorstat. Item die vorgenanten lüt der gemeinden, Stetten vnd ^ lendcrn von dem bund söllcnt an dem hindrestcn zil der bezalung des vorgcnanten gelts ^ an denen enden, da man die selben schuld bczalende wirt, dem obgenantcn Herrn dem Herzoge j oder sinen gewüßnen bottcn geben vnd In antworten alle vnd iegliche briefs, schriften, > alle Instrument, Jro rcchtwarungen vnd gedingbriesf oder bercdungcn, so dieselben j gemeinden oder sundcr Personen vndcr Inen habcnt oder meintent zehabent an den > obgenantcn enden vnd gütcrn vnd sundcrlich die Instrument des kanfcs der vcstinen vnd j landes ze Bellcnz, die fryhcit vnd briefs des allcrdurchlüchtigostcn Herrn, Januar 1426. 57 des römischen küngcs, ^ die gabbricff, Confirmacion, bcstcttnng vnd Jngebungbrieff der vorgcnanten Lcndcrn, telren s vnd Stetten vnd onch die Instrument des kouffes, so die Eidgnosscn tätten vmb die vcstinen, ^ Statt vnd land zc Bellcnz von den cdelen Herren von Sachs, wcle brieff si denn hant s vnd von der selben stngken wegen si sprcchcnt vnd mcincnt gchept haben, vnd das ^ by gnten trüwcn, anc gcucrd. Vnd ob dchein ander brieff oder Instrument die vorgenantcn ^ fachen, da von diser krieg vfgestanden ist, antreffent, hie nach funden würden, die s söllent den vorgenantcn eydgnossen in gericht vnd vßrunt gcrichtes vnnlltz vnd für ver- s nichtiget gehept werden, derselben rechten Instrument vnd sryheitcn die obgenanten ^ eydgnossen zu Jrem nutz vnd frommen von dishin crzühen vnd vsslicssen. Item die ^ dikgenanten Herren von dem bund in Jrem vnd Jr gemeinden namen vnd onch sundrcr s Personen sprechent lidig vnd lassent von Händen alle vnd icgliche des vorgcnanten Hertzogcn ^ vndertanen, allermeist die obgenanten telr Linentin, Bellcnz vnd Oeschcntal vnd Jr ^ zugchörungen, von allen Processen, gelüptcn, cydcn, trüwen, gehorsamkeiten, pencn ^ vnd vcrbuntnussen, mit denen si verbunden oder gclopt Helten oder schuldig ^ wercn ze tnnd de:n obgenanten bnnd vnd Iren gemeinden vnd amptlüten oder sundcrn ^ Personen derselben gemeinden des bnnds. Vnd von dishin die selben proccß, gelübd, ^ eyd, trüw, gchorsamkeit, vcrbuntnüsse, verdampnußbrief vnd pencn vernichtend ^ vnd absprcchent vnd für vcrnicht haben söllent, vnd allermeist die vcrbuntnüsse ^ vnd Instrument, mit denen sich die gemeind vnd lüt oder sundcr Personen von ^ Eschcntal oder der andern Stetten vnd zugehörungen den lüten von dem bund, ^ Iren amptlüten oder sundcrn Personen dasclbs oder der gemeinde des bundcs ^ von fach vnd vrsache wegen des koufcs oder enpfrömdunge wegen der gütern ^ vnd rechtnngcn der lüten von Eschental vnd der vorgenanten Stetten, als ob si ^ Rebell vnd Ungehorsam wercn dem cgenanten bund, Jr gemeinden oder Amptlüten ^ vnd alle verbuntnüß abzegend vnd vffzchörend, doch vorbehalten, ob dchein söllich ^ Instrument vnd verbuntnüß bcschcchcn oder gemachet were von koufmanschaste ^ oder von andern rechten, waren vnd redlichen fachen vnd gedingen, oder daby wysten. ^ Sodann das die obgenanten gemeinden vnd die lüt derselben gemeinden von dem bundc dise ncchstc fünf Jar, so nacheinander komcnt, vf httt discm tag anzefachent vnd nach denselben ^ fünf Jaren von des gelichcn tag ze endent, die da farcnd oder gand durch die Paß vnd ^ weg ze Bellcnz, fry vnd ledig söllent sin zollens vnd tax, es sy fußzolle oder andere schatzung, ^ an Jr lib vnd Jr eignen koufmanschaft darumb zcgelobende sin sol, dem so die konf- man- ^ schaft füret alle geucrde ze vermidcnt, wand die selben lüt sölichs lastcs daselbS fry s vnd lidig sin söllent durch die vorgenantcn fünf Jar. Wenn aber die vcrloufent, von ^ deshin söllent si daselbS zoln vnd andere last geben, alS° ander kouflüt vnd die, so da ^ durchwandlcnt, gebeut vnd gcwont Hand zcgebent. Es ist onch versprochen vnd ^ offenlich berctt zwüschcnt beyden teilen, das ietweders tcilcS lüt Jr geltschuldcn I vnd fachen, so durch snndcr Personen beider teilen lüten sint bcschechen, es sy vor ^ dem krieg oder in dem krieg, vnd auch die ansprachen von denen fachen allen offenlich kunt ist oder durch geloubsam Instrument oder brieff, in latcin oder in ^ tütsch gemachet, oder durch ander redlich bewisung vnd kuntschast von einem zu ^ dem andern mögent gefordert vnd gezönget werden, vnd das onch jettweders tciles ^ Richtcrc vnd die so recht sprechen söllent, söllent das Recht schaffen, geben vnd voll- ^ bracht werden vnd söllich gcltschuld vnd ander zusprüch, stecht vnd bescheidenlich ane alles ^ verziechen, nit angcsechent die gewonhcit des landcs, denn allein die bloßen warheit. ^ Hicmit sol der artikcl, so danor des gelich matery berüret, nützet dcstcr minder in siner ^ kraft belibcn. Item das die gefangnen von beiden teilen begriffen söllent zestnnd lidig ^ sin vnd an alle erlosung vnd schatzung ze geltent lidig söllent verlassen sin, das si zu > Jrem eignen widcrkomen mit geschicht, vnd das onch bcid teile, Jro vndertan, nachuolgcr, ^ anhangcr vnd mittcilcr in der selben teilen gebieten gan vnd stan, wonen vnd faren ^ mögent ze gelichcr wyse, als sy vor dises krieges vnd flössen ansang täten, konfen j vnd verkaufen vnd sölichen gewerb triben allenthalben anc geucrd. Zu dem lctzsten ^ Hand die vorgenantcn beid teile in Jro vnd der Jro namen, als vor für sich vnd Jr erben j vnd nachkamen vcrhcissen vnd gclopt by Iren gcswornen eyden, die si vff den heiligen ^ cwangelycn getan hant, vnd als verr dis ieglichcn berüret vnd antrift vnd by ver- ^ buntnüsse aller Jro gütcr, ligcndcr vnd farendcr, gegenwärtiger vnd künftiger, alle ^ vnd jegliche fachen, so danor crzcllct, bcslosscn vnd obgcschriben stand, stet vnd vcst ^ zchaltcnd cwcnglich, daby zcbclibcnt vnd nit dawider zctnnd, 8 58 Januar 1426. zcletzend noch zckomend ^ durch sich oder durch jeman anders, von deheincr fach oder sinns, mit recht oder ^ mit gcschicht, in gericht noch vssrunt gcricht, snst noch so, noch nieman gchellcn, ^ der dawider tun oder sich dawider legen wölt. Dieselben beyd teile vcrziehcnt ^ sich auch mit kraft Jrcs obgcnanten gcsworncn cydcs aller vßzicchung, gcuerd, akust, traft, forcht vnd aller andern hinderkommnussen, aller frihcitcn vnd gewonhcitcn vnd vsfsatzung, > geistliches vnd weltliches rechten vnd aller hilff, mit denen oder einer vndcr Inen wider > die vorgenantcn ding sich legen möchten oder in deHein wyß sich beschirmen vnd sunder > dem rechten, das da sprichet, ein gemein verzichung vernähe nit, Jr gange denn ein > snndcrbar vor. Von denen fachen wegen allen haut gcbettcn mich, disen nachgcnemptcn > offenen Schriber, nemlich die egenanten Herren von dem bnnd, ein oder me Instrument s darüber zcmachen, nach vnderwisung eins gelerten mannes. Gezügen, so hieby > waren, sint die erwirdigen, löblichen manne, Her Jacob von Cresto, in keiserlichen rechten ^ gefryet, Official ze Sitten vnd gemeiner richter ze Wallis, Her Johans Schnlo, Sengcr, ^ Her Marti Brunardi, Her Johans Sapaneti, Her Franz von Origono, Her Anshclm ^ Fanssoncm, Her Jacob Capistri, Chorherren ze Sitten, vnd die edlen, wisen manne j Peterman von Tschifronc, mitherr ze Sitten, Peter in Hcin- gartcn von Visp, Heintzman ^ von Silanon, Johans von Heingartcn, Caspar Curtten, Thoman Teiler von Brhg, ^ Gwido Grasso von Ernen vnd Anthony Eschiman, der größer, von Mörig vnd vil ^ ander, zu den vorgenantcn fachen gerlist vnd gebeten. Harnmb wir die gemeinden ^ der obgenenten blinden vnd eydgnosschaften, init namen von Zürich, Lutzern, Vre, ^ Swytz, Vnderwalden ob vnd nid dem Wald, von Zug vnd von Glarus mit ganzer > vnd voller vnderwisung der egenanten fachen diser gegenwärtigen vnd obgeschribnen ^ Richtungen alle vnd iegliche stügk, artikcl vnd puncten, so danor geschriben, beschechen I vnd erzellet sint, geloben vnd bestetcn wir mit kraft diser gegenwärtiger schriste s für vns vnd alle vnser nachkamen nach Innehält vnd wisung derselben briesse. ^ Vnd diser dingen aller zu einer waren gczügsami vnd ewigen kraft haben wir vnser ^ gemeinden Jngesigclle, jegliche für sich selben, getan hcngkcn an disen brieff vnd ^ darzn mit dem zeichen dis nachbenempten offenen Schribcrs gcheisscn gezeichnet > werden. Geben des tages vnd Jarcs, als vorstat :c." Noch im Jahr 1431 forderte Zürich von gemeinen Eidgenossen den Ersatz einer Auslage von 58 Gulden für eine Sendung Stüssi's nach Mailand. Darauf antwortet Luccrn, es erinnere sich keiner dicßfalls eingegangenen Verpflichtung und fährt dann fort: dazu haben Luccrn, Uri und Nidwalden nicht bei der ersten Richtung bleiben wollen, sondern eine andere gemacht; sie bezahlen also an Stüssi's Sendung nichts. Lnccrner Raths buch IV. 1S4. 1431, soouuäo. xosb Larlllolomwi. S. auch unten Abschied 85. 84. Zürich. I.4TL, t8. Mür.z (Montag vor dem Palmtag). Stadtarchiv <5o»sta »z. Vor dm Boten der Eidgenossen von Zürich, Bern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarutz wird durch Albrecht Blarer, Domherrn zu Constanz, Lienhard zum Blumen, Bürger von Basel, Johannetz im Winkel, Burgermeister, und Johannes Hallauer, Burger zu Schaffhausen, Chun- man Geißer, Burger zu Ueberlingen, Heinrich Pfänder, Burger zu Lindau, einerseits, Heinrich von Mootz, Schultheiß, Ulrich von Hertenstein, Peter Goldschmid, Werner Keller, Burgern von Lucern, andrerseits, ein Vergleich abgeschlossen über die Streitigkeiten, welche walteten zwischen Burgermeister, Rath und Bürgern der Stadt Constanz und Heinrich Brügger, Anton Schilling, Burkard Sidler, Jost Stutzer, Burgi Bramberg von Lucern und ihren Mitgesellen, welche denen von Constanz mit März 1426. 59 Briefen abgesagt hatten. Der Vergleich geht dahin, daß beide Parteien geloben, gegen einander Frieden zu halten bis zu St. Johannes des Täufers Tag nächstkommend und sich inzwischen gegenseitig freien sichern Handel und Wandel mit Leib und Gut zu gestatten. Siegeln auf Bitte der Constanzer Heinrich Meiß, alt Burgermeister, auf Bitte ihrer Gegner Jacob Glenter, Burgermeister von Zürich. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Sieget». 85. Lucern. R4S«, 4. April (Donstag in dcr Ostcrwoche). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch III. 489 d. Tag der Eidgenossen wegen dcr Weigerung Obwaldens, den Friedensvertrag mit Mailand zu besiegeln. — Die Acten des TageS fehlen, doch geben die in der Note enthaltenen Notizen über die Verhandlnngcn einigen Aufschluß. Zürich Stadtbnch III, 130 b. 1426, 23. März. „Als vnser Herren die Rath Zürich vnd gemeiner Eidgnosfcn botten einen tag gen Lucern gesetzt Hand off donrstag in der Osterwochen nechstkünstig von dero von Vnder- waldcn wegen ob dem Wald, als die den richtungbrieff zwüfchent dem Herrn von Meilan vnd den Eidgnosfcn nit sigeln wellent, Hand vnser Herren Bürgermeister, Rät vnd der groß Rat die Zweihundert den Botten, so man vff den egenanten tag von Iren wegen schiken wirdct, vollen gewalt geben, ist das ander Eidgnossen botten oder der merteil zu denen von Vnderwalden ritten wellent, das dann sh onch darriten vnd mit bctt ir bestes tügcn, dz si den briesf sigeln; wellent st aber dz ie nit tun, wellent sh dann ander Eidgnossen darumb zc tagen manen nach der gesworncn briesf sag, dz si des auch gewalt haben. Si Hand Inen auch fürer gewalt geben, werc dz dis alles nit Welte versahen, wclhe dann vnder den Eidgnossen die Achtung halten wellent, denen mugcnt die Kotten onch ansagen, das vnser Herren von Zürich die onch mit Inen halten wellen. Wältcn onch ander Eidgnossen sh wisen, ob sh in den fachen nit " gehorsam sin wölten, was darumb ander Eidgnossen tund, des söllen die Kotten onch gewalt haben vmb des willen, das nit ein Ort in dcr Eidgnoschast scmlich groß vnccr gemeiner Eidgnoschaft vftrcche über sinnlich gclüpt, so Iro vnd aller andrer Eidgnossen botten mit vollem gewalt getan vnd die Achtung so hoch gelopt vnd versprochen Hand zchalten vnd onch von des wegen, dz alle Eidgnossen des mit einander sind überkomm, was der merteil vnder den Eidgnossen in der fache täte, dz da der minder teil dem mcren teil sol volgen vnd dz stät halten, ilotmin sallllato ants ?alma- rnm anno woeaexxvs." Darauf bezieht sich auch folgender datnm- und adreßloser Brief bei den Mailändcractcn des Staatsarchivs Lucern, welcher offenbar vom Zürcherischen Stadtschreiber oder Boten an die Boten Lucerns auf einem in der Zwischenzeit in Zürich gehaltenen Tag herrührt: „Lieben Herren, als ein tag gen Lucern in üwcr Statt vf Donrstag nach dem Ostertag gesctzet ist von wegen vnser Eidgnossen von Vnderwalden, als die den Richtungbrieff zwüschcnt dem Herrn von Meilan vnd den Eidgnossen nit wellent siglen, wissent Ir wol, was ir darumb, als ir von Zürich von dem tag gescheiden sint, heim söllcnt bringen, als ir das in dem cedel verschribcn Hand. Da gcviele vnsern Herren von Zürich wol, das ir darzu an die üwern brechtent, ob si der sinken, als in demselben cedel begriffen ist, nit wölten gelimpfen, das ir dann an si frünt- lichen bringent, ob man vnser Eidgnossen von Vnderwalden darumb ze tagen manen vnd sich mit recht vindcn lassen welle, ob si den briesf siglen söllen, Won vnser Herren bednnket, das die fache, ob si nit fürgang gcwunnct, aller Eidgnossen crc bcrüre vnd das alle Eidgnossen billich darzn tun söllen, das die Richtung fürgang gewinne. Es Hand 60 April I4Z6. ouch v.lscr Herren von Zürich den Kotten, so by Inen gewesen sint, dis nachgeschribcn, vmb das si darnmk in üwer Statt vs den cgcnantcn tag ouch wissen mit gewalt ze antwnrtcn. Schon am 5. März (Dienstag vor Mittefastcn) schrieb übrigens Zürich an Lncern, es möchte letzteres sich doch bei Unterwalden verwenden, daß dieses den NichtungSbrief mit Mailand siegle. Man habe sich doch vereinbart, in dieser Sache zn thun, was die Mehrheit beschließe. (Staatsarchiv Lucern, Missive.) Dazu ferner Zürich Stadtbnch HI. 131: 1420, 10. April: „Als vormals vnser Herren, Bürgermeister, die Nät vnd die Zweihundert der Statt Zürich sich erkennt Hand von der Achtung wegen zwüschcnd dem Herrn von Mciland :c., die ctzlich vnser Eidgenossen hindcrzüchcnt, also sind aber vff Hütt die obgenanten vnser Herren, Bürgermeister, Rät vnd Bürger bycnandcr gewesen vnd Hand sich aber gccinbcrt, welche Statt oder land vndcr den Eidgnossen mit Inen die Achtung halten wil, das si ouch mit denen die Achtung halten wcllcnt, doch das Inen beschehe nach der Achtung wisnng. Vnd darnff Hand si sich fürer erkent, das vnser Herren, die Nät, fürdcrlich ir crbern botschaft zn vnscrn Eidgnossen von Switz schikcn sollent vnd denen das sagen, vnd ob eö niemant anders tun wöltc dann si), so wölken vnser Herren das mit Inen ouch tun, vnd das die Kotten an denen von Switz ouch erfaren, wie si) von des Herrn von Mcilan Camrer zc Vre sycn gcfchciden vnd Inen dann sagen, wie dersclb Herrc, der Camcrcr, vns aeschriben Hab, vnser botschaft zn Im zctnnd; also shen s>) ouch da, das sh zu Im wellen, ob sy es raten vnd si gut dunkc vnd das si auch die von Switz bitten, dz si ir crbern botten mit Inen schikcn vmb dz, ob man m der fache mit dein egenanten Camrer ützit besseres gewerben könde. Dächte es aber die von Switz n.t gut sin, dz sy hin in gen Vre füren oder walten sy Ir botschaft nit mit Inen dar tun, dz dann vnser botten ouch bcliben vnd aber fürer mit Inen reden, dz si dann als wol tilgen vnd dem cgcnantcn Herrc, dem Eamrcr, schriben von ir selb vnd vnscrn wegen oder von vnsern wegen allein, ob si nit von Inen selb schriben wellen, Won si das heimlicher gctun mögcut, denn wir: Als er vns vcrschriben Hab, vnser botschaft zu Im zctnnd, welle er da früntlich tag mit Inen vnd vns leisten, so getrnwten wir, die von Zug vnd von Glarus kämen ouch darzn, wöltcn aber die nit darzu, so wölken doch si vnd wir mit Im tag leisten ze Cur oder ze Bern, wedrcnthalb Im das gevellig werc, vnd das er si darumb licssc ein antwurt wissen, ob er das tun wölt vnd vff wclhe zit, dz si vnd wir vns darnach wisten ze richten vnd dz auch den von Zug vnd von GlaruS köndcn verkünden. Mtnm guarta ankv misoAoorclia clomiiri auuo diLLQvxxvs." Endlich dürften noch hier anzuführen sein zwei im Stadtbuch Zürich IV. 09, 70 abschriftlich enthaltene Briefe König Sigmunds an die Eidgenossen, (1426), Plcutenburg (Blindenburg): Mittwoch vor sant Margrcthcntag (10. oder 17. Juli) vnscrcr Reiche des Hnngrischen im vierzigsten, des Römischen im sechszchntcn, des Böhmischen im sechsten Jahr: Er habe sich mit dem Herzog von Mailand gerichtet und sich mit ihm gegen die Vcnediger verbunden; er gebiete den Eidgenossen bei dem dem Reiche schuldigen Gehorsam, auch ihrerseits von aller Feindschaft gegen denselben ab-nstehen. — (1126) Ofen, an sant Egidientag (1. September) des Ungarischen im vierzigsten, des Römischen in, sechzehnten, des Böhmischen im siebenten Jahr: Er habe dem Herzog von Mailand die Führung des Neichskriegs gegen Venedig aufgetragen, die Eidgenossen möchten ihren Mitbürger, den voll Savoyen, abmahnen und nöthigcnfallS hindern, den Venedigcrn gegen Mailand Hülfe zn leisten. 8«. Baden. I4T«, TS. Mai. Staatsarchiv Liicern: Allgemeine Abschiede, 1. 159. Stadtarchiv Lucer»! Jacob MutschelS Betenntn.ßbn», t«. Archiv Arau : Urbar der Grafschaft Baden, IZ Ii. „Vff Samstag 2n der frouasten ze Pfingsten i4nn0 äcimilli M6666xxvz Hand sich der Eidgnossen holten erkennt vnd gesetzt, wo oder an weltchen stellen vff dem land oder in welicher vogty Jeman Mai 14Z6. 61 gesessen ist oder dahin züchet, die gemeinen Eidgnossen zugehörent, das da Zederman, da er denn wunn vnd weid misset, mit sinen nacbgeburen stüren, reisen vnd mit allen andern diensten, klein vnd grosi, gehorsam sin vnd die tun sol. Were aber, das Zemant in den vogtyen, so also gemeinen Eidgnossen zugehörent, gesessen oder hinnanthin Zemer mer darin zugent, vnd der oder die eigen Herren, nachjagende Empter oder burger in Stetten weren, den sol alles Zr recht zu Zr allen oder Zr Zeklichem insunder behalten sin nach dem vnd man Recht zu Im hat vnd sol doch mit sinem weidgenoß nicht bester minder gebunden noch gehorsam sin, in allen fachen zu dienen, als vorstat. Were och, das Zeman dem andern, so in den egedachten emptern gesessen weren, nachjagen müst, vmb sturen oder ander dienst zu tund, vnd der man gichtig were, in welichem gevicht das were, da sol man Zm vnverzogenlich an ver- zlichen Pfand geben. Sparte sich aber Zeman der diensten oder stüren also zu geben, die denn also vff Inn geleit weren, das man dz denn mit recht eruordern oder besetzen müst, was schadens oder costens denn daruff gienge oder der neme, so die fach eruordern oder mit Recht besetzen müst oder och da mit Recht gewunne, den selben costen vnd schaden allen sol denn der ansprechig, so vnrecht gewünnt, gentzlich bezalen vnd abtragen. Dise Ordnung vnd gesetzt sol also ewcnklich bestan vnd nicht geendert werden." — „Warend botten von Zürich Hans Brunner, Heinrich Üsikon, von Bern Claus Subinger, von Lutzern Peter Goldschmied, von Switz Vlrich Ütz, von Vnderwalden Zöry von Zuben, vnd Engelhart Enentachers, Amman nid dem Wald, von Zug Rudolf Schall, vnd Zos Schiesser, Amman zu Glarus, Fridrich Schindler von Glarus, Vogt zu Baden." Der letzte Satz, die Aufzählung der Boten enthaltend, ist von gleichzeitiger Hand der in Mutschels Bekennt- nißbuch (Stadtarchiv Lucern) vorsindlichen Abschrift dieses Beschlusses beigefügt. Dazu sagt das Abschiedbuch von Lucern a. a. O.: „Diß ist ze Baden im Vrberbuch oder in der Vogtyc buch geschriben aimo lviiij. (rssorixtum ssonucla ants aorxoris tllmiski 1459). Diß Hab sich, H. von Hunwil, dornm lassen ze Baden abschriben, allS die Eidgnossen allemal die vnscrn vß Rotcnburgcr- vnd sant Michaels Ampi anlangcnt vmb die sturen, dz min Herren von Lutzcrn wissent, wo mit si sich weren sollen." — 8V. Bellinzona. I T. Juli. Tschudi, Ehronlk II. Iii? d. Friedensvertrag zwischen Philipp Maria, Herzog von Mailand, einerseits und den eidgenössischen Orten Zürich, Schwyz, Zug und Glarus andererseits.— Beilage 7. Das lateinische Original dieses Briefes konnte ebensowenig aufgefunden werden, als eine gleichzeitige deutsche Ausfertigung oder Ucbersetzung. Auch Tschudi scheint das Original nicht gekannt zu haben. — Vergleiche die Note zu Abschied 83.85. — Zu bemerken ist, daß auch in den Verhandlungen vom 14. November 1502 zwischen Frankreich und den Eidgenossen über die Ansprüche von Lnccrn, Uri und Unterwalden auf Bellen; (Staatsarchiv Lucern, Luccruer Abschiede L. 153 b) nicht dieser Vertrag, sondern nur der folgende, von den französischen Bevollmächtigten Producirt wurde. 62 Juli 1426. 88. Bellinzona. R4T6, TR. Juli. Staatsarchiv Luccrn: Lateinische Originalurkunde. Friedensvertrag und Capitel zwischen Philipp Maria, Herzog von Mailand, einerseits und den eidgenössischen Orten Lucern, Uri und Nidwalden andererseits. — Beilage L. Dazu folgende Stellen: Nathsbuch Luccrn IV. 94: 1429, loriu ssxka, xost llaoolli (26. Juli): „Wir haben in vnscr Statt vnd allen cmptcrn vsgerüft den friden, das wir verricht stnt mit dem Herrn von Meylan. Wir haben auch verbotten bi lib vnd gut, dz keim koufman noch bilgre nieman kein leid tu an lib noch an gut, want wir si getröst haben. Ouch haut wir verbotten bi lib vnd gut, das nieman in kein krieg louffcn sol." — Ebenda 96, 1426, ixsa. äis Icoocksgurü (2. October): „Die von Vnderwalden ob dem Walt hant vns gemant mit botten vnd brieff vf dm von Meilan vnd sint des botten gsin Amman Zing vnd Amman Hcntzli. Den hant »vir gcantwurt vmb die hilsf, dz vns nach vnscrm verstan nit bedunkt, dz wir in der maß gemant sicn, dz wir nu zemal gebunden sien, der manung genug zetunt, want wir doch den geswornen buntbrieffen gnug tun wellen allwegen. Vmb daz ander stuck, alz si gemant hant, dz wir heften des Herrn von Meilan lib vnd gut, daruf hant wir Inen geantwurt, wie wir mit Im verricht sind vnd wie wir haben all kouflüt getröst vnd gesichert, dobi wir bliben, wond in dem geswornen bundbrief wir vnser stattrccht vnd gericht haben vorbehcbt, darüber wir si in vnsern gerichten haben getröst." 8». RRTt», TA» Anli (Zmsiag nach Maria Magdalena). Staatsarchiv Bern. Hans von Falkenstein und dessen Sohn Hans Friedrich von Falkenstein, beide Freiherren und Ritter, verkaufen an die Städte Bern und Solothurn die Landgrafschaft im Buchsgau „als wit, lang vnd breit, als die begriffen hat", mit allen Rechten, Nutzen, Herrlichkeiten, die dazu gehören sollen und von ihnen lind ihren Vorgangern besessen worden sind, um 1600 rheinische Gulden, mit Wissen und Willen des Bischofs von Basel, Johannes von Flekenstein, von dem die Landgrafschaft Lehen ist und dem sie das Lehen aufgegeben, wogegen die Städte Bern und Solothurn dasselbe von ihm empfangen haben nach Inhalt ihrer Lehenbriefe. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängende» Siegeln. s« Einsiedel»». R4T6, S. November (Sonntag nach Allerheiligen). Staatsarchiv Lueer»! Missive. Zürich schreibt den 26. October (Samstag vor Simonis und Jude) an Lucern, es habe auf vbgenannten Tag gemeine Eidgenossen nach Einsiedeln beschrieben, wegen der Widerwärtigkeit der Appenzeller gegen seinen Burger, den Grafen Friedrich von Toggenburg. November 14Z6. SR Brieg. RAT«, 7. November. Archiv Vbivalden- Lateinische Originalurkunde. Schiedrichterlicher Friedensvertrag zwischen Landammann und Landleuten von Unterwalden ob dem Wald und Philipp Maria, Herzog von Mailand, (von den Parteien ebendaselbst besiegelt am 15. December darauf). — Beilage 9. SÄ Lichtenweg. RAT«, T7 November (Mittwoch nach sant Catharina). Zellweger, Appenzeller Urkunden II. Nr. ZSZ, Boten: Zürich. Jacob Glenter, Altburgermeister; Rudolf Stüssi. Schwyz. Jtal Reding, Landammann. Glarus. Albrecht Vogel, Altammann; Rudolf Landolt. Diese machen einen Waffenstillstand, von St. Niclauötag nachfthin angefangen auf Jahr und Tag, zwischen den Appenzellern auf der einen, und dem Grafen Friedrich von Toggenburg mit seinen Dienern und Helfern, Albrecht von Klingenberg, Ulrich und Burkard von Helmstorf, Rudolf von Rosenberg, Ulrich Wetter, Cunrad von Heidelberg, Hans von Goldenberg, Hug von Hegi und Zacob von Langen- hard, auf der andern Seite. SS RAT?, RA. Februar (Donstag vor Valmtini). Archiv Einsiedel». Heinrich Meiß, Altburgermcister, Jacob Glenter, Burgermeister von Zürich; Jtal Reding, Ammann zu Schwyz; Johannes Seiler und Rudolf Schell von Zug entscheiden über eine Streitfrage zwischen Einsiedeln und Zug wegen dem Hof zu Nühen (Neuheim) in dem Sinne, daß daselbst des Gotteshauses Eid vorgehe. I' Gall Morell, Regesten von Einsiedel,!, Nro. KM, KS7. Sck. Pfe^w^ou. RAT?, R-R. Februar stssw s-wc-u ViUewim), Archiv Einsiedel«. Spruch zwischen den Waldleuten zu Einsiedeln und den Hofleuten zu Wollrau und Vach, durch Abt Burkard von Einsiedeln als Obmann, Jtal Reding, Ammann, und Ulrich Abyberg, Altammann Februar 1427. von Schwyz; Johannes Vrunner und Johannes Wüst, Burgern von Zürich, als Schiedlcuten, Streitigkeiten wegen Holz betreffend. ^ M°rcll. Regest-»»°» Einsiedel». Nr°, em. SZS R4T7, 10. (Donstag nechst vor dcm Balmtag). Staatsarchiv Bern. Die Städte Bern und Solothurn Urkunden, daß sie in'Vergleichung ihrer Streitigkeiten über die Behandlung von Burgern der einen Stadt, welche im Gebiete der andern sitzen, in Steuersachen :c. und zur Bekräftigung ihrer altherbestandenen Freundschaft folgendes Ucbereinkommen getroffen haben: 1. Die von Bern und die Ihrigen sollen bei allen den Burgern bleiben, welche sie auf den Tag der Ausstellung dieses Briefes in den Gebieten, Twingen und Bannen Solothurns haben; ebenso sollen auch die von Solothurn und alle die Ihrigen bei denjenigen Burgern bleiben, die sie auf gleiches Datum im Gebiet derer von Bern besitzen. Kein Theil soll die Burger des andern, die solchergestalt in seinen Gebieten sitzen, ihr Leben lang, besteuern, betellen, mit Reisen oder Reisekosten belegen noch sie zu freier Hand empfangen; doch sollen solche Burger, wo sie sitzen, mit ihren Nachbaren gemeine Wegekosten und dergleichen Sachen tragen helfen; das Bürgerrecht soll sie nicht vor solchen Lasten, sondern einzig vor Steuern, Teilen, Reisen und Reisekosten der Städte, da sie nicht Burger sind, schützen. Es soll auch keine Stadt die Bürger der andern, die in ihrem Gebiete sitzen, in ihr Burgrecht oder freien Dienst aufnehmen, außer mit Bewilligung derjenigen Stadt, welcher der Betreffende angehört; in diesem Fall, wenn ein solcher beide Burgerrechte haben wollte, soll er auch an beide Städte steuern, testen, reisen und Reisekosten geben. Solche, die wider diese Abrede in Burgrecht oder freien Dienst aufgenommen würden, soll die aufnehmende Stadt, auf Mahnung der andern, sofort wieder daraus entlassen. Welcher Burger der einen Stadt im Gebiete der andern sitzt und von seinem Burgrecht sich lösen wollte, der soll das thun können mittelst Erlegung einer Summe von fünf Pfunden Pfenninge. 2. Welcher Burger der einen Stadt fürderhin in das Gebiet der andern zieht, wo er nicht Burger ist, der soll seiner heimath- lichen Stadt gehorsam sein mit Teilen, Steuern, Reisen und Reisekosten, so lang er ihr Burger ist. Wenn der Twing, wo ein solcher säße, beiden Theilen oder den Ihrigen gemeinsam ist, dann mag der betreffende Angesessene in welcher Stadt er will Burgrecht oder freien Dienst annehmen. 3. Wenn ein Burger der einen Stadt in dem Gebiet der andern steuerbare liegende Güter hat, so schützt ihn das Burgrecht nicht vor Besteuerung der Güter. 4. Die von Solothurn mögen in dem Twing zu Nenni- kofen wohl Burger aufnehmen und die Leute dieses Twings mögen ihnen auch wohl dienen, so lang der Twingherr daselbst es ihnen gestattet. Sobald er aber es nicht mehr zugeben will, so sollen sie da auch keinen Bürger mehr annehmen; die jedoch, welche sie bereits angenommen, sollen auch in diesem Falle, so lang sie leben, ihnen bleiben. 5. Keine Person, deren Vater in einer der beiden Städte Burger gewesen, die aber selbst auf dem Land im Gebiet der andern säße, soll fürderhin das Burgerrecht ihres Vaters erhalten, wie das vorhin üblich gewesen. Damit solches ohne Uebergriff ausgeführt werden könne, sollen beide Theile, jeder dem andern die Burger, die er gegenwärtig in des andern Gebiet sitzen hat, in Schrift verzeichnet geben, ff. Diejenigen Burger der einen Stadt, welche innert den Ringmauern April 1427. 65 der andern sitzen, werden von diesen Bestimmungen insofern ausgenommen, als sie in der Stadl, wo sie sitzen, wohl Burger werden mögen und in diesem Fall mit der Stadt, wo sie solchergestalt Bürgerrecht angenommen, steuern und reisen sollen. Auch ein Ausburger auf dem Land mag in die Stadt ziehen, wo er vorher nicht Burger war und da Vurgrecht annehmen; doch soll er der Stadt, wo er früher Bürger war, ebenfalls mit Steuern, Reisen :c. gehorsam sein, bis er sein Burgrecht aufgiebt. 7. In welcher Stadt ein Twingherr sitzt, ihr Bürger oder mit ihr verbunden ist, zu derselben soll auch sein Twing gehören, es wäre denn, daß beide Städte mit des Twingherrn Willen sich darüber anders vereinigten. 8. Diese Übereinkunft kann nur mit beider contrahirender Städte einhelligem Rath geändert, gemindert oder gemehret werden; bis das geschieht, soll sie von beiden Theilen und ihren Nachkommen zu ewigen Zeiten unverbrüchlich gehalten werden. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln der Städte Bern und Solothurn. Arbon. 4AT7, TA. April (Donstag nach sailt Georientag). Staatsarchiv Lncerl»: Allgemeine Abschiede, /l. 53. Die von Appenzell haben die Rechtbote, welche der Bischof von Constanz, der Abt von St. Gallen und die Ritterschaft ihnen gethan, ausgeschlagen, es ist aber weiter Recht geboten auf den Schultheißen von Bern und den Bürgermeister Felix Maneß von Zürich, so daß diese zwei einen in der Eidgenossenschaft zu sich nehmen und daß dann die Appenzeller unter den vieren, welche vormals vom obern und Niedern Bund dargeboten wurden, zwei auswählen und zu ienen dreien setzen sollen. Diese fünf, oder der Mehrtheil unter ihnen, sollen dann endgültig entscheiden. Weiter ist der Vorschlag gethan, der Abt von St. Gallen möchte den Appenzeller» die Rechte, die er in ihrem Lande zu haben vermeint, um Geld loszukaufen geben. Darauf hat dieser begehrt, man möge die Appenzeller veranlassen zu erklären, wie viel sie dafür geben wollten, doch immerhin vorbehalten, daß sie Alle, die außerhalb der Letzinen sitzen und ihre Landleute geworden seien, von dießfälliger Pflicht entlassen und ihre Herren, wer die seien, ihretwegen nicht, mehr beunruhigen, auch keine solche Landleute mehr annehmen. Ferner hat man betädinget, daß die Sachen in gegenwärtigem Stand belassen und die Bänne nicht geschärft werden sollen bis vierzehn Tage nach Pfingsten, die von Appenzell nehmen das dargebotene Recht an oder nicht und schließen mit dem Abt den fraglichen Kauf oder nicht. Gehen sie auf die Vorschläge ein, so soll man auf nächsten Sonntag nach dem Fronleichnamstag (22. Zum) nach Constanz zu Tagen kommen, um der Sache Ende und Austrag zu geben Wollten die Appenzeller diese Vorschläge nicht annehmen und den Tag zu Constanz nicht besuchen, so sollen der Eidgenossen Boten dem Bischof von 'Augsburg auf dem Tag zu Baden in den Pfingstfeiertagen antworten, ob sie sich nichtsdestominder der Appenzeller fortan weiter annehmen wollen oder nicht. Nach den Daten bei Müller IV. 334, 329, 336 scheint dieses im Abschiedband mit dem offenbar unrichtigen Jahresdatum 1440 bezeichnete Actcnstück in das Jahr 1427 zu gehören. Es geht der Erneuerung des x'andrechtS des Grafen von Toggcnbnrg mit Schwhz vom 10. Februar 1428 vor und ist später als der Tod des St. Gallischen Abts Heinrich von Mangistors 14. September 1426. — Zcllweger, Appenzeller Geschichte !. 435 spricht nach einem Lucerncr Abschied, worunter nur dieser gemeint sein kann, von einem Tage zu Arbon im Anfang März 1427. 9 6K Mai 14Z7. SV R4T7, 7. Mai Staatsarchiv Bern. Die Schultheißen, Räthe und Burger gemeinlich der Städte Bern und Solothurn Urkunden, daß sie gemeinsinn von den edeln Herren HanS und Hans Friedrich von Falkenstein, Vater und Sohn, die Landgrafschaft im BuchSgau in ihrer ganzen Lange, Weite und Breite mit allen dazu gehörigen Herrlichkeiten und Rechten um 1600 rheinische Gulden erkauft, von dem Bischöfe von Bafel Johann von Fleckenstein und dessen Stift, deren Lehen benannte Landgraffchaft ist, die Velehnung empfangen und demnach über ihre gegenseitigen Verhältnisse folgendes Uebereinkommen getroffen haben: Die genannte Landgraffchaft, so weit, lang und breit sich dieselbe erstreckt, von dem Sikkern ab auswendig ValSthalS durch das Gau herab, soll mit alleiniger Ausnahme der Lehen der Twinge, Banne und nieder« Gerichte, die zu den Besten und Dörfern im Valsthal gehören und damit denen von Solothurn bleiben, den beiden Städten Bern und Solothurn" gemeinsam, jeder zum halben Theil gehören. Da Solothurn auswendig des BalsthalS einige Dörfer hat, die mit Twingen, Bannen und Niedern Gerichten zu seinen Besten im BalSthal gehören, infofern diese Twinge, Banne und Niedern Gerichte an das Gebirge zwischen dem Gau und dem BalSthal langen, (nämlich) an die Schneeschmelze gegen dem Gäu, so soll die Landgraffchaft daselbst zwar auch den beiden Städten gemeinsinn sein, doch denen von Solothurn an ihren Rechten über die Dörfer, die ihnen allein zugehören, unschädlich. „Vnd waz daS vberige der vorgenanten lantgrafefchasst für die egcnantcn lchen, des für In hin ist, mit allen Herlicheitcn, rehten vnd zubehörden, so dazu gehörent, sol dero von Solottern vnd Jrcr nachkomcn einigen sin, so daS wir, die obgenantcn von Bern, noch alle vnser nachkamen Znen nyemer nit darin gefprechen, noch daran bekümbern söllent noch wellent." — Für den Vortheil, welchen demzufolge Solothurn an dieser Erwerbung hat, zahlt eS zwei Theile des Kaufpreises, nämlich 106(! Gulden. Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln beider Städte. Siehe auch Solothurner Wochenblatt 4S2V, Seite Z8Z. Tags darauf (8. Mai) leihen die beiden Städte den Söhnen des Hans Friedrich von Falkenstein, Hans und Thnring, einen Theil der Landgraffchaft Buchsgan zu einem Afterlehen. Solothurner Wochenblatt 1321, Seite 222. — Den Revers des Hans von Falkenstein wegen dieses Lehens ü. ä. 1427, Dienstag nach des hl. KrcuzcStag im Mai, siehe Solothurner Wochenblatt 1830, Seite <>11. S8. Baden. A4T7, 8. Inni (auf Pfingsten). Stadtbuch Baden: tvs. Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch 1 378. Archiv Ära»: Urbar der Grafschaft Baden, 53 b. 30, 4t b, 4Z. Archiv Arn»: Urbar der freien Aemter, 5,7. Boten: Zürich. Heinrich Meiß, Burgermeister; Rudolf Stüfsi. Bern. Rudolf Hofmeister, Schultheiß; der Stadtschreiber; Ulrich von Erlach; NiclauS von Wattenwyl. Lucern. Heinrich von MooS; Ulrich Walker. Schwyz. Ulrich Ütz; Rudolf Reding. Nidwalden. HanS Zimmermann. Obwalden. Juni 1427. 67 Georg von Juden. Zug. Hans Seiler; Hans Hüsler. Glarus. Jost Schiesser, Ammann; Friedrich Schindler; Hans Schubelbach. l». Vor die Bolen der Eidgenossen treten auf diesem Tag der Schultheiß, die Räthc und Boten gemeiner Stadt Baden und mit ihnen die Boten der Städte Zofingen, Sursee, Arau, Lcnzburg, Brugg, Bremgarten und Mellingen; sie lassen die Freiheiten der Stadt Baden verhören und bitten in'sgesammt, die Eidgenossen möchten die Stadt Baden bei diesen ihren Freiheiten und Gnaden bezüglich der eigenen Leute, Gotteshausleute, Bastarde oder ledigen Leute schirmen und bleiben lassen, auch gemäß eines von Bürgermeister Glenter von Zürich besiegelten Zedels, welcher ausweise, daß die Eidgenossen bei der Eroberung von Baden versprochen hätten, sie bei ihren Freiheiten zu handhaben. Der Eidgenossen Voten antworten hierauf, sie wollen denen von Baden ihre Freiheiten eher bessern als schwächen und sie dabei schirmen und handhaben, doch ihnen, den Eidgenossen und ihren Nachkommen, vorbehalten, daß, wenn ein unehelich geborner Mensch ledig stirbt, ohne Mann, Weib oder Kinder zu hinterlassen, noch sein Gut vor dem Gericht zu Baden verschafft zu Huben, sein verlassenes Gut dem Vogt von Baden an der Eidgenossen Statt gänzlich zugehören solle. Wenn aber unehelich geborne Leute stürben, die Weib, Mann oder eheliche Kinder hinterließen, die sollen und mögen einander beerben nach der Stadt Baden Recht, ß». Schultheiß, Rath und etliche Burger zu Baden treten vor der Eidgenossen Boten mit der Behauptung, das Geschlecht der Holzrütti soll mit ihnen steuern und dienen, es sei zu Rordorf oder anderswo in der Vogtei Baden gesessen, laut altem Herkommen. Dagegen sprechen die von Rordorf, jene sollten, sofern sie in ihrem Amte säßen, mit allen Diensten, großen und kleinen, in ihr Amt dienen. Die Eidgenossen entscheiden für die von Rordorf, es sei denn, daß die von Mellingen den Beweis leisten, daß die Holzrütti ihre eigenen Leute seien, oder daß ihre Stadt nachsagend sei, oder daß sie ihre Bürger seien. « . Auf diesem Tage haben der Eidgenossen Voten (die von Bern sind hier nicht genannt) einhellig erkennt, daß in Zukunft stets die Vögte zu Baden, zu Muri und zu Meyenberg seder in seiner Vogtei denen, welche Ueberschlachten in der Reuß haben, gebieten soll, dieselben in der Mitte aufzuthun in solchem Maße, daß das Wasser zum dritten Theil offen stehe, damit jedermann an Leib und Gut sicher fahren möge. Gegenwärtig sollen die Vögte den Betreffenden eröffnen, daß sie bis St. Vercnentag nächsthin die Wasserstraße solchergestalt zu öffnen haben bei 20 Pfund Buße; künftig soll es bei gleicher Buße mit einer Frist von 14 Tagen nach dem Gebot von den Vögten befohlen worden, »t. Auf Sonntag nach dem hl. Pfingfttag haben dieselben Boten erkennt, der Vögte von Richensee, Meyenberg und Villmergcn wegen, welche etliche Steuern in diesen Aemtern noch nicht eingezogen haben, daß Rudolf Stüssi, setzt der Eidgenossen Vogt daselbst, bei seinem Eide den Untervögten bei 10 Pfund Buße gebieten soll, die noch ausstehenden Steuern, Gülten und Bußen unverzüglich einzuziehen. Hätte ein saumseliger Untervogt oder Weibel die 10 Pfund nicht zu geben, so soll er selben in Thurm legen. Der Eidgenossen Vogt mag fürderhin auf die Befolgung seiner Gebote in den Aemtern so hohe Bußen setzen, als ihn gut dünkt, und selbe im Ungehorsamsfall auch beziehen. Zu ». Abgedruckt in der ^.i-Kovia, Jahrgang 1860, Seite 57, 58. Der erste Bote von Glarus heißt da „Jos Schiefer", im Urbar der Grafschaft Baden, 30 heißt er „Jos Schiesscr", im Lucerncr Nathsbuch steht statt seiner: Jos Tschudi; von den Boten der Glarner fehlt bei dem Beschluß ck auch der zweite, Friedrich Schiudler. Bei dem Beschluß ck ist im Badcner- und im Frciämter-Urbar statt des Jost Schiesser als erster Bote von Glarus Jost Tschudi genannt. Der Beschluß «I ist auch abgedruckt bei Tschadi 11. 187. Das Stadtbuch 08 Zum 1427. Zürich IV. 73 Ii enthält zu diesem Tage noch folgende Notiz: „Vnno äomiiü n"eeoexxvl/ vff dem tag ze Baden, als gemeiner Eidgnosscn Kotten ze Pfingsten dasclbs in dem vorgmantcn Jar bi cnander sind gewesen, Hand sich dieselben Kotten einhellenklich geeinbert, das aller Eidgnossen Kotten, so dann jerlichs von Stetten vnd lendern vff den vorgenanten tag hinnanthin icmcr gcschikct werdcnt, dz die alle jerlichs vff den Cinstag ze nacht nach dem heiligen Pflngsttag ze Baden an der Herberg sin söllcnt, vmb dz alle fachen, so dann daselbs vßzerichtend sind, bester fnrderlich vstrag ncmcn mit dem minsten tosten. Potain ut »uzmv,". — ,,/Lnno mooooxxviij^ ist bis okgcnant Srlanntnisse von des tags wegen ze Baden, dz man vff den Cinstag in den Virtagcn daselbs ze nacht sin snllc, aber einhellig worden." — Die übrigen Verhandlungen, namentlich die Zahrrechnung, fehlen. K4T7, IT» December (Freitag vor Lncie). Staatsarchiv Bern: Bundbuch II. t3S. Schultheiß, Rath und Burger von Bern nehmen nach Ableben des Grafen Wilhelm von Arberg, Herrn zu Valendis, dessen Sohn, den Grafen Hans, mit feinen Landen und Leuten in der Stadt Bern Schirm und Burgrecht auf. lltznach. I4T8, I Aebruar (am achten Tag nach Unserer Frauen Lichtmeß.) Archiv Schwyz. Landrecht des Grafen Friedrich von Toggenburg mit dem Lande Schwyz auf seine Lebenszeit und für seine Erben fünf Jahre lang nach seinem Tod. Abgedruckt be! Tschudi, II. Igg. Basel. 14T8, R« Marz (Mittwoch vor Halbfaste»). Staatsarchiv Luccr». Hemmann von Ramstein, Ritter, Bürgermeister, und der Rath zu Bafel Urkunden: Da der 143 Mark Silber Vogtsteuer wegen, welche sechs Städte im Argau, kraft einer im Jahr 1315 gethanen Verpfändung Herzog Leopolds von Oesterreich an die Erben Heinrichs von Mülnheim, Bürgers zu Straßburg, alljährlich zu geben haben, sich Streit erhoben, so haben sie zu dessen Vermittlung beider Parteien bevollmächtigte Boten, auch Boten der beiden Städte Bern und Lucern, nach Basel entboten und aus der mit Zuzug des Bürgermeisters Hemmann von Ramstein gepflogenen Unterhandlung sei dann ein Vergleich hervorgegangen, zufolge dessen 1. die sechs Städte (Arau, Surfee, Waldshut, Sempach, Böfingen, Lenzburg) bis zur Ablösung alljährlich die schuldigen 143 Mark Silber, für jede Mark 0 Gulden 1 Ort rheinisch, bezahlen und nach Basel zu der Anfprecher Händen liefern sollen; 2. der .Zusammen- März 1428. 69 stoß und Schaden, welchen die sechs Slädle erlitten haben, gegen dasjenige wettgcschlagen werden soll, was eine Mark Silber bisher mehr als . Boten: Zürich. Stüssi und Cunrad Meyer. Bern. Franz von Scharnachthal. Schwyz. Ütz. Obwalden. Ammann Henzli. Nidwalden. Uli am Bül. Zug. Schüchzer. Glarus. Schicsser; Schübetbach, Vogt zu Muri. t». Der Appenzeller Sache. Zürich bringt vor: Da die Appenzeller der Eidgenossen Spruch nicht genug gethan, ungeachtet ihres eidlichen Versprechens, so wolle eS seine Hand von ihnen ziehen und ihnen weder Hülfe noch Vorschub leisten, mit andern Eidgenossen, dein Mehrtheil, ihnen schreiben, daß sie einS der gebotenen Rechte annehmen, doch will eS sie vor Bannen versorgen helfen. Bern räth, daß man mit Weisheit über die Sache sitze, damit nichts ärgeres daraus entstehe. Schwyz wie Zürich. Obwalden will noch einmal bei Appenzell den Weg der Bitte versuchen, hat nicht Gewalt, die Hand von ihnen zu ziehen. Nidwalden null ihnen nicht helfen, doch hat der Bote keine Vollmacht, die Hand von ihnen zu ziehen. Zug hat zu Letzterm Vollmacht, will aber der Mehrheit folgen. GlavuS hat nicht weiter Vollmacht, als nochmals zu schreiben oder Boten zu sende». Lucern: Räthe und Hundert haben diesfalls beschlossen: „Das wir die Appenzeller ermanen wellent vorhin, vnS gehorsam zesind, als si vnS gesworn Hand, der rechten eins Znzegande, so Znen gebotten sind, oder aber wir wollen vnser Hand In diser fach von Znen tun. Wölk aber daS den Eidgenossen nit gevellig sin, so wöllent wir eS den Appozellevn allein kunt tun vnd denn vnser Hand von Znen stechen in der fach vnd doch also, dz wir von der Herrschaft vnd ritterschaft versorget wevdent, daö wir von der Appozeller wegen weder in denn noch in acht kommt." Darauf haben gemeiner Eidgenossen Voten beschlossen, folgenden Vorschlag heimzubringen: Gemeine Eidgenossen möchten beförderlich eine Botschaft zu den Appenzellem schicken, ihnen ihre Bundbriefe und auch der Eidgenossen Spruchbriefe zwischen ihnen und dem Abt von St. Gallen vorlesen und sie bei den Eiden, die sie den Eidgenossen gethan, ermahnen, dem Spruchbrief genug zu thun oder aber von den angebotenen oder andern billigen Rechten eines einzugehen an den Stätten, wohin sie von den Eidgenossen gewiesen würden. Wollten sie der Mahnung nicht genug thun, so soll man ihnen lauter heraussagen, die Eidgenossen werden in der Sache ihre Hand von ihnen ziehen und ihnen weder hilflich noch berathen sein. Hätten auch die Boten nicht alle Vollmacht zu Letzterm erhalten, so soll doch in der Sache ein Tag gehalten werden auf Dienstag vor St. Zohann Baptist (22. Zum) zu Zug und die Boten dahin sollen Vollmacht erhalten, den Appenzellem einen Tag für Versammlung ihrer Gemeinde anzusetzen. I». Zn Betreff des von Reinach und deS Schultheißen von Bern soll auf dem Tag zu Zug verhandelt werden, e. Bezüglich des Anschlags gegen die Hussiten sollj jedermann unch Zug Antwort bringen, waS man dem Bischof von Augsburg antworten wolle. Zu Die Instruction Lncerns auf den Tag von Zug <1. !. Der Appenzeller wegen wie im obigen Votum. 7. In Betreff der Fürbitte der Eidgenossen für vier Knechte von Villmergcn erhält der Bote keine Vollmacht. I«»« AllH» R4T8, TT» Juui (Dienstag vor Johann Baptist). Die Acten fehlen. — Siehe den Abschied 105 und die Anmerkung zu demselben. Hicher scheint folgendes im Staatsarchiv Lnccrn, Abschiedeband 122 enthaltene, von späterer Hand mit der Jahrzahl 1450 bezeichnete Fragment zu gehören. Heimbringen, wie der Schultheiß von Bern und der von Reinach die Eidgenossen gebeten haben, diesem die Zinsen und Gülten wieder zu geben, welche sie von ihm inne haben. >>. Sobald die von Zürich den Eidgenossen Tag verkünden derer von Appenzell wegen, so soll derselbe geleistet und die Botschaft nach Appenzell gcthan werden, o. Man soll zu Lucern antworten, ob man nicht die beiden Vogtcien Muri und Motzenberg nur einem Vogt empfehlen und demselben von beiden Aemtcrn nicht mehr denn 30 Pfund zu Lohn geben wolle, ck. Heimbringen, wie der von Flachslanden geredet hat des Geleits zu Klingnau wegen. «. Die von Unterwaldcn sollen auf „ein ander Jar" einen Vogt nach Baden geben. 1- Der Abt von Wettingen klagt über das große Verderben seines Gotteshauses, bittet die Eidgenossen, ans irgend eine Weise ein Einschen zu thnn, damit der Krieg zwischen den zwei Aebten verglichen und das Gotteshaus vor gänzlichem Zerfall bewahrt werde. Das soll jeder Bote heimbringen, x. Die von Brcmgarten bitten um einige Hülfe und Beisteuer gemeiner Eidgenossen an ihr Brandnnglück. I». Die von Zürich haben an die Boten gebracht, sie haben ans Auftrag einiger Orte zu Basel beim Kaiser um die Richtungbricfe zwischen dem Kaiser und dem Herzog von Oesterreich geworben, worin begriffen stehe, daß was Lands oder Leute die Eidgenossen eingenommen, sie dabei bleiben sollen. Diese Briefe kosten . Auf demselben Tag soll man das Begehren des Hensli Andres berathen. Zu d vergleiche Segcsscr, Lucerner Rcchtsgeschichtc II. 36, Anmerkung 2. Lucern. R4T8, z. August (Dienstag nach Sanl Peter). Beschwörung der Bünde. — Siehe Abschied ios K. AK« Lucern. R4T8, RA. R^ctoder (gn»rw -mw uMi). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch IV. 134. Boten: Bern. Rudolf von Erlach. Zürich. Heinrich Uesikon; Matthias Trinkler. Uri. Beroldinger. Schwyz. Ammann Reding; Ütz. Obwalden. Müller. Nidwalden. Arnold am Stein. Zug. Hüsler. Glarus. Schiesser. 10 74 Oetober 1428. t». Diese Boten hoben Lucern vorgetragen, die schwäbischen Städte bewerben sich um ein Bündnis mit den Eidgenossen. Das soll Jedermann heimbringen und die Boten, die nach Appenzell reiten, sollen denen von St. Gallen sagen, waS iedeS Ort in Sachen thun wolle. I». Zürich und Schwyz haben die Eidgenossen gebeten, ihre Botschaft zu den Appenzeller» zu senden und sie zu weisen, daß sie gegenüber dem von Toggenburg gleiches billiges Recht annehmen nach Gutdünken der Eidgenossen. Bern erklärt, was eS in dieser Sache mit Votschaftscnden oder Andcrm Gutes thun könne, dazu sei eS bereit. Uri und Unterwalden wollen auch eine Botschaft schicken und die Sachen in Güte zu vertragen suchen, beim Eid gebieten wollen sie aber nichts. Der Bote von Zug erklärt, seine Herren haben schon geantwortet, ihm sei diesmal kein Auftrag gegeben. lHlaruS will sein Bestes thun, aber nicht mahnen. Lucern will Botschaft senden, in Güte sein Bestes thun, aber ohne Mahnung. Darauf haben Zürich und Schwyz die Eidgenossen ersucht, heimzubringen, daß man den Boten nach Appenzell Gewalt geben möchte, die Appenzeller bei ihren Eiden zu mahnen, falls sie freundlichem Zureden kein Gehör geben wollten, t. Auf Sonntag nach der eilftausend Zungfrauentag (24. October) sollen die Boten zu Appenzell sein, Freitags vorher sich zu Lichtensteg versammeln. Die Instruction von Zürich auf diesen Tag siehe im Stadtbuch III. 133. — Zu I« 14S8, Allerheiligentag. Mahnungsbrief Zürichs an Lncern und die andern Eidgenossen, den Appenzellem in ihrem Krieg gegen den Grafen Friedrich von Toggcnburg, Zürichs Burger, nicht beizustehen. Die Appenzeller nehmen Graf Friedrichs Leute zu Landleuten an und wollen dem Grafen darum nicht Recht stehen vor den Eidgenossen der VIII Orte, ungeachtet der Vcrgleichsversuche der Letztem und Zürichs. Ebenso wird angeführt, das; die Appenzeller dem ergangenen Schiedsprnch der Eidgenossen zwischen ihnen und dem Abt von St. Galleu ungeachtet dreimaliger Ermahnung nicht Folge leisten. Staatsarchiv Luccrn, Missive. Zürich. I 4T8, I z. ?tvven»her (Samstag nach Martini). Staatsarchiv Zürich! Stadtbuch IV. II. z. 3. Voten: Lueern. Heinrich von MooS. Uri. Kluser von Schächenthal. Unterwalden. Jost ZSner, Ammann ob dem Wald. Zug. HanS HüSler. GlaruS. Ammann Vogel. Diese bitten Zürich, die seinen Angehörigen gegebene Erlaubnis zum Zuzug zu dem Herrn von Toggenburg wider die Appenzeller zurückzuziehen und die Ausgezogenen heim zu mahnen. Dasselbe haben sie von Schwyz erlangt. Falls Zürich ihnen auch entspreche, so seien sie beauftragt, im Verein mit Zürich und Schwyz eine Vermittlung zwischen dem von Toggenburg und den Appenzeller,, zu versuchen. Zürich antwortet: Sofern sie Gewalt haben, im Entsprechungsfall die Appenzeller zur Annahme des vom Grafen gebotenen RechtS zu mahnen, so wolle eS freundliche Antwort geben. Die Eidgenossen erklärten, solche Gewalt hätten sie nicht, doch wollen sie einen „kurzen Tag" setzen nach Veggenried und inzwischen von ihren Herren solche Vollmacht zu erwerben trachten. Zürich: DaS sei ihm gefällig, die Eidgenossen möchten inzwischen von den Appenzeller,, einen vierzehntägigen Stillstand der Feindseligkeiten zu erwerben suchen, eS selbst wolle bei dem von Toggenburg dasselbe thun. Darauf wurde ein Tag nach November 1428. 75 Bezgenriet» gesetzt auf den nächsten Samstag (20. November). Nachdem dann die Burger abgetreten und Burgermeister lind Räthe noch allein anwesend waren, haben die Boten von llri und Unterwalden aus Auftrag ihrer Obern eröffnet: „Si werend also von den Iren gcscheiden, daz si vnS söltind sagen, wo wir si nit eretin, daz «vir die vnsern von vnserm Herrn voll Toggenburg manen wöltind, were denn, daz die von Appenzell von vnserm Herrn von Toggenburg oder von ieman anders geschadgot vnd vmbkert wurdint, dz wölti Inen leid sin vnd recht leid, daz söltind wir wissen zc." ARS Lucern. 14TS, 18. Januar (Dienstag »aa, Hilany. Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. It. 3. Ii. An diesem Tag fand eine Verathung gemeiner Eidgenossen zu Lucern statt über die Artikel, welche gemeine Reichsstädte in Betreff eines HülfebegehrenS der Stadt Straßburg gegen ihren Bischof und andere Fürsten und Herren gesendet hatten. — Die Acten fehlen. URS Baden. 14TN, 17. Ntai (m dm Pfingsten). Archiv Ära»! Urbar der Grafschaft Baden, l-t. 17. tt. lieber die Streitigkeiten zwischen den zwei Aemtern Rordorf und Hermanschwyl bezüglich der großen und kleinen Gerichte im Dorf Egenwyl haben der Eidgenossen Boten nach beider Theile Rede, Widerrede und Kundschaft erkennt, daS kleine Gericht oder der kleine Twing soll fortan in das Amt Hermanschwyl, der andere Twing und daS große Gericht soll in daS Amt Rordorf an den Stein zu Baden gehören. ?». Die Vogtleute zu Wettingen, die an daS „nider huß" gehören, meinten, die GotteS- hauSleute daselbst sollten, weil sie mit ihnen Wunn lind Weide genießen, auch mit ihnen in der von Alter her auf sie gesetzten Steuer von 18 Pfund begriffen sein. Dagegen sprachen jene, sie genießen des Gotteshauses Gut und Wunn und Weid, nicht ihr eigenes, und glauben deßhalb den Vogtlcuten nicht verbunden zu sein. Der Eidgenossen Boten verglichen die Parteien dahin, daß die Vogtleute allein steuerpflichtig seien, aber die GotteShauSleute bei jeder Steueranlage ihnen an die 13 Pfund „zu einer Schenke" 3 Pfund Iürcherpfenninge geben sollen. Andere Dienste, die auf daS Amt gelegt werden wegen Reisen, Beholzung und anderer Lasten, wozu daS Amt den Eidgenossen gebunden ist, sollen Vogtleute und GotteShauSleute und alle, die im Amt Wunn und Weide genießen, mit einander tragen nach Auflage der geschwornen Steuermeyer. 76 Mai 1429. «14 I4TU, 31. (am hinderst«! Tag des Manodö Megen). Stiftöarchiv St. Gallen. Felix Maneß, Altburgermeister, und Hans Brunner von .Zürich; Rudolf Hofmeister, Schultheis?, und Franz von Scharnachthal von Vorn; Petermann Goldfchmid und Jacob Menteler von Lucern; Hermann von Spiegelberg, Schultheiß, und Heinzmann Gruber von Solothurn; Heinrich Beroldinger, Ammann, und Ulrich Kluser von Uri; Ztal Reding, Altammann, und Werner Herlobing von Schwyz; Claus von Einwil, Altammann von Obwaldcn, und Hans Mettler, Ammann von Nidwalden; Jost Spilter, Ammann, und Jost Hüsler von Zug; Jost Tfchudi, Amman», und RudolfLandolt von Glavuö — auf Anrufen des Grafen Friedrich von Toggcnburg, eines Theils, und des Ammanns und gemeiner Landleute von Appenzell andern Theils von den genannten eidgenössischen Orten als Schiedboten bezeichnet — entscheiden, nachdem sie auf Tagen zu Rapperswyl am 29. Februar (Sonntag kominiseorv), zu Appenzell am 19. April (Sonntag stlisorioorclia) und abermals zu Rapperswyl am 17. April (Sonntag ckubilatv) vorher den Compromiß zwischen beiden Parteien zu Stande gebracht und darauf vergeblich die Minne gesucht, über die zwischen ihnen waltenden Streitigkeiten in Form Rechtens wie folgt: 1. Kein Theil soll dem andern von Todtschlag, Raub, Brand, Bann und Acht wegen zu etwas verpflichtet sein, da diese Stücke durch den Anlaßbrief ausdrücklich „ausgeschlossen und Hindan gesündert" worden sind. 2. Beide Theile klagen gegen einander wegen Friedbruch; da wird gesprochen, daß beide gegen einander den Frieden gebrochen, so daß von daher keiner dem andern etwas zu thun pflichtig fein soll. .'j. Auf die Klage des von Toggenburg, daß ihm die Appenzeller seine Angehörigen zu Landlcuten angenommen, wird erkannt, die Appenzeller sotten bei allen ihren Landleuten bleiben, die sie in den zwischen der Herrfchaft Oesterreich und den Eidgenossen gemachten Frieden mitgebracht und noch inne haben, da sie auch in jenem Frieden begriffen sind, ebenso bei denjenigen Landleuten, die sie angenommen nach dem Frieden, ehe die Herrschaft Rheineck in die Hand des Herrn von Toggenburg gekommen ist; doch sollen diese dem letztern Zins und Zehnten geben und den Gerichten gehorsam sein, in denen sie gesessen sind. Dagegen sollen die Appenzeller jene, welche sie zu Landleuten angenommen, seitdem die Herrschaft Rheineck zu Händen des Herrn von Toggenburg gekommen ist, ihrer Eide und des Landrechts entlassen. 4. Ebenso wie bezüglich des Herrn von Toggenburg soll dieser Artikel bezüglich seiner Diener gelten. 5. Zeder Theil soll wieder zum Genuß der ihm wahrend dem Krieg vorenthaltenen oder entzogenen Zinse, Zehnten, Nutzungen und Gülten kommen, sie seien versessen oder nicht, eigen, Pfand oder Lehen. 6. Ueber die Allmend- und Weidestreitigkeiten zwischen denen von Marbach und Rheineck und den Appenzellern soll ein aus den ältesten und ehrbarsten Nachbarn gebildetes Schiedgericht nach Augenschein und Verhör der Kundschaften entscheiden. 7. Bezüglich einiger Höfe, von denen der Herr von Toggenburg behauptet, daß sie an die Beste Rheineck gehören, soll die Appenzeller das Gewerd schützen, bis der Klager dieselben ihnen mit Recht abzieht in den Gerichten, wo sie gelegen sind. 8. Der Zehnten, welchen der von Toggenburg für die Beste Rheineck behauptet, wird der Kirche von Thal zugesprochen, doch so, daß der Gottesdienst daselbst daraus gehörig vollbracht werde. 9. Ein Weiher, welchen Rudolf von Rosenberg gegen- Mai 1429. 77 über denen von Appenzell, und eine Wiese, welche sie ihm gegenüber ansprechen, >ollen den gegenwärtigen Besitzern bleiben, bis vor zuständigen Gerichten ihre Besitztitel mit Recht abgesetzt werden. 10. Alle Gefangenen, die nicht vor dem Satz zu Fcldkirch d. st. Sonntag vor St. Tbomastag 1428 geschätzt oder gelöst worden sind, sollen ohne Entgelt freigegeben und ihre Bürgen der Bürgschaft entlasten werden, vorbehalten jedoch billige Atzungskosten. II. Wäre ein streitiger Punkt in diesem Schiedspruch vergessen worden, so soll es deshalb nicht zum Kriege kommen, sondern die Parteien sollen solchen wieder an die Entscheidung des eidgenössischen Schiedgerichts bringen. 12. Ebenso soll eö gehalten werden, wenn die Parteien um einen der in diesem Spruch enthaltenen Artikel irgendwie streitig würden. Iii. Beide Theile sollen um alle Stöße, Mißhetlungen und Ansprachen, welche bis zum Datum dieses Briefes unter ihnen gewaltet haben, verrichtet, gänzlich befriedet und einander gute Freunde sein, auch keine vergangene Sache gegen einander äfern und die zwischen ihnen gemachte Richtung getreulich halten u. s. w. Abgedruckt bei Zcllwegcr, Appenzeller Urkunden Iii. Nro. Zkl>. Am 28. Mai ssastato post oorxorls (Amisti) schreibt Luccrn an seine Boten zu Baden, Petcrinann Gold- schmid und Jacob Menteler, daß sie mit dm andern Boten Mahnbriefe an die Appenzeller fertigen sollen. Bezüglich der Ernennung eines Vogts nach Muri sollen sie berichten, ob es sich nur um einen Vogt nach Muri handle oder ob demselben auch Meycnbcrg, Richcnsce und Villmergcn übergeben werden. (Staatsarchiv Lnccrn, Missive.) RH 5 Lucer,». I4TS, RS. Iuui (viu Noäesch. Staatsarchiv Lnceru: Rathsbuch IV. II?. I4Z. Da auf diesem Tag der Eidgenossen Boten zu Lucern tagen sollen, so haben die Hundert daselbst den Räthen Gewalt gegeben, sie zu verantworten, da der König von den Eidgenossen eilten Zuzug gegen die Hussiten verlange und der Meinung sei, daß, damit der Zug nicht gehindert werde, Friede oder Richtung zwischen dem Abt von St. Gallen und der Ritterschaft einer- und den Appenzeller» andererseits gemacht werden möchte. RR« Luccrn. R4T9, « Juli (Mittwoch nach St. mn-h). Staatsarchiv Luccr»! Allgemeine Abschiede, .4. 34. ». An diesem Tage waren der Eidgenossen Boten von Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden mit denen von Lncern allda versammelt und haben sich alle vereinbaret, daß der Zollner zu Gestinen (Göschenen) nach altem Herkommen den Eidgenossen schwören soll „als von Alter Harkomen ist", es sollen wöchentlich vier „Ledinen" hinaufgehen, für den Zollner drei und für den Spital auf dem St. Gotthard eine. Der Zollner soll diese Ledinen jede Woche selbst zu Lucern oder zu Altdorf kaufen oder kaufen lassen, nicht aber eine zu der andern kommen lassen; denn thäte er das, so dürfte er in jener Woche nicht mehr kaufen. I». Zn Betreff der Wahl des Zollners wurde vereinbaret, Lucern und die drei Waldstätte sollen gemeinsam einen Zollner auö dem Lande Uri wählen, je nachdem unter ihnen das Mehr wird, 78 Juli 1429. und der Gewählte soll den vier Orten schwören, wie das von Alter herkommen ist. « . Auf Bitte derer von Uri haben die andern Orte den Zollner, den Uri jetzt gesetzt hat, mit Namen Rndi Tallikon, bis auf Widerruf bleiben lassen; doch joll weder er noch ein nochfolgender Zollner denen von Uri jährlich 20 Pfund Pfenninge geben, wie diese ihm es auferlegt haben. «I. Jenni Rüdger, „der jetzomal Hüter vnd gaumer ist ze Gestehen von Vre vnd darzu vsgenomcn vnd erwelt von der eidgenossen von Vre ernstlicher pette wegen", hat auf diesen Tag vor den Boten der obgcnannten Orte geschworen, „vnser land ze hüten vnd ze goumen vnd sin bests vnd wegst zetund vnd nit vber die vier ledi, noch keinevley lassen vbergan, dann vntz gan Vrsurren vnd als das von Alter herkomen ist." , . Urkunde über den Eid, den er geschworen hat. Seine Instruction lautet: „Von heute an bis auf nächsten hl. Kreuz Tag im May („wan dis also vnser vereinung ist") sott er 1. keine Ledi mit Korn, Habermehl oder Faßmiß n. s. w. über den Gotthard gehen lassen, ausgenommen die Ledinen, die erlaubt sind oder mit aller vier Orte besiegelten Briefen erlaubt werden. 2. Vorbehalten ist jedoch, daß er jede Person mit 2 Plappart werth ' äßiger Speise beladen hinüber passiven lassen mag, ausgenommen eS wäre Käse, Ziger, Schweinefleisch und Vieh, und vorausgesetzt, daß die betreffende Person das auf ihrem Leibe trage aus dem Land von Uri nach Eriels hinüber und anders nicht. 3. Dazu soll er kein äßiges Ding aus dein Land Uri weder führen noch tragen lassen in das Thal Ursern, es sei denn, die von Ursern geben zwei Männer dar, die schwören, dieses äßige Ding komme in ihr Thal und sie werden bei demselben Eid verhüten, daß es nicht wieder daraus komme, ausgenommen mit aller vier Orte besiegelter Erkanntniß. 4. Wer auch ein Sanmpferd über den Gotthard führen oder jenseits beladen will, der mag für jedes Pferd ein halb Viertel Haber, Urnermaß, aber und nicht mehr, von Uri oder Ursern aus mit sich führen. 5. Wer Reitpferde zum Verkauf über den Berg führt, der mag für jedes 2 Lucerner-Viertel Haber mit sich hinüberführen und nicht mehr. 0. Der Zollner soll kein äßiges Ding nach Curwalen hinüber lassen, bis die von Curwalen uns die Briefe vorweisen, die sie von uns zu haben behaupten. 7. Wollte Jemand etwas ohne Erlaubnis oder mehr als ihm erlaubt wäre über den Berg führen, so soll er ihn lind das Gut heften, bis er schwört, nicht mehr als das Erlaubte zu führen. Wenn ihn Jemand zwingen wollte oder zwänge, mehr durchzulassen, so soll er das bei seinem Eide den vier Orten allen anzeigen. S. An Jenni Rüdi'S Statt haben die vier Orte dann auf den folgenden hl. Kreuztag im Mai den Jacob von Gestellen zum Zollner gesetzt, der dann bei seinem Amtsantritt ebenfalls diese Instruction beschwören soll, wie sie jetzt Jenni beschworen hat. Dieser Abschied (bis ll.) findet sich auch im Luccrncr Rathsbuch I. 296, doch mit dem Unterschied, daß daselbst von Jenni Rndger oder Jenni Rudi keine Rede ist, sondern Rndi Tallikon den Eid schwört. Dann folgt ein Verzeichnis; der Zollner, die den Eid geschworen haben bis k466. KHV Cvttftanz. R4TN, T TZ. (Donstag vor Unserer Frauentag im Marz). Bibliothet von Mulinen. Ztal Reding und Ulrich Abyberg, Altammänner zu Schwyz, Ulrich Utz, Landammann daselbst, alle drei als Gemeinleute; Felix Maneß, Bürgermeister, Hans Wüest, Heinrich Gumpost, diese als Zugesetzte von Zürich; Zost Spiller, Mammann, Rudolf Staub, Johannes Hüsler, diese als Zugesetzte von Zug, entscheiden mit Vollmacht der Parteien freundlich und schiedrichterlich einen Streit zwischen Zug und Zürich über die hohen Gerichte zu Steinhausen, welche Zürich wegen dem Besitz des freien Amtes, Zug wegen der Gerichtsherrlichkeit zu Cham ansprachen, und ziehen eine Marchlinie zwischen der beidseitigen hohen Gerichtsbarkeit. Aus einem Abschriftenbuch, betitelt Bündnisse nnd Verträge. — Vergleiche Stadlin, Geschichte von Zug II. 184, 189. Das Original konnte in Zug nicht aufgefunden werden. Ltttern. I TT. (soonnäa anlo lwdmch. Staatsarchiv Lliccr«: Allgemeine Abschiede, 40. Die Boten von Zürich, Bern und Zug, mit anderer Eidgenossen Voten zu Lucern versammelt, schreiben unter dem Siegel Rudolfs von Ringoltingen Namens ihrer aller an Uri: Als die Erneuerung der Eide unter den Eidgenossen hätte statt finden sollen, habe Lucern ohne Angabe der Gründe den hiefür festgesetzten Tag abgesagt. Nun habe sich aber ergeben, daß Uri, wie auch Schwyz und Unter- walden, ihre Botschaft nach Gersau, Weggis und Vitznau senden wollen, um an diesen Orten die Eide einzunehmen, während Lucern behaupte, daß die letztern ihre Eide stets mit denen von Lucern und in ihrer Stadt erneuert haben und daß sie das auch gegenwärtig thun sollen. Deshalb bitten die Boten von Bern, Zürich und Zug, die drei Länder wollen die Leute von Weggis, Vitznau und Gersau mit und zu Lucern schwören lassen, wie von Alterher, damit die Erneuerung der Eide keinen Verzug erleide. Sollten sie dann ihren dießfälligen Anspruch an Lucern nicht aufgeben wollen, so mögen sie Lucern zu Recht fordern „da das billich ist". Es sei, in Erwartung, die drei Länder werden entsprechen, für die Eideserneuerung ein anderer Tag angesetzt worden auf (Donstag) nach Unseres Herrn Fronleichnamstag nächstkünftig. (22. Zum.) Das Wort „Donstag" ist gestrichen. — Ein Missiv von Zürich an Lucern <1. . Dem Geßlcr ist erlaubt, die 5 Mütt Kcrnengcld zu lösen auf einem Zehnten zu Meyenberg. Ilm die 5 Malter, die er auch zu lösen begehrt, soll der Bogt von Meyenberg Erkundigung einziehen, wie es damit eine Bewandtnis; habe. Ans dem Tag zu Lucern wird man dann entscheiden, ob man ihm die Lösung auch gestatten wolle. 84 Zum 1430. Des Wächters wegen auf dem Schloß zu Bade» gefiele einigen Boten, daß ein Bogt die Wache dergestalt besetzte, daß von den gemeinen Knechten jeder der Reihe nach eine Stacht Wache hielte; das schiene ihnen besser als die Anstellung eines ständigen Wächters. «I. In Betreff des Herzogs von Schiltach und Wilhelm Hnmbels von Stauffcn- berg soll man auf dem Tag zu Lnccrn antworten, v Ebenso der nachjagenden Acmter wegen. 1- Man sott die Briefe des von Ellerbach wegen suchen, um welche vormals die von Zürich gebeten haben, da auch die von Inlantz um Briefe bitten. 6- Gedenket an den Lütiöhofer und an Hans Schercr. Ii. Gedenket, was Anton Nuß des von Rnscgg und der Aemter wegen geredet hat. i. Heimbringen, daß Stüssi und Schübclbach jeder noch ein Jahr in den Acmtern Vogt sein soll und daß man dann für alle drei Acmter, wo gegenwärtig Stüssi, Schübelbach und Tachelshofer Vögte sind, des mindern Kostens wegen nur einen Vogt zu setzen vorhat. Ir. Auf Dienstag in den Psingstfciertagen soll man jedes Jahr zu Baden sein: Niemand soll fürdcrhin daran säumig sein. Man soll auch heimbringen, ob man, wenn nun nach Ablauf der zwei Jahre der Vogt zu Baden geändert werden soll, nicht lieber einen Vogt auf drei oder vier Jahre dahin setzen wolle. I- Auf dem Tag zu Lucern soll man auch der Münze wegen verhandeln. Man hat davon geredet, die Bcrncrplapparte für 13 Häller zu nehmen; einige aber, insbesondere Zürich, widersprechen und bemerken, die ihrigen, besonders die mit dem Kreuzlein, welche auch einen Schilling gelten, seien besser. Weiter soll man darauf halten, daß anderes Gut als Eigen und Erbe nicht mehr um Gulden gekauft oder verkauft werde und daß der Münzbrief beobachtet werde. »Ä«. Lucern. SR. Juni (gn-mta, »nw >i»b. voxt.) Staatsarchiv Lucer»! Rathsbuch IV. ISZ b. „Sind der Eidgnossen botten hie gesin, item der von Vre Kotten, ncmlich Antonie Gerung vnd Heini Arnolt; von Switz Vlrich Abyberg vnd Heini in der Grub; ob dem Wald Kiser; nid dem Wald Ammann Zelger, der jung; sink offenlich gichtig gesin in vnserm Rate, das sy denen von Weggis verboten haben, das sy ir eyde nit mit vns ermiwern sollend. Vnd ist der von .Zürich bot, nemlich Kibli, vnder ougen gesin vnd hant das gehört." In dem Manual über den Wcggiserhandel, welches diese Stelle auch wörtlich enthält, heißt es am Ende: „Der von Zürich bot, mit Namen der Trinklcr, vnd der von Zng bot, ncmlich der Kibli." Siehe Segesser, Lucerner Nechtsgeschichtc 1. 393. Dazu siehe einen Mahnbrief Lucerns an Zürich ll. ä. 1430 an Sant Johanns Abend des Töuffcrs zc Sungichten, worin Lnccrn Zürich mit Hinweisnng auf den Artikel des Zürcherbunds, „dz man icglich Statt, icglich land, icglich dorff :c." mahnt, ihm in diesem Conflict mit den Ländern berathcn und beholfen zu sein. (Staatsarchiv Lnccrn, Weggiscr-Acten.) — Ein Schreiben von Zng an Lnccrn ä. ä. 5. Juli (tsria. gnarta xo«b Däalrioi) erwähnt auch eines in dieser Sache „jüngst vorher" gehaltenen, resultatloscn Tages zu Schwyz. (Staatsarchiv Lucern, Missivc.) HSV Lnccrn. I !V. Aull (Sonntag nach St. Ulrich). Staatsarchiv Luccrn: Rathsbuch IV. 1SZ b. „Item vff Sunntag mich sa»t Vlrichstag NNIIV llvmini »lLeoexxx» haben wir Vilser Eide ermiwert mit vnsern Eidgnossen in dem Kilchhof ze der Capelle vnd haben da von allen vnsern Emptern botschaft Zuli 1430. 85 gehepl, von iegklichem Ampt ij oder iii erber man, denen het man zu dem ymbip erlich geschenkt mit namen die mal zem ymbis. So sink die von Malters, von Emmen, von Littow, von Buchre, von Rot, von Ebikon, von Horm, von Kriens vnd das ampt ze Habspurg, vsgenomen die von Greppen, dera kamen ein teil hinden nahin, ouch alle mit einander hie gesin vnd haut mit vns gesworn; denen ist im vuch zu dem ymbis erlich geschenkt mit win, iegklichen nachdem vnd ira vil wz. — Aich !>nt Batten hie gesin, nemlich von Zürich: Heinrich Ucsikon, Grevel, der inng; von Bern: der Kramer; von Vre: — von Switz: von Vnderwalden ob dem Wald: nid dem Walde: von Zug: der Schell. Disen botten ist erlich geschenkt worden vnd gab man Znen den ymbis vff der Herren stuben, als man von der capelle kam, vnd man die Eide srüntlich ernüwert vnd die pünd erlesen warent vnd gesworen haut. — Hicby sol man müssen, das man die von Weggis, von Gersow vnd von Ditzums gemant haut, dz sy Harkomen vnd die eyde hie in vnser statt mit vns ernüwevten, als sy von alter her getan hettint. Also hatten st sich geeinbert, daz sy woltent herab sin, do verbuttent es Znen die drü lender. Also kamen sy nit herab, dz sy swüren, darüber sich stoß Huben zwischen vns vnd den waltstetten; die stoß wurdent gelassen vff vnser Eidgnossen von Bern vnd Zürich, dz die söltent darüber sprechen. — Atem so haben wir vnser botten geschickt, ouch die Eide von den Eidgnossen zu nemen, nemlich gen Zürich Petcrman Goltsmit, gen Bern Antonien Russen, gen Zug Hans Hofstettcr, gen Vre Burkart Sidler, gen Switz Antonien Diener, gen Vnderwalden ob dem Wald Menteller, nid dem Wald Hans Has." RS8. Allttllt 1.43^, RR. (soounäa post, naUvitatis Nario). Staatsarchiv Luccr». Beredniß eines Compromisses zwischen den drei Landern Uri, Schwyz und Unterwalden einerseits und der Stadt Lucern andererseits auf ein Schiedgcricht von iederscits drei Zugesetzten und Rudolf Hofmeister, dem Schultheißen zu Bern als Obmann in dem Streite über die Eideserneuerung der Dörfer Weggis, Vitznau und Gersau. Dieses Compromiß wurde vermittelt durch die Voten von Zürich, Bern und Zug. Die zu Recht gesetzten Fragen waren: 1. ob die drei Lander sollen Kläger (Secher) sein; 3. wo die von Weggis, Vitznau und Gersau ihre Eide fortan erneuern sollen; 3. ob Lucern die genannten drei Dörfer mehr zu mahnen habe, als die drei Länder dieselben zu mahnen haben. UnbestegelteS Conccpt auf Papicr. Ein zweites Concept, betitelt „Beredniß der dryer Artikel zwüschcn Luccrn vnd Weggis n. s. w." ohne Datum, aber offenbar Verhandlungen desselben Vcrmittlnngstages enthaltend, nennt als Boten: von Zürich Erhard Dyc; von Bern Niclaus von Scharnachthal, Ritter, Caspar vom Stein, Ludwig Hetzcl; von Solothurn Ulrich Byso, Schultheiß, und den Stadtschreibcr; von Schaffhausen den Stadtschrciber; von Zug Heinrich Schmid, Altammann. — In dem nuten folgenden Briefe Rudolf Hofmeisters ä. ä. 1431, torkia, xost Uoiniuisoorö, wird obigeö Beredniß genannt „die Nottel, die dozemal ze Luccrn darnmb geben wurdent." — In einem Schreiben Berns an Luccrn ä. ä. 1430, Lab dato posk kostum assumptiorüs Nario, meldet elfteres: Da zwischen Lucern und den drei Ländern sich Streit erhoben der Eide wegen, welche die von Weggis, Vitznau vnd Gersan „getan haut vnd villicht an andern enden tun sollend", so habe es, Bern, beiden Parteien und andern Eidgenossen zu einem Vermittlungsversuch Tag gesetzt nach Lucern auf Unserer Lieben Frauen Tag zu Herbst (8. September). Staatsarchiv Luccrn, Missivc. 8l> September 1430. tÄ» Zürich. R4SÜ, TS. Depteinber (Montag vor Michaelis). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. I!. II. Item von des alten bundz wegen, den vnser eidgnossen von Vre, Switz, Vnderwalden vnd wir habend mit den von Glarus, ist dik vnd vil an die von Glarus durch vnser aller botten vnd geschrift geuordret, das si den selben bund ernüwrind mit eiden. Das habend si vns aber verzogen vnd sich des etwie lang gespert. Jedoch zulest habend sts vnsern eidgnossen geantwurt: Sy wellind den bund gern sweren also, das .vir Inen denn ouch widerumb swerind. Das habend nun vnser Eidgnossen durch Zr botten gar ernstlich vnd trefflich an vns bracht vnd gebetten, sy syend des einhcll, das sy den von Glarus denselben bund sweren wellend durch das sy Inen ouch den hinwiderumb swerind; das wir nun mit Inen in der selben fach ziehind vnd den von Glarus ouch swerind, das wellind sy vmb vim in allen vnd ieglichen fachen gütlich beschulden vnd verdienen. Nun haben wir denselben alten bundbrieff für vns genomcn, den eigenlich verhört vnd syend des einhellig, das wir den von GlaruS ouch den bund sweren wellend durch vnser eidgnossen willen, doch das wir sy bitten sollend, das sy vns zil gebind vntzit das wir nun ze wihennechten vnsern brieff swerend, den wellen wir Inen ouch gern sweren. Actum vff mentag vor Michahelis anno »l".co(:cv.xxx"." Lncern. I 4AÜ, Tk. Septen»licr (Dienstag vor St. Michaelstag). Staatsarchiv L»c«rn: Missive. Bern setzt mit Schreiben vom 10. September ssvria lvrlia ante stlalllloi) gemeinen Eidgenossen einen Tag nach Lucern auf Dienstag vor St. Michaelstag (20. September), um über ein Schreiben deS Römischen Königs zu berathschlagen, welches betreffe, „der heiligen Criftenheit, siner Maiestat vnd dem heiligen Römischen Rich wider die verdampneten hilfflich zesind vnd acht tag nach St. Michelstag in - einer Statt, genant Kam, zesind mit üwer vnd anderer üwer vnd vnser Eitgnossen reisigen gezüge :c.» Zttrich Stadtbnch IV. II. 10 l>, „Itcm als vnscr Herr der Nömsch kimg vmb hilff gcmant hat vns vnd ander eidgnossen, das wir acht tag nach Sant Michelstag zu Kam in Pcycrn sin sollend, ist sin bricf, vns gcsant, gelesen vor den burgern vnd ist darnff crkent, als vnscr guten sriind vnd lieben Eidgnossen von Bern gemeinen Eidgnossen tag darumb vcrkünt Hand gen Lntzern vss Zinstag vor Michahelis, das wir vnser crbcrn Kotten darschickcn sollend, die gcwalt habend ze redcnt: Ist das gemein eidgnossen Jr hilff dar schicken wellend oder der mcrtcil vnser eidgnossen dar schicken Jr hilfs, so wellend ouch wir, der Criftenheit zu crast, vnser crber hilfs dar senden nach vnserm vcrnmgen, vnd also ist die fach verlassen. Actum vff mentag vor Michahelis anno ,.°oooo«xxx°. — Boten discr fach 'Johanns Sweud, der elter, Johanns Grcbcl." October 1439. 87 RSR Lucern. I 4ZV, 17 L>ctvl»er (Dienstag nach Galtt). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. I!. 1?. ». Verhandlung über die Münze. I». Verathuug über die Aufforderung des Römischen Königs zur Theilnahme an dem Reichstag zu Nürnberg an St. Catharinentag, der Hussiten wegen. Zu n. „Item vff Sampstag nchst vor sant Gallentag anno äomlnl m.»vo(!o.»xxx» ist für die Burger komm von der Müntz wegen, die wir mit vnsern eidgnossen gemacht haltend vnd dar Ingangen warcnd, xxx schilling für einen gnldin zc gebend vnd ze nemend, dieselb Müntz aber nit gehalten ist; darumb wir vnser Eydgnossen dik vnd vil gcmant habend vnd zulest, das sy dem Müntzbrief nachgicngind, die Müntz hieltind oder aber vns vnser Jnsigel wider- gebind. Also ist dcrsclb manbrieff vor den bürgern verlesen vnd och der müntzbrieff. Daruff sind och die Kotten verhört, so vff dem tag ze Lucern gewesen sind, da ist ein ander tag gesetzt vff Zinstag nach Galli, vnd habend vnser eidgnossen heim bracht an Jr gemeinden, ob man ein gnldin anschlahcn welle für xxx schilling nach sag des müntzbrieffs oder für xxxij schilling oder für xxvj plappart, gcbürt 32^/2 schilling. Vnd also ist nach aller gelegenheit vnser gantz Meinung, das wir vnser botschaft vff den genanten tag senden wellend, der empfclhcn, das vnser Meinung sig, wir wcllind bi der Müntz bliben imnaß, als die angeschlagen ist, vnd vnser eidgnossen bitten, das sy solichs Jngangind mit vns, das fürbas besorgind, das die Müntz gehalten werd; wer aber jcman gevellig, das man alle müntzen versucht!, gold vnd ander müntzen, vnd jeglichs anschlüg nach sincm werd, des sol vnser bott vollen gcwalt haben; wird aber ützit anders fürgenomcn vnd von den eidgnossen bcslossen, das sol vnser bot wider an vns bringen, daruff wellen wir vns denn bedenken." — Zu I>. Die Instruction Zürichs siehe ebendaselbst. Bote nach Luccrn war Hans Stuky. Der Tag war schon durch Schreiben vom 9. October (St. Dionysicntag) von Zürich den Eidgenossen gesetzt, da das Begehren des Römischen Königs sehr ernsthaft sei und die hl. Christenheit und den christlichen Glauben berühre. (Sta ats- archiv Luccrn, Missivc.) —Mittwoch vor Simonis und Jude (25. October) beschließen die Nnthe und Burger zu Zürich auf den Bericht des ab dem Tag zu Lucern zurückgekehrten Gesandten: Da die Eidgenossen mit der Sendung nach Nürnberg keine Kosten haben wollen, so wolle man in eigenen Kosten eine Botschaft dahin schicken, „die vns gen sinen gnaden vcrsprcch nach notturft vnd an In wcrb fachen, die vnser gemeinen Statt notturftig sind." (Stadtbuch IV. IZ. 13.) R43I (wahrscheinlich im Februar). Archiv Uri. Der Eidgenossen Boten von .Zürich, Schwyz und .Zug vermitteln unter Zustimmung Uri's einen Streit zwischen Caspar von Sax von Misop und dem Herzog von Mailand. „Ich, Caspar von Sachs, frey, Erborn von Misog, thun künt allen dien, die discn brief sechen, ^ lcscnt oder hörcnt lesen, als von der stös, spenc vnd mishcllnng wegen, so ich hau gehebt mit ^ dem dnrchlüchtigcn fürsten, Herzogen vnd Herren von Mcilant vnd den sinen, vndcr die fach ^ aber sich die erbcrn wisen der eignoscn Kotten, nämlich ynnkher Vlrich von Lomos, bnrger ^ Zürich, Jtcl Ncding, alt aman von Switz, Hans Koli, altaman von Zug, früntlich vnd ernstlich ^ gearbeit haut vnd die fach in ein früntlich Achtung bracht. Die selb richtnng nit mocht j 88 Februar 1431. fürgang han vnd besorget werden mit briefen tmd Carten, als denn dz berett vnd billich vnd ^ nottnrftig wz, an allein min besunder guten frünt vnd getrüwen lcmtlüt, den aman vnd die lant- ^ lüt von Vre, geben och des Carten vnd brief, dz die richtnng ir will werc, vnd liessen sich ouch ^ darin schriben, als dz denne die selben instrmnentcn Wisent vnd sagent, die dardurch gemacht ^ sint. Also han ich sy früntlich vnd ernstlich erbettcn mit ganzein flis, dz sy mich der bett geerct ^ hant vnd sich also lassen inschriben vnd die fach vfgenomcn vnd ingangcn, als denne die briefe Wisent s in hant, die darvm geben sint. Derselben früntschaft vnd liebi vnd dz durch miner bett will- j en hant getan, wie es Inen vbel ze willen stund, ich billich in aller früntschaft niemer ge- j gen inen vergessen sol noch wil, ob gott wil, vnd han Harum ze einem waren offnen vrknnt vnd ze j Verzicht discr bett vnd fach, so han ich, der obgenant Caspar von Sachs, min eigen insigcl offenlich ^ gehenkt an disen brief, der geben ist an dem sibenden tag des Manotz Mertzen in dem iar, do j nmn zalt von Cristns gcbnrt thusing fierhnndert drissig vnd ein iar." Pcrgamcntcnc Urkunde mit uiihtingendcm Siegel. »»» Lucern. I, SS. Februar (Donstag vor St. Matthias). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. It. 15 I». Tag der Eidgenossen, von Zürich angesetzt, um über das Hülfebegehren des Römischen Königs zu seinem Römerzug zu rathschlagen. Die Instruction Zürichs und dessen entsprechende Antwort an den König siehe ebendaselbst. Rick ZllH. R4AI, St» Februar (Montag nach Ronünisvoro). Staatsarchiv Luecr». Auf diesen Tag hatte Rudolf Hofmeister, als Obmann in dem Streit zwischen den drei Ländern und Lueern in Betreff der EideSevncnerung von Weggis, Vitznau und Gersau, die Parteien nach Zug berufen, um „sich zu veranlassen", ihre Schiedleute zuzusetzen und sich zum Rechte zu verbinden, nach Ausweis der zu Lucern gemachten „Nottel". Die Boten von Lueern hatten Vollmacht, sich auf die drei dort verabredeten Rechtsfragen einzulassen, die Boten der drei Länder dagegen erklärten, sie hätten die Sache nur in dem Sinne verstanden lind an ihre Gemeinden gebracht, daß „die fach vff mich (den Obmann) vertedinget worden sy als vmb das Erste stuk, also das beid teil ze dem ersten stuk setzen füllen, vnd wer da fintlich, das sy füllen secher sin, so stillen sy vmb die übrigen zwey stuk antwurten vnd füllen die also ouch vff mir bliben. Funde sich aber, das sy nit secher werint, so söltent sy mit den Zwey stuken nütz ze schaffen haben, wont das darüber beschechen sölt, das recht were nach Zr geswornen briefen sag." Weiter gehe ihre Vollmacht nicht. Da begehrten die Boten von Lucern, weil sie der Tagesansetzung gehorsam gewesen, die Länder aber nicht, so soll der Obmann erklären, sie haben ihre Sache „bezogen". Derselbe nahm sich aber Bedenkzeit und setzte einen Tag nach Zürich auf Freitag nach Mittefasten (16. März). Februar 1431. 89 Urkunde Rudolf Hofmeisters ä. ä. Zug, tsria tsrtla xost ckowinioam ksminisesrs anno äomin! mooooxxx xrimo. — Missiv Rudolf Hofmeisters ä. ct. (lraotina .Vntoni! (18. Januar), wodurch er als Obmann in gedachtem Streite den Tag nach Zng auf Usminisosro, den zweiten Sonntag in der Fasten ansetzt. (Beide im Staatsarchiv Lucern.) R»5 Rapperswyl. 14Z1, 17. März (Samstag vor Judica). Staatsarchiv Lucern: Missive. Durch Schreiben vom 11. März (llominica Imturv) hatte Bern die von Lucern nnd andere Eidgenossen auf diesen Tag eingeladen zur Theilnahme an der Vermittlung, welche Zürich und Schwyz daselbst zwischen dem Grafen Friedrich von Toggenburg, ihrem Burger lind Landmann, und Zunker Wolfharden von Brandis, Berns Burger, wegen etwas eingetretener Unfreundschaft versuchen wollten. — Die Acten fehlen. RS« 1451, 17. Mtärz (Samstag vor den, Sonntag Jndica). Staatsarchiv Bern. Schultheiß, Räthe, Hundert und Burger gemeinlich der Stadt Lucern auf der einen, Ammann und Landleute zu Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Wald auf der andern Seite, setzen in Folge Vermittlung ihrer Eidgenossen von Zürich, Bern und Zug ihren Streit wegen der Eides- und Bundeserneuerung der Dörfer WeggiS, Gersau und Vitznau auf Rudolf Hofmeister, Schultheißen zu Bern, als auf einen rechten Obmann mit einem gleichen Zusatz. Zu ihm setzen die von Lucern den Schultheißen Ulrich von Hertenstein und die Räthe Petermann Goldschmid und Zacob Menteler, die drei Länder Heinrich Schreiber, Altammann zu Uri, Hans Rimberg, Ammann zu Schwyz, und Hans Müller, Landmann zu Unterwalden. Die drei Fragen, über welche das Schiedgericht nach Recht sprechen sollte, waren folgende: I. Ob — da die drei Länder behaupten, sie haben keinen Streit mit Lucern und letzteres soll, wenn es mit den drei Dörfern Streit habe, dieselben an den Enden suchen, wo es billig nach der Bundbriefe Sage zu geschehen habe — die drei Länder Sächer seien? 2. Wo die von Weggis, Vitznau und Gersau fortan ihre Bünde und Eide erneuern sollen? 3. Ob Lucern die drei Dörfer mehr zu mahnen habe, als dieß den drei Ländern zustehe? Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln der vier Waldstatte. Dazu Urkunde von gleichem Datum im Archiv Schwyz Nro. 336 (abgedruckt im Geschlchtsfreund IX. 226) womit die Ammänner und Kirchgenossen von Weggis und Gersau erklären, daß dasjenige, was die drei Länder Uri, Schwyz und Unterwalden in ihrem, der zwei Kirchgenosseuschaftcn, Streit mit Lucern wegen der Eideseruenernug und der Mahnung gcthan und geworben haben, mit ihrem Wissen und Willen geschehen sei. 12 90 M.ii 1431. RSV T4AI, Ntai (an dem nechstcn Montag nach des hl. Criitz tag, als es funden ward). Staatsarchiv Luccr»! Urkunde. Rudolf Hofmeister, Edelknecht, Schultheis zu Bern, urkundet: Nachdem über die Streitigkeiten zwischen Lucern lind den drei Ländern ivegen der Eideserneuerung der Dörfer Weggis, Vitznau und Gersau und wegen dem Recht der Mahnung gegenüber denselben, beide Parteien auf ihn als Obmann, und die festen und weisen Ulrich von Hcrtenstein, Schultheiß, Petermann Goldschmid und Zacob Menteler, Burger und des Raths zu Lucern, Hans Kempf, Landfchreiber zu Uri, Hans Abyberg, Ammann zu Schwyz, und Hans Müller, Landmann zu Unterwalden als geschworne Schiedleute, mit versiegeltem Anlaßbriefe zu Recht gekommen,, haben über die Frage, ob die drei Länder in diesem Streite wegen ihres an die drei Dörfer erlassenen Verbots Sächer sein sollen, die Schiedleute sich mit Mehrheit bejahend ausgesprochen. In Betreff der beiden andern Fragen aber, ob die drei Dörfer bei Eideserneuerungen gemeiner Eidgnossen mit denen von Lucern und in ihrer Stadt schwören sollen, und ob Lucern dieselben kraft seines Kaufbriefs der hohen und Niedern Gerichte zu Weggis und Vitznau zc. mehr zu mahnen habe, als die drei Länder, haben sich die Schiedrichter gleich getheilt. Als Obmann habe er darauf folgendermaßen entschieden : I. Bezüglich der Eideserneuerung: Weil der von Lucern aufgelegte alte Spruchbrief sage, die drei Dörfer sollen ihre Eide da erneuern, wo sie es bisher meistens gethan haben, und da Lucern diesfalls genügende Kundschaften an's Recht gebracht habe, so sollen Weggis und Vitznau fürderhin die Eide nirgend anderswo als zu Lucern und mit denen von Lucern erneuern, doch so, daß sie denen von Lucern sowohl als den drei Ländern schwören, wie sie in den Bund gekommen sind. 2. 2n Betreff der Mahnung: Lucern habe die zwei Dörfer Weggis und Vitznau nach Maßgabe des Kaufbriefs und anderer Briefe zu mahnen, mit ihm zu reisen, wann es ihrer bedürfe, ob die Länder im Felde liegen oder nicht. Bedürfen aber die Lucerner derer von Weggis und Vitznau nicht, so mögen die drei Länder sie mahnen, ihnen zuzuziehen. 3. In Betreff Gersau's: Da Lucern zu Gersau weder Gericht, Twing, Bann, noch irgend andere Rcchtsame besitze, ausgenommen was der Bundbrief Lucern und den drei Ländern in gleicher Weise zugiebt, auch der Beweis geleistet sei, daß die von Gersau, mit Ausnahme eines einzigen Falles, immer die Eide zu Gersau und nicht zu Lucern erneuert haben, so sollen die von Gersau und ihre Zugehörigen nicht gebunden sein, da ihre Eide zu erneuern. Auch bezüglich der Mahnung soll Lucern an Gersau nicht mehr Recht haben als die drei Länder. Wenn die vier Orte Lucern, Uri, Schwyz und Unterwalden gemeinsam zu Felde ziehen, so soll Gersau mit dem Orte reisen, welches die erste Mahnung thut. Zieht ein Ort allein aus oder bedürfen die andern derer von Gersau nicht, so soll letzteres der Mahnung desjenigen folgen, welches seiner bedarf. Dicscr Tag wurde wahrscheinlich in Zürich gehalten; der Obmann hatte einen Tag ans den zweiten Freitag nach Ostern nach Zürich gesetzt; am 12. April rief er, zu Bern eingefallener Rathsgcschäfte wegen, denselben wieder ab und verlegte ihn ans dm vierten Montag nach Ostern. (Missiv im Staatsarchiv Luccrn ä. cl. 1431, tsrla. guinta xost üoininioam tzna.8imocloKöni<:i.) Mai 14Z1. 91 RS8 Baden» I4ZI, TV, Mai (auf Pfingsten). Die Acten fehlen. — Ucbcr einen Verhandlnngsgegcnstand gicbt das Lncerner Nathslmch IV. 164, 1431, kseuncln xost Lni'tlcolomWi (27. August) Ausschluss. Zürich fordert den Antheil Luccrns an die Kosten der Sendung des Meist und Uesikon ans dm Reichstag nach Nürnberg (s. o. Abschied 5. 22. 83. 131.), welche 200 Gulden betragen, und an die Kosten von Stüssi's Sendung nach Mailand 53 Gulden. Daran haben die Zürcher von allen Eidgenossen zu Baden erhalten 68 Gulden; sie fordern noch von jedem Ort 32 Gulden. Bezüglich der Sendung zum König habe Lucern seinen Antheil versprochen, aber um die Kosten der Sendung nach Lamparten erinnere es sich nicht, etwas versprochen zu haben. Dazu, heistt es dann ferner, wollten wir und die von Ilri und Nidwalden nicht bei der ersten Richtung bleiben, auch unsere Botschaft nicht dahin thun, sondern machten eine andere Richtung; man gebe also an diese Kosten nichts. Für die Sendung nach Nürnberg hat Luccrn 24 rheinische Gulden bezahlt. — lieber einen zweiten Gegenstand s. das Stadtbnch von Zürich IV.: Donstag vor Pfingsten (17. Mai) beschliesten Bürgermeister, Ruthe und Zweihundert zu Zürich, dem Marschall von Pappenheim, Boten des römischen Königs, zuzusagen, ihr Panuer mit 500 Mann dem König zu seinem KricgSzug bis Mailand mitzugeben gegen Sicherhcitsbricfe der Herren von Mailand und Savoyen. Diese Antwort soll den Eidgenossen auf dem Tag zu Baden eröffnet werden. Vgl. ebenda 33 Ii. 1431, Montag vor Lcmporis Lbristi (28. Mai). Lucern. R4SR, T8. August. Staatsarchiv Lncern. Auf diesen Tag hatte Lucevn die Eidgenossen einberufen, um zu berathen, was bezüglich der Lebens- mitteltheurung zu thun fei, welche man von den Ankäufen der Baslcr für das dort bevorstehende Con- cilium befürchtete. — Die Acten dieses Tages fehlen. Am 13 August (Montag vor Unserer Lieben Frauen Tag) schrieb Zürich an Lncern: „Vnser willig :c. Als Jr vns ietz geschriben vnd ze wissen getan Hand, wie üch fürkomen she, dz sich ein Consilio ze Basel erheben Welle vnd dz die von Basel allerley Gütz in dem land vffkouffcn, vnd dz ze cntsitzen sye, dz davon vffschlag vnd türmen gemeinem land kemen, vnd daruf an vns begert Hand, ob vns bedüchte, dz wir dann üch vnd andern vnsern cidgnossen ein tag verkünden, vns alle vmb sölichs mit ein andern ze vndcrreden vnd ze besprechen, ob darin ützit ze verkamen were, haben wir vermerkt, vnd won üch vmb sölichs wissender denn vns ist, beuelhen wir üch die fachen, vnd wohin Jr vns vnd andern vnsern cidgnossen darumb tag setzent, die wellen wir durch vnser erber botschaft suchen :c. ?c. (Missiv im Staatsarchiv Lucern.) — Am 27. August (ssounclu xost IZartliolomWi) gleichen Jahres entschuldigen sich Schultheiß und Rath zu Solothurn, dast sie wegen Rathsgeschästen den für Dienstag darauf (23. August) nach Lucern in Betreff dieser Sache berufenen Tag nicht beschicken können, und bitten um Mitthcilnng des Abschieds. — 1431, Samstag vor St. Gallentag (13. October) gebietet König Sigmund ans Feldkirch den Eidgenossen (unter denen auch Freiburg und solothurn genannt werden), die Strassen so zu freien, dast alle, die sich auf das Concilium zu Basel begeben, auch Kauflcute u. s. w., frei und sicher wandeln können. (Staatsarchiv Luccrn.) 92 Oktober 1431. R4ZI, I L. October (St. Gaümwg). Archiv Ära». Bürgermeister, Räthe und Burger der Stadt Zürich, Schultheiß, Räthe und Burger der Stadt Lucern, Ammann und gemeine Landleute der Lander Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Ammann, Rathe und Gemeinde von Stadt und Amt Zug, Ammann und Landleute von Glarus Urkunden, daß sie, in Ansehung der Bitte des Abts Georg von Muri, aus besonderer Freundschaft zu diesem Gotteshaus, Gott zu Lob und Sanct Martin zu Ehren „vnd daß wir bester fürderlicher behüt vnd beschirmt werden by landen vnd lüten", zur Zeit, als das Land (Argau) in ihre Hand gekommen, Abt und Consent des Gotteshauses Muri und ihre Nachkommen in besondern Schirm genommen haben. Dazu haben sie gelobt und versprochen für sich und alle ihre Nachkommen, den genannten Abt, sein Consent und Gotteshaus bei allen ihren Freiheiten, Privilegien, Gnaden, Briefen, Rechten, allen guten Gewohnheiten und Herkommenheiten bleiben zu lassen, wie sie die erhalten und hergebracht hatten von Päpsten, römischen Kaisern, Königen und der Herrschaft Oesterreich, sie in ihrem Besitz, den sie in der Eidgenossen Gebiet haben oder künftig erwerben, besonders der neulich erworbenen Kirche zu Villmergen, zu handhaben und gegen alle Anfechtungen zu schützen, — „wann wir sonderlich begirt vnd neigung daruff haben, daß alle Gotzhüser, vnder vns gelegen, an Gut, Eren vnd Wirden vnd aller Geistlichkeit vfgangint vnd sunderlich zunemend." Abgedruckt !n der Schrift: „Die Argauischen Klöster und ihre Ankläger". tStl. Beilage V. I4t ZllH» R43R (im Octobcr). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch lV. !!. 35 l». Die Actcn fehlen. — Bürgermeister, Rath und Zweihundert von Zürich vernehmen Samstags vor St. Gallcntag (13. October) den Bericht ihrer Gesandten zum König nach Fcldtirch (Rudolf Stufst, Bürgermeister, und Ulrich von Lommis), wonach der König von den Eidgenossen Hülfe gegen Venedig verlangt, und beschließen, den Stüssi und Jacob von Cham nach Zug zu senden und den Eidgenossen, die daselbst versammelt seien, zu empfehlen, die verlangte Hülfe zu leisten. Wollten sie es nicht thnn, so werde Zürich sich nach seiner Stadt Nutzen und Ehre verantworten. Dazu folgende Briefe König Sigmunds: 1. Augsburg, 6. September (Donstag vor Unserer Lieben Frauen KativitatR : Er werde innert acht bis zehn Tagen in Feldkirch sein; die Eidgenossen sollen ihre Boten dahin senden, um mit ihm des Kriegs gegen Lampartcn wegen zu reden. (Des ungarischen Regierungsjahrs im xlv, des römischen im xxj, des böhmischen im xij Jahre. tLll manäatum äomini koAis Caspar Sligk.) 2. Lindau, 17. September (Montag nach des hl. Kreuzes Tag Lxaltationis). An Lucern: Er werde Morgens sich nach Fcldtirch verfügen und erwarte da ihre oder der Eidgenossen Gesandte. (Des ungarischen im xlv, dcS römischen im xxj, des böhmischen im xij Jahr, manÄawm äomini rvZR Caspar Sligk.) October 1431. 93 3. Feldkirch, 27. October(Simon-und Judas Abend). AnLucern: Er verlange von den Eidgnvssen 2000Mann auf drei Monate nach Italien, diese sollen auf St. Martinstag zu Eleven sein. 4. Feldkirch, 28. October (Simon- und Judastag). König Sigmund sendet an die Bürgermeister und Näthc der Städte Zürich, Bern, Luccrn und Solothurn und die Ammänner und Landleute zn Schwyz, Zug, Glarus, Unterwaldcn und Surscc und andere ihre Eidgenossen den edcln Ludwig vom Rossel, Grafen zu St. Ursi, um die Antwort auf Begehren, welche er vorher an sie gestellt, auf St. Martinstag zu Lucern in Empfang zu nehmen, und empfiehlt ihnen, demselben, als seinem Boten, vollen Glauben zu schenken. „Gegeben zn Feldkirch nach Cristi gebnrt xiiist Jar vnd im xxxs Jar, an sandt SymonS vnd Jude tag, vnscr Riche des Hnngcrischen im xlv, dcS Römischen im xxij vnd des Behemschen im xis Jaren. tick rnauclatum clomiui Ilegi» tüasxar LliKll." Sämmtlich besiegelte Origiiicilbrlefe auf Papier im Staatsarchiv Luccrn, Acten : Deutsches Reich. Dahin gehört wahrscheinlich auch: 1431, 26. October. ll'usaglli. llliüspsm» Naria tLuzlus, clux Mocliolani eto., schickt den Ikiou^sius <1o ^löato als seinen Gesandten nach Lucern. Lateinisches Creditiv im Staatsarchiv Luccrn. AAS Zürich. R4AK, Zi. November (Montag nach Allerheiligen). Staatsarchiv Luccr» : Missive, Johannes Trinkler, Burgermeister von Zürich, setzt mit Schreiben vom 23. October (Dienstag vor Simonis und 2uda), als Obmann in einem Streite zwischen Zug und Ulrich von Hertenstein, Schultheiß zu Lucern, über das Fahr zu BuchenaS, den beiden Orten Lucern und Zug nach Vorschrift der Bundesbriefe diesen Tag. — Die Acten des Tages fehlen. tck» Zürich. R42T, T8, Anittmr (Montag vor Lichtmeß). Staatsarchiv Luccrn : Allgcmciuc Abschicke, 4. 4L. » Herr Hermann Geßler verlangt im Namen des Herzogs von Oesterreich die Briefe und Rödel, welche bei der Eroberung von Baden daselbst gefunden worden sind, und worüber auch der König den Eidgenossen geschrieben hat. Dem genannten Herrn Hermann Geßler ist darauf von allen Boten einhellig geantwortet: — „Ist fach, dz vnS die Herschafft von Oesterrich brieff gitt, dar Inn sy sich verschribt für sich, Zr erben vnd für dz huS von Oesterrich, dz sy vnS daz land, so wir erobert vnd Inn habend von vnserS Herren des küngS wegen, niemer mer ansprechind noch anlangind, vnd vnS, noch vnscr nachkomen weder vmb daS land, vmb lüt, vmb die brief, so daS selb land antreffend, niemer mer bekümbrind, so wellen wir dieselben andern brieff, so vnser land, lütt, die eidgnosschafft vnd die, so zu vnS gehörend, nit antreffend vnd die noch vorhanden sind, wider geben durch bett Vilsers gnedigcn Herrn, deS Römijchen küngs, vnd vnserS Herrn von Oesterrich, demselben vnserm Herrn von Oesterreich." b. Thüring von Hallwyl fordert von der Eidgenossen Boten zurück daS halbe Dorf VoSwyl, die Gerichte 94 Januar 1432. daselbst bis an das Blut, ferner 8 Pfund 6 Schilling Gelds, wovon 7 Pfund Steuer, ferner 52 Mutt Kernen eigenes Gut, was der Eidgenossen Vogt seit dem Tode seines Vetters Walter von Hallwyl eingezogen habe, ferner das Dorf Hegglingen mit Twing und Bann, Leuten und Gut, und (U/s Pfund auf der Vogtsteuer zu Hegglingen, ferner Anglikon, das Dorf, mit Twing und Bann, endlich einige Eigenleute aus der Steuer zu Wildegg. Er bittet, daß die Eidgenossen, um feiner ihnen geleisteten Dienste willen, seinen Begehren freundlich entsprechen möchten; wollten sie aber das nicht, so biete er ihnen Recht, erstlich auf unfern gnädigen Herrn, den römischen König, dann auf Herzog Wilhelm von Bayern, einen Beschirmer des hl. Conciliums zu Bafel, auf den Herzog Ludwig, Pfalzgrafen bei Rhein, den Vicav des hl. Reiches, auf den Markgrafen von Nicderbadcn, den Grafen von Württemberg und seine Räthe, auf einen der drei Hauptmänner der Ritterschaft in Schwaben, auf Herrn Jacob Truchfeß, des hl. Reiches Landvogt, auf Burgermeister und Rath zu Bafel, oder zu Ulm oder zu Schaffhaufen, Schultheiß und Rath zu Rhein- felden, zu Freiburg im Uechtland, oder zu Bern, auf jeden der obgenannten Fürsten, Herren und Städte insbesondere, endlich auch auf Bürgermeister und Rath zu Zürich, sofern man diese erbitten möge, sich des Rechtes anzunehmen; möchte letzteres nicht erzielt werden, so möchten die Eidgenossen eines der andern ihnen gebotenen Rechte aufnehmen. «. Zu Betreff des Weibs des Spulen von Zofingen ist dem Schultheiß Hertenstein von Lucern empfohlen, mit den Vögten zu Villmergen zu reden, daß sie ihr dasjenige zukommen lassen, wozu sie Recht hat. «K. In Betreff der Streitigkeiten zwischen dem Comthur zu Hitzkirch lind den Kirchgenosfen daselbst ist ein Tag angefetzt auf Montag nach dem Sonntag Ikominis- coro (17. März) zu gütlichem oder rechtlichem Entscheid der Sache. Zürich, Lucern und Zug sollen ihre Botschaft zu diesem Zwecke daselbst haben. Der Comthur soll von feinem Landcomthur Vollmacht einholen, den Voten den Entscheid zu Minne oder Recht anHeim zu stellen. «. Der Richin von Bremgarten und „ir vächcr" wegen, laßt man es bei dem Spruch derer von Bremgarten vor der Hand bewenden, behält sich aber vor, gutfindenden Falls auf die Sache zurückzukommen. S. Denen von Mellingen soll man schreiben, daß sie die Schnüren (Pfähle) oberhalb und unterhalb ihrer Brücke wegschaffen. K. Den Beringer Sidler zu Mellingen soll man nochmals bei Buße heißen gehorsam sein. Bezüglich der Bußen, in die er bereits verfallen ist, behält man sich den Entscheid, ob er sie geben soll oder nicht, auf den Tag zu Baden nach Pfingsten vor. I». Dem Schultheiß von Lenzburg wird geantwortet, man wolle ihm nichts geben, denn die Eidgenossen meinen mit Recht zu besitzen, was sie innehaben. Zu ». Der römische König Sigmund schreibt aus Feldkirch den 28. October 1431 (an Saut Simons- und Jndastag — des ungarischen Reichs im fünfnndvierzigsten, des römischen im zweiundzwanzigstcn, des böhmischen im zwölften Jahre —) an die Eidgenossen: Die auf dem Schloß zn Baden genommenen Briefe gehören nicht dem Herzog Friedrich allein, sondern dem ganzen Haus Oesterreich, auch dem Herzog Albrccht, der sie dringend verlange. Sie möchten also selbe herausgeben. (iLcl manclatum äoinini UsZis (laspar AIZIr. Besiegeltes Original auf Papier im Staatsarchiv Lnccrn.) — Schon im Jähr 1424 hatte König Sigmund bei den Eidgenossen die Heransgabe des badischen Archivs bevorwortct. Der römische König schreibt ans Ofen am Samstag nach Valentini (des ungarischen im siebenunddrcißigsten, des römischen im vierzehnten Jahr), an die acht Orte: Da die Fürstin Catharina von Burgund, Herzogin von Oesterreich, wieder zu ihren Landen Elsaß und Snndgan gekommen sei, so habe sie ihm vortragen lassen, sie habe etwas Mangel an den Urbarbilchcrn, Registern und Briefen, die diese Lande betreffen und ans der Beste Baden gewesen seien, welche die Eidgenossen zu des gleiches Händen eingenommen Hütten. Der König gebietet also den letztem, der benannten Fürstin die ans ihre Besitzungen bezüglichen Urkunden heraus zn geben. (Mr lloiuinnm lloannöm, episoopum AnAravionLem, (lanoLllaiünm, i^ranoisous prspositus 8triAoiükNkis.) Januar 1432. 95 Originalbricf auf Papier im Staatsarchiv Lucern. S. auch Herzog Friedrichs verlangen durch seinen Kauzler und Küchcmcistcr 1423, Leodegarii, oben Absch. 33 Note. Dazu auch die abermalige Aufforderung Kaiser Sigmunds an Zürich, Bern, Solothnru, Luccrn und Schwyz vom 6. Februar 1435 bei Lichnowsky V. Regest 3375. Zu I>. Von hier au Vogtcigeschäftc: sie sind durch einen Absatz unterschieden. — Zu I>. 1430, 4. Dcccmber. Der römische König Sigmund gebietet den Burgermeistern ;c. von Zürich, Luccrn, Zug, Schwyz, llnterwaldcn und Glarns, die Stadt Lenzburg zu weisen, daß sie Hansen dem Schultheiß und seinen Erben gehorsam sei nach Laut des Pfandbriefs, den er ihm bestätigt habe, ct. <1. Uebcrlingcu au Sant Barbaratag, des ungarischen im vierund- vierzigsten, des römischen im cinundzwanzigsten, des böhmischen im eilften Jahr. (Aä manäutum äomini Kogls Laspar Sligk.) — 1431, 17. Octobcr. Der König wiederholt auf Klage des Hans Schultheiß obigen Befehl an die Eidgenossen. Meinen sie etwas dagegen zu haben, so sollen sie mit dem Schultheiß vor den Rath zu Solothnru treten, dem der König die Sache zu entscheiden gänzlich befohlen habe. <1. er aber das nit, so wcltind sh Im in gehorsam vnderzichcn. Dazwüschend habend vnser heiliger vatter, der j Bapst, vnd vnser Herr, der leiser, Jr crber trefflich vnd mechtig botschaft hervß zu dem Concily gesaut. ^ Die selb botschaft macht noch nie verhört werden, das vns vast frömd vnd vnbillich nimpt, das man eins bapstz j vnd Römischen keisers Kotten nit verhören sol, die doch vmb notdürftig, groß, trefflich fach der Cristcnheit j vßgcucrtigct sind einen sölichen verrcn ivcg. Vnd ist vns zu verstand geben von gar wiscn, mächtigen, gelerten j lütten, das die Cardinal, so ietz zu Basel sind, mit denen, die sh zu Inen gezogen haben, darvfs gand, das j sh gern ein Zwehnng in der Cristcnheit machtind, einen andern bapst vnd ouch einen Römischen künig, der i vns nit eben würd sin. Darzu nach vnserm verstau würd ein sölich Jertnm in der heiligen kirchen werden, j der nit lichtcnklich ze überwindcnt werc, denn was vntz har von Inen fürgenomen ist, daö beschiht in i rcchtein nide vnd hasse. Sölichs alles zu verkomcn, ist vnscrs aller gnedigosten Herren, des Römischen w. keisers, j Wille vnd Meinung, das Jr vnd wir alle mit einander vnser erber, trefflich bottschaft gen Basel vnuerzogcn- j lich schikind, die fach an vnsern Herren, Hertzog Wilhelm, ouch das gemein Concily, ze bringend, sy ernstlich, j getrungenlich vnd früntlich ze bittend, das sh nützit anncinen wellind wider vnsern heiligen vatter, den j Bapst, wider vnscrn Herrn, den leiser, die Römischen kilchen vnd dz der Cristcnheit vnd dem glich zwehnng > vnd Jcrtagen bringen mng, sunder das güttlich lassind anstan vntz vff znknnft vnscrcs gnedigcn Herrn, f des keisers, der, ob gott wil, in kurzer zitt zn land konien Wirt. Wan nu die fach zumal notdurftig ist in s gar kurzem zitt fürzcncmcnd, darvmb setzen vnd verkünden wir iich ein tag in vnser Statt, vff sant Laurcnehen j tag ze nacht an der hcrberg zn sind vnd morndeß die fach fürzencmend nach vnser aller Rat, vnd bittend üwer i lieben früntschaft, Jr wellend dem heiligen Nich vnd gemeiner eidgnoschaft zu nutz, fromm vnd crcn also üwer j erber, trefflich botschaft, der fach wol vndcrwiset, vff den obgnanten sant Laurcntien tag senden mit vollem gewalt, j anc hindersich bringen, gen Basel zc varcnd vnd der fach nach rat ein redlich cnd zc gebend. Hoffen wir, das sölichs j vnserm heiligen Vatter, dem bapst, vnserm Herrn, dem leiser, vnd allen andern fürsten vnd Herren, den iich vnd vns die fach ! für mcnglichem cnpfolhen ist. Ouch, lieben fründ, von des wirdigen gotzhns wegen ze Mellingen, dem es hert vnd j übel gat, bitte» wir üch, dz Jr ttwern Kotten darvmb ouch vollen gewalt gebind, mit den äpten ze rcdent, dz sy dz j wirdig gotzhns, das doch vnder üivcrin schirm ligt, blibcn lassind vnd darin» glichs fürncnund, als man den i selben botten wol crzcllen Wirt, was dem gotzhns notdürftig ist; denn Inen ist ein apt geben, der Inen, üch vnd vns ^ allen nit eben ist. Vnd ist, dz Jr dein gotzhns nit zc hilff komend, so mus es sc gantz verderben; aber mit üwerm > hilff hoffen wir, dz Im noch wol zn hclsfcn sig; darnmb wellend üwern Kotten, so Jr vff den tag schiken werdent, > die fach gcincinlich enphcln, das sy darum vollen gewalt habind, mit vns die fach an allen enden nach notdnrft j zc werbend. Hoffen wir, Jr tügind daran gar ein sunder gut werch; wellend üch so gütlich harinn bcwisen, als ! wir iich snnder wol getruwend; denn wir haben deSglich allen andern, üwern vnd vnscrn cidgnossen, stellen vnd > lendcrn geschriben vnd verküut vff sölich Meinung. Geben vff den Vierden tag des monatz Ongsten anno äomini »looooxxxü^. An Lucern. Bürgermeister vnd rat der Statt Zürich. Bei sind ungefähr sovielc Buchstaben als Punkte stehen durch Mäusefraß zerstört. Oktober 1433. 101 ISN Nuscl» T R» l^ctoNcr (Vlittwnchcn nach Saut Lux, de? hl. Evangelisten Tag). Stadtarchiv Lucern. Boten: Basel. Hans Reich von Reichenstein, Ritter, Burgermeister; HanS Rot und Dietrich von Sennheim, Mschulthciße zu minder Basel, des Raths daselbst. Zürich. Rudolf Stüssi, Ritter, Bürgermeister. Bern. Rudolf Hofmeister, Schultheiß; Ulrich von Erlach, Edelknecht. Solothurn. Hemmann von Spiegelberg, Schultheiß. Ulrich Grüning von Ulm hatte die von Lucern und von Willisau auf das freie heimliche Gericht gen Westphalen geladen, weil sie ihn auf Klage Rutschmann Honeggers, des Ihrigen, in der Grafschaft Willisau für einen Straßenrauber verrufen hatten. Daran, meinte er, wäre ihm unrecht geschehen; Lucern dagegen behauptete, die Seinigen haben nach der Grafschaft Willisau Recht und Herkommen gerichtet. Beide Parteien sind nun zu einem freundlichen, unverdingeten Tage gekommen vor die ob- genannten Boten Bafel's und der Eidgenossen und haben ihren Streit gänzlich auf deren Entscheid in der Minne gesetzt; diese nun gaben folgenden Spruch: 1. Die Vevrufung des Ulrich Grüning in der Grafschaft Willisau als Straßenräuber soll demselben von nun an unschädlich und für ihn ohne Folgen sein, so daß er deßhalb sicher in der Grafschaft Willisau und andern Gebieten derer von Lucern wandeln möge; jedoch soll denen von Lucern und allen den Ihrigen dieses an ihren Rechten und Herkommen- heiten in der Grafschaft Willisau unschädlich und unvorgreiflich sein. 2. Dagegen soll auch die Ladung nach Westphalen vor das heimliche Gericht gänzlich hin und ab sein, als ob sie niemals geschehen wäre. Damit sollen die Parteien verrichtet sein und vergangene Sachen „in Rachsal meiner geanden, geefern, gerechen, noch fürgenemen." Diesem Spruche nachzukommen haben Ulrich von Hertenstein, Altschultheiß zu Lucern, Anton Ruß und Hans Biegger, des Raths daselbst, und Heinzmann Herebolt (Herbort), Schultheiß zu Willisau, für die von Lucern und die Ihrigen, dann Ulrich Grüning für sich und alle die Seinen angelobt. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln der Schiedrichtcr. Abgedruckt bei Segesser, Ncchtsgeschichte von Lucern ll. 425- RSS Lucern. R4Z3, 4. Qctober (Sonntag nach Michaelis). Staatsarchiv Lucern: Missive. Dieser Tag wurde gemeinen Eidgenossen durch Zürich angesetzt, um sich der Fehde wegen zu berathen, welche Berchtold Hagg und Andere gegen ihre und anderer Eidgenossen Umsaßen angehoben haben. — Die Acten fehlen. 10? November 1433. 55» Bade». I5.iL (im November). Staatsarchiv Zürich: Stadtbuch IV. I!. 30 Ii. Der Kaiser hatte aller Eidgenossen Boten nach Basel zu sich besendet, ihnen die Schmach erzahlt, die der Herzog von Mailand ihm angethan, und sie um Hülfe gegen denselben gebeten. Darauf beschloß Zürich, seine Boten sollen auf dem bevorstehenden Tag zu Baden gemeinen Eidgenossen sagen, sie wollen dem Kaiser mit der Stadt Panner zu Hülfe ziehen; doch haben sie ihm anerboten, daß vorher in gemeiner Eidgnofsen Namen eine Botschaft an den Herzog von Mailand gehen solle, um denselben an seine Pflicht zu mahnen und ihm zu erklären, wenn er sich nicht mit dem Kaiser richte, so werde man diesem, als unserm natürlichen Herrn, beholfen sein zc. (Aus dem Jahre I4S4 ist kein Abschied vorhanden.) 554 Lncern« I 5li», ZK. (Huni'tn. I>ost Rsrniillsooro). Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch V. It. 81. Der Eidgenossen Boten von Zürich, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug und Glarus waren in Lucern versammelt und haben beschlossen, auf Sonntag vor Mittefasten (20. März) eine Botschaft nach Appenzell zu schicken, um dort die Eide zu erneuern und „in ihre Stoffe zu reden". Die Appenzeller sollen auf diesen Tag ihre Gemeinde versammeln. Der Bote von Zürich hatte nicht Vollmacht, zu diesem Beschlüsse zu stimmen. Sollten seine Herren demselben nicht beitreten wollen, so sollen sie es an Lucern berichten. 555 Schlvt)Z» R4AA, 58. April (auf dm hnpschm Montag zu Nacht). Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch V. L. zz. Die Acten fehlen. — Auf diesen Tag, der der Appenzeller wegen angesetzt ist, instruirt Lucern seinen Boten, er soll Gewalt haben nach dem von Appenzell gebrachten Zeddel, doch ausgenommen der Ungehorsamen wegen. Bezüglich der letztern meint Lucern, man soll die Gehorsamen vor den Ungehorsamen schirmen. Zur Absendnng von Knechten erhält der Bote von Lucern keine Vollmacht. 55« Bnörn. 54AA, A. Alllti (auf den Tag zu Pfiugstm). Archiv Arau: Urbar der Grafschaft Bade», 39 b. Urbar der freien Aemter, ZK. Dem Vogt zu Richensee, Meyenbevg, Villmergen und Muri giebt man alle Jahre 30 Pfund zu Lohn und überläßt ihm die Hühner; der Futtcrhaber dagegen und andere Nutzungen, die in den Zum 1435, 103 Aemtern fallen, sollen den Eidgenossen zugehören. Man vergäret dem Vogte auch seine Zehrung, insoweit sie in der Eidgenossen Dienst erläuft. Ncber einige andere Verhandlungsgcgcnstände der dicßjährigen JahrrcchnnngStagsatzung giebt eine lncernischc Jnstrnction einige Andentungen. Luccrncr Rathsduch V. L. 36: 1435, ssxka p>ost asoousionis (27. Mai), ssxta autv Uontseostss (3. Jnni): „1. Den Boten gen Baden ist benolhen, nnt den Kotten von Zürich ze reden, dz si mit irem niinnemacher redcnt, den vnsern, Hutzelbrant, in siner wcid vubckümbcrt zc lassen. 2. Mit der von Bern Kotten zc reden, das si die Iren oder die vndcr Inen gesessen sind, darzn halten, vnS Wirtschaft zcgeben von Schongow wegen; were onch icman vndcr vns, rvcllen rvir Inen ouch gunnen. 3. Jtenr der von Mellingen wegen gegen den von Stetten vnd den von Rordorff, wozu die von Mellingen recht haben. 4. Item Junker Thüringen von Hällwyl helfen kitten, dz er den knecht, so sin eigen ist, den von Mellingen büken lasse. 5. Item von Hans Schenken wegen von Brcmgarten, dz si dem hilflich sigcnd. 6. Daß si Ubergern hilflich sigcnd. 7. Von Zechendcrs wegen. 8. Wie der von Winsperg gcschriben hett, mit den Stetten ze reden von der lcchncn wegen. 9. Item von Schinders Hofs wegen vnd Brunncrs sollen si Gewalt haben. 10. Item von des kr. wegen von Zürich. 11. Item für welchen Abt die drei Männer entscheiden, das gefällt uns wohl." — Siehe auch den folgenden Abschied, der offenbar ebenfalls noch zur Jahrrechmmgstagsatznng gehört. 14lAA, I.A. Ann! (Mittwoch vor Unseres Herrn Fronlcichnamstag). Archiv Arn»: Urbar der Grafschaft Baden, 86. 37. Boten: Zürich. Rudolf Stufst, Ritter, Burgermeister; Johannes Schwend, der alte. Bern. Ulrich von Erlach. Lucern. Ulrich von Hertenstein, Altschultheiß; Burkard Sidler. Schwyz. Ztal Reding, Ammann. Unterwalden. Nielaus von Einwil; Hans Mettler, Ammänuer. Zug. Hans Hüsler, Ammann; Jost Spiller, Altammann. Glarus. Jost Tschudi, Ammann. Diese Boten setzen die Formeln des Eides fest, welche der Vogt zu Baden, der Untervogt daselbst, die Knechte des Vogts und die Geleiter zu Baden lind Mellingen, letztere alljährlich, den Eidgenossen zu schwören haben. I». Sie entscheiden einen Weidgangsstreit zwischen der Stadt Mellingen einerseits und den Klöstern Wettingen, Königsfelden, Ottenbach in Zürich, dem Spital von Baden, dem von Bremgarten, den Gemeinden VirmenSdorf, Vislisbach, Stetten, Niderrohrdorf und ihren Mithaften andererseits. ES siegeln die vorgenannten Boten, mit Ausnahme der beiden von Unterwalden, mit ihnen Marquard Zelger von Unterwalden, Vogt zu Baden. Zu ->. Die Pflichten des Vogts sind: die Burghnt; er darf ohne Erlaubnis; etlicher eidgenössischer Orte nie länger als eine Nacht (später zwei oder drei) vom Hanse gehen; er soll das Hans, die Rechte und Gerichte, welche die Eidgenossen zu demselben haben, getreulich innhaben und ihnen damit gehorsam und gewärtig sein; er soll ein gemeiner Richter sein Armen und Neichen, alle Zinse, Fälle, Gcläsze, Bußen, die zu dem Hanse oder der Vogtci gehören, einnehmen und verrechnen. Er bleibt zwei Jahre lang Vogt und erhält von den Eidgenossen jährlich dritt- halbhundert Zürcherstäbler zu Lohn, dazu Heu, Stroh, Holz und alle Hühner. Ein Untervogt schwört ebenso, ausgenommen um die Burghnt, und hat nichts einzuziehen noch zu verrechnen, er soll dem Obervogt gehorsam sein zu allen Gerichten, und reiten, wohin dieser ihn reiten heißt, in der Eidgenossen Kosten. Er erhält jährlich 10 Pfund Hällcr zu Lohn und sitzt frei in der Stadt, wie die Untervögtc zur Zeit der Herrschaft Oesterreich gesessen sind. 104 Zum 1435. Aus dem Eid der Knechte ist zu bemerken: „Were ouch, duz ein Vogt vsserhalb dem huß gefangen wurd, so sollen die knecht dennocht nit osser dem huß kommen, dann sy sollent by dem huß bclibcn vnd daruß nit kommen. Würde ouch ein Vogt für das huß gefürdt vnd man zu den knechten spreche, daz sy heruß gicngent vnd den Vogt hinin ncmcnd, dennocht sond die knecht vsscr dem hus nit kommen, dann sy sollent by vnd vff dein huß bclibcn, das zu der Eidgenossen Händen innzchaben und darin ihr bestes und wegstes thun." Die GelcitSlcutc schwören alljährlich, das Gcleitgcld zu Händen der Eidgenossen einzuziehen, davon nichts zu „bcsekleu noch zu behoben", sondern alles sofort in eine Büchse zu stoßen, deren Schlüssel der Vogt zu Baden hat, es sei denn daß sie eines Guldcnswerth oder mehr ungefährlich um des Wechsels willen bedürften, das mögen sie außer der Büchse behalten. Sic sollen auch sorgen, daß Gcleitgcld, welches ihre Weiber und Kinder einnehmen, gehörig in die Büchse komme. Sie sollen Niemanden auf Briefe oder Fnßboten hin Geld aus dem Geleit geben, denn alles, was das Jahr hindurch fällt, soll den Eidgenossen auf Pfingsten zu Baden eingeantwortet werden. — Zu !>. Regesten des Staatsarchivs zu Baden im Archiv der'schweizerischen gcschichtforschendcn Gesellschaft II. S. 104 A. ll. Unseres Herrn Fronleichnamstag (10. Juni). BS«. T» — S«. Juli. Staatsarchiv Lucern: Nathsbuch V. It. 411 Ii. An diesen Tagen nahmen der Eidgenossen Boten, und zwar am Samstag vor Zacobi (23. Zuli) zu Vremgarteu, Montags darauf (25. Zuli) zu Mellingen und Dienstags darauf (20. Zuli) zu Baden die Eide ab; an letzterm Orte sollte auch ein Bote von Bern erscheinen. Luceru. Ä4S5, I. August. Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch V. It. 43. Boten von Schwyz, Unterwalden und Zug klagen im Auftrag aller Eidgenossen gegen Hans Zehender wegen von demselben geführter Reden. Schon am 20. Juni hatte der Rath, auf die Kunde, daß die Eidgenossen den Zehender berechten wollen, beschlossen, denselben, sobald er ankomme, in Eid zu nehmen, daß er nicht entweichen, sondern den Eidgenossen auf ihre Klage Rede stehen wolle. Nathsbnch V. II. 38. l-AAA, It». August (Zinstag nach Unserer Lieben Froweu Tag ze Mitte Ängsten). Tschndi: Chronik Il> AZ> Werner Herlobig und Ulrich Wagner von Schwyz; Heinrich zun Hofen von Obwalden und Ulrich am Viiel von Nidwalden, von ihren Herren, auf welche die Sache von den Parteien gefetzt war, dazu verordnet, entfcheiden einen Marchstreit zwischen Uri und Glarus. August 1435. 105 t«R Brunnen. 14ZS, 18. August (Donstag nach Unserer Frauentag assumxtionis). Staatsarchiv Lucer»: Rathsbuch V. I!. 13. Tag gemeiner Eidgenossen wegen Christoffels von Silinen und des Lämmerzehntens zu Schwyz. Die Acten fehlen. Schon auf Samstag nach Johann Baptist (25. Juni) war der gleichen Angelegenheit wegen ein Tag gemeiner Eidgenossen nach Schwyz angesetzt. Lucerncr Rathsbuch V. R. 37. R«S. 14AA, 19. August (Fritag nach unser Frowentag im Ongsten). Staatsarchiv Luccr». Archiv Nidwalbc». Waller zum Brunnen, Landammann zu Uri, und Heinrich Beroldinger, Altammann daselbst; Hans Abyberg, Allamman zu Schwyz, und Ulrich Ütz, des Raths daselbst, Urkunden, daß sie einen Streit zwischen Lucern und Nidwalden des Fischens wegen vor Hergiswyl, bei oder auf der Seefuhren daselbst, von dem Fridbachli bis zum Lagerstein, nach Anhörung der Parteien und ihrer Kundschaften schiedrichterlich mit Mehrheit dahin entschieden haben, daß denen von Lucern und den Ihrigen das Fischerrecht innert den benannten Zielen nicht zustehe, eS sei denn, daß Unterwalden ihnen solches freiwillig zugestehe. Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln der drei erstgenannten Schiedsrichter. Dazu der Anlaßbricf ö. l». Der Eidgenossen Boten von Zürich, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug waren hier von Vögeli's Erbe wegen, da die Appenzeller, ohne Vertröstung für Schaden und ohne Verheißung, sie zu vertreten, das Geld nicht gerne herausgeben wollen. Die Boten von Zürich, Schwyz und Zug, auch mit Gewalt von Glarus, wollten das zusagen; Lucern, Uri und Unterwalden hatten Bedenken. I». Zürich bringt an, da Koppenhan und Himmeli die Eidgenossen aus das Landgericht von Nürnberg geladen hätten, so habe es Jemanden hingeschickt, um sich zu verantworten, da es gemeint, es sei allein geladen. Es frägt nun an, ob die Eidgenossen, gegen Theilnahme an den Kosten, sich auch von jenem Abgeordneten wollen vertreten lassen. Lucern, Uri und Zug erklären sich sofort hiefür; der Bote von Schwyz, der junge Abyberg, sagt zu, wenn er nicht bis morgen Mittag nach Zürich anderes berichte; der Bote von Unterwalden hatte keine Vollmacht, e. Der Bote von Zug hat erzählt, es gehe die Rede, daß die von St. Gallen, die sich gern zu den Eidgenossen verbunden, aber einen Abschlag erhalten hätten, nun damit umgehen, sich mit Zürich zu verbinden, woraus nicht viel Gutes erwachsen möchte. Das soll Zedermann heimbringen. Einem Theil der Eidgenossen wäre vielleicht gefällig, die St. Galler aufzunehmen, doch immerhin mit Bedingungen. 108 Mai 1436. R«« Zürich. 143K, 1.« (vff de» Mpemag). Staatsarchiv Lueer» : Allgemeine Abschiede l». Welti Koppenhan und Ulrich Himineli hatten die Eidgenossen auf das „Kolbengericht" nach Nürnberg geladen. Die letztern geben nun auf diesem Tage denen von Zürich Vollmacht, einen oder zwei Boten nach Nürnberg zu senden, um das Gericht von da weg zu ziehen und Recht zu bieten auf die Städte Bern, Solothurn, Freiburg in Uechtland, Winterthur, St. Gallen, Schaffhausen, Rapperswyl. Wenn aber Koppenhan und Himmeli Recht böten auf Constanz, Ueberlingen, Lindau oder solche Reichsstädte, so haben die Boten auch Vollmacht, darein zu willigen, da es den Eidgenossen lieber und komm- licher ist, „hie im land" zu rechten, als zu Nürnberg. Man soll auch dem Markgrafen von Brandenburg, dem Landrichter, und denen von Nürnberg schreiben, sie möchten uns in den Sachen behülflich sein und berichten was für Leute Koppenhan und Himmeli seien. Der Vogt von Baden soll den Boten, die nach Nürnberg reiten, Geld geben. I». Da Junker Thüring von Hallwyl bei 225 Stück Gelds feil bietet, das Stück um 32 Gulden, und dazu viele Gerichtsbarkeiten, Leute und Rechtungen mit in den Kauf geben will, so soll jeder Bote hierüber an seine Herren berichten und auf Pfingsten bestimmte Antwort nach Baden bringen, ob man das kaufen wolle oder nicht. Zu Dieser Artikel ist abgedruckt iu Segesser, Luceruer Rechtsgeschichte II. 116, Note 4. — Die entsprechende Verfügung des Landgerichts von Nürnberg vom 28. Mai 1436, wodurch die Sache dem Rathe der Stadt St. Gallen übertragen wurde, siehe bei Zcllwcger, Urkunden zur Geschichte des Appcnzellcr-Volkes II. Nro. 286. Das Urthcil des Raths von St. Gallen vom 27. Juni 1436 ebenda Nro. 289. Vergleiche auch die Nummern 311 und 317 ebendaselbst. Ä«v Büden. t4AK, AR. Ntai (Donstag nach Pfingsten). Tschudi: Chronik 11. 217. Boten: Zürich. Johannes Brunner, der ältere; Michael Graf, Stadtschreiber. Bern. Franz von Scharnachthal. Lucern. Ulrich von Hertenstem, Schultheiß; Anton Ruß. Schwyz. Jost Böl. Ob- walden. Hans Müller. Nidwalden. Ulrich am Bül. Zug. Jost Spiller. Glarus. Z"ost Tschudi, Ammann. Vor diesen Boten stellen Schultheiß und Rath der Stadt Baden im Argau einestheils und Leonhard Riser, Taschenmacher von Ulm, anderntheils ihren Anlaßbrief aus, betreffend die Klage des benannten Risers, des Inhalts, die von Baden haben ihn seiner Ehren geschuldigt, ihn aus seinem Gewerbe getrieben und ihm das Seine wider seinen Willen verkauft, welche Klage zuerst vor dem freien Stuhl zu dem Vol- menstein anhängig gemacht, dann auf Hans Reich vom Reichenstein als Gemeinen mit gleichen; Zusatz gekommen, von Riser abermals an den Freistuhl gebracht, von da auf den Markgrafen Wilhelm von Röteln gewiesen, zuletzt vor dem Freigrafen zun, hohlen Horn auf gemeiner Eidgenossen Boten, die auf Pfingsten nach Baden kommen würden, vertädiget worden war. Mai 143t!. 109 Siehe über Risers Handel Neding und Näf im Archiv der schweiz. geschichtforschcnden Gesellschaft HI. 291. — Zu diesem Tag überhaupt gehört eine Instruction Lucerns an seine Boten nach Baden 1436, (Quarts, ante ?suts- oostes (23. Mai): 1. Sie sollen denen von Mellingen beholfcn sein, bei ihren Rechten zu bleiben. 2. Sie sollen die Eidgenossen erinnern, daß, wie früher zugestanden worden, St. Michacls-Lcute in gemeinen Acmtern den Eidgenossen nicht zu schwören haben. 3. Sie sollen denen von Merischwand gegen den Abt von Muri bcrathen sein. 4. Man soll erfahren, wie Thüring von Hallwyl die Gült erlassen wolle. S. St. Gallen betreffend: wollen sie zu uns, wie vorher, so sollen die Boten zusagen, sei die Zeit kurz oder lang; wollen die Eidgenossen etwas anderes, so sollen es die Boten heimbringen. — Boten Lucerns: der von Hcrtcnstein und Anton Ruß. (Lucerncr Nathsbuch V.L. 73.) — lieber den Bund von St. Gallen sagt eine spätere Instruction vom Ende Juni (ebenda 86 b.): Der Bote habe keine Gewalt, als zu erklären, man wolle nicht und wehre es auch denen, welchen man zu wehren habe. R«S8 Davos. 8. Juni (Freitag nach dem Fronleichnamstag). Leu: Lericon /. Die Gerichte Daves, Klosters, CastelS, SchierS, Malans, Maienfeld, Bellfort, Churwalden, Schanfik, St. Peter und Langenwies verbinden sich: 1. zu gegenseitiger Hülfe in Allem, wozu ein BundeSglied Recht hat; 2. auch den Erbherren, wo solche vorhanden, ihre Pflichten zu leisten; 3. bei einander zu bleiben und einander zu helfen, wenn sie einen Erbherrn bekommen; 4. kein BundeSglied soll sich ohne Wissen der übrigen mit Jemand anderm verbinden; 5. welches Gericht daS letztere thatc, das soll als meineidig erklärt und von den übrigen gestraft werden; 6. die Bundesglieder sollen nach DavoS zu gemeinen Tagen kommen. — (Dieß ist der sogenannte Zehngerichtenbund.) Nach Eonradin von Mohr, l'ollox lliploinatious von Granbünden Bd. III. S. 51 kam das Original des Bnndbricfs im dreißigjährigen Krieg in österreichische Hände und wurde bei der nachherigen Rückgabe der Schriften nicht mehr vorgefunden. In desselben Verfassers Uebcrsctznng von Ulrich Campbcll's Geschichte Graubündens (Archiv für die Geschichte Graubündens Heft VII.) heißt es, jenes Original liege im Archiv zu Davos. Die crstere Angabe scheint jedoch die richtigere zu sein, denn, wie berichtet wird, soll sich der Brief in den bündnerischen Archiven nicht finden. Basel. t4Z«, I«. August. Staatsarchiv Liicer» : Allgemeine Abschiede 1. 17. „Es ist ze müssend, das die Herren vnd Stetten, Harnach gemeldet, vf Donstage nach Vilser frowen tag ze mittem ougsten ussumptionw an na xxxvz« ze Basel by einander gewesen sind ze ratz slagende von heimlichen gerichten wegen ze Westualen, als die etlicher Massen fürgenomen werdent vmb fachen, so dahin nit gehörent oder sie bedungken wil billich sin, daS dann die selben geeichte zu andern ziten gehalten sind worden, wie sölichs mit waz mittel versehen, damit die welt zu solichem sweren kosten nit bracht wurde, alS villicht vntz har geschechen mag sin. — Vnd ist derselben Herren vnd Stelle meynung also, 110 August 1436. das man in Zrem gemeinen kosten eine botschaft tun solle zu vnserm gnedigen Herrn, dem Byschof von Cöln, sinen gnaden die fach erzellen vnd fürlegen, vnd sich an sinen gnaden zu erfaren, syd dem male vnd sin gnade der obreft in dem lande vnd hertzog zu Westualen ist, Im ouch darumbe von vnserm allergnedigisten Herren, dem Römischen keyser, empfolhen syge worden, ob sin gnade dcheinen kumlichen wege fürgenemen vnd geben konde, damit die Herren vnd Stette vnd die Iren in den fachen nit so swerlich fürgenomen, sundcr das solich geeichte gehalten wurden, als die zu andern Ziten vnd von Alter har gehalten sind worden, vnd sunderlich vmb fachen, die dahin gehortend vnd nit fürbaß. Vnd ob sin gnad sich solichs von Im selbz nit annemen wöltc oder gewalt hette ze tunde ane empfelhnusse unseres allergnedigisten Herren, des Römischen keysers, daz man denne dar In sins rates pfleg, waz sin gnade bedungken welle gut sin dar Znne fürzenemen. Vnd nach dem sin gnade denne riet, das die botschaft das wider heruf brechte vnd denselben Herren und Stetten verkündent, wider zesammen vf einen genempten tag zekoment, Inen solichs fürzebringende, vnd als denn vf demselben tag sürer ze ratz slahent, was in den fachen aber fürzenement were zem besten. — Vnd sind dis die Herren, die solichs begerent vnd vf dem tag zu Basel gewesen sind: Grass Hanns von Lupphen von wegen sin selbs vnd ettlicher Ritter vnd Knechte, der sinen; Graf Hans von Thierstein von wegen sins selbs, Iungker Smaßmans, Hern zu Rappoltstein, Lantuogts vnser gnedigen Herschafft von Oesterrich vnd des gantzen landes Elsas vnd Suntgow, der Stetten, darinne gelegen, vnd alles des, so in derselben lantuogtye wonhafft finde; Türing von Arburg, Herre zu Schenkenberg; Iungker Rudolfs von Ramstein, Herre zu Gillenberg; Her Wilhelm von Grünenberg; Her Verchtold von Stoufen, vnd sust vil ander Ritter vnd Knechte in denselben landen. So sind dis die Stette, die Zr erber Vottschafft vff den tag bi den vbgenanten Herren ze Basel gehept Hand vnd solichs ouch begerende sind: Straßburg, Basel, Colmer, Hagnow, Sletftatt^ Mülhusen In namen Jr selbs vnd der andern Richftetten in Elsas gelegen; Ltidwig Brenner In namen der Stetten In Bryßgow, Fryburg, Vrysach vnd Nüwenburg; Costentz, Schaufhusen; Zürich, Bern, Fryburg in Ächtland, Lutzern, Sollotorn, Zofingen In namen Zr selbs vnd aller andern Eydgenossen vnd der Stetten im Ergow. — Die vbgenanten Herren sollent vnd mögent ouch dis andern Herren, Rittern vnd Knechten verkünden vnd zu wissende tun. Desgelichen die Stette ouch anderen Stetten vnd dem Sy wellent, ouch tun mögent." Lucern instruirt: „Jtcm vmb den costcn sol vnser bott gewalt haben mit dem merteil der Kotten vnd ncmlich mit vnsern eidgcnosicn, was der vierteil vnder denen tut, nemlich Zürich, Bern vnd Soloturn." (Ebenda.) RV«. Lucern R4Z«, Z. September. Staatsarchiv Lucern: Rathsbuch V. v> SO. Montags nach Verene sind der Eidgenossen Boten zu Lucern gewesen; auf Sonntag zu Nacht nach Michaelis sollen die Boten von Lucern zu Bremgarten sein. December 1436. 11t 1^1 Watttvt)t» 143k, RA. Decentber (Mittwoch vor Weihnachten). Tschudi: Chronik II. ZZ4. Die Gemeinde des Landes Toggenburg schwört ein dreißigjähriges Landrecht zu den Ländern Schwyz und Glarus vor den Boten Ital Reding und Ammann Wagner von Schwyz, Ammann Tschudi und Hans Gallati von Glarus. Samstag vor Weihnacht (22. December) schwören die von Gaster, Ambden und SchänniS, ebenso Montags darauf (24. December) Stadt und Berg von Utznach. 1VS 143k, Tl. December (Freitag vor Weihnachten). Stiftsarchiv St. Gallon. Urkunde, laut welcher Burgermeister, Räthe und alle Bürger gemeinlich der „kaiserlichen" Stadt Zürich durch ihrer Stadt Nutzens und Frommens willen die „erbern, wisen, den Houptman, die Rät, groß und klein, und die ganzen Gemeinden zu Wallenstatt, Flums, MeilS, Ragatz, Grätschins und alle, die zu ihnen verbunden sind", zu ewigen Burgern aufgenommen haben. Wcgelin, Pstvorser-Rogeste» Nro. 477. Tschudi, Chronik N. ZA. IV». Altrich« 143k, 31» Dcccmbcr (vfs des ingelidcn Jahrs Aubcnd anno 1437). Staatsarchiv Zürich! St. u. L, Nr. ti>ZN. Die Boten von Bern, Lucern, Uri, Unterwalden und Zug erscheinen vor dem Rath zu Zürich und bitten, daß wegen der Besetzung des Schlosses Utznach und dem Landrecht der Leute daselbst mit Schwyz und Glarus Zürich nicht „gäche", sondern die Seinigen aus dem Feld Heimrufe, dann wollen jene Orte die Sache gütlich zu vermitteln trachten. Zürich antwortet, es verlange vor Allem Herstellung des frühern Standes, dann wolle es die Seinen aus dem Felde rufen und aus dem gütlichen Tage billige Rechtbote thun. RVck. Altrich» 1437, A. Atllllmr (rfs dcn zwclftcu aubcud). Staatsarchiv Zürich : St. u. L. Nr. lSZg. Die Boten von Bern, Lucern, Uri, Unterwalden und Zug treten abermals vor den Rath von Zürich und berichten, sie haben ihre vorige Antwort denen von Schwyz und Glarus vorgehalten, 112 Januar 1437. die aber behaupten, sie haben Zürich nirgend des Seinen entwert, doch wollen sie gern einen freundlichen Tag leisten, und wenn derselbe nicht zun, Ziele führe, zu Recht stehen nach den Bünden. Die vermittelnden Orte bitten nun Zürich abermals, sein Kriegsvolk heimzuziehen und den freundlichen Tag zu leisten. Der Rath verbleibt bei der frühern Antwort; der am Tag darauf (6. Januar) versammelte Große Rath dagegen willigt ein, den Eidgenossen, nicht denen von Schwyz und Glarus zu Ehren, den gütlichen Tag ohne Schaden aller Rechte anzunehmen, unter der Bedingung, daß derselbe sofort angesetzt werde und nirgend anderswo als zu Baden stattfinde; die Seinigen will Zürich aus dem Felde rufen, wenn Schwyz und Glarus Utznach räumen lind mit den Ihrigen auch aus dem Felde ziehen. Vierzehntägiger Waffenstillstand. Am Mittwoch nach dem zwölften Tag setzten der Eidgenossen Boten den Tag zu Baden auf den folgenden Sonntag (13. Januar) an, da die Ammänner von Schwyz und Glarus noch zu Feldkirch bei der Herrschaft Oesterreich seien; sie hätten den von Mulern von Bern und den Hans Müller von Unterwaldcn geschickt, um die Räumung von Utznach zu bewirken. Zürich beschwert sich zwar gegen die Verhandlungen der Schwyzer und Glarner mit Oesterreich, welche das Gastel beträfen und gegen die Rechte Zürichs gerichtet seien, doch nimmt es den gütlichen Tag, allen Rechten unbeschadet, an. 1437, 5. Januar (hl. Dreikönigeabend) erläßt Lucern mit Berufung auf die Bünde an Zürich die Mahnung, aus dem Feld heimzuziehen und um seine Streitigkeiten mit Schwyz zu buudesgemäßem Rechte nach Einsiedeln zu tommen. (Staatsarchiv Lucern: Allgemeiner Abschiedeband I.. 50.) RV5. Baden. 14S7, 14. Januar. Staatsarchiv Zürich: St. u. L, Nr. tzzg. Die von Zürich eröffnen ihre Klage gegen Schwyz und Glarus vor den Eidgenossen, die von Schwyz und Glarus ihre Antwort, beide Theile ihre Widerreden. Die Sache konnte nicht zu gütlichem Austrag gebracht werden. Die Eidgenossen verlangten, daß ihnen der Streit zu Minne oder Recht übergeben werde. Die Boten von Zürich hatten dafür keine Vollmacht, beklagten sich zudem über den Bruch des Waffenstillstandes durch Wegnahme von zwei Schiffen auf der Linth und verließen den Tag. Sicht die Klage und Antwort bei Gerold Edlibach S. 84. RV« Zürich. 14Z7, IS. oder 17. Januar. Staatsarchiv Zürich: St. u. L. Nr. 45Zg. Der Eidgenossen Voten und mit ihnen die Boten von Basel, Constanz, St. Gallen, Schaffhausen und Baden traten nach dem fruchtlosen Ausgang des Tags zu Baden vor den Rath von Zürich mit Bitte, derselbe möchte ihnen gestatten: 1. den Waffenstillstand auf einige Zeit zu erstrecken und mittlerweile die Vergleichsversuche fortzusetzen. Zürich versteht sich, den Eidgenossen zu Ehren, zur Erftreckung des Waffenstillstandes bis auf die Pfaffenfaßnacht (10. Februar), doch unter der Bedingung, Januar 1437. 113 daß die Eidgenossen vorsorgten, daß derselbe an ihnen gehalten werde, und daß ihnen unverwehrt bleibe, ihren Burgern ob dem Wallensee Koft und Leute zu schicken; wenn die im Gastel es ihnen wehren wollten, so sollen sich Schwyz und Glarus dieser nicht annehmen. 2. Die Boten der Eidgenossen sagten zu, sich für Wiedererstattung der auf der Linth genommenen Schiffe zu verwenden. 3. Die Eidgenossen wiederholten die Bitte, ihnen den Streit zu Minne oder Recht zu übergeben, und versicherten, wenn dieses erfolge, so wollen sie die Räumung von Utznach zu erwirken suchen und denen von Zürich nichts in ihre Freiheiten, Rechte u. s. w. reden. Darauf entsprachen die Räthe von Zürich ihrer Bitte, doch so, daß sie keine Gemeinschaft zwischen Zürich, Schwyz und Glarus machen und dafür sorgen sollten, daß 100 Knechte, die sie nächsten Sonntag den Ährigen ob dem Wallensee senden wollen, denen im Gastel unschädlich, dahin gelassen würden. Die Eidgenossen baten, diese Zusätzer bis Dienstag zu Haufe zu behalten, während welcher Zeit sie mit denen von Schwyz und Glarus darüber verhandeln wollen. Der Große Rath gestattete es, doch so, daß Ulrich von Lommis, der Hauptmann der Knechte, von denen ob dem Wallensee erführe, ob sie der Knechte vorher bedürften oder nicht. Auf den Dienstag Abend kehrten der Eidgenossen Voten zurück und berichteten Tags darauf (23. Januar), Schwyz und GlaruS haben den Frieden angenommen, doch so, daß während desselben gegenseitig freier Kauf gestattet werde und daß Zürich kein Kriegsvolk in's Oberland schicke; zu Minne und Recht wollen Schwyz und Glarus den Streit nicht übergeben, sondern sie beharren auf bundesgemäßem Rechtsverfahren. Auf dieses hätte man aller Orte Boten heimgeschickt, um an ihre Obern zu berichten, und einen Tag gesetzt nach Lucern auf Mittwoch nach Pauli Bekehrung (30. Januar). Hierauf sagte der Große Rath von Zürich zu, den Waffenstillstand bis zur Pfaffenfaßnacht (10. Februar) zu halten, und nur im Nothfalle Kriegsvolk in's Oberland zu schicken; wenn Schwyz und Glarus etwas außerhalb der Stadt und Landschaft Zürich kaufen, so mögen sie es durchführen, im eigenen Gebiet dagegen gestatte Zürich denselben keinen Kauf und verlange auch keinen bei ihnen; Geldschuld möge jeder Theil einziehen, wo er glaube Recht zu haben; wenn die von Schwyz und Glarus Ziger, Anken u. s. w. in Zürich liegen hätten, möchten sie es ungehindert verkaufen oder anderswohin führen. Siehe auch Henne, Klingenb erger-Chronik S. 237, 24V. Nach den zwei letzten und den folgenden Abschieden dürfte die Angabc Tschudi's U. 227. von einem Tage zu Lncern, der vom 12. Januar bis 8. Februar gewährt habe, zu berichtigen sein. Das Datum des Abschieds 17 6 ist übrigens etwas zweifelhaft. Im Manuscript steht deutlich „ Donstag vor saut Anthouicntag". Zinn fällt in diesem Jahre St. Antonius auf Donstag den 17. Januar, der Doustag vor Antonii wäre also der 10. Januar. Dieser aber kann nicht gemeint sein, weil der Abschied sich auf den Tag zu Baden vom 14. Januar beruft. Man kann somit annehmen, der Schreiber habe entweder Dienstag vor St. An- tonientag (15. Januar) oder Donstag war St. Antonientag schreiben wollen. Lucern. 14»7, ZV. Januar. Staatsarchiv Zürich: St. u. L. Nr. iäZg. „Item also ist der Tag ze Lutzern von den eidgnossen von Bern, Soloturn, Vre, Vnder- walden vnd Zug geleist in der Maß, alz der angesetzt waz (s. Abschied 176). Also sind die Kotten von 15 114 Januar 1437. Stetten vnd lendern vff vnser lieben frowen tag imriticalicmis (2. Februar) gan Switz komen, Hand sy mit einer ganzen gemeind ze Switz gerett w." RV8. Sargans. I.4Z7, SO. Januar (Mittwoch vor Lichtmeß). Archiv Schwyz: Urkunde Nr. Z7Z. »». Graf Heinrich von Werdenberg, Herr zu SarganS :c. :e., verbrieft für sich und seine Erben daS mit beiden Landern Schwyz und GlaruS angenommene Landrecht „mit disen nachgeschribnen Grafschaften, Herrschaften, Vestinen, Talern, nämlich Sanganß, Ortenstein, Bärenburg, mit der nüwen vnd alten Sünfi vnd allen landen vnd lüten, so darin vnd darzu gehörend." Denen von Schwyz und GlaruS wird für ihre Personen und Güter völlige Zollfreiheit im ganzen Umkreis der gräflichen Besitzungen durch dieses Landrecht zugesichert; in Kriegen der Herrschaft Oesterreich mit Schwyz und GlaruS oder mit einem dieser Orte wird der Graf mit allen in diesem Landrechte begriffenen Landen und Leuten neutral bleiben; in gleicher Weise behält er vor die Gräfin Elisabeth von Toggenburg geborne von Metsch „ir lebtag vnd nit füro." ?». Graf Heinrich gewährleistet für sich und seine Nachkommen denen von Schwyz und GlaruS und allen ihren Landleuten die gänzliche Zollfreiheit für ihre Personen und Güter in und durch seine Grafschaften, Städte und Lande. Zu». Die Urkunde ist abgedruckt bei Tschudi II. 228. S. auch Wegelin, Pfäverser-Regcsten Nro. 479.— Zu I». Wegelin a. a. O. Nro. 480. RVS R43 7, (Januar oder Februar). Wegelin: Pfüverser Negesten Nr. 478. Die Boten der Eidgenossen mit Hülfe derer von Chur und anderer Nachbaren vermitteln einen Anstand und Frieden zwischen dem österreichischen Sarganserland und dem Herzog Friedrich von Oesterreich bis St. MatthiaStag (24. Februar), und zwischen dem Grafen Heinrich von Werdenberg-SarganS und seinen widerspänstigen Angehörigen in der Grafschaft SarganS bis St. Georgentag (23. April). R8« Schwyz. R4Z7, T. Aebruar. Staatsarchiv Zürich: St. u. L. Nr. t529. Die Boten der Eidgenossen bitten die Gemeinde von Schwyz, ihnen in ihrem Streit gegen Zürich Minne oder Rechts zu getrauen. Die von Schwyz antworten, sie seien zu Baden von denen von Zürich der Verletzung der geschwornen Bünde beschuldigt worden; solches gehe ihnen an ihre Ehre; sie verlangen daher bundesgemäßes Rechtsverfahren, wollen jedoch, um die Bitte der Eidgenossen zu ehren, einwilligen, auf die Boten, welche zu Baden bei der Sache gewesen, zu einem unverdingeten Rechte zu kommen. Februar 1437. 115 Auf Montag St. Agathenabend (4. Februar) kamen die Boten dann vor den Rath zu Zürich und erlangten daselbst, daß auch Zürich diesem Vorschlag beitrat. Darauf verlängerten sie den Waffenstillstand bis Mittefastcn (10. März). — Am Samstag nach Dorothea (9. Februar) und Sonntag der Pfaffenfaßnacht (10. Februar) fanden die Verhandlungen bezüglich der Besiegelung der Anlaßbriefe statt. (Ebendaselbst.) R8t Lucern. R437, 8« Februar (Freitag vor der Psaffenfaßnacht). Staatsarchiv Lucern. Bürgermeister, Räthe, Zunftmeister, der Große Rath und ganze Gemeinde der Stadt Zürich, von ihrer selbst und der Gräfin Elisabeth zu Toggenburg, gebornen von Metsch, Wittwe, ihrer Bürgerin wegen, an einem, Ammänner, Räthe und Gemeinden von Schwyz und Glarus am andern Theil erklären, daß sie zu einem unverdingeten Rechten gekommen seien auf die Boten der Eidgenossen, die da wären von Bern: Rudolf Hofmeister, Ritter, Schultheiß, Franz von Scharnachthal, Rudolf von Ringgoltingen und Hans von Mulern; von Solothurn: Hemmann von Spiegelberg, Schultheiß, und Heinzmann Gruber; von L ueern: Paulus von Büren, Schultheiß, Ulrich von Hertenstein, Altschultheiß, Anton Ruß und Peter Goldschmid; von Uri: Heinrich Vcroldinger, Heinrich Arnold, Altammann, und Hans Kempf, Schreiber; von Obwalden: Niclaus von Einwil, Altammann, und Hans Müller; von Nidwald en: Arnold am Stein und Ulrich am Büel; von Zug: Hans Hüsler, Ammann, und Jost Spiller, Altammann. Die von Zürich hatten geklagt: Schwyz und Glarus haben der vcrwittweten Gräfin von Toggenburg die Ihrigen im Thurthal, zu Lichtensteig, im Neckerthal, St. Iohanserthal und anderswo wider ihr Wissen und Willen zu ewigen Landleuten aufgenommen, ihnen, denen von Zürich, ebenso die Leute im Städtchen Utznach, am Utznacherberg, das Schloß Utznach ohne Recht mit Gewalt eingenommen, ungeachtet Stadt und Schloß Utznach, der Utznacherberg und das Dorf Schmerikon von der Frau von Toggenburg Zürich zu rechtem Eigen gegeben sei, mit alleinigem Vorbehalt, daß sie es in Leibdingsweise bis an ihr Lebensende zu benutzen habe, und ungeachtet die Leute daselbst jüngsthin am zwanzigsten Tag denen von Zürich hätten schwören sollen, was die von Schwyz und Glarus unrechtmäßig verhindert hätten. Ferner haben Schwyz und GlaruS die Leute im Gastall (Gaster), welche doch in das Pfand Windeck gehören, zu ewigen Landleuten angenommen, wozu Zürich nach Inhalt der Pfandbriefe in Losungsweise Recht habe. Endlich haben die obgenannten eidgenössischen Orte um die vorgemeldetcn Sachen zwischen beiden Parteien zwei Frieden gemacht, welche aber von Schwyz und Glarus und denen, so zu ihnen geschworen haben, nicht gehalten worden seien. Deshalb begehren die von Zürich für sich und ihre Bürgerin, die Frau von Toggenburg, Entschädigung für allen erlittenen Schaden, wie sie das in ihrer zu stellenden Klage weiter specifiziren werden. Dagegen hatten Schwyz und Glarus eingewendet, sie meinen, in Allem was sie in Sachen gegenüber sowohl der Frau von Tvggenburg als denen von Zürich gethan, mit Ehren, Glimpf und Recht gehandelt zu haben, und wollen es verantworten im Rechte an allen Enden, da sich's gebühren werde; besonders haben sie den von den Eidgenossen gemachten Frieden getreulich gehalten und meinen von daher weder Zürich noch der Frau von Toggenburg irgend etwas schuldig zu sein; dagegen habe die Gegenpartei mit Worten und Werken in mancherlei Weise an ihnen den Frieden gebrochen, was sie im Rechten kundlich 116 Februar 1437. machen wollen. Ueber alle diese Punkte kommen also die beiden Parteien zu Recht auf die obgenannten Boten oder, wenn einer oder mehrere derselben wegen eidlich beschworner Leibeskrankheit zu der Sache nicht kommen könnte, auf die von dessen Obrigkeit an seine oder ihre Stelle gesetzten Ersatzmanner. Die Schiedboten sollen ohne Verzug den Parteien Tag setzen an einen gelegenen Ort und dann soll das Recht vollführt werden zwischen Datum dieses Anlaßbriefs und dem 10. Marz (Mittefasten) nächstkommend. Pergamentene Urkunde mit den Siegeln von Zürich, Schwyz nnd Glarus. Dieser Anlaßbrief ist wörtlich aufgenommen in den Spruch vom 9. März 1437. (Beilage 10.) R8Ä. Lucern. 1437, T3 Februar (Samstag vor uomlnisosro>. Staatsarchiv Luccr». Eidesleistung der im Anlaßbrief vom 8. Februar zwischen Zürich und der Gräfin von Toggenburg einerseits und Schwyz und Glarus andererseits benannten neunzehn Schiedboten, und Verhandlung der Parteien vor denselben. Concepte im Staatsarchiv Lucern nnd Spruchbrief vom 9. März hernach. Dabei auch besiegelter Voll- machtbricf der Gräfin Elisabeth von Toggcnburg nnd ihres Vogtes Ulrich von Metsch für die Boten von Zürich vom 16. Februar (Samstag vor Invoeavit) 1437, ebendaselbst, wörtlich enthalten in demselben Spruchbrief vom 9. März. Vergleiche Tschudi II. 231, wo auch die Vorträge der Parteien vor dem Schiedrichter abgedruckt sind. Diese sind ebenfalls in den Spruchbrief vom 9. März aufgenommen. 1437, 18. Februar (Montag nach Invooavit) schreiben Graf Wilhelm von Montfort und Wolfhard von Brandis an gemeine Eidgenossen, man soll Schwyz und Glarus im Besitz lassen, es sei dieses des von Toggenburg sel. Willen. (Missiv im Staatsarchiv Lucern.) R8» Lucern. A437, s. Marz (Samstag vor Mttcsasten). Spruchbrief der neunzehn im Anlaß vom 8. Februar gleichen Zahres (Abschied 181) benannten eidgenössischen Schiedboten zwischen Zürich und der Gräfin von Toggenburg einerseits und den Ländern Schwyz und Glarus andererseits. — Beilage 16. Die Acten dieses Tages, welche sämmtlich in der Urkunde enthalten sind, finden sich auch abgedruckt in Gerold Edlibach's Chronik Seite 5—12. R84 Fclökivch» R437, RR» Äkprtk (Donstag vor Niserioorckial. Archiv Schwyz. Graf Wilhelm von Montfort, Herr zu Tcttnang, Namens Frau Kunigunden von Werdenberg, seiner Gemahlin; Ulrich, Freiherr von Rhäzüns; Vogt Ulrich von Metsch, Graf zu Kirchberg, Haupt- April 1437. 117 mann an der Etsch, für sich selbst und für feine Mutter Margaretha von Ravon, geborne von Rhäzüns; Wolfhard von Brandis, Freiherr, im Namen seiner Gemahlin Verena von Werdenberg; Graf Heinrich von Sax auf Major, im Namen seiner Mutter Catharina von Werdenberg; Thüring von Arburg, Frei Herr von Schenkenberg, im Namen seiner Gemahlin Margaretha von Werdenberg, Urkunden, daß sie mit allem dem Gute, das ihr Bruder, Vetter und Schwager sel., Graf Friedrich von Toggenburg, nach seinem Tod verlassen und das ihnen zu Erbe gefallen und sonst von dessen Wittwe dem genannten Grafen Ulrich und Andern von Metsch gegeben und zugefügt worden, es seien Leute, Schlösser, Städte, Land, Gebiet, nichts ausgenommen, von den Ammännern und gemeinen Landleuten der Länder Schwyz und Glarus zu ewigen Landleuten angenommen worden seien, wie folgt: 1. Graf Wilhelm von Montfort und die übrigen Genannten schwören, mit den genannten Leuten, Schlössern, Städten zc. den Landleuten von Schwyz und Glarus in allen ihren Nöthen und Sachen zu helfen, als ob die Sache sie selbst angienge, derer von Schwyz und Glarus Nutzen und Ehre zu fördern, ihren Schaden zu warnen und zu wenden. 2. Die vorgenannten Städte, Schlösser zc. sollen ihnen offen stehen, so oft sie dessen bedürfen. 3. Grynau soll denen von Schwyz gehören ewiglich, wie es der Brief besagt, den sie von dem von Toggenburg sel. innehaben. 4. Da die obgenannten von Schwyz und Glarus Utznach, Lichtensteg, den Utznacherberg, das Thurthal, das Neckerthal, Wildenburg nebst ihren Zubehörden vormals in Eid genommen, so sollen die Leute bei diesen Eiden bleiben, „wann wir von etlichen erbern lüten redlich erinnert sind, daß der obgenant von Toggenburg selig, als er dem obgenanten von Brandis die obgenanten Schloß, Lüt zc. zugefügt wolt haben vnd Zm das zugeseit, luter bedingt vnd berett hett, dz die selben Lüt, Schloß zc. gen Switz mit einem ewigen Landrecht besorgt vnd dahin gefügt soltend werden," und daß des von Toggenburg Erben darum Gelübde und Eide thun sollen, doch so, daß die Leute bei ihren Freiheiten und Gnaden, die sie unter Toggenburg genossen, bleiben sotten. 5. Wollten die toggenburgijchen Erben über kurz oder lang die obgenannten Gebiete, eines oder mehrere, veräußern, so i ollen sie selbe denen von Schwyz und Glarus vor allen Andern anbieten, es wäre denn, daß ein Erbe des andern Rechtung kaufen wollte, mit Vorbehalt immerhin des vorgenannten Landrechts. t>. Sollten die von Schwyz und Glarus den obgenannten Herren zuziehen wollen, so sollen sie das in ihren Kosten thun und diese ihnen freien Kauf geben, doch daß sie „unwüstlich" ziehen. 7. Gemeinsame Eroberungen, wobei derer von Schwyz oder Glarus Panner gewesen, sollen den zwei Orten allein bleiben. 8. Gefangene dagegen, die die obgenannten Herren bei solchem Anlasse machen, bleiben ihnen allein, doch so, daß man sie nicht anders als mit einer von Schwyz und Glarus gebilligten Urfehde entlassen mag. 9. Eroberungen, die ohne Beisein der Panner von Schwyz und Glarus von den genannten Herren und den Zhrigen gemacht werden, bleiben ihnen allein; aber sie sollen damit den zwei Orten warten und ihnen be- holfen sein, wie mit ihren übrigen Besitzungen. 10. Niemand soll den Andern verhaften, er wäre denn rechter Schuldner oder Bürge. 11. Kein Laye soll den andern auf fremde oder geistliche Gerichte laden oder treiben, jondern jeder am Wohnort oder in der Heimath des Angesprochenen Recht nehmen lind geben. Nur bei Rechtsverweigerung mag man das Recht suchen, wo man es findet. Um Zinse mag man wecken, wie bisher. 12. Zn Frieden und Richtungen, die Schwyz und Glarus oder die Herrfchaft Oesterreich machen, jollen die genannten Herren mit den obgeschriebcnen Leuten, Städten, Thälern zc. denen von Schwyz und Glarus gehorsam sein. 13. Mit den Steuern und Bräuchen derer von Schwyz und Glarus haben sie nichts zu schaffen. 14. Andere Verbindungen einzugehen, ist ihnen unbenommen, 118 April 1437. doch soll für obbemmnte Städte, Schlösser, Lande, Leute zc. dieses Landrecht allen andern Verbindungen vorgehen. 15. Die Herren versprechen, in obgenannten Landschaften soll weder von ihnen, noch ihren Nachfolgern ein neuer Zoll auf die von Schwyz und Glarus oder ihre Landleute gelegt werden. 16. Wenn sie auch andern Herren, Freunden oder Gesellen dienten, so sollen sie doch auf briefliche Mahnung derer von Schwyz und Glarus sofort ihnen zu Hülfe kommen. 17. Schwyz und Glarus sind nicht gebunden, den Herren aus dem Schaden zu helfen, der ihnen aus andern Verbindungen oder Diensten erwüchse. 18. Kamen diese der obgenannten Städte, Schlösser, Thäler zc. wegen in Krieg mit Jemanden, der auf Ammänner und Räthe zu Schwyz und GlaruS Recht böte, so sollen sie solche Rechtsbote annehmen. 19. Bei Vesitzveränderung an obgenannten Herrschaften durch Todfälle oder anders können die von Schwyz und Glarus von den neuen Herren Eid und Gelübde fordern, ivie sie die gegenwärtigen gethan haben. 20. Vorbehalten werden Kaiser und Reich, die Herrschaft Oesterreich und die anderweitigen Verpflichtungen der Herren mit ihrem Leibe und andern ihren Gütern und Leuten. Abgedruckt bei Tschudi, II. z-17. R8S. Lncern. I4S7, RS. April (Freitag uor Saut Jörg). Archiv Schwyz. Die Boten, welche den Spruch vom 9. März vorhin gethan, erkennen auf ihren Eid, die von Schwyz haben den ihnen durch jenen Spruch auferlegten Beweis geleistet, daß der Herr von Toggenburg bei Lebzeiten ihnen die Gnade gethan, daß nach seinem Tode die Seinigen ihre ewigen Landleute werden sollen, und daß auch die Frau von Toggenburg nach seinem Tode mit etlicher Freunde Rath dieses bewilligt habe und zwar vor Austrag des Streites, in welchem sie mit andern Erben des von Toggenburg sel. stund. Die von Schwyz sollen also bei ihren Landleuten bleiben nach dem frühern Urtheil. — Beilage 11. Vergleiche H-mie'S Kliiigenbcrgcr-Chron ik Seite 21t ff. Bogenried. 14Z7 (Anfangs Mai). Tschudi! Chronik II. ZK3. Lucern, Uri, Unterwalden, Zug, Bern und Solothurn mahnen die Zürcher und Schwyzer aus dem Felde. 1. Mai sendet Lucern mit andern Eidgenossen Boten nach Zürich, um zu vermitteln (Lucerner Rathsbuch V. 0.104). — 2. Mai (Donstag nach dem Maitag) schreibt Zürich an Lucern, Bern, Uri, Unterwalden, Zug und Solothurn, es sei mit dem Panuer gleichen Tages in's Oberland gezogen ans Mahnung seiner Burger ob dem Wallcnsec, an welchen die Amtslcnte Herzog Friedrichs den Waffenstillstand gebrochen hätten. Wcgclin, Pfäverscr-Negcsten Nro. 488. — 9. Mai (Auffahrt) mahnt Lucern die Schwyzer aus dem Feld, wo sie niedwürts dem Wallcnsec gegen die Zürcher liegen. — 11. Mai (Samstag nach der Auffahrt). Schwyz mahnt Lucern und Unterwalden und bittet Bern zu Hülfe gegen die Zürcher. — 10. Mai (tsria guinta anto lostum vari-zmatis) schreibt Solothnrn an Lucern, daß, Mai 1437. 119 schon bevor es ab dem Tag zu Bezgenriet» die Einladung, eine Botschaft auf nächsten Freitag nach Lucern zu schicken, erhalten habe, bereits eine Botschaft gesendet habe, um zwischen Zürich und Schwyz zu vermitteln. (Missive in den Archiven Lucern und Schwyz.) R8V. Wyl. K437, R8. Mai (am hl. Abend zu Pfingsten). Archiv Schwyz. StistSarchiv St. Gallen. Eglolf, Abt zu St. Gallen, nimmt mit Ammann, Rathen und gemeinen Landleutcn des Landes Schwyz ein Landvecht auf zwanzig Jahre an, mit Rath seines Capitels und zum Besten seiner Gotteshausleute „mit vnser Statt Wil In vnd vsburgern, mit Werg dem floß vnd den tüten, so darzu gehörent, vnd darnach mit allen andern vnsers gotzhus lüten, so in wilent des edeln, wolgebornen Graf Fridrichen von Toggenburg, säliger Gedechtnuß, landen gesässen sind, es sye im Turtal, im Näckertal, in Sant Johannes tal oder an andern enden." 1. Der Abt verpflichtet sich, mit obgenannten Gotteshausleuten denen von Schwyz in allen ihren Nöthen Hülfe zu leisten, als ob die Sache ihn selbst angiengc, und die Stadt Wyl und das Schloß Werg ihnen offen zu halten. Die zu Werg gehörigen Leute, welche Schwyz kürzlich zu Landleuten genommen, sollen die zwanzig Jahre hindurch bei ihrem Landrecht bleiben, allen Rechten unschädlich. Die vorgenannten Gotteshausleute sollen alle vorab dem Abte huldigen und dann daS Landrecht schwören. Z. Wollte ein Abt während dieser Zeit das Schloß Werg verkaufen oder versetzen, so soll er es denen von Schwyz zum voraus anbieten. 3. Feiler Kauf. 4. Zeder Laie soll vor dem Richter seines Wohnorts oder Heimathorts gesucht werden und unverzogenes Recht erhalten. 5. Wenn die Stadt Wyl Stöße gewinnt mit Jemanden, der auf Schwyz Recht bietet, so soll sie das annehmen. l>. Bekommt sie Streit mit einem Ort der Eidgenossen, so gilt das Rechtsverfahren des Bundes, den jenes Ort mit Schwyz hat. 7. Jeder Abt zu St. Gallen ist während der zwanzig Jahre diesen Vertrag zu halten verpflichtet. 8. Ausschluß neuer Zölle. 9. Vorbehalt aller Rechte und Herrlichkeiten des Abts und Gotteshauses, Vorbehalt des Papsts und Kaisers. Pergamentene Urkunde mit den Siegeln des Abts, des Capitels und der Stadt Wpl. R88. A4S7, Tl. Mai. Stiftsarchiv St. Gallen. Burgermeister, Kleine und Große Räthe und alle Burger gemeinlich, reiche und arme, der „heiligen" Reichsstadt St. Gallen an einem, Ammann, große und kleine Räthe und alle Landleute gemeinlich des Landes Appenzell am andern Theil, verbinden sich zu Friede und Nutzen beider, mit Rath, Wissen, Willen und Gunst gemeiner Eidgenossen, zu einer Freundschaft, Einung und Bündniß, wie nachfolgt: Die von St. Gallen fallen den Appenzellern in allen ihren Nöthen gegen Jedermann beholfen sein in eigenen Kosten, fo oft das zu schulden kommt, bei dem Eid, den sie diesfalls geschworen haben. Ebenso sollen es die Appenzeller gegenüber der Stadt St. Gallen halten. Würden die Appenzeller von den Eidgenossen 120 Mai 1437. gemahnt, so sollen die von St. Gallen ihnen in diesem Falle nicht zu helfen schuldig sein, sie thäten es denn gern. Käme St. Gallen mit einem oder mehrern Orten der Eidgenossen in Bündniß oder Vereinung und wurde von selben gemahnt, so sollen die von Appenzell auch nicht zur Hülfe verbunden sein. Begehrte fürderhin eine Stadt oder ein Land zu den beiden Paciscenten in Einung, Burg- oder Landrecht zu kommen, so soll kein Theil solche ohne Wissen und Willen des andern annehmen, und sotten selbe zu beiden Theilen gleich schwören und huldigen. Den Sprüchen und Richtungen, die vor Zeiten zwischen beiden Theilen ergangen, sollen beide gewissenhaft nachkommen. Kein Theil soll dem andern wider die Eidgenossen oder das hl. Reich beholfen oder berathen sein. Dieses Bündniß soll den Eiden der Appenzeller zu den Eidgenossen keinen Schaden thun, wie sie denn auch dieses Bündniß mit deren Wissen und Willen vorgenommen haben. Pergamentene Urkunde, von der die beiden ehemal« angehängten Siegel abgenommen sind. Abgedruckt bei Zcllweger, Appenzeller Urkunde», Nro. 2SS. 18». A4Z7, T». Vtai (an Sanct NrbanStag). Archiv Schwyz. Graf Wilhelm von Montfort zu Tettnang, im Namen seiner Gemahlin Kunigunde von Werdenberg; Ulrich von Rhazüns, Freiherr; Vogt Ulrich von Metsch, Graf zu Kirchberg, Hauptmann an der Etsch, für sich und seine Mutter Margaretha von Raron geb. von Rhäzüns; Wolfhard von Brandis, Freiherr, Namens seiner Gemahlin Verena von Werdenberg; Graf Heinrich von Sap von Masox, Namens seiner Mutter Catharina von Werdenberg; Thüring von Arburg, Herr zu Schenkenberg, Namens seiner Gemahlin Margaretha von Werdenberg, Urkunden, daß sie die Grafschaft Utznach, welche ihnen, als den nächsten Erben ihres Bruders, Schwagers und Vetters, des Grafen Friedrich von Toggenburg, wie anderes Gut erbesweise angefallen, um die Schulden der Erbschaft zu bezahlen, den Ammannern, Rathen und gemeinen Landleuten der Lander Schwyz und Glarus in eines redlichen Satzes und Pfandes Weise mit allen Zubehörden versetzt und verpfändet haben um 1000 rhein. Gulden, die sie empfangen. Schwyz und Glarus sollen die Grafschaft inne haben in allen den Rechten, wie sie der verstorbene Graf von Toggenburg inne hatte, den Freiheiten der Burger zu Utznach und in der Grafschaft unbeschadet, bis zur Wiederlöfung. Alles den Eiden, welche die von Utznach den Ländern Schwyz und Glarus geleistet, und auch dem Landrechtsbrief, den sie von den obgenannten Erben besiegelt inne haben, ohne Schaden. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln Ulrichs von Metsch und Wolfhards von Brandis in Aller Namen. 1 »«> Basel. R4Z7, S«. Juni. LichnowSky, V. Regest Z7ZK. Waffenstillstand zwischen Herzog Friedrich, dem ältern, von Oesterreich und der Stadt Zürich, vermittelt durch das Vasler Coneilium, vom 16. Zum bis 11. November d. Z. Bestimmung eines Tages auf 25. Äuli behufs friedlicher Beilegung der obwaltenden Streitigkeiten. t Zuli 1437. 121 Basel. R4Z7, TZ. Juli (Sant Jacobstag). Tschudi - Chronik II. 251. 255. LS«. Unterhandlungen zwischen Herzog Friedrich, dem altern, von Oesterreich und denen von Zürich, denen aus dem Sarganserland, den Eidgenossen und einigen Reichsstädten, Bestätigung des Waffenstillstandes bis Martini (11. November) und Verlängerung desselben bis St. Thomastag (21. December). Vergleiche Heimes kklingenberger-Chronik, Seite L5V. R»Ä K4Z7 , KL». Teptenlber (Montag nach des hl. Kreuzes Tag oxatwtionis). Staatsarchiv Luceru: Allgemeine Abschiede, ä. St. Zürich bietet den Schwyzern unter Rückwcisung ihrer Mahnung Recht aus den Kaiser. Bürgermeister und Rath von Zürich schreiben an Landammann und Rath zu Schwyz, sie glauben nach Inhalt des geschwornen Briefs (Bundes) ihrer Mahnung nicht statt thun zu müssen. Sollten die von Schwyz den Bund anders verstehen und von ihrer Mahnung nicht abstehen wollen, „so haben wir üch darumb gcbottcn fürzekomen für den, der üwcr vnd vnser Herr ist, vor dem vnd durch den solichz aller billichost gelütert wirt." Sie möchten daher, wenn sie ihre Mahnung nicht zurückziehen wollen, „dem Rechten also vor vnserm allergnedigistcn Herrn, dem Römischen küng", nachkommen, dem Zürich seinerseits sich fügen werde, wie auch der Spruch lauten möge. RS» Sargans. R4S7, 7. October (Monwg vor DiomM. Tschudi: Chronik II. 25« ff. Graf Heinrich von Werdenberg und Sargans und Agnes, geb. von Metsch, seine Gemahlin, versetzen an Schwyz und Glarus die Grafschaft Sargans um 1800 rheinische Gulden in Gold, welche Summe beide Orte dem Grafen durch Vermittlung Bern's von einigen Baslern ausgewirkt hatten und wofür sie seine Bürgen geworden sind. Siehe auch Wcgel,II, Pfgverser-Regesten Nro, 1S5. !öllrrrn. R437, RT. lguinta anto l^uois VirAinis). Staatsarchiv Lucer»: Rathsbuch V. II. 118 d. Boten: Zürich. Hans Brunner; Hans Keller. Bern. Peter von Hürnberg. Uri. Hans Kluser. Schwyz. Fröwler; Hans Fründ. Obwalden. Ammann von Einwil. Nidwalden. Marquard Zelger. Zug. Hans Hüsler; Heini Türler. Glarus. Hans Schübelbach. 1« 122 December 1437. Diese bitten in Auftrag ihrer Obern, Lucern möchte dem Bischof von Constanz und dessen Brüdern, denen von Hewen, die Briefe um die Herrschaften Hewen und Engen sammt Zubehörde herausgeben, doch so, daß sie vertrösten, von nächster Weihnacht an in Jahresfrist die Briefe zurückzustellen. Das wird vom Rathe Lucerns bewilligt. Nebst dem Schultheißen Paulus von Büren und dem Ammann Ulrich von Hertenstein werden fünfzehn anwesende Räthe genannt. 1437, 31. Octobcr. Friedrich von Hewen für sich und seine Brüder, den Bischof Heinrich von Constanz und Hansen von Hewen, verspricht, die dein Herzog Friedrich von Oesterreich gehörigen Briefe, welche der Bischof von den Eidgenossen herausbringen soll, sobald dieses geschehen, dem Herzog zuzustellen. Lichnowöky, Ncgcstcn I>. a. Briefe Kaiser Sigmunds an die Eidgenossen im Jahr 1437. 1. Prag, 4. März. (Des ungarischen im fünfzigsten, des römischen im siebenundzwanzigsten, des böhmischen im sicbenzchnten, des Kaiscrthums im vierten Jahre — Montag nach Oculi.) Sigmund beruft die Eidgenossen auf einen Reichstag nach Eger auf Pfingsten. 2. Eger, 31. Juli. (Des ungarischen im einundfünfzigstcn, des römischen im sicbenundzwanzigsten, dcS böhmischen im achtzehnten Jahre — Mittwoch vor lüztri ml vlnonla.) Abmahnung, dem Herzog von Mailand, der dem Papst, der Kirche und dem Reiche seit lange widerwärtig sei, Hülfe zu leisten gegen ihn und Venedig, die selben jetzt bekriegen wollen; im Gegcntheil sollen sie durch keine Vereinigung sich abhalten lassen, dem Kaiser gegen Mailand Hülfe zu leisten. 3. Prag, 19. September (Donstag nach (lruois blxaltationis). Er habe Winterthur in des Reiches Schirm genommen, die Eidgenossen sollen es dabei schirmen. 4. Prag, 2l). September (Freitag vor Matthäi, Evangelistc). Er habe Napperswyl an das Reich genommen, die Eidgenossen sollen es dabei schirmen. Sämmtlich Originalbriefe auf Papier. inanckatnin ckoinini imxsradoris slargnaräno 0rxs»vkor.> Staatsarchiv Lueern. t»5 lttznach. 14S7, Tt Deceinber (»ff St.Thomaswg des hl. Apostels). Archiv SchwvZ. Ulrich von Rhäzüns und Hiltprnnd von Raron, Freiherren, setzen zu den 1000 rheinischen Gulden, um welche die Grafschaft Utznach bereits von ihnen und ihren Miterben denen von Schwyz und Glarus versetzt ist, noch 200 rheinische Gulden auf dieselbe, welche sie ebenfalls von den Ländern Schwyz und GlaruS baar empfangen haben, der Wiederlosung und dem Landrecht unschädlich. Pergamentene Urkunde. Das Siegel von RhazunS fehlt, da» von Raron hangt. t»« Lucern. R458, 4. Januar (Samstag vor dem zwölften Tag). Staatsarchiv Liiecr»: Rathsbuch V. il. tZll d. Samstag vor dem zwölften Tag (4. Zanuar) haben die Boten von Bern, Lucern, Uri, Schwyz Unterwalden und Zug beschlossen, es soll eine Gesandtschaft nach Zürich und Schwyz geschickt werden! Januar 1438. 123 um mit beiden Theilen ihrer neuen Burger und Landsleute wegen zu reden, sie zu bitten, deßhalb nichts Neues ohne Recht anzufangen, sondern wenn sie die Sache nicht gütlich vergleichen könnten, einander zu Recht zu mahnen nach Vorschrift der Bundbriefe. Würde das Zureden der Gesandten nicht fruchten, so sollen sie die beiden Orte mündlich mahnen nach Sage der Bünde und erklaren, die Eidgenossen seien einhellig, demjenigen Theil, welcher der Mahnung gehorsam sein werde, beholfen zu sein. RSV Lucern. I4Z8, TI Januar (St. Agncsmwg). Staatsarchiv Lucern: NathSbuch V. It. I2i> d. Die Boten von Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Unterwalden und Zug, welche auf Sanct Agnesentag zu Lucern versammelt waren, erhielten für die Sendung nach Zürich und Schwyz folgende Gewalt: 1. Sie sollen Schwyz ernstlich bitten, daß es Zürich nicht dränge, denen im Gaster und andern seinen Landleuten, welche der Herrschaft Oesterreich zugehören, Kauf zugehen zu lassen, bevor ein stäter Friede zwischen Zürich und Oesterreich geschlossen sei, es wäre denn, daß Schwyz jene Leute völlig und ewig von der Herrschaft zu seinen Händen bringen könnte. Die Eidgenossen können Zürich nicht bitten, noch mahnen, jenen Kauf zugehen zu lassen, da es mit Oesterreich in offener Feindschaft stehe. Wollte Schwyz kein Gehör schenken, so soll man eine Erklärung fordern, ob es der letzthin ergangenen Mahnung gehorsam sein wolle; wenn nicht, so soll man nochmals mahnen, gegen Zürich nichts ohne Recht vorzunehmen, unter Androhung, daß man dem gehorsamen Theil helfen wolle. 2. Zürich dagegen sollen sie ernstlich bitten, denen von Schwyz, Glarus, Einsiedeln, March, Utznach und Schmerikon und allen, welche nicht der Herrschaft Oesterreich zu versprechen stehen, unverhinderten Kauf zu lassen. Im Fall Zürich einfacher Zurede nicht entspräche, soll man es doch nicht sofort mahnen, denen von Schwyz und Glarus u. s. w. Kauf zu lassen, sondern man soll es bitten und zwar mit Unterschied, für die von Schwyz und Glarus mehr, als für die von Utznach und Schmerikon. Doch soll man bitten, wenn diese außerhalb Stadt und Gebiet Zürich in der Eidgenossenschaft Gebieten etwas kaufen, so möchte Zürich ihnen den Durchpaß gestatten gegen Entrichtung der Zölle, des Umgelds u. f. w. Sollte alles freundliche Zureden nicht fruchten, so soll man Zürich mahnen in gleicher Form wie Schwyz. 3. Man soll mit denen von Zürich reden, daß sie den Ihrigen im Oberland gebieten, den Schultheißen von Sargans und des Grafen Heinrich von Sargans Unterthanen unbekümmert zu lassen, bis die Boten zusammen kommen, welche den Frieden zwischen ihnen gemacht haben, und entscheiden, wer in dem Frieden begriffen sei oder nicht. RS8 Lucern. R488, R7» Ae^rnur (sseunük knts dlattbio kpostoli), Staatsarchiv Luccr»: Rathsbu» V. It. 124 d. Die Voten von Bern, Solothurn, Unterwalden, Uri und Zug waren mit den Rathen und Hunderten zu Lucern versammelt. Der letztern Meinung war, man solle denen von Schwyz erklären, die Eidgenossen wollten auf nichts weiter eintreten, es wäre denn, sie brächten der Herrschaft Leute „fürer" 124 Februar 1438. zu ihren Händen, als bisher. Wenn sie das erworben hätten, so sollen sie sich alles Weitern enthalten, bis der Friede zwischen Zürich und Oesterreich hergestellt sei, da der Krieg diese Leute auch begriffen habe und denen von Zürich im Svruch ihr Recht gegen der Herrschaft, der Losung halb um Windegg und Gaster, vorbehalten sei. Wenn das alles ausgetragen, so möge dann Zedermann werben, was gleich und billig ist; man wolle dann auch mit denen von Zürich reden, damit die Gasterer sicher seien. Mit denen von Zürich sollte man reden, daß sie eines der vom Herzog gebotenen Rechte ausnehmen, oder selbst ihm Rechte bieten, die er ausnehmen könne, oder endlich einen Frieden annehmen nach der Eidgenossen Vedünken. Mit solchen Worten sollten Voten aller Eidgenossen an beide Orte geschickt werden. Wollten aber nicht alle Orte solche Botschaft senden, so wolle Lucern auch nicht, indem es in diesem Falle keinen Erfolg voraussähe. Bern und Solothurn treten mit Vollmacht dieser Meinung bei. Uri hofft, die Veistimmung seiner Obern zu dem, was andere Eidgenossen thun, werde erfolgen. Unterwalden und Zug haben keine Vollmacht, wollen daher den Rathschlag heimbringen. ISV?» Zürich. t4S8, K7 Februar (Montag vov S-Mt Matthias). Staatsarchiv Lucern. Burgermeister und Rath der Stadt Zürich Urkunden, daß vor Zeiten in den Pfandbrief um die Pfandschaft Baden, die sie vom römischen König erworben, die Stadt Sursee geschrieben worden sei, ohne daß sie das verlangt hätten („vngefarlich, nit dz wir sollichs wurbent, oder dz vnser Meinung were, das wir vnser lieben fründen vnd sunder getrüwen Eidgnossen von Lucern darumb oder daran bekümbern söltent oder wöltent"). Man habe aber den Brief nicht ändern können, nachdem er einmal geschrieben war. Darum erklären sie, daß sie nicht nur Lucern jenes Pfandbriefs wegen an der Stadt Sursee niemals bekümmern, sondern auch, wenn Jemand anders das thun wollte, ihren Willen dazu nicht geben werden. Die Urkunde ist abgedruckt bei Segesser, RechtSgcschichte von Sucern I. zgz 2vti. Zürich. I4Z8, Tk. Februar (Mittwoch nach Saut Matthias). Staatsarchiv Zürich: Rottet. Waffenstillstand zwischen Zürich und Oesterreich vom 2ti. Februar bis 6. April 1438, vermittelt durch Basels und der Eidgenossen von Bern, Lucern, Solothurn, Uri und Zug Boten. „ Zc wissen ist von solicher stoß, spenn vnd zwcytracht wegen, so da sint zwnschcnt dem hochgeborncn, dnrch- lnchtigen fürsten vnd Herrn, Hcrtzog Fridrichen dem eltern, Hertzogcn zu Ocsterrich -e., an einem, vnd den fromen, wiscn, dem Bürgermeister, Rat vnd bürgern der statt Zürich am andern, das da der fttrnämen, wiscn, der statt von Basel crvern, wiß, treffcnlichcn Ratzbotcn, nämlich die vesten Herr Hemman von Offenburg, Ritter, Peter von Hägcnheim vnd meister Blrich im Hof, onch der Eidgenossen von Bern, Solothurn, Luccrn, Urc vnd von Februar 1438. 125 Zug erbern Kotten vff hüttigcn Tag vor dm Bürgermeister, Rät und die Zwcyhundcrt Zürich komm sint vnd haut die gar früntlich gebcttcn, Inen zc gunnm, zwüschent der Hcrschaft von Ocsterrich vnd den von Zürich einen früntlichen bestand ze bereden vnd zc machen bis vfs den batmtag nechstkitnftig vnd da ztvüschcnt früntlich tag vff ich mittvastcn zc setzen, cS sye gen Costcntz, Schafhnsen oder Rinfctden, vnd ze besuchen, ob die spenn gentzlich zu einer Richtung komm nmgcn, oder aber vff demselben früntlichen tag ander weg getroffen.werden, die sich zu früntschaft zwüschent beiden teilen möchten zicchen. Der obgesciten von Basel bottcn Hand ouch gerett, sy wellen angends werben, dz den von Zürich Ire gmangmen, sy ligcn zc Landegg oder zc Veldkilch, vß vangnnsse bis zu vsgang des bestantz komm vff ein widcrantivnrten, ob in den fachen nütz früntlichs funden wurde. Also Hand die von Zürich der erbern Boten von Basel, ouch der Eidgnossen Kotten, so darzu komm sint, ernst vnd flissig bett angesehen vnd haut den früntlichen bestand also mit den von Basel vfgmomen für sich vnd alle die Iren vnd alle die, so Inen ze versprechen stand, bis vf den Balmtag nechstkunt vnd den tag allen bis in die nacht vnd Hand ouch der von Basel Kotten dm von der Herschaft von Ocsterrich wegen versprochen vnd vfgmomen für sy alle, die Iren vnd alle die, so Inen ze versprechen stand nach notdurft. Vnd daruf so ist in dem früntlichen bestand cigcnlich berett, dz jetwcdcr teil vnd alle die sinen mit lip vnd gut dm bestand vs sicher für vnd wider allenthalben wandlen mag, von dem andern ganz vngesumpt vnd vnbe- kümbert. Es nement auch die von Basel, an die Herschaft von Ocsterrich ze werben, dz sy in dem bestand kein uüw- rung nit tügen, dann dz den bestand vß früntlich lasse anstan. Vnd also sind diser Zedel zwen glich gemacht vnd den von Basel einer geben vff Mittwuchcn nach Sant Mathyastag anno äomini n^eooichxxxvii^. Innsbruck. R438, T. Ntärz (Sonntag lnvooavit). Tschiidi! Chronik II. ZK«. Herzog Friedrich, der altere, für sich und die Herzoge Friedrich und Albrecht von Oesterreich und König Albrecht von Ungarn, verpfändet den Ländern Schwyz und Glarus die Beste Windeck mit dem Gaster, Ambden, Wesen, Wallenstadt und Zubehörde, wie solches Graf Friedrich sel. von Toggenburg zu Pfand gehabt, auch die Vogtei des Gotteshauses Schännis, alles um 3000 rheinische Gulden, auf Wiederlosung, unter Vorbehalt der Rechte und Freiheiten der Leute, wie sie selbe bisher genossen, und der Neutralität der Beste Windeck und der dazu gehörigen Leute bei innern Kriegen, die vor der Losung unter den Eidgenossen allfällig statt fänden. Siehe auch Wcgclin, Pfävcrser-Rcgestm Reo. 498. Nach der Klingeubergcr-Chronik Seite 252 begannen die Verhandlungen zu Innsbruck um Lichtmesse und dauerten drei Wochen. Aürich. 1438, A.N. (Mittwoch vor Mittelasien). Staatsarchiv Zürich! St. u. V. Nr. tSZS. Waffenstillstand zwischen Zürich und Oesterreich vom 19. März 1438 bis 25. November 1439, vermittelt durch den Bischof von Constanz und die Voten von Bern, Lucern, Solothurn und Zug. Marz 1438. „Wir, der Bürgermeister vnd Rat der statt Altrich, bekennen vnd tund kunt aller mcnglichem mit disem briefe; als sich zwüschend dem durchlüchtigen, hochgebornen surften vnd Herrn, Herrn Fridrichen dem eltern, Hertzogcn zu Oesterrich -c., vnd den sinen zu cim, vnd vnser vnd den vnsern zem andern teil etwas zweytracht vnd krieg erhept hat vnd vfferstanden ist, wie oder von was fach wegen die grlindcnt vnd herlangcn, bis vff disen hüttigen tag verloffen, Das wir da durch den hochwirdigen surften vnd Herrn, Her Heinrichen, Bischoff zu Costcntz, vnsern gnedigen Herren, mit dem obgenanten vnserm Herren, Hertzog Fridrichen dem eltern, Hcrtzogen zu Oesterrich zc., eins rechten, redlichen, durchgenden, vffrechten, gctrUwen, vngcfarlichen friden vnd gütlichen bestands in ein bracht vnd betädingt worden sint in Massen vnd mit sölichcn fürworten, so hernach geschriben stand. Dem ist also: Item des ersten, das wir obgenanten Burgermeister vnd Rat zu Zürich vnd alle die vnsern, die vns zugehören vnd zu versprechen stand, vnser wissentlich helsfer vnd Helfershelfer vnd alle die, so vnserhalb von buntnusse oder ander fach wegen zu solicher obgemelter zweytracht vnd krieg Haft, gewant oder darunter verdacht sind, mit dem vorgenanten vnserm Herrn von Oesterrich, allen den sinen, so sinen gnaden zugchörcn vnd zu versprechen stand, vnd sinen wissentlichen Helfern vnd Helfershelfern vnd allen den, so von sinen vnd der sinen wegen zu söllichem krieg vnd der zweytracht sin Haft gewesen vnd darvnder verdacht gewesen, von hüt datum dis briefs bis vf Sant Kathcrinen, der heiligen Jungfrowen, tag schirrest komcnd vnd von dem selben Sant Kathcrinen tag ein ganzes Jar, das nechst darnach, das ist bis vf Sant Katherinentag des Jars, so man zellen Wirt von der geburt Cristy tusent vierhundert vnd nün vnd drissig Jar, och den selben tag vnd die nacht vber, einen rechten, redlichen, getrüwcn, vfrechten, durchgenden vnd vngcfarlichen friden vnd gütlichen bestand halten füllen vnd wellen vnd darvon nützit tragen, noch dawider meiner gctnn noch schaffen getan werden by vnsern vcstcn vnd guten trüwen, vffsetz, arglist vnd gcuerd Harum gantz vßgcschlossen vnd Hindan gesundert. Vnd vff solichen friden sollen alle gefangen vff beiden teilten den friden vß tag haben, sich vff vßgang des friden, ob die fach in dem zit nit abgetragen vnd gericht Wirt, an die end in sölich vengnisse, darin» sy vff disen hüttigcn tag gewesen sind, an alles vcrzicchen wider zu stellen vnd zu antwurten. Es sol auch in dem zit des friden dcweder teil dem andern die sinen, so Im zu disen zitcn zugehörcnt vnd zu versprechen stand, in sinen schirm, noch zu burgern, noch landlütten nit nemen deHeins wegs vngeuarlich. Der obgcnent vnser gncdiger Herr von Costeutz sol vnd mag ouch in dem zit des friden, wenn sinen gnaden das eben sin wil, von obgenantcr zweytracht vnd krieg wegen zwüschend vnserm Herren von Oesterrich vnd vns gütlich tag an gelegen stett für sich setzen, die wir ouch dann suchen vnd sinen gnaden gönnen sollen vnd wellen, die fachen zu hören vnd zu besechen, ob die gütlich mögen betragen werden, vnd wie sich die fachen zu sölichcn tagen handle» vnd machen, sol doch diser frid vnd bestand das obgemelt zit vß an Jntrag weren vnd beidersit vnverbruchentlich gehalten werden, by der obgenanten vnser gclüpt an alle vfsätz, widerred vnd gcuerd. Vnd zc Vrkund, so haben wir obgenanten, Burgermeister vnd Rat der statt Zürich, vnser statt Jnsigel offent gehenkt an disen brief, der geben ist vff mittwuchen vor mittervasten anno äomini »lv.oooo»xxxvü^. Item vff Mittwochen vor Mitterfastcn aimo llomini 1438 hant der groß rat, den man nenipt die Zwey- hundcrt, disen friden, alz der vorgeschriben stat, vffgcnommen. Item vnd ist in disem frid gerett von vns mit den vndertedingern, die dazwischen!» gerett Hand, nämlich mit Türingen von Hallwil, mit dem Schopfer von Bern, mit Vlrich Hertenstein von Lutzern, mit einem Boten von Soloturn, mit dem Spillcr, Vogt zu Baden, vnd Rudi Dahinden von Zug, dis nachgeschriben sink, als die in dem friden ein teil nitt lntter begriffen sind: Item alz in dem friedbrief begriffen ist, dz gevangcn gegen gcvangen tag haben füllend vntzit vff den vßgang des friden, dz wir vns selber dar Inn vor vnd vß behebt Hand Rutschman Kalbrcr vnd sin sun, dz die bliben sond by der vrfeht vnd by den verbriefen, alz si sich verbriefst vnd gesworn Hand, dz vns sölichs an dem frid vnschedlich März 14Z8. 127 Wesen sol; doch sollen wir gen SangänSland dz best tun, dz man sinen siincn dz land erlaub vnd nnt Im; beschäch aber dz nit, so sol eS vns vnvcrgrisscn sin an diser richtuug. Item so denn von vnscr gcvangncn wegen, alz vns die in einem sridm gevangcn, andern den vnsern Jr gut genomen ist, darvmb vns die von Basel gcschriben Hand von bctt wegen des Margrafcn von Rotteln, der Herschaft von Ocsterrich Lantvogt, welicher vndcr den gcvangncn in sinem friden, den er mit vns vffgenomen hat, gevangcn oder wz den vnsern cntwert sig, dz welle er vns lidig machen w., alz dz denn der von Basel bricf chgcnlich wiset. Also haben wir disen fried vffgenomen, demselben schribcn vnd sölichcm versprechen vnschedlich, ob die fach nit gantz geeicht wurd, dz vnser Herr, der Margraf denn sölichcm schribcn nachgan sol, also dz vns diser frid daran nit ircn sol, vnd dz ist mit bedingten Worten vorbehcbt. Item so denn von des gutz wegen, dz den vnsern entwert ist, es sig den, die gevangcn sind oder andern vnsern burgern, darumb ist also gerett, alz ein tag setz vff mentag nach mitternastcn ze Rmuelden gelcist sol werden zwüschcnd der Herrschast vnd vns; Werdens vns da vnser gevangcn lcdig vnd dz gut widerkert, wol vnd gut, beschicht aber dz nit, so bestat es vmb die gcvangncn, alz da ob gcschriben stat; aber vmb dz gut, dafür hat vnser gnädiger Herr von Costentz versprochen, den vnsern das an alles verziechen ze antwurtcnd in Ircn gcwalt. Item zu lctst ist gerett, alz die in Sanganserland einen krieg Hand mit Graf Wilhalmen von Montfort vnd den sinen zu Werdenbcrg, dz diser frid die selben fach weder von der gcvangncn, noch von keiner andren fachen wegen nit beriiren sol in keinen weg, wan dz solich fach harin ganz vsgesetzt ist vnd sin sol. Vnd diß bcrednuß ist also mit lutern vßbedingeten Worten alz vmb den obgeschribnen frid beschehcn gen den obgenanten botten vnd damit der frid vffgenomen nach der form, so obgeschriben ist, von Bürgermeistern, rotten, Zunftmeistern vnd dem grossen Rat der Zweyhundertcn." Vergleiche die Klingenberger-Chronik Seite 255, welche die Unterhandlung des Waffenstillstandes in Innsbruck vor sich gehen läßt. s«» Baden. R4Z8, R. Juni (vs den tag zu Pfingsten). Archiv Arau: Urbar der Grafschaft Baden, 22. Auf gemeiner Eidgenossen Geheiß entscheiden Zost Spiller von Zug, zu dieser Zeit Vogt zu Baden, Ztal Reding, der längere, von Schwyz und Marquard Zelger von Unterwalden mittels schiedrichterlichen Spruchs über die Streitigkeiten zwischen dem Dorf Würnalingen einerseits und den Dörfern Nider- und Obersiggingen, Kirchdorf und zu den zwei Nußbäumen, alle im Siggenthal gelegen, andererseits, in Betreff der Unterhaltung der Friedzäunc auf dem Wicsenthalerfeld und über daS Verfahren bei Beschädigung der Felder durch daS Vieh. Tvck ^!lklch» I 438, 17» ÄUlHIlsf (Sonntag nach ^ssumptionis blaritv). Staatsarchiv Luccrn: Missive. Durch Schreiben vom 10. August (Laurentii) setzte Zürich den Städten Bern, Lucörn und Solothurn Tag nach Zürich auf obgenannten Sonntag, da ein Brief vom römischen König ab dem Tag zu Nürnberg gekommen sei, großer Anliegen des heiligen Reiches, vorzüglich des deutschen Landes wegen. — Acten über den nach Zürich angesetzten Tag fehlen. 128 August 14Z8. Das Datum des Briefes lautet „vff Laurent» xxxviijmo". Eine Verwechslung mit Loxtimo scheint übrigens doch nicht vorhanden zu sein, da der erste deutsche Reichstag König Albrcchts auf St. Margarcthcntag 1438 nach Nürnberg angesetzt war. S. Lichnowsky V. S. 286. SOS Lncern. R4S8, RS. August. , Staatsarchiv Luccrn: Missive. Bern schreibt an Lucern den 11. August (nrMina I^aurentii murt^ris): Wie es vernehme, sei zwischen Lucern und Unterwalden Span „villicht von der ordnung wegen der merkten in etlichen stucken Inen (den Unterwaldnern) zutreffen!." Malt möchte den Streit anstehen lassen bis auf einen ihnen und andern Eidgenossen auf Dienstag nach Unser Frauentag im -August nach Lucern gesetzten Tag. — Die Acten des Tages fehlen. SO« Lucern. R4Z8 (im September). Staatsarchiv Zürich. Gütlicher Tag der Eidgenossen zur Hinlegung der Streitigkeiten zwischen Zürich und Schwyz. Zürich berichtet darüber unterm 30. September (vrastlua. tasti Uivüaluzlis urvüanAizli) an die Städte Ravensburg, Constanz, Uebcrlingen und Schaffhausen: Es seien in der Sache von Städten und Ländern der Eidgenossen mancherlei Wege zur Vereinigung gesucht, zuletzt sei ein anderer gütlicher Tag angesetzt worden nach Rap- pcrswhl auf Sonntag vor St. Gallcntag (12. October), um wo möglich eine völlige Richtung zu Stande zu bringen. Inzwischen sollen „alle fachen in gutem bestan, doch der gebur sol die büß geben, darvm wir Inn gcschezzct Hand, vnd damit schweren, den gcrichten gehorsam ze sind. Sodeim alz von des vnverdingeten lonffcS wegen, wie wir also ein ordnung gemacht Hand, by der ordnung bestanden wir auch. Also meinen wir ouch den tag ze suchend vnd dem gütlich nachzcgand, die fachen also gütlich lassen anstan, es sig denn dz vns vtzit anders begegny, darnach wir vns ouch halten werdint w. w." Den 13. September (Donstag zu Nacht nach des hl. Krcuzestag) meldet Zug an Lncern, die von Zürich seien mit Panner und Macht ausgezogen, wohin wisse man noch nicht. Staatsarchiv Lucern, Missive. Schwyz hatte Zürich auf einen rechtlichen Tag nach Einsiedeln gefordert auf den 21. September wegen Ober- holzers Sache (Tschudi II. 263), Zürich diese Mahnung mit einer weitläufigen Erörterung cl. ct. 12. September (Freitag vor Dxsltatloui» Lruols) abgewiesen. Staatsarchiv Lucern, Missive. sov Rapperswyl. R4S8, RS. October (Sonntag vor GM). Die Acten fehlen. — Siehe Abschied 206. Vergleiche Tschudi II. 263, 264, der jedoch als Datum den Sonntag nach Galli (19. October) angicbt. Vergleiche auch die Klingenberger-Chronik Seite 256, 257. November 1438. 129 S«8. Bern. R438, TN» 9?onentber ^«äroo axoswii). Staatsarchiv Zürich. Boten: Lucern. Ulrich von Hertenstein, Schultheiß; Anton Ruß; Werner Keller. Solothurn. Hans Wagner; Hans Hagen. Uri. Walter zum Brunnen, Ammann; Hans Kempf. Obwalden. Claus von Rütli, Ammann. Nidwalden. Ulrich am Vül. Zug. Hans Hüsler, Ammann; Heinrich Mulischwand. n. Diese saßen mit Schultheiß und Rath zu Bern zu freundlicher Verhandlung über die zwischen Zürich und Schwyz obwaltenden Spänne und MißHelligkeiten zusammen. Vor ihnen erschienen als Boten: von Zürich Rudolf Stüssi, Ritter, Bürgermeister, Michael Graf, Stadtschreiber; von Schwyz Hans Abvberg, Altammann, Hans Wagner; und endlich von Glavus Ulrich Elmer und Jacob (Hans) Wanner. Die von Schwyz formulirten ihre Ansprachen an Zürich in vier Punkte, als: 1. Zürich soll die Leute des Grafen Heinrich von Sargans, die es wider Recht und trotz der Bitten des Grafen, solches zu unterlassen, als Burger angenommen, aus seinem Burgrecht entlassen, sie des daher geleisteten Eides entbinden und die Kosten abtvagen, welche der Graf des Zuges wegen gehabt hat. Darauf antworten die von Zürich: Sie haben jene Leute zu Burgern aufgenommen, da Graf Heinrich zu denen von Schwyz noch nicht in Landmannsweise verbunden gewesen sei; die Leute haben das Burgrecht geschworen und sie haben das mit Gott und Ehren gethan. Darauf meinten der Eidgenossen Boten und der Rath zu Bern: Da Zürich die Leute zu Burgern empfangen, ehe Graf Heinrich zu Schwyz Landmann wurde, so habe es denen von Schwyz nach Sage der Bundbriefe darum nicht zu antworten; sollte Graf Heinrich die von Zürich seiner dicßfälligcn Ansprache nicht erlassen, so sollen die von Zürich ihm gleiches Recht nicht abschlagen an den Enden, da das glimpflich und billig sei, doch nicht nach des Bundes Sage, es wäre denn, daß sie das freiwillig thäten. 2. Der zweite Punkt betraf die Sache des Oberholzer. Die von Schwyz klagen, der Oberholzer, ihr Landmann in ihrer Grafschaft Utznach, sei von denen von Zürich wider alles Recht gefangen, gethürmt und um 200 Pfund geschätzt worden und keine Bitte noch Mahnung habe Zürich vermocht, dieser Sache wegen bundesgcmäßes Recht anzunehmen oder einen Marchuntergang zu thun. Zürich antwortet: Der Oberbolzer sei auf einem Hofe gesessen, welcher in den hohen und kleinen Gerichten ihrer Herrschaft Grüningen liege, er habe ihre Gebote so oft übersehen, daß sie nicht haben unterlassen können, ihn mit Recht zu strafen; sie glauben, darüber nach des Bundes Sage nicht zu „tagen" schuldig zu sein, und meinen, sie haben auf die Grafschaft Utznach besseres Recht, als die von Schwyz, so daß sie keinen Marchuntergang zu thun brauchen. Darauf haben der Eidgenossen Boten und der Rath von Bern gefunden, daß nach Gelegenheit der Sache Zürich bei der Strafe und bei seinem Besitz bleiben soll und daß Schwyz es darum nicht nach des Bundes Sage mahnen könne. Bezüglich des Marchunterganges zwischen den Herrschaften Grüningen und Utznach, den die von Schwyz begehren, sollen dagegen die von Zürich nach Maßgabe der beschwornen Bünde zu Tagen kommen, wenn sie dazu gemahnt werden. Erfinde sich dann „vor den Vieren und dem Fünften", daß der Hof, wo der Oberholzer gesessen war, nach Grüningen gehöre, so bleiben die von Zürich, wie obsteht, bei Strafe und Gewerbe; finde sich dagegen, daß der Hof in die Landmarch von Utznach gehöre, so sollen die von 17 130 November 1433. Zürich darum einen Wandel thun nach der Viere und des Fünften Erkanntniß. 3. Bezüglich des KnechtS, der in einer Tröstung verwundet sein soll, begehren die von Schwyz, daß man die Sache zu Rapperswyl berechtigen, besonders die Kundschaft daselbst verhören soll, indem auch die Tröstung daselbst aufgenommen wurde. Die von Zürich erwidern, jener Knecht sei in ihren hohen und Niedern Gerichten verwundet worden, daher soll auch die Sache da berechtigt werden. Auf dieses sprechen der Eidgenossen Boten und der Rath von Bern, ein Frevel soll billigerweise da vorgenommen und berechtet werden, wo er geschehen ist; wird dann Jemanden daselbst geboten, Kundschaft zu legen, so mag er selbe suchen und beide Parteien sollen ihm dazu Vorschub leisten. 4. Schwyz klagt, Zürich versage ihm den freien unverdingeten Kauf und verweigere darum bundesgemäßes Recht. Zürich antwortet, eS stehe ihm kraft seiner Freiheiten von Kaisern und Königen zu, in seiner Stadt Ordnungen und Satzungen nach Noth- durft zu machen und eS habe nach der Bünde Sage Niemanden darum zu antworten. Darauf haben der Eidgenossen Voten und der Rath von Bern gefunden, Schwyz habe Zürich dieser Sache wegen nicht an bundesgemäßes Recht zu mahnen, sondern Zürich soll bei den Freiheiten bleiben, die es im Bunde sich vorbehalten habe; doch soll Zürich weder den Seinigen, noch denen von Schwyz, noch andern Eidgenossen solche Kaufe ganz abschlagen, sondern ihnen selbe nach Gelegenheit der Zeit zukommen lassen; würden solche Käufe denen von Schwyz oder andern Eidgenossen ganz abgeschlagen oder vorenthalten, so möchten die Betroffenen Zürich wohl zu Recht mahnen nach der Bünde Sage. — Hierauf haben auch die von Zürich ihre Ansprachen an Schwyz vorgebracht. 1. Schwyz habe einen neuen beschwerlichen Zoll aufgesetzt zum Nachtheil der Zürcher, Andern gegenüber aber denselben nachgelassen. Schwyz antwortet, eS habe allerdings kraft seiner kaiserlichen Freiheiten einen Zoll aufgesetzt, um Mittel zur Verbesserung seiner Straßen und Wege zu erhalten, und es meine dabei zu bleiben; dasselbe habe auch Zürich gethan und einen Zoll aus der Stadt auf das Land verlegt, ebenfalls zum Nachtheil der Schwyzer. Die Eidgenossen und der Rath von Bern finden, wenn eine Partei oder beide neue Zölle, die sie nicht in den Bund gebracht, gegenüber der andern aufgesetzt habe, so sollen sie selbe gegen einander abthun. 2. Schwyz habe die Herrschaft Utznach als Pfand genommen, ungeachtet Zürich darauf gutes Recht habe. Schwyz antwortet: Die Herren, denen die Eigenschaft zugehöre, haben ihm die Herrschaft versetzt und es meine dabei zu bleiben. Spruch: Da weise Leute schon früher über diesen Punkt gesprochen, so lasse man eS dabei bleiben; wolle aber Zürich von seiner Klage nicht abstehen, so möge es die von Schwyz an den Enden, da eS bittig, darum vornehmen; ebenso um das Gastet, welches die von Schwyz an sich gezogen haben. 3. Zürich verlangt, daß Schwyz die Leute Friedrichs von Hunwyl, die in derer von Zürich hohen Gerichten gesessen seien, aus dem Landrecht, in die es sie genommen, entlasse. Die Boten von Schwyz antworten, daß ihnen der Sachverhalt dießfallS nicht bekannt sei und daß sie erst nach näherer Erkundigung darauf Antwort geben können. Spruch: Leute, die in des von Hunwyl Niedern, aber in derer von Zürich hohen Gerichten sitzen und nicht dem von Toggenburg mit Eigenschaft zugehörten, sollen, sofern sie zu Schwyz Landleute geworden sind, auS diesem Landrecht entlassen werden; diejenigen aber, welche dem von Toggenburg eigen waren, mögen zu Schwyz Landleute bleiben. 4. Zuletzt klagt Zürich, eS sei einem seiner Knechte in der March etwas Korn geschnitten und weggeführt worden „vnerfolget des Rechten, sundern darumb, won er nit daselbs gesessen sig.« Die Boten von Schwyz erklären, auch diese Sache sei ihnen nicht näher bekannt. Darauf haben der Eidgenossen Voten und der Rätst von Bern ausgesprochen: Finde sich die Angabe derer von Zürich begründet, so soll man dem November 1438. 131 Knecht sein Korn wieder erstatten und ihn bei dem Seinen, es seie Erblehen oder anderes Gut, bleiben lassen. ?». Ferner soll man gedenken an Ulrich Amsler, Burger zu Bern, seines Lehens wegen, das er von der Aebtissin von Schannis hat. Item an derer von Zürich weitere Ansprachen an die von Schwyz, als „von des strows, höws vnd buwes in der March; item als der Eidgnossen Botten vnder den lachen geritten sind vnd sy vcrklegt Hand; item dz sy die von Zürich vor vnserin Herrn, dem küng, verklagt Hand; item daz die von Switz redent, die von Zürich sigind erlöst, meineid vnd haltend weder eid noch ere; item daz sy denen von Zürich die March sant Niclaus stud verruckt Hand vber die rechten March iiift schritt; item daz die von Switz die von Zürich gesumpt Hand, do sy zu veld tagend, vnd Ire schiff gehindert". — «?. „Vmb die gericht ze Westvalen nota: Es Hand sich die von Bern vnderrett vff der Eidgnossen verbessrung also, dz man ein ordnung machte durch alle Eidgnosschaft, daz wer der were, der deheinen in aller Eidgnosschaft an deHein frömd gericht, Es sig geistlich oder weltlich, sürneme oder tagte, daz der der Statt, dem land oder der Herrschaft, vnder der gebiet der ansprechend ist gesessen, an alle gnad verfallen sin sott vmb hundert Rutscher guldin, vnd sol man ouch zu desselben lib vnd gut griffen bis vff die stund, daz er die bust geleist vnd bezalt, so daruff gesetzt ist. Wölt aber der ansprechig die Eidgnosschaft schlichen, möcht denn der angesprochen oder sin sründ, dem also zukomen vnd zu sinem lib oder gut griffen wurdent, es wer in der Eidgnosschaft oder vssert- halb, die sollent darvmb vrfech sin vnd in allen örtern der Eidgnosschaft vnd die zu Inen gehörent, enthalten werden bis vff die zit vnd darnach, daz sölliche bust vnd freuet, als vorstat, abgetragen werdent mit allem kosten vnd schaden, so darüber geloffen ist. Wer ouch also mit frömden geeichten fürgcnomen Wirt, der sol allweg Recht bieten nach der keyserlichen fryheiten sag, so denn ieglich statt oder land hat, vnder der ein semlicher ist gesessen. Doch vorbehalten die heiligen E vnd wucher, dz mag ein jeglicher fürnemcn, doch mit sines Herrn vnd Richters rat, da er gesessen ist, vngcuavlich." Zu n. 4. König Albrccht gebietet aus Prag, Mittwoch vor St. Gallus (15. Octobcr) 1438, den Zürcher», denen von Schwyz die Neichsstraßcn und Markte nicht abzuschlagen. Archiv Schwyz Urk. Nro. 338. Abgedruckt bei Tschudi II. 264. Lltceri». I41Z8, NT» December (Freitag vor Luck). Staatsarchiv Lucern. Boten: Bern. Ulrich von Erlach; Rudolf von Ringoltingen. Lucern. Anton Rust; Werner Keller. Solothurn. Hans Hagen. Uri. Walter zum Brunnen, Ammanit; Hans Kempf, Landschreiber. Obwalden. Heinrich zun Hofen von Kerns. Nidwalden. Ulrich ab Bül von Stans. Zug. Hans Hüsler, Ammann; Heinrich Mülischwand. Diese Boten, von ihren Herren und Obern auf diesen Tag zu Lucern geordnet, Urkunden was folgt: Da lange Zeit hindurch zwischen Zürich und Schwyz Stöste und Spanne gewaltet, so habe Schultheiß und Rath zu Bern beiden Theilen einen freundlichen Tag gesetzt nach Bern auf St. Catha- rinentag (25. November) abhin, wozu auch Lucern, Solothurn, Uri, Unterwalden und Zug ihre Boten geschickt haben, da ihnen der Tag auch verkündet worden war. Auf demselben Tag seien erschienen als Boten: von Zürich Herr Rudolf Stüssi, Ritter, Bürgermeister, Heinrich Uesikon, Cunrad Mevev und 13? December 1438. Michael Graf, Stadtschreiber; von Schwyz Hans Abyberg, Altammann, und Hans Wagner; von Glarus Ulrich Elmer und Hans Wanner. Morndeß nach St. Catharina (26. November) seien die Parteien vor den Rath zu Bern und der Eidgenossen Boten getreten und gefragt worden, was für Vollmachten sie besaßen. Es habe sich ergeben, daß „dewedrer teil souil gewaltes hatt, als aber zu früntlichen tagen, do man fachen in gütikeit schlichten sol, notdürftig ist." Der Rath von Bern und der Eidgenossen Boten hatten nichtödestominder, um Aergeres zu verhüten, die Parteien vorgenommen, ihre Klagen, Rede und Widerrede angehört und über jeden Artikel sich auf das billigste vereinbart und unterredet, darauf das Ergebnis! in gleiche Rödel verschreiben lassen zum Bericht an die Obern, und einen Tag auf heute nach Lucern gesetzt, um mit vollem Gewalt zu antworten. Darauf sind auf heute die obgenannten Voten von Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Unterwalden und Zug mit vollem Gewalt, der zu Bern verabredeten Beschließung nachzugehen, in Lucern zusammengetreten und haben nach Er- wahrung ihrer Vollmachten gefunden, daß die genannten Städte und Lander einhellig sind und allen ihren Boten befohlen haben, beiden Parteien zu sagen, ihr Wille sei, daß der Beredung, die zu Bern geschehen ist, von beiden Parteien nachgelebt »verde, wie sie hernach von Wort zu Wort geschrieben steht, und daß sie werden annehmen und dafür halten, diejenige Partei, welche selbe nicht annehmen würde, wolle mit der andern ihren Muthwillen treiben, wogegen sie die gehorsame Partei mit Leib und Gut und mit ganzer Gewalt schützen werden. „Ztem vnd ist diß die beredniß, so zu Bern beschechen ist: (Folgt dann der Text der in Abschied 208 ». gegebenen Verhandlung mit einer entsprechenden urkundlichen Schlußformel und der nachträglichen Bemerkung, daß wenn der eine oder andere der streitenden Theile eine pergamentene Urkunde dieses Spruches begehrte, Lucern, unter dessen Siegel der Spruch gegeben ist, einem solchen Verlangen entsprechen und die urkundlichen Ausfertigungen zu Händen der Parteien ebenfalls unter seinem Siegel im Namen aller vermittelnden Orte geben soll.) Coniept im Staatsarchiv Lucern, Acte»: Zürchcrkrieg. Abgedruckt bei Tschudi II. ZK7 ff- sammt der Erklärung des Raths und der Gemeinde von Zürich darüber, vom Samstag xost airoumoisioui» I4M. — G, Edlibach, Chronik, Seite IS—ZZ. SR« Bcgqcnried. I4S8, T7. December (Saut Johann Eoangciistentag). Staatsarchiv r'uccril! Missive. Auf diesen Tag hatte Zug durch Schreiben vom 24. December fvixilil! naliuitatis ekrisli) den Eidgenossen nach Bezgenriet» Tag gesetzt wegen der Rüstungen von Zürich, Schwyz und Glarus gegen einander, weil die von Zürich den neuen Landleuten der Schwyzer keinen Kauf gestatten wollen. — Die Acten des Tages fehlen. TAH 14ÄN, 14. (Donrcstag vusers Herrn vffarl tage). Archiv Schwyz. Die Rathsboten der Städte und Länder Straßburg, Bafel, Constanz, Schaffhausen, Ueberlingen, Ravensburg, St. Gallen, Nheinfelden, Bern, Lucern, Solothurn, Zug, Uri, Unterwalden, Appenzell und Baden, von ihren Herren und Obern geordnet, die Streitig- Mm 1439. 133 leiten zwischen Zürich, Schwyz und Glarus, wegen derer diese Orte mit offenen Pannern gegen einander zu Felde gezogen waren, zu vermitteln, Urkunden, daß sie zwischen beiden Theilen einen Frieden folgenden Inhalts gemacht haben: 1. Der Friede soll anfangen auf Datum dieses Briefs und bestehen bis auf den beiligen Ostertag nächstkünftig, denselben Tag inbegriffen, so daß jedweder Theil und alle, die ihm irgendwie behülflich gewesen, diese Zeit hindurch vor dem andern dieser Sachen wegen unbekümmert und sicher sein und wandeln soll. 2. Die von Zürich sollen denen von Schwyz und Glarus und allen, die ihnen geschworen und gehuldigt haben, durch ihre Stadt und ihr Gebiet Kauf von und zu ihnen gehen lasten und, wenn sie außerhalb Zürchergebiets irgend welches Gut, mit Ausnahme fremden Weins, kaufen, soll Zürich sie nicht hindern, selbes durch ihre Stadt und ihr Gebiet zu führen, gegen Entrichtung der althergekommenen Zölle und Umgelder. 3. Zürich soll dem Gotteshaus Einsicdeln und dessen Leuten „erberlich lassen Win zugeen, als das ouch von Alterhar komm ist". 4. Für erweislich wahrend eines Waffenstillstandes weggenommenes Gut soll Ersatz geleistet werden. 5. Die während des Krieges auf beiden Seiten gemachten Gefangenen sollen auf Wiederstellen diesen Frieden hindurch frei gelassen werden. 6. „Vnd ist diser fride berett vnd gemacht den Bünden, so die von Zürich vnd die von Switz sament hant, ouch dem Bunt, so die von Zürich vnd von Glarus insunders samcn hant, ouch beidersit fryheiten, manungen, beredungen vnd gerechtigkeiten gantz unschedlich vnd vnvergriffenlich." — Zm Namen aller Botschaften der obgenannten Städte und Länder siegeln Burkard von Mülnheim, Ritter, Arnold von Berenfels, Ritter, und Heinrich von Vubenberg, Ritter. Pergamentene Ilrknnde mit drei anhangenden Siegeln. Im Staatsarchiv Zürich befindet sich die auf dem Etzel gemachte Notel, diesem besiegelten Brief bis auf die Schtnßstcllc gleichlautend. Nach Tschudi II. 232 sollten die förmlichen Briefe erst auf dem Tage zu Baden auf Pfingsten (26. Mai) ausgefertigt und besiegelt werden. SIT Baden. I.4AN, 8. NllHUjst (Samstag vor Sanl vorenz). Archiv Basel! Ossnungsbnit! l. SS. Tag der Eidgenossen zur Vermittlung zwischen Zürich und Schwyz. — Die Acten fehlen. Das Basier Offnungsbuch sagt: Auf diesen Tag sollen Basels Boten zum angegebenen Zweck auch zu Baden sein. TIS I45N, Aetoder (Donstag vor Sant Gallcntag). Dtaatüarchiv Zürich: St. u. L. Nr. jzzz. Erstreckung des Waffenstillstandes zwischen Zürich und Oesterreich vom 25. November 1439 bis 25. November 1440. „Wir, der Bürgermeister vnd Rat der Statt Zürich, bekennend vnd tnnd kunt offcnlich aller »lenglichem mit disem bricf, von sölichcr zweyung vnd kriegs wegen, so da gewesen vnd vffcrstanden sind zwüschend dein dnrchlüchtcn, hochgeborncn fürsten vnd Herrn, Herrn Fridrichen dein cltern, Herzogen zu Österlich -c. seligen, löblicher gcdcchtnuß, vnd den sinen an einem, vnd vns vnd den vnscrn am andern teil, darin durch den hochwirdigen Herrn Heinrichen, t34 October 1439. bischoff zu Costentz, vnsern gnedigcn Herrn, zwüschend vns beiden Partyen ein rechter, redlicher, durchgendcr, vffrechter, getrüwer, vngeuärlicher frid vnd gütlicher bestand betedingt worden ist nach lut vnd sag solicher versigelter friedbriefe, von vns beiden teilen darüber gemacht vnd geben, dcrsclb frid also gcstelt vnd gesetzt worden ist, dz er weren solt vntzit vff Sant Kathrinen tag der heiligen Jungfrowen, so aller nechst knmpt nach datuin diß briefs, denselben tag vnd die nacht über. Also haben wir mit gutem rat, rechter wissen vnd snnderm gutem willen wolbcdachtcnktich sölich abgemeldeten frid mit allen sinen stucken, Puncten vnd artiklen lassen erstrecken, erlengern vnd fürbz anstellen vntzit von Sant Kathrinen tag der heiligen Jungfrowen, so allernechst kompt, nach datum diß briefs über ein gantz Jar, dz ist sant Kathrinen tag, alz man zelten wirt von der gcburt Cristi tuscnt vierhundert vnd vierzig Jar, denselben tag vnd die nacht über, erstreckend vnd erlcngernd den frid also mit kraft diß briefs, also dz wir obgenante, Bürgermeister vnd Rat zu Zürich, alle die vnsern, die vns zugehörend vnd zn versprechend stand, vnser wissentlich Helfer vnd Helfershelfer vnd alle die, so vnserhalb von bnntniß oder ander fach wegen zu sölicher abgemeldeter fach, krieg vnd zweytracht Haft, verdacht vnd darundcr gcwant sind, mit vnser gnedigcn Herschaft von Ocsterrich, allen den Iren vnd den, so Iren gnaden zu versprechend stand, Iren wissentlichen Helfern vnd Helfershelfern vnd allen den, so von Inen oder der Iren wegen zu sölichem krieg vnd der zweytracht Haft, gcwant vnd darunder verdacht sind, solichen vffrechtcn, durchgcnden frid vnd gütlichen bestand haben sollend vnd wellend vnd darin ntttzit tragen, noch dawider tun, schaffen noch Verheugen getan werden bi vnsern vesten vnd guten trüwen, alle geuerd har In vsgesetzt. Es ist och jetz nämlich bereit, dz wir einen gütlichen, früntlichen tag leisten füllend mit der egenantcn vnser gnedigcn Herrschaft von Ocsterrich zu Veltkilch in ircm schloß vff sant Jergen tag, so aller nechst kompt nach datum diß briefs, ob die fach in früntschaft betragen werden möchtcnd; vnd wie sich die fachen vff dem tag vcrhandlend, oder ob der tag nit geleist werd, nach dem sol die fach in dem friden bestan diz zil vß, als dz abgemeldet ist, an allen Jntrag, by der gliibt alz vor stat, sollichs gütlichen tagcs ze leistend wir vns früntlich begeben Hand, dem crberlich nachzegand. Wer aber, dz ein fürst von Ocsterrich heruß zn land kein vnd des gnad den selben gütlichen tag fürderlicher vnd c denn zu Sant Jergen tag leisten Welt, dar in wellen wir sinen fürstlichen gnaden zn genallen vnd willen stan, doch dz solicher tag an gelegen stett gesetzt werd, da wir Inn komlich gesnchcn mugind. Vnd wenn »vir sölicher fach vnd früntlicher, gütlicher erlengrung vnd erstrcckung des bescheidnen fridenö vnd gütlichen bestandz mit den Worten, alz obgeschriben ist, Jngegangen sind, des zn warcm, stätem vrkund, so haben »vir, obgcnauten Bürgermeister vnd Nete der statt Zürich, vnser statt Jnsigcl ossenlich gehenkt an discn bricf, der geben ist vff donstag nechst vor sant Gallen tag anno 1439. — Item der obgeschriben frid ist also von Bürgermeistern, Reten, Zunftmeistern vnd dem grossen rat vffgenomen, doch ist har um vßgcsetzt, wz vns versprochen ist von des nomen wegen, dem muge» wir nachgedcnkcn vnd darin tu» alz vns bedunkt, dz es vns notturftig vnd eben sig, also dz es discn friden nützit berürcn sol. Item vnd ist der frid also erstreckt durch den wolgcborncn Margrauen Wilhelm von Hochberg, Lantvogt, Hansen von Flachsland, Friedrich vom Hus vnd mcistcr Caspar von Fröwis, custer vnd corherr ze Basel vff der Herrschaft teil, zu Howenstein in dem schloß. Item so Warend botten von Zürich Herr R. Stüssi, Ritter, Altburgcrmeistcr, Her Hans Swend, ritter." Zug. NT. Januar (Zinstag nach dem zwölften Tag). KlingeNiergcr-Chronik, Seite ZKft. Rechtbieten Zürich6 gegen Schwyz und Glaruö vor den Boten gemeiner Eidgenossen und anderer Städte. Zanuar 144k). 136 Item des ersten was die gcschwornen bricff wisscnt vnd sagcnt, vnd so Vera vns die bindcnt, dein wollen wir gctrüwlich nachgvn, also daß man vns och vnib die sachcn vnd stucken, so wir vns selber in dem gcschwornen bricff vor vnd vß bchcpt Hand, nit ersnoch, besonder daß man vns on fürwort da bi bclibcn laß. Des glich sig den von Schwitz gen vns och behalten. Och vnser aid vnd gelüpt so wir zno vnsren bürgern im Oberland vnd si zuo vns getan Hand, setzent wir herin genzlich vß. Item Welt aber seman den andren zuo wit mancn, darumb haben »vir liitrnng gebotten für der Aidtgnvssen Kotten, stett vnd lendcr, nämlich Bern, Soloturn, Lucern, Vre, Vnderwalden vnd Zug, also daß jegklich ort glich vil lwtten darzuo gab, vnd och daß stett vnd lendcr glich vil stimmen habint. Item vor den selben Kotten »vollen »vir denen von Schwitz vnd Glans vnib ander fachen vnverdingct zuo ere vnd recht ston, also daß si vns desglich hinwiderumb vor den selben Kotten ochtnegint, doch die obgeschriben stuck in dem pundbricff begriffen vnd vnser burgcr im Oberland cid vßgesctzt. Item ist inen aber das nit eben, so »vollen »vir inen gerecht »Verden vnverdingt vmb alle stuck, nünts Hindan gesetzt, es sigint friheit, ehaftin oder guot gcwonhaiten, Pünd, gelüpt, nid, es trcff vns an lib, ere vnd guot, vor aincm kltzsitigen küng, daß si vns deß glich och tücgint. Jtcin ist inen das och nit eben, so haben »vir inen aber vmb alle stuck gebotten vnverdingt zuo ere vnd recht für nachgeschriben des heiligen Richs stett Kotten, nämlich Basel, Costenz, Vlm, Schafshuscn, Vbcrlingcn, Rafenspurg, Lindoiv, Sant Gallen, Ninfeldcu, Wintertur, Raperswil vnd Baden, die ir Kotten vff demselben tag gchcpt Hand. Jtcin vnd darzuo vff stett vnd lendcr Kotten der Aidtgnosschaft, nämlich Frybnrg, Bern, Soloturn, Luccrn, Vre, Vnderwalden vnd Zug, also daß jegklich des Richs vnd der Aidtgnosschaft statt vnd land einen Kotten darzuo geb. Vor den Kotten tücgc jeder tail dem andern ere vnd recht vmb alle sachcn, die sich verlassen Hand von dem ansang vnz vff disen tag, vnd züch da jeder tail, für weß er gctruw zc gemessen. Item vnd neincnt die von Schwitz diser recht etlich nit vff vff disen tag, so »vollen »vir Kotten darin vnvcrbunden sin, wan wir vns gcwalts darnmb angcnomen haben, der vns von vnsern Herren von Zürich nit geben was. Das haben »vir offenlich gcrcdt vor stett vnd lcndcrn, vnd si gebctten, vns diser recht batt angedcnk zno finde. Item vnd daruff haben »vir och der Aidtgeuosscn Kotten von statten vnd lendcrn gebctten vnd ermant, so uerr wir si zc bitten vnd zc mancn Hand, das si vns schirmcnt vnd handthaben wöllint bi vnser statt recht, frihait, ehaften, geeichten, satzungen, ordnnngen, alten guten gcwonhaiten, als »vir das in den Pünden vor vnd vß behept Hand, vnd »vir getrnwcn ine», daß si denen von Schwitz vbcr sölich recht bieten vff si wider vnS kam bestand tttegint, besonder daß si och sölich recht bieten fiir ir gcmainden, stett vnd lendcr bringent, denn »vir gctruwent, daß »vir inen den ganzen vollen getan habint. — Item diser rechtbott walten die von Schwitz vnd Glaris ganz kains ingon vnd nünts damit ze schaffen hau, denn si »voltcn bloß nach der pnndbrieff sag zuo den Einsidlcn zno dein rechte» komc». Auch bei Tschudi II. 289. ÄN5 Schwyz. R44V, T. Februar (Unserer Frauen Tag der Lichtmeß). Tschudi: Chronik II. Zgl. Der Eidgenossen Boten von Städten und Landern versuchen vor der Landögemeinde von Schwyz Vermittlung ihrer Streitigkeiten mit Zürich. Die von Schwyz verlangen, daß Zürich sie und alle die Ihrigen sicher läge auf Recht und dann um alle Streitigkeiten ohne Ausnahme gegen sie und alle ihre Angehörigen unverdingetes Recht nehme nach Sage der Bünde. 136 Februar 1440. ÄI« Zürich. 1440, «. Februar (Samstag nach Lichtmeß). Staatsarchiv Luccril! Alten Zllrichkrieg. Die Voten von Lneern, Uvi, Unterwalden und Zug tibergeben die besiegelten Mahnnngsbriefe ihrer Orte, wodurch Zürich aufgefordert wird, die Bünde genauer anzusehen und die von Schwyz darüber nicht zu drängen, fondern sie bleiben zu lassen, wie sie in den Bund gekommen seien, mit dem Begehren unverzüglicher Antwort. Die Antwort steht auf dem Rücken des Lncerner Mahnbriefs und lautet: „ Sölich mannng brieff sind uns geantwurt von Vre, Vnderwalden ob vnd nid dem Wald, von Zug vnd von Lucern, vnd sind sölich brieff vor bcden Ratten, darnach für einen grossen Rat vnd zulest für ein gemcind, vnd ein gantz genieind ist der mannng In gegangen. Dz ist auch der cidgnossen Kotten geantwurt vnd damit gcrett, dz sy och der mannng noch gan wellend, vnd besnnder als die von Bern gcrett Hand, wie wol sh nit in dem bnnd syend, so habend si doch mit den eidgnosscn sölichs gecin- bcrt. Der wort habend wir sy crmant, dz wir getruwcnt, kein es ze schulden, ob Ieman den andern witer trengen Welt, Sy giengind Iren Worten och nach vnd damit schaffend mit den von Switz, dz sy sölicher mannng in glicher wis vnd form och nachgangind. Also Hand die Kotten alle geantwurt, sy wellind dem gctrüwlich nachgan." — Vergleiche Tschndi II. 232. SIV Tiehlvhz. 1440, T8. (Sonntag nach Sani Matthias). Tschndi: Chronik II. 2!)Z. Voten: Bern. Rudolf von Ringoltingen; Peter von Wabern; Peter von Hürnberg; Hans von Mnlren. Lucern. Peter Goldfthmid; Anton Ruß; Vurkard Sidler; Werner Ketter; Eglolf Etterlin, Stadtschreiber. Solothurn. Vurkard Fröwis. Uri. Arnold Schick; Jost Käser; der junge Vrengler. Obwalden, Hans Mütter; Clans von Einwil; Heinrich an der Hirsern. Nidwalden. Ulrich zum Vül. Zug. Jost Spiller; Clewi Fleckli; Ulrich Schüchzer; Rudolf Dahinden. Diese Voten stunden vor der Gemeinde zu Schwyz und erklärten ihr, ihre Herren haben sich bei ihrem Eide erkennt, daß Schwyz der Mahnung, welche Lucern, Uri, Unterwalden und Zug am Samstag nach Lichtmeß gethan, nachleben soll, und baten dringend, solches zuzusagen, da Zürich die Mahnung auch angenommen. Darauf wurde ihnen, nach Verhörung des Vundbriefs und der frühern Mahnungen und Zusagen der Eidgenossen und nachdem man ihnen bemerkt, daß Schwyz niemals etwas anderes von Zürich verlangt habe, als Recht um Recht, entsprochen, sofern sie auf Ehre und Eid versichern dürften, daß die Annahme der Mahnung Schwyz an dem Bundbricfe, besonders an dem Artikel des bundesgemäßen Rechtes wegen, unschädlich sein soll. Das thaten die Boten. Darauf baten die von Schwyz, die Eidgenossen möchten nun auch dafür sorgen, daß sie und alle die Ihrigen, auch die von Wyl und Andere zu ihnen gehörige vor denen von Zürich sicher seien und daß die Stöße zwischen Zürich und Glarus nach deren besonderm Bund ausgetragen werden. Die über diese Verhandlung abgefaßte Urkunde ist abgedruckt bei Tschndi a. a. O. Ohuc die Namen der Boten steht dieselbe in Fründs Chronik (Stiftsbibtiothek St. Gallen). Das Original fehlt. Marz 1440. 137 ÄR8 R440, 8. (Zinstag nach Mittesasten). TtaatSarchiv Lnccr» : Acte» Zürichkrleg. Staatsarchiv Zürich. Boten: Bern. Rudolf Hofmeister, Ritter, Schultheiß; Rudolf von Ringgoltingen; Petermann von Wabern. Lucern. Petevmann Goldfchmid, Schultheiß; Anton Ruß. Solothurn. Burkard Fröwis. Uri. Arnold Schick. Unterwalden. Ulrich zum Vlil, Ammann. Zug. Jost Spiller, Ammann; Rudi Dahinden. Diefe Boten stellen sowohl denen von Zürich als denen von Schwyz und GlaruS eine Notel zu, dag Resultat ihrer Friedensvermittlung enthaltend. Nachdem nämlich auf vielen Tagen von den Eidgenossen vergeblich die Schlichtung der waltenden Streitigkeiten versucht worden, fei man endlich durch offene Mahnungen und ernstliche Bitten einigermaßen zum Ziel gekommen. Zürich und Schwyz, welche mit Lucern, Uri, Unterwalden und Zug in einem befondern Bunde stehen, seien von diesen gemahnt worden, ihre Bünde vor sich zu nehmen, dieselben nach ihrem ganzen Anhalt zu betrachten und ihnen völlig und ohne Fürworte nachzuleben, einander bleiben zu lassen, wie jeder Theil in den Bund gekommen, auch einander darauf sicher zu sagen, wie alles das die Mahnbriese ausweisen. Darauf haben die von Zürich geantwortet, sie wollen den Mahnungen nachkommen ohne alle Fürworte. Auch die von Schwyz haben geantwortet, sie hätten nie anderes begehrt als den Bünden nachzuleben, es wäre daher nicht nöthig gewesen, sie zu mahnen; doch um der Eidgenossen Bitte und Freundschaft willen wollen sie auch die Mahnung annehmen, so jedoch, daß auch die von Glarus in die Richtung gezogen werden und wenn diese Zürich oder Zürich die von GlaruS um etwas anzusprechen hätten, daß sie dann einander gerecht würden nach Vorschrift der Bünde, die Zürich und Glarus mit einander haben. Der Eidgenossen Voten haben das letztere nun auch an Zürich gebracht und gebeten, auch dazu einzuwilligen, indem nothwendig sei, daß die Richtung Alle umfasse, welche an dem Streite Theil genommen. Darauf haben die von Zürich geantwortet: Was das Verhältnis zu Schwyz betreffe, sei ihnen eine Mahnung zugegangen von Lucern, Uri, Unterwalden und Zug, und dieser habe die Gemeinde einhellig nachzukommen beschlossen; Glarus betreffend, wollen sie auf der Eidgenossen Bitte zusagen, selbes der vergangenen Sachen wegen nicht zu bekriegen; wenn aber der Streit auf dem freundlichen Tage, der jetzt geleistet werden solle, nicht in Güte vertragen würde, so wolle Zürich die von Glarus der vergangenen Sachen wegen zwar nicht anders als mit Recht und an den Enden, da es billig, aber nicht nach Sage seines Bundes mit Glarus, vornehmen, aus Ursachen, die zu melden nicht nothwendig seien. Diese Antwort haben der Eidgenossen Boten wieder an die von Schwyz und von Glarus gebracht, welche sich damit begnügten, „also das den von Glarus gegen den von Zürich als von Ar ansprachen such des glich behalten sie". Und da nun solchergestalt durch die Gnade Gottes mit aller Thcile Wissen und Willen die Feindschaft abgethan und zu Recht gebracht, die übrigen Stöße aber auch billiger in Freundschaft, denn mit Recht vertragen werden mögen, so setzen der Eidgenossen Boten allen Parteien einen freundlichen Tag nach Bern auf Dienstag nach sluasimollvßvnili nächsthin (5. April), welchen alle Theile mit voller Sicherheit besuchen sollen. Bis zu diesem Tage sollen alle Sachen ohne irgend welche Neuerung in dem gegenwärtigen Zustande verbleiben. 18 138 März 1440. SR« LichteNsteiH. 1.440, RA. Mtärz (Dienstag vor dem Palmtag). Archiv Schwyz. Zufolge eines Artikels im Landrechtsbrief der Erben des Grafen Friedrich von Toggenburg nehmen die Freiherren Hiltbrand und Petermann von Raron, Gebrüder, auf welche das Erbtheil ihrer Mutter Margaretha von Raron geb. von Rhäzüns übergegangen, für sich und für dieses aus dem toggenburgischen Erbe herrührende Erbtheil ewiges Landrecht zu Schwyz und zu Glarus an. Die Urkunde ist abgedruckt bei Tschudi II. zgst ff. ÄS«. Ganterswyl. R440, TO. Ntcirz (vfs den heiligen Palmsnntag). Archiv Schwyz. Staatsarchiv Lucern. t». Der Ammann und die Landsgemeinde des nieder« Amtes „nidwendig" der Stadt Lichtenfteig im Neckerthal und zu LütiSburg und alte, die daselbst zu der Grafschaft Toggenburg gehören, verbriefen ihr mit Bewilligung des Grafen Friedrich von Toggenburg sel. und aus eigener Entschließung zu Schwyz und Glarus angenommenes ewiges Landrecht. ?». Hiltbrand und Petermann von Raron, Gebrüder, Freie und Herren zu Toggenburg, Urkunden, daß die Eide, womit sich, nach dem Tode des Grafen Friedrich von Toggenburg, die Leute im Niederamt nidwendig Lichtensteig, im Neckerthal und zu Lütisburg mit denen von Lichtensteig, im Thurthal, St. Zohanserthal, zu Wildenburg und mit denen, die in der Grafschaft Toggenburg gesessen sind, sowie mit denen von Utznach und am Utznacherberg, die in der Grafschaft Utznach gesessen sind, vereint haben, mit ihrer Gunst geschehen seien und bestehen sollen, doch allen ihren Rechten und Herrlichkeiten unschädlich. Ebenso geben sie für sich und ihre Nachkommen ihre Gunst und Zustimmung zu dem ewigen Landrecht, welches die obgenannten Leute mit den Ländern Schwyz und Glarus eingegangen und das auch ihre Miterben bewilligt haben, da solches schon bei Lebzeiten durch ihren Vetter, Graf Friedrich sel. von Toggenburg, so geordnet worden sei. ». Die Urkunde bei Tschudi II. 298. b. Die Urkunde im Archiv Schwyz, auch inscrirt in der Erneue- rnngsurkunde von Abt und Convcnt von St. Gallen vom Sonntag vor Ulrici 1469, siehe unten. ÄÄt. R440, TR. (äio vigosiino xriwo nmnsig Nartii). Archiv Uri. Boten der Eidgenossen von Zürich, Lucern, Schwyz, Zug und Unterwalden: Rudolf Stüssi, Ritter, von Zürich, Caspar Curten von Brieg, Heinrich am Stein l^nstexü) von Unterwalden; Boten des Herzogs von Mailand- dessen Räthe, die Doctoren beider Rechte Nicolaus de Arcim- boldis und Ambrosius de Clivio. Marz 1440. 139 Diese machten nach vorgängiger Unterhandlung einen Waffenstillstand streng zwischen der Herrschast Mailand einerseits und Landammann und Landleuten von Uri svicarium et dominus eommnnilatis vt patrie sto Vrognia) andererseits, bezüglich verschiedener Stoße und MißHelligkeiten, welche zwischen beiden Theilen erwachsen waren, indem die von Uri klagten, wider den Inhalt deS bestehenden Friedens zwischen Mailand und den Eidgenossen in ihrem Handel und Wandel auf mailändischem Territorium beeinträchtigt zu werden, der Herzog aber sich über Eingriffe der Urner im Leventinerthal und Blegno und im Territorium von Bellinzona beschwerte. Der Waffenstillstand soll dauern für die Parteien und alle ihre Helfer und Zugewandten bis zum Anfang deS nächsten OctoberS chino nä llnlunck.'is munsis Ootobris proxime futurns). Inzwischen soll Handel und Wandel zwischen den Parteien frei und sicher sein mit einzigem Vorbehalt der gewöhnlichen Zölle. Bis zur Pfingstoctav chino all ootaunm pasodatis pentuoostes xroximo kuturis sollen die Urner ihre speciell bevollmächtigten Boten nach Mailand schicken, um da mit den Bevollmächtigten des Herzogs einen vollständigen Frieden abzuschließen, waS beidseitige Abgeordnete dieses TageS einander zugesichert haben. Der Herzog bestätigt diese Abrede unterm 23. März. Lateinisches Original auf Pergament. ÄST. Lucern. AO A??urz (gnartn xost xusolnh. Staatsarchiv Luccrn: RathSbuch I. 29k, Lucern, Schwyz, Ob- und Nidwalden und Zug gestatten auf Bitte von Uri, daß der Zollner von Göschenen zu den vier Ledinen, welche von Alter her wöchentlich über den Gotthard gehen, jede Woche noch weitere vier hinüber gehen lassen möge, bis auf Widerruf, doch immerhin so, daß dieses Quantum jede Woche bezogen, nicht aber zusammengespart werde. ÄÄ». WttdcN. Tl. (Samstag in der Pfingstwoche). Tschndi! Chronik II. 9UZ. Gemeine Eidgenossen antworten dem HanS Wilhelm von Friedingen, seßhaft zu Krayen, welcher mehrmals, sowohl mündlich als schriftlich, von ihnen seines verstorbenen VetterS Wilhelm Geßler Erbe und Gut, das seiner Mutter und ihm zugefallen, gefordert hatte: ES haben sich auch Hermann Geßler, sein Vetter, und Anna von Freiberg, seine Base, für dieses Erbtheil gemeldet; wenn die Erben unter einander sich vereinbaren und von den Eidgenossen das fragliche Gut fordern, so wolle man ihnen antworten. Aus dem Antwortschreiben Hans Wilhelms von Frickingen bei Tschadi a. a. O. — Bcrmnthlich bildete diese Verhandlung einen Theil der Jahrrcchnnugstagsatzung, deren Acten fehlen. — Eine ähnliche Ansprache an die Eidgenossen wurde auch am 28. Angnst gleichen Jahres wiederholt gestellt von Wernli Schultheiß von Lenzburg. 4 440, 28. August: Wernli Schultheiß von Lenzbnrg schreibt an Bürgermeister, Schultheißen, Ammünner, Näthe und Landlcute von Zürich, Lucern, Uri, Schwhz, Untcrwaldcn, GlarnS und Zug, sie möchten in Berücksichtigung 140 Mai 1440. seiner vielfach wiederholten Bitte sein väterliches Erbe, dessen sie seinen Vater unverdientermaßen entwert, ihm gutlich wieder erstatten oder vor dem Markgrafen Wilhelm von Höchberg, Herrn zu Rütteln und Sausenbcrg, oder den Herren Thüriug von Ramstein, Freiherr, Wilhelm von Grünenberg, Ritter, Thüriug von Hallwyl, Rudolf von Baldegg, oder vor Burgermeister und Rathen von Constanz, Straßbnrg, Basel, Bern, Solothurn, Freiburg in Uecht- land, Schaffhausen, Rhcinscldcn gegen ihn zu Recht kommen. Wollten sie ihm weder in Güte Erstattung thun, noch eines dieser angebotenen Rechte aufnehmen, so müßte er sich, so leid es ihm thäte, sich mit seinen Freunden über andere Wege, zu seinem Rechte zu kommen, berathen. (Staatsarchiv Luccrn, Allgemeine Abschiede 52.) T. August. StaatSarch!» Zürich. Hans von Rechberg von Hohenrechberg urkundet, daß zwischen ihm und den Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus und denen von St. Gallen und Appenzell der Sachen Ulrich Himmeli's und Hans Müllers wegen ein Friede (Waffenstillstand) verabredet sei, der drei Monate lang vom Tage nach dem Datum dieses Briefs an währen soll, nämlich bis St. Simon- und Judastag (28. October). Während dieser Zeit sotten die Parteien, ihre Helfer und Zugewandten allenthalben vor einander und zu einander sicher wandeln, nur sollen Himmeli und Müller weder nach St. Gallen noch nach Appenzell kommen. Wenn Hans von Rechberg oder die Seinen Jemanden gefangen hätten, der noch nicht „beschätzt" wäre, so sollen sie selben auf Wiederstellen frei lassen. Noch unbezahlte Schatzgelder sollen den Frieden hindurch ausstehen. Auf St. Bartholomäustag (24. August) sollen die Parteien einen Tag zu Schaffhausen leisten, um, wo möglich, ihren Streit zu vertragen. Gelingt es nicht, so soll nichtsdestoweniger der Stillstand bis Simon- und Judas- tag gehalten worden. Es siegelt Hans von Rechberg für sich, für Ulrich Himmeli, Hans Müller und alle die auf seiner Seite stehen. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel. Schon am 3. April vorher urkundet Hans von Nechberg, daß er für sich und die Seinigcn mit dem Burgermeister und Rath von Zürich und den Ährigen „in sunderheit" einen „Satz" gemacht habe, der angehen soll auf Sonntag Nisorioorckia (10. April) und dauern soll bis einen Monat nach dessen Aufkündung. In diesem Satz seien jedoch ausgenommen und ausgeschlossen Hans von Hcrrlishcim und Hensli Sporrcr von Schaffhausen. Urkunde vom Sonntag nächst nach dem hl. Ostertag. (Staatsarchiv Zürich.) ÄSS. Schttffhttttsen» R44iiO, TA. Au sensit (Donstag nach Barthvlomäi). Tschiwi! Chronik II. 30Z. Frischhans von Bodman, Hauptmann der Ritterschaft von St. Georgenschild, der Vereinigung im Hegall, Graf Johann von Randegg, Hans von Klingenberg, Albrecht von Klingenberg, Hans Ulrich von Stoffeln und Heinrich von Oftringen, als Tädigungsleute, vermitteln auf Veranlassung Thürings August 1440. 141 von Hallwyl die Spanne und Zweyungen zwischen Ulrich Himmcli und Hans Müller und ihren Helfern Veit von Isenburg, Ritter, und Hans von Nechberg von der hohen Rechberg einerseits und den Burgermeistern, Schultheißen, Ammännern, Rathen und Gemeinden von Zürich, Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, GlavuS, St. Gallen, Appenzell und allen ihren Helfern andererseits. Die bisher erlaufenen Sachen, es seien Todtschläge, Gefangenschaften, Nahmen u. s. w,, welche während dieser Feindschaft vorgefallen, sollen gerichtet sein und nicht weiter gerächt werden, die Gefangenen ohne Schätzung ledig sein. 2n der Hauptsache, um welche die Fehde begonnen, nämlich der Ansprachen halb, welche Ulrich Himmeli und Hans Müller an die Eidgenossen oder jedes Ort insbesondere zu haben vermeinen, sollen beide Parteien zu einem unverdingeten Rechten kommen auf den edeln Ritter, Herrn Wilhelm von Grünenberg, als auf einen gemeinen Mann mit gleichem Zusatz zweier ehrbarer Männer von jeder Partei, bei deren rechtlichem Ausspruch es dann bleiben soll. Doch soll in solchem Rechten ausgeschlossen sein Acht und Bann von des Gerichts wegen, das zu Appenzell über Himmeli und Müller wegen des an Uli Häch verübten Todtschlags ergangen ist. Auch abgedruckt bei Lellwegcr, Appenzeller Urkunden II. Nro. 3Ij. Ulrich Himmcli und Hans Müller Urkunden zu Schaffhausen unter dem Siegel Graf Heinrichs von Lupfen, Landgrafen zu Stuhlingen, und Hansen von Klingenberg, Ritters, den 26. August (Freitag nach Bartholomen) 1440, daß sie der zwischen ihnen und ihren Helfern Veit von Isenburg w. und den Eidgenossen, St. Gallern und Appen- zellern durch den Hauptmann und etliche Gesellen der Ritterschaft St. Georgsordens gemachten Richtung und dem Compromiß ans Wilhelm von Grünenbcrg getreu nachleben und im entgegengesetzten Falle sich als meineidige Leute behandeln lassen wollen. (Ebenda.) SÄ« 144«, TV. October. Archiv der schweizerischen geschichtsorschcnden Gesellschaft, III. liä. Rudolf Hofmeister, Schultheiß von Bern, und Johann Felga, Altschultheiß von Freiburg, geben einen schiedrichterlichen Spruch über einen Marchenstreit zwischen den Gemeinden Saviese und Gundis im Wallis. Angeführt mit andern auf diesen Streit bezüglichen Acten aus den diplomatischen Sammlungen des Canonicus A. ll. <1s Rivas von cls dinAizzg, 1. o. SSV R44V, T4» Oktober (Montag vor Simonis und Inda). Wcgclin: Pfävers.rr.g.slc» Nr. Sit. Absagebrief derer von Schwyz und Glarus an Hauptmann, Rath und Gemeinde im Sarganserland, ,.so in des Grafen Heinrichs von Sangans, vnseres lantmans, gerichten vnd Herrschaften im Sanganserland gesessen sind, als von solichs grossen trangs, vnrechts, vbels vnd Mutwillens wegen, so 2r an 2m begand.» ' Abg.dn.ckl b.i Tschudi... z««. 142 October 1440. ÄÄ8. R44O, ÄA. Octobcr (Dienstag vor Simonis nnd Inda). Archiv Tolotlnir»! Varia l. ZI. Hemmann von Spiegelberg, Schultheiß, und Hans Wagner, Altschultheiß, berichten dem Rath von Solothurn, sie und Boten von Freiburg, Viel und Neuenstadt haben Bern gebeten, ihre Städte des Auszugs in Sachen von Schwyz gegen Zürich zu überheben, indem sie auch in andere Orte reiten wollen, um den Frieden zu suchen. Darauf seien sie nach Lucern geritten und haben da vernommen, Schwyz und Glarus seien auf Sonntag in's Oberland ausgezogen, um die dortigen Burger Zürich's zu weisen, daß sie dem Grafen Heinrich von Sargans, Landmann zu Schwyz, gehorchen. Wahrend des Zugs in's Oberland sei das Panner von Schwyz nach Einsiedeln gezogen; die Boten der vier obgenannten Städte haben sich mit Boten von Lucern auf Dienstag nach Einsiedeln verfügt. Da habe man sie zu Hülfe gemahnt, sie aber haben weder zu- noch abgesagt. Siehe auch Solothurner-Wochenblatt 1819, S. 137. Vergleiche ferner Archiv Solothurn, Denkwürdige Sachen I. 119. 1440, 3. October: Schultheiß und Rath zu Solothurn schreiben an ihre Boten, Hemmann von Spiegclbcrg, Schultheiß, und Burkard Fröwis, sie wollen, nach Berathung ihrer Gemeinde, auf die Mahnung Berns denen von Schwyz gegen Zürich zuziehen. ÄÄN T7. und S8. October. Wegclin: PfSvcrserrcgesten Nr. SiZ. Tschudi: Chronik N. 107. Die Sarganserländer entsagen dem ewigen Vurgrecht mit Zürich und dem Bündnisse mit denen von Chur und Churwalen und beschwören dagegen das von ihrem Herrn, dem Grafen Heinrich von Werdenberg, mit Schwyz und Glarus eingegangene Landrecht. TS« Veim Bildstcin am Ctzel. 444«. ? November (All rsc l- mg) Tschudi: Chronik Ii. zog. Der Eidgenossen, auch vieler Herren und Städte Botschaften und die Boten des Conciliumö von Basel unterhandeln vergebens mit dem Volke von Schwyz und Glarus über Vermittlung des Kriegs gegen Zürich. Sich- auch K li Ilgen b ergcr-Ch ro Iii k Seite 2K4. December 1440, 143 TSR Beim Bildstein an» Ctzel. 1440, 4. November (Mittwoch »ach Allerheiligen). Tschndi: Chronik II. 3tl). Absagebrief derer von Schwyz und Glarus an Bürgermeister, Rath und Burger der Stadt Zürich. Nach der Klingcubcrger-Chronik S. 265 datirt der Absagebrief vom Donstag nach Allerheiligen (3.November); Freitag nach Allerheiligen (4. November) sagten Uri und Unterwalden ab. Ebenda Seite 266. Kirchberg bei Zürich. R440, IS. — IN. November. , Staatsarchiv Luccrn. Archiv Schwvz. Tschndi: Chronik II, ZI8. ZIS. Friedensuntcrhandlung zwischen Zürich, Schwyz und Glarus unter Vermittlung der Reichsstädte, des Grafen Hugo von Montfort und des Hans von Hewen. — Am 12. November (Samstag nach Martini) giebt Schwyz unter dem Siegel Ital RedingS denen von Zürich Sicherheit und Geleit für den morgigen Tag, aus der Stadt bis zu den hl. drei Königen aus- und einzureiten behufs Unterhandlungen mit Bern, Lucern, Uri und Unterwalden. (Archiv Schwyz Nro. 415.) Am gleichen Tage ergeht die Anzeige des Waffenstillstandes an die von Raron und Wyl. (Ebenda Nro. 416.) Am 18. November kamen die Verhandlungen zum Abschlüsse und wurden in eine Notel gefaßt, deren Verbriefung den Eidgenossen von Bern, Luccrn, Uri, Unterwalden und Zug überlassen wurde. Zürich und Schwyz und Glarus gelobten durch folgende Briefe derselben nachzukommen: „Wir, der Bürgermeister vnd Rat der Statt Zürich, ^ tund kunt allermenglichcm vnd veriehent offenlich mit disem briesf ^ von sölichs kriegs vnd mißhellnng wegen, so gewesen sint zwnschcnt ^ den von Switz vnd Glarus an einem, vnd vns am andern teile, ^ darumb zulest ein Nottcl gemacht ist von gemeinen Eidgnosscn > Kotten von Bern, Lucern, Vre, Vnderwalden vnd Zug, wie die fach j zulest verlassen ist, Darumb mm notdürftig ist, die mit bliesen > zu versorgend. Also haben wir die fach, spenn vnd stoß nach desselben ^ nottcls sag in der Eidgenossen Hand von Stetten vnd lendern, nämlich s von Bern, Lucern, Vre, Vnderwalden vnd Zug, gantz gesetzt, die zu j verbriefend vnd zu besorgend nach notturfft. Darumb versprechen f wir bh vnsern guten trüwen, wie die vorgenanten Botten von > Stetten vnd lendern die fach verbricfent nach des Nottels sag ^ vnd vff solich Meinung als der nottel wiset, dz wir dem getrüwlich vnd friintlich nach gan wellent vnd söllich briesf, die s darumb gemacht werdent, besiglen an für- zug, an gcuerd. Vnd ^ des zu vrkund haben wir vnscr Statt Jnsigcl offenlich gctruckt ^ in disen briesf zu end der geschrifft, Der geben ist vff frytag zu > nacht nach Sant Othmars tag Nnnu äomini ^i«eeec:»xxxx"'°." Besiegeltes Original im Staatsarchiv Lucern, Acten: Zürcherkrieg. „Wir, die Landamman, Rät vnd gantz gemeinden von Swhtz und Glarus, tund kund mengklichem ^ vnd vergehen offenlich mit disem bricf von semlichs kriegs vnd mißhellnng wegen, ^ so gewesen sind zwüscheud vns von Swhtz vnd Glarus an einem, vnd dem Burgcrmchstcr, ^ Rat vnd Bürgern der Statt Zürich am andern teile, darumb znlcst ein Nottcl gemacht > ist von gemeiner Eydgnossen Kotten von Bern, Luccrn, Vre, Vnderwalden vnd Zug, wie die > I 144 November 1440. fach zuletst verlassen ist, darumb nu notdurftig ist, die mit brieffcn ze versorgend, ^ Also haben wir die fach, Spcnn vnd stöß nach desselben Nottels sag in der Eydgnossen Hand j von Stetten vnd lcndern, nämlich von Bern, Lucern, Vre, Vnderwalden vnd Zug, ganz gesetzt, j die zu vcrbrieffcnd vnd zu besorgend nach notdurfft. Darumb versprechen wir by vnsern ^ gutten trllwen, wie die vorgenantcn Botten von Stetten vnd lendcrn die fach verbrieffend ^ nach des nottels sag vnd vff sölich mcynung, als der nottel weysct, das wir dem getrüwlich ^ vnd früntlich nachgan wellent vnd sölich brieff, die darumb gemacht werden, besiglcn j an fürzug, an gcucrd. Mit Vrkund diß bricsfs, geben vnd besigclt mit des namhafften j vnd wysen Jtal Redings, des eltern, Landammans zu Swytz, Jnsigcl von vnser beider wegen, ^ gebrestcn halb vnser lender Jnsygcl vff die zyt, bh end der geschrifft harin getruckt vff s Samstag nach Sandt Othmars tag anno äonnni Besiegeltes Original auf Papier im Staatsarchiv Lucern, Acten: Ziircherkrieg. D ie Notel selbst, dem Fricdensinstrumcnt vom 1. Dcccmbcr hernach (Abschied 233) gleichlautend, findet sich bei Tschudi II. 320 ff. nach Frnnd Seite 81, welch' letzterer dieselbe überschreibt: „Nottel von Kirchberg, die ich, vorgcnantcr Schribcr, mit Schrift vcrnotelt". Lucern. R440, 1 Decemder (Donstag nach Sanct Andreas). StaatSarciiiv Lucern. Friedensvertrag zwischen Zürich, Schwyz und Glarus und ihren Helfern. — Beilage 12. 1440, TO. Deceittber (in den nächsten Tagen vor Weihnachten). Tschudi: Chronik II. Z2Z, Gütlicher Tag der Eidgenossen mit denen von Raron, Wyl u. s. w. wegen Rückerstattung der von diesen im Kriege gegen Zürich eroberten Landschaften. 1440, 20. Dcccmbcr (St. Thomasabend): Mahnnngsbricf Zürich's an Schwyz, die von Raron, Wyl, Beringer von Landenberg, die im Thurthal, Neckerthal, St. Johannserthal w. anzuhalten, ans Montag nach dem eingehenden Jahre zu Einsiedel» im Recht zu erscheinen. (Archiv Schwyz, Urkunde Nro. 413.) ÄS5 Cinsicdcln. 444R, 1. Januar (den achten Tag nach Weihnachten). Staatsarchiv Luccr» : Acten Ziirichkrieg. Verhandlung vor bundcsgcmäßem Schiedgericht auf Mahnung Zürich's an Schwyz über die Streitigkeiten zwischen Zürich einerseits und derer von Schwyz Landleuten Hildbrand und Petermann von Raron, denen von Wyl, Beringer von Landenbcrg, denen im Thurthal, Neckerthal, St. Zohannserthal und Mithaften, welche Schwyz zum Rechten stellen mußte, andrerseits. Die Zürcher stellen sieben Klagepunkte auf: 1. Die Gegner haben ihnen in der Grafschaft Kyburg zu Andelfingen, Ossingen u. s. w. die Ihrigen Januar 1441. 145 in Eid und Gelübde genommen und sich ihrer Steuern, Zinsen u. s. w. bemächtigt, alles „unverfolgt des Rechten", das Zürich auf die Eidgenossen geboten. Land und Leute sollen also wieder erstattet und in den Zustand vor dem Kriege gesetzt werden, da die Grafschaft Kyburg, Andelfingcn :c. der Stadt Zürich Reichspfand sei. 2. Die von Raron, Wyl :c. dagegen haben Rudolf Meißen, Burger zu Zürich, und seiner Ehefrau die Beste und das Städtchen Elggau, auch Wiesendangen eingenommen und seit der Richtung nicht zurückgegeben. 3. Zürich habe seine Gefangenen auf Bitte der Eidgenossen ohne Tröstung für das Wiederstellen freigelassen; die von Raron, Wyl sc. verlangen von den Ihrigen Tröstung für eine Summe Geldes. 4. Die Gegner haben den Gaudenz von Hofstetten, Burger zu Zürich, obschon der Krieg ihn nichts angehe, gefangen lind um 600 Gulden beschätzt. 6. Nachdem der Krieg schon geendet und zu Frieden gebracht war, haben die von Raron, Wyl zc. 00 Säume Wein zu Andelfingen weggenommen, wofür Ersatz verlangt werde. 6. Auch hätten sie ihrem Burger Ulrich von Lommis die Seinen gefangen, beschätzt, in Eid genommen, ihm Zinsen und Zehnten entwert, alles seit der Richtung. 7. Hugo von Landenberg, Beringers Sohn, habe seit der Richtung einem Burger von Zürich, genannt Kübler, dessen Sohn gefangen und auf die alte Landenberg geführt, dem gleichen 20 Haupt Vieh weggetrieben und selbes auf das Schloß Sonnenberg gebracht. — (Folgt dann die Antwort derer von Raron, Wyl, Landenberg und Mithasten, dann der Zürcher Widerrede aus diese Antwort, dann derer von Raron :c. Nachrede auf die Widerrede. Das Weitere fehlt. Der Tag blieb übrigens ohne Resultat. Siehe unten Abschied 237.) Tschadi U. 325 nennt als Zugesetzte derer von Zürich bei diesem Rcchtstag Rudolf von Cham, Stadtschreiber, und Hans Keller; als Zugesetzte derer von Raron, Wyl :c. den jungen Ammann Abyberg von Schwyz und Ammann Reding's Sohn; als Obmann Hans Müller, Altammann zu Obwaldcn. ÄS«. Lucern. 1444, IS. Februar (Mittwoch vor omi-s-wa um--!,, .VIi»ge»bcrgcr-(khro»ik, Seite Z8I. ». Die Leute aus dem Grüningeramt erschienen vor aller Eidgenossen Boten und klagten gegen die von Zürich, daß diese sie in ihren alten Rechten vielfach beeinträchtigt haben. Sie verlangten von den Eidgenossen, in denjenigen Rechten, welche sie besaßen, als sie der Stadt Zürich zuerst schwuren, beschirmt zu werden. Sie mahnten auch die Eidgenossen an die Briefe des Königs, wonach das Grüningeramt Zürich nicht zurückgegeben, sondern vor der Hand zu des Königs Verfügung gehatten werden soll. Die Eidgenossen aber wollten, daß Schwyz das Grüningeramt, das freie Amt und andere Eroberungen von Händen lassen solle, wie es im Feld verabredet worden war; doch gestatteten sie, daß die Grüninger ihre Artikel schriftlich denen von Bern übergeben mögen; dann wolle man darüber sitzen und das Amt mit Briefen versichern, daß Zürich es in seinen Freiheiten und Rechten nicht beeinträchtigen dürfe. I». Die Eidgenossen verlangen von denen von Raron und von Wyl freiwillige Rückgabe ihrer während des Krieges gemachten Eroberungen an Zürich. Zwei der unter n angeführten königlichen Briefe, beide ä. ck. Nencnstadt, Freitag nach St. Erhardstag (13. Januar) sind abgedruckt in der Klingcnbcrgcr-Chrouik Seite 280. In dem einen meldet der König den 10 146 Februar 1441. Leuten im Grüninger Amt, er habe an Bern und Schwyz geschrieben, sie, nachdem sich gefügt, daß sie aus derer von Zürich Hand gekommen, an Niemanden zu vergeben, sondern bis zu seiner Ankunft sie zu seinen Händen zu halten lind zu schirmen; da sie von Atter her zum Hause Oesterreich gehört hätten, so werde er sie wohl versorgen :c. In dem andern Briefe fordert der König Wmterthur, Rappcrswyl und St. Galten auf, die Städte, Schlösser und Herrschaften Grüningen, Elggau, Andelfingcn, Ossingen, Pfäffikon, die aus Zürich's Hand gekommen, bis zu seiner Ankunft gegen Jeden zu schirmen, der sie von ihm drängen oder anfechten wollte. Lucern. R44S, Zs Februar. Staatsarchiv Luccr» : Acten Zürlchkrieg, Boten: Bern. Rudolf Hofmeister; Ulrich von Erlach; (Peter von) Hürnberg. Lucern. Petermann von LütiShofen, Schultheiß; Ulrich von Hertenstein; Peter Goldschmid; Werner Keller; Hans von Wyl. Solothurn.... Uvi. Jost KciS; Arnold Schick. Obwalden. Johannes Müller; Hans von .Zuben. Nidwalden. Mavquard Zelger; Ulrich zum Vül. Zug. Zost Spiller; Erni Eberhard. Spruch zwischen Zürich einerseits und den mit Schwyz und GlaruS verlandrechteten Petermann von Raron, der Stadt Wyl, den Leuten im Thurthal, Neckerthal, St. Zohannserthal und ihren Helfern andererseits, welche im Krieg zwischen Zürich und Schwyz denen von Zürich viel Land und Leute, deren Burger Rudolf Meiß aber und seiner Ehefrau Burg und Stadt Elggau, Wiesendangen und Zubehörde eingenommen haben. Da nun zwischen den Hauptparteien der Friede hergestellt, in dem Spruchbriefe aber vorbehalten ist, daß über die Eroberungen derer von Raron, Wyl zc. nach Vorschrift der Bünde zwischen Zürich und Schwyz gerechtet werden soll, darauf Zürich hierüber nach Einsiedeln zu Recht gemahnt, beide Theile dahin gekommen sind und Klage, Antwort u. s. w. gegeben haben, die Schiedrichter aber nicht einig geworden und zum Obmann Hansen Müller, Altammann von Unterwalden, genommen, so hat derselbe Obmann einen freundlichen Tag auf heute nach Lucern gesetzt. Auf diesem Tag haben die beiden Parteien den ganzen Streit auf den Spruch obgenannter Boten der Eidgenossen gesetzt und gelobt, selbem nachzukommen, und diese haben gesprochen: 1. Aller Unwille und alle Feindschaft zwischen den Parteien soll ab sein, ebenso die gegenseitigen Kosten; nur für die Bewachung von Elggau soll Meiß die von Raron befriedigen. 2. Raron, Wyl :c. geben alle ihre Eroberungen an Zürich und Meiß zurück, lassen die Leute ihrer Eide ledig und schreiben ihnen, Zürich wieder zu huldigen. Z. Gefangene, die sich noch nicht ausgelöst, sollen unentgeltlich freigegeben werden; nur der Hofstetter soll die 50V Gulden, um die er geschätzt ist, geben. 4. Für den Wein und anderes fahrendes Gut, daS die von Raron, Wyl -c., nach Klage der Zürcher seit dem Frieden, zu Andelfingen genommen, ist kein Ersatz zu leisten. 5. DaS Gleiche gilt genommenen GutS und Gefangener wegen gegenüber Ulrich von LommiS. 6. Da Zürich klagt, eö sei von der Gegenpartei, unerfolgt des Rechten, bekriegt worden, diese aber sich auf die Mahnung von Schwyz und GlaruS beruft, so wird erkennt, letztere habe Recht gethan. 7. Die Leute, welche in Folge des Spruchs an Zürich zurückfallen, sollen dafür, daß sie den Eroberern geschworen haben, ungestraft bleiben. Uudatirtes Conccpt. Das Datum nach Tschudi II. 326. Nach dcr Klingcubcrger-Chrouik Seite 279 hätte dieser Tag zu Euisiedeln stattgefunden. März 1441. 147 ÄS8. 4441, ? März. Staatsarchiv Bern. Zwanzigjährige Vereinigung zwischen den Städten Basel, Bern und Solothurn. — Beilage 13. SS» Lucern. 4444, 4. April. Archiv Mailand. Friede und Capitel zwischen Philipp Maria, Herzog von Mailand, einerseits, denen von Uri und ihren Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus andererseits. Eglolf Etterli, Stadtschreiber zu Lucern, unterfertigt als öffentlicher Notar die Urkunde. — Beilage 14. Auch abgedruckt bei Dum out. Oorx. üiploiu. III. t. 97. Lncern. 4444, Z. April (Mittwoch vor dem Palmtag). Staatsarchiv Zürich. Boten: Bern. Rudolf Hofmeister, Ritter, Schultheiß; Ulrich von Erlach; Rudolf von Ringgol- tingen; Hans von Mulern. Lucern. Ulrich von Hertenstein, Ammann; Petermann Goldschmid; Anton Ruß; Paulus von Büren, Altschultheiße; Solothurn. Hemmann von Spiegelberg, Schultheiß; Cunrad Fröwis. Uri. Heinrich Beroldinger; Heinrich Arnold; Hans Kempf. Obwalden. Claus von Einwil, Ammann; Hans Müller. Nidwalden. Marquard Zclger, Ammann; Ulrich Ambül. Zug. Jost Spiller, Ammann; Hans Hüsler. Vor diesen Boten, welche von ihren Herren und Obern gewiesen waren, die Streitigkeiten zwischen Zürich und Schwyz mit Recht zu entscheiden, nachdem die Parteien sich durch versiegelten Anlaßbrief zum Recht veranlaßt hatten, und welche auch ihren rechtlichen Spruch gegeben, jedoch über die Kosten nichts gesprochen hatten, erschienen auf Erfordern derer von Schwyz abermals die bevollmächtigten Vertreter der Parteien, nämlich von Zürich: Rudolf Stüssi, Ritter, Bürgermeister, Jacob Schwarz- murer, Altburgermeifter, und Heinrich Effinger; von Schwyz: Jtal Reding, der ältere, Ammann, Hans Abyberg, Altammann, Ulrich Wagner und Hans Fründ, Landschreiber, um deren Urtheil bezüglich der Kosten zu erwarten. „Also haben wir denselben Anlaß für vns geleit, haben den gar eigenlich verhört vnd haben in dem Anlaß niendert funden, das vnser Eidgnossen von Swytz in den Anlaß von deHeins costen vtzit gesetzet haben, vnd darumb haben wir vns erkent vff vnser Eid, die wir harumb geschworn Hand, einhelliklich, das wir botten denen von Swytz vmb den Costen nach des anlaß sag nützit ze sprechen 148 April 1441. haben." Den Urtheilsbrief siegeln auf Bitte sämmtlicher Boten und in ihrem Namen Schultheiß und Rath zu Lucern mit ihrer Stadt Znsiegel. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel. Au» gleichzeitig- amtliche Copie im Staatsarchiv Lucern. T4R Napperswyl. I T4 Juni (an Snnt Johauilcs des Täufers Tag). Tschndi! Chronik ll. 3Z7. Bern, Lucern, Uri, Unterwalden und .Zug bitten die Stadt Rapperswyl, denen von Glarus ihr Panner, das sie vor fünfzig Jahren zu Wesen erobert, zurückzugeben. t44t, T4. 97oven»ber. Archiv Solothur»: Denkwürdige Sachen l. 129. 137. Ludwig, Herzog von Savoyen, verschreibt sich an Bern und Solothurn um 20,100 rheinische Gulden für ihre an Straßburg geleistete Bürgschaft. Zürich. 144S, LS. Januar (Montag nach Kaiser Carls Tag). Staatsarchiv Bern: Luccrn-Buch, S. 3Z — 3!>. Erläuterung des Rechtsspruchs, den Rudolf Meiß, Altburgermeister von Zürich, als Obmann mit gleichem Zusatz, am 3. März 1430 über die Streitigkeiten zwischen Bern und Lucern hinsichtlich der hohen Gerichte und Burgerannahmcn in, Trubthal gegeben hatte. Lucern behauptete, der Spruch betreffe nur diejenigen Leute, welche in den Twingen und Vännen der Stadt Bern in der Kirchhöre Trub sitzen; nun hätten die von Bern aber auch diejenigen auf ihr Verzeichnis genommen, welche in den Twingen und Bannen des Abts von Trub sitzen und somit nicht die Ihrigen seien. Lucern behauptet, an diesen, welche der Spruch von 1436 nicht bcschlage, das Recht zu haben, das der alte Spruch der Eidgenossen ihm gegeben, daher über die Alten sowohl als über die Zungen, seit dem Spruch von 1436 Gebornen, die hohe Gerichtsbarkeit zu besitzen. Die Berner entgegneten: Der Abt von Trub stehe seit langer Zeit in ihrem Schirm und Burgrecht und sie seien durch dcS Kaisers Verleihung des Gotteshauses und seiner Leute oberste Vögte, daher stehen ihnen die Leute in den Twingen und Bännen desselben ebensowohl zu versprechen wie die in ihren eigenen Twingen und Bännen, und es umfasse sie der Spruch von 1436 in gleicher Weise, da er sich auf die Vereinigung von 1421 fuße. Der Obmann folgt dem Urtheil der bernischen Zugesetzten Rudolf von Ringgoltingen und Petermann von Wabern zu Gunsten Berns. Mai 144?. 149 Ä4A Baden» K41. Z34. Tag gemeiner Eidgenossen, wo den Zürchern ihre Unterhandlungen mit dem römischen König vorgehalten, die Beschwörung der eidgenössischen Bunde in allen Orten während des Maimonats angeordnet, auch beschlossen wurde, Voten von allen Orten zum König Friedrich III. zu schicken, um für Erneuerung der Freiheiten zu werben, wie das die von Zürich bereits gethan hätten. — Die Acten fehlen. S4S Baden. R44kT, TT. Vtai (Dienstag in den Pfingstscicrtagm). Staatsarchiv Bcr»: Altes Missivenbuch I. Staatsarchiv Luccrn: Rathsbuch I. Zlüi. Zu dieser Zeit waren der Eidgenossen Voten zu Baden versammelt. Lucern schreibt an Bern, es habe seinen Schultheißen Anton Ruß dahin gesendet, um bezüglich des an den römischen König zu erlassenden Schreibens seine Antwort zu geben. ?». Daselbst wurde auch von den Boten von Lucern, Schwyz, Ob- und Nidwatden und Zug die Erlaubniß für den Zollner zu Göschenen in Betreff der Kornausfuhr über den Gotthard nach Inhalt der am 30. März sguarts i>»8t iwsrlli») 1440 zu Lucern ergangenen Erkanntniß erneuert. Zu >». «Röuovutulu psr varckäerutos in Baden xsuteoosts 1442» sagt das Rathsbuch nach der oben (Abschicd 222) angeführten Erkanntniß. Baden. R44T, ZK. (FronlcichnamLtag). Stadtarchiv Zug - Urkunden-Protokoll II. tivli. Boten: Zürich. Jacob Schwarzmurer, älter, Altburgermeister. Bern. Hans von Mulern. Lucern. Anton Ruß, Schultheiß. Schwyz. Ztal Reding. Obwalden. Hans Mütter. Nidwalden. Walter Zelger. Zug. Jost Spillcr, Ammann. Glarus. Jost Tschudi, Ammann; Rudolf Netstaler. Diese entscheiden als freiwillig angenommene Schiedrichter die Spänne und MißHelligkeiten zwischen Ulrich von Hertenstein, Burger zu Lucern, und der ganzen Gemeinde des Dorfs zu Rüti im freien Amt. 1. Zeder, der zu Rüti haushäblich sitzt, soll fortan dem Ulrich von Hevtenstein und seinen Nachkommen jährlich ein Faßnachthuhn geben, ebenso ihm alljährlich einen Tagwen thun. 2. Der von Herten stein und seine Erben sollen das Gericht zu Rüti allweg versehen, daß den Leuten ein Richter und Rechtsprecher gesetzt werden nach Nothdurft. 3. Die von Hertenstcin sollen zu Rüti nicht höher zu richten haben, als bis an 3 Schilling Pfenninge; die Bußen, welche solchergestalt fallen, sollen zu einem Drittel ihnen, t50 Mai 1442. zu zwei Dritteln dem Dorf gehören. 4. Die von Hertenstein sollen ft'irderhin die von Rüti an ihrem Gotteshaus, andere Gotteshäuser oder Leute, die daselbst Rechte und Nutzungen besitzen, an denselben weder irren noch drängen, sondern sie lassen bauen, nutzen, nießen, besetzen, entsetzen w. nach Nothdurft. 5. Wen» Iemand zu Rüti ein Haus verkaufte, so soll er nicht pslichtig sein, denen von Hertenstein den dritten Pfenning zu geben, eS wäre denn, daß sie ein solches Recht oder Herkommen bewiesen. l>. Wer gemeiner Eidgenossen Vogt daselbst ist, dem sollen die Dorfleute zu Rliti schwören und der Vogt soll ihnen in den Eid binden, daß sie dem von Hertenstein und seinen Erben gehorsam sein sollen und wollen, wie das von Alter her gekommen ist. Auf Befehl der Boten und in ihrem Namen siegelt Thüring von Ringgoltingen, Vogt zu Baden. Achen. Juni (Sonntag nach St. Bcitstag). Staatsarchiv Zürich. ». Richtung der Feindseligkeiten zwischen dem römischen König Friedrich III. und dem Hause Oesterreich einerseits und der Stadt Zürich andererseits, des Sarganserlandes und der Häuser Freudenberg und Nidberg wegen, Abtretung der Grafschaft Kyburg an daS HauS Oesterreich u. s. w. — Beilage Iii — ?». Ewiger Bund König Friedrichs für sich und die Herzoge Albrecht und Sigmund von Oesterreich und ihre Städte und Gebiete von Rheineck, Feldkirch, Bludenz, Kyburg, Winterthur, Dießenhofen, WaldShut, Lauffenberg, Hauenstein, Schwarzwald, Seckingen, Rheinfelden, init Bürgermeister, Räthen und Burgern der Stadt Zürich. — Beilage 46. Dazu gehören folgende Actenstücke: 1. 1441, 4.DcceMber. Vff Mentag vor vnser lieben frowcn tag ooimoxtionis anuc> neeovxich Rattschlagung der Ratten vnd burgcr, als die zu diser fach geben sind. Item als Herr Marquard Brisacher vor beiden Räten gewesen vnd darnach für den grossen Rat komm ist, da incnigerlcy gerett hat, als von vnscres gnedigostcn Herren, des römischen küngs, wegen; darnff nu vor dem grossen. Natt cttwas gcrattschlagct ist vnd sunderlich sind cttlich darzu geschiben vnd geordnet, die sölich fachen als von Kiburg wegen für sich nemen vnd darnff ettwie mangen weg rattschlagen, was fürer dar Inn ze werbend sig, so sol es wider für beid Rütte komm vnd denn an den grossen Natt. Vnd sind dis nachgeschriben darzu geben: Herr Hans Schwend, Herr Rudolf Stüß, Herr Swarzmurcr, Herr Heinrich Schwend, alt Brunner, Heinrich Uesikon, Wettischwilcr, Iburg- schmid, Cunrat von Cham, Hans Frick, Litpolt Gucl, Oschwald Schmid, Cunrat My, Cum Spenly, Paulus Göldly, Peter Glatt vnd Heinrich Schitterberg. Vnd sy Hand vff die fachen gerattschlaget in sölich weg, wis, form vnd maß, als hienach geschribm stat, von einem stuk an das ander. Item des ersten, das wir mit vns ncmind alle die brieff vnd frigheiten, die dahar rürend, als vmb die Herrschaften Kyburg, Grüningm vnd Regmspcrg, vuch Andelfingen, vnd onch die brieff vmb die gült, die wir abgekoufst Hand von den Mandachern vnd andern zu Schasshusen, onch von meistcr Vlrich, dem arzat zu Costenz, vnd was vns brieffcn zu vnsern fachen dienen mag, der sollen wir abschrifft vnd villimus nemen. Item darzu ander brieff in ein sunder büchli, die dahar rürend von kciser Sigmund, diewil er küng Vnd keiftr gewesen ist, vnd die Vits geben sind sider dem Consili zu Costenz, von Herzog Fridrichs vnd des lands wegen, wz vn« darzu och gcdicnm inag vmb das, ob man vns der fachen vtzit gedenken wind, das wir vnS denn damit verantwnrteü mögind, vnd solichc villimus vnd abschrifft zöigcnd nach vnser notturfft. Zum 1442. Item gcuics den ohgeschribnen, den Batten zu einpfelhend, vnscrn gncdigostcn Herrn, den küng, zu bittend, vns by solichen vnsern pfänden, briefen vnd fryheitten lassen zcblibend, als wir das in namcn des heiligen röniischcn richcS Inn habend, vnd vmb vnscr bar bereitt gelt redlich vnd crberlich an vns gelöst vnd bracht Hand, vnd das wir siner Anglichen gnaden darnmb dienen weltind mit lib vnd gut. Item »röcht das ie äbcrein nit gcsin, denn das sin gnad Khbnrg haben welt, das sin titcl ist vnd davon er sich schribct, so sollend die botten fürwenden, dz wir nach einer vnscr frigheit sag nit gebunden sind, kein Pfand in xv Jaren noch ze lösend zc gebend, dieselb frigheit vns worden ist von keiscr Sigmund, da wir gctruwen, sin Anglich gnad schirm vns dabh gctriiwlich. Aber vmb das wir zu gnaden vnd Hülben kemind, so wellen wir vns derselben frigheit Kiburg halb begeben vnd sinen Anglichen gnaden zu willen stau mit der losung, die wir darufs Hand, es sig vor oder nach, doch alle zit mit sölichem vndcrscheid, daS vns gcntzlich blib, was hie dishalb der Glatt sig, hochi vnd klein gericht, das die Glatt vndcrmarch sig zwäschcnd vnscr statt gericht vnd der Herrschaft Kiburg, das doch wenig gebärt, denn dz stöß in künftigen zitten da durch vcrmitten wcrdind; onch vmb die hohen gericht zu Grisfcnscw, so vcrr vnS die hohen gericht zugchörcnd. Item was wir sidmals zu lehen gclihen Hand als von der herschafft Kiburg wegen, geistlich! oder weltlich! lehen oder pfandschafft, die wir verpfent Hand, das es särbas dabh gcntzlich belib an Antrag. Item von des Zolls wegen ze Klotten, den »vir sundcrlich zu vnsern Händen bracht Hand von dem Kromm zu Schafshnscu, das wir och dabh blibcnd, won der selb Zoll vormals sundcrlich von der Herrschaft Kiburg versetzt »si vnd vmb ein snnderbari summ gcltz, als das vnser briesf wisend. Item möcht vns aber die summ gcltz nit gcnzlich werden, die vfs Khbnrg stat, das wir denn die vier thuscnd guldin, die vns von bnwendz »vcgcn darnff geslagcn sind, vfs andri Pfand schlachen liessiut, die »vir Hand von dem rich oder der Herrschaft.von Ocsterrich, vfs »vclichi »vir weltind, vnd das vns das vbrig gelt wurd, das doch der Herrschaft bar hinuß worden ist vnd »vir damit ze Huld kämind vmb daz, als »vir in sinen vngnade» sind von des Oberlandz wegen; doch daö die lät, die gen Khbnrg gehörend, ewcnklich zu vns gehören söltind mit andern stncken, als hienach stat. Item onch werbend vor allen dingen, ob »vir das finden möchtind, das vnscr gncdigcster Herr, der römsch Ang, sich mit der Herrschaft von Ocsterrich land vnd täten, nämlich Khbnrg, Feldkilch mit aller zugehört, Heinegg, dem ü,nr- göw, Seckingen, Waltzhut, Lonffcnbcrg, den, S»varz»vald vnd was sy in der gcgni setz Hand oder noch gcwnnnend, zu vns ze ewiger zit Verbund, nach notturfft vns hilsflich vnd rättlich zu sind zu allen vnscrn nöttcn. Item darzu das sin Anglich gnad vcrschuff mit sant Gallen, Costmz, Diessenhofcn, Schasfhuscn, Heinucldci», Statt vnd vesth, onch mit den Stetten vfs dem Bodcnsew, die vns gelegen sind, das sh sich onch zu vns verbindint ein Jarzil nach notturfft, als von des heiligen richs wegen, »von vns das sundcr notdurfftig ist nach gestalt vnser fachen. Jteiu vnd das »vir in disem vnsern bnnd, den »vir »nit vnscrn Eidgnossen habend, vor vnd vszbeschribend vnd sinen Anglichen gnaden des abschrifft zögtind vnd scittind, das »vir Ercnhalb denselben bnnd vgbehcbcn mässind, als »vir onch den gen keiscr Karlo onch vßbehept hettind, des abschrifft »vir ouch zögen söllcnd, vmb das sii^känglich gnad der fach »vol vnd redlich vndcrwisct »vcrd, »vie es vmb vnser fachen ein gestalt Hab. Item so haben »vir ze werbend, vnscr fryheitten ze bestellend nach notturfft, der vil ist. Item ob »vir wellend vmb das hoffgcricht reden, das wir darzu kemind, das es vns von nüwem vnd sundcrlich bestet wurd nach notturfft. Item ob mau darnach gedenken wölt, das vnser Herr, der Ang, die Grafschaft Toggenbnrg zu Im zug, es were in kouffes »vis oder sich, vnd das vnd die denn wurd oder suß zu vns gehört! als ander land, doch dz das landrecht zu Switz abkcm, »van vns das land sundcrlich »vol gelegen were. Atem möcht aber vns der vbgeschribncn sinken vnd artikcl als vmb Khbnrg dchcins gan, denn das vnscr Herr, der Aug, das wider haben »vclt anc gelt, das denn vnser botten das wider an vns bringind vnd des keinen gcwalt habind; möchtind vns aber sölich fachen ga» als obstat, das sh deö denn von vnser wegen Jngiengind vnd daö svlichs 152 Zum 1442. darnach mit brieffen besorgt wurd vff die besten form alle weg zu beschliessend, das wir hiefitr gentzlich gericht vnd geslicht werind mit dem hus von Oesterrich, in des gnad vnd früntschafft wir sunderlich gern werind vnd sin weltind. Item ob vns je kein gett vmb Kyburg bar werden möcht, dz man vns denn ein ander Pfand Jnsatzti, es were Feldkilch, Louffenberg oder anders, ob Jcman vtzit wisset!, das vnser fug were, vmb das wir nit vngeschaffet scheiden müstind. Item zu werbend, ob vnser Herr, der kling, vor allen dingen Baden, die Herrschaft, zu Im brecht! vnd das Ergöw, ob das gestn mächt, ouch damit Winterthur, Raprcswil vnd das Thurgöw, wenn das des ersten bescheche vnd das zu vns verbunden wurde, das were ein fach, die vns vast wol kem, was wir denn darnach anfiengind mit der herrschafft, so möchtind die fachen dester das bestan. Item ze begerend an vnsern gnedigosten Herrn, den kling, sldmalsjvnd wir wol vernomen Hand, das die von Switz vnS gen sincn kiinglichen gnaden verklagt Hand, das sin gnad vns zu verstand geben Welle, worin wir verklagt sigind, so wellen wir vns verantwnrtcn, das wir hoffend by glimpf vnd cren zu bestand. Wer ouch, das wir gefraget wurdind, wie es vns gangen were mit den eidgnossen, so sollen wir antwurten, wir sigind gröblich vnd vast geschadget, doch so sig die fach gericht, das vns nit gebür nn zcmal vil von den fachen ze reden; sig aber, das sin kiinglich gnad die fach für sich ncmen welle vnd alle teil verhören vnd vns sagen hcissen in gegenwltrtigkeit aller teilte, so sigen wir sinen gnaden gehorsam vnd werdent denn die fachen erzellen von dem ansang vntz an dz end, daby sin kiinglich gnad verstat, ob vns recht oder vnrccht beschcchen sig. Vff den zwölfften Abend (S. Januar) anno äonnni MLoooxiüs ist diser nottel von den burgern bestettget vnd ist ouch damit gerett, dz wir by dem Meren einander schirmen vnd hanthaben sond. Item die vogtye ze Kyburg zu besetzend vß vnser statt nach sincm willen oder von den geschlechtern im Thurgöw oder im Ergöw, mit wem wir wellend. Item ob man Kyburg jeman versetzen wölt, das vns sölichs wurd für mcnglichcn. Item die andern Pfand, dz man vns die ein Jarzal ließ, so lang dz gesin mag; ist das nit, so bestand nach der brieff sag, so wir darnmb habind. Item vor allen dingen, das man nieman gunne, kein Pfand ze lösen von vns, die Herrschaft lös es denn selber vnd welle och das selber behalten. Item wir sond by dem zoll ze Klotten bliben nach der brief sag, vnd den vffnemen, wo man durch die Herrschaft Kyburg vart, von mcnglichem vngesumpt. Item vor allen dingen by Andclsingen bliben nach vnser brief sag. Item von der Dörfer wegen, die an der Glatt ligcnd, wo der mertcil hiedishalb hin gehört, das der ander teil ouch zu vns gehör. Item was hie dishalb der Glatt ist, das zu der herlicheit Kyburg gehört, das vns sölichs blib von dem als die Glatt vß dem Griffcnsee rünnet vntz in den Rin. Item vmb den Kreis vntz an den Schaffelbach vnd den Schaffelbach vff vntz in die Rebtisch. Item vmb der Herrschaft lüt eins Wegs büntnisse. Item vnch die andern stett vnd lcndcr muß man fttrer suche». Item vmb Herrschaft land ewig. Item vmb das ander ein Jarzal. Jteni vmb bcstcttung vnser fryheit vnd vmb vffrichtung der brieff ane vnsern merklichen trefflichen schaden, als wir ouch gerett Hand mit cttlichen rättcn. Item her Swcnden fach von des Schlatters wegen. (Papier,) Staatsarchiv Zürich, Urkunden der Stadt und Landschaft Zürich Nro, Zum 1442. 133 2. 1442. (Ohne Tagesangabe) .. Allerdurchlüchtigoster, Hochgeborncstcr Fürst, Snndcr allergnedigostcr Küng, üwer künglich gnad willig, vndertenig diener, Bürgermeister vnd Natt zu Zürich, setzend Jr bett, vordrang vnd begernng vff diß nachgeschribnen stuk, pnncten vnd artikel, nachdem vnd Jr Kotten Inen fürbracht habend, das sy gescheidcn sigind von üwcrn künglichen gnaden zn Jnsprugg. Begercnd mit ernstlichem fliß dcmüttklich, das üwer künglich gnad sölich Jr vordrung gnedcnklich enpfahen, hören vnd vermerken welle vnd darinn betrachten Iren gutten willen, gantzitrüw, stcttikcit, licbi vnd gut begird, die sy habend zn üwern künglichen gnaden, als zu Jrem allergnedigostcn ordenlichen vnd natürlichen Herren, als einem Römischen küng vnd auch als einem fürsten von Oestcrrich, dem sy begerend willig, vndertenig vnd gehorsam zu sind nach Jrem vcrmugen vnd zu erzögend, das wort, begird, werch vnd Wille eins sig, nachdem als die Statt von Zürich vor gar langen zitten dem fürstlichen, löblichen, tngendrichen hus von Oesterrich erzögt, als üwer künglich gnad zu Jnsprugg das gehört hat, das in der warhcit also beschehcn ist, so setzend sy ir fach also vnd vfs nachgeschrilme form. Item des ersten vmb die Herrschaft vnd graffschaft Kiburg, die ein titel vnd nam ist der dnrchlüchten fürsten von Oesterrich, haben wir nit an uns bracht mit krieg. Sunder gelöst vmb vnser gelt, gcbürt die erst losung by nünthnsent Guldin, als es von den fürsten von Oesterrich versetzt gewesen ist, darnach haben wir vcrbnwcu vnd gelöst, das vns daruff geschlagen ist, och das wir darzn gelöst Hand, gcbürt sich an einer summ bi sibcnthnscnt Gnldin, mere vnd nit minder; begcren wir, ob das gcsin mag, by dem zu blibcnd nach vnser Pfandbrief sag. Da wider meinen wir mit Hilst üwer künglichen gnaden die Herrschaft Baden, die von Altcrhar vnd in den Vrberbüchern gcnempt ist die Grafschaft Habspurg, davon sich die dnrchlüchten fürsten von Oesterrich schribent, vnd ist die clter Herrschast, zn üwcrn Händen zu bringen, also das wir sölich gelt, dar vmb si versetzt ist, vßrichten wellend, als daö denn ein gestakt wnrd haben, mit mer Worten nottnrftcnklich dar In zu redend. Item gefalt das üwcrn künglichen gnaden nit, denn das Jr je Kiburg haben wellend durch des titels vnd namen willen, wann nit nutzes daran ligt, das sich wol vinden sot, das den iiwer angcborn künglich gütti merk vnd verstand vnsern willen, so wellen wir doch der nit vßgan in sölichcr form als hicnach stat. Item des ersten, das üwer künglich gnad vns ctlich sum der sechszechen thuscnt Gnldin vff andri Pfand schlach, die wir von dem hus von Oesterrich habend oder von dem rich, weders denn das sig, vnd dar inn wellen wir vns vndcrtcniklich bewiscn, wie das billich oder begncmlich ist nach gestakt der fach, das vns doch sölich gros; summ nit gcntzlnh abgesetzt wcrd, snndcr ertwas crgctzung darin beschcch durch eren willen mer denn vmb den nutz. Item so wellen wir daruff die Grafschaft Kiburg von Hand lassen, wie wir die gelöst Hand von frow Kungund, greffin von Tvggenburg, mit dem das darzn gelöst ist von den Mandachern von Schasihusen, von dem von Bonstetten vnd einem artzat zc Costcnz, gcbürt sich by sibenhundert guldin. Item das vns belib, was hie dishalb der Glatt ist, das zu der herlichkeit Kiburg gehört hat von dem als die Glatt vsz dem Grisienscw rünnet vntzit in den Rin, Also das die Glatt die Vndcrmark sig zwüschent der Statt Zürich vnd Kiburg der Graffschaft. Vnd vmb die dörffli, die an der Glatt ligcnd vnd die Glatt teillcnd, der zwei sind, das da die hüser cnenthalb ouch herüber gehörind, wan das gcpürt sich wenig, doch vmb stös; zu vcrmidcnt suchen wir sölichs vnd vmb keinen nutz. Item wen Kiburg also von vnsern Händen kumpt, das denn üwer künglich gnad einen Vogt dahin setz vs; der Statt von Zürich, der üwer künglich gnaden diener sig, üch schwer vnd tüg als ander Bögt vnd snndcr etlichi Jar, als vfs fünf Jar, drü oder vff das minst zwei Jar, das wer vns ein snndcr cre, der wir fest begercnd, daby zc merkend were, das üwer angeboren gütti vns gncdig Wesen Welt. Item möcht das vbcral nit sin, des wir nit gctruwend, das doch denn solich vogty besetzt wnrd mit landslütten vß dem turgöw oder ärgöw mit vnscrm willen vnd wissen vnd anders nit, vnd ein Jarzil vnd onch nit lenzer ein Vogt dahin gesetzt wnrd ane vnsern willen, vmb das sich einer dester ordenlichcr hielt üwer gnaden halb, vnd och in früntschaft mit vns blib. 20 154 Zum 1442. Item vnd daö och Kiburg also by unser gncdigen Herschast von Ocstcrrich blib und fürbaß vß und von Jr Hand nit kom, versetzt, verpsent noch verkoft tverd nieman in der Welt, wan das unser ganz wille vnd begeren ist, vmb das wir sy nach by vnS bchabcnd. Mächt aber das je übcrein nit sin, Welt man den das versetzen oder verkaufen, das man es zu vnsern Händen komm ließ für menglichen, ob wir des bcgerend; aller liebst ist vns, das es in unser gnedigen herschast von Ocsterrich Hand belib. Item das wir die übrigen pfandschaften, so wir habend, als Grüningm vnd Regmspcrg, innhabind ein Jarzik vngelöst, als vss zwenzig Jar, desglich was Pfand vnser burger Hand. Item mag aber das nit gesin, so begeren wir doch, was Pfand wir oder die vnsern Hand, das die nieman lösen mng von vns, denn ein Herrschaft von Oestcrrich selb, das also by ir zu behabend vnd fürer nit ze versetzend in keinen weg denn vns für menglichcn, ob wir des bcgerend. Item vmb Andclfingcn, das vns das belib, als wir das verpsent Hand nach der briefs sag. Item vmb den Zoll ze Klotten, daby zc blibend nach der briefs sag vnd das wir den mugind vffnemcn, wo man durch die Graffschaft vart, als bis die briefs Wisent, über den Zoll geben. Item was wir von der Herschast Kiburg versetzt Hand, gebürt sich by hundert vnd vierzig guldin, ouch lechen geliehen, geistlich vnd weltlich, das es daby blib vnd darin kein endrung beschuh. Item von Baden wegen, wen üwer künglich gnad des fürnemen wil, so mag üwcr gnad vns fürnemen, alle Eidgnosscn gemeinlich; was vns denn darum gebürt, wellen wir üwern gnaden gehorsam sin mit der losnng, so verr das an vns ligt; denn sol üwer künglich gnad wider zu dem land komm, so ist vor allen dingen nottorftig, nach der selben Herschast zu gedenkend, als vil davon zc redcnt were, lassen wir bestem, wan üwcr künglich gnaden Rütte die fachen wol zc wissent sind. Item vnd wan wir frigheit Hand, ob sölich herschast an das rieh gelöst wurd oder wie sy darzu kam, das man die benagten sol vß vnser statt, möchten wir daby beliben, were vns sundcr notturftig. Mag aber das nit gesin, so begeren wir doch, das es mit landslütten vnd in der form vnd wisc besetzt wcrd als Kiburg, mit vnscrm willen, So wollen wir vns aber der frigheit begeben üwern künglich gnade» zu gefallen, das ist, das man vß vnser statt einen Vogt nemen solt. Item wenn Baden also gelöst vnd zu üwer künglich gnaden Händen brächt wurd, so bedunkt uns sunder notturftig, einen kreiß ze machent zwüschmt vnser statt vnd der Grafsschaft Baden, wan setz vnd vil zittes har stöß darumb sind. Also begeren wir an üwcr künglich gnad, vns gnädcklich ze gunnend vnd zc erlaubend, das die kreiß gangind an den bach ob Dietiken, dem dorff, genant der Schaffelbach, vnd denselben bach vss vntzit in den berg hinuff vnd die richti vss vutz gen Zuffikon an den kilchturn; das ist ein merklich zil, daby jeder teil vcrstat, woby er den andern sol lassen beliben. Item vnd wenn die Herschaft Baden in üwcr» kttnglichm gewalt kumpt, das wir vnd vnser burger ane zoll vnd geleit durch die selbe Herschast varind mit lütt vnd gut nach vnser notturft. Item was lechen in der Herschast Kiburg vnd Baden ligent, die vnser bnrger fürbaßhin cmpfahcn wurdint, das sy die empfahen füllend hinfür von einem Vogt jeglicher Herschast vnd sürbasser nit suchen, der och sölichc lechen lichen sol mit friger Hand an einer Herschaft statt vnd nach altem Harkomen des fürstlichen Huscs von Oestcrrich, knabcn vnd tochtern, als das denn von alterhar komm ist, doch vns vnschedlich an der fryheit, die wir habend vmb die lechen, so von dem heiligen Römischen Rich lechen sint. Item vnd wan vns zumal hert vnd schwär ist, unser Eidgnosscn halb, sölich fach fürzcncmcnd, so ist vns sundcr nottorftig, das wir mit buntniß vnd vereinung besorgt wcrdint, ob man vns drengen Welt oder bekümmern, das wir wissind hilff, Rat, trost vnd bystaud ze habend nach notturft. Darumb begcrmd wir des ersten, das üwcr künglich gnad vns in üwern snndcrn schirm vnd gnad nemen vnd cmpfahcn welle, vns hilff, Rat vnd bistand zetund mit des heiligen NichS stett, vns gelegen, ouch mit dem Adel vmb vns vnd bh vns. Zum 1442. 155 Aber sonderlich begercn wir einer ewigen pnntnuß mit üwern kiinglichen gnaden als einem surften von Oesterrich ze machend mit discn nachgeschribncn lendern, des ersten mit der Grafschaft Kiburg, Veldkilch, lltinegg, Bludenz, Wintcrthur, Diesscnhofen, Waltzhnt, Lonffcnbcrg, dem Schwarzwald, Sekingcn, 3tinfelden, statt vnd vesti, vnd was dazwüschcnt der Herrschaft land ist, si habend es setz oder sy gewinnen es in kilnfftigcn zitcn, vmb das üwer kUnglich gnad verstand, das wir vns mit ganzen trüwen zu ttwern kilnglich gnaden vnd dem land gern tun weltind, vnd das Mich püntnuß nach nottnrft versorgt werd nrit bricffen vnd Jnsigeln, gelübden vnd eiden. Item vnd das Mich püntniß bestellet werd von einem fiirsten an den andern, so dik das ze schulden kumpt, vmb das die cigcnlich bestand, an alle arglist. Item vnd das Aver künglich gnad in sölich pnntnuß setzen laß, das wir vnd die vnsern in allen landen vnser gnedigen Herrschaft von Österrich gütlich, früntlich vnd gncdcklich gehalten werdint; harwidcrumb sollen och wir von Zürich tnn vnser gnedigen Herschaft lütcn. Item so den vmb ein buntnuß ze machen mit vnscrm gnedigen Herrn, dem Marggrafen, mit Brcgenz vnd dem Brcgenzerwald, mit vnsern gnedigen Herren von Costenz, mit St. Gallen, Appenzell, mit den von Costenz, von Schaffhnsen, Item mit den Herren von Montfort als mit Werdenberg, mit dein grawen bnnd, vnd das solichs angetragen vnd vollfürt werd durch üwer künglich gnad, des wir auch warten Wcllcnt, vnd das sölich pnntnnß vfs ein Jarzal gesatzt werd vnd nitt ewig, vnd das mit nottnrftigen artikeln, die allen partycn glich vnd gemein syend. Itcin vnd in discn Pnntnusscn allen beheben wir vns vor vnd vß das heilig Römisch Rich, Röursch keyser vnd küng, och vnser bttnd, die wir habend mit vnsern Eydgnossen vor diser Pnntnuß gemacht, als an dem ansang davon gerett ist. Item daruff bcgeren wir, das üwer künglich gnad vns bestellen welle als ein Römscher küng alle vnser statt rechtung, frigheit, ehasfti, alt gut gewonheit, lechcn vnd pfandschaft, vnser yoffgericht, das wir habend von Ramschen keysern vnd küngen, vfs die nützlichosten form vnder der Maiestat oder guldin bullen, vnd das Mich pnntnußbrieff, frigheit vnd Consirmacy vns an schaden vß der kanzly werd, das wir sölichs vncntgolten blibind, vßgenomen ein bescheiden bckantnuß den schribern der kanzly nach gcstalt der fach. Item vnd das vns sölich frigheit, buntnuß vnd brieff bestellet vnd confirmirt werdind von vnsern gnedigen Herren, den knrfürsten, vmb das es cwcnklich redlich daby bliben mug. Item vmb das Gastal nach bestcttung vnser frigheit darnach ze wcrbcnt vnd das von den Schwitzern ze bringend mit losung, als davon gerett ist. Item vinb die Grafschaft Toggenbnrg vnd Vtznang, so die von Raron innhabend, begercn »vir, das üwer künglich gnad dieselb vordry vnd erkouff vnd wir die zu vnsern Händen bringend, den von Schwitz iren gewall ze widerstand, als och den davon gerett ist. Item zu letst das diß alles vollzogen werd vnd ganz versorgt mit briesse», eiden, gelübden vnd Jnsigeln, ee das wir die vesti Kiburg von Hand lassind, wan daruff statt der ganz grund der fach vnd ist sunder notturftig vnser halb. Jtcni zu letst von des Schwenden (fache) wegen, als wir die zu Jnsprugg fürbracht Hand, darrürcnd von des Schlatters seligen wegen, begercn wir ouch ein gnedig antwurt." (Papier.) Staatsarchiv Zürich. Ebenda Nro. 1«W. 3. 1442, 12. Mai. „In namcn der heiligen löblichen drinaltigkeit amen, Hebet disc nachgeschribe» fach alsuS an. Als ettwic mcnichcrley Rede, teding vnd anschlag beschchen ist zwüschcnt dem aller dnrchlüchtigestcn, hochgcboriiestcn fürsten vnd Herrn, Herr Fridrichcn, Römschen :c. küng vnd Hcrtzogcn zu Oesterrich ?c., vnd dem bnrgcrmeistcr vnd Ratten der Statt Zürich von der Graffschaft Khbnrg, ouch anderer fachen wegen, hicnach eigenlich begriffen, Also sind die fachen abgerctt vnd beschlossen, das die bestem söllcnt by söllichcn puncten, artiklcn vnd gcdingcn, als hie nach begriffen Wirt, vnd sol man darnach die verbriefen vnd versichern, ouch nach nottnrft besorgen vff die besten vnd glichosten form. Vnd vmb das dise fach dcster redlicher, tugentlichcr vnd bcstentlichcr bclibc vnd beliben möge nun vnd 156 Zum 1442. in künsftigen zitm vnd zn einer angedenknusse aller sinke vnd artikcl, so ist discr bcrednusse ein nottcl gesielt zn Niiren- berq in der statt, vfs sampstag nach dem heiligen vffart tag anno clomiui .n" 000«^ c^nactraKösimo sseunclo. Jten, des ersten sol vnserin allergnedigostcn Herren, dein römischen kling, als einem fürstcn von Ocsterrich, Kiburg die Herschaft vnd grafschaft widcrumb werden, wie es von frow Kungundcn selig, gebor,, von Toggenbnrg, dnrch die von Zürich gelöset ist, mit der losung beschehen von den Mandachern von Schaffhnsen vnd Iren mitgesellcn, och von cim arzat zn Costentz, von Caspar von Bonstetten, vnd darzu die wise, die von Heini Meiger seligen tonst ist, gebürt sich ob sibcnhundcrt guldin Ninscher an die recht houptsume, die by sechzehn thusent gnldin triffct, die selbe honptsnme auch ab sin sol gentzlich vnd gar. Item so sol den von Zürich für ir eigentlich gnt fttrbaßhin cwiklich bliben, was hie dißhalb der Glatt gen Jr statt wert ist, das zn der Herschaft Kiburg ietz gehört von dem als die Glatt vß dem Griffenscw rünnct vntz in den Nin, also das die Glatt die recht vndcrmark syc zwüschcnt der Graffschast Kyburg vnd der Statt Zürich Höchen vnd kleinen geeichten; doch ob die Herrschaft dheinerlei pfantschaft versetzt hette in dem obgcnanten kreiß gelegen, darzu sol ir losung behalten sin nach lut vnd sag der Pfandbriefs, darüber geben. Item darzu sol der statt von Zürich bcliben der Zoll ze Klotten nachdem als sy den vcrpfent haut, den sy mich in der graffschast vsfnemen mugcnt, wa man durch die graffschast vart nach ir brieff sag, daby sy such ein Vogt zn Kiburg schützen, schirmen vnd gctrüwlich hanthaben sol, wie dik Inen daö nott sin Wirt, doch der Herschaft ir losung behalten nach derselben losbricff sag, über den Zoll geben. Item vmb die Herschafft Andelsingen, als die von Zürich die an sich gebracht Hand vnd gelöset von Beringcrn von Laudenberg, daby söllent sy ouch gentzlich bcliben nach ir brieff sag, doch der Herschaft die losung vorbehalten nach der losbricff vsswisung. Item als denn vnscr allergncdigoster herre, der küng, von sundcrn gnaden Herrn Heinrichen Swendcn die ! Vogtye zu Kyburg die nechsten zwey Jar an cndrung bcuelhen wil durch flissigcr bett willen der von Zürich, daby sol es och also bestan. Item wenn er In aber nach den zwcin Jaren über kurz oder lang cndren wil oder einen andern Vogt, wie dik das zu schulden knmpt, so hat aber unser gnedigcr herre, der küng, für sich vnd sin erben den von Zürich söliche besundre gnade, lieb vnd früntschaft getan, och vmb das die selbe Herrschaft wol vnd redclich besetzt werde mit landslütten, das man den selben voü Zürich fürschlahen vnd nemen sol sechs, achte oder zechen, aber fromm edelmann von den nach- geschribencn landen, von dem Aergöw, Thurgöw, Zürichgöw, Brisgöw, Hcgöw vnd dem Schwartzwald, den die Herschaft In hat, vnd für welichen dann vnder den selben die von Zürich bittend, dem sol die vogtye zu Kiburg beuolhen werden, als dik vnd vil sölichs zu schulden knmpt, das man ein Vogt setzen wil, vnd anders sol man in einichen weg die vorgeschribnc vogtye fürbaß besetzen. Dcrselb Vogt onch denn vnder einem landvogt sin sol, als ander unser gnedigen Herschaft von Oesterrich Vögte, vnd sol ouch dersclb Vogt die von Zürich vnd die Iren gütlich vnd früntlich halten vnd beliben lassen, wie sy von Alter har konien sind, an alle gcuerdc. Item es sol ouch die graffschast Kiburg mit aller Ir zugehördc, wie die von Zürich kamen ist vnd ob ützit mer darzu gelöst wurde, fürbaßhin cwiklich by dein fürstlichen hus von Oesterrich beliben vnd von sincn Händen nit kommen, davon weder versetzt, verkauft, noch in keinen weg vcrendcrt werden. Wöltc aber vnser gncdige Herrschaft von Oesterrich die graffschast Kiburg versetzen, verpfenden oder verkaufst,, oder etwas daruß, gcrichte, güter oder gülte, über kurz oder über lang, wen das were, so hastvnser gnedigoster Herr, der küng, den von Zürich aber sölich sunderlich gnad getan, das man sölich graffschast, gülte, gericht oder gttttere zu Iren Händen sol konien lassen für menglichen, so verrc sy darzu stan wellent vnd darumb geben als vil ander lütte. Item von der andern pfandschaften wegen, so die von Zürich von den, hus von Ocsterrich Hand oder von andern lütcn, die sy ouch vor zitcn von dem fürstlichen hus von Oesterrich verpfcnt Hand, deßglichen vmb die pfandschafften, so der von Zürich burger oder bürgern, in» Hand, Es sye von der Herrschast oder von andern lütten, als es ouch von Zuni 1442. 157 derselben vnser gncdigcn Herrschaft hcrrürct, bi sölichcn pfänden fällen ine von Zürich vnd die Iren beliben nach ir Pfandbriefs sage, wie die dann lutend vnd als sy von der Herrschaft versetzt sind, doch der Herrschaft ir losung nach der Pfandbriefs sag vorbehalten, zu »»etlicher zit sy die tun wcllent, das man Ir darin gehorsam»» sige. Vnd in demselben stuk hat vnser gnedigostcr Herre, der küng, den von'Zürich vnd den Iren solich sundcrlich gnade vnd früntschast getan, das niemand fürbaßhin von Inen söliche Pfand lösen sol noch mag, denn ein hcrschaft von Oesterreich selb, och by Iren Händen vnd gewalt zu behabcn vnd sust fürcr in keine»» iveg nit zn versetzen. Es sol auch vnser herre, der kling, noch die hcrschaft von Ocsterrich söliche Pfand nieinan gunnen zc lösen, Jctz noch harnachnials von Ir gemeiner statt, ircn burgern vnd bnrgerin, denn die losnngen sollen der Herrschaft zustan vnd anders niemanden, als vorstat. Item vnd »vurdent ctlich Herschaft von den von Zürich gelösct, die söllent auch bh v»»scr gnedigcn Herschaft von Ocsterrich fürbaß beliben in glicher »vise vnd »naß als Kiburg. Wölte man aber die ie versetzen oder ctwas davon, so sollen sy den von Zürich für menglichcn »verde», ob sy das begerend vnd darumb als vil tun wellend als ander lütte, in glichcr forin als das vmb Kiburg dauor gesetzt ist. Itcin sölich hcrschaft, so gelösct »vurdent, eine oder »ner, sol man bevogten vnd den von Zürich lütte fürschlahen von den e»»den als obstatt, als dik vnd vil das zu schulden kumpt, vnd für wellichen sy bittend, dein sol man die vogtye bcuclhcn, »vie das v»»»b Kiburg gesetzt ist, an allen intrag, »van von sunderlichcu gnaden hat vnser allerguedigestcr herre, der küng, sölichs den von Zürich lassen gan. Jtein »vas schlössen von den von Zürich zu der Herschaft Händen gclöset wurde vnd besetzt, als vor gemeldet ist, sol es doch by der buntnisse bestan, davon gcrctt vnd hicnach zum teil begriffen ist, wie die denn vsf die rcdcnlichosten form beschlossen »verde» sol, also das solich herschafften in demselben bund sigcnt vnd ewenklich bclibcud vnd das ouch »nit briefen, gelttptcn vnd ciden versorgt »verde nach nottnrft. Item »vas ouch die von Zürich die »vilc vnd sy die grafsschaft zu Kiburg Inn gehcpt Hand, gcschast, gemacht, geordnet vnd gehandelt Hand, es sye mit lcchen, geistlichen vnd weltlichen, Iren burgern, bnrgerin oder andern litten, och was sy gemacht, versigelt vnd verbrieft Hand, sy vnd Ir vögt, »nit vnclichen kinden, mit gcrichten vnd andern fachen »nit recht oder in früntschast, daby sol es gentzlich beliben vnd sol nieinan stirer gctrcngt werden an allen Intrag. Item ob Baden zu vnsers gnedigosten Herrn, des küngs, Hand käme über kurz oder lang, oder in der Herrschaft Hand, so hat vnser gnedigoster Herr, der küng, den von Zürich sölich gnade von eignem guten willen getan, das sölich Herrschaft Baden ouch beuogtet werden sol in glicher fori»», »vise vnd maß als Kiburg vnd andere schlösse, für wclichen die von Zürich bittend, vndcr den die Inen sürgcschlagcn werden sollend, als vor vmb Kiburg begriffen ist, wie dik vnd vil das zi» schulden kumpt. Item aber vmb die vndcrmark zwüschent der Grafschaft Baden vnd Zürich, als die minder statt Zürich ligt vnd vfs demselben lande, sollen der von Zürich Höchen geeicht so Witte vnd verre gan, als die kleinen gerichte zu Altstetten gand, die richti hinabe vntz in die Lindinag vnd über sich die richti vfs in den berg, vnd das sol die vndermark sin, darvrnb das dchein stoß harnachnials in der fach werde. Item was lechen in der Herrschaft Kiburg oder Baden ligent, die Ir burgcr fürbaßhin cmpfahcn »vurdent, ob Baden also zu der Herrschaft Hand käme, die söllent es enpfahcn von einem Vogt jeglicher Herrschaft vnd fürcr nit gebunden sin, der Inen ouch söliche lchen lihen sol mit fryger haud au einer Herschaft statt vnd nach Harkomen des sürstlichen huses von Oesterrich, knaben vnd dochtern, wie das denn von Alter herkomen ist, doch der statt von Zürich vuschedlich au der frygheit, die sy habend vmb des Richs lechen, daby sy bliben söllend, wie sy die vntzhar gebrucht vnd der genossen Hand. Item wenn »»»an vmb söliche lcchen rcchtigen müstc, die dein fürstlich huö zu Oesterrich zugehörend, das sol bc- schechen vor einem Vogt vnd jeglicher Herschaft »nannen, so verre die fach der von Zürich burgcr oder bnrgerin bcrüret. Item werc aber, das ein fürst von Oesterrich im land vnd sonder in sölichcn herschaften gegenwürtig were, so söllend sy, die »vile vnd er da ist, die lcchen von Im cmpfahen vnd vor Im gcrcchtigt werden. 158 2uni 144Z. Item so sol ein ewig, redlich, vffrechtklich buntnusse vnd vereinnng zwüschent vnserm gnedigosten Herren, dem Römischen kling w., als einem fürsten von Oestcrrich, mit der statt Zürich, In der bllntnisse sollent begriffen sin der Herschaft halb dise nachgeschribcn land, litte, vestinen, stett vnd dörffcr: die Grafschaft Kiburg mit aller zugchörde, Frowcnfeld die Herrschaft, Ninegk, Veldkilch, Blndenz, Winterthnr, Rappcrschwyl, Dicssenhofen, Schaffhnsen, Waltz- hut, Louffenbcrg, der Schwarzwald, den die Herrschaft inn hat, Seckingcn, Rinfelden, die Statt vnd vcstin, vnd was dazwüschent der Herrschaft land Heisset vnd ist, sy habind das ietz oder ob in künftigen ziten mer an sy viel, das alles sol ewenklich verbunden iverdcn zu der Statt Zürich vnd die Statt Zürich zu der Herschaft von Oestcrrich mit allen notturftigcn sinken, puncten, artickeln vnd gedingen, wie das am glichosten zugan mag allen partyen. Item es sollent och alle der Herrschaft schloß, die in dem bund begriffen sind oder noch darin komcnd, der von Zürich offen Hüser heissen vnd sin, zu allen Iren nöttcn; doch ob sy lütte darin legen würdint, das sol beschechen an Iren merklichen schaden, als das denn gewonlich ist. Darzu sol man den von Zürich vnd allen den Iren vß vnd von allen obgcschribnen schlössen, stellen vnd dörffern vnd was in die bnntnusse gehöret oder darin kompt, vnverdingten kouff allerley gutz geben vnd lassen zugan vmb ir gelt an Hindernisse. Vnd ob sy vß andcrm der Herrschaft von Oestcrrich lande kouffes bedttrfftend, wclicherleye das ist, solliche köuff^sol man inen geben vnd vnverdingct lassen zugan vlnb Ir gelt vnd sy von snndcrn gnaden darin gnedeklich fürdcrn an intrag vnd geuerde, doch das die von Zürich der Herschaft desgelichen Hinwideruin tügind. Item sölich puntnussc sol onch fürbaßhin bestcttct vnd confirmirt werden von einem sürsten von Oestcrrich an den andern, so dik vnd vil des fürbaßhin zü schulden kompt vnd nottürftig ist, vmb das es eigentlich bi dem bund bclibc. In dem bund onch begriffen sin sol, das die von Zürich vnd die Iren in allen der hcrschaft landen gütlich, frnntlich, tngcntlich vnd gnedeklich gehalten werdint, geschützt vnd geschirmpt zu glichen billichen fachen. Item es sol och getrüwclich vnd nach dem besten geworben werden durch vnscrs gnedigosten Herren, des kiings, erbern, trcffcnliche bottschaft vmb ein buntnnß zwüschent dem Marggrafen von Nötteln vnd Her Jacob Truchscsscn, mit Brcgcnz vnd dem Bregenzcrwald, mit dem Bischof von Gostenz als mit sinen Stiften Costcnz vnd Chur, mit der Statt Sant Gallen, mit dem lande Appentzelle, init der Statt Costenz mit sainpt Frowenfcld, der Herrschaft, ob es den von Costentz blibet, mit Schaffhusen, ob das by dein Rich blibt, mit den Herren von Montfort als mit Wer- dcnberg, och mit dem grawcn Bund, vmb das die fach vnd dise srüntschaft dcster bas bestan mug vild das sölich bnntnusse vff ein Jarzal gesetzt werde mit notturftiger artiklen aller partyen halb nach dem glichosten. Item vnd in disen bündcn allen vnd jeglichen habend die von Zürich Inen selber vor vnd vß behebt, das Inen onch gunncn ist vnd erloupt, vnd sol och das eigentlich in die buntbriene gesetzt werden, das heilig Römisch rich, Nömsch keyser vnd kling, och die bünd, cid vnd gclüpte, die sy getan habend vor diser buntnusse zu vnd mit Iren cidgnossen, weliche die den sind. Item das vnser aller gnedigoster Herrc, der Nömsch küng, sol den von Zürich darvff von sundern gnaden, so bald er die künglich krön empfachet, vnder siner.Maiestat Jnsigel oder vndcr der guldin bullen, wcders sy begcrend, vnd vff den tag sincr krönung das datnm setzen, bestctten vnd confiriniercn alle Ir statt rcchtung, frygheit, ehafti, alt gut gewonheit, lechen, psantschafst, Ir Hofgericht, das Inen vom leiser Karle dem Vierden geben ist vnd gefryget vff das hofgcricht ze Rottwil nach Ir fryhcit sage, vff die nutzlichosten vnd besten form. Vnd das solich buntnusse, bricuc, priuilegia, confirmacion vnd was dis fachen antrifft oder die so hicnach stand, den von Zürich an schaden, vß vnseres gnedigosten Herrn, des küngs, Cantzclye gegeben vnd geuertigt werdint ganz vnentgoltcn, doch den schribcrn ein bescheiden trinkgclt vorbehalten vnd das gold zu den bullen, ob sy die haben wöltind. Item vnser gnedigoster Herr, der küng, sol sin bestes vermugcn tun vnd getruwlich werben vnd suchen, das der Statt Zürich solich ihr priuclegia vnd onch die bnntnnssc bestellet werde von den Curfürsten, vmb da« es redelich nun vnd in ewigen zittell daby bestan mug. Zum 1442. 159 Item vnd wenn den von Zürich Ir fryghcitt bestettct werdcnt, so mngcnt sh vnsern gncdigostcn Herren, den kling, vor sincn Äiätten fürncmcn mit Recht als von des Gastcls wegen, als der durchlüchtig sürste loblicher gedächtnisse, Hcrtzog Fridrich von Ocsterrich, der elter, dasselbe pfände den von Swiy vcrpscndet hat, vmb das sh solich losung von den Schwitzcrn bringen mögend, als denn davon vil gerctt ist, dar inn die von Zürich gefürdcrt söllent werden mit brieffen nach notturft an iren schaden. Item vnscr gnedigoster herre, der Rönstch küng, sol vnvcrzogenlich werben vnd stellen vmb die Grasschaft Toggen- bnrg vnd vmb Vtznang mit aller zugchörde, das die von Raren ietz innhand, sölich Herrschaften ze kousfcn, vmb das lantrecht, so sy mit den Schwitzern Hand, ab konie vnd den von Zürich denn sölichen kouff lassen werden. Item wan die von Zürich das schlösse Kiburg sovil gebessert vnd gcbuwen Hand, so hat vnser gnedigoster herre, der küng, Inen von hinderlicher gnaden zwcithuscnd guter Rinschcr gnldin geschlagen vff das Pfand vnd die Herrschast Grüningcn zu der Summen, so sy vor vff demselben schloß Hand, darumb er sh onch mit bricfen vnd Jnsigeln versorgen sol an Iren schaden. Item daruff sol gentzlich hin vnd ab sin alle die vngnade, vnwillc, vintschaft, mißhelle vnd zweitracht, so vnser gnedigoster Herr, der küng, gehebt hat, och alle fürstcn von Ocsterrich zu den von Zürich, wie sich die verlassen Hand vntz vff diß zitt, es sige von des Sanganscrland, der hüser Frödenberg vnd Nittperg oder von anderer fach wegen, nützit vsgenommen, vnd sol den von Zürich des zu argem meiner gedacht werden. Er söl Inen och brieffc darum geben, das er durch Ir flissigcr, demütiger, ernstlicher bette willen für sich, alle sürsten von Ocsterrich vnd ir erben sölich fache gncdeklich Hab lassen Valien vnd das er die statt Zürich mit Ir lüten vnd gut in sinen vnd des heiligen Römschen Richs schirm, schütz vnd gnade genommen vnd empfangen, vnd er sol sy des Richs landvogt in Schwaben, och andern sürsten, Herren vnd Aichstetten beuelyen vnd den gebietten, sh vnd die Ären by glichen billigen vnd rechten fachen zu schirmen vnd ze hanthaben wider alle die, die sh trcngen vnd nötten wölten, in der besten forme, vnd den vnd ander briefs von der Cantzlye vnentgoltcn geben in Massen als vorstat. Item vnd diß alles sol gentzlich vnd gar besorgt vnd vollfürt werden nach aller notturft mit briefen, Jngcsigeln, eiden vnd gelüpten vor vnd ce die von Zürich das schlösse Kiburg vnd die Grafschaft von Händen gebend oder lassent, wann darnfs so stat der gantz grund diser fach, als das alles eigentlich berctt ist, vnd das sol vff daS aller kürzest beschechen, sobald das komlich gesin mag, darin die von Zürich gncdeklich gefürdcrt söllent werden, vnd denn an alles verziechen füllend die von Zürich Kiburg gentzlich übergeben an Widerrede, wie das da obgeschriben stat. Vnd wann diß fach also eigentlich berctt, vertedinget vnd beschlossen ist durch vns, diß nachgeschribne Rütte des obgenantcn vnsers gncdigostcn Herren, des küngs, uemlich Petern, bischof zu Ongspurg, Silvestern, bischoff zu Kiemsc, Wilhelm, Margrafen von Höchberg, Lantvogt im Eilsaß, Jacob, Trnchseß zu Waltpnrg, des Richs lantnogt zu Schwabe», HanS von Nitperg, Ritter, vnd Walthern Zebinger, vnd daruff bestellet von vnserm gncdigostcn Herrn, küng Fridrichen, wissentlich vnd wolbcdächtlich, als sin gnade bcdunkt vnd och das an Rate fundcn hat, vmb das es denn gentzlich vnd eigcnlich daby belibe, dem redlich nachgangen vnd crberlich vollzogen werde, so hat dersclb vnser gnedigoster Herre, der küng, sin sccrctc hcissen drnkcn in discn nottcl zu ende der gcschrifst, der geben ist in dem Jarc, in der statt vnd vff den tag als vorgeschriben stat. Loriptum b'ranlll'Oräiv äiiz Inns ante testum oor^oi-is ttllristi (29. Mai)." Staatsarchiv Zürich, ebenda Nro. t «ZS. Das Siegel fehlt. 4. 1442, 12. Juni. „Dem Strengen vnd vcsten Herrn Heinrichen Schwenden, Ritter, vnserm lieben Bürgermeister, vnd dem crsamcn, wisen Michaeln, vnserm lieben stattschriber. Vnser willig, früntlich dienst vor. Lieber Herr Bürgermeister vnd onch lieber Stattschriber; als Är vnS setz gcschriben vnd ein nottcl, wie Ir vnser fachen mit vnserm allcrgnedigosten Herrn, dem Römschen küng, verlassen, gesanr Hand, haben wir alles gehört vnd die fach ze etwie mengem mal für vns genomcn, das an grossen rat zwürend bracht, snnder so hat sich vngefarlich gcschikt, das Thüring von Hallwil in vnser Statt komm ist von der schrist 460 Zum 1442. wegen, so Im unser Herr, der Margraf, getan hat. Denselben wir den nottel vnd üwer schrift ganz verhören lassen vnd vor Im nützit verborgen Hand, sunder die fach mit sinem rat beschlossen, darumb sy sich ettwie lang verzogen hat; vnd ist vnser antwurt nach üwer begerung vnd vff üwer schriben also, das vns der nottel, den Jr vns gesant habend, nachdem vnd wir üch bcvolhen Hand vnd als Jr, Herr Heinrich, ze Vogt geordnet sint, geucllig ist. Dunkt ouch vns, das Jr üch in vnsern fachen, nachdem vnd sy gestalt sind, wol vnd getrewlich gearbeit habind, sagend üch des dank. Doch vff üwer Verbesserung wellend wir üch etwas sinken melden, die nach dem besten ze versuchend, nachdem vnd Jr vnser Meinung erkennent. Des ersten, als in dem nottel begriffen ist nls von Baden, der Höchen geeichten ze Altstetten, onch von Vtznach, der Herschaft Toggcnburg vnd des Gastals wegen :c. gefiel vns, ob das gcsin mächt, das man dieselben sink in einen besunder» Nottel setzt, in masse als sy in dem nottel stand, vnd die andern stuk onch alle in einen besnndern nottel, vnd also zwen nöttel macht! vnd denn den buntbrief onch besunder. Vnd wer das darumb, wenn vnser Chdgnossen den Handel verneinend, das wir denn frölich getörften den Buntbrief vnd den einen nottel der richtung dargclcgcn, in dewedrem sy doch ganz nüt findent, das wider sy wer, vnd wir den einen nottel als von der andern sinken wegen heimlich behübend, vnd besunder das Raprcswil och in den heimlichen nottel geschriben wurd, ob üch dz nütz oder gut bedüchte; dunkte aber üch, dz es wol vermitten belibe, so lassent es anstan, doch in sunders, dz es in den buntbrief mit namen nit knm, won Jr wol wissend, wie wir mit den von Schwitz darum Verschriben sind. Dann sölt es in den bnnd mit namen komm, sobald die von Schwitz das verneinend, so wnrdene sy vnS darnach manen. So wissend Jr wol, wie gemein vns ist, mit Inen zu rechtend. Darumb bedenkend ein fund, wie mau das verklug nach dem besten vnd das doch Rapreschwil von dem bnnd nit geschrenzt werd vnd aber die von Switz vns darumd mit recht nützit mugen angcwinncn :c. Item so stat in dem nottel, dz vnser Herr, der küng, durch sin botschafft an die von Costenz, sant Gallen, Appenzell vnd ander werben solle, einer Buntnusse mit vns Jnzegand. In dem Artikel bedankt vns och notdürftig, das man das lntre, das er das wcrb vnd schaff, ee wir Kibnrg übcrgcbind; das ist vns notdürftig. Sodann als von des GastalS wegen gefiel vns ze mal wol, möchte die fach in geheim zu gan, vnd das vnser Herr, der küng, sin rätt, die by vnsern fachen sind gesin, vnd ander, denen Jr gctruwetend, die es in geheim liessind belibcn, zu dem rechten satzti, das Jr denn die fach fürncmind, sidmalcn vnd es doch ictz anc costen zugieng. Item von des bunds wegen, das der je zu zechen oder ze fnnfzechcn Jarcn ernüwert wurd. Item vmb die zwcy thusend guldin ist vnser will, das man die vff Grüningen schleich. Item vmb die bcstettung von vnsern Herren, den knrfürsten, gevalt vns wol, das Jr die ncmind, ob üch die werden mag. Item vmb die gnldin bull wer vns gefellig, das Jr vnser statt fryheit vnd recht vnd die notturftigosten gröstcn stuk in ein gnldin bull begriffen vnd vmb die andern stuk alle, die Jr in ttwerm schriben meldcnt, bricff vnder der Maiestat nemind. So wissend Jr denn wol, daß Hans Schwend, vnser lieber mitgesell, als von Burkard Schlatters, sins schwagers, wegen in allen finden vnd setzen zum rechten vsgesetzt ist, bcuclhen wir üch och, das Jr in der selben fach das best tügind, ob Im ein Summ gutz für sölich Zuspruch vff sine Pfand möcht gcslagcn werden; ob aber dz nit möcht gesin, das doch besorgt wurd, das er vnd sin erben by Iren pfänden blibind vntz vff die zitt, das semlich zuspruch, so er zu der Herrschaft meint ze habend, mit recht vstragcn worden an glichen billigen enden, vor vnd ee si Jr Pfand zu lösen gebind. Vnd was üch in fem- lichein das best dnnk, das ncmcnd für, als üch das wol zu getrnwcn ist. Als Jr vns denn schribend, das ettlich stett vnserm Herrn, dem küng, vnd sinen Ratten vil gutz schenken vnd bcgercnd, üch ze wissen lassend, wie Jr üch darin halten soltind :c., da wissend Jr wol, das wir ietz nöttig sind, so haben wir ein groß Summ guts vnserm Herrn, dem küng, an Kibnrg geschenkt, das wir hoffend, das In selbs benüg. So dankend wir ictz vnserm Herrn, dein Marggrafen, der grossen früntschaft, so er üch denn tut, mit einem brieff, vnd wellend ouch das sunderlich vmb sin gnad verdienen. Gegen demselben vnd den andern verantwurtend vns nach dem besten, als Jr wol wissend, das wir arm sind; doch schikend wir üch den bccher, ob üch bcdunk gut zcsind, den vnserm Herrn, dem Canzlcr, zcschcnkcnd, das Jr das tügind, vnd vmb das trinkgclt in die Canzlye richtend vs, als üch das bcdnnkt gut sin, denn wir wol wissend, das Jr selbs nit gern zcvil gebend. Üch ist onch wol wissend, das wir vnsern Widersacher» (hieß vorher Juni 1442. 16t „Eidgenossen") in solicher maß gctrnwend, verneinend sy vnsern Handel, möchtcnd sy dann vns vnzucht darnmd zuziechcn, das sy das vitlicht tätind. Darum bcdücht vnS snnder notturftig, das vnser Herr, der kling, vns wol besorgt! mit treffenlichen litten, ob man vns vtzit args wölte zuziechcn, eS were vor vnd ec die sach^ beschlossen wnrd oder nachmalen, das man vns dann getrnwlich zusech vnd hilfflich were; das werbend onch, als Nch das best bednnkt, das ist vns sunder notdurftig. Vnd sunder möcht vns Thüring von Hallwil als zu einem landuogt vnd Houptman hie oben im land werden, wer vns ze mal lieb vnd gevcllig. Wir habend onch In ernstlich gebctten, sich förderlich hinab zc fügend vnd das best zu vnsern fachen ze reden vnd zctund, da wir hoffend, das er solichs tüg, won er meint, wo er zu vnsern fachen kein, das er darzu das best welle reden vnd tun. Nnzemal müssend wir nch nützit notdürftigs zc schriben, denn tund in allen vnsern fachen das best, als Jr denn wiß gnng sind vnd wir üch des ganz wol zngetrnwend. Damit beuclhcnd wir nch dem almechtigen Gott vnd bittend In, das er lllch allezit wolumglikeit vnd gcsnnt verlich vnd geb, vnd lassend vns allezit wissen, wie es üch gang vnd wie es vnib üch stand. Vnd besunder wollend wir gern hören, was Amman Rcdings werben were vnd wie er empfangen sig vnd gehalten worden. Mögend Jr sölichS erfaren oder ist üch darumb ützit wissend, das scheidend vns och eigenlich vnd fürdcrlich. Geben vff Cinstag den xij tag Brachodes anno llonnui xni/. Lieben fründ, Jr verstand in discm vnserm schriben wol Meldung etlicher Artikeln. Nu wissen wir wol, das Jr darin vnd in allen fachen das best werbend vnd tnnd. Vmb das tilgen wir üch zcwissen, ob üch die fachen, nachdem vnd wir sy in vnserm schriben gemeldet Hand, nit snrgang möchten haben, das wir den- nocht by dem nottel, den Jr vns gesant Hand, wellen belibcn, haben och dz also mit Rütte» pgd bürgern beschlossen. Och so senden wir üch dm artikel als von des lIastals wegen, wie der in dem Sprnchbrief stat, vmb das Jr den Vrteilbrieff, so vns sol werden, darnach bester bas wissent zu stellen. Bürgermeister vnd Natt der statt Zürich." (Papier.) Staatsarchiv Zürich, ebenda Nr». t«37. ö. Unter den: Datum: Achcn, am Sonntag nach Sant Veitstag, am Tage der Krönung, giebt König Friedrich III. denen von Zürich noch folgende pergamentene Urkunden mit anhängendem Majcstätssiegcl, als: 1. Urkunde über Abtretung deS Zürichwärts der Glatt gelegenen Thcilcs der Grafschaft Kybnrg. 2. Verheißung, den Heinrich Schwend für die ersten zwei Jahre zum Vogt über die zu seinen Händen kommende Grafschaft Kybnrg zu setzen und in Zukunft mit der Besetzung derselben zu verfahren, wie es in der Ueber- cinkunft mit Zürich aus besonderer Gnade festgesetzt worden. Verheißung, die Grafschaft nie vom Hause Oesterreich zu veräußern, außer sie werde Zürich unter gleichen Bedingungen zum Voraus angeboten, u. s. w. Eventuelle Versicherung in Betreff der Grafschaft Baden nach Maßgabe der Notcl. I. Bestätigung aller Privilegien, Freiheiten, guten Gewohnheiten, Handfesten, Pfandschaften, Lehen :c. der Stadt Zürich: „ onch insnndcrheit was die egcnanten von Zürich fürbasscr in der Stat zu Zürich setzen vnd ordnen werden durch guts, frids vnd schirms armer vnd reicher lcntc vnd durch Jr Stat nutz vnd Ercn willen oder der, so zu Inen gehörend, daz das kraft vnd macht haben sol, doch vns vnd dem Reich, onch gemeynem nutze vnverdrosscnlich vnd vnschedlich, als In daö onch vormals gegeben ist". Urkunde» im Staatsarchiv Zürich. Hnrich. 144T, R 7. ÄUHltst (Freitag nach Unserer Frauen Tag zc Mitte Ottgstcu). Chmel: Materialien zur östcrreichischcn Geschichte, I. z. Seite tat. Gegenbrief des Bürgermeisters, der Räthe und Burger von .Zürich auf den königlichen Brief der Richtung und Vereinigung zwischen dem HauS Oesterreich und der Stadt Zürich vom 17. Juni vorher. — Beilage 17. 2l September 1442. Luccvn« I44T, 3. Scp^cmbcc (sosuucla P08t Vorons). Staatsarchiv Luceru: Allgemeine Abschiede 53. Auf nächsten Sonntag (9. September) ist ein Tag gemeiner Eidgenossen mich Lucvrn angesetzt, wo man nach dem Bericht der Boten über nachgeschriebene Artikel antworten soll: 1. Zedermann, der eine Schrift oder einen Brief hat, wie der verstorbene Kaiser und Herzog Friedrich von Oesterreich mit einander verrichtet wurden und was der Kaiser dabei sich vorbehalten hat, soll diese und auch andere zur Sache dienliche Acten mit auf den Tag bringen. 2. Derer von Bremgartcn wegen soll man auch antworten. 3. Ferner soll man antworten, ob die Eidgenossen einander bei ihren Freiheiten schirmen und sich vereinbaren wollen, weder dem König, noch seiner Botschaft, noch sonst Jemanden, anders denn einhellig, Antwort zu geben, und daß „sich kein ort fürschicssen vnd sich allweg glich ziechen vnd kein teding vffnemen ane der andern weissen vnd willen, vntz dz Znen gemeinlich Zv fryheiten bestetiget werden; ob denn fürbasser ycman deHein teding von vnsers Herren, des küngs, oder der Herren von Oesterrich wegen an deHein ort der Eidgnossen oder an gemein Eidgnossen brechte, dz da nieman ane den andern antwurten wel, ane gemeinlich der Eidgnossen willen vnd rat". 4. „Ztem als dann derer von .Zürich bellten den Eidgnossen etwz verstand geben Hand, wie sy sich gen das Hus von Oesterrich verpflicht haben, als die Botten wol wüssent, sol man ouch ze Rat werden vnd antworten mit vollem gewalt." Ueberschrist: „Receß von dein tag sssuuäu poll. Versus anno xr.hj« ze Lutzcrn." Lucern. Ä44T, September. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 53» b, Tag der Eidgenossen wegen der Beziehungen Zürich's zu Oesterreich und den Verhaltnissen zum römischen Könige überhaupt. — Die Acten fehlen. Der Abschied sagt a. a. O. über die von Lucern auf diesem Tag abgegebenen Voten, was folgt: „Item vsf Mcntag nach uutiuitutis Ataris Hand mine Herren geantwurt vnd sind einhellig worden des ersten, dz wir ouch botten senden wellen gen Zürich vnd Brenigarten, Mellingen vnd Baden vnd da die buntnüsse erhören vnd dcro abschristen begcren. Vnd in zulousfendcn fachen sol vnscr bot onch gewalt hau mit andern botten. Item von des wegen, dz Jedermann den andern schirmen soll bi siner frhheit, haben wir geantwurt, dz wir ouch vnscr Eidgnossen by Jr fryheiten hanthaben vnd schirmen wellen, als dann vnscr bunt vor seit, als ouch si vllS geantwurt Hand. Ztem ouch Hand wir geantwurt: kome der küng als nach herzu, dz die Eidgnossen düchtc, dz er nach genug herzu werc, das si den» all einhelliklich würben vmb Jr frihcittcn. Vnd Wethe», ort dann der küng sin fryhcit bcstcti- goti ane alle fürwort, das dassclb ort vffnemen möge. Were aber fach, das er denn fürcr ützit an si würbe, das da nieman nützit für tüge noch antwnrte, denn mit der Eitgnossen Rat. September 1442. 163 „Itcm ouch Hand wir gcantwurtct von Bremgarten, Mellingen vnd Baden wegen, das vns dächte, dz man nuzcnial si nit hiessc swcren, vnd man doch mit den von Bremgartm rette, dz si sich n!t also in semlicher meynung stärkten; vnd gebrcstc Inen vtzit gegen yeuian, dz sy dz den Eidgnosscn scitten. Doch wz der Mcrtcil tele, Welten wir mit Inen zicchen." Vergleiche damit Tschudi. II. zu, ZiiZ; Klingciibcrger.Chronik S. L87. Es ist schwerlich anzunehmen, daß schon ans diesem Tag Boten des Königs das Argan zurückforderten. TS» Lucern. I44T, T4 September (osonncka. xo»t Nattllm>. Staatsarchiv Bern: Alteö Missivenbuch. Die Boten der Eidgenossen, diesen Tag zu Lucern versammelt, schreiben an Bern, daß, weil dessen Boten aus dem Tag nicht erschienen seien, sie einen andern Tag auf nächsten Sonntag (30. September) angesetzt haben, wozu sie die Boten von Bern erwarten. Tschndi II. 346 sagt: Auf die Nachricht von der bevorstehenden Ankunft des Königs in Zürich chabc Schwyz den Eidgenossen von Bern, Lncern, Uri, Unterwalden und Zug einen Tag nach Zug gesetzt auf Dienstag den 25. September. TST Kreibnrg im Uechtland. R44S >m Oc ob r) Tschndi: Chronik II. 8I?Z Die Boten von Bern, Lucern, Schwyz, Unterwalden, .Zug und GlaruS werben bei dem römischen König vergeblich um Bestätigung ihrer Freiheiten. 1442, 20. October (Sanistag nach Galli). König Friedrich crmahnt ans Lausanne Lncern und die Eidgenossen, nichts Feindseliges gegen die Städte Zürich und Rapperswyl vorzunehmen. (Besiegelter Originalbrief im Staatsarchiv Lucern.) TS» Baden. 1442, IS. November (Montag nach Ochmann Tschudi: Chronik II, ZSZ. Der Eidgenossen Boten von Bern, Lucern, Schwyz, Unterwalden, .Zug und GlaruS stehen vor den Rathen und Vierzigen zu Baden und machen folgende Eröffnungen: t». Der 1800 Gulden wegen, welche sie von Baden und andern Städten und Remtern im Argau an den Kauf des Landes begehrt haben, sei es irrthümlich, wenn man sage, sie wollten daö mit Recht fordern; sie wollen eS nicht anders als freiwillig und werden Baden in jedem Falle bei seinen Freiheiten schirmen ic. Darauf wurde ihnen bestens gedankt. ?». Die Eidgenossen verlangen, daß Baden in diesen unsichern .Zeiten ihnen offen gehalten werde gegen Ersatz alles Schadens und Bezahlung von Speise und Andern,. Baden antwortet-. 164 November 1442. Es könne nicht wissen, gegen wen die Stadt offen sein solle und ob es dadurch mit andern eingegangenen Pflichten in Widerspruch käme; es bitte also die Eidgenossen, von dieser Forderung abzustehen. Diese antworten: Man könne ihnen nicht wohl sagen, gegen wen das wäre; doch treiben die von Zürich vielen wunderlichen Handel und die sechs Orte hätten sich zu gegenseitigem Beistände verbunden. Darauf erwidern die von Baden: Sie getrauen nicht, daß die Eidgenossen ihnen zumuthcn, ihre Stadt gegen Jemanden offen zu halten, dem sie, wie ihnen, mit Eiden verbunden wären; gegen Jeden aber, dem sie nicht so verpflichtet seien oder gegen Jeden, der der Eidgenossen Vogt in der Grafschaft angriffe, wollten sie helfen; sie erwarten, die Eidgenossen werden nichts von ihnen verlangen, waö sich mit ihrer Ehre nicht vertrüge. ÄST Confltanz. R44T, TS. (Mittwoch noch Catharine). Tschudi: Chronik II. 850. Kliiigenberger-Ehroine, Seite ZSI ff. Der Eidgenossen Boten von Bern, Lucern, Zug, Schwyz, Glarus und Unterwalden treten Vor den römischen König und bitten abermals, er möchte ihre Freiheiten bestätigen. Der Bischof von Brixen antwortet ihnen im Namen des Königs, es werde dieses nur in dem Falle geschehen, wenn sie dem Hause Oesterreich die ihm in Frieden und „Sätzen" abgenommenen Lande zurückgeben; auch erwarte der König, sie geben ihm sein väterliches Erbe zurück; dann »volle er ihnen gern thun, was er von königlicher Gewalt wegen ihnen zu thun schuldig sei. Die Boten der Eidgenossen antworten: Sie haben dafür keine Vollmacht, sie bitten um Bestätigung ihrer Freiheiten und wollen dann seine Begehren an ihre Obern bringen. Darauf erfolgt die Antwort: Der König wolle ihnen keine Freiheiten bestätigen, es sei denn, sie geben ihm sein väterliches Erbe wieder; damit aber Zedermann erkenne, daß er nichts anderes denn rechtes begehre, so biete er den Eidgenossen Recht auf die Kurfürsten, welche auf Lichtmesse nach Nürnberg kommen, oder auf den Pfalzgrafen bei Rhein, vor den ein römischer König in Streitigkeiten mit Fürsten oder Städten des Reichs kommen soll, oder endlich auf des Reiches Fürsten und Herren, die letzt bei ihm zu Constanz seien. Der Eidgenossen Boten antworten: Sie haben keine Vollmacht, ein Recht einzugchen; hätte der König jedoch ihre Freiheiten bestätigt, so hätten sie sein Begehren an ihre Herren und Freunde bringen wollen. 1442, 14. November (Mittwoch nach Martini) gicbt König Friedrich den zn ihm beschiedcnen Boten der Eidgenossen freies sicheres Geleit. (Urkunde im Archiv Schwyz Nro. 424.) — Eine Originalaufzeichnung über die Verhandlung zu Constanz ist uns nicht bekannt. ÄSS BegHeNried. I44A, Anfang Januars (um der heil. Z Könige Tag). Tschudi: Chronik II. 851. Tag der sechs Orte außer Zürich; Absendung von Boten an die Appenzeller mit dem Begehren, diese möchten sich den sechs Orten gegen Zürich anschließen. Zgnuar I44ll. 16S TS« Lncern. 1443, RA. Januar (St. Hiiancntag). Tschudi: Chronik u. 8S-I. Lucern, Uri, Unterwalden und Zug schicken eine Botschaft nach Zürich, um dieses zu bitten, daß es von dem neuen Bund (mit Oesterreich) abstehe. Abschlägige Antwort der Appenzeller auf das jüngst an sie gestellte Begehren, sie möchten sich den sechs Orten gegen Zürich anschließen. Die Klingenberger-Chronik Seite 295 datirt diesen Tag: nach St. Hilarientag. TSV Lucern. R44lS, RR. Februar. Staatsarchiv Bern: Deutsches Missivcnduch 8V. Bern berichtet unterm 14. Februar an Zürich: Auf dem Tage gemeiner Eidgenossen, der letzten Montag (11. Februar) zu Lucern stattgefunden, haben dieselben an Zürich's durch die Boten von Bern vorgebrachten Antwort in Betreff der Streitigkeiten, die dieses mit etlichen Orten hätte, sich begnügt und die Sachen seien in guten und friedlichen Stand gesetzt; Zürich möchte daher auch seinerseits nun die Seinigen von Schmachworten und Schmachliedern abhalten, damit der Friede erhalten bleibe. TS8. Appenzell. R4-AA, R. Mtärz (in der Wachen vor der Pfaffenfaßnacht). Kliuaenbcrgcr-Chronie. Seite 288. Weitere Unterhandlungen der Eidgenossen mit den Appenzeller« für deren Parteinahme gegen Zürich, mit dem Anerbieten eines gleichen Bundes. TS» Bern. R44S, RS. Mtärz (nm Mim März). Tschudi: Chronik ll. 358. Tag aller Eidgenossen, Zürich inbegriffen. — Die Acten fehlen. T«« Buden. R44S, R. April (Montag nach Mittelasien). Tschudi: Chronik Ii. zzg. Kliiigenbcrgcr-Chronir» Seite 288. Die Botschaften aller eidgenössischen Orte, ausgenommen Schwyz, auch eine Botschaft Zürichs, ferner Markgraf Wilhelm von Hochberg, österreichischer Landvogt im Elsaß, Boten von Winterthur und Rap- 166 April 1443. perswyl, von Basel, Constanz, St. Gallen, Schaffhausen, vom Concilium zu Basel kamen auf diesen von Bern und Solothurn ausgeschriebenen Tag. Die Eidgenossen brachten verschiedene Beschwerden an den Markgrafen und verlangten lautere Erklärung, ob Oesterreich den fünfzigjährigen Frieden bis zu seinem Ausgang halten wolle, was der Markgraf zusagte; serner verlangten die Eidgenossen von ihm, daß er die von Zürich des neuen Bundes, der mit den alten Bünden unverträglich sei, entlassen möchte. Zu letzterm erklärte der Markgraf keine Vollmacht zu besitzen und verwies die Eidgenossen an seinen Herrn, den König. Zürich selbst antwortete: Es könne mit Ehren von dem neuen Bund nicht stehen, habe aber die alten Bünde darin vorbehalten. Auf ein Begehren, die Briefe, welche gemeine Eidgenossen berühren, herauszugeben, antwortete Zürich abschlägig, da es auch Theil daran habe. Zu diesem Abschied gehört offenbar ein im Allgemeinen Abschiedband des Staatsarchivs Lucern eingebundenes Blatt, die Antwort von Schwyz vom 8. April, nebst verschiedenen Notizen enthaltend, wie folgt: „Lieben Herren vnd frttnd. Als Jr von ttwcrer Obern vnd stünden wegen mit sampt vnsern lieben Eidgnossen von Stetten vnd lcndcrn Batten gerett Hand von den fachen vnd sinken, so vns vnd den vnsern von der Herrschaft von Ocsterrich tüten, es sye von den von Napreswil vnd den soldnern daselbs, ouch von der Herrschaft lüten, so^ze Zürich oder wa die sind, beschechen ist in diseu lönffen, Worten vnd werken halb, darüber dann üwer bitt gewesen ist, also ist vnser antwnrt kurtz vff die sink, das wir von üwer ernstlich bitt wegen, ouch üch vnd allen üwern Obern, stünden, Reten, gantzen gemeinen ze Ere, lob vnd geuallen alle vergangnen fachen, so vns vnd vnser Eitgnosscn von Glarus vnd die vnsern in sunders berürcn vnd vns vnd den vnsern in discn löiffcn vntz vff diß zit beschechen sind, Worten, werken, smacht vnd schaden halb wellen lassen anstan vnd darüber mit Inen nützit ansahen, noch darüber kein zugriff tun; dann ob vns ald die vnsern dheinest bedücht, dz wir oder die vnsern kein vergangne fach nit vertiefen möchten, dz wir doch nützit anders darüber fürnemen wellen gegen der Herrschaft noch den Iren, dann mit eim rechten, vnd meinen ouch söllich gemein Recht darüber ze bieten vnd ze ncmen, oder ob vns bedücht, die Recht ze nemcn, als der Margrafs vnd der von Halwil ze Baden vff die dry gcbottcn Hand vnd darin zu tun, dz wir getrnwen, guten glimpf zu erfolgen. Saturn kaonnlla z>c>st, llucliva (8. April) anno cloiniul zlvoeoxxxxihj^." (Vergleiche Tschndi II, 360.) „Item dz die von Luccrn vnd von Switz die von Zürich söllen ze tagen manen von des nüwen bunds wegen vnd ir schidlüt setzen vnd dz Recht nemen. Item dz Jr üwere trcffcnliche bottschaft haben sullent vff den meycntag ze nacht ze Einsidcln. Item dz die von Lucern werben füllen gen Bern vmb ein fürleger gen Einstigen. Item dz man die brieff, so hinder den von Zürich ligen, an si erfordern sol, vnd aber sis nit heruß geben, si darüber ouch fürzenemen, als vor stat. Item das die von Bern sollen Müssen lan, wen der tag sig von Nechbergers vnd Himmelis wegen vnd den Spruch ze erfordern voran von dem von Grünenberg. Jtcni dz man verkomm, öde red vnd lieber ze singen vnd ze sagen." In tsrZo von gleicher Hand: „Die lest antwnrt von der Herschaft von Ocsterrich lüten, der von Raprcswil wegen :c., als wir die den Eidgnossen geben Hand von den vbergriffen, so vns vnd den vnsern von Inen beschechen wz." (Ueberschrist aus Cysat'S Zeit: Abschied zu Zug 1443 lll. Nar^o.) Auch Basel Offnnngsbnch I. 160. 1443, 31. März erwähnt dieses TageS: „Vff Snnnentag lotaro ze nacht botschaft ze Baden ze haben by den Eidgnossen: Honolt vnd Bischoff." April 1443. 167 S«R Brunnen. 144», TV. April. Tschudi: Chronik II. ZKZ. Lucern und Schwyz mahnen .Zürich nach Einsiedeln zu bundeSgemaßem Rechte über die zwei Fragen, erstens ob Zürich den neuen Bund mit Oesterreich abthun, zweitens ob es die gemeinen Briefe der Eidgenossen herauszugeben habe oder nicht. Der RechtStag wurde bestimmt auf den 1. Mai. Mahnung von Schwyz an Zürich zuni Rechtstag ans dem Blatt 58 des lucernischcn Abschicdcbandes A, (die lleberschrift steht ans der Rückseite) und von I» in einer Handschrift des Staatsarchiv's Zürich. Der Vollständig- kcit wegen fügt man noch als <' die Rcchtbote der österreichischen Bcvolünächtigten nach dem Abdruck der Sprengcr'schcn Chronik im Anhang zu Hcnne'S Ausgabe der Klingcnbcrger-Chronik S. 373 ff. bei. Baden. TT. März (»fs Mihastea), StaatSarclnv Lucer»»: Allgeuieine Abschiede, 59. Die Boten sollen heimbringen die „Muthung" Heinrichs von Hunwyl wegen deö Meyeramts zu Knonau, das ein Lehen von Schännis ist. iü». Ebenso das Begehren des Abts von Rüti, die Eidgenossen möchten sein Gotteshaus in ihren Schirm nehmen und dasselbe mit Steuern und Bräuchen ab seinen Gutern nicht anders halten, als es von Alter hergekommen und auch von Zürich gehalten worden sei, r. Welches Ort den Gaudenz von Hofstetten, unter der Bedingung, daß er sich derer von Zürich nicht annehme, sicher sagen will, das soll ihn solches wissen lassen. «I. Ueber die Bitte des Clcwi Wirz, man möchte ihm des Kriegsschadens wegen den Zins nachlassen, soll man zu Pfingsten antworten und inzwischen den Zins anstehen lassen. « . Heimbringen das Hülfsgesuch der Appenzeller und ihr Begehren um Rath, was sie in Betreff des Gutes von Himmeli's Vater thun sollen, t. Herr Caspar von Bonstetten und seine Ehefrau bitten, die Eidgenossen möchten sie, ihr Haus Ilster und die dazu gehörigen Leute im Grüningeramt während der Dauer dieses Krieges ruhig sitzen lassen; sie hoffen, falls ihnen dieses von den Eidgenossen zugestanden werde, das gleiche von Zürich und Oesterreich zu erlangen. Der Eidgenossen Voten haben diesem Gesuch auf Genehmigung ihrer Obern hin entsprochen, doch unter der Bedingung, daß sene das Grüningeramt, in dem sie gesessen sind, mit Leib und Gut gegen jeden Angriff vertheidigen helfen, wie Andere, die daselbst sitzen, und daß übrigens die ihnen zugestandene Neutralität nach den, Kriege den Eidgenossen an ihrer Herrschaft über Grüningen unschädlich sein soll. Wollte ein Ort diesen Beschluß der Tagesboten nicht genehm halten, so soll es denen von Bonstetten solches zur rechten Zeit verkünden, damit sie sich darnach zu richten wissen. K. Die Boten sollen die Begehren derer von Sar und ihrer Leute heimbringen und darüber antworten. I». Am „hübschen Zistag zu Nacht (13. April?) sollen die Boten zu Lucern sein, um zu berathen, ob man die von Weiningen und von Kyburg, sofern sie es begehren, aufnehmen wolle, i. Heimbringen, ob man Regensberg besser versorgen und wie man es besetzen wolle, k. Der „Schmieren'' wegen zu Waldshut. Diese Verhandlungen stehen auf einen, besoudern Blatte des Abschiedbandcs, getrennt von der auf die FricdcnS- vermittlnng zwischen den Eidgenossen und Zürich bezüglichen Aufzeichnung, wenn auch unter gleichem Datum, und sind wahrscheinlich Bcrathungen der eidgenössischen Boten unter sich nach dem Fehlschlagen des Vermittlungsversuchs. 176 Mai 1444. svs Atts dem Feld. H A. Mtai (am xv. tag Meyca). Staatsarchiv Luret»! Allgemeine Abschiede t, l!I, Schultheißen, Ammanner, Hauptleutc, Venner, Ruthe und Gemeinden der Städte und Länder Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glavus, „als wir ietz ze feld gezogen sind", erlassen an den Erzbischof Dietrich von Cöln ein Rechtfertigungsschreiben in Betreff des Krieges gegen Zürich und Oesterreich. Das Schreiben lautet: „Hochwirdiger vnd durchlüchtendcr fürst, In Gott vatter vnd gnädiger Herr. Vnser willig dienst sye ülvern hochwirdigen fürstlichen gnaden mit gutem willen zu allen ziten bereit, als pillich ist. Aller crwirdigoster vnd gnedigoster Herr, wir fügen ttwern hochwirdigen fürstlichen gnaden ze Wilsten, das es sich vor etwas Iaren gemachct hat, das die von Zürich, die doch by hundert Jarcn daher vnser bundgcnossen gewesen sint, etlichen vndcr vns die frhen Richsstrassen verschlugcnt vnd vns korn vnd win, so wir vsserthalb Iren gebieten koufftcn, nit durch Ire land oder schloß wolten füren lasten, dann niit grossen trang vnd nüwernngen, anders denn wir von alter her komm waren, wie wol wir Inen gern davon geben hätten Zöll vnd vngelt, wie das von alter her komm waS, als vcrr das wir si darüber fürnamm mit Recht nach Ir vnd vnsers gesworncn bundes sag. Also schlngmt si das ganz vs vnd verachteten dar an Ir bünd, eid vnd Er durch Iren Höchen niut, als verr das wir nit mochtent vber werden, wir müßten si wisen vnd darzn halten, das si Ir geswornen pund an vns hielten, als wir sölichs gcprucht Hanl iclveltcn ze tund vnd einandern gehorsam ze machen, also verr das si sich von nüwem verschribmd mit brieffm vnd sigeln fürwerthin elvenklich vmb all fachen, nützit vsgenomen noch Hindan gesetzt, Recht vmb Recht zegeben vnd ze neinen nach Ir vnd vnsers geswornen bundes sag, on alle fürwort vnd widerred. Vnd daruff gaben wir Inen onch do wider schloß, land vnd lüt etwe vil, so wir Inen angcwunnen hatten. Darnach wurden wir eins, vnser alten pund mit eidcn ze ernüwcrn vmb des willen, das vns semlicher Jntrag nit mer bescheche. Nach dem allem, so sint die von Zürich zngefarn vnd Hand ein nüw Puntniß mit einer Herschast von Oesterrich gemacht vnd dieselb Herschaft hat si onch angenomen, vber das vnd si wol gewüstet hant, das wir vnd si mit der Herschaft von Oesterrich manig Iar in offenen kriegen gestanden sint vnd noch mit Inen darin sym vnd die von Zürich des honptsächer vnd stiffter mer dann wir gewesen sint. Darüber noch nie kein volkomne Richtung, sunder allein ein frid ein Jarzal daran gemachet ward, darin klerlich begriffen ist, das dcweder teil dem andern die sinen weder ze burgern, burgrccht, lantman, ver- puntnissen, noch zu deHeim andern schirm mpfahen noch annemen sol w., als der selb frid das klerlich begriffen hat. Semlich frid die Herschaft verachtet, damit das si die von Zürich in verpuntnisse an sich gcnoinen vnd nach vnscrw bedunken den frid an vns nit gehalten hat, vnd vber das vnser vordem in denselben alten kriegen einandern versprachen, als dann sölichs in allen kriegen gewonlich ist zctund, das sich kein ort mit der obgmanten Herschast on der andern wüsten vnd willen nit vs sünen sölle, das die von Zürich onch übersehen vnd mit sainpt der Herschaft semlich verpnntnisicn an sich genomen Hand, als vorstat. Haruber vnd onch das si vns vnser gemeinen brieff nit heruß geben wolten, die wir ze getrüwcr Hand hinder si gelcit hatten, da namen wir si aber für mit Recht nach Ir vnd onset bündcn sag, das st aber verachtet Hand, wie wol si sich sölichs nit mer ze tund, als vor stat, verschriben Hand vnd onch erst bi zwein Iaren zu den heiligen gesworen Hand, Ir bünd mit vns allen vnd Jeklichcn insunders getrüwlich vnd erbcrlichcn ze halten vnd denen nachzekomen on alle fürwort. Vnd als wir si aber fürgcnomcn Hand ze wisen, Iren alten bänden nachzekomen, als sölichs vnscre gcwonhcit ist, so hant sich ein lantvogt vnd ander amptlüt einer Herschaft von Oesterrich mit macht widerstanden, si vor scmlichcm ze schirmen, vber das die obgmanten von Zürich in Jrcm nüwen pnnd mit der Herschaft gemacht, vnsern alten pund lntcr vorbehalten hant vnd ober das wir vo» Mai 1444. 177 Inen nie anders begert haben, dann Recht vmb Recht ze geben vnd zc nemen nach Ir vnd vnser gcsworncn piindc sag. Getruwcn wir itwer hochwirdigen fürstlichen gnaden, Ir verstandcnt vnd mcrkent wol, das vns von der Hcrschaft vngütlich beschäch. Nu kumpt vns für, si sagent, die von Zürich bietend groß Recht vff Herren vnd vff Stctt. Das bekennen wir; vnser pünd Wisent aber, das vnser keins, Statt oder land, das ander, noch vnser keiner den andern mit dekeinen andern Rechten nit sol bekümbern noch fürnämen, dann mit dem Rechten, als vnser Pünd Wisent, darin vorbehalten allein eclich fachen vnd Wucher, das von Recht an geistlich gerächt gehört. Da verstat üwcr hochwirdig fürstlich gnad wol, nämen wir deHein ander recht mit Inen für, das wir wider eyd vnd Er tätind, das wir, ob Gott wil, niemer tun wellen, vns gange darnach, was Gott welle, dann vnser pund, eyd vnd Er fromklich vnd crlich haben, als vnser vordem jewelten getan hant. Ouch sagent si, Inen sie sölich Recht nach der pünden sag nit gemein, darin si die warhcit sparcnt, als si oft in sechs oder siben Jaren getan Hand. Sol üwcr gnaden Müssen, das das Recht mit einem glichen zusatz zugat, also daß si zwen vß Ir statt darzu setzen mögen vnd wir alle ouch nur zwen vnd nit mer. Die vier swerent vff den Heiligen, ob sie in der Vrtcil stössig wurdent, das si dann ein frommen, biderben man erkiesen sond in der eidgnosschafft, der sy by Ir gcsworncn Eyden dunkt beben partycn der glichist vnd gemeinst sin. Vcrstat üwer gnad wol, das si sölichs vnbillich yeman ze verstand geben, wann es nit also an Im selbs ist, als si fürgebend. Sy gebend ouch für, si habend in Ir alten blinden vorbehalten, das si sich wol mögend verbinden zu Herren vnd stctten, doch das sy allwcg die alten bünd vorbehaltind, das si in dein nnwcn pnnd ouch vorbehept hant. Da bekennen wir, das dz war ist. Aber wir mcyncn, das si sich nit zu der Herschaft von Oestcrrich nach gestalt vnser fachen verpindcn söllen, mit dcra wir noch nie ganz verricht sint, als obstat. Darzu Hand si die kreiß der nüwen puntniß nit vil witer begriffen, dann die eidgnossschaft, das vns billich vnlidenlich ist. Doch wie dem allem sye, so hetten wir Inen wol gönnen, wenn si ze Recht komm weren nach vnser Kunden sag, das si dann das vnd alles das, das Inen niöcht hilfflich gewesen sin, fürgwent hettent. Wer Inen dann bekant, das si es wol hetten mögen tun, so werind wir in Götz uamen daby beliben. Sy gebent ouch für, wir smächind kilchen, froivcn vnd die heiligen sacrament, das sich niemer finden soll. Dann si vnd wir einen gcsworncn versigelten bricff gcleit Hand, wie wir vns in kriegen halten sond, darin lnter stat, wer semlichs vndcr vns täte, das man den an lib vnd gut straffen sol. Das wir onch sölichs keinem, wie mcchtig er werc, yeman vbersächind, das sol, ob Gott wil, mit der warheit niemer von vns gefeit werden. Dann wa wir ye dörffer verbrant Hand, da Hand wir kilchen beschirmt, so wir best kondent oder mochtent, das noch an kilchen vnd klöstern schinber ist. Aber si schämend sich nit, wie dick si an luginen funden werden, als verlogen lüt, die weder cid noch Er haltend, als üwcr gnaden wol an cttwe mengem stuk, davor gerürt, wol merken mag, vnd besunder das si Ir geswornen Pünd verachtet vnd vbersehen hant. Wann si nu in dem nüwen bnnd Ir vnd vnser alten bnnd vorbehalten Hand vnd wir vff dem testen tag zc Baden vnd allwcg nit anders begert hant, dann das si vns gerecht wurden nach vnser künden sag, was si vns dann anzulangen hettind, es berür vns Er, lib oder gut, wölten wir Inen ouch recht vmb recht halten nach derselben Pünden sag on alle fürwort, hettc vns bcdücht vnd noch billich, daS die herschafft von Oestcrrich die fridcn an vns gehalten vnd der von Zürich müssig gangen werint vnd vns ließen vnser fachen samcnd vnd mit ein andern vßtragen, als wir das by hundert Jaren getan Hand nach herkomcnheit vnser geswornen künden vnd gestalt vnser fachen. Möllen si aber sölichs nit, dann den von Zürich bystand tun, verstat menglich wol, das vns das vngütlich von Inen geschieht. Harumb wir üwer hochwirdigen, fürstlichen gnad bittent mit gantzcr dicmut, ob üwern gnaden anders fürkeme, denn obstat, sölichs nit zc glonben. Dann was wir vorgeschriben Hand, sol sich mit der warheit finden, wen das ze schulden kumpt, mit lütcn vnd brieffen nach aller notturfft. Geben am xv. tag Mcyen, vnder des vesten Pctcrmans von Lütishofen, Houptmans von Lutzern, Jnsigcl, von vnser aller wegen, anno llomini »looooxl.üi/"". ^Em wesentlich gleichlautendes Schreiben derselben Orte ä. ll. 14. Mai, ans dem Feld vor Greifensee unter dem Siegel Ulrichs von Erlach, Hauptmanns von Bern, an den Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein, s. bei Tschndi II. 416, Fründ 213. 23 178 Zum 1444. TV« Lncern. 1444, TT. Juni. Tschudi: Chronik II. >l!>. Staatsarchiv Bcr»: Deutsches Missivenbuch s. KZ, »». Der Eidgenossen Boten verabreden einen neuen Auszug gegen Zürich. I». Der Städte und Länder gemeiner Eidgenossenschaft Boten, zu Lucern versammelt, als von Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus, erlassen eine Rechtfertigungsschrift an die Kurfürsten des heiligen römischen Reiches: Dem Vernehmen nach seien sie beschuldigt, sie hätten das heilige römische Reich bekriegen und beschädigen, insbesondere den römischen König an seinem väterlichen Erbe, das er und die Fürsten von Oesterreich in diesen Landen besitzen, verkürzen wollen, ferner, sie hätten in diesem Kriege viele nnchristliche Sachen mit Heiligthumsschändung, Mißhandlung von Frauen, Jungfrauen, Priestern, Pilgern u. s. w. verübt, dergleichen „vnsere Heerzeichen vorna anders denn hinden in nöten gemachct". Alles das sei Unwahrheit und Verleumdung und sie würden Jeden unter ihnen, der sich solches hätte zu Schulden kommen lassen, hart gestraft l>aben, wie sie auch Manchen, selbst um geringerer Vergehen willen, vom Leben zum Tode haben bringen lassen, „noch dz wir vnsre Herzeichen ie geendret haben, dz sol sich mit der warheit niemer erfinden". Was den Krieg selbst betreffe, so wüßten die Kurfürsten, daß die Eidgenossen gegen das heilige Reich, an das sie seit undenklichen Zeiten gehört, nie etwas gethan; wahr dagegen sei, daß ein Theil von ihnen vor sechs oder sieben Jahren mit denen von Zürich, welche die letzten hundert Jahre ihre Bundesgenossen gewesen, zu Stößen gekommen seien. Man habe nichts anderes von ihnen verlangt, als daß die beidseitig beschwornen Bünde beobachtet würden. Man habe aber die von Zürich nie zu bundesgemäßem Rechte bringen können; nachdem daher alle Bemühungen, dieses zu erzielen, fruchtlos geblieben, haben nun die Eidgenossen, wie das ihr altes Herkommen sei, sie dazu zu weisen. Dagegen hätten leider die Amtleute und Räthe der Fürsten von Oesterreich sich unterstanden, denen von Zürich Hülfe und den Eidgenossen, welche jene zum bundesgemäßen Rechte bringen wollten, Widerstand zu leisten. Das sei den Eidgenossen leid gewesen und sie hätten lieber gesehen, wenn der Fürst von Oesterreich bedacht hätte, daß sie seit vielen „ewigen" Jahren nach der Bünde Sage ihre Sachen selbst ausgetragen haben, ohne alles Zuthun der Fürsten von Oesterreich. Dafür wären sie ihm dankbar gewesen und würden es noch heutzutage sein, wenn er sich derer von Zürich müßigte lind sie ihre Sachen austragen ließe, wie sie seit hundert Jahren gewohnt und hergekommen seien. Daher möchten die Kurfürsten allen Darstellungen, die von dieser wahrheitsgetreuen abweichen, keinen Glauben schenken, e. Abschrift dieses Briefes wird der Stadt Nürnberg mitgetheilt unter Darstellung des Sachverhalts, wie die Eidgenossen mit Zürich und hernach auch mit Oesterreich in Krieg gekommen, und mit der Bitte, sie bei Fürsten und Herren und besonders bei den Boten der Reichsstädte, welche sich jetzt wahrscheinlich zu Nürnberg befinden, zu verantworten, wenn sie mit Unrecht und Unwahrheit verunglimpft würden. Zu ->. Nach Tschudi. — Zu I, und «. Diese beiden Briefe sind ohne Datum iu's bernische Missivenbuch eingetragen zwischen einem Schreiben vom 13. September 1443 nnd einem solchen vom 22. Dccember 1444; sie fallen also in die Zwischenzeit, nnd durften als eine Bestätigung nnd Erweiterung der im Mai vorher erlassenen Rccht- sertignngsschreiben wahrscheinlich hier eingeschaltet werden. Juli 1444. t79 LllttrN» 1444, 13. Aull (Mittwoch nach Äiliani). Staatsarchiv Lnccrii: Allgemeine Abschiede, ,V. tltö. t». Von allen Gegenden her sind große Warnungen gekommen, wie alle Fürsten und Herren mit unsäglichem Volk die Eidgenossenschaft zu überziehen gedenken, wie sie an drei Orten in das Argau einbrechen oder gegen Wyl ziehen wollen. Deshalb ist dringend nothwendig, daß die Eidgenossen sich entschließen, wo sie sich zusammenziehen wollen, um Widerstand zu thun, auch daß sie die Schlösser, insbesondere Mellingen, besser verwahren. Einige von Zürich haben die Boten gewarnt, die Schlösser wohl zu versorgen. Es soll daher iedes Ort nächsten Dienstag seine Botschaft zu Lucern haben mit Vollmacht, ohne Vorbehalt der Genehmigung Beschlüsse zu fassen. ?». Iedes Ort soll zu den Besatzungen, die schon in den argauischen Städten liegen, noch 15 Mann nach Baden, 15 Mann nach Bremgarten und 10 Mann nach Mellingen legen, um die Feinde desto eher vor einem Angriffe abzuschrecken. « . Auch soll man aus diesen Städten etliche Burger, welche den Eidgenossen verdächtig scheinen, entfernen. «I. Bis für diese Beschlüsse die Genehmigung der Orte ausgesprochen ist, soll doch iedes Ort sogleich 5 Mann nach Bremgarten und 4 Mann nach Mellingen senden, r. Der Vogt von Grüningen verlangt Verstärkung durch Mannschaft, Kriegsvorrath und Speise; die aus dem Städtchen und Amt begehren auch Schutz oder Erlaubnis, „sich in friden zu setzen", t. Man soll sich über Maßregeln berathen, daß nicht Korn und Haber von Mellingen und Bremgarten aus gegen Zürich geführt werde. K-. Glarus soll die von Appenzell auf den angesetzten Tag berufen, damit man ihnen auf ihre „Mutung" Antwort gebe. I». Ebenda soll man dem Ammann von Livinen antworten, ob man ihm gestatten wolle, wöchentlich für einen Ducaten Korn über den Berg zu führen, i. Dem Werkmeister von Basel soll man antworten von der „bliden" wegen. Ii.« Dem Grafen von Luggarus soll man seine Briefe wieder geben oder selbe hinter ein Ort legen. I. Jenni Barmettler wandelt wider Recht in daS Thal von Engelberg und will deshalb nicht vor die Eidgenossen kommen; man soll berathen, wo man ihn berechten wolle. Dieser Abschied trägt zwar an zwei Orten von gleicher alter Hand die Bezeichnung 1448, doch scheint das 8 aus 4 verändert zu sein. Der Inhalt zeigt übrigens zur Genüge, daß das Jahr 1448 unmöglich das richtige sein könnte. Vor Zürich» 1444, TT. August (an Unserer Lieben Francn achtenden Tag in dein Ougstcn). Staatsarchiv Luccrn : Allgemeine Abschiede, KZ. Mahnung der Eidgenossen von Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus a« Appenzell, ihnen kraft des Bundes mit dem Landpanner lind der Macht zuzuziehen. Abgedruckt bei Zcllweger, Appenzeller Urkunden II. Nro. 321, mit dem unrichtig übersetzten Datum vom 8. August. 180 August 1444. SV» Bafel. ATTA, Cnde August. Archiv Basel. Friedensverhandlungen zwischen den Abgeordneten des Delphins (dem Herrn von Bueil und Gabriel de Bernecio) und den Abgeordneten der Stadt Basel, unter Theilnahme von Voten des Con- ciliums und der Städte Bern und Solothurn. Eine gleichzeitige Aufzeichnung dieser Verhandlungen (Basel, Bischöfliches Archiv Tr. I. Fasc. 1404 —1500 Nro. 12 lautet folgendermaßen: „Ze wisse», dz in dem Zar, do man zalt von Gots gcburt Tusent vierhundert vier vnd drissigk (vierzig) Zar vud in dem monat deß Ougsten, als der Delphin mit einer grossen mcnigi Volkes in tütsche lannt, nämlich in das Elsaß vnd vmb die Statt Basel gezogen was, das er in demselben monat vnd kurz nach der Stacht, so da bcschach zu sank Jacob vff der Birß by Basel, sin treffeliche botschaft, mit namen den Herrn von Böel, sinen Canzeler Gabriel vnd etlich andere gen Basel in die Statt sante, vnd thet da an dieselben von Basel zu den Augustinern dasclbs in gegenwürtikeit der hochwirdigen Vättern vnd gelcrten Herren, die von dein concilio darzu geordnet wurdcnt, ncmlich vor dem Cardinal von Aile, dem Cardinal sancti Calixti, Herrn Friderichen, Bischofen zu Basel, Meister Johann von Bochenstcin, Probst Grazcnsi, vnd Johann Gemminger, Offlcial zu Basel, vnd andern, durch den selben sinen Canzeler disc nachgeschribne vordernng: Des ersten, wie Jr forchtsmner Herr, der Delphin, also in das laut von fachen wegen gezogen wer vnd wüste nilt mit der Statt Basel zeschaffcnde haben, denn guts, vnd wer also vff einen tag persönlich mit ettlichen den sinen für die Statt geritten, dieselbe Statt Basel zebeschen, Helten sich die von Basel als vigend gegen Im vnd den sinen gestellet, zu Im vnd den sinen mit Büchsen vnd anderm, vnd etlich der sinen erschossen, dadurch Jr Herr vnd die sinen swärlich geschmcilhct weren worden, begerten die selben boten von des Delphins wegen vmb schmach kcrung vnd Wandel. Zem andern mal brachten sy für, wie von Alter die Statt Basel zu der Krön von Frankrich in schirmwise gehört hett, vnd hctt onch der Krön von Frankrich darumb getan jerlich, als dann sölichs in Instrumenten vnd Rodellen, so hinder der Kronen ligen, clerlich verschriben wer. Nun wer aber dem künig von Frankrich vnd der Krön vil in vergangenen Jaren swär fachen zugefallen, da durch sy zu den vnd andern Rechtungen, so sy hett in Tütschen landen, nit gcwarten möcht. Begertend daruff die Kotten, dz die von Basel dem onch nachkamen vnd der Krön darnmb thun wellen, als dann das von Alter gewesen wer vnd die Instrument vnd Rodell wisend. Vfs sölich vordernng wart durch der von Basel Ratzbotten, nemlich Herrn Arnolten von Ratpcrg, Andres Osper- nell, Heinrich Halbysen, Heinrich Zeigler, Conratten Künlin, den Vnderschribcr vnd andere, vfs ein söllich mcynung gcantwnrt: Vff die ersten vordernng, dz Inen vil vnd dik grosse Warnung beschccn wer, wie ein groß Volk keine, die Statt Basel vnd auch sy ze überziehen vnd ze nötigen, also hett es sich gefügt, dz vff einen tag ein sölich frömdes Volk zu der Statt Basel zugezogen wer vnd etlich der Iren an den Grendeln erstochen, da Helten auch etlich der Iren, die Statt vnd onch sy zeschirmen vnd ze weren, daruß geschossen, vnd getruwten nit, dz sy vmb sollichs yemant keinen Wandel schuldig wcrent. Vff den andern artikel wart durch die selben Kotten von Basel auch geantwurt, dz sy söllich forderung vast frömbd vnd vnbillich neme; sy hellen onch sölichs, dz sy dehcincrlcy wegs zu der Krön von Frankrich gehören söltend, nie me gehört, dann sy einen Herrn hellen, der Jr rechter natürlicher Herr wer, vnd wcrc das Jr gnädiger Herr, Herr Fridcrich, Bischofs zu Basel, der da zegcgcn säße, den sy onch dafür crkenntend, vnd gehörtend onch snst zu niemanden August 1444. 18t vnd Helten such ganz mit niemant nüt zeschaffen, dann souil, das sh einem Römischen knnig, so der vber berg ziehen lvolt, mit fünffzehen Glenen dienen soltend". — Die Anwesenheit von Boten der Städte Bern und Solothnrn, die aus diesem Docnment, dem offenbar der Schluß fehlt, nicht hervorgeht, wird nach vr. Fechter durch die Acten der Colmarcr-Nichtung (Archiv Basel) bezeugt. Vergleiche Fechter, Basel im Kriege mit den Armagnaken, Seite 56 und 57. Cnsisheim. 1444, TV. September. Staatsarchiv Zürich. Der zwanzigtägige Waffenstillstand zwischen dem Delphin, dem Markgrafen von Hochberg, Namens des Hauses Oesterreich und der Stadt Zürich, einerseits, den Eidgenossen und den Städten Basel, Bern und Solothurn andererseits. Dazu gehören folgende Actenstilcke: „Vuiusrsis st siuAulis oapitausis Asnoiu.ru nrmorum st sagittarum ssrsuissimi üomiui üslplliui sto., uso non aliis uollililzus st armigsris guilmsouugus et prsssrtim üomiuis Illoms et üolmuui üs Vallesustsiu, kratridus, lZarouidus, üollauui st Lrllarüo üs AsssiuAsu, militillus, ao .loluumi üs UsollllsrA st illorum looum tsusutibus äo omuilms aliis, gui oommuuitatss Uasilisusss, llsrususss st Loloüorsusss st alias illorum von- ksüsratos' guosouugus üikllüaruut, sorumgus aüjutoribus st aüllsrsutilius, dalzrisl üs Usrus, losumtsusus Aubsruatoris üslplliuatus, Magister llospitii prskati Lörsusssimi üomiu! rnsi üslpllini ao ooiumissarius in llao parto altigsuiti st gsusrosi üonrini Wilireinri, Narollioilis üs HoolrdsrA sto., lralini generalis illustris üomug ^Vustrie in lriis partillus, salutsm st zorsssutibus llüsm iuüulüam aülrilrsrs st missiouillus rnsis in prsssutiarum lirniiter obsüirs. lsouoritis, ms litteras pretati üomiui Alarolliouis patsntss rsospisss st viüisss iegaliter üatas st sigillatas, tenoris in vlgari ^lamauioo sullssgusutis: „ „Wir, Wilhelm, Marggrafe von Hochberg, Lantuogt vnser gnedigen herschafft von Oesterrich :c., bekennen vnd tun kunt menglichem, dz wir, Ampts halb au statt vnd in namen derselben vnser gnedigen herrschafft, Gabriel von Bern, Hofmeister unseres Herrn, des Delphins, zöhger diß briefs, ganzen vollen gcwalt gegeben haben vnd geben Im den wissentlich mit disem bricfc, zwüschcnt der benannten vnser gnedigen herschafft vnd den von Zilrich vff eyner, vnd andersht den von Swictz vnd allen denen, so zu Inen verbunden sink, ouch gewandt oder darunder verdacht sind, eynen vngcnarlichen friden vffzcneinen, der denn zwentzig tage nach einander nechst künftig nach datllin diß briefs wercn vnd bestan sol, ouch den zu besliessen, zu ver- notcln vnd zu versichern in der besten form, wie denn syt vnd gewonlich ist, friden zu versichern nach aller notturft. Vnd als denn fnrcr von einem lcngern friden gcrcdt werden sol, wercndc bis vff Ostern, geben wir Im ouch gcwalt, in aller obgeschribcnen maß zuzesagcn, doch das er dcnnethin von beiden parthicn selbs verbriefet vnd versichert werde, in massen er denn abgcrcdt wordeil ist, ouch nach aller notturft. Zu Urkunde haben wir vnser Ingcsigel lasten drucken zil ende der gcschrifft des bricfes, der geben ist zu Ensisheim vff Samstag vor Sant Mathcnstag des heiligen Apostolen (19. September) auno üomiui sto. (juaclraZosimo guarto." " Huarum guiüsm littsrarum vigors oum Muusisis oommmritatibus oouksüsratorum st illis aüllsrsuoium uomius st gro ^>arts prstats üomus ^.ustris st o>ü sps lougiorum trsugarum usgus all ksstum pasoo vsl ultra iutsr sas- ÜSIU t''!! ooutsuüsutss traotauüarum. t^uars vollis uuiusrsis st siugulis supratliotis subso st tam prskati üoillUli MSI üölxlliui guaiu üomus ^.ustris st iklmriosusium uomiuidus mauüo st xrsoixio, guatsuus liuius- 182 September 1444. modi per no« iuita», noonou st alias trsuZas, (PMS sspsdiotus dominus INSU» ctölplrinus oommunitatibus Dasilisnsium, liornonsium st Lotodorsnsium ao ittorum sutrditis st sonlsctsratis ad simitss vi^inti dies cton.iuit, äs guo vos sorto» tasio, rsspsotu oonlscisratorum 8rviton»ium, nsonon tZasiltsusrum, Dornsnsium st Kotodorsnsium so ittis »ulniitorum st adlisrsnsiuni, sum stksotu sins csuavis intsrruptions obssruari liianitsr ourstis, nos cpiovi» modo santrauonii-o prssumatis »ul> indiZnations sxtrsma ctioti domini dstptrini st otisin prokats domus rlustris. Datum dis dominisa, viossima ssptsmbris, uisi »ul> inrprosstouo signsti, anno domini ooos^ lZuadraKgsimo lsuarto." Dabrist do ttcrno. Originalbrief auf Papier im Staatsarchiv Zürich. 1440, 20. September (Sonntag vor Matthen). Friedrich, Bischof von Basel, schreibt an den Bischof von Constanz: „Also thuud wir ttch zc wissen, daß des Concils Botschaft, auch wir mit den vnsern von Basel, der von Bern und Solothurn Botschaften by dem Delphin zu Ensisheim acht tag an einander sind gewesen, dasclbs er ytzo ist vitd schloß vnd statt inne hat, Hand also mit Im gerett vnd vil versucht in den fachen. Ist zelctzst darzu komme», das er mit vnser statt Basel vnd den Aidgnossen zwcntzig tag friden halten wil, vnd ist der frid vs hüt angangen. Sendt onch sin botschaft gon Zürich, daselbs zwüschen den von Zürich vnd den Aidgnossen einen frid zu machen bis auf Ostern; dazwischen meint er tag zu setzen vnd die fach für sich ze nemcn." Archiv Basel, abgedruckt bei Fechter, Basel im Kriege mit de» Armagnaken, S. 58. 1444, 20. September. »Laorosanota Ksnsralis Lvnodu» Dasitssnsis in »piritu sansto IsAitims sonKrs- gata, vniusrsatsm ssotssiam rsprsssntans, Ditsotis sootssis lrtiss ^ maKistro oiuiurn st sonsutibus opidi Du- rissnsis salutsm st omnipotsntis pnrtris st fmrtiUus ucl laucloin omnifzotsntis Usi, «fui Usnotionss vsstrus tolioitsr oonssruars lÜKnstnr. Untnm Uusilss s xis Ualsnclas Oo- toUris, ^,nno u nutruituts clomini lllillssimo (jnullrinAsntösiino ljuallruAssimo ifuartv," I', cts Lsto .Vilüuo, Oilootis seolssis tiliss, maAistro siuium st oonsuUUus azoicli lliriosnsis. — . . plaoet. Originalbrief auf Papier im Staatsarchiv Zürich, Sowohl inwendig, in der untern Ecke als auswendig unter dein Siegel steht: xl-tool. 1444, 22. September (erasliuo deali Nallkei n-xostdli). Markgraf Wilhelm von Höchberg schreibt aus Seckingen an Zürich: „Wir scndcnt üch hic cin abgeschrifft dcö fridenS, so dann zwüschcnt linser gncdigcn Herrschast von Ocsterrich vnd denen von Basel mit Iren Eitgenossen zwentzig tag bestellt ist. Dem wcllent, also nachdem vnd es bestell ist, nachkomen vnd es fürer gen Winterthur, gen Naprenswil vnd in ander end, da es üch notturft sin bcdunkt, verkünden, sölichem auch nachzekomen." Besiegelter Originalbrief auf Papier im Staatsarchiv Zürich. 1444, 23. September (vsf Mittlvuch zu Nacht nach Sant Matheus tag des heiligen Zwölfboten) schreiben Bürgermeister und Rath von Zürich an den Bischof Friedrich von Basel: — „Üwer schriben, vns hetz gethan, als von eins fridcn wegen mit den Eydgnossen zwentzig tag ze halten, haben wir wol vcrnomen. Nun hat das heilig Concilium zu Basel vns ouch geschribcn vnd gebeten, mit den Eydgnossen zwentzig tag zc halten. Wir habend aber in solichem Jrem schriben nit vcrnomen, was der frid Innhalt, den wir mit den Eydgcnossen die zwentzig tag halten soltend, deßglichen haben wir das in üwerm schriben ouch nit vcrnomen. So syen wir des von nyeman anderm mit geschrisft ouch nit vnderwiset, als aber billich vnd vns notdürfftig werc, als vns bcdunkt. Darumb wir llwern gnaden zu disem mal antwnrt nach üwer begcrnng nit geben könnent. Dann von üwcrn gnaden begcrcnt wir, das Jr vns in geschrisft, was dann solicher frid, den wir mit den Eidgenossen die zwentzig tag halten soltend, (innhalt,) ze wissen tilgend, vmb das wir doch dadurch verneinend, was der frid vns binden sott. Wenn wir das also vcrnemeut, so wollend wir üwcrn gnaden vsf üwer bcgerung cin antwnrt geben. Denn soltend wir üwern gnaden den sridcn zuhalten zusagen vnd vor nit wissen, was er inhielte, möcht vns zu vnstatten kamen, so wir doch üwern gnaden getrnwent, das üch solichs nit lieb, sunder leid were" ?c. :c. Staatsarchiv Zürich, 1444, 25. September (Geben Jllcntz vsf frittag nach Sant Matheustag) schreiben Bürgermeister und Rath von Zürich an den Markgrafen Wilhelm von Hochberg: Sic haben auS der ihnen übersendeten Abschrift ersehen, daß er sich eines zwanzigtägigen Friedens gegenüber den Eidgenossen für sie gemächtigt habe; dagegen haben sie die Zusage der Feinde, welche sich Bedenkzeit genominen, noch nicht erhalten, noch vernommen, wie weit der Friede sie binden soll. Zudem lesen die Feinde den Wein ab den Reben, führen ihn weg und schädigen auf alle Weise. Unter solchen Umständen könne Zürich den Frieden nicht halten, sondern müsse um schnellen Aufschluß bitten, wie die Sachen stehen und was es thnn soll, um nicht zuviel, noch zn wenig zu thun, auch ob die Feinde den Frieden zugesagt haben oder nicht. Staatsarchiv Zürich. 1414, 27. September (Sonntag vor Michaelis) schreibt Markgras Wilhelm von Hochberg ans Rheinfclden an Zürich: „Wie Jr mir gcschriben Hand, Hab ich solich üwer Meinung fürdcrlich an mincn Herrn von Basel, der dann der fachen onch hat geHolsen vcrhandlen, bringen lassen, von Im ze erfragen, wie es dorumb sige, denn mir ganz nutzit ^ wissen ist, wand das der frid Mischend üch alienthalb solle gehalten werden. Was mir dann von den benannten mmcn Herren von Basel geantwortet wirdt, wit ich üch vss Stund, so ich fttrderlichst mag, zewüssen tun, denn mir die vnd ander üwer fachen nit minder denn die minen sollcnt befolhen sin." — Originaltricf auf Papier im Staatsarchiv Zürich, 184 October 1444. Ä8R. Bern. R444, 18. ^October (St. Lucas des Evangelisten Tag). Staatsarchiv Ber«. Schultheiß und Rath zu Bern und die bei ihnen versammelten Boten gemeiner Eidgenossen von Solothurn, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus schreiben an Bürgermeister und Räthe zu Biberach „oder iren ratzfründen, so vff dem tag zu Costentz sind" : Man vernehme, daß die Eidbruchigen von Zürich sich vor Fürsten, Herren und Städten beklagen, wie die Eidgenossen sie bekriegten wider Gott, Ehre und Recht, und doch haben diese auf allen Tagen von Zürich nur Recht begehrt nach den geschwornen Bünden, es aber nie erlangen können, indem Zürich ihnen stets auf andere Herren und Städte Recht geboten habe, was, ausgenommen um geistliche Sachen, laut den Bünden unzulässig sei. Ebenso sage Zürich über die Eidgenossen aus, sie hätten das hochheilige Sacrament des Fronleichnams, „vff den alle vnser Zuversicht vnd ganzer criftenlicher gloub gesetzet ist"', geschmäht. Das soll sich niemals finden, denn wer unter ihnen solches gethan hätte, den wollten sie ohne Gnade richten. Die Zürcher hätten zwar etwas Kundschaft eingenommen von etlichen Priestern und Andern, die in weniger Achtung stehen und deren Worten sie selbst keinen Glauben beimessen. Im Gegentheil haben die Eidgenossen Leute, welche Kirchen ihrer Zierden, namentlich solcher, die das heilige Sacrament berühren, beraubt haben, vom Leben zum Tod gebracht. Die Fürsten, Herren und Städte des ganzen römischen Reiches mögen sich nur bei ihren in diese Gegend handelnden Kaufleuten erkundigen, ob die Eidgenossen nicht gute Christen seien und alle unchristlichen und boshaften Worte strafen. Man begehre, daß, wenn dieser Krieg einmal zu Ende komme, Fürsten, Herren und Städte selbst ihre Botschaften anherschicken, um diesen Vorwurf zu untersuchen. Vis dahin möge man den Kundschaften jener verruchten Pfaffen nicht glauben; denn „sich von allen denen, so in dise land gewandlet hant, wol erfinden sol, das mer verruchter, Moser Pfaffen vnd Nunnen in Zürich sint vnd lange her gewesen sint, denn man von Götz gnaden in der gantzen Eidgnosschaft find". Nun habe sich freilich „vnser vngnediger Herr", der römische König, der Zürcher angenommen und getrachtet, sie durch ein neues Bündniß von den Eidgenossen ab und zu dein Hause Oesterreich zu ziehen, zu großem Abbruch des heiligen römischen Reiches. „Davzu hat er das vnmilt, streng Volk von Frankrich vff vns bracht, von denen wir bi acht hundert fromer, redlicher, biderber knechten verloren hant. Doch sint si sin nit vergebens Hinkomen; si haben dagegen verloren, das der Dalfin selbs sprach, er wölt als groß gold geben als er wär, das die sinen vnd die vnsern noch in leben wären. Doch rüwent vns die vnsern vil bester minder, sider das si redlichen bestanden vnd an keiner flucht erstochen sint, vnd das si sich einen ganzen summer langen tag gegen Iren vigendeN so redlichen gewert hant, da doch der andern drissig an der vnsern einen warent. Aber üwer wißheit, ouch all fürsten, Herren vnd ftett mugent wol Innen werden, was gutz oder fromm dem gantzen R>äl dauon sol vfferstan, ob das frömd Volk von Tütschen landen kein. Doch getruwent wir dem allmechtigeu Gott, wir welleut vns Zr vnd aller vnser tagenden wol erweren vnd vnser land beschirmen vnd behüten, ob wir gegen üwer früntschaft, ouch fürsten, Herren vnd andern stecken mit verlognen Worten nit werdent mit vnschulden verclegt, das wir in üwern vngunst komm." Die Eidgenossen bitten demnach, den lügnerischen Vorgaben betreffend ihr angeblich unchristlichcs Thun keinen Glauben beizumessen, sondern i"' October 1444. an gelegenem Orte auch darüber anzuhören, wo es sich dann finden soll, daß der römische König, um derer von Zürich willen, ihnen unverschuldeter Weise so große Ungnade erzeige und nicht allein sie, sondern das ganze Reich durch fremdes Volk bedrücken werde, wenn es Gott nicht wende. Zum Theil abgedruckt im Anzeiger für schweizerische Geschichte 1860 Nro. 113. — Warum die Ausfertigung des Schreibens selbst, nicht ein bloßes Conccpt, im bernischen Staatsarchiv liegt, ob es abgegangen und wieder zurückgekommen oder ein Duplicat sei, ist unbekannt. Ä8S. Cnstsheim. R444, S8. Qctober. Staatsarchiv Bern. Friedensvertrag zwischen dem Delphin Ludwig von Frankreich und den Eidgenossen und ihren Zugewandten. — Beilage 2V. Bern, Solothurn und die übrigen Eidgenossen sollen diesen Frieden auf einem Tage zu Zofingcn zugesagt und auf einem Tage zu Lucern (9. November) beschlossen haben, bei demselben zu bleiben, auch wenn Basel nicht beiträte. — Die Acten dieser Tage fehlen. — In Basel wurde der Friede erst am LS. November durch Ruf auf dem Kornmarkt proclamirt. Siehe Fechter, Basel im Kriege mit den Armagnaken, Seite 66 und 67. S8». Constanz. 1444, 17 November (Dienstag nach Martini). Tschudi! Chronik II. 4Z7. Arüiid !>!!>. Unter Vermittlung des Conciliums von Basel und der Reichsstädte wird zwischen den Eidgenossen einerseits, Oesterreich und Zürich andererseits ein Waffenstillstand vom 25. November 1444 bis 24. Zum 1445 unter Ratificationsvorbehalt verabredet. Nach Tschud i II. 438 nahmen alle eidgenössischen Orte den Waffenstillstand an und schickten den Brief dem Bischof von Basel; Herzog Albrecht von Oesterreich dagegen ließ den Stillstand nicht zur Ausführung kommen. — Die daherigen Acten finden sich weder in schweizerischen Archiven, noch im bischöflich basel'schcn Archiv zu Pruntrut vor. Ä84. Nheinfelben« 144K, 8« — 16» (Montag nach Marc bis Dienstag vor dem Palmtag). TtaatKarchiv Zürich. Frwdensunterhandlungen der Voten des Conciliums zu Basel, dcS Papstes Felix, des Herzogs von Savoyen, des Bischofs von Basel, der Stadt Freiburg in Uechtland u. s. w. zwischen Oesterreich und Zürich einer- und den Eidgenossen andererseits. 24 186 März 1445. Die Notel, in welche das Resultat niedergelegt wurde, lautet folgendermaßen: „Es ist ze wissen, als von der Spenn, krieg vnd mißhcllung wegen zwüschcnt der durchlüchtigen, hochgcborncn Herschafft von Oestcrrich vnd denen von Zürich vff einer, vnd gemeinen cydgcnosscn vff die andern sittdcn, vff Mcntag nach dem Sunnentag Istars ze mitteruasten ncchstvergangen ze Ninfelden ein früntlicher tag von allen obgcnanten partyen vor disen nachgeschribnen Herren vnd Stcttbotten, als gemeinen tedingSlüten, nämlichen den hochwirdigen, Erwirdigen, fürnämen vnd gclertcn Herren Ludwigen, des titels fand Cccilien, genant von Arle, Iohanscn von Scgobia, des titels Sant Kalixtcn, beid der Helgen Römischen kirchen Priester kardinele, Ruderten, Ertzbischoffcn zu Florenz, Stcffan, Bischoff ze Marsilicn, Micheln, Apt des Klosters Sant Manricien, Sant AngustinS Ordens vß dem Bistum de Seduna, Johansen von Bachcnstein, Ertzpriester ze Agram, Iohanscn von Rone, Propst ze Altcnsal, Vrtriechter Bistums, beid lerer geistlicher Rechten, des Helgen palasts fachen Verhörcr, Thomas Rode, Thumherr ze Basel, des Papstes Kemerling, Johansen Passcrt, xriori oanonioorum rsZnlarinm sant Angustins ordens des closters vnscr frowcn vnd aller zwölff Kotten, als Kotten des heiligen Concilii ze Basel, Micheln Baldewini, keyser- licher Rechten lerer, probst ze Tcrcastrincnse, des heiligen palasts verHörer, Bertranden von Duhms, Rittern, Herrn in dem Tal Jsere, vnd Wilhelmen von Balma, genant von Longis, als Kotten vnseres Helgen Vatters, des Bapsts Felix vnd des durchlüchtigen fürsten, des Herzogen von Saphoh, ouch Herrn Fridrichcn, Bischoucn ze Basel, vnd der Statt von Driburg in Üchtland Kotten, dieselben Herr Friderich, Bischoff ze Basel, vnd die botschafst von Driburg sällichen tag bereit Hand vor dem Meister Sant Johanns ordens, dem Landcommendurn tütschs ordens vnd vor der Stett Straspurg, Überlingen, Sant Gallen vnd Ninfelden erber botschaft ze leisten angefangen ist vnd bis vff datuin dis nottels gcweret hat, das die selben obgeschribnen Herreu vnd tedingslüt sich in den selben obgeschribnen fachen trüwlich gearbeitet, mengerlci gesucht vnd mit namcn etlich weg des Rechten inzcgan allen partyen fürgehept vnd geworben Hand. Vnd sind dis die weg des Rechten als zwüschcnt der Herrschaft von Oestcrrich vnd den eidgenosscn: Des ersten, das die Herrschaft vnd die eidgenossen unter disen nachgcncmpten Herren vnd bischoffen, Ougspurg, Costenz, Basel vnd dem Meister tütschs ordens in tütschen landen einen, vnd von disen Stetten Straspurg, Costentz, Ougspurg vnd Vlm zwen erwellen, die alle dry als ein gemein man sygend, vnd darzu jeklichcr teil zwen, wenn er wil, zu sincm zusatz setzen sollend. Der ander weg, das die Herrschaft von Oestcrrich zwen vß den genanten vier Stetten vnd die eidgenosscn einen vß denselben genanten vier Herren erwellen sollend, ze gelicher wiß als für einen man, mit einem gelichen zusatz, von beiden partyen zwen darzu ze setzen, wen sy wellend. Der dritt weg, das die eydgenossen dryg vsser den obgcnanten Herren nemen sollend, zu denen die Herschaft zwen zu Jreur zusatz vnd die eidgenossen ouch zwen zu Jrem zusatz setzen sollend, die all vier weder dem hus von Oestcrrich, noch den Eidgenossen gewandt, noch in der fach argwenig syend. Der vierd weg, das die Herschaft von Oestcrrich vß den vier Stetten einen vnd die eidgenossen vß denselben stctte» ouch einen erwellen, darzu die Herren vnd tettingslüt einen Herren vß den vier Herren geben söllend, die ouch alle dryg als ein gemein man sigind, mit cim gelichen zusatz von beiden teilten darzu ze ordnen. Darnach ist das der weg von der von Zürich vnd der eidgenossen wegen, das beid partyen einen Herren vsser de» vier Herren vnd zwen vsser den vier stetten obgenant nemen vnd erwellen söllend, die alle dryg als ein man sigcnd, mit einein glichen zusatz, von beiden teilten zwen, darzu ze setzen. Vnd won aber zu disen ziten die genanten noch ander weg nit getroffen, noch nit in der fach beslossen werde» nwcht, ist durch die tedingslütt von einem friden gcrett worden, der biß vff Sant Johanns Baptistentag nechstkoine»d wcrcn vnd dazwischend ein ander früntlich vnverbundcner tag ze Ninfelden vor den genanten Herren vnd tedingslütt» vnd andern, ob sy Jemanden darzu bcschribcn vnd erbitten mugcnd, von allen partyen gelcist werden sol vff de» ersten tag des Manodcs Mcyen ouch ncchstkünftig ze nacht da ze finde vnd mornendcs die fach fürzcncmcn. aber der frid so lang nit getroffen werden, das er aber beston wurde biß zu gantzem Meycn vß oder ze halbe»' März 1445. 187 manot des Meyen. Vnd ob das alles nit sin möcht, das dann ein frid gehalten wnrd achttag vor dem genanten ersten Mcycntag, die zit vß die >vile der tag wcrct, vnd achttag darnach, als die tcding vnd tagen ein end ncmend. Vnd als der Herschaft von Oesterrich, ouch der von Zürich bottschaft sölichcn friden vffzenemen nit gewalt meincnt ze haben, söllent si das an den durchlüchtigen, hochgebornen fürsten vnd Herren, Hertzog Albrechtcn, Hcrtzogcn zu Oesterrich, ouch die von Zürich, ernstlich nach irem besten vermugcn bringen vnd werben, desgclichen der eidgenossen botten an Ir ftünd ouch tun sollend. Ist dann, das der frid vfgenomen Wirt, sol der tag also für sich gan; were aber, das dehcin frid darinne getroffen oder gefunden wnrd, sol dennocht der früntlich tag nit destcr minder vff die zit ze Rinfeldcn, als obstat," fürgang haben in offner vyentschaft, all teil darzu, daruff vnd daruon biß an Ir gewarsamh sicher zesind, das beid partyen allen botschaften ze beiden sitten, onch der Statt botschaft von Basel Ir gelcitzbricff ze glicher wife, als ietz vff disen tag ze Rinfelden beschechen ist, geben vnd die den tedingsherrm in der nachgeschribnen zit zusenden sollend vngevarlich. Vff denselben tag all teil vnd partyen mit ganzem gewalt vnd voller macht komm füllend nach aller Notdurft, es sye zu der früntschaft oder dem Rechten. Vnd sol man des ersten vnd vorab anfachen vnd ernstlich versuchen, ob man all vnd ieklich partyen in ein früntschaft vnd ewige Richtung gegen einandern bringen möge. Möchte aber nüt früntlichs gefunden werden, das man dannenthin der obgenantcn Rechten eins gegen allen partyen bcsließ vnd ze end bringe. Söllichs alles, als vorstat, sol allen teilten vnvergriffen sin. Vnd sollend die botten alle das an Ir Obern bringen, vnd die Herren des Concilimns vnd Herrn Friderichen, Bischofs zu Basel, hie zwüschend dem Sunnentag ynasimoäo ane verziechen antwurt darumb wüssen lassen. Vnd diser beredung vnd abscheydung ist jek- lichem teil ein nottel geben, die glich luttend. Beschechen zu Rinfelden am Zinstag vor dem palmtag anno lloinioi !n"ee7. t». Tagansetzung nach Lucern auf St. Verenentag (1. September), um über folgende Gegenstände zu antworten: 1. Der Kurfürsten Meinung, daß man sich um einen Obmann aus einer Reichsstadt vereinbaren und daß dann die Eidgenossen sowohl als Zürich, je zwei Schiedrichter zu ihm setzen sollten. Z. Ebenso sollte man sich gegenüber der Herrschaft Oesterreich auf einen Obmann mit gleichem Zusatz vereinigen, von denen die waltenden Streitigkeiten zu entscheiden wären. 3. Die Antwort an die Kurfürsten soll an den Bischof von Basel gesendet und ihm eine Abschrift davon mitgetheilt werden zu Händen der Herrschaft Oesterreich, welche ebenso von ihrer sachbezüglichen Erklärung dem Bischof von Vasel eine Abschrift zu Händen der Eidgenossen zu geben hätte. 4. Die Kurfürsten haben die Absicht, einen Tag nach Straßburg anzusetzen und persönlich dahin zu kommen; sie begehren, daß man den Tag leiste, i,. Der Bischof von Constanz bittet um den Pfaffen, auch um „die brieff als vmb Hewen, Zm die ze lassent". «. Die Stadt Constanz bittet für einen Gefangenen der Glarner. «R. Die Stadt St. Gallen verwendet sich für die gemeine Vogtei, welche zur Hälfte ihrem Burger Conrad Peyer, zur Hälfte dem von Klingenberg gehört, daß man sie in diesem Kriege „still sitzen" (neutral bleiben) lasse Wyl bittet um „Zuschub mit Volk" (eidgenössische Besatzung). Dieser Abschied trägt ohne Jahrzahl die Ucberschrift: „Batten von dem tag ze Costcnz vff Mittwuchen nach Vinvnla I'ktri. Süllen die Boten heimbringen." Dazu schrieb eine neuere Hand 1448. Es ist aber unzweifelhaft, daß es der ans dem vorigen Tage (Abschied 289) angesetzte Tag zu Constanz (Mittwoch nach Viucmla I'ctri 1445) ist.-— Vergleiche «I mit dem unter Nro. 291 folgenden Abschied. — Dazu noch Basel Offnnngsbuch I. 355. „Vff Samstag unser frowcn abeut aLsnin^tionis ze latin genant anno xi^uinto": Vorschlag der kurfürstlichen Näthe zu einer Vermittlung oder einem Austrag der Streitigkeiten zwischen Basel und Oesterreich, für Bildung eines Schicd- gerichts ic. SNR. Lucern. 144S, I September (an Saut Verenentag). Staatsarchiv Ludern: Samnilimg ungebundener Abschiede. Gemeiner Eidgenossen Boten, zu Lucern versammelt, schreiben an Hauptmann, Ammann und Rath )u Appenzell, sie haben auf Bitte St. GallenS die Leute in der gemeinen Vogtei bei Constanz, welche 190 September 1445. zur Hälfte dem von Klingenberg, zur Hälfte dem Conrad Peyer gehört, sicher gesagt mit Leib und Gut bis auf Widerruf und acht Tage nach dem Widerruf. Appenzell wird demnach aufgefordert,"die Seinigen zur Beobachtung dieser Sicherheit anzuweisen. ÄNÄ. Wadenswyl. 1445, IT. undZis. October. Tschudi: Chronik II. 4SI». Verhandlungen der kriegführenden Parteien, Zürich's und der Eidgenossen, auf Veranlassung des Comthurs von Wädcnswyl. Die Boten der Kurfürsten von Mainz und Trier und des Pfalzgrafen bei Rhein begehren von den Parteien einen Vermittlungstag auf den 11. November (St. Martinstag) nach Constanz. In Gerold Edlibach's Chronik sind diese Verhandlungen ans dm 1. Februar (Dienstag vor St. Agatha) 1446 angegeben, der darauf folgende Tag zu Constanz auf St. Valentinstag (14. Februar). In dem Manuscript der Edlibachischcn Chronik auf der Zürcher Stadtbibliothek ist das Datum St. Agatha aus St. Niclaus cor- rigirt. Der in Henne's Klingenberger-Chronik S. 347 abgedruckte Auszug aus dem Königshofcr-Codex sagt: äomiu! 1445 nach St. Niclaus tag kommt Herzog Albrechts rät gen Costenz zu tagen mit den Schwitzern vnd andern Aidgnossen." Fründ 257 erwähnt der Zusammenkunft von Wädmswyl ohne Datum. — Die nachfolgenden, originaliter vorhandenen Abschiede 293 und 294 zeigen jedoch klar, daß die bei Edlibach stehenden Daten unrichtig und die hier angenommenen Tschndi'schm richtig sind. Sueern» 1445, TL. DctvHer (Zmstag vor Simonis vnd Jude). Staatsarchiv Ber»! Altes Misflvenbuch l. Gemeiner Eidgenossen Boten, zu Lucern versammelt, schreiben an Bern: „Üwer bottfchafft, so ze Wedafwil vff dem tag gewesen ist, als wir hoffen, hat üch wol erzelt das abscheiden von demselben tag vnd besunder, wie aber ein früntlicher, vnverbundner tag zwüschent allen Parthyen gen Costentz abgerett vnd gesetzet worden ist vff Sant Martins abent nechst kommt ze nacht daselbs an der Herberg ze sind ze. Also fügen wir üch ze weissen, dz vnser Herren vnd obern von Stetten vnd lendern in ein komm sint, den benemptm tag zesuchm vnd ze leisten; biß tun wir üch ze wissen, vmb dz Zr üch darnach ze halten wüssent vnd dz üwern vnd vnsern Eidgenossen von Solotturn such verkündmt. Vnd wont wir vnö nit anders verstimmt, dann dz Zr vormals von vnser aller wegen den geleitzbrieff vnser wider- parthen gestelt habent vnd nu vff dem benemptm tag ze Wediswil ouch berett worden ist, das ietwcder parthye die andern nach notturft geleiten vnd das gen Basel schiken solle, darumb bitten wir üch, 5r wellent st aber für vns alle geleiten vnd das gen Basel schiken, als denn das berett worden ist." November 1445. 191 2SZ4. Consta«;. 14t S, It. Moveinber (Martini) StiftSarchiv St. Gallen. Alv vnser Herren, die kurfürsten, ainen früntlichen Mg in offner vintschaft bereit vnd gesetzt Hand enzwischen vns den gmainen aydgnossen an einem, vnd vnsern Widersachern, der Herrschaft von Oestrich vnd den von Zürich, an dem andren tail, vff sant martis tag anno üoinini zu Costentz, als lang dann der tag vnd die täding werdt mit glait ietweder party nach Znneholt der versigloten brieff tc. Also sol man wissen, das die vndertädinger, mit namen von Hertzog Ludwigs wegen, des pfallentzgrafen bh dem Rin bottschaft, gras Zohansen Salmsen, Her Vlrich von Mentzingen, ritter, vnd Juncker Hainrich von Fleckenstain, vnd nomine des kurfürsten, des ertzbischofs von Mentz wegen gras Bernhart von Liningen vnd Her Wytprächt von Helmftat, ritter. Item vnd von des kurfürsten, des ertzbischofs von Trier wegen Junckher Wilhelm von Aeltz vnd ain Doctor. Item so ist da gesin Her Hans von Stetten, oberster Maister tütschen ordens von tütschen landen, von der andren Kurfürsten wegen, vnd Her Marquart von Schellenberg, lantkomentur, vnd mini Heren von Costentz der Bischof vnd der bischof von Basel, baid von ir selbs wegen, vnd ein bottschaft von der statt Straußburg, von der statt Ougspurg vnd bottschaft von der statt Nürenberg, ain bottschaft von der statt Vlm vnd von der statt Costentz bottschaft. Vnd alle, so hie ob geschriben sint, waren vndertädinger; vnd also sol man wissen, das die vndertädinger des ersten vff dem obgenanten tag fürnamen vnd an baid partyen brachten vnd die ernstlich hatten, die fachen nit noch nüwem vffzeerzellen vnd anzehaben, sunder an dem anzefahen, das vf den nesten tag, der och vor disem tag im Ougsten vf sant Peters gesetzt vnd gelaist ward, och zu Costentz gelaussen ward. Also nach Zr ernstlich begerung ward Znen des gewilget von beden tailen, wie wvl wir von den aidgnossen lieber die fachen vnd allen gelimpf vnd vngelimpf offenlich hettind sürbracht dnd verantwurt vor den Herren vnd tädings lütten w. Vnd ward die fache also des ersten angefangen, dz man Inen wolte günnen, sider es ain srüntlich lag wär vnd sin sölti, ob si es möchtend in früntschaft gerichten, also dz man der Herschaft das Ergow wider gäbi vnd darzu alle pfantschaften der Herschaft vnd den Edelen ze lösen werde vnd man sich danne zu der Herschaft verbinden solti, och des glich hin widervmb die Herschaft mit dem Elsas, mit dem Brißgow, mit Seckingen, Louffenberg, Waltzhut, Winterthur vnd Rapperswil, das wir Znen gantz abschlugen :c. Vnd also darnach nament sy der von Zürich fach für vnd ervordroten an Vits, was rechtens wir den von Zürich für Machen oder ingan wölten. Also Huben wir In für ein sölich recht, als Znen ze Wedeswille fürgehept vnd den Churfürsten geschriben wär. Vnd daruf namen si die von Zürich, vnser widerpartig, für; was si Znen für Huben oder st Znen antwurten, wissen wir nit; dann das do die vndertädinger maintent, nach solichen glichen gebotten, so wir den von Zürich gebotten hatten, dz si selbec bcduchti, das daran die sack) nit söltin erschlachen, ob der Herrschaft fachen och möcht gericht werden, vnd weltin also die selben fach, vnser vnd der von Zürich, lassen anstan. Vnd al>o der Herrschaft fach für namen vnd brachten an vns, wie wir wol wissent, wie der Marc- gcaf vns vf den testen tag vor dem yetzigen etwans rechts hete für geschlagen oder was rechten die 192 November 1445. vndcrtädinger vns da für schlugen, vnd begerten von vns ze wissen, ob vns dero deHains gefellig war, oder was rechten wir bieten oder darschlachen woltin, oder ob wir maintind, das Ergöw mit gewalt inne ze haben vnd dar vmb nit zu dem rechten komm, begertind si vnser antwurt, das si, och Zr Herren, die Churfürstcn, wistind darnach zerichtm. Dar vff antwurten wir, die mainung, als man es den Churfürsten geschriben hat vnd an der selben antwurt man wol mercken möcht, das wir die fache gebotten hetten, ze recht ze komm, wie wol wir getrauwtind, das wir sin nit pflichtig warind in kain recht ze setzen nach vnser fryheit sag, och vns frömd hetc, vns also ze ersuchen, das wir solich vnser fryhaiten vevdthin ze recht kamind oder vor ycman berechtigen söltin, die wir doch so loblich von römschen kaysern vnd klingen vnd dem hailgen römschen rieh, vnd besunders by Hertzogen Fridrichs zitten, der doch ain surft von Oestrich vnd von des Ergöws wegen ain rechte hoptsach wäri, herbracht vnd Znngehapt heten, vnwidersprochen von menglich, och by kling Albretz zitten biß vf Är abgang nie anklagt worden, die wol vf xxiiif iar gelept Hand, des glich setz von disem kling vnd dem ietzgen Hertzogen nie angelangt wurdent bis vf bis zitt. Dann ob sy vns wöltin angelangt haben, des hettent sy billich getan by des loblichen kaysers Sigmundes zitten, vnder dem es och beschechen wäri. An sölicher antwurt si nit ain benügen hatten, mainten, dz Znen nit geantwurt wäri, das icht vervienge; vnd also Kütten wir Znm recht nauch des fridbriefs sag vnd vswisung, doch also, das weder im Ergow, noch Zürch enkain gmain man von dewedrem tail genomen, noch daselbs kain tag gelaist sölti werden. Vnd an sölicher antwurt si och nit ain benügen hatten, mainten als vor, das das nit geantwurt wäri. Vnd ie also ze jüngst, do es nit half, noch vervahen möcht, do Hutten wir ain lütrung nach der richstettm rautt vf vier richftett, ainen burgermaister vnd clainen raut, vff welhe statt ain Herschaft vnder den vieren wölt, nämlich Ueberlingen, Lindaw, Ravensburg vnd sant Gallen, ob wir nit billich by sölichen verschribnen, verbrieften rechten, als wir dann geantwurt hetind, beliben söllint, oder ob wir pflichtig wärind, flirer recht ze bietend. An sölichem allem die vndcrtädinger nit ain benügen hatten vnd mainten nit, das sölichs noch deHain gebott nit wäri. Vnd nach sölichem langen vil red vnd widerred giengen vnd Verlusten; also seilen si vns, dz der marcgraf vnd die von .Zürich gebotten vnd flirgeschlagen hetin als vormals vff vergangen tagen von der Herschaft vnd von den von .Zürich wegen, vnd weltint also baid fachen wider zesammen ziechen. Vnd darzu wir antwurten mangerlay, das vns bedücht notturft ze sint, nauch dem vnd die von Zürich sich selber gesundert hatten vnd och vff allen tagen von den Aydgnossen geantwurt was, das sy die fachen ga»tz nit wollen lausten zesammenziechen. Vff sölichs do die vndcrtädinger vns aber vier rechten darslugen, das ist das erst, das die Ayd" gnossen sollen nemen den Herzogen von Safoy vnd die Herschaft den marcgrafen von Niderbaden, vnd die zway ainen fürsten von tütschen landen zu Zn nemen sölten. Das ander, das die Aydgnossen ainen Churfürsten vnder den sechsen nemen sölten, der die fach mit sinen rätten richten sölti. Das dritt, das yctwedre party dry man dar zu setzen söltin vnd die selben sölten nemen ainen Churfürsten, der selb sölti dann ainen nemen von der ritterschaft vnd ainen von ainer richstatt, vnd die selben dry sölinl sin als ain man. Das vierd, dz die genanten Aydgnossen söltint nemen ain Churfürsten, der sölti Z» Im nemen fünfzechen von der ritterschaft vnd fünfzechen von den richstettm, vnd mit denan söltin ers November 1445. 193 richten, vnd söltin die vndertädinger dar vff, wie sich der marcgraff vor Iren Heren, den Chursiirsten, erclagt hettin, das die Aydgnossen die Herschaft bekrieg» wider Gott, ere vnd als recht, vnd Hab daruf begern hilff vnd recht, an sölichs si sich nit kern woltin, dann das die Chursiirsten bayde taile verhören wöltin. Hetten Znen also empsolhen, den Handel zu verhören vnd das ze richten, ob si möchten. Möchten si aber das nit tun, söltin sich dann ain Herschaft ftirow erclagen, so war der pfallentzgrauf am vicary des riches, vor dem der kling gericht sölti werden, wenn yeman rechtes von Zm begerti; versechind sy sich, er würde tag für Zn setzen. Kamen denn bayd partyen, so beschäch, das recht war; beschäch möcht sich wol fügen, das das recht dann hert vnd schwär werden möcht, also das acht dar über gan möcht, vnd begerten aber daruf ainer antwurt, ob wir der vier rechten deHains vffnemmen wöltin, oder ob wir deHain recht füro darschlachen oder ynen bietten wöltin. Vnd also nach langem vnd nauch der richstetten Raut nemen wir vns gemainlich gewaltes an vnd Kütten recht also: wir wöltin komm vnd darschlachen dry erber richstett, die des kriegs nit wärind vnd in deHain wise mit ayd zu den Aydgnossen vnd dem krieg beHaft, gewant noch verdacht wärind, vnder denen möchti die Herschast nemen welhe si wöltin, da wolten wir kumen vf ainen burgermaister vnd clainen raut vmb alles, das sich in den friden verloffen hett, zu berechtigen, recht um recht, das si der glich och teten. Bedachte si aber sölichs nit gelich, so wölten wir inen gerecht werden, als noch stat, vmb die zusprach, so si an vns zesprechen mainent zehaben. Vnd danne vmb vnser zusprüch möchten si darbietten dry fürsten, gaistlich oder weltlich, die och des kriegs nit wärind vnd mit der Herschaft nicht zetun hetind, weder belehnot, noch mit ayden verpssicht, uoch in ander weg dinstbar wärind, so woltin wir derselben och ainen vf nemen vnd vff 2n vnd sin raut komm, doch also, das er deHain zuo Zm nemen sölti, der des kriegs oder von der Herschaft belehnet wär oder der Herschaft icht verbunden wäri. Solichs vns aber gantz abgeschlachen (ward von dem ">arggraftn vnd denen, so vnser vient sind), vnd wie si vor recht gebotten hettin, daby si es aber liessen Gliben, dann sy woltin für komm vff die Chursiirsten Zr botten, wer die glichen gebott geton hettin. Darin wir botten nit ane rätt haben vinden mügen ze tun, vnd ward vns gerautten vnd beducht vns alle von dm aydgnossen gemainlich vnd einhellenclich, das wir alle vnser rechtlichen gebott, so wir vff bisem tag der Herschaft vnd dm von .Zürch gebotten hettin, noch ainost lutter vnd gantz erzaltint vnd dar vff gnädeclichm bättin die vndertädinger, an Zr Heren, die Chursiirsten, ze bringen, in Massen als wir gebotten vnd geantwurt hettin, vnd si noch vnser wegen gütlich zebittm, Znen bevolhm vnsri gebott für gut ze haben vnd anzesehen, daö wir vnd vnser vordren ye die sygent gesin, die gehorsam vnder- tanen sygent gewesen vnd noch, ob Got wil, Ewenclichen sin wellen des hailgen römischen riches, vnd vns also genädenclich by dem, so wir zuo des Hailigen riches Händen inne haben, schützen, schirmen vnd hanthaben wellen vnd da noch nit trcngen lausten in kam weg über sölich geliche, billiche, rechtliche gebott, als si wol gehört hettind, so wir der Herschast vnd den von Zürich getan hettin, vnd begertind, das si dero von Zürich fach Znen wöltind für nemen, sider si recht Hoptsacher wärind, vnd durch die sich dis;er krieg erhaben hettin, sider si selber beduchti, das wir den von Zürich ain glich, völlig recht gebotten hettind. Wir getruitint vnd hoftint, Zren gnauden die wär so verstantlich vnd möchtint selbs wol mercken, söltint wir über söliche geliche, billiche gebott, so wir geton hettin, bekriegt werden, das Man vns von dem hailgen römischen rich mutwillenclich trengen vnd wider Gott, ere vnd recht vnd 25 194 November 1445. allen gelimpf bekriegen wöltin, dar vmb wir vnser gnädigen Heren, die Churfiirsten, wol anzeruffen hettin, vns also zehanthaben by dem Hailigen römischen rich. Vnd also antwurten die vndertädinger, vnd der von Zürich antwurt wäri also, dz si sich nimer, weder in lieb noch in leid, von der Herschaft nit schaiden noch betädingen laussen wöltin, E das der Herschaft och ain benüglich beschäch vm Zr zuosprüch, vnd wir batten also des gelich der richstett botten, vnser gelimpf Zr fründen och zesagen, als wir Znen des sunders wol getruwtint. Also band sich nach dem allen die vndertädinger ainhellenclich vnder rett, das si bcduchte, das die Aydgnossen an sölichen gcbotten als geliche, billiche gebott der Herschaft vnd den von Zürch gebotten hetten, das sy vns mit kainem gelimpf die nit ze verschlachen hettin, vnd würden also ernstlichen mit dem marcgrafen vnd vnser Widersachern reden, das st bedencken wöltin, das si mit glimpf die vnsern rechtlichen gebott nit billich verschlugen vnd sich fürbas nit zeklagen hetten, das wir sy bekriegtin wider Got, ere vnd recht, vnd das sölichs billich vf nämen oder andre geliche gebott darschlugen. Also schlugent si vns dar vnd batten die sechs Churfürften vmb alle vnsre zusprach, das wir dero ainen nemen söltin welhen wir wöltin, vor dem vnd sinen rätten si' vns gerecht werden weltin vmb all vnser zusprüch. Des glichen so weltin si aines rechten laussen von vns benügen mit ainem glichen zusatz vff ainen gmainen man, den die Herschaft neme aus ainer richstatt, wellen st och welte, vnd das derselb sinen ayd der statt, da er hin gehört, vf gäbe vnd niemand nicht verbunden sin söltin. Vnd dann dero von .Zürch wegen bütten si vns, das man mit wißhaften tädingcn vmb ainen gmainen mann redti, ob man des bekomen möchti, oder dz yettwcder taile zwen zuo den stössen satzti, vnd möchtcnt die aines gmainen mans nit über komen vß ainer richstatt, das danne die kurfürsten am Rin ainen gmainen man vns geben söltin Also antwurten wir ainhellenclich der Herschaft, wie wir das setz am testen geantwurt vnd gebotten hettin, daby liessent wir es aber beliben vnd bättin si, als vor, solich vnser antwurt für guot vnd im allerbesten an vnsri Heren, die Churfürsten, zebringen; des glich der richstetten botten och. Vnd vmb die von Zürich liessen wier es och by der vordrigen antwurt beliben, sider wir von Zren gnaudcn selb verstanden hettind so vil, ob der Herschaft fach betädingot wurde, so wäre, als si beduchti, Znen ain völlig gebott beschehen, vnd auch sy sich von der Herschaft nimer sündren wöltin, e das der Hcrschaft fach och betädinget werde, vnd das es denn nit not wäri, Znen fürbas recht zebietten. Vnd nauch dem do brauchtent die vndertädinger an vns: syder wir der Herschaft recht buttind vsf dry erber, from richstett vmb Zr zusprach, vnder denen si ainen nemen möchte, welhen si wetten, st bedächte si billich, dz wir die dry stet och nemen sötten. Vnd also antwurten wir, ob sy das recht zu» saytin, so weiten wir si dann nemen; wöltin si aber des rechten nit in gan, so bedüchti si nit notturst ze nemen, si wöltint soch die ftett vns sust für argwänig haben, vf die wir die lütrung bieten, als ob staut. Also nauch vil red ward vns gerautten von der richstett botten vnd sust von guotten fründen, dz wir die stet namtint, dann es bedüchti si, gut vnd geraten sin, vnd ward vns daby vast gerautten, dz wir nit liessent, wir büttind es vf Vlm, vf Rauenspurg, vf Ucberlingen, won vf welhe statt wir es soch buttind, die stat hettin der andren richstetten raut in dem rechtspruch vnd werde doch eben fast durch die von Vlm gan. So wäri es vns da gmain vnd wäri vns och Wäger, dann vf ainen gmainen man von manger laye fachen wegen, do liessent der mechtigen deHainen, so von der Herschaft bclechnot wärint, by dem rechten. Vnd nach sölichen ernstlichen rätten, so man vns riet, da vndcrrettan wir botten vns, was gwaltes yderman hettin vnd sider vns allen etwas gewaltes geben was, do wurden wir November 1445. 195 ainhellenclich ze ratl durch des besten willen vf solichen raul, so vns och von der stell botten vnd andren geraullen ward, vnd nach allem, so sy vnscr rechl vnd brief an gelich vnd wol gemerckl hallen, do wir den hertzogen vnd der Herschafl von Oesterich ain solich rechl bullen vmb alle zusprach, so st machten an vns Aydgnossen ze haben, des sich dann verloffen vnd gemacht hellen in der zitl des sriden, der gwert soll haben die fünfzig Zar, vf ainen burgermaister vnd clainen raul ze Vlm, ze Raffenspurg oder ze Uebcrlingen, vf die dry stet welhe si wöllin, vnd so wöllin wir des geliehen vmb vnser zusprach vf ainen surften komen in tlitschen landen, er sy gaistlich oder welllich, das sy vns dry namplinl, der ainen wir wpltint vfnemen mit sinen rätlen, der vns danne vor ze halb gelegen vnd in kain weg zu der Herschaft weder diß kriegs halb, noch sust zu Znen nit verbunden war, vnd vns des och von ynen lausten benügen. Also namen si do dero von Basel vnd von Rinfelden fachen für, etwa mangen lag. Was dauon gerell ward, ist nil noldurft ze, schriben, dann das vns beduchl, wenn man möcht von den Aydgenossen bff disen krieg bringen oder ablädingen, vnd dartzuo wellen si och gern Hern Wilhelms von Grüncnberg sin Herschafl Rinfelden wider schaffen, das Mint sy fast gern. Also ballen si vns aber do, die vnder- tädingcr, gar ernstlich, daS wir nil also von den fachen schieden. Das nu wir in dem besten och lallen durch der vndcrlädinger willen. Also verzoch es sich aber so lang, das wir die vnderladinger ballen, vnsre fache für ze nemen oder vns ain gütlich vrlob ze geben, dann wir verstündin nil anders, dann vnsre Widersacher baide, si vnd vns, vf tribinl, sider vns von Znen kain anlwurl möchli werden vff bnser rechtlichen geboll. Als vff sanl Andres tag ballen vns die vnderladinger aber ze beliben, si verstunden von vnsrem widerlaile, es kämen der marcgrauf von Brandenburg, Her Caspar Schlick, der von Nidberg vnd des küngs Hosmeister, vnd getruwtinl, die hettind mer gwall denn der marcgraf von Rölheln vnd Türing von Hallwile vnd Zr Harsch. Ob aber die nil komen, so wöllin man vns wornen antwurlen, das wir nu Znen aber zuo willen stundin mit der Aichstetten raul durch des besten willen. Also nach allen vergangen fachen vf disem lag vnd ander lesten vnd dann vor vns noch mengerlay st^l, geworben vnd belädingel worden ist, also vnder dem der marcgraf von Brandenburg, Caspar Schlick, der von Nidberg vnd Hern Hans Vngenad, Hofmaister vnd des künges raul, komen sinl, ist bns zum lesten durch die lädinger lull vf vnsre rechtliche geboll von der Herschaft geanlwurt vnd für gehepl, also das si wöllinl Zr zusprach komen vf ainen gmainen man mit geliehen zuosatz vf der vnderladinger ainen von den stellen, nemlich Slrausburg, Ougspurg, Nürenberg, Vlm, Costentz, welhe si dann also vnder den bellen genämmind. Haruf wir bollen von den Aidgnossen vns ainhellenclichen vnderretten vns auch nach dem vnd bns von der richstelen bollen geraulten ward, das wir ain sölichs nit gelun, noch vf nemen dorftinl, des auch nil gewall hetlinl zetun, also vf ainen gmainen man zekomen, den vns die Herschafl dar gebi bmb Zr zusprach, getruwlind och nil, das es yeman billich beduchli, sider wir vns begeben helind vmb bnser zuosprüch vnder der dryen fürsten ainen vfzcnemen, als das da vor geschriben vnd Znan gebotlen vnd vordem vns vmb vnser zuosprüch, so wir an die Herschaft maintin zehan, aines rechten benügen aussen, so getruwtinl wir, das es billich wäri, das die Herschafl von des Ergöws vnd vmb Zr zuosprüch, so sy an vns Aydgnossen maintinl zehan, so si in disen friden gemacht hetli, och vor der dryer stellen amer, welhe si dann wöllin, vf nemen, es wäri zuo Vlm, ze Rauenspurg oder ze Uebcrlingen, vor ainem urgermaistce vnd clainen rat, als das och da vor geschriben, das Zr gnaud selbs verstundinl, das wir 196 November 1445. der Herschaft da mit ain völlig, redlich, gelich gebott getan vnd für geschlagen hetten vnd das si nit billich vß schlügend, noch mit kainem glimpf vfgefchlachen werdint. Des glich von dero von Zürich wegen: Sider wir Znan das recht zuo gesant hettin, das si selbs ze Wedenswil der Aydgenossen Kotten Zngeschrift geben vnd gebotten hatten vnd Zr gnaud selb bedacht heti, das wir da mit den von Zürich ain völlig grett getan hetten vnd das si dar vf billich Iren alten vnd geschwornen blinden nachgan söltin vnd sich an aim sölichen rechten benügen lausten. Danna söltin wir fürer dar über von bayden partyen, der Herschaft vnd den von Zürich, bekriegt werden, dz wir wurdin von ynen bekriegt wider Got, ere vnd recht vnd wider allen gelimpf vnd das si vns mutwillenclich bekriegen vnd trengen wolten mit unrechter gwalt von dem Hailigen Römschen rich, vnd batten also Zr gnaud so trülichost vnd ernftlichest, wir ymer künden, sölichen vnsern gelimpf vnd glichte rechtliche gebot, so wir der Herschaft vnd den von Zürch gebotten hatten, vnd vnsern gelimpf, als wir Inen des wol getruwtint, vor an vnser gnädigen Heren, die Churfürsten, vnd och an des hailgen riches stett ze bringen vnd si von vnser aller wegen ernstlich zebitten vnd vmb söliche vnredliche clag, so wir verklegt wärint (oder noch fürbaß von Znen verklagt wurdent), vns für unschuldig ze han vnd vns armen vnd gehorsamen vndertanen des hailgen römschen riches schützen, schirmen vnd hanthaben wellen, dz wir also nit wider Got, ere vnd recht vnd wider allen gelimpf von dem hailgen römschen rich mit unrechtem gwalt bekriegt vnd betrengt werden. Wo wir dz vmb Zr gnad ze ewigen zitten vnd . och vm dz hailig römsch rich beschulden vnd verdienen künden, darzno welken wir willig sin vnd sunden werden als gehorsam kint des hailgen riches. Vnd das ist das abschaiden zuo dem kürzesten begriffen des tags, so da ze Costentz gewesen ist w> Die in () stehenden Worte sind auf dem Rande von anderer Hand beigefügt. — Vergl. auch Tschüdi II. 457. Ä?D.» Lucern. >445, T> December (an Saut Thomas des hl. Zwölfbottm Tag). Staatsarchiv Zürich. Gemeiner Eidgenossen Räthe von Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus schreiben an die Kurfürsten Dietrich von Mainz, Zacob von Trier und den Pfalz- grasen bei Rhein vorerst ihren Dank für den auf Martini nächstvergangen von ihnen zu Constanz gemachten Versuch gütlicher Beilegung des Krieges zwischen den Eidgenossen einerseits, Zürich und Oesterreich andererseits. Die Eidgenossen tragen keine Schuld an dem Fehlschlagen des Friedenswerkes, sie haben der Gegenpartei das früher schon verbriefte Recht neuerdings anerboten, Oesterreich, daß es alle seine in der Zeit des fünfzigjährigen Friedens erwachsenen Ansprüche an die Eidgenossen vor dem Burgermeister und Kleinen Rathe einer der drei Reichsstädte Ulm, Ravensburg oder Ueberlingen einklagen und den Eidgenossen für ihre Klagen einen ihnen gelegenen Fürsten benennen, Zürich, daß es bundesgemäßes Schiedgericht annehmen möchte mit einem Obmann aus einer Reichsstadt, der sich auch nach der Bünde Vorschrift zur Sache verbände. Alles das sei von Oesterreich und Zürich abgeschlagen, woraus die Kurfürsten entnehmen mögen, daß die Eidgenossen wider Recht und Ehre bekriegt werden. Man habe auch Anzeichen, daß der römische König abermals trachte, fremdes Volk in's Reich zu bringen, indem er den Herzog von Burgund zur Hülfe gegen die Eidgenossen zu bewegen suche. Da schon einmal fremdes Volk Deccmber 1445. 197 zu großer Verwüstung des Landes in diesen Krieg gezogen worden sei, so hoffe man, es werden die Kurfürsten, denen es obliege, für die Sicherheit des Reiches zu wachen, solches verhindern und bedenken, welcher Nachtheil dem gesammten Reiche daraus erwachsen möchte, wenn der Herzog von Burgund sein Volk in diese Lande schickte und gar etwa ein oder mehrere Schlösser am Rhein gewänne. Isclin in Tschndi II. 466 druckt dieses Schreiben aus Bullinger ab, aber mit dem Datum St. Matthias (24. Februar) 1446. Eine Gegenschrift von Herzog Albrccht von Oesterreich, Markgraf Jacob von Baden, Ludwig und Ulrich, Grafen von Württemberg, ck. ä. Tübingen 1446, Montag nach Invooavil (7. März) liegt imStaats- archiv Zürich und ist abgedruckt bei Edlibach, Seite 86. ^ SSV«. Lucern. R44«, TS. Januar (Pauli Bekehrung). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, l»8. Heimbringen, wie man Vorsorgen könne, daß unsere Feinde nicht durch die Metzger von Con- ftanz mit Vieh versehen werden. I». Ferner wie man Vorsorgen könne, daß unsere Söldner in den Städten nicht spielen und daß sie für allfällige Frevel bestraft werden, damit sich die Städter nicht über Verletzung ihres Herkommens zu beklagen haben, v. Denen von Uri soll eine Botschaft gemeiner Eidgenossen nach Bellenz mitgegeben werden. «I. Heimbringen das Begehren derer von Bremgarten um ein Vidimus. «. Schwyz soll denen von St. Gallen schreiben, daß sie Cum Schnewiß und Lorenz Martin aus der Feindschaft lassen, I. Heimbringen, ob man die Söldner in den Städten vermindern wolle. K. Ztem daß die Eidgenossen gemahnt seien um die 50 Gulden Geldes von dem von Hallwyl. Die von Appenzell begehren einen Zuzug an den Eschinberg, da der Rhein gegenwärtig klein sei. i. Ob man einen reisigen Zug zu Roß ordnen wolle. It. Ob man einen starken Auszug veranstalten wolle. K. man den Kurfürsten und den Städten des Reiches über alle in Frage stehenden Stücke schreiben »volle. >»». Die von Ulm, Memmingen und Ravensburg schreiben, die Knechte ab dem Schloß und aus dem Städtchen zu Grüningen haben etlichen der Ihrigen ihre Habe genommen. Man sott brachen, wie man ihnen Ersatz leisten wolle, i». Ueber die vorgeschriebenen Artikel soll man auf einem Tuge zu Lucern Donstag nach kurilicatioiüs stkariaz (5. Februar) Antwort geben. «». Die gemeinen Aemter bitten, daß man ihrer Mannschaft, mit Ausnahme der Wachen an dem Wasser, gestatte, nach Hause zu gehen, z». Heimbringen, ob man derer von Zürich Zins und Geldschuld einziehen wolle. Zedermann sott etwas Gutes thun, damit uns Gott Glück gebe. ». Unsere Feinde haben viele Kundschafter unter uns, Frauen, Krämer und andere Leute; auch etliche von Mellingen sollen mit dem Feinde verkehren, wenn die Wächter auf der äußern Wache sind. 8. Man soll Vorsorgen, daß die Frauen von Gnadenthal, Hermatschwyl und Frauenthal in ihren Klöstern bleiben und daß kein Pfaffe zu ihnen hereinkomme. 1« Man soll in das freie Amt einen Vogt geben. Ri. Man soll berathen, ob man dem Vogte in den Acmtern gönnen wolle, daheim zu sein. v. Ebenso wie die Wächter auf den Wachen besoldet werden sollen. H». Friedensbemühungen des Conciliums von Basel. lieber den Gegenstand v geben folgende Schreiben der Väter des Conciliums Aufschluß: 1. An die Eidgenossen. 1446, 19, Januar. Laorosanota KonoraliL L^nockus Ilasilionsis in szstriln sanekc» löAilimo oonz>lsAnls,, vuluoroalsin vvolosiain roprLLsntnns, ckilootis oaelosis ülüs, oratoribus eornmrmitaluill 198 Januar 1446. soulscksi'!i.tarum in spicko illuosrnsiisi all cksstum souusrsioiiis sauoki?auli eouArsAauäis salutsm st omni- potsutis Osi lzsusdiskionsm. Oogsstantss assicius, czuautum sit usosssarium intsnäors ut pax Iruius patris, pro «zns, iam tot snnt sxliibiti lallorss, omnidus mockis possiliililzus psrguiratur ot non psr oontinns-s vlackos llsllivas st stragss liorrouckas in missranclam cissolationsm ipso. patria cksoidsrs psriuittatur, ssripsimus nnts pausos dies Lvnitsto ot vousulatui Inissrnsn»!, ut vos in unnm proiusiuorako kssto t>sati?auli sonArsZar! pstsrsub, matsriamMs st sinAula puueta, supsr guillus dslillsraudum vidsbatur, slaro st apsrts in sisdsm litte ri» nostris vxposuimus, nt singnli vsstrorum dslillsrati st rssolnti ad ipsam distam I^noornsnssm voni» rsnt. ^inn. 19g Nafel» 144«, «» Felirunr (äis äominlen Oorolln-s;). Basel» Offnungsbuch I. Z3Z, Bern und Solothurn verlangen durch ihre Botschaften von Basel, daß es sich mit Oesterreich nicht aussöhne, sondern mit ihnen im Krieg beharre, indem dadurch alle Parteien zu einem bessern Frieden gelangen werden. Basel sichert den beiden Städten in Gegenwart der Boten von Rheinfelden ZU, daß, obschon es, im Interesse der Eidgenossen sowohl als in seinem eigenen, den Kurfürsten und dem Bischof von Basel seine Bereitwilligkeit, zu Tagen zu kommen, erklärt habe, es doch der mit den zwei Städten bestehenden Einung gewissenhaft nachkommen, auch nichts abschließen werde, ohne ihnen vorher davon Kenntnis zu geben. Die Acte« der hier angeführten Tage fehlen. ÄS58 Lucern. 144«, 17. Marz. Staatsarchiv Bern: Alte Missive l, Ueber einen von den vier Waldstätten zu Bezgenriet» gehaltenen Tag schreibt Lucern an Bern (Samstags vor kewiniscar«), es sei nicht nothwendig, mitzutheilen, was da gesprochen worden. Dagegen hatten die Boten einen andern Tag angesetzt nach Lucern auf nächsten Donstag (17. März) und Lucern ausgetragen, Bern zur Beschickung desselben einzuladen. — Die Acten fehlen. ÄNS Thun. 144«, IS. Mai. Staatsarchiv Lucern. Ulrich von Hertenstein von Lucern, Hans Püntiner, Landschreibcr zu Uri, Arnold Kupferschmid von Schwyz, Heini Kiser von Unterwalden, Rudolf Troller von Zug und Jost Tschudi, Altammann zu Glarus, von ihren Herren und Obern gesendet zu den Stößen, „so denn sint zwuschent den wisen, fürsichtigen Schultheißen vnd Reten zu Bern — an einer, vnd den lantlüten in der Herschaft von Mtt- linen in den gerichten Eschi, Mülinen vnd Wengi — anders,t, ze entscheiden", Urkunden, daß sie Zwischen beiden Theilen vermittelt haben, daß dieselben ihre Streitigkeiten, nämlich die Ansprache Bern's an die genannten Landleute „von eines buntz wegen, so si mit etzlichen lendern hant", vor die Boten der Eidgenossen, welche nach Znterlaken kommen werden „von der lüttevung wegen, so denn daselbs über ein spruch ze geben ist", zum Entscheid bringen sollen. Wollen diese Boten sich der Sache nicht annehmen, fo sollen von Städten und Ländern der Eidgenossen zwölf andere Schiedrichter gegeben werden, die den Parteien acht Tage vor ihrem Zusammentritt den Tag verkünden sollen. Urkunde auf Papier unter de», Siegel Ulrichs von Hertcnstein in aller Eidgenossen Namen. 200 Mai 144«. Dazu Staatsarchiv Bern, alte Missive, Bd. I. 1416, 4. Mai: Ulrich van Erlach und seine Mit-> abgeordneten melden aus Thun, welche Boten von jedem der eidgenössischen Orte, mit Ausnahme Zürichs, angekommen seien, um den Streit mit den Oberländern, namentlich denen von Aeschi und Jnterlaken, zu schlichten. »«>«>. Constanz. t44«, I«. Mai — S. Juni. Staatsarchive von Bern und Lucern. Friedensverhandlungen zwischen den Eidgenossen einerseits, Zürich und Oesterreich andererseits unter Vermittlung des Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein, Herzogs in Bayern u. s. w., als deren Ergebnis die drei Anlaßbriefe, sammtlich von: 9. Zum datirt, zwischen Zürich und den Eidgenossen, Oesterreich und den Eidgenossen, Bern und Freiburg in Uechtland — Beilagen 21, 22, 23 — und ein Anlaßbrief zwischen Basel und Oesterreich (abgedruckt bei Tschudi II. 492) zu Stande kamen. Vergleiche auch Tschudi II. 467 ff., Hcnnc's Klingcnberger-Chronik Seite 349. Uebcr den Gang der Verhandlungen geben übrigens folgende Actenstücke einigen Aufschluß: 1. 1446, 14. Mai (Samstag vor dem Sonntag Onntato). Bürgermeister und Rath der Stadt Constanz geben den Boten gemeiner Eidgenossen, welche auf den am Montag nach Lautats (16. Mai) beginnenden, durch den Pfalzgrafcn Ludwig vermittelten, gütlichen Tag zwischen Herzog Albrecht und den Eidgenossen kommen werden, ebenso den Boten von Savoyen und denen des Grafen Johann von Neuenbürg, die auf denselben Tag kommen, einen besiegelten Geleitsbrirf. (Staatsarchiv Luccrn, Acten Zürichkrieg.) 2. 1446. „Vff Sunnentag dautato nechstkünftig (15. Mai) ist ein Tag gesetzt gen Costenz der Herrschaft, den Eidgnossen vnd vns, ze nacht da zesindc. (Basel Offnungsbnch I. 254.) 3. 1446, 19. Mai (Donstag spät, llsoiiuauona, Nagi). Rudolf Hofmeister und Rudolf von Ringgöltingen, die Boten Berns auf dem Tag zu Constanz, berichten dem dortigen Rathe, daß sie letzten Sonntag (15. Mai) z» Constanz angelangt seien, ebenso die Boten Herzog Albrechts von Oesterreich und des Markgrafen von Baden. Man könne aber über die Wahl von Schicdrichtern nicht einig werden, weßhalb zu befürchten stehe, daß die Unterhandlung fruchtlos sein werde. Man möchte sich daher vorsehen. (Staaatsarchiv Bern, alte Missive II. Nro. 4.) 4. 1446, 23. Mai (Montag vor Auffahrt). Die bernischcn Voten zu Constanz melden dem Rathe, erst gestern (22. Mai) seien Rede und Widerrede beschlossen worden. Da der bayerische Bote wieder heimgegangen und von der Herrschaft Oesterreich Niemand anwesend sei, als zwei Doctores, so scheine der Tag resnltatlos verlaufen Zö wollen; der Bischof von Basel sei darüber unzufrieden. (Staatsarchiv Bern, alte Missive II. 19.) 3. 1446, 24. Mai (Dienstag vor Ausfahrt). Die Gesandten Berns zu Constanz schreiben an den Rath! Die Verhandlung sei so weit gediehen, daß die Herrschaft den Eidgenossen vor dem Burgermeister und Rath einet der sechs vorgeschlagenen Reichsstädte, die Eidgenossen hinwiederum der Herrschaft vor dem Pfalzgrafen zu Recht stehen wollen. Zwischen Zürich und den Eidgenossen soll bundesgemäßes Rcchtsverfahren eintreten, nur daß der Ob^ mann aus einer Reichsstadt genommen werden soll. Man gehe jetzt mit der Abfassung eines Anlaßbricfcs um, doch mögen die Eidgenossen stets ans der Hut sein. (Staatsarchiv Bern, alte Missive.) 1446, 31. Mai (Pctronelle). Die Bcrncrgcsandtcn zu Constanz schreiben an ihren Rath: Oesterreich und Zürich machen so viele Umtriebe, daß die Verhandlungen sich wahrscheinlich zerschlagen werden; die Eidgenosse sollen sich gefaßt machen, einem feindlichen Anfalle zuvorzukommen. (Staatsarchiv Bern, alte Missive.) Zum 1446. 7. 1446, 5. Juni (vff dm heiligen Pfingsttag). Gemeiner Eidgenossen Rathsboten zu Constanz schreiben an Schwyz: „Vnscr früntlich :c. :c. Wir Hand dahar in disen fachen all tag vnscr aller bestes getan, ob es zu gutem bracht mächt werden, und ist also leider zerschlagen. Doch gctruwen wir nach sölichem vnd wir in disen fachen gcrett vnd geantwurt Hand, dz wir, ob Gott wil, bester me glügks von dem almechtigcn Gott erfolgen soll. Vnd wie man vf dem leisten tag ze Lutzern von eins zogs wegen gerett vnd dz verlassen ward, ob biß fachen vff disem tag zerschlug, wie man denn den zog wölt für sich nemcn, also tund wir üch biß zu wüsten, dz Jr allenthalben vnsern Herren, den Eidgnossen, sölichs fürderlich zc wüsten tund, dz Jr üch allenthalben wüssent darnach zu richten. Geben vnd besigelt vnder Rudolfs von Riuggoltingcn Jnsigcl von vnser aller wegen, vff den heiligen tag ze Pfingsten nach Vesper zit unno llonülli xtvz"." (Staatsarchiv Bern, alte Missive I.) 3. 1446, 7. Juni (Pfingstdieustag). Die Gesandten Berns in Eonstanz, Rudolf Hofmeister und Rudolf von Riuggoltingcn, melden ihrem Rathe: Die Verhandlungen haben sich letzten Sonntag zerschlagen und sie haben Montags abreisen wollen; aber der Hoch- und Deutschmeister habe mit ihnen und den Boten von Solothurn und mit zwei Rathen des Pfalzgrafen die Verhandlung über die streitigen Punkte wieder angeknüpft, so daß nun die Anlässe mit Oesterreich und Zürich zu Stande gekommen seien und die Richtung auf Sonntag 'Illäuit-rtis nüchsthin angehen soll. Das sei allen Hauptleuten zu ihrem Verhalt berichtet worden. Man hoffe, daß nun auch der Anlaß zwischen Oesterreich, Basel und Rhcinfelden zu Stande kommen werde. (Ebendaselbst.) Beggenried. 544«, T«. Juli (Mittwoch vor Jacobi). Staatsarchiv Bern! Altes Misswenbuch I, Lucern berichtet an Bern quinta ante lacoki, daß auf gestern (Mittwoch) die vier Waldstatte zu Bogenried einen Tag geleistet haben „von fachen wegen, die nit notturftig sint üch zeschriben". Unter andern, hatten aber die Boten Lucern gebeten, Bern anzugehen, es möchte auf den Tag zu Kaiferstuhl den Schultheißen Rudolf Hofmeister, Heinrich von Bubenberg, Ulrich von Erlach und Rudolf von R'Nggoltingen senden, da dieselben schon früher bei Behandlung der dort vorkommenden Geschäfte gewesen feien. »OS Kaiserstuhl. 544«, T8. Juli — S«. August. Staatsarchive Zürich und Bern. Verhandlungen vor den Schiedmännern zwischen Zürich und den Eidgenossen. Zugesetzte der Eidgenossen: Petermann Goldschmid von Lucern und Ztal Reding, der jüngere, von Schwyz; Zusetzte Zürichs: Heinrich Effinger und Rudolf von Cham. u. Einleitende Verhandlungen. Darüber liegt im Staatsarchiv Zürich folgender Bericht: »Dis nachgeschriben ist vns von Zürich zu Keyserstul von den Eidgnossen vßwcndig des rechten mit Worten begegnet: Ztem als wer vff Donstag nach Sant Zacobstag anno äomini luoecmxi.vj gen Keyserstul komm sint, laben wir^morndes vff den fritag an die Eidgnossen begert, die fach noch etwas zu verziehent, denn kür mer cstett boten wartent werint; das ist vns von Znen verfolget. 26 202 Zuli I44li. Ztem mornendös vff den Sampstag ist die stich fürgenomen vnd den .Zugesetzten zugefordert ze schweren, nach des Anlaß sag die fach fürzenemen. Also habent sich die Zugesetzten genoinen zebedenken vnd an beid teil begert, Inen in dem Eid vßzelassen, ob sy die fach allenklich oder deHein stuk sunderlich in der Minne mit bedcrteil willen vnd wüssen geeichten möchtind, das Znen das an Zrem cid vnschedlich wer. So denn hetti der Anlaß Znn, wenn sy beider teil Zuspruch, Antwurt, Red vnd nachred ver- hörtind vnd ingenemind, so sollend sy darnach in einem manot die stich mit Zrem Rechtspruch entscheiden; sölich zit Znen, nach dem vnd die stich vil vff Zra hett, ze kurz wer, darumb sy ouch an bed teil begertend, Znen noch ein Manot zu dem Manot in dem Anlaß begriffen zil zegebent, vmb dz sy nach Notdurft rätt gehalten möchten. Darumb nament sich beid teil ze bedenken vnd wir von Zürich wurdent den Zugesetzten in beiden stuken ze willen, doch dem Anlaß vnd der Richtung mit allen stuken vnd artikeln vnschedlich vnd vnvergriffenlich. Die Eitgnossen gabent den Zugesetzten ze antwurt, möchtint sy die stich oder deHein stuk in der minne mit Zr wüssen geeichten, wollent sy Znen wol gunnen; aber das sy Znen fürer tag geben köndint, wäre Znen nit eben, köndent ouch das nit getun. Vff das die Zugesetzten aber retten, si hettint wol getruwt, Znen were solichs verwilget; sid aber das nit sin möchte, so begerten sy doch, ob sy solichs hernach an beiden teilen finden möchtint, das Znen das an Zr cid vnschädlich war. Das wart Znen von beiden teilen zugeseit, doch dem Anlaß vnd der Richtung mit allen stucken vnd artiklen vnschädlich. Vff dz loptent die Zugesetzten by Zr Henden an Hans Wernhers zum Wyger, der von Zürich Reder, Hand, schwurent ouch daruff gelert eid zu Gott vnd den Heilgen mit vffgehepten henden, die fachen nach des Anlaß Znhaltung, begriffung vnd vswisung vßzesprechen vnd satztcnt sich daruff in dz Recht. Vnd als si sich in das Recht gesatztent, meint Zettwedrer teil vor kleger zefind. Sunder rettent die Eitgnossen, si werent vff allen tagen kleger gesin, wöltint jetz aber kleger sin, wer ouch Zr Meinung, dz si kleger sin söltent. Vff das wir von Zürich antwortend, wir werint vff allen tagen kleger gesin, meintint dz billich wer, dz wir aber kleger werint, wenn vns klagen not tett, satztent daS zum Rechten, desglich Vilser widerteil ouch. Zudem bcgertent vnscr Zugesetzten an vnS, sid doch der anlaß eigenlich innhielte, dz sy bederteil zusprnch, antwurt, red vnd nachred Znnemen vnd verhören söltind, das nur den durch lingrung willen der fach so wol tun, vnd die Eidgnossen vor klagen lassen wöltint, vmb das sy darumb rechtsprechcns überhept blibint. Also von Zr bette wegen gondent wir den Eidgnossen ze ersten ze klagen, doch mit den sürwortcn, wenn sy Zr klag getan hettent, das wir denn ouch klagen wöltind, won vns klagens not tett, vnd das ein recht mit dem andern zugieng vnd entwederS an dz ander beslossen wurd nach Znhalt des anlaß' Vff das bruchtent die Eidgnossen aber die wort, sy werint kleger, wöltint kleger sin, wer ouch Zr Meinung, das sy kleger sin söltint; wenn sy aber klagtent, meintent denn wir von Zürich ouch neiswaS ze klagen hau, so möchten wir ouch klagen, darzu wöltent sy denn antworten. Vff das wir aber antwortcnt, das die Eidgnossen kleger werind oder sin söltind von rechtz wegen, getruwten wir nit; wol hoffend wir, dz mit recht bekent sölt worden sin, dz wir kleger sin söltint. Aber durch lingrung willen Helten wir sy zem ersten lassen klagen. Zuli 144k. 203 Nach solichem reddent die Zugesetzten mit beben teilen, wenn wir lang muntlich gerettint, so were doch notdurftig, Znen klag, antwort, red und nachred in geschrift zegeben. Davumb durch der kurzi vnd deö minsten Costen ivillen, begertent sy an beid teil, Znen klag, antwort, red vnd nachred in geschrift Ze gebend. Daruff nament sich beid teil zu verdenken. Vnd antwurtent die Eidgnossen, sy wöltent gern Zr ersten klag muutlich flirbringen, wenn das beschech, denn die andern stuck ingeschrifft übergeben. Wir von Zürich antwortend, durch kürzrung willen der Sach war vns wol zewillcn, die in geschrifft überzegeben; wöltint aber die Eidgnossen das muntlich tun, so wöltint wir desglichen ouch tun. Darnach liessent die Eidgnossen von Zrem stuck, muntlich ze redent, meintent das ouch in geschrift liberzegeben, doch wollend sy ein stuck nach dem andern in geschrifft stellen; bedüchti si, den zugesetzten dz lütrest ze sind. Vff das antwortent wir, vns bedüchte billich sin, was die Eitgnossen zu vnS klagen Helten, dz si das einsmals vns in geschrift übcrgebint, so wöltint wir Znen ouch vff alle stuck antworten. Daruff die Eitgnossen aber rettend, si wollend ein klag nach der andern in geschrift setzen vnd jeklich stuck sunderlich besliessen lassen, vnd wenn das beschech, meinten wir denn ützit ze klagen haben, so möchten »vir des glichen hinwiderumb ouch tun, setztcnt dz zum rechten, des glichen wir ouch. Daruff begertent aber vnser zugesetzten an vns, si des stucks halb rechtsprechens zu überheben vnd den Eitgnossen darin ze verwilgend, was denn Znen in dem war, des glichen wer vns gegen Znen hin wider vmb. Also antwurtent wir Znen, sid doch ein recht nach des anlaß sag mit dem andern zugan vnd ent- weders an das ander beslossen noch gevrteilt werden soll, so wöltint wir sy dar inn Rechtsprechens überheben, doch mit den fürworten, was den eitgnossen dar in bescheche, das vns das ouch behalten wer. Beuoltent dar vff vnsern zugesetzten, vns zu erfaren, by wie menger geschrift jeklich stuck bestan sölt. Darnach antwurtent sy vns, der anlaß Helte Zun, dz sy jetweders teils Zuspruch, antwurt, red vnd nachred Znnemen söltind, daby es ouch bestan sölt. Vff das latent die Eytgnossen Zr ersten klag, daruff wir vnser antwurt, vff dz si Zr widerred vnd wir vnser nachred vff ir widerred; meintent, das es damit genug sin sölt. Do machtent die Eitgnossen bff vnser nachred ein besliessung. Sölichs woltent wir nit empfahen, meintent, wie vns vor geantwurt wer, das es by vier geschrifften bestan sölt, daby belibe es billich. Vff das die Eytgnossen meintent, si möchtint wol ein besliessung machen, vmb das kamend wir für die zugesetzten, vns darumb ze entscheiden. Also rettend die zugesetzten mit beiden teilen Zu der minne so vil, das wir der eitgnossen beschlicssung nemen söltent vnd daruff vnser nachred vnd beschliessung tun möchten, das also der sach halb von jedwedrem teil dry geschriftcn gan vnd Znen geantwurt werden söltent vnd nit mer, vnd wer damit Zr nulle vnd Meinung, das es fürbashin in den klegten vnd fnr- bringungen, so denn jetweder teil zu dem andern tätt, ouch by dryg geschriften beliben sölt, einem teil als dem andern, vnd über dryg geschriftcn nit komen. Ob aber beid teil Zrs guten willens deHein stuck by zwey geschriftcn wöltent lassen bestan, möchtend sy wol tun. Alu nu die Eitgnossen Zr zwo klegten gctatent, reddent sy, wöltent wir klagen, das möchtent wir tun; meintent wir, es were billich, E wir klagtint, das sy vns vor ze verstan gebint, ob sy mer klagen wöltint. Vmb das stuck kamen wir beidersit ouch für die zugesetzten, meintent wir aber als vor, es 204 Zuli 1446. wäre billich, nach dem vnd die Eitgnossen gerett hettint, si wöltint ein ftuck vor, das ander nach klagen, das ft) dann seitint, ob sy mer klagen wöltint. Vff das die Eitgnossen antwortent, sy hettent zwo klagen in geschrift übergeben vnd zu recht gesetzt, daby liessint sy es ietz bliben; wöltint wir ouch klagen, das möchtend wir tun; wöltint wir aber nit klagen, so begertent sy vmb ir klegten, die sy vbergeben vnd zu recht gesetzt hettint, von den zugesetzten irs rechtlichen spruchs. Vff das wir aber rettcnt, wir getruwetend, es were billich, sid wir Znen gegönd hettint des ersten ze klagen mit sölichen fürworten, das ein Recht mit dem andern zu gen vnd entweders an dz ander gevrteilt noch beschlossen werden sölt, vnd sy Zr klagen gesetzt hettint, das sy sagen sölten, ob sy mer klagen wöltent; wen wir dann hörtint, dz sy nit mer klagen wöltint, so wölten wir ouch anfachen ze klagen. Satztent dz zum rechten. Vff das giengent die Eidgnossen fressentlich vnerloupt vß der Stuben vnd belibent vff ir Meinung. Vff das begerten vnser zugesetzten an vns, durch lingrung willen der fach, gütlich davon ze lassen vnd sy darin Recht sprechend zu überheben, sunder ouch anfachen ze klagen; darin wir Znen ouch ze willen wurdint, doch dem anlaß mit allen stucken vnd artiklen vnschädlich vnd vnvergriffenlich." I». Klagen, Antworten, Reden, Widerreden, Nachreden und Rechtschlüsse beider Parteien, wörtlich enthalten in dem Obmannsspruch vom 28. Februar 1447 (siehe unten Beilage 25), auch abgedruckt bei Tschudi II. 474—488. Dazu folgende urkundliche Notizen: 1. Laut einem Missiv vom 4. Juli (ixsa äio VIrivi) im alten Missivenbuch I. des Staatsarchivs Bern hatten die beidseitigen Zugesetzten den Tag nach Kaiscrstuhl ans den 28. Juli (Donstag noch Jacobi) angesetzt. 2. Basel Offnungsbnch I. 267. 1446. „Vff Doustag ze nacht nach St. Jaeobö tag sol man Kotten by den Eydgenossen ze Keyscrstul haben." I. Staatsarchiv Bern, alte Missive II. 1. 144s, 30. Juli. Ulrich von Erlach und Giliau Spillmann, Venner, die Boten von Bern, melden ihrem Rathe: Sie haben auf heute zu Kaiserstuhl „im namcn Gottes erst die fach zwischen vns vnd vnsern Widersachern angefangen", also daß die vier Schiedmänncr ihre Eide geleistet haben; die Sache scheine langwierig werden zu wollen. >1. Staatsarchiv Bern, alte Missive I. Nro. 353. 1446, 10. August (Laurcntii). Ulrich von Erlach und Gilian Spillmann, Boten Berns zu Kaiserstuhl, melden ihrem Nathe die Namen der auf dem Tage anwesenden Boten und Vermittler und wie weit die Verhandlungen vorgerückt seien : „Vnser gar willig, vndertenig dienst zuvor, gnädigen, lieben Herren. Wir laussent üwer wißheit wissen, als wir ietz ze Keyserstul zu tagen sycn, das da von den von Zürich Kotten sind der Bürgermeister Swartzmurcr, Rudy von Cham, der Stattschriber, vnd der Efinger. Die zwen zugesetzten vnd einer von Cham, der vnderschriber vnd der Rcyg zu dein Bürgermeister als Kotten. Ouch so ist vom Adel niemant da, denn einer, genant Hans Wcrnher zum Whger von Friburg vß Brißgow, von des Marggrafen von Niderbaden wegen, Thüring von Hallwyl vnd Bilgri von Hadorfs von Küsscnbcrg, vnd einen Batten von Costenz, gengnt der Schatz, vnd einer von Rafenspnrg, genannt Schellang, v»d nit me, wie vil sy dann darzu gebetten vnd beruft hatten, vnd darzu der Stättlin Kotten von Rapreswil, Loffenberg, Waldzhut, Winterthur vnd Diessenhonen. Item so sind der von Ongspurg vnd Nafcnspurg boten, nämlich einer/ genant Langmantel von Ongspurg, vnd der Züricher, Bürgermeister ze Nasfcnspurg, von gemeinen Aichstetten des nidcr» bunds zu vnser parthyc zngesant. Vnd habcnt also im namcn Götz die fachen angchept mit vnsern stünden vnd eitgnossen als klcgcr vnser anklagen, die von Zürich ir antwurt, wir vnser nachrcd, sy daruff ir widcrred, vnd wir daruff vnser beschliessung vnd sy harwider ir bcschliessnng gegen einander allweg in geschrift den vieren vbergeben nach vnser not- Zuli 1446. 205 dürft, vnd Habcut dz durch des besten willen, won vns dz aller füglichest beducht sin, mit gcschrift vßgericht vnd hiemit vnser klcgt, nachred vnd widcrred, sy daruff ir antwurt, nachred vnd beschliessung nach beider teil notdurft zu den Schidlüten gesetzt. Item daruff Hand nu die von Zürich Ir klegt, wir vnser antwurt, sy ir widerred vnd wir vnser nachred gegen einander ouch in geschrift gegeben. Die stat nu also vnd ist nit beschlossen vnd wartent also sürbz, ob sy ichzit mer fürbringen wollen; nichzit mer ist vns ietz zemal von den fachen wisscnt. Lieben Herren, sich Hand die Sachen eben lang verzogen vnd wissent nit cigenlich, wie lang es sich fürbaz verziechen wirdet nach gestalt der fachen, so haben wir vberal dchcin gelt mcre vnd bcgcrcnt an üwer wißhcit, Ir wellcnt vns an verziechen mer gelt senden by dem Kotten, denn wir gar nüt me haben vnd die zerung swär vnd vast kostlich ist. Wär ouch, dz vns ützit anders bcgegnoti, dz vns denn notturftig beducht, üwer wißhcit ze wissen lausten, wölten wir ouch tun; desselben glichen getruwen wir üwer wißheit wol, ir tätent vns ouch sölichs. Geben zu Kcyserstnl vff 6o.nrontü niart^ri» anno llo- mini bcsigelt mit Hansen von Wyl, eins botten von Lutzern, Insigcl von vnser wegen, gebrcsten halb der vnsern." Vlrich von Erlach, der Elter, vnd Gylg Spilmann, üwer Natzbottcn ietz ze Keyserstnl, üwer willigen, vndcrtenigen. ij. Staatsarchiv Bern, alte Missivc II. 8. l 440, 20. August (Samstag nach Unsrer Franen Abend assnmxtionis). Ulrich von Erlach, der ältere, und Gilg Spillmann schreiben vom Tag zu Kaiserstuhl, die Eidgenossen haben ihnen zugesagt, aus jedem Orte zwei Boten nächsten Sonntag zu Jnterlakcn zu haben, der Herren von Jnterlakcn und der Ihrigen und derer von Acschi wegen. Weiteres über die Verhandlungen zu Kaiserstuhl werden sie mündlich berichten, da sie Kaiserstnht nun verlassen und Dienstags (23. August) in Bern eintreffen werden. SV» Cappel. R44«, TZ Angnst. Staatsarchiv Bern: AlkS Missivenbuch II. Zä. Die Schiedleute zwischen den Eidgenossen und Zürich setzen den Parteien zu einem Versuche gütlicher Ausgleichung einen Tag nach Lucern auf den nächsten Sonntag (28. August), statt auf Dienstag Nach Verene, wie früher festgesetzt war. Lnccrn schreibt dieses an Bern, Bartholomen (24. August). Die Acten dcS Tages vom 23. fehlen. Jnterlakcn. R44«, TZ. Angnst (Samt Bartholomäus Abend). Staatsarchiv Lucern: Concept. Boten: Lueern. Peter Goldschmid; Cunrad Kisling. Uri. Heinrich Arnold, Annnann; Hans Puntmer, Landschreiber. Schwyz. Werner Annen; Werner Blum. Obwalden. Melaus von Rütli, Altamniann; Hans im Feld. Nidwalden. Zenni ze Niderist; Hans am Büel. Zug. Hans Erhart; Hans Schell. Glarus. Hans Kubli; Hans Luchsinger. Hasli. Rudolf zum Brunnen; Zenni im Dorf. Saanen. Claus Bomer; Heinrich Perrit. Obersiebenthal. Henzmann Schleiff; Jacob Im- 206 August 1446. obevsteg. Niedersiebenthal. Hans Scherkopf; Stephan Grift. Frutigen. Hans ab Ried; Gilg am Stalden. Acfchi. Andreas Müller. Spiez. Christian ze Bunden. Unterseen. Hans Mülibrunn. Diese erläutern verschiedene Punkte eines zwischen Propst und Capitel von Znterlaken auf der einen, Ammännern und gemeinen Gotteshausleuten dieses Gotteshauses auf der andern Seite, von den genannten Schiedleuten schon früher gegebenen Spruches, da sich wegen ungleicher Auffassung neuerdings Streitigkeiten zwischen den Parteien erhoben hatten, welche von ihnen wiederum an die Obrigkeiten der genannten Städte und Länder gebracht worden waren, demzufolge die Schiedleute im Auftrag ihrer Obern dieselben nach Anhörung der Parteien entschieden. Die Streitpunkte betrafen die Steuerfreiheit der Güter des Gotteshauses, die Zinse von vertheilten Gemeingütern, die Ehvschätze (Erbatten, Ermal) und das Fischen in der Are. Dazu altes Missivenbnch 1. im Staatsarchiv Bern: 1446, 12. August (ssxls. anls askmmxlioais beats virxiuis iVIariö). Auf Berns Begehren, daß Lnccrn als seinen Boten zur Erläuterung des von den Eidgenossen (den 13. Mai vorher) gegebenen Spruches zwischen dem Kloster Jntcrlaken und seinen Gotteshansleutcn den Altauunann Peter Goldschmid, der früher dabei gewesen, senden möchte, antwortet Lucern, derselbe sei jetzt der Eidgenossen Schiedmann; wenn er zu lang dadurch verhindert würde, so werde es einen andern schicken. t«»s AHllN. R44I-K, T8. (Sonnrag nach Bartholom«!). Staatsarchiv Bern. Boten: Lucern. Cunrad Kisling; Hans Bürkli. Uri. Heinrich Arnold, Ammann; Hans Pün- tencr, Landschreibcr. Schwyz. Werner Annen; Werner Blum. Obwalden. Niclaus von Rütli, Altammann. Nidwalden. Hans am Nüel. Zug. Hans Erhard; Hans Schell. Glarus. Hans Kubli; Hans Luchsinger. Diese Boten entscheiden, in Folge eines Compromisses der Parteien auf ihre Obrigkeiten, einen Streit zwischen der Stadt Bern und den Herrschaftsleuten von Mülinen in den Gerichten Aeschi, Mülinen und Wengi in Betreff eines Bundes, den die letztern mit etlichen Oberländern gemacht hatten. Voten von Bern waren: Petermann von Wabern, Seckelmeister; Hans Gruber, Nenner; Niclaus von Wat- tenwyl, Schultheiß zu Thun; Johannes Blum, Stadtschreiber zu Bern. Ihre Klage ging dahin: Die von Bern haben die Herrschaft Mülinen von dem Hause von Brandis erkauft nach Ausweis der besiegelten Kaufbriefe, die Leute haben ihnen mehrmals als ihren rechten, natürlichen Herren geschworen und gehuldigt, alle ihre Reisen „ohne Fürwort" und dazu Anderes zu thun, was der Eid inhalte. Dem entgegen haben diese Leute wider Berns Willen einen Bund mit etlichen Oberländern gemacht, was ihnen nicht zusiehe. Deshalb begehre Bern, daß der Bund aufgehoben und die Leute gewiesen werden, mit ihm Z» reisen „ohne Fürwort", wie das schon im verflossenen Mai von der Eidgenossen Voten durch einen Spruch mit beider Theile Wissen und Willen erkannt worden sei. Ferner möchten die Herrschaftsleute für die Übertretung zu Strafe und Schadensersatz verfällt werden, da sie nach dem genannten Bunde ungehorsam gewesen, als sie durch offene Briefe und Voten gemahnt worden seien, Bern und den Eidgenossen i" ihren Nöthen und zur Besetzung, der Schlösser im Argau gegen die Feinde behülflich zu sein, und da August 1446. 207 ste sogar zu Basel aus dem Felde gezogen und Bern vor dem Feinde hlilflos gelassen hätten, ungeachtet he bei ihren Eiden aufgefordert worden waren, zu bleiben und mit ihrer Herrschaft zu ziehen. Von den Gerichten Aeschi, Mlilinen und Wengi in der Herrschast Mlilinen waren als Voten anwesend: Heini Blum und Uli Wallen von Reichenbach, Peter Richo und Andreas Müller von Aeschi und antworteten: Sie haben keinen Bund mit den Oberländern gemacht, der Bern an seinen Herrschaftsrechten schädlich wäre oder sein könnte, legten ihren Bundbrief vor und behaupteten, sie hätten das Recht gehabt, denselben W machen. Daß sie zu Basel von ihren Herren weg heimgezogen, haben diese, da sie gleich wieder zu ihnen hinabgezogen, vergeben und ihnen versprochen, selbes nicht mehr aufheblich zu machen. Wenn sie in diesem Stück gefehlt, so »vollen sie es künftig an Pflichterfüllung nicht mangeln lassen; aber Abtrag glauben sie deshalb keinen schuldig zu sein. Der Eidgenossen Boten sprechen nach Anhörung der Parteien Und ihrer Briefe auf ihren Eid zu Recht: Erstlich, da die von Bern die Herrschaft Mlilinen mit Leuten Und Gut in den Gerichten Aeschi, Mlilinen und Wengi mit hohen und Niedern Gerichten und voller Herrschaft für ledig und eigen erkauft und die Leute ihnen als ihren rechten Herren geschworen haben, wie sie dessen geständig sind, und da sie im verflossenen Mai sich vor der Eidgenossen Boten begeben und verschrieben haben, alle Reisen mit denen von Bern zu thun, so haben sie auch nicht Macht noch Gewalt gehabt, mit den Oberländern oder Jemanden anders ohne Wissen und Willen derer von Bern einen Bund zu machen, und soll also dieser Bund ihrethalb todt, ab und kraftlos sein. .Zweitens bezüglich der von Bern in Anspruch genommenen Entschädigung wegen stattgehabten Ungehorsams sprechen der Eidgenossen Boten zur Stunde kein Urtheil, sondern behalten sich vor, durch ihre Herren Bern um Zurücknahme dieser Forderung bitten zu lassen. Fruchtet die Bitte nicht, so soll Bern eine neue Zusammenkunft der Boten nach Lucern oder Thun von den Orten erwerben, und da soll dann das Urtheil über den „Wandel" nach dem Eide gesprochen werden, sofern sie nicht einwilligen, daß nach Minne gesprochen werde. Damit sollen die Parteien um ihre Stöße und MißHelligkeiten, die des genannten Bundes wegen bis auf den heutigen Tag erwachsen sind, gerichtet und geschlichtet sein und bei dem Besprechen bleiben, das sie in den Anlaßbriefcn an geschwornen Eides Statt gegeben haben. Pergamentene Urkunde mit fünf anhtingende» Siegeln. :«»«; Sittel» onst.ro innZori). H 44K , 3 I August. Iltk (loLumontu eonevinunt l'kistoiro än Va.Uui8, im Archiv II. 282. Friede und Bündniß zwischen Ludwig I., Herzog von Savoyen, Heinrich III. von Raron, Bischof, und dem Lande Wallis und der Stadt Bern. Bei der gegenseitig stipulivten activen und passiven Hülfsverpflichtung der contrahirenden Theile finden sich folgende Vorbehalte: — pro p-wte vero äomi- nvrum Ilornonsium äomino imporaloro «ou rage komonorum et »Iiis cum «piilm8 Iwbont von- oivilalom «ou ovmtzourgorwiinu vel ounloäc;rillic»nv8, viäoliool illuslrissimo äuco Uurgunäio, msgnilico eomilo Irillurgi lVovicgstri. äomino tlli-mnitgü, äoliunnv oomilv äo Erborg, äomino äo Vallon^n, eommunilalibus äo Sokrvz'l- «zt äv Ilntorvaläen, äo I,ueorni», äo Aug. 6I-,ru«. Ikurogo, ^ ^eleduro, (je liiellg, de IVevavüIu, de Novoeastro, de Li88ive^, de I'rilturßo et de 208 August 1446. Itaailea; pro parte vvro prelatorum stowinorum episeopi et eapituli 8eäuuensis et patriotarum Vallesii, Zerenissiwn stomino imperatore 8vu Komanorum re^e, illu8tri88imo stomiue?kilippc> stlaria stuee stlestialauen8i, eommunitatibu8 ste I.ueerna, ste tlranea, ste Ilntervcalsteu, ita Ismen gnost ip8i8 exeeptatis per ip8»8 parte8 et earum gnawlidet null» stietarum partium p«88it nee stobest stare anxilium vel tran8itum ast »sten8ionum alteriu8 parti8» vi8i Quantum ste jure vel 8peeiaIiI )U8 conven- tionit >U8 retrokaeti8 N8gue in stiem pre8entem e88ent S8trieti. » Auch abgedruckt bei Chniel, Materialien zur österreichischen Geschichte I. Z. Seite 2tZ, Kaiserstuhl. I44K, TS. — SV. September. Staatsarchiv Lnccrn. t». Fortsetzung der rechtlichen Verhandlung zwischen Zürich und den Eidgenossen, Spruchbriese der beidseitigen Zugesetzten vom 27. September (Dienstag vor St. Michaelstag), wörtlich aufgenommen in den Obmannsspruch vom 28. Februar 1447 (s. unten Beilage 25). ?». Articulirte Klage gemeiner Eidgenossen und der einzelnen Orte gegen die Herrschaft Oesterreich, besiegelt durch Ztal Reding, Altammann zu Schwyz, und dem Bürgermeister von Constanz zu ihren Händen mitgetheilt, (abgedruckt bei Chmel, Materialien zur österreichischen Geschichte I. 2. Seite 219, st. st. 25. September 1446 zu Kaiserstuhl); ebenso articulirte Klagen Oesterreichs und seiner Zugewandten, den Eidgenossen zur Vernehmlassung mitgetheilt, (abgedruckt bei Tschudi II. 484—488), nach Laut des Anlasses, e. Gemeiner Eidgenossen Voten, auf diesem Tag versammelt, schreiben an St. Michaelstag (29. September) an Burgermeister und Rath zu Augsburg, sie inöchten doch ihren Rathsfreund Peter von Argun, welcher, nachdem die Zugesetzten über den Streit gegen Zürich in ihren Urtheilen zerfallen seien, zum gemeinen Mann bezeichnet worden sei, bewegen und weisen, die Obmannschaft anzunehmen, wenn er es auch ungern thate. Zu o. Das Schreiben steht im Lucerner Allgemeinen Abschiedeband 70. 308 Lucern. I.44S, TV. Qctober (Donstag nach GM). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede 7l. Schultheiß und Rath zu Lucern und gemeiner Eidgenossen Rathsfreunde ebenda versammelt bescheinigen den Empfang eines Schreibens von Burgermeister und Rath zu Ulm, womit ihnen angezeigt wurde, daß jene den Rath zu Augsburg um den Obmann gebeten und auch Hans Wilhelms von Friedingen wegen unterhandelt haben. Die Eidgenossen danken Ulm und den Städten des Bundes >" Schwaben überhaupt für ihre Bemühungen behufs Herstellung des Friedens, melden dabei aber, der Rath von Augsburg habe ihnen berichtet, Peter von Argun bitte sehr, der Obmannschaft entlassen Z» werden, das habe dieser auch selbst geschrieben. Daraus sei nun nicht ersichtlich, ob die von Augsburg October 1446. 209 den Peter von Argun weisen wollen, sich der Sache anzunehmen. Da aber sowohl ein Verzug mit bedenklichen Folgen verbunden, als auch die Wahl eines andern Obmannes schwierig wäre, so bitte man Ulm, nochmals in eigenem und seiner mitverbündeten Städte Namen sich beim Rathe zu Augsburg zu verwenden, daß er den Peter von Argun zu Uebernahme der Obmannschaft und beförderlicher Anhand- nahme der Sache weise. Lucern. I44K, TN. Actober (orastano 8xmoms vt, Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 4. 72, t» In jedem Orte soll für Alle, welche in diesem Kriege gefallen sind, eine Jahrzeit und Spende gestiftet und in allen Orten am gleichen Tage abgehalten werden. Die Boten schlagen dafür den Mittwoch nach Bartholoms vor. K». Lucern wird gebeten, derer von Bern wegen auf Freitag nach Allerheiligentag eine Botschaft nach Lauffcnberg zu senden, v. Jedes Ort soll beförderlich 6 Knechte nach Bremgarten schicken, Lucern soll einen Hauptmann dahin geben. «R. Jedes Ort soll zwei Boten nach Ulm senden, o. Die von Bern sollen uns mit einem „Fürleger" versorgen, t. Jedes Ort soll dem Schreiber von Lucern auf nächsten Tag 7 rheinische Gulden geben; wenn jedoch eines ihm schon etwas daran gegeben hat, so soll das abgerechnet werden. St«> Lucern. R44«, R7 November (Donstag »ach Martini). Staatsarchiv Bern: Altes Misfivenbuch l. Auf diesen Tag berief Lucern die Boten der Eidgenossen zu einer Berathung über die vom Vogte zu Baden eingesendete schriftliche Abrede eines Waffenstillstandes mit Hans Wilhelm von Fridingen und Rüdiger Richiner, und über einen Brief von Augsburg des Obmanns wegen. »RR Zug. R44K, T8. November (Montag vor St. Andreas). Staatsarchiv Bern - Altcs Missivcnbuch 6 Nr. 24k, Die zu Zug versammelten Boten von Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus schreiben an Bern-. Auf sein und Basels schriftliches Begehren, daß das Korn und andere Leben - mittel nicht aus dem Lande gelassen werden möchten, haben sie, in Anbetracht der Nothwen ig " solchen Maßregel, Vorsorge getroffen, daß in gemeiner Eidgenossen Gebieten Niemand einem r Korn verkaufe. „Wol mag einer einem von Zürich, ob er zu Im ze kouffen käme, - vngefarlich ze kouffen geben, dz er in sinem huß selber essen wölte vnd mt fürer. ^>o ' > einer disem gebot zu wider verkauft, um so vielmal 1 Pfund Pfenninge wird lr ge^ , , r 210 November I44l>. haben sie auf eingelaufene Warnung beschlossen, jedes Ort soll unverzüglich 6 Söldner nach Bremgarten, 4 nach Baden, 2 nach Mellingen schicken, wenn es nicht schon so viele da habe; auch Bern möchte also erforderlichen Falls seine Anzahl erfüllen. »RS Lindau. I44S, S. — 8. December. Staatsarchiv Luccr». Der Obmann, Peter von.Argun, hatte auf diesen Tag den Eidgenossen von Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus theils als Hauptsachern, theils als Helfern, einerseits, den Bürgermeistern, Rathen und Burgern von Zürich andererseits, Tag gesetzt. Darauf, an Unser Frauen Tag „als sie empfangen ward", leistete er den Eid, als Obmann sich mit der Sache zu beladen, und übernahm die ihm schriftlich und besiegelt zugestellten Proceßacten von Kaiserstuhl nebst den Urtheilen der beidseitigen Zugesetzten, doch unter Vorbehalten, welche ihm beide Parteien durch Verwilligungsbriefe vom 7. Dezember zugestanden, nämlich: 1. Daß ihm aller auf die Sache bezüglichen Urkunden Vidimus gegeben werden. 2. Daß er sich „Zug und Bedenken" nehmen und, so oft er wolle, mit Fürsten, Herren, Grafen, Freien, Städten und biedern Leuten Raths pflegen, dann dem bessern Urtheil folgen und den Parteien Tag setzen dürfe, so oft und wohin er wolle. 3. Daß ihm gütliche Vermittlungsversuche in der Sache frei stehen sollen, den Rechten der Parteien im NichtgelingenSfalle unschädlich. Siehe den Obmannsspruch vom 28. Februar 1447 (Beilage Nro. 25). Der Verwilliguugsbricf der Eidgenossen, unter dem Siegel von Schwyz in Aller Namen, ist abgedruckt bei Tschudi II. 491. »R» LillötNl» I.4AE, I T. (Acccnll>cr (Montag vor Sant vncyen.) Staatsarchiv Lucern. Peter von Argun, Bürger lind des Raths zu Augsburg, Conrad Schatz, des Raths zu Consta»;, Wilhelm von Nidegg, Heinrich Pfalzer, HanS von Höchst und Heini Ramsperg, alle vier des Raths zu Lindau, Ulrich Säri, des Raths zu St. Gallen, Urkunden als Tädigungsleute: Daß vor ihnen aus einem gütlichen Tage erschienen seien auf der einen Seite die Boten der eidgenössischen Orte, nämlich von Bern Caspar von Scharikachthal', Burkard Thurmann; von Luccrn Petermann Goldschmid, Hans von Wyl, Eglolf Etterly, Stadtschreiber; von Schwyz Ztal Reding, der ältere, Jtal Reding, der jüngere, Arnold Kupferschmid; von Obwalden Hans Fyrer, Hauptmann; von NidwaldeN Walter Zelger, Ammann; von Zug Äost Spiller, Ammann, Rudolf am Letten; von Glarus Cunrad Rietler; auf der andern Seite der fromme, feste HanS Wilhelm von Fridingen auf Krayen, um die zwischen ihnen beiderseits seit längerer Zeit währenden Spänne, Kriege und Feindschaften zu einem Austrag zu bringen. Demnach haben sie dieselben verglichen, wie folgt: I. Die Parteien sollen um ihre gegenseitigen Ansprachen auf Bürgermeister und Rath der Stadt Ulm zu einem unverdingeten Rechts December I44l>. 211 kommen. 2. Todkschlag, Brand und Gefangenschaften, die sich während des Krieges erlaufen, sollen abgethan und nicht vergolten noch geäfert werden; die Gefangenen werden freigegeben, noch ausstehendes Schatzgeld wird nicht bezahlt; um bezahltes Schatzgeld und „Namen" dagegen soll an vorgeschriebenem Ende als um zeitlichen Schaden gerechtet werden. 3. Die Parteien sollen Burgermeister und Rath zu Ulm um beförderliche Ansehung eines Tages, wo möglich auf die gleiche Zeit, wo zwischen Oesterreich und den Eidgenossen Tag gesetzt ist, bitten. 4. Diese Richtung soll angehen auf nächsten Sonntag mit Sonnenaufgang; solche, die inzwischen gefangen wurden, sollen auch ohne Entgelt freigelassen werden, und beide Parteien gegen einander Frieden halten. Pergamentene Urkunde. Es siegeln für d!e Vermittler Peter von Argun und Wilhelm von Nidegg, für die Parteien Jtal Reding, der altere, und an Statt und auf Bitte des von Feudingen, Thüring von Hallwhl. »A4 Ulm. R447, RS S7. Januar. Staatsarchive Bcr» und Liiccr». Rechtlicher Tag gemeiner Eidgenossen mit der Herrschaft Oesterreich zufolge des Anlasses von Constanz vom 9. Zum des vorigen Jahres. Verhandlung über die Legitimation der Parteivertretcr. Urtheil vom 27., daß alle Fürsten des Hauses Oesterreich ihre Vollmacht geben sollen in dreimal drei Terminen von Vierzehen Tagen, daß nachher wieder Tag verkündet und inzwischen beiden Theilen nach ihrem Verlangen die Urtheilbriefe über diese Verhandlung zugefertigt werden sollen. — Beilage 24. Dazu folgende Acten: 1446, 26. December. Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein, des heiligen römischen Reiches Erztruchseß und Herzog in Bayern, schreibt aus Heidelberg an St. Stephanstag 1446 an der Eidgenossen Boten, die zu Lucern versammelt gewesen, in Antwort auf ein an ihn ergangenes Schreiben: Da sie für Beschickung des Tages, welcher ihnen zufolge des Anlaßbriefes von Constanz gegen Herzog Albrecht und das Haus Oesterreich auf St. Hilaricntag nächsthin (13. Januar 1447) nach Ulm gesetzt worden, sicheres Geleit für Hin- und Herreise und Aufenthalt verlangt haben, so habe er mit den Fürsten und Herren, die zn Constanz aus dem Tag gewesen und durch deren Lande die eidgenössischen Boten reisen müssen, verschafft, daß sie, sobald sie von denselben Geleit verlangen, selbes erhalten werden. Gleiches habe er auch von Jacob, Eberhard und Georg, den Truchsessen von Waldburg, die nicht auf dem Tag zu Eonstanz gewesen, von Herzog Albrecht selbst und den Grafen Ludwig und Ulrich zu Württemberg erlangt, deren Geleitsbriefe auf Sonntag nach heiligen drei Königen nächsthin nach St. Gallen geschickt werden sollen. Zu gleicher Zeit werde er, Pfalzgraf Ludwig, einen der Seinigcn nach St. Gallen senden, um der Eidgenossen Boten persönlich nach Ulm zu begleiten. (Staatsarchiv Lnccrn, Allgemeine Abschiede I..) 1447, 12. Januar (Donstag nach Erhardi.) Die Boten Berns nach Ulm schreiben unter diesem Datum aus Lindau an den Rath zu Bern: Sic seien am Sonntag nach dem zwölften Tag in St. Gallen angekommen, ebenso die Boten von Basel Bnrkard Zeiglcr und Heinrich Halbeisen, von Rhcinfclden Burkard Melli, von Solo- thurn der Stadtschreibcr und Fröwis, von Lucern der Stadtschreibcr und Hans von Wyl, von Schwyz Vogt Reding, von Uri Claus zum Trog, von Untcrwalden Ammann von Einwyl, von Zug Ammann Hüsler, von 4larns Ammann Schiesser »nd Vogel, von Appenzell ihr Hauptmann und ein Anderer. Dienstags darauf seien sie dann nach Rorschach und Lindau verreist. Herzog Albrecht habe ihnen in seinem und des Königs Namen Geleit geschickt, ebenso der Herr von Württemberg. Nach Ravensburg habe man um das Geleit des Georg Truchseß 242 Januar 1447. gesendet, ebenso nach Ulm berichtet, die Eidgenossen seien ans der Straße. In Lindau haben sie die Briefe vidimiren lassen, die Hanptbricfe lasse man zu Lindau. Der Truchscß und ein Bote des Pfalzgrafen haben das Geleit nach Lindau gebracht. Morgens reise man oon Lindau nach Ravensburg ab. (Staatsarchiv Bern, alte Missivcll. 121.) »RS. Dchwyz. 1447, TZ. Januar (Montag vor sant Paulus bekehrde). Staatsarchiv Luecrn: Allgemeine Abschiede, 1. 8t. Es wird ein Tag angesetzt nach Lucern auf Montag über vierzehn Tage (6. Februar) wegen der 50 Gulden, die dem von Hallwyl werden sollen. I». Jedes Ort, das Antheil an Grüningen hat, soll seinen Theil des angelegten Geldes geben, ansonst würde der Schaden auf die Säumigen gehen, e. Den Boten, die zu Ulm sind, soll man schreiben, daß sie die von Bertenschwyl gegen den von Hunwyl verantworten. «I. Heimbringen der Mühlensteine zu Grüningen wegen. «?. Ebenso der Reben und Güter wegen daselbst. k. Da das früher zusammengelegte Geld (für die Verwaltung von Grüningen) aufgebraucht ist, so soll man eine neue Anlage machen. K. Ueber alles Vorstehende soll man auf dem angesetzten Tag zu Lucern Antwort geben. I». Glarus soll Samstag nach Unserer Frauen Tag zur Lichtmesse seine Botschaft zu Utznach bei dem Landtag haben, der gefangenen Leute wegen, die man da berechten will; der Vogt soll nach dem Nachrichter senden. »I« 1!!m. 1447, T8. Juttnur (Samstag uach Pauli (lonvorsionis.) Staatsarchiv Bern. In Folge des durch den Pfalzgrafen Ludwig vermittelten Compromisses von Constanz, wonach die Eidgenossen dem Herzog Albrecht von wegen des ganzen Hauses Oesterreich, allen den Seinigen und die ihm zu versprechen stehen, auch dem Grafen Johann von Tengen zu Nellenburg, vor Burgermeister und kleinem Rathe der Stadt Ulm zu Recht zu stehen hatten, erschien vor diesen auf Freitag vor (mnvoi-sionis kauli Graf Johann von Thierstein persönlich und begehrte, daß ihm in der Person Meister Ulrich Riederers, Lehrers beider Rechte und Domherrn zu Augsburg, ein Fürsprecher vergönnt werden möchte, lim seine Klage gegen gemeine Eidgenossen anzubringen. Jin Namen gemeiner Eidgenossen waren die gleichen Voten gegenwärtig, welche gegen Herzog Albrecht im Recht gestanden, nämlich von Bern Rudolf von Ringgoltingen, Peter Schopfer, Gilg Spillmann und Hans Blum; von LucevN Hans von Wyl und Eglols Etterlin; von Solothurn Burkard Fröwis und Oswald Hasler; von Uri Claus zum Trog; von Schwyz: Jtal Reding, der süngere; von Untcrwalden Claus von Einwil; von Zug Hans Hüsler; von Glarus Jost Tschudi und Heinrich Vogel; von Appenzell Heinrich Schedler und Bilgeri Viller. Diese verlangten durch den ihnen auf ihr Begehren vergönnten Fürsprecher Rudolf von Ringgoltingen, daß die Klage des Grafen von Thierstein nicht angenommen werde, bis die Hauptsache, der Streit zwischen den Eidgenossen und dem Hause Oesterreich, entschieden sei, da Januar 1447. 213 die Ansprachen der Angehörigen des letztern sich von jener Hauptsache herleiten und durch den Entscheid über selbe präjudicirt werden. Der Fürsprecher des Grafen von Thierftein entgegnete: Der Bericht zu Konstanz setze Mne Reihenfolge der Klagen fest, seine Klage sollte daher angenommen werden; dagegen könne Rudolf von Ringgoltingen nicht gehört werden, weil er keine Vollmacht von den Eidgenossen zeige. Letzterer erklärte, die Boten der Eidgenossen haben allerdings keine Vollmacht, sich auf die Klage des Grafen von Thierstein vor dem Entscheid der Hauptsache einzulassen. Auf den Spruch des Gerichts, das die Eidgenossen Proceßvollmacht zu ertheilen hätten, verlangte Rudolf von Ringgoltingen, daß Zeit und Tag gesetzt werde, um solche beizubringen, und daß Erläuterung gegeben werde, wie die Vollmacht gestellt werden soll, daß sie zum Recht genugsam sei. Gegen letzteres wendete der Fürsprecher der Gegenpartei ein: Es sollte den Eidgenossen nicht ferner Ziel und Tag gegeben werden, da sie nach Inhalt des Berichts von Constanz gewußt hätten, daß sie mit Vollmacht erscheinen sollen; eine Unterweisung, wie die Vollmacht zu stellen, könne ihnen auch nicht gegeben werden, denn der Richter müsse unparteiisch sein und den Parteien überlassen, Vollmachten zu bringen, die im Rechte nicht angefochten werden können. Auf die Einwendung, daß am Tage zuvor auch dem Herzog Albrecht Erläuterung gegeben worden sei, wie die Vollmacht des Hauses Oesterreich beschaffen sein müsse, erwiderte er, seine Partei habe eine Vollmacht gebracht, die aber ungenügend erfunden worden sei, deßhalb habe das Gericht ihre Mängel bezeichnen müssen; die Eidgenossen dagegen erscheinen ganz ohne Vollmacht, daher könne ihnen keine daherige Unterweisung gegeben werden. Der Rath von Ulm gab nach genommener Bedenkzeit unter eingangsgesetztem Datum den Spruch: Die Eidgenossen sollten „drei mal drei vierzehn Tage und drei Tage die nächsten" ^Wl und Tag haben, ihre Vollmacht vor Gericht zu bringen; wie dieselbe gestellt werden soll, darüber könne vom Gerichte keine Unterweisung gegeben werden, sondern es bleibe ihnen überlassen, dieselbe zu stellen, und der Gegenpartei, sie anzufechten; darauf soll weiter geschehen, was Recht sei. — Pergamentene Urkunde >n!t anhängendei» Siegel der Stadt Uli». Vergleiche auch Chmcl, Materialien zur österreichischen Geschichte I. Z> Seite MS. SRV 1447, E. Aphrnttr sseennulu xosd puriürutionis). Staatsarchiv Lneern: Allgemeine Abschiede l. 8Z. ^ Zeder Bote soll heimbringen, ob inan abermals eine Botschaft thun wolle in Sachen derer von Born und derer von Freiburg. 1», Ferner, ob man denen voll Rheinfelden eine Botschaft gemeiner Eidgenossen nach Speyer mitgeben wolle. Dieselbe müßte auf die Pfaffenfaßnacht zu Basel sein. Zeder- Mann soll über diesen Punkt seine Antwort beförderlich nach Lucern berichten, v. Heimbringen, ob Man den Abt von Muri und sein Gotteshaus gegen Hans von Sur schirmen, oder ob man diesen seinen rief gebrauchen lassen wolle. Falls man sie vorder Eidgenossen Boten zum Rechte weisen will, sollen >e Boten des nächsten Tages Vollmacht mitbringen, Recht zu sprechen. «R. Es soll eine Botschaft aus ledein Orte nach Bern geschickt werden, um zu erinnern, was jedes Ort an den alten Zins dem von Haliwyl jährlich bezahlt habe. «. Von morgen, Dienstag, über acht Tage (14. Februar) soll wieder ein ag zu Lucern gehalten werden. 1'. Da soll dann auch Zedermann sich erklären, ob man weniger nechte auf Grüningen haben wolle, und soll man eine Anlage thun für die „Speise" der Besatzung daselbst. 214 Februar 1447. K. Man soll sich berathen, ob derer von Zürich Güter, so unter der Eidgenossen Botmäßigkeit liegen, besteuert werden sollen oder nicht. I». Heimbringen, was man denen von Schwyz rathen wolle wegen Hans Schmid von Richterswyl. v. ist gestrichen. ' »R8 Lindau. 1447, T8. Februar (Aftermmtag nach invoouviy. Staatsarchiv Luccr». Rechtliche Verhandlung zwischen den Eidgenossen und der Stadt Zürich vor dem Obmann Peter von Argun und Spruch desselben, wodurch das Urtheil der eidgenössischen Zugesetzten zu Recht erkennt wird. — Beilage 26. SR». Lucern. 1447, T. Marz. Die Acten fehlen. — 1447, Donstag nach Invooavit (2. März). Peter Schöpfer, bcrnischer Gesandter z» Lucern, schreibt an den Rath: Die Sachen seien fllrgcnommen und Tag gesetzt worden nach der Notel Sage. Alle Eidgenossen seien der Ansicht Berns, daß die Vidimus unter des Bischofs von Constanz und des Abts von Reichenau Siegel gestellt werden sollen. Die beiden Herren seien demnach schriftlich gebeten worden, auf Donstag nach OeuU (16. März) zu diesem Zweck zu Baden zu sein. Man soll also die Briefe eilig zurllsten. Vier Boten von Bern, Lucern, Zug und Unterwalden reiten morgen nach Zürich, der zu vidimirenden Briefe wegen. Ueber den Brief Meister Heinrichs von Beinheim werde man zu Baden mehr reden. Staatsarchiv Bern, alte Missive II. IZ». Baden. 1447, IS. Marz (vfs Miu-fastm). Staatsarchiv Lucern:. Allgemeine Abschiede. 4. 8Z. u. Lucern und Schwyz sollen auf Donstag in der Osterwoche (13. April) ihre Botschaften zn Bern haben mit Abschriften ihrer Freiheiten. Da will man Rath halten mit Meister Heinrich von Beinheim von Basel, der zu Ulm der Eidgenossen Fürleger sein soll. I». Der Bischof von ConstaNZ hat aus sich selbst und ohne Auftrag („nit von beuelhens wegen") uns von Richtungen geredet zwischen der Herrschaft Oesterreich und den Eidgenossen, entweder so, daß diese das Argau zurückgäben und dann ein Vündniß mit der Herrschaft machten, oder so, daß sie der Herrschaft etwas Geld gäben und dann die Lösung des Argau's um die gleiche Summe gestatteten und dabei jedwederm Theile seine Rechte vorbehalten blieben, wie si.e auf heutigen Tag bestehen, oder endlich so, daß der alte Friede verlängert würde; Zedermann möchte sich darüber bedenken und wenn er, der Bischof, einen Tag setzte, den Boten dießfällige Vollmacht geben; doch möchte man diese Vorschläge, die er ganz aus sich selbst gethan, vor der Hand geheim halten. Darauf haben der Eidgenossen Boten den Bischof ernstlich gebeten, an den März 1447. 215 Herzog Sigmund zu bringen, daß er uns bleiben lasse, wie wir „von sinem Vater, Hertzog Friderichen, Mit Recht vnd ane Recht ie allweg biß vff sin end vnersucht bliben sind, der doch bi 26 Zaren nach dem krieg, als das Ergöw zu vnsern Händen kam, von Zm vnd allen surften bliben sint". e. Lucern soll seine Botschaft, nämlich den Hans Aberg, auf Mittwoch zu Nacht in den Osterfeiertagen (12. April) bei den andern Boten, der Wachen wegen, zu Mellingen haben. »SR Baden. RR47, R. April (am Hailigen Palmabcnd). Staatsarchiv Lucern. Peter von Argun, Burgermeister zu Augsburg, Andreas Ospernell, des Raths zu Basel, Cunrad Schatz, des Raths zu Conftanz, Heinrich Parter, Burgermeister zu Schaffhaufen, Hans Zürcher, Bürgermeister zu Ravensburg, und Dietrich Hagg, Burgermeister zu Rotweil, Urkunden: Es haben sich Burgermeister, Rath und Bürger gemeinlich der Stadt Zürich auf der einen Seite, Schultheißen, Ammänner, Räthe, Burger und Landleute von Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug als Hauptfächer, Bern, Solothurn, Glarus und Appenzell als Helfer, auf der andern Seite, geeinigt, zu Baden einen gütlichen T"g zur Vermittlung ihrer Streitigkeiten zu leisten. Da hätten nun die obgenannten sechs Tädigungs- loute manchen Tag lang gearbeitet, lim zwischen den Parteien Frieden und Richtung zu machen, und südlich sie in folgender Weise zum Rechte vertädinget: 1. Beide Parteien sollen nach Inhalt ihrer Bundesbriefe nach Einsicdeln zu Tagen kommen; die von Zürich sollen zwei, Lucern, Uri, Schwyz, Unter- Calden und Zug ebenfalls zwei Männer nach Inhalt der Bundesbriefe zu den Sachen setzen und einander benennen. Diese vier sollen beider Thcile Klage, Antwort, Rede und Widerrede anhören und dann schwören, die Sache mit Minne oder Recht zu entscheiden nach der Vundbriefe Sage. Syfern ste in ihren Urtheilen nicht einig und also eines gemeinen Mannes nothdürftig würden, so sollen sie, die Zugesetzten, versuchen, sich über einen gemeinen Mann in der Eidgenossenschaft zu vereinigen, können sie das nicht, so sollen sie bei ihren Eiden eineil gemeinen Mann außerhalb der Eidgenossenschaft ""s einer Reichsstadt nehmen und der von ihnen Gewählte soll sich dann auch mit seinem Eide verenden, die Sache nach Inhalt der Bünde zu Einsiedel» zu entscheiden. Dann sollen die vier auf einem Tage, den sie beiden Parteien verkünden sollen, abermals nach Einsiedels» kommen und da beider Theile Klage und Antwort einvernehmen über folgende drei Punkte: a. Ob der Bund, welchen Zürich mit dem Hause Oesterreich gemacht, aufgehoben sein oder in Kräften bleiben soll. l>. Ob die im gegenwärtigen Knege denen von Zürich durch die Eidgenossen abgewonnenen Städte, Schlösser, Lande, Leute, Güter 'hnen nach ihrem Begehren zurückgegeben werden sollen, c. Ueber die Kosten und Schadencrfatzforde- ^ü»gen, welche beide Parteien gegen einander stellen. Und wenn über diese drei Punkte beider Parteien 'vlttage angehört sind, so sollen die Zugefetzten sich bemühen, die Parteien darüber gütlich zu vergleichen; wenn dusis nicht möglich ist, so sollen sie darüber Recht sprechen nach Inhalt der Vundbriefe, „also das au, Reclss mit dem andern zugang". 2. Wenn solches Recht zwischen den Parteien geschehen ist und dann >e von .eck» ich vermeinen, auch Ansprachen an die von Bern, Solothurn, Glarus und Appenzell, welche delfev und nicht Hauptfächer sind, zu haben, so sollen diese denen von Zürich darum gerecht werden 216 April 1447. zu Einsiedeln vor den vier Zugesetzten und dem gemeinen Manne, wie vorsieht, in Minne oder Recht. 3. „Doch nicht darin dann Todtschläge, Raub, Brand, Nähme, Schloßbrechen, Bann und Acht vsgelassen vnd das damit nit vsgenomen stillen sein Herlichait, zöll, geleite, Schloß, Stett, land, lüte, ligend gut, Hantfesten, briefe, Vrberbücher vnd regisier, als das in dem anlaß, der durch den durchllichtigen, hoch- gebornen siirsten vnd Herrn, Herrn Ludwigen, von Gottes Gnaden Pfallenzgrauen bh Reine, des heiligen Römischen Reichs Erztruchsässen vnd Herzogen in Bayern zc., mit samt sinen Bysäßen von Herren vnd Stetten ze Constenz abgeredt begriffen ist." Diese Verabredung soll den Bundbriefen, die die Parteien beiderseits mit einander haben, dem obgcnannten Anlaß zu Constanz in allen andern Punkten und Artikeln unvorgreiflich lind dem durch Herrn Peter von Argun gefolgten Urtheil ganz unschädlich sein. — Die Bürgermeister, Schultheißen, Räthe, Burger und Landleute beider Parteien versprechen eidlich, daß sie dem durch die sechs Tädigungsleute zwischen ihnen mit ihrem Wissen und Willen gemachten Vergleich getreulich nachleben werden. Pergamentene Urkunde mit cilf anhangenden Siegeln, nämlich dem Peters von Argun im Namen der sechs Tädigungsleute und denen der zehn Orte Zürich, Bern, Solothurn, Luccrn, Uri, Schtvyz, Unterwaldcn, GlaruS, Zug und Appenzell. (Abgedruckt bei Tschudi II. -tg-l.) 1447, Mittwoch nach Usstors (22. März). Rudolf von Ringgoltingen und Rudolf Hofmeister, Gesandte von Bern (zu Baden) schreiben heim: Bisher sei die Friedcnsunterhandlung daran gestoßen, daß die Eidgenossen nm die Stöße, welche den Krieg veranlaßt, kein anderes Recht als das bundesgemäße zu Einstcdeln vor den Vieren und dein Fünften haben annehmen wollen; die Vermittler dringen darauf, daß der Fünfte aus einer Reichsstadt genommen werden soll. Der Eidgenossen Boten seien nach Hause geritten, um diese Punkte an ihre Obern zu bringen. Sie, die Berncrgesandten, bleiben, weil sie wissen, daß ihrer Herren Willen sei, wo möglich zu Austrag zu kommen. Da viele Sachen um Brugg auszutragen seien, werden sie hinüberreiten. Die Vermittler wollen der Berner nnd der Eidgenossen Briefe um das Argau hören, man beschäftige sich damit. Die Vidimusbriefe seien bereits vom Bischof von Constanz gesiegelt und werden es nächstens auch vom Abt zu Reichenau werden. Staatsarchiv Bern, alte MIssive II. IZ7. »TS (Wahrscheinlich Ei»sicdcln.) R447, Z. Ntttt (vff des hl. Crntzestag im Meyen, als es fanden wart). Staatsarchiv Luccrn. Die Schultheißen, Räthe und Burger der Städte Bern, Solothurn und Lucern, und die Landmnmänner und Landleute zu Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Amman»/ Räthe und Bürger der Stadt und des Amtes Zug, Landammann und Landleute zu Glarus und z» Appenzell Urkunden: Daß sie in Kraft des vom Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein zwischen ihnen und Herzog Albrecht und dem ganzen Hause Oesterreich und dessen Angehörigen, namentlich Graf Hanse» von Tcngen, Grafen zu Nellenburg, vermittelten Anlasses auf Bürgermeister und Kleinen Rath zu Uli» über alle Handlung, die sich in der Zeit des fünfzigjährigen Friedens bis auf das Datum des genannte» versiegelten Anlaßbriefes erlaufen hätte, zu ihren bevollmächtigten Anwälten, Sachwaltern, Syndike»/ Procuratoren und Machtboten Folgende ernannt haben: Heinrich von Bubenberg, Ritter, Schultheiß/ Rudolf von Ringgoltingen, Peter Schöpfer, Gilg Spillmann, alle des Raths, und Johannes Blu'»/ Stadtschreiber von Bern; Bernhard von Malrein, Burkard Fröwis und Hans Hagen von Solothur»! Anton Ruß, Schultheiß, Heinrich von Hunwyl, Ammann, Cunrad Kissing, Hans von Wyl, des Raths/ Mai 1447 217 und Eglolf Etterli, Stadtschreiber zu Lucern; Zost Käß und Hans Bühler, Altammänner, und Claus Zum Trog von Uri; Ztal Reding, Landammann, und Arnold Kupferschmid, des Raths, von Schwyz; Elans von Einwil, Altammann zu Obwalden; Walther Zelger, Ammann zu Nidwalden; Heinrich Furrer, des Raths zu Uuterwalden; Hans Hüsler, Altammann, Rudolf Letter und Peter Zob von Zug; Jost Tschudi, Landammann, Cunrad Rietler, Altammann, und Heinrich Vogel von Glarus; Heinrich Schädler, Altammanu, Bilgeri Biller, Venner, Hermann Zydler und Martin Steiger, Landschreiber, von Appenzell, — alle insgesammt und jeden insbesondere für alle genannten Orte und für tedes insbesondere, wie die im Anlaß begriffen sind, so daß sie alle oder auch nur zwei oder drei derselben für alle in dem gemeldeten veranlasseten Rechte den Klägern antworten sollen. Dabei geloben die Orte, alles, was ihre Procuratoren im Rechte vornehmen, auch was vom Raths zu Ulm in Sachen geurtheilt werde, genehm und fest zu halten u. s. w. Pergamentene Urkunde mit den Hangenden Siegeln der neun Orte. 1447, 2. Mai. Mit Bezugnahme auf die Vorschrift des vom Pfalzgrafen Ludwig vermittelten Anlasses zwischen Herzog Albrecht von Oesterreich und den Eidgenossen auf Burgermeister und Rath zu Ulm, daß jeder Theil dem andern Vidimus der Briefe geben soll, die ihm im Rechte nothwendig wären, Urkunden Schultheiß, Rath und Burger zu Bern, daß sie außer denjenigen Briefen, deren Vidimus durch den Bischof von Constanz und den Abt von Reichenau sie bereits vorgelegt, keine weitere gefunden haben noch zu finden wissen. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel der Stadt Bern. Hieher scheint auch folgender Brief zu gehören: Einsiedel», 1447, 13. Mai. Rudolf von Ringgvltingen berichtet dem Rathe zu Bern: Der Eidgenossen Boten seien einig geworden, den Boten, die nach Ulm zum Rechten kommen, einen pergamentenen Vollmachtbricf zu geben, dessen Entwurf er übersendet. Die Boten sollen mit ihren Namen darein gestellt werden. Schwyz sei befohlen, den Brief zu fertigen. Bern soll also unverzüglich die Namen der Boten, die es nach Ulm schicken wolle, an Schwyz berichten. Staatsarchiv Bern, alte Missivc II. I4II, Ebenfalls folgendes im Lncerncr Abschiedband Z. 65 befindliche datumlose Fragment, von Eysat mit »Adscheid ze Einsiedeln, der österreichischen Anwält Anbringen 1446" (offenbar irrthümlich) überschrieben. „Item als der Anlas Zuhaltet, was brieff die Eidgnossen hinder In oder Jemand von Iren wegen habcnt, die vnser Herschaft nott sind, das sy derselben brieff Vidimus geben sollen vnder des byschoffs von Costenz vnd Apts vß der Richcnow Änsigel, vnd dieselben Vidimus sollend Im Recht kraft haben, als die houptbrieff wercnd sürbracht. Vnd aber unser gnedig Herschaft betrachtet hat, daß die Eidgnossen jetz her zu dem Tag kamen, also begert dieselb vnser gnedig Hcrschaft, dz jetzgemelt Eidgnossen daran zcwisen, dz sy sölich Briefs oder derselben Vidimus in vorbcrürler massc, nämlich den fridbrief des fünfzigjährigen Fridcns, auch alle brieff über die Grafschaft Habsburg vnd Baden vnd über die Acmpter Muri, HermanSwile, Richcnsee vnd S. Michelsampt vnd andere Brief, was sy der inHaben, vnser gnedigen Herschaft vnd vns von Iren wegen nach Inhalt des Anlaß geben und Jnantwurten, als doch wol billich ist." »SS Zürich. 1447, 18. Mtai (vfs der heiligen Vfsart tag). Staatsarchiv Lucer». Johannes Keller, Burgermeister, Heinrich Wetkiswiler, Claus Brennwald lind Felix Ocri, Bürger und des Raths zu Zürich, Urkunden: Daß sie die Fehde zwischen den Schultheißen, Ammännern, 218 Mai 1447. Rathen, Burgern und Landleuten von Bern, Solothurn, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Zug, Glarus und ihren Zugehörigen einestheils, und Rüdiger Richiner und Hans Schmid anderntheils, mit Willen der Parteien folgendermaßen verglichen haben : 1. Die genannten Eidgenossen geben dem Richiner und Schmid für alle ihre Forderungen und Ansprachen um alle vergangenen Sachen bis auf den heutigen Tag sechszig rheinische Gulden. Z. Gefangene werden beiderseits ohne Entgelt losgelassen, noch unbezahltes Schatzgeld soll nicht gefordert werden. Ausgenommen ist der Gefangene, den die von Appenzell zu Constanz „mit Recht angefallen" haben. 3. Richiner und Schmid sollen an ihre Helfer werben, daß sie dieser Richtung auch beitreten, und die Namen derer, welche zustimmen und nicht zustimmen, den Eidgenossen mittheilen. 4. Alle Feindschaft, die zwischen den Parteien gewaltet, es sei wegen des Schultheißen von Mellingen oder anderer Sachen wegen, soll damit ab- gethan sein und die beiden, Richiner und Schmid, sollen überall in der Eidgenossenschaft freien, sichern Wandel haben, auch gegen solche, die sie schmähen oder befeinden wollten, vor den dortigen Gerichten und, falls sie da nicht rechtlos gelassen würden, nirgend anderswo klagen. Erwachst ihnen in Zukunft eine Forderung gegen Jemanden in der Eidgenossenschaft, so sollen sie denselben vor dem Richter, unter dem er gesessen ist, suchen. Pergamentene Urkunde. Es siegeln die vier Vermittler und im Namen der Boten der Eidgenossen Jost Ktlß, Vogt zu Baden. Lncern. 1.447, TS. Mai (au Saut Vrbanstag). Staatsarchiv Lncern. Stadtarchiv Zug. Boten: Lucern. Petermann Goldschmid, Ammann; Hans Ritze, deS Raths. Uri. Heinrich Arnold, Altammann; Heinrich Gerwer. Schwyz. Ulrich Wagner, Altammann; Werner Blum. Obwaldem Heinrich Furrer. Nidwalden. Walther Zelger, Ammann. t». Ammann, Rache und Burger der Stadt Zug und die zu ihrer Gemeinde gehören, an einem, die beiden Gemeinden des Thals zu Aegeri und am Berg nebst denen, die zu ihnen gehören, am andern Theil, setzen ihren Streit um die von Zug beanspruchte Steuerfreiheit seiner in den obgemeldeten beiden Gemeinden gelegenen Güter und Gülten auf die obbenannten Rathsboten der Orte Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Wald, welche von ihren Herren und Obern zu dieser Sache geschoben worden sind, so daß diese Boten nach vorgegangener Parteiverhandlung den Streit schiedrichterlich und endgültig entscheiden sollen. Der Anlaß wird auf Bitte der bevollmächtigten Boten beider Parteien von Schultheiß und Rath zu Lucern mit dieser Stadt Secret-Znsiegel besiegelt. I». Vor denselben VoteN erschienen sieben bevollmächtigte Vertreter der Stadt Zug und sechs der Gemeinden Aegeri und äb dem Berg, welche am gleichen Tage zu Lucern den Anlaßbrief auf die vier Orte ausgestellt und besiegelt hatten Die von Zug aus der Stadt klagen, die von Aegeri und ab dem Berg haben ihnen die Gülten, die sie daselbst besitzen, mit Beschlag belegt, weil sie sich geweigert, von denselben attdort Steuer und Bräuche zu geben. Sic seien nämlich von selwr so hergekommen, und halten es so in ihrer Stadt, daß Güter an dem Orte, wo sie gelegen, Gülten aber an dem Orte, wo deren Besitzer gesessen Mai 1447. 219 und haushäblich sind, versteuert werden. Die von Aegeri und ab dem Berg bestreiten dieses Herkommen und behaupten in erster Linie, Güter und Gülten müssen überhaupt da versteuert werden, wo sie liegen, in zweiter Linie, wenn dieses auch in Betreff ablöslicher Gülten nicht angenommen werden wollte, so müßte es doch für ewige Gülten gelten; denn die Parteien seien vor Zeiten mit einander überein gekommen, daß ewige Gülten „liegen sollen als an Eigen und Erbe." Was aber an Eigen und Erbe liege, das sei liegendes Gut. Beide Parteien legten schriftliche Kundschaften ein. Die Boten der Eidgenossen sprachen-. Die von Zug sollen denen von Aegeri und ab dem Berg die gegenwartig auf ihre Gülten gelegten Reisekosten zum halben Theil bezahlen, doch dürfen dabei die Kosten dieses Streites nicht eingerechnet werden. Dabei bleiben immerhin diejenigen Gülten von dieser Beitragspflicht völlig frei, welche dahin lauten, daß man „währen soll ohne Schaden und Kosten des Besitzers", oder für „Steuer und Bräuche"; auch diejenigen Gülten, welche rechte Gottesgaben sind. Für die Zukunft wird grundsätzlich festgestellt, daß alle Gülten, welche die von Zug in den genannten Gemeinden des äußern Amtes besitzen, sofern sie nicht ihr Wortlaut, wie oben, oder die Eigenschaft einer Gottesgabe befreit, bei Anlage von Reisekosten, aber auch einzig bei solchen, nicht dagegen bei andern Steueranlagen, zur Hälfte den Gemeinden Aegeri und am Berg pflichtig seien. Wenn sich darüber Streit erhebt, ob eine Steueranlage rechte Reisekosten sei, so sollen die Parteien zusammensitzen, und wenn die von Zug es nicht glauben wollen, so sollen die von Aegeri und am Berg schwören, daß die Steuer nichts als rechte Reisekosten m sich begreife. Zu «. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel im Staatsarchiv Luccrn. — Zu d. Das Original im Stadtarchiv Zug, das Manual im Staatsarchiv Lucern. SS5 Cinsiedelu. R447, >» Mai. Tschudi: Chronik II. -Ig«. Rechtliche Parteiverhandlungen zwischen den Eidgenossen und Zürich vor den vier Zugesetzten, Pctermann Goldschmid, Ztal Reding, Heinrich Effinger und Rudolf von Cham, in Folge der Tädigung dom Palmabend vorher bezüglich des Bundes zwischen Zürich und Oesterreich. Diese Verhandlungen sind wörtlich in dem Obmannsspruch Heinrichs von Bubcnberg vom 13. Juli 1450 (Beilage 27) aufgenommen. — SS« Baden. R447, T8. Mai (ans Pfingsten). Tscluidi! Chronik II. SIS. tt. Rechnung Heinrich Zelger's von Unterwalden der Vogtei in den Aemtern im Argau wegen -. jedes Ort erhält 21 Gulden und 6 Pfund 5 Schilling Haller. ?». Rechnung des Yberg von Lucern eben- Mls noch von den Aemtern: dieser bleibt den Orten schuldig 47 Gulden 17 Schilling. Dazu, meint 220 Mai 1447. man, sei Einiges von ihm nicht verrechnet worden, was zu verrechnen gewesen wäre. v. Ansprachen an die Eidgenossen wegen Kriegsschaden: etliche von Lucern sollen einem Knechte von Kaiserstuhl vor Zürich seine Pferde genommen haben; die von RegcnSberg fordern 40 Mütt Kernen, welche die Söldner, insbesondere der Hauptmann von Bern, von ihnen entlehnt haben sotten. «I. Dem Clewi Wir; von Baden wird eine Beisteuer an seinen Bau gegeben. «?. Heimbringen, wie denen von Baden erlaubt wurde, über Spreitenbach'S und Hermann Meyer'S Sache zu richten, l. Dem Schlosser von Baden wird der Büchsen wegen 5 Pfund 5 Schilling Haller bezahlt. K. HanS Kilchmann'S Erben von Zürich ist geworden 100 Pfund Haller, die jetzt gefallen waren. I». Derer von Bern und Freiburg wegen soll jeder Bote heimbringen, daß man den Boten befehle, auf dem Tag zu Lucern davon zu reden, wie die Sache zu Gutem gebracht werden möge, damit wir dadurch nicht in größere Kosten kommen. I. Den Boten nach Lucern soll auch in Auftrag gegeben werden, daß man eine Botschaft nach Zürich sende. It. Item von der Grundrüti zu Dietikon zu reden. I. Von der Rechnung des VogtS zu Baden, Jost KäS von Uvi, erhält jedes Ort 12 Pfund, minder 5 Schilling Haller, von deS Schinders Hof 5 Gulden, davon haben wir dem Voten Heini Schinder 11 Pfund Haller gegeben, i»». Gaudenz von Hofstetten spricht, er habe sich im letzten Kriege mit denen voy Zürich und Oesterreich ausgesöhnt und auch von der Eidgenossen Hauptleuten Sicherheit erhalten. Nichtsdestominder haben ihn der Eidgenossen Knechte gefangen, beschätzt, ihm sein Haus zu Kempten und anderes genommen und verbrannt, ungeachtet er sich erboten, auf alle Klagen, die gegen ihn geführt werden möchten, zu Recht zu stehen und sich strafen zu lassen. «. Ebenso bittet Felix Trüber von Hedingen um Rückerstattung der ihm genommenen Vogtei zu Hedingen, in Gemäßheit deS zu Constanz gemachten Anlasses. «». Rudolf Netstaler von Zürich reclamirt 50 Stück Kernen, die ihm der Vogt zu Grüningen während deS Friedens genommen habe. Das Manuscript dieses Abschiedes findet sich nicht vor. »TV. Sutern. 1447, 7. Ann! (Mittwochen nach vsgeudcr Pfingstwuchen). Ttaatsaechiv Luccr»! Allgemeine Abschiede, 8-1, 85, 8K, t». ZedeS Ort sott noch mehr Boten in den Gewaltbrief nach Ulm stellen lassen und deren Namen innert acht Tagen schriftlich nach Schwyz schicken, da solches nothwendig erscheint. I». Der Meister Sanct ZohanneSordenS zu WädiSwyl bittet, man möchte ihm erlauben, die zwei Gefangenen daselbst loszulassen, doch unter einer mit der Eidgenossen Rath aufgerichteten Verbriefung. e. Zeder Bote weiß, was unS von einigen Reichsstädten gerathen ist eines „Aufschlags" wegen gegenüber der Herrschaft Oesterreich. «I. Der Schreiber von Lucern soll um seinen Lohn von den Orten, die ihn noch nicht bezahlt haben, ausgerichtet werden, (denen von Zug trifft eS 4 Gulden), v. Von morgen, Donstag, über acht Tage (15. Zum) soll Zedermann seine Botschaft zu Beggenried haben, um zu hören, worin deS Gotteshauses Engelberg Gut und Gült bestehen und waS man ihm zum nützlichsten verkaufen wolle. L. Wen" die von Bern Tag setzen in Betreff der Absenkung der Votschaft nach Ulm, so sollen alle Orte ihre Boten mit gehöriger Vollmacht auf solchen Tag schicken. K-. Gemeiner Eidgenossen Rathsfreunde schreiben dem Bischof von Constanz, er wisse, wie man jüngst zu Arbon von, Tag geschieden sei; diesen Abschieb Zum 1447. 22 t haben die Boten, welche dort waren, an ihre Obrigkeiten gebracht, und diese haben ihre Antwort dahin gegeben: „Das wir vnsern guten fremden von Vlm zugeschriben Hand, wir syen mit dem erteilten Gewalt fertig nach der vrteil sag darüber geben, als die das inhalt." Bringe Jemand etwas weiter an uns, wollen wir allweg dazu antworten, „das wir des getruwen glimpf ze haben". Das Zugcr-Exemplar (cingcbundcn im Lucerner Allgemeinen Abschiedeband SS) datirt wie oben und enthält dm Artikel <1, welcher im Lucerncr-Exemplar (ebenda 86) fehlt. Letzteres datirt: ViZllia. vorxori» (ilrristi (7. Juni), das Schreiben K datirt guarta. xost oetavas xoutooostss (7. Juni). — Die Acten der hier angeführten Tage von Bezgenriet» und Arbon fehlen. 1.447, 7. Aull (soi>tim!>. üio äulii). Staatsarchiv Luccr»: Allgemeine Abschiede, 4, 87, Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben dem Bischof von Conftanz: Es sei ihnen auf St. Laurenzentag (10. August) wiederum ein rechtlicher Tag nach Ulm gegenüber der Herrschaft Oesterreich verkündet; da der Bischof ihnen vormals durch seine Lande Geleit gegeben, auch ihnen von den Herrschaften von Oesterreich und von Württemberg Geleit verschafft habe zum Besuch deö Tages von Ulm, so bitten sie, ev wolle ihnen auch diesmal wieder die Geleitsbriese besorgen, so daß dieselben auf Sonntag vor Lau- rentii (6. August) zu Lindau in Bereitschaft liegen. Conftanz. 1447, an Sanct Afratag (7. August). Herzog Albrecht von Oesterreich, im Namen König Friedrichs und Herzog Sigmunds und mit Vollmacht anderer Fürsten und Herren und der Stadt Zürich, gibt den eid- genössischen Boten Geleit auf den von den Kurfürsten von Mainz und Trier und dem Pfalzgrafen Ludwig angesetzten Vcrmittlungstag zu Conftanz am Mittwoch nach St. Peter aä vinoula. Es siegeln an seiner Statt seine vollmächtigen Näthe auf dem Tag, .Markgraf Wilhelm von Höchberg, Johann von Eich I)r. ,1. II., Berchtold vom Stein, Ritter, Thüring von Hallwyl, der ältere, sammt der Stadt Conftanz. Original auf Papier im Staatsarchiv Lucern. Anrich. 1447, T«. August (Samstag nach Bartholom«!). Tschudi: Chronik II. 518. Schiedrichter: Erhard Thig, Heinrich Essinger, Burger und des Raths zu Zürich, Rudolf von Cham, Stadtschreiber daselbst. Diese im Auftrag des Raths von Zürich vermitteln die Feindschaft zwischen den Schultheißen, lmmanneru, Rathen, Burgern und Landleuten der Städte und Lander Bern, Solothurn, Lucern, Uri, chwyz, Unterwalden, Zug, Glarus und ihren Zugehörigen einerseits, Heinrich Hün, genannt Halb- gewachsen, von Lunnern, Hans Totz von Frauenfeld, Claus Gliß von Rothweil und Heini Lustnauer bon Utznach andererseits. 222 September 1447. SS« Cinsiedeln» t447, TZ. September (»ach Mauritn). Staatsarchiv L„c«r»: Allgemeine Abschiede, it. 88, ». Jedes Ort soll bei dem Landtag im freien Amte, Mittwoch nach St. Michaelstag (4. Octvber), seine Botschaft haben. ?». Georg und Heinrich Geßler, Gebrüder, Söhne Herrn Hermann Geßlers sel., Ritters, bieten den Eidgenossen um ihre Forderungen Recht auf den römischen König, den Pfalz- grafcn bei Rhein, den Markgrafen von Baden, die Grafen Ludwig oder Ulrich von Württemberg, den Bischof von Constanz, den Bischof von Augsburg, den Bischof von Bafel, die Burgermeister und Kleinen Räthc der Städte Constanz oder Ulm, welchen der Fürsten und Herren oder welche der Städte die Eidgenossen wollen. Sie fordern Antwort innert vierzehn Tagen auf das Schloß Krayen. Darüber soll jedes Ort auf nächsten Tag antworten. «. Der alte Vogt zu Grüningen, Ammann Scheuchzer, bittet, man möchte ihm seinen öohn, der Vogtei wegen, auszahlen. «R. Jedes Ort soll seine Rata an des von Hallwyl Zinse auf nächsten Dienstag zu Lucern haben. «?. Dem Schreiber von Schwyz, welcher gemeiner Eidgenossen Schreiber ist in der Sache zwischen ihnen und Zürich, wird zugesagt, daß ihm auf dem nächsten Tag, wo die Eidgenossen zusammenkommen, jedes Ort 3 Gulden auf Rechnung seines Lohnes geben soll. I'. Die vier Zugesetzten haben rechtlichen Tag gesetzt auf Sonntag vor Martini (5. November) nach Einsiedels Jedes Ort soll seine vollmächtige Botschaft mit Fürlegern und Allem versehen daselbst haben. SSR B'eggenried (?) K447, nach dem 23. September. Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, 8t>» t». Auf nächsten Tag soll jeder Bote bevollmächtigt werden, zu entscheiden, wie man Bremgarten versorgen wolle, ob mit 4 Mann von jedem Orte, oder minder. I». Ferner, ob man denen von Mailand vorschlagen wolle, einen freundlichen Tag zu Bellenz zu leisten über Zölle und andere Sachen, welche die Eidgenossen mit ihnen zu verhandeln haben. «. Man soll darüber reden, wie man „der Kreigett lüten vnd ander sömlicher lüten abkome". «t. Den Geßlern soll man innert vierzehn Tagen auf ihren Brief antworten, v. Hans Schmid und Richiner haben geredet, sie wollen den Schumacher rächen, der schändlich ermordet sei; die von Schwyz haben daS in Schrift. L. Die von Zug sollen ihre Botschaft nach Bremgarten thun, wie das ihnen zu Beggenried empfohlen ward. K. Die von Zug sollen den angesetzten Tag an Bern, die von Schwyz an Glarus verkünden. Ohne Orts- und Tagesangabe. Auf der Rückseite steht: „Zedel von Beggenried". Cysat schrieb dazu 144?, Die Iahrzahl scheint richtig, das Monatsdatum wurde durch Verglcichung von >1 mit Abschied 330 K und von d mit Abschied 332 » bestimmt. November 1447. 22Z »SS Bnöen (?) 1447, I K. Nvvcmbcr (vff Meiltag (Donstag?) ipso. Ottmari). Staatsarchiv Luccr»: Allgemeine Abschiede, 4, 8!>, u. Da unsere Eidgenossen von Uri mit ihrem Panner gegen die Herzoge von Mailand ausgezogen sind und alle Orte zum Zuzug gemahnt haben, so hat man auf diesem Tage betrachtet, wie ungelegen, sowohl der Jahreszeit als anderer Ursachen wegen, ein solcher Zug jetzt ist, und geordnet, daß sofort eine Botschaft gemeiner Eidgenossen denen von Uri in's Feld nachgeschickt werden soll, um sie zu bitten, wieder heimzuziehen und uns mit Boten oder Briefen zwischen ihnen und Mailand vermitteln zu lassen. Dabei soll man ihnen auch vorstellen, daß sie von Niemanden angegriffen seien, auch sich nicht nach Inhalt der Bünde auf ihren Eid erkennt haben, daß der Kriegsfall vorhanden sei; ferner, daß sie unfern Boten zu Uri zugesagt hatten, sie werden nicht ausziehen, und nun doch ausgezogen seien. Zu dieser Botschaft sollen aus jedem Orte zum wenigsten drei Boten gegeben werden, und mag man die von Uri nicht gütlich bereden, heimzuziehen, so sollen die Orte unverzüglich ihre Boten bevollmächtigen, sie aus dem Felde heimzumahnen und uns in der Sache handeln zu lassen, eben weil sie uns versprochen haben, zu Hause zu bleiben. .1». Der Vogt von Baden bittet um Erlaubnis, mit den Leuten der Grafschaft seinen Herren (von Uri) zuzuziehen.. Das wird ihm abgeschlagen; er soll wieder heim nach Baden kehren und Befehl erwarten, sich jedoch gerüstet halten. St. Othmarstag (16. November) fällt im Jahr 1417 auf einen Donstag. Das urkundliche Datum scheint daher verschrieben zu sein.' sss Lucern. 1447, T8. November (Zinstag vor Sauet Andrcstag). Staatsarchiv Lucer»: Allgemeine Abschiede, 4. St, Gemeiner Eidgenossen Boten antworten den Brüdern Georg und Heinrich Geßler, daß, da nach s^m nur für die Tage mit der Herrschaft Oesterreich ihnen sicheres Geleit zugesagt sei, sie vielleicht für e>Nen mit ihnen dort zu leistenden Tag der erforderlichen Sicherheit ermangeln würden, wie sie das ihnen schon einmal zugeschrieben. Damit sie aber sich überzeugen, daß es ihnen (den Eidgenossen) nicht um Rechtsverweigerung zu thun sei, bieten sie den Gestern Recht auf Bürgermeister und Rath zu Lindau vdcr zu Ueberlingen, nach ihrer Wahl, doch so, daß beidseitige Ansprachen da verhandelt werden, ein Recht mit dem andern gehe; sie verlangen Antwort durch den rückkehrenden Boten. SS4 Schtvyz. 1447, T. Dccember (Samstag «ach Catterine). Sschudi: Chronik II, SIS. Zu Schwyz ist in Beisein Jost Stuki's, des Boten von Glarus, geordnet, daß die von Schwyz letzt einen Vogt nach Windeck in Gaster, die von Glarus aber einen Vogt nach Utznach geben sollen. 224 December 1447. Die Vögte sollen daheim in jedes Lande sitzen, ihre Amtsdauer soll zwei Zahre währen. Zn jeder Vogtei sollen Untertzögte sitzen. So oft man in den Vogteien des Vogtes bedarf und seine Herren ihn dahin fahren heißen, soll er seinen gewöhnlichen Taglohn in die Rechnung setzen und damit ausgerichtet sein, es sei denn, daß man etwas anderes verfüge. »SS Cittsicdcln. 1.447, KZ December (Samt Lmimtag). Tschudi: Chronik U. 522. Urtheile der Zugesetzten beider Theile in dem Rechtsstreite zwischen Zürich und den Eidgenossen in Betreff des Bundes zwischen Zürich und Oesterreich. (Wörtlich enthalten in dem Bubenbergischen Obmannsspruch vom 13. Zuli 1450, Beilage 27.) Wyl. R447, Tl. December (Samt Thomastag). Staatsarchiv Lucern! Allgemeine Abschiede, N2, Die Boten gemeiner Eidgenossen setzen einen Preis aus für diejenigen, welche den Rüdiger Richiner, Hans Schmid und andere ihrer Feinde ihnen lebendig oder todt überliefern. „Es ist zu wüssen, als dann die Batten von den Aydtgenossen vff Sant Lucycntag zu den Aynsidlen gewesen sind vnd Iren Kotten, die sy zn dem rechttag gen Costentz gesandt, gewalt geben vnd enpfolhen Hand, das die sollind mit des von Raren Kotten vnd andern, die darzu kommt, verlassen vnd Rat schlagen, das man biete vff Rüdiger Rychiner xl gülden, vff Hansen Schmid auch xl gnldin vnd sust vff ander der Aydtgnossen vyend vff ycglichen xx gul- din, wer die zc tod erstcch oder sy gefangen den Aydtgenossen in iren gwalt bringt. Das do Ludwig Walker von Lutzern, Arnold Kupfferschmid von Swytz, Amman Schedler von Appenzell, Schultheiß vnd Rat zu Wyl vnd Amman Bnler von Lütispurg vff Hütt Sant Thomastag ze Wyl in der Statt vnderredt vnd obgeschribne fachen in nachge- schribncr wise beschlossen Hand: Welher der ist, der Rüdiger Rychiner ersticht oder Ine zu der Aydtgnossen gwalt vnd Händen gefangen bringt, daß die Aydtgnossen dem geben wellend xl gnldin, deßglichen von Hansen Schmids wegen, der Im also tut, ouch xl gnldin, vnd von Jeglichem andern der Aydtgnossen vyendt xx gnldin, wo das kuntlich ist vnd wirt, das der der Aydtgnossen vyend gewesen, vnd vff das semlich gcbott nit haimlich, sonder offenbar denen, die das tun wend, für geHeben werden sölli; dann die obgenanten Kotten mainen, das sölichs besser vnd nützer sin werd>- Geben zu Wyl an Sant Thomas Tag anno llomini xnvis°°." Bcru. 1447, T7. December (an sant Johanns des Evangelisten tag in den Wihennachtcn). Staatsarchiv Bern. Schultheiß, Räthe und Burger der Stadt Bern melden den Schultheißen, Rathen, Burgern und Gemeinden zu Baden, Vremgarten, Mellingen, Zofingen, Arau, Brugg, Lenzburg, dem Vogte und den December 1447. Leuten im Amte Lenzburg, dem Vogte, den Burgern und der Gemeinde in Stadt und Amt Arburg, dem Vogte und den Herrschaftsleuten zu Schenkenberg, daß sie der Noth wegen, in die sie gekommen, alle Rechte, Herrlichkeiten, Gewalt, Nutzen, Früchte, Renten, Falle lind Gelasse, die sie an gedachten Besten, Städten, Landen, Leuten w. besitzen, ihren Eidgenossen von Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Elarus um 20,000 rheinische Gulden versetzt, verpfändet und eingegeben und das Geld empfangen haben. Daher gebieten sie allen Leuten in den genannten Herrschaften, Städten und Gebieten, den Eidgenossen und den Boten, welche diese senden werden, zu huldigen, zu schwören und zu gehorsamen, wie sie bisher der Stadt Bern gehorsam gewesen seien, sagen sie von ihren Eiden auf so lange los, bis den Eidgenossen das genannte Pfandgeld bezahlt und die Pfandfchaft gelöst sei, doch so, daß die verpfändeten Herrschaften :c. bei allen ihren Freiheiten, Rechten, Herkommen und Gewohnheiten bleiben. Pergamentene Urkunde. Die Urkunde trägt das Datum von St. Johanns des Evangclistcntag 1448, welcher nach dem bis um Mitte des scchszehnten Jahrhunderts in Bern gebräuchlichen Natalstyl dem 27. December 1447 entspricht. SS8. R448, 4» Anlllllir lDonftag nach dem Jagenden Jahrstag). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, V. 93. Schultheiß und Rath zu Lucern und die bei ihnen versammelten Rathsfreunde gemeiner Eidgenossen schreiben an Bürgermeister und Rath von Schaffhausen, was folgt: Der Herzog von Savoyen stehe gegen der Stadt Freiburg im Uechtland in offenem Krieg und habe die Berner als seine Verbündeten gemahnt, ihm mit ihrem Panner und aller Macht gegen Freiburg zu Hülfe zu ziehen, was sie ihm auch Zugesagt haben, da sie es Ehren und Bundes halb nicht hätten abschlagen können. Wenn nun dieser Krieg nicht könne vermittelt werden, so sei zu befürchten, die Herrschaft Oesterreich werde sich derer von Freiburg dermaßen annehmen, daß Bern seinerseits in den Fall kommen werde, gemeine Eidgenossen gkgen Oesterreich zu mahnen. Das wünschen nun die Eidgenossen um der Ehre und des Nutzens ihres Landes willen zu vermeiden, fürchten aber, es möchte nicht zu vermeiden sein, wenn ihnen von öster- ^'chischer Seite an ihren Schlössern irgendwie Schmach oder Schaden zugefügt würde. Sie bitten baher Schaffhaufen, dem Vogte von Baden Warnung zukommen zu lassen, wenn irgendwo sich etwa ^ue „Samnung" machte, von der den Eidgenossen Schmach oder Schaden zu besorgen wäre. Ferner lci denen von Schaffhausen wohl bekannt, wie mancherlei „Buben" die freien .Reichsstraßen unsicher dachen, namentlich Rüdiger Richiner, Hans Schmid, Cunz Koch und ihre Helfer, welche allenthalben ^"gehörige der Eidgenossen fangen und niederwerfen, ungeachtet man schon mehr als einmal sich völlig Uüt ihnen gerichtet und darüber besiegelte Briefe habe. Daher bitte man die von Schaffhaufen als gute ^ceunde, jene Wegelagerer, wenn sie allfällig in ihre Stadt kämen, auf Recht zu heften und, wenn solches geschehen, es den Eidgenossen zu verkünden. Dm Absagebrief Berns an Frciburg siehe Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbnch 110, ä. cl. 4. Januar 1448. 29 226 Februar 1448. »»» 1448, A. Aehrnar (Montag nach der Herrmfaßnacht). Staatsarchiv Lncer» ! Savoyer Acten Gemeiner Eidgenossen Boten, und die Boten von Lucern, Uri und Unterwalden insbesondere, schreiben an Hauptmann und Landleute in Wallis auf deren Anfrage, ob sie den mit Savoyen verabredeten Frieden eingehen sollen oder nicht: Zhre Meinung gehe dahin, der Friede sei vortheilhaft. Dabei bemerken sie, das in Wallis umlaufende Gerücht, als ob die Gesandten der Eidgenossen für die Vermittlung des Friedens Geld genommen, sei ihnen höchst mißfällig. Bei solcher Nachrede würden sie künftighin schwerlich mehr Boten finden oder Rath erthcilen können. Auch möchte solches auf die Richtung zwischen Savoyen, Bern und Freiburg, derer wegen sie gegenwärtig tagen, hindernd einwirken. („Geben zu Basel vf Mentag nach der Herren Faßnacht xi.vüs° suk «ixiHa Henriei sie Ilunrvil«.) Ein anderes Concept im Staatsarchiv Luccrn trägt das Datum Montag nach der alten Faßnacht (12. Februar). Zu diesem Abschied gehört auch folgende Aufzeichnung: Schultheiß und Rath der Stadt Luccrn und die bevollmächtigten Boten der Länder Uri und Obwalden, Heinrich Beroldinger und Claus von Einwhl, Urkunden: Daß des Bischofs von Sitten und gemeiner Landschaft Wallis bevollmächtigte Boten vor sie gekommen seien, nämlich Hans Hcingartner, Hauptmann, und Gilg an der Kumben, und mit ihnen geredet und gehandelt haben, was folgt: 1. Danken sie für die Botschaften, die wir zu ihnen gcthan, es fei der hochgelehrte Herr Johannes Schweiger, Propst des Gotteshauses zu Luccrn St. Benedicten-Ordens, oder es feien andere Boten, die wir ihnen als Schied- oder Obleute in ihren Spännen mit dem Hause Savoyen zugesendet hatten. Antwort der drci'Orte: Wir haben das mit gutem Willen gcthan und freuen uns, wenn jene Boten ihnen wohl erschossen seien. 2. Eröffnen sie, es sei ein Streit erwachsen zwischen gemeinem Land zn Eschenthal an einem und dem Bischof und gemeiner Landschaft Wallis am andern Theil. Man habe beiderseits Boten zusammengeschickt, u»> eine Ausgleichung zu versuchen. Ob selbe zu Stande komme, wisse man nicht. Wallis bitte, man möchte für den Fa^ der Roth ihm 200 Schützen zn Hülse senden. Sic vernehmen, die aus Eschenthal haben ihre Botschaft hier gehabt, ui» sie zu verunglimpfen; sie bitten daher um Vorhaltung der daherigcn Anklagen und um freundlichen Rath. Antwort! Wenn sie Boten der drei Orte zur Schlichtung ihres Spans verlangen, so hoffe man, selbe werden ihnen nicht abgeschlagen. Möchten dann die Spänne nicht verrichtet werden, so wolle man ans ihr Hülfcgesuch gütlich und glimpflich antworten. 3. Die Boten von Wallis eröffnen, sie haben vernommen, daß einer von Kropfenstein vor uns geredet habe, sie hätten mit denen von Freiburg in Ucchtland ein Bünduiß wider uns gemacht; sie bitten, das nicht Z" glauben. Antwort: Wir haben vernommen, daß die von Freiburg zu wiederholten Malen sich bei ihnen um eis solches Bündniß beworben, daß sie aber abschlägig auf solche Werbung geantwortet haben, wofür man ihnen bester^ Dank sage und sie bitte, auch in Zukunft gleiches zn thun. Darauf baten die Boten von Wallis, wir Möchten ihR» unserer Räthc und Antworten schriftliche, besiegelte Urkunde geben, die sie ihren Vollmachtgebern vorweisen könnte"' Das hat man ihnen bewilligt." — Staatsarchiv Lucern, Acten Wallis. Concept ohne Ausfüllung des Datums. Die Ucberschrift 1446 ist von neuerer Hand und unrichtig; Hans am Heingartcn war — nach Leu 1448 Landeshauptmann in Wallis. Februar 1448. 227 »»<> ^tlllstlllllp, RTT8, T3. Athviltiv (llio vioosimalvroia monois ltoliruarii.), Staatsarchiv Bern. Ludwig, Herzog von Savoyen zc., und Schultheiß, Rath und Gemeinde der Stadt Bern Urkunden, daß, nachdem Freiburg das Bündniß.zwischen dem Papste Felix V>, damals Herzog von Savoyen, Vater des gegenwärtigen Herzogs Ludwig, und der Stadt Bern, in welches es 1412 auf seine demlithige Bitte und Berns besonderes Verlangen sei aufgenommen worden, seinerseits durch häufige Feindseligkeiten gegen beide mitverbündete Parteien verletzt und durch Einfälle mit gewaffneter Hand, Todtschläge, Brand u. s. w. dasselbe thatsächlich abgethan und aufgehoben habe, sie beide, der Herzog und die Berner, sich zu gegenseitiger Hülfeleistung in eigenen Kosten gegen alle 'Angriffe der Freiburger auf einen Theil oder beide eidlich verbunden haben. Wenn auch Bern mit Freiburg wieder in Frieden und Freundschaft kommen sollte, so soll doch die gegenwärtige Verbindung allen spätern mit Freiburg oder Andern abzuschliessenden Bündnissen vorgehen. Ob gleich die Parteien auch den srühern Bund, insoweit er Freiburg betrifft, als durch dessen eigene Schuld gänzlich aufgehoben und abgethan ansehen, so erklären sie dennoch, daß derselbe, insoweit er den Herzog und die Stadt Bern und ihre beidseitigen Angehörigen anbetrifft, neben dieser neuen Verbindung in Kraft fortbestehen und bleiben soll. Pergamentene lateinische Urkunde mit anhängenden Siegeln des Herzogs und der Stadt Bern. Der Herzog sagt, der Vertrag sei mit seiner Vollmacht, aber in seiner Abwesenheit von dem Orte des Abschlusses geschlossen und besiegelt worden: »Data« guo all nos lluasm prskatum Imusauus, nolzis absontUius, gnia oiv llsri Msoimus noslrl absonoia non obstants, llis viosssimo, tsroia insnsis tsbrnarü anno salutillors llbristi natiuitatis guatsroontoolino guallraASslmo ootauo alz oallsin natinitats snrnto, vnlleoiins Inlliotionis«. 84R Bern, I.TT8, TT. Febrnnr (Samstag vor tlanli). Staatsarchiv Bern: Deutsches Missivenbuch ltl». , Die Boten von Basel, Solothurn, Lucern, Uri und Schwyz schreiben an Schultheiß und Rath zu Freiburg in Uechtland: Nachdem sie von Freiburg nach Bern gekommen, haben sie daselbst vor Kleinem und Großem Rath ihr Bogehren angebracht, daß vor aller weitern Unterhandlung die Gefangenen freigegeben werden möchten. Bern sei aber dazu nicht geneigt, sondern behaupte, Recht zu den Gefangenen und nicht wider den Waffenstillstand gehandelt zu haben, und wolle darüber zum Rechten kommen. Die Boten der Eidgenossen nun, um das Mögliche für den Frieden zu thun, schlagen Freiburg, sofern es wirklich gesinnt sei, den zu Basel vernotelten Artikeln nachzukommen, vor, die Gefangenen nur auf Tröstung beruuszubegehren; das getrauen sie sich bei Bern und den Bevollmächtigten von Savoyen zu erzielen und wollen sich dafür keine Mühe verdrießen lassen; sie verlangen aber rückkehrend Antwort. Dos hierauf bezügliche Schreiben Berns on die eidgenössischen Boten vom 22. Febrnor siehe ebenda >^eite 114. Die Antwort von Freiburg, ll. ll. 26. Februar, siehe ebenda Seite 117. 228 Februar 1448. »TS. Lucern. Z.448, TL. Februar (Mvuwg »ach Oouiy. Staatsarchiv i!»cer»! Allgemeine Abschiede, .4. Sli. »« Der Städte im Argau wegen sollen die Boten heimbringen, das? jedes Ort auf nächsten Sonntag zu Nacht .1 Mann nach Bremgarten, 8 Mann nach Baden, 1 Mann nach Mellingen legen soll. Nach Baden soll Schwyz einen Hauptmann geben. Man soll den Leuten einschärfen, daß sie den Hauptleuten gehorchen und das? keiner ohne Urlaub seinen Posten verlasse. Zug soll einen Hauptmann nach Mellingen geben. I». Die von Zürich klagen, daß Einige im freien Amt ihnen auf ihre dortigen Güter Steuern und Bräuche legen, anders als sie von Rechtswegen sollten. Sie haben ihnen darum Recht geboten auf die vier Schiedleute, worauf aber die von Knonau nicht eingehen wollen, daher Zürich begehrte, die Eidgenossen möchten mit denen von Knonau deshalb reden, damit sie sich mit diesem Rechtbote begnügen. Man soll berathen, was man diesfalls mit denen von Zürich reden wolle, ob nicht billig sei, daß Zedermann von dem Andern Recht nehmen soll, wo sich'S gebührt, oder wie lang die vier Schiedleute im Rechte sitzen sollen, dieweil doch „die von Zürich ze eydgnossen gesprochen sint". v, Da den Gestern ein freundlicher Tag nach Schaffhauscn zugesagt ist, so soll man nächsten Montag zu Beggenried berathen, mit welchen Vollmachten man die Boten dahin senden wolle. Baden. I T. Mai (vff Pflugs,«.). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, .4. 98. n. Rudolf Trüllerey lind seine Ehefrau Margaretha Castler haben Ansprachen an die Eidgenossen um folgende Stücke: 1. Die von Zürich hatten dem Walter Castler sel., Vater der obgenannten Frau Margaretha, die Beste Liebenbevg um 300 Gulden versetzt; es wird nun verlangt, daß die Eidgenossen dem Pfandbriefe genug thun oder das Pfand mit 300 Gulden nebst Zins wieder einlosen. 2. Ferner besitzen sie aus der Steuer zu Egg im Grüningeramt 4 Pfund Haller Geldes und 5 Mütt Kernenzinse; sie verlangen Ausrichtung der verfallenen sowohl als der künftigen Zinse. Auf diese Anforderungen soll man dem genannten Trüllerey äuf nächstem Dage, da die Boten zusammenkommen, antworten. I». Rechnung des Vogts zu Baden. Er hat eingenommen und verrechnet für dieses Jahr: 37 Mütt Kernen, 2 Malter Haber und 5 Saum Wein, angeschlagen zu 22 Gulden; weiter von den Höfen und Bädern zu Niederbaden 215 Gulden, davon waren 30 Gulden von? vorigen Zahre her ausstehend; an Zinsgeld 19 Pfund 13 Schilling 8 Haller, an Fällen, Gelässen, „Mulenfe" 28 Pfund 5 Schilling, an Bußen 280 Pfund 8H2 Schilling Haller, aus den Gcleitsbüchsen 440 Pfund 5 Schilling Haller. Noch soll der Vogt von Baden von den Aemtern die Steuern und die BeHolzung einziehen, die sie vom vergangenen Jahre her schuldig sind. Des großen Schadens wegen, den sie erlitten, haben jedoch die Eidgenossen ihnen die Hälfte daran nachgelassen, die andere Hälfte dagegen foll der Vogt nach Inhalt deS Buches verrechnen. Nach aller Rechnung bleibt der Vogt den Eidgenossen 135 Pfund Haller schuldig über Mai 1448. 2Z9 seinen Ausgaben und seinen Lohn. Davon hat er gegeben dem Boten von Bern 33^/2 Pfund, den Boten der übrigen Orte jedem Zl/2 Schilling weniger denn 17 Pfund. «?. DeS ComthurS von Hohen- rein wegen soll man auf dem nächsten Tage zu Lucern die Sachen untersuchen. «1. DeS Krieges der Bcrner wegen ist denen von Lucern aufgetragen, nach dem Eintreffen der Antwort Tag zu setzen und Schaffhausen, Sanct Gatten, Ueberlingen und Lindau zu ersuchen, an dem Tag durch Botschaften Theil Zu nehmen, v. Zn Betreff deS Streites zwischen St. Gallen für seines Burgers Conrad Peyer sel. Erben und denen von Appenzell über Rechtsame zu Rheineck soll Schwyz beiden Theilen einen freund- lichcn Tag nach St. Gallen ansetzen; die Botet, von Lucern, Schwyz und GlaruS sotten demselben von gemeiner Eidgenossen wegen beiwohnen und die Sache zu schlichten suchen. L. Ebenda soll man den Schreiber von St. Gallen mit denen von Appenzell wegen Zwingen zu vereinbaren suchen. K'. Auf nächsten Dienstag nach ausgehendem Mai (4. Juni) sollen die Boten zu Zug sein, um mit dem Vogt im Argau ZU rechnen. Man soll mit dem Aberg reden, daß er ebenfalls daselbst den Orten Rechnung gebe für die Zeit, da er Vogt im Argau war. I». Den Boten gefiele, daß man dem Richiner und Jenni Schmid Recht um Recht unverdinget böte auf Burgermeister und Rath zu Constanz, zu Schaffhausen, zu Ueberlingen, zu Lindau, zu St. Gallen und zu Zell in, Untersee, und darauf nach WaldShut, Stein und Dießenhofen, und daß man denen von Tenge,, und von Balm schriebe, jenen nicht Aufenthalt zu geben, damit wir von ihnen nicht ferner geschädigt werden können. Auf dem nächsten Tag zu Lucern soll man sich über diesen Gegenstand definitiv erklären, ebenso deS ObmannS wegen, i. Mit Uberg soll geredet werden der Meyer von Buchs wegen, denen er versprochen haben soll, 10 Gulden von dem Torner von Zürich für sie einzuziehen. ^ Von dem Veringer ist jedem Orte 57 Gulden 5 Schilling geworden, auS den GcleitSbüchsen jedem ^>vte 30 Pfund Haller. I. Gemeiner Eidgenossen Voten antworten dem Bürgermeister vo» Augsburg, Peter von Argun, auf eine seinerseits für Frau Anna Geßler, Herrn Caspars von Freiberg sel. eheliche Hausfrau eingelegte Verwendung, die Boten der Eidgenossen haben genannter Frau auf dem Tage zu Ulm bereits Antwort auf ihr Begehren gegeben, dahin lautend, daß, sofern die Parteien, welche zu dem Evbe Recht zu haben meinen, alle zusammenstünden, sie ihnen in Minne oder Recht wohl antworten wollten. Doch den, Bürgermeister zu Ehren wolle man, wenn die genannte Frau und Herrn Hermann Eeßler'S sel. Söhne und HanS Wilhelm von Feudingen ihm daS vertrauten, ihm überlassen, den Eid- ^"vssm dieser Sache an ein gelegenes Ort Tag zu setzen, doch nicht zu weit. Man hoffe, daß die Obrigkeiten dieses Anerbieten der TageSboten genehm halten und auf den. Tage nach Glimpf und Ehren antworten werden. ^ Zu Ic Wahrscheinlich Geringer Sidlcr oder aber Beroldinger. — Zn I. Lucerncr Allgemeiner Abschiedband gg. Das Schreiben datirt von Freitag nach dem hl. Psingsttag (17. Mai). »44. ^ucern» R448, 17» Anni (an dem sibenzechenden Tat, des Monad Brachst). Staatsarchiv Lucer» : Acten Zug. Die Stadt Zug und die Gemeinden Acgeri und am Berg kommen vor die gleichen Boten von ucern, Uri, Schwyz und Unterwalden, welche den Spruch von, 25. Mai 1447 gethan, zu Er- 230 Juni 1448. läuterung, da sie den Spruch ungleich verstehen. Darauf sprechen die Boten nach Rede und Widerrede der Parteien folgendermaßen: 1. Bezüglich der bereits vor dem Spruche vom 25. Mai vorigen Jahres erlaufenen, in den Steueranschlag genommenen Kosten haben die von Zug die Hälfte ihrer Anlage zu zahlen ohne nähere Untersuchung, nur dürfen die Kosten des Streites nicht dazu geschlagen werden, wie der Spruch weist. 2. Bezüglich seither und künftig anzulegender Steuern dagegen dürfen bloß Reifekosten in Anschlag genommen werden. Und da die Parteien streitig sind, was zum Reisekosten gehöre, so wird erläutert: „Wenn ein Ort der Eydgnoßschaft vberein kompt, mit Jr panner oder fenly ze ziechen, oder Söldner an Letzinen oder in Stett oder an ander end zeschiken mit Jr werinen vnd Harnisch, denen man sold geben muß, das sömlichs alles Reiscost Heisset vnd ist, ob man ioch nit weder mit panner noch fenlin zug. Ob man aber von einer Reiß wegen yendert ze tagen schikte, es wer ein Reiß anzetragen oder friden oder Richtung ze machen oder wie sich der cost von tagen zeschiken oder sunst machte, anders denn vor gelütert ist, darumb sollen die von Zug denen von Aegre vnd am berg nützit ze stürm pslichtig sin." 3. Gottesgaben betreffend, sollen alle diejenigen Gülten als Gottesgabe betrachtet werden, welche auf den heutigen Tag an die Kirche zu Zug, ihre Frühmesse, ihren Spital und an ihre Spend gehören, sie mögen von wem oder wie es sei an selbe gekommen sein, Gottesgaben und als solche steuerfrei sein, nicht aber was in Zukunft Jemand kaufen und an die Kirchen oder Gottes- > Häuser vergaben oder verkaufen würde. 4. Als Befreiung von der Steuer soll endlich gelten, wenn ein Gültbrief die Worte inhalte: „das man einem sin gült weren sol one sinen coften", wie das der vorige Spruch innehält. — Damit sollen die Parteien gerichtet sein und dieser Erläuterung ohne Widerspruch nachleben. »TS. Nturteu. 1448, I «. Juli. Archiv Areiburg. Unter Vermittlung der Botschaften von Frankreich und Burgund und der Eidgenossen von Basel, Schwyz, Uri, Unterwalden, Zug und Glarus werden die kricglichen Streitigkeiten zwischen Savoyen und Bern auf der einen, Freiburg auf der andern Seite folgendermaßen ausgeglichen: I. Acht Burger von Freiburg sotten innert zwanzig Tagen, nachdem sie von dem Rathe des Herzogs dießseits «der Berge bezeichnet sind, sich vor den Herzog von Savoyen stellen und mit entblößtem Haupte und gebogenen Knien um Verzeihung bitten für den ihm und seinen Unterthanen durch Frciburg zugefügten Schaden; der Herzog soll ihnen verzeihen und sie zu Gnaden aufnehmen. 2. Alle Verbindungen zwischen den Parteien, welche durch den Krieg aufgelöst worden sind, bleiben aufgelöst; es soll aber durch die Schiedleute ein mcillus vivencli gemacht werden, der zwischen Bern und Freiburg ebenso gelten soll, wie zwischen Freiburg und Savoyen. 3. Bern und Freiburg sollen Schloß und Herrschaft Grasburg mit einander haben. 4. Die Frau des Schultheißen von Ringgoltingen soll in ihre Güter wieder eingesetzt werden. — Damit sollen alle Feindseligkeiten unter den Parteien aufhören und soll der Friede zwischen ihnen hergestellt sein. ?». Ueber die Streitigkeiten, Spänne, Kriege und MißHelligkeiten zwischen Herzog Ludwig von Savoyen und der Stadt Bern, letzterer als Helferin des erstem, einerseits, und der Stadt Freiburg in Uechtland andererseits, wird unter Vermittlung des Abts Aymar von St. Thyerici und Zuli 1448. 23t anderer Voten des Königs von Frankreich, der Räche und Boten des Herzogs von Burgund und der Boten gemeiner Eidgenossen von Basel, Zürich, Solothurn, Lucern, Uri, Unterwalden, Schwyz, Zug und Glarus, nämlich Heinrich von Hunwyl, Bernhard von Malrein, Heinrich Zeigler, Ztal Reding, auch des ehrwürdigen Herrn Wilhelm von Bern, Priors zu Morteaux jworluo gguo) folgender mollus vivonüi zwischen den Parteien verabredet: 1. Bei persönlichen Klagen gilt das Forum des Beklagten; da soll dem Kläger innert Monatsfrist von Anstellung der Klage an Recht folgen; bei possessorischen oder andern Realansprachen gilt das Forum der belegenen Sache, bei Erbschaftsansprachen das Forum der belegenen Erbschaft, in Strafsachen das forum äclicti commissi. Z. Für Streitigkeiten Zwischen den Parteien selbst, ihren Städten, Gemeinden, Edeln :c,, von Theil zu Theil, wird ein schicd- gorichtliches Verfahren festgesetzt: Zeder Theil wählt aus dem andern einen Schiedrichtcr, beide mit einander den Obmann; im Falle letzteres nicht erhältlich wäre, sott der Graf von Neuenburg Obmann sein oder einen solchen aus der Grafschaft Neuenbürg bezeichnen; Dingstatt ist Murtcn. 3. Sicherer Wandel beidseitiger Angehöriger durch die beidseitigen Gebiete, freier Kauf, Ausschluß deS Arrestes und der Pfändung, ausgenommen um eingestandene oder verbriefte Schuld; gute Nachbarschaft. 4. Ausschluß fremder und geistlicher Gerichte, ausgenommen bei Compromiß und in Ehe- und Wuchersachen. 5. Niemand soll den Andern ohne Richter des Seinigen entwehren. — Die Bevollmächtigten beider Parteien haben diese Artikel angenommen und sie innert sieben Tagen zur Ratification zu bringen versprochen. Ueber die Verhandlung wurde ein lateinisches Notariatsinstrument aufgerichtet <1. »1. i» villa stlurcli, in ävmo alhcrxaric ^guile ni^rc, in vir^ullo ipsins llamus. Zu <>. Pergamentene lateinische Urkunde; der Herzog von Savoycn ratificirt zu Lausanne den 18. Juli sirollls abssutilms), Bern und Freiburg ratificircn den 19. Juli. — Zu I». Pergamentene lateinische Urkunde; der Herzog ratificirt zu Lausanne den 18. Juli sirolris ubsöntibus, grria sia üsri sussimus, nostra, adsoutia noir almlanto), Bern und Frciburg jedes den 19. Juli 1448. — In einem Annex vlle man ihnen auf dieselben nicht richten, weil sie vom jetzigen römischen Könige nicht bestätigt, sondern ungeachtet demüthigen AnHaltens ihnen die Bestätigung verweigert worden sei u. s. w. Das bringen nun gemeine Eidgenossen an den Pfalzgrafen mit der Bitte, er möchte die Hofrichter anhalten, denen von Schwyz nach Inhalt ihrer Freiheiten zu richten: „Also, gnediger Herr, sid nu üwer fürstlichkeit des öligen Römischen Riehes vicaryc ist vnd üwer gnaden Chur gebärt, menglichem glichs im Riehe zu gestatten, so bittend wir üwer hochgelopten angeborne miltikeit mit aller diemut, so wir seiner gnediklichost könncnt, Zr wellent mit den Hoffrichtern vnd richtern an den benempten Hofgerichten verschaffen vnd Inen gebieten, den benempten von Swytz vnd andern vnsern eydgnofsen nach Zr fryheiten sag zu richten vnd dm in nit fürzezichen, dz Inen Zr fryheiten nit beftetiget syen. Denn ouch sölichs an Znen diemüt- lichen ze werben nit hinterftelt bliben ist noch beliben sol, wan dz ze schulden kumpt. Vnd welle sich üwer gnad Karin als miltiklich bewisen, als wir das zu üwer gnaden :c. sunder getruwen Hanl — vnd wellent vns als üwer vnd des heiligen Riehes gehorsame mit üwerer gnedigen antwurt gebeiten." — 30 234 Zuli 1449. SS» ^litpiu» ^1^449, ?4. ^uii (Saut Jacobs Abend des hl. Zwölfbottm). Staatsarchiv Lucern: Astgemeine Abschiede, ^15. Schultheiß und Rath zu Lueern und gemeiner Eidgenossen Rathsfreundc daselbst versammelt, bezeugen an Bürgermeister und Rath zu Ulm und deren Bundesgenossen ihr Beileid über die Spanne und Streitigkeiten, welche nach Inhalt eines von Ulm empfangenen Missivs zwischen dieser Stadt, Nürnberg, ihren Bundesgenossen und dem edeln Herrn Cunrad von Heidegg auf der einen, und dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg auf der andern Seite ausgebrochen sind. Sie versprechen, nach dem Begehren der Reichsstädte, dem Markgrafen keinerlei Hülfe oder Vorschub zu leisten. 1449, Isroiic !i,uto IZm-tbolomWi (19. August) setzte Luccru wegen Anbringen gemeiner Reichsstädte abermals den Eidgenossen Tag nach Lucern auf nächsten Sonntag Abend (24. August). Staatsarchiv Luccrn, Acten Znrcherkrieg. »S4 Wott»Ug0N. 1449, (wahrscheinlich) im August. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 117. Verhandlung der Eidgenossen mit den Aebten von Salmansweiler und Lützel über eine streitige Abtwahl zu Wettingen, über Bestrafung etlicher Conventsglieder daselbst, und Verwendung bei dem Abt von Citels für Anordnung einer Reformation dieses Gotteshauses. I». Verbot, in den gemeinen Herrschaften der Eidgenossen Korn auf dem Halme („ee das es vß dem ertrich vnd an die rechten märgt komm sig") oder auf Mehrschatz und über eigenes Bedürfnis außerhalb der rechten Märkte auf dem Lande zu kaufen. Die Blätter, worauf dieser Abschied steht, sind durch Mäuscfrast dergestalt zerstört, daß Datum und Zusammenhang der Sätze im Einzelnen fast unmöglich zu bestimmen ist. Auch fehlt der Anfang gänzlich. sss Zürich. 1449, t» August (Mittwoch vor ranrmtn). Staatsarchiv Zürich. Zacob Schwarzmurer, Altburgermeister, Rudolf von Cham, Stadtschreiber, Heinrich Effinger und Cunrad von Cham, des Raths von Zürich, von Burgermeister und Rath daselbst zu den Sachen beauftragt, vermitteln einen gütlichen und endlichen Vergleich zwischen den Schultheißen, AmmännerN, Rathen, Burgern und Landleuten der Städte und Länder Bern, Lucern, Solothurn, Uri, SchwyZ, Unterwalden ob und nid dem Wald, Zug und Glarus und ihren Zugehörigen auf der einen Seite, Rüdiger Richiner von Sulz und Hans Schmid von Hcgglingen als Hauptfächern, Hans Zimmermann von Sarmenstorf, Hans Wiser, genannt Römer, von Baden, Caspar Wächlin von Sulgcn, Heini Margen August 1449. 235 ab dem Zürcherberg, Hans Kanzler und Heini Ziegler, ihren Helfern, auf der andern Seite. Die Ursache des Krieges und der Feindschaft bestund in Folgendem: Hensli Blüny ab Horgerberg und Hensli Schön von Hinterburg hatten den Claus Schumacher sel. vom Leben zum Tod gebracht; dieser aber war Rüdiger Richiner's und Hans Schmid's Geselle und mit ihnen in der vormals zwischen den Eidgenossen und ihnen geschlossenen Richtung begriffen gewesen. Die Richtung nun, welche die genannten Vermittler Zwischen den Parteien lind auch des getödteten Claus Schumacher's Bruder, dessen Vollmacht Richiner und Schmid hatten, und Hensli Blüny und Hensli Schön des Todtschlags wegen zu Stande gebracht haben, geht dahin: 1. Die Feindschaft zwischen genannten eidgenössischen Orteil und den Ihrigen und Rüdiger Richiner lind Hans Schmid und ihren Helfern und allen bei der Sache Vetheiligten soll gerichtet und geschlichtet sein. Was sich der Sachen wegen mit Wort, Schrift oder That, Todtschlagen, „Nahmen" und Beschädigungen begeben, soll unangesprochen, ungerächt und ungeäfert bleiben. Die Gefangenen sollen beiderseits unbeschädigt auf einfache Urfehde losgelassen, unbezahlte Brandschatzgelder nicht gegeben, Bürgen dafür ihrer Bürgschaft geledigt werden. Richiner und Schmid sollen an alle ihre Helfer um Beitritt zu dieser Richtung werben und diejenigen, an denen sie solches nicht finden möchten, den Eidgenossen schriftlich namhaft machen. 2. Rüdiger Richiner, Hans Schmid lind ihre Helfer und Genossen sollen in der Eidgenossenschaft sicher Leibes und Gutes wandeln, werben, reiten, fahren, wohneil lind ihre Nahrung suchen, wie andere Leute, und die Eidgenossen von Städten und Ländern sollen diesen Vergleich allenthalben verkünden und den Ihrigen gebieten, selben zu halten. 3. Glaubt ein Theil, daß bie Richtung an ihm nicht gehalten werde, so soll er nicht sich selber helfen, sondern die Gegenpartei vor Bürgermeister und Rath von Zürich beklagen, bei deren Ausspruch cS dann sein Verbleiben haben soll. Um Sachen, die in dieser Richtung nicht begriffen sind, oder sich darnach verlaufen, sollen Rüdiger Richiner, Hans Schmid und ihre Helfer, wenn sie in den Fall kämen, Recht suchen vor dem Richter, unter welchem der Angesprochene sitzt. 5. Rüdiger Richiner, Hans Schmid und ihre Helfer sollen fürder- Niemandes Helfer fein oder werden, der die Eidgenossen bekriegen wollte; wenn übrigens Orte oder Agenden, wo sie sitzen, mit den Eidgenossen um anderer Sachen willen in Krieg gerathen, so mögen lw thun, was andere, die in solche Kriege begriffen werden. 6. Des an Claus Schumacher begangenen Todtschlggs wegen sollen Hensli Blüny und Hensli Schön dem darüber gestellten Richtungsbrief genug ^Uin. Es siegeln die vier Vermittler, für die Eidgenossen Schultheiß und Rath zu Lucern und für Richiner, Schmid und ihre Helfer Burgermeister und Rath von Zürich. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängenden Siegeln; das Siegel von Zürich fehlt. Lucerner Rathsbuch V. .-V. 117 >>. 1449, 13. August (gnarts. ants ussuiuAttouis Nario): „Ze wissen, als gemein Eidgnossen mit Niiggern Richnern vnd Hansen Schmitt vnd Iren Helffern geeicht sind nach Inhalt der Rich- tungbricffen, dar vber geben. Wand nu dieselben Jr Hclfser nit all vnder ougen gewesen, dar vmb si nit alle mit dem namcn In denselben bricffen geschriben sind, vnd aber die Richtung Innhalt, welcher In die Richtung welle, dz der das tun möge, vnd aber dann schwere vnd sich verbriefst ze halten, als die Richtung wist, Also Hand disc nach geschriben alle gcsworn, dcra ettlich in den bricffen geschriben sind, die andern aber nit mit namen darin begriffen sind vnd doch gesworn Hand vnd sich verbrieften wcllent, nemlich als si hie geschriben stand: Rlldger Richiner von Sulz, Hans ^.chmit von Hcglingm, Honbtsecher; Jr Helffer: Hans Zimbcrman von Sarmistorf, Hans Wiser, gcncmpt Römer, von Baden, Caspar Wachli von Sulgen, Heini Merhgcr ab dem Znrichberg, Hans Walthcr, gcnampt Kalbsmnl, von Basel, Hans Cantzlcr, Heini Zicgler, Heini Ott, Hans Bircher, HanS Steinhnwel von Werdenberg, den man nempt Lug ins land." 236 August 1449. SS«. R449, R6» AtlHvhl (Samstag nach Unserer Lieben Frowcn Tag zc mitten Ougsten, ze latin gencmpt ^ssnmxtionis). Archiv Schwyz. Schultheißen, Ammänner, Ruthe, Bürger und Landlentc von Lucern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden thun allen geistlichen und weltlichen Fürsten und Herren, Bischöfen, Aebten, Pröpsten, Kirchherren, Leutpriestern, Chorherren, Caplänen, Grafen, freien Herren, Rittern, Knechten, Bürgermeistern, Schultheißen, Ammännern, Rathen, Vögten, Richtern, Amtleuten und Allen, denen dieser Brief vorgezeigt wird, mit klagendem Gcmlithe kund, daß das Frauenkloster zu Engelberg St. Benedicten- Ordens, worin bei hundert Frauen dem göttlichen Dienste oblagen, kürzlich vollständig abgebrannt sei, und bitten, demselben das heilige Almosen für den Wiederaufbau zukommen zu lassen. Pergamentene Urkunde mit vier anhangenden Siegeln. »SV Arth. (?) Z44?», T«. September (Freitag vor Sanct Michaels Tag). Stadtarchiv Zug! Urknndcn-Protvcvll II, 303. Ammann, Rath und Burger von Zug einerseits und Ulrich von Hertenstein, Ammann zu Lucern, andererseits, hatten ihre Stöße und Spanne um den Umfang und die Märchen der Gerichte zu Hertenstein nach der Eidgenossen geschworner Bundbriefe Sage letztlich auf Ital Reding, Landammann zu Schwyz, als Obmann mit gleichem Zusatz, zu rechtlicher Entscheidung gesetzt. Die Parteivorträge waren gehalten, die Urtheile der Zugesetzten gesprochen und dem Obmanne übergeben, dieser aber hatte von ihnen erlangt, auch in der Minne sprechen zu dürfen. Bevor er den Spruch gethan, starb er und die Sache blieb lange Zeit liegen. Um dieselbe zu Ende zu bringen, übergaben die Parteien den Entscheid in gleicher Weise als einem Obmann zu Minne oder Recht dem Sohne des Verstorbenen, Ztal Reding/ Landammann zu Schwyz, und dieser setzte nun nach neuer Untersuchung und Verhandlung auf einen, Tage zu Arth an Sant Peleyen-Abend (27. August) mit Hülfe einer Rathsbotschaft von Schwyz durch einen Spruch in der Minne die Märchen der Hertensteinischen Gerichte fest und entschied, daß innert derselben die von Hertenstein Twing, Bann und Gerichtsbarkeit über alle Dinge, Leute und Gut, haben sollten, allein die Gerichtsbarkeit über das Blut ausgenommen, wie es in dem Spruchbriefe, den vor Zeiten (1424) der Eidgenossen Voten gethan, begriffen sei. »S8 Schwyz. I44N, RR. Oktober (Samstag vor Galli). Archiv Schwyz. Gemeiner Eidgenossen Boten senden dem Rathe zu Ulm und gemeinen Reichsstädten der Vereinung in Schwaben eine Copie der Antwort, welche Markgraf Albrecht von Brandenburg den Eidgenossen auf October 1449. 237 das Schreiben, daS sie wegen seines Krieges mit den Reichsstädten an ihn hatten ergehen lassen, zugeschrieben hat, mit der Bemerkung, sie werden daraus deS Markgrafen Begehren entnehmen; sie möchten schweren Folgen ermessen, welche zu befürchten seien, wenn der Streit nicht geschlichtet oder zu Recht bertädiget werden könne. Concept ikuf Papier. Laibach, 1449, 10. October (Freitag nach Dionysii). König Friedrich schreibt an gemeine Eidgenossen, er werde bemüht sein, den Krieg zwischen den Fürsten und Reichsstädten zu stillen und den Frieden herzustellen. (Archiv Schwyz, Nro. 455.) »SSZ B'ttden» K.7. (Montag nach Saut Othmars Tag). Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, ES ist gerathschlagt, daß die vier .Zugesetzten auf einen ihnen gelegenen Tag zusammentreten und versuchen sollen, ob sie sich über einen gemeinen Mann auS den Orten Zürich, Bern, Solothurn, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, GlaruS vereinigen können. Wäre dieses der Fall, so soll der erwählte Obmann sofort von seinen Obern angewiesen werden, sich der Sache anzunehmen und sich mit seinem Eide zu verbinden, innert Monatsfrist seinen Spruch zu geben über die Urtheile der Zugesetzten bezüglich deS neuen Bundes (zwischen Zürich und Oesterreich), welche Urtheile versiegelt hinter dem Abte von Einsiedeln liegen. Sobald der gemeine Mann sich solchergestalt zu der Sache verbunden hat, so lollcn die Eidgenossen die Länder, Leute, Städte und Schlösser, welche sie in diesem Kriege eingenom- men, an Zürich zurückstellen, „wie denn vormalen davon gerett ist", doch so, daß die Leute dieser Städte, Länder, Gebiete u. s. w. sich dessen in keiner Weise zu entgelten haben sollen, und mit dem Vorbehalte, daß es bei demjenigen sein Verbleiben habe, waS wegen RichterSweil und WädenSweil vormals geredet worden, auch daß daS von Peter von Argun gegebene Urtheil in voller Kraft verbleibe. Beidseitige Kosten und Schaden, sowie die Ansprache der Zürcher an Bern, Solothurn, GlaruS und Appenzell als Helfer, sollen hin und ab sein. Sollten dagegen die vier Zugesetzten sich über einen gemeinen Mann nicht bereinigen können, so sollen sie sich auf eine Reichsstadt vereinigen, deren Burgermeister und Kleiner Rath sodann entweder unter denjenigen, welche die vier vorschlagen, oder sonst aus den genannten Orten Zürich, Bern, Solothurn, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, GlaruS einen andern ehrbaren Mann zu bezeichnen haben. Und wen» dann der solchergestalt ernannte gemeine Mann daS Urtheil derer von Zürich in Betreff deS neuen Bundes als daS gerechtere erklärt, so sotten sie bei dem neue» Bunde bleiben und der gemeine Mann soll bei seinein Eide innert Monatsfrist auch die andern Urtheile in Betreff deS Kosten- und Schadenersatzes entscheiden. Erklärt er aber das Urtheil der eid- llrnöjsischen Schiedleute als daS gerechtere, so sollen die Eidgenossen unverzüglich denen von Zürich die eingenommenen Gebiete zurückstellen und soll dabei Schaden gegen Schaden aufgehen, doch immerhin ohne Entaeltnip der Leute in den eingenommenen Landschaften und unter Vorbehalt, daß daS frühere Nedlitz, hinsichtlich der Dörfer WädenSweil und RichterSweil, sowie daS von Peter von Argun entschiedene Urtheil in Kräften bleiben. Um die Meinung der Obrigkeiten über diesen Rathschlag beizubringen, ,ollen die Boten Dienstags nach St. NiclauStag (9. December) mit Vollmacht zu Lucern erscheinen. 238 December 1449. s«« 144?), 8. December (Montag nach Nicolai). Tschudi- Chronik II. 5Z4. Boten: Schwyz. Kupferschmid; Werni Ulrich; Hans an der Rüti; Ziberig. Glavus. Heinrich Wlift; Jost Stucki. a. Jost von Ospental von Schwyz, Vogt zu Windeck, legt Rechnung ab für zwei Zahre; Reinertrag derselben, nach Abzug aller Kosten, 165 Pfund Haller. I». Heinrich Wüst von Glarus, Vogt zu Utznach, legt für zwei Zahre feine Rechnung ab; Reinertrag 214 Pfund und 5 Eimer Wein. v. Zedcs Land übernimmt die Ansprache an feinem Vogt, der Ueberschus; wird getheilt; jedes Ort erhält daher für beide Zahre 217 Pfund. »«R Zürich« R44S, m December. Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 113. „Dis sollen die botten heimbringen": Derer von Lucern Bitte und Begehren derer von Meyen- berg und Merifchwand wegen. I». Die Rechtbote, welche Caspar von Bonstetten und des Peyers Kinder denen von Appenzell gethan haben. «. Alis St. Valentins Tag zu Nacht soll man die Voten, die jetzt dagewesen, zu Zürich haben, des Gotteshauses St. Gallen wegen. «K. Der Markgraf hat gemeinen Eidgenossen Herzog Albrechts von Oesterreich wegen Tag gesetzt auf Unserer Lieben Frauen Tag zur Licht- mesfe (2. Februar) nach Bafel. Diesen Tag soll jedes Ort durch seine Botschaft beschicken, wie das dem Markgrafen zugesagt worden ist. Dieser Abschied trägt weder Jahres - noch Tagesdatum. Folgendes Missiv aber in Vergleichnng mit Art. ä dürfte für sein Datum entscheidend sein: 1449, l 9. Dcccmbcr ^Freitag auta Hioino). Bern schreibt an den Markgrafen Jacob von NiedcrbadeiU Auf seine Tagansetzung nach Basel, zum Versuch, die Eidgenossen mit dem Herzog Albrecht von Oesterreich in eine ganze Richtung und ewige Sühne zu bringen, seien die Eidgenossen übereingekommen, den vorgeschlagenen Tag Z" Basel zu besuchen. (Staatsarch iv Bern, deutsches Missivenbuch I.. 182.) 17« Januar (»fs Amomh. Staatsarchiv Liicrr» : Acten Zürichkrieg. «Zedel vff Autonii, der Beredung halb zwüschen den Eidgenossen vnd den von Zürich geftellet »noo stvmini stlillosimo tjuilstriu^cmlosimo czuingun^zimo." Ein Entwurf zu dem gütlichen Vergleiche von, 8. April des gleichen Jahres zwischen Zürich und den Eidgenosse über alle Streitpunkte, mit Ausnahme des österreichischen Bundes, siehe unten Abschied 3t!7. Zanuar 1450. 239 Barett« R430, T3. Jnnnnr (Freitag vor Saut Paulus bekcrd). Staatsarchiv Liiccr». Heinrich von Bubenberg, Ritter, Herr zu Spiez, als gemeiner Mann, Brun von Tettikofen, genannt Bünderich, Stadtannnann zu Constanz, und Marqnard Brisacher, des Raths daselbst, als Zugesetzte des Bischofs von Constanz, Petermann Goldschmid, Altammann zu Lucern, und Ztal Reding, Lundaminann zci Schwyz, als Zugesetzte gemeiner Eidgenossen, Urkunden: Daß beide Parteien, nämlich ^r Bischof von Constanz von seiner Gerichte zu Kaiserstuhl, Klingnau, Zur',ach lind deren Zubehör wegen, die Eidgenossen von der Grafschaft Baden wegen, in deren hohen Gerichten jene bischöflich con- stanzischen Aemter und Herrschaften liegen, sich über die zu Recht gesetzten Klagen wegen gegenseitigen Uebergriffen und Competenzüberschreitungen beidseitiger Amtleute freundschaftlich geeinigt haben und einander in Gütlichkeit bei ihren Rechten und Herkommenheiten in genannten Herrschaften verbleiben zu lassen begehren; dagegen sei bei diesem Anlasse von den Parteien in gegenseitigem Einverständnisse vor vbgcnanntcn Schiedleuten das nachfolgende Regulativ für die Amtleute aufgestellt und beschlossen worden: Wenn Jemand in den genannten Herrschaften Kaiserstuhl, Klingnau, Zurzach und dazu gehörigen Aemtern dem Andern freventlich zuredete mit Worten, die diesem an die Ehre gehen, so sollen die bischöflichen Amtleute, sobald sie davon Kenntnis erhalten, zu beiden greifen, sie anhalten, zum Rechte M vertrösten, sofort Rechttag ansetzen und denselben dem Vogte von Baden verkünden. Auf solchen Aechttag soll der eidgenössische Vogt von Baden entweder persönlich oder durch einen Statthalter an borbenannte Orte kommen. Daselbst soll der Klager seine Klage vor dem Vogte von Baden und den Amtleuten des Bischofs durch seinen Fürsprecher eröffnen lassen. Schwört darauf der Antworter, daß " leine Rede gegen den Klager im Zorne gethan habe und nichts anderes von ihm wisse, als Ehre und Gutes und daß er ein Biedermann sei, so hat er in solchem Falle dem Vogte von Baden geantwortet und seine Bestrafung geht nur den Bischof von Constanz oder dessen Amtleute an. Sprache dagegen ber Beklagte, er wolle seine Rede, womit er dem Kläger an seine Ehre geredet, beweisen wie Recht, so lösten über solchen Beweis die constanzischen 'Amtleute in Gegenwart des Vogtes von Baden oder seines Statthalters richten. Und bringt nun der Beklagte rechtsgenüglichen Beweis für die Wahrheit seiner Rede, so soll der Amtmann des Bischofs um die Sache nicht weiter richten noch Recht fragen, sondern den Richtstab sofort dem Vogte von Baden übergeben und die Person, auf welche die ehrver- letzcnde Rede als wahr erwiesen worden ist, ihm zu seinen Händen und in seine Gewalt überantworten, 'wo das von Alter her gekommen ist. Gleichermaßen soll, wenn dem Beklagten der Beweis der Wahrheit wißlingt, dieser dem Vogte von Baden überantwortet werden. 2. Wenn fürderhin eine Person, Mann vde^ Weib, die in obgenannten bischöflich constanzischen Gerichten, Twingen und Bannen gesessen wäre, '» einen ,o bösen und argwöhnischen Leumund fiele, daß sie an Leib oder an Leben zu strafen wäre, so o len die Amtleute des Bischofs, sobald sie das vernehmen, eine solche Person ergreifen, um die Sache echttag ansetzen und diesen dem Vogte von Baden verkünden. Zst nun Sache, daß die verleumdete Person mit Kundschaft, die man vor Allem zu erhalten suchen soll, überwunden wird in Gegenwart des ogtes von Baden oder seines Statthalters nach Form Rechtens, so sollen die Amtleute des Bischofs 240 Januar 1450. eine solche Person sofort mit Leib und Gut mit dem Gerichtsstabe dem Vogte von Baden überantworten und nicht weiter in der Sache zu richten haben. Möchte man aber gegen die verleumdete Person keine Kundschaft erlangen und wäre sie selbst der Missethat nicht geständig, der böse Leumund aber so stark und groß auf sie gefallen, daß man sie bitligermaßen nicht ungefragt lassen könnte, so soll man sie in Gegenwart eines Vogtes von Baden an das Seil legen und sie damit oder in anderer Weise „fragen, das es gnug sye vnd Inmassen, als das nach sinem bösen Kunden gebürlichen vnd billichen zetunde ist". Gesteht dann dieselbe Person ihre Missethat, so soll sie sofort dem Vogte von Baden in seine Hand und Gewalt überantwortet werden, wie das von Alter her gekommen ist. Würde aber eine solche verleumdete Person landflüchtig, so soll ein Vogt von Baden zu ihren, Gute greifen nach Herkommen. Möchte dagegen eine solche verleumdete Person, die ergriffen worden, mit Recht nicht umgebracht werden, so sollen die conftanzischen Amtleute in Gegenwart des Vogtes von Baden „sich nach notturft besorgen, das si vnd die landsässen in der graffschaft vnd ander, wie das notdürftig ist, von Inen ane kumbcr vnd engeltnusse beliben". 3. Die constanzischen Amtleute sollen fürderhin keine bußwürdige Sache, welche die hohen Gerichte angehen möchte, betädingen oder dahinfallen lassen ohne eines Vogtes von Baden Wissen und Willen, sondern sie sollen dem Rechte darüber seinen Gang lassen, wie das von Alter her gekommen ist. Würde hiegegen gethan, heimlich oder öffentlich, wissentlich oder unwissentlich, so soll es keine Kraft haben, sondern allweg der Gerechtigkeit vorbehalten sein. 4. Da bisher der Freiung des .Zurzacher-Marktes wegen einiger Streit gewesen, so wird nun festgesetzt, daß der Eidgenossen und ihres Vogtes zu Baden Freiheit und Gewalt daselbst mit allen Gerichten, großen und kleinen, anfangen soll auf des Jahrmarktes Abend mit den, Anfang des Vcspergeläutes und dauern bis am Tage nach de», Schlüsse des Jahrmarktes zu Anfang des Primgeläutes.—Diese vorstehenden Festsetzungen sollen fürderhin zu ewigen Zeiten von den beiden Parteien gegen einander gehalten und getreulich beobachtet werden. Pergamentene Urkunde mit fünf Siegelschnüren, wovon jedoch die Siegel abgerissen oder abgebröckelt sind. (Abgedruckt bei Tschudi II. g38>) S«4. I. (Sonntag ItorniiusLsro). Basel: Offnungsbuch II. 38. Friedensverhandlungen zwischen Bern und Solothurn einerseits, und Thomas von Falkenstei" andererseits, unter Vermittlung des Burgermeisters und Raths zu Basel. »«5 K4315, vor dem R3. Ntckrz. Staatsarchiv Lucer» - Allgemeine Abschiede, 77. l». Der Reichsstädte Voten bitten um Hülfe und Rath oder Vereinigung mit ihnen gegen die Herrschaft, mit der sie in Feindschaft stehen; sie verlangen, vier Wochen nach Ostern mit den Eidgenosse" einen Tag zu St. Gallen zu leisten. Auch bitten sie um eine Botschaft auf den Tag zu Münche"' März 1450. 241 5». Es ist unserm Herrn, dem Konig, dem Markgrafen Albrecht und den Kurfürsten zu schreiben, v» Wir haben einen Tag gesetzt nach Lucern auf den Sonntag Mittefasten (15. März). Dieses datumtose Actcnstück ist oon Cysat überschrieben: „Abscheid von Boden 1450". Daß die Iohrzohl richtig ist, ergicbt sich aus dem folgenden Missiv: 1450, 11. März (Mittwoch nach Ooull). Gemeine Reichsstädte der Verehrung in Schwaben bitten gemeine Eidgenossen, eine Botschaft mit der ihrigen ans den Tag zu München auf HuasirnoäoZiZniti zu schicken, welcher Tag den Städten vom König gegenüber einigen Fürsten und Herren, mit denen sie in Feindschaft stehen, gesetzt sei. (Staatsarchiv Lucern, ungebundene Abschiede.) Siehe auch den Abschied 366. Lttceri». 141? 11, I (am xvj Tag Merzen). Staatsarchiv Lncern: 'Allgemeine Abschiede, 127. Gemeiner Eidgenossen Rathsfrerinde zu Lucern versammelt, schreiben an Kaiser Friedrich oder seine bevollmächtigten Commissarien: Sie haben schon vor längerer Zeit ihn aufmerksam gemacht auf die Gefahren, welche dem heiligen römischen Reiche von dem grausamen Kriege her drohen, der zwischen dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg auf der einen, der Stadt Nürnberg und andern mit ihr verbündeten Reichsstädten auf der andern Seite, eines Herrn von Heidegg wegen geführt werde. Darauf habe der Kaiser geantwortet, er habe den Parteien Frieden geboten und sie angewiesen, vor ihn selbst oder vor feine bevollmächtigten Commissarien um ihren Streit zu Recht zu kommen; man vernehme vber seitdem, daß dieses Friedegebotes ungeachtet die Parteien je länger desto härter sich bekriegen und daß insbesondere die Städte sich beklagen, der Markgraf wolle sie trotz aller Rechtbote und deS kaiserlichen Friedensgebotes vom Reiche drängen. Die Eidgenossen bitten daher, als ein „arm glid" deS römischen richeS, den Kaiser als dessen Beschirmer und Mehrer, „die Flügel üwerS künigklichen gewalteS gegen e>den Pnvthyen ze erzeigen" und ihnen mit Strenge Frieden zu gebieten, damit das heilige Reich bei hinein Stand lind Herkommen bleibe. »«V ^»apprl. lAÄtl, 8. April (Mittwoch nach drin heiligen Ostertag). Staatsarchiv Zürich. Gütliche Richtung der Eidgenossen mit der Stadt Zürich über alle gegenseitigen Streitpunkte, 'v't Ausnahme deS österreichischen Bundes. — Beilage 26. »«8 IAAP, o TA. April. Staatsarchiv Lucerii: Allgemeine Abschiede, .1, IZS. tt. Herzog Albrecht von Oesterreich hat sich über die von Schaffhausen beklagt und die Zürcher illgen sie aufgemahnt, weil sie aus ihrer Stadt einen Büchsenschuß auf ihn gethan und ihm damit 31 242 April 1450, seinen Rock am Leibe durchlöchert, ferner ihm sein Schloß Laufen und das Schloß Rheinau, sein väterliches Erbe, eingenommen haben. Auf Verwendung der Boten von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug haben nach vieler Rede und Widerrede die von Schaffhausen zugesagt, daß sie dem Herzog Albrecht von Oesterreich um die drei genannten Klagepunkte zu Recht stehen wollen vor einem Burgermeister und Rath von Zürich, Ueberlingen oder Lindau, nach des Herzogs Wahl. I». Heimbringen, daß die von Zürich mit der Eidgenossen Boten geredet haben, sie möchten zu Zürich oder zu Baden mit Hans Wilhelm von Friedingen einen freundlichen Tag leisten seiner Ansprache wegen, die er an die Eidgenossen zu haben vermeint. Man soll denen von Zürich beförderlich antworten, ob man einen solchen Tag leisten wolle oder nicht. Dieser Abschied trägt kein Datum; er scheint aber zwischen die Aufforderung König Friedrichs an die Schaff- hauser, dem Herzog Albrecht zu huldigen, ü. ä. 31. Decembcr 1449, und die Fehdebriefe Herzog Albrechts und der schwäbischen Herren und Städte, ü. ü. 24. April l 450, (Lichnowsky VI. Negesten 1478 —1500) gesetzt werden zu müssen. Mit dem angeblichen Mordversuche auf den Herzog Albrecht im Jähr 1448 (Anzeiger für schweizerische Geschichte 1800, S. 133 ff.) hat das vorliegende Docnmcnt keinen Zusammenhang. — Zu >» vergleiche übrigens Abschied 380 «. Oinsiedoln. HeAAtt, im iytai. Tschlldi: Chronik !s. 5^3. Die vier Zugesetzten in dem Streite um die Rechtsbeständigkeit des Bundes zwischen Zürich und Oesterreich vereinigen sich mit Willen der streitenden Theile, den Rath der Reichsstadt Ueberlingen um Bezeichnung eines Obmannes in der Eidgenossenschaft anzugehen, der ihre spännigen Urtheile scheide. (Freitag nach de« b>. Kreuze« Erfindung.) Archiv Schw»;. Schultheiß, Räthe und Burger gemeinlich der Stadt Utznach, Ammann, Räthe und Gemeinde all' Utznacherberg, das Dorf Schmerikon und alle, die in die Grafschaft Utznach gehören, Urkunden-, Daß sie, zufolge der vom Grafen Friedrich von Toggenburg sel. bei Lebzeiten denen von Schwyz ertheilten Bewilligung und der nach dessen Tode eingetretenen Verhältnisse, mit ihren lieben Herren und guten Freunden von Schwyz und Glarus ein ewiges Landrecht eingegangen haben in folgender Weise: 1. AÜr Männer lind Jünglinge über 14 Zähren haben für sich und ihre Nachkommen geschworen, der Länder Schwyz und Glarus Nutzen lind Ehre zu fördern, ihren Schaden zu wenden, ihnen gehorsam, beholftn und berathen zu sein lind, wenn sie mit Jemanden Streit bekämen, ein Rechtbot auf die beiden Länder sammt oder sonders anzunehmen; ebenso sollen auch, wenn ein Theil der Utznacher mit einem andern stößig würde, Rechtbote auf Schwyz oder Glarus, oder, sofern diese nicht selbst sprechen wollten, vor ein von ihnen angewiesenes Gericht angenommen werden. 2. Kein Laye soll den andern vor fremde Gericht Mai 1450. 243 treiben, noch verHeften, noch verbieten, ausgenommen den rechten Gülten und Bürgen, und es soll, ausgenommen den Fall der Rechtsverweigerung, jeder nur vor dem Richter seines Wohin oder Heimath- ovtes mit Recht vorgenommen werden. 3. Neue Burg- oder Landrechte können die von Utznach :c. nur mit Rath und Willen der beiden Lander eingehen. 4. Burger und Landleute, die bei ihnen haushäblich sitzen wollen, mögen sie annehmen; dieselben sollen dann aber auch dieses Landrecht beschwören. 5. Wer «us der Grafschaft Utznach wegzieht, der wird damit auch dieses Eides ledig; doch soll er Ansprachen, er hat, an dem Orte, wo sie entstanden, berechtigen. 6. Beide Theile leisten einander Hülse in eigenen Kosten. 7. Beide Theile geben einander freien Kauf. 8. Die von Utznach bleiben bei allen ihren Frei tzeiten, Privilegien, Gnaden, Rechten, Gerichten:c. 9. Steuern und Bräuche, welche die von Schwyz und Glarus auf sich legen, berühren die von Utznach :c. nicht, und umgekehrt, 10. Je zu fünf oder zehen Jahren, nach Erfordern derer von Schwyz und Glarus, wird das Landrecht neu beschworen. II. Vorbehalten bleiben Kaiser und Reich und die Rechte der Freiherren Hiltbrand und Petermann von Raron, Erbherren zu Toggenburg und zu Utznach, dazu Zedermann, Geistlichen und Weltlichen, ihre Rechte und Gerechtigkeiten. — Es siegeln für die von Utznach w., auf deren Bitte, Johannes Vader, Ammann in der March, und Ulrich Vasnacht, Vogt zu Einsiedeln. Pergamentene Urkunde. D!e beiden Siegel sind abgefallein Abgedruckt bei Tschndi il. üiii ff. »VI Kaiserstnhl. »450, T4. Juni. Staatsarchiv Lncern. (lomiui „Vff dem gütlichen Tag zu Keiserftul vff Johannes Baptifte, gehalten jwlhchen dem durchlüchtigen hochgeporn fürsten vnd Herrn, Herzog Sigmund, Herzogen zu Oesterrich zc., sujerm gnedigen Herrn, vnd gemeinen Eidgnossen, ist von einer verstantnusse vnd gütlicheit geredt, als b>e nach begriffen ist": I. Herzog Sigmund mit allen seinen Gebieten diesseits des Arlbergs vereinigt sich auf drei Jahre mit den Eidgenossen. 2. Er bekriegt die Eidgenossen nicht selbst, »och gestattet er, baß sie aus den genannten Landen oder durch dieselben bekriegt werden. Erheben sich Stöße zwischen ihm und den Eidgenossen oder einem Orte, so wählt er einen Obmann unter den Eidgenossen; jeder Theil setzt ZU diesem zwei ehrbare Männer. Diese sprechen innert Monatsfrist, wenn sie den Stoß nicht gütlich verglei- chen können, darüber rechtskräftig ab. 3. Gleiche Gegenverpflichtung der Eidgenossen. 4. Wenn besondere Perionen der beiden Parteien an einander Ansprachen gewinnen, so folgt der Kläger dem Beklagten vor sein natürliches Forum; da soll ihm Recht gehalten werden. Geschieht es nicht, so mag er sein Recht »fürbas" suchen. Erlangte Rechte oder verbriefte Schulden oder Zinse soll Jedermann nach Landesrecht und Gewohnheit einbringen. 5. Jeder Theil giebt dem andern in seinen Städten und Landen feilen Kauf. ti. Jedermann bleibt bei seinen Märkten nach altem Herkommen. 7. Wenn Herzog Albrecht von Oesterreich mit gemeinen Eidgenossen oder mit einem Orte in Krieg käme, so soll Herzog Sigmund m ,einem Lande still sitzen und ihnen durch selbes keinen Schaden zufügen lassen. 8. Wenn dagegen die Eidgenossen mit Herzog Albrecht „von ir selbs spruch old ander fach halb" zu Krieg kämen, soll Herzog Sigmund der Einung halb nicht gebunden sein. 9. Beide Theile sollen diese Beredttiß zur 244 Juni 1450. Vollziehung dringen. 10. „Es ist ouch nämlich hier inn beredt worden, das beiden partim die Richtung vnd Hindergang der Rechten, zu Costanz beschechen vnd beschriben, in diser eynung vnuergriffen vnd Inen Jr grechtikeit behalten sin hol." II Nach Ausgang der Einung sollen beiden Theilen ihre Rechte vorbehalten sein. IConcePt auf Papier. Dieser Entwurf trägt kein Jahresdatum. Das -um» clomüri im Anfang ist von späterer Hand beigesetzt. Die Jahrzahl scheint aber richtig zu sein; denn die Thcilungsverträge zwischen den Herzogen Albrccht und Sigmund datircn vom 4. März 1450. (Lichnowsky VI. Negesten t485 1490. Chmcl, Materialien zur österreichischen Geschichte I. 2. 307, 30«, 309, 310.) Borher kam Herzog Sigmund mit den Eidgenossen in keine Berührung, auch konnteil vor dieser Thcilung die Bestimmungen dieses projcctirtcn Vertrages keinen Sinn haben. Daß Herzog Sigmund mit den Eidgenossen bald nach Uebernahmc seines Theils der »ordern Lande in Verhandlungen trat, crgiebt sich schon aus dem Schreiben König Carls VII. von Frankreich ans Roussillon vom 28. April 1450, wodurch er dein Herzog Sigmund verspricht, Abgeordnete nach Constanz zu senden, um ihn mit den Eidgenossen ausauszugleichen. Chmcl, Materialien zur österreichischen Geschichte I. 2. 312. Lichnowsky VI. Regcstcn 1504. (»insiedeln. I4Ä0, I ». Juli. Staatsarchiv Luccr». Obmannsspruch Heinrichs von Bubenberg, Ritters, Schultheißen zu Bern, in dem Streite zwischen Zürich und den fünf Orten über den österreichischen Bund. — Beiluge 27. (»insiedeln. 14. Juli (vfs Saut Marqmheu Abend). Archiv Schaffhausc». Boten: Zürich. Johunnes Keller, Burgermeister; Heinrich Effinger, des Ruths; Rudolf von Cham, Studtfchreiber. Bern. Ludwig Hetzel. Lucern. Peter Goldfchmid, Ammunn. Uri. Huns Püntiner, Ammunn. Schwyz. Arnold Kupferfchmid. Unterwulden. Nicluus von Einwil, Altummann. Gla- rus. Jost Tschudi, ?lmmann. Huns Wegmann, Clewi Schenk, Huns von St. Gullen, Uli Muthis, Jörg Hurtlieb, Huns Schult- heß, Othmar Jmbli und Bürgi Helber sprachen Schuffhuusen um Sold un, du sie ihnen geholfen Hutten das Schloß Balm gewinnen; Bürgermeister und Ruth von Schuffhuusen dagegen behaupteten die Am forderer um diese und andere Dienste ausgerichtet zu Huben und ihnen nichts schuldig zu sein. Beide Parteien kamen zu Recht auf die zu Einsiedeln versammelten Voten der Eidgenossen; diese vermittelten den Streit in Güte dahin, daß Schuffhuusen aus Freundschuft und ohne Anerkennung einer Pflicht fedew der genannten Knechte 3 rheinische Gulden und dem Vögelin auch 3 rheinische Gulden gebe, diese dagegen auf alle weitere Ansprachen verzichteten und damit aller gegenseitig entstandene Unwille aufgehoben und abgethan sein sollte. Es siegelt im Namen aller Boten Johannes Keller, Burgermeister von Zürich- Juli 1450, 245 »74 Arth. I4S<», I S. Juli. Archiv Schwvj. Heinrich von Bubenberg, Ritter, Herr zu Spiez, Schultheis zu Bern, Ludwig Hetzel, Venner, und Johannes von Kilchen, Gerichtsschreiber daselbst, Urkunden: Daß sie als TadigungSleute von ihren Herren mit Hülfe und Rath des von Lucern dazu geordneten Petermann Goldschmid selig den Land- ummann, die Rathe und Landleute von Schwyz und die Hofleute zu Pfafsikon, Freienbach, Wollcrau, Hürden und Ufnau zum Versuch eines gütlichen AustrageS ihrer Streitigkeiten über die Form des von letztern den erstern zu leistenden EideS auf diesen Tag nach Arth beschieden haben, woselbst beide Parteien, die Hofleute mit ihrem rechten, natürlichen Herrn, Herrn Franz von Rechberg, Abt zu Einsiedeln, erschienen seien. Da habe man mit beider Theile Uebereinstimmung die Eidesformel folgendermaßen festgestellt: „Wir nachbenempten, die hoflüte ze Pfeffikon, Fryenbach, Wollrawen, Hürden vnd Vfnow vnd alle die, so darzu gehörend sind, sollen sweren, wenn daS ze schulden kumpt vnd notdürftig wirt, liplich zu Gott und den heiligen, eines landammanS vnd gemeiner lantlüten vnd desselben landeS ze Swytz nutz vnd ere Ze fürdern, Iren schaden ze warnend vnd ze wenden, Inen behulffen vnd beraten, ouch daby Inen gehorsam vnd gewertig zesind aller der gewaltsami, gerichten vnd gerechtikeiten, wie denn daz die Statt Zürich an vns gehept vnd harbracht hat vnd einem jegklichen vogt, den vnS die obgenanten vnser Herren von Switz je zu zitten geben werdent an Jr statt vnd von Jr wegen, alles in guten trüwen une alle geuerd, doch also vnd mit solicher wüssend, daS si vnS bi allen vnsern gerechtikeiten, wie wir du mit von alter har komen sint, beliben lassen vnd vnS darinn vnd damit halten sollent, wie vnS die uvn Jürich dar inn gehalten vnd beliben lassen Hanl, vnd ouch daz alle vorgeschriben fachen vnd eyde dem Erwirdigen Gotzhuß zu den Einsidelcn vnd einem jegklichen Herrn vnd Abt daselbS vnd allen Iren uuchkomen an Iren fryheiten, gnaden, ehaften, gewaltsam«, gerichten, rechten, altem Harkomen, guten gewonheiten vnd eyden in alle wise vnd weg vnvergriffen vnd daran vnschedlich sin sollent, wand desselben ^echhuß eyde vnd gerechtikeiten vor den obgenanten vnd allen andern eyden vnd gerechtikeiten gan sollent, du« inn all böfi fünd vnd arglist gentzlich vermitten vnd Hindan gesetzt." Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. »7S I4St), T7. Jnkl (Ätoalag »ach Sanct Jacobstag). StaatSarcl)iv ^'ucern. Die Städte Baden, Bremgarten und Mellingen erneuern urkundlich die Eide und Huldigungen, welcbt sie vor fünfunddreißig Jahren bei der Eroberung deS Argau'S durch die Eidgenossen von Zürich, nn, Lucnn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und GlaruS geschworen hatten, nämlich: 1- deS heiligen w'mschen Reiches und der obgenannten Eidgenossen sammt und sonders Nutzen und Ehre zu fördern, mren Schaden zu wenden, ihnen allen zu deS beiligen römischen Reiches Händen um alle die Herrlich 246 Zuli 1450. keilen und Rechtsame, welche die Herrschaft Oesterreich da besessen, gehorsam und gewärtig zu sein, wie sie vormals der letztern gehorsam und gewärtig waren, den Eidgenossen mit Leib und Gut zu helfen, sie beim Reich und bei ihnen zu behaupten; 2. die genannten Städte sollen Reichsstädte heißen und bleiben, doch der Herrlichkeit der Eidgenossen unbeschadet; siesollen der Eidgenossen offene Häuser sein in allen Kriegsnöthen; 3. dagegen lassen die Eidgenossen die drei Städte bei allen ihren Freiheiten und Rechten, welche sie von Kaisern, Königen und dem Hause Oesterreich erworben, und verpflichten sich, sie zu schirmen und bei ihnen und dem Reiche zu handhaben; 4. ebenso gewährleisten die Eidgenossen ihnen die freie Wahl ihrer städtischen Räthe, Aemter, Gerichte w., wie das bei der Eroberung versprochen worden; 5. kämen die Eidgenossen unter sich in Zwistigkeiten, so sollen die drei Städte stille sitzen, bis sie von allen Orten oder dem Mehrtheil gemahnt würden; diesen sollen sie Gehorsam leisten; 6. die Eidgenossen sollen die drei Städte von dem heiligen Reiche und von ihnen nicht verkaufen, verpfänden, vertauschen, noch beschätzen; dagegen sollen 7. auch die drei Städte kein Bündniß, Burg- oder Landrecht mit irgend Jemanden eingehen, ohne gemeiner Eidgenossen oder des Mehrtheils Wissen, Willen und Erlaubnis. So oft die Eidgenossen oder der Mehrtheil unter ihnen von den drei Städten die Erneuerung der Eide und der Huldigung verlangen, so soll dieselbe stattfinden. Drei pergamentene Urkunden, von jeder der drei Städte für sich ausgestellt, mit hängenden Siegeln. Abgedruckt bei Tschudi Is. 555. SV« I43U, wahrscheinlich im Juki. Archiv (Glarus. Neuer Bund der vier Orte .Zürich, Uri, Schwyz und Unterwalden mit dem Lande Glarus, unte r .Zurückdatirung auf den Tag des sogenannten bösen Bundes vom 4.Zum 1552. — Beilage 23. Dieser Buudesbrief ist abgedruckt bei Tschudi I. 409 — 411. Den Tag auszumitteln, an welchem derselbe ausgestellt wurde, war unmöglich; weder die Abschiede, noch das Archiv von Glarus boten dafür Anhaltspunkte. Schuler uud Müller datireu ihu vom 6. Mai 1450, Tschudi II. 554 führt ihn erst nach der durch den Ob- mannsspruch vom 13. Juli vollendeten. Ausgleichung zwischen Zürich und den Eidgenossen an. Es ist wahrscheinlicher, daß diese Bundescrucuernug erst nach dem fraglichen 13. Juli erfolgte. — Vergleiche über den Bund Blumec, Staats- und Rechtsgeschichte der schweizerischen Dcmocratien I. 332—334. svv Thvuon. Born. 4. August, TT. September. Staatsarchiv Bern. Ludwig, Herzog von Savoyen, einerseits, und Schultheiß, Rath und Gemeinde von Bern andererseits bestätigen und erneuern den an, 23. Februar 1448 bezüglich ihrer Stellung gegenüber der Stadt Frei bürg in Uechtland eingegangenen Vertrag und fügen die gegenseitige eidliche Verpflichtung hinzu, daß keiner von beiden Theilen sich der Stadt Freiburg oder ihres Gebietes, weder ganz noch theilweiss, August 1450. Z47 selbst mit dem Willen derer von Freiburg, bemächtigen wolle ohne des andern TheilS Zustimmung. Auocl ex nunc in Perpetuum nvs llux prekstus «ine eonsensu et vuluntete preäiete eommunitstis ^ornensis, nosgue prestietn rommunilas sine oonsensu et volnntete ipsius illuslrissimi clvmini stucis vel Quorum preäictorum lmiusmoüi vill-u» et lueum Irilmrgi illiusgue territorium, stislriotuw, zurisäiatio- ^sw, pertineneiesgue et appaullieias vniuarsas et sinAuIas in totc» vel in parte, per nos vei aliuw, per rn>w laeti vel alias, ciireete vel instireete gnnuis titula, racione siue eausa, aut alio guoounczuo exgui- ^>to eelere, eeiam si ipsi lstriliurgenses se sponte clare vellent, non eapiemus, non oeeupalzimns, von reeipiemus, nc»n retinelninus, non aeeeptabimus aut alias nollis agniremus vel appropriabimus et gnatlienns äe nostrum, clucis memorati et eommunitatis keruensis, eeunnuni et vnanimo con- ^onsu et voinntate, ut premittitur, proeesserit.) Pergamentenes Vidimus, ausgestellt und besiegelt von Johannes Stanz, Lcntpricster zu Bern, Bruder Hermann von Erlach, Eomthur zu Konik, und Bruder Johannes von Ow, Comthur JohanncSordens in Buchse, 17. Dccember 1452. Lucern. 18. September (Fuim» vor Mauhn). StnatSarchiv Vncei»: Allgemeine Abschiede, IZt. »». Jedes Ort soll auf Mittwoch nach Leodegarii (7. October) seine Boten zu Lucern haben, um die den Zürcher» abgenommenen Fahnen denselben wieder herauszugeben, wie man das ihnen zu verstehen gegeben hat. Die Voten derjenigen Orte, welche solche Fahnen haben, sollen sich mit endlicher Vollmacht Derschen, um die Sache nicht „hinter sich bringen" zu müssen. ?». Auf demselben Tage soll man denen bvn Zürich antworten, ob man die Appenzeller auch die Eide erneuern heißen wolle. « . Man soll sich ebenda berathen, ob man mit Hans Wilhelm von Friedingen einen freundlichen Tag zu Zürich leisten 'volle. JedeS Ort soll 18 rheinische Gulden nach Basel bezahlen und selbe längstens in acht Tagen ^ch Lucern senden. «. Heimbringen, ob man verbieten wolle, daß der Eidgenossen Knechte ohne Er- ^»bniß in fremden Sold laufen, t. Sonntag nach St. Gallentag (18. October) sollen der Eidgenossen ^en zu Lucern sein derer von Engelberg wegen. K. Auch deS VogtS von Grüningen wegen, damit um seinen Lohn ausgerichtet werde. »VN Lucern. 14S1, 1K Marz. - Staatsarchiv Bern. Boten- Uri. Rudolf Zützen. Schwyz. Werner Blum. Unterwaldcn. NiclauS von Rütli, Altammann. u. Schultheiß, Rath und Burger zu Bern einerseits, Castellan und Landleute von Saanen oberhalb der Beste Rotenberg andererseits, hatten Streitigkeiten über daS zwischen ihnen bestehende Burg- recht, namentlich über den Umfang der in selbem enthaltenen Verpflichtung der Leute von Saanen nnt Bern zu reisen, welche Verpflichtung Bern nach Inhalt des Burgrechtbriefes unbedingt in Anspruch 248 März 1451. nahm, Saanen aber durch eine Erläuterung in gewisse Schranken gebannt wissen wollte. Sie hatten ihren Streit je zwei Zugesetzten und einem von jedem Theile gesetzten Obmanne zum Entscheid übergeben. Nun hatte der von Bern gewählte Obmann, Peter Serjant, Stadtschreiber zu Biel, das Urtheil der bernischen Zugesetzten, der von Saanen gesetzte Obmann, Johannes Zolmeti von Milden, das Urthcil der Zugesetzten von Saanen als gerecht gegeben, Zusatzleute und Obleute sich also gleich getheilt. Da käme» die Parteien durch ein zweites Compromiß auf die obgenannten Boten der drei Orte zu Recht. In Folge dessen kamen den Iti. Februar 1451 zu Lucern vor dieselben als Boten der Parteien, von Bern : Niclaus von Wattenwyl, Peter Schöpfer, der ältere, Ludwig Hetzet, Venner, alle des Raths, Johann von Kilchen, Gerichtsschreiber; von Saanen : Clewi Baumer, Castellan, Heini Perroten, Venner, Johann Jouner, Landschreiber, Ruf Hützli, Anton und Stephan Punfen, Landleute zu Saanen, und legten die Sprüche der Schiedleute und Obleute den Boten der drei Orte zur Entscheidung vor. Der Spruchbrief des bernischen Obmanns, 6. ü, Murten 1447, Montag nach St. Catharina (27. November), schloß unter Vorbehalt besondern Entscheides über die von Bern geforderten Kosten u. s. w. dahin, daß das Burgrecht derer von Saanen zu Bern nach dem Inhalt des Burgrechtbriefes ewig in Kräften bestehen, die von Saanen also der Stadt Bern auf ihre Mahnung gegen Jedermann, ausgenommen ihre Herrschaft, jederzeit mit ganzer Macht oder so vielen Leuten als verlangt werden, dienen und reisen sollen, wie andere Burger. Die Schiedleute und der Obmann von Saanen hatten geurtheilt, das Burgrecht derer von Saanen mit Bern soll für diejenigen, welche es nicht selbst beschworen, todt und ab sein, weil die Väter sich nicht für ihre Nachkommen verbindlich machen können, lieber die andern Begehren der Berner hatten sie geurtheilt, die Verbindung der Saanenleute mit den Siebenthalern, sofern diese existire, soll Bern ohne Schaden sein, lieber die Klage der Saanenleute, daß Bern, ohne sie gehörig vorzubehalten, sich mit Freiburg verbunden habe, urtheilten sie, daß der erste Eid vorgehen soll, daß übrigens die Parteien gegen einander Frieden halten sollen u. s. w. Die Boten der drei Länder, nachdem -sie die beidseitigen llrtheilbriefe und den Burgrechtbrief verhört und sich Bedenkzeit genommen, entschieden a>n Iti. März für das Urtheil, welches die Zugesetzten und der Obmann von Bern bezüglich des Burgrechts gesprochen, indem der Vurgrechtbrief klar ausspreche, daß dasselbe währen soll, so lang die Stadt Bern und das Land Saanen stehen. ?». Durch eine zweite Urkunde von demselben Datum entschieden die gleichen Schiedrichter aus den drei Ländern die weitern Streitpunkte zwischen Bern und denen von Saanen: 1. Bern klagt, es habe kraft des Vurgrechts die von Saanen mehrmals durch offene Mahnbriefe in seinen Dienst zu Beschirmung von Land und Leuten gemahnt, diese aber seien der Mahnung nicht nachgekommen und haben Bern dadurch in große Kosten und Schaden gebracht, wofür Ersatz verlangt werde. Saanen dagegen erwidert, es habe, ungeachtet es dazu nicht schuldig gewesen wäre, Bern in allen jenen Fällen die verlangte Hülfe geleistet, aber vergebens dabei Erläuterung verlangt, wie weit dieselbe zu gehen habe. Wegen der ohne Schuldigkeit geleisteten Hülfe verlangt Saanen von Bern Sold und Schadensersatz. Spruch: Kein Theil soll dem andern dieser Sache wegen Kosten- oder Schadensersatz zu leisten haben; in Zukunft aber sollen sie sich nach dem gerecht gegebenen Urtheile bezüglich des Burg' rechts halten. 2. Bern klagt, die von Saanen haben ein Vündniß mit seinen Oberländern gemacht und verbrieft, ungeachtet sie Bern Treue und Wahrheit geschworen und solches nicht zu thun gehabt hätten; deswegen verlange Bern ebenfalls einen „Wandel". Antwort derer von Saanen: Sie haben kein Bündniß gemacht noch verbrieft wider die von Bern, und da diese nicht ihre Twingherren seien, so glauben N? März 1451. 249 über diesen Punkt gar nicht Antwort schuldig zu sein. Spruch: Die von Saanen sollen das Bündniß mit den Oberländern abthun und nicht mehr brauchen, der vergangenen Sachen wegen jedoch denen von Bern keinen Wandel zu thun haben. 3. Saanen klagt auf Erläuterung des Burgrechts und verlangt, daß dasselbe für die, welche es nicht beschworen haben, unverbindlich sein soll, zumal dessen Vorschrift, daß es leweilen von fünf zu fünf Jahren zu Bern beschworen werden soll, seit Langem nicht nachgekommen worden sei. Bern antwortet: Es sei zur Erneuerung immer bereit gewesen und verlange daher für die Unterlassung „Wandel". Spruch: Kein Theil soll dem andern zu Wandel oder Kostenersatz gehalten sein, 'u Zukunft aber sollen sie dem gerecht gegebenen Urtheile nachleben. 4. Saanen fordert von Bern k2,000 Gulden für die in den vergangenen Kriegen geleistete Hülfe. Bern erwidert: Saanen sei kraft des Burgrechtbriefes die Hülfe in eigenen Kosten zu thun schuldig gewesen. Spruch: Die Forderung derer von Saanen wird abgewiesen. 5. Die von Saanen klagen, Bern habe während eines Friedens, den sie mit den Waltisern gehabt, diese durch ihr Gebiet angegriffen, woher sie in großen Schaden gekommen seien, und wofür sie 600 Gulden fordern. Spruch: Kein Theil habe dem andern Schadensersatz zu leisten; wenn aber künftig die von Saanen mit denen von Wallis Streit bekämen, so soll Bern ihnen kraft des Burgrechts Hülfe leisten, ti. Saanen klagt, daß einer seiner Angehörigen einen von Frutigen mit Berufung auf das Burgrecht zu Bern berechtigen wollte, aber kein Recht gefunden habe. Bern erwidert: Es habe ihn durch Urtheil gewiesen, Recht zu suchen, wo das nach dem Herkommen zwischen Saanen und Frutigen geschehen soll. Spruch: Kein Theil solle deshalb dem andern etwas zu thun schuldig sein. 7. Die von Saanen klagen: Da vor Zeiten ihre Herrschaft von Greyerz Leibeigene m dem Lande habe machen wollen, haben sie Bern mit Berufung auf das Burgrecht um Hülfe angesprochen, dieses aber sei feindlich in das Land gefallen, habe ihnen ihr Vieh genommen u. s. w. Bern antwortet: Es sei zum Schutze derer von Saanen eingerückt, und wenn etwas derartiges geschehen sei, so sei es nicht aus bösem Willen geschehen. Spruch: Da so lange seitdem verflossen, ohne daß Saanen, das durch die Berner zu seiner Zufriedenheit mit der Herrschaft gerichtet worden, eine Forderung gestellt habe, ff soll auch gegenwärtig dieselbe ab sein. 8. Saanen klagt: Bern habe es beim Abschlüsse des Bündnisses mit Freiburg nicht namentlich vorbehalten. Bern antwortet: Es habe hinsichtlich Saanens ^ gehalten, wie mit seinen andern Mitbürgern, und Niemand von diesen habe es darum angefochten. Die Klage wird abgewiesen. 9. Die von Saanen klagen: Bern habe auf ihr Anrufen ihren Marchstreit Mit den Obersiebenthalern nicht an die Hand genommen. Bern antwortet: Es sei nur durch die großen Kriege daran verhindert worden. Spruch: Da Bern gichtig sei, daß es den Streit entscheiden wolle, so soll es selbes thun, weiter soll aber keine Klage wegen der Verzögerung stattfinden. 10. Die von Saanen klugen: Der von Wippingen, Burger von Bern, habe einige Gülte und 'Ansprachen in ihrem Lande und sie darum in den Bann gebracht; sie haben darauf Bern ersucht, seinen Bürger anzuweisen, daß ^ sie davon ledig mache, Bern aber habe entschieden, daß sie ihm 50 rheinische Gulden geben sollen. Bern antwortet: Der von Wippingen sei ihm von Burgrechts wegen nicht mehr verpflichtet, als andere eingesessene Burger von Freiburg und es wisse von der Sache nichts, als daß sie gütlich verrichtet sei. Mit Beziehung auf den letztern Umstand wird die Klage abgewiesen. 11. Die von Saanen verlangen, ap, wenn doch das Burgrecht in Kraft bestehen soll, dasselbe dahin erläutert werde, daß sie Bern nur >n seinen eigenen Kriegen und zu Beschirmung seines Landes, und zwar in seinen Kosten, beholfen sein müßten, nicht auch in Kriegen, die es auf Mahnung seiner Eidgenossen führe. Die von Bern antworten : 32 250 März 1451. Solche Kriege, die sie auf Mahnung ihrer Eidgenossen und Verbündeten mit ihren Zeichen führen, seien auch als ihre eigenen Kriege anzusehen. Spruch! Beide Theile sollen den Burgrechtbrief und das gerecht gegebene Urtheil vor sich nehmen und sich darnach halten. — Damit sollen alle Streitigkeiten der Parteien geschlichtet und verdichtet sein. Zwei Pergamentene Urkunden mit anhangenden Siegeln der Schiedrichter. Lucern. 1.451, 17 Ntärz (Mittwoch »ach invooavw). Staatsarchiv Lucer» : Allgemeine Abschiede ä. tZ7, «. Heimbringen das Begehren des Abts von Rheinau und seines Gotteshauses, mit Zürich oder mit gemeinen Eidgenossen in Vereinnng, Burg- oder Landrecht zu kommen. I». Ebenso das Begehren des Abts und Gotteshauses St. Gallen, mit gemeinen Eidgenossen in ewiges Burg- und Landrecht zu kommen. «. Ebenso das Begehren der Stadt St. Gallen um ein ewiges Bündnis mit den Eidgenossen. «I. Ueber die drei vorgenannten Begehren soll man antworten aus einem Tage zu Lucern Mittwoch vor Mittesasten (31. März). « . Ebenso, welches Recht man dem Hans Wilhelm von Friedingen bezüglich seiner Ansprachen bieten wolle, lk. Zedes Ort soll seinen Zeddel der Münze wegen vor sich legen und den Seinen verkünden, daß Niemand die Münze rheurer nehmen soll, als die von Zürich selbe gewerthet haben, nämlich Schwabacher-Schillinge und die neuen Kreuzer das Stück zu 5 Angfter, und die „buggel- echten" Angster das Stück für 1 Haller. K. Man soll sich berathen, wie man die Gremperei am Vorkauf von Korn und andern „äßigen" Dingen verhindern möge. I». Thomas von Falkenstein hat denen von Bern und allen Eidgenossen abgesagt und seinetwegen haben auch Michael Sattler von Normandingen, Peter Müller und Hans Palmer uns abgesagt. Man soll sich über die daherigen Maßnahmen berathen. t. Den Frauen von Engelberg soll man einen Vogt geben und ihnen rathen, wo sie bauen sollen. Zu t. Der hier bemerkte „Zeddel" scheint folgender, im Staatsarchiv Lucern, Allgemeiner Abschiede- band A. 126 befindlicher, von neuerer Hand mit der Jahrzahl 1450 bezeichneter Act zu sein: Zürich. Ein Münzuntersuch hat ergeben, was folgt: Schwabacher-Schillinge mit den Brakenköpfen, mit den zwei Schiltlinen und die mit den Schepellincn halten 6 Loth und gehen ?i/s auf ein Loth; also wird geschlagen aus einer beschickten Mark 0 Pfund, ans einer seinen Mark 16 Pfund', das trifft 40 für einen Gnlden und schießt vor („hett für") 144/2 Denare. Die neuen Kreuzer halten 1 Mark 12 Loth und gehen 14 auf ein Loth; ans einer beschickten Marl wird geschlagen 11 Pfund 4 Schillinge, aus einer feinen Mark 14 Pfund 18 Schillinge 8 Denare; das trifft 35 Schillinge für einen Gulden und wird an einer feinen Mark nicht mehr gewonnen denn 18 Schillinge 8 Denare. Die Büggcli-Angster halten 4>/z Loth und gehen 42 auf ein Loth; es wird geschlagen aus einer beschickten Marl 5^/2 Pfund 2 Schillinge und „wurd vß einer finen Mark, so man ein für einen angster neme", geschlagen 19 Pst>»d 13 Schillinge 3 Hallcr, Summa 2 Pfund 8 Schillinge für einen Gulden; es wird mehr gewonnen 6 Hallcr. Nach dieser Münzprobe Haben die Boten, welche auf dem Tag zu Zürich gewesen sind, beschlossen, eine „Werschaft" z" machen, so daß man die genannten Schwabacher-Schillinge und die neuen Kreuzer nehmen und geben soll, einen st" 10 Halter und die Bäggcli-Angster einen für 1 Hallcr. Ans den nächsten Tag soll hierüber die Willensmeinung der Obrigkeiten erklärt werden. — Zn x. Hicher gehört wahrscheinlich folgender im Staatsarchiv Luccrn, Allgemeiner Abschiedeband A. 128 enthaltene, von neuerer Hand mit der Jayrzahl 1450 bezeichnete Beschluß: Des KornhandelS Marz 1451. 251 und Vorkaufs wegen haben der Eidgenossen Boten ans Genehmigung der Obrigkeiten hin Folgendes verabredet: 1. Es soll bei der Ordnung, welche die Eidgenossen gegen denen im Oberland bezüglich der Kornausfuhr über den Wallensec gemacht haben, sein Verbleiben haben, doch so, daß einer, der aus dem Oberland nach Zürich kommt und da nach der Ordnung für sich selbst kauft, auch für seinen Nachbarn ein Stück, doch nicht mehr, kaufen mag, sofern er angelobt, daß es zum Hansbrauch dienen und damit keine „Pfrägny" getrieben werden soll. 2. Da Lucern seinen Angehörigen verboten hat, daß einer mehr denn 8 Mütt Gutes auf Gewinn oder zum Wiederverkauf nach Ur! oder Schwhz kaufe, so soll auch da Niemand anders, weder Eidgenosse noch Fremder, mehr denn 8 Mütt kaufen. 3. Der Fürkänfer und Pfragner auf dein Lande wegen soll man Vorsorgen, daß weder Klöster noch Andere große Haufen zusammenkaufen oder für den Wiederverkauf ausschütten; doch mag Jeder so viel kaufen, als er auf den nächsten Markt wieder zu Markte führen will. Das soll er dann aber auf demselben oder dem zweitnächsten Markte verkaufen und nicht wieder in Kornhäuser oder Speicher aufschütten. Dagegen mag Jeder zu seinem Hausgebranch frei nach Be- dürfniß kaufen, sofern es nur nicht auf Wiederverkauf geschieht. Schwyz. 1451, 11. Mai. Staatsarchiv Lncern. Schiedboten: Uvi. Johannes Püntiner, Landannnann? Heinrich Arnold, Altammann. Schwyz. Ulrich Wagner, Altammann; Werner Annen, des Raths. Lucern und Unterwalden (beide Landestheile) hatten Streit über folgenden Fall: Hans zur Tannen, Bürger zu Lucern, hatte sich zu Schwyz mit Anna Schillingen von Schwyz vermählt und daselbst nach des dortigen Landes Recht ihr ein „Gemachte" gethan. Nachmals aber waren die Eheleute nach Lucern Mzogen und hatten mit Wissen und Willen sowohl der Bruder des Hans zur Tannen, als auch des sehwyzerjsthen Vogts der Ehefrau Anna Schillinger und anderer beidseitiger Verwandter jenes Gemachte aufgehoben und erklärt, daß sie nach Luccrner-Stadtrecht leben wollen. Nach dem Tode des Ehemannes Hans.zur Tannen forderte nun die Wittwe nach Maßgabe des lucernischen Stadtrechts die Halste alles vom Ehemanne hinterlassenen fahrenden Gutes zu Eherecht. Nun aber hatte Hans zur Tannen bei Lebzeiten seine in Unterwalden und zu Eriels befindlichen liegenden Güter verkauft und zu Fahrendem, Gült und Geldschuld, gemacht. Auch daran forderte die Wittwe ihr Eherecht, weil das ^Ucerner-Stadtrecht ausdrücklich bestimme, daß es keinen Unterschied machen soll, wo das fahrende Gut des verstorbenen Mannes gelegen sei. Dagegen war Heinrich am Stein, Landmann zu Unterwalden, sein Bruder, aufgetreten und hatte sie am Bezug des daselbst gelegenen fahrenden Gutes der Erbschaft verhindert, dasselbe in Besitz genommen und auch den Kindern des zur Tannen sel. einen Vogt gesetzt, UM ihren Theil daran einzuziehen und zu besorgen, ebenfalls wider das Lucerner-Stadtrecht, welches verfügte, daß eines verstorbenen Burgers Kinder mit Niemanden anders denn mit einem eingesessenen urger bevogtet werden sollen. Heinrich am Stein wurde von Unterwalden unterstützt, welches behaup- ete, die Sache gehe sein Landrecht an, weil das Gut in seinem Lande gelegen sei; das Lucerner-Stadtrecht onne darauf keine Wirkung haben. Die Wittwe dagegen rief die Obrigkeit von Lucern an. Nach Maßgabe des Vierwaldstätterbundes gelangte der Streit vor die beiden unbetheiligten Länder Uri und Schwyz, welche die obgenannten Schiedrichter dazu setzten, denen die Parteien durch förmliche Anlaß- 25? Mai 1451. briefe die Entscheidung übergaben. Die Schiedrichter sprachen einhellig zu Recht: 1. Die Wittwe des Hans zur Tannen habe nach Lucerner-Stadtrecht Anspruch auf die Hälfte von ihres Mannes verlassenem fahrendem Gut, es sei zu Lucern, zu Unterwalden, zu Eriels oder anderswo gelegen; doch wenn die Frau zu Unterwalden oder anderswo verlassenes Gut ihres Mannes für fahrendes Gut anspreche, Heinrich am Stein aber oder Jemand anders dagegen bestreite, daß das Angesprochene fahrendes Gut sei, so soll über diese Frage da gerichtet werden, wo das Gut gelegen ist. 2. Auch bezüglich der Vevogtung der Kinder des Hans zur Tannen sel. soll es bei dem Lucerner-Stadtrecht bestehen; der von Lucern bestellte Vogt soll daS Gut der Kinder zu der Kinder Händen beziehen, es sei zu Unterwalden, Eriels oder anderswo gelegen; wenn ihn gber Heinrich am Stein oder Jemand anders daran hindern wollte, so soll auch an den Enden und in den Gerichten, wo das Gut gelegen ist, darum geschehen, was recht ist. Pergamentene Urkunde m!t vier anhangenden Siegeln. »8S Basel. R4AK, T8« Ntai (Freitag nach Sant Urbanstag). Staatsarchiv Lucern. Arnold (von Rotberg), erwählter und bestätigter Bischof von Basel, bestätigt als Nachfolger Bischof Friedrichs den Anlaß, den dieser und die Stadt Bern gegenseitig auf Schultheiß und Rath zu Lucern um ihre Streitigkeiten gethan, und sendet auf den für den nächsikommenden Montag (31. Mai) angesetzten rechtlichen Tag als seine Bevollmächtigten seinen Bruder Bernhard von Rotberg, Ritter, und den Meister Heinrich von Beinheim. Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln des Bischofs und des Kapitels. »8» Basel. I4ÄZ, 4 Jan» (Freitag nach der Ausfahrt). Basel! OffnungSbuch, II. t?I. Zwischen den beiden Städten Bern und Solothurn einerseits, und Junker Thomas von Falkenstein andererseits wird, nachdem bereits die Anwälte der Herrschaft Oesterreich und die Räthe von Basel zwischen ihnen einen Waffenstillstand bis auf den Sonntag Epaudi nächsthin (6. Juni) gemacht, nach weiterer Verhandlung über eine definitive Richtung, unter Vermittlung des Propstes von Rheinfeldett, des Ritters Heinrich Schwend als Boten von Zürich und des Burgermeisters und Raths zu Basel, der Friede erstreckt bis auf den nächstkünftigen Sonntag über drei Wochen (27. Juni); dazwischen wird ein neuer gütlicher Tag angesetzt nach Basel auf Sonntag nach Pfingsten (20. Juni). »84. I43R, TL. AtlNt (Samstag nach Unseres Herrn Fronleichnamstag). Staatsarchiv B«r». Rudolf von Cham, Stadtschreiber von Zürich, und Ztal Reding, Landammann zu Schwyz, vermitteln im Auftrag ihrer Herren und Obern und mit Willen und Zustimmung der streitenden Parteien Zum 1451. 253 Zwischen den Städten Bern und Solothurn folgendes Verkommnis über die Behandlung der in gegenseitigen Gebieten angesessenen Bürger und über die Allsscheidung hoher und niederer Gerichte: 1. Alle diejenigen, welche auf diese gegenwärtige Zeit derer von Solothurn geschworne Burger, aber in derer von Bern und der Zhrigen Gerichten und Gebieten gesessen und wohnhaft sind, sollen ihr Leben lang bei jenem ihrem Burgrechte bleiben und denen von Solothurn init Steuern, Reisen und andern Sachen gehorsam und gewärtig sein, von denen voll Bern und den Ihrigen ungehindert, nach Inhalt der Vereinbarung, welche diesfalls zwischen beiden Städten vormals gemacht worden ist, doch so, das sie der Herrschaft unter welcher sie sitzen, ihr Twingrecht und andere Gerechtigkeit thun sollen, wie von Alter her gekommen und sie es bisher auch gethan haben. Alle diese seine Bürger, welche in derer von Bern und der Zhrigen Gerichten und Gebieten sitzen, soll Solothurn in Schrift verzeichnen und denen von Bern das Verzeichnis übergeben. Ebenso soll es in allen Theilen auch umgekehrt mit denjenigen gehalten werden, welche zu dieser Zeit Bürger von Bern, aber in derer von Solothurn und der Zhrigen Gerichten und Gebieten angesessen und wohnhaft sind. Zn Zukunft mögen beide Theile nach Masgabe ihrer vor- berührten Vereinung leben, doch so, das diese Leute in den Gerichten, wo sie gesessen sind, mit Leib und Gut gehorsam sein sollen, wie andere, die da sitzen und Wunn und Weide genießen, der andern Stadt aber dieneil sollen mit Leib und Gut. Ist ihnen das nicht recht, so mögen sie das Burgrecht aufgeben mit einer Summe Geldes nach Inhalt der Vereinung. 2. Der hohen und Niedern Gerichtsbarkeit wegen: Alle wissentlichen, kundbaren Mörder, Diebe, Todtschläger und Andere, die irgendwie den Tod verschuldet haben, sollen dem hohen Gerichte nach ihrem Verdienen zu strafen zugehörcn. Wird Zemand eines solchen Verbrechens beschuldigt, so soll das niedere Gericht des Ortes, sobald ihm solches zu wissen kommt, zu beiden Theilen greifen, verschaffen, daß sie trösten, und einen Rcchttag setzen. Findet sich bann vor dem Gerichte, das die Person der auf sie geredeten Sachen schuldig ist, so soll das niedere Bericht dem hohen Gerichte solche Personen zu seinen Händen überantworten und zwar in des hohen Gerichts Kosten. Fände sich aber die Schuld nicht, so soll der, welcher geredet, einen „Wandel" thun und vom Niedern Gerichte bestraft werden, wie es von Alter her gekommen ist. Wenn Einer dem Andern vn seine Ehre wedet, so soll das niedere Gericht ebenfalls zu beiden Theilen greifen, sie trösten lassen und ihnen Rechttag setzen. Spricht da in Anwesenheit des hohen Gerichtsamtmannes derjenige, welcher bw Rede gethan, er wisse vom Kläger nichts anderes als Ehre und Gutes, er habe eben in Zorn und Hitze geredet, so soll er vom Niedern Gerichte gebüßt werden. Spricht er aber, er wolle „der Worte Weisung thun", oder wird Weisung vom Gerichte erkannt, die Weisung kann aber nicht gelegt werden, kv soll der Beklagte dem Kläger die Ehre wieder geben mit obigen Worten und vom Niedern Gerichte gestraft werden. Thäte der Beklagte aber die Weisung und rührte die Sache das Leben an, so soll das niedere Gericht die betreffende Persost dem hohen Gerichte übergeben. Ferner, wenn eine Person, in Niedern Gerichten wohnhaft, in bösen oder argwöhnigen Leumund fiele, weswegen sie an Leib oder Leben Zu strafen wäre, so soll das niedere Gericht zu ihr greifen, Rechttag setzen und selben dem hohen Gerichte verkünden. Würde die Person mit Kundschaft überwunden in Gegenwart des hohen Gerichts, so soll ao niedere Gericht die Person sofort dem hohen Gerichte mit dem Stab überantworten, und darüber weiter nicht richten noch Recht fragen. Möchte man aber weder Kundschaft haben, noch die Person Ore Missethat eingestehen, wäre dabei jedoch der Leumund so stark, daß man nicht umhin könnte, sie leinlich zu sengen, dann zoll das hohe Gericht in Gegenwart des Niedern Gerichts durch dessen Amtleute 254 Zun» 1451. dieselbe an das Seil legen oder sie auf andere Weise nach Beschaffenheit der Sache peinlich fragen lassen. Bekennt sie dann, so soll sie dem hohen Gerichte überantwortet werden. Ist eine solche verleumdete Person landflüchtig, so soll das hohe Gericht zu ihrem Gute greifen. Möchte eine solche Person mit Recht nicht umgebracht werden, so mag das niedere Gericht sie auf Urfehde und gute Sicherheit loslassen und Vorsorgen, daß das hohe und das niedere Gericht von ihr unangefochten bleiben. Das niedere Gericht soll fürderhin keine strafwürdige Sache, die das hohe Gericht angeht, mit Jemanden betadingen noch hinfallen lassen ohne Wissen und Willen der Amtleute des hohen Gerichts, sondern es soll dein Rechte seinen Gang lasten. Meinte das hohe Gericht einmal, das niedere hätte Sachen vertädingen lassen, die dem hohen Gerichte zugehörten, so soll das niedere solcher vertädingeter Sachen wegen einen Rechttag vor sich setzen, das dem hohen Gerichte verkünden und in dessen Anwesenheit die Sache vornehmen. Findet sich vor dem Niedern Gerichte, daß die Sache das Leben anrührt, so soll die Tädigung ab sein und die Sache dem hohen Gerichte zugehören. Ist dieses nicht der Fall, so bleibt die Tädigung aufrecht. Beschuldigt Einer den Andern des Meineides, so soll die Sache dem nieder« Gerichte zugehören, ebenso Trostungsbrüche bis an den Tod, es wäre denn, daß Einer dem, mit welchem er in Tröstung steht, wartete, ihn vom Leben zum Tode bringen wollte, verwundete, der Verwundete sein Leben fristete und Alles das vor dein Niedern Gerichte kuntlich gemacht wäre, dann soll die Sache dem hohen Gerichte zugehören. „Federspiel und Mulife" gehört dem Niedern Gerichte; wo die von Solothurn den Wildbann gekauft und darum Briefe oder gute redliche Kundschaft haben, da sollen die Wildbänne den nieder« Gerichten auch angehören. Wo sich kuntlich findet, daß die von Solothurn nur um 6 oder 9 Haller zu richten haben, da sollen sie auch nicht um mehr richten. 5. Da sich Bern und Solothurn der Burger und des Angsterpfennings wegen auf der Eidgenossen Boten veranlasset haben, so soll der Anlaß mittelst dieser Uebereinkunft als dahingefallen betrachtet werden. Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der beide» Vermittler und der Städte Bern und Solothurn. S8S R4AK, R.?. Attlt (Bant Margarcthentag). Archiv Einsiedel». Jtal Reding, Ammann von Schwyz, Johann Gerhard, des Raths, und Rudolf von Cham, Stadtschreiber von Zürich, geben einen Schiedspruch zwischen dem Abte von Einsiedel», Franz von Rechberg, und den Waldleuten daselbst betreffend Annahme der Gäftlinge, Ehrschätze, Schweigen w. w. r. Gall Morel!, EInsiedler-Regcsten Nro. 8ZS. »8«t Et« Gallen« TL. Anli (Montag nach Sant Jacobstag). Stiftsarchiv St. Gallen. Voten: Zürich. Rudolf von Cham, Stadtschreiber; Heinrich Effinger, des Raths. Lucern. Egl^ Etterlin, Stadtschreiber Schwyz. Ulrich Wagner, Altammann. Glarus. Jost Tschudi, Amman«' Zuli 1451. 255 Streit zwischen Abt und Stadt St. Gallen des Schwörens und anderer Sachen wegen. Hinsichtlich des Eides behaupten die von St. Gallen, daß sie nach altem Herkommen dem Abte nur einen Lehenseid schuldig seien, d. h. die, welche von ihm Lehen hatten; den Eid haben diese gethan und werden ihn thun. Der Abt aber behauptet, nicht nur die Belehnten, sondern die ganze Gemeinde habe früher geschworen nach einer Formel, wie sie ein von Conftanz und andern Städten besiegelter Brief ausweise, und zwar so oft ein neuer Abt eingeritten sei. Die Stadt wendet ein, sie habe auch einem römischen König als ihrem natürlichen Herrn geschworen, zwei Herren könne man nicht schwören; auch soll der Abt gesprochen haben: „Der buch vnd was darin ist, sy ir." Den Eid wollen sie nicht thun u. s. w. Die Unter- tädinger meinten, diejenigen von der Stadt St. Gallen, welche Lehen vom Gotteshause besäßen und den Lehenseid noch nicht gethan hätten, sollen diesen Eid schwören und der Abt sie dann sein Lebetag dabei bleiben lassen; doch sollen sie ihm einen Brief geben, daß dieses seinen und seines Gotteshauses Rechten unschädlich sein soll. Das gieng der Abt ein, die Stadt aber schlug es ab. Darauf meinten die Vermittler, der Eid soll unbedingt anstehen, so lang der Abt lebe, dagegen soll man die andern Streitpunkte vornehmen. Und wenn diese vertragen oder auf ein Recht gebracht wären, so sollen die Sachen gerichtet sein. Wenn dieses nicht erzielt werden könnte, so soll es um den Eid und alle Sachen stehen, wie jetzt. Das ging der Abt nach einigem Widerstreben auch ein, aber die von St. Gallen wiederum nicht, sondern sie begehrten, daß des Eides nicht mehr gedacht werde, nur dann wollten sie zu den andern Stücken reden lassen. Das verwarf nun der Abt und bot der Stadt Recht auf den römischen König, den Bischof von Instanz und dessen Capitcl, Burgermeister und Räthe von Constanz, Basel oder Ulm, Schultheiß und ^ath zu Bern oder zu Solothurn. Das nahm die Stadt St. Gatten zu bedenken mit dem Verspreche^ b^u Untertädingern in einer gewissen Zeit darüber zu antworten. Siehe hernach den Spruch vom 7. October (Donstag nach Francisci), Abschied 388. »87. PfaiffiVvN (am Zürcherscr). 1451 , 1.7. AllftUst. Staatsarchiv Luccr». Ewiges Schutzbündnis? zwischen Abt Caspar von St. Gallen für sich und seine Nachfolger einer- ^ls, und den vier Orten Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus andererseits. — Beilage LS. »88. Ottüen» R45R, 7. (Donstag nach sant FranciScitag). Staatsarchiv Bern. Stadtarchiv St» Gallen» Boten: Zürich. Claus Brennwald, Seckelmeifter. Bern. Ludwig Hetzel, Venner; Vernard Wend- ichatz, des Raths. Lucern. Eglolf Etterli, Stadtschreiber. Schwyz. Ulrich Wagner, Altammann. Tlarus. Zost Tschudi, Ammann. 256 October 1451 Diese, von ihren Herren abgeordnet, um zu versuchen, die zwischen Abt Caspar von St. Gallen und seinem Convent gegenüber der Stadt St. Gallen obwaltenden Streitigkeiten in Minne zu vergleichen, Urkunden: Daß sie mit Hülfe und Rath der Boten von Constanz, Ueberlingen, Ravensburg, Lindau und Appenzell alle bis auf diesen Tag zwischen den Parteien erlaufenen Stöße und Mißhelligkeiten folgender maßen vereinbart und verglichen haben: I. Die Parteien verpflichten sich, bis Weihnachten nächsthin eines der ihnen von den Vermittlern angebotenen Rechte aufzunehmen und alle Streitigkeiten, Klagen und Widerklagen, nichts ausgenommen, vor demselben endgültig entscheiden zu lassen. Die vorgeschlagenen Rechte waren: Der römische König Friedrich, „vnser aller natürlicher Herr", Heinrich, Bischof von Constanz und Verweser deS BiSthumS Chur, Dompropst, Dechant und Capitel der mehrern Stift zu Constanz, Burgermeister und kleiner Rath zu Constanz, Ulm oder Basel, Schultheiß und kleiner Rath zu Bern oder zu Solothurn. 2. BiS zu solcher rechtlicher Verhandlung soll alles in gegenwärtigem Stande bleiben und kein Theil gegen den andern irgend eine Neuerung vornehmen. Nähme inzwischen ein Theil etwas vor, was der andere für eine Neuerung hielte, so soll deshalb diese Vereinbarung nicht außer Kraft treten, sondern die vermeintliche Neuerung mit der Hauptsache berechtigt werden. Pergamentene Urkunde mit den siegeln der beiden Parteien und der Vermittler außer (5. Httcrli, der sich unter die Siegel der Uebrigen bindet. »«SD Lncern. I4ST, TR. Januar. Staatsarchiv Bern. Staatsarchiv Lucern. Erster Rechttag zwischen Bern und dem Bischof von Basel wegen der Gränz- und anderer s treiti ger Verhältnisse in der Grafschaft Nydau vor Schultheißcst und kleinem Rath zu Lucern als eompromissorischem Richter. Lucern setzt einen weitern Tag auf 1. Mai nach Biel. Siehe die Urkunde vom 1. Mai nuten (Abschied 390), auch ciu Schreibe» des Bischofs Arnold von Rotbcrg, wodurch er den Meister Laurenz Krou, Liccnciatcn des geistliche» Rechts, und de» Altoberzunftnieister Weruli Eri- niann als seine Bevollmächtigten ans diesen Tag sendet. Das bischöfliche Schreiben datirt vom Montag vor Pauli Bekehrung (24. Januar) und der Tag ist darin auf den 27. („Donrstag ncchstkiiufftig) angegeben, doch werden die beiden Boten schon in der Urkunde vom 21. Januar als Vertreter des Bischofs genannt. Die Aulastbriefe der Par tcie» datircn vom 21. Januar. »SZ«» Biet. »4-äT, R. M5ni (auf Philippi und Jacobi). TUaatOarchi» B-rn. StaatSarclii» Lucer». Der Bischof von Basel, Arnold von .Rotberg, und sein Capitel, einerseits, und die Stadt Bern wegen ihrer Grafschaft Nydau andererseits, waren um die zahlreichen zwischen ihnen streitigen Gränz- und andern .Rechtsverhältnisse ani Bielcrsee auf den Schultheißen und kleinen Rath zu Lucern zu Recht gekommen und hatten diesen durch versiegelte Anlaßbriefe die Entscheidung anheimgestellt. Beide Parteien erschienen auf einem ersten Rcchttage am 21. Januar 1452 vor dem Rathe zu Lucern und eröffneten ihre Klagen und Antworten. Darauf wurde ein gütlicher Tzig nach Biel gesetzt, um „auf die Mai 1452. 257 Stöße zu keren", und dazu sendeten auch Zürich, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug auf Bitte Lucerns ihre Boten. Auf den festgefetzten Tag Philipp! und Zacobi trafen die Parteien und die Boten der Eidgenossen zu Biel ein. Inzwischen aber waren „gemeiner Eidgnosschaft semlich fachen bkgegnot, das weder Zra noch unser (Lucern's) botten off dem tag der fachen nach notdurft nachzegand ruwklich beliben mochtent". Daher wurde die Verhandlung aufgehoben und ein neuer Tag nach Biel gesetzt auf den nächsten Sonntag nach Peter und Paul (2. Zuli). Da sollte dann der Augenschein eingenommen, über alle Streitpunkte erst gütlich verhandelt und dann diejenigen, über welche auf diese Weise ew gütliches Einverständnis nicht erzielt werden möchte, innert Monatsfrist durch den Rath zu Lucern ^chtlich entschieden werden. iA»S dem große» Spruchbrief vom 24. August 4452, stelle unten Abschied Ztw. »SR Freibnrg. R4ST, Rv. Juni. Archiv Freiburg. Urkunde, wodurch der Schultheiß, die Räthe, die Zweihundert und die ganze Gemeinde der Stadt Freiburg die Erklärung ausstellen, daß sie, in der Unmöglichkeit, die Ungeheuern Calamitäten, welche ihnen "us dem Kriege mit Bern und Savoyen auf Veranlassung des Hauses Oesterreich erwachsen, länger zu tragen, einen Frieden mit denselben haben eingehen und das Schiedrichteramt des Grafen von Neuen- ^g bezüglich der Ansprachen Savoyens haben annehmen müssen, in Folge wessen sie so viel zahlen ^ten, daß es ihnen unmöglich gewesen wäre, die verlangte Summe zu erschwingen. Da sie von Österreich die erwartete und versprochene Hülfe niemals erhalten, die Ankunft Herzog Albrechts statt ^Ung ihnen nur Beraubung gebracht habe, so ergeben sie sich der Herrschaft des Herzogs von Savoyen ""b seiner Gubernatoren, die zu diesem Zweck anwesend waren, unter Vorbehalt aller ihrer Rechte Freiheiten. — Beilage 3V. Ill tsrZo: Rückgabe dieses Briefes Turin, 1477, 20. Juli, mit Herzogin Jolanta 's eigenhändiger Unterschrift. Siehe unten bei diesem Tage. 1452, 12. Juli versichert Bern den Herzog Albrecht von Oesterreich, es habe keinen Theil daran, daß der Herzog von Savoyen Freiburg eingenommen habe. (Staatsarchiv Bern, deutsches Missivenbnch 21. 214.) »SS Biel. R-AZiT, T» Juli (Sonntag nach Peter und Pauy. Staatsarchiv Bor». Erfolgloser Vermittlungsversuch in dem vor dem kleinen Rathe von Lucern als compromissorischem 'll)ter waltenden Streite zwischen Bern und dem Bischof von Basel über verschiedene Granzver- Atnjsse und angesprochene Berechtigungen der Grafschaft Nydau, durch Boten von Zürich, Solothurn " Schwyz in aller Eidgenossen Namen. An« dem großen pergamentenen Spruch»rl-f vom 24. August 1452 33 S58 August 1452. SSV» Lntvrn. IAÄT, TA. ÄNt^Nft (Sanct BartholoniäuStagt. Staatsarchiv Bern. Rechtlicher Spruch des kleinen Raths von Lucern als Schiedrichter zwischen dem Bischof von Basel und seinem Stifte auf der einen, der Stadt Bern als Besitzerin der Grafschaft Nydau auf der andern Seite, über verschiedene Streitpunkte, die beidseitigen Berechtigungen in den Gränzgebieten betreffend. Als Boten des Bischofs waren anwesend: Bernhard von Rotberg, Ritter, Altburgermeister der Stadt Basel, Bruder des Bischofs, und Heinrich von Veinheim, Lehrer geschriebener Rechte; als Voten von Bern: Heinrich von Bubenberg, Ritter, Petermann von Wabern, Seckelmeifter, Johann von Kirch' heim, Stadtlchreiber. Pergamentener Spruchbrief auf acht Follobltittern mit anhängendem Siegel der Stadt Lucern. »»4 Eolmav. RAAT, A. Sevtentvpp (Montag vor sliwiviwtin Mario), Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, .4. lA2. i«. In Alnvesenheit und auf Verwendung der Boten gemeiner Eidgenossen vermitteln Friedrich vom Hüft, Ritter, für beide Parteien, Friedrich zum Rüste, Ritter, von der Stadt Straßburg, Heinrich Zselin von der Stadt Basel, Rudolf Studeler von der Stadt Zürich, Claus Wegmann von der Stadt Schlettstadt als Boten abgeordnet, einen Span, der sich zwischen den Eidgenossen und der Stadt Colmar wegen eines an Heinrich Freiburger von da durch Angehörige von Bern und Lucern verübten Todtschlag^ und nachheriger Gefangennahme der letztern erhoben hatte. Diese sollen für den Erschlagenen 50 Gulden Hauptgut zur Stiftung eines ewigen Gottesdienstes zum Trost seiner Seele, und für alle Kosten ihr^' Gefangenschaft u. s. w. dritthalbhundert Gulden erlegen. Die Eidgenossen sollen Colmar gegenüber deM Pfalzgrafen, welcher auch Anforderungen an jene Leute erhebt, vertreten. Für die verheißenen Summe" sollen Hcmmann von Kottwyl, Schultheiß zu Sursee, Rudi Buholz, Stadtknecht daselbst, und Nicla"^ Scherer, Stadtknecht zu Büren, Bürgen sein; die Hauptschuldner sollen gegen Urfehde freigelassen werde"' ?». Urfehdebrief von 4 Angehörigen der Stadt Bern und 17 Angehörigen der Stadt Lucern, aus der Umgegend von Huttwyl, Sursee und Willisau über ihre Gefangenschaft zu Colmar wegen abgemeldeter Sache, am gleichen Tage mit dem Vergleich ausgestellt. »SS. St. Gallen. K.AST, AT October (Donstag vor Sant Gallemag). Staatsarchiv Bern. Stadtarchiv St. Gallc». Rudolf von Cham, Stadtschreiber von Zürich, Hans Wiser von Lucern, Arnold Kupferftt)"^ von Schwyz und Jost Tschudi, Ammann von Glarus, Urkunden: Daß sie im Auftrag ihrer Herren Oktober 1452. 25g und Obern den Abt Caspar von St. Gallen und sein Convent einerseits, die Stadt St. Gallen andererseits, um Forderungen und Zuspräche, worüber dieselben auf den römischen Kaiser sich veranlasset hatten, uns einem gütlichen Tage zu St. Gallen zur Ersparung von Kosten, Mühe und Arbeit, unter Mitwirkung von Boten aus den Städten Constanz, Ueberlingen und Lindau und aus dem Lande Appenzell, solgendermaßen vertragen haben: 1. Die beiden Parteien sollen zwischen Datum dieses Briefes und St. Martinstag nächsthin zu Recht kommen auf den Schultheißen und kleinen Rath zu Bern, diese ^tten, darum beförderlich Tag zu setzen und, wenn dieses geschieht, ihre Klage, Antwort, Rede, Widerte und Beschließung beidseitig vor dieselben bringen. Darauf sollen Schultheiß und kleiner Rath zu Bern versuchen, sie in Güte zu vereinigen, namentlich zu erfahren, wieviel Geld die Stadt St. Gallen dem Abte geben wolle für seine Rechtsame, als da sind: der Eid, welchen Burgermeister, Rath und Tanze Gemeinde zu St. Galten jedem neu erwählten Abte bei seinem Einritt in die Stadt thun sollen, bw Wahl des Stadtammanns, welche der Abt zu haben meint, Münzmeisteramt, Zoll, Brodschätzer, ^sschschätzer, Reif, Gewicht, Kornmaß, Salzmaß, Weinmaß, Ellenstab, was alles Abt und Convent in ber Stadt St. Gallen zu setzen, entsetzen, nutzen und nießen meinen, die Behauptung, daß der Rath ^er keine Sache richten soll, die vor den Ammann gehört, die Rechtung, daß der Rath einen Burger "usschießen soll, um von dem Abte das Rathhaus zu empfangen. Mögen Bürgermeister und Rath zu Bern die Parteien über diese Streitpunkte in Güte vergleichen, so ist es gut, wenn nicht, so sollen ^e zu Recht sprechen, was Burgermeister und Rath zu St. Gallen dem Abt lind Convent um die angesprochenen Rechte an Geld geben und was diese dafür annehmen sollen; dem Spruche sollen beide Theile ^"Wommen. Auch die andern Ansprachen des Abts an die Stadt sollen die von Bern mit gütlichem vergleich oder rechtlichem Spruche zum Austrag bringen. Ebenso soll es gehalten werden mit den ^gen und Ansprachen, welche die Stadt St. Gallen gegenüber dem Abt und Convent erhebt. 2. Wollten Schultheiß und Rath von Bern der Sache nicht annehmen, so soll diese Verschreibung keinen Theil b>Nden und die Sache vor dem Kaiser ihren Fortgang nehmen; im entgegengesetzten Falle soll die Verfassung auf den Kaiser ganz hin und ab sein. 3. Die Parteien sollen einander ihre Klagen artikelweise und schriftlich bis St. Martinstag nächsthin mittheilen. Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln des Abts, des Konvents, der Stadt St. Gallen und der vier Vermittler. Dazu vergleiche die Prorogation des von Bern auf Roininisosrk! 1453 angesetzten gütlichen Tages bis Montag nach HnasimoÄoZsiüti. Schreiben ü. 6. Lichtmcßabcnd (1. Fcbrnar) 1453 im Stadtarchiv St. Gallen. — Der Anlaßbrief ist anch wörtlich enthalten in dein pergamentenen besiegelten Urtheilbriefc des Schultheißen nnd kleinen Raths zu Bern, ä. >1. 5. Februar 1457. (Stadtarchiv St. Gallen.) (Wahrscheinlich) St. Gallen. tk Qctober (vff Saut Gallcutag). Staatsarchiv Lurer» : Acten Appenzell. Entwurf des Bundes zwischen den sieben Orten Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, ^Ug und Glarus einerseits, und Ammann und Landleuten zu Appenzell andererseits. „Atem vmb is' fach ist tag gesetzt gen Lutzern, vff Zinstag ze nacht nach Sant Martinstag (14. November) an der Herberg zu sind, den von Appenzell ze antwurten." 260 October 1452. Der Entwurf unterscheidet sich vom Bundcsbricfc vom 16. November hernach wesentlich nur durch den Eingang, welcher hier tautet: „Wir, der Bürgermeister, der Schultheis, die Amman, Näth, Burgcrc vnd Lantlüt gemeinlich diser nachbeuempten Stetten vnd lcndern, mit Namen Zürich, Lutzern, Vre, Switz, Bnderwaldcu, Zug vnd das vsstr ainpt, so zu Zug gehört, vnd Glarns, tund kund aller menglichcm mit discm bricf, das wir angesechcn vnd betrachtet habcnt sölich willikcit vnd guttäte, so vus die Ersainen wiscu, der Amman vnd die lantlütc gemeinlich zu Appenzelle, mit Jrem lib vnd gut oft vnd dick bewist vnd erzöigt vnd sy darnmb zu vnsern ewigen Eidgnossen gcnomen vnd empfangen habend mit schlichen Worten vnd rechten gelungen, als hicnach gcschribcn stat. Vnd wir, der Amman, ^ Rät vnd die lantlüt gemeinlich des obgenenten landes zu Appenzell, verjcchent vnd sint gichtig, das die obgenente» Eidgnossen von Stetten vnd lendern vns zu ircn ewigen Eidgnossen gcnomen vnd empfangen habent, als hicnach schriben stat. Dem ist also: Des ersten :c. :c." Der Artikel um Geldschuld :c. lautet im Entwurf: „Item so ist vmb Gcltschuld vnd vmb sölich fachen bereit, das darnmb Jederman von dem andern Recht nemen sol an den enden vnd in den gcrichten, da der ansprcchig gcsesst» ist vnd hin gehört, aue alle generde. Wol seinen rechten gelten oder bürgen, der Im darnmb gelopt vnd verhcisscn hat, mag einer wol verhcfftcn vnd verbieten ane alle gencrde. Vnd vmb Zinß, den mag jederman vorder» vnd In ziechen, als bisher gcwonlich gewesen ist, ane geuerde." »SZV I4ST, 8. Noven»ber. Staatsarchiv B-r»: Vundbuch v. k«, II. 4l. Ewiges Verständnis! der acht Orte nebst Solothurn mit Carl VII., König von Frankreich- Eidgenössische Erklärung. — Beilage It. Tschndi II. 507 gicbt die lateinische Urkunde nebst deren Verdeutschung ebenfalls unter diesem Darum. königliche Erklärung, deren besiegeltes Original vorhanden ist, datirt von, 24. Februar 1453 (unserer Zeitrechnung), s. unten Absch. 405 Beilage 33. Zellweger, Versuch die wahren Gründe des burgnndischcn Krieges darzustellen, im Archiv für schweizerische Geschichte V. S. 7, datirt ebenfalls die eidgenössische Erklärung vorangehend der königlichen auf den 8. November 1452. In der „Sammlung der vornehmsten Bündnisse mit der Krone Frankreich, Bern 1732," ist nur die deutsche Uebersetzung der eidgenössischen Erklärung, aber mit dem unrichtigen Datum »o>» 8. November 1453 abgedruckt. Eine Originalausfcrtignng der eidgenössischen Erklärung findet sich in unser» Archiven nicht; die beimischen Bundbücher sind aber als authentische Abschriftenbüchcr zu betrachten. R4ST, KS. November, (Sant Othmars Abend). Staatsarchiv Lucern. Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Aug und GlaruS nehmen die Appenzeller, die seit cinundvierzig Zahren ihre ewigen Burger und Landleute gewesen, nun zu ewigen Eidgenosse auf; beide Theile errichten gegenseitig den Bundesbrief. — Beilage IL. November 145Z. 26t sss. ^NttVN» I43T, LT» 9^0v<^mvtv -diwö OubltLrinö)' Staatsarchiv Liicer»: Allgemeine Abschiede, tZZ. Gemeiner Eidgenossen Boten bitten den Pfalzgrafen bei Rhein, die Stadt Colmar der Pilger aus Berner- und Lucernergebict wegen, welche sie wegen des dort begangenen Frevels mit großen Kosten ^ der Gefangenschaft gelöst, nicht weiter anzusprechen oder zu bekümmern, da sie sonst vertragsgemäß ^selben wieder in die Gefangenschaft stellen müßten, 4«« St. Galleu. A43T, T4. November (an s-mt Kathrinen Abmt). Staatsarchiv Zürich. Caspar, Abt von St. Gallen, und der Convent des Gotteshauses daselbst Urkunden: Nachdem sie den vier Orten Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus zu ewigen Burgern und Landleuten und in ^>utz und Schirm genommen worden seien nach Laut der Briefe, die jedes der vier Orte mit der Abtei ^ des Convents Siegeln besiegelt inne habe, so haben darnach die von Zürich in ihrem eigenen iamen und auf Geheiß der übrigen drei genannten Orte dem Abt und Convent unter ihrer Stadt ^Zel einm Brief gegeben, der auch das vorgemeldete Burg- und Landrecht ausweise. Ungeachtet Abt ^ Convent nun diesen Brief inne haben, so soll doch das Burg- und Landrecht bei dem ersten Ver- """Nisft, worüber die vier Orte die Briefe des Abts und Convents haben, bestehen und ewiglich bleiben ^ der nachgehends unter dem Siegel der Stadt Zürich ausgestellte Brief soll dem Abte und Gottes- und allen denen, die in diesem Burg- und Landrcchte begriffen sind oder inskünftig darein begriffen ^den möchten, dagegen nichts helfen. Pergamentene Urkunde mit den beiden anhangenden Siegeln des Abts und des Convents von St. Gallen, 4«t Mturten. R4ST, t8. December. Staatsarchiv Bern. Zwischen Herzog Ludwig von Savoyen und der Stadt Bern waren aus Anlaß der jüngst von "ein erworbenen Stadt Freiburg Zwistigkeitcn entstanden, zu deren Schlichtung ein Tag zu Murten " tfond, welchem Georg von Saluzzo, Bischof und Graf zu Laufanne, Aohann, Graf von Freiburg und euenburg, dann der Ritter Johannes von Flachslandcn, Jacob Schwarzmurer, Burgermeister zu "rich, Henrich von Hunwyl, Schultheiß zu Lucern, Ztal Reding, Ammann zu Schwyz, als Gesandte ^ Stadt Basel und der Orte Zürich, Lucern und Schwyz als derer von Bern Eidgenossen, in der '3enschaft von Vermittlern, ferner als Vertreter der Parteien: von Savoyen Aacob, Graf von Vallisperg, 262 December 1452. Canzler von Savoyen, Franz, Graf von Greyerz, Antonius Piocheti, Doctor Decrctorum, Canonicus und Cantor zu Genf, Franz von Thomatis, Präsident von Genevois und Jacob von Molario, beide Doc- toreS der Rechte, Johann Champion, Herr von Bastite, Johann Blancheti, Licenciat der Rechte, Bertrand Marua, Mermeto Cristine und Peter von Annecy, sämmtlich Räthe und bevollmächtigte Gesandte deS HerzogS; für Bern Heinrich von Bubenberg, Ritter, Herr zu Spiez, Caspar vom Stein, Magister Thomas von Speichingen, Stadtschreiber, und Peter Schopfer, als bevollmächtigte Gesandte der Stabs beiwohnten. Die Berncr verlangten vornämlich zwei Punkte: erstlich Sicherung ihrer Stadt und ihres ganzen Gebiets gegenüber der genannten Stadt Freiburg lsvouritatem «zorum guantum tsnzit et aoN' cernit proüietum opiclum ?ril>ur^i cum suis terra et pertinenciis vniuersis, nune et imposterum peius); zweitens behaupteten sie, die Erwerbung der Stadt Freiburg durch den Herzog von Savoye" hätte gewisser zwischen ihnen und dein Herzog bestehender Verträge wegen nicht stattfinden dürfen. Dagegen behaupteten die Gesandten SavoyenS die Rechtmäßigkeit der Erwerbung. Nach mehrern D'ift" der Verhandlung und verschiedenen aufgestellten Vermittlungsvorschlägen setzten endlich die Parteien Streitigkeiten in förmlichem Compromiß auf den obgenannten Bischof Georg von Lausanne, den Graft" Johann von Freiburg und Neuenbürg und die genannten Rathsboten von Basel, Zürich, Lucern und Schwyz, um sie nach Minne oder Recht endgültig zu entscheiden, und diese sprachen unter abstehende" Datum folgendermaßen: 1. DaS zwischen den Herzogen von Savoyen und ihren Nachfolgern einerft'^ und der Stadt Bern andererseits eingegangene ewige Bündniß soll mit allen seinen Punkten und Artikel"/ wie sie in den darüber ausgeruhten Briefen enthalten sind, fortwährend in Kräften bleiben und gewüft"' Haft beobachtet und gehalten werden. 2. Die Herzoge von Savoyen und alle ihre Erben und Nachfolgt sollen weder in ihrem eigenen, noch sonst in irgend Jemandes Namen mit und durch die Stadt Frer bürg, noch durch irgend Jemanden, der zu dieser ihrer Stadt gehört (cum st msäiante opiüc» I'riburs' in Oocbtlanllia, I»-iusannsn8is filocesis, aut per guoscumguo alias aä ipsum opistum psrtiaentss tamgui"" suis subcZito») gegen die Stadt Bern, ihre Bundesgenossen oder Angehörigen zu keiner Zeit mit Kries oder ans andere Weise feindlich vorgehen, noch solches Vorgehen dulden. Ebenso sollen die von bürg und alle ihre Angehörigen, Unterthanen der genannten Herzoge von Savoyen, gegen die Berne"/ ihre Angehörigen und Bundesgenossen, zu keiner Zeit weder Krieg noch in anderer Weise Feinds""" üben, noch ihren Feinden Aufnahme oder Vorschub in ihrer Stadt und Landschaft leisten, noch dulde" daß solches geschehe, ausgenommen in dem Falle, wo die Berner mit ihren offenen Absagebriefen ihren Eidgenossen oder andern Leuten den Herzogen von Savoyen und den Ihrigen von Freiburg andern Orten Krieg ansagten und sie angreifen würden; in solchem Falle mögen die Herzoge von ^ voyen den Ihrigen von Freiburg und diese jenen Hülfe und Beistand leisten. 3. Die Herzoge Savoyen sollen mit und durch die Vorgenannten von Freiburg und alle ihre Zugehörigen, wie mit al andern ihren Unterthanen der Stadt Bern und den Ihrigen in allen Nöthen, Sachen und Angriff" heilen nach Verlangen und nach Maßgabe des bestehenden ewigen Bündnisses behülflich und berathen ft'"' ebenso sollen es umgekehrt auch die Berner und ihre Bundesgenossen gegenüber den Herzogen ^ Savoyen und ihren Unterthanen von Freiburg wie gegenüber andern Unterthanen derselben Herzoge Halle"' Vorbehalten wird jedoch der Fall, daß die Herzoge von Oesterreich oder Jemand anders ihretwegen "" m ihrem Namen die Herzoge von Savoyen oder die Frciburger und ihre Zugehörigen selbst, sammw" oder sonderlich, wegen der durch den gegenwärtigen Herzog von Savoyen jüngst gemachten Erwerb" December 1452, zgz Freiburgs bekriegen oder irgendwie beschädigen wollten. Zn diesem Falle soll es den Bernern und ihren Bundesgenossen freistehen, sich neutral zu verhalten und in keiner Weise der Sache sich anzunehmen; doch sollen sie keinen Durchmarsch durch ihre Städte, Länder und Gebiete gegen den Herzog von Savoyen oder seine Unterthanen von Freiburg gestatten noch dulden. 4. Der Vertrag und Friedensschluß chun- evrchg et pncillcntich, welcher zwischen Savoyen und Bern auf der einen, Freiburg auf der andern Seite an, ig. I^i 1448 zu Murten abgeschlossen worden ist, soll sowohl von den Bcrnern und ihren Vundes- llonvsien, als von den Freiburgern, nun Unterthanen des genannten Herzogs, soweit er jeden Theil oouhre, für sich und alle die Seinigen seinem ganzen Inhalte nach für alle Zeiten in Kraft verbleiben ""d gehalten werden. 5. Wer übrigens Herr von Freiburg ist oder wird, der soll jcweilcn für sich und ^lle seine Nachfolger versprechen und schwören, die Artikel des gegenwärtigen Verkommnisscs getreu und unverbrüchlich zu halten und zu beobachten. K. Die Freiburger sollen für sich und alle ihre Nachkommen versprechen und schwören, die obgeschricbenen Artikel auf ewige Zeiten unverbrüchlich zu halten; und so oft in Zukunft die Bunde zwischen Savoyen und Bern erneuert und beschworen werden, sollen uuch die Freiburger schwören, diese Artikel stets zu beobachten. 7. Als Recompensation soll der Herzog don Savoyen an Bern eine Summe von 15,000 rheinischen Goldgulden ausrichten und bezahlen, sowohl öur Stärkung und bessern Bewahrung der zwischen den Parteien bestehenden alten Freundschaft und ^obiudung, als auch aus andern die Vermittler bewegenden Gründen, welche in dein hierüber errichteten und don Vernern übergebenen Obligationsbries des Herzogs des Nähern enthalten sind. — Vorstehendes olheil haben die eingangsgenannten bevollmächtigten Abgeordneten beider Parteien angenommen, gutheiße,, und im Namen ihrer Committenten zu halten versprochen. Ludwig, Herzog von Savoyen:e., ^'3, Bischof und Graf zu Lausanne, Johann, Graf von Freiburg und Neuenburg, als Vermittler "Ud Schiedrichter, sodann Schultheiß und Rath der Stadt Bern hängen ihre Siegel an diesen Brief. Lateinische Urkunde auf Pergament mit vier anhangenden Siegeln. Lucern. R433, 4» Zununr (Dom'stag »ach dem Ingmdm gar). Staatsarchiv Lucern : Allgemeine Abschiede, 148» Gemeiner Eidgenossen Boten, „so vil der ich zu Lutzern vff dem tag versampnet gewesen sind", Reiben an Burgermeister und Rath zu Schaffhausen, ihr Gesuch um Absendung einer Botschaft auf zu Ulm, das sie schon früher auf einem Tage zu Zürich gestellt, habe auch diesmal nicht häßlich behandelt werden können, da die Eidgenossen nicht in vollständiger Anzahl sich eingefunden man werde selbes aber beförderlich in Betrachtung ziehen, R4AA, TA« Aauuar ( äomini nnllsoimc» u0 ^uingungsoimc, sominclo, st rsKiti no»tri triossimo xriino. Da nach der französischen Zeitrechnung das Jahr erst mit Ostern schloß, so entspricht der 27. Februar 1452 demselben Tage des Jahres 1453 nach unserer Zeitrechnung' Siehe Zellwcger im Archiv für schweizerische Geschichte V. S. 7 Anm. 3. — vomminss, prsuvss llv- pnK. 212, enthält diesen Brief französisch mit dem Datum : Donns In ynatrivins tsris ä'npmös In tssts äs Vasgn^ 1's.il äs dl. 8. mit gnatrs ssnt singunnts trois (4. April). Ebenso setzt der lateinische und deutsche Abdruck lM Tschudi II. 569 das Datum auf den 4. April 1453. Ostern fällt in diesem Jahre auf den 1. Zlpril. 4«« Zürich. R4AA, TO» April Eritaci vor Sani Iörgentag). Stadtarchiv St. Gallen. Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben an die Stadt St. Gallen, es sei ihnen leid, daß die Streif leiten zwischen ihr und dem Abt von St. Gallen bei der Verhandlung vor dem Rathe zu Bern n>w haben erledigt werden können, wie sie übrigens die ganze Uneinigkeit sehr bedauern. Sie seien n^ abermals zusammen gesessen, um noch einen Versuch zu gütlichem Vergleiche zu machen, und hab^ beschlossen, auf den nächsten Sonntag nach des Herrn Fronleichnamstag (3. Juni) zu diesem Zwecke' St. Gallen einzutreffen und Tags darauf die Sachen vorzunehmen. Original auf Pap!» unter dem Giegol von Zürich- September 1453. 265 t4SS, 8. September. Staatsarchiv Bern. Die Schultheißen, Räthe, Burger und Gemeinden der Städte Bern und Freiburg im Uechtland Urkunden: Sie haben Stöße und Spänne mit einander gehabt in dem Maße, daß mit dem Vertrage, wodurch selbe beendigt worden, zugleich auch festgesetzt worden sei, daß das Burgrecht und Bundniß, das ^ bvrnmls mit einander gehabt, kraftlos, todt und ab sein soll. Nun haben aber beidseitige Freunde und Eidgenossen ihnen vorgestellt, daß sie betrachten möchten, wie jenes Burgrecht und Bundniß von ihren Vorfahren auf ewig geschlossen und beschworen worden sei; deßhalb hätte es niemals sollen vernichtet Und abgethan werden; sie möchten also, damit dem, was auf ewig beschworen worden, genug geschehe, wieder mit einander in das Burgrecht treten. Deßhalb haben beide Städte zu Entladung ihrer Conscienz veranlasset auf Burkard von Buchegg und Niclaus von Wengi, Neu- und Altfchultheißen von ^olothurn, welche Bern dargegeben, Peter Seriant, Stadtschreiber, und Claus Kling, des Raths zu V>el, welche Freiburg dargegeben, und Ztal Reding, 'Ammann zu Schwyz, welchen beide Städte zum ^Mann genommen, damit dieselben einhellig, mit Mehrheit vder durch Obmannsspruch' entscheiden, ob lenes Buvgrecht und Bundniß in Kraft bestehen und bleiben soll oder nicht. Perganientrnc Urkunde mit den anhlmgcnden Siegeln von Bern und Areiburg, t) „Mit scmlichcii fürworten, ob si iu sölichcm Jrem sprechen uit alle eins werint, das dcmic der Obmann - sillichs mit sincm rechtlichen Spruch entscheiden, oder ob es In bednnkt, von nüzvem sinen sundrigen Rechtsspruch geben fülle vnd muge." 14SS, TS. September. StaatSarclnv Bern. Ätal Reding, Landammann zu Schwyz, als Obmann, Burkard von Buchegg und Niclaus von ^gi, Neu- und Altschultheißen zu Solothurn, Peter Seriant, Stadtschreiber, und Niclaus Kling, ^ Raths zu Biel, als Zugesetzte und Rechtsprecher, erwählt durch die beiden Städte Bern und Freies und von ihren Obern zu den Sachen gewiesen, geben Urkunde über folgende Verhandlung : Die o>den Städte Bern und Freiburg legten ihnen folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vor: „Nachdem donn vns von etlichen vnsern fründen vnd guten gönnern mit Worten für gehebt vnd mengerlcy zu- ^rett worden ist als von des burgkrechts wegen, so wir bcid Stette vnd die vnsern mit einander gehebt vy/" ^ "l>cr mit dem vbertrag vnd richtung ze Murten beschechen etlicher stössen halb, die zwlischent vor ^ warent erwachsen, krafftlos ze finde abgetädinget vnd gesprochen worden ist, da aber dieselben ^ guten frlind vnd ander wiß treffenlich lüt vns beiden Stetten sürgehebt vnd ze erkennende geben Zes^^ söllichs nit billichen sye beschechen, ouch nit bestan solle noch möge, als sie meinent, an- Mend vnd ze bedenkend, das söllichs durch vnser vordern für vns vnd vnser ewigen nachkamen in burgkrechtbrieff gar eigenlich versechen worden sye; hievon vnd darumb haben wir vns zu beider 34 Zgg September 1453. sitt vff sich vnd liwev jeglichen - als vff liebhaber des rechten veranlasset vff sölich meynung, das durch üwern rechtlichen spruch erkennet vnd im rechten vßfündig werde, ob semlich burgkrecht vnd büntmfse mit allem Zrem Innehalten fürwerthin in krefften bcstan, beliben vnd von vnS vnd vnsern ewigen nachkommen gehalten solle werden nach sag deS burgkrechtbrieffeS darüber gemachet, oder nit, vmb deS willen, daS wir gegen Gott, dem almechtigen, vnsere ConcienS vnd gewissenheit hiedurch entladen vnd fürwerthin von menglichem in söllichen fachen vnersuchet, ouch ane vermissen vnd nachred bester baß besten vnd beliben mögen, alles nach Innehalt deS anlasseS, deS wir vnS beid Stett diser fachen halb nstt einander« verfangen Hand w. zc." — Die Schiedrichter, nachdem sie sowohl den Vertrag zu Murten, „deS datum wiset: Geben In der Statt Murten in dem huS der Herberg zu dem Swarzen adlcr In dem boumgarten desselben huses an dem sechSzehenten Tag deS manodeS HöwetS In dem Jar von der geburt Cristi Tusent vierhundert vierzig vnd acht Zar, in der eilften Judicien" (16. Juli 1448), wodurch daS bestandene Burgrecht zwischen Bern und Freiburg kraftlos und aberkannt wurde, als auch den Burgrechtbrief, „deS datum wiset: Geben vnd beschach biß ze Louppen in der kilchen an dem DonM nechst vor Sant Martinstag deS heiligen Bischvffs deS JarS als man zalt von CriftuS geburt Tust" vierhundert vnd drei Jar" (8. November 1403), worin gesagt wird, daß beide Städte für sich und ihre Nachkommen daS Burgrecht auf ewig eingegangen und beschworen haben, eS zu halten, so lang Städte stehen, und von demselben unter keinem Vorwand und auf keine Weise wmalS abzugehen ^ sich gelegt, gelesen und weiser Leute Rath eingeholt, sprechen einmüthig zu Recht auf ihren Eid : D" daS Datum deS VurgrechtbriefeS demjenigen deS Vertrages zu Murten um viele Jahre vorgehe älter sei, so möge die genannte Richtung zu Murten das Burgrecht in keiner Weise abthun noch Nichten, sondern daS genannte Burgrecht zwischen den beiden Städten Bern und Freiburg soll von an mit allen seinen Punkten und Artikeln auf ewige Zeiten unverbrüchlich gehalten werden, wie sto nach Inhalt deS VurgrechtbriefeS gelobt, besiegelt und beschworen haben. Pergamentene Urkunde mit de» anhangenden Siegeln der vier Schiedrichter und de« Obmann^- Lucern. m November. Die Acten fehlen. — 1453, Montag nach Francisci (8. Octobcr). Rothenburg am Neckar. Mechtild, Erzherzogin von Oesters geb. Pfalzgrafin bei Rhein, sendet ihren Rath Marquard von Baldegg an Luccrn, „etwz fachen an üch ze werben ^ 1453, Montag vor Sanct Martin (5. November). Rothenburg am Neckar. Mechtild, geb. Pfalzgräfin Rhein, Erzherzogin zu Oesterreich, bittet durch ihren Rath Marquard von Baldcgg die auf dem Tage zu versammelten Eidgenossen, einige Briefe, die auf Elsaß, Suntgau, Breisgan und die Herrschaft Hohenberg haben, ihr herauszugeben. Zwei Originalbriefe auf Papier. Staatsarchiv Lucern, Acten- Deutsches Reich. Oesterreich November 1453. 267 (wahrscheinlich) H.4SZ, im 9t0V0Mbor. SraatSnrchiv Lucer»: Allgemeine Abschiede. .4, 7K. tt. Auf St. Niclaustag sollen der Eidgenossen Boten zu Lucern sein. Da soll man über die nachfolgenden Artikel Antwort geben. ?». Erstlich der Botschaft wegen zum Kaiser, wann, wie, mit wie- v'elen Boten oder aus welchen Orten man die thun «volle. <. Jedes Ort soll von seinen Freiheiten, ^re„ Bestätigung es begehrt, glaubsame Vidiinus machen lassen; will etwas Neues erworben werden, >o soll es auch den Boten in Schrift gegeben werden. «I. Die von Schaffhausen begehren ein Bündniß "ul den Eidgenossen zu machen; inan hat ihnen eine Abschrift des mit St. Gallen projectirten Bundes gegeben. Bezüglich des letztern soll jedes Ort auf dem angesetzten Tage antworten, ob und wie man ^ von St. Gallen zu Eidg^iossen aufnehmen «volle, v. Für Hans Merg soll man sich gemeinsam Lucern verwenden. Datumlos, von Cysat überschrieben: „Abschied von Schwhtz 1447", gehört aber dein Inhalt der Artikel K' e. <1 zufolge wahrscheinlich in den November 1453. Vergleiche die Note zn Abschied 411 und Abschied 417 d. AAR iIarntn. 1434, Amlnnr EHUm Istüpiianio). Staatsarchiv Luccr»! Allgeaicinc Abschiede, 4. «51. ^ Heiinbringen, ob «nan die Städte im Argau bitten «volle, den Eidgenossen eine Steuer zu geben. ^ilf Dienstag nach Ikvminiscoro (10. März) wird ein Tag nach Lucern gesetzt, um über die Sachen . ^on Raron und des Hans Ammann ab Davos zu verhandeln, t. Lucern und Schwyz sollen jedes ^ Vogte im Argau einen Boten zuordnen, der mit ihm eine Steuer von N/s Gulden auf 100 Gulden ^lege. ^ Zeder Bote soll die Bitte Lucerns, daß man die Worte „von der Herrschaft Oesterreich kgen" seinem Bundbriefe streiche und an deren Stelle „das Reich" setze, heimbringen, v. Ebenso ^ gleiche Bitte derer von Zug. ll'. Auf nächstem Tage soll man antworten, ob man dein Bylin und Mang von Lucern ihrer Sache wegen einen Boten in gemeiner Eidgenossen Kosten nach Mailand wolle. K. Die Boten sollen auf nächsten Tag Engelbergs wegen Vollmacht erhalten. Z». Durch ^ bvn Bern wurde ein Tag nach St. Gallen auf Sonntag nach Lonversionis Pauli ausgeschrieben. ^ bon Jülich haben denselben abgeändert auf livmiaisooro, wiewohl auf Mittwoch darnach auch ein 8 Zu Lucern stattfinden soll, was ihrem Schreiber wohl bekannt war. Dieser Abschied ist auch abgedruckt bei Tschudi II. 574 mit einem weiter» Artikel: „Des Bundes und „Zu- thuns" wegen derer von Schaffhausen und St. Gallen ist denen von Zürich befohlen, von den beiden Stödten zu erfahren, ob sie sich «nit den (eingestellten Entwürfen begnügen «vollen. In diesem Falle soll Zürich es nach Lncern verkünden, Lucern es au die andern Eidgenossen bringen, einen Tag nach Unter«valden vor die Gemeinden ob und uid dein Wald setzen und dieselben bitten, wie vorher." Hinsichtlich des Datums folgen «vir Kostp, Abschiedeband I. Beilagen, Seite XVI, welcher vigilio. Lxipllanlo liest. Bei Tschndi steht „vf" Dpiplmuis. 268 März 1454, 4t Ä K4S4, t«. Marz. Staatsarchiv Bern. Schultheiß, Rath, Burger und ganze Gemeinde der Stadt Freiburg in Uechtland erklären: Da sie vor Zeiten mit der Stadt Bern ein ewiges Burgrecht eingegangen, dasselbe vielfältig erneuert und, nachdem dasselbe richtungsweise abgethan und aufgehoben worden, nach Urtheil und ergangenem Rechte für ewige Zeiten wiederhergestellt und beschworen haben; da ferner dieses Burgrecht in einem Artikel laute, daß beide Städte einander halten sollen, als ob sie von einer und derselben Ringmauer umschlösse» wären, und deshalb einander mit ganzer Macht gegen Zedermann, der eine unter ihnen an ihren Rechte» und Freiheiten kränken wollte, beistehen sollen, so haben sie den letztern Artikel noch weiter dahin erläutert und befestigt, daß sie versprechen und geloben, wenn Bern mit einem welschen Herrn oder einer welschen Stadt, wer es immer wäre, Niemand vorbehalten, zu Krieg oder Feindschaft käme, von welcher Sache wegen das wäre, und Bern Freiburg mahnte, ihm gegen solchen Feind behlilflich zu sein, so wolle» sie der Mahnung folgen mit ganzer Macht oder mit so viel, als von ihnen begehrt werde, und keine Verbindung irgend welcher Art mit demjenigen, gegen welchen sie gemahnt werden, noch sonst irgend eine Einrede vorschützen; das Burgrecht, das sie mit Bern haben, und diese Verschreibung und Con- sirmirung soll allem Andern vorgehen. Pergamentene Urkunde mit aichtlngendeni Siegel der Stadt Freiburg. 4t» St. Gallen. t4S4, TZ. Marz (Snmswg vor vouip. Stiftsarchiv St. Gallen. Gütliche, durch der Eidgenossen Boten vermittelte Richtung zwischen dem Abte Caspar von St. Galle» und drei Conventherren daselbst. 4t4 Lueern. R4S4, 3 April (Mittwoch nach Mittcsastcu). Tschudi! Chronik II. 575. Auf diesen Tag hatte Schwyz mittels Schreiben vom 27. März (Mittwoch vor Mittefasten) die Eidgenossen nach Lucern berufen, um auf Bitte des Papstes Nicolaus V. ihre gemeinsame Verwend»»s bei Franz Sforza, Herzog von Mailand, eintreten zu lassen, damit dieser Angesichts der Einnahme Constantinopels durch die Türken und der die Christenheit von daher bedrohenden Gefahr aufh^e, Venedig zu bekriegen. Mai 1454. 269 ARS Lucern. RASA, RS. Wtai. Stiftsarchiv St. Gallen. Die vier Schirmorte des Gotteshauses St. Gallen setzen das zu Seligenstadt versammelte Provin- Mlcapitel des BenedictinerordenS von dem bedauerlichen Zustande dieses Gotteshauses in Kenntniß und bitten um behülfliches Einschreiten. AR« RASA, K. Juui. ^ Staatsarchiv Bern. Fünfundzwanzigjährige Vereinigung der eidgenössischen Orte Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, ^Ug und Glarus mit der Stadt Schaffhausen. — Beilage 54. ARV Baden. RAST, S. Juni (uff Pfu-Bm). StaatSarcinv Lncern: Allgemeine Abschiede, l5l). n. Auf Sonntag nach St. Zacobstag (28. Zuli) sollen die gleichen Boten, welche auf diesem Tage gewesen, sich in Zürich versammeln, um in dem Streite zwischen Stift und Stadt Constanz auf der k'Nen, den Appenzellern auf der andern Seite Kundschaft, Rede und Widerrede anzuhören. I». Jedermann soll zu reiflicher Berathung heimbringen, was mit den Boten derer von Zürich zu Regensberg Prebet worden ist in Betreff einer Sendung zum Kaiser, um von ihm die Bestätigung unserer Freiheiten und die Verlängerung des fünfzigjährigen Friedens oder statt dessen eine ewige Richtung zu erwerben, ^uf dem nach Zürich angesetzten Tage soll man antworten, was man diesfalls thun wolle, e. Ebenda ^ffn die Boten Antwort geben in Betreff einer Sendung nach Mailand um Sachen, welche die Eidgenossen wohl wissen; auch derer von Uri wegen. «I. Rechnung: Das Geleit zu Baden hat jedem Orte Strogen 50 Pfund und noch 1 Gulden; der Vogt in dem Waggenthal hat jedem Orte 39 Pfund ^ Schillinge gegeben; das Geleit zu Bremgarten hat jedem Orte 15 Pfund abgeworfen; der Vogt zu ^aden gab jedem Orte 33 Pfund; das Geleit zu den Bädern ertrug jedem Orte 2 Pfund, das zu Mellingen 6 Pfund, v. Die Botschaft von Basel hat gebeten, man möchte ihrer Stadt 800 Gulden lur das Büchsenpulver bezahlen. Darauf ist ihr geantwortet, man wolle sich vorerst näher erkundigen, ^üch sagten die Boten von Basel, Lucern habe dem Halbisen geschrieben, er solle den Rest, nämlich ^ Centner, herauf schicken; dasselbe werde den Eidgenossen wohl zugekommen sein. Darüber soll Lucern Mff dem Tag zu Zürich Bericht geben. R. Des Spruchs wegen, den die von Bern in Betreff des von bedingen gegeben haben, x. An der Eidgenossen Voten soll das Verlangen Lucerns gebracht werden. 270 Zum 1454. daß man den Vorbehalt der Rechte der Herrschast Oesterreich aus seinem Bunde streichen möchte. Der Bote von Lucern hat mit dem Rathe zu Zürich und mit den Boten der übrigen Orte deshalb geredet. Auf dem Tag zu .Zürich nach St. Zacobötag sott man diesfalls Antwort geben. I». DeS Bischofs von Constanz und der Appenzeller wegen. I. Dem HanS Wilhelm im Thurn lind dem Heinrich von Hünenberg soll Rechttag gesetzt werden gegen den von Hertenftein, welcher den Zehnt zu Bettwyl inne hat. Ii,. Die von Bern und von Lucern verlangen Ersatz der Kosten für die Sendung nach Ulm. Den wollte man ihnen nicht geben. Die Länder hießen bei der Verhandlung die Boten der Städte austreten. TB 8 1434, RA» Alllti (Doustag nach Pfingsten). Staatsarchiv Bern. Ewiges Bündnis der Stadt St. Gallen mit den Orten Zürich, Bern, Lucern, SchwYZ, Zug und GlaruS. — Beilage. 4R» Baden. 1434, R4. Znui (Freitag nach dein Pfingsttag). Staatsarchiv Lncern: Mailändcracten. Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben an Lucern: Der Altschultheis Heinrich von Hunwyl habe eröffnet, der Herzog von Mailand verlange, das gemeine Eidgenossen zu der Richtung, die er mit de» Venedigern gemacht, ihren Willen geben möchten. Da man aber die Capitel dieses Friedens nicht kenne, und daher nicht wisse, ob selbe gegen oder für uns seien, so könne man dem Begehren nicht entsprechen, bitte daher Lucern, dem Herzog dieses in aller Eidgenossen Namen zu schreiben und zu bemerken, wenn er die Capitel uns schicke, so wollen wir, sofern wir können, ihm gern zu Willen werden. 4SI» Altrich. 1434, 17. Atlttt (Montag nach Sant Vidcn Tag). Staatsarchiv Aurich. Burgermeister und Rath der Stadt Zürich, im Auftrage und mit Vollmacht der drei übrigen Schirmorte des Gotteshauses St. Gallen, machen mit Wissen und Zustimmung des AbtS und des Low ventö daselbst, welche gegen einander vor ihnen erschienen waren, eine Ordnung auf zehn Jahre, wodurch der verfallenen Oeconomie des Klosters aufgeholfen werden sollte. Der Rath von Zürich wählt aus der Stadt Zürich einen redlichen Mann, welcher als Hofammann im Kloster zu St. Gallen mit eine'" Schreiber sitzen und dessen gesammte „Weltlichkeit" ohne Einmischung des AbtS oder Convents besorge" soll unter fährlicher Rechnungsablage an Abt und Convent. Dem Abte wird nebst der Wohnung und Anderm, das zu seinein Gebrauche ausgeschieden wird, jährlich 1000 Pfund auS den Einkünften des Zuni 1454. Gotteshauses vom Hofammann ausgerichtet, dem Convent so viel er zu seiner Unterhaltung bedarf; das Uebrige soll in den Nutzen des Gotteshauses verwendet werden. Der Convent soll geistliche Ordnung holten, wie das von den Präsidenten (Visitatoren) des Ordens, die dieses Jahr daselbst gewesen, geordnet 'st- Abt und Convent binden sich jeder Theil mit seinem Siegel unter diese Verordnung, welche nach Abfluß der zehn Zahre nach Gutstnden der Schirmorte aufgehoben, verändert oder erneuert werden mag. Pergamentene Urkunde mit anhangenden Siegeln der Stadt Zürich und des AbtS und des Evnventd von St. Gallen. 4SI Altrich. UAA4, TN. Aull (Montag nach Saut Jacobs Tag). Staatsarchiv Lucer». Boten: Zürich. Rudolf von Cham, Bürgermeister; Johannes Schwend, Ritter. Bern. Ludwig Hetzet, Venner. Lucern. Rudolf Schiffmann. Uri. Heinrich Dietly. Schwyz. Ulrich Wagner, Alt- awinann. Unterwalden. Heinrich Furrer, Altammann ob dem Wald. .Zug. Jost Spiller, Ammann. ^larus. Jost Tschudi, Annnann. Nachdem zu Baden auf Pfingsten vorher Dompropst, Dechant und Capitel des Hochstists Constanz "uf der einen, Ammann, Rath und Landleute zu Appenzell auf der andern Seite bezüglich der Streitige, ob letztere berechtigt gewesen, die von Altnau zu ihren Landlcuten aufzunehmen, mit Klage, Antwort, Rede und Widerrede vor den Eidgenossen der acht Orte erschienen waren und die Sache ihnen zu ^chtlichem Entscheid übergeben hatten, sprechen die obgenannten Boten auf dem zur Vorlage der Kundschaften und zum Abspruch angesetzten Tage, gestützt auf die Kundschaften und früher ergangene Sprüche, ^uhellig, daß die von Appenzell die Leute von Altnau der Eide, die sie ihnen als Landleute geschworen, fassen und von dem Landrechtc gänzlich abstehen, dagegen aber auch die von Altnau der Annahme ^es Landrechts wegen von Dompropst, Dechant und Capitel von Constanz nicht gestraft werden („ohne itgeltniß sein und bleiben") sollen. Gleichzeitige Cvpic, nebst den betreffenden Kundschafte». (Vergleiche Tschudi II. zsv.l Zcllwcger, Appenzeller Urkunden Nro. 347 datirt diese Urkunde vom 1. August. — Wahrscheinlich erfolgte auch auf diesem Tage die Streichung des Vorbehalts der Herrschaft Oesterreich ans dem Luccrner- (und Zuger-?) Kunde und dessen neue Aufrichtung unter dem alten Datum. Vergleiche oben Abschiede 411 «I. « 417 x. Kopp zu Bd. I. Beilage 13, S. XVI. Das von Tschudi II. 575 für diese Verhandlung angegebene Datum Rsminisoore (17. März) 1454 kann nicht richtig sein. R4Ä4, AN. Aull (Dienstag nach Saut Jacobs Tag des hl. Zwölsbotten). Stadtarchiv Eonstanz. Boten: Zürich. Rudolf von Cham, Burgermeister; Johannes Schwend, Ritter. Bern. Ludwig H^el, Venner. Lucern. Rudolf Schiffmann. Uri. Heinrich Dietly. Schwyz. Ulrich Wagner, Alt- ^llnann. Unterwalden. Heinrich Furrer, Altammann ob dem Wald. Zug. Jost Spiller. Glarus. Tschudi, Ammann. 272 Juli 1454. Auf diese Boten waren Burgermeister und Rath zu Constanz einerseits, Ammann, Räthe und Landleute zu Appenzell andererseits zu Recht gekommen „von eins Nomen wegen, den etlich von Appenzell der von Costenz lütten gcnomen hatten". Nachdem nun auf vergangenem Tage zu Baden auf Pfingsten die Boten der Eidgenossen die Klage, Antwort, Rede, Widerrede und Kundschaft der Parteien angehört hatten, fällten sie jetzt den Spruch: Die von Appenzell sollen denen von Constanz für Alles, was sie ihnen genommen, 150 rheinische Gulden bezahlen, die Hälfte auf nächste Weihnachten, die Hälfte auf kommenden Mai. Denen von Appenzell ist der Rückgriff auf die Ihrigen, welche den „Nomen" gethaU, vorbehalten. Kosten und Schaden beim Rechtsverfahren trägt jede Partei an sich. Damit soll aller egenseitige Unwille und alle Feindschaft unter den Parteien aufgehoben sein. Pergamentene Urkunde mit sechs anhängenden Siegeln. Eriels. Z454, III AttHNft (Sanct Lormzmtag). Ttaatsarcliiv Liiecr» : Mailänderacten. Der Eidgenossen Boten, „als wir vff der ftraß gen Meillant sint", schreiben an Lucern, sie haben auf dem Gotthard bei St. Antoni einen Boten des Herrn von Mailand getroffen, der den Eidgenossen einen Brief bringen sollte. Den haben sie erbrochen, um zu sehen, ob derselbe vielleicht etwas auf ihre Mission bezügliches enthalte. Nun bitte der Herzog in demselben die Eidgenossen abermals, seinen Frieden mit Venedig zu bestätigen und zu dem Zwecke eine Gesandtschaft nach Mailand zu senden. Der Friede betreffe die Eidgnossen nicht, nur wolle der Herzog sich den Anschein geben, als ob er mit den Eidgenossen in großer Freundschaft stünde. Die Boten bitten nun Lucern, mit möglichster Beförderung einen Tag anzusetzen und ihnen Verhaltungsmaßregeln dieses Punktes wegen zugehen zu lassen, mit dein Beifügen, der Herzog möchte, wenn er meinte, die Gesandtschaft komme vorzüglich auf sein dießfälliges Begehren nach Mailand, auch in Beziehung auf die übrigen Aufträge der Boten wegen Livinen und der Sachen von Lucern wegen geneigter sein. Mailand. 1454, t4. September. R455, tZ Januar. Franz Sforza, Herzog von Mailand, erneuert und bestätigt die zwischen seinem Vorgänger Philip Maria Visconti und dem Bischof und der Landschaft von Wallis am 26. August 1422 geschlossen^ Capitel. Dabei ist jedoch der Vorbehalt des Burg- und Landrechts der drei obern Zehnten mit de« Orten Lucern, Uri und Unterwalden (stehe oben Abschied 306) weggelassen. Der Bischof und die Landleute sollen innert Monatsfrist die Annahme erklären. Darüber sagt der Bischof Heinrich Asperlin voN Raron in einem Schreiben an den Herzog 6. st. Hostuni 13 stanuarü: >, — quost kxcollontiam ve§trs>n ovrtivrom roststimus, qunniam eapilula illa ocmt'estorationum, quo »uporioritius stiolms vowinstio vo8tra noki« lr.i»8mi«it visa sunt iusta ot b»na ot ivquas ulrarumquo partium oonstitionos Kaders, September 1454. Z7Z »lstutum et ckeliborstum esse intvr nos, ut toti« viribus laboremus cum ckominis ckv I-ißia, czui cke proximo suos uuntios missuri sunt sä uos, ue cum kelicis memvrie ^ilippo ckuce, patre et preckccessvro vestro et nobiscum erat, ^uoniam aliter absc^ue äiserimine nostri honoris, czuem vubis pro vvstra benignitato scimus esse carissimum, prsesentem conkeäerationem inire uon possewus, seck obtenta absolutiono et iiberatioue preckietis, czuaw speramus impetrare, bona« et ^pUmas ackckucencko rationes, qua« nobis in isla materia prekatus vester orator pruckentissime ailößavit, vnmus eontenti, anteckictam, nuilo ackckito ve! ackewpto, vobiscum eonkeckvrationem conlrabere et ita ee ossu nos libenter esse kacturos, si ckominationi vestre libuerit, ex nunc oil'erimus et nostram «incero corcke pollicewur.^ 4SS Zürich. RAAS, TS. Januar (auf Pauli Bohrung). ^ Staatsarchiv Liiccrn: Sammlung ungebundener Abschiede. Der Eidgnossen Boten zu .Zürich versammelt schreiben an Bern: Es sei ihnen die Nachricht zukommen, daß drei Knechte des Bischofs von Constanz im Gaster einen von Chur erschlagen haben und daß schwyz und Glarus nun meinen, sie haben über die drei Knechte, die zu Schännis im Gefängniß liegen, iu richten. Daraus möchten der Eidgenossenschaft große Beschwerden erwachsen, indem man sich versehen "Wte, der heilige Vater würde gegen die, welche über des Bischofs von Constanz Knechte richteten, mit können einschreiten. Deßhalb haben sie den Schultheißen von Lucern nach Schwyz und den zürcherischen ^tburgermeister Rudolf von Cham nach Glarus gesendet, um solchem zuvorzukommen. — Welche Ge- ^lt es mit dem Tag zu Bern habe, werde der Schultheiß, sobald er heimkomme, mündlich berichten. 4T«. Äerll. I4SS, 8« Aeüruar (Samstag nächst uach Nilscrec rieben Frauen Tag zu t'ichtmcß). Staatsarchiv Bern: Deutsches Spruchbuch, t). 3kt. Schultheiß und Rath der Stadt Bern und die Boten anderer eidgenössischer Orte, als: von Zürich Heftrich Schwend, Ritter; von Lucern Heinrich von Hunwyl und Peter Ruß; von Schwyz Reding, Ammann; von Unterwalden Ammann Heinzli; von .Zug Jost Spiller, Ammann; von ^arus Hans Schübelbach, Altammann, Urkunden: Daß Abt und Consent von St. Gallen einerseits, ^ Stadt St. Gallen andererseits vor ihnen über folgende Punkte und Artikel zu freundschaftlichem .^Verständnisse gekommen seien: 1. Alle Vogteien des Gotteshauses St. Gallen, sie seien Pfand vom k'ch öde,., gehören sonst zum Gotteshause, sie seien schon in dessen Besitz oder kommen erst später in ^selben, sollen von nun an innert folgenden Kreisen an die Stadt St. Gatten fallen, nämlich vom vnftein bis an den Bodensee, den Bodensee hinunter bis Münsterlingen, von da hinüber gen Bürgeln, da die Thür hinauf bis in die Glatt, die Glatt hinauf bis an die Brücke ob Schwamberg, von " wieder an den Monstein. Darüber soll die Stadt St. Gallen von nun an ewig Vogt sein, doch so, 35 274 Februar 1455. daß das Gotteshaus dadurch ungeschwächt bei seinen Gerichten, Twingen, Bannen, Leuten, Gütern w. bleibe und darin geschützt werde; Abt und Convent dagegen sollen auch ihrerseits mit ihren Briefen, Gewahrsamen zc. die Stadt im Besitz der Vogtei schützen und ihr damit gegen Zedermann behülflich und räthlich sein. Der Abt und seine Nachfolger mögen, so oft nothwendig, alle Gerichte innert dieser angegebenen Kreise besetzen und entsetzen; doch sollen sie das der Stadt verkünden, damit sie ihren Vogt dabei habe und dieser seinen Rath dazu gebe. Wenn die Stadt St. Gallen das Gotteshaus auffordert, einige verpfändete Vogteien einzulösen, so soll das geschehen, doch auf der Stadt Kosten. Bußen und Frevel, es sei, daß Abt und Convent als Herr oder daß sie mit der Stadt als Vogt strafen, sollen zur Hälfte der Stadt, zur Hälfte dem Gotteshause zufallen. Wenn Abt und Gotteshaus St. Gallen der Zhrigen außerhalb der beschriebenen Märchen bedürften, so sollen ihnen dieselben gehorsam sein, desgleichen der Stadt St. Gallen; kämen aber Abt und Convent und die Stadt gegen einander zu Krieg, so sollen die Leute ill den Vogteien still sitzen und sich keines Theils annehmen. Die Gotteshausleute innert der obgeschriebenen , Märchen sollen bei ihren alten Herkommen und Gerechtigkeiten bleiben. Beide Theile behalten sich und ehren Nachkommen vor, diese Uebereinkunft nach Gestalt der Sache zn mindern oder zu mehren. Jetzt und leweilen, wenn ein neuer Abt eintritt, soll diese freundliche Uebereinkunft beschworen werden.» Jedesmal, wenn ein neuer Abt erwählt wird, sollen die innert der genannten Märchen sitzenden Leute demselben als ihrem Herrn und der Stade St. Gallen als ihrem Vogt huldigen und schwören und diese beiden einander gegen allsällig Widersetzliche beHolsen sein. Der Abt hat vorbehalten, was er dem Papste, dem Kaiser und Reich, den vier Orten Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus des Burg- und Landrechts wegen schuldig ist; insbesondere hat er auch alles vorbehalten, was seine geistlichen Rechte berührt. Ungichtige Zinse und Schulden an das Gotteshaus innert bemeldten Kreisen sollen vor dem Hofgerichte gerechtfertigt werden, das der Rath von St. Gallen mit ehrbaren, weisen Männern zu besetzen hat; dazu sollen Abt und Convent ab dem Land oder in der Stadt noch nehmen, wen ihr Hofammann dazu fordert. Wenn Abt und Stadt um Sachen in den obgenannten Kreisen unter einander stößig würden, so sollen sie zu Erläuterung und Entscheid kommen vor die Boten der Eidgenossen, mit denen sie in Bündniß stehen, »ud sich deren Spruch unterziehen. Die Stadt soll dem Gotteshause dieser Uebereinkunft wegen bis Pfingstl nächsthin 1000 rheinische Gulden bezahlen. Schtvyz. I.4ZA, K Ntarz (Sancl Fridolinstag) Staatsarchiv Lncern: Allgemeine Abschiede, 155. Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben an Burgermeister und Rath zu Basel, Hans Funkhäuser, ^ jüngere, von Lucern habe ihnen zwei Rechtssprüche des Raths von Zürich vorgewiesen, wonach D>et^ von Sennheim, Schultheiß zu Basel, und dessen Mitgesellen ihm 1300 Gulden zu bezahlen schuldig Man bitte nun Bürgermeister und Rath von Basel, dafür zu sorgen, daß die Bezahlung ungestillt erfolge, damit nicht aus deren Verzögerung oder Verweigerung schlimme Folgen entstehen. Mm 1455. 275 AÄ8. Zürich. RAAS» A Mtai (off des heil. Cruzes Tag Im meyeu). Stadtarchiv St. Galle». Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben an die Stadt St. Gallen, Ammann und Rath zu Appenzell haben ihre Botschaft in Städten und Ländern gehabt des Handels wegen, den der Abt von St. Gallen Mit der Stadt eingegangen habe, da ihnen das unfuglich sei. Daher setze man ihnen beiderseits Tag "ach Lucern auf Sonntag Sanct Pancrazientag (12. Mai),^um sie alle zu verhören und, wo möglich, ö bdrtrggen. Original ans Papier. TS». Baden. R4AA, 7. Jnni (Samstag nach c?orpai-is (stu-isti). StiftSarchiv St. Gallen« Die Boten der Eidgenossen ermahnen den Abt Caspar von St. Gallen, den wieder nach St. Gallen Zurückkehrenden Conventherren keinerlei Unglimpf zuzufügen. AS« Schaffhansen. tTSS, tt tS. September. Staatsarchiv Zürich. Ehmcl: Materialien zur ästerrcichischcn Geschichte. Il, Seite 85, 86. Graf Hans von Tengen, Graf zu Nellenburg, einerseits, und die Bürgermeister, Schultheißen, '"Männer und Räthe gemeiner Eidgenossen andererseits, vereinigen sich unter Vermittlung des Bischofs unold von Basel und der Räthe von Basel und Constanz bezüglich der Fehde einiger Knechte aus der genossenschaft gegen den Grafen und die Seinen, weil etliche von den letzter» dem Grafen Allwig von bei der Niederwerfung einiger Burger von Straßburg auf der Eidgenossen Gebiet behülflich gewesen ^"d die Gefangenen ihr Schatzgeld in sein Schloß Eglisau zu liefern gezwungen hatten, folgendermaßen: - Grgf Hans von Tengen. steht den Eidgenossen um ihre Ansprachen zu Recht vor ihren obersten ^'"vtern von Städten und Ländern und verspricht, deren Spruch zu halten. 2. Ausstehende Schätzte? und Brandschätze seiner Leute sollen bezahlt werden. 3. Wenn die von Strasburg den Grafen von ^gen der Sache wegen belangen wollten, so soll er ihnen darüber zu Recht stehen vor dem Bischof von asel oder vor den Räthen zu Basel oder zu Constanz nach ihrer Wahl. 4. Damit soll diese Feindschaft derer von Schaffhausen wegen todt und ab sein. 5. Graf Hans und die Seinen sollen dem Grafen Mig von Sulz, seiner Mutter und ihren Helfern gegen die Eidgenossen weder Beistand, noch irgend k chen Vorschub leisten, weder direct noch indirect. Es siegeln für den Grafen: Heinrich von Randegg '"d Haus von Klingenberg; für die Eidgenossen: Rudolf von Cham, Hauptmann und Burgermeister Zürich, Heinrich Hasfurter, Hauptmann zu Lucern, Ztal Reding, Hauptmann und Ammann zu als Tädigungsmann auf Bitte beider Theile Bischof Arnold von Basel, b. Hauptleute und 276 September 1465. gemeine Eidgenossen von Städten und Ländern schreiben unter dem Sieget Rudolfs von Cham, Burgermeisters und Hauptmanns von Zürich, an Erzherzog Albrecht von Oesterreich: Graf Allwig von Sulz habe in der Eidgenossen Gerichten und Gebieten „hie dißhalb vnd enhalb der Arn" mit feinen Helfern etliche Straßburger, die er in Zürich ausgekundschaftet, gefangen und durch das Klettgau nach Krayen geführt und beschätzt. Man habe sowohl von ihm als von Hans Wilhelm von Friedingen begehrt, die Verhafteten in der Eidgenossen Gerichte zu stellen und da allfällige Ansprachen an sie geltend zu machen, aber ohne Erfolg; daher habe man beiden und auch der Frau von Sulz, welche ihre Leute ebenfalls bei der Sache gehabt, Feindschaft angesagt und werde sie bis zu erfolgter Genugthuung bekriegen. Nun erhalten diese aber aus den Landen und Schlöffern des Erzherzogs großen Zufchub; man verlange, daß der Erzherzog" feinen Amtleuten gebiete, den Feinden der Eidgenossen weder Hülfe noch Vorschub, Enthaltung, Essen und Trinken u. f. w. zu thun, fondern sich gegen beide Parteien gleich zu verhalten, anders würde es den Gemeinden in der Eidgenossenschaft unleidlich sein. Bürgermeister, Schultheißen, Ammänner und Räthe gemeiner Eidgenossenschaft einerseits, und Wilhelm von Friedingen andererseits Urkunden: Nachdem einige Knechte aus der Eidgenossenschaft den letztern befehdet, überzogen und an Land und Leuten beschädigt haben, weil Graf Allwig von Sulz einige Burger von Straßburg im Gebiet der Eidgenossen gefangen, in das Schloß Krayen geführt und da beschützt habe, feien obgenannte beide Theile, nämlich die Eidgenossen lind Wilhelm von Friedingen, durch Vermittlung des hochwürdigcn Fürsten, Herrn Arnolds, Bischofs zu Bafel, und der Räthe von Bafel und Constanz folgendermaßen vertragen worden: Die Summen, um welche die Leute des von Friedingen von den Eidgenossen beschätzt oder gebrandfchatzt worden sind und die noch nicht bezahlt wären, sollen bezahlt werden. Wollten die von Straßburg den Wilhelm von Friedingcn um obgenannte Sache belangen, l» soll und will er ihnen zu unverdingetem Rechte stehen vor dem Bischof von Bafel oder den Rächen von Basel oder Constanz Nach ihrer Wahl, oder an andern Enden, über die sie eins werden möchten. Damit soll der Streit und die Feindschaft beider Theile, auch derer von Schaffhausen und der Ihrigen wegen, hin und ab sein, sowohl bezüglich der Parteien selbst, als aller ihrer Helfer und Zugewandten. Ebenso sollen sie einander auf keine Weise um Todtschläge, Brand, Raub w., die in dieser Fehde vorgefallen, weder unmittelbar noch mittelbar ansprechen oder bekümmern. Wilhelm von Friedingen verspricht, dem Grafen Allwig von Sulz der obgenannten Sache wegen gegen die Eidgenossen weder selbst Hülfe noch Beistand zu leisten, noch durch die Seinigen leisten zu lassen. Es siegeln im Namen der Eidgenossen Rudolf von Cham, Hauptmann und Bürgermeister von Zürich, Heinrich Hasfurter, Hauptmann zu Lucern, und Ztal Reding, Hauptmann und Ammann zu Schwyz; Wilhelm von Friedingen für sich selbst; Arnold, Bischof von Basel, als Tädigungsmann auf Bitte beider Theile. «I. Hauptleute und gemeine Eidgenossen melden dem Erzherzog Albrecht von Oesterreich, die Seinigen zu Waldshut wollen die Schiffleute von Zürich mit Einsiedlevpilgern nicht das Wasser yinabfahren lassen, ohne daß man wüßte, zu dieser Zeit mit seiner fürstlichen Gnade in Verhältnissen zu stehen, die eine solche Verhinderung begründen könnten. Man bitte daher um einen Befehl an die österreichischen Städte am Rhein, daß sie die Sclst!^ leute von Zürich, Leute und Gut, ungehindert wie bisher schiffen lassen. Unter dem Siegel Rudolfs von Cham, Bürgermeisters und Hauptmanns von Zürich. < . Arnold, Bischof von .Basel, urkundet, daß, nachdem etliche Knechte aus der Eidgenossenschaft der Frau Ursula, Gräsin von Sulz, geborner von Habsburg, Feindschaft angesagt und sie mit Todtschlag, Raub und Brand geschädigt haben, weil ihr September 1455. 277 Sohn, Graf Allwig von Sulz, einige Bürger von Straßburg in der Eidgenossen Gebiet niedergeworfen und in der genannten Gräfin Gebiete gefänglich gebracht und behalten, und Leute der Gräfin ihm dabei Hülfe geleistet haben, er, Bischof Arnold, mit Beistand und in Anwesenheit der Rathsboten von Basel und Conftanz, zwischen den Parteien einen Frieden (Stillstand) vermittelt habe, der währen soll von Datum dieses Briefes bis auf St. Hilarientag, „den man nempt den zwaynzigosten tag nach wyhennächten uüchstkünftig" (13. Zänner 1456), diesen Tag bis Sonnenuntergang inbegriffen. Während dieser Zeit sollen die Parteien und ihre Helfer, Zugewandten u. s. w. allenthalben vor einander sicher wandeln und namentlich die Frau von Sulz mit ihrer Person und ihrem Hausgesinde zu Eglisau Wohnung und Wandel haben ohne gemeiner Eidgenossen oder Jemandes von ihrerwegen Irrung und Eintrag, ^'de Theile sollen während der Zeit dieses Friedens ihre Güter und Nutzungen in voller Sicherheit ^or einander nutzen und nießen. Auf St. Andreastag nächstkünftig (30. November) sollen sie einen Rundlichen Tag leisten zu Basel vor dem Bischof, welcher die Sache gütlich zu schlichten sich bemühen wird. (?g siegeln Bischof Arnold als Tädigungsmann, dann für die Eidgenossen Rudolf von Cham, Henrich Hasfurter und Jtal Reding, für die Gräfin Ursula von Sulz ihr Sohn, Graf Rudolf von Sulz. Bischof Arnold von Basel vermittelt mit Hülfe und in Anwesenheit von Rathsboten von Basel und Instanz in derselben Streitsache einen Waffenstillstand bis St. Hilarientag 1456 zwischen gemeinen Eid- kenossen und Schaffhausen einerseits und dem Grafen Allwig von Sulz, den Seinen, seinen Helfern "ud Zugewandten andererseits mit den gleichen Bestimmungen, wie oben in dem Waffenstillstand von Weichem Datum mit seiner Mutter, Gräfin Ursula von Sulz, geborner von Habsburg. Es siegeln der ffchof, für den Grafen Allwig die Grafen Heinrich von Fürstenberg und Rudolf von Sulz, die sich W'Ner in dieser Sache gemächtigt hatten, für gemeine Eidgenossen die Hauptleute Rudolf von Cham von "wch, Heinrich Hasfurter von Lucern und Jtal Reding von Schwyz. Zu Pergamentene Urkunde mit sechs anhängenden Siegeln im Staatsarchiv Zürich, cl. cl. Schaffhausen 1455, an Donstag nach Unserer Lieben Frauen Tag zu Herbst, genannt dlutivitatis Nuris. Zu d. Urkunde 3. 3. ^chafshauscu 1455, Donstag vor des heil. Kreuzes Tag zu Herbst, bei Chmcl', Materialien zur österreichischen Geschichte, II. Seite 86. Zu v. Pergamentene Urkunde mit fünf anhängenden Siegeln 3. cl. Schaffhausen 1455, Freitag nach Unserer Lieben Frauen Tag zu Herbst, im Staatsarchiv Zürich. Zu cl. Urkunde >1. 3. Schaffhausen 4455, Freitag vor des heil. Kreuzestag zu Herbst, bei Chmel, Materialien zur österreichischen Geschichte, II. Seite 86. Zu > . Pergamentene Urkunde mit fünf anhängenden Siegeln, ohne Ortsangabe 3. 3. 1455, Samstag nach vusrcr llebcn Frauen Tag zu Herbst, im Staatsarch iv Zürich. Zu k. Pergamentene Urkunde mit sechs anhängenden siegeln ebendaselbst, ohne Ortsangabe 3. 3. 1455, Samstag nach Unsrcr Lieben Frauen Tag zu Herbst. K4SS, KS. «ctober. Staatsarchiv Bern. ^ Die Schultheißen, Räthe und Burger der Städte Bern und Freiburg Urkunden: Nachdem Bern w halben Theil de^ Beste Grasburg und des Landes Schwarzenburg mit aller Zubehörde, den sie im b en Kriege eingenommen, an Freiburg zurückgegeben und die Landleute im Lande Schwarzenburg und ?78 Oktober 145.5. GuggiSberg beiden Städten als ihren natürlichen Herren Gehorsam und Dienst geschworen, so haben sie diesen Folgendes als die Regel ihres Verhaltens verbriefet: 1. Wenn Bern und Freiburg je unter einander in Krieg kämen, so sollen sie neutral bleiben und die Beste Grasburg zu beider Städte Händen bewahren bis zu AuStrag des Krieges. 2. Wenn Bern und Freiburg sie mahnen, ihnen in einem Kriege zuzuziehen, so sollen sie sich mit ihrem Zeichen abwechselnd zu einer der beiden Städte halten und nicht getheilt werden. 5. Die von Schwarzenburg zc. sotten fortan bernischeo Stadtrecht und von ihren Gerichten Zug an den Rath zu Bern haben, wie daS von der Zeit, als daS Land unter Savoyen lind Bern stund, hergekommen ist. 4. Hätten aber die beiden Städte mit den Landleuten Stöße oder Miß- hellung der Herrschaftzinse oder anderer Sachen halb und mahnten sie, in die eint oder andere Stadt zu kommen, so sollen jene ihre Voten dahin schicken, um die Sache vorzunehmen, wie sich'S gebührt. 5. Bern und Freiburg geloben, die Leute in der Herrschaft GraSburq bei den Gerichten, die von Schwarzenburg und GuggiSbcrg und alle ihre Nachkommen bei obigen und allen andern ihren Freiheiten, Gnaden, Privilegien, Gewohnheiten w. bleiben zu lassen und zu beschirmen. Pergamentenes VidimuS von Montag nach rrinitatta l5M unter dem Siegel der Stadt Solothnrn. Wahrscheinlich) HnrivÜD I4ÄÄ, IÄ. lans Sank Gallen Abend). (5hmel: Materialien zur österreichischen Geschichte, ss. 87. Gemeine Eidgenossen, Städte und Länder, schreiben unter dem Siegel von Zürich an Erzherzog Albrecht von Oesterreich, daß sie auf sein Begehren einen Tag nach Baden gesetzt haben auf St. Mar- tinötag (11. November) nächstkommend, um die Antwort anzuhören, welche er durch seine Botschaft auf ihr Schreiben mündlich geben zu lassen sich anerboten habe. Sie geben der Botschaft Geleit und Sicherheit. Ueber einen demzufolge am 11. November in Baden gehaltenen Tag fehlen Acten oder sonstige Nachweise. 4»» Zl'irick. 14S5, SI. .Vctober lvss der x<"> mcgten Tag). Staatsarchiv St. tyalle». Gemeiner Eidgenossen Rathsboten schreiben an die Stadt St. Gatten, eS befremde sie, daß die Stadt St. Gallen gegen die auf letzten! Tage zu Zürich allen Rechten ohne Schaden beschlossene Besatzung der Gerichte des Gotteshauses St. Gallen Einsprache erhoben und die Boten von Zürich und GlaruS, die deswegen nach St. Gallen gekommen, daran verhindert habe. Sie haben daher denen von Zürich und Glaruö neuerdings befohlen, ihre Voten in die Gerichte des Gotteshauses zu senden, um da die Ge- richtSbesatziing, und zwar ohne Beisein von Boten weder der Stadt, noch deS AbtS, noch der Appenzeller, vornehmen zu lassen. Original auf Papier mit dem Siegel von Zliri« December >455,, ?»7 4»4 H45A, Afß. an Finsing vor unser»« lieben Herrn beschiiidiiiig, qeneint s ir«'iime'i«i"mn ilewiini, nach ftner geburd Tusend vierhundert ttintzig vnd in dem Sech«d»n .tarei, «h»aa»»>>e«»itv -j,trieb. Arnold, Bischof von Basel, verlängert mit der Parteien Wissen und Willen den am 15. September vorder zwischen gemeinen Eidgenossen und Schaffbausen einerseits, Graf Allwiq von Sulz und seiner Mutter, Gräfin Ursula von Sulz, andererseits, durch ibn vermittelten Waffenstillstand von St. Hilarientag biS auf dm Sonntag l.at»r«? zu Mittefasten nächstkünftiq (7. März >45li). Es siegeln der Bischof, Graf Allwiq von Sulz für sich und seine Mutter, Bürgermeister und Rath von Zürich mit ibrer Stadt Secret Insieqel für gemeine Eidgenossen auf deren Bitte. Pergamenten« Urkunde INI« de« anhangenden Ktagei«. 4».» I ?. ? anhangende» st,g«i». Wtrn. I-AAK, IK. "üpril «Montag vor Zanet 5öig) Etaotsareklv Nern. Boten: Basel. Hans von FlachSlanden, Ritter; Heinrich Zselin und Hanö Brcmenstein. Zürich. Heinrich Schwend, Ritter. Lucern. Heinrich von Hunwyl. Solotkurn. Eunzmann Blast. Schwyz. Werner Blum. 280 April I45t>. Diese, als Rathsboten und freundliche Tädigungsleute von ihren Herren und Obern zu den Sachen gesetzt, Urkunden was folgt : In den Spännen, welche zwischen Bischof Arnold von Basel und der Stadt Bern sich bezüglich der Grafschaft Nydau erhoben haben, seien die Parteien auf den Schultheißen und Kleinen Rath zu Lucern zu Recht gekommen und diese haben sich der Sache beladen und einen Spruch gegeben, den nun aber die Parteien in etlichen Punkten ungleich verstehen und deshalb nicht zur Ausführung bringen. Um die daher waltenden Mißverständnisse zu beseitigen, haben die obgenannten Städte und Orte die Boten nach Bern gesendet, wohin auch der Bischof und der Dompropst von Basel persönlich gekommen sind. Da haben sie denn die Parteien über die streitigen Artikel freundlich vereint. Erstlich, der Gotteshausleute wegen, die in der Stadt Nydau gesessen sind oder dahin ziehen, ist beredet, daß dieselben in genannter Stadt frei und ledig sitzen sollen, von dem Bischof und der Stift ungesucht. Zweitens, des See's wegen zwischen Biel, Nydau und andern umgelegenen Städten, sollen mit beider Parteien, Berns und des Bischofs, Wissen und Willen Ordnungen über das Fischen gemacht werden; die Bußen für Übertretungen sollen gleich zwischen ihnen getheilt werden; andere Bußen aber um Frevel auf dem See, mögen sie die hohen oder die Niedern Gerichte anlangen, sollen Bern allein gehören, welches sürderhin allein den See beherrschen und hohe und niedere Gerichte daselbst haben soll, vorbehalten die Gerechtigkeit, welche Viel, Nydau und Neuenstadt da von Alter hergebracht haben. Drittens, der Gerichte wegen auf dem Teisenberg soll Bern von seiner Ansprache abstehen und der Bischof von Basel allein die hohen und Niedern Gerichte, Gebote, Verbote, Bußen :c. besitzen und genießen, doch mit folgender Erläuterung: Wenn ein Dieb oder ein Brenner auf dem Teisenberg gefangen wird, soll derselbe einem Meyer von Biel und von diesem dem Vogt von Nydau eingeantwortet werden, der mit ihm nach Inhalt cineS vor langer Zeit errichteten Rodels verfahren soll. Ebenso soll der Kopf eines jeden Bären, der auf dem Teisenberg gefangen wird, dem Vogt von Nydau eingeliefert werden. Bern bleibt bei allen Gütern, Zinsen, Nutzen w., welche es nach Ausweis jenes alten Rodels auf dem Teisenberg hergebracht hat. Alle andern Artikel des vom Kleinen Rathe zu Lucern gegebenen Spruchs sollen die Parteien sofort in Kraft treten lassen und getreulich gegen einander halten. Pergamentene Urkunde mit den Siegel» Flachsland'«, Schwende und Hunwyl'S, im Name» der Vermittler, und denjenigen des Bischofs von Basel und Berns als Parteien. I4ÄL, TL» Ann» (soxto K-di. Archiv Tchwyz. Papst Calixtus III. ermächtigt den Bischof von Constanz, nach eingenommener Information den Leuten von Lucern, Schwyz, Zug und ihren Angehörigen in den Alpen, wo keine Oliven wachsen und das Olivenöl nicht leicht zu erhalten sei, den hergebrachten Genuß der Butter, der Milch und anderer Milchspeisen während der vierzigtägigen Fasten und an andern Fasttagen zu gestatten. Bischof Heinrich von Constanz ertheilt ihnen in Folge dessen diese Erlaubnis durch ein bischöfliches Mandat vom 23. T>e- cember glsichen Jahres. Abgedruckt b.i Ts-budi u. »8?. August l45<». Ät. (wallen 145«, « Zlttftust. Glaaeoarcktiv illricki. Boten: Zürich. Niclaus Brennwald, Seckclmeifter. Bern. Ludwig Hetzet, Venner. Lucern. Hein rich von Hunwyl, Altschultheiß. Uri. Heinrich Dietly. Schwyz. Werner Blum. Unterwalden. Heinrich zc Niderist, Ammann nid dem Wald. Zug. Jost Spillcr, Ammann. GlaruS. Rudolf Stuckt), Venner. Diese vermitteln und entscheiden mit Willen der Parteien in Güte die Zwistigkeiten Mischen dem Pfleger und Eonvent des Gotteshauses St. Gallen, Ammann, Rüthen und Landlcuten zu Appenzell, Schultheiß, Rüthen und Bürgern zu Wyl und den GotteSkauSleuten, die sich an sie gehalten haben, eineStheilö, und dem Bürgermeister, Rath und Bürgern der Stadt St. Gallen anderntheilS, welche Streitigkeiten von dem . Brief und Vertrag zu Bern, der Vogteien wegen, die der Stadt St. Gatten zu kaufen gegeben worden, herrühren. Pfleger und Konvent deS Gotteshauses und ihre Mithaften im Streite behaupteten, icner Brief und Uebertrag zu Bern sei ohne ihre Gunst und Einwilligung gemacht und soll deßhalb als unkrüftig abqcthan werden. Die Stadt St. Gallen dagegen forderte dessen Aner- kcnnunq und daß er auch vom Eonvent besiegelt und aufgerichtet werde. Der gütliche Entscheid der Eidgenossen ging dahin, daß I. der genannte Brief, der zu Bern der Vogteien wegen gemacht worden, todt und ab sein soll, als ob er niemals gemacht würc. Die von St. Gallen sind von den Vogteien demzufolge abgestanden und haben den Brief den Eidgenossen zur Vernichtung auöhinqeqeben; doch sollen alle Vogteien und Gerichte, sie mögen bereits zum Gotteokause gehören oder künftig an dasselbe kommen, mit allen Rechten und Zubekörden, die das Gotteshaus daran hat oder bekommt, zu ewigen Zeiten bei dem Gotteshause unvcründert verbleiben und von demselben in keiner Weise verkauft, verpfündet, noch sonst irgendwie verabwandelt werden. L. Alle Leute, die in den vorgenannten Gerichten des Gotteshauses gesessen sind, es seien GotteShauSleutr, Burger, Landleutc oder wem die zugehören, sollen denselben Gerichten, Zwingen und Bünnen gehorsam sein und daselbst einander und sonst Jedermann Recht halten, geben und nehmen ohne irgend Jemandes Verhinderung. Ausgenommen hievon sind Streitigkeiten um Lekengüter und Hofqüter; diese sollen, wie von Alters her, vor der Lckenhand und dem Hofamte berechtigt werden. — Damit sollen alle vorgenannten Parteien um ihre vorgenannten Spünne und Stöße gerichtet und geschlichtet sein und diesen Spruch getreulich halten. Das versprechen auch die Parteien am Ende des Briefes und bezeugen eS durch Anbüngung ihrer Siegel. Pergamentene Urkunde mii den anhangenden Tiegeln Niclau» Vrrnnwaid'» und Heinri» » von Hunwyl im iliamen «er Noten «er vidgencffen, sodann de« Pfleger», de» ttonnent«, de» band«» Arven,«», Wri und der Stadt Li Natten Abgedruckt bei Zellweqer, Arrenietier »rsunden. Nro 15? ^timpkvricn d'Au;oil » i >45«, ?V. Deccmber. Seaattarckrt» Vre». ssarl V II , König von Frankreich, erklürt auf Bitte des Herzogs von Savoycn nebst Andern), daß d>e in dessen Bündnissen vom 7. Oktober 145^ und r gohbuslüt, welich ioch burger zu sant Gallen wercnt, vnsern eidgnossen nach ir manunq reisen vnd zu willen werden." St (wallen. 1457, »4. Mai. St». i«iall»n. M«t Hülfe, Zutbun und fleißiger Arbeit der Eidgenossen Boten, von Zürich Niclaus Brennwald'S, Seckelmeisterö, von Lucern Hans Bürkli'ü, von Schwvz Zlal Redinq's, AmmannS, vergleichen Thomas cwn Speich'nqen, Stadtschreiber, und Peter Schöpfer, der ültrre, des RatbS von Bern, im Auftrag 282 December !45ti. auf alle andern Verbindungen den zwischen Savoycn einerseits, und Bern und dessen Zugewandten und Eidgenossen andererseits, bestehenden Bund nicht berühre und demselben keinen Schaden bringen soll. stranzvstschc Urlunde, abgedruckt IN der Sauimlmiq der vornehmsten Bündnisse mit der Krone ssraulreich. Bern I7Ü2, S. 25. 44« St. Gallen. >457, Stt. Januar. StiftSarehiv St. Gallen. Boten: Zürich. Rudolf von Eham, Altburgermeister; Heinrich Schwend, Ritter; NiclauS Brenn- wald; Ulrich Widmer. Lucern. Heinrich von Hunwyl, Schultheis. Schwyz. Jtal Reding, Landammann. Glarus. Johannes Schübelbach, Landammann. Diese Boten, vereint mit dem Vicar deS HofeS zu Constanz, schlagen dem Abt von St. Gallen einerseits und dem Convcnt daselbst andererseits einige Artikel zu gütlicher Vereinigung ihrer Streitigkeiten vor. 441 Bern. >457, 5. Ael»rnar 457, T4. Marz (vsf vcn M. Tag de« Monade« Merzen). Staatsarchiv Bern: Deutsches Mlsstvenbuch . Die Stadt mag auch alle GotteShauSleute, die außerhalb der Letzinen und Fricdkreise der Appenzeller in deS Gotteshauses Gerichten sitzen, zu Bürgern nehmen, doch so, daß der Eid, den sie dem GotteShause schwören, dem Vurgrecht und Eide, den sie der Stadt schwören, vorgehe. Solches Burgrecht soll dem Gotteshause an seinen Gerichten, Twingen, Bannen, Zinsen, Diensten :c. unschädlich sein. c. Obschon ein solcher GotteShauSmann Bürger zu St. Gallen geworden wäre, bleibt doch für Ansprachen deS Gotteshauses an ihn daS Hofgericht sein Gerichtsstand, bei dessen Urtheilen eS ohne weiteres bleiben soll, st. Wenn sich gemeine GotteShauSleute in irgend einem Gerichte wider deS Gotteshauses Ansprachen Mai >4',7. 285 und Gerechtigkeiten sehen wollten, so sollen solche Ungehorsame dem Gotteshause gerecht werden an dem Ende, wohin sie von den Eidgenossen, die in den Burgrechtbriefen begriffen sind, gewiesen werden, e. Wenn in Kriegen der Eidgenossen die Stadt St. Gallen gemahnt würde, so sollen die GotteShauS- leutc, die ihre Burger sind, mit ihr, wenn das Gotteshaus zuerst gemahnt wurde, so sollen die Bürger, die Gotteshausleute sind, mit diesem reisen. Zweitens auf zwölf Klagepunkte der Stadt St. Gallen gegen den Abt, als: I. daß er die Lehen im Lande Appenzell obne ihr Wissen hingegeben; 2. Herisau, Teufen und Trogen aus dem Hofamte gezogen habe; .'j, die Pfalz anderswohin verlegen wolle; 4. daß er Pfalzlehen Klöstern und Fremden gebe; 5. daß er die von RomanShorn mit schweren Eiden verstrickt habe; li. daß er Gotttskausleute, die Bürger zu St. Gallen sind, mehr denn andere beschwere; 7. daß er der Pfarrkirche in St. Galten die von Abt Hermann ihr entzogenen Gülten und Nutzungen wiederkehren soll; 8. daß er für Verbesserung von Stegen und Wegen, die daS Gotteshaus so gut brauche als die Stadt, nichts tbun wolle; !). daß er ihnen im alten Kriege erlittene Schäden und Verlufte ersetzen soll; llt. daß der Brief, wodurch Abt Euno das Gotteshaus in der Stadt Schirm gegeben, in Kräften bleiben soll; l l daß er ibnen die in ihrem kaiserlichen Freiheitsbriefc für Verletzung ihrer Rechte ausgesetzte Pön bezahlen soll; 12. daß er zu Zeiten ihre Bürger mit fremden Gerichten vornehme — haben nach weit- läusiger Rede und Gegenrede die von St. Gallen den Schicdleuten und dem Gotteshause zu Ehren desinitiv verzichtet. Würden sich dagegen über Punkte, die durch diesen Vergleich entschieden sind, An stände zwischen den Parteien erheben, so sollen dieselben vor die gleichen Schicdleutc oder andere von ihren Herren dazu geordnete Männer zur Läuterung gebracht werden. — Alle Briefe, Sprüche, Urkunden, Freiheiten, Bücher, Rödel, welche den oben entschiedenen Punkten widersprechen, sollen kraftlos sein und gegen lene Entscheidungen niemals angerufen werden können. Damit sollen die Parteien gerichtet sein. Es siegeln Thomas von Speichingen und Peter Schopfer und auf ihre Bitte auch die Boten der Eid- gcnossen, Niclaus Brcnnwald, Hans Bürkli und 2tal Rcding, endlich die Parteien, Pfleger und Eon vent des Gotteshauses und Bürgermeister und Räche der Stadt St. Gallen. Dru«feremplar im Stiftsarchiv 444 Vaden. 1457, 7.— II. Zuni riddiris Basel I Olsi»>ng«bi>» datirt vom Tamstag nach dem Pfingst» tag (1 t. Juni). 286 Juni 1457. 44S Basel. 7457, A Auni (Donstag nach Pfingsten). Basel: OffnungSbuch, III. II. Die Boten von Bern und Solothurn, Ludwig Hetzet und Hauptmann vom Stein, treten vor den Rath zu Basel mit Darstellung der Verhaltnisse beider Städte zur Herrschaft Oesterreich, insbesondere wie sie die von Lauffenberg um die 11,000 Gulden vergeblich gemahnt hätten; sie begehren, daß im Falle eines Kriegszugeö auf beiden Seiten des Rheins ihnen die Stadt Basel Ein- und Durchzug erlauben, auch ihnen Velagerungszeug leihen wolle. Basel antwortet: Es hätte zwar lieber Frieden, wolle jedoch, wenn seine Räthe, deren viele abwesend seien, wieder nach Hause kommen, bedächtlich über das Begehren seiner Eidgenossen rathschlagen. Die Boten von Bern und Solothurn wollen diese Antwort an ihre Herren bringen. 44« Chambery. >457, T8. Juli. Staatsarchiv Brr». Ludwig, Herzog von Savoyen :c., giebt seinen Gesandten, dem Marschall Johann von Seyssel, dem Franz von Greyerz, Vaillif von Waadt lVuuulli), Johann von Lornay und Johann Champion, Vollmacht, die von ihm und seinen Vorfahren mit der Stadt Bern geschlossenen Bündnisse zu erneuern, zu beschwören, wenn nöthig neu aufzurichten, zu erläutern, zu ergänzen, zu vermehren, mit dem Versprechen der Ratification. Pergamentene lateinische Urkunde mit anhängendem Siegel und eigenhändiger NamenSnnterschrift des Herzogs. 44V Basel. >457, 5. ANHtlst (Mittwoch vor Saut Sixtus). lähmet: Materialien zur österreichischen Sieschichte. N. Seite Ii!». Arnold, Bischof von Basel, urkundet, daß bezüglich der Spanne, welche zwischen Erzherzog Albrecht von Oesterreich einerseits und den Städten Bern und Solothurn andererseits der 10,000 rheinischen Gulden wegen, welche diese für ihre Kosten bei der Belagerung von Lauffenberg und der 1500 rheinischen Gulden wegen, welche Bern allein, mit Berufung auf einen durch Bischof Friedrich sei. von Basel vermittelten Vergleich, fordern, beide Parteien, Bern und Solothurn, auch ihre Eidgenossen von .Zürich, Lucern und Schwyz, vor ihm und vor deö Markgrafen Carl von Baden und der Stadt Basel Boten zu einem freundlichen Tage erschienen seien. Daselbst habe man die Sache mit der Parteien Einwilligung dahin verglichen, daß die fraglichen Forderungen, allen Rechten unbeschadet, uneingefordert anstehen sollen bis zu vollem Ausgang des zwischen Oesterreich und den Eidgenossen bestehenden fünfzigjährigen Friedens. Es siegeln der Bischof von Basel, Trudpert von Staufen, Hofmeister des Markgrafen von Badens und Burgermeister und Rath der Stadt Basel. September I457 ?87 44V. I4S7, ISI ,»» TT. September. wallen. Zwe, Concepte in lateinischer Sprache zu einem Schreiben der Eidgenossen an den Papst Calixtus lll. liber die Angelegenheiten des Gotteshauses St. Gallen. Zn dem ersten erzählen sie, daß sie dasselbe, nicht des zeitlichen Vorthcilö, sondern um ewigen Lohnes willen in ihren Schirm genommen und einer seits für die Herstellung seiner dilapidirten Guter von sich auS sorgen, andererseits für die Herstellung der unter Abt Caspar, welcher auch am Zerfall der Occonomie Schuld trage, zerrütteten inncrn Ver Hältnisse die Visitatoren der Ordensprovinz angerufen haben, welche besagten Abt Caspar von der Admini stration sowohl der Spiritualien als der Temporalicn suspcndirt haben. Nun werde der Procefi nach Rom gelangen, die Eidgenossen ersuchen um dessen Beförderung fsliln llrauinri all^olnalur) und wllnschen, daß die Verfügungen der Visitatoren bestätigt werden. Der zweite Entwurf legt mehr Gewicht auf die letztere Empfehlung. Der erste ist unterschrieben „»anrtitüli.i ve^tra llounli'^imv rreglurv 'l'hurivon»««, lZm-nmum», lmaornenscs, roli^ui gunczue vallium vt terrorum llv liga vatero HHrilenüiinn rvl^aritar nunrupkili" und ist an einigen Orten beschädigt, der zweite »8. V. llounli!«»,!«! s,rapu»iti vt aonbuloros mnilatum ot t«:rrk>riim sta liga ennsolioralnrum /Vloniiinia altv". 44» I4^»7, II. llinmiiiii» >>>^i d>ir«>I»ii. Z»aa»»ar«I,»v V»c»rn - Rath«bu» V. H. t?»i. ». Ii. Boten Zürich. Brennwald. Solotkurn. Blast. Schwyz. 2oh. Fründ. Unterwaldcn. Am- mann Hcinzli. Zug. Ammann HüSler. Diese treten vor den Rath zu Lucern mit der Bitte, das mit Beschlag belegte Gewand und Tuch von Straßburg eine Zeitlang unverändert liegen zu lassen, auch den Gefangenen Aufschub zur Stellung zu geben. Antwort. Ten Eidgenossen zu lieb wolle man das Tuch unverändert lassen bis nach Weih nachten, dann aber damit verfahren wie mit feindlichem Gute; die Gefangenen aber sollen sich stellen und dem nachleben, was sie beschworen haben. — Die Räche und Hundert beschlossen iedoch am gleichen Tage, die von Straßburg für abgesagte Feinde zu halten und zu schädigen an Leib und Gut, da etliche Straßburger Lucern abgesagt und die Stadt selbst in ihrem besiegelten Briefe nichts leugne, als daß einige derselben ihre Burger seien. Die Eidgenossen werden gemahnt, sich in der Sache als Helfer Lucerns, nicht als Untertädinger zu benehmen. Darauf haben die Boten geantwortet: Sie seien hier nur als Boten: wenn Lucern weiter etwas angelegen sei, so möge es selbes an die Obrigkeiten gelangen lassen. S88 December 1457, 45«> >^z'jrich» I4Ä7, T I» DpttNtI>tr (vsf Sam Thomaiwtog de« hl, Zwölfboten). Nhmel: Materialien zur österreichischen Geschichte, II, Seit« tb», Boten: Zürich. Rudolf von Cham, Bürgermeister; Jacob Schwarzmurer, Altburgermcister; Johannes Schwend, Ritter; Johannes Keller; NiclauS Vrennwald; Felix Oeri; Heinrich Effinger, deS Raths. Lucern. Peter Rust, deS Raths. Diese Urkunden, daß sie im Auftrag ihrer Herren und anderer Eidgenossen und in Gegenwart der Herren Sigmund von Brandis, Thüring von Hallwyl, Marquard von Baldegg und Marquard Brisacher NamenS des Herzogs Sigmund von Oesterreich, die beiden zu RapperSwyl mit einander streitenden Parteien mit einander betragen und gerichtet haben, wie folgt: 1. Die Gemeinde zu RapperSwhl, sowohl die iu der Stadt als die vor der Stadt, sollen durch eine Botschaft den Herzog Sigmund bitten, ihnen das Vorgefallene zu verzeihen, da sie eS in guter Meinung und nicht in arger Absicht gethan haben, die Gefangenen freizugeben und nicht zu bestrafen, die Stadt bei ihren Freiheiten zu lassen in Betrachtung der vielen von ihr dem Hause Oesterreich bewiesenen Treue. 2. Da die von RapperSwyl daS bereits gethan und Herzog Sigmund ihnen solche Gnade bewiesen hat, so sollen beide Parteien dem Herzog den Eid erneuern und dabei auch schwören, einander gute Mitbürger zu sein und daS Vergangene nicht zu rächen. 3. Diesen Eid haben die von RapperSwyl gethan; nun sollen die Parteien den eidlich erwiesenen Schaden, den sie in Zeit deS Friedens einander zugefügt, ausgenommen um Speise und Trank, einander ersetzen. Die Parteien versprechen, diesem Vergleich nachzukommen. Vergleiche hiezu die Urkunden vom 21. November 145«!, !>. Anguft und 3. September 1457 bei Chmcl, Materialien zur österreichische« Geschichte II. S. 118, 130, 131. 45B Oittst't'dellt. Z4Ä7, T7. Decvmber (auf Saut gohaunestag zu Weihnachten). Staatsarchiv Luccr» : Sammlung ungebundener Abschiede. Gemeiner Eidgenossen Voten, zu Einsiedcln versammelt, bitten Lucern, auf den nächsten Dienst^ früh seinen vollkommenen Rath zu versammeln, da sie beschlossen haben, nothdürftiger Sachen halb eine Botschaft an selben abzuordnen. DaS Datum des Schreibens lautet: „Geben vfs Donstag nach der Kindliuen Tag, vnder Vilser der von SwhZ Insigel von vnscr aller wegen, -mno llomini Ixvüs"" inobountv". In dem Schreiben selbst heißt es dagegen: „Nachdem vnd wir dann jcz vfs sant Iohannstag zu Wicuechten zc den Einsidcln by cinandern versampuct gewesen syc»"' Das Datum des Abschieds ist also ans St. Johannestag 1457 zu setzen. Januar 1458, S89 45T Zvfinqeu. I45K, IN. Januar. Gtaattarkktv Vucern! silberne« Nu», Ttlte ?«7. Niclaus Brennwald, Sectelmeister von Zürich, Rudolf Zütz von Uri und Bartholomäus Koli von Zug, von den Boten der Städte und Länder dazu erbeten und gesendet, vergleichen die Streitigkeiten zwischen dem Gotteshause Münster im Arqau, für welches der Propst NiclauS von Gundelfingen per- sönlich und mit ihm derer von Lucern Boten, Peter Nüst und HanS Haas, erschienen, auf der einen, Schultheiß und Rath von Bern, für welche Gilian Svillmann, Seckelmeister, und Ludwig Hetzet, Venner, als Machtboten handelten, auf der andern Seite, bezüglich der Rechtsverhältnisse der GotteShauSleute, die zum Stift Münster gehören und in der Grafschaft Lcnzburg gesessen sind, l. Dieselben sind schuldig, die Landtage in der Grafschaft Lenzburq zu besuchen und zwar in ihren eigenen Kosten. 2. Mit Bräu chen, Kosten, Fuhrleistungen «c. an die Beste Lenzburg sollen sie bescheidcntlich gehalten werden, aber auch ihren Tkcil der Kosten geben, wenn der Vogt zu Lenzburg daS Gericht zu Reinach besetzt; zur Rech- nunqSstellunq über solche Kosten sollen zwei GotteShauSleute berufen werden. 5. Propst und Capitrl sollen für die Beitreibung ihrer ausstehenden Zinse und Zehnten auf GotteShauSleutcn, die in der Graf schaft Lenzburq sitzen, den dortigen Ober oder Untervoqt in Anspruch nehmen. 4, Wenn ein Eigen- mann sich von seinem Herrn loskauft und sich an das Gotteshaus Münster ergiebt, so soll er, wie andere in der Grafschaft Lenzburq ansäßiqc GotteShauSleute, der Oberherrschaft schwören, doch der Stift Münster und der Stadt Lucrrn an ihren Steuern, Reisen u. s. w. unschädlich. 5. lieber GotteShauSqütcr, die vormals zu Münster vor der rothen Tkür berechtet worden sind, soll man auch in Zukunft vor der rothen Thür Recht nehmen und geben. l>. Die von Pfäffikon und die von Reinach sollen auf den drei Zelqen, die sie an und unter einander haben, Weidqenossen sein. Lncern. 145k, 11. Hnnnnr minp.i>. ^»aa«»nr«»,w r„«»r» i Aalt,«»,,» V. 4. i?I» I, Boten- Zürich. Effingcr. Uri. Ammann Püntincr; Ammann Arnold. Schwyz. Ammann Reding; W. von Rufi. Unterwalden. Ammann Heinzli; Ammann Furrer: Ammann ze Nidrist. Zug. Amman«, HüSler; Maltzach. Diese bitten Lucern uin einen freundlichen Tag mit Straßburg. Die Eidgenossen wollen die Stadt und die Hauptfächer zusammenstellen. Lucern will den Tag leisten, aber „vnverdinget vnd in vyentschaft wise"; auch behält eö sich vor, wenn es unter der Zeit geschädigt werde, nach Eonvcnicnz zu handeln. Ihrerseits sagen, aus die von Luccrn an sie ergangene Mahnung, die genannten Orte zu, nach der Bünde Sage der Mahnung genug zu thun. 37 Z9V April 1458. 454 Bern. T4S8, 7. April Ereitaq nach dem hl. österlichen Tag). Staataareiiiv Bern. Rudolf, Markgraf von Hochberg, Gras zu Neuenburg, Herr zu Rotteten und Susenberg, welchem Graf Johannes von Freiburg und Neuenburg bei Lebzeiten als seinem nächsten Sipmag und Erben seine Lande und Leute auf den Todesfall geordnet und die Fortdauer seines mit Bern eingegangenen ewigen Vurgrechts auferlegt hatte, einerseits, und Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Bern andererseits erneuern nach dem nun eingetretenen Falle das ewige Vurgrecht folgendermaßen: I. Markgraf Rudolf beschwort für sich und seine Nachkommen, das angenommene Burgrecht ewig zu halten und dasselbe zu keiner Zeit und unter keinem Vorwande aufzugeben, denen von Bern wider alle, die ihre Freiheiten und Rechte angreifen würden, beizustehen mit ganzer Macht oder mit so viel sie verlangen. Dazu sollen alle seine Schlösser und Städte ihre offenen Häuser sein. Doch behält Markgraf Rudolf vor seine Lehen- Herren, von denen er der Grafschaft Neuenburg wegen Lehen hat, und seine Mitbürger von Solothurn und Murten, so daß er m allfälligen Kriegen derselben mit Bern stille sitzen und keinem Theile helfen möge. Ferner soll er denen von Bern auch in letzterm Falle den freien Kauf von Salz, Wein lind andern Dingen nicht abschlagen. Gegenüber allen Herren, von denen er in Zukunft Lehen bekommen würde, soll er dieses Vurgrecht vorbehalten, li. Bern nimmt den Markgrafen Rudolf und alle seine Erben und Nachkommen in sein Burgrecht und seinen Schirm auf und verspricht ihm Hülfe mit ganzer Macht oder nach seiner Nothdurft gegen alle ungerechten Angrisse auf seinen Leib, sein Gut, seine Rechte und Freiheiten bis an den Wald ob Vauxmarcus und bis zur Kirche von Verrery. Bern behält sich dabei vor das heilige römische Reich, seine Mitbürger von Freiburg, seine Eidgenossen von Solothurn und alle vorherigen Bünde, Burgrechte und Verbindungen, ll. Beide Theile wollen einander ihre Botschaften geben, so oft sie deren bedürfen. 4. Kein Theil soll für den andern Pfand sein. 5. Keiner soll weder den Andern noch Jemanden der Seinigen vor geistliche oder fremde Gerichte laden, außer um Ehe oder offenen Wucher. 6. Festsetzung eines schiedgersthtlichen Verfahrens in Streitigkeiten zwischen beiden Theilen mit gemeiner Dingstatt in Walperswyl. 7. Von beiden Theilen soll Niemand den andern pfänden, verhaften oder verbieten um ungichtige Geldschuld. 8. Da Propst und Capitcl und die Burger gemeinlich zu Neuenburg mit Bern in Burgrecht stehen, so soll Markgraf Rudolf Streitigkeiten, die sich deshalb zwischen ihm und jenen erhüben, vor den Rath zu Bern zum Entscheid bringen und dessen Spruch in Sachen maßgebend sein. Bern soll den gehorsamen Theil beim Spruche schirmen. !). Die gewöhnlichen und hergekommenen Zölle sotten beiderseits gegeben und bezahlt werden, 11). Markgraf Rudolf und alle seine Nachfolger in der Grafschaft Neuenbürg sollen jeweilen innert Monatsfrist, nachdem sie von Bern dazu ermahnt worden, dieses Burgrecht eidlich erneuern. 11. Zu Bekenntnis des Burgrechts zahlen Markgraf Rudolf und seine Nachkommen alljährlich dem Seckelmeister der Stadt Bern auf St. Andreaötag eine Mark Silber. Pergamentene Urkunde mit den anhangenden Siegeln de« Markgrafen und der Stadt Bern. Mai I45N. 29t ASS Baden. I4AH, M?ai (Freitag nach Pfingstl»). Staatsarchiv L^ncern. StaStarchiv Raden. Boten: Zürich. Rudolf von Cham, Altburgermeister. Bern. Ludwig Hehel, Venner. Lucern. Heinrich von Hunwyl, Altschultheiß. Uri. Heinrich Arnold, Altammann. Schwyz. Ztal Reding, Landammann. Unterwalden. Heinrich Furrer, Ammann. Zug. Jost Spiller, Ammann. GlaruS. Werner Aebly, Ammann. ». Die zu Baden versammelten Eidgenossen schreiben an Lucern: ES werde ihnen berichtet, der Zwikernagel von RapperSwyl behaupte eine Ansprache an RapperSwyl zu haben und habe sich mit einigen Knechten der Eidgenossen, trotz aller ihm gethanen Rechtbote, vor RapperSwyl gelagert, der Stadt offene Feindschaft angesagt und ,hr zugemuthet, ihm und den Eidgenossen zu schwören. Auf Bitte der Stadt RapperSwyl haben die Boten zu Baden den Knechten der Eidgenossen geschrieben, sich des ZwikernagelS nicht anzunehmen; ob sie gehorchen, möge man nicht wissen. Lucern wird nun ersucht, seine dort befindlichen Knechte in Betracht des der Herrschaft Oesterreich gelobten Friedens sofort heimzumahnen und d,e von RapperSwyl ungeschadigt zu lassen. Auch wird der Sache wegen Tag gesetzt nach Lucern auf Dienstag nach unseres Herrn Fronleichnamötag (6. Iuni). I». Spruch über einen WeidgangSstrcit zwischen der Stadt Mellingen einerseits und den schon im Spruchbriefe vom !l». Zum l4.!5 genannten Klöstern und Gemeinden andererseits. ES siegeln die Boten und HanS Oer, von Zürich, Vogt zu Baden. Zu Missiv im Staatsarchiv Luccrn, Acten RapperSwyl. »I. si. Freitag nach Pfingsten. Ucber einen am «!. Inni gehaltenen Tag findet sich nichts. — Zu l> Der Spruch ist vom Samstag nach Pfingsten (27. Mai), Regest bei Reding und Mohr, im Archiv der schweizerischen gcschichtsorschendcn Gesellschaft II. S. l2». As«; «455, 17. Iuni. Staatsarchiv Vne«rn. Die Eidgenossen kommen überein, mit Stadt und Schloß RapperSwyl, welche an Oesterreich gehören, während deS fünfzigiährigen Friedens nichts zu schaffen zu haben, es wäre denn, daß die Herrschaft Oesterreich selbst eS eigenen Willens ihnen zukommen ließe. Ebenso soll auch nach Ausgang deS fünfzig, lährigen Friedens kein Ort für sich RapperöwylS sich bemächtigen. Die Urkunde lautet: „Wir, der burgcrmcistcr, die'schulthcitzcn, die amman, die rette vnd die bürgere vnd die lantltttte gcmeinlich dirrc nachgeschribnen stettcn vnd lendren Zttrich, Bern, s Lutzcrn, Bri, Swip, Vndcrwaldcn ob vnd nid den, Wald, Zug vnd das vsscr ampt vnd was zn Zug gehört, vnd Marlis, Tund kunt vnd bekennen» öffentlich. als von Rappclswil des ^ gesloß, der vesty vnd slat wegen, so einer Hcrschast von Ocstcrrich ist, aber cttwa« vneinhellikeit vndcr den bürgern dasclbs, die ouch cttwaS gewirbes an vnd zu vn« gchcbt s habend, Darnmb »vir, die obgcnantcn Eidgnossen von stettcn vnd lendren, alle gcmeinlich vnd vnvcrschcidcnlich sttr vns vnd alle die vnsrcn ein» hellich niit einandren im s beste» vnd durch guttcr frstntschaft willen sriintlich vnd tugcntlich vcrkomc» sind, Also das 292 Juni 1458. wir mit demselben gesloß vnd der Statt Rapperswil nuzemal vnd dwilc j der fünftzig Jerig frid, den wir mit der Herschaft von Ocsterrich Hand, weret, nützit zu schaffen han, noch vns des anncmcn söilend noch wellend, es such den vnsren zu tund nit ^ gestatten, es were dann das ein Herrschaft von Oesterreich vns das selb gesloß guttes vnd eigens willens zu fügen vnd zu komen lansscn; wölt das an Jemant geworben vnd ^ bricht werden, der sölte vnd möchte vns alle darumb wol zu tagen berüffen vnd verkünden. Wcs wir dann alle oder der mertcil vnder vns darumb zu Natt werdcnt, daby ^ sol es bcsta». Desglichcn wenn der fünftzig Jerig frid vs gatt, sol sich onch kein ort vnser der obge- nannten cidgnossen besunder ane vns, die andren örter alle gemeinlichen, j Üeappcrswil der vesti vnd statt vnderziechen, die nit In noch zu im nemcn, weder in tedings noch kricges wisc, noch den vnsren das zu tund gestatten weder durch ir selbs j gewalt, noch von nicmant anders wogen. Dann ob vns obgcnanten eidgnosscn allen oder deheinem ort besunder von Rapperswil wegen ützit fürer anligcn oder begegnen ^ wurde, darumb sollend vnd mögcnt wir, als die denen söllichS begegnel vnd anlitt, tag ansetzen vnd verkünden. Da füllend vnd wellend wir förderlich zcsamcn vnd s zu tagen komen vnd ze Natt werden, wie vnd was wir zu Rapperswil tun vnd damit schaffen wellind. Vnd was wir dann also mit einander» cinhelliclich oder der mcrteil ^ vnder vns zu Natt werdent, daby sol es bliben vnd dem nachgangen werden getruwcnlich vnd vngcuarlich. Ob aber wir alle, noch der mertcil vnder vnS nach vsgang ^ des fridenö zu Rapperswil nütz tun, noch damit zu schassen haben wölte», aber vnder vns deheinc drtt, zwcy oder ein ort gern zu Rapperswil ützit thun vud sich des an- ^ nemen, möchtent sy wol tun ungeuarlich ane vnser, der andren, zorn. Doch so beheben wir vns selben onch Harum vor, ob wir hinfür, wenn das wer, miteinandcrn j cinhelliclich oder der mcrteil vnder vns ützit anders zu Natt wurdent, har Inn zu tun vud zu lau, das wir das onch wol nmgcnt tun. Vnd versprechen! auch j also einandern, das wie obstat zu halten vnd zu -tund Inn vnd mit eraft dis briefss, daran wir obgcnanten ftctt vnd lcnder vnscrc Znsigel öfscnlich haben lanssen hcnckcn j vss Samstag vor sant Johans tag des touffers, als man zalt von Crifti gcburt viertzechen hundert fünftzig vnd acht Jar." ES hangen einzig die Siegel von Zürich, Bern und Uri, die für Lucern, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glaru« bestimmten Pergamentstreifen sind leer und scheinen auch niemals mit Siegeln verschen gewesen zu sein. TSV I4Ä8, R8. Inn» (Sonntag vor Zohan» Baptist). Staatsarchiv Lucern: Acten deutsches Reich. Der Eidgenossen Boten von Städten und Ländern vermitteln einen Waffenstillstand zwischen Lucern und der Stadt Straßburg bis von Dato über ein Jahr, folgenden Inhalts: 1. Lucern behält inzwischen, waS eS denen von Straßburg abgenommen. 2. Die von Straßburg sollen sicher wandeln bis Basel, aber nicht von Basel aufwärts. 5. Wenn Lucerner in anderer Leute Kriege, wäre eS auch gegen Straßburg, liefen, so soll das den Stillstand nicht brechen. 4. Ebenso sollen auch die Lucerner bis Basel, aber nicht von Basel abwärts sicher wandeln. — Inzwischen mögen beide Städte vor dem Markgrafen Carl von Baden zu Basel einen gütlichen Tag leisten. Am 8. September t45S senden die Räthe des Markgrafen Carl von Baden Lucern die vom Markgrafen besiegelte Ausfertigung des obigen von den Eidgenossen vermittelten Waffenstillstandes. Siehe unten Abschied 465. August >45»tt. 293 LT. Ä>l<^nft (Dirnsing vor ^1. BnNi>oloiiw»s). Bote»' Zürich, NiclauS Vrcnnwald, Seckelmcister; Heinrich Sutcr. Luccrn. Heinrich HaSfurter; HanS Vogt. Uri, Waltber im Oberdorf, Ammann; Werner Ausser. Schwvz. Werner Blum; HanS Välchli. llnterwalden. Heinrich ze Nidrist, Altammannz Bartholomäus ze Nidrist („sin sun"). Zllg. Hans Hüslcr, Altammann; Hein, Schmid von Baar. (blaruö. HanS Schübelbach, Altammann; Hein rich Vogel. Zwischen dem Pfleger Ulrich Rösch und dem GotteShause St. (bullen einerseits und den Landlcuten von Appenzell andererseits waren Streitigkeiten entstanden über die beidseitigen Märchen und Letzinen, welche durch den eidgenössischen Spruchbrief von I42l nicht deutlich genug bezeichnet worden waren. Tie Parteien kamen daher durch Anlaßbrief vom Ii». Mai 145,8 zufolge eines Artikels in lencm alten Spruchbricfc abermals zu Recht auf der Eidgenossen Voten. Hierauf setzen durch gegenwärtigen Spruch die genannten Voten die March und i.'rtze zwischen dem Gotteshaus? St. (ballen und dem ^.'ande Appenzell von den, Einfluß des Wattbaches in die Sittcr bis zum Einfluß des Marbachs in den Vodcnscc von Punkt zu Punkt fest und erkennen ferner in der Minne, daß bezüglich der Klagen über Einbrüche und Beschädigungen die Parteien den alten Spruch vor sich nehmen und nach dessen AuSweiS einander schadlos halten sollen bei Strafe des Ersatzes der Kosten, in welche die Eidgenossen wegen Ungehorsam eines TbeilS kommen möchten. Tie Kosten des bisherige» Verfahrens hat das (botteShauS St. (ballen getragen, die Appenzeller sollen ihm bis Weihnachten 25,0 rheinische (buldcn daran vergüten bei Strafe doppelter Bezahlung Damit sollen die Streitigkeiten verglichen sein. Abdruckt b,l Zellweger. Appenzeller Urkunden Nro 45» Sutern. (g»»r»i» »in^ Vvr,,„>>». iittaatöareliiv Vneern: Allgeineine Abfck»iede. lbcmeincr Eidgenossen Boten schreiben an den Grafen Allwig von Sulz in Betreff des Handels einiger Nicerncr, welche den ^aublin, einen Angehörigen von Bern, zu Baden im Argau aufgehoben und >n des Grafen Schloß Neckerburg gebracht hatten: Sie haben diesen Handel mit größtem Mißfallen aufgenommenen er eine Verletzung des Grundsatzes, daß Jedermann in der Eidgenossen Gerichten den Andern mit Recht und zu Recht vornehmen und behaftcn sott, enthalte. Deßhalb sei auch von etlichen Eidgenossen auf einem Tag zu Baden zwischen den Parteien eine gütliche Verabredung gemacht worden, deren gemeine Eidgenossen sich für die von Bern gcmächtiget haben. Zufolge derselben sollen dem Läublin die .0 (buldcn und der goldene Ring, die mit ihm nach Ncckerburq gebracht worden, wieder zurückgestellt und die übrigen 35,0 Gulden, welche die Gesellen an ihm fordern, nicht weiter gefordert werden. Der Graf möchte also die 5,0 Gulden und den Ring, die hinter ihm liegen, dem Schultheißen von Baden zu 294 August k458. Läublin's Hunden senden und ihn der Tröstung um die andern 850 Gulden ledig lassen, damit die Abrede von Baden zur Vollziehung gelange. Die angeführte, durch Rudolf von Cham, Bürgermeister von Zürich, Hans Müller, Schultheiß zu Baden, und Jost Holzach, Altfchultheiß daselbst, vermittelte Abrede (Rottet auf Gefallen beider Parteien), findet sich mit dem von späterer Hand zugefügten Datum „Abschied von Baden 14 5 2" im gleichen Allgemeinen Abschiede band 139 -14». Sarnaus. RI. September (Montag nach Maria Geburt). Tschad,! Chronik II, S87, Die Grafen Wilhelm und Jorg von Werdenberg, Herren zu Sargans zc., erneuern ihr Erblandrecht mit Schwyz und Glarus. 4«SI I-G-. September tvss des hl. CrUHMag, ;c latitt gcnentt ülxaltaoio). Staatsarchiv ^»icer». Carl, Markgraf zu Baden und Graf zu Spanheim, macht mit beider Parteien Wissen und Zusage einen Wassenstillstand zwischen der Stadt Straßburg einerseits und den Städten Bern und Lucern andererseits, der dauern soll bis zum nächstkommenden St. Johannes des Täufers Tag und denselben Tag bis Sonnenuntergang. In der Zwischenzeit sollen beide Theile in seiner Gegenwart einen Tag zu Basel leisten, Lucern soll Alles, was es denen von Straßburg abgenommen, den Stillstand hindurch behalten. Die von Straßburg sollen während der Zeit dieses Stillstandes weder mit Leib noch mit Gut in die Eidgenossenschaft oberhalb Basel kommen; ebenso sollen auch die von Luccrn nicht unterhalb Basel sicher wandeln, weder mit Leib noch mit Gut. Wenn derer von Lucern Knechte Iemande» zu Hülfe in andere Kriege, die sie nicht berührten, liefen, wäre es auch wider die von Strasburg oder die Ihrigen, so soll damit nicht wider diesen Bestand gehandelt sein. I Ä. Stpjfmber (Jrcitag nach dr« HI. Krc»M Tag zn Herbst). Staatsarchiv Lucern. Stadtarchiv (Konstanz. Niclaus Gundelfinger, Vicarius deö Hofes zu Constanz, aus Befehl und Auftrag Bischof Heinrichs von Constanz; Heinrich Schwend, Ritter, und Niclaus Vrennwald, Seckelmeistcr von Zürich; Heinrich Gander und Wernli Lusser von Uri; Wernli Blum von Schwpz; Heinrich zu Niderist, AltamniaN» von Unterwalden nid dem Wald; Welti von Mantzingen von Unterwalden ob dem Wald, >"'d ' Jost Geöri von Zug, von ihren Herren und Obern dazu geordnet, Urkunden, was folgt: ' Hans Halter, Melchior Ruß, Anton Scherer, Jacob Armbrester, Heini Kupfschin, alle von Lucer» > September 1458, S95 vnd gemam gesellen der aidqnossen, als s, vff die zyt by enandern gewesen sind, dem Vurgermaister vnd raute der Statt Costenz vnd den Iren ain vindschafft qeschriben Hand nach Lut der brieff, In deshalb von In gesandt" — so haben sie, die obgenannten Vermittler, im Auftrag ihrer Obern so viel um die Sache sich bemuht, daß die Parteien ihren Streit auf sie gesetzt und gelobt haben, ihrem Spruche ohne alle Weigerung nachzuleben. Darauf haben sie folgenden Spruch qethan: l. Bürgermeister und Rath zu Konstanz sollen den obgenannten von Lucevn und ihren Helfern „für wüstunq vnd brandschatzung, die s> Ir vnd den Iren wölkend zugefügt haben , baar bezahlen .iOOO rheinische Gulden, was sie auch auf heute, Datum dieses Briefes, qethan haben. 2. Alle Gefangenen auf beiden Seiten sollen ungeschützt bleiben und auf eine alte Urfehde sofort in Freiheit geseht werden. Damit soll alter Unwille, alle Fehde und Feindschaft, die sich „von ettiicher Verhandlung wegen durch ettlich von den aidgenossen, welhe die sind, vff dem nechstverqanqenen schiessen zu Costentz, es sig mit worten oder mit werken, dcsglichen m diser veb vnd vindschaft mit roub, nom, rodschlag oder brand gemacht vnd verloffen" — hin, ab, gerichtet und geschlichtet und zwischen den Parteien, ihren Helfern und Zugewandten Friede und Freundschaft hergestellt sein. l5s siegeln für die Vermittler NiclauS Gundelsinger und NiclauS Vrcnmvald, für die Parteien Hans Rihi, Hauptmann der genannten von Lucern und ihrer Helfer, und Burgermeister und Rath von sionllanz. PerqameiNtNe Urkunix mi« vier »Ichanqenden Tiegeln Dazu folgende zwei Briefe: t Bürgermeister und Rath zu Consta»; an Schultheiß und Rath zu Luccrn l 45>ü, l l. September. „Bnscr früntlich willig dienst ic. Bnö kompt in landmars wyß für, wie wir etwas sachcii halb, die sich den» vff dem schiesscn bq vns vcrloufsc» haben, von cttlichcn den iiwcrn oder andern vcrsait sin sollen, darumb Ir in cttlichcn vnwillcn gegen vnS komcn syc»; wcrc dem also, das wir doch nit hoffen, wär vnS zumal laid, danne wer der wäre, der vnS also in ainichcn weg gegen tich hctt vcrsait, der tat doch vns zumal vngütlich, danne wir iich vnd den üwcrn allzit lieber tun wölten, das üch lieb dcnnc das üch laid war; wie aber dann, das Ir denn sölichö an vnS bckcnnciit, sonder ai» ganz gctruwen zu üch haben. Hat dann der tlwcr dchaincr der fach halb ichz zu vnö zuspreche», darnmb wöllen wir Im vor Iich ainS siirderlichen vßtraglichcn Rechten sin, wenn wir darnmb cruordcrt werde». Ob aber Ir JnsunderS der fachen halb ichz zu vermcintcnt ainichcr Hand vordrung zu v»S zu haben, des wir doch nit gctrnwcn, daruinb wöllen wir iich, dcsglichen den tlwern, in vorgeriirtcr wyß ains stirderlichen vnd vsitragcnlichci, Rechten sin vor üwcrn vnd vnscrii guten frimden, Bnrgenncistern, Schiilthaisic», Amman vnd Räten der Stctt vnd lendcrn Ziirch, Bern, Solo- torn, Vre, Schwitz, Bnderwalden, Zug vnd GlaruS, an der cnd ainem, welhem Ir ivöllcn, oder vor gemaincr aid' gcnosten botten, oder jetlichcni ort insundcrS. Mit dem wir hoffe», tich vnd de» iiwcrn den vollcnt vollcnclich getan haben viid Ir Uber solche wütige gepott de« Rechten iiwcrn vnwillen vnbitlich gegen vn« abtiigcn vnd vnS darüber mitcr nit betädigint noch ncnie»t an die gcstatt »it zctund. Bnd wir bcgerent des iiwcr gütlich vcrschribcn antivurt bh dem botten. Geben a» Sant Fcliz vnd Sant Regle» tag nuno «lniniui Si<,-l«arte>459. 297 vorenthalten dem Gotteshaus (Alter und Gülte, die von denen von Rorschach crkatlft seien; 2. sie ziehen die Vogte, und das Gericht zu Schwanberq nebft etlichen Gütern und Zinsen mich Herisau in ihre Gerichte und Steuern, da doch selbe von Rorschach erkauft und nie gen HeriSau gehört haben; ebenso verfabren sie mit der Vogtei und dem Gerichte zu Baldenwyl, die von denen von Ramschwag durch daS Gotteshaus gelöst, ein Reichspfand und besonderes Gericht gewesen seien und niemals nach HcriSau gehört haben; 4, ferner ziehen sie viele Höfe und Guter, die außerhalb HcriSau liegen und deren etliche in des Gotteshauses Gericht Gostau oder andere Gerichte dcö Gotteshauses gehören und dessen Eigen oder Lehen seien, in ihre Steuern und Gerichte, t. Ter Pfleger bittet um Einsicht in einige Briefe, Urbarbücher und Rödel, die das Gotteshaus St. Gallen betreffen und bei der Eroberung von Baden von dort nach Luccrn gekommen sein sollen. 4« » Luoern. I A »?V, 4. >stritag »ach den, Vfsarltag!. TtaatSarckiv Viicern: Allgemeine Abschiede, .4. lkll. Tie Boten von Bern, Solothurn, Lucern und Zug schreiben an Ammanner und Räthe der Länder Uri, Schwvz, Unterwalden und GlaruS: Da gemeine Eidgenossen nächstens zu Constanz einen Tag leisten sollen in Betreff der Sache von RapperSwyl, so habe Bern eine vorläufig in Lucern darüber abzuhaltende Unterredung angeordnet, damit man sich verständige, wie man zu Constanz dann reden und handeln wolle. Die Boten der genannten Städte haben sich nun da eingefunden und sich über die Sache besprochen; sie glauben, daß die Länder, welche Rapperswyl gegenwärtig inne haben, vielleicht schon mehr und besser darüber nachgedacht haben mögen, und bitten sie, ihre Gesandten auf den bevor- stekenden Tag zu Baden zu beauftragen, mit ihnen zu rathschlagen, wie man sich zu Constanz verhalten wolle, damit die Eidgenossen dadurch Nutzen und Ehre haben und RapperSwyl bei der Eidgenossenschaft bleibe. 4«S« (Konstanz. I45S, ?». Juni Mrl>-»» vi« samgag vor «M). Friedensunterhandlunq zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen unter Ver mittlunq des Papstes Pius II., des Königs von Frankreich, des Bischofs von Constanz und mit Hülfe der Städte Constanz und Basel, und in Folge dessen dreijähriger Waffenstillstandsvertrag bis zum Aus gang des fünfziqiäbriqen Friedens. — Beilage 5(1 Vergleiche darüber I)r, Albert Jäger, die Fehde der Brüder Vigilius und Bernhard Gradncr gegen Herzog Zigmnnd, in den Denkschriften der k. k. Academic der Wissenschaften, Bd. IX. Z. 2 7i!. Chmcl, Materialien zur österreichischen beschichte l. 17ü. Ebendesselben, Regcsicn Känig Friedrichs III. Bd.II. S. ?71, Nro. .?7tl).— Vergleiche auch Hetine's .ttlingcnbergcr-Chronik S. ?5,5. !8 2um 145!», <5vnftau;. 7. Juni. Stiftvarchiv St. (»alle»«. Niclaus von Gundelsingen, Lehrer geistlichen Rechts, Vicar des Hofes zu Constanz; Rudolf von Cham, Altburgermeister von Zürich; Heinrich von Hunwyl, Schultheiß zu Lucern; Jtal Redmg, Landammann zu Schwyz, vergleichen die Streitigkeiten zwischen Ulrich Rösch, bestätigtem Pfleger, und dem Convent des Gotteshauses St. Galleu einerseits, und Meister Johann Hopper, Jnsigler deS HofeS zu Constanz und Kirchherrn der Kirche St. Mang bei St. Gallen, andernseitS, über die Fälle im Hos zu VernhardSzell. ES siegeln Rudolf von Cham für die Vermittler, der Pfleger und Meister Johannes Hopper als Parteien. Drucke>e>m>lar. St. (»allen. I4l.?5Z, ZD. Aull (Montag nach Sani Ulrich). Stiftöarcinv St. (»allen. Boten: Zürich. Heinrich Schweud, Ritter. Lucern. Heinrich HaSfurter. Uri. Jacob Käß, Alt ammann zu Livineu. Schwyz. Dietrich in der Halten. Unterwalden. HanS Heinzli, Altannnann. Zug. Wcrnli Malzach. Glarus. Ulrich Vüler. Zwischen Ulrich Rösch, bestätigtem Pfleger, und dem Convent von St. Gallen eineStheilo, und Landammann, Rüthen und Landleuten zu Appenzell anderntheilö waltete Streit der Landmarchcn und Lctzinen zu HeriSau wegen, indem daS Gotteshaus meinte, die Gerichte zu Baldenwyl, Schwanberg und RamSau gehören ihm, die Appenzeller aber selbe als ihnen zugehörig ansprachen. Beide Theile vertrauten den obgenannten Boten der Eidgenossen, die Marchlinie zu ziehen. Diese setzten die Marchlinie folgendermaßen fest: „DeS ersten, das der Vach, der für Zellers Müli abflüset, die March sol sin von der Müli hinab vntz >n die Glatt, also dz die Müli vnd waz hie discnthalb dem Bach gegen dem Hoff Hüb gelegen ist, dem obgenanten GotzhuS St. Gallen zugehören sol. Vnd sol denn von dem Mülikett richtigS vffgan nebent den hüsern deS Hoffs ze Berg, der des SpitalS ist, also dz der hoff Berg mit gericht den von Appenzelle sol zugehören, vnd denn von dem Hoff ze Berg vntz vff die Egg in die HuSzelg, vnd da dannen von der Egg enmitten durch Rosenbergerwald vß vntz in daz Holz, das man nempt den Schluch, vnd ouch enmitten durch dasselb Holz vnd da dannen richtigo vnd den nchsten diirchhin vnd lnnuff in ain March, die stat by dem Türlii, an dem weg ob den Hüsern, genant Vorderfturzcnegg, also daS dasselb Sturzenegg dem Gotzhus sol zugehören, vnd von derselben March hin die richti vnd den nehsten vntz zu der hindrcn Sturzenegg zwischen den Hüsern in die Straß, als dann ain March stat, die ain tail dem Gotzhus gibet vnd den andern denen von Appenzelle. Vnd von derselben March die wisen nider nach der Held, in ain tannen, die da gezaichnet ist mit ain, Cruz, die da zaiget richtiS hinüber gegen dem Wattbach, vnd von derselben Tannen abhin in die Vrneschen vnd die Vrneschen ab vntz in die Sitter." Alles was innerhalb dieser Linie gegen Appenzell gelegen ist, es sei Baldenwyl, Schwan- Juli 145!' berg, Ramsau oder anderes, soll der Berichte kalb zu denen von 'Appenzell, was dagegen außerhalb gegen Gostau und dem Bentfeld Inn gelegen ist, soll dem Gotteshaus? St, Gallen zugehören. Bei dieser Marchbestimmung soll es bleiben; Briefe und Kundschaften um diese Märchen verlieren ihre Kraft, Diese Marchbestinnnunq qilt allein für die GerichtSmarchen zwischen dem Gotteshause und dem Lande Appenzell: andere Sachen, wie Steuern, Zinse, Zebnten, Güter, Wunn und Weide zc., werden dadurch nicht betroffen, sondern verbleiben wie sie nach neuen und alten Sprüchen, Gewohnheit und Herkommen bestehen. Es siegeln die Schiedrichter und die Parteien. rr,i!ri> MN. Den Anlafibrics des Pflegers »nd Convcnls zu Tt. Gnllcn vom 17. Mai vorher siehe bei Zcllwcger, Appen zellcr Urkunden 'Uro, !?gg. »«k» Ä)?NNft«'r tini Nrqa»,. l (Millwoch »or >a»I Andreas». Viicer». Niclaus Brcnnwald von Zürich; Heinrich von Hunwpl, Schultheiß, und Heinrich Haofurter von Lucern. Hans Heinzli, Ammann von Unterwalden ob dem Wald, als Zugesetzte zwischen „gemeinen Eidgenossen, so an den Emptern Richense, Hitzkilch vnd Mcyenberg mit Ir zugehörd Recht vnd die ze bevogten Hand, an einem teil, vnd Schultheissen, Rathen vnd Bürgern gemeinlich der Statt Lucern, die ouch als wol vnd vil an denselben letzgenanten emptern als ein ander ort Rechtung vnd die ze bevogten Hand, an dem andern teil" - bestimmen, mit Willen der Parteien durch einen Spruch «n der Minne, die streitigen Märchen der hohen Gerichte zwischen den genannten Vogteien gemeiner Eidgenossen und den luccrnischen Aemtern Baldegg und Hochdorf. Zn Betreff der Twinqe und kleinen Gerichte und der Accker, Matten, Weiden, Hslzer, Felder, Wunn und Weiden, sowie der Gerichte und Fischcnzen in dem See soll die festgesetzte Marchlinie der hohen Gerichte den bestehenden und hergebrachten Besthvcrkalt- nissen unschädlich sein. Namens der Parteien waren bei der Verhandlung anwesend: Für gemeine Eidgenossen: Jost Bsl von Schwvz, Jost Spiller, Ammann von Zug, Heinrich Schmid von Zug, letzt gemeiner Eidgenossen Vogt in obgenannten Aemtern; für Luccrn: Peter Ruft, Peter Tammann, Hans Fcer, alle des Ratbo, und Hans Dietrich, Stadtschreiber. P»rqam«iU,n« liriunb» mit den anha»g«nt»n Zi»q»ln b»r ri«r z»i»brichltr, <». Decciilbcr vp ^a»> Aicia», z-W. » Uurtch. Die Bürgermeister und Räche der Städte Zürich, Schaffhausen und Stein schließen mit einander folgendes FreundschaftSbündniß, welches zwischen Zürich und Stein die nächsten fünfundzwanzig Jabrr hin durch, zwischen Sckaffbausen und Stein aber so lange währen soll, als Schaffhausen mit Zürich, Bern, Lucern, Schwvz, Zug »nd Glarus ,n Bündniß bleibt: l. Zürich und Schaffhausen sollen Stein bei dem heiligen Reich, schützen, schirmen und handbaben und gegen solche, welcve es davon drängen oder beschädigen wollten, 300 December >439. auf ergangenes HülfSgesuch, mit Rath und That ihm beistehen in eigenen Kosten. 2. Dagegen sollen und wollen ihnen die von Stein mit ihrer Stadt und ihrem Schloß Klingen, wie sie die und daS an das Reich und^sie selbst erkauft und gebracht haben, die obbestimmte Zeit dieses Bündnisses hindurch gewartig und gehorsam sein und Stadt und Schloß ihnen offen halten. 3. Würden Zürich und Schaffhausen oder eine der beiden Städte dieses Vertrages wegen von Jemanden angegriffen oder sonst widerrechtlich beschädigt, so sollen die von Stein auf erfolgtes Verkünden in ihren Rath unverzüglich zu Hülfe eilen in eigenen Kosten. 4. Wenn Jemand irgend welchen Angehörigen der drei Städte ohne Recht angriffe oder beschädigte und sich mit gleichem billigem Rechte nicht begnügen wollte, so soll ein solcher, seine Helfer oder Diener in jeder der drei Städte und ihren Gebieten, wenn sie dahin kämen, mit Leib und Gut geheftet und gehalten werden, den Schaden zu ersetzen oder billiges Recht zu nehmen. 5. Die von Stein sollen mit Niemanden Krieg an sangen ohne derer von Zürich und Schaffhauscn Wissen und Willen. Kämen sie mit Jemanden in Streit, der auf jene beiden Städte oder eine derselben oder auf andere Orte, die diesen annehmbar schienen, Recht böte, so sollen sie solches Rechtbot annehmen, ti. Wenn während der Zeit dieses Bündnisses Zürich und Schaffhausen oder eine der beiden Städte mit denen von Stein Streit bekämen, so soll man, ginge eS beide Städte an, nach Zürich, ginge eS Zürich an, nach Schaffhausen, ginge es Schasshausen an, nach Zürich gegen einander zu Minne oder Recht kommen mit gleichem Zusatz zweier ehrbarer Männer. Können sich die vier nicht auf ein Urtheil vereinigen, so sollen sie einen Obmann zu ihnen nehmen auS einer der drei Städte oder aus der Stadt St. Gallen; der soll einem der ergangenen Urtheile folgen und das soll dann zu Recht bestehen. 7. Kämen während der Zeit dieses Bündnisses Zürich und Schaff Hausen mit einander in Streit, so mögen die von Stein sie freundschaftlich zu vereinigen suchen, sollen aber, wenn dieses nicht gelingt, keiner von beiden Städten Hülfe leisten. 3. Kein Laie soll während der Zeit dieses Bündnisses den andern auf irgend ein fremdes, weder weltliches noch geistliches, Gericht laden, sondern Jeder soll da von dem Andern Recht nehmen, wo der Angesprochene seßhaft ist, auSgenom men den Fall der Rechtsverweigerung; in diesem soll Jedermann freistehen, sein Recht zu suchen mit geist lichen und weltlichen Gerichten nach altem Herkommen. Ebenso soll man eheliche Sachen vor geistlichem Gerichte berechten, wie von Alter her. 9. Kein Angehöriger der drei Städte soll die Zeit dieses Blind nisses hindurch den Andern verbieten oder verHeften, eS wäre denn, daß ein solcher rechter Gülte oder Bürge wäre und darum gelobt oder verbrieft hätte. 19. Todtschläger oder Frevler in den Gebieten der drei Städte soll dieses Bündniß nicht vor dem Gerichte schirmen, wie es in jeder Stadt und ihrem Lande gebräuchlich ist. II. Insbesondere ist von den drei Städte» vorbehalten und abgeredet, daß alle ihre Städte, Schlösser, Besten, Dörfer und Höfe bei allen ihren Freiheiten, Rechten, Gewohnheiten und Herkommen, Gerichten, Twingen und Bännen bleiben sotten, doch so, daß diesem Bündnisse in allweg genug gethan werde; l2. Die von Stein sollen, so lange Zürich und Schaffhausen mit ihnen in diesem Bündnisse stehen, weder zu Herren noch zu Städten sich verbinden, ohne beider Städte einhelligen Rath und Willen; käme Schaffhausen auS dem Bündnisse, so sott sich, so lang dasselbe noch mtt Zürich währt, Stein mit Niemanden verbinden ohne Zürichs Wissen und Erlaubnis!. 13. Die drei Städte behalten sich vor, mit einhelligem Rathe auch während der Zeit dieses Bündnisseo dessen Bestimmungen zu min der», zu mehren oder ganz abzuthun. 14. Zürich behält sich seine Bünde mit den Eidgenossen von Bern, Luccrn, klri, Schwyz, Unterwalden, Zug, GlaruS, Schaffhausen und Andern, Schaffhausen seine Bündnisse, Eide und Gelübde mit den Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, Zug und December I 4»!). 30 k Glarus vor und dazu, daß, sofern es sein Vündniß mit den letztgenannten Orten nach dessen Ablauf erneuern würde, auch daS Vündniß mit Stein den Rest der fünfundzwanzig Jahre, für welche selbes mit Zürich geschlossen sei, fortdauern soll. Ten Eidgenossen von Städten und Mandern inSgemein oder ledein Orte insbesondere wird der Eintritt in dieses von Zürich und Schaphausen mit der Stadt Stein geschlossene Vündniß von dessen Datum an bis nächstkünftigen Ma, vorbehalten, l',. Die von Stein, Männer und Knaben vom lli. AltcrSiahre an, haben geschworen, Alles, wozu stc dieses Vündniß ver pflichtet, zu halten, auch alle zehn Zahre auf Erfordern der beiden andern Städte oder einer unter ihnen diesen Eid zu erneuern. Zürich und Schasshausen versprechen bei ihren Eiden, das Vündniß zu halten und bei den VundcSerncuerungen und Beschwörungen ie zu zehen Jahren dasselbe den Ihrigen auch vorlesen zu lassen und iknen bei ihren gethanen Eiden zu gebieten, dasselbe getreulich zu halten. Pttqaminteiier Brief ohne Sirgrl Ts»udi II ff. Hai diesen Brief mit dem Datum „an der alten Basnacht Anno ti«<> .t! l ing» n b e r ge r. , Ende (vor dem »iiivk» .zmawfl IN!" rseffudi! ghroni» II. 5!»I. »». Unter Vermittlung der Räthe des Königs von Frankreich wird zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen auf Sonntag Oculi (lli. März) I4l!«l ein gütlicher unverbundcncr Tag vor den Bischof von Constanz angesetzt und verabredet, um sich über etliche gegenseitige Anforderungen freundlich zu vergleichen. Inzwischen soll alle Feindschaft eingestellt sein. Diese Abrede sott dem fünfzig lährigen Frieden zwischen den Parteien unvorqrciflich und unschädlich sein. Auf den zwölften Tag it.. Jänner jsollen der Eidgenossen Boten deßhalb zu üiuccrn einen Tag leisten. I». Auf dem gleichen Tage soll man sich des Bündnisses mit Solothurn wegen unterreden. Wenn ein oder das andere Ort nicht gewillt wäre, solches einzugehen, so sollen diese es doch den Andern nicht wehren, da doch Solothurn mit Bern so verbunden ist, daß es auf dessen Mahnung Andern hilflich sein muß. ff'. Des Gotteshauses St. Gallen und derer von Appenzell wegen soll Jedermann auf den Tag zu Lucern Antwort bringen, damit man die Appenzeller weise, dem Spruche genug zu thun. «I. Ebenso des Streites zwischen slucern und Meyenberg wegen in Betreff der Gerichtsbarkeit über einen Erbfall. Tiche Uber diesen Abschied .gitgcr in de» Dcntschristc» der Wiener Acadcinic IX. 277 und die Aotc zum folgenden Abschied 477. 47? 'wahrscheinlich, t». HnilttNr. - Die Eidgenossen schreiben an den König von Frankreich, Earl V II., mit Beziehung auf ein an sie ergangenes königliches Schreiben aus Dourgcs vom l .5. November vorher. Sie rechtfertigen sich gegen den Vorwurf, als hätten sie den Frieden gebrochen, behauptend, sie hätten stets begehrt mit Oesterreich >m Frieden zu leben, aber das Benehmen des Herzogs Sigmund und seiner Amtleute lasse eS nicht zu. Be 302 Januar I4li(>. sonders sei ihnen unleidlich, dop der Herzog sie beim Papste perklagt und Bullen gegen sie erwirkt habe, die zu Conftanz öffentlich angeschlagen worden seien. Dadurch habe er seinerseits den Frieden gebrochen. Da nun zu Constanz ein fernerer Tag zur Verständigung gehalten werden soll, empfehlen sich die Eidgenossen dem König von Frankreich, daß er in jedem Falle, bevor er irgend ein Urthcil fasse, sie auch anhöre. Übersetzung ohne Datum abgedruckt bei Chmcl a. a. O. Das Datum ist bestimmt bei I)r. Jäger, die Fehde der Brüder Gradner in den Denkschriften der k. k. Acadcmie der Wissenschaften IX. 278, Anm. 3. — In näherer Bestimmung des in: Constanzer-Vertrag vom 9. Juni 145!» Festgesetzten wurde ans Verlangen Herzog Sigmunds der Tag filr die endliche Beilegung der Streitigkeiten mit den Eidgenossen in Übereinstimmung mit dein König von Frankreich nnd den: Bischof von Constanz aus den Sonntag Oeull (1 v.März) 14s» festgesetzt. Da sollten die königlichen nnd bischöflichen Räthe die Parteien verhören und handeln, wie sich's gebührt, inzwischen kein Theil gegen den andern etwas Feindseliges vornehmen. Uber den Tag von: 1V. März fehlen die Acten. Hicher gehört auch folgende Urkunde: Rom. 14«!0, 31. Januar (priäiv Kai. l'ol-inaril). Papst Pius stellt seinem Capellan und außerordentlichen Abgesandten, Meister Johannes von Bcldcrshcim, einen Beglaubigungsact aus, um mit denen von Schwyz wegen Herzog Sigmund zu unterhandeln. (Archiv Schwyz, Urkunden Nro. 487.) Vturten. Februar. Archiv Frcibnrg. Rudolf, Markgraf von Höchberg, Herr zu Röttclen und Susenberg; Rudolf von Cham, Burgermeister von Zürich; Harkmann vom Stein, Alkschultheifi von Bern, Jacob Wagner, deS'Raths daselbst; Heinrich von Hunwyl, Alkschulkheiß von Lucern; Jkal Rcding, Ammann von Schwyz; Peter Keyfft, Venner von Biel; letztere von ihren Herren und Obern zu der Sache geordnet, Urkunden : Da zwischen Herzog Ludwig von Savoyen und der Stadt Freiburg im Uechtland sich schwere Zwiftigkeitcn erhoben haben, herrührend davon, daß vormals der Herzog den Frciburgern zur Erleichterung ihrer erlittenen Unfälle die Summe von 44,Wll rheinischen Gulden geschenkt und seinen Schatzmeistern befohlen hatte, selbe ihnen auszuzahlen, wovon aber den Frciburgern ein Abzug durch die Schatzmeister gemacht wurde, so daß noch 25,l>sili rheinische Gulden ausstehen; ebenso daß eine bedeutende Summe, die ihnen auf Steuern und Einkünften angewiesen war, zurückgeblieben sei, welche sie nun fordern und durch Pfändung und Selbsthülfe zu erlangen suchen, so wurde, um mehrereö Unheil abzuwenden, auf den IG Februar ein freundlicher Tag der obgenannten Vermittler nach Murten berufen, vor welchem die Boten der Parteien erschienen, die Freiburger mit Rednern von Bern. Nach mehrtägigen Verhandlungen wurden die Parteien gütlich dahin berichtet und vertragen, daß an die Freiburg schuldigen 25,W rheinische Gulden entrichten und die Hauptsumme entweder auszahlen oder auf seine Städte und Dörfer am Genfersce und deren Einkünfte durch versiegelten Brief unter dem Siegel des Grafen von Neuenbürg hypothekarisch versichern soll- Mit allfälligen Abzahlungen auf das Hauptgut vermindert sich verhältnißmäfiig auch der ZinS. Es folgen noch einige nähere Bestimmungen über die Zahlung und Versicherung. — Damit soll die cntstan dene Zwietracht zwischen den Parteien abgethan sein. ^ lateinische pergamenten» Urkunde mit fnnf anhangenden Siegeln. tz April >4 ZlIZ 474 ^nttrn. 14EE, IE. l^»«ri.-> ^»na»»nr«<»i» v»,er». Vor gemeiner Eidgenossen Boten kam Hans Würger, Burger von Zürich, mit der Kluge, daß die von Zürich sich weigern, ihm eine Summe von 5G» Gulden zurückzuerstatten, um die sie seinen Vater Nurger Schmid gestraft haben, weil er geschworen, daS Schloß Grüningen gegen die Eidgenossen zu ballen, selbes aber, von Uebermacht gedrängt, übergeben habe. Zur Rückerstattung sei aber Zürich verpflichtet, weil beim Friedensschlüsse ausgemacht worden sei, daß alle Zürcher, die der Eidgenossen wegen an Ehre oder Geld gestraft worden seien, Ehre oder Geld zurückerhalten sollen. Die bevollmächtigten Boten von Zürich, Rudolf von Cham, Bürgermeister, und Hans Oeri, antworteten, sie haben den alten Würger nicht der Eidgenossen wegen gestraft, sondern weil er sich Zürich gegenüber zur Bchaup- tung von Grüningen verpflichtet und das nicht gehalten habe; icne beim Frieden getroffene Verabredung habe daher auf ihn keine Anwendung. Die Klage war beim Hofgerichte zu Rothwcil angestellt, von die fem aber an gemeine Eidgenossen gewiesen worden, deren Spruch die Parteien zu halten gelobten. Die Eidgenossen entschieden nun zu Gunsten Zürichs und wiesen die Klage des Würger ab. — LoHttdi ohne 47» ^onfltnn^. I-AEE, 5» tMoiU»!, nach dem Bas«I: Offnung«b>>» IN. II?. Das Baseler Offnunqobuch meldet. Auf diesen Tag soll ein freundlicher Tag sein zu Constanz vor dem Bischof von Basel und den Boten der Stadt Basel zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. -Item der fride zwischen Inen sol stan vntz vff Pfingsten zu der sunnen vnderganq". (Freitag »nt« 47« St. (wallen. I4«<», »<». ..nd ,t wkni. Boten: Zürich. Heinrich Schwcnd, Ritter. Lucern. Heinrich Haöfurter, Schultheiß. Uri. Walther von Oberndorf, Altammann. Schwyz. Dietrich in der Halten, Vogt im Gastet. Unterwaldcn. Hans Heinzli, Ammann ob dem Wald. Zug. Werni Malzach. Glaruö. Ulrich Büler, weiland Vogt iu Windeqq. Der Pfleger und der Convent von St. Gallen und Landammann, Rath und Gemeinde von Appen- hatten diesen Boten der Eidgenossen ihre Streitigkeiten um die Landmarchen von GeiserSegg bis in'S ^lartinStobel zu rechtlichem Entscheid anvertraut. Nachdem dieselben die alten Sprüche vor sich gekommen und an Ort und Stelle die Streitfrage geprüft hatten, gaben sie über den einschlägigen Artikel « ZV4 Mai 1460. der Marchbereinigung von 1458 eine Erläuterung und genaue Beschreibung der auf dieser Strecke gültigen Märchen. I». Auf Befehl ihrer Herren und Obern hatten genannte Boten den erwählten Pfleger des Got- teshaufes St. Gallen, Ulrich Rösch, und sein Gotteshaus an einem, die Stadt St. Gallen am andern Theile ersucht, ihren Streit um die Stellung der vier Kreuze, welche ihre gegenseitige March bezeichneten, zu Minne oder Recht auf sie zu setzen. Das hatten diese gethan und gelobt, dem Spruche auf ewige Zeiten nachzuleben. Darauf haben die Boten, nachdem sie manchmal auf die Stöße geritten, in der Minne gesprochen, die Märchen und die Stellung der vier Kreuze einhellig festgesetzt und in dem Briefe genau beschrieben. Zu ». Druckexemplar im Stiftsarchiv St. Gallen, <1. ck. 1460, Freitag vor Pfingsten. Auch bei Zell- wcgcr, Appenzeller Urkunden Nr. 375. — Zu t>. Pergamentene Urkunde, 4t!t>. >j()5 475. 14««», I. <>>.->»»>>> Nrck»tv Gck,n»nz. Pius II. revocirt und cassirt ein um l-Z. Januar (15. Kai. I>'ot»runrii) I45!> auS Mantua an den Bischof von Augsburg und den Abt von Kempten erlassenes Breve, wodurch er dem Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen s.^vilnniiliin, ot anrum cunfoiloruli'») die Haltung des fünfzigjährigen Friedens und den letztern insbesondere die Zurüekerstattunq von RapperSwvl und Stein bei Strafe der Ercommunication und des ZnterdictS geboten hatte — soweit dasselbe die Schweizer betraf, wegen deS Attentats Herzog Sigmunds auf den Eardinal-Bischof zu Brixcn. Die Vulle ist abgedruckt in Vünig deutsches ReichSarchiv XX. 4^9. Sicna. >4»!", 4. Juni »s»»»» lnnii). Pius ll. accreditirt seinen Vertrauten, Meister Servatius, dei denen von Schwqz, Archiv Schwyz, Urkunde» Nro. Vgl. Zager a. a. O. ?. 277, 27», 27». 47» (wallen. 14««», ?. )nni (Montag I» Pfingsten». Ttiftsarckiiv Balten. Boten Zürich. Heinrich Schwend, Ritter. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheis. Uri. Waltber von Oberdorf, Altammann. Unterwalden. HanS Hcinzli. Zug. Werni Malzach. chlaruö. Ulrich Biiier. In dem kürzlich zwischen dem chotteshause St. chatten und denen von Herisau, um die sich Appenzell angenommen, waltenden Streite war vorbehalten worden, daß, wenn das chotteShauö rechtsgenüglich beweisen könne, daß von den Höfen RamSau, Langnau, Brugg, Au, cheißbalten, Tüffnow, AdliSwyl u. s. f. seit dem alten Kriege die Zinse und chülten dem chotteshause gegeben worden seien, so sollen die von Heriöau dieselben an das chotteShauS oder an die, welche sie von ihm erworben Hütten, jährlich ohne Widerrede geben. Nun bringt der Pfleger theilS mit Acuten, theilS mit Briefen und Rödel,, Kundschaft, die den Boten genüglich scheint; daher sprechen sie einhellig, die von HcriSau seien schuldig, nach Laut des frühern Spruches, von obqenannten Höfen, mit Ausnahme iedoch deS HofeS Brugg und allfälliq anderer, die innert Monatsfrist eine Befreiung nachweisen wurden, dem chotteshause die Zinse und chülten zu bezahlen und darüber eine neue Verschreibung zu geben. Mqilruck« glllwiqir, Arren,Itter lirkuiilin, Nro 57«. 45» 14««», »«» Juni. ^iaai«ar460. Kölliken, die Märchen zwischen Langnau und Eränichen, den Holzhau und die Weidcsahrt dieser Dörfer und andere nachbarliche Verhältnisse, worüber die streitenden Städte auf die obgenannten Schultheißen Meyer und Räthe compromittirt hatten. 4«! Zürich. ünc Anqnst. Tschndi: Chronik II. >!»». Verhandlungen der Bischöfe von Constanz und Basel mit den Boten der eidgenössischen Orte, um den Ausbruch von Feindseligkeiten gegen Herzog Sigmund von Oesterreich zu verhindern. Die Acten fehlen. Vgl. Jäger a. a. O. S. 283. Chmel, Materialien znr österreichischen Geschichte lt. 233. — Dnrch ein Schreiben >on>ino iluci Vustrie < xlnlmnclo, SM« littori» vorclialissimv roguisivil»). Bei Chmcl, ebenda S. 234 steht dann noch die gleichzeitige Uebersepnug eines von Carl VII. an Zürich, Bern, Solothurn, Lnccrn und Basel gerichteten Schreibens, womit er denselben die Se» dung des Ritters Johann von Finstingcu, Marschalls von Lothringen, und des Meisters Hdor von Sh, eines Parla mcntsraths, in die vom Herzog Sigmund seiner Gemahlin verschriebenen Gebiete zur Einnahme der Huldigung in deren Namen meldet und ihnen empfiehlt, dafür zu sorgen, daß sie von Niemanden beleidigt oder verhindert werden, auch dic Eidgenossen kraft der zwischen ihnen und ihm geschlossene» Verbindung ermahnt, ihre Spänne und Streitigkeiten »>>> dein Herzog Sigmund freundlich auszutragen und mit demselben Frieden zu halten. Das Datum fehlt. Chmel über schreibt den Bries mit der Jahrzahl l4l!(>; derselbe scheint aber nicht eine in Folge des vorstehenden Schreibens voi» 3V. August 14l,V, sondern der i» demselben angezogenen frühern Verwendung zu sein und demzufolge in das Jahr 1458 zu fallen; denn am 18. August 1458 verschrieb Herzog Sigmund seiner Gemahlin dic vorder» Lande und schon TagS darauf entsendete er die an seinem Hose zu Innsbruck anwesenden Räthc des Königs von Frankreich, Johann von Finstingcn und Andere, mit seinem eigenen Rathc Werner von Zimmern, um Eid und Gelübde für dic Herzogin Eleonore in den betreffenden Landschaften aufzunehmen. Jäger a. a. O. S. 273. 482. Ztnters. «. September. IN, liinxin», ,iaeam»at« >'.»M!»r,>an« I'iavtolr» ,In VaNam. im Archiv der schweiz. geschicht«f?rsche»den Gesellschaft. III. 18.1. vir. Iii. Boten von Lucern (Rudolf Schiffmann), Uri sAmmann Püntiner) und Unterwalden sAmmaN» ze Niderift) waren nach Wallis gekommen, um das Burg- und Landrecht mit den Zehnten Gombö, Naters, Visp, Siders und Sitten zu erneuern und selbes nach dem Inhalt der alten Briefe von allen Knaben und Männern über vierzehn Jahre beschwören zu lassen. Vor diesen Boten nun und den Gesandten der erwähnten Zehnten erließ in der Kirche zu Naters Walther von Supersap, Bischof zu Sitte", Graf und Präfect im Wallis, eine förmliche Inhibition gegen Erneuerung icner Burg- und Landrechte September I4<><», W7 und aller andern eidlichen Verbindungen, namentlich mit den genannten drei Orten, welche von den Wallisern obne sein Wissen und Willen allfälliq eingegangen werden wollten, als seinen Rechten zuwiderlaufend und erbot sich, darüber vor dem Papste, dem Kaiser oder iedem competenten Richter zu Recht zu steken. Ueber diese Inhibition wurde vor Zeugen ein notarialischer Ret aufgerichtet. 48». m September. Bern. Acten, betreffend den Ausbruch des Krieges der Eidgenossen gegen Oesterreich, a. Fehdcbricfc a» Herzog Sigmund von: Walthcr Kyscr und Heinrich Wolffcnt. Hauptleutc von Unterwalden. Samstlig vor St. Matthäustag (29. September). Sch»ltl)eisi, Rath »nd Gemeinde zu RappcrSwyl >1. 1. <>. 1499, Donstag vor St. Mi- chaelStag l25. September). Bernhard Gradncr st. st. 1499, Samstag vor St. MichaclStag (27. September). Bürgermeister, Rath, Zweihundert und Bnrgcr von Zürich st. st. I 499, aus St. MichacltStag (29. September). Die Unterwaldncr sehdcn, weil der Herzog, entgegen de» Zusagen zu Eonstanz, sie und Mithaftcn beim Papst verklagt »nd in Acht und Bann bringen wollte, weil er denen von RappcrSwyl einigen Kosten und Schaden nicht abtrage und dem Peter Ruft von Luccrn seinen Lidlohn vorenthalte; die Zngcr wegen Verklagen beim Papst und wegen Wigalois (Vigilius) Gradner von Zürich; Bernhard Gradner wegen erlittenem Schade»; die Grafen von SarganS wegen Gcldansprüchen und der Grafschaft SarganS zugefügtem Schaden; RappcrSwyl sagt seine Eide »nd Pflichten a»s und Fehde an wegen unbilliger Forderung »nd nicht erschient Schaden, Kosten »c.; Zürich wegen Verklagen beim Papst und WigaloiS Gradner; die Lnccrncr aus Freundschaft für die Unterwaldncr. S«mm«Ua qi«i»,eit>4« NI>s«"M«> im «>« a«« « r »I? !v«ri> t». Schreiben Herzog Sigmund« vom l 2. Oktober: I49«>, Sonntag vor St. Gallcntag (>2. Oktober) schreibt Herzog Sigmund ans Fcldkirch an Bürgermeister und Rath zu Bern und beklagt sich, dast zuwider dem durch den gegenwärtigen Papst Pius »nd durch den König Carl von Frankreich zwischen ihm und den Eidgenossen vermittelten, von beiden Theilcn besiegelten Abschied von Constanz etliche Eidgenossen ihm Feindschaft angesagt hätten unter dem Vorwand, dast er sie vor dem Papste verklagt habe. Solches sei aber unwahr. Er habe einfach den Papst gebeten, de» im Abschied zu Eonstanz vorgesehene» weiter» Tag zum Versuch der Herbeiführung endlicher Ausgleichung aller Streitigkeiten »nd eines ewigen Friedens anzusehen, zumal die Eidgenossen jenem Abschied von Eonstanz, soweit er RappcrSwyl betraf, nicht nachgegangen seien »nd auch den halben Theil der Stadt Stein in Eid und Gelübde genommen haben. Daraus habe der Papst sich erinnert, wie er vormals seinem Orator zn Eonstanz geboten habe, die Partei, welche den Frieden nicht eingehen oder beobachte» wollte, mit Bann und Interdikt dazu zu halten, und habe mit Rücksicht daraus beiden Parteien geboten, den vor. gemeldeten Abschied von Eonstanz vollständig zu beobachten. Wenn nun seine Feinde vermeinten. dast er durch diesen 308 September k4til». Schritt wider den fünfzigjährigen Frieden nnd den Abschied zu Constanz gehandelt habe, so erbiete er sich zu Recht auf den Kaiser, alle Kurfürsten, de» Erzbischof von Salzburg, die Bischöfe von Würzbnrg, Strasburg, Bamberg, Spcier, Worms, die Pfalzgrafen Ludwig, Johannes nnd Sigmund bei Rhein, Herzog Wilhelm von Sachsen, die Markgrafen Johann und Albrccht von Brandenburg, den Markgrafen Carl von Bade», die Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg, auf alle diese insgesammt oder insbesondere nach der Gegner Wahl, auf die Bürgermeister und Nathe von Rcgensburg, Augsburg, Constanz, Nürnberg und Ulm, eine oder mehrere. Da in den Absagen auch des WigaloiS Gradncr Erwähnung geschehe, so wiederhole er die früher mit Beziehung auf diesen gethanen Rechtbotc, nnd wenn sie nicht genügten, so sei er erbötig, auch vor den obgcnanntcn Fürsten, Herren nnd Städten entscheiden zu lassen, ob für Sache», welche vorgegangen, che Wigalois Gradncr Burger der Eidgenossen geworden, sie sich seiner annehmen oder den fünfzigjährigen Frieden deßhalb gebrauchen könnten. Da die Grafen Wilhelm und Georg von Sargans ihm Feindschaft angesagt, erbiete er sich gegen sie ebenfalls ans die vorgenannten Herren und Städte zu Recht. Rapperswyl betreffend werde Bern wohl ermessen, daß es nicht in derer von Rapperswyl Macht stehen könne, ihm, dem Herzog, ihre Pflichten nnd Eide aufzusagen. Da ihm endlich Feindschaft angesagt sei des Büch- senmcisters Peter Ruft wegen, wisse er nicht, ob es seines Dienstes oder einer Schuld wegen geschehe, da dieser früherhin sich um eine Ansprache angemeldet nnd angewiesen worden !ei, selbe mit Recht aufrecht zu stellen. Begnügen sich aber die, welche sich seiner annehmen, damit nicht, so soll auch diese Sache in obigen Rechtboten inbegriffen sein. Bern möge also bedenken, wie unbillig der Herzog befehdet werde, nnd seine» Feinden keine Hülfe leisten, sondern sie von ihrem Vornehme» abmahne». Zudem gehören die Lande dicßseits des Gcbirgs, welche die Feinde anfallen, seiner Gemahlin, der Frau Eleonore, geborncr van Schottland, und werden um so mehr nnrechtlich bekriegt w. Gleichzeitiqc Abschrift im Staatsarchiv Bern. Hicher gehört auch der im Baseler Offnnngsbnch Ul. 112 I». eingeschriebene Vortrag der Gesandten Herzog Sigmunds vor dein Rathc zu Basel, der zwar erst ans den 29. Octobcr (Mittwoch a,ik,o cnnvinm «anotorui») fallt, aber des Zusammenhangs wegen hier eingeschoben wird: „Her Peter von Mörsperg, Ritter, landnogt, in bhwescn Her Hansen von Mnnstralc, Her Conrats von Mör- spcrg vnd Her Heinrichen Richen, onch Rittern, het crzalt von Herzog Sigmunds wegen, ivie der Eydgnossen fllr- ncmen wider die Herschaft vormals vor langem vnd vor dem i.järigcn friden vnd onch in dem i.jährigen sridcn zu meren molen mit eigenem gcwalt bcscheen, hetz aber one alle redlich fache vnd wider den i.järigen friden vnd auch wider den Übertrag vnd abschcid vff dem tage ze Costenz durch bcde parthicn vor des bapsts vnd des künigcn voll Frankrich, onch ander Heren vnd Stetten bottschaftcn, daby der Stat Basel botten onch gewesen syent, hoch gelopt vnd versigelt fürgenomen werde, vnd wicwol etlich, als die von Vndcrwalden, in Jrem sagsbriefe Inen zu ehnem schhn vrsach setzen, dz sy darumbe widcrsagen, dz Herzog Sigmund sy vor dem bapst verklagt, zu bann bracht, als man Inen gefeit, vnd damit den friden vnd vertrag, ze Costenz gemacht, gebrochen haben solle. Soden» die von RappcrSwylc Jr glüpt vnd Eydc, damit sy sich der Herschaft von Oesterrich in Jrem sagbricfe bekennen, bis vff datum desselben briefs kuutlich gewesen syent, vffsagen, vnd vmb schult, die man Inen bezalt haben solte vnd nit gcscheen sye, haben sy widcrscit. Sodenn die von Lucern von Peter Rüsten wegen, dem doch die Hcrschaft allwegen erbütig gewesen vnd noch sye, möchte er glouplich vnderrichtunge tun, dz man Im ze tundc were, dz man Im das tun wotte, aber er habe das nie wollen tun. Alsdann die von Bern vnd Solotorn von der von Zürich manungc wegen, die doch noch hütbitag nit widcrscit habent, onch widerseit vnd doch dhein ander vrsach, denn dz sy es Iren blinden nieynen schuldig zesinde, den von Zürich zuzczicchen, über dz sy vnd onch die von Zürich allwegen von ansang des ersten gelonffes gen Fussach vnd des vffhin bcscheen, gesprochen Hand, die sachen syent Inen leyt. Vnd vber solliche willige rechtbott allen Eydgnossc» vnd snnder den von Bern vnd Soloturn vor Jrem absagen vff den kcyser, alle kurfnrstcn, onch fünffe bischoss, Salz bnrg, Regespurg, Bamberg, Würzburg vnd Spire, onch den Marggrafen von Baden, beden Grafen von Wirteinberg, Heren Fridrichen, Ludwigen vnd Sigmunden, Herzogen in Beyern, onch die Stettc Ougspnrg, Nürcnbcrg, Bliu September I4 ?. Oktober iDonsiag »ach Michaelis,. Die Eidgenossen mahnen das Gotteshaus St. Gallen zum Zuzug nach Wintcrthur. 485. Hüricl,. Oktober. Die Eidgenossen laden den Bischof Ortlicb von Lhur zur Thcilnahme an ihrem Kriege gegen Herzog Sigmund ein, den sie vorzüglich zum Schutze des Cardinals Cusanus, Bischofs von Brixen, und der Brüder Gradner führen. Dieser Brics wird bei Jäger a. a. O- S. 285 erwähnt »ach einer nngcdrncktcn Chnrcr Urlnndensamminng im .lnnSbrncter Tchatzarchiv. Es ist wohl nichts anderes als da« folgende, von demselben Autor in Chmcl's Archiv sltr österreichische GeschichtSqucllcn XV". S. .1C2 mitgcthciltc Schreiben Altrichs an den Bischof von Ch»r vom 28. Oktober 1 4 NN! Die Zürcher berichten an den Bischof Ortlicb von Chnr, das? sie und gcsammtc Eidgenossen mit der Herrschaft Oesterreich zu Krieg gekommen seien. Da nn» der Bischof seines Bnrgrcchts mit Zürich wegen ihnen gegen ihre Feinde zu Helsen verbunden sei, so mahnen sie ihn, sich zn rüsten und alle« zn vollziehen, was er des Bnrgrcchts wegen z» thnn schuldig sei. 48«. Diesiftttiofen. F^ctober . Ttaa»»arciitv ^'»cern Vogt, Schultheiß, Räthe, Burger und die Gemeinde zu Dießenhofen Urkunden, daß sie von den Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, GlaruS und auch Schaff- Hausen in deren abgesagtem Kriege gegen die Herrschaft Oesterreich belagert und dermaßen bedrängt worden seien, daß sie mit. Rath, Wissen und Willen der von der Herrschaft Oesterreich ihnen gesetzten Hauptleutr Stadt und Schloß den Eidgenossen übergeben haben mit allen Herrlichkeiten und Rechtsamen, welche die Herrschaft Oesterreich bisher daran besessen, mit der Gerechtigkeit der Pfandschaft, der Vogte« und aller ihrer Gewaltsame an Steuern, Zöllen, Gelassen ?c. Und darauf haben sie gemeinen Eidgenossen, auch der Stadt Schaffhauscn, so lange diese mit den Eidgenossen verbündet bleibe, gehuldigt und gcschwo ren als ihrer obersten Herrschaft, Stadt «md Schloß ihnen oder dem Mchrtheil unter ihnen offen zu halten u. s. >v., doch so, daß sie in diesem Kriege still sitzen dürfen, bis derselbe gerichtet oder durch 310 October >460. einen Stillstand (Frieden) unterbrochen wurde; die Eide sollen sie erneuern, so oft es von den Eidgenossen verlangt wird. Darauf haben die Eidgenossen ihnen ihre Freiheiten durch einen versiegelten Brief bestätigt und insonderheit zugesichert, sie bei den Pfandschaften, alten und neuen, der Voqtei, Steuern und Zöllen bleiben zu lassen. Finden die Eidgenossen nöthig, ihre Söldner in die Stadt und das Schloß zu legen, so sott das ihnen gestattet sein in ihren Kosten, doch das Zeug zur Vertheidigung sotten die von Dießenhofen auf eigene Kosten anschaffen, zur Beschirmung und Behauptung ihrer Stadt ihr Möglichstes thun und ohne gemeiner Eidgenossen oder des Mehrtheils Wissen und Willen weder mit Herren, Städten noch Ländern Burgrecht, Vsindniß, Eide oder Gelübde machen. Pergaincntene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Dießenhofen. Abgedruckt bei Tschndi II. «106. Der Gegcnbrief der Hanptleute, Vcnncr, Räthc, Burger, Landlcntc und Gemeinden der acht Orte und Schaphausens, gegeben vor Dicßcnhofcn an demselben Tage, ist nach dem in Dicßenhofen liegenden Original abgedruckt bei Pnpikoscr, die Landgrafschaft Thurgan (Thnrganische Beiträge II. Heft 1861) Seite 84— 87. 48». Arauenfeld. T4. November (Montag vor Catherine). Tschndi: Chronik II. VI«. »». Burgermeister, Schultheißen, Ammänncr und Räthe der Städte und Länder Zürich, Luccrn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus Urkunden: Da sie Frauenfeld in diesem Kriege gewonnen und alle Gerechtigkeit daselbst, die eine Herrschaft Oesterreich und Herzog Sigmunds Gemahlin, die Königin von Schottland, daselbst gehabt, an sich gezogen, so haben sie dem Schultheißen, Rath und ganzer Gemeinde zu Frauenfeld und allen ihren Nachkommen versprochen, sie bei allen Freiheiten, Rechten und guten Gewohnheiten, die sie nach Inhalt ihrer Briefe und Satzungen von Königen, Kaisern und dem Hause Oesterreich hergebracht, zu schützen und zu handhaben. I». Sigmund von Hohenlandenberg zu Frauenfeld urkundet: Daß er, nachdem die Eidgenossen Frauenfeld, die Stadt, und auch daS Schloß eingenommen und er zur Zeit denselben geschworen habe, das obgenannte Schloß und Haus ihnen zu allen Zeiten offen halten wolle, daß seine Knechte jedes Jahr den Eidgenossen Treue und Gehorsam schwören sollen und daß er keinen andern Eingang in die Burg offen lassen wolle, als durch die Stadt Frauenfeld. Hiehcr gehören folgende Acten: „Menrhlichcm sig kund vnd zc wiscn, als wir zu vnser j Heren, den aidgenossen, tomen sind vnd vnö bezogen vnd j belegen hattcnd, das bcschechcn ist zwischend des hailgcn Crütztag vnd sant Frencn tag ze herpst im lx jar, das s vns die selben vnsern Heren, die aidgenossen, die sibcn ort, nam- s lich Zürich, Luzern, Vren, Schwitz, Vnderwatdcn, Zug vnd s Glares, versprochen vnd vcrhaisen Hand, vns von Frowen- j uelt vnd al die vns zc versprechen stand, lausen ze belibcn s by allen vnsern frphaitcn, altem herkamen, satzungen vnd > guten gewonhniten, die denn vnsern vordren vnd wir j har bracht Hand von kaiscrn, küngen vnd vnsern gned- s igen hcrschaft von Ocsterrich vnd vnS dar vm verspro- ^ chcn vnd verhaissen Hand bricff vnd sigel zn geben, vnd s Hand vns dar vmb geben ze rechten weren vnd tröstcr j Heinrichen Etfinger, Niclanscn Brcnwald, Oschwaldcn > Schund, vogt zu Kibnrg, all dry von Zürich, Hainrichcn j Dictli, alt anunan ze Vre, Dietrichen in der Halden, des s Rautz zc Schwitz, Hainrichen Sultzniattcr, alt ainan zc s Vndcrwaldcn nit dem wald, Nndolfscn am Letten, des j Rantz zc Zug, Wcrnhern Äbli, aman ze Glares. Bsf das hct ^ die gcinain stak von Frowcnuclt vnd all die jren den obgc- s schribnen vnsern Heren, den aid» November I4l!l>. 311 genossen, geschworen triiw vnd warhait, jren nutz ze sürdrcn vnd jre» scha- j den ze wende», och jnc» gehorsam vnd vnd gcwcrtig ze sin j mit aller der gcrcchtikait, so ain herschafft von Ocstcrrich oder ^ min srow, die kitngin von Schotten, zu jr stat vnd jncn jctz gchcpt j haut, doch dem gobhust in der Richcnow an aller sincr gerecht!- ! kait vn- schädlich, alles vngcuarlich," Siadib»» Srau«nftN>. Im lx jar. „Item cS ist ze wiscn, das ai die so in der Landgrassschast ^row j cnucit gesessen sind, si sigcnd edel oder vncdcl, die ob vicrzcch j cn jar alt sind, die werdend schweren den sibcn orten der aid j gcnosschast, nämlich Zürich, Luzcrn, Vre, Schwitz, VndcNvalden, j Zug vnd Marcs, all die gcrcchtikait, so die herschafft von Oester- j rich vntzher zu dem schloff, der stat Frowcnnelt gchcpt haut, j triiw vnd warhait, jren nutz ze sürdrcn vnd jren schaden j ze wenden mit guttcn trüwcn vnd jncn gehorsam ze sind j in allen jre» fachen vngcuarlich, och der statt Frowcnucld, j aincm schulthcisen vnd Rani triiw vnd warhait, jren nutz > ze sürdrcn vnd jren schaden ze wenden vngcuarlich, vnd bi j demselben aid die von Frowcniiclt vnd die landgraffschast > hclssc» retten vnd zu züchcn, wa es he not tut, doch dem gotz- ^ huS in der Nichcnow an aller sincr gcrcchtikait, och de» von > Eostentz an jren landgcrichtcn vnd sust jcdcrman an siner i Heren gcrcchtikait unschädlich, als denn das von alter herkam- j cn ist." Zuri» Tladtbu» jtrau«nf«ld (^vikstaitz. IDKi», ?.». )kovcnibcr lSan, ar»icmag,. ^«aattarwiv t?»c»rn: Sammlung ung«bunl»n»r ?Ibschi«d« , Gemeiner Eidgenosse», Rathsfrcunde schreiben nach Hause . Sic vernehmen, es sei auf nächsten Samstag ein Tag nach Lucern gesetzt, um über einen vorzunehmenden Auszug zu verhandeln. Sie bitten, man möchte den TädigunqSherren zu Ehren dieses unterlassen, dieselben würden sonst wahr scheinlich den Tag zu Eonstanz verlassen und aus der Vermittlung würde nichts werden. (Konstanz. I 7. lSonniafl »ach ^anel Niclausiag itiaattarwiv Ziiriw. Archiv Hchwn». ». Waffenstillstand zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen vom 1l). Drcem der l4l><» bis Pfingsten I4til. — Beilage 57. I». Tags darauf, den 8. December („an vnser lieben Frowentag anncaptioni-i ) Urkunden Schultheiß, Rätke und Gemeinde der Stadt Wintertkur: Da in diesem Vertrage festgesetzt sei, daß sie bis zum völligen Frieden still sitzen sollen, so versprechen sie, „das wir die wile diser qemelter krieg zwüschcnt vnserm genanten gnedigistcn Herren vnd den Eidgnossen weret vnd nit zu einer ganzen richtung komen vnd bracht ist, still sitzen vnd denselben Eidgnossen, noch allen den iren, so zu Znen gewandt sink, durch uns selbo, noch ander, in vnd vß der Statt Wintertur deheinerley schaden zufügen, noch zufügen lassen, das wir vffrechtenklich vnd erberlich halten vnd dawider in dk«n wisc noch weg tun, noch zu tund schaffen söffen vnd wellen bu vnsern eiden, die wir alle darumb zu den Helgen gesworn hgnd, all geuerd Karinn vsgescheiden." Z« «>. Mch dem Concept i», «rchiv Schwyz. 3tz Februar 1461. 4»«> Vittsiedeln. I4«I, I ». Zyebrnar w -»»>>. Staatsarchiv Lucer»: Allgemeine Abschiede, lliii. »». Bezüglich des TageS zu Eonstanz soll den Boten Gewalt gegeben werden. Auf den Sonntag MiZlwieorstiil äomini (1!1. April) sollen die Boten zu Lucern sein und Antwort geben, waS Jedermanns Meinung sei. I». ÄedeS Ort soll auf den hohen Donstag Abend zwei Knechte zu Dießenhofen haben der Warnungen wegen, die den Boten von denen von Bern und Schaffhausen zugegangen sind. Zedermann soll sich mit Salz versorgen. Mai >4nli»liiirigi«n l. I8t! findet sich eine datumlose Aufzeichnung von Klage» »nd Antworten der österreichischen Anwälte übereinstimmende» Inhalt« in lateinischer Sprache unter der Iahrzahi 1 474. I>r. Albert Jäger, die Fehde der Brbdcr Vigilius und Bernhard chradncr gegen Herzog Sigmund, in den Dcnkschristcn der k. k. Akademie IX. S. 2«9, Am». 1, weist treffend »ach, daß diese Auszeichnung zu den Verhandlungen des Tages vom 2. Mai I4K1 gehört. Es folgen daher hier diese Artikel nach dem Abdruck bei Ehmcl: IliH nel ximililiu-, nerlnx stnminnx Kargnarclnx klrixaeher rexponxinnem xnper impetitione prineipix teeit, expoxnit et nnrranit. l'rinin. kpinä nc>n tuernnt -ertiii enrnm «onteclerntix, gunrnm nomin«> liie mint, xe«I xi xeinixxent »imilia fare prapnnen»ln talia mnniment» »'länxixxent, «nm kpiilinx nxtenclixxent prnpnnen'la per ev" veritnte xnl>- nix»» sn n snzntn »lomini »luci?,, ,jnn»! c?ri«iittni»<»«imn»« r» x nnnimüi?« »nni», in trttr»r-' nel per xnnx »lietam xernnre velle, «4 ita xnperinrilinx tempnribnx n-I l,»e nrn!l>nx in lnre^o «INN xvlnm vnn xecl ginwi omnex ille i»m siropoxite impetitionex ninte xnnt, xiv »imilit» ,' i.tm proximo orntorex 'lieti «iomini re^iü xnper omnil-iix äisserentiix partinm praponenilix et l!» »anernnt. ?!, et gncxl et in min interievtnx, ?»e'I «piNil ipüi evnpnlm xna et »e cletenclentex vir» vi repellernnt et«. lte>«pnn'ie 8i^ixmnnst! linmnnnrum re^io, izui n-I eo« mi«!> litera-, -piax iln-lem reeepi riiiit et a-1 «lnnnim Instrie pertinelinnt, vn» I-'- t» tuit, e in i»e > ontinelint, gn<"I !4v!tx vnm in»«!» et nmn! iurixiiietinne xn» «nmiti e eti»>» ill! en>,iii»Ie, et in nliix inrilnn, ylinnxii knerint et «NM! 'lelieri nt, prent in literw proprii« ounsixlerntinnnni IPIIM ->ne<'e?>^!n<' seeerint »4 nlüx !>l 'lemnnxtrnri pnte>Iein -lux inter- te tnit et«, t^nnnstleranllnm ext ep>n»I, enni ill! cle hlvitx. I.neern et alii xui »nlxlit! »piänm -livti clueio »nmine ^tnrxe "lixiäernnt et pretatnx 'lux illnä re'Iimere vnlenx, ei iln'lem »I'plienit et inimiei prelati 4t» Mai >4o>«! opidum 8or»s kostilitsr »lisidoiumt <;t gusrrum priniitu» mousrunt, idcirco idsm 'lux compulsus tuit su» rsdimsrs st vim vi r<^>sllsrv st no» 8>vitsnsss iiiin con- tsdorutis, i^ui utis^us cuus-iin st invsptum omniuin ut proinittitur tscsrunt st dsdsrunt munitests. i^uod, postijuum III! ds Kvvitii sc » «lominio ^.ustriv »liivosrunt, illi ds Vndsrvviddsn, «jui stiunl do- miuü sruiit, sc similitsr »liiscsrunt et cum ipsis 8>vitsusil>us coutsilsruusrunt, similitsr iili ds I.uceru, o«l «juod tumsn idsm ds luicsrn totiditsr sv » divtii, domo »Idscsruut, niclul ds iurilius st ssruiciis dslntis st coiisustis ^orriKsntss »c tucisntss viilsm, prout ut prsmittitur tsns- lzuntur. I'iudsni modo illi ds t'Iuris s« »iiisosvuut st domui psstuts rsiislls« kucti «unt cum zusnominutis «o contsdsrmite«, jisout id in litsri« dv«u ^>srt»vti«, «jmu'um dntuni s«t »mio domini nd'ccc^In^ dis Inns ^>ost pvntsoostsn. l'Ix po«t o^idnm st di«trictu« /n^, l stinin domu« ^ustris tuit, cum pi snomiunti« «s con- tsdsrurunt, rs«sru»i>ts« tnmsn st sxsipivnts« iura st dslut» »d i^us oiili^nti «mit tuvvrs st prsstnrv divto domiuio sorum ouiliu« dero^nrs uolusimut, ut id sx litsri« cout'sdsrittioui« Iiuiu«modi constat, l>u»rum dntum s«t kvii» cjunrt» post doluumsm Ruptiut-mi nuno nd'coc^I.v.j". I'it t-unsn pv«tmoduin totnlitsr ss -d<- iscsrunt » domiuio ot > vl>slls« «unt stksvti, itanit» ItotvnI'urA, I^utsIIiuoli, ^Volluissu, »d «»nctum ^ndi'ömn st »Ii» uiult» »d dominium ^rst»tum ^srtinsnti» coni^ulsrunt st nscv««it»usi7unt ut «v illi« »diun^sssut st «ic succvssivs ds uuo »d »liud »ttin^snte« in omnilm« trsu^i« st isu« p»vl« domini» los» st tsrr»« dicti ilomiiüi ovsup»runl id in ^>ots«t»tsw «u»m rsdsKsi'Unt, prout i i ziats«t st eti»m Itters trsuK»! um st p»cis o«tsndunt, i>us domini» »d dictum ilomum psrtinsl>»nt et liodis ds iure ^srtinsrv ilslisnt. tl". »Viudsclc non tscsrunt contr» litvr»« im- ^!z;nor»tisni«, ,v>nmo dominu« 'lux live tsoit in so «>uod VV»IIsn»t»t in «u»m rsds^it pots«l »tsin, lis«^ondstur «juod, »ntstjuum VV»IIsn«t»dt in s>ots«t»tvm u« «ui« litsri« «uti«tscsruut. v^". ijuvd c^uan!»», dominium lti ^iiiv in sorum potvstutom vsnit st si« in«cr!^>tuin sxi«tit »c >>ros>tsrs» illud non tsnvntur rv«titusrs nsczus volunt vtium «i mori dslisrsnt stc. Iis«pond»m -loliunnsm in «uu>n «uluum couductum iu««u st voluntuts ilomini rs^i« Itomunorum 8i^i«inuiidi revspit st, nl«j » dicto duco «uluum conductum Iiulmissst, ttonstantiuin nullo modo vsni«»vt nvoc tuciondum csrtilicutu« tuorut contr» kjuod iu««um st lionum opu« ip«s in indi^uutionsm reZi« vsnit. tit «i idsm dominus rsx uics ill», c>us psr contedsrutos Mai I4i!l. 3l5 !»II, tsitN»«»', >»<«> , patui»-««'t, tnnx'i, vanti» tcnarvm Iit«r»rum trvux«« um »in«! pnci», tjimni »an »ai'nnr«! ,1a- Imr«' «»»<« cunt, tocai'unt, in vo «jno«l «lietv trou^a non »alum «um «luv« l>>i«lerico «c«! «tiiuu »Iii» «luciliu» »c tat» «laina «Vu»tii«! s»vt« »unt, «pii t»nnm non «o «'«'»pcctu in nullo «»>> «Ixliccant, «pxxi «lainu» «Vustnia «>t ipsacum «?»»«t u«?l a»»«> «laliarat^ (^»»ro uti«>uc conti» vljui- t»t«m p»c««m tr»-t?«;runt> In ca »utvm <>uo«I sceoinint «lici, «juaii «livto >a^i nonnullnin »umnmm pvcuuio «Unlarunt, »I «u» «lamini» »t! ua«> non »int < ompulm s,!i<> non conti n,t «>ua>! pccunii« illuii » tc»ixc«' »«-I impi^norui'c «Iclivunt, »v«I potiu» pcapcia motu ut »«l ni»nu» »uu» i«l i ciii^cla pv»»«?nt, s»»vtio»iunt «?t Iiuiu«»ia«li p»c«in intrin^oi-nnt «juiliu» «-«»psetiini» iloinini» «»»tr» >>t tci'ria, ntilju«' «ontr» pli»» «U ««pututcm taimnt et occnpnnt. X»m nimm i,I«»m iix po»tc» pcp »na» oi»toi«>», vi>In- !ic« t illuni «I«> VV'inxjxü'x ct »lia« pr«!t»to», von5e«Icr»to» inlmomri ti'cit vt an« mnn >!«- cimtro ct apikla li»«I« n „an imp«1i«7ti icjlsi» naxitucrint. (!ui t»m,n minini«, vlx,<1iua«I «laniinu» « cx »<- « um s»inili»rilm» nimi« nn«!r»»»»t in lia« contr» nxxxlutum rc^si» contr»uv (?) > t !>au<- «^»cunt, »um »icuti pulilico in»ncl»tn «liennt »,' iun,' oln«li»»x (»ic) ,«< jll«, 2»^ tm»>i'«' >I,!l»ui»»«>nt. v)'". su-aut ««»poinlicunt ml illixl, «>uo«I >no p»nt«' «luci» piapo»itnm «juail « onti'!« jn» xt ixpntntvm «lamum ^»»tni,- siraxinm «litliiiurunt. k°!t is>»i r> »s>an«I« nunt, >/ua«1 sinonacuti >ioc focmint, «>»1» n nonniilli» Ii«c«>»»>ti. ^»lurimi» iniunii» «;t in- »»««ianilui» «>ui tuni, n curiai ,» i!u- i» tuoi-nnt »«> >I< s, n>1«>i'«> »unt coins,nl»i. sic<«s>a» tni-, «jua«! tula i, »s>an»um «uti» nliciium ant, < uni in litar!» «lisiiiiutiani» «jina« tun«« mi», ruut, I,uiu!«ma ut nun in,»« nunt na» »unt »II, ^»t<-, », ' tu«-, ^a. <>,><>«1 tnnu n cantr,« multus») at mit^nus») «1«' »tnnilo iui i a1>I»tio»«» smtum «>««t, «jua tun« in amnilui» iinnu» «a untii uli» «liicuti«?»'!!» iui'«' « i» «I»I»t<> s»> i»nt « I «aiiiin «'antrn unzt«'nuk'i»m j,m <>m >>xt««t munisi it,^ k»it « tinm , a ti ni^iani^ null»» «lux ^uxtrin in >»«i'til>in> ^no'Iitt!«, )'inino «luolui» »nni» «I>«^>>«i-< ^>a<«ti>u»m Ii<>< lmtum sint «Vllxmtu» «lux /Vuxti i«! Minima ml Im» vi'iiit j>m t< » l'ix «juilui» 1>« n«i ««>r»ri ^»at«>»t. f «In«'«» /Vu»tri«' »an »unt comjiul»! »»»m»«Ii int« iitmxln», zmaut i^>»i ^ina^ani i«x «u unt t'nni >na«Io l onln» ^incom, <^ui «?x «>o «jiio«! ltx^xu'xvil al»»i mnlt>«(») , t mu^n»(») >1«> »tini'la iuri oliliitian» ». v!.j" prallt ri>»j»an«l«>ii lpixnunt !«Ia» «Ic t'«^i'«^Ii, «^iiixl >^,»i carnin con»nl««tu Vlmausi >«'»- ^aiul ancon>Ii<' »»tistvcvrnnt «ain>x»i-«>nt,!» ilnilxni, »«,1 nanxn« «liiti «luoi» nullu« vampniuit, «^imr«! cr'xlnut »nti»l«'i.i»»,! «antoriliv at «;«« «j»«' ^>»»tcu acr'UsXtimnt iura taci»»«'. k!< »paixl' tui', «juarl non »tctit j«cr «lictum «loininiuin «Vuitric «juvminu« «livtn «ancar-Iiu »i rnutu »it, »>xl ziatiu» jx r > onstul' snto» »txtit, ,jua«1 non «oruntn ot mlimjilotn oxixtit, ut Iiao «>x nonnulli» -u-ticuli» atimn »In»» Pia pui'I« «licti «lominii alilitti», cum apu» suorit, iuilicinlit«»' pi «xlu«:i « t praponi pot«!»t. viij". n ,!^, rnnt vtc. li« »pan<>, tur. «juoil »onoardi» pr«!«!!,^» tnnnpmin smtuni ,:ancar,Ii>tu»n in cantiinit. ,juo«i niiu»«iui» »u» « t illi» uti, «Pia«! tum»!« »crummnt »»xl contr» Iiac «Iv ainniliu» prauviitilui» in It' .vn- > lslc prapi-m pat«!»t»tv « t »in«> iura »«> intiomixvruut lit occupnnt !t«: Iivinin»!» iliiileni ip»i» inrui'«' > t vlxxiir«! cumpnl« nunt. vii> <»i«!) «>na«l raxpondari tvlvi'unt, «pio«i «uin ip»i >oni««I>!i'»ti l«in^i» ni tc«, tainporil'u» «t ml contuin »nno» cum illi» «!«« l'rilmr^ >>nnin«l<»m ovntoilii'ntionem tvotrunt, in «>un »Ii«ini»ii«la «lilsni nt^xi (xio) Iiicti 31V Mai I4«!t, deeiuruti »unt, tili de I^i iltUtg »eruure eundem ip»i etinm nun rveipi»»ent ud eo» eontr» dominium >Xu»trie, »ed «lux Huliuudie eo» tvns(re)t emn >juo lut^ui et truotiiri pote»t de tuet« i«t«. ltv»pvndetur, e tule re»pon»uw ulienum est ex eo c^uod illi de 1'rilmr^ tslem eontvdvrutio» nen> dt? iure idtstiut: voluntute duminii »ui duoum ^u»triou»is>>tie luetum iuli» eontederutio vu»«utu merito exi»üi, (piure »e illi de t'ripurK unte uel po»t «lietum eoneordium »e eum eontedersti» eolli^urunt cjuuliuomod«, >><»! uti» ziueem ipsum (juiixpru^enurium et eonevixlium unte dietum e»t di- reete. liit ex ijuo evntodvruti idleAsnt, »o illo» de I^iidui^ uurKvn»il,u» nee ei» u»»i»tvntinm tuciunt, prent seeundum eontinentiuin eei>e»l'ultiiusen^dieunt esse vnuin eiuituteni imperiulem »Ii siitiipm et ne» portinere «ieinu! ^Vustrie. liospondetur, «juod utic^uv i»ule nurrullt, vuiu opidum lleliulkliusen euui nonnullis uliis vpidi» ul> im- perio domui ^.ustrie pro inu^ns summu pseunisruni existit impi^iioruium et etium illi de Velmltllusev proptvreu kdolitstis iurumontu prestiterunt eisdem et Itter!» suis so oliii^uuerunl, ilen uvile u tul! suliiee- tioni» doiiite roeederv >pi»ud seeundum teuarei» iiteruruin impi^norutioni» rvdempti tuerint, ljuod uti'Ple minimo tuetum est, sed uitru live eontru et udusrsu» dietum pueein et eoneordium tlvnstsntie tuetum völlig eo» in eontedorutionem »uum reelperunt, ljuure eontedersti preilieti illo» de ljeliuttliusen »d ilnmiiiiuiit re- uerti et su de ipsi» inerito impodire neu dviteuitt. x". eueil Vitrvli»psrg propter «iumpnu »ui» ul> eedeni iov» illutu oevupure pletei>dei>!>i>t, urlnti'unte» id msrito tueere petui»»v. lte»poudetur, ipted utit^ue !u veritute preiiur! ueu pvte»t, tpted uii

u duiupuu ul> die vustre !p»!» eolitederut!» tunv iüutu tusi uiit, eunt utitjue ui> e» tempore, loe ut dorst d<>' mino duei filterte reMrunt,

e>i tsmen tune tuetum nun iuit. e>u«r« moti et prepter psvem vemmunei» «erusndsm ididsm iutrauerunt. ttvspondetur, oe tsetum sit, tumen molsstsrunt eomite» noltiies et »uixlito» divte domu« ^ustrie eum intvrkeetioniliu», rspini», ut in «.rtieulo pi iu» est eX' pressum, eontru p-teein ptiuijuu^enuiuuin uv stism >pi»d !p»i tidiu lueere del>ui»sent nenio oo^itussot, tpioniuin diete domu» prinovp» per eo» nee moniti nee recjuisiti proptvres ut ^ure iieri deket non tuerunt so stism nemo dueum illo tempore in illi» tuit psrtiliu«, nee utitjue opus kui»»et nsrrssse tjuod proptsk lionuin psei» lioe keelssvnt eum tumen dieto eomiti tVluieo idvm eontedersti in eudem osusu »ul>»idi»»> eontru .Vl ^entinen»e» lueere volusrunt st tseorunt. xj'"". sd urtieulum ltuppsrnvvil respiviente» respondvrunt, tplod illi ds llupperstvil mutuo diilrente» (»i^) tusrunt et sli slicjulliu» eorutu smiei» iltidvm Iiultituntilm» »ollioitati »unt so modo, LijLismundo uuueiurunt, si ip»e pretvnderot vu de euusu ^ruuutu» e»»e, tune potest dominstio »uu ip«a^ eonusnirs in loei», prout id in dietu puee c^uinquu^enuriu eontinetur. Mai >4 xi!ni»tiunii»ux non in« 4jU!i d4d)4<>4!nt luix«4! u»i morito utuntnr 4 x4 ii»k>tion4!, k »m utig»4! notoriuni oxt, 4juo>N !Ui Mint >«<>' X4!ntlmtinm, vt tmiI4!N ^,1 ozite!» ^>rv0V» «livturulu 4!4>N- t,u>4!N!>, 4>unm Nitrit') >,i>t»>»> i d,d>uilX4>nt, iixlul^luitui' <'t Iie4!ntia r» ili-und! !4M 4juiii4jUi>z;v»»riam , 01 in mnin , 4!s>, rii»t potoxtntom, «zu« i»->x m»nit«»,t« in im»i t» ^>»4<<< 4< i>li,juil>ii« >no do- minii», vsndi», tiri-ix, eiuitiix »< liominilnix 14, i»tromitt4!r4<, noc »liijnomoiln oonusu»»« oadom mit »t li«»t »>< «Iii« mixiiinm »41 mil>«i,4! s>i»4^4i»i»! non «s>u» < «t 14I in iudicium doduoorv 4m ri i^niK^pi s4<4» runt, <duiv I'rout <»,< 4>oriun 4011- fiuloriiti« in 4lominii» »u« /Vustri,» oi>I»t» ml illiiti» timrint <»>«<1 ill» ,<4«titui dvlmront 1, s»<<i4ro- miimim suoi'it, <>uod s<»x ^,rouin»« t,,ni<>» i» 4 >oir -tt >«I 4< 8c1i<'Il4>»s,4imi<,< erviluut no» innimi ito i>nti i4> ^>!« , illuntriniimni >>rino4i ^Iliertui >r4nii <^ui i>4 i os>iknlin«<4»4! ^< Ii4 iuri itmnln 44t>Inti«N4<« t4>44! «t»n4to inri von- t4>nti t»i<««<. l^mt oti»nn /i;r!>U4!, ii <>ui in» »I< isiii« oonsmlvrnti» in vom^ot^ntilnii iniliinii < on»o4zni non lnt <>i isiii« < oninlori iit, ,j»4»I oi< i„minium ^niti'ic! »4 >'4>t, »ttonto <^»4 <i <»»^iini rntionum <U4! iritrurv »i>ulnr4< noiiunt. l^noit »ut4,m mt »ntioulum ixtuni, on<>4>i'uiit, »juoil >io»< nun looiiniint et 4j»n4> illi, ,^,i »io r4!0<1 4ti, piont t»M4N> non »oinnt, rvitituoro vt ut non tivrvt oi'ilinm'i' voilvnt. lt<)o»il4>tu<. ijunii s>i'4<<,m >»t,lm^»rotlimn in lluolist portinvnt, ipmi jurnri, fimvrnnt ot in mim» rv- »esii runt P4»t4>xt»t4,m. t u!»« »>ii>>U4< mon»it4I»x »«luoontu» » xiitit. Zimilitvr in mia» onnfoii»!- I »toi N4<4<4ii>t, 4jiii N4IN iui<» «4>nl>4mit4 4>I< M4„4 !,< tjltx« onntrn 4t Mtluioon- dnitu» llmxii 4>t>I»tion,<» miso nioi-iliii« tompoviti»!, stt » imloni f»4!tm> 4o ^>»I<»tl i-OMUit. ' Eine weitere Äuszcichnmiq der österreichische» Maqepunkte siehe auch dei Chnicl l. 4. p. t<«4 ss. Dazu rhenfalts .laqcr a. a, L). S- l Konstanz. I^SI, 17 ivkai — I. I«ni. ^»aa««ar»Nt>< .itiri<4,> ». Verlängerung deö Waffenstillstandes zwischen Oesterreich und den Eidgenossen von Pstnqsten b,v ^ronleichnamStaq (4^ Juni,. I». Ftinfzedniähriger Friede zwiscstrn den Herzogen Albrecht und Siq- 318 Mai I4lik. mund von Oesterreich und den Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus, Solothurn, Schaffhausen, St. Gallen, Freiburg, Appenzell und ihren Zugewandten. — Beilage 3». Zürich. T4. Juui (Sauet Johanne« de« Täiiscr« Tag). StistSarcknv St. wallc». Boten i Zürich. Rudolf von Cham, Bürgermeister; Johannes Schwend, Ritter; Heinrich Röist, des Raths. Lucern. RudolfBramberg, deS Raths. Uri. Johannes Püntiner, Landammann. Schwpz. Ztal Reding, Landammann. Zug. Werner Malzach, Ammann. Tiefe Boten vergleichen Pfleger und Convent zu St. Gallen einerseits, und die von Hevisau, derer sich die von Appenzell angenommen, andererseits, um die Streitigkeiten, in welche sie seit dem früher ergangenen Spruch der sieben Orte wieder gekommen; nämlich so, daß die von HeriSau um alle Ansprachen des Gotteshauses, sieben benannte Stücke ausgenommen (darunter die Lehenschaft der Kirche zu HeriSau), dem Gotteshause ll!00 rheinische Gulden als LoSkauf in gewissen Terminen bezahlen sotten. Für rechtzeitige Bezahlung wird Bürgschaft mit Verpflichtung zum Einlager gegeben. Die Briefe, Rödel sc., die Ansprachen des Gotteshauses nachweisend, werden hinter den Burgermeister von Zürich gelegt und nach vollendeter Zahlung denen von HeriSau aushingegeben. ES siegeln dann die Vermittler, Pfleger und Convent, für HeriSau, daS kein eigenes Siegel hat, die Stadt St. Gallen, für die Bür- gen Hermann ZiSler, Ammann zu Appenzell. Abgedruckt bei Zellwcgcr, Appenzeller Urkunden Nro. M». 4»« T« Juni VichnowSkn! Bund VN. Regestcn, Nrr 53k. Die RathSfrcunde der Eidgenossen schreiben an Herzog Sigmund, daß er den ihrem Landmain,e Werner von Holzhaufen, genannt Keller, durch Johann von Klingenberg versetzten Schuldbrief auslöse oder, im Falle Einsprüche dagegen erhoben werden wollten, darüber nach Conftanz zum Rechte komme. Zürich. I4«K, T7. Juni. Burgermeister und Räthe von Zürich und sämmtliche Eidgenossen ersuchen den Herzog Sigmund von Oesterreich, in Sachen der Gradner einen freundlichen Tag an ein gelegenes Ort zu setzen. Jäger in den Denkwürdigkeiten der t. k. Aeadcnüe XX. 291, nach einer Urkunde in, Jnnsbrnckcr Schatzarchiv. Juli I4til. 31» »I Juli riM»ow«e» - !vanr V», Req«ft«n. Nr». »7«. Der Eidgenossen Boten melden dem Herzog Sigmund, warum sie auf dem in Sachen des Werner von Holzkausen, genannt Keller, angesetzten Tage zu Constanz nickt erscheinen können und ersuchen um Festsetzung eines andern Tages. St. I-4KI, A. Scpt«-mbor ^Donsiol, »ach Vkikiit). Stadtar^iiv St. Batten. Heinrich Schwend, Ritter, von Zürich, Heinrich Hasfurter, Altschultheiß zu liiicern, und Ulrich Abvberg, Venner zu Schwyz, von gemeinen Eidgenossen beaustragt, veranlassen Abt und Consent von St, Galten einerseits und die Stadt St. Gallen andererseits aus die Bote» der Eidgenossen, die den srlchern Vergleich zwischen ihnen gemacht, oder aus andere, die von den Eidgenossen dazu geschoben würden, aber die Frage, ob der Abt berechtigt sei, wenn Jemand in des Gotteshauses Gerichten und Gebieten seinen Geboten ungehorsam wäre oder solche überführe, denselben ergreifen zu lassen und mit Recht zu strafen, oder ob er dort seßhafte Burger von St. Gallen nicht ergreifen noch richten dürfe, sondern sie vor dem Richter ihres Wohnsitzes belangen müsse. Enthalten in dem großen Spruchbrics vom Samstag »ach St. Vorenz 14«>li ebenda. Luecrn. 14« I, Zp. September lguori., Staatsnrekiv Vueern: Allgemeine Abschied«, A. litt. An diesem Zage sind der ehrwürdige Herr Ulrich Rösch, -Pfleger des Gotteshauses St. Gallen, emrStheilS, und die Stadt St. Gallen anderntheils, vor der Eidgenossen Boten zu Luccrn erschienen in Folge eines zwischen ihnen vor einiger Zeit durch die letzter», vermittelten Anlasses. Die von St. Gallen erklärten, Nicht gänzliche Vollmacht zu haben, um den, Pfleger auf se,ne Klage zu antworten. Damit nicht größerer Unwille erwachse, ist daher beiden Parteien ein Endtag gesetzt worden, auf Mittwoch nach Allerheiligen «4 November» zu Lucern zu erscheinen. Da sollen die Parteien mit aller Vollmacht und den zur Verhandlung notkwendiqcn Acten, vor der Eidgenossen Boten, die im Anlaßbriefc genannt sind, erscheinen und der Sache End und Austrug geben. Welche Partei den Tag nicht besucht, dir soll ihre Sacke verloren haben Inzwischen soll gegenseitig Friede gehalten werden. 3?0 October 14I, die Sachen gelegen, berechtigt werden. Durch die Gefangensetzunq der drei Knechte, worüber sich die Stadt St. Gallen beklagt, babe der Pfleger nicht gegen den angezogenen Vertrag gebandelt und soll demnach dabei beschilft bleiben. Pergamentene Urtnnde mit vier anhiinqenten Siegeln. .<».! Anriet,. » Dcceittber od«. Zlnfnnq 1^«?. Staataareiriv r»t»r» ! Allgemeine Absiviet». A. ili7, «. Des Pfalzgrafen und Herzog Ludwigs von Bayern Botschaft hat zu Zürich vor den Boten der Eidgenossen angebrachte Da ihre Herren in den Zwciunge» zwischen der Herrschaft Oesterreich und der Eidgenossenschaft Frieden gemacht haben und in dem letzten Frieden beredet sei, daß sie Tag setzen mochten, worauf sie auch etliche Tage gesetzt, Geschäften halb dieselbe» aber nicht persönlich haben besuchen können, und doch die Sachen gern zu einer ewigen Richtung bringe» möchten, so bitte man die Eidgenossen, einen gütlichen Tag zu Constanz zu leisten, vierzehn Tage nach Ostern; dabei werden die Fürsten, wenn immer möglich, persönlich erscheinen, um an einer ewigen Richtung zu arbeiten. Es wird verheißen, auf die alte Faßnacht <7. März» zu Zürich auf dieses Anbringen Antwort zu geben. I». Beider Herren von Württemberg Botschaft hat von Graf Eberhards Gefangenschaft geredet und verlangt, die Eidgenossen möchten verschaffen, daß er ohne Entgeltniß ledig werde. «. Dieselben Boten haben geredet der Ritterschaft und derer von Klingenberg wegen. Die von Klingcnberg seien nach gemeiner Eidgenossen Antwort mit Twiel Burger zu Lucern geworden. Das will man heimbringen. DaiuniivS. non Lysat überschrieben! Abschied vo» Zürich l4«!l, Dcceinber. Acrglcichc bchiis« der Vcsiim- »iniig de« Dalnni« de» Abschied 5>t«!. »«>4. Lncern. I A<»?, 17. Februar. Heinrich von Dubenbcrg, Ritter, Herr zu Spiez, Nielauö von Scharnachthal, Ritter, Tbüring von Ringgoltingen, Schultheiß, Petcrmann von Wabern und Ludwig Hetzel von Bern; Heinzmann Belg und Jacob Cudresin, Stadtschreiber, von Freiburq; Claus von Wenge, Altschultheiß, und Ludwig Hosang von Solotdurn; HanS Tbüring von Büttikon, Ritter, Meyer zu Viel; Hans am Stab, Burgermeister zu Schaffhausen; Hano Schimpf, Bürgermeister, und Stoffel Wirtz, Vogt, von St. Gallen, von ihren Obrigkeiten zu gütlicher Schlichtung und Entscheidung der Streitigkeiten zwischen Zürich, Lueern, Unterwalden und Zug eineStheilS, Uri, Schwyz und GlaruS anderntbeilö verordnet, über dir Frage der Beherrschung deS eroberten Landes obenher dem Wallensee, vernehmen die Klagen und Verantwortungen der Parteien. Zürich, Lucern, Unterwalden und Zug vermeinen, sie sollten mit denen von Uri, Schwyz und GlaruS in Gemeinschaft Wallenstadt, die Leute, welche zu Frendenberg und zu Nidberg gehören, und die Herrschaften, welche Oesterreich im letzten Kriege oberkalb deS Wallensee'S abgenommen worden, besitzen und beherrschen, indem vor dem Kriege auf etlichen Tagen, da die Eid 41 322 Februar 1462. genossen der Sachen halb bei einander gewesen, verabredet worden sei, daß wo Jemand, es seien alle Orte insgemein oder eines oder mehrere insbesondere, der Herrschaft Oesterreich Städte, Lande, Leute, Gut, Herrschaften oder Gerechtigkeiten einnehmen würden, alles zu gemeiner Eidgenossen Händen eingenommen werden solle. Die von Schwyz und GlaruS antworten in Beisein derer von Uri folgendermaßen. Vor Zeiten sei denen von Schwyz und von GlaruS die Herrschaft Windeck vom Hause Oesterreich für eine Summe Geldes verpfändet worden, in welche Pfandschaft laut Pfandbrief Wallenstadt auch gehörte; darnach sei ihnen im Kriege Wallenstadt von der Herrschaft Oesterreich wieder genommen worden. Nun haben sie im letzten Kriege mit Hülfe derer von Uri Wallenstadt wieder erobert und in seinen alten Stand, in die Pfandschaft Windeck gebracht; sie haben bei diesem Anlasse auch etliche Leute und Gerechtigkeiten Oesterreichs im Oberland zu ihren Händen gebracht und hoffen, die andern Orte werden sie dabei bleiben lassen, da ihnen von einer Uebereinkunft, wie jene angezogene, nichts bekannt sei. Die Schiedrichter entscheiden! I. Die von Schwyz und GlaruS sollen bei der Herrschaft und Vogtei zu Windeck und aller ihrer Zubehörde, wie sie daö von Pfandes und Eroberung wegen besitzen, bleiben, ausgenommen davon sei Wallenstadt. 2. WaS aber die von Schwyz und GlaruS mit denen von Uri dießmal im Oberland, daS man Sarganserland nennt, von der Herrschaft Oesterreich eingenommen haben, eS seien Leute, Gut, Herrschaften, Herrlichkeiten oder Gerechtigkeiten, mitsammt Nidberg, Freudenberg und Wallenstadt und waS oberhalb dem Möllensee liegt, daS alles soll den Eidgenossen von Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und GlaruS gemeinsam und zu getreuer Geineinschaft zugehören, daß sie solches hinfür mit einander besetzen und entsetzen und alle Nutzung, die von daher fällt, gütlich mit einander theilen mögen und sollen. 3. Die Leute daselbst sollen den sieben Orten gemeinsam schwören und huldigen. — ES siegeln für sich und die übrigen Schiedrichter Heinrich von Bubenberg, Heinzmann Belg, Claus von Wenge und HanS Thüring von Büttikon. Pergamentene Urkunde mit vier anhangenden Siegeln. Abgedruckt bei Tschnt! II. tritt ^ Wegelin, Pfaverser-Regesten, Nro. t!2Z. (Konstanz. T4KT, X». Ntarz (Mittwoch »ach n.voooviy. Tsekiidü Chronik II. ti?!i. Jost von Bringen, Altmeister des deutschen Ordens, Balthasar von Wartenberg, Schultheiß zu Gengenbach, Hieronymus Künlin, Licenciat, und HanS Espach, Schaffner zu Offenburg, alö Gesandte des Pfalzgrafen bei Rhein, halten einen Vortrag an die zu Constanz versammelten Boten der Eidgenossen über die Feindschaft einiger Reichsfürsten gegen ihn und das HauS Bayern und bitten sie, ihm Söldner zulaufen zu lassen, seinen Widersächern aber solche zu versagen. 14l>1, Samstag vor Lucic (12. Dccembcr) schrieb Ludwig, Psalzgras bei Rhein, Herzog in Ober, und Glieder- Bayern ausführlich an die Eidgenossen über seine Streitigkeiten mit dem Kaiser, erbot sich aus sie zu Recht und bat sie, sich nicht wider ihn bewegen zu lassen. Staatsarchiv Lucern, Acten deutsches Reich. Mar, l4<.2. 823 5«>« 14«?, ??I iÄoche nach l«»vl»ri>i, Rasei: Offnunq«b»». »I. I?» I». Bern, Lucern und gemeiner Eidgenossen Boten rächen Basel, es soll wegen der Achtdrohung des Kaisers nochmals Boten an denselben schicken, übrigens den Eidgenossen wohl vertrauen, da iedem frommen Manne in der Eidgenossenschaft der Stadt Basel Bedrängniß leid tlnin wurde. 14«?, ??> Ä?k«Zr «Lamsinst »ach de» A»tsahn>. 71r^»tv Ntdwald-n. Marchbereinigunq zwischen Lucern und Nidwalden von Hergiswyl aufwärts bis zum Gemsmattli. Pergamentene Ursuni« mil anhangenden Siegeln der Heide» Ort» ^aden. 14«?, z. Initi l'hslnqstabnidi. «Nran» ttrbar der Wrafftbaft Baden. ». Ter Eidgenossen Boten haben einbellig beschlossen: Da man den Zurzacherinarkt bisher „gar kostlich bewahrt hat", so soll künftighin ein Vogt daö nicht anders thun als mit seinen Pferden und mit vier ehrbaren Männern von Baden und aus den Aemtern, einem oder zweien aus iedem Amt; weitere Kosten sollen vermieden werden. Wenn ein Vogt wider diese Ordnung mit zahlreichem Gefolge an den Markt reitet, so soll er die.Kosten bei seinem Eide an sich selbst tragen und nicht den Eidgenossen ver- rechnen. Und wenn künftig ein neuer Vogt nach Baden kommt, so soll man ihm und seinem Gesinde für den ersten Abend und die erste Nacht Zekrung geben; am andern Morgen soll er seine Söldner und sein Gesinde heimsenden und sie nicht mehr auf der Eidgenossen Kosten zehren lassen. Der abgehende Vogt mag mit seinem Reitknechte auf der Eidgenossen Kosten bei ihnen bleiben, bis der Tag ein Ende hat. I». Gleichzeitig haben die Boten erkennt, daß man künftig auf den zweiten Sonntag nach unseres Herrn FronleichnamStaq nach Baden zur JahreSreckmung kommen soll; eö soll auch icweilen ein neuer Vogt auf diesen Tag nach Baden kommen und , morndeß" soll ihm das Haus übergeben werden. 5«>tt 14«?, II« (streunst in »er Mlistsüroiiiasie»>. «»»»Ii» ! Pfavers" Kegeften, iiiro. Die Boten der sieben Orte Kür ich, Lucern/Usti/Schwyz, Unterwaldrn, Zug und GlaruS geben einen Spruch, wodurch der Sarqansische Herrfthaftörodel, wie derselbe vormals von den Boten 324 2u»i l4<>2. der Orte Uri, Schwyz und Glarus gestellt worden ist, bestätigt und mit allen seinen Punkten und Artikeln auf ewige Zeiten in Kraft erkannt wird. Den Rodel selbst, Artikel, Satzungen oder Mannznchtrodel der (Grafschaft Sarganö genannt, aufgestellt und verschrieben durch die Grafen Wilhelm und Jörg von Werdenberg-Sargans und die Boten der sieben Orte ll. Hnrich. 14KS, 7. Juli. Archiv Basel: OsfnunqSbuch, III. IIS, „Vff Mittwuchen pusl VIriri fol der Tag sin zu Zürich von Herzog Ludwigs antwurt wegen des früntlichen Tags halb." Die Acten fehlen. 5R1 Constanz. 14KT, T7. Inli. Schiedspruch des Raths zu Constanz zwischen Bernhard Gradner und den Eidgenossen einerseits und Herzog Sigmund von Oesterreich andererseits, über die Frage, ob der fünfzig- und fünfzehnjährige Friede auch auf den Gradner Anwendung stnde. Spruch.: Der Herzog soll um Ansprachen des Gradner, welche dessen Aufnahme in s Burgrecht von Zürich vorangehen, nicht zu antworten haben, um seitherige dagegen nach dem fünfzig- und fünfzehnjährigen Frieden das Recht gestatten. A. Jäger in den Denkschriften der k. k. Aeadeinie IX. 294, nach Urkunden im Jnnsbrncker Schatzarchiv. 51Ä Staus. 14KT, im Auli lim Hemmonai). !lrct»iv Nidwalden: Märchenbuch, Seite ttl. Boten: i^ucern. Matthias Brunner, Bürger und des Raths. Uri. Hans Frieß, llandschreiber. Schwyz. Cunrad Knpferschmid. Obwalden. Claus von Flüe. Nidwalden. Heinrich ze Niderist, Altammann. Diese, als Boten der Schirmorte oder Kastvögte des Gotteshauses Engelberg, schlichten einen Streit zwischen dem Abte von Engelberg und den Kirchgenossen von Stans. Der Abt und sein Convent meinen, sie haben die Leutpriesterei zu Stans zu besetzen „als Znen eben wär". Die Kirchgenossen behaupten, sie seien von Alter hergekommen, daß sie die Leutpriesterci und die andern Pfründen zu besetzen und zu entsetzen hätten, so daß sie einen Priester nehmen und denselben mit ihrer Botschaft vor den Abt schicken, Abt und Convent dann diesem die Pfründe zu leihen haben ohne Widerrede. Kein Abt habe bisher gegen diese Gewohnheit Einsprache gethan. Die obgenannten Boten vergleichen die Parteien folgendermaßen: Die Kirchgenossen von Stans sollen fürderhin ihre Pfründen, es sei die Leutpriesterei Zul, >462. 325 oder die andern, „besetzen vnd entsetzen so dick vnd vill Znen das eben ist", doch mit einem Priester, der vom Bischof von Eonstanz Gewalt habe, Tobte und Lebende zu versorgen. Wenn sie einen solchen annehmen, so sollen sie ihn mit ihrer Botschaft dem Abt und Eonvent von Engelberq zuschicken, und diese sollen ihm ohne Widerrede die Pfründe leihen. Für diese Gewalt, welche die von Stans fürderhin haben sollen, haben sie dem Abt und Eonvent N5 Pfund Nidwaldner Währung gegeben, deren Empfang lene bescheinigen. Der Abt hat auch dem Gotteöhause seine Freiheit, die es zu den Priestern hat, ferner sich selbst den Zehnten vorbehalten Dafür sollen er und der Eonvent die Kirche zu Stanö decken. Ein Abt soll fürderbin nicht pflichtig sein, den Pfründen etwas zu geben, ausgenommen die 7 Pfund, die der ober« Pfründe zuqehören, dazu den >ungen Zehnten, welcher der Seelmessenpfründe gehört. Die Kirchgenossen haben sich vorbehalten ihr Landrecht und ihre Landesfreiheit, die sie von Kaisern und Königen hergebracht haben. Der Abt hat sich vorbehalten, daß er und sein Gotteshaus der Lcutpriesterei nichts zu geben pflichtig sein sollen, wenn dieselbe nicht genug hätte, „als sy ietz an qült stat". Es siegeln Abt Heinrich Porter und der Eonvent von Engelberg. Nach Acten des Solothurncr Archivs soll am 22. Juli I 4S2 eine Tagsatzung zu Luccrn stattgefunden haben, auf welcher unter andcrm auch die Streitigkeiten zwischen Bern und Solothurn in Betreff der Kunigunde von Spicgelbcrg verhandelt wurden. Ucber den gleichen (Gegenstand sollen am l 7. September und dann noch im November gleichen IahrcS eidgenössische Verhandlungen stattgefunden haben. I. I. Amicl, Kunigunde von Spicgelbcrg, Seite 2.7. 2 t. 25. 51» !. September l46l erläutern diese Boten mehrere Artikel sowohl des großen Speichingischen Vergleichs vom >4. Mai >45,7 als auch des Erläuterungsspruchs vom 5. November l4til bezüglich neuerdings darüber zwischen dem bestätigten Pfleger des Gotteshauses, Ulrich Rösch, und seinem Eonvent einerseits, und der Stadt St. Gallen andererseits entstandener Streitigkeiten. Wroße pergamentene Urkunde mit filnf anhängenden Siegeln. 514 Baden. I4LZ. i Ubren» It. »tl. Entwurf eines zwanziqiährigcn Friedens zwischen Herzog Albrrcht von Oesterreich und den Städten Zell am Unterste, Waldshut, Lauffcnberg, Seckingen, dem Sundgau, Elsaß, Vreisgau, Schwarzwald, Villmgen und Hohenberg auf der einen, und den Eidgenossen aus der andern Seite. Aus Mittcfasten soll darüber weiter verhandelt werden. Z schudi a. a. O. setzt diesen datumloscn Entwurs in das Jahr I4N4, offenbar irrig, da Herzog Albrccht schon am 2. Decembrr 14«.'« starb. Vergleiche auch Müller IV. 5»7. In dem Original -Mamiscript der Tschudi 326 März 1463. scheu Chronik von seiner eigenen Hand (Stadtbibliothek Zürich) ist dieses von einer gleichzeitigen Hand geschriebene Concept eingebunden und von Tschudi mit der Jahreszahl 1464 überschrieben. Augenscheinlich hatte er jedoch selbst zuerst 1462 geschrieben und erst nachher das 2 in ein 4 umgeändert. 515 Eonsstkan.j. (Dienstag nach llominisvorc). Tschudi- ijhronil II. «?5. Balthasar von Wartenberg, genannt von Midenstein, Verchtold von Windeck, Räthe des Ps»lj grasen Friedrich, Ulrich Marschalk von Oberndorf, Cunrad von Gumppcnberg zu Schorucck und MdreaS Peyer, Canzleischreiber des Herzogs Ludwig von Bayern, alle Räthe und Boten beider Fürsten, welche zwischen den Herzogen Albrecht und Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen einen gütlichen T»3 nach Eonstanz gesetzt und denselben dann vorerst auf St. Michaelstag, hernach aus Sonntag linnum«' coro jüngsthin verschoben hatten, erklären, das? sie in beider Thcile Anwesenheit und mit deren Wisten de» Tag abermals verschoben haben bis St. Zohanncstag zu Sungichten. Da aber der Parteien Räthe »>^ Boten keine Vollmacht hatten, den Tag auf St. Zohanncstag zuzusagen, so sollen sie es an ihre Ober» bringen und zwischen heute und St. Zörgentag dem Pfalzgrafen ihre Antworten schreiben. Wird der Tag zugesagt, so sollen die beiden vermittelnden Fürsten, oder in ihrer Verhinderung ihre Räthe sti demselben kommen und bewirken, daß wo möglich die Herzoge von Oesterreich oder einer von ilM» persönlich erscheine. 51« Lucer«. IT. April (Zmstag „cchst „ach dem Lfm-iag). Staatsarchiv Ree»! Deutsches Misstvenbuch, 4. IM. Die Acten dieses von Bern unterm 4. April ausgeschriebenen TagcS sehten. Vergleiche jedoch die Abschiede und 525. Ucbcr den VcrhandlungSgegenstand gicbt das Ausschreiben Vcrn's vom 4. April (Deutsches Missivcnb»^ a. a. O.) Ausschluß: „Frommen, fürsichtigen :c. Nachdem vnd wir denn kurzer Zit üch vnd andern vnsern getrüwen lieben citg'wl sen durch vnscr Nattcs bottschaft jetz vsf dem ncchstnergangnen Tag zc Lützen, vnder andern, vndcrrichtcn lassen habu> der wilden löuffen vnd fachen, so sich jetz gcgenwürtigclich zwüschcnd dein klinge von Frankerich vnd dem löblichen von Sauoye erscheinent, als wir nit zwifeln, Ir spent des alles wol vndcrrichtet worden :c., vnd üch mitsa»^ andern vnsern lieben citgnossen gcbetlen, uns üwer trcfsenlich bottschaft znzeordncn, so wcrent wir in hosten, »'^ Iro Hilst die ding gegen vnsern gnädigen Herrn fürzcnemmen, damit villicht die nach nutz vnd cre gemeiner citgw'» schaft früntlich hingetan wnrdent; darnss auch wir bitzhar in guter zuuersicht gewesen sind, vnö wer darin z» w»^" gestanden lvordcn ,c. Nu ist vns durch vnsern scckelmcister angelangt, wie dz Im ze Lützen, Jnnamen üwer »») gemeiner citgnossen jetz dirrc tagen gcantwurtet vnd sollich bottschaft »ach vnscrm bcgcren abgeschlagen worden ist, sollicher ineinnnge, dz wir vnd die von Friburg vns sollichcr fachen Jnnamen gemeiner citgnossen allein belade» v»d die mit vollem gewalt handeln sollend ic. Dz vnö doch etwa« vnbillichen nimpt, angescchcn dz die fachen v»s »'^ allein, denn gemein eitgenoschaft bcrürcn möchten vnd vns auch dz (zu) Zoffingen jetz am leisten von vnscr licbc» citgenosscn bottcn zugesagt lvorden ist, vns Ir bottschaft in semlichcn fachen zu zeordncn ,c. Nu wie dem allein, b. l. 3- April I46Z. 327 fründc vnd citgcnossen, so sind aber scmlich fachen ivitter vnd incr denn vorhin so hoch vnd ernstlich an vnS gelangt, dz nach vnscrm bcduntcn solich fachen nit zc verhindern, denn je ee je bester zc fiirdcrn sind. Drumb wir itch, so friint- lichst wir jmmcr vcrmegent, bittcnt, »och hlittbitag die fachen gütlich zc betrachten vnd vmb Er vnd »ich gemeiner eitgnoschast vns iiwer bottschaft zuzeordnen, mit vnS vnd vnscrn lieben mitbnrgern von Friburg gan Sauoyc zc ritcn in aller maaS denn solichs durch vnscr bottschaft vorhin an tich geuordcrt ist. Vnd was Harm gegen vns itwcr willen« sin vnd ob Jr vnS ze willen werden, dz wollend v»S durch llwerc botstchaft an Zinslag ncchft nach dem Ostertag ze nacht zc Lutzcrn by vnscr botschaft an der herbcrig zc sind, tiwer glitlich antwurt geben. Wann wir solichs ze sinnt nach der von Friburg anbringen vnscrm Herren von Sauoyc geschrieben vnd In gcbcttcn haben, sich big vfs znknnsit vnscr Kotten glitlich ze enthalten ic. — Datum vss mendag nach palmarum anno ic. lxiij". 517 ^»tttkl». I4K?, 4. ÄNn» (Mittwoch nach ^ubilato). - «hr-nN II. ». Die von Ueberlingen bitten lini Roll), was sie thun sollen, da etliche unter sich verbundene Herren und Edle sie auffordern, ihrem Bundnisse beizutreten, wie Pfullendorf bereits gethan habe, nachdem das Bündniß von Psullendorf und lleberlingen mit den Städten am Vodensee auf Georgii lüngsthin zu Ende gegangen sei. Auf dem Tage zu Baden will man antworten. I». Dem Hans von Rechberg wird für sich und ll> oder >7 Personen Geleit zu einer Badcfahrt nach Baden gegeben. «». Lucern und Bremqarten sollen eine Votschaft nach Offendorf senden, um den Feierabend oder seine Helfer zu berechtigen und wo möglich vom Leben zum Tode zu bringen. «I. Heimbringen, daß die von Friedinqen die. von Stein wider den fünfzehnzährigen Frieden mit der Acht verfolgen. Betreffend daS Geld, das die von Dießenhofen den Eidgenossen schulden, meinen einige Boten, dasselbe so lang sie wollen zinsbar ausstehen zu lassen; andere dringen auf Bezahlung in Jahresraten, f. Gedenket derer, von Weqqis. <5. Man soll antworten der Thür zu Baden wegen. I». Auf St. ZokanneStag zu Sunqichtktt sott ledeS Ort seine Votschaft zu Zürich haben derer von Nürnberg und derer von Klinqenberq wegen. Das Original fehlt. 518 R UEA, I Ä» (Sonntag vooem .juoun'litatin). S»aa»«arts»e» Mlssivenbu» 4. N»Z> Unterhandlungen zwischen Bern und Solotlmrn über die Theilung der Herrschaften Bipp und Dechburg. 51tt »4EI, 18. ZUN» (Samstag nach Vitt). Ztaatöarwtv Znrtw Fünfzehniähriqes Bündniß der eidgenössischen Orte Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz^ Unterwalden, Zug und Glaruö mit der Stadt Rothweil. — Beilage 328 Juni 1463. 5Tl> I-AEA, Juni (Zinstag vor Sant Johannstag zn Snnnwenden). Tschudi! Chronik II. «. Juli. Staatsarchiv Zürich Abschiede I. 2. Aus Samstag den Iii. Tag Zulu Anno 1463 hat der Marschall von Burgund „von entpfelhens wegen des küngs von Franckenrich" an Thüring von Ringgoltingen und Niclaus von Dießbach folgende Artikel gelangen lassen, damit sie selbe an ihre Herren von Bern berichten, und geschah solches zu Blamont! 1. Einen gewöhnlichen Gruß vom König. 2. Den Herren von Bern sei wohl in Erinnerung, was der Marschall von Burgund geredet habe, als er zu Bern gewesen. Darnach sei der Bischof von Bourges nach Bern gekommen und habe etwas mehr geredet, als ihm vom König befohlen war; das möge deßhalb geschehen sein, weil der Bischof ein lunger geistlicher Herr sei und vielleicht aus Furcht so geredet habe. 3. Der Marschall von Burgund habe sich mit dem Credenzbriefe des Königs nach Bern verfügen wollen, da sei er durch Befehl des Herzogs von Burgund auf den 23. dieses Monats zur Versammlung der drei Stände von Burgund nach D6le beschieden worden; deßhalb bitte er die Herren von Bern um Entschuldigung, daß er nicht zu ihnen gekommen sei. 4. Der König habe ihm aufgetragen, es gehe die ihm schmähliche Rede, daß in Bern und der Eidgenossenschaft das Volk rede, man wolle ihm entgegenziehen und ihn bekriegen, wenn er Miene mache, in das Land zu ziehen. Das komme dem Könige fremd vor, da doch sein Vater, König Carl löblicher Gedächtnis, ein Verständniß für sich und seine Nachkommen mit den Eidgenossen und ihren Nachkommen gemacht habe. Die Könige von Frankreich seien die christlichsten Könige und so würde er ungern wider seine oder seiner Vorfahren Briefe und Siegel bandeln und sei auch nie Willens gewesen, solches zu thun. Auch komme dem König Juli l4<>>;. 329 vor, wir Kaden Bündnisse wider >kn gemacht in der Meinung, daß er gegen unö sein wolle. Sei dem also, so solle man diese Bündnisse abthun; denn der König sei ein gerechter Fürst, er wolle die Ver. ständniß halten und cö daran nicht ermangeln lassen, wenn nur unsere Herren derselben nachkommen; man soll ihm dessen wokl getrauen; er begehre Antwort. Darauf antworteten die beiden obqenannten Boten von Bern! ,,Die Sach wurde sich lang verzicchen vnd versrchent wir vnö, die Sachen müften an die eitgnossen wachsen. Vnd ob man ze ratt wurd, Im ze antwurten von des küngö wegen, wo man In dann treffen wurde? Also hat er geantwurt: Solle er mit vnö reden, alö fründ mit ein andern redcnt sollent, vnd für sich selbö, das Im der küng nit emvfolhen Hab, Were dem küng etwaö an- gelegen gestn, mit den eitgnossen vßzetraqen zehand, so hette er den eitgnossen darumb geschriben vnd Im in empfelhnuß geben, mit Inen dauon zeredend, daö aber nit beschechen syg, denn er vnsern Herren von Bern allein geschriben vnd Zm empfolhen mit Znen ze reden, darumb nit not syg in sim bedunken, die eitgnossen ze beruffen, denn die sach von vnsern Herren von Bern allein darkomen siq, die ouch zu dem Hus von Sauoy verbunden stgent vnd die andern eydgnossen nit. Vnd diö red sigent allein ge- schechen von Herr Philippen von Sauoyö wegen ic. Vnd man funde In ze Muselburq diö nächsten »in wuchen." Freitag »ach Matthäi (23. Zcptcnibcr) schreibt Bern an de» Marschall von Burgund, cö sei mit de» andern Eidgenossen zu Rath geworden, eine Botschaft, die aus Tt. MichaclStag in Bern sich sammeln werde, an den König von Frankreich zu senden, mit Bcrnfung aus seine Eröffnung an die Bcrncrgcsandtc». (Ltaatoarchiv Bern, deutsches Missivcnbnch .4. 413.) »SÄ Vorn. ?<». ^ttit tDienstag »ach .tacobi). Schultheiß und Rath zu Bern, alö von den Parteien angerufene Schiedrichter, urtheilen zwischen Pctermann von Aaron, Freiherrn zu Toqgenburg, und den Länderp Sckwvz und Glaruö, daß die Leute von Licktenfteig, im Thurthal u. s. w., welche vor Zeiten in der Kirche zu Wattwyl daö ewige Landrecht zu Schwyz und Glaruö geschworen, dasselbe nun auch verbriefen sollen, wie eö die im Niedern Amte und in der ltzrasfchast lltznach qethan haben, da icne nicht glaubten verbriefen zu müssen, daß sie den zwei Ländern gehorsam sein wollen, wie die letztern. Abgtdruitl bei Zsebudi U, k?8, SS» Jirkl). i?) ^znii (Donstag »ach Facob, dkb Niere» Zwölsboik» lag). NrciDiv Nidwaid,n, lirkunden-Lopic. Zwischen den Bürgern der Stadt Zug und dem äußern Amte, denen von Baar, Aegeri und vom Zugerberg, waltete Streit über die Wahl deö Schreiberö, indem die rrstcrn behaupteten, ihnen allein stehe die Wahl zu, die letzter« aber, die Wahl solle von beiden Theilcn gemeinsam geschehen und ebenso sollen auch beide Theile an seinen Lohn beitragen. Die Parteien hatten ihren Streit mehrmals vor die Boten der Eidgenossen gebracht, ohne daß ein gütliches Emvcrständniß erzielt 42 33l) Juli I4t>'.. werden konnte. Da die Sache solchergestalt an das Recht kommen mußte,. so setzten die Stadt und dao äußere Amt >e zwei Schiedrichter zu dem Obmanne Jtal Redinq, Landammann von Schwpz. Nach- deni in Arth die Parteiverhandlungen stattgefunden, gelang dem Obmanne nach mehrern vergeblichen Versuchen mit Rätst und Hülfe erbetener Noten der Eidgenossen, als istm die Schiedrichter bereits istre Urtheile ni Schrift eingegeben statten, die Sache zu folgendem Vergleich zu bringen -. Fortan zu ewigen Zeiten sollen die beiden obgenannten Parteien jedes Jahr auf den Tag, da sie einen Ammann wählen, an der Gemeinde mit einander durch das Mehr einen Schreiber bezeichnen, der für ihre gemeinsamen Sachen Schreiber sei und ihnen schwöre; so lang der Gewählte Schreiber ist, soll er in der Stadt Zug stauSstäblich sitzen und von denen, für welche er Briefe schreibt, bescheiden belohnt werden; will die Stadt oder das äußere Amt, jedes für seine besondern Sachen, daneben einen eigenen Schreiber anstellen, so bleibt das jedem Theile vorbehalten. Boten der Eidgenossen bei diesem Vergleich waren! von Zürich Rudolf von Cham, Burgermeister, Johannes Schwend, Ritter; von Bern Ludwig Hetzest Venner; von Solothurn NiclauS von Wengi, Schultheiß; von Lucern Heinrich von Hunwyst Schultheiß; von Uri Heinrich Arnold, Alkammann. ES urkundet der Obmann des Schiedgericlstö, Jtal Redinq, Landammann von Schwpz. SÄ4 Hüricl? I.». September (Do»sian »ach deo l>l. .nrr»,^ !ag zu Herb,». >2taat»arct,iv Bern: Vmern-Vuch. Seite ll. l!7. Zwischen Bern und Lucern statten sich bezüglich des TrubtstalS, Schangnau s ;c« verschiedene Streitigkeiten erhoben, welche nach fruchtlosen Vermittlungsversuchen zu rechtlichem Austrage gelangen sollten. Da behauptete Lucern, eS müssen diese Streitpunkte vor den Boten der eidgenössischen Orte entschieden werden, welche den Spruch von St« JostanneStag zu Sunqichten 1413 getstan haben; Bern dagegen wollte sie nach der Vereinigung vom l. März 1421 behandelt wissen. Ueber diese Vorfrage kamen beide Städte zu Recht auf Rudolf von Cstam, Bürgermeister zu Zürich, mit gleichem Zusah, in der Form Rechtens, wie sie die Vereinigung von 1421 forderte. Der Obmann trat nach stattqefundenen Parteiverhandlunqen dem Urtheile der bernischen Zugesetzten NiclauS von Scharnachtstal und Tstürinä von Ringgoltinqen bei, welche für die Hauptfrage daö Rechtsverfahren der Vereinigung von >42! >>' Anspruch nahmen, während die lucernischen Zugesetzten Heinrich von Hunwyl und HanS Ritzi sowohl ss" die Form des Verfahrens, als auch für die Grundlage der materiellen Entscheidung den Vorzug des altern Spruches von 141« behaupteten. In den Spruchbrics sind der Antastbries vom -24. März (Unserer Lieben Frauen Abend in der Fasten) >462 und die Streitschriften der Parteien vom IN. Mai, 12. Juni, !i. Juli, 4. August, 17. August gl. I., die Urtheile der bernischen und lucernischen Zugesetzten vom 7. Juni 14«!g textucll ausgenommen. November I4ti.i. 331 Abbeville. ?7. November. «it»aat»ares»iv Bern. Ludwig XI. erneuert den von Enrl VII. um 27. Februar 145,3 mit den Eidgenossen geschlossenen Areundschaftsvertrag. — Neilaqe 40. Die Gesandtschaft der Eidgenossen an König Ludwig bestund au« folgenden Personen: von Ellrich Heinrich Sä;wend, Ritter; von Bern Thüring von Ringgoltingcn, Petcrman» von Wabern; von Frcibnrg Johann von Praroman, Jacob Cudrefin; von Solothnr» Riclau« von Wcngi; von Lucern Heinrich von Hunwyl; von Ichwyz Cnnrad Kupfcrschmid. Die Relation dieser Gesandtschaft, in französischer Sprache, gicbt nach einem Dorn- mcnt des Genfer Archivs tlalisf», Katariaux >,our I'bi«toirv »lg tton^v» I. 258. Da dieselbe auch Uber die ander», nebst der Erneuerung de« JreundschastSvertragc« il,r aufgetragenen Gegenstände sich verbreite« und Uber die Geschichte jene« Vertrag« selbst interessante Ausschlüsse enthält, so folgt sie hier wörtlich: 5t'»n«nit I vttat an «uk«tangv eis I'allgAation tait» au re>i s>ar nou«, la« oratvur« >1»« allig» : Von« arrivümg« k .Vbbvvillg, ost In roi atoit, lg lg" zonr elo novombra 1468. l^g Innsti vn «uivant, <>g zinr matin, nou« lui simg« laravarong«, Präsentant no» lettre« grästentiala«; gui nun» re^nt bäni^nv- nient, ot «iit gn» fü»«ion« lg« tre« big» venu«; gt «pianil il out In Ie«>Ii'te« lattrg«, il nou« lit ilirg par t^ap- «lorat, gu'il non« leroit «avoir Ibeure ponr nun-, nuir, et Ig tit gg meme luneli, gnviron ve«prg«. Xotrg propoait« tut teile: - Ire« baut, trä« >>ni««nnt, trö« exgellent roi, et notre trä« rg'Ioute 8irol Dniettant prolixitä 'lg Parole«, par IgHgugllg« von« pourriex etre nttäklie, «innn ponr venir Ii l'gssgt lle la gräanee gni von« a ätä prä«e»täe. I/glbt e«t tel, gun von tre« linmble« «»rvitenr« Ig« allig«, eompri« et nninmä« «n la b'ttrg grä3e»tii>lg gni von« a anzour'l'bni etä pre«gntäe, nou« out envozn'« par «lever« von« pnnr von« »lirg, >>>>il« «g reeommanilent tre« Iinmlilement n. votrg siäale dli^je«te gt tlGev, gt « il etnit gbo«e 'lg gnoi il« «u««ent «ervir, lionorer gt lairg plai«ir ä votrg «lite tlrneg, il« la sgroigiit tre« volontier« par Igur po««ibilitv gt 'Ig bon gegnr; pour ipioi von« aver. «nr enx tonjour« votrg bo» gomninn'Igmgnt, gommg «nr vo« tre« Iinmblv« «ervitenr«. bin apre«, non« ont eliar^e« ilo von« stire qu'il« »ont trv» soxenx >lg l'bonnenr, franst liign gt liantg 'li^nitg <;ni von« «ont avgnn«, gnan'l Dign tont siuiaaant, ziar «n iiitiiiitn mi«grigor'Ig, von« a vouln gxbauiagr an la trg« bantg 'li^iiitg gn Ingngllg von« gtg«; lg<>»gl il« prignt 'la trä« l,on g«gui, i;u'il von« zr «loint pro«z>gritv «glon vn« bon« 'lg«ir« gt a «on bonoit z>Iai«ir, torzjnur« stg bian an »nigux gt tgllgmant, gna «n» «aint »INI gn «oit Ion» g« gignx »t «nr tgrrg, »t Ig ;»'»>>Ig 'Ingngl avg? I» jg>>iivgr»gmg»t »n «oit risjoui, gnn«ol/> »t gontortv. /Vmgn l b't ';ng, stir», «chtg r«vgrgn«!g gt gg <;ng ilit g«t ng von« a ja >lg pig^a »ta lait gt n'ont >it6 Igur« margl,«« gt s> >^« >>ai ->Iglä, zionr Iv«izuvIIg« il« n'ont ;>» avoir opziortnuita gonvanablg elg ponvoir gnvoyg, pnr «Igvgr« von«, ziar «pggial, ganx qn'zr »n««gnt volontier» vn«; siour ijuoi von« «upsiliant tri?« bnmblgmgnt »Ig Ig vonloir sngn'Irg gn big» gt » an avoir auenno 44plni«anoez gar, gommg «fit a «t, il« «ont tou^onr« gnvlin« ä von« «grvir et bnnorgr, «g rggommn »t gt «nziz>Iiant trg« bnmblgmgnt «zna von« ;>Iai«g 'Ig Ig« .V vonloir avoir gt. tanir, gommg vo« tri>« bnmblg« «grvit'mr«; gg »;n'il« rlgsiront ilg tvrit l»ur gmur. b.n »sirg«, ftjrv, f»i«ant gommg oratanr« ezn! ilaivant gx^>Iiizngr gg ezn il« ont gomnii««ion rlv i'Iigr trö» Iiuinlilg,- m»nt il» 'li nx gbo«g«. I.nna «i g«t ain«i; in» » amm» il von« a siln Ia?«««'r «bnnnoir lattrg« 'lglgnilnnt ljuo 332 November >4. un» vlionv grnndvmvni nuinnldo vi damwn^vnldv n von dün irvn Iiumldvn nvrviivurn Ivn nlliv«, rar ^nr vv 1»» mnrvlinnd», ^ui nouloivni Ausser pur Ivn nvi^niurivn vi pnnnnSvn dvn nllivn >>»>»' vvnir n»x kvrvn dv tlvnbvv nllnni nux kvrvn dv I.>'c,n, n'y pnsnvroni poini; ,4 >>nr ninni nvroni vn pvriv 4» Ivur» irvun «ii ^,vnKvn, ni voirv vommnndvinvni n'y iivni: ziour v^uoi, üirv, von» >>riv»i vi nu^^Iilnii irvn IuiinI >Ioino »t <^u'il von« s>Ini«v, 4» voirv Iivni^nv npvvinlv ^rnvv, <>uv Ivn voirv« puinnvni Iinnivr vi krvljuenivr Ivn diie^ kvrvn dv üonvvo, vommv kion nnvivnnvmvni n viv ((vvoniuinv, vi non pnn dvvnni, mnin n^rvn «zu» 1»« !»res dv L^vn nvroni ivnuvn; vvr uuirvmvni, ni par <^uoi Ivsdiiv» kvrvn dv L^on kunnvni, uu dunnvni vir« nnoU' nvmvni rvi-rrdvv«, n» I» voudroivni dvnirvr, vi v,unni uv nvroü-vv >>«,8 ruinon, Ln, nvvondv, 8irv, «i vni ouv von dün irvn Iiumldvn nvrviivurn Iv» nllivn oni vnivndu (juv I'IuI>l>I"' Uonnivur ilv Luv»)'» n'vni pun «i Idvn vn voirv Imnnv ^rnvv, vommv il« voudroivni, our >iu»i noun «ni vlinr^v« vi vommin ilv voun ^»rivr vi nu^^ilivr, Iv ^>Iun vi ni irvn Iniinblvm»"^ ljuv pouvonn vi nuvon«, «ju'il noü dv voirv plninir, Iionuv ^rüvv vi bvni^nv, ^rvmivrvmvni pour Iionnvur ^ rsvvrvnvv nrn n^irv», pour v«nivmplaiion i vi mnliulvni, «I N.UVUN vn nvvü vonirv lui, vi Is rv^irvixlrv >>vniz;nvmvni vn vvirv bo» ninvur vi ^rnvv, ^ ^uv vrvann k^uv Iv (Iii I'lnlippv-Nonnigur nvii dvnirani Iun ol>l!^vs.» Li nur ov Huo (Ivvnni (Iii vni, 5ni In rvponnv du lioi, vi dv nn proprv Iiouvbv, vominv n'vnnuii: ^ ' nmis, voun no)'vx dvrvvlivi Ivn irvn Invnn vvnun. .1'id oui voirv pro^oniiv c^uv in'n 5-di vviui noinldv bo»w>l' vi nur Ivn poinis donc^uvln il u. ^>nrlv; ^irvmivrvlnvni dv voirv bonnv ossvriv ^v voun rvmurviv ^rondvinonl dv I'vxounv nr (juoi voun diivn n'nvoir pu iuirv vviiv viniinüon >dun ivi, L iivnn vviiv voirv vxvusv virv inoinn nukilnnniv. d'ni Iiivn nu «zu i! ^ n vu ^uvrrv dv i>nr dv Iii,, Mi(in, nv>u^ moinn, voun vunsivi! Idvn xu vnvo^vr ^>Iun iöi ^>nr dvvvrn inoi, vi ^v voun vunnv irvn voloniivrn vun, vi " vunnv vu ^rnnd ^oiv vi vonnolniion, vnr ^v voun iivnn bivn pour invn bonn n,inin, vi ounnd v« Iionnvurn v^ Invnn Iv« »min du plun ioi sv viniivni, dv inni inivux n'vnirviivnnvni iou.journ Ivurn Iionnvs ninourn vi iivn. d'ouivtoin, /((i nvnnimoinn vviiv voirv ^»rvnvniv viniiniivn Idvn n^rvnldv, vi voun mvrviv ^rnndvinou^ vv c^uv voun voun rvvommundos n moi, ^v voun ni bivn pour rvvvmmnndvn vi voun iivnn on i>onnv Krnov, eommv rnvs I>onn nmin (ju!, vn nin pnuvrviv, nv ni'nvvsi poini pvrnvvuiv ni Inii dvpb^^' vommv oni inii d'nuirv»: s»n>ir c^uoi zn>r nvnni ^v voun -d inii dirv pnr bvnu vvusin Iv mnrvvlinl dv öou'' tzo^nv, c^uv ^'vioin vontx-ni dv ivnir vi obnvrvvr Ivn inivlli^vnvvn inüvn vnirv ivu inonnld^nvur inon 1'^'^ (nr ninni l^u'il» iinnvui ^>nrvillvmvni. Li nu rv?/"'' inni ds vviui poini vommv dsn nuirvs dvux dvnl^uvl» m'nvvi! knii rvc^uviv, ^'ordonnvrni ^vnn dv inon vo»«^ pour voun vn pnrlvr ^lun plvinomvui, nvvv l((« <^uvln voun ^>vurro?. vommuni^uvr vi s>uin iournvr jinr do^' inoi.» Li ninni, lar« noun dvpnriimv« dv In prvnvnvv du lioi vi dv non Lonnvil, nour evüv ioi«. Lv ^our n^irvn, c^ui kui mnrdi, vinmvn vn In ^irvsvnvv dvn j^vnn du Lonsvil du lioi, vi lui ov l>nr vn I v^Iinv vollvAinIv dv 8nini-0ürnn. Lvndiin vonsvillvrn du lioi vioivni mvnnivurn dv 'I'rvi^nvl, ^ndis ob«^ ovlivr dv Lrnnvv, Lnpdorni, I.nillx dv Nnnivn vi ^ouvvrnvur du Dnuxlnnv, vi u» nuirv dovivur, >4'!'^ IVlonn' Iv Lvnvrnl. Lvur xnrlvr lui lor» vn vssvi unrrnüs dv nvirv dvsnun diüo zirvponiiv. Ln vsp^' iouvbvreni Ivn iroin iminin: Iv prvmior vonvvrnnni Ivn dovnnin diiien inivlli^vnvvs; nur Iouv «ur o« point Ivur vonlu««!on» tnirv rvpon«v. tjur Iv tnit «I«« tvrv« «Iv tlvnvvv ürvnt ^raixl Innjsn^v, »nun rvmontrnnt Iiivn nu lon^s vt ni^rvmvnt Ii» ssrnixlv otlvn«v pnr vvux «Iv tlvniivv tnitv, nnn pn« tnnt «vulvmvnt k !>I. Iv «luv «Iv Hnvo^v, nin» vt plu» pvrtiviiliörvmvnt nn lioi; vommv nvoir vttvnil» Iv pirv «Iv Iv liviiiv «Iv brnnvv vt lui nvoir eourn «u« vt f«it Iv« vlio«v« notnirv«, voirv vn I» proprv mni«on «Iv «on Iinlntntion, vt «plv «Iv tout ev Iv lioi «lüt tniro «i I«'^«?rv pnr«Ionnnnvv, «nn« punition, nv «vroit pn« n lui vliv«v I>ivn«vantv, ^n tut «zu'il »an» «Iv»iroit Iiivn complnirv. I'nrvill« nxuit tirvnt trv« ^rnnilv« ^rou«v« «Iv I'I,iIippv-^lon«ivur, nou« rvmontrnnt I'ivn nu Inn»? vt ru«I«>m,nt tout«!« I«.4i olio«v« pn«««!v«, intvri««nnt pnr Ivur pnrlvr, «pii «vroit trop lon^ » vvrirv, lv lioi pnr vv «itrv tvllvmvnt ottvnilu, «plv nv lui «vmliloit point, ni »vtoit vuoorv «Ivrv «Iv Iv lni««vr pn««vr «nn» cvn«Ii^n< punition. 1'ontvtvi« I«; lio! Ivur »voit vnmm!« «Iv nou« vv «lirv vt rvmoiitrvr, po»r tnnt «pl'il vn ,I«'«iroit I»ivn auir vt nvoir nritrv Iinn oon««nl, vt «piv «ur lv tout Ivur vou!u««ion« «lonnvr r«ipon«v. Xou« Iv« prinmv« «I« »vn« vouloir nvtrr^vr »ur vv un pvu lv««vi^»vur«, «ur Iv» olio»o« «pii nou» furvnt Iiivr pnr von« «litv», nou« »von» nvi«v «Iv vou« «liro «pi il nou« «vmlilv «plv n nou«, «jui ««innnv« «implv« WN«, n'»^>nrtiv.nt «Iv vniiüvilivr, vn tvllv« ni moiixlrv» vliusv«, un tvl sirinvv «i «n^v vt «i ^ru«Ivnt vommv v«t Iv rni, «jui «nit (I n I>ivu ^rüvv«!) pur «n ^rnn'I 'Ii»- vrvtion vt ^>ru«lvnvv vv «ju il n i» 5«»irv, tvnir vt I»!««vr, mivux «j»v n'vn «nurion« pnrlvr. ll'nutrv x>nrt, !I n »i «««^v eon«v!I, vommv vou«, >Iv««v!Snvur«, vt »utrv« «Iv «on eonsvil, «juv vv «vroit ^rnn-Iv prvnomptian, «Iv nou« vi, m« Ivr. 'l'ontvloi», ^»our trmt «jnv x,ui««ivx imrv nuvunv rvlntion nu lioi «Iv natrv intvntion, nou« vou« «li«on« : «ju'nu rvxnr«! «Iv« «lv»«u« nnrr«!v« intvlli^vnvv« tnitv«, tont n!n«i vommv siour Iv« nlliv« n vtä riZlioixlu n ^1. Iv mnrvvlinl «Iv liour^o^nv, «lv Iv« vouloir tvnir <>t Iiinlvm« nt olisvrvvr, vommv Iionnv« vt Ivnlv« Avn» tnirv «Ivivvnt. t!vttv v«t Ivur totnlv, vntivrv vt sinrsnit« intvntion. I'nnt «juv nvvx «lit, «zuv Iv Ii«! v«t voutvnt «Iv lv« vonlirmvr vt rntiüvr, vt vn outrv «I'vn tnirv «Iv nvuvvllv« vt plu» nmjilv«, «ur vv nou« mvr« ion« Iv lioi «Iv «n Iionnv vt ^rnixlv oikvrtv, lv plu« vt «i trv« Iiumlilvmvnt «zuv pvuvvn«, vt onr «ur vv» «Ivux point« nou« n'nvon» vlinr^v ni vommi««ion «pivlvoixpiv «Iv no« «vi^nvur« «t nmi«, «jni prv«vntvmvnt nou« ont vnvnz «V« pnr «Ivvvr« lv lioi, pour tnnt nv vou« vn «nvon« ni pouvon« tnirv nutrv rvpon«o. Ki, vou« priou« vlivrvmvnt nou« «m vouloir vxvu«vr «Ivvvr« lv lioi; mni« tnnt vou« niljoixnon« nou« I>ivn, «juv vvt v«t nvtrv u«n^v »t non pn« nutrv, «piv «Iv toutv« Iv« nlli'nnvv«, on intvlligvnvv« tnitv« pnr nou« nvvo ?vng «juvl« -pi'il« «oivnt, pnr pvrpvtliitv, vommv «ont Iv« intvllijsvnvv« tnitv« pnr Iv tvu lioi «Iv «on vötv pvur lu! vt «v« »ix:vv««vur« Ix'-ritivr«, vt nou« «Iv I'nutrv pour nou« vt nv« pvrpvtuvl« «nvvvsnvur«, jnmni« n'nvon» sc« outumv vn tnirv nuvunv eontirmntion ni ratitivntion; nin« rvstvnt vommv «ont ^ur«',v» vt promi««» «lo tvnir p< rp«';tuellvmvnt, vt nou« nvon« nnvivnnv« nllinnvv» nvvo I» IounI»Iv mnison «Iv 8»voz«v, voirv taito« ^ «lu tvmp« «Iv tvu Iv jsrnnkl-pvrv -Ii, >l. Iv «luv «Iv 8nvo)«v prv»vnt; Iv tvu Iv^nt «on pvrv, vt «lv prv»vnt mon «lit 8v!^' Iv «luv ont «uovv«Iv Iv« tvnnnt vt ol,«vrvnnt, vt .jnmni« n'vnt «'t«', tnitv« vonkrmntion« nuvunv». I «mtvtoi«, tnnt «zui touoliv «X!» point«, « il v«t «lu lion plnisir «lu lioi, nou» vn tvron« trv» volontier» k no» »vizxnvuriv» vt nmi« rvlntion nu mivux «juv «nurons. Aur Iv« «Ivnx nutrv» point«, tvuclinnt Iv« t6rv« «Iv (Ivnvvv vt l'Iiilippv-^lonnivur «Iv !jnvvj«n, nou« von» rvponilon» «juv nou» vntvnilvn« nvoir tnit nu lioi unv trv« Innnblv priörv vt «upplivntion vn toutv «louvvur «t mi«vrivvr«!v, v«pvrn»t vt nou« vvnünnt «ju il In nou« vxnuvvrn «Iv «n bvnignv ^rävv, i^ InijUollv nou» Iv» 334 November 14ti>1. nons vt vrvon« (zu'il lv tvru; vur, uu rszzurd dudit I^liilippv-Itlonsivur, nous I» tvnons vtrv plvin VN livuu- voup d1, Iv (lue, Ivur prinvo vt sviKnvur, vommv uussi uu Itoi, vt (zuils so soumvttroivnt uussi dv «ouHrir In. punitiou >p> ü» vn uvoivnt mvritvv, lors Iv Itoi uvisvroit vv (zu! plus uvunt sv dvvroit luirv. I'urvillvmvnt ,'>u rv^urd dudit l'liilippv-Nonsivur, purlvrvnt dv Iivuuvoup plus umplvmvnt (znils nU' voisnt tuit Iv dvvunt, vn vliun^vunt vt disunt uv ssroit obosv I>ivn vtrunz^v vt pralixv n. vorirv; et tirvnt sur lv tvut Ivur rvsolution disunt: >piv tunt on voulair dv inonsviAnvur Iv (luv dv 8uvoyo, dv invttrv lion rv^iinv vt ^ouvvrnvmvnt vn luditv inuisou dv 8uvoz(v, pur (pioi lvdit lVlonssi^^ lv IIuv tut vruint vt sve su.jots vommv s'uppurtivnt vt (jov tum» su.juts sont tvnus do tuirv u Ivur Ivul prinvv vt svMnvur, vt rivt vommv uvions tuit lv dnvunt, vt tunt plus : (piv nous tnssions >)ie» vonlivs (zu'it vüt plu uu Itoi d'vxuuvvr notrv priörv, vt (juv vv svroit vnvorv vv Nuis tunt (zu'il touvlioit vv «zu! vtoit dit, (zuv Ig Itoi voudroit suvoir dv nous, si nous voudrions opposek vontrv son dit vouloir, u vvlu nous röpondimvs (zuv nos svi^nvur« vt umis, (pii nous uvoivnt v»vo>'vs per dvvors Iv ltnl, n'uvoivnt point pvnst? ni imu^inv (zuv nous dussvnt ovvourir lvs vllosvs (zui nous ovvouroivid, pour (juo! nv nous vn nnt donnv uuvunv vliurKv, ni commission, vt pur uinsi nv vous vn pouvons donnor uuvuno rvponso, muis volontiors vn kvrons ruppart vt rvlution, vommv dvssus vst dit. ^u dvrnivr, »ou« Ivur diinvs: «I'uisczuv nous uvons ünalv rvponsv du Itoi sur notrv lvgution pur vous, NvssviANvur«, ^ n'vst Zu u nous nvvvssuirv dv plus ivi svjournvr, sinon (piv vous Prions (zu'il vous pluisv d'vtrv i>. vv >l^ November >4<>.i puinnixnn vvnir <>» I» prvnvnv« «tu ltoi pour prvndrv ««in livni^nv von^v, vt «i «uz nv pvut «trv, «pi'il von» pluinv «Iv I«! prvndrv «u iivu «Iv noun." t^ui n«iun «iirvnt >;u il« vn lvroivnt rvlution nu lioi, vt »in,, „oun «I«!p»rtim>ien turd. Ix« dimunvl,«' vnnuivunt, uprvn «linvr, noun rvvinmvn vn «n prvnvuvv vt dv plunivurn «Iv non vonnvil. l.orn, il noun rvdit «'trv Ivn tri!« liivn vvnun, «t ni lui voulionn dir«! »uvunv vlionv, I«> pourion« tuirv. l,or» tut notrv s>url, r tvl : »3irv, noun rvvvnonn pur-dvvunt votrv xrii««', pour von» dir« >p»v, »in«!

«', uin«i vommv voun u plu nur Iv vontvnu dv notrv Iv^ution, or pnrt, «x v«,N!> »it pur vux vtv liivn plvinviiiviit rvlut«'«, pour quo! ü vv nou« «Ivmvuron«. >Iui» pourtunt «px! noun »von» »uvunvmvnt «int« udu «;u il voun u ötv «lit noun uvoir tuit ulliunvvn vt promvnn«,» ooiitr«! voun, ttirv, plai««! vouu uuvoir «juv 110U8 i,'»von8 tuit uvoe gvn» n! persona«!, «jui soit un mond«!, ni ulliuxovs, Iii pronx'Usv« <>U< I>uv v« soit, vou» prinvipulvmvnt ou uutrv, «piv Iv iiivn, l»oimvur »it protit «l« notrv. trvs rvdout»! svi^nvur, iiionsvi^iivur Iv du« dv 8uvo)'v, vt «Iv «» uol»!«' inuison soit »vuiivä vt »ii^mvntv, iiouu vn uvronu vt dvvroiis « trv liivn pi>vux, vt nv doutons point ipiv von dit« trvn liumldvn nvrvitvurn Ivn ulliv« uv Iv noivot purvillvmvnt; vt uinni noun voun «upplionn dv votrv livni^nv von^v.» kt nur >v rvpoixtit I« roi d« «» proprv Iiouvliv uinni - - >lvn umin, /ui oui « t vntvndu cv (j»v m uvvx tuit «lirv pu, vvtui ootulilv liomwv, < t »u vominvnvvnivnt Iv» ^v»n dv mou vonnvil voun ont purlv plun ru- dvmvnt «pi«! nv vvux tuirv, vur ^'v voun vvux dirv trunv mon vouruKv vt vouloir, «j«u vnt tvl: dv voun u! «I!t, lv «Ivvunt, «piv jv voun ui «!t tivnn pour mv« lionn umin : ni suin-jv, vur jv voun ui tou^ourn trouvv» Iionn vt Ivnux, vt vn mn puuvrvtv nv „i nvvv. point tuit «Iv «lvpluinir, vomwv uutrvn ipii ont vtv vontre moi. Vrui «!«t «ju vn INU P'UNVNNV p< tu« viivo>«! t!» ^IIvinu«nv«i WINN il nv rvntu ^uvrv «Iv tvuipn «PI» tut tuit tion »vvoril <>,,tr»' moi vt voun, Iv «ju «I voun m nvt'X tou^ourn liivn tvnu, nunn suiri» viionv vontrv moi, vs «piv uv tirvnt pun plunivurn nvi»snvurn d« n ^llvmu^nvn, vommv lu nvi^nvuriv d ^utrioliv et uutrv, «>ui mv «uidvrvut trompvr vt truliir. l'our «pioi, puin'piv ltivu Iv tout puinnunt m'u voulu pur nu » votrv livni^nv ^rüov Ivn vouloir rutitivr vt vontirmvr, noun von« vn November I4l>3. msrvions trös liumblomont; muis pour tunt c^uo pur clovors nous il n'ost point clc; voutuino clo rut.iüvr ulliunoos et intolliKonvvs tuitos ic clovoir tonir porpötuollomont pur Ig» oontruotuns ot lour« «uvvossours, vos trös Iiumblos sorvitours los ulliös no nous ont 'lonnö uuouno vliurgo ni vommissio», pour cpioi no vous sn suvon« röponclrs; si von« Prions trös iiumliioinvnt cjuo vous pluiso no lo vouloir uvoir on clöpluisunos clo nous; muis tunt vous clisons, c^uo, tunt clo ostui point vommo clo votro lionno olkortv ü vouloir on- tvnclro ü on kuiro clo nouvollos, cloiit vous morvions trös Iiumlilemont, s'il est 'lo vvtr« plaisir, nous on tvrons trös valontivrs rolution ü vos clits trös liumblos sorvitours los ulliös, ou, s'il vous plccit cl'y onvo^or, votro l>on pluisir s'on lusso.» vo 'l!t lo lio!: '«,l tlr inv clitos sc ^jo vous ui lnon ontonclus.» ^ oo nous roponclimos: «Ozc, trös l>ion>" l.ors lo livi clit: «Vous clovcx suvoir cjuo los loros cls (ronövo no luront trouvvo», sinon pour vussor ot inottro uu lius los löros clo I^yvil ot uutros <1u ro^uumo! pour cjuai, euusunt los ^uorros c^ui ont ötö, I'on n'^ «, zm si llion romoclior vommo out l-cit inotior, jusciuoö suis survonu; pour cjuoi n'ost inorvvills, si ^'si tuit oo czui s. oto tuit. D'uutro eotv, ooux clo tlonoVL vnt grunclomont olkonclu, non pus tccilt svulomont oontro lioccu-zioro lo cluo clo Kuvozm, vommo vontro mvl ot Ix Ro^no, ot on lull zncuvrotv ils m'ont ticit bcüluooujl clo clöplnisir vt rosistsnoo, ponrc^uoi ^j'ccurois IiioU ouuso clo los jluilir» sot los rvvitu llion lur^omont, nmis troz, lonA soroit ü ooriro): «toutokois, zioui' t-mt cjuo jc: suis «n lion vouloir clo vou« tuiro plccisir, et «juo lo vonnoissiois, pour Iionnour clo vous, >jli!,ii ol>u-pbro rooonnoissunt lour otlonss, on kuisunt oonclixuo ropn- rution, pur luc^uollo il los röoövs vic «u lionno Krüov, ot c/u'ils lui cliont cjUü clorönuvunt lui svront olloissuNS vommo ü lour prinoo vt «oiKnour, vt vommo toi I'Iionororont vt sorviront: oo tuit, ^jo suis vontont cl 'olsr ^ir ü mos su^vts clo pouvoir liuntor vt srvHuontor los k6ros clo Lconöv« on lu munioro cpio mo l'uvoi? roc^uis o^ cjuo clossus est clit. l'it t-llit cpu'il touvliv vs cjuo M llvo/. rocpiis uu nom clo I'liilippo clo Luva^o, mon trvro, «pucn^ clommn^o, vur il otoit on trccito clo mo lmro ,'cvoir lronos, vo cpli u oto tout rompu pur «on trvpus. l uc tivrc« clu romvnunt c^u'il u tuit, il n'^ u Point -lvisö l'bonllvur, voinino il <1 üt uvoir luit» (ot on purlic usso« umplo' mont) «muis cpi! pis est, I'on m'u rapporto cpi'il ontroproncl cl'uvoir lo Kouvornomont clo lic nmison clo ^")co, pour on cldmutor son pvro ; vo czui no lui cloit uppartonir on munivrv ^ uvoit sporvu, vommo loclit Pliilippo-Nonsiour tout clo nouvvl uvoit pris lo vlmtol clo Nontmöliun, vt l>t rösolution (oonvlusion) axrös livuuvoup clo purolss, «lisunt: «Vout oo nönobstunt, p- no Iv c^uivr« po»^ tuvr, o'ost ü. Diou -cMiroz ot -Pluncl ^'upvrcovrui cpi'il so cloportoru clo tolles oliosqs, ponsunt cpco son I'^U' voir est Iiion potit ü rösistor vontro moi (ot pl lo suis lnon) ot cpi'il soru ol>»;i»sunt on toutos micnivros ^ November I4ti.i. «oll «onim, il doit, I»us«i 'jil'il ms svril I» rsvvr«!N«'! Klii m'lljlsttlrtivilt, j>our lioiinsur d« I)i«u et d« vou8 Kui m si> rsKUsrsii, >1 ms trciuv «r«l «onim« 80» I »on srörv.» l)s Kuoi nou« lv rv>nsreiilMl!8 trv« Iiuilililsmsnt, 8«l»8 Kusrs rvj)IiKU«;r «ontrs «esdits, st jiour Iv misux, ««»mm«; s» »vio»8 et«; llvsrti«; et iis>lnmoiil8 le rsj» iüniv« trv» Iluniblsmont «ju il iui jllüt le vouloir touzour^ «»voir Iit'uiiKlismsnt pour rssommiliids, et KU«>, ev sm«»nt, il dsmontrsrnit «l ss« trs» liumblos »srviteurs ls» »Uiäs, et ü »ou« tou« »iiiKuIisr lioniieur et Kruse, s>-»r Kuoi il »ou« rsndruit touzour« tklnt niisux oliliKs» it le «vrvir et lionorsr. ^j>rs« eett,' rsmersiutioii il reprit «o» pm ler ilu luit Ie A-lvo^s, et tousliil liien lurKs- miuit >1» jistit Kouvvrii>u»«>iit Kui ^ uvilit ete, vn «uiiiite« et diver««« inilnisre«; e» «j>vsi»I, eommv Ill^uxtioo ^ »v.lit j>!»uvrvwent rsKiie et reKnoit, tellemeet KU«, «jUlli»! on ilvuit olitviiu illi.jourd'l>ui uns lettre ou j,ro- vi«io«>, jinur u» j»eu «lurKviit le lendemili» I'ou obteiulit le eontrm'rv. II touvliu !»u««i de« ju»rti«llite« et divixion« «>ui Iol>Kuem«nt out rsKiie et rsKiient entrv le» noble» liuron« et «lutre« seiKiieur» de I-lditv m«i- «en. bit pui« dit et »>»rrit I» Krunds «on«!tt>K»init6 et ustinit^ Ku'il u e» ludit« inuison. I'ou, remivrement I>enne »»ien et uvsord «o mvttent v« !>>- Kuoi Ii» z»«ti«e »ei't remiy nu-de88i>8, le 8l>i^neiir 8«)it erilint et r«>d 8«'8 elljet^ Ini 8» «j» i>8 ««lient 8ur le yvi^neur, mni» le »ei^neur 8«r eux; et «>»0, jlvur tent ee fnire, il enverrnit se» Kenn sinr-cleln, et ne lerilivnt Ien ebenen du lxin vonl«,ir et connvntement de so» dit livmi-pere, et nun nutre- ineiit, et n In jiiume, et «jn'il vtnit bien ecnitent t«ju il eennentnit vkdontivr«), l>ue, n e« inire, svn bonn nmis Ien »Ilie« envu^nnnent nu' iinn entre eux non pnrtinl«, ejui tunnent en jirsnenee ljunnd Ien elionen ne leroient, et nnu»nent <>ue le» elienva n nllnnneot j>iui ,u> Inen st n I«l donnv toi jivur le Ilivn et lionnvur de Indite mninon, eoinms il Iv dinoit, KU iln « z; vjlponnnnent, et Ku 'iln ne ne iinnnent .jinnnin gn lui; enr non vouloir, eournKe et totnle intention n'etaient nutrement, nnnn ^ nvoir enutele K»e noit. bit t«iut sesi il ^urn nur le dninnement de non ümv, «linnnt: "de n en i»i ,ju un« set mettnnt nn ninin n In j>oitrine), et jn noit «jue I on die, «oinme il »>'n et>6 rnjljiorte, Ku<> Kuiern nvoir In neiKnenriv et «lominntion de In mninon «le 8nvo^e, es Kui n'ent jioint, ni Kiie oneKuen n»' jiennni, ni n'en «lenire nvoir lionnnnKe, ou en lnire tivt, ni nvoir neiKneurie so mnniörs KU« «v noit, «omlnen KUe ov 5üt et nvrnit il inoi IsKvre ebonv n tnire, vu KU« j'ni n inoi Ien jilun j>rin«ii>nux tnironn >Ie ^invo^<> (Ien nonnnnnt, tel et tel, un «Iineun jinr non nom); Ninin ^e »')! vnin j,oint ni »')' enten<1» «liier ninon en bonne toi et intention, «nrnnie voun ni dit.» I'it een pnrolen «Uten, il noun donna V0NK^, dinnnt KU>> Ini «Iiinnionn nnlner non neiKneurn j>nr-delil, u» «Iineun en nn pnrtie, n'ossrnnt de Ivur fitire silni» nir, eomnie nouvent ilennu« ent dit.» SS« intern. <^i»dc °d«> Anfang ^«aat»ar»«,lv Vur«rn! Allg»mene Abschicd« i«il. n. Der Eidgenossen Boten sollen auf Dienstag nach St. Hilarientag (17. Iamiar) wieder zu Lucern um aus nachgeschriebene Artikel Antwort zu geben: l. Der Boten des Herrn von Mailand wegen, er «M Gulden wegen, die der Vogt von Baden zu Kaiserstubl eine» Unehelichen wegen in Verbot 4.4 ZZ8 Januar 1464. gelegt hat. 3. Des Zolls zu Kloten wegen. I». Den Tag zu Constanz hat man zugesagt auf Mittc- fasten. «?. Man soll auch bezüglich der Zehrung und des Geldes von Mailand und über den Schreib- lobn des Stadtschreibers für daS mailändischc Bündnis berathschlagen. Datumloscr Abschied von späterer Hand mit der Jayrzahl 14 60 bezeichnet, verninthlich wegen des darin er- wühnten Tageö nach Constanz ans Mittcfasten. Aber im Jahr 1460 finden sich keine Beziehungen zu Mailand, während dagegen daö Schreiben Franz Sforza's an die Eidgenossen vom 31. März 14l!4, abgedruckt bei Tschadi II. 644 (s. n. Absch. 630) ans eine kurz vorher pattgefnndene eidgenössische Botschaft nach Mailand und ans Unterhandlungen über ein Bllndniss hinweist. Auch im Jahr 1464 kann ein Tag mit Oesterreich zu Constanz projcetirt gewesen sein, da die Differenzen der Gradner wegen fortdauerte». Siehe Jäger in den Denkwürdigkeiten der Wiener Aca- demic IX. Ll»8. — Der obige Abschied dürfte daher dem Ende des Jahres 1463 oder den ersten Tagen des Jahres 1464 angehören. — Ein Abschied vom 17. Januar 1464 liegt nicht vor. — Napperswyl. I tt. Znnuar (Zillstag nach San« Erharp Tag). Zlrclnv Sclnvv;. Schultheiß, Räche und Burger gemeinlich zu Rapperswyl Urkunden für sich und ihre ewigen Nachkommen, daß sie, um in Zukunft sich vor dem schweren Schaden zu sichern, der ihnen in vergangenen Kriegen der Herrschaft Oesterreich wegen erwachsen, den Landammännern, Rathen und Landleuten der Länder Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid dem Kernwald und Glarus geschworen haben, ihnen Stadt und Burg Rapperswyl in allen ihren Nöthen offen und gewärtig zu halten, ihren Nutzen zu fördern, ihren Schaden zu wenden und ihnen in aller der Gerechtigkeit gehorsam zu sein, welche die Herrschaft Oester reich an der Stadt und Burg gehabt habe. Ferner geloben sie, sich mit Niemanden weiter zu verbinden ohne Gunst und Willen der genannten Länder. Niemand, der in dieser Verbindung begriffen, soll den Andern verheftcn oder verbieten, er sei denn rechter Schuldner oder Bürge. Zedermann soll von dem Andern Recht nehmen, wo der Angesprochene gesessen ist oder hingehört. Wenn die vier Länder unter sich in Streit kommen, so soll Rapperswyl still sitzen, keinem Theile helfen, es wäre denn durch gütliches Zureden. Kämen die von Rapperswyl mit den vier Ländern oder einem unter ihnen in Streit, so soll man innert bierzchn Tagen nach Erforderung nach Einsiedeln zu Tagen kommen, jede Partei sott zwei ehrbare Männer zusetzen, um in Minne oder mit Recht zu entscheiden; theilen sich die Zugesetzten gleich, so sollen sie einen Obmann nehmen aus einem der Länder oder aus der Stadt Rapperswyl. Darauf haben die vier Länder der Stadt Rapperswyl alle ihre Freiheiten, Rechte, Ehehaften und guten Gewohnheiten vorbehalten und gewährleistet, doch ihnen allen und sedem insbesondere an ihren Gerichten, Rechtungen, Freiheiten :c. ohne Schaden. Alle Rapperswyler von Mannsnamen, die über vierzehn Jahre alt sind, sollen von fünf zu fünf Jahren auf Verlangen der vier Länder oder des MehrtheilS unter ihnen die vorgeschriebenen Eide erneuern und alles, waS dieser Brief enthält, zu halten geloben. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel der Stadt Rapperswyl. Abgedruckt bei Tschudi II. «1«. Der Gegcnbrics mit dem Siegel der vier Länder von gleichem Datum liegt im Stadtarchiv zu Rapperswyl. Rickenman». Rcgeslen des Stadtarchivs zu Rapperswyl, Nro. 78. Februar l4<»4. 339 Vorn. 14«4, ? I. — ?Z Februar. StaaitarUiiv Ree»! Dculschc« Misflvcnbuch 4. tt>«. Verhandlung der Eidgenossen mit den Boten des Königs von Frankreich über die Verhältnisse des Herzogs Philipp von Savoyen und über die Erneuerung des Verständnisses, das vormals mit Carl VII. abgeschlossen worden war, nunmehr mit dem Konige Ludwig Xl. Eidgenössische Erklärung über daS letztere vom 23. Februar. Bern beruft durch Schreiben vom I. Februar sn^xt.» pont pnriticicti»»i>) die Eidgenossen aus eine» Tag nach Bern ans Dienstag nach der alten Fastnacht: Nachdem vor Kurzem der Eidgenossen Boten und Rathssreundc beim König von Frankreich gewesen seien und daselbst gnädige und günstige Aufnahme gesunden haben, mit allerlei An- erbietung. die ihnen bekannt, seien nun de« Königs Boten herausgekommen und haben eröffnet, dast sie bezllglich zweier Punkte mit den Eidgenossen in Verbindung zu treten Auftrag habe»: erstlich, dast aus keine Weise leichter als durch Vermittlung der Eidgenossen Herzog Philipp von Savoyen wieder in Huld und Gnade des Königs kommen könne; sie haben Vollmacht, auf solche Vermiitlnng einzutreten; zweitens, dast des Königs Wille und Begehren sei, das freundliche Vcrständnist, welches die Eidgenossen mit seinem Vater gehabt, auch für seine Person zu erneuern und zu bestätigen, wie das die Boten der Eidgenossen von ihm gefordert haben. Beide Punllc scheinen Bern von grosser Wichtigkeit, insbesondere der letzte, da der König seine Bestätigung des Verständnisses bereits durch unsere Boten Übersendet habe. — Die Erklärung der Eidgenosse» stehe bei Tschudi II. 650. 1464, ?.?. Februar. Mit Vorwissen eidgenössischer Boten, von Zürich Heinrich von Cham, von Lucern Caspar von Hertenstein, von Schwyz HanS Reding, verkaust Abt Gerold von Einsiedeln an Ammann, Rath und Burger der Stadt Zug, an die Thalleute zu Aegeri und die Bergleute im Zuqeramte deS Gotteshauses Einsiedeln Rechte zu Aegeri, mit Vorbehalt des KirchensatzeS daselbst. v. »»all Morel!. Sinfledler Neqcften Nro, »IZ I4«4, ZI. März rcunwl: «hroni» II. litt. Verhandlungen mit Mailand. Franz Sforza, Herzog von Mailand, schreibt »iitcr diesem Datum an die Eidgenossen: Er könne bezüglich der von Antonius de Besann ihm Überbrachten Antwort der Eidgenossen hinsichtlich deren ersten ThcilS nichts anderes finden, als „tlwerc allerbeste Schickung gegen vnS". WaS den zweiten Thcil betreffe „der Vcrstcntnust halb", könne 340 März I4li4. cr densclbcn nicht ohne einige Abänderungen eingehen, da etliche Artikel seiner Kammer zu lästig seien; er beanstragc daher den benannten Antonius, ferner mit ihnen zu unterhandeln, da er den Eidgenossen in Freundschaft geneigt und willig sei, ihre Wilnsche nach Möglichkeit zn erfüllen. 5»! Lneern. ». April (Osterdm.stag). Staatsarchiv Bern: Deutsches Missivenbuch .V l55. Tag der Eidgenossen über ein Anbringen derer von Rothweil und einiger Edlen im Hegau. Die Acten fehlen. Der Inhalt der Verhandlung ergiebt sich aus einem Schreiben Berns an gemeiner Eidgenossen Voten zu Lucern 4. 4. Ostermontag (2. April): Zürich habe gemeinen Eidgenossen auf Oster- dienstag nach Lucern Tag gesetzt, um ein geheimes Anbringen ihrer Bundesgenossen von Rothweil und das Gesuch einiger Edlen im Hegau um ein Bündnis! mit den Eidgenossen zu berathen. Bern könne wegen der auf diese Tage fallenden Erneuerung seiner Räthe und wegen andern Geschäften den Tag nicht besuchen, meine aber, wenn Rothweil gemeiner Eidgenossen Feinde angreifen oder belagern wollte, so sollte es vorher diesen mittheilen, gegen wen seine Unternehmung gerichtet sei, und überhaupt sich ihres Rathes dabei bedienen; von einer Verbindung mit den hegauischen Edeln rathe Bern ab, indem eine solche die Eidgenossen in mancherlei Verwicklungen bringen könnte. Anrieh. AG. A)!ni chorpori» tibristi Abc»d). Tschud«! Chronik II. «». Voten: Zürich. Rudolf von Cham, Altburgermeister. Lucern. Peter Tammann; Hans Feer, des Raths. Schwyz. Dietrich in der Halden, Ammann. Constanz. Ludwig Schilter, des Raths. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter, Altschultheiß; Niclaus von Dießbach, des Raths; Niclaus Fricker, Hosmeister zu Königsfelden. Graf Jörg von Werdenberg und Sargans und die fünf Gebrüder Freiherren von Brandis waren in ihrem Streite um die Losung der Herrschaft Vaduz durch den Grafen Hug von Montfort auf vier Zugesetzte, nämlich Jtal Reding von Schwyz und Rudolf Mad von Glarus für den Grafen Jörg, Thüring von Ringgoltingen und Venner Hetzet von Bern für die Herren von Brandis, auf letzten Montag nach Zürich vertädinget; sie wurden aber streitig über den Rechtsgang, welchen nunmehr die obgenannten Tagesboten festsetzten. Zun, >4l!4 34t »:t:t I4». (Mittwoch »ach gloillelchttaml'tag). S»is»«orck>lv «»»ollen. Die Eidgenossen cltircn die Appenzeller »Nif St. UlrichStaq (4. Juli) auf einen Tag zur Behandlung der zwischen dem GotteShause St. (wallen und ilmen in Betreff deS RheinthalS waltenden Anstünde. Abgedruckt bei Zelt weger, Appenzeller llrlunden Nro. tt e Auch Basel OffnungSbuch lll. 14<>4, Soniitag post eori>ori» (^Iiviiti ftl. Juni): Tag zu Baden vor der Eidgenossen Boten zwischen dem Bischos von Basel und denen von Solothurn. 5»» I-AK-I, Ii) HttNI <»st Suntag. war der zechent Tag Prachez»,. ilrckiiv Aron! Urbar »er Klrafxbaft Baten, Z7. k. (Gemeiner Eid»zenossen Boten erkennen, es soll fortan ein Vogt nicht mehr denn zwei Knechte auf dem Haufe haben; sie wollen des Jahres nicht mehr denn 250 Pfund für Burghut ausgeben. Dieses soll im künftigen Jahre mit Jost Stadler von Schwyz, der Vogt zu Baden wird, anfangen, und es soll fortan der Vogt am Sonntag Abend, nach welchem der Zurzachermarkt am Montag anfangt, mit nicht mebr denn zwei Knechten nach Zurzach reiten, den Abend und den morgigen Tag hindurch, so lang ihn gut dünkt, den Markt behüten, dann aber wieder heimkehren und nicht auf der Eidgenossen Kosten zehren, damit die großen Kosten der Untervöqte und Spiellcute wegen, die bisher bei dieser (Gelegenheit aus gegangen, künftig vermieden bleiben. Der abgehende Vogt soll den Pfingstmarkt behüten, da der neue erst am Sonntag darauf herkommt. stillt!». >55. Httlt tM'ltwoch »ach Sollt Margret!,«»). T»aat4arei?tv Aiirteh. Boten ^ Zürich. Heinrich Schwend, Ritter; Niclauö Brennwald, Lucern. Heinrich HaSfurter, Altschultheiß; HanS Feer. Uri. Jacob Küß; Heinrich Jmhof. Schwyz. Dietrich in der Halden, Am- mann; Ulrich Abyberg. Unterwaldcn. Hans Heinzli, Ammann; Heinrich Ztlger. Zug. Heinrich Landiö: Hans Seiler, Stadtschreiber. GlaruS. Rudolf Stucki; HanS Schnbelbach. Diese Boten vermitteln zwischen Abt Ulrich und dem Convent zu St. Gallen und Burgermeister und Rath der Stadt St. Gallen in Betreff der Ansprache, welche letztere am Abte, eines aus seiner Eanzlei an das Landgericht zu Stühlinqcn ausgegangenen Briefes halb, zu haben vermeinen, folgende Verabredung: I. Innert Jahresfrist a stal«, soll genannter Abt Ulrich der Stadt St. Gallen auf Be gehren zu Recht stehen vor den kleinen Rüthen von Zürich, Bern, Lucern, Ur>, Schwyz, Unterwaldcn, Z4Z 2uli 14U4. Zug und Glarus, oder den Boten, die sie zu der Sache setzen. WaS an demjenigen dieser Orte, für das der Abt und auch die Stadt St. Gallen sich erklären, zu Recht gesprochen wird, dem soll unver- weigerlich nachgegangen werden obne ferneres Appelliren. 2. Dechant und Capitel von St. Gallen verpflichten sich, im Falle Abt Ulrich dieser Bestimmung nicht genug thäte, gegenüber der Stadt St. Gallen zu einer Pön von Gulden, welche diese mit geistlichem oder weltlichem Rechte oder obne Recht auf allen Gütern des Gotteshauses fordern und beziehen möge, ungehindert von allen königlichen, päpstlichen :c- Befreiungen des Ordens und deS Klosters St. Gallen und allen andern Einreden, l. Inzwischen loll keine Partei gegen die andere ctwaS Unfreundliches vornehmen. 4. Wenn innert der bedungenen Frist die Stadt St. Galten den Abt an einem der vorgemeldeten Orte nicht mit Recht vornimmt, so soll der Abt von aller Ansprache und der Convent von der eingegangenen Verpflichtung frei sein und Niemanden mehr deßhalb zu antworten haben. Pergamentene Rottet mit den anhangenden Siegeln de« Heinrich Schwend und Heinrich Ha«furter, Ran »n6 der Zadlgungsleute, dann de« Abt« Ulrich, de« Konvent« und der Stadt St. Gallen. 5»« Surick. I4K4, ?. Att^njft nach Einsiedel» vor eidgenössisches Recht. 5!» ?<». September. z<>n«r in b«n D«ntsr»cker S»->tzar»i». angrfiihr« bei Zager a. a. O. Lucern. November iDomiag vor Mamn». Jäger in den Denkwürdigkeiten der k k. Akademie, IX Der Eidgenossen Rathoboten von Städten und lSandcrn schreiben an Herzog Sigmund von Oesterreich, sie Kaden seine Zuschrift berührend Zürich und dessen Bürger WiguleiS (Vigilius i (yradner ihren Eidgenossen 344 November k4t!4. von Zürich mitgetheilt. Aus deren Berichte gehe nun hervor, daß benannter WiguleiS trotz aller Rechtbote weder Recht noch Güte vom Herzog erlangen möge und daß sich demnach Herzog Sigmund mit Unrecht auf den fünfzehnjährigen Frieden berufe. „Nu weiten wir zumal gern, daß die Sachen aus dem weg werint; darum so bitten wir üwer gnaden mit ernst, den Wiguleisen noch Hütt bp tag zu dem ftneih des er doch ane Recht entsetzt ist, als er vermeint, wider komen zu lassen. Wurde daS nit beschechen, so können wir vnser eidgenossen von Zürich, noch die, so sich sin annement, nit gewiscn, sich sin st' müssigen; dann ob er ein Heiden wäre, so wäre doch billig, daß Zr sine Rechts gestattet hättet." Radolfzell am Untcrsee. 14«!4, 20. December (an St. Thomas des Zwölsbote» Abend). Sigmund, Herzog zn Oesterreich, sendet an gemeine Eidgenossen, „setz zu Lucer» besamet", seinen Rath, den Grafen IoS Riclaö von Zoller, und seinen Diener, den Sigmund von Wolkenstein, „etwas vnser magnung an ilch zc bringen aigcnlich vnderricht". Staatsarchiv Vucern, Acten: Deutsches Reich. Oesterreich. Original auf Papier. Anrieh. I4«4, I H. Decemher (Dienstag vor Sancl Tstolnas). Stadtarchiv St. Batten. Der Eidgenossen Boten von Zürich, Lucern, Schwyz und GlaruS schreiben an Bürgermeister und Rath zu St. Gallen i Da ihr, der vier Orte, Bürger und Landmann Johannes Hechinger, HofammauN, denen von St. Gallen und Appenzell auf dem Tag zu Rapperöwyl im vergangenen Herbste gleiche und billige Rechte geboten, sie aber noch keine Antwort gegeben haben, so fordere man sie auf, zu antwortest/ eines der Rechte aufzunehmen und ihn inzwischen sicher zu sagen. Dem Abte habe man geschrieben, G solle den Hechinger wieder als Hofammann zu seinen Geschäften verwenden. Originalbrief auf Papier. (5inficdeln. 14«.?, SI. Januar (Momag nach Sclmst>->»i). Tschndi: tZhronlk II. II5I. ». Heimbringen, wie der Herzog von Mailand, den Eidgenossen geschrieben hat derer von GM" walcn wegen, welche gegen die Seinen von Eleven Krieg führen wollen, und wie er bittet, jenen kcM Hülse zu leisten. I». Der Bischof von Eonstanz hat sich entschuldigt der Rede wegen, er sei der HM" schaft von Oesterreich Rath und Diener geworden und habe ihr etliche Schlösser übergeben. « . HM bringen, was der Vogt von Thurgau deS Geleits wegen an die Boten von Zürich gebracht hat. «I. Sonntag nach St. Agatha (10. Februar) s«ll jedes Ort seine Botschaft zu Lucern haben und auf Montag die Antwort der Appenzeller erwarten und rathschlagen, waS man ferner in der Sache tlM wolle. « . Auf unserer Frauen Tag zu Lichtmeß (2. Februar) sott jedeS Ort zwei Boten zu Sarnen, am Sonntag darauf zu StanS, am Donstag darnach zu Uri haben vor den Landleuten, um ste mahnen, daß sie mit den andernIOrten die Sachen zwischen den Appenzellern und dem GotteShastsi Januar 1465. 345 St. Gallen verhandeln helfen, t. Die Nutzungen, welche das Gotteshaus St. Gallen in Appenzell hat, ausgenommen das Meinthal und die Kirchenjahr un Land, sind auf ungefähr l.t,5»4!> Gulden 4 Schilling Pfenninge angeschlagen. <5. Heimbringen die Fürbitte des Grafen Jörg von Wrrdenberg-SarganS flir seinen Schwaher, den Grafen Eberhard von Sonnenberg, der zu RapperSwvl gefangen ist, und feine Berufung auf die seinetwegen gebotenen Mchte, I». Ebenso eines freundlichen Tages wegen zwischen der Herrschaft Oesterreich lind RapperSwvl, wenn Jemand einen solchen sehen wurde, i. DeS HechingcrS und ThalmannS wegen soll man auch auf dem Tage zu Lucern antworte»! denen von St. Gallen ist geschrieben, deshalb auf den Tag zu kommen. 54:». (Dirnstaq nach Si. Skbasiianpinft . Ä^tadtar«4Hiv «Hallen. Ter Eidgenossen Boten von Zürich, Lucern, Ur>, Schwvz, Unrcrwalden, Zug und GlaruS schreiben der Stadr St. Gallen, sie soll auf Sonntag nach St. Agathentag l l<). Februar) ihre Botschaft nach Lucern senden auf den Tag, der angefetzt sei, um in Sachen des Thalmann, den St. Gallen im Gefängnis habe, lind des Hechmger, woraus schon so viele Unruhe erwachsen sei, Mittel zur Beruhigung und Abstellung der Streitigkeiten zu suchen. OriginalbrNf aus Papier. Vergleiche dazu den schicdrichlerlichen Spruch von Schultheis; und Rath zu Bern vom 1 4. März (Donstag »ach St. Gregorienlag in der Fasten) 1465. (Ebenda.) 544 14«?.», I?. Aflirnar (vfs Mitwuchr» vor Va1'>niiml. GtaatAarckiv Vurern. Ter Spanne und Stösc wegen zwischen Abt Ulrich von St. Gallen und seinem Gotteshause einer seits, den Ammännern, Rathen und Gemeinden des Landes Appenzell andererseits, ist auf diesem Tage ein Abschied beredet worden, wie folgt: 1. Des (March) Untergangs im Rheinthal wegen sollen die von Appenzell dem Abte zu Recht stehen vor der drei Orte Uri, Unterwaldcn und Zug Boten. Diese — drei oder sechs — sollen an Ort und Stelle gehen, die Parteien verhören und in Minne, oder wenn sie selbe nicht fanden, nach Recht sprechen, lim die Beschuldigung der falschen Briefe und der Rede wegen, die zu Baden geschehen sein soll, wie die von Appenzell das Meinthal in einem Frieden eingenommen hatten, soll der Abt den Appenzeller,, zu Recht stehen vor den Boten, welche dieselben drei Orte darzu ordnen werden, wir obstcht, so das ein Recht mit dem andern zugebe. Beide Parteien sollen den Tag besuchen und den Spruch zu halten geloben. Die Boten von Appenzell sollen an «kre Gemeinden bringen, ob s,e dieses vorgeschlagene Recht annehmen wollen; im BeiahungSfallc iollcn sie cS bis zur alten Fasnacht (.4. März) einem der drei Orte anzeigen, das dann das Weitere verfügt. 2. Wenn dann dieses Recht stattgefunden, so sollen die sieben Orte um die andern Streitpunkte, welche 44 34k Februar 1465, mit den frühern Sprüchen derselben Eidgenossen zusammenhängen, den Parteien auch einen offenen Rechttag vor sich sehen und verkünden, den beide Tbeile mir voller Gewalt besuchen sollen, insbesondere die Appenzeller, krast der Mahnung, die chnen von den fünf Orten gethan worden ist. Was dann da gesprochen wird, es sei, das ein Kauf verabredet oder daß in Minne oder mit Recht geurtheilt werde, daS soll gehalten und verbrieft werden, damit alle künftigen Irrungen vermieden bleiben. 3. Wollten aber die von Appenzell des Rheinthals, der falschen Briese und der Reden zu Baden wegen auf der ob- genannten drei Orte Boten nicht zu Recht kommen, so sollen sie bis zur alten Faßnacht nachsthin den fünf Orten, die sie gemahnt haben, völlig Antwort geben, ob sie den ergangenen Mahnungen Statt tlmn wollen oder nicht. 4. Die von Appenzell sollen dem Abte für sich und die Seinigen zum Besuch solcher Tage ein freies, sicheres Geleit geben und dasselbe den drei Orten zu seinen Händen übermitteln. Ungebundener Abschied bei de» Appenzeller Acte» Zichc auch .P-ltweger, Appenzeller Urkunden Reo. 424, 427, wo daö Datum irrig ans den 2. chianar berechnet ist. 545 Nnpperskvyl. StPtkNllier 'Ziustag nach Unserer siranrn Tag ze Hrrbll Tscliudi: Chronik II. iiüI. Zellivegcr! Appenzeller Urkunden, Piro. t!U!. i,. Der Abschied von Luceru fordert, daß die von Appenzell nur Vollmacht auf diesem Tage er scheinen sollen. Nun haben aber ihre Boten keine Vollmacht. Daher soll jeder Bote heimbringen i Do der Abt von St. Gallen das Recht anruft und die vier Orte ermahnt hat, aus Mittwocb in der nächsten Fronfaftcn (18. September) zu Einsicdeln zu sein und TagS darauf die Sache vorzunehmen nach Inhalt deS Bundes der sieben Orte mir den Appenzeller», so soll man auf denselben Tag den Bundbrief mitbringen- ZedcS Ort soll seinen Boten Vollmacht geben, sich zu Einsiedeln mit den andern über eine Mahnung an die Appenzeller zu verständigen. Zürich soll deßhalb nach Zug, Lucern nach Unterwalden, SchwhZ nach Uri aus nächsten Sonntag eine Votschaft vor Rath ^md Gemeinden schicken, um sie zu vermögen, mit den vier Orten die Mahnung zu thun. I». Heimbringen, was man dem Frven von Constanz gönnen wolle. «. Item die Klage des Pflegers von Rheinau, daß des Gotteshauses Leute von denen von Kyburg besteuert werden. «I. Ztem der Grafschaft Frauenfeld wegen. Da« Original fehlt. 54« > 4KA, I 7. lTkpttUlllfr (Dienstag »ach de? hl. Kreuzebtag zu Herbst). 2tiit«arci>i» 2t. «Calle». Zelliveger: Appenzeller Urkunden, Nro. gz-t. reä. Boten l Uri. HanS Püntiner; Heinrich Dietly, beide Altammanner. Unterwalden. Heinrich Furrer, Altammann ob dem Wald; Heinrich ze Nidrist, Altammann md dem Wald. Zug. HanS ItcN, Ammann; Heinrich Schmid, Altammann. September l4U5. 247 ». Diese Boten setzen durch rechtlichen Spruch in Folge des Abschieds zu Lucern vom I.j Februar und des Anlasbriefeo der Parteien vom l!>. Zum die Landmarch zwischen dein Lande Appenzell und dem Rbeinthal nach Klage, Antwort, Rede, Widerrede, Nachrede zc. der Parteien und eingenommenem Augen scheine endgültig fest. I». Zufolge des gleichen Abschieds von Lucern und des darauf gemachten Anlasses der Parteien batten diese Boten über die Klage der Appenzeller der falschen Briefe wegen, die aus des AbtS Eanzle, zu ihrem Nachtbeile ausgegangen sei» sollen, und über ibre Klage, der Abt babe zu Baden in Gegenwart der Eidgenossen gesagt, sie babcn das Rbeinthal in einem Frieden weggenommen, zu sprechen. Nach weitläufigen Parteiverbandlungcn sprechen die Bolen- Bezüglich der falschen Briefe sollen die Appenzeller an den Abt und das Gotteshaus keine fernere Ansprache erheben, indem man nicht finden könne, das der Abt in der Sache irgend etwas wider Recht und Ehre getban habe; dagegen bleiben denen voii Appenzell gegen den Thalmann und Hechinqcr, welche solche falsche Briefe gemacht und besiegelt haben sollen, alle Rechte vorbehalten. Ter Rede zu Baden wegen können die Boten nicht smden, das sie den Appenzeller» Schade» oder Kummer weder an Ebrc noch an (Hut gebracht habe. Deshalb soll der Abt auch hierin von ihrer Klage losgesprochen sein Die Kosten soll iede Partei an steh selbst tragen. Damit sollen sie gerichtet und geschlichtet sein. Hu n. Ter Anlastbrief -I. st. Altstättcn im Nhcinthal, Mittwoch »ach Unsere? Herrn FronleichnamStag, ist >» de» Zprnchbncs amgcnoinmcn. 547 (Konstanz. ?I. Ärptcnibcr. 2»Ltt. I IciS, Tonntag nach blxoltntioni, chnoi» (t5>. September): AnSschreibe» des Tages. .545. Lucern. I ?<>. ?.». (Sonniag nach Tom, und Obwalden ibre Boten zu Nidwalden haben, um zu bitten, daß Caspar Zelger vermocht werde, seinen Streit mit Amman» Reding den Boten gemeiner Eidgenossen zum Entscheid anHeim zu setzen, wie man zu Lueern bereits davon geredet hat. «. Heimbringen, ob man denen von Rothweil gestatten wolle, Knechte anzuwerben gegen die Städte, welche ihnen Geld schulden und selbes weder geben, noch darum zu Recht stehen wollen. «I. Denen von St. Gatten ist des Weningers wegen ab diesem Tage der Eidgenossen Meinung und Gefallen er öffnet und ist dabei ausgemacht worden, daß, wenn die von St. Gallen in ein oder das andere Ort schreiben oder Botschaften schicken sollte», um Abänderung des Schreibens zu erwirken, man darauf nicht eintreten soll. <. Heimbringen, ob man die von St. Gallen und Appenzell von dem Bündnisse oder der Vereinung, die sie mit einander gemacht haben sollen, abzustehen heißen wolle. Hans Feer und Kobly von Schwyz sollen Auskunft geben, welche Bcwandtniß es damit habe und was ihnen zu St. Gatten deshalb geantwortet worden sei. Der Boten Meinung ist, daß man sie davon abstehen beiße. I'. Von den vier Waldstätten sollen auf Dienstag nach St. Martinstag (12. November) ie zwei Boten mit voller Gewalt nach Lucern kommen, um „von erbfällen, erechten vnd abzügen, ouch der glich fachen wegen vss dann zu rattschlagen, damit wir alte in eins sigen vnd komen vnd ein recht haben", jlx. Die Boten von Uri, Schwyz und Unterwalden sollen heimbringen, daß man dem Gotteshause Engelberg Aufschub gebe bis zum Mai und daß das Seinige ihn, inzwischen nicht „vertrieben" werde. I». Zn Folge des Abschieds vom 13. Februar d. Z. saßen diese Boten der sieben Orte über die Streitigkeiten, welche zwi schen dem Abt und Gotteshause St. Gallen und dem Lande Appenzelt wegen Nichtvollziebung des eidgenössi sehen Spruchs vom 6. Mai 1421 obwalteten. Die Klage des Gotteshauses umfaßte sieben Punkte, Zehnten, Reichsfteuer, Fälle, Lehen des Gotteshauses außerhalb der Letzinen, die geistlichen Lehen im Lande Appen- zell, die Steuer derer von Herisau, die Annahme von Gotteshausleuten in's appenzellische Landrecht und endlich die Kosten dieses Processes, weil der alte Spruch sie demienigen auflege, welcher daran brüchig werde. Nachdem den Boten sowohl ein Kauf um die angesprochenen Sachen, als auch ei» Spruch in der Minne von den Parteien war abgeschlagen worden, sprachen sie zu Recht um alle Artikel wesentlich nach den Rechtsschlüssen des Abts und Convents, mit Vorbehalt bezüglich der geistlichen Leben, daß bis Dienstag nach der Osterwoche die Appenzeller entgegenstehende Befreiungen nachweisen mögen- Dazu sotten die Appenzeller von, Datum dieses Spruchs an den Abt und Consent und ihre Angehörigen Leibes und Gutes sicher sagen. Wenn ein Theil an de» andern Ansprachen gewänne, so sollen sie vor der sieben Orte Boten kommen ,c. Der Abschied enthält nur die Artikel » bis p? und datirt vom 21. Oetobcr — „vff der xj tnscnd (Mägde) tag" Bern entschuldigt sich mit Schreiben vom 1!». October, daß es diesen Tag wegen mancherlei Verhinderung nicht beschicken tonne, aber sehr wünsche, daß der Streit zwischen Altammann Ital Reding von Schwyz n»d Caspar Zelger von Unterwalden beförderlich zn Anötrag gebracht werde. Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbnch -4- 541. — Die Namen der Boten finden sich in der siebenörtigen Verhandlung »> im Stiftsarchiv St. Gallen. Der Spruch ist sammt den Anbringen der Parteien abgedruckt bei Zcllwcgcr, Appenzeller Urkunden Nro. 477, Bd. Hl- S. 244—27». Vergleiche auch ebenda Nro. 422. > December 3-L9 5L?» Lttcern. 1.^. Decelttbor ^Aüiiwoch vor ri,«,»« Apii). Ztaa»«aret,iv Vueer» : Allgemein« Abschiete, A. tk!>. Graf Jörg von Sargans und die Herren von Brandis bieten einander unter Vermittlung der Eidgenossen ein schiedrichterliches Forum zum AuStraq der zwischen ilmen waltenden Streitigkeiten über die Frage, ob Heinrich von Randegg in Gemajcheit deS beidseitig eingegangenen Anlasses Obmann sein könne oder nicht. 55«» Bern. Allsang«. Jan«ar. >TtaatSarci)iv Bern: Deutsches Missivenbuch, .4. 5K2. Gemeiner Eidgenossen Boten bitten den Kurfürsten von Mainz, dem Adrian von Nubenberq obne fernern Aufschub seinen verdienten Lolm mit den darüber ergangenen Kosten auszurichten. 551 Weiset. I 7. lJinstag »ach der heil, dre, Könige Tag). Fkvntstlt««, Wurttembergifeke«» n»»d ^taatsnrciiiv Bischof JobanneS von Basel giebt in Anwesenheit und unter Mitbülfe der Boten des Herzogs von Burgund, der Städte Basel, Zürich, Bern, Freiburg in Uechtland, Lucern, Biel und der Lander Schwyz und Glarus einen scbiedrichterlichen Svruch über die Fehden und Streitigkeiten zwischen dem Grafen Eberhard von Württemberg, Marc vom Stein, seinem Landvogte zu Mümpelgard, einerseits, dem Grafen OSwald von Thierstein, der Stadt Solotburn, Wolf von Asch, HanS und Eonrad Schöch und Mithasten andererseits: „Wir Johann«, von Gottc« gnaden Bischofs z» Basel, tnnd kunt mit discin bricff, Al« cttwas krieg, zwcyung vnd vyenlschassi usferstandcn v»d gewesen sink zwitschcnt dein hochgcborncn vnscrm lieben Herren, Ebcrhar- ! ten, Grauen zu Wirtcnibcrg vnd Miimpclgart, dein strengen Herren Marxen vom Stein, Ritter, sincm lantuogt zu Miimpclgart, ouch den von Miimpclgart, vnd wen das vfs diesclb sitt bcriirt, vff cim, vnd dem wolgcborncn j Herren vnserni lieben gctriiwen Oswaltcn, grauen zu Ticrstein ic., den sttrsichtigcn wiscn vnscrn lieben vnd guten frtindcn Schulthcisscn vnd Rate zu Solotorn von desselben Herren Grass Oswalts, als Ir burgcrS, vnd Ir selbs wegen, > ouch Wolfsen von Asch vnd Hannscii vnd Conratcn de» Tchöchcn, gcbriidern, vnd wen das vss Ir ycglich sitcn bcriirt, zu dem andern teilen, do durch niänigcrlcy schad In Brand, Rom, gcfcngnist der litten, Todschlag vnd andern dingen s siirgcnomcn vnd bcschchcn sint, dar inn wir vns aii dein ansang gctritwlich gcleit hant, vnd gern gesehen hcttcnd, da« sSlich vicntschasft, abclag vnd vnivill gütlich hingclcit vnd die schedlichcn fachen vcrinitten wercnt, dor inn wir bisshar nit volg j gehaben inochtcnd, das alles v»S lcit gewesen vnd noch ist. Also haben wir doruinb »!t wellen ablösten, sunder mit Hilst vnser Statt Basel vnd ettlichcr vnscr gute» fritndcn von den Eidgenossen j vnS silro dor inn 350 Ianuar k4(!l>. gearbeit vnd sonil an den I parthicn gefunden, das sh ans eins gütlichen vnverbnnden tags, In offnem krieg, vor vns . vnd denen, so wir darzn erbitten vnd bcrüfsen würden, ze leisten verwilligt; denselben tag wir vss Mcntag nach dcS ingenden IarS tag, genant Circum- j eisionis doinini nechst vergangen, har in unser Statt Basel angesetzt, vnd dorzn dise nachgenempte Stctt Ir bottschafst zu vns ze ordnen gebcttc», die ouch das vinli vnscr lütt willen gcthott vnd Ir crbcr trcffcnlich ttkatsbotten zn uns geschiben ^ hant, neinlich: von unser Statt Basel Herren Bernharten von Ratpcrg, Hcrrcil Petcrn Äevten, alten Bürgermeister, Ritterc, Heinrichen Nsenlin, Hansen Bremcnstcin, alten znnft« meistcr, vnd Pclern Wolsfer; von den von Zürich Rndolsfcn von ^ Cham, Bnrgcrmcistcr, Heinrichen tlkösten, Seckek« mcistcr daselbs; von den von Bern Nielausen von Dicsbach, Schnllhcisscn, Adrian von Bubcnbcrg, Ludwigen Hctzck, venner daselbs; von den von Fribnrg in Occhtland Görgcn von Engli- > spcrg, Heinrichen von Parrimont; von den von Lntzern Petcrn Tanimann, Beringcr Berr; von den von Schwitz Atel Rcding; von den von Glarus Hann- scn Blum, vnd von den vnscrn von Biel! Peter Gönffi, venner daselbs, vnd > Steffan ztnri. Zn söllichem tag die parthicn Ir Rätt vnd Ratsbotten gesant hant vnd ettlich personlich darnff crschinen sint, nemlich von vnserö Herren von Wirtemberg wegen der tvolgeborn Her Heinrich, Grass zn I-ürstembcrg, die ^ strengen Her Bkarr vom Stein, Her Görg von Ehingen, Rittere, Conrat Lihcr vnd ettlich ander Vilsers Herren von Wirtemberg Ratte; der genant Her Grafs Oswalt für sich selbs personlich; von vnscrn fründen von Solotorn Vlrich Ahse, ^ Schultheis;, Clans von Wcngi, altschultheiß, Conrat Schüchlin, Seckelmeistcr, vnd Johanns vom Stall, Stattschriber daselbs, Wolfs vott Asch selbs personlich, vnd der genanten unser fründen von Solotorn Ratsbotten von der Schlichen, j als Irer Hin« versessen, wegen. Dieselben parthicn wir all in bhwesen des dnrchlüchtigcn mechtigcn sürsten vnd Herren, des HcrtzogeN von Burgund, bottschafst, mit »amcn des wirdigen wolgelcrtcn Herren, Mcistcr Johannse» Marinier, lieeneiaten in bcdcn ^ Rechten, Statthalter des lantuogts der grafschasst zn Burgund, der durch vnd von dem Presidenten desselben sürsten vnd Herren van Burgund zu dem gemeltcn tag diecharthicn vnd Ir fachen mit vns vnd andern ze hören gesant was, vnd der ob- ^ gcmclten Stetten Ratsbotten völliglich verhört vnd verstanden haben, Als das von allen teilen yeglichcr siner fachen halb in clag, antwnrt, red, widerred vnd nachred mit vil vnd langen Worten fürgcleit wart, die ze lang wercnt vnd nit not sint j hier in ze schriben. Vnd bcgcrt vnd vordert hcglichcr teil an den andern vnib sin fachen, Im ablcgung vnd Wandel costcns vnd schadens ze tnnd. Nach sölichem allem haben wir uns mit Hilss v»d Ratte des genanten sürsten vnd Herren von > Burgund bottschafst vnd andern vorgcmeltcn Ratsbatten gegen alle» parthicn mit flisi vnd ernst in dise ding geleit vnd sonil gearbeit vnd gesucht, das die parthicn vnscrn ernstlichen ftiß vnd guten willen angeschen, vnd Vilsers Herren von Wir-- j tembcrg Ratte in sincin namcn, onch her Marx vom Stein vnd die von Mümpclgart vss eim, vnd der gcmelt her Grass Oswalt für sich selbs, onch unser fründen von Solotorn Ratsbotten in derselben von Solotorn namen vnd der Schlichen j wegen als Irer hinderscssen, die fachen gütlich zn vns gesetzt, die wir nach Irer gcstalt betrachtet vnd die parthicn vmb fridcns willen dornmb also entscheiden habe», das hinfür kein teil dem andern solichs costcns vnd schadens halb, so sich in discr fach ! von dem ansang biß an das end von denselben vnd allen teilen gemachet haben, es sy in Todslcgen, Brand, Noni, Abclagen vnd andern geschichtcn, nüt vsgcnomen, nütz abzetragcn noch ze leren schuldig sin vnd kein teil den andern dornmb hinfür ^ mit recht noch s»si keineswegs anlangen noch bekümbcrn sol angeuerd. Item von Wolssen von Asch lvcgcn sol die vhentschasst vnd der vnwill zwüschcu vnscrn Herren Vlrichcn vnd Ebcrharten, grafscn zu Wirlemberg, onch graff j Eberharten vnd Grasi Jörgen von Werdcnberg, vnd der gcscllschasft mit Sant Jörgen schilt im Hcgow, vnd dem genanten Wolssen, ottch alles das, so sich deshalb zwüschen Inen von ansang biß vss hüt in sölicher vhentschasst gemacht hatt, gantz tod j v»d ab sin vnd kein teil den andern hinfür daruinb bckümbern noch anlangen, vnd sol Wolssen sin fach vnd recht gegen de» Gremlichen behalten sin. Item von der Schlichen wegen sol hie zwüschen Ostern »cchstkünsstig in der selben fach "» gütlicher j tag vor Bürgermeister vnd Rat zu Zürich gehalten »verde», wenn sy den ansetzen. Zn sölichem tag unser Her von Wirtemberg sich Ulrichen von Wcslerstetten mächtigen sol, das er selbs oder durch sin vollmächtig bottschafst zu demselben tag kömc, daselbs vn- s derstanden sol werden, gütlich dar in ze tädingcn. Wnrd es dann betragen, Januar 35t vnd gilt; wcre das nit, so söllent Bnrgcrineistcr vnd Natt vorgenant vndcrstan, sy, od sy mögen, in ein recht ze tädingen; doch so sol der Todslag absin vnd nit berechtiget j werde». Item darnach ist aber bereit worden von wegen (5onrat RoberS, genant (^uttelin, der onch zcgegnc was, das die vyentschafslen, so Müschen vnsern beben Herren von Wirtemberg, beben grauen von Werdender«; vorgenanten, der gescUschafft mit Sant ^ Jörgen schilt im Hcgöw vnd dem genanten (5anraten vnd alle« das, so sich von ansang biß vsf Hütt in sölichcr vycntschasst gemachct hatt, ganh tod vnd absin vnd dorunib zwüschcn Grass Jörge» vnd Grass überhörten von Werdcnbcrg, onch Eonrate» ^ Guttelin, hiezwüschen Ostern nechstkünfftig ein gütlicher tag vor Bürgermeister vnd Natt zn Zürich, wenn sy den ansehe», gehalten werden sol. Wirt denn die sach dasclbö betragen, so blipt es do by; bcschech das nit, so sol es vfs denselben Bürgermeister vnd Ratte zn Zilrich ze Recht ston. Recht vnib Recht ze neincn vnd ze geben, das eins mit dem andern zngang; vnd was s>> dornmb zn recht erkennen, dem sötten die parthycn gctrtiwlich nachkomnic». Zff's das alles so söllent all vnd j yeglich obgemelt teil vnd parthyen für sich, die Iren, alle Ir Hclffcr, Hclsscröhclsscr, vnd aller mcng- lichcn, wer von ycglichem teil darzn hafst, verdacht vnd gcwant ist, nieniant vjgcnomc», der gcmcltcn vycntschasst, abclag, sachen vnd kriegen halb vnd s waü sich dar inn begebe» hatt, gantz vnd gar gcricht, geschlicht vnd srüntlich gejtinet heisscn vnd sin viid kein teil den andern hinsür weder mit gcricht noch on gcricht durch sich sclbs noch ander in dhein wyß noch weg nit nie darumb anlangen, annordcrn z noch beküinbcrn, snndcr so sötten die parthicn das gctrtiwlich halten vnd dem nochgon, wie vorstat, vndcrscheidcn, vnd söllcn all schahnng, brandschahung, znsagnng, was der gegen vnd von geistlichen vnd weltlichen Personen von allen s teile» siirgcnonicn vnd noch nit bczalt sind oder wercnd, gcnhlich vnd gar ab sin, vnd ob yeinant do für vnd dorunib Bürg oder Hasst ist vnd wer, lldig sin vnd deshalb vnbckünibcrt belibcn; desglichcn söllen all gefangen vss all teile vngcschöht, j mit einer alten, vfrcchtcn, gcwonlichcn vrsecht, eS sycnt die tüte vß der grassschasst von Mümpelgart, der Herschafft von Blumcnberg vnd ander, die noch in Grass OswaltS, vnscr sründen von Solotorn, Wotsscn von Asch, der Schachen, Gnttetinö j vnd in de« andern teils namcn gesangcn sint, ze stund vnd one vertzng, on alle andere beswerniß oder bcladnng sry, lidig gczalt vnd gclossen werden one Irrung vnd Inrcd, all geuerd vnd argetist in den genanten dinge» allen vnd yeglichcn ganh vsgc- s scheiden. Bnd sint discr bricsj zwen gantz glich gemachct, der einer vnscrm Herren voil Wirtembcrg, Her Märzen vom Stein vnd den von Mümpelgart, vnd der ander dem gemeltcu Herren Grass Oswaltcn, vnsern sründen von Solotorn, Wolsscu von s Asch, den Schöchcn vnd Gnttclin, wclhcr teil des bcgcrt hall, geben ist; daran wir vnscr Insigcl aiö ein tcdingS mann Hanl thnn hencken. So Hanl Bürgermeister vnd Natt vnscr Statt Basel als mit tedings lüt durch Ir Rats- botten, vnd s von gemeiner Eidgenossen RatSbottcn obgcnaiiiit, onch als mittcdings litten, ernstlicher lütt wegen Ir secrct In>igcl onch lficran thnn hencken, das wir Hanns von BercnsclS, Ritter, Bürgermeister, vnd der Ratt zn Basel bekennen also getan j haben, doch vns Bischofs Iohannsc» vnd vnscrm Stisst, onch v»s Bnrgcrmcistcr vnd Natt zu Basel vnd vnscr ze beben sitt nachkamen in allwcg vnschedlich. Bcschchcn an Zinstag nach der heiligen drycr küngcn tag. genant Epiphania s domini nach Cristi gcburt Thuscnt vierhundert vnd in dem sechs vnd scchhigisien Iarc. Pergament«»- Nrtiinde Mi« drei anhangenden Siegeln, wovon do« eine abgesall«» I-AKK, I?D. iLonnlag nach Sollt Aillliomcniag). S»aat»arc«>iv Lncern! Allgemein« Abschiede, A. t7!i. Die Boten der Eidgenossen, «ins welche Greif Jörg von Sarganö und die Herren von Brandis ihren Streit über die Auslegung oder Anwendung des zwischen ilnien bestehenden AnlupbrieseS in Betreff deS Obmannes gesetzt hatten, schlagen denselben verschiedene Wege stir den Austrug dieser Zwistigkeit vor. 362 Zanuar I4lil! Lucern. 4./Ä. März. Staatsarchiv ^ncern. Boten: Zürich. Rudolf von Cham, Altburgermeister. Luccrn. HanS Ritzi, Schultbeiß; Heinrich HaSfurter, Altschultheiß; Caspar von Hcrtenstein und Rudolf Schiffmann, des Raths. Uri. Hans Fries, Ammann; Heinrich Dietly, Altammann. Obwalden. Hans Heinzli, Ammann. Nidwalden. Heinrich ze Nidrist. Zug. („Der bott von Zug mit sinem Namen.") Diese Boten schlichten einen Streit zwischen dem Grafen Georg von Werdenberg und Sargans einerseits, Ortlieb von Brandis, Bischof von Chur, und seinen Brüdern Rudolf, Wolfhard, Sigmund und Ulrich, Freiherren von Brandis, andererseits tun die Grafschaft Vaduz. Vier ttonceptc von RichtimgSbriefe» und Vcrzichturkunden. 554. Hnrich. TT. April lZinsmn vor Sanct göex,). Archiv Schwnz. Burgermeister, Schultbeißen, Ammanncr und Rathe von Zürich, Bern, Luccrn, Uri, Schwpz, Unterwalden, Zug und GlaruS verkünden mit offenem Briese freies, sicheres Geleit zwischen dein Bodensee und dem Rheine für Zedermann, welcher auf daS Fest der Engelweihe, den 14. September, nach Einsiedeln pilgern würde, um der großen Gnaden und Ablasse, welche aus dieses Fest von heiligen Vätern, insbesondere von Papst Pio „dem nechsten", verliehen seien, theilhast zu werden. Diese Ge- leitverkündung wurde veranlaßt durch die Vcrmuthung, cS würden durch die Betrachtung der gefährliches Zeiten und ungetreuen Läufe sonst Viele abgehalten, den Weg zu machen. Aus einer durch Oswald Knöchli von Glarus, Canzler zu (Kinsiedcln, vidimirten ttopie vom 4. Oktober i/nccrn. T8. April (Montag nach Sanci Marx). Ts-Kiidi: «hronU II. «t>7. ». Die von Schaffhausen sind von Ort zu Ort geritten, um die Eidgenossen zu bitten, eine Botschaft nach Conftanz zu senden, die ihnen reichlich sei des von Heudorf upd deS StofflerS wcgc»- Nun stehen sie aber von ihrer Bitte ab und wollen ihre Botschaft zu Lucern haben auf dem Tag, dcr derer von Basel und des vom Grafen Oswald von Thierstein aufgesetzten Zolls wegen gehalten wird- Zedermann soll seinen Voten zu diesem Tage empfehlen, denen von Schaffhausen nach ihrer Bitte z» rathen und zu helfen. I». Gedenket des SpanS zwischen Bern und Lucern. «. Heimbringen die Bitte derer von St. Gallen, Appenzell und des HechingerS, daß die Eidgenossen, an welche ihre Sache vom Hofgerichte zu Rothweil gewiesen ist, ihnen darum Tag setzen möchten. Man soll daher berathen, ^ April l4iili. 353 man ihnen aus Pfingsten nach Baden oder anderswohin Tag setzen wolle; die Boten dieses TageS sind der Meinung, dap man ihnen ihr Begehren nicht abschlagen soll. «I. Aus dem vorgcdachten Tage zu Lucern soll man den Vorschlag der Boten dieses TageS beratben, dap zwei Orte eine Botschaft in aller Eidgenossen Namen nach Zürich thun sollten, um selbes zu bitten, den Herrn HanS Kling, der den Eid genossen zugehört, bei seinem erhaltenen Brief und Siegel zu schirmen und zu handhaben. « . Bern hat angebracht, der Pfalzqraf lind die Herren von Bayern begehren mit den Eidgenossen ein Bündnip zu machen. I'. Heimbringen, was der Herzog von Mailand angebracht hat, lind dap man eine Botschaft aus zwei Orten nach Uri's Verlangen nach Mailand senden soll. Schwyz und Zug sollen die drei Vorschläge hinsichtlich deS Kaufes deS Klosters Einsiedeln am Zugerberg heimbringen, nämlich erstens, dap dein GotteShause die Gülte, denen von Zug die Gerichte bleiben, oder zweitens, dap den Eidgenossen anvertraut werde, einen Obmann in dem Streite zu setzen, oder endlich drittens, dap ein Abt von Einsiedeln sich verpflichte, keinen Amtmann dahin z» setzen ohne Wissen und Willen derer von Zug. Auf den Tag der Ausfahrt sollen Schwyz und Zug ihre Voten dieses Geschäfts wegen zu Lucern haben, wo die Eidgenossen versuchen werden, eine Ausgleichung zu treffen. I». Auf dem gleichen Tage soll man eine Erläuterung deS Spruchs geben, der zwischen denen von Lucern und WeggiS durch die Eidgenossen ergangen ist. I. Ebenso soll zwischen Ammann Redinq lind EaSpar Zelger entschieden werden, k. Ob man der von Friedinqen Geleit geben wolle, soll aus dem Tage zu Baden beantwortet werden. I. Fridolin Schindler, gewesener Vogt in den Acmtern, soll auf Mittwoch >n den Psingstfeiertagen zu Baden sein derer von Sarmenstorf und Heltschi S wegen und auf ihre Kosten. i»i. Auf dem Tage zu Bern soll man in Betreff des Spans zwischen Lucern und Bern einen andern Tag setzen und eine Ausgleichung versuchen, i». 2edeS Ort soll auf St. UlrichStag (4. Juli) seine Votschaft auf dem vom Kaiser auS geschriebenen Tage zu Constanz haben. Es ist nicht klar, ob die Artikel >« —n z» diesem oder einem folgende» Tage gehören. Ein Original des bei Tschadi abgedruckten Abschieds ist nicht mehr vorfindlich. .»5« I 7. (Mittwoch noch t nntoN'). «rwiv Basti! Offn»ng«b»« lv. 8a. Ter Eidgenossen Boten antworten dem Bischof von Basel und den Boten der Stadt Basel, Hans von Berenfels, Ritter, Bürgermeister, Heinrich Zselin und Ulrich zum Luft, in Gegenwart derer von Solothurn, in Betreff des Vornelnnenö Graf OSwalds von Thicrstcm bezüglich der Herrschaftsrechte Basels und bezüglich des Zolls l Sie wollen eine Botschaft von allci» Orten nach Solothurn senden und mit denen von Solothurn ernstlich reden lassen, dap sie mit dem Grafen verschaffen, dap er den Zoll adtbue; sie wollen an dem Ende keinen Zoll dulden, selbst wenn Basel am kaiserlichen Hofe im Recht unterläge. Ter Schlösser 'Pfeffingen und Angenstein wegen, welche Solothurn vom Grafen gekauft zu haben meint, wollen die Eidgenossen mit denen von Solothurn reden, dap sie Graf Oswalden die Schlösser zurückgeben, und wenn sie etwas Geld darauf bezahlt haben und Graf OSwald das nicht wiedergeben wollte, so sollen sie die Schlösser dem Bischof von Basel zustellen und dieser ihnen das Geld geben. 45 354 Mm 14. Ebenda >3. M>. „ 14. Mai) sollen vnscr Kotten zu Vichcrn sin bi geuieincr Eidgenossen Kotten van Graf Oswalds wegen." Ebenda S. 5>!i. „ I 4«vi, vff mcntag nach tiarporis Gilivti (9. Juni) sol ein tag ze Baden sin vor der Eidgenossen Boten dnrch vnscrn Herr» von Basel, vnscr Kotten mit grase Oswalden und den von Soloturn." S. tU>. t g«!«i, Mittwoch nach Othinari ll!«. stl'oveniker) haken gemeiner Eidgenossen Boten zu Zürich dieselbe Zusage den Boten von Basel erneuert. 557 Badelt« K ^uui Montag »ach vnscr» .'deren stromcichnainsiag). Ztrctiio Basel! OffnungSbuch IV. l!t. Ii. „Dis sinl qemeyner Eydgenossen Ratsbottcn gewesen, die vff Mendng nach vnsers Herrn Fronlich- namstag im lxvj Iure zu Baden warcnt vnd vff Mitwoch nehst darnach antwurt geben, als von des nüwen zols wegen, den Grase Oswalt von Tierstein hat vffqesctzt: von Zürich Rudolf von Cham, Altburgermeister; von Bern Her Niclauo von Scharnental, Ritter, Schultheis!; von Lucern Heinrich Hasfurter, Altschultheiß; von Vre Heinrich Dictly, Altamman! von Vnderwatden Hans Heinzlin, Altamman; von Zug Heinrich Landes, des Rates; von Glarns Hans Schüblibach — vnd ist 3^ antwurt eynhellig gewesen, dz sy den zolle, so Grass Oswalt fürgenomen hat, in dheynen weg zu st^ lassen noch haben wellcnt, vnd haben ouch das Grase Oswalten vnd den von Solotorn luter geseyti denn wo das nit beschee, so woltent si das selbs abtun, vnd ce sy den zolle liden ivcllent, ee wollcnt Pfefsingen vmbkercn oder zu Iren Händen nemen. — Ouch hat Grase Oswalt selbs, doch mit lachendem munde, mit vnsern botten vßwendig dein tage gerett, wolle vnscr herre von Basel vnd die Stat In tff von dem zolle init gewalt trengen, so nlüssent sy In doch ziehen die wile er lebe; dcsglich hat er »stt Her Niclausen von Scharnetale gerett, er welle sich der fach weren." 558. I 4KE», IT. Alltll (Donstag vor Sauet Vit). Megcli»: Nftvcrser Rcgcstcn, Nr. »I!!, Gemeine Eidgenossen der acht Orte ertheilen auf Bitte des Abts von Pfaverö ihrem Untervogte zu Ragatz die Weisung, Reisenden in das Pfaverserbad auf deren Begehren sicheres Geleit hin und durch das eidgenossische Gebiet oberhalb des Wallensee's im Namen der regierenden Orte zu geben 55?Z I 17. Aun! l.ginstag nechst vor Soul gohann Baptist), ^taat»arci,iv Bern« Die Schultheißen, Rathe und ganzen Gemeinden der beiden „heiligen Richs Stette" Bern S vlothurn einestheils, Meister, Rath, Zunftmeister und ganze Gemeinde der Reichsstadt Müklhause" anderntbeils schließen in Betracht althergebrachter Freundschaft mit einander folgendes Uebereintomnien: Juni I4liti. l. Wenn Jemand die Stadt Mühlhauscn belagern und von dem heiligen Reiche drängen wollte, so sollen Bern und Solothurn auf ein durch Rathöbotschaft oder besiegelten Brief gestelltes Hlilfegcsuch in eigenen Kosten idr Hülfe senden; sie aber soll an der gesendeten Hülfe ein (Genüge staben. 2. Kamen die von Mühlhauscn „von ir selbs fachen wegen ' mit Jemanden in Krieg und bäten sie in abgemeldeter Form um Hülfe, so sollen Bern und Solothurn chnen Hülfe senden, Mühlhauscn aber von dem Tage an, wo sich die HülfStruppcn zu BalSthal sammeln, bis zwei Tage nach ihrer Abdankung einen monatlichen Sold von .'t rheinischen Gulden aus den Mann geben, ch Mühlhauscn soll derer von Bern lind Solothurn offene Stadt sein zu allen ihren Geschäften und in allen ihren Nöthen, sobald und so oft sie daS mit Boten oder Briefen verlangen, und ihnen Zeug, wie die Stadt eS besitzt, gegen ihre Feinde leihen, Esten und Trinken u. s. w. um bescheidenen Pfenning geben. 4. Gegen solche, welche Bern und Solothurn bekriegen wollten, soll Mühlhauscn ihnen auf Erfordern in seinen eigenen Kosten Hülfe leisten. 5. Wenn Jemand, der mit Mühlhauscn in Streitigkeiten kommt, solchermaßen Recht bietet, daß Bern und Solothurn erachten, das angebotene Recht sei billig und annehmbar, so sollen eo die von Mühlhauscn an nehmen. Bern und Solothurn behalten vor das römische Reich, ibre Gerichte, Freiheiten, Herkommen und die vor Datum dieses Briefes gemachten Bünde und Verschrcibungen; Mühlhausen behält vor das heilige römische Reich, den Pfalzgrafen und die MeichSstädte, welche ,n die Landvogtei Elsaß gehören, ltl. Die Angehörigen beider Tbeilc sollen einander weder mit Hosgcrichten, noch mit Landgerichten, noch mit andern, geistlichen oder weltlichen Gerichten umtrcibcn oder bekümmern, sondern Jeder soll von dem Andern Recht nehmen und geben, wo der Angesprochene sitzt, l l. Endlich, wenn Bern und Solothurn gemeinsam in Krieg oder Feindschaft mit Jemanden kämen und dann auch die von Mühlhausen von denselben Feinden bekriegt oder beschädigt würden und von Bern und Solothurn Hülfe begehrten, so sollen die beiden angesprochenen Städte erwägen, wie viele Leute sie icnen zu Hülfe scnden wollen; was sie dann schicken, daS thun sie in eigenen Kosten und die Müblhauser sollen sich damit begnügen. Kommen die von Mühlhausrn solchergestalt einer der beiden Städte insbesondere wegen zu Kr»eg, so sollen sie diese anrufen und diese dann in eigenen Kosten ihnen Hülse senden, wie oben. 1^. Tic drei Städte verbinden sich eidlich, alle diese Artikel dir fünf nächsten Jahre hindurch unverbrüchlich zu halten. Pikst« »>»»!«>>« Ursiinle mit den nnlianst«»>>cn Eilst«!» dl« «rci Oisttstc Huritl? 14«»«», ^nll la»t Saiici Ninchviag). Ttadtar400. Tan,mann, des Raths. Uri. Heinrich Dietlp, ?lltammann. Schwpz. Dietrich in der Halden, Amman«- Unterwalden, Niclaus von Einwpl, Altammann, Zun- Bartholomäus Koly, Altammann, Glarus- Rudolf Mad, Landschreiber. Die Sache des Hofammanns Johannes Hechinger, welcher von der Stadt St. Gallen und von dene» von Appenzell an seiner Ehre beschuldigt und bedroht war wegen Bcsiegelung falscher aus der Eanzlei des Abts hervorgegangener Briefe, war vom Hofgerichte zu Rothweil, wohin ihn Hechinger nach vergebliche" Rechtgeboten gezogen, an die Eidgenossen gewiesen worden. Diese erkennen nun nach stattgehabter recht licher Verhandlung- Sofern Hechinger feine Behauptung, er sei an dem Tage, worauf das Datum ien" Briefe lautet, gar nicht zu St. Gallen gewesen, sein Siegel fei also mißbraucht worden, innert vierzehn Tagen vor Bürgermeister und Rath zu Zürich genugsam beweise, so sollen ihn die von St. Gallen Appenzell für einen Ehrenmann halten und ihn seines Leibes und Gutes sicher sagen. Pergamentene Urkunde mit acht anhängenden Siegeln l4M!, Donstag vor V!i>,ula l'atn! (AI. stuli) schreiben geniciner Eidgenossen Boten an« Ellrich, Hechinger den verlangten Beweis rechtsgenüglich geleistet, das Urtheil trete also in Kraft. (Ebenda.) 5«il (Konstanz. Inli. tSanei »lrichswg,. Zlewiv Basel: Osfnungsbuch IV. lid. l>. ». s.xvj» vff Sant Vlrichs taghe wart für vnsers Herren, des keyserv, botten, nemlichen margch'^ Albrechten von Brandenburg vnd andern Grafen vnd Herren, in bywesen vnsrer Ratzbotten, neM>' Her Hansen von Bcrenfels, Ritters, vnd Hans Bremensters, Salzmcisters, ze Costenz ein srüntü^' tagh geleistet zwüschcnt vnserm gnedigen Herrn, Herzog Sigmunden von Oesterrich, an epner, gemeynen Evdgcnossen andrer siten, vnd nach fill vnd mcngerlets gesuches schied man do zemal von tagh^'^ also, das der rv seriq sride, vormals zwüschen Inen beredt, betcdinget vnd versigelt, von beiden Parti''"' gehalten werde, der noch p Jare besten solle, denn v Jare davon vergangen synt. Vnd solle der flpß tun mpt den synen, es syent stett oder ander, denen die Eydgtnossen zu tunde spnt, daß sv schulden ouch die zpt vß gütlich anstcn lassend. Vnd soll marggraff Albrecht von Brandenburg an vnü'" Herren, den kepser, stissiglich werben, daß soliche erlangte Recht, so Her Bilgrp von Hewdorff, -A'ü"' vber die von Schaffhusen erlangt haben sol, dieselbe zyt des fridens ouch angestelt werden." I». »2^ alß dann die von Mülhusen sich zu den Eidgenossen verbunden Hand, da sollend vnser Herr von vnd wir an sh vnd Ire widersecher werben vmb epn lcngern friden." Item wegen Gras Osw'ü Zoll soll der Markgraf von Brandenburg den Abschied dem Kaiser zusenden nach Laut der EomM'ü'^! „denn die Grafen von Tierstcin one Recht davon nit meyntent zeftcnde". — „Wo! ist ouch geendert, ^ gut werc, daß Herzog Sigmund vnserm Herrn, den, keyser, solichcn Adscheid ouch zu wisse" "tt- «I. 2n Betreff der 17,060 und der 4l00 Gulden alter Schulden, welche die Herrschaft Oesterreich Gras Oswalds von Thierstein wegen an Basel schuldet, ist beschlossen, wenn Basel mit dem eins würde tun den Kauf des Schlosses und der Herrschaft Pfeffingen und Angenstein, so soll die H"' schaft „vns darinne vertreten" und den Grafen Oswald abtragen, und es soll solche Summe ^ Juli >4«iti. ?57 obqenannren Schuld der Herrschaft abgeben, der Nest sott bis Weihnachten bezahlt lind auch die Einwilligung des .Kaisers Hiesur erworben werden. Gewanne aber tzxr Kauf von Pfeffingen keinen Fortgang, so sott die Zahlung in all jährlichen Raten mit titOU Gulden auf dein Salz zu Hall geschehen und von den dortigen Kausleutcn, ledoch ohne Nachtheil der Schuldbriefe, gehörig versichert werden. »ii? Lnrici,. I 4litt, I. Zlttgnft. TttftSarckiv (wallen. Zwischen dem Abt von St. Gatten und seinem Eapitel eincStheilv und denen von Appenzell andern- theils wurde von der Eidgenossen Boten ein gütlicher Tag auf diesen Tag nach Zürich gefetzt, um zu ver suchen, die Parteien über einen Moskaus der Rechte des Gotteshauses im Lande Appenzell zu vereinigen. Der Eidgenossen Boten haben ihnen diesfalls einen Vorschlag auf Hintersichbringen gethan, darin bestehend, das Abt und Capitcl dem Lande Appenzell zu kaufen geben alle Zehnten, Nutzungen, Steuern, Zinse, Falle, Psandleben und Anderes, allein die Nutzung der Wälder Steinegg und Watt ausgenommen, Alles um l.'.,«««>«> rheinische Gulden, in drei Jahren mit betreffendem Zinö zu bezahlen. Ferner, das dem Gotteshaus? St. (stallen die dieses Jahr verfallenen Zinse und Nutzungen bezahlt werden; das die Gulden Kosten, welche demselben zugesprochen worden, ab sein sollen; das erläutert und in Schrift gestellt werde, was das Gotteshaus zu Rheincck, im Rhrinthal und in der Kirchhörc Thal hat, und das waö Appenzell daselbst hat, wobei beide Theile bleiben sotten. Ferner, das Appenzell die angenommenen Landleute entlasse und sürdcrh», keine GottcöhauSleute mehr annehme; wenn aber solche in'S Land Appenzell zögen, der Abt ihnen nicht nachsagen sott, ebenso die von Appenzell nicht, wenn Jemand aus ihrem Lande in des Gotteshauses Gerichte zöge. Endlich, das damit aller Streit und alle Unruhe zwischen beiden Theilcn beseitigt sein sötte. — Diesen Vorschlag sotten die Parteien heimbringen und sich bis St. BartholomäuStag (L4. August) an Bürgermeister und Rath von Zürich darüber erklären. Wenn sie ihn nicht annehmen, sott der Spruch der sieben Orte in Kraft bleiben und vollzogen werden. Abgedrullt bei ,>jcllwegcr, Appeuzcller-llrkuudcu Rio. 4.14. Rietze auch ebenda Aro. 43L, 43» die diesem Vorschlag vorangegangenen Erklärungen der Parteien. Bern. 4. Zlugust. N»rn: Rath«manual I. Z7». Boten! Zürich. Heinrich Schwend. Uri. Ammann Dietlh. Schwyz. Wernli Blum. Unter- waldrn. Ammann Furrer. Solothurn. Der von Wenqi und Ludwig Scherer. Freiburg. Rudolf von Wippingen, Ritter; Peter Pavillard, Scckclmeister. Biel. Tkürinq von Büttikon, Ritter, Meyer. Neuenstadt. Tschan RosseS, Venner. Diese Boten haben sich zu Bern vor Räthen und Bürgern qemächtigt, „das dir fachen zwüschen Minen Herren (von Bern) vnd denen von Lutzern söllent vSgetragen werden nach des Adscheids Inhalt, 358 August dann mine Herren den Abscheid nit nemen, noch den in kein weg zusagen woltent, dann das der eid- gnossen botten den wider genomen v^ad hinweg gcfiirt Hand". 5«;4 Lntt^rn. I4KK, 14. Äu^ulst lPistcrcr ^rowm Akimd IM Ongsirn). «Gerold <5dlibact,: Chronik. Scitc k'^i. Erstes Project des »n folgenden Jahre zwischen den Eidgenossen und Mailand geschlossenen Freund schaftSvertrageS (CapitulatS), mit dem herzoglichen Voten Antonius de Besana abgeredet. Daö Projcct ist bei Cdlibach a. a. O. abgedruckt, llleber die Bcrändcrungen, welche es beim definitiven >lb schlussc erhalten hat, siehe I. v. Müller IV. 2. !! Note tSN, und S. .1N2 Note 477.) ü«5. Lnrick. I4k<», T September (Ziuswa nach Lauer Pcckncittaq). «Archiv i^chwvz. Johannes Hopper, Lehrer des geistlichen Rechts, Dompropst zu Chur, und gemeiner Eldgcno^" Boten, als . von Z strich Rudolf von Cham, Vurgernreister, Jacob Schwarzmurcr, ?lltburgcr>neister, F^^ Oeri und Heinrich Röist; von Bern Hartmann vom Stein! von Lucern Melchior Ruft, Stadtschrcib^' von Uri Heinrich Jmhof; von Unterwalden kllrich Mlilimann, Altantinann nid dem Wald; von Heinrich Schmid, Altammann; von GlaruS HanS Schstbclbach, Seckclmeistcr, vermitteln einen Stu' zwischen Abt Gerold von Einsiedcln und Landammann, Rath und gemeinen Landleuten von Schwpz ' Kastvögten deS Gotteshauses. Der obgenannte Dompropst war als ein vom Papste dem Klostcr Schirmcr gegebener römischer Richter von» Abte angerufen worden und hatte den Parteien einen nach Wyl gesetzt. Der Eidgenossen Noten hatten darauf ihm geschrieben und gebeten, den Tag Ziirich zu verlegen und vor dem rechtlichen Verfahren eine Verständigung zu versuchen, wozu sie Mitwirkung anerboten. Solches geschah; man suchte auf mehreren Tagen vergebens die Parteien si' vereinigen, endlich setzten der Dompropst und der Eidgenossen Voten als Tädigungoleute folgendes sil Der Abt von Einsideln soll wieder zu seinem GotteShauS und Regiment kommen. Bei der geistl'^' Ordnung, welche der selige Bischof Burkard von Constanz slir das Kloster gemacht hat, soll eS bleibt Der Schlstssel wegen zu dem Opfcrstock in der Capelle unserer lieben Frau ist festgesetzt, daß V Stock drei Schlösser und ebensoviele Schlstssel gemacht werden sollen; einen derselben soll der Abt, zweiten der Convent, den dritten soll der Dompropft, der dazu vom Bischof von Constanz Gewalt ' hinter den Ammann und Rath zu Gchwyz, als des Klosters Kastvögte und Schirmer, legen. Diese lolst", wenn Abt und Convent den Stock öffnen wollen, ihren Schlstssel durch ein Rathsglied, daS bei Herausnehmen und Zählen deS Geldes anwesend sein soll, nach Einsiedcln schicken. AuS dem bstel sollen drei Theile gemacht werden, einer bleibt dem Abt zu seinem, des ConventS und GotteShnusi- Gebrauch, einer dem Jost Stadler von Schwpz, welchen der Abt slir den gegenwärtigen Bau deS Gow September I4l>h. 339 Hauses zu seinem Baumeister angenommen hat, nnd ein Theil der Person, welche vom Abt und Convent für Bezahlung der Schulden des Gotteshauses geordnet wird. Doch was an Opfern und GotteSgaben von kunfnger Enqelwcihc bis St. Gallentag fallt, daS soll alles für Tilgung der Schulden des Klosters lind deo AbtS verwendet werden. Jost Stadler soll Baumeister bleiben, so lange er dazu tauglich ist, und alliährlich über sein Einnehmen und Ausgeben vor dem Abt und Convent Rechnung ablegen. Sollte er vor Vollendung deo Baues sterben, to bat der Abt aus dem Ruthe zu S^hwyz einen andern Baumeister zu nehmen. Die Person, welche für die Zahlung der Schulden bezeichnet wird, soll schworen und ebenfalls alljährlich Rechnung geben. Wenn nach St. Gallentag die Schulden nicht bezahlt oder ohne Schaden angestellt sind, so soll der Abt auch auS andern Nutzen und Zinsen dcS Gotteshauses an die Schuldentilgung beitragen. Ein Sigrist der Frauencapclle soll schwören, alles waS ihm gegeben wird, um es in den Stock zu legen, dahin zu legen; mit den Kleinodien, die geopfert werden, soll eS nach der bischöflichen Verordnung gehalten werden. WaS vom Wechsel, vom Zeichen, vom Wachs :c. fällt, soll der Abt wie alle andern Einkünfte deö Gotteshauses, Renten, Zinse zc. einnehmen und in des Gotteshauses Ruhen verwenden oder anlegen und alljährlich in Gegenwart deS Baumeisters und eineS Rathsboten von Schwvz vor dem Convent Rechnung ablegen. Wie der Abt von seinen Amtleuten Rechnung abnehmen soll, bestimmt das berührte geistliche Regiment deS Bischofs Burkard selig. Der Abt soll an seinem Hofe nicht mehr denn !> Personen und in seinem Marstall nicht mehr denn 3 Pferde haben, und was er aus dem Gotteshaufe oder von Pfäfftkon nach St. Gerold oder anderswohin geführt hat, das soll er bei guten Treuen wieder zurückkommen lassen. Diese Richtung soll beide» Parteien an allen ihren Rechten und Freiheiten w. unschädlich und aller Unwille soll damit aufgehoben sein. Peeqainenlenc Uliunte mit ,«h» anbangenben Siegeln. (ein«» dar«» abgefallen.« 5««; «Hnrtell» I 4EE», T. iToiisiag »ach Snuri «vlichaUblag). wallen. Abermaliges von der Eidgenossen Boten aufgestelltes Prozect c>neö slookaufeS der Rechte des Gottes Hauses St. Gallen im ^ande Appenzell. Die dem GottcShausc St. Gallen und dessen Acuten vorbchaltrne Nuhung der Wälder Steineqg und Watt wird näher erläutert; ebenso die Artikel bezüglich deS Rhein thals, der Zmse von St. OtlnnarS Spital, der Kirchenlehen außerhalb der Vandmarch, der Aufstellung eines eidgenössischen Gerichtsstandes bei Streitigkeiten zwischen den Parteien u. f. w. Die von Appenzell sollen sich über diesen Vorschlag erklären bis Sonntag nach St. Gallentag < l!1. October). Falls sie zusage», haben sich die Eidgenossen auch der Zusage deS Abts und Capitels gcmächtigt; falls Appenzell nicht zusagen würde, müßte der rechtliche Spruch zur Vollziehung kommen, Hbgebeuckl bei Aellweger. Abbenzeller-IIrkunben Nr» 360 November l4 »ach Mamm), StiftSarchiv St. «Halle». Vor den Boten der sieben Orte Zürich, Lucern, Uri, Schwpz, Unterwalden, Zug und GlanG erscheinen die Abgeordneten von Appenzell und des Abtö und Convents von St. Gullen. Erstere bitten, daß der Artikel, welcher sage, daß sie an dem alten Spruche brüchig geworden und deshalb 600 Gulden zu zahlen haben, aus dem Rechtsspruch vom Freitag vor Allerheiligen l4l!5, gethan werden möchte, indem solches ihnen und ihren ewigen Nachkommen an die Ehre gehe. Dabei sagen sie zu, den nn- geführten Rechtsspruch in allen seinen übrigen Bestimmungen genau beobachten zu wollen. Der Abt meint bei dem Spruch ungeandert zu bleiben, versteht sich iedoch auf der Eidgenossen Bitte, diesen st' Ehren und nicht von Rechtswegen, dazu, daß dem Begehren der Appenzeller entsprochen werden möge, doch nur unter der Bedingung, daß sich die sieben Orte verpflichten, die Appenzeller, so oft es wendig würde, zur Beobachtung der übrigen Artikel des Spruchs zu weisen und zu halten. Das die Boten der sieben Orte im Namen ihrer Herren und Obern zu und daraufhin werden andere Sp"'^' briefe mit Weglassung des fraglichen Artikels ausgefertigt. Abgedruckt bei Zellwegcr, Appenzeller-Urkunden Nro. 4Z« Anrieb. 14LK, Itt. November Est Sanct O»>»i->.i»ag). Ttaat»arcbtv Bern. Auf diesen Tag berufen Rudolf von ssham, Burgermeister von Zürich, und Heinrich ze N>b'''^ Altammann zu Unterwalden, die Boten und Zugesetzten von Bern und Lucern, damit, da bn beidseitigen Zugesetzten über die Frage, welche von beiden Städten als Klager aufzutreten habe, in Urtheilen zerfallen sind, vorerst nochmals die Minne versucht, dann aber das Recht vollführt werden »Eist- Miss!» auf Papier <>. a. „vfappel vff Simon »nd JudaSabend l4«7, ?«. Januar. S,aat«arrci ,i» Viicer» ! AllgkMtinc Abschiede, i7ii. «. Peter Ruft, Schultheiß zu Lucern, bringt an, Herzog Sigmund von Oesterreich kabe ihm, im Widerspruch mit dem fünfzehnjährigen Frieden, seinen Liedlohn vorenthalten; er begehre daher, daß ihm gestattet werde, des Herzogs oder der Seinen Gut auf Recht anzugreifen; er benennt als solches Mit eine Gsilt von Gulden Geldes, welche Peter Nieß, Bürgermeister zu Freiburg im Brcisgau, auf denen von Rheinau habe. Das sollen die Boten heimbringen und auf dem nächsten Tag antworten, ob man eine solche Bewilligung geben wolle, l». Der Eidgenossen und des Herzogs von Mailand Sache wegen haben die Boten zugesagt, die Briefe zu siegeln, wenn sie geschrieben und gestellt werden, wie sie vorher waren; doch sollen zuvor Abschriften derselben sowohl in Latein als in Deutsch in jedes Ort gesendet werden. I t«7, I?. Februar. 2taa,«ar>i>iv ii«r». Die Städte Bern und Freiburg regulircn ihre Gränzverhältnisst. Freiburg tritt an Bern ab die Dörfer Gümminen und Möns, welche Bern mit dem halben Thcil der Herrschaft Grasburg erobert und zurückgegeben hatte. Dagegen tritt Bern an Freiburg Allco ab, was jenseits der Sense zur Herrschaft Laupcn gehörte, zedoch mit Vorbehalt beidseitiger Privatrechtc, Allmendnutzungen u. f. w. Die Landmarch soll innert den bezeichneten Endpunkten mitten durch den Laus der Sense gebe». Zur Ausgleichung bezahlt Bern an Freiburg .stlll rheinische Gulden, mildert flir die Freiburger den Brückenzoll Zii Gümminen u. s. w. P„g »m .ni.n. ilrlim». Mi, »w -.nhanq.nd.n «I.q.ln d.r b.id.n 46 ZfjZ März 1467. SV» Lucern. I-4K7, ?Z Mörz (Mo,nag u«wiv>. Tschudi: Lhronik II. «71». ». Heimbringen der Knechte wegen, die zu Rothweil gelegen sind, und deö Anbringen!) derer von Schaffhausen, Stein und Dießenhofcn wegen. ?». Auf Sonntag nach dem Ostertag (5. April) soll ledeS Ort seine Botschaft zu Appenzell haben und dieses bitten, dem Spruche zwischen dem GotteShause St. Gallen und Appenzell nachzukommen. Fruchtet die Bitte nicht, so sott man mahnen nach Sage der Bünde. Heimbringen, waö die von Schaffhausen TüngenS wegen angebracht haben. «I. Ztem das Anbringen DießcnhofenS der Inden wegen. Die Klosterfrauen von Dicfienhofen klagen über einen Frevel, den der Landvogt aus Uri an ihnen begangen, und bitten, sie bei ihrer Freiheit und ihrem Herkommen zu schirmen und ihnen solches mit Brief und Siegel zu bestätigen, t. „Ztem heimbringen von deS Herzogen von Meiland vnd der Eidgnoßschaft VerbündnuS vnd Vereinung wegen, also nachdem vnd abqeredt worden ist, daß der Stattschriber von Lucern die Abredung derselben Sach, wie dann zuletst abgeredt vnd von den Eidgnossen zugeseit, schriben vnd die Geschrifften ze Latin vnd Tütsch jegk- lichem Ort schiken sol, vnd ob die Schriften glich stundind, zugeseit ist vnd zugeseit sin sol, Ist vff disem tag abgeredt also, nachdem vnd jegklichem Ort die Geschrifften beschechen sind, daß denn die Ort bedünken welt, daß die Geschrifften ze Latin vnd Tütsch nit glich gestellt werind, das vnser Eidgnossen von Lucern vff nechsten Suntag kund vnd ze wissen tun wellmd. Dieselben von Lucern sollen dann, ob ieman darin reden wölt, Gewalt han, ander Tag vmb die Ding gen Lucern ze sehen, den ouch der Eidgnossen Boten suchen vnd leisten sollen, die Ding ze vollenden. 'Aber welches Ort eS bi dem Zusagen vnd den Geschriften, wie die iegklichem Ort geschikt worden sind, beliben lassen wil, die bedörffend das denen von Lucern nit künden vff den genanten Suntag. Doch also, ob eS allenthalb von den Orten, als dao verlassen ist, zugeseit wird, so sollend dieselben von Lucern, Schwpz, Unterwalden vnd Zug Zr Botschaft vf den gesetzten Landtag (nach Uri) schiken, mit Inen ze reden; semlichcm nachzekommen sige ganz der Eidgnossen Meinung, dann eS der Eydgnosscn vnd des ganzen Landes Nutz vnd Ehre ist :c." Ein Original dieses Abschiede« findet sich nicht. — Zu k. Bern schreibt Inno z.ont Ualmornm (23. März) an Lncern: Es könne der Vereinigung mit Mailand, besonders nach der in den letztcingcscndctcn Entwürfen enthaltenen weitergehenden Fassung nicht beitreten, da dieselbe wider das Han« Savoyen gehen könnte, mit dein Bern fest langen Jahren in besonders engen Verhältnissen stehe. Kcnntnißgabc von diesem Schreiben an Zürich. Staatsarchiv Bern, deutsches Missivenbuch kl. 114. RathSmanual II. !>4. Siehe auch das Schreiben Vcr»s an Unterwalden ä. <1. i 7. Juni (ebenda 172), wo vorzüglich auch ans die guten Dienste hingewiesen wird, welche der Herzog von Savoyen im vorigen Kriege den Eidgenossen geleistet, indem er den Herzog von Burgund bewogen habe, nicht mit den Feinden der Eidgenossen gemeinsame Sache zu machen, sondern ihnen gegcnthcilS, wie in den älter» Kriegen, Salz, Korn und Anderes habe zugehen lassen. — RathSmanual ll. 23(1. >437, 11. August (Dienstag nach Lanrentii) schreibt Bern an Frciburg, es habe dem Johann Ehampion (wahrscheinlich Boten von Savoyc») geantwortet, es wisse nicht, wohin die wilden Läufe führen, eS habe das Bündnis; mit Mailand dem Herzog (v"' Savoyen) zu Ehren abgeschlagen und auch andere Orte abgemahnt. Ebenda 232. 12. August (Mittwoch nach Lanrentii): „Gedenk ein Eopy der Verstentnist mit Mailand dem Herzog von Savoyen znznschikcn in seinen koste»/ März l4ti7. 363 574 I4«7, Marz. 'ittaatSarci^tv Bern. Die Städte Bern und Frei bürg Urkunden, daß in dem zwischen ihnen geltenden Durgrechte, dessen Fortdauer mit Recht und Urtkeil bestätigt worden, der Vorbehalt der Herrschaft Oesterreich, an welche Freiburq ehedem gehörte, nun für Savoyen gelten soll, wie man es übrigens seit Veränderung der Herrschaft verstanden, aber nicht durch ein schriftliches Document bekräftigt hatte. „Wir die Schulthcissen, Mit, Bürgere vnd gemeinde bcydcr Stetten Bcrnn vnd Fribnrg in Occhtland, Tund kunt mengklichcm mit discm bricff: Als denn das ewig Burg Recht, so vnnscr Altvordern in vergangnen ^ zitcn zwiischcn Inen, vns bcydcn Stetten, vnd vnscrn ewigen »achkomcn angcschcn Hand, das sidcrhar mit Recht vnd vrtcil bestätigst worden ist, in cttlichcn punctcn vnd artickeln, ein Herschafft von s Ocstcrrich, daran wir obgcnantcn von Fribnrg vormals gehört gehcpt haben«, merklich begrifft vnd vf,scheidet, vnd sich aber dieselbe Herschafft von Ocstcrrich vnnscr obgcnantcn von Fribnrg halb an s vnnscr gnedigstcn Herschafft von Sanoy, daran wir »u gchörent, gccndcrt hatt; da nn wir bcyd Stctt, in dem als wir nachmals in das vorgcmcldct vnnscr Bnrg Recht gctrcttcn, dcz wir ouch ! mit Recht vnd vrtcil vndcrwist worden sint, scmlichS vnscrS Burg Recht?, friintschafft vnd samcntlichcr Verknüpfung halb zu bcydcr fit gemeint vnd nit anders verstanden habcnt, dann ^ das der durchltichtcnd vnd hochgcborn fürst vnd Herr, der Herzog von Sanoy, vnscr gnädiger Herr, in scmlichem Burg Recht vnd friintschafft in allwcg an einer Herschafft von Ocstcrrich stat j vnd Wesen sin söllc, das aber zwitschent vnS mit bricffcn viid sigcln noch liit crlütrct worden ist, als doch billich bcschicht. Sol mcngklich wüsten, das wir obgenamil Schultheis, Rat, ^ Burgere vnd die gemeinde beydcr Stetten Bcrnn vnd Fribnrg für vns, all die vnscrn vnd vnscr ewig nachkamen mit gutem Rat vnd zitlicher vorbctrachtung hierüber gchcbt s sölichcr fachen aller halb gütlich vnd srüntlich vereinbart vnd die erlütert habcnt, als hienach stat, dem ist also: Das der genante durchlüchtcnd fürst vnd Herr, der Hcrtzog von Sanoy, vnd j all sin ewig nachkamen Herzogen, beschere des HerhogtiiniS von Sanoy, in dem vorgcmcltc» viiserm Burg Recht vnd fachen allen in all weg vnd nach aller verstcntnnstc an einer ^ Herschafft von Ocstcrrich statt syent vnd sin söllcnt vnd dem also durch vnS vnd vnnser ewig nachkommen nachgangcn werden sol glichcr wist, als ob vnnscr gncdigcr Herr der Hcrvog f von Sanoy in viiserm Burg Recht an einer Herschafft von Ocstcrrich statt stünde vnd gcschribcn wcre, AllcS in guten trüwen vnd vngcnarlich, daby wir vnd vnscr nachkommen ^ cwiklich beliben vnd dem »achgan söllcnt vnd wellent by vnscrn Ercn an Intrag vnd Widerrede. Bnd dcz zc Brknnd, warer vnd ewiger zügsamy habend wir obgenanten f Schultheis,cn, Rätt, Bürgere vnd die gemeinden zu Bcrnn vnd z» Fribnrg vnnscr Stetten Scerct Instgelle lassen henckcn an diser bricucn zwcin gelich lntend. t^cben vnd bcschehcn j vff den, achtzrhcndcn tag dcS Mano- dcS Mcrycn, gczatt nach Cristi gcbnrt vicrychen hundert scchtzig vnd sibcn Iarc." P«rgain,ni«nc Urkunde mil d«n anhanqrnden Girgeln »en Vrrn und ilrrlburg 575 I4«7, »?». Marz. Ttnat.arwiv Si»r». Schultheiß, Rath, Bürger und ganze Gemeinde zu Frei bürg in Uechtland Urkunden, daß sie mit dem Vurgrechte, das sie mit der Stadt Bern haben, auch den Brief vom März 145,4, wodurch sie sich insbesondere verpflichten, der Stadt Bern gegen alle welschen Herren Hälfe und Beistand zu leisten, 364 April I4ti7. neuerdings seinem ganzen Inhalte nach bestätigt, befestigt und mit leiblichen Eiden für sich und alle ihre Nachkommen ewig zu halten beschworen haben. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel der Stadt ssreiburg. 57« Zürich. I4«7, ». April. Staatsarchiv Lnccr»! Allgemeine Abschiede, V <71, »». Rudolf, Markgraf von Höchberg, Graf zu Neuenburg, hat auf diesem Tage auf Befehl deS durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, des Herzogs von Burgund, und deS Herrn von CharolaiS, dessen SohneS, folgende Anbringen an die Städte und Länder der Eidgenossenschaft, nämlich Zürich, Bern, Solo thurn, Lucern, Schwyz, Zug und (ylaruS, gelangen lassen : Erstens hat der genannte Markgraf Rndolf seinen Credenzbrief, von beiden Herren von Burgund ausgegangen, vorgewiesen und in deren Auftrag eröffnet, wie große Liebe und Freundschaft seit langer Zeit sowohl der Herzog von Burgund zu den Eidgenossen gehabt, als auch sie ihm durch freundliche Behandlung und unverzüglichen Rechtsschutz seiner Kauflcute erwiesen haben. Darauf hat er eröffnet, daß aus dieser und andern Ursachen die beiden Herren von Burgund mit gemeinen Eidgenossen eine „früntschaft, cinikeit vnd verstentniß" einzugehen begehren, so daß sie inskünftig mit ihren Städten, Schlössern, Landen und Leuten in keinem Krieg wider gemeine Eidgenossen oder die Ihrigen sein, noch Jemanden gestatten wollen, sich derselben gegen sie irgendwie zu bedienen, waS dann auch die Eidgenossen ihrerseits gegenüber Burgund zuzusichern hätten. Zweitens: Beider Theile Unterthancn und Hintersassen sollen künftig zu und von einander wandeln, Kaufmannschaft und (stewerbe treiben, von jedem Theile ungehindert an Leib und Gut, wenn sie Zölle, Teilen, Umgeld und dergleichen nach altem Herkommen bezahlen. Drittens : Wenn des einen TheilS Leute an Leute deS andern Theils von Kausens, Verkaufens oder anderer Sachen wegen Ansprachen gewännen, die ihnen bestritten würden, so soll jeder Theil zwei Männer ernennen, die sich mit Eiden verbinden sollen, darüber Recht zu sprechen, nachdem sie den Parteien nach Basel Tag verkündet haben. Können die Vier nicht einig werden, so soll ein jeweiliger Bischof von Basel als gemeiner Mann mit den Vieren Recht sprechen. Viertens: Diese Uebereinkunft soll in bester Form aufgerichtet und besiegelt werden. Von den Herren von Burgund hat Markgraf Rudolf Vollmacht, cS in ihrem Namen zu thun; jene seien übrigens bereit, wenn eS verlangt werde, die Briefe auch mit ihren eigenen Zusiegeln zu bekräftigen. Wenn die Eidgenossen inSgemein eine solche Vereinigung nicht eingehen wollten, so wollen die genannten Herzoge dieselbe mit denjenigen Orten insbesondere abschließen, welche dazu geneigt seien. „DiS vor- geschriben habent der Eidgnossen Botten vff dem obgemelten Tag zu Zürich betrachtet, dz sölichS ze tunde vnser Eidgnosjchaft lob, nutz, erc vnd grosser trost sye, vnd ieglicher bott soll söllichS an sin Herren bringen, die darumb vff Sant Iöryen tag zu nacht nechstkünfftig Ir bottschafft zu Lutzern haben vnd morndeS Ir antwurt hierumb geben söllent, vmb dz man dem obgenanten Herrn Margraffen ouch geantwurten könne, der solicher antwurt erwarten wil." — ?». Welti von Neuenstein hat abermals drohend geschrieben und Recht geboten auf den Bischof von Basel oder Bürgermeister und Rath daselbst. Auf dem Tag zu Lucern soll man antworten, welches Recht man aufnehmen wolle. >sii ». Ein zweites Exemplar des Staatsarchivs Lucern bei den BnrgunderkriegSacten nennt mich llnterwalden. April l467. svv Pignerol. R4«7, RS. April. Ttaa«»ar«>> Bern. Amadeus, Herzog von Savoyen Zt., beurkundet in Gegenwart der bernischen Abgeordneten Adrian von Bubenberg, Niclaus von Scharnachthal und Niclaus von Dießbach seinerseits die Erneuerung der alten Bundnisse des Hauses Savoyen mit der Stadt Bern, nachdem sein Rath und Kammerherr Franz, Graf von Greyerz, Marschall von Savoyen, deren Bestätigung von dieser Stadt sin ampl« et valicta furma) erhalten, wie aus einer mit dem Siegel der Stadt Bern versehenen Urkunde unter dein Datum des verflossenen 22. April hervorgehe, und verspricht bei seinem fürstlichen Worte und mit körperlichem Eide, dieses Bündniß zu halten. e-ininis»« »rennde auf Pergament »a« dem her,»gli«e» S>«ge> SV«. A5pl» R 4L 7, I R. (Montag vor dein heil. Pfingsitag). Sttst»ar«iiiv ^». ttaUc». Boten! Bern. Bartholomäus Huber, Burger und des Raths. Solothurn. Eunrad Schlillis, Seckelmeister. Uri. Werner Lusser, Landvogt im Tlnirgau. llnterwalden. Hans Ambul, Altammann. Zug. Heinrich Landis. Diese Urkunden, daß sie der Spänne und Stöße wegen zwischen Abt Ulrich von St. Gallen und denen von Appenzell in Betreff zweier Artikel des Rechtspruchs der sieben Orte, nämlich daß die von Appenzell den alten Spruch nicht gehalten haben und daß sie deßhalb 800 Gulden zahlen sollen, aus Befebl ihrer Herren und Obern zuerst nach Appenzell vor die Gemeinde, dann nach Wyl im Thurgau zum Abte geritten seien, bei dem sich der vier Orte Zürich, Lucern, Schwuz und Glarus Boten befanden, nämlich von Zürich Eberhard Ottikon, genannt Wlist, von Lucern Rudolf Gchiffmann, von Schwyz Jost Stadler, von Glarus Heinrich Landolt, auch Boten von Appenzell. Nachdem die Boten von Bern und Solothurn nochmals vor die Gemeinde zu Appenzell getreten, habe sich diese einhellig erklärt, wenn die zwei Artikel aus dem Spruche getlzan werden, so wolle sie alle andern Bestimmungen des Rechtspruchs beobachten. Das versprachen dann auch in ihrem Namen heute zu Wyl die Boten von Appenzell, Hermann Zidler und der Schreiber Stemli. Der Abt stimmt bei unter der Bedingung, daß dieser Vergleich dem Rechtspruche in den andern Artikeln nicht schade und daß die vermittelnden Orte das Gotteshaus bei demselben handhaben und schirmen. Abgerückt bei Ztliweqer. Appen,«Iler-Urlnnden Stro. SVtt I4K7, RR. (Moniag vor dem heil. Pfuigsuag). WegeUi»! Pfäverser Regesien. Stro iiSii. Die Ratböboten der sieben Orte fällen mit Vollmacht ihrer Obern ein schiedrichterliches Urtheil IN dem Handel zwischen den Grafen Wilhelm und Jörg von Werdenberg-Sargans einerseits, dem Amman«, 366 Mai 1467. den Vögten, Röthen, Richtern und ganzer Gemeinde der Kirchspiele und Herrschaften Nidberg, Flums und ihren Mithaften andererseits, betreffend den durch die Boten von Uri, Schwyz und Glarus vormals aufgestellten Herrschaftsrodel und den von den sieben Orten darüber gegebenen Bestatigungsbrief. Einige in diesen Briefen enthaltene Artikel, wodurch die von Nidberg, Flums w. sich beschwert finden, werden nun verändert, insbesondere der Artikel der freien Walser wegen mit Beziehung auf ihre Dienstpflicht in der Grafschaft. S8« R467, TT Wtai. Staatsarchiv Bern. Verstandniß und Einigung der Städte Zürich, Bern, Solothurn und Freiburg mit dem Herzog Philipp von Burgund und seinem Sohne, dem Grafen Carl von Charolais. — Beilage 42. Bern schreibt den 8. Mai an Zürich: Es werde sich dieses wohl erinnern, was kürzlich durch den Markgrasen Rudolf von Höchberg eines Verständnisses mit dem Herzog von Burgund wegen an die Eidgenossen gebracht und geworben, von etlichen Orten aber abgeschlagen worden sei. Bern seinerseits sei jedenfalls entschlossen, mit seinen Eidgenossen von Solothurn eine solche friedliche Einigung und ein freundliches Vcrständniß mit Burgund einzugehen, möchte aber Zürich „vor menklich gern mit darinn haben", bitte daher dieses, sich zu erklären. Berner Raths- manuel II. 145. Deutsches Missivenbuch L. 145. — Am Mittwoch vor Pfingsten (15. Mai) dankt Bern denen von Zürich für die ihm und Solothurn zu Ehren erfolgte Zusage und bittet um Absenkung einer Botschaft nach Bern auf Mittwoch nach dem hl. Pfingsttag (20. Mai), um die Sache mit Bern und Solothurn und in An Wesenheit des Markgrafen Rudolf zu beschließen. Deutsches Missivenbuchll. 150. — 1467 „vffVlrici" (4.Juli) fordert Bern Zürich und Solothurn auf, das Verständnis; mit dem Herzog von Burgund zu siegeln, da die Herren von Burgund den Vereinigungsbrief ohne allen Vorbehalt besiegelt haben, um so mehr, „wau such die stecht vnd nit ein Püntnuß ist". Bern mahnt insbesondere seinen Gesandten Hetzel, Zürich zum Siegeln zu bewegen, „wan mine Herren nit verstau können, das Wz gevarlichs darin, wan es ouch kein püntnuß stge". Bcrner RathSmannal II. 225. Deutsches Missivenbuch H. 183. S8I Cinsiedeln. R4S7, T«. Juni. Staatsarchiv B-r»: Rathsmanual II. AZ. Bern schreibt (»abalu unt« Iluptist«) an gemeiner Eidgenossen Boten zu Einsiedeln: Es könne wegen der Aemterbesatzung und andern; „Unmufi" keine Boten auf den Tag senden. Die Eidgenossen möchten die Sachen möglichst in Güte austragen, damit man des Kummers und der Mühe überhoben werde. — Die Acten des Tages fehlen. S8«. Baden. t4S7, TZ. Juni (Zinstag St. Johann Baptisten Abend). ZeUiveaer: Appenzeller Urkunden, Nr», 410. Nachdem man auf dem Tage zu Baden die Zusage der Appenzeller erhalten, dem eidgenössischt« Rechtspruche nachzukommen, wenn die beiden anstößigen Artikel daraus entfernt würden, haben der Juni 1467. 367 Eidgenossen Boten mit dem Abte so viel geredet und sich für ihn und sein Capitel gemächtigt, daß er ihnen die Sache übergeben hat, doch daß in allen andern Punkten dein Spruche genug geschehe, insbesondere daß die Appenzeller die Landleutc, die sie außerhalb ihrer Lehmen angenommen, der Eide bis St. Verenentaq tl. September) nächsthin entlassen, und daß, wenn sie daS nicht thun wollten, Bern, Uri, Unterwaldcn und Zug den vier andern Orten helfen sollen, sie dazu anzuhalten. Dann sollen die Spruchbriese vom Abte hinter Lucern, von Appenzell hmtcr eins der vier Orte gelegt werden, damit man die neuen Spruchbriefe aufrichten möge. Bern, Uri, Unterwalden und Zug sollen innert vierzehn Tagen denen von Lucern zu Händen der vier Schirmorte erklären, ob sie die besagte Verpflichtung übernehmen wollen; wenn ia, so sollen dann die neuen Spruchbriefe besiegelt werden; wenn aber nein, so wollen die Schirmorte dem Abte den alten Spruchbrief unversehrt hinausgeben und die Appenzeller zu dessen Beobachtung anhalten. Diesen Abschied geben die vier Schirmorte besiegelt mit den Siegeln von Lucern und Schwyz in ihrer aller Namen. 5«» Allst. Ztttti (Montag nach Johann Baptist). , EttsttarNii» 2t. !Horll. I4E7, III» nnd II. ^ohlt't'lllHt'l' (Donstag lind Freitag »ach diativitati« dlnriw). Etaa»»i>r«t,iv Bern: Deuts»«» Misgveniu» ii. Ztw. ZZ?. Waffenstillstand zwischen den Eidgenossen und Oesterreich bis Michaelis. — Der Act fehlt. a. Bern schreibt unter obigem Datum „ylcntz" an seine Gesandten in Solothurn, Schöpfer und Hebel: Es vernehme durch Anbringen seines Schultheißen Thllring von Ninggoltingcn, der Bischof von Constanz habe die Boten der Eidgenossen, welche bei ihm zu Tagen gewesen, gebeten, die Spänne zwischen den Eidgenossen »nd der Herrschaft Oesterreich bis Michaelis nächsthin (Ll>. September) anstehen zu tasten, angesehen die Gebote des Papstes und dcS Kaisers, auch das gute Lob, das die Eidgenossen hergebracht haben. Um dieses Lob nicht zu verlieren und um nicht in die Ungnade des heiligen Stuhls und der kaiserlichen Gewalt zu kommen, haben gemeiner Eidgenossen Boten von Zürich, Bern, Luccrn, Schwyz und Zug, die auf dem Tag gewesen, nach reiflicher Erwägung einhellig an ihre Obern zu bringe» genommen, daß solcher Aufschub bis Michaelis zugestanden und dem Bischof von Constanz zugesagt werde. Die beiden Boten sollen sich auch bei Solothurn dringend verwenden, daß dieses ebenfalls beitrete. t> Bern schreibt an Basel: Nachdem Thllring von Ninggoltingcn obiges und daß der »ach Zug angesetzte Tag zu Stande komme, von Kaiskrstuhl gebracht, halte man für zweckmäßig, daß auch die Stadt Basel und der Bischof von Basel ihre Gc sandten aus Dienstag nach Ornoi» (15,. September) nach Zug senden. 368 September I4l>7. 585. Hilst» R4E7, I ». Stp^embpl? (Dienstag »ach tjrucw Lxaltationi»), Staatsarchiv Bern: Deutsches Misstvenbuch II, ZZ1. 211, Die Acten des TagcS fehlen, doch geben darüber folgende Schreiben (a. a. O.) einigen Aufschluß: «. Bern schreibt an seine Boten auf den: Tag zu Zug, Pctcrinaun vou Wabcru, Schultheiß, und Ludwig Hetzet von Lindnach: Es seien von Mnhlhauscn solche Klagen über Verwüstung de« Gebiets dieser Stadt durch die Oestcrreichischen eingekommen, daß cS seinen Großen Rath versammeln werde, um zu bcrathen, was zu thun sc>< Sie möchten das den Boten gemeiner Eidgenossen mitthcilen (! Lhronit II. tili. Staatsarchiv Bern: Deutsches Missivenbuch II. 2ÜZ. 251. Aus Anlaß der Gefangennahme und Beschätzung des schaffhausischen Bürgermeisters Hans am Stab durch Bilgeri von Heudorf und der von daher rührenden Streitigkeiten und Vermittlungsversuche setzten die Bischöfe von Basel und Constanz, Graf Rudolf von Sulz und Bürgermeister und Rath zu B"s^ einen Tag nach Basel an, auf welchem folgende Verabredungen getroffen wurden: 1. Die Bischöfe sollen einen gütlichen unverbundenen Tag an ein gelegenes Ort setzen, um mit den Rathsboten der Stadt Basel zu versuchen, eine ganze „durchgehende" Richtung zwischen der Herrschaft Oesterreich und den Eidgenossen zu Stande zu bringen. 2. Darin soll auch festgesetzt werden, wo und wie man zu AustrmZ kommen soll über alte Streitigkeiten, in welche beide Theile fürdcrhin gegen einander kamen. diesem Tag soll man ferner versuchen, alle Spänne einzelner Städte und Personen auf beiden Seit"' freundlich zu vertragen oder zn schicdrichterlicher Entscheidung zu vertädingen. 4. Bezüglich der Sache des am Stad und des Heudorf soll auf dem Tag vorerst freundschaftliche Ausgleichung versucht, dann soi^" verschiedene austrägliche Rechte vorgeschlagen werden. Beide Bischöfe sollen trachten, den Bilgeri von Heudorf zum Besuch des Tages zu vermögen. 5. Zeder Thcil soll sich an den fünfzehnjährigen Frieden, der zu Constanz gemacht ist, bezüglich feilen Kaufes, Gewerbes und Handels ic. halten, li. Die genannte" Artikel und Verabredungen sollen die streitenden Theile an ihre Obern bringen und sobald möglich de" beiden Bischöfen melden, ob sie einen freundlichen Tag leisten wollen. September 1467. 369 Tschudi dalirt diesen Abschied vom 5,. October, cS wird aber hier das Datum nach dem Bern er deutschen Missivenbnch lt. 253, 25>4. angenommen: Bern thcilt Samstag nach Dionys» (16. October) den Abschied des Tage« von Basel („vss Michaelis ncchst verrückt gehalten") an Solothurn und Frciburg mit. Da« Missivenbnch enthält nur die Begleitschreiben. Bern schreibt Montag nach Galli (13. October) an Zürich: ES vernehme, die sechs Orte haben einen Tag zu Bezgenriet» gehalten und einen Zug gegen die Herrschaft beschlossen, sie wolle» zn näherer Verabredung nächste» Montag noch einen Tag zu Lucer» halten und dann Zürich und Bern zu ihnen mahnen, was Bern nicht gefalle, wcßhalb cS Zürich ersuche, ihm von Allen, Nachricht zn geben und sich mit ihm über gleiches Ver. halten zu verständigen. Areiburg. I?. October. StaatSar«<,iv Nern. Schultheiß und Rath der Stadt Frei bürg in Uechtland Urkunden: Da wegen Verhinderung, welche zu tsienf und anderwärts Kaufleutcn, die die Messe zu Lyon besuchen wollten, begegnete, zwischen dem Herzog von Savoyen und seinen Brüdern einerseits, dem Schultheißen und Rathe zu Bern anderer seitö Streit und Mißhelligtcit walte, so haben sie aus großer Freundschaft zu beiden Thcilcn und mit deren Einwilligung vorläufig und bis sie auf einem Tag zu Freiburg die Sachen gänzlich berichten mögen, erlangt, daß alle .llaufleutc deutscher Zunge mit allen ihren Kaufmannöwaaren frei durch des Herzogs von Savoyen und seiner Brüder Lande wandeln und die Messe zu Lyon ungehindert brauchen mögen, doch so, daß sie die gewöhnlichen Zölle bezahlen und keine Waaren welschen Ursprungs mit sich führen. Pergament«»« Urkunde mit dem anhangenden Siegel der Stadt Freiturg. Lttcern. I4K7, s November (Dienstag nach Allerseelen Tag). Staatsarcktiv Bern! Deutsche« Misslvenbuch It. Bern schreibt an Solothurn am Montag vor Martini (9. November): Seine RathSfrcunde seien von dem Tag zu Lucern zurückgekehrt und haben berichtet über „mcngerlei gemeiner Eydtgnossen qeschefft, nit not als zu melden, vnd ouch vnder anderm erzallt, wie cttlich örter der Eydgnossen gentz- lich des willens syend, ob sich die fach zu kriegklicher vffrur ziech, was dann erobert wurd, allen gemein sin vnd niemand sich ützit sundern, noch zu sinen Händen ziechen söll. Aber des Adscheids zu Basel vnd des früntlichen tags halb, ob denen volg ze tun sig oder nit, ist nach vil vmbworten kein besluß geschechen, sunder allen botten bevolhen, die fach wider heim an ir obern zu bringen vnd sich mit Etlichem rat zu bedenken, was gemeiner Eydgnossenschaft nutz vnd Er daran gelegen sig, ob sölich inlandig recht vnd früntlichkeit veracht vnd nit vffqcnomen wurde, vnd darumb ze antwurten tag bestimpt vss Sant Kathrinentaq (?5. November) nechftkomend zu nacht wider zu Lutzcrn an der Verberg zcsin'. Das Datum ist btstinnnt nach dem Schreiben Berit« an Mlthlhansc» Freitag nach Martini (l3. November) ebenda 2.;?. Z» diesem Abschied gehört wahrscheinlich auch der bei Ts-Hndi N. '.74 abgedruckte Schirmbricf der acht Orte fite da« JohannitcrhanS z» Lenggcrn in der Grafschaft Baden vom 4. November 1437. 47 37U November I4<>7. j!nrrrn. I4K7, t». ?^vürtnürr (Freitag »ach Allerlieilige» Tag). .aellweqer: Appenzeller Urkunde», Nr. 44t, Die Boten von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus erklären: Nachdem die Appenzeller in der ihnen vorgeschriebenen Zeit diejenigen, welche sie außerhalb ihrer Letzinen in des Gotteshauses St. Gallen Gerichten zu Landleutcn angenommen, ihrer Eide nicht entlassen haben, so senden sie Boten von Lucern und Schwyz nach Appenzell vor die Gemeinde, um dieser zu sagen, daß sie icnc Landleute, es sei im Rheinthal oder an andern Enden, ihrer Eide entlasse, sie anweise, die Lehen vom Abte zu empfangen, überhaupt dem Spruch in allen Punkten, ausgenommen die zwei bewußten, nachzukommen. Wenn sie das thut, so sollen die Boten der zwei Orte in'S Rheinthal reiten und da die Auseinandersetzung der Rechte des Gotteshauses und der Appenzeller vornehmen. Thun aber die Appenzeller das nicht, so sollen die Boten der zwei Orte ihnen erklären, daß die Eidgenossen dem Abte von St. Gallen den Spruch mit den zwei Artikeln, worin der Bruch und die Zahlung der 80H Gulden erwähnt sind, wieder aushingebcn und sie zu dessen Anerkennung anhalten werden. Auch sollen die Appenzeller den Abt und die Seinen sicher sagen an Leib und Gut nach Laut und Sage des Spruchs. 5»«>. Lucern. Z.4K7, T? ivember . Die Acten fehlen. — Der Tag wurde aber gehalten; denn Bern schreibt Sonntag vor Andreä (2!). November) an Solothurn, letzteres möchte seine Botschaft nach Bern senden, um „den Handel des ich geleistet! tags zu Lutzern vnd dabi etwas nüwer invellen, die wir üch schrifftlich nit berichten mögen", zu vernehmen und sich darüber mit ihnen zu unterreden. Siehe auch Bcrncr Rathsmanual II. 384. Zürich. ZI. Deceniber. Archiv Basel: OffnungSbuch IV. !tl. „l4(!8 vff Donstag vor dem ingenden Zar Hand gemeiner Eidgnossen botten ze Zürich besambnet vnserm Ratzbotten Heinrich Menlin vnder anderm gefeit, dz sy dem Abescheid, so hie durch vnser Herren von Basel vnd Costentz, ouch vnser Ratzbotten, vor vnlanger zyt zwüschcn der Herrschaft von Oesterrich vnd gemeinen Eidgenossen bescheen ist, nit meintent nachzekomen." Januar I4(>8. Lucern. «. Januar i. :> Könige Tag). »»aai»ar«i,,v Bern- Deuts»-« Misstvenbu» II. WZ. Nach einem Schreiben Berns an Schaffhauscn vom i. Zanuar war auf den (i. ein Tag gemeiner Eidgenossen nach Lucern angesetzt, um «Iber die Beschwerden der Schaffhauser gegen Oesterreich zu rath schlagen. Tic Acten fehlen. »SD» Hnric^?. 11.^. Aannar i» B»r»: Ruth«>»a»ual II. «z<. Aus diesen Tag war den Städten Bern und Lucern ihrer Streitigkeiten (in Betreff des Trubthals) weqen von dem Obmanne nach Zürich Tag gesetzt. — Die Acten fehlen. S5Z4 Lucern. 1? I. Januar lSanc, Rg»ew»ag>. Tschiieii «hronit II. «7». ». Auf den nächsten Sonntag nach Lichtmeß (7. Februar) sollen Zürich, Uri, Schwyz, Zug und GlaruS icdcs Ort zwei Boten nach Lucern senden. Inzwischen sollen die von Schaffhausen und die von Rheinau ihr Bestes thun, um die Gefangenen von Waldskut, welche die Gesellen von Unter- walden nach Rheinau gebracht hatten, zu veranlassen, sich wieder nach Unterwalden zu stellen, oder dann mochten die von Rheinau drei bis vier Männer nach Unterwalden stellen, welche für fünfthalbhundert Gulden gut wären. Diese sollen sicher und unqekränkt dort bleiben, bis ihnen Rechttag nach Lucern vor gemeiner Eidgenossen Boten gesetzt wird. In ebenderselben Zeit sollen sie werben um den Nam und Raub, den sie von Händen gelassen, und den nach Lucern antworten. Können sie das nicht, so sollen sie für ebensoviel Gut Tröstung nach Lucern geben bis zu Vollführunq des Rechts. I». Zürich und Zug sollen ihre Botschaft nach Schaffhauscn und Rheinau senden, um ihnen diese Beschlüsse mit- zutkeilen. «». Auf nächsten Mittwoch (27. Zanuar) wird ein Tag nach Zug gesetzt, woselbst man zu Rath werden will, wie mit denen von Unterwalden dieser Dinge wegen geredet werden soll, ob man namentlich die von Rheinau schützen wolle und wie die Unterwaldncr sich verpflichten sollen, denen, die sich stellen würden, Sicherheit, Zucht und Ehre zu gewähren. «I. Ab dem Tag zu Zug soll man d>e von Unterwalden wissen lassen, auf welchen Tag sie ihre Gemeinde halten sollen. Dahin sollen Lucern, Uri und Schwyz Boten schicken. « . Vor diesem Tag sollen Lucern, Uri und Schwyz an Unter- walden werben, daß es auf die Stellung derer von Rheinau in daö Land Unterwalden verzichten möchte, f. Heimbringen Ammann Lusscr's von Uri, des LandvogtS »m Thurgau, und des Juden Salomon wegen, ob man das Geld nehmen lassen oder dem Landvogte erlauben wolle, so viel einzuziehen, als er 372 Zanuar 1408. Kosten gehabt. H. Wein etwas angelegen ist des Zolls von Kloten wegen, der mag es auch heimbringen. I». Ebenso der 800 Gulden wegen, die da liegen. I. Die Boten dieses TageS sind alle einhellig und sollen es an ihre Herren bringen, es bedünke sie, man sollte die von Rheinau sich nicht nach Unter- walden stellen lassen, indem eS eine Schmach und Unehre für gemeine Eidgenossen wäre, sie aus ihren Gerichten in andere zu stellen. Die Botschaft, die ab dem Tag von Zug nach Unterwalden geht, soll daS den Gemeinden allda zu erklaren beauftragt werden. Man wolle ihnen die von Rheinau nach Lucern vor gemeine Eidgenossen stellen und da ergehen lassen, was Recht ist. Auch seien die Eidgenossen der Meinung, Unterwalden solle seinen Landmann Caspar Koller gegen die von Rheinau nach Lucern vor Recht stellen. Auf den Fall, daß Unterwalden das nicht thun, auf die Stellung der Rheinaucr nach Unterwalden nicht verzichten und diese deshalb feindlich behandeln wollte, soll man zu Rath werden, ob man die von Rheinau vor solchem schirmen wolle. It. Bern soll auch auf den Tag zu Zug eingeladen werden. Zu >. Betreffend Caspar Koller vergleiche eine Urkunde von 1401, an Sanct Lamprechtstag (17. September). Caspar Koller von Brixen bekennt öffentlich, daß er in vieler Weise gegen seinen gnädigen Herrn, Herzog Sigmund von Oesterreich und Grafen zu Tyrol, gehandelt und gcthan habe, wcßhalb er von dessen Röthen in's Gefängnis; gesetzt worden sei; der Herzog aber habe ihn begnadigt und freigelassen, doch so, daß er die Grafschaft Tyrol verlasse und nicht mehr dahin komme, auch seiner Gefangenschaft wegen an Niemanden, weder inner noch außer Landes, Rache nehmen wolle, bei seiner Treue. Wenn er oder Jcniand seinetwegen dem nicht nachleben wurde, so möge man ihn ergreifen und als einen Treubrüchigen richten. 2lbs6 riftlicke Urkunde im Staatsarchiv Lucern i Allqemeiner Abschiedeband Ij. 21. S?Z5 I4K8, in Januar. Tswiidi: Ehronik II. «7!>. ». Der fremden Bürger und Landleute wegen, die bisher in Städten und Landern aufgenommen worden sind, haben die Voten dieses TageS auf Genehmigung oder Verbesserung ihrer Obern hin gerath- schlagt, daß gemeine Eidgenossen fürderhin keine fremden Burger oder Landleute weder in Städten noch Ländern aufnehmen sollen, es wäre denn, daß solche mit ihrem Leib und Gut sich hauöhäblich in der Stadt oder dem Lande, wo sie aufgenommen werden, niederlassen wollten und daß sie als fromme, ehr liehe Leute bekannt seien und keine alten Kriege oder Ansprachen auf sich haben; desgleichen, daß besondere Personen in der Eidgenossenschaft sich keiner fremden Ansprache annehmen, noch solche für sich erkaufen oder sonst übernehmen sollen. Und wenn solche fremden Burger oder hergekommenen Leute wieder von unö zögen, aus der Eidgenossenschaft oder aus der Stadt oder dem Lande, da sie Burger oder Landleute geworden, so soll ihr Burgrecht oder Landrecht ganz hin und ab sein und man soll sich derselben gmU nichts mehr annehmen. Auch den bereits angenommenen, welche sich in solchem Falle befinden, so^ man erklären, daß man sich ihrer alten Ansprachen hinfür nichts annehmen und ihnen darin weder beholfen noch berathen sein wolle. Wenn auch Einer setzt Bürger oder Landmann wäre, der nicht m't Leib und Gut, Weib Ultd Kind in der Eidgenossenschaft säße, und ihm Sachen zufielen oder zugefallen wären, ehe er mit Leib und Gut, Weib und Kind in die Eidgenossenschaft gezogen wäre, so will man Januar l4st8. 373 sich dessen nichts annehmen; in Sachen dagegen, welche einem solchen zufielen, wenn er einmal in der Eidgenossenschaft sitzt, will man ihm helfen und ihn schirmen, wie einen Bürger oder Landmann. Alle diese Stucke der fremden Bürger und Landleute wegen sollen die Boten an ihre Obrigkeiten zum Rath schlag bringen. Auf den RechtStag oder einen andern nächsten Tag, der Caöpar KollerS und derer von Rheinau wegen in Lucern sein wird, oder auf einem Tag, den der drei Orte Lucern, Uri und Schwyz Roten letzt zu Unterwaldcn auf unser Frauen Tag zu setzen zu Rath würden, sollen die Antworten der Obrigkeiten eröffnet werden. „Item biß nüw burgcr vnd lantlüt Hand vnS vil Vnruwcn bracht vnder vnser Gemeinden von Stett vnd lendern, daß from lüt beduukt, daß die Sach nit glich zugang, daß drh oder vier, si sigend in Stetten oder lendern, deß grossen Genieß habend vnd aber ander fromm lüt engeltend, vnd einer, der des kein Nutz hat, darin verdacht wird, vnd der des genießt, man nit innen werden, noch einer Gemeind fürkomen mag." I». Lucern, Schwyz und Uri sollen ihre Boten auf Samstag zu Nacht vor unserer Frauen Tag zur Lichtmessc (.'jll. Januar) zu Obwalden haben, um dann Sonntags darauf (3>. Januar) vor der Gemeinde allda und an unserer Frauentag (2. Februar) zu Nidwalden vor der Gemeinde von Caspar KollerS Sachen wegen daS Nothwcndige anzubringen oder zu mahnen. Tschudi überschreibt diesen in Original nicht vorfindlichcn Abschied einfach: „Abschied von Lucern" ohne nähere Tagesangabe; cS scheint aber eher der am 21. Januar aus den 27. Januar angesetzte Tag zu Zug zu sein. »?Z«i ^iitsl'edeln. I >.?. At»l»rnar «Momag Vnimin-'i. ^»i><>»«ar«t>iv V»««r» ! AllgtMkin« Abschied« Iii». ». Alle Orte sollen ihre Botschaften auf St. MatthiaStag zu Obwalden und TagS darauf zu Nidwalden vor den Gemeinden haben, um mit denselben zu reden, wie man zu Einsicdeln überein gekommen ist; auch sollen sie wegen Schaffhausen mit denen von Unterwaldcn reden. I». Heimbringen des Boten von Schaffhausen Anbringen des TageS wegen, den der Bischof von Constanz zwischen denen von Schaffhausen und der Herrschaft Oesterreich setzen will. «. Ebenso daö Anbringen und Begehren deö Herrn Jost von Hornstein. ,1. Den Boten scheint, die Eidgenossen sollten m den Streitigkeiten zwischen Basel und Solothurn sich in'S Mittel legen. « . Heimbringen, daß man mit denen von Unterwaldcn reden möchte, daß sie den Vogt Lusser sicher sagen. Ebenso deö Gesellen von Stein und des Appel- lirenS wegen. — Um alle diese obgenanntcn Sachen, auch der Durger, Landleutc, Schenkungen und des ..Anschlages gen Schaffhausen" wegen soll man zu Unterwaldcn Antwort geben. ^tans. Februar «»« San» M»ihi?t<>g>. Tt»»a««»Iv vu<«rn! A«t«n llnt«rwald«n. Der Stöße wegen zwischen Landammann und Gemeinde zu Unterwaldcn cincStbcilS, Bürgermeister und Ratk zu Schasshausen anderntheilS ist abgeredet, daß die Schaffkauser die Roste, die sie zu Rheinau 374 Februar l4ti8. zu ihren Händen gebracht haben und die noch vorhanden sind, nach Lucern hinter gemeiner Eidgenossen Boten auf Recht stellen sollen. Wäre aber keines der Rosse mehr vorhanden, so hat Junker Peter Oeri versprochen, denen von Unterwalden genug zu thun für das, wozu Schaffhausen verfällt werde. — Der Schmach wegen, welche die Unterwaldner von denen von Rheinau erlitten zu haben meinen, soll die Sache auch vor der Eidgenossen Boten zu Lucern kommen. Derer von Waldshut wegen, welche der Eide ledig gesagt sind, wogegen die von Unterwalden meinen, die Boten hätten dazu keine Befugniß gehabt, soll es auch vor der Eidgenossen Boten kommen. Wenn endlich Caspar Koller und Stöckli an die von Schaffhausen und Rheinau, oder die von Schaffhausen und Rheinau an Caspar Koller und Stöckli Ansprachen zu haben vermeinen, so sollen sie einander zu Recht stehen vor gemeinen Eidgenossen. Caspar Koller und Andere sollen dann sicher sein auf Recht. Wenn die Eidgenossen sich damit beladen wollen, so sollen sie darum beförderlich Tag setzen. Lueern. I4K8, Tk Aet»ruar (Freitag vor der Psafscnsastnacht). rstbudi- EhronII II. >. Am c«. März nachher schreibt Bern an Basel: Es wisse durch seine Gesandtschast, die zu Lncern aus dein Tag gewesen, wie man der Vereinigung halb vom Tag geschieden und daß vielleicht nicht alle Orte des Willens seien, darein zu treten. Bern meint, Basel, Zürich und Bern sollten sich erkundigen, ob es der Herrschaft Oesterreich mit dieser Vereinigung Ernst sei oder nicht, und sich über gemeinsames Handeln unter sich verständigen. Staatsarchiv Bern, deutsches Missivenbnch It. 315. Mär, I4l'.8, 375 5»?Z Lutrril. I-AKH, ?. Ä??ärz (Montag nach dki alten Fasinacht). StaatOarchiv Lu«r»! »Ilten Unterwalden, Der Eidgenossen Boten von Zürich, lluccrn, Uri, Schwyz, Zug und Glaruo erklären auf Begehren Unterwoldens, dop sie von ihren Herren Auftrag und Vollmacht haben, Erläuterung zu geben über die Frage, ob sie das Recht gehabt haben, die von Waldshut der Eide ledig zu sagen, und über die andern zwei im Abschied zu Unterwalden enthaltenen Artikel der Richtung mit Schaffhausen und Rheinau. Dazu Baseler Ofsnungsbnch UI. Kit. 14k« (7. März) „Montag po.it Invovavit ist der frtintlich tag zwii- schen den Eidgnosscn vnd den von Strasburg." Boten von Basel dazu sind Hans von Flachöland, Hemman» von Offen bürg, HanS von Vansen, Heinrich Jsclin, Heinrich Zciglcr, Dietrich von Scnnhciin, Hans Einfaltig, Stadtschrcibcr. I Nkärz ^Donsiag »ach der alte» Fas,nacht). ^taa»»ar«t,iv Vut«r» ! Allgemein« Adschjede, A. t7s. Ammann, Rath und Gemeinde von Unterwalden ob und nid dem Wald hatten Streit mit den zwei Städten Schaffhausen und Rheinau eines „Nams" wegen, den Caspar Koller, Vandmann von Unterwalden, denen von Waldskut genommen und dessen er von denen von Schaffhausen und Rheinau eniwert worden war. Neide Thcile setzten ihre Ansprachen zu Minne oder Recht auf die Boten gemeiner Eidgenossen und diese sprechen in der Minne: Die von Schaffhausen und Rheinau sollen die Zehrung, welche die Knechte von Unterwalden zu Rheinau schulden, bezahlen, mit Ausnahme dessen, was Caspar Koller mit seinen Knechten verzehrt hat, das soll er selbst bezahlen? Schaffhausen und Rheinau sollen denen von Unterwalden für alle Kosten, die sie der Sache wegen gehabt haben, 4<> Pfund Haller und 5 Schillinge, Lucerncrwährung, bezahlen, icde Stadt die Hälfte. Damit soll der Streit geschlichtet sein. Auch eine Ausfertigung ebenda bei den Acten: U »t«walden. <5insiedeln. I-AKK, >4. Marz (Montag nach Grcgorn). Areiiiv TU,,»»,. Obmann: Rudolf Schiffmann, des Raths zu Vucern? Schiedleute: von Schwyz Werner Blum, Altammann, Ulrich Abyberg, Vcnner? von Zug Werner Stocker, Heinrich Landes, beide des Raths. Abt Gerold von Einsiedeln und gemeines Capitel daselbst hatten den Hof zu Nüchen (Neuheim) mit Gotteshausleuten und Gütern, mit Twing, Dann, Fall, Geläß, Ehrschatz und aller Zubehördc, lo daS Gotteshaus zu Hinterburq, zu Ncukeim, am Zuqerberg, zu Aeqeri und da herum gehabt, an Stadt und Amt ^tlg verkauft. Nun bestritten Landammann und Rath von Schwvz als Kastvöqte des Klosters die 376 Marz 1468. Gültigkeit dieses Verkaufes, Zug dagegen behauptete dessen Rechtskraft. Die Sache kam nach Inhalt der Bünde zum rechtlichen Entscheid. Schwyz berief sich auf den Artikel des Bundes, daß jedes Dorf, jeder Hof :c. bei seinen Freiheiten und Rechten bleiben soll, auf den Nachtheil, den die Gotteshausleute durch eine solche Veränderung ihres Standes erleiden, auf den Eid, den der Abt bei seinem Regierungsantritte geschworen, nichts von den Gütern und Leuten des Gotteshauses zu veräußern u. f. w. Zug behauptete die Gültigkeit des Kaufes, der nicht ohne Wissen von Schwyz stattgefunden habe. Nach ausführlichem Schriftenwechsel, Einvernahme von Kundschaften, Urbarbüchern, Rodeln zc. stellten die Schicdleutc ihre gctheilten Urtheile. Der Obmann trat mittels einer einläßlich motivirten Erklärung dem am 20. Februar (Samstag vor St. Matthias) gesprochenen Urtheile der beiden Schiedrichtcr von Schwyz bei, wodurch der Kauf als ungültig erklärt und aufgehoben wurde. P-rgam-m-nes eib.n m>,Si-g-> Rudolf S»iffm°nns. Der Entscheid des Obmannes stützte sich ans folgende Gründe: Aus den Kundschaften ergebe sich, daß viele Gottcshauslcute sich gegen den Kauf gcwidcrt haben, weil sie das Recht, iin Vcrarmungöfalle durch das Kloster ernährt zu werden, mit dem Uebergang an Zug verlieren würden; ferner, daß die Gottcshauslcute einem Abte nur gcgc» die Zusage, sie nicht zu veräußern, schwöre», welche Zusage auch Abt Gerold zuständigcrmaßen gegeben habe; ferner, daß der Hof Neuheim ein Dinghof, darauf das Gotteshaus gewidmet sei, dergleichen Dinghöfc sieben seien, die daS Recht haben, daß wenn einer derselben mit dem Herrn stößig würde, die Sache vor die sieben Höfe kommen soll, daher durch Abgang eines derselben diesem Rechte Eintrag geschähe; ferner, daß Gotteshauslcutc nur mit UcbercinstimnnMg des Abts, des Vogts und der Gotteshausleute selbst gültig veräußert werden könnten nach Sage des UrbarbuchcS! endlich daß eine päpstliche Bulle bei Strafe des Bannes den Verkauf von Gottcshanslcuten verbiete und dieser Kauf ohne Zustimmung der Obern und Visitatorcn des Klosters,'auch ohne dringende Roth,''geschehen sei; daß andererseits auch die von Schwyz denen von Zug der hohen Gerichte wegen genügsame Zusicherung gegeben, sie darin nicht zu irren u. s. w. S. auch Gall Morcll, Einsiedler-Ncgcstcn Nr. »44. Titte» lin castro ma^oric). I 4K8, Vtärz. I>e «Inxins, Uocumvnt» o»nvvr„»nt I'Iiwtviro » AAEH, R K. Ah>rii (in der Charwochc). Vermittlungsversuch der Bischöfe von Basel und Constanz und der Stadt Basel zwischen den E'd' genossen und der Herrschaft Oesterreich. — Die Acten fehlen. Siehe Abschied «0K, Note. 14K8, 18. März. Rom. Papst Paul II. befiehlt den Schweizern, den durch König Friedrich und die päpss lichcn Legatm auf fünf Jahre gemachten Frieden bis zum Austrag ihres Streites mit Herzog Sigmund genau z" halten. LichnowSky, Geschichte des Hauses Habsburg VII. Rcgcstcn Nr. 124«. April I4ti8. 377 Äpril tvs? ^an« Marxlag). Staa»«arck,Iv Bern: Deutscht« Mlsslvenbu«, l>. ?.«». .«10. An diesem Tage waren der Eidgenossen Boten zu Zürich versammelt. Bern schreibt am gleichen Tage „an Durgermeister und Rath Zürich vnd andern Orten vnser Eidtgnossen Ratzbotten ictz Zürich versamnet" —: Auf den Bericht, daß Mühlhauscn belagert werde, habe es seine Boten mit Voten von Solothurn und Freiburg nach Basel gesendet, um zu bcrathen, «vaS zu thun sei, damit der Ausbruch des Krieges verhindert werde; die in Zürich versammelten Eidgenossen möchten sofort auch nach Basel reiten, um an diesen Berathunqen Theil zu nehmen. — Seinen eigenen Boten zu Zürich schreibt Bern unter gleichem Datum, sie möchten dieses Gesuch auch mündlich unterstützen. Lucern. I?. Mai. O»a<>e«ar<«>iv ZNirtck,! Abschied» I i. Auf die Antworten, welche zedeo Ort, insbesondere Bern und Solothurn gegeben, «st abgeredet, daß man den Tag zu Basel besuchen und das Verstandniß abschlagen «volle, waS besser mündlich denn schriftlich geschehe. Da die zwei Orte den Tag besuchen «vollen, so soll Zürich seine Botschaft mit ihnen schicken, so auch Schaffhausen, «venu es will. Wen«, die drei Orte sanunt Schasshausen den Tag besuchen, so soll dann die Vereinigung nicht vorgenommen, sondern der Herrschaft Antwort angehört und derer von Schaffhausen und Mühlhausen Sache vorgenommen werden. Wird diese letzter? vertrage««, so bleibt es einfach bei dein fünfzehniahrigcn Frieden, «venu nicht, so sollen die Boten Gewalt haben, die Vereinigung oder das Verständniß auf das glimpflichste abzuschlagen. Schaffhausen soll bis nächsten Mennig (IN. Mai) denen von Zürich erklären, ob es den Tag besuchen «volle oder nicht. Im Fall der Zusage soll der Tag zu Basel in obbeschriebrner Weise geleistet werden; falls dagegen, wider Erwarten und wider den Rath der Eidgenossen, Schaffhausen den Tag zu leisten abschlüge, so solle eS das an Zürich verkünden und dieses dann den TädigungSherren den Tag und die Vereinigung mit den besten und glimpflichsten Worten im Namen gemeiner Eidgenossen abkünden lind solches den Eidgenossen zu wissen thun. Abgedruckt bei Tschldl «hronl» N. ive,, Berncr Rathsmanual lll. 69. 1468: „Gedenk vff des hl. Crüzcstag (3. Mai) nechstkompt von dcS Adscheids wegen zn Basel vsgangen zc 1'uccrn zcsindFbcschcchen vfs oster Cistag anno l.xvni» (19. April). Ebenda 190^ 13. Mai: Bern schreibt an Solothurn, es woste seine Knechte nicht unter offenem Bcnlin nach Mühlhauscn ziehen lasten. Wenn der Krieg ausbreche, so möge», sie danir zu Mühlhiiiiscn ciu Vailin machen laste». Das möge solothurn auch so machen und Vorsorgen, daß die Knechte unverletzt nach Mühlhausen komme». 378 Mai »4«8. «II« Bu^ei» I4EH, TA. — TE» Äl^ni (Aussahrtstagi. Tschudt: Chronik II. «8Z. Fruchtloser Vermittlungstag zwischen den Eidgenossen und der Herrschaft Oesterreich. Nach einem Missiv vom 23. Niai (Montag vor Urban!) (Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbnch II 335) waren bernische Boten auf diesem Tag die beiden Ritter von Scharnachthal »nd von Dicßbach. — Baseler OffnungSbuch IV. US >>. 1468 ans Sonntag vor der Auffahrt (22. Mai) sollen der Herrschaft Räthe und der Eidgenossen Boten wieder zu Basel sein und antworten, ob sie dem Abschied „hie in der Karwuchcn durch vnscre Herren von Basel vnd Costcnz vnd der Statt Basel Kotten abgeredet" nachgehen wollen oder nicht. I4K8, AI. Ä)tai (Zmstag vor dem Pfingsttag). Archiv Schwvj. Burgermeister, Schultheiß, Räthe und Burger gemeinlich der Städte Zürich und Lucern Urkunden : Da Abt Ulrich und der Consent zu St. Gallen mit der Grafschaft Toggenburg, namentlich der Stadt Lichtensteig, Ibach, dem Wildenhaus, St. Zohannserthal, Thurthal, Neckerthal, Gegenhartzbuch, Homberg, Niederamt, Lütisburg und Allem, was in die genannte Grafschaft gehört und gehören soll, mit den Ländern Schwyz und Glarus ein ewiges Landrecht eingegangen, derselbe Abt aber mit allen seinen Schlössern, Landen und Leuten zwischen dem Bodensee und Zlirichsee mit Zürich, Lucern, SchwyZ und Glarus sich schon früher in ein ewiges Burg- und Landrecht verbunden habe, so erklären auf Bitte von Schwyz und Glarus die, beiden Städte Zürich und Luccrn, daß sie zu dem angeführten Landrechte ihre Bewilligung geben und daß das frühere Burg- und Landrecht die in der genannten Grafschaft gelegenen Schlösser, Städte und Leute, welche das Gotteshaus St. Gallen schon früher besessen, in den« Burg- und Landrechte des Abts und der vier Orte nicht mehr binden solle. Die pergamentene Originalurkunde mit zwei anhängenden Siegeln im Archiv Schwyz und eine ebendaselbst befindliche fast gleichzeitige Copie auf Pergament tragen deutlich und unzweifelhaft das Jahresdatum 1468. E>» Dructcxcmplar des Stiftsarchivs St. Galle», eine Abschrist im Staatsarchiv Luccrn und Tschndi U. 7(14 dagcge» datircn diese Bcwillignngsurkunde vom gleichen Tage (Dienstag vor Pfingsten) des folgenden Jahres 1469. In der That ist das Landrecht des Abts und ConventS von St. Gallen für die Grasschaft Toggcnburg mit Schwyz »»b Glarus (Abschied 626), aus welches Landrecht sich diese Bewilligung bezieht, erst vom 19. April 1469. Berit. I4E8, t. Juni (Mittwoch vor Pfingsten). Staatsarchiv Bern- Deutsches Mlsstv-nbuch, N. l!7?. Der Eidgenossen, „nämlich von Zürich, Bern, Solo turn, Fryburg, Biel, Nüwenstatt, Vre, Switz, Vnderwalden vnd Zug Ratzbotten ietz zu Bern versampnet", schreiben an den Bischt Zun, I4K.8. 379 von Basel und die Stadt Basel, man danke ihnen für ihren bisher erzeigten guten Willen; auf ihr Schreiben aber bezüglich des jüngst zu Basel geleisteten Tages könne man nur antworten, daß die Obrigkeiten der Orte, nachdem sie dem Abschied entnommen, wie die Herrschaft Oesterreich das, was derer von Schaffhausen und Mühlhausen wegen gefordert worden, unerwarteter Weise abgeschlagen und verachtet habe, „den Sachen wyter nachgedenken vnd fürnümen vnd tun werden, als sich nach gestalt der sack gebüren wirbt." Bern. 4. Juni. Tschndt: «hronik ll> ««?. Boten: Uri. Jacob Arnold. Schwyz. Ulrich Koble. Unterwalden. Caspar Zelger. Lug. Zenni Zten. Mit Hülfe und Rath dieser Boten geben Schultheiß und Rath der Stadt Bern einen Spruch in der Minne zwischen der Stadt Zürich einerseits und ihren gemeinen Unterthanen zu Wüdiswyl und zu Richterswyl andererseits, bezüglich der Besteuerüng der letztern u. s. w. 14 «8, 28. März (Montag nach I^ivtaro): Bern schreibt an Herrn Niclauscn von Scharnachtal vnd Ludwigen Hepel: „Bfs dise stund ist min Herren wäre botschaft komcn, wie die von Zürich zn Wcdiswil der Stilr halb vbcrzogcn vnd aber ettlich Ort, nämlich die von Switz, mit Ir panncr cngegcn zogen vnd ko» vnd gen Einsidlcn an komcn. Dcß- halb min Herren vbcl erschrocken sient. Bnd wie ctlich örtcr stark vnd vast dazwüschcn tcdingcn vnd inston, gchabent mine Herren m. H. den Schultheißen, den von Wabern, zu svlichcn örter» geschickt in Hoffnung, ob die zum rechten nit verkommt, das st aber ire» wis..." — Bcrner Rathsmanual III. 53. Ebenda S3. 1468, Sambstag vor .tudilntv (7. Mai): „Gedenk anzcbringen, wenn man mincn Herren von Zürich vnd den von Wcdiswil tag ansetzen welle." Ebenda ! I 5,. t 4«8, I. Juni: Wädiswyl hat aus gcmcinc Eidgenossen, welche Orte Zürich wolle, Recht geboten; Zürich nimmt Bern als Schiedrichtcr an. ^Utt'rU« N. ^UU^ sDonstag nach Pfingsten). «taa,»arwlv N.rn! Deuts«.« Misguenbu«. II. »na. ZNI. Aus die Mahnung von Schaffhausen hatte Bern einen Tag nach Lucern gesetzt auf diesen Donstag; nach Kenntnißnahme von dem Berichte seiner Boten auf demselben beschloß es, ^am Dienstag nach dem Fronleichnamstaq mit seinem Panner auszuziehen, was durch Schreiben vom I Z. Zum (Sonntag vor eorpeu -in ekrinli) Schasshausen und allen eidgenössischen Orten angezeigt wurde, mit Bitte um ihren Zuzug. Vergleiche auch das Schreiben BcniS an gemeine Eidgenossen vom rpori>i eiwuNi), «»i>a»»ai-iv N«r„: Deutsches MIsiwcnbuch, II. N«!. Bern schreibt an gemeiner Eidgenossen Boten zu Zug versammelt, es habe ihr Schreiben erhalten und wollte ihnen gern alle Freundschaft thun, allein es könne ihrem Begehren nicht entsprechen, besonders weil es alle seine Mannschaft aufgeboten und sie jetzt nicht „wenden" könne, daher es bei dem ihnen mit- getheilten Vorsatz, auf Dienstag auszuziehen, verbleibe und ihnen sein Land und seine Leute zu getreuem Aufsehen empfehle. «IS. I4«8, T«. Jtttti. ' Lt-i>»o>»<»k» ! Band VII, Rcgcsten, Nro, 1288, Die Eidgenossen schreiben an Herzog Ludwig von Bayern, der sich zum Vermittler erboten, (s. Lieh' nowsky a. a. O. Regest 1Z84). Herzog Sigmund habe selbst Anlast zum Kriege gegeben, indem sein Diener Bilgeri von Heudorf Schaffhausen befehdet habe und weder der fünfzigjährige noch der fünfjährige Friede beobachtet worden sei; sie bitten daher den Herzog Ludwig, sich ihnen willfährig zu bezeigen. «I» Lneerlt. >4t»8, TO. Huii (Mittwoch vor Maria Magdalena). Staatsarchiv Lucern: NathSbuch V. It. 4.17 k. An diesem Tage waren Boten von Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug, Glarus und Schaff- Hausen zu Lucern. Da wurde beschlossen, dsmen im Feld zu schreiben, sie sollen das Korn verwüsten und selbes nicht in die Städte führen lassen. Sie sollen nicht in den Schwarzwald ziehen, sondern sich vor Waldshut lagern und da die übrigen Eidgenossen erwarten, die mit den Pannern heranziehen werden- Sie sollen Rothweil berichten, dast es den Zug, welchen es verheißen, zurüste; sobald die Eidgenossen in's Feld kommen, wollen sie selben abholen lassen. St. Gallen soll einen Zusatz nach Schaffhausen legen, wie Appenzell schon gethan. St. Gallen und Appenzell sollen mit ihren Pannern an den Rhein ziehen. Denen von Augsburg sott man ihr Anbringen verdanken. .,M«5 n-'chi «Ick Vor Waldshut. I4«8, is — ««. August. Staatsarchiv ^iiriö). Unterhandlungen über einen Frieden zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. August 1468. 38t Da« Detail liegt in den folgenden nenn Berichten der zürcherischen Hanptlcute und Räthc an Bürgermeister und Rath von Zürich, welche wörtlich gegeben werden, indem sie ein anschauliche« Bild der dem Waldshutcrfricdcn vorangegangenen Verhandlungen gewähren. Sämmtliche Briefe sind in den Conccpten der Zürchcr-Feldcanzlei vorhanden; von den Nummern 1, 5t, », 4, Ü, !> finden sich auch die besiegelten Ausfertigungen. Bei diesen sind die Abdrücke nach den letzter«, bei den übrigen nach den Conccpten gemacht. 4 I 4K», I 5. August. Heinrich Schwenk, Ritter, Hauptmann der Zürcher, Heinrich Röist, de« Raths, und Cunrad von Cham, Stadtschreibcr, an Bürgermeister und Rath von Zürich: „Fürsichtigcn ic. :c. Als wir gen Clingnow loment, warcnt vnser« gncdigcn Herren von Basel, der Stisft vnd der Statt Basel Kotten zu Lütgcrn, der Thomprobst Wunnwald, der Schriber Mely vnd ander, in begerung für vnö Eidgnosscn zc komcnt, denen morndcö gen Clingnow getagct wa«, dahin sy komcnt, vnd Ir anbringen, Inen zc gönnen, zu disen fachen ze redent, ob sy die zn gntem bringen möchtcnt. Denen gcdankct vnd mit Inen gercdt ward, wcrint sy by dem widerteilc gewesen vnd hettent an dein vtzit fnndcn, da« sy da« zu verstand gebeut, so möchte Inen bester witcr geantwurt werden. Darzn sh die antwurt geben Hand, sy wercnt by dem widerteilc gewesen vnd Inen gunncn worden, darzn reden ze lasten, vnd dz wir da« ouch tun vnd sy einen sride, ein tag, zwcn oder dryc machen lasse» wöltint, zn beider site zu ruwcnt, da« sy^ bester frnchtbarlicher darzn geredcn töndent. Da« vnser Eidgnosscn »ament hindcr sich zebringcnt vnd Inen vfs Hütt vfs die vj stund vonnittag darüber antwnrt zcgcbent. Da wir von üwcr wegen verfolget hcttint de« ftidcn«, als da« vor tiwerS willens gewesen ist; aber die andern alle nicintcnt, das cS nit gut wcrc, vnd wöltent des nit verfolgen, vnd ist die antwurt geben, der fride abgeschlagen vnd Inen gnnnen worden, in offener vintschaft darin reden ze lassen; vnd wurde also von Inen ützit an vnS bracht, darzn sy denn gepürlich antwnrt geben wöltent. Daruss sy gern wissen woltent, ob sy das tagen am widerteilc vindcn möchte»!, wo vns den» das gut sin bedüchte vnd mit wie vil Personen wir das gern haben wöltint. Da Inen Lüggcrn fürgcschlagen wart vnd ob xxx vnd vndcr xl Personen zc tagen geschickct vnd jetwedcr teile dar vnd wider dannen an sin gewarsamc gcleit haben söltc. Darnfs sy gerctt Hand, da« an wider« teile zebringent vnd ob dem nit eben sin wölte zu Lüggcrn ze tagen, als da« wit werc, das sy dann gen Howcnstcin kttment vnd wir gen Doggern, »ach by vnser Eidgnosscn von Bern lcggcr; da sy von vnS denn beidersitte geritten vnd die fache gcarbeitcn möchtcnt. Bnd als sy bis an den Rin gelctznct hettent vnd sy, ob sy des verfolgen wölten, durch die lctzincn lasten müsitent, da« wir dann dasrlbö durch dem widerteilc dchcincn schaden zufügen wöltent, vnd des glichen von Im mich beschcche. Das Inen zugesagt ist. Bnd vfs das so sind sy abgcschciden, an den widertcil Ir gcwerbe zebringent vnd was sy sundcnt, vnd daS zcwüstcn zetunde. So hat der rich Herzog in da« Velde geschribc», sincn Kotten gcleit zcgcbcn, in die fache mögen zcrcdcn. Denen gcleit geben vnd Inen vfs ietz Donrstag zn Schasshuscn zcsind tage geben ist. Was dero gewcrbcö sin werde, mögen wir nit wissen. So liggent vnser Eidgnosscn von Bern vnd etlich von Lutzern vast daruss ze stürmcnt, da wir »it vcrstan köimcnt, da« sölichs noch zetunde sye, denn in Sorgen vil frommer litten zu verlicrcnt; darumb wir noch nit daran sind zestürmcnt. Wölte aber UwcrS willens anders darinne sin, möchtent Ir vn« wissen lassen, so wöllcnt wir allezitc UwcrS willen« pflege». Geben zu Clingnow vsf vnser lieben srowen tag zu Ougslen nach mittemtagc nuuo ckouüni »>vooal.»vizj'"'." L. 14V«, 16. August. Hauptmann, Benner und Räthc von Zürich „als wir vor Waltzhut zeucldc ligcnt" an Bürgermeister und Räthe zn Zürich: „Fürsickstigcn w. -c. Üwer schribm, vnS ietz by dein Bülcr geschickt, haben wir gehört vnd wie tiwcr wißhcit oft gcster von vnö ctlichm ist geschribe«, wer vndcrstandm hat, zu dm fachen zcrcdcnt vnd wa« wir denen geantwurt Hand, daS sind noch die vndcrtädiiiger, die wir wisscnt, vnd vfs sölich gebe» antwnrt habent sy vsf Hütt Hans Irmin von Basel zu vnS Eidgnossen in da« vcld geschickt vnd In mit vns reden lassen: als sy gestern gen Luggern komm werint, Helten sy da ein bottm snnde», by dein Inen von vnsrrm Herren von Basel vnd der Statt Basel geschriben werc, da« Herzog Ludwigs Rättc dem Bischofs vnd der Statt Basel gcschribcn hettint, das si» gnad selb« personlich, oder ob er da« nit möchte, sin bottschast vnd die Statt Basel ouch Ir Kotten zn Inen, hclssen zu dise» lachen zercden, schicken wöltent vnd Inen beuolhen, dar zu ritten, da sy besorgt hcttint, sölteut sy das tun. S82 August 1468. daö es sich zelang verziechcn wurde vnd wercnt gen Lousfcnbcrg gcstcr geritten vnd hcttint vmb fttrdrung willen de , so sy an vnS hcttent sunden, au des Herzogen Rättc geworben vnd an denen des tags vsf Hütt zu suchen volg suudcni vnd das wir vsf hüt mittag vnser aller bottcn ze Togcrn haben wöltcnt, vnd vmb kttrzcrung willen, wöltcnt sy Herzog Ludwigs Rätten schriben, gen Clingnow filrdcrlichcn ze kommt vnd des Herzogen Rütte mit Inen zc bringcnt, vn das wir Inen dahin ze komm ein gelcit schicken vnd Jrcm bottcn einen fusibottcn auch zugeben wöltint, sy hclffcn beleittcn. Da wir Inen gen Kciserstul geleit geben Hand vnd sy noch nit gen Clingnow lassen wöltcnt, vnd wöllc» also Hill hören ze Togcrn, was an vns bracht werden welle, vnd Hand von vnö darzu geordnet Heinrich Nöistcn v» den Stattschriber. Vnd vcrncmcnt wir darinne ützit tich notttlrftig syc zewisscn, wcllcnt wir ilch zcwisscn tun. von des Stürmen« wegen liggcnt Vilser Eidgnosscn von Bern vnd Soloturn daruss stark zestürmmt vnd habcnt vy hüt von vns allen begcrt, zc vcrncmcnt, ob wir stürmen wellint, daß söllichs mit ordnung vnd dem so darzu gehöre, fürgmomen werde. Wir habcnt darzu antwurt geben, als sich vf gcstcr geeint wcrc, die ding zcbescchcn, ob zestürwc wcrc, da« sölichs bcschcche gclasien wurde; wenn wir dann dieselben gchörtint, so wöltint wir denn das an v'si^ gemeinde bringen vnd denn darnach vnser antwurt geben, dcro wir getruwtint crc zchabcn. Die von Bern h^^ gern mcr antwurt von vns gehcpt; wir habcnt aber das daby bclibcn lassen, als vns je noch nit bcdunkcn wil, zestürmmt syc, denn mit grossem schaden vnd verlieren der lütten. Was aber sy gcmcinlich oder der mcrtciü wcrdent, das mögmt wir mit crcn kuiil abschlachcn. Vnd der andern orte» antwurt ist gewesen, was sy gc»»'w ^ oder der mcrteil tügeilt, das wellmt sy onch tun vnd by einandcrn bclibcn vnd sich nit voll cinandcrn teile» lasse» ^ mit Iren zeichnen stürmen. Vnd wie cS sich sürcr von des StürmcnS wegen begeben vnd machen werde, mögend » nit wissen. Vnd von des kciscrö antwurt wegen habent wir gehört vnd wöltcnt vnser Eidgnosscn onch die gehört lasten haben; was Inen so nott von einandcrn, das sy die nit hören wöltint, vnd rcttcnt, sy hcttent bottcn darst' geordnet, die vsf ictz fritag by üch sin söltent, mit üwcrm Nattc ein antwurt ze stcllcut. Vnd die von Bern begcr c der abgcschrift, so wöltcn sy die abschribm lasten, die wir Inen gelichen Hand, vnd möchte da« darin gezogen wcrd^ das vns vnbillichen ein morde angezogen worden wäre vnd wir des billichcn vertragen gcbliben wcrent, wöltc v»ö ^ ^ als unnotdurftig sin bcdunkm. Doch üwcr wißhcit weist dem wol zctunde. Vnd wir schiktint der üwcrn ger» alten cnwcg, so mögmt wir das ictz, so der Sturm also vorhanden ist, mit füge nit wol tun. Aber so erst daö ü wil haben, so sol das bcschcchm. So habent die von Sant Gallen vsf Hütt in das Velde gcschribcn von einem gr^^ zuge vnd daö wir in dem Velde bclegert vnd mit büchsen von einandcrn gcdrcngt werden söllint, vnd ob wir stör»»"' das sy dann mit sölichcm zuge die Statt mtschüttm wellint. Geben vsf Zinstag vmb mittag nach vnser lieben sco»^' tag zu Ougsten anno ckomini invvovi.xvl^o." I. 1468, 17. August. Hauptmann, Venncr und Röthc von Zürich, welche vor Waldshut zu Felde Ucist"' schreiben an Bürgermeister und Rath zu Zürich: „Fürsichtigcn ic.-c. Also sind vnser vnd ander visier Eidg»°^ Kotten vsf gestern gen Togcrn zu den vndcrtädingern kamen vnd die habcnt von vns allen früntlichcn begcrt, etlich wcge zu verstand ze gcbent, damit die sachm möchtcnt betragen werden, da vnser bottcn daran wärmt, die voe^ rung zutnnde, das die von Schafshusen vst der acht gelassen wurdint vnd Inen Her Bilgeri abgenomcn vnd I»^' schatzgclt geben vnd Inen cost vnd schade abgetragen wurde, vnd das vnö allen als Helfern vnser cost vnd schab' ^ wir genomen hettint, onch geben wurde, vnd die wile das nit bcschcchm wcrc, so wöltint wir vnscrm fürncine» w' » komm. Sölichs vnser Eidgnosscn von Bern bottcn nit geuallm wolt vnd daruss lagmt; die vndcrtüdingcr, wissi»' fache wol, darumb sy mcintind, die fache hin zetnndc sin möchte. Des Rate« Inen von den andern geuolgct v»d b» den vntertcdingern geantwurt wart. Daruss sy antwurtent, sy wercnt vstgmcrtigct, Iren fliste zc brllchent, ob st» ^ fache zil glitten, bringen vnd das sy onch gern tun wöltint vnd köndint darzu nit vil gcrcdcn, sy wisttint denn, wo "" das ze richtmt wcre. Vnd Won wir zu bcidcrsitte in grossem costm wörint, da« wir Inen denn zu verstand wöltcnt, vsf was wege das ze arbeiten wcre, darinne sy dann Ir gctrüwe arbeite brnchcn wöltint. Da visiere aber vsf der obgmantm incynnng warcnt, Inen das zc verstand zcgebmt, die wile doch üwer absagung dornst ^ August 1468. 38Z werc, da« Ir Helfer sin wöltint, die wile das nit beschcchcn wcre vnd sy verschenk sich, daS Jr nach «wer absagung darnff beliben wurdint, als Jr auch mit stlgc anders nit getun möchtint. Aber es wolt also vnser Eidgnosscn von Bern bottcn, DicSpach vnd Ringoltingen, nit gcnallcn vnd mcintcnt, das den vndertcdingcrn kurz zu verstand geben werden svltc, wir wöltint vnscrm färnemcn nachkamen, bis die von Schaffhuscn, Mitlhuscn vnd ander vnser Zugewandten vnd wir alle als helffer, abgetragen vnd bcnägig gemacht wurdint, denen die andern volgtend, vnd sundcr Schultheiß von Hunwyl darzu redt, er vnd sin geselle, Hcrtcnstcin, wären so von Iren Herren »it vßgefcrtigt, dchcin vordrung zetunde vnd nur zclosent, was an sh bracht wurde, vnd das denn widcrheim zcbringcnt, vnd doch wölte er darwidcr nit sin, Inen wurde gcantwurt, als von der von Bern Bottcn darnon geredet vnd gcrattc» werc. Die ant- wnrt den vndertcdingcrn geben vnd sonil mer darzu von DicSpach gcrcdt wart: Werc dz jcp beschcchcn, so versehe er sich doch nit, das sin Herren daran bcnltgcn haben wurdint, Sy hettint denn darzu Walhhut auch vnd wcrent da Jrem fiirncmen nach gangen. Daran die vndcrtädingcr nit benitgen haben wollen vnd mcintcnt, daS sy darnff nit wisttint das ze arbeiten, das sich ze gutem ziehen möchte. Vnd sundcr redt Her Hans von Alachöland, der ouch von vnscrS Herrn des Marggrafcn von Rütteln wegen zu Inen tomcn waö, söltint wir vmb vnser ansprachen abgetragen werden vnd wöltint denn erst dazu Waltzhnt habe», das werc ein vnzimlich färnemcn vnd sy köndint also darzu nätzit gercdcn, vnd bclibint wir darnff, so danktint sy vnS, das wir sy gehört hettint, vnd das wir vnö eins zimlichcn vnd bessern bedenken wöltint, darnff sy in der fache gearbcitcn köndcnd. Da vnser bottcn aber vff dem ersten Jrem Rate belibent, wurde sölichs beschcchcn, so getruwtint sy, das möchte an vns allen fundcn werden; was aber darinnc vnser aller ober» tun wurdint, möchtint sy »it wissen. DaS ist verfolget vnd das den vntcrtädingcrn gcantwurt, die daS an den widerteil werben vnd vff hittt die niindcn stund ze nidcr Togern, da wir alle vnser bottschaft by Inen haben söllent, vnS da, was sy fundcn haben, sagen söllent. Dahin wir die vordrigcn bottcn geordnet Hand. Die vndcr- tcdinger hettint aber gern gchcpt, die peycrischcn Rütte mit den österreichischen zu Clingnow durch ze lassen, da« Ine» mit dem besten fuge abgeschlagen vnd mit Jucu gcrcdt ist, sy zu Lousfcnbcrg z» Ine» komcn zclasscnt, dahin sy Inen ouch ze komcnd gcschribcn Hand. Vnd bedächte tiwcr wishcit äpit andcrS in discn fachen fitrzcncmcn, das lasicnt vnS wissen, so wcllent wir das tun. Vnd vmb den Sturm liggent vnser Eidgnosscn von Bern stark daruss, zcsttlrmcnt vnd schlachent das licchtenklichen ze tundc an, das in vnS nit wil sin, das cS also beschcchcn möge, vnd gebeut darzu ant» wnrt, das vnS bedächte zu tunde werc, vnd wie der Sturm einen särgang werde »einen, das mögcnt wir äch noch nit cigcnlichcn geschribe», den Gott schik cS alles zu dem Besten. Geben vff Mittwuchcn vm die zwölfte Stund zu mittag nach vnser lieben Frowen tag zu Ougsten." 4. l-tätj, ig. August. Dieselben an dieselben: „Färsichtigcn ic. :c. Üwcr schribcn, v»S by dem Meyer ge- schikt, habent wir gehört vnd vmb den Sturm Hand wir Eidgnosscn vnS mit einander» gccinbcrt, den zetunde, wie Jr an der gcschrifft, so wir äch harinne schikcnt, vcrnemmcn wcrdent, vnd vnser Eidgnosscn von Bern liggent darnff sun- dcrlichen vast vnd tragcnt des ernstlichen an andcr vnser Eidgnosscn ouch, daö sy Inen wilgcn vnd den Sturm also tun wöllcnt, vnd sy sehcnt gern, das der morn beschcchc; ob aber das särgang »cmc, wissen wir noch nit. Sodcnn als vnser bottcn mit sampt vnscrn Eidgnosscn vff gcstcr zu Nidcr Togcrn, gar nach by Howcnstein, by den TcdingS- herren gewesen sind, der Herrschaft antwurt vff das anbringen zcverncmcn, ist die antwurt also gcstn: von der von Schaffhuscn wegen nemc den särstcn söliche vorderung vnbillichen, darnmb als der xvjärig ftidc zu Costcnz gemacht wurde, da vor sincm beschließen habe Bilgry von Höwdorff Rat, Dienst vnd alle vcrpflicht dem särstcn abkänt vnd abgesagt, darumb das er nit wölte, daS Inn der fridc binden oder er darinne vergriffen werden sölte, vnd hctt ouch das ze Costenz öffentlich erscheinen lassen, vmb das er sinem rechten nachkamen möchte, vnd meine Inen nichzit pst'chtig oder schuldig zcsindc. Vmb die von Mälhuscn, die wcrint zu einem sridcn komm vnd hettint daräbcr Inn gcbrcnnct vnd die sinm vom leben zum tod bracht vnd mit svlichcm anrcizung getan dem so Inen ouch dawider beschcchcn wcre, darumb er Inen ouch nätzit meinte schuldig zetunde sin. Aber zu tagen vor hettc er sich recht? gen Inen crbottcn; dcro oder andrer billicher rechten wölte er Inen noch gestatten. Vnd vmb vnscrn rosten vnd schaden, den wir alle meintint, August I4ti8. den er vns geben sölte, als denn In der von Schasshnscn sach, wie obstat, nit bcritrti vnd die von Mlilhusen undcr den sriden das ouch, als obstat, gehandelt hettent, so »leinte er vns onch deheinen costcn vnd schaden zegcbent pslichtig zesinde. Darzu geantwurt ist: die antwurt von Her Bilgryö wegen wcre frömd vnd vnbillichen zchörcnt, denn cS die warhcit also nit wäre, dammb, in der zitc, als der fridc gemacht were, sye Her Bilgrh des slirsten Vogt zu Loufscnbcrg vnd sin Rat, Diener vnd Hinderscsse gewesen vnd also in den sriden komm vnd verpflicht worden vnd darnach bv 3ar vnd tage ze Loufsenberg als ein Bogt und Hinderscsse des slirsten gesessen. So habe er ouch sin sllrncmcn vst des fürsten Statt vnd durch sine Schloß vnd Vandc vollbracht, da der fürst vss zöignng des sriden aber schuldig gewesen wäre, Inn darzu ze haltent, den von Schasshnscn abtragnussc zetunde vnd von sinen rechten wider dm sriden silr- gmomen zestande, vnd sy, ob er hctt geWellen, nach des sriden wisung gcrechtuertigt, als das an dem filrstcn gmordcrt were vnd er das nit getan hette; vmb das die von Schasshnscn billichcn der beswernusse, Inen von Herr Bilgrin be- schechen, gelcdiget wurdint vnd Jrem burgcrmeister sin Schaszgelt widcrgebcn vnd Inen coste vnd schade abgetragen wurde. So werint die von Mlilhusen mutwillenklich zu verderben bracht worden vnd hettind darinne vnser Eidgnossen vnd der von Schafshusen mgulten, darumb Inen ouch billichcn wandet von dem surften beschcchc. Bnd vmb vnsern costcn vnd schaden, so der sürst Her Bilgcrin von stnem vnbillichen fürnemen nit hett wellen wisen vnd wir des ^ costcn vnd schaden konien vnd bracht worden wärint, so mcintent wir, das vns vnser costcn vnd schaden billichcn abgetragen wurde. Vnd die wilc sh anders nlltzit sunden hettint, so dankmt sy Inen Ir müge vnd arbeite vnd das sy Iren Herren Irs costenö onch dank sagen wöltent. Daruff sy bcgertmt, das sy Inen dryer gönnen von Inen wöltcnt, mit denen wölten sy stirer reden, mit namcn Heinrich Nöistm, des von Ringgoltingm vnd des von Hnnwyl. Dcro Inen gönnen wart, mit Inen zu reden. Vnd sy bcidcrsitte mit einander mmigerleyc gcrcdt Hand, so sind doch dis die wegc flirzenement gewesen, das die von Schaffhuscn von der aucht geabsolvicrt vnd genzlichen von Her Bilgrin gclcdigt wurdint, vnd Jrem Bürgermeister das Schatzgelt ouch wider geben wurde. Vnd das den von Mlilhusen der gebotenen rechten oder andrer inlendiger rechten eins gestattet vmb Ir zuspräche wurde. Vnd vmb vnsern gelittenen costen vnd schaden vcrschmt si sich wol, das wir danon nit allmclich liessint; sin were aber souil, das Inn zwen slirsten law bczalcn nwchtmt vnd das wir davon einer bescheidnen summ, dafür ze gebeut, reden lassen wöltcnt. Darzu von den drycn Inen geantwurt wart: vmb Schasshuscn vnd Mlilhusen, das, wie obstat, möchte villicht ze erwerben sin, aber vmb vnsern aller costcn sc, diewile wir Waltzhnt also genöttiget hettint, das es als zu guter massc gewannen hicsst, so wärmt wir anders »it zetüdingm, denn das vnS Waltzhnt wurde vnd mer darzu für vnsern costen vnd schade»- Da sy mcintent, das sölichs hart zu wegen ze bringmt were, Waltzhnt ze übergeben, aber vmb ein summ geltz dafür Möchte anzcbringmt sin. Vnd sölichs ist von den drycn an die andern bracht worden, die mcintent, sy wöltcnt I»e" dehcin vnderwisuug zewerben geben vnd hettent ouch das nit in bmelhuussc vnd das Inen die dry das antwnrtm sö^ tent, wurbint aber sy ützit von Inen selbs vnd brcchtint das an vnser Eidgnossen, verschont sy sich, Inen wurde darz» zimlich antwurt geben. Vnd Ir ctlich mcintent nit, daby zesinde, das Inen von Inen allen oder den drycn dchei» vnderwisung geben wurde, was sy werben söltcnt. Dauon der von Hunwyl erzürnt wart vnd nit daby sin wolt, d»' antwurt zegcbent, vnd wölte ouch nit, das Icmant von Im rette, das er sy ützit vnderwiscn hette. Also wurdcnt s? für die bottcn alle gmomen vnd Inen von Röisteu das, wie obstat, geantwurt, vnd Hunwyl zog die von Naprcswil, vnd aman Ambül de>: Ävlcr vnd den Brandschatz im Rintal an, das die von Raprcswil ouch benügig gemacht werde» söllcnd vnd der fürst dem Äoler eins rechten sin vnd der brantschatz bczalt werden, anders es wurde nimmer gc>'»^' Da die vndcrtädinger rcttent, kämmt die houptsachm zu gutem, so wöltcnt sy denn in sölichcm ouch arbeiten, das es zu gutem keine, vnd vss Hill die viiij stund söllcut aber vnser bottcn zu Bern sin vnd fürer hören der vndcrtäd>»l>^ werbuusse. Geben vss Donnrstag nach vnser lieben frowcn tage ze Ougsten anno clomim Ansehung des Sturms. „Item des erste», das das fcld mit Reisigen besetzt werde vnd Witt hinden als ferrc das gesin möge. Vnd da« die höchinm mit fußtncchtm besetzt werden söllint vnd die sich lassint sehen, vnd das so stark tun, das sy getr »n»"t August l4 4«>«, 22. August. Dieselben an dieselben: „Fürsichtigcn lc. »c. Üwcr schriben, vns by Wkcycr zugcsch'^' habcnt wir gehört vnd als vnscr hcrre von Costenz vnd die peyerischen Ritte vss dem vergangnen tage gen Cstng»o>v kamcnt, rittent die vordrigcn Tädingsherren zu Inen vnd snmptcnt sich da, das sy erst vfs den abcnt zu vnö ko»>cN sint vnd bracht Hand von der von Schasshusen vnd Mülhusen wegen, wie wir üch vor das geschribcn Hand, vnd v>"b costen vnd schaden vns allen, das were an stbcn oder acht tuscnt guldin komen mid gebottcn mit warten zu sölicheV dienend, das vfszcnemen. Vnd warcnt vnscr Eidgnosscn von Lutzern, Switz vnd Zug botten Heimgängen, daö >u> dü vnsern da gewartet hattent, die mit vnscr Eidgnosscn von Vre vnd Vndcrwaldcn Kotten die antwurt vcrnamciit v>>b den vnsern beuolhen wart, das den ietzgcnanten vnsern Eidgnosscn zesagent, vnd da« wir alle vfs gester wider vmb ^ zehcnden stund zu Bern sin söltcnt, darzu den tcdiugshcrren antwurt ze gcbcnt, als wir onch darkomen sind vnd visier Eidgnosscn von Bern gebctten Hand, ouch by VnS zcsindc vnd mit vns zc ziechcnt vor Rättcn, bürgern, onch sy ^ an Ire gemeinden bracht habent vnd das nit tun wöltcnt vnd Jr antwurt gewesen ist, daö sy vsgcucrtigct wcriüst Stett vnd Schlösser zc gcwinncnt vnd nit vmb gelt das zu ncment, vnd hcttint de« onch dcheincn gewaltc, v»d »sl Vilser vordrig bitte Iren Herren heimgeschriben, wc« willen« die sin wöltcnt, vnd werent de« boten wartcnt, vnd als der bringen wurde, darnfs wöltint sy vns denn antwurt gebe», vnd er keine vss Hütt, vnd das wir mit den tüdittg^ Herren reden vnd sy bitten wöltcnt, de« ze erwartcnt, vnd liggcnt strcngklichen darnfs, söltcnt wir gelt ncmcn, das v"s daö nit erlichen were vnd vns daö krank vnd vnforchtsam machte. Vnd wir habint mit Inen gcrcdt gcmcinlich ^ sundcrlich, was vns gut vnd sürderlichen bcdücht hat, so sind sy doch by sollichcm belibcn vnd nit wellen Jr bottc» by vn« haben, wenn gcltz gedacht wart. Vnd als sy nit by vns belibcn wolte», vndcrrettcnt sich doch die andern bottc". August l4ti8. 387 den tädingsherren die antwurt zcgebcnt, das von Schafshnscn vnd Mülhnscn wcgcn by Jrem bringen bestan zc lastcnt vnd vmb vnscrn costen vnd schaden, da wurde Jr gebrachte snmm nit genomcn, vnd das sy werben wöltint, vnS zechen tusent guldi» zc gebcnt, vnd da« Waltzhnt vnd der Swartzwald den beiden bischoffcn Basel vnd Costenz ingcbcn werden söltc, ob die bczalung vfs dz zitc, dz bcncmpt, nit bczalt wurde, das sy vns denn das alles ingcbcn söltcnt. Da die tädingsherren darz» geredet habcnt, das sy wol wisstent, da« Jr Herrc sich des nit vnderwnnde, ob ioch das fnnden möcht werden, des st sich doch nit versehen«, vnd vns künntc kum ein bcssrc bcsorgnissc werde», dann das sy swttrcnt, wie wir ttch vorgcschribe» habent, vnd das wir es daby belibe» lasten wöltent. Vnd vmb die summ des costens, die möchkent sy vmb kein sach am widertest finden vnd kurz brächte»! si das mit grostcr not an zehcntuscnt guldi», wöltent wir daran nit bcnügcn haben, das wir denn von Inen vergut hettint, so wöltcn sy sich heim fügen. Vnd als wir vnS beidcrsittc starkint vnd sich zwiischcnt vnS wol etwas erheben möchte, wcrc Inen nit füglichen, mcrc zc bliben vnd Jr etlichen geschribcn, sich heim zefügcn. Darufs Inen gcantwurt wart, als DieSpach vnd Haßfurtcr by Herrn von Costenz vnd den pcycrischcn Nöten gewesen warend vnd die bclcittct hattent, vnö sitrgabcnt, tättcnt wir gemach, als denn von denen mit Ine» gcrctt wcrc, das vns wol besser« ga» möchte, das sy sich vfs Hütt zu Herrn von Costenz vnd den pcycrischcn Räten fügen vnd die erkennen vnd Inen Ire gewcrbc ouch zcerkcnncn geben vnd sich mit cinandcrn vndcrredcn wöltent, was denn das beste, das sich vfs daö kürzest zu sridcn ziehen möchte, fürzcncmcnt gen vnS beiden teilen wcrc, vnd das sy an dem widcrteilc sundint, vnd das so erst sy köndcnt zcsagcnt, so wöltent wir denn darzu vnscr antwurt geben, vnd das sy noch das zittc an vns binden wöltent, das sy vnS zugesagt habcnt, vnd koment Hütt zu den andern. Vnd wenn wir wider ze Bern sin söllent, Jr fnnden zchörcnt, da« wellent si den von Friburg verkünden, vn« allen denn das zcwisscn zctundc. Also wartcnt wir vnd gienge vnö wol gclück zn Händen, wurdint wir von vnsern Cidgnosscn von Bern »it daran geirrt. Vnd die andern örtter liggcnt alle mit vns vfs dcni sridcn, denn da« etliche an der summe zc vordren grösser dann wir sind, vnd ouch die von Vndcrwalden die von Rapreswil, den Kolcr vnd den Brandschatz im Rintal anzicchcnt. Möchtcnt aber wir im mit der summ des costen« eins werden, gctruwtint wir, da« vns sölichs nit irren wurde." (Sic habe» zu der großen Büchse keine Steine, kein Pulver, zu der „Schirmbrcchcrin" keine bleierne Klötze mehr, sollten aber mit der großen Büchse den Kirchthurm, mit der Schirm- brecherin ein Thor beschießen, bitte» daher um Steine, bleierne Klötze, Pulver und Geld, an welchem astcm Mangel sei, damit sie nicht unnütz da liegen und Unehre gewinnen. Die vordere Nacht seien etliche Eidgenosten von Vuccrn, Schwyz, GlaruS und Appenzell gen Bondorf gezogen, haben da 14 erstochen, 26 gefangen, da« Dorf größtentheils verbrannt, über 400 Stück Vieh und 20 Wagen mit sich zurückgebracht. Einige Zürcher und Zuger seien ihnen nachgezogen und haben ihre Rückkehr gesichert.) „Geben vfs Mcntag vor St. BartholomcnStag, in der Elfstcn stund Vormittag nnno stomini 7. l46ü, 24. Angnst. Dieselben an dieselben: „Wie es sich bis vfs den vergangnen tag nach vnscrm leisten schriben, bis Stoffel von vnS gcschcidcn ist, gemacht hat, habcnt Jr von Stoffel wol vernommen, dem dz üch ze- sagen von vns bcvolhen ist. Vnd vfs gestcr ze mitte», tage stnt vnscr botten mit ander» der Eidgnosscn bottc» gen Bern kome» vnd Hand vnser Eidgnoste» von Bern aber ernstlich vnd flistcnklich gebcttcn, wie sy sich für sy gemcchtigt hettint, in der fache mit Inen ze zicchent, das sy das daby belibcn lassen vnd Jr botten zn Inen ordnen wöltint, mit den tädingsherren sürer von den fachen helfen zcredent, wie dz alles ze bcsluste bracht werden möchte. Vnd in dem kam den von Bern Jr bott mit der antwurt von Bern. So schikt vn« ouch Oery by Im ein zedel, wie er vfs Snnntag zu Bern vor dem grossen Rat gewesen were vnd vor Inen gerett, wz er von v»S in bcnclhnustc gehcpt vnd sy des gebcttcn hclt vnd sy Im z» antwnrt geben hettint, Jr wißcrn vnd mcchtigern wcrcnt in dem Velde, denen wöltint sy in der fache, wz sy bedächte dz best si», zctnndc vollen gcwalt geben, vnd der gemeine Man lege vast dar vfs, Waltzhnt zc gcwünnent. Vnd als die von Bern im vcld, Rättc, Bürgere vnd Houptlütc aller der Iren mit der von Soloturn vnd Driburg Boten cbcn lang vss vnser anbringen gcratslagct Hand, ist vnS aber von Inen mit vil Worte» fürgchcpt, wie crlich vns alle» wcrc, Waltzhnt zcgcwünncnt, vnd das wir mit Inen noch daran sin wöltint, den von Waltzhnt das 388 August 1408. Bolwerch abzegcwünnent, dz sy nil reden möchtint, sy hettint vns einen zun vorgehalten, oder aber einen zug an der vinden lctzy zetnndc, sy da ze erstechent, das wir doch nit also vngeschassct abzugint. Wölte aber dz unseres willcnS nit sin, so hettint sy, noch Jr vorder», den Eidgnosscn nie ntttzet abgezogen vnd wöttint Äucn noch »ichzit abzicchcn vud mit Inen in der sache och ziechen vnd Jr Kotten darzu ordnen, init vnS die fachen helfen fttrzencmcn, vnd dz wir daran sin wöltint, dz den von Mlilhuscn nach Jr notturft ouch bcschcche, als sy die in Jr vintschaft angezogen hettint vnd das Inen die xj" Gulden vonLouffenberg wegen onch geben wnrdint. Also habcnt wir Inen das Bollwcrch zcgcwlumcnt vnd an die letzy zezicchent mit dem besten fuge abgeschlagen vnd gcrett, in die fache mit den tcdingSherren zc gande, wie die vsf dz silrgeben von Inen vns beschcchcn ze bcslnsse ze bringent wcre, vnd wz wir den von Atlilhuscn vnd Inen beschießen möchtint, das wöltint wir gern tun, vnd sundcrlich woltcnt die von Bern mit vns eidgnosscn nit in die fache gan, wir versprechint Inen denn alle by vnsern ercn vnd guten triiwcn, by Inen mit den vnscrn, so wir alle im Velde hettint, ze belibent vnd darvß nit zc komcnt, bis die fachen endlichen beslosscn wnrdint. Dz wir Inen im besten zugesagt Hand, vnd darnff wir alle zu den tcdingshcrrcn komen sint vnd die von vns bcgert habcnt, einen sridc zwiischcnt vns vnd denen in der Statt Waltzhut sy machen zc lasscnt, dz sy in die Statt komen vnd mit Inen gcrcdest möchtint, dz sy in bcuelhnusse hettint. DaS Inen vcrgunt wart, vnd schiktcnt einen knechl zu der Statt, den sride ze suchent. Sy woltcnt aber deheinen sriden vffnemcn vnd wol den tedingöhcrren gunucn, zu Inen zc komcnt, die och zu Inen gen Waltzhut rittent bis zwtischent das tor; flirer in die Statt sy die nit lassen woltcnt, vnd dz sy »i>t Inen rcttent, meintcnt sy Inen nit zc geloben, Inen wurde denu vo» Ire,» Herren botschast des zugeschickt, vnd dz w>r von Inen einen Kotten zu Iren Herren lassen wöltint oder von Iren Herren Inen ein bott zugcschikt wurde vnd s? hettint Inen eins sriden vcrnolgct von nechtit der Sunncn vndcrgang bis vsf hiitt och der Snnnen vndcrgang, doch dz die vnsern Uber Jr wcrincn hin nit gicngcnt vnd die Iren Uber die vnscrn hcrns, vnd wer dz nit hielte, dz wir vnd sy zu den schießen möchtint. Da den von Waltzhut geguuncn wart, wöttint sy an einem offen bricsc, Inen von Jrcm Herren zuzcschribent, des vnS genug sin bcdlichtc, nit bentigcn haben, so sölte Inen gunnen werden, vnde» heruss eins Batten zu Inen cnhalb Ninö ze komcnt, mit Iren boten in vnser Kotten bywcsen ze redcut, vnd der sride och also nur gen den in der Statt vffgenomen ist. Vnd vsf htitt die sibcndc stund komcnt die Bndcrtcdingcr vnd vnser botten zc Bern zcsamen in die fache, die zc bcslicssent zc gande, da vnS Gott die gnade tun welle, dz es bcscheche» möge, denn da die wil vil fachen ingczogen werden, das cS sich darnmb verziechen wirt vnd nit als schnell zu bcsluß bracht werden mag. Vnd indem die tädingherren gen Waltzhut rittend, schnssent sy zu den vnscrn vast vnd die vnser» zu Inen bis zu angange des sridc». Vnd als wir vor den von Bern warent, kam Inen von dem Tariß botschast, dz die vind liber den Tariß inkomcn vnd der Iren etlich da erstochen vnd vbel gcwnndet hettint, darab sy ruch wnrdcttt, dz wir besorgtcnt, dz sy vns dcstcr minder vervolgcn wurdint, vnd einer derselben ist tod vnd ligcnt Jrer noch ctlich vbel wund. So sint vns vsf mentag in vnscrm Tariß Hans Nteiß vnd Ebly eins schutzcs mit einer bltchscn ttbel geschossen worden, dz wir bcsorgcnt vnd doch in Hoffnung sind, sy wcrdint beid gcncsscn. Vnd wir habcnt der Fulacher nit vergessen vnd sy mit namen in der von Schaffhuscn fach gezogen. Vnd wellent wägen, karren vnd roß bestelle» lassen, wenn wir Uch schribcnt, ltwcrn zuge vnd dz tiwer heim ze fttreut, vud wie vil das sin werde, wellent wir vbe^ flachen vnd llch dz forderlichen wissen lassen, das Jr darnach gcschikcn kennint. Vnd wie wir die sache gcstirdcr» mögent, darinne wil vns nlltzit verdrießen." (Empfehlung, daß man Niemanden anders als dem Rudi Wlist das Botenbrod für die Nachricht des allfällig abgeschlossenen Friedens gebe, da solches ihm seiner Dienste wegen verspracht» fei.) „Geben vss Saut Bartholomcnstag vmb die viis stund vor Mittag uiuro ckomiul i-xvlsst"." I 146», 25. August. Dieselben au dieselben: „Als iiwer wishcit wir vsf gestern gcschribcn habcnt, das vnser vnd iiwer Eidgnosscn Kotten aber gen Bern zu den tädingsherren wöltcnt, sint sy darkomcn vnd habcnt da de» tcdingSherren gcantwurt vmb die x'° gülden vnser aller costenS, dz vnS die vss ich Licchtmesse bezalt werden sölte»« vnd von der von Schaffhuscn wegen, woby das bclibcn möchte, als wir lich dz vorgeschriben Hand, denn dz dariiber entwedcrteilc dem andern vmb costcn als ander fachen eins Rechten vnd es damit Jr halben gcricht sin soltc, vnd 3»^ August 1468. 389 von Mülhusen vnd sunder Personen wegen och sürgcslagen, wie wir meinten!, da« es abgetragen vnd gcricht möchte werden, vnd sunderlich von eins vßtrcgenlichcn Rechten denn nach wisung dcö fünfzigjärigen fridcn vnd vfs die form, was dewcdertcile oder die sincn an einander» zn sprechen hcttcnt oder gervunnent, dz wir darumb einandern ein« Rechten wcrcnt vor Bürgermeister v»d Rättcn der Stetten einer, Costcnz, Bberlingen vnd Bindow, welcher der einer je der ansprechig wütte, vnd das da gesprochen, dz och denn dem nachgegangen wnrdc. Da« die tädingöhcrrcn a» dem widcr- tcile fnrdcrlichen bracht habm woltcnt, da wcrcnt die vind durch die lctzi gen Bern, Vre vnd Vndcrwaldcn gezogen, die füttrcr zeschcdigc», das vnscr Eidqnosscn von Bern eben vil litttc den füttrcrn »ach, sy ze cnlschüttcnt, schiktcnt, vnd zugent Vre vnd Vnderwaldc» mit Iren pannern zu vnd was da ein vnruwc, das cS vnö eben vast an dem tagen irt vnd die tcdingshcrren ctwz vfscnthaltcn wurdcnt. Vnd ist den von Bern einer wund worden vnd einer zc roß « gcuangen. So habcnt sy der vindcn vier zc suß erstochen vnd einen gevangen, der seit dz by m snßkncchtcn vnd bt) iij^ Pferden da an der lctzi tags warint vnd nachtz rittint die Reisigen gen Louffcnbcrg. Vnd als der gruttcl zcrgicng, rittnr die tädingSherrcn zu der widcrpartyc vnd lament vss den abcnt wider gen Bern vnd rcttcnt, cS hcttc sich also verspät, dz sy die fachen nit hcttint mögen anbringen, vnd von einem sridcn gcrctt hitt diü tage der Sunncn vsgange bis Iro vndcrgangc der Statt, vnscrm hcrre vnd denen an den lepincn, vnd dz wir vfs HNtt die vis stund zc Togcrn by der kilchen, ist vndcr der von Bern leger, sin wöltcnt, so keine der widcrtcile darnndcr in ein wiscn, so wöltent sy da Ir anbringen tun vnd denn stirer in dis fachen gan. Dahin och vnscr aller Kotten kcnicnt, vnd was vnS da begegnen wirt, dz wellcnt wir Uch fürdcrlichcn wissen lassen. Vnd wir habcnt einen anslagc getan, ob sich vss htttt die fachen nit zu richtungc zicchcn wöltcnt, vss de» Swartzwald gen die lctzinen niit iis" mannen" (um den scind surchtsamer zu machen. Sic können vor Ende des Krieges Ricmandcn heimkehren lassen, da sie IM) Mann jenseits des Rheins haben, bitten aber dafür zu sorgen, daß Anstalten getroffen werden, das Geschütz und Gepäck nach Beendigung des Krieges rasch abzuführen —). „Geben vss Donrstag nach Vartholomeye vmb die vij stund vor Mittage." ll. 14IM, Lg. August. Dieselben an dieselben. „Fürsichtigen :c. ,c. Also vss gestern vor mittag vmb die achtenden stund find wir boten alle gen Togcrn zu der kilchen zu den tcdingshcrren vnd etlichen dcö widcrtcil« rättcn vnd mit namcn Her Jacoben Trappen, Hofmeister, komcn vnd habcnt da die tädingShcrren, zu denen der von Rürem- berg bott auch komm was vnd sich vast crbotten hat, hclsscn zu discn fachen zu redcnt, das die zu gutem vud richtungc bracht werden möchtint, vnS vfs vnscr vordrungen, die wir getan vnd die sy an den widcrtcile bracht, antwnrt geben, wie sy das funden hattcnt oder hoftcnt zc finden!; vnd sundrcr Personen ansprachen vast in den xvjärigcn sridcn, daS die billichc» daby besian söltint, gezogen vnd ernstlichen gebeten, Iren sürgenomcn wegen zc versolgent, damit wir bcid teile zu sridcn vnd grosses costenS, darinne wir wärent, abwerben möchten!. Da wir Batten vnS alle cinhellenklich mit einander» vereint haben, Ine» vmb alle sink antwurt zu gebent, wie wir ein richtung vfncmcn wöltcnt vnd anders nit, darumb das wir ab den fachen kamen möchten!. Vnd sy hcttcnt gern vmb etliche sink ein bestand gemacht bis vfs setz Wiennechten vnd dazwüschent ein früntlichcn tage zelcistent, ob die betragen vnd cS alle« zu einer ewigen richtung bracht werden möchte. Den bestand wir Inen abschlngent vnd meinten!, vmb da« wir vskomen wcrint, ein richtung also zehabent. Von Schaffhusen vnd Fulachen wegen darin gezogen, wie Ir das von VnS vcrnomen haut, vnd mnb Mülhusen, das die widerumb zu Iren frycn Märkten kcment vnd Inen vnuerboten fryer touss zugegangen gelassen wurdent vnd sy aller vergangne» fachen anc engeltnufse hinfür bcliben svltcnt, vnd möchtent sy vmb Iren gelittenen costc» vnd schade» de» fürstcn ansprach nit vertragen, da« er Inen ein« rechten sin sölte vor Marggras Rudolfe» von Hochberg, vnd ob er Inen damit recht zctundc wurde, Inen das geben. Vnd das v»S stirer aller costcn, die x- gülden, vfs Sant IohannStag zc Sungichtcn ncchsttomcnd geben werden oder aber wir darnach zn Waltzhut, Howcnstcin vnd dem Swartzwaldc dafür kamen söltent, wie wir üch das vor auch gcschriben Hand. Vnd das v»s des kcyscr« gcbott vnd ladungen vnd vnser« heiligen vattcrS des pabstö päne vss den fünff järigcn sridcn zu Nürcmberg gemacht gesetzt hcttc, das wir des jctz vnd künstenklich in deHein beswcr vnd bekümbcrnissc komcn möchtent. Vnd was »vir alle vor vnd setz ingenomcn hcttcnt, das wir da« beheben wöltcnt, vnd da« Gotzhüscrn, Spitälen, ob denen ützit gcnomen 390 August 1408. wcre widcrgebcn werden söltc. Vnd das die von Naprcswil den xv järigen fridcn vs och vnbekümbert vnd vnangenor- dcrt blibcn söltent. Vnd da« ander sunder Personen Jr fachen nach des fünfzig vnd fünfzehn järigen friden zöignng möchtcnt fürncmen. Vnd als der kriege sich darnuib crhcpt hell, das der fünszchnjärig fride an den von Schaffhusen vnd vns nit gehalten worden wcre, das es denn nu aber bi demselben friden bclibcn söltc, vnd darnsf gcricht dis fachen, vnd todschlcg, nomcn vnd brand ab sin söltent ;c. Das die tädingshcrrcn an den widerteilc, das also vffzencmcnt, brachtcnt, des der Trapp, als sy vns fürgabcnt, nit meint gcwalt zchabcnt vnd bcgcrt, Inn das hindcrsich an den sürsten, der in einer ncchy wcre, vnd ander sin Retc bringen zelasscnt vnd vsf Hütt darzu antwurt zc gcbcnt. Daö wir Inen abschlngent vnd von stund an meintcnt darnmb antwnrt zchabcnt, des er nit gewalt haben vnd je mm das hindcrsich bringen wolt. Vnd darnsf wir von den tädingshcrrcn ernstlichen gcbcttcn wnrdcnt, dis tage einen fridcn wie vor machen vnd die fache hindcrsich bringen zelasscnt, so sölte vns vsf Hütt die viij stund frü gcantwurt werden, vitd darinne wcre dehcin gcucrde vnd wöltint souil darzn reden vnd sölichen ernste vnd flisse bruchcn, das st in vnzwifen- lichcr Hoffnung wercnt, es wurde betragen. Wir meintcnt nit gcwalt zchabcnt, fürcr dchcinen friden vffzcncmcilt. Des Herzogen vnd der von Nürembcrg bottcn retten mit vnscrn vnd der von Bern Kotten sundcrlich, das wir daran sin wöltcnt, das der fridcn verfolget wurde, denn darinne dehcin gcucrde noch vfssapc, denn allein das wcre, daö die fache bestantlichen beschlossen werden möchte, des sich der Trapp allein vmb kein fach anncmcn wöltc, vnd was Jr ernst vast gros;. Wir schlugcnt Inen das ab vnd rcttent, es werc für bcid teile, das es fürdcrlichen zugesagt wurde, das ander« dar in nit risc. Es macht an Trappen nit fanden werden, das allein zetnndc, und er wöltc Im lieber sin beid hende abhowcn lassen, vnd macht sich, das die TädingSherrcn zu allen Herren rcttent vnd st batten, des fridcn zc ver- folgcnt dis; tage vnd der antwnrt vsf die viij stund frü zc crwartent. DaS si fundcn habcnt vnd darnfs wir bottcn alle aber vsf hüt an das obgcnant ende kamcnt, die antwurt ze vcrncment vnd denn ze beschlicsscn, ob die also ist, fürcr in dis fache zcgande. Lieben Herren, wie wir üch gcschribcn habcnt, das Jr üwcr büchscn vnd gczügc heim vcrtigc» mögint, also wellent das fürdcrlichen, ob das noch nit bcschcchcn wcre, zurttstcn lassen, ob die richtung fürgang ncinc, als wir in guter Hoffnung sind, bcschcchcn werde vnd wir denn darnach schickcnt, das vnS das fürdcrlichen bi tage vnd nacht herabgcschictt werde, das wir des mit so grossem costcn nit warten müssint. Geben vsf fritag nach Sant Bar' tholomcustag vmb die vij stund vor mittag nnno «loniiui r.xvii^"." «IS 14««, «7. August. V Staatsarchive Zürich »»d Lucern. «. Der Friede von Waldshut. — Beilage 4Z. I». Verschreibung Herzog Sigmunds für das Fnedegeld von 10,000 Gulden und die Haftbarkeit der Stadt Waldshut und des Schwarzwaldes ft^ dessen Bezahlung innert bestimmter Frist. — Beilage 44. Berner Rathsmanual IH. 2l)y, 144«^, Ansang« Qctober. ?s. Hemmann von Mandach hat sich, als der Krieg anfangen wollte, aus seinem gewöhnlichen Wohnsitz Rheinau nach Zell in der Herrschaft Oesterreich Schloß verfügt. Man soll berathen, was man deßhalb mit ihm reden oder ob man ihn noch länger da lassen wolle. «. Peter Reich hat wegen seinem Streite mit Solothurn den Eidgenossen geschrieben und viele Rechte vorgeschlagen. Man soll berathen, ob man mit denen von Solothurn reden wolle, daß sie ihm sein Schloß Landskron wieder geben oder eines der Rechte auf- ggz December 1468. nehmen, und hat ihm vor der Hand geantwortet, man werde vom Tage zu Constanz weiter antworten, f. Caspar von Hertenstein ist auf Bitte Uri's und im Auftrag der Eidgenossen beim Herzog von Mailand gewesen, der Anliegen Uri's wegen. Man foll berathen, ob man die Zehrung und die Kosten, Uri zu lieb, auf gemeine Rechnung nehmen wolle; es würde jedem der sieben Orte 7 Gulden betreffen, ßx. Heimbringen, waö mit denen von Constanz zu reden sei in Betreff der Steuer, welche die Hauptleute im Thurgau auf im Thurgau gelegene Güter von Constanzer-Burgern der Kriegskosten wegen gelegt haben und welche diese nun zu geben verweigern. I». Heinz Kleger und Hermann Hug von Utznach haben einen Walchen von Mailand bei Rickenbach aufgehoben und etliche Eidgenossen haben darüber eine Richtung gemacht. Nun begehrt dieser Walch, der Richtung entledigt und mit Leib und Gut freigelassen zu werden, t. Bern begehrt an die 1170 Gulden Kosten des Lagers vor Waldshut von jedem Orte seinen Theil. Auch Zürich macht eine Rechnung über feine Kosten bei dieser Belagerung, in Summa 546 Gulden, k. Von dem neuen Abte von St. Gallen wird eidliche Erneuerung seines Burg- und Landrechts verlangt. I. Auf Mittwoch nach St. Lucientag (14. December) nnnu clnmini tausend vierhundert und im achtundfechszigsten Jahre trat vor der Eidgenossen Boten zu Zürich versammelt Hans Sulzer, Burger und des Raths zu-'Baden, und erzählte: Denjenigen, welche in gemeiner Eidgenossen Gebieten ihre Zinse und Gülte einziehen wollen, „begegne vil Zntrcge lidlons, schmidwerks, samenkorns vnd rindmiet halb", mit Begehr um Erläuterung, wie es damit gehalten werden soll. Darauf gab man ihm folgenden Bescheid: „Also daz dise nachgeschribcn lidlon vnd fachen vor dem zins des lchenherreN, des ein yglicher Hof ist, vnd allen andern schulden, da ein Herr sinem leman vßtröschen wil, gon sollend, mit namen: lidlon den knechten vnd junkfrawen, schnitter vnd tröscher, verdienet schmidwerk, daz ein schmid zu pfluggeschirr, daz in daz ertrich dient, geschmidet, samenkorn, daz in daz ertrich geworffcn wurt, vnd rindmiet, daz alles in demselben Zar verdienet vnd vff denselben blumen geschlagen würdt. Vnd waz des oder ander fachen vor dem Zar vfflouffet oder verdienet werden, daz solhes einen lehenherrN nit berüren sol vnd ein lehenherr derselben halb wol vßtröschen mag vnd die, denen die lehenlüt solher schulden halb schuldig sind, ir recht zu den lehenlüten suchen sollen." Zu I. Nach dem Urbar von Baden a. a. O. «t«. TN. Dkttmbtr lvfs Donstag »ach den, Äiiidlin Tag im lxviiij Jar). Staa»«arN,iv V»c«r»: Allgemeine Abschiede, i7i>. ». Die vier Orte, mit denen der Abt von St. Gallen verbunden ist, sotten ihre Botschaft zu haben auf Sonntag nach Lichtmesse (5. Februar), um die Eide zu erneuern, auch mit denen von Appens zu verschaffen, daß sie die außerhalb ihrer Letzinen gesessenen Leute ihrer Eide und ihres Landrechts entlassen nach Sage des von den Eidgenossen gegebenen Spruchbrieses. I». „Bekantnis zwüschent sant Maritzen Altar zu Münster der gült halb, so sy vm Heglingen hant. Ist bekent, dz alte die, so lidlön vff demselben gut hant, ouch alle schmid, so des ZarS Zm geschmidet hant, ouch die, so samen vff A gut geliehen Helten, ouch die, so rintmiet daruff haben, söllen vorgan mit Ir schulden vor mengkliche'" vnd darnach sol der Altar vorgan vnd an den pfänden habent sin, nach sag Zr houptbricffen vor allen December 140«. 393 gelten, es sig dann fach, dz jeman vor der Eidgenossen dotten mit bricffen, so elter smt, denn des Altars brieff, fürbringen mag, dz sy bedunkt qnug zesind, dz Im pfand vor ingesetzt sint, sollen vor dem Altar qan vnd an Jr pfänden habent sin, vnd darnach dann der Altar sol vor mengklichem vorgan vnd an Iren pfänden vnd brieffen habent sin vor mengklichem, sy habent gebot genomen oder mit, sol doch dem Altar an sinen zinsen dchein schad sin." Auf Herzog Ludwigs von Bayern Anfrage, ob die Eidgenossen den von ihm auf Mittefasten angesetzten und ausgeschriebenen Tag zu leisten geneigt seien, soll man ab dem nächsten Tag Antwort geben. Diese Meinung soll man auch denen von Uri und Unterwalden schreiben. Auf Dienstag nach dem neuen Jahre (Z. Jänner 1400) sollen gemeiner Eid genossen Boten wieder zu Lucern sein, um auf Herzog Ludwigs Schreiben zu antworten, auch der Boten des Herzogs von Mailand wegen. «I. Zwischen dem Herrn von Hunwyl und HanS Sittli haben der Eidgenossen Boten erkennt, daß sie beide nach Vorschrift der Urkunde deS EomthurS von Hitzkirch recht und redlich gehandelt und daß beide siir fromme, biedere Männer gehalten werden sollen. « . Denen Uri ist zu schreiben, daß sie ihren Boten bevollmächtigen der Zehrung wegen, welche Schultheiß von von Hertenstein liber die acht Gulden hinaus gethan hat, ob eS ihnen gefalle, daß die von Livinen den Ueberschuß bezahlen. Tschudi ll. N9« hat diesen Abschied mit einigen andern Artikeln, welche zum Thcil im Abschied von Luciti 14X8 stehen, im Anfang t4l!9, also gehört er wahrscheinlich zu 1488. Zu r. Im Juni 1489 kommt als Bote des Herzogs von Mailand Herr Peter von Euro vor, der dem Hans Bankhäuser 809 Dncaten Überantwortet. Luccrner RathSbuch V. U. 178 li. Montag eors,ori» 0liri«t>i. «Itt Lureril. I4KH (Ohne Tagesangabe). StaatSarMtv V««»rn - Allgemein« Abschiede, 4. <77. Gemeiner Eidgenossen Boten von Städten und Ländern schreiben an Schultheiß und Rath zu Wallenstadt über den Streit der letztern mit dem Grafen Wilhelm von SarganS in Betreff der Frage, ob die zu FlumS seßhaften Bürger von Wallenstadt, gemäß des Grafen Rodel und einem von den Eidgenossen dießfallo ergangenen Spruche, das Wochengericht zu besuchen haben oder nicht. Die Boten weisen die von Wallenstadt an, ihre Burger zu Flums zum Besuch deS WochcngerichtS anzuhalten bis zum AuStraq deS dießfallö vor Burgermeister und Rath zu Zürich veranlaßten Rechts. iAolothnrn. HS. Januar iZonmag »ach H>w>i). 'lirwiv Golo»l,»rn! Dtiikwiirdiq« Aachen, Z8 Itl. Sli. Auf diesen Tag berief Solothurn nach dem Begehren Basels die Städte Bern, Zürich und Luccrn zu einer Berathung über die Spänne und Stöße zwischen Solothurn einerseits, HanS Bernhaid von Eutingen und Peter Reich andererseits, der eingenommenen Schlösser wegen — Die Acte» fehle». 50 394 Februar I4t!l>. «SSI I 4?» ^O^rNtir (Montag »ach Lichtmeß). Staatsarchiv ^ueern. Vereinigung zwischen Bischof Hermann von Eon stanz und den eidgenössischen Orten Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und GlaruS. — Beilage 43. k. ^eliruar (Montag nach Lichtmeß). Tschudt! Chronik II. tiüil. Petermann von Raron, Freiherr zu Toggenburg, verkauft den Landern Schwyz und GlaruS seine Herrschaft Utznach, Schloß, Stadt, den Utznacherberg, Schmerikon und alle Zubehörde um 3550 Gulden mit allen Rechten, die er daran hat. «Ä» Lncern. R4K?Z, T7. ^ebrelar (Mmuag »ach ltonnm«ovr,y. Zlrciiiv Solothiir»: Denkwürdige Sachen, Bd. III. 115. Zu dieser Zeit waren die Boten der Eidgenossen zu Lucern versammelt. Solothurn schreibt unter dem angegebenen Datum an „der Eidgenossen Boten setz zu Lucern versammelt": ES werde von Hans Bernhard von Eptingen wegen Sachen bekriegt, die im letzten Krieg vorgegangen seien, und bitte um Rath, was zu thun sei. — Die Acten deö Tages fehlen. Das Bcrncr Rathsmannal lll. Z»5 sagt unter dem 2g. Februar: „An gemein Eidgenossen von Stell vnd lcndern: Minen Herren sye etwas merklich fach anglegen, si all vnd jcklich ort sunderlich beriircnd, das sin botschaft vff Zinstag zu nacht ncchstkUnstig zu Luccrn haben, von der fach zereden." Zürich. I4KN, > März Tschudi: Chronik II. 7«>2. ». Da Herzog Sigmund von Oesterreich setzt persönlich zum König von Frankreich geritten ist und seine Votschaft zum Herzog von Burgund geschickt hat, so scheint den Boten dieses TageS, die eidgenössischen Orte sollten alle eine Botschaft an seden der beiden Höfe senden, um sich gegen allfäll'ge Verunglimpfung zu verantworten und zu vernehmen, was Herzog Sigmunds Werbung daselbst sei, was ihm geantwortet worden sei u. s. w., damit man sich besser vorsehen könne. Auf Dienstag in den Oster- feiertagen (4. April) sollen die Voten zu Lucern sein mit Vollmacht ihrer Herren zu endlichem Entscheid- März 395 I». Ebenda soll man antworten, ob, wenn der Bischof von Basel noch weiter Tag setzen würde der Herrschaft Oesterreich wegen, man den Tag leisten wolle. «. Der Herr von St. Blasien hat anbringen lassen, wenn Jemand in der Eidgenossenschaft seines VrandschatzeS wegen ihm etwas wiedergeben wolle, so möchte jedes Ort seinem Leutpriester bewilligen, solches für ihn in Empfang zu nehmen. «I. Den Boten, welche auf Pfingsten nach Baden kommen, soll Vollmacht gegeben werden in Betreff des «Spans zwischen Zürich und dem Vogt von Baden wegen Ober-Berken und wegen deö Frevels zu Altstätten. «. Heimbringen der neuen Genowermünze wegen u. s. w. Das Datum läßt sich nur »ach der Tagansctzung iu Art. » bestimmen. «TS. Lncern. IT. Vpril (»ff »nnwuche» TtaatSarwi» V»c«rn. Rathsbuch V. II. >«U>. Boten: Zürich. Meister Widmer. Bern. Venner Archer. Lucern. Schultheiß von Hertenstein. Uri. Niemand. Schwyz. Vogt Stadler. Unterwaldcn. Vogt Henzli. Zug. German Furter. Glarus. „Ein junger". Der Bote von Bern, Venncr Archer, hat an die Eidgenossen gebracht, der Herzog von Oesterreich habe den Grafen von Eberstein als seinen Boten an den König von Frankreich gesendet, um die Eidgenossen da zu verklagen und den König aufzureizen, daß er uns mit Krieg überziehe. Der König aber babe daS abgeschlagen, den Eidgenossen eö geschrieben und erklärt, er wolle nicht wider sie kriegen, noch sonst etwas wider sie thun. Darauf haben seine Herren von Bern ihm, dem Boten, befohlen, an die Eidgenossen zu bringen, eö bedünke sie, man sollte den Herren Niclaus und Wilhelm von Dießbach, die zum König von Frankreich reiten wollen, Credenzbriefe als Boten mitgeben und ihnen auftragen, unS beim König zu verantworten und für daS freundliche Schreiben zu danken; auch sollte man ihnen an ihre Kosten so viel geben, als man gewöhnlich Boten giebt. Darauf haben der Eidgenossen Boten erkennt, den beiden von Dießbach einen Crcdenzbrief mitzugeben, aber keine weitern Vollmachten als allein für diese Verantwortung und Verdankung („so vil vnS allein vmb dz stuk vnd nit wittcr dem küng danke» vnd vns verantwurten"). Der Kosten wegen können die Boten nichts zusagen, sie müssen daS an ihre Obern bringen; waS deren Willen sein werde, wissen sie nicht. 146V, April (Samstag ?ir»vo). Bern schreibt au seine Gesandten zu Lucern, sie mochten den Eidgen ossen die Meinung eröffnen, es sei nicht nothwcndig, die Schlösser zu besetzen. NnthSmauual lV, 64. «T« I-4K5D, I?D. Äpril (Mittwoch vor St. görg). Urchtv Sctiwvj. Stist«ar" abgedachten Abte zugehörig gewesen und noch seien, die Burg' und LandrechtSbriefe mit den vier Orte" aber inhalten, daß Wyl, Werg, Rorschach und alle Städte und Schlöffer, welche er innert de"' Bodensee und Zürichsee habe und noch gewinne, der vier Orte offene Häuser sein sollen, so haben nun dü beiden Städte Zürich und Lucern auf Bitte des AbtS und ConventS und um deren Freundschaft Schwyz und GlaruS zu mehren, das abgemeldete Landrecht nach seinem Inhalte verwilligt und erkläre", daß das zwischen ihnen (den beiden Städten) und dem Gotteöhause St. Gallen bestehende Burgrecht d"' Schlösser, Städte, Lande und Leute, welche in der Grafschaft Toggcnburg liegen, nicht binden soll, sonder" daß dieselben allein bei dem obgenannten Landrechte mit Schwyz und GlaruS verbleiben sollen. Abgedruckt bei Tschudi II. 74«Z>, ST. Mai. Staatsarchiv Bern. Amadeus, Herzog von Savoyen ,c., und Schultheiß, Rath und Gemeinde zu Bern erneuern u"d beschwören in St. Vincenzen Münster neuerdings die zwischen ihren Vorfahren geschlossenen Bünde- Pergament«»« lateinische Urkunde Mi» anhangendem savoylschem Aanjleisitge'- Im Berner lateinischen Missivenbuch A. 78 steht Berns Gegenbrief. Mm >409. 397 <^rav. 14«», /?«. Mai. c»5m«l! Regest«» Sriedri«« III. Nr. 55117. 55««. 557». 5571. 5572. 557Z. 5571, Kaiser Friedrich III. erklärt, daß der Vertrag Herzog Sigmunds mit den Eidgenossen vom 27. August I4l>8 kraftlos sei, weil sich der Herzog darin nothgedrungen verbindlich gemacht, beim Kaiser und Papst die Straflosigkeit der lehtern wegen des gebrochenen fünfjährigen Landfriedens auszuwirken. Er fordert die Eidgenossen auf, sich wegen dieses FriedenSbruchcS zu verantworten, befiehlt dem Herzog Sigmund, den WaldShuter Vertrag nicht zu vollziehen, dem RcichSfiScal, die kaiserlichen Erklärungen wider die Eid. genossen denselben zu verkünden, den Reichsständen, den Vertrag für nichtig zu halten und den Herzog Sigmund deßhalb von den Eidgenossen nicht kränken zu lassen, denen zu Waldshut und auf dem Schwarz wald, icnen Vertrag nicht anzunehmen, der Stadt Schaffhaufen und dem HanS am Stad, weder den Vertrag noch die darin ihnen ausgeworfenen Summen anzunehmen. Siehe auch Zcllwcgcr, Versuch, die wahren Gründe dcS burgundischcn Krieges darzustellen, im Archiv der schweizerischen gcschichtsorschenden Gesellschaft, V. Seite 8k und 87. «»I. jNeVN. 14«», ?». siuix? nnw oorpori« c'Iirwch. S»aa»»ari«,iv Bern > rate!n!f»e« Miffivenbu» 5. 77 5. „stlagnv ligv /Vlnmani« «upvi-iuri« nmdniiiilnros« mnst» karne Lonstr^gti« beglaubigen beim König Ludwig von Frankreich den Schultheißen von Bern, Niclauo von Dießbach, und seinen Oheim Pntruu«) Wilhelm von Dießbach, welche sie als die dem König angenehmsten Boten nach Frankreich schicken, nachdem sie aus der Relation ihrer Eidgenossen von Bern vernommen, wie der König während ihres nunmehr beendeten Krieges mit Herzog Sigmund von Oesterreich ihnen günstig gewesen und wie er seitdem auf Machinationen, die gegen sie in'S Werk gesetzt worden, geantwortet habe, wofür sie ihm bestens danken u. s. w. — Unter dem Siegel von Bern. Ucbcrschrift dcS lateinischen Briefe?: „An tüng von Frantrich gemeiner Eidgnosscn wegen." —Deutsch im Deutschen Missivenbuch A. 571. Wndvn. 14«», 8. Hnnt tvfj den achtenden Tag ivrachoh). TeaattarN»!» tiucern. Gemeiner Eidgenossen außer LucernS („ane ewer") Rathsfreunde zu Baden versammelt, übersenden dem Schultheißen und Rath zu Lucern einen Brief des Bischofs Hermann zu Eonstanz, womit derselbe seinen Rath und Getreuen, Meister Gebhard von Eroario, genannt Sattler, für die Propstei Münster Ä98 Juni 1469. empfiehlt, und bitten Lucern, um des Bischofs und ihrer Verwendung willen den genannten Gebhard vor allen andern an diese Propftei gelangen zu lassen. Befligcllcr Brief auf Papier. Bern. R4. Zürich, Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unjerwalden, Zug und Glarus Urkunden, daß Herzog Carl von Burgund ihnen jetzt jene 19,999 Goldgulden bezahlt habe, die ihnen Herzog Sigmund von Oesterreich, als sie im vorigen Jahre Waldshut belagerten, für ihre Kosten und Schaden bis St. Johannestag zur Sonnwende zu entrichten versprochen hatte. ÄRnttlvyl. T. Ault (Soniitan vor Sant Ulrich). Stoo»»orchiv Lucer»! Acten, Toggenburgcr-Hondcl, (Abschrift.) Stiftborchiv St. («Zollen. Schultheiß, Ammann und ganze Gemeinde zu Lichtcnsteig der Hofjünger im Thurthal, Gegenharz- buch, St. Johann, Wildhaus und alle, welche daselbst zur Grafschaft Toggenburg gehören, Urkunden, daß sie nach der Bewilligung, die Graf Friedrich von Toggenburq sel. ihnen bei Lebzeiten gegeben, daß sie nach seinem Tode in ewiges Landrecht mit Schwyz kommen mögen, und nach eigener Einsicht des daherigen Bedürfnisses an Schwyz begehrt haben, sie zu ewigen Landleuten zu empfangen. Schwyz ha^ aus alter Freundschaft Glarus zu sich genommen und ihr Herkommen und Recht erläutert, worauf das ewige Landrecht mit beiden Orten folgendermaßen abgeschlossen worden sei: 1. Alle Toggenburger, Männer und Knaben über 14 Jahre alt, haben geschworen, der beiden Länder Nutzen und Ehre zu fördern, ihren Schaden zu wenden und ihnen beholfen, berathen und gehorsam zu sein. 2. Wenn Jemand, der n>ü den Toggenburgern Streit hätte, Recht böte auf der beiden Länder oder eines derselben Ammann und Rath, so sollen jene das Rechtbot annehmen. .1. Wenn eine Gegend im Toggenburg mit der andern Streit bekäme und ein Theil dem andern Recht böte auf die von Schwyz und Glarus, so soll der anders Juli 146!). 399 Theil dem Rechtbote nachzukommen schuldig sein. 4. Waren solche Streitigkeiten der Art, daß sich die zwei Lander nicht damit beladen wollten, sondern sie an andere Ende verweisen zu sollen glaubten, so soll auch dieser Verweisung Gehorsam geleistet werden, wenn Schwyz und GlaruS bei Eiden erkennen, selbe bedanke sie billig, gemein und gleich. 5. Von den in diesem Landrechte Begriffenen soll kein Laie den andern vor fremdes geistliches oder weltliches Gericht laden oder treiben, Niemand den Andern verheftcn oder verbieten, außer den rechten Gülten oder Bürgen, der darum gelobt hat, sondern Jeder soll vom Andern Recht nehmen in den Gerichten, wo der Angesprochene sitzt und hingehört; da sott auch dem Kläger unverzüglich Recht gehalten werden. Geschähe aber das nicht, so mag der Kläger Recht suchen, wo eö ihm füglich scheint. Um seine Linse mag Jedermann werben, wie eS bisher gebräuchlich gewesen, ll. Neue Verbindungen mögen die Toggenburger mit Rath derer von Schwyz und GlaruS eingehen, doch sollen sie immer diesem Landrechte unschädlich sein und demselben nachstehen. 7. Wollte' Jemand hauShäblich in'S Toggenburg ziehen, so mag ein solcher zum Landmann aufgenommen werden, doch sott er in diesem Falle auch dieses Landrecht beschwören. 8. Lieht Jemand außer die Grafschaft und ihre Gerichte, so soll er deS Eides, den er auf dieses Landrecht geschworen, ledig sein, doch so, daß er um Sachen, die während er im Lande wgr erlausen sind, gegen die Landleute und die von Schwyz und GlaruS keine andere Gerichte brauchen soll, als diezenigen innert der Grafschaft. !>. Beide Theile sollen sich gegenseitig Kauf zugehen lassen, lv. Die von Toggenburg bleiben bei allen Privilegien, Gnaden, Begabungen, Freiheiten und Rechtsamen, Gerichten und Rechten, die ste hergebracht haben, kl. „Bräuche", welche die von Schwyz und GlaruS bei sich anlegen, sotten die Toggenburger nicht mittragen, und umgekehrt. 12. Je zu fünf oder zehen Jahren soll dieses Landrecht auf Forderung derer von Schwyz und Glarus neuerdings beschworen werden, lll. Vorbehalten werden der römische König, dem römischen Reiche und sonst Jedermann, er sei geistlich oder weltlich, edel oder unedel, sein Recht und seine Gerechtigkeiten. — Ev siegeln, da die von Toggenburq ein gemeinsames Siegel nicht hatten, auf ihre Bitte Schultheiß und Rath der Stadt Wyl, ihnen und ihrer Stadt unschädlich. I». Abt, Dccan und Eonvent zu St. Gallen Urkunden unter gleichem Datum, daß, nachdem sie die Grasschaft Toggenburg von Petcr- mann von Raron an ihr Gotteshaus erkauft, sie die Eide, welche die Leute in der Grafschaft zusammen gethan, und das ewige Landrecht, das sie zu Schwyz und GlaruS genommen und beschworen haben, nach Inhalt deS von Hiltbrand sel. und Petermann von Raron gegebenen Briefes, für sich und ihre Nach kcmmen am Stifte ebenfalls vergünstigt und bestätigt haben, allen Herrlichkeiten und Gerechtigkeiten ihres Gotteshauses ohne Schaden. chi n. Abgedruckt bei Tschndi Ik. 705. — Ln K. Vergleiche oben Abschied 220. I4KN, ?. (am ncchstk» Mittwochen nach sant Peters Tag aä viiioul»). Staatsarchiv t!»c«rn : Allstem«!»« Abschied«, A. tili. Boten: Lürich. Heinrich Göldli. Bern. Benedict Tschachtlan, Venner. Lucern. Heinrich von Hunwyl. Uri. Hans Frieß, Ammann. Obwalden. HanS Heinzli, Ammann. Lug. HanS Schund, Ammann; HanS Seiler, Stadtschreiber. 400 August 1469. Diese Boten treffen zwischen Rudolf Sittli von Arth einestheils und Ulrich Ammann von Wolfenschießen anderntheils, welche beide die Margaretha Zelger von Unterwalden der Ehe wegen insoweit ansprechen, daß Rudolf Sittli von dem zu Conftanz ergangenen Spruche appellirt und daß demnach die Sache auf einen geordneten Richter nach Rom gekommen ist, tädigungsweise mit Wissen und Willen der Parteien folgendes Uebereinkommen. I. Margaretha Zelqer soll von dem obgcnannten Rudolf Sittli gehen und bis zum Austrag des Rechts bei einem unparteiischen Biedermann zu Lucern wohnen. Rudolf Sittli und Ulrich Ammann sollen in des Schultheißen von Lucern Hand geloben und versprechen, bis zu Austrag des Rechts beide des Leibes und Gutes der Frau müßig zu gehen. 2. Ulrich Ammann soll sich alles deS Gutes der Frau, das er in Händen hat, entziehen und dasselbe auöhingeben. Die von Unterwalden ^ sollen über das Gut der Frau einen Vogt setzen, der es verwalte bis zum Austrag deö Rechts und der Frau daraus ihre Nahrung verabreiche. Die beiden Ansprecher haben dem Rechte nachzugehen zwischen dem Datum dieses Briefes und Ostern nächsthin bei ihren Treuen und ohne irgend welchen gefährlichen Verzug. 4. Da sich Ulrich Ammann des Vermögens der Frau entzieht, so soll Sittli sich des gegen ihn in Rom erlangten Banns nicht weiter behelfen, sondern beide Theile sollen ohne alle Fürworte dem Rechte nachgehen vor dem Richter, auf den zu Rom die Sache geordnet wird; bei dessen Spruch sollen sie ohne alles Weigern und Appelliren bleiben, und welchem von beiden die Frau zugesprochen wird, dem soll sie mit Leib und Gut sofort übergeben werden. 5. Wenn dem Rechte bis Ostern nicht nachgegangen würde, so mögen die von Unterwalden das Gut ferner besorgen und demjenigen Theile übergeben, dem es sie nach Gestalt der Sache billig bedünkt. Wenn aber die Verzögerung aus nothwendigen und merklichen Ursache" und ohne Gefährde stattfinden sollte, so mag der Termin den Parteien durch die von Unterwalden erstreckt und alles in dem durch dieses Beredniß geordneten Zustande belassen werden. Solvthurn. I4«S, ÜS A«gttst. Staat«arcviv t!»cern: Acten, Burgunder.Krieg. «. Die Herren Niclaus und Wilhelm von Dießbach sind mit Briefen von gemeinen Eidgenosse" beim König von Frankreich gewesen, der sie wohl empfangen und freundlich angehört hat. 1. Als si^ dem König unter Andern! gedankt haben, daß er sich des Herzogs von Oesterreich nicht habe annehme" wollen, sondern den Grafen von Eberstein weggewiesen habe, wie er geschrieben, hat der König dar"'" geantwortet -. Seit er den Eidgenossen geschrieben, sei der Herzog von Oesterreich nach Troyes gekonnt" und habe ihn um eine Unterredung ersucht; diese habe er aber von der Hand gewiesen mit dem ^ merken, er werde gegen die Eidgenossen nichts thun, sondern vielmehr im Nothfalle ihnen helfen. ^ der Herzog von Oesterreich dieses vernommen, sei er erst zum Herzog von Burgund geritten und habe d" bewirkt, daß der Herzog ihn in Schirm genommen, besonders gegen die Schweizer. 2. Nach manche geheimen Unterredung mit dem König und seinem obersten Rathe haben diese den beiden Herren "s" Dießbach in höchstem Geheimniß entdeckt, daß in dem letztvergangenen Kriege zwischen dem König dem von Burgund der erstere auf Geleit und Sicherheit des Herzogs in dessen Stadt Peronne gek»"' men sei, dann aber der Herzog die Stadtthore schließen lassen und den König, wenn er anders st""' August 14<>9. 4M und der Seinigen Lebens sicher sein wollte, gezwungen habe, gegen seine Bundesgenossen, die Lütticher, zu ziehen, was die Krone Frankreichs niemals vergessen werde. 3. Ferner habe der Konig erzählt, wie der „Cardinal", der jetzt gefangen ist, eingestanden habe, das er ihn und seinen Bruder an den Herzog von Burgund habe verrathen wollen. Die beiden von Dießbach versichern, daß der Unwille deS Königs gegen Burgund über diese Sache sich nicht legen werde, bis er sich am Herzog gerächt habe. 4. Darauf habe der König den Herren von Dießbach Crcdenzbriefe an gemeiner Eidgenossen Boten gegeben und ihnen befohlen, diesen zu eröffnen - Weil der Herzog von Burgund den Herzog von Oesterreich gegen uns unterstütze, bedünke ihn, die Eidgenossen sollten kein Bündniß weiter mit demselben machen oder, sofern ihnen das nicht gefiele, so möchte doch stipulirt werden, daß die Eidgenossen dem Herzog nicht wider den König beholfen sein sollten, wogegen auch der König Versicherung geben wolle, dem Herzog von Burgund niemals wider die Eidgenossen beholfen zu sein. 5. Da in der Vereinigung zwischen dem König und den Eidgenossen des erster» Sippfrcunde vorbehalten sind, der Herzog von Burgund aber sein Sippfreund ist, so soll Jedermann in höchstem Geheimniß heimbringen und bcrathen, was dem König bezüglich dieses Artikels zu antworten sei, indem nach Gestalt der Sachen an diesem Artikel viel gelegen ist. 6. Der König hat den Eidgenossen qerathen, in ihren Pässen und Bergen zu bleiben und gute Ordnung zu halten, da seien sie dem Herzog gegenüber mächtig genug. 7. Wenn es nothwendig werde, von diesen Sachen weiter zu reden, so habe sich der König erboten, sein? Botschaft zu den Eidgenossen zu schicken, es sei deshalb nicht nöthig, eine Botschaft an ihn zu senden. — Diese Sachen soll Zedermann heimbringen. Zürich soll sie an Glarus, Lucern an Unterwalden, Schwyz an Uri mittheilen; am Dienstag nach Sanct Bartbolomäus- tag soll Jedermann seine Botschaft mit Vollmacht, Antwort zu geben, in Lucern haben. I». Ebenso soll angebracht werden, daß gemeine Eidgenossen aus den vier Städten, die mit dem Herzog von Burgund in Vereinigung stehen, zwei Biedermänner wählen und diese in gemeiner Eidgenossen Kosten zum Herzog von Burgund reiten und ihn in Kraft der Vereinigung mahnen sollen, von dem Schirme, den er dem Herzog von Oesterreich gegen uns verheißen hat, abzustehen; ferner sollen sie dxn Herzog von Burgund unterrichten, wie der letzte Krieg zwischen den Eidgenossen und Oesterreich entstanden sei zc. Die Boten von Bern sollen auf den nächsten Tag zu Lucern Abschriften sowohl von dem Verständnisse mit Burgund, als auch von dem Acte, wodurch der Herzog von Burgund den von Oesterreich gegen die Eidgenossen und „Schwätzer" in Schirm genommen, bringen, damit „nieman mvg sprechen, sv züchen von einandern vnd die Eydgnossen sint vneinö". Dieser Abschied trögt weder Orts »och Tagesangabe; es bestimmen sich aber dieselben sowohl »ach einem Schreiben BcrnS von 14«!?, IN. Fnli lDienstag vor Maria Magdalena) an den König von Frankreich, womit cS fttr die srenndliche Ausnahme und „Begabung" der Herren NiclanS und Wilhelm von Dießbach dankt, als noch viel mehr aus folgendem Schreiben BcrnS an alle eidgenössischen Orte voin 5. August 14«!? (Staatsarchiv Bern, deutsches Mis- sivenbuch l!l 2): Nachdem cS seine Boten ans den Tag, der letzten Mittwoch (L.August) zu Lucern gehalten wurde, abgefertigt, habe cö von ihnen vernommen, was daselbst des freundlichen TagcS halb, den der Herzog von Burgund gesucht Hobe, verhandelt worden sei. Ehe noch die Boten ab diesem Tag znrilckgckehrt waren, seien die Herren NiclauS und Wilhelm von Dießbgch, beide Ritter, vom König von Frankreich, bei dem sie etliche Tage ihrer Äcschöstc wegen und auch mit gemeiner Eidgenossen Befehl und Auftrag verweilten, in Bern cingctrosscn und haben ihnen etliche „gar tresscnliche Wachen berichtet, welche an gemeine Eidgenossen, wenn sie auf Sonntag nach St. Lorenzcntag (13. August) nach Solothurn kommen, gebracht werden sollen; daher Bern nicht daftlr halte, das, zur Zeit ein freundlicher Tag 5l 402 August I4i!9. vor dem Herzog von Burgund zu leisten zugesagt werde; man meine gegentheils, es wäre besser, eine Botschaft an denselben zu senden. Die Eidgenossen möchten ans den Tag zu Solothurn chren Boten dickfällige Vollmachten erthei» le», die beiden von Diestbach werden auch aus den Tag kommen -c. Wiener ) Neustadt» I4LN, AI. August. viwnowskn: Band V». Riqcstcn. Nro, Uwe,. Kaiser Friedrich 01. spricht über die Eidgenossen wegen des gebrochenen Landfriedens die ReichSacht und Oberacht aus und erklärt sie in die fiocalischen Strafen verfallen. Siehe die Urkunde bei Zellweger, Versuch Uber die wahren Gründe des burgundischen Krieges, im Archiv der schweizerischen gcschichtforschenden Gesellschaft, V. Seite 8ö. «:»?>. Zürich. I4«i>, ». N»ven»ber. Staatsarchiv Bern! Dt»tf. ebenda: „An Küng von ss-ranckrich von gemeinen Eidgnosscn. 'I'rosvxoollont ob trvservistivn ltu^ st notrs trssroclouNts «siAnour. ll'rvnliumlilsinsnt ob vn tonte llv Veronas a vot.ro Ilo^al ina^sstv nou« rsvoninainlon» st von« j.>1iü«s »avoir, notrs trosrstlonNto goiA»vw> gus eoinmo stvrniorsmvnt xonr leg Aranäos st Nonns» t'avvur«, gus äs vvtrv hviÜAnv Arnes II von» » nou» nion»trvr, vor» votrs'Ko^alv m-nvsts nvon« onvo>s» noNIss »oiAnsur» mss»isnr Xioolas äs 11ies«b>wb> elivvalior, nneisn astvoz^or äs Hsrno, st mos»iour lluillanmv äs I)iss»NaoN, nu»»i vüsviälor, »siAnour i?iAnov, ziour von« romsreivr sto In Nonns alloetion guo Nenuvoup ziln» loinA, gno nos msrito« se^lev November >469. 4t)3 «Isnt, von« plnit non« sinpnrtil ,4 su««i I»u SN« o«s von« f»«t rnpartvv, rpli si pui«t tonrnsr » notr« pro^uüiov st 4ommni^o, II» voill«i«svnt notrs inno- ssnos bontsr »v»nt sv«<- II«mo»«trntion 4u I-on vouloir «plnvon« » I'vntrvtvnsmsnt 4s In lizo sntro von« st non« .j-o-Ii« lonnlilsmsnt snit«, enmm«, ntv sinn Isnr« von» «oit plu-mmplsinsnt fait. tlr s«t nin«i, notrs trs«rs4onl>ts «vixnsur, quo nu retour 4«» 4os»u«4it« 4« Vis««dnol» pur 4«, <:-> >>u no« murslis«, II» nou« ant » xrnnt louunzxv vxponsv I» ^runüs ins«tiin!»lilo promotiou, gnv von» n plsn Isnr sniro, st. nu««i In tronbonornlil« riinnilicsnss st 4sp»rtvmvnt, -piil« ont ulitsnn 4o von», vnsewbl« In slmrxs, tjus 4s votrs boni^ns tnvvnr Isnr nvv« Iinillio, touslnrnt 4o piu«-»mplv oontv4sratian et svnrto, «> 4s snvLv««itv ou vsrits) s«to!t, nessptsr nvss non«, 4ont van» Imillon« Is« trs«Iinn>I>Iss st po«siI4os, somlusn in4i^»s« ltvmsreismsn«. b)t «ur so, »otr« trs»rv4ontnlilv «sij^usnr, non» »von» «onvvntsöoig mm In stinn«v sn terms st vonsvil, p»r »pwi In sli.m«o-» s»ts ton«jonr« 4ilksrvs, oomln'on r>us ponr los ssrnn4s« nssripntion« st nonvslls«, <>ns sonvsnnsnt s>ns <>s sn nsn ,»z,on« pvu insttrs sonclu«ion, 4ont vn »von« ^rnnt 4s«pl»i«nnss. I'nutsffoi« «i «innms« tonn sn >>«»> st ssrnis propo« st vonloir <1sntrlst)snir Is» 4s»nu««Iitn son<« »^ tont »in«i vomms sils« nont sntrs von» st non« « onsnitts» sn ton« poin« «-um mnl sn-n«s nvoir non« st »u«»i Iv«4it« 4s Dis«sli»st> 4ors»sn»v»nt sommv .ju«Mo« vn v» ponr rsvomm»n4v«, tont s« nu««i > trs«vxv«IInnt st trv«srs«tivn Ho), st notrs trs«rs4onlit« «vi^nsur van« 4-a»t I>aniis vis st lon^n» svso i»s>:ompli««snisnt 4v vn« trs«l>nulx st trs«nul>ls« 4v«ir«. I'i«sript ,»^nrioli «anl«? 1s ««vi 4v no?. trs«vlior« st Iiisn »mv« vonkv4vrv« 4s Hsrns ponr st (nn nom) non« 4s non« st 4snlx, 1o iij. joar 4s ?Iovembrs I»n <1 I'ixps4itni» vor«m 4vniino Xisoino 4s Itiv««>)äsk, vi^ilin tivn-vni« st 4u4v Ixi». ro^- 4« Brunos, trs«sxssllsnt st trsssrvstis», notrs trs»rs«loul,t« «si^iwur. Va« trs«l,uml,lv« «vrvitsnr», Iss n,ml»»««»4vurg 4v« villo« st provinos« 4s I» Srnnt li^s -I«V!iun.'uz;ns luiults, sonxrstsnv« pro- «sntsmsnt « Xni isli. «»« Anrieh. H. November Mittwoch vor Martini). M0ut«ItU> Württembergtskh«» WeNetm«» «»au«, und Zchnläbrige Vereiniqunq zwischen den Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg und den >cht Orten Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glurus. — Belage 4«. 404 December 1469. «41 Born. R4K?D, K. Dooonibor (vss ^icoiay. s»i>at»ar<«,«v B«r» : Deutsche« Missivenb»« «Iii. Gemeiner Eidgenossen von Städten und Ländern RathSfrcunde, jetzt zu Bern versammelt, schreiben an den Ritter Peter von Hagenbach, Landvogt im Sundgau und Elsaß: Sie haben in vergangenen Tagen dem Markgrafen Rudolf von Hochberg, Grafen zu Neuenburg «c., und andern Anwälten des Herzogs von Burgund durch Bern manigfache Beschwerden vortragen lassen Uber die täglichen Irrungen, welche denen von Mühlhausen mit Abstellung chreö Marktes, Absage deS feilen Kaufes, Verhalten ihrer Schulden, Unterschieben ihrer und unserer Feinde u. f. w. vorfallen, und gütlich begehren lassen, daß solchem Treiben Abhülfe geschafft werde. NichtSdestominder dauere dasselbe, besonders durch Bernharden von Eutingen, fort und so habe man dann vor dem Bischof von Basel und genannten« Markgrafen in Beisein etlicher burgundischer Räthe einen freundlichen Tag zu Basel gehalten und sei des gemeldeten von Eptingen wegen mit aller Theile Willen zu einem AuStrag auf den Bischof von Constanz gekommen; der andern Irrungen wegen habe man ausgemacht, daß kein Theil den Feinden deS andern Vorschub leisten soll, damit die Richtungen von WaldShut u. s. w. eingehalten und der Vereinigung zwischen den« Herzog von Burgund und einigen eidgenössischen Orten nachgelebt «verde. Da nun Solothurn gegen Bernhard von Eptingen zu Recht verfasset sei und der Bischof von Constanz darum Tag gesetzt habe laut deS abgeredten Abschieds, so sei der von Eptingen nicht erschienen und habe seine Feindseligkeiten sortgesetzt; er «verde auch in der Herrschaft Landen enthalten und unterstützt; die Unfern haben keine Sicherheit Wandels und Handels daselbst, zuwider der Vereinigung einiger Orte mit Burgund und dem zu Constanz und Waldshut geschlossenen und ausgerufene» Frieden, auch zuwider den freundlichen Versicherungen/ die der Herzog von Burgund durch den Markgrafen Rudolf und andere Boten den Eidgenossen gegeben. Hagenbach «verde nun als Anwalt des Herzogs und dessen Statthalter in diesen Landen ersucht, diese Beschwerden abzustellen, den Eidgenossen und insbesondere auch ihren Bundesgenossen von Mühlhauft» die vertragsgemäße Sicherheit des Handels und Wandels zu verschaffen und dafür zu sorgen, daß ihre« Feinden kein Vorschub geleistet werde, worin er zweifelsohne dem Willen seines Herrn entsprechen werde. Man erwarte seine Antwort durch den rückkehrenden Boten. «4Ä. IN. Jnnuar (Freitag nach AiUonii). TtistOarchiv T». <«5ci»«n. Boten: Zürich. Heinrich Schwend, Ritter. Lucern. CaSpar von Hertenstein, Altschultheiß- Schwyz. Ulrich Abyberg, Fähndrich. GlaruS. Heinrich Landolt, Vogt zu Utznach. Diese Boten, im Auftrag der vier Schirmorte des Gotteshauses St. Gatten, schlichten einen Anstand zwischen Abt Ulrich von St. Gallen und den Burgern von Wyl in Betreff der Forinel deS von letzter" zu Händen des Abtö und Gotteshauses zu schwörenden Eides. Siehe Tschudi II. 7IU. Januar >470. 405 «4» Aurich. R47II, Jauuur (Sonntag vor richtmcsse). Die Acten fehlen. — Das BaSler OffnungSbuch V. 4! erwähnt eines unter diesem Datum in Zürich abzuhaltenden TageS gemeiner Eidgenossen ohne Angabe der Verhandlungsgegenstände. «44 Bern. I-A7U, Februar (Sanct Matthias Abend). Gtaatsarwiv B»rn! Denis»«« Mlssivkntu» 4. iiiii. Tag gemeiner Eidgenossen für Berathung der Angelegenheit der IWl) Gulden wegen, welche der Markgraf von Hochberg denen von Schaffhauscn zu geben hat, und wegen der Anträge bezüglich der Vereinigung mit dem König von Frankreich.? Die Acten fehlen. Bern setzte durch Schreiben vom ll). Februar mit Angabe der Tractanda den Eidgenossen diesen Tag. «4.» Lucern. I47N, vor d m R. Marz. ^taatoaribiv Lucern! Allgomille Atschüde, 4 ItiZ, ». Man soll heimbringen und in den Orten rathjchlagen, ob die Eidgenossen die Kosten haben wollen, um Ulrich Ammann von Unterwalden, welcher der Ehesache der Margaretha Zeiger wegen im Banne ist, aus dem Banne zu bringen. I». Denen von Schwyz ist empfohlen, mit dem Grafen Zörg von Werdenberq-SarganS zu reden, „als man das wol weis". «». Heimbringen, was die Voten von Basel angebracht haben des Herzogs von Burgund, seines LandvogtS und derer von Mühlhausen wegen. Ueber das Begehren des Stadtschreibers von Nürnberg, daß die Straße von Lindau bis Stein gesichert werden möchte, ist gerathen, daß Zürich mit dem Abt von St. Gatten sich darüber verständigen und nach Appenzell, Lindau, St. Gallen, Eonstanz und in die Reichenau eine Botschaft senden soll. Dem Kaiser und dem schwarzen Herzog sollen die von Bern auf ihre Schreiben antworten, f. Dem Leitzer und seinem Gegensächer soll Zürich vor der Eidgenossen Boten nach Lucern zur Verantwortung Tag verkünden, ß?. Heimbringen, ob man mit dem Abt in der Reichenau rechten oder ob man ihn mit den Seinigen weisen wolle, den Landfrieden zu schwören. Ii. Die Sache des grauen Bundes wegen ist denen von Schwyz und GlaruS empfohlen. I. Heimbringen derer von Bern Sache, „als die botten, so vff dem tag gewesscn sint, anbracht hant, wie man denn tun well, damit die fach am besten abweg getan werd". Dieser Abschied findet sich doppelt vor, im Lucerner Allgemeine» Abschicdcband l(1. Der Art. o zeigt, daß er in s Jahr 1470 fällt und mit Rücksicht auf den nachfolgenden Abschied vom 1. März (Abschied K4K) hier einzuschalten sein dürfte. Der Art. « weist offenbar a»f den Twinghcrrenstrci». 406 März 1470. «4« 1474^, I. l>,rima i,v>n«i« dlorcii). Staatsarchiv Rern i l!atein!schtS MIsslvcnl'U» 4. !»!. Dtulsche» M !ffiv «nb»ch 4. «82. ». Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben an den Herzog von Burgund: Nachdem die Grassels Pfirt und andere Herrschaften mit Zustimmung des Herzogs Sigmund von Oesterreich an ihn übergegangen, haben sie mit Vergnügen vernommen, daß er seine Amtleute in seine neuen Provinzen gesendet habt/ um Frieden und Gerechtigkeit zu handhaben und den Angehörigen der Eidgenossen freien Handel und Wandel in denselben zu sichern nach Maßgabe des zwischen seinem Vater, Herzog Philipp, und ihm und einigen eidgenössischen Orten abgeschlossenen Verständnisse (intalliyonlia). Nun fahren aber die Feinde der Eidgenossen, Bernhard von Eptingen, Ritter, Johannes vom Hüft und Andere, welche mit zahlreiche" Mithaften in seinen Landen sich aufhalten, fort, die 'Angehörigen der Eidgenossen zu fangen, wegzuführen, einzukerkern, während die Eidgenossen ihrerseits doch auch kraft des mit dem Herzog von Oesterreich abgeschlossenen Friedens freien Wandel haben sollten. Daher bitten und mahnen sie den Herzog von Burgund, seinen Amtleuten zu gebieten, daß sie den Feinden der Eidgenossen in ienen Landen weder Aufenthalt gestatten noch Vorschub irgend welcher Art leisten, sondern dafür sorgen möchten, daß ihren Angehörigen der freie Wandel und Handel daselbst gesichert werde. ?». Ein Schreiben ähnlichen 2"° Halts ergeht unter gleichem Datum und, wie das ersterc, unter dem Siegel Berns an den Markgraftn Rudolf von Höchberg, Grafen zu Neuenbürg, Herrn zu Röttclcn und Suftnberg, Gubernator zu Luftw bürg, nebst Copie des Briefs an den Herzog, mit Bitte, sich bei diesem ernstlich für Abstellung Beschwerden zu verwenden. Dazu folgende Aktenstücke: 1. 1470, 5. März. Adrian von Bubcnbcrg schreibt (vom burgundischcn Hofe) an Schultheiß und Rath Bern: Der Markgras schreibe an Bern eines freundlichen Tages wegen zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. (AdrianS) Rath sei, noch keine Antwort zu geben, bis er heimkomme, indem ihm etwas begegnet sei, daö sie w>fft" sollten, wenn sie den Tag zusagen. Bis Mittefasten hoffe er zu Hanse zu sein. Es sei gegenwärtig eine Botschaft o»'" Herzog von Oesterreich da, bestehend aus den Grafen JoS von Zolrn und Jörg von Werdenbcrg, Meister Peter Lliderer, Doctor der Mcdiein, Peter von Mörsbcrg und Ludwig von Maßmiinstcr; die klage sehr über die Eidgenossen und den Herzog von Burgund um Hälfe an. ES wolle ihm aber scheinen, die Sachen werden nicht nach ihrem Wunsche denn der Markgraf benehme sich sehr gut. Datum „vss der jmrgen Baßnacht abend nun» i.xx°. (Staatsarchiv Lucern, Allgemeiner Abschiedcband II. t>.) — Die für die schweizerische Geschichte sehr interessante datunllosc 2» struction des Herzogs Carl von Burgund an seine Gesandtschast zu Herzog Sigmund bei tlommiuou-l.ovglo III. 233, welche dieser in's Jahr 1472 seht, scheint sich an diese Gesandtschaft anzuschließen und etwa im Mai O" abgefaßt zu sein. 2. 1470, 20. März. König Ludwig von Frankreich schreibt aus Amboisc an Melaus von Dicßbach, heißen von Bern, der Herzog von Burgund sammle im Hcrzogthum und in der Grafschaft .KricgSvolk, womit er »a-h der Grafschaft Pfirt ziehen wolle. Es möchte wohl dieses KricgSvolk auch gegen die Eidgenossen bestimmt sein. (DcnM Copia im Staatsarchiv Lncern, Allgemeiner Abschiedcband It. <>.) Mörz 1470, 407 «47 147 45, IT. (Montag nach dkl allen Äasnachti. ^tnatSarct,iv Bern. Schultheiß, Ruth, Zweihundert und Bürger zu Bern einerseits, und Schultheiß, Rath, Hundert und Bürger zu Lucern andererseits Urkunden: Sie haben von langen Jahren her um das Trubthal, Gchönqau und andere Sachen Streitigkeiten gehabt, worin erst gemeiner Eidgenossen Boten, dann Rudolf Mciß, Burgermeister zu Zürich, zuletzt Rudolf von Eham, ebenfalls Bürgermeister zu Zürich, und Heinrich ze Nidrift, Altammann zu Unterwalden, Sprüche gegeben haben, ohne daß die Zwistigkeiten dadurch ganzlich beseitigt worden wären. Um zu letzterm Zwecke zu gelangen, haben sie nun unter sich folgende Uebereinkunft getroffen: l. DaS Trubthal, Samen und daö Schöngau mit aller Zubehörde, Herrlichkeit, hohen und Niedern Gerichten, Twingen, Bannen, Freveln, Bußen, Geboten, Verboten sc. soll der Stadt Bern ewiglich verbleiben, doch so, daß daö GotteShauS Trub seine Gerichte und Rechte behält. Ferner sind ausgenommen die zwei Höfe In der Löwen und SibcrSlehn im Schöngau, sammt Wyssenbach und Marbach, den Häusern und Höfen in der Ey zu Whttenmooo lind allenthalben da herum und der Scherling. Das alles soll mit hohen und Niedern Gerichten, Twingen, Bannen und aller Zubehörde Luccrn zugehörcn. Die Märchen zwischen dem ganzen Gebiete Berns und LucernS vom Schöngau angefangen bis nach Kulmcrau sind durch drei Abgeordnete Berns, den Schultheißen NiclauS von Scharnachthal, die Altschultheißen Adrian von Bubcnberg und Thüring von Ringgoltingen, und drei Abgeordnete LucernS, den Schultheißen Heinrich von Hunwvl und die Altschultheißen Heinrich HaSfurter und HanS Ritzi, bereinigt und festgestellt. WaS nach dieser Marchung jeder Stadt zufällt, das soll ihr mit ganzer und voller Herrlichkeit, hohen und Niedern Gerichten, Twing, Bann u, s. w. bleiben, ausgenommen der Twing Balzenwyl, der, obschon in der Berner Landmarch gelegen, mit den Niedern Gerichten Lucern verbleiben soll, während die hohen Gerichte dagegen an Bern fallen, t. WaS Lehen von Wolhuscn sind, die sollen jedem Theile innert seiner Landmarch zu leihen zustehen. 4. Frevel seilen von derjenigen Stadt gebüßt werden, innert deren Gebiet sie vorfallen, si. Kein Theil soll die Angehörigen des andern, so lang sie in dessen Gebiet sitzen, in Burgrccht, Landrecht oder freien Dienst aufnehmen nach Laut der zwischen beiden Theilen bestehenden Vereinigung. Das Gotteshaus St. Urban jedoch mag bei seinen Burgrechten bleiben und Edelleute mögen von beiden Städten in Burgrecht genommen werden. 0. Niemand von den beiden Städten oder den Ihrigen darf den Seinen in daS Gebiet der andern nachjagen, ausgenommen eigenen Leuten und St. MichaelSleutcn. 7. Jedermann soll bei Feld und Trattrcchtcn, Wunn und Weide bleiben, wie von Alter her; auch sollen Stifte, Klöster und 'Privatpersonen in beider Theile Gebieten bei ihren Besitzungen und Rechten geschützt bleiben; besonders soll ferner Lucern die Fischcnze unterhalb Tricngcn, die eö von Hemmann von Rüsegg mitgekaust und die nun in bernischem Gebiete liegt, behalten. 8. Da zede der beiden Städte daS HauS Wvckon angesprochen, so ist ausgemacht, das dasselbe der Stadt Lucern gehören soll, der Grafschaft Willisau wegen, innert deren Märchen eS gelegen ist. Pergamentene Ilrlunte Uli, den a»hang,«den Siegel» von Bern und Lmer«. 408 April 1470. Dazu verschiedene Notizen im Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch 0. 44, 49, 66, 79, »I, 97, 101, 103, IIS, 118, 121, 137, 146, 149, 170, 176, 264, 271, 294, 299, 363, 368, 373, 447, 452 aus den Jahren 1466, 1467, 1468. Anrieh. 1470, I I . ÜlpVtl (Mittwoch nach äuclios). Staatsarchiv -Nrru i D-»«schc« Mlsslvenbuch 70«, » Gemeiner Eidgenossen Boten verwenden sich beim Bischof und der Landschaft Wallis, daß Ruf Aiper angehalten werden möchte, dem von dem Freiherrn Petermann von Raron, Bürger zu Bern und Landmann zu Schwyz und GlaruS, gegen ihn erlangten Schiedspruch deS Raths zu Lucern bezüglich verschiedener Ansprachen Genüge zu leisten. Daö Eoncept ist gestrichen, doch steht aus dem Räude: bixocut-um ooram toto eoiwilio. «4« 1470, O» (Mittwoch «ach dem Soniltag ÄlisonLoräial. Staatsarchiv Ziirich. Auf dem Zuge, welchen Zürich und Schwyz mit andern Eidgenossen im vorhergehenden Jahre in das Elsaß und Sundgau unternommen, hatten sie dem HanS Friedrich vom Hufe fem Schloß Pfaffstatt eingenommen, nach seiner Behauptung unter der Bedingung, selbes nebst seiner und seiner Lente darin befindlicher Habe nach Ausgang des Krieges zurückzugeben, wogegen er sich eidlich verpflichtet habe, während des Krieges nicht gegen sie zu fechten. Da nun die von Zürich und Schwyz diese Zusage n.cht gehalten, sondern das Schloß verbrannt hatten, so sagte Friedrich vom Hüft ihnen Fehde .."d Feindschaft an und schädigte sie nach Kräften. Diese Fehde suchte der Bischof Johannes von Basel mit Rath und Hülfe des RitterS Bernhard von Gilgenberg, Statthalters der Landvogtei, und des Raths von Basel zu vermitteln. Vor ihm erschienen demnach auf obgenanntem Tage HanS Friedrich vom Hüft persönlich, für die von Zürich und Schwyz Heinrich Röist, Altburgcrmeister, und Ulrich Abyberg, Venner; mit diesen die Boten der Eidgenossen: von Bern Adrian von Vubenbcrg und NiclauS vo" Dießbach, beide Ritter, von Lucern CaSpar von Hertenstein, von Solothurn Ulrich Biso, Schultheiß, mid Johannes vom Stall, Stadtschreiber, von Schaffhausen Ulrich Trüllerey und Heinrich Vuma"", c^tadtschreiber. D.e Parteien wurden mit Hülfe einer Votschaft des CapitclS der Stift Basel, des genannten R.tterS Bernhard von Gilgenberg, PeterS von MörSbcrg und Lazarus von Andlau dah>" gebracht, daß sie ihren Streit, Klagen und Widerklagen, auf Bürgermeister und Rath der Stadt Baftl zu Recht setzten und zwar folgendermaßen: l. Beide Parteien sollen ihre Klage, Antwort ic ein.n'dcr schriftlich zustellen, HanS Friedrich vom Hüft sott seine Rechtsschriften in des Bürgermeisters HauS nach Zürich, die von Zürich und Schwyz sotten die ihrigen in des Klägers HanS Friedrich vom Hüft nach EnsiSheim senden. Die Klage sott innerhalb deö ersten Monats nach Datum dieses Anlaßbriefts, die Antwort innerhalb deS zweiten, die Widerrede innerhalb deS dritten, die Nachrede innerhalb des Mm >470. 4l)9 vierten Monats abgegeben sein. Innert des letzten Monats sollen die Parteien alle diese Streitschriften sodann dem Bürgermeister und Rath zu Basel überantworten und diese sollen dann wiederum innert Monatsfrist den Parteien Tag setzen, um mit ihren Gcwahrsamcn und Kundschaften im Rechte zu erscheinen. Dann haben Bürgermeister und Rath von Basel zwei Monate Zeit, die Sache zu bedenken und ihr Urtheil schriftlich zu geben. Bei dem Urtheil, das solchergestalt erfolgt, sollen die Parteien ohne alles Weigern oder Appclliren bleiben und dem nachkommen. 2. Damit soll alle Feindschaft ab- gethan sein, alle Gefangenen sollen gegen Urfehde und ziemliches Atzgeld freigegeben werden. Das Alles haben HanS Friedrich vom Hufe persönlich und die Boten von Bern, Luccrn, Solothurn und Schaffhausen, die sich derer von Zürich und Schwyz gemachtigt, zugesagt und zu halten versprochen. ES siegeln für HanS Friedrich vom Hufe Peter von MörSberg, Ritter, für die Eidgenossen Adrian von Vubcnberg, Ritter, als Vermittler der Bischof IokanncS von Basel. Pergamentene Urkunde mit drei anhängenden Siegeln. Der Spruch, welchen auf diesen Anlaß Peter Rot, Bürgermeister, und der Rath zu Basel am 5. März (Zinstag nach der alten BaSnacht) 14 7t gaben, ist nebst allen Streitschriften in ein pergamentenes Vi bell (l(1 Blätter) gefaßt und lautet also: „Sprechcnt auch v»d erkcnncnt zu recht, vmb das der obgenanten parthyen Mißhandlung, so wir in diser fachen, bcsundcr in den bygclcytcn kundschaften, richtungen vnd geschafften empfinden, geschehen sei, gegen einandcrn gewcgcn, Jr gestalt vnd gelcgcnhcit betrachtet vnd ettlicher mästen gestrafft werden, dz dann die obgcnannten parthyen vmb Ire vorgeschribncn zuspräche, noch mich vmb eosten oder schaden, so sy diser fachen halb gelitten vnd empfangen Hand, eynander ntttzit pstichtig noch verbunden sin, sunder Iederman derselben parthyen sinen eosten vnd schaden an Im selbS haben soll." (Staatsarchiv Zürich.) Nahpi 1470, 70. Ä??ai (Donstag nach 5li»«'ricor<>m1. Arwiv Basel: Oifnimgebuch V. <5. „Da hat Her Adryan von Bubenberg in bywesen andrer der Eydgnossen botten von Zürich, Bern, Lutzern vnd Switz vnsern Herren den rü) erzalt, wie er qesechen vnd gehört, das Bysantzun, vnserS gnedigen Herren von Borgondien zc. secretari, demselben vnscrm gnedigen Herren von Borgondien muntlich anbracht vnd erzelt Hab Handel, wesen vnd gebruch, dep sich Her Peter von Hagenbach geübt vnd gebracht Hab vnd in disen landen bruchen sye wider vnö, gemeyne ritterschaft vnd lantschafft zc., vnd das vnser Herr von Borgondien nach allem anbringen demselben Bysantzun offenlich geantwurt Hab, Er wolte nit, daS Herr Peter von .Kogenbach sinen nachburen, vmbsessen noch lantschafft lieb noch willen tett, sonder wöll Im selb ein lantvogt haben, der Im tüg, daS Im geuellig vnd lieb sie." Mä'diswvl. >470, H.H. Mai t.gmstag »ach ->»i.ii»t-,. Boten: Bern. Ludwig Hetzet von Lindnach, Anton Archer, beide Vcnner. Lucern. Heinrich von Hunwyl, Altschultheiß. Uri. Peter Mubeim. Unterwalden. PauluS lEncntacherS, Altammann nid dem Wald. Zug. Heinrich Landis. Glaruö^ Werner Aebli, Ammann. 52 410 Mm 1470. Schwyz und Zürich, erstereS seiner Leute von Wollerau, letzteres dcS Hauses WädiSwyl und der Leute von RichterSwyl wegen, hatten Streit um die kleinen Gerichte, die Steuern und das Gemeinwerk in einem an der Gränze gelegenen Bezirk und waren deshalb zu bundeSqcmäsem Rechte gekommen mit Ernennung der Zugesetzten und deS Obmanns. Auf Bitte der Eidgenossen stunden sie jedoch von der rechtlichen Erörterung ab und vertrauten die Sache unbedingt den Eidgenossen zur Entscheidung in Minne. Die obgenannten Boten sprachen demzufolge: I. Die kleinen Gerichte in den streitigen streifen sollen, da selbe mncrt der Landmarch von Schwyz liegen, diesem mit allen Busen und Freveln bleiben; die hohen Gerichte verbleiben, wie sie abgetheilt sind; dagegen sollen die von RichterSwyl und Wolleraudas Geme.nwerk daselbst mit einander brauchen und nutzen, wie von Alter her und wie das in einem D-- r.chtbr.efe von IZ!)0 zu Zeiten Abt Heinrichs von Einsiedeln und der Gräfin Elisabeth von Homberg geordnet ist. Z. Der Kauf des GcmeinwerkS um den Rietbühl, den vordem die von Wollerau dem HanS Schmid von RichterSwyl gegeben, soll ab sein und der Rietbühl Gcmeinwerk bleiben- die von Wollerau sollen dem HanS Schmid das bezahlte Geld zurückerstatten. 3. Alle Fertigungen von Gütern, die in dem bezeichneten Kreise liegen, sollen fortan vor einem Herrn zu WadiSwyl oder seinem Richer stattfinden. 4. Schwyz und Wollerau sollen auf die Güter in diesen Kreisen keine Steuern noch Bräuche legen, da sich nicht erfunden hat, das sie solches vormals gethan haben. 3 Dagegen sollen die von RichterSwyl von allen Gütern, die sie auser diesen Kreisen in den Höfen zu Wollerau haben, Steuer" und Brauche geben, w.e von Alter her. k. Wer von nun an in jene Kreise ziehen oder da stshaft fei" wurde und alle, d.e letzt da sitzen, sollen denen von Schwyz mit Diensten und allen andern Suche" „h-rs-m nur w , Ri»--r-n.,st und W°I>»»° ,-n.n En«.n W-g-, Sst-f-d-n u, s. w, „„n -mand-r „brauch, hab-u. dadri s°!l .» b»°' », S.d. Part.. dir d,-s-r S.ch. w°„n rrlanf-nm Kastin an stch sechst, ^ Damit sali.-,/da P--> te.cn um diese Streitigkeiten gänzlich vertragen sein. Pergamenten« Urkunde mit vier anhangenden Siegeln» Bern. 147«», 1«. Mai. Staat«ar«I>it> Bern: Lateinische« Missin.nbu» z. NU. de. tu.77" Boten rechtfertigen sich beim Herzog von Burgund, bei dem sie laut Bericht eine. <5 ied, 7 kehrten Adrian von Bubenberg verleumdet worden waren, gegen die Anschuldigt qeslgtm ^ ^ ^gen gleichem Namen als inbegriffen in der ^ erkanntem Irrthum des Mm . Iptingen, Friedrich vom HuS und Anderer betrachtet, aber n<>ch erkanntem Irrthum des hm abgenommenen Eides geledigt haben; sie versichern übrigens den Herzog, "s m.t ,hm und e.n.gen Orten bestehende Verständnis getreulich halten zu wollen, wie sie gleiche Versichert auch von seinem Landvogte Peter von Hagenbach empfangen hätten. ^ e. t. ^ K .«/- ^ ^ e-t-'nif«..« Misst» unt«. d,m Si.g.l D.«Sch-.,b-» st- . -ach d -ustch UN D-«.Ich->, ,2«^ st .b ,„da,. ibst .au -st, d-- S.d„»°st-„ au d.u standvag. Ha,-„dach, wadu-ch st, ihm da« ib.. »l« Verweser des Herzog« ersuchen, selbes sobald möglich dem Hc»zog zu ltbermittelu. Juni 1470. 411 «.»:» Lncern. 147«», 4. Juni lMontaq nach der Ausfahrt Christi). StaotSiirchiv t?»c«r» : Allgemeine Abschiede Ii. 7. «. Dem Landvogt von Hagcnbach und dem Statthalter Bernhard von Gilgenberg soll derer von Mellingen wegen geschrieben werden. I». Denen von Hitzkirch ist zu schreiben derer von Thalweil und des gestohlenen Rosses wegen. «. Bern und Lucern sollen auf den Pfingstmontag ihre Botschaft zu St. Urban haben der Streitigkeiten des Abts mit den umliegenden Ortschaften Zofingen, Murgatten (Murgenthal) und Langenthal wegen. «I. Auf dem Tag zu Baden soll man Antwort geben, ob man das vorgeschlagene Schreiben an den Herzog von Burgund erlassen wolle. «?. Herr Adrian von Bubenberg begehrt, man möchte ihm etwas an seine Zehrung geben, da er in Burgund gewesen und einige Zeit der Eidgenossen Dienst da gewartet habe. Darüber soll zu Baden mit Vollmacht geantwortet werden. Ebenda soll man sich erklären, ob man nach dem Antrag der Boten von Zürich auch dem Fcyerabend etwaS an seine Kosten geben wolle. Zürich soll seinen Boten auf den Tag zu Baden Vollmacht geben, des Knechts und der .'Ml Gulden wegen zu handeln, zx. Heimbringen Herrn Adrians von Bubenberg und Herrn Niclaus von Dießbach und der All» Gulden wegen. I». Auf Sonntag nach St. Ulrichstag (8. Juli) ist der Tag zu Einsiedcln zwischen Zürich und dem Mottest angesetzt. I. Der 1800 Gulden wegen, die zu Kaiserstuhl liegen, soll man den Boten, die nach Baden kommen, Gewalt geben, selbe ju der Eidgenossen Händen zu ziehen, die Ansprüche des Bischofs von Constanz, des Abts von Wettingcn und derer von Kaiserstuhl deshalb abzuweisen, mit den Frauen von Glattfelden dagegen einen bescheidenen Vergleich zu treffen und dem Verstorbenen einen Dreißigsten halten zu lassen, wie er das geordnet hat. k. Heimbringen, was Graf Jörgen von SarqanS empfohlen ist. I. Ebenso derer von Muhlhausen wegen, waS „Gewerbes" mit ihnen lind Andern der Landvogt hat. >»». Auf Mittwoch in den Feiertagen sollen die Boten zu Engelbcrg sein. 11. Die Boten von Bern und Lucern, welche nach Baden kommen, sollen Vollmacht erhalten, mit den Schreibern beider Städte bezüglich deS Schrciblohns für die Richtungsbriefc zwischen beiden Städten sich abzufinden. «54 Baden. >47«», T7. Juni tMinwochnach .zohon» Baptist). Archiv Arau! Urbar dir Grafschaft Bade», !>?, Der Eidgenossen Boten haben die von Bremgarten aufgefordert, etwas Geld, das daselbst in einem Keller gefunden worden, ihnen als der obern Hand herauszugeben. Die von Bremgarten antworten, das Geld sei von denen, die es gefunden, verthan worden bis an Ist Gulden; die haben sie zu Händen genommen und zu Trost der Lebenden und Tobten, denen solches gehörte, an ihre Kirche verbaut. Darauf beschlossen der Eidgenossen Boten, damit ihnen die Gerechtigkeit der gefundenen Schätze wegen nicht abhanden komme, soll Bremgarten jedem der acht Orte einen Gulden geben, das klebrige wolle man ihnen um Gotteswillen und von keines andern Rechts wegen schenken. 412 Zuli 147». «SS Vasel. 1470, 10. Jnli. Staatsarchiv Bern: RathSmanuol VI. IZ?. Bern setzt Donstag den 5. Zuli ser»»tin!, Vlriasi asten Eidgenossen Tag nach Basel auf „heut Donstag über vierzehn Tage", der Schulden und Bedrängnisse Mühlhausens wegen. Bern schreibt an aste Eidgenossen, der bnrgnndische Landvogt Peter von Hagcnbach habe Mühlhanscn »nter allerlei Drohungen aufgefordert, sich an den Herzog von Burgund zu ergeben. Bern habe deshalb seine Boten nach Basel gefertigt und mit dem Hagcnbach reden lassen. Nachher seien seine Boten wieder mit dem Psalzgrafen und der medcrn Städte Boten in Basel zusammengekommen und haben mit dem Bischof und der Stadt daselbst allerlei geredet, auch den Hagcnbach beschrieben und ihn aufgefordert, Mühlhausen ruhig zu lassen und den Frieden zu halten. Der habe allerlei seltsame Worte geredet. Man habe darauf wieder einen Tag nach Basel gesetzt ans den I!>. Juli. Bern fordert die Eidgenossen aus, den 12. Juli in Lucern zu einer Besprechung zu erscheinen, um dem Psalzgrasen Antwort zu geben, wessen er sich bezüglich des Schirms von Mühlhausen zu uns zu verschen habe. Vergleiche auch Staat» archiv Bern, deutsches Missivcubuch 4. 740. — Die Acten vom 12. Juli fehlen. «s« Bern. 1470, TO. Huli (Donstag nach Magdalcuc). Staatsarckii» Bern: NalhSmanuol VI. III. De»ts!i, Aus diesen Tag hatte Bern der Eidgenossen Boten Dienstag nach Margaretha (17. Zuli) eingcladcll- „An alle ort der Eidgenossen vff den abscheyd von des lüngS halb beschcchen schik der kling sin tressenlich botschaft, die fachen zu volziechen vnd sol man dazu denen von Soloturn vnd Friburg ouch schriben- Dienstag vor Maria Magdalena (17. Zuli) schreibt Bern den Eidgenossen: Zhnen sei wohl erinnerlich, ^ auf Anbringen deS Königs von Frankreich beschlossen worden sei, besonders der Verhältnisse zu BurgU'^ wegen eine engere Verbindung mit ihm einzugehen. Zn Folge dessen habe man den Ritter Wilhelm Dießbach nach Frankreich geschikt. Dieser schreibe nun, eS werde auf nächsten Donstag eine Botschaft des Königs mit ihm herauskommen. Da nun den Eidgenossen viel an der Sache und deren beförderliches Abschlüsse gelegen sein müsse, so setze man ihnen Tag aus Donstag nach Maria Magdalena (26. Zuli)- Lucern, Uri, Unterwalden und GlaruS waren auf dem Tage nicht erschienen. Bern schrieb ihnen deßlst am 2l). Juli (Sonntag vor Vinoulu pvtri): Um die Sache zu fördern, sende man ihnen den von de" übrigen Orten zugesagten Entwurf mit der Bitte, denselben zu prüfen und ihre Boten mit zustimmend^' Erklärung mit den übrigen Orten auf Dienstag nach Vineul-. ?«tri (7. August) in Lucern zu haben, da'"" die Briefe aufgerichtet werden können, woran um so weniger zu zweifeln sei, als man auf frühern Tatst" allgemein zugesagt und diese Zusage dem König durch Herrn Wilhelm von Dießbach unter BernS Sielst' bereits mitgetheilt habe. Ein Zurücktreten wäre für Bern schimpflich; auch sei der Brief unvorgreisiiell und ungefährlich abgefaßt. August 1470. 413 «S7 Lueern. I47<», 7. (Dienstag »ach Vinoul» I'.4ri). Stai>»«<>r>t>tv B»rn! >Vath«mi>nuaI VI, Ikil. Tag aller Eidgenossen, um die Sachen mit dem König von Frankreich zu beschließen. Bern schreibt an Solothnrn Samstag nach vinvuln, ?vtri (4. Augnst): „Mine Herren vcriicmcnt, wie als gemein Eidgnossen setz vsf Zinstag gen Nutzern komcn vnd die fachen des kitngS von Frankrich bcslicsscn werden, si wellen dchcin Kotten dahin senden vnd mit den dingen nütz ze schaffen haben. Das aber minc Herren vnbillich nämc, angcscchcn das si in der vorder» cynung begriffen vnd disc ganz Icdcrman vnvcrgriffc» ist, als sy an der Copy sehen, das sy so gtttig sycn vnd Bottschaft dahin senden vnd die fach mit andern Eidgnossen bcslicsscn vnd sich davon nit ziehen. Wellen min Herren in vil grösterm vmb si verdienen ic." «Sftt Bern. >47tt, IZ. Zlngust. S»aa««ariv B«r»: Laliinis»«» Misfivenbu» II. III. III. 4, III, «. Zwischen den acht Orten Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Untcrwalden, Zug und GlaruS einerseits, mit deren Vollmacht Schultheiß und Rath von Bern handeln, und dem Könige von Frankreich, Ludwig Xl., andererseits, in dessen Auftrag seine Gesandten Ludwig von Saintville und Johann Brchonnet handeln, wird ein Vertrag abgeschlossen, wodurch sich beide Theile verpflichten, dem Herzog von Burgund, wenn zwischen einem der Contrahenten und demselben Krieg entstünde, in keiner Weise Hülfe oder Vorschub zu leisten. - Beilage 47. I». Gemeiner Eidgenossen Boten vex- wenden sich unter dem Siegel Berns beim König von Frankreich für einige, zum Theil ihnen, zum Theil ihren Venachbarten angehörige Kaufleute, welche durch einen gewissen ZonikimuS de GalearboS und seine Gesellen in Honfleur beraubt und in großen Schaden gebracht worden seien, unter Berufung auf die bestehenden Vertrüge, welche ihren Kaufleuten in den königlichen Gebieten Sicherheit des Lcibeö und Gutes gewährleisten. Zu ». Bcrncr NathSmanual VI. I7V: Am t3. Augnst (Montag »ach Laurcntii (ebenda 17V): „Bfs Visen tag habend min Herren Räte vnd bürgere gcmcinlich die vcrcynnng vnd abschcid des kilngcö verhört vnd die geiihlichen, wie die gesielt vnd abgerctt ist, blibcn lasten vnd mit den Kotten von Frankrich hinweg gcucrtigct." «5» I474Z, I A. ÄNHUA Montag vor ^aaumptivnik, dlaria). Stts»«ariv St. walltn, Abt Ulrich von St. Gallen und etliche Räche und Bürger der Stadt Wyl, welche letztere von ihren Gütern keinen Zehnten gaben und sich der Forderung des AbtS gegenüber aus den Schutz durch Veriäh- rung beriefen, setzten den Streit auf den Schultheißen und Rath der Stadt Wyl zu Recht und diese mit Hülse, Rath und Zuthun der Boten der vier Schirmorte, als von Zürich Niclaus Brennwald, von 414 August 1470. Lucern Hans Feer, von Schwyz Dietrich in der Halden, von Gla ruS Heinrich Landolt, sprachen in der Minne Es soll inskünftig dem Abt und Gotteshause ab allen zu der Stadt Whl gehörenden Grundstücken der Zehnt gegeben werden, ausgenommen ab Lienhard Schnider's Wiese und ab solchen Besitzungen, welche durch Briefe und Änsiegel die Zchntbefrciung zu erweisen vermöchten; dagegen soll der Abt den obgenannten RathSfreundcn und Burgern auf nächste Weihnachten 70 rheinische Gulden geben. «««» Tours. TS. September. Staatsarchiv Bern. Urkundliche Verbriefung des am 1.1. August zu Bern zwischen Frankreich und den acht Orten der Eidgenossenschaft geschlossenen Vertrages durch König Ludwig Xl. in Gegenwart seiner Räthe; die Urkunde ist mit unterzeichnet durch Thüring Fricker, Kanzler von Bern. — Beilage 43. Mittwoch vor Simons- und Judastag nachher (2 l. Octobcr) schreibt Bern an alle Orte: „Verkünden wir üwec liebe, das unser allergnedigister Herr vnd cristenlichest fürst, der küng von Frankenrich, die bricsf vnd leiste verstellt- nusse, so dann wir gcmeinlich mit Im abgcrctt vnd zc verfolgen zugcseit Hand, mit sincm eigenen Kotten vcrsigeü hcrust gcvcrtiget hat vlld bcgert, die von üch vnd uns ouch vsfzerichten. Vnd wenn nn die in keinen weg, denn w>e wir die alle gemcinlich gestelt, geuertiget vnd zugeseit Hand, gccndcrt vnd vns ouch ganz nit vergriffen noch schcdlich sind, so begeren wir an üwer liebe, mit ganzem früntlichem ernst bittende, Jr wellent die als ouch wir mit üwcrn 0»- sigeln vsfrichten vnd bcncstnen, damit der bott gefürdert vnd unser gemein zusagen nit gccndert oder verlöschen werde. «i«R T». Ssp4<^mbtr (Dienstag vor Sanct MichaclStag). StaatSarcl)tv Bern. Rudolf, Markgraf von Höchberg, Graf zu Neuenburg, Herr zu Röttelen und Suscnberg, vermittelt in Beisein seiner Räthe, des Herrn Franz von Villarser, Abts zu Erlach, Antons von'Colombier, Simons von Cleron, Conrads von Teß und Rudolfs von Vanieren, auch der Boten der Eidgenossen, als: von Zürich Heinrich Escher, von Freiburg Rudolf von Wippingen, von Solothurn Ulrich Bhso, von Murtt" Heinzmann Tschatt, und unter deren Mitwirkung zwischen Johannes, Bischof von Basel, und seinem Capit^ einerseits, Schultheiß und Rath zu Bern andererseits, ein Verkommniß über ihre Spänne und Helligkeiten wegen der bischöflichen Gotteshausleute zu Ligerz, Twann, Tüschcrs und Alframe am zwischen Biel und Neuenstadt, der Gotteshausleute in der Grafschaft zu Nhdau, der Eigenleute Berü^ zu Biel, Bözingen, Pieterlen und Reiben, der Märchen auf dem Bielersee, der Fischerordnung auf demselben zwischen Biel, Neuenstadt, Landeron, Erlach und Ligerz, des Zolls zu Lengnau, derer von Lai'dis- wyl, von Reiben, der Pfändung zu Bözingen, der Allmenden bei den, Untergang unter dem Buttenberg, des Hofgartens zu Nhdau u. s. w. Die Parteien geloben, den Vertrag zu halten. Pergamentene Urkunde mit drei anhangenden Siegeln, de» Bischofs, de» «apitel» »nd der Stadt Bern. Octobcr 1470. 415 Vern. I47tt, F>ctober. S»aat»archiv R«r»! xatcinisdic« Missiviiibii» 4. IN!^ Gemeiner Eidgenossen Boten beklagen sich beim Herzog von Savoyen über die Behandlung einiger deutschen Kaufleutc, welche auf die Versicherung Berns, daß sie nach der zu Freiburg verabredeten Uebereinkunft mit ihren Gütern gegen Bezahlung der gewöhnlichen Hölle und Weggelder sicher und ungehindert auf die Messen von Genf und Lyon fahren könnten, solches gethan, aber auf dem herzoglichen Gebiete und von den herzoglichen Beamten verschiedene Bedrückungen und Verhinderungen hatten erleiden müssen. i!at«inlsetobcr (Minwoa, »,.u- ciniih. Staa»»arcl,iv t!»eer»! Allgemeine AbsKiedt, k, 8. Der Ehesache der Margaretha Zelger wegen ist auf diesem Tage von den Boten der Eidgenossen verabredet lind verabschiedet worden, was folgt: I. Margaretha Zelger soll sofort und bis zum Austrag der Sache mit Leib und Gut nach Unterwalden hinter ihren rechten, erborncn Vogt, den Amman» Sulzmatter, kommen. Ihr Gut soll unverändert bleiben, aus dessen Ertrag soll bis zum Ende des ProcesseS ihr Unterhalt bestritten werden. 2. Beide Theile sollen an Eidesstatt geloben, bis zum Austrug der Sache ihres Leibeö und Gutes ganz müßig zu gehen. 3. Margaretha Zelger und ihre Mithaften in dieser Sache sollen durch ein öffentliches Instrument erklären, daß ihr Wille sei, daß Ulrich Ammann aus dem römischen Banne, darein er gefallen sein soll, komme und daß sie der gegenwärtigen Uebereinkunft ihre freie Zustimmung gebe. 4. Darauf soll die Hauptsache der Ehe wegen zu Rom, wohin selbe appellirt worden und wo sie im Rechten hängt, vorgenommen werden. 5. Damit sollen alle Parteien gerichtet nnd geschlichtet und alle Fehden beidseitig aufgehoben sein. Ist dann die Hauptsache dcr Ehe wegen mit Recht ausgetragen, so mag um Kosten, Schaden oder andere Zuspräche jeder Theil den andern gerichtlich belangen, wo dann das recht und billig ist, und anders nicht. 6. Der Eidgenossen Boten haben sich gemächtigt, daß Ulrich Ammann aus dem Banne kommen soll ohne des Ammanns und der Landleute von Unterwalden und seinen eigenen Kosten und Schaden. 7. Wenn beide Parteien dieser Verabredung ihre Zustimmung geben, so soll dieselbe ordentlich verbriefet und versorgt werden, damit sie in Kraft erwachse, und solche Verbriefung soll von dcr Eidgenossen Voten ausgehen. Bezüglich dieses ChchandclS enthält der gleiche Abschiedcband noch verschiedene weitläufige Actcnstückc: 1. Des AmmannS nnd dcr Landlcnte von Unterwalden nid dem Wald erste Klage gegen Caspar Zclgcr, ihren Landmann, den nächsten Verwandten dcr Margaretha Zclgcr, vom 7. November (Donstag nach Allerheiligen) 1471. Fol. 0 10. (Caspar Zelger, dcr nächste Verwandte, dcr sich im Widerspruch mit Amman» und Rath von Unterwalden als Vogt dcr Margaretha Zelger gerirtc, nahm obige Verabredung an. Fol. 10.) Siehe auch unten im Fahr 1473. 2. Kundschaften dcr Spänne halb zwischen denen von Nidwalden nnd Caspar Zclgcr. Fol. 11 — 17. 3. Antwort de» 41« October 147«. Caspar Zelgcr 1471, Samstag vor St. Catharincntag. Fol. 18 — 20. 4. Caspar ZclgcrS Antwort auf derer von Untcrwaldcn Nachrede 1471, auf St. ThomaStag. Fol. 22 — 2». 5. Schreiben gemeiner Eidgenossen von Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Zug und GlaruS an Caspar Zelgcr -i, <1. StanS ». Juni 1471. Fol. 54. ««4 Widerten« 14. Octobcr g vor Sam GMemag). IIr«hiv Ridwalde». ». Die ganze Gemeinde von Ob- und Nidwaldcn beschließt mit Mehrheit: Der Dann, welchen der Stör oder irgendwer Caspar Zeigers wegen bezuglich der Ehesache der Margaretha Zelger von Rom gebracht, soll hin- und abgethan werden durch Caspar Zelger oder den, der seinethalb zu Rom ist; weder Ulrich Ammann, noch die Gemeinde von Ob- und Nidwaldcn, noch die Eidgenossen sollen damit Kosten haben. Die Boten der Eidgenossen, welche vor der Gemeinde stunden, nämlich von Zürich Heinrich Effinger, von Lucern Rudolf Schiffmann, von Uri Jacob Arnold, von Schwyz Gilg Mettler, von Zug Heinrich Albrecht, haben über sich genommen, diesem Beschlüsse Vollziehung zu verschaffen. I». Der Ehesache selb' wegen faßte dann die Landsgemeinde den gleichen Beschluß, welcher im Abschied vom 10. Oktober (Absch.««^ durch die Eidgenossen zu Luccrn verabredet worden war. Dazu erließ sie ein Statut: „Also were, bas ieman mit dem andern ze tunne hette oder gewunne von der E wegen, das da nieman den andern, d>e so angesprochen werdent, vs dem gericht von Costitz nit empfrömden noch daruö verschaffen sol in kein weg, denn jederman sol Recht darumb ze Costitz langan, wie daS von alter Harkomen ist." Wer dc>n nicht nachlebt, soll allen daraus erfolgenden Schaden ersetzen. Wenn ein Vogt für sein Vogtkind von dem Gerichte zu Coustanz weiter appellircn will, so soll er das in seinen eigenen, nicht in des-Vogt' kindes Kosten thun. «. Die Landammanncr, Rathe und ganzen Gemeinden zu Unterwalden ob und n'b dem Kernwald in einer größern Gemeinde zu Wißerlen bei einander versammelt, Urkunden, daß sie vo" großen Sachen und des BanneS wegen, womit sie, nach ihrem Vedünken wider die geschwornen Bünde, von einigen ihrer Landsleute bekümmert werden, in Gegenwart der Voten der Eidgenossen von Zürich, Lucern, Uri, Schwyz und Zug, die ihnen halfen, obgemeldte Sachen abthun, zu Erhaltung künftiger Ruhe beschlossen haben, es soll von fünf zu fünf Jahren jeder Landmann und Hintersaß, der mehr als ein Jahr im Lande sitzt, schwören, des gemeinen Landes Nutzen zu fördern, seinen Schaden zu wenden, und daß a^ einander schützen wollen bei dem, wozu sie Recht haben, gegen alles Uebersahren oder Ueberthun wider Reüss, so daß Zeder dem Andern beholfen und berathen sei; die Ammänner, Statthalter, Rathe :c. sollen gegen Uebersahren oder Ueberthun schirmen; besonders soll Niemand den Andern vor fremde geistl'^ oder weltliche Gerichte treiben, noch in Acht und Bann schaffen, um Anderes denn um Ehe und offen?" Wucher, eS wäre denn, daß ihm solches von Ammann lind Landleutcn erlaubt würde. Jeder Landma"" und Hintersaß soll auch schwören, ob und nid dem Wald einem Landammann gehorsam zu sein also, daß in beiden Landestheilen jeder Ammann zu gebieten haben soll, was ihn gemeinen Landes N"^'" und Ehre zu sein bedünkt; dem Gebot soll jeder Landmann und Hintersaß „wederthalb" d?>" Wald gehorsam sein, wo er wäre oder hinkäme bei diesem Eide, so daß die von Nidwaldcn dem waldner und die von Obwalden dem Nidwaldner zu gebieten haben, wenn er zu ihnen käme und etwas October 1470. 417 tkäte, was sie nicht des gemeinen Landes Nutzen und Ehre zu sein däuchte, und Zeder soll bei dem Eide schuldig sein, solchem Gebote zu folgen, als ob sein eigener Ammann dasselbe gethan hatte. Wer diesem Eide zuwider lebt, soll ehrlos und meineid sein und Landammann und Landleute deö LandeStheilS, wo er wäre, sollen zu seinem Leib und Gute greifen und ab ihm richten als ab einem meineidigen und ehrlosen Manne. Dieser Beschluß kann nur wieder durch eine Gemeinde beider LandeStheile zu Wißerlen abgeändert, gemindert oder gemehret werden. Zu e. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel »tionüuum si« 8t»»? vt, «uyvriori« vallis«. «;«s Lucern. I47tt, TS. November (Sauet Eall,ari»a). Staatsarchiv Bern: Rathsmanual VI. ?7Z. Auf diesen Tag war eine Verhandlung der Eidgenossen in Betreff der Schulden von Mühlhausen angesetzt. — Die Acten fehlen. Zug. >47i», .?«». November (vff Andree) Staatsarchiv Bern: Rathsmanual VI. ZNl. Bern schreibt an diesem Tage „an gemein Eidgnossen zu Zug versampt", sie sollen trachten, daß sich der Bischof von Basel auch für Befriedigung derer von Schaffhausen bei Oesterreich verwende. — Die Acten fehlen. Bern. 147IDecember (Samstag „ach r»««). Staatsarchiv Bern: Rathsmanual VII. 4. „Vff Hütt haben min Herren Rät vnd Bürger (zu Bern) den botten von allen Eidgnossen, stetten vnd lendern, Friburg, Soloturn vnd Saanen der Beger halb, als si mine Herren ankomcn sind, Znen ze gönnen, von der gerichten wegen frlintlich ze reden vnd dazu der Swentzcn vnd Ordnungen verrer billikeit, als Znen vorbebalten sye zu der Ostern, zu tund, also geantwurt: Mine Herren, die Edcln, so denne die fach der qericht halb berürt, syen vor Räten vnd Bürgern gewesen vnd haben beqert, von Zrem Rat vnd den Bürgern darzu ze ordnen vnd zu bestechen, ob si mit einander» gütlich betragen mögen werden. Deö wellen si ouch noch erwarten vnd solichem nachkomen, vnd bedunk si nit not, daS Zcman frömder darzu genomen werd. Aber der ordnunq halb, wie die vff vergangne Ostern gesworn, daby wellen si bis Ostern beliben, vnd wann die selb zit komen vnd man die Satzungen sweren vnd lesen wirbt, was sy dann darin eyds vnd eren halb tun mögen, wellen si von ir bitt wegen gern tun, vnd baden si daruff qebetten, daran benüqen zu haben vnd die Edeln zu bitten, sich gütlich zu liden vnd wider herin ze komen, so wellent si Inen zucht vnd ere tun vnd in irem Rat bruchcn, wie vormalö bcschechen sye, vnd sobald si nach ir leistunq die Fürnemung des Berichten tun, wetten si ouch dem, wie vorstat, gütlich nach kond.« 5Z 418 Januar 1471. ««8 Zürich. R47 I, 7. lind 8. Hanttar (^lontag und Dienstag nach heil. ^ .«önigc). Archiv Arau: Urbar der Grafschaft Baden -tü. Staatsarchiv Llicer»: Gammlung ungebundener Abschiede. ». Gemeiner Eidgenossen Boten verwenden sich beim Herzog von Mailand für Johannes Kündig von Zug, dem nicht nach Vorschrift der Capitel Recht gehalten werden wolle. I». Die Friedbrüche in der Grafschaft Baden sollen nicht mehr so leicht, wie bisher, genommen, sondern gestraft werden, wie folgt: Wer den Frieden mit Worten bricht, der soll um 18 Pfund Haller gebüßt, wer ihn mit „Handschlachcn" bricht, über den soll mit dem Schwerte gerichtet werden und den Eidgenossen soll sein Gut versallen sein. „Vnd wer den preche mit tödten, daz von dem mit dem Rad als ein mord gericht werden vnd ouch sin gut den eidgnossen verfallen solle sin." Der Vogt zu Baden, jetzt Hermann Eggel von Glarus, soll zu Jedermanns Verhalt dieses allenthalben in der Grafschaft verkünden. 1477, T l. (Donstag vor vnser l. Fromm Tag im Merzen). t5anlo»«ar"/ so lange „Grund und Grat" stehen, und einander Helsen mit Leib und Gut, Land und Leuten, die Straßt" schirmen und einander gegenseitig freien Kauf geben. L. Sie sollen ohne aller in diesem Bunde begriffenen Eidgenossen Wissen und Willen weiter keinen Fremden in Bündniß aufnehmen. Kein Ttzell soll ohne den andern einen Krieg anfangen, ansonst sind die andern ihm keine Hülfe zu leisten sch"^ big. 4. Wenn bei einem Kriege, welcher einem Theile nicht ohne deS andern Willen zufiele, derselbe den andern mit Boten oder Briefen mahnt, so soll dieser der Mahnung nachkommen, und z""" jeweilen unverzüglich die nächsten Orte dem ersten, der sie gemahnt hat; die Hülfe soll in dem geleistet werden, als sie begehrt ist; der mahnende Theil soll den Juzügern Speise und Kost issbe"- 5. Was bei einem gemeinen AuSzug über den Feind gewonnen wird, daS soll zu gleichen Theilen theilt werden, ti. Zedermann unter den Genossen dieses Bundes soll sich gegen den andern „rech^ benügen an den orten, da dann jeder säßhaft ist"; Niemanden soll das Recht verweigert werdet 7. Wenn eine Gemeinde mit der andern oder ein oder mehrere Dörfer mit andern Streit bekonn"t"< so soll deswegen diese Eidgenossenschaft nicht zertrennt werden, sondern jeder Theil sott drei ehrenhaft Männer zur Sache setzen und der klagende Theil sott aus dem beklagten Theil den Obmann nehme"' Innert drei Wochen soll daS Recht vollführt werden, nachdem ein Versuch gütlicher Ausgleichung vorn" gegangen ist. Von dem rechtlichen Spruch der Sieben findet keine Appellation statt; wer einem sol^" Spruch ungehorsam wäre, den sollen alle Bundesgenossen auf ergangene Mahnung gehorsam macht" helfen. 8. Gemeine Tage der Bundesgenossen sollen jeweilen, wenn dazu Anlaß ist, nach Zlanz "" März 1471. 419 DavoS gesetzt werden, und zwar so, daß zwei solcher Tage nach Zlanz und der dritte nach DavoS kommen. 9. Jedem der genannten Eidgenossen soll auf Verlangen zu seinen Geschäften ein oder mehrere Boten in seinen Kosten gegeben werden. 10. Ze zu zehn Jahren sollen die Eide erneuert werden, so daß alle, welche den Bund noch nicht beschworen haben, schwören sollen, l l. Die Bundesgenossen behalten sich vor, dieses Bündniß zu mindern oder zu mehren, doch soll es niemals aufgehoben werden, sondern ewig dauern. !?. Jedem Herrn, jedem Lande, Gerichte, jeder Stadt, jedem Dorfe, Edeln und Unedeln bleibt ihr Recht vorbehalten; auch werden alle diesem Bündnisse vorangehende Gelübde und Eide der Teilnehmer vorbehalten. Perqamenteu« Urlunde mit ellf anhangenden Siegeln. Die Urkunde hat keinen Ausstellungsort. Bon dem sogenannten Vazerolbnnd, der ersten gemeinsamen Verbindung aller drei Bünde, welche auch im Jahr 1471 stattgefunden haben soll und im Jahr 1524 erneuert wurde, findet sich in den Archiven von Graubündcn keine urkundliche Spur. Die Annahme eines solchen Bundes mag vielleicht ans Verwechslung mit diesem Bündnisse des obcrn und des ZchngcrichtenbundcS beruhen. «V«» Luccrn. 1471, Ende März oder Ansang? April. Staa»«archiv Lucern: Allgemeine Abschied», ll. ltk». Heimbringen, daß man die Zeginer (Zigeuner) fürdcrhin in der Eidgenossenschaft weder Hausen noch Herbergen soll. I». Auf den Ostermontag zu Nacht (15. April) sollen der Eidgenossen Boten zu Eonstanz sein des von Württemberg, der Ritterschaft, des gefangenen Pfaffen und anderer Sachen wegen, die man daselbst vornehmen will. «>. Die Boten, die nach Eonstanz gehen, sollen mit dem Abte der Reichenau und andern Edeln im Tburgau reden, daß sie ihre im Thurgau gesessenen Angehörigen schwören lassen. «I. Die Boten, welche auf Pfingsten nach Baden kommen, sollen Herrn Adrian von Buben- berq die Kosten seines Rittes nach Burgund bezahlen. «». Am nächsten Sonntag nach Mitte Mai (19. Mai) soll man die Bünde erneuern. WaS die von Zürich thun wollen, daS sollen sie bis zum Maitag nach Lucern melden und Lucern soll es erforderlichen Falls gemeinen Eidgenossen verkünden. Dieser Abschied träg^ kein urkundliches Datum; eine spätere Hand schrieb darüber „1477 Ende März". Allein die EidcSerncuenlng fand am Sonntag nach Mitte Mai 1471 statt; der Ritt Adrians von Bubenberg nach Burgund, wofür derselbe Ersatz seiner Kosten verlangte, fällt (s. o. Absch. Süd n. «!l>2) in'S Jahr 1470. Es gehört daher dieser Abschied offenbar in das Jahr 1471 und den darin enthaltenen Daten zufolge in den März oder Ansang Aprils. Lncern. I47H, m April. S«aa»»ae>»>iv Veen! Deuts«»» Misstvenbu« 4. S7Z. Tag zu Lucern zur wiederholten Derathung, ob man nach der Aufforderung des KmferS den Reickstag zu Regensburq besuchen wolle. — Die Acten fehlen. 4?0 April l47l. Bern schreibt an Zürich >l. -I. Dienstag nach Jndica (2. April): Ans dein letzten Tag zu Lucern sei man über diese Frage nicht einig geworden und habe beschall» einen andern Tag angesetzt. Bern halte dafür, man solle sich " heiligen Reiche gehorsam erzeigen, Zürich möchte daher seine Boten aus den bevorstehenden Tag zu Luccrn in dieftw Sinne instruiren. Wenn es mithalte, so werde Bern, auch ans den Fall abschlägiger Antwort der übrigen Orte, Reichstag besuchen, vorzüglich um die Bestätigung der Freiheiten zu erhalten. Diese Meinung möchte Zürich dem Herrn von Württemberg mitthcilcn. «7Ä Zug. 1471, TZ. April (vsf äoorü>. Staatsarchiv Bern: Rathsmanual VII. t>7. Auf diesen Tag sollen älle Orte, »nit Ausnahme von Zürich und Schwyz, ihre Boten zu Zug derer von Zürich und Schwyz wegen. Bern schreibt den Tag aus am hohen Donstag (ll. April)- 1471, IN» (Sonntag vcxmm ^uoumlitati»), Staatsarchiv Bern: RaIHSmanualVlI.lt!!. Staatsarchiv Vuttr»! Raihsbu» v> n. »l>4 i>. Erneuerung und Beschwörung der Bünde in allen Orten. Bern meldet an Solothurn und Biel: Die Eidgenossen haben beschlossen, die Eide und Bünde zu mit dem Beifügen, sie möchten da« auch thun. (8. Mai, Mittwoch »ach .lubiluto.) — Das luccrnischc buch bezeichnet den Tag der Eidcscrncucrung als den „ncchslen Sunntag »ach mittel» Mcycn". «74 Baden. 147 I, li. — IZ). Juni. n Empfehlungsbrief an den Herzog von Mailand. «I. Dem Knechte, welcher denen von Schwyz ^ zugeredet und >!5 Gulden zu Buße gegeben hat, sind 5 Gulden geschenkt worden. «>». 2n Betreffs Kündig hat der Herzog von Mailand geschrieben und eS ist deshalb gerathen, die von Zug so^" Juni l47l. dem Kündig reden, daß er keine Mailänder niederwerfe und ihm bedeuten, die Eidgenossen werden fürder- hin sich seiner Sache nicht mehr annehmen. Allenthalben soll man Acht bestellen auf solche, die innert oder außerhalb der Eidgenossenschaft des Herzogs von Mailand Leute angreifen, und eintretenden Falls solche an Leib und Gut strafen. I'. Die von Glarus sollen ihre Botschaft im Oberland bei dem Vogt von Freudenberg haben auf den Tag, der ihnen angezeigt werden wird. Kx. Rechnung: Hans unter der Flüb, Vogt in gemeiner Eidgenossen Aemtern, hat gerechnet: es gebührt den sechs Orten Zürich, Lucern, Scvwyz, Unterwalden, Zug und GlaruS iedcm 4li Pfund. Von dem Vogte im Oberland ist jedem der lieben Orte ,'ili Pfund geworden. Der Vogt von Thurgau ist 8>/z Gulden schuldig. Vom Geleit zu Bremgarten erhält jedes Ort 2»/, Gulden, vom Vogt zu Baden 4!> Pfund, aus der Büchse von Lunk- hofen erhält jedes der sechs Orte 1 Pfund, vom Geleit bei den Bädern 4 Pfund, vom Geleit zu Mellingen e- dingen's wegen soll «nan heimbringen und zu Lucern und Bern die bezüglichen Schriften und Urtheile suchen und dann zu Lucern Antwort geben. ,i. Der Bote von Zürich soll ai« seine Herren bringe«, was des Gefangenen halb, den sie denen von Schwyz gefangen haben, gesprochen worden ist. Dew Hartmann vom Stein will man eine Empfehlung geben an alle drei Fürsten oder an welchen er will- Hv. Des Castellans von Saanen wegen sollen die von Bern heimbringen, was die von Unterwalde« geantwortet haben. Zu a. Urkunde <1. >l. Baden, 147t, Mittwoch »ach tZorzinrio Ollristä fl!>. Juni) unter dem Siegel Ha«6 Heinzli's, Ammanns von Obwalden: Gemeiner Eidgenossen Boten zu Baden versammelt thnn knnd, daß vor sie ist" kommen der .König, der Schultheiß, die Meister und Gesellen des KeßlcrhaudwcrkS der Städte Zürich, Lnccr», und dcö AmtS daselbst, Brugg, Mellingen, Brcmgarten, Baden, Snrscc und Williöan und in den Herrschaften Gauen zwischen diesen Städten, die zu demselben Tag gehören, den sie nach Sitte und Gewohnheit ihre« HandN'"^ zu Baden gehalten, mit der Klage, daß in gemeiner Eidgenossen Acmtern, Twingen und Gebieten etliche Geselle« Handwerks mit falscher Vorgabe, daß sie ihre Freunde und Knechte seien und in ihre Gesellschaft gehörten, «»»h^ gehen und biedere Leute mit Keßlerarbcit und Tausch betrugen und dadurch der Gesellschaft Unglimpf zuziehen; dah^ bitten sie, man möchte ihnen erlauben, solche im Bctrctungöfallc gefangen zu nehmen und den Amtleuten der genossen zur Bestrafung zu überliefern. Das wird ihnen urkundlich bewilligt; alle Amtleute «verde» aufgcfocd^- hiezu Vorschub zu leisten. Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel Im Stadtarchiv Lucer». Zu «». Dieser Beschluß steht ohne speeiclle« Datum im Abschied, dam« aber unter dein Datum, „Zinstag Vilsers Herrn FronlichnamStag" (Ift.Juiii), und mit Beifügung der Namen der Boten im Urbar der Grass^^ Baden, nach welchem er hier abgedruckt ist. Iuni I47l, 42S «7S. >471, ^Uttt (Samstag nach dem lst. Psingstlag). Ttaat»ar<«,tv V»e«r»! ANgtinein« Abschiede, ll. 54. (stemeiner Eidgenossen Rnthsfreunde von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Zug und Klarus zu StanS versammelt, schreiben an CaSpar Zclger, daß Ammann und Rath von Nidwalden seinen Antrag, ihre Streitigkeiten mit ihm — in Betreff seines Verhaltens bei der Ehesache seiner Vase Margaretha Zelger — vor Schultheiß, Rathen und Hunderten zu Lucern schiedrichterlich entscheiden zu lassen, angenommen und Lucern gebeten haben, sich der Sache zu beladen; er möchte also dasselbe thun. Am 26. Iuni (Johann und Paul) schreibt Bern an gemeiner Eidgenossen Boten z» Untcrwalden, es könne seine Boten nicht schicken, sei aber einverstanden mit Allem, was die Andern thun. Bcrner Rathsmannal VN. 200. — Sprüche und Acten betreffend den Handel zwischen Untcrwalden und Caspar Zelger finden sich im Ln ccrnc r Nathsbnch V, ^ 233, 240, 248, 258, V. Ii 807, 321, 330, 345, 340, 343, 353, 388 ans den Jahren 1471, 1 472, 1 473, 1474. Vergleiche auch oben die Note zu Abschied 063 und Scgcsscr, RcchtSgcschichtc von Lucern 17. 834 ff. «7« Zkcgensbnrg. 1471, im Juli. !?taa»«ariv 4!»c«rn: Allgemeine Abschiede, ». 4». Heinrich Göldli, des Raths von Zürich, und NiclauS von Scharnachthal von Bern waren im Slawen der Eidgenossen oder der beiden Städte (Staatsarchiv Bern, deutsches MissivenbuchK54, Samstag nach Onrsmri.', Ohriuli! siehe auch oben Note zu Abschied li7l) auf dem Reichstag zu Regens- bürg. Ein Bericht des Canzlerö des Hochstifts Basel vom 2. Zuli an das Capitel befindet sich im angeführten Abschiedband a. a. O. Er lautet folgendermaßen. „Erwirdigen, gnedigcn, lieben Herren, iiwer gnad sy myn williger, vmicrdrosscr dicnsch allzit crbotten. Syd myn nchschcn gcschrifft vch zngcsand kan ich hetz nit nliwcrs gcschribcn, dann daß in der fach, darnmb die Herren vnd ander Herren beruft sind, noch nit ist angefangen vnd als ich geschalt der fach sich, so wird cS in die harre gcsctz vnd ine Herren, die noch komm sollend, erwartet. Die ncchstcn flirsten, die an Ncgenspurg stosscnt, senden vasch ir hosgesind vnd pferd hinweg vnd richten sich vf die harr zu plibcn. Hcttcn wir och als nahe heim, ist verschcnlich mynß Herren gnad gcdöcht och dem nutz nach; dann alle ding hie dyr sind. Der Herzog von Bnrgun hat einen Doctorc» vnd snnst zwen edelle in kleiner zalc hie, die mayncn, sy soltcn vor ob vnd vor allen kurfllrsthen vnd flirsten sitzen vnd gan an der wirdigcn Statt. Damit ist man bißhar vmbgangc» vnd ist noch nit vßgctragcn vnd ist zu besorgen, das wir die gemalten Hltscr zu Rcgcnspnrg woll vnd lang werden besehen. Es sind vil wcdcnlichcr vnd stolscr geraden ritter vnd knecht hie. Aber vndcr allen Herren, gcisthlichen vnd weltlichen, wirt mynS Herren gnad vir de» gcrcdeschen vnd baß pcrsonerten Herrn gcacht, vnd der gemein man hie rctt, Es wer wol, wur man an die Dirken ziehen, dag er das Banner voran soll tragen. Die Ficnncdigcr sind koschlich hie, daß ist nit vnbillich, wan sy haben den Bittet vnd waß darin gehört. Der Haber ist vast dyr, vnd wer mynß Herren gnad, nütz vnd gut, daß er mynS Herren, des S»9 hctt vergessen. Es sassent by den frowen an dem Danz Bischof von Mcntz, Tricnt vnd Eichstcttcn, vnd die weltliche fürstcn Warend alle by dem für, hieß synnwcndfür. ES ist och so warm hie gewesen, das vil pfcrd in den stellen b»' vcrdurbent vnd wir dik die hitz in die Keller müssen fliehen. An sant Johannis Baptistc tag hat myn Herren, Bischofs von Trier, Margrafs von Brandenburg, Baden vnd Ulrichs von Wirtcmberg Hosgesind, sind in swartz, Eberhard von Miltenberg in brnn, sunst sind aller andern Herren fürschen Hosgesind in rott bekleidet. Vss gestern vice- halb soum wins des meß zu Bassel vmb zwenzig gülden kauft: cS ist gemeiner win vnd wurd je lcngcr je dürck- Datum Montag nnto Vlrioi Mino r.xxj. lt. Juli.) Item Brandenburg vnd Herzog von Mcklcnbnrg komcnt mit cinandcrn, hatten vfs 1100 Pscrd, Item der Ste^ Kotten 300 Pfcrd, Item der Legat 505 Pfcrd, Item Herzog Wolfgang von München by 100, Bischof von 30», Eichstctt 120, Salzburg vnd Passau 301, Tricnt 100, Spicr 50, Brixcn 30, Basel 40 mit dem meister, Augspurg 40, Gnrk 13, Chiemsee 21, der Keiser mit sinen Herren, dienern vnd stettcn by 1700, HeH^ Albrccht von München 400, Herzog Ott vnd sine brüdcr 415, Herzog Ludwig 1300, Graf Eberhard von Wirte»'' berg 200, die burgundischen Näthc bei 20, Abt von Waltsachcn 20, des Bischofs von Mailand Räthc 3, dcö >H^ zogs von Sachsen Rüthc 10, Vcncdigcr 24, andere Grafen, Ritter :c. bei 2500, Markgraf Carl von Baden »» Graf Ulrich von Würtemberg 345, Landgras von Hessen 400, Landgras von Psrcn 30. Melchior Nuß, stndenö basiliensiS." Vergleiche Schilling, Burgundcrkricg S. 57—03. Daselbst steht diese Epistel auch, aber ohne DatM», nach Beschreibung des Sonncnwendscucrs folgen noch mehrere Seiten mit Details über folgende Tage. Lo» de» Herren von Scharnachthal und Göldli ist da gesagt, sie wollen die Forderung des Kaiser«, der Türkenhülfc wcge»- heimbringen. — (Vielleicht hat Melchior Ruß, der nachhcrigc Chronist, dessen Unterschrift, ob nur zufällig läßt s> > nicht wohl entscheiden, unter nnserm Berichte steht, den bischöflichen Canzlcr auf den Reichstag begleitet und ihm » Schreiber gedient.) . August l47l. 425 «77 Montn« lian. 1471, «. Auqnft. StaattarMlv Nern. Petermann von Wabern und Niclaus von Dießbach als Gesandte von Bern, Rudolf von Wippingen und Johannes von Praroman als Gesandte von Frei bürg, vermitteln vorlaufig die Streitigkeiten zwischen Jolanta, Herzogin von Savoyen, dem Herrn von Dresse, dem Bischof von Genf und dem Grafen von Romont, bis zur Ankunft des Gouverneurs von Roussillon, welcher im Namen König Ludwigs von Frankreich an der definitiven Requlirung der Verhaltnisse zwischen den Gliedern des savoyischen Hauses Theil nehmen soll. Pergamentene französische Urkunde, siehe unten Abschied «7N. Utznacb. 1471, T. September (Montag »ach St. Verena). Stiftsarchiv St. wallen. Bilgeri Steiner, Schultheiß zu Rapperswyl, als Obmann, Hans Gugelberg aus der March und Hans Hug aus dem Gastet, Albrccht MileS, Landvogt in der Grafschaft Tvggenburg, und Jacob Huber, Schultheiß zu Lichtensteiq, als Zugesetzte der Parteien, entscheiden schicdrichterlich einen Streit zwischen den Orten Schivyz und Glarus einerseits und dem Abte von St. Gallen andererseits über die Land- marchcn zwischen der Grafschaft Tvggenburg und der Herrschaft Utznach und setzen diese Landmarcheu urkundlich fest. «7« <5ban»b«'rv. >471, 5. September. Staatsarchiv Bern. Petermann von Wabern, Schultheiß, und Niclaus von Dießbach, Altschultheiß, von Bern, Rudolf von Wippingen, Schultheiß, und Johannes von Praroman, Altschultheiß, von Fr ei bürg, im Namen der beiden Städte, vereint mit den Bevollmächtigten König Ludwigs von Frankreich, Tangny Du- chastel, Vicomte von Labelliere, Gouverneur von Roussillon, dem Marschall von Tonninges, Gouverneur von Dauphinö, dem Bailtif du Lude und Franz Royer. Baillif von Lyon, vermitteln definitiv auf Grundlage der am August vorher festgesetzten Artikel von Montmölian die Streitigkeiten zwischen den Gliedern des Hauses Savoyen und ordnen die Regentschaft und Verwaltung des Landes. Pergamentene französische Urkunde mit den Unterschriften der Herzogin Jolanta, dcö Grafen von Bressc und der Vermittler, und mit zehn anhängenden Siegeln. Die Artikel von Montmulian vom August vorher (siehe oben Abschied <»77) sind der Urkunde angehängt. 54 426 September 1471. «8«». >471, wahrscheinlich September oder Oktober. Staataarchiv Lucer»! Allgemeine Abs»l«de, k, 1t, Anbringen der kaiserlichen Boten in Betreff der auf dem Reichstag zu Regenöburg verabschiedeten Tlirkenhülfe: „Das anbringen vnsers gnedigcn Herren von Kur vnd grass Hugcn von Montfort, von vnscrs Herren, des Rö»u- scheu Kciscrs, wegen." — Sic klagen Über den Absall und die Bedrängnis, welche der Türke der Christenheit zufüge, und dessen Fortschritte gegen Deutschland hin. Deshalb habe der Kaiser sich nach RcgenSbnrg verfügt »nd mit den Fürsten, Herren, Städten ic. dcS Reichs in Betrachtung der jedem Christenmcnschen obliegenden Pflichten folgenden Am schlag für eine Türkcnhülfe gemacht, damit die Ungläubigen ans den kaiserlichen Landen, die sie erobert haben, wieder verdrängt werden mögen: Jeder Fürst soll seinem Cammer-Einkommen nach eine Anzahl Bolks zu Roß und zu F»ß " ein Jahr stellen und dem obersten Hauptmann mit selben gehorsam sein. Alle Prälaten, Grasen, Ritter, Knechte, Städte und Commune» sollen von allem ihrem liegenden »nd fahrenden Gut von je 100(1 Gulden Hanptguts einen Gcwapp^ ncten zu Roß oder zwei Mann zu Fuß auf ein Jahr stellen. Wer keine ZinSgültcn, Liegenschaften und dergleichen haß soll von der Baarschast, mit der er Handel oder Gewcrb treibt, 25 Gulden für 1 Gulden jährlicher Gült angeschls^" und aus diese Weise berechnet, von 1000 Gulden Hanptguts einen Gewappneten zu Roß oder zwei Mann ZU stellen. Wer Baarschast hat und damit keinen Gewerb treibt, ist frei. Jeder Handwerksmeister soll, wenn er ke>» zinsbares Gut, noch einen Fond für sein Handwerk besitzt, mit einem Ort cincö rheinischen Guldens jährlich »nd ff" jeden seiner Knechte mit 82 Denaren in dem Anschlag begriffen sein. Taglöhner gebe» des Jahres 18 Pfennings Jeder „Ehalt" (Haushaltung) gicbt von dem Dicnstgeldc, das ihm seine Herrschaft des JahrcS versprochen, von cim'l" Gulden 2 Pfenninge u. s. w. — Daraus haben die kaiserlichen Gesandten begehrt, die Eidgenossen möchten diese» Anseht annehmen und dem Kaiser beförderlich eine Anzahl Volkes zusende». Auch haben sie angezeigt, daß für die Reichstag in Schwaben ein gemeiner Friede gemacht sei; ferner würden sie gerne an einer ewigen Richtung zwischen dem Ka'ff^ dem Herzog Sigmund und gemeinen Eidgenossen arbeiten. Diesem Anbringen der kaiserlichen Räthe ist im Abschicdbuch folgender Beschluß der Räthc von Luccru getragen: (1471, 25. Octobcr.) „Vfs fritag vor klimoni« vt, 4u<1» upo«<.olor,u,r auno i.xxjs sind minc Her"" Rctc vnd Hundert zu Rat worden vnd Hand die Sach abgcslagcn vnd wöllcnt dem Kcyscr weder lüt noch gclt sch'^"' wan Sy mcyncnt, dz vnscr Herr, der Kcyscr, von Gottes gnaden sich an lüten vnd sundcr an gut wol souil vcrn'sg- dz er dem Türken mit sampt des heiligen NichS fürstcn, Herren vnd Stetten an denen enden gesessen wol ein wider standt tun mag ane vnser hilfs, wan wir den dingen zu arm vnd den fachen zu wit gesessen sind, wie wol wir als arm lüt vnd gehorsame des RichS, wan dz zimlich vnd gelegen wcrc, dcS heiligen Richs crc gern fürdcrn vnd crist^ lichcn glauben beschirmen helfen wöltcn". Vergleiche Müller Geschichte der Schweiz IV. 042, Note 412. «81. Jttingen. 147 >, 4. December (St. Barbaratag). Staatsarchiv Lucrr» i Allgenitlne Absäiltde, N. SS, 2m Namen und Auftrag gemeiner Eidgenossen Boten vergleichen Heinrich Wyß, Burger zu Alir'ch- Hug von Hegi, Arnold Anderhalden, Landvogt im Thurgau, Hans Egger, Landammann, und H"" December 1471. 427 S'grist, Burger zu Frauenfeld, einen Streit zwischen den Karthäusern zu Zttingen und ihren GotteS- hauöleuten zu Wart und anderswo. Die Karthäuser behaupteten, es dürfe keine Frau, weder von ihren Gotteshausleutcn noch andere, ihre Kirche besuchen, sondern sie sollen nach Heßlingen in ihre rechte Pfarr- kirche gehen. Die Gottcshausleute behaupteten dagegen, gestützt auf das Herkommen, ihre Frauen hätten das Recht, in die Klosterkirche von Zttingen zur Messe und zu andcrm Gottesdienste zu gehen. Die Vermittler brachten mit Willen der Parteien folgendes gütliche Uebercinkommen zu Stande: Die Karthäuserherren bauen zwischen ihrem Kloster und Wart eine Capelle, 45 Schuh lang und 20 Schuh breit, und erhalten sie in ihren Kosten, lassen sie weihen und suchen für selbe in Rom und Constanz Ablaß nach. Der Leutpriester zu Heßlingen ist schuldig, wöchentlich eine Messe daselbst zu halten, die Karthäuser sollen ihm desselben Tages den Zmbis geben. Diese Capelle mögen die von Wart, Weiber und Männer, zu allen Zeiten des Tages besuchen. Wenn die von Wart zu dieser Capelle eine Pfrund stiften wollen, so mögen sie das thun, vom Kloster ungehindert; dieses soll aber keine Pflicht haben daran etwas zu steuern; auch soll daö der rechten Leutkirchc ohne Schaden geschehen. Die Karthäuser sind schuldig, diese Capelle innert 2>/s Zahren vom Datum dieses Briefes an zu vollenden. Ueber Entschuldigungen wegen einfallender Hindernisse entscheiden Schultheiß und Rath zu Frauenfeld. Fürderhin soll keine Frau mehr in die Klosterkirche zu Zttingen gehen, die Männer von Wart und Umgegend nicht weiter als in den auf letzt, St. Thomastag, daselbst abgeschlossenen Raum. «KT. 1471, I I. i>"«> dti>!oln>). Seaatbaeeg«» r«eeen! Allgemeine Abschied«, N. IN. S«aat«ar-Niv ZNricl, - Tschudische Sammlung I. i, ». Peter Wagner erhält einen Empfehlungsbrief an den Bischof von Constanz. ß». Zn allen Orten, wo die fremden Kriegsknechte und auch die Unfern, die in Kriege laufen wollen, hinkommen, soll man sie schwören lassen, daß sie zu Hause bleiben wollen. DaS soll man auch dem Abte von St. Gallen und denen von Appenzell verkünden. « . Der Bote von Nidwalden soll heimbringe», daß man den von Appenzell, der da gesagt bat, daß Knechte zum Herzog von Burgund ziehen wollen, beim Eide fragen solle, wer diese Knechte seien. «I. Dem Bischof von Constanz soll geschrieben werden des Grafen Zörg, des Grafen Ulrich und derer von Buchhorn wegen, man möchte deren Antwort erwarten bis zum heiligen Tag (zu Weihnachten). Mögen sie antworten oder nicht, so hat Lucern Vollmacht, weiteres zu thun und zu schreiben, damit dem Bischof geholfen werde. »». Dem Schultheißen von Wyl ist geboten, den Bophart zu ergreifen und selben zu gemeiner Eidgenossen Händen nach Baden führen zn lassen. Heimbringen die Entschuldigung derer von Constanz, der Vorgang mit Herrn Jost von Hornstein habe vor ihrer Stadt an einem Orte, wo sie nicht zu gebieten hätten, stattgefunden. Man hat ihnen geantwortet, man wolle ihre Entschuldigung an die Obrigkeiten bringen und verfügen, daß Niemand etwas Unfreundliches gegen sie vornehme, zx. Heimbringen, daß Zürich, Bern, Lucern und Zug zu den Waldstätten schicken sollen, um sie zu bitten, daß sie die ewige Richtung mit dem Herzog von Oesterreich nicht abschlagen möchten. Wollen die Städte eine solche Abordnung thun, so soll Lucern wieder einen Tag setzen und den Städten verkünden, auf welche Zeit man die Abordnung schicken wolle, den 428 Deccmber 147!, Waldstätten, auf welchen Tag sie ihre Gemeinden versammeln sollen. I». Die Boten von Bern sollen heimbringen, man möchte etwa einen Tag bestimmen, um die alten Briefe und Sachen um die Spänne, welche beide Städte (Bern und Lucern) mit einander gehabt, zu verbrennen. !. In dem Streite zwischen Lucern und seinen Angehörigen von Weggis haben der Eidgenossen Boten vorgeschlagen, man möchte die von WegqiS Alles bis an die hohen Gerichte und die Reisepflicht loskaufen lassen, oder dann möchten die Parteien um alle ihre gegenseitigen Klagen und Ansprachen zu Recht kommen auf vier lind den Fünften oder auf alle eidgenössischen Orte mit Einschluß von Solothurn, welche den letzten Spruch gethan. Lucern, obwohl es keine Pflicht, mit denen von Weggis vor Recht zu treten, anerkannte, bat sich dennoch um der Eidgenossen Bitte willen für den letzter« Vorschlag erklärt. Die von WGg>6 haben, nachdem sie ihre Gemeinde befragt, sich auch für das Recht vor gemeiner Eidgenossen und Solo- thurns Boten, die den letzten Spruch gethan, entschieden und solches in Gegenwart der Boten von llr>, Schwyz und Unterwalden erklärt, waö dann wieder an Lucern mitgetheilt wurde, k. In Betreff dcö Lütfried Mötteli und derer von Appenzell ist abgeredet, daß wenn die von St. Gallen und der Möttel' zusagen, man hier zu Lucern die Sache auf die von Uri zu Recht veranlassen soll. Zwischen heute »ud dem zwölften Tag (li. Januar 1472) soll St. Gallen zu- oder absagen. I. Rudolf Mötteli's und de^er von Stein wegen ist abgeredet, daß das auf Schaffhausen gesetzte Recht bleiben soll; die Mitschuld"^ dagegen sollen vor Bürgermeister und Rath zu Constanz zu Recht kommen und deren Spruche ohne alles Weigern und Appelliren genug thun. i»i. Herr Niclaus von Scharnachthal, Ritter, wird nach S^ap bürg reiten lind die Streitigkeiten zwischen Straßburg und Freiburg nach Sage des Abschiedes zu gleichen trachten. Der Zürchcrabschied datirt: Samstag po«t Uuc-i« (14. Dcccmbcr). Zn K. Der Zltrcherabschicd entlM gendc Fassung: „Item das mau allenthalben in Stetten vnd lcndcrn vcrscchc vnd verkäme, das nicman in dchc'U frömden krieg louffe, es sig zu dem Herzogen von Bnrgun old an ander cnd, dz sömlichö wol versorgt vnd vcrsich werde." 7-- >>, v. a. 1,. l schien im Zürcher-, »> im Luccrner-Excmplar. «8» Mühlhansen. R47T, S. Januar lh>. » «singe «be»d>. Staa«»aec>,iv Bern - Ralh«manual IX. Z2. Bern setzt unterm 27. December !471 Zürich, Lucern, Schwyz und Biel mit ihm und and^' Reichsstädten Tag nach Mlihlhausen auf der heiligen drei Könige Abend und von da nach Basel, des Pfalzgrafen Boten auch kommen werden. — Die Acten sowohl dieses als des nachhcrigcn Tages zn Basel «84. ^Utrrn» I4?T, IA» Januar tvss Miuwnchen nach dem jwanjigestn Tag). S»aa««archiv «ueern- Allgemeine Absalede, ». li«. Boten: Zürich. Cunrad Schwenk». Bern. Urban von Mulern. Lucern. Schultheiß von H"" wyl; von Hertenstein; Hanö Feer. Uri. Hans Jmhof, des Vogts Sohn. Schwyz. Ammann Kulff^ schmid. Unterwalden. Vogt In der Halden. Zug. Ammann Schmid. Januar 1472. 4Zg ». Dem Rudolf von Ems, der auf dem Bodensee einiges Gut niederwerfen wollte, ober durch die von Lindau daran gehindert wurde, soll man schreiben, daß er die von Lindau deshalb unersucht und die Straße frei lasse; thuc er daS nicht, so werde man denen von Lindau halten, waö man ihnen versprochen habe. I». Auf Sonntag nach (Ainverüiunw I'auli (2li. Zanuar) sollen gemeiner Eidgenossen Voten zu Lucern sein derer von Unterwalden und Caspar Zelger'S wegen, auch um Tag zu setzen zwischen Lucern und denen von Weqgis. «». Auf diesem Tage soll man auch Antwort geben auf daS Anbringen derer von Bern des Herzogs von Oesterreich und derselben Sache wegen. «I. Den Appenzcllcrn wird geschrieben, daß sie dem Mötteli das Vieh, welches sie in verfaßten, anhangenden Rechten seinen armen Leuten weggenommen haben, zurückstellen. Wenn sie das den Eidgenossen zu Liebe thun, so wollen diese daran sein, daß die Anlaßbriefe zwischen ihnen aufgerichtet werden und daß die von Uri sich deS Rechten annehmen. DeS BophartS wegen hat man den Freunden und denen, die für ihn gebeten haben, geantwortet, man werde sie zu Baden vor Recht stellen. Zedermann soll die Sache wieder heimbringen und ferner bis zu dem nach Lucern angesetzten Tag rathschlagen, ob man sie fragen und foltern, oder ob man dem schwarzen Herzog schreiben wolle, daß er sie berechtige. 1°. Der Bote von Zürich soll an seine Herren bringen, sie möchten die Gesellen von RapperSwyl unbcfehdet lassen und von ihnen das Bessere glauben, da nicht sie, sondern Einer von Freiburg die fragliche Rede gethan habe. Will Zürich darauf nicht eingehen, so bieten die Gesellen Recht auf ihre Herren von RapperSwyl oder auf die vier Orte oder auf welches einzelne der vier Orte die von Zürich wollen. Derer von Mühlhausen wegen soll ebenfalls auf dem nächsten Tag zu Lucern Antwort gegeben werden. I». Man soll daran denken, die Sache BilgeriS von Heudorf anzubringen, l. Dem Bruder Löupi, welcher sich ausgesprochen, er wolle eher aus Villmergen fortziehen, als sich da an daS Gericht setzen lassen, der aber dann doch nicht fortgczogen ist, geben die Eidgenossen eine Urkunde, daß das ihm an seinen Ehren nicht schaden und daß Zeder gestraft werden soll, der ihm deßhalb ArgeS zureden würde. «U5 L«cern. 147?, ?«. Ianuar^ m l»j w, «,aa»»a»a,,v iwri» - Abschied» I. «. Auf Sonntag nach der alten Faßnacht (2Z. Februar) sollen gemeiner Eidgenossen Boten zu Zug im Rechte zwischen denen von Lucern und WeggiS sein. I». Auf demselben Tag zu Zug sollen sämmt- liche Boten völlig Antwort geben, „ob man ein verstentniö old ein ewigen friden mit dem sürsten von Oesterrich machen wel, alsso daS er vnS daö land vbergeben vnd verbrieffen, daS wir dann ein ewige richtunq mit Im halten, ouch ietweder dem andern feilen kouff zugan vnd by vnd vnder einander,, sicher ze wandlen, ouch deS glich mit noch wider ein andern mit zu kriegen, noch nieman zu gestatten, noch durch sin land über ein andern zu ziehen lausten, vnd daS der fürst die losung vom Herzog von Burgund tun, vnd ob er der eidgnossen Hilst bedörffen vnd der beqeren wurde, dz man Zm vier Zar, die nechsten, soldner vmb ein bescheidnen sold zu loussen vnd zu ziechen lausten". «>. Heimbringen die Klage derer von Schaffhausen gegen Bilgeri von Heudorf und ihr Begehren, daß man ihnen rathen und helfen wolle. Aus dem Tag zu Zug soll man Antwort geben. «I» Heimbringen, waö man Herrn 430 Januar 1472. Bilgeri von Heudorf auf sein Anbringen derer von Schaffhausen wegen antworten wolle, da die von Schasshaufen meinen, der Friede von Waldshut werde an ihnen nicht gehalten und sie muffen sich weiter vorsehen, v. Dem Bophart und seinen Gesellen wird nach Baden Rechttag gesetzt auf den Sonntag Judica (15. März) zu Nacht da zu sein, was auch dem schwarzen Herzog verkündet wird. »Don der Ee wegen zu Vnderwalden, wie die vernetzt ist, hinder sich." Derer von Lindau wegen hat man dem Abte von St. Gatten und der Herrschaft Oesterreich geschrieben. I». Heimbringen, was der Koffer an Schaffhausen der Türken wegen geschrieben hat. I. Ebenso des Möttcli und derer von Stein wegen. It. Ebenso des Klegers Sache. Ohne Tagesangabe, aber die darin enthaltenen Daten, verglichen mit Abschied 6841«. scheinen außer Zweifel zu setzen, daß es der Abschied des dort ans Sonntag nach 0oi>vor«io»iu l'auli angesetzten Tagcö ist. «8« Aug. 14? T, T4 Februar (Montag nach Uvminisosro). Archiv Arn»!: Urbar der Grafschaft Baden, 4?. Staatsarchiv Lucern. »». Beschluß der Eidgenossen: Wenn in der Grafschaft Baden Einer den Frieden, der von >b>" gefordert wird, versagen würde, so soll er 10 Pfund Haller zu Buße geben. Wenn zwei Männer geg?" einander in Frieden kommen, so sollen ihre Eheweiber auch gegen einander Frieden halten, und ob diese an einander fricdbrüchig würden, so sollen sie auch die abgemeldete Buße geben; doch soll der Eid' genossen Vogt Gewalt haben, sie nach Gestalt der Sache gütlich zu halten. I». Anlaßbrief des Seh"" heißen und Raths zu Lucern einerseits, und gemeiner Kirchgenosscn zu Weggis und Vitznau andererseits auf gemeine Eidgenossen über ihre gegenseitigen Streitpunkte, 6. st. Donstag nach hl. Matthias de- Apostels Tag (27. Februar) l472, besiegelt aus Ersuchen der Parteien durch HanS Schell, Ann"""" zu Zug. Zu K. Der Anlaßbries ist vollständig ausgenommen in den Spruchbrics vom 8. Mai gleiche» IahrcS (s- Absch. 888. — Weitere Acten in Betreff dieses TagcS zu Zug (vgl. Absch. an4 u. NN5») fehlen. « Lucern. I4?T, I 1. AAtärz (Muwnchen immra). S»aa»»ar«l>i» Viicern: Allgemeine Abschiede, N. liil, Staa»«arN»iv Miriet, Tfchudische Sammlung, I. ?, tt. Auf den Palmtag zu Nacht (22. März) sollen Zürich, Lucern und Zug ihre Botschafte" Dremgarten haben des Fallbaumö wegen in der Reuß; Vogt Engelhard soll dazu kommen. I»« Dienstag in der Osterwoche (31. März) sollen der Eidgenossen Boten zu Lucern sein und Antwort gebe" auf daS Anbringen des Lanz. e. Auf den Ostermontag (30. März) wollen der Eidgenossen Boten die Gemeinde zu Nidwaldcn treten; man soll schreiben, daß selbe auf diesen Tag versammelt werde- «I. Nach St. Gallen ist zu schreiben: Weil die von Uri in MötteliS Sache sich des Rechten beladen,"" ' der „Nam" (das geraubte Gut) hinter sie gelegt worden, so mdchte St. Gallen nun die von Uri bitte"/ März 1472. 43t Rechttag zu setzen, damit man sich gehörig veranlasse. «». Dem Herzog von München und denen von Straßburq wird auf Dienstag nach der Osterwochc (7. April) nach Lucern Tag gesetzt und soll den Boten dazu Geleit gegeben werden, t*. Dem Bischof von Wallis und den Landlcutcn daselbst ist des von Raron wegen Namens gemeiner Eidgenossen unter dem Siegel von Zürich und dann noch ein besonderes Missiv von Lucern zu schreiben. Donstag vor dem Palmtag (1!1. Marz) soll der Rechttag zu Baden sein des Dophart und seiner Gesellen wegen. Zürich, Bern und Lucern sollen in gemeiner Eidgenossen Namen ihre Voten dabei haben mit Vollmacht zu fragen und überhaupt in den Dingen zu handeln, was sie gemeiner Eidgenossen Nutzen und Ehre zu sein bedünkt. I», Der Eidgenossen Boten sollen am Ostermontag früh zu StanS vor der Gemeinde sein und auf Berns Verlangen mit denen von Nidwalden reden, daß sie dem Bund „ane glosiren" nachleben; auch soll man mit ihnen reden, daß sie dem VicariuS (von Conftanz) und dem Lanz Frieden geben; man soll auch die Sache des Fürsten von Oesterreich, wie obsteht, an sie bringen. I. Denen von Schaffhausen wird gemeldet, daß man auf ihre Fürbitte dem Württemberger von seiner Buße die Halste, nämlich l<» Gulden, geschenkt habe. It. Auf Sonntag nach der Osterwochc (5. April) soll man zu Basel sein der Sache des Bischofs von Basel und derer von Ramstein wegen. I. Zn der Sache des Lütfried Mötteli und der Appenzeller ist ein Anlaß gemacht auf die von Uri. in. HanS Hermann von Bernang hat denen von Appenzell abgesagt, n. Dem Bischof und den Landleuten von Wallis ist geschrieben Junker Petermanns von Raron wegen, n. Auf den nächsten Dienstag nach des hl. Kreuzes Tag im Mai (5. Mai) sollen die Boten, welche jetzt zu Lucern gewesen, zu Zug sein, der Sache derer von Lucern und Weggiö wegen, i». „Vff Zinstag nach der Osterwuchen sollen der Eidgnossen botten zu Luhern sin vnd antwurt geben des Lantzen anbringen, das man mit dem fürsten ein vnverdingten gütlichen tag leisten wol, oder das man mit im ein ewig« richtung old friden machen vnd das besorgen, das letweder teil vor dem andern sicher sin vnd veillen touff zugan lausten, ouch durch deweder teils land old stett den andern lausten bekriegen old zu schadigen, vnd ob deweder teil an den andern zuspruch gewun, darumb ein recht zu stimcn; vnd dz er sich der landen, so wir innhentt, entziechen vnd des brieff geben, vnd dz suft deweder teil witer hilff dem andern zetund gebunden sin sol. Die weg sol man anbringen vnd ob die fach vfgenomen, Hand der eidgnossen botten angesechcn, das meman in der eidqnosschaft von dem fürsten miettcn, gaben, schenkenen noch dienstgelt nemen, vnd wer das darüber dett vnd vbersech, das man denn, iegklicher den smen, darumb an sinem gutt straffen vnd darzu von allen sinen eren flössen, also das der niemer me weder an gericht noch Natt komen, ouch an dem end nieman weder nutz noch schad sin; vnd das die eidgnossen sömlichs zu halten einander,» versprechen, verbrieffen vnd versiglen sollen, vnd wann die blind ernüwcrt, dz mit den blinden schweren. Vnd das ouch dhein ortt mit dem fürsten deHein sundrig blindnis dann obstat machen old nechcr verbinden sol, dann obgeineldet, ane der ander der eidgnossen wüsen, qunst vnd willen." «>. Auch heimbringen, was Ammann Dietrich (in der Halden) von Schwyz angebracht hat, daß ihm Einer von Ueberlingen vor zwei Jahren l(1l)0 Gulden verheißen habe, doch nicht in dieser Sache. Zu «». Weilheim. 1472, 31. März (am Eritag in den heiligen Ostcrfciertagcn). — Albrccht, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Ober« und Niedcrbaycrn, schreibt an die Eidgenossen, er habe ihren Brief, womit ihm der Tag zu Vuccrn Dienstag« nächst nach der Osterwochc verliindet worden sei, zwar spät erhalle», doch sofort Gesandte abgeordnet; man möchte entschuldigen, wen» sie ein paar Tage zu spät kämen. — Weilheim. 1472, 2. April (Phinztag nach dem heiligen Ostertag). Albrccht, Pfalzgras bei Rhein, Herzog in Ober- und Niedcrbaycrn, sendet den Mar- 432 März 1472. quard Hinzcnhofcr, Pfleger zu Pfaffenhofen, und den Ulrich Spiegel, Landrichter zu Landsbcrg, feine Räthc, z» den Eidgenossen auf ihr Schreiben, Dietrichen von Dutcn, den „Abcntcwrcr" betreffend. — (Zwei Briefe im Staat«- archiv Luccrn, Acten: deutsches Reich.) — Ucbcr die in den Artikeln «>. K. c. k. angcfllhrtcn Tage vom 22., 30., 31. März, S. und 7. April fehlen die Acten. — l> ist nur eine nachträglich verbesserte Fassung von , im Zttrcher-Exemplar steht sie gleich im Ansang. AllH» I47T, (vsf den nechstk» Fritag nach des b>. Critzestag ze Meyen). GtaatKar«i)tv Vucern. Bolen: Zürich. Heinrich Röist, Altburgermeister. Bern. Benedict Tschachtlan, Vcnner. Sol«' thurn. Ulrich Vyß, Altschultheiß. Uri. Heinrich Dietly, Altammann. Schwyz. Dietrich in der H"l^ Landammann. Obwalden. Niclaus von Einwyl, Landammann. Zug. Bartholomäus Koli, Altarn""'^ Glarus. Werner Aebly, Landammann. Schultheiß, Rath und Burger qemeinlich zu Lucern einerseits, Ammann und gemeine K'irchge"«^ zu Weggis und Vitznau und die, so zu ihnen gehören, andererseits, hatten ihre gegenseitigen Klagen Ansprachen auf die vbgenannten Boten zu rechtlichem Entscheid gesetzt, laut eines von den Machte« beider 'Parteien unter Vermittlung der vbgenannten eidgenössischen Boten zu Zug am Donst"? St. Matthiastag 1472 aufgerichteten und im Namen Lucerns durch den Altschultheißcn Heinrich Hunwyl, Namens derer von Weggis zc. auf deren Bitte durch Hans Schell, Ammann von Zu?? siegelten Anlaßbrieses. Nach dreimaligem Schriftwechsel und Verhör der eingelegten Kundschaft«" ^ Acten sprechen nun die Schicdrichter auf die Klagen von Lucern : 1. Da Lucern die hohen und w« Gerichte zu WeggiS besitze und eine Steuer auf sich selbst und alle seine andern Unterthanen gelegt ^ so sperren sich die von Weggis mit Unrecht, selbe zu geben. 2. Lucern klagte, obschon die Stadt l>« und niedere Gerichte in Weggis besitze, wollen die von Weggis doch niemals auf mehr denn 3 Sch^'^ Buße erkennen, es betreffe Schlagen, Stechen oder andere Frevel; auch halten sie nichts, was >b"«" Buße geboten werde. Spruch: Da dieser Punkt in den ältern Spruchbriefen auf beidseitiges ständniß gesetzt sei, so sollen beide Theile, wenn sie vom alten Herkommen abgehen wollen, sich ^ ^ Bußen einigen, wie selbe für jeglichen Frevel angemessen seien. 3. Lucern möge denen von Wegg'^ Spiel und Krieqsläufe verbieten, wie andern seinen Unterthanen. 4. Der Ammann von Weggis, ^ schwört, Lucern und Weggis ein gemeiner Richter zu sein und alles Bußwürdiqe einein Vogte z" ^ zeigen, soll dieser Verpflichtung laut den ältern Spruchbriefen genau nachleben. Aus die Kl"?"' ^ WeggiS wird gesprochen: I. Weil die von WeggiS verpflichtet seien, mit Lucern zu reisen, so s«> nicht verbunden, das RichtungSgeld von Waldshut mit ihnen zu theilen. 2. Weil Weggis se>"« March mit Andern, von dem von Moos zu Eigen gekauft habe, so mögen die Leute daselbst fische", """ ^ und die Fische verkaufen, wo sie wollen; seien an die dießfälligen Fischer, und Fischveykaufsord"""^ Lucerns nicht gebunden. — Vorbehalten werden in diesem Spruche die Bünde, welche die von und Vitznau mit den vier Orten Lucern, Uri, Schwyz und Unterwalden haben, sowie alle bishc»" Richtungen und Sprüche, die sämmtlich in Kraft bleiben sollen. , Pergnmentene Urkunde mit a»« »»hangenden S>««i"" Mai 1472. 43g Bern schreibt den 27. April an den Herrn von Raron, er soll persönlich auf dem Tag zu Zug Dienstag nach cruoin (5. Mai) Ruf Asper'S wegen erscheinen. (Bcrner Rathsmanual X.) Eine dahcrige Verhandlung auf diesem Tage ist nicht vorhanden. «8» Baden. 147?, 17. lze Pfingsten). l?taat«arfüiv LucerN! Allgemeine Abschiede. », 57. T»aa»»arc>,lv Zürich! Abschiede, l. k. ». Dem Stephan von Ow wird die Gerechtigkeit zu Hilfikon, die er der Steuer halb gegen denen von Villmergen hat, flir sich, seine Erben und Nachkommen nach Inhalt deS alten Briefes bestätigt. Dem Untervogt ist auch befohlen, dafür zu sorgen, daß wenn derselbe mit dem Seinigen aus Schwaben heimkomme, man ihn zu Bremgarten, Mellingen und Baden mit dem Zolle bescheidenlich halte. I». Dem Hofrichter und denen von Rothwcil soll man ernstlich schreiben deS LeiffiS von Cobolz wegen; man soll ihnen die Appellation zu erkennen geben und sie bitten, die Sache bei dem gegebenen Urtheile bleiben zu lassen. «». Man soll heimbringen, was Graf Jos (Jörg?) und der graue Bund angebracht haben des Herrn Jost von Hornstein wegen, damit den Boten Vollmacht gegeben werde, eines der angebotenen Rechte aufzunehmen, und damit keine Gewalt gegen ihn gebraucht werde. «I. Der Abt von Salmansweiler begehrt, daß man, wenn seine Gotteshausleute oder Andere ihn verunglimpfen sollten, auch seine Verantwortung anhören wolle. «-. Dem Thomas von Falkenstein sott man auf sein Schreiben betreffend Wiggen (Wykon) und die von Lucern antworten: Die Eidgenossen finden sein Schreiben befremdlich, sie wollen sich um sein Begehren bei denen von Bern und Lucern nicht annehmen, denn diese haben das Angesprochene in vergangenen Kriegen, die Allen noch wohl eingedenk, erobert. Wolle er sich damit nicht befriedigen, so möge er bei Lucern und Bern weitere Antwort verlangen, da werde solche ihm schon werden, ls. Die Sache zwischen dem Wiler von Rothweil und dem von Busnang ist nach Zürich zu Recht gewiesen. M. Des Jost von Hornstein wegen ist denen von Uri und Glarus empfohlen, durch ihre Voten, welche auf Sonntag vor St. Johann Baptist (21. Juni) zu Truns sein sollen, dahin zu wirken, daß die Gülten und Freunde befriedigt oder auf ein gelegenes Recht vertadinget werden. Ii. Caspar Zelger's wegen sollen gemeiner Eidgenossen Boten nach Lucern kommen, wenn dieses den Rechttag ansetzt, damit jeder Bote zu Hause berichten könne, welchen AuStrag die Sache erhalten habe. I. Der armen Frau von Zürich wegen, welche die Gesellen von Zug „gemutwillet" haben, sollen die von Zug Tag setzen und die von Zürich dazu besenden; mag die Sache nicht gütlich abgethan werden, so sollen sie ihr ein gemeines Recht ergehen lassen. It. Sobald die Wasser der Reuß abnehmen und kleiner werden, soll Lucern an Zürich und Bern einen Tag verkünden, damit Abgeordnete der drei Städte mit Schiffern und „Weid- leutcn" die Reuß besehen und alles, was das Reußbett weiter als auf den Drittel des rechten Runses hindert, wegräumen lassen, damit dieser Drittel für die Schifffahrt offen und gefahrlos bleibe. I. Die vier Orte Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus sotten sich berathen, ob sie dem Abte von St. Gatten gestatten wollen, wechselsweise von ihnen Botschaften zu nehmen, welche im Namen aller vier Orte zu sprechen und zu handeln Gewalt hätten, >». Sonntag vor St. Veitstag (14. Juni) soll Zürich seine Botschaft zu Holenstraß haben, der Brücke wegen, i». Rechnung: Der Vogt im Waggenthal giebt jedem der sechs Orte 25 Pfund 5 Schillinge Haller, der Vogt zu Baden jedem Orte 55 Pfund 1l) Schillinge 55 434 Mai 1472. Haller; Dießenhofen gicbt zedem Orte 18 Gulden 3 Ort; vom Geleit zu Bunkhofen erhält jedes der acht Orte 1 Pfund Haller, von dem zu Mellingen 8 Pfund Haller, von dem zu den großen Badern 5? Pfund Haller, vom Zoll zu Bremgartcn 4 Pfund 15 Schillinge Haller, vom Geleit zu Baden 32 Pfund Haller; vom Oberland jedes der sieben Orte 21 Pfund; das Uebrige soll der Vogt zu Luccrn bezahlen. (Er hat daselbst nachträglich jedem Orte 1» Pfund 14 Schillinge Haller gegeben.) «». Schwyz soll mit denen von Wollerau reden, daß sie dem Schmied von Richterswyl die im, Pfund nach der Eidgenosse" Spruch ausrichten. Heimbringen die Forderung derer von Zürich, daß gemeine Eidgenossen die 3« Gulden, welche der Göldli beim Pfalzgrafen verzehrt hat, bezahlen sollen. «,. Ebenso meinen die von Zürich, daß d,e Kosten, welche über die Auomarchunq der Grafschaft Baden gegangen, die Eidgenossen „vast berüren". Der Vophart schuldet 12 Gulden minder 5 Schillinge, weil gemeiner Eidgenossen Landvogt 1!) Tage mit ihm geritten ist. Herrn Hugö von Landenberg Frau schuldet 4 Gulden, der Landammann im Thurgau soll dieselben zu Händen der Eidgenossen einziehen, i. Auf Sonntag vor St. Zohannstag (21. Zuni) soll Lucern einen Boten zu Constanz haben in Martin Weiß' Haupts Kosten, um einem gütlichen Tage in dessen Sache beizuwohnen. 3m Zürcher Exemplar fehlen n. K. e. r. o. — Zu Nach dein Zürcher Exemplar (Nro. IN) l>etriiqcn diese Kosten mehr denn 4VN Pfund Halter. Thun. 147?, IS. Juni. Staatsarchiv Zier»! Ratheminual. X, HZ. 5., 70 Bern beschreibt den 1. Zun» (Montag nach corporw ct.rj.ili) Uri, Schwyz, Unterwalden, Lucec"/ arus, Fre.burg, den Herrn von Sitten, den von Greyerz, Raron und Ruf Asper über vierzehn nach Thun wegen Streitigkeiten zwischen Thun und denen von Wallis. Am I!). Zuni bestätigt Bern de" von den Eidgenossen zu Thun gemachten Abschied Raron's und Ruf Asper's wegen. — Der Abschied selbst sth"- Zürich. 147?, ?? Juni. Staatsarchiv Bern: Lateinisches Misslvenbuch ^ 1K7. Gemeiner Eidgenossen Boten (Vsstr« krßiv INuivstali» llvltitiüsimi »vrvuti, ma^nv ligv «uporiurij» »mlmgiatore», 1>»e tempore 'l'tiurezzi eonzzre^uli) danken dem König voll Frankreich fm günstige Aufnahme, welche er den zu ihm geschickten Rittern NiclauS und Wilhelm von Dießbach einigen andern ihnen Beigegebenen habe angedcihen lassen, und empfehlen ihm den Jost von Sil'"^ Propst zu Münster, (»rvßium ox uune fsmiliarvm, tiumiuvm proteeto vx uotiilo et vlvzzanlihüim» »lM? pvrreotum/') ValemischcS Misst» »nt-r dem Siegel Per»«' August 147?. 435 «?»T Konstanz. >47?, >?. Anq«ft. Z»llw-o»r Im Archiv f»r schwel,. Äeschlchtr, V. »t. nach llrlunde» Im r. k, geheimen Archiv zu Wien Unterhandlung über eine ewige Richtung zwischen den Eidgenossen und Herzog Sigmund von Oesterreich. Das von den Eidgenossen nicht angenommene Projcct des Bischofs Hermann von Eonstanz und dcS Grasen von Eberstein lautet: - 1. Wir Herman, von gottcs gnaden bischonc zu Costcntz. vnd wir Johanns, Graue z» Ebcrstain, bekennen vnd thun knnl gm allermängclich: Nachdem dann der vilncltigcn Irrung, Zwittracht vnd Spcnn halb, so dann etwa lang nicht allain zwischen yctzo dem durchlcnchtigcn flirstcn vnd Herrn, Herrn Sigmunde», Herzogen zu Ostcrrich vnd z» Stir w., vnserm lieben vnd gnedigcn Herrn, sonder lang dauor ctwavil seinen vordcrn, auch fitrstcn zu Oestcrrich, vff cim, vnd de» ftlrsichtigm, crsamcu, wcysen Bürgermeistern, Schulthcissen, Ainmann, Räten vnd geniaindcn der stctt vnd lendcr gemainer Aydgenosschafst vff dem andern tail gewesen vnd vor cttlichcn Jarcn nach vnd nach in etwa mänig srüntlich bestand gebracht worden sind, von baide» gemcltcn tailen vnS vergönnen ist, gltttlich vnd vnvcrdingt zu suchen, dieselben parthcycn vmb alle ire spenn vnd zwittracht zc aincm ewigen vnd hmmcrwcr enden sridc» zu vertrage», zu berichten vnd vbcrain zebringm. Also haben wir vff Mich der parthcycn bewilligen vnd verfolg im namcn GotS vnd seiner almächtikait zu lob, seinem hailigcn cristcnlichen glauben vnd ganzer vnscr tittschcn Nation zu Ecr vnd wccr, vnd vmb gcmainS nutzes willen sllrgcuonicn solhc mittel, wie die hicnach volgcn, in gctrawcn vnd Hoffnung, das die parthcycn darauff oder daraust in wolbeständig aynung zn bringm sein Mtcn. Dieselben artikcl sind als dann nit angenomen, sonder dcnnmalS in ni gesielt vnd in zedclweyS wider ainandcr vbcmomcn vnd fcrcr znsamcn komm vnd lauttend dieselben artickcl also: Item das hiusllro baid tail vnd alle die Iren in Jr stctt vnd lendcr zn ainandcr sicher lybS vnd gutS mit konsfcn vnd vcrkonffm vnd ander» gctrllwcn vnd vnschedlichcn geschäfftcn vffrcchtlich, crbarlich vnd redlich wandeln mögen vnd sollen, von ycttwcdcr parthyc in solhcm siig ungehindert vnd in allweg gctrllwlich vnd vngesärlich. Item ob vnscrS gnedigcn Herren von Oestcrrich zugehörigen zu gemayncr aydgenosischafft oder irm zugewandten oder der aydgnosschaft zugewandten zu dem bmantcu vnserm gnedigcn Herren von Oestcrrich oder seiner fürstlichen gnaden zugehörigen znspruch hettcn oder silro gewimncn, darumb die parthycn glltlich nit betragen werden möchten, daz der clcger sein widcrparthyc zn recht vnd vsitrag erfordern sol vss den bischonc z» Costcnz oder die Statt daselbS, oder vff den bischoff zu Basel oder die Statt daselbS, demnach dann die angesprochen parthcy dem Elcgcr innert drcy MonatdS frist nach seiner erforderung rechtz statt thun sol. Also das clag, antwort, red, widcrred vnd rechffatz in solhcm zeit beschce one lcngcrn Verzug, vnd de« sol der antwortend tail, ob er darin silmig wurde, dar;» gehalten vnd zwnngcn werden bey sorchtlichen pencn scinS lybs vnd gutS durch sein Oberkail, die des dartzn mächtig ist, vngesärlich. Doch dz die spen» antreffend crbsäll, gelegne gtittcr vnd clainsttg geltschuldm vnd solich ansprach bcrcchtct werden sollen in den geordneten geeichten, darinn dieselben erbfäll vnd girier gelegen sind. Vnd was an der obcmcltcn md aincm allweg gesprochen wirt, dabei sollen auch allweg baid tail bclibcn one appellieren vnd Wäger». Item vnd ob daselbS vmb yctz beri,rt ansprach yemand von dcwedrcr parthyc rechtlos gelassen vnd das knntlich wurd, daz der an der vorgeschriebncn vier e»d ainem sein recht suchen möcht, wie das dauor geschrieben stat. Item vnd ob hinfttr der obgcnant vnscr gncdi- ger Herr von Oesterreich z» den Aydgmossen, Stetten vnd lcndern gmrainlich ald sonderlich, znspruch oder stös, gcwunnc, das er sy denn mich zn der vier obgmanntcn mdcn ainem zu recht vnd vStrag, wie da« dauor begriffe» ist, ftlrvordcrn mag, also das mich alda rechtlich volcndt werden sol. Vnd zc gleicher Weys vnd in dem fng, ob gemain Aydgcnosscn oder (ein Ort) snnderlich, ald Jr zugewandte», zu vnserm gncdigen Herrn von Oesterreich znspruch gcwynnm wurden, 436 August 1472. das dic in vorgeschribncr wcyse mit recht ouch fitrgenomen vnd da also berechtigt werden vnd zu end und vstrag toincn sollen. Bnd vmb des willen, daz die verwilkiirtcn richter in, vstrag bestymbt, in beladung söllicher spännigcr Handel in ircn spruchen vnd Übungen bester frycr syen, so sollen allweg dic spännigen parthcycn in Ingang des rechtlichen vstrag sich gegen denselben angenomncn richten, schriftlich vcrpinden, von sollicher sprüch wegen dieselben richter darvmb nit ze vechen oder darnmb Inen ainichen argen willen oder vnfug zuzemesscn. — Item vnd ob vnser gncdigcr Herr von Oesterreich in seiner gnaden geschafften der Aidgcnosschasft hilff notdürftig wnrd sein, daz sy dic seinen gnaden tun wollen vsf seiner gnaden sold, wie die Aidgcnosschast solh solde in ircn aigcncn geschafften geben, gctrnwlich vnd vngcsarlich. — Item die Aydgenosschasft sollen ouch Vilser», gnedigcn Herren von Oesterreich vbcrantworttcn alle briefs, vrberbücher, registcr vnd schrifftcn, so sy innhaben vnd der herrschafft von Oesterreich znstccnd, vnd ob sy ainichcrlay bliesen, büchcr oder schrifftcn ycmand andern, vbergcbcn hätten, dz füllen sy seinen fürstlichen gnaden ouch öffnen «st- trewlich vnd on geuärdc, vsgcschaiden dic bricf, rodcl oder schrissten, so dic inhablichen land, stctt vnd schloß der Ayd- genossen bcsagcnt. — Item das auch baid partheyen bei allen ircn landen, schlössen, sielten, dörsfern vnd Märkten, st sy in vergangnen zcitcn zu ircn Händen erobert vnd bracht haben, belyben, ouch den verschreybnngc», so baid tail vo» ainaudcr haben, nachkamen sollen on Intrag. — Item vnd das auch dcwedcr parthey noch Ir zugehörigen vnd >uit- hassten (die andere) durch Ir ftett, schloß noch land dehainS Wegs bekriegen, beschädige», vchdcn, oder in ainich wcyß an lcyb oder gut belaiden lassen sol. — Item vnd das auch dcwedcr parthey süro AicmandS in puntnuö, bnrgrccht, landrccht, schütz, schirm noch versprechen anncmen sol dem andern tail zu schaden vnd vnfug, es wäre dann, das ycmand hindcr den andern mit seinem hußhäblichcn sitz zicchcn wölt, den gcrichtcn, darin ein yedcr seine« Eitzens halb vott alter gehört hat, vnvcrdingct. — Item vnd ob darüber dcwedcr parthey oder die Iren durch der andere parthey stctt bekriegt oder beschedigt würd, wenn denn das derselben parthey, da eö beschcch, zu wissen getan wnrd vnd den Vögten vnd amptlcuten vcrkündt vnd da dic tättcr begriffen möchten werden, das dann das beschcch vnd demnach die selben beschediger darnmb vsfgehalten vnd gestrafft wurden nach dem rechten, vnd ouch dchain tail de», andern sei» vycnd oder beschediger wissentlich nit Hausen, Hofe», ässcn, trcnken, noch deHain vnderschnb oder hilff tun, »och d«st ycmands gestatten sol in deHain Weys, gctrüwlich vnd vngcfärlich. — Item von der widcrbringnng des vcrsatztcn laistö' in was suegen vnd scheyn dic selb losnng bcschccn vnd was hilff, ratts vnd zutun vnser gncdigcr Herr zu der Ayd genosschafst, was sich ycde parthey zu der andern zuversichtigcn soll, des haben baid tail von ainaudcr bcricht gcno»ü» der gestallt, daz cS schrifstlich nit zu verfassen sey, sonder sich ycde parthey der andern in gutem, crbcrn glanbc» darnmb vcrtruwcn vnd verlassen muß. — Das vnser gncdigcr Herr von Ocstcrrich vleyß vnd Übung haben sol, die bcricht zu Waltzhut bcschccn, dic von Schasfhauscn vnd Bilgrin von Höwdorss bcrürcnd, mit der Aydgnosschafst ^"tt vnd hilff zu voltzichen. — Item vnd daz auch von dcwcdrer parthey vnd den Iren vsf dic widcrparthcy vnd die dchain nüw zoll, noch ander bcschwärd gelegt werden sol, sonder das belcybe» zc lassen gegen ainandcr, wie von her gcnomcn vnd geben worden ist. — Item von der lehcn wegen ist beredt, was vnser gncdigcr Herr von Oesterreich st lchen gelten hat, das sein gnad süro bey denselben lchcnschasften bclibcn sol, vßgcsnndcrt dic lehcn der eroberten st"b vnd in den vngclöstcn pfantschafftcn begriffen. Item vnd das yc zu zchcn Iarcn von vnscrm gnedigcn Herren siner gnaden leybScrben sollich bcricht seiner gnaden rättcn vnd zugehörigen vcrkündt werden, wissen ze haben die st voltzichen vnd hinwiderumb, wenn die Aydgcnoßschasft ir bünd mit aydcn erncwrcnt, das dcßglcich mit dem ouch ^ schchcn -c. Item vnd wer, daz diß früntlich bcricht durch vnscrn gnedigcn Herren von Oesterreich an gcmaincr Tllst genosschafst oder hinwidcrnmb durch gemaii» Aydgcnosschafst an vnscrm gnedigcn Herren von Oesterreich nit gclstll^' wnrd, so sol doch darnmb nit vchd, vfsrur vnd krieg fürgcnomcn, sonder diesclb bruchig parthey darnmb zu vStrag st«' gefordert werden nach laut des vstrag«, der obcermclt ist, demselben vstrag ouch diesclb parthey statt thnn sol bey de" gclüptcn, aydcn vnd sigcln diser bcricht. Wäre aber das durch vnscrs gnedigcn Herren von Ocstcrrich Rätt, die»" oder dic seinen gnaden zu versprechen stand, oder hinwidcrnmb durch der Aydgnosschafst ainich stett, land, ortt oder sonderlich Person zu der Aydgenosschasft verwandt, wider diß bcricht beschcch, vnd darnmb nach laut des vstrag« August I47Z. 437 gemelt nit fürkomen oder demselben vstrag nit statt tun wolt, so sol vff crmanung des tailS, an dem der frid nit gehalten wär, dieselben vngehorsanien parthcy durch ir oberkait zu gehorsam gebracht werden, alles bcy den ge- lüpten, aydcn vnd verschrcibnngen, so darumb vfsgericht werden sollen. — Item vnd das auch darauss alles das, so sich in kricgS oder anderwcgs zwtlschcn vnserm gncdigen Herren von Oesterreich vnd der Ahdgcnosschasft vnd allen irc» zugehörigen vnd mitgcwandten gemacht, vergangen vnd verloufscn hat, darin dchainerlay vstgcschaidcn, vßgcsundcrt, noch Hindan gesetzt, bcstänntlich vnd vcsticlich bcricht, vertragen vnd vcraint sein, vnd daz ouch dein stracks von beiden parthcyen vnd ircn zugehörigen nachgegangen werden sol, an Jntrag, bcy vnsercs gnedigcu Herren sttrstlichcn crcn vnd bey den aydcn, so die Aydgenosschafst ircn Stetten vnd lcndcrn gcsworn Hand, zu aincr ewigen bcstätnuß sollicher bcricht, dem Allmächtigen zu lob. Vrknnd bist bricfs mit vnscrn anhangenden Insigcln besigclt. Geben zu Costcntz vff den zwölfftcn tag des monatz Augusten von der Geburt Cristi vnsercs Herren Tanscnt Vierhundert Sybcntzig vnd zway Jarc". — Dieser Entwurf bildet offenbar die Grundlage ftir die ewige Richtung von 1474. Siehe unten Abschied 735 Die Abschiede «35 337 >» zeigen diese Verhandlung seit dem Ansauge des Jahres anhängig. Am 23. Juli (Sonntag nach Jacob!) sollte nach dem Bcrncr Rathsmanual X. 113 ein Tag zu Eonstauz stattfinden, dessen Acten jedoch fehlen; doch spricht Bern sich am 27. Juni (deutsches Missivenbuch 353) gegen Zürich gllnstig ans tlbcr die Bemühungen de« Bischofs Hermann von Constanz, einen ewigen Frieden zwischen Oesterreich und den Eidgenossen z» erzielen, sagt unterm II. Juli de», Bischof den Tag zu und bittet Zürich, denselben den andern Orte» zu verkünden. Ebenda ^4. 934, 935. — Die Annahme Zcllwcgcr's (Versuch über die wahren Gründe des burgundischen Krieges) im Archiv der schweizerischen gcschichtforschcnden Gesellschaft V. 21, daß die Unterhandlungen über den ewigen Frieden zwischen Oesterreich und den Eidgenossen sich auf einem wahrscheinlich im Mai gehaltenen Tage zu Constanz zerschlagen hätten, ist daher jedenfalls nach diesen Daten zu berichtigen. R47?, Z. September. Staatsarchiv t!uc«r». Lucern und Obwalden bereinigen ihre Landmarchen im Lande Entlebuch. Pergamenten« Urkunde. Lueern. 147 z, Januar lDonstag »ach Bant Selms,yonStag). Staatsarchiv Zürich! Tschudische Sammlung I. z. «. Jedes Ort soll seine Botschaft auf Samstag nach unserer lieben Frauen Tag zur Lichtmesse (6. Februar) zu Appenzell haben mit den Mahnbriefen; da soll man die von Appenzell zuerst auffordern, dem Möttel, das Seine zurückzuerstatten und, wenn sie eS nicht thun, dir Mahnbriefe übergeben und dabei sagen, daß man der Mahnung derer von St. Gallen nachkommen wolle. I». Das Begehren, welches der Sohn des Herrn Jost von Hornstein sel. gethan, soll man heimbringen und, wenn der Eidgenossen Boten nach St. Gallen kommen, darüber antworten. Auf Lichtmeß (7. Februar) soll iedeS Ort seine Botschaft zu Zürich haben, um der Sache bezüglich deS Herzogs von Oesterreich wegen Antwort zu 438 Januar 1473. geben; auch derer von Schaffhausen wegen. «I. „Item von der reiferen wegen sol iegklich ort mit den sinen verschaffen, das nieman in kein frömden krieg louffen sol vnd besunder das nicman zu dem von Hagenbach old sinem Hern louff nach qestalt der dingen. Vnd wo feman darüber enweg ziechen, das da iegklich ort gewalt haben sol, zu denen zu griffen vnd die heissen wider heim zu schweren vnd by dem eyd in kein frömden krieg zu gan ane sinev Herren gunft, weissen vnd willen. Vnd dz ist allenthalben verkünt, vnd die von Bern sond dz den von Solloturn, Friburg, Sanen vnd dem Vogt von Baden vuch schriben, sömlichs zu verschaffen angentz.« Zu e. Die Acten des hier angesetzten Tages fehlen, «»5 I47Z, TT. Januar (Freitag vor Pauli Oonvarsionin). Archiv Nidwalden. Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Lucern. Rudolf Schiffmann und Peter Tammann. Urs Hans Fries. Schwyz. Cunrad Kupferschmid und Cunrad Jacob. Zug. Hans Schell. Glarus- HanS Blum. Ammann, Rath und gemeine Landleute zu Nidwalden hatten dem Caftellan zu Saanen, Niclaus Baumer< Bürger zu Bern, einige Güter, die er in Nidwalden besaß, in Haft gelegt, weil er sie nicht nach Landesrecht an sich gebracht habe und zudem dem Lande für den Schaden und die Kosten haftb^ wäre, welche er, wider sein Versprechen, der Ehefache des Ulrich Ammann und der Margaretha Zelg^ wegen sich nichts anzunehmen, dein Lande durch Anheftung eines römischen Bannbriefes an dessen Kirchs zugefügt habe. Bern dagegen behauptete, sein Burger sei denen von Nidwalden nichts schuldig; u>" ungichtige Sachen aber Einen ohne Recht des Seinigen zu entweren, verbiete ihr Bund. Die Güter Z" Nidwalden hätte er nicht wider das Landrecht, sondern in Versetzungs- und Pfandesweise an sich gebracht die Nidwaldner sollen ihm also das Seine ledig lassen und ihn mit Recht anlangen, wenn sie glaube" etwas an ihm zu fordern zu haben. Die streitigen Parteien hatten obgcnannten Schiedrichtern den Entscheid anvertraut und diese sprachen : 1. Alle der Sache wegen erwachsene Unfreundschaft soll todt u"d ab sein. 2. Der genannte Baumer soll dem Land Nidwalden an die geforderten Kosten 70 rheinisch Gulden geben und dieselben bis St. Johannstag zu Sungichten nächstkünftig bezahlen. 3. Dagegen sot^" die von Nidwalden dem Baumer die verhefteten Güter freigeben, ihn und seine Diener und Boten sicd^ im Lande wandeln und seine Zinse, Schulden :c. einziehen und rechtfertigen lassen. Pergamentene Urkunde, von Rudolf Sqiffmann und Peter Tammann Im Namen Aller besiege». Diese Urkunde findet sich unter dem Datinn 147», Freitag nach Antonii (22. Januar), auch im Luccr»^ RathSbuch V. ll. 2l!7, was darauf schlichen läßt, daß die Verhandlung in Luccrn stattfand. Februar 1473. 43« «?Z« Dt. (Hallen. >47», N. Febrnar (vfs San, Appo,o»>e»i<>n>. S«aa»«arel>iv Zürich: Tschudisihe Sammlung I. 5. »». Von den sieben Orten der Eidgenossenschaft ist die Mahnung an die Appenzeller ergangen; darauf haben diese erklart, sie wollen ihre Botschaft in alle Orte senden, um ihre Anliegen zu erläutern. Gemeiner Eidgenossen Boten, welche die Mahnung gethan, sind nun der ernstlichen Meinung, daß allenthalben mit denen von Appenzell ernsthaft geredet werde, daß sie der ergangenen Mahnung Folge leisten. I». Da Unterwalden seine Botschaft und seinen Mahnbrief nicht zu Appenzell gehabt hat, so wird Lucern besonders empfohlen, selbes zu unterrichten, wie die Sachen hier und in Appenzell einen Verlauf ge nommen haben, damit auch dort den Boten von Appenzell, wenn sie dahin kommen, ernstlich bedeutet werde, die Mahnung nicht zu verachten, sondern derselben strakS nachzuleben, i». Wenn die Appenzeller ihre Botschaft von Ort zu Ort gethan haben, so soll Lucern sofort gemeinen Eidgenossen einen Tag verkünden, damit man über die weiter zu ergreifenden Maßregeln sich berathe. Sollten die Appenzeller aber ihre Botschaft nicht von Ort zu Ort schicken oder die Sachen sonst sich zu lang verziehen, so sotten doch die von Lucern den Eidgenossen einen Tag in ihre Stadt verkünden und allda sott man sich berathen, waö weiter gethan werden soll, damit die Bünde gegen denen von St. Gallen nach Inhalt der Mahnung gehalten werden. «I. St. Gallen hat auch ernstlich gebeten, der Mahnung beförderlich Vollziehung zu verschaffen, weil es das muthwillige Vorgehen der Appenzeller nicht mehr länger dulden wolle. «»7 Lneern. > 47 Z, ?4 Februar lost Staattarwiv Leiter» : Allgemeine Abschiede, k. KS. S»aae«arehi>> Aierlet»! Tschudisch« Sammlung l. K. Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. NiclauS von Dießbach; Bartholomäus Huber. Lucern. Schultheiß HaSfurter; Hertenstein und HanS Feer. Uri. Hans Jmhof. Schwyz. Ammann Dietrich. Unterwalden. Ammann Heinzli; Zimmermann. Zug. Ammann Iten. u. Auf Dienstag zu Nacht nach der alten Faßnacht (9. März) soll iedeS Ort seine Botschaft zu Lueern haben, um TaqS darauf über die nachgeschriebenen Artikel Antwort zu geben. I». Jeder Bote hat eine Abschrift des Schreibens, welches der Landvogt an die von Mühlhauscn gethan; auch weiß jeder die Meinung des TageS zu Basel. Man soll sich berathen, ob man sich mit den Niedern Städten einigermaßen verbinden wolle, um Mühlhausen desto besser zu Hülfe kommen zu können, auS mancherlei Ursachen, die auf dem Tage erörtert worden sind, insbesondere „dz vor ziten, ist by hundert vnd ficrtzig Zaren, die vier waltstette vnd andre ort sich ouch vmb fridenS vnd schirmö willen zu den niderlendischen getan, als dz die brieffe Jnhaltent, die die botten darumb gehört haben." Auf genannten Tag soll iedeS Ort seinen Boten Befehl geben, was man in den Sachen von St. Gatten und Appenzell thun wolle, damit die von Appenzell der an sie ergangenen Mahnung nachleben. «>. Die Kaufleute begehren, 440 Februar I47Z. man möchte, falls sich die bedenklichen Zeitkäufe zum Krieg gestalten wollten, ihnen nichtsdestominder die Straßen insoweit offen halten, daß sie mit Leib und Gut in der Eidgenossenschaft Frieden und Sicherheit genössen. «. Denen von Glarus soll man obstehende Artikel mittheilen und sie einladen, den nach LucerN angesetzten Tag auch zu beschicken, f. Man soll zu Rath werden, wie man dem Spiser von Dießenhofen zu Hülfe kommen könne, der 400 Gulden wegen, die ihm in der Grafen von Fürstenberg Gebiet genommen worden sind. Man soll auch denen von Rothweil deshalb schreiben, sie möchten sich erkundigen, wie etwa die Sache eine Gestalt habe. Man sott berathen, ob man auf das Anbringen, das Herr Niclaus von Dießbach vom Herzog von Mailand gebracht hat, daß nämlich dieser sich erbiete, den Rnsprechern vor der Herzogin von Savoyen zu Recht zu stehen und die Capitel zu ordnen, weiter freundlich Tag leisten oder was man in Sachen thun wolle. I». Dem Laurentius von Curtizella soll man lsteleit geben bis Ende März. I. Den Abt von der Reichenau soll man auffordern, sich zu erklären, ob er schwören wolle oder nicht. Auch soll man berathen, was man auf den Fall einer ablehnenden Antwort thun wolle- It. Der Bote von Zug sott bewirken, daß seine Herren ihrem Vogt im Oberland befehlen, den Tag in ^ Oberland zu verkünden, wie der Eidgenossen Boten das angesehen haben. I. Auf die „argwöhnigen Brü der", welche „in grauen Kutten" auf die von Hallwyl ziehen und andere Bübereien treiben, soll man allenthalben Acht bestellen, sie ergreifen und strafen. 1». DcS Bischofs von Chur, derer von Curwalen und der Engadiner wegen ist denen von Zürich, Uri und GlaruS Auftrag gegeben, Erkundigung einzuziehen und auf dem Tag zu Lucern zu berichten. 11. Zürich, Bern, Lucern und Schwyz sollen in gemeiner Eidgenossen Namen auf den Sonntag lieminisrero (l4. März) ihre Botschaft zu Lucern haben. «». die alte Faßnacht (7. März) soll jedes Ort einen Boten zu Bern haben, deö Gotteshauses Jnterlalen wegen. Zu ». 14 73, 27. Februar (Samstag »ach St. Matthias) meldet Bern an Mithlhauscn diesen Beschüß Deutsche« Missivenbuch 0. 1s. Vergleiche auch ebenda 43 Dienstag nach llouli, Bern schreibt einen Tag Luccrn au« aus Dienstag nach Mittefasten wegen Mithlhauscn. «SD« intern. 147 A, 115» (Mitlwnchcn nach der alte» Vasnacht). S»aa««archiv Lucer»: Allgemeine Abschiede, II. 7». S»<>a»«arcl>iv Altrich i Tsch»dische Sammlung I. 7. ». Schwyz soll in gemeiner Eidgenossen Kosten Donstags nach Ilvminiscvr« (18. März) seine Del schaft zu Bern haben und selbe mit derjenigen von Bern zur Herzogin von Savoyen schicken, der liser wegen. Auf nächsten Sonntag (14. März) sollen Lucern und Schwyz ihre Botschaft zu Basel hn^'" bei denen von Zürich, Bern und Solothurn, derer von Mühlhausen wegen. I». Heimbringen des Briess'^ wegen, welchen die von Schwyz mit denen von Lucern in Betreff des Abts von St. Gallen und der App"' zeller versiegeln sollen; man solle mit denen von Schwyz reden, daß sie in ihrem und aller Eidgenosse" Namen den Brief siegeln. «?. Der Spänne wegen, die der Abt von St. Gallen mit denen im Rheins'' hat, ist ihm geantwortet, man werde eine Botschaft in seinen Kosten zu denen im Rheinthal senden u»d versuchen, die Sache zu vereinbaren oder zu billigem Recht zu bringen. Die Sache ist denen von Zürich Schwyz und Glarus empfohlen. «I. Auf den Sonntag Oculi (21. März) sollen alle Orte ihre Boten Z" März 1473. 441 Schwyz haben beb Stoßes wegen, lim dessen willen Schwyz den Herzog von Mailand bekriegen will; sie sollen Schwyz bitten, daß es von solchem Vorhaben abstehe, « . Da soll man dann auch Antwort geben liber das Anbringen von Schwyz und Klarus der Grafen von Sonnenberg wegen, was man ihnen antworten wolle. Denen von Bern ist empfohlen, das Schreiben des Herzogs von Mailand zu beantworten, wie die Boten wohl wissen. Den Grafen von Fürstenberg ist geschrieben, sie möchten dem Melchior Spiser von Dießenhofen das Geld und Gut, das auf ihrem Gebiete ihm genommen worden, ersetzen, sonst könnte man diesen nicht abhalten, sich selbst zu helfen. Ii. Dem Abte in der Reichenau soll man schreiben, daß er die Seinen anhalte, den Landfrieden zu beschwören. Seine Antwort soll man auf den Tag zu Schwyz bringen und da ferner berathen, was in der Sache zu thun sei. I. Die von Appenzell sollen bis Mittefasten (W. März) nach Lucern völlige Antwort geben, ob sie der Mahnung nachgehe» wollen oder nicht, k. „Ztem gedenken wegen der Engadiner vnd Curwalen, nach dem vnd sy vormalen an vns ein buntnio geworben vnd ob sy des willens noch sin, dz sy dann ein anschlug tun, wz ir begeren der buntnis sig, dann wir nit in willen sint, Aeman vmb buntnis zu bitten. Vnd wz »ich begegnet, wellen wider an der eitgnossen Kotten bringen." I. Nach Stein ist derer von Dicßenhofen wegen in Betreff des Leitzer zu schreiben. 11». „Ob krieg infallen wurd, haut die von sant Gallen begert, sy zu warnen, nachdem vnd sy iren gewerb mit haut." Es wird denen von Zürich und Lucern aufgetragen, eintretenden Falls ihnen Nachricht zu geben. Zu I». Das Zürcher Exemplar nennt hier GlarnS statt Schwyz. 147 A, 14. (Sonntag vor »Ii). S»aai»a?«i,iv Zürich I Tfchutische Sammlung I. t. Abredniß einer früntlichcn Vcreinung^ hinder sich zu bringen, zwüschend discn nachgencmpten par- tyen begriffen vff Sondaq vor <)a»Ii, nun« stoniini iu<.ec«l.xxiiz°: „Des ersten söllcnd dis nachgcnempten vnser gncdige Herren, der Bischoff von Straßburg, der Bischoff von Basel, der margqraff von Baden vnd die Stett Straßburg, Basel, Eolmer vnd Slettstadt, gemein Eitgnossen mit sampt denen von Mülhusen vnd ir zugewanten, sich in früntlich vereinunge vnd verstentnis zusamen tun mit punctcn, artickeln vnd Iarcn hienach begriffen: - Ztem die so in diser Vereitlung vergriffen sind, sollen by iren priuilcqien, fryheitten, gnaden, rechten, guten gcwonheiten vnd altem har- komcn bliben vnd sich dcrvhin als har gütlich gebruchen. — Item wolte aber Jeman srömde welsch Volk einen oder mer in diser eynunge vergriffen, ivider Recht oder eigens gewaltz trcngen vnd von sinen fry. Heiken vnd dem heiligen Rich vnderstan zetruken, so sollen wir denselben einandern getrüwlich beraten vnd beHelsen, nachdem vnd vns dann ze bedunkt notturftiq sin. - Ztem wir in diser vereynunge begriffen, behaltent vns vor, ob sich Harnach begebe oder machte, dz nottürftig vnd gut sin wurde, yeman zu vns in dise eynunge zu nemen, dz mögcnt wir wol tun. — Ztem wenn ouch sölich eynunge bcstossen ist, so söllcnt die Stett denen von Mülhusen >r schulden helffci» bezalcn, nachdem vnd icgliche zugcseit hat, vff erber, redlich verschribung, Znen das wider zu geben. — Ztem bedücht die obgerürten partyen in der eynunq begriffen fruchtbar, gut vnd nottürftig sin, die losunge des landcs Waltzhut, Seckingen, Louffen- 56 442 März 147.'!. berg und Rinfelden mit sampt dem Swartzwald vnd andern, », die pfantschast gehörende zetunde, st söllent die qemelten Stett Strasburg, Basel, Colmcr vnd Sletstatt ein Summ geltes darliehen vff e,n zimlich, erber, redlich vcrschribunge vnd sicherheit, Inen das widerzeqeben. — Ztcm es sol ouch bis vereynunq ein Summ Zaren gehalten werden, als vil als zechen Zar. — Ztcm diser abredung sol ieglich teyl einen han vnd den heim an sin fründe bringen, darüber ratslagen vnd vff den Sundag Ouaiimoäl»' ^«nili nechstkumpt wider zu Basel sin, vnd alba sin meynunge erscheinen vnd also vff dm, tage ieglich^ teyl dauon reden, darzu vnd von tun, wz notturftig sin w,rt noch qeftalt vnd qelegenheit siner fachen- ?«>«>. Basel. 147 z, 1K Mkärz lDieustag nach Namiiüaoorv). Archiv Basel: Offnuiigtbuch V. !>1, Tag der Eidgenossen. — Die Acten fehlen; daö OssnungSbuch sagt: „Ist von bcdcn Nctcn verlassen vnd erkannt, das man mit Hilst der scndbottcn von Strasburg, Colmar v vnser Kotten an der eydgnossen Kotten, so yetzmal hie sind, suchen sol, ok sy vcrwilligcn woltint, da« Marggras K» von Baden zu der losung willen erlangen möcht, alödcnn mit Im in vcrcynnng zc gond, also daö damit Herzog mund von Ocstcrrich :c. ouch mit Inen gantz vereint vnd bcricht wurd, vnd so vcrrc das fundcn tvnrd, daS de»" vnser Kotten vcrrcr der ding vff vcrcynung oder vcrstcnlnis; suchen möge», dann man zu losung des lands vsf nottnrst^ bcsorgniß dem obgcnanten Biarggraf Karle xx'" guldc» lihcn weit." Lueern. 147S, ZI. Zytärz^Minwoch »ach T»aat«archi>> Vurer» ! Allffrmeine Absüiied«, II. KU. Boten: Zürich Niclaus Brennwald. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter; Bartholonst^ Huber. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß, Caspar von Hertenstein, Peter Tammann; H"' Feer. Uri. Hans Zmhof. Schwyz. Cunrad Zacob. U>, terwalden. Ammann Heinzli; Enentachers. Zug. Amman», Schmid. Glarus. Vogt Tschudi. ^ ». Zürich soll dem Bischof von Constanz und dessen Feinden einen freundlichen Tag sehen ^ gemeiner Eidgenossen Vollmacht haben, um dazu Geleit zu geben. I». Zürich soll den, Abt », Reichenau verkünden, wann der Eidgenossen Boten zunächst zusammenkommen, da er solche Mittb^^ begehrt hat. Q. Man soll Rath pflegen über das Anbringen, das Gras Andreas von Sonnenberg n" Eidgenossen gethan hat. «I. Dem Grafen Eberhard von Württemberg soll man schreiben, er möge ^ weil bei seinem alten Herkommen ruhig lassen oder aber auf dem Tag zu Zürich weiter Antwort ge^"' Die Läufer, welche dem Grafen dieses Schreiben bringen, sollen in gemeiner Eidgenossen Kosten «. Zeder Bote soll heimbringen, daß die von Appenzell den Mahnungen nicht gehorsam sein wollen daß man ab diesem Tag ihnen schreiben soll, sie möchten mit rücktehrendem Boten sich erklären, »b den Bünden, die sie beschworen und besiegelt haben, nachleben wollen oder nicht. Zedes Ort, das d>e> März 1473. 443 von den Boten des Tages beschlossene Schreiben nicht ergehen lassen will, soll bis Mittwoch vor dem Palmtaq (7. April) solches nach Lucern berichten, t'. „Gemein Eitgnossen hant allen kouffllitten, wannen die ioch sint vnd was kouffmanschafft sy füren, ein geleit geben, dz sy mit Zr lib vnd gut sicher in der Eitgnosschafft faren vnd wandten vntz vss der Eidgnossen widerrsiffen.' Vnd wann man daS gleit absagt, dennocht sollen die kouflsit darnach mit ir lib vnd gut dry manot gleit haben. Vnd nach dem vnd die von Switz dz gleit nit zusagen, darumb sollen die von Lutzern vnd Vre Zr botschafft gan Switz schicken vnd vff Samstag vor dem Balmtag zu Rattzit da sin vnd mit Znen in gemeiner Eidgnossen namen tressen- lich reden, dz gleit ouch als ander ortt zuzesagen." Auf den Palmsonntag (II. April) zu Nacht sollen gemeiner Eidgenossen Voten zu Lucern sein und Montags darauf völlige Antwort geben auf das An bringen der Niedern Städte, derer von Muhlhausen und des LandvogtS wegen, auch liber.daö Anbringen derer von Msthlhausen selbst. Alle diese Dinge sollen geheim bleiben. I». Dem von Fstrstenberg hat man Melchior Spiser'S wegen geschrieben, l. Ebenso an Uri und Unterwalden des Bischofs von Wallis wegen. Vergleiche Berncr Rathsmanual XI7. t!1 : Bern setzt den Eidgenossen Tag nach Luccrn aus Dienstag nach l-Mtaro (3t). März) der Reichsstädte wegen. Zu«?. 1473, 17. März (Mittwoch nach Rvminisoaro). Jmst. Herzog Sigmund schreibt an die Eidgenossen, die Grafen Eberhard und Andreas von Sonncnbcrg haben wegen Ansprächen ans ein Erz am Arlbcrg, worüber ein Streit vor dem Kaiser anhängig sei, die Seine» überzogen und dadurch deren Gegenwehr und die Zerstörung des Schlosses Sonncnbcrg veranlaßt., Er bitte die Eidgenossen, falschen Darstellungen dieser Sache nicht zu glauben. — Zu Ii- 14 73, Li). März (Montag nach I^«-ti»r;Iet I». 7Sl, »umont s!or>>, 4M, In dem verlängerten Waffenstillstand? zwischen Ludwig XI. und Herzog Carl von Burgund, welcher durch den Herzog Franz von Bretagne mit Vollmacht des Königs <1. st. Pontereau 13. Januar und durch den Bischof Vinzenz von Leon mit Vollmacht Herzog Earls vom 29. Januar und 21. März vermittelt und vom Könige den 4. April (lau st« xrav« 1472 »vant p-mgu«») ratificirt wurde, sind die Eidgenossen unter den Verbündeten deS Königs von Frankreich genannt: »kn ««lto 4>6v« 8«r«nt ccimpri« I«8 4IIie? st'uno pari vi st'autre: 8v»vc»'r ponr I« pari stu ruj — — I» »ajstnouriv vt communauG st« Harn« «1 Ivur» «Iii«?, reu» st« I» lifiuv st« I« baut« ^»«m»fzn«" — sofern sie sich bis im Zuli dafür erklären. Die hier angegebenen Daten lauten bei Oommma» und vumont sämmtlich auf da« Jahr 14 7L; allein da der König in seiner Ratification ausdrücklich sagt «nvnnt, ?aoguoo», Ostern aber im Jahr 147L aus den L9. März fällt, so scheint der französische Paschalsthl für dies« Daten angenommen zu sein, welchem zufolge sie nach unserer Zeitrechnung in da« Jahr 4 473 zu setzen find. 444 April l47,'i. ViV» I47A, IT. Aprü (Montag nach I'almaruni), E^taat»arciitv Ztirici»; Tschudlschc Sammlunq kj 8« »». Heimbringen die Anfrage des Abts von St. Gallen, ob man ihm weiter etwas in Betreff des Flirsten von Oesterreich auftragen wolle, und was man darauf geantwortet. I». Man soll zu Rath werden, wie man denen, welche Herr Bilgeri von Heudorf gefangen hat, zu Hlilfe kommen wolle. Jedermann soll seine Antwort zu Zürich auf den Tag, der auf Osterdienstag (20. April) angesetzt ist, geben- o. des Herzogs von Mailand Antwort und die Sache der Roßtäuscher soll Jedermann heimbringen; auf dem Tag zu Zürich soll man antworten, was man diesfalls thun wolle. «I. Auf den Sonntag «Dugyjmsiclttßvniti zu Nacht (25. April) soll jedes Ort seine Boten zu Basel haben. Da soll man die Sachen ansetzen und weiter handeln, wie auf diesem Tage davon geredet ist. Zürich. 14? z, TO. — T4. April (in der Osimvnchcn). Staatsarchiv r»c«r»! MgtMtine Abschtrde, ». 7?. 75!, Staatsarchiv Zürich» Tschudis»c Sammlun,, I. !>. Die Voten sollen von diesem Tage Folgendes heimbringen: ». Der Abt von Salmansweilcr geschrieben und durch seinen Boten mündlich anbringen lassen, er vernehme, die Eidgenossen wollen dce Uebcrfalls wegen, den Herr Bilgeri von Hcudorf auf dem Rhein gethan, einen Kriegszug vornehme"' er bitte, in solchem Falle seines Gotteshauses Gut zu schonen. I». Das gleiche Gesuch stellen die Heere" von Sulz für ihre Grafschaft im Klettgau und für Vollingen und Zubehörde, mit der Bemerkung, d"^ sie mit Niemanden in Verbindung stehen, auch in den letzten Kriegen nicht wider die Eidgenossen gewest" seien. Der Bischof von Eonstanz hat seine Botschaft auch bei den Eidgenossen gehabt und über dc" Schaden, den der Eidgenossen Zugewandte gegenwärtig des von Heudorf wegen erleiden, Klage füb^" lassen. Ferner bittet er, daß im Fall man zu einer Richtung käme, man die Seinen zu Klingnau darein begreifen wolle. Ferner klagt er seiner Feinde wegen, die ihn aus Schramberg bekriegen und sttz auch dem von Heudorf geholfen haben, die Gefangenen aufzuheben, und begehrt, daß mit unfern desgenossen von Rothweil geredet werde, daß sie ihm Schramberg erobern helfen, und daß die Eidge""^ falls Jemand deßwegen Rothweil bekriegen wollte, diesem beistehen. «I. Den Boten, die auf maüo (25. April) nach Constanz kommen sollen, ist befohlen, das Eapitel des Stifts ernstlich z" bitte"/ den Kauf um Eriskirch und Vaumqarten gegenüber denen von Buchhorn zu bewilligen und den Ko"fb^ zu besiegeln, in Ansehung deö merklichen Nutzens, der dem Stifte daraus erwachsen ist. Gr"f hard von Württemberg hat seine Votschaft auf diesem Tage gehabt und den Eidgenossen eröffnen last'"' Herzog Sigmund von Oesterreich und er haben lange Zeit hindurch mit einander Streitigkeiten geß" ' nun sei durch einige Vermittler zwischen ihnen eine Vereinigung zu Stande gekommen über die Art Weise, wie diese und künftige Streitigkeiten zwischen ihnen mit Recht zum Austrag gebracht n'^ können und sollen. Diese Vereinigung enthalte keinerlei Hülfsverpflichtungen; er habe darin die ' April I47Z. 445 genossen und alle Andern, mit denen er bisher in Vereinigung gestanden, lauter vorbehalten. DaS zeige er uns an, damit uns, wenn allfällig anders geredet werden wollte, die Wahrheit bekannt sei. t*. Des Herzogs von Mailand und der Roßtäuscher wegen soll, da nicht alle Orte ihre Boten auf diesem Tage zu Zürich gehabt haben, auf dem nächsten Tage Antwort gegeben werden, jlx. Die Stadt St. Gallen hat ubermals gebeten, die Appenzeller anzuhalten, daß sie den Mahnungen stattthun, welche ihnen des Mötteli wegen zugegangen sind, denn einen länger« Aufschub könnte St. Gallen nicht ertragen; es möchte leicht „Unrath" daraus entstehen. Deßhalb soll ieder Bote auf dem nächsten Tage ohne längeres Verziehen völlige Antwort geben. I», Des Herrn von Brandis wegen. I. Des Abts von St. Gallen wegen. It. Deö Abts in der Reichenau wegen. I. Derer von Schaffhausen wegen. ,»». Der Sache von Savoyen wegen, i». Lucern soll unfern Eidgenossen von Obwalden diesen Abschied mittheilen und sie über die in demselben enthaltenen Gegenstände, sobald die Boten heimkommen, gründlich unterrichten. Basel. 1473, ?.?. April (Soniilag iZllüsimailaxcaniti). Nach dem Baseler Offnungsbuch V. l)7 sollte unter diesem Datum zwischen den Eidgenossen und denen von Straßburg, Colmar und Schlcttstadt ein Tag zu Basel gehalten werden. -- Die Acten schien. (Konstanz. >473, April (vfs lZuniimmlo^nNi). Staat«archi» Zürich: Tschu>!schr Sammlung l. 10. ». Heimbringen, was Graf Eberhard von Sonnenberq mit den Boten der Eidgenossen, welche bei ibm gewesen sind, geredet -und daß er begehrt hat, man möchte ihm zu wissen thun, wann der Eidgenossen Boten zusammenkommen, damit er sein Anliegen vor sie bringen könne u. s. w. I». Ztem, wie der von Haqenbach zu Constanz mit der Eidgenossen Boten geredet und gesagt hat, er wollte nicht um tausend Gulden, daß Herr Vilgeri von Heudorf die Knechte in seines Herrn von Burgund Gebiet gefangen hitte; ferner er habe den Seinen allenthalben verboten, vorüberziehenden Eidgenossen böse Worte zu geben, und ihnen befohlen, jenen aus Städten und Dörfern, was sie bedürften, um den Pfenning zukommen zu lassen, wie der Herzog von Burgund keinen bösen Willen zu uns Eidgenossen habe u. s. w. Dabei hat er auch gesagt, wir Eidgenossen sollen in den Sachen Graf Eberhards zur Güte reden und uns desselben nicht zu viel gegen den Fürsten von Oesterreich annehmen, denn der Herzog von Burgund habe den Fürsten von Oesterreich in seinen Schirm genommen mit Landen und Leuten und „ob man da mit dem fürsten von Oesterrich etwz wöltc anfachen, so möcht er nit gelassen, er müst Zm hilfflich sin". Der Abt von Burgund (Casanova) hat begehrt, die Eidgenossen möchten die Sache des Herrn Dilgeri von Heudorf eine kurze Zeit anstehen lassen; er bezweifle nicht, sein Herr von Burgund werde so darin handeln, daß der Anstand gütlich beseitigt werde. «I. Derselbe Abt hat auch gebeten, die Eidgenossen möchten noch eine kurze Zeit lang keinen Satz noch Frieden mit dem Herzog von Mailand machen; man werde über die Sache bald weitern Bericht von seinem Herrn erhalten. 446 April I47Z. Ucber die Beziehungen zwischen den Herzogen von Burgund »nd Oesterreich rücksichtlich der Eidgenossen vergleiche man die Instruction de« Herzogs Carl von Burgund an seine Gesandten zu Herzog Sigmund, welche auf das Ende des Jahres 1472 gesetzt wird, bei Oomuiinos-I.vn^Iat lll. 2-!8 Nr». OX.OIX. Bern. R47», TS. Zlprtl. Staatsarchiv Bern: LiUelnische« Misslvenbuch 4. Iki I>, Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben an die Herzogin von Savoyen, sie haben auf die Nachricht von den zwischen ihr und ihren Angehörigen von ChablaiS einerseits, dem Bischof und der Landschaft Wallis andererseits auSgebrochenen Zwistigkeiten zugleich mit ihren Eidgenossen von Bern und Freiburg eine Botschaft zur Vermittlung deS StrcitS an Ort und Stelle gesendet, welche von ihr, der Herzogin, erlangt hätten, daß die Schranke (maroa) zwischen denen von Wallis und ChablaiS weggeschafft (»ut'orotur et ramttvvratur) und der feile Kauf (forum rorum vvnulium) hergestellt werden sollte. Nun weigern sich aber nach der Heimkehr der Boten die von ChablaiS, dem Vergleich Folge zu geben und erklären, s>t wollen von der Herzogin selbst vernehmen, ob das ihr Wille sei. Man bitte, sie zu weisen, damit keine weitere Unruhe entstehe. Lueern. ». (Mimvoch nach dem Maitag). Staatsarehiv r»cern: Luccrner Abschiede, II. t, Staatsarchiv Zilirieh! Tschudische Sammlung l, tt, Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter; Heinrich Matter. Lucern. Heinrich HaSfurter, Schultheiß; CaSpar von Hcrtenstein, AltschcUtheiß; Peter Tamman», Hans Feer, des Raths. Solothurn. Der Stadtschreiber. Freiburg. Jacob Bugniet. Uri. Schwyz. Dietrich in der Halden, Altammann. Obwalden. Rudolf Hcntzli, Altamman». NidwaldeN- HanS Ambül, Ammann. Zug. LandiS. Glarus. Hermann Eggel. ». Auf diesem Tage ist man zu Rath geworden, daß Jedermann in allen Orten den Seinen bei Eid und Ehre gebieten soll, zu Hause zu bleiben und in keinen auswärtigen Krieg zu laufen. Wer dcw nicht nachkommen wollte, oder wenn Fremde oder Einheimische in einem Orte Söldner bestellen oder anwerben wollten, so soll man die fangen und dermaßen strafen, daß sie gehorsam und „wir alle sölichec büberye vertragen werden". Das sott man auch in der Grafschaft Baden, im Thurqau und in allen Aemtern der Eidgenossen verordnen. I». Der Herzog von Burgund hat seine Botschaft auf diese"! Tage gehabt und begehrt, daß wir gegen den Herzog von Oesterreich nichts Feindseliges vornehmen, ^ sei Bilgeri's von Heudorf, der gefangenen Kaufleute aus der Eidgenossenschaft, noch anderer Sachen wegen- Wenn die Eidgenossen mit dem Herzog von Oesterreich irgend etwas zu thun hätten, so möchten sie den Herzog von Burgund zu Recht oder zu freundlichem Vermittlungsversuch kommen. Sollten die Eidgenossen etwas Feindseliges vornehmen, so sollen sie wissen, daß der Herzog von Oesterreich in seinen!, des Herzogs von Burgund, Schirm, sein Rath und Diener sei und daß er daher ihm Beistand thun nnißte- Mai 147Z. 447 „Hat man Zm kurz qeantwurtet vnd Im am ersten die vereinung, so sin vatter selig vnd er mit den vier stetten Zürich, Bern, Soloturn vnd Friburq gemacht vnd versiglet Hand, für qehept, ouch dz schriben, dar inn der Herzog von Burgund nach sölicher vereinung den Herzogen wider die Eitgenossen in Schirm, zu Rat vnd Diener genomen vnd darinn vns hoch verachtet hat, desglich den friden vor Waltzhut troffen, darinn denn eigentlich abgerett ist, dz der fürst Hern Vilgerin vmb sin ansprach abtragen vnd die von Schaffhusen vs der acht vnd keyserlicher pen lösen solt, dz er aber nit getan, vnd doch by sinen wirden vnd eren gelopt, verbrieft vnd versigelt hatt. Vber dz, ietz am letsten so Hab Herr Vilgerin vnser koufflüt vff dem fryen Ryen niderqeworffen, zu teil erbötet, Znen dz Zr genomen vnd gevangen hingefürt. Er sye ouch des Herhogen von Burgund Rat vnd diener vnd habe solichen angriff zum teyl vs des Hcrhogen von Burgund herlicheit beschechen. Vnd diewile wir also entwert sind — meincnt wir nit zu Recht oder früntlichen Tagen zu komm." Da der Herzog von Oesterreich sein, des Herzogs von Burgund, Rath und Diener sei, so bitte man diesen, bei jenem zu bewirken, daß der an den Eidgenossen begangene Frevel und Schaden abgetragen werde. Wenn solches geschehen und dann um Recht oder freundlichen Tag an unö geworben werde, so werden wir geziemende Antwort geben. Sollte darüber der Herzog von Burgund oder Andere sich des Fürsten von Oesterreich wider unö annehmen, was wir doch nicht erwarten, so seien wir in GotteS Schirm, den und die Zungfrau Maria wir zu Hülse nehmen und mit unfern Freunden und Zugewandten uns gegen Zedermann zur Gegenwehr setzen werden, soweit Leib und Gut langen. Um für diese Antwort die definitive Zustimmung der Obrigkeiten abzugeben, sollen die Boten auf Dienstag zu Nacht nach Mitte Mai (IK. Mai) wieder zu Lucern sein. Auf diesen Tag sollen auch der Bischof von Eonstanz, Abt und Stadt St. Gallen, Rothweil, Schaffhausen, Appenzell, Freiburg und Solothurn eingeladen werden. Daselbst soll man auch zu Rath werden, wie man sich rüsten und dm Sachen serner nachgehen wolle. «. Bern fragt an, ob man der Streitigkeiten zwischen dem Herzog von Mailand und den Roßtäuschern wegen zu Freiburg vor der Herzogin von Savoyen einen freundlichen Tag leisten wolle. DaS soll Jedermann heimbringen und auf vorbestimmtem Tage dicßfalls Antwort geben. «I. Ebenso über Berns Rathbegehren in Betreff derer von Mühlhausen und ihrer Geldschuld. «». Der Vogt von Baden, Heinrich Matter, bringt an, es geschehe gemeinen Eidgenossen an ihrm Zöllen und Geleiten zu Baden durch die Städte Bern und Zürich merklicher Eintrag. Den Boten, welche auf die Zahrrechnung nach Baden kommen, soll daher Vollmacht gegeben werden, das Erforderliche hieqegen vorzukehren, f. Auf dem nächsten Tage soll man von Schwyz Antwort fordern des Geleits wegen, wie bereits mit ihren Boten davon geredet ist. Bern setzte diesen Tag an „des Bnrglindischen Boten wegen". (RathSmanual Xll. 128.) — Art. >« ist im Hürcher -Excmplar mir s»m»,arisch als dritter Artikel enthalten; dagegen enthält dasselbe einen ersten Artikel in folgender Fassung: „De« ersten sol man trefscnlich heimbringen vnd zc Natt werden der gcschicht halb, so Bilgcrin von Höwdorfs an vns begangen hat, ouch der selznen vnd vngctrüwe» löifsen halb, damit der Herzog von Burgun vnd der von Ocsterrich wider vns vmbgangent, desglich der von Hagcnbach vnd ander, als davon gcrctt ist, wie man sich darnach riiste vnd darzu lügend inmas, das wir nit vernntrüwct oder vberlcst wcrdcnt vnd das mit cinhcllcin Nat zugangc. Vnd sol jcgklichs ort darninb sin volincchtig botschafft zu Lutzcrn han am ncchftcn Zinstag z» Nacht nach inittem ineycn bis monots vnd man da die fachen ordnen vnd anschlagen, wie man sich halten wöllc. Vnd wcrdcnt zn demselben tage bcschribcn der Bischof von Eostcntz, der Apt vnd Statt St. Gallen, Friburg in Occhtlandc, Solo- torn, Notwil, ^zchafshuscn vnd Appenzell, mit dcro Nat vnd bywcscn man diS tun sol; desglich von ^chrainbcrgö wegen, ob man denen von Rotwil bystand zusagen wöllc, ob sy das brechend." — Z" « Bern ernannte den Heinrich 448 Mai 147Z. Matter zu gemeiner Eidgenossen Bogt zu Baden am 2». Inli 147N; sein Antritt soll ans nächste Pfingsten 147 stattfinden. (Bcrner Rathsmanual VI, 15,5.) Lncern. I47Z, I». Mai (Mittwoch »ach e.^ww). TtaatKar^ gewärtigen. I». Dem Herzog von Oesterreich soll man schreiben, daß er dem Bericht von Waldau" nachlebe und für den Schaden, welchen Bilgcri von Heudorf den Eidgenossen durch Gefangennahme Tödtung ihrer Kaufleute zugefügt, Ersatz leiste. Darüber soll er eine bestimmte und deutliche AnM'e^ geben. Dazu soll Jedermann sich auf alle Fälle mit Wehr und Waffen rüsten, um auf Alles gefaßt!" sein. Das haben unS auch Rothweil, Schaffhausen, St. Gallen, Appenzell, Freiburg und Solothur" zugesagt, r. Der Irrung wegen zwischen dem Grasen Eberhard von Württemberg und der Rothweil sollen Zürich und Schwpz ihre Botschaft nach Rothweil senden und den Parteien Tag anh'tz"'' ,1. Auf Samstag nach dem Sonntag vicvm ^urunüiclittin (2!>. Mai) sollen Zürich, Lucern und thurn in aller Eidgenossen Namen ihre Boten zu Bern haben, um da des Pfalzgrafen Botschußt verhören, da er sich Herrn Bilgeri'S von Heudorf wegen zu verantworten begehrt. Ebenda soll auch die Sache wegen Mühlhausen vornehmen und arbeiten, daß darin noch ein Tag gesetzt werk SchrambergS wegen hat man denen von Rothweil auf ihr Anbringen empfohlen, daS Schloß erobern; die Eidgenossen wollen mit ihnen darin sein und sie nicht verlassen, doch sotten llri und ll>U<" walden dießfallS noch ihre Erklärung beibringen. Der Bischof von Conftanz hat auch zugesagt, "ist "" in der Sache zu sein; doch da die von Rothweil sagen, das Schloß sei seither „qcspeiset" worden, ' man allseitig zu Rath geworden, daß Jedermann die Sache nochmals heimbringen und gedenken m ' was zu gelegener Zeit darin zu thun sei. Die von Rothwcil sollen es stets im Auge behalten und Eidgenossen zu gelegener Zeit Mitthcilung machen, t. Aus den nächsten Tag, der hier in Lucern halten wird, joll dem Mötteli und denen von Appenzell Tag zum Entscheid ihrer Streitigkeiten vcrk>>"^ werden. Graf Jörg von Sargans bringt das Begehren seines SchwäherS, des Grafcn Ebci"^ von Sonnenberg, vor, daß man im Falle eines Krieges mit dem Herzog von Oesterreich ihn „duriu si lassen" und ihn auch bei der Richtung nicht auSsöndcrn möchte. In diesem Falle würde er gerne und Gut zu den Eidgenossen setzen, sein Geld, Zeug und Pulver darleihen, Rick und Wege Mt", man durchpassiren könnte. Auf dieses Anerbieten will man auf nächstem Tage Antwort geben. I'' ^ von Bern sollen ihre Kundschaft in wälschen Landen haben und sich über die Zeitläufe erkundigen. sollen sie dem König von Frankreich schreiben, daS fremde Volk ziehe aus Lamparten heran, ob M Mai >47.7. 449 ihn oder gegen uns, wissen wir nicht; ferner sollen sie ihm danken, daß er uns gegen den Herzog von Burgund vorbehalten hat, seine königliche Knabe bitten, uns ferner fiir empfohlen zu halten und uns über die Gestaltung der Dinge einigermaßen zu unterrichten. Sie sollen auch dem Propst von Munster (Jost von Silinen) schreiben, daß er sich über alle Dinge erkundige lind unö berichte. Ebenso sollen auch Freiburg und Solothurn ihre Kundschafter absenden. I. Heimbringen, ob man bei der Gefährlichkeit der jetzigen Zeiten in die Städte am Rhein Söldner legen wolle. 71« I 47 A, TR. (Frltafl vor dem Tuning vonem jnonnäitütiü). 3»lln>«g»r !m Archiv für schwriz Kirfchichte, V, Geile iNt. noch t. Archiv München. D»e Burgermeister, Schultheißen, Ammänner, Räthc und Gemeinden von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus schreiben an Herzog Sigmund von Oesterreich, sie haben ihn schon mehrmals aufgefordert, den Bericht von Waldshut in Betreff Schaffhausens und derer von Fulach einerseits, und Bilgeri'ö von Heudorf andererseits zu vollziehen. Das sei noch nicht geschehen und überdieß habe unlängst Bilgeri von Heudorf mit seinem Anhang jener Ursache und Ansprache wegen eidgenössische Kaufleute auf der freien Rheinstraße angefallen, einen getödtct, die andern ihrer Habe beraubt und gefangen fortgeführt. Die Eidgenossen verlangen, daß dem Bericht von Waldshut in Betreff der Sache derer von Schaffhausen und der Fulacher gegen Herrn Bilgeri, wie der Herzog es mit seinem Siegel gelobt, ohne Verzug nachgekommen und den neuerdings von ienem Beschädigten Ersatz geleistet werde. Die Antwort erwarte man durch den rückkchrenden Boten. LichnowSty VU. Regest Rro. I«!71 bringt dieses Schreiben nntcr dein Datnin des SK. März. 711 Nnden. I47Ä, K Ann» (Gasrechnung). Gtaatbarchi« Vurrr»! Allgemeine Abschiede b. 7t. ». Des Salzes wegen ist zu berichten, was die von Wallenstadt angebracht haben. I». Der Vogt im Oberland giebt jedem Orte .70 Pfund Hallcr. e. Dem Landvogt im Thurgau ist man nach seiner Rechnung schuldig geblieben 00 Pfund Hallcr; daran giebt ihm der Landammann 54 Pfund, man bleibt ihm also noch .70 Pfund schuldig. Das haben ihm die sieben Orte bezahlt, jedes derselben 5 Pfund 5 Schillinge. Die Boten, welche dieses Zahr zu Frauenfeld waren, haben daselbst über 50 Gulden verzehrt und dazu über 50 Gulden geschenkt — „das gevalt den botten vbcl, wan sust were vns gelt harus worden". ,1. Der Landvogt soll alsbald sich in's Thurgau verfügen und diejenigen, welche den Landfrieden nicht schwören wollen und dem Abt von Reichenau angehören, fangen und nach Baden schicken. Der Vogt von Baden und der Landvogt von Thurgau sollen von Zedem ohne Gnade 10 Gulden Buße nehmen und von den Uebrigen, die abgetreten sind, 3 Gulden von Jedem. Die, welche so gefangen werden, sollen schwören, alle diejenigen anzugeben, welche abgetreten sind, und sollen nicht losgelassen 57 450 Zum 1473. werden, bevor sie diesen Eid und Urfehde geschworen und die Kosten, die ihretwegen aufgelaufen sind, bezahlt haben, v. Denen von Dießenhofen hat man für Bezahlung ihres Feldes Aufschub gegeben bis Unserer Frauen Tag zu Mitte Augsten (15. August), i. Herrn Niclaus von Dießbach hat man 100 Gulden gegeben für den Ritt nach Mailand. Er hat dazu noch viel gefordert, man will ihm aber nicht mehr geben als die 100 Gulden. Aedes Ort giebt dem Ammann Kupferschmid, welcher der Walliser wegen in Savoyen gewesen ist, 2 Gulden. I». Der von Ringgoltingen und der Vogt von Lenzburg sollen mit denen reden, welche deö Habermüllers Mühle ansprechen, daß sie von ihrer Ansprache abstehen I. Der Vogt in gemeiner Eidgenossen Aemtern giebt jeglichem Orte 1!) Pfund, der Vogt von Baden giebt jedem Orte 50 Pfund. Vom Geleit zu Bremgarten erhält jedes Ort 4 Pfund Haller, vom Zoll zu Birmens- dorf 1«, Schillinge, vom Geleit zu den Bädern 5 Pfund, vom Geleit zu Mellingen 8 Pfund Hallcr, vom Geleit zu Baden 20 Pfund Haller. („Summ gefallen 138 Pfund Haller 10 Schilling; darvon hat er geben minem Herrn von Hunwil (an) Zerung, Roß- vnd Knechtlöhn vnd Gastmal 10 Pfund Haller 3 Schilling; noch ist gefallen 12? Pfund 7 Schilling.«)) k. Man ist übereingekommen, daß man von nun an zur Abnahme der Rechnung jeweilen am dritten Sonntag nach Pfingsten zu Baden sein wolle- 71» Luceru. 147 z, I Juni (Donstag in drr Pfingstwnchm). Ttaat«archiv v»c»r»! e»«r»«r Abschiede, It. < d. Heimbringen, was Jost von Bregenz, der nun zu Lucern gefangen ist, den Eidgenossen zugeredet hat. Was Zedermann begegnet, soll man nach Lucern kund thun. I». Uri und GlaruS sollen Botschaft zu denen von Curwalen senden und mit ihnen reden, wie das angeordnet ist. 71». Buden. 1474, 74 Juni (Mittwoch nach Unser» Herrn ffronltichnamstag). StadtareAiv Bade». Gemeiner Eidgenossen Boten, zu Baden versammelt, geben einen Spruch betreffend Streitig!«^ zwischen den Gotteshäusern, Kirchen und Pfründen Gnadenthal, Mellingen, Vislispach und St. AnG" pfründe zu Bremgarten einerseits, und Rndolf Schodeler, Altschultheiß zu Bremgarten, anderersi'^ einen Grundzins von 6 Viertel Kernen zu Klinten betreffend. Es ssegelt Peter Tachelshofcr von A'iri ^ Vogt zu Baden. Regest im Archiv der schweizerischen geschichtsorschcnden Gesellschaft II. 13». Zuli 1473. 451 7B4 Lucern. I47Z, s Juli (Montag »ach Sant Ulrichstag). Staatsarchiv Lurer» - xuctrner Abschied«, II, S. Boten: Zürich. Eunrad Schwcnd. Bern. Meister Thüring Fricker, Doctor, Stadtschreiber. Solothurn. Stölli. Uri. Walther in der Gasse, Ammann. Schwyz. Kobly. Unterwalden. Ammann Zimmermann. Zug. Obschlager. Glaruö. Ammann Aebly. Lucern. Schultheiß Hassurter; von Hunwyl; Peter Tammann. «. Zürich soll eine Botschaft zum Kaiser schicken, des Grafen von Sonnenberg wegen und in dessen Kosten. I». Bern soll eine Botschaft zum Pfalzgrafen senden wegen der Sache des von Geroldseck. Diese Botschaft soll in der Eidgenossen Kosten gehen und sich auch erkundigen, wie viele Gesellen aus der Eidgenossenschast beim Landvogtc seien. «. Dem Ammann Kopf ist von den Eidgenossen Geleit gegeben, sofern die von Zug ihm selbes gönnen und bewilligen. «I. Mit Schultheiß Hasfurter und dem von Hunwyl haben die Boten der Eidgenossen geredet einer Kundschaft wegen, dem Albrecht von Reinach zu geben derer von Daldegg wegen. «?. „Von der wilden löuffen, ouch des frömden Volks vnd Zugs wegen, die sich ietz allenthalben crscheinent, vnd doch nieman eigentlich wissen mag, wider wen oder an welhe end das diene, hat man dauon mengerley gerett vnd doch am letstcn geratslaget vnd bcslossen, vorab dz jedermann, es sye die vssern Stett, Rotwil, Schaffhusen, Sant Gallen vnd ander, so zu den Eidgenossen gewant sind, dcsqlich alle ort, Zr Stett, Sloß vnd wasser besetzen vnd alzit 2r wacht vnd gute kundschaft haben söllend vnd also erwarten, ob yeman krieg mit vnS anvachen wölke; denn so sol yeder- man mit Harnesch, werinen vnd andern nottürftigen fachen bereit sin vnd zustechen an die end, dahin eS denn nottürftig wirt. Daby ist man ouch einhell worden, dz man keinen krieg anvachen vnd nieman die sinen enweg stechen lassen sol, denn mit vnscr aller gemeinem Rat vnd recht im namen Gottes erwarten, wz man mit vns fürnemen wölle." l'. Denen von Appenzell ist zu schreiben, daß sie die Landleute, die sie dem Abt von St. Gallen eingenommen, der Eide entlassen und auch die Appellation gehen lassen nach der Spruchbriefe Vorschrift, »x. Auch denen von Ucberlingcn ist zu schreiben. I». Hug von Landenberg wird brieflich ermahnt, dem Spruche, den die von Frauenfeld zwischen ihm und dem Bophart qethan, nachzuleben; thut er eS nicht, so hat man dem Dophart erlaubt, dessen Gut anzugreifen, t. Dem Reichslandvogt in Schwaben, HanS Truchseß, soll geschrieben werden der Burger derer von St. Gallen wegen, k. Dem römischen Kaiser wird auf sein Schreiben und die Absolution, womit er Schaffhausen auS der Acht gelassen hat, geantwortet. 7IS Turin. R47», 7. Juli. Staatsarchiv Brrn. Zolanta, Erstgeborne und Schwester der allerchristlichsten Könige von Frankreich, Herzogin von Sa- voyen, als Vormünderin ihres Sohnes, des Herzogs Philibert von Savoyen w., handelnd, giebt unter 452 Iuli >473. Zustimmung ihres Ruthes dem Grusen Franz von Greyerz ulle Vollmucht, mit der Stadt Bern und ihren Zugewandten und Bundesgenossen die ulten Bunde des HuuseS Savoycn zu erneuern und zu mehren, mit dem Versprechen, ullcö genehm zu Hutten, wuS er in Anwendung dieser Vollmucht thun werde. Pergamentene lateinische Urkunde mit eigenhändiger Unterschrift der Herzogin Jolanta und anhängendem savoh^ schein Canzlcisiegcl. Der Brief Berns Uber Erneuerung der alten Bände mit Savoycn unter dem Datum des N. ^ul> 1473 steht im lateinischen Missivenbuch 207 I», ^ucrrll. R47 2, Aul» (MilNvuchcn nach jaul ^acobstag). Staatsarchiv Lucer»! Allgemeine Abschiede, II, !> k. Staatsarchiv Ziiriet,! Tschudifche Sammlung I. I?, Boten. Zürich. Cunrad Schwcnd. Bern. Petermann von Wabern. U ri. HanS Imhof. Schwh^- Ko bly. Unterwulden. Der von Zuben. Zug. Heinrich Seiler, Altschreibcr dusclbst. GluruS. Wel" Rietler. Lucern. Heinrich HuSfurter, Schultheiß; Heinrich von Hunwyl, Altschultheiß. Nachgemeldete Stucke soll man heimbringen und nächsten Dienstag <3, August) auf dem Tag ^ Zug darüber Antwort geben : ». „Dz anbringen vnserö Herrn, des keiserö, des fruntlichen tugö, Herzogen don Oestcrrich vnd des fridenö halb, den zu Basel ze leisten, ouch dcö qelcitS halb, so er begebt in die Eitgenosschaft, vnd ob man in numcn gemeiner Eidgnosschuft ein botschuft ordne, zum keiser ff ritten, Im der ding halb ze untwurten vnd zu entpfuhcn, durumb sol man ouch untwurten vnd dz d>e botschuft sinen gnaden bis gun Strasburg engegen ritt." I». „Item von deS AbtS 4« ('.aus» nela iisnova), deS Herzogen von Burgund bott, so zu Zürich gewesen ist, anbringen, durumb ze antwurtc"- „Dz anbringen Herrn IoS von Silincn, probst zu Mltnster, als ein bott des küngS von Frantcnried, dz land ze lösen mit der eidgnossen Rat." «l. Item aber dann als Herzog Ludwig von Peyern wirbft ein richtung zu machen zwlischen einer Herschafft von Oestcrrich vnd gemeinen Eidgnossen." « . lsasp^' ZelgerS Anbringen der Ehesache seiner Base wegen, t. Der Bote von Bern soll heimbringen, daß dem Tag zu Zug Antwort gegeben werden soll in Betreff des freundlichen Tages zu Freiburg, Herzog von Mailand, die Roßtäuscher und Anderes betreffend. „Item heimbringen, ob vnser der Keiser, zu land kumpt, ob wir gemein Eidgnossen vnser fryheit in gemein old icgklich ort bestmd^' sin fryheit vordren vnd entpfahen oder wie man sich darin halten wel." I». „Item ouch geviel dG botten, dz man in allen ortten Gott bitten vnd etwas gutz ansechen, dz vnS Gott die frucht beh>>l^" vnd gutz zufügen wolt." I. Der Bote von Zürich soll heimbringen, daß den Schreibern daselbst getragen werde, alle Schriften und Briefe, welche die Sache zwischen Bern und Lucern betreffen, ff' sammeln und dem Boten aus den Tag zu Zug mitzugeben, k. Der Bote von Bern soll heimbringe", daß man die Briefe, die zu Zostngen sind, verbrenne, wie das angesehen ist. Zu «. 1 473, 22. Juli sdlariv Illu^ilalan») schreibt Bern an die sieben Orte: Adrian von Babenberg, ^ verschiedener Geschäfte wegen zum Kaiser geschickt worden, sei zurückgekehrt und berichte unter andern, zwei 1. „DaS der vcrinclt unser aller gnädigster Herr in gar guter sitrgcsahtcr mchnung syc, frttntlichc Mittel, dadurch d« Hnö von Oestcrrich mit uns allen vnd wir mit demselben zu ewigem oder lengcrn sriden kamen möchten, ze 2. Der Kaiser beabsichtige, in .Kurzem von Basel aus Einsicdeln zu besuchen, und begehre von de» Eidgenosse" ff' Iuli 147.1. 453 diesem Zwecke Tröstung nnd Sicherheit. Bern sei min besonders begierig, ans den ersten Pnnkt einzutreten, was man geheim bcrathcn möge, um aus den 1. August darüber Antwort zu geben. Bern seht daher den Eidgenossen Tag nach Luccrn auf nächsten Dienstag (27. Juli). Bcrncr Rathsmanual XIII. 30. Deutsches Missivenbuch <). 7V. — Zu K. Im Staatsarchiv Luccrn (Acten deutsches Reich, Oesterreich) befindet sich ein eigenhändig von Herzog Carl von Burgund unterzeichnetes Crcditiv des Abts Augustinus von Casanova, an Luccrn gerichtet >l. <1. 1. Juni 1473 vx oppiilo nostra Traisoton»!: «IIb vc>lü« nonuulla pro purto no^tra rslorat ar. «uaclvat, gus lionum paoig ot oon- oorclio illarnm clillvranoiarum, guo lialivli» cum illu«tri»»imn ciomino Zizzismunclo Fustriv «luve, ooiuzangninvo nocctro, conLvrnunt.» — Zu « folgende Urkunde: 1473, 10. November (Mittwoch vor Martini). Vor Schultheiß, Rüthen nnd Hunderten zu Luccrn, welche auf gemeiner Eidgenossen Bitte daö Schiedrichteramt angenommen, klagen Landaimnann, Rath und Landleutc von Untcrwaldcn gegen ihren Landmann Caspar Zelger, derselbe habe seine Base Margaretha Zelger im Anfang des vor geistlichem Rechte noch anhängigen Ehestreites zwischen ihr, Rudolf Sittli von Schwpz und Ulrich Ammann von Wolscnschießcn, aus dem Bisthum Constanz weggeführt wider UntcrwaldcnS bei gc- schworncm Eide erlassenes Bcrbot und sei deßhalb eidbrüchig geworden. Ferner habe er gelobt, sie mit geistlichen Gerichten, Bännen ic. unbekümmert zu lassen, und nichtsdcstomindcr sich der Sache wider sie nnd Ulrich Aininann angenommen, Bannbricfe und Intcrdictc von Rom herausgebracht; deßhalb sei er zu strafen und in Kosten- und Schadensersatz zu Verfällen. Dagegen erwidert Caspar Zelger, er getraue nicht, daß jene in geistlichen Sachen zu gebieten hatten; sie hätten auch darauf seiner Base Gut dem Ulrich Amman» zuerkannt und weil sie damit die Sache nicht bis nach dem Entscheid zu Rom hätten ruhen lassen, so sei auch er seines Versprechens, sie nicht zu bekümmern, lcdig geworden. Wenn er sich weiter der Sache gegen Ulrich Ammann zu Rom angenommen, so sei das gemeines Land nichts angegangen; was die Geistlichen mit römischem Rechte gcthan, das lasse er sie verantworten. Spruch: Da die Hauptsache der Ehe wegen geistliches Recht berühre und noch unansgetragcn sei, so soll auch dieser Proccß anstehen, bis die Hauptsache der Ehe wegen nach geistlichem Recht ausgetragen sei. (Pergamentene Urkunde im Archiv Nidwal den.) — Zu folgende Urkunde: „Wir Schultheiß vnd Natt zu Bern bekennen: Als wir dann mit den fürsichtigcn, frommen, wisen Schultheifscn vnd Natt zu Lutzcrn, vnsern sundcrn guten fründen vnd gctrüwcn lieben Eydgnossen, aller vnser Spenn des Trubertals vnd andrer fachen halb gar gütlichen bericht, als die bricff, so darnmb gemacht sind, eigentlichen bewiscn, das da vnser lutrer will ist, das alle die bricfs vnd gcwarsanie, wie die genampt werden, so vcrr si dis Richtung bckrcnken möchten, gantz vnd gar, so wyt si der widerwcrtig wcren, krafstloö, tod, hin vnd ab sin söllcn, alle geuärd vcrmitten in trafst dis bricfsS; des zu Vrknnd mit vnserni angeheulten Insigell bcsigclt. Geben vfs vnser lieben frowen abcnt im Ougstcn, als man zalt von der gcbnrt Cristi Tuscnt Vierhundert Sibcntzig vnd drü Jare" (I 4. August 1473). Staatsarchiv Lucern, Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt Bern. 717 Zug. > 47 Attftttst (Zinstag »ach St. Peterstag im Ougstcn). Staa»«ar'ö er In zu Rat vnd diener vffnemcn welle, vnd ander artickel ouch; das habe er nit wellen tun, vnd st letst Hab der küng geantwurt: Sye fach, das er Losung tilg von dem Hertzogen von Burgund vnd doö versetzt land wider zu sinen Händen bring, so man doch zuversicht Hab, wo das gelt zu wegen braust werd, vnd sich mit vnS Eidqnossen richte vnd vereine in maß vnd zu Costentz dauon gerattslaget ssst, ^ welle er In zu sinem Natt vnd diener vff nemen vnd Im ein dienstgelt geben, das einem sürsten stüh"' Tüg er aber sölichs nit, so welle er der dingen müssig gan vnd vns Eidgnossen vmb sin gelt nit st' vinden kouffen :c. Welle nun sölichs vns Eydgnossen gefallen vnd zu willen sin, so habe er in beuelhn'ß, Hertzoq Sigmunden witter zuzesagen; welle aber das vnseres willens nit sin, so sötte er fürer müM gan, vnd darumb antwurt begert, die Im, das man sölichs heimbringen wölle, geben, vnd ist oin toll Juli l47.i. 455 gen Zug gefetzt vff Zinstaq nach sant Petterstaq im Ouqsten, das ist am dritten, tag Quasten zu nacht dazusinde vnd morndes darzu antwurt zegeben, des will der gemelt bropst erwarten." „Item so hat Hrrtzog Ludwig von Peyern sin bottschaft vor vns von Zürich gehept mit einem Credenzbrieff an vns, deßglich an gemein Eidgnossen, vnd ernstlich begert, Im gegen Hertzog Sigmiinden gütlicher Tag gen Eostenz ze verfolgen, so soll Herr Vilgri abtragen, der Nam bekert vnd die von Schaff- buse» vß acht gelassen vnd all fachen geeicht werden. Habent wir von Zürich derselben Votschaft geant- N 'urt, wir wellint das an Vilser Eydgnosscn wo die nechst zusamen koment bringen vnd daran sin, das sinen gnaden fürer antwurt werd; darumb sol man vff dem egenantcn tag zu Zug och antwurten, vmb das Herzog Ludwigen och da banne qeantwurt werden möq." „Item erkönnend eigenlich, wer der man vß Brettigow ald Montafün old TafoS sy vnd wie er heiß, der von vns von Zürich vmb die iüs guldin gestrafft, vnd wes die Herrschaft Tafos yetz sy, vnd lassent vns das sunderlich ald vff dem egenanten tag ze Zug wüssen." L«ccrn. 147.?, I 7. August. StaatSarcliiv Beru: Rathsmanual Xlll 47. Bern setzt Mittwoch nach Laurent» (ll. August) den Eidgenossen nebst Freiburg, Solothurn und Biel Tag nach Lucern auf nächsten Dienstag, derer von Mühlhausen wegen. Bafel. >47», K. September. Johannes Knebel? (Khronil s. t. l^bmel: Xl<»n,,monta I. Seite IXI. 43. Kaiser Friedrich III. hatte die Eidgenossen auf einen Tag nach Basel bcfchieden und da von ihnen Zurückerftattung der dem Hause Oesterreich entrissenen Landschaften verlangt. Ueber diesen Tag berichten die österreichischen Räthe an Herzog Sigmund folgendermaßen: „Item da sind die aydgenossen zu Basel von allen örtern vor der k. M., deöqlich die Rate erschinen. Nach langer red vnd antwurt, such ersuchen des kaisers, hat man in kainem weg nit vinden mugen an den botten der aidgnossen, das sölich forderung der land an die ort vnd commun zu bringen sy, denn sy durch das mer bewegt wurden w. Ist durch die k. M. vnd siner gnaden räte ein bericht fürgenomcn vnd die durch die botten an ir aydgenossen zu langen lassen, sich daruff zu bedenken vnd zu Qugspurq der k. M. antwurt zu geben. Mit Namen das die land, so von ainer Herrschafft den aydgenossen verfetzt sind, zu lösen geben wurden, vnd das so nit versetzt ist, sunder in den kriegen abgebrochen vnd erobert, ouch Znen verpfendt wurd vnd ain zimlich gelt daruff geschlagen, vnd das ain herschafft allweg macht hette, das zu lösen, das die aydgenossen sollen sicherhait tun, damit sich das hus Oesterrich in die ewikeit nichzit begäbe. Mit dienst? ainer anzal sc., wie denn davon gerett ist. Daruff die aydgenossen mit guttcm gevallen vnd willen von der k. M. von Basel geschaiden sind, das fürhalten im besten anzubringen vnd furter zu tagen, der k. M. serrer antwurt zu geben." 45b September 1473. Knebel a. a. O. (nach welchem das Datum) giebt den Inhalt der Antwort, welche NiclanS von Dicßbach als Sprecher der eidgenössischen Boten dem Kaiser auf dessen Forderung gab. Uebcr die von den eidgenössischen Boten berichteten fernern Verhandlungen auf diesem Tage enthalten unsere Quellen nichts, doch stimmt damit der Artikel k des Abschieds vom 22. September hernach (s. u. Absch. 71») llbcrcin. Siehe auch Bcr- ncr Rathsmanual XIII. 6». 1473, Samstag nach X«nnmpt,iorn« Nariv (21. August): Bern schreibt an die Eidgenossen, alle Orte möchten ihre Boten zu Basel haben nach dem Willen Kaiser Friedrichs. Deutsches Mis- sivenbuch »<>. — In der Aufzeichnung der Räthe des Herzogs Sigmund bei Chmcl, welchem dieser Abschied entnommen ist, heißt es unmittelbar vorher: „Item zu Baden nach H. Bilgri Handlung ist Herr N. von Bubcnbcrg zu vuserm Herrn Margraf Earlc komm, mit im geredt von ains tags wegen zwischen dem huse von Ocstcrrich, auch vnserm Herrn Herzog Sigmund und gcmaineu aydgcnossen. Ist au die K. M. bracht, die hat den Tag für sich gen Basel lassen sezen vud fürnemen, doch in form vnd maiuung, das die aydgcnossen dem hus von Ocstcrrich sollen wider- kcren, als denn das durch den von Bubcnbcrg geworben ist. — Bern schreibt wieder Sonntag vor Bartholoms (22. August) : Der Kaiser habe die in Folge des Tages ihm durch Adrian von Bubcnbcrg gemeldete Antwort gnädig ausgenommen und begehre, mit den Eidgenossen zu Basel Tag zu leisten, daher sie ihre Boten dahin senden möchten. Nach Chmcl a. a. O. I^VI, I,VII reiste König Friedrich, der etwa den 3. September in Basel angekommen war, am ». wieder ab. — Ein von eidgenössischer Seite, wahrscheinlich in Folge dieser Eröffnung gemachter Gegenvorschlag, der in das Spätjahr 1473 zu fallen scheint, findet sich in nachfolgendem undatirtcm Entwürfe (Staatsarchiv Lucern, Acten Oesterreich): „Sid wir Eydgnossen vns vff den abscheid des tags zu Einsidcln noch nit gemeint Hand, darum vnserm Herr» von Costcnz antwurt zegcbent, habent die Kotten, so vff dem tag Zürich gewesen sind, für sich sclbs in dem aller beste» vnd vmb fürderung der fach gcrattschlagct: Das sich Herzog Sigmund verzigc für sich, sin Erben vnd nachkomcn aller Stctt, schloß, land, lütt, hcrlikc» vnd gerechtikcit, so die Eidgnosscn Inn Hand, vnd aller ansprach, so er zu Inen hat oder meint zc haben. Das man sich vndcrretti vmb ein vstragcnlich Recht, ob dcwcdrcr teil als die sinen zu dem andern zesprechc» hett oder gewun, das man ein gemein sürdcrlich Recht hctte. Von der hilff wegen, das je ein teil dem andern,' ob er de« begeren wurde, die ncchsten sechs Iar, yc des I»^ einen zug dicnti mit inj" mannen in sinen costen hie dishalb dem Arlibcrg, als Witt Herzog Sigmunds gcbiett la»' gcnt. Vnd ob der teile, dem die hilfs beschcchen were, nach vsgang des zugs mer hilff bcgertc, Stett oder schloß ^ besetzen old ze belegen,, das Im die von dem andern teile och geuolgte, doch das der begcrcnd teile die dann in st»"' costen hielt. Wie yettwedcr teile den andern vmb sölich hilff ze mancn haben vnd wie lang der zug in des cgnaute» kosten were. Wer Hann vorzcbehaltcn sy, wider den solich hilss nit beschcchen sölt. Vmb die andern artikel bedücht die botten, das daran nit souil gelegen wer, dann wurde man in discn cinö, st einte man sich in denselben och, wenn man zc tagen käm. Hierum sol man vff Zinstag zc nacht nach saut Simon vnd Indastag zu Lntzcrn sin vnd morndcS aiitw»^ geben, was jcklichs ort will sin welle, vmb dz vnserm Herrn von Costcnz sürcr geantwurt werde, als er die ictz gc»»^ dcrt hat." Lucern soll das auch an Unterwaldcn verkünden, damit selbes ebenfalls Antwort gebe. Vergleiche jedoch hiezu Zellweger in, Archiv für schweizerische Geschichte V. S. »» und oben Abschied 6»2, nach welchem man dieses Stück auch als einen Gegenvorschlag zu dem Projcct des Bischof« von Constanz »>'d ^ Grafen von Ebcrstein vom 12. August 1472 betrachten könnte. September 147?. 457 7T«> Lneern. I4?S, TT. Septe«»ber (MMwuch sant Marl,emag). Staatsarchiv «ucrr»! Lucerner-Abschiede, ». 7. Staatsarchiv Ber» ! Allgemeine eidgenössische Abschiede, tt. ?7. Staatsarchiv Ztirich! Tfchudische Sammlung I, i!l. Staatsarchiv Bern : Raihsinaniial UM. N«, Boten: Zürich. Heinnch Röist, Bürgermeister. Bern. Benedict Tschachtlan, Venner. Uri. Hans Frieö, Altammann. Schwyz. Dietrich in der Hülben, Ammann. Unterwaldcn. Erni in der Halden von Obwalden und HanS Ambül, Ammann von Nidwaldcn. Zug. Bachmann. GlaruS. Ammann Aebly. Lucern. Heinrich HaSfurter, Schultheiß; Heinrich von Hunwyl und HanS Ritzi, Altschultheißen; Rudolf Schiffmann, des Raths. ». Da die Schiffleute von Zürich bei Wettingen auf der Limmat ein Schiff mit Pilgern so übel geführt, daß dasselbe zerbrochen ist, so soll der Vogt daS Schiff nehmen und die Schiffleute, wenn sie sich in der Grafschaft Baden betreten lassen, zu gemeiner Eidgenossen Händen fangen und strafen. I». Auf St. MichaelStag soll man zu LucerN'sein mit Vollmacht, dem Abt von Casanova auf sein Anbringen deö Herzogs von Burgund wegen Antwort zu geben. «. Auf denselben Tag sollen die Boten Vollmacht erhalten, die Streitigkeiten derer von St. Gallen und von Appenzell in Betreff Lütfried Mötteli'S zum Vergleich oder Spruch zu bringen. «I. „Heimbringen das früntlich vnd trostlich schriben, dz der küng von Frankenrich den eidgnossen getan hat/' « . Auch soll man zu Rath werden, wie man die Städte und Schlösser am Rhein mit Söldnern besetzen wolle; etlichen Boten schiene angemessen, von jedem Orte .t Mann in jedes Schloß zu legen. 1°. Man soll ferner bis zu dem angesetzten Tag über daö zu Rath werden, was der VicariuS von Constanz und der Stadtschreiber von Rothweil in Betreff SchrambergS angebracht haben, ßx. Ebenso über das, was Graf Eberhard von Sonnenberg bezüglich Herzog Sigmunds angebracht hat. Ii. Dem Pfalzgrafen ist des Kempfen wegen qeschriben. I. Den drei Orten Uri, Schwyz und GlaruS ist empfohlen, ihre Botschaft zu denen von Curwalen zu senden, um sie anzufragen, wessen man sich in gegenwärtigen Zeitläufen von ihnen zu versehen habe. I«.. „Item von des keiserö wegen, ob man einen tag zu Ougspurg leisten wil, vff disem tag antwurt geben." I. „Ztem Herrn BilgeriS vnd sineS anbringenS halb." Der Berner Abschied, welcher mir die Artikel I»—« enthält, schiebt nach letzten» nach ein: Auch soll Jedermann seine Schlösser besetzen und die Burgen und „Rick" verhagen. Desgleichen soll man stets Kundschaft haben und dabei gerüstet sein, besonders aber sich nach dem Zug erkundigen, den der Herzog von Burgund und auch der Herzog von Oesterreich zu sseldtirch haben sollen. Lucern. R47Z, All. September lvfs Donstag »ach Michaeli«). Staatsarchiv Lueern - eucerner Abschiede, I>. 8. Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter. Lucern. Heinrich HaSfurter, Schultheiß; Heinrich von Hunwyl, Altschultheiß; Rudolf Schiffmann, des Raths. Uri. Hanö Püntiner, Altammann. Schwyz. Dietrich in der Halden, Ammann. Zug. Ammann Schell. 58 September 1473. ». Bern berichtet, der Herzog von Mailand wolle in Sachen der Roßtäuscher u. s. w. einzig vor die Herzogin von Savoyeu zu Recht kommen. Das soll Jedermann heimbringen und darüber zu Rath werden, I». Heimbringen, daß die von Mühlhausen an die Städte Bern und Solothurn das Begehren gestellt haben, hundert Knechte in ihre Stadt zu legen. «. Denen von Bern ist aufgetragen, dem König von Frankreich auf daö freundliche Schreiben, das er der Herzoge von Oesterreich und von Burgund wegen an die Eidgenossen gerichtet, zu danken und ihn einigermaßen über die obschwebcnden Verhältnisse zu unterrichten. «I. Dein Herzog von Mailand will man schreiben, er möge sich mit den Roßtäuscher" gütlich vertragen oder mit ihnen zu Recht kommen nach Vorschrift der Capitel; man begehre darüber seine Autwort. «. Dem Untervogt in gemeiner Eidgenossen Remtern ist zu schreiben, daß er bei seinem Eide sofort den Stapfer fange und nach Zug ausliefere, t. Unterwaldcn und Glarus sollen ihre Bot schaft auf Freitag zu Nacht vor Dionysii (8. October) hier haben, derer von Appenzell und St. Gallen, auch des Abts von Casanova wegen. Lucern. R47Z, i>. (Samstag Saut TioMtsenlag). Ttaatsarcktv Vurern. Vucerner Abschiede !t. Ü. Boten: Zürich. Cunrad Schwenk. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter. Lucern. Heines von Hunwyl. Uri. Walther in der Gasse. Schwpz. Dietrich in der Halden. Unterwaldeu. Clam' von Zuben. Zug. Hans Schmid. GlaruS. Vogt Tscbudi. »». Albrccht von Reinach und Hans von Baldegg sollen bezüglich ihrer Späne aus ihre beidseitig" Freunde zu Recht kommen, Zürich soll ,hnen darum Tag ansetzen. I». Daß die von Zürich >ßve>" Burger, dem Kornfeil, geHolsen und etliche Leute von Weinfelden gefangen nach Zürich geführt habe"/ gefällt den Boten der Eidgenossen übel; Lucern soll e«nen Boten dahin schicken, der Vogt im TblnK"" soll mit demselben reiten, beide sollen mit denen von Zürich „treffenlich" reden, daß sie den Gefangenen <">> Tröstung loslassen und die Sache vor die sieben Orte zu Recht komme« lassen, r. Die von Brandis, ger zu Bern, haben daselbst Erklärung verlangt, ob man sie im Kriegsfalle mit Leib und Gut schirmen oder six ruhig sitzen lassen wolle. Man will die Antwort verschieben, bis man klarer sieht, wie sich die Sacht" entwickeln wollen. «I. Der Propst von Zürich hat auf diesem Tage als ein Bote des Herzogs vo" Mailand zwei Sachen angebracht: Erstlich, der Herzog von Oesterreich habe ihm den Antrag qemacbb sich mit ihm gegen uns zu verbinden; das habe er abgelehnt, denn die Eidgenossen seien seine g"^ Freunde und haben mit ihm ewige Bünde, die er halten wolle. Zweitens begehre er, daß wir uns wcdtc mit dem Kaiser, noch mit dem Herzog von Burgund gegen ihn verbinden, noch sonst wider ihn sein mötlstt"' In diesem Falle wolle er, wenn wir es begehren, uns Leute oder Geld schicken und Leib und G»t unS setzen, «. Der Roßtäuscher und Anderer wegen, die Ansprachen an den Herzog von Mailand haben, hat man dem Propste bemerkt: Da er so freundliche Worte vom Herzog gebracht, so möchte^ nun auch als ein Bote so gütig sein, mit dem Fürsten zu reden, damit diese Sache gütlich ausgekragt" oder nach Sage der Capitel zu Recht vertädingt werde, auf daß den guten Worten auch die guten folgen; desto eher werde man geneigt sein, zu thun, was dem Herzog lieb sei. f. Lucern, Schwyz Octobcr >47>i. 459 Zug sollen m gemeiner Eidgenossen Namen auf Dienstag nach St. Gallentag zu Zürich eine Botschaft haben, mit Vollmacht, mit Boten des Bischofs von Constanz und der Stadt Rothweil die Sache wegen Schramberq zu verhandeln, »x. Boten von Zürich und Lucern sotten mit dem Vogt im Thurgau in die Städte am Rhein gehen und die besorgen und versorgen, wie die Boten wohl wissen. I». Heimbringen daö Begehren des Läufers von Lucern, welcher in Frankreich beim König gewesen und krank geworden ist, man möchte ihm seinen Lohn verbessern. I. Wenn Lucern einen Tag ansetzt in Betreff der Späne zwischen Appenzell und Lütfried Mötteli, so sollen die Boten, welche auf diesem Tag gewesen, den Tag zu Lucern besuchen und die Sache zwischen heute und St. Andreastaq entscheiden, Wenn die von St. Gatten der Gefangenen wegen von den Eidgenossen Boten begehren, so soll Zürich in aller Orte Namen und in Mötteli'S Kosten seine Botschaft hinsenden. I47Z, >m 4>ctvbcr md November. Staatsarchiv Lucern. Vier Berichte an die Eidgenossen über den Fürstentag zu Trier. 4. Staatsarchiv Luccrn, Allgemeine Abschiede II. 1V4: 1473, auf Sanct Dionysicntag (S. Octobcr) schreiben Philipp von Mühlcnhcim, Ritter, der Meister nnd der Rath von Straßburg den Eidgenossen: Es liegen bei 10,009 Lampartcr um Ludres nnd sollen noch 5 — VU0V Lampartcr in's Breisgan kommen; der Herzog von Oesterreich soll in seinem Land an der Etsch bei l 7,VON Mann gegen die Eidgenossen gerüstet haben. Ihre Gesandten, die sie (Straßburg) in Geschäften zum Kaiser geschickt, hätten berichtet, der Herzog von Burgund sei auf Donstag St. Hicronymitag zu Trier eingeritten mit wohl 4tt0<) Pferden, gar köstlich, der Kaiser mit seinen Ftirstcn, Herren nnd Rittern sei ihm auch wohlgczicrt cntgcgcngeritten und habe ihn ehrlich empfangen; sie seien nach der Begrüßung mit einander in die Stadt eingeritten, der Kaiser in den bischöflichen Palast, der Herzog durch die Stadt in St. Maximilians Kloster, das mit 1 <><) Zelten nmschlagcn sei. Die Pforte der Stadt daselbst stehe Tag und Nacht offen, daß sie zusammen können. Bon den Bcrhandlungcn wisse man mir so viel, daß der Kaiser den Herzog durch den Bischof von Mainz in Latein »m Hülse gegen die Türken gebeten habe; dagegen habe der Herzog auch öffentlich in Latein den Kaiser um Hülfe gegen den König von Frankreich bitten lassen. Man sage auch, der Herzog habe um Luxemburg und Dicdcnhoscn ein großes Heer mit vielem Geschütze liegen; Einige meinen, es gehe wider den Psalzgrascn, Andere meinen, es gehe in's Oberland oder wider uns, wieder Andere meinen, es sei dem Kaiser ein „pellischicr" gemacht. So kreuzen sich die Meinungen, Einer sage das, ein Anderer jenes. Sie bitten, wenn die Eidgenossen etwas vernehmen, cö ihnen auch mitzntheilen. L. Staatsarchiv Lnccrn, Acten deutsches Reich: 14 73, 3. November. Friedrich von Gottes Gnaden Psalzgras bei Rhein :c., schreibt an Lucern: „Bnscrn gunftlichcn grnß ic. Wir haben hören lesen, wie Ir Her Iohanscn den Priester, der in vnser botschaft gen Nome gangen vnd am widerhernßzichcn zu Lutzcrn abgangen ist, gehalten vnd bestanden lasten han -c. ,c. Vnd als Ir vns fürbaß in einem ingclegten zedel zu erkennen geben han des fremden volts zuziechen, der sürnemcn vch nit kündig ist, bitten vns, vch etwas von den löuffen, als Vilser Her Keister vnd Vilser Oheim vnd brudcr, der Herzog von Burgund, jtz handeln, mit zu teilten ic. Fügen wir vch zu wissen, das wir, gut zit har vnd noch, vnser trcsfcnlichen prelattcn vnd Rett zu Trier gehabt han, aber von der gcmclten des KciscrS vnd Hcrtzogen von Burgony Handelung haben wir von den Vilser», noch ouch von andern gemein lantmanS sagen, der vns doch vil sürtomen, noch nicht verstanden, da« sie icht vertragen sin. Wol so wirt gemeint, das noch versehcnlich sy, daS sie ir October und November 147Z. fachen on Ends abscheiden werden. Aber vnS zwiffelt nit, wan sie scheiden oder kurz darnach, das die ding nit so gar verholen blibcn mögen, man mirt gcwar, was des Handels sy. Dann mechtiger surften handclung zn solchen tagen oder tcidingen selten die harr sogar vndergetan blibcn mögen; wurd vnö dann icht anlangen, das üch zu schribcn oder verkünden wer, woltcn wir ilch gern mitteylen. — Datum Hehdelberg vss Mittwoch nach Allerscelentag anno i.xxii,i- I. Staatsarchiv Vneern, Allgemeine Abschiede Ii. 107. Gcdcchtnisse. „Das vss Mentag xviij"" tages Octobris brach Hertzog Albrecht von München zn Triercn vss, Heyn, zu ritcn! des KeyserS Sun, die bhschöse Mcntz vnd Trier gaben Im das gcleit mit allen Iren zögen. Item vss denselben tag kam des künigs von Angern botschafst zu Trieren, nemlich ein Ritter mit viij Pferden- Sie sagent, die Türken habent vast lcndcr vnd lüte nüwclichs vss den kcyser gewunncn. Item der Hertzog von Borgondicn, der Hertzog von Lothringen vnd sin land sint in aller mosscn, als desselben Hcrtzogcn von Lothringen vorsordcrn was, wo die Ritterschaft vö Lothringen solichs versigcln wil. Item Iuncher Rudolfs Beyer ist Rat vnd diener des Hertzogcn von Borgondicn vnd stcct Jmc alben ossen« Desselben glichen ist ouch der von Gcroltzcck. Item der kcyser vnd Hertzog von Borgondicn warcnt by vneinS gcschciden, aber ettlich Ir rättc haut st wider zusamen bracht. Item vss den sritag nechst darnach schickte der kcyser noch den Räten der Stat Trier vnd tctt Ine sagen durch Ora» Hug von Werdcnbcrg, da« die Iren in der vorgcnantcn Stat nu fortcr mcrc von dem tage an kcyn bezalungc von sincn lütcn ncmcn woltcnt zu wissen von betten, holz, höwc vnd stro. Dieselben Räte antwortcnt mit schb'"" cntschnltnissc, Es wer Inen nit mögclich zu tun, angcscchcn Ire armut, auch das man kcyn fütcrungc vbcrko»n» möchte; doch zu gesehen, das sie dem kcyser gern zu willen woltcn sin, Sie woltcnt sie vnd Ir pfcrdc gern Herberge»' also verrc das sie selber bestaltent sie bedörfflich werent. Also sint die dinge blibcn anstan. Vss den Samstag darnach ist der Hertzog von Borgondicn zu dem leiser komm vnd an Inn begcrt durch st'"'" Cantzler vier fachen: Die erste, das er Ime gondc, das Hcrtzogtum von Saphoycn zu cnpfohen als lchen, angcsc>b" das er der kinde montbar ist. Item die ander, das er ettlich vß dem lande Hollanden vsscr sincr acht tun wolte, »" gcscchm sie Ime zugehörig vnd gehorsam sint. Item die dritc, das er de» psalzgrafcn wolte losscn regieren, alö cy>" kurfürsten zu tun gcbürt, angesehen sin gut Regiment vnd darzn gcstalt ist. And gclicbc Jmc, solichs also losst" gcschccn, so wolte er Jmc daruor sprechen vnd gut sin, das Jmc der vorgcnant Pfalzgrafc ein gehorsamer, gctrüw^ fürste sin solt. Item die Vierde, Inn zu bcstctigcn vnd bewilligen in gcrüwcglichem bcscssc des landcS Gclrcn, er gekauft vnd wol bczalt Helte vnd darzu gewonnen. Der leiser »am bcrctnissc, Jmc daruss zu antwnrtcn, vnd d»^ gcschach alles vor allen fürstcn vnd Rctcn. Item vss den Sonntag xxiiist'" tag des obgcnantcn monatS woltcnt die Borgonischcr in Trierer gebirge st" gezogen; aber sie wurdent wider hindersich gctriben. Item vss Zinstag nchst darnach ist ein botschafft komm von dem hcrtzogcn von Britanycn vnd man sprichct, ^ küng von Frankcnrich schicket ouch eine zu dem leiser. Vss dm vorgcnantcn tag waö ein grosser vfslans zu Trier der Stippen zwüschent des keysers lüten vnd dm Tricrschen vnd wurdent derselben diener ettlich wnnd geschlagen geworffcn von den bürgern. Es wart gcstillct durch des kciserS Marschall vnd hofcmcistcr. Aber derselbe kciscr v" die siuen haut kein wolgefallm dar inne. Die gute Stat ist gestallt keinen dank vom kcyser, borgonischcr noch ander" zu halt, wan sie stclent, slahcnt vnd stcchcnt, vnd tribm die Walen grosse boshcit. Ettliche Möllen sagen, der kcyser wolle, das der küng vnd hertzog einen ewigen sridm vnd sünunge machcnt v» das sie drye sich zu Hüffe verbindcnt, vnd so wil derselbe kcyser sine tochtcr dcö künigs Sun geben vnd sincn S»n ^ hertzogcn tochter, dann so tlvingcnt sie alle Cristm vnd Heyden. October und November 147I. 46t Item oft' Mittwoch aller heiligen vorfürabmt wart des tllnigs von Frankcnrich dicncr einer durch den Herzogen von Borgondicn zu Trier vor die Porti an einen Nußbaum gehangen vnd dieselbe naht ein Priester ertrenkct, ouch königes." 4, Staatsarchiv Lucer», Acten Bnrgundcrkrieg. Gcdcchtnissc. „Das der Hertzog von Burgundien hat zu dem dritten mal vcrstccn geben, er wolle vssbrcchcn vnd hinweg, vnd hat sich doch nit vast darzu geschicket; aber also er gesehen hat, das der keyscr nit hat wellen daruff geben, hat er vfs die zwcn testen tage octobris alle sine gezclte vsfgcbrochen vnd geladen mit andern dingen vnd hinweg gcschilt, das mcrcr teil sin litte bescheiden, vfs sonntag testen tage octobris alle vfs zu sin, desselben tags glich frltgc vfs tun trnmpten. Sollichs dem kcyser für komm ist vnd hat baldc vfsgcsesscn sonder cynichc verkltndung sitrstcn noch andern vnd ist z» dem Herzogen in das Clostcr geritten, in wclhem der cgenantc Hertzog messe hat gehört. Ist der kcyser vfs des Hcrtzogcn kammcr gangen by sin Rcte. Dieselben haut lange zyt mit dem kcyser gcrctt vnd In vnderwiscn, wie Ir Herr mit grossem Volke vnd costen sincn gnaden nach ist gezogen, mit andern vil stlicken ic., vnd soltcnt also scheiden sonder geschesstc, were ein grosse fache, vnd datent glich also wüste der Hertzog nützit von dem kcyser. Derselbe Hertzog hörte sin messe vß vnd vcrbleip noch dann mcr dann eine halbe stunde noch der messen in der kirchcn. Des keyserS Sun, die Ertzbischöfe von Mcntze vnd Tricrc, die Bischöfe von Ehstat vnd Metze, Herzog Ludwig vnd des kcyserö Rcte alle kommt hindcn noch, der obgcnante Herzog kam mich, do vycl der kcyser an In vnd sprach, er miiftc nit also hinweg. Die Rede getutet, Hertzog Ludwig nam vrlop, heim zu rytcn; das gcschccn, gingcnt der keyscr vnd der Hertzog zu Rate, Jeglicher selbe sehst, von Morgens zu viij Vre» bitz zwüschcnt zwcym vnd dryen noch nnttagc, vnd was kein fürste in dcni Rate dann der bischof von Mcntze, die andern ryttent alle wider hcym, do sy lange gehalten Helten. In dem Rate ward beslossm vnd vcrtcdinget mangcrley fachen nit Icdcrman kundig, sonder licsicnt luten, der Herzoge solte das laut von Gclrn cntpfahcn zu lchm von dem kcyser. Der kcyser rcyt vß dem Rate in die Statt Tricre, vcspcr hören in dem thumc; do was der bischoff von Tricrc, Marggrauc Karle vnd sin sunc. Nach der Vesper reyt der kcyser persönlich dm platz besehen, sin still zu machen, vnd dctt vfs stund dem Rate der Statt Tricrc sagen, das sy die flcischbcnkc, brothabc vnd schöpfe abcbrcchcnt, sincn Stnl vfs dem platze zu machen. Die selben Rcte ant- wnrtcnt, es were nit alles Ir, sundcr vil der Thumherren; aber was der Statt zugchörte, woltcnt sy gern abcbrcchen. Also verbleiben anstan die dinge bitz vfs aller sclcn tag, noch dein Ampi sol man sagen, was man brechen oder machen sol. Der keyscr kam vß dem Rate obgcnant, rcyt Grane Hug von Montfort, der mich in demselben Rate was gewesen, vfs stunt hinweg; man wil sagen, er rcytc, den pfaltzgraucn Holm; die andern sage», er rcytc vmb ander fachen. Der obgmant Herzog dettc sin litte wider byetcn vnd schickte wider noch vil sincn wägen vnd rüstet sich sere köstlichen vnd erlichm zu cmpfohcn, man verficht sich, daö er vbcr viertuscnt pfcrdc werde haben. Der Herzoge hat gcbcttc» gchctt den kcyser, ettlich stner diencr Ritter zu slagen; solichs ouch gcschccn ist. Der keyscr hat ouch Her Peter von Hagmbach banncrhcrr gemacht. Man verficht sich, der kcyser farc zu schisse vnd sin lüte vbcr landt mit den Pferden zu Cölln vnd Achc. Item der Herzog zühct wider zu Dicdcnhoucn vnd, also man sagt, so wil er durch daö Elsas in hohen Burgundien, wo sie nit anders zu Rate werdcnt. Item vss aller heiligen tag hörte der kcyser, sin Sun, die Bischöfe von Mcnzc, Triere, Eystatt vnd Metze, Marggrauc Karle von Baden, sin sunc, der Türkisch kcyser vnd ander Herren messe in dem Thumc zu Tricre vnd gicngmt zu der proccssion vnd zu opscr, zu wissen der keyscr zwüschcn min Herren von Mcntze vnd Tricrc bitz vor den altar, do ging der kcyser vor, myn Hcrrc von Trier Im noch, wan der von Mcntze woltc nit vor dem von Tricre gan, vmb das er sin Cappm anhatte; nach dem von Tricrc min Hcrrc von Mcntze, darnach dcö keyserS su», darnach der bischos von Eystatt, darnach der bischof von Metze, der Marggrauc vnd sin sünc darnach. Item da« der Herzog von Burgund »och de« willen« ist, da« er in Elsa« wil. 462 October und November 1473. Item da« Herzog Ludwig sin, de« Hertzogcn von Burgnndicn, Rat vnd dicncr worden vnd won er in EstaS kome», so gangen Im vss alle de« bischofs« von StraLbnrg Stcttc vnd Slossc." Achnliche Berichte stehe bciObmcl, >l<,numcu>tir imntrmvu. I. 5,0—02. Schilling, Bnrgundertrieg S. Der oben erwähnte „türkische .Kaiser" ist der (angebliche) türkische Prinz tittonmnnu» t!»Iixtu», s. stkmol a. a. 0. I. i'. I.X, Hammer V. 303. 7 TT Lucern. B47», 4. Decembcr (quartn »oooml.r,«.» 2^tatitSarcb»v L'ucern: tLoncept in« Allgemeinen Abschiedband, It. 7.^. Gemeiner Eidgenossen Boten zu Lucern versammelt danken dem Herzog von Mailand, Galeaz Maria Sforza, für die durch den Propst von Zürich ihnen kundgegebenen geneigten Gesinnungen und die bei' gefügten Geschenke chornplurima« „blittstuno« in NN« nu«tra«guv rv« public.',« ab illuslrissima «lttmi»»' cicinv vv-itra la<:t!>»> und fügen bei, daß sie den Propst von Amsoldinqen, Burkard Stör, der in ihren Geschäften als Orator nach Rom gehe, beauftragt haben, diesen Dank auch mündlich auszusprechen; fie empfehlen ihn zu geneigter Ausnahme. Dazu: 1473, guartu. (sollte vielleicht heißen lü'i'vint'pi»). Lateinische« Creditiv gemeiner Eidge nassen sür Bnrkard Stör, Propst zn Amsoldinge», an Papst Sixtn« IV. — Staatsarchiv Lnccrn, Allgemeine Abschieden. 70. »ÄS. Basel. t47Z, 11. December (Samstag vor vucie). SitaatbarMiv V»c»r»: Allgemeine Abschiede, », 7«. Boten: vom Kurfürsten Friedrich, Herzog in Ober- und Niederbayern, des heiligen römischen R eiches Erztruchsessen, Emerich, der Landschrciber in der Niedern Landvogtci; von Straßburg Ioban» von Berse, Ammeister; von Zürich Heinrich Roist, Burgermeister; von Bern Niclaus von Scharnachthal, Ritter; von Solothurn Johannes vom Stall, Stadtschreiber; von Colmar Hanö Hutter, Stctt- meister, dieser auch im Namen der Städte Oberehenheim und Kaisersberg; von Basel Peter Roth Ritter, Heinrich Jselm, Hans Bremenstcin, Heinrich Zeigler und Hans Jrmi. Dieser Tag wurde gehalten der manigfachen Anliegen und Schulden derer von Mühlhausen messt", worüber man sich schon auf einem frühern Tage zu Mühlhausen besprochen hatte. Die Summe d>r Schuld wurde auf 1X00 Gulden berechnet. Der Statthalter und die Räthe des Herzogs von gund haben denen von Mühlhausen einen Rechttag vor sich gesetzt auf nächsten Mittwoch (15- ^ cember). Nun ist durch die vbgenannten Boten auf ein Hintersichbringen verabredet: tt Rn 1X00 Gulden sollen beitragen die Stadt Straßburg titst) Gulden, die Städte Bern und Solotb"'" 700 Gulden, die Stadt Colmar und Mithaftcn 400 Gulden, die Stadt Basel 400 Gulden. Für 2100 Gulden Hauptguts sollen die von Mühlhausen das Schulthcißenamt ihrer Stadt verpfänden, daß dasselbe vom Pfalzgrafen und den Städten gemeinsam besetzt und geordnet werde; dabei soll auch der Stadt eine angemessene Regierung nach derselben Rath eingerichtet werden. Dieser Verpfändung Regierung halb sotten die nothwendigen Briefe aufgerichtet werden. I». Die von Mühlhausen >o"'" December >473. unverzüglich dem Statthalter und den Rathen des Herzogs von Burgund schreiben, daß sie den angesetzten Rechttag anderer Geschäfte wegen nicht besuchen können und daß sie bitten, nicht weiter gegen sie zu procediren, sondern sie bei ihrem alten Herkommen ruhig zu lassen, «». Auf Montag nach dem neuen Jahr nächstknnftig l3. Januar 1474) sollen die Boten des Pfalzgrafen und der genannten Städte wieder zu Basel sein mit Vollmacht ihrer Herren, um sich des abgemeldeten Geldes und anderer in diesem Abschied behandelter Sachen wegen definitiv zu erklären, «I. Die von Solothurn sollen zwischen heute und Weihnachten den Grafen Oswald von Thierstein zu ihnen zu kommen bitten und mit ihm derer von Mlihlhauscn wegen reden, wie ihr Bote zu sagen weiß. « . Herr Niclaus von Scharnachthal, Ritter, soll nächsten Montag auf dem Tage gemeiner Eidgenossen zu Luccrn mit allem Ernste gemeine Eidgenossen bitten, daß Zürich den obgenannten Heinrich Röist und auch Luccrn einen seiner Rathsfrrunde auf den angesetzten Tag nach Basel schicken und selbes nicht abschlagen wollen. Nach dem gleichzeitigen Baslcr-Chronistcn Johannes Knebel I, 22, 33, 34 dauerte der Tag z» Basel zwischen dem Psalzgrascn, den Niedern Städten und den Eidgenossen von Lncie sl 3. December) 14 73 bis Sonntag »ach Erhardi (8. Januar) 1474. In Folge dieses Tages ging auch eine Gesandtschaft Berns und der mit Burgund verblin deten Städte an Herzog Carl, um ihm die Beschwerden wegen MlihlhausenS, liber das Benehmen Hagcnbach« n. s. w. vorzutragen. Die Instruction dieser Gesandtschaft findet sich im Bcrncr Lateinischen Missivenbuch /V, 22!> — 232 unter dem Titel: Inatruotia in illu«trin»im»m, oxavllenlixoimum vt pc>b«zntin»imum principe!» od clominiim, clvminum Ijur^un'lie claoem, plirto ohneguicttaüniinnrum Miorum «lominaium ac>nleclk>rntc>rum. llx' i iitni» earnni clnmiuo >l-»relii. ««natsarciiiv Zärick,: Alsaiide. «. 7. ». Auf diesem Tage hat man den Grafen Ulrich von Montfort gebeten, sich derer von Grießkilch gegen Zürich und Buchhorn nicht anzunehmen, und er hat zugesagt, zu thun, was den Eidgenossen lieb sei, I». Die von Basel haben für den Fall, daß sie überzogen würden, begehrt, daß man Knechte u iter ehrbaren Hauptleuten in ihren Kosten in ihre Stadt lege. Das will man heimbringen und mit voller Gewalt, definitiv zu antworten, auf St. Thomastag wieder zu Lucern erscheinen. Inzwischen hat man festgesetzt, daß die ttlill Mann folgendermaßen zu verlegen wären: Zürich l5l) Mann, Bern l5l), Lucern IG», Uri 5<1, Schwyz 75», Unterwalden 5l>, Zug 5«), GlaruS 5»0, Solothurn 75 Mann. Die noch fehlenden 5,l» will man von St. Gallen, Appenzell und aus den Aemtern nehmen. Die Baslcr hatten angeboten, ihnen Essen und Trinken zu geben, statt dessen meinen einige Boten, es sei besser, sie geben ihnen Sold, nämlich icden Tag 3 Baslerplappart einem icden Mann. e». Man soll auch heim- bringen, was Straßburg, Colmar und Basel über den Anzug des Herzogs von Burgund geschrieben haben. «H. Herr NiclauS von Scharnachthal hat Rath begehrt derer von Mühlhausen wegen. Man soll auf dem nächsten Tag zu Lucern Antwort geben. Zürich und Lucern sollen ihre Boten auf den Tag zu Basel ichicken, wie die Städte das begehren. «*. Lucern und Glarus sollen in gemeine! Eid genossen Namen eine Botschaft nach Schwyz vor die Gemeinde senden, um mit ihr zu reden, daß sie 4^4 December l47Z. die Gefangenen auf Tröstung oder Eid loslasse. Ob, wenn sie das verweigern, man sie nach der Bünde Sage mahnen wolle, sott auf nächstem Tag berathen werden; ebenso waS man dem Herzog von Malland auf sein Schreiben antworten wolle, f. Dem Herzog von Bayern, dem Pferde genommen worden sind, sott man derer von St. Gallen wegen schreiben. Die Boten, welche aus dem letzten Tage hier zn Lucern waren, sind auch dießmal da gewesen und haben den Spruch gethan zwischen Appenzell nnd Lütfried Mötteli nach Inhalt der Spruchbriefe. Ii. Des Gotteshauses Interlaken wegen. I. Wiß, Knecht der Kaufleute von Mecheln, erhält für seine Herren behufs ihrer Kaufmannschaft Geb'll- k. Herr Hemmann von Eptingen hat dem von Dießbach oder Scharnachthal „eine Schrift" geschrieben. >. Basel hat die Copie eines Briefes von Colmar auf den Tag geschickt, wonach der Obervogt am St. ThomaSabend letzterer Stadt einen Boten gesendet hätte mit dem Bericht, daß er mit l 5W Pferds im Willerthal angekommen sei und da lagern wolle, und daß der Herzog von Burgund mit 5M)l) Pferde», aber ohne Geschütz, ihm aus dem Fuße folge. »»». Der Bote von Bern hat angebracht, eS sollte de» Reichsstädten in Schwaben Tag angesetzt werden. Das Zürcher-Exemplar datirt Mittwoch vor Thomc (15». December). — Ii—>n fehlen im Lnccrncr Abss»^ und scheinen überhaupt dem unter k erwähnten später» Tage von« 22. December (St. Thomastag) anzugehören- Zu Der hier angeführte Spruchbrics zwischen Appenzell nnd Lütfried Mötteli findet sich abgedruckt bei ^ wcgcr, Appenzeller Urkunden, Nro. 467 ll. ll. Luccrn 1473, Dienstag nach St. Lucientag (14. December). ' Boten werden darin genannt : von Zürich Cunrad Schwcnd; von Bern NiclauS von Scharnachthal, Ritter, fchnltheiß; von Lncern Heinrich von Hunwyl, Altschulthciß; von Uri Walthcr in der Gaste, Ammann! ^ Schwyz Dietrich in der Halde», Altammann! von Untcrwalden Clans von Zuben; von Zug Heinrich ' Altammann; von Glarus Hans Tschudi. 7«? Lucern. December (Miuwoch »aa, sanc, Th°ma«). Ttaa»»ar«VIv Liicer»! bucerncr Abschiede, N. N. Boten: Zürich. Cunrad Schwcnd. Bern. Bartholomäus Huber. Lucern. Heinrich von Hu»"'^' CaSpar von Hertenstein. Uri. Zacob Arnold. Schwyz. Ulrich Abyberg. Untcrwalden. Claus »s Zuben. Zug. HanS Schnürener. GlaruS. Niemand, „denn der Vogt Tschude, so vss dem ^ tag gewessen ist, hatt von siner Herren vnd Obren wegen zugeseit, waS gemein eidgnossen old der der Kotten pff dissem tag tund old laussent, wellen sin Herren mit Inen ziechen vnd dz halten." ^ thurn. N. Küffer. ». Aus diesem Tage haben die Boten den Herren des HanS Wiß, die auS Flandern sind, ein , gegeben unter derer von Lucern Siegel, daß sie mit Leib und Gut sicher in der Eidgenossenschaft mögen, eS sei Krieg oder Frieden; doch wenn es zum Kriege komme, sollen sie unfern Feinden "> ' zuführen, waS zum Krieg gehört, wie Büchsen, Büchscnpulver, Armbrust u. s. w. Wenn daS lycll widerrufen wird, so sollen sie darnach noch zwei Monate Zeit haben, um mit Leib und Gut sicher ^ Lande zu kommen. I». Der Bote von Bern hat seine Herren entschuldigt des Gotteshauses Interim ^ wegen und gemahnt, daß man den HanS Blum und die Freiheiten und Bullen, die er, der Bote, December >47.'i. 465 sich habe, zu Recht halten möchte. Darauf hat der Bote von Unterwalden geantwortet: Seinen Herren sei die Sache leid, sie haben dem Blum ein Geleit gegeben; sobald das ausgelaufen, werden sie (ihn) Heipen aus dem Lande gehen oder daraus schwören. «». Heimbringen das Schreiben, das an den Herzog von Mailand in Antwort auf das Seiniqe ergangen ist, damit er seine Botschaft herausschickc, und wie man den Seinen Geleit gegeben hat, wie er den Unfern; nur denen von Schwyz hat er nicht Geleit gegeben. Man hat die von Schwyz aufgefordert, die Gefangenen auf Tröstung oder Eid loszulassen. Wenn sie das nicht thun, soll Jedermann die Bunde vor sich nehmen und auf nächsten Tag antworten, ob man sie bun- desgemaß mahnen wolle. «I. Gemeiner Eidgenossen Boten, ausgenommen Zürich, haben denen von Basel zugesagt, die 899 Mann ihnen zuzuschicken um einen bescheidenen Sold, nämlich 5 Vaslerplappart täglich jedem Mann, nicht aber um die Speise, „nach dem wir vnbenügig sint". Die Boten von Bern bringen an, die Reichsstädte begehren eine Unterredung mit den Eidgenossen zu halten. Darauf ist Bern Gewalt gegeben, einen diepfälligen Tag anzusetzen; doch soll selber innert der Eidgenossenschaft gehalten werden. Burg- und Landrecht des Bischofs Walther von Supersax und der Zehnden Sitten, Siders, Visp, Brieg und Gombs mit den drei Orten Lucern, Uri und Unterwalden, in Erneuerung des zwischen den gleichen drei Orten und einigen Zehnden des Landes Wallis im Zahr 1417 geschlossenen Burg und Landrechts. Eine Originalurkunde dieses Burg- und Landrccht« findet sich in unser» Archiven nicht vor. Auch das Datum ist nicht genau bekannt; die allgemeine Annahme jedoch seht dasselbe in daS Jahr 147g. Aach st« Hinging, llevvluppemvnt, st« I 'i»st6p«nstane« ,Iu Uaut-Vallai« im Archiv der schweizerischen geschichtforschcnden Gesellschaft Hl, 132, Note KU, beginnen die in wallisischen Archiven aufbewahrten Copicn folgendermaßen: «.Ina bürgen«« ab «om- patriotal« ante plnre« »n»o« von«eriptum etpiratum per aligno« ex no«tri» ste Vullveio nst prenominata« noatro« anneo«, «eeunstnm tenor«m littvrarnm, «zum instv luerunt stntlv, ast anno« guinguaginta, ob ljuaniviu ^jn« !«t,ust lmrgen«« >4, pigriotal« priu« p«r altum stoininuin eornmstem no«trorun> non tuerit eonlirniatuni, eonstat tarnen nolii«, guost lio« valst« kistvlitvr et nst »tilitatern et bonorem intvr arnbas parte» n«gne inosto e«t »»itatuni ot, ut «peramu«, in perpetnurn tali« arnieitia ip»i» »rnliabu» partibus importabit sruvtmn. l'lx «;uo aut^m ntilita» no«trv U««.I«»iv et Uatri« nolri» inenmbit proouransta, istvo re«ogno»«imu», no« prenomi» natu« Upi«evpn« per ba« Iitt«r»«, pro nolii« ob «rivvv«sor!bu« no«tri« in stivta Ueolesia, «NM «on«en«n, lauste vt volnntate no«tri enpitnli, unavum no«tri» Patriot!« gaingno stesvnoruni st« Nestuno, st« Nirro, st« V«»pi», st« Uriga «t st« iUonte Uei «uporiu« «t alii«, «i gui in Iii« rolni« unir! asseetarent, in noatra patria Vallosi! ooinmorantilm«, p«rp«tnum.ju« bürgen«« vt patriotals «um »iniei« no«tr!« st« I.ueern», Urania vt Unter» valsten evntraoi^mu« in liune inostum gui «eguitur, vto.» Es unterliegt einigem Zweifel, ob dieses Bttndniß zu förmlichem Abschlüsse gctoniincn oder ob es nicht vielmehr, wie das spätere des Bischofs Jost von Silincn und der zwei Zehndcn Lenk und Raron (Abschicdcsaminlnng Bd. III. 1. Seite .'>27) bloßes Projekt geblieben ist; denn nicht nur enthalten die Abschiede und Acten dieser Zeit keinerlei bezügliche Andcntnngen, sonder» cS hat sich auch weder in Wallis, »och in den Archiven der drei Orte Lucern, Uri und Unterwalden bisher ein besiegeltes Original dieses ewigen Burg- und LandrcchtS von 1473, in den letztgenannten drei Archiven nicht einmal eine Abschrift davon, vorgefunden, während dagegen im Staatsarchiv Luccrn die beiden Originalbricse des Burg- und Landrccht« der drei Orte mit den 59 466 >472- filnsZehndcn au« dem Jahr 1417 noch vorliegen. In dem Bilndnissc des Bischofs Wattier von Supersax und schast Wallis mit Bern vom 7. September 1475 (siehe unten) geschieht ciucS Burg, und Landrccht« mit den drei keine Erwähnung. Der Eingang de« BlindnisscS vom 12. März 152b zwischen Lucern, Uri, Schwyz, Unterlva Zug und Frciburg einerseits, dem Bischof und dem Lande Wallis andererseits, welcher zur Bcrglcichnng hur be wirb, scheint der Annahme eines im Jahr 1473 zwischen den drei Orten und dem Bischöfe Walthcr und den Zchnden geschlossenen neuen BlindnisscS geradezu zu widersprechen: (152S, 12. März.) „In Gottes namcu, amen. Die whl vß Gottes verhcngnuß vnd straus von wegen ^ ersten menschen ungehorsame vnd siind die Krcst mcntschlicher Synn vnd vcrnlinst gcnundcrt vnd mit vcrgcsUch^ laden ic. w. — Daruinb wir die nachbencinptcn Sechs Ortt der Eydgnosschast, nämlich wir, der Schnlth^' Rat, die Hundert, so man ncmpt den grasen Raul, vnd die burgcr gcmcinlich der Statt Luccrn, wir die Räte, die lanndtllitc vnd burgcr vnd ganz gemeinden zu Bri, Schwyy, Vndcrwaldcn ob vnd nid dem Kernw»^ Zug, vnd wir Schultheiß, Rätt vnd burgcr vnd ganz gcmcind der Statt Fryburg in Nchtland an einem, W» 11 ^ am Hcngarten, von GottcS gnaden erwelltcr bischof zu Sitten, prcfcct vnd gras zu Wallis, wir thnnibtechan ^ gemein Capitel der löblichen Stift dasclbS zu Sitten, ouch wir der Houptmann, die Rät vnd gemein ganz gemeinden der sibcn Zcndc», nämlich Sitten, Siderü, Löngk, Raren, Fisp, Bryg vnd Gom«, vnd ganzes schast Wallis am andern teil, bekennen vnd tund kund offenbar allen denen »c. ic. —: Als dann, nämlich w>r Ort Luccrn, Vre vnd Vndcrwaldcn, vnd wir die stlnf Zcndcn der landschast Wallis, nämlich GomS, Sitten vnd SydcrS, vnscr sronuncn altsordcrn mit einander» in ein bnrgk- vnd landrccht vcrsasict worden, crlich an vnS gebraucht, darin wir noch sind, alle« nach tut der bries vnd Sigel, so dazumal vssgcricht vnd »oH ^ Händen sind, der selben bricfcn etlicher datum stat vff Mitwnch (der ander vsf Sonntag) vor vnscr lieben - zemittem ougstcn, in dem Jar do man zalt von Cristi gepurt sicrzcchc» hundert vnd in dem sibcnzechenden so wir bcdaucht die grasen trliw, frtlntschaft vnd liebe, von vnscrn sclgcn altvordcrn lange zit vnd jar gegen e>»" ^ gebracht vnd vss vnS crlich komcn, vnd das sälich burgtrccht vnd landrccht vns zu beiden teilen wol erschösse» ^ ob Got whl, sürohin wol erschiescn mag. Vnd dewyl aber wir die stlns Zcndcn in solhem burgkrecht vnd » ^ etlicher maS vbcrladeu gewesen, da« die brtidcrlich hilss nit glichcr bnrdi angscn vnd geordnet waS, vnd vss vnd vnscr ewig nachtomm in sittlicher trUw vnd lieb vnd in dem burgk- vnd landrccht in die cwigkcit handtscst ' ^ beharren vnd blibcn; Darumb ulit guter vorbcdachtung, ganz srycm willen vnd herzen, so haben wir obge»»"^ ^ Ort, Luccrn, Vre, Vndcnvaldeu, vnd wir die stlns Zcndcn, GomS, Brhg, Fisp, Sitten vnd SidcrS, silr »n« ^ Vilser ewig nachkamen sollich burgk- vnd landrccht, wie vnscr vorder» da« vssgcricht vnd darumb bries vnd Sige> > ^ Inen vnS verlassen, so wir darumb zu beiden teilen Jnnhabcn, jcyund widcrumb crutlwcrt, bckrcstiget vnd ander» zu Äresten erkeiiuen iil crast diz bricsS, doch ntil diser erklärung, crlilttcrung vnd mit disem nachlas! "»d ^ capitteln, wie hernach begriffen sind; Sodann wir obgenanten drll Ort, nämlich Schwyz, Zug vnd Fryburg, v" ^ Philip von GottcS gnaden, erwelltcr Bischos w., ouch thumbtcchan vnd Eapitcl zu Sitten, vnd wir die zwcn.' ^ in Wallis, Löugk vnd Raren, die dann vor in sölhcm bnrgl vnd landtrccht nit vergriffen gewesen sind, bcdaucht Hand, was lob, nutz vnd Ecr Inen ze beiden teilen von solchem burgk- vnd landtrccht bishar cntst»"^ ^ ^ verfolgt ist, Darumb wir bewegt vnd mit Jrcm vnd vnserm guten lvilleu zugstigt vnd verursachet sind, »«l " ^ sälich burgk- vnd landrccht zegan vnd anzencmcn; darumb so haben wir stlr vnö vlld all vnscr ewig nacht»»»" obgedaucht burgk- vnd landrecht mit den vorgcnantcn vnsern lieben Eidgnosscn von Lucern, Vri und Vndcrw^ ^ deßglich init den obgcdauchten stlns Zcndcn mit Inen vcrpflicht vnd angcnomcn. Wir die dril Ort Luccrn, bc ^ Vndcrwaldcn vnd wir die stlns Zenden obgcnannt habend ouch die gcmelten vnscr lieben Eidguofs«' Zug vnd Fryburg, ouch vnscr gnedig lieb Herren, Herrn Bischöfen, Thumbtcchan vnd gemein Capitel vnd d» 5 Zenden Löugk vnd Raren in sälich burgk- vnd landtrccht gutwillig vnd gern empfangen vnd verfaßt, Äls» d« ^ scheu vnS obgcschriben sechs Orten cinSthcilS vnd vns Philipe», erweltcn Bischöfen, Prcfcct vnd Gras, 147.?. 467 techan vnd Eapittcl vnd den siben Zendcn vnd gemeiner landtschaft Wallis andersthcilS söllich obgeschribe» alt bnrgk» vnd landtrccht verfaßt, angenomen, empfangen sin, bcftan vnd bliben sol zu ewigen zitcn, wie die alten brief da« vswyscnd in aller maS vnd gestait, als wärend wir all mit einander» anfangs in solch bnrgk- vnd landrecht kamen vnd in die alten brief mit namcn geschribcn vnd vergriffen, doch mit discr crklärung ic. ic." Staatsarchiv vuccrn. Pcrgamcntene Urtundc mit fünfzehn anhangenden Siegeln. Wahrscheinlich war das, was man das Burg und Landrecht von 1473 nennt, nichts anderes, als eine einfache Erneuerung des alten Burg- und LandrcchtS von 1417 unter Zustimmung des Bischofs Walthcr von Supcrsax, respcc- tivc Zurücknahme seiner am 6. September 1460 (siehe oben Abschied 482) dagegen erlassenen Inhibition. — In einem Missiv vom 18. März 14 76 an Luccr», Uri, Untcrwaldcn und Schwyz (s. ».) nennen Bischof Walthcr und Haupt, mann und Landleute in Wallis dieselben „Mitbürger und Landlcutc, auch gute Freunde". Bern. 1474, T. Januar. Schilling! Burgunder.zkricg, SZ. St. Bern sendet in seinem eigenen und im Namen der ebenfalls in Vereinigung mit Burgund stehenden Städte Freiburq und Solothurn den Niclaus von Scharnachthal, Ritter, und den Petermann von Wabern, beide Altschultheißen, an Herzog Carl von Burgund mit einem Schreiben vom 28. December 147.?, um steh flir gütlichen Vergleich in den Streitigkeiten des Herzogs mit der Stadt Mühlhauscn zu verwenden und verschiedene Klagen gegen den Landvogt .Hagenbach anzubringen. Die beiden Schreiben sind abgedruckt bei Schilling a. a. O. 03, 94, die articulirtc Instruction ebendaselbst SS—SS. — Die letztere lautet folgendermaßen: „Des Ersten sollend Ir sincn Gnade» vil HcylS vnd fröidcn nach vnserm bcgärcn von dem vnthödlichen Gott crwünschcn zu bcgirlicher zukunft discr sincr landen, danncuthin dieselben Ehdgnoffen Im als einem gnädigen Herren, Inen vor andern vast gesellig, in allen triiwcn ze bcuclhcn. Dcnne so wcrdent Ir sagen das, so Harnach mit ordmmg gemeldet ist. Nämlich am ersten zu bcritrcn die gnad der durchlltchteten Herren, etwa» zu Burgund Herzogen vnd besonders des vorgcnamptcn Hcrtzogcn gebärerö vnd vattcrS, dessen gcdächtnuß nit allein kein alter nit vßtribcn, dann auch nit bcfinstcrn mag. Demie VS semlichci», als cini vnbeweglichcu fuudamcnt, habcnt sich die sälige» vcrstcntmisscn, dardurch mcnklich zu allen thcylen in ruwcn vnd fridcn blybcn möcht, gemacht, dieselben der vorgcnampt Herzog mit sincm vattcr vnd gebärer mit wolbedachtem mut vfgcnomen hat. Dcnne das nach derselben Inhalt des vorgcnamptcn Herrn, des Herzogen, vndcrsässcn vnd den Eydgenossen für sich vnd die Iren zu wandle» vnd ander vbrigcn in allen friintschaftcn gctrybcn sind. Dennc das denselben verstentnussen durch die Eydgenossen allezit genug beschehen, wie wol merklich anfechtungcn denselben zmvider an sy besucht sind. Dcnne von wägen deren von Miilhusen, wie dieselben in der Richtung vor Waldshut troffen begriffen sind, vnd besonders daS sy sich Ir merkten, gewerben vnd ander vbungcn völligklichcn gebruchcn vnd darby bliben soltcn, wie von alter harkomen ist, als dann der Artikel der bricht wiset, den Ir darumb ouch zöigcn söllent. Dcnne wie aber nlltzit bester minder wider Inhalt derselben Richtung vnd besonders einen Artikel darin» begriffen alle gctverb also abgeschlagen, daS weder köuss noch vcrköuss dann vast vcrborgcnlich in der Statt gctribcn sind. Dennc das in sinnlichem wäsen alle vnd ictlichc nuznngen vnd zufäll der vorgenantcn Statt also abgangen, das sy zu nilt worden sind, vnd das sy vm sollichcr bcschwcrdcu wegen Ir Zins vnd laste »it habend mögen nach Ircm alten herkommen ertragen. 468 Januar 1474. Denne vnd das noch schwerer ist, so sind Inen alle vnd ictlichc Schulden in des vorberilrtcn Herrn, de« Herzogen, landen vnd gebieten vfcnthalten vnd cntwcrt, also das denen von Miilhuscn kein pscnig hat mögen gelangen- Item wie vnd wölche weg der Pfalzgraf by Ryne vnd ander, denen die vorgenannt Statt Millhnscn mit sch>rw vnd cynnng bcwandt ist, zu Basel tag geleistet vnd daselbs vnd an andern enden sollich mittel gesucht haben, die den- selben von Mtilhuscn zu abtrag Jrer schulden filrdcrlich sin möchten». Denne vnd das die vffzlig vil zyl vnd bczalungcn nit vS andern» dann dem grnnd gangen sind, daö die vor- genannten Herren vnd Stette denen von Millhnscn zu ltlttrnng Jrer lasten hclsscn, Jr Statt ordnung bessern vnd sy gegen den landsesscn in sollich cynnng, srydcn vnd frilntschast sehen möchtcnt, als dann die vorbcrilrt vcrstcndt cygcntlich vnd lutcr dargibt. Denne nach dem allem sollcnt Jr in namen gemeiner Eydgnosscn dcmllttiglich bcgärcn, das der vcrniclt Hc>;og nach angcerbtcr Milde sincr loblichen Eltern noch daran sin vnd gestatten, das von denselben von Millhnscn ziiniichrr Abtrag Jr Zinsen gcnomcn vnd das onch hinlvidcr Ire schuldncr daran gehalten wcrdint, sy onch gilteclich vnd a» Verzug zcbczalen. Denne ob ycmands »vidcr die von Millhnscn vsrur vndcrstan »vclt, das doch die Herren der Eydg»om> Ansechung dcö, so vorstatt, das »tili ander« dann billichs begrifft, vnd besonder« den vnthötlichcn bilndcn des vor genainpten Herren, dcö Herzogen, vff den geordneten weg der Gerechtigkeit gcsaht, in keinen »vag wellcnt vertr»"""- so bcgärcn sy, das durch gcboti, hilss vnd stilr desselben Herzogen verhebt vnd vndcrkoincn »verbeut, dann sy sich ^ nilt dann gutS zu Im versähen vnd sincr scnstmilttigcn bcschirmung vertrösten, als eins rechten silrstcn, der nicwd" vnordcnlich gcwaltigct oder zu beschächcn gestattet, sonders in ansächung der vcrstcndtnusi, die zu vsscnthalt allen thetch' geinachct ist, die aber durch sollichs nit allein gclcht, sonder onch ganz vnkrcftig gcmachct wurdcnt. Denne wie zwilschcnt den dnrchlilchtigcn silrstcn vnd Herren, dem Herzogen von Ocstcrrich vnd den Eydguvi^ zu Costcnz ein richtung vffgcnomcn, darin alle vnd ictlichc, cinichcm tcyl «»»gehörig, begriffen stirb vnd damit o»ch " von He»»dorf als sin dicncr vnd Rat. ^ Dennc das aber wider Inhalt derselben Richtung gar merklich mißhandelt ist, besonder in den», daö ctlich " Schasshuscn d»»rch den von Hendorf vß der Herrschast Ocstcrrich Schlössen gefangen v»»d »vidcr durch dieselbe» " vnd gebiet gefilrt vnd schwärlich bcschaht sind, alles »vidcr desselben fridcn vnd Richtung Inhalt. ^ Denne da« von semlichcr Handlung wegen krieg vsserstaudcn vnd sind daruss ander Richtungen vssgcnomc» in denselben vnder andern» gar merklich begriffen, das der vorgcnampt Herzog von Ocstcrrich denselben von H"' gegen denen von Schasshuscn abtragen solt, nach Inhalt der Richtung, die Jr denn »nögcnt crzcygcn. Item daö der landvogt von Hagcnbach in lang discr fach denselben von Hcndorss zu Rath vnd dicncr des zogen von Burgund erwölt vnd in sincn schirm gcnonicn hat, alles »vidcr die vorbcrilrt vcrcynung. , ^ Denne »vie angendö daruss dcrselb von Hcndorss ctlich kousslilt vß der Eydtgnosschast, so gan Frailkhsordt >» meß wellen, vss den» Ryne mit vier Schiffen, yctwäders teils zwcycr, vnd besonder die zwcy vss dcö Herzogen von Burgundt ErLtrich gestanden sind, gefangen, bcroubt, abgcsilrt v»»d ctlich vncrsolgt aller Rechte» ^ hat, alles zu abbruch der vorbcritrten Eynung v»»d fridcns. . Den»»e das der landvogt Hagcnbach vss den» leisten Tag zu Basel vor den» Kcyscr geleistet nach vil vngcl'üell^ Worten, von Im gcbrucht, mengerley Reizungen zu KricgSvsrurcn vßgclasscn hat, tlbcr da« Im von Eydgno^"^,, ander« dann crlich zngeredt ist vnd sy onch wol vcrthruwcn, der vorbcrilrt Herzog von Burgundt habe dara» gefallen. Bnd also bittend die von Bern vnd ander in gc,„einer Eydgnosscn Rainen so gctrungcnlichcst als seiner si» das der vorgcnampt Herzog von Burgund in Betrachtung, so vorstat, daran sin vnd verschaffen wöllc, daö dc»c» ^ Mtilhuscn zu Rilwcn niög dienen, besonder dicwyl doch die obbcstiinptcn Erbicttungcn Jrcnthalb gnugsa»' " Übung der landen gcwoillich ist. Januar 1474. 4K9 Dcnne vnd ob dann sömlich«, das Niemand glönblich ist, vnvcrscnklich wurde, so crbicttcnd st) sich, im namen dcro von Mlilhuscn, sovil das berllrt vnd not ist, sttrzckhomen für vnsern allcrhcyligistcn Battcr den Bapst, oder sllr die tcyscrlichc Maicstat, oder für den obgcnampten Pfalzgrasen, oder sllr die durchlllchtigen, hochwllrdigcn snrsten vnd Herren (die wir vorbcncmpt sollend haben), die Bischöss von Straßburg oder Basel, zu erkennen lassen, ob scmlich vorgenempt erbieten billich sye oder nit, vnd wollend die Eydgnossm genzlich vcrthrnwcn dem vorgcncmptcn Herrn von Burgund, ob joch die Hilst der vcrstentnuß, die doch sollich Irrungen luttcr abwnrsscnt, nit wäre, Niemand zu gestatten, Uber sollich erbieten die von Mttlhuscn zu bcgwaltigcn. Dcnne das dcrsclb Herzog von Burgund den landvogt glittigklich vndcrrichte, von sollichen schmachwortcn zestand vnd besonder des von Höwdorss, noch ander dcrglichcn fachen nit z» beladen, sundcr srUntlich mit Incn zu lübcu, damit der vorgcnampten verstcndtnnß nachgangcn wurde. So erbiettcnd sich die Eydgnossen, alles das sich zu Ercn, gefallen vnd dienst des vorgcnamptcn Herren, dcS Herzogen von Burgund, ziicht vnd sy mit Eren thun mögen, z» behalten der vorgcncmpten vcrstcndnnst, die sy zu halten vnd gegen Inen gehalten werden vast bcgltrendt, best z» thun gutwillig als Ir vordem, die mich da« loblich hust Burgund allwägcn geerct vnd mich dieselben Herzogen von Burgund Inen mit vil gnaden bcgiignet habendi. Item als der landvogt vil Schmachwortcn den Eercn der Eydgnossen nachgcrcdt hcttc mit bcriircn, in kurzer zitt vil Herrschaften der Eydgnossen erobern vnd Herr zu Bern werden wellen. Item vnd das sollich anbringen der vorbcriirten in vollem Ernst bcschächcn ist, darnmb da« vorhin zu mengen malen Botschaften des Herzogen von Burgundt hie gcwtlscn vnd dcß zu gutem thcyl wol vndcrricht sind, sy woltcnt sich aber sollich zu werben, als die, so des kein bevclch hattcnt, nit anncmcn. Da aber sin gnad setz zu land kamen ist, ist der Eidgnosscn ganzer begirlichcr will, scmlichs sincn Gnaden be kanntlich zu machen, in vcrtruwcn, da« es vil gutS mag bringen." Au» in Tscha»tlan< Aeilregtster sSladlbibl. Bern), Seil, SN. 1474, 7. lsiritag nach der hl. drv Xiinigtag). r S»aat»are«,iv vueer»! Lucerner Abschied«, II. t?. S«aa,»ar«viv Zürich! Tschudische Sammlung I.lt. Boten: Zürich. Felix Keller. Bern. Venner AchShalm. Lucern. Die drei Schultheißen von Hunwyl, von Hertenstein und Hasfurter. Uri. Hans Jmhos bei den, RathhauS. Schwyz. Dietrich in der Halden. Unterwalden. HanS unter der Fluh; Heinrich ze Nidrist, Ammann. Zug. Ammann Schell. GlaruS. Ammann Aebly. ». Dem Schnider und dem Stapfer wird das Geleit verlängert bis zur alten Faßnacht. I». Dem Vogt im Waqgenthal ist Gewalt gegeben, mit dem Straßer zu tädingen und zu richten. O. In Betreff des Anbringen« von Bern bezllglich der Zuschrift von Mlihlhausen und deö Herzogs von Burgund will man zuwarten, bis man weiß, was den Boten von Bern und Solothurn, die zum Herzog abgesandt sind, begegnen wird. ,l. „Item dz schribcn des propst von Ansoltmgen vnd des Herzogen von Meiland beqeren, die capitel ze endren vnd darumb tag gan Bern zesczzen, dahin er sin bottschaft tun vnd dz man Im ein antwurt schrib, ob man die cappitel endren wel oder nlitt, sol man heimbringen." «» Der Kaper hat den Eidgenossen bei seiner Pön geboten, ihre Votschaften auf der kl. drei Könige Tag nach Augsburg zu schicken; seine Briese sind aber erst auf der hl. drei Könige Abend, also zu spät, angekommen; doch soll Jedermann das heimbringen, t. Denen von Wyl ist geschrieben, sie sollen der Mutter deö 47V Januar 1474. Hans von Landenberg, die sie als Bürgerin aufgenommen, müßig gehen und in Zukunft Niemanden mehr aus der Eidgenossen Landschaft in ihr Burgrecht aufnehmen. Wenn sie oder ihre Bürgerin etwa mit Hans von Landenberg zu schaffen hätten, so sollen sie gegen ihn nichts Unfreundliches vornebmcn, sondern vor den Eidgenossen Recht nehmen und geben. Der Sache wegen zwischen denen von Brem garten und Eunrad am Stab, da ein Theil meint, es solle und möge mehr Kundschaft eingenom»»" werden, der andere aber solches bestreitet, ist erkennt: Da die Kundschaft benannt, gestellt und darüber Urtheil ergangen ist, soll es dabei sein Verbleiben haben und kein Theil den andern weiter um KundM» belangen. I». Auf diesem Tage haben der Eidgenossen Boten qemcinlich einen Anschlag und eine Ordnung gemacht, daß Niemand, er sei von Wesen, Wallcnstadt, aus dem Sarganserland oder von über dem Rbc>» her, wöchentlich mehr denn 32 Mütt Kernen führen soll. Solches zu versorgen, ist denen von Klaras aufgetragen; sie sollen einen Zollner zu Wesen aufstellen, satte Schiffleute auf dem Wallcnsee in E> nehmen, daß sie jede Umgehung oder Uebertretunq dieses Verbots verleiden und auf keine Weise begünstig" wollen. Zu «I. Siehe Abschied 724. — Zu I,. Aus dem Ziirchcr-Exemplar. Lucern. R474, Tt. Januar (Freiing «ach Sebastian!). Staat»arU,«v «uc«rn: Llllerntr Abs»>td«, II. IZ. Boten: Zürich. Heinrich Röist, Durgermeister. Bern. Niclaus von Dießbach, Ritter. Lucci" Schultheiß von Hunwyl; Caspar von Hertenstein; Peter Tammann. Uri. Hans Imhof. Sch"^' Dietrich in der Halden, Altammann. Unterwalden. HanS Heinzli, Altammann. Zug. Landis. Zürich begehrt, man möchte die Schiffleute, welche bei Wettingen das Schiff mit den Pilg"» übel geführt, unangefochten lassen, ihnen das Schiff wieder geben und sich damit begnügen, daß ^ Zürich gestraft worden seien. Antwort: Man werde sie bis zum Tag zu Baden unangefochten laße"' dann sotten die Boten Vollmacht mitbringen, die Sache auszutragen. Inzwischen sotten aber die Vos sich erkundigen, wie man es in solchen Fällen von Alter her gehalten habe. I». Die „Trämclbuben Schölmen, die mit ihren Huren vmherziehen", soll man aus der ganzen Eidgenossenschaft wo man sie findet, soll man sie ohne Gnade aus der ganzen Eidgenossenschaft schwören heißen. das Anbringen derer von Basel, der Vereinung und anderer Sachen wegen, soll Jedermann aiss^ stag zu Nacht nach 1'urisi« »tioni» (3. Februar) nach Luccrn Antwort bringen. Bern sott diese» ^ an Solothurn verkünden. ,1. „Desglich dz werben, dz der probst von Münster, Herr Jos von ^ von des künigs von Frankrich an Hertzog Sigmunden von Oesterrich geworben hatt, der richtung ' am testen zu Costenz abgerett vnd fürgeben, dz der Hertzog dem Künigc verwilligen wölle, dieselbe tung zwüschcnd Herzog Sigmunden vnd den Eitgenossen zu volziehend, wie denn das der abgerett- deshalb inhaltet, Sol Zcderman trefflich an Zr Räte vnd gemeinden anbringen vnd darumb vff ^ obgenanten tage zu Lutzern antwurt geben; doch wiewol dz der abscheit des sriden halb nit eigenl' inhaltet, so sol doch die losunge der verpfanten landen halb beschechen, vorhin vnd ee dis vollzogen Wirt." Um obgenannte beide Stücke sollen die von Unterwalden ob dem Wald drei Januar 1474. 47t Vier Boten aus jedem Drittheil beschicken, ihnen die Sache „eigentlich" erzählen und darstellen und mit ihnen reden, daß sie mit den Eidgenossen darin einhellig sein und ihre Antwort auf den öbgenannten Tag geben möchten, t'. Auf denselben Tag sollen HanS von Baldegg und Albrecht von Reinach hier sein und soll man den Anlaß stellen; Zürich und Bern sollen ihren Boten Gewalt geben und Bern dem von Baldeqq, Lucern dem von Reinach den Tag verkünden. Auf das Anerbieten, das der Propst Stör von Amsoldinqcn des Herzogs von Mailand wegen gethan hat, nämlich des Claus Stoß, der Roßtäuscher und anderer Sachen wegen vor die von Bern zu freundlichen Tagen zu kommen, doch daß man die Capitel ändere, hat man Bern aufgetragen, lim einen unverbundenen freundlichen Tag an den Herzog zu werben. Zu «1. Instructionen LnccrnS auf diesen Punkt (Lucerner Abschicdband It. l3 I>): „Item vff das Sink von der Vercinung wegen mit den nidren Stetten ist mincr Herren von Luhern antwurt, dz sl, die vfsnenien, wie die vorder schrifft wist, mit gemeinen cidguossen old dem mercn teil. Sodann von der Richtung wegen mit dem surften von Oestcrrich ist aber miner Herren antwurt, dz sy das aber mit gemeinen eidgnossen old den» mcren teil dz vssneme», doch wel »um der fach dhcinen costcn han. Vff mittwnchen nach Saut Valcntinstag mun, i.xxiüj" (1k. Februar 1474) Hand Räte vnd Hundert aber bcslosscn vnd ist das incr worden, dz si noch hlltbitag by der antwurt wollend bliben, wie die beider fachen halb da obgcschriben stat vnd si den eidgnossen vormalcn geben haben. Bff mcndag vor Oregon! nunc» i.xxiü/ (7. März 1474) sind aber myn Herren Räte vnd Hundert tresslich by einander» gewesen vnd sich gccinbart, dz sy by Ir vordrigen antwurt, wie si da vormalen vmb bcid fachen zwiircnt zu Rat worden sind vnd gcantwurt haben, bliben wölkend. — Vnd als die von Bern anbracht haben von der nidcrn Stetten vnd der vier Stetten vff dein Nyn wegen, dz si yc denselben hilff vnd trost wellen zusehen :c., Hand Inen Räte vnd Hundert vmb das sink zugcscit, dz sy mit vnscrn citgenosscn von Bern in derselben Sach ouch sin, darin» mit Inen zachen vnd als zu vnscrn gctriUvcn frlinden vnd eitgcnossen darin lib vnd gut zu Inen sehen wollend." Zellwcger, Versuch Uber die wahren Grilnde des burgundischen Kriege«, im Archiv der schweizerischen ge- schichtforschcndcn Gesellschaft V. 3t), und Wursteise» 43K envähne» eines Tages, der zwischen Herzog Sigmund, dem Markgrafen von Baden, dem Psalzgrafen, den Bischöfen von Basel und Straßburg und den Eidgenossen am 10. Januar 1474 zu Basel der Pfandlosung wegen gehalten worden sein soll. — Die Acten diese« TagcS fehle». R474, 4. AtHrUar (Freitag nach puttkolet-ionis tVIai-ia). Staatsarchiv Vncern: Lucerner Abschiede, It. 14. Boten: Zürich. Heinrich Röist, Burgermeister. Bern. Niclaus von Dießbach, Ritter; Peter von Wabern, beide Altschultheißen. Lu-eern. Caspar von Hertenstein; Rudolf Schiffmann. Uri. Hans 3mhos. Schwpz. Dietrich in der Halden. Unterwalden. Ammann Heinzli. Zug. Hans Schell. Hlarus. Ammann Aebly. In allen Orten soll man Jedermann bei Leib und Gut verbieten, zum Herzog von Burgund oder zu dem von Haqenbach in Krieg zu laufen, und wo man solche, die im Begriffe stehen, wegzuziehen, ertappt, sott man sie schwören lassen, heimzuziehen und der Sachen müßig zu gehen. Das hat man auch dem Abt von St. Gallen, denen von Appenzell und der Stadt Solothurn geschrieben. Zug soll seinen Vögten im Thurgau und im Oberland, Glarus seinem Vogt in den Aemtern dasselbe empfehlen; 472 Februar 1474. sie sollen auch Niemanden durchziehen lassen. I». Der von Landenberg und seine Mutter sotten nach ?""ch zu Recht kommen nach Maßgabe des Abschieds, der ihnen darum gegeben ist. «?. Der reisigen Wall wegen, welche jetzt zu dem Herzog von Burgund ziehen, ist erkennt, daß Bern in gemeiner Eidgenosse^ Namen dieselben angreifen, niederlegen, erstechen und aus alle Weise schädigen soll. Welches !>'t diesem Beschlüsse nicht einverstanden ist, sott selbes sofort nach Bern schreiben. «I. „Item Bern, Lutzern, Vnderwalden, Zug vnd GlaruS hant zugeseit, den abscheid gegen dem surften von reich vnd die einung mit den nidern Herren vnd stetten zuzesaqen, als sy stellen werden, vnd ob eidgenossen dz ouch tun. Die von Switz hant zugeseit die einung, aber surften abscheid hant sil ' zugeseit, dann mit den fürworten, wann der graff von Sunnenberg deS sinen wider bewert vnd jngO ^ vnd denen, so Herr Bilgre von Höwdorff das jr genomen, widcrkert, wan dz beschicht, so wellen ouch zusagen. Die von Vre hant qeantwurt vnd zugeseit den abscheid mit dem fursten, aber n'N ^ eynung wetten sh nütt ze schassen han; die nid dem Wald sint nütt vff dem tag gemessen; da sind Bern geordnet, gan Switz vnd Vre ze faren, die fachen ze werben, mit andern eidgnossen zeziechen^ ^ ^ gan Vnderwalden nid dem wald sotten aber Bern, Zürich, Switz vnd Vre die fach da werben, nnt eidgnossen zezicchen. Vnd wie sy ioch die fachen vindent, so sol aber Iederman mit vollem gemalt m zu Lutzern sin vff Donstag ze nacht nach Dorothee (10. Februar), die Sachen zu vollem ze bestich Die von Basel sollen sich auch auf obgenanntem Tage zu Lucern einfinden; daS sott man ' schreiben. Der letzte Abschied ist ihnen abgeschlagen. Da Ulrich Ester gegen gemeinen St. Zoh'M ^ orden Feindschaft hat, so ist beiden Städten Bern und Zürich befohlen, sich darein zu legen, dmmt Sache gerichtet werde. Zu n. Hier ist anläßlich folgender Act zu erwähnen: ^ 1474, 10. Januar (Montag vor St. Hilaricntag) verkündet Peter von Hagcnbach, Ritter, Landvogt mcifter, mit seinen» offenen Briefe Jedermann, insonderheit den Städten und Orten Bafel, Bern, Solothnr», ^ Zürich, Schwyz, Uri, Untcrwalden, Zug und Glarn«, daß er Amts wegen und nach Befehl seine» Herrn, zog« von Burgund, de» Ritter Han» Bernhard von Iptingen mit seinem Hau» und Dorf zu Prattcln n»d behör in des Herzogs besonder» Schirm genommen und empfangen habe, daß er also gegen Jeden, welcher de» ^ von Eptingcn oder die von Prattcln angreifen wtirdc, insonderheit solche, die sich feiner Ungehorsamen a»»>ty diesen Schirm bethätigcn miißtc. ck^pil Im Allglineii»» Abss>i«d«band n. «n. Gtaattarti» v»«»" 7»» Lucer». R47A. > I. Februar (yreitag vor Baten,im). Staatsarchiv tziriceru: Lucerner Abschiede. K, ik« Boten: Zürich. Heinrich Röist, Bürgermeister. Bern. NiclauS von Dießbach, Ritter; Pc't«> ^ von Wabern, beide Altschultheißen. Lucern. Caspar von Hertenstein; Heinrich HaSfurter, beide schultheißen. Uri. Hanö Fries, Altammann. Schwyz. Vogt Schiffst. Obwalden. Amman" Nidwalden. Ammann Enentacherö. Zug. Ammann Schell. GlaruS. sendet keinen Boten, '' am letzten Tage durch Ammann Aebly, in nachgeschriebenen Sachen zu handeln, volle Gewalt «M „Vff Samstag zu nacht nach der alten Vasnacht (5». März) söllend aller e.tgnossen botten nnt g""^ vollem gewalt zu Stano sin, vnd der von Basel botschaft ouch, vnd sol man am Sondag "'>> Februar 147Z. 473 gemeind zu Vnderwalden trefflich reden, mit gemeinen eitqenoffen in die fachen ze gand. Vnd sol man alsdan an dem end die fachen beide, die Vereinung vnd ouch des Herzogen von Oesterrich halb, voll- ziechen vnd vffrichten^ Doch so sind alle ort eins, dz man den pfaltzgrafcn vnd ouch den marggrafen nit in der vereinung han wolle; man sol ouch verkomen, dz nieman in der eitgnosfchaft von der Herschaft von Oesterrich niemerme weder schenken, mieten, noch dienftqelt nemen noch haben sol, vnd wirt das von gemeinen eitqenoffen in maS verbriefet, dz man dz alweq zehalten mit den bsinden sweren wirt. Man hat ouch denen von Basel zugeseit, die Vercinunge also zetund vnd vff die zit zu Vnderwalden zevolziechen, doch dz der pfalzgraf vnd marggraf darus komment. Von des fürstcn von Oesterrich wegen hat man ouch mit den von Basel qerett, dz sh ouch zu den eitqenoffen gan Vnderwalden komen vnd da bitten vnd werben helssen sollend, damit die von Vnderwalden nid dem Wald das mit vnö allen in- ganqend. Vnd vff dz die von Basel geworben Hand, dz die Stett lx tusent gülden darlichen wöllend, ist man zu Rat worden, dz Zürich vnd Bern hiczwllschen ffürer an die Statt Strasburg vnd ander werben söllend, dz sy die übrigen xr tusent gülden ouch darlichend, damit die verpfenten lande gelöset werdent vom Herzogen von Burgund, vmb dz man die fachen dester bas zu Vnderwalden wisse zu be- slieffen." Dazu Baseler OffnilugSbiich V. 114: „8ul,»to antr, livwimsoarc! (b. März) sollen wir vnserc Boten haben zu Untcrwalden nid dem Wald bei der Eidgenossen Boten." Bern. 1474, >8. Februar. Ttaattarrhiv Bern -IDtuische» MIgivenbuch V. >i ii !li/. Gemeine Eidgenossen schreiben unter dem Siegel Berns an den Kurfürsten Albrecht, Herzog zu Sachsen und Markgraf in Meisten: Sie seien mit den Kaufleuten deutscher Nation, welche ihren Leib und ihr Gut durch der Eidgenossen Gebiet fertigen, von alter- Zeit her in freundlichen Verhältnissen und einige derselben seien ihnen zudem so mit Gelübden zugewandt, dast sie sich verpflichtet erachten, deren Interessen zu schützen. Nun werde berichtet, dem Ludwig Vogelweider und seiner Gesellschaft („die wir die vnsern benemen") seien etwa drei Wochen vor St. Michaelstag bei Wittenberg in des Kurfürsten Land 12 Stücke Tuch, jedes 36 Gulden an Werth, und zwei Sacke mit Safran, 63 Pfund 13 Loth haltend, wovon das Pfund mehr denn 3>/s Gulden gelte, gewaltsam weggenommen worden, was um so schwerer, weil es trotz des Kurfürsten Schirm und Geleit geschehen sei. Die Eidgenossen bitten also den Fürsten, dafür zu sorgen, dast den Beschädigten ihre Maaren zurückgegeben oder gehöriger Ersatz geleistet werde, und begehren Antwort durch den rückkehrenden Boten. Konstanz. 1474, Februar und Marz. Gtaatsarwiv V»c«rn. Gtaattarwiv ?i»r». aiimeil Uooom.nl» Verhandlungen zwischen den Eidgenossen, Herzog Sigmund von Oesterreich und der Niedern Vereinigung über die ewige Richtung zwischen Oesterreich und den Eidgenossen, über ein Bündniß zwischen den 60 474 Februar und März 1474. Eidgenossen und der Niedern Vereinigung und ein Bündniß zwischen der letztern und Herzog Sigmund, auch über die Lösung der burgundischen Pfandschaft u. s. w. unter Vermittlung der Boten des Königs von Frankreich, Ludwigs XI., Zost von Silinen, Propst zu Münster im Argau,. und Graf Hans von Eberstein. — Die Namen der eidgenössischen Boten siehe in der Urkunde «I. Die Verhandlungen begannen wahrscheinlich schon im Januar (siehe oben Abschied 7III ck), ans Grundlage des am IL. August 1472 von Bischof Hermann von Constanz und dem Grasen Hau« von Ebcrstein gestellten u»d ^ siegelten Entwurfs (s. ».Abschied K!>3). Die Artikel des nachsolgcndcn Entwurfs « stimmen mit jenem wörtlich Uscl' ein und die im Octobcr daraus wegen einer Differenz an den König abgesendeten österreichischen Boten berufe» aus den Entwurf des Bischofs Hermann und des Grafen von Edelstein. (!I,mvl, >louumvntn ^u»tiiava I- 263 : — »ljuomilümocium viulom coiioorcliu (?on«i,uiitit! oouooptu jior vz>i»ooznim ^oimtuiitinnoom vt ooniit»u> sto Llivrstvin «i^iiiutu olarv a»tvnüit.» ». Der „letzte" Abschied von Constanz (undatirt): ch „Der lest abscheid zUi'Costenz, abqerett zwüschend Hertzoq Sigmunden von Oesters vnd den eitqnossen. n» Ztem das hinfür beide teil vnd alle die Iren in Zr stett vnd lender zu einander sicher libs v qutö mit kouffen vnd verkouffen vnd andern getrüwen vnd vnschedlichen geschefftcn vffrechtlich, vnd redlich wandle« mögend vnd söllend, von yetwedrer partye in solichem fug vnqehmdert vnd in getrüwlich vnd vngefarlich. Item ob vnsers gnedigen Herrn von Oesterrich zugehörigen zu gemeiner Eitqnosschaft oder 2"" zugewanten oder der Eitgnosschaft zugewantcn zu dem bcmelten vnserm gnedigen Herrn oder siner v" liehen gnaden von Oesterrich zugehörigen Zuspruch hetten oder fürer gcwunncn, darumb die psr gütlichen nit betragen werden möchten, dz der cleger sin widerpartye zu Recht vnd vstrag erfordern vff den Bischoff zu Costenz oder die Statt daselbs, oder vff den bischoff zu Basel oder die statt demnach dann die angesprochen partye dem cleger indrent dry monatz frist nach siner erfordrungs ^ statt tun sol, also dz clag, antwurt, red vnd widerred vnd rechtsatz in solicher zit beschcch an ' ^ Verzug. Vnd des sol der antwurtend teil, ob er darin sumig ivurde, dazu gehalten vnd zwungen n'^ ^ by vorchtlichen penen sins libs vnd gutö durch sine Oberteil, die deö darzu mechtig ist, vngfarlich; die Spen antreffen erpvell, gelegne qüter vnd cleinfüg geltschulden, das soliche ansprüch berechtigt n't>^ söllend in den geordneten geeichten, darin dieselben erpvell vnd güter gelegen sind. Vnd wz an der ^ melten enden eim allweg gesprochen wird, daby sollen ouch allwcq bed teil bliben on appcliren vnd n'k" ^ Item vnd ob daselbs vmb fetz berttrt ansprach yeman voit dewedrer partye rechtlos ob dz tuntlich wurde, dz der an der vorgeschrittenen vier enden eim sin Recht suchen möcht, wie dz geschriben stat. Ztem vnd ob hinfür der obgenant vnser gnediger Herr von Oesterrich zu den eitgnossen, lendern gemeinlich oder sunderlich, Zusprüch oder Stösse gewunne, dz er si denn ouch zu den vier Rechten eins zu Recht vnd vstrag, wie dz dauor begriffen ist, fürfordern mag, also daö ouch rechtlich vollendet werden sol. Vnd zu glicher wise vnd in dem fug, ob gemein eidqnossen oder st»' ^ liehe oder ir Zugewandten zu vnserm gnedigen Herrn von Oesterrich Zusprüch gcwunncn wurden, d) ^ in vorqeschribncr wise mit Recht ouch sürgenomen vnd da also berechtigt werden vnd zu end vnd vs komen söllend. Februar und März 1474. 475 Vnd vmb des willen, dz die verwilklirten Richter nn vStrag bestimpt in Beladung solicher spennigen Hendel in iren spruchen vnd libungen bester fryer sycnd, so sollend allwegen die spennigen partyen in Zugang der rechtlichen vötrage sich gen denselben angenomenen Richtern schriftlich verbinden, von solicher Spruch wegen dieselben Richter darumb nit zu vechen oder darumb Inen einichen argen willen oder vnfug zuzemessen. Ztem vnd ob vnser gnediger Herr von Oesterrich in siner gnaden geschefften der Eitgnosschaft Hilff notturftig wurde sin, dz si die sinen gnaden tlin wollen vff siner gnaden sold, wie die Eitgnosschaft sölich solde in Iren eigenen geschefften geben, getrliwlich vnd vngefarlich. Ztem die Eitgnosschaft sollen ouch vnserm gnedigen Herrn von Oesterrich überantwurten alle brieffe, vrberbucher, register vnd geschrifften, so sy innhabend vnd der Herrschaft von Oesterrich zustant, vnd ob sy eynicherley brieffe, blicher oder geschriftcn yemant andern, ubergeben hctten, dz sollend sy sinen fürstlichen gnaden ouch offnen getrliwlich vnd on geverde, vögescheiden die brieff, rödel oder geschriften, so die inhabenden lande, Stett vnd sloS der eidgnossen besagend. Ztem das ouch beid partyen by allen Zren landen, Stoffen vnd Stetten, dörffern vnd merkten/ so sy in vergangnen ziten zu Zren Händen erobret vnd bracht haben, bliben, ouch den vcrschribungen^ so bebe teil von einander« habent, nachkamen sollent an Zntrag. Ztem vnd das ouch dewedre partye, noch ir zugehörigen vnd mithaften die ander partye vnd Zr mithaften durch Zr Stett, SloS vnd lande dheinS wegS bekriegen, beschädigen, vechen oder in einich wise an lib oder gut beleidigen lassen sol. Ztem vnd das ouch dewedrer partye stirer niemanS die Sinen in blintnuS, burgrecht, lantrecht, schütz, schirm, noch versprechen annemen sol, dem andern zu schaden vnd vnfug, eS were denn, dz yemanS hinder den andern mit sinem huShablichen sitz ziechen wolte, den geeichten, darin ein Zeder sinS sitzeS halb von alter gehört hat, vnverdinget. Ztem vnd ob darüber deweder partye oder die Zren durch der andern partye Stett vnd lender bekriegt oder beschediget wurde, wen dann daS derselben partye, da es beschech, zewlisscn getan wurde vnd den Vögten vnd amptlliten verkündet, vnd da die däter begriffen möchten werden, dz dann das beschech vnd demnoch dieselben beschediger darumb vffgehalten vnd gestraft werden nach dem Rechten, vnd ouch dhein teil dem andern sin viend oder beschädiger wissentlich nit Imsen, hoffen, essen, trinken, noch dhein vnderschlup oder hilff tun, noch daö yemant geftattigen sol in dhein wiS, getrliwlich vnd vngefarlich. Ztem von der widcrbringunge des versatzten landeö, in waö fugen vnd schin dieselbe losung beschechen, vnd wz hilff, RatS vnd zutunS vnser gnediger Herr zu der Eitgnosschaft, weS sich iede partye zu der andern zuversichtigen sol, deS haben beid teil von einander bericht qenomen der gestalt, dz eS schriftlich nit zu verfassen sye, sunder sich Yede partye der andern in gutem, erberm glouben darumb vertruwen vnd verlassen Mus, dz vnser gnediger Herr von Oesterrich vliö vnd libunq haben sol, die bericht zu Waltz- Hut beschechen, die von Schaffhusen vnd Herrn Dilgerin von Höudorff berlirende, mit der Eitgnosschaft Rat vnd Hilff zu volziechen. Ztem dz ouch von dewedrer partye vnd den Iren vff die ander partye vnd die Zren dhein nliw zhll noch ander beschwerte gelegt werden sol, sunder dz bliben ze lassen gegen einander, wie von alter har genomen vnd geben worden ist. 476 Februar und März >474. Ztem von der lechen wegen ist bereit, wz vnser gnediger Herr von Oesterrich zu lechen hatt, dz sin gnad fürer by derselben lechenschaft bliben sol, vsgesundert die lechen der erobreten >""d i vötrag fürgefordert werden nach lute des vötragS, der oben vermeldet ist, demselben vötrag ouch dm partye statt tun sol by den gelüpten, eiden vnd Sigeln diser bericht. Were aber, dz durch gnedigen Herrn von Oesterrich Rete, diener oder die sinen gnaden zu versprechen stand, oder b>n> durch der Eitgnosschaft einich Statt, lande, ort, sunderlich person zu der Eitgnosschast verwant dlS bericht beschech vnd darumb nach lute des vötragS obvermelt nit fürkomen oder demselben n mt statt tun welte, so sol vss ermanunge des teils, an dem der srid nit gehalten were, dicselb vngb» partye durch Zr oberkeit zu gehorsam bracht werden, alles by den gelüpten, eiden vnd verl Hungen, so darumb vffqericht werden sollend. Ztem vnd dz ouch daruff alles dz, so sich in kriegS oder ander wise zwüschen vnserm gnedigen von Oesterrich vnd der Eitgnosschaft vnd allen Zren zugehörigen vnd mitgewantcn gemacht, vnd verlouffen hat, darin dhcinerley vSgescheiden, vSgesündert, noch Hindan gesetzt, bcstenntlich vnd ne ^ lich bericht, vertragen vnd vereint sin vnd dz ouch dem gestrackS von beiden teilen vnd Iren zuged^' nachgangen werden sol one Zntrag, by vnserS gnedigen Herrn fürstlichen eren vnd by den eiden, Eidgnosschaft in Stetten vnd lendern gesworn Hand, zu einer ewigen bestetnusse sölicher bericht/ almechtigen zu lob. . Ztem dazwischen sol ouch versuchen vnd anbringen beschechen an Straßburg, ^ vnd dieselben Stett, ferer wissen ze erlangen, weö man sich zu Inen verlassen möge- Loncorstat." Staat«archlv «ucirn, Alten ^ Das ist offenbar der Abschied, der der Verhandlung zu Grunde gelegt wurde und welcher als der Vorf unterlegt wurde, mit gesperrter Schrift geknickt ist, fehlt bei K» was bei k gesperrt ist, fehlt bei » »nd ist somit Zusah dicstö ^ Wie die beiden Parteien den König zum Entscheid zu Gunsten ihrer abweichenden Vorschläge zu stimmen suchen- ^ die folgenden Verhandlungen. I». Der Entwurf der ewigen Richtung, wie er vom Tage zu Eonstanz auf den Entscheid Ludwigs XI. gesetzt wurde. „DiS nachgeschriben ist die betragnisse vnd bericht zwüschent Herrn Hertzog SigM"" von Oesterrich an einem vnd gemeinen Eidgnossen, Stetten vnd lendern, am andern le' zu Costenz beschechen vnd begriffen: Februar und März 1474. 477 Ztem daö hinfür beid teil vnd alle die Iren in Ar stett vnd lender zu einander sicher libö vnd guh, mit kouffen vnd verkouffen vnd andern getrüwcn vnd vnschedlichen geschafften vffrechtlich, erberlich vnd redlich wandeln mögen vnd sollen, von jeder party in sölichem fug vngehindert vnd in allweg ge- trüwlich vnd vngeuarlich. — Von des vßtragö wegen also: Ztem ob Hertzog Sigmunds von Oester- rich Zugehörigen zu gemeiner Eidgnosschafft oder Zren Zugewandten oder der Eidgnosschaft Zugewandten zu dem benemptcn Herrn von Oesterrich oder sinen Zugehörigen Zuspruch hetten oder stirer qewunnen, darumb die partyen gutlich nit betragen möchten werden, das der Cleger sin widerparty zu Recht vnd vßtrag eruordcrn sol vff den bischoff zu Coftentz oder die statt daselbS, oder vff den bischoff ze Basel oder die statt daselbS, demnach dann die angesprochen party dem Cleger innert drn manotzfrist nach siner eruordrung rechts statt tun sol, also daö clag, antwurt, red vnd widerred vnd rcchtsatz in sölichem zil beschechcn sy an lenqern Verzug. Vnd diS sol der antwurtend teil, ob er darin sümig wurd, dazu gehalten vnd bezwungen werden by forchtlichen penen sinö libS vnd gutz; doch da die spenn antreffent erbval, gelegne guter vnd cleinftiq geltschulden, daö sölich ansprachen berechtet werden söllent in den geordneten geeichten, darinn dieselben erbväll vnd gtiter gelegen vnd sölich schuldner gesessen sind. Vnd was an der obgemcldten end einem ic gesprochen wirt, daS daby such allweg beid teil an stirer ziechen, weigern vnd appelliren beliben söllent. — Ztem vnd ob daselbS vmb yetzt bertirt ansprach icmant von zetwedrcr party rechtlos gelassen wurd, daS der an der vorgeschribnen vier end eim sin recht suchen möcht, wie daS dauor qeschriben ftat. — Ztem vnd ob hinftir der obgenant Hertzog Sigmund zu den Eidgnossen, stetten vnd lendern, qemeinlich old sunderlich, zuspruch old ftöß gewunne, daS er sy denn ouch zu der vbgertirten vier Rechten eins zu recht vnd vßtrag, wie daS dauor begriffen ist, ftirfordern mag, also daS die ouch alba rechtlich vollendet werden söllent. Vnd zu qelicher wise vnd in dem fug, ob gemein Eidgnossen oder sunderlich ein Ort old Zr zugewandten zu Hertzog Sigmunden zuspruch gewinnen wurden, daS die in vorgeschribner wise mit Recht ouch furqenomen vnd da also berechtiget werden vnd zu end vnd vßtrag komen sollen. — Vnd vmb des willen, daS die verwilktireten recht im vßtrag bestimpt in beladunq sölicher spenniger fachen in iren spruchen vnd Übungen best fryer sigent, so söllent allweg die spcnniqcn partyen in inganq des rechtlichen vStragS sich gegen denselben angenomnen richtern schriftlich verbinden, von sölicher sprüche wegen dieselben Richter darumb nit ze vechen oder darvmb Zn einigen argen willen oder vnfug zuzcmessen. — Vnd ob Hertzog Sigmund in sinen gcschäfften der Eidgnosschaft hilff notturftiq wurde sin, das sy Im die tun wöllcnt, wo Znen daö eren halb geplirlich sin mag, vff sinen solde, wie die Eidgnosschaft sölich solde in Zren eignen geschafften gcbcnt, gctrüwlich vnd vngeuarlich. — Die Eidgnossen söllent ouch Hertzog Sigmunden llberantwurten alle briess, vrberbsicher, reqister vnd schafften, so sy inn haben vnd der hcrrschafft Oesterrich zustand; vnd ob sy einicherley brieffen, buchcr oder geschrifften jemandS andern ubergeben hetten, daS söllent sy Zm ouch offnen ge- trüwlich vnd an geuerd, vßgescheiden die brieff, rödel oder schrifften, so die inhablichen land, stett vnd schloß der Eidgnosschafft besaqent. — DaS ouch beid partyen by allen Zren landen, schlössen, stetten, dörffern vnd merkten, so sy in vergangnen ziten zu Zren Händen erobert vnd inbracht haben, beliben söllent. — Vnd das ouch dewedre party, noch ir zugehörigen vnd mithaften die andre party vnd Zr mithaften durch Ir stett, schloß, noch land deheinS wegS bekriegen, beschädigen, vechten oder in einich wiß an lib oder gut bekümbern lassen sol. — Vnd daS ouch dewedre party fürer dem andern die sinen in püntnus, burgrecht, landrecht, schütz, schirm, noch versprechen annemcn sol, dem andern teil ze schaden 475; Februar und März >474. vnd vnfug, es were dann, das ,emant hinder den andern mit sinem huöhäblichen sitz ziechen wolt, den geeichten, darin ein ieder sineS sitzeü halb von alter gehört hat, vnverdinget. — Vnd ob darüber jetwcdre parch oder die Iren durch der andern party stett vnd lender bekriegt oder beschädiget wurden, das dann von stund an die partye, da daS beschechen wäre, zu denen griffen vnd von Znen nach recht liehen richten lassen sol. — Vnd daS ouch deHein teil dem andern siu vind oder beschädiger wissest > nit Husen, Hofen, ätzen, trenken, noch dchein vnderschub oder hilff tun, ouch das Winands gestattigen >el dehein wis, getrüwlich vnd vngeuarlich. — Item das Hertzog Sigmund die bericht zu Waltzhut beftlv^st^ die von Schaffhusen, die von Fulach vnd Herrn Bilgrin von Höwdorff berürcn, vollziechcn sol, vnd Zm die Eidgnossen darin gehelfen vnd geraten könnent, daS sol von Znen mittrüwend^ schechen. — Vnd das ouch von jetwedrer party vnd den Iren vff die widerparty vnd die Zren dehe>" zöll, noch ander beswert geleyt werden sol, sunder das belibcn zelasscn gegen einander, wie von alter bar genomen vnd geben worden sind. — Item von der lehen wegen ist berett, das Herzog Sigmund by i»' lehenschaften beliben sol, vßgesündert die lehen der eroberten land vnd in den vngelösten pfandschuffte"- Ztem vnd das ie zu zechen Zaren von Hertzog Sigmunden vnd sinen erben sölich bericht sinen vnd zugehörigen verkünt werden, wissen ze haben, die zu volziechen, vnd hinwiderumb von der Eidä' ^ schaft vnd den Zren desgelich ouch beschechen sol, so das notturfftig ist. — Vnd sundcr das o» Mannspersonen in den Stetten Rinselden, Seckingcn, L ousfenberq vnd Waltzhut " denen vss dem Swartzwald vnd denen, so zu der Herrschaft Rinselden qehörent, t5>d ^ Gott vnd den heiligen sweren söllent, das sy vnd »r nachkomen diß richtung getrü'U > halten wollent vnd je nach vergangnen zechen Zaren sölich Eide von Znen, so daz dert wirt, beschechen vnd getan werden söllent. — Vnd wäre, das dis früntlich bericht d>u Hertzog Sigmund an gemeiner Eidgnosschasst oder hinwiderumb durch gemein Eidgnosschast an Sigmunden nit gehalten wurden, so sol darumb nit vechd, vffrur vnd krieg fürgenomen, sunder die brüchig party darumb zu vstrag ftirgefordert werden nach lut des vötrags, der obvermelt ist, selben vßtrag ouch die selb party statt tun sol by den gelüpten, ciden vnd sigeln discr bericht- aber, das durch Hertzog Sigmunds Rätt, Diener oder die Zm ze versprechen stand, oder x durch der Eidgnosschast ein statt, land, ort oder sunderlich Personen zu der Eidgnosschast verwandt dise bericht beschechen vnd darumb nach lut des vßtragS obgemelt nit fürkomen oder demselben nit statt tun wölt, so sol vff ermanunq des teils, an dem die richtung nit gehalten wäre, die U ^ vnqehorsamen party darzu gehalten werden, das zu volziechcnt. — Vnd das ouch daruff alles ^ sich in kriegs oder ander wiß zwüschent Hertzog Sigmund vnd sinen vorfaren vnd der Eydgus^^ vnd Iren vordern vnd allen Iren zugehörigen vnd mitgewandten biß vff gebung diß bricsfs vergangen vnd verlouffen hat, darin deheinerley vßgescheiden, vßgesündert, noch hindangesetzt ^ vnd vestenklich, bericht, vertragen vnd vereint sin, vnd das ouch dem straks von beiden partven vnd - ^ ^ zugehörigen vnd zugewandten nachgegangen werden sol an Zntraq, wie das dise richtung begrifft wiset by Hertzog Sigmunds fürstlichen wirdcn vnd eren vnd by den eidcn, so die Eydqnoßschnft^ vnd lendern gcsworn Hand, zu einer ewigen bestetnuß sölicher bericht, dem allmechtigen Gott zu » Sla„«ar«,iv allz«mUn, .Idq»n»sflf«k ^ Im bernischcn Abschicdbnch sind diesem Acte die Erklärungen des Herzog« Sigmund vom 24. der Eidgenossen vom 30. März («-. 6) nachgetragen, wodurch für die definitive Festsetzung der Richtung a'ff de»' Februar und Marz 1474, 479 Ludwig comproinittirt wird. ES ist somit diese« der Entwurf, dessen OriginalaiiSscrtignng nach Frankreich geschickt wurde.— Vergleiche auch Zcllweger, Versuch libcr die Ursachen des burgundischcn Krieges, im Archiv der schweizerischen geschichtsorschendcn Gesellschaft, V. S. »5,. — Ein Eoneept, nur in etwas anderer Form, befindet sich abgedruckt bei Zcllweger, Appenzeller Urkunden, Nro. 47S. — Das Fragment a»S dem Luccriicr-Staatöarchiv, abgedruckt bei Zcllweger, Versuch Uber die Ursachen des burgundischen Krieges, Beilage XIII, gehört offenbar zu de» Verhandlungen eines friihcrn temporären Friedens. Erklärung Herzog Sigmunds über daS Concept der Richtung. (1474, 24. Februar.) „Wir Sigmund von GoteS gnaden Hertzog ze Oesterreich, ze Styr, ze Kernndcn vnd ze Kram, Graue ze ^ Tprol tc., bekennen: AlS zwischen vnS an ainem, vnd den ersamen, weissen, vnsern lieben besundern, qemaynen Aidt- > genossen von Stetten vnd lendern am andern tail, von vnser zwayung, irrunq vnd stoß wegen, darinn wir > vnd vnser vordern vil Zar mit einander gewesen sind, am gütlicher tag zu Costentz gehalten vnd da ain abschid > in schrifft begriffen ist, wie sölhö hingetan vnd betragen werden möcht, vnd aber der allerkristenlichist Fürst vnd j Herr, Herr Ludwig, küniq zu Frankh- reich, vnser lieber Herr vnd Oehcim, den Edlen vnsern lieben Ocheim vnd ersamen, j andechtigen Graf Hannsen von Eberstain, Zosen von Silinon, Bropst zu Münster in Ergew, sein Rete, zu vnS vnd den obqe j nannten Audtgenossen geuertigt hat mit beuelch, an vnS bederseht zu werben, Zm den obgenannten abschid zu Costentz j beschehen zu vberantwurten in dem fug, wie er dem nach die bcricht zwischen vns besliesse vnd begreiffe, daz wir dabey be- j leiben vnd dem also nachgeen wellen, das wir da von solhs gewerbs wegen den obgenanten abschid dem vorgenanten > vnserm lieben Herrn vnd Oeheim, dem tünig, zu schikhen haben lassen, mit der vnderschaid, wie sein künigkhliche wirde j demnach die bericht begreiffcn vnd setzen lasse, das wir solhS mit vnsern fürstlichen eren vnd wirden nach seinem > ynnhalt geloben vnd versprechen, war, vest vnd stett zu Halden vnd daS gestrakhs zu uolziehen vnd zeuolfüren > vnd sunder dem an Jntraq erberlich vnd redlich nachzugecn, vnd daS wir also miteinander gericht, geslicht vnd betragen > sein füllen an alle arglist, getrewlichen vnd an geuerde. Mit vrkund ditz briefö, Geben zu Znsprugg an Phintztag j vor dem Suntag Znuocauit nach Cristi vnsers lieben Herrn gepurde Tausend vierhundert vnd in dein vier vnd siben- I zigisten Zare. 4. 4. prinaojm in «oiniilio." Pergament,», Urkunde mit anhangendem herzoglichen, Siegel im Staa»»archi» Zttri». «I. Erklärung der Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Untcrwaldcn, Zug und GlaruS. (1474, .'IC. März.) „Wir stellen vnd lendcrn gemeiner vnser Eidgnosschaft ratzfründe vnd volmcchtig gewaltzbotten vnser Herren vnd obern, von denen wir also gemeinlich vßgefertiget I vnd gen Costentz geschickt sind, von Zürich Heinrich Reist, der zit altburgermeister, vnd Cunrat von Cham, stattschriber, von Bern NiclauS von DieSpach, ritter, j vnd Peterman von Wabern, beid altschulthessen, von Lutzern Heinrich Haöfurter, altschultheß, von Sollotern Hanns vom Stall, stattschriber, von Vre Walther ^ in der Gassen, land- aman, von Swiy Cunrat Kupferschmid, altlandaman, vnd ZoS Kochly, seckelmeister, von Zug vnd dem ampt zu Zug Hanns Schell, alt. > aman, vnd von GlaruS Hanns Schüblibach, seckelmeister, Bekennent von der vorqenanten der Eidgnoßschaft stellen vnd lendcrn wegen, als dero volmechtigen: > Als zwüschent dem durchlüchtigen, hochgebornen fürsten vnd Herren, kern Sigmunden, hertzogen ze Oesterrich, ze Stir, ze Kernden vnd ze Krain, graffen s ze Tirol tc., vnserm gnedigen Herren, an einem, vnd den vorgcnanten vnsern Herren vnd obern den Eidgnossen von stellen vnd lendetn am andern teil, > von der zwehung, 48l) Februar und Marz 1474. irung vnd stoß wegen, darinne sy beidersit vnd ir vorder« vil laren mit einander« gewesen sint, c>n gütlicher tag zu Costentz gehalten vnd > da ein abscheid in geschrifft beqviffen ist, wie sölichS hingetan v>> betragen werden möcht, vnd aber der aller cristenlichst fürst vnd Herr, Herr Ludwig, künq > zu Franckrich, vnser qnediqester Herr, den wolgebornen vnd erwirdigen, vnser lieb Herren, graff Hannscn von Eberstc»' vnd Hern Zosen von Silinen, bropst zu > Münster im Ergöw, stner gnaden rütt, zu dem obgenantcn Herren Hertzog Sigmunden vnd den vorgenanten vnsern Herren den Eidgnossen qeuertiget hat, nnt > beuelch, an sy beidersit zu werben, sinen gnaden den obgenanten abscheid zu Costentz beschcchen zu antwurten in dem fug, wie sin gnad demnach die j bericht zwüschent inen beschließ vnd begriff, das ffl beidersit daby beliben vnd dem also nachgan wollen; DaS wir da von sölichö qewerbö wegen anstatt! vnd in namen Vilser vorgcnanten Herren der Eidgnossen den obgenanten abschid dem vorqenanten vnstrM gnedigisten Herren dem kling zuschicken lassen haben j mit der vnderscheid, wie sin küngklich gnad dcinna die bericht begriffen vnd setzen lasse, das wir sölichö anstatt vnd in namen vnser vorgenanten Hern'» der Eidgenossen by den eyden, so sy iren stetten vnd lendern gesworn haben, nach sinem iniihalt vnd versprechen war, vest vnd stat zehalten und das gc- j stracks zu volziechen vnd zu volfürcn » sunder dem an intrag erberlich vnd redlich nachzeqan, vnd daS sy beidersit also mit einander» si"' ^ geschlicht > vnd betragen sin sSllen an alle arglist, getrüwlichen vnd an geuerde. Mit Vrkund diß daran wir obgenanten Heinrich RSist von min sechs vnd des vorge- I nanten Cunraten von Cb»»''/ minS mitqesellen, wegen min insigel, NiclauS von DieSpach, Ritter, Petcrman von Wabern, Hc»"' HaSfurter, HannS vom > Stall, Walther in der Gassen, Cunrat Kupfferschmid von min sclbS vnd ^ obgenanten Zosen KochlyS, mineS mitgesellen, wegen min insigel, Hanns Schell s vnd Hanns dach, vnser jcgklicher sin insigel, alle anstatt vnd in namen vnser obgenanten Herren der stetten vnd lcndern offenlichen hencken > lassen habent. Der geben ist zu Costentz vff Mittwuchr» dem heiligen Palmtag, als man zalt nach der gepurt Cristi vnserS lieben Herren tusent > vierh»» stbentzig vnd vier Iure." Nach dein im k. t. Hau«- und Staatsarchiv in Wien befindlichen besiegelte» Original, abgedruckt bei Nouumentn. Ilakftlini-givu I. Seite 173. — Eine gleichzeitige Copic im Archiv Nidwalden. Auch im Sta" archiv Bern, Allgemeine eidgenössische Abschiede 1 als Anhang zu der «ul> I, stehenden Urkunde. . Bern schrieb den 14. März an den König von Frankreich: — ^vnd stirer als zwiischcn dem durchhich"-^ ftirstcn dem Herzog zu Oestcrrich, vnS vnd vnsern Eidgenossen etwas merklich zit daher irrnng gchanget v»d ^ ^ stirdernng cwer k. m. gar nach zn bcslns; gcftirt, wie wol ouch vnser mtig vnd arbeit dnrch die vnsern daran ^ spart ist, so Welten wir sölichs derselben vngclittcrt nit lasicn" — (Staatsarchiv Bern, deutsches 230.) — Nach Knebel, Chronik 1.43 kam die Nachricht vom Abschlüsse den 2. April nach Basel und wnrdc da ^ Glockcngeläute gefeiert. — Am 7. April schreibt Bern an den König von Frankreich: „Allcrcristcnlichstcr kt>»!i' ^ Als dann wir ttivcr königlichen Maiestat in kurzem by vnscrm eigenen Kotten geschribcn vnd als die, so tiwcrn gnaden bestantlichcn willen tragen, bckantlich gemacht haben, waS biShar in der fach zwttschen vnser»' !i>» ' Herrn, dem Herzog von Oestcrrich, vn« vnd gemeinen vnsern eidgcnossen gehandelt worden ist vnd waS o»ch '' darin stirgcnomcn vnd bis an öwer gnad beslosscn wurt, das öch ouch zn erclcre». Also vcrkttnden wir derselbe» länglichen maicstat, da« ich in der Stat Costenz zwttschen dem vorbcritrtcn fttrstei» von Oestcrrich vnd vn« v»d ^ meinen vnsern eidgnossen vnd verwanten, nienian vßgcsnndcrt, mit samt etlichen de« heiligen Rich ftcttcn, die ir trcfsenlichen botschaftcn da gchcpt Hand, ein ganzer beschlust ein« ewigen sridcn« bi« an tttver gnad gctrossc» ^ gemacht ist, vnd sol der vcrmelt stich von Oestcrrich vnscrm Herr,» von Burgund sin verpslicht angend« aliköndc» Februar und März 1474. 481 das gelt der losung, lxx tusscnt guldin, die ouch by einander» sind, in die Stadt von Basel legen vnd das dem Herzog crbietten vnd darnff sin vcrpfenten Stett vnd lcndcr wider zu sincn Händen bringen; vnd ob dann der Herzog von Burgund daö nit ncme», noch der Losung gehorsam sin will, das wir nit vcrtrnwcn, so wirt der fürst von Oestcrrich sich gen dem Herzogen von Burgund, sincn landen vnd litten in Vnwitlcn crzöngcn, In zcschcdigcn mit Jnncinniig sincr pfandschaftcn, darzn er mit hilff vnd gnaden des allniechtigcn Gottes, den man in allen dingen vor ougen haben sol, an vnS, vnsern Eidgenossen vnd ander» verwantcn in der fach vcrpflicht, craft vnd macht genug hat, als dann üwcr gnad des in der rittcrcn von Dicsbach vnd des probsts von Münster schrifstcn verrcr bcricht wirt. So werden ouch wir vnd vnscr Eidgnosscn in vnscr aller namcn zu cwcr kilnglichcn maicstat knrzlichcn botschaft schicken, üch allen Handel vnd was sich bishar begeben hat, zu bcmcldcn, mit demütigem ernst begcrcnde, ob ycman zu üwcr gnaden konien vnd die fachen irren wurd oder vnderstan wolt, das dann diesclb üwcr gnad nieman kein ander antwnrt gcb oder kein cndrung tügc bis vf znkunft der vcrmcltc» botschaft, die ir höre» werden." — (Staatsarchiv Bern, deutsches Missivenbnch 241.) Ucbcr die Punkte, welche beide Theile in dem vorstehenden Entwurf der Richtung abgeändert oder verbessert wünschten, geben bezüglich der Eidgenossen die nachfolgenden Abschiede Nro. 739 k und Note, 740 l. u. 74!» o. Aufschluß, bezüglich Herzog Sigmunds die seinen Gesandten nach Frankreich erthciltcn Instructionen, abgedruckt bei tltimol, Ronumouta Imliüllur^ioa I. 239. Der wesentliche hiehcr bezügliche Inhalt der letztern geht dahin: Auf dem Tag zu Constanz sei kein Abschied mit gemeinsamem Einverständnisse gemacht, sonder» es sei dem Herzog nach seiner Abreise ein Eonccpt nachgesendet worden, worüber dieser sagt : „Dy gcschrift haben wir nit in abschidwisc angenommen, snndcr als wir zu Eostcnz gcschaiden sein, haben die vndertaidinger vnS den nachgcsant; so aber auf seiner gnaden pcgcrn der für ein abschid anzaigt scy, haben wir es ai'ch also lasse». Vnd sollcnt dabcy nit vergessen, das vnS zugesagt vnd also abgcrett scy, das dy selben artikcl sollcnt gcpesscrt werde» für vnS vnd aus vnser tcill." Ans einem besonder» Zedcl wird bcincrkt, die Gesandten sollen trachten, daß die Richtung ans die „vorder mainnng", d. h. wohl aus den Entwurf von >472 oder den „letzten Abschied" °'dur", Ur>, Unl..w.ld.n, A>>0 und "°" U"° und dm SMlm Slr-M,,.,. B„s.l S-lmst. nnd ' ^ uu^ i'^u 2-h« ä, cd Sonst,m, ,ll, Mar, >474, - Beilagen 4» nnd »», ' «e-nn^st's'msta^^ H-rz-g Sigmund« ,ni, dem »i,d-w „indnng d-. dn-»nndi,chen Mnd,,.,. 4, 5 die Tage« zu betrachten. Die Abschiede 7-ja 7^7.,. ^^sch'cd 7.,9 ,ft als eine Fortsetzung d.escS ZU. März Uber da« Compromist auf König'v..dwia voroel.md^B-^ m"^"'össischcn Erklärung muuds <«d) schon vom 24. Februar datirt und die 91? - die Erklärung Herzog S'g- lichc unter 7.15 stehende Acten in Eine Nninnicr ' "' ' vereinigte man sä»""t- 1474, «. März. Nammjae» I.en>sl«t, III. >17. Herzog Carl von Burgund sendet den Heinrich von Colombier und den Jean Allard in die Stä^ und Länder der Eidgenossenschaft, um gegen die französischen Umtriebe zu wirken und die Eidgeno» seiner freundschaftlichen Gesinnung zu versichern. Bei (IommiuO«'Ic0ll^lvt a. a. O. stehen sowohl die Instructionen der Gesandten als die Antwortc» ^ einzelnen Orte. Müller IV. <;ü!» setzt die Sendung aus den 474, 14. März Montag »ach ««gorn). TtaattarSiIv Lucer» : Luccrncr Abs«ä«de, II. Ik. Boten: Zürich. Heinrich Röist. Bern. Niclauo von Dießbach, Ritter; Petermann von W>'ber"' Jacob vom Stein. Lucern. Caöpar von Hertcnstein; Heinrich Haöfurter; Peter Tammann. ». Der Städte am Rkein wegen sollen die Boten von Basel der obgcnannten drei Städte Bern und Lucern Trost und Beistand zusagen. Wenn die Boten von Basel noch weiter Dcfebl ^ dießsallo auch an die drei Orte zu schreiben, so sollen sie berichten, waS ihnen von da geantwortet ^ ?». Man schreibt an Schwyz, eS möchte beim Grasen von Sonnenberg bewirten, daß er biö ^ gegen die Herrschaft Oesterreich keinen Krieg anfange, sondern den Frieden halte. Dasselbe ^ vom Herzog von Oesterreich gegenüber dem Grafen verlangt. «. Der Bote des Königs von F"i» ' hat angebracht, der König habe vernommen, der Herzog von Burgund beabsichtige, vor Mühlhaust"^ ziehen. Für diesen Fall halte sich der König mit ganzer Macht gerüstet, um den Eidgenossen zu ^ ^ zu Ehren dem Herzog Widerstand zu thun. «I. Ferner begehre der König mit den Eidgenossen ^ noch nähere Freundschaft einzugehen, nach ihrem Gefallen, wie sie ihm und er ihnen Beistand thun ^ und kein Theil sich von dem andern ziehen soll. „Item vnd das man die fachen von Ocste^ März >474. 483 als er dem probst von Munster bevolchen halt, fürdre vnd (zu) dem end steche, vnd dz stberein vnderwegen nit gelassen wurde dz der kling mit sunderheit begert." t. Ferner hat der König mit gar viel freundlicher Erb,etung Leibs und Guts verlangt, man möchte keine Knechte zum Herzog von Burgund oder sonst wider ihn laufen lassen; das wolle er gnädig erkennen. VSS. Luoern. 1474, >«. März tMiuwoch ante lotora). S»aa»»ariv v»«»r»! Luttrner Abschiede, II. IS b. Boten: Zürich. Heinrich Röist. Bern. NiclauS von Dießbach, Ritter; Thüring von Ringgol- tingen; Petermann von Wabern. Lucern. EaSpar von Hertenstein; Heinrich HaSfurter. Uri. HanS FrieS. Schwyz. Eunrad Kupferschmid. Zug. LandiS. ». Zürich, Bern und Luccrn „hant einmüetlich qeantwurt in der fach der richtung Oesterrich, die einunq der beden bifchoffcn Strafburg, Basel vnd der stetten, ouch dz zusagen, so der vier Stetten mit dem Wald beschechen, zugeseit, wie sh dz vor zuqeseit vnd geantwurt hant vnd besunder die von Zürich, dz sy bp Bern vnd Lutzern des ZusaqenS der Stetten am Rin mit dem Wald in der fach stn wellen." Uri: Wenn die von Schwyz oder Unterwalden, welches Art eS sei, die Sachen zusagen, so sagen sie mit den drei obqenannten Städten auch zu. Schwyz : Wenn Uri und Unterwalden zusagen, so sagen sie auch zu. Zug: WaS gemeine Eidgenossen oder die mehrern Orte thun, daS thun sie auch. Darauf werden die Boten von Bern nach Schwyz geschickt, um nach Gestalt der Sachen zu reden. Sagt dann Schwyz zu, so hat man aller Orte Zusage mit Ausnahme derer von Unterwalden. Mit diesen soll man auch noch reden, daß, wenn sie gleich nicht zusagen wollen, sie doch ihre Botschaft nach Constanz schicken, um anzuhören, wie die Verhandlung vor sich geht. I». Darauf ist (Heinrich) Zeigler, dem Boten von Basel, empfohlen, den Städten am Rhein Trost zuzusagen, dem Fürsten von Oesterreich und ander» Mitverbündeten aber zu schreiben, daß sie die Pässe besetzen, damit kein fremdes Volk in daS Land komme, auch zu bedenken, wie den armen Leuten von Breisach zu helfen sei. «». Der Treyer von Hitzkirch hat geschworen, seinem Widersacher zu Recht zu stehen, wenn ihm daS angesetzt wird, so daß der Vertrag, den er vorhin gemacht, ihn nicht davor schirmen soll. Zu n. DiS ist ein Zedcl, den die von Bern Iren bottcn, Her Niclanscn von Dießbach vnd dem von Wabren, geschrieben haben, antreffend die Richtung mit dem Hcrtzogen von Oesterrich vnd die Vcrciminge mit den nidcrn stellen, wiset von wort zn wort also" : „Getrliwen, lieben mitträtc. Wötlcnd dis fachen hcrtzlich vnd gruntlich betrachten vnd iiwcr bevolhncn fachen scmlichcr ma« werben vnd ilch darin» nit sparen, das die einen fiirgang ncment, das wir vnd vnser ganz gcmcind innerlich begcrend, vnd simderlich vnsern allerliebsten friinden vnd briidcrn von Lutzern vnscrn willen vnd Hertz zu erkennen geben, sich von vnS in discn dingen nit zn scheiden, so Wüllen wir in allen fachen vnser lib vnd vcrmttgend Inen ouch mitteilen vnd zn allen zite» mcchtigen bystand tun, dann »vir Inen vor aller ivelt vertruwen vnd unser gemtlt ganz zu Inen stat." (Lud vindet man den rechten Zcdel hindcn im Buch.) (Cysat schreibt dazu: »Der ist zwar nit mer zn finden vnd villicht verfallen, doch so ist biß die wäre abschrisst darvon.") 484 April 1474. (Konstanz. 14741, 7. April (vi! dkl, heiligt» hohen Donrsiag). ^»aat»archiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, V isi. ». Auf das Anbringen der eidgenössischen Ruthe an Herzog Sigmund und seine Ruthe, duß ^ Amtleute in seine Lande setzen möchte, welche dieselben in Frieden behulten und underö verfuhren, bisher der Füll gewesen, ist des Fürsten und seiner Ruthe gütige und freundliche Antwort : Wenn (verpfändeten) Städte und Wunder zu seinen Hunden kommen, so wolle er sich dunn so erzeigen, duß d>e Eidgenossen durun ein Genügen Huben solle». I». Der Gesungenen, des von Heudorf und der wegen, die ihnen genommen worden sind, Hut der Fürst begehrt, duß dieses anstehen gelassen werde, '' „die Bericht" uus Frunkreich komme; dunn wolle er in Suchen thun, wuS sich gebühre. WuS geredet worden, wissen die Boten zu fugen. «. Um denen von RupperSwpl zu helfen, duß sie zu kommen, wurde ein Tug nuch Zürich gesetzt uuf Dienstag nuch dem Muitug (.1. Mui). Duzu will Fürst uuch seine Botschuft senden. «I. Dem Caspar Koller Hut der Herzog Geleit gegeben, um zu >^>> kommen. « . „2tcm Besserung der bericht, duS der fürst nuchgeluusscn Hut, wie die botten duS wol könncnt." I'. ES wird ein Tug nuch Zürich gesetzt uuf St. UlrichStug (4. Zuli); Bern und sollen du ihre Räthe bei denen von Zürich Huben, um zu versuchen, den Herzog von Oesterreich u»d ^ Grusen von Sonnenbcrg gütlich um ihre Streitigkeiten zu vertrugen. Sofern dicß nicht gelingt, Austrug verubredet, wie die Boten zu fugen wissen. Der Fürst Hut die Richtung in ullen Landen verkündet und bei Strufe un Leib und Gut für ulle Uebertreter init Wort oder Werk geboten, > zu Hutten; er begehrt, duß die Eidgenossen duS uuch thun möchten, mit der Versicherung, duß feinest"' ^ ulleo Vergungenc todt und ab sein sott. I». Der Fürst Hut den Ritter Hermann von Eptingen und HunS von Hullwyl mit unserm Ruth und Willen zu seinen Huuptleutcn gesetzt, l. „2tcm die Vcrl'"^ ^ mit den Dischoffen Straspurg vnd Basel vnd den Stetten Struspurg, Basel, Colmar vnd ist begriffen, wie die Zedel, so vor den Eidgnossen gewesen vnd gehört sind, duS wiscnt. Duru>ul> von ullen örttern besigelt werden söllent, als das ze Costentz von vnö bcidcrsit zugesagt ist." ^ NiclauS von Diesbuch ist von ullen Ruthen der Eidgenossen zu Constunz geordnet, zum .König Frunkreich zu reiten und du die „Bericht" (Richtung) nuch ihrem Inhalt auszurichten und zu lwsst'l" . und du zu thun, wie er das in dem Befehl bat, der ihm von den Boten der Eidgenossen ^ gegeben worden ist. I. Auf Montag nuch dem Sonntag flunüimostostnniii (18. April) zu Nnctst ü'^ 4lw Mann der Eidgenossen zu Basel sein, nämlich von Zürich, Bern, Lucern und Solotburn von Uri, Schwyz, Untcrwulden, Zug und GluruS je 4<1. „Item vnd ob über die obgenuntcn ' ^ in der Zyt des nuchbcnempten tuqö, der du sin sol, vff Sunnentug der vsgungncn Osterwuche» ss ^ an der Herberg ze Lutzern ze sinde, witer mer komcn wurde, vff denn duuon nuch dem zusagen ze ^ ^ ze reden, wie durtzu von vnS Eidgnossen allen geschickt werden sötte, als die obgenunten bischt stett durzu lib vnd gut zesetzen zugesagt Hund." »»». Auf demselben Tug zu Lucern (18. April) soll d.'" uuch berathen werden, wie verkommen und versehen werden möge, duß in der Eidgenossenschuft Nicn""'^ vom Fürsten (von Oesterreich) ein Juhrqeld oder Micthe gegeben werde, wie duS der Eidgenossen einander zugesagt Huben. i>. Heimbringen, ob, wenn der König von Frunkreich den Herzog von Durä April 1474. 4«5 nöthiqen wollte, „das er vns in vnsern geschafften desterminder geirren möcht" nnd dazu der Eidgenossen Knechte begehrte, man den Knechten erlauben wolle, freiwillig um Sold zu ihm zu laufen. Zu It. Das lateinische Crcditiv gemeiner Eidgenossen, welches den Niclans von Meßbach, Ritter, Schultheißen zu Bern, bei dem König von Frankreich beglaubigte, findet sich unter dein Datum des 24. April im lateinischen Missivcnbuch A. 278 des Staatsarchivs Bern und lautet folgendermaßen: b>anoio. Ilumillitor so rocommvmiant. Oristianissimv ot, inclitisslmo Uox. Iloros Kratiosis- s!mo. Oort,is mc>t! rospootilius, Ilvs nostrns pulilioas, guilius livKia mnioslas vostra sompor ot elomonti ot lnlo allootu obuiaro stulluit, piano oonoornvntibus »cl vnnllom cloriunmus mn^nanlmum spootalüloincpis millitom, llominuin .Vioolaum elo Ilioslmvli, millitom, «lomimim in Ki^uovv, vrliis Lornonsis soultotnm, cui si^illo vrlns llornonsi« vni- uorsali nostroruin omnium noinino, xxiiij^ aprilis, anno l-xxiiff^. Unter demselben Datum erhielt Niclans von Meßbach auch ein besonderes Ereditiv von Seite Berns (ebenda, deutsches Missivcnbuch <7. 247) mit folgender Instruction: „Des ersten die Credenz zn ilbcrantwurtc» vnd gemein Stätt der Eidgnosscn der kttnglichcn maicstat als ir vndcrtönigcn dicner gar demtitenklichen zu bcnclhcn. Darnach zn sagen den Handel zu Eostcnz jch kürzlich ziviischcn dem dnrchliichtigcn, hochgcborncn fitrsten vnd Herr», Herrn Sigmunden, Herzogen zn Oestcrrich, vnd gemcyncn Eydgnoffcn vollgangcn vnd vss die kttnglich maicstat bc schlössen. Jtcin derselben kltnglichen maicstat demtUcnklich zn danken des merklichen fliß vnd ernstes durch si darin gcbrucht, oaö aber gemein cydgnosscn ftir ein vnsaglich gros gnad haben vnd da« zu ewigen ziten »icmcr wellen vergessen. Item daran zcsind, das sölich richtung anc invcll förderlich vffgcricht vnd darin nltt gcendcrt werd, anders dann dauon gercdt ist vnd ein bricff wiset, den Ir von gemeinen Eydgnosscn bcsigclt haben. Item zu crzcllen all Händel, wie sich die in den landen der Grafschaft Psirt begeben, vnd wie sich gemein Eydgnoffcn vnd ander Inen mit Eynnng gewannt darin gcrichtcn haben vnd setz stätcntlichcn richten. Item vnd ob daruff dem kling etwas zn willen wäre, künftige iibcrväl zn verkomm, zu tund wie solichs setz mcr dann zu andern malen möcht erschießen, vnd das er das best tu, das wellen die Eydgnosscn mich tun. Item vnd zulcst daran zu sind, das der gnädig will des klingS gegen den Eydgnosscn, als sy mich ganz mr- trnwen, beharret werd, des glichen von Inen mich vngczwifclt z» allen ziten sol bcschchcn. Diß alles wüßt Ir, Herr der Schultheiß, nach dem gcwalt tich von gemeinen Eydgnoffcn gebe», wvl zu mindern vnd zu »leren nach gestalt der dingen." b.xooutum ooram bat» oonsilio, Vvnoris anto -koorii unu» i.xxiilj. tlristinnissimo, Inolitissimo lioroi, llomino l.ullouioo, b'ranoorum Uv^i, llomiuo noliis pro» ootvris vniuorsi's I»ni?o p^ratiosiori.» UvKiv m.llostntis vostro obsoguiosissinu samuli, mniori» li^o Alamanio »upvrioris oratoros s'oustnntia ii^rv^nti. 480 April 1474. Zu l. 1474, Donstag vor ^siivrirorllin (LI. April). Basel. .Herzog Sigmund von Oesterreich schreibt den Eidgenosse», sie möchten nach dem Abschied von Constanz die 400 Knechte, wie daselbst abgeredet, unverzüglich schicken. Original auf Papicr im Staatsarchiv Lurern, Arten beutsche» Reich, Oesterreichs ?a« xl, Lucern. 1474, 1^. April (Mendag vor lant Zörgentag). S»aae«arel>iv Lueern! Lucerner-Abschiede, st, 17 I>. Allgemeine Abschiede, k, 81, Boten: Zürich. Heinrich Röist, Bürgermeister, Bern. (Nicht angegeben.) Lucern. Peter Rull, Altschultheifi; Peter Tammann, des Raths. Uri. Hans Püntiner, Altammann. Schwyz. Dietrich der Halden, Ammann. Unterwalden. Zimmermann, Ammann ob dem Wald. Zug. Ammann Zkc" Glarus. Vogt Tschudi. ». Dem Vogt von Baden wird geschrieben, er solle als Obmann dem Abt von Wcttingen denen von Dietikon Tag geben, um mit Hülfe der Sechs ihren Streit zu entscheiden. I». Dem Breitschmid ist ein Geleit gegeben vor der Eidgenossen Voten, welche auf Pfingsten nach Baden koM""" werden, c. Die Spänne zwischen dem Treyer von Hitzkirch und seiner Gegenpartei sind auf den N'' zu Lucern vertädinget: dieser soll den Parteien Tag setzen und sie gütlich oder rechtlich entscheid"' «I. Dem Gilian Faur von Mechel hat man das Geleit bestätigt und denen von Strafiburg, Colmar und Schlettstadt und den beiden Bischöfen geschrieben, ihn auch zu schützen, 4. Dem Gral"' Ulrich von Württemberg wird, durch ein auf St. Zörgentag datirtes Schreiben, Graf Jörg von Sarg'"' empfohlen in den Sachen, um welche er gegen einige Reichsstädte vor ihn zu Recht kommen wird. ^ ^ VicariuS von Constanz hat im Auftrag Herzog Sigmunds von Oesterreich folgende drei Punkte angebet I. Der Hagenbach sei gefangen und der Herzog sei Willens und auf dem Wege, defihalb und aiss" Sachen wegen sich an Ort und Stelle zu verfügen; er begehre, dafi man in seinen Kosten ge"'"'^ Eidgenossen Boten zu ihm sende, mit deren Rath er handeln wolle; insbesondere möchte man biess"'^ Boten wählen, welche bei dem Beschlüsse (der Richtung) zu Constanz gewesen seien; 2. man möchte Rödel und Briefe untersuchen und ihm diejenigen ausliefern, welche in der Richtung bedungen Z. die Eidgenossen möchten mit dem grauen Bunde und den acht Gerichten nichts abschlieficn »oä' mit selben verbinden, ehe sie seine, des Herzogs, diefifällige Eröffnungen angehört hätten. wird beschlossen, dafi auf Dienstag nach St. Zörgentag gemeiner Eidgenossen Boten beim Fürsten ^ Basel sein sollen. Wenn ein oder mehrere Orte Niemanden dahin senden wollten, so sollen iinmcrb"' anwesenden Boten Gewalt haben, im Namen gemeiner Eidgenossen zu handeln, zx. Denen von wird aufgetragen, dem Kaiser zu schreiben, dafi die Eidgenossen ihrer Geschäfte wegen seiner E>"b'^ ^ nicht Folge leisten können. I». Auf St. Zörgentag sollen der Eidgenossen Boten, denen daS aufgew'^ ist, vor der Gemeinde zu Unterwalden erscheinen, um mit dieser wegen des Ammann Sulznu'ttcc, Margaretha Zelger und der Ehesache zu reden. Man soll nach Unterwalden schreiben, dafi sie Tag ihre Gemeinde versammelt halten, l. „Item dem von Diesbach ze schriben, daran ze si"^ ^ der richtung begriffen, dz die vier stett am Rin, der Wald vnd was an Stein gan Rinfeldcn vns offen sin, als er das den cidqnosscn zuqeseit und für geben hatt. Dz ander in dem übergebe" April 1474. 487 landen, dz darin begriffen wurd, dz bed teil dz nu vnd hie nach pnangesprochen inHaben vnd daby bliben sollen. Dz dritt da ftad, dz wir im Hilf tun vmb den sold, dz er vns ouch her widerumb tue; wo dz beschicht, defter lieber wellen wir Im die vnsern zulouffcn laussen." 1^. Allenthalben soll man Vorsorgen, daß keinerlei Korn oder Roggen aus dem Lande gefuhrt werde. Insbesondere sollen die Boten, die in Basel zum Fürsten kommen, mit diesem und der Stadt Basel reden, daß verboten werde, über Schaffhausen Korn aus dem Land zu führen. I. „Item vff discm tag ist verkomm, dz nicman in der Eidgnoßschaft fürcr von dem fürsten von Oesterrich, noch den sinen nit sol ncmen dienstgelt, miett, gaben, noch schenkmen, nach sag eins brieff darumb wisen." m. Entwurf eines Verkommnisses unter den Eidgenossen, daß Niemand von Herzog Sigmund von Oesterreich Schenkungen, Dicnstgeldcr, Miethe oder Gaben annehmen soll. „Ztem gedenken, dise geschrift zu fergen vnd wider heimzubringen, hin zu machen." Ii. Man soll der Anstände eingedenk sein, welche sich über die Besiegelung der Vereinigung erhoben haben, daß nämlich die von Uri nicht siegeln wollen, weil Solothurn vor ihnen steht. «». Man soll sich bcrathcn, ob es füglich sein möchte, an den Fürsten von Oesterreich zu bringen, daß bei den drei in den Bericht zu setzenden Artikeln, Oeffnung der Städte, Hülfe unp Hülfe, Uebergebung der Lande, die Worte beigefügt würden „unangesprochen nu vnd hernach", da das bessere Freundschaft machen würde, p. Mit denen von Bern soll geredet werden, daß sie ihren Burgern lind Bürgerinnen, Savopen, dem Grafen von Romont und dem Markgrafen von Rötteln, nicht zu wohl trauen möchten, «j. „Item gedenken, dz die fach redlich in die Hand genomen, doch dz der fürst vns man, dz wir nit vff vnsern sold züchen, sint die gemeinden bester williger." i». „Ztem 2r sond dar an sin, dz Orttenberg gebrochen vnd Hagenbach beschech, als Im zugehörd, als Zr wol wüssen sich befolchen ist. Auf den Fall, daß es mit dem Herzog von Burgund zum Kriege kommen sollte, soll man darauf bedacht sein, daß mit Absagen oder sonst unsere Ehre gewahrt werde, t. Gedenken, daß es nichts geschadet hätte, wenn der von Württemberg einen „Zuschub" nach Mümpelgard gelegt hätte, ii. „Item gedenken, ob es fug hat, an den fürsten zu bringen, ein ewig meß zu Sempach an der Schlacht zu stiften, den armen selten zu trost vnd hilff." Von »» an nach dem Lucerner Allgemeinen Abschicdcband L. öl. Zu »>. Dieser Entwurf, etwas abweichend von dem Vcrkommnisse vom 6. September hernach, lautet: „Wir stctt vnd lcndcr gemeiner vnscr Eidgnosschast, Zürich, Bern, Lntzcrn, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem Kcrnwald, Zug mit dem ampt daselbs, vnd Glarus, tund kund vnd zu Wilsen aller mcngklichcm mit discm brieff: Nachdem vnd wir dann ein ewige Richtung zwlischcnt dem durchltichtigcn hochgcborncn fürsten vnd Herren Herrn Sigmunden, Hertzogcn zu Oesterrich, ze Stir, zc Kcrndcn vnd zc Kram, Grassel, zu Tirol :c., gemacht vnd beschlossen nach sag der bcricht darnmb bcsigclt, in dem von vnsern gemeinden allenthalben mcrgklich red vss gestanden, wan das beschech, das dann von dem fürsten mict, gaben, schcnkcncn old dicnstgclt genomen werd, dz aber ein abgaigz old zerstörung der cidgnosscn bringen möcht, als die red vnd sorg gemessen, vnd sömlichö argwanS für sorg vnd mis- truw zu verkomcn, so haben wir gcmcinlich angcscchcn, gesetzt, ordnen vnd setze», dz hinfür »ieman, wer der sig, so zu old vnder vns gehört, by vnsern ciden nüt sol »einen von dem obgcnantcn sttrstcn, siner gnaden nachkamen old den sinen, weder dicnstgclt, mict, gaben, noch schcnkcncn, lützcl noch vil, auch nieman von sinct wegen. Vnd wer, atd ivelche dz übersechcn vnd dz nit stctt halten, sundcr mict, gaben, schcnkcncn old dienstgclt alsso nemcn vnd sich dz vss jemand mit warhcit finden wurd, der sol von stund au meiucyd sin, von sinen crcn gesetzt vnd von sinen Herren vnd obren, vnder denen er gesessen ist, nach sincm verdienen gestrafft vnd darzu weder an gcricht, noch rat old dcheiuerleh erc dafür hin gesetzt werden, vnd dz wir dz zu halten au Helgen schweren vnd so dit vnd vil, so wir vnsrr bünd schweren 488 April 1474. vnd crnUwcrn sint, so sollen wir mit vnscrn blinde» bissen brief vor vnscrn gemeinden lesen lausscn v»d den zu halten an Helgen schweren, so dick dz z» schulden kumpt. Doch so behalten wir vn« vnd vnscrn nachkomcn harin vor, ob wir des cinhcll wurden, dz wir discn bricfs old die artikcl darin, ein old mc vnö bcdUchtc, zc cndrcn, zc nnndrcn old zu meren, dz wir dz wol tun mögen, vnscrn cidcn vnd crcn anc schaden. Vnd das dis also von vnscrn nachkomcn vnzcr trcnnclich, stctt vnd scst gehalten werd, so haben wir vnser stctt vnd lcndcr jnsigcl offcnlich gehenkt an discn bricfs, dcr geben ist zu Lutzcrn vss mcntag vor sant Jörgen tag dcS Helgen NittcrS anno clomini ic,Soooo»l.xxiii^." Lucern. >474, s» April (St. Georgcniag). SttftSarcl)iv Tt. (wallen. Die Eidgenossen mahnen den Abt von St. Gallen zur Rüstung wider Burgund. 1474, :!s). April (Maiabcnd). Caspar von Hcrtcnstcin und Peter Nüst schreiben, wahrscheinlich ans Basel' an Luccrn, sie seien vom Fürsten vÄ> Oesterreich und seinen Nöthen wohl empfangen worden. Die Ltnechtc wcrdc> ans heute Samstag nach Mtihlhanscn ziehen. Der Eidgenossen Boten haben ihnen ein „gemein gcscllschastSscu»1 geordnet: „Das ist ganz wiß, destglich wist binden, vnd damit all ander senly vnd crtttz lassen ruwcn." Brcisach " alle andern Schlösser, mit Ausnahme von Thann, wo Hagenbach sei, haben sich an Oesterreich ergebe». Hcr»u'"" von Eptingen sei Landvogt geworden. Die Antwort dcö Herzogs von Burgund ans die AnkUndung der Losung u>'" man noch nicht. Herzog Sigmund sei heute selbst nach Brcisach gefahren. Der Eidgenossen Boten seien auch bah'" beschicken. Der Herzog sei Willens, den Hagcnbach sobald möglich vor Recht zu stellen. Eö sei nicht anders j» ^ warten, als daß er gerichtet werde, denn Jedermann, Weib und .stind, klage gegen ihn, Niemand rede Gutes von ih>"' Lucccu. >474, >^», (üliendag vor ^»ooiioionis). S»aa»«archiv Viicern: Vuc«rn«r Abschied», II, i», Boten: Zürich. HanS Waldmann. Bern. Benedict Tschuchtlan. Lucern. Caspar von Her"" stein; Schiffmann; Peter Tammann; Peter von Alikon; HanS Ruß; Heinrich Keller. Uri. Am""""' Fries; Ammann Jacob; Scckclmeister Kochli. Zug. Heinrich Schmid. Glaruö. Venner Stllcki- ». Der Ehesache wegen zwischen dem Sittlin und Ulrich Ammann. I». Dem Fürsten von reich, seinem Landvogte, Herrn Hermann von Eptingen, denen von Straßburg, Basel, Colins " Schlettstadt ist zu schreiben Josen von Mechel und seiner Gesellschaft wegen, daß sie ihnen um willen Geleit geben, wie wir es gegeben haben. <. Dem Vogt in gemeiner Eidgenossen Acmter" denen von Brugg und Lenzburg wird geschrieben, daß sie bei Bruncct und da herum die Straße" ^ Stand setzen, daß die Weinfuhrleute und andere Biederleute sie befahren können. ,1. Aus daS A"br"""' derer von Bern, daß für die Unterhandlungen mit Mailand wegen den Ansprechern an den 8^"'' wegen Abänderung der Eapitel u. s. f. ein Tag nach Bern auf den I. Brachmonat angesetzt sei, beb"" die Boten, dieser Tag sei nicht abzuschlagen, indessen wollen sie es heimbringen. Mai 1474, 489 74» Ttans. 1474, TZ. (Montan vor Urbam). ^taatSarctiiv ^ucern: Allgemeine Abschiede, II. 8?. Zu Stanö vor einer Gemeinde wurde der Ehesache der Margaretha Zelger wegen Folgendes verabschiedet: Ulrich Ammann lind Margaretha Zelger oder diejenigen, die billig oder von Rechtswegen der letztern Vögte sein sollen, sollen schwören, zwischen jetzt und St. IacobStag nach Rom zu gehen, wohin sie von Constanz gewiesen sind, um da den Entscheid der Sache zu gewärtigen. Die Bulle und daS Urtheil, die an den Bischof von Lausanne gewiesen sind, sollen im Rechte nicht gebraucht werden, sondern ab und todt sein. Will Frau Margaretha Zelger nicht selbst mit ihren Vögten nach Rom gehen, so sollen sie und die Vögte ihre Bevollmächtigten zu Rom haben und diese sollen bitten, daß man da der Sache im Rechte den Auötrag gebe. Die Frau soll nun sofort hinter einen Schultheißen und Rath zu Lucern kommen; doch sotten Ammann und Landlcute zu Nidwalden einen Vogt »Iber ihr Vermögen setzen, der selbes besorge, ihr daraus ihre LcibeSnahrung verabfolge und die Proccßkosten fllr sie bestreite. Der Sittli und Ulrich Ammann sollen des LeibcS und GutcS der Frau bis nach Auötrag des Rechts mußig gehen und mit Eiden und Tröstungen hieflir Sicherheit geben. 744 Hiuttrn. 1474, ?. und z. Hunt (Donstag und Freitag in der Pfillgsnvochc). «»»»ar«l,iv «,,c»rn! ku«rn«r Absibiedt. ». !» k. Allgemeine Abschiede. N. «Z. Boten: Zürich. Hanö Waldmann. Bern. Pctermann vom Stein. Lucern. Schultheiß Rust; Schultheiß Haöfurter. Uri, HanS FrieS, Altammann; HanS zum Brunnen. Schwyz. Ammann Zacob. Zug. Heinrich Trinkler. GlaruS. Hermann Eggel; Ott Wanner. Unterwalden .... «. „Ätem als anbracht ist, wie dz etlich dar vff gangen, das min Herr von Costcntz von dem bistum stan vnd daä einem andren ubergeben söl, ist den von Zürich entpfolhen, mit mim Herrn von Costentz ze reden, dar vor zesind vnd dz nüt zetund." I». Verhandlung über die Ehesache der Margaretha Zelger: Wiederholung deö Abschiedes zu StanS vom Lll. Mai (Absch. 74.t) mit dem Zusatz: Die von Unterwalden sollen der Frau sofort einen Vogt geben und am nächsten Sonntag nach unscrö Herrn Fron- leichnamotaq (IL. Zum) sollen der Vogt und die Frau und ebenso auch der Sittli lind Ulrich Ammann zu Lucern sein; da sollen dann die verabredeten Sachen verbrieft und mit Eiden und Tröstung versorgt werden. n nach dem Lucerncr Abschicdcband lt. IS l>., nach dem Allgemeinen Abschicdcband It. 83, <1. <1. Freitag in der Pfingstwochc. l!L 490 Zum 1474. 745 Bern. 1474, Ii. Httttt (Montag nach 2>taat»ar»^ ^ Boten sollen auf dem Tag zu Baden völlig Antwort geben, ob sie zu solchem freundlichen T»st ^ Bern kommen wollen. Auch die Ansprechcr sollen sich erklären, ob'sie der mindern Kosten wegen einige unter ihnen bevollmächtigen wollen, im Namen Aller auf den Tag zu kommen. «I. Juzu'si ^ soll durch Niemanden in Sachen eine Neuerung gemacht oder zu machen erlaubt werden. ^ ist man übereingekommen, daß die beiden Punkte, der Capitel und der Ansprechcr halb, bergest»^ Verbindung gesetzt werden sollen, daß, wenn der eine nicht befriedigend erledigt werden könnte, »»cd andere fallen gelassen würde. Ein Schreiben Berns an Zürich, Schwyz. Glaru«, Unterwalden ob und nid de», Wald, <>. -I- Dienstag^ llorpoi-in l'Iirinti im»» r.xxiiij (7. Juni), im deutschen Missivcnbuch 0. 2,;«; zeigt, daß dieser Tag >»" ^ Bern. Luccrn, Uri und Zug besucht worden war. Bern hatte ihn gcscvt „in ansehen discr löuss, dar in» vn« ° Zum 1474. 49 t gebürt, mißlichen zu handeln", und beklagt nun, daß nicht alle Orte Theil genommen, so daß die Sachen zu keinem Abschlüsse haben gebracht werden können, empfiehlt den Abschied ihrer Behcrzigung und verlangt, daß sie darüber auf den Tag zu Baden instruiren. 74« Senlis. 1474, RA. Juni. Ttaattarchiv Rern. Urkunde der ewigen Richtung zwischen gemeinen Eidgenossen von Zürich, Bern, Luccrn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus einerseits, Herzog Sigmund von Oesterreich andererseits, ausgerichtet durch schiedrichterlichen Spruch Ludwigs XI,, Königs von Frankreich. — Beilage All. 747 ^roix-St.-Ouen bei Vompi«'gne. 1474, HZ. Juni. l:»mml»e!i-l.enxlrt, III, INS. Zn der Verlängerung des Waffenstillstandes zwischen Ludwig XI. und Carl von Burgund vom 15. Juni 1474 bis I. Mai 1475 werden auf Seite des Königs mit andern Miirten auch vorbehalten und inbegriffen: »la 8eigneuriv et communautä ele Kerne et leur» 4IIie« äe In lixue de I» Knute ^Ilema^nv". 74G. Buben. 1474, TT. Jnni (Mittwoch vor St. Johann Baptist). ArUiIv Ära» ! Urbar der Grafschaft Baden, Zti b. Die Fischer von Stille behaupten, ebensowohl wie die von Zürich und die in der Grafschaft Baden das Recht zu haben, aufwärts und abwärts in der Limmat zu fischen, da sie es vor Altem auch gehabt hätten. Das bestreiten die letztern, indem sie in der Aar auch nicht fischen und daselbst die Fischer von Stille unbekümmert lassen; wenn nun die Fischer von Stille daö angesprochene Recht erhielten, so würde die Limmat an Fischen ganz „eröden". Der Eidgenossen Rathsboten, die mit aller Vollmacht zu Baden gewesen, haben erkannt: Die Fischer von Stille sollen in der Aar bleiben und die von Zürich und der Grafschaft Baden in der Limmat unbekümmert lassen. — Die übrigen Verhandlungen der JahrrcchnungS- tagsatzung fehlen. 74« IVbl. 1474, K. Anstllft (Samstag vor Sanc« korenz). Zellweger! Appenzeller Urkunden. Nr. 47i. Boter: Zürich. Hans Tachelshofer, Zunftmeister. Lucern. Hans Haas, Vogt. Uri. Walther in der Gasse. Schwyz. Jost Kochli, Seckelmeister. Unterwalden. Claus von Zuben. Zug. Hanö Bachmann. Glarus. Hans Tschudi. 492 August 1474. Zwischen Abt und Convent von St. Gullen und Landammann, Rüthen und Landleuten zu Appen- zell war Streit über die beidseitigen Berechtigungen im Rheinthal u. s. w. Die obgenannten Bote" der Eidgenossen vermitteln zwischen ihnen folgenden Vergleich: l. Der Abt meint, alle Appellationen und Züge von dortigen Gerichten sollen vor den Abt oder Pfleger als Oberherrn der Gerichte geben, die von Appenzell dagegen meinen, es soll bei den Sprüchen der Gerichte sein Verbleiben haben. Der' gleich : Wer von den Gerichten im Rheinthal appclliren will, der mag vor den Abt oder Pfleger an ein wohin ihn dieser bescheidct, appclliren; doch soll er die Gegenpartei für den Fall, daß er auch da verlort, für die Kosten vertrösten. 2. Die Appenzeller sollen ihren Priestern vor einer Gemeinde befehlen, b>t Fülle im Land Appenzell den Amtleuten des Abts anzugeben, damit stc ihm ausgerichtet werden. Bußen und Gebote wegen im Rheinthal ist vereinbart, daß beider Theilc Amtleute Gebote und Verbot einander thun und von den Bußen dem Abt zwei Theilc und denen von Appenzell ein Theil werden io», ^ allweq den hohen Gerichten unschüdlich. 4. Der Fülle zu Thal wegen ist vereinbart, daß die Appens dem Abte W Pfund Pfenninge geben und dann der Hauptsall daselbst von den streitigen Hofen sin'dn gegeben werden soll wie im Lande Appenzell, nümlich mit l Pfund Pfenninge. 5. Des Reifens der im Rheinthal wegen wird unterschieden: Wenn die Appenzeller Krieg bekommen, so sollen die Rheint'' mit ihnen reisen. Wenn der Abt von St. Gallen mit denen von Appenzell in Krieg kommt, G die Rheinthaler stillsitzen. Wenn aber der Abt und die von 'Appenzell nicht unter sich, sondern Dritte in Krieg kommen, so sollen die Rheinthaler mit Appenzell reisen, sofern eö ihrer bedarf; ^' eö ihrer nicht, so mögen sie wohl mit dem Abte reisen; glauben sie dazu nicht schuldig zu sein, ch s? sie mit ihm darüber rechten, wo es billig ist. <>. Die Appenzeller sollen denen, welche außer w Landmarchen St. Gallische Lehen unempfanqen inne haben, bis nüchstc Ostern verkünden, daß ^ ' empfangen sollen, und wenn diese eö nicht thun, so sollen sie den Abt in keiner Weise hindern, ss Rechten darum nachzugehen. — Damit sollen die Parteien um diese Sachen gerichtet sein. Gütern. I 474, I August (»ss raurentii). Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, II. AN. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede. ^ AA Staatsarchiv Zürich: Tschudischc Sammlung l. IN. Boten: Zürich. Bürgermeister Röist. Bern. NiclauS von Scharnachthal. Luccrn. He^ „ Rust; Feer; Tammann. Uri. Ammann Arnold. Schwyz. Kupferschmid. Untcrwaldcn. A>">" Heinzli; Ammann von Einwyl; Ammann Ambül. Zug. Heinrich Schmid. Glarus. Der Bin"' ». Die von Straßburg haben durch ihren Ammeister, Peter Schott, eröffnet, der Psalzgrnf in die Vereinigung aufgenommen zu werden, und empfehlen dessen Aufnahme. Antwort. M"" das Begehren heimbringen, darüber rathschlagen und auf dem Tag zu Basel antworten. I». Königs von Frankreich Botschaft herauskommt und Bern das an Lucern meldet, so soll Lucer" Eidgenossen Tag setzen und jedes Ort dem König zu Ehren zwei Boten aus den Tag nach Lucern ftn ^ „Herr NiclauS von Dießbach hatt die Richtung by dem künge beslosscn vnd ist vffgericht, bcs"" ^ die dry artickel, als man 2", die nachqeschriben hatt, nemlich Hilst vmb Hilst, ostnunge der Stetten August 1474. 493 dz sich Herzog Sigmund verschribt für sich vnd sin erben." «I. Heimbringen, daß Mümpelgard in die Vereinigung einzutreten begebet und daß Bern „fast" bittet, den Tag zu Bafel zu bcfuchcn, welcher auf Donstag zu Nacht nach unserer Frauen Tag .az.li»»»js (18. August) gefetzt ist. Die Boten sind der Meinung, man sollte von allen Orten den Tag beschicken. « . ES ist gerathschlagt, daß, wenn ein Geschrei käme, daß die von Mümpelgard, von Basel oder andere Herren und Städte der Vereinigung belagert oder überzogen würden, dasjenige Ort, daS solches zuerst vernimmt, allen andern Tag verkünden soll, damit man gemeinsam zu Rath werde, waS zu thuu sei. Würden aber die von Bern, Solothurn oder andere Eidgenossen überzogen, so sollen alle Orte denselben sofort zuziehen und ihnen Leib und Gut retten helfen. 5'. Da die von Kaiscröberg, Obcrehrenheim und etliche andere Städte in die Vereinigung einzutreten begehren, so soll man das heimbringen und auf dem Tag zu Lucern antworten. Auf daö Schreiben des Herzogs von Mailand, der Roßtäuscher wegen, und auf daS fortwährende .Rechtbegehren dieser lctztern sott man sich an dem Tag zu Lucern, der wegen des Königs Botschaft gehalten wird, ferner berathen. I». Da Margaretha Zelger und Ulrich Ammann jetzt nach Rom gehen oder ihre Vollmachten hinschicken müssen, wie das der versiegelte Abschied vorschreibt, so haben der Eidgenossen Boten erkannt, daß, wenn Margaretha Zclger nicht persönlich nach Rom gehen «volle, sie einen Procurator nehmen möge, welchen sie «volle; doch soll derselbe nicht Partei sein und den Voten der Eidgenossen tauglich scheinen. Auch Rudolf Sittli mag nach Rom gehen, wenn er will, aber in seinen eigenen Kosten, i. Den Boten auf den Tag zu Basel soll empfohlen «verde««, dem Jost Kuhn, Hintersaßen von Bern, gegen die St. Zohannser beholfe» und berathen zu sein. k. Auf dein nächsten Tag zu Lucern sott man sich erklären, ob man Herrn HanS von Randegg, der daS Schloß zu Diefienhofcu gekauft hat, erlauben «volle, daS in Kriegszeiten vermauerte „Türlin" in der Mauer wieder zu öffnen. I. Da einige Herren, Edle und Städte im Thurgau die Ihrigen daö „Landgcschrei" noch nicht haben schwören lassen, so sott Luccrn, sobald der nächste Tag dahin angesetzt ist, ihnen allen schreiben, jene schwören zu lassen oder auf dein Tag zu erscheinen, um sich zu verantworten, in. Heimbringen, wie man eö mit dem Gefangenen halten «volle, der zu Baden sitzt, ein Knecht deS Herrn Hug von Landcnbcrg gewesen ist und eingestanden hat, er habe Briefe seines Herrn vertragen, wodurch der Leutpriester von Frauenfcld verrathen und gefangen worden ist. n. Die Voten, welche aus Michaelis (B>. September) nach Dießen- Hosen gehen, sollen von ihren Obern Vollmacht erhalten, über alle Thurgau betreffenden Gegenstände zu verhandeln. «». Heimbringen der Kornauöfuhr in'S Oberland wegen. »> schlt in, Bcrncr- lind Zürcher-Abschied, n und «» fehlen im Luccrncr- imd Berncr-Abschicd. Zu «474, N. August (St. Sixt): Strastlmrg bittet die Eidgenossen, zu Luccrn versammelt zu bleiben, seine Botschaft habe wichtige Mitteilungen zu machen. Staatsarchiv Lucern. — Z» >1. 1 174, Dienstag nach Ja- cobi (PN. Juli): Hermann von Eptingen, Ritter, Landvogt, und der Fürsten und Städte der Bereinigung Räthc und Rathsfreundc schreiben an Luccrn: Sic vernehmen, eö sei den Grafen von Württemberg nicht so viel au Mitmpcl- gard gelegen, daß sie vicleö für dessen Erhaltung zu thun geneigt wären; dagegen haben die von Mümpelgard mit Bcwilligniig ihrer Herren den Entschluß gefaßt, sich auch ohne deren Hülfe beim deutschen Reiche zu behaupten und nicht „welsch zu werden", und haben um Aufnahme in die Bereinigung und um Hülfe nachgesucht. Daher wird allen Orten der Eidgenossenschaft Tag gesetzt »ach Basel ans Donstag »ach ^»nnmptiemin lVlni-in (l«. August). Nachrichten Uber den bevorstehenden Ausbruch deS Herzogs von Burgund nach den ober» Landen w. w. Staatsarchiv Luccrn, ungebundene Abschiede. 494 August 1474. 75R R 474, August. T«aat»arct>iv Lucern: Allgemeine Abschiede, v. ^s. tt. DaS Anbringen der Ruthe der Herrschaft, man möchte Tag setzen an einen siir Jedermann in der Vereinigung gelegenen Ort, um sich Uber die schweren KriegSläufc zu berathen, soll jeder Bote he>"" bringen. ?». Ebenso die Sache Graf Eberhards von Sonnenberg wegen. «». Ebenso der Lehen >"> Thurgau wegen. ,1. „Item die antwurt, so Lantzen worden ist, sol ouch jeder Bott Hain, bringen vnd die von Zürich gen Zug, die von Lutzern gen Switz der fach halb nochmals ir Bottschafft ordnen- Jeder Bote weiß daS Zusagen der Räthe der Herrschaft des von Freiberg wegen zu berichten, nämlich daß dessen Sache bis St. Gallentag in dem jetzigen Stand gelassen werde, so daß er Niemanden um Anb">M ersuchen noch drängen, sondern sich mit denen begnügen soll, die ihm freiwillig anhangen. Wenn er et>G vornähme, daö zwischen der Herrschaft Oesterreich und den Eidgenossen Unwillen verursachen könnte, ' will jene ihn weisen, solches zu unterlassen, sobald die Eidgenossen den Rathen oder dem Herzog Sign"'" davon Kenntniß geben. Die Rathe wollen in jeder Weise daran sein, daß die freundliche Vereinigung gehalten werde, f. Auf Sonntag nach Sanct Verenentag soll man wieder zu Lucern sein, um ft""" von diesen Sachen zu reden. Dem Herrn Hug von Landcnberg ist Geleit gegeben bis St. Gallen"'^ innert dieser Zeit mag er sich verantworten. Seiner Freunde Begehren, ihn zu ihren Händen zu men und zu versehen „Im vnd sinen Kinden nützlich vnd erlich ,c.," soll Jeder heimbringen. Dicscr Abschied ist von ncucrcr Hand mit 1472, August überschrieben, sitllt aber osscnbar in den August da der Bischof Hermann von Landcnberg »och im Ansang des Jahre« 1474 regierte, die Sache de« Ludwigs Freiberg («) daher erst in diesem Jahre zur Sprache kommen konnte. DcS Grasen Eberhard von Sonncnbcrg ^ (d) kam am Sl. August diese« Jahre« zu definitiver Verhandlung ss. u. Absch. 75,4). 75« 147-4, AUAN^lk (Samstag vor Bartholoms). T«ciat«archiv Lucern: Allgemeine Abschied«. l>. ft-t. Gemeiner Eidgenossen Boten von Städten und Ländern schreiben an den Grasen OSwald Thierstein, Herrn zu Pfeffingen, obersten Hauptmann und Marschalk, er möchte die Träger dcS Br>c ihre Schreiber, welche abgefertigt seien, ihm die durch die Eidgenossen beschlossene Richtung zwistlst" dem Grafen von Thierftein, dem Bischof von Basel und dem Vogt von Zwingen, Wclti von zu überbringen, für ihre Kosten, Mühe und Arbeit gnädiglich entschädigen. Daneben möchte er ' Melchior Ruß von Lucern seiner Geschäfte halb für empfohlen halten; man habe demselben, «m n" Geschäfte bei dem Grafen zu verhandeln, den Hans Schilling, Schreiber zu Lucern, beigegeben. haben einen weitern Auftrag „antreffend Niclausen Ritzen, des Rates zu Lutzern, wie ft) daS >' witer erschinen werden". August 1474. 493 75» 1474, TA» UnHIlslf (Doiistag nach Bartholome). Staatsarchiv Xucrrn: Lucerner Abschiede, ll, Zt. Boten: Zürich. Heinrich Göldli. Bern. NiclauS von Scharnachthal; Peter Baumgartner; Germer. Lucern. Schultheiß Rust; Schiffmann; Wiser. llri. Walther in der Gasse; Hans Jmhof. Schwyz. Cunrad Jacob. Unterwalden. Ammann Heinzli. Zug. Ammann Schell. Glarus. Der Schreiber. »». Heimbringen der Ehesache zu Unterwalden wegen: man soll sich bei den Boten, die den Abschied gemacht haben, erkundigen, ob der Sittli nach Rom gehen soll oder nicht. I». „Vff vnser frowentag nativilgti» ze nacht sol man wider zu Luhern sin, yederman mit vollem gewalt, vnd alsdann die fachen besliessen von deö Heerzugö vnd Kriegs wegen, als denn die von Basel geschribcn vnd ouch die von Bern anbracht haben." <». Nach Rothweil, Appenzell, Schaffhausen, St. Gallen und in das Thurgau soll man schreiben, daß sie sich von Stunde an rüsten, um bereit zu sein, wenn sie gemahnt werden, mit den Eidgenossen zu Felde zu ziehen. Der Tag war auf die Nachricht vom Einbruch der Burgunder in die Grafschaft Pfirt durch Bern ausgeschrieben worden, f. Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch 0. 285, 1474, Montag vor Bartholoms! (22. August). 754 Anrieh. >474, ZI. Anruft (»ff Saut Vernictiabend). slkmi'I i blynnmnnt» Il»K-,l,nrixin» l. i7N, nack dem besiegelten Original im k. k. geheimen Arcklv Johannes Best, VicariuS des HofeS zu Constanz, Propst zu Embrach; Jost von Silinen, Propst zu Münster im Argau; Heinrich Röist, Bürgermeister, und Cunrad von Cham, Stadtschreiber zu Zürich; Heinrich HaSfurter, Altschultheiß zu Lucern, Urkunden, daß sie im Auftrag ihrer Herren, der Bürgermeister, Schultheißen und Räthe der Städte Zürich, Bern und Lucern, die Streitigkeiten zwischen dem Herzog Sigmund von Oesterreich und dem Grafen Eberhard von Sonnenberg, Truchsefi zu Wald- burg, von wegen der Grafschaft Sonnenberg folgendermaßen geschlichtet haben: Herzog Sigmund soll dem Grafen Eberhard für die genannte Grafschaft und alle seine Ansprüche daran >'!4,00«) Gulden geben. Darüber soll ein Schuldbrief ausgestellt werden, wofür sich die Vermittler und die herzoglichen Ruthe, Hildbrand Rasp von Lauffenbach, I>r. AchatiuS Mornower, Wilhelm Ballons und Rudolf Bruchly, „genächtigt" haben. Darauf soll die Grafschaft Sonnenberg, wie sie Graf Eberhard innc gehabt, dem Herzog Sigmund und seinen Erben und Nachkommen gänzlich verbleiben und sollen alle darauf bezüglichen Urbare, Rödel, Briefe :c. dem Bürgermeister von Zürich zu deö Herzogs Händen ausgehändigt werden u. s. w. Damit sollen die Parteien verrichtet sein. Beide Theile, die herzoglichen Räthe und Graf Eberhard von Sonnenberg, geloben dem Vergleich nachzuleben. Au» abgedruckt im Ar »i« der schweizerischen g.schichtforschende» Steseltfchaft V. Seite IZ7, 496 September 1474. 755 Lucern. B474, K. (Teptember (Dünstag vor niuiviw«;» ^»0,.). Staa«»ar. zz. Boten: Zürich. Heinrich Göldli. Bern. Niclauö von Dießbach, Ritter; Pctermann von Lucern. Caspar von Hcrtcnftcin; Heinrich Haösurter; Peter Ruft; Peter Tummann; Ludwig Uri. Hans Püntiner, Altammann; Hans Jnchof, der alte. Schwyz. Cunrad Kiipferschmid, Cunrad Jacob. Unterwalden. Hans Kyser. Zug. Der Schissli. Glarus. Hans Schübelbäth der Schreiber. Solothurn. Venner Hagen. ». Aus diesen Tag sind die Boten des Königs von Frankreich hier gewesen, nämlich Meister Schmid (Favre), Präsident des Parlaments von Toulouse, Ludwig, Herr von Saint Priest, Antonia ^ Mohct, Landvogt zu Montferrand, und haben ihr Creditiv vorgelegt. I». „Vff discm Tage ^ künqlichcn Boten die Bericht zwüschend Herhog Sigmunden vnd vns vcrsiglct bracht vnd hant du ^ Kotten den Hertzogen beschriben, selbs persönlich zu Inen gan Kostenz oder Zürich ze kommen, ^ bringen ze hören vnd die fachen nach lute der bericht ze vollziehen. Vnd sollend alle ort >r botte" des küniges bottcn vff sollichen tag schicken mit vollem gewalt. Vnd ob der Hertzog die bericht vcu' ^ dz denn dieselben Kotten die cid von den Stetten vnd dem Wald Znnement. Vff welchen tag ^ ^ ouch der Herhog den tag zuseit, dz sollen die von Zürich den orten allen verkünden, damit si tag zesuchen." «. Jedermann soll heimbringen den Bericht derer von Basel, wie die armen Lc»>^ ^ Pftrt, da sie nach Burgund gezogen, mehr denn >00 Mann an Todtcn und bei NM (Hefangcu^ ^ loren haben; ebenso wie der Krieg zwischen dem Herzog von Burgund und denen von Cöln einen ' ^ nehme, daß die Kölner den Burgundern in zwei oder drei Malen eine merkliche Anzahl Leute haben. ,1. Weitere Anbringen der Boten von Frankreich: Da der König mit den Eidgenossen >u ^ Verständniß sei, so begehre er ihnen, als Liebhabern des Rechts und dazu frommen, biedern, Männern, in Allem und gegen Jedermann mit Leib und Gut behülflich zu sein, wenn sie langen, und ihnen seinen guten Willen in jeder Weise zu erzeigen. Da er mit dem Herzog von D» ^ jüngst einen Waffenstillstand bis künftigen Mai gemacht, habe er uns Eidgenossen als seine all" Freunde und Bundesgenossen in demselben vorbehalten, dazu unfern Herrn, den Kaiser, und ^ Zugewandte, wodurch er auch den Fürsten von Oesterreich darein begriffen zu haben meine. auch diesen Waffenstillstand mit dem Burgunder darum eingegangen, damit er inzwischen uns"" ^ erfahren möge, was von seiner und unserer Seite vorzunehmen sei, damit wir uns des Burgund ^ wehren, denn er wisse wohl, daß derselbe immer die Absicht habe, uns zu bekriegen. Der Burgund habe auch an ihn, den König, um einen neun- oder elfjährigen Frieden oder Wustc" 'sjhck!' nur deswegen geworben, damit er, ungehindert vom König, den Krieg desto erfolgreicher gegen u"6 könnte. Das wolle aber der König nicht thun, sondern wenn wir mit dem Herzog von Dueguu^^ss müssen oder wollen, so wolle der König mit uns darin sein und Leib und Gut zu uns scheu- „gt er vernommen, daß der Burgunder uns bekriegen wolle, habe er bei 15,000 Mann zu Roß ^ ^ zi> sie an die burqundische Landmarch gelegt; die liegen mit dem König in Person noch da, bereit/ September 1474. 497 Hülfe zu kommen und den Herzog von der andern Seite her anzugreifen, wenn er uns anfallen wolle. Der König sei nämlich der Ansicht, daß, wenn der Herzog, wie er auch gethan, mit uns Krieg anfange, so habe er den Waffenstillstand mit dem König nicht gehalten und dieser habe Ursache genug, mit ihm zu kriegen. Der König habe auch den Herzog von Lothringen, der vormals mit dem Herzog von Burgund einen Stillstand geschlossen, an sich gezogen, waS uns und allen denen, die in der Vereinigung sind, zu großem Vortheil gereiche, da Lothringen die besten Schlösser und festen Punkte inne habe, die herauf an Elsaß und Sundgau bis gegen Basel stoßen. Daher, wenn wir je mit dem Herzog von Burgund kriegen müssen und es uns gefalle, so wolle der König Leib und Gut zu uns sehen und uns mit seiner Macht gegen ihn und Zedermann beistehen, dazu den acht Orten und den beiden Städten Freiburg und Solo- thurn jedem, so lang er lebe, jährlich 2000, also allen zusammen 20,000 Franken jährlich als eine Pension geben, damit wir den Krieg desto eher aushalten mögen. Wäre cö uns aber gelegen, den König mit seiner Macht stillsitzen zu lassen und den Krieg allein zu führen, so wolle er in solchem Falle, so lang der Krieg währe, den acht Orten und den zwei Städten jährlich 80,000 Franken geben und selbe in vierteljährlichen Zahlungen ausrichten, alles zur Bezeugung seiner Freundschaft und Liebe zu den Eidgenossen. Dagegen begehre er, daß auch wir unsererseits ihm in seinen eigenen Kosten behülflich seien, wenn er dessen bedürfe, und ihm dann eine redliche Zahl der Unfern um einen redlichen Sold, den er ihnen geben wolle, zu Hülfe schicken, sofern wir nicht selbst mit Jemanden Krieg haben oder unseres Volkes selbst bedürfen. NichtSdestominder will er in letzterm Falle uns seine Pension geben, wie vorsteht. Der König begehre auch, daß wir keinen Stillstand oder Frieden machen, ohne ihn darin zu begreifen; er wolle seinerseits dasselbe tbun. Auch hat der König dabei „muntlich sinen Rat vnd anslag vnS geben vnd enbotten, ob wir ye nnt dem Heryogen von Burgund striten oder kriegen müssent, wie, wenn oder mit welhem vorteil wir Zn dann angriffen sollend". Denen von Stein wird geschrieben, daß sie dem Ulrich von Kappel und dem Trippel ein sicheres Geleit in ihre Stadt zum Rechte geben sollen; desgleichen bat man ihnen durch der Eidgenossen Gebiet Geleit gegeben und ihnen erlaubt, einen Boten mitzunehmen in ihren Kosten, aus welchem Ort sie wollen, f. Zn der Erbstreitigkcit des HanS Tünger von Zürich im Namen seines NruderS Wilhelm Tünger einerseits, und Heinrich Hofmann andererseits, welche von den Boten der Eidgenossen von Baden nach Bremgarten gewiesen worden sind, ist erkennt, daß es bei dem Spruch derer von Bremgarten ohne Widerspruch sein Verbleiben haben soll. Zx. Zn Betreff der Herren von Württemberg und derer von .Rothweil hinsichtlich deö Geleits und anderer Sachen will man den Herren von Württemberg schreiben, daß sie die Sache gütlich anstehen lassen, bis der Eid. genossen Boten hinauskommen. Ebendasselbe wird denen von Rothweil geschrieben und diesen noch gestattet, aus welchem Ort sie wollen, in gemeiner Eidgenossen Kosten zwei Boten zu nehmen, nm an Ort und Stelle die Sache vermitteln zu helfen. Ii. Denen von Biberach will man ihrer Sache wegen gegen Herzog Sigmund von Oesterreich das Beste thun. I. Heimbringen, daß etliche im Thurgau nicht mit den Eidgenossen ziehen wollen, weil sie „an etlichen Enden Burger seien". Auf dem nächsten Tag zu Lucern soll man antworten, waS diesfalls zu thun sei; doch ist der Boten Meinung, der Landvogt solle Allen im Thurgau zu ziehen gebieten, je nach dem Zeder Vermögen hat. Will dann Einer, der irgendwo Burger oder Landmann ist, darüber noch mit seinen Herren ziehen, so mag er eS thun; denn „hat Einer viele Herren, so diene er auch vielen". It. Die Boten, welche demnächst nach Zürich kommen, sotten dieses bitten, von seiner Ordnung bezüglich deö SalzkaufeS, worüber sich die von Schaffbausen und Stein September 1474. beklagen, abzustehen. I. Die Herzogin von Savoyen hat ihre Räthe mit besiegelten Crcdenzbriefen vor die Boten gemeiner Eidgenossen geschickt, nämlich Herrn Antonius Champion, Präsidenten zu „Boemont' (Piemont), Petermann Pavillard, Schultheißen zu Freiburq, Humbert Seriat, Herrn zu Combremont, Johann de Ponte, Rentmeister von Savoyen, um einen Versuch zu machen, die Zwistigkeiten zwüchen dem Herzog von Burgund und uns Allen zu vermitteln. Man hat ihnen gedankt, dabei ihnen aber ernstlich zu verstehen gegeben, wie sehr es uns verdrossen habe, daß die Herzogin bisher die Lampartec durch ihr Land zum Herzog von Burgund habe ziehen lassen, mit dem Begehren, das sürderhin »>chl mehr zu gestatten. Die savoyischen Räthe haben sich des glimpflichsten entschuldigt, eö sei nun seit langer Zeit Niemand mehr diesen Weg gezogen; auch habe die Herzogin lange Zeit nicht gewußt, daß «vir mit dem Herzog von Burgund in Krieg stehen. Da nun Savoyen mit der Stadt Bern in einem ewigen Bündniß sei, das die Herzogin, so Gott wolle, redlich halten werde, und sie nun der Eidgenossen Willen verstehe, auch ihnen ihre Gnade und Gunst erzeigen wolle, so werde sie Vorsorgen, daß von nun an Niemand mehr durch ihre Lande gegen uns oder unsere Bundesgenossen ziehe. Dazu wolle sie mit den Ihrigen Lc> und Gut zu uns setzen wider den Herzog von Burgund und Andere und nicht wider uns sein. Dast haben der Eidgenossen Boten gedankt und dabei geantwortet: „Wir wellen vns der antwurt halten- >»>. Beide Grafen von Sonnenberq, die jungen, haben uns Allen freundlich gedankt, daß wir ihnen Versöhnung mit dem Fürsten von Oesterreich geholfen haben. Sie haben sich gleichzeitig erboten, ' allen den Ihrigen Leib und Gut als fromme Biederleute zu uns zu setzen, i». Da Bern 500 nach Mümpelgard geschickt und sehr darauf gedrungen hat, diese Stadt in die Vereinigung auszunehmen, soll man auf dem Tag zu Lucern auf dieses dreimal wiederholte Anbringen antworten. «». Auf Freiwll nach deS heiligen Kreuzes Tag ^xaltotinni«, (lv. September) sollen aller Orte Boten wegen der g^ nannten Gegenstände mit Vollmacht versehen wieder zu Lucern sein. Auf ebendemselben Tag soll >nan dann auch über die Zelger'sche Ehesache verhandein und sich nach Stans verfügen, um zu helfen, die Sache zu gutem Ende gebracht »verde. >». Rothweil und Schaffhausen haben auf diescin Tage meldet, daß sie gerüstet seien, uns mit Leib und Gut, »vo das nothwcndig »verde, zuzuziehen. ^ etwelche Zwietracht waltet zwischen Graf Eberharden von Württemberg und denen von Rothweil, W " man beschlossen, wenn die von Rothweil Tag setzen, so sollen die Orte, welche sie darum ansucht, gemeiner Eidgenossen Kosten ihre Boten nach Rothweil und zum Grafen Eberhard senden. ^ Markgraf von Rötteln hat gemeldet, er »volle bei den Eidgenossen bleiben, obschon sein Sohn beim von Burgund sei. Letzteres sei nicht ohne Ursache, denn er habe in Burgund eben auch viel zu er habe das mit Rath derer von Bern und Solothurn gethan. n. Heimbringen das Anbringe" ^ königlichen (französischen) Botschaft, der Kaiser »volle mit dem König ein Bündniß machen; daö wollt König nicht thun ohne der Eidgenossen Rath und Willen und jedenfalls werde er sie vorbehalten. ^ Vogt von Baden soll den Schreibern von Lucern 4 Gulden und dem Unterschreibcr l Gulden ge e „von abscheiden wegen". «. Jeder Bote hat eine Abschrift deö Verkommnisses der Miethen und kungen wegen; die soll man heimbringen und aus dem Tag zu Lucern darüber antworten, damit die W'0 aufgerichtet werden, v. Da der von Gilgenberg beim Herzog von Burgund ist, sein Weib dag^' hier oben im Lande, so sollen die von Solothurn das Schloß Gilgenberg besetzen, bis die Eidge'wm zu Rath werden, was mit demselben zu thun sei oder wer dazu Recht habe. Sic sollen auch der S"" weiter nicht mehr Aufenthalt geben, noch sie im Lande bleiben lassen; ebensowenig Stephans von H"^' September 1474. 499 bach Weib, damit durch sie weder Verrätherei noch anderer Schaden geschehe. Der Landvogt und Marschall von Oesterreich und die Boten anderer Fürsten und Städte, die zur neuen Vereinigung gehören, haben mit Darstellung der Vortheile, welche daraus erfolgen würden, begehrt, daß man einen Heerzug gegen den Herzog von Burgund vornehme. Man hat auf diesem Tage das Begehren in Berathung genommen und darauf jenen Boten geantwortet: „dz ye die eidgenossen als houptsecher den krieg nit meynent in die Hand zenemen, noch das zetunde schuldig sin, diewyl vnd doch der Herzog von Burgund vns nit, sunder den Hertzoq von Oesterrich angriffen hat, der billich als ein houbtsecher sich des krieqs anncme. Doch wie dann, wenn die Richtung zwüschent dem fürsten von Oesterrich vnd vns durch Inn vollzogen vnd vffqericht wirt vnd die stett vnd der Schwartzwald swerent, werden wir denn füren ermant, waz dann die selbe Richtung vnd ouch die Vereinung Znnhaltet vnd vns bindet, dem wöllen wir als fromm, biderb lüt nachkamen. Doch Hand der Eidgenossen Kotten fürer vff ein Hindersichbringen geratslaget vnd das den vorgemelten der fürsten vnd Stetten Kotten ettlicher mas zu erkennen geben, vff meynunge, ob der fürst von Oesterreich den acht Orten 8000 Guldin an solichen .Heerzug ze stürc gebe vnd die Richtung vffrichte, so were doch der.Heerzug weger, denn dz man teglichs kriegs erwarten vnd füren müste. Vnd Hand der eidgenossen Kotten sich daby vnderrett, wenn solicher Heerzug befchech, dz denn sy mit einander» zu Rat werden söllen, wz fy andern Iren puntgcnosscn von Rotwil, Schaffhusen, Sant Gallen, Appenzell, Friburq vnd Solotorn von sollichem gelt schenken wöllen". Daneben wurde den Boten der Fürsten und Städte bemerkt, wenn auch die Eidgenossen zu Rath werden, diesen Heerzug zu thun, so sei deshalb nicht gemeint, daß sie ihre Söldner darnach stets im untern Lande haben wollen, um die niedere Vereinigung gegen Burgund hüten und schirmen zu helfen. Die Fürsten und Städte der Vereinigung seien mannlich genug, um ihr Land und das Ihrige selbst zu bewahren. Den gleichen Abschied, doch mit dem Datum Samstag nach dlativitati» Alario (10. September) und unvollständiger, haben Staatsarchiv Liiccrn, Allgemeiner Abschicdcband 0. «5, Staatsarchiv Bern, Allgemeiner eidgenössischer Abschicdcband ^V. 29, Staatsarchiv Zürich, Tschadische Sammlung I. 17. Nur bei cl und « liefern die angeführten Exemplare eine Vervollständigung; bei « werden Ucbcrgrifse der Lampartcr im Snndgan als Veranlassung des beantragten HeerzngS angegeben. Der Tag war von Bern angesetzt durch Ausschreiben von Montag »ach Bartholom«! (29. August). TagS vorher waren die französischen Boten daselbst angelangt. Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch 0. 289. Zu « und «>. Den Vollmachtbricf der französischen Gesandten (vonnö an Illosai« und » Am Schlüsse dieses Abschieds steht die Entschließung der Näthe, Hundert und der Gemeinde vo> Lucern, am Freitag nach der KreuzcSerhöhnng (1V. September) 1474 in der Eapcllc versammelt, über diese bc Punkte eingetragen; sie lautet bezüglich des Anerbietens des Königs von Frankreich in allen Thcilcn o»»chw< unter der Boranssctzung, das; die übrigen Eidgenossen oder der Mchrtheil die Anträge ebcnjallö annehmen >v< Bezüglich des Hccrzngs wollen sie auch thnn, was gemeine Eidgenossen oder der Mchrtheil der Orte, „doch vor allen Dingen dic Richtung vom sürftcn von Ocstcrrich vssgcricht werden sol vnd dic vier Stctt am Rh» v»d Swarzwalt swcren söllcnt." Zu und «>. Vergleiche Olunol, lllonumuntn III. I. S. k>3v: Kaiser Friedrich sindc^ ' Eidgenossen aus, weder dem Grasen Eberhard von Mlrttembcrg, noch der Stadt Rothwcil bei ihrem Strcüc v zu leisten, da er (der Kaiser), um Krieg und Zwietracht zu hindern, schon den Markgrafen von Brandenburg a»Iu dert habe, dic Parteien in seinem Ramcn zu vergleiche». Lueern. 1474, 17. September (Samstag »ach (.'ruw«). T»aal«archtv vueern: V»lerncr Abschiede. II. Boten : Zürich. Heinrich Göldli. Bern. NiclauS von Dießbach, Schultheiß, Ritter; ^ von Ringgoltinqen, Altschultheiß; HanS .Kuttler, Venner. Lucern. Peter Ruft, Altschultheißi H ^ Feer, des Raths. Uri. HanS Püntiner, Altannnann. Schwyz. Cunrad Kuvferschmid, A>n>'' Unterwalden. Claus von Zuben. Zug. HanS Zchender. GlaruS. HanS Tschudi. „ ». Dem Herzog von Mailand wird geschrieben, er mochte den Ammann Wollcb bezahlen, b ^ ^ der Ehesache zwischen Ulrich Ammann und der Margaretha Zelger sollen die Boten, welche den be^ Abschied gemacht, auf Sonntag nach Michaelis (2. Oktober) zu Lucern sein, um denselben zu crlä>" ^ Der Ehesache und dem Vogt ist Aufschub gegeben bis St. Gallentag. r. Heimbringen, daß „Tremelbuben" und Bettler in der Eidgenossenschaft nicht sich aufhalten oder wandeln lassen so^- " sie „Buben, Brenner und Verräther" seien. «I. Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz und Glarns ^ des Königs von Frankreich wegen Antworten gegeben, wie solche in Schrift gesetzt sind; est und Zug haben noch nicht völlig Antwort gegeben. «>. Dem Vogt von Baden wird geschrieben >n - ^ deöienigen, der Einen erstochen hat. Da die Herzogin von Oesterreich für »hn bittet, daß ^ nachdem er sich mit den Freunden deö Erschlagenen gerichtet, Stadt und Amt wieder öffnen erhalt der Vogt Vollmacht, selben zu begnadigen, der Herzogin zu Ehren und um ihretwillen, der Todtschlag ein ehrbarer gewesen und der Todtschläger sich mit den Freunden verglichen hak. ^ ^ pelg(nd«. Die Verbriefung, daß Niemand vom Fürsten von Oesterreich Schenkungen annehmen soll, soll aufgerichtet werden, wie sie zuletzt zu Lucern aufgestellt worden ist. Am gleichen Tage sandte Kaiser Friedrich eine Botschaft an die Eidgenossen der biirgundischcn Angelegenheiten wegen: 1474, 17. September. Kaiser Friedrich III. an gemeine Eidgenossen: „Wir haben dem Edel» vnscrm Rate nnd des Reichs lieben gctrliwcn, Niidolffen, Granen zn Snlz, cttlich vnser mcyniing antreffende des Hcrtzogcn von Burgnndi fürnemcn ic. an vnser statt mit Euch zn reden bcnolhcn, als Jr von Imc clcrlichcn vcrncmcn werdet u. s. w. Geben zu Augspurg am Samstag nach Uxiütationin Oruvio, anno üomiiii «oeooi.xxiiij, vnscrcS Kcysertumbö im drei vnd zwenzigistcn Jare". manilatum proprium «lomini Imporatorls«. Original auf Pavier im Staatsarchiv Lucern, Acten deutscht« Reich. Zu «> 1474, Freitag vor St. Gallentag (14. Octobcr). Baden. Eleonore geb. von Schotten, Erzherzogin von Oesterreich, legt bei gemeinen Eidgenossen Fürsprache ein für Mauriz Brcitschmid,.der Einen von Rordorf lahm geschlagen und sich init ihm abgefunden, das; sie ihn des Frevels halb nicht strafen möchten. Original auf Papier Im Staatsarchiv Lucern, Acten deutsche» Reich, Oesterreich. FaSc. XI. R474, T4. September. Staatsarchiv Bern: Lateinische« MIsstvenbuch, 4. Uli l>. ». Bern sagt im Namen aller Eidgenossen den Boten des Herzogs Sigmund einen Tag nach Feldkirch zu auf den 2. Oktober (Sonntag nach St. MichaelStag), behufs Vollziehung der von den gyz September 1474. französischen Gesandten herausgebrachten, mit dem königlichen Siegel besiegelten ewigen Richtung. ?» Der« übermittelt den Eidgenossen den nun rediqirten Entwurf der vom König von Frankreich in gebrachten nahern Vereinigung zwischen Frankreich und den Eidgenossen zur Jnstructionöcrtheilung den Tag zu Feldkirch. 1474, Samstag nach Matthäus (24. September). Bern schreibt an die Eidgenossen: „Als dann die botschafft setz znlcst in der Statt Lntzcrn bi ttwcr vnd ander tiwcr vnd vnscr Eydgnosscn gewesen ist vnd vnS richtungc zwttschcn der herschafft Ocsterrich vnd vnS gcmcinlich mit dem kttnglichcn Jnsigcl gczöugt vnd dal" c witter angebracht hatt, als Jr das wol wltsscn, darnff der selben zitt nit gcantwurt ward, cS wcrc denn z»" de« fttrsten von Ocsterrich will der richtung halb, die zu vnscr aller lob vnd vorteil gar merklichen, als vnS be » ' gestellt vnd bcsigclt ist, gehört. Darnff ist jcz in vnscr Stat komcn des vcrmcltcn siirstcn bottschast zu den Kotten vnd vnS in namen gemeiner Eydgnosscn vnd hat des tags halb, wie der vcrmclt sttrst Harns kamen, a angebracht vnd mit grossem ernst bcgcrt, das die ktingclichcn Kotten vnd wir all durch vnscr bottschafst zu stn^ 6' ^ gen Velttilch tomcn vnd daS zu dem besten fttrdcrn wellen. Also wie wol der knnglichcn botschasst sölichS gelegen ist, dannocht durch vnscr aller Ercn vnd fromcn willen, so wellen st solichS gern tun, damit die R' ^ gcnzlich volzogcn vnd das anbringe», so st an vnS all getan haben, trtiwlichcn vnd zu dem besten gccndt werden ^ Harnmb vnd besundcrS dicwil wir merken, ob Jr vnd wir dem sitrstcn in sittlichem zu willen werde», das so "b ^ richtung vnd vnS allen nutzlich vnd forderlich sin mög, so haben wir sölichS sttr vnS all zugesagt vnd darnff mit ganzem ernst, so hoch wir icmcr können vnd mögen, Jr wcllcnt »wer trefsclich Kotten ordnen, t'st ^ ncntag nach Sant MichclStag (2. Octobcr) zu Vcldtkilch an der hcrbcrg zu sind vnd dcnsclbcn volle ge ^ geben, in discn dingen der richtung halb zu wolvaren vnd darnff die Stctt am Rin in Eyd zcncmen, wie da« Richtung bcwist. Vnd dabi, als vnscr bottcn zu lctst von Vutzcrn komcn vnd den Handel, so des kiingS halb ^ . siirgcnomcn ist, vndcrricht, so haben wir de« halb schrifftcn gestellt, als Jr dann an bissen Jngcslossncn Copyc» da bitten wir tiwcr lieb vnd gut sriintschaft mit ernstlichem flyst, Jr wellen die besuchen vnd den vorbcrtirtc» ^ ^ auch völlig macht geben, in derselben mit vnö vnd ander vss den abschcid zu Lutzcrn bcschcchcn an stirer vcrz>c ^ handeln vnd tich harin so gutwillig erzöugcn vnd bcwiscn, als wir vnö de« zu tich nit vnbillich vcrscchcn, haben sölichcn tag allen in der vcrcynung, Forsten, Herren vnd Stetten, ouch zugeschribcn. Datum Matthci anno i-xxiüja». ^ Staatsarchiv Bern. Deutscher Brief im lateinischen Misflvenbuch ^ ' Unter den „ingcslossncn" Schriften oder Copicn sind ohne Zweifel die aus dem vorhergehenden Blatt 3t ^ selben lateinischen MissivenbuchS stehenden, undatirten Punctuata gemeint, welche hier folgen: ?unetuata ItvKis ?ranvorum ob dominorum dv liza. ^ tiov^ Inprimi» guod dominus nostvr Itvx, suicpiv vmnos vt «inguli suliditi vuiuscunc^un statu« oov ^ ^ prvvminvntiv ' ^ vt in postvrum idom dominus dux advvrsus dvmino» dv liga vasdvm mouvrit dirvctv uvl indirocto, ^ ip»i domini dv li^a aduvrsus vum, suis in vxpensis «uvcurrvrv auxiliarinuv dvlivt vt tvnutur tocw»« eivn» opus kuvrit. September 1474. 503 T'orsio <^uod dominus nostvr ttsx, «i st in postorum dominos ds li^o »ui» psroKvndi« xuorris pro «ud» sidio rsguisisrit, oduvrsus vo», gui vsl dominum nostruin rogsm »uo in rvxno vsl dominum dussm Imtlio- rindig vius in duvot-u molssborv prvsumpsvrint, vo t-uns domini ds li^o doüvnt st tsnsntur ItsKsi uostro cum notoluli ormotorum sotvruo, so. vidvlisvt czus ipsi» po««iliilis tuvrit, tomou »ins iutvrmissions vustodiv st, dvkvnsioni» potrio »uo »uosurrorv, vondsmguv silii tronsmittsrs. lto tomsn ipio-I dominus nostor rsx sui- lilist ormotorum pro msnss, onnum duodssim monsiliu» diuidsndo, guotuor llorsno» lisni sum msdio, monsvm o dis cjuo domo» «uo» vArsdiuntur soniputondo, rsolitsr sxpvdiot. Iii. sum so»dvm ormotos rsgui- rvndo» duxsrit lisx, ipsv pro uno mon«s »tipsndio son^ruo od urlis» lisrnviissm, 'I'Iiuriovn«si» vvi I,uesr- »sn»sm usl olio looo od libitum «lominorum ds li^o tronsmittsrs dobsliit, st pro duolni» «lsinds mon»il>u» ^v«ti« ormoti» prspororv «ullisisutsr rs»pondsri in oltsro siuitotuin l1vl,onnsn«i vvi I,u^dunsn«i. Iis»sruot.is st sxcvpti« ports dominorum ds li^o 8ummo vmniuin pontiliss, «ovrocpis lioniono Imporio st omnitiu» st «in^ulis sum guilm« prstoti domini dg li^o tsdsro, intslli^sntios, obli^otionssgus, littsri» vvi »igilli» inuni- ta«, liobvnt. 8! tomsn so tvmporv domini ds ligo ^usrros in sorum tsrr!« proprio» losvrsnt, ito «idio Itsxp sonfsrsudo minimv oldi^ontur. ljuorto tjuod dominus nostvr rsx prstotu» domini» ds ligo st sum si» ierilmrKsn«il)u» st 8olodorsn»i- I>u», lplood in bumoni» susrit, «in^uli» onni« pvrsolui sosiot in siuitots I.ugduni suililist portium duo milio lransorum. t^uinta guai d« tosto imminvnts» ip»in «uovurrsrs non po»»st, vo tuns domi- nu« no»tsr rsx ip»i« domini« ds li^o, cpiomdiu i,uiu«modi ^uorrv in tsrri« ipsorum proprii« vvi oliorum Kvstig pml novitsr soodunotorum durovvrint, vvi »i iidsm domini ds li^o odvsrsu» sundsm duvsni Kur^undis in tsrri« «ui» sum sxsrsitu «uo gusrrom lsesrint st . . suorint, lorgiri st »olui loci st 474, September. S«aa»«archlv R«r>»: Ddusche« MIsfivtnbu», tl. Zvli. ?«>. »». Die beiden Eberhard, Grafen zu'Württemberg und Mümpelgard, Urkunden, daß sie mit den Städten Hurich und Bern der Grafschaft Mümpelgard wegen eine freundliche Vereinigung aufgenommen haben, wonach Schloß und Stadt Mümpelgard zehn Zahre lang ihr offenes HauS und in ihrem Schirm 504 September >474. sein sollen, k. Burgermeister, Schultheißen, Ammänner, Räthe und Gemeinden von Zürich, Bern >c- Urkunden, daß sie deutscher Nation zu Trost und mit Gunst der Herren von Württemberg den Beeilt MümpelgardS zur Vereinigung etlicher Fürsten, Herren und Städte gutgeheißen („in söllich Eynunll qeziqen") und versprochen haben, im Falle sie Jemand mit Gewalt und wider Recht drängen wollte, ihnen zehn Jahre lang sammt jenen Fürsten und Städten der Vereinigung und den Herren von AMt temberg getreulich beholfen und berathcn zu sein. Zwei Urkunden, abgedruckt b«! Zell weg er im Archiv für schweizerische Geschichte V. l?5, 75?Z Bern. 1474, ?. Oetober. liummliii'ti-l.enitlei. »I. Z7l>. Erklärung des Schultheißen und Raths von Bern an Ludwig Xl. über den Sinn einiger unbeß"'"^ gesaßter Artikel des zwischen dem König und den Eidgenossen im Wurfe liegenden BundeSvertraä^ Betreff der gegenseitigen Hülsöverpflichtung. Bern erklärt sich dem Könige gegenüber verantwoe daß diese Erläuterung von den Eidgenossen beobachtet werde . ,,?>lnu« I'ndvoz'er et eonneil de Iii villv de Herne n tou« ceulr «>ui ee« prenente« lettre« Vi'ee »envoir snison« gue, comme »in«! «oit »pie c^-dev»nt n^t ölö snit un I rnilö «le liguo et «'onsödrr' ^ nminble entre trö«-ehre«lien et «ereninnime llo^ et «eigneur l.o)«, Ire») u>!« «vigneur« de In vieille I>jgue de In haute >VIIemngne et certni»« ^ n^vut e«tö encrit« et nrrentö« «ur lvdit lraitö eulre le« nmbnnnndeur« Ilovaux et eeux de» «Iii« ^ de In ligue, eontennnt In forme de Inditv eonfederntion, lenguel« ont e«tö porte/ et monntr«^ 8nignenr Itozs, t«»utetoi« pour ee «pie le« «lit« nrtiele« ä enune de leur gvnernlitö «e tronvent "w ' ^ ce «pii pourrnit n I'ndvenir npporter de In dineorde entrv ledit 8ejgneur lio^ trön-i hreutien 'l ^ d!t« 8e!gnenr« de In ligne. pour eette enune, pour In «inguliäre nffeelion, «pi'ieelu) Iko .V dit« «eigneur« de In ligue, et pour eouper eben,in ä toute «piention ä I'ndvenir. devnnt

^ d« ^ terminer ledit trnitö. et nllinnce, 8n Nn^ente n voulu pour plu« nmple deelnrntion du ecmlen" ^ ^ dit« nrtiele« e«tro eelnire.) de In volontö et intention de« dit« «eigneur» de In ligue. I'our o« gue nou« ndvo^er« et eon«e!I« reeognninn.'ml« ledit lrnilö de ligue et eonsödörntiiln nminhlo »>>d 8eigneur Noz, et nuxdit« 8eig»eur« de In liguo, nlin gu'il ne «oit inlerrompu, mni« eonel» honne lin, po„p o«ter tou«t8 < lio^e^ bN^dü ^ eldnient rev«»«>uöes en «loutv, i»on8 »»neuro«!«, intvrpreton» et «leelnronn, >>ue ledit 8eignenr ^ ne doit nucun«!inent mettre en peine pour Iv necourn de In ligue, ninon au enn «pi'il en soll p ^ ^ rei^ni!«, et eneoren en ee « an ne leur doit »eeourn « ontre leur» ennemin, ninon en Inn! >>>> «! grniule pui!i.''Nnce, «>»«' lendil» neigneurn de In ligue prenne? et en urgente neeennitö eu88»'>d I" neeennnirement «I entre »ecourun et ne punnvnt nntrement reninter ä leur ennemi. lit ni ä ^ ienditn »eigneur» de In Iig»e demnndnient »ecour» nu »Ikk,i conlre Iv du«: de ltourgog"" ' 8«igneur Nozi oeeusiö nn ne« guvrre« propre« ne pourrnit le« «oeourir d Iiomme«. rn < « « ^ ' October 1474. 503 kern tonir et cielivror ckan» In villv ckv I,ic»» vin^t millo storin» civ klhii, par ch.icun «pi.articw 4'.i»n6v, laut ^uo In psuarro xsscoluvllmnont cliirvrn. II «Iv nc,»lr»lro s,»y et hcninvur, «>»« tc,ul l-, li^ue, nou» nur««»» le »oin vt koron» ostvvtncillomcmt. guil» le esocmtvrnnl et .i^ctoront 4e »ix millv tiomme» ei> »e» Fueree» et expvctition», »uivant I-, teneur ile Iii n»!,I,I<;» ver» ledit ^ei^iieur lin^. I'ciur s>Iu» szranck« ueIIe llee>!>r»timminv »-I ,1u» c oontciu nux p, oasclc,»» .Vitiil«» «t Illinnvo«, Inito par lo onntcn, cle Herne I«. ine «nie nnnee 1474. Es ist aber offenbar, daß sich die Erklärung BernS nicht auf einen bereits abgeschlossenen Bund bezieht, sondern auf denjenigen, welchen man eben im Begriffe stund abzuschließen, und der dann wirklich auf der Tagsatzung z» Luccrn am 21. October abgeschlossen, unter dem Datum des 26. October 1 474 von den Eidgenossen und unter dem Datum dcS 2. Januar 1475 von König Ludwig verbrieft wnrde. Die Ilcmlnrntion plu» amplc> mußte den Abschluß in der unbestimmten Form ermöglichen und kann als ein geheimer Artikel zu dem Bunde vom 26. October betrachtet werden, welchen Artikel Bern ans eigene Verantwortlichkeit slir die Eidgenossen cingieng und nachträglich zur Anerkennung zu bringen sich verbindlich machte. — Hölzer S. 55 läßt der Ilcmlar-ckimi pln» ampl«: eine, ans Schilling S. 125 entnommene, deutsche „Vcreinnng" zwischen den Eidgenossen und König Ludwig vom 16. März 1471 vorangehen und bezieht dann die Ilcml.-ii-aticm ans diese. Unzweiselhast aber ist letzteres kein wirklicher, in Kraft erwachsener Vertrag, sondern mir ein Conccpt zu dem am 26. October 1174 geschlossenen Vertrage, welches den oben bei Abschied 757 abgedruckten «I'unc-tuntn, ro^is ob ckoniinorum »l>ui-n!cm 1. 218: „Darnach crzcln vnd gründen ans die bcgcr des kimigcö, wie d», gras Hans, v»d der brobst aus drei Artikel, die wir volzogcn, er onch vns in seinen scher», empfange» mit vnscrn landen vnd lenlen, auch ein Pension benennet vnd alsdann sein kt.nglich maiestat ein bericht hcrai.Sgcsant vnd vberantwnrt hat lassen, darein ein t!4 gyg October 1474. artikcl bcgrcissct aus vnS vud vnscr crbcn, vnd darnach crzcln, wie scin klmglich inaicstat nit recht bcricht scy, da« die bcricht solt gan aus vnS vnd vnscr crbcn, wann die artikcl zu Costcnz das nit innhaltcn, aber auf bös, vndcrricht»»!! scy er erstreckt; daz wir doch nit ze tun oder macht haben, wie wol scin klmglich inaicstat vor von vnscrn rctcn des« halben auch etwas bcricht ist, daraus wir dann mit seiner pottschast hie red gehabt haben, vnd dcö widcrnmb vss in j» crleutrung kumcn, doch daz wir vor nach notturst gehört werden. Daraus stillet Ir melden: wie die Herren vo» Oesterreich vcrschrcibung gegen einander haben, das kaincr anc den andern nicht gcwalt Hab, ans cwigkait zu vcrzciy oder zu geben, dcShalben wir den artikcl nit volzichcn oder dem nachkamen »mgcn, snndcr darin bcswcrt; wir st"' auch nit soweit inhalt dcö compromist aus scin kttnglich Wirde gangen. Ist sttran löblichen zwischen den sitrstc» Oesterreich gehaldcn vnd herkomcn, ist pillich; wir gcnaigt vnd schuldig sind, sollichs zu volzichcn. bitten darin zu sth"'' damit wir gegen den crbcn nit gemerkt; möcht in der bcricht auch zcrrlittung bringen; vnd daraus den artikcl " l abtun vnd miltcrn, wie der in dem artikcl zu Costcnz begriffen ist, damit vnö das nit zu verweisen kumbc, stigl'ch^"' crlichen vnd vcrmligenlichcn scy, wir auch zc tun haben, wann hictcn wir die artikcl zu Costcnz wellen ansncnu^ hcttcn die Aydgnosscn nachgeben, aber wir sein der fachen aus In kumcn vnd In crcn wellen." (Hichcr gclst^ ^ Randbemerkung: »8ia nieinor, guo>1 ille artieulua «igillatua eat, guoa" (Hichcr mag die Randbemerkung gehören: »Lux 8igi»mun<1u» paeienter autlvrt, nv cliea» vonaentit.») ». Bezüglich der Offenhaltung der vier Städte am Rhein und deS Schwarzwaldcs wurde Resultat der Verhandlung in folgendem notarialischen Acte begriffen: 1474, 10. Octobcr. «I» nominv llomini amen. l'er I>oe proaena pulilieum in^trumentnm eunoti« >1'" intuvntiliua putont euillenter et nit natum. ljuoil s anne a »atiuitatn llomini milleaiino guallringen ' «eptuage»imo «Quarte, inclictionv »eptimn, ilio vero lunv, lleeima menais Letobria s bora meriiliei voi l pontilieatua aanetiaaimi iu tlliri^to patri« et llomini nontri llomini 8ixti, lliuina prouillenti» pasw ^ annoguarto s illuatriaaimu» princep» et «lominu«, liominua 8igi»munliun, lVuatriv, 8tirie, Lnrintliiv ot«' ^ come» l'iroli«, cum proveril»u« et magno su» eonvilio s ex u»a, ae »trenui prouilli et eireumnpoeti »>r> ^ partium eonkvlleratorum, viilelieet nominv opilli Vlurrievnai» llenrieua liüat, bnrgimagister, ^ ^ rivU!» dölllli, «.juallem opilli elvi», iloniini dlieolana et >VjlbvIinun llv Ilieaftpaeli, I'etrua l!e XVabroN ' ^ ringua I'rieker, «loetor, «eril>a s iuratua, nominv opilli l'ern, llenrieu» llaakurter et X., gvliultlw)" Lneernenai«, .loliannes vom 8taII, «eril»a opilli 8olotornen»!a, dl. a iler tlaaaen, s amman opilli Vre, >lvbu'^ ^ Kuppterseiimill, amman opilli 8ve-iex, ^olianne» 8ebell, amman opilli /.ug et oslleii ilii'Iein, et dl., ^ opi'li Klar»««, nominilms, viee et nomine omnium et »ingulorum s eonkelleratarum neu llvminoru"' ' partiliu« «x altera, in noatruin, notariorum publieorum, s et tvatium inkraaeriptorum all I>oe ?l" voeatorum et rogatorum preavntia peravnaliter eonatituti, ilillerentea et seilievt lie^nselUen, Sveleingvn, I.aussenl.erg et ^'altai.ut, prout i.lem artieulu» in Iiltius eontinetur et pleniua lialietur. l ,l«!M ,lo,uinua ,lux s volena et »»»ereni, iatam aporturaw »u» ^ «ituin aliter Kerl non ävlivre ni»i »ine et al»nguv aervnitati« »uv et nuorum ae uuiverse llowu» I prviullieio (lampno et ^aetura. Inauper iilinllietu» llominu» prinevpa per organum venerabilia vir! wng' eouracli 8tur/.I clv opiüo l'reibe, g > elari^imo« et exevllentv« ae ntrenuon viro» äomino» Car^iaM " October 1474. 507 prosidontvm in l'olosan, I.udovicum do sanoto Drivto, /Vntlioninm ds Nvboto, l,al!uum montis Dorrirndi, prstati cliristianissimi ro^i» Dranciv Isgatos st oratoron ad msmoratum princixom 8i8is7nundum j occa- »ions dictarum diilorvnciarum st cum laudo protata transmissos, ut msntom dicti domin! i'oxis supor pro» lato articulo dsclararont, oum instantia > ro^ari so «it.. IIi.js itatpio psr ipsum ma^islimin Oonradum, nomino ezuo «upra, dictis st, potitis, st antvguam ipsi oratorvs -tlitpio«! dssupor rssponsum dodorunt, i supranomi» natus dominus Xicolaus vr^, ^ illustrissimi domini Oristolksri, Dauario duvis, ma^istro ourio, vt ^ndrsa DavvlespurKvr, prvkvoto in Xv^v Itason, tvstilius ad promissa vooatis, roKatis ^ vt «Povialitvr rvquisitis.» 3. X. «Dt vgo .loiiannss Ilmle, vlorivus tlvnstantionsis diooosi», puldisus apostolisa vt impvriali auvtori» tatil>u« notarin», ^ «piia prsmissis omnibus st sinAulis dum siv ut, promittitur tiorsnt, unasuin prsnominatis tvstiliu» av notario > «ubssrixto prssvns st psrsonalitvr intvrtui, sarzuv »!v tisri vidi st audivi; idoo prssons puldivum instrumvntum, manu ^ prvsati notarii svriptum, sxinds sontvoimu«, subsoripsimus, pul>1!oauimus ot in bans puldioam formam rsdo^imus I si^nisguv vt nominilius nostri« solitis vt consustis sonsiZnauimus, in tidom st tsstimonium prsmissorum ro^ati I vt rsguisiti.» 3. X. «Dt ogo Drasmus I'n^siu^or do IZurlcliauso», slorisus 3ali'.l,urAo»sis diosvsis, pulilisus »asra impvriali austoritato notarius, j «piia prsmissis omnilms vt «iuz;nlis, dum «iv ut promittitur dorvnt ot »8^- rontur, »naoum pronominatis notario st tostilms prssvns ^ intvrtui, vaguv vmnia ot sinAula promissa siv livri vidi st audivi. ldvireo lioo prssvns publicum instrumvntum manu mva propria s tidolitvr scriptum sxinds «vnloci, subscripsi vt puldicaui ac in prossotsm publicam tormam rsdv^i, «iAnoczuo vt nomins mvis solitis ^ st vonsuvti« si^naui, in lidvm vt tsstimonium omnium ot singulorum prsmissorum ro^abns vt spvsialitor rsczuisitus.» vlimol, »Ivnnmvnl» I. lSI, naili dem Original im k. k, geheimen Haus- und Staatsarchiv. gyg October 1474. I». Daraus gaben die französischen Abgeordneten folgenden Ausspruch: 1474, IN. Octobcr. «Li na» durvia» Lnbri, i»rv»i>lvn» in eurin znri lnmvnii'l'Iialosv, Luclouiou» nu» ^»tbonin» ,lv Nnlivio, lnilliini» ^Ionii»svrrnn«li, von»ilinri! 'lamini nontri vliri»t>» ni»»in>i Lrnnvorum rvsss« I viun lnuclum vi nrliiiririnvnium, l zrvr ip»um 'loniinnm rv^vni artlinniuni »upvr «lvlniii» nnn> «loininum l Ki^inmuniluin ^Vuniriv «lncvrn vi «lvmino» ilr> li^n ^Ininniliv, vx v! «anizn ami»o> n> vum z>vr «livio» poriv» l sirvii, cl«, Iitrinitl« «liviuin Iiin'Iiiin pvr »a» !» z>!>rtinin >rrv»v»ti!d z»i>>Iiv»tnm ' »a, «juael l >p»!» tlarnin!» >Iv li^n »>l voriim>>nv i>viiijanvui in suinriil» li»t »zipertr» ^ villnrum vr^, ^ Hvvlcinßvn vi liv^nsvlilv». l)!> inin» «znael elivii «Inniini rlv 1!?^ x>vi!vrnni, nvv r«x intvllizzii, guail illa s>vriurn ^ tini vi» in tlainu» .4n»ir!v znviniliviuin nvv l,!>I>!totor>uu ilioinrum villnrum, »v«l «!no vornm proiutlivio vi ilninzin». In rv»pan»ianvn> »tniivniit' »in,! Inu

  • »vril'>'>'"" «i^illoriiiixjiiv nontrarnni !>zr^vn»ianv I tvvimu» raliarnii. ^vtnin vi ,1-iiiiin »i»xl V,-Itlcir<4>v in von<>"^' pv»i j,ralidiianvln vi zniltlivniianvn, > «livii liunli. l»iv ilvvimn mvnni» ri», unno ilamin! nii»«!'""' czuaclrin^vntvüimo »vpiun^vnimn <>»itii». dnurvio» I' nliri. 5!i>int I'ryvi. I)v Nalivt.» Nach dem besiegelten pergamenten«» Original im i k. Hau«, »nd Staatsarchiv abgedruckt bei viimnl, iilnnnm iu,b!>>a>rg. > ' «. Ueber den zweiten Dcschwerdcpunkt Herzog Sigmunds, die Verpflichtung für alle seine betreffend, setzten die Eidgenossen die Sache neuerdings aus den Spruch König Ludwigs vermittelst qendcr Erklärung: 1 474, II. Octobcr. »Xo» «laminarum ^Iininiiv »n^ivriari» v»n»ulv», liov ivni^iorv in >>>>i'la ^ von^rv^nii, s>rv»,>ntil»i» intvinur, <>»!» inivr illu»ir!»»iin»in ,xvvl»un»>nv ^irinvi^ivi» ,>i >lan>!n»i» I>!» ^rniionnin, <^i »»irvrinrv» nnnii n», giiarnin vivv» in I>»^ l'^ rv^>rt!«c>niirn>n», ^>vr vliriniinninniiniitn in>4!t!»»!nnin»j»v tlominnin rvK ^ »ittniiniim, lianvartlin ninivnlvn »u «luinin»» «lux vi ,,»» ncnninv «uj>v> iormn n»»tc" in ninniltu» «»in ^>llnvt!» vi nriivuli» n>>^>r»Iiii»!inu», uno ilvi»>>i», in ijn» I>vrv«Iv» »ui ,»iii!i»>i>inr, »d' 'l ^ cloininu» «lux !e»»vrii, in lorn-Un Conntniiii, >i»i >ro»snni fitvinin su!»«<' mviitio»^' ^ ejUvll itlvin jtiinviu» tlitmi-ixiti Iivrvtlv« «uo» >rvr linvnm rvetnin ul> vo clv»vvn nni. Lui»^ elvm in-iivuli i>roi>tvr tlvvlnriUiunvin, «vilivvt Iivrvcluin, vvl livrviluin z,or linvom rvviiun elv»vvn^'^ ^ ii«;r»io in «loiniituin > v^vm j» vsiriuiii vnin^n ol»i»iiuu». (^nnrv vi^nrv >>rv»vniiuni ncillivvinnr I>nni>l>>lo ^ ^ tlvvlni'teiivni viu»l'vlvrtur, »inrv, viilvinguv »niinsnvviv oi ,^. mirinrnm nv»ir«r»in ^inrvrt^ omni ilvln ,4 srnuilv »vvlnni». t^nciruin in vstivirviuin lin» liivi'n» »i^üli" Xivnlni «Iv I>!v»^>»vli, iniliii», «lninin! in ^i^norv, »vnlivii I!vrnvn»i», vi .Inlikrnni» Kvlivllvn, nininiini ^ ^ j>nriv nanirnni oinn!»in «luxiinu» munilükilid», «Inin» in «j»>>ia»i Ilinninii n»»c> ^ ^ cbm«I, Xtonnmnnl» Iiabobnegii» I. 2.',7. nach einer gleichzeitigen Lvpie im s. k. geheimen Hau« und Staat«arch^ «l. Herzog Sigmund gab über diesen Punkt folgende Erklärung: >471, 12. Octobcr. «5iisei»inu»tl»» viv. I'vnnrv ^»rv»vnii»ni Iirnliivinni': tjnvinn'Inintluw i" ^, ic tlilkvi tniiiiiruin, guv >»<>uv in sirvnvn» z>vvtlurnuii inivr »znn» s>rvtlvvv»»orv» nnntrn» >I»vv» ^ fvlit'i» rvvnr'Ittiioui« vi na» <>x »nn, vi vonsvtlvr.iia» zinriinni vx »It>nl», niriintjiiv in vliriniinninniwuw I' ^ vipvm eloiiiiniiin laitlauivum, Lriinvornin rv^vni, >laini»»m vi vanunn^ninvuni nantrui» ri»»!»">w. s"? vvnvlunianv vvrtarnm nrtivularum t!an»ii»>iiv vnnev>>i»rum vam^rnminimn» vi «uv »vrvnitni! vo»l vum iianvre taovrv poterimus illuii etinin ratum et ^rntuin iinimre volumus, et ipioll nos prvtntu» urtieulu« untv Iiuiusmveli ilveluratio- nein in nliipio li^nre non >ie!ieut, k>. oocol.xxguaito". Gleiche Urkunden von Scckingcn Mittwoch nach Gallentag (1l>. October), l'ausfcnberg Freitag vor Thome (10. Deccmbcr). Nach dem Original im l. k. geheimen Haus- »nd Staatsarchiv abgedruckt bei Chnicl a. a. O. S. t8j. >?. 1474, L0. October. Bern schreibt an den König von Frankreich: „Die künglichcn fürmündcr sind gen Vcldkirch zu dem Herzog von Ocstcrrich bestellet von den vnscrn gckomcn. Dasclbö ist etlich tag gehandelt das so zwüschcn demselben sürstcn, vnS vnd andern Eydgnosscn irrnng ertrug vnd durch mittel derselben künglichcn sürmlindcr ganz betragen vnd zu ewigem frid gezogen. Vilser Schultheiß, ein Verhandelter derselben ding, ist sncllcnklichen zu vns komcn, vns lntcr zu sagen, was dasclbö gcüpt sh. Dcrsclb zu bcslicssen die künglichcn gcwcrb ist vff hü» wider abgcncrtigt gon 1'utzcrn, da, als wir hoffen, diS fach die, als vnS bcdunkt, zu gemeinem vnscrin n»tz dient; cndllichcn wirt bcslosscn vnd was sich begipt, wellen ivir üwer K. M. fürderlichen verkünden." Staatsarchiv Vrrn. Deuts«.« Misslv.nbuch l! 107. Stlj October 1474. 4. 1474 (vor dem 2«. October). Instruction Herzog Sigmunds flir seinen Abgesandten an Kaiser Friedlich „Am ersten sott du vnscrm gncdigcn lieben Herrn vnd vettern, dem Römischen Kaiser, sagen vnscrn willig vnd» tenig vnd gehorsam dienst. Darnach den ansangt zu erkennen geben ans maynnng, wie seine» gnaden wol zn wy scy, was drang wir vnd vnser hau« Oesterreich von den aidgnosscn lange zeit her gchcbt anc hils dcS heiligen rc ' der kurfllrstcn vnd surften :c., Stett, stoß vnd land abgcnomcn so vil, dz wir nit haben mcr widerstand tun »ng Dcsthalben wir in vnderred mit in(en) kmnen, seiner K. M. verkündet vnd battcn, hicrinn sein botschast zu solche» » auch zll schicken, nachdem sy in als Römischen kaiscr vnd surften von Ocftcrrich bcrilrt; er nicht zu solchen tcgcn geich ' dcsthalben wir in verrcr teg mit in kumen vnd souerr gehandelt, dz wir mit in ain bcricht flir vnS vnd vnser c erben, das sUn sein, geben, also dz sy wider vns nit sein stillen. Red dabcy bcschchcn von der auStrag wegen, sy wellen haben auf die bischouc Basel, Costcnz vnd die rctc. Habe» wir »it nach wellen geben, sundcr den v»d ^ artitcl, zu Costenz sUrgenomcn, gcseczt auf das hoch vcrtrawcn, srcuntschast vnd schreiben, vnS Frankreich beschcchen, dz er die wolt miltcrn, als an vns geworben ist, dz die fUr vns gcmiltcrt soltcn werde», ^ ^ wir nit bestvcrt, auch vnser fürstliche srcihcit nit abgcnomcn oder gckrcnkt wurde. Desgleichen von wegen dcS aus die ewigkait, das wir in kamen weg haben tun wellen oder ausncmen, wann wir des nit gcwalt hcttc». bcricht p von der Ocsnung wegen der vier Stet ist vor nyc gedacht worden, dann allain von wegen des swcrcnS, die Halden souil darin gcseczt; ist nit mit willen oder wissen vnser bcschchcn; die Ocsnung ist vnS ganz wider jst die von stund an zn widersprechen, der nye gedacht, die hernach gcmiltcrt ist vs ain Durchzug, doch vns, Vilser»' ivcst'ib »och Oesterreich, vnscrn Bndcrtancn vnd denselben vnscrn Stetten an allen Schaden. Bnd nachdem wir nit gcwail ^ ' >ird- lasie»' ^ ^ ' """ ^ so haben wir nie darein gewilligt, wellen auch hinsUr nit darein willigen. Ob daö aber bcschcchc, daz sein K- ' ^ macht gchcbt haben, die bcricht ans die erben zu stellen, haben wir widcrnnib zu dem kUng gcsant vnser treffe»^ schaft, damit der abgestellt, auch in dem artikcl von wegen des auStragS zn sehen, damit vnser fürstlich stand v»d >» versehen werde. Bnd ob yc der kUng, des wir doch nit verträum, den artikcl die erben antreffend pclcibcn wurde römischer kayscr vnd clststcr Herr von Oesterreich da« protcstirc vnd widerruf sUr vntawglich, daz wellen >»>' ^ ^ tun." — (Folgen andere Gegenstände, auch das Verzeichnis; der Briese, die der Herzog vom Kaiscr verlangt dieser mit seinem Schreiben vom 28. October (Nro. 5) ihm sendet.) Na« dem «oncer« Im « k. Neheim«» Haus- und StaatSar«!» abgedruckt bei cilmsl. «oniimoat» bob-bure^o ll Äl> tt. 147 4, 28. October. Schreiben Kaiscr Friedrichs an Herzog Sigmund: „Dem hochgcborncn >c- du vns von des frids vnd zugS wegen, dartzn dein lieb mit gcmainen Aidgcnosse» gangen ist vnd surgeno»»"'^^ schribcn hast, haben wir vernomcn vnd haben a» solhcm frid vnd sUrncmcn, souerr dcrsclb frid nicht wider '» hams Oesterreich ist, gut gcuallc», in vnzwcifenlichcr hosnnng, dein lieb Hab den also sUrgcnomcn, das der haw« Oesterreich in seinen Sprüchen vnd Vordcrungcn gen den Aidgcnosscn vnvcrgrisfcnlich vnd vnschcdlich wir dann das deiner lieb vor auch gcschribcn haben. Dann die bries, die dein lieb bcgert, die schikkcu wir dir h" ^ die waist du wol zu gcprauchcn, vnd wo wir deiner lieb zug fUrdcrn können, des scyn wir willig. Geben Z» pnrg an Freitag fand Symon vnd fand Inda« tag der heiligen Zwclfpotcn, anno cioinini r.xxiüi», Vilsers tumbs im drew vnd zwainhigistcn jare." Na« den. Original im k. «. Hau», und s,aat«ar«>» abgedruckt bei oiiniol. iilonumont» bab.bnegic» ll Am Tag vorher, 27. October, gebot König Friedrich Lnccr», dem Herzog Sigmund und seinen Bundes" ^ bei dem Zug nach Obcrburgund den bestmöglichen Beistand zu leiste». (Staatsarchiv Luccrn. Ölig»'" Papier.) k. Als Erklärung zu dem Spruch Ludwigs XI. Uber die Differenz wegen Verbindlichkeit der Richt""^, die Erben (s. u. 2. Januar 1475) mag hier noch folgender Auszug aus der von Herzog Sigmund sofort n»^ Tag zu Fcldkirch am 18. October nach Frankreich gesendeten Botschast Play finden: October 1474. 5tt »iVota per oomitom do kliorstvin et inagistiaun tlonradum Ktir^ol aput olrristianissimum li'ranvorum regem, cum vssent missi all illustri ^Vustrio duco Kigismundo postridie dalli anno rxxiii)'" ox oppido Veltlrilol»: «Luin primum vonissemus ad oiuitatom Aoauti?, aooopimus, regem esse in i^uodam rure, oui nomen est llaliorvilivr, distanti miliarilius soptvm a diota oivitato l^Ioauts; misimus o^uondam ox lamulis nostris oum missiua ad regem, ad inc^uirondum, i dioliu» XI. In ootauo die misit ad no» viros duos . . noliilos, (pii potoliant sili! in «oriptis tradi punota oonoornvntia matoriam uostro logationis. (Quorum dosidorio ao'iuiosoontes tradidimus corta Mundil, rvtinontos t-imon penos no» na, piam porvonimu« die vvnori» post Inn:in. Il>i post pluro» die» rox porsonalitor nos ro- oopit, «tatim romitton« no« ad liospitium, mitten« noliis propositum iVlonastorivnsoni, prosidontvm parlamvnti 'Iliolose d l>aliuum lVlontislorrandi, cpii noliisoum »liczua oollo'juia Iialiuorunt vt mandarunt, ut iterato omnia punota cpieoumjuo et kjnaliaouncjuo ossont, in soriptis vonoipvromus ct. tradorvmns ipsi prosidonti, 'pii vcüct omnia rogis porsone apperire et, contra rc^ia montcin notiia >o^uc cx^onsrn. Altera d!c pro»!» don» ot iialiuu» iVIontialorrandi i»ta scripta a noln« rocoporunt dolaturi ad ro^iain majcstatcm, ut sccpiitur: «<7risti»nissimv rox, tomporitzus pro . . iam annus vst, iussn ao nomine Itogio mn^ostati« vvstro Konv- rosus dominus conios do Iül>vrst«!n ot »poctatns vir dominus propositus IVlonastorionsis, oratoros vostri, missi ad illustrem ducom 8i^ismundum poirocta crodvntia roKia lzuatuor ordino proposuorunt: I'rimo ut ipso iliustris Xustrio dux NiKismundus, liorus nostor olisoruantissimus al< oinni intolliKontia, oontwdora- tiono vt colloKationo, cpuun cum iluco üurgundorum lialicrot, rooodorot. Nooundo (ut) cum dominis do lizza paoom ot oonoordiam oaptarot. I'it tcrtio ut oomitatum I'lurotio roouporarct vt ad manus suas roducorot. l^u!l)u» tuet!» ot oxploti» vostra ma^osta» ad «tatim oum in protvotionom, tuitionom «iuo saluizardiam suam rociporv volit, laoicndo cum lroc silii prouisionvm oum pvnsiono annua tali, (pnalis pro tali tantoc^uo prin» oipo morito dar! vidoatur. ^imoctontos otiam, si in articuli» ooncordio, do 'Pia longa ante in Oonstantionsi oiuitato traotatus Iialioliatur, grauamon vol dilticultatom lialicrot, o pollioitu« erat, adimplouit, primum a so alidioans omnvm intolligontiam, 'P >no ost poounia pro ost!I>us, oaptauit. Ilt, 'piam-pinm do liao oonoordia in singulis suis artioulis oonovpta esset traotatus In Konstantia liaditus, non tamen Iu!t ad plo» nuni oaptata, sod romansorat c^uodam paidioularis disoropantia in nonnullis artioulis oiusdom oonoordio, in cjuos illustri» prinoops ^ustrio noluit oonsontiro, no'pio oos nssumorv voluit. Ouius 'piidvm roi oooasiono in rogiam U.V. oompromissum est ita,

    od majostas vostra vigore eompromiss! iudioando «upor artioulis oonoordio slonstantio vonoopte, lialieret lmno ipsam oonoordiam oonoludero ot erigore. Ilinpio vonolusa von» oordia tvnorvm einsdom in littoris sigillatis ad /VI am an iam oum propriis «ratorilius misistis, intor ovtvros »utvm artivulo« unus, tortassv ox sinistra inlnrmationo insortus, oontinvliat ot oliligaro vidoliatur illustrem prinoipom /Vustriv «ctnv uliornn, von«sn«u vxprv»»o patv»t in porptituum «>u»>pii«w ».- nlivnurv, donurv »iuo nlisjuilm» p"i>'u« u«d »ilii not domui ^u»triv o»mp«>tontii.u» pvrpvtuo Idoiroo illu«tri« pri,v:«ip« ^i^i«mundu« nv'jnit «idni» l,o»v«ti»tv buiv artivnlo pvr vvstrvm mi»io«tntvw vvpta purorv. 5l-»m oo modo por I>u»o urtieulum silurimnm ^ruuurvtur, tum e>ni>» vontri» «luii» in I>ou olkondvrot omnv« i»lio» prinvipv« ^Vu»triv »iln oon«i»n^uiuvo» vt muximo dominum nnpo'» ^ uput «juom, tancjuam i»put «vniorvm ltuoum ^u«trio, l>uiu«modi littoridoriv vl>li>l>»tionv« (ut «olit»"' ^ inmmln rvpovitv «unt. !Io<: z;ri«uinn!ni» ut ip»nrum uuusi»« illnvtri» «lux 8i^i»mundu» vvvtri» «>ri»tovd>>v ^ vtiinn domini« «lv li^ii. in oppido Voltleiloli, ul>i lii« rvl>u« u^itunili« div» indiotn« vri»t, oxposuit. tju' ^ ^ ^ uuditis ^ruuuminiliu« ip«iu« oon»vn»vrunt, »t rv» itvruto vi^orv novi uompromi««! ,«<> vv«tr»m ^ dvuvnirvt, tr!nlorvtnrlv«tl»ti», roovpti» tunivn priu« «utlivionti i»sor»>» prinoipum ^u»triv. lp«o oniin illu»tri« prinvop« ^Vustriv, «lux 8i^i«mun«Ius, minimo «iul>iti»t, r»"' ^ «eronita« »it l>vnv, vli»rv, vt plvnv «lv va rv insornmtu, «zui» Vv«tri» m>>lo«ti>« invlinuti» «it «i»Iui»rv «»>» norvm vt vum pvnitu« non ^rinmro, uttvnto cpioii ovteri» omni» in ilii» oonoorili«» oonoopti» intnit» ^ m>«jv«tati« vv»trv p>»viontvr «utlurt vt tolvrut, <>unm<^u»in otiiun «il>i ^runii» «unt; nttvnto proiorc'« ^ ^ vtor»ri, por I in null» oxmiltitu» o!>t> ^1"" «tamini <1o «juoouni^n» proposnvrnnt, vts! »nnt proilictivinlin vt ^ronil» trio, «ooun'i»^ ^ o«tis «ukliviontvr por «üu!« orkttoro«, oum »<,vi»»imo p,n>o» innioütntom vv«trmn sui««ont, i»sc>rm>»t»ü, ^ lul nutum ot libitum «uv valuntuti« »mniu vl>tiiiuorunt. ^mimobrvm illustri» ^u«tri« prinoop", munilu«, lioru« »o«tvr »b«oruunt!««!i»u«, por V. Inino ortioulum iloponi niuv imniutnri «nltoM , l->ro o«t, «ibi Fruusmvn et prvinilioinm titvorvt »<: vtii«m I>vno«t»ti «uo «>'' «od ilißnvtur ^l. V. Kuno artivuluni urbitrii »rilinurv vol oonvil'vro vol otiiu» pormittoro in vi» lvvn«ti»ntio ounooptu« v«t, »Iii >lui»ti»xnt «luvom ^Vu«trio oblixitt, ii«t<«»t!v vnnovpti» sui««vnt por «lomino« ?!» ,>rt»e^ «lui«m i<1 oorvm i«u ^ ^ ^ «i»ltenr.prinLvp« ^n«trio vo« i»««umps!««vt. l» «pul,»« tnmon urtivuli« minimo oo^itutum vi >»t «b« " ^ ,>s «juiituor va«trurun> lt!nsvl«loi>, gooliin^vn^Viilt/.lnit, I.vussvnlivrls, nv«lnv «lv rooiprov« nuxilio, ^ vu (juv«! ill»«tr!« «lux Li^ivmuudu« «Ivlivrvt ul»li^»i i ultri» «pium prn sv vt «ni« litivri» «iuv u ^tc>" Lvil,nit Ii»l>orvni vt oporinn, ut in vo«tr>»"> vuinprvmittvrotur, iniluctu« «in^uluri i»morv, «pn vt li'iuvii», (juo umnii» in Vv«trs» mi»jv«tt»to ^^i>» v««v indubitu orvilit, «jui» utitjim «pv vt siduon» immvrito sru«tri»rvtur. t^nurv onm v«tor>» ^ i>r ip»iu« vonvurdiv in puoivntii» tullorurv ao Innjjo m»iori» umnrv vv«trv mi»^v«t>»ti» snovrv pi»r>»tu« gen« vxvroitu«, «juoin ii«m, «ivut kurti« prinovz>«, in ltui ^nn«lii»»> >lv«l>»v!t, lilpüdu <1vmun«t> >»t> l'l ^ «juoil lilttivr! ut «ll^iiitiUi «uv ul,v!i»t, nu«>u!t tull«iri»rv nv«>nv «uklvrrv. Itvrum i»t«plv iti rnin pi^ ^i" rvvompvn«i»m vv«tri» mu!v«ti»« oum por nmurvm nobilit>»ti« «»Itvm in lino uno nxundiut, nt «vi >«' ^ it- ti« iilu« dvpkmutur v«I «idtuin immutvtur ot po.rminivut in «>i» sornn», «ivnt t'on«t»»tiv « onoopiv« «l»o«I illu«tri« «lux tti»u,»m pr«, «v vt «ui« lil.vri« «iili^otnr ml «>l,«srni»»^'"" vonoordiv pvr vv«trvm ml»iv«t,»tvm vonvlu»v» vto. ^z- ^V prv«!dvnti« vt Indiuum >lnnti>'torri»"4' ^ pvndit, «juod ip«v tvvvrit omni» c>uv »ui ottieii suvrunt vt non vvllvt umplin« <>niv«ini»m immuwrv- October 1474. 513 Xn» steliliorauiniu» ob vistabatrir aonsultnm, «ilontio tra.n?iir«, zirozikor rmi?!V8. ^ltiam xro tnno stominu» z,rvpo»itus Nonastariansi» »uxarvonit, ctvber (M°n,->g »ack, «ally. StiftSarctiiv St. (hallen. Die Eidgenossen begehren vom Abt von St. Gallen 500 Zuzüger gegen den Herzog von Burgund. Lueer». 1474, TI. October (Freitag »ach O-my. 2taat«arck>lv Lueeriil Lucerner Abschiede. Ii. d. Boten: Zürich. Heinrich Göldli. Bern. Niclaus von Diefibach, Ritter; Venner Baumgartner. Lucern. Schultheiß Rust; HanS Feer; Peter Tammann. Uri. Hans Fries; Walther in der Gasse, Altammann; Werner Lusser. Schwyz. Ammann Kupferschmid; Ammann in der Halden. Unter- walden. Claus von Zuben. Zug. Ammann Zten. Glarus. Ammann Acbly. »». Sobald gemeiner Eidgenossen Boten wieder nach Lucern kommen, sollen sie Herrn Hug von Landenberg schreiben, sich der Sache wegen zu verantworten, wegen welcher der Kirchhcrr von Frauenfeld gefangen worden ist; man hat Herrn Hug zum Tage Geleit gegeben. I». Dem Ludwig Rechberger, Vogt zu Klingnau, wird auf Begehren des CapitelS von Constanz bis Weihnachten Geleit gegeben. «?. >>Vff difem tage Hanl alle ort Zr Ingcsigel zu Lutzern gehept, die richtung zu versigcln mit dem fürsten von Oestcrrich, vsgenomcn Vndcrwaldcn, hat man geordnet." «I. Auf Sonntag zu Nacht vor Allerheiligentag (50. October) sollen aller Eidgenossen Boten zu Lucern sein der Briefe und Urbarbücher wegen, die man dem Fürsten von Oesterreich herausgeben soll. «?. „Von der Verkomnus wegen, die man mit dem Küng (von Frankreich) machen sol, wie dz die abfchrift von Veltkilch wifet, ist denen von Bern beuolchen, vffzerichten vnd zeuerforgcn, damit vns ein widcrbrieff in glicher form vom künige werde vnd dz ouch der küng vns damit für dz erstemal die ersten xrp tuscnt franken ictz vsrichte." f. „Vnser eidgnossen von Bern söllcnd die absagung stellen, dz wir, als helffer, des hertzogcn von Burgund vigend sin wollen vff manung des heiligen Richs, ouch deS fürsten von Ocsterrich vnd der nidevn fürsten vnd stellen, mit denen wir in eynunge sind." ßx. Bern soll der Herzogin von Savoyen derer von Wallis wegen ernstlich schreiben, daß sie „Hand ab tüge" und dieselben bei dein vcranlassetcn Rechte bleiben lassi. Ii. lDem Landvogt von Oesterreich ist zu schreiben, daß er die Wagen zurüstc, um den Eidgenossen das Ihrige zu October 1474. führen, w,e der Fürst das zugesagt hat. I. In die Remter und Städte gemeiner Eidgenossen n'nd geschrieben, sie sotten mit den Ihrigen mif Sonntag vor Simonis und Juda (?.?. October) zu sein. k. Verkommnist der Eidgenossen unter sich, daß Niemand von dem Fürsten von Oesterreich l^>'c oder Schenkungen annehmen sott. — Beilage i»2 — I. „Von der VerkomniS wegen, die man mit dein küng von Franckrich machen sol, antreffen dz Iargelt, so der küng den eitgenosscn geben wil, Hut nu'N vff disem tage zugeseit, dz man die mit dem tünge also vffnemcn vnd versiqlen wil, wie dz letste dz iviset, so zu Veltkilch vff dem tag gestclt worden ist, vnd hat man denen von Bern gemalt geben, si das in vnser aller namen also dem künig zusagen vnd sich darumb von vnser aller wegen gegen ^ verschriben, desglich widerbriesse vom künig ncmcn sötten. Vnd diö werden alle eitgenosscn ouch bricffen, dz si daby blibcn vnd die verkommst also vssnemen wollen, wie sy das denen von Bern bc»o Z» «1. 1474, 15. October (Samstag vor St. Galt). Fcldkirch. Herzog Signmnd sendet seinen >i >n>»ncr Rudolf Harber, seinen Sccrctarins Hanö Wyscr und seinen Diener Ulrich Nieder an die Eidgenosse», »in die ^ ^ UrbarbNchcr und Schristeti in Empfang zu nehmen, welche nach s'aut eine« Artikels der zugesagten „Bericht herausgegeben werden sollen. Orlglnalbritf auf Papier im Staatsarchiv Lueern, Arten deutschet Reich. Oestel"^' Zu « und >. Auf dieses schreibt Bern an den König von Frankreich: ^ „Sich gar dcmUttcnklich bcuclhcn :c. Nach vögang vnser vorder» bricssen, dar inu wir schier alle ^ mit vnscrn Eydgnosscn vnd andern zu vnS gewandten haben begriffen, ist vnser Schultheis, Her Niclauö von bach, Ritter, von der Stat Nutzern, da gar vil dis fach vnd bcsundcr die cntlich abscrtigung der kllngklichcu ' ^ antreffend sNrgcnomcn ist, zu vnö kamen. Wir haben von Im vuscrcr Eydgnosscn gntcn willen verstanden vns bcuclh geben, bcsluß zu machen, den »vir ouch nach vnscrm vermögen wellen fördern, also das die bottcn cu ^ tagen irm weg mögen anncmen. Bnd diewil dieselben sUrmUnder von vnS gcwNs; haben verstanden, vnscrn cydg" ^ noch vnS nit zu willen sin, die krieg gegen dem Burgnnschcu Herzogen z» vndcrstan, es wurd dann ttwcr gegen Im glichcr wisi erhept vnd si vnS ouch gewiss; zugesagt, Nwcr k. M. angcndö mit ganzer macht widcr ziehen, so wellen wir nach lntcrm beslust mit den kllnglichcu bottcn VnS llttern sllr vnser alt vnd »NW anhengcr vnd zugewandten, desselben Herzogen Houptvind, vnd nach vsrichtc» desselben vss sritag nechsltomcnd mit macht in das vcld zicchcn, in sölichcm hassen, llwcr k. M., al« wir sölichv von den bottcn vnd vS Nwcr» ^ ^ gantz gemerkt haben, wcrd dcöglich ouch tu», damit durch bcgNnstgung Rottes dcstcr vcster der Herzog zu alle» gcnött vnd die krieg mit frncht gcsNrt werden mögen, das nit.allein vnS, dann allen vnscrn citgnosscn zu ist. Bnd daö sich bcgipt, wellen wir täglich Nwcr k. M. verkünden, die Gott vS der höchc sälig well behalte«. ^ vnd bcgärcnd derglich von Nwcr k. M. ouch bcschcchen, xxv/ »olvl.ri« i.xxiizj. I')xvoutuin aornm t-utv evusiliv älnrti« inibo Zimoni» vt, lluüo nnnc» Staatsarchiv V»ru, drutschrs Misflvrnbuch 0. Zu t. S. II. Absch. 7«!4. — Zu >. Diese etwas verschiedene Ncdaction des Artikels « ist von gleicht amtlicher Hand am Ende des Abschieds beigefügt. ?«;:» R474, 24. (Montag vor Simon und Judas). TtaatKar«hiv Vucern. Marquard vom Stein, Ritter, und Jacob vom Stein von Steineck, des Grafen Heinrich ^ Württemberg und Münipelgard Hofmeister und Statthalter zu Mümpelgard, und Bürgermeister Oktober 1474. gzg Rath daselbst bekennen, daß die beiden Städte Bern und Solothurn, mit Wissen und Willen des Grafen Heinrich, Mlimpelgard in die Vereinigung aufgenommen haben, welche sie für sich und andere Eidgenossen und Zugewandte auf zehn Zahre mit etlichen Flirsten, Herren und Städten eingegangen, und daß sie verheißen haben, Mlimpelgard, Schloß und Stadt, wenn solches innert der zehn Zahre vom Herzog von Burgund oder dessen Verbündeten belagert würde, auf ergangene Mahnung ohne Verzug zu entsetzen und zu retten. Darauf haben auch die obgenannten Hofmeister, Statthalter, Burgermeister und Rath zu Mlimpelgard bei ihren Treuen gelobt und verheißen, denen von Bern und Solothurn und deren Eidgenossen die zehn Zahre hindurch ihre Stadt und ihr Schloß wider den genannten Herzog von Burgund offen zu halten, doch ohne gefährlichen Schaden und in derer von Bern und Solothurn w. eigenen Kosten, so oft sie dessen bcnöthigt wären, wobei übrigens jedem Theil seine Zinse, Gülten, Renten, Obrigkeiten, Herkommen, Freiheiten und Privilegien gewahrt bleiben sollen. Pergament«»« Urkunde mit den drei anhangenden Siegeln de» Marauardkund de« Jacob vom Stein und der Stadt MUmvelgard, Bern. 1474, TS. Qetober (Dienstag vor Simon und Jude). Staatsarchiv Bern! Lateinische» Misflvenbuch ä. Zw t>, Absagebrief gemeiner Eidgenossen an Herzog Carl von Burgund: »Idttera distidalnria dueis Ilurßundiv.« »Illuslrissimv prineipi et domino, domino Karvlo, duei liurßundiv. vvl eiusdem vieariis et otkl- cialibus, epiibuscum^uv nominilms nuneupentur, nliieumtpie resederinl, lntimamus nos linrximaßistri, Feultvli, ^Vmmanni, consules et eommunitates magne lißv ^Imnnie superioris, videlievt Rurich, Ilern, Imt/ern, Vre, 8rv^tx, Vnderrv.ildvn, et s«Iarus et oppidi 8olodorensis, live tempere in oppido I,ncernensi con^re^ali: Huod nos ad Grandes et aeerrimas exliortalivnes et reguisitiones Inuiclissimi, Serenissimi et Inelilissiini tlvmini, domini I'rideriei, IVvmanoruin Imperatvris, lierois nvstri ssratio- »issimi, eui lamejuam saeri Imperii membra nvn iniuria »bedienter paremus, Illustrissimigue prineipi» et dvwiui. domini ^ijsismundi, ^Vuslriv dueis, alivrumlsuv prineipum, dvminvrum et eommunitatum nnbis nnivne adiunetorum, guilnis per veslrales mnlliplievs iniurie, vivlvnciv et «pprvssivnes atroci cum suri., illatv sunt et guotlidie insvruntnr, Illustrissime domin.'itivni veslre, vmnihusgue et sinßulis eitlem subditis et annexis, ue nominum, nostras publieas distidaliones dieimus et denun- eiamus, prv nobis omnibust^uv et sin^nlis noslratibns et eis. (pii nohis desensivnis forma adstrinxuntur. Lt (juidcjuid ex nun» in antva Harum distidationum oeeasionv erxa dvminationvm vestram, vestrates, vohis adiunctos et adiutores emerserit, sine rapinas, bomieidia, incendia, dvpredativnvs, inuasivnvs slivrumt>uv xenerum alstictivnes contin^at, die vel noctv, per nvs vvl nobis in liae parle adiunetos, vvlumus vi^ore presentium nostrvs omniumtpiv nnhis cvlli^atorum fauvntiumciuv in liae parte hooore» »aluo» tulvsguv (kabere). Ouvrum vmnium in estieaciam lias litleras nostras feeimu» sis;illo Vrbis Ilernensis pultliee muniri, Data» die stlartis ante fvstuni .^monis et dude apvstvlvrum, l»nnv dvwini ete. cxxiiij"." Dcutsch im Deutschen Missivenbuch L. 313, ebenda, und nach demselben abgedruckt bei v. Rodt, Fcld- zlige Carls des Kühnen, Bd. I. Seite 272. 516 October 1474. V«5. 1474, T«. «ctober. 6«mmloe» benxlet III. ZZ8. von Bündnifi der acht Orte und der Städte Freiburg und Solothurn mit Ludwig XI., König ikreicl läge 65. Frankreich, insbesondere gegen Herzog Carl von Burgund gerichtet. Eidgenössische Erklärung. Die urkundliche Erklärung der Eidgenossen nebst Frciburg und Solothurn (vergleiche oben Abschied 21. October «, I) steht lateinisch uutcr dem Datum des 2«!. Octobcr 1474 bei Oomminvn-I^vnglvt ^ ' französisch ebenda III. 3kl), aber unter dem Datum des 10. Januar (1474 nach französischer, 1475 »ach Zeitrechnung). Letzteres mag das Datum einer nachträglichen französischen Ausfertigung oder der Bcsicgclung die Eidgenossen sein; die königliche Erklärung vom 2. Januar 1 475 (f. u. Absch. 771 und Beilage 54) beruf ^ auf den bereits erhaltenen Brief der Eidgenossen. Die rechtsverbindliche Erklärung der Eidgenossen fällt daher den 26. October 1474. Vergleiche übrigens auch Abschiede 766, 772 » und die Note zu lctztcrm. 7«V 1474, ?N« Atlobtr (Samstag nach Simonis vnd Jude). Staat«archiv Bern! Deutsche» M!sst»«nb»ch, 6. Zt8, Lateinische» Misflvenbuch, 8. Z?V, Instruction für NiclauS von Djeßbach an den König von Frankreich: ». Deutsche Ausfertigung >b lüttcrn, durch was vrsach dhein zat der lütcn darin ist begriffen; dann so sich svlichS begebe, wirbt von den Eyb^ vnd Jrn anhcngern lüten gnug fundcn. ^ Item dannanthin zu sagen, wie vss das zusagen siner bottcn vnd bcslust discr fach gemein Eydgnossen den ^ mit dem Herzogen von Burgund angcuangen vnd mit den Jrn den zug in das vcld getan haben, vnd doS er " ouch tu, dann solich allermeist vff Inn vnd sin zusagen sy bcschcchen. ^ Item darnach allen fliß, das die franken, den Herzogen von Ocsicrrich antreffend, vnd die xx" frankc«'^ ^ Eydgnossen zugehörcnd, Harns angendö komcn vnd die bricss der vcrcynung vnd sich bcsigclt, vssgcricht vnd da""^ gehandelt wcrd, als ir Wüste» nottürftig sin, vnd in discm allem Üwcrn flist gctrüwlich zu bruchcn, als üch nu» ^ October 1474. 5t7 ganz vertruwen, vnd ich, sobald das icmcr sin mag, wider Harheim zu firdcrn, dann cS nach gestalt discr löuff vast nott ist. So well man ich denn bricff von den cidgnossen dazwischen bcsigcllcn vnd sincn machthabcrn ibcrautwurtcn. Lxeeutum Sampstag nach L^monis et .Iiisin i.xxii^, coram con«!I!a et DurKvnsibus, ut in manuali patot. Item Jr söllen ouch daran sin, das der Erben halb, als die in der richtung brieffcn bcgriffcnd sind, dehcin invall, der denselben artikel bekrenken mag, beschech, vil anderer Irrungen zu verkomm, die Jr wol wissend. Item der crbcrn Statt Viel nit zu vergessen, damit si von dem king ouch gnädiclichc» bedacht wcrd, angcscchcn, das si in disen fachen sich gar triwlich vnd dienstlichen erzögt haben. Vnd ob ich discr artikeln halb oder süssen zu bessern wcrc, des haben ir ouch gcwalt, wie vorstat. Datum ut supra.» Diese Instruction war fir Niclaus von Dicßbach, Schultheiß. Vergleiche das Schreiben Berns an Zirich <1. 6. Sonntag nach Simonis und Jude, ebendaselbst S. 315. I». Lateinische Ausfertigung si. si. 1. November: Instruetio in dominum DvKvm. «Inprim!» lialioliitis exliiliero littvras eresiontialvs siomino Dogi. Deinsio siomino» sio ÜKa et presvrtim siomino» Dvrnvnso» suv ItvKie maivstati lmmiilitvr oommonsiatoa kacorv, eisivMKuo Krabe» possiliiles exiliere, czuosi eisiem plaeuit vratore» suo» asi ba» patriae siestinaro, nam !IIi ipsi eum omnibus et sinKul!» lamiliariter et liumanissimo eonuvrsati sunt. Item post relerre, cjuomosio post asiitum oratorum suorum in nvKotiis rvKÜs eum siomiui» sie ÜK» traetatum sit, et gua ex eausa prosiuetione» eonelu»ion!» linalis vmvrsvrint. Item eisiem balivliiti« exiliere vnionvm, gue volii» ssuli) siKÜIo sioniinorum Dvrnvnsimn trasiita vst, siliigue sieelarars, Mo ex lunsiamento numerus nrmatorum obmissu« luvritz »am asieo vvntum luvrit, et laeilo erit, nvtaliilvm armatorum eonKvriem a siominis sie ÜKa ropvrire. Item sivinsie narrabitis, rzuosi asi allirmationvm et eonelusionem oratorum suorum et Iiuiu» eauso sio- mini sie ÜKa sioelarauvrint, so siuois DurKunsiie inimieo», et eampo» manu armata petierint. üt insteti», c^uosi ipso itisiem laeiat, maximo eum isi in prim!« asi persuasionem et sveuritatvm suorum seripturarum et oratorum aetum sit. Deterum autem asiliilzeto opvram, Kuosi sievem mille lraneorum summa,

    e siomino siuei iVnstr!« siar! sivlivnt et ViKinti mille lraneorum siominos sie ÜKa tanKentvs mox expesiiantur. I'lt littere vnionis et alio^ rum siKillentur vxpesiitogue volii» transiantur, ut oportumun seit!», et siomini sie ÜKa interoa litteras suas siKillis munientur, ut proeuratoriku» vel mansiatarüs IteKÜ» assiKnari possint. Iii lii!» itaguo omniliu» omnimosiam siiliKvntiam aevpmiyosiatote iuxta tisiueiam siominoruin Dernvnsiuni, et oelerin» guam possiliilo sit, patriam et siomum repetito. ^lam isi ipsum prelatorum ipsorum K> »on paium vommosiitatis atkorre valeant. 5t8 November 1474. In kiis omnUius nu^nnilo vvl ininuvucl» iä «fstovrv xotonkis . . . üomincirnill Lornvnsium et, sto Ii?« voustävut.>irm. vntnin »t. «upr». <7on«ultuin tuit, ut. boo aststvtur, 2^ post, Simonis nt. .Insto in gaorisbi».' Zürich» 1474, A Novrmbrr (vss Sampstag »ach aller goties lieben heiligen Tag). Staatsarehtv Ullrich. Heinrich Röist, Bürgermeister, Heinrich Göldli, deS Raths, und Conrad von Cham, Stadtschre >b^ zu Zürich, Urkunden. Nachdem zwischen dem Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenosse" eine ewige Richtung zu Stande gekommen, haben noch zwischen den österreichischen Städten WaldShut, Lauffcnberg lind Neuenbürg einerseits und denen von RapperSwyl andererseits, Mißhelssss^^ obgewaltet wegen einer Schuld von 1909 Gulden HauptgutS und 95 Gulden jährlichen Zinses, welche die vier Städte an denen von RapperSwyl wegen KriegSaufwand fordern, diese aber bestreiten. Des" haben die Eidgenossen die drei EingangSgcnanntcn und Andere beauftragt, auch diesen Streit zu ss"' ten, womit sich auch Herzog Sigmund einverstanden erklart habe. Darauf haben diese die Porte"" gütlich dahin vereint, daß die von RapperSwyl die Schuld in gewissen Terminen abbezahlen, der HcrzG den inzwischen laufenden MarchzinS seinen Städten vergüten, bereits verfallene Zinse aber nicht "" gefordert werden sollen. Die vier Städte sollen ihre Briefe und Gewahrsame über die Schuld l"" Bürgermeister und Rath von Zürich legen, wohin auch icweilen auf St. MartinStag die Terminzahlung" von RapperSwyl zu Händen der Städte zu geschehen haben. Die von RapperSwyl mögen sich, ^ vier Städten ungehindert, aus der Acht lösen, in die sie dieser Sache wegen gekommen sind. Pergamentene Urkunde mit den anhangenden Siegeln der drei Schiedleute und der süns S"""' Vergleiche dazu das Schreiben Berns an Zürich ei. ei. SU. Octobcr (Sonntag nach Simonis und Jude), ^ diese RappcrSwylcr-Angclcgcnhcit als Ursache, warum Untcrwaldcn die Richtung mit Oesterreich nicht siegeln ^ angegeben und Zürich ersucht wurde, mit den andern Eidgenossen den Span zu schlichten und für die Besiegeln"!^ sorgen. Bcrncr deutsches Missivenbuch l). 315,, abgedruckt bei Zcllwcger, Versuch über die Ursache" burgundischen Kriege«, im Archiv sür schweizerische Geschichte V. 134. 1474, TT. November. Staatsarehl» Ziern! Lateinisch»« Missivenbu« tt, Gememe Eidgenossen verwenden sich in einem Schreiben an den Cardinal ^ulisnus l'iluli I'ntri a,j viin'uln für Burkard Stör in der Angelegenheit des ViSthumS Lausanne. Vasel. 1474, IDecember Gncic) Staatsarchiv Liicer»: Allgemeine Abschied«, II. !ik. Staatsarchiv zier»! Allgemeine eidgenssflsch, Abschied«, A, >w' Tag der gemeinen Vereinigung. In Folge deS Abschieds von St. Catharinentag (25. November) nächstverflossen ist auf den December 1474. 319 Tag Lucie desselben ZahreS 1474 von ollen Theilen der Vereinigung abgeredet und beschlossen worden, was folgt: tt. An den Gefangenen, die zu Hericourt gemacht worden sind, sollen die Eidgenossen mit den Fürsten und Stödten der Vereinigung ihren Theil haben, folglich auch an dem SchatzungSgelde der Gefangenen. I». Die Gefangenen sollen beförderlich von Velfort und Rappoltsweiler nach Basel geführt und da in Gewahrsam gehalten werden, bis man sie geschützt oder weiter, immerhin nach Ehren und Ziemlichkeit, über sie verfügt haben wird. «. Sowohl das Atzgcld für die Gefangenen in Velfort, als was sie künftig verzehren und die Transportkosten nach Bafel sollen Herrn Peter von Mörsperg aus gemeiner Schätzung vergütet werden. «I. WaS nach Abzug der Kosten an gemeiner Schätzung vorschießt, soll von allen Theilen der Vereinigung mitfammt gemeinen Eidgenossen getheilt werden, wie man darüber sich vereinigen wird. «. Die Büchsen, die in der Schlacht von Hericourt erobert und zu gemeiner Eidgenossen Händen gekommen sind, werden den letztern von den Fürsten und Städten der Vereinigung auS besonders geneigtem Willen abgetreten. T. Auf die vom Kaiser ausgegangene Schrift ist qerathschlagt, eö soll, damit die kaiserliche Maiestüt nicht verachtet werde, eine Botschaft von allen Theilen der Vereinigung und von gemeinen Eidgenossen an den Kaiser geschickt werden mit folgendem Austrag: I. Der Kaiser wolle sich erinnern, daß die Fürsten und Städte der Vereinigung und gemeine Eidgenossen vorzüglich kaiserlicher Maiestat zu Ehren, dem heiligen Reich deutscher Nation zu Trost, dem löblichen Hause Oesterreich zu Beschirmung und gemeinen Landen zum Frieden, bewegt worden seien, sich zusammen zu verpflichten; 2. Damit der Kaiser seinen Feldzug gegen den Herzog von Burgund desto erfolgreicher vollenden möge, haben sie einen Hecrzug in Oberburgund vorgenommen, mit Erzählung, was vor Hericourt ausgerichtet worden sei, daß aber wegen eingetretener Kalte der Feldzug geschlossen und daö Heer aus einander gelassen und daß erst nach Auflösung deö HeereS daS kaiserliche Schreiben den Gliedern der Vereinigung zugekommen sei. Inzwischen sei dasjenige, waS die kaiserliche Majestät begehre, durch unfern frühzeitigen Angriff nach Möglichkeit geschehen. Dabei sollen die Gesandten dem Kaiser für sein gnädiges getreues Aufsehen ehrerbietigen Dank sagen und ihn bitten, er möchte der Vereinigung, die ihm zu Ehren und Trost in Krieg gekommen, seinen Beistand fürdcrhin angedcihen lassen. 3. Darauf sollen die Gesandten trachten, des Kaisers Meinung zu erfahren, ob er auf dem beabsichtigten Zug beharre oder denselben abstellen wolle, damit man hier im ober« Land sich darnach zu verhalten wisse. Sofern er den Zug thun will, sollen sie erfahren, zu welcher Zeit; sofern er ihn abzustellen meint, sollen sie nach Gestalt und Gelegenheit der Sache handeln, doch immerhin aus kaiserliche Hülfe dringen; ebenso sollen sie auf die Hülfe deS Königs von Frankreich und der der Vereinigung gelegenen Fürsten und Reichsstädte Bedacht nehmen. 4. Alles, was ihnen bezüglich einer Richtung oder eines Hcerzugs begegnet, sotten die Boten zur weitern Berathung heimbringen. 5. Die Voten sotten auch Mittel und Wege suchen, den Kaiser mit dem Pfalzgrafen zu vertragen. — Zu dieser Gesandtschaft sollen drei Voten geordnet werden, zwei von den Fürsten und einer von den Städten der Vereinigung, doch alle drei in gemeinsamen Kosten. Dergleichen sollen gemeine Eidgenossen durch eine Botschaft der Stadt Basel auf dem Tage, den sie ansetzen werden, im Namen gemeiner Bundesherren gebeten werden, ihre Botschaft mit dem ebenbcmerkten Boten zum Kaiser abzufertigen. Nota: „Die Botschaft von wegen gemeiner cydtgenossen zctund, wie wol dauon geratslaget, ist kürze halb der zyt dismal im besten verhalten, doch dcstermyndcr nit, daz die übrigen bottcn, Nemlich cyner von vnserm gnedigen Herrn von Strasburg Znnamcn sin vnd vnscc s gncdi- gen Herrn von Basel, Ztem eyner von vnserm gnedigen Herrn von Ocsterrich Znnamen siner gnaden, 5Zs) December 1474. vnd eyner von der Statt Strasburg Jnnamcn Jr vnd ander Stetten der vereynung, wie dauon gerat' slaqet ist, vollfertigt werden vff sant JohanStag euangelisten in den wihennacht virtagen schirrest künftig des nachteö zu Strasburg an der Herberg zu sind, morndcß Jrem beselch nach stirer zu volfürn alS st gebärt." Dem Herzog von Lothringen soll eine Botschaft durch den Bischof von Straßburg »n Herzog Sigmund gesendet werden, damit man endlich vernehme, ob er der Vereinigung beitreten wo oder nicht. Freitag nach Weihnachten (,1l). December) sollen die Voten sich zu Kestenholz treffen. I»- ^ Glied der Vereinigung sott bei Folge der ConfiScation verbieten, daß durch sein Land dem Feinde KausmaM guter zugeführt werden. Doch soll dieser Beschluß, bevor er zur Vollziehung gebracht wird, noch aus^ Tage, den die Eidgenossen halten werden, angebracht und besprochen werden. I. Derer wegen, die >" Vereinigung sitzen und doch nicht vermeinen, ihr gehorsam sein zu sollen, ist verabredet, daß 3>ed" ^ seinem Orte trachten soll, dieselben zum Gehorsam und Mithalten zu bewegen, I«. Derer ^ innert dem Kreise der Vereinigung sitzen, aber gegenwärtig außer Landes reiten, ist angesehen, daß w ^ särderhin verboten und nicht mehr gestattet werden soll. I. Der Münze wegen ist gerathschlag^' folgt: Einen Savoner-Blanken will man särderhin nicht höher nehmen und geben, als für 8 Dc> ein Savoyer-Fünferlein für 4 Denare, die Fünfer oder Kreuzer mit den zwei Köpfen, einen für 8 De oder 2 für 7 Stebler. ES sollen die Städte Straßburg und Basel die silbernen und goldenen aufsetzen und ihren Befund auf nächstem Tag anbringen, damit man darüber rathschlage. Die We't ^ der Blanken mit den Schwertern wird verschoben. i»i. Fernere bloß summarisch bemerkte ^ lungSgegenstände: WaS uns der Städte am Rhein wegen begegnet ist. DcS Raubs wegen, der ^ Markgrafen von Baden geschehen ist. DeS Anschlags wegen für den Hccrzug. Der laufenden wegen. Den Tag zu Lucern Dienstags nach dem eingehenden Jahr (.1. Januar 1475) soll man bei» ^ um über diese Sachen zu reden. Was der Bote von Frankreich gebracht und was man daraus qeantw^ hat. Der Kundschaften wegen. Derer von Hallwyl wegen. DeS Kaisers Brief an die Eidge>wi>^ Zu n. Da« Bcrncr-Ercmplar enthalt, S. 38, ein Verzeichnis; der Gefangenen (38 Vurgnnder und parier) und deren Schahung, anch den Beschluß: „von difhin in dem fcharmichlen nach gcfccht, wa cS w»)t" keine, dchcinen gefangen zc »eine»." Vergleiche Knebel'« Chronik I. 103, welcher da« Datum de« Tage« a«i ' Tage nach Lucic" (17. December) angicbt. 770 Luccrn. 1474, IZD. December (Montag v°r Th°mc). Staa»«<,r«»itv Vurern! kurernir ?Ibs" ^ könnte, inmaßen bedenken wolle, daß das würdige Stift bei seinen Freiheiten und Herkomme», es, wie andere deutsche BiSthümcr, vom Stuhl zu Rom erlangt habe, verbleibe; seine Heiligkeit moc daher der Sache beförderlich und mit den mindesten Kosten AuStrag in diesem Sinne geben. >5""^ wenn Graf Otto Fürdernißbricfe an den Herzog von Mailand begehrt, damit dieser ihn de"' empfehle, so will man ihm selbe geben, auch Empfehlungen an daS CardinalScollegium und an einzeln ' December 1474. 521 dinäle. Da die Botschaft deö von Freiberg begehrt hat, man möchte diesen als Bischof anerkennen, er werde uns viel Gutes thun und die Vereinigung, welche Bischof Hermann selig mit uns gehabt, erneuern, hat man geantwortet, die Späne seien uns leid und wir wollten wohl, daß sie nach Billigkeit ausgetragen wären; man danke ihr ft'ir ihr freundliches Anerbieten und werde es an die Obrigkeiten heimbringen. >». Man verwendet sich bei der Stadt Memmingen für Ulrich Hetzet von Bremgarten, v. Wegen St. Wolfgang und der neuen Capelle zu Hüncnberg will man denen von Zug auf ihr Begehren einen Fürdernißbrief an den Papst geben. Zu ». Das Schreiben an den Papst steht abschriftlich im Luccrncr Abschicdcband U. Fol. 30. Schon am 14. Octobcr (Freitag vor St. Galt) hatte Herzog Sigmund von Oesterreich aus Fcldkirch den Hiltbrand Nasp, seinen Hofmarschall, Pfleger zu Landcck und Vogt zu Lauffcnbcrg, „wegen Ludwig von Frcibcrg, dem Bcstätctcn von Constanz, seinem Nathc", an die Eidgenossen abgeordnet. (Original aus Papier im Sta atSarchiv Luccrn, Acten deutsches Reich. Oesterreich.) VVR. Paris. H47S, T Januar. Staatsarchiv Bern. ». Urkunde Ludwigs XI. über feine Vereinigung mit den Eidgenossen und den Städten Freiburg und Solothurn, vorzüglich gegen den Herzog von Burgund. — Beilage U4. (S. oben Abschied 7«5.) I». Erklärung König Ludwigs bezüglich des neuerdings an ihn gebrachten Artikels der ewigen Richtung zwischen den Eidgenossen und Herzog Sigmund, welcher Artikel die Verpflichtung aller Erben des letztern stipulirt. — Beilage ZZ. Diese beiden Briefe tragen nach der französischen Zeitrechnung, wo das Jahr auf Ostern anfängt und endet, noch die Jahrzahl 1474. Vergleiche dazu Zellwcgcr, Versuch Uber die wahren Griindc des burgundischcn Krieges, im Archiv der schweizerischen geschichtforschcndcn Gesellschaft V. S. 53, Note !»4. Am gleichen 2. Januar 14 75, stellte König Ludwig den PensionSbrief für den Herzog Sigmund von Oesterreich aus (siehe Ollmol, Nonumonta lialisburxioa I. Seite 280), ferner die Kommission «lu xranck sooau au Konvral llrixonnob pour lairo siazmr annuollvmvnt In sommo <1u 20,000 livros pur lormo ttrv üu lio^ on kornm üv commission üu xranck sooau au xönvral Ilrixonnot pour tairo pa^or annuvllomont la sommo üo 20,000 iivrvs par tormv ar la ^raoo ^uo xour icollvs vntrotonir ob vn «uivanb los Points ob arbiolos contvnus os üitvs alliauoos ob oonkvckvration», oonviomlra lairo i.lusiours ssraullv lrai», n.isc« ob »?«, i>our <>»x «ntrvkvnir on »oskr«, »ervico ou kait.» 8v no» gunrros vt. »nkromvnt., » icvii«'» iionnv« vi»"» «t autr«-« pitnticulik!,'« <>«!« lmubv» ^Ilnma/?»«« pour <- et orclouni', cioimon« et orcio» neu« pur ee« preseute« in »omme lte vinzxt initle Iivre« tournoi«, ü iveliv »voir et i>r«uxirv «iorvsnava»! 1"^ ehavun iu> pur lorme cle peusion, taut szuil« «'entrvtivnctiout en nostrv liit «vrvive, i«rtivu1ior« ,«r nostrv »mv et kvni eoimviiivr et eluu»t>etl>u> kfivoin's I)ie«i>nvli, Dlivvniior, ^siva?v rle livrn, et no» ^in1>n«»niivur«, guv präsvntvmvnt vnvo?on» ö« ein?« sie pnr <1v-In, «er«, cnivisv et oriionnv, et pourzou^r ci'ic.IIo iwnsion et in iiren>Irv et nvoir pnr ol>»ou> >u> »I'orosnnvnnt e» In mnniere tievnnt ^ . contonu v« liitvs vonsvcierntinn», nilinnev« et nmiti«!«. 8i tionnons vu innncivment z»!» ev« siite« i>re»«>^^ no« nme« et lvnux, ie« i;envrnux oonseiiior« zucr neu« orN! e» I.scnssuvcloil), guv i>nr nostrv nme et kenl vonsviiler et lie^ IsvnernI « n vvnir, ii« sicssvnt >i»^ nnvnnt zinr etineun nn >>lc?vr et »sgcointvr Ie« «iite« viliv« lies liito« iinute» ^liemn^ne« et nutro« pnrt» Ie .Innvier I nn >ie ^rnce mit «luntreeen» «eptnute-siuntre et " ^ «ieur« ete. — «ern Nlivisä et orcionnv» Staatsarchiv Zürich, tiori». Weriim. III. f. 381 ff. — abgedruckt bei Ranke, ,französische Geschichte I. 81, Rote 1, aber mit der unrichtige» Summe t I,t>t)t> ^ LVl)t) (wahrscheinlich wurde da die Abbreviatur iz" vom Abschreiber mißverstanden). Vneern» 147», 4. ^»Nttuar (vsj Mittwucheu vor dem jwelslen lag). T»aat»ar«M>> Vnccr»: r»und ^ ^ nit mit sigel." Die Boten, welche nach Bern zu des Königs Botschaft kommen werden, solle" ^ Vollmacht dahin gesendet werden: „von der artickeln wegen zu zesagen ane hmdersichbringen vnd brieff gegen dem kunig besigclt iverden, so wird den eidgenosscn die 20,000 Franken vnd die 10 ,000 F>a> Januar 1475. 5Z3 so die botten mit Inen gen Bern bringen werden". I». „Ztem dis sint die artictel, darumb der künig lüttrunq begert in der nüwen vere>nunqe: „Des ersten als die Inhaltes, dz er vns wider den Hertzogen von Burgund vnd wider alle menglich helffen sol in allen vnsern kriegen »c.; begert er lütrung, wen dz zu schulden kumpt, dz denn wir stn gnade darumb erfordern sollen als billich als er vns erfordern mus. Von des geltö wegen, dz er vnsern soldnern, wenn er dera notturftig ist, vff iren sold Harns schicken sol nach Inhalt der vereinung, meint der künig, er wolle solich gelt, war wir wollend, gern harus schicken in sinen kosten; dz aber er damit die wagnus durch Sauoye haben wolle, dz da nidergemorffen, dz meint er nit. Dz dritt, als er vns nach inhalt derselben vereinunge wider mcnglich helfen mus, begert er lliterung, ob wir etwa mit stechten lüten, sundrigen Rittern oder Edlen krieg gcwunnen, dz wir Inn dann allweg vmb solich clein fachen vmb sin hilff erfordern sollen, meint er, dz Im dz nit füglich were. Zum Vierden, ob er vns siner kriegen halb wider den von Burgund nit helffen möchte vnd vns die lxxx'" gülden gebe, meint er nit, dz er vns sin hilff zu gelt schicken wolle." Denen von Basel ist geschrieben, sie sollen unö feilen Kauf zugehen lassen und die Verordnung aufheben, womit sie uns denselben abgeschlagen. «I. Dem Herzog von Oesterreich ist geschrieben des Vornehmens wegen, das fem Marschall mit den vier Städten am Rhein gcthan hat, wie die Boten wohl wissen. Auch ist ihm derer von Hallwyl wegen geschrieben. « . Allenthalben in der Eidgenossenschaft soll man die „Tremel- buben", „Stirnenstößel" und andere argwöhnige Leute austreiben, ls. Die von Basel haben geschrieben, des Bischofs von Basel Volk und die von Mümpelgard haben leder Tbcil ein Schloß eingenommen; sie begehren Rath, ob sie selbe besetzen oder schleifen sollen, mit dem Beifügen, diese Schlösser seien vor- theilhaft an der Landwehre gelegen. Antwort: Uns sei die Lage der Schlösser unbekannt; sie mögen tbun, was sie gut finden, px. Die von Basel schreiben, sie haben mit Urtheil 18 Lampartcr verbrannt, es seien noch 5 gefangen, darunter ein Knabe unter Jahren aus Burgund, den haben sie losgelassen, ein alter Mann, ein Burgunder und ein Bote; die klebrigen wollen gar nichts eingestehen; sie fragen, was sie mit diesen anfangen sollen? Antwort: Man setze das ihnen gänzlich anheim. I». Die Herzogin von Savoyen hat schriftlich begehrt, man möchte einen Tag nach Zürich sehen und ihr Gelegenheit geben, an einer Vermittlung zwischen dem Herzog von Burgund und den Eidgenossen zu arbeiten. ES wurde ihr geantwortet, wie früher ihren Voten, und dazu noch weiter, die Sache berühre das heilige Reich, den Herzog von Oesterreich und andere unsere Bundesgenossen als Hauptfächer; doch wenn wir verstehen können, daß die Gegenpartei einen freundlichen Tag begehre und sie sich deshalb selbst an uns wende, so werden wir alsdann gebührliche Antwort geben, I. Bern und Lucern sollen in gemeiner Eidgenossen Kosten Kundschafter nach Lamparten und Savoyen senden, um zu vernehmen, was für eine Bewandtnis es mit dem Anzug von Lampartcrn habe. Vernehmen die Kundschafter dann, daß jene kommen, so sollen sie berichten, und man will dann versuchen, iene aus dem Marsche zu überfallen und zu erschlagen. It. Der Herzog von Oesterreich bat sich verantworten lassen bezüglich der Stellung, die er zu dem Constanzer VisthumSstreit einnehme. Er werde den von Freiberg nicht mit Gewalt unterstützen, noch sonst etwas Unfreundliches vornehmen, sondern die Sache zu Rom mit Recht austragen lassen. Er habe auch dem von Freiberg kein Geld geliehen; aber wenn er denselben, der sein Rath und Tiener sei, mit freundlichen Empfehlungen fördern könnte, so thäte er damit nur seine Schuldigkeit; weiter nehme er sich der Sache nicht an. Dabei begehrt der Herzog, die Eidgenossen möchten, da sie dem Grafen Otto von Sonnenberg ein Schreiben an den Papst gegeben, nun auch dem von Freiberg 5Z4 Januar 1475. eines geben und sich auch keiner Parte, annehmen, vor Altem aber dazu mitwirken, daß der Streit nicht auf Koste» des BiSthums oder Stifts, sondern auf Kosten der beiden Bischöfe geführt werde. Anlwvc : Uns seien solche Irrungen leid, des armen B>6thum6 und des Stifts wegen; vom Herzog erwarte mit allem Vertrauen, daß er sich der Sache nicht mit Gewalt annehmen, sondern daran sein werde, ^ das Bisthum bei seinem alten Herkommen bleibe, nach seiner Cvncordate und Statuten Sage, w>e das auch dem heiligen Vater geschrieben haben, l. Da die von Schasshauscn abermals klagen, ^ und Dießenhofcn schlagen ihnen den Salzrauf ab, so sollen gemeiner Eidgenossen Boten auf den nacvl Sonntag nach St. Sebastianstag zu Zürich sein und bitten, daß Zürich von der betreffenden Vcrordn - abstehe. Dicßenhofen soll auf gleichem Tag eine Botschaft zu Zürich haben, damit man auch wit ' reden kann. Die von Kaiscrstuhl haben einige Juden ausgenommen, „was wider die l5>d». Die von Zug sollen m,t Heini Wolffent reden, er den Brandschatzbrief von Dorenbüren oder Breqenz herausgebt, wie das in dein Bericht zusttsag Zu ». Bcr» schreit» au die Eidgenossen nebst Frcibnrg und Sololhuru. I475>, Freitag nach I'ur>" ^ (!!. Februar). „Vnscr früntlich ic. ic. Wir zwiscln nit, Ir sycn ingcdcnk, was dann biShar der verstäntnusi hall'- vnd ander unser Ehdgnossen mit vn« gegen dein kiing haben vssgcnonnne», die auch danncthin dein Edeln, Herrn Niclauscn von Dießbach, Rittern, Herrn zu Signow, vnserm Schulthcisscn, vndcr vnscrm Insigcl vnd von wegen vnscr aller geben ist, dein kling zu bringen, das onch ist bcschcchcn vnd darnss verlassen, das kling bi sincr Botschaft vnö allen die bricss vnder siner Blaiestat Insigcl geantivnrt vnd den selben Bolen die >vid^ ^ niit vnscr aller Insigcl bcvcstnct geben werden, als ir dann de« alle« wol vndcrricht sind. B»d vss das so ^ liwcr lieb die rechteil vcrstantnnß, die wir zugesagt haben, mit gcivalt vnscr aller vnd Harum derselben ein tüstch die nit anders gestellt, dann vor davon gcrcdt ist. Bnd bcgcrcn an tiwcr snndcr gut srtintschast, sölich briest a ^ zu besiglen vnd bi discm vnscr», Boten also ernstlichen zu stirdcr», das si, so sncll das sin mag, vnS gcaniw"^ To sind wir in willen, die hindcr vnö zu behalten, bis die klingklichcn Bottc» kommen, darmnb ivir o»ch Botschaft abgevertigct habe», vnd zwiseln nit, der kling werd darin dchcin gcsarlichc» Bcrzng suche», wie wol d" ^ allenthalben sclzain sind. Darnmb Ii» onch gcbiirt, die sinen mit so merklichem Gellt zu slirschc». So l"'^ ^ koinnien, ivellen ivir lich vnd ander vnscr Eiidgnosscn har in vnscr Statt bcrlisscn vnd dann allen suchen S^^ylich zn dem aller kürzesten helsscn geben. Das ivellen onch den tiwcrn, ob ieman an solichcm Bcrzng vnwillen '^,0/ ltitern vnd in disem allem tun nach ilwerin vnd viiscrin zusagen. — Datum sritag nach i,urili» ^ die An den König schreibt Bern I-t75>, -t. Februar: Er möchte im Interesse der Kriegführung gegen Burg" Ankunft seiner Boten mit den versiegelten Briefen und dem Geld beschleunigen. ^ Lern» dons»«» Misstvenbu^ l ' Zu Vergleiche auch das Schreiben der Herzogin von Savvhc» an die Eidgenossen au« Mont^" ^ 2i>. Januar l-t75» im Bcrncr deutschen Missivcnbnch (!. 872, als Antwort ans den Brief, de» sü ^ jftcg Eidgenossen ans Auer» <1. «1. Riontag nach Epiphanie (l>. Januar), (abgedruckt bei Schilling, B»rg"" Seite 2 l!>) erhalten hat. Zanuar 1475. 77». Lausanne. I47S, SR. Januar. Resultat — unter Ratificationsvorbehalt — der an diesem und den folgenden Tagen zwischen Abgeordneten von Bern und Philipp von Savoyen, Graf von Bresse, und Franz von Grcyerz, Marschall von Savoyen, im Namen der Herzogin Regentin Jolanta gehaltenen Conferenzen: l. Bestätigung der Bündnisse zwischen Bern und Savoyen. 2. Die Herzogin in ihrem eigenen und im Namen ihres minderjährigen Sohnes, Philibert l. von Savoyen, erklart sofort den Krieg an Herzog Carl von Burgund. 5. Alle Pässe und festen Orte von Waadt und Savoyen werden den Berncrn und ihren Eidgenossen geöffnet und umgekehrt alle bernischen Plätze und Pässe im Bundeskreise den Savoyern. 4. Gegenseitiger Beistand gegen Burgund mit ganzer Macht. 5. Der Graf von Romont wird sofort zurückgerufen und kann ohne Einwilligung der Berner seine Herrschaft Waadt nicht veräußern; jeder feindselige Act von seiner Seite giebt Bern das Recht, die Waadt als Feindesland zu behandeln. 0. Fllr die Entschädigung von 12,WO Gulden für Beleidigung des Ritters Niclaus von Dießbach werden die Städte Murten, Pverdon und Nyon den Berneru verpfändet. 7. Abrede betreffend den Handel und die Zölle von Nyon und Genf. 8. Dieser Vertrag soll innert vierzehn Tagen von der Rcgentin von Savoyen ratificirt werden, widrigenfalls Bern sich vorbehält, gegen sie nach Gutdlinken zu verfahren. Au« einem Schreiben von Johann du Pont, Keheimschreibcr der Herzogin von Savoyen, an dieselbe. Vergleiche ebenda S. 18. Iliiloiug ll'^Vppi-uio au <1uo eis Nilan, S. 3V, Nro. XI. Derselbe an denselben. 774 Vorn. t47 », TT. Januar (Sontag nach Sebastiani). Archiv Areiburg. Schultheiß und Rath zu Bern Urkunden, daß sie nicht wollen, daß die vom Herzog Philipp von Savoyen im Namen seines Hauses mit der Stadt Bern getroffene Abrede („angesehene Beredniß«) den Schultheißen, Räthen und Burgern zu Freiburg, ihren Mitbürgern, an deren Freiheiten, Herkommen und Rechten, noch auch an der gegenseitigen Burgrechtsverpflichtung schädlich sein soll. Pergamenten« Urkunde mit dem anhangenden Siegel Bern». Nach dem Baseler Offnungsbuch V. 128 sollte auf eben den 22. Januar (Sonntag nach Lkihastiau! mart^ris) ein Tag gemeiner Eidgenossen zu Zürich gehalten werden, Acten darüber finden sich nicht vor. 775. Basel. R47», IT. Ael»rnar (Sonmag lnvooavi«.). Archiv Basel« Offnu»g«buck> V, t?S b. Tag der Eidgenossen und gemeiner Vereinigung zu Basel, um „morndeß den Abschied der kaiserlichen Majestät zu verhören.« — Die Acten fehlen. 5ZK Februar >475. 75«. Lucern. >47.?, I.?. Februar (vss Minwuche» nag, inuoe»ui>). T»aat«arch>« Lueer»: Lucerner Abschied», ». zz b. Boten: Zürich. HanS Waldmann. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter. Lucern. Hcinr>^ HaSfurter. Uri. Ammann FrieS. Schwyz. Ammann Dietrich in der Halden. Unterwalden. Amw'N unter der Fluh. Zug. Ammann Schell. GlaruS. Ammann Aebly. »». Heimbringen, daß auf die Nachricht, der Sohn des Königs von Neapel, die Lampgele' "" Andere seien durch Savopen im Anzug („meinent durch Sauoyc zezicchen"), wie die Boten dcS zu erzählen wissen, ein Anschlag gemacht ist, so daß Zürich und Lucern icdeS 000, Ur, >50, Schwei ^ Unterwalden >50, Zug >50, GlaruS 150 Mann zurüsten sollen und daß auch an Abt und Stadt St- und die im Thurgau die Aufforderung ergangen ist, sich zu ruften, damit, wenn Bern Weiteres ^ Sache wegen schreibt, Jedermann bereit sei, den genannten Feinden Widerstand zu leisten und auszuziehen. Wenn ein Ort mit diesem Anschlag nicht einverstanden ist, so soll eö daS an Lucern n" I». Den Anstand zwischen Zürich und Schaffhauscn, des Salzes wegen, soll man auch heimbringe"- Au n. Vergleiche Berncr deutsche« Missivcnbuch (!. 3NN. -— StiftSarchiv St. Galle» uungSbricf I>. ü. an deu Abt zur Vcreithaltuug seiner Mannschaft wegen dem Anzug der Lamparter. 777 147.», T7. Fcbrnnr (Hicntag vor Sonntag I^t»r>). <2itaa,»ar«»iiv »Iieern ! Allqemeine Abschiede, II. tvt. TiaaebareUtv Mrie» ! Tschudlsche Sammlung l. VI. ». Der Herzogin von Savoycn und des Herzogs von Mailand wegen ist gerathschlagt, daß , der Eidgenossenschaft ohne der andern oder dcS MehrtheilS unter ihnen Wissen und Willen mit Krieg anfangen soll. I». DcS Iahrgeldö wegen, daS, wie man meint, von den Unscrigen in genossenschaft genommen wird, ist gerathschlagt, daß man dagegen Maßregeln treffen und mehr weder solches Jahrgeld, noch andere Miethe und Gaben von irgend welchen Herren ncbnttN ^ soll; denn es möchte solches der Eidgenossenschaft zu merklichem Schaden gereichen. «». zogin von Savvyen an irgend ein Ort der Eidgenossenschaft ein Ansinnen, welcherlei eS wäre, so solle man solche Werbung vor alle Orte kommen lassen. «I. Derer im Thurgau wegen, ^ nicht geschworen haben, sie seien edel oder unedel, ist gerathschlagt, daß man sie anhalten gemeinen Landfrieden zu beschwören, wie Andere. Der Mahnung des Kaisers wegen soll heimbringen, wie man auf dem Tag zu Zürich sich verantworten wolle, damit man mit Ehre" ^ ^ schweren ZugeS, daraus uns Schaden und Krieg erwachsen möchte, überhoben würde. ? man auf dem vorgenannten Tag trachten, sich des Zuges wegen zu entschuldigen, zu dem wir vo" ^ Fürsten von Oesterreich und von unfern Bundesgenossen von Basel und Straßburg gemabnt >,2tem des TagS in, Oberland wegen." März 1475. 527 778. Bern. 1475, S. März. llo ^»ln^insk Dopäcdo« äo« ^mk»88k»äonr« ^liianais, s. 48» Gerhard Cerruti, Gesandter des Herzogs von Mailand, der am 22. Februar in Bern angekommen war, wird an diesem Tag vor die Boten der Eidgenossen berufen, wo auf seine Vermittlungsanträge geantwortet wird: Eine freundliche Beilegung der Anstände mit Savoyen wäre nicht unerwünscht; man werde darüber die angekündigten Boten der Herzogin von Savoyen anhören und dann nach Gutfinden handeln. Auf sein Begehren, man möchte vor deren Ankunft nichts gegen das Haus Savoyen unternehmen, wurde geantwortet, man werde thun, was die Ehre erfordere. Bericht des Gerhard Cerruti an den Herzog von Mailand !>. ». Auf Mittwoch in den Qsterfeiertagen (29. März) sollen die Noten zu Ragatz sein, um die daö Oberland betreffenden Geschäfte zu behandeln. I». Die Boten auf diesen Tag sollen instruirt werden, die Frage zu besprechen, ob man dem Grafen Eberhard von Sonnenberg die Gerechtigkeit, die er im Sarganserland hat, abkaufen oder ob die Eidgenossen ihm die ihrige zu kaufen geben wollen. """ und den savoyischen Amtleuten verkünden, man werde selbes durch Savoyen führen; sie möchten v"' anstalten, daß dieses ungehindert geschehen könne. Von den Boten ist gerathschlagt, daß, Unterwaldcn den Vereinigungsbrief mit dem König von Frankreich nicht siegeln wolle, ungeachtet seine Vö ' auf Tagen solches zugesagt, Zug und GlaruS wohl siegeln mögen, ohne länger auf Unterwaldcn zu wart»"' I». Jeder Bote weiß seinen Herren wohl zu sagen, waS mit den österreichischen Räthen derer »ob St. Gallen und ihres Feindes, deS HottererS, wegen geredet ist. I. Schreiben an die Appenzelle sie den Hotterer und andere Feinde und Bcschädiger derer von St. Gallen nicht enthalten, sondnn greifen und richten sollen, k. Empfehlungsschreiben an den Papst und die Eardinäle für B'U ' Stör, Propst zu Amsoldingen. Nach dem BaSlcr Ossnungöb«ch V. 132 war dieser Tag ein Tag der Eidgenossen nnd gemeiner e>>ug""g- . ...^ gc> Zcllwcgcr, Versuch über die wahren Griindc de« burgnndischcn Krieges, im Archiv der schweizer'' ^ ^ schich tsorschcndcn Gesellschaft, citirt — auS einem andern Exemplar, wie cS scheint — einen ferner» Art'bl ' Abschieds: „Da die Herren von Bern sich gegen den König (von Frankreich) verschrieben haben, eine gewisse Knechte ihm zugehen zn lassen nnd man durch den Bund sich doch verbindlich gemacht, wenn man keinen eigene" habe, Niemanden zu verbieten, ihm zuzuziehen, so wolle man cS so gelten lasten, damit die Bcrschrcibnng der 4 von Bern so gültig bleibe." ^ Zu«. Staatsarchiv Luccrn, Allgemeine Abschiedet;. 100: „Vss Hütt Samstag ist Grass Montsort mit einem nüwcn gclonpSbricss von vnscrm Herrn dem Kcyscr wider für der sürstcn, Herren v»d ^ ^ des pnndcS vnd vnscr Eydgnosscn Nöte kamen, vnd hat aber so hoch vnd als vast als vor ic vnS alle gcn»"ä ^ macht zu vnscrm Herren dem Kcyscr vnd dem heiligen Rich z» züchcn vnd dem Herzog von Burgund widerstand p ^ vnd Inn hclsscn abzutribcn; denn söltc Nüß verloren werden, das brcchtc gemeinen tütschcn landen einen söl'^' brach, das den nicmant wol bedenken mög vnd snndcrlich so wcrc alles das, so an de», Rin ligt, hin vnd vcld gebrochen vnd bclibc daby nit, der von Bnrguny wurde so wit vndcrstan zu langen, das nicmant soli«^' demnach bcschcchcn möcht, das betrachten vnd das wir Tütschcn all vnscr obcrkcit, die vnscr vordem crnolgct v»d Hand, cntscht werden möchtcnd, vnd als wir gclidcr des RichS sycnt, das darzn nit kamen zc lasten vnd Ercn vnd lobe das nit bcschchcn zc mögen darzn sehen vnd da« heilig Nich nit zcvcrlasten; vnd für sich ,v'k wurde Im bcstimpt, wormit wir Eidgenossen mit einer merklichen Summ litten vss zn bringen wcrint v»d " .ch mcintind denen zc tundc wer, so wölte er von stund an zu vnscrm Herren dem Kciscr sich fügen vnd an si» ^ gnad da« bringen, vnd snndc er dcö da volg, sürdcrlich zu vnS kamen vnd vns dz zu wissen tun oder tnnd la'b ^ da« dann demnach wir Eidgenossen mit x"' mannen oder mcr znzngint. De« habcnt wir bottc» vnS »it welle» ^ da« bcschcchcn zu lassen vnd Im gcantwort, wir habcnt kein bcuclch, von sölichs vssbringcnö wegen zc rkb'" " antwnrtcn, und das genomcn hcinizcbringcn, darum zc Nattschlagcn vnd vss dem vorgcnantcn tag z» antwurt zc geben; sölich antwurt er ouch zn Luhcrn persönlich cmpsachcn wil, vnd hat sich och crbottc», Me» ^ Herrn den Kciser daran zcsind vnd gctrüwlich zc werben, das er vn« Eidgenossen allen vnscr ftihcittcn bcst" ^ ^ «stricht, vnd in hofsnnng sin wcrd der kcyscrlichcn majestat in obgcschribncr Mast entgegen gangen, da« " ^ binden werde." — Zu « Siehe da« Schreiben ä. >1. 11. Mörz (Samstag vor Indica) in Zellwcgcr « - zcllcr Urkunde», Nro. 471. — Z» »c. AuS dem Bcrncr lateinischen Missivcnbuch ä.. 342. Mörz 1475. 529 Llltern« I47A, TO. Nkär^ (Montag nach Palmarum). Staatsarchiv Lucer,,! Lucerner Abschiede, II. Zl. Boten: Zürich. Heinrich Mist, Bürgermeister; Cunrad Schivend. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter; Anton Archer, Venner. Lucern. Caspar von Hertenstein, Schultheiß; Heinrich Hasfurter; Hans Feer; Rudolf Schiffmann. Uri. HanS zum Brunnen. Schwyz. Cunrad Jacob. Unterwalden. Ammann Heinzli; Hans Unter der Fluh; Claus von Einwil; Ammann Zimmermann; Ammann Ambül; Paulus Enentachers. Zug. Ammann Schell. Glarus. Ammann Acbly. Freiburg. Schultheiß Pavillard; Willi Techtermann. Solothurn. Der Vcnner. «. In Betreff der Späne zwischen der Stadt Rothweil und dem Gotteshaus Rothenmünster soll man dem Abt von Salmansweiler schreiben, daß er sich der vermeinten Aebtissin von Rothenmünster weder gegenüber denen von Rothweil, noch gegenüber ihrem Convent annehme und gegenüber dem ergangenen Rechtbot nicht zu Constanz oder anderswo mit geistlichem Recht procedire, sondern die von Rothweil bei ihrem Stadtrecht und Herkommen bleiben lasse, indem die Eidgenossen sie als ihre Bundesgenossen nicht im Stiche lassen könnten. I». Der.Tag, welcher auf Mittwoch in den Osterfeiertagen (2!1. Marz) nach Ragatz angesetzt worden war, wird auf Sonntag vor St. Zörgentag (16. April) verschoben. Daselbst soll dann auch berathen werden, ob man Graf Eberharden von Sonnenberg seine Gerechtigkeit im Sarganserland abkaufen oder aber ihm die unsere zu kaufen geben wolle. «». Auf diesem Tage hat Herr Trudpert von Staufen als ein kaiserlicher Bote eröffnet, er sei abgefertigt, um uns abermals zu mahnen, nach Inhalt der bereits erhaltenen Mahnbriefe mit unserer Macht dem Kaiser zum Entsatz von Neuß gegen den Herzog von Burgund, dem heiligen Reich und uns selbst zu Hülfe, zuzuziehen bei den im Mahnbriefe angedrohten Pönen. «I. Auf das Gesuch des Markgrafen von Rötteln, wir möchten sein Land und seine Leute in unfern Schirm nehmen, welches man in Zürich heimzubringen beschlossen hatte, ist nun die Antwort der Eidgenossen: Land und Leute, die der Markgraf in der Grafschaft Neuenbürg und Rötteln hat, sollen sich „unseres Friedens und Unfriedens trösten"; was er in Burgund hat, mag sich des Friedens und Unfriedens des Herzogs trösten; wenn seine Leute sich des Krieges nicht annehmen und nicht unsere Feinde werden, will man sie insofern schirmen, daß man von ihnen nichts als aßige Speise nehmen will, zufolge des Abschieds, den man dem Markgrafen darum gegeben hat. Bezüglich der Gesellen, die in den Krieg laufen, ist beschlossen: Jedes Ort sott Vorsorgen, daß nicht Zeder für sich in den Krieg laufe, es sei denn Sache, daß es mit Ordnung geschehe und daß die Gesellen einen Hauptmann haben und in solcher Weise ziehen, daß sie den Feinden Widerstand thun mögen, damit sie nicht überwunden und umgebracht werden, was geschehen könnte, wenn sie ohne Ordnung und in geringer Zahl auszögen, lk. „Sodann von des Siglens wegen, als die von Vnderwalden die bericht, zwüschen einer herschafft von Ocsterrich vnd den eidgnossen gemacht, siglen söllent, als sy die ouch gesiglet hant mit den wortcn vnd dem vnderscheid, ob ein fürst von Oesterrich die von Lutzern bittet, sich des rechten zu beladen der flössen, so ein fürst von Oesterrich vnd Kaspar Koller, ir lantman, samen Hand vnd die von vutzcc n sich des rechten beladen, dz es dann by dem siglen bestan sol; wo dz aber nit beschechen wurde, so sollen die Kotten von Zürich, so obstand vnd vff dissem tag qewessen sint, den von Vnderwalden ir sigel wider ab 67 530 März 1475. den berichtbrieffen geben, als sy denn dz zuqescit Hanl. Desglich ob dz nit beschickt, sol man 2ncn 2r sigel ab dem künglichen brieff ouch wider geben. Vnd nachdem die von Vnderwalden nid dem wald dcn botten ob dem wald verbotten Hand, die brieff zu s'glen, da die botten ob dem wald der cidgnossen botten Rat ghept, nachdem wan sy ob dem wald zu Rat worden einhell old der merer teil, dz sy dz dann siqlen old sust mit den cidgnossen gezogen, dann sy zwcn teil sigen, dz cö alweqen daby blyben, 2ti eidgnossen botten Rat vnd erkantniö, dewil sy zwen teil des ortz sigen vnd dz vor ouch gebrückt baben, dz sy jetz aber siqlen mögen, dewil 3r botten dz vor ouch zugeseit vnd beschlossen baut mit andern ßx. Antworten der Orte auf des Kaisers Mahnung: Aurich : Weil wir Glieder des heiligen Reichs N und der Kaiser alle Rcichsglieder gemahnt hat, bedünkt die von Zürich, wir seien pflichtig etwas zu tb^ doch will es ihnen nicht gefallen, daß wir mit den Unsrigen hinab nach Neuß ziehen; sie rathen daher, Gesandtschast zum Kaiser zu schicken, die uns entschuldige mit Beziehung darauf, daß wir dem gegenüberstehen und auf das, was wir schon gcthan und noch thun wollen, bitten, die königliche Mal wolle uns der Mahnung entlassen. Bern: Wenn alle Orte dazu stimmen und Graf Huq (von ^ fort) vermeinte, daß der Kaiser uns Sold geben würde, so wollen sie mit uns dem Kaiser zu)" jedoch wollen sie über die Verpflegung und Anderes des Kaisers Meinung einvernehmen »nd >v> berathen, in Hoffnung, die Sachen möchten sich inzwischen da unten verändern und der Aug Lucern wie Zürich, insofern es auch einen Weg finden möchte, um die Sache abzuschlagen m,t H' ^ auf die bedenklichen Zeitkäufe und auf die Warnungen, die uns täglich unserer Nachbarn, der ^ ^ parter, und Anderer wegen, die sich gegen uns rüsten, zugehen. Uri will nirgends vermöge das nicht und sei im Krieg, und aus Ursache dieses Krieges müsse es täglich einen llc ^ des Herzogs von Mailand gewärtigen, der sich gerüstet und alle seine Städte und Schlösser gelb" ^ besetzt habe. Schwyz ist ebenfalls der Meinung, den Aug abzuschlagen und den Kaiser zu b>t"^ ^ möge die Aeitverhältnisse und unsere Armuth bedenken; doch was gemeine Eidgenossen thun, ^ mit ihnen thun. Obwalden hat auch ganz abschlägige Antwort gegeben, meint insbesondere, ^ ^ dafür keine Schuldigkeit, weil er ihm weder als König, noch letzt seine Freiheiten bestätigt geachtet es das von ihm begehrt habe; auch in Betrachtung, daß wir auf den Herzog von ^ und andere Umsaßen Acht haben müssen. Die nid dem Wald wollen unser Aller Meinung ist heimbringen, doch glauben die Boten, was gemeine Eidgenossen thun, werden sie auch th"N. ^ der Ansicht, wir seien den Aug zu thun nicht schuldig, da die Freiheiten niemals bestätigt zudem wir durch Mahnung des Kaisers in diesen Krieg gekommen und gegenwärtig da oben z""' stand bereit sein müssen. Glarus will unsere Meinung anhören und heimbringen; der Bote Glarus werde sich von gemeinen Eidgenossen in der Sache nicht söndern. Solothurn stimmt ^ " .xstK Ii. Denen von Schaffhausen soll man schreiben, was der Eidgenossen Boten der kaiserliche" ^ geantwortet haben; ferner daß Zürich bei seiner Verordnung des Salzkaufes wegen beharre; ^st die österreichischen Räthc Bilgeri's von Heudorf wegen geantwortet haben, er sei „abgetragen > ' denen von Appenzell ist geredet, wie ihnen schon von Zürich aus geschrieben wurde, sie sollen d'^ St. Gallen nicht hindern, ihren Feind, den Hottcrer, und seine Helfer auch auf appenzell,M"' zu suchen und zu fangen, doch mit Vorbehalt ihrer Gerichte, so daß, wenn er aus appenzclliscken' gefangen würde, dann sie selbst über ihn richten sollen nach kaiserlichem Recht und nach seine", Ber It. Die savoyischen Boten sotten ihr Anbringen jedem Orte in Schrift geben, darüber soll man März 1475. 53t rathschlaqen und am Sonntag fflisericorstin, vierzehn Tage nach Ostern (9. April), wieder zu Lucern bei den savoyischen Boten sein, um ihnen völlige Antwort zu geben. I. Denen von Strafiburg schickt man die Copien, die der von Geroldseck gebracht hat, mit dem Bemerken, man werde ihm keine Antwort geben, bis man ihre Meinung wisse. Auch dankt man ihnen flir ihre Nachrichten („ir nüwen mere") und läßt sie einigermaßen die Verhandlungen des Tages wissen, in. Auf die Mahnung des Kaisers, ihm unsere Hülfe gegen den Herzog von Burgund vor Neufi zu schicken, worüber Graf Hug von Mont- fort und Herr Trudpert von Staufen als kaiserliche Boten unsere Antwort erwartet haben, haben wir folgendermaßen geantwortet: Wir seien auf Mahnung des heiligen Reichs in den Krieg gegen den Herzog von Burgund gekommen und haben ihn in dem Zug, den wir sammt unfern Verbündeten gethan, dermaßen geschädigt, daß wir hoffen, die königliche Majestät sollte daran ein Genüge haben. Obschon wir nun hier gehorsam gewesen und dadurch zu großem Schaden und Kosten kommen, so wären wir doch bereit, auch der neuerlichen Mahnung zu entsprechen, wenn es möglich und der Weg nicht gar so weit wäre. Zudem können wir gegenwärtig unser Land nicht unbewacht lassen, da uns täglich Warnungen kommen, daß alle lampartischen Fürsten, Herren und Städte, der Papst, der König von Neapel, die Herzoge von Mailand und von Savoyen sich rüsten, gegen deren Angriffe wir das heilige Reich und uns selbst in unserm Land täglich vertheidigen zu müssen erwarten. Ebenso erwarten wir täglich die Nachricht, daß des heiligen Reiches Fürsten lind Städte, mit denen wir in Vereinigung stehen, von den Feinden überzogen werden und wir diesen vertragsgemäß zuziehen müssen. Bei dieser Antwort hat man mit den kaiserlichen Boten geredet, daß sie uns beim Kaiser im Besten verantworten und dahin arbeiten wollen, daß der Kaiser uns die Ablehnung nicht übel vermerke und uns des Zuges nach Neuß gütlich entlasse, in Ansehung, daß wir hier oben, indem wir unser Land vertheidigen, auch für das heilige Reich und die Interessen deutscher Nation streiten. >». Da die von Unterwalden das Vcrkoinmniß mit dem König von Frankreich nicht siegeln wollen, so hat man sie noch heutzutage gebeten, selbes zu siegeln, wie sie das vormals zugesagt haben, und bis auf Ofterdienstag ihre Antwort nach Lucern zu geben, ob sie es thun wollen oder nicht. Am Ostermontag (27. März) sotten Lucern eine Votschaft zu Zug und Zürich eine zu Glarus haben, um diese Orte zu bitten, sie möchten auf den Fall, daß Unterwalden durchaus nicht siegeln wollte, doch ihrerseits mit den übrigen Orten siegeln. Wollen die von Unterwalden nicht siegeln, so soll man dann zu Lucern einen neuen Brief machen und selben in die andern Orte zum Siegeln schicken. Doch sotten am Donstaq zu Nacht aller Orte Boten wieder zu Lucern sein. «». Dem Bischof von Basel wird geschrieben wegen der Gefangenen des Markgrafen, wenn dieselben Angehörige des Markgrafen von Rötteln wären, so soll er sie unentgeltlich freilassen. D». Die fünf Punkte, welche die Boten der Herzogin von Savopen angebracht haben: l. die Herzogin erbiete sich, in die Fußstapfen ihrer Vorfahren einzutreten und, wenn es den Eidgenossen gefällig, mit ihnen ein Bündniß, eine Vereinigung oder ein Verständniß auf ewig oder auf eine Anzahl Jahre zu machen, damit die Angehörigen beider Theile mit kaufen, verkaufen und allem andern Verkehr frei und unbekümmert zu einander wandeln und nicht wider einander sein mögen, wie darüber auf dem Tag zu Lucern weiter geredet werden soll; 2. es seien einige Irrungen oder Späne zwischen ihr und Bern eingetreten, weßwegen die Boten von Savoyen jetzt nach Bern gehen wollen, um zu versuchen, selbe beizulegen; gelinge das nicht, so wolle die Herzogin den Streit auf die sieben andern Orte der Eidgenossenschast zu Recht setzen und tlum, was diese billig finden werden. ckDie drei Übrigen Pnnkte fehlen. Vergleiche Abschied 785 «-) 532 Mär, 1475. Zu r. Die Sache dcS CaSpar Koller zog sich noch lange hin: Lnccrncr RathSbnch V. U. 412: I Nkittwoch vor Catharinc (22. 'November) erschienen dic Bevollmächtigten des Herzogs von Oesterreich gegen Caöpar Koller vor dem Rath zn Luccrn vor Recht. Caspar Koller klagt, er sei eines Mordes angeklagt »nd beschall, voa dem Seinen vertrieben, er begehre Entschädigung und dasi er um andere Ansprachen dem Fürsten nicht zu antworte» habe, bis er um dieses Stück zufrieden gestellt sei. HanS Zehndcr, Hnbmcister zu Fcldkirch, des Herzogs Bob. verlangt, vor Allem sollen die Parteien ihre Anlaschricfc ans u»ö (Luccrn) stellen, nachdem dic Sache von de» Cid« genossen „suS" vcrtädingt ist und sie vor unö zu Recht kommen wollen. — 147«!, Dienstag nach Oirvumoisim"" (2. Januar). (Staatsarchiv Lucern, Allgemeine Abschiede kl. 11!!.) Caöpar Koller, jetzt Landmann zu Unül' waldcn, klagt ans einen durch dic Eidgenossen vermittelten Anlas, hin gegen Herzog Sigmund von Oeftcrrc"? Folgendes ein: 1. In der Zeit der Zwietracht, dic darüber entstanden, das, Herzog Sigmund sich dcö BiSll>>""^ Brixcn wider den heiligen Stuhl annahm, war Caspar Koller des seligen CardinalbischosS von Brstcn nachdem diese Irrung gerichtet, lag er in dem Lande dcS Herrn von Görz, wnrdc da unabgcsagt durch Lc»"' Herzogs Sigmund aufgehoben, in's Gefängnis, geworfen, gemartert und nach Lange», zu Bcrlassnng der herzogt'"! Lande genöthigt. 2. Nach einiger Zeit lies, ihn der Herzog nach Innsbruck kommen und hob alle« gcgc" Geschehene auf. 3. Da der heilige Bater dic Eidgenossen und andere Fürsten, Herren und Städte gcgc» . Sigmund aufforderte, ward Caspar Koller, weil Niemanden mit Dienst verpflichtet, Diener des heilige» und bekriegte den Herzog; dieser ließ ihn als Mörder und Räuber verrufen, sing einige seiner Knechte und "ch sie, entwerte ihn des Seinen, ließ ihn selbst durch den Herrn von Kräycn als Mörder sangen und vor stellen, vermochte aber dic Klage nicht anstecht zu halten. 4. Nachher suchte er ihn meuchlings ermorden z» 5. Nachher hat er ihm auch all sein Gut in des Herrn von Görz Landen „verschlagen". 6. Hat er an ihm da« leit, daö er durch der Eidgenossen Vermittlung zu Neuenbürg gegeben, nicht gehalten. Um alle diese Stücke Caspar Koller von Herzog Sigmund und den Seinen Entschädigung. Diese von Rudolf Zimmermann, ^ zu Untcrwaldcn, ans Bitte Kollers gesiegelte Klageschrift übcrgicbt er dem HanS Zchcndcr, Hnbmcister zu ist ^ ^ zu des Herzogs Hände». — Ucbcr diese Sache, welche laut Compromist vor dem Schultheis,cn »nd Kleine» ^ ^ Luccrn zu verhandeln war, finden sich zahlreiche, sehr weitläufige Rcchtsschristcn und KundschastSbricsc im archiv Luccrn (Acten Untcrwaldcn), so Caspar Kollers Nachrede 147«!, Montag »ach Invocmvit, (4. Mtlrj! " ^ dem Siegel Johannes Zimmermann«, Landammann« zn Untcrwaldcn (25, Seiten); ferner desselben ÄntwoU de« Fürsten Klage vom gleichen Datum; de« Johannes Zehndcr, HnbmcistcrS zu Fcldkirch, Antwort im Herzog Sigmunds, ck. »l. Sonntag.lulülnlo (5. Mai) 1476; KundschastSbricsc tc. ,c. ^ ^ Zu Dic Antwort von Bern an Kaiser Friedrich, ck. ä. 23. April 1475, steht ans dem deutsche" sivcnbuch 0. 43« abgedruckt bei Zcllwcgcr, Versuch über dic wahren Gründe de« burgimdischcn Archiv der schweizerischen geschichtsorschcndcn Gesellschaft V. 139. — Zn k und ,» vergleiche da« Schreiben de« l ^ ^ Notars Urban von Chivron, savoyischcn Gesandten, an dic Herzogin, ck. >1. Bern 17. März, bei cko 6'"^ ^ Uöpöaüvg ckou nmllluwnckvui'« inilittttti« l. 7V; auch ebenda S. «4 das Schreiben Appiano's an de» Mailand über die Bemühungen der savoyischcn Gesandten in Luccrn. — Zn r und u. Ans dic Wcigcr""g waldcns d,c Vere.ingung mit dem König von Frankreich zu besiegeln, beziehen sich mehrere Briese im Bcr »er . schen M.ss.ven nch <1. So S. 4.14- Bern an Lncern . 475., l.. ...... Marz). ^ Bcsicgelung beanstandet werde, da doch Bern zum Abschlusic bevollmächtigt worden und durch dic Weigerung Ehre und seinem Siegel beeinträchtigt würde. Luccrn möge sich von 'Niemanden abmahnen lasten und de» v->" Mchrthcil besiegelten Brief hinter sich behalte», auch nicht zugeben, das, ein bereits angehängtes Siegel genommen werde. S. 4(17 : Bern an Untcrwaldcn »ul, vo.lom clirw. Bewegliche Bitte, sich »ich« und andern Eidgenossen zu söndern; der beanstandete Artikel schliche die Befngniß der Eidgenossen "ich« Burgund Frieden zu machen, wenn cS ihnen füglich sei. S. 410: Bern an Ammann Heinzli «. o. >i- S- Marz 1475. 533 413: Charsrcitag (24. März) Anzeige an Lucern und Ammann Heinzli, daß eine bcrnische Botschaft nach Uuter- walden komme. S. 414: Instruction an Urban von Muhlern und Heinrich Matter, die Boten nach Untcrwaldcn: „Des ersten Inen ze erzellcn, wie dann vfs das klinglich erbictten durch sin Bottschafft vnd desglich mincn Herren den Schultheisscn, gemeinen Eidgnosscn zu nutz, fromm vnd ereil bcschechcn, gemein Eidgnossen durch ir Botschaft die Vcrcynung, als si denn gestellt ist, zugesagt, dieselbe ouch daruff minc Herren von Bern iil Namen aller Eydgnosscn vffgcricht vnd dem Kling vcrsigclt zngcsendt vnd haben von sincn Vottcn zu Händen miiicr Herren der Eidgnosscn onch eine gcnomcn." „Item das der artikcl darum begriffen, das der Kling min Herren die Eidgnosscn vnd hinwidcrumb min Herren die Eidgnosscn den Kling in allen fridcn, richtungcn vnd bestcndcn mit dem Herzogen von Burgund oder suß einandern als sich selbs fällen versehen :c. nit hindert, dardurch min Herren die Eidgnosscn richtungen, wann Inen gcuclt, mögen vffnemcn, sundcr so ist Inen sölichs lutcr vorbehalten, doch das, so der Kling den fridcn oder bestand nit sins teils halten wölt, so mag er vfs sinem teil tun, das In gut bcdunkt, an mincr Herren der Eidgnossen Beladnuß sölicher kriegen. Ir fällen ouch die Vcrcynung in den punctcn lutcr lassen lesen." „Ir fällen Inen ouch sagen, das min Herren von Bern mit den klmglichcn Boten darüber lutcr haben geredet, dieselben darnfs bekennt haben, das es nit andre mchnnng, dann vorbcriirt ist, beider teilten halb vfs Im hat vnd des kiingö noch Ir will nit anders ist." „Item vnd ob es not ist, so mögen Ir sagen, das min Herren von Bern sölicher liitcrung zu Vrkund vnd bcsundcr Ir gemlit dester bas in ruwcn zu halten, Inen Ir bekanntmiß vnder Jrem anhangenden Jnsigel haben lassen stellen, die solle» Ir Inen, ob si das begcrcn, geben; doch sol das mit Amman Hentzlis Rat zugan vnd beschchcn." „Vnd darufs an si bcgercn, das si betrachten die alten guten triiw vnd frilntschafft, so zwlischcn mincn Herren vnd Inen vnd allen iren vordem allzit vffrccht gestanden ist, vnd sich von mincn Herren den Eidgnosscn vnd mincn Herren von Bern nit siindcrn, vnd Inen Ir ere vnd bricff vnd Sigcl, so si nach bcuclch miner Herren der Eidgnossen gemcinlich, als vorgemelt ist, dem Kling geben haben, helffcn behalten, als ouch min Herren gegen Inen, ob die Sach Irhalb ein solich gestalt hctt, vngczwifclt tun wöltcn vnd st daran weder kost noch arbeit nit bcdurcn lassen. Wo dann min Herren von Bern sölichs vmb si vnd ir nachkamen gemcinlich oder sunderlich verdienen, wellen si nach allem ircm vermögen libs vnd guts willig sin." „Item man sol si och mancn an das schriben, so si getan vnd meinen, was si zusagen, das si das allwcgen gehalten haben, da si ouch nu daran sin Wellen vnd solichcm zusagen nachkamen." Dxitum oorain toto vonsilio. Der Tag vom Palmsonntag findet sich auch erwähnt im Basier OffnungSbuch V. 134. Schilling, Burgundertricg S. ISO setzt ihn irrig auf Montag vor dem Palmtag. Bern. 1475, T«. Marz. Staatsarchiv Bern i Lateinisches Misstvenbuch, 4, ZKZ. Empfehlungsschreiben gemeiner Eidgenossen für Bern an den Papst und die Cardinälc in Sachen des Lausanneschen Generalvicariats. Vergleiche I. v. Müller, Geschichte der Schweiz IV. K85i. 534 Marz 1475. Lueern. 147.'», TN. März (Ostcrimuwoch). «»aat»ar<«,>v Bern! Deuts»»« Mlsflvenbu» o. äs». Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben unter dem Siegel von Bern an Herzog Sigmund von ^ reich: 2n Folge des Abschieds von Feldkirch und dcö ergangenen HcerzugS nach Hericourt haben auf seine Zusage von den französischen Boten, die sich zu Bern aufhalten, die 10,000 Franken verlang welche Frankreich dem Herzog Sigmund schulde und die er seinerseits den Eidgenossen angewiesen " Die französischen Boten sci§n geneigt, die Zahlung zu leisten, begehren aber eine durch Herzog S'll"' in gehöriger Form zu Händen der Eidgenossen ausgestellte Zessionsurkunde. Die Eidgenossen erm nun den Herzog um die Ausfertigung einer solchen. Lucern. 147 5, ZI. Ältärz (Freitag in den Ostersirlagcn). «taa»»ar<»,tv »Iieern! Ltiterner 7»>s«I«dk, II. ?7. Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. Thüring von Ringqoltinqen. Lucern. Hk'nr'^h ^ furter; Peter Tammann. Uri. HanS zum Brunnen, der iunqe. Schwyz. Jost Kochly, Seckelwc' GlaruS. Ammann Aebly. Solothurn. Der Venner. ». D»c etliche Gesellen gegen unsere Feinde ausgezogen sind, soll man versuchen, sie zurückss^^ bis über den nächsten Tag, der auf den Sonntag stli»eri«:«rsti» üomini s!1. April) zu Lucern ss^n ^ ^ Wenn sie sich nicht zurückhalten lassen, so sollen Bern und Solothurn ihnen Leute zulaufen lasse", ' ' einen „Zuschub" thun, sie mit einem „gemeinen Vcnly" und mit Hauptleuten versehen, wie daö ist. Dabei soll jeder Bote heimbringen, daß Niemand mehr die Seinen zurückhalte, noch den Feind zu ziehen verbiete, und daß man auf obgenanntem Tag sich bcrathcn und mit Voll"'^ ^ Obrigkeiten eine Ordnung machen soll, wie die Sache fürderhin geregelt werden solle mit und Fähnlein, „damit der krieg teglich geübt, dz gemein eidgnosscn nit bedörffen mit macht vnd ^ ^ coften im veld zu ligen. I». Zürich, Bern und Solothurn haben erklärt, sie wollen dem Kaissl zuschicken und sich als Reichsstädte gehorsam erweisen. »HA. Ncrn. 1475, 5. ...» «. April. «.«mmlnei-l-enxlet! I>e°»v»s. III. Z7II. I7». ». Französischer Pensionenrodel, aufgerichtet durch Gervais Favre, Sommissar des Kön'g^ Frankreich, und NiclauS von Dießbach, Schultheiß zu Bern, in Folge des königlichen Decretö ^ April 1475,. 535 2. Januar 1475: »pour stlossieurs üo Herne KOOll livre«, pour Messieurs clo Im^ernv 3(10» livres, puur Messieurs cle Surick 2«v<) livres. rast« Witt» livres puur los parliouliers, pour les clelivrvr ainsi gu il z'en suit etc.« — I». Neue Verbriefung und Erweiterung der am 2. October 1474 gegebenen lleelaratiun plus ample des Schultheißen und Raths zu Bern, ININ mit ausdrücklicher Beziehung auf den Bund vom 2l>. October 1474. — Beilage llH Zu ». Siehe oben die Note zu Abschied vom 2. Januar dieses Jahres. — Zu >«. Diese «Doolaratio super promissis laota» steht im Bcrner-Buiidbuch ll. 17 unmittelbar nach dem Buudbrief vom 2l>. October 1174, offenbar als Eoncept und trägt nach dem Schlußwort «Hutes» von anderer Hand beigefügt das Datum: iz" ^auuarii I.xxiii). Nun ist wahrscheinlich, daß die Ausstellung der Deklaration in der neuen, dem Buudbrief vom 25. October rufenden und mit bestimmterer Verpflichtung Berns versehenen Form einen Thcil der nachträglichen Unterhandlungen bildete, welche der Abschied vom 4. Januar 1175, andeutet. Es mag daher das im Berner-Bundbuch stehende Datum des 2. Januar 1475 (1474 nach burgundischcr Computation) als Datum des Conccpts, welches zwischen Bern und den französischen Gesandten verabredet wurde, richtig, das Datum des ü.Aprit bei Lviuminlig-Uou^Iot, welcher aus den französischen Archiven schöpfte, dagegen dasjenige der förmlichen Ausfertigung des inzwischen dem Könige vorgelegten Actes sein. 785. Sutern. I47Ä, ?D. Äpril (vfs misorioorcli-t äemini). Staatsarchiv L'ucern: Luccrncr Abschiede, Ij. A3. Voten: Zürich. Eunrad Schweich. Bern. Niclaus von Dießbach, Ritter; Anton Archer, Venner. Cucern. Caspar von Hertenstcin, Schultheiß; Heinrich Hasfurter; Rudolf Schiffnmnn; Peter Tammann. Solothurn. Hans Küffer. Uri. Hans Zmhof. Schwyz. Cnnrad Zacob. Zug. Der Zehender. Unterwalden. Hans Heinzli; Ammann Ambül; Ammann Unter der Fluh; Erni Fründ (Sünder). ». Da Knechte aus der Eidgenossenschaft mit ihrem Hauptmann, dem alten Blast von Solothurn, Stadt und Schloß Ponterly (Pontarlicr) in Burgund eingenommen und die von Solothurn uns Allen geschrieben haben, diesen Knechten zuzuziehen, damit sie ihre Eroberung behaupten mögen, ist gerathschlagt, daß Jedermann das heimbringe und man sich sofort rüste, auf die erste Aufforderung ihnen mit Hülfe zuzuziehen, t». Der Tag, der zu Ragatz im Oberland auf Sonntag vor St. Zörgentag (Ili. April) Graf Eberhards von Sonnenberg wegen sein sollte, wird verschoben auf St. Zörgentag selbst (23. April), was man dem Grafen auf seine Kosten verkünden soll. «. Die Boten von Savoycn haben folgende Anbringen schriftlich von Ort zu Ort geschickt: Erstlich eines Verständnisses wegen zwischen den Eidgenossen und der Herzogin; zweitens das Gesuch, man möchte ihnen bewilligen, zwischen dem Herzog von Mailand und uns, der Capitcl und anderer Stöße wegen, zu tädingen; drittens, man möchte ihnen gestatten, unö Mit dem Herzog von Burgund zu richten; viertens das Anerbieten, wenn sie ihre Zwiftigkciten mit Bern nicht zu schlichten vermöchten, selbe auf gemeine Eidgenossen zu Recht zu setzen. Darauf wird nun geantwortet: Wir danken den savoyischcn Boten für ihre Mühe und Arbeit, haben aber der heiligen Zeit und anderer merklicher Geschäfte wegen ihre Werbung nach unserer Gewohnheit an die Räthe und Gemeinden nicht bringen können, wcßhalb wir ihnen gegenwärtig auch nicht völlig Antwort geben können. Bezüglich des Krieges gegen Burgund seien wir nur Helfer auf Mahnung des heiligen Reichs und der 536 April 1475. mit uns verbundenen Fürsten und Städte; wenn an diesen etwaö erfunden würde und wir dann we'tt darum angesucht würden, so würden wir unö der Billigkeit nicht verschließen, wie man das von Savoyen schon früher geschrieben habe. Den Herzog von Mailand betreffend, haben wir ^ Capitel, bei denen wir ungeändert verbleiben wollen. Wenn Savoyen die übrigen Anstände, die zu" ^ Mailand und den Unsrigen walten, zu vergleichen Aachen wolle, so glauben wir, daS dürste der Hand gewiesen werden. Endlich, da Savoyen mit Bern in ewigem Bündnis stehe, so die Herzogin werde diesem Bündnisse nachleben und weder unfern Feinden Beistand gegen unS ^ ^ noch Jemanden, der unser Feind sein will, durch ihr Hand und Hcrzogthum ziehen lassen, wie ^ zu thun unS vorhin zugesagt habe. «I. Den Tag, welchen die von Basel und der österreichische ' vogt auf den Sonntag Oanlato (23. April) nach Basel geseht haben, soll man besuchen und deS > ^ zugS wegen, um dessenwillen er angesetzt ist, rathschlaqcn, waS man darin thun und antworten ^ «?. Da große Klagen kommen über der Eidgenossen Knechte, die gegen den Feind ziehen, daß sic w ^ Biederleute, die der Krieg nicht angeht und die unsere Freunde sind, wo sie zu denen kommen, beschädigen und ihnen das Ihrige nehmen, so soll Jedermann das ernstlich heimbringen, damit allen ' solches verboten und den heuten eingeschärft werde, Niemanden zu beschädigen, als die Feinde. soll allenthalben mit Androhung von Strafe an Leib und Gut verkündet werden, t'. „Die die Hertzoq Ludwigen von Beyern geschriben, dz setz vnlangst in waldayschen landen von den ^ zwey hundert tusent Türken erschlagen sind, daby des türschcn keyserS Sun, vnd vil Türken ^ ouch daby zwoy panncr gewunnen, die sich eins wegS von Götz gewalt verendret haben, dz ein crucinrS, dz ander in die sun vnd manen" :c., sol ledcrman heimbringen. Der König von F"" ^ hat gemeinen Eidgenossen einige Artikel zugeschickt, wie er sich mit dem römischen Kaiser und dm ^ ^ mit ihm wider den Herzog von Burgund verbinden wolle. DaS gefällt unS Allen wohl und wu ^ denen von Bern aufgetragen, in unser Aller Namen dem König dafür sehr zu danken. ^,-t, HO,MM Franken von Lyon nach Bern kommen, soll Bern gemeinen Eidgenossen und denen, die eS Tag verkünden und alle Orte sollen ihren Boten Gewalt geben, wenn Kosten darüber gGUUäcu^^ mit Schreiben oder Andern,, selbe zu bezahlen. I. Dem Ulrich Estlin von Klingnau, welcher dco von Frankreich Diener werden möchte, wird eine Empfehlung gegeben, k. Der Memmingcr -^^ ^ wegen, welche in Savoyen im Geleit von den Burgundern gefangen worden sind und welche dic ^ ^ nicht freigeben wollten, ist beschlossen, mit den savoyischen Boten zu reden, daß man selbe loSw»^^ da sie zu unfern Bundesgenossen gehören, so müßten wir, falls cS nicht geschehen wollte, dara»l ^ sein, sie frei zu machen. I. Des iungen HofstctterS wegen, der zu Genf gefangen worden ist, ^ßik auch mit den savoyischen Voten geredet, daß sie bei denen von Gens Genugthuung und Sctb'^'' für denselben erwirken, ansonst müßte man ihm gestatten, durch eigene Gewalt zu dem Seinen zu ^ >»». „Heimbringen von des bunds wegen, so der Herzog von Mcylandt mit dem Herzog vou ^ ^ wider mengllich zchclffcn gemacht hat mit yrv' pferten vnd ein, grossen suovolk in sincn costeu, ^ man darumb Ratslagcn, wz vns darzu zctund che." ». Die von Bern haben angebracht : Montag (3. April) die von Solothurn mit ihrer Stadt «Pannner nach Pontarlier anSgezoätU so wollen sie mit ihrer Stadt Panner auf nächsten Samstag (15. April) auch ausziehen, »«„ ^ zu entsetzen. Weiter haben sie erklärt, daß sie den, Kaiser Hülfe zusenden und darin sich jgck erzeigen wollen. Dieser beiden Stücke wegen sollen auf nächsten Sonntag zu Nacht (16. April) lü April 1475. 537 Eidgenossen Voten zu Lucern an der Herberge sein, um Montags darauf völlige Antwort zu geben. «». Dem Herrn Hug von Landenberg ist auf den Tag zu Baden Geleit gegeben, um sich seiner Sache wegen im Rechte oder sonst zu verantworten. Der Tag zu Baden wird stattfinden auf den zweiten Sonntag nach Owpni-is (Airisti. Zu c. Bern hatte durch Schreiben vom 4. April die Orte ersucht, eine vcrzögerlichc Instruction aus die savoyi- scheu Anbringen zu geben. Deutsches Missivcnbnch <7. 419. Vergleiche auch das Schreiben Beruö au Wilhelm von Meßbach vom 13. April. Ebenda 129. — Zu .1. Die Acten dieses TagcS fehlen. S. BaSlcr OffnnugS- bnch V. 134. — Zu »i. Vergleiche sts Hinein», Ilvziveilos stos »mlzus»n,stour« Vlilaimis. (Nontvalior 30. Januar 1475.) 78«. Colmar. 147.?, BK. April tSonm-m.ludiwiv). Ilrcvl» Basel: OffnuiiMnich V. tat, Tag gemeiner Vereinigung, auch den Eidgenossen verkündet, des Herzogs von Lothringen wegen. t 475, 1«. April: Bischof Ruprecht von Straßburg, Herzog Sigmund von Oesterreich, Bischof Johannes von Basel und die Städte Strafiburg, Basel, Colmar, Schlcttstadt, Oberehcuheim, Kaisersberg, Münster im Gregorien- thal, Roßheim und Tünchen nehmen den Herzog Reinhard von Lothringen in ihr, am Montag St. Ainbrosientag (4. April) 1474 errichtetes, zehnjähriges Bündnis auf. LichnowSky Bd. VII. Regest 18S3. 787. Lttttrn. >47.?, 17. April (Mcndag »ach .lubilotc). StaatSarctiiv Lucern: Luccrner Abschiede, l!. IN. Boten: Zürich. Cunrad Schwcnd. Bern. Bartholomaus Huber. Lucern. Caspar von Hertenstein; Heinrich Hasfurter; Peter Tammann. ^Uri. Ammann Püntiner. Schwyz. Cunrad Jacob. Unterwalden. Ammann Ambul; Claus von Juden. Glarus. Der Blum. ». Da etliche Knechte der Eidgenossen, meistens Lucerner, und Andere Stadt und Schloß Pon- tarlier gewonnen, doch zuletzt, als sie von den Feinden heftig bestürmt wurden, beide verbrannt haben und „mit ritterlicher Hand" abgezogen, die Berner aber vorwärts gezogen und noch im Felde sind und dringend begehren und mahnen, daß man ihnen zuziehe, so soll Jedermann das heimbringen und bis Freitag vor St. Jörgentag (21. April) wieder zu Lucern sein, mit Vollmacht, zu beschließen, wie man unfern Eidgenossen von Bern zuziehen und die Dinge ordnen wolle. I». Denen von Basel sott man schreiben, man habe letzt die Sache von Pontarlier und den Auszug der Berner vernommen, man werde darüber an die Obrigkeiten berichten und getraue wohl, daß Jedermann sein Bestes dazu thun werde. li8 538 April 1475. Lucern. 147.?, TT. April (Samstag vor ^taa»»arektv Vucern: Lureriier Abschied», II, w k. t». Herr Hans von Toggenburg berichtet, was er unsertwegen mit dem Kaiser geredet habt l waS deö Kaisers Wille sei. Er räth uns sehr, den Schein des Ungehorsams zu vermeiden und Volk, sei es auch nur 1000 Mann, zu schicken. In diesem Falle, glaube er, wiirden unS untere o heiten bestätigt werden und anderes Gute unS begegnen. I». „Dann von der graucschast 8^""'^,,. wegen, als er fürdrung an Hertzoq Sigmunden beqcrt, 2m willen zegeben, so wölle vnscr , keyser, Zn zu der psandung derselben qraffschaft, souil dz denen von Costenz zustat, kommen ' Vff daö hat man Zm gütlich gedankt vnd Im qeantwurt, man wolle die ding heimbringen. ^ Betreff deö Zuges, welchen die von Bern und Solothurn gegen Pontarlier qethan und wozu alle zu Hülfe gemahnt und gebeten haben, antworten die Eidgenossen, nachdem sie daS Begehet" gebracht, folgendermaßen: Zürich: Da die Knechte von Pontarlier mit Ehren und mit aewehrtn ' abgezogen seien und auf dem Tag zu Zürich zu Mittefasten unS eine Beisteuer zu diesem Aussicht gestellt worden sei, so hätten sie sich verschen, Bern hätte nicht so eilfertig gehandelt dadurch zu Hauptfächern des Krieges gemacht, sondern vorerst der Eidgenossen Rath eingeholt. und in Betrachtung der wcitauSsehenden Folgen wolle Zürich vor der Hand keinen Zug thun, die Eidgenossen gemeinlich thun, dem wolle eS sich auch nicht entziehen. Uri ist eben dieser und bemerkt dazu, cS scheine ihm unbillig und bekümmere eS, daß ein einzelnes Ort, ohne der ^ Willen und Rath, einen solchen KrieqSzug vornehme, wozu alle Andern Leib und Gut sehe" ^ ^ ES sei zu besorgen, daß solches in die Länge unS nicht wohl bekommen möchte. Zudem ^ Warnung des Herzogs von Mailand wegen zu, so daß es die Seinen nicht entbehren könne; wen" alle Eidgenossen sich zu einem Zug vereinigten, so würde auch Uri nach seinem Vermögen seien sie aber nicht einhellig, so wolle Uri nirgendhin ziehen. Schwyz: Weil die Knechte mit n mit gewehrter Hand von Pontarlier abgezogen, so hätten die Bcrner -c. billig ebenfalls z""' sollen. ES gefiele denen von Schwyz, daß man noch jetzt bei Bern den Rückzug zu bewirken dann gemeinsam zu Rath würde, waS zu thun sei. Einhelligkeit sei unS noch ftetö wohl bck»" ^ was gemeine Eidgenossen thun, wolle eS auch thun. Unterwaldcn: Ihnen gefalle die nicht. Sie wären auch Wittens gewesen, den Knechten nach Pontarlier Hülfe zu schicken, wen" ^ abgezogen wären. Man sei längst übereingekommen, daß kein Ort einen solchen Zug thun l^l, ^ aller Orte gemeinen Rath. Auch wissen sie nichts Anderes, als daß der Krieg des Fürsten reich >e> und daß er den Eidgenossen für die Theilnahme an demselben seinen Sold geben sollte, ^ Richtung das ausweise. Unter diesen Umständen gefalle ihnen, eine Botschaft zu den Berncrn ^ und dieselben zu bitten, wieder heimzuziehen. Dann möge man ferner zu Rath werden, waS mau tb"" Vorderhand werde Unterwalden nicht ausziehen, sondern heimbringen, was auf diesem Tag ^ werde. Zug antwortet wie Unterwalden : Die Orte, welche mit Bern im Bunde sind, sollten se^ ^ dem Felde mahnen. Deßgleichen sollte man Andere, die ausziehen wollen, bitten, eö nicht überhaupt sott man sich über die Sache berathcn, damit der Krieg uns nicht zu schwer auf dc" April 1475. 539 sitze, zumal uns der Herzog von Oesterreich den zugesagten Sold noch nicht gegeben habe und auch das Geld vom König von Frankreich nicht angekommen sei. Glarus war nicht vertreten. Lucern erklärt, es habe 800 Mann ausgezogen und wolle den Bernern in's Feld zuziehen, wie es ihnen zugesagt habe. Es hätte sich versehen, die andern Orte hätten das auch gethan. Lucern habe noch kein Ort verlassen, ohne demselben „trostlich zuzuziehen". — Denen von Basel ist als Abschied dieses Tages mitzutheilcn, daß außer Lucern gegenwärtig Niemand von den Orten ziehen wolle. 78». Ragntz. April lvff Sa»t Jörgentag). Staatsarchiv Ellrich: Tsckudifche Sammlung I. l9. ». Der Bußen wegen, die im Nidberger-Gerichte fallen, hat man erkennt, Graf Eberhard und die von Nidberg sollen darliber zu einer Erläuterung kommen vor die noch lebenden Boten der Eidgenossen, welche vormals darliber den Brief gegeben haben. I». Bezuglich des Erbrechts und der Landgewerc zu Ragatz ist das Begehren, daß es da damit gehalten werde, wie unter der Sar. o. Heimbringen, ob man die Lehen zu Freudenbcrg Frauen ebenso leihen solle, wie Männern, was den Eidgenossen an ihren Zinsen unschädlich wäre. «I. Die Sache des Herrn Zörg von Heimenhofen setzen die Boten ganz dem Abte von Pfäfers anhcim und wollen das heimbringen zum Gedächtnis, daß der Abt durch die Eidgenossen dabei geschirmt und gehandhabt werde, «. Ueber das freundliche Erbieten und die Schenkung vom Dompropst zu Cur und von Herrn Ulrich von Brandis ist zu berichten. L. Graf Eberhard schlägt seine Gerechtigkeit in der Grafschaft Sargans flir 12,000 Gulden an und sagt, die Grafschaft ertrage 700 Gulden an jährlicher Gült ohne die Fälle, Gelässc und Bußen von hohen und Niedern Gerichten. Dabei behält er dem Grafen Zörg von SarganS der Eigenschaft wegen die Losung vor. Das wollen die Voten heimbringen, Zedermann an seinen Rechten unschädlich, Des Auflaufs wegen, welchen die von MclS und ihre Helfer über die von Ragatz gemacht haben, haben Graf Eberhard und der Eidgenossen Voten mit einander jeden Theilnehmer mit 15 Schilling Haller gebüßt, doch Zedem sein Recht vorbehalten, wenn er es zum Urtheil kommen lassen wolle. Die Bußen gehören zur Hälfte dem Grafen Eberbard, zur Hälfte den Eidgenossen. I». Die von Ragatz und Andere, die zu ihnen gehören, werden, weil sie nicht in die Reise nach Hericourt gezogen sind, nach Gnade um 00 Gulden gestraft, die sie den Eidgenossen geben sollen, und zwar 10 Gulden sofort, 20 Gulden auf Pfingsten und die übrigen Z0 Gulden auf Pfingsten des nächsten ZahreS. t. Heimbringen, wie sich die Unfern zu Freudenbcrg und Nidberg und die Gotteshausleute zu Pfäfers und Schännis in Zukunft bezüglich der Reisepflicht halten sollen. Zug. R475, R<>. Ntai. I>« liliixi»»! vopKcliv» -Iv« 51 Ui>>>»>«, I, t. !>l. Nach einem Schreiben Azzo Viöconti's, Generalinspectors der subalpinischen Plätze, an den Herzog von Mailand, 6. ü. Bellinzona 14. Mai 1475, „»e leev !» Oonseilio generale üo tutta la Iiga 8v^/5era 540 Mai 1475. in i5u«k wvreur« pr05»imu passato. 4»ve »« conoluuv, ck« lulle >« Ivr» lerre, gual« »' tro davor« xento 4«Ii -»un^ 4« lirogvßiis por guvre^ar«, .iv 4ov«»»«l,u revooaro v cd« per >'» ^ non 5« 4»ves»eno movvrso 4a «»»» lorv, v cv«i ilio« e»ü«ro v^«^uil».^ ^ ^ ^Mittwoch i» dm Pfingststtkrtagkn). 2taat»ar. Deö Schn^ ^ Gefangenen zu Basel wegen sott die Sache auf dem Tag zu Bern angebracht werden. ^ ^ jhn> Fürsten Boten ist zu reden wegen dem Leibdinq, das Schultheiß Rust auf Rheinfclden hat, ^ dasselbe ausgerichtet werde. Nern» R47.'5. TV. (Sonntag 1'riniwli»). S,aa»«ar«VIv B«rn! Dcuts«t» Mlsstvenbu«, v. NU. 4«7, ». Auf diesen Tag hatte Bern durch Schreiben vom II. gleichen MonatS (Donstag vor ^ den Eidgenossen nach Bern Tag gesetzt, der 20,000 Franken wegen, welche Frankreich in Ä«" hatte und die nun in Bern angelangt waren, auch wegen Verabredung eines gemeinen Heerzugö- paß 20. Mai (Freitag nach dorpvn?, 0kri«ti) Urkunden die zu Bern versammelten Räthe der sie dem Grafen Oswald von Thierftein, Regierer der Landvogtei im Elsas, seine Eigenleutt, ^zr'g besonder« Urlaub in der Eidgenossen Gebieten wohnen, anzufallen und, nachdem ihre Eigens cvnstatirt ist, abzuführen gestatten. Unter dem Siegel von Bern. Vtt» Anrich. 447S, I. Juni. «taat»ara>Iv «u,»rn - «llg.metn« k. WZ. ^jts ». Die Räthe des Herzogs von Oesterreich haben begehrt, man möchte ihnen den zwischen ihrem Herrn und den Eidgenossen versiegelt und aufgerichtet zu Händen stellen- ^ Zum 1475. 54t ihnen geantwortet: Wenn der Herzog unsere Eidgenossen von Lucern bitte, sich des Rechts zwischen ihm und Caspar Koller zu beladen und darum Tag zu setzen, so werden dann die, welche den Brief haben, ihrem Begehren entsprechen. I». Dieselben Räthe von Oesterreich haben erzählt, wie unser heiliger Vater der Papst den von Freiberq zu einem Bischof von Constanz bestätigt und geboten habe, denselben für einen Bischof zu halten. Das wolle der Herzog thun und verkünde das uns als seinen Zugewandten, mir dem Ersuchen, ein Gleiches zu thun. Nach den Antworten, die ihm unsere Boten zu Feldkirch gegeben, versehe er sich dessen zu uns. Wenn aber das Gerücht verbreitet werde, er, der Herzog, wolle des Stifts Schlösser und Lande zu seinen oder des von Freibcrg Händen mit Gewalt einnehmen, so möchte man das nicht glauben, denn es sei ihm solches nie in den Sinn gekommen. «. Die Rathe des von Freiberg sind auch vor den Eidgenossen erschienen und haben erzählt, wie sich die Sache von Anfang an verlaufen habe, daß der von Freiberg schon Anfangs mit dem Bisthum versehen und dann in Folge der Appellation neuerdings als Bischof zu Constanz bestätigt worden sei, wie seine Bullen beweisen und auch das Vreve des Papstes an die Eidgenossen melde. Er begehre daher, daß sie ihn als Bischof anerkennen, bei Vermeidung der schweren Bänne, die in den Bullen enthalten sind, und um ihrer Seelen Heil willen. Dagegen haben die Boten des CapitelS von Constanz erzählt, wie sie den Grafen Otto von Sonnenberg zum Bischof erwählt und ihre Botschaft nach Rom um Bestätigung gesendet haben. Was ihnen da begegnet ist, weiß jeder Bote wohl zu erzählen. Die Boten des Capitels haben auch schon vor Rathen und Gemeinden erzählt, daß das Stift gegen das von dem von Freiberg erlangten Recht an den heiligen Vater und seine Cardinäle appellirt und gebeten habe, es bei seinem Wahlrechte zu schützen. Darauf ist zwischen den Rüthen beider Theile mancherlei Unterhandlung ohne Resultat versucht und endlich ein Tag nach Schaffhausen aus St. Marien Magdalenentag (22. Zuli) angesetzt worden, um mit Hülfe etlicher Fürsten, Herren und Städte die Sachen in ein besseres Wesen zu bringen. Den Orten der Eidgenossenschaft, welche aus dem heutigen Tage ihre Boten nicht gehabt, sott auf dem Tag, welcher nächsten Sonntag stattfinden wird, das alles verkündet werden. «I. Gemeiner Eidgenossen Boten schreiben unter dem Siegel von Zürich den 5. Zuni an Herzog Sigmund von Oesterreich: Nachdem er ihnen abgeschlagen, gegen Herrn Peter von Hewen um dessen Ansprachen an ihn einen gütlichen Tag zu leisten, habe Herr Peter als ihr Landsaße und als Bürger zu Wyl im Thurgau neuerdings sie angerufen, ihm nach Laut und Sage des Berichts Recht zu verschaffen. Daö können sie ihm nicht abschlagen und fordern also den Herzog nach Inhalt des angeführten Berichts zu Recht vor Bürgermeister und Rath der Stadt Constanz, welche die Parteien beförderlich bitten sollen, sich der Sache zu beladen. Zun. 1 475, 5,. Mai (Freitag nach der Auffahrt). Innsbruck. Herzog Sigmund ladet die Eidgenossen ein, auf Sonntag nach St. UrbanStag (28. Mai) ihre Boten nach Zürich zu senden. (Original auf Papier im Staatsarchiv Luccrn.) — Zu a. Siehe auch Baseler OffnungSbuch V. 187. — Zu «I. Dieser Artikel ist ans einem Schreiben im k. k. geheimen Haus- und Staatsarchiv, abgedruckt bei OIiwol, Nonumouta, Iiabsburxioa I. I. S. 201 (Lichnowsky Vll. Regest 18K8) beigefügt. 542 Zum 1475. Baden. 1475, 4. Juni. Staa»»ara,iv Züri«t>: Tschudisckc Sammlung l, ?l>. ^ »». In Sachen des Visthums Constanz hat man einen freundlichen, unterbundenen Schaffhausen gesetzt, auf Sonntag zu Nacht vor St. Maria Magdalena (lli. Juli) daselbst zu mann soll seine Boten dahin schicken, damit die Sache desto eher zu gutem Ende gebracht werde" Altrich wird beauftragt, auch die Bischöfe und Städte Straßburg und Basel nebst einigen g" ^ Fürsten und Reichsstädten zu diesem Tage einzuladen. Dem Grafen Otto von Sonnenberg Ludwig von Freiberg hat man geschrieben und sie gebeten, keine Neuerung, noch sonst etwas O ^ licheö mit Bannen oder andcrm vorzunehmen bis nach Ausgang dieses freundlichen Tages- ' ^ Einige dem Lanz sein HauS LiebenfelS eingenommen und die von Constanz eine Botschaft hieb" ' haben mit der Bitte, es ihm wieder zu geben, und mit dem Anerbieten deS Rechts auf genossen Boten, so haben die von Altrich ihre Botschaft mit dem Landvogt nach dem Tluu'g"" un, die Knechte zu bewegen, daß sie das HauS räumen oder es zu gemeiner Eidgenossen Hände" lassen. «?. Bezüglich der Eidesleistung im Tburgau hat der Abt von St. Gallen vorgewc» ^ ^ Gotteshaus sei ein Fürstenthum des heiligen Reichs und er sei ein Fürst; was er habe, daS ohne Mittel vom heiligen Reiche und sei dessen gefreict; eS gebühre einem Fürsten nicht, Grafen zu schwören und sei auch nicht so von Alter hergekommen. Dazu stehe er für sich und die ^ in ewigem Bündniß mit den vier Orten; das wolle er halten, dagegen getraue er nicht, daß ^ noch den Landfrieden oder Andcstes schwören solle. Das soll man heimbringen und ratlsschlust^ ^ in Sachen zu thun sei. «I. Jeder Bote kennt das Anbringen des Eomthurs von Tobel. Aug klagen: „Da gange ein schölm vnder vnd für vnd bettle an sank Wolffgangs kilchcn brieffen, dem sh das nit beuolhen haben". Man soll heimbringen, daß man aus denselben und ihn im VetretungSfalte zu Recht fange; die Auger wollen ihn dann berechtigen, i'. 2^'' kennt das Anbringen Graf Otto'S von Sonnenberg und deS Stifts von Eonstanz, wie sicb berqische Partei mit den römischen Bullen gehalten habe, auch wie sie sich über die Tbat gegts ^ entschuldigt haben. Denen von Aürich, Aug und Baden ist ausgetragen, von der HauSb^'" Rechnung deS Klosters Wettingen Einsicht zu nehmen, wie davon geredet worden ist. I». Landvogt im Thurgau eS Aürich verkündet, so soll dieses seine Botschaft in das Thurgau sc"^" ^ fachen, als sy wissend", und bei dieser Gelegenheit auch von dem Haushalt und den Rcchl'""^ht"' Stadt Dießenhofen Einsicht nehmen, damit man sehe, wie sie haushalte und wie ihre l. Kein Vogt zu Baden, noch die Geleitsleute sollen weder zu Tagen, noch zu andern ^ auS den Gcleitsbüchsen geben, noch sonst über dieselben gehen, bis man die Jahrrechnung balt dann Kosten ergangen wären, die gemeine Eidgenossen erlaubt haben, so sollen diese aus bezahlt werden, k. Jeder Bote weiß zu sagen, welche Kosten über den Gefangenen zu D"dc" sind und wie die Sache seinetwegen gelassen ist. I. Rechnung: Der Landvogt im Tburgau g'^ der sieben Orte k Pfund Halter, 5« Kreuzer für einen Gulden; der Vogt in den Acmtern 6'^. ^"- Orte .17 Pfund Haller; der Vogt im Oberland iedem .12 Pfund Halter, 57 Kreuzer für cim'" Zum 1475. 543 Dießenhofen giebt jedem Orte 8 Gulden in Gold; es bleibt noch schuldig 00 Gulden, die soll es bis St. Michaelstag nach Zürich abliefern. Der Vogt von Baden giebt jedem Orte 79 Pfund. Vom Geleit zu Mellingen fallen 7 Pfund, zu Bremgarten 4 Pfund, zu den Badern 55 Schillinge, zu Baden 50 Pfund Haller. (Summa 225 Pfund.) , DaS Monats- und Tagcsdatuni nach Abschied 785» ". (5ngelberg. >475, 5. Juni. Staatsarchiv Lucern: Engelberger Acten. ». Der Friedbergerin zu Lucern soll das Gotteshaus nach Ausweis ihres Briefes 602 Pfund gelten, an Zinsen 207 Pfund minder 5 Schillinge. Daran ist Faßbind zwei Zinse schuldig. Die 100 Pfund des Zahrzeits wegen sotten anstehen, Jedermanns Rechten unschädlich. I». Denen von Schwvz ist empfohlen, die Sache der 50 Pfund Haller wegen an den Abt zu Rüti zu bringen, wie der Bote zu sagen weiß. «. Die Klosterfrauen zu Engelberg reclamiren 18 Mutt Kernen, auch machen sie Anforderungen des Brodbackens, Holzens und der Fuhrlöhne wegen. Es wird beschlossen, die 18 Mutt sollen ihnen werden, soweit sie selbe nicht schon erhalten haben; der andern drei Stücke wegen soll es auf nachherige Verordnung der Kaftvögte hin anstehen. «I. Der Herren und der Pfründner wegen, welche da meinen, die zehn Zahre sollten abgelaufen sein, soll man heimbringen, «. Die Genossen sprechen die Weide unter der Herrenrüti an; das Kloster meint, sie gehöre nach Laut eines Briefes ihm. t. Den Hensli Schinder soll man anhalten, der Utzin für das entlehnte Geld einen Vriefsaufzurichten. Man hat die Zinse und Gülten gerechnet, die das Gotteshaus hat, und was es dagegen gelten soll. Eines von dem Andern abgezogen, hat das Gotteöhauö, nachdem den Frauen und Herren und Zedermann das Zhriqe ausgerichtet ist, 442 Pfund 7>/j> Plappart Vorschuß und dazu noch eine Forderung von 100 Gulden Hauptgut an Schwendiner. I». Vogt Hering hat Rechnung gegeben; dieselbe wird angenommen; man giebt ihm für zwei Zahre 40 Pfund Haller zu Lohn; er soll mit Vogt Keller rechnen. I. Des Herrn von Enqelberq wegen ist angebracht, daß er gern wieder nach Enqelberg zurückkehrte; das sollen die Boten heimbringen. It. Ebenso eines Untergangs des Zehntenbezirks zu Dietwyl wegen. I. Verzeichnis was an Kernen, Haber und Wein am Zürichsee und im Hause zu Lucern noch vorhanden ist. Der Abschied enthält noch verschiedene unerhebliche und unverständliche Rcchnungödctails. I47.I, 7. Ann» (vff Miuwuchcn »ach saut EraslmuStaq). Staatsarchiv Lueer»! Lucerncr Abschiede, II, lZ, Boten: Zürich. Eunrad Schwcnd. Bern. Petermann von Wabern, Altschultheiß; Anton Archer, Venner. Lucern. Easpar von Hertenstein; Peter Rust, Schultheißen; Hans Haas; Peter Tammann; Ludwig Kramer. Uri. Jacob Arnold, Altammann. Schwyz. Hans Jost. Unterwalden. Annnann 544 Zum 1475. von Einwyl; Claus von Huben. Zug. Ammann Zten. Glarus. Hans Tschudi. Frei bürg. Rudolf von Wippingen. Solothurn. Der Venner. «. Denen von Curwalen ist zu danken für ihr Anerbieten, den Eidgenossen alles Liebe und l ^ zu thun, Leib und Gut zu ihnen zu setzen und ihnen den Rucken sicher zu halten. I». Mit dem Thierstein, dem Landvogte des Fürsten von Oesterreich, soll man reden des Laufers von Untermaß wegen, der zu Landser ertränkt ist. «>. Berathung des Heerzuqs wegen: Hsirich will den nicht thun, es sei zu arm; was die Vereinigung erfordere, dem wolle eö nachkommen, übriges heutige Verhandlung heimbringen. Bern meint, man solle den Zug thun und ihn nicht absclM auö mancherlei Ursachen, die seine Boten entwickelt haben. Frei bürg und Solothurn sind Meinung und wollen sich dem anschließen, waö gemeine Eidgenossen oder der Mehrtheil thun. Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus: „Der antwurt ist glich, dz sy nit meinen gebunden den Heerzug ze tun, dann die Vereinung wise nit als Witt; doch wz die Verschribung old Vcre»' wise, dem wellen sy trülich nachkomen; wo man aber vtzit anders fürnemen, dz wellen sn heimbringt' Die von Lucern antworten, sie lassen es bei der Antwort bleiben, die sie zu Bern durch ihre ^ gegeben haben, nämlich, sie ratken den Heerzug zu thun und denselben nicht zu unterlassen; doch thun, was gemeine Eidgenossen oder der Mebrtheil unter ihnen. «I. Für die ll),l>s>0 Franken, "" der König von Frankreich des Fürsten von Oesterreich wegen geben soll, liegt d,e Quittung z« ^ wenn dieselbe nach Lyon kommt, so wird das Geld bezahlt; daher soll man dafür sorgen, daß ^ .x tung hinein komme und das Geld heraus, v. „Item derer von Vnderwaldcn anbringen von ^ Kollers wegen, des rechten halb, ob der fürst die von Lutzern nit bittcd, sich des Rechten zu man Inen dann ir siqel ab dem richtungbrieff wider geben, als der burgermcister Röist vnd Kunrat Schwend von Zürich Znen dz zugeftit Hand." t°. Auf den nächsten Tag, der zu Luc"'" wird, soll jedes Ort seinem Boten die Zahl der Söldner, die zu Hericourt gewesen, in Scvrisi " ^ damit man das Schatzgeld, das zu Luccrn liegt, theilcn könne, »x. Auf das Schreiben des G^l"' ^ Genf, womit derselbe sich erbietet, den Krieg zwischen uns und dem Herzog von Burgund wo zu vermitteln, ist denen von Bern aufgetragen, ihm zu danken und zu antworten, die Boten selbes heimbringen, wissen aber noch nicht, was die Antwort ihrer Obern sein werde. I». Boten sollen auf nächsten Mittwoch (14. Zuni) wieder zu Luccrn sein mit Vollmacht, des Hcerl^^ anderer auf gegenwärtigem Tag verhandelter Sachen wegen völlige Antwort zu geben, l. Hein'b" ^ daß der König von Frankreich meldet, er sei persönlich wider den Herzog von Burgund im ^ habe ihm bereits über 44 Städte und Schlösser in der Picardie und in Burgund abgewonnen; ^ Herzog von Lothringen sei gegen Burgund im Feld und habe bereits Städte und Schlösser Eidgenossen möchten auch zu Felde ziehen, es werde ihnen wohl bekommen, k. Der beiden ^ von Constanz wegen zoll auf dem Tage, der zu Schaffhausen sein wird, jedes Ort seine Botsih"^ ^ um zu a; bellen, den Streit gütlich zu schlichten. Auch mit den Herren und Städten der ist geredet, sie möchten ihre Botschaften auf den Tag nach Schaffhausen senden, um in gleiche"' ^ ^ zu arbeiten. I. Des begehrten Heerzugs wegen ist den Fürsten, Herren und Städten, welche ^ Eidgenossen in Vereinigung sind, geantwortet: Weil der Herzog von Burgund von Neust abgebe" ^ der Stand der Dinge sich verändert habe, so wolle man die Sachen heimbringen und auf dem ^ Luccrn antworten; doch sei dem Allem, wie ihm wolle, so werde man dem, was die Vereinig«"" Juni 1475. 545 und vorschreibe, getreulich nachkommen. An dieser Antwort Hutten sie kein Genüge, sondern Huben weiter mit vielen Worten begehrt, die Eidgenossen sollen den Heerzug mit ihnen thun, woruuf ihnen jedoch abermuls gcuntwortet wurde, wie vorher. Zu K. 1475, 5. September: Landammann und Ruth von Unterwalden gnittircn den Herzog Sigmund von Oesterreich für 139 Gulden wegen Tödtung ihres Läufers Hcnöli Schmit. Abgedruckt bei tlstmol, lllonumouta kslzsvurxioli. I. K20. Zu 1. Hiezu folgender im Staatsarchiv Lnccrn, Allgemeiner Abschicdcband 9. 117 ff. stehender Bericht Uber den Entsatz von Neust: (I.) 1 475, Freitag nach St. Vitustag (1 5. Juni): „Item vsf Sambstag nach dem Hchligcn Psingstobcnt hat sich die keyscrlichc Maicstat zu Cöln erhebt mit sampt den Curfürstcn vnd fiirstcn, geistlichen vnd weltlichen, vnd manigcn Grauen, frhhcn Herren, Rittern vnd Knechten, ouch Stetten, in das veldt dem Hcrtzogen von Burgnndicn zu Gcgcn- wcre zu ziechen vnd die frommen Herren, Ritter vnd Knecht vnd gantz Gcmcynde in der Stat Nüst zc retten, vnd hat iiij leger gcnomen by einer sicrtel einer myle Wegs by des hertzogeu Here obgcnant, vnd in dem dritten leger davor hat sich ein vsfrnre gemacht in dem Here vnder den sriindc», zwischen des Bischofs« von Monster ltitc eins teyls vnd denen von Strostbnrg andcrtcilS vnd habent alda des ersten einander geslagcn, mit mcsscrn etliche erstochen vnd zu bcdcr sytt vil wundt bliben. Vnd als aber Sy den Strostburgcrn zu stark warcnt vnd Sy zunicke trybcnt, do trotten die Strostburgische zu Irem geschlttz der Slangenbüchsen, der Sh vil hattcnt, ouch Stein, Hacken vnd Hantbüchscn, vnd schüssent also wol vsf ein stunde wider die von Monster als Im Here vnd der Wagenburg vnd tribcn die von Monster damit zuruke. In dem wurden etliche erschossen vnd erstochen vnd vil wundt, vnd sonder eins Ritters Sunc vfs der von Monster sytcn, der xl" gülden richc was, vmb den was vil lehdes, ouch snst ob lx todt vnd wundt. Es wart ouch etliche tag wythcr in das veldt zc rucken hicmit verzogen, desthalp die von Monster hcyme walten sin gezogen, denn den Bischoff dosclbS bist an den dritten tag zu der k. M. nycmands vermocht. Vnd bcschach die vsfrnre vsf sritag in der Quatember. Hynn vmb de» sontag do wölt einer von Strostbnrg, der vor dist gcschicht ouch angefangen hatt, wider angefangen haben, der wart ergriffen vnd sin honbt abgeflogen. Vfs Zinstag vor vnscrcs Herrn fron- lichnamstag, do erhübe sich die k. M. mit sampt der Wagenburg vnd er selb« in ganzer Harnasch vnd lcgcrt sich zu dem Hcrtzogen als nahe, als obstctt, allda er noch lhtt. Vnd als die Wagenburg geflogen wart vnd nit allenthalben dennocht bcslossen vnd wir mit allem zug dar Innc gernktcn, alles Harnasch abe gezogen vnd vfs den tag kein zwiscl mcr des Herzogen von Bnrgnndien fürncmcn gen vnö besorgten, do kam der Hertzog mit einer merklichen macht vnd mit vil Stangen vnd Stcinbtichscn vnd stalte die vsf withcs veldt an vnser Wagenburg eins armbrost schütz wythe vnd hielt in drycn Hussen stark darhindcr vnd fing anu zeschicsscn vnd tett vns vil schadcnS mit dein gcschiitz, sonder ob xl man todt vnd wundt, ouch sovil Pferde, vnd hat gantz sich verwegen, mit vnö zu stritcu, vnd in mehnnng wir zu Imc hynnst vst vnser Wagenburg geruckcu sollen, dz wir ouch taten; aber durch späte der zht, so ruckten wir glich wyder hyn Inn vnd vnderstundcn die zebehaltcn, obe er daran gesturinpt haben wolt; es gcschach aber nit. Der genant Hertzog von Burgnndicn vfs Mich sin fiirncmcn slug er vil Ritter, die Ire Ritterschaft daruff stiren, das Ich gesehen vnd gehört habe; dcsglichen solichc zu gcnwcrc vsf vnser sytt ouch vil Ritter geslagcn, die ctlich in willen ouch z» stiren sycnt, dcnnc cS der k. M. mcynnng ist. Item in solichem liesscn wir vfs vst blichsenschiitzcn von vnser Wagenburg hynustlousscn vnd mit den ncchstcn Hussen scharnnitzcln, die mit Ircin gcschlitz denselben vil schaden« tetcn, vnd das tribcn sy bist vfs »acht, vnd ist der Burgunder selb« sag, dz man Irer vsf hundert todt vnd wundt erschossen habe; aber one Zwiscl ist cS mcre; dcstglich vill pfcrde ouch Inen erschossen, es litt als vill Pferde im Velde. Item sy Müssen denselben obcndt der k. M. iiij mol durch sin gczclt, ij mol durch sincii wage», do er tag vnd nacht In fert vnd slaft, vnd sint vill zclt vns zerschossen, denn es wärlich ein grosse nott gcwcst ist, vnd Hube an vmb iij Vre» zu vcspcrzitt oder spätter, vnd werct bis nacht. Vnd in der nacht zugeut Sy erst heymc vnd flirte» Ire tote» 09 Zum 1475. litte mit Incn bist an cyncn, der waö mit etlichen ktlrrisscn gcrant. Vss solich vßlousscn haut bilchsenschilpen^ knecht biß hart an vnscr Wagenburg v»d erstochen biß vss x oder >ij vnscrS gcschllp, vnd snst sorchthalp vnscr sy sich mit erstechen nit getlbcn. In demselben wart derselbe lllrrisscr vor vnscr Wagenburg erschossen vnd blibcn. Snst nach dem mole habcnt sy vn« vnbcktimbcrt gelassen, denn vss den warten vnd siltcrnngcn ist alle " scharmllpclin gewesen. Item in solichcm vor vnd nach hatt ei» lcgat, gcsant von vnscrm heyligcn vattcr dem Bapst, in discn getedinget vnd zcsridcn gesucht vnd souil snndcn vnd gemacht, da« vss Sonnlag nach Vilser« Herrn gotötag obgu" ist ein srid gemacht vnd vss denselben sontag glich die bnrgnndischcn Rcte vs xl pscrdc iil vnscr Hcrc v»d lvagc» ^ geritten vnd gctagct in des Keyscr« zeit bi« vss nacht, widdcr in Jr Hcrc geritten mit grosser bclcyttnng, . andere, vnd denselben sontag zwischen den zweye» Heren oder Wagenburgen frilndc vnd sigcnt, wcrc gewollt hat, Z" vnd Roß zusanlen geritten vnd glitten friden gchcpt. ^ Item vss morgen« montag zwey gczclt zwilschcn den bcdcn Herren vsgcslagen vnd aber dar Jnnc getagt ^ ganzen tag vnd aber frinidc vnd sigcndt im selbe vnd do vmb by einander geritten vnd gcwcst vnd vss nacht n"t burgundischcn Rctcn ctlich von vnscrn Retcil mit Incn in Ire Hcrc geritten, allda vcrblibcn die Nacht vnd c die Stat Nllß, die nacht onch darinnc vcrblibcn. ^ Item wir wissen auch nit ander« zu sagen oder zn schribc», denn voil einer richtnngc, demnach wir vnd vnserm Hcrc vnd partyc in da« bnrgundisch Hcrc, onch in die Etat Ntlß gangen oder geritten, gcsscn, nacht dar Jnnc blibcn; deßglichcn die Vurgnndischcn zu vnö onch, vnd nit bester myndcr hart vnd ernstlich darj> ^ ^ getagt. Solich tagen, was da« syc, vn« allen vnwisscn ist in beben Heren, denn den Höiiptcri, vnd Rctcn, vinbgangcn. Onch so bin ich mit saiupt etlichen Herren gewesen in solichcm Wesen zn Ntlß in de« richstcn der alba gesessen sin mag, vnd zc obcndc dar Jnnc gcsscn, vn« guten win nnd gut bicrc geben, de« Sy kc'" ^ ^ nye gchcbt haben, vnd ei» platten mit gesottenem Roßflcisch, dz wir alle lnstlich asicn vnd vast gut gcwcsc», onch sprachen, c« gult Incn al« glich al« von einem Ochsen. Vnd sagte derselbe bnrgcr, da« sy syt dem O>tcltag ^ gessen iiij° xxvj pscrdc vnd vaste costlich pscrdc; onch sagt vnö damit, das Sy kein Mangel gchcbt handt, ^ schlichen, klcydcrn, biere, brot, fleisch al« obstctt, an kcyncn stucken, denn an einem guten appotcker filr die kra» ^ an salh vnd da« gröfte an Bilchscnpulucr. Item wir wurden allenthalben gcstlrt in der statt zu sehen: Also sint weder hiiscr, noch ntltzig gcschcd'tst'' holz halb oder snst, denn an einer innren haben Sy ctwic manig böse hilßlin abgebrochen, mit den, holj gebuwcn, vnd do die selben hlislin gestanden, warcnt zelt vssgeslagcn. si, Onch hat der Herzog von Vnrgnndicn vber iij'" man vor 'Nllß verloren an sttlrmcn vnd allenthM"' ^ warhcit sagt nian, da« Incn sy obc zij'" pscrdc gestorben vnd abgangcn. Onch hört ich sagen Sy selb«, ^ hundert tusen gnldin wert pnlucrö danor verschossen. ^ ^t Vf dornstag nach vnscr« Herren gotötag Hab ich in der Stat Nllß messe gehört. Do ich hin In ko>»c" ^.„t obe ns"> Vurgundeschc dar Inne gewesen vnd ist nit myndcr; die von Ntlß Helten ein grnwcn daran, aber si> < zuchtiklich, do Sy meß gehörten, widdcr hcrnß, vnd darnach vnd sythcr so lasse,lt sy nit vil llltc mcr h>" frilnde noch sigent. Ich bin onch an allen Iren wcrcn gewesen, vsscn vnd Innen, onc zwiscl so ist c« worc, da« Sy solichen wercn gelitten vnd gehabt haben, sonder an denselben wcrcn sy einander so nahe gelegen, doinit Sy t niit den Horn gcnomcn haben», vnd srilich, erlich vnd sromcnclich vnd wo« sich gehalten haben. Eö ist onch vmb die zitt Incn zchclsscn gewesen, wenn der Hcrpog von Viirgundien ze ringe vn'b die st"' ist mit ciiicm grossen btichsenzngc vnd andern,. Er halt onch die stat zcringc vmb geschlossen vnd ersucht v" ^ gegraben an denselben Orten allen, vnd wa er ycdc zitt geschossen hat oder gegraben, Inncwcndig die von gebuwcn sllr solich«, da« vast gut gewesen ist, vnd nit vil »einen wolt, ich hett« gesehen. Onch 'st dcr ' Zum 1475. 547 osselich geschrey vnd frouwcnt hartt woll darusf, sy wottent vbcr den küng von Frankcnrich, wenn Sy von vns zicchent; aber ol>c Jncn crust ist oder waö daruß wirk Irs sürnenienS halp, weiß Gott woll. Item vss fritag, scunbstag, sontag darnach ynnnerdar hat man getagt vnd ctwic dicke zerschlagen, sonder vsf sontag vmb iiij vrcn zcrslagen, vnd doch desselben tags vsf die nacht erst Widder geeicht vnd die Richtung zugcscit vsf soliche meynung, souil Ich vnd mcnglicher crfaren können, dem ist also: Item vsf hüt montag nach Sant ErasmuStag nympt der Legat durch etliche fttrstcn vnd Herren von Zngebnng der k. M. die Etat Nliß Inn vnd zn sinen Händen biß vss vösprnch deö Bapstö, vnd dozwiischcn, waö yedcrman Inn hat von den zwcin Bischoffcn, sol er behalten ouch biß zu solichcm vßsprnch. Ouch sol der Herzog vs Morn Zinstag hynn vnd cnweg rücken vnd darnach die k. M. dem Hcrtzog von Bnrgnndicn nit nach ziehen. — Ouch gcfclt dise richtung den von Köln nit wol, wann mich bcdunkt, man habe Inn alhic von Nitß vnd discm lande gcricht vnd betcydingt, vnd damit vf vns konicn mocht, dann snst alle sigcntschaft blibt vnd stot allenthalben. Got gebe stirer glügk. Ouch so ist die worc sage, der Keyser woll mit etlichen Kurfürsten, Fürsten vnd Stetten anrugkö gen Metz, allda ligcn vnd mit hilss des Königs von Frankcnrich aber dz beste tun ;c., wenn er hynnen zttcht. Vnd waö daruß Wirt, weiß in worhcit nicmant. Als ich in dise bygehcsstc Copie gcschribcn habe die vffbrcchnng von Nüß des Hcrtzogen von Bnrgnndicn, dz hat sich verzogen bis vf Fritag nechst darnach, vnd ist das die schnldt vnd brnst sincr wagen gewesen vnd fürung halb, als er fürwandt. (2.) Dis sint die weltlichen fttrsten vnd Herren vnd Ire grauen, als sy im Herc vnd in der Wagenburg lygcn: Vilser allcrgncdigstcr Hcrrc der Keyser in mitten vsf dem plane. Grauen by Ime: Vlrich, Graue von Welchenberg, Hans, Grane von Barban, Wilhclin, Graue von Sogcr, Eberhardt, Graue von Sonnenbcrg. Marggrauc Albrccht von Brandenburg lyt dem Keyser zur linken Sytcn. Granen by Ime: Grane Ott von Henncnbcrg, Grane Ott von Otlingen, Graue Balthasar von Swarzenbcrg, Her Phillips von Winsperg, Herr Michel von Scnöheim, Graue Siginnndt von SenSheim. Hcrtzog Albrccht von Sachsen lyt dem Keyser zur linken sytcn. Hcrrc by Ime: Schenk Jörg von Dnttenbcrg, Herr Heinrich Nichsscn von Blaw, Hcrrc zu Grätz. Marggrane Eristoffcl zn Baden, Graue zu Sponheim, lyt dem Keyser an der rechten syten, by Trier. Alt-Würtcnbcrg lyt dem Keyser an der linken sytcn. Granen by Ime: Grane Grast von Hohcnloch, Graue Ludwig von Helsfcnstein, Grane Utclfritz von Zorn. Grane Eberhard von Würtenbcrg lyt ouch dem Keyser zur linken sytcn. Grauen by Ime: Graue Alwig von Sulz, Grane Bcrnhart von Eberstein, Grane Egen von Fürftcnbcrg, Grane HanS von Sonnenbcrg, Erhart, Fry- herre zu Gungclfingcn, HanS, Fryherre zu Stoffel. Lantgraue Heinrich von Hessen lyt dem Keyser zur linken syten. Grauen by Ime: Gothart, Graue zu Senn, vnd sin snn, Graue Ott von Solms, Graue Ebcrhart von Hclfsenstein, Grane Philipps von Waldeggcn, Philipps, Her zn Kern vnd Königstcin, Gottfridt, Hcrrc zn Eppstein. Graue Hanns von Nassow mit den sinen, dem Keyser zu der linken sytcn. Mynö Herrn Hcrtzog Signmnd von Oesterrich -c. Botschaft, Grane Hng von Montfort, Grane HanS von Lupfen, Graue von Brandis, Mathis, Hcrrc zu Castclwart. Der geistlichen Fürsten vnd Herren: Bischofs von Mcntz an der rechten sytcn des KcyscrS. Granen by Ime: Graf Adolf von Nassow, Graue Berch- toldt von Hcnnenberg, Graue Philipps von Nassow. Der Bischof von Trier an der rechten sytcn des KcyscrS. Granen by Ime: Granen von Solms, Graue Friderich von Wathcndcn, Grane Heinrich von Nassow, Hcrrc zn Bilstein, Fridcrich, Herrc zn ^tcin, Wilhelm, Zum 1475. Herre zu Rungkcl, Johann, Herre zu Rungkcl, Reinhardt, Herre zu Wcstcnbnrg, Emcrich, Herre zum Stein, (strich, Hcrre zu Rufs vnd Kcrppcn, Graue Fridcrich von Zwcinprngken, Atel von Bitschc. Vndcn an der rechten syten BischossS von Ougspurg Botschaft, Grane Jörg von Wcrdcnbcrg, Graue H»g " Wcrdcnbcrg. Bischofs von Strasburgs Botschaft auch daby. Der Bischofs von Eystcttc», der probst von Elwangen, des apt von Kempten Botschaft, des abtS von St. ^ ^ Botschaft. Bischofs von Würzburg Botschaft, Graue Wilhelm, ein Fürst zu Hcnncnbcrg, Grane HanS von Wcrt)^ ' Graue Wilhelm von Wcrthcim. Bischofs von Rionstcr lyt an der rechten syten vnd hat ein sonder Wagenburg. Des Bischoffö von Magdburg Botschaft. Des Bischofs von Warrpurcr Botschaft. Die Stat Stroßbnrg oben au der linken shtcn dcö KcyscrS, Ougspurg darnach, Rürcnbcrg, Frantsurt, scr, Ulm, Grenzen, Aulon, Werde, Kempten, Usenen, Mcmmingc», Konsbyrc», Lükirch, Rütlingcn Rorling'"' Lindow, Saut Gallen, Schoshuscu, Slctstadt, Rasenspurg, Notwil, Bibrach, Hagcnow, Colmar, Notinburg, Bopsinzcu, Hall, Hclpvincn, Winpfcn, Wetzlar, Kcyscrspcrz, Noschcim, Dürkheim, Ehcnhcii», Uberlingen, Swiusort, Cölu, Ach, Erfurt, Lübeck, Spicr, Mülhuscn, Coblcnz, Boppartcn, Wesel. Bs dem Stein : Eostcntz, Basel, etliche Cölner. ^ Ouch als der Hcrtzog von Burgundicn vf Fritag vorgcmclt von der Stat Rüg rucket, do ruckt er kuine als ^ neben das selbig Herc, dz der hindristc vnd leiste vsscr dem alten Hcrc sich lcgcrn kondc, hart an das Wasser hcrc, damit er zu vnö baß geruckt ist vnd alle tag durch sine zusagung vnd glübde der Richtung willen von dcn> ^ ende hinsürc vnd abwcgc gezogen sin soll; aber es ist noch nit bcschehcn. Daran die k. M. vil vnwillcnö haU' ^ andere fürstcn, vnd durch sölichc sin vcrzichnng im seid vnd er nit strax der Bericht nachkomcn gcwolt halt, ^ Jme ctlich schiff gcnomcn, da Jnnc er sine Houptbüchscn vnd andere Büchse», ouch sust allcrlcy, daö man vasi ^ hohe gescheht hat, vnd den Nyne vs gcsürt zu cyncr Statt, hcissct Suntz, lyt iij mylc vndcr Cölu vss dein ^ly>^ ein mylc ober vnscrm Hcrc. Bnd ist doch zulest aber bcricht vnd gemacht, vss Fritag nach saut BitnStag soi ^ ^ lich onc allen verzugk do danncn vnd süro vnd fürhin vnd abweg zicchcn, so wolle Jme der Kcyscr solich gc»o»n" ^ ^ gantz mit der bcladung auc cntgcltnissc »achschikcn bis gen Ach vnd widdcrgcbcn. Diß ist komcrlich harz» brecht- ^ hiezwüschcn ist Nilß gcspiset mit aller notturst vnd die »wer» mit sampt andern sich vs den werde zu vnS geb'> ' ^ mirc nit zwifelt, Belli» von Nüwcnstcin, üwcr Houptma», habe üwcr wyßhcit von demselben vnd ander»! ^ gcschribcn. ^ Item vf solichs obc er dem aber nit »achkcmc, habe Ich disc Batten verhalten biß vs den selben Fritag Z" ^ als Hütte datum hie statt, Fritag nach Sant Vitus tag lxxv, als obstctt, Mvcrcr wißhcit dz selbe auch zu sch"^"' eS sich ende. ^ Item so hat es die gcstalt gewonnen vs discn Fritag, dz es aber nüt daruß worden ist vud am morgen ^ wartlüte haben angefangen zu scharmützlcn vnd aber zcrslagcn vnd doch vnö in discn dingen gccrct vnd alle si>u > ^ danor verbrannt, auch alle sine arbeit der graben gemacht vnd was er daruor gemacht hat, zerbrochen v»d ü'iddee ^ ^ gemacht vnd haben keine sorg wer sinthalp Rüß der löblichen Statt. Doch so taget man nit dcstmyndcr, i°"^ g Legat yciner darzwüschcn; was aber daruß wnrd, hat üwcr Bott, als er sprach, nit mögen erwarten, wenn dz ">> Version, obe cö yc keine nieymmg der Richtung haben wolt, da« wir cö darnss setzen werden vss ein tag, B'sch^ ^ „ Padcr, dann etliche Böhcimer knccht vn« kommen sollcnt, sobaldc der Kcyscr will. Got gebe vnS allenthalben gU Dieser Bericht ist offenbar an Basel gerichtet, Wclti von Rcucnstcin war Hauptmann der Baölcr. (Sch>^'"^ Zuni 1475. 549 Burgundcrkricg, Seite 158, bringt denselben, jedoch unvollkommen, als ein Schreiben derer von Cöln au Bern und andere Eidgenossen.) Die Berncr hatten laut ihrem Schreiben vom 13. Juni au den König von Frankreich (Deutsches Missivcnbuch v. 481) selbst Boten nach Neuß geschickt. Die Berichte, welche Bern aus dem Lager von Neuß erhielt, theilte es dem Bischof Walther von Sitten durch folgendes Schreiben mit: 1475, 13. Juni. Bern schreibt an den Bischof von Sitten : „Hochwirdigcr Fürst, Sünder lieber Herr. Vnscr gutwillig dienst vnd was wir in allen fachen crcn vcrmugen, alzit zuvor. Wir haben vnscr louffcnd Bottcn vor fünf weichen gen Nüsz in das kcyscrlich Hcre gcschikt vnd dasclbs Vilsers allcrgnädigstcn Herrn des Nömschen Keysers vnd sincr zugcwcntcn Übung crkunnen lassen. Vnd ist vnS allerlei), so sich dann in sölicher zit begeben, als vns denn vnscr Bott, der erst konicn ist, durch schrifft zugebracht hat, geöffnet, das wir üwcr Hochwirdikeit vs ganzen trüwen verkünden. Vnscr allergnädigostcr Herr vorberürt ist vs Cöln mit Macht gezogen vff Samstag nach Asccnsionis gegen der Statt Suntz zu vnd den selben tag vnd ouch den Suntag da belibcn. Vff Montag darnach mit den wägen vnd aller ord- nung vff anderthalb tütsch Mile vff Zinstag vnd Mittwuch für vnd für alles in ordnung gezogen, vnd kam desselben tages zu im der Bischoff von Münster mit ganzer Macht, vff Donnstag vnd Fritag aber fürer, nit verr von Nüst, vnd dasclbs belcib die kcyscrlich Maicstat vnd tät ir Mustrc vnd macht ordnung vnd schikung zn dem Strit. Vff Zinstag vor Corporis Christi brach die k. M. vff vnd ruckt Jederman in sin ordnung, vnd zoch man bi Nüß in ein groß wht velld vnd kamen dahin vmb die xj stund tags. Vnd als sölichs beschach, vnderstnnd man sich da zn legem vnd zugen die vnseru Ir Harnasch vs zu roß vnd fuß. Vff denselben tag reit der Kcyscr in ganzem Harnasch mit verdecktem Pferd mit vnsaglicher kostlicher gezicrd mit andern Kurfürsten vmb in dein Here vnd tut vff sin kcyscrlich paner, das was ein vicreket guldin tuch, darin ein swarzcr adler vnd die stang klar gold. So hatten die Nütter von Stetten ein gevicrt wiß vennli mit einem swarzcn adler; das ist sechs Stetten bcnolhen, nämlich Cöln, Straßbnrg, Ougstburg, Nürcm- berg, Blm vnd Frankfurt. Die snßknccht haben zu glichcr wiß ein Vennli. Vff denselben Zinstag zog der Herzog von Burgnnn in das Veld vmb die drü für die keyserlich Wagenburg vff ein guten Büchsenschutz mit xl"' Mannen, vnd hat gemacht acht Hüffen vnd denselben geben bi xxx Slangenbüchscn, vnd hielt er darhinder. Vnd als cttlich fußknccht mit Inen scharmutzten, fiengent die Burgunschen angendz an zu schiessen eins vff das ander, in Meinung, damit in die keyserlich Wagenburg, die noch nit in graben, noch versorgt was, zu vallcn vnd alles, so darin wcre, zu erstachen. Aber die vnscrn rüsten ir büchsen mit sölicher grossen zal vnd macht zu, das er ganz nüt mocht schaffen, vnd wert sölichs von vieren im tag bis die viij stund an der nacht, vnd bcliben vff vnscr sit vff scchszig vnd der andern vierhundert vnd mer tod vnd vndcr den ein grosser Herr, daran dem Herzog vast lcyd ist bcschcchen. Vff Corporis Christi scharmutztcn die vnseru vff den warten mit den Burgunschen vnd begab sich das also wyt, das sich die Herr gantz zu dem stritt bewegten. Der wcre ouch vngczwifelt bcschcchcu, dann das der Bäpstlich legat sölichs mit grosser bitt verhub vnd sovil arbeitt, das bcydc Here wider in ir läger zugen. Darnach ist sovil von tag zu tag gcarbcitt, daö vmb Vermeidung gros Cristans blut vergiesscn vnd zu gut den fromen, notvestcn litten zu Nüß die fach also bereit ist, das Burgnnn abzücht vnd belipt Nüß in keyscrlichcn Händen. Suß verstau wir nit, das zwttschcn In kein ander richtung oder frid syc. In dem keyscrlichcn Here, das noch stäts im Veld ligt, sind ob ij'" gezellt vnd wirbt geschätzt vff l" strittbarer Mann. Es sind ouch am Nin vff ccc Schiff, die dem Here Spiß vnd ander uotturst zufürcn. Diß alles üwcr hochwirdig lieb im besten von vns ncinen; wir ivartcn stündlich andrer mercn, die wellen wir ttwern gnaden ouch vnverkündt nit lassen, als zu der wir vns nit mindern trosts, crcn vnd trüw dann vns sclbs versehen. Datum xviij Juny anno i .xxv'll Schultheiß vnd Rat zu Bern. 550 Zum 1475. 7k17 Baden. 147», 7. — ». Inn». Staat»ar«t,tv Lutirn. Stadtarchiv Bad«». tkantondarchiv St. Göll«». Boten: Zürich. Heinrich Röist, Bürgermeister. Bern. Thüring von Ringgoltingen. Heinrich Hasfurter, Altschultheiß. Uri. Walcher in der Gasse, Ammann. Schwyz. Cunrad 2'^ ' Ammann. Unterwalden. Erni an der Halden. Zug. Hans Schell. GlaruS. Hans Schubs ' ^ ». Ordnung zwischen den Meistern und Gesellen des Schmiedwcrks, von den genannten Dot"' /' Anrufen der Meister gemacht. I». „Item vff Mittwuchcn vor Narnatic! npnsloli Hand sich Eidgnossen Vottcn erkennt, wenn man nun von dißhin zu Reyse zücht, das die vögt im Thurst^" . in gemeiner Eidgenossen Aemptern, welliche denn ye sint, nit mer in gemeinen kosten zicchen l ^ sunder ob man sy zur Reise ordnet, so sol Inen das Ort, dannan sy sind, Iren sold oder cost"'^ oder sy mögent daheim beliben, wann man Zncn von gemeiner Eidgenossen wegen nützit gedc" r. Gemeiner Eidgenossen Boten zu Baden versammelt empfehlen denen von Lucern, den Streit s> ^ Engelhard Howcnhut und seinem Sohne cinestheilS, Ulrich von Ougspurg von Zürich andcrntb" ^ vor ihnen anhängig und auf Mittwoch vor Vit! angesetzt sei, ohne Zögcrung zu entscheiden, Ougspurgers Weib am Sterben liege. «I. Die Rathsboten der sieben Orte verleihen dein ^ Keßler von Ragatz, ihrem Landschreiber zu Freudenberg und Nidberg, um der treuen Dienste er und seine Vorfahren den Eidgenossen bisher geleistet, die halbe, zur Herrschaft Frendenberg ist bei „Schdaganö" im Raqatzerfeld gelegene Wiese, genannt LndygiS, deren andere.Hälfte Jörg Locher ' . inne hatte, zu einem beständigen Erblehen für sich und seine Nachkommen um l Pfund Zürcherpl" jährlichen Zinses. Zu ». Artikel n und die Namen der Voten nach Stadtarchiv Baden, Regest im Archiv der gcschichtforschcndcnGesellschaftll.l»!,.— I.. StaatsarchivLuccrn, Allgemeiner Abschicdcbaiid^ e. (Doustag vor Varnabc.) Staatsarchiv Lnccrn, Sammlung ungebundener Abschiede. nach Bonifacii.) Regest bei Wcgclin, Pfitscrscr-Rcgcstcn Nro. LSI. 7?18. 147», I 5. (Donstag ipaa Vit, ot, dloäoati). Staattarchtv Luc«,»! Lu<«rn«r Abschied«, II. tZ k. s »is««archiv St. <«»alI,N! Missiv, Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. Gilian AchShalm. Lucern. Heinrich Hasfurter; von Hertenstein; Heinrich Tammann. Uri Schwyz. Gilg Mettler. Unterwalden- mand). Zug. Der Zehender. GlaruS. Heinrich Dolder. .. »et' ». Antworten des Heerzugs wegen: Zürich meint den Zug nicht zu thun, die armen Leun ^ mögen es nicht; die Vereinigung mit dem König, die Richtung mit dem Herzog von Oesterreich ^ die Vereinigung mit den Städten verpflichten uns nicht dazu; doch wenn gemeine Eidgenossen od" Zum 1475. 551 Mehrtheil den Zug thun wollen, so ziehe Zürich mit. Bern antwortet wie früher, ihm gefiele, den Zug zu thun, will sich übrigens an das halten, was gemeine Eidgenossen oder die Mehrheit thun. Lucern antwortet wie Bern. Solothurn ebenso. Uri bleibt bei der Antwort, die eS auf dem vorigen Tag gegeben. Schwyz: 2hm sei gegenwärtig der Heerzug nicht gelegen; was es aber gegenüber dem König, dem Herzog von Oesterreich und den Städten verschrieben habe, daö wolle es halten; sollten auch Bern, Solothurn und Freiburg, die an das feindliche Land anstoßen, bedroht oder überfallen werden, so sei Schwyz bereit, Leib und Gut zu ihnen zu setzen. Zug und Glarus antworten wie Schwyz. Darauf hat man kurz geantwortet, daß es sich uns zu dieser Zeit nicht füge, den Heerzug zu thun; doch was die Richtung mit dem Fürsten von Oesterreich und die Vereinigung mit den Städten inhalten und wozu sie uns verpflichten, dem wollen wir als Biederleute jederzeit nach kommen. Diese Antwort hat man nach Basel abgehen lassen, da vorher verabredet worden ist, daß man sie dahin geben soll. I». Die Eidgenossen laden den Abt Ulrich von St. Gallen auf den Tag zu Schaffhausen zur Berathung der in Folge zwiespältiger Vischoföwahl zerrütteten Angelegenheiten des Hochstifts Constanz ein. Vergleiche das ?romomoriu> der Verbündeten an den Kaiser bei OInusI, Nouumonta IladsburNiea. I. 1. Seite 203. Lucern. 147S, Tl. Juni (Mittwoch vor St. Johann Baptist). Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, II. II. Voten: Uri. Vogt Zum Brunnen. Obwalden. Erni an der Halden. Lucern. Caspar von Hertenstein, Schultheiß; Heinrich Haöfurter, Altschultheiß; Rudolf Sidler. (Von den übrigen Orten war Niemand auf dem Tage.) Vor die benannten Voten sind die Ehefrau des Hans Lanz und Ludwig Apotheker gekommen und haben angebracht, daß einige Knechte der Eidgenossen ohne Absage und Grund der Frau ihr Schloß LiebenfelS, das ihr väterliches und mütterliches Erbe sei, eingenommen haben, ungeachtet sie mit den Eidgenossen gerciset, ihren Theil der Reisekosten bezahlt und sich erboten habe, den Landfrieden zu schwören wie Andere. Sie begehrt, daß ihr das Schloß ohne Entgelt wieder übergeben werde, und erbietet sich, Jedem, der das nicht thun wolle, zu Constanz, wo Lanz Bürger ist, deßhalb Recht zu stehen. Dieser Sache wegen ist ein anderer Tag angesetzt; auf Sonntag zu Nacht vor St. Ulrichstag (2. Juli) sollen aller Orte Voten deßhalb hier zu Lucern sein. (Hrattdson. K475, TZ. Juni (»ff Johannis Baptistc Abend). Archiv Solothurn: Abschitdcband, U. «. „Abscheid zu Granson beschechen durch der Stett Dotten vff Zphannes Baptistc Abend tt. Die Gemeinde zu Grandson hat von den Voten unter Berufung auf die bei der Ucbcrgabe des Schlosses gegebenen Zusagen verlangt, daß ihr Harnische und Büchsen, Pulver, Speise und anderes, was ihr gehört, zurückerstattet werde. Darauf wurde geantwortet: Waö noch vorhanden sei, das wolle man ihr vcr- 552 Juni 1475. abfolqen lassen. I». Weiter begehrten die von Grandson, bei ihren Freiheiten und guten Gewohnheiten belassen zu werden, wie Heinrich Matter, der Hauptmann zu Grandson, bei Ueberqebung des Schlosses in aller „Theilherrcn" Namen es eidlich versprochen habe. Antwort: ES soll bei der Zusage bleiben; doch weil die geistlichen Gerichte abgestellt seien, wollen die Voten mit der Burger Wissen und Rath aus ihnen ein „besetztes" Gericht in genannter Zahl ordnen, welches schwören und Jedermann Recht sprechen soll. Und da bisher mit großen Kosten und Verzögerungen an den Eommissär zu Milden und an andere Orte appellirt werden mußte, so sollen solche Appellationen in Zukunft nicht mehr gestattet sein; dagegen mag an den Landvogt zu Grandson appellirt werden. Darauf ist geordnet, daß daS Gericht aus dem Richter und 10 Mannern bestehen soll, doch wenn der Richter von diesen 10 Männern 7 oder mehr bei sich habe, möge er wohl richten. Zwei Parteien hatten einen langen Handel um 800 G«l' den Ehesteuer auf liegenden Gutern zu Grandson. Die Boten verordnen, daß sie die Sache vor dem Rath zu Freiburg in Gute oder mit Recht entscheiden lassen sollen; begehre der Rath von Freiburg dazu eine Botschaft von Bern, so soll selbe zur Sache kommen. «I. HanS von Altorf, der Vogt von der Zihl, hat angebracht, Johann der Jngre sei zur Zeit, da Orbe eingenommen worden, zu Lausanne gewesen und habe seither nicht zurückkehren dürfen, mit der Bitte, man wolle denselben wieder zu dem Seinen kommen lassen; er werde schwören und huldigen, wie andere Burger zu Orbe. Das sott jeder Bote an seine Herren bringen. «. Die von Grandson bringen an: Da die Obrigkeit an der Schale und dem Ofenhaus einige Nutzung habe, so soll sie diese Gebäude auch im Stande halten, und weil sie durch die Eidgenossen beschädigt worden, wiederherstellen. Darauf ist ihnen geantwortet: WaS die Obrigkeit zu thun schuldig sei, werde gethan werden, f. Da Grandson übergeben wurde, versprachen die Eidgenossen denen im Schlosse, man werde ihnen daS Ihrige verabfolgen lassen. Als man von da gegen Orbe zog, besetzten die fünf Städte daS Schloß mit 40 Mann auS jeder Stadt. Diese Knechte haben nun allcS auS dem Schloß getragen, Büchsen, Armbrust, Harnische, Häfen und Anderes. ES wird beschlossen, daß jede Stadt die Ihrigen beim Eide darüber anfragen und, waS man dergestalt vorfindet, zurückstellen soll. Hierauf haben die Boten vorgenommen, einen Landvogt zu sehen. Man vereinigte sich, daß dieses Jahr der Landvogt auS der Stadt Bern genommen werden soll. Da man bei Heinrich Matter keine Neigung fand, da zu bleiben und man Niemanden dazu drängen konnte, so wurde beschlossen, Bern solle den Landvogt ernennen, Heinrich Matter oder einen Andern, ihm einen Sold für seine Person und für Knechte bestimmen und ihm für daS erste Jahr den Lohn etwas besser stellen als später, da die Mlthc und Sorge im ersten Jahr am größten ist; nachher mag der Lohn und die Anzahl der Knechte gemindert oder gemehret werden, je nach Vedürsniß. I». Da Heinrich Matter einige Bücher und Register ZN Grandson erobert Hut, welche über die dasigen Zinse und Nutzungen Ausweis geben, so soll man einen Schreiber ordnen, „der welsch latin könni"; dieser soll die Nutzungen daraus ziehen und jedem Ort eine Abschrift zustellen, damit alle Orte wissen, waS daS Schloß für Zubehörde habe. >, „Item b>r Vottcn Hand funden, das ein kalchofcn gemacht vnd vmb lxr psund zcbrönnen vormals durch den Herrn von Schathogycn verdingt, vuch derselb Her xrr pfnnd daruff geben, dcSglich vormals durch denselben Herrn dz Holzwerch zu dem tach gcrüst, an dem fordern huß vmb vj° pfund verdinget vnd iiij pfn>'d daran geben hat." Innert vierzehn Tagen joll sich jedes Ort erklären und nach Bern berichten, o<> man den Bau fortsetzen wolle oder nicht, k. Jede der fünf Städte soll den Karthäusern zu Grandson 5 Gulden an ihren erlittenen Schaden geben. Juni 1475. 553 BaSlcr-OfsnungSbiich V. 1Z5.: Auf Donstag vor St. Johann Baptist-Tag zu Grandson „von gcincincn Herren tcyl daran habende mit qcwalt, all fachen der schloffen halb zn beschließende". — Ans diese Verhandlungen bezieht sich auch daS Lncerncr RathSbuch V. 0. 405,. 1475., 12. Juli (Mittwoch vor Margarethe): „Als vnser citgnosscn von Bern in discm mcycn mit den vnscrn für Granson, Orbcn vnd Jonye gezogen sind vnd die mit der Hilsf Gottes erobert haben, sind die vj Ort Zürich, Vre, Switz, Vndcrwaldcn, Zug vnd Glarus hie Heimen blibcn vnd nit zu vnS In vcld körnen vber dz man Inen die fach verkündet vnd gar früntlich gcschribcn hat, vnd habend die selben vj ort dazcmal vnd siderhar on die von Bern vnd vns tag geleistet vnd sich heimlich vnderrctt, so vcrre dz vnö dz vcrtrosscn hat ond wir sy darumb zn Worten geflossen vnd bcgcrt haben, vnS zccrkcnncn ze geben, wz solich ir heimlich tagen sye. Da hant sy vnS gcantwurt, es syc war, sy haben sich dazemal geeint, dz der vj orten dhcins on dz ander vnS nach zicchen solte; ob aber dhein ort sich fürschiessen vnd cnwcg zicchcn wöltc, dz solt cö doch vorhin den andern verkünden. Witcr habend sy dhein vcreinung gemacht, noch diS by cidcn oder cren nit gelopt oder cinandcrn versprochen, ^vtuin anno oto. i.xxv^." Orbe und Jougne. T« Juni (Montag nach St. Johann Baptist). Archiv Svlothiir»! Nbschledctand, ü. g. «. Zu Orbc ist der Gerichte wegen dasselbe geordnet und den Bürgern und der Gemeinde vorgehalten worden, wie zu Grandson; zu Jougne ist daö Bannen und Appelliren abgethan. Die Burger erklärten, sie hoffen wohl bei ihren Freiheiten zu bleiben, doch wollen sie unserm Begehren „gehörig sin". Dagegen sei jederzeit ein Landvogt zu Orbe gewesen, an den man appclliren tonnte; nun sei die Land- vogtei zu Grandson, daS sei wider ihre Freiheiten. Darauf wird ihnen geantwortet, der Vogt zu Orbc soll ihr Landvogt heißen und sein, an denselben mögen sie appelliren lind dcö VogtS von Grandson entladen sein; damit bleiben sie bei ihrer Freiheit, wie daS ihnen zugesagt worden sei. I». „Item deS bannenS wegen, ob einer etwas vcrlur, darumb er sölt mögen bannen, ist gcantwurt, wer etwas vcrlürt, oder Im in sinen gutern schaden geschieht, so ferr er daS weiß, mag er vor dem Vogt vmb freffel für ncmcn vnd darumb nit bannen. Aber verlur einer ützit, do er mit weist, mag er wol bannen." O. Ein „tcchen" (Decan) hat Gewalt, in einer gewissen „rister" kraft Erlaubnis! deS BiSthumS von Lausanne die Leute um Schulden und Anderes zu bannen. In dieser Beziehung wurde Erläuterung begehrt. „Ist Inen gcantwurt: WaS die geistlichkeit antreff, Esachen vnd deS geliehen, mögen sy als vor beuchen, aber vmb schuld söllent sy die deyg Herrschaften Granson, Orbe vnd Jungii ganz vnbekümbcrt lassen. Ob aber ander Stett vnd Herrschaften in der rifier als obstat begriffen sigcnt, so vnS nit zu versprechen standen, dwil denn der selb zugang der Statt Orbun vnd den bürgern zu nutz dienen, haben die botten solich Ir begeren zugelassen." «I. Die Räthe von Orbc haben weiter begehrt, daß die Gerichtsleute durch die Herrschaft besoldet werden sotten. Da nach ihrer Eröffnung ieweilen der verlierende Theil 3 Groß bezahlen muß, so haben die Boten bewilligt, daß dieses Geld in eine Büchse gelegt und vierteljährlich durch den Vogt unter die Gerichtsleute auSgcthcilt werden soll, bis auf Widerruf der fünf Städte, allen andern Bußen der Obrigkeit unvorgegriffcn. Peter Steiger ist Landschreiber, er ist vormals in Eid genommen und ihm befohlen worden, seinem Amte nachzugehen. Die fünf Städte sollen ihm einen Lohn bestimmen, lsi 2n Betreff eines LandvogtS zu Orbe ist abgeredet, daß, so lange die Städte ihcc Hauptleute und Söldner daselbst haben, die Vogtei dem Hauptmann übertragen sein soll; spätei mag dann 70 III Juni 1475. ein Vogt gesetzt werden; die fünf Städte sotten sich darüber vereinigen, von welchem Orte er gegeben werden sott, damit nicht die Last auf Bern allein liege. — „Abred ze Jungii": «. Jörg vom Stein hat Rechnung abgelegt. Er hat angegeben Nl ^"e>" (Tagwen'l), jeden für 5 Schilling Haller angeschlagen, thut in Geld 16 Pfund 15 Schilling; so ^ sollen gemeine Theilgenossen denen bezahlen, welche da gewcrket haben. Ferner hat er verrechnet b>> Auslagen für Eisen und anderes zun, Bauen Nothwendige, auch für Zchrung an arme Fuhrlc»"- Dagegen bat man ihm abgezogen, was er aus Wein und Brod erlöst hat. Nach aller Rechnung bb> man ihm schuldig 4(! Pfund 1!) Schilling. An beiden Summen trifft eS ieder der fünf StK^ 12 Pfund 15 Schilling zu zahlen. I». Bezüglich der Bauten im Schlosse werden einige weitere A>r ordnungen getroffen, welche der Hauptmann besorgen und daS Geld dafür von den Theilgenossen, selbes nach Bern senden werden, erhalten soll. r. Da daS Schloß kein Wasser hat, so soll die Eiste, ausgeräumt, am Boden vergossen und ein großes Seil nebst Scheibe zu deren Instandsetzung g"'"> werden. «I. Der Gerichte wegen ist vorgesorgt wie zu Grandson, ebenfalls mit Abstellung dcS Dannc> - und Appellirenö. Der Vogt, den Bern bestellen wird, soll das Gericht und den Wcibel in Eid i,c>"»^ nach der Ordnung, die zu Bern dießsallS geschrieben werden wird. «. Die Dörfer, die zu 2o>»' gehören, bleiben bei ihren Gerichten, sollen eS aber damit halten wie die Stadt. Die Boten bab>" einen Zöllner gesetzt und beeidigt. »5. „Item die Houptlüt Hand anbracht, wie sh vnd die Knecht n>>t meinent ze bleiben, so fcrr man sy nit welle lassen roubcn. Ist Inen gcantwurt, wir sölichS h'^^ sich bringen wcllcnt. Haben sy kurz abgeschlagen vnd nit meinten, lenzer do zeblibcn. Ist Inen gelassen, daS sy bescheidentlich vnd mit sorg vnd guter kuntschaft mögent die sigcnt schedigcn, doch " lenzer, denn biß vff der Herren hindersichbringcn, ob Inen dz ferrcr zugelassen oder verbottcn lassen sy geschcchen." I». Da vier Orte der Theilgenossen iedcS 55 Gulden für Wein und Brod i Verproviantirung von Jougne gegeben, so sind sie der Meinung, daß Basel auch .55 Gulden erlegen t? l. Die Knechte zu Jougne sotten der Stadt Bern Zeichen als gemeines Fähnlein führen, „angth^' dz die Hüser mit bercn gezeichnet sind", k. Man sott darauf denken, die Kosten der Besatzung gelegt»"" zu vermindern. ««>T ^NttrN» 147.?, 4« Allll (vff sant Vlrichttag). T»aal» sofern wir mit ihr Bündniß oder Vereinigung machen wollten, so wolle sie das thun und Leib und zu uns setzen. ^ ^ Zu «. Vergleiche das dahcrigc Schreiben ü. ck. 1475, 6.Julius (Donstag nach St. Ulrich) im StistSar St. Gallen. Surick. HA7S, 7. Anglist (Montag nach Vinvula I'otri). S»aa«»c ^ genossen über die Sache verhandeln werden, zur Verantwortung vorberusen. Da nun Uri, tlntcrwaltu^ ^ Zug ihre Boten nicht auf dem heutigen Tag gehabt haben, so sollen Lucern, Schwyz und Zür'^ Orten verkünden, daß sie ihren Boten auf nächsten Tag dieses Gegenstandes wegen Vollmacbt , ^ I». Ebenso soll auf nächstem Tag der Anzug, daß im Gotteshaus Wettingen übel gehaushaltcl >o zur Behandlung kommen. «. Den Grafen von Montfort einesthcils und denen von Buchhorn thcilS ist zu Lucern ein gütlicher Tag nach Zürich gesetzt worden. Dahin sind nun nur t>e gekommen und haben ihre Sachen dermaßen erläutert, daß die Boten glauben, es sei ihnen g Grafen von Montfort Unrecht geschehen und man soll sie als getreue Anhänger der E'dgtno^"^^, bestens unterstützen. «I. Der Stadt Basel Voten, die auf diesen Tag nach Zürich gesendet warcn,^ ^ geredet, die Gefangenen und die, welche sie der Münze wegen in Eid genommen, haben sich nüt ^o>^ ^ Silbcrkaufen und Brennen der Münzen dermaßen verschuldet, daß Einige unter ihnen zu strafen ^'^j» werden aber von ihren Herren in Schutz genommen. Das sollen die Boten ihren Obern berichten- ^ schen Schaffhausen und Zürich konnten die anwesenden Boten nichts in Freundschaft schaffen, dcr ^ also an'S Recht gelangen, f. Des Kaisers Mahnung halb will man die Sache anstehen zufolge des Beschlusses zu Basel von Strafiburg, Basel und der Herrschaft Oesterreich an ib" Boten zurückkommen. sts. Denen von Basel hat man Vollmacht gegeben, diejenigen Gesangs", noch dort sind und nicht „versehen" wollen, zu beschützen. I». Der Vogt von Baden hat über ^ in die hohen Gerichte zu Klingnatt geklagt: ..Dieselben stuck vstragen sint". I. Die von Hans Marti haben gebeten, daß man sie bei ihrem alten Herkommen bleiben lasse, k ^ , W von Thierstein hat sich verantwortet des Herzogs von Oesterreich wegen, der einen Unwillen ^ habe, da er sich vormals erboten hätte, ihm zu dienen, wie etliche der Eidgenossen wohl ^tt erbiete sich noch heutzutage, willig zu sein, wo er den Eidgenossen dienen kbnne; er habe auch vor Hericourt bei den Eidgenossen gehabt. I. Der Schreiber von Solotburn bat tr> wegen geredet, die bis Solothurn gezogen waren. Auch redet der Hasfurtcr, er habe verstaute", und Solothurn wollen einen Zug thun; deßhalb habe man den Knechten den Auszug nickt ^ wollen. >»». Derer von Suhr wegen, die Einen, von Zürich sein Roß verboten babcn. Gotteshauses Einsicdeln wegen. Das Datum dcS Abschieds steht a»s dcr Rückseite. August 1475. 557 Schaffhausen. 1475, 1v. August (Sanci Lorenz). Archiv Basel - OffiningSblich, V, tZ8. Hier sollte ein Tag stattfinden der beiden Bischöfe von Constanz wegen. — Die Acten fehle». 1475, 10. Juli. Ulm. Mandat Kaiser Friedrichs betreffend Handhabung des Grafen Otto von Sonncnbcrg im Besitz des Bisthums Constanz in Kraft der Concordatc deutscher Nation :c. :c. Staatsarchiv Lucern. Allgemeiner Abschiedeband L. W8. Nor«. 1475, 14. August. Staatsarchiv Bern! Lateinisches Missivenbuch si. Z!IS Ii. Bern quittirt für sich und im Namen gemeiner Eidgenossen für 10,000 Livres Tournois, welche ihm durch Johann Britzvnnet, Gcneraleinnehmer des Königs von Frankreich, kraft einer Cessio» Herzog Sigmunds von Oesterreich und im Namen desselben auf Rechnung seiner französischen Pension für die von den Eidgenossen ihm bei Hericourt geleistete Hülfe bezahlt worden sind. Vergleiche ebendaselbst 061 a. l,. auf diese Ccssion bezügliche Acten. Bern. 1475, T5. August (Freitag nach Bartholom«!). Staatsarchiv Bern: Deutsche» Missivenbuch, 6. KI8. »». Des Landvogts zu Orbe wegen ist erkannt, daß derselbe bleiben soll, wie früher davon geredet und derselbe auch setzt durch die von Freiburg dargegcben ist. I». Zu Jönye (Jougne) sollen von den vier Städten Hauptleute gesetzt werden und diese sollen unter sich den Obcrhauptmann bezeichnen, der in allen Sachen mit ihrem Rathe handeln soll. «. Jede Stadt soll innert acht Tagen 00 Söldner an die Orte senden, wohin sie gehören, und wenn Jemand abzulösen wäre, so sott das auch geschehen; denn nach Warnungen, welche gekommen sind, ist das nothwendig, zumal die Herren von Bern setzt aus dem Felde ziehen. «I. Die Hauptleute auf den Schlössern sollen sorgen, daß durch die eroberten Leute der nothdürftige Bau vorgenommen werde. Wenn vormals durch die Herren von Orbe Jemanden zu diesem Zweck Geld gegeben worden wäre, so soll man solche anhalten, ihre daher übernommene Verpflichtung zu erfüllen. Wenn die Söldner zu solchen Arbeiten verwendet werden, so sott man ihnen angemessenen Lohn dafür geben. n>il»u8 trougi8, i,!)8tinon>ii8 ^uercsniw' rnnfwst(!s!,lis)nil,n8 cumprobonstantur alligati et eonsmller.iti Inno incle pcstea nnminali. si in «>' ^ sireben«li velin», villelicet — ex swrlo ckirli illu8>ri88imi I^rincipi8 f'rnnciw — Demini et lle Hern» et eornm consellernli, item illi üe lign altw ^I.imnniw. — <>ui gniclem nlligati ^ llietnrnm Drincisnim tenenntur steclnrnre Drineisn, cum guc» consmsternntnr, 8v in kÜ8 treag^ ^ enmprekenüi, 5, in illigZ eem^rebencli velint, et iclem Prineep8 tenenlur alteri relerre I'rin^'k"' s»remittitur, intra tre8 mvn.8e.8 siroxime ^»r>8t üntnm pro8vntium 8eej)temi>ev (Montag nach Sanct Vercncnlag). Staattarrdtv V«c«rn! Lur»rn«r Abschied», l>. <8 d. Boten: Zürich. Felix Keller. Bern. Bartholomäus Huber. Uri. HanS FrieS, Schwyz. Dietrich Z„ der Halden, Altammann. Untcrwalden. Ammann von Einwyl. Zehender. GlaruS. (Niemand.) Lucern. Peter Rust, Altschultheiß; Rudolf Schiffmann; «. Dem Vogt von Baden ist zu schreiben, er soll mit dem Gefangenen, in Betreff dessc" Wyl geschrieben haben, verfahren, wie es ihm Nutzen und Ehre der Eidgenossen zu erfordern fch" ^ I». Der Ehesache wegen zwischen dem Sittli, Ulrich Ammann und der Margaretha Zeiger von <5^ soll man mit ihnen verschaffen, daß sie den besiegelten Abschieden nachkommen. Die von Lucer" in unser Aller Namen eine Botschaft nach Unterwalden senden, damit Ulrich Ammann angehalten werden, daS Urtheil zu Rom zu lösen, auf daß dem Abschied nachgegangen werde. Wo»" September 1475. 559 das nicht thun, so sollen die Boten auf nächsten Tag wieder Vollmacht erhalten, in der Sache zu handeln. Herr Hug von Landenberg, welcher durch den Götzen, der zu Baden gefangen ist, beschuldigt wird, an der Gefangennahme des Leutpriesters zu Frauenfeld Schuld zu haben, anerbietet sich, seine Unschuld mit Zeugen zu beweisen, wenn man die Kundschaften anhören wolle. Man sagt ihm nichts weiter zu, als man wolle sein Anerbieten heimbringen, erneuert und verlängert ihm aber das Geleit bis auf St. Gallentag. Auf dem nächsten Tag soll man dann antworten, ob man seine Verantwortung und Kundschaft weiter anhören oder ihm die Verzicht zu Baden vorhalten wolle. Sein Begehren, ihn in das Gut seiner Kinder einzusetzen, läßt man auch ruhen bis zum Austrug obgemeldeter Sache; doch hat man dem Landammann im Thurgau befohlen, daß er die Kinder bei dem Gut schirme nach Laut dcS ihnen darüber gegebenen Briefes. Der Lehen im Thurgau wegen, welche die Herrschaft zu leihen meint, wir aber dem Landvogte zu leihen befohlen haben, soll man zu Rath werden, wie man die leihen wolle; man soll die Sache ordnen; ein Schreiber, er sei von Zürich, Lucern oder aus einem andern Orte, welcher der Eidgenossen Nutzen und Ehre zu bedenken wisse, soll dabei sein und ein Urbarbuch aufstellen, damit man in Zukunft sich daran halten könne. Inzwischen soll der Schreiber von Lucern in dem (österreichischen) Urbar suchen, was sich der Lehen wegen darin findet. «. Des Lanz und seines Schlosses Liebenfels wegen ist derer von Constanz Botschaft abermals hier gewesen und hat begehrt, daß dem Lanz und seiner Ehefrau daS Ihrige wieder zurückgestellt werde, indem wir nie Jemanden, der sich vor uns zu Recht erboten, rechtlos gelassen hätten w., und damit der Lanz nicht veranlaßt werde, sein Recht weiter zu suchen w. Man hat darüber gerathschlagt und mit Schwyz, Zug und Glarus geredet, weil der Lanz Recht geboten und sie das Recht auf Uri aufgenommen haben, so möchten sie mit den Ihrigen reden, gütlich von Liebenfels abzuziehen, und betrachten, „dz nieman verbunden ist, verpfant zu Recht zu kommen", f. Da die Herzogin von Savoyen sich bei uns um einen Frieden mit dem Herzog von Burgund bemüht, so hat man beschlossen, sie gütlich anzuhören, wenn sie ferner uns nachreiten und Tag setzen lassen wird. Man soll ihren Boten die Vereinigung mit dem König von Frankreich, die Richtung mit dem Herzog von Oesterreich und die Vereinigung mit den Fürsten und Städten vorhalten und mit ihnen dergestalt reden, daß man gründlich erkenne, „was hinder Inen che". Denen von Unter- walden ist aufgetragen, ihnen dieses zu antworten und ihnen nach Lucern um die Sache Tag zu setzen. Des Tages wegen, welchen die Räthe dcr Herrschaft dieser schweren Kriegsläufe wegen zu leisten begehren, wie zu Schaffhauscn geredet ist, will man die Ansehung desselben gewärtigen und inzwischen zu Rath werden, ob man den Tag besuchen oder was man thun wolle. I». Die Voten des Capitels und des Erwählten von Constanz haben wiederum Klagen angebracht gegen den von Freiberg, er mache Neuerungen, fange Priester lind nehme ihnen das Ihrige, versuche die Gerichte von Constanz in des Herzogs von Oesterreich Schloß zu Zell zu bringen, unterfange sich zu weihen und Weihebriefe auszustellen, alles wider den Abschied von Schaffhauscn. Man möchte ihn an seinem Beginnen hindern oder sie müßten Gewalt brauchen. Sie haben auch eine Schrift hören lassen, wie sich der Kaiser und die Kurfürsten dcr Sache wider den von Freibcrg angenommen haben, indem sie das Visthum Constanz und alle deutschen blande bei ihren Pfründen und Freiheiten schirmen wollen. Sic haben endlich begehrt, man möchte ihnen Kürdernißbriefe an den Papst geben, wie vormals; denn der Kaiser und die Kurfürsten hätten dem Papste auch geschrieben, wenn er den von Sonnenberg nicht bestätigen wolle, so werden sie ihn lehn nun und >hm die Regalien leihen. Darauf hat man ihnen geantwortet, die Sachen seien uns leid, man wolle ggf) September 1475. dem Fürsten von Oesterreich, seinen Rüchen und dem von Freiderg schreiben, daß sie dem Abschied vG Schosshausen nachgehen, damit die Vereinigung desto freundlicher gehalten werde. Auch denen am Untersee will man schreiben. In Betreff der Fürderniß nach Rom soll man heimbringen, die B0 seien der Meinung, man soll solche Fürderniß thun wie zuvor; denn wenn dadurch die Sachen zur ^ gebracht werden könnten, wäre cS besser, als wenn daraus noch weitere Unruhe entspränge. Mau ^ darüber nach Lucern antworten bis nächsten Dienstag (12. September). („Haut alle ort zugcsk't, genon Bern, als wir hie zu Lutzern brieff hant von den örttern.") Lenk. 1475, 7. September. S»ern. Walthcr, von Gottes Gnaden Bischof zu Sitten, Prüftet und Graf in Wallis, einerseits, heiß, Räthe und Hundert der Stadt Bern andererseits, erneuern in Betracht der bedenklichen At> und der nachbarlichen Lage und Freundschaft ihrer Lande und Leute den vor neunundzwanzig ^ ^ zwischen beiden Theilen eingegangenen FreundschaftSvertrag. Der Bischof war in 'Person anmesst hatte zu sich Boten auS allen Jehndcn berufen, nämlich von Sitten: HanS auf der Flüb, ^ ^ Asper, Matthäus Ayolphi, Heinrich Warnier, Castellan daselbst, Peter Meyer von Ver, HanS Levoz, HanS Jamotz von NaaS, Heimo Sylvestrcz von VrenS, Jacob Glassier, JunS ^ Eggen, Peter Clanyon und Ralct Hugen von Saviese; von SiderS: FranciScuS am Heingart, Edc ^ EgidiuS Ullen, Martin Venctz, Sastcllan daselbst, Johannes Munodi, Peter Barratz, Peter Johannes Alawis und Johannes Berthez; von Lenk: Joder Grand, Meyer daselbst, PerrinnS ^ PerroduS Fornicr, Anton PerriS, PerroduS Kraft, Joder Eschclier, Stessan in der Gassc", ' Willcmei, Stessan Heinrich, HanS Pilleti, Arzt; Perrin Jamoltin; Peter Mettier und HanS von Raron: PauluS Tusentzer, Stessan Andres, Mauritius am Port, HanS Woliker ""5 Acorg Mörel; von Visp: Peter zu Riedmatten, Eastcllan daselbst; Franz am Heingarten, Edelknecht, ^ Meyer aus dem Thal Gason, Peter auf dem Büel von Stalden, Zoder Kalbrrmatter; ssU des „SterbctS" wegen Niemand erschienen, sie haben aber geschrieben und die Sache empfohlen; auswärts: AnShelm auf der Egg, Hauptmann gemeiner Landschaft, Michael Schamprn, ^ppll- Hildbrond Halcparter, Wilhelm Grasten und Ammann EuniS. Von Seite Berns erschienen hcr »nächtigte Rathsboten: NiclauS von Scharnachthal, Ritter, Schultheiß, Tküring Friker, Rechte, Stadtschreiber, Urban von Mulcrn, Altvcnner und deS Raths. Beide contrabirendc" erneuern die eivige Freundschaft und Nachbarschaft nach Inhalt des alten, schon vor "tunund""^^ Jahren eingegangenen Bundes folgendermaßen: Jede Partei soll der andern Hülfe leisten ^ Druck, gegen Letzung und Gewalt, und wenn ein Theil von fremden, Volk in seinem Lande überzogt" ^ gedrängt würde, so soll der andere zu ihm gutes Aufsehen tragen, zu Weitcrm iedoch nicht ^ sein. Käme ein Theil mit Jemanden zu Krieg, dein der andere vor Datum dieses Briefes so ^ wäre, daß er ihm Hülfe thun müßte, so soll er eS den andern Theil wissen lassen und ^'^jeg wenden, die Sache zu vermitteln. Gelingt cS nicht, so soll jeder seine Pflicht thun. Entstund September 1475. 561 zwischen Bern und dem Haus Savoyen und wollte Savoyen ein Rechtbot auf Bischof und Capitel von Sitten oder die Landleute von Wallis nicht annehmen, so soll dann Bern den Bischof und seine Landschaft zur Hülfe mit ganzer Macht oder mit so vielen Leuten als die Noth erfordert und ihnen (denen von Wallis) gelegen ist, zu mahnen haben, um Bern zu dem Rechte zu handhaben und zu schirmen. Ebenso soll es gehalten werden bei Zwistjgkeitcn, die zwischen Wallis und Savoyen entstünden. Käme man dergestalt zu Krieg gegen Savoyen, so soll kein Theil ohne den andern Waffenstillstand oder Frieden machen und jeder den andern bei Eroberungen schützen. Für Zwistigkeitcn, die unter den contrahirenden Theilen entstehen könnten, wird ein schiedrichterliches Verfahren festgesetzt; Wallis nimmt seine zwei Richter aus dem Rathe zu Bern, Bern die seinen aus der Landschaft Wallis; wird ein Obmann nöthig, so wählen ihn die vier einhellig oder mit Mehrheit; zu welcher Partei Urtheil er fällt, dabei soll es bleiben. Für Privatstreitigkeiten beidseitiger Angehörigen gilt der Gerichtsstand des Deklagten. Nachbarliche Vereinbarungen an einander stoßender Gemeinden bleiben vorbehalten. Kein Theil soll den Feinden des andern Enthaltung oder Vorschub thun, Handel und Gewerbe sollen gegen Bezahlung der alten und gewöhnlichen Kölke frei gehen. Flüchtige Uebelthäter, mit Ausnahme unbedachter Todtschläger, werden gegenseitig auf Verlangen ausgeliefert. Zn Kriegen des einen Theils wider Solche, die dem andern nicht verbunden sind, wird freie Werbung gestattet. Entwichene sollen demjenigen Theile, dem sie entwichen sind, zur Letzung nicht vorenthalten werden. Kein Theil soll den andern mit fremden geistlichen oder weltlichen Gerichten umtreiben, ausgenommen um Ehe und offenen Wucher. Von zehn zu zehn Iahren soll jewcilen auf St. Iacobstag dieser Vertrag beschworen werden, jedoch soll er auch dann in Kraft bleiben, wenn solche Beschwörung in beidseitigem Einverständnisse unterlassen würde. Im Einverständniß beider Theile mag dieses Bündniß erläutert, gemindert oder gemehrt werden. Alle ältern Bünde -und Verträge zwischen beiden Parteien sollen durch den gegenwärtigen Vertrag aufgehoben sein. Es siegeln: Bern, der Bischof, das Capitel zu Sitten und die obgenanntcn Kehnden. Pergamentene Urkunde mit fünfzehn anhängenden Siegeln. ?I»ch eine Eohie im Staatsarchiv Lucer». Abgedruckt bei in ginn, Nvanmona eonvarnant Iliiatairo ckn Vallaia, im Archiv der schwciz. geschichtforschendcn Gesellschaft IN. Zik. Die Instruction BcrnS an die mit der Unterhandlung dieses Bündnisses beauftragten NiclauS von Scharnachthal und Thtlring Friller siehe im Bcrncr deutschen Missivcnbuch l?. 552 sf. 81« I47S, H s. September. tinmmlniüi-trnxlet IN. liiS, tl!>. ». Vorbehalt Berns und der Eidgenossen in dem neunjährigen Waffenstillstand von Solcuvre bei Vervins zwischen Ludwig XI., König von Frankreich, und Herzog Carl von Burgund: «Itvm SN svttv prstisnto 'prsvo sank compris les täliszi ä'uns p-rrt ot ä'autro ezr-nprss N0ININKS, m SSM- ^ vsnlvnt sntrs, v'vnt n, sxavoir pour In park cln ro?, trss-lmut ot trös-puissnnt Unnau 1s i o> <1«z l-ss- tills st <1v Uuon, Iv Uoz? ä'Lusooss, Iv roz? äs Uaunomarv, lo rozc ,Io lloniualsiu st äs Neils, tu rozr äs Ilsnxno, lo «luv äs Znvo^o, lo äus <1s I .onaino, I 'uvuugus <1s Nvts, In Zsixiiourio st oomlnuinrntu äs Ulo- rsoeo, r/e es /e ,c,-a es, /r, c, < c/suse . 7l gß2 September 1475. /a/te VN /'<7N „«7 ^»nk,v evnt .cv^i/nntv et non nntvv.s, cvkc.r ,/e /n /,F«s t/e /n /mute vt, voux än pa?« clo lävgv, c^ui so sovi, (loelsrvx ponr lo Ilo? vt retirv vn sou vlivissaneo. I^esguols svront tvnus 60 ti»iro Ivur cloelsration, s'il» vouäront vstro oompris vll Ii» clitv trüvo vi ioello inon äit 3vignvur » k 60 wonclit 3vlgnour äo Lourgongnv ? svront vompris vto. vto. Lo toutvkois vntvnäu guo, «i biliös oomxrls äo Ii» pi»rt äu Ro? ou lluouus cl'vux i» Ivur propra guvrvllo vll vn tavvur et a?äo ä rnouvoivnt ou soisoivllt guvrro 1» inonäit 3oignvur äv Ilourgonguo, >l so pourri» contro vux ilvüenilr» ü ovtto lln los ollvnärv, lniro vt vxvrovr Ii» guvrrv ou nutrvinvnt ? rosistvr vt odvivr ilv touto «a puissi>u^ los oontri»!n'" ^ vo svra laäito trüvo ontrointo.» Auch bei vumout. 0°'i>, Sixlom. ?. IN, ?.» bS« GIB Luccrn. AA7Ä, T8. September (Sana Michausai-md). Staatsarchiv Lucern t Vucerner Abschiede, k. 47. Noten: Zürich. Felix Keller. Bern. Bartholomäus Huber; Peter Stark. Luccrn. Hertensteiu, Schultheiß; Heinrich HaSfurtcr und Peter Ruft, Altschultheißen. Uri. HanS Zmhos- 6 Dietrich in der Halden. Unterwalden. ElauS von Zuben. Zug. Schreiber Seiler. Glaruö- - «. Die von Luccrn sollen Gewalt haben, der eidgenössischen Knechte wegen, die in Lothringen vom^ von Burgund gefangen worden sind, je nach Gelegenheit und Gestalt der Sache an den MarkgnW ^ Rötteln, den Landvogt von Thierstcin, die Stadt und den Bischof von Metz zu schreiben. I»« Schmid von Zug und Heinrich Schmid von Unterwalden sind als Boten der Gesellen zu Licbenft> ^ gewesen und haben erzählt, der Lanz habe zu Schaffhausen etliche Rechtbotc, darunter auch ^ von Uri, gethan; sie haben das Rechtbot auf Uri angenommen, sofern der Lanz persönlich dahm ko" ^ wolle; wenn nicht, so »vollen sie ferner handeln, wie ihnen füglich sei. Da nun aber der Lanz September 1475. 563 er sei nicht schuldig, gepfändet zum Rechte zu kommen, so hat man beschlossen, das Schloß zu gemeiner Eidgenossen Händen zu nehmen bis zu Austrag des Rechts. Ist der Lanz damit einverstanden, so soll dann jedes Ort, aus welchem Angehörige dort sind, mit selben verschaffen, daß sie das Schloß zu gemeiner Eidgenossen Händen kommen lassen mit Allem, was darin ist, welche dasselbe dann unparteiisch besetzen und besorgen lassen wollen bis nach ergangenem Spruche. Zürich soll diesen Vorschlag dem Lanz mittheilcn. O. Da die Gesellen zu Liebenfels Einige von Steckborn, welche wider die Eidgenossen schimpflich geredet haben, strafen wollen, wenn wir sie nicht selbst strafen, so hat man ihnen bedeutet, sie sollen dies unterlassen und nichts anfangen; die Sache berühre gemeine Eidgenossen, welche sie selbst >n die H,,nd nehmen wollen. Darauf hat man dem Landvogt Hanö Blum geschrieben, diejenigen, welche solche Worte geredet haben, mit Recht vorzunehmen und zu strafen, wie das zu Eonstanz beredet ist. Auf Klage des Martin Falk, der vom jungen Schnelbog verwundet worden ist, wird dem alten Schnelbog geboten, innert Monatsfrist jenem Wirth- und Arztlohn abzutragen, wie er sich dazu verpflichtet hat. Den jungen Schnelbog soll der Vogt von Zürich in den Aemtern, wenn er sich betreten läßt, ergreifen und nach Mcycnbcrg vor Gericht stellen. < . Der Stöße wegen zwischen den Schindern zu Sarmenstorf und Hensli Moser soll die Sache anstehen, bis der Vogt Waldmann zu Land kommt, dann soll er den Parteien vor die Eidgenossen Tag setzen, f. Man soll dem Erni Sünder schreiben, daß er den Brief löse, der von Rom gekommen ist, nach Sage des Abschieds; denn der Sitli will für seinen Theil den Brief lösen, p?. „Item als die Kotten von Bern vnd Lutzcrn von Zr Herren wegen an die übrigen sechs Ortt gebracht, nachdem vnd sy mit einander« zu Granson, zu Orbcn vnd Zongcn im Veld gewessen vnd aber die sechs ort sy zusamen getan vnd etlich verkommst mit einandern gemacht, dz sich nieman fürschiessen sol, als sy den Kotten vf dem nechst vergangnen tag fürgchalten; da do etlichs botten verantwurt getan vnd die antwurt geben, sy haben deHein gelüpt noch verbüntnis zusamen getan; wol haben sy sich vnderrett, dz sich nieman fürschiessen noch cnweg ziechcn söl; ob aber deHein ortt sich fürschiessen, dz sol doch den andern orttcn kund tun, sy haben aber darumb einandern weder bricff vnd sigel geben; dz haben sy an Zr Herren bracht, die sömlichs frömd vnd vnbillich nimpt vnd erbarmet, Welten wol, es were nit beschechen, dann sömlichs in der cidgnosschafft vormalen nie beschechen, vnd wo Man dz vor ie gebrucht, es wer etlichem ortt nit gut gesin, möcht noch, wo dz gebrucht sölt werden, der eidgnosschaft übel erschiessen. Doch wie dem allem sy neines gemacht vnd versprechen beschchen, dz Man das abtun; wo das beschicht, wcl man ein ding ein ding lassen sin vnd das farcn lausten. Sond der sechs orten botten heimbringen vnd den zwein ortten vmb sölich Zr begerung antwurt geben vff dem nechsten tag, so von Eidgnossen geleist wird." 8RT. Bern. R475, TS. vetober. Ttaat» schafft vssgcnomcn habend, als dann die brich wifcnd an difen ged»«' den, vnd vnS darin vorbehalten, die selben Stuck dar Inn verfchrikcn mit > bchdcr teilte« willen mögen mcrcn vnd »»»' dcrn, mich zu llltcrn nach billichcm nutz vnd bcstantlikcit, damit dem Rechten gnng gcfchcch in > geistlichen vnd weltliche« fachen vnd künftiger Irring wcrd vcrmitten, Also bekennen wir vuö mit cinhcllcm willen, daö vnscr fltrncmcn I demselben pnnd nitt ist, dann zu crbcrn, billichcn, vssrcchtcn fachen, daö jetwcdcr statt, geistlich vnd weltlich, bi rechten vnd fryhcitcn bcliben j füll, Gcistlichö in geistlichem, wcltlichö in weltlichem, Geistlich Person in geistliche»' «ch < vnd weltlich in weltlichem. Pud der weltlich statt > bcliben sol, als vnscr vorgcmcltcr Pnnd wist vnd inhalt, der gc>I>' aber bcliben sol nach ordnung irö rechten vnd souil mcr: Werc, daö s in kitnfstigcn zittcn Stöß oder Irrungen er wuchsen zwltschcn vnö, dem vorgcmcltcu Walthcrn, Bischosscn, oder vnscr nachkomcn, oder vnscrm j Capitcll von von vnscr kilchen oder Capitclö rechten von fachen wegen geistlichem Rechten zugehörig mit einem Hnö wir s nach dcö pundö sag vnd Inhalt der Stösscn halb komcn wölltcn zu recht vfs ein kleinen oder grossen Rat z» daö wir dann gcwalt söllcn s vnd mögen haben, vndcr einer Hcrrschafft von Bern ein oder zwcn geistlich Aph oder Prclatcn zu nemcn, die bi dein rechten sitzen, vnd s vmb die fachen hclsscn bekennen, damit die ding geha» ^ werden nach ordnung dcö rechten. Wir haben vnö ouch stirer siir vnö vnd vnscr s landtschafst vndcrrcdt, gec»» gellitcrt, Siach dem in discn vnsem Ptindcn die alten pitnd vorbehalten sind; kam cö dann zu schulden, daö ! »'>r, ^ genanter Walthcr, Bischoff zu Sitten, oder vnscr Lanndschasst Krieg oder Stöst gcwunnen mit dem Huö ^ dann wir von Bern ^ dem selben Huö Ercnhalb miistcn hclssen, So sol sölich vnscr hilss bcschcchcn durch Sasoycr r vnd gcbictt, vnd nit deftcrinindcr all tritt vnd s passen, so wir bcyd parthycn vss einander" haben, in vimscrn gel"^ sicher, bcslosscn vnd vnucrbrochcn bcliben. Dcöglich hcrwidcr vnscr von s Bern halb ouch. B»d dem allein eck vnd vffrcchtlich nachznkomcn, geloben wir vorbcritrtcn bcyd teilt bi vnsern fürstlichen wirdcn vnd > Ercn v»d ^ ouch darnmb discr bricsscn zwcn glich mit vnsern Insigcln bcsigcln vnd an die rechten Honptbundbriess hcnckc» las!"'' darvndcr wir vnö für vnö, vnscr nachkomcn vnd die vnsern binden. Bcschcchcn zu Bern vss Suuntag vor Sant t i> tag von Gottcö gcburt Tuscnt vierhundert Sibcntzig vnd stinff Iar. Pergamentene Urkunde mit zwei anhängend«» Lieg'^ Lucern. R47S, H 7. October (Zinstag nach salU). lrtaa»»ar«1>Iv Viieer»: kucerner Abschiede, II. 48, ». Da unsere Eidgenossen von Bern und Lucern mit ihren Panncrn nach Savoyen so soll sich Jedermann rüsten und beförderlich nachziehen. Man soll sofort dem Abt und der St. Gallen, Rothweil, Schasshausen, Appenzell, in'ö Thurgau, in gemeine Aemter, ins Oberland M ^ und mahnen, daß ste mit der Macht, welche sie zu Hcricourt gehabt, den Eidgenossen nach ^ ziehen. Die Vögte in den Aemtern, im Thurgau, zu Baden und im Oberland sollen mitziehen >n Aemter Kosten. Dafür mögen diese je 2, 3 oder 4 Söldner zu Hause lassen, um die Vögte desto ^ besolden zu können. I». Die Sache dcö Schnclbog und des wunden Manneö ist dem Vogte Aemtern empfohlen. Die Boten dcö Bischofs von Basel und der Städte Basel, Straszburg und Schlcttstadt schreiben an S>- ^ ^ ^ tag (li>. Octobcr) Abcndö k> Uhr ans Zug an gemeiner Eidgenossen Boten zu Luc cm: Basel habe ans hcntc Tag nach Luccrn ausgeschrieben, Bern aber geantwortet, man werde am gleichen Tag der Eidgenossen Boten in Zug ^ sammelt finde». Sinn seien sie nach Zug gekommen und erwarten da auch die andern Glieder der Pcrci»ig»»g^ aber Niemand von den Eidgenossen in Zug sei, so werden sie „morndcß- nach Lucern reite». Sollten sie a»ch Oktober 1476. 565 Eidgenossen nicht mehr versammelt finden, so bitten sie um getreues Aufsehen, da die Burgunder vor Epinal liegen. Dcßhalb können sie auch ihre Heimkehr nicht verzögern. (Staatsarchiv Lucern, ungebundene Abschiede.) 814 Lttcern. 147 A, L8. Actol>er'(vfs Samstag Symomö und Jude). Staatsarchiv Luceril: Allgemeine Abschiede, 11.48 11. Staatsarchiv Zürich: Tschudischc Sammlung I. Zt. Voten-. Zürich. Felix Keller. Bern. Peter Stark. Lucern. Peter Ruft; Schiffmann; Tainmann; Ludwig Ruß; Anton Scherer; Wiser; der alte Brambcrg; Sidler; Heinrich Schmid. Uri. Hans Fries, Ammann. Schwyz. Cunrad Jacob, Anunann. lln terwalden. Claus von Einwyl, Aminann. Zug. Hans Seiler, Stadtschreiber. Glarus. Der Landschreiber. Abt von St. Gallen. Meister Cunrad der Canzlcr. Stadt St. Gallen. Ulrich Varnbüler. Roth weil. Bcrchtold Egen, Stadtschreiber. Schaffhausen. Ulrich Trüllerey, Burgermeister ». Dieser Tag ist den obgemeldeten Städten und Orten auf ernstliches Anhalten von Basel durch meine Herren von Lucern angesetzt worden, um zu berathschlagen, wie man nach Maßgabe der Richtung mit dem Herzog von Oesterreich und der Vereinigung mit den Niedern Fürsten und Städten dem Herzog von Burgund Widerstand thun wolle. Da hat man die Sache bcrathen und zuletzt beschlossen, den Fürsten und Städten auf den Tag zu Basel zu schreiben, was die Richtung und die Vereinigung innehalten und wozu diese Verträge uns binden, das wollen wir als Viedcrleute erfüllen, aber nichts anderes und nicht mehr, daher uns für unfern Theil überflüssig scheine, den Tag zu beschicken. Man bitte sie, sich mit dieser Antwort zu begnügen. Dieses Alles und den Abschied des TageS soll man auch den Unfern und gemeinen Eidgenossen, welche setzt mit ihren Pannern und Zeichen in Savoycn im Felde sind, schriftlich mittheilen und ihnen dabei zu erkennen geben, daß nach Gestalt der Sachen, die sich in diesen schweren Zeitläufen begeben, uns gut dünken wollte, daß sie, sobald es mit Ehre und Nutzen geschehen könnte, bie Sache in Savoyen mit den eroberten Städten und Schlössern und auf anderem Wege besorgten und in Frieden stellten, selbst aber heimkehrten, damit wir alle mit einander zu Rath werden mögeu, wie dem Herzog von Burgund zu begegnen sei. I». Die von Basel haben durch Herrn Hans von VärenfelS angefragt, ob wir, im Fall sie vom Herzog von Burglind belagert würden, sie cntschüttcn und inzwischen bis zum Entsatz ihnen etliche unserer Knechte in ihre Stadt legen wollten, um ihnen in deren Vcrthcidigung beizustehen. Dabei haben sie aufmerksam gemacht auf die große Bedeutung Basels für das Reich lind die Eidgenossen und auf die Folgen, die eintreten könnten, wenn man ihnen nicht zu Hülfe kommen wollte. Man hat ihnen geantwortet wie den Fürsten und Städten der Vereinigung und sie ermuntert, sich in allen Vorkommenheitcn keck und trostlich zu halten lind uns Nachricht zu geben. Damit sie unfern guten Willen erkenne», hat man ihnen zugesagt, ihr Begehren heimzubringen und auf Sonntag zu Nacht nach Allerheiligen (6. November) wieder zu Lucern zu sein, um ihnen weitere Ant wort zu geben. t von Schaffhausen melden, sie seien von dem von Freiberg angegangen, ihm anzuhängen, und begebt Rath, waS sie thun sollen. Man hat ihnen kurz geantwortet: Gemeine Eidgenossen haben dem geschrieben und ihn gebeten, den Erwählten zu bestätigen und vorzusorqen, daß kein Blutvergießen stattfinde; wir hoffen, der hl. Vater werde daS Capitel bei seiner Wahl bleiben lassen, waS wir erwarten wollen. Sie mögen also auch thun wie wir, und ihrer Priesterschaft bedeuten, daß sie vorderhand dc>n von Freiberg nicht anhängen soll. Ii. Da gemeine Eidgenossen die Leutpriesterei zu Mellingen ehrbaren Priester von Staldikon geliehen haben, die von Mellingen ihn aber nicht wollen und die Pss ^ einem andern Priester zu leihen vermeinen, so sollen die Vögte von Baden und in den Aemtern denen von Mellingen reden, und wenn sie keine Verständigung erzielen können, so sollen beide Priest^ auf Pfingsten vor der Eidgenossen Boten zu Baden erscheinen und diese entscheiden lassen. Dein Exemplar in der Tschndischcn Sanimlung sind zwei Briefe als Beilagen angefügt, welche ans dicscw ^ eröffnet wurden: '1. „Copie, was einer dem Marggravcn von Niiwcnbnrg in gchcimd gcschribcn hat", ck. l. ck. Dienstag vor Simonis und Jude (24. Octobcr): „Am Sonntag (22. Octobcr) seien sie von^ nach Orbc gezogen und haben auf dem Wege Hciligcnkrcnz gewonnen und verbrannt, 2» Edle und Unedle, vcrthcidigtcn, erschlagen, Montags (23. Octobcr) Lcü Clös gestürmt und nach tapferer Gegenwehr erobert, von der Besatzung erstochen, die Andern in einen Thurm getrieben und sie gezwungen, sich mit der cinz'j^'^ dingung, daß man sie beichten lasse, zu ergeben; daraus habe man sie sofort vor das Schloß Orbc an cinc» habe geführt, beichten lassen und darauf am Abend noch 5» mit dem Schwerte gerichtet; die Hinrichtung der Ander" ^ man wegen einbrechender Nacht aus den folgenden Tag verschieben müssen. Der Bogt von Hciligcnkrcnz, Pfeil durch den Kopf gegangen, sei dcsscnnngcachtct mannlich an den Ring gestanden und auch hingerichtet einige „arme Pürlh, die darzn zwnngcn sind", nntcr den Gefangenen werde man verschonen. Mehrere Stödt^^ Gnade begehrt und zn nntcrhandcln verlangt. Die Frcibnrgcr haben nicht Lust, gegen Gens zu ziehen; eS st> ^ noch kein Beschluß gefaßt; man wolle alles im Einverständnis; mit den Frciburgrrn und Solothurnern th«»- Gerücht gehe, der Bastard von Burgund ziehe mit 3 — 4U()(1 Pferden heran; dem wollen sie entgegengehen ^ angreifen ». f. w. — Vergleiche auch die bei Zcllwcger, Versuch über die Ursachen des burgnndischen Kriegt , Archiv der schweizerischen geschichtforschcndc» Gesellschaft V. 142, a»S dem Bcrncr deutschen Mission!'" 5,7« abgedruckte Instruction Berns an seine Gesandten in Frankreich, ck. ck. 21. Octobcr 1475. October 1475. 567 8tS. Mtorges. R47S, SS. October. Staattarchiv Bern: Lateinlsche» Mlsflvenbuch 1'ractatu8 inter dominoa 4« li^a vt dvlivnnvn8v8: »dum rationv differenciarum diuiaionum et deformitatum, l^ue V8lzuv in kunc diem vxtitvro intvr ^ßmkicos dominoa xrandia ii^v alte ^lamaniv vx vna et ciuva ciuitatia tüelionnvnaia parte vx alter», ri, ^7wanem dv Verxona)', /V^monvm de doainva, >Vntlionium tlo 8anclo Aliclialielo, Ilenricuni l!v 8pai^»v, ^monem de deatola^, t-erarclum dv Valux et dvtrum (lourtaigiv, /tmiiaaialorca cum plvna Potentin ^ tacultale pretatorum d!vliennen8ium, modo et forma ut ae^uitur: Vidvlicvt czuod ipai lZelivnnvnaea racionv offenaarum et klampnnrum 8upramemoratorum dominia 4e li^a aummam vigintiavx millv avutorum >iun 5ia1»au4ie expvdirv dvlient et tenentur, soluvndo decvm millv in 8pacio men8i8 proximi vt pro- 'ilinlancla aIlv scuta in nundinis sv8ti apparicionia vvl vpiplianiv nunc atatim vvnivnlilma vt eailom prv8vntarv vrliva liernensvm et drikurßvnsem ip8orum vxpvn8i8 et miaaioniliua ut prosvrtur. dt pro vberiorv ^curilatv vt cautela sunt tideiuaaorva et principalva dali, vidvlicvt ^»tlioniua dv aancto Akiclialiel« vt ^Vtru» doretai^iv, c>ui prv8vnti tempore vaclunt cum prvtati8 «lominia in vrl»e« Ilvrnensem vt I'ri- ^Urgensvm. dt act lioc promiserunt vt jurarunt pretoti oratorvs ad mittendum vt dv8tinandum V8l>uo W diem »aturni proximv futurum ezuatuor tidviu88orv8 vt principalea, videlicvt dvtrum dv Vvr^ona^, bvnifacium de sanclo l>liclialiele, detrum de doirvt, vt dokaunem dinget, omnea de del,enni8, in "rl»v8 dernvn8vm vt dril»urxvn8vm, kpii illic moral»untur V8ljuv adeo, lzuo dicli8 dominia dv lig» ^ummv presate ex toto 8ati8liat et <>uum presati cjuatuor venerint in vrl>v8 dernen8vm et dril,urßvn8em. tune prenominati duo /Vntlioniu8 de 8anclo Illicliatielv et detru8 doretai^iv dedent relaxari vt ^'laxati cvN8vri. dt 8pecilicv deelaratum v8t, vt inereatorv8 ^Imanio, vrluumlpiv Hernvn8i8, driliur- »«i, et aliorum confederatorum, cvteri^ue oinnv8, 8uia in ne^ociia liarum occa8ionv nulli8 delient "udeztiis, in,«udii8 turl>ationil,u8l>il-mel,ennen»i» et listoiu»»nrum et principalium guatuor presalarum manibu» et »igilli» in »ignum ratilicatiani» nmnium et »ingulurum sunt »ignntv et nnuule. )Vetniu et statu»» in villi» fflor^« staminica xxix Octnin-i» anno vtv. I.xxv. «t« R47Z, I. Ätovember. Engelhard: Urfunlentuch von Murien, Nr. ZK. Schultheiß, Räche und Bürger zu Bern und Schultheiß, Ruthe und Bürger zu Frciburg, Lausanner-BiSthumS, Urkunden, daß, nachdem sie gegen den Grafen von Romont zu offenem Kriegt gekommen und sich mit offenen Panncrn gegen sein Land erhoben haben, sie gleich zu Ansang sich vor du Stadt Marten gelagert und dieselbe gewiesen haben, beide Orte als ihre rechte, natürliche Herrscht anzuerkennen in dem Maße, wie der Graf von Romont sie beherrscht habe, waö auch Murten mit eincw Brief gelobt habe. Dagegen versprechen nun beide Städte, Bern und Freiburg, für sich und ihre kommen, Murten und alle die dazu gehören bei ihren Freiheiten, Herkommen und guten Gcwodnbt'^" verbleiben zu lassen und sie zu ewigen Zeiten dabei zu handhaben und zu schirmen gegen alle AN'st'w auf dieselben; wogegen Bern und Frciburq bei allen Nutzungen, Herkommen und Gerechtigkeiten dee Remter, Herrlichkeiten und Zubehörden, welche einer Herrschaft daselbst zugehört haben an Leuten, ' Zinsen, Gülten, Reisen, Geboten, Verboten, Gerichten, Obrigkeiten u. s. w., bleiben sollen nut deicht entsetzen, Ordnung der Amtleute »c. nach Gefallen und altem Herkommen. Statt daß wie biöbe' ' Appellation von den Gerichten zu Murten nach Milden und von Milden nach Eamrach und weiter gv'vä, soll fürderhin, wenn Bern den Vogt qicbt, die Appellation von Urthcilen zu Murten nach Frcib»^ wenn Freiburg den Vogt giebt, nach Bern gehen und dort bleiben. Nern. I47A, K. (Montag nach Allcchciligtn). ^'"»««areNi» Ailrlih I Tstudls«, Sammlung I. ?z. S«aai»ar"^ same Kundschaft sei, so habe man ihn in die Pfalz gefangen gelegt, lind «venu die Eidgenossen es begebt so wolle man ihn nach Göttlichen schaffen und weiter bestrafeil. Endlich hat er von mancherlei Rechts'""^ erzahlt, woraus man entnehmen möge, daß deö von Frciberg Beginnen, seine Brevia u. s. w. ungc^ seien, und sehr gebeten, man möchte dem Stift in dessen eigenen Kosten Boten aus die Pfalz schicken. Da"" ist ihm geantwortet: Das Benehmen des Meisters HanS Best sei den Eidgenossen leid, und wen" dasselbe fortsetzen sollte, so werde man seines Begehrens eingedenk sein. Des gefangenen Priesters hat man dem Stift empfohlen, mit demselben zu thun „als wir Inen wol getruwcn"; denn hätte er in ^ Eidgenossenschaft so geredet, so hätte man ihn gefangen nach Constanz geschickt, „ob anders Im von nit ergcrs begegnet wcre". Ob man dem Fürsteil oder anderswohin der Bisthumsangelcgcnheit schreiben wolle, soll man heimbringen. «I. Da des von Freiberg Bote, Cunrad Armbruster, Briefe und Brevia vom Papste vorgelegt und mit vielen glimpflichen Worten des von Frciberg ^ rechtigkeit zu hören und ihm anzuhangen begehrt hat, hat man die Briefe nicht annehmen wollen ihm geantwortet, „dz er die brieff wider nemcn vnd mit sim Herrn reden sol, dz er vnö mit sol'w brieuen vnd benncn vnbekümbcrt las, dcftlieber wollen wir tun, dz Im lieb sye vnd dz er die fach a>'^^ anstehe; wann wir haben nit gewalt, die brieff ze entpfachen, wollen ouch die nit enpfachen, vnd dz die fach inmaö heimbringe, won ob eman sürer solich oder ander brieff har I» in vnscr cidgnosi""^ brechtc, der müste villicht erwarten, wz Im darnach gienge". t. Lucern soll des Sittli Mibe ' gemeiner Eidgenossen Namen einen Boten zugebeil und bitten, daß ihr Vogt Erni Sünder angehalten ^ ihr ihren Brief aus dem Ihrigen zu lösen, damit sie ihr Recht verführen möge, wie er daS btschw^" Nach einem Schreiben der Berner an Jost von Silinon >1. <1. 7. November (Deutsches Missivc>'b»ch «4«) hatten sie mit Burgund eine Waffenruhe bis 1. Januar verabredet, dann sollte unter Genehmigung Dnnw Parteien ein dreimonatlicher Stillstand gesucht werden. hat- 0. November 1475. 8tS R47Z», 7» November (Dienstag vor Martini). Staatsarchiv Bern: Lateinisches Mlsstvenbu», 4, 4IK Ii, tlk. Die Schultheißen und Räche der beiden Städte Bern und Freiburg ernennen den Humbert von Glane, Herrn von Cugy u. s. w., in Betrachtung der Dienste, die er und seine Vorfahren ihnen geleistet, und zum Ersatz deS Schadens, den er durch ihre Reisigen erlitten, zu ihrem Amtmann und Landvogt in der Waadt bis auf ihren Widerruf; sie geben ihm Vollmacht, in beider Städte Namen daS Amt zu verwalten, dessen Nutzen, Renten und Ehren zu genießen, wie eS des LandvogtS Gebrauch ist, wogegen er ihnen geschworen hat, daS Land recht und in Treue nach feinem Vermögen zu regieren, zu schützen Und zu schirmen. ssranjösische »od deutsche Autfertigung, Bei do dlNKins, Lpisodos (los guorrss ds IZourA0Knv (Älvmoiros st Oooumons zzulilivs xur la, sooivts d'ldstoiro äs la Luisse romandv VIII. 199) ist dieser Act unter dem unrichtigen Datum des 14. November angeführt. 8T« Vor Nenß. I47S, 17. November. ltkmel: blovnmonta. Il^dslinrxiea, I. Die Vorbehalte in dem Zusahartikel zum Friedensvertrag zwischen Kaiser Friedrich III. und Herzog Carl von Burgund, wonach die Eidgenossen in diesen Frieden nicht eingeschlossen wurden: «Huiu intvr »oronissimum dominum 1'rodorioum, diuino, Inuontv vlsmsntin ktomanorum imxoratorsm, sts. st illustrissimum dominum (larolum d. IZurxundio oto. duoom oto. traotntn, st oonolusu, ürmuta st surntit ^sr^stuit s?nx — niliilominns — stinm eonslusum kuit, tiiinatum st.jurntum: «tnntil>u« tnotn sit st intnIliAutur kuot» ssso no s! sx^rssso in diotu puoo insortn tuissot rosvrvirtio st sxprsssn nomiimtio sonkstlsrutionum st obligationum, ejuss prodi'otus dominus imzivrator kaiiot vum rsßilius I'allonio st IZosmis, st divtus dominus dux Iiuvot oum rvAS llun» ^nriv st Ilosmis. t^uivu« soussdorstionivu« zioi- prsdistnm ^uoom nullntonus intvlli^utur smoiudioidmn ssss, svd illns in suo roboro tirmitvr xormunsro. Itsm Monium dioti dominus im^erator st dominus dux so sira^osito bnno intvr so Ztuvsm oonolusorunt, ut ^snorulis sit, xorxotus, st inuiolalnlis, st uoilsnt ox nliguo wsmbro uniuerso oorxori al!<^uid oontsZionis sxoriri, xroxtsrou svrenissimus dominus imxorator ^romittit so inkru sex msnsss xroxiwo tuturos n dutu prossntium inoouudo sum sblsetu ournturum rsmanodit ds vomitstu Goretti, csuo so illum titulo st Mro ^i^noris xossidsntvm prstvndit indobito sxoliatum. Lt tjuod si in/ru xrodiotum tvwxus sex msnsium xrvdiotus dominus imxvrntor dioti oomitutus b'orrott! st portinvntinl'um ditkorsntium oonoordnrs non xossvt, tuno utrngus pars, vidslievt ss,so dominus dux st sius in sirotonso »polio nduvrsurü in suis ^uribus rsinnnoliunt st illis uti zxitsrunt, ut siln vidsiiitur sxz >odiro ldistjus so «juod ^>ax xrodivtu st in sius olgiituüs oontvntid intoll i^ntur insruotn uvl i^uovismodo violntie, sod kirws, stulnlia st in «uo rolioro pormauoant st xorsouvrsnt. Huo omnin st sinxulu sto. sto.» 572 November 1475. Areiburq. 147S, T4 November. S-diMng! Burgundcrkrieg, Z51, ZSS. Erfolglose Unterhandlungeu zwischen Savoyen, Bern und Wallis t'iber einen Waffenstillstand. Das Projcct dcS Stillstands zwischen Savoyei, und dem Bischof von Wallis s. ebendaselbst. 82«. Welsch-Neuenburg. 1475, ?«. November. Schilling: Vurgunderkrieg, 258. Tag gemeiner Eidgenossen und der Vereinigung mit dem Markgrafen Rudolf von Neuenbürg ' dessen Werbung und nach dem Begehren etlicher Burgunder, behufs Vermittlung eines WaffrnMst''^ oder Friedens mit Burgund. Vorschlag eines Waffenstillstands auf drei Monate unter Vorbehalt Genehmigung aller streitenden Theile. Vergleiche oben Abschied «17 n, unten Abschied «25 ». Baden. 1475, Z<>. November (»ss Sa», «ndresiagl. Archiv Nran: llrbar der Grafschaft Baden, ZS. Die Eide der Leute zu Kaiferstuhl, Klingt,au und Zurzach gegenüber dem Bischof von Consta"^ den acht Orten der Eidgenossenschast werden festgesetzt und iedein Thcil ein aus dem andern gcsth"'^ ^ Zedcl mit der Formel gegeben. Darauf wird den Leuten bei ihren Eiden geboten, mit Nies^^^ einen Krieg zu laufen ohne des VoqtS von Baden Wissen und Erlauben, und wer irgend eine ^ oder ein Zerwlirfnifi inne wurde, der soll sie nach bestem Vermögen wenden oder stillen. Die Formel lautet: „Ir wcrdcnt swcrcn ytz vnscrm gncdigcn Herren von Costcnz als llwcnn rechts» stättc triiw vnd warhcit zu halten, sincr gnaden vnd der stifte nutz zcstirdcrn v»d schaden zn wenden vnd nach allem vermNgcn vngcfarlich, sincn gnaden vnd ircn rctcn, Vögten vnd amptliltcn an sincr gnaden statt ^ zimlichcn geboten vnd fache» gehorsam vnd gcwcrtig zn sind vnz an sin cnd vnd dcstglichcn nach sincr gnade» a ^ mit dem schlost nicmands gcwcrtig zu sind, denn dem mcrtcil dcS Eapitclö, vnz an einen künftigen Herren, dcr ^ inen vcrkünt wirt, doch Hindan gesetzt die cidgnosschast von des hus, Baden wegen, den sol dcr cid in allwcg gcrcchtigkcit vnd hohen gerichtet, ganz onc schaden sin, alles vngcuarlich. Ir wcrdcnt swcrcn gemeinen cidtgnosicn, den acht orten, triiw vnd warhcit, Ircn nutz zn fördern vnd s-ha c wenden vnd ircnt vogt vnd amptman, so sy habendi zu Baden, zu den hohen gerichtet, gehorsam vnd gcwcrtig Z« > ^ die hclsscn fertigen nach dem vnd sich daz gcpürt, alles gctrüwlich, doch vnscrm gncdigcn Herrn von Lostcnz t» stifst dasclbs an aller hcrrlichcit, gcrichtcn vnd rechten onc allen schaden." December 1475. 673 8Ä4. Lncern. 147 s, 4. Deeember (Montag nach St. Andreas). Staatsarchiv Llicer»! Lucernkr Abschiede, II. KI, Boten: Zürich. Felix Keller. Bern. Anton Archer, Venner. Lucern. Schultheiß Ruft; Peter Tammann; Hans Feer. Uri. Hans zum Brunnen. Schwyz. Ammann Zacob. Unterwalden. Erni in der Halden. Zug. Ammann Schell. ». Am nächsten Dienstag vor St. Thomastag (19. December) soll man zu Lucern sein, des Herzogs von Burgund und des Tags zu Neuenburg wegen. I». Bezüglich des armen Mannes, den der junge Schnelbog verwundet hat und für den der alte Schnclbog nach Erkanntniß der Eidgenossen den Wirth und Scherer bezahlen soll, ist auf heute erkennt: Zürich soll mit dem Waldmann reden, daß er sein Vornehmen abstelle und den alten Schnclbog bei seinem Eide weise, sofort den Wirth und Schcrer zu bezahlen, wie beschlossen worden, „won myne Herren wollen nit, dz der Waldmann oder der Mutschli von Vremgarten mit Iren schulden vorgangen, sundcr dz der arm knecht, der wirt vnd artzat vor allen dingen abgetragen werden sollen". Deßhalb soll man den Handel nach Zürich schreiben und dasselbe bitten, den Waldmann hierzu anzuhalten. «. Da die Reuß nach der Bekanntniß zu Baden zu einem Dritt- thcil ihres Wassers offen stehen soll, Rudolf Sidler aber klagt, der Richencr habe das Flußbett dermaßen verfachet und mit Steinen verlegt, daß nicht ein Drittel davon offen geblieben sei, er, Sidler, deßhalb Schiffbruch gelitten und seine Fische verloren habe, so sollen auf Donstag vor St. Thomas (14. December) die Vögte zu Baden und im Waggenthal und ein Bote von Zug zu Vremgarten sein, beide Parteien, Sidler und Richencr, vor ihnen erscheinen und die Sache untersucht werden. Findet sich, daß Richener fchlbar ist, so soll er dem Sidler seinen Verlust ersetzen und den Eidgenossen ihre Buße geben nach Vorschrift der Erkanntniß im Buch zu Baden; finden sie ihn nicht fehlbar, so sollen sie nach Gestalt der Sachen handeln. Wenn diese Sache beseitigt ist, so sollen die beiden Vögte und der Bote von Zug das Wasser der Reuß bis zur Limmatspitze befahren und überall ein Drittheil auftbun nach Sage der Erkanntniß der Eidgenossen im Buch zu Baden. Wenn Jemand das Wasser über ein Dritt- theil verschlagen hätte, so sotten sie ihn strafen nach Sage genannter Erkanntniß. Wer sich dadurch beschwert findet, mag vor der Eidgenossen Boten zu Luccrn erscheinen und ihren Entscheid erwarten. ,1. Unserm Herrn von Constanz soll man schreiben: Da er die Städte und Schlösser in der Eidgenossenschaft in Eid genommen, so soll er eine Abschrift des Eides dem Vogt von Baden schicken; nichtsdestominder soll der Vogt von Baden ihnen den Eid auch geben, wie von Alter hergekommen und ihm wohl bekannt ist. «. „Item von der zwcyer schmidknechten wegen, die zu Mellingen gefangen sint von wegen dz sy gesungen hant: „„Wan Amman Reding stirbt, mangc ku zu einer witwen wirt,"" als dz vintlich, dz sy dz gesungen, als der vogt von Baden anbracht vnd begert, wie er mit Inen von der fach wegen handlen, sol Iedcrman heimbringen vnd vff dem obgenanten tag zu Lutzern völlig antwurt geben." F'. Der Vogt von Baden soll dem Herrn Caspar (Reistlin) die Leutpricstcrei zu Mellingen leihen, und man sott diejen gen Constanz dem Erwählten präsentiren. Die Kosten, die der von Stattikon gehabt, dem man vorher die Pfründe geliehen hatte, soll Herr Caspar abtragen. Können die Beiden sich über den Betrag nicht vereini- Z74 December 1475. gen, so sollen sie auf obgenanntem Tag zu Lucern den Entscheid der eidgenössischen Boten darüber anrufen. 5. Auf daö Schreiben der Frau von Württemberg ist denen von Zürich zu antworten aufgetragen, bei den gegenwartigen Verhältnissen in Savoyen bedünkc uns nicht nützlich, unsere Fürderung in voyen zu thun. Ii. Denen von Bremgarten ist zu schreiben, sie sollen die Wiederkehr und den andern Knecht bei dem Frieden behalten, in den sie genommen sind, und jenen vor des Erschlagenen Frenn den sichern. Da der Todtschlag in gemeiner Eidgenossen Acmtern geschehen, so wollen diese darum richten auf Dienstag vor St. ThomaStag (19. December). I. Dem Herzog Sigmund will man sth^' den, daß er den Hans Gutiahr anhalte, dem schiedrichterlichen Spruch gegen Adam Krön ^ leisten, wie er das im Anlaßbriefe gelobt hat. k. Da Laurin klagt, der Kündig wolle ihn nicht beza len, nachdem doch der Eidgenossen Voten ihn dazu gewiesen, so ist erkannt, denen von Zug Z" den, daß sie den Kündig anhalten, zu zahlen oder auf nächsten Mittwoch früh sich zu Lucern Z» Worten, warum er eö nicht thue. Lnccrn. R47S, December (Miuwo-h v°r S>. Thon,«»). Viieee», Liieerner Abschiebe, U. KZ k. Gtaalbareiii« Attrtel» I Tschubische Sammlung I. Z<> Boten: Zürich. Hnns Waldmann. Bern. Hcinzmann von Kunricd, Großwtibel. Lucern. 6aep^ von Hertenstein, Schultheiß; HanS Haas. Uri. Walther in der Gasse. Schwyz. Ulrich Venner. Unterwalden. Claus von Zuben und Heinrich Winkclried. Zug. Heinrich Schmck, ammann. Glarus. Heinrich Blum. Freiburg. Willi Tcchtcrmann. Schaphausen. Dürgcrwc' Trüllerey. ». „I'rimo als zu Nüwenburg zwüschend dem Herzogen von Burgund vnd vns vnd der Bercin'^'^ ein bestant angescchcn ist, zewerende vom Zngcndcn Jar bitz zum ersten tag abrellen, vnd man . antwurt geben sol, ob man den also vffncmen wöllc oder nit, hat man geratslagct, diewil wir n>t ^ sechcr, denn allein helffer des krieges sind, dz denn wir die fach zum fürsten von Oesterreich ^ ^ houbtsecher setzen vnd losen wöllcn, ob er den bestandt zusage oder nit, vff dem tag Zürich, ^ ^ ^ wirt vff Sant Steffanstag, als denn dz vff dem tag zu Nüwenburg gelassen ist." — I». soll heimbringen, die Meinung der Voten sei, den Tag zu Zürich auf St. Stephanstag (20. von Seite der Eidgenossen zu beschicken, v. Die von Bern haben angebracht, sie seien durch grasen gewarnt, der Herzog von Burgund rücke letzt in Obcrburgund ein und wolle mit Macht des Grafen von Romont Land auf uns ziehen. Darauf ist denen von Bern empfohlen worden, ^ ^ schafter zu halten und, wenn sie seinen Anzug vernehmen, uns Tag zu verkünden, damit wir sil - werden, wie wir ihm Widerstand thun mögen. «I. Die beiden zu Mellingen gefangenen Schmus" welche schändliche Lieder von Eidgenossen gesungen haben, sott man nach Baden vor Recht sie klagen und daran sein, daß sie mit Recht gerichtet werden. Das soll man dem Vogt von ^ verkünden, Der alte Schnclbog soll dem Rudolf Vettner sofort 20 Gulden, die übrigen 2 bis in der Fastnacht geben; dem Scherer soll er die 14 Gulden für die Ochsen bezahlen und ' 7 Gulden bis zur alten Fastnacht geben, die übrigen 10 Gulden soll er dem Schrrcr bis St. Mm t» December 1475. 575 im Jahr 1477 bezahlen und dafür bei seinem Eide innert Monatsfrist trösten, ls. Dem Leutpriester von Lucern sollen in Betreff des Anstandet, den er mit dem Bischof von Strafburg hat, unsere Eidgenossen von Lucern mit Empfehlungsbriefen und Anderm behülflich fein, damit ihm daselbst zukomme, was billig ist. Auch soll man auf dem Tag zu Zürich mit des Bischofs Boten reden, daß sie sich beim Bischof verwenden, damit er dem Leutpriester um der Eidgenossen willen ausrichte, was ikm nach Laut seiner Gewahrsame gebührt, zx. Bezüglich der Commission, die in der Ehefache zwischen Margaretha Zelger und Ulrich Ammann von Rom heraus auf den Abt von Trub und den Propst von Solothurn gekommen ist, hat man mit beiden Parteien geredet, daß sie gemäß dem Abschied, den sie beiderseits zu halten geschworen haben, sofort die Bulle den beiden Richtern übermachen und erwarten, was ihnen da begegnen wird. Den Richtern hat man geschrieben, daß man dieses den Parteien gesagt und sie gebeten habe, die Sache zu befördern. I». Der Streitigkeiten wegen zwischen dem Vogt im Waggenthal und den Leuten daselbst soll man heimbringen und bcrathen, wie man es fortan mit der Bestellung der Hauptlcute halten wolle, wer den ersten geben soll, die Eidgenossen oder die Aemter, oder ob die Aemter fortan den Hauptmann bestellen und ein Vogt nicht mehr ihr Hauptmann sein soll. Darüber soll man auf dem Tag zu Baden Antwort geben, ebenso wer die Kosten bezahlen soll, die jetzt auf dem Zug nach Savoyen mit dem Vogt Hans Waldmann aufgelaufen sind. i. Heinzmann von Kunried, Großweibel zu Bern und Bote auf diesem Tag, hat jedem der Hauptleute der Eidgenossen derer von Genf wegen 40 Schilt, minder I Ducaten, und „eins ortz eins guldens minder, so den knechten ze trinkgelt worden ist-', übergeben. It. Dem armen Manne, den der junge Schnelbog verwundet hat, haben der Eidgenossen Boten einen Bettelbrief gegeben, da er nach St. Jacob gehen will. I. Da Einer von Vill- mergcn auf einen Andern von Villmcrgen an freier Straße hinter einem Baume gewartet und denselben verwundet hat, so soll der Vogt Waldmann beide vor der Eidgenossen Boten weisen, um da das Urthcil zu erwarten. «». Ulrich Schniders und des Mosers Sache will man, da der letztere den Eidgenossen mit Leib und Gut verfallen ist und dem Schnider die Kosten abtragen soll, von Neuem untersuchen und einstweilen dem Schnider die Kosten abschlagen, ii. Des Widerkehr und des Haffncr wegen ist dem Vogt Waldmann aufgetragen, nach dem heiligen Tag einen Landtag zu halten; inzwischen sollen die Parteien gegen einander in Frieden gestellt werden. «». Vogt Waldmann soll dem Müller und dem Schuhmacher von Bremgarten ihres Mißhandcls wegen Tag geben und richten, wie er wohl weiß. I». Der Vogt von Engelberg soll nach Merlischachcn fahren und sich erkundigen, wie eö um die Reben daselbst steht, da die Rcbleute des Hagelschlags wegen Nachlaß verlangen. WaS er findet und auch alle Gewahrsame, Briefe w., welche die Reben berühren, soll er auf nächstem Tag zu Luccrn den Voten zu weiterer Erdauerung vorlegen. «>. Heimbringen, was Heinrich Schmid von Untcrwaldcn der Gesellen wegen auf des Lanzen Schloß zu Licbenfels und der Rechtbote zu Uri wegen angebracht hat. i. Vogt Waldmann klagt über Einige im Oberland, die ihm schuldig seien, ihn aber nicht bezahlen und weder Brief noch Siegel an ihm halten wollen. Deßhalb soll man an Graf Eberharden von Sonnenberg und an den Vogt im Oberland schreiben, daß sie ihm Bezahlung schassen. <>». Da die von Frauenfcld gegen über denen von Stein wider ihr vor Gericht gegebenes Versprechen, bei dem Spruch zu bleiben, an den Kaiser appellirt haben, so hat man dem Vogt Blum aufgetragen, mit denen von Frauenfeld zu reden, daß sie von der Appellation abstehen, „damit solich gewonheit nit in der Eitgnosschaft in vbung komm". I. Der Kirchherr von Stallikon, dem man die Pfründe zu Mellingen vorerst geliehen hatte, der aber S76 December 1475. auf Bitte der Eidgenossen davon abgestanden ist, hat von Herrn Caspar Reistlin, dem ste jetzt gelic^ ist, für Vergütung seiner Kosten um der Eidgenossen willen nicht mehr denn 15 Gulden verlangt, dieser ihm bis Lichtmeß zahlen soll. Dessen will man ihm bei vorkommender Gelegenheit srcun ^ gedenken. ». Dem Laurin und dem Kündig von Aug hat man ihrer Streitigkeiten wegen Tag die Eidgenossen gegeben, sobald sie wieder nach Lucern kommen. Zedermann soll seinen Boten Vouw geben, in Sachen zu handeln, v. Der Vogt im Thurgau soll sich erkundigen, was für eine Bcwaü es mit den Lehen zu Weinfelden habe, auch wann Herzog Albrecht von Oesterreich mit Tod abgcga» sei. WaS er erfährt, daö soll er wieder an die Boten bringen. «. Der schandlichen Todtschlägc ^ welche nach dem Berichte des Landvogts im Thurgau geschehen sind, soll man heimbringen und zu - ' werden, wie man solchen schändlichen TodtschlÄgen und Bübereien an dem und andern Orten wolle, x. Nach Constanz wird geschrieben, es solle gegen unchrbare Todtschlägc, Diebstähle und a Uebelthaten, die im Thurgau vorkommen, strenger verfahren, ansonst werden die Eidgenossen silbi sorgen, daß Biederleute daselbst ihres LeibcS und Gutes sicher seien. ) . Herrn Bilgeri von ^ wird geschrieben, er soll dem Heinrich von Boswil zu Recht stehen nach Maßgabe der Richtung uns und der Herrschaft Oesterreich. Der Abschied in der Tschndischcn Sammlung enthält nur die Artikel «. b. ?» Ii. I, ». KT« Zürich. R47S, TK. December xl(!t, III. Ikt. Erklärung Kaiser Friedrichs IN. betreffend das Vüttdniß König Ludwigs XI. von Frankreich mit den Eidgenossen gegen Herzog Carl von Burgund: «b'riclerious «liuina kauento elomontia Itomanorum Imperator «empor XnAUstus, Ilungariaz, Dalmatisz, Oroavim rox ae ^ustrüe, Ltyriaz, KarintlliW'vt Oarniol«! Dux, Oomesc^uo ll'irolis, notum t'avimus per praz- sentes pro nolns, Iivrollibus et suoeessorilius nostris, «piail eum nos, ut «lux Xustrioo, et Serenissimus Illin- vvps Dullouious, Draneorum rex, Irator nostvr earlsslmus, invieem ao mutuo sumus oonlmilorati, uniti et volliAati juxta oontinentiam litterarum closupor oonteetarum i t)uo/, Unzen, in gebreche ncm Silber fgrßcnto rupto) 81 Mark 6 Unzen Bernergewicht. Dabei behalten sie alle weitcrn 8^'^ rungen vor. Laut dem BaSlcr Öffnung «buch V. 14« sollte am 29. Januar (Montag vor Lichtmeß) ein Tag dcr E'd genossen und der Vereinigung in Zitrich stattfinden. Lucern. 147«, S. Aebruar (Fniag po»t. ^aGo). Staattarchtv r'ucer»! Lucerncr Abschikde, k. S5. Boten: Zürich. Hans Waldmann. Bern. Schultheiß von Wabern; Peter Stark. Luctr"' Peter Ruft, Schultheiß; Caspar von Hertcnstein und Heinrich Hasfurter, Altschultheißcn; Peter TaMw'»"' Uri. Walther In der Gasse, Altammann. Schwyz. Ammann Jacob. Unterwaldcn. Ammöiw " Einwil. Zug. Der Landolt. Glaruö. Ammanit Acbly. ». Der Erwählte von Constanz ist auf diesem Tag erschienen und hat seine und des Capitels erzahlt, wie er gewählt worden und wie ihm die Regalien geliehen seien. Dabei hat er sich erbott", ' Vereinigung, welche Bischof Hermann selig mit uns gehabt, zu erneuern und sich mit uns zu verd'" ^ ^ I». Die von Bern haben Zusage begehrt, daß wir, falls sie durch den Herzog von Burgund ßbeN^ würden, sie nicht verlassen wollen. Ferner melden sie, der Konig von Frankreich habe seine zu Lyon und begehre, daß wir die unsere auch hinschicken. Auf beide Stücke sott Sonntags nach lentini (18. Februar) Jedermann mit Vollmacht zu Luccrn antworten, e. Auf denselben Tag ^ nach Bern reiten und da das Geld, das dahin gekommen ist, in Empfang nehmen. «I. Die von haben 2000 Gulden nach Bern geschickt und dabei etwas Silbcrgcräthe zu Pfand gegeben und bcge man möchte mit ihnen nach Basel, Straßburg oder anderwärts hin reiten und das Geld darauf ^ Das soll Jedermann heimbringen. «, Beringer Müller hat den Frieden gebrochen, soll 50 PG" ^ Buße verfallen sein, dieselben dem Vogt Waidmann bezahlen und schwören, den Frieden an Schmid in Zukunft zu halten. Der Eid und die Strafe sollen ihm an seiner Ebre nicht sth"^ t. Auf Samstag nach St. Valentinstag (17. Februar) wird der Rcchttag des NiclauS Bürkli und Gelten wegen sein. Wenn Jemand ist, der Forderungen an ihn hat, so soll derselbe auf den kommen, da will man darüber richten. Heimbringen das Schreiben von Bern und den N"" Februar 1476. 579 der bernischen Boten, daß der Herzog von Burgund mit seinem Zug gegen Averdon und Grandson anrücke. Jedermann soll rathschlagcn, was man bei solcher Gestalt der Sachen thun wolle, und auf den angesetzten Tag zu Lucern völlig Antwort geben. Ii. Ebenso bezüglich des Anbringens des Boten von Uri „von des Herzogen von Meillant wegen, als der begert, dz die eidgnossen ir botschaft zu Im tügen, wel er etwz heimlichs an sy bringen vnd mit dero sich zu vnderreden, dz sich zwüschen Inen vnd Im wol erschiessen, dann er den Eidgnossen tun wel, dz Inen lieb sig vnd die Einig halten, dz man die gegen Im vuch halte. Vmb dz sol man die ding heimbringen vnd vff dem tag antwurt geben". I. Herr Hug von Landenberg hat abermals Geleit begehrt. Auf dem angesetzten Tag will man antworten, ob man ihm solches geben wolle oder nicht. It. Unser Herr von Conftanz hat nachträglich noch begehrt, wenn uns in der Vereinigung, wie sie mit seinem Vorfahren bestanden, etwas widerwärtig sei, so möchten wir es an ihn bringen, er wolle sich darin nach unserm Willen freundlich halten. Desgleichen begehrt er des Siegels wegen, daß die Siegeltaxen nicht an den von Frciberg gelangen. Sein Begehren, mit Bern zu reden, daß dieses seine Priesterschaft dem Stift Constanz möchte anhangen lassen, soll man auch heimbringen. I. Nachdem sich nicht erfunden, daß die zwei gefangenen Schmicdknechte zu Mellingen „so wit gesungen" haben, wie auf sie geklagt war, und zudem große Fürbitte für sie eingelangt ist, hat man durch Gottes Willen auf geschriebene Urfehde und gegen Bezahlung der Kosten dieselben freigelassen, i». Donstag zu Nacht nach Valentin! (15. Februar) soll man zu Bremgarten sein, der Sachen auf der Reuß wegen, und sollen Zürich und Zug ihre Boten da haben, n. Dem Kürsener Rößler hat man eine Erkanntniß gegeben, daß er seines Widersachers Vieh, welches von Meggen in gemeiner Eidgenossen Aemter gezogen ist, wieder in Lucernergcbiet fertigen möge und daß dann die von Lucern darum Recht sprechen sollen. Zu d. Siehe auch den Brief dcö PropstS Jost von Siliuon au Lucern ü. ä. Lyon, 27. Januar 1476, abgedruckt im Gcschichtöfrcuud XV. S. 133. — Zu 6 und »r- Instruction BcrnS auf diesen Tag (Deutsches Missivcnbuch v. 722): I. Die Boten sollen die Warnung, welche Bern zugekommen, anbringen, insbesondere, was der Markgraf heute (Montag nach kurilloationis, 5. Februar) berichtet hat, nämlich daß der burgundische Herzog „nit in mcynnng sy, keiner fachen zu gchcllcn, Im bcschcchc dann bckcrnng; wie wyt aber die bekernng gemeint oder was darin gevasset wcrd, mögen nunc Herren nit wlissen"; und daß darauf der Herzog von Burgund mit seiner ganzen Macht sich zu allernächst an unser Land gelegt habe. Man möge seine Pläne nicht wissen, vcrmuthc aber, er wolle sich mit der Herzogin von Savoycn vereinigen, die mit einem Zug zn Camrach liege, und dann ans imö los ziehen. Bern verlange also, daß gemeine Eidgenossen sich geröstet halten, ihm ans den erste» Nnf mit aller Macht beizustehen. 2. Bezüglich des BisthumS Constanz scheine Bern, man sollte zn dieser Zeit sich in keine Bereinigung einlassen „angesehen den Handel, der sich jep zu Rom begeben". 3. Die Boten sollen den Eidgenossen anzeigen, Bern habe denen von Basel und anch dem Herzog von Oesterreich geschrieben, daß sie ihre Reisigen ihm zur Htllfe bereit halten. 4. Die Boten sollen wegen Avcrdon und Grandson mit Lucern reden. 5. Dieselben sollen melden, was Bern und Freibnrg auf die Nachricht vom Anzug des Herzogs vorgekehrt haben. 6. Des Geldes von Frankreich und der 30,060 Gulden wegen, die man durch den Propst von Münster weiter begehrt hat. 7. Die neuen Anerbictungcn des Markgrafen, sein Möglichstes für eine Vermittlung zu thun, sollen angebracht werden. 8. Man soll berathen, was auf den Brief der königlichen Boten zn antworten sei. 9. Die Boten sollen die Thcilung des Gelds von Hcricourt, welche zu Lnccrn in dem Stadtbuch eingeschrieben sei, verlangen. Die Schreiben BcrnS an Lucern vom 10., 11., 12., 13. und 14. Februar (Samstag, Soiintag, Montag und Dienstag vor Valentin!, St. Valentin!), wodurch der Anzug dcö Herzogs von Burgund, dem ganz Savoycn zufalle, die Absicht Berns, auf Freitag nach Valentin! mit dem Pauncr aiiSziizichcn, die Ränmnng von >')verdon, gg(j Februar 1476. mit die Verstärkung der Besatzungen von Grandson und Murten gcineldet und schleuniger Zuzug der Eidgcnogctt^ ganzer Macht in stet« dringenderer Forin verlangt wird, liegen im Staatsarchiv Luccm bei den Acten: gundcrkricg. Ebenda ein Bericht Berns an Luccrn vom 22. Februar (Donstag Oabbockra?otri) „vast sncll . Herzog von Burgund belagere Grandson, letzten Sonntag sei ein Sturm abgeschlagen worden, die Besatzung i 500 Mann; gestern aber habe er das Städtchen, da« nicht sehr scst sei, mit grossem Verlust erstürmt, die Vcsatzu habe sich in das Schloß zurückgezogen, sür das man wegen dessen sehr wichtiger Lage schleunigste Hülfe verlange «»I Allst. R47«, 1». Aebruar (Donstag »ach Balcmini). s«ts«»arä>iv ». ^cbrnnr (M°mag,,o«t. v»ionUni). »,ai>»»ara>tv L,,c«r„! «uierner Abs»ier», II. 5K. M- Voten: Zürich. Hans Waldmann. Luccrn. Schultheiß Rust; Caspar von schultheiß; Ludwig Ruß. Uri. Andreas Reiner. Schwyz. HanS Rcding. Unterwalden. ^ Zimmermann. Zug. Schreiber Seiler. GlaruS. Seckelmeiftcr Schübclbach. ^ ». „Jegklich ort sol mit macht mit ir Panner vszüchen vff fritag ncchst (Z.'i. ZcbruarO ' angesechcn ist, eö werd dann wider künt. Vnd ob dz abkünt wird, sollen die von Lutzcrn fürer tag zu sehen, sich zu vnderreden, wie man sich halten wel mit ein, zusah oder sust." I»« von Silinon ans sein Schreiben, „dz man heimbringen sol, ob man den Künig von Frankcnr'^.^,, well vmb hilff wider den Herzog von Burgund, sol man antwurten, so erst die Eidgenosse koment; sich ouch verantwurttcn, dz wir vnser botschafft der löuff halb nit hin In bringt '' Der Botschaft wegen zum Herzog von Mailand ist beschlossen, man wolle eine Dollss^^jel schicken, wenn der Herzog von Mailand schreibt, daß solches sein Begehren sei, oder wenn er dc>" ^ g, oder sonst Jemanden ein Creditiv giebt. «I. Dem Herrn von Constanz wird auf sein Bcged^ seinen Kosten eine Votschaft, auö welchem Ort er wolle, an den Herzog von Oesterreich ^ »or Nach diesem Abschied findet sich (ebendaselbst 56 l>) von gleicher Hand die kurze Notiz: »Die l Grasson. Vss Samstag vor der alten vaßnacht anno i.ixv)," (2. März.) . Kriss' Ii» S taatsarchiv Luccrn, Acten: Burgiindcrkricg, liegen folgende ans diese Schlacht bczüstü Bericht von Hauptmann, Ven.icr, Näthe und Hundert von Lucern jetzt im Feld an Schultheiß »nd f .Ml „datnm in einem dorss lit ein halb mit von Famcrkü, vss sritag zu nacht vor der alten Vasnacht' (147», .c,iF' die Ucbcrgabc deö Schlosses Grandson und die Ermordung der BesatzungSmannschaft, Meldung, daß dtt l' ^ scheu Hanptlcutc die Absicht haben, durch Belagerung von Vauxmarcus den Herzog von Burgund auS Stellung zn locken und zu schlagen -c. 5. März (Dienstag vor St. Fridolinstag) die Antwort des M «. März (Mittwoch, St. FridolinStag) ein Bericht der lnccrnischc» Hanptlcutc, Räthc ,c. über die ^ Februar 147L. 581 Eroberung von Vauxmarcus und sonstige seitherige Vorgänge.— Ferner: 1476, 18. März. Walthcr, Bischof zu Sitten, anch Hauptmann und Landlcute zu Wallis danken Lucern, Uri, Unterwaldcn und Schwyz, „ihren treuen Mitbürgern und Landlcutcn, anch gar lieben und guten Freunden", für den ihnen geleisteten Beistand, erstatten ihren Glückwunsch zu dem crfochtcuen Siege und berichten, daß, weil die Savohcr den Waffenstillstand nicht ganz gehalten, sie mit Hülfe der Berncr Gundis, Martinäch und St. Moriz eingenommen, mit denen von Saancn Ellen (Aiglc) überfallen, Neucnstadt (Villcncuvc) eingenommen, darnach auf den Bericht, daß die Eidgenossen aus dem Felde gezogen seien, auch ihrerseits ihr Volk haben heimgehen lassen und die Pässe besetzt halten. 8»» Lttcern. R47E, IR. (Montag nach Itominisooro). Staatsarchiv eurer» : Lueerner Abschiede, II. I>7, Boten: Lucern. Schultheiß und Rath. Uri. Muheim. Schwyz. Hans Reding. Unterwaldcn. Ammann von Büren; Heinrich Frunh. Zug. Landis. Da jenseits des Gotthards in Livinen, Mainthal und Vomatt (Formazzathal) bedeutende Theurung und Mangel an Lebensmitteln herrscht und deshalb viele von da herüber kommen, um Korn zu kaufen, so hat man, um einem Aufschlag in der Eidgenossenschaft vorzubeugen, die alte Ordnung des Kornkaufes wegen erneuert und die Schiffleute von Uri darauf schwören lassen, nämlich so, daß jeder von ihnen nicht mehr denn 8 Mütt schweres Gut und 2 Viertel Faßmiß wöchentlich kaufen und über den See fertigen soll. Da die von Uri für die Ihrigen in Livinen freien Kornkauf begehrt haöcn, so hat man ihnen das abgeschlagen und verordnet, daß der Zöllner zu Göschenen hier zu Lucern schwören soll, des Zolls zu warten, wie von Alter her, nämlich, daß er bei seinem Eide wöchentlich nicht mehr denn 4 „Ledinen", d. i. 4 geladene Saumrosse, mit Korn, Kernen, Hafer oder Faßmiß den Berg Yassiren lasse. Dazu hat man denen von Livinen gestattet, es möge jeder von ihnen herwärts Altdorf so viel Korn kaufen, als jeder auf seinem Rücken über den Berg tragen mag. Solches Korn aber sollen sie bei ihrem Eide in ihrem Lande behalten, für ihre Nothdurft brauchen und nicht außer ihr Land verkaufen. Man soll anch denen von Zürich schreiben, daß sie Fremde bei ihnen kein Korn kaufen lassen sollen, um solches nach Lamparten oder Livinen zu führen, anders denn ihre alte Ordnung weist, damit nicht in der Eidgenossenschaft Theurung entstehe. Auch Schwyz und Glaruö wird empfohlen, solches in der March und im Oberland gegen Curwalen und die wälschcn Pässe zu versehen. Ebenso soll man in den Aemtern der Eidgenossen, bei den Klöstern im Argau u. s. w. Vorsorgen, daß kein Korn aus dem Lande verkauft, sondern alles auf die offenen Kornmärkte zu Zürich, Lucern und Zug geführt werde. 8»4. Bern. R476, 14. Marz. Staatsarchiv Bern: Lateinisches Missivenbuch, 41k. Die Eidgenossen schicken den Heinrich Spietzer mit Aufträgen an den König von Frankreich. Der Brief nennt ihn einen: „armurum licistiiiriuü, tjuem et virtus eelehri« et 8trenui »sim!> virium exercitntici völlig aecentiksimum elkieit«. Lateinische« llreditiv uiiter dem Siegel von Bern. 682 März 1476. 8»S Lueern. 1476, 18. Marz (M°n,a„ pv.t vom«. S«aat»ar- In der Gasse, Altammann. Schwyz. Gilg Mcttler. Unterwalden. Rudolf Zimmermann, ^ ob dem Wald; Arnold Winkelricd, des Raths. Zug. Heinrich Schmid, Altammann. Glar« ^ Freiburg. Techtermann. Solothurn. Cunrad Vogt, Schultheiß. — Dazu der österrcich'^ Vogt und die Boten der Fürsten und Städte der Vereinigung. ». Der Gefangenen zu Rheinau wegen soll Zürich denen von Ulm schreiben, wenn M rechtigen wollen, so werde man sie ihnen in Rheinau zu Recht stellen; wenn nicht, so lasse man Urfehde und Bezahlung der Kosten los. I». Auf diesem Tag hat Bern angebracht und dasi« ^ Kundschaft hören lassen, daß der Herzog von Burgund mit seiner Macht, Büchsen und Wage« . ^ gegen Lausanne herausgerückt und Willens sei, auf Bern und Freiburq zu ziehen. Dcßholb Berner „vnder ougen" alle Eidgenossen nach den Bünden hoch crmahnt, ihnen eilends mit ga«l" ^ zuzuziehen und ihnen Land und Leute vertheidigcn zu helfen, mit dem Anerbieten, vorkommende«^,, das Gleiche auch thun zu wollen. Nach mancherlei Rathschlag ist beschlossen worden, die bringen und einen Zusatz von allen Orten nach Freiburg zu legen. „Vnd hat man mit den von vnd vrsach gefeit, warumb vns qevicl, dz sy die Iren nit gan Murtcn leiten noch wägeten; an 2r Statt oder dem Zrcn belegert wurden, so wölke man sy nit verlassen." st' Straßburg zeigt an, seine Stadt habe ieht 30« Pferde heraufgeschickt unö zu Lieb und Z« »ic das nicht genug, so wolle er sofort heimkehren und dir Sache dermaßen anbringen, daß ^ gliche«' Stadt Straßburg werde ihr Möglichstes thun, um uns einen löblichen Widerstand zu ße «I. Deö EideS wegen. Der „fryheit" wegen, f. Basel, Colmar und Schlettstadt " ' wollen als Viederleute Leib und Gut getreulich zu unS setzen, ßx. „Von des VnwillenS Zoe« erhebt hat zwüschend denen von Soloturn vnd Vnderwaldrn, als die von Vnderwalden mc>« Zr panner zenemend, vmb dz sy Zr panner sürend, ist angesechen, damit vnS allen in ' . q,il>^ kriegSlöiffen kein schedlich vssrur erwachs, dz die Kotten von Vnderwalden die fach yeimbringc« daran sin wölken, damit sölichs erspart vnd sust die fach früntlich vndcrtragcn werde." ^ ^rei^ fache wegen zwischen Ulrich Ammann und Margaretha Zclgcr soll man dem Propst von Solosin"« er möchte die Sache befördern, die Kundschaft verhören, dieselbe nach Rom fertigen und h'««« ^sie' die Frau sei mit Kundschaft und Andern, ihrerseits nicht säumig gewesen, wokl aber babc die sich widerwärtig bewiesen. Denen von Lucern ,st aufgetragen, in ähnlichem Sinne zu Gu»M'" ^ «ol nach Rom zu schreiben. I. Die Voten von Bern haben, wie vorhin die Eidgenossen, so diesem Tage anwesenden österreichischen Landvogt, Grafen Oswald von Thicrstcm, den ^,cse den Lazarus von Andlau und andere Räthe des Fürsten zu Hülfe gemahnt und gebeten; März 1476. 583 zusagten, „von mins gnedigen Herrn von Oefterrich wegen alles dz zetun, dz den eidgnossen lieb vnd dienst sig, vnd lib vnd gut vnd wz er vermag trülich mit macht zu Znen ze setzen, mit vil guter wortten, als sy dz anbracht Hand". It.. Zn Betreff deö Zusatzes nach Freiburg ist gerathschlagt, daß Zürich 200, Lucern 200, Uri 60, Schwyz 100, Unterwalden 60, Zug 60, GlaruS 60, der Abt von St. Gallen 35, die Stadt St. Gallen 16, Appenzell 50, das Oberland 28, Thurgau 46, Schaffhauscn 10, Rapperswyl 10, die Stadt Baden 10, die Grafschaft Baden 20, Bremgarten 6, Mellingen 3 und das Waggenthal 25 Mann hinschicken sollen. I. Auf Sonntag zu Mittefasten (24. März) ist ein Tag nach Schwyz gesetzt, um in Betreff des „Anslags" und anderer Dinge Antwort zu geben, m. Lucern erhält Vollmacht, des Leckers und seiner Sachen wegen nach Constanz und Stockach zu schreiben, i». „Von Oester- rich, Chur, Sunncnberg, Hallwyl, Baldegg, Hewen, Koler, Lechen vnd Lantz wegen will man heimbringen." Bern mahnt am IS. März (Freitag nach Rominmeoro) abermals zum Zuzug mit ganzer Macht, berichtet am II. März, der Herzog ziehe heran, eS habe Petcrlingcn geräumt, Murtcn als Vorburg besetzt, bittet um schleimigen Entsatz und setzt Tag nach Bern auf nächsten Freitag (22. März). Staatsarchiv Luccrn, Acten: Burgundcrkricg. 8»« Lueern» R47L, E April (Samstag vor dem Palmtag). Staatsarchiv Lucern! Lucerner Abschiede, k. 58 Ii. Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Bürgermeister. Bern. Hans Rudolf von Erlach; Urban von Mulern. Lucern. Peter Rust, Schultheiß; Caspar von Hertenstein und Heinrich Hasfurter, Alt- schultheißen; Peter Tammann. Uri. Hans Zmhof. Schwyz. Ulrich Abyberg. Unterwalden. Ammann von Einwil. Zug. Ammann Zten. Glarus. Hans Kuchli. ». Die kaiserlichen Boten haben um einen Tag nach Basel geworben und sich erboten, Frieden zu machen zwischen uns und dem Herzog von Burgund. Das soll Zedermann heimbringen, damit man Zu Rath werde, was man darin thun wolle; doch soll man sich nichtsdestonünder rüsten, um, wenn es Noth thäte, zur Gegenwehr bereit zu sein. I». Bern hat abermals den Anzug des Herzogs von Burgund zur Sprache gebracht und dabei zu erkennen gegeben, wie viel den Bernern an Murten gelegen sei. Sie begehren der Eidgenossen Erklärung, ob sie, da Bern in der Meinung, Murten zu behalten, Stadt und Schloß daselbst besetzt habe, im Fall einer Belagerung durch den Herzog von Burgund, ihnen zu Hülfe und zum Entsatz Murtens kommen wollen oder nicht. Wenn wir alle das thun wollen, so würden sie zu ewigen Zeiten das mit Leib und Gut um uns zu verdienen suchen. Man hat darüber gerathschlagt und ihnen dann geantwortet, den Eidgenossen wäre jetzt noch lieber, wenn die Berner, wie man ihnen schon zu Schwyz gcrathen, Murten nicht hielten; doch da sie nun einmal dem Rathe nicht gefolgt und Murten besetzt haben, so wolle Jedermann ihre Anfrage heimbringen und die Obrigkeiten darüber rathschlagen lassen. «». Dem Vogt Kuchli im Oberland und denen von Zürich ist aufgetragen, über alle Zinsgüter und Gerechtigkeiten, welche die Eidgenossen im Oberland haben, ein Urbarbuch zu machen, damit den Eidgenossen das Zhrige nicht abhanden komme und man sich in Zukunft zu halten wisse. «I» Der Vogt >m Oberland soll daran sein, daß alle Lehen daselbst verbriefet werden, daß man die Lehen leihe und 684 April 1476. Zeder um sein Lehen einen Brief nehme. <. Die von Bern sollen dafür sorgen, daß der ^ Neuenburg, der so viel Silber und Raubgut gekauft haben soll, ausgesucht und angehalten werte, ^ Gut in die gemeine Beute zu legen, f. Ebenso sollen sie daran sein, daß der von BalmooS das ^ daö er zu Neuenburg von „Freiheiten" lFrcischaaren) und Andern zus einen Händen genommen, ber^ gebe und daß cS in die Beute komme. Die 760 Gulden, die zu Bern liegen, wollen die fiebc" ^ unter sich theilen und denen von Freiburg und Solothurn nichts davon geben. Bern soll das ^ auf den nächsten Tag nach Lucern bringen. I». Des Geldes von Genf lind Lausanne wegen, das ' ^ zu Bern liegt, wie die Boten melden, läßt man die Sache vor der Hand anstehen, i. Des wegen zwischen Solothurn und Unterwalden, daS Panncr betreffend, ist mit beiden Theilen sie während dieser Kriegoläufe die Sache ruhen lassen und weder im Feld noch anderswo darßd" ^ willen erheben. Wenn wir etwa wieder zur Ruhe kommen, so wollen wir dann freundlich darein ^ sie zu verständigen suchen, k. Schultheiß HaSfurter hat geklagt, er werde vor der Gemeinde zu ^ beschuldigt, er habe Dicnstgeld von der Herzogin von Savoycn und andern Fürsten, er habe Briefe an den Herzog von Mailand geschrieben oder sich in dem Gefecht zu Grandson „gehind'^ ^ anders gcrathen, als denen von Schwyz wohl bekommen sei. Solche Nachr ede bekümmere ib>^ ^ sehr, eS werde sich niemals erfinden, daß er sich anders gehalten oder anders gerathen ha^, ' -c eö gemeiner Eidgenossenschaft und denen von Schwyz zu Nutzen und Ehre gereichen mochte, gemeine Hauptleute und alle, die dabei gewesen, zu Zeugen aufrufe. Er begehre darum, ^ ihm bchülflich sein, daß ihm von denen von Schwyz „Wandel bcschehe" oder daß man ihm alle gegenüberstelle, welche solchergestalt von ihm reden, damit er dieselben berechtigen und durtbu»^^ daß ihm Unrecht geschehe. Darauf haben gemeine Eidgenossen in diesen Sachen dermaßen daß die von Schwyz gütlich antworteten, sie halten, wie andere Eidgenossen, den Schultheiß für einen Biedermann und wollen ihm gerne thun, waS ihm lieb sei; die Sache möge ihnen und anders vorgetragen worden sein, als sie sich wirklich verhalte; sie wollen, daß die Sache Hierauf haben gemeine Eidgenossen den HaSfurter ernstlich gebeten, eS dabei gütlich bewenden und sich mit der Erklärung derer von Schwyz zu begnügen und ihnen zu thun, waS W Gemeine Eidgenossen wollen ihn um alle Sachen für einen frommen Biedermann halten und verdienen. DieS hat er gethan und „die fach den citgenossen gütlich ergeben, vnd sind daw'l ^ ^ I. Den kaiserlichen Boten, welche um einen Tag nach Basel geschrieben haben, soll man antn'S' ' ^ wissen nichts von Frieden, der Burgunder bekriegt uns täglich dermaßen und halte so wcnia r ^ daß wir die Gegenwehr gebrauchen müssen; doch wenn die Gegenpartei einen Frieden machen ed? ^ gütlichen Tag leisten wolle, so wollen wir gebührliche Antwort geben :c. mit mekr Worten ^ sie Ordnung in Betreff des KornkaufeS über den Gotthard und nach Welschland hin wird besüste^'^jcd aus dem vorigen Tag (Absch. berathen worden ist. i». Heimbringen, daß man den im BetretungSsallc ergreifen und richten soll. «». GlaruS soll nach Eurwalen schreiben, daß gut herausgegeben und in die Beute gelegt werde. ,». Am Dienstag zu Nacht nach dem (7uli>.imssl>»ili (?.i. April) sollen Boten aller Orte, die zu Grandson im Feld gewesen, des BcutegutS wegen zu Lucern eintreffen. Das baare Geld soll Jedermann mitbringen. Man soll auch ^ berathen, wie man eS mit dem klebrigen, Gold, Silber, Kleinodien und seidenen Gewändern, iiä «I. Denen von Appenzell soll man schreiben, sie sollen sich mit ihrem LandcSpanner rüsten, «>" April 1470. 585 Nothfalle zuzuziehen. Wenn sie dies nicht lhäten und wieder mit dem,.Venly" kämen, so wurden wir es von ihnen nicht zu Dank aufnehmen, denn wir werden auch mit den Pannern ziehen. 147V, 13. April. Schreiben Berns — wahrscheinlich im Auftrag der Eidgenossen — an den König von Franko reich: Der königliche Bote habe einen Brief und Glückwunsch zn dem Sieg von Grandson gebracht. Das freue sie; sie danken dem göttlichen Beistand diesen großen Sieg. Nim liege aber der Herzog von Burgund bei Lausanne und die Frau von Savoycn habe ihre Wohnung im bischöflichen Sitze daselbst genommen und reize den Herzog täglich gegen die Eidgenossen ans. Aber auch Savoycn leide große Verwüstung lind es sei nichts anderes denkbar, als daß der Herzog von Burgund entweder dieses Land, das er schon zu Trier vom Kaiser begehrt habe, sich unterwerfen und dadurch zwischen Frankreich nnd den Eidgenossen eine Schranke aufrichten, oder aber den Krieg zu Schonung seines eigenen Landes ans fremdem Boden führen wolle. Der junge Fürst von Savoycn sei ein Kind, der solchem nicht zuvorkommen könne. Sie mahnen also den König von Frankreich, sich bnildcSgemäß gegen den Herzog, der nnn zwischen ihm und den Eidgenossen in der Mitte liege, zu erheben, aus ihn zu ziehen, den Eidgenossen eine Diversion zu machen, das Land Savoycn von gänzlichem Verderben zu retten »nd dasselbe mit einem geeigneten, beiden Theilen zuträglichen Ncgimcntc zu versehen n. s. w. (Staatsarchiv Lnccrn, Allgemeine Abschiede II. 125.) Schilling, Burgundcrkricg S. 321, druckt dieses Schreiben ab unter dem Datum des 11. April (nuckvoiina Drills). — Am 12. April (Charfrcitag) hatte Bern das königliche Schreiben nach Lnccrn gesendet, zugleich mit der Nachricht, daß 400tt Bogenschützen das bnrgnndische Heer verstärkt haben. (Staatsarchiv Lnccrn, Acten: Bnrgnndcrkrieg.) An> 7. Mai schreibt Bern an Lnccrn: Es sei gestern wieder ein königlicher Brief durch den Propst von Münster eilig anhcr gesendet worden. Zu n. Ueber die Verhandlungen des ProtonotarS Hcslcr und des Grafen Heinrich von Rcchbcrg, Gesandten dcS Kaisers, mit den Eidgenossen siehe Näheres in einem Briefe Panigarola's an den Herzog von Mailand vom 15. April 147V bei cko llinKins, Ovpvvlws ckv« aiutziuwackour« Nilaiwis II. 58. Ebenda S. V3, Anm. 15 und 1v. Zn k». lieber daö Verhältnis! Mnrtcuö zu Bern und den Standpunkt, von welchem auö Bern die Mitwirkung der Eidgenossen zum Entsatz dieser Stadt verlangte, ist ein Schreiben Bernd an Lnccrn vom 11. April (hohen Donstag) bcmcrkcnöwerth, welche« folgendermaßen lautet: „Vnscr srüntlich willig dienst:c. Wir habend durch vnscr Nätt vff dem ncchstgchaltcncn tag in üwer Statt vndcr andren« an üwer brüderlich liebe lassen bringen vnsern notdürftigen willen zu behaltniß der Statt Murten vnd wie «vir dieselbe jetz mit macht bcsntzt vnd willen haben zn beheben. Vnd darusf üwer ineyiuing vsf ein wider bringen gesatzt wolvcrstandci«. Wie wol «vir im nit zwivelnt, solichs lang an üch dcrmaß, das cS z» gut vnscr aller «verde erschicsse», dcnnocht damit üwer liebe gcstalt derselbe» Statt vnd wie die vnS verwaiit ist wiß, so verkünden «vir üch in ganzer warhcit, daö die vorgcmclt Statt Murte» von ireiu grund dem heiligen Rieh verwandt vnd ist von demselben loblich bcfryet vnd aber durch daö Hnö Safoy abgcsündcrt vnd nit best minder in craft dcö heiligen Nichö, daruf si gcstift ist, vor vil langer Jarcn in vnscr puntniß komcn, dicsclb z» ansang vff Jarzal gesatzt vnd für vnd für erstrckt vnd znletzst zu ewigem wcscn ist gezogen, deö wir üwer liebe Hann verflossen abschrist schicken. Vs solichem grund haben die frommen lütc dasclbö all vnscr Reisen, sy bcrürtcn vnscr Eydgnosschast oder vnS, zogen, sich darin nie gcwcigcrt, in allen vcchdcn mit vns gestanden, vnd von vnS durch lieb noch durch leid nie koinen. So haben «vir ouch die in vnscr gcsworn ewig Pünd init vnS gebracht vnd das alleS in leinen« anhang dcö Safoyischcn H»S, sunder JrS vrsprnngö von dem heiligen Nich getan, vnd ist sölichö nit anc mcrgclich vorbctrachtung von vnscrn altuordcrn bcschcchcn; dann die verniclt Statt aller Vilser land Vorhut vnd also ist gelegen, daö vnscr zöll, gclcit, niärkt, land vnd lüt dadurch gchanthabt sind; vS dem allem üwer brüderlich lieb mag nicrkcn, «vaö vnscr Statt an dem vnmcltcn Stoß Murten ist gelegen, vnd das «vir nit vimoldiirfticlichen, ob «vir ander« vnscr ewig pünd, als «vir ouch gcsworn vnd von vnscrn vorder«« vsf vus ererbt haben, halten welle», dieselben so trefsenlich, als «vir ouch von stund zn stund 74 586 April 1476. mit aller zurüstnng vnd grossem costeu tund, bcstcrkcn vnd besetzen. Das alle« motten mir invcr brüderlichen lic >c vnvcrtiint nit lassen, mit gar ernstlicher bitt, so ir vnscr trcfscnlich »otdurst mit tiwcr grossen Vernunft mol bedenle», söllichö sclbS zn herzen zu setzen, Umcrn hilslichcn Millen gegen vnS zu rcttung vnd stcrkc darzubieten vnd darin zct»» ' als Ir v»S in crast vnscr Ptlnd, darin mir vnd die vnscrn gcvassct, pslichtig vnd mir nit zmincln, selb» in sind, billich zu beschcchcn, vnd ouch mir alzit gegen tlch, itmcrn landen, litten vnd zugcwantcn gcwont haben vn Got mit cmiclichc» tu» Mellen. Dann mo das vcrinclt Stoß verlassen, so möcht nienian gcwcndcn vnscr vor Slosi vnd Stctt mcrcn ganz in Zerstörung gcricht, vnscr vcilcr kouss ab, vnd vnscr» vindcn sölichcr vfscnthalt, daS >' ^ des z» cmigcnl schad vnd abgang murdcn gcmiscn »c. ,c. Datinn sncll vss den heiligen hoch donrstag nuno . (Staatöarä)iv Lnccrn, Acten: Burgundcrkricg.) — Ebendaselbst finden sich noch weitere hieraus bcM" ^ Mahnbricsc Berns vom 12. Juni (Mittwoch vor Oor^ori» LlwisU), II. Juni (^oi-porm 6Iirist>), (Montag nach (loi^oris Lkribti). Lucern. 2^ April (Mittwoch nach St. Jörgentaft). Etaattarchiv Vucern l Lucernkr Abs»I»be, st. KV t». ANg«m«ine Abschiede, II, t?7. Boten: Zürich. Zunftmeister TachclShoser. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter; ^ Tittlingcr. Lnccrn. Heinrich HaSfurter und CaSpar von Hcrtenstcin, Altschultheißen; Peter Tun»"'' Hanö Fcer. Uri. Werner Lusser; Jost Zmhof. Schwyz. Ulrich Abyberg. Unterwalden. An"'""' Heinzli; Ammann Ambül; Heinrich Wirz. Zug. Der LandiS und Heinrich Frey. GlaruS. Blum; Werner Rietlcr. Basel. Heinrich Jselin; Heinrich Zcigler. Freidurg. Jacob Bugniet. ^ . thurn. Der Stadtschreiber und Hanö Stölli. Biel. Venncr Göifsi. Colmar. Werner von A?"' Abt von St. Gallen. Meister Cunrad. Stadt St. Gallen. Ulrich Farnbülcr. «oll ina" Der Gefangenen zu Rheinau wegen, derer wegen man denen von Ulm Tag gesetzt hat, G" ^ dem Landvoqt und dem von Landeck schreiben, sie möchten zu dem Rechttäg ebenfalls kommen, d>' selbe bereitö angesetzt sei und man ihn denen von Ulm nicht wieder abkündcn möge. I». Der ssicrrc>^" Landvoqt, Graf von Thierstein, hatte geschrieben, eS seien mit ihm etliche Knechte aus der E«d^" ^ schaft zu Hcricourt gewesen, welche daö heilige Sacrament verunchret hätten. Man soll daher 'd'" ^ dem Ritter Raymond schreiben, sie möchten uns die Namen derselben zu wissen thun, damit strafen können. «». Da der Sträfilcr, welchen die Gesellen von Schwyz und Andere verklagt ' ^ als hätte er in Lothringen Verräthcrei gegen sie geübt, der Eidgenossen Geleit zu Baden tn'^ ^ man ihm da „mit der Hant am lib mit tun", doch wenn die Gesellen ihn anderSwo in der schaft betreten, so mögen sie ihn zu Recht anfallen und wo sie dieses thun, da soll man ihn"' '' Recht ergehen lassen. «I. Die Kornkaufcr von Uri beklagen sich über die auf vorigem Tage f^'^f Ordnung, wonach ihnen nicht mehr denn 4 Mütt schweres Gut und 1 Viertel FaßmiS über de" ^ hinein zu führen erlaubt wurde. Man hnt auf ihre Bitte die Ordnung dahin abgeändert, daß ^ Kornkäufer von Uri und Lucern jeder wöchentlich li Mütt schweres Gut und 1 Viertel FaßmiS kansi ^ und über den See nach Uri führen mögen; auch mögen die von Uri, Einer für den Andern, d" ^ nicht zu Markt kommen mag, so viel kaufen, als Einer olme Gefährde für seinen wöchentliche" bedarf nöthig hat. Die Kornkäuser von Uri, Luccrn, Schwyz und Unterwalden sotten, jeder vor sc"' April 1476. 587 Herren, dieses zu halten schwören. Denen von Livinen und dein Spital auf dem St. Gotthard läßt man auch statt der erlaubten 4 Ledinen deren 8, nämlich für Livinen 7 und für den Spital 1, wöchentlich über den Berg gehen. Alles das soll aber nur bis St. Verenentag (l. September) dauern und von da ab die alte Ordnung wieder in Kraft treten. Zm Oberland, wo man nicht immer zu Markt kommen kann, mag Einer dem Andern für seinen Hausgebrauch wohl Korn verkaufen. «. Da der Lanz abermals geschrieben hat, man möchte ihn in den Besitz seines Schlosses LiebenfelS wieder einsetzen, so soll man heimbringen, ob man ihm Geleit geben und gütlich Tag leisten wolle. Veiahendcn Falls sollen die Orte, die bei der Sache unbetheiligt sind, den Tag ansetzen, t. Auf diesen Tag hat der Bischof Walther von Sitten den Eidgenossen geschrieben, daß die Seinigen im Lande Entremont und BagneS die Feinde mit ritterlicher Hand angegriffen und den Herrn von „Schaland" nebst etwa 1000 Lombarden und Venedigern, die dem Herzog von Burgund wider uns zuziehen wollten, erschlagen, dabei großes Gut gewonnen und die Feinde in die Flucht geschlagen haben; aber auch von den Wallisern seien 30 Männer umgekommen, die von denen, welche an Wallis geschworen hatten, schändlich verrathen und ermordet worden seien. Da die von Bern abermals Erklärung verlangen, ob wir, falls sie in Murten belagert würden, sie entsetzen wollen oder nicht, und dazu den Vorschlag machen, dem Herzog von Burgund, bevor er seine Rüstungen vollendet habe und unter dem Eindruck der Niederlage im Wallis, entgegenzuziehen, so sott Zedermann beide Punkte heimbringen und auf nachgemeldeten Tag zu Lucern antworten. Doch hat man Bern zugesagt, daß wir alle die geschwornen Bünde an ihm halten und, sobald wir mit unserer Macht gerüstet seien, ihm zuziehen wollen, wie man ia schon auf letztem Tag zu Lncern zugesagt habe, man werde die Berner nicht verlassen, sondern Leib und Gut zu ihnen setze». Den neuen Vorschlag, dem Herzog, bevor er ganz gerüstet sei, entgegenzugehen, wollen die Boten ihren Obern empfehlen. I». Der zwei Emmenthalcr wegen, welche die silberne Flasche zn Constanz um 53 Gulden verkauft haben, wie der Landvogt berichtet, soll Bern Erkundigung einziehen, l. Zn Betreff der Beute von Grandson ist ein anderer Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag zu Nacht nach dem Sonntag Cantatc (14. Mai). Dahin soll Jedermann, waS er an baarem Geld gefunden oder erlöset hat, ferner Gold, Silber, Kleinodien und Edelsteine bringen, damit man dasselbe besehe und sich verständige, wie man alles thcilen oder wie man sich damit halten wolle. Auch soll Zedermann daS Verzeichniß und die Anzahl der Söldner, die er in dem Gefecht zu Grandson gehabt und die auf die Beute Anspruch haben, eingeben, nicht mehr und nicht minder, olme Gefährde; desgleichen soll fcdeS Ort seine Beutemeister und seine bevollmächtigten Boten da baben, damit über GotteSgaben und Arztlöhnc Verwundeter sofort eine Abrechnung gemacht werden könne. Man soll auch von Straßburg, Basel, Bern und Zürich je einen „abcntürer" oder Goldschmied schicken, um Edelsteine, Kleinodien und Kostbarkeiten zu schätzen, und zu rathen, wie man solche am nützlichsten verwerthen könne. Wenn auch Zemand Leute hätte, die (für Ablieferung der Beute) noch nicht beeidigt wären, so soll man dieselben in der Zwischenzeit schwören lassen. Wenn Zemand etwas auS der Beute gekauft hat und seinen Verkäufer zu zeigen weiß, so soll er von diesem sein Geld wieder fordern, daS erkaufte Gut aber in die Beute legen. Wer seinen Verkäufer nicht zu nennen weiß, aber schwört, daß er etwaS ohne Gefährde gekauft habe, dem sollen die Bcutemeister sein miöqelegteS Geld wieder geben, sofern sie bei der Einlösung des Stücks für die Eidgenosten Vmtheil sehen. Dagegen haben die Beutcmeistcr Vollmacht, mit argwöhnigen Leuten nach Gutdünken zu verfahren, bamit alles aufrecht und unparteiisch zugehe. 1^. Der Leute wegen, die in dem Gefechte veuvundet 588 April I47L. worden sind, waö über sie mit Arztlöhnen und andern Kosten ergangen ist, sowie wegen verlorner Habe, wegen Trompetern, gemeinen Dirnen und andern Anforderungen soll Jedermann die Sache heimbringen ">'d schriftliche Verzeichnisse aller Anforderungen eingeben. I. Man soll auch bcrathen, ob man Dirnen, Karree, Knechte und solches Volk in die Beute lassen «volle oder nicht. «». lieber alles Vorgeschriebene lolle» k» Boten auf den Tag zu Lucern Vollmacht erhalten, nach Gutdünken zu handeln, i». Zn Betreff der groß"' Büchse, die noch ungetheilt vorhanden und zu 8 Gulden per Centner angeschlagen ist, will man bis a»fk>" Tag erwarten, ob sie Jemand kaufen wolle. Wenn Niemand sie kaufen will, so soll man sie zu gemeu'^ Eidgenossen Händen nach Baden legen. «». Da der Graf von Valendiü viel Beutegut von Freilchaan" und Andern aufgehoben haben soll, erhalten die von Bern Austrag, sich darnach zn erkundige» und l» sorgen, das? alleS in die Beute komme. >». Burkard Roggwiler von Langenthal hat zu Luccrn geredet, sein Knecht habe denen von Bern 70«) Gulden in die Beute gegeben. Die von Bern wollen ibu darum „zu Worten stosscn". oz. Alles Gut, Vieh zc., das im Gefecht und im Zug hin und her erobert wo>d'», soll in die gemeine Beute kommen. >. 2n Betreff der Panncr und Fahnen, die in Kasten gesund"' worden sind, soll man auch antworten, was man mir denen anfangen, ob man sie Geilen wolle oder nicht, n. Etliche meinen, weil doch der Krieg gegen Burgund ein Reichskricg sei, soll man den sttldten um einen Reisigenzug und einige Handbüchsenschüken schreiben, damit man dein Herzog Burgund als einem Reichofeind desto besser Widerstand tbun möge. 2n diesem Sinne wurde dann u» den Reichsstädten geschrieben, t. Freiburg, Solothurn und Biel begehren von den 700 Gulden, die i" Bern liegen, auch ihren Theil, in Betrachtung, daß sie auch mit dem König,n Vereinigung und lewc'l"' mit nnS gezogen seien. Man hat abermals sich gecinbart, ihnen nichts zu geben und das Geld u»'"' die sieben Orte zu thcilen; doch will man ihr Begehren heimbringen, i». Freitag nach Cantatc (l7. ^ ist des Lanzen Rcchttag; man hat ihm Geleit gegeben bis wieder an seine Gewahrsam?. Denen Schwyz, Zug, GlaruS und Nidwaldcn soll man verkünden, daS Geleit zu hallen und die Ihrigcn, die Sache von LiebenfelS berührt, auf den Tag zu fertigen. H. Da einige Edle und Unedle nn Burger zu Wyl und St. Gallen sind und dcßhalb nicht mit den Eidgenossen zu reisen meinen, ^ beschlossen, man wolle Niemanden in seine Rechte greifen, weder dem Abt von St. Gallen und der Wyl, noch der Stadt St. Gallen; aber alle, die im Thurgau sitzen und der Eidgenossen Schirm gcn>cp"'' sollen auch mit gemeinen Eidgenossen reisen. Gabriel, der mailandische Bote, hat im Naw"' ^ Herzogs angebracht: Eo sei diesem leid, daß der Burgunder m Savoyen liege und die Herzogin >b'" geHolsen habe; er möchte nnS rathen, daS Augstthal und die Gegend da herum einzunehmen; ^ uns dazu heimlich helfen könne, daS werde er gerne thun. „Hat man sincn gnaden schriftlich ged>"'^ Im daby die gcdat vor Granson verkündet vnd zeerkenncn geben, dz wir von gnadcn GotteS lüt 4"'^ Hand, den krieg ze füren. Diewil sich aber sin gnad so gutwillig erbütet, dz er vnS dann zu H>'^ ^ Krieg ctiva mit einer summ geltes zu Hilff stände, vnd die werk den guten worten nachgangent wollen wir verdienen." Wegen der That des Hans Thüring von Frirdingcn und seines Zörg von Riffen gegen die von Schaffhausen und Ncutirch soll man dem von Frirdingcn sch"'^"' daß er sich solcher Bübereien und seines Knechts müßige und die Reichöstraße frei und ruhig lasse', d"'" aus die Lange würden wir sein Verhalten nicht dulden, sondern selbst sorgen müssen, daß die straßcn fre, und Biederlcutc dem Muthwillen nicht ausgesetzt bleiben, z. DeS llnwillenS halb zwM" denen von Zug und denen im äußern Amte daselbst, deS „VenlvS wegen, das die Aeußern wider April 1476. 589 jenigen von Zug gemacht Hand", erhalt Zürich den Auftrag, eine Botschaft vor die Gemeinde zu Zug zu schicken und ihnen zuzureden, daß 'sie, zumal in diesen bedenklichen Zeiten, sich gütlich verständigen. Zn Betreff der neuen Münze der Wcißpfenninge und VaSlermünzcn, die nicht währschaft sind, soll man heimbringen, was zu thun sei. Wenn inzwischen solche Münzen nach Zürich, Bern oder Lucern kommen, soll man selbe probiren, damit man wisse, wie man sie nehmen soll. n». Dem Herzog von Mailand wird in Betreff des von Bonstettcn und seines VruderS geschrieben. I»ß». Drei Männer auö Livinen klagen über einen räuberischen Anfall, den sie erlitten, als sie von „Volny" gen Visanz gekommen seien und sich da über daS Wasser haben führen lassen. Dieser Abschied findet sich auch, etwas kurzer gefaßt, im Staatsarchiv Lnccru, Allgemeine Abschiede L. 127, hier mit dem Datum Donstag nach ckooril (25. April). Gewöhnlich wurden die Tagsatznngen ans den Abend einberufen und die Verhandlungen begannen am Morgen darauf. Vergleiche jedoch hier Abschied 8Z6 Zu «. Das Schreiben gemeiner Eidgenossen und der nieder» Vereinigung jetzt zn Lucern versammelt, ck. ll. Freitag nach St. Jörg (20. April), an die „von Vlm vnd die Stelle Jrcr Vcreiniing", womit sie von diesen eine ehrbare Zahl von gutem reisigem Zeug zu Roß und Handbüchscnschützen zur Hülfe gegen die Burgunder verlangen, ist nach dem Original im königlichen Archiv zu Stuttgart abgedruckt bei Zcllwcgcr, Appenzeller Urkunden, Nro. 479. Die Antwort von Consta»; ck. ck. 1. Mai: Glückwunsch zum Sieg von Grandson und Bemerkung, daß man bei zahlreicher»! Rath sich über das Begehren reisiger Hülfe bcrathcn wolle, befindet sich im Staatsarchiv Lnccrn, Acten: Burgnndcrkricg. Ebenda der Glückwunsch Herzog Sigmunds a»ö Bötzen >1. ck. Eritag nach ckudilnbo (7. Mai). (Original ans Papier.) — Zn " 1470, vltimn, ckio A^rilis: Die Eidgenossen von Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Zug und Glarns verlangen in einem lateinischen Schreiben vom Herzog von Mailand, Galeazzo Maria, eine Geldsubsidic. (Fragment im Staatsarchiv Lnccrn.) Lncern. KA. (Mittwoch nach (irntatc!). Staatsarchiv vucer»! Luccrncr Abschiede, II. KI. Voten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Bürgermeister; Hanö TaehelShofer. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter, und Thüring von Ringgoltingen, beide Altschultheißen; Anton Archer, deS Raths. Lucern. Peter Ruft, Schultheiß; CaSpar von Hertenstein und Heinrich HaSfurter, Altschultheipen; Peter Tammann; Ludwig Kramer. Uri. Ammann FrieS; Cunrad Arnold; Jost Zmhof. Schwyz. Ulrich Abybcrg; Ammann Dietrichs Sohn; Landschreibcr Fischli und der Sigrist von Arth. Unterwalden. HailS Heinzli, Ammann; der Wirz; Heinrich Am Schwand von Obwalden; HanS Ambül, Ammann von Nidwaldcn. Zug. Altammann Schmid; Heinrich Frey; Götschi AmboS. GlaruS. Werner Rictler; Ulrich Strub. »». Zn Betreff der 70V Gulden, die deS SoldS von Hericourt wegen zu Bern liegen, haben die stehen Orte beschlossen, selbe unter sich zu thcilcn und sonst Niemanden etwaS davon zu geben, weder denen von Freiburg und Solothurn, noch Andern. I». DaS Vrandschatzgeld von Genf und Lausanne meinen Einige nach den Orten, Andere nach der Zahl der Leute zu theilcn. Auf dein nächsten Tag soll danibc» entschieden werden. «. Dem Landvogt von Thierstein und dem von Rüscgg soll man ichrciben, daß sie den Hanö Erlocher, den sie gefangen haben, loslassen, weil er uns zu versprechen steht. «I. ^ecrn Hug 590 Mai 1410. von Laudenberg ist Geleit gegeben bis St. Gallentag. Welches Ort nicht zustimmt, soll solches bis nächsten Mittwoch nach Lucern verkünden, r. Auf Dienstag zu Nacht nach der Auffakrt (28. M"') soll man wieder zu Lucern sein mit Vollmacht, deö Anschlags und ZugS wegen, den die von Bern begehren, zu rathschlagen und den Zug zu beschließen. Bern soll die 700 Gulden und daS Brandist"'^ geld von Genf und Lausanne auf den Tag bringen, damit man die Thcilung vornehmen könne. ^ -' demselben Tag sott man Antwort geben, wie man der Ausfuhr dcS KornS und KernenS über den Rbe>» zuvorkommen möge. Auf Montag vor Johann Baptist (II. Juni) ist dcS WitbowS Rechttag Rheinau gegen die von Ulm; man soll selben beiden Theilen verkünden. I». Nach Straßburg schreib"' wegen Jörg Beck. l. Graf Jörg von SarganS und die im grauen Bund begehren, man möchte ibm" Korn, daS sie gekauft und dessen sie bedürfen, über den Wallenscc zu beziehen gestatten. Aus nächstem T»g will man antworten, k. Graf Eberharden von Sonnenberg ist seiner Ansprache wegen eine BoUst'^ oder ein Empfehlungsschreiben an Herzog Sigmund von Oesterreich vergönnt. I. Dem Herzog oo» Oesterreich schreibt man in Betreff HanS ThüringS von Friedingen und bezüglich des BiSthumS Const»"!, er möchte verschaffen, daß icncr nach Vorschrift der Vereinigung eines der getbancn Rcchtbote ausneb'N" »i. Wenn Einer ein Beutestück heimgeführt und dafür Fuhrlohn ausgegeben hat, so soll, wenn daS zur Deute kommt, ihm der eidlich beschwornc Betrag des Fuhrlohns ersetzt werden, i». Der Panner » Fahnen wegen ist beschlossen, daß solche, welche im Gefechte gewonnen worden sind, dcmicnigcn oder dcw Orte, dessen Angehörige sie gewonnen haben, bleiben sollen; die Panner und Fahnen aber, die man Kasten gefunden hat, soll man wie anderes Beutegut in gemeiner Beute theilen. Jedes Ort soll Panncr und Fähnchen holen lassen, damit selbe am nächsten Dienstag hier seien. «». Denen von bürg soll man den Jacob Streiff empfehlen nach Anbringen deö Farnbülcr und schriftlichem Gel »st' ^ Vogclweider. >». Denen von Appenzell wird geschrieben, daß sie nach Inhalt deö Spruchs der genossen und der Vermittlung derer von St. Gallen dem Lütsricd Möttcli daS Seine ausrichten: sie eö nicht, so habe man ihm erlaubt, sie mit Recht vorzunehmen, wo er zum Ziel zu kommen Denen von Eöln wird geschrieben, sie möchten dem von Appenzell dazu helfen, daß ibm sein ausgerichtet werde, i. Dem Abt von St. Gallen wird geschrieben : Da er gegen HanS von La»?"' auf die von Constanz zu Recht gekommen sei, so möchte er um unsertwillen dem Spruch von l?o>" nachleben und von der Appellation abstehen, x. Die 709 Gulden Soldgeld von Hericourt wob"' sieben Orte unter sich theilen; jedes Ort erhält 100 Gulden. <. Uebcr den bei Thcilung ^S schatzgeldö von Genf und Lausanne anzuwendenden Maßstab, ob nach Orten oder nach Leuten, >o>> auf nächstem Tage entschieden werden. Heimbringen, wie man eö mit dem Sessel in der Ben" ' ^ wolle, v. Ebenso des SteinS und der goldenen Tafeln wegen. HH. „Von dcS Zugö wegen, von Bern begcrt Hand, meint man, den zu disen zitcn anzcstellcn; doch wz man denen von B"" ^ malen zugescit hat, daby wil man bliben, vnd ob eö darzu kumpt, dz sy oder die Iren überzog" ^ belegert wurden, wil man lib vnd gut zu Inen setzen." ^c. Bern hat begebet, man inöckte > ' ^ ^ goldenen Tafeln und daö „Heltmn" um den Betrag, wofür sie gewertbet sind, überlassen. man heimbringen mit Empfehlung, ihrer Bitte zu entsprechen, z. Die Tafeln, daö „HeltUw , Diamant, der Degen und die Siegel sotten zu aller Bundgenossen Händen zu Lucern ausbebalten ' bis darüber eine Verfügung getroffen wird. Mai 1476. 691 „DiS sint die stuck, so (wir) dem Hertzogen von Burgun im stritt zu Granssen gewunnen hant vff der alten vasnacht abent »nn» in. cccc. i-xxv^' Zar. Ztcm deö ersten ein kiel von silber vnd ander stuck von silber, alles köstlich vnd vbergult, wigt 157 Mark 8«/- lott. Ztem sodann von silbrincn blatten, schuslen, kredenhen, silbrin schalen vnd ander köstlich cleinott, haut gewegen 647 Mark 15 lott. Ztem ein köstlich guldin spengly mit zwey berly, mit eim rubin vnd eim bund demand. Ztem ein köstlich guldin spengly mit eim schmaragten, y rubin vnd eim diemant. Item allerley gold in eim seckly, wigt 29 lott. Ztcm ein pacem mit eim berlinmutter Oelberg mit eim gamahu, köstlich, wigt an gutem gold xij lott. Ztem ein köstlich kestly mit silber beschlagen. Ztem ein köstlich guldin taffel, wigt an gold 2 Mark 1 lot, sind darin 8 orgentisch berlin, 3 safir, 3 baleß vnd ist darin dz köstlichest Helium, dz man vinden mag, vnd mit sunderheit von allen stucken im liden Cristi vnd sust ob lxxx stucken, merklich. Ztem ein guldin köstlich taffel mit eim cngelschcn gruS, wigt an gold j Mark vnd 3l/z lott, ouch mit grossem köstlichem Helium. Ztem ein köstlich zeichen mit eim scrpcntin. Ztem ein köstlich guldin Paternoster mit Helium, wigt an gold 29 lott. Ztem ein köstlich kristallen stuckly mit gold beschlagen vnd ist darin Helium, nämlich ein finger von sant Andres vnd ein stsikly von sant Andres krütz. Ztem ein köstlich gülden Ring mit ruttcn vnd mit eim diemant. Ztcm aber dann 9 gülden Ring. Ztem 2 guldin ring mit 2 safircn. Ztem ein köstlicher sassel, ist vbergult vnd für gold vsgeben, wigt ob 299 Marcken, vnd ist aber valsch gesin, als man jn versucht hat. Item 4 guldin knöpff, waren vff dem sassel, sint gut gold, vnd dann guldin kettin, wegen zusamen 6 Mark, ist gut tugatten gold. Ztem ein sidin röckly mit silber beschlagen, mit bugelin vnd löbly vbergult, hat an gewicht 5 Marck vnd darob. Ztem aber ein sidin köstlich röckly mit silber beschlagen, mit bligclin vnd löbly vbergult, hat an gewicht ob 11 Marcken. Ztem i bischoff yffcl, köstlich, vnd ein silbrin köstlich bischossstab vnd sin buch. Ztem i sidin wappen röckly mit silber beschlagen. Ztem silbrin ubergiilte gereit vff roß, köstlich, vnd dann vil sidiner. Ztem ein köstlich silbrin uberglilt göller vber den Harnisch. Ztem ein köstlich brcgadin, da vil silber an ist. Ztem 3 köstlich patternoster. Ztem 3 beschlagen köstlich gsirttel. Ztem dann allerley silberS, wigt bi 4 Marcken. Ztcm ein clein gefloriert bettbuch, ist angeschlagen für 69 gülden. 59Z Mai 1470. Ztem deS Hertzogen von Burgun recht sigel, ist gut guldin vnd wigt 18'/, lott. Item des baschartz von Burgun Jnsigel, ist silbrin vnd übergült, wigt 14 lott. ^ Ztem ein köstlicher stein in gold gefasset, ist ein grosser diemant, vnd hanget daran ? grosse ^ da schetzt man den stein vnd bcrly, als gefasset ist, für 20,000 gülden. ^ Ztem ein köstlicher degen: da ist im hefte 7 diemant, 7 Rubin vnd 15 bcrly, sint gros. >0 400 gülden werd. . ^ Ztem 2 köstliche stdin damastin grzelt mit guldinen flamen, sint vast groS, vnd dartzu ob 4000 g Ztem ob hundert wagen vnd karrenbüchscn, da an etliche ob 24 Roß zezüchen hat, die vnd köstlich, vnd sust allerley büchsen by 300, vil büchsen bulffer, blyen clötz, howen, schusle», stigleittern vnd anders. Ztem dann vil sidincr köstlich deckin vnd vast vil rossen an zal vnd ob 1500 Wägen. Ztem dann vil sidener röckcn, sidener wambisch, bargelt vnd ander gezierd, so gewunncn vnd koufft, vnd darab gelöst an barem gelt, als hernach stad-. Ztem die von Zürich Hand gelöst an barem gelt 299 Gulden. Ztem die von Bern hant gelöst 1540 (Hülben. Ztem die von Lutzern hant gelöst 829 (Hülben 20 Schilling. Ztem die von Vre hant gelöst 120 Gulden 15 Schilling. Ztem die von Switz hant gelöst 231 Gulden .1 Ort. Ztem die von Vnderwaldcn hant gelöst 113'/, Gulden. Ztem die von Zug Hand gelöst vnd bargelt 1400'/, Gulden. Ztem die von GlaruS, Oberland, Thurqöw vnd Vtznacht 311 Gulden. Ztem die von Solloturn 595 Gulden 5 Schilling. Ztem die von Friburg 412 Gulden. Ztem die von Strasburg 40 Gulden I Ort. Ztem die von Basel 259 Gulden. Item die von St. Gallen 49 Gulden 1 Ort. Ztem dcö Aptz von St. Gallen lüt 40 Gulden 1'/, Ort. Item die von Schaffhusen 52 Gulden 10 Playpart. Ztem so ist von Bern vß gemeiner butt kommen 517 Gulden. Item die von Kolmcr nütt. Ztem die von Schlctstat 1 Gulden. Ztem die von Telsperg 35 Pfund Stebler II Schilling. Ztem die von Biel 42 Pfund Hallcr 25 Schilling. Item die von Vremgarten 77 Gulden. Ztem die von Baden und Mellingen 100 Gulden 3 Ort. v0' Ztem so meint man, dz des gutz vnd gelt, so gewunnrn vnd nit in die bükt komcn, ^ ja schlagen ist von frihcitten vnd andern, an gold, gelt vnd cleinottern, me gemessen sig, ^ ' die bütt komcn, als vorstad. essest Ztem der Hcrtzog von Burgund hat sich clagt, dz er des gcvcchtz verloren Hab bv ^ tt" mannen, aber da ist nit me dann 1500 oder 1000 man sunden. Vnd ist der Hertzog vnd die Mai 1476. 593 tag vnd die nacht gestochen vnd besunder der Hertzog eins fliechens von ansang bis gan Nasorett, dz ist by funff tüscher Millen. Ztem er hat onch an dem gevecht gchept sechszig thnsscnt rechttcr reisiger vnd des »ihrigen Volks ist me gewessen. So ist vff der eidgnossen sitten aller vnd aller nit me gcsin, dann by achtzechen thnsscnt, als dz alles in der Kroniken lutter geschriben. Doch ist den» Hertzogen ob 200 panncr vnd venly an- gewunnen, vnd die vff der eidgnossen sitten old teil hant verloren by fsinfzig man." Basier Offnungsbuch V. 171. 1476, Dienstag nach O-mtato, Tag zu Lncern „von des bitttgutz »vcgen zehandcln". Siehe auch das Beutcvcrzeichniß bei Schilling, Burg»»nderkricg S. 295. — Im Staatsarchiv Luccrn (Acten: Burgundcrkricg) finden sich über die Beute noch folgende Rödel und Aufzeichnungen von gleichzeitiger Hand: 4 „Dis ist der blit Rodel des bittgnts zu Granson erobert, als das ycdcrman, so von Herren, Stetten vnd Lcndcrn daby gewesen sind, hie zu Luccrn angeben hat vff Donstag nach St. Iörgcntag (25. April) ami» otc. i.xxvja. Ist vff dein tag zu mittem Meycn angeben." Dieses scheint die unmittelbare protokollarische Aufzeichnung der Bcutcincistcr zu sein; alle einzelnen Einnahmeposten sind, als erledigt, gestrichen. Die Summe ist 6955t/, Gulden. Dann folgt, was die einzelnen Orte „verzehrt" haben. Die Summe ist 164 Gulden. Dann „der Summ der lütten ze Gransscn": Solothurn 901 Mann, „aber" (d.h.noch) 27 Mann, Schwyz 1181 Mann, Straßbnrg 259 Mann, Frciburg 828 Mann, Biel 218 Mann, Basel 1200 Mann, der Herr von Eptingc» 8 Mann, Zürich 1701 Mann, der Abt von St. Gallen 146 Mann und 5 Pferde, die Stadt St. Gallen 131 Mann, Colmar 35 Manu, Schlettstadt 26 Mann, beide Unterwaldcn 455 Man», Luccrn 1861 Manu, Schaffhauscn 106 Mau», Baden mit der Grafschaft 96 Mann, „aber 3 Mann, aber 11 Frihcit; item aber 99 Mann, die sint nit gerechnet noch bezalt — ist bczalt", Brcmgartcu und Mellingen 77 Mann, Zug 434 Mann, Bern und Ncucnstadt 7130 Mann, Dclsbcrg 51 Mann, Glarus, Oberland, Thnr- gau und Gastcr 780 Mann. Summa 18,115 Mann. Dann folgt ein Vcrzcichniß der Verwundeten und der über sie ergangenen Kosten: „Item die von Zürich hant 7 wunden, ist kost darüber gangen 12 Gulden 16 Schilling, ist bczalt"; Schwhz 70 Verwundete, Kosten 96 Gulden 7 Schilling und noch 4 Gnldcn; Bern hat für seine und anderer Orte dort verpflegte Verwundete ausgegeben 686 Pfund Halter 18 Schilling, dieses ist aus der Beute bezahlt; Frciburg 22 Verwundete, 22 Gulden Koste»; Uri 8 Verwundete, 14 Gulden Kosten; Zug 12 Verwundete, 12 Gulden 3 Ort Kosten; Basel 30 Gulden Koste» für Verwundete; Solothurn 13 Verwundete, 20 Gnldcn Kosten; Glarus 7 Verwundete, 18 Gulden 1 Ort Kosten; Stadt St. Gallen 2 Verwundete, 7»/, Gulden Kosten; Ob- und Nidwaldcn 5 Verwundete, 8 Gulden Kosten; Lncern 52 Verwundete, 90 Gulden Kosten und noch 42 Gulden dem Schcrcr zu Bern. Alles daö ist bezahlt, einiges Weitcrc steht »och aus. — Endlich steht noch auf dem letzte» Blatt die Notiz: „Item je hundert Mannen sol werden 4 Mark vnd 6 lot Silber, Item ein» tusent 44 Mark." Weitere Rödel (ebenda) enthalten spccielle Angaben, was jeder einzelne Mann zur Beute eingeliefert hat u. s. w. L. Ein anderer Rodel: „Item die von Zürich hant an barem gcld vnd an schulden 299 Gulden. Die von Zürich hant 1701 Main», tud an gelt 616>/, Gulden 4 Schilling 6 Hallcr, vnd wz im Hilms gehört, des ist er bczalt. Item die von Bern hant an barem gelt vnd an schulden 1530 Gulden; aber 10 Gnldcn. Die von Bern haut 7130 Man, tud 2584 Gulden 23 Schilling. Ist bczalt bar vnd an den von Solenturn. Item die von Switz hant au barem gelt vnd au schulden 231 Gulden 3 Ort. Die von Switz hant 1181 Alan, tud 440 Gulden 5 Schilling. Mau belipt Inen schuldig 245»/, Gulden. Costcn vnd artzit sint bczalt. 75 Mai 1476. Itcin die von Luhern hant an barem gclt vnd an schulden 829 Gulden 20 Schilling. Aber 19 Schttrpf, minder 2'/, Gulden; ist am bly abgangcn. Die von Nutzern haut 18K1 Man, tund L74Guldcn29 ling. Also blibcn die von Lutzcrn vberm Costcn schuldig Ii Gulden vnd ist ganz dczalt. ^ Item die von Solloturn hant an barem gclt vnd an schulden 595 Gulden 5 Schilling. Hant 928 Man, an gclt 33L Gulden IL Schilling, vnd wz er schuldig blibcn ist, hat er bczalt an den von Bern vnd Biel. Item Statt Sant Gallen 49 Gulden 1 Ort. Die von Sant Gallen hant gehcpt 131 Man, lud l>2 1 k Schilling, ist bczalt mit der zernug vnd rosten. ^ Item die von Zug hant an barem gclt vnd an schulden 140L«/, Gulden. Sy hant gehcpt 434 Ma», Inen 174 Gulden 24 Schilling. Item sh hant darnfs bczalt. ^ Item die von Bremgartcn hant an barem gclt vnd schulden 77 Gulden minder 4 Gulden. Gatansch»^ ^ Item die von Baden und Mellingen hant an barem gclt vnd schulden 9K Gulden 3 Ort, aber 4 ^ zwcycr frowcn wegen. Hant Baden vnd Bremgartcn 1«7 Man, tud 7 4 Gulden 31 Schilling 3 Hallcr- bclipt er schuldig 19 Gulden 1 Ort. Hat bczalt." Z. „Item von der knechten vnd karcr wegen ist bekennt... Item von der frihcit wegen ist gcratschlagct, dz man allen denen, so vndcr ein panncr vnd vcnly old u» ^ ^ man geschworen oder von ircn Herren dargcbcn vnd by der gcdat sint gcsln, dz man denen die blttt geben s»i, ^ knccht, karcr, svnmcr old frihciten, dcSglich den Spilltttcn. Itcni fronwcn sond jcklichs Herren vsrichtcn. Item doch mag jcdcrmanö Herren sine» spilliltcn ein vorttcl tun vst ircm teil der blttt old dz vndcr wegen ^ Item von denen so verkaufst vnd dz gclt gelöst vnd dz nit zu geben hant, sol jcdcrman die sine» ^ ^ ncmen, wcl die sind, vnd icdcrman sin best vnd wcgst tun, damit dz bczalt; wo aber dz nit bczalt, sol blttmeistcr bringen, die dann schaffen, wo die ergriffen, dz man mit denen schassen mit tlirncn old andcri», sömlich gclt bczalt wird. Item wz an der nott verloren ist, sol icdcrman de» sincn abtragen anc der ander engcltnis. ^zt Item von der wunden wegen, wz vfgangcn ist von zcrnng vnd arpitlön, dz sömlichS vS gemeiner billig ^ sol werden in einer bcschcidcnhcit, vnd ob icman zu vil rechnen vnd vorder« Welt vnd dz die bltttmcistcr wider an der citgnosscn Kotten gebracht werden, die sollen dann gcwalt ha», darin z» handle» nach gclcgenhcll dc^ ^ Item wz einer bringt, cS stgen cleinott oder ander merkliche sink, oder bracht hat, wz da ein, gesche"^" ' ^ ist, daby sol dz bcsta»; vnd Hand dem knabcn, so von Zug ist vnd den Stein snndcn hat, zechen guldi» hinsltr sol man nicman ntlt schenken, einer old eine brecht dan ein merklich stuck, da sol man gcwalt habe», bcschcidcnhcit zu begaben, zimlich. . .^lich Item die zcrnng, so die blttmeistcr vcrzcrt hant old vcrzcrc», sol vsi der blttt bczalt werden, doch ein l'ck zmmg. Item von de? costcnS wegen, dz silbcr vnd die cleinott costcn harznsitrcn, sol VS der btttt bczalt werde»- Item von der Goltschmid wegen, die sol man vmb ir lon vnd zcrnng vS der blttt bczallcn vnd vltcm von des crobrctcn bltttgny wegen ist von der Eidgnosscn bottc» gcsct?t vnd geordnet, dz icgll'^ Stetten vnd Vcndcrn mit den sincn schassen gcmcinlich vnd sonderlich, dz sy alle? dz gut, so erobert vnd by ircn gcschworncn eidcn, die sy darnmb söllcn schweren, zu melden, zn zligcn vnd hcrslir zu geben, WZ e"»' ^ hat old weis, es sig Inen geschenkt old sy haben dz verschenkt, konsst old vcrkonsst, sy oder icman von >» ^ darvmb ic einer den andern leiden bei dem cid; vnd sömlichs gut sol hindcr icgklichs Herren, vndcr de« p"'"' gezogen ist, legen vnd geben, die dz zusamcn legen vnd gemeinem Volk zu bitttig vnd teilten crschicsscn laustc» ^ ^ vnd ob icman dz Übersicht als obstad vnd den cyd nit haltet, der sol vorab mcyncidig vnd erlöst gehalten vnd D" Mai 1476. 595 an lib vnd gut gestrafft werden. Vnd sömlichen cid sollen tun die Priester, so im veld gesin sint, vor ircn ober« vnd ouch al soldncr, knecht, karer, siiumer vnd friheit, desglich die frouwcn, so im veld gesin sint. Item vnd wz jcgklichcr old jcgklichc in die bittt lcitt vnd hcrftir gibt, dz soll alles cigcnlich in gcschrisft gcuomcn mit namen, wer dz gibt old wz ieman gibt. DeSglich, ob ieman den andern leidet, dz sömlichs ouch ordenlich in geschrift gesetzt, damit nlltzit verschlagen vnd jederman bcschcch dz, so billich, götlich vnd recht sig; vnd ein icgklichcr aniptman vnd vogt sol söinlich gut vnd geschriftcn zu sincn Händen nemen vnd dz als obstat sincr oberkeit antworten, ouch by dem cid, trllwlich vnd vngefärlich." Lneern. R47K, A. Juni (Mittwoch po»<. rontsoost«). TtaatSarchtv L»cern: Lucerner Abschiede, Ii. K8. Boten: Zürich. Heinrich Mist, Bürgermeister. Bern. Niclnus von Scharnachthal, Ritter; Bartholomaus Hubcr. Uri. Ammann Püntiner und der Landschreiber. Schwyz. Cunrad Zacob, Ammann. Unterwalden. Claus von Einwil, Ammann; Hans Amblil. Zug. Hans Schiffly. Lucern. Peter Rust, Schultheiß; Caspar von Hertenstein und Heinrich Hasfurtcr, Altschulthcißen. ». Auf Dienstag zu Nacht nach Ovrpori« (Ziristi (18. Juni) sollen Schultheiß Haösurter von Lucern und Ammann Dietrich (In der Halden) von Schwyz mit einer Botschaft von Zürich bei dem von Hcwen, der einen freundlichen Tag gegen den von Lupfen hat, zu Conftanz sein und sollen von unser aller wegen ihren Streit gutlich schlichten helfen. I». Dem Meister Niclaus, Schulmeister zu Münster, soll man eine Empfehlung an den österreichischen Landvogt geben, damit er seinen Freunden von Neuenbürg in ihren Sachen gnadig sei. «». An Graf Eberhard von Württemberg wird geschrieben, daß er die von Rothweil, welche er gefangen hat, loslassen und sich mit ihnen der Streitigkeiten um den Wildbann wegen freundlich vergleichen möchte. Dem österreichischen Landvogt und denen von Frciburg und Villingen wird Rothweil zu getreuem Aufsehen empfohlen. «?. Dem Herrn Heinrich Göldli, Ritter, wird ein Fürdernißbrief an die von Constanz gegeben, des Erbfalls wegen, den er dort zu verhandeln Hot. Die von Bern haben angebracht, der Herzog von Burgund habe sich erhoben lind sich ihnen genähert; sie wollen ihm entgegenzichen und ihm Widerstand thun, und begehren unsere Hülfe. Das sott Jedermann heimbringen lind auf Freitag zu Nacht nach tA>rp«ri» schritt, (14. Juni) zu Lucern in Betreff eines Zuges Antwort geben. Dem österreichischen Landvogt wird geschrieben, er möchte sorgen, daß der Falkenstein, den er gefangen hat, seinen manigfaltigcn Ucbelthaten nach bestraft und nicht losgelassen werde. Auch ist dem Landvogt die Klage des Hauptmanns von Mümpelgard, daß seine armen Leute beschädigt lind gefangen werden, mitgetheilt, mit freundlichem Ersuchen, solches abzustellen. Auf St. Alexiustag (17. Juli) soll man wieder zu Lucern sein, um auf das Begehren deS Herzogs bon Lothringen Antwort zu geben. Man soll die Fürsten und Städte der Vereinigung auf einen Tag nach Baden beschreiben, um mit ihnen diese Antwort zu berathcn. Dazu: Schreiben der Eidgenossen an Abt Ulrich von St. Galle», >1. >l. 7. Juni (Freitag j.ott ^oittoi-o«^), das; er seinen Zusatz von -75. Mann sofort nach Frciburg schicke, und Schreibe» LuccrnS im Name» der Eidgenossen an denselben, .1. ck. t.7. Juni, die Aufforderung enthaltend, eiligst mit seinem Hauptpanner nach Mutten zu ziehen. (StiftSarchiv S t. Gallen.) 596 Zum 1476. Zu Ucbcr einen am 14. Zum zu Luccrn gehaltenen Tag findet sich nichts. Am 14. Zum (Freitag »ach Ooli>ori» Christi) schreibt Zttrich an Luccrn, es sei nicht wahr, daß, wie gesagt worden, Zttrich deS Brandfcha^ von Genf wegen unwillig sei und des,halb seinen Zuzug »ach Mnrtcn mindern wolle. (Staatsarchiv Luccr», Acten: Bnrgundcrkricg.) — Noch am 17. Zum (Montag »ach Corporis Christi) mahnt Bern die „Eidgenosse» »' Feld", eiligst gegen Murtcn zu ziehen. (Ebenda.)— Am IN.(Mittwoch nach Corporis Christi) schreibt Luccrn a» die Seinen im Feld, Zttrich berichte, es könne mit seiner Macht und denen aus den Acmtcrn, denen von St. (wallen, Appenzell u. s. w., zusammen mehr denn 4l)l)N Mann, erst aus heute ausziehen, werde aber Tag und Nacht eile», um dein, Heer der Eidgenossen einzutreffen; die Luccrncr Hanptlcutc möchten daher fttr Verschiebung deS Angnm bis nach dem Eintreffen der Zürcher :c. stimmen, zumal nach dem (cbcnsalls vorliegenden) Berichte Ludwig ^ (deS luccrnischcn Boten zu Bern) Mnrtcn sich wohl halte und die Verbindung mit dem Platze offen sei. (Ebenda) 22. Juni (Samstag zn stacht vor St. Johann Baptist) 7 Uhr Abends, Bericht der luccrnischcn Hanptlcutc, Hill c und Hundert an den Rath zu Lnccrn über die am gleichen Tage stattgcsnndcnc Schlacht bei Mnrtcn. (Ebenda.) ^ 24. Juni (St. Johann Baptist) 4 Uhr Nachmittags -. Weiterer Bericht derselben an denselben über die Schlaf' Versolgnng dcö Feinde«, den Bcsund dcö Lagers ». s. w. (Ebenda.) Lnusanne. I 474», t»> (wahrscheinlich 2»<. »nd 2N. ^u»i). Staa»»arc ^ thancn des Herzogthums Savoyen und der Herrschaft Genf mit ihrem Leibe und mit ihrer Kaufmanns""'' sicher im Gebiete der Eidgenossen wandeln und gleichermaßen die Eldgcnosscn in, Gebiete von und Genf. Alle Schulden, welche der Herr von Savoyen und seine Untcrthanen denen vs» ^ ' Freiburg und andern Eidgenossen schuldig sind, sollen bis zu dem vorgcmcldeten Tag ohne Jcmau ^ Schaden in ihrem gegenwärtigen Stande verbleiben. 4. Wenn während dieser Zeit Jemand der FM' Städte oder Zugewandten der Vereinigung sein Volk in Form einer Botschaft oder sonst zu"' von Frankreich schicken wollte, so haben die vorgenannten Boten von Savoyen die Verpflichtung a»> genommen, daß dieselben sicher und wohl hin und zurück durch das Land Savoyen begleitet werden )S> Zuni 1476. 597 5. In diesem Waffenstillstände wollen die Vereinigten das Land Waadt nicht inbegriffen wissen, sondern sie wollen, daß dasselbe in ihren Händen bleibe. 6. Dagegen sollen die Walliser, wenn sie wollen, inbegriffen sein, und da von ihrer Seite Niemand bei dieser Verhandlung zugegen ist, so sollen Bern und Freiburg ihnen selbe verkünden und sie auffordern, bis den 16. Juli ihre Erklärung zu geben, ob sie in dem Waffenstillstände begriffen sein wollen oder nicht. Ihre Erklärung soll durch den Grafen von Greyerz an die Herrschaft Savoycn gelangen. 7. Die Boten, die dann von Savoyen auf den Tag zu Freiburg kommen werden, sollen sicher sein für die Herreise, den Aufenthalt und die Heimreise. Nach Schilling, Burgundcrkricg S. 346, wurde der Waffenstillstand zn Lausanne am 28. »nd 29. Juni geschlossen „durch Begehren des Klings von Frankcnrich". Vergleiche <1o ttinKin», Vvxöolio» üos amlzagsaüourz Uilonais II. 363, 364 Annl. 1, 338 Anni. 3. «AK. Nor«. R47«, (vor dem 12.) Juli. Staatsarchiv Zürich! Tschudische Sammlung I. 27. ». Bezüglich des Anbringens deö Herzogs von Lothringen sott man auf dem Tag, welcher auf Freitag, den zwölften Tag Juli, nächsthin angesetzt ist, völlig antworten; der Herzog will seine Botschaft auch allda haben. I». „Item nach dem der vermelt fürst sin lib vnd gut so gar trüwlich zu minen Herren den Zugewanten vnd Eydgnossen gesetzt vnd sich so gar erlich vnd ritterlich gehalten vnd daby so gar güttlichen begert hat, Im ettwas büchsen zu schenken, sol mengklich heimbringen, dz vff dem tag zu Lutzern sölichs Im zugesagt werd, angesechen, dz etlich derselben sin vnd durch den burgunschcn Hertzogen Im angcwunnen sind. Desglich minem Herrn von Straßburg, Basel vnd andern." <. Ebenso weiß Jedermann zu sagen, was der Propst von Münster geschrieben hat, und dabei kennt man den Abschied, der mit den Savoyern zu Lausanne geschehen und worin man Tag angesetzt hat nach Freiburg auf St. Jacobstag (25. Juli). Diesen Tag sott Zedermann mit Vollmacht beschicken; auf dem Tag zu Lucern soll man zu Rath werden, was man daselbst thun wolle. «I. Der Botschaft wegen, die man zum König von Frankreich schicken will, soll man auf diesem Tage auch endliche Antwort geben und daran sein, daß dieselbe abgefertigt werde, angesehen die große Nothdurft und was gemeinen Eidgenossen daran gelegen ist. «. Lucern und andere Orte sollen diese Meinung an Glarus und Untcrwalden schreiben, damit auch diese den ^ Tag besuchen. Auf dem Tag zu Lucern soll man sich unterreden, wann die Rechnung zu Baden zu halten sei. 15. Meine Herren von Bern wollen alle eroberten Büchsen nach Bern führen lassen und, wenn man den Tag zu Freiburg besucht, dieselben gebührlich theilcn lassen. I». Man soll auch heimbringen, daß der burgundischc Herzog jetzt zu Salins ist und sich abermals rüstet, herauszuziehen; Etliche sagen, er beabsichtige vor Mümpelgard zu ziehen. 598 Zuli 1476. Luccrn. 147«, 17. Inli. Staat»ar«hiv L»c«rn! «»«ttittr Sibsidiidt, Ii. KS. Ar»«» «ololhurn: A»s»>«t«i>inb, 0. St. r«. ^ Boten: Zürich. Hans TachelSkofer. Bern. Urban von Mulern; Anton Archer. Lucer Ruft, Schultheiß; Caöpar von Hertenstein und Heinrich HaSfurtrr, Altschultheißen; Peter Uri. Hans Jmhof. Schwyz. Gilg Mittler. Unterwalden. Rudolf Heinzli; PauluS ^ki- Zug. Hanö Seiler, Stadtschreibcr. GlaruS. HanS Schübelbach. Solothurn. UrS Stegc' ' bürg. Willi Techtermann. ». Basel hat insgeheim geschrieben: Wenn man daran arbeiten wollte, so würde man bc" grasen wohl in die Vereinigung bringen. DaS soll man heimbringen und darauf zu c^kenneb ^ Ad- wie unfreundlich und gefährlich sich der Pfalzqraf dcS Herzogs von Burgund wegen gegenüber ^ genossen verhalten habe. I». DcS KömgS von Frankreich Botschaft hat uns allen freundlich ge' " „cheN- begehrt, daß man den Tag zu Frciburq mit den Savoyern nicht halten möchte, ohne auch >" l' ^ «». Dem Herzog von Lothringen ist auf sein Begehren geantwortet, „dz sin gnad vnS vngc e< ^ ^ ^ dz können wir nuzemal dchcin einung mit 2>n machen, dann vnS bedunckt, nachdem er .'nstich vnd stetten, so in vnser einig sind, ouch in einig stat vnd sp nnt vnS, daran gnug sig, " danken sineS zuzugS, vnd wo wir dz vmb In verdienen, dz wir darzu gutwillig vnd bereit ü" ,1. Auf das Begehren des Herzogs von Lothringen und der Herren und Städte von Straßbi"ä, u. s. w., die beim Zug gewesen, man möchte ihnen von den zu Murtrn gewonnenen schenken oder dieselben mit ihnen theilen, ist beschlossen . Die Boten, welche nach Freibmä sollen Vollmacht erhalten, solche Büchsen zu schenken; jedenfalls soll der Herzog von vsgcricht" werden. «?. Auf den Tag zu Freiburg sollen die Boten der Eidgenossen Vollmacht^ ohne Hintersichbringcn zu handeln; ebenso sollen sie reden und ratkschlagen über d»c Ab'"' Botschaft zum König von Frankreich, k. Auf Sanct Marien Magdalenentag (22. Juli) s<""" n""' Eidgenossen ihre Voten zu Baden auf der Iahrrechnung haben. Auf den Tag zu Freibad als „Vndertädinger" beschreiben unsere Herren und Freunde, den Herzog von Lothringen' ^^-Mt von Greyerz und Herrn Wilhelm Hertcr, Ritter. I». Die von Eonstanz haben durch den Eidgenossen »hre Freude ausdrücken lassen über den Sieg, den sie über den Herzog vo" " davongetragen haben, und gemeldet, sie haben darum Gott Lob und Dank gesagt, Krenzg'"'^^ po" vor und nach der Schlacht und mit ihren Glocken Freude geläutet. Dabei bitten sie, wenn Jemanden verklagt würden, daß selbem nicht geglaubt, sondern ihnen Gelegenheit zur ^sing"' gegeben werden möchte. Dafür hat man ilmen treulich gedankt, t. Eine Botschaft von ! ^cn hat den Eidgenossen Büchsen, Düchsenpulvcr, Salpeter, Salz und Korn anerboten, -pseN bedürftig wären, k. Die Stadt St. Gallen begrbrt auch eine oder mehrere der "beuteten erhalten. Den Boten, die nach Frciburg gehen, soll Vollmacht gegeben werden, über dies" ' zu entscheiden. Denselben soll man auch empfehlen, derer von St. Gallen bei einem anfälligen >' schlussc nicht zu vergessen, „dz sy ouch dann von der zöllen wegen fry zu faren ouch sich" " ander cidgnossen". I. Auf Begehren der Roßtäuscher und anderer Anspreche? wird den, Juli 1476. 699 Mailand geschrieben, er möchte ihnen Abtrag ihres Schadens thun oder ihnen zu Recht stehen nach Sage der Capitel. »i. Nach Cöln wird geschrieben, sie sollen sorgen, daß dem Jsenlin von St. Gallen das Seine wieder erstattet werde, oder sie sollen die Sache vor ihren Rath nehmen und ihm Geleit geben. 3m Nichtentsprechensfalle müsse und wolle man ihm gestatten, das Seinige auf anderm Wege zu suchen, i». Straßburg wird ersucht, den Heinrich Bcrger anzuhalten, daß er den Anlaß gegen Zörg Beck besiegle, dem Rechte zu Basel nachkomme und die Inhibition abthue. Geschehe dieses nicht, so könne man die von Appenzell nicht abhalten, demselben zu dem Seinigen zu verhelfen. «». Die Boten, welche nach Freiburg kommen, sollen mit Bern ernstlich reden, daß eS seine Angehörigen, welche mit Andern zu Lausanne und anderswo Kelche und andere Kirchenzicrdcn verunehret und weggenommen haben, ausmittle und bestraft. >». Dieselben Voten sollen auch mit den Herren von Bern reden, daß sie Briefe, welche vom König von Frankreich an gemeine Eidgenossen kommen, versiegelt an gemeine Eid genossen bringen und ohne Atter Wissen und Willen keine Antwort an den König geben, auch daß sie, wenn Schreiben an den König abgehen, nicht Bern allein, sondern die acht Orte nach ihrer Ordnung darin vermelden sollen. «I. Der Antrag eines freundlichen Verständnisses mit gemeiner Eidgenossen schaft, welchen der Graf von Leiningen aus Auftrag des Herzogs von Lothringen auf diesem Tag zu Lucern am Samstag vor Alex« an gemeiner Eidgenossen Boten gethan hat, begreift folgende vier Punkte: 1. Jedes Theiles Angehörige sollen durch des andern Theilcs Land frei und sicher an Leib und Gut wandeln. 2. Kein Theil soll gegen den andern kriegen, noch einem Dritten Durchzug oder Vorschub gewahren, um dem andern Schaden zufügen zu lasse«. 3. Wenn der Herzog von Lothringen für seine Kriege Söldner begehren würde, so sollen wir ihm solche in seinen Kosten und in seinem Sold zugehen lassen. 4. Kein Theil sott mit dem Herzog von Burgund irgend eine Richtung machen, ohne den andern wie sich selbst darin zu begreifen. i>. Der Beute wegen ist gerathschlagt, daß man eine gemeine Beute machen wolle aus Allem, was in dem Zug erobert worden, es sei im Streit zu Murten, zu Milden, zu Lausanne, zu Romont oder an andern Orten. Diesen Rathschlag sott man heimbringen und auf dem Tag zu Freiburg darüber völlig Antwort geben; auch soll man daselbst entscheiden, wie man sich bezüglich der Verwundeten und bezüglich des Guts, das Jedermann verloren hat, halten und was man dafür geben wolle. 8. Hans Lanz hat angebracht, es werde ihm zugeredet, er und Andere haben Mörspurg verbrennen lassen wollen. Er erbiete sich, um solche Zureden vor einen» Rathe zu Lucern, wo er Bürger sei, Recht zu stehen. Darauf soll Jedermann mit den Seinen rede»», daß der Lanz als Burger zu Lucern und in der Eidgenossen Schirm unbekümmert gelassen »verde. <. Herr Jost von Silinon, Bischof von Grenoble, hat als bevollmächtigter Bote des Königs von Frankreich in dessen Namen angebracht, „dz der küng von hertzen fro, dz es vns zu Murtten so »vol gangen, vnd er sig sin lebetag nie so fro gesin". Er habe sich erboten, die Freund schaft, die er mit den Eidgenossen habe, zu mehren »nid alles zu thun, was diesen lieb sei; insbesondere wolle er daran arbeiten, daß »vir mit dem Hause Savoycn einig »verde»», „da mit dz zivüschen sine»» gnaden vnd den eidgnossen zu Safoy dhein rigel gemacht, noch sin mag". Als man darauf mit ihn» (den, französischen Boten) geredet und eine Antwort begehrt hat der 80,000 Gulden wegen, welche wir vom König schriftlich verlangt haben, hat er geantwortet, es sei ihn» bezüglich dieser Sache nichts be^ fohlen; aber nach de»»», »vas der König und er mit einander darüber geredet, zweifle er nicht, die Eidgenossen »verde»», »venu sie eine Botschaft zum König schicke», auch diesfalls gute Antwort und mehr, ols sie begehrt, erhalten; denn der König sei Willens, die Freundschaft zu »»»ehren, nicht zu mindern. «00 3uli 1476. Z» « «nd 1176, Sonntag vor Mario Magdalena (21. Inli). Bern schreibt an Frnburg: btt ^ gesetzte Tag z» Frcibnrg sich nähere, so scheine cS nothwcndig, einigt Borberathnngen unter den beiden ^ ^ ^ halten; Frcibnrg möchte daher seine Botschaft zn diesem Zwecke auf Dienstag zu Bern haben. Ferner: ^ ^ durch seine Boten anbringen lassen, Frcibnrg möchte da« weifte Kreuz abthun, und gebe nun auö Neigung den Rath, das, dieses vor dem angesetzten Tag geschehen möchte, indem sonst leicht Zufälle cinlntt» ^ welche die Sache gänzlich hinderten. (Bcrncr deutsches Missivcnbnch 0. 1.) — Zu i- Der Sotol Abschied enthält bei «> noch Folgende«, was im Luccrncr-Abschied fehlt: Daö soll Jedermann empfehlend hc>»^ i» Ansehung, das, der Herzog von Lothringen vor Murtcn Leib und Gut gar fromsiich und ritterlich z» ^ »nd sich dabei erboten hat, daö auch fernerhin »ach bestem Vermögen zn thnn. Dabei sei auch zu bcrttckgcht'l!^^ derselbe Fürst mit den Fürsten von Oesterreich, Straftbnrg und Basel und mit den Städten Strasburg' ^ Colmar »nd Schlcttstadt ohnehin schon in Vcrcinnng und das, seine Ausnahme in diese Vcrciming mit der > ^ Wisicn »nd Willen geschehen sei; ferner das, seiner Gnade» Hcrzogthnm Lothringen und da« Land Fürsten »nd Städten der Vcrcinnng wohl gelegen und ein rechter Schlüssel zum Elsaß »nd zu den dc»Ü l sei. Den Boten, die nach Frcibnrg kommen, soll Vollmacht gegeben werden, dem Fürsten ans dieses Anbringt tivc Antwort zu geben. 84» Nndon. >4l7K, T-A. (vfs Sanct Jacob« abrnt). S»<,a»»ar<«,iv L»t«r» : Allqimtin« Abs»I«d«, U. i?g. Staattarwiv . Zs»u,is»e Sammlung I. ZN. ». Der Zrrunq wegen zwischen dem Grafen Eberhard von Württemberg und denen von ein fernerer gütlicher Tag angesetzt auf Sonntag nach Laurentii (II. August) nach Zürich oderScbu I». Zedermann soll heimbringen, was Graf Ulrich von Württemberg an die Eidgenossen b"' ' lassen der Gefangenschaft Graf Heinrichs von Württemberg wegen. Er verlangt nämlich, daß Gnst-v ^ ^ wieder zu Mümpelgard komme, in welchem Falle dann gesorgt werde, daß den Eidgenossen Stadt kein Schaden geschehe. «». Auf nächstem Tage soll man antworten auf das Begehren^ man möchte ihm bewilligen, mit der Ritterschaft und Andern ein Verständnis zu machen. bringen, daß der „reiche Herzog" durch eine Botschaft hat anbringen lassen, er höre, er st' ^ zoqS von Burgund und anderer Dinge wegen bei den Eidgenossen verklagt. DeS Heilig" edeln Gesteins wegen, daS zu Grandson erobert worden, soll man sich über die Anbringen und Zug berathcn; ferner soll man antworten, was man mit den Pannern und Fähnchen die man vor Grandson in Kastei, gefunden hat. f. DaS Verantworten, daö der Kaiser dcS wegen durch den Erwählten von Constanz grthan hat, verdankt man bestens, in Betreff bcr Vereinigung will man die Sache heimbringen, ßx. Der Bischof von Eonstanz hat begehrt, »oN die Eidesleistung derer von Kaiscrstuhl, Klingnau und Zurzach verschieben. I». Da deS ff"'' ^,rte> Oesterreich Räthe dir Unternehmungen des Marschalls von 'Pavvcnheim wider die Freiberg"^' und die Irrungen mit Graf Eberharden von Württemberg, auch die Streitigkeiten deS Bsttb""'^ ^ angezogen haben, so hat man dieselben gebeten, daran zu sein, daß keine Gewalt gebraucht, st" " gm' Sache auf dem Wege friedlicher Vermittlung erhalten werde. I. Die von Dießenkosen Huben bu ^ Wandlung deS Gelds, daS sie jährlich den Eidgenossen zu geben haben, in eine zinsbare 6^"^ ^ Aufschub für die Zahlung verlangt. Daö hat man ihnen abgeschlagen: doch will man heimbringen, " Juli 1476. hgl b>e Vogtci zu Händen der Eidgenossen nehmen wolle. It. Heimbringen die drei Stricke, die der Abt von St. Gallen angebracht hat: das erste der Reisekosten wegen, das zweite der Eide im Thurgau wegen, das dritte der Botschaft zum Kaiser wegen. I, Schiffmanns und Rudolf Seilers Sache ist nach Lucern gewiesen; Lucern soll aller Eidgenossen Vollmacht haben, darin gütlich oder rechtlich zu entscheiden. >»». Zürich soll zwischen den Herren von Zurzach und dem Grafen Albrecht von Sulz wegen Eingriffen des letztern «> die Gerechtigkeiten der erstern freundliche Vermittlung versuchen, i». Die Fahrten zu Lunkhofen diesseits und jenseits der Reust sollen abgethan werden bis auf das rechte Fahr, damit das Geleit nicht beeinträchtigt werde. «». Der Moser und der Schmied von Sarmcnstorf sind gerichtet; ersterer soll den Eidgenossen 19 Pfund zu Büste geben, ohne Nachtheil seiner Ehre; jeder Theil trägt seinen Antheil de> Kosten, y». Rechnung: Der Vogt im Thurgau gicbt jedem der sieben Orte 32 Pfund Hallcr, Lunkhofen 14 Schillinge, der Vogt im Oberland giebt jedem der sieben Orte 2!) Pfund Haller; das Geleit zu Bollingen erträgt jedem Orte 7 Pfund Haller, das zu Bremgarten 4 Pfund; der Vogt in gemeinen Remtern giebt jedem der sieben Orte 49 Pfund; der Vogt zu Baden giebt jedem Orte 45 Pfund; das Geleit zu Baden erträgt jedem Orte 14 Pfund, dasjenige zu den Badern 3 Pfund Haller. «y. Werbung der Münze: ein Baslersechser für 3 Angster, ein alter Weißpfenning für 9 Angster, ein Berner- sünfer für 5 Haller, ein ganzer Bernerplappart für 16 Hallcr, ein Savoyerplappart für I Schilling, burgundischer Plappart für I Schilling, ein groster burgundischer Plappart für 2 Plappart. Zu !>. Schreiben Graf Ulrichs, Stuttgart ultimo Naü, im Staatsarchiv Luccru, ActenDeutsches Ncich, Fasc. XXIII. — in—,» fehlen im Luccrner-Exeniplar. — Zu «>. Das Schwyzcr-Excmplar enthält als den Ertrag des Geleits zu Mellingen L'/ü Pfund, desjenigen zu Baden 11 l/s Pfund. «A4. Areiburft. 1471», TA. Juli — RT. August (Jaeobi bis Montag nach Laurent«). ^aat«archiv Li»-«?» : Actcn, Burgundcrkricg. Allgemeine Abschiede, II. tl2— tili, TeandSareliiv Zllricl»: Tschudischc Sammlung l. 29. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 5, 3— 58. 73 — 8l). Archiv Tolotliurn: Abschiedeband, l). 47. tllimel: I^lonnmunt.» l. 2t8. „Dis sind die Fürsten, Herren, Stett vnd Epdgnossen, so vff dem tag ze Friburg erschinen sind: Min Herr von Lothringen in eigner person; Graf Phillips von Liningen; der tütsch Bellis; Bernhard zum Trübel vnd vff x Edler oder mer bi Zm gehept. Mins Herren von Oesterrich rätt: Herr Marquart von Schellenbcrg, Marschalk; Herr Wilhelm Herter; Hans von Rinach; Antoni Geistberg. Mins Herren von Strasburg: Bernhart Wurzgart; Vernhart Ott Friedrich. Mins Herren von Basel: Mattheus Müller, Doctor und Ossicial; Herr Jörg von Venningen; Herr Jacob Rich; Statt ^lrastburg: Herr Hans von Kaltcnegk; Statt Basel: Herr Peter Rot, Burgermeister. Colmar: Hans Huter. Slettstadt: Hans Heilman. Sant Gallen: Ludwig Vogelweider. Appenzell: Am- Mann Zidlcr; Hans Schürge. Biel: Der Venner; Steffan Khory. Walliser: Habent- by vüj üblicher Personen da gehept. Die Ocrtter der Evdgnossen: Zürich: Herr Heinrich Goldlin, Burgermeister. Bern: Herr Peter von Wabern; Herr Niclaus von Scharnachthal; Herr Adrian von Babenberg; Herr Wilhelm von Diesbach; Doctor Thüring, Stadtschriber; die zwen rcnner. Luzern: 76 ßl)2 Juli und August l47li. Herr Caspar von Hertcnftein, Ritter; HaSfurter. Vre-. HanS im Hoff. Switz: Amman Vnderwalden. Amman Heinzli. Zug: Amman Pten. GlariS: Vogt Schidle (Tschud>.^. thurn: Der Hauptmann; der Stadtschriber. Friburq im Ucchtland: Herr Rudolf von Ritter, Schultheiß; Herr Peter FuchSny (von Faucigny), Ritter; zwenn rcnner. Der Aptvon l.r ^ Der Graf von Gryerö. Die künqlich Bottschafft: Der Amiral; der bischof von President von Dolos?; der Herr von Berissy; Magister Bodo, SecretariuS; Brarefin, Huub Saffoy: Der Bischof von Genf; der Herr von Tvanneu; der Herr von Ramscr Anthomca. - ^ Peter von Wierie; Herr Peter Varodi; der Commentbur von Escheweß; der Graf von Scwlo. «litur epizcnpi lüoh^nnen'iiz: ^chiornlus opisrnpi; HanS von Eschpengven, Hoffmeisttr." ^ tt. „DeS ersten weift menklich sinen obern wol zu erzellcn die grossen trüw, nn'ig vnd ^ der frumm fürst, der Hertzog von Lothringen, vnd Her Wilhelm Hertter, Ritter, von mino ä Herrn von OesterrichS wegen, vnd min Herr der Graf von GrverS vff sölichem vorberürtcn tag ^ ^ dem HuS Safoy vnd gemeinen cvdgnosscn vnd pundqnossen ane alles verdriessen der stentniS von dem selben surften so gar gütlich begert, Inhalt der Copvcn, der sol an aller teillcn vnd obern gebracht vnd daruf antwurt vff zit vnd tag, als hernach stat, geben vnd darin dedaclü u ^ die groß trüw des vorbcrürten fürstcn vnd daS min Herren die Evdgnossen durch söllich ue»e> ^ keinen last tomcn wittcr, denn sy vor sind." I». Die Boten dcö Königs von Frankreich babc»^ ^ Versicherung gnädigster Gesinnung des Königs gegen die Eidgenossen, folgendes Anbringen getba" der Herzog von Burgund ein Störer und Bctrüber alles Friedens sei, so wolle der König, ^ ^ Eidgenossen und ihren Zugewandten gefiele, den Herzog ohne Aufhören mit 20,000 Mann ^ ^ 5^ helfen, seinerseits dasselbe thun und den Krieg nach Flandern und an andere Ende tragen, ' ^ König von England bewegen, von unten her anzugreifen, damit der Herzog ganz vertrug» ^ die eroberten Lande anerbiete er getreulich zu thcilen. Darauf ist geantwortet: Gemeine ' und ihre Zugewandten seien dem König zu Ehren in diesen Krieg getreten und haben ihrerst^ ^ zum dritten Male den Herzog männlich bekämpft, allcö mit großen Kosten, deßkalb sei uothwendig, den Krieg weiter zu führen; sie seien >n täglichen Anschlägen, gegen den ,n>n Zug zu thun, nach Gefallen ihrer Herren und Obern, und cS würde ihnen wohl gefallen, ^cits auch der König mit den Seinen, wie Anfangs sein Wille gewesen, in den Krieg treten und allen Fleiß darauf verwenden würde. 2. Ferner bat die französische Gesandtschast angebracht „ve" ^cn von Safoy wegen, das wider min Herren die Evdgnossen gar treffelich gehandelt vnd die hatt, das min Herren die eydqnossen in solichcr Buntnuß vorbehalten vnd Im deS deS glichen well er gegen Inen berwidcrum ouch thun vnd sv vor allen sinen Buntgnossm gu" Inen des ouch DrkantnuS geben". Antwort . Die von Bern und Freiburq seien allein m von nisse mit Savoyen begriffen, sie mögen dießfallö nach ihrem Gefallen handeln, Der ein Frankreich hat geredet: Die Stadt Genf sei für den König und die Eidgenossen wichtig, Rigel der land"; sollte der Herzog von Burgund sie in seine Gewalt bringen, so möchte e ^ Thcilen „übel erschiessen"; er meine, Genf sollte von den Eidgenossen besetzt werden; man wer .. Wege finden, daß die Eidgenossen durch diese Besehung nicht mit Kosten beladen werden- „ES sy der Ehdgnossen gut geuallen, daS der Küng sollichs nach notturft besetz, denn eö 2M ^ sy"; doch soll Jedermann daS heimbringen und auf nachbcftimmtcm Tag eine Antwort geben, Juli und August 1476. 603 an den König gelungen lassen inöge. «I. Man hat mit dem Admiral geredet der 20,000 Franken Penston wegen. Er erbietet sich, dasiir zu sorgen, daß selbe ausgerichtet werde; auch bemerkt er, der König habe zu Lyon einen eigenen Zahler zu Ausrichtung der Pension bestellt. Auch hat man die 80,000 Gulden gefordert, weil der König in diesem Kriege still gesessen ist. Darauf hat seine Gesandtschaft erklärt, der König werde getreulich halten, waS ihm seine Verschreibung auferlege. F'. Man ist der Meinung, eS wurde für die Eidgenossen vortheilhaft sein, um dieses und Anderes eine Botschaft zum König zu senden. ßk> Auf daö „mit etwas fürworten" gestellte Begehren der Burgundischen um einen freundlichen Tag 'st „durch sundrig Personen" geantwortet: „ES Hab nit gestallt, in gelungen nach Zr burgunschen art zu tagen zekomen, noch den Kling oder lothringschen Herzog vßzusctzcn, dann söllichS nit gelitten mag Werden." Ii. Die französische Botschaft bringt ferner an, der König habe Savoyen zu Händen deS lungcn Herzogs, seines Vetters, gezogen und zn Regiercrn in Piemont den Herrn Philipp und im diesseitigen Savoyen den Bischof von Genf eingesetzt; er hoffe, dieselben werden sich gegen die Eidgenossen Wohl verhalten: „DaS hat man lassen geschehen vnd nit vil daruff geantwurtt." Weiter hat die französische Botschaft angebracht, der Bischof von Tournay sei im Namen und auf Befehl deS Herzogs von Burgund beim König gewesen, um den Herzog als deS Königs armen Freund diesem demüthig zu empfehlen, mit dem Anerbieten, alle seine Lehen vom König zu empfangen. Darauf habe ihm der König geschrieben, er habe ihn schon oft betrogen, das möchte auch jetzt vielleicht wieder geschehen, darum könne °r von solchem Anbringen nicht viel halten. Darauf sei der Herr von SonS im Auftrag deS Herzogs zum König gekommen, um daS gleiche Begehren zn wiederholen. Der Herzog habe weiter erklärt, er stu „content", seine Tochter dem Sohne deS Königs zu geben und selbe ihm sofort zuzuschicken; dabei habe er aber deS Königs Hülfe gegen gemeine Eidgenossen verlangt. DaS sei ihm abgeschlagen worden. Der Admiral hat hierauf im Namen deS Königs an die Eidgenossen daS Begehren gestellt, daß sie ebenfalls ohne des Königs Wissen keine Richtung mit dein Herzog von Burgund eingehen möchten; der König verspreche auch in allen Treuen, dasselbe ohne sie nicht zu thun. Endlich hat er auch den Handel ^S Königs gegen den Papst und den Herzog von Mailand eröffnet, wie jeder Bote zu sagen weiß. „Die Houptsach, dorumb der tag gen Friburg gesalzt ist, der Safoyer halb, ist vf ctlich Puncten lstseht worden, als die bercdnuß der Artikellcn halb, so ein iegklichcr bott hatt, luter zöigt." I. DaS Geld von Genf, die 24,0<)<1 Schilt, oder die Burgen dafür zu haben. 2. Die Landschaft Waadt, welche früher deS Grafen von Romont gewesen, soll den Eidgenossen bleiben, mit AuSnabme von Murtcn, Grandcourt, Cudresin und Zubehörde, welche in der Hand derjenigen, die diese Herrschaften jetzt besitzen, bleiben sollen. Der Pfandschilling auf der Waadt, 50,000 Gulden, soll alljährlich mit 10,000 Gulden abbezahlt und darum Sicherheit mit Hauptschuldnern, Bürgen, Mitgültcn und Unterpfändern gegeben werden, t. Die alten Zölle sollen nicht erhöht werden. Jedermann soll sicher wandeln, kein Theil deS andern Feinde ^usen, Hofen oder sonst enthalten. 4. Verbrieste und andere Schulden, liegende und andere 'Güter, Haus, Hof und Anderes, waS den Deutschen genommen worden ist, soll ersetzt werden. 5. Der Stadt Biburg sollen die 25,000 Gulden nach ihrer frühern Verschreibung nebst dem ZinS abgetragen und es soll h'efür Sicherheit gegeben werden. 6. Der König soll diese Dinge bestätigen. Ebenso sollen auch die drei Stände von Savoyen sich lim alles nach Nothdurft verschreiben. 7. HanS Parri und andere gefangene Frei- ^'arger sollen freigelassen werden. 8. Die Walliser sollen deS UrtheilS halb, womit sie von den Savoyern 100,000 Gulden verfällt sind, unbekümmert und im Besitz der eingenommenen Lande gelassen werden. 6(14 Juli und August 1476. Aus diese Artikel ist durch die Savoyer nach vieler Arbeit der Vermittler folgende Antwort gegebe» worden: I. Die Genfer Huben kein Geld, sie vermögen die Forderung nicht abzutragen, zumal ^ che« die Stadt verlassen hatten; in Terminen aber würden sie, meint man, bezahlen. 2. Bezug «z der Waadt hatten die savoyischen Boten keine Vollmacht, konnten daher nicht viel antworten. Zölle halb verheißen sie alle Billigkeit und möglichste Befreiung der Straßen. 4. Der Gras von habe wider den Willen deS Bischofs von Genf gegen die Deutschen Einfülle gcthan, waö den e leid sei; waS erseht werden könne, das lassen sie geschehen. 5. Zn Betreff der Schuld der 6^ Freiburg sei cS unmöglich, die Hauptsumme zu bezahlen; verfallene Zinse dagegen sollen bezahlt »»^ Zukunft auch die Zinse ohne FrciburgS Schaden entrichtet werden. 6. Des Königs und de» Stande wegen haben die Boten keine Vollmacht; da jener übrigens zur Zeit das Regiment ^ Savoycn habe, so wollen sie dcßhalb zu ihm schicken; auch die Eidgenossen möchten dasselbe lb»»' dann vom König geordnet werde, das lassen sie geschehen. 7. Die Gefangenen seien nicht ihren Händen, sondern abgeführt; sie wollen übrigens gern für deren Befreiung ihr Möglichst^ 8. Gegen die von Wallis wollen sie nach Inhalt der Bünde auf Bern und Freiburq zu Recht ko Alles mit mehr Worten. — Darauf haben die Vermittler das HauS Savoven und dessen kleine - gemeinen Eidgenossen empfohlen, k. Jedermann soll heimbringen den Abschied deS frommen ^ von Lothringen, wozu er durch den Einfall deS Herzogs von Burgund gedrängt ist, und ft>»^ ^ ^ gemeine Eidgenossen möchten ihn für empfohlen halten und ihn mit „hilflichcn Ougen" ansehen; " sich dessen von ihnen gctrösten und das mit Leib und Gut ewig um sie verdienen. I. Herr ^ Hertcr hat im Namen deS Pfalzqrafen angebracht, man möchte diesen und die Kurfürsten von 2 ^ und Trier in die Vereinigung aufnehmen. Antwort: Die beiden Kurfürsten seien zu weit entfernt' ^ den Pfalzgrafen betreffe, der den andern Fürsten und Städten der Vereinigung wobl gelegt» ' ^ mögen diese ihm Tag sehen und sein Anbringen anhören. Bedürfen sie dann der Eidgenosse» ^ soll an diesen „nütz crwindcn". Uebcr eine gemeinsame Verbindung mit ihm zu verhandeln, ^ sy den Obrigkeiten vor. („Was vor deshalb in ein gemein ist von minen Herren den Evdg»osse»' dann daruff vtz handlcn, last man ouch geschehen.") Bezüglich der Anordnung eines HeerzugS ist man der Meinung: Da der Herzog von Burgund in der Nähe liege und sich so möchte eö gut sein, eine Diversion zu machen („ihn abstatt zu richten"). Darüber soll »»'» ^ anzusehenden Tag zu Lucern Antwort geben, ii. „Item als mit den von Friburg geredt ist, ^ halb ab den Toren zethund, angcscchen die Safoyschm mißKendel, weiß Jederman wol zu erM"' ^ sq darin begert haben, nämlich ein Ort der Epdqnosschast zu sind, nit mit teilsame der I»»b, ? ^ daS nit pn möcht, in Verschribung mit In ze komcn, wie sy dann das vil witer geredt h»de»- Inen daruf geantwurtt, ist allen Boten wol zc wissen." «»» DaS Begehren derer von Biet' ^ Dingen der Pension und Summe Gelds wegen gnadig bedacht zu werden, soll Zedermann >»^ ^ hje lung an seine Obern bringen in Ansehung der alten Treue und Liebe, welche die von B>et ^ Eidgenossen in allen Kriegen und besonders jetzt bewiesen haben, auch ihrer „aken Nachbars^ I». Ferner soll Jedermann heimbringen, daß allenthalben verboten werde, die von Morton' »"^ ' ^f mont weiter zu schädigen, da Bern sie im Namen gemeiner Bundgrnvssen gesichert bat »nd zu hält, daß sie geschützt bleiben, auö Ursachen, die jeder Bote weiß. «z. Ruf des beiligcn Kreuzes Nacht (14. September) soll Jedermann zu Lucern sein, um über alle obgeschriebenen Sache» A" Zuli und August 1476. 605 iu geben. >«. In Betreff der obgemeldctcn Anbringen des Königs von Frankreich und der Begehren der Eidgenossen wegen der Richtung mit Scwoyen, der lahrlichen Pension und der Summe der 86,666 Gulden, soll Jedermann heimbringen, ob man, da der Admiral meint, des letztern und anderer Punkte wegen wäre die ^bscndung einer Botschaft zum König rathsam, eine solche Botschaft aus allen Orten und in jedes Ortes Egonen Kosten senden wolle, oder nur von einigen Orten in Aller Namen und Kosten. Mögen sich die Obrigkeiten für den einen oder den andern Vorschlag entscheiden, so soll immerhin die Botschaft auf Verenatag (I. September) nächsthin von Bern abgehen, da der König jetzt in der Nähe weilt und ^ gegenwärtig leichter ist, durch Savoyen zu kommen, „dann ob des Burguncrs furncmen sölichs hernach wucd irren", Jedermann weiß, was der Marschall von Oesterreich angebracht hat, erstlich des Gelds ^'geii, das dem Grafen von Sonnenberg gehört, daß in Ansehung der kostbaren Kriege, welche Herzog ^Muind in der letzten Zeit gegen Burgund, Venedig und Mailand zu fuhren gehabt, die Eidgenossen 'e>m Grafen Eberhard von Sonnenberg ihre Vermittlung eintreten lassen möchten, daß dieser für die Höhlung einen Termin von mchrern Iahren gestatte, indem der Herzog gegenwärtig außer Stand sei, eine s° große Summe zu bezahlen. Zweitens bezüglich der beiden Bischöfe von Eonstanz: Hieran habe der Herzog »on Oesterreich ebenfalls ein großes Interesse, er habe über 12,666 Gulden dargeliehen; auch ei,, päpstlicher Legat hier, um in der Sache zu handeln; man möchte also sowohl des Geldes als ^ Biöthums wegen einen freundlichen Tag an ein gelegenes Ort setzen. Darauf wird beschlossen, östlich beider Punkte auf einem Tag zu Zürich aus Maria Geburt (8. September) eine Vermittlung st' versuchen, allwo mit den Eidgenossen auch Boten von Freiburg und Solothurn und ebenso die Boten "Österreichs, beider Bischöfe und des Grafen Eberhard von Sonnenberg sich einsinden sollen. Der "vdsthast Waadt wegen ist gerathen, daß man nächstens einen Gubernator wählen wolle, der auf Bartholomäustag (24. August) alle dortigen Amtleute nach Freiburg zu berufen habe, wo die Eid- Verwaltung des Landes ordnen werden. Alis des heiligen Kreuzes Tag (14. September) " dun,, jedes Ort zu Lucern die Ansprüche, die es auf das Land macht, anmelden. Die Namen der Boten finden sich in den Abschiede-Exemplaren unserer Archive nicht; nur der Solothnrncr- Abschicdband 0. l>6 enthält ein unvollständiges Verzeichnis; derselben. Das obslchendc Verzeichnis; ist einem, mit dem A>ccr»cr-Exc»iplar im klebrigen ganz übereinstimmenden, Origiualabschicd im k. k. Hans-, Hof- und Staatsarchiv j" Wien, abgedruckt bei (lbmol, Nonumonta liabsburginit I. 218, entnommen, wo die Namen am Schlüsse stehen. Anch bei Schilling, Bnrgundcrkricg S. SKI, stehen die Namen der Boten. Der Abschied dieses Tage« findet sich anch in der handschriftlichen Chronik des gleichzeitigen Chronisten Johan- Knebel (Stadtbibliothck Basel), welcher aus BaSlcr-GcsandtschaftSbcrichtcn schöpfte. Daneben berichtet Knebel weitläufig ilbcr die gleichzeitig in Frcibnrg abgehaltenen bcsondcrn Confcrcnzcn der Fürsten und Städte der Niedern Bereinigung „iid deren Verkehr mit den Eidgenossen, namentlich wegen Aufnahme des Psalzgrafen in die Vereinigung w. J„ der gedruckte» Ausgabe von Bnxtorf, Basel 185,5, II. S. 78, 82 — 87 sind nur einige Auszüge aufgenommen; es folgen daher in den nachstehende» Noten aus der Handschrist die bcdcutcndern Verhandlungen der Fitesten und Städte der Vereinigung, insoweit sie ans Artikel dieses Abschieds Beziehung haben. Zu » und I,. Knebel a. a. O.: »Vff Mittwuchenvor Laurcntii (7. August) vor minem Herren von Luttringcn, dem Amiral, dem Grafen von GrhcrS, Herrn Wilhelm Hcrtcr, als Tageshcrrcn vnd TedingSlütcn erschinc» die Eyd- g»ossen an cim, vnd der Bischoff von Icnss mit sampt fincn Gclcrten, Rittern vnd knechten, auch etlich von Icnsf vnd die Botschaft von Safoh anders Teils. In Bhwcsen aller Fürsten, Herren vnd Stettc Botschaften -c. hat Herr Wilhelm Hcrtcr crzalt, wie das die TagShcrren haltend angesehen den Vnwillcn vnd Vssrnr, so do wcrcn zwischcnd den Juli und August l476. Eydgnossen vnd dem HuS vnd Land von Sasoy, onch der Statt Icnss, solichS abzet»»nd vnd stellen, gut sründschaft vnd Nachpurschast zc machcn, al« denn daS ir fordern mit einander harbracht hettind; fo wcrc durch die Herren Tcdingölüt zu Lostai» mit bcdcr partycn wistcn vnd willen ein Adscheid gemacht, der wisc, daß die partycn vff Jacob» zu Fribnrg soltcn sin vnd vor den genanten Herren die fachen fürzcncnicn, mit ine Worten, bat vf folichS von wegen der Herren, och sin sclbS bcdc partycn, das sy vmb ircr willen, onch durch sridcnS willen die Sachen giltlich, sriMtlich, on zorn oder bc»veg»isicn fNrncmcn vnd handle» »voltcn, damit die Herren vnd onch er mit Glimpf vnd aller billikest dcstcr das in den fachen handle»», damit solich spcnn, die eben merklich vnd gros» »vcrcn, nach den» allerbesten hin vnd cnwcg gclcit möchten werden ,c., mit mc »vorteil. Vff da« hat der Schultheis» von Bern in Namen gemeiner Eidgenossen gcrcdt vnd bcgcrt den Adscheid, der zwlifchcn den partycn gemacht wcrc, zn verhören, da« onch also bcschach- Darus der Schultheis; von Bern den Fürsten vnd den Bünd»is;hcrrcn mit aller Bndcrtcnigkcit Dank feit ir Milg, Arbeit vnd Kosten, mit aller Erbietung daö zn verdienen »c. Vfs daö ist durch den Schnlthcisfcn von Bern crzall »vordcn, wie daö loblich Huö von Sasoy vnd die andern Stetten in Sasoy vor guter Zit in srNntschast, btlndnisfcn vnd Bcrcn»u»g gewcsm" :c. ic. (Folgen dann die Vorträge der Parteien.) Die Tädingöhcrrcn baten Bern, feine Klagen artikcüveise zn stellen, waö von Bern und auch vonFrciburg und Wallis geschah. (S. die Artikel bei Schilling, Burgundcrkncgc-) Tag« darauf (8. August) wurde über die Artikel verhandelt; ans Verwendung dcö AdmiralS sagten die Eidgenossen d»e Rückgabe der Waadt mit Vorbehalt von Mnrtcn »c. an den jungen Herzog gegen Bezahlung einer Geldsumme » s zu. „Zum letzten nach mangcrlcy Handlung »vard cS doran bracht, das» die Eydgnossen mit Rat Ir Gewandte» Artikel angeben, do by si bclibcn »voltcn vnd die vmb kein Sach cndcrn, als onch bcschach; die onch von den SawY^ vssgcnomen sind, wclichc Artikel clcrlich in dem Adscheid begrissen sind, vnd damit die Sachen gcricht nach Inhalt de« Adscheids in dem Namen Gottes, der v»S vcrlihcn »vcll in discr Zyt sridcn vnd gnad vnd nach discm da« ewig leben- Zu l». Knebel a. a. O>: „Item vff Nicntag nntv 7'ranosijzurationi» lsl,ri»ti (ü. August) ist die längst^ botschast kommen gen Fribnrg: der Amiral, der President von Tholoscn mit sammt andern trcfsenlichcn pcrso»»>"- Lt><> Bogenschützen, die die Gesandtschaft begleiteten, schickte sie nach Pctcrlingcn zurück, einen Rcisigcnzng von Glcncn hatte sie in Genf, den Rest ihrer Begleitung im Dclsinat gelastet». — Der französischen Botschast ritten c»»l gegen: der Herzog von Lothringen, der Bischof von Grcnoblc, die Boten aller Fürsten und Städte und der Eidgenosse» Boten, die in Freibnrg waren. An demselben Tage langte der Bischof von Gens mit seinen Prälaten, Gelehrt' Ritter», Knechten »c. mit 8«) Pferden in Freibnrg an. Ans Sixti («. August) eröffnete die französische Gesandst^ ihren Befehl vom König. Zu diesem Artikel ist die daraus erfolgte lnccrnische Instruction bcn,crkcnSwcrth: l 476, Montag poick (!rueis (1K. September) geben Schultheis; und Rath von Lnccrn ihrem Gesandte» Eadpor von Hcrtcnstci», Ritter, Altschulthcis», ihre Instruction aus die französischen Anbringen des Tages von» Sb. Iu>> l'^ IL. August z» Freibnrg: 1. Bezüglich der Abscndnng einer Botschast an den König stimme» sie bei, wollen das; dieselbe sich genau an die schriftliche Instruction halte. L. Ans das Verlangen des Königs, das; die Eidgcm'iu" versprechen sollen, von den» Kriege gegen Burgund nicht abzulassen, bis der Herzog ganz vertrieben sc», antwor Lnccrn: „Vermeynen »vir, solichc inntung vnd bcgcren vnzimlich sin, »vann »vir den gcwalt nit Ii» vnsern Händen bade» , sundcr alle ding an Gott stand, der den sig vnd da« glttk vom Himel sendet. Darnmbc so ist vnser aistwV' ^ sink« halb : Wir wöllcn noch können solich vcrschriben oder versprechen nit tun, dann c« vnS nit zimlich »och gep^' ^ ist. W>» haben aber bitzhar mit GottcS Hilst gegen dem Hcrtzogcn von Burgund sürgenomcn vnd gehandlet, so das wir Inn zum dritten male v« dem veldc geslagen, vnd wo der tüng sonst darzn getan hctte oder noch sürba« tnn (wurde), wnrdc er dcstcr ec vcrtribcn vnd wir bester ec geneigter, abermals etwas zctnndt, dann die fache" v'»S snst Z" swcr vnd vnd kostlich sind." .'!. Aus das Begehren dcö Königs, das; die Eidgenossen Gens besetze» möchten, a»,two»>ei Luccrn: Da der Bischof und Gras von Gens Herr der Stadt, der junge Herzog vom König in Schirm gcnon""«' ""d der Bischof Gubcrnator der Lande, darin Gens gelegen, sei, gezieme sich uns nicht, dort Gcwalt zu brauchen oder etwa» Zuli und August 1476. 607 zu besetzen; dagegen gefalle uns wohl, wenn der König von Frankreich die Stadt besetze. 4. Ans das Begehren, daß, weil die Savoyer ihren Bund nicht gehalten haben, der Bund mit dem Könige demselben vorgehen soll, antwortet Luccrn, Savoycn sei nur mit Bern und Frciburg im Bunde, es gezieme ihm nicht, auf diesen Punkt irgendwie einzutreten. (Staatsarchiv Luccrn, Acten: Burgundcrkricg.) Zu «. Das Bcrner-Excmplar enthält hier die Bemerkung: Auch was dem Herzog von Oesterreich zu zahlen versprochen worden, sei neuerdings von der französischen Gesandtschaft zu halten gelobt worden. Zu l. Das Lucerncr-Exemplar hat nur den Eingang, die Artikel und Antworten fehlen; es wird einfach aus die „Bcrednist" vom 13. August verwiesen. Im Solothnrner-Abschied findet sich statt des Artikels i unmittelbar das Bcrednist vom 13. August inscrirt; in dem Exemplar der Tschudischcn Sammlung folgt dasselbe sofort nach dem Texte; beim Luccrner-Excmplar und im Berner-Abschicd erscheint es nebst andern Acten als Beilage zum Abschied. Da in allen Exemplaren der Abschied das Datum des SS. Juli bis 12. August trägt, sowie auch das Bcrednist wegen Savoycn, das in der ersten in diesem Abschied enthaltenen Berhandlnng zu keinem Abschlüsse gelangte und das Resultat besonderer Vermittlung war, so trennen wir dasselbe mit den dazu gehörigen Acten vom 13. bis 16. August von diesem Abschied und lassen es unter einer bcsondcrn Nummer nachfolgen. Das unmittelbar nach dem Schlüsse dieses Tages vereinbarte Ucbcrcinkommen mit Savoycn trägt immerhin noch einen ganz provisorischen Cha- ractcr, in welchem kaum etwas Anderes als die Einstellung der Feindseligkeiten und die Verpflichtung, gegen Bezahlung von 50,000 Gulden die Waadt zurilckzugcbcn, als definitiv angesehen werden kann. Zu ir. Knebel, handschriftliche Chronik: „Item vss denselben tag (27. Juli) hat der Herzog von Luttringcn losten beschicken der Fürsten vnd Stctt botschaftcn vnd Inen crzalt, wie er etwa» anbringen getan hctt an die Eid- gnosicn vnd snndcrlich vier Artikel: Zum ersten, dast sy In vss wollen ncme» in Ire päntnissc vnd vcreinung, Im auch dcö brieff vnd sigcl gen; das wcre Im gar hilfflich vnd möcht er onch die zöigcn an enden, do es Im wol zu statten komm möcht; der ander, dast sine liitc sicher möchten wandten mit allen zimlichcn Werbungen in Jrcm land; der dritt, das sy kein richtnng vss ncmcn wollen mit dem Hcrtzogcn von Burgund, er wer denn onch darin begriffen; der vierd, das Im die Eydgnosscn vst Jrcm land knecht wollend gönnen vmb sincn sold. Hellen sy Im gcantwurt, ks wcre nit not, In wyttcr vffzcncmcn in vcreinung old brieff dornmb ze geben, dann er wer mit Jrcm willen vnd Wilsten in päntnisse vnd vcrcinnng mit den fliesten vnd Stellen; dieselben wcrcnd onch inil Inen in vcreinung vnd Pilntnissc niit Jrem anhang, darin er onch begriffen wcre; damit sy bcdiicht, nit not wcre, witcr vcrcinnng vnd pünt- »isse »c. Vss die andern artikel hellen sy Im geantwnrt, dieselben wercnt pillich vnd die vcreinung träge das vff ir. Vss sölichS begcrt er Rat an die obgcnanten Batten, ob Im wytcr darzu zctnnd werc. Also vss ein klein Bedenken ward Im geantwnrt: Nachdem vnd die Batten vorbcstinipt gehört hellend sincr gnaden anbringen an die Eydgnosten, onch die Autwurt, beducht vnö dieselbe antwurt gut, ziinlich vnd billich sin, liesscnö onch daby blibc», mit Erbictung, was wir sincn gnaden raten vnd dienen können, »vollen wir in Namen vnser gnedigcn lieben Herren vnd frilndcn, onch vnscr sclbs halb, gern tun." Zu 1> Knebel a. a. O.: „Item vss denselben tag (6. August) sind vcrsamlct gewesen der Fürsten vnd Stetten Votschaft, sich vndcrrctt allerlei) fach halb vnd besonder der Sachen antreffend mincn Herren den Pfalzgrafcn vnd gemeldet : Nachdem der Adscheid zc Ensiöhcim gemacht ist wisc, das man vs discm tag mit vollem gcwalt solt sin vnd entlieh davon reden vnd aber die zit vnd tag sich verziehen walten, dordnrch zu besorgen werc, der Pfalzgraf wurd ein vcrdricsscn vnd Vnwillcn ncmcn, vnd wart gcrcdt, wie die ding eben sorgklich wcrcn; denn solt der pfalzgraf einen Vnwillcn ncmcn vnd dadurch sich mit andern Fürsten vnd Herren vcrcynigcn vnd besonder mit dem Hcrtzog von Burgund, möchte den Fürsten vnd den Stetten in der nidcrn Vereinigung grossen vnd merklichen Schaden bringen, onch der gemeinen Vcrcinnng; denn es möcht sich begeben, dast Niemand dem andern zu Hilst möcht koiucu, vnd onch der Sorgen halb, so man hat vnsercS Herrn des KeiscrS vnd anderer Fürsten halb, als die gemein Red got, mit mer Worten; ist geratschlagct worden, dast man witer »nit den Eidgnosscn red vnd Inen disc ding zu crlennen geb, besonder 008 Juli und August 1470. was dem nidcrn Bunt daran gelegen ist, auch dcn gemeinen Eidgnosscn, damit man cin cntlichc antwurt Hab v»d c Tag mincm Herrn dem Pfalzgrafcn angesetzt wcrd nach Inhalt de« Adscheids zc EnstShcim. SolichS auch bes-hc ^ ist, doch von dcn Eidgnosscn kein antwort worden." — Laut einer nachhcrigcn Notiz wurde mit Willen gcmcuic Eidgenossen dem Psalzgrascn und der nieder,, Vereinigung cin Tag aus Egidii (I. September) „ach Schlctlstad» an gesetzt, u», weiter über die Sache zu handeln. . Zu >> und >- bcmcrlt der Solothurncr-Adschicd: „Dis gehört in der Eydgcnosscn Abscheid allein"; zwischen r > ^ i steht dort die „Bercdiinsi vssgcnomcn zwilschcn de», hust Sasoh v»d minc» Herren dcS bunds". Die Artikel <> " ' finden sich weder im Berne», »och im Lnccrncr-Excmplar; dagegen sind sie in dem Exemplar der Tschudische» lung in Ziirich, ossenbar als die letzten Verhandlungen des Tages, nachgetragen, mögen daher vielleicht auch w>c „Bcrcdnisi der Versorgung der bO,0(>0 Gulden" unter das Datum dcS IN. Augnst zu setzen sein und l""' Abschied von „Jacob! bis Montag „ach Lanrentii" gehören. Sic finden sich ebenfalls als »ndatirtcS Frag»""! Allgemeinen Abschicdcband Ii. ll2—1l5> dcS Staatsarchivs Luccrn. Vergleiche zw diesem Abschied ilbcrhaupt Schilling, Bnrgnnderkricgc. ^ Die cinlösilichstc gnellcnmäsiigc Darstellung dieses Tage« findet sich bei «I« llingin«, I-lpiovele« cla» ^ cl» liourxoxsno, in de» ^lölnoirv» vt, elocumc US llo la sooivtu cl'liistoirv cio I» Luis»«! romanclv IX. paß ^ Krcibnrg. 147 K, IZ. — 1«. Angnst. Staa«»ariv N»r»: ANqcmein« «idgenössiscbc Abschied», äö— IS. kpbenbai Pimdbuch, II. l<>7 l>. Sdaa»«archiv ;iliric schribungcn, darumb gemacht, wiscn vnd dieselbe summ gantz nach Inhalt der briesscn zalt wird, ' vorgcmelt land der Waat, so als vor stat in des Grafen von Remund Hand gewesen ist, '' August 1476. 609 bnd werd, als es dünn ist, dem Hertzogm von Saffoy ane Zrrung ininer Herren der pundgenoffen gelangen vnd in sinen Händen fstrer ane alle enderung beliben, vßgesetzt Murten mit siner zugehörd dorgelstttret, das sol beliben nu vnd fstrer ane alle enderung in den Händen als vorstal, vnd sol die berschribung durch den Kling, minen Herrn von Zenff als Gubernator der land vnd die dry Statt daselbs bestätt vnd versigelt werden, mit Verbindung, daby zu beliben, wie denn die brieff darüber wisen. Es ist ouch berett, das min Herrn von Zenff als Gubernator der landen zu sinem teil, noch mine Herren des punds nit sollen einicher parthy vind Husen, Hofen, halten, noch in land komm oder durchgehen lausten, so verr si mit aller Zrer macht vermögen. Ztem mine Herren von Fryburg sollen Zr schuld, die xrv"' vz° Gulden nach Inhalt Zr brieffen vnd vuch der besorgnifi der flinffzig tuscnt Guldin, dabi der summ halb ouch besunder Meldung beschechen ist, abtragen werden, mit Abbezalung aller versessnm Zinsen, Costen vnd schaden ane Verzug, vnd darzu der Houptsumm halb gemeldet, wie dann die brieff darvmb vffgericht wisen. Ztem der Tsttschen halb, denen das Zr genomen, oder die ansprach zu dem huß Safoy, den von Zenff oder andern der land haben, ist berett, das nun Herr von Zenff als Gubernator sol verschaffen, ane Verzug all Tsttschen, so den Herren des punds zugehören oder verwant sind, das Zr, darumb sy brieff erlangt, recht oder billicheit haben, bekert werden; vnd ob darinn Zrrung, also dz llitterung ze tun nott were, die sol beschechen durch zwen zugesatzte, einen des lantz, den andern des ratz zu Fryburg, den parthycn nit gewant. Vnd ob die zu einhcllem Nitterscheid nit möchten komm, so sol min Herr don Geyers mit sinen Ratten alö Obmann die fach entscheiden, vnd wie söttichs beschielst, daby söllen die partyen beliben ane vstrer verggen vnd appellirm. Ztem der Zöllen halb sol ieglich vorgcmeltc party all vnd icglich ir koufflstt an den Zöllen, Znen Zugehörig gütlichen halten vnd als von alterhar komm ist, ane alle steigerung. Ztem es söllen all partyen verschaffen sicherheit Zr straffen nach allem Zrem vermstgen, vnd ob ttman eins teils land roubcn oder vbel tätt vnd in des andern land keme, der sol zu Zm nach billicheit griffen vnd denselben straffen. Ztem eS ist berett luttcr, das die zwen Knaben, nämlich Zacob Arsantz Sun, der vnder tagen ist, Und Hans Perrins Sun von Wallis, ane alle mtgeltniß ledig gelassen werden sötten. Ztem darnach von eins Herrn von Sitten vnd siner landschaft wegen ist berett der vsgangnm vrtcil vnd anderer Zrrungen halb zwstschcn den ietzgcmeltm teilen Hangende, min Herren von Bern srstntlich tag in Zr statt setzen, vnd mit Hilst, rat vnd bywesen gemcyner Eydgnossm botschaft, ob die nott ist, vnderstan vnd besuchen stillen, sölich Zrrung in aller gsttc zu richten. Vnd ob das nit sin möcht, so sötten mine Herren von Bern Rechttag darumb verkünden vnd nach verhören bcyder partyen, wie denn not ist, Zr vrteil geben vnd derselben all partyen ane alle abstricht nachkomm, vnd min Herr von Sitten vnd sin lantlsttt by Znnhabung der land dazwischen beliben, vnd doch die vffnamenden nutz still sian vnd die gefangnen beyder teilen bis denselben tag ledig gelaufen werden. Vnd nachdem nu die botschaft von Wallis dar Zn zu verwilgm keinen gcwalt hat, so stillen sy diß srstntlich incynung an Zr Obern bringen vnd bist St. Gallmtag nechst kommende minen Herren von Bern Antwurt geben vnd barzwischend gut sicher vffmthalt aller Krieg sin diser stich halb vnd die partyen zusammen wandlm zu Uotdurft aller Zr guten qeschaftcn, sovil Zr notdurftig ist, alle geuerd vermitten. Geben vnd bejchechen 77 sttO August 1476. zu Driburg vff den riij tag Ougstcn, gezalt c.ccc.. i.xxvz". vnd ist diß beredniß vnd qeschrifft zwifaltigkl'-d geschriben für die partpen." Dir TriginalauSfcrtigung dieses ActcS ist nicht vorhanden. Das Datum am Ende schlt sowohl im Soloth«^ ncr-Abschicdcband n. 52 als in der Tschndischc» Abschrift, ebenso die Worte „so mit dem Kilng in Bcreinung ss"d am Anfang deS zweiten AbsahcS. Beides findet sich dagegen in einer Abschrift dcS Bcrncr Bundbuchs II. 1^>7 dagegen schlt dann hier der Name dcS Auto» von Pavia, sitr welche» an betreffender Stelle deS ersten AbsahcS »er Raum offen gelassen ist. ^ In einem >s,>me>r!,«» für die Berncrgcsandtcn aus den (nach Anueey verlegten) Tag zu t^cns im April l ^' heißt es bezüglich dieser Beredniß und der dazu gehörigen Acten (Staatsarchiv Bern, Allgemeine cidgenosch Abschiede S. 4l>): „Item Ir habt bi ilch die Abscheid vnd richtungcn zu Driburg bcschcchcn, darin sötten (Ir flib daß die vfgcricht werden." ^ Diese Beredniß scheint also als der eigentliche, in Kraft erwachsene FricdcnStractat zwischen den Eidgenosse» dem Hanse Savoycn angesehen werden zu milssen, dessen Bollzichnng jedoch in diesem und dem folgenden Jahre vielfache Bcrhandlnngen erforderte, welche erst durch die Rückgabe der Waadt am 21. Februar 147" (siehe den -> trag zu diesem Bande) ihren Abschluß fanden. I». Zu der abstehenden Vcrcdnifi gekört folgender in derselben als die „Vcrsorgniß der ^ den" bezeichnete Act: „Die Abrcdnuß zu Fryburg der Versorgknuö der fsinfftzig Thusent guldm." „Hivunrinl vniu«>r.'»i vi 5i»jz>ili, .ick «^ic>5 sire5k>nl<;5 lillvrv >>oru« norint: t^iiock cum inlvr vt ill>i5lri55iniaili Kakau«!!«; «luniinani «;x una et majzuilicv5 ckuminnü ck,> lijza volori et nvva 5ii>»l!rinriz cum 51115 vullijzalix eck ,i,lli<'rvn>il>u5 >iarl<; vx all« ra, cki55vi«5innl'5 ßiiorriuzuo «a^ilalt ^ «oriiit, g>iilni5 zilnrinia ckainna kincinck«: vxnrla sunt, i^iririiin occ»5i«n« rum in urk«; I ril'»^^ jornala aini,akili5 curam in« Iili.55im«i ^rincijiv et ckuminn ckominn Ii«>inl,arck<», I.litlirinßi«; vlc. vt ill«i5tri55imi i,rin,:i>,i5 ck,»nini /Vi,5lrio cknri5 siralnrilius vl ma^nilico cknminn I.uckonir» cnniit«! «ick kev zi «r>«> «iomin«; kal>aucki«; «In« >550 vn«'aliz a1l0ii>i55iini5 z;rv< il >ii5 int«r s >rola>»5 ^ ci'I« kriirolnr «?1 ckcrnuin i>Iurinii5 m«ckii5 liliii,5ln«>cki z«rn^«i5iti5 er» ckvvvnivtnr. ;t sirvsali« ck«""""'' lijza s,r«> rvali nxii«'ckilin5t»'rum sarivncka, vrla vanlin 5uninie izinta niillo stnrvnoriiin Flamani«; 5«»Iui et ckari ckvlival sirnnt knv in asisinn« tuanivntiü cke^ust^^ ^ ovs»ti5 l»I«>n!n5 nnins»r<'h« nckilnr, izuornin t«uinr 5«5 l l.uck;vi«N5. <)«>m«>5 tkiniv vi vi«vve>«nv5 Florian«'. Ian«>uan' 1'^ , ^ «» cisial<5 s>rnlal,«5 ck«»iiinn5 ck«> liß.i in Iiac siart«' «>«ioar«'nnminalain 5umn1.ini 5««»r»!' 055«; vnl«;nl05. ton«,r<> s,r«;5«>nlinin zinlckine sal« »niir « > r«><'Nszn«i5i !mu5. r nani «zuick< m < <«nst'55inur'>" ^ ^ nN5>rn5«zu«; lK r« ,>«>5 ck« rinnr! v«;InniU5, n«,5 ck< Ii« ri <»I>IistkiI«»5iztt«? ,>55«; z>r«>sali5 «Ininini5 cko üss'' ' ^ 5UtU:«;55t >riI »>i5 nnniin«; ot «>01 N5i«>no s>r0«ii«;I,> ««,nv<>nli<»ni5 iziiiniznaszinla millo sl«»r«>n>»rnin Fl«u"'"" . ^ vl loszillinii sinn«I«'ri5, «zn«>5 «znickiin 5«>I«>0i'«; liakonins, volnnina <»l t«'n«ninr ck!ol>n5 ol terr>ri»r Z ^ 5p«!l!isi«:ancki5. vick«;Ii<:<;l cko«-«!,« null«; lle»r«?n«>5 s«>5»n nalinil.'ili5 Oi5ti 4nni stlill..5jnii .,u»ckrinss ''n" 50nlnajz05inii «iclau! sirnxiin«; vnnlnri, « t in»>«> ann«> 5iil >5 «'«^i,>nli .ilt0r «>5 cki nem mill>> slnrenna r 't ^ »NN«» 5 >il ,5t '«^u0nli all« rn «>5 ckoooin niillo stnr«>n «>5 «>» «ckr ck«>!n «'s's,5 5ingnli5 sirnximi5 anin5 V5g »n >" n«>in linnloin ,«>liu5 5iiinme. I'r« t« roa 5si«>r!lic«' 1105 ,'I»Iignl«»5 fti« imna «;ani<,u«; nl>ligali»n«m in ^ 1rn5«zu«; knin«>ttv niill«> llarvnorum Ii« ni vi r'lra. August 1476. gH »umma eapitslis in es parle doceliit, pro szua speetaliilis eommunitas kriburgensis nomine el viee prefate domus 8a6audie plurimis loeis olinoxia est, lpie guidem summa eapilalis vna cum eensilius inde eedeu- dis eerlis annis pvnilus solui dvl>e6at, praut lillere dvsuper eonfeele plenius deelaraut, guas volumus l>al»eri pro expressis et vigorosis. Vndv est guod nos omni psrti nomine et viee inclite 8abauäio domus satisfaeere cupientes spondemus, pollieemur et prnmittimus olitesteaione et vineulo juramen- tvrum nostrorum pro ea re earpuraliter prvstiturnm et tactu saerosaneti evvanßelü rolioratorum pre- latam snmmam «luincpiaßint» mille llorenornm Ileni dieliiis et tempore ut supra in Ilrliem kvrnensem nomen et viees prefalorum dominorum de li^a sveure al»sgue omni arresta, detentione, tenationv ^^l impedimento presentandi ad live prefate eammunilali trilnir^ensi pro summa eensuum cessorum et l^dentium et summa eapilali terminis et temporilius in liltvris eapitalilius supra memoratis deliitis satis- f>eiendi, soluendi et realiter et eum vlseet» expediend! sul, ^ppntlieea expre«sai>ue olili^aliane omnium < t sinstulorum unius« uiusgu«! ex noliis 6onorun>, molnlium el immoln'Iium, presenlium el fulurorum, stjue) «pioguosmostol ad liee ol>lixala laeimus et sie esse volumus et deelaramus. IA in vlieriurem liorum omnium et «in^ulorum «eeurilatem noliis »ssociauimus pro assoeiatisgue et oldi^atis nominalim deelara- vimus maxnilieos ^»lelinum clnminum stleolani el ?liiliperlum dominum de iVguis, lamguam eondeliitores et iideiussorvs summarum premenlionatarum. Ila et ea forma, eonditione et via, usta^ia pulilica eeleliraluri, nee inde reeessuri nisi solueione condi^na eum expensis et missionilius inde ortis, super stuiiins simplici ipsorum verlio alisgue vlieriori prolatione slandum erit, accepla. l^uod si vel lentis vel ^>n lentis ol>«tastiis post lapsum mensis solulionem prefate summe de «^uiiupiaßiuta mille llurenorum stende «lillerri eontingeret, »juaeumgue oecssione, motu vel ligura id liat, eo lune nos prekati priueipa- ^es el eondeliitores omnes et sinßuli et guiuis e noliis viee et nomine suo et unus pro aller» lilieram, flenam et perfeetain damus triliuimus^ue faeullatem presalis dominis de liga et eommunilati I^riliurgensi, ''i et in fpiantum litteris suis non satislieret, suisgue mandatarns presentilius et tuluris, nos lieredes- stUv noslros noslraipie el ipsorum l>ona possessiones, dominia, opiila, villagia, eensus, redditus, pro- Uentusslue noslros omnes et singulos in genere et speeie »lisilnveungue judiee vel pidiei! preuia deelaral!<,ne appreln ndend!, invadendi, leuandi. vendend!, dislraliendi vel suis manilins suliiieiendi ^sjue adeo, ut summam eesse solutionis olilinnerint eum reserualione «xpensarum, sumptuum el dam- uurum inteßerrima; et easu <>uo ali«pi! vel aliguis e noliis condeliitorilnis mnri eonlingerel, eo tune °"l rekpiisilionem dominorum de liga nos prelali prineipales alium, vel alios in vieem mortui vel ^vrtuoi-iim deputarv del>emus et lenemur, kpi! Imie oliligali«»»' pari forma, modo et via sese suliüciat »uliiieiant, vt alter! fuorant olinoxii. <)»od si eirea liuc ipsum mora steri enntinßervt et nunc '^d reiilionem desuper in nos factam vel liendam nos evteri prineipales et eondeliilorvs !n urliem ^ernens« m propriis in personis mißrari I>aliel»innis, nc»stro in slalu ol»stagia eonsuela sernalnri »«>itoril>u« in vieem dveessornm pro »iil» et dispnsilione doniinnrnm de liga assignalis vineuloiiu«! pari «pio priores suliieelis, in «piornm deleelum ipsi «lomiui 6t? August >476. sto liga appreiivnniono. leiinlione et venstitionv konorun, nontroruin exacto mens« ponerv orstinare»zue valent et ponnunl, mosto et forma. vi nnpra, eire» eesnalionem nolucieniü ' ^ «st. Itt prefatin omnitmn et nin^ulin tan, in koe steinto ,zi>in«zuas?i»la millv storenorum Iten> ^ ^ st« li^n, «zuain in stei»ilo k'rilmrgenni pro lenore nuaruin lilternruin competenten et vxprenso» ^ saeiensti z>oIIieennir, promittimunipie kona liste. I^t non t^ome» <»et,ennennin nut» vertio princ>>"^ ^ eeteri per odtentnlionen znramentornn» nontroruin eorzioraliuin in vim prenentium litterarnw ^ prentitornm ea omni« et ningula. «zue,zue prenenlen liltvre non prineipaien «l e.onstetiitore^ ^ onerant vn,z>ie ast vn^uem neruansti, lenensti. eingue per omni« pro nolu» «t !>erestil>un no!'>'' " n!ngulin«ple lilnlnin eaunamvv a not,in tmhenlitnin v«I I,al,il»rin ,zuoinostoIiI,et nalinsaeienlii ^ ^ppoltieea et ohli^ntionilmn nupramemoratin. Itenum misten per exprennum omnilius et «ingul^ > ^ priuile^iin al»noIu>ioniluin«sue otstenlin, v«I i» futurum, v«I a papa, vel imperatore nut ^ v«I alioz. t^uominun kn!« »Iili^ationen elliea« iam importent v«I certa exintenlia propl'i"'!" ^ statin v«I emanatin, stanstin v«I «nmimnstin eeterin,zue aetioniliun, exeez»Iionil>un stoli mali, g„a»^ tioni in saeluin, nin^nlin^ue .iiiin reine,liin zurin v«I sneti, «zu« omnia per exprennum hal'eN ^ nieliiloniinun ae ni eastem st« verl»o «st vorluim reeennit» forent. nins?ulariter juri ralem renuneialionein valere nini nz»eei»Iin z»reeestat, ipioil ni eire» liarum litterarum . »h»^' euipiam ineptum, innertiim, opportununuzue s«»r«l oliminnum. ^iolumun istipnuin vel ^»istcu«"!' ^ ^ «zuost ingenio «uiuncumizue vxeo^itnri, in mostum stestnci vel pro stesennione opponi „.oil^ tierestil»in«pie ^innlrin remestin luilinni cuminnstn^u« snre. ^>uin)i»«> Iinn ipn.i» liller»!« w et nin^nlin nuin piine.lin, nrlieiilin, elininulin np««iliei»tinnil>un,z»e riil-in, ^r.stnn tirm.in,z»e n«r"' cnneunnv, omni stolo sri,uste«s>i« eire» e» omnm et ninpiul« «xelunin. nnixini« ex en «>>m i">u tioni nonlr« et re^in »ull»ril»n et illuntrin rever«nsti,z>i« z,rineipin et stoniini. stomini st« kntmustm, I^pineozn sietivnnennin, t»»t,ern«lorin genernlin Hnlmiisti« totiun nnnennun e> ' ^ Zp trinnnz»« ei,in zmtrie nlntinim e.oneorn volnnlnn intereennerit, prout litterin nuin elsrius tzuoriini oinninm estienei-,»,,. rolnir et nt«l»ililntein non presali prineizniles et «onstel'ilnr«!' ,^u>' «l «zuilil»vt ex not,in n»»n, proprinn, Iiiin lillerin m.iniliun stoniinoru», stv li^a stnli» ->1'^"^ stotan I'rii»irz;i stie xv^ ^ugunli »nno i.xxvj. , EIaaISar»iv Virn, Allq«mcin» cl^gcnöfslsch« SibsSlst« Die dicscm Acic angehängten Enlwitrsc zu den RatisicationSnrkunden taute» jolgcndcrmabcn: tl. «^ion I^ustoiiiou«, stei zsrnt!-» tVnneoruni rex, omnilnin et ninseulin preneiste« vinuri» ^ ^rio^' tittori» vvnliorstii! vl,Ii^»tio»inn,ju« inolite 8»>»»usti« stomu» «t ein« noiniu« ist« ittuntri r^uvr»'" «on»»„^«,inv» „it > st« Aistikusti«, z'vr^etu» itstiiii»inl.ra^^' ^ c>^ ti«t»>mi«n»in, ltulierniitor« ^nlniusti« per nun steputnto, et trilni« stntiliu» eiunstei» p»tr!« stvm litterin njieeilie« „oinin.Ujn vernnn »in^nstieen steinino« «mieo» «t eviisvsternton »ontro» ' liKi, nn^eriorin taetin, eertin «»»nistvrntioniliiin st«l!l»vr>iti»nit)unn« eestinst, «iinst,>n> i» emnit'»^ ^,«iü nrtienlin »entre et pretnt«! stennin et prvnertim nepvtin nontri 8«I»nust>« stuein, gn! »sttu» ^gtn ^ nomine rol»ornniun, oonlirinnmu« et «pproimmun, volenten einst«,» nutintier! omni eontr«st!^''"'° guorum enistent!-»» In>n litter«« nontr«n ni^ilto »ontro loeimnn eommuniri, " ^ K>' L «Xos stoliannen I.ustovvir! stv 8»t>nnsti«, s!,st>vnnennin ep!neop«t„n nstmini«tr«t»r p^'>" ^t«' I>«ustiv stue«tu» Nulivriiator generisti«, per ttegem ipnum «st ist ipnuni st, putntun, prenoist^'"" August 1476. 613 Mur, qucxl cum priklcm illtvrusntu iuelitissimi zwiuoipio, kloiniui I^otlirinKlö l1uoi8, proprio iu psroonn, illuotriooimiquo priucipio clomini ^uotric cluci« orotorum, c;uo8 pro trnototu Imrum rsrum procibuo uosti-is .sUKitor lrortoti «umus, iutor noo, nomino vt vice guo 8upro, ct mnKmüoos äomiuoo <1c lixu. oppunotuotum littcro<^uo odliKotiouum clvoupor conlvctv luorint, quorum vopioo >ioonouto8 tociens quo- Mono opuo suvrit. In Quorum ouiclontinm Imo ip8N8 littoroo oixillo nootro «luximu« munioncla.8. ?rvtsroa n08 k>'v8 8tutu8 ob vom rem oonxrogsoti Imrum littori» ip8nrumquo tonori no8 8ukicimu8, pollioontos den» träs o«8tra juremvntorum viKoro via omnibuo, quo litterv prvsuto llvolnrnnt, olwoquvntoo itnquo Leri » Bern. t47«, 1« Zlngnft. Staatsarchiv Bern: Deutscht» Missivenbuch, I>. ? I>. Gemeiner Eidgenossen Rache zu Bern versammelt bitten den Herzog Sigmund von Oesterreich, den >ttex Wilhelm Herter, welcher sowohl in seinem Dienste treu befunden, als auch den Eidgenossen bc- "Nders lieb geworden sei, nach dem Abgang seines Marschalls und Landvogts, des Grafen von Thier- an dessen verlassenes Amt kommen zu lassen. Ucbcr dic endliche Bereinigung noch vom Waldshutcrkricgc herrührender Anstände mit Herzog Sigmund, die esst in diesen, Jahre erfolgte, vergleiche folgende zwei ActcnstNckc: 1470, 14. Februar. Bürgermeister und Rath von Schaffhauscn sprechen den Herzog Sigmund wegen der zu Waldshnt zwischen ihnen und Bilgcri von Hcudorf vorbchaltcncn Sache quitt und lcdig, da der Herzog ihnen dic Absolution von der Acht ausgewirkt habe. (tlbmvl, ^lonumontn Ilnbobur^ion III. 1. S. 020.) 1 470 , 4. August (Sonntag nach Vinculn?otri). HanS am Stad von Schaffhauscn bekennt, daß Herzog Sigmund ihm das Dorf Bcrau, das in dem Kriege der Eidgenossen vor WaldShnt zu seinen (des Herzogs) Händen gekommen, wieder abgetreten und ihm habe schwören lassen; er sagt damit dic herzoglichen Amtleute von aller Ansprache loS. (tlbmvl, Nonumontn Iinbolnirxica I. S. 21 7.) 847. Luceru. 147<5, T. September (vfs mendag nach sant srenemag). Staatsarchiv t'urern t Lucerncr Abschicdc, II. 7t. Boten: Ziirich. Hans Tachelshofer. Bern. Anton Archer. Lucern. Peter Rust; Peter Tam- ^m>». Uri. Hans Zmhof. Schwyz. Ammann Jacob. Unterwalden Zug Glaius ^»lothurn. Venner Hagen. bt4 September 1476. ». Denen von Unterwalden wird geschrieben, sie möchten den Erni Sunder, Vogt der feiger, anhalten, die Zehrung für letztere bei Niclaus Ritzi zu bezahlen, wie gemeine Eidgenossen ^ vormals angeordnet haben. I». Die von Bern bringen an, der Graf von Genf habe gesclMl'"'' habe einen Boten der Herzogin von Savoycn gefangen und begehre zu wissen, ob man ib»' kommen wolle, wenn er deßhalb von der Herzogin oder vom Herzog von Burgund überzogen > «». Frciburg begehrt einen Thcil von dem savovischen Brandschatz- und RichtungSgcld und eine El ^ ^ ob man die Schlösser und Städte in der Waadt brechen wolle oder nicht. «I. Man soll berathcn, e der Reihenfolge der Orte nach einen Gubernator über die Waadt setzen oder wie man sich damit vcr > ^ wolle. «-. Ferner, ob man diejenigen, welche Mcrdon und die Unfern daselbst verrathcn gnadigen, beschützen oder „da ussen lassen" wolle, f. Da die von Bern meinen, sie wüßten der den Stein (Diamant) kaufen würde, so hat man ihnen aufgetragen, sich zu erkundigen, was ^ ^ gelten könnte. Auf dem Tag zu Zürich sollen sie berichten. Man soll Maßregeln die Knechte, welche auf Zügen gegen unsere Feinde den Freunden das Ihrige nehmen. Ii. ^ man möchte ihm die goldenen Tafeln und daö Hciligthum, die zu Luccrn liegen, verkaufen ^ wenigstens leihen, „diewil ietz ir Romfart weret". I. Aller obgeschriebenen Stücke wegen soll ^ ^ auf dem Tag zu Zürich völlig Antwort geben. It. Jedermann soll die Sache des Stephen t'e» heimbringen und den Boten auf den Tag zu Zürich Vollmacht geben, ihm behülflich zu sein- GAG. Anricj?. I47K, lvfi Vnscrcr yrannuai, u Hklbst). V»k»rn: ANg«meine II. IUI. <>iv ZsckuUs»« Kammlung I ». Statt erst auf St. Michaclstag, wie vorhin angesehen, soll man schon auf St. zu Nacht zu Luccrn sein, um der Beute und der andern Sachen wegen, die auf icncn waren, zu verhandeln. I». Bern hat gebeten, man möchte ihm das Heiligthum aus der Bcutc, ^ zu Lucern ist, geben; die gleiche Bitte stellt auch Schwyz und mit diesem der Pfleger von Auf dem Tag zu Lucern soll man hierüber antworten. Ebenso des Steins wegen, ob ^ ^ dem Herrn von Mailand mit einer Botschaft schicken, oder ob man ihn sonst verkaufen, oder n" - ^ damit machen wolle. «I. Des Bisthums Eonstanz wegen halten die Boten dafür, man M schaft zum Herzog von Oesterreich schicken/ um mit ihm zu reden, damit wir des Bischofstreütb ^ Ruhe kämen. ,. Der kriegerischen Auftritte wegen zu Munderchingen und in dessen zine Botschaft zum Marschall von Pappenden,! schicken, um ihm zu bedeuten, er möchte, da die E>ds ^ ^ die Sache der Bischöse wegen an die Hand genommen, von seinem Vornehmen bis zum Austrat ^ ^^hc» abstehen und die Gefangenen auswechseln oder bis dahin „betagen". Solches zu fördern, ist >'U-b ^'^schoft des Grafen Otto von Sonnrnberg empfohlen. Was mit dem Marschall verhandelt wird, soll die^ den Rathen des Herzogs von Oesterreich nach Zell berichten, f. Ueber das Anbringen des Er»" ^ Eonstanz, mit den Städten und Schlössern des Stifts in Vereinigung mit den Eidgenossen Z» auf dem Tag zu Luccrn Antwort gegeben werden. «. „Item von der bütt wegen, ob man die machen welle oder nit". I». „Von des Hcerzugs wegen, den discr zitt in Ruw zu stellen, st» September 1476. von allen Orten geantwurt." I. Da der König von Frankreich den fungen Herrn von Savoyen in seinen Schirm genommen hat, so soll man ihm empfehlen, auch dessen Land zu schirmen. It. „Von Murtcn vnd des eroberten lands wegen, daö die von Bern vnd Fryburg allein begerent zu haben, darinn wil ycglich ort sin teil haben." I. Die Schlösser und Städte in Savoyen soll man nicht weiter zerstören und an der Wehre nicht weiter bauen lassen, «i. Der Knechte wegen, die Averdon verrathen babcn, soll man heimbringen, ob man sie begnadigen, beschützen oder wie man sie halten wolle, i». Eines Landvogts wegen für die Waadt soll man auch auf vorgenanntem Tag antworten. «». Der Knechte wegen, welche in die Kriege laufen, soll man vorsehen, daß sie die Zugewandten der Eidgenossen un geschädigt lassen, i». Zürich, Lucern, Uri und Schwyz sollen der Visthumssache wegen in gemeiner Eidgenossen Namen die Votschaft zu Herzog Sigmund schicken. Auf St. Michaelsabcnd sollen die Boten zu Wesen eintreffen. «Z. „Von der von Friburg von begerens wegen, Sy ein ortt der Eydgnofschaft lassen zu sind, dorumb sol man vff dem nechsten Tag zu Lutzern antwurten." i. Als Bote zu dem Marschall von Pappenheim ist Herr HanS Waldmann, Ritter, mit dem Auftrag geordnet, ihn zu bitten, er möchte sein Unternehmen der Bischofsangelegenheit wegen ruhen lassen und alle Haft und Verbote, die er gethan, abstellen bis St. Niclaustag; inzwischen hoffe man, durch die Botschaft, welche man zum Herzog von Oesterreich gethan, die Sache zu betragen. Will er dieses nicht thun, so soll ihm erklärt werden, wir wollen es durchaus haben, und uns seiner mächtigen. Das geschieht deswegen, damit man in der Sache desto fruchtbarer unterhandeln möge. Zu ck. «!. r, p und r. 147a, 1t!. August. Bcr» schreibt an den Herzog von Oesterreich: Es habe der Angelegenheiten des Bisthums Constanz wegen den Eidgenossen einen Tag nach Zürich gesetzt ans unserer Frauen natiui- tat!«; man bitte ihn, seinen Landvogt und Marschall, den Grafen Oswald von Thierstein, und den Ritter Wilhelm Herter dazu zu schicken. (Berncr deutsches Missivenbuch I). 2.) Zn «>. Liiccrn instruirt daraus noch: „Wir wollen des nitlssig gan." Vckkl. 147«, 17. September. Ttaattarch,» Bern! Lalcinisch«« Missivenbuch 4. 485. 48k, Creditiv der im Namen gemeiner Eidgenossen zum König von Frankreich gesendeten Herren Adrian von Bubenberg und Wilhelm von Dießbach, Altschultheißen und Ritter. Nach Schilling, Burgnndcrkricge S. 353, reisten sie erst am 23. October ab. — Ihre Instruction (Berncr lateinisches Missivenbuch 484 I>) lautete folgendermaßen: tt^nia, s-Iaeuit Itogi, orntores «uos, inpriinis illustrein llvininum, clominum ^ciinirallluin euin suis eellegi«, clvstinare nd clominos ctv liga, illieguv seriein voluntnti« sue roseruare, gue trivus nrtioulis prin- «chmlivus vnollntn est: lri s-riinis guvrra.« in Ijur^unckie ckneein eltieaoiter eoutinuenclas ooneornvuta, sujier guo ckomini lle IiZa ressionckent, sese c>v lionorvin et impnlsionvm rvgis Kuerras in «um nrovissv et usguv in liuue ckioin ti!ba . Ietalil>us snvliis oommissis enntinunsso et in sirssentinruin z,ro»egui, nee unguiun voluisso ack nligun meiiin pneis, gnil'U» rox ipse so .snngervtnr, tarn et si ilil>era1ic>nibna inbor oo »uo^gno rvntv« infrinxoro. y»a in ro »i, vt ipsi oporanb, Itox ipoo potontia ona »oso oristot, tinm iiabolntnr dire.a nitornm riuitntom dvliannonaom ot vinaeiom munitionon oontinstvntoin »oianb «iomim un mutuarum, quo inniotkte nvmper »er»» ^ ^ I'ro tvreio nolutionvm peonninrnn, eonevrnvnto, nperunt «iomini voukvilvroti, guenl et si pe>«t regia» in continenti ipsiun iiuüentutei» sui» litteri« pro mliutorio sionilo exortntione» enuruoro »e>> I ^ ruut, mirximo proptur viarum porieulu, iil ipsis vlienne non c > wurde daher vielleicht abgeändert. — Da« Baölcr Ossnnng«bnch V. 173 b. spricht von eine»' I'xaltationis (14. September) nach Luccrn angcsehtcn Tag der Eidgenossen und der Vereinigung: halb zu Friburg bescheen". ^ Hichcr scheint dann auch folgende bcrnischc, im Deutschen Missivcnbuch Ii. 3 ff. zwischen St. Dionyscn« und St. Gallcntag stehende, nndatirtc Instruction zu gehören: „Die bcvellc der Edcln, strengen, Her Adrian« von Bnbcnbcrg, Hern zu Spich, vnd Her Wilhelm« von dach, Herrn zu Signow, Inen von mincn Herren an küng geben. ^ De« ersten dem kNng zu antwnrtcn die Crcdenz mincr Herren vnd die selben Im mit aller dcnnit Z" t'M ^ ^ Darnfs Im zu sagen den Adscheid de« gehaltenen tag« zu Friburg vnd vast zu danken, da« Im gcva»"' sin botschaft dahin zu vertigcn, dann sich dieselbe gar flistlich gcarbcit haben. , „z Item Jr svllcn alle» sli« tun, da« die Richtung gegen dem h»s Saffoy vfsgcfchribcn vnd ouch die ^ de« ktlng von den drycn Stätcn in Saffoy, der Copic Jr mit tlch füren, nach notturfft vfsgcricht vnd bcstgclt Item als de« küng« Kotten anbracht haben vfs dem obgerürten tag, den küng dem Hu« Safsoy, wie sich dassclb gehalten hat, sürzcsctzen, mögen Jr lütcrn den grossen guten willen mincr Herren von Bern v" ^ ^ die gcsteltcn schristcn Im antwnrtcn, vnd gliche verschribung vom küng, der sich ouch sine bottcn begeben haben, ^ ^ Der Pension halb wüsten Jr nach ordnung zu handeln, dann die ich sind gevallen; So haben Jr o««b schrifstcn darzn »ottnrftig. Jr svllcn auch allen sliß thun, da« die vSgericht werden, vnd zu l'yon ordn »"!i künstig Irrung zu vcrmidcn, al« die küngklichen Bottcn selb« gcrctt haben. .. . ^n Vss ander bcgcr vnd anbringen der küngklichen Kotten ze Friburg ist dozemal gcantwurt worden v»d b'^ In schrisst geben, Inhalt ein« Zcdcls so Jr mit üch füren. Dabi lausten mi» Herren da« bclibcn vnd bcfu ^ ^ krieg« halb gegen dein Burgundschen Hcrhogcn zu tribcn, bcdunkt min Herren vil vfs Im zetragcnt, vnd ^ ^ bcgcr, nach der antwnrt ze Friburg geben, angcscchen da« si mit Iren Eydgnostcn vnd Zugewandten vnd ouch solichcn dem küng zu crcn vndcrftandc» vnd manlich behauptet haben, da« der küng sich darin 'Mg richte, damit all teil zu srid vnd r»w gefördert mögen werden. Jr wol Der Statt Jänss halb, die zn besehen, lausten min Herren ouch ganz bi der antwnrt bclibcn, die zclütcrn, dann Jr st ouch in schritt haben. mit »er- Item der lxxx"' Ninschcn gnldin halb wüsten Jr mit andern eydgnostcn vch zchaltcn, damit dieselben nunsft crvordcrt werden. Da mögen Jr zöngen die Main»,gen von mincn Herren an Inn gange», der ^ haben, vnd dabi erzcllcn den grasten kosten in disen swcren kriegen gehcpt, vnd ob Jr nit witcr mögen koincn, da« gelt gerechnet werden nach zil vnd zil der vsgangnen manungen. , Item ob Mnrten halb Red an üch würd gelangen, wellen mine Herren üch keiner bevclch behelffcn, daM't September l47ti. 617 endrung mög bcschächen, sunder so ist will, davon dhcins Wegs mit der zugchörd als ich, weder ich noch hinfttr zu schinden, angcscchen den grossen kosten vnd swärcn stand, so st mit Iren zugewandten dasclbS gchcpt vnd getan haben. Dann der Mllnz halb sollen Ir, ob da« not wirt, mit dem bischoff von Icnfs reden vnd, was llch begegnet, minen Herren verkünden. Vnd vsf sincn bricff, als er dcö burgunschcn Hcrtzogcn halb mincr Herren willen zu verneinen bcgcrt hat, wüsten Ir üch wol mit einer vnvcrgriffcnlichcn bescheidnen antwurt zu hallten. Von des grauffcn von Iänf wegen, ob der vtzit an üch wurd bringen, mögen Ir gütlichen hören vnd an mine Herren wachsen lausten. Item Ir söllcn ernstlich fürdcrn mins Herrn des propsts von Ansoltingcn fachen, beide, der bezalung halb, damit Im die one allen Verzug gelangen vnd er sin swärcn schulden abtragen mag, ouch des Priorats zu Lustra, als üch dann der Propst von Rüggispcrg fürcr wirt sage». Item Ir söllcn gegen ininc» Herrn den bischoff von Jänfs den vorbcmcltcn minen Herrn von Rüggispcrg be» volchcn habe», damit er zu dem ampt, da« ictzt zu Vättcrlingcn lcdig ist worden, vor mcngklichcm mög komc». Item haben itch trüwlich bcvolhen die von Biel», als Ir dann Ir fach wol wüsten, angcscchen den grasten swärcn kosten, so si teglichs haben, vnd lip vnd gut zu crcn des küngs zu discn fachen stätenklich setzen. Item vnscr koufflütcn halb sollen Ir mit dein bischoff von Jänfs reden vsf das allcrfrüntlichcst, In zu bewegen, ob si mit der Kette vnd andern« glich den von Friburg möchten gehalten werden. Von Her Paulus Kaltenbach wegen Wellen mit dem küng reden, In zu einer pfrund zcfttrdcrn, denn der Hcrtzog von Berrc sol Im vor zitcn sölichs zugesagt haben." Man vergleiche zu diesen Instructionen den „Abschied der Bote», die in Frankreich gewesen sind" (Absch. 852 unten). 85«» Ltttern. R47K, TA» Tepttmber (Montag xost dlniit^i). Staatsarchiv Lucer»! Luctrner Zlbschiede, Ii. 7i I». Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. Peter von Wabern, Ritter; Bartholomäus Huber. ^ucern. Peter Ruft, Schultheiß; Heinrich HaSfurter, Ritter, Altschultheiß; Rudolf Schiff»,an», llri. ^'nmann Arnold. Schwyz. Ammann Zacob. Unterwalden. Ammann Zimmermann. Zug. Zehender. ^laruö. Werner Rietler. — Ztein von Fr ei bürg Willi Tcchtermann; Pon Solothurn Cunrad Schultheiß. Der beiden Bischöfe von Constanz und dcö Marschalls von Pappenheim wegen, welcher geantwortet hat, weder könne noch wolle er die Acht abstellen, bevor der von Freiberg den Bann auch abstelle, 'st gerathschlagt, daß Zürich eine Botschaft nach Constanz senden sott, um mit beiden Theilen zu reden, daß sie dem Abschied von Zürich nachleben und die Dinge überhaupt anstehen lassen bis Martini, sedcm Tsteil ohne Schaden. I». DeS Bündnisses wegen, das mit dem Grafen Otto von Sonncnberg gemacht werden soll, ist gerathschlagt, man wolle erst abwarten, bis die Botschaft vom Fürsten von Oesterreich aus dein Etschland kommt; dann erst soll man hierüber Antwort geben. «. Herr Zörg vom Stein erscheint bevollmächtigter Bote des Königs von Ungarn mit dessen GewaltSbricf und verlangt, man möchte 'stn, gönnen, „dar Zn vmb ein friden ze reden", und ihm Geleit gebe». Antwort: Man wolle daS heimdringen und auf nächstem Tag antworten. «I. Die Boten vo» Bern haben die Werbung angebracht, 78 6! st September 1476. welche an sie von den Burgundern auf Befehl des Herzogs ergangen sei, Unterhandlungen für ^ Waffenstillstand zu pflegen, damit man, wenn einmal der Krieg stillt gestellt sei, von einem ewigen Fr' reden könne. Das will man heimbringen und auf nächstem Tag antworten. Ebenso daS ^ des Herrn Wilhelm Herter auS Auftrag deS Herzogs von Oesterreich, daß Doctor HcSler alS deS Papstes und deö Kaisers an ihn geworben habe, den beiden Häuptern die Friedensvermittlung Z'^ ^ den Herren, Städten und Landen der Vereinigung und dem Herzog von Burgund zu gestatten, ^ zu diesem Zweck ein Cardinal nach Metz gekommen; wenn man davon reden lassen wolle, so Boten sich in Geleit an einen den Eidgenossen gelegenen Ort verfugen. Auf nächstem Tag Antwort geben, „dann die selben legatten hant darvmb volg vom Herzogen von Burgund". Sonntag vor Dionysii (6. Oktober) sollen der Eidgenossen Boten mit Vollmacht, auf vor- u»b geschriebene Sachen völlig Antwort zu geben, zu Lucern an der Herberge sein. zx. Die Klage und wortung deS Bischofs von Metz und die darauf erfolgte Antwort und Widerrede deS Herzogs von kennt jeder Bote. I». Da Bern Münzen gewerthet und verrufen hat, hat man selbes gebeten, ^ stehen und die Münzen zu nehmen, wie man sie in diesem Kriege bisher genommen hat. Darüber so möglichst bald erklären, I. Jedermann soll zu Hause verkünden, daß „die gnad zu Bern an hclö Abend nu nechst kumpt In gatt vnd acht tag weret". It. Der Bote von Zug soll bc> Herren bewirken, daß dem Kündig geboten werde, zur Zeit nichts vorzunehmen, sondern Tag, wo man über die Sachen verhandeln werde, ruhig zu bleiben. I. Der Beute wegen >ü ^ ^ schlagt, daß man „nuzemal deheine machen", aber in Zukunft Vorsorgen wolle, daß Niemand , dem Felde führe, sondern daß, waü im Feld erobert wird, gleich im Feld zur Beute gelegt werde. soll man des Gelds wegen, daS zu Murten im Feld auv dem Beutegut erlöst worden nächsten Tag zu Lucern bcrathcn, wie man sich damit halten wolle. ,»». Heimbringen daS Bischofs von Basel und die darauf gegebene Antwort, i». DaS Begehren der Boten von man möchte ihrem Herrn oder dem Kaiser Mümpclgard übergeben, damit Graf Heinrich se>"" ^^ schast erledigt werde, ist mit den besten Worten abgeschlagen. DaS fernere Begehren aber, in eine andere, unparteiische Hand zu übergeben und damit den gemeinen Rechtsweg zu suctstlh " heimbringen und Mümpclgard für die Dauer dieses Krieges stillsitzen lassen. «». ..Wir habt" ^ geschickt in vnscr aller kosten gan Frankenrich zu der cidgnosscn botten vnd Inen zu ecken"" ^ Werbung des fridcn halb wie obstad, vnd ob der Herzog von Burgund vnS gegen dem Küng ^ vnd fürgeben wurd, dz wir der richtung an In begeren, vnd den Küng vssctzen, alS er vor ^ darin zu dem besten verantwurten. Das ist den von Bern empfolhen ze schriben vnd zt vnu, aller namen." y». Es soll Jedermann gegen den Herzog von Burgund gerüstet si", fester' ,chon früher beschlossen hat. Herr Wilhelm Herker, Ritter, hat im Namen des Herzogs crich angeln acht, es werde auf St. Gallcntag zu Eonstanz zwischen dem Herzog und dem ibrr von Sonnenbecg ein freundlicher Tag stattfinden. Dabei hat er gebeten, die Eidgenossen ^ Botschaften such dal)in scndeii. Vilich hat er denen von klnterwaldcn einen freundlichen Tug von Baldeqg wegen. 1^. Einige Orte haben des Bündnisses oder der Vereinigung mit dem Lothringen wegen zustimmende Antwort gegeben, die Boten anderer Orte hatten keine Vollmuctst'^^ soll Jedermann die Suche wieder an seine Obern bringen und auf nächstem Tag Antwort gebt» über deö Herzogs jetzt gestelltes Begehren, man möchte ihn, „etwa vil Gesellen" um ^ September 1476. glg laufen lassen, Da die laufenden Knechte zu Zeiten Solche beschädigen, die in der Vereinigung sind, so soll man dieienigen, welche dergleichen thun, anhalten und „leren, dz fy das nit mer tügent". tz. Da l>>e Schwyzer perlangen, das Heiligthum, welches die Vcrner begehrt haben, solle nach Einsiedeln kommen, so soll man eö einstweilen an Ort und Stelle lassen und der Gelehrten Rath halten, was damit zu thun se>- Darauf haben die Boten von Bern begehrt, man möchte es ihnen nur über ihre Romfahrt lassen, darnach wollen sie es wieder nach Lucern bringen. Es wird ihnen geantwortet wie zuvor und dabei zu ^kennen gegeben, daß die Boten hiefür keine Vollmacht haben. «. Die Panner und Fahnen, welche Kasten gefunden worden sind, sollen nach der Meinung der Boten gleich getheilt werden, v. Dem Herzog vo„ Oesterreich wird empfohlen, dem Carinnal zu Metz zu schreiben, er möchte sich nähern; man der Hoffnung, er werde gütlich angehört werden. Auf den nächsten Tag zu Lucern sollen die von Schwpz das Geld, das ihnen vor Murtcn geworden ist, herbringen und Zedcrmann soll heimgingen, was man mit diesem und dem übrigen Geld, das zu Luccrn liegt, thun, ob man dasselbe den verwundeten und Andern, die etwas verloren haben, geben wolle, Heimbringen das Begehren Berns "Ni Bezahlung des FuhrlohnS, um die Büchsen von Murtcn nach Bern zu fübren. 5. Bern und ^olothurn sollen den Grafen Oswald von Thicrstein und die von Basel ihrer Streitigkeiten wegen Vilich zu vertragen suchen, oder wenn dieses in Freundschaft nicht geht, sie gegen einander in's Recht '^ffen. Heimbringen die Antwort, die der Herzog von Mailand der Roßtäuscher, Ammann Wol- !ebs und Kündigs wegen gegeben, und wie er dabei auch viele Ansprachen seiner Angehörigen an 'e Eidgenossen angezogen hat. »». Ebenfalls soll man auf die wiederholten Klagen und Rechts- ghehren der Roßtäuscher gegen den Herzog von Mailand nach Sage der Capitel auf nächstem Tag Antwort geben, damit sie nicht rechtlos gelassen werden. I»I». Zedermann sott mit den Seinen und "besondere Uri mit dem Amman« Wolleb verschaffen, daß Niemand gegen den Herrn von Mailand seine Angehörigen etwas Unfreundliches vornehme, r«. Der Diamant soll zu Luccrn liegen Reiben, big „,an darüber weiter zu Rath wird. «I«I. Heimbringen, wie man die Waadt bevogten, wer ^"stehen und wie lang Zeder da Vogt sein soll. Auf dem nächsten Tag soll mau dieses „entlich be- schliessr,,« , Der Knechte wegen, die Pverdon verrathen haben, ob man dieselben begnadigen oder '"'e Nu,« eö mit ihnen halten wolle, ist beschlossen, die Sache nochmals heimzubringen, indem zwei ^orschlg^ gemacht worden sind, wie ieder Bolc zu sagen weiß. tl. „Sodann von der von Friburg '"kgen, als die begert Hand, ein Ortt zesin, ist Znen von der eidgnossen hotten geantwurt alsso, dz man s'> s"r ein Ortt vffnemcn, dz können wir nit getun. Daruff die botten von Friburg begert Hand, mit ^"en ein einig old sust buntniß zu machen nach glichen billichcn dingen, sol man heimbringen vnd vff d"» nechsten ietz zu Lutzern antwurt geben". Heimbringen wegen Murten und den Landen und Herrschaften, welche Bern und Freiburg für sich allein in Anspruch nehmen. Die Boten wissen die b"l'erigen Anbringen und auch was zu Zürich darüber gemehrct worden wohl zu berichten. Von den Auswärtigen waren Boten auf diesem Tag: von Oesterreich Herr Wilhelm Hcrtcr, Ritter; von Lothringen Heinrich Schön; vom Bischof und der Stadt Strasburg Bernhard Wnrzgart und der Altainmeistcr Cnnrad Riff; vom Bischof von Basel der Osficial von Basel; von der Stadt Basel Heinrich Leigler; von Colmar und Schlcttstadt „derselben Stett bricsfe". Diese Notiz steht am Ende des Abschieds; Cysat bezieht sie >» einer Aninertnng ans das folgende Blatt (Absch. 85t); der Inhalt beider Abschiede zeigt aber, daß sie zn diesem Abschied (85,0) gehört; siehe jedoch auch Abschied 853. — Colmar schreibt den l!». September (Donstag vor Matthtu): Tag v°"" YZV September 147k. E« habe 100 Söldner vor Murten gehabt, die zum Thcil schon wieder entlassen seien; diese haben für etwa den Hämische und Kleider erbeutet; man soll ihnen dieses in der Beute anweisen. Schlcttstadt beschickt den Tag » und schickt 1 Gulden; die Scinigcn hätten sonst nichts genommen. ^ ^ Zu «!. Georg vom Stein erhält schon den 4. September vorher von Schultheiß und Rath zu Luccrn fllr Stadt und Landschaft Luccrn (s. den GclcitSbrics ct. «t. 1476, Mittwoch vor unserer Lieben Krauen Tag v» «.»bis, abschristlich im Lucerncr Abschicdeband It. 70 b.) Zn i>. 147 6, 16. September (Mittwoch nach I'.xicllotic,»!« Onoi»). Stuttgart. Ulrich, Gras zu bcrg und Mümpclgard, schickt den Ludwig von EmmcrShoscn und den Hans von Nüwcnack an die Eidgenosse» ^ der Gefangenschaft seines Sohneö beim Herzog von Burgund. (Staatsarchiv Luccrn. Original auf Papier- Zu tk. Nach „nit getun« stehen die Worte: „aber vmb ein bescheiden einig, wo sy die mit den machen, wil man giltlich losen vnd darumb antwurt geben zimlich« — im Text gestrichen. Zu kk- Hichcr gehört osscnbar folgende, im Solvthurncr Abschicdeband 0. 34 irrig dem 12. Juli dieses JahrcS bcigcbundcnc Notiz: „Die Mittel, so durch min Herren gemein Eidgnosscn vnd durch min gncdigcn Hcrrcn von sürgeschlagcn sind:« . m 1. Daß die von Bern und Frciburg die Schlösser und Herrschaften mit ihren Vögten und doch >" gemeiner Eidgcnostcn Namen besetzte» und jährlich um die Nutzungen Rechnung gäben und man den Erlrag ^ mäßig unter die Orte theile und dabei ei» Vcrkommniß mache, daß wenn es die Eidgenossen begehrten, von jenen Herrschaften eine bestimmte Zahl Leute zu Hülse schicken, und daß die Schlösser, Herrschaften und gemeiner Eidgenossen Händen huldigen und schwören sollen. ^ 2. „Das ander Mittel«, daß Bern und Frciburg die Herrschaften zu ihren und gemeiner Eidgenosse» bevogtcn und man die Nutzung gleich verthcilc. ^ ». Daß die Zugesetzten den Eidgcnostcn die Herrschaften zuerkennen, diese aber dann den beiden S^d> Gerechtigkeit zn kaufen geben sollen. ^ 4. Daß von den bisherigen Nutzungen abgesehen würde und man Bern und Frciburg die deren Nutzung noch süns bi« sechs Jahre ließe, darnach aber Bern je zwei Jahre, Frciburg zwei Iah« Eidgcnostcn zwei Jahre die Herrschaften besetzten und benutzten. ^ 5>. Gleicher Borschlag mit dem Uutcrschied, daß Murten und Erlach, welche von jenen beiden Stü^ nach dem Krieg erkauft sind, ihnen gelassen würden. 6. Daß Bern ansinge zwei Jahre zu besetzen, daraus Zürich, dann Frciburg, dann Lucern, dann >v'^ dann Uri und so fort, bis die Reihe »m wäre, daß man aber die Nutzung jewcilcn gleich verthciltc. ^helge" 7. Daß man Bern und Frciburg Murten und Erlach oder doch Murten allein zum voran« ließ«, Bcvogtung und Benutzung dieser Herrschaften ihnen und gemeinen Eidgenossen zukommen sollte, wic die vo» „Dis stnt dic artikel vnd mittel, wclcS man will vssncmcn oder nit: . ^ssc v»d Item da« man denen von Bern vnd Friburg Murten vnd Erlach oder doch Murten allein vor vl< ^ ^ danncnthin sy vnd gemein Eidgnosscn dic andern Herrschaften bcsatztcnt vnd dic Nutzungen teilten», Baden tut. ^ grev Item da« man dic beiden Stctt noch v oder vj Jar dic Sloß besetzen vnd dic nutz Jnncmcn >«ll- ^ gelittncn costcn, vnd dz man darnach, wic man z» Baden tut. bcid stctt vnd gemein Eidgnosscn besetzt- vnd glichlich teilte.« Oktober 1476. 62t 85t. Lueern. I47K, 7. FActober (Montag vor Dionys«). Ttaattarchtv Lucer»! Lucerner Abschiede, li. 7-t d. Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. Bartholomaus Huber. Lucern. Peter Ruft; Peter Tammann. Uri. Ammann Arnold. Schwyz. Ammann Jacob. Unterwalden. Ammann Zimmermann; Arnold Winkelried. Zug. Frei; Vogt Engelhard. Glarus. Werner Rietler. Freiburg. Tcchtermann. Solothurn. Cunrad Vogt, Schultheiß. Man ist einhellig der Meinung, die Roßtäuscher und andere Ansprecher an den Herzog von Mailand sollten ihre Sachen setzt anstehen lassen, bis wir mit dem Herzog von Burgund einigermaßen iUr Ruhe kommen; dann wolle man ihnen behülflich sein, damit sie nicht rechtlos bleiben. I». Der Bereinigung wegen mit dem Herzog von Lothringen sind der Eidgenossen Boten einhellig und hat jedes Hrtes Botschaft geantwortet, wenn alle Orte die Vereinigung eingehen wollen, so stimmen sie auch bei; "ur die Botschaft von Uri hatte keine Vollmacht, zuzusagen. Man hat daher beschlossen, Lucern soll eine Botschaft in Aller Namen nach Uri schicken, um die auf Donstag nach St. Gallentag (17. October) i» versammelnde Gemeinde zu bitten, daß sie sich gemeinen Eidgenossen nicht „abziehen", sondern auch in bst Vereinigung gehen möchte; man habe sich dicßfalls ihrer bereits gcmächtigt. «. Des Herzogs von Öhringen Votschaft ist „die obgeschribcn Meinung geantwurt, ouch des Heerzugö vnd der zulauffenden Knechten halb, als jeglicher bott wol weis zu sagen". «I. Zn Betreff eines Friedens mit Burgund haben llch die Boten geeinbart, man wolle daherige Vorschlage anhören, doch so, daß der Tag in offener Feindschaft gehalten und daß aus dein Frieden Niemand ausgesondert werde. Es ist zu diesem Zwecke ein ^ng nach Basel angesetzt worden. Aller Theile Botschaften sollen auf Allerheiligentag zu Nacht (1. No- ^Mber) daselbst an der Herberge sein. Herrn Wilhelm Herter und den Voten von Bern und Freiburg 'll befohlen, in den Sachen nach ihrem Anbringen zu handeln, v. Auf Sonntag zu Nacht nach Allcr- ^lligen (Z. November) sollen Büsselmann von Zürich und des Weiblers Freunde von Unterwalden zu ^Ucern an der Herberge sein. Tags darauf wird daselbst der Handel des Todtschlags wegen vorgenommen werden. Der Panner und Sachen wegen, die in Kasten gefunden worden sind, haben etliche Orte ^antwortet, sie wollen hergeben, was sie an solchen hatten, vorausgesetzt, daß die andern dasselbe thaten; andere Orte haben geantwortet, sie haben die ihrigen schon aufgehängt und können dieselben Ehren halb "'cht wieder herunter nehmen und theilen lassen. Diese sollen heimbringen, die Meinung der Mehrzahl Voten sei, dciß alle Fahnen und Panner, die in Kasten gefunden worden, getheilt werden sollen, dieselben seien aufgehängt oder nicht, oder wenigstens sollten die Orte, welche die ihrigen nicht herausgeben wollen, eine Summe Geldes dafür geben, welche man unter die, die keine solche Fahnen erhalten aben, vertheilen könnte, ßx. Der Büchsen wegen, die zu Grandson und Murten erbeutet worden sind und ^en ein Ort mehr als das andere erhalten hat, soll man heimbringen, wie man dieselben theilen oder a»schlagen wolle, ob nach den Leuten oder nach den Orten. Zn Betreff der eisernen Büchse, welche Adrian von Bubenberg anspricht, und des Fuhrlohns für den Transport der Büchsen von Multen »ach Bern, welchen Bern verlangt, soll der Entscheid erst dann folgen, wenn die Sache bezüglich der 62? Oktober 1476. andern Büchsen erledigt ist. Ii. „Alsdann von des büttgeltz wegen zu Marten gelöst, bat man gcttM vnder alle ort in der einig begriffen nach lut der geschrifft". I. Der seidenen Röcke und der K>c>ned>c wegen, welche einige Gesellen der Herzogin von Savoyen genommen haben, als man selbe nach Burg»" führen wollte, begehren diese Gesellen, daß man dieselben zu ihren Händen kommen lasse; aber die Berel der Eidgenossen, welche in Frankreich sind, haben von Genf heraus geschrieben und gebeten, dieses ' unverändert zu lassen bis zu ihrer Heimkehr. Man hat daher beschlossen, den Bischof zu Sitten, b>"tc> welchem daö Gut liegt, zu ersuchen, er möchte cS nach Uri schicken, allwo eS dann b>S zur Rückkehr Boten auS Frankreich liegen bleiben und erst dann darüber verfügt werden soll. Is. Auf Dicnstasi " ' St. Gallentag (??. Oktober) sollen Zürich, Lnccrn und Schwyz ihre Boten zu Zug haben und vcrlncbcn, die von der Stadt Zug und die im äußern Amte ihrer Streitigkeiten wegen in Betreff der Beschuß des „VenlyS" gütlich zu vereinigen; denen im äußern Amte soll man schreiben, auf irnen Zeüpui ihre Gemeinden zu versammeln. I. Heimbringen das Schreiben, das Herr Wilhelm Herker von ^ Landvoqt von Rappoltstcin gebracht hat, der sich erbietet, alles zu tkun, was den Eidgenossen zu ihrem Dienste sein könne. i>». Freundschaftliche Vereinigung und Verständniß zwischen Herzog ^ ^ von Lothringen und den acht Orten Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, ^ und GlaruS für die Dauer der Verbindung der eidgenössischen Orte mit den Herren und Städte» Niedern Vereinigung. — Beilage »7. 147«;, 2. Octobcr (Mittwoch »ach Michaelis) entschuldigt sich Ruprecht, Bischof von Strasiburg, ^ de» sitr nächsten Sonntag (a. Octobcr) nach Lnccrn angesetzten Tag seine Boten nicht schicken, und bittet «»' theilnng des Abschieds, wie er auch denjenigen dcS letzten Tags durch die Boten der Stadt Strasiburg erhaltt» (Staatsarchiv Lnccrn, Acten: Burgnndcrkrieg.) Zu >>. I47S, 2C. Octobcr (Sanistag vor Siinonis und Jude): Bern gicbt seine» Eidgenossen von Frciburg, Solothnr», Basel (Bischof und Stadt) und Strasiburg Kenntnis,, das, Simon von Elcron >>» etlicher Burgunder Geleit zu einer Unterhandlung bei drin Schultheis,cn von Wabern, der wegen Gesckiästcn Z» bürg war, begehrt habe. Das sei ihn, gegeben worden nnd er sei daraus mit vier Andern nach Rciienbnrg gckos nnd habe eröffnet, die Burgunder möchten zu Friede» kaninien nnd haben dasttr von ihrem Herrn, dem Herzog, . Der Schultheis, habe ihnen erklärt, er muffe solches an seine Herren bringen. Daraus haben die B»rg"«dee ' einen freundlichen Tag begehrt. Der Schulthcisi habe geantwortet: Es werde nächstens ein Tag z« wo aus Anbringe» dcS Papstes nnd des Kaisers von' Frieden geredet werden soll. Die Burgundischc» Sic wollen Frieden, ob cö dem Herzog gefalle oder nicht; bleibe der Tag zu Basel fruchtlos, so soll >»a» freundlichen Tag setzen nnd denselben dem Anton von Eolombicr verkünden und inzwischen die Züge eidg >v ^ Knechte »ach Burgund abstellen. (Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch l>. 13. Staatsarchivs Acten: Bnrgundcrkrieg.) Zu >». Urkunde i», Staatsarchiv Luccrn >t. ck. 147«;, Montag nach St. FranciScuStag. ' selbst geschieht des Abschlüsse« n»r andeutungSweisc bei I» Erwähnung. Oktober 1476. 623 8ST. 147«, im «ctober. Staatsarchiv Ziirith: Tschudische Sammlung I. Zi, „Abscheid der Vollen so in Franckrich zum Künig gewesen:" » Es soll Zedermann heimbringen, was folgt: »». „Die gros Zucht vnd Er", welche der Graf von Genf den Boten angethan und wie er sammt seiner Gemahlin begehrt hat, dieselben mochten beim König ernstlich darauf dringen, daß die Frau von Savoyen in Freiheit gesetzt und wieder zu dem Regiment des Hauses gelassen werden möchte, was dem Lande zu Frieden, Ruhe und Nutzen gereichen würde. Der König habe mit seinen Rathen gemeint, er sei nach Laut der Vereinigung und des Abschieds Von Freiburg den Eidgenossen nicht mehr Kricgsgeld schuldig, als das Betreffnis vom Tag der Mahnung an so lang sie im Felde gewesen, das sei für vier Monate; so lang haben sie den Krieg handfest geführt. Dafür habe er ihnen 32,500 Franken zu Lyon auszahlen lassen, wie das die Quittung ausweist, deren Abschrift jeder Bote besitzt. Dieses Geld, das mit dem Fürwechsel und Allem an rheinischem Gold 24,018 rheinische Gulden ausmacht, haben die Voten angenommen bis auf weitere Verfügung ihrer Herren und Obern. «. Die Pension betreffend haben der König und seine Rache gemeint, diese solle erst auf Ostern nächstkünftig verfallen, indem der Brief ihm von den Eidgenossen auch auf diese Zeit überantwortet worden sei. Dagegen haben die Boten gemeint, das Datum des Briefes solle maßgebend sein. Der König hat hierauf begehrt, man möchte die großen Lasten berücksichtigen, die er an so vielen Orten zu tragen habe, weßhalb ihm unmöglich sei, dieses Geld zur Zeit zu bezahlen; man möchte deshalb im nächsten Zahre die Bezahlung in Terminen annehmen, nämlich für sieben Vierteljahre. Ende März nächstkünftig soll die erste Zahlung, 000!) Franken, für Neues und Altes geschehen, dann Ende Brachmonat die zweite, Ende September die dritte, Ende Decembcr die vierte und letzte, jede Zahlung der andern gleich. Darnach soll die Pensionszahlung nach Laut und Datum des Briefes alle Vierteljahre zu Lyon an einen von den Eidgenossen dazu Beauftragten kostenfrei stattfinden. Die Boten haben auf diesen Vorschlag von sich aus nicht eingehen können, sondern wollen denselben an ihre Herren bringen. «I. Des Kriegs wegen haben der Admiral und andere königliche Räthe zu wisten verlangt, ob, wenn der burgundische Herzog sich vor Nancy lagerte und der König in eigener Person Und mit seiner ganzen Macht gegen ihn ziehen wollte, die Eidgenossen mit etwa 30,000 Mann dem König helfen wollten, den Herzog von Nancy zu vertreiben und, falls dieser den Angriff nicht erwartete und die Eidgenossen für sich den Krieg nicht fortzusetzen gedächten, ob sie dann dem König 20—25,000 Mann in seinem Sold überlassen wollten, um den Herzog zu verfolgen und ihn ganz zu vertreiben. Darauf haben der Eidgenossen Voten geantwortet, die Sache sei wichtig, sie haben keine Gewalt, zuzu- sufien, wollen aber die Sache an ihre Herren bringen; sie zweifeln nicht, die Eidgenossen werden, es sei m Frieden oder Krieg, dem König treulich halten, was sie ihm schuldig und wozu sie nach ihrer Verschreibung verbunden seien; sei dem König übrigens viel daran gelegen, so möge er seiner Botschaft, die er in dw Eidgenossenschaft zu fertigen gedenke, dießfättigen Befehl geben, v. Der König hat die Herzogin von Savoyen empfangen und begnadigt und, nachdem er sie in Eid genommen, wider die Krone Frank- k?4 October l47K. reich und ihre Verbündeten nichts zu thun, sie wieder zur Regierung ihres Landes kommen lasse» Da er begehrte, der Eidgenossen Boten möchten auch ihren Willen hiezu geben, so haben diese das m» unter Vorbehalt ihrer Herren gethan, in Betracht, daß sie diesfalls keinen Auftrag hatten. hat der König die Herzogin nach Savoyen gefertigt und begehrt, daß die Eidgenossen zu ihr >>»d jungen Kindern, die sich des früher Vorgefallenen nichts vermögen, ein getreues Aufsehen haben Auch wurde zwischen jetzt und Lichtmeß ein Tag nach Genf bestimmt, wohin der König und d>c genossen ihre Botschaften fertigen sollen, um bezüglich der Walliscr, der zu Freiburg getroffenen und anderer Irrungen mit Savoyen wegen weiter zu verhandeln. Weiter ist auch von dem Bunde > Savoyen geredet worden, wie das jeder Bote zu sagen weiß. I*. Der König ist Willens, eine Bot« ^ zu den Eidgenossen zu senden, und begehrt, daß dieselbe, sobald eS sein möge, angehört und w> ^ abgefertigt werden möchte, Unvergessen soll daS große Anerbieten des Königs bleiben, ^ ^ Bund nach seinem ganzen Inhalt und alles, waS er den Eidgenossen zu thun schuldig sei, bis an ^ Lebensende getreulich halten wolle, und daß seine höchste Freude wäre, den Tag zu erleben, n's ^ Sohn auch in solche Freundschaft und Einigung mit den Eidgenossen käme. Ii. Der König Eidgenossen höchlich Dank sagen lassen für die an ihn geschickte Gesandtschaft. I. Jeder Bote von der großen Ehre zu erzählen, die den Voten von dem Herzog von Bourbon, dem Bischofs" dem Admiral und andern Fürsten und Herren bewiesen worden ist. I<. Lyonet hat zu verstehen ^ wenn man ihm den Diamant lassen würde, so wollte er mehr als jeder Andere darum geben. I» ' dem der König versichert hatte, er wolle zu Lyon Einen bestellen, der jährlich die Pension haben die Boten zu Lyon demselben nachgefragt, aber Niemanden gefunden, der deshalb ' Befehl hatte. Darauf haben sie dem Admiral und dem Bischof von Grenoble darüber Unter Vorbehalt der Zustimmung ihrer Herren und Obern haben die Boten zu Lyon den ^ ^ Stoß beauftragt, jeweilcn die Pensionsgelder in ihrem Namen m Empfang zu nehmen. » ^ ^n an das freundliche Erbieten gedenken, das die Herzogin von Savoyen zu Lyon den Boten der gethan mit der Versicherung, daß sie fest gewillt sei, zu keiner Zeit etwas gegen die Eidgenossen lN ^ Sic bittet um getreues Aufsehen zu ihr und dem Hause Savoyen und um Erneuerung der alle" > ^ ^ schast. Auf ihr Begehren, einen Tag zu Verhandlungen zwischen ihr und den Eidgenossen i" ^' so haben aber die Boten geantwortet, sie hätten dafür keine Vollmacht; sei ihr etwas daran ae ^ möge sie ihre Botschaft von Ort zu Ort schicken. «». Jeder Bote weiß auch zu sagen, n»e der junge Herzog von Savoyen zu Camrach mit ihnen geredet, wie auch er getreues Auch ^ Erneuerung der alten Freundschaft verlangt und sich erboten hat, auch seinerseits dazu das ^^^chaN, >». Ebenso wissen die Boten zu berichten, welch' große Zucht und Ehre ihnen die von wie sie den Eidgenossen ihre Stadt empfohlen und versprochen haben, alles zu thun, was ^ssche, sei, auch ihre Bitte, daß man die lombardischen Kauslrute mit ihren Waarcn, ausgenommen ' ^sseN Geld und Anderes, womit sich die Feinde stärken möchten, durch ihre Stadt nach Burgund ch ^ht wolle. Darauf soll auf dem Tag, der zu Genf gehalten werden soll, geantwortet werden. <1 von St. Claude hat seine Botschaft zu Genf bei den Eidgenossen gehabt und gebeten, daß ü»' ^^xist- haus weder beschädigt noch verbrannt werde. ,. Jedermann soll heimbringen die groben «"d " ^ lichen Worte, welche der deutsche Goldschmied, der zu Genf gefangen war, den Eidgenosten ^ hat, damit man auf dem Tag, welcher mit Savoyen gehalten wird, dafür sorgen kann, daß " November 1476. VZ5 Verdienen gelohnt werde. Endlich soll auf diesem Tage auch die Sache der deutschen Kaufleute, ^nen zu Genf das Ihrige genommen worden ist, angebracht werden, damit selbes ihnen zurückerstattet werde. Nach Schilling, Burgunderkricgc S. 363, fuhren gemeiner Eidgenossen Boten von Städten und Ländern, auch von Solothnrn, am 2 3. Oc tober nach der auf dem Tag zu Freiburg mit dem Admiral getroffenen Verabredung zum König von Frankreich. Es waren ihrer zwölf an der Zahl, von Bern Adrian von Bubcnbcrg und Wilhelm von Dicßbach, beide Ritter. 85». Basel. R47«, T. — I <». November. Staatsarchiv Vucern: Allgemeine Abschiede, I!. lZV. Staatsarchiv Altrich: Tschudische Sammlung f» 3?, Nachdem auf dem Tag zu Lucern MontagS vor Dionysii (7. October) 1476 auf das Anbringen, das Herr Wilhelm Herter von Hertneck, Ritter, im Namen Herzog Sigmunds von Oesterreich gcthan, und auf die Werbung Doctor Heslers im Namen des Papstes und des Kaifers von den Rathen gemeiner Bundesgenossen eine Friedensunterhandlung, doch ohne Waffenstillstand, zugelassen und dafür ein anderer Tag auf Allerheiligen nach Bafel angesetzt worden ist, hat man auf diesem letztcrn Tage Folgendes verhandelt: ». Da der papstliche Legat und Doctor Hesler auf diesem Tage nicht erschienen sind, man ober vernommen hat, der Legat fei zu Straßburg und habe feine Geneigtheit ausgesprochen, auf diesen Tag zu kommen, so hat man, damit es nicht den Anschein habe, als verachte man die obersten Häupter der Christenheit, beschlossen, an den päpstlichen Legaten eine Botschaft zu senden mit der Anzeige des gegenwärtigen Tags und mit der Anerbietung, auf seine Ankunft zu warten, falls er kommen wolle, einzig und allein aus Achtung für den heiligen Stuhl und die kaiserliche Majestät und aus Neigung, fernere Vergicßung des Blutes deutscher Nation zu verhüten. I». Mittlerweile haben der Bischof von Metz und Doctor Hesler geschrieben: Da sie von dem heiligen Stuhl und der kaiserlichen Majestät Auftrag haben, an einem Frieden zu arbeiten, auch bei dem burgundifchen Herzog gewesen und von dessen Meinung zum Frieden Unterrichtet seien, so begehren sie, auf einem Tag zu Bockenheim oder Saarwerd Sonntags vor Martini mit einer Botschaft gemeiner Verbündeter zusammenzutreten, um ihre Aufträge auszurichten. Gleichzeitig ist auch vom päpstlichen Legaten ein Brief an die Vereinigung gelangt, über dessen Inhalt jeder Bote zu berichten weiß. «I. Auf Mittwoch vor Martini (6. November) zu Nacht ist der päpstliche Legat anher gekommen und Tags darauf durch die Botschaft gemeiner Vereinigung von Fürsten, Städten und Ländern feierlich empfangen worden und hat eine Stunde nach Essenszeit derselben zu erkennen gegeben, daß er, als ein Legat von der Seite, vom heiligen Vater und vom Kaiser volle Gewalt habe, Unter allen streitenden Theilen einen gemeinen Frieden zu unterhandeln, «. Darauf hat man nach gebührender Danksagung für feine Herkunft geantwortet, daß dieser Tag einzig deßhalb angefetzt worden weil Herzog Sigmund von Doctor Hesler Nachricht erhalten habe, daß der Herzog von Burgund Zum Frieden geneigt sei. Wenn er also etwas in dieser Beziehung anzubringen habe, so wolle man ihm Zum Besten antworten, l. Hierauf antwortete der Legat, der Wille des Herzogs von Burgund fei ihm "'cht bekannt, er sei seit langer Zeit nicht mehr bei demselben gewesen; nur habe er den Schreiben des Bischofs von Metz und des Doctor Hesler entnommen, daß derselbe zum Frieden geneigt sei. Die beiden 79 gzg November 1476. seien beim Herzog gewesen und haben sich nach seiner Gesinnung erkundigt und deßhalb auch Tag gesetzt, w>e vorgemeldct. Dieser Tag ledoch, wozu er, der Legat, sich verfügt, sei ihm nicht durch den Doctor HeSler, sondern durch den Herzog Sigmund kund gethan worden; nichtSdestominder habe er sich an den Bischof von Metz gewendet mit dem Ersuchen, seinen SecretariuS und auch den Doctor HeSler anherzusendcn und gleich zeitig sich beim Herzog von Burgund zu verwenden, daß er Lothringen räume, sich in sein Gebiet zurückztt und den Krieg einstelle. Er bitte also, man möchte die Ankunft der Genannten abwarten, damit in Sachen desto erfolgreicher gearbeitet werden könne. Antwort: Man wolle ihm zu Ehren und Gefallen einen oder zwei Tage warten, doch müsse der Herzog von Burgund Lothringen räumen und die Vereinigung nicht weiter belästigen, Der Legat eröffnete hierauf ferner, seine Meinung sei, erst daraufhin zu arbeiten, daß der Herzog von Burgund aus dem Felde ziehe, dann einen Waffenstillstand zu vermitteln, endlich einen Compronziß zur Herbeiführung des Friedens zu Stande zu bringen. Das hat man >lM , heu^ gesetzt". I». Hierauf hat der Legat einen Abt und seinen Auditor zum Herzog von Burgund gesendet m dem Befehl, sich nach dessen endlicher Meinung zu erkundigen. Der Eine soll beim Herzog bleiben, der Andere zurückkommen und Bericht bringen; sie sollen sich mit Niemanden einlassen, der nicht des eigenhändig unterschriebene Vollmacht besäße, I. Tags darauf ist beim Legaten ein Bote des Ka'st' ? Doctor Johannes, des Doctor HcölcrS Bruder, angelangt, welcher vom Kaiser zum Legaten und zu Doctor HeSler abgeordnet worden ist, um ihnen Bericht zu bringen von einem schrecklichen Einfalle der Türken Kärnthen, die mit fünf großen und neun kleinen Heeren das Land auf dreißig Meilen Wegs verwüstet »n nun bis in's ErzbiSthum Salzburg vorgedrungen seien („vnd jez den Kopff In daS Bistumb gon Salzburg gekert habe"), und mit dem Ersuchen, daß beide, der Legat bei den Verbündeten und Doctor H^ beim Herzog von Burgund, arbeiten, daß letzterer aus dem Felde ziehe und daß dann beiden Häuptern wc> zum Frieden zu reden gestattet werde. It. Dem Legaten und dem kaiserlichen Boten wurde auf ' Eröffnung geantwortet, der Einfall deS Türken sei uns als guten Christen leid, der Burgunder st' Anfänger des Krieges und man habe diesen auf kaiserliches Mandat geführt; zwar habe der Kastor dem Herzog Frieden gemacht, dieser aber ihn nicht gehalten; nach Allem sei ein Tag zur Unterbau ' lung festgesetzt worden; vor dessen Zusage sei der Herzog von Burgund in seinem Lande gelegen, nach der Zusage aber in Lothringen eingebrochen, wo er sich nun befinde, waö allcü keine Anze'lst licher Gesinnung sei. NichtSdestominder sei man bereit, wenn der Herzog Lothringen räume, sein Land zurückziehe und die Verbündeten in Ruhe lasse, aber nur unter diesen Voraussetzung Friedenövorschläge anzuhören. Könnten keine daherigc Eröffnungen gemacht werden, so bitte >uau Legaten um gnädigen Urlaub. I. Darauf hat der Legat erklärt, er werde nicht aufhören, stiucu Fleiß dieser Sache zu widmen. Wenn eS nicht möglich sei, weiter auf Nachrichten zu warten, fo ^ ^ den Willen Gottes geschehen, jedoch bitte er, wenn nach dem Schlüsse dieses TageS ibm etwas zu ' solches zur Beantwortung mittheilrn zu können; er werde nämlich zu Basel bleiben, bis ib'U ^ vom Herzog komme, und sollte diese nicht befriedigend sein, so werde er persönlich zum Herzog oe> ^ er werde übrigens den zum Frieden geneigten Willen und das hohe Vertrauen, daS er zum ^ ' Stuhl, zu beiden Häuptern und zu ihm selbst gefunden, nie vergessen und auch anbringen, baß immerdar gedacht werden soll. n». „Welich beger Im abgrstalt vnd wie vor geantwurt ist". hat er den Rathen und Rathsfreunden gemeiner Vereinigung den Segen ertheilt und sich erboten, er mit vielen geistlichen Vollmachten ausgerüstet sei, ihnen auch Ablaß und andere Gnaden zu t > ' November 1476. 6?7 » «Suft haben sich manigerley wort, erbietung, dancksagungen, beHaltungen, beglimpfungen und sust allerley verlauffen von beben teylen, so hie zu melden überflüssig, doch den potten in Gedechtniß sind, die dz alles wytter wissent zu erzellen vnd anzubringen." «». „Sodann ist verlassen, ob siner vetterlichkeit vtzit begegnet, das fürer anzubringen not sy, möge er an den lantuogt oder ein stat von Basel wachsen lassen, die solichö fürer verkünden söllen. — ^rtum ckomiaica anlv Martini (16. November) anno i,xxvz^." Das Exemplar der Tschadischen Sammlung ist unvollständig und geht nur bis und mit «. Zu «?. Hiezu gehört folgendes Fragment im Luccrncr Allgemeinen Abschiedcband L. 79: „Dis Hand zuletzst gebracht die Batten des bcpstlichcn Legaten vnd von dem allerdurchlüchtigstcn Herren, dem Hertzogcn von Burgund: Zum ersten ist gewesen der Bischof Forliuiensis, bepstlicher Legat, vß beuelhniß vnscrs Allcrheiligsten Herren, deS heiligen stulö, vnd der heiligen keiserlichcn Maiestat vff dem tag zu Basel by den groswirdigcn botten des BuntS, von denen er zum besten ist empfangen, In ansehen des heiligen stuls, Vilsers allerheiligstcn Herrn vnd der heiligen keyserlichen Maiestat, vmb deren willen ouch der tag gehalten ist. In welcher namen er ouch mit den genanten Boten gehandelt hat von eim friden vmb fachen vnd Meinungen, die üwern wirden kunt sind. Die ouch geantwurt Hand Znnamcn Zrer allerdnrchlllchtigstcn Herren vnd mcchtigcr gemeinden, was st mit Eren tun mogent In ansehen als vorstat, wollent si tun. Doch ist dz der Herzog zuvor die gewcre oder Waffen In ruw oder abstelle. Aber hat der genannt legat von suis amptz wegen geschickt sin botten zum allerdurchllichtigsten Herrn dem Herzog von Burgund Znnamcn des heiligen Stuls, vnscrs allcrhciligstcn Herrn vnd der heiligen keiserlichcn Maiestat, Inn zllchtiklich bittende, das er die gewcre in ruw stell vnd mit allen denen, die in der Bercynung odcrBuntniß sind, welle einen friden oder sah Jngan, welichcr Herzog nach vil vrsachcn, die denen knnt, so by dem Legaten zu Basel gewesen sind, beschlossen zngcscit hat, glich derselben meynnng vnd fachen halb vnd ouch durch der aller vnrcinigosten Türken willen, das er welle machen ein waren vnd guten friden mit allen denen, so in dem Bunt sind, vnd het da gencmpt den allerdurchllichtigsten Herrn den Herzog von Ocstcrrich, die Herren die Eidtgenosscn, die Herren von Basel, die Herren von Strasburg mit Iren allerwirdigstcn vettern den Bischosfen, die Herren von Bern vnd ander Buntgcnosscn vnd mit allen von der tlitzschcn Nation. Aber sitmals das der allerdurchllichtigstc Her der Herzog von Lothringen dhcin tlitzschcr vnd von sinem blut syc, vermeint er nit, mit Im von yemands wegen die gwere abzustellen oder nit abzustellen. Nit dcsterinindcr zu offenbaren sin lnttcr Hertz gegen der tiitzschen Nation vnd mit namen gegen den Herren den Eitgenosscn vnd allen andern vom Bund, Ist er bcnllgig, das zu Strasburg oder an ein ander gelegen ort sinn, boten vnd liwer wirdigkcit ein tag angesetzt werd, mittel oder weg zcsuchcn, eins waren sridcns vnd richtnngcn Mischent lich vnd Im, zu welchem tag er sin botten gutwilliclichcn senden wirt, vnd mit dem lob Gottes Wirt do ein °»fang, mittel vnd villicht ein ende gegeben discn Spenn vnd vnhcllikcit vnd wirt vcrmittcn blutvcrgicssung. In discn dingen ist das sin Meinung, wartet von den, legalen einer antwurt des tags halb, wo, wenn vnd vff Wethe zit, hindangcsctzt sincnthalb all betrngnis vnd falsch. Aber hat der genant legat von si»S amptz wegen gcschikt zu dem Hertzogcn von Burgund den wirdigcn Vatter Hern Hans Heslcr, der keiserlichcn Maicstat Botschaft, vnd ein Apt, sin Husmcistcr, Im, nit allein zu vndcrwiscn In etlichen pnncten, antreffend Ere des ganzen Bnnts, snnder ouch, das der genant Hcrtzog von nilwem verstünde den willen der heiligen keiserlichcn Maiestat, ouch Wyler zn neigen das gelullte des genanten Hertzogcn zu gunst des dnrch- lllchtigcn Herrn des Hertzogcn von Lothringen, sitmals das die Herrschaft Lothringen vndcr dem Kcyscrthnm ist. Ztcm des durchlllchtigen Herrn deS Hcrtzogs von Lothringen halb antreffend, ob da gute litte darin arbeiten, villicht werc der durchlllchte Herr von Burgund nit so zech vnd dann wcre fllr lich all vnd fllr den genannten Herrn von Burgund ruw vnd frid vnd wer nit not, das Ir in klinftigcn Zaren oder allwcgcn in mllg vnd kriegen wcrcnt. (Z2ft November I47K. Discr dinge gcschicklicheit, sitdcm vnd Ir wise sind, stat in »wenn wilkilren vnd willen, darumb Jr wysien sollen! nit verachten oder vcrsmahen, erlich mittel vnd Wege zn geben. ^ Item der vorgcnant lcgat, so'ver cS an Im sin wirt, wil zn keinen zyten achten kosten noch arbeit, wand a ist der will vnd meynung vnscreS allcrhciligsten Herr» vnd der kciserlichcn Maicstat, welichc zwcy hönptcrc bcdc P thien sollcnt vor äugen haben yctz vnd zu kllnfstigen zyten vil me. Da« hinderst wort merkcnt, wann zu sine» Z mochtent »wer wirdcn vnd üwer Herren diser Worten Indenk werden. ^ Vnd das erschincn möge in keinem betrogen hat den Herrn von Burgund, bittet er vmb ein gut antwurt was er cntlich tun sol, vss das so gross gut des sridcns nit verlorn wcrd ic., meint er, das in allen dinge" » ntitzerS sigc, denn das man in einem bcstimptcn vnd gelegnen ort einen tag setze, sittemalS das durch den dert wirt, sundcr dadurch wurde der parthicn glltikcit erkennt vnd auch crwirdikcit, so die parthicn Hand gegen dem heiligen ftul, vnscrm allerheiligsten Herrn vnd der kciserlichcn Maicstat." ^ ^ 1476, 6. November (Mittwoch nach Allerheiligen) in der sechsten Stunde Bormittag». Hand berichtet ab dem Tag zu Basel: Der Herzog von Lothringen schreie um Hitlfc fttr Nancy; doch habe man stw zu behandeln verschoben und Sonntag früh einen Doctor in einem Spitzschiffc dm Rhein hinunter gen ^ ^ »ach den päpstlichen und kaiserlichen (Gesandten geschickt, um diese mit Geleit hcrzusertigcn; sie seien aber ' angelangt und man zweifle, ob sie kommen. Auch zu dem Markgrafen sei gesendet u. s. w. (Solothurner Denkwürdigkeiten Bd. V.) «S4 Plessis bei Tours. 147«, Z. November. v»rn. König Ludwig Xl. urkundet mit Berufung aus einen von Bern erhaltenen Gtgenbrief, daß ^ Bündnis) mit den Eidgenossen, ungeachtet der in letzter,,, enthaltenen Reservation des Hauses 6""°^ seiner Verbindung mit dem Hause Savoyen vorgehen soll, wie Bern auch seinerseits den Vorzug ^ französischen Bundes erklärt habe. — Beilage litt. «SS. Lucern. 147«, II. November (vfs ian, Mar»»,ag). r»c«rn, Lu<«ri«r Absaled«, N. 7S, Htter Boten: Zürich. Meister Widmer. Lucern. Peter Ruft, Schultheiß; Peter Tainma»"' von Meggen. Uri. Hans Jmhof, Schreiber. Unterwaldcn. Ammann Zimmermann; Arnold V)"' Man ist zu Rath geworden, einen freundlichen Tag nach Zug zu setzen und zu versuchen, d>c den Parteien (die Stadt und daö äußere Amt) zu vereinigen; wenn das nicht möglich sei, sie zu bewc ^ ihren Streit auf eineS der vier obqenannten Orte zu Recht zu setzen. Diesen Ratkschlag Boten heimbringen und Jedermann soll seine Entschließung nach Lucern schreiben. Stimmen die diesem Vorschlag bei, so soll Lucern den Tag nach Zug ansetzen, „dann die Batten bedunckt, dz n> November 1476. ezg anders darumb sprechen sol, dann die vier Ort, nach ergangnen fachen, als jegklicher Vott wol weis zu sagen". Wenn einer der streitenden Theile weder Güte noch Recht annehmen wollte, so sollen dann die Boten Gewalt haben, den ungehorsamen Theil nach Sage der Bünde zu mahnen. SS« Lucern. t47«, IS. November (Mittwoch nach Saut Martistag). Staatsarchiv «urer»! Rathsbu» V. ZK». Vor gemeiner Eidgenossen Boten von Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glaruö erscheinen auf diesem Tage Herr Ulrich, Abt des Gotteshauses St. Gallen, einerseits, Ammann, Rath und Gemeinde von Appenzell, andererseits. Letztere verlangen, daß aus dem zwischen beiden Parteien durch die sieben genannten Orte erlassenen Rechtsspruch vom Freitag vor Allerheiligen (25. Oktober) 1405 der Artikel, daß sie den alten, vor etlichen Zahren zwischen ihnen und dem Gotteshause St. Gallen ergangenen Spruch gebrochen und deshalb dem Abte als Pön und Kostenersatz 800 rheinische Gulden bezahlen sollen, weggelassen werden solle, indem solches ihrem Land, lind ihren Nachkommen zu schwer sei und leicht zu neuen Streitigkeiten führen könnte. Falle dieser Artikel weg, so wollen sie im Uebrigen dem Spruch getreulich nachleben. Der Abt widersetzt sich dieser Streichung, indem wenn ein Artikel nicht gehalten werden wolle, dasselbe auch bezüglich der andern zu befürchten sei, ergiebt sich aber auf Zureden der Voten, ihnen und ihren Obern zu Ehren, sofern die sieben Orte sich verpflichten, die Appenzeller jederzeit zu Haltung der übrigen Artikel zu weisen und anzuhalten und ihm darüber Urkunde gaben. Tarauf haben die Boten mit Vollmacht ihrer Obern, um größer»? Kummer und Unruhen zuvorzukommen, beschlossen, daß neue Spruchbriefe gemacht und die Artikel des Bruchs und der Pön wegen daraus weggelassen werden sollen, wogegen die Appenzeller dem Spruch in allen andern Artikeln stets unverbrüchlich nachleben sollen, waS sie auch versprochen haben. Die Boten geben im Namen und mit Vollmacht ihrer Obern unter dem Siegel der luccrnischen Abgeordneten dem Abt die urkundliche Versicherung, daß, ivofern die Appenzeller oder ihre Nachkommen jemals die übrigen Artikel des Spruchs nicht halten wollten, die sieben Orte sie dazu iveisen und halten werden. SSV. Lucern. 147«, TZ. November (Samstag vor wu Kathrimmtag). Staatsarchiv «urern: Lucerner Abschiede, II. 7K I», Staatsarchiv Zürich - Tschudische Sammlung l. ZZ. Boten: Zürich. Cunrad Schwend; Felix Keller. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter, Schultheiß. Lucern. Peter Rust, Schultheiß; Rudolf Schiffmann; Ludwig Krämer; Ludwig Seiler; Ulrich Feiß. Uri. Hans Fries, Ammann. Schwyz. Ammann Dietrich. Unterwalden. RudolfHeinzli, Ammann. Zug. Ammann Schmid. — „Item von Freiburg der von Berryman (Praroman), von Solothurn Cunrad Vogt, Schultheiß." vzy November !47k. ». «Man hat abgeflogen, den tag zu Nliwenburg zesuchen, als das die von Bern zu Baicl anbcach hatten." I». Felix Keller, Vogt im Oberland, hat angebracht, eS seien ,n emer Taverne, genannt der Hell", viele Bußen gefallen, wovon ein Drittheil den Eidgenossen zufallen sollte; der Amtmann Grafen Eberhard sollte dieselben einziehen, eS geschehe aber nicht; dann hatten mehrere einander nM^ willig Feindschaft angesagt und einander beschädigt. Darauf hat man dem Vogt Gewalt Billigkeit in den Sachen zu handeln, so daß verfallene Bußen bezahlt und Friedebrecher haftbar gc werden, r. Den Herren von Muri ist erlaubt, eine Empfehlungüschrift oder einen Boten, von >vc Ort sie wollen, nach Bern oder Arau zu nehmen, um zu erzielen, daß deS Herrn von Binz"' lasseneS Gut dem Gotteshaus Muri zukomme. «I. Dem Bischof von Wallis sott man, da das an ihn ergangene erste Schreiben nicht zum Zweck gefuhrt hat, nochmals schreiben, daß er d>e - und Kleinodien der Herzogin von Savoyen, welche einige Knechte genommen und nach S'tt"' g ^ ^ haben, bis zur Rückkehr der eidgenössischen Boten aus Frankreich nach Uri hinter den legen soll. «?. Bern und Solothurn sollen noch vor Weihnachten zwischen denen von Bast! "> Grafen von Thierstein einen Tag ansehen zur Vermittlung ihrer Streitigkeiten, f. „Als d" ^ ^ von Lothringen anbracht vnd sin anligcnde nott erzelt vnd daby der cidgnossen botten rrmant trsiw vnd liebe, so er zu Inen vnd gemeiner tsitschen nacyon hat, dar durch er in sömlich ^ krieg vnd vmb dz sin komcn, dz nit beschcchen, wo er vnö cidgnossen vnd den löblichen bund vtt ^ vnd sich zu dem Herhoqen von Burgund verpflicht, so wer er dieser kriegen entladen, vnd wo noch hutbitag von vnS zllchcn vnd dem Hertzogcn von Burgun zustan, dz er da mit wol zu dem ^ ^ komen; deS willens er nie gewessen vnd noch nit siq, daö wir wol qescchen, dann er habe zu " lib, leben, ere vnd gut zu Murttcn gesetzt. Der trüwcn er vnS koch ermant vnd daby gebet!»", ^ hilflich zu sind, sin land vnd llitt helfen retten, als er deS zu den cidgnossen vor aller ein vertruwen hat, vnd sich erbotten, den cidgnossen an sömlichen zug zchilff geben vierhig thusstN' ^ wie dz in geschrifft gesetzt ist. Vff dz hatt man qerattschlaget, dz man heimbringen, dz 3m i" nit abzuschlachcn sig, sunder In siner truwcn zu gcnicssen lausscn vnd mit macht mit allen pmM" ^ ^ dz land wider den Herhoqen von Burgun zu zlichen, vrsach halb als ieqklichcr bott wol weiß wortten zesagen. Vnd darumb sol mcngklich ratschlagen vnd vff Mittwuchen nechst nach saut A" ^^ (4. December) zu frlicher RatteS zite durch Jr bottschaft völlig antwurt geben, dann icgll'ch ^ demselben tag sin treffcnlich botschafft mit vollem gewalt zu frlicher RatteS zite zu Lutzern darvmb völlig antwurt geben vnd zu Ratschlagen, wie man den zug thun, damit der zug nit ^ noch verzogen (werde). Die Herren vnd Stctt Hanl sich ouch erbotten, spis vnd alle „ych sinnlich zuzefliren vnd vmb ein bescheiden Pfenning zu geben, ane vberschetzung vnd beschw"'" vffschlag, dann es denen, so in der nähe ligen, ein notturfft ist." An den Abt und die Stadt . ^,,„,d Appenzell, Schaffhausen und Rothweil wird geschrieben, den Vögten von Baden, Thurgau, ^ und Waggenthal befohlen, daß Jedermann sich zum Zuge bereit mache, um auf den ersten ' ^ nicken zu können. Der Herzog von Oesterreich wird ersucht, den Eberhard von Kling"'^'^^ Hohentwiel und seine Bruder anzuhalten, daß sie dem Stephan von Ow und seiner Ehefrau von Zriedingen ihr Schloß Staufen und ihr Dorf Hiltzingen ohne Verzug wiedergeben. I'' ^ von Baden und ihrem Vogt ist geschrieben, daß sie mit den Ihrigen reden sollen, damit die Drohu> ^ die Untervögte und Andere zu erstechen, aufhören; denn geschehe es surdcrhin mehr, so wolle ma" November 1476. gzz Betreffenden hart strafen. I. Die Grafen Eberhard und Ulrich von Württemberg haben sich erboten, 'M Falle eines Auszugs gegen den Herzog von Burgund uns einen reisigen Zug zu Hülfe zu schicken. Auf dem angesetzten Tag zu Lucern soll man sich erklaren, ob man ihnen deshalb schreiben wolle oder - "'cht. it. Gemeine Boten haben angesehen, daß, wenn man in das Feld ziehe, Zedermann bei Leib "ud Gut den Seinigen verbieten soll, Andern über ihre Wagen und Gepäcke zu brechen und ihnen das übrige, es sei äßige Speise oder Anderes, zu nehmen, „als aber setz zu Murtten beschechen ist". n. ,l. v, k. >> fehlen in dem Exemplar der Tschudischen Sammlung, lvelchcs übrigens das Datum: „vff Catherine" (25. November) trägt; dagegen findet sich dabei der Entwurf zu einem Bcrpflichtungsacte des Herzogs "on Lothringen über 40,000 Gulden, den Eidgenossen für ihre Hülfe mit ganzer Macht zu Wiedercrobcrung des Herzogthums Lothringen zu zahlen. — Zu ». Vergl. die Note zu «I im Absch. 851. >— Zu r. Das betreffende Schreiben an den Abt von St. Gallen, 6. ä. „1476, vff Catherine" (25. November), siehe im Stiftsarchiv St. Gallen. — Zu It. Am 28. November (Donstag nach Catharine) schreibt Graf Ulrich von Württemberg wiederholt an die Eidgenossen: Sie möchten doch zur Freilassung seines Sohnes beitragen, indem sie Mümpelgard neutral sein ließen. (Staatsarchiv Lucern.) Im Luccrner Allgemeinen Abschicdcband U. 133 —133 steht auch die Copic eines sehr weitläufigen Schreibens des Grafen Eberhard, des ältern, von Württemberg an Herzog Sigmund, cl. st. Urach 147«, 18. Octobcr (Freitag nach Galli). 8S8. Lucern. 147«, 4. December (vfs saut Barbelwg). SLtaatKarchi» Lucer»! Luccrner Abschiede. II. 78. Boten: Zürich. Heinrich Röist, Burgermeister. Bern. Wanner. Luccrn. Peter Ruft, Schultheiß; Heinrich Hasfurter, Altschultheiß. Uri. Hans Fries, Ammann. Schwyz. Ammann Jacob. ^"terwalden. Rudolf Heinzli von Obwalden; Heinrich Winkelried von Nidwalden. Zug ^aruo. Vogt Kuchli.— „Ztem von Freiburg Willi Techtermann, von Sol-othurn Cunrad Vogt, Schultheiß." »». Die Stadt St. Gallen klagt, daß die im Thurthal auf ihren Spital und ihre Burger Steuern "ud Reisekosten legen, was wider das alte Herkommen sei. Beschluß: Zürich soll die Parteien freundlich Zu vereinigen oder sie in ein Recht zu vertädingcn suchen. I». Hinsichtlich des Zugs nach Lothringen antworten die Orte, wie folgt: Zürich, Lucern und Solothurn: Wenn gemeine Eidgenossen den Zug thun wollen, so wollen sie selben auch thun, wie er angesehen ist. Bern und Freiburg: Sie Huben böse Nachbarn; auch sei ihnen Warnung gekommen, der Graf von Romont ziehe mit einem "'ertlichen Zug durch Oberburgund auf ihr Land; sie können sich daher von Mannschaft nicht entblößen, d°ch wollen sie, beide Städte zusammen, 1V00 Mann unter zwei Fahnlein zu dem Zuge stellen. Uri ""il anhören und heimbringen, mit welcher Macht die Eidgenossen ausziehen wollen; der Bote kann ^'h'r zu „och absagen, doch hofft er, wenn gemeine Eidgenossen ziehen, so werden seine Herren ihre ^'Wirkung nicht abschlagen. Schwyz, Unterwalden und Glarus haben die Sache mit den bestcn borten abgeschlagen und die Kalte der Jahreszeit als Hindernis angegeben. Es wurde also dem Herrn Wilhelm Herker zu Händen des Herzogs von Lothringen mit den besten und glimpflichsten Worten der December 1476. verlangte Zug abgeschlagen in Betracht der Härte und Kälte der Jahreszeit. «>. Aus den der zu Lucern sein wird, soll Zedermann die Panner und Fahnen, welche zu Grandson m wonnen worden sind, nach Lucern bringen, damit man dieselben, wie beschlossen worden, untcc die theilen könne. «I. Auf die Antwort, welche Herrn Wilhelm Herter zu Händen des Herzogs vo» ^ ringen des verlangten ZugS wegen gegeben wurde, hat er begehrt, daß man doch seinem Herrn > ^ Söldner um seinen Sold, jedem Mann 4 Gulden monatlich, zulaufen lassen wolle und daß den Seinigen zwei ehrbare Männer als Hauptleute und Obere mitgebe. Jeder Söldner l» 2 Gulden zur Ausrüstung und dann bei Ausgang des MonatS die übrigen 2 Gulden baar cru ^ auch sei allenthalben gesorgt, daß genugsam Speise um bescheidenen Pfenning zu erhalten ^ Söldner müßten auf Sonntag nach Lucie (15. Dezember) zu Basel sein. Beschluß : Zeder ^ ^ dieses Begehren heimbringen und seinen Obern empfehlen, in Betrachtung, daß, wenn der verlassen würde, er leicht aus Verdruß von uns und der Vereinigung abfallen und sich mit dem ^ von Burgund richten und einigen möchte, und sofern dieses geschähe, so möchte dann der Lothringen täglich und stündlich im Elsaß und Sundqau sein, die Lande verwüsten, und Korn vertheucrn und verursachen, daß wir unfern Bundesgenossen in unfern Kosten zu Hülfe kommen ^ ^ Dem allem könnte man zuvorkommen, indem man ihm Söldner zugehen ließe, da der Herzog gund einen kleinen Zug, nicht mehr denn Mann, haben soll »c. « . Denen von Schmyz^ ^ ben, sie möchten den VereiniqunqSbrief mit dem Herzog von Lothringen siegeln; eS sei derselbe durch Lucern auf Befehl der Eidgenossen zugesagt worden und dieser begehre nun Haltung f. Jedermann soll mit den Scinigen verschaffen, daß sie Land und Leute derer von Bern, aucv s. ^ ^ daS in Frieden und Schirm genommen ist, fortan nicht mehr wie bisher beschädigen; '"Sbcsondc>^^^ der von Colombier und sein Schwager nicht beschädigt werden, da sie zu den Eidgenosten ä ^ dagegen die Burgunder ienseitS des GebirqS, die unsere Feinde sind und dem Herzog von ^ angehören, läßt man schädigen, wie zuvor. Auch sott Jedermann mit den Seinen verschaffen, hören, denen von Bern schimpflich zuzureden, wie das, nach Klage der letztern, bisher geschehen soll die Namen Solcher, welche dieses Gebot fortan übertreten, in Schrift nehmen und den be"«' ^ ^ Orten zusenden, und diese sollen und wollen sie nach ihrem Verdienen strafen, ße. Heimbringt" ^ der bott von Bern anbracht hat, dz sy bedunk, dz man mit den Burqunen zu Nüwcnburg offner vyentschafft, mog den eidqnossen zu gutem vnd n,t argem erschiessen, nach dem Inen beg^ ^r) I». Zürich, Uri und Unterwalden sollen auf Dienstag nach St. NiclauStaq zu Nacht (1^- ^ ihre Botschaft zu Lucern haben, derer von Zug wegen, wie das alldort angesehen ist. . Kt. Zu «>. Abschied des TagS der nieder» Bereinigung zu EnfiShcim den 5. Dcccmbcr (Donstag clauStag): . so da"» "0 «>. ^ uimmung, „wie man sich mit der cofie in Luttringcn zcsiircn halten wirt zu dem Hecrzng- sein vorhanden ist .» Herzog Sigmund von Oesterreich soll 5.1r» Viertel Mehl Uber da», wo? scin reisiger .^gjchcS Fußvolk bedarf, nach St. Dicbold siihrcn und dazu den Eidgenosten in seinem Land Lager «nd Kost e"' i ^ ^ Geld geben. Der Bischof von Straßbnrg soll »ber den Bedarf seines eigenen Krieg-Volks 1K" ^ ^g-r Mergintinstcr fahren und in der Montat und im Amte Wankelsheim Jemanden bestellen, der die Pl»vc st^ ausmittle, auch dafür sorgen, daß man Lieferung nnd Kost finde um einen gleichen ziemlichen Pfenning- ^^hin Strahlung soll tibcr ihren eigenen Bedarf 5>l. Die Fürsten und Städte der Vereinigung sollen, jeder in seinem Gebiete, den freien Markt ausrufen. « Die Fürsten und Städte sollen die Ihrigen nach bestem Vermögen mit Büchsen nnd Geschütz versehen. 1 Was der Legat jetzt ans den Tag zu Ensiöhcim geschrieben hat, weiß jeder Bote. Es ist beschlossen, sein Schreiben an gemeine Eidgenossen zu bringen nnd ihnen einen Tag zn verbinden auf Sonntag nach Luciä (15. December) nach Luccrn, damit man allda der Eidgenossen Willen vernehme, weil früher zwei Mal in ihrer Gegenwart beschlossen worden ist, sich in keine Unterhandlung einzulassen, außer der Herzog von Burgund ziehe aus Lothringen ab, ob sie nun einwilligen, nach dem Begehren des Legaten mit dem Herzog zu Tagen zu kommen. Auf den Tag zu Luccrn sollen der Herzog von Oesterreich, der Bischof von Basel und die Stadt Basel in gemeiner Vereinigung Namen und Kosten ihre Botschaft schicken. Dieselbe soll sich ans nächsten Donstag zu Nacht in Basel versammeln. (Staatsarchiv Zürich, Tschudische Sammlung I. 34.) Der Beute halb ist beredet, daß jede Partei in allen ihren Landen nnd Gebieten allen ihren Amtleuten und Ludern verkünden soll, daß sie alles gewonnene und eroberte Gut bei ihren Eiden melden und vor Augen legen und Zeder den Andern darum leiden soll; darauf soll das Bcutcgut baldmöglichst eines Jeden Obrigkeit abgeliefert, von dieser in Schrift genommen und, sobald die Herren von Bern und Andere aus dem Felde kommen, Tag darum gesetzt werden, wo dann diese Verzeichnisse vor gemeine Eidgenossen gebracht werden sollen. Wer etwas verheimlicht, soll ehrlos sein und an Leib nnd Gut schwer gestraft werden. Die Beutemeister haben sich geeint, daß jeder in seinem Ort die Beute „büttigcn" (aufnehmen) soll, anSgcnommcn Gold, Silber und Edelstein. — Allenthalben, namentlich bei den Wirthen, soll man Acht auf Gegenstände bestellen, b'e in die gcmcine Beute gehöre». (Staatsarchiv Zürich, Tschadische Sammlung I. 35.) Die drei letzten Artikel folgen ans einem bcsondcrn Blatte, von anderer Hand geschrieben, dem Abschied von Ensiöhcim vom 5. December 1476 nach; cS ist jedoch sehr zu bezweifeln, ob sie dazu gehören, weil sie die Eidgenossen allein anzugehen scheinen. Siehe aber auch b und e im BaSler Abschied vom 2. bis 11. Februar 1477. Der Tag ist auch erwähnt im Baseler Offnnngöbuch V. 177. Zu 5. 1476, 20. December (vi^llia 'I'Iiomv). Bern schreibt an Frciburg und Solothurn: Gemeine Eidgenossen, denen sie dcö Simon von Clerou Begehren um Geleit zum Versuch einer Fricdcnsuntcrhandlung für Burgund zu Luccrn vorgelegt, haben davon gar nichts hören wollen, ausgenommen es würde um einen „gemeinen Frieden" an allen Orten verhandelt werden wollen; Bern aber meint, man solle doch anhören, was der von Clcron anzubringen hätte, verlangt daher die Ansichten von Freiburg und Solothurn und will demgemäß handeln. (Bcrncr deutsches Missivcnbuch v. 21.) 80 634 December 1476. Lucern. > I. Deccmbcr (Mittwoch vor Sanct vueiemaa). «ttaaesaeeviv L»t»r» ! Sueerner Abschied«, n. 7S. Boten: Zürich. Heinrich Stapfer. Lucern. Peter Ruft; Peter Tammann; Rudolf Sct)>5'üü'" Uri. Hans Jmhof, der iunge, Vogt zu Livinen. Untcrwalden. Rudolf Heinzli. »». Der Bote von Zürich soll heimbringen, daß mit dem Vogt im Waggenthal geredet werde, ^ daö Recht zwischen dem Comthur von Hitzkirch und Herrn HanS von Aesch einstelle, bis der ^ Boten zu Pfingsten nach Baden kommen, und daß er mit dem Comthur verschaffe, Herrn „ zum Recht bleiben zu lassen wie von Alter her. I». Man hat qerathschlagt über den Streit l"" ^ der Stadt Zug und dem äußern Amte eines Briefes wegen, den das äußere Amt abzuthun ^ auch anderer Sachen wegen. Der Boten von Zürich, Luccrn und Uri einhellige Antwort >ff, ^ den Spruch, den 22 ihrer biedern Vorsahren qethan, in Kräften erhalten wollen und deßhalb ^ Meinung seien, daß alle Streitigkeiten über den Inhalt und die Bedeutung lenes Spruchs vo» ^ Boten der vier Orte und sonst von Niemanden bcrechtet und erläutert werden sollen. Was aber Zug anderer Streitigkeiten wegen, die den Spruch nicht berührten, mit einander zu rechten hätten, da bc ^ sie billig, daß Schwyz seine Votschaft auch dabei habe. Und weil Glarus nicht »n dem Bund sei, von Zug begriffen sind, so habe Glarus über die Sachen nicht zu sprechen. Und weil die Boten von l >' walden in ihrer Antwort dieser Sachen halb nicht einhellig sind, so soll der Bote von Herren bitten, darin mit den drei Orten zu halten, und auch mit denen von Nidwalden zu reden, mithalten; darauf sollen die von Untcrwalden auf nächsten Montag zu früher Rathszeit den Boten Orte nach Lucern völlig antworten, und wenn sie dann auch mit den drei Orten halten wollen, so ^ ^ die Boten der vier Orte volle Gewalt haben, über die Dinge zu sitzen, Tag zu setzen und darum ^ handeln. «». Heimbringen daö Schreiben und Begehren des Grafen Ulrich von Württemberg, '' eine Antwort begehrt. «I. Heimbringen die Sache des Landenberg und seines Weibes, r. ^.'"^ge Sonntag (15. December) zu Nacht sollen gemeine Eidgenossen ihre Botschaft zu Lucern an der ^ haben, da der Landvogt ,m Elsaß auch den Herren und Städten der Vereinigung den Tag also gc'^ Zu »« steht im Abschied die Bemerkung: „Die ob dem Wald haut geantwnrt, dz sy such by discm c>>'^ Adscheid blibcn Möllen." ^ttcern» I47K, I K. (Moniag nach vncik). S«aa,»ae6,w «u..rn> ku.nnn Abs«.!.»., «. «0. ««<,a»»ara.>» AUrlA», Atscki,»«. I. ». Boten: Zürich. Cunrad Schwend. Bern. HanS Wanner. Lucern. Schultheiß Rusti Tammann; Ulrich Friß; Rudolf Schiffmann. Uri. Jacob Arnold, Altammann. Schwül- Jacob. Obwalden. Ammann Heinzli. Zug. Schnürencr. Glaruö. Ammann Aeblq. Frc'b"" Jacob Felg, Tschachtlan zu Murten. Nidwalden Decernber 1476. 635 ». Der Zrrung wegen zwischen denen zu Zug in der Stadt und denen im äußern Amt, welche im Abschied des letzten Tags gemeldet ist, sind die vier Orte Zürich, Lucern, Uri und Unterwalden einig und haben den Abschied zugesagt, bis an den Drittheil von Unterwalden. Diesen (Nidwalden) soll man vom heutigen Tag den Handel schreiben und sie bitten, auf nächsten Mittwoch (18. December) ihren Rath und ihre Gemeinde versammelt zu halten. Auf denselben Tag sollen dann Voten von Lucern und Obwalden vor sie treten und sie bitten, in der Sache mit den vier Orten zu gehen. Dann sollen dieselben Boten einen Tag nach Zug verkünden, dort sollen Rath und Gemeinden auf denselben Tag versammelt werden. Aus jedem der vier Orte soll dann ein Bote vor dieselben treten, und wenn sie den Span nicht gütlich vertragen können, so daß es bei dem alten Spruche, den die Vorfahren aus den vier Orten gethan haben, bleibt, so sollen Voten Vollmacht haben, den Spruch zu verlesen und darauf sie mündlich zu ermahnen, dem Spruche beiderseits nachzuleben, wie ihn die vier Orte vormals gethan, und einander nicht weiter zu bekümmern; denn man werde den ungehorsamen Theil mit den im Spruche angedrohten Ursatz und Pönen belegen und den gehorsamen Theil schirmen und handhaben. Wenn sie außer dem, was den Spruch berührt, etwelchen Streit hätten, so sollen sie auf der vier Orte Boten zu Recht kommen. Dieselben Boten sollen Gewalt haben, einen Rechttag dafür anzusetzen, zu welchem von jedem Orte drei Boten kommen sollen, die dann entscheiden, wie sie Eid und Ehre weisen. („Vff sunnentag tkomv soll man Zug sein.") I». Dem Zörg Beck, welcher mit Heinrich Veger zu Basel im Rechte sieht, hat man bewilligt, daß er, von welchem Ort er wolle, in seinen Kosten Boten nehmen möge, die ihm im Rechte beistehen und hülflich seien. «. Auf diesem Tage haben die von Basel und Boten anderer Fürsten und Städte der Vereinigung die Werbung des päpstlichen Legaten Alexander, Bischof zu Forli, und das Schreiben, das er auf den Tag zu Ensiöheim gethan, angebracht, wodurch er abermals begehrte, ihm für einen freundlichen Tag Folge zu geben, da wolle er allen Fleiß brauchen, die Sachen in Güte Zu vertragen; er habe an der Gegenpartei diese Folge auch gefunden. Und wenn wir auch in offener Feindschaft gegen den Herzog von Burgund stehen und uns zum Streite wider ihn rüsten, so schließe doch das nicht aus, inzwischen zu einem freundlichen Tage zu kommen. Da er vernommen habe, daß liber ihn gesagt werde, er sei nicht ein rechter Legat, sondern ein Burgunder, habe er dagegen seine Schriften vom Papst und Kaiser sehen lassen und begehre Antwort von den Eidgenossen. Darauf haben wir denen von Basel geantwortet: Da der Legat solche Werbung im Namen beider Häupter der Christenheit, des Papstes und des Kaisers, thue, von denen er Briefe gezeigt habe, er aber ihnen besser denn uns bekannt sei und die Sache sie ebensowohl wie uns berühre, so wolle man, sofern sie das gut und nützlich bedünke und der Legat den Tag an einen uns gelegenen Ort setze, den Tag besuchen und seine Werbung anhören, jedoch nicht anders als in offener Feindschaft und so, daß der Herzog von Lothringen und alle andern Glieder der Vereinigung darin begriffen werden. Der Tag soll zu Basel gehalten werden. «I. Auf diesen Tag ist die Nachricht gekommen, daß auf nächstvergangencn Montag vor St. Lucientag (9. December) Herr Hemmann von Reinach, Ritter, und Hans von Höhenluft, des Herzogs von Lothringen Diener, mit 366 Pferden und um die neunte Stunde auch mit 466 Fußknechten zu St. Niclaus-du-Port in Lothringen unsere Feinde, die Burgunder, überfallen, 966 Pferde gewonnen und Vierthalbhundert Feinde erschlagen haben, und wenn sie stärker gewesen wären, so hallen l>e für mehr als 266,666 Gulden Werth Gefangene und großes Gut abgeführt, das sie haben zurücklassen müssen; auch seien bei 266 Feinde ertrunken. «» „Als dauor im nechsten Abscheid begriffen ist gzg December 147K. von der knechten wegen, die man dem Herzog von Lothringen vmb sin sott zulaufen lassen aber Grass Philipp von Löningen vnd Herr Wilhelm Hcrter, Ritter, mit kochem fliß erzelt vn wz grosser not die biderben lüt in Nanse lidcnt, vnd dz ye kein bcit daran ist, dann dz man entschütten, vnd dz auch der Herzog von Burgund noch nit sye abgezogen, vnd habend daby ^ diewyl man daö dem Herzogen von Lothringen zugeseit, auch er daruff sin gelt vö geben vnd tm ^ Murtten sin lib vnd gut so gar fromclich zu vnö gesetzt Hab vnd noch ewiclich tun wölle, dz man ^ die knecht fürderlich volziechen las vnd 2m zu hilff komm. 2st vmb daö geratslaqet." ^ Da > ^ Hitzkirch Herrn Bernhard Sürli von demieniqen Gute, daö er zu Hitzkirch hat, besteuern, »ngea ^ dasselbe zu Basel versteuern muß, und da nun die von Basel begehren, daß er zu Hitzkirch Steuer frei sein soll, so soll daö Jedermann heimbringen und auf dem nächsten Tag antivmtc» zwischen soll Hanö Waldmann, Vogt im Waqgenthal, bei denen von Hihkirch Erkundigung wie eö da von Alter her in dieser Beziehung gehalten worden, und soll daö wieder an die Boren zx. Da dem Grasen Eberhard von Württemberg die Seinigcn von Mundrachinqcn, die gefangen ^ sind, nach Maßgabe deö Abschieds von Constanz freigelassen werden sollten, aber noch nicht Schiet den sind, so will man dem Fürsten von Oestereich schreiben, er möchte dafür sorgen, daß dem nachgegangen und jene Gefangenen ohne Entgelt ledig werden. Mit dem Grafen Eberhard m reden, daß er in diesen Zeiten unö „kein vffrur mache, wan wir hetten dz von Im nit zu I,. Nach Basel und auch an den Herzog von Lothringen soll man schreiben, um den Freund Beck, dem die Stadt Basel verboten worden ist, zur Begnadigung zu empfehlen. I. An die soll die Bitte derer von Biel gebracht werden, man möchte ihnen die 5li Gulden, welche i>e ^her zu Grandson eroberte und nachher von ihnen an die Beute abgelieferte Stücke ausgegeben dabcm ^ ^ zurückbezahlen. It. Neuerdings wird beschlossen, daß die Orte, welche die zu Grandson ^ gefundenen Panner und Fahnen noch nicht zur Vertheilung nach Lucern gebracht haben, ^^,„zur nächsten Tag bringen sollen; diejenigen, welche schon eingeliefert worden, sollen da bleiben, d>o ,n». ZedernnM'^ ^ ^ Meinung seiner Boten, die in Frankreich gewesen sind, bezüglich der Lande in Savoyen oder Waadt, eö sei Erlach, Murten und Anderes, erkundigen und dann rathschlaqcn, ob man dabei b>e davon abgehen wolle, und aus dem Tag zu Lucern, den die aus Frankreich zurückgekehrten ^ ^nkG- setzt haben, völlig Antwort geben. „Man sott an die Büchsen von den schwäbischen Städten ^ , 47k. 2N. December schreibt der päpstliche Legat Alexander. Bischof von Forli. an« Bade» an de» ^^jstcr. Basel, den Ritter Hermann von Eptingen Rainen« de« Herzog« von Oesterreich, Peter Rot, N'tttr. ^»t»' und den Rath zu Basel: Er sei letzten Dienstag Morgen nach Baden gctomincn und durch den Markgrafen, notar HeSlcr und den Bischof von Metz besten« cinpsangen worden. Man habe da «inen Boten von »ßnen December 1476. K37 Er, der Legat, habe von dem Bischof von Metz, dem Heslcr ic. erfahren, daß der Herzog von Burgund gegen die deutsche Nation ganz gutwillig und bereit sei zu tagen. Da von der Bereinigung und von den Eidgenossen Uber den Sonntag Niemand gekommen sei, haben jene Gesandten Furcht gehabt, daß böse Hintcrrcde in's Mittel getreten und daß Straßburg ihnen Geleit versagen werde. Sie haben vieles im Befehl vom Kaiser und vom Herzog von Burgund, die sie auch zu ewigem Frieden vereinbaren wollen. Auf Montag seien sie fröhlich zum Kaiser abgegangen und in der Nacht darauf habe der Bote des Bundes dem Legaten die Briefe gebracht, welche er dann mit Johannes Heslcr, Bruder des Vorgenannten, der von des Kaisers wegen bei ihm, dem Legaten, wohne, gelesen und daraus ihre hohe Weisheit und Achtung gegen den heiligen Stuhl erfahren habe :c. Auf Weihnacht Abend habe er den abgereisten Gesandten Abschrift der Briefe nachgesendet und einen andern Boten zur kaiserlichen Majestät geschickt, darauf sich entschlossen, zwischen dem Bund und dem Herzog von Burgund einen freundlichen Tag anzusetzen; er werde an St. Stcphanstag nach Straßburg abreisen und Freitags daselbst eintreffen, vor den Rath treten, erstlich die vergangenen Dinge erzählen, zweitens seinen Befehl und seine Bullen eröffnen, drittens für die Boten beider Parteien sicheres Geleit znm Tag verlangen und viertens bitten, seinem Boten Einen mitzugeben an den Herzog von Burgund, um, ohne den Bund zu compromittircn, den Tag zu begehren, und daß er seine Botschaft auf der heiligen drei Könige Tag nach Basel ordne, alles unter der Voraussetzung, daß Straßburg entspreche und einen Boten mit dem seinigcn schicke; es möchte ihm, dem Legaten, auf Mittwoch Geleit nach Brcisach senden u. s. w. Zu » a. E. Das Ziirchcr-Excmplar, übereinstimmend mit Abschied 801 und 804, hat drei Boten aus jedem Orte; das Luccrncr-Excuiplar dagegen sagt vier. 8«R. Zug. R47«, TT. December (Sonntag nach Thomc). Staatsarchiv Zürich: Abschied«, I.A. Der Stöße und Spane wegen zwischen den Bürgern von Zug cinestheilö, und denen im äußern Amt anderntheilö, haben die Boten der vier Orte auf mancherlei Weg die streitigen Parteien zu gütlicher Ausgleichung zu bringen getrachtet; aber beide Thcile haben dieses abgeschlagen und die Boten der vier Orte gebeten, ihren rechtlichen Spruch in den Sachen sobald möglich zu geben. Daher hat man ihnen e>nen Rechttag gesetzt, auf Donstag nach dem Neujahr zu Zug zu sein und TagS darauf die Sache vorzunehmen. Zcde Partei soll ihre Kundschaften, Leute und Briefe und, waö sie im Rechte zu brauchen siedenkt, bei sich haben. Die Boten der vier Orte haben darauf beide Parteien nach Änhalt des Spruch- tiefes ermahnt, den Tag zu besuchen. Von jedem der vier Orte sollen, wie schon beschlossen, drei Boten zu dem Rechttag gesetzt werden. Die vom äußern Amt haben begehrt, daß Schwyz auch eine Botschaft auf den angesetzten Tag schicken soll, die, wenn der Spruch um daS „Venly" erfolgt und von tn vier Orten allfällig entschieden sein werde, daß die andern Streitpunkte den Spruchbrief nicht berüh. von, mit den Boten der vier Orte an der Veurtheilung der letztern Theil zu nehmen hätte, wie jeder Bote zu sagen weiß. «38 Decembcr >476. G«tT. Lucern. I47K, Decembcr (Zinstag vor Naüviwti» c Glaruö u. Der Knechte wegen, deren bei 6ö Orten eine Botschaft zu ihnen schicken wolle, um sie zum Gehorsam zu mahnen und sich zu erkundigen, ^ die Sachen eine Gestalt haben, ob sie Hülfe oder einen Zusatz nöthig Hütten, und daß man dabc> in allen Orten gerüstet halten soll, ihnen zuzuziehen, falls es ihnen im Feld übel giengc oder sie ^ bedürften. DaS soll Jedermann heimbringen und ernstlich dazu reden, daß allenthalben nach Rathschlag gehandelt werde und die Boten auf den nächsten Sonntag nach dem heiligen Tag ^ cember) zu Basel seien. In Betreff des Zusatzes, was man darüber beschließen wolle, soll gleichen Sonntag zu Lucern sein, um mit Vollmacht zu antworten. I». Ferner soll man den ^ schreiben, „dz sy Gott vor ougen habend, allweg einhell vnd gehorsam sycnd, die fründ nit ^ kilchen, Priester vnd frowen in eren Hand vnd in allem Iren, fürncmcn der eidgnosschaft lob ^ betrachten; dz wölken wir ouch tun, wan wir Jrethalb ein trefflichen tag ictz geleistet vnd oucb > vnd vnser fachen im besten betrachtet haben". «>. Dem Herzog von Lothringen und Herrn Herter soll man auch ernstlich schreiben, ihnen die Unfern empfehlen und sie ermahnen, „dar^ dz die nit verfürt werdent". «I. Heimbringen daS Schreiben des Herzogs von Lothringen, ^ begehrt, man möchte ihm noch AM» der „Alten" zuschicken und etliche mit ihren Panncrn, man ihm der Andern dicßmal nicht mehr zulaufen lasse, „ob man ihm mit den Alten zuzic^- Lncern. R47K, Ztt. Decembcr «Momag dlativiiM»». Staa««ara»>» «u««rn l eu««rn«r Abschied«, N. 82. Boten: Zürich. Hans TachelShofer. Bern. Hanö Wanner. Lucern. Schultheiß Hertenstein. Uri. Ammann In der Gasse. Schwyz. Ammann Jacob. UnterwaldcN- Zimmermann; Heinrich Winkelried. Zug. LandiS. GlaruS. Ammann Aebly. . ». Da man nach Inhalt des vorigen Abschieds heimgebracht und berathen hat, ob man den die bei dem Herzog von Lothringen im Feld sind, mit den Zeichen oder mit einem Zusatz z»»'^"' " ^ haben die Orte geantwortet, wie folgt: Zürich meint, eö sei zur Zeit nicht nothwendig, weder ^l» Panner, noch mit einem Zusatz den Knechten nachzuziehen. Zürich habe, wie auf letztem Tuge l'^ I December 1476. forden, seine Botschaft zu ihnen in's Feld geschickt, um sich da über alle Sachen zu erkundigen. Was Botschaft berichte und was allfallig die Knechte begehren, wolle es erwarten und dann nach Noth- "ftl handeln. Bern will wie Zürich die Rückkehr der Voten erwarten, bevor es weitere Entschlüsse "kl; doch was gemeine Eidgenossen oder die mehrcrn Orte thun, das will es auch thun, jedoch nicht '"ehr. andere Orte an Leuten schicken, das wolle es als ein Ort auch schicken. Lucern hat '"en Hauptmann und einige Räthe zu den Seinigen in's Feld geschickt und denen befohlen, mit ihnen Ziehen; es wolle nun Weiteres erwarten; doch was gemeine Eidgenossen oder die mehrern Orte dazu sei Lucern auch bereit und meine, man soll die Unfern nicht verlassen. Uri will den Seinen 4eld nick Macht und Panner zuziehen, wenn die andern Orte dieses auch thun. Schwyz will letzt Pauner noch mit Zusatz irgend wohin ziehen, sondern den Bericht der Boten und der Seinen ^ dem erwarten. Unterwalden und Zug wie Schwyz. Glarus hat keine Vollmacht, als Anhören und Berichten; doch hofft der Bote, was gemeine Eidgenossen thun, davon werden seine sich auch nicht söndern. Beschluß: „Den Houbtlüten von gemeinen Eidgnossen sol man in das ^ scheiden vnd Inen disen abscheid zum glimpfflichsten verkünden vnd zebitten, bis by Inen zebehalten Ir bestes zetund, vnd wz Inen begegnet vnd angelegen sye, vnns dz alweg zewissen tun, damit wir Irenhalb dz wissen zehaltcn." I». Da der Herzog von Mailand geschrieben hat, man möchte ihm lassen, hat man denen von Lucern befohlen, das mit glimpflichster Antwort abzuschlagen ^ ü,M nichts zu geben. Zu Bern und an andern Orten soll man verschaffen, daß kein Korn aus ' ^'and geführt werde, weder nach Lamparten, noch nach Burgund, «. Man soll auch erwarten, u»d ^ ^"ftigcn aus dtm Feld uns entbieten, lind im Falle es nothdürftig wird, sofort Tag verkünden ^ lu Rath werden, was zu thun sei. «I. Auf den nächsten Tag, der zu Lucern fein wird, soll man die in Frankreich gewesen sind, fertigen, ihren Abschied anhören und berathen, was zu thun ^ Obermann mit Vollmacht, le nachdem die Orte bei sich zu Rath werden. Der Tag, welcher auf nach dem Neujahr angesetzt war, soll nicht stattfinden. Als Notizen ist dicsci» Abschied von der Hand dcö gleichen StadtschrcibcrS nachgetragen, was folgt: ,,Dominica ante tri um Itogum anno i.xxvi/ (1477, 5. Januar) ist der strit vor Nansc beschcchen vnd der Herhog von Burgund crslagcn worden vnd Hand myn Herren von Lnccrn ob xiiij° nianncn dabh gchcpt mit cim vcnlh. honbtinann ivz Heinrich Hasfnrtcr vnd trug Vli Knn dz vcnlh." »Iii dein obgenantcn Iar vff Sant StcffanS tag zn Wichcnachtcn (2«. December) ist dcrHcrpog von Moyland ein, Herr,, g^cr bnrger von Mcyland erstochen worden dcö gestecht« von Lampngnan, vnd hics der Hcrtzog Galcaz Sfortia.« ««A. B47 7, 4. Januar (Samstag vor hl. Z Könige). Archiv Zug: Urkunden-Protokoll, I. ZVZ. z. Zürich Heinrich Röist, Altburgermeister; Felix Keller; Heinrich Stapfer. Lucern. Peter Ritze; Hans Schürpf. Uri. Hans Püntiner; Altammann; Hans Imhof, der Alte; . Imhof, der Schreiber. Obwalden. Heinrich In der Halden, Seckelmeister; Icnni in Dicgi- "'lind, Altfähndrich. Nidwalden. Arnold Winkelried. 640 Januar 1477. Zwischen Ammann, Rath und Burgern der Stadt Zug einerseits, und dem gemeinen äußern AM, nämlich denen von Baar, ab dem Aegeriberg und andern Zugewandten des äußern AmtS anderer waltete ein Streit, der auf keine Weise gütlich von den vier Orten mochte geschlichtet werden; daber nw die Parteien in Kraft eines vor 72 Iahren ergangenen Spruchbriefs und bei den in selbem Pönen aufgefordert, ihre Späne vor den geordneten Räthen der vier Orte rechtlich entscheiden ^ und deren Spruch unvcrweigerlich nachzukommen. Die geordneten Räthe der vier Orte setzten » ^ Parteien Tag und fragten sie nach abermaligem vergeblichem Versuch gütlicher Ausgleichung an, ^ sich mit Eiden zum Rechte verbinden sollen; worauf die Parteien sie solcher Eide erließen und > die Sache freundlich anvertrauten, selbe nach den Eiden, die jeder seinen Herren und Obern ^ zu entscheiden. Die aus der Stadt Zug waren vertreten durch ihre vollmächtigen Boten, H«"^ ^ Ammann, Bartholomäus Koli, Venncr, Heinrich Albrecht und Andere; die vom äußern Amt cbenftii- ihre Boten, Heinrich Schmid von Baar, HanS Itcn von Aegeri, beide Altammänncr, Götschi Ampk,» Schiffli, Hans Bachmann, HanS Zehnder und Andere. Die von der Stadt eröffneten: 2b^' ^ seien, namentlich vor 7l> Jahren, auch mit den Aeußern in Streit gewesen wegen Besetzung des ^ ^ und damals sei durch die vier Orte entschieden worden, daß icweilcn, wenn man mit dem Pannn Stadt und Amt mit einander vor der obersten Gewalt das Panner besetzen sollen, doch mit eine»' der Stadt. Wenn sie nun nicht mit dem Panner, sondern mit einem „Venlin", wie andere Eidae ^ ausgezogen seien, so habe man diesen Spruch auch bezüglich der Besetzung des „Venlins" bcob>»^ ^ selbes auch durch einen Burger der Stadt tragen lassen. Erst unlängst zu Freiburg und hätten die vom äußern Amt sich unterstanden, ohne Rath und wider Willen der Stadt ihr ^ ^ ^ mit einem Aeußern zu besetzen. Das sei wider die Gerechtigkeit und das Herkommen, unt ^ Stadt Zug in den Bund getreten sei und das sie geschützt wissen wolle nach Inhalt des Du» ^ ^ ^ sei auch unvordenkliches Herkommen, daß das „Venlin" immer mit einem Burger besetzt ">ordu' ^ nicht mit Aeußern. — Die vom Amt erwidern: Den Spruch der vier Orte, welchen Zug anruft, in keiner Weise an, sondern wollen denselben halten; es spreche aber icner Spruch nicht vom« Ac- sondcrn nur vom Panner; sie getrauen also, sie möchten wohl das Recht haben, das „Venlin" das walt mit einem Aeußern zu besetzen, wenn dieser und nicht der Stadtburger das Mehr erlm"^ ^es allenthalben in Städten und Ländern der Eidgenossenschaft gewöhnlich sei. Sie seien auch vor D" ^.^<,ls, Spruchs in den eidgenössischen Bund gekommen wie die Stadt Zug und haben auch biötm' ohne daß Iemand eingeredet hätte, in Kriegen und Reisen das „Venlin" mit einem Aeui»^^^ch We»l jener Spruch vom „Venlin" nicht rede, sondern nur vom Panner, so begehren sie, ^ ^pctG Boten von Schwyz zum Entscheid über diesen neuen Streitgegenstand kommen lasse. DagG^ ^ ^ die aus der Stadt: Indem der Spruch vom Panner spreche, begreife er auch das „Vc»l'" ^ ^lin alle „Venlin' haben ihren Ursprung von dem Panner; es sei da kein anderer Unterschied ' ^,rger man mit dem „Venlin" statt mit dem Panner ziehen wolle, so gebe man daö „Venlin" is zu tragen. Sie anerbieten den Beweis für die stete Uebung und haben auch daS der Stadt aufbewahrt. Der Streitgegenstand gehöre, weil er demgemäß schon im alten halten sei, auch nur vor der vier Orte Boten und vor Niemanden anders. — Die Aeußn" holten ihre qeqentheiligen Behauptungen und beide Parteien setzten die Sache zum Recht- der vier Orte, nach Anhörung der Vorträge und Verlesung der Acten, entschieden einhellig die Januar 1477. dahin, daß allein sie, als Boten der vier Orte, da zu sprechen haben und eine Botschaft von Schwyz a>cht daran Theil nehmen könne. Nachdem die Parteien darauf nochmals in einer Schlußrede ihre Anbringen in der Hauptsache wiederholt und namentlich die Aeußern ausdrucklich eingeräumt hatten, sie hoben durchaus nichts dagegen, daß das „Venlin" wie das Panner, die Siegel, Freiheiten und Anderes !u Aller Händen und Gebrauch in der Stadt Zug aufbewahrt werden, fällten die Schiedrichter den Spruch: „Syder vnd der setz gemelte vnser vordern seligen spruch vnder anderm eigenlich begriffet vnd Oberscheld git, wie sy ze beider site, die Annern vnd ouch die Vssern, mit der meren Hand vor Aren Gemeinden vnd gewalte Ar Panner, als dik das not wirt, mit einem Burger vß der Statt Zug besetzen "'ögenl zc., das denn so dik vnd vil das nu fürbaßhin zu künftigen ziten zu schulden kumpt vnd sy nit ^»t Zx Pa,,ner ziechcn wöllend, beyde, die in der Statt vnd ouch die vom vssern Ampte, ir Venly glich als die Panner besetzen söllend mit einem Burger von der Statt in aller maß, als denn das derselb hbruch von der Panner wegen eigenlichcn vswiset, die wile sich doch an kuntschaft vor vns nit funden das sy Ar venly vor irem gewalt mit der meren Hand vnd mit dheim vssern vom Amte bitzhar hk besetzt haben." Damit sollen die Parteien verrichtet sein und diesen Spruch auf Befehl der vier 6rle und bei den Pönen des alten Spruchs unverweigerlich beobachten und halten. 8«5 1477, IT. Januar (St. Hilarien Abend). Arekiv Url. Vereinigung der fünf Orte Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus mit Otto, dem ^'wählten Bischof von Constanz. — Beilage l!l). 8«« Lneern. 1477, Januar (pi°»tag „ach Aiu-nü). S»aa««archiv «ueer» : Liiccrner Abschied«. I>. 8Z. Boten-. Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Bürgermeister. Bern. Adrian von Babenberg, Ritter; r an von Dlulern. Lucern. Caspar von Hertenstein, Ritter, und Peter Rust, beide Altschultheißen; rle, Tmnmann; Ulrich Feiß; Hans zur Gilgen. Uri. Walther An der Gasse, Altammann. Schwyz. ^""uid Aacob, Ammann. Unterwalden. Ammann Zimmermann; Ammann Enentachers. Zug. Glarus. Hans Schübelbach, Seckclmeister. Freiburg. Willi Tcchtermann. Biel. Goiffi. Eid ^ Sunder, Vogt der Margaretha Zelger, begehrt in ihrem Namen, man möchte ihr den zu ,, minderer Kosten willen gestatten, bis zum Ausgang des römischen Processes wieder > >re„ Verwandten nach Unterwalden zu gehen. Dabei bittet er um Rath, wie er die Sache zu Rom ^r»el>„ien soll. Darüber soll man auf nächstem Tag antworten. I». Da Ammann Wolleb von Ursern andere den Eidgenossen Zugewandte, welche an den Herzog von Mailand Ansprachen haben, Willens 81 g4Z Januar l477. gewesen sind, Krieg gegen Mailand zu erheben, so hat man in Ansehung unsere» schweren Kriege» und anderer Dinge, mit denen wir jetzt nach dem Tode de» Herzog» von Burgund zu thun Kaden, ^ schloffen, mit denen von Uri, Zug n. s. w. zu reden, sie möchten die Sachen gütlich anstehen lassen, bi» sich unsere Sachen zu Gutem schicken; dann wolle man gemeinsam rathschlagen und gerne nz helfen, daß die Leute von Uri und andere Eidgenossen zu ihrem Rechte gelangen, r. Da beide S»a Bern und Lucern gemeinen Eidgenossen diesen Tag gesetzt hatten, um einen Kriegözug nach Oberburg» zu berathcn, weil nach dem Tode de» Herzog» die Sache nun vortheilkaft und zeitgemäß erscheine, dar« aber die von Bern auf Werbung Simon» von Eleron und anderer Burgunder auf Sonntag nach ' eonvorzinni» (2K. Januar) einen Tag nach Neuenbürg gesetzt haben, so haben die Orte dikßfg geantwortet, wie folgt: Zürich: Der Zug erscheine jetzt schon der Jahreszeit wegen nicht zwrckma . um so weniger aber noch, weil zu besorgen sei, der König von Frankreich werde sich al» ein Erbe de» de» Landes annehmen und in Folge dessen möchte un» Eidgenossen an der täkrlichen Pension vom ^ Eintrag erwachsen, auch au» andern Gründen; doch gefiele Zürich, daß Bern oder andere Vermittle Sache zur Hand nähmen und auf dem Wege freundlicher Taqleistunqrn oder auf andere Weift tra möchten, für die Eidgenossen etwa eine Suinme Gelbe» oder andere Vortheile zu erhalten. Do »">» einen Tag angesetzt hatte, so hofft der Bote von Zürich, seine Herren werden denselben deschicken, E» stehen zwei Wege offen : der eine, den Zug zu thun, der andere, den Tag zu Neuenbürg zu ^ ' doch hoffe Bern, „ob man den tag such, da werde ctwz anbracht, dz ob Got wil, zu gar gutem vnd vnser aller nutz dienen sol, diewil doch der zug ietzmalcn kelti vnd vnwetter» halb eben hart ^ were". Wenn man Bern etwa» anvertrauen wolle, so werde c» nach bestem Wissen die Sacht» ^ nehmen, bi» die übrigen Eidgenossen auch dazu kommen. Freiburg und Biel w,e Bern. Luc Ihm hätte gefallen, den Zug zu thun, damit nicht» Aergcre» einfiele und nicht Solche, die blöder »' ^ Arbeit und Kosten an diesen Krieg gewendet, den Eidgenossen nun den Nutzen vorweg näkmr»- ^ hätte Dollmacht gehabt, zum Zug zu stimmen; doch da Bern seitdem den Tag angesetzt, so ^ Boten da» an ihre Herren bringen; sie meinen, Luccrn werde den Tag besuchen. Uri hat keine Vollnm weder den Tag noch den Zug zuzusagen, hofft aber, der Tag werde seinerseits besucht werden. Unterwalden und Zug in gleichem Sinne wie Uri; doch bemerkt Obwalden, wenn man ft thun wolle, so soll man ihn zu Zeiten thun, ehe der König oder Andere da» Land in Besitz iftnomn c haben. Nach Glaru» soll man die Sachen schreiben, der Bote will hier bleiben und den Tag zu Ncuc" besuchen. «I. Der savoyische Bot«, Herr Urban (von Ehivron), Protonotariu« und Ab» zu St. bittet, daß die Eidgenossen am l5. Februar den Tag zu Eamrach, den der König von Frankreich fvüherm Abschied de» Hause» Savoyen und anderer Sachen wegen angesetzt hat, besuchen möchte» . ^ hat dem Boten gerochen, diese» Anbringen von Ort zu Ort zu thun; inzwischen soll mäN d>c ' ^ heimbringen und jede» Ort soll auf Dienstag zu Nacht nach Pauli Oonvor-iiuni-, (28. Jan»ar> ^ Boten wieder zu Lucern haben, um zu entscheiden, ob man den Tag besuchen wolle oder nicht. »^ ob insgemein oder durch einzelne Orte. Dem Arnold von Kleberg au» Freiburq im Sreiög»" ' man auf seine Klage, daß er zu Basel durch die Eidgenossen über erlangte Rechte seiner Pfa»^" ^ entwert worden sei, Empfehlungen an den Bischof von Straßburq und dessen Räthe geben, b"» er nach Inhalt seiner erlangten Rechte bezahlt werde. 5. Die von Biel verlangen, daß man id»^ die 50 (tzulden ihre» Kleinod» wegen wieder gebe, sie bei Vertheilnnq de» Gelbe» vom König Januar 1477. Fuinkrcich und des Schatzgelds von Savoyen bedenke und ihnen, wenn man den Diamant und die andern einodien der Beute von Grandson verkaufe, ihren Antheil auch gebe. Dem ersten Begehren soll ent- lochen werden, wenn man die Kleinodien verkauft; die andern will man heimbringen. Den zu ^ndson eroberten Diamant will man um 29,000 Gulden feilbieten; die Boten, welche nach Camrach ^hen, sollen, wenn die Orte diese Schätzung genehmigen, Vollmacht erhalten, ihn den Lyonern zu ^kaufen. I». Die Voten, die nach Camrach kommen, sollen den Claus Stoß von Lyon beauftragen, das Zahrgeld und die Pensionen ieweilen zu der Eidgenossen Händen in Empfang zu nehmen, zu umzusetzen und selbes den Eidgenossen zu übermitteln. I. Die gleichen Boten sollen ^f besorgen, daß der Goldschmied daselbst, welcher über die Eidgenossen schimpflich geredet, die deutschen "Uflcute verrathen und einen Deutschen ermordet hat, gefangen und gerichtet werde. It. Denselben oten soll man auch Gewalt geben, mit guten Worten auf dem Tag zu Camrach den deutschen Kauf- "'"n zu dem Ihrigen zu verhelfen; doch sollen sie so stimmen, „dz die von Lucern nit vnd etlich ort vs vrsach dz sich die swebschcn stette in discn kriegen nit so früntlich mit vnö gehalten haut, dz vnö gepüre, vil von iren wegen ze bitten". I. Auf Fürsprache Berns wird beschlossen, Zürich soll in Eidgenossen Namen dem alten Vicarius von Constanz, Johannes Best, seiner Pfründe wegen eine ^"Wfehlung geben. »»». Dem alten Markgrafen von Röttcln soll man auf dem nächsten Tag zu Lucern ^ Abschied geben, der ihm zugesagt und gefertigt ist. n. Schwyz und Untcrwalden sollen auf dem Ochsten Tag zu Lucern antworten, ob sie der Jelger'schen Ehesache wegen den Propst zu Lucern als ^nen geordneten Richter vor den Parteien sichern und „stark machen" wollen oder nicht. Die Boten " ^ geantwortet, sie bleiben zu Lucern; Schwyz hat zugesagt und für sich und die Seinen den Propst Hubert; Nidwaldcn war nicht vertreten, daher ist von da noch keine Antwort erfolgt. «. Des Kirchen- Ms wegen, welches die von Lausanne als Pfand für ihre Schuld nach Bern geschickt haben, erhalten Voten nach Camrach Auftrag, zu bewirken, daß die von Lausanne ihre Kirchensachen zurücknehmen ^ den Eidgenossen das Geld geben, p. Die Boten von Bern sollen heimbringen, die von Genf geben ^ sie hgltm 4009 Gulden nach Bern geschickt, die von Bern haben aber den Eidgenossen nicht mehr "" 2900 Gulden übergeben. Auf nächstem Tag zu Lucern soll Bern diesfalls Aufschluß geben. ^ Frage, wie man das Land Waadt beherrschen wolle, soll man ruhen lassen bis nach dem Tag " Camrach, damit man den Dingen desto besser auf den Grund komme, i». „Von der buntnis wegen, ° b'e »0^ Friburg suchend vnd man Inen vorhin zum drittenmal geantwurt hat, Inen antwurt zegeben, ° man trefflich heimbringen vnd vff discn nechsten tag zu Lucern entlieh antwurt geben, damit sy nit ^cht, noch also vmbzogen werden. Denen von Lucern ist gewalt geben, ein zimlich gcschrift vnd "'""'s zestellen zwüschend den eitgnossen vnd denen von Friburg, dz wirt denn yederman heimbringen " denen von Friburg antwurt geben." Die Stadt St. Gallen hat angebracht, daß die in der ^affchaft Toggenburg den Spital und die unter ihnen seßhaften Burger der Stadt wider alles Herkommen ^euer»,; sie begehrt, daß man sie nach Sage ihrer Bünde bei ihrem Herkommen bleiben lasse. Was ' Bote von Schwyz darauf geantwortet hat, weiß jeder Bote zu berichten. Auf obbestimmtem Tag zu soll man darüber rathfchlagen. Zu k. 1477, 15. Ia»uar. Crcditiv der Herzogin von Mailand für ihren Gesandten zu den Eidgenossen, Gerhard Ccrruti. Am 3. Februar verlangt derselbe von Faido aus Geleit. (Siehe Äbsch. 868 -.) Staatsarchiv Lucern.) 644 Januar 1477. Zu «?. 1477, 14. Januar (Dienstag nach Hilarii) schreibt Bern an die Eidgenossen, der Herzog von sei erschlagen, cS sei daher schnell zu erwägen, ob und wie man die Grafschaft erobern wolle; eS seht dafür den ^ genossen Tag nach Lucern aus den nächsten Sonntag (IN. Januar). (Staatsarchiv Bern, deutsches ^ l). 24. Staatsarchiv Lucern, Acten: Burgundcrkricg.) — 1 477, 24. Januar (Freitag nach Bern an Lucern, die Burgunder seien Willens, trotz aller Zusällr nächsten Sonntag den angesetzten Tag zu bürg zu besuchen »c. (Staatsarchiv Lucern, Acten: Burgundcrkricg.) Basel. R47 7, Januar (stabiani und Sebastian»). ArUli« Toiothurn! Abschrieb«»», o. 7?. „Abscheid des TagS von gemeiner Vereynung vnd Buntnissen Houptlstten vnd Retcn:" «. DcS ersten (ist abgeredet), daß von sich aus die Fürsten, Herren, Städte und Lände: ^ Vereinigung von nun an nichts weder gegen daS Herzogthum noch die Grafschaft Burgund vorne» dern ieder Theil der Vereinigung seine Botschaft auf Donstaq St. Dorotheentaq (6. Februar) z" soll, um bedächtlich zu rathschlagcn, >vaö bezuglich dieser Landschaften vorzunehmen gut undsruc' ' ^ möchte. ES soll daher sofort dem König von Frankreich, dein Herzog von Lothringen, dem D» ^ ^ ^ Basel, ebenso den Städten Bern, Solothurn und Freiburq geschrieben werden, daß sie mittle"" ^ Waffen ruhen lassen und nichts gegen Burgund unternehmen. I». Ferner soll Jedermann d" . einigung die Seinen, welche letzt in Lothringen im Feld gewesen sind, in Eid nehmen und burgundische Gut, großes wie kleines, und wo selbes nicht mehr vorhanden dessen Erlös, in eine Deute zu legen. Jeder Theil soll einen geschworncn Bcutemeister dazu ordnen, der dieses Gut l» ^ ^ nehme, „verbeut?" und, was daraus erlöst wird, auf einen bestimmten Tag behufs der Tht'lunä -chte", gemeine Beute lege. Verheimlichungen sollen bei EideSpflicht geleidet werden. Wenn „lausende die nicht zu besondern Hauptlcuten und „Venlinen" geschworen, etwas erbeutet hätten, so und Beutegut, wo eS betreten wird, von der Obrigkeit zu Händen gezogen, in die gemeine Deu" wie das Ucbrige vertheilt werden. «». Alle Gefangenen sollen namentlich angegeben und scb"' ^gcN, zeichnet werden, damit man auf dein angesetzten Tag berathen möge, wie man der Schutzunä^^ pje die auch in die gemeine Beute kommen sollen, sich zu verhalten habe, auch waS man so"l^ ^^dcN- Gefangenen verfugen wolle. Alle Gefangenen sollen zu Händen der gemeinen Vereinigung ' alle Wer einen Gefangenen hat und denselben verheimlichen oder nicht stellen wollte, gegen den ^ M Thcile der Vereinigung «»»ander beholfen sein. «>. Da der Herzog von Lothringen bittet, dal- ' die eroberten Buchsen um einen angemessenen Preis überlassen wolle, so ist verabredet, 'hur lon>e ^ zu willfahren; er soll daher auf dem angesetzten Tage ein Verzeichniß der Büchsen vorlegen ,edeS Stück sich erklären, was er dafür geben wolle, damit man sich allseitig dießfallö entM'^ verfügen kann, was gut ist. Zanuar 1477. S45 8«8. Lueern. 147 7, TA. Janttar (Mittwoch noch Pauli Bekehrung). Staatsarchiv Lucern: Lucerner Abschiede, II, 8t d. Bolen: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter. Bern. Schütz. Lucern. Heinrich Hasfurter, Ritter, chultheiß; Caspar von Hertenstein, Ritter, Altschultheiß; Ludwig Kramer. Uri. Hans Zmhof, der Mnge. Schwyz. HanS Sigrist. Unterwalden. Ammann Zimmermann. Zug. Ammann Schmid. Glarus. ... Da die von Toggenburg die Güter des Spitals und der Bürger von St. Gallen wider das ^ Herkommen besteuern, so sind die Boten einhellig, mit denen von Schwyz zu reden und denen von ^lcirus zu schreiben, sie möchten dafür sorgen, daß die von St. Gallen mit diesen Steuern unbehelligt ^'ben oder daß die Sache nach Sage der Bünde an das Recht gebracht werde. I». Die Stadt St. Gallen ^gkhrt, man möchte ihrer nicht vergessen bei den Unterhandlungen mit Mailand, namentlich in Betreff ^ Hölle, r. Bezüglich der Ehesache der Margaretha Zelgcr erklärt Schwyz, es könne nicht dazu ^Men, daß die Frau heimgelassen werde, sondern die Sache soll bleiben wie sie geordnet worden ist. ^ Propst von Lucern hat Schwyz für sich und die Seinen gesichert. Da Nidwaldcn auf diesem Tag nicht treten ist, so soll der Bote von Obwalden bewirken, daß dessen völlige Antwort in dieser Angelegenheit forderlich Lucern gemeldet werde. «I. Den Tag, welcher auf St. Dorotheentag (6. Februar) der ffongenen, des Lanz und anderer Sachen wegen nach Basel gesetzt ist, soll man leisten. «. Heim- "'"äen das Schreiben der Herzogin und des jungen Herzogs von Mailand, f. Bezüglich des Tags ^ ^'Mrach, über dessen Beschickung heute entschieden werden sollte, hat man dem Boten von Genf, an Aleman, geantwortet, daß deS Schneefalls und der rauhen Jahreszeit wegen die Räthe und binden nicht so bald versammelt werden können; jedoch wenn sich die Zeiten etwas bessern, so wolle ste zwischen jetzt und der alten Fastnacht versammeln, um Antwort zu geben, ob man den Tag , '"che,, wolle oder nicht. Dann möge er oder ein anderer Bote wieder herauskommen und die Antwort Empfang nehmen; doch gestele den Eidgenossen immerhin, wenn der Tag statt zu Camrach etwas etwa zu Lausanne, gehalten werden könnte. Des Frevels wegen, welchen der Hcudorfer und ndcre z„ Frauenfeld an dem Prior von Zttingen begangen haben, soll der Landvogt, Hans Tachelshofer Härles djx Frevler vor Allem strafen, dann Gewalt haben, sie in Betreff des Schadensersatzes mit dem gMch z„ vertragen oder aber sie nach Zürich oder vor gemeine Eidgenossen zum Recht zu weisen, ^n Roßtäuschern ist ein Schreiben an die Herzogin von Mailand gegeben mit dem Begehren, ihnen soä " zu ersetzen oder mit ihnen zu Recht zu kommen, t. Des Brandschatzes von Genf wegen Man, sobald das Geld angelangt ist, entscheiden, ob man denselben nach den Orten oder nach den Leuten " u, wolle. It. Bezüglich der Waadt soll man auf dem nächsten Tag entscheiden, ob man aus allen Boten nach Freiburg schicken wolle, die dann die Amtleute in der Waadt berufen und mit ein Urbar der Nutzungen des Landes machen sollen, oder ob man einen Landvogt dahin setzen diesem das Geschäft übertragen wolle. I, Bezüglich der Verhandlungen mit Bern wegen Murten ;c. Md dem besondern Brandschatz hat Lucern Vollmacht, einen Tag anzusetzen. Der Bote von Bern «46 Januar 1477. soll auf nächsten Tag der Z000 Gulden von Genf wegen einen schriftlichen Bericht bringen, damit man wisse, wem sie geworden und wohin sie gekommen seien, n. „Von der von Friburq buntniS sol icder man die abschrifft heim bringen vnd dar vmb vff dem nechsten tag antwurt geben, dann die von Friburg hant dz zugeseit, wil man dz mit inen wie dz gesetzt ist vffnemen." «». DeS DiamantS wegen > beschlossen,-daß die Boten nach Savoyen Gewalt haben sollen, denselben zu verkaufen; doch soll man ihn höher schätzen, als daS jetzt geschehen ist. Der übrigen Kleinodien und Kostbarkeiten wegen, die zu Luccrn liegen, soll man auf nächstem Tag antworten, wie man damit verfahren, ob man sie verkaufen oder a> andere Weise theilen wolle. >». DaS Erbieten, das der Herzog von Oesterreich durch seine BotMl, des Herzogs von Mailand wegen, qethan hat, soll man heimbringen; ebenso sein Anbringen, deö Graft" von Sonnenberg und der Versicherung des Gelds wegen. Die Boten der Eidgenossen wollen ihr V" dazu thun und die österreichischen Boten mögen diesfalls, auS welchem Ort sie wollen, Boten zu sich ncbnun- Sie haben solche von Zürich und Schwyz genommen auf deö Fürsten Kosten. «>. Da sich wiederum m den Städten und Ländern eine Anzahl Knechte zu WegqiS versammelt hat, um einen Zug nach zu verabreden, hat man eine Botschaft zu ihnen geschickt, ihnen die Ansehung der Tage zu Neuenbürg Basel zu erkennen gegeben und sie gebeten, sich jeden ZugS bis nach dem Ausgang jener Tage zu enthalte" r. Denen von St. Gallen soll man den nächsten Tag zu Lucern verkünden, wie sie darum gebeten ha „Item von Tellsperg wegen." t. „Item von der mict vnd dienstgely wegen." Zu e wird bemerkt: „Die von Vndcrwaldcn hant dem probst ouch sicherhcit zugesellt." Neuenbürg. 1477, Januar (Donflag vor vichimey). Staatsarchiv AUrich! Tschudische Sammlung l. ZK. ». Auf Donstag vor unserer Frauen Tag der Lichtmesse ist zu Neuenbürg aus Begehr"' ^ Burgunder aus der Grafschaft nach der Eidgenossen Bewilligung mit ihnen ein Tag geleistet und daftl nach vieler Rede beschlossen worden: l. Da die burgundischcn Boten nicht Gewalt hatten, die Graft"'" Burgund als ein erobertes Land in die Hände der Eidgenossen zu geben, so möge man reden °vmb c>n zimlich gelt den eidgnossen dafür zeqeben, damit sy sich selbö in frid mugent setzen*. Z. Die burgund'^" Boten sollen also an ihre Herren bringen, der Eidgenossen Boten haben ihre Forderung für die < ^ schaft Burgund als ein erobertes Land auf 100,WO rheinische Gulden gestellt, jedoch auf Woblgft'" ihrer Obern, so das, wenn diese lieber das Land als das Geld hätten, die Abrede unverbindlich ft'" I». Daraus haben der Eidgenossen Boten auf Verlangen der Burgundischcn der Sache wegen "" andern Tag festgesetzt, nämlich den Sonntag Itvminiscvr« (2. März), auf dessen Abend man w>ede ^ Neuenbürg eintreffen soll. Da sollen dann die Burgunder sich erklären, ob sie den Eidgenosse" Grafschaft Burgund übergeben oder dafür 1W,000 rheinische Gulden zahlen wollen. Daraus ftU d"'" die Sache von beiden Theilen mit Vollmacht beschlossen werden, wie es beiden Theilen zur zum Wohl deö Landes angemessen erscheint. «». Von den Boten der Eidgenossen aus diesem Tag gesagt, das bis zu Ende des aus ttvminucar« angesetzten Tags d,e Grafschaft Burgund weder an Leute" noch an Gut von den Eidgenossen beschädigt werden soll, und das die burqundischen Boten zum B"U Januar 1477. 647 Tags und wieder zur Heimreise sicheres Geleit haben sollen. «I. Bern soll diesen Abschied dem Herzog von Lothringen, den Bischöfen von Straßburg und Basel, dem Landvogt des Herzogs von Oesterreich und den Städten der Vereinigung mittheilen. «. Auf Montag nach Dorothea (10. Februar) iu Nacht sollen der Eidgenossen Boten zu Lucern eintreffen, um die Instruction auf den nach Neuenburg ""gesetzten Tag zu berathen. f. Inzwischen mögen die Kaufleute aus der Grafschaft Burgund ihren seilen Kauf hin und her sicher führen und treiben. Zu n. 1477, 23. Januar („Donstag nach Vincentii an der Nacht — sncll —") thcilt Bern an Luccrn ein Schreiben des Charloys d'Amboise ans „Vilc Farlcz" (Arloz) bei Salins mit, wodurch dieser ä. ä. 17. Januar "bildet, daß nach dem Tod des Herzogs von Burgund er das Herzogthum und die freie Grafschaft zu des Königs voo Frankreich Händen gebracht und daß die Landsaßen diesen freiwillig als ihren rechten natürlichen Herrn anerkannt haben. Bern theilt dieses mit, weil nach Neuenburg Tag gesetzt ist, damit man sich zu halten wisse; es nennt den Schreiber „Gubernator in Tschampanicn". (Staatsarchiv Luccrn, Acten: Burgimdcrkricg.) Zu U- Bern thcilt am 2. Februar (1>urillaationi«) den Waffenstillstand an Basel mit. (Deutsches Mis- sivenbuch I). 32. — Bern schreibt am 7. Februar (Freitag post kurilicatioru's) an den Herzog von Lothringen: Basel habe ihm schon von dem zu Neuenburg geschlossenen Waffenstillstand bis Rominisosro Kcnntniß gegeben; nun vernehme man aber, daß er einen Zug nach der Grafschaft Burgund vorhabe, um selbe sich zu unterwerfen; er werde daher im Namen und Auftrag gemeiner Eidgenossen ermahnt, von solchem abzustehen und den Waffenstillstand auch seinerseits zu halten. (Deutsches Missivenbuch v. 32 b.) 8V« 147 7, 7. — I T. Februar (Freitag nach St. Dorothea bis Mittwoch vor Balcntini). Staa»»ar<üiv Zürich: TsHudische Sammlung I. 37. Abschied der Räthe und Rathsboten der Fürsten, Städte und Länder gemeiner Vereinigung: k- Da kürzlich eine Abrede geschehen, daß auf heutigen Tag die Gefangenen und die eroberten Büchsen """Jedermann schriftlich verzeichnet eingegeben werden sollen, der Abschied aber den, Herzog von Lothringen zugekommen ist, so sollen dessen Marschall und Räthe dieses noch heute an ihren Herrn gelangen "'lsen und auf nächsten Tag seine Antwort bringen. »». Des eroberten VeutegutS wegen soll Zedermann seinem Ort dem berührten Abschied Folge geben. «. Da unsere Eidgenossen von Bern und andere Hvte der Eidgenossenschaft mit den Burgundern einen Waffenstillstand bis Sonntag Ileminiscore (2. März) "achsthin eingegangen und begehrt haben, daß inzwischen gegen diese nichts vorgenommen werde, so soll ^dcr Theil der Vereinigung dieses an seine Herren und Freunde bringen. Gemeine Vereinigung hat M eingewilligt. «I. Zeder Bote weiß anzubringen, was der österreichische Landvogt auf das Be- ^t'rcn der drei Stände der Grafschaft Burgund, sie in die Vereinigung aufzunehmen, berichtet hat, er ihnen auf dieses Begehren geantwortet und wie er sich gegen gemeine Vereinigung erboten "t, von sich «US („sunder") gegenüber der Grafschaft Burgund nichts vornehmen zu wollen, als was seiner Vereinigung zu Nutzen und Gutem gereiche, v. Ebenso weiß Zeder, daß der Eidgenossen "(ei, ihrerseits dagegen auch erklärt haben, ihre Herren und Freunde werden, nach ihrem unzweifelhaften ^lrauen, gegenüber der Grafschaft Burgund auch nichts anderes vornehmen, als waö gemeiner Ver- K48 Februar 1477. einigung und der Eidgenossenschaft insgemein zu Nutz und Frommen gereichen werde, t. Der öfter reichische Landvogt hat das unleidliche Verhalten der laufenden Knechte im Land angezogen und begebet, man möchte ihm behülflich sein, dieselben nach ihrem Verdienen zu strafen und weiterm Uebel zuvor' zukommen. Darauf wurde beschlossen, übelthätige Knechte, sie mögen sein woher sie wollen, sollen na Verdienen gestraft werden, wie Recht sei. Der hiefür zu leistenden Hlllfe wegen haben jedoch der E>d genossen Boten die Sache an ihre Herren zu bringen genommen, zx. Der Herzog von Cleve, b>e Kaufleute von Bisanz und Andere, welche die Straßen zu brauchen begehren, haben Geleit verlangt. Da6 wurde zur Zeit noch abgeschlagen. I». Der Herzog von Lothringen und mit ihm Graf Oöwal von Thierstein begehren dringlich einen Vorschuß von 14,000 Gulden mit bestimmten Rückzahlung termincn und gegen gehörige Versicherung. Was darüber mit dem Herzog abgeredet und auch gemeiner Eidgenossen Boten zugesagt ist, soll jeder Bote, nebst dem Entwurf der Versicherung, an tc»n Herren bringen. I. Ebenso, waö die württcmbergischcn Rätke wegen Graf Heinrichs Gefangenschaft u» Erledigung angebracht haben und was ihnen geantwortet ist. I<. Da der päpstliche Legat und ' Botschaft des Kaisers begehrt haben, man möchte ihnen verwilligen, Waffenstillstand, Frieden und Ver söhnung zwischen uns und den Burgundern zu suchen und, da die Räthe und RathSboten der Fürsten u> Städte gemeiner Vereinigung, den beiden Häuptern der Christenheit zu Ehren, ihre Vermittlung an zunehmen erachtet haben, so haben der Eidgenossen Voten sich vorbehalten, das an ihre Obern zu bringtN' doch ist nichtSdestominder den Gesandten des Papstes und des Kaisers Geleit zugesagt, sofern sie bedürften. I. Die burgundische Botschaft hat unter Anderm begehrt, daß der Wassenstillstand, den c>nnft Orte der Eidgenossenschaft bis Ilcminiicerv (2. März) angenommen, von gemeiner Vereinigung geballt und bis Ostern (0. April) oder St. GeorqStag (23. April) erstreckt werden möchte, damit man inzw'stbcü zu Tagen kommen könne; auch möchte man dem König von Frankreich und dem Herzog von Lotlm"^" schreiben, daß sie die Feindseligkeiten einstellen. Darauf ist geantwortet: Bis Nominiscero lasse 'w'" den Waffenstillstand bestehen; denselben zu verlängern habe man keine Vollmacht, wolle aber >lu gehren heimbringen. Dem König von Frankreich sei schon vor einiger Zeit geschrieben worden; w'" Antwort erwarte man; wie sie ausfallen werde, wisse man nicht. 2n jedem Fall sollen die Burgu»^ sich beeilen, den Grafen Heinrich von Württemberg auf freien Fuß zu setzen; bis dieses gescheht d»e Vereinigung weder Bestand noch Frieden annehmen, i». Aller dieser Sachen, auch der Awn»g zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Basel wegen, sollen die Boten gemeiner DereiN'g"^ und der Eidgenossen aus Sonntag 3uäica in der Fasten (23. März) wieder zu Basel sein, in den Sachen zu handeln. ^ucern» R4??, I R. Apbrunr (Zinstag nach Dorath«), «»aatsar^i» Lac»«« Mschl.d», «. ft«, «oi»,I,„»n! «b,«i.»,band, o. 7«. Boten: Zürich. Hans Tachelshofer, Zunftmeister. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Aitte'' HanS Wanner. Lucern. Caspar von Hertenstein, Ritter; Peter Tammann; Ludwig Krämer. 3^' bürg. W'lli Techtermann. Solothurn. Hermann Hagen, Venncr. B,el. HanS Göisst, Ve"""' Februar 1477. Ur>. (Niemand.) Schwyz. HanS Schiffli. Unterwalden. Claus von Zuben; Arnold Winkelried. ^ug. (Niemand.) GlaruS. Vogt Tschudi. Der Pfalzgraf, Herzog Philipp von Bayern, hat des Schadens wegen, welcher bei dem Zug "ach Nancy den Seinigen zu Heiliqenkreuz und den Zudcn daselbst zugefügt worden, an die Eidgenossen das Begehren gestellt, dafi dafür Ersatz geleistet werden möchte. Man hat ihm dagegen zu erkennen gegeben, daß die Seinigen durch die Schmach, welche sie den Unfern angethan, den Schaden selbst verschuldet haben; d°ch wolle man fein Begehren heimbringen. I». Die Voten des Königs von Frankreich haben begehrt, Eidgenossen möchten dem König behülflich fein, Oberburgund und andere Lande des Herzogs von Bur- alg sxjn erbliches Gut einzunehmen, und ihm zu diesem Zweck Knechte zulaufen lassen um seinen " d nach Laut der Verfchreibung. «. „Vnd nachdem vnd dann etlich gesellen vnderstand, sundrig tag ^ Bisten vnd anfchlag zetund vnderstand, wz der eidgnosscn Kotten anfechen ze widertriben, sundrig züg "chcchen, federman mit den sinen schaffen, dz sömlichö fürcr nit beschech, anc der eidgenossen der ' "lten wüssen und willen, dann sömlich heimlich tagen vil vnfrüntfchafft bringt. Vnd nachdem dieselben zu Artt aber ein tag leisten, ist den von Switz geschriben, mit )nen treffenlich ze reden, darvon ^ stan." Heimbringen daS Schreiben der Burgunder, auch das Schreiben, daS der König an die Bismz gethan, und der lchtern Antwort, v. ES ist auf dem Tag zu Neuenburg den Burgundern und Geleit zugesagt worden bis auf den Tag, der am 2. März (Sonntags nach der alten Fastet) wieder zu Neuenbürg sein wird. f. Auf Donstag nach der alten Fastnacht (27. Februar) sollen deiner Eidgenossen Voten zu Lucern sein mit Vollmacht, auf die vor- und nachgeschriebenen Stücke ^ antworten, auch auf die Gegenstände, die im Abschied von Lucern vom 29. Januar (Mittwoch nach Pauli Ehrung) enthalten sind, „vnd brfunder den von Friburg völlig antwurt geben vmb ir buntniö, an ^ hindersichbrinqen, begern die von Friburg mit funderheit". Der in Kasten gefundenen Panner Dahnen wegen soll man auf genanntem Tag völlig Antwort geben, ebenso auf daS Anerbieten Berns, als irgend Jemand anders um daS Heiligthum zu geben, wenn man ihm selbes lassen wolle. Heimbringen das Schreiben, daS die Boten zu Basel, der EinigungShcrrcn und der Burgunder auf diesen Tag geschrieben haben, wie die Voten wohl zu sagen wissen, ß. Heimbringen den lchied von Neuenburg: „als man dz land Burgund gefordert, ist von vndertedigern gerett, ob man ^ sür dz land nemcn old lieber dz land, ist die grafffchafft Burgun; darumb sol man ouch antwurten". Z» ». Hiezu folgende Briefe: 1477, 16. Februar. Friedrich, von Gottes Gnaden römischer Kaiser w>, schreibt an gemeine Eidgenossen: »Ersanien, lieben, gctrcwen. Wir sein des jltngstcn Handel mit dem Hcrtzogcn von Burgund! vor Nanssc bcricht vnd ßchickhen darauf den Erwirdigen Ottcn, Erwcltcn zu Eostcnz, vnscrn Filrstcn, Rate vnd lieben andcchtigcn, zn ew; haben wir beuolhcn, ettwas vnser incynnng derselben fachen halben an ew zu bringen. Vcgercn wir an cw mit »leis vnd ernst, was der benannt von Eostcnz von vnsern wegen an ew bringen wirdet, dz Ir Im das ditzmals gentzlich gelaubct. Daran tut Ir vns gut geuallcn. Datum zu Wienn an Sundag sannd Iuliancntag, auno äomim vnscrs kaiscrtumbs im stlnsfvndzwainzigistcn Iarc." manel»tum elomml Iwxoratoris in oonslUo.» O riginal ans Papier im Staatsarchiv Lucern, Acten: Deutsches Reich.) 1477, 16. Februar (Sonntag, Sanct Iuliancntag). Wien. Kaiser Friedrich schreibt auf die Kunde vom Tod des Herzogs von Burgund vor Nancy an den Bischof von Basel: Der mehrere Thcil des burgundischen Landes sei 82 KS0 Februar 1477. Lehen vom Reiche; mm aber stelle der König von Frankreich demselben nach und spreche sowohl den Bischof Eidgenossen und Andere um Hülfe zu diesem Zweck an. Damit nun die genannten Lande dem Reiche ^ fremdet werden, befiehlt der Kaiser dem Bischof als ReichSfürstrn, sich weder mit Frankreich noch jemand ^ gegen die bnrgundischen Lände zu verbinden, noch selbe serner zn bekriegen, sondern sich gerüstet zu halten, Hülfe zu leisten, damit selbe beim Reich« behalten werden. (Abschrist im Staatsarchiv Luccrn, Acte». , gundcrkricg.) . . ... ^ H-rM Ebenda ein Schreiben Friedrichs III. aus Wien vom 111. Februar an den König von Frankreich > Carl mit Tod abgegangen, dessen Tochter und Erbin Maria mit seinem, des Kaisers, Sohne, Erzherzog vermählt sei, so bitte er den König, die burguiidischcn Lande iinangcfochten zu lasten. Wen» König Ludwig derselben Ansprüche zu haben glaube, so sei der Kaiser bereit, mit ihm darüber zu tagen (clivt.al'imuo) «nb g Vergleich zu suchen. ^ Zu k». Dieser Artikel folgt nochmals am Ende des Abschieds: „Der srankrichischcn Batten anbring^ . ^ gemessen: Nachdem der künig bcgcr, alle sine gcschest vnd sachcn mit vnscrm Rat vnd willen zchandlen, t' Herhog von Burgund crslage», syc der künig dcS willens, durch ruw vnd sryd des küngrichS, des Herpogo ^ ^ land Obcrbnrgund vnd andcrs zu sincn Händen zcncmmm, besunder dz so syne», Rich zugehört, vnd die Im darzu hilfslich sycnd, vnd besunder ob er vnS danimb erfordern oder des nottürstig wurd, dz wir ?»> ^ ^ Summ Söldnern znschickcnt, als wir vnS des gegen Im verschribcn haben. Er bcgert auch, dz wir v»s ^ ^»d.' von Oranyc, besten lande den in Sauoyc gegen vnS harin ftosscnd, entpselhen sin lastend vnd Im da« beste ^ Zu «°. 147 7, Ib. Februar (Samstag vor I5«to wibi). Bern schreibt an Zürich, Schnniz ^.AUW zweifle nicht, daß die drei Ortc Kcnntniß haben von den „Sanum,igen", die seht in der Eidgenossenschaft die der „Erbcrkciten" geschehen, und bitte die drei Orte aus besonder,» Vertrauen, ihm doch umgehend z» bcri ^ gcsiattc», schaffen, den bcstant zc halten vnd bitz dar nützet mit den Burgundern sürzencmcn, vnd nicman den ^"^^gnosfe" sttrbaßhin dchcin snndrig tag zc lciftm oder Reisen vnd anschlag zu tnnd, als dz setz bcschcchcn ist, aN ^ vnd der Rättcn willen vnd erlauben, angcscchcn dz mcngcrlcy vnratz vnd vbel« daruS erwachsen mag» " bott weiß zu sagen." Neri». ,47 7, I«. Februar. «»-«»»»ra»,» B..N I «,„>»„«..» Misst°«nb»«, ». 4 d. Geleitbrief DernS für sich und gemeine Eidgenossen an Simon von Cleron zum Dtsuck> des zu Neuenburg auf Sonntag Reminiöcere (2. Mllrz) mit einem Gefolge bis auf 40 Februar 1477. 65t 8V». Llttern» R477, TR« Februar (Freitag vor lavoc-sviy. Staatsarchiv vlicer» : Lucerner 'Abschiede, v. 8K b. Boten: Zürich. Hans Tachelöhofer, Zunftmeister. Bern. Peter von Wabern, Ritter, Schultheiß; Adrian von Bubenberg, Ritter; Hans Wanncr. Lucern. Caspar von Hertenstein, Ritter; Peter Rust, Altschultheiß; Peter Tammann; Ludwig Kramer. Uri. Hans zum Brunnen, Vogt zu Livinen; Peter Auheim. Schwyz. Cunrad Jacob, Altammann; Ulrich Abyberg, Venner. Unterwalden. Ammann ^Minermann von Obwalden; Heinrich zu Nidrist, Ammann, und Arnold Winkelried von Nidwalden. ^Ug. Wilhelm Landis. Glarus. Hans Tschudi. ». „Vff disen Tag sind die von Vre vnd Switz mit iren Venlinen Harkomen, vnd sind dz lüt gewesen, die einen zug on gemeiner eidgnossen willen vnd Rat angesechen, gemeinden für sich selbö hinder den Räten besamnet vnd sy vbermeret haben. Vnd sönd die von Vnderwaldcn vnd dem vssern ampt (Zug) zu Znen kommen, vnd meinent da gan Zenff den brantschatz ze reichen oder anders vff vnser vigend fürzenemen. Dz aber dem merenteil der Orten nit gevallen hat, vs vrsach, man mit den Burgundern M täding stat vnd man zu Nüwenburg Znen ein bestant zugeseit hatt bitz Reminiscere. Vnd habend etlich ort Zr bottfchaft, die knecht ze wenden, wollen nahm schicken, aber die von Switz vnd Vre haben d) nit wollen tun." I». Des Diamants und des Degens wegen hat Hans Zrmc geschrieben. Man soll den angesetzten Tag früher verkünden und Jedermann seinen Boten Gewalt geben, den Stein zu verkaufen. Bezüglich des Tags zu Camrach soll man den Boten von Genf heimreiten lassen und 'b>n sagen, die Zeiten seien setzt so, daß wir keine Antwort geben können; sobald uns übrigens dieses füglich sei« werde, werden wir der Herzogin von Savoyen dießfalls antworten. «I. Auf des Königs üon Frankreich Anbringen, daß wir ihm zur Besitznahme der burgundischen Lande behülflich sein und Hm unsere Söldner zulaufen lassen sollen, hat man geantwortet: Erstlich seien wir noch im Krieg, können daher unser Land von Mannschaft nicht entblößen, glauben auch, nach der Vereinigung, die wir übrigens genau beobachten «vollen, unter diesen Umständen nicht schuldig zu sein, ihm Söldner zu stellen. Des Landes Burgund wegen soll man den königlichen Boten zu verstehen geben, wie wir in diesen Krieg gekommen seien, was wir darin gethan und erlitten haben, auch was uns der Admiral der Grafschaft Burgund wegen zu Freiburg zugesagt hat, und sie darauf bitten, solches dem König zu sagen; denn da die Lande noch nicht mit uns gerichtet sind, sondern noch gegen uns in Feindschaft stehen, so meinen wir, mit Gottes Hülfe Oberburgund zu unfern Händen zu nehmen. Was wir aber sonst dem König zu Ehren und zu Gutem thun können, das wollen wir thun nach Inhalt der Vereinigung, v. Der Knechte wegen, ausgezogen sind und einander zu Freiburg erwarten wollen, sott Zedermann die Sache heimbringen, der Eidgenossenschaft Lob und Ehre bedenken und rathschlagen, wie man die Knechte wenden u^öge und wie viel unö allen, derer von Bern und Freiburg wegen, welche deßhalb ernstlich geredet baden, or (den 1l>.) Abends zu Huttwyl mit den bernischcn Boten Adrian von Bubenberg und Han« Wanner z»sam >ncn >re lassen. — In Städte und Länder (des Bernergebiet«) ergeht da« Verlangen, sofort je 30 wohlgcrttstcte Männer »a Bern zu senden. (Berner deutsche« Missivcnbuch Ii. 30, 37.) L. 1477, 19. Februar (Aschermittwoch): „Sind der von Vnderwalden nid dem Wald bottcn, Amman Heinrich zu Nidcrst vnd Paulus Encntachcr« sllr Rät v»d Hundert kamen vnd gerett, als dann ietz e^ ^ knecht In der eitgnosschast einen Zug gan Ienss oder ander« wahin vss vnser vigcnd zetund angeleit haben, vcrn ^ Sy, dz vn« von Inen sttrgeben werde, dz die Iren In willen syend, mit andern In vnser Statt zc kamen vnd etlichen der vnsern vndcrstau wellen, Ir huscr ze erloussen. Dz she Inen swer vnd hoch angelegen, wann sh " ^ ^ de« vnder Inen vnd den Iren nie hören gedenken, vnd ob sy wissend, wer die wcrcnd, die solich» zetund '»"> von Inen gerett hcttend, Sy weltcnt dazu Inma« thun, dz wir gcscchcn. Inen solich« leid sin, wan wer ein wollen sil vndcrstündc, der dctt doch wider ir vnd vnser gcsworncn bilndc, vnd ob icman solich« vndcrstan wölte, sv ^ darwidcr sin vnd lib vnd gut zu vn« setzen, vnd Hand vn« gcbcttcn, Inen de« nit zc gctruwen. Daruff v" ^ ^ Inen gar früntlich gedankt vnd Inen zc erkennen geben, dz ir vnd vnser vorder» vnd wir biyhar einander" fachen gütlich gethan vnd ir lib vnd gut zesamen gesetzt haben, al« wir da« noch vonhin cwigclich tun vnd denn aller crcn vnd gute« gctruwen wollen." (Lucerner Rathsbnch V. X. 809.) ^ ^ ^ ?. 1477, 23. Februar (Invocnvit,). Bern schreibt an Frciburg, Solothurn und Biel. E« ^ und großem Rath nnd mit Bcizug der Räthc nnd Hanptleutc seiner Städte nnd Länder beschlossen, den K'" ^ ohne Erlaubniß ihrer Obern ausgezogen seien, zu eröffnen, daß c« sie dnrch seine Städte und Schlösse ,s^e« lassen werde, sondern entschlossen sei, dm der Gegenpartei zugesagten Waffenstillstand zu halten. (Berner de» Missivcnbuch l). 37.) 4. 1477, 24. Februar (Matthic). Bern mahnt Uri, Schwyz und Untcrwaldcn bei den Bünden, d" ' zurückzurufen, damit die Ehre und die Zusage de« Wassenstillstand« ic. gewahrt bleibe. (Berner deutsches sivenbuch v. 38.) jj. 1477, 24.Februar (Montag nach lnvooavi«) „snäll". Bern schreibt an Zürich »nd Luccrn: ö"'' nit, üwcr lieb sy vndcrricht der vffwegung etlicher Ocrtcr» vnser Eydtgnosschasst lüten, ouch dnrch wa« Rat,' ^ zugangeu vnd fürgenomcn. Daran nu derselben üwcr lieb vnd vn« vnd aller Erberkeit bcsundcr gro« gclegM Februar 1477. 6S3 Dann vß sölhcn använgen in die harr vil crgernus, wa die nit gctrüwlich vndcrstandcn wurd, möcht wachsen, als üwcr brüderlich trüw das alles wol weist — zu betrachten, vnd tun derselben damit zu wtissen, das wir durch vil vnser treffcnlichcn Räten, auch vnser Mitbürger vnd Eydgnosscn von Fribnrg, Soloturn vnd Biel zu hilff, haben zu Bnrgdorf, Willisow vnd an andern enden vndcrstandcn, vnser eydgnosscn von Vre vnd Swytz zugehörigen giltlich, auch mit ersuchuug der Bitndt, zu wenden. Es hat aber nit verfangen, dann das sy zu vnser Statt gezogen, dasclbs sind. In aber wort vnd daby zu erkennen geben worden, damit solich Jr fttrncmen gebrochen wird, sy darin nit zu lausscu. Sy hctt aber weder bitt noch manung abgctribcn, dann das sy gen Friburg leren vnd nach ircm ftirgcbcn dasclbs einandcrn vcrsampnen vnd dann silrer anbringen wöllen, das sich gcbltr. Das wir im haben laussen geschehen vnd doch die vnscrn ganz verhaken. Vnd daruff in betrachten, was gemeiner Eydgnosschaft Jr crcn vnd glimpfs, besunder des zugesagten Tags halb zu Nüwenburg daran ligt, üwere vnd vnscre Eydgnosscn von Vre, Swytz vnd Vndcrwaldcn durch vnser bricff hoch vnd trefflich in kraft vnser gcsworncn blind gemant, die Iren heim zc mancn, vnd dann durch Jr treffcnlich Kotten ouch liwer lieb vnd ander vnser Eydgnosscn nach notturft bis gegenwärtigen louffs vnd eren vnser aller gctrüwlich hclffen zu handeln. Was aber sölichs bring, mögen wir nit wissen. Wir wollten aber das üwcr brüderlichen lieb vnverkünt nit laussen, mit bcgcr, illvcr crsam treffcnlich bottschafft zu dem angesetzten Tag in vnser Statt zu fürdcrn, damit in vnser Eydtgnosschaft das gehandelt, bcvestnet vnd fürgcnomen wcrd, das dann zu Gott loblich vnd vns allen Erlich sig. " (Ebendaselbst 39.) 6. 1477, 23. Februar (Mittwoch nach Matthic). Bern schickt an Anton von Colombicr, Statthalter zu Neuenbürg, die GelcitSbricfe für die burgundischcn Boten auf den Tag Hoininlsooro, doch mit dem Rathe, dieselben möchten bis auf ferncrn Bericht ihre Ankunft verschieben, da heute ein Zug nach Frciburg abgegangen sei, dessen Bestimmung man nicht kenne. Gemeine Eidgenossen haben sich zugesagt, den Tag zu Neuenbürg zu besuchen, und hoffen, dieser Zufall werde keinen Einfluß darauf haben, sondern „die Vernunft Vorgang gewännen". (Ebendaselbst 40.) 7. 1477, 28. Februar (Freitag nach Invooavit). Bern gicbt dem Bischof von Sitten Kcnntniß von der wahrscheinlichen Absicht der ausgezogenen Knechte, gegen Savoye» zu ziehen, mahnt ihn, seine Leute zurückzuhalten und die Verletzung der unter seinem (Berns) Siegel eingegangenen Waffenstillstände nicht zuzugeben. (Ebendaselbst 41.) It. 147 7, 28. Februar (Freitag nach Invooavit). Bern schreibt an die von Zürich: Heinrich Göldlin, Ritter, Bürgermeister, sei in ihrem Befehle zu Bcru angekommen, aber ohne Vollmacht, sich der Botschaft anzuschließen, die man auf den Bericht, daß die Knechte zu Freiburg heute gegen Genf ausziehen wollen, dahin zu thun vorhabe. Deßhalb haben sich der Eidgenossen und Berns Näthc in dieser Sache Zürichs gcmächtigt, damit der Zug gegen Genf verhindert werde. (Ebendaselbst 41.) 1477, 23. Februar (Freitag nach Invooavit). Bern schreibt an Zürich, Luccrn und Solothurn: Die Knechte, die seit zwei Tagen in Frciburg seien, werden, wenn sie von den Boten der Eidgenossen nicht gewendet werden können, heute von dort gegen Genf und Savoycn aufbrechen, was viel Aergerniß geben, die zum Frommen der Eidgenossenschaft angesetzten Tage verhindern, Zölle, Geleit und Handel in Abgang bringen werde, was aller „Ehrbarkeit" schwer zu bedenke» sei. Bern habe sich mit aller seiner Landschaft eidlich verbunden, an diesem Zug keinen Thcil zu nehmen, seine Rechte und Herkommen zu schirmen und, wo möglich, die angesetzten Tage und Verhandlungen fortzusetzen; nichtsdcstominder wolle man den Zügcrn alle Liebe und Freundschaft erweisen, in der Hoffnung, sie werden Bern »nangcsochtcn lassen; wo nicht, so hoffe Bern, die drei Städte werden ihm mit Leib und Gut bcispringcn. (Ebendaselbst 43. Abgedruckt bei Kopp, GcschichtSblättcr I. 103.) 1V. 1477, 1. März (Samstag vor Roininiscorv „an der nacht"). Bern schreibt an NiclanS von Scharnach- thal, Ritter, und seine andern Näthc zu Freiburg: Der Präsident von Toulouse und einige Andere seien im .Auftrag gZ4 Februar l477. dcS König« von Frankreich angekommen und haben angebracht, sie seien durch Burgund geritten und haben den angesehenen Tag zu Neuenbürg jetzt „gewendet"; sie wollen mit den Eidgenossen in den Sachen hier zu Bern dergestalt freundlich handeln, daß man des Königs guten Willen erkennen werde. Ferner seien Briefe von Simon von Eleron angelangt, welche auch die Abänderung jene« TagS begehren. Die bernischcn Boten möchten da« auch den Boten der übrigen Orte zu Freiburg verkünden, damit sie sich nicht nach Neuenbürg, sondern nach Bern verfügen. Endlich möge man allen Fleiß ankchren, um den Zug gegen Genf zu hindern, indem jetzt nichts in höhcrm Grade der Eidgenossenschaft frommen würde, als die Verhinderung dieses Zug«. (Bcrncr deutsche« Missivcnbuch U. ä(>-) tl. 1477, 2. März (Sonntag Idvminisevrv). Bern schreibt an Solothurn und Biel: Die Eidgnosscn Frciburg haben sich nicht wenden lasten, sondern seien ausgezogen und werden diesen Abend in Pctcrlingen lagern- Man vcrmuthc, sie wollen nach Genf; jedoch haben sie auch gegen Neuenbürg und den mit den drei Städten vcr- burgrcchtetcn Markgrafen von Höchberg einigen Groll. Den Markgrafen könne man nicht beschädigen lasten; sie möchten daher getreues Aufsehen auf Neuenbürg haben und die Ihrigen zur Hülfe gerüstet halten. (Ebendaselbst 45.) Zu r. 1477, 24. Februar. Die Boten der Eidgenossen schreiben an die Herzogin von Savoyen, sie können den ihnen angetragenen gütlichen Tag, vorzüglich wegen andern dringenden Geschäften, zur Zeit nicht annehmen- Da« Schreiben scheint im Austrag gemeiner Eidgenossen von Bern ausgegangen zu sein; eS steht im BerN^ lateinischen Missivenbuch U. 5. 874. Bern. 1477, Aebrnnr (Freitag »ach Mathie). Ttaatdaritliv Stern! Denis«!»« Misgvenbu«» n> 1Z. Bürgermeister, Schultheißen, Räch und Gemeinden, genannt die Großen Räche, der Städte Bern und Lucern entbieten den Hauptleuten, Vennern und Landleutcn von Schwyz, jetzt zu FrtiduG oder da herum, ihren freundlichen Dienst ,c. Sie mahnen dieselben, da sie einen Zug zu thun ^ griff seien, welcher nicht zu Nutz und Frommen der Eidgenossenschaft dienen möchte, kraft der B"" ^ ohne weiteres Vorrücken oder irgend Jemandes Beschädigung auö dem Felde heimzuziehen und der Eidgenossen Räche vorerst die Sachen betrachten zu lassen, um derentwillen sie die Waffen erg'w haben. Die Mahnung ist in aller drei Städte Namen mit dem Siegel von Bern versiegelt und tl ^ in gleicher Weise, aber in befondern Briefen, auch an die von Uri und Unterwaldcn ob und nid ^ Wald. Abgedruckt «n « » p? -» »»sck>I«t«blatt»rn I. u>z. 875. Areil»NrA. 1477, 4. (Zinstag nach llrmiiutiavrv). »ta-««arck,tv Lucern l Arten, Vnrqundertrleg, «»<><>,»aerM» Ztttrtck,, Dschudls«!. Kamnitung l. ZS. «. Nachdem man die Knechte von Uri, Schwyz, Unterwaldcn und Zug, welche des Brandschatzco t'l'N '24/XAt Gulden wegen über die von Genf zu ziehen im Begriffe stunden, wieder gewendet hat, ist alSda"" März 1477. 655 die Sache mit denen von Genf betädiget und vorerst beschlossen worden, daß sie jedem derselben Knechte 2 Gulden an ihre Kosten sofort ausrichten und ihnen dazu 4 Fässer Wein schenken sollen, was sie bereits gethan haben. Darnach ist die Sache um den Brandschatz mit ihnen abgeredet und verbrieft nach Inhalt der Copien, deren jeder Bote eine hat. I». Bezuglich der ersten Rate von 8000 Gulden, welche Genf bis nächste Ostern bezahlen und wofür es acht Bürgen stellen soll, ist erläutert, daß diese acht Bürgen in die vier Orte Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug kommen und daselbst auf Kosten derer von Genf unterhalten werden sollen, bis die 8000 Gulden zu Händen der acht Orte und der beiden Städte Freiburg und Solothurn nach Uri geliefert sind. e. Wenn dieses geschehen, so sollen gemeine Eidgenossen und beide Städte, sobald immer möglich, auf einem Tag zusammentreten, um über die Art der Vcrthcilung der 8000 Gulden und auch der 4000 Gulden, die zu Lucern liegen, sich zu verständigen und darnach ohne Verzug die Theilung selbst vorzunehmen. «I. Auch die vier Bürgen, welche Genf für die nachher verfallenden 10,000 Gulden auf Ostern zu stellen hat, sollen in die vier Orte Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug kommen. Die 8000 Gulden, welche auf St. Zohannestag verfallen, und endlich die restanz- lichen 8000 Gulden sollen ebenfalls zu gemeinen Händen nach Uri oder Schwyz gelegt und nach dem Verkommniß, das, wie oben bemerkt, die acht Orte und die beiden Städte über die Theilung unter sich machen werden, vertheilt werden. «?. Die Untertädinger und Boten von Genf, welche jetzt zu Freiburg sind, sollen bei ihren Eiden und Ehren daselbst verbleiben, bis die Verbriefung zu Genf aufgerichtet ist und die acht Bürgen gestellt sind. Deßhalb hat man in gemeiner Eidgenossen Namen und in derer von Genf Kosten zwei Boten nach Genf geschickt, nämlich den Heinrich von Praroman von Freiburg und den Johannes Schilling, den Schreiber von Lucern, um zu besorgen, daß die Verbriefung aufgerichtet und besiegelt werde. Derer von Genf Boten, Herr Bonifacius Fabri, Official, Aymo de l'Estellay, Gladius de Solona und Jacob Dugotty, sollen zu Freiburg bleiben und bei ihnen 10 Knechte von den vier Orten, bis die Verbriefung und die acht Bürgen von Genf herauskommen, dann sollen die 16 Knechte die acht Bürgen in die vier Orte führen, alles in derer von Genf Kosten. Zu ->. Die Verschreibung, wie sie auf dem Tag verabredet worden, liegt, von Bonifacius Fabri unterzeichnet, dem Abschied bei und ist auch dem Exemplar der Tschudischen Sammlung beigefügt: Johann Ludwig von Savoyeu, Verweser und Ncgicrcr des Bisthums Genf, das Eapitcl der Kirche daselbst, die ShudicS, Ncgiercr der Näthc, und die Burger, Einwohner und ganze Gemeinde der Stadt Genf erklären unter dem Datum des 5. März 1477 und Auhängung ihrer Siegel sich solidarisch als Schuldner filr 24,000 rheinische Goldgulden gegenüber den acht Orten und den zwei Städten Frciburg und Solothurn, in Folge eines zur Zeit des burgundischcn Krieges zu Morsee getroffenen und unter Vermittlung der königlich französischen Boten zu Freiburg weiter befestigten und erläuterten Ncbcrcinkommcnö, das Geld auf eigene Kosten und Gefahr zu den bestimmten Terminen und mit Benennung der zu stellenden Bürgen -c. w. nach Uri zu liefern. (Staatsarchiv Lucern, Savoycr-Actcn.) Uebcr diesen Tag gicbt auch der folgende bernischc Gesandtschastsbcricht Aufschluß: «Den Edeln, strengen ,c. -c. Schultheiscn vnd Rat zu Bern. Strengen, fromcn, fürsichtigcu, wiscn, gncdig, lieb Herren. Vnscr früntlich, willig dienst vnd was wir Ercn vnd guts vermögen, sye üwcrn gnaden alzyt zu voran bereit. Gncdigcn Herren, nachdem wir von iiwcr wyshcit Räten vnd burgern har gen Fryburg geuertigt sind worden von wegen vnscr Eydgnossen, Inen Jr sürncmen durch sy be- schechen in etlichen weg mit Hilst vnd rat andrer Eydgnossen botten, so denn auch von Iren Herren vnd Obern har- geschickt worden sind, mit dein besten zc fürkommcn vnd daran zc sind, das sy wider kcrcn vnd von solichem Irem März 1477. fränelichen, vnbedauchten willen, der gemeiner Eidgnoffcnschast nit wol crschicsscn möchte, gtttlichcn stan motten, also haben wir sy mit anderer Eydgnossen Kotten, auch mit samt vnscrn gctrttwen Mitbürgern von Fryburg ankcr ^ ^ mcngcrley mit Inen gcrcdt, al« Jr dann von Hartmann Hofmann villicht wol vndcrricht sind worden, wie sich die fachen bis vff sin zukunst gcmachct Hand, als wir dann sölich« wyttcr üwcr wysihcit, wenn wir zccrkenncn geben wöllcn. Darnach hat sich begeben nach abschcid Hartmann HosmannS, das vnscr Eydgiwsjc»^ gebrochen vnd hinweg gezogen sind. Also hat man sy danacht vsscnthaltcn vor der Statt Fryburg wol by c»n brnstschutz, fttrcr mit Inen zu reden, ob man sy künde wenden, vnd davor mich an di? bottcn von Ictnff so wyt gtt da« sy denselben vnscrn Eydgnossen an Iren zug vnd kosten zc stür versprochen Hand iij'" gülden zu geben vn Ostran nechstkltnftig die viij'" Schilt von dem Brandschatz, so vss wichcnnachtcn ncchst verrückt bczalt sötten st», ^ ^ zu bezalcn vnd darunib angmdS bttrgcn, vnd die vbrigcn xvj" Schilt z« zilen zebczalen, al« da« durch de» zu Fn)burg abgercdt worden ist, tich wol Müssen. Sölich vnscr vnd andrer unserer Eydgnossen bottcn a»br>"!ff" > denen lutcr niltzit verfangen hat, sonder so sind sy für sich hin In gezogen vnd haben sich vss Hinacht z» nidcrgcschlagen vnd daby an Ircm letzten bcschlnst gemeiner Eidgnosicn botten, so zu Inen vss das selb gange" ^ mit sampt vnserm gncdigcn Herrn von GrycrS, der sich gar gern mit ganzem ernst vnd vliß gar gutwillig ^ ^ vnd ze bruchcn bcgcrt, zu antwort geben: Wenn Inen vnd Jr jeglichem insonderS 3 Äutdiu an sin tosten vnd ^ ^ ze stttr also bar wurde, so motten sy widerkcrcn, mit sampt das man Inen die viij" Schilt, so jctz Versalien angcntz vsrichtc vnd bczaltc, das sy sölich gelt Iren Herren vnd gemeinde» bringen möchten; vnd man »wchü ^ darufs sölich antwurt geben, Sy wöltcn sich stirer samcnt bedenken, was Inen zc tund wcrc. Vss sölich« l>"l ^ Inen wittcr nit können antwnrtcn, denn sovil haben wir von ttwertwcgen mit Inen gcmcinlich vnd osscnlich vo> Bottm geredet. Sidmalcn wir wol bekannten, das sy nit z» wenden wcrcn, so bcgcrtcn wir mit ganzem ernst wo sy dann stirer durch liwcr land am widcrhcimkercn zicchcn wurden, tich iiwcr land noch ltit !» keinen weg, / so zu tich von bnrgrcchtz wegen gewandt wcrcn, ze schcdigcn, denn wo sy das verachten vnd dem nit nachgan so möcht man nit vber sin, man mlistc in etlichen weg darzu tun, die vnscrn, als Jr vnd wir des verbunden ^ vffzcenthalten vnd ein triiw znscchcn zu Inen ze haben. Also sind sy vss solichc wort hinweg gezogen, vnd st"^ die von Vndcrwalden noch hie zn Fryburg, vnd Hand auch etlich die «bristen, so denn den gewalt vndrr I»t" l ^ sich och wider harumb in die Statt getert vird stirer mit gemeiner Eydgnossen botten gcrcdt vss sittlich mcy"""^ man Inen jctz sötte geben acht Bürgen, die sy mit Inen stiren in die vier Ocrtcr, die söllcnt um sölich gcl> ^ der acht tuscnt Schiltc». Vnd darnach so hat man die sach also abgercdt, da« icglichcm sol an sin kosten zc stltt ij gülden oder aber Inen allen gcmcinlich iij'" siöuldin, weder« sy wöllcn, vnd vm die andern zvj'" Schilt st^ ^ mit bricffen vnd bürgen zc geben, in mascn sy vnd wir des sicher sigcnt. Vnd hat man angcntz vss sölich« Inen gcncm sind zchörcn, zu Inen ze ritcn geordnet, söllichcn abschcid vnd leisten bcsluß aber mit ^ vnd daran zcsind, ob sy noch vff den tag morn gcwcndt mögen werden, als dann die selben bottcn vcrincinc"' best zu tun. Doch können wir «wer wißhcit eigentlich nit gcschribcn, ob sy sittlich« anbringen in dchcinen weg mag oder nit, da« sy dadurch wider kcrcnt, wond sy vast Ircm eigenen willen volgcnt, als wir denn ^ Nwern gnaden, so wir heim kamen, zu erkennen geben werden, wenn gemein bottcn vnd wir mit Inen von ^ ^ frü vnz in die nacht all tag bishar gcarbcit haben, vmb willen wir die sachcn gern zum besten gebracht Müssen also der sachcn erwarten, wa« vn« von denselben bottcn zu antwurt werde. Datum >lio aroij Niclauö von Scharnachthal vnd ander botten jctz zu Fryburg, tiwcr willigt"' ^ Marz 1477. 657 8V« Bern. 1477, 7. Mä'rz (Freitag nach Rsminisevro). Staatsarchiv Luccrn: Acic», Burqundcrkrieg. Staatsarchiv Zürich: Tschudische Sammlung I. SS. ». Zeder Bote weiß seinen Herren zu berichten über das Anbringen der Gesandten des Königs Frankreich, welche von Neuem nach Bern geschickt worden sind, um den guten Willen des Königs »r die Eidgenossen und die Versicherung zu erklaren, daß er sie für seine vorzüglichsten Bundesgenossen und bei allen Vorkommenheiten Leib und Gut zu ihnen setzen wolle; ferner, wie dieselben Boten be- ^ülich eines von Basel an den König ergangenen Schreibens, worin das Herzogthum und die Grafschaft ^"rgund angezogen werden, erklart haben, der König nehme das Herzogthum Burgund als sein Lehen und ^ Grafschaft als ein verschriebenes Gut kraft eines Instruments oder Vidimus, das vorgewiesen wurde, ^ sich in Anspruch. Auf dieses alles, sowie auch auf das Anbringen der frühern königlichen Boten, ^°mit von den Eidgenossen Hülfe verlangt wurde, hat man folgendermaßen geantwortet: Der begehrten H"lfe wegen: Die Eidgenossen stehen gegen die Burgunder noch in offener unauögetragener Fehde und ^'ndschaft, weßhalb sie zur Zeit nicht verbunden seien, die verlangte Hülfe zu leisten. Des Landes urgund wegen: Die Eidgenossen halten das Land noch für offen und werden dasselbe so lange für halten, bis Zemand, wer der sei, ihnen im Namen des Landes Burgund annehmbare Mittel Erschlage, worauf sie dann ihre Antwort geben werden. Darauf haben die königlichen Boten be° ^ürt, man möchte sich naher erklaren, was sie thun sollen, oder ob es den Eidgenossen gefalle, der wegen ihre eigene Gesandtschaft zum König zu fertigen; sie wollen gern ihr Möglichstes zu allen Mitteln thun; der König sei Willens, mit gemeinen Eidgenossen in Freundschaft zu leben k' ist auch von andern Mitteln geredet worden, wie die Boten wohl zu sagen wissen, nämlich daß am fruchtbarsten unter Zuziehung der drei Stände von Burgund handeln würde und vorab einen Waffenstillstand machen sollte, damit die Kaufleute und Boten aller Thcile sicher zu einander wandeln °»nten. Endlich haben die Eidgenossen erklärt, sie vertrauen, der König sei eingedenk seines guten Ellens und vormaligen Anerbietens; dabei lassen sie es bewendet sein und stehen von der Ansprache dag j!and nicht ab. Die französischen Boten haben darauf geantwortet, sie werden das in Eile an König gelangen lassen, er werde dann vielleicht andere Leute zu diesen Sachen verordnen; inzwischen "wchten die Eidgenossen gegen das burgundische Land nichts vornehmen, sondern sich zu einem Tag ü" siehe«, wo in Sachen weiter verhandelt werden möge. Man hat ihnen erklärt, man werde das alles die Obrigkeiten bringen, sie sollen es ihrerseits beförderlich an den König gelangen lassen. Einer 'hnen möge hier bleiben, um die Antwort der Obrigkeiten, welche auf einem Tag zu Lucern Donftag "'ch Qculi (iz. März) gegeben werden soll, zu erwarten. Bezüglich des Wassenstillstands hat man ""his zugesagt, sondern auch darüber den Entscheid der Obrigkeiten vorbehalten; jedoch meint man, ^>M derselbe bewilligt werde,^so soll seine Dauer bis zum ersten Tag Mai bestimmt werden. I». WaS "n der verfallenen Pension geredet und darüber beschlossen ist, weiß jeder Bote zu sagen. « Herr Mar- ^uard vom Stein hat den Eidgenossen geschrieben, er habe im Namen des Herrn von Württemberg v»ft der Vereinigung Elervaux, Passavant und Oranges zu seinen Händen gebracht, und begehrt, 83 658 Mär, 1477. ihn dabei zu schlitzen und diese Orte nicht beschädigen zu lassen. ES wird ihm geantwortet, dasjenige beobachten, was die Vereinigung von Bern mit den Burgern zu Mlimpelgard und eS soll daher Jedermann verordnen, daß die benannten Plätze nicht geschädigt werden. « mann weiß, was des Diamantö wegen geredet und wie derselbe auf 24,WO Mulden geschätzt ist. *' ^ mann weiß, waS deS vom Pfalzgrafcn für die Kauslcute begehrten Geleits wegen geschrieben wo» ^ f. TeS TagS wegen, den die Herzogin von Savoyen begehrt, wird beantragt, daß man den Tag i" ^ acht Tage nach Ostern leisten wolle. Auf dem Tag zu Luecrn, Donftag nach Oculi (l.'t. März), st ^ hierüber definitive Antwort geben, ßx. Bezüglich des Geldes von Genf weiß zeder Bote zu sagen, >">' ^ d<,S Anerbieten der Genfer, bis zu vollkommener Bezahlung Silber und Gold zu geben, beschlossen " ^ welcher Ursache das geschehen ist. Ii. Wenn ein Waffenstillstand mit Burgund zugesagt wird, st^ ^ der Bundesgenossen nicht vergessen. I. Zedermann soll das Begehren des Bischofs von Basti' Sonntag Zudica eine Botschaft nach Basel gesendet werde, heimbringen, k. „So haben da»" Herren der Eidgnossen erbern llit cttwaS an? mincr Herren der Eidgnossen Botten getan: l. der manunqe halb, die, als st meinen», nit billich ist beschechen; 2. vnd von IrS durchzugs Znm der zu Lutzcrn vnd zu Bern gehindert ist; ä. vnd daö verbotten ist durch ettlichc Ort, nicn"" ^ zuzeziehen; 4. von der vänlinen wegen, die st beqeren zu teilten; 5. von des demandS wegen ^^„en, dingen, so noch Vorhand sind, fürderlichen ze verkaufen; 0. von der büt von Granson wegen, als sq meynen, nit wol erschossen hat; 7. von etlicher büchsen wegen; 8. von der Schenk 'ne", vnd Pensionen wegen, solichö fürer ze verkomen vnd int zc nemen anc gehell Jr obern." ^ mann kennt daö Begehren derer von Biel, daß man sie bei der Theilung des (heldeS von vergessen mochte, n». Ueber alles, was Antwort erfordert, soll auf den angesetzten Tag Antwort gebracht werden. Da» Exemplar der Tschudischen Sammlung ist ein nndatirtc« Fragment »nd enthalt nur die Artist! L ^ ^ Zu «. Bern schreibt den 11. Marz (Dienstag nach Ovnli) an die Eidgenossen: Der Abschied laute Bestimmung de« kllnsligcn TagS zu Lnccrn unrichtig; c« soll statt Donstag nach (Iculi hcistm Donstag (2V. März). Die königlichen Boten haben seit dem Tag begehrt, c« möchte gegen da« Land B»rg"" ^nie», 1. Mai ein freundlicher Tag »ach Neuenbürg gesetzt werde»; sie »vollen die Burgunder vermögen, dah'" vor- und auch den König angehen, seine Gesandtschaft dahin zu senden; bi» dahin möge ,na» gegen Burg»"" " da» nehnum. Bern habe daraus keine andere als die mit den Eidgenossen vereinbarte Antwort gegeben, doch ^ .^W>cc" Begehre» an die Eidgenossen zu bringen. Daher nwchten die Ort« dicßsalls aus de» Tag zu Lac«" (Deutsche« Missiveubuch I). 4V.) 87?. Lncern. A477, AH. März (Zlnstag vor Muesasten). Vu,«r» I Lutttn«» »tschl«»«. n. 87. ... . Peter Boten: Zürich. Heinrich Mist. Luecrn. Heinrich HaSfurter; EaSpar von Hertcnst»'"' Tammann; Ludwig Seiler. Uri. HanS FrieS, Attammann; Vogt zum Brunnen. Scbwy» in der Haiden, Ammann. Unterwalden. Ammann Zimmermann. Zug. AmboS. GlaruS. Stucti. März 1477. 659 Auf Donstag nach Mittefasten zu Nacht (20. März) soll jedes Ort seine Botschaft zu Lucern an Herberge haben, da dieses der zu Bern bestimmte Tag ist. Auf denselben Tag werden auch die Boten Bern und ihre Widersächer der Steuern und Reisekosten wegen kommen; die im Rheinthal und 6t. Gallen haben, des gleichen Gegenstands wegen, ebenfalls auf diese Zeit ihren Rechttag. I». Denen von 6chwyz wird aufgetragen, den Priester, welcher von den Eidgenossen schimpflich geredet, dem Bischof Chur zu schicken und ihm den Handel zu schreiben. «. Dem Hans Zrme von Basel wird geschrieben, er auf den nächsten Tag des Diamants wegen nach Lucern komme. «I. „Als dann gemeiner eidgnosscn botten, so ^gen gemessen, geratschlaget vnd sich geeint, nach dem vnd Gott der almechtig uns gemeinen °'dgnossen so gros gluck vnd heil geben, damit wir den wüttrich von Burgund, vnser aller vigend, überwunden, dz er vom leben zum tod komen, des wir billich Gott dem almechtigen lob vnd dank sagen, ^'d daruff gesetzt vnd geordnet, das deHein ort sich für vs schiesscn, noch ützit an fachen, dann mit Rat deiner eidgnosscn, das aber nit volzogen, dann dz sich ettlich mit sunderin tagen vnd zug zetund vnder- ^nden vnd daruff ane Natt, eigenö willens, cnweg gezogen, dz aber wider dz zusagen, so der eidgnossen bttten einandcrn getan, fürgenomen, dar vß ein groß geschrey in allen landen vff erstanden vnd gerett, wir eidgnosscn sigen vneins vnd wellen an einander», dz doch vns nit loblich ist. Vnd dz zu verkomm, !vl iederman heimbringen in sömlicher maß, dz sömlichs versechen vnd verkomm werd, dz fürer nit bsschech, vnd das die Natt, so noch bishar nit übel geregiert, etwas durch der eidgnosscn nutz, lob vnd tten willen fürnemen vnd mit Natt handeln, dz sömlichs nit ane Natt vnd Vernunft gecndert vnd somlich sundrig tag hinder den Ratten nit geleist, sunder wz gemein eidgnossen mit einander» sich einnen, bz ouch dz nit gerudert werd, dann mit Natt gemeiner eidgnosscn; vnd darumb sol man mit vollem Hkwcilt vff dem obgenanten tag zu Lutzern völlig antwurt geben, sömlichs zu verkomm." Des Tags t'vn Basel und der Streitigkeit zwischen dem Bischof von Basel und der Stadt Basel wegen soll man wimbringen, daß Niemand mit seiner Votschaft einer Parte! beistehen, sondern alle Boten mit einander stch als freundliche Vermittler verhalten sollen. I'. Die Votschaft des Bischofs von Constanz verlangt: ^ daß der Befehl an den Vogt von Baden, die Leute zu Kaiserstuhl, Klingnau und Zurzach in Eid zu "chmen, sistirt und das Stift bei seinem Herkommen belassen werde; 2. man möchte einen Tag ansetzen, ^ der Bischof etwas an gemeine Eidgenossen zu bringen habe. Antwort: Wenn der Bischof auf den ^ zu Lucern, Donstaq nach Mittefasten (20. März), kommen wolle, so wolle man die Eidesleistung ^ dahin aufschieben und mit ihm darüber verhandeln. Den Voten des Bischofs ist der Visthums- ""äelegenheit wegen ein Schreiben an Papst und Kaiser zugesagt. Zu a. 14 77, „vff Mittwuchen nach Mitterfastcn (19. März) sint Herr Adrian von Bnbcnbcrg, Nittcr, vnd Bartolome H„bcr, Botten von Bern, vor Nätten vnd Hundertc» gcsin vnd hant zugesagt, dz sy dz gelt, den brant- schatz von Nenff, teilten wellen nach den liittcn vnd den nit lanssen teilten nach den orttcn vnd darvmb rechtten vnd by vns sin in, „chwn old s»S vnd darin zn vnS setzen ir lib vnd gut, als ouch Jr Herren vnd Obern Inen dz znzcsagcn bcvolhen haben." (Lucerncr NathSbuch V. 310 l>.) 660 März 1477. 8V8. Bern. 1477, 17 März ^taat«arIv B«rn! D«uls»«» Migivinbu» II. KV. iateixis»«» k. 10. ». Die Räche gemeiner Eidgenossen des großen Bundes oberdeutscher Lande, jetzt zu B"» sammelt, schreiben an Herrn Matthias, Bischof zu Speyer. Sie begehren, ihren Kaufleuten ^ ^ von ihm ein aufrechtes sicheres Geleit zum Desuch der Frankfurter-Messe, damit dieselben mit Lei Gut in seinen Gebieten bewahrt seien. I». Dasselbe Begehren wird auch an den Markgrafen von Baden, Grasen zu Spanheim, gestellt. «». Vollmachtbrief Berns in eigenem und der E'dist Namen für Werner Läubli, Bürger von Bern, zur Empfangnahme der den Orten und Personen vom König von Frankreich verheißenen jährlichen Pension, nach Inhalt der ihm siderip Quittungen. Zu r. Das Datum ist im lateinischen Missivcnbnch nur nach dem Monat angegeben; cS crgiebt siw der Note zu Abschied WO, daß die Verhandlung zu diesem Tage gehört. Lueern. 1477, Tl. März (?«>,-« »°ch M>u»sagen). Oeaat«a »chiv Lueern i Li»»e»iv itUrtNi! Tschutisch« Tamml««g, l. 40. . Thüli^ Boten: Zürich. Heinrich Röist, Bürgermeister. Bern. Adrian von Dubenberg, Ritter, " Frickcr, Stadtschreiber; Bartholomäus Hubcr. Lucern. Heinrich Hasfurter, Ritter; Caspar von stein, Ritter; Hanö Feer; Peter Tammann; Niclaus Rizzc. Uri. Ammann Lusser. Schwei Reding. Unterwalden. Ammann Zimmermann. Zug. HanS Seiler, Stadtschreiber. Glnruö- Blum. Freiburg. Jacob Zelg. Solothurn. Cunrad Vogt, Schultheiß. ^ fester' ». Ueberlingen begehrt in seinen Kosten eine Botschaft der Eidgenossen an den Herzog reich, damit sich dieser für die Freiheit der Stadt, übelthätige Leute auch außer ihren Mauern 1" ^ ^ ^ weßhalb sie von dem kaiserlichen Hofgerichte verfällt worden ist, verwende. Das wird zugesagt. ^ Irme begehrt, daß man den Diamant für 20,(XX) Gulden anschlage, dann wolle er ,hn auf se"'k - ^ zu verkaufen suchen, unter der Bedingung, daß das, was er über die 20,000 Gulden erlöse, und den Eidgenossen gleich getheilt werde, r. Der Bote von Zürich soll dem Vogt im Herrn Hans Waldmann, bedeuten, daß er, sofern der Bcringer ihn für die Buße vertrösten könne, habe, in der Sache zu handeln. Da die von Meyenberg etliche von Brcmqarten und den Hei»'' ' ^ „angelangt" hatten, ihnen die Güter, die diese in ihrem Kreise besitzen, zu versteuern, sie aber mit ^ auf das selbst während deü großen ZürichkriegS beobachtete Herkommen deren Steuerfreiheit behaupte", ^ der Eidgenossen Boten entschieden, wie folgt : Wenn Burger oder Landlcute der sieben Orte, die Meyenberg Herren sind, Güter oder Zinse unter ihnen haben, so sollen sie selbe nicht besteuern, da niemals stattgefunden hat; ebenso Güter und Zinse Anderer, bei denen das gleiche Herkomme» gewiesen ist; wo aber solches Herkommen nicht nachgewiesen und der Angesprochene nicht den herrM" März 1477. ^ ^rtcn angehörte, so mögen sie wohl Steuer anlegen. «. Der Waffenstillstand mit den Burgundern 3ssa'llt allen Orten außer Uri, Schwyz und Zug. Die Boten dieser Orte sollen die Sache nochmals heimbringen und auf nächsten Freitag (28. März) antworten, t'. Alle Boten, mit Ausnahme derer von ^chwyz und Zug, haben zugesagt, den Tag zu Genf mit der Herzogin von Savoyen zu leisten. K. Das Anerbieten von Genf, den Brandschatz sofort zu bezahlen, wenn man gutes Silber und Gold von ihnen ""nehmen wolle, wird angenommen, sofern sie solches Gut geben, woran man bei sofortigen« Umsatz in rheinische Gulden keinen Verlust habe; auch dsirfe es nicht Kirchengut sein, denn «nit Kirchengut «volle man 3"") nichts zu schaffen haben. Ii. Der Miethen und Gaben wegen will der Mehrtheil der Orte bei dem ^ese bleiben, den man vormals darum gemacht hat. Will man aber jenen Brief nicht aufnehmen, so jede Stadt und jedes Land selbst für sich eine Verordnung machen, womit sie gedenken, sich '"hen, Lob und Ehre zu schaffen, wie dieses auch schon einige Orte gethan haben. I. Die zu Grandson '" Kisten und Kasten gefundenen Panner und Fähnchen soll jedes Ort auf nächsten Tag nach Lucern "'"gen, gleichviel ob selbe schon aufgehängt feien oder nicht. Welches Ort sie nicht bringt, dem will "'"u kein Veutegeld gebe««, weder aus dem Erlös des Diamants, noch von Anderin, das noch vorhanden Desgleichen sollen gemeine Bund- und Einigungsherren ihre Boten auf dein Tag haben, um an ^ Theilung der Panner und Fahnen Theil zu nehmen; sie sollen die Zeddel und Verzeichnisse der Buchsen '""bringen. Dann soll man rechnen und wer zu viel erhalten hat, der soll herausgeben; wer zu wenig der soll empfangen. Ferner soll man sich verständigen, wie man sich bezüglich des Heiligthums, ^ Tafeln, Paternoster, seidenen Zelte, Sessel, Degen «c., was noch vorhanden ist, verhalten «volle; über daö Begehren derer von Bern und derer von Schivyz, die beide sich um daS Heiligthum Serben, entscheiden. It. Dem Herzog von Oesterreich ist zu schreiben des Grafen Eberhgrd von , ^Mnberg und des Geldes wegen. I. Der Erwählte von Constanz hat der burgundischen Lande wegen "" Rainen des Kaisers eine schriftliche Eingabe gemacht, in. Ferner hat der Erwählte von Constanz "gehrt, daß der Eid abgethan «verde, den die von Kaiserstuhl, Klingnau und Zurzach geleistet haben. °"e Nu,», das nicht thun, so erbiete er sich vor geineinen Eidgenossen oder vor den Boten der drei Zu Recht, ob jene bei dein Eide bleiben sollen oder nicht, i». Ulrich, der Vogt von Kaiserstuhl, und Gegner sollen auf Sonntag nach der Osterwoche (13. April) zu Lucern sein, um ihren Streit von "" Boten der Eidgenossen entscheiden zu lassen. «». „Von des Artikels wegen, als vff den« nechsten "3 geleistet verlassen heimzubringen, als von dera wegen, so sunder tag leisten, vnd wz die Rätt vnd 3eme>nden sieh einent, dz ouch dz von (ane) Rätten vnd gemeinden nit geendert, als dz vor anbracht «vorbei«, 'Glich vrtt des ein geschrifft in dem nöchsten abscheid begriffen hat, vnd besunder, dz hinder den " Gn nit sundrig gemeinden gesanimlet noch fürgenomen, vnd ob Jemand tud dz nit billich noch recht, z Man der eidgnossen botten old Iren Herren dz zu erkennen geben, vnd ob sich die nit verantwurten ""Gen, dz sin herrm vnd obern die zu wortten stoßen vnd nach Iren« verantwurten handeln, vnd ob "steh nit verantwurten, dz man die »ach irem verdienen straffen." i». Bezüglich des Landes Waadt "" die Boten, die nach Genf gehe««, bei ihrer Rückkehr die Nutzung des Landes erkunden und darin ^""deln nach der Eidgenossen Ehre; auch sollen sie «nit denen von Bern reden wegen Murten, Erlach ' >- w., wie sie wohl wissen. «Z. Dann soll man heimbringen, wie man dazu thun «volle, daß das ""dgericht im Thurgau, daö Constanz inne hat, zu unfern Händen komme. >. Denen von St. Gallen Man schreiben derer im Rheinthal und der Reisekosten wegen, auch der Panncr und Fahnen wegen. März 1477. Nastl. R477, 24» IMarj (Montag nach dem Sonntag.luclica). Staatttarciii» «»eern! Acten, Burgunderkieg Archiv Solottiurn: Abschledrtand 0. 2S. 8l. Tag der Räthe und Rachsboten der Fürsten, Städte und Länder gemeiner Vereinigung. ». Der Gefangenen und der eroberten Büchsen wegen: „Darumd ist von Vitt vnserS gnedigen ? von Lothringen bottschaft von gemeiner vcrrynunq zugelassen, daö die Rcte vnserS qnediqen Herren Lothringen mit qemcynen eydtgnossen von aller qeuanqen vnd Büchsen wegen sich vmb iren teil vnd vereynen mögen, also das gemevn evdqnossen gegen vnsern qnediqen Herren, den fürsten vnd ^ Stetten der vereynung nu vnd Harnach gentzlich damit abgetragen vnd benüqig gemacht soent für < vnd yetlich obgemcldt zusprüch vnd vordrung, vnd sol vnserm gncdigen Herrn von Lothringen ^ ^ behalten sin vnd werden die gerechtikeit, so die eydtgnossen an die qeuanqen vnd Büchsen haben, ^ fürer den fürsten vnd Stetten der vereynung Zr qerechtigkeit in obqestimpter Wyse an alle geuangcn büchsm behalten sin." ?». Des eroberten BeutegutS wegen ist beschlossen, ,eder Tkeil möge damit thun und lassen, wie ihn gut bedünke. «». Bern und Lucern haben die Werbung angebracht, w ^ die Botschaft deS Königs von Frankreich betreffend einen Wassenstillstand mit den Burgundern und Besuch eines Tags zu Neuenbürg auf den I. Mai nächstkin an die Eidgenossen getkan bat, um welche sich die Eidgenossen bis nächsten Freitag Bedenkzeit genommen haben. Die RatkSboten der Fürsten ^ Städte haben hierauf erklärt, ihre Herren seien des Vertrauens, daß gemeine Eidgenossen, wenn vorgeschlagenen Tag annehmen, die Sachen zu Nuh und Frommen gemeinsamer Vcrrinigunä betrachten und insonderheit auch der Verschreibunq eingedenk sein werden, welche die Fürsten und ^ ^ denen von Mümprlgard, des Herrn von Württemberg wegen, und auch Andern gegeben haben hoffen sie, das die Botschaften der Fürsten und Städte zu einem solchen Tag kommen und dabe« ^ werden. «I. Desgleichen wird der Abschied von Lucern mitgetheilt, der also lautet: „Item die bo'""' gan Basel kommen werden, sollen anbringen, das yederman vff Sonntag nach vsgang der zu Nacht sin botschaft zu Lucern habe vnd mit Im bringe die panner vnd venlin, so zu Gnlüft" Murten in kiftcn oder kästen qewunnen, sy syent vssgehenkt oder nit. Vnd welke di, ni» darbr"'^ ^ den wil man kein bütt geben, eS sye von dem stein oder andern cleinöttcrn. DeSglich sol geschrifften bringen von der büchsen wegen, vsgenommen die geschenkten büchsen, so den sürst^ ^ ^ stetten geschenkt, so zu Granson vnd Murten qewunnen sint, d.,6 man darumb rechne vnd teile ^ den lüten, vnd wer für dab, der geb kerus, vnd wer hinder Hab, dem ge?e man vnd fülle ^ ^ ^ DeSglich wil man von des heyltumS vnd ander fachen halb ouch ordnen." Auf dem lthte" ^ hat der österreichische Landvogt das muthwilliqe und unleidliche Benehmen der laufenden Kvcä't ^ ^ gezogen und der Eidgenossen Boten Kaden diesen Anzug heimzubringen genommen. Nun ist beschl^"' ^ eS bei dem bleiben soll, was vormals darüber gerathschlagt und zugesagt worden ist. Der Eidgenosse ^ haben erklärt, ihre Herren, an die sie die Sache gebracht, hätten ihre WillenSm«ln»nq dakin auSgeft'^ ' das wenn Jemand in einem Lande „vnfüre" (sich unrecht aufführe), derselbe mit stlrch« gestrast wer ^ soll. Wenn Jemand sich eines solchen annehmen wollte, so werden sie das abstellen, und wenn solchem Fall ihre Hülfe begehrt werde, so wollen sie selbe leisten, damit daS Unrecht gestraft März 1477. tjgz ^ Die württembergischen Räche haben deö Grafen Heinrich von Württemberg Gefangenschaft angezogen, "uch Klagen etlicher eroberter Schlösser und Leute, welche von laufenden Knechten beschädigt werden, mit- lstlheilt. Es wird ihnen geantwortet: Der Gefangenschaft und Wiedererledigung des Grafen Heinrich ^vlle man eingedenk fein; bezüglich der Schlösser und Leute, die von laufenden Knechten bedrängt werden, sei uns die Sache leid, man werde dafür sorgen, daß solches abgestellt werde; der Schlösser wegen, die der Bischof von Bafel Ansprache erhebe und gehört zu werden verlange, soll geschehen, was sich ^dührt, wenn sich auf diesem Tage dazu Zeit finde, wo nicht, so möchten sie sich etwaS gedulden. Mit Antwort haben die württembergischen Boten sich zufrieden gegeben. S. Da der päpstliche Legat "ud die kaiserliche Botschaft vorhin die Meinung beider Häupter, die im Interesse von Friede und Ruhe gknieiner Christenheit und deutscher Nation dahin geht, daß wir mit den Burgundern Frieden machen sollen, ^gesprochen haben, so haben die Boten auf diesen Tag die Antworten ihrer Obern eingeholt. Nun hat "ber der päpstliche Legat auf diesem Tage neue Briefe vorgelegt, womit der Kaiser begehrt, daß dieser Tag Bangert oder ein anderer angesetzt und derselbe ihm verkündet werde, welchen er selbst besuchen wolle. Legaten Instruction vom Kaiser lautet folgendermaßen: „DeS Ersten sagt vnscr aller gnedigister Herr, der Römisch keyser, dank den Herren von dem bunt Zr gutwillikeit, mit der si) dem heiligen ^mischen Rich geneigt sin, nachdem sin k. M. durch sinen Orator, Herrn Iohannsen HeSler, bericht 'si, der vff siner k. M. crmanung, in söllichem guttem willen zu beharren, so well sin k. M. mit ßünpc dem gantzen löblichen huß Oesterrich Inen, die sin k. M. für vserwelte glider deS heiligen ^'chö halte, gncdiger Herr sin. Item so sol der Legat sagen: Nachdem sy zu eren dem heiligen Rich Ine,, selbS zu grossem lob ein bunt angesechen haben, v»d nachdem der Burgundisch Herzog tod von Zit gescheiden, sy das ettlich land in crafft zwifacher Recht dem heiligen Rich zugehören, Phalli siner k. M. notturft ervorder, an den bunt zu begeren, daS er zimlichen Bestand mit dem land Burgunt anneme. Vnd ob die puntgnossen etwaS IrS genommen schadenö begerten vom fröwlin Burgundt oder siner k. M., erbiettend sy sich zu allen gnaden, Eren vnd Nutzbarkeit der buntgenosscn 'v der gestalt, das sy zum allerbesten benügig gemacht werden. Vnd als sy wissen, so ist nit Mangel siner k. M. vnd dem loblichen huß Oesterrich, wann daö sy wol macht haben, den gemelten bunt- Uenossen Iren schaden zu dem allerbesten abzulegen vnd widergelt zethun. Harumb evmant sin k. M. ^ detterlich die Herren vom bunt, das sy Iren einen andern tag fürnemen, zu dem sin k. M. von vnd andern fachen willen sin OratoreS vnd bottschafft, die Inen vast angenem sin wurdt, wurde ende,,, l>itt darvff sin Maiestat, Statt vnd tag anzuzeigen vnd des von stund an on Verzug durch ^ legalen bericht zu werden. Item begert sin k. M., dozwüschen ein bestandt zwüschen den puntgenossen " dem land von Burgund anzustechen, domitt die Vurgunschen vom Rich nit getrengt werden, daS °veh dem loblichen punt zu vnstatten vnd schaden gedyhen möcht, nachdem diser punt durch deS heiligen nhs misten angesehen ist. Deßhalb die puntgenossen als die wisen sich also erzeigen sotten, damit sy rwelti glider des heiligen RichS geachtet werden vnd alle fürnemen Inen zu eren vnd nutz gemessen ^ eu, miewvl die k. M. nit zwifel hat, ein yeglicher sy Ingedenk siner Pflicht vnd geneigt, sin eigen c>on frömden Naeionen fürzufeyen. Vnd so sin Maiestat schiken wird sin OratoreS, werden die vhzenossen alle siner k. gnaden meynung gar luter verneinen vnd verstan alleS, daS Inen zu gut, heiligen Rich vnd ganzer cristenheit zu lob dienen wurde." Hierauf begehrt der Legat sofeatige vlivort, um selbe dem Kaiser mittheilen zu können. „Vff solich ist verlassen, das vnS nit zyme noch K64 Mär, 1477. zustand, dekein tag anzesetzen oder zu verkünden, haben ouch dcS nit macht zetund, stnd aber des zwifelichen Vertruwens, ob die k. M. einen tag an gelegen end den fürsten vnd gemeiner ^ setzen vnd verkünden, 3r Herren vnd fründ werden den suchen, vnd daS man söllichö dem bcvl ' ^ legatten zu antwurt geben sol, das ouch bescheen ist." Ii. Das burqundische Begehren weiß ttdn ^ ^ anzubringen. I. Anbringen der Statthalter und Räthe des Herzogs Sigmund von Oesterreichs ^ vergangenen Tagen se» vom Landvoqt, Herrn Wilhelm von Rappoltstein, angebracht worden, w etliche Städte und Schlösser der burgundischen Lande zu Händen des Herzogs von Oesterreich un Nutzen der gestimmten Vereinigung einnehmen wolle. Dannzumal sei aber von gemeiner ^ g abgeredet und beschlossen worden, daß flirderhin Niemand etwas gegen die Burgunder außer mit einhelligem Rath der ganzen Vereinigung. Darauf habe man auch etliche burqundiM orte, namentlich Wise (Veset), Vackam (VauclanS) und andere sicher gesagt, doch so, daß ste stch König von Frankreich übergeben. Ohne Wissen des LandvogtS und der Räthe seien darauf etliche der Vereinigung gegen „Wise" gezogen, haben daselbst den Franzosen bei ILO Mann zu Roß niedrig" ^ und gefangen. Die Gefangenen sagen auö, es stehen unfern „Wise" bei l 2,000 Franzosen zu - ^ Lager, welche die Absicht haben möchten, „Wise" oder „Vackam" einzunehmen, ebenso die Abtei Lüdns ^ Betracht, daß „Vackam" dem Herzog von Oesterreich gehöre, Mlimpelgard in Gefahr stehe und iwM Unfern nicht verlassen könne, bitten die österreichischen Räthe bei dieser Sachlage um Rath ^ Ferner erklären sie, der Herzog Sigmund habe übernommen, das Begehren des Kaisers, daß >' burqundischen Lande wegen gerüstet halten soll, an die Vereinigung zu bringen, waS anmit ^ der Herzog wolle in allen Dingen mit der Vereinigung gehen und erbitte sich daher auch ^ Beziehung ihren Rath. Beide Artikel haben die Boten des TaqeS an ihre Obern zu bringen Die Boten der Eidgenossen insbesondere aber haben dabei bemerkt, da dir Sache durch dieses H'" ^ bringen vielleicht zu lange verzögert werden könnte, so möchte „vnser qnediger Herrschaft von ^ Lantvogt, Stattkalter vnd Rete sich darzu schicken vnd nach notturft handeln vnd tun, als sh »er ^ ^ gebürlich vnd not sin; dann sy vnzwifelich müssen, dz Iren Herren, fründen vnd obern leid lieb were, dz vnserm qnedigen Herrn von Oesterrich, gemeyner lantschast, yemand anderm der schab zugefügt werden solt." I4. Der Landgraf von Hessen und die von Eöln haben der ä"" ^ Vereinigung um ein Geleit für den jungen Herzog von Eleve geschrieben. Darauf ist erkannt, ' ^ den Seinigen ein Geleit, um nach Basel zu kommen, zu geben. I. Ebenso ist den Kauft"'^ ^ N'rdcrland das begehrte Geleit bewilligt unter der Bedingung, daß auch die Unsrigen dort freien Wandel erhalten. Zu o. 1477, gl März /'Montag nach pulmonum). Bern schreibt an Liicern, Zürich, Basel, o»nit ^ von Frankreich, sei anch sonst wider der Eidgenoffm Glimpf; denn aus dem Tag z» Bern Hobe gaclUN Bote» nach der Pension abgefertigt; c« seien vielcr Eidgenossen Sühne beim König, die solche« würden c«! ^ müssen; auch sei man mit Burgund noch in offener Feindschaft. Ein solcher Zug hatte daher gar .keim und möchte auch in die Leistung bevorstehender Tage Irrung bringen; daher möchte man allerwärt« aus desst" Hinderung bedacht sein. (Deutsche« Missivcnbuch l.». KS l>.) U lmd I nach dem Solothurner Abschicdcband 0. «4. April 1477. 665 88R. 1477, 6. April. Staatsarchiv Bern: Lateinische» MIssivenbuch, k. tZ. Geleitsbrief der Städte Bern und Freiburg für die Abgeordneten der Stadt Genf, welche das ihnen und den Eidgenossen schuldige Geld überbringen. 88S. Aucrrn. 147 7, 10. April (Donstag in Oslcrvirtagcn). Staatsarchiv «uter»: Lucerner Abschiede, v. 8S b. Staatsarchiv Ztirtch; Abschiede, l, tV. Tschudische Sammlung, I. Boten: Zürich. Heinrich Röist, Burgermeister. Bern. Niclaus von Dießbach, Ritter; Venner Baumgartner; Bartholomäus Huber. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß; Peter Tammann; ^"dwig Kramer; Niclaus Rizze. Uri. Hans Püntener, Altammann. Schwyz. Ammann Zacob. ^uterwalden. Arnold Winkelried. Zug. Zehcnder. Glarus. Vogt Kuchli; Vogt Blum. Vor diese Boten trat Herr Marquard von Schellenberg, Marschall des Herzogs von Oesterreich, seinem Credenzbrief und brachte vor: 1. Der Kaiser habe an seinen Herrn begehrt, daß er sich >dn halte und sich rüste, seinem Sohn, welcher die Tochter des Herzog von Burgund zur Ehe gekommen, beholfen zu sein, das Land Burgund zu seinen und des Reiches Händen einzunehmen. Darauf habe der Herzog geantwortet, er könne und wolle seiner kaiserlichen Majestät vor der Hand nicht völlige Antwort geben ohne seine guten Freunde, gemeine Eidgenossen, mit denen er in solcher Verpflichtung und Vereinigung stehe, daß er dieses und Anderes vorerst mit ihnen verhandeln und sich von ihnen nicht Heiden wolle; deßhalb habe nun der Herzog ihn, seinen Marschall, zu den Eidgenossen gesendet, mit dem Lehren, ihm zu rathen, was er der kaiserlichen Majestät antworten solle. 2. Er habe Befehl, den 'Genossen zu sagen, daß mehr als einmal, vom König von Frankreich und Andern, Anträge deö Landes Burgund wegen an den Herzog, seinen Herrn, gekommen seien, die dieser aber nicht beachtet habe, weil er guter Freund nicht anders als im Einverständniß mit den Eidgenossen handeln wolle, wogegen er aber ^warte, daß auch sie die gleiche Aufrichtigkeit und Freundschaft gegen ihn beweisen werden. Er begehre nun z» wissen, ob wir Eidgenossen für die Grafschaft Burgund vom Kaiser oder vom König von Frankreich Geld nabmen? Denn in diesem Falle anerbiete er selbst, uns ebensoviel dafür zu geben, als wir von Andern Ehalten würden, oder wenn uns nicht füglich wäre, Geld dafür zu nehmen, möchte er wissen, wie wir dann U' Sachen vornehmen und weiter behandeln wollen; er begehre, daß man sich von ihm nicht sondern, noch u leiden, noch seiner vergessen wolle, er wolle ebenfalls nichts ohne uns thun; und damit wir sehen und verspüren, daß der Herzog mit uns freundlich und ehrlich handle, anerbiete er, mit uns ein Bündniß ^der eine Vereinigung zu machen, so hoch und enge als wir wollen, damit seine Lande und Leute nach ^nem Tode mit uns Eidgenossen zu ewigen Zeiten in gutem Frieden bleiben, so daß nicht nach seinem "de uns böse Nachbarn „zugesetzt" werden, was seinen Gnaden leid thäte; denn sofern wir eö begehren, o wolle er vor allen Andern Leib und Gut getreulich zu uns setzen. Seine Gnaden verspüren allent- 'alben so große Untreue von Fürsten und Herren, daß wohl nothwendig sei," das zu bedenken und uns 84 tztztz April 1477. näher als bisher mit einander zu verbinden. 3. Der Herzog lasse den Eidgenossen berichten, daß Venediger und auch die Frau von Mailand ihre Botschaften bei ihm gehabt und begehrt haben, "nt > Bündniß, Frieden und Einigung zu machen, mit dem Anerbieten, ihm jährlich eine merkliche SU ^ Geldes zu geben. DaS habe er aber für jetzt abgeschlagen und ferner zu bedenken genommen, >u Absicht, solches an die Eidgenossen zu bringen, indem er Willens sei, mit ihnen in Frieden und Unfr> ^ gegen jenen zu stehen; sie möchten ihm also zu erkennen geben, was darin ihr Wille und 4. Der Versicherung der 32,l)l)l) Gulden wegen, die der Herzog um die Grafschaft Sonnenbcrg Grafen Eberhard bezahlen soll, habe der Herzog gemeint, weil er die Grafschaft mit dem Schwert cro ^ so sollte er Niemanden weiter darum zu antworten haben; doch habe er den Eidgenossen zu dazu verstanden, die obgenannte Summe zu bezahlen; er hoffe jedoch, daß auch die Eidgenossen »»t Grafen Eberhard reden werden so, daß er sich mit den Unterpfändern, daS ist, der Herrschaft^ berg, dazu der Herrschaft Vregenz und den fünf in der Vcrbriefung verschriebenen Mitgülten, "st . Wenn Graf Eberhard das nicht thun wolle, so erbiete sich der Herzog, durch Boten gemeiner mit Recht entscheiden zu lassen, ob er ihm weitere Versicherung darum zu thun schuldig sei od" ^ und diesem Spruche werde er genug thun. — „Item dis alles sol man dreffenlich heimbringen o sömlicher maß bedenken, dz so vns begegnet ist des sürncmcns vnscrö Herren des keisserö, dz er alle» ^ mit Herren vnd stetten Buntniö macht, desglich er mit Herrn Sigmunden, Hertzogen zu vuch vndcrstan vnd In gern von vns züchen, ouch bedenken der vntrüw, dz er vns gen Nuß ist vnd wir durch sinen willen in den krieg komcn, und daruff sich mit dem Hertzogen von Burgund ^ vnd sinen sun des Hertzogen dochter vermechlet, dz er hindcrruks sim vcttcr, ouch vns oidgenoistu gemeiner vercinung getan vnd damit dem Hertzogen" —. All' das soll man heimbringen und dm auf Sanct Iörgcntag (23. April) zu Lucern Antwort geben. kie «rt'krl Der Zürcher-Abschied datirt: „Adscheid zu Luccrn nach der Osterwuchrn" nnd siigt dann obigen »och " ». l>. I. n. «». i. » an« den, folgenden Abschied von« IN. April bei; ebenso thcilwcisc auch da? r." der Tschndischen Sammlung, das den Tag vom Sonntag nach der Osterwoche (III. April) datirt. Ebenda steht' ^ dem Datum Sonntag Ut«, v. »I. »«aattariNIv Zurin, > Abstictesammliing. I. «0. Tsn wcrschast, alz in der Sydgnosschast lössig vnd gäb ist sür den guldin, bis an sann« JohannStag zu der über ein Jar ncchst komende vnd gen Friburg in die Statt in vnsern kosten zu wercn by rechtem band vnd ^ ^ obgenantcn landschast der Watt vnd Jr zugchörd mit sollichcr pcn vnd rechtem vndcrschcid, wo wir oder an söllichcr bczalnng sitmig wurden vnd die nit thätcnd vss den tag vnd in maß als vorstat. so soll danncn'd'" ' ^ lantschast von demselben tag an angends fallen an die obgenantcn Herren die Eydgnossen lcdigklich vnd I""' ' ^ Iren nachkamen cwigklich al« Jr cyge» gut blibcn; sy mögend onch damit handeln als mit dem Iren »<"!' ^ gefallen, vngchindcrt vnd vnangcsprochcn vm, vn«, vnsern erben vnd mrngklichem. vnd dawider sol noch mag vnser erben vnd nachkommen nützit frycn, fristen noch schirmen, dann wir sollichcm allen, wye vorstat, Mcn> April 1477. 671 wöllent by vnser ercn vnd guten triiwcn nachkamen vnd volzichcn an alle Hinderung vnd widcrrcd, alles trllwlich, crberlich vnd vngcverlich, mit cntzichnng alles des, so vns oder unser erben dawydcr beschirmen könd oder möcht, vnd nemlich des Rechten, so gemeiner Verzyhung widerspricht, ein sunder gang dem ce vor. Vnd des zu Vrkund" :c. «85. Lueern. 147 7, TS. April (Freitag Staatsarchiv Lucer»: Lucerner Abschiede, II. !>S. Staatsarchiv Ziirich: Abschiede l. t l. Tschudische Sammlung l. 4Z. Archiv Solothurn: Abschicdcband <>. 8K. Voten: Zürich. Heinrich Röist; Hans Tachelshofer. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter; Henrich Matter. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß; Ludwig Seiler. Uri. Ainmann Arnold. Schwyz. Hans Sigrist; Ammann Jacob. Unterwalden. Hans Zimmermann; Arnold Winkelricd. ^ug. Hasler. Glarus. Der Venner. ». Der Bote von Lothringen bringt an, sein Herr habe vernommen, die Eidgenossen hatten ungern gesehen, daß er zum König von Frankreich geritten sei, um diesem den Bastard (von Burgund) zu bringen; es sei aber erst auf zwei- oder dreimalige Aufforderung des Königs hin geschehen. Daraufhat wan dem Herzog freundlich gedankt und ihn gebeten, seinen guten Willen gegenüber den Eidgenossen Kerner zu bewahren, und da er begehrt habe, einen Tag mit uns zu leisten, so wolle man ihm selben verkünden, sobald es uns gelegen sei. I». Herr Hermann von Eutingen hat angebracht, was er mit bor kaiserlichen Votschaft zu Basel geredet habe. Dieselbe begehre nämlich, daß wir weder mit dem ^onig von Frankreich, noch mit Jemand andern, Burgunds wegen uns in Richtungen oder Verträge einlassen, bis wir sie angehört hätten; sie habe an uns Anträge zu bringen, die gemeiner Christenheit und uns zu großem Vortheile gereichen würden. „Hat man Im gedankt vnd mit guten Worten abgewisen, bas Jederman heimzebringen" (weiß). Auf das Anbringen der französischen Voten, des burgundischen ^ndes wegen, antworten die Orte wie folgt: Zürich: Das Land sei uns ungelegen, aber die angebotenen Gulden seien zu wenig, man soll trachten, mehr zu erhalten; doch was gemeine Eidgenossen Ullin, das wolle Zürich auch thun. Bern : Die Sache sei wichtig und sollte nicht übereilt werden; doch U>enn unö nichts Anderes gefalle, so wolle der Bote die Sache heimbringen. Lucern hat mancherlei Gründe angeführt, warum der Kaiser dort für uns ein ungelegener Nachbar wäre. So wie unsere Sachen mit dem König von Frankreich stünden, wollte Lucern bedünkcn, man sollte so viel als möglich bom König nehmen und doch arbeiten, daß der Herzog von Oesterreich und unsere Bundesgenossen von ber Vereinigung auch einigermaßen vom König bedacht und daß unsere Jahrespensionen versichert würden. Den Delphin möchte es in die Vereinigung aufnehmen, wenn der König in der Vereinigung die Pen- Konen auch für seinen Sohn verschreiben wollte. Uri meint, wenn wir das Land in unfern Händen Kälten, so würde es uns mehr ertragen; man sollte daher mit Macht ausziehen und das Land einnehmen, bann „bekommen wir bester besser täding". Schwyz will dem Kaiser nicht viel trauen und lieber den ^°nig zum Nachbar haben, deßhalb, wenn nicht mehr herauszubringen ist, die l (1l),t)l)0 Gulden neh- ^on, „doch dz wir darnach gedenken, vnser zugewanten nit verachten". Unterwalden: Wolle man klagen, das Geld nach den Orten zu theilen, so wolle es mit uns in die Sache eintreten und arbeiten Kossen, daß man so viel als möglich vom König herausbringe; wolle man aber diese Zulage nicht 672 April 1477. geben, so wolle es „der fachen müssig gan". Äug traut dem Kaiser auch nicht, will daS Land nicht, aber so viel als möglich vom König dafür zu erhalten suchen. GlaruS kann zu einem einhelligen Beschlüsse stimmen, bei getheilten Meinungen soll der Bote refcriren. Freiburg und SolotbucN wollen lieber den König als den Kaiser zum Nachbar haben, sie wollen nehmen, so viel sie vom Kon'g erlangen können. «I. Schwyz und Glarus sollen ihre Botschaften auf Sonntag nach dem Maitag (4- zu Nacht bei der Botschaft derer von Zürich zu Wallenstadt haben und Tags darauf denjenigen bereust" helfen, welcher den schändlichen Todtschlag bei Zürich gethan hat; dergleichen soll man dem Grast Eberhard und den Rechtsprechern zu Wallenstadt schreiben, Werner Brisimann habe den Mord an Rudolf Meyer verübt. «. Den Kaufleuten soll man Geleit geben, doch so, daß sie weder Dächst», Büchsenpulver, Salpeter, Harnische, noch andere Kriegssachen führen. Wenn man das Geleit abklingt, soll eS noch zwei oder drei Monate in Kraft bleiben. Den Gelcitbrief sollen Bern, Lucern und r siegeln, f. „Die abredung zwüschen des künigs botschaft vnd der eidqnossen Kotten, dz der kling eidgnossen für das land Burgund hundertthussent guldin, nämlich vff die (Lyoner) ouqstmeß 20,000 gu vnd darnach alle ougstmeß 20,(XX) guldin, vntz dz die hundertthussent guldin ganz bezalt wird. ^ man dem küng 0000 Mann vmb sin sold nach lutt der einung zugan, als Zederman vssgeleit ist, ^ man sol allenthalben verschaffen, dz nieman louff denn die, so darzu geschiben werden, vnd dz ieglich ° den sinen ein erbern man zu houptman zugeben. — Die Kotten hant such zugesagt, dz si vnS die n" durch vnfer land gen vnd die nit durch Vurgun wellen lausten faren, damit vns die zöl geoffet; dcögl' so wel er den Burgunern erlouben, die meß zu Zenff lausten suchen. — Item sy hant ouch zugcst^' ist dz er Burgund zu sinen Händen bringt, so well er, ob die eidgnossen das begeren, Inen 2r pc»^ vff Salms schlagen. — Von der Schlössen wegen hant sy gcantwurt, wz nit in die graffschast gt» ' das wel er den eidgnossen lausten, ist darvon geratschlaget, ob ioch Zongcn in die graffschast D»"U gehöre, dz vns eidgnossen dannocht belib, doch dz wirs vom küng cntpfahen vnd darumb ein träger gebe»- Das Zederman mit den sinen verschaff, dz nieman die sinen wider den küng louffrn lausten vnd dz dz verkomen wel. — Dise ding, so ob von des küngS wegen geschriben, hant all Kotten zuges»^ verbriefet nach notturft, vsgenon der bott von Vre hat des nit gewalt gekept, sunder dz heimbr»'^" wellen; doch hant die Kotten vff dz vcrtruwen, dz die von Vre sömlichs nit abziehen werden, volM'' vnd beschlossen, als dz die verschr»bunq wist vnd icqklichcr bott wol weis zu sagen". — Bei lagt t' Die Söldner sollen nach folgender Verthcilung gegeben werden: Zürich 1000 Mann, Bern > ' Lucern 800, Uri 200, Schwyz 440, Unterwalden 200, Zug 2«. Jeder Bote sott seinen Herren rühmen, wie treu und fromm sich der Markgraf gehalten hat. i». Zeder Bote hat von der Frau von Savoyen ein Stück „Schamlot" und von der Stadt Genf „3 Tortzen in schachteten" geschenkt erhalten. 85 674 Mai 1477. «87. Areibnrg. 1477, I. Mai. Slaattar-Si» Lucer»: Alien, Sa»»y«n Staa«»ar>i,iv attetli»! Ats»ied« I. 18. Tfchudisch« Sammlung 1. äl. S»oa«4ar«kiv Bern! Vundbu», II. 1KS. Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Bürgermeister. Bern. Adrian von Bubenberg, Lucern. Peter von Alikon. Uri. HanS Jmhof. Schwyz. Jacob Reding. Unterwalden. He>nr> Winkelried. Zug. Ammann Schmid. GlaruS. Hans Blum. Freiburg. Petermann Pav'llar, Schultheiß; Rudolf von Wippingen und Petermann von Faucigny, beide Ritter; Wilhelm von Praroman. Solothurn. Hemmann Hagen, Vcnner. ». Vor diesen Boten legt Franz von Bistens als Landvogt und Amtmann der Eidgenossen Waadt Rechnung ab über sein Ausgeben und Einnehmen von der Zeit an, da er als Landvogt wurde. Sein Einnehmen beträgt 712 Pfund 10 Schilling Pfenninge, sein Ausgeben dagegen an Knechte von Bern und Freiburg, welche den Boten der Eidgenossen, als sie aus Frankreich kamen, e geqenqeschickt wurden, sowie für Ritte und Geschäfte im Namen gemeiner Eidgenossen u. s. w. 090 P> 10 Schillinge. Er hat also mehr ausgegeben denn eingenommen, den Ucberschuß bleibt man ihm schuld' ebenso seinen Jahrlohn und Sold; er fordert für letzter« 200 Pfund; die Boten hatten aber nicht ' solche Forderung zu bewilligen, sondern wollten selbe an die Obrigkeiten bringen. I». Rechnung deS ncrS von Nhon über drei Genfermessen, nämlich zu Allerheiligen, Weihnachten und Ostern letztvergang^' Seine Einnahme beträgt laut Buch 1455 Pfund kleiner Münze, 2 Groschen und 8 DenierS Münze, seine Ausgabe im Namen gemeiner Eidgenossen, unter Andcrm den Boten nach Genf und Boten, die nach Frankreich geritten sind, Vorschüsse an den Landvogt (200 Pfund, die dieser hat), u. s. w. in Summa 1481 Pfund 10 Schilling 0 DenierS. Sein Lohn, 100 Pfund, sttbt ' aus und ist nicht in der Rechnung inbegriffen. «». Rechnung deS Tschachtlanö von Nyon. Scin 6'" nehmen beträgt, das Korn in Geld umgerechnet, 84 Pfund 2 Schilling 1 Denier, sein Ausgeben 81 10 Schilling. Dazu rechnet er für seinen Jahrlohn 25 Pfund. Man bleibt ,hm also schuldig 22 7 Schilling 1 Denier. «I. Stephan von Arbon, Tschachtlan zu MorgcS, legt Rechnung üb. Einnehmen, Korn und Hafer zu Geld geschlagen, thut 205 Pfund 18 Schilling 4 DenierS; hat er ausgegeben mit Inbegriff seines Jahrlohnö 155 Pfund 18 Schilling 4 DenierS; er bleibt a schuldig 52 Pfund. «». Franz Goncl, Tschachtlan und Zollner zu Rur, legt Rechnung ab. Korn, und Wachs zu Geld angeschlagen beträgt seine Einnahme 540 Pfund 10 Schilling, seine AuSgabc Inbegriff der Burghut und seines JahrlohnS beträgt 579 Pfund 0 Schilling 8 DenierS; also bll' er den Eidgenossen schuldig 107 Pfund 5 Schilling 4 DenierS. 5. Franz Müsy, Tschachtlan Romont, legt Rechnung ab. Seine Einnahmen betragen !>0 Pfund, seine Ausgaben mit Jnbegriss ^ JahrlohnS von 25 Pfund betragen 78 Pfund 15 Schilling 2 DenierS; er bleibt also schuldig 1> 5 Schilling 10 DenierS. Vor dem Brande hatte der Zins von Romont 400 Pfund ertragen, daS l^ sich aber jetzt nicht einbringen. Der Gotteshäuser und der einzelnen Personen wegen, die verschr"^'^ Gülten auf den Zöllen und Zinsen in der Waadt haben, soll man heimbringen, ob man dicjewg^ welche nicht unsere offenen Feinde sind, bei ihren Rechten bleiben lassen wolle. Da« urkundliche Datum lautct „vfs Zmstag erste Tag Mcycn". Der 1. Mai 1 477 war aber ein Donstag- Mai 1477. 675 888. Basel. t477, S. Mai. Archiv Basel! OssnungSbuch, V, t8Z d. «Vf Samstag Inventionis sanctk cruois I.xxvij Wirt von beschribung vnseres Herrn des Legaten, Graf Ludwigs von Dettingen vnd Doctor Zohansen Heßlers innamen bedcr Höuptern, Bapsts vnd Käsers, ein tag in der Statt Basel zwüschen In, ouch gemeiner Vereynung vnd den Eydgnossen, des Nachts hie an der Herberg zesind." — Die Acten fehlen. Das gleiche Offnungsbuch 196 V. setzt auch einen Tag nach Solothurn auf Dienstag nach danwtv (6. Mai) „von wegen des Herrn von Lothringen, vff die Werbung des kttngS allda antwnrt zcgcben". 88». Lueern. R477, IT. Äl^ai (Montag vor Mitteln Mcyen). Archiv Solothiirn: Abschiedeband, s. ?. ». Zeder Bote soll heimbringen, die von Zug, besonders die Gemeinde, seien Willens, nach Burgund gegen den König von Frankreich zu ziehen. Da aber unsere Knechte, denen ein solcher Zug » Unheil bringen dürfte, noch in Frankreich sind, da zudem auf den nächsten Sonntag nach Mitte Mai ein Tag nach Lucern angesetzt ist, um über die auf letztem Tag angeregten und heimgebrachten Gegenstände weiter zu rathschlagen, so hat man den Tag auf den Dienstag nach dem genannten Sonntag verschoben und syst man dann endlich und ohne Hintersichbringen über alles, was in dem vorigen und jetzigen Abschied steht, Antwort geben, besonders aber über die Frage, wie man wirksam die Annahme von Pensionen, Gaben und Schenkungen verbieten könne, da solche der Eidgenossenschaft nicht zu Gutem gereiche. I». Von demselben Tage soll man dem König von Frankreich ernstlich schreiben, daß er »nsern Knechten Urlaub gebe und keine mehr annehme oder aber uns die Vereinigung herausgebe. Ferner will Man berathen, wie man die Knechte nach Hause bringen und zu Hause behalten möge. r. Auf den nächsten Freitag soll Zug seine ganze Gemeinde oder „Zr volkomnen gewalt von den vssern vnd innern ämptern" in der Stadt versammelt halten; vor derselben Gemeinde sollen Boten von Lucern, Uri und Schwyz erscheinen und mit ihr ernstlich reden, daß sie keinen Krieg anfangen, vielmehr betrachten soll, was uns Eidgenossen an Krieg oder Frieden gelegen sei. Die Boten von Zug sollen mit ihren Gemeinden reden, „dz sy vnser aller gemeinden vnvffgcwigelt lassen, ouch nützet anfachen bitz vff den nächsten Tag, sye der Eidgnossen gefallen vnd meynung". «I. Die Boten von Schwyz sollen mit dem Hammerschmied und denen, die sich seiner annehmen, reden, daß sie nichts anfangen und sich nicht in Sachen mischen, die sie nichts angehen, wie die Sache von Bysanz und andere. Sie sollen dem Ulrich Reding und seinen Gesellen schreiben, daß sie die zwei Männer von Bysanz, welche sie gefangen haben, freilassen, indem diese mit der Sache in gar keiner Beziehung stehen, wie aus einem Briefe, den die von Bysanz uach Lucern geschrieben haben, deutlich hervorgeht; auch sollen sie in Zukunft ohne der Eidgenossen V76 Mai 1477. Willen Niemanden mehr weder fangen, noch befehden, indem Bern, Solothurn und Freiburg sich ^ beklagen, daß solches ihnen an ihren Markten und Anderm Eintrag thue. «». Den Rotterer von DrtM garten und den Hölderli will man auf dem angesetzten Tage anhören und ihre Streitigkeiten zu schlich"" versuchen, f. Die Sache des Zolls zu Kloten wegen hat man nun schon oft heimgebracht und ist no nie zu einem Beschlüsse gekommen. Man soll daher auch über diesen Gegenstand auf dem angesetzt Tag ohne weiteres Hintersichbringen Antwort geben. Dieser Abschied hat kein vollständiges urkundliches Datum, die Jahrzahl nämlich schlt. Von anderer Hand ist lst (1470) beigesetzt, offenbar unrichtig; der Abschied scheint in das Jahr 1477 zu gehören. Sutern. 14? 7, IE. Älkai (streitag nach der A»ssahn). ^«aa»«ak»t>Iv t!«t«ri> I ?««r »bs. Der Bote von Zürich hat angebracht, st" Herren haben ihm geschrieben, sie hätten den Leitzer zu Stein gefangen und nach Zürich in den Wellen geführt, seiner Misscthat wegen, dir den Bolen wohl bekannt ist; sie seien Willens, ihn nach seinem dienen zu richten. «I. Jeder Bote soll heimbringen, daß der österreichische Landvogt gemeinen Eidgt >"l einen Tag nach Lucern verkündet hat, auf Dienstag zu Nacht nach dem Pstngsttag (27. Mai) daselbst i sein. Da der König von Frankreich den Eidgenossen geschrieben und sich erboten hat, wie jeder Bote! sagen weiß, so soll Jedermann den Seinen bei ihren Eiden gebieten, nicht zu den Burgundern zu laust c noch ihnen zu helfen; dann soll man auf dem angesetzten Tag nach Urbani (27. Mai) ratdschlagcn, man in den Sachen weiter handeln wolle. t°, DeS Brandschatzes von Genf wegen weiß jeder Bote, u'a davon auf diesem Tage geredet worden ist und was er deßhalb an seine Herren bringen soll. Zu 1477, 1K. Mai (Freitag nach der Ausfahrt). Bern verbietet unter Berufung auf gemeiner Eidgcnssi" »nd seine eigenen Verbote den Scinigen, die nach Burgund oder an andere Ende ziehen wollen, bei ihren Eiden oh»c obrigkeitliche Erlaubnis; irgendwohin zu ziehen. (Deutsche« Missivcnbuch I>. 58.) Mai 1477. 677 «VI R477, TZ. Mai. Ewiges Vurgrecht der fünf Städte Zürich, Bern, Lucern, Freiburg und Solothurn. — Beilage 1477, 20. Mai (Dienstag vor Pfingsten). Bern berichtet an Luccrn, was es, theilwcise umsonst, gethan, um das Wegziehen der Knechte zu hindern, und fährt sodann fort: „Üwcr schribcn hetz an vnS gelangt, anriirend die sriintlich vndcrrcdung zwüschcnt üwcr lieb vnd vns, auch vnscrn gctriiwcn Mitbürgern vnd cydgnosscn von Fryburg vnd Soloturn haben wir/ vnd damit den Jngeslosscncn zedel vnser hinlaufenden knechten halb, verstanden vnd von Stund an vnscrn Mitbürgern vnd Eydgnosscn obgcnant schriftlich vcrschribcn, den dingen, Inhalt üwcr vcrkündnng, der wir üch guten dank sagen, wissen nachzckomen, als auch, was vnS nit zwifclt, beschcchen wirk." (Staatsarchiv Lucern, Acten: Bnrgimdcrkricg.) R47 7, T7. Ä??ai (Zinstag in Pfingstfirtagen, xost, klrbani). Staat«archiv Liicer»! Luccrner Abschiede, N. S8. S»aat«archiv Ziirlch: Abschiede, I. 24. Stan««archiv Bern: Allgemeine Eidgenbsstsche Abschiede, 8S. Voten: Zürich. Hans Waldmann, Ritter. Bern. Niclaus von Scharnachthal, Ritter; Heinrich Matter; Hans Wanncr. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß: Caspar von Hertenstein, Ritter; Tammann; Rudolf Schiffmann; Hans zur Gilgen. Uri. Hans Fries; Hans Jmhof, der junge, ^^wyz. Jacob Reding. Unterwalden. Hans Heinzli; Rudolf zum Brunnen; Paulus Enentachers. ' ^3- Heinrich Schmid, Altammann. Glarus. Hans Blum. Solothurn. Hemmann Hagen, Venner. "Biburg. Rudolf von Wippingen, Ritter; Willi Techtermann. »». Da der Herzog von Lothringen begehrt, daß die mit ihm geschlossene Vereinigung besiegelt werde, ° sollen die Boten von Schwyz und andern Orten, wo solches Anstand hat, die Sache dermaßen heim- ^"sten, daß die Vereinigung nach vormals gethaner Zusage auf nächstem Tage aufgerichtet werden könne. Die vo„ Straßburg werden freundlich gebeten, dem Herzog von Lothringen für seine Schuld bis ""f St. Jacobstag (25. Juli) Aufschub zu geben. Q. Jeder Bote soll die Verantwortung heimbringen, welche Ulrich Vogt im Namen der Grafen von Sulz einiger Worte wegen, die sie sollen geredet haben, whan hat. Man soll ^ erkundigen, was an der Sache sei und, falls sie nichts Arges geredet, vorigen, haß Niemand sie anfechte. Auf dem Tag zu Baden, wohin die Grafen auch kommen werden, Man Antwort geben. «I. Jedes Ort soll seinen Voten nach Baden empfehlen, das Beste zu thun, "Mit der arme Knecht von Langenthal von dem Gesellen, der ihn verwundet hat, Recht erlange. «. Da ^rn zu Rothwcil und in dessen Umgegend für feine Gemeinde ein Quantum Korn gekauft hat, so mben die Boten bewilligt, daß der Vogt von Baden dasselbe ohne Zoll und andere Beschwernis« zu "bni durchpafsiren lasse, t. Des Schmieds von Villmergen wegen, der vor dem Vogt von Lenzburg ^gen Veringer Müller zu rechten hat, ist erkannt, inan soll beim Vogt bewirken, daß er den Proceß 678 Mai 1477. von Neuem beginne. 5. Bern soll den Vogt von Lenzburq anweisen, mit des TreycrS Widersachern, ^ Herren von Schöftland, zu reden, daß sie ihm bis zum Tag zu Baden Frieden geben; dahin iollcn ^ Parteien gegen einander kommen. I». Auf daö Begehren derer von St. Gallen, man möchte ihnen l e sein, daß sie, wie andere Eidgenossen, zollfrei in daS Gebiet von Mailand fahren dürfen, wird was man ihnen helfen könne, das wolle man gern thun. I. Der Rechtbote des Bischofs von Consta»; ^ ^ in Betreff der Eide zu Kaiserstuhl, Klingnau und Aurzach soll man aus dem nächsten Tag antworten, k Jörg Beck qiebt man eine Empfehlung nach Basel mit der Bitte, Basel möge daö Urtheil befördert»!? chen, damit er von der Sache loskomme. I. Denen von Eöln ist abermals geschrieben, daß sie den Z>'^ ^ Siplinqen und unsere Knechte bezahlen oder eines der angebotenen Rechte aufnehmen, n». Zedern»»'" seinen Boten nach Baden Gewalt geben, zwischen denen von Basel und dem Tschörtschel von Surfte rr ^ ^ zu entscheiden. 11. Da der Klittiner von Hccklingen, der vor Grandson verwundet worden ist, Z>>"^ hört, so soll Zürich ihm seine HeilungS- und ZehrungSkostcn und Schmerzen vergüten; kommt co dcw ^ nach, so will man, wenn der Diamant und die Kleinodien verkauft werden, ihn daraus ausrichte'^ ^ denen von Zürich den Detrag an ihrem Theil abziehen. «». Bern soll des umgeworfenen Wagc»^ ^ zwischen dem alten Markgrafen von Rötteln einerseits und Lienhard Hur und Mithaften andererseits Verzug den Rechttag sehen, da die Sache nach Bern zu Recht gesetzt ist. >». TkomaS 6^n"^"^cht von Zürich hat etwelche Ansprache an die von Bologna, da ihm daselbst Gewalt angethan u"d ^ verweigert worden ist; er begehrt, daß man ihm erlaube, wenn er Jemanden von Bologna in dcr qenossenschaft betrete, selben niederzuwerfen. Darüber will man aus dem Tage zu Baden «ß. Auf die Artikel, welche der Herzog von Oesterreich durch Herrn Marquard von Schedenberg ^ bringen lassen und über welche er wieder auf diesen Tag um Antwort geschrieben hat, ist erkannt, daß ^ mann jene Artikel heimbringen und auf dem Tag zu Baden völlig Antwort geben soll. Dem Oesterreich soll man von gegenwärtigem Tage antworten, er möchte uns in Anbetracht dcr seltsamen Zeitläufe die Verzögerung der Antwort zu gute halten, man werde binnen Kurzem sich Anträge erklären, i». Die Boten dcr Fürsten und Städte der Niedern Vereinigung haben bcaet"^' ^ wir, wenn wir über die burgundischen Sachen um eine Richtung verhandeln, sie dabei doch achten", sondern ihnen Tag verkünden und mit ihnen gemeinsam handeln möchten; daS Glt'<^ ^ auch sie thun; sie glauben, wir seien ihnen solches nach Laut der Vereinigung schuldig. T'w"' ti man ihnen gütlich gedankt und erklärt, man habe die burgundischen Boten noch gar nicht wenn aber dieses geschehe und die Sache an die Obrigkeiten gelange, so zweifeln wir nicht, '„lst" sich in diesen und andern Sachen gegen sie verhalten, daß sie zufrieden seien und unfern gute» ^ verspüren. Zwischen dem Bischof von Straßburg und Arnold von Kleberg, die ihre Strt'"" ^ gegen einander eröffnet haben, ist erkannt, daß man den freundlichen Tag nach Basel auf Nacht nach St. Johann Baptist Juni) setzen soll; die Boten derer von Bern, Solothurn und U ^ waldcn sollen daselbst als Vermittler handeln. «. Zwischen dem HauS Savoyen und denen von soll, wie zu Lucern abgeredet worden ist, Waffenstillstand sein bis St. Verenentag (>. September) hin. Inzwischen soll ein beiden Parteien durch Bern anzusetzender freundlicher Tag von beiden mit Vollmacht, eine ewige Richtung abzuschließen oder ein Sompromiß einzugehen, besucht werde", das die Abschiede, welche beiden Tbeilcn darüber gegeben sind, ausweisen. Dieses soll Freiburg der von Savoyen schreiben. 11. Da die Boten von Bern keine andere Vollmacht haben, als u"'" Mai 1477. K79 Bedingung, daß Murten, Grandcourt und Cudrefin ihnen zum Voraus nach Inhalt deS Abschieds von Freiburg bleiben, in die Verhandlungen mit Savoyen einzutreten, auch die savoyischen Boten nicht weiter als auf Grundlage deS Abschieds von Nyssi (Annecy) Gewalt haben, so hat man die Boten von Savoyen wieder heimgefertigt und nichts weiter mit ihnen vornehmen wollen; dagegen will man zu Rath werden, wie man die Waadt besetzen und mit Bern und Freiburg über Murten und daS Gebiet, daö sie innehaben, einig werden wolle, v. Da Doctor Johann Augustin und die Boten von Mailand meinen, Lorenz von Heidegg, Vetter deS Herrn NiclauS von Scharnachthal, habe die Ansprachen, welche letzterer in seinem Namen an Mailand stellt, „versumpt", so hat dieser ihnen den Hauptbricf vorgewiesen, worauf sie versprachen, die Sache solchermaßen heimzubringen, daß sie hoffen, er werde befriedigt werden. Auf Dienstag zu Nacht nach Viti und Modesti (17. Zum) soll Solothurn seine Boten deS Unterschreibers von Lucern wegen zu Bern haben; man soll denen von Genf schreiben, daß sie den Pfaffen weisen, auf diesen Tag auch dort zu sein. x. Bern fordert den Ersatz folgender in gemeiner Eidgenossen Namen bestrittener Auslagen: 1. Die Boten aus Frankreich, welche mehrmals gemeiner Eidgenossen wegen zu Bern gewesen sind, und die Boten, welche daS Geld von Genf und Lausanne gebracht, haben zu Bern verzehrt 37 Pfund 7 Schilling. Die Zehrung hat Bern auf Rechnung gemeiner Eidgenossen für sie bezahlt. 2. Man habe zu verschiedenen Malen Voten, Priester und Andere im Namen der Eidgenossen zum König von Frankreich schicken und ihnen Roß und Kleider geben müssen. Darüber wird spccificirte Rechnung vorgelegt, deren Betrag sich auf 04 Pfund belicf. Dieser wurde ihnen auf gegenwärtigem Tag bezahlt. 3. Ferner 4 Pfund deS Geldes von Lausanne wegen. 4. Doctor Thüring, der Stadtschreiber von Bern, fordert 23l/s Pfund für Briefe und Schriften, die er in gemeiner Eidgenossen Namen geschrieben, nämlich für die zu Freiburg der Savoycr wegen gemachte Verschreibung um 50,000 Gulden, für die Verwilligung vom König und für die VidimuS bezüglich der französischen Pension. 5. Seckel- meister Kutler von Bern hat für den Transport deS Silbergeschirrs und anderer Kostbarkeiten nach Lucern 16 Pfund 7>/ii Schilling ausgegeben. Ucber alle diese Posten soll man auf dem Tag zu Baden Antwort geben. 5. Der Läubli von Bern hat vom König von Frankreich an die Pension 8750 Franken gebracht. Daraus ist ihm bezahlt an Kosten, die darüber ergangen sind, 15l Pfund 12 Schilling; ferner sind die obgenannten 04 Pfund Haller an Bern auS diesem Geld bezahlt worden. Nach Abzug alles dessen ist jedem Ort an baarem Gold und Geld geworden dreizehnthalbhundert und sieben und dreißig (1287) Pfund Haller. Der rheinische Gulden ist gerechnet für 2 Pfund 4 Haller, der utrische Gulden für 31 Plappart, 61 Kreuzer sind gerechnet für 2 Pfund Halter. Zedermann soll heimbringen, wie und mit wem man die Waadt bevogten wolle, ebenso ob, da Bern und Freiburg meinen, Murten, Grandcourt und Cudrefin sollen ihnen allein zugehören, man ihnen diese Besitzungen lassen oder eine Botschaft zu ihnen schicken wolle, um selbe zu gemeiner Eidgenossen Händen zu fordern. »»». Da sowohl zum König von Frankreich als zu den Burgundern Söldner laufen, waS einerseits gegen die Vereinigung geht, die wir mit dem König haben, andererseits sich nicht gebührt, da man mit den Burgundern in FricdenSunterhandlung steht, so soll Zedermann den Seinen bei Strafe an Leib und Gut verbieten, zu dem König oder zu den Burgundern zu laufen, und denen, die bereits fort sind, soll man bei ebenderselben Strafe gebieten, sofort heimzukehren. I»I». Da HanS Zrme berichtet, daS mailändische Geld sei zu Vellenz angekommen, so haben der Eidgenossen Voten dem Boten von Mailand ein freies, sicheres Geleit auf einen Monat gegeben. Derselbe wird auf Dienstag nach unseres Herrn FronleichnamStag «80 Mai 1477. (10. Zum) zu Lucern sein. Auf diesen Tag sollen gemeine Eidgenossen ihre Boten zu Lucern haben, um den Boten anzuhören und das Weitere zu verhandeln. Zeder Bote weiß über das Schreiben der Herzogin von Mailand und dao Anbringen des Hans Zrme zu Hause zu berichten, vo. Zedeö Ort erhält eine Abschrift der Verhandlung, die man mit den burqundischrn Boten unter Vorbehalt der Genehmigung gepflogen hat. Um sich darüber zu erklären, wird auf Sonntag nach St. ZacobStag (27. Juli) ein Tag nach Zürich angesetzt. Den Fürsten und Herren der Niedern Vereinigung soll man diesen Tag verkünden, ihnen die berathenen Vorschläge mittheilen und sie einladen, den Tag zu beschicken. «Iii. Die burgund>- schen Boten begehren, man möchte dem König schreiben und inzwischen einen Waffenstillstand machen. Wolle der König nicht eintreten, so bieten sie gegen ihn Recht auf die Eidgenossen. Alles das soll man heimbringen und auf (nächsten) Dienstag darüber zu Lucern völlig Antwort geben. «»«». Die oben erwähnte Verhandlung mit den burgundischen Boten: Auf diesem Tage sind etliche burgundische Voten vor den Rathsfreunden der Eidgenossen zu Lucern erschienen und haben von der Herzogin von Durg»nb Vollmacht vorgewiesen, um Richtung und Frieden bei den Eidgenossen zu werben; sie haben Artikel vor gelegt, die zu mindern oder zu mehren sie übrigens ganz den Eidgenossen anhc»msetzen, und wenn ^ Eidgenossen dafür halten, daß sie zu wenig Vollmacht hätten, so seien sie bereit, von ihrer Gebieterin noch mehr zu erwerben. Darauf sind der Eidgenossen Voten, jedoch nur auf Hintcrsichbrinqen, über die gesessen und haben erkennt: Wenn ihre Herren und Obern auf die Friedensanträge eingehen wollten, ^ könnte vorab nur von einem allgemeinen Frieden zwischen der Frau von Burgund und allen ihren Lande", Herrschaften und Zugewandten ohne Ausnahme, einerseits, gemeinen Eidgenossen, den Fürsten und Städte" der Niedern Vereinigung und allen andern ihren Zugewandten und Verbündeten in diesem burqundiseb^ Kriege, ohne Ausnahme, andererseits, die Rede sein. Demgemäß müßten Vollmachten.von allen Tbe^" vorliegen, insbesondere nicht von der Frau von Burgund allein, sondern auch von allen den Zbrig^ und von demjenigen, welcher ihr Gemahl und regierender Fürst des Herzoqthumö Burgund werde. Herzogin von Burgund müßte sammt ihrem Herzoqthum und allen ihren andern Gebieten sich mit und Ehren versprechen und gehörige Versicherung dafür geben, daß dir Eidgenossen und chre Verbündete", Fürsten und Städte, von den burgundischcn Landen und Angehörigen, Edcln und Unedcln, nicht fer"" bekriegt werden sollen. Zn der gleichen Versicherung müßten die Herzogin und die Ihrigen sich verbind' lich machen, Niemanden gegen die Eidgenossen zu enthalten oder durch ihre Städte und Herrsch"^" ziehen zu lassen, der den Eidgenossen feindlich wäre oder sie bekriegen wollte, ferner daß den Eidgenosse" und ihren Verbündeten keinerlei Hinderniß an ihren gewohnten, von Alter hergebrachten Straßen gctda" werde und daß den burgundischcn Kaufleutcn und Andern aus Rheinland, Schwaben und Oberdeusch' land, welche die Messen zu Genf und Lyon besuchen, nicht gestattet werde, andere Straßen als die gt' wohnten durch die Gebiete der Eidgenossen und ihrer Verbündeten zu brauchen. Die Herzoge vo" Burgund sollen auch zu ewigen Zeiten in Krieg und Frieden den Eidgenossen und ihren Zugewandte" auS allen ihren Gebieten freien feilen Kauf und Wandel gestatten. In dieser ewigen Richtung müsst vorbehalten werden der allerchristlichste König Ludwig von Frankreich, so daß er, wenn er wolle, mit unS i" dieser Richtung sein soll nach Inhalt der Vereinigung, welche die Eidgenossen mit ihm haben. Endlich da der „abgegangen" Herzog von Burgund muthwilliq und ohne billige Ursache die Eidgenossen bekriegt u"d zu großen Kosten gebracht hat, so soll das Fräulein von Burgund vor Allen, ihnen ihre Kosten u"d ihren Schaden ersetzen und demgemäß anderthalb hundert tausend rheinische Gulden bezahlen. U"d Mai 1477. 68t damit die Eidgenossen ihres Schadens „bester stattlicher ergehet" und bewegt werden, die burgundischen Lande nicht weiter heimzusuchen, so meinen sie, es solle ihnen zu ewigen Zeiten ein jährlicher Tribut Von 20,000 rheinischen Gulden gegeben und gehörig versichert werden. Im Zürcher-Abschicd fehlen einige Artikel. Der Berner-Abschied, datirt „in der psingstwuchen anno i.xxviz zu Lutzern", enthält nur die drei Artikel l»!,. ve. ckck.— Baseler Offnungsbuch V. 184 l>: Dienstag in den Pfingstfeicrtagen (27. Mai) Tag zu Lucern gemeiner Vereinigung und der Eidgenossen vom Landvogt gesetzt. Zu It. 1477, 10. Mai (Samstag vor ^soonsionis). Copia an die von Straßburg wegen Jörg Beck und denen von Appenzell. (Staatsarchiv Lucern, Acten: Burgunderkricg.) Zu »> Baseler Offnungsbuch^. 185: Sonntag xost Corporis tZllristi (8. Juni) Ncchttag zu Baden vor gemeinen Eidgenossen gegen den Tschörtschel von Sursec. Zu «i- 1477, 20. Mai (an Eritag nach dem hl. Anssahrttag); Innsbruck. Herzog Sigmund ladet die Eidgenossen ein, ihre Botschaften beförderlich nach Innsbruck zu senden; er habe nach dem Bericht seines Abgeordneten Marquard von Schelleuberg dieselben schon lang erwartet.- (Original auf Papier im Staatsarchiv Lucern.) Zu t. Bern schreibt den 1. Juni an den Bischof von Sitten: Es habe gehört, er sei ohne Frieden oder Waffenstillstand gegenüber dem Hause Savoyen von dem gütlichen Tag zu Lncern geschieden und stehe im Begriff, den Krieg gegen dasselbe wieder zu eröffnen; Bern bitte und mahne in Kraft seines versiegelten Bundes, alle Feindseligkeit einzustellen und die Ankunft seiner Boten zu erwarten. (Deutsches Missivcnbuch v. 60.) Zu na. 1477, gl. Mai (Samstag in der Pfingstwoche). Schwyz schreibt an Lncern: Es vernehme, daß die Knechte einander aufwiegeln »nd Züge vorhaben, etliche zum König von Frankreich, etliche zn den Burgundern; man möchte solchen Unternehmungen zuvorkommen. (Staatsarchiv Luccrn, Acten: Burgunderkricg.) Zu «!«! und <>ck. „Der drycr Stätten, nämlich von der Geistlichkeit, dein Adel vnd der Gcmcind vß Obcr- burgundi, Sendboten" schreiben den 17. Mai 1477 an Luccrn, sie seien an die Eidgenossen abgefertigt und bitten um Ansetzung eines freundlichen Tags behufs Friedcnsunterhandlnngcn. Zn «!«. Datumloses Blatt im Staatsarchiv Lucern, Acten: Burgunderkricg, das offenbar hieher gehört. Unter dem Datum 1477, 7. Juni findet sich ein Couccpt im Bcrner deutschen Missivcnbuch I). 02, worin Bern an die Knechte in Burgund schreibt: Jetzt zuletzt habe man mit andern Eidgenossen der Burgunder gütliches Anbringen gehört und sich vorgenommen, nach Ehren zu handeln. Man vernehme, daß sie stets den Burgundern gegen den König von Frankreich helfen, viele andere dagegen dem König zu Hülfe ziehen. DaS alles sei den Eidgenossen mißfällig und ihrer Ehre nachtheilig. Deßhalb und besonders weil wir in „Hebungen" stehen, die zu Gutem unseres Landes dienen, fordern sie die Knechte zurück; dieselben sollen weder Burgund noch dem König Beistand leisten. — Dieses Schreiben wurde „angestellt", dann am 10. Juni in etwas einfacherer Fassung erlassen, wobei der Hauptuachdruck darauf gelegt wird, daß sie nicht gegen den König dienen sollen. (Deutsches Missivcnbuch I). 05.) 86 68? Mai !477. NtZ» Baden. 1477, ?.?. Mai (Pfingst««). T»aa»»ar«>»iv «„»«,»! ?««ern«r AtsAi«»«, k. >!,<>. Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Bürgermeister. Bern. Bartholomäus Hubcr. Lucer" SaSpar von Hertenstein, Ritter. Uri. Hans FrieS, Altammann. Schwqz. Eunrad Jacob, Amnion Untcrwaldcn. Arnold In der Halden. Zug. Ammann Schell. KlaruS. HanS Schübelbach, 6«^ meister. ». Der Vereinigung mit Rothwcil wegen soll sich Jedermann ohne längere Zögerung crllä>"', damit man auf dem Tag zu Lucern am nächsten Dienstag nach St. UlrichStaq (8. Juli) en ' Antwort geben könne; besonders soll man berathcn, ob man den Kaiser namentlich vorbehalten n'0 ' ob Rothmeil, wenn cS mit Jemanden in Streit kommt, lsich mit einem Rechtbieten auf gemeine ^ genossen oder den Mehrtheil unter ihnen begnügen soll und ob wir ihm in seinen Kosten gegen ^ ' die eS beschädigen wollten, bebülflich sein sollen. Jedenfalls soll über daS Geschäft auf benannten ' eme definitive Erklärung folgen. I». In den Streitigkeiten zwischen denen von Klingenberq und Step ' von Ow wollen sich die von Basel des RechtS beladen. «». Daö Schreiben an den Markgrafen ^ Montferrat wegen Peter Wolfram sollen die von Zürich in unser Aller Namen siegeln, ebenso Schreiben an Savoyen und an den Bischof von Genf. «I. Luccrn soll «n Sachen des Herrn HanS hard von Eutingen und dessen Widersächer einen freundlichen Tag zur Vermittlung ansehen, ^ Waldmann, Vogt in gemeinen Aemtcrn, qicbt icdcm der sechs Orte Pfund Haller. k. Den, hard von Boüwil wird ein Bote >n seinen Kosten, aus welchem Ort er will, zu seinem Widersacher, Abt zu 'Augsburg, bewilligt. Dem Landvogt »n Thurgau wird Vollmacht crtheilt, dem Herrn ^ von Landcnberg Geleit zu geben, bis er mit seinen Kindern und sie mit ihm einig geworden sind. Irden, Tag, der auf Sonntag zu Nacht nach St. JacobStag (27. Juli) in Zürich stattfinden soll, will eine Vermittlung zwischen dem Propst von Zürich und Fridolin Hupphan von Psäsfikon anorbN I. Die Sache derer von Basel und des Tschörtschel von Sursee soll gütlich oder rechtlich auf eincw ^ zu Basel vertragen werden, wohin beide Parteien mit Vollmacht kommen sollen, k. „Hrimbrü'^ ' dz die von Basel vnS gefeit Kant vrsach, warumb sy der eitgnosscn kriecht nit me In ir Statt r. ^ lassen wöllten, so also wider vnd für zu ReiS ziechend vnd Inen vil Mutwillens vnd Tröiwort >" ' Statt rrzöigent." Man soll ratkschlagen, was da zu thun sei. I. Die Sache derer von Prätt'l^ und des Felder von Dießenkofen ist zu gütlicher oder rechtlicher Entscheidung auf den Tag zu gewiesen. >»». Die von Dießenhosen haben mit Hinweisung auf ihre Armuth und andere ^ fernern Aufschub für ihre Zahlung begehrt. Man soll bis zum Tag zu Zürich rathschlaqen, ^ thun, ob man d«e Vogte« zu der Eidgenossen Händen nehmen wolle; ebenso der Angehörigen von , Hausen wegen, welche die von Dießenkofen zu besteuern vermeinen, wogegen Schaffhauscn E>nsp^ thut. i». Auf dem Tag zu Zürich soll man auch über Herrn TkomaS Schwarzmaurers Begehren, ^ von Bologna, wo er sie in der Eidgenossenschaft finde, niederwerfen zu dürfen, entscheiden. «» ^ ' Worte wegen, die Herr Peter vom Stein dem armen Gesellen von Villmergcn zugeredet, alS ob ^ Mm 1477. 683 zweimal Treue gebrochen, ein Malter Korn um Kundschaft verheißen hätte u. s. w., worüber dieser das Recht angerufen hat, soll man auf dem Tag zu Zürich antworten, wie man dem Knecht zu Hülfe kommen wolle; inzwischen sollen die von Bern die Sache zum Besten aller Theile bedenken, z». Der dandvogt im Thurgau hat nichts gebracht; er soll nächstes Zahr für zwei Jahre Rechnung ablegen. Des Begehrens des Bischofs von Constanz wegen, bezüglich der Eide von Kaiserstuhl, Klingnau w. soll nmn zu Zürich, sofern der Bischof nicht gütlich von feinem Begehren abstehen will, entscheiden, ob "wn die Sache vor den drei oder den acht Orten berechten wolle. Dann soll das Recht zu Zürich vor sich gehen, doch so, daß das Capitel mit dem Bischof gegen uns in's Recht stehe. Bezüglich der Streitigkeiten zwischen dem Abt von Pfäfers und denen von Ragatz einerseits, und denen von Fläsch andererseits über ein Rheinwuhr sollen die von Glarus mit unserm Vogt im Oberland auf Samstag Vach St. Ulrichstag einen Augenschein an Ort und Stelle veranstalten und den Streit gütlich oder rechtlich entscheiden. Das Anbringen und die Entschuldigung des Grafen Rudolf von Sulz weiß jeder Bote, ebenso was man ihm geantwortet hat. Vom Oberland erhält jedes der sieben Orte 43 Pfund Haller. ». Der Sache wegen, derenthalb man eine Votschaft zum Herzog von Oesterreich schicken soll, hat man beschlossen, auf einem Tag zu Lucern Dienstag vor St. Ulrichstag (1. Zuli) zu entscheiden, ob man nur von vier oder von allen Orten Boten schicken wolle. Da soll man auch den Tag der Abreise der Voten und ihres Eintreffens zu Innsbruck beim Fürsten festsetzen und lctzterm solches verkünden, v. Zeder Bote weiß zu sagen, wie Graf Eberhards Sache gegen den Herzog von Oesterreich steht und worüber man sich gegen ihn verschrieben hat. Der Span um Kadelburg zwischen den Herren von Zurzach und Sulz ist verglichen nach Laut der darüber aufgerichteten Schrift, x. Der Vogt von Baden giebt jedem Ort 53 Pfund Haller, vom Geleit zu den großen Bädern erhält jedes 6rt 3 Pfund, vom Geleit zu Mellingen l! Pfund, vom Geleit zu Bremgarten 3 Pfund. 4 Gulden dat man denen von Vremgarten als Beisteuer gegeben, um die Schilde zu malen. Auf St. Ulrichstag (4. Zuli) zu Nacht sollen alle Orte ihre Boten zu Freiburg haben, um die Waadt zu besetzen und zu deratken, was man der Frau von Savoyen antworten, was man mit denen von Bern und Freiburg betreffend Murten, Erlach, Grandcourt und Eudresin reden und ob man an sie eine Botschaft schicken wolle. Baseler OfsnungSbuch V. 1U7 V: Sonntag »ach Urbani (ist ei») Tag gemeiner Bereinigung und der Eidgenossen zu Baden wegen dcrKleinode zu Lucern. — l 477, 24. Mai (Pfingstabcnd). Graf Heinrich von Württemberg und Mlimpclgard sendet den ehrwürdigen und wohlgelchrten Martin Keiner, beider Rechte Doctor und Propst zu Stuttgart,an die Eidgenossen. — t 477, 1s. Mai (Freitag nach der Ausfahrt); Rothenburg am Neckar. Erzherzogin Mechtild, geb. Pfalzgräfin bei Rhein, schreibt an die Eidgenossen bezuglich der Anforderung des Hans Trnchscß und dessen Ehefrau an sie. (Originalbricfe im Staatsarchiv Lucern.) 8k»4. Bern. 1477, Auni (vüj»'gumi). Ttaa»»archtv Bern: Lateinisches Missivenbuch II. Zt. Der Eidgenossen Boten ersuchen den Herrn von Craon, alle Feindseligkeiten in der Grafschaft Burgund bis und mit dem I. August einzustellen, wie es auch die Burgunder thun werden l»i>rmoruio 68! Zum 1477. »tropilus in llurgunüie cnmitalu omnin« probibt-at. orstinetguv trougan lvgslvs per ist l«-mpnrie pleno »eruari, unt"). Inzwischen Kossen sie mit Gottes Hülfe vom König zu erlangen, daß Alles friedlich beigelegt werde. Lateinisch«« Miss!» unter dem Siegel »«» Bern. «»«cntnn, n«r»m tnto roneilin ,»>>d»t» p»,t k »rp»r!» tNirt-U <7 Juni?- 8»S ^ucern. 1477, 11. Juni (Miuwoch nach c^orpori, c^rinti). Gtaattarchtv Lueern t Lueerner Abschiede. K. INI. S«aa»«ar>I,Iv Attrtet» - Tschudis«, Sammln», l. Boten: Zürich. Heinrich Röist, Burgermeister. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter; Peter Baumgartner, Vcnner. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß; CaSpar von Hertenstein, R'tter. Uri. Hans Püntiner und Walther In der Gasse, Altammänner. Schwyz. Ammann Jacob. Unter- walden. Ammann von Einwil; Arnold Winkelried. Zug. Heinrich Schnürencr. GlaruS. Hav^ Kuchli. Freiburg. Jacob Belg. ». In Betreff Werner Schmids von Villmergen soll man im Namen der Boten dem Vogt von Lenzburg schreiben, daß er die Sache anstelle bis zum Tag von Baden; dahin soll er auch kommen- I». Der Sold für die Knechte, die der Bophart in dem Zug zu Nancy gehabt hat, liegt, auf 2Ms berechnet, hinter dem Schultheißen HaSfurter. Nun hat man aber genügsame Kundschaft gesehen, daß der Bophart 24li Knechte bei sich hatte. Daher soll man ihm vorab jenes Geld herausgeben und ihm dazu ein Zcuqniß geben, daß er nur für 2«)l) Mann den Sold empfangen habe, während er doch 246 bei sich gehabt, daß ihm also noch für 4l» Mann der Sold ausstehe. «». Die Vereinigung mit dem Herzog von Lothringen, die bisher derer von Schwyz wegen Verzug erlitten hat, haben die von Schwyz nun mit andern Eidgenossen zu siegeln zugesagt. Dieselbe soll daher ..anqends zu versigrln enweg geschikt werden". «I. Da der Herzog von Oesterreich vieler Ursachen wegen nicht länger auf eine Antwort auf seine durch Herrn Marquard von Schedenberg gemachten Anbringen warten will, wie Anton Geißberq letzt in seinem Auftrag angebracht hat, so soll jedes Ort seinen Boten auf den Tag zu Baden Vollmacht geben, darauf völlig zu antworten. «», Graf Eberharden von Sonnenberg will man schreiben, daß er auf Sonntag vor St. Zohann Baptist (22. Juni) zu Baden sei; daselbst will man mit ihm reden, daß er sich mit der Verschreibung des Herzogs von Oesterreich begnüge, f. Den Burgundern ist der nachgesuchte Waffenstillstand bis zum Ausgang des TageS, welcher auf Montag nach St. JacobS- taq t2». Zuli) nächsthin nach Zürich angesetzt ist, bewilligt, und da sie die Kosten nicht haben wollen, zum König zu schicken, um auch von ihm den Waffenstillstand zu suchen, so will man dem König von Frankreich und seinem Hauptmann, dem von Krayn (Craon), schreiben, ihm den von unö gemachten Stillstand mittheilen und begehren, daß er auch seinerseits mit dem Krieg einhalte. Man soll den Burgundern den Waffenstillstand besiegelt aufrichten und selben den Fürsten und Städten der Niedern Vereinigung verkünden. Dabei soll man auch das Geleit ausrichten, daö vorhin den burqundischrn Kausleuten zugesagt worden ist. U. Da der jüngste Beschluß, die Knechte, die nach Frankreich oder Burgund gelaufen sind, heimzumahnen, noch nicht vollzogen worden ist, so soll Jedermann dringend heimbringen, daß eS geschehen soll, aus Ursachen, welche die Boten zu sagen wissen. I». Dem Bischof von Genf und seinen Rathen und Dienern soll man für Her. und Rückreise Geleit geben, „wann rS Zum 1477. 683 seinen Gnaden filzet, in die Eidgnofschaft ze kommen", I. Jedermann soll heimbringen, daß die von Genf 5000 Gulden baar bezahlt lind denen von Uri überantwortet haben, für den Rest aber Aufschub verlangen, um selben in zwei Zahlungen auf Weihnachten und Ostern zu erlegen, bis zu welcher Zeit sie die Pfander liegen lassen wollen. It. Bern soll den Eidgenossen an einen gelegenen Ort Tag fetzen, wenn die Boten aus Frankreich mit dem Geld für die Söldner kommen. I. Auf St. Zohann Baptist (Z4. Zum) soll jedes Ort nach Lucern schriftliche Antwort schicken, ob man bei der mit dem Herzog von Mailand entworfenen Richtung bleiben wolle oder nicht, damit Lucern dem Hans Zrme, der nach dem Geld hincingefchickt worden ist, die Erklärungen übermitteln könne und damit das bereit legende Geld herauskomme. Auf Dienstag nach St. Ulrichötag (8. Zuli) sollen sodann die Boten bezüglich derer von Uri, der Capitel und der 8000 Gulden, welche den acht Orten zu geben sind, zu Lucern sein. Zu r und »?- Bern sendete den Heinrich Matter an den Herrn von Craon und an die eidgenössischen Knechte in Burgund. (Deutsches Missivcnbnch II. 6K, 69.) Zu I. 1477, 2. Juni (Montag nach Trinitatis) schreibt Bern an Luccrn: Ein Bote von Genf habe so eben Geld und Kostbarkeiten auf Rechnung des Brandschutzes nach Frciburg gebracht; Lucern möchte also die Boten der Eidgenossen bis zu dessen Ankunft zurückhalten. (Staatsarchiv Luccrn, Acten: Burgunderkricg.) Zu Ir. In Folge dieses Auftrags schreibt Bern am 26. Juni (Johannis und Pauli) an die Eidgenossen: Hans von der Grub sei gestern angekommen und habe sichere Nachricht gebracht, der Präsident von Toulouse und Andere seien mit dem Geld den 12. dieses Monats von Paris verreist. Daher verkündet Bern den Tag nach Lucern auf Dienstag nach Datum dieses Briefes (1. Juli). (Deutsches Missivcnbnch D. 70.) Zu I. Bern schreibt an Lucern vixilia ckoliannis Jaxtisttv (23. Juni): — „Der Vcrcynung halb mit Mcy- land haben wir vns mit vnscrm grossen Rat bcdachtlich vndcrrctt vnd wellen mit vch vnd andern vnscrn cydgnosscn darin gan vnd das gelt ncmen. Wir bitten aber vwer sunder lieben vnd guten früntschast mit ernstlichem flis, vnser getrcwen lieben Eydgnosscn vnd Mitbürger von Solotorn vnd Fryburg vmb vnser willen ouch darin zu bedenken vnd in sölich vcrcynung kamen zu laussen, anzusechcn Jr trüw vnd früntschast, onch Iren merklichen kosten, darin sy sich gen vch vnd vns allen in allen vnscrn Handlungen vnd gcschäften allzit willenklich vinden laussen. Vnd ob es der Vcr- eynung halb ie nit sin möcht, das Inen doch glich am gelt als vnß orten einem gelang." (Deutsches Missivcnbnch v. 69.) Baden. R477, RS. Juni Mu mw Modcgi). Archiv Ära»! Urbar der Grafschaft Bade», 15. n. Gemeiner Eidgenossen .Rathsboten haben gefetzt, wenn künftighin in ihrer Herrfchaft Baden Wittwcn oder Waisen mit Freunden, Magen oder Andern bevogtet werden, so soll deren Gut, liegendes und fahrendes, schriftlich verzeichnet und ihren Vögten zugestellt werden. Dem Vogt der Eidgenossen äu Baden sott davon Abschrift gegeben werden. Die Vögte der Wittwcn und Waisen sollen alljährlich in Gegenwart der Steuermeyer des Amts dem Landvogt Rechnung darüber ablegen. Auch soll keiner jener Bögte ohne des Landvogtö Wissen und Willen liegendes oder fahrendes Gut seines Vögtlings verändern. ^ Die Kirchmeyer der Kirchen in der Eidgenossen Herrfchaften und Aemtern sollen alljährlich vor dem Bogt der Eidgenossen in Gegenwart des Leutpriesters und der Steuermcyer des Dorfes oder Kirchspiels über das Kirchengut Rechnung ablegen. ES mag auch der Vogt zu solcher Rechnungsablage zuziehen, «86 Zum 1477. wen er will. r. Bezuglich der Einbringung von Zinsen ist gesetzt: Wenn Einer von Zinsen wegen pfändet, so soll man äßige Pfänder geben, oder, wenn solche nicht vorhanden sind, fahrende Pfänder. Bern. 147 7, Juni. Staaltiireeii» Bern: Lateinisch»« Mlssivenbu» N. Z7, Der Eidgenossen Boten empfehlen dem Markgrafen von Montferrat den Johann Pavillard von Freiburg, welcher bei ihm eine Klage über die in Gonqonay durch den Herrn dieses Ortö erfolgte Beraubung eines nach Montferrat gehenden MaulthicrtreiberS anhängig machen wolle. Gleichzeitig schreie» sie dem Herrn von Gonqonav, um ihn zu bewegen, Jenem Recht zu stehen oder Ersatz zu leisten. Zwei Iat»t»isch« Misfiv« unter dem Siegel Bern« Bern. 147 7, ?« Inn». Staaetarichl« Bern : Lateinische« Missirenbuch Ii. Z8. Die Boten von Zürich, Bern, Lucern, Freiburg und Solothurn geben dem Thomas Verona, Franz von Padua, Andreas von Bononia, Johannes Cola von Corncta und Jacob von Cosi"t"' für sich und .10 Mann zu Pferd und 20 zu Fuß sicheres Geleit durch ihr und ihrer Eidgenossen t?cd>c zum Durchpaß in der Richtung nach Venedig. Lateinische« Mtsfiv unter dem Siegel VertU- «ttk» ^neern. 1477, ?. Anli (vfs miliwiichrn vor sant vlnchblaft). S»aa»«ar«t»iv Lueern! Lueerner Abschiede, k, ili?. Allgemein» Abschied«, Ii, >5S. Aretdi« Se>Io«Ii»rn t Abschiedeband, 0. Boten: Zürich. Hans Meiß. Bern. Heinzmann von Kunritd. Uri. Hans Jmhof. Sch'v^^ Ammann Jacob. Unterwalden. Vogt von Zuben. Zug GlaruS. Vogt Dolder. Lucerö' CaSpar von Hertenstein; Ludwig Kramer. Solothurn. Seckclmeistcr Stölli. Freiburg. Wilb^" von Prarvman, Seckelmcister. ». Der Bischof von Wallis hat den Waffenstillstand mit Savoycn bis St. Vcrenentag (1. tember) zugesagt; in der Zwischenzeit soll man einen freundlichen Tag ansetzen. I». Wenn Jörg die Namen der Söldner von Lothringen bringt, so soll man ihm den Sold geben, der hinter d"" Schultheißen Hasfurter liegt. Man hat ihm 10 Gulden auf Rechnung gegeben. «». Da die von Gcss um d,e 15,000 Gulden Aufschub bis Weihnachten und Ostern verlangen, haben alle Orte mit AuSnah'^ von Schwyz und Uri diesen Aufschub zugesagt. Man hat die beiden Orte freundlich gebeten, t»cs^ auch zu thun und bis Dienstag nach St. UlrichStag (8. Juli) ihre dießfälligc Antwort zu geben. «» Zuli 1477. 687 soll heimbringen das Schreiben des Königs von Ungarn und wie er von uns allen für seine Botschaft Geleit begehrt hat. Von heute über acht Tage (9. Zuli) soll man hierauf zu Lucern antworten „vnd daran sin, dz man Zm solich geleit vnd darzu fürderung an fürsten von Oesterrich gebe vmb geleit, vnd Mit namen so che für eins die Werbung, dz der küng von Hungern sich gern mit vns in büntnis dcte". v» Auf Sonntag vor Alexii (13. Zuli) sollen die Boten der Eidgenossen zu Feldkirch sein, um von da ium Fürsten von Oesterreich zu gehen. Alle Orte haben ihre Theilnahme zugesagt mit Ausnahme von Unterwalden, welches ersucht wird, sich nicht abzusondern, sondern seine Botschaft auch hinzusenden, k. Heimbringen, daß die Boten des Königs von Frankreich mit dem Geld, das den 6000 Knechten gehört, kommen und an uns begehren, ihnen deshalb Tag zu setzen. Auf dem nächsten Tag zu Luccrn soll man Antwort geben; inzwischen sollen Freiburg und Bern über das Begehren der französichen Boten sich erkundigen. Zx. Der Rosse wegen, welche die von Appenzell und etliche Knechte der Eidgenossen den Burgundern abgenommen haben, soll auf nächstem Tag zu Lucern verhandelt werden. I». Niemand soll die Seinen in den Krieg laufen lassen. I. .Zu Lucern soll man antworten, wie man die Münze und die Fünfer nehmen wolle. It. Die von Freiburg und Solothurn begehren, daß man sie in dem Ricbtungsgeld von Mailand bedenke. Das soll man heimbringen und zu Lucern antworten. I. Gemeiner Eidgenossen Rathsfreunde, jetzt zu Lucern versammelt, schreiben an Lorenz Krön, Burgermeister zu Schaffhausen: Da er und Adam Krön etwas mit einander zu schaffen haben, „so nit not yezmalen hie ze melden ist", so setzen sie ihm auf Anrufen des Adam Krön Tag auf nächsten Dienstag (9. Zuli) nach Lucern, wo sie beide Theile anhören und freundlich oder rechtlich vertragen wollen. Zu «!. 1477, 7. Juli (Montag nach St. Ulrich). Schultheiß und Rath -zu Solothurn schreiben an Luccrn: Da gemeine Eidgenossen verabredet haben, daß auf nächsten Sonntag jedes Ort einen Boten zum Herzog Sigmund nach Fcldkirch schicken soll, so haben sie ihrerseits ihren Stadtschrcibcr zu dieser Botschaft verordnet; dieser aber trage Bedenken, weil im Abschied nichts davon stehe, daß auch Solothurn bei der Gesandtschaft vertreten sein soll. Sic halten aber daslir, das sei nur aus Verschen nicht geschehen („ane geferd vergessen"). Solothurn sei den Eidgenossen in keinen Sachen widerwärtig gewesen, auch sei es in den Berichten von Constanz und Fcldkirch mit Brief und Siegel begriffen, wiewohl es wegen Eile eines Tags zu Luccrn (wo sein Bote nicht gewesen), von welchem Tag die Boten nach Frankreich abgicngcn, nicht selbst gesiegelt habe u. s. w. (Staatsarchiv Lucern, Acten: Burgundcrkricg. Archiv Solothurn, Missivcnbuch IV. S. 18.) In dem Solothurner Missivcnbnch finden sich noch mehrere Briefe, aus denen hervorgeht, daß Solothurn an der Sendung nach Fcldkirch betheiligt zu werden verlangte. — Zu 1. 1477, 4. Juli (ipso- z I>. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede, 4. 87. it». Staatsarchiv Ziirich: Tschudischc Sammlung l. -t«. Boten: Zürich. Heinrich Röist, Bürgermeister. Bern. Peter Bcmmgnrtner, Venner. Luccrn. Heinrich Hasfurter, Schultheiß; Caspar von Hertenstein, Altschnlthciß; Peter Tammann; Ludwig Kramer, K88 ' Juli 1477. des Raths. Uri. Hans Püntiner; Walther 2n der Gasse, Altammann. Schwyz. Cunrad Jacob, Ammann. Obwalden. Claus von Zuben. Nidwalden. Arnold Winkelricd. Zug. Hans Zchnder. GlaruS. HanS Kuchli. ». Da nicht alle Boten bezüglich des Begehrens von Genf um Aufschub bis Weihnachten »nd Ostern nächstkünftig für das Brandschatzqcld Vollmacht haben, so sollen diese auf den Tag zu Z"U wenn möglich entsprechende Antwort bringen, da die Leute arm und Pfänder genug da sind; inzw»cb^ soll Niemand gegen die von Genf unfreundlich handeln. I». Der Fünfer wegen haben die Boten b>c Antwort auf diesen Tag gebracht, daß man den Fünfer für 8 Anqster nebmen wolle; nur Zürich »n Zug haben noch nicht völlig geantwortet, sollen eS aber bis nächsten Sonntag thun. NichtSdestomn'dcc soll man inzwischen die Münze nehmen, wie sie zu Baden gewcrthct ist. Dem König von Ung>"N haben gemeine Eidgenossen für seine Boten ein Geleit, „gan Lutzcrn in die Eidgnosschaft zc kome» , gegeben und haben dafür Brief und Siegel ausgestellt, ausgenommen der Bote von Zug, der erklärt er wisse nichts um die Sache. Daher soll dieser die Sache heimbringen und wenn seine Herren Geleit nicht zu halten gedenken, sollen sie dieses bis nächsten Sonntag nach Luccrn melden. «I» ' St. Marien Magdalencn Tag (22. Juli) soll das Geld vom Herzog von Mailand zu Luccrn s""' ^ abgeredet worden ist. Daselbst sollen auch die Boten und die Ansprecher sich einfinden, damit man Geld theilen kann. « . Heimbringen, was die Boten wegen Murten, Erlach und der mrhrgenannten H"' schaften von Bern und Freiburq angebracht haben und was aus diesem Tag über die Sache geredet wö^ ist. Auf dem Tag zu Zürich soll darüber weiter geratkschlagt werden, f. Auf Sonntag vor St. Jacob-^ (2l). Juli) sotten die von St. Gallen und Appenzell auf einem freundlichen Tag zu Zürich sein, ihre Streitigkeiten auszugleichen oder zu Recht zu vcrtädingen. »x. Die Vereinigung derer von soll in gleichem Wortlaut wie die bisherige wieder aufgerichtet, auf fünfzehn Jahre verlängert, besieg und auf Sonntag nach St. JacobStag (27. Juli) denen von Rothweil nach Zürich gesendet wcr^ Die Boten von Uri und Unterwalden sollen daran sein, daß in diesen Orten die Sache nicht verzögt ' sondern daß die Briefe auch dort rechtzeitig besiegelt werden, um auf obgenannten Tag nach Zsiricb ^ gelangen. I». Die königlich französischen Boten melden, daß sie nun das Geld für die litlllO welche man dem König schicken soll, nach Laut der Vereinigung gebracht haben, und begehren, daß die Söldner abgeschickt werden., Dieses und ihre Verantwortung in Betreff deö Herzogs von BuG"" soll man heimbringen und am nächsten Sonntag nach St. JacobStag (27. Zuli) zu Zürich A"tw^ geben „vnd besundcr, dz der küng beqert zc wissen, wcS er sich zu vnS versechen sölle, als denn botten witer verstanden vnd qkört haben". I. Aus St. Margaretkcntag (16. Juli) sollen der Eidgenc^ Boten des Herzogs von Lothringen wegen zu Solotkurn sein. >4. Der Bischof von Straßburg bcgc>" ' daß die Eidgenossen sich nicht fremder Leute und ihrer Sachen, die sie nicht berühren, annehmen, sie daS setzt bezüglich des von Kleberg gethan hätten. r nach dem Exemplar der Tschndischcn Sammliing. — Zn 1477, 4. Juli ; In pan«, Moria«-, anam. König Ludwig XI. schreibt an Schultheiß nnd Rath zu Lucern: Er habe ihre Briese, womit sie ihm ! Rückkehr dcS Hcrzogthums Burgund an seine Krone Gluck wünschen, srciidig cmpsangcn. Er habe nun Mndn'^ mit England und Castilien und stehe nur noch gegen Bretagne im Feld. Er habe seinen Gesandten Bcrtrand de Brv"° beauftragt, den Streit der Eidgenosse» mit Mailand beizulegen. Er wisse, das; Adrian von Bubenbcrg ihm si"" in der Eidgenossen zü erwecken suche. Er habe Austrag gegeben, alle Pensionen -e. zu zahlen. (Original im Sta«^ Juli 1477. 689 archiv Lucern, kön. französische Missive.)— 1477, 16. Juni; Lycsse. König Ludwig XI. erläutert in einem Schreiben an alle Eidgenossen seine Rechte auf das Hcrzogthum Burgund nach dem Tode des Herzogs Carl und versichert, daß sie an ihm einen viel bessern Nachbarn haben werden, als am Sohn des Kaisers oder an einem andern. (Original im Staatsarchiv Luccrn, k. französische Missive.) — k fehlt im Lucerncr-Exemplar. »«I Lncern. R477, RS. Juli. Staatsarchiv Lncern. Bona und Johann Galeaz Maria Sforza, Herzogin und Herzog von Mailand, erneuern und erweitern den Freundschaftsvertrag und die Capitel, welche ihr Vorganger Galeaz Maria Sforza am 2K. Januar 1467 mit den eidgenössischen Orten Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug und Glarus geschlossen, nun mit allen acht Orten und der Stadt St. Gallen. — Beilage 62. Boten von Mailand waren: Johannes Augustinus de Vicomerato, Gerhard Cerrutini und Georg Stcinhuscr. Dazu: 1477, 10. Octobcr (clooima n d" Verschreibung auch begriffen werden. I». Lucern sott die Antwort deö Geldes wegen von den Mailand'! ^ Boten in Empfang nehmen und, sobald das Geld anlangt, gemeinen Eidgenossen einen Tag ansetzen, diese dann den Ihrigen verkünden werden. Zu «. 147 7, 10. Juli schreiben Bona und Galcaz Maria von Mailand, sie begehren den Frieden z» haben aber um der Sicherheit der Ihrigen willen die Glänzen besehe» müssen, man soll sich darüber nicht verwu" e (Staatsarchiv Lucern.) »»«>» Zuriet). >47 7, ?7. — AI. Juli (in dkl Wucht» »ach Jacvbi). E«aa»tar angefangen wirdt, zu üben vertragen vnd in wird vnd altem wesen belib." Da d>e Franzost" die>em Tag zu Zürich „vnderstanden" haben, Knechte um Sold zu bestellen, so sind die Boten allt, "" Ausnahme derer von Lucern, einhellig zu Rath geworden, den Knechten nach Mühlhausrn nachzuMt'^" und sie bei Eid und Ehre heimzumahncn. Das sott jeder Bote heimbringen und arbeiten, daß de'" Beschlüsse Vollziehung gegeben werde; auch soll man dem Abt und der Stadt St. Gallen und denc" von Appenzell solches mittheilen. I». Auf Sonntag zu Nacht nach St. Michaclötaq (5. Oktober) soll"' die Eidgenossen, auch die Fürsten, Herren und Städte der Niedern Vereinigung ihre Boten zu Ali" ) Zuli 1477. ggz haben mit aller Vollmacht, die Sache zwischen den Burgundern und uns allen zu beschließen. Diesen soll Zürich dem Herzog von Oesterreich, dessen Landvogt und der Niedern Vereinigung verkünden. I- An St. Lorenzentag (10. August) soll der Bote von Uri, welcher mit demjenigen von Bern zum König von Frankreich reiten soll, zu Bern eintreffen. Ii. Auf Mittwoch zu Nacht nach Laurentii ^3- August) sollen die Boten von Zürich und Schwyz zu Basel sein und von da weiter reiten zu „dem fröwly von Burgundy" und da ausrichten, was ihnen aufgetragen ist. I. Auf Freitag zu Nacht nach MichaelStag (3. October) soll man zu Zürich sein, um vor Boten von Zürich, Bern und Lucern Spane, die sich zwischen dem Erwählten von Constanz und dem Capitel einestheils, und den Eid- ^vsten der acht Orte anderntheils erhoben haben, zu berechten, «i. Die Voten des Königs von Frank- ^>ch haben angebracht: Sie haben nun lange hier auf Antwort gewartet, die sei ihnen aber bis zu diesem ^"ge verzogen worden; sie begehren nun lauter zu wissen, ob man dem König die 0000 Mann "ach Laut des Abschieds zu Lucern um seinen Sold geben wolle oder nicht; es sei nicht, daß er derselben gerade jetzt bedürfe, aber er wolle sie aus Liebe und Freundschaft um seine Person haben, darauf ist ihnen geantwortet: „Nachdem wir alle mit den Burgunischen in Red von eins ewigen fridö "^gen komen syent vnd vns darin souil begegne?, das vns bedunk, das sölichs nit zu verachten, sunder nachzugedencken sye, so wellcnt wir fürderhin an alles verziechen vnser treffenlich Botschafft zu dem schicken vnd an Zun werben, an der fach eines bestands ze verfolgcnt, vmb daS wir die Richtung Diesten mögint, vnd ob sin künglich gnad in sölichem sin wil, das mög die tun, dann wir die darin als '"ö ftlbs versechcn wellent nach zöigung der verstentnuß, vnd daruff im besten die sechs Tusent knccht schalten, in Hoffnung, das sin künglich gnad vff vnderricht des Handels des nit mißuallens haben werde." Der König von Frankreich hat den Eidgenossen geschrieben, welchen Sieg er über die Burgunder davon getragen, wie er darauf sich bedacht und die Voten von Bern und Freiburg schnell abgefertigt habe. ^ schicke nun feine Botschaft zu uns heraus und begehre, daß wir mit den Burgundern nichts beschließe. Das ist geschehen und man hat darauf eine Votschaft von Bern und Uri an ihn abgeschickt. Herzog Maximilian von Oesterreich, des Kaisers Sohn, hat uns allen geschrieben und den Erwählten Constanz und den Grafen Ulrich von Montfort an uns geschickt mit dem Begehren, wir möchten gegenüber den Burgundern Frieden halten; er wolle das Land zu seinen Händen bringen und darnach mit uns Rede ^'lten vom Frieden und von andern Sachen, die uns beiderseits, da wir Nachbarn und deutscher Zunge i^en, wohl bekommen werden. >». Auf die Zusagen, welche die Burgunder gethan haben, hat man ihnen von Seite gemeiner Eidgenossen Boten zugesagt, den Wassenstillstand zu halten und die'Sachen in Ruhe ""stehen zp lassen bis zu Ende und Austrag des angesetzten Tages von Zürich. Hierin haben sich die ^°ten auch Lucerns gemächtigt und den Burgundern einen versiegelten Abschied gegeben. „Vff yetz ^unntag zu „acht (?. August) soll man zu sant Vrben sin, Sachen halb vch wol wissent." i. „In en Spennen, die sich haltent zwischcnt vnsern Aidtgnossen von sant Gallen und denen im Rintal von bcr Stür wegen, so die im Rintal meinent vff der von Sant Gallen güter, so vnder Znen gelegen, zu ksten, ist vff disem tag Zürich von gemainer Aidgnossen bottcn vf beider teilen fürwenden vnd verhören ""gesehen": Da die Güter Lehen des Gotteshauses St. Gallen seien, so soll der Abt ersucht werden, en Parteien ein unparteiisches Lehengericht aus Lehenmannen, die keine Güter im Rhcinthal, noch darbst solche zu gewinnen und zu verlieren hätten, setzen, dessen Spruch sie dann nachgehen sollen. «92 Iuli 1477. Zu d. 1477, 2. August (»ol -untta Xuguiti). Die Räthc gemeiner Eidgenossen von Städten und Ländern jetzt zu Zürich versammelt schreiben unter dem Siegel Berns an den Bischos von Sitten und gemeine Landschal Wallis: Da in dem frühen, Abschied zu Lnccrn sich ihrcthalb Vorbehalte finden, welche den Eidgenossen bezüglich der Verhandlungen mit Savoyen „unwcglich" scheinen, so haben sie einen andern gütlichen, nnvcrbundcnen Tag zwisllM den Parteien angesetzt, ans Sonntag nach ^««umptiolus Il-lnrio (17. August) nächsthin Nachts zu Bern zu sein, uw wo möglich eine Ausgleichung zu erzielen. (Deutsches Missivcnbnch I>. 77.) — Am 7. August meldet Bern a» Lucern, Uri, Schwyz und Unterwaldcn diese Tagansctzung zwischen Savoyen und Wallis, mit dem Ersuchen, Boten zu Hülse, Rath und Beistand auch dahin zu senden. Gleichzeitig setzt cS alle Eidgenossen in Kcnntinß, aß savoyischc Boten angelangt seien, um die noch »nauSgetragcncn Differenzen zwischen gemeinen Eidgenossen »nd dein Hause Savoyen zu endlichem Abschlüsse zu bringen, und ersucht daher alle Orte, ihre Boten zu diesem Zweck aus stncn Tag mit Vollmacht zum Abschluß z» senden. (Ebenda 78 b.) Zu e. 1477, 5. September (Freitag nach St. Verena) hat Jörg Stcinhuscr, der Bote der Herzogin von Mailand, meinen Herren die Schmach und Frevel „ergeben", welche Ludwig Seiler an seinem Knechte begangen, dieser im Geleit der Eidgenosse» war, nnd will seinerseits dem Seiler verzeihen. (Lucerncr RathSb»ch> Zu t. In Beziehung ans die gegen solche Lcnte ergriffenen Maßregeln ist merkwürdig das Schreiben an Basel und Solothur» vom 27>. September (Donstag »ach ^lnuritii) nachher (Deutsches Missivcnbnch gl l>), auch das Schreiben Berns an die Dccanc seiner Geistlichkeit vom 2». September gl. I. (Ebenda '.<4 Zu n. Auch schreibt Ludwig XI. den 24. Juli an alle Eidgenossen, sein Statthalter in Burgund habe Kcnntniß gegeben von einigen Briefen, die er geschrieben haben soll; dieselben seien aber von seinen Feinden crdich^' (Staatsarchiv Lucern, k. französische Missivc.) Zu p. „DiS ist der Burgundischcn bcgcrcn vnd bitte an die Eydgcnosscn, das sy dis nachgcschribcn suchin> wcrbint, ob sy das geschaffen vnd vindcn mögint: Item das die Personen widcrvmb zu Iren gittern vnd dem käment, wie das discr zit an Im sclbs ist. Item da« die Herren von Nüwcnburg, die wolgcporncn Herren, Heinrichen, Herr zu Nüwcnburg, vnd Philipp von Nüwenburg, Herr zu Fontancto, des Hcrtzogcn von Lntr'vA^ Gefangenen, vmb ein zimlich Schatzgclt, wie das die Eidgenosse» bcdncht, von Im lcdig gelassen wurdint. Jtcw v> da« die Eidgenossen Iren förderlichen flissc tügcnt vnd brnchent, das sy vnd das land Bnrgun (vnd sunderlich M»le bnrg) vsf die abrcdnng vfs dem tag Zürich beschlossen von den vindcn an lib vnd gut sürer vnd zu beslicssung ^ abscheids Zürich vngcschedigct belibcn mögint." Zu r. Nach einem Sprnchbricf im Stiftsarchiv St. Gallen, tt. «I. Zürich „vfs den leisten Tag monatS" 1477. »IIS Innsbruck. 1477, nach Mitte (»NNO »tv ^ setzt die Berathung des aus Fcldtirch mitgebrachten Entwurfs auf den 30. September Nachts, d. h. 1. Octobcr, fest. Der Abschied vom 2. Octobcr (915) giebt die Discnssion. Dem abstehenden Abschied 905 geht voran ein Conccpt der ewigen Bereinigung, welche den 13. Octobcr hernach von Zürich, Bern, Luccrn, Uri und Solothnrn, am 2«:. Januar 1473 dann auch von Schwyz, Untcrwaldcn, Zug und Glarus mit Herzog Sigmund abgeschlossen wurde. Das Conccpt ist auf alle acht Orte und Solothnrn gestellt und mit Vorbehalt der Schreibweise derjenigen Fassung wörtlich gleichlautend, welche die ewige Vereinigung vom 13. Octobcr hernach (Abschied 910) und auch die Beitrittserklärung von Schwyz, Untcrwaldcn, Zng und Glarus voni 20. Jänner 1478 (s. Bd. III. 1. S. 005 ff.) erhalten hat; nur enthält das Conccpt eine von beiden Urkunden abweichende Bestimmung bezüglich des Soldes. Während es nämlich in den Urkunden heißt: „Vmb Iren Sold, den vnscrn zugebend, wie das von vns bcschcch, ob die gcschcfft vnscr oder vnser erben wcren", und: „Vmb den sold vnscr gnediger Herr von Ocsterrich vnd sincr gnaden erben vns den zu geben, wie wir den einander in vnsern lendcrn geben, so wir in vnscrn eigen gcschcfftcn krieg haben" — heißt es im Conccpt: „In Iren cost vnd liffrnng der Spis anc sold" und: „In vnsers gncdigcn Herrn von Oestcrrich vnd siner gnaden erben cost vnd liffrnng der Spis ane Sold." (Siehe Absch. 914 I«. 915 n.) Dann ist zu Ende des ConccptS der Entwurf für die darin vorgesehene AnnahmS- erklärung der österreichischen Städte beigefügt, folgendermaßen lautend: „Wir Bürgermeister vnd Räte vnd die gantz gemeinde zu N. bekennen vnd tund kund offcnlich mit discm brieff, "ls dann der durchlüchtig hochgeborn fürst vnd Herr, Hertzog Sigmund, Hcrtzog zu Ocsterrich, zu Stir, zu Kerndcn vnd zc Crain, graue zu Tirol zc., vnscr gnediger Herr, des; ersten in ein ewig vnd loblich bcricht durch den allcrcristcn- üchsten küng Ludwigen zu Frankrich, vnscrn gncdigistcn Herrn, zwüschcn dem genanten vnserm gncdigcn Herrn von Ocsterrich an einem, vnd den Strengen, vcstcn, ersamen vnd fürsichtigen wiscn gemeiner Eidgnoßschaft von Stetten vnd lendern, mit namcn Zürich, Bern, Lntzcrn, Vre, Switz, Vndcrwalden ob vnd nid dem Kcrndwald, Zug vnd das vsser ampt daselbs zu Zug, Glarus vnd Solotorn, an dem andern teil, gemacht, vnd darnach jetz in ein ewige cynnng vnd vcrstentnuß mit Inen Jngangcn ist, daz wir vnd vnscr nachkamen by den cidcn, Pflicht vnd crcn, so wir dem ob- genantcn vnserm gncdigcn Herrn von Ocsterrich getan haben vnd schuldig sind, dieselben obgerürtcn bcricht, vcrcinung vnd vcrstcntnnß lutcr, volkomcnlich vnd gctrnwlich in allen puncten vnd artikcln mit demselben unscrm gncdigcn Herrn vnd sincr gnaden erben gegen den obgcnanntcn Eidgenossen von Stetten vnd lendcrn halten vnd der crbcrlich nachkamen wellen, doch vnserm oftgcnantcn gncdigcn Herrn von Ocsterrich vnd sincr gnaden Erben an Jr fürstlichen Obersten sust j„ a„dcnveg allzit vnvcrgriffcnlich vnd anc schaden, alles gctrüwlich vnd anc gcvcrdc. Vnd des; zu einem waren, vcstcn vnd ewigen Vrkund, so haben wir, die obgcnantcn Bürgermeister vnd Räte vnd die Bürger, gcmeinlich vnscr Stctte Jnsigcl offcnlich an discn brieff gehenkt, der geben ist" zc. zc. 694 Juli 1477. MS »11«. Turin. 1477, ?«. Juli. Artchlv Hrelbueg. Jolanta, Herzogin und Regentin von Savoyen, sendet der Stadt Freiburq durch eine die Unterwerfungsurkunde vom 10. Juni 1452 mit einem dieselbe entkräftenden Anner zurück ^ zichtet in ihrem und ihres SohneS Namen auf alle daraus fließenden HoheitSrechte. Siehe unten Absch- - »11V. ^»irick. 1477, 4. »»d yz. August. S«aa»»ar«t,l» Bern! katelnlsche» Mlsslvenbuch, N. !i8, 5N. ^ hklt Die Boten der Eidgenossen senden den Adrian von Bubenberg, Ritter, Schultheißen zu Bern, Johannes Waldmann, Ritter, und den Johannes Jmhof mit einem Beglaubigungsschreiben an den > von Frankreich, an den Herrn von Craon und die königlichen Hauplcute in Burgund. Zi»el lateinisch« Briefe unter rem Siegel Berns »118 (Wahrscheinlich) Bern. 1477, 17. August. Staatsarichlv tkncern! Allgemein» Abschiede, ll. l2t. „Vff den artikel des landeS in der Wadt, als die Hcrtzoqin von Savoye bcgert, daS die eid^"^ sy desselben landeS in der Wadt vnd alles des dem HuS von Sauoye vnd den sincn entwert ist/ ' gendeS wider in qewerd setzent vnd wider bekeren wöllen, so wölle sy den citgcnossen von nu sant ^ tag vber ein Zar 50,000 Rinscher gülden sammenthaft geben, wie denn dz derselb artikel darvw dem Tag zu Nysse abgeredt witer begriffet. ^ Ist daruff der eitqenossen antwurt, vorab ob die Hcryogin von Sauoye solich 50,000 nu St. ZohannStaq vber ein Zare den eitgenossen also bar vsrichten wil, so wölkend sy die der Wadt, was denn der qraff von Remondt Jnqehept hat, durch liebe willen widerumb zu den« » ^ Sauoye komen lassen zu Iren vnd ZreS suneö deS Heryoqen Händen, doch also, das dz selbe ^ der Wadt niemerme dem grauen von Remont zu flnen Händen wider werden sölle, vnd such vorbehalten Murtcn, (yrankort vnd Eudreffin mit Jr zugchörde, dz wöllen die eitgnossen 2n0' ^ behalten vnd nit wider keren. Die eitgnossen wöllent ouch daS land in der Wadt die zit vS vnd bitz das die 50,000 gülden b«^ werdent, mit aller nuhung Jnhan, mit vnderschid, ob die Hertzoqin von Sauoye dieselbe 50,00<1 gu ^ bitz zu dem vorgenannten St. JohannStag nit bezalt, das denn dannenthin dasselbe land ewiges eitgnossen zugehören vnd niemerme an daS HuS von Sauoye komen sol." August 1477. ggg Abschiedsragment mit der offenbar unrichtigen Bezeichnung 1476. Nach Abschied 904 I> und Note zu l» sollte auf den 17. August eine Verhandlung gemeiner Eidgenossen mit Savoyen in Bern stattfinden. Der folgende Abschied vom 20. August (909) zeigt, daß wirklich zu dieser Zeit die savoyischcn Boten in Bern waren. ES dürfte das Obige daher wahrscheinlich die gemeincidgenössische Verhandlung vom 17. August 1477 sein. SO» Bern. SV. Aug,»st. Staatsarchiv Bern. Zolanta von Frankreich, Erstgeborne und Schwester der allerchristlichsten Könige, Herzogin von Savoyen und Vormünderin ihres Sohnes, des Herzogs Philibert von Savoyen, einerseits, die Schult- ^>ßen, Räthe und Gemeinden der Städte Bern und Freibürg andererseits erneuern nach Beilegung klniger zwischen ihnen entstandener Streitigkeiten die von ihren Vorfahren hergekommene Freundschaft und Verbindung in folgender Weise: 1. Savoyen leistet auf ergangene Mahnung innert Monatsfrist den beiden Städten oder einer derselben gegen jeden Angreifer, ausgenommen die Vorbehaltenen, Hülfe U'ncrthalb eines Gebiets, das durch eine von Bern und Freiburg nach Zürich gezogene Linie und durch die ^niinat, Are, den Hartenstein und den Felsen Pierre-Pertuis bcgränzt wird; umgekehrt leisten die beiden Städte Savoyen Hülfe überall innert der Gränzen der Bisthümer Sitten, Lausanne und Genf. Veid- geschieht die Hülfeleistung in eigenen Kosten. 2. Zeder Theil hilft dem andern, Leute, die dem Recht jhres Wohnorts nicht gehorsam sein wollten oder sich gegen dasselbe auflehnten, gehorsam machen. Kein Theil soll Angehörige des andern in Burgrecht oder Schirm nehmen, ausgenommen sie wollen bei ll)»i ihren beständigen Wohnsitz nehmen. 4. Kein Theil soll den Feinden des andern Speise, Trank, Ausschalt und Durchzug geben oder andern Vorschub leisten. 5. Znnert abgemeldeten Gränzen sollen alle Städte, Festungen und Gebiete jedem der contrahirenden Thcile in seinen rechten Kriegen und Geschäften Ten stehen, doch so, daß alle Durchzüge auf Befehl der betreffenden Obrigkeit und unter ihrem offenen Geldzeichen nach genügsamer Anzeige und gegen Bezahlung aller Bedürfnisse geschehe. 6. Zn allen ^escn Sachen werden von Savoyen ausgenommen und vorbehalten der Papst, das römische Reich, der König »on Frankreich, der Herzog von Mailand, die eigenen Vasallen und alle, mit denen es bis zur Stunde in Bündniß oder Verpflichtung steht. Die beiden Städte ihrerseits behalten vor den Papst, das römische Reich, den König von Frankreich, ihre alten und neuen Eid- und Vundgenossen, ihre Bürger Und alle, mit denen sie in Bündniß oder Verpflichtung stehen. Spätere Verbindungen sollen diesem Zutrage nachstehen. 7. Znsbesondere ist beredet, daß, wenn die Grafschaft Burgund oder Zemand aus ihr e>nen der contrahirenden Theile anfallen oder beunruhigen wollten, dann jeder Theil dem andern beholfen soll, das eigene Land zu schützen und den Feind zurückzuschlagen. 8. Weitläufige Festsetzung des Rechtsverfahrens, wenn die contrahirenden Theile oder ihre Angehörigen Civilstreitigkeiten oder Verletzungen hegen einander zu berechtigen haben. 9. Die Kaufleute sollen in ihren Geschäften geschützt sein und Zoll, Geleit u. f. w. nicht strenger gehalten werden als von Alter her. 19. Kein Angehöriger des ^i»en Theils soll einen des andern Theils verHeften oder verbieten, ausgenommen den rechten Schuld- Uer oder Bürgen um gichtige Schuld und in den bezüglich des Rechtsverfahrens festgesetzten Fällen. 696 August >477. Ungichtige Schuld soll vor dem Richter des Wohnsitzes des Angesprochenen eingeklagt und daselbst soll dem Kläger innert vierzehn Tagen Recht gehalten werden, l I. Ausschluß der geistlichen Gerichte, ausgenommen um offenen Wucher und um Ehesachen, 12. Von zehn zu zehn Jahren soll dieses Blindniß nach alter Gewohnheit mit Eiden erneuert und beschworen werden. — Beilage l!Z. Pergamenten» Urkunde mit anhangendem savoyischem Giegel. Auch im lateinischen Missivenbuch lt. KZ. »tl» Bern. 1477, ?I und Anglist. ?taat»arehtv Ber»! Deutsche» Missivenbuch, l>. 81 k. Lateinische» Missivenbuch, l>. KZ. ». Gemeiner Eidgenossen Räthe jetzt zu Bern versammelt schreiben an die Boten in Frankreich, Adrian von Bubenberg, HanS Waldmann und Hans Jmhof: Sic wissen, wie auf dem Tag zu Zürich ein Tag zu Bern zu leisten angesetzt worden sei; dieser sei nun von allen Eidgenossen, auögenow' men von GlaruS, gehalten; man habe den Bischof von Grenoble „siner bcvelch verhört, die vff ersuch der hilff dem kling vnd teillung der graffschast Burgund, ouch bestätung der vereynung gestelt gesatzt iü ' und darauf habe man einen andern Tag nach Lucern gesetzt, um über diese Eröffnungen mit Bedach zu rathschlagen. I». Gemeiner Eidgenossen Boten verwenden sich in einem lateinischen Schreiben bci>» Herzog von Lothringen für Freigebung des in seiner Gefangenschaft befindlichen Herrn von NeuenburZ und bitten ihn, die Haltung des zu Zürich verordneten Waffenstillstands auch den Seinigen zu gebiete»- ?D»K Areiburg. 147 7, August. Arecht» Hr«tburg. , Urban von Chivron, apostolischer Protonotar und Abt zu St. Amadei, und Stephan Paeot übergeben als Abgeordnete der Herzogin von Savoyrn dem Rathe von Freiburg den UntcrwerfunqSact vo>» 1l>. Juni 1452 mit einer daran gehängten auS Turin vom 2l». Juli 1477 datirten herzoglichen ErklärU»^ welche die Stadt Frciburq von allen durch jenen Act eingegangenen Abhängigkeitsverhältnissen freispricht Beilage U4. »VIT Beru. 147 7, August. Teaattarechi» Bern: Lateinisch«» Missivenbuch, tl. KK d. Die Boten der Eidgenossen setzen dem König von Frankreich brieflich auseinander, welche Vorths für ihr Land die Messe von Genf gewähre und wie sehr sie unter dem vom König an seine Unterth»»^ zu Gunsten der Messe von Lyon erlassenen Verbot des Besuchs der Genfer-Messe leiden; sie bitten 'h" also, zu ihrem und aller christlichen Völker Nutzen, jene Hindernisse wegzuräumen und den Besuch Messe von Genf wieder freizugeben. September 1477. 697 »R». Turin. Ä477, t«. September. ?>rchiv Arelburg. Urkunde der gänzlichen und feierlichen Entlassung der Stadt Freiburg und ihres Gebiets aus dem Unterthänigkeitsverhältniß zum Hause Savoyen. — Beilage l>Z. Lucern. 1477, 1 September (Mittwoch »ach Nativiwtis Nario). TtaatSarctilv Lueer»: Lucerner Zlbschledc, II. 101. Staatsarchiv Ziirtch: Tschudischc Sammlung I. 17. Stadtarchiv St. ltlallc». Boten: Zürich. Hans Tachelshofer. Bern. Anton Archer; Bartholomäus Huber. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß; Caspar von Hertenstein. Uri. Hans Frieö. Schwyz. Cunrad Zacob. Unterwalden. Zenni in Diegifchwand; Paul Enentachers. Zug. Der Amptz. Glarus. Hans Kuchli. Frei bürg. Zacob Bugnet. Solothurn. Der Stadtschreiber. ». Der Bernermünze wegen soll Zedermann heimbringen und zu Rath werden, ob man eine gemeine Münze machen oder wie man sich der Münzen wegen halten wolle. Inzwischen sollen die von Bern die Sache ihrer Münze halb anstehen lassen. I». Dem Vogt von Baden wird geschrieben, er soll sich bei denen von Klingnau verwenden, daß der Herr von Virmenstorf seine Pfründe zu Klingnau behalten könne, wie ihm zugesagt worden ist, „ob anders ein gemeint» von Clingnow Zn empfangen haben". ^ Zacob von Schlingen und seine Gesellschaft haben aus Cöln den Eidgenossen geschrieben und ihnen alle Kopien und dazu etwelche Kundschaft über Reden geschickt, die den Knechten an ihre Ehre gehen. Darauf 'st beschlossen, denen von Cöln zu schreiben, daß alle vorigen Schriften von gemeinen Eidgenossen ausgegangen seien, und sie zu bitten, daß endlich die Unfern für ihre Ansprachen befriedigt und ihnen ihre Ehre wieder gegeben oder eines der von ihnen gebotenen Rechte aufgenommen werden möchte. «I. Die Boten des Königs von Frankreich klagen, es haben etliche Eidgenossen Geld von ihnen genommen und versprochen, ihnen Leute anzuwerben, das nun aber nicht gethan nnd doch das Geld behalten. Znsonderheit habe solches Geld Cunrad von Ergöw, Burger und Hintersaße derer von Bern und Solothurn, angenommen. Darauf ist beschlossen, daß Zedcrmann den Seinen, welche in dem angegebenen Falle sind, befehle, solches Geld dem König zurückzugeben. «?. Bezüglich der verlangten Stellung der 6000 Mann in den Dienst des Königs von Frankreich zc. hat Zürich geantwortet, man soll die Rückkehr der Voten, die Man an den König von Frankreich und an das Fräulein von Burgund gesendet, und den Erfolg ihrer Bemühungen zur Herstellung des Friedens abwarten; komme der Friede nicht zu Stande, so wolle Zürich bem König halten, was es versprochen und besiegelt habe. Bern will getreulich halten, was dem König verbriefet und besiegelt ist; in Betreff der übrigen Stucke, des Delphins und einer nähern Verbindung wegen, soll der Bote anhören. Lucern antwortet gleich wie Bern. Uri, Schwyz, Unterwal- ven und Zug wie Zürich. Freibürg und Solothurn wollen die gegen den König eingegangenen Verrichtungen halten; bezüglich der weitern Anbringen hat der Bote von Solothurn Gewalt, wie die von 88 KW September 1477. Bern und Luccrn. f. Die Klage der französischen Boten, daß viele Knechte der Eidgenossen nach D»r gund zu deö Königs Feinden laufen, soll man heimbringen und solches verbieten, auch denen, die sM" fortgczogen wären, bei Ehre und Eid gebieten, heimzukehren, je. MurtcnS und der andern wegen, welche die von Bern allein zu behalten meinen, soll Bern sich auf nächstem Tag zu 5'"' erklären, ob es den übrigen Orten Antheil daran geben wolle oder nicht; denn diese gedenken ^ ihrem Anspruch darauf nicht abzustehen. I». Auf Dienstag zu Nacht nach St. MichaelStag (>19- ^ tember) soll man zu Lucern sein wegen der ewigen Vereinigung mit dem Herzog von Oesterreich, ' dieselbe zu Innsbruck verabredet worden ist. Inzwischen soll man die Sache allenthalben berathen, man die vereinung besliessen wölle der hilff halb, vmb die lifcrung vnd costcn oder vmb den sold, der in der ewigen Richtung bestimpt ist, vnd sol Icderman sin botschaft mit vollem gewalt zu Luc"" han, die fach zu besliessen, als deö die österrichischcn botten erwarten wölken vnd die botten witcr wN zesagen". I. Der Bischof von Grcnoble hat deö Königs Begehren des Landes Oberburgund wegen ' gebracht, nämlich sein Anerbieten, den Eidgenossen statt desselben Geld oder etliche ihnen gelegene Sehl zu geben, doch daß sie ihre Knechte nicht gegen ihn laufen lassen. Auch erbiete sich der König, si' Sohn mit den Eidgenossen in ewige Vereinigung zu bringen und ihnen abermals die aufrichtige Hu ^ alles dessen, was er der Pension und anderer Sachen halb verschrieben hat, zuzusagen. Der D" hat serner begehrt, daß man dem König die Mann, die man ihm zugesagt, »im seinen Sold si' wenn er etwa gegen den Sommer hin dieselben nöthig haben sollte. Antwort: Waö man dem . verbriefet und versiegelt habe, das wolle man getreulich halten; alle andern Sachen wollen die B heimbringen und ihre Herren und Obern darin handeln lassen. Dabei hat man dem Bischof emvi« dahin zu wirken, daß den Eidgenossen die Pensionen und Gelder, welche verfallen seien, ausbezahlt w" ^ Gemeiner Eidgenossen Räthe von Städten und Ländern schreiben an Bürgermeister und Stadt St. Gallen: Nachdem die Unterhandlung zwischen dem Herzog von Mailand und gemeinen ^ genossen und ihren Zugewandten bereits dahin gediehen seien, daß man sich über alle vergangenen ^ verglichen habe und auch St. Gallen und Bern, die in den frllhern Eapitcln nicht gewesen, dareM genommen und der Privilegien und der Zollfreiheit thcilhast gemacht worden seien, so möchten sie betreffenden beträchtlichen Kosten fiir Verbricfung, Ehrung der mailändischen Boten u. s. w., we>^ auf die Orte nach Vcrhältniß vcrthcilt, ihren Thcil ebenfalls übernehmen und sofort nach Lucern ^ auch die Eapitel, deren Abschrift man ihnen zustellen werde, getreulich beobachten. Man werde ' ^ auf St. Maurizentag einiger Geschäfte wegen im Namen aller Orte Boten von Zürich und L» nach Mailand senden; sofern St. Gallen diesen etwas aufzutragen habe, möge eS berichten. «,in Zu«. 1477, I Z. September (Samstag nach Xntivitati» Zilnria). Bern schreibt an Luccrn: wcibel, Heinrich von Kunricd, sei bei dem von Craon im Lager vor Dole gewesen, um ihn zu bewegen, d>c . gegen die Burgunder ruhen zu lassen; dieser aber habe da« Begehren abgeschlagen, Befehle de« König« und erklärt, wenn er einmal Dole genommen habe, so hoste er auch Salin« zn nehmen und den Salzbnw ^ ^ zerstören, wa« Bern sehr ungelegen wäre. Die Burgunder verlangen eine Botschaft von gemeinen hc könne nicht von sich an« entsprechen und bitte Luccrn, da« Begehren an die Eidgenossen zn bringen. ^ von Burgund danken in einem Schreiben, ll. <1. Salin« v. September, Bern fttr die Sendung Heinrich« vo» ' ^ rieb und bitte», wenn Eraon sie verdächtige, so möchte man ihm nicht glauben, sondern ihnen Htilfc senden. ^ archiv Luccrn, Acten: Burgundcrtricg.) — Zu r. 1477, Lv. September (vi^ilia, dlattboi). Bern schrc> October 1477. 099 Lucern: Nach dem Abschied zu Lucern habe es den Scinigcn alle Kriegsläufe abermals verboten; aber es kommen Viele aus Unterwalden, auch aus Luccrn, durch sein Gebiet und treiben mancherlei Unfug, was auch die Seinigen wieder aufrege. Auf nächstkommendcm Tag zu St. Urban wolle man mit Luccrn und den Boten der andern Städte Uber dieses und Anderes rede». (Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch v. 89. Staatsarchiv Lucern, Acten: Burgundcrkricg.) — l fehlt im Lucerner-Abschied, k in beiden, ist dagegen einem mit dem Siegel Luccrns in aller Eidgenossen Namen besiegelten Missiv von Mittwoch nach Rativitat.iL Nario (10. September) im Stadtarchiv St. Gallen entnommen. »AS. Luccrn. 147 7, T. Octobcr (vff s-»u xeodcgaricniag). Staatsarchiv t!»c«r»! Luccrncr Abschicdc, II. 10». Staatsarchiv iitirich! Abschiede, l. 21. Boten: Zürich. Meister Widmer. Bern. Wilhelm von Dießbach, Ritter. Lucern. Heinrich Hasfurter, Ritter, Schultheiß; Peter Rust, Altschultheiß; Hans Feer. Schwyz. Ammann Jacob. Unterwalden. Ammann Zimmermann. Glarus. Vogt Rietler. Solothurn. Der Stadtschreiber und Urs Steger. Uri und Zug. (Niemand.) n. Der Vereinigung wegen, welche zu Innsbruck zwischen dem Fürsten von Oestereich und den Eidgenossen entworfen («gesetzt") worden ist, antworten Zürich, Bern, Lucern und Solothurn, dieselbe gefalle ihnen wohl und es scheine ihnen, es sei der Eidgenossen Nutzen und Ehre, sie anzunehmen. Schwyz und Unterwalden antworten, «sy wellen mit der nüwen vereinig gantz mit ze schaffen han, lnnder by der alten einig vnd richtung beliben vnd die gütlich halten". Glarus: Weil die Voten der übrigen Orte in der Antwort nicht einig seien, so wolle es die Sache heimbringen; bei Stimmencin- l>clligkeit Hütte der Bote Gewalt gehabt, einzutreten. «Von der obgenanten vnsers Herren von Oesterrich ^ch der einig wegen sol man heimbringen, wo der artikel, da da ftad, dz sin gnad Im selbs vorbehalten ^er gnaden herlikeit an den stellen, dz zu dem artikel in die einig gesetzt, also: ««doch also, dz disse k'nig vnd die vorder bericht mit desterminder mit allen sinen artikeln zu ewigen ziten by krcften stätt beliben vnd dem nachkomen werden;"" item vnd dz ouch die Stctt in Irem verbricffen den artikel setzen vnd den x Iaren schweren, als obstat; vnd dz der fürst sold vnd nit die spis geb; wo man ^ zwey stuk gehaben, bedunkt die botten, dz dann wol vffzenemen sig, vnd ob alle ortt dz nit vffnemen, bi doch die so dar In gan, wol dz vffnemen vnd dar In gan mögen; doch dz vorbehalten, welche ortt ietz nit dar In gan weiten, dz die doch nachmalen, wan Inen dz eben ist, ouch dar In gan mögen, Z»Mas als ob sy setz dar In gangen wercn, vnd darvmb sol man Zürrich vff dem tage völlig antwurt geben. Vnd als die botten von Oesterrich dar an nitt benügung haben, so ist Inen fürer von den vier ^ckcn zugesagt, wo die liffrung dar vs kumpt vnd ein sold dar In gesetzt, wel man mit sinen gnaden bffnemen; doch sol man vmb den andern obern artickel ouch versuchen, ob der euch dar In komen, vnd ^ ouch darby vorbehalten, welches ort mc dar In gan, dz ouch beschechen, dz sy dar In werden gelaussen, dann segklicher bott wol weiß ze sagen." I». Auf das wiederholte Begehren deS Jörg Beck um ein schreiben und eine Votschaft nach Basel soll man auf dem Tag zu Zürich Antwort geben. «. Schwyz und Unterwalden sollen in Betreff Engelbergs auf nächsten Sonntag nach Lucern völlig Antwort geben. ^ Zürich soll den von Kleberg zu Recht halten. «. Die Voten der Herzogin von Savoycn begehren: 700 Oktober 1477. I. Die Eidgenossen möchten die von Wallis vermögen, entweder das auf die Boten der Eidgenosse angebotene Recht auszunehmen oder einen Tag behufs freundlicher Verständigung zu leisten. ^ Wallis auf keinen dieser Vorschläge eingehen wolle, so möchten wenigstens die Eidgenossen denist ^ weder Beistand noch Hülfe leisten. 2. Savoyen begehrt, daß man ihm daS Land Waadt, welches Grafen von Romont gewesen, wieder lasse; in diesem Falle wolle cö 50,000 Gulden bezahlen, und zw'" die Hälfte auf nächste Lichtmesse und die übrigen 25,000 innert Jahresfrist. Auf diese beiden Begehrs soll man von nächstem Tag aus antworten und die Antwort nach Bern schreiben, welches selbe dan der Herzogin mittheilen soll. f. Zwischen dem Schmid und dem Arbringer, beiden von Villmergen, > nach Klage, Antwort, Rede und Widerrede beider Thcile erkennt, daß sie einander fürderdin uncrNi lassen sollen. Wollen sie dieses nicht thun, so sollen sie mit ihren Kundschaften abermals vor die Boten der Eidgenossen nach Zürich kommen. Die von Bern haben die Münze der Eidgenossen venusc , weil man die ihrige nicht mehr annehmen wolle wie frlther. Darauf sind sie gebeten worden, Eidgenossen in der Münze zu bleiben wie vorher. Sic haben geantwortet: „Wel man 3r müntz wie vor, so wellen sy von Zrem fürnemcn stan vnd die müntz mit vnS nemen vnd geben wie sor schechen." Darüber soll man sich auf dem Tag zu Zürich erklären, damit man eine gemeinsame M" habe. Dazu soll man heimbringen, „dz gemein cidgnosscn ein müntz schlachen vnd machen in gc>"" Eidgnosscn costen, nutz vnd schaden; welche aber nit darJn sin, dz doch die vbrigcn, so nutz vnd >ct"> haben, ein Müntz machen, doch dz in den ortten, wie die anqescchcn, qenomcn vnd dz man dam" frömden Müntz vom land trib; so komm ouch ietz frömd kölnsch guldin vnd ander böß quldin vnd M""V? darvor sol man sich zc nemen wüsscn ze Hütten, denn man wirt sust betrogen". I». lieber das A" bringen des Bischofs von Grenoble, daS icder Bote wohl kennt, ist beschlossen, man soll auf nächst"" ^ zu Zürich Antwort geben, damit er dem König berichten könne. Mit diesem Beschlüsse hat er sich begnügt, sondern eine sofortige einläßliche Antwort begehrt. Darauf haben die Boten der vier 6^' Zürich, Bern, Lucern und Solothurn im Namen ihrer Herren erklärt, waS ihre Herren dem . verbrieft und versiegelt haben, das wollen sie unbedingt halten; bezüglich der weitern Anbringt"? ^ Delphins und anderer Sachen halb, wollen sie das Beste tun und „darumb red hören". Zu 1477, 1 7. September. Rathschlag von Bern! Es ist gcrathen, das; man mit den vier StädtM ^ Bund mit Oesterreich annehmen wolle; wollen andere Eidgenossen demselben beitreten, so soll c« ihnen osscn s>^ ' lBerner Rathsmanual XXII. 1SK.) Zu e. 1477, 27. September (Samstag vor Michaelis): Bern begehrt vom Bischof von Wallis in der manigsaltigen Bedrängnisse, welche Krieg, Thcurung »c. über die Länder gebracht, daß er die „Bestände" z""^ Wallis und Savoyen, davon zu Bern und im Wallis selbst geredet worden, annehmen und zusagen wolle, ^ selbe seinerseits angenommen habe. (Deutsches Missivcnbuch 0. '.»2 li.) — Den 2». September (Sonntag Michaelis) „snell" schreibt Bern an Frciburg: Aus emsiges Ersuchen habe der Bischof von Sitten für sich ""d ' Landschaft Wallis den Bestand mit dem Hause Savoyen bis St. Iärgcntag nächsthin angenommen und zu ^ ^ versprochen, sofern die Gegenpartei denselben ebenfalls ehrlich halte. — Unter gleichem Datum verdankt BcM " Bischof von Sitten diese Zusage und meldet ihm, das; cS selbe an Savoyen mitgcthcilt habe. (Ebenda 93 ^ ^ Oktober 1477. ttl« Zürich. R47 7, IS October (Monwg vor Gally. Ewige Vereinigung und Verständnis, mit gegenseitiger HülfSverpflichtung gegen Angreifer zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich fstr sich und seine Erben einerseits, und den Städten und Orten ^''rich, Bern, Lucern, Uri und Solothurn andererseits. — Beilage e auf nächste Lichtmesse 26,00» Gulden und von da über ein Jahr auch auf Lichtmesse 26,000 Gulden ^bcn und dieses nach aller Nothdurft versichern, sei eS durch Verpfändung deS Landes oder durch Bürgen. Jedes Ort soll auf nächsten Tag hierüber seine Antwort geben, Bern sodann dieselbe der Frau dem jungen Herzog von Savoyen zuschreiben. «I. Der Abt von St. Gallen bittet, man möchte "m denm von St. Gallen reden, daß sie keine Leute aus seinen Gerichten zu Burgern annehmen, und die EotteöhauSleute weisen, das Burg- und Landrecht mit den vier Orten mit Eiden zu erneuern, v. Die Schaffhausen meinen, wir sollen einen Tag ansetzen, um mit ihnen über Verlängerung ihres Ver- H'ndnisses mit den Eidgenossen und über Abänderung einiger darin enthaltenen Artikel zu rathschlagen; "ucb würden sie gerne sehen, wenn Uri und Unterwalden ebenfalls beitreten wollten. Darüber soll auf nächsten Tag geantwortet werden. 1'. Rudolf von Wippingen von Freiburg bringt an, der Diamant '"'"de seines ErachtenS 16,000 Gulden gelten. Man trägt ihm auf, daß er mehr dafür zu erhalten ""6)te; möchte das nicht sein, so will man den Stein um 16,000 Gulden geben. „Item vnser eid- ^nopen von Zürich, Bern, Lutzern vnd Vre haben minem gnädigen Herren von Oesterrich die ewige verstent- "uh, wie djx zuletst der abscheid zu Lutzern gewesen ist, zugesagt, die brieff vfgericht vnd sind zu versigeln Überwegen. Vnd habent der fürst vnd sy einander nachgelassen, ob vnd wenn die andern ort vnser "'^nosschafft dar In wellent, das sy dann die dar In ouch lassen wellint. DaS söllent die Kotten der Herren, die noch nit dar In sind, ernstlich heimbringen, daS sy in solich bericht ouch fürderlich gangint sich pon den andern nit sundrint." I». Da Herr Hermann von Eptingen mit dem Grafen Ederen d von Württemberg zu Urach vor denen von Constanz im Recht steht und gebeten hat, ihm und seinen "basten zun, Beistand in ihren Kosten Boten zu geben, ist ihnen bewilligt, solche nach Belieben aus ^ Ort der ganzen Vereinigung zu nehmen, t. Auf diesem Tage ist eine Botschaft des Königs von ^"nkreich erschienen, nämlich Herr Jost von Silinon, Bischof zu Grcnoble, und der Herr von Roche- 1°uart. Sie haben im Namen des Königs angebracht, waS folgt: Erstlich möchte man die Knechte, 7V? ' Oktober 1477. welche, der Vereinigung mit dem König zuwider, den Burgundern zu Hülfe laufen, zu Hause behalten, zweitens bieten sie ein auch auf den Delphin sich erstreckendes Bündniß an; drittens machen sic ^ Antrag, für die Grafschaft Burgund Geld zu geben, so viel als die Burgunder bieten oder 20,000 Guldcä mebr, oder dann, wenn die Eidgenossen lieber Land wollen, die Grafschaft mit ihnen zu lkcilcä' endlich viertens mit den Städten der Vereinigung ein Verständnis zu machen, wie das alles weiter besprochen worden ist. Darauf haben der Eidgenossen Boten einhellig geantwortet: Sie babcn Befehl ihrer Obern zugesagt, die Vereinigung mit dem König getreu zu halten; über die Erstreck""^ des Bündnisses auf den Delphin aber haben etliche von ihren Rüthen und Gemeinden noch keine D" macht ertheilt, etliche Orte seien vor der Hand nicht Willens, in eine solche einzutreten; den britw Punkt belangend, wollen sie selben vor der Hand noch anstehen lassen und zusehen, wie sich die in diesen angefangenen Händeln erzeigen und was die angesetzten Tage bringen. Als Liebhaber des Frie erni>l>6> und aus Neigung zum König haben darauf gemeine Eidgenossen von den französischen Boten Kräsre" begehrt, sie möchten sich für einen Waffenstillstand gegenüber den Burgundern beim Könige nach ^ verwenden, auch daß er eine freundliche Tagleistunq vor gemeinen Eidgenossen annehme und ihnen >" ^ Sache gütliche Vermittlung gestatte. Das wollen die französischen Boten an den König bringen, sonders Burgunds wegen, worüber sie zur Zeit allein zu handeln Befehl haben. Was ihnen die5i'' begegnet, wollen sie bis Maria Empfängnis nächsthin (8. Dccembcr) den Eidgenossen verkünden. Des ständnffseS wegen mit den Niedern Städten ist nichts geantwortet, indem die Boten dieses zuvor an' Obern bringen müssen, ohne deren Befehl ihnen nicht geziemt, irgend etwas in der Sache zu hä"^"' It. Der Erwählte von Constanz hat im Namen des Kaisers, Graf Huq von Montfort im Nanwn Herzogs Maximilian, Sohns des Kaisers, gebeten, zu helfen, daß die Burgunder zu Frieden koiniw^ mit der Erbietunq, „das Herzog Maximilian sich mit einer ewigen verstentnuS vnd richtung, wie " Hertzoq Sigmund beschechen sye, zu tunde, vnd daS vnS allen vnser fryheitten vffqcricht sollint wer^"' vnd ob yemant dar Inn vtzit gepreste, das sölle such ervollrt werden". Ferner möchte man den . ^ Maximilian vor dem König von Frankreich bei seinen burqundischen Landen schirmen oder, wenn ^ nicht sein möchte, wenigstens nicht wider ihn sein. „Daruff ist geratschlaqrt vmb ein richtung, "ls ^ gcstellct ist, die sol yetwedcrman heymbrinqen vnd mag die mcren oder mindern iegklicher nach gevallen." Doch soll man auf den NeuiahrStaq zu Nacht mit voller Gewalt, dieselbe zu beschließen, Altrich sein. Darauf ist der Waffenstillstand mit den Burgundern bis auf Maria Lichtmeß (2. 1478) verlängert worden. I. Der 150,000 Gulden wegen, welche die Burgunder geben sollen, ist sondere? Schuldbrief gestellt, daß selbe innert den drei nächsten Jahren fe mit 50,000 Gulden auf ^ hannstag im Sommer abbezahlt werden, ni. Der Herzog von Lothringen bat die Städte und 6^'^ ^ „Montquamtin", Montmedy und „Brem" (? Brich), die während des Waffenstillstands ikm durch ^ Gubernator von Luxemburg abgenommen worden sind, herausfordern lassen. Darauf wurde geratb^ ^ solle seine Botschaft deshalb an den Herzog Maximilian schicken. Würde da, was die Eidgenossen warten, ihm nicht entsprochen, so soll die Sache auf den Tag zu Altrich vor die Boten der Fürsten, ^ und Länder der Vereinigung kommen. Findet sich dann wirklich, daß die benannten Städte und ^ dem Herzog von Lothringen während des Waffenstillstandes abgenommen worden sind, so soll , Maximilian sie ihm herausgeben und sollen nichtSdestomindrr die Gefangenen bis zum Ausgang Stillstandes ledig sein. Ottober 1477. 703 Zu e. Dicse Verhandlung kani während der Periode, welche der gegenwärtige Abschicdcband umfaßt, nicht mehr zum Abschlüsse, sondern erst durch den Act vom 21. Februar 1478, siehe die Beilage 63 (welche im folgenden Bande fehlt) und Abschied 3 im Bd. III. 1. — Zu s. Bcrncr NathSmanual XXIII. 123. 1477, 29. De- cembcr (Montag nach dem heiligen Tag). ?re von ihnen ausgegangenen Schriften auf dem Tag zu Zürich und auch sonst seither gelesen, verstanden ^nd sich jhrxs Wohlbefindens gefreut; „dann ouch deshalb allerlei) red sind gebrucht, die besser erspart tveven". Man habe mit dem Bischof von Grenoble vertraulich gesprochen: „ob üch ütz not were oder ^urd, ,'jch in üwern notdurften fürzusechen". Das habe dieser auch zugesagt; sie mögen sich alio an 7 (14 Oktober und November 1477. ihn wenden, besonders wenn ihnen zu ihrer Abfertigung, welche man so viel möglich beschleunigt wünsch etwas mangeln sollte. „Vnd wenn sich daS beqipt (wellen) gütlichen scheyden, als ir dann mit zu tun wol wlissen. Dann vnser gemeinden gar gern (iwer gute mär, die dann zu frid vnd sun, ^ wir hoffen, dienen, hören vnd (iwer Personen sehen wölken." Xodula incln-m: „Getrüwcn ^ sehen (iwer verziehen vnd scheiden also dem kling gar gutlich vnd doch mit ernst, vch ze fürdcrn zu vnd zwifeln nit, eS wcrd crschiessen. Wo (ich aber wyter (itz not wcrc oder wurd, wellen vnS ucr'uu ' vnö darnach mit allen trüwen wlissen ze halten." (27. October. Deutsches Missivenbuch ^ I». Die Boten der Eidgenossen interccdiren bei Zohann Ludwig von Savoyen, Administrator dcS thumS Genf, für zwei Bürger von Basel, denen in Genf einige Güter weggenommen worden (28. October. Lateinisches Missivenbuch II. 83.) «». Die Boten der Eidgenossen schreiben König von Frankreich, er möchte die Boten, die sie vor längerer Zeit der FriedcnSvermittlunst lpr,, Kanu pnci«) an ihn geschickt haben, beförderlich abfertigen. (I. November. Lateinisch^ ^ sivenbuch lt. 85.) «I. Die Eidgenossen senden den Werner Lclubli nach Frankreich, und beglaubigen ^ um die Pensionen in Empfang zu nehmen. (I. November. Lateinisches Missivenbuch ^ Eö sind dieses wahrscheinlich sämmtlich Expeditionen, welche Bern auf dem Tage vom 16. October wurden. Alle Schreiben sind unter dem Siegel Berns im Namen gemeiner Eidgenossen erlösten. Auch stndcl ^ ck. «I. I. November an Zürich und Uri Abschriften dcö mil> n erwähnten Schreibens (Deutsches Missivc»>'U ^ IVO l>.), also scheinen jedenfalls an diesem Tage die Boten nicht mehr versammelt gewesen zu sein. Auch n>ö" gewöhnlich, das) die Briefe von Zürich datirt und von Bern daselbst besiegelt worden wären. ^ Zu « und a. Am 27. October bevollmächtigt Bern in seinem und aller Eidgenossen Namen den Bischt von Silinon, falls in den für den Bezug der Pensionen ausgestellten Mandaten, Quittungen w. etwas fehl'» ^ dasselbe zu ergänzen und zu berichtigen. (Lateinisches Missivenbuch II. 84.) — An St. Gallcntag ^' tober) schrieb Bern an Adrian von Bnbenbcrg, man habe nicht gemeint, dast sein Aufenthalt beim König ^ dauern würde. Es habe sich aber „wir enwüstcn, durch waS grundS", anders gemacht. Er soll ohne > 1- vcmbcr schreibt Bern wieder an Adrian von Bubcnbcrg: Man wisse nicht, was die Gesandtschaft so lang gcschafstcr oder ungcschasstcr Dinge, heimkehren und sich durch nichts von der Rückkehr abhalten lasten, damit ^ ^ altc, ans."""" Sachen berathcn helfe, die seine Abwesenheit nicht ertragen. (Deutsche« Missivenbuch I). »5,.) — Dc» l- „shaltc, doch vernehme man allerlei. Man schreibe dem König ernstlich, sie abzufertigen und ihn selbst sorderc man aus- ^ züglich „mit vernünftigem, ehrlichem Abschied vom König heimzukehren"; man habe den Bischof von Grcnol'ü »» ^ Läubli zu Lyon gebeten, ihn mit Geld und allem Röthigen zu versehen. (Ebenda 100.) — 1477, 2. AovcmlW' Sunntag is' Xouomkri« »nno ata. r.xxvsj". I'r«.»antv» Statthalter und (20) Räthe vnd darzu gemein de« bischosss von GranobclS wegen, dm abschcyd mit In, z» tnnd der vcrcynung halb mit dem kling. do verhört all die vercynnngcn des kling« vnd dclphinö vnd besonder ouch die »üwe mit dem jetzigen dclph'" ^ ^ , / 1, " ^ k," ^ ..... vv... . der datnm ist x» Xk>uk>ml>ri. vnd bcriirt allein die sünss Stett, vnd sagten ouch min Herren die zu, vnd >u» bcuolhcn, die bricss vfszerichtcn. Da« Hab ich ouch getan, vnd ward vnser bricfs bcsigclt zu den Barfustcn öN^' von Wahren, Statthalter des SchnltheistcnamptS, ixmn «liv animarnm i.xxvi^a.« (Bcrncr Ralhö^ XXIII. 6.) Den -I. Otovcmbcr (Montag nach e>m»ium .unotorum) schreibt Bern an Luccrn (Zllcich u»ö ^ thnrn): „Wir haben vnserm zusagen nach zu St. Brban lctsts von vch vnd vnS getan die Eynung mit de"' angcnome», vfrichtcn vnd bcsiglen lasten, als Ir die srchcn mögen. Harumb so ist vnser srüntlich bitt, dicscU'"' ^ gcndS ouch zu besigeln, damit sy ylcnds dem Bischofs von GranobclS mvg nachgenertigt werden, dann ouch . Widerbriess vss das hindcr ettlich gelegt hat, bis Im dist znkumpt. Hierin wvlle» alle fürdcrung bruchcn " ^ October und November 1477. 705 archiv Lucern, Acten: Burgundcrkrieg. Berner Nathsmanual XXIII. 7.) — 7. November. Bern schreibt an Heinrich Nöist, Bürgermeister in Zürich (Ammann In der Gasse zu Uri und Schultheiß Hasfurtcr in Lucern): „Nachdem Her Adryan ist komen, bring er allerlei) mercn, was Im dann sy begegnet, vnd sy doch daby, Jr bott vnd auch der von Vre werden wol gehalten, gelassen vnd gcvcrtigt. DaS verkünden sy In mit bcgcr, solichS an cyncn Rat ze bringen, damit sy bester rüwigcr syen, besnndcrs nachdem er mich meint zn schribcn sincn Herren vnd den von Vre. Vnd bcgcrcn dartzu minc Herren, Inen zu schicken Copy dcS so Her Adryan Inen schript. Mine Herren habe» In ouch noch nit verhört; wann sy In aber verhörten, wellen sy Inen ouch verkünden." (Bcrner Nathsmanual XXIII. 18.) — Damit ist zu vergleichen die bei Zellweg er, Versuch über die wahren Gründe des burgundischcn Krieges, im fünften Band des Archivs für schweizerische Geschichte abgedruckte Ausfertigung nach dem deutschen Missivenbuch v. 101, wo noch als Einleitung steht: Herr Adrian sei gestern (0. November) Mittag „in schlechtem stat vnd mit yl" angekommen. — 11. November. Bern schreibt an den König von Frankreich: Die Mission habe den Zweck, Burgund und mittelbar unsere Lande zu schützen, nicht erreicht; die Boten, insbesondere Bnbcnbcrg, seien bedroht und täglich gewarnt worden, daher der letztere heimgekehrt sei. Man bitte wegen seiner plötzlichei^Abreise um Entschuldigung; der König möchte nnscrn Bürger Johann Pristin, der in seinem Geleit gefangen liege, freigeben; endlich möchte er die beiden andern Gesandten der Eidgenossen abfertigen, die Eidgenossen würden dann zu seinem Dienste um so „hitziger" sein. (Berncr deutsches Missivenbuch II. 101 I>, 102.) — 10. November. Bern schreibt an den Bischof von Grenoblc unter Mitteilung obigen Schreibens an den König: Man wollte, es wäre mit Bnbcnbcrg nicht so weit gekommen, es verursache Unwillen in der Gemeinde; der Bischof möchte die Sache beim König „zu bestem ziehen". (Ebenda 102 b.) — 1477, 3. December (Mittwoch nach Andrce). Bern schreibt an Lucern: Waldmann und der Bote von Uri seien zu Lyon und werden bald „mit guter Mär" heimkommen; Luccrn möchte dieses auch nach Zürich und Uri melden. (Staatsarchiv Lucern, Acten: Bnrgunderkricg.) Hieher gehören auch die Abfertigung der französischen Boten und die Projectc des Bündnisses mit König Ludwig XI.: 1. (1477, 27. Octobcr.) «Xos magistri oiuium, soultoti, oonsulos, oiuos ob oommunitatos subsorix- karum eiu!t«tum INurioonsis, Uornonsis, Uuoornonsis, llriburKonsis ob Lolodoronsis, llonstantionsis ob Imu» vaunonsig diooosis, roooxnosoimus ob notilloumus littoras per xrvsvntos: Hui«, rovoroudissimus in llliristc» Pater ob dominus, dominus llodoous do Lilinon, oznsooxus Uratianopolitanus ob ziroxositus Uorononsis, «o Lvnvrosus vir ckollunnos do Ilupooauardi, vioooomos ob dominus do dioto looo, oonsiliarü ollristianissiml Uv^ig I'ranoio, vx oommissiono oiusdom «),ud nos vortosc;uo nolns oontodorutos ob oon)ur«tos, ut intotli- 8oubi«s Ugas ob vnionos oum dioto domiuo RoKo pvr nos initus ob «oooxtas sorusro ot oisdsm ollootualitor l>«bisf«ovro diKnaromur, )>Iuribus ob itoratis viribus soriosius instotorunt, Xos I«ud«bilom prodooossorum vt maiorum nostrorum lumam, gui, ut probos Iiominss dooot, nunguum littoris ot sizillis proxriis contr«- uvnornnt, oonsidorantos, supradiotis.4ml>«/i«tar!bu» dirovto «ddiximimus, «tllrmauimus ot «ddioimus lit» I«r«s ^rosontos, nos IiKUs ot unionos oum dioto domino Roxo xor nos initas, littoris ot si^UUs nostrig proprü» oditas, oonsoriptas ot siKÜI«t«s, «zuantum oisdom ligamur, üdolitor obsoruaturos ot oisdom satis» Uleturo», omnibus doto ot truudo «oolusi». In Quorum tostimonium ot lldom xrosvutos littoras sixillis üornousis ot Uuoornonsis viuitatum zmoxrii« omnium nostrorum noinino sixillauimus vioosim« soxtim« dio Ilotobri» «nni dominiov Ino«rn«tionis Älillosimi, guadrin^ontosimi, soptuaZosimi soptimi.» Lx(oou)tum Lolis xost omnium sunotorum eoram toto oousilio ot xlaouit oisdom.» Bcrner Bundbuch II. 81. 2. (1477, 1. November.) »Uudouicus dvi Gratia I'^ranoorum Ilox omnibus ot sin^ulis )>ro«outibus tuturis, prosontos visuris littoras uol «udituri« notillloaudo insinuamus, nos «inooro mastivatoguo «nimo Pondvruuisso votustas boniuolontias intornosguo tauoros (lristianissimi lrorois, domiui Ivaroli toliois mo^ 89 706 Oktober und November 1477. Moria czuouäam I'rausvrum rv^i», prvsari»«imi gvnitori» uostri, st po»t viu» s earno t;ro»»um uo»tri isi»'^ vvr»n» ma^nikeo» ctominv» vvtsri» maxns tigo ^tamaniv »upsriori», c^uarum oocasions intstligsntlO ^ unionss intsr no» st so» vmsr»sruiit, czuv plurimum svmoctitati» patrii» clominii»czus nv»tri» sontnlsro, maximv postrvmo, cum no» prvtati» «tomini» in ctssu» st tionorsm «pia»ctan> pvn»ionv» annua« ctisncta» no» otsiitzausrimn» pro forma st clselarations littsrarnm a not,!» smanntarum; st csuia antsm not»!» v»t, t>niu»sv lauors» intsttigsntia»c>us in illu»tri»»imum tilium no»trum liarolum, «Ivlptnnnm ^ioo> tamguam tivrsitvm corons no»trv «isriuars, ljuoit ip»n no» maturato von»ilio approtmtionsczuo vt cvn»on^ prinsipum st son»ulum oorvnv no»trv trium »tatuum s»» intsltigsntia« st uuions», prout lies arg» woFv^ so» itomino» t,ur>;ima^i»trnm, »suttsto» st sommunitatv» «zuinizuv «ut,»s>iliur^vn«i» st 8olo<1orsn»i», czua» pro vvtsri» tsnsrriwe liiiissnuv^, smanarunt, kunclauimu», prosiuximu» st sivriuauimu», kunciamu», prosiuoimu» st «tvriuamu» in tllwm trum Xarvlum, ctslpliinum Vi«nnvn»«m, no»tro»

    s ip»iu» psrtivnnsn »nsov»»ors» st Iisrsitv». ^ ole»^" t vxprsmum, czuoct t>uiu»mouu« no» srga vouitvm inotkatiili lletuvia vtamur; biam ot> rsm con»itio st npproliationo, ut »upra »in^»^ »Iselarauimn», ip»o» va in parts vülvtivst pro nnmsri armatorum imptstions non asrin» I>?^ v»ur«^uv »tabito l,n» litterm« »igillo rv^io wn>^ ^ livc »pvsi»tit«r tlselarkuimu», »i st in ljunntuw vvtsri ltomini sonsvclvruti vvtsri« li^s porro kuic ^ corporari pvtivrint, no» st titiun, no»trun> i,1 ip»um vrgi, «v in gvnvrv st »pseio 5auori,t,i>itsr ^vta sunt bös ^ biouomliris anno l.xxvi^.» B«rn«r Bundbu» N »V- Deutsch »teudasildK 7i> Z. (1477, 1. November.) „Wir Bürgermeister, Schulthcissen, Rät vnd gemeinden diser hicnach Stetten, nämlichen Zilrich, Bern, Nutzern, Frcibnrg vnd Sollotnr», tund kundt allen gegenwärtigen vnd kä»st>. ^ so disen bricss sechen, lesen oder hären lesen, das wir haben betrachtet vnd zn hertzcn genomen die alten g>"^ ^ ncygungen de« aller cristenlichsten Herr», Herrn Karoten, wyland kling« zu Arantrich, vnd nach abgang dcSsclb^ ^ allercristanlichcsten Herrn, Herrn Ludwigen, kling« zu Kränklich, vnscrc» allcrgnädigostcn Herrn, zu gemeinen v Eydgnosscn de« alten grossen Pund« obrerttitschen land vnd vn« (»in st vvr»u» oommuns» vvtsri» «t n> ^ ti^s ^Vtsmaniv »upsrivri» oonsollvrato», »d selben verstantnuß vnd eynnngcn zwlischcn Inen vnd vn« allen stnt ergangen vnd zu tröstlichem miß vnd vnser land vnd tlit crschossm, vnd besundcr zulctst, als der vorgcnennt vnser gnädigoster Herr vn« zu gut vnd !t"' ^ etwa« järlicher Pension zu geben sich verpslicht hat mit ltitrungen vnd warten, als dann die brieff dorumb vW eigentlichen wiscn. Vnd als im wir geneigt sind, sälich ergangen vcreynung an vnser nachkamen zu zieht» ^ bckrcfstlgen, so haben wir mit wolbcdachtcm mut vnd crwognem Rat sälich vcrstäntnus, vnd vcrschribungc", ^ dann von v»S vnd andern vnscrn Miteydgnosien gegen dem vorberlirten vnscrm gnädigostc» Herrn angenoinc» ' vss vnd an vnser ewig nachkamen vssrccht vnd gcstrax gehalten vnd vollfttrt werden, wie dann dieselben bricss vnd bewisen. Vnd nachdem nn der vorgcnant vnser gnädigoster Herr von vn« von Bern besundcr verschnbu"» October und November 1477. 707 einer zal rcysigcr lütt, vfs scchStuscnd Mann stimmend, die wo daran gcbrest wcrc zu erfüllen, mit vnserm anhangenden Insigcl hat vud sich aber zu vus aller erc» vnd guts willens verteilst, so hat sin küngklich Maicstat gclütert, das wir in dem Stuk, nämliche» sölichc zal zu erfüllen, nit whtcr dann ander vnscr cydguosscn gegen dem durchlüchtigsten Herrn, Herrn Karolo Delphin vnd sincn ewigen nachkomcn der krön verbunden vnd vnscr brieff in dem stuk alldann vnkrefftig sin söllcn. Vnd bi dem allem gctruwlichcn zu bclibcn, das zu halten vnd vollfürcn, geloben wir für vnS vnd vnscr nachkamen bi vnsern guten trüwcu vnd crcn, alle gcuärd, widcrrcd vnd iuträg vcrmitten, vnd haben auch dcS zu offnem Vrkund discn brieff mit vnscr Stctt Insigcllu bevestnet dem obgcnanten vnserm gnädigosten Herrn geben vnd glicher mcynung brieff vou sincr tünglichcn Maicstat onch enpfangcn, vnd auch darin gclütert bcsundcr, ob ander vnscr aller Chdgnosscn künffteuklichcn zu vnö in dise eyiiung komcn wöltcn, das si das wol tun söllcn vnd mögen. Geschechcn gehandelt i^ l^ouomkris anno vtv. r.xxvif^." Vcrner Bundbuch U. K8, 78. Lateinisch ebenda 7g. Uebcr dem ersten der beiden gleichlautenden deutschen Conccptc steht: „DaruS ist nütz worden.' 147 7, 14. fäsoima quarta monsis l^ovoinbris Staatsarchiv Bern. 2ohann Ludwig von Savoyen, Administrator des Bisthums Kens, einerseits, und die Städte Bern ^ Freiburg andererseits schließen folgenden Vertrag: 1. Johann Ludwig von Savoyen nimmt für seine Stadt Kens, deren Burger und seine Angehörigen auf seine Lebenszeit Burgrccht zu Bern ""b Freiburg und verspricht, in Nothfällcn auf Mahnung denselben gegen alle, die ihre Rechte antasten Holsten, Hstlfe mit so vieler Mannschaft, als ihm nach Gestalt der Sache thunlich ist, jcwcilen in Kosten ^ Mahnenden Stadt. 2. Bern und Frciburg nehmen den Administrator und die Stadt Genf in ihr "brecht auf und verpflichten stch in gleicher Weise zur Hülfcleistung. Die Stadt Genf und alle Städte "'d Schlösser des Bisthums sollen denen von Bern und Freiburg fstr ihren Handel und Verkehr offen und ihre Kaufleute sollen mit den Zöllen lind Anderm „beschcidentlich" gehalten werden. 4. Der Ministrator behält seinerseits vor den apostolischen Stuhl, das römische Reich, den König von Frankreich das Haus Savoyen; die beiden Städte behalten ebendieselben vor lind dazu ihre Eidgenossen von "'m>ch, Lucern, Solothurn, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus und alle andern vor Datum 'ms Briefe geschlossenen Verbindungen. 5. Wenn einer der contrahirenden Theile von dem andern Theile zu seine,, Geschäften verlangte, so sollen solche ihm in seinen Kosten geschickt werden. 6. Kein Ange- miger des einen Theils soll dcnfenigen des andern um ungichtige Schuld verHeften oder pfänden, noch mit feinden Gerichten belästigen, bei vollständigem Schadensersatz; für eingestandene oder verbriefte Schulden ist m Pfändung erlaubt; für ungichtige Schuld gilt das Forum des Angesprochenen und es soll dem Kläger ""Erzogenes Recht gehalten werden. 7. Festsetzung des schiedrichterlichen Verfahrens bei Streitigkeiten Mter den contrahirenden Theilen. 8. Zn Allem behält der Administrator übrigens das geistliche Recht Blgthums, die geistlichen Freiheiten, Privilegien, Immunitäten und die Rechte und Freiheiten der Mdt Genf vor. .'1. Er wird insbesondere bewirken, daß die Kaufleute und andere Angehörige von c'n und Freiburg, insoweit es von ihm und der Stadt Genf abhängt, hinsichtlich der Schifffahrt auf November 1477. dem Genferste nach hergebrachter Gewohnheit gehalten werden. 10. Alle Vergehen sollen vor dem Richter deS Orts, wo sie begangen wurden, verfolgt und bestraft werden. — Beilage «7. ttTI Luc^rn. 147 7, lsirMag vor S»aa»»ar«i«Iv Luc»« > k«c»rn«r Abs»!,»«, U. iv« K. Boten . Zürich. HanS Tachelöhofer, Zunftmeister. Bern. Heinrich Matter. Luccrn. Schul^^'^ Haöfurter; Hans Feer; Ludwig Krämer; Peter Tammann. Uri. Hans Fries, Altammann. 6cv Werner Ulrich. Unterwalden. Heinrich Heiden; Arnold Winkelried. Zug. Heinrich ^ GlaruS. Heinrich Jenni. ». Erni Sunder und Margaretha Zelger haben sich beklagt, ihr Widersacher Ulrich Ammann bcu^ mit Hülse des Sanigeten (?) die Sache zu Rom dermaßen, daß der Richter gestorben sei, bevor ein habe erlangt werden mögen, und daß die Frau arm geworden sei; sie begehren, daß man ihr abnehme und sie zu ihren Kindern gehen lasse. Auf dem nächsten Tag soll man entscheiden, ^ ^ dem Begehren entsprechen oder die Sache denen von Unterwalden in unsrer Aller Namen eMpst" wolle.' I», Bern bringt an: Die von Genf haben die lsi,l)(ts> Gulden zu Straßburg aufgenonnnG wollen dieselben fammethaft bezahlen, doch so, daß man die Pfänder nach Straßburq schicke und ^ Geld daselbst abhole; in diesem Falle wollen sie Tröstung stellen, bis das Geld angekommen sei, die Stadt Bern oder den Eidgenossen genehme Privatpersonen. Auf Sonntag nach Weihnachten (28- cember) soll man sich über diesen Antrag zu Lucern erklaren und zugleich festsetzen, wie man dir machen wolle. «». Des Gotteshauses Reichenau wegen sott Zürich bevollmächtigt sein, in aller E>dgc>'^ Namen den Tag zu leisten und sein Bestes zu thun. «I. „WaS man mit denen von Zürich vnd ^ von des nüwen burgrechtz wegen gerett hatt, darumb sol man ratslaqen vnd vff künftigen tag zu antwurtcn." Zu >>. Bern thcilt über diesen Tag an Frcibnrg und Lolothurn Folgende« mit -. > 477, 2». Deccmbcr (T>^ nach Thome): „ES syc ich zu Lutzcrn tag gclcift der von Icnfs halb vnd darin gehandelt Inhalt de« abschc'dk- sh sehen, vnd darnsf Ir botschast fertigen mögen. Vnd sh darüber durch die von Lichern angebracht, wie sh ^ ^ schast zu Vndcrwaldcn, Vre vnd Swyv gchcpt, vnd haben Inen zu erlennen gebe», wie dann sölich burgrccht oß ^ Ir sryheit vnd nit Inen zu smach sy vndcrstandcn, vnd darns begcrt, sy de« vnersncht zu lasten, syc Inen von den ^ Vndcnvaldcn ob dem wald gtltige, aber von den vbrigen rnchc antwnrt worden, also da« sy verstanden, daS ^ ^ ding vngeuertigct nit wellen lasten. Vnd syc daruss ein abschcyd vnder den Atcttcn bcschcchr» vnd ouch abi^ gcnomc» der btind, also da« sy soliche« lesen, disc ding bedenken vnd daruss Inen vnd vnS getrliwlich rotten Ta« verkünden Inen minc Herren, mit bcgcr, dem ouch zu vervolgen vnd Ir botschast zu sollichem tag z» verol^ ' vnd wo sy Ir boischast her möchten vcrtigcn, vss sritag hier zcsind, mit mincn Herren zc bcslicstcn, wer I»kN ^ ' ,nöcht da« nit sin, wellen sie dannocht da« best mit Inen dort tun.« (Berner RathSmanual XXIN N«''« ^ deutsche« Missivcnbnch I). 1l)7, 108.) December 1477. 709 »ST A4? 7, TA. December (Dienstag nach Sanet Thomas Apost.); Stadtarchiv RappcrSivyl. Die vier Schirmorte gestatten RapperSwyl, den Stadtpfarrer und den Frühmesser daselbst kiinftig ^sbst zu wählen. Rickenmann, Regelten des Stadtarchivs RapperSwyl, Nro. KS. »s» j^ncern. R477, Alt. Deeember (Zinstag xos«. ilatlvitaUs vdristi). Staatsarchiv Lucer»»: Lucerner Abschiede, il)?, Voten: Zürich. Hans TachelShofer, Zunftmeister. Bern. Heinrich Matter. Lucern. HanS Feer, Schultheiß; Heinrich HaSfurter; Peter Tammann. Uri. (Niemand.) Schwyz. Werner Ulrich. Unterwalden. Heinrich Heiden; Ammann ze Nidrist. Zug. Werner Malzach. GlaruS Frei- ^Urg. Jacob Vugnet. Solothurn. Venner Hagen. ». Die Boten haben der Ehefache der Margaretha Zelger wegen dem Erni Sunder und dem Ludolf Sittli die Eide nachgelassen und der Frau erlaubt, zu wandeln und zu gehen, wohin sie will, 'br und dem Sittli an ihren Eiden ohne Schaden; doch ist dem Erni Sunder der Eid der Vogtei ^"Hen nicht nachgelassen, denn von der Vogtei ihn zu entlassen ist denen von Unterwalden anheimgesetzt, bwst mögen daö nach ihrem Gutdünken thun oder nicht; immerhin soll er die Schulden der Frau und ^wenllich die Kosten, die über die Ehefache gegangen sind, auö dem Gute der Frau bezahlen. I». Am- ^ann Zimmermann von Unterwalden und einige Knechte der Eidgenossen haben Ansprachen an den ^lschof non Genf und die Stadt daselbst, des Schadens und der Schmach wegen, die ihnen dort angethan worden; sie begehren, daß man ihnen erlaube, jene darum anzugreifen. Auf dem Tag zu Zürich will "wn antworten; doch soll inzwischen Bern den Bischof und die von Genf zu bewegen suchen, daß sie ttwa billige Rechte darfchlagen und den Anfprechern zu Recht stehen. Zwischen Rudolf Meyer und den Herren von Muri haben die Boten erkennt: Wenn Rudolf Meyer die Herren um den Hof, den sie 'M' geliehen, mit denen, die er vorher dargeboten, vertröstet, so sollen sie ihm den Hof lassen; doch soll zwischen heute und dem zwanzigsten Tag die Tröstung geben oder vom Hofe stehen. Wenn Rudolf Meyer dieses Urtheil zu streng findet, so mag er eS nochmals zu Zürich vor die Boten der Eidgenossen ^'ngen. ,i. Dem Gausser ist ein Brief an die von Zferten gegeben, daß sie diejenigen, welche ihn ^schädigt haben, zum Schadensersatz anhalten möchten. Geschieht dieses nicht, so mag er sich selbst Mcht verschaffen. «. Da man die von Genf zu Pfand gegebenen Kleinodien nicht von Händen lassen so Hot Den, verlangt, daß man denen von Genf für die Zahlung deS Geldes noch sechs Wochen ^ülchub gebe; dann werden sie alles zusammen bezahlen. Darüber soll man sich auf dem Tag zu Zürich ^'klaren. Man soll daselbst auch entscheiden, wie man dieses Geld theilen wolle, ob nach den Orten "der nach den Leuten. Zn letzterm Falle soll jedes Ort die Seinen in Schrift nehmen, aber dabei 710 December 1477. diejenigen außer Berechnung lassen, welche allfällig unaufgefordert nachgelaufen oder nicht bei der Sache gewesen seien. Diejenigen, welche die Mannschaftsverzeichnisse aufstellen, sollen dieses bei ihren Eiden beobachten, f. „Als dann angebracht ist von des tagS wegen Zürrich, da man besorgt, dz der übcrsal ;e groß werd, da etlichen Orten gefiel, dz man verkamen, dz man die sinen bckeben; etlich meinen dz aber n>t ze verkamen. Vff dz hat der bott von Zürich Znnamen stner Herren aber anbracht vnd gebetten, dz sine" Herren diser zitt gefiele, dz Jederman die sinen dehcimcn behüb; dann sy können noch mögen den M"" nit zucht vnd ere getun, als sy aber gern tun wellen; moq dz aber nit sin, dz doch jederman mit den sinen schaff, sich zuchtcnklich ze halten vnd deHein vnfug zc tribcn, als sy des qetruwcn." Die Bote» des Königs von Frankreich haben angebracht: Obschon gemeine Eidgenossen zu Lucern und auch wieder zu Zürich zugesagt haben, zu halten, was sie dem König versprochen und verschrieben, und stc, die französischen Boten, auf Begehren der Eidgenossen dem königlichen Hauptmann in Burgund geschrien und wirklich die Einstellung der Feindseligkeiten seinerseits erlangt haben, so haben doch einige Deut'^ und Eidgenossen die Seiniqen in den Städten überfallen, erstochen und beraubt, während diese sich der gemachten Zusage sicher glaubten. Alles das habe der König zu seinem großen Mißvergnügen Burgund selbst vernommen; nichtSdestominder wolle er, wenn wir ihn zum Freunde haben wollen, unser Freund sein und alles thun, waS uns lieb sei, und die Werke zu den Worten fügen. Wollen ww lieber Land als Geld, so wolle er uns SalinS und andere Städte, Schlösser, Lande und Leute ge^"' die uns gelegen seien. Wollen wir lieber Geld als Land, so wolle er uns 200/8)0 Schildkronen kurzen Terminen zahlen und zudem wolle er, wenn schriftlich zugesagt werde, Br,es und Siegel N> halten, auch den Waffenstillstand zusagen, den Eidgenossen in die Sachen zu reden zugestehen und zu den 200,000 Schildkronen ihnen noch 150,000 Gulden auf das Land Burgund sehen, so daß er von keinen Nutzen nehmen wolle, ehe diese Summe bezahlt sei; und sofern die 150,000 Gulden innert frist von Burgund nicht bezahlt seien, so wolle er sie aus seinem Säckel bezahlen. Ferner crk>^ die französischen Boten, wenn man die Verschreibung am Könige halten wolle, so wollen sie die PeNN^ baar bezahlen und nicht von dannen gehen, ehe das Geld auf dem Weg sei. Wenn die Geschichte " Burgund nicht vorgefallen wäre, so würde das Geld schon hier sein; aber wenn man ihnen Aus"^ "" Brief gebe, so wollen sie dennoch das Geld bringen und die Pension bezahlen; alles nnt mehr Das sollen die Boten heimbringen und auf dem Tag zu Zürich völlig Antwort geben. I». Wallis sollen auf die alte Fastnacht zu Nacht (8. Februar 1478) zu Lucern an der Herberge st'U- Beilagen. At lt 4«»u ') 5iüi L. .'. !'/' .1 .Lt kl' ' "' ^ ^ ' > .'' /'/ , . ^ , ! » ' > Verzcichniß der Beilagen. s'V Litlrt Abgedruckt Seite. Seite. I- 1421, I. März. Ewige Vereinigung zwischen den Städten Bern und Luccrn über verschiedene nachbarliche Verhältnisse 3 719 2. 1423, 22. Januar. Ewiger Freundschaftö- und Bundesvertrag der Städte Zürich und Bern 20 723 3. 1424, 22. August. Spruch Berns zwischen Savoyen und VI eidgenössischen Orten betreffend das Eschenthal > . 41 727 1425, 18. Mai. Münzvertrag der VIl Orte Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus 50 728 1425, 21. Mai. Besondere Uebercinkunft der VI letztgenannten Orte mit Einwilligung Zürichs betreffend Einführung der neuen Münze nach obigem Münzvertrag 51 734 1425, 28. Juli. Schiedspruch Berns zwischen Lucern und den VI Orten betreffend die Acmter Richensee, Mövenberg und Villmergen. 52 736 ^ 1426, 12. Juli. Friedensvertrag zwischen Mailand und den Orten Zürich, Schwyz, Zug und Glarus 61 738 1426, 21. Juli. Friedensvertrag zwischen Mailand und den Orten Lucern, Uri und Nidwalden 62 745 a ' 1426, 7. November. Schiedrichterlicher Friedensschluß zwischen Mailand und Ob- walden 63 757 ^ 1437, 9. März. Erster Spruch der 1!) eidgenössischen Schiedboten zwischen Zürich und der Gräfin von Toggenburg einerseits und den Ländern Schwyz und Glarus anderseits in der Tog^ genburgischen Erbschaftssache ^6 761 90 714 11. 14.77, 27. April. 12. 1440, I. December. 17. I44>, 2. März. 14. 1441, 4. April. 15. 1442, >7. Juni. 16. 1442, 17. Juni. 17. >442, 17. August. 1«. >447, 9. August. 19. 1447, 27. August. 20. 1444, 28. Ottober. 21. 1446, 0. Juni. 22. >446, 0. Juni. 27. 144«!, 0. Juni. 24. 1447, 27. Januar. 25. 1447, 28. Februar. Silirt Slb-tdrllckt SM« «ei««- Zweiter Spruch der gleichen Schiedboten in derselben Sache 118 770 Friedensvertrag zwischen Zürich, Schwyz und GlaruS und ihren Helfern 144 773 Zwanzigjährige Vereinigung der Stadt Basel mit den Städten Bern und Solothurn 147 778 Friede und Capitel zwischen Philipp Maria, Herzog von Mailand, und den Urnern und ihren Eidgenossen... 147 787 Richtung zwischen dem römischen König Friedrich III. und dem Haufe Oesterreich einerseits und der Stadt Zürich andererseits 150 788 Ewiges Bündnis zwischen Friedrich 111., dem Hause Oester- reich und dessen Städten und Gebieten in den vordern Landen und der Stadt Zürich 150 700 Gcqenbrief Zürichs auf den königlichen Brief der Richtung und Vereinigung vom 17. Zuni vorher 161 796 Wassenstillstand zwischen Zürich und Oesterreich einerseits und den VI Orte» Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Klarus andererseits 170 801 Richtung vor Laufenburg zwischen Oesterreich einerseits, Bern, Basel und Solothurn andererseits 170 804 Friedensvertrag zu EnsiShcim zwischen Frankreich und den Eidgenossen und ihren Zugewandten 185 807 Anlafibrief zwischen Zürich und den Eidgenossen .... 200 811 Anlaßbrirf Oesterreichs und der Eidgenossen auf den Rath zu Ulm 200 814 Richtung zwischen Bern und Freiburg >n Uechtland . . . 200 818 Spruch des Bürgermeisters und Kleinen RatheS zu Ulm zwischen Oesterreich und den Eidgenossen 211 818 Rechtliche Verhandlung zwischen Zürich und den Eidgenossen, Urtheile der Zugesetzten und ObmannSfpruch Peterö von 713 Litlrt Abgedruckt Seite. Sei,,. 26. 1450, 8. April. Gütliche Richtung der Eidgenossen mit der Stadt Zürich über alle Streitpunkte mit Ausnahme des österreichischen Bundes 241 841 27. 1450, 15. Zuli. Schiedgerichtliche Verhandlungen und Obmannöspruch Heinrichs von Bubenberg in dem Streite Zürichs mit den Eidgenossen über den österreichischen Bund 244 844 28. 1450, im Zuli. Neuer Bund der vier Orte Zürich, Uri, Schwyz und Unter- walden mit dem Lande Glarus 246 860 20. 1451, 17. August. Ewiges Burg- und Landrccht des Abts von St. Gallen mit den vier Orten Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus . 255 864 30. 1452, 10. Juni. Unterwerfung der Stadt Freiburg unter die Herrschaft des Hauses Savoyen 257 866 31. 1452, 8. November. Ewige Freundschaft der Vlll Orte nebst Solothurn mit Carl Vll., König von Frankreich. Eidgenössische Erklärung 260 869 32. 1452, 15. November. Bundesbrief der Vll Orte mit dem Laude Appenzell . . 260 870 33 1455, 27. Februar. Ewige Freundschaft zwischen Carl Vll., König von Frankreich, und den Vlll Orten nebst Solothurn. Königliche Erklärung 264 873 34- 14.54, 1. Zum. Fünf und zwanzigjährige Vereinigung der eidgenössischen Orte Zürich, Bern, Luccrn, Schwyz, Zug und Glarus mit der Stadt Schaffhausen 269 875 35. 1454, l.g. Zum. Ewiges Bündnis der Stadt St. Gallen mit den Orten Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, Zug und Glarus. . . 270 878 36. 1459, 9. Juni. Dreijähriger Waffenstillstand zwischen Oesterreich und den Eidgenossen 297 881 37. 1460, 7. December. Wassenstillstand zwischen Oesterreich und den Eidgenossen vom 10. December 1460 bis Pfingsten 1461 311 883 38. 1461, i. Zuni. Fünfzehnjähriger Friede zwischen den Herzogen Albrecht .und Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen und ihren Zugewandten 318 886 39. 1463, 18. Zuni. Fünfzehnjähriges Bündniß der Vlll Orte mit der Stadt Rothweil 892 893 899 900 903 904 906 908 910 911 912 913 916 917 1463, 27. November. 1467, 26. Januar. 1467, 22. Mai. 1468, 27. August. 1468, 27. August. 1469, 6. Februar. 1469, 8. November. 1470, 13. August. 1470, 23. September. 1474, 31. März. 1474, 31. März. 1474, H.Zuni. 1474, 21. Oktober. 1474, 26. Oktober. Erneuerung des mit Carl Vit. geschlossenen FreundschaftS- vertraqeS durch König Ludwig XI DaS mailändische Capitulat zwischen der Herzogin Blanca Maria und ihrem Sohne Galeaz Maria Sforza einerseits und VII eidgenössischen Orten andererseits Verständniß und Vereinigung der Städte Zürich, Bern, Solothurn und Freiburg mit Herzog Philipp von Bur- qund und dessen Sohn Carl, Grafen von CharolaiS . . Der Friede von WaldShut zwischen Oesterreich und den Eidgenossen Verschreibung Herzog Sigmunds für daS Fricdegeld und für die daheriqe Haftbarkeit der Stadt Waldshut und des Schwarzwaldes Vereinigung der Vi II Orte mit dem Bischof von Constanz, Hermann von Landcnberq . ... . . ^ . . . Zchniährige Vereinigung der Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg mit den VIII Orten Defensivtractat zwischen Bern, NamenS und mit Vollmacht der VIII Orte, und Ludwig XI. gegen Herzog Karl von Burgund Urkundliche Verbricsung des französischen Vertrages vom 13. August gl. 2. Zehnjährige Vereinigung der Bischöfe von Strasburg und Basel und der Städte Straßburg, Basel, Colmar und Schlettstadt mit den Vlll Orten nebst Solothurn . . Gegenbrief der Eidgenossen an die vorgenannten Bischöfe und Städte Die ewige Richtung zwischen den Eidgenossen und Herzog Sigmund von Oesterreich Verkommniß der eidgenössischen Orte gegen Annahme österreichischer Schankungen und Dienstgelder Dundniß der Vlll Orte und der Städte Frciburg und Solothurn mit Ludwig XI., König von Frankreich, insbesondere gegen Herzog Carl von Burgund. Eidgenössische Erklärung 717 Eitirt Abgedruckt Sette. Seitc. 54. 1475, 2. Januar. Bündniß zwischen Ludwig XI., König von Frankreich, und den VIII Orten nebst den Städten Freiburg und Solothurn vorzüglich gegen Burgund. Königliche Erklärung. . . 521 918 55. 1475, 2. Zanuar. Erklärung Ludwigs XI., Königs von Frankreich, über einen streitigen Artikel in der ewigen Richtung zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen. . . . 521 929 56. 1475, 6. April.' ' ' Erläuterung des Schultheißen und Rathes der Stadt Bern über die im französischen Bunde vom 26. October 1474 enthaltenen Hülfsverpflichtungen 535 921 57. 1476, 7. October. Vereinigung zwischen Herzog Rcnat von Lothringen und den VIII Orten ? 622 922 58. 1476, 3. November. Erklärung König Ludwigs XI. von Frankreich, daß sein Bündniß mit den Eidgenossen demjenigen mit dem Hause Savoyen vorgehen soll 628 923 59. 1477, 12. Zanuar. Vereinigung der V Orte Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und GlaruS mit Otto von Sonncnberq, erwählten Bischof von Constanz 941 924 69. 1477, 26. April. Vertrag der VIII Orte nebst Freiburg und Solothurn mit Ludwig XI., König von Frankreich, über die beidseitigen Ansprüche auf die Freigrafschaft Burgund 672 926 61. 1477, 23. Mai. Ewiges Burgrecht der fünf Städte Zürich, Bern, Lucern, Freiburg und Solothurn 677 929 62. 1477, 19. Zuli. Erneuerung des mailändischen Capitulats mit Einschluß von Bern und St. Gallen 689 939 63. 1477, 29. August. Erneuerung der alten Bündnisse zwischen Savoyen, Bern und Freiburg 696 936 64. 1477, 23. August. Zurückstellung der Unterwerfungserklärung unter Savoyen vom 19. Zum 1452 an die Stadt Freiburg .... 696 941 65. 1477, 19. September. Urkunde der gänzlichen und feierlichen Entlassung Frciburgs aus dem Unterthänigkeitsverhältniß zum Hause Savoyeu 697 942 66. 1477, 13. October. Erbvereinigung zwischen Zürich, Bern, Lucern, Uri und Solothurn und dem Herzog Sigmund von Oesterreich . 791 944 tjitirl Abgedruckt Seite. Seite. 1477, 14. November. Lebenölanglicher Burgrechtövertraq Jokann Ludwigs von Savoycn, Administrator des Bisthums Genf, für sich und die Stadt Genf mit den Städten Bern und Freiburg . 708 !>46 1478, 21. Februar. Urkunden über die Rlickgabc der Landschaft Waadt an das Hauö Savoyen: 70.? », Etdgmösslsche Erklärung 04? b. Savoyischc Erklärung 051 R Ewige Vereinigung zwischen den Städten Bern und Lncern über verschiedene nachbarliche Verhältnisse. R4»t, I. Mtärz. Staatsarchiv Lucern. In Gottes namen, Amen. Wir der Schulths, die Räte vnd Burger gemeinlich der Stat Bern ze einem teil, Vnd Wir der Schultheis, die Rete vnd burger gemeinlich der Stat Lutzern ze dem andern teil, Veriehen vnd tun > kunt Allen den so disen brief ansehent oder tzörent lesen, nu oder hienach, Daz wir zu beiden teilen betrachtet vnd eigenlichen angesehen haben, Daz vns der almechtig got von sinen gnaden vnd miltikeit I zugeworfen vnd in der maß zugeschiben hat, daz vnser beider Stet, land vnd lllt, Twing vnd denn, marchen vnd zil an ein ander stossent vnd gemarchet sint, Daz vns beiden siten vnd den vnsren j wol gezimpt, gut früntschaft, sicher bercdung vnd ewig vereinung sament ze haben. Har- vmb sol man wissen, daz wir die vorgenanten beid Stet für vns vnd für alle vnser nachkomen, für > alle so zu vns gehörent, gehören möchten vnd die wir ze wisende haben, einer früntlichcn überkomnuß, einberkeit vnd beredung, Als von vordrung, spenn vnd zuspruchen wegen, so de- j weder Stat in sunder oder in gemein oder vnser lüt an einander ze sprechenne haben wurden, hetten oder gewunnen, früntlich Vnd einhellenklich überkomen sin, semlich stoß, anspräche, j spenn vnd zweitrecht niderzelegen vnd ze übertragen, In denen worten als hienach geschriben stat: Des ersten, were daz diewedri Stat von Zr selbs vnd gemeiner Stat wegen an die > andren Stat, ouch von Ir gemeinen Stat wegen, ützet ze sprechenne het oder habende wurd. So ist mit sunderheit zwüschent vns beret vnd verdinget, daz die ansprechend Stat, wedere j die denn were, vmb söliche zusprüch einen obman In der Stat Zürich oder in den drin lendren Vre, Switz, Vnderwalden, ncmlichen einen Bürgermeister oder Amman, der je ze ziten were j oder ist, oder einen alten Durgermeister oder alten Amman daselbs vnd vor der Dat diser vereinung söliche obmanschaft nit versworen het, »einen vnd erkiesen sol, der sich der fachen vndcr- > winde vnd annem nach obmanschaft recht vnd gewonheit. Were aber daz derselbe burgermeister oder amman söliche obmanschaft versworen hette, dennc sölt die ansprechende Stat j einen andren obman an der andren dryer enden eim als vor stat treffen vnd nemen, vnd söllen ouch wir beid stet die Stat oder land, dar Inn der erkosen vnd gemein obman gesessen wer, j ernstlichen bitten, denselben erwelten gemeinen man ze wysen vnd darzu ze halten, daz er sich sölicher obmanschaft an neme, beiden teilen tag verkünde an die end vnd zil als aber eigen- I lich hie nach geschriben stat. Were aber daz söliche anjprach Vit vnser gemeinen Stat Bern oder Lutzcrn, sunder deHein person, Stat, land, dörfer oder empter 7?N antress, were denn I daz die person, Stat, land, dorf oder Ampt vnS den vorgenanten von Bern zu» gekörte, den sötten wir die ietzgenanten von Bern die obgenanten vnser Eytgnosscn von Lutzern ze tagen »ordern in I stoß vnd Stat Willisow, daselbs hin ouch die ietzqenanten von Lutzern von Zr selbö ^nd ouch von der Iren wegen oder die Znen zugehörent ze gemeinen tagen komen, vnd ouch die Iren I dar wisen ze komen ane widerred vff den tag vnd zit, als wir denn geschriben ketten, vnd söllent ouch die vnsren ansprechenden in dem Rat ze Lutzern vmb ir fachen einen gemeinen > obman nemen, der ouch vormalen söliche obmanschaft nit versworen kab. Were aber daz die zuspruch vnser der vorgenanten von Luyern sunder person, stat, land, dorf oder Ampt, j die vnö zugehört, antress vnd wir die egenantcn vnser Evtgnossen von Bern darvmb vermanende wurden, dcnne söllent si (in) 2r floß Hutwil gen vnS insunderö vnd ouch gegen den vnsren, I so vnö zugehörent, für sich selben vnd ouch fsir die Iren, so Inen zugehörent, zu gemeinen tagen komen vnd ouch die Iren dar wisen ze komen, also daz ouch die vnsren ansprechcre, > eS sin Personen, Stet, Acmpter, dörser oder land, in vnser Eidqnossen von Bern Rat einen gemeinen obman, der ouch söliche obmanschaft vor der fache nit versworen Hab, nemen vnd erkiesen. > Vnd sol ouch ietweder Stat söliche gemein obmanne wisen vnd dartzu halten, daz si semlich fachen vff sich nemen, tag verkünden, red vnd widerred verhören vnd die fachen bi Iren i geswornen Eyden nach gemeiner obmanschaft recht ende geben. Zu dem selben gemeinen obmanne ietweder teil, nemlick anfprechrr vnd beschirmer, zwrn rrber man, als für j schidlüte setzen sol, die sich ze qlicher wise verbinden bi Zro geswornen eidcn, nicman ze lieb noch ze leid, denn nach dem bloßen rechten, als verr sich ieklicher verstat, vrteil dar vmb ze j sprechen an all geuerd; doch ist Inen ein minn vnd srüntschaft ze suchen Karin vorbebcbt. Vnd wenn der gemein obman vnd die schidlüte also grwiset werdent, sich der fache anzenemen, denn sol j ouch ietweder teil sin schidlüte vnd beid teil den gemeinen obman vmb alle kosten vnd zerunq, den si von sölicher fachen wegen habend wurden, vertrösten vnd sicher tun abzelegen, an all geuerd. s Darnach aber so bebe, obman vnd schidlüt, also versichert werdent vnd sich zu der such nach satzeS recht verbindent, denn? sol der obman beide secher indrent viertzehcn tagen, den nechstcn, tag vnd j stund verkünden an die obgenant gemeine dinqstet, eS weri denn, dz der obman mit beider teile - wüssent vnd willen dekeinen tag an ander gelegen stet bringen vnd leggen möcht, des sollen si ouch vollen I qewalt haben, doch discr vereinung vnucrgriffcnlich an geuerd. Vnd wenn denn der Obman vnd die schidlüte also vff gemein tag komcnt, zu der fach gesitzent vnd die selben schidlüte von dem Obman s vrteil gefragt werdent, denn söllent sich die selben schidlüt bedenken vff den tag vnd ze stund vrteil sprechen ane lcnger verziehen. Wer aber die fach in der maß, daz die schidlüt b> Iren eiden ge- I sprechen, dz si denn ze stund vff die frag, so vff si komen wer, vrteil nit geben noch gesprochen könden, denn sölten die selben schidlüt sich viertzehcn tag gewalt haben ze bedenken vnd wenn j sich die viertzeken tag also verlouffcnt, denn söllent dieselben schidlüt dem obman Zr vrteile in schristc wol ver- siqelt geben; vnd were denn, dz dir selben schidlüte Zr vrteile in stössen an den obman bringen s wurden, denn so möcht der obman sich bedenken vnd sin vrteil nach dem vnd Am geraten wurd, indrent einem manod, ob Im von beiden teilen fürer nit tag geben wurd, für die vier j schidlüte bringen. Bcdüchte denn die selben schidlüte oder zwcn vnder Inen des ObmanS vrteil gerechter sin denn die Ire, der möchten si denn eigenlicke volgcn. Wolken aber die schidlüt j ze beiden siten bi Iren vrteilcn beliben, vnd des ObmanS vrteile nit nach hrngen, denn sölte der obman von siner vrteil lassen vnd eintwedce vrteil vnder den schidluten, wedre In denn die > gerechter bedüchte, volgen vnd für dir gcrcchtre vßgcben, 72t vnd sol ouch daz weder obman noch schidlüten an Zren eren vnd eiden nit schaden noch vergriffenlich Ztem sollend ouch I der obman vnd die vier schidlüt sweren zu got vnd den heiligen mit vff gehebten senden vnd gelcrten worden, denen fachen, so vff si kommt, siirderlich nach dem rechten oder aber in der "ünn als vor stat > end ze geben, vnd wz ouch denn von dem obman vnd schidlüten oder von dem verteil vnder Znen gesprochen vnd erkcnt wird, es sy zu dem rechten oder in der minn, daz sollend »uch den,, die selben j sechere ze beiden siten stet vnd vest halten an bekrenken. Es sol ouch fetweder ^lat sich selber vnd die Zren wisen vnd darzu halten, daz sölich sprlich gestanden in kraft bliben vnd schaffen denen I gnug getan werde bi der gelliptc als denn in dem sah beschechen ist. Were ouch dz deweder teil sin schidlüt vff deheinen tag nit haben möcht oder ob dehcini vnder den schidluten oder > obman von tod abgieng oder in ander wis vnnütz wurd, eb die sach, darvmb der sah vff si komm wer, Zentzlich polendet were, denn sol der teil, dem sin schidlüt abgangen weren, ander j schidlüt, einen oder "le, als dz notdurstig ist, an der abgangnen stat sehen oder obman erkiesen, die sich ze glicher wise zu der fache verbinden als ouch die abgegangnen getan hatten vngeuarlich. > — Ouch haben wir obgenanten beid stett für vns vnd alle die vnsren beider sit verdinget, versprochen vnd eigenlich berett, wes wir »der iemand vnder vns beider stetten vnd der vnsren in gcwer ist, j dabi sol er ouch beliben also dz deweder teil den andren noch die sinen des an recht nit mtweren sol. Fügte sich aber in deHeine zit, daz dar vber deweder Stat oder Zeman der vnsren, ze de- j weder stat loch der hörte, des sinen ane recht entwert wurd, So mag die Stat für sich selben vnd zu dera der entwert hört vmb bewerung ze tunde die andre stat, so dz bcrüret, j vermanen, Si oder den Zren wider ze beweren, vnd nach br manung Sol ouch die qemant Stat den oder die entwerten vnuerzogenlich ane gericht vnd vrteil buder beweren oder schaffen j wider bewert werde von dem, so Zn entwert hett, ane gcbreftm. Vnd wer ^ fach, daz Zeman stirer rechtes dar vmb begerte vnd des nit enberen wölt, denn sol man des j zem Achten komm in aller der form vnd wis, als dauor geschriben stat. — Vnd wand lang zit her von vß- burgern vnd denen, so vff dem lande gesessen sint, vil mißhell, kumer > vnd stössen, beide zwüschent Herren ""d Stetten vffcrstanden sint, harvmb ist mit sunderheit zwüschent vns beiden Stetten beret vnd eigenlich besprochen, Als von sölicher I burgcr vnd lantlütcn wegen, also das wir die vorgenanten von Bern "och die so zu vnö gehören, es sin Stett, lender, dörffer oder empter, nit sollen der vorgenanten von Schern lüt noch I die so zu Znen gehörent, es sin ouch stett, lender, Dörfer oder empter, wa die in ^bn twinqen oder bcnnen gesessen sint, zu vnsren burgern, lantlüten, fryem dienst oder deheine j ander brbuntniß nit empfachen noch nemen stillen, all geuerd bar inn vßgeslossen, es were denn dz sölich fry die niemans eigen weren, vß Zren gerichtcn, twingen j vnd benncn in die vnsren zugen, sich da "'der liessrn vnd hushebliche sihen wurden: die lüt möchten wir vnd die vnsern denn wol zu vnsern ärgern, lantlüten, fryem > dienst vnd ander verbuntnuß nemen vnd empfachen vnd ouch dabi schirmen d"d hanthaften als die vnsren, ouch an geuerd. Ze glicher wis sollen ouch wir die egenanten von Lutzern bch ! die so zu vns gehörent, es sin Stet, lender, Dörfer oder empter, nit der egenanten von Bern lüt, "°ch die so zu Znen gehörent, es sin ouch Stet, lender, Dörfer oder empter, wa die in Zren twin- > gen °dor benncn gesessen sint, zu vnsern burgern, lantlüten, fryem dienst oder deHeiner andern verbuntniß "'l empfachen noch nemen, alle geuerd harinn vßgeslossen, es weri denn j dz sölich fry lüt, die memanö ^gey weren, vß Zren geeichten, twingen vnd bennen in die vnsern zugen, sich da nider liessen vnd bisheblich sitzen wurden: die lüt möchten wir vnd j die vnsren denn wol zu vnsren bürgern, lantlüten, 9! 722 fryem dienst vnd ander verbuntnusse nemen vnd empfachen vnd ouch dabi hanthaften vnd schirmen als die vnsren, ane geuerd. j Darvmb sol ouch entweder Stat in der andren Stat noch in Aro burger, lüt noch gut, gericht, twing noch ban siirer nit griffen noch deheincn inval tun vneruolget des rechten.— Wir j die vorgenanten von Bern vnd ouch von Lutzern haben ouch siirer vnder vns selber gerett vnd versprochen, dz nieman der vnsern noch die zu vns gehörent, von dewedrem teil ein ander vff kem geistlich j noch weltlich frömd gericht noch Hof laden noch tribcn sol, denn allein vmb E vnd offennen wucher. — Ouch sollen wir, noch nieman der vnsern, den andren noch sin gut in deweder Stat j -noch v5 dem land verHöften noch verbieten, denn allein vmb gegichtig geltschuld vnd dar vmb man versigelt brief hat mit rechten gcdingen. Vnd der vmb sol ouch Zederman vnder vns ^ vnd den vnsern vmb mißgiclM geltschuld von dem andren recht nemen vnd suchen an denen enden vnd stetten vnd ouch vor dem ricister, da der ansprechig sitzet oder hin gehöret, an all ge- j uerd. — So denn vmb erbual ist ouch Müschen vns beiden stetten in sunders bcret, were dz in deweder Stat oder indrent deweder Stat gebiete Jeinan d^' vnsern deHein erbual viele, j da beheben wir die vorgenanten beid Stet vns selben vor, daz man st' erbuell vorder« vnd ziehen sol nach der Stat, landes vnd geeichtes recht, da der erbual bescheche» ' geuallen ist, j an alles ander berechtigen. — Vnd als offenlich kunt ist, daz ctlich lanttwinger in vnstr beider Stete landen vnd gebieten wonent, die keinem richter meinent gehorsam ze sinn, vnd I ouch oe> c arm vnd rich, mit Zro fänden vmbzichent, ouch vnderwilent tröwent vnd mit solichen Worten vnd gcbee vnser beider Stet lüt vorchtsam machent, bi ziten gut angewin- j nent, harumb so sin wir die vorgena>'teN beid Stet über ein komen, in deweder Stat gebiet ein sölicher lanttwinger gefunden vnd ab Im g" ^ nmrd, dz er von siner freuenheite wegen ^ von einem gericht in dz ander oder von einer Stat land > dz ander fliehende wurde, vmb dz er sine begangnen freuene nit ablege oder denen, so an In ze hant, nit im rechten ant- j wurte, dem rechten genug tu oder sich dem begegne, daz denn die Stat 2r amptman, dannen er gestochen wer, die andre Stat oder Zr amptliite, hinder die er sich het, schri- j bent vnd die ernstlich vermanent, daz si zu demselben lanttwinger vnd zu sinem gute ' In vffheben vnd gehalten vntz vff die stund, daz er sich glicheö rechten lasse benügen an denen ! da daz billichcn vnd glimpflichen ist vnd sich ouch des mit briefen oder bürgschaft begit, daz vnd arm, darnach bester sicherer sin. Vnd sol ouch die gemanti Stat vnd j der amptman darzu f»e ^ lichen,tun vnd des gehorsam sin ane verziehen. — Vnd daz disc vereinung, verbuntnuß vnd bcredung^ allen denen worten, als vor geschriben > stat, früntlich gehalten werde, loben wir, die vorgenanten ^ Bern vnd ouch von Lutzern für vns vnd vnser nachkomcn vnd für alle die vnsern vnd verbinden ^ beid Stet > gen ein andren vnd vnser nachkamen, dise vnser vereinung in allen Iren puncten ße vest ze halten mit gantzen trüwen an alle var. Doch beheben wir vns ze beiden j teilen harvnder ^ were daz wir von dißhin in deheinen künftigen ziten einheüenklich ze rate wurden, in der obgena ^ vnsern vereinunge ützet fürbasser ze mindren oder ze j meren oder deHein stugk baß lüteren wolte> / ^ wir des vollen gewalt haben sollen vnd wol tun mögen, wenn wir des einhell werdent, vnd sol v> gentzlich in disen j fachen vnvergriffenlich sin. — Vnd diser dingen aller ze einer ewigen kraft habe" die vorgenanten von Bern vnd ouch von Lutzern vnser beider Stetten grosse Znsigel für vns ! henken an disen brief, der geben ward an dem ersten tag des Manodes Mertzen in dem Zar, do von Cristi geburt zalt Viertzehen hundert zwentzig vnd ein Zar. Pergamentene Urkunde. Di- ehemals hangenden Siegel der Stadt« Bern und Lucern st»d abgtt" 723 Ä. Ewiger Freundschafts- und Bundesvertrag der Städte Zürich und Bern. R4SS, SS. Januar. Staatsarchiv Bern. Zn dem Namen der heiligen Driualtigkeit, Vatterö, Sund vnd des heiligen Geistes. Wir der Bürgermeister, Rät, die zweihundert vnd die gantz gemeinde der Statt Zürich ze einem, vnd Wir der Schultheiß, Rat, die zweihundert vnd die gantz gemeinde der Statt Bern Zn Vchteland zu dem andern ^il, Bekennen vnd j tun kunt Alten den so disen brief anstechend, lestent oder hörent lesen beide nu vnd hienach: Das wir gar eigenlich angestechen vnd betrachtet haben, Wie vns der Almechtig got mit sinen gnaden vnd miltikeit beschirmt, geholffen vnd zugeworssen hat Zn der maß, das vnser beider Stetten land vnd I lüt, hoch vnd nider gericht zusamen stossent, teglich zu einander wandlent vnd iro gewerbe tribent, Darumb vns beiden Stetten wol gezimpt zu enander zu sechcnt, enander bistendlich, hilfflich vnd getrüwlich ze sind durch des willen, das wir beid stette vnd alle vnser guten fründ bester stergker vnd aber alle vnser > vhgend bester krenkcr gesechen werden, haben euch darumb merklich betrachtet die fremden vnd wandelbaren löiff, die ietz vffgestanden sind oder noch vffstan möchten, das sich ietweder Statt bester wißlicher gehalten könne, So haben wir mit gutem Rate vnd sinnlicher bewisung, durch nutzes, schirmes vnd friden j willen, liebes vnd gutes der vorgenenten vnser Stetten, vnser lüten vnd gemeines landes b'e getrüwen guten früntschaft, die wir vnd vnsern vorder«? biöhar lang zit getrüwlich von den gnaden gottes mit vnd zu enander gehebt haben vnd ob got wil zwüschent vns vnd vnsern nachkamen ewcnklichen ^vren vnd j bestan sol, sunderlich von nü«vem ze festnen vnd ze bestetigcn, einer bestünde?'«? e«vigen srü«,tschaft vnd buntnuß «nit enander zehabenne, «vissentlich vnd mit gantzen trüive«? Zn ein komm sigen, sament gelopt vnd gesworn haben liplich vnd gelert eide zu got vnd den heiligen, «nit vffgehebtcn Hunden, für I vns vnd alle vnser nachkon,en, die «vir harzu ???it sunderheit eivenklich vnd krefftenklich verbinden, Also vnd in denen Worten, das «vir vnd vnser beiden Stetten nachkomen Zn allen vnsren ^chen, gegentvürtigen vnd künftige«?, enander beraten, getrüwlich vnd vnuerzogenlich beholffen sin sollen welle«?, j als verr vnser lib vnd gut gelangen mag, gegen allen denen, wider vnd vff alle die, so vns "v lib oder an gut, an Eren, friheitten, rechtungen, alten herkamen oder guten gewonheiten «nit gewalt ane Recht angriffe«?, bekümbern, schedigen oder deheinen «vidcrdrieß tetten oder tun wölken Zn dehein j nu oder hienach, wenn deweder teil von dem andern darumb geinant wirk mit botten oder «nit ^'eftn Zn gantzen guten trüwen an alle geuerde, doch mit denen gcdingen, vnderscheiden, puncten vnd ^Nikeln, so hienach geschriben stand. Des ersten das «vir beid Stette vnd alle die, so in diser buntnuß ^Missen I sind, enander getrüwlich beholffen vnd beraten sin sollen als vorstat, Neinlich zwüschent vnsern beiden Stette«?, wa das deivedern? teil noturftig wurde, vnd für ietweder Statt vß dry «nil «vegen mit ^"hen guten trüwen vnd mit als vil Volkes als dennc der Statt, so geinanet ist, erlich vnd aber der, ^ ba j gemant hat, tröstlich ist nach gclegenheit der fache, vnd sol die hilff bcschechcn fürderlich ane ^ziehen, doch «nit sölichen fürworten : Were das vff dewedrem teil Ze«??a«?, so in diser buntnusse begriffen angriffen oder geschediget «vürden, darumb der geschediget teil hilff begeren wurd vff die vhgend ^ 724 ze ziechende, die ze schediqen oder Znen ze widerstende, darumb sol der qeschedlget teil die andere Statt, an die er hilff begert, des ersten gen Zofingen ze tagen manen oder an ander gelegne end, da dann beid teil wol ze samen komen mugcnt, ob eö den teil, so da inanet, ze Zofingen nit kumlich bcdunket. Vnd sol ouch ietweder I teil sin wisen guten botschaft da hin senden, da selbs eiqenlich ze rate werden, wie die fachen anzeheben sin, das der zog vnd hilff nach gelegenheit der fachen einen wisen fürqanq haben möge oder wie die hilff nach gelegenheit der fach sin sölle, das den vygenden dester baö widerstanden vnd der schad zu dem besten gerochen j werden möge. Vnd was man vff dem tag ze Zofingen ze rate wirt, sol letwedrer teil wider Heime bringen in sölicher »naß, das dem gnug beschcche, als denn vff dem tag beslosscn worden ist an alles verziechen; Es were denn das dewcdrer teil gccher hilff notdurftig wurd, alsbald das der ander teil vernimet, der sol denne darhu tun als ob es > sin selblich fache sy, Er sy qemant oder nit gemant, alles in guten truwen vnqeuarlich. Were ouch das deHein krieg vfferstund vnd der sich verharren vnd als lang werend wurde, das man ein gesäß vnd qcleqer wurde haben, weder Statt denne der krieg were vnd vmb hilff qemant hette, das ouch denn dieselb Statt allen costen I allein haben sol, den man in dem geleger vnd gesäß mit bsichsen, Handwerkgen, wcrklstten vnd gezug vnd vmb des gelich qewonlichcn costen habennc wurd. Darumb söltc ouch denne die Statt, so vmb hilff qemant kette vnd dero der krieg zugehörte, zu den Stetten oder Stoffen, die denne erobert wurden ane alle iro hclffer j zuspruch, allein Recht haben. Aber vmb gefangen lüt vnd varend gut »st daby berett, das man die kalten, haben vnd teilen sol nach gelicher büttung vnd nach kriegeS qrwonheit, ouch ane alle ander Jnväll. Bescheche ouch, das wir vorqenante von Zürich dcheinest mit Zeman stöß qewunnen oder Zeman, wer der were, bekriegen > wölken vnd aber der oder die, mit den wir also stöß ketten, vns das recht von semlicher stössen oder zuspruch wegen Hutten vff die vorgenanten Schultheiffcn vnd Rat ze Bern vnd dasselb recht vns daselbs versprechen ze halten, Wölken wir dann die vorgenannten von Zürich dasselb recht nit vffnemcn oder vßschlachen, So söllent > vnS die vorgenanten von Bern von diser bunt- nliss« wegen nit sin gebunden wider den oder die, so vns das recht also vff si gebotten Helten, zehelffenne, si tilgen es denn gerne vnqeuarlich. Des glich were das wir die vorgcnanten von Bern dcheinest mit Zeman stöß qewunnen oder Zeman, wer der were, bekriegen wölken > vnd aber der oder die, mit den wir also stöß ketten, vns daö recht von sömlichcr stössen oder zuspruch wegen Hutten vff die vor- genanten Burgermeister vnd Rät ze Zürich vnd dasselb recht vns daselbs versprächen ze halten, wölken wir dann die vorgenanten von Bern dasselb recht nit vffnemcn oder vßschlachen, so söllent > vns die vorgenanten von Zürich von diser buntnüssc wegen nit sin gebunden wider den oder die, so vns das recht also vff sy gebotten Helten, ze kelffenne, sy tüqen es denn gern vnqeuarlich. — Ztem eö ist ouch ,n diser buntnüsse beredt, das nieman den andern, weder geistlich noch weltlich person, man noch wib, vff dewcdrem teil > vmb dhein weltlich fache vff kein srömd gericht, weder geistlichS noch weltlichs, Hoffgericht noch landqericht laden noch triben sol, denn das iederman von dem andern Recht suchen vnd nemen sol an denen stekken vnd in den qerichten, da der ansprächig gesessen ist oder hingehöret; vnd was ouch iederman da mit gericht vnd vrteil j erkennet wirt, des sol er sich lassen benügen vnd daby beliben vnqeuarlich, mit sölicher wissent, das man ouch dem kleger vnuerzoqenlich da richte ane geurrde. Bescheche aber das n,t vnd das kuntlich wurde, so möchte denn der kleger sin recht wol fürbaß suchen, als Zn, das denn füglich were. Aber ,ederman sol vnd mag sin > zinse Znziechen vnd darnach werben, als bishac in ietwedrer Statt gebiete das qewonlichcn gewesen »st, alles vnqeuarlich. Doch sol Nieman den andern, 726 so in diser buntniß begriffen sind vnd dewedrem teil zugehörent, weder in den stettcn noch vff dem lande berheften noch verbieten denne sinen rechten gelten oder bürgen, der I Im darumb gelopt vnd versprochen »,lle geuerde har Znne vßgeslossen. Were aber deweder Statt Zr pfaffheit oder priesterschaft nit "llchtiq ze Wisent von geistlichen geeichten vmb weltlich fachen ze lassenne, die Statt sölte denn solich Priester oder geistlich lüt nit schirmen wider die, die st also vmbgetriben hctten, s wand wir beid Stett p't meinen, das Zeman den andern an geistlichen geeichten vmb weltlich fache bekümberen solle. — Vnd d"rch des willen, das wir, die vorgenanten beid Stette vnd die vnsern, bester das in ganzem seiden vnd geliehen, Rechten sament bestan mögen, so haben wir vns fürer mit enander vnder ret vnd ver- j sprochen, were das deweder Statt oder Zeman der zu dewedrer Statt gehörte, an die andere gemeinen Etatt oder an kein Zr land, Stett, Aempter, Vogtye», Gerichten oder Dörffern ützit ze sprechenne ^wunne, da sol die ansprechent Statt oder person die andern Statt, so angesprochen wurde, gen Hesingen die Statt zu j gemeinen tagen vordren vnd da lassen bestehen, ob die zusprüch mit dem minsten costen vertragen mügent werden. Möcht aber das nit geschechen, denne sol die ansprechend Statt oder person der andern Statt Rat einen gemeinen obman nemen vnd erkiesen, der vor datum dirre buntnuß obnianschaft nit versworn j habe, vnd sol ouch die Statt denselben erwelten gemeinen wistn, sich der suche anzenemmenne. Vnd wenne das beschicht, denne sol der gemein ober in die Statt Hosingen beben teilen in den nechsten vierzehcn tagen tag verkünden vnd ansetzen, vnd söllent ouch denne die selben beid secherre mit Zro Schidlütcn j darkomcn vnd beide, der gemein vnd die schidlüt, sich zu der fache mit -^ren eiden nach satzes recht verbinden vnd sweren gelert eide zu got vnd den heiligen, die fachen vßzc- sprechen, nieman ze lieb noch ze leid, vnd darumb kein Miet nit nemen, vnd dastlbs ze stund beder ^ilei, red vnd widerred verhören, vnd ob sh die fach j nit mit der Minne übertragen mögent, so sol gemein zestund vrteil fragen. Daruff söllent die schidlüt fürderlichen Zr vrteil geben vnd sprechen; bnd werdent denn die vier einhellig oder der inerteil vnder Znen, dabi sol denne die fache bestan. Were "ber, dz die schidlüt stöfsig wurden, zwen gegen zwein, vnd denne den j gemeinen bedüchte, das er Rates ^dvrst, so söllent Zm die schidlüt ze stund Zro vrteil Zn schrift antwurten, alles ee das sy von tagen scheiden. Vnd wenne denn dem gemeinen die vxteilcn geantwurt werdent, der mag sich denne wol decken, p„d sol eintweder vrteil volgen, wedre Znn die besser bedanket I sin, Zn einem dem nechsten ^aiiot darnach vnd das nit lenger verziehen. Wurde ouch denn dewedrem teil kuntschaft erkennt, die s°l er ouch denn legen vor dem gemeinen vnd schidlüten vff einen tag Zn der vorgenanten Statt Hofingen, su der gemein ansetzent wirt vngeuarlich ane alles verziechen. Was ouch ieman vff de- ^ wedrcm teil dem gemeinen vnd schidlüten gemeinlich oder von dem merteil vnder Znen vmb ieglich fache in der Minne oder zu dem rechtem vßgesprochen wirt, das söllent beid teil, so die fache denn angetroffen hat, '"ur vnd stall halten vnd dawider nützit schaffen getan werden, an alle geuerde. Vnd weder teil in > Glichen fachen mit recht danider lit, der sol den andern teil, sinen widersachen, gentzlich entschedigen vnd iwen abtragen an widersprechen. Ouch sol die Statt, dem er zugehört, der da verloren hat, ^"n wistn, dem vsspruch gnug zetund, durch des willen das semlich fachen nit von nüwcm berechtiget bissen ^ werden. Ouch söllent in semlichen sahen beid teil den gemeinen vnd ietweder teil sin schidlüte ^^ostigen bis vff vstrag semlicher fachen. — Aber vmb aberstorben vnd gefall,le erb Zst in Visen dingen ,nit sunderheit vorbehebt vnd versprochen, das iederman von dem andern vmb srmliche erbe das ''^t suchen vnd I nemen sol an denen stettcn vnd in denen geeichten, da semliche erbe geuallen sind, 72K vnd sol sich ouch desselben rechten lassen benüqen an alles ander berechtigen. — Wand aber nu dik vnd vil vnder guten fründen vberqriff beschechent vnd doch nit vast in argem, hervmb ist mit sunderbeit in diser frlintschaft berett, were j das Ieman dero, so in disem bund begriffen sind, von dem andern deHein vbergriff bescheche, sineS gutes oder rechtunge vneruolqet des rechten cntwert wurde, daS denn der teil, so den vbergriff oder entwerunq getan hette Indrcnt den nechsten acht tagen, wenn er darumb vermnnt wurde, denselben vberqriff j gentzlich vnd ane alles vcrziechcn sol widerkeren vnd schaffen bekert werden ane gebresten. Were aber, das der so den vbergriff getan hette nit also fllrderlich beerte, so sol Inn die Statt, zu der er gehöret, ze stund vnd als bald si darumb ermant wirt, wisen, daS er beker vstd dem qnuq tu als vor j stat; vnd wenne das beschicht, mag er vmb sin zuspruch vnd ouch vmb den vbergriff zu dem rechten komen für den gemeinen mit einem glichen zusah, in aller der form vnd wisc "ls dauor qeschriben stat. — Ouch sol ietweder teil dem andern vnqeuarlich vnd ouch vnuerdinqeten kouff beidr, win, korn vnd ander j ding geben vnd zu lassen qan ane Irrtag. — Dartzu haben wir die vorqenanten beid Stett von Zürich vnd von Bern in diser Buntnuß vorbehebt, das alle die so dewedrcr Statt Bürger sind vnd mit qedingen burger worden sind, daS ouch die bi sölichem burqrechtc, als iro bricf darüber geben das wisen, beliben söllent vnd dise bunt- I nuß Inen keinen schaden an Jrem Burgrechte bringen sol mit qedinq. — Vnd in allen Visen vorqeschribnen fachen haben wir beid stett mit gar guter wissent vorbehcbt vnsern allerqnedigosten Herrn, den Römschcn küng vnd das heilig Römsche Rich vnd ouch darzu vnser Eidgnossen, alle die bünd vnd qelüpte, > so wir oder vnser vorder« vor diser Buntnuß getan haben, daS die genhlichen vor diser Buntnuß vnd früntschaft qan söllent. Were aber, das in künftigen ziten dewcder Statt kein ander Statt, Herren oder land In Iren schirm, burgrecht oder landmanschaft envsteng, daS sol doch diser buntnuß unschädlich j beschcchcn, also daS diser bund allweg vorqan sol. — Sodann vnd ze dem testen so haben wir mit guter vorbetrachtunq berett vnd vbereinkomen durch deö willen, das diser Bund vnd frünschaft Jungen vnd alten vnd ouch allen den, die darzu gehörent vnd her Inn begriffen sink, bester wissentlicher vnd j inner mc Jnqedenk sy, das wir ie von zechen Zaren zu zechnen vnd mit namen zu Sant IohanS tag ze Sunqichten, vor oder nach acht Tag ane qeuerde, ob eS vff den selben tag nit beschcchcn möchte, als deweder teil daS an den andern eruordert, vis gelüpt vnd ewig buntnuß mit vnsern qeswor- j nrn cyden crnüwern söllen vnd wellen mit Worten, mit eoden vnd mit allen andern dingen, so darzu nuh vnd notdürftig sind. Vnd was denn zu Visen ziten mannen oder knaben Sechtzehen Iar alt oder cltcr sint, die söllent denn zu den heiligen swercn mit vffgekebten Händen vnd qelerten worten, dise j Buntnuß ewenklich stet ze halten mit allen Stucken, puncten, artickeln vnd qedingen, so dauor qeschriben stand, ane alle andern vrsuch vnd geuerdc. Werk aber, das die ernüwrunq in deheinem künftigen zit vnd zu zilen als vorstat, nit bcschäche vnd sich das von deheinerleh fach wegen sumcn I oder verziehen wurd, daS sol doch diser Buntnuß vnd früntschaft qenklich vnschcdlich sin, wont si ouch mit namen ewenklich, stät, vest vnd In craft beliben sol mit allen dingen vnd gedingt"? so vor gemeldet sind, an alles bckrenken. Wenne aber semlich Zrrsal, sumnuß vnd hindcrnusse fürkoment, wurd denne deweder teil den andern vmb ernüwerung der bünden vnd cyden eruordern mit botten oder in schrift, denne sol ietweder teil dem andern gehorsam sin, sölichc ernüwerung der Bünden ze tunde zt gelicher wyß vnd in allen den worten, als vor qeschriben stat. — Such ist mit sunderheit her Inne > vorbehebt, das wir vnd vnser nachkamen dise buntnusse mit allen vnd jeglichen stuken, so dar Inn ge« schriben stand, wol muqen bessren, mindern oder mercn, zu weler zit vnS oder vnsren nachkamen zu 727 beider site das einhellenklich nutz oder notdürftig bedunket sin «in geuerde, als sich denne die löuff > wandlent werdend. Doch das diser bund noch früntschast niemerme abgesprochen werde. — Vnd biser b'ngen zu einer ewigen craft vnd stäter warer gezügsami, Haben wir die vorgenanten von Zürich vnd ouch von Bern vnser beider Stetten grosse Zngesigele an zwen gelich brief geheißen henken > zu einer kvkantnuß, das alle vorgeschribne ding von vnö vnd vnscrn nachkomen ewenklichen, stät vnd vest beliben bnd getrüwlichen gehalten werden. Geben vnd beschechen an Sant Vinceneyen tag, des heiligen marterers, 2n dem Iar, do man zalt von Cristi geburt Viertzehen hundert zweintzig vnd drli Iare. — Pergamentene Urkunde >»!t den anhangenden Stege!» von Zürich und Bern. (Abgedruckt be! TschudI N. iüü.) Spruch Berns zwischen Savoyen und VI eidgenössischen Orten, betreffend das Eschenthal. I4T4, TT. August. Staatsarchiv Liiccrn. In gottes namen, Amen. Wir der Schulths vnd der Rat der Statt Bern Bekennen vnd verzechen offenließ mit disem brief. Als vil zites stöß, spenn vnd mißhellung gewesen sink zwüschent dem Durchlüchttenden surften vnd I Herrn, her Amedeo, Hertzogen zu Saffoy, vnserm gcnedigcn Herren vnd Obsten eitgenossen in einem, Den wisen fürsichtigen Burgermeister vnd Rat der Statt Zürich, Schultheißen vnd Rat der Statt Lutzern, den Amilianen j vnd lantlüten zu Vre vnd zu Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwald, dem Amman, den Räten vnd dem Ampt zu Zug, dem Amman vnd den lantlüten zu Glarus, vnsern guten fründen vnd lieben getruwen j Eitgenossen zu dem andern, Von der zusprüch b»d fache wegen des landes genempt Eschental, Als die ietz genanten vnser lieben eitgenossen fürgewendet bnd gesprochen hant, wie das die lüt des selben landes j Eschental vor ziten Inen als Ir rechten Herrschaft gesivoren vnd gchuldet hettcn, ouch Inen gehorsam vnd gewertig sin gewesen mit allen dicnsten bud fachen, als si dann von alter har einer Herrschaft j getan haben, In der maß das si ein gut benügcn daran haben gehept; Vber das habe der ictzgenant dlirchlüchttend fürst, vnser genediger Herr bon Saffoy daö obgeschriben land Eschental mit siner j zugehörung vneruolget alles rechten mit gewalt 2ngcnomen, dieselben lüt gewiset, sinen genaden als Zrem rechten Herren zeswerend, zcdienend vnd gewertig je sin, des aber dieselben vorgeseiten j vnser lieben eitgenossen nit vergessen möchten noch wölten, Sunder darumb, wand si von söliches entwerens wegen zu grossem kumber, kosten vnd schaden komen sin vnd ouch das vmb sin genad j nie verschult haben. Da wider der obgenante, vnser genädiger Herr von Saffoy durch sinen edelen wisen Rat vnd gewüsscn botten hat geantwurt vnd gesprochen, wie das er bnd sin altuordern j seliger angedenknuß alle zit geflissen sin gewesen, vns vnd allen eitgenossen zetun, tbas Inen lieb oder dienst were, Hab sich ouch in vergangnen ziten des genedenklich vnd früntlich bewiset; ^bl sy ^ war, das des vorgenanten landes Eschental gewüssen erbren botten mit Iro gelouböbriefen, fachen ze werbent, wol vnderwiset vnd mit vollem gewalt zu sinen genaden wurden gesant, als das s^be j land herrschafthalb asätz stunde, von nieman hilff, schirm noch Rat hetten, baten vnd begerten ganhem ernst demütlich, wie das sin genad wolte geruchen, die selben lüt all in sinen schirm j jenemend vnd zehandhaftend als Ir rechter Herr; das begerten si vmb sin genad willentlich ze ver- 728 dienend vnd die ietz genante sin genad als für Iren rechten Herren zebekennend, wand si ouch des > als fry lüt macht wol hetten, nachdem als Jr geloubs brief vnd fürlegunq das dozemal Inne hielt; Hab ouch nit qewüsset, das die vorgeseiten Eitgenossen deHein rechtsami oder gemalt vff oder an Inen > dozemal hetten. Vnd von sölicher anmuttunge wegen der erbrcn lütten im Eschental, so habe der vorqcmeldete vnser gnediqer Herr von Saffoy angesechen vnd betrachttet, das er von sinen ^ fürstlichen eren arm vnd rich in sinem schirm mag enpfachen; Vnd also sy war, das er die dikqenanten von Eschental in sinen schirm vnd genad enpfieng; Hette aber sin genad gewüstet oder ver^ j nomen, das die lüt von Eschental den dikqenanten Eitgenossen zu hetten gehört, Im were nit lieb gewesen, das er si also in sinen schirm enpfangen hette. Der stössen, mißhellen vnd spennen aller j die obqcschribncn beid teile von vnser anmuttunge wegen vff vns sint komen, wand vns ouch die in qantzen trüwen leid sint gewesen, hant vnS ouch gantzen vollen lutren gemalt geben j mit offenen versiqelten briefen, was wir zwüschcnt Inen vssvrechen oder in welher form wir die selben beid teile verrichten werden, hant si versprochen vnd qelopt, stät vnd vest zehaltend > ane alles bekrengken. Vnd also haben wir beiden teiley zu frünt- schaft, dienst vnd liebi vnS der fach angenomen, eigenlich dar Inn betrachtet vnd angesechen, das vnserS gencdiqen Herren von l Saffoy genad land vnd lüt allen kitgenossen wolkomen ist vnd ouch künftenqlich zu hilf vnd Rat wol komen mag, Dawider ouch die vorqenanten vnser lieben eitgenosten sinen gnaden mit hilff I vnd Rat, land vnd litten wol komen mögend. Harumb sider wir gantzen lutren vollen gewalt von beiden teilen haben als vor stat, So sprechen wir vß In der minn mit wolbedachtem Rat > also: Das vnser vorqenanter gencdiqcr Herr von Saffoy mit allen sinen landen vnd lüten der vorqemcldetten vnser lieben eitgenossen vnd aller der Iren guter Herr vnd fründ sin sol, vnd ouch 1 dawider die vorqenanten vnser lieben eitgenossen des dikqenanten vnsers lieben qenedigen Herren von Saffov vnd der sinen guten fründ vnd nachgeburen sin söllent. Vnd das ouch dise hopt fach j als die vorqeschriben stat, von entwederem teil, noch von den sinen, niemer me sol gerochen, geeifert noch angesprochen werden, funder beid teil sich gegen einander halten, zu vnd von einander j wandten, gewerb mit verkoufen vnd koufen triben frilich, gütlich vnd fridlich, sicher libeS vnd gutes ze qelicher wiß, als ob die qetat nie were beschechen, alle qeuerd, akust vnd arqlist ^ har Inn vß geflossen. Vnd disen vnsern spruch so begeren wir von beiden teilen werden gehalten bi der qelüpt vnd ere, als si dann beider sit mit Zr offenen versiqelten brieffen qelopt vnd > versprochen hant zehaltent. Derselben sprüchen wir jetwederem teil einen mit vnser Statt gemeinem Inqesigelle geben haben versigelt, an dem zwöy vnd zweintziqosten tag des mono I des Ougsten in dem Zar als man von Eristi qeburt zalt Viertzechenhundert zweintzig vnd vier Aar tt. ie. U't«iii« ml< «Iihtingtniim Kitqel i«k Tiadi L Münzverttast der VII Orte Zürich, Vneern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zuq und Marus. 1^?^, ISi. iykai. vucern. Wir der Bürgermeister, der Schulths, die Amman, die Rät, Bürger vnd Lantlüt qemeinlich diser nachbencmpten Stetten vnd Lendcrn, Nämlich Iürich, Luhern, Vre, Swih, Vnderwaldcn ob vnd nid 729 dem Kernwald, Zug, gemein Ampt ze Zug vnd Glarus, Tun kunt vnd ze wissen Allen denen, so disen brief j sechent, lesent oder hörent lesen; als vntzher etwe Nil zites zwüschent vns vnd den vnsern, vnsern vmbsässen, ouch andern erbern lütcn, die dann zu vns wonung vnd Wandlung Hand, manigcrley Zrrsal vnd gebresten ist gewesen vmb vnd von manigerhand Mlinzen, Werung vnd Werschaft wegen, die dann j Vilich zit in den Landen bi vns sint gewesen, Das wir da alle mit einander, gcmeinlich vnd besunder, mit vns vnd der vnsern rat, wissentlich vnd wolbedachtenklich sölichen gebresten in vorgeschribnen sachen ^ verkomm, vns eigenlichen haben vnderrett vnd geeinbert, ein nüw Müntz ze flachen vnd ouch Werung I vnd werschaft ze halten dise nechsten fünftzig Zar, so nach datum ditz briefs schirrest nach einander kommt vnd künftig werdent, mit sölichen Worten, stuken vnd gedingen, als dz alles von einem an dz ander hienach eigenlich verschriben ist. Dem ist also, dz wir, die vorgenanten Stett vnd lender Vre, Switz, Vnder- I walden, Zug vnd Glarus die vorgenanten vnser guten fründ vnd lieben Eidgenossen, die von Zürich Vnd von Lutzern ankomen vnd gebetten haben, als sy des gefryet vnd wol mechtig sint, dz sy die egenantm Nüwm müntz flachen vnd die mit ir beider Stett Zeichen, wie Znen dz geuellig ist, zeichnen vnd von iro j selbs vnd vnser aller wegen vsgebm süllent, Nämlich vier vnd zwmtzig Blapphart für einen Rinfchm guldin; dieselben Blapphart auch bestan süllent by dem halben an vinem silber, vnd sullent der selben Blapphart vier vnd nüntzig vff ein geschikte Zürich march gan vnd geschroten werden, j Derselben Blapphart feklicher gan vnd genommen sol werden einer für fünfzechen stebler Pfenning, dz gebürt sich an kleinem gelt drifsig fchilling stebler Pfenning für einen guldin. So sullent dann die vorgenanten vnser flünd vnd Eidgenossen von Zürich vnd von Lutzern Angsterpfenning flachen vnd die ouch j mit ir Statt Zeichen zeichnen, nachdem vnd sy bedunkt dz best zesinde, vnd fullent dieselben Angsterpfenning vfgeben, Nämlich fünftzechen fchilling Angster Pfenning für einen Rinfchm guldin, das gebürt sich ouch also drifsig Schilling steblerpfenning für einen guldin. Vnd füllent derselben Angster Pfenning > fünf vnd viertzig vff ein Lot gan vnd gefchrottm werden, vnd fullent ouch bestan vnd funden werden an vinem Silber by dem halben. Aber haben wir vns vnderrett vnd geeinbert, dz wir die vorgenanten von Zürich vnd von Nutzern in der vorbenempten Müntz kleinn Pfenning, die man nempt steblerpfenning, j flachen füllent vnd ouch die vfgeben, nämlich der selben stebler Pfenning drifsig fchilling für einen Rinfchm guldin. Derselben stebler Pfenning süllent zwen vnd fechtzig vff ein Lot gan vnd gefchrottm werden, vnd füllent selben stebler Pfenning zwen teil kupfer sin vnd der dritteil fol sin silber sin. Vnd > in allen disen vorgefthrjbnen Müntzen haben wir vns eigenlichen vnderrett, meinen vnd wellen ouch, ob deHein der vorgeschriben Müntzen gemacht wurden, die dann an der vfzal ze liecht were, als man die versucht, so ^ ze blattman vsbereit sint vnd man sy malen vnd bilden sol, dz man die selben siechten j Müntz, dz weren Blapphart, Anqster oder stebler Pfenning, die also ir gewicht an der vfzal nit mhcttin, vorhin ^ l> gemalet werden, sol vflefen fovil vntz dz die andern blattman nach vorgenant vnfer Ordnung swerr genug werdent. Vnd sol man dann die andern siechten vserlefnm Müntzen an all widerred I Znsetzen ^nd brennen. Wir haben ouch in vorbefchribnm Müntzen vnd Werschaft ander frömd silbrin Müntzen gewerdet vnd angeflagen, mit namen, dz ein alter Meilenscher Blapphart der vorbenanten Müntzen gelten vnd man den nemm fol einen für achtzechen nüw stebler Pfenning, einen Behemfchm, der gut ist, I vuch für achtzechen stebler Pfenning, einen Meilenschm Crützplapphart für sibenzechm stebler Pfenning, ein Blapphart, den man nempt Liechtstock, für dryzechm stebler Pfenning; dry alt Meilensth fünfer füllent gelten vnd qenomen werden für sibenzechm stebler Pfenning. Ztem ein Züricher, Berner, ein i)? 730 Schaf j huser vnd Sant Galler Blapphart, die bisher vnd vor Datum ditz briefs geslagen sink, dero jeklicher sol gelten zwölff stebler Pfenning. So sol man nemen ein Erüyer für nun stebler Pfenning, einen alten Nuner für nun stebler Pfenning, vnd die Angster vnd stebler Pfenning, so wir, die von Zürich, I ouch die von Schafhusen vnd von sant Gallen ietz kürzlich mit einander dz nechst vergangen Zar vff ein korn geslagen Hand, Sol ouch in difer Müntz Werfchaft heissen vnd sin. Aber vmb Wirten berger, dero von Vlm, der von Eostentz vnd vmb all ander frömd Silbrin Müntzen haben wir vns ouch > vndcrrett, dz yederman die von dem andern nemen mag, ob er wil, ein icklich gelt nach sinem werd, doch also, dz sy in vorqeschrivner vnser Müntz vnd Wcrschaft kein Werfchaft heissen noch sin füllen. Ztem sol man nemen vnd geben einen Schiltfranken, einen Tuggaten vnd einen Vngerschen guldin, I die gut sint, Zr icklichcn besunder für acht vnd drisstg schilling stebler Pfenning; Genower, Bäpstler, Florentzer vnd Kamerguldin dero ieklicher sol gelten siben vnd drisstg schilling stebler Pfenning. Wir haben ouch in diser vorqeschribnen Müntz, die man nüw flachen sol als vorstat, ein March vines silbcrS > qewerdet vnd angeflogen, als man die an vincm korn wercn sol, für Siben Rinsch guldin vnd haben ouch daby betrachtet vnd bekennet, dz die selb March Silbers, so man die zu diser Müntz werken vnd ze Pfenningen vsbereitcn sol, costed ie die March einen Rinschen guldin, Es sye dem Münhmeister vnd > sinen knechten ze lon, darzu für andern costcn vnd arbeit, so darüber gat, dz sye mit Saltz, Winstein, Tigeln, Münzisnen, mit kolen, mit Liechtern, mit dem kuppfer, den Versuchern vnd dem Goldschmid, ouch ze lon vnd für andern costen, so darüber qan muS. Daby vnd mit haben wir vns ouch vndcr. > rett vnd qeeinbert, das wir in vnsern Stetten vnd Lendern, ob deHein Statt oder Land vnder vnS selben einen Wechsel vswerffen vnd haben wolle, dz «eklich Statt vnd Land dz wol tun mag, also dz wir mit vnS selben vnd mit vnsern Wechslern besorgen vnd schaffen füllen by vnsern eiden vnd Eren, das j allen vorbenanten vnd nachgeschribnen vnsern vberkomnussen daselbs an vnsern wechseln, darzu allenthalben by vnS, von vns vnd den vnsern vnd mcnnlichem, wer der ist, by vns gehalten werde, also dz ein jeklicher Wechsler noch suS niemand anders, wer oder weliche die vnder vnö wcren, do man dann nit offen j Wechsel kette oder haben wölt, enheinem, wer der ist, er sye heimsch oder frömd, vmb einen Rinschen guldin, den man im ze kouffen geben wölte, nit mer geben sol dann fünfzechen schilling angster Pfenning oder drisstg schilling stebler Pfenning der egenanten Müntz vnd Werung, wie einer die nimet vnd an ir selben ist j nach vorgemelten worten. Vnd ob einer von dcheinem Wechsler gern guldin kouffen wölte vnd er die hette, da sol ein ieklicher Wechsler an einem «etlichen guldin, welichcrlcy goldcs dz ist, vier stebler Pfenning ze qewin nemen vnd nit mer, an widcrred, an geucrd. Zn gelicher wise sol man vmb ander frömd gold, als dann I Vorbescheiden ist, ouch nit mer geben noch dieselben guldin türer nemen dann leklichen guldin da für vnd vmb als vil qeltz alö er hievor ze geben vnd ze nemen gewerdet ist. Werc aber, dz icman, wer der werc, frömd oder heimsch, diö bräche vnd überfüre, in welicherlei wise oder mit was fürworten das j dann bcschcche vnd dz für vns käme vnd kuntlich ald offenn wurde, den vnd die selben brüchigen füllen vnd wellen wir straffen vnd sol dero ieklicher ,e einen Pfenning, welicherlei Müntz dz ist, ftir den andern ze büß geben, dieselben büßen ouch ieklicher Statt oder «etlichem Land, do sy gefallen weren, I sullent zugehörren. Sol ouch ein icklich Statt vnd Land sölich bussen, da sy qevielen, by iren geswornen eiden Znnemen vnd Znzüchcn als verr sy mugen, an widcrred, an geuerd. Wir haben ouch vnder vns selben verkomm vnd gesetzet, meinen vnd wellen ouch, dz-daö von vns vnd den vnsern vnd von mcnnlichem j by vns gehalten werde, er sye frömd oder heimsch, also Idz nieman dem 731 andern enheinen guldin, welicherlei goldes dz ist, in Wechsels wise, in kouffes wise, in gesellschaft, an geltschuld, noch fuß in deHeiner andern gevarlichen wise tstrer geben noch nemen sol, dann als vor begriffen ist, vnd dz ouch nieman mit enkeiner- I ley geltes enheinen Wechsel triben sol, dann an vnser Stett oder Lender offennen Wechsel, by der vorgeschribnen pene vnd busse. Es sol ouch nieman, wer oder weliche die sint, diS vorgenant Mlintzen, noch enhein ander Müntz noch werschaft, die dann in vorgenanter Müntz vnd werschaft begriffen sint, erschiessen, j erseycn, noch die selben mlintzen alle noch besunder, an noch in enhein ander frömd stett noch land, do man sy dann in Mlintzen oder sus gevarlichen verbrennen wölt, verfliren vnd also damit vnserm land enpfrömden. Were aber, dz jeman, wer der were, frömd oder heimsch, diser vorgeschribnen stuken deHeines j bräche vnd liberflire vnd dz kuntlich wurde, der sol für ie dz stuk, so er gewechselt oder darin er liberfarn hat, als vil sich des nach marchzal gebürt als manig ander sölich stuk, dz che silber oder gold, ze büß geben; dieselben buchen ouch ieklicher Statt vnd jeklichem Land vnder vns, da ch dann gevallen sint, I sullent zugehören. Sol ouch ieklich Statt vnd Land, denen sölich büß gevallen were, dieselben buchen by iren geswornen eiden Znzüchen vnd Zngewünnen, als verr ch mugen vngevarlich, als dz dann vorgelütret ftad. Darzu haben wir ouch verfetzt, meinen vnd wellen, dz enkein Müntzmeister noch j Goldschmid, die dann by vns in vnsern Stetten vnd Lendern, in vnsern gerichten vnd gebieten gesessen weren, der vorbenanten Mlintzen vnd Wcrschaften, die wir dann ietz mit einander haben vfgenomen vnd halten sullent, Hinnenhin in disen vorgeschribnen Zarzilen nicht smcltzen noch brennen füllen in en- j keinerley wise, es were dann, ob deHein biderb man oder wip Im selben von sölichem gelt deHein kleinst oder Silbergeschirr machen wölt, so mügent ch das gelt dartzu wol brennen vnd das silbergeschirr davon machen vnd nit anders vngeuarlich. Were aber, dz ir deHeiner da wider täte, ba sol ouch Ieklich I Statt oder ieklich Land die sinen, so da inn an sölichcr getat schuld vnd überfaren Helten, gewalt haben ze straffen an Lip vnd an gut nach gelegenheit der sach, vnd sullent ouch die Müntz- nieister vnd Goldschmid swerren, diS stuk stät zehalten an widerred, an gcuerd. Wir haben ouch vns ietz mit einhelligem j rat eigenlich vnderret vnd des geeinbert also: wo jeman dem andern dehein jcrlich gült an gold schuldig were, darumb er dann brief vnd Znsigel hat, das da iederman dis vorgeschriben Zarzal vs für die selben jerlichen gült geben mag kleinn Pfenning vnd dero Müntz, so dann hievor in diser j werschaft begriffen ist, mit namen das sich gebürt für feklichen guldin ze geben drissig schilling siebter Pfenning vnd nit mer, vnd sol man ouch die selben gült an der jetzgenanten Werschaft sich bezalen lassen vnd die nemen an widerred; doch also mit vsbescheidnen Worten: Wenn dz ze schulden käme, dz j ieman dieselben järlichen gült ablösen vnd wider kouffen wölt, dz sol er tun mit gold, ob dz der houpt- brief dar über geben innhaltet vnd wicht, dz darinn für sin houptgut nieman gebunden ist, klein gelt ze nemen, er luge es dann gern. Wo aber jeman dem andern sin eigen vnd Erb abkouft, haben wir j ouch berctt, dz man einem jeklichen dz sol bezalen mit sölichem gelt vnd sölichcr werschaft, als dz einer an den andern bedinget an widerred. Wir haben ouch daby berett, ob dz bescheche, dz jeman vnder vns vnd den vnsern, den wir ze gebieten Hand, von dem andern icht koufte, oder jeman icht ver- j koufte, dz were korn, habern, win, gewand, oder welicherley eisiges vnd bruchiges gutes oder was koufmanschaft sus dz anders were, vnd da jeman an den andern dingetc, vmb sölich sin gut gold ze geben vnd nit klein« Pfenning, dz sölich geding nicht binden, noch kraft haben sol; denn so verr were, dz j der so kouft Helte vnd bezalen wölte, nit gold Helte, so mag er bezalen mit klcinnem gelt vnd sölichcr werschaft als vorstat, die er dann gehaben mag vngeuarlich; vnd sol sich ouch der verkouffcr damit lachen bezalen, aber 732 an widerred. Es ist ouch berett, vmb dz man bester wissentlicher wissen > mstge die vorbenant müntzen nach dem körn vnd der ordnung, als sy angesechen ist, ze halten, vnd dz man besorgen muge sy gehalten werden, dz wir die vorgenanten von Zürich vnd von Lutzern mit vnsern Versuchern, die wir dann darzu ordnen vnd schiben, verschaffen füllen, dz die selben vcr j sucher, welichen dz dann je entpfolt wirt, einem vnserm Münhmeister nit mer geltes, dz sy dann gewerket Hand vntz an dz malen, Inseyen vnd versuchen füllen zu einem mal, dann fünftzig March oder vier vnd fünftziq March by dem meisten an generd. Aber darunder mag man > Zm wol Znsetzen vnd versuchen. Also wirt eS nach vorqeschribner ordnung gerecht funden, so sullent dz die Versucher heisscn zeichnen vnd malen, als sich dz qebürt zctund an qeuerd. Wir haben ouch fürbasser gesetzt, meinen vnd wellen, das dz gehalten werde, dz alle vnd jeklich vnser > Versucher vnd goldschmid, denen dann dis vorgeschoben Müntz Znzesetzen vnd ze versuchen entpfolt wirt, swerren sullent liplich ze gott vnd ze den Heilgen, dz sy ir allerbestes vnd weqstcs an all vfsätz vnd geuerd tun füllen, dz die vorbenanten Müntzen an dem korn vnd an der vfzal vnd an j allen dingen redlich vnd gerecht nach vorgeschribner vnser ordnung bestanden, funden vnd vsgeben werden, vnd dz darinn von Zro dckeinem deHeine geuerd noch unredlicher vfsatz nicht getriben werde, an geuerd. Vnd muqent ouch wir alle vnder einander, weliche Statt oder Land dz tun wölk, I dz vorgenant gelt, dz weren Dlappkart, Anqsterpfenning oder Steblerpfenning, versuchen wie dik wir wellen, also dz daö gelt, so die vorgenanten von Zürich müntzen werden als vor stat, von dem stok daselbs Zürich, vnd dz gelt so die von Lutzern müntzen werden, als ouch vor stat, von j dem stok daselbs ze Lutzern sol genomcn vnd versucht werden vnd niendert anderswa, als dz von alter her komm ist. Vnd süllent ouch die, so dann darumb kunt ist, dz gelt versuchen vnd niemand anders. Vnd wenn sy da gerecht funden »verdenk, da mit sol man genug getan haben, j vnd sol man dann fürer darumb nieman zureden an sin eid noch an sin Erc in enheinerley wise. Ouch so haben wir vnS qcmeinlich für vns vnd die vnsern, für alle, die zu vns gehörcnt vnd für die, denen wir ze gebieten Hand, sunder »eklich statt vnd jeklich land für sich vnd die sinen, > vnS jetz erkennet vnd vnS gegen einander versprochen vnd versprechen ouch wissenklich mit disem brief für vns vnd die vnsern als davor, by vnsern trüwen vnd Eren vnd by den eidcn, so wir vnsern Stetten vnd Lendern gesworn haben, dis vorqeschriben Müntzen vnd werung mit I allen vorqeschriben stuken vnd artikeln, als verr dz an vns lit vnd geligcn mag, vngevarlichcn, war vnd ftät ze halten, ze vollfüren vnd schaffen gehalten werden vnd darin« keinen absatz zetund in deheinerley wise die vorqeschriben Zarzal VS, als die nach datum ditz briefs schirrest > nach einander kommt vnd künftig werdent. Vnd ob dz were, dz die vnsern oder leman anders, wer der were, hie wider täte, dis bräche vnd überfüre, dz ouch wir dann alle ein ander dar inn süllent vnd wcllent bebulffen vnd beraten sin, dz der oder die, so da wider täten, dar- j vmb gestraft werden in der Masse als dann vor qeschriben stat oder noch fürbasser, alö dann vns alle oder den inerteil vnder vns dunket, dz er nach qelcqenkeit den verschütten fachen ze straffen vnd ze büssen sye vngevarlichcn, vmb dz wir alle mit einander dester baö by diser vorgeschribnen i müntz vnd werschaft beliben vnd die gehalten muqen an geuerd. In allen vorgeschribnen fachen haben wir vnS ouch behalten, ob dz were, dz sich fügte, dz ietz oder hie- nach dehein Herr oder Stett, wer oder weliche die weren, mit vns in die vorqenant Müntz vnd Werschaft gan, die vf > vorqenant korn vnd werung flachen vnd halten wölken vnd die vns dann dar vmb versprechen, dar inn in allen vorgeschribnen vnsern Ordnungen vnd Meinungen genug ze finde vnd sich des dar vmb gegen vnS verbrieften, darzu mer, ob vnö allen oder deheincr Statt vnd Land besundcr 733 deHeiner- j ley Zufall oder vnlust her inn zu gezogen und zu gefllgct wurde, von welichen dz were, es were von frömdem Gold, von Silber, von Müntzen, ouch von sölichcn Mlintzcn vnd Werfchaften, als dann hie vor begriffen sint oder in andern fachen, da mit oder da durch wir vnd die vnfern her inn schaden j oder gebresten enpfachen möchten, vnd da mit man vnö bis vorgefchriben mlintz swechern wölte oder gefwechert werden möchte, dz wir dar vmb vnd in allen andern fachen, die vnö her inn möchten Zufallen, wir alle vnd befunder mugent einander» ervordern vnd ermanen, mit boten oder mit j briefen als dik dz ze schulden kumt, darumb ze tagen ze komen. Vnd wclich Statt oder Land vnder vnö vmb sölich fachen vnö, die andern Eidgenossen, ze tagen manet, fol vnd mag den tag verkünden in vnscr Stett vnd Lender in der Eidgenosschaft, in welich end sy dann der tag bedunkt komlich j vnd gelegen sin. Aber vmb fachen, die vns die vorbenanten Eidgenossen von diser vnser Müntz vnd Werung wegen allein antreff vnd nicht von frömden Lüten als vorstat, da fol vnd mag aber feklich Statt vnd Land vnder vnS, dien dann sölicher schad fürkame, vnö die andern Eidgenossen alle ouch dar- j vmb ze tagen ervordern vnd Manen an die ftett oder in die Lender, da dann der schad vfgestanden vnd gelegen were, vnd niendert anderöwa hin, vmb dz man dafelbS mit derselben Statt oder Land von des schadenö oder gebrcstens wegen bester eigenlicher gereden vnd den verkomm muge. j Doch her inn vfgenomen vmb dz gelt ze versuchen, dz sol man tun ze Zürich vnd ze Lutzern von dem stok vnd niendert anderöwa alö Vorbescheiden ist. Ze sölichen tagen wir die vorgenanten Eidgenossen alle vnd besundcr durch vnser erbern Votten komen vnd die leisten stillen an den enden, j dahin sy vnö nach vorgemelten Worten verkünt werdent, wie dik dz ze schulden kunt, vnd daselbö alle vorgeschribnen fachen ansechen vnd die eigenlichen betrachten, waö nach gelegenheit der fach darzu ze tun sye, sölichen schaden, der vnö also anligend wurde, ze verkomm; vnd weö wir vnö dann, j alle oder der merteil vnder vnö, vmb deHein fach vnö in diser such bertirent, erkennent oder vfnemen, daby sol dz aber bestan vnd beliben vnd sullent ouch deö einander (gehorsam sin) by vnsern guten trtiwen an widerred, an geuerd. Wir die vorgenanten von Lutzern, Vre, Switz, Vnder- j walden, Zug vnd von Glaruö bekennen vnd veriechen ouch wissentlich, alö die vorgenannten vnser guten frtind vnd lieben Eidgenossen, die von Zürich, vnö ze lieb von vnser stissigen bette wegen, ouch durch gemeineö landeö nutz vnd fromm, vorgenant Müntz vnd werfchaft mit vnö 2ngangen j sint vnd ouch die nach vorgemeldeten Worten vfgenomen Hand, dz dieselben vnser Eidgenossen von Zürich dz alleö getan vnd Znen selben dar inn vorbehept Hand, nach dem vnd sy ir Müntz vnd die berlikeit herbracht vnd gen vnö in den geswornen bund bracht Hand, dz daö alleö ^ Znen sol gentzlich un den vnd an allen andern Zren fryheitm vnd Rechtungen, an Zrem alten Hcrkomen vnvergriffenlich vnd vnschedlich sin, alö dieselben vnser Eidgenossen von Zürich Znen selben dz mit vsbescheidnen Worten vßgelassm vnd vorbehept Hand. Deögelichen sol ouch j vnö den fetzgenanten Eidgenossen von Lutzern, von Vre, von Switz, von Vnderwalden, von Zug vnd von Glaruö diö vberkomnusse vnö vnd dm vnsrn «n vnsern fryheiten vnd Rechtungen gentzlichen vnvergriffenlich vnd vnschedlich sin, alö wir vnö selben dz ouch haben vorbehept. Doch j allwegen mit namen, dz diö müntzm vnd werschaften bestan vnd gehalten füllen werden, alö wir die mit einander haben vfgenomen vnd versprochen ze halten, alö dann hievor eigenlich ist verschriben, alles an geuerd. Vnd her über ze einem offenen, waren, vesten vnd statten f Vrkund aller vorgefchribner dingen vnd gelungen, dz die von vnö allen getrüwlich gehalten werden, >o Huben wir, die vorgenanten von Zürich, von Lucern, von Vre, von Switz, von Vnderwalden, von Zug vnd von Glaruö, vnser fekliche Statt vnd Land Zr gemein Stett vnd Lands j Znsigel an dise brief zwen 734 gelich offenlich gehenkt, die geben sint an dem achtzechenden tag des Manodes Meyen, do man zalt von Cristy qeburt Vierzechenhundert Zar, darnach in dem fünf vnd zwentzigosten Jare. Pergament«,« Urkunde mit den anhangenden siegeln von Aüriib, Lueern, Unterwalden, Aug und SXarut, Der Pergamentstreif für Uri ist leer. — Abgedruckt bei Tsckiudi N. ßh?. » Besondere Uebereinkunft der Vs Orte Lncern, Nri, Schwyz, Untcrwaldcn, Zug und Glartts, betreffend die Einführung der neuen Münze nach obigem Münzvertrag. 14?.?, ?I. Mai. S«aa»»arck»tv Lueern. Wir der Schultks, die Amman, Rät, Burger vnd gemein Lantlüt discr nachgeschribner Stetten vnd Lendern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwald, Zug, > gemein Ampt Zug vnd GlaruS, Bekennen vnd tun kunt aller menlichem mit disem brief: Als die erfamen wisen, der Bürgermeister, die Rät vnd alle Burger ze Zürich, j vnser lieben guten fründ vnd getrüwcn Eidgnossen, ouch wir mit Znen, wir alle vnverfcheidenlich, durch vnser vnd der vnftrn fromung vnd gemeines landes nutzes I vnd notdurft willen vns geeinbert haben, ein nüw Müntz werunq vnd werschaft ze flachen, ze haben vnd ze halten die nechften komenden fünfzig Zar, nach j vnd mit sslichen vsbeschcidnen Worten, als dz alles die Müntzbrief, die wir her vmb gemacht vnd besigelt haben, eigenlichen inn haltend vnd wisent. Zft ze wissen, s das wir die egenanten Eidgnossen mit qunst, wissent vnd willen vnser ebenempten lieben Eidgnossen der von Zürich vnS besunder mit enander ouch gütlich haben j geeinet, als vmb vnd von der alten Müntz werunq vnd werschaft wegen, die biShar bi vns in vnfern egenanten Stetten vnd lendern gangen sint vnd die wir bis- > her gehalten vnd von einandern gcnomen Hand. Vnd syen darumb mit enander wissentlich mit wolbedachtem Mute vberkomen diser Kirnach qeschribner Stuken s aller eigen« lichen ze halten; dem ist also: Wo dekeiner den vnfern, vnd vnder vnS leman dem andern, ichtes schuldig ist bi der selben alten Müntz, dar vmb sich s tag verlouffend oder vsgand vf Wiennechten, so nach datuM ditz briefeS schierest künftig werdent, oder hie vor vff deHein ander zil oder tag, wie sich die in > dem zil hie zwüschent vnd Wiennechten köischent, das sich dar vmb iederman vnder vns von dem andern vntz vff die vorgenanten Wiennechten sol lassen be- j zalen mit der alten Müntz vnd mit sölicher Werschaft, die wir dann bis her vnder vns vnd den vnfern gehalten vnd genomen kand, Es were dann, dz sich jeman > der vnfern gen dem andern bisher mit sundern qrdinqcn in dem zit ze bezalen anders verscheiden, gemarkted oder versprochen kette, bekabcn wir den selben s vor, daö die sölichen vsgenomnem vnd vs« bescheidnem versprechen süllent genug tun. Weliche aber vnder vns vnd den vnfern sölich schulden, darumb sich tag s kie zwüschent vnd den nechstkünftigen Wiennechten verluffend, nicht bezalten, oder bezalt Hand, der vnd die selben süllent dannenhin nach den ietzgenanten > Wiennechten die selben vnbczalten schulden mit der egenanten nüwen Müntz, die wir mit vnsrrn Eidgnossen von Zürich vnd si mit vns vfgenomcn Hand, bezalen, > also dz si für sc einen alten Pfenning einen nüwen Pfenning geben süllent, als vil sich des dann an den schulden nach marchzal qcbürt, an widerrcd, an geucrde. I Aber was schulden 735 jeman der vnsern vnder vns vnd den vnsern dem andern schuldig ist oder wirdet vff tag nach den egenanten nechst komenden Wiennechtcn, j das sye vber kurz oder lang, wie sich die tag verlouffent, haben wir vns ouch geeinbert vnd erkennet, meinen vnd wellen onch, das da jederman den ^ andern mit der obgenanten nüwen müntz vnd mit sölicher werschaft, so dann ze mal als man die Vezalung tun sol, vnder den egenanten vnsern Eidgnossen von .Zürich, > onch vnder vnö vnd den vnsern geng vnd geb ist, bezalen sol, aber je einen nüwen Pfenning für einen alten Pfenning, an widerred. Darzu mer so haben I wir die vorgenanten von Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden, von Zug vnd Glarus vns vnd den vnsern her Zun vorbehept, ouch mit gunst, wissent vnd willen der j egenanten vnser lieben Eidgnossen von Zürich also, dz ouch wir vnd die vnsern bi vns vnd vnder vns in vnsern Stetten vnd Lendern bi vnd mit der alten Müntz j vnd werschaft markten, kouffen vnd vcrkouffen füllen vnd mugen vntz vff den nechftkomeuden sant Zohans tag ze Sungichten, es were dann, dz j jeman vnder vns mit dem andern mit sundern gedingen hie zwüschent vnd dem jetzgenanten sant Zohans tag ze Sungicht vmb die nüwen Müntz merkten wölte, j das ouch jederman wol tun mag, ob er wil, von vns vngehindert. Aber vff den jetzgenanten nechstkünftigen sant Zohans tag sol die egenant nüw Müntz bi j vns vnd vnder vns vnd allen den vnsern angan, also dz jederman dabi vnd damit sol markten. Doch so mugen wir vnder vns selben je achtzechen alt ^ Angstcr für einen schilling nüwer Angster vnd achtzechen alt steblcr für einen schilling nüwer ftebler Pfenning vnd dcsglich nach Marchzal je dry alt Pfenning j für zwen nüw Pfenning geben vnd nemen, als vil sich des dann in sölichen markten, kouffen vnd verkouffen gebürret vntz vff die vorgcnanten nechst komenden j Wiennechten. Vnd aber darnach sullent die alten Angster vnd Stebler Pfenning, die bisher vnder vns vnd den vnsern werschaft gewesen sint, gentzlichen hin I getan werden, Also dz si danncnhin enkein werschaft mer heissen^ noch sin füllen, Vnd dz ouch wir noch nieman der vnsern vnd bi vns si für deHein werschaft j nemen, geben noch halten füllen in deheinerley wise. Vnd also won wir die obgenanten von Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug vnd von Glarus sölicher vorgcnanter > vberkomnusse mit enander wolbedacht vnd wissenklich Zngangen syen vnd dz nach vorgemeldoten, vsbescheidnen Worten mit enander haben vfgenomen, dar- > vmb so loben ouch wir alle, vnd besunder jeklich Statt vnd jeklich land für sich vnd die sinen, mit guten trüwen vnd bi den Eiden, so wir vnsern Stetten vnd Len- > dern liplich ze Gott vnd den Heilgen gesworn haben, der vorgeseiten vberkomnusse genug zetund vnd alles dz, so davon vnd darumb in disem brief geschriben j ftat, war vnd ftät ze halten vnd ze volfüren vnd von allen den vnsern war vnd stät schaffen gehalten werden vnd dawider niemer zetund; vnd ob dz wer, dz j Zeman vnder vns, wer oder weliche dz weren, dis alles oder deHein stuk besunder breche, vberfüre vnd nit stät hielte oder halten wölte, das, ob Got wil, nicht j sol beschechen, das da jederman vnder vns bi denselben vnsern Eiden mit den sinen schaffen, si darzu halten vnd wisen sol, das si gehorsam werden, genug ! tügen vnd bi vorgeschribner vberkomnusse beliben vnd alles dz stät halten, das diser brief darumb wiset. Süllen vnd wellen ouch darzu sölich vnge- j horsam vnd widerspennig lüt, weliche die werint, von Zr vngehor- samkeit in diser fach, aber Zederman die sinen, straffen vnd büssen, als verr vns vnser j Eide vnd Ere Wisent, das si in diser fach vmb den frefel, den si getan Hand, ze straffen vnd ze büssen syen bi den vorgenanten vnsern Eiden, an widerred, ane j geuerd. Vnd her vber ze einem offnen, waren, vesten vnd stäten Vrkund aller vorgeschriben dingen vnd gedingen, das die von vns allen gctrülich gehalten werden, so j haben wir die vorgenanten von Lutzern, von Vre, von Switz, vo» Vnderwalden, von Zug 736 vnd von Glarus, vnser jeklich Statt vnd land, Jro gemeinen Statt vnd Landes I Jnsigel an deftn brief vffenlich gedenkt, der geben ist an dem Ein vnd zwentzigesten tag des manodeö Meven, do man zalt von Gottes qeburt vierhechenhundert j Iar, darnach in dem fünf vnd zwentzigesten 3are. Pcrgamenteu« Urkunde, s« hangen die Siegel von Sutern. «a>wv,. Unterwalden, Zug und SlarU»! der Pergamentstreif für Uri ist leer. « Schiedspruch Beru's zwischen Luceru und den VI Orten, betreffend die Aemter Nichensec, Meyenberq und Villmergcn. T«. Jnli. Staatdarehiv Sueern. Wir der Schultheis vnd der Rat der Statt Bern, Bekennen vnd vergechen vffenlich mit diftm brieff- Als lanqezit stöß vnd mißkell gewesen sint, zwüschcnt den fürsichtigen wysen Burqermoister und Rat der Statt s Zürich, Amman vnd lantlüten von Swytz, Amman vnd lantlüten ob vnd nid dem kernwald von Nnderwalden, Amman vnd dem gantzrn Amvt von Zug, Amman vnd den lantlüten von MlaruS qemeinlich zu einem j teil, Dem Schultkeissen, Rat, den Hunderten vnd gantzer qemeind gemeinlich von Lutzern zu dem andren, beider sit vnser lieben guten fründe vnd getruwe eidgenossen, Nemlich von der Acmpter wegen Richensew, Meyenberg I vnd Vilmeringen, dar zu ietweder teil meint vnd qetruwet recht zehabent, vnd aber ^der selben stössen die vorqenanten vnser eitgenossen vff vns komeN sint, gentzlich hinqesetzet Kant zu dem rechten, Vnd also sint die vor^ > genanten bcyd teile vff distN hüttigrn tag als discr brieff geben ist, für vns komen, vnd des ersten von der Statt Zürich Heinrich Meyß, Bürgermeister, Rudolf Stüst, bürgere Zürich, Vlrich ab Jberg, alt Amman, Arnold > Jacobs, lant' man ze Swytz, NiclauS von Einwil, alt Amman ze Vndcrwalden ob dem Kernwald, Arnold an Steinen, lantman ze Vnderwalden nid dem Kernwald, Heinrich Müliswand, Amman Zug vnd Rudolf j Küng, lantman ze Glarus, als cleger. Darnach Heinrich von Moß, Schultheis, vnd Peter Goltschmid, bürgere ze Lutzern, Zunamen derselben Statt Lutzern als für den andren teil. Hant gar ernstlich an vns begert, Sid > dem mal vnd wir sölich spenn, zwsytrücht vnd zuspruch vff vns haben grnomrn, volle mactff darumb zerichtenne haben, das ouch wir denn, von söliches gewaltes wegen vns gegeben, nach Jnncbult des I anlaß brieffes darumb richten wellen, nachdem vnd ouch die selben beyd teile Zro anclag, fürlegung, red vnd wider red wol bestqelt Zn beschliessunq wise mit Jro kuntschaften, dero Si beydcr stt getruwettcN ze qe > nirssent, für bracht vnd Jnqeantwurt Kant. Vnd wiset der vorgrnanten vnser lieben guten fründen vnd qetrüwen eitgenossen von Zürich, Swytz, Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwald, gemeines Amptes von Zug I vnd von Glarus ansprach also: Wie das Si gemeinlich vnd ouch vnser lieben getruwen k>t genossen von Lutzern mit Inen Zn dem neckst vergangnen krieg, so zwüschent dem aller durchlüchtigosttw vnscrm aller > qenediqosten Herren, dem Römschen küng In einem, vnd dem Hochqebornen fürsten Hertzog Fridrichen von Oesterrich zu dem andren teil, vfcrstanden was, sich die vorqenanten cleger vnd beschirme?, vnser lieben > Eitgenossen, bevder sit vf tagen ze Beqgenried ze Vnderwalden, ze Swvh v"d ouch vor Bremgartten gegen einander versprechen mit gcwüssnen Kotten, was Si in dem lande Ergo^ 737 von Hertzog Fridrichs Stetten, landen I vnd lütten gewunncn oder erobert betten oder noch in denen Ziten gewunnen oder erobertten, sötten gemein eitgenossen geliehen teil haben, Sunderlich die, so mit Iren offenen Banern zu Velde zugen, vnd dar- j vmb so Helten ouch die vorgcnanten von Zürich die vogtye ze Tiettikon, so gen Baden Hort, von Händen gelassen, die Si doch vor menglichem Helten Zngenomcn, Znen komlich vnd wolgelegen were, getruwetten > die vorgenanten cleger von sölichs Versprechens tmd gelüpte wegen, so Si also gegen einander getan Helten, als zu den vorgenanten drin Emptern gemeinlich gantz Volkomen recht zehabent. Baten ouch, darumb j 2r kuntschaften, So si darumb wol versigclt Znnc Helten, zeverhörent; über das alles die egcnanten von Lutzern die drü Empter Richcnsew, Meyenberg vnd Vilmeringen für sich selben Zngcno- men, geminet > vnd Znen tun sweren, des Si doch nit vergessen könden noch möchten, von söliches kosten, arbeit vnd sorge wegen, so Si ouch haben gehept. Das alles verantwurttend die dikgcnanten vnser guten fründ vnd lieben getru- j wen eitgenossen von Lutzern mit Zr versigelten schrift also, das war sy, das Si von vermanunge wegen des vorgemeldetten vnseres allergenedigosten Herren des Römschen künges wider den vorgcnanten Hertzog j Fridrichen von Oesterrich hilff angesagt, Zr botschaft gen Swytz, Vnder- walden, gen Beggenried vnd an andre end getan haben von söliches zogeö vnd kriegs wegen, ouch mit den cgenanten vnsern lieben eitgenossen j von Zürich beydu für Mellingen vnd Brcmgarttcn sin gezogen vnd haben geholssen die Stoß eroberen; das Si aber sölich versprechen, als die vorgcnanten kleger für- gcwendet Hanl, getan haben, könden sich j weder die botten, die Rat noch die Hundert von Lutzern nit versinnen noch erindern, wie wol^Si die selben botten ieglichcn Znsunders, die vf sölichen tagen gewesen sint, für sich besant, ernstlich gefragct I haben, ob Si semlich versprechen an deheinen enden haben getan; Sprechen aber all des vnschuldig zesin, ouch beidu Rät vnd die Hundert, die dozemal an dem gewalte waren vnd noch lebent, könden j sich nit crindcren, das Si Zren botten sölich versprechen cnpfolhen haben ze tund. Darzu haben vnser lieben eitgenossen von Lutzern ane aller ander eitgenossen kosten vnd hilff zu denen ziten, do Si vor ^ Surfe lagen, die obgenanten Empter Zngenomcn vnd die lüt Zn den selben Emptern Znen Znsunders gesworn, Baten vnd begerten ouch darlimb Zr kuntschaft, die Si ouch wol versigelt Znne hetten, zever- j hörent; vnd von sölicher fache vnd kuntschaft wegen getruweten Si by den vorgeschribncn Emptern beliben, zu lüt vnd gut vnd aller zugchörde recht vnd den obgenanten clegern, vnsern lieben eitgenossen, j nützet ze antwurttcnne haben. Satzt ouch jetweder teil das alles hin zu dem rechten vnd besunder die obgenanten vnser lieben eitgenossen die cleger nit allein vmb die Empter, denn ouch vmb alle die j zinst, nutz, vall vnd gelöst, so nach dem Znncmen die obgenanten vnser getrüwen eitgenossen von Lutzern von den vstbescheidnen drin Emptern enpfangen, Zngenomcn oder genossen haben, Znen darumb kerung I gentzlich zctund, als das alles Zn iro anclag gar eigcnlich ist begriffen. Vnd nachdem do beyder teylen red, klag vnd widerred eigenlich wurden verhöret, Besanten wir beyder teylen botten, so vorbenemet j sint, für vns, begerten an Si, ob Si über söliche schrifte, als Si geben hetten, fürer ützet von der fache wegen fürbringen, lütteren oder offenen wölten. Do offeneten Si von mund, villicht lüterer beyder sit j denn Si Znschrifte fürgewendet hetten, doch beliben Si by dem besliessen, als Si vormals versigelt hatten. Vnd also nach dem do all fachen nach Zren gelegenheiten verhöret, wol gemerket vnd Zngenomcn j wurden, ouch beyder teilen kuntschaften, so Si denn Zn schrift vnd ouch von mund fürbrachten, gelesen, verhöret vnd verstanden wurden vnd die löff aller vorgeschribncr fachen eigenlich betrachtet, Do ward j Zu dem obgenanten Rat nach gemeiner vmfrag mit einheller vrteil vff den eyd gesprochen vnd erkent, das der dikgemeldetten vnser lieben eitgenossen von Zürich, vnverscheidenlich 3n der wyst vnd form als Ir anclaqe wysct, beliben söllent, doch den «genanten vnsern lieben eidqenossen von Luhern Iren teil nach anzal der Eitgenossen, so darzu Haft vnd verbunden sint, vor. j behalten. Aber vmb die nuh, zinst, väll, qeläß vnd glitt, alö ouch die obqenanten clcqer gevordert hant, Ist gesprochen worden: Sider die megrnanten vnser lieben eitgenossen von Luhern die drli Empter > Richensew, Mcyenberg vnd Vilmerinqen langezit Zngehept vnd besessen bant vnd die fachen Instössen sint gestanden, das ouch denn die ictzgrnanten vnser liebet» eitgenossen von Luhern den dikqenanten I vnsern lieben eitgenossen den klegcrn vmb svlichen nutz alö vorstat nach vnserö Rateö gcwonheit nühet zr antwurttenne, Sünder beydu, die selben kleger vnd ouch die letzgenanten von Luhern, bcyder- > sit vnser lieben qetruwen eitgenossen, sament vnd mit einander dir selben zinst, uuh, vclll vnd gelüst, so von den obgenanten Emptern vff dis Jar vallent, Jnziechen, nuhen, niessen vnd damit In qelich qe. I werde komen söllent vnd möqent an allen andren Jntraq. Vnd wand diS In dem obgenanten vnscrm Rat mit einheller vrteil ist gesprochen worden, Harumb haben wir vnser Statt gemein j Jnqesigelle für vnS getan Henkgen an disen brieff, dero wir Ietwederem teil In gelichrr form einen geben haben versiqelt. Bitten vnd gebietten ouch beyden teilen, dieselben vnser vrteil In söliwer j eren vnd trüwen zehaltend, als Si ouch Zn dem anlastbrieff sich vcrschriben vnd In vnserö Schultheissen Hand qelopt hant zetund. Geben vnd beschechen ze Bern an dem nechsten Samstag nach sant I Zacobötaq des heiligen zwölf botten In dem Jar, alö man von der qeburt ssristi zalt vierhechen- hundert zweinhig vnd fünf Jar. Pirgamintm« Uriund« mit »nh»ng«nd«m Si«g«l der Stadl Bern. 7 Friedensvertrag zwischen Mailand und den Orten Zürich, Schwyz, ^ug und Glarns. Bellen,. 14?«?, I?. Inli. »i: «h.ani« II. IK7. Im Namen der ««zerteilten Drivaltiqkeit, in dem Jarc nach der Geburt vnserö Herren Jesu Ehristi, als man zalt tusend vierhundert zwrnhiq vnd sech» Jare, der Krisern Iinstzal in dem vierten Jar, des BapstumbS deS allerheiliqisten in Gott VatterS vnserS Herrn, Herrn Martini des NamenS des Fünfften, in dem nsinten Jare, am Fritaq dem zwölfftcn Tag deS MonatS Julii, ze Nonzyt oder dabv, in St. SteffanS Capell, gelegen in der Statt Bcllcnh, in vnser nachgeschribnen offnen Schribern vnd Zügen Gcqenwärtigkeit, sind gestanden in Ir selbö Person der Edel vnd hochmechtiq Mann, Herr Ottolin Zoppo, des allerdurchlüchtigisten Fürsten vnd Herren, Herrn Philippen Maria Angli, Hertzogen zu Meiland, Grafen zu Pavia vnd zu Angleria vnd Herren zu Jenow, alö sin Hcryogtümlicher ssäm- merer für denselben Herhogen vnd in sinem Namen Bott vnd Gcwaltfürer, zu enden difi nachgeschribnen Sachen bewart mit vollem Gwalt, alö durch ein offen Instrument, so daruf gemacht vnd mit desselben Herren des Herhogen Insiqel inwendig vfgctruckt woll bewart, kuntlich was, ze einem Teil; Vnd die hochmechtigen, fürsichtigen vnd wisen Manne, Heinrich Meist, Bürgermeister, vnd Rudolf Ststsst, Ratz' 739 herre der Gmeind der Statt Zürich, Costentzer Bistumbs, Ztal Rcding, Amman, vnd Zoö Boll, Ratzherr der Gmeind des Lands Schwitz, Iohans Seiler vnd Heinrich Heß, Rate der Statt vnd des Ampts ze Zug, vnd Ios Schiesser, Amman der Gmeind des Lands zu Glarns, Botten Verweser vnd Gwaltsfürer der Bürgern, Gmeinden vnd Pünden, Tälern, Ländern vnd Aemptern, vnd in Zrem Namen vnd besonder ouch für sich selb, mit vollem Gwalt nachgcschriben Sachen ze bewaren vnd stät ze halten, als burch ein offne Gschrifft, besigelt mit der obgcnanten Gemeinden Znsiglen, kund ward vnd offenlich, an dem andern Teil. Dieselben Teil vff jetweder sidt, in Namen als vor, sprachend vnd erkantend sich mit einhelliger Stimm, daß si von etlicher vor lang Zit erhabener Zweyung, Mißhellung, Vngcftüm täglicher Kriegen, Zerschlachung vnd Klag wegen, etlicher Herrschafftcn, Besitzungen vnd Gerichten, minder oder Mcrer Gebieten vnd weltlich Schwerts Gewalt der Grafschafft zu Leventina, Meylander Bistums, der Vestinen vnd Statt'(ze Vellentz), Cnmer Bistums, des Erdrichs, Thals vnd Landes ze Thum oder des Hofs ZU Matarel, des Bistumbs von Novara, mit Zr aller Umkreiste, Zugehörungen, Tälern vnd andern anhangenden Rechtung wegen, der aller Sache vnd Anfang die beid Teil harin für gantz ingclibt haben wellend, als hierumb zwüschend Inen vff beider Sit mengerlei früntlich Tage, es sige in der Statt zu Sitten vnd anderswa, vnd setz ani letsten in der vorbcncmpten Statt Vellentz, vntz har von jct- wederem Teil gesucht vnd gehalten sind, vff denen von beiden Teilen fürbracht vnd verantwurtet ist, alles das so jetweders Teils Notdurfft erhöuschende was. Die nun, als si redtend, gantz geneigt warend, zu betrachten Gemach, Fridens vnd Ruwen, dann si ouch liessend louffen, wie si vff beidersit fürsichtigklich bedacht hettend, wie gar armklich die Wesen der obgcnanten Herrschafften, Eigenschafften, Besitzungen vnd Gerichten mit Brand, Roub, Entrüstung der Lüten, Znwoncrn daselbs, daher gctrucket sind, mit wie vil schadhafftcr Niderlegung, der Lüte schädlicher Erzürnlinge vnd vff beidersit mit häßiger Schätzung der Gefangnen, one anders sollicher Sachen, gewärt hat, vff ein End ze besagen, damit nun beid Teil hin vnd wider übel beschwert sind worden. Disen Dingen allen vnd jcgklichen die obgcnanten beid Teil, vnd vnder Inen jegklicher insunder vnd in gemein bcgertend ein best End ze machen, vnd vnder anderm insunders vnd mit einander Hand si sich cntzigen vnd entziehend sich offenlich mit löblicher Gelübde aller Brief vnd Instrumenten, so zwüschen Inen zu Sitten oder anderswa an andern Stetten von diser Zweiung vnd Klage wegen geben vnd gemacht sind vntz vff hüt disen Tag, als diser Brief geben ist. Vnd sind also einander« ingangen Geluvte einer Richtung, Fridens, Ruwen vnd Gemachs, Hand ouch hiemit gevestnet disen ewigen Friden vnd also den Vnfridcn, Zweiung vnd Krieg gantz geendet vnd Ablassung getan vnd vfgeseit vnd also ingegangen vnverwandleter, allweg beftendigcr, jemcrwerender vnd ewiger Behaltnusse nachgeschribner Prunkten vnd Articklen, Capitlen, Gedingen vnd Vberkomnusse, die ze halten Hand die vorgenanten beid Teil, der obgcnant Herr Ottolin in Namen des vorgenanten Hertzogen, vnd die vorgenanten Gwaltfürer vnd Botten aller Lüten vnd Manne der genanten Gemeinden, Stetten, Tälern vnd Lendern, als si von Inen darzu gesetzt vnd gesendt sind vnd jin Irem Namen, 'n vnser nachgeschribnen offnen Schribern, als bcwärter Personen Händen, an stat vnd in Namen vorgenanter Teilen vnd ander wer die sind, die bedachte, daß si biß Sach antreffen müg, nu vnd hienach verhejssen bi guten Trüwen, dieselben Artickel, Geding, Vberkomnusse, Verhandlungen vnd Punckten, nachdem die von egcnanten beiden Teilen gelopt, bewart vnd geeinet warend, stät ze halten, sind nnt Irem rechten Müssen vnd von jetweders Teils entlicher Vordrung wägen in biß offen Instrument hucklich vnd gesundert ingesetzt, in Wise vnd Maß als hienach stat: 740 Deß Ersten, so habend die vorgenanten beid Teil gegen einandcrn hin vnd härwider, mit Namen jetweder Teil dem andern vnd stnen Vnterthonen, Mithelfern, Nachvolgern vnd Anhängern, welich die werind, abgelassen vnd lassend ab mit Macht biß offnen Instruments alle Schäden, Frävel, Brand, Todtschläq, Roub, Angriff, Erzürnunqen LibS vnd Guts vnd icgklich ander Schäden, Nid, Haß, Aach vnd Vientschafft, in welche Wiß st daS an cinandern gethon Hand vnd beschächen sind, von dem ganycn verlossnem Iit vntz vff Visen kutigen Tag. Wellend vnd verheisscnd offenlich die obgenanten Teil durch Ire vorqenente Botten vnd Gewaltfürcr, daß vnder denselben beiden Teilen sin vnd wesen sol ein guter, ewiger vnd vnzerbrochner Fride, in der Maß als vorstat, vnd ein ganhe Sunung zu ewigen Ziten beliplich vnd vnzerstörlich vnd vnzerbrochen bi sollichen Trüwen als vorstat, on Arglist vnd Vntrüw, gevcstnet vnd mit Trsiwgebunq vnd Verheissung der vorgenanten Teile Botten vnd Gewaltflirer in derselben Teil namen; vnd also sind beid Teil in Namen als vor sölichS FridenS vnd Richtung ingcgangcn, bestätend denselben Friden behüglichen mit disem Briefe vnd verheissend Ine löblichen alS vor ze halten, bi Iren vnd »etlichen vnder Inen guten Truwcn, ewengklich vnzerbrochen vnd vnzerstsrt. Item der vorgenant Herr Ottolin, Bott vnd Gewaltflirer des vorgcdachten Herren des Heryogcn, für Ine vnd in sinem Namen als vor vnd an statt siner Person, hat verheisscn vnd verheisset, daß derselb Herr Hertzoq, noch keiner siner Nachkommen hinfür ewengklich rnhrinen Krieg soll anvachcn, noch kein schädliche Nüwrling tun, den vorgenanten vier Gemeinden, noch cndheinem vnder Znen noch Iren Nachkommen, ald Vnderthanen, Anhängern, Helfern noch Nachvolgern, noch wider Zro ald der Iren dheiniß Gut, Erdrich ald Statt, von dheinerhand Sach wegen, noch solichen, die wider dieselben Gemeinden tun weltind, in welchem Stat, Wirdiqkeit oder Fürnemmen si werind, mit geben Behusung, Steg, Weg, Kost, Hilf, Rat noch Gunst, mit oder one Aecht, heimlich noch offenlich, mit dkeiner gesuchter Gevärde. Vnd die Botten vnd Gewaltflirer der egenantcn vier Gemeinden Hand verheisseu vnd gelobend bin- wider für dieselben vier Gemeinden vnd für Ir »etliche besunder vnd Ire Personen, insunders vnd in gemein, daß si in gelicher Wise hinnenfür mit anvachen mit dem egenanten Herren dem Hertzogen noch sinen Nachkommen noch sinen Anhängern, Vnderthanen, Mithelfern vnd Nachvolgern, ouch in ewigen Iiten endkeinen Krieg noch endhein andere schädliche Nüwerungen ze tun wider sin noch der Sinen Gut, Land ald Stett, besunder die so vorbenent sind, von dheiner Geschieht noch Sach wegen noch solichen, die wider den egenanten Herren den Heryoqen ald siner Herrschafft gemeine ald sondere Personen tun weltind, in welchem Stat, Wesen, Wirdigkeit ald fürnemme ioch die werind, kein BrbnsuNg, Steg, Weg, Kost, Hilf, Aat noch Gunst, mit noch one Aecht, keimlich ald offenlich, noch mit endkeinen gesuchten Gevärden, geben. Doch jetwederm halb vorbehalten Ir Gewalt vnd was man dem heiliges Römischen Aich pflichtiq ist vnd ouch alle andere Gelüpt, End vnd Vcrbindtnuß, so vormals vnder Inen beschechen sind, als vorstat, welche allweg vorbehebt, vnversert, one vnrcchteö gevarlicheS Gesuch sin sollend- Item die vorgenanten Botten vnd Gwaltslirer der egenanten vier Gemeinden sind mit des vor- gedachten Herren HerhogS Botte vnd Gwaltefürer, für letwcderc S'ten in Namen als vor, zu einem solichen Beschlieffen, Gedinge vnd Vbrrkomnusse kommen, daß si in Namen dcrselbigcn Gemeinden, als hoch vnd vil es dieselben oder Ir dheine antrifft vnd berüren mag, insunders vnd in gemein, in künff- tiqen Ilten ein ewig Vfgcben, Hinlasscn vnd Wichen getan Hand der vorgenanten Stucken, der Grasschafft ze Leuentin, der Vrstincn vnd der Stetten vnd Landschafften zu Bettentz, zu Tkum vnd zu Eschental, oder des Hofs zu Matarel, vnd aller vnd iegklicher Zrer Rechtung, Ansprachen, Zugehörungen, Herrschafften, Eigenschafften vnd Besitzungen, die ald das die egenanten Gemeinden oder Zr Anhang vnd Mitteiler oder einer derselben Gemeinden in gemein oder sunders Hand oder haben möchtind oder meinend ze haben, in dheinem Rechten oder Namen, von Last oder Gewlin, in welcher Wiß das weri, vnd sond gemeinlich von allen denselben Talern, Stetten, Erbrich vnd Gerichten, ouch Zro vnd Zr iegklicher Twingen, Bannen, Zugehörungen vnd Rechtsammen, wie die werind, vnd allermeist von denen, so allda oder dabi hie dißhalb dem Gebirg gelegen sind, nach dem Vermerken der Statt, do biß Instrument geben >st, wie dieselben ingehebt vnd besessen sind gsin durch die Durchsichtigen, Erwirdigen Herren, die Grafen Dorfaren vnd Vatter des gegenwirtigen Hertzogen in dheinen vergangnen oder gegenwirtigen Ziten. Doch vorbehalten etliche Eigenschafften, Rechte vnd Ansprachen sunderer Personen der obgcnanten Gemeinden, ob si dheine in denselben Gepieten oder in Zro dheiner besonder in rechtem Namen hettind öesessen oder meintind ze haben. Solich vorgenante Stuckh, die si nach gelicher Anzal berürend, gebind si mit einandren hin, wichend, lassend vnd verschaffend mit allen vnd iegklicher Wise vnd Form, als si das mögend vnd sollend, die vorgenanten Stett vnd Täler mit allen Iren Herrschafften, Zugehörungen, anhangenden Sachen vnd allen Iren Rechten zu Händen des vorgenanten Herren, des Hertzogen, vnd demselben Hertzogen, sinen Erben vnd Nachkommen, oder dem egenanten sinem Votten vnd Gewaltfurer in sinem Namen vor vns disen offnen nachgeschribnen Notarien, als wir gegenwirtigklich lobliche Verheißung darumb von Znen vfgcnomen habend, in Namen vnd ze Nutz des obgenanten Herren, des Hertzogen vnd sincr Erben, denen sollichs zugehört oder zugehören mag in künfftigen Ziten. Darzu redend vnd sprechend dieselben der egenanten Gemeinden Botten vnd Gewaltfurer bi Zren guten Trliwen, daß si sollichcr vorgenanten Gütern, Landen, Stetten, Tälern, Rechten noch Rechtsamincn vorhin in endheiner andrer Person, Herren noch Gemeinde Hände ciniche Entfrömbdung, Hingebung noch Verwandlung in endheinem Namen uit getan noch geschafft getan haben in deHein Wisen, vßgesetzt Laurentzen von Ponten Güter. Ztem biß Wychen, Hingeben vnd was davor geschriben stat, habend der vorgenanten vier Gemeinden Botten vnd Gewaltfurer in Namen als vor getan vnd tuend es in gemein vnd iegklicher bcsundcr dem vorgenanten Herren Ottolin, in Namen vnd an stat des egenanten Herren Hertzogen, vnd zu sinem Nutze, vmb ein Summ Guldin von den« Rhin, guter vnd gebcr, nämlich vmb sibenzehen tusend hundert vierzig vier vnd einen halben Guldin von dem Rhin, dieselben Summ Guldin der vorgenante Herr, der Hertzog, den egenanten vier Gemeinden schuldig ist ze bezalen vnd vßzerichten in der Maß, nach Form vnd zu Ziten als hiernach geschriben stat: Des ersten zu Mindrung zum Teil der Bezahlung der abgelten gantzen Summ Guldin hat der obgenante Herr Ottolin in Namen und an statt des obgenanten Herren, des Hertzogen, vnd von sinem Gelte der vorgcnanten vier Gemeinden Botten vnd Gwaltflirern, vlö si da in Namen als vor gegenwärtig waren, bar in wollgezclter Werschafft an Gold, guter vnd geber Guldin geben, gezelt vnd bezalt gegenwirtigklich redlich vnd mit Geschieht zugeordnet fünfftusend stbenhundert vnd fünfzechen Rinischer Guldin, als ouch dieselben Votten vnd Gwaltfürer solicher Ve- iullung benügig warend, als si sprachend, vnd ouch denselben Herren Ottolin vnd in siner Person den genanten Herren, den Hertzogen, von solicher Summ Guldin wegen, die Znen als vor gegenwirtigklich vnd redlich bezalt ward vnd vßgericht ist, quitt vnd ledig seilend, als si ouch denselben Herren Ottolin 'v Namen als vor, vnd den egenanten Herren, den Hertzogen, mit Vorgang ofner Verheißung, so in 742 vnser nachgeschribner Hund hicrumb beschuh, redlich loß, quitt vnd lcdig gefeit hübend, mit Abredung solicher Geding vnd Behüglichkeit, die Harm vnd darzu notdürfftig vnd billich warcnd, daß Er zu Pßngstcnk so schirrest kumpt nach datum biß Instruments oder ,n fünffzeken Togen darnach (oll Argelist hingctan) daS übrig der vorgenanten gantzcn Summ one Zrrung alles ArqwonS vnd one Widerrrd nach W»l- gefallen der egenanten vier Gemeinden ,n der Statt ze Meiland oder ze OrielS geben vnd bezalcn >oll mit Geschicht, vnd die so sollichc Bezallung empfachend, in sinem Kosten vnd Schaden verhüten, vn- versert vnd sicher, daß si mit dem bezaltcn Gelt durch sin Erdrich, Hcrrschafftcn, Taler vnd Hcrtzogl^che Schlösser ald Gepiet vntz an die Wesen vnd End der vorgenanten Gemeinden faren mögmd, mit sollichcnt Geding, wo derselbe Herr, der Hertzoq, in dem vorgenanten Zil vnd an einer der vorgenanten Stett die vorgenante Summ Guldin ze bezalen Verzuge vnd versumptc, als vorstat, daß dann derselbe He^ insalle in Pen zwifaltiger Büß vnd daß die vorgenanten vier Gemeinden vmb die rechte Hopl-Sunnn Guldin, die dann nit bezalt ist, vnd ouch vmb die Pen zwifalter Bezalung sollend vnd mögend 3rö eignen Gwaltü vnd one Erfordrung des Rechten anlangen vnd verbessten allenthalben des ccgenai'ten Herren, des Hcrhogcn von Meiland, vnd sincr Vnterthancn Gut, vntz zu Bezalung der Houptichuld vnd der zwifalten Büß vnd ouch des Kostens, so Harum vffgelouffen ist. Nüt desterminder söllend vcst beston diser gegenwirtiger Frid vnd Richtung, vnd alle vor vnd nachgcschr«bne Punckten vnd Artickel sollend ewengklich wären, on alle Arglist. Doch vmb witer vcrsichrung willen vorgeschribner Stücken hat der vorgenante Herr, der Hertzog von Meyland, durch Mittel des egenanten Herren OttolinS, sin^ Verwesers vnd Bottens, zu vor vnd nachgcschribnen Sachen gesetzt, ob die nachgchnde Bezalung der andern Summ Guldin den vorgenanten vier Gemeinden, als Zncn die in dem obgenantcn Zil werden soll, verzogen wurd, so soll sin vnd siner Vntertbonen alles Gut, ligend vnd varendö, qrgcnwirtigö vnd künfftigS, wo vnd an wclcven Stetten das ist, herumb verbunden sin vntz vss gantze vorgenanter Schuld Bezallung, als vorstat. Item die vorgenanten Gemeinden vnd legliche Person der Iren sollend vss das Zil der lnndersten Bezalung der obgenanten Guldin an der Statt der Bezalung dem Herren Hcrtzogen oder sinem Botten ald Gewaltfürer geben vnd inantwurten alle vnd icgkliche Brief, Gcschrifften vnd Instrument, Ire Recht, Gewarsame vnd Geding Brief, die si Hand von wegen obgcnanter Stett, Vestinen, Erdtriche, Tälern vnd andern vorgcschribncn Gütern, besundcr die FriheitS Brief drS allcrdurchlücht«q«sten Herren, des Römischen KünigS, Begab Brief, Bcstät-Brief vnd Ingebung Brief der vorgenanten Länder, Taler vnd Stett, ob si die Hand; vnd ob dhcin ander Brief vnd Instrument, die biß Sache, davon die obge»a»te Klag sich erhebt hat, anrürtind, hernachmalS fundcn wurd»nt, die söllend dannethin für nicht, vnnütz vnd gantz krafftloß sin, gehalten vnd gesetzt werden, ,n Gericht viid vßwendiq Gerichts, als ouch derselben vier Gemeinden Botten vnd Gewaltfürer dicselbigcn Briefe vnd legliche ander« Instrument vnd Freiheiten, G d>ß Sach anrüret, nu >n Namen als vor vernichtend, vnnützc vnd krafftloß machend vnd sich ouch offensich entziehend aller 2r Krcften vnd alles deß si ,n„e haltend. Item der vorgenanten vier Gemeinden vnd Ir zegklichrr insonderS vnd in gemein Botten vnd Gewaltfürer, mit rechten Müssen vnd wo!bedachtlich, ,n Namen als vor, sagend ledig vnd loß alle vnd legtlichc dcö vorgenanten Herren, des Hertzoqen, Vnterthancn vnd allermeist die, so wesentlich sind n< vorgenanten Talern zu Levcntin, zu Bellcntz, zu Eschcntal vnd Ire Zugehörigen, von allen Gelüptcn, Ehdcn, Trüwcn, Gchorsamkeiten, Pcnen, Verpüntnusse, Lehenschafften vnd Schätzungen, besundcr von 743 aller Schuld wegen, darum si in dhein Weg pflichtig schuldig gefeit oder gedacht werden möchtind, nach Anzal den obgenanten vier Gemeinden Iren Amptlüten oder sundern Personen von Inen, vnd tund ab vnd vernütend, wellend ouch verheissen vnd meinend für mit zehaltcn alle solliche Gelüpten, Eyö, Trüw, Gehorsame, Pen, Verbündnusse, Lchenschafften, Schätzung vnd Schuld, vnd allermeist die Vündtnuß vnd instrumenta, dadurch sich verbunden Hand die Gemeind vnd die Lüte vnd besonder Personen zu Eschental bnd ander vorbenempten Stett vnd Lüt mit Zr Zugehörunge den Lüten der obgenanten vier Gemeinden, "ld sunderbaren Personen vnter Znen, ald dheiner derselben Gemeinden insonders, nach Anzall die ira gebürt, von Sach vnd Handels wegen des Kouffs ald Entfrömbdung der Lüt vnd Güter zu Eschental vnd der vorgenanten Stetten, ald ob si vngehorsam werind den obgenanten Gemeinden oder Iren Amptlliten. Doch vorbehalten, ob dhein solich Instrument oder Schuld gemacht werind von Kouffmanschaft oder von anders rechten vnd redlichen Namens oder Kouffs wegen, vnd hievon wißtind. Item, daß die vorgenanten vier Gemeinden vnd alle Kouffmanne, Lüt vnd besunder Personen von inen vnd von segklicher Gemeind sonders vnder Inen zehen Iar die nechsten nach einandern, von hüt disem Tag, als diß Instrument geben ist, zerechnende, nachdem vnd si wandten werdend oder wandlend Zu Roß oder zu Fuß durch die Paß vnd Weg des Tals vnd Grafschafft Leventine, des Erdrichs zu Bellcntz, der Statt zu Cum vnd durch die Straß Vares, vntz gen Meiland, (die Statt vßgesetzt), es sig ze Chum, ze Vares oder in andern obgenanten Stetten (vßbehebt die Statt Meiland, darinne endhein ^erbintnuß wesen sol) zu belyben, Kouffmanschaft ze tryben, darzekommcn vnd dannen zc faren, als dick lu den zechen Iuren einem segklichen vorgenanten Kouffmanne, Lüten ald Personen tomlich wird, sin vnd wesen sollend mit Zro vnd segklichs besunder vnder Inen Koussmanschafft, Mertzlye vnd andern, Iren, Gut, (darin vnd vmb der Furlüten Eyde geloubt werden soll, doch daß alle Vntrüw vermitten werde) von Bezallung aller Datzien, Gabellen, Zöllen, Fußgelt vnd aller Schätzung, so von des egenanten Herren Hertzogen oder von siner Cammer wegen in den vorgenanten Passen, Wagen, Strassen, Talern vnd Stetten vntz gen Meiland, (allweg die Statt vßgehept) ingcnommcn werdcnt, fry, sicher vnd ledig, v^genonimen Vordrung vnd Bezahlung der Datzien vnd Zolles der edlen Herren von Ruscono, Grafen Tales zu Lugan, zu Bezahlung derselben Datzi, Fußgelts vnd Zolls die vorgenanten Gemeinden vnd tätlicher vnder Inen von Ärer Koussmanschafft vnverschiedenlich (alle Vßzüg Hindan gesetzt) söllend gebunden sin; vnd wenn die egenanten zechen Iar also hin vnd vergangen sind, so söllent dannethin die borgcnanten vier Gemeinden Ire Kouffmanne, Lüte vnd Personen pflichtig sin, zebezalen dem egenanten Herren, dem Hertzogen, vnd sinen Erben Fußgelt, Datzien, Zölle vnd Schätzung, als ze bezalen gewonlich gewesen ist ze den Ziten des Durchlüchtigen seliger Gedachtnuß des ersten Hertzogen zu Meyland, vnd ">t anders noch in ander Maß, allweg vorbehalten Zöll vnd Fuß-Gelt, so der egenanten Herren von Ruscono ist, die in disem Artickel nit begriffen sind, sol ouch nit darfür vermerckt werden. Item alle Schulden vnd Bürgschafften, so zesammen gemacht sind von sondrigen Personen ietweders. ^>ls, es sig geschehen in den Ziten des Kriegs oder davor, vnd alle Ansprachen, die kundtbar sind durch gloubhnffte Instrument vnd ander Briefe, si sigind Latinisch oder Tütsch, oder durch andre ofne Ve- "ußuuß mögend gevordret vnd angezogen werden, do sollend ouch ietweders Teils Richter vnd Rechtsprecher vff soliche Schuld-Borg vnd Ansprach schlecht vnd einfeltigklich, one Vfzug vnd Verlengerung bes Grichts mit Gwonheit des Lands, sonders allda allein die Warheit der Sach anzesechen, das Recht 744 solchen beiden Teilen gelangen lassen. Hiemit soll der Artickel, so vor ouch des gelich Mater» inhaltet, in sinen Krcften belyben. Ztem die Gefangnen, so von beiden Teilen noch bekefftet sind, sollend von Stund an ledig vnd one alle Losung vnd Begattung des Costens vßgelassen werden, daß si endlich wider heim zu den Iren kommen mögend. Ztem, daß vorbenampte beide Teil vnd fetweders Teils Vnderthanen, Anhänger, Nachfolger vnd Mitteiler in den Vmkreiscn beider vorgenanter Teilen, hie disent vnd ennent dem Gebirg, ston, gon, biwonen, reden, Kouffmanschafft pflegen, kouffen vnd verkouffen vnd wider an 2r Gewarsami kcrcn mögend, ouch Jr aller vnd jcqklichS Teils Gut vnd Lib in guter Sicherheit behalten, fry, sicher vnd vnangelangt, recht vnd ze glicher Wise, als ob die Krieg, Vicndschafft vnd Erzürnungen sich nit erbebt hettind zwischend beiden obqenanten Teilen. Item, ob bescheh, (das lang hin sige), daß in Herrschafften, Erdrichen, Vmkreisen vnd Stetten eines der vorgenanten Teilen dhein Koussman, besundrc Menschen ald Personen, Vntertanen, Anhänger, Mitteiler oder Nachvolqer des andern Teils bcroubt ald sins Guts oder Kouffmanschafft entsetzt wurde, wie daS käme, dem soll der Teile, in der Herrschafft, Erdtricb, Vmkrciß ald Statt sölich Mißt»« a>d Vbel beschchen ist, den Roub vnd genommen Gut gantz widerkcren vnd dannethin von dem, der das gethan hat, (als vcr Er mag bi guten Trüwen) richten, wie recht wirt, allcü Glichßnen, aller Argbü vnd Vntrsiw Hindan gesetzt. Ouch Hand verhcisscn vnd verhcisscnd am Letsten vorgcnanter beider Teilen Bottcn vnd Gwaltsilrer, in Namen als vor, für dieselben bcid Teil, Jr Erben vnd Nachkommen vnd flir jegkliche Person derselben Teilen in gemein vnd sonderbar, je ein Teil dem andern, mit loblicher Gellipte, bi Iren g»h" Trüwen, als vil vnd icqklichem der vorgenanten Teilen antrifft vnd berürt, bi Verbindung aller Irer Gütern, ligenden vnd varendcn, gcgenwirtiqen vnd kiinfftigen, alle vnd jegkliche Sachen, so hicvor erzclt, beschlossen vnd qeschriben stand, stät vnd vest ewenklich zckalten vnd nit darwider sich zrleqen, zetunde noch zekommen, weder durch sich sclbs noch ieman anders mit endheinen Sachen noch Sinnen, Recht oder Geschieht, in Gericht noch vssrcnt Gericht, sunst noch so, noch niemand gehellcn, der darwider tun oder sich legen welt. Obgcnante beider Teil Dotten vnd Gcwaltflirer, in Namen als vor, entziehend sich bi Jr Trüwe als vorstat aller Vßzllqe, aller Gevärde, Bczwungnussr, Vorchtc vnd aller ander Hinderkomnusse, Frykciten, Gewonbeiten vnd Gesatzten des Rechtens, geistlichs vnd wkltlichs, besundcrS des Rechten, d"2 da spricht, ein gemeine Verzichung vervachc nit, ein besondere gange dann vor. Vnd mit aller der Emsigkeit, als si mochtcnd, Hand si ervordret an vnS Iohansen Steffin vo" Zürich vnd Antonien von Sormano, offne Notarien, vnd vnscr ietwedern insonderö, das wir Inen v>n vorgeschribne Stuck vnd Sachen eins oder mcre offne Instrument machtind. Vnd wir vorgenanten Natten vnd Gwaltsürer der egenanten v«er Gemeinden von Zürich, Schwytz, von Zug vnd von Glarus, in Namen als vor, lobend, bcwärcnd vnd bevcftnend m>t d'ler Geschrifft disen gegenwärtigen vnd obgcschribnen Einunge vnd Fridrn, darzu alles vnd icgklichs, ss vorstat beschechen vnd erzelt ist; vnd zu Gezügnuß sollichcr vorgeschribner Dingen, so haben wir genante Bottcn vnd Gwaltsürer, msondcrS vnd in gemein, jegklicher für sin Gemeinde, von dcro Er vßgesendet ,st, ouch für vns vnd all vnscr Nachkommen der egenanten vier Gemeinden eigene Insist^ 745 hencken tun -in disen Brief, habend ouch diser ofnen Notarien Zeichen tun heran legen. Ouch ich Vvrgenanter Ottolin Zopp, des vorgenanten Herren, des Hertzogen, in difer gegenwirtiger Sach Gwalt- sstrer vnd Botte, vnd in sinem Namen für Znne vnd alle sin Nachkommen, Vnterthanen vnd AnHanger, ^r die sind, gelobt zehalten sta't vnd war diß gegenwirtige vnd vorgefchribne Richtunge vnd Friden, ouch alle vnd iegklich Ding, so als vorstat, beschehen, beschlossen vnd beredt sind nach Inhalt diß Instruments, in des Kraft ich diß alles vestnen wie notdürfftig ist; vnd zu Gezügnuß vnd ewiger Vcstnung oller vorgeschribner Dingen Hab ich von Befelchen, Heisens vnd Vcrwilligens wegen des obgenanten mins Herren, des Hertzogen, sin Herzogtumlich Insigel tun hencken offenlich an diß gegenwirtig Instrument, l'ud ouch das mit Anlegung der vnterschribnen Zeichen der vorgenenten offnen Schribern tun bevestnen. Diß alles ist geschehen in dem Zar, an dem Tag, vff die Stund vnd an der Statt als vorstat, in Gegenwürtigkeit der Fürnemmen vnd Edlen Hannibals von Anguisola, Albrechten Ruschono von Chum, Gören Ruscha, Zohans vnd ZohanS Ruschono von Chum, Zusto, genant Busnin von Molo, Zohanncll von Magoria, Zanins von Gerentzano, Maffielö Rusca, Luchin vom Horn vnd ThomanS von St. Na- Zario, die alle Inwonncr sind ze Bellentz vnd wol erkant, Zohansen Swend, Ludwig Höschen, Heinrich Betschers, Ulrich Lillis, Zohansen ab Ibergs, Zügen zu vorgenanten Sachen berüfft vnd gebetten, darzu m Gegenwürtigkeit Luckins vom Veld vnd Vincentzen von Calderonibus, Znwonncrn zu Bellentz, vnd ouch ofner bewerter Notarien vnd Schribern harzu gebetten vnd berüfft. Das Original fehlt; s. die Anmerkung zu Abschied 87. 8. Friedensvertrag zwischen Mailand und den Orten Lucern, Uri und Nidwalden. Vellen;. 142«, 21. Juli. Staatsarchiv Liicer». In nomine sanete et incliuiüue trinitatis kelieiter amen. ^4nno a natiuitatv tlomini milesimo Auistrinxentesimo vißesimo svsto, Inclietionv c>uarta, stie clominieo vi^esimo primo mensis ^ulli^' so- ''Unsum morvm et stilnm almo eiuilatis stlecliolanensis. t!um ciiu super nonnullis lzuestianihus, litihus, sti'vrsiijz^ siisserentii« et siekatis, vixentilius inter illustrissimum prineipem et excelentissimum I clumi- ""Ui. dominum ?ilipummariam Vieecomitem, ^nßlum, üueem stlecliolani etc., ?apie ^nxleriegue eomi- lvm gx «lominum, natum tpionclam nunguam üelenüe memnriv illustrissimi prineipis et exeolvn- l'^imi clomini, tlomini ^okannis^aleax. olim primi tlueis stletliolani olo. et axenles pro eu et nomine '»is parte vna, et ma^nisieas exeelsasgue tlommunitates I.ueoriv, Vraniv et Vntlerrraltlen intra I siluam Pentes earnm nominitms parte altera, clure xuerre et strepilus hvllorum aetv tuerint ^ ossione eomitatus I.euenline, opitii seu terre et caslrorum lierin/anv, valis Homiosule 8vu eurio 'lurvlv et perlinentiarnm, ae meri et misli impvrii et ^latlii temporalis potestatis, clievntibus et o^vrentil»u8 presalo tlomino lluee et aßsentilms pro eo, clietos eomitatum, eastra et terram, val«!m ^ ruriam, mernm f et mistum Imperium et ^laclii potestatem et guemlilivt vorum pvrtinero et polare pleno zure prvkato clnmino siuei et vius eamero «lueali, ipsumgue llominum clucem in et 94 746 «uper pre«li« ti« lialiere melior» et potior» jur», «pi»m li»Iie»nt pret»le r»mmunit»tes, pluriliii« rationilni« et rausi« et m»xime «jui» pres»lu« «inminu« «lux et eins pro^enilorv« per l»nli tvmpori« «pstiuw, ruiu« prin« ipii memoris I tinmini i» rontr»rinm nnn existit, suerunt et «iv presvnli est ipse «lomi»»» «lux in p»cilsiui» pr«' stiel» sunt intr» limile« sui us, se li»I»ere I melwr» et potior» jur» in et super preklirtis et «pinliket eorum, «p,»n> li»liv«nt pres»tu« «iominus «iu»> ^ pr«6irl» eli»m omni» et <>ui«llil>et enrun, pres»lis ron>n,unil»til>u« sperlnre et pertinerv pleno jure, pluril>us r»lionit»us et rnusi« et m»xime «pii» pres.ilis commu»il.ilil»us existenlilnis in p»citlira l"'«- sesione preiiiclorsiin i«lem «loniinus «lux ipss« rommunil»tes pre«iirti« I>onis «le fsclv priu»uit et «I'U' liiinit. et «pii» pr« s»le cominunit»tes cle propriet»lil,u« et l»onis pre«Iirlis I»o»um, verum et inst»»' ! titnlum et cl»tnm t>»I»nerunl »d ipsis, in «piorum l»onis pre«iirt» suerunt et >»m per priuile^i« peri»Ii» consirin»nli» eurum jur», spi.im per »Ii» «lisror«iiis «Iut>itat>»tnr in sulurum. 7»n«le>U m»^nitirus et polen« s)lloli»ns X»p>»i«, n»lu« m»stnitiri «lomini stniriri, l>»I,it»ns in einil»t« Ille«I>U' I»ni, in porl» V'errelin», in p»r«>« lii» «»ntle .^l»rie »»si»t«»r. nnnliu« et proeur.itor et pro« ur»lorio et < »neell»ri»rio i>s»mine ipsius «iow>o> «Iuris p»rle sn», et «perl»t»ile« et rirrumsperli liomini ^Vernliern« «le ^ ^leMen, virnrius, ^Vernlierub Iv eller, consili»riu«, »ml,u «in«liri, nnnlii, »ml»»«i»tore« et prornr»lore« rominunit»tis et V niuer«il»t>^ I.urerie, llenrirlms lieroltiin^en, vir»rins. 4rn«»I«lus lie 55iII»n» et Ii«>in»rs!n« «le ^l»nteli«, «wneS nunlii, «insiiri, »ini»»«i»lures et prururnlore» vniuvrsitali« et cominunil»li« Vr»nie, el/Xrnolllus ^ ill>^> «lirln« /Xmslein, nnnliu«, »ml,»«i»l«»r, «inlii« u« et pro« ur»tor romii>unil»li« j et vniuer«il»ti« «le Vn«i''^ v»I«Ien insr» «ilu»m p»rte »Iter», volenle« «lirl»« ßuerr»« et liellorum «trepilu« resinlierv et pen>>»^ tollere liis li««>ue Iilil»u« et t>ue«lionil»n« perp« luum »ilenlium et tinem imponerv, ip«»rum»" «tur»lurarun>, linn» ti«Iv et «ine sr»n«ie ut insr», vilielievt: > lmprimi« s>u»tenu« «lirte p»rte« silii vici«suu> «rili, el vn.i p,,^?« »I>s>ri et »Iter» »Ileri el «nlxliti« «ui« ,>uil»u«ruu«p>v lene»ntur remittere et t xt r« inillunl «,nini» «i.impn», ininri»«, i»«.en«Ii», liomi« itii», preil»», inu»«io»e' «»ssen«»« r« »le« et per«on»le«, «poli», r»pin»s et «p»evi.« »Ii» uns^ue el sp»nmo«ioeun«pie ill»ln« et s»rl»« » toto tempore prelerilo u««pie in prvsr»>'''" tiiem. I volenle« »r expre««v promiltenl,« «lirl« p»rte« «lirli« inolii» et nnminilm«, ,p,o«l inlvr « s>^^ p»rte« «it I>on», per>»etu» et invi«>I»l>ili« p»x et r«»nror«lia perpetui« teniporiliu« »mo«io inviol»luii^^ in« <>n« u««e et ronror«li»m «lirte purt^ «lirli« nnminilin« tenore presenlium inierunt «nlem>,niter lirm»l»m. rol,or»t»m et «olempni/»ta»i. >i>o'iu el form» pre«Iirli» et insr» «lirli«. — Item ,pi»lv»u« «lirte p»rte« et j utr»«piv pnr« «Ii« li» n»oll>5 uominiliu« »«»> «let»e»nl movere ^uerr»m ner »Ii»m noxi.im, nouilatem s»rcre per «e«e »»t 747 6VU allios sibi inuicem, una pars contra alliam et altera contra alliam aut contra eorum subditos Vt incolas ut supra, nec contra ipso« aut eorum bona, terra« et loca, »juauis occasione vel causa, »ec mouenti vel mouentibus domino vel daminio, communilati vel persona, cuiusvis statu«, 8r» Ilerinüone ac de vale Oomiosule «eu curie Illatarele de eorum jurisdictionibus, mero et misto imperio et ^ladii palestatv et de omnibus et sin^ulis earum ^uribus, actionibus, pertinentiis, dominiis, Proprietät« et possessione, «^ue et l^uas prekate eommunitatvs vel alic^ua earum et earum bomines communiter vel diuisim kabent, babere possvut ^eu pretvndunt, »suocumcpie ^jure vel litulo oneroso vel lucratiuo »zuomadncun»pie vel »zualitercun- ljuv, I et Kvneraliter in et de omnibus aliis valibus, locis et terris ac jurisdictionibus eorumczue et cuiuslibet eorum territoriis et pertinentiis seu juribus »juibuscunc^ue, maxime »;ue tenta et possessa luerunt vel »>uasi, cilra m<»ntvs per illustrissimos et reuerendissimos dominus Vicecomites seu pro- ^enitores presati domini ducis Nediolani ullo unczuam tempore, preterito vel presenti, saluis tamen Proprietät, bus, juribus et actionibus sinAularum personarum dictarum communitatum, si »zuas in dictis territoriis vel in j aluzuo eorum vel alibi in dominio prelati domini ducis iusto titullo possi- deut et babere pretendunt, illa premissa totaliter transserunt, dant, remittunt pariter et tradunt omni weliori et validiori titulo, »p,o possint, predicla bona et valles cum omnibus ipsorum domiuiis, per- ^livntjjs, appenditii» et iuribus in eundem dominum ducvm seu eidem domino duci et eius beredibus ^eu eidem dicto suo prncuratori et nnbis notariis insrascriptis et utri»>ue nostrorum in solidum, j Person,'« publicis presentibus et recipientilms ac solempniter stippulanlibus nomine et vice et ad psrtem et utililatem eiusdem domini ducis et suorum beredum. 4'amen assorentes et dicentes dicti procuratores dicti« modis et nnminibus earum bona lide «ine fraude, «piod nullam in »suamuis per- ^onani, dominum vel communitatem de prescriptis juribus, terris, locis, rebus, valibus et jiirisdiclio- l>il>us vel de aliczua earum alienalionem, cessinnem aut translationem ^uauis titulo secvrunt vel tieri j procurauvrunt, saluis tamen proprivtatibus sin^ularium personarum ut supra. Ilicta ißilur principalis lranslatio et remissio, ut prel'ertur, sacta est et bt per prelatos sindicas et procuratores dicti« modis nominibus predicto llltolinu, dicto nomine presenti, slippulanti et recipienti, pretio et nomine pretii llorenorum decom Milium et unius renensium, soluendorum locis et lerminis et sub pavtis et p' nnis inlrascriplis, lau, ratione et occasiune juriiim j et actionum, ssue et »zuas dicte communitates prelendebant baberv in predictis terris et loci«, »juam ratione et occasiane emptiunis predictorum r-astrorum, terrarum et lacorum ac impvtrationum eorumdem locorum ac expensarum et onerum, 'luv et »pia» us»sue in prvsvntem diem sustinuerint et babuerint et alba ratione et causa, videlicot ^"renns tres mite treeentum tri^inla tres renenses, soldos lrix;inta et denarios «cto imperial!»,» nunc de presenti sine dilalionv j »Iteriori, »pios llorenos tres mibe treeentum tri^inta tres renenses, soldos '"lsim.', et denarios ocln imperiales presati domini sindici et procuratores dictis modis et nomiuibus content! et conlessi luerunt et sunt recepisso et babuisse et ibidem personaliter et realiter et vere 748 > . rveeperunt et liskuerunt « pre5«to (Ittolino dieto nomine prvsente, «tippulsntv et reeipientv et per eum dicta nomine « predicto domino duee exlr« de densriis propriis ipsius domini > dueis. nuntisntvs dieti domini sindiei et proeurslores dietis nominiliu» excvptioni non reeeptorum dietnruw llorenorum Irium millium treeentum tri^int« trium renensium, «oldorum tri^int« et densriorum »eto imperislium et spe^ sulurv reeeptionis et omni prol»«ti»ni et delensiuni i» eontrsrium. Itcsiduum veno dictorum llorenorum deeem milium et vniu» renensium. «^uod est llorvnus sexmilo »excentum »ex«^int« selten» renense», soldos et densrios s>u«tuor imperi«Ie« prelstus Ottolinus diclo proeurstorio et eommiss«ri«rio nomine et per eum pretstus dominus dux et iteruin prelstus doinil»^ «tu» dare tenestur et del»e«t pretstis eommunilslilnis «ut eorum le^itimo nunti» et proeur«>orl »' eslendis Mensis ke^runrii proxime fuluri lint inlr<> oel«v«m diem ipsius mens!» inklusive in loco 4)roli valis l^euentine, it« et l«Iiter, «piod pres«tus dominus dux tene«lnr j et liefest prvsntis co»»' munit«Iil»us et dieto euilil»et vor«m le^itimo nuntio lionum et Iit»erum sgluurneonduelum s«eerv >'t eoneedere, c>und seeure portentur dieti den«rii us^uv «d limites sui dueslis domini! versus limited diet«rum eommunit«lum et in e«rum eommunit«tum vel «lieuius e«rum tut«m p«tri«n>, in pericul" et expensis dieti domini dueis. — Item «pmtenus dieti sindiei et proeur«tores dietis nominil»us te»c.- «ntur et del>e«nt renunti.ire > et ex nnne tenure presentium renunei.nierunt et rvnunei«nt ue et «>u»s pres«ts eomin»»^ t«tes l>«l»ent de ipsis terris, e«stris, loeis et lionis supr« speeill!e«lis, in m«nilius pretnli Ollvlini diclo noinine et nostrorinn noteriorum inlr« seriptormn, person«rnm puldie«run, et vtrnisspie nostrorum »olidnm slippul«»tium et reeipientium nomine et vice et «d p«rtem et utilil«tem prel«ti domini dueis. et ! per >,res!,tum Otulinnm dieto nomine et nos no>.irios insr-, seriptos in mimitms s,refnti domini «lucis et iterum in m^nitius domini dueis dietln>ue omni« inslrinrienl«, doeument«, Iitter«s, >>riuileßi« et «el>0^ nes eoneernvntes diel« t»on« susir« speeilliest« dunt«s«l tenore siresentium irrit«runt, «nnull«runl. enss«'' runt et «tioiernnt et irritsnt, e«ssgnt et «Iiolent it« et >«Iitvr, «>uod eis in s«reiuditium siref«ti dom>u> dueis et eins Keredum timtum nllo > unro insecti«, «I,»litis, irritis et «nnull«>is, «eru«tis l«men s,res«tis eommunil«liims ,>uiliuseun«zuv «lliis eonlentis in dietis s»riuile^iis. de «>uil»^ susir« tit mentio et sine eorum z,rviuditio et ssluis »einher et tirmis m«ne»til>us umnit)us et sinst»^ suj,r«serii>tis et insr«s« ris)lis et sine eorum s»reiudilio. — Item «>u«tenu« predieti »untii, »indi« > ''' proeur«tores I dietis nonunilius tene«ntur et debesnt lil»er«re, «^uiet«re et «ksoluerv et tenore l"^^ Senium, I!l>er«nt, ,zuiet«nt et «l»soluunt nos nnt«rios inlr«seris»to» et ulrum^ue nostrum in soltt^'^' ^er»on«s s>nl,lj«»z slij»l>ul«n>es et re«ijneules nomine et viev et «d j»«rtein et utilit«tem <»inviuw ' ^ sinssulorum ^>res«li domini dueis sululitornm et m«xime Iiomiuuin et ineolarum s>rediet«ru>» I.euentine, terre lierin/one et v«li, Domio.sulv et ^ertinentium is»s«rum et s»vr nos ^ nolgrios «erij'tos et utrunu^ue nostrum in solidum is»so» omne» sulnlito«, lioinine« et ineola« et item is>»os »ln>n ^ litunines, suliditos et ineol«s «l> oninilius s»ro< essilius, s>rumissionil»us, ^ursiueotis, lidelitntil'US» Iiedientiis, l>om«^ii.s, eondems'nalionilnis. muletis et oidis<«tionii>u», ljuil»us tenentur et '^ teneri et ol»li^«ri, diei et excossil«ri possint is,sis eommunilstilms seu sinssulgritius zmrsoni« communil«lum et < uiuslitiet e«rum, et ex nunc is>so» Processus, promissiones, ^ ^urainent«, lidelit«^' ol»li^»tionvs, evndemp»«tiones «t«jue »nuletas «noull«nt et irritsnt et pro nullis et irritis iialieri »du» 749 et intenduot, et maxime illss obligstionos et instrumenta, czuibus se obligsuerunt eowmunia et bomines seu singulsres personv Domiossule vel iocorum predietorum et pertinentium bominibu« s, gsbellss, lorlvits et tribuls s prineipio limitum dieti dominii uslzue sd dietsm eiuitstem Necliu- isni exelusiue eo modo, lpio et prout soluere tenebsntur tempore nunczuam delende memorie illu- «trissimi print ipis et exeolentissimi ^ domini, domini primi dueis lllvdiulsui, olim pstris preisti domini dueis moderni, tsmen et nun sliter, et bee omnis ssluis et lirmis msnentibus omnibus et singulis «uprsseriptis et inirsseriptis et sine eorum preiuditio. — Item ljustenus debits et eredits bineinde inter ipsss partes et l^usmlibot esrum et esrum et euiuslibet esrum bomines et singulsres persona« mutuo uuntrsets et eontrsbenda et lsets et lseiends tsm tempore guerre diu setv inter ipsss partes, lzusm s sntes et in futurum, et setiones de «suibus legitime eonstsbit per autenties instrumenta vel literss Elinas seu slsmsniess, vel alias legitimss probationes et testimonia exigi possint bineinde et lzuod ludievs et iustitisrii ambsrum partium debesnt smministrsre iustitiam super premissis debitis, ervditi« ot setionibu« summsrie et de piano, «ine strepitu et ligurs iudieii, non eonsuetudine loei sed sola Verität« inspeets. Lt ulterius I tsm pro dietis debitis l>usm etism pro venditionibus et emptionibus ^ >n solutum dstionibus et pro debitis eontrscti« tempore rvgiminis ipsorum in lbombsrdia list iu» «eeundum eonsuetudine« et statuta, c^u« et ljuss tune ibidem usitsbsnt ipse eommunitstes et lpielibvt esrum. — Item cpiod vigore, esuss et ueessionv slil^usrum eondempnstiunum reslium nee pvrsonslium fsetsrum per bomines seu ollitislvs ipssruni eommunitstum seu sli^uvm eorum in psrtibus l/0ml»srdie 750 tempore I reßiminis et «iominii prellietarum eommunitatnm non ponsint nee «lekvant «liet« eommuni- tele» nee alilpia earum nee ipnarum kommen et ollitialen, nee alil^uan vorum nee alieuius eornm kons mollentari nee ali»>ualiter in«p,ietari nee turkari nee exin,I« ein per lpiempiam alils»i«i peti. se«l «iiete eommunilaten et earum Komines et ollitialen et k«,na exinlle totaliter existent likerati. ne ni nllo tempore comlempnationem non seeinsenl. — Item «pio«l vi^ore nee eauna «ml j oeeanione alil^ua- rum venliitionum et alienationum laetarum per van eommunilaten vel alilpiam earum vel earmn vel alieuius earmn nomine neu nominikun alieui pernone vel alupukun pvrnonin eommuni eonsilio vel vniuernitati tempore eornm resuiknn konis alilpiornM tunc eornm rekelium et maxime I.anrentii «le l'onte ant ali«»rum «piornme»n«pie, non teneantnr ipne coinmunitaten nee alilpia earnm nee earnm s nee alieuius earum kominen lle euietione nee ex ven- «lito alilpiikus pernonin, lpu eximle «latun, ant «aunam kakerent vel kakeant, vel «le eetero kakent nee etiam exiiule ipne comniunilaten nee alilpia earum nee earum nee alieuinn earum kommen nee ninstularen pernone non ponnint relpuri nee pernonaliter turkari. mollentari nee impiietari. — Item l^uo«! ni, lpiml «leus auertat, alilpia persona vel alilpie pernone ex kominikun et pernonin nnpra- neriptorum eontrakentium ilietin nominikun eapervntur I vel lletinerentur «le saeto et non «le iure in «lominio alleriun ex «liet in eontrakenlikun vel »li«>ua prelle, lurta vel rapine iierent in «iominii« j»re«li« tis, «pio«I prelliet«- partes, neilieet illa, in euius «iominio vel territorio preiiieta vel nli«pii«l eorum sierent, ntatiin ean pernonan taliter eaptan et nnpra, ilimilti et rellannari taeere » I pre«Iietan prelian, snrta et rapinan «linutti et rentitui laeere eum omnikun vxpennin, «lampnin et interesne, «pio exincle kerint I «lampnum panno vel pannin irealemj. — Item «juoll nulla persona, euiuseumpie nlatun et eonllitionin exintat, ex kominikun llietarum partium vel alteriun earmn ponnit pernonaliter eapi vel «ietineri in territorio vel lloininio alteriun i>,narum partium pro aliipio liekit«» puklieo vel prinato. --- Item lpilul ni alilpia persona, euiunvin ntatun, ^rallns aut eonllitionin exintat, uniun liietaruni partium eonmiittat al!,p>«»li Komi, illinm in persona alkuins vel alilpil»rum ex kominikun et pernonin alteriun I llietarum partium, lpio«i statin, puniatur ipne talin Komi« i«ta et nilu eximle iuntitia tiat in loen eom- nunni erinulu». — ltem «pioll. ni presatus «lominu» «lux »lienaret vel aliennnnet alilpiam terram vel par- tem ljominii nui, «piml ni« kilominun paeta et eonnentionen inler ipnas partes eelekrata, ut in prenenti inntrumento I,al»entnr, seruentur et neruari llekeant in ipna terra alienata vel lpiv alienari eontinstel ut nupra, ita et taliter ae I «piema«Imolium neruarentur et neruari «lekerent. ni «iieta laiin alienatio laeta non esset, et kee omnia saluin et lirmis manentikus omnikun et nin^ulin supraneriptin et inlra- seriptis «t sine eorum preimlieio. — Item «pio suo teneatur et llekeat manutenere ntratas et vias pttliliean, per «pian itur et reene aptata8 ila et taliter, luod per ea8 litierv pateat j tran8itu8 et redditu8, dietu86 »umerum 8vxa^inta dunta8at po88i'nt Ire ljuouüczue vvluerint pro 8tipendn8 ^umeulii8 et «juocl oli tioe non inteli^alur eontraiaelum Iui88v pre8enli in8lrumento nee aliczuilma 'vntenti8 in eo, dummodo non ollvndant ip8«8 partv8 nee alteram earum s in pa88il)U8 nee per pa88U8 ^ielarum partium nee alieuiu8 earum. — Item l>uod reuvrendu8 dominu8 ^I,I,a8 Ov88vrtinen8i8 8it et v88v dvlieat adtiervn.8 dietarum eommunitatum et aeceptu8 pro adlierente «>uantum ad paeem pro- ^unlem una eum omnit,u8 8U>8 8iiliditi8, adkerentilm8 et eoacljutorii>u8 in Iiae paeta ^uerra. — Item t^uod diete eommunitate8 nee alicpia earuin nee earum nee aiieuiu8 earum Iiominv8 vel 8ul»diti non sunt ^ue v88k inteli^antur olili^ati prelato liomino ^ duei, nee prelatu8 dominu8 dux nee eiv8 l>amine8, ''Uiniiti et liona 8mt oliii^ati ip8i8 communitatil>u8 nee earum kominiliu,8 in aliczuo vi^orv euiu8dam ^88erli in8trunienli a88ertorum paei8 et paetorum aliorum, eeleliratorum, ut dieilur, inter ip8,i8 parlea vt eert.»8 «liaa communitatea 8eu tune a^ente8 pro ei8 eonseeti, ut dieitur, in 8eduno per Ilenrieum 1^, eanonieum ^edunen8em, anno et die itii eontenti8, ip8iczue a88erto i»8trumento et s omnil>u8 in eo eontenli8 diete partv8 renuntiare teneantur ae renunliauerunt et renuntiant tenore pre8entiuin, ^idelieet una par8 nomine et ad in8tantiain alteriu8 et altera alteriu8 8olempni 8tippulatione inter- Uvnienti, et live omnia 8aliU8 et lirnu8 manentil)U8 omnilnn, et 8>'n^uli8 8Upradieti8 et inlradieendia et 8ine eornm preiudieio. — Item «zuod pretalu8 dominu8 dux et dictu8 I)tnlinu8 dieto nomine teneantur ^eeip,>re, ualitvreunsiue predieti8 eommunitatil>u8 vel ^lieui earum vel in earum vel in alieuiu8 earum ollieialium vel nomine a^entuuu manil>u8 vel cmram ee8 vel alüjuo eornm al> tiodiv retro, ip8a8«sue ^u.»8lil>et per8ona8 prelatu8 Otolinua dieto nomine teuere pre8entium re8tituit ad ^raeiam prelati domini duei8 et ad eorum lamam et priütina I>ona, eredita et jura et ad j primeuo8 et prisitinoa ^radu8 et Konore8, ita et talitvr, «suod ip8v per8onv taliter re8tilule earum et euiu8liliet earum Imna nanei8eanlur ei8«>ue ^audeant et trnant ad eoruin tilülum voluntati8, non ol)8tantid»8 ali«>uilzu8 donatianil,u8, alienati«nil>u8 vel tran8lationiliu8 per Prelutum dominum duevm 8vu oiu8 nomine 8eu per eiu8 duralem eameram 8eu eiu8 nomine «zuo- wodoliliet taeti.8 vel temptati8 nee ali«pul>u8 Iianni8, > eontumaeii8, proee88il>U8, eonli8eationil»u8 vvl 6eulenlii8 ,>uomodolil>et dati8. aeeu8ati'8. Iati8 vel saeti'8 eonlra ip8.->8 per8ona8 talitvr rv8tituta8 ut 8Upra, ^el alissuam earum et 8 et aeu8at«8, ut 8upra et ut 8upra, s prelatu8 l)tolinu8 dieto nomine keuoeare, irritare, altolero et annullare teneatur ae «08 et ea8 ad in8lantiam et remni«p>e «lemiim I impedimentn reeli et per»nneli ee»»ante. --- Item «>und nmnia I»nne immninlie, «su« pretate enmmumtate» et «pielitiet eerum vel eerum vel »Ii- euiu» eerum tinmine» et «nlxliti pre»enlialiter liekent in tnta dnmini«, preseti dnmini dnei», perpetnn lil,er» et vxvmpt» »int et e».»e dekeent et, nmnilm» nnerilxi», lelei» et enndilii» reelit»»» et per»nn»Ii" t,u» et«p,v mi»ti», vnljuv ip»i tinmine», in «pinrum t,nni» ip»e I,nne I »int, Kniete et peeittiee pn»»iderv pn»»int mndn et snrme pr«dieli» »6 enrum I>enepleeitum: «pind«pie etiem nmnie ee t,nne> «^ue per ea» enmmunitste» vel eli«^ue» eerum vel per eerum vel elieuiu» eerum tinmine» et »otiditn» in t«" lurum »e«piiri ennlin^et, cum et »i »e«^ui»ita fuerint nm denuneintnni, > Petitum vel prnte»tetum fuerit. expeetero »petin dunrum men»ium inde tune pr«»xime sntnrnrum. insre «piem lerminum »eli»tiet illi denun«ie» tinni, petitinni vel prnte»tatinni. «zuv tiet et tieri enntinsset ut »upra, vel diele «p,e»tin. «pie nriri ennlinstet ut »upre et ut »upre, tnletnr et »npietur per «pietunr emien» et» ip»i» perlitxi» »e» et, essentit,n» pro ei» vel elxpie «erum, prnut I diele «pie»tin mnneri enntin^et, enmmnniler elistendn», vel per «suintnm di»erelum virum et» ip»i» «pietunr enmmnniler eti^endum, ea»u «^un dieli «zuetuNt' priu» elleeti »eu eliffendi nnn e»»ent ennenrde», «^ui, «p,etvnu» enm et »i eliffi ennlinseet nl> ip»is «^uetunr elissendi» ut »upre, ellisknlur per ip»n» «pietunr de pntrie Velle»ien»i. exeepti» «snit>n»eun«1tte epi»enpi» et eleriei», «sui elis^i nnn pn»»inl ad predieta. l enin» «piinli eiietnrilati pereelur per dietas parte», dummndn prnnunliet et dveidet insre dietnm terminnm. I^reteree »i ennlinsket, presetuw dominum duevm velle eli«p,id denunliare, petere vel pr«»te»teri enntre prefeln» enmmnnilele» eli'suam eerum ne«e»inne enntentium in »npre»eripti» eapitnli» vel eli«^un vnriim vel eIi«p>nrnM et»inde dependenlium. emers?entiuin vet ennnexnrum. teneelur ip»em prnte»latinnem, pelitinnem »rl> danuntiatinnem > sneere vel tieri seeere in t,nr^n »eu Ine«, /VItnrf. vel Ii» Vrenie, in pletee put»lir» ip»iu» Ixir^i »eu lnei et «p,n,l nmni» petitin, prnte»tnti«, »eu denuneieli«, in ip»a pletee feete »eu tiende prn parte ip»iu» dnmini dnei» e«»ntre ip»e» enmmunitete» vel eli^nem eerum l,al,eetur perinde seet» e»»et ip»i» enmmunitetilxi» et «nilitiet eerum in eerum pletei», d«»mit>n» et per»nni» prnprii», ip»e«iue pletee ip»iu» I tnirski ,^Itnrsen»i» »it Inen» judieii, „l,i et in «>un ennttenientur et ennßirestenlnr r4 ennveniri. vneeri et r«»nffresseri det,eenl p,diee» et parte» «x-ee»inne litt» et ,p>e»«inni». «l'ie nriri ennlinfset «,r«a»inne »upre»eriple «uiu»Iit>et petitinni», dennnlintinni» »e,i prnte»latinni». «l»e liet p^ parte ip»in» dnmini duei» ut »upre et e«l nmne» eetn» et prnev»»u» exinde tienle» n»«sne ad »enteN- 753 Üsm ^illinitiuam I inclusiv« et all au3ien3am ipsam sententiam. Vice versa si prelatv communitates Vcl aliljua earum voluerint alil^uam Petitionen», protestatiunem vcl llvnuntiationvm sgcerv vcl keri I-icere contra prelatum dominum «lucem occasione contentium in suprascriptis capitulis vcl alilzuo verum vcl aliljuorum abinllc llepenclentium, emer^entium vcl connexorum, czuoll ipsam 6enuntiationem, Petitionen, scu prvtestationem sacere tcncantur in platoa I pulilica liurgi Ilerinxone, ipsaczue platea «>t locus iutlicii, ubi ct in «zuo conucniantur ct eon^re^entur juäices et partes occasione litis et 'luestionis, «zue oriri contin^et occasione llicte cuiusliliet petitionis, clvnuntiationis seu protestationis, hue L«zt pro parte ipsarum communitatum vcl alicuius earum et all omnes actus et Processus lientos USljnv ack sententiam llilkinitiuain inclusiue et aullienclam ipsain sententiam. ^ t)uotlipie etiam ipse Partes passint et llelieant citari in clictis plateis sinKula sin^ulis con^rue rellervntes all tlictos actus et Processus ljuosliliet 5ientes ut supra et ut supra, et lpie «pieliliet citatio liens in ipsis plateis Prout llictam ljuamliliet lleuunciationem tientein ut supra, ita valeat ae si ipsis partilnis personaliter lacta esset, ^uoclrjue llicte partes silii vicissim et uo wo^o «piililivt mereatores et liomines seu persone clictarum partium et cuiusliliet et alterius earum per ipsa «lominia et in ipsis llominiis stare, lialiitare, conversari, ire et rellclire cum eorum wer- e-mtiis, rel»us et I»onis tute, liliere et impunv, omni impoclimento reali et personal! cessante et non elistantv alilsua ^ peixlvntia alicuius litis «pnniis vel cliscor«lia, l>ue vvrleretur inter ipsas partes vel elilpra earum nec alilsua executiono, >p>e lieret vel lieri vellet occasione inoliseruantie suprascripto- kun» eapituluruin vel alicuius eorum vel alilpiorum contentium in eis aut alil^uo eorum seu presenti instrumento oi« prellicta vel alilsuill prellictorum suprascripla pax non inteli^atur rupta nec violata 8«ll inconcussa svruelur et seruari llelivat per et inter partes easilem. ^ Kursus si clicta «juestio, <^uo eriri contin^et ut supra et ut supra, non excvlleret summam llorenorum centum, preäicta omnia, luv «uprg llicta sunt 3e locis Eitorf et Ilerin/one, venclicvnt silii locum in loco ^roli et in loco lias- pitalis valis Vrsariv. — Item l /uatenus «lietv communitates et ljueliliet earum et earum et cuiusliliet varum liomines, mereatores et sinssulares persone non teneantur all Solutionen, «latiorum j iuseriorum loeorum, nisi eo molla «p,o et praut inlerius lleclaratur, villeli« et lpioll in vale kuj;a»i non teneantur «eluere pro relnis, lxiiiis et mercantiis «lictarum comnmnitatum et earum liominum et Singular»», per- i"'Narum, nisi lpiartam partem eins lpioll soluerent et soluere tenerenlur svcunäum sorinam °">n ipsius valis, si presentia capitula lacta non essent, excepta exislimatione et elsuorum et l»estiarum, ^euiniarum et «piarumliliet aliarum rerum all eins > exislimatiunis solutionem minime teneanlur. Item «>uoo et prl»»t solueli.ilur tempore prelati tlomini primi «Incis. Item «pio-l «up,!p terrilorio ina^nilici et spectaliilium llomini Haspari, militis, et Ilermelis et kaeervli. on»»l>us «le ^ icecomitilius, »o» teneanlur soluere alilpia llatia nec pe«la^ia nisi eo uiollo, lpio et prout ^ soluunt Vt soluent .»Iii mereatores et allie persone il»i «lietis lerritoriis vt utroipie eonim exelusiue us«pie Hlediolanum exelusiue non teneantur nec teneri del,eant »4 solutionem alispiornm datiorum. peda^ionim, >;al»ellarnm, forleitarlim, tributormn et seu vxaetionum «:uiu»eun«piv ss« neris et maneriez? s?) it,i positornin seu li«»rdinatornm nee nli«s»sl>>''>' deevtero I ponendorum seu liordinandorum. I'ermittentes «lenüpie diele parte» nominil»us suis ^ nominikus «>uit,us supra, pro »e et suis l,eredii»us, i,ona lidv et sine fraudv «t snl, oI,Iis;a»ione ipsorum omniuin«>n« sn«»rum lmnorum m»l»ilium et immoliilium. presentium et suturornm oninia et sinß'd' superius narrata. c«»nel»sa et seripta l,al»ere et lenerv lirma, valida vt »»rala. perpetu«»P>e ol»ser>!"'^ vt non eonlrasaevre, «»pponere vel venire s per »e vel per alium, alikzuo eansa vel infivnio de p>r" vel «le saeto, in jndicio nee extra. «lirreelv vel indirreete, nee alieui contrasaevrv vei npp""^" volenti alilplatenus eonsentirv, omnitms vxeepli«»nii»us doli metus, vinlenti« et omni alter! eirenw- uentioni!« prinilegio, eonsuetudine vel statut«>, jure eanonieo vel eiuili ae omni eonsilio, lsnil'us «pioruni kiltero eontrki predieta ali«pia partium prvdietarum opponere posset vel ali«t»ali>er »e p»stp«»silis et reniotis. ^t > «le predi« lis pr« sali eonlralientes «lietis m«»tis et nominit,«» ,-o^anml ^ntoninuni «le .^»»rmano, notarium ^lediolanensem. et s»asparlim Kurten, notarium patrie > alesil'"^'^ et utrunupi«; nostrum in solidum, »t pulilieum eonlieeremus Instrumentum vnnm et plura ten«'^ eiusdem, rvseruantes utriipie in omnilui» et per omni» supradieta vt prvmissa ae resernati vsse sempvr inteli^antur l»»n«>r, «l« l»itum et auetoritas saeri imperii et ol,Iiska>iones aliaruM'l«^ ^ eonf« dvralionum, juram« ntorum li^arum«pie prius initornin et saeloruni per dietas partes, sal'^'l"" »emper et illesa rvmaneanl al,s«pi«> sinistrv interprvtationis serupulo. — ()uil,ns it» paetis preist Ololinus nomine presati «lomini «lueis vt omnium luredum suorum volens presatas eommunitales ^ ^>»rum livredes «le predieta «ienklriornm «juantitate ipsis «lellitk», nt supra, tutas re«I«lere vt euw ^ su!» eomlitionv «:t in «klsu, «pio in ipso tvrritorio ipsorum j «lenkiriorum «piüntitkls ipsis eommu»i>i>>>^ dvllit« non «Iiretur ut supro, et non .iliter nee nllio mo«I«>, lecit et saeit ve»«litionem vt «lntuw >" soliituni vt pr<» Solution« »lielorum llorenorum sex milium »exeentum sexastinta svplem renens»""' «ol«Iorum iplinllv« im et «lenaritlrem tl>«»r imperinlinm ipsis eommunitatilms «leliitorum nt snp^i« n perpeliiiun lilierklin, lrnnenn» et k>t>s<,Iutimi ni» «,mnil»us e«»n«liti«»nil»ns vt lietis, nlieui persone «lk»>^^ vt soliiemiis, exeeptis j lietis re«lue Iil<>nen»i ^ dominis liordintiriis eiusdem seu »li^uilius ex ei» in inferiori Ville I^euvntine vt svn per c«>mn>un>" tstes et sin^ulkires person»» eiusdem ipsis sindieis et procurntoriluis dietarum eommunitstum pre»en>' lms, sljpulklntitius et reeipientil»us et per ipsos sin«Iieos et proeurk»t«»res «lietis nominilnis ipsis munitiltitlus et iterum is»sis eommunitalitlus ««»minntiue de valle I.euentine et vnle Uadik« et I es^"" dominio et mero et misto imperio et glkldii lemporvlis potestnt«, ilonis juritins et propn^^'^^" sin^ulkirun, person-irum ipsgrum Valium dumtasat exeeptis: et ,p«z lliie in solntum «latione eow>"^ liensk« non sinl nee veimmt nee eompr« llensa «ssv nee venissv intelissantur et de vornm in dkltorum jurilius et pertinentiis universis, eo tenorv «suod supraseriptv eommunitates a dieto >«'N«>" «pio sit>i delu lur sns»ri>seripl«> pveuniv «pikmtilas s vt easn «^u«i ipsa peeuniv «piantitas ipsis non ueretur vel «mm elseetu dari et solui non oller« tur ut supra, kamen et non aliter predieta in solutus data liallvant et teneant et titulo lmius «lationis in solutun, p«»ssi«Ieant al,s«p,v prelati d«»mini d»e>^ nee ali« uius alterius persone eontradi« tionv. ?it « essit, dvdit at,p,e mandavit et evdit. da« at«i»o m»"' da» pretatus Otoliuus diel«» noniine presatis sindieis et proeuratorilms > presentilms stipulantil,«» 755 reeipientilm« clietis moclis et nominilms omnis juris omnescpio aetiones et rsliones utile« et clirreetss, reales et personales, mistss stcpiv ipoteeesrias, pressto Otolino clieto nccmine et per eum pressto «lumino «luei vi iternm pressto clomino cluei csuomoclolil»et perlinentis et speelsntis et pertinentes «t «peetsntes et eampetitss et enmpetits in, cle, pro et super preclietis in solutum 6atis et eorum vccssione. Lt volens presstus Otolinus > clieto nomine, essu preclieto tsmen et non sliter, Plenum dominium et plvnsm possvssionem seu cpissi preclietorum in solutum clsturum ut supra in preclieta» eommunitstes transserre, cisrv et clervlinczuere et se clieto nomine sbsvntem exincie sseere sc ipsas eommunitstes sseere et eunstituere possiclvntes preclietorum, eonstituit preclietus Otolinus clieto nomine, preclieta in solutum clats nomine suprsseriplsrum communitstum et pro eis tenere et possiäere, «lonee presste eommunitstes j preclieta in solutum clsts essu preclieto et eorum possessionem aeee- Perint, intrsuerint et spprvlienclerint eorporslitvr. ()uo et «jusm aecipienclo, inienclo et apprvlivuclencio, et es retinvnclo » clieto termino «lietv solutionis siencle et essu cjuo ipss solutio non lieret vel eum vlsvetu lieri non ollervretur ut «upr» in sntes rvtinenäi et lisliencii presstus Otolinus clieto nomine prelsti« sinclieis et proeurstorilcu« clietis moclis et nominilcus presvntilius stippulsntilms et reeipienti- du« et j per ipsos ipsis eommunitatilius et iterum ipsis eommunitstibus plensm psrslcolsm et lieentism cleclit, euneessit et trilmit et clst, eoneeclit et trilmit, ipsascpie eommunitstes eonstituit proeurstriees in lisne rem susm clieto nomine, l^t eui etism clominio seu cpissi presstus Otolinus clieto nomine et in essu preclieto et non sliter illieo et msniteste renuutisuit et renuneist et in presstus sinclieos et procuratores, clietis moclis et nominilms preseutes, ^ stipulsntes et reeipientes trsnstulit, cleclit, cles- vruit et clerelüjuit et «e clieto nomine slcsentem exincie sveit its et tsliter, czuocl presste eommunitstes in essu preclieto tsmen in prelsti clomini clucis locum jus et ststum sint et suceeclant et esse et «uececlere clelcesnt respeetu preclietorum superins in solutum clstorum et eorum occssiane. Lt its ui, experiri, repliesre, se tlmeri, retenticcne uti et cetera pvrincie sseere et exerevre uliliter et clirreete, cjuemsclmoclum et prout presstus cluminus «lux Posset et potuisset liueusc>ue et uscsuv scl clietum terminum ciiete peeunie persoluencie. Ousrv pre- s->tus Otolinus clieto nomine promisit olcli^snclo prelstum clominum clueem et «Minis ipsius clomini «luei« lions presentis et lulurs presstis > sinclieis et procurstorilms presentibus, stippulsutilms et reei- pientilius, clietis moclis et nominilms et per ipsos sinclieos et procurstores ipsis eommunilstilms et iteruin ipsis eommunitstil»us, cpiocl precliets «uperius in solutum clsts essu et lorms premissis Semper ot omni tempore clellenciet et vsrenclet sl, cmm! persona eonnnuni, eollogio, espitulo et vniuersitste, » eommuni Ilseciiolsni et s cpiolidet slio clominio et slicjusliliet ipotees in lorms eommuni et jure, Vt prout verus clsns in solutum ^ tenelur cle jure seeipienti seu sceipientilms, cpioclcpio ipsis eum- wunitstitm» reclclet, restituet et restituet omnem euietionem, cjue seczueretur cle preclietis vel slic^ua Porte eorum, et eontrs Presens instrumentum non veniet nee iseiet rstione mnäiei, minimi vel enor- ^'is pretii, nee slicpni sllis rstione vel oeessione, et ipsis eominunitstiicus sseiet onme et totum icl, 'luocl et prout tenvtur et cledet cle jure et ex lorms et natura imius instrumenti et eontenlium in pit icee oinnis j suis projcriis expensis, «Ismpnis et inleresso litis et extrs. 0»smcpiiclem von- » m»joris pretii pretio supr»script»»! ei si »IIo lemsiore reperirentur plus v»iere »en esse m»ioris s»Ior>s et pretii pretio pre«Iicto. ilu»t omne plus prelium et superltuum, «>»»,»> »«lesse reperiretnr. » «iictis itokenis sexmililuis sexcentum sexn^int» j »eptem renensiluis, solilis ipiin nomine pres»tis sintlicis, »liclis n»»minil»us presentiluis, slippul»ntil,us et pientikus remissit et remittit et »ie eo superltuo et pluri pretii ipse Otoiinus «tieto nomine siniticis et proeur»toril»us »lictis nominilius presenlilnis. stippulintiiuis et recjpientiluis seeit et ^ener»Iem eonsessionei» sine Iii»» r»li«»nem, »piiet»lionem et p»ctum Perpetuum »Ie non preten»ienolius«piv sui juris remissionein eti»m titulo et ex c»us» trnns»clionis ^ p»cti et »Ii»s »mnitms mo«lis, »piiiuis melius potnil «ie jure. renunci»n«i«» exeeptioni prelntus gt«»' iinus »tieto nomine non f»evre supr»scripte »i»tionis in solntnm et preclielorum et insr-ulietorum ew nium et sins^ulorum non iln aetorum et s.ietoruin et omni pr«»I»»tioni et «tefensioni in eontr»rium. eli»m omni» et sin^ul» supr»seripl» > et in presenli instrumento content» seeerunt et laciunt ^utu seripli «<»ntr »tienles «lictis mo«lis et nominilius it» et t»Ii tenore, «pi»»«I si »lj»p>» p»ctium pretiiet«^^ vel eins sululiti non »»enklerent vel non »>t»seru»r«nt content» in snpr»sceiplis e»pitulis et «pioli^ eorum et in tolo presenli Instrulnento, sei »lietii eorum eo»lr»s»ceret sei venire!, lieegt »Iteri pt>l^ e»pere et retinere »Ie terris, »iominio, personis et relms p»rtis non »tten»ientis se» eontr»s»cien»» et j suorum us^ue »cl eompletgm solutionem et inte^r»m s»ti«f»ctionem omnium »ieseetuum. «towt>- norum, expens»rum et interesse eximie se»pienlinm et sustinemlnrum per p»rtem pnss»m — klßo eti»l^ Otolinus Xoppus, prelil»»ti «lomini '^ «lomini «iueis et pro e«> suis«pie ti«!re«Iil»us, suecessoriluis et suluiitis supr»seripl» omni» et sin?"^ p»et», p»eem, eonsenliones, c»pitul», " menli p»trocinio eorrokoro, et in teslimonium premissorum et rolmr perpetue iirniitatis jnssu, Mission« et volunt»te prelil»»ti »lomini ,Iueis eins si^illi «lucalis e«»pi»m ^uius lnstcumenti. memlir!"'^ et form» pukliea r«tli^en»Ii et «lanili pref»tis communil»ti>,us. »ppensione jussi > muniri si^nis«!'^ et suI»scriplionit»us not»riorum preclictorum et inlr»scriptorum »pposilione ol'tinui rol,or»ri. —' »^uo«pie pc«s,iti sin»Iiei, nuntii et proeur»Iores pre«iict»rum eommunitatum Vr»nie, I,ur»rie et sv»I«Ien inkc» silu»m »»l preclictn omni» «l sin^ul» soli inniter per»^en»I» per pref»I»s eommn»>!^^^ solenipniter eonstiluti et e» s»cien»li, «oneIu«Ien«Ii et eonIr»tien»Ii, ut supra »!e vertu» a»i vertium script"^ « st, et pli n»m potest»tein I et s»cull»lem l»»I»enles » pres»tis comnuini>»>it»ns, omni» et sinstnl» s»I'^^ scripl» cnpilul», p»ct», pncem, «»»nui ntionem, in soiulum »lnlionem et omni» et sin^ui» snprs^'^I ^ »prot»»mus, I»u»l»mus et eonlirn»»mus et presentis scripti p»Ir»u inio communimus. in testiml'^^'^ omnium premissorum nos pr« s»li sinilici et procuretores, «iictis mo«lis et nominituis coninnctim «iiuisim, »piiiit»et pro su» communil»te, » »pi» missns est. pro nol,is»jue et omnium nostrorum I ressorituis «iic»»rum communil»lum si^iii., copie imius instrumenti in me»,i»r»n» et form» pnt'iic« ee pres»Io «ioniino «Inci »iuximus »ppen»ien«I» si^„is»p,e et sut»scriptionit»us not»^"' 757 rum predietarum et intradietorum munimine odtinuimu8 roborari. — ^et» tuerunt et 8unt prvdiet» vmni» in eeelvai» 8eu «spei» 8»neti 8tel»ni Lerin?one, pre8vnlil>u8 8peet»dili et e^re^io Unikale de ^n^o8oli8, tili« izuondam 8peet»l>ili8 s et eßre^ii militi8 domini V^olini, lionorarii dapitanei Herin?one, ^re^ii» t»»8paro Indern», lilio izuoiidam Li8modini eiuit»ti8 illediolani porte Iiorient»Ii8, pgroedi« «»neti I'auli in (iompedo, I^ueliino de (lampo, lilio ljuondgm domini Uartini, li»liit»nti8 in ip8» terra l!erim?one, loliannv, lilio ijuondam noliili8 vir! L8per u8 noti», ^donei8 et »d prediet» voe»li8 et rox»ti8. lVot.) dit e^o ^ntoninu» de Normans, liliu8 tzuondam cioinini ^tmliro8ii, eiuit»ti8 Aledio- iani porte nove, parueliiv 8»neti Ilartliolomei, iur»tu8 not»riu8 pul)lieu8, doe pudlieum In8trumentum ^na euin 8iili8eriplo tradidi, 8erip8i et iiuli8erip8i, suAnuniljue meum t»delion»tu8 »pp«8ui in tvsttimonium premissorum. Lt ego <-»8p»r, liliu8 <>uond»m .Ioli»nni8 liurtvn, dioev8i8 8vdunen8i8, ville eome» ae lanuv ^«minu8, n»tu8 ijuondam illu8tri88imi prineipis et exevllenti88imi ilomini, liomini Iod»nni8 tlaleax, alini primi ducia Illecliolsni etc., vi8i8 »e pleniu8 inteleoti» per eum dominum dueem eompromi880 »rliitratu, epiorum tenor aeciuitur in li»e lorma: „In nomine j domini »men, ^nno n»tiuit»li8 ein»- clem Uilegimo ipi»drinxente8imo vi^imo 8«8to, Indietione quart», die vero vis. men8i8 iVnuemkri8, vilg de Ilri^a, 8utitu8 8U8t»m dnmu8 et in pre8entia mei nolarii pudliei 8ul>8«ripti et te8tium 8uli- ^erjptorum. linin inter illu8tri88imum prineipeni ^ et exeelenli'88imiim dominuni, dominum kilipum ^lgriam /Xn^lum, dueem Alediolani et ?»pie, ^nxlerieciue eomitem »e lanuv dominum ex un», et ^noraliiles et diacreto» viroa, viearium et liomine» eommunitati» de Vnderivalden 8vpra 8ilu»m P»ru> alter», Iet»Ie8 xuerre, xr»nde8 di8eordio j et 8odilione8 diu vixuerint, timorente8iicolau» de täirli», .«Ii-,« vicarii. nune «piuv nuntii et proeuratore» »e proeuraton« nomine diclo eommunitati» de I Vndervalden et volonte» ad pacen, et conoordian, peruenire et perieuli» damp„i»,jue et ineonuenientii», «zuv e^ dicli» ^uerrnrum di»lur!>ii» in po»leruin orirl p"^ »ent, po».»vtenu» ouiare, plenan, »«I t,ve a predieti» partil,,,» pote»tatem et mandatum !,al>ente». »p""" tanva«p>e et I Ii!»era voluntate dant et lenorv pre»enlium trilniunt plenan, pote»lalem disereti» r> /^rnoldo siotlredi de Vespia, /Vntonio (lurten de liri^a, dotianni Ileinstarter de 8elt>inji!en. AlauN»^ Ilelit^er de ^ran^i««, omnilxi» de patria Vale»ii, ar!»i«ri». ar!»itr.,Ioril,u» ae j amical»ilil»u» eonipo^dori- !»n» «»per iioc elleeti», i>rl»!lri«ndi. arl»!tramenlum laeiendi alte et !»«»»« »usier predieti» di»eord«>^« neenon »uper omnilxi» et »in^iili» pelilionitm», d!»eor«lii» et ^»ereli» inter ip»a» parle» e?«i»le»tilu^ toto tempore prelerilo u»«pie ad pre»ontem «eea»ionem «^uitni»euixjttv, necnon I «»per oarum et dependenlitiu» ea ei»dem. et «»per premi»»i» et «piolitiel premi»»urun» lraelandi, amie«!''!^ eon,po»itionem et coneurdiknn pari» perpetue saeiendi et iirmandi. l'romi>I»i,t«piv dieti procurato^ nominilm» «piil»u»»upra, ut «pielnlilxt ip»or»n, tnn^it I»ona lide eornn« j »ine dolo et »ui» ol»Ii?>''^'^^ oinnium bonorum dictarum partium baberv et ob»eruarv perpetuo et amieabiliter ralum et tirwUw omne id. et «p,id«piid per dieto» arbitratore» et amieabile» eompo»itore» luvrit «et»», et arbitrato»!, »eruato I»or«Iinv juri» j vel non o!»»ervnto. kapropter predieti arliilralure» et amieabile» eomp""'^'^ vij^ore pote»lati» ei» atlribulv per dieto» proeuratore» ambarum partium, <^bri»li nomine inuoeato, trantur et per modum amieabili» enmpo»ilioni» pronuntiant »»per premi»»i» per modum. j ul insra lalim de»eribilur: I'rimo enini. «>»«>»^'^ ratorum «Iv li^a, cu«n «piibu» nuper I e«»n«!or»er euixlen» dominum dueem in eoneordia »»per saela in I!erin?o«l' di«:tum j doininum «lue«!,» et di« ta» eommunitate». in «p,antun, diele tre» eommunitate» non »olukk' ^ dieto eomn,»nilati »upra »iluan, eiu» ralam in dieli» n,ile t!or, ni». «p„»d tamen dare et « »pedire pro""^ run, ip»o Ire» eoinmunilate» eiden, eominunitati »upra »iluam «piam eitiu» ip»a eommnnita» j de ^ «aide,» »upra »iluan, ae« eptaret eo»eor«Iiam saetam in lierin/ona inter ip»un» dominu», dueem et tre» eommunitate«. ()uam »olutionen, omnium predietorun, tlorenoruin dominu» du» iacere de!»et ei'I^' eommunitati »upra »iluam aul ein» eerti» s re« up« rat«»ril»u» in predieto loeo lierin/one, «piando velur ei»dem tri!»u» eommunitati!»,«» re»tun« «!orum portioni» de predieti» tri^inta militui» ' !I«»reni», »eilieot in ealendi» nut intra o« tauam dien» proximi men»i« I^'el»ruarii ant inlra > „«>"' »om ittde pr«»^ime venturnm p„»t predietum terininum n,en»i» 5'e!,r„arii. Item «p,od pro e>^ üoreni» »oluvndi» termin«» ant termini» predieti» ip,e dominu» du» darv del,et dieto con»»"»^ '^ »upra »iluam in pignu» »pveiale vale» Xnli^orii et l'ormaei« eun, earunden, Valium > ^uril»u» ' ^ lumenti» vninvr»i», tali modo et lorma «piod, 5i ip»e dinninu» du» ,,<»« laeeret aut tieri procursr^ eidem eommunitati predi« lau, »oluli«»»«», tlorenoruin predictorun, ad predi« tun, terminuin calend^ 759 rnm vel oetaue ?eliru»rü »ut inlr» mensem incle ^ proxime venturum ut preserikitur, csuocl tune et so egsu tiomines preclicte enmmunitatis «je Vnäervvglclen supr» siluam possint et valeant auetoritate propri» »prekenclere clietum pi^rms ipsarum Valium et ipsum venclere et oklißarv eui vel Piikuseun- ljue ^ valuerint et cle ipsis laevre tamcjuarn cle rv propri» -«I ipsorum likitum voluntatis. 8i »utem >P«a eummunitas non reperieril »cl venclenclum, »lienanclum »ut akliKanclum ipsum planus preclieta- tum valium pro soma preclietorum llorenorum eis ut supr» clelntorum, j c^uoä tune niekilominus äominus clux et sui et eorum Kon» okli^ati esse clokoant preclicte communitati ad solutionem pre-' äietorum llorenorum et expvnsarum »e clampnorum inäe per ipsam eommunitatem sustinenclarum «ine clolo. Item si recuperatares «liete eommunitatis ^ venirent Ilerinxonam eaus» reeuperancli «lieto» llorenos in ealenclis seu oetau» clie «lieti mens!« et ipso äominus «lux eiclem communitati clietam «olutionem ikiclem non faevret, tune tenelur ipse dominus clux soluere expensas eorum reeupera- torum, cjuas pro clieto ^ itinere vuncli et recleuncli ikicsue stanäi kakuerint, nisi ipse dominus «lux prius satis tempestiue nuntiaret cliete communitati, ill.im «olutionem in illo primo termino so nun kaeere. Item czuocl in czuintocleeimo clie proximi Mensis Deeemkris c^ueliket ^ clictarum partium transmittere clvket suos »mkgsiatores et eommissarios lme »cl villam kri^e eum plen» potestate et eum sin^ulis earumclem »cl eoneluclenclum et implenclum omni» in presenti Instrumenta content» et sä laeienclum et sißilanclum earlas ^ et literas »utvntieas, clanclas kineincle tsm super presenti con- eorclia czuam etism super pi^nore clictarum valium clanclo per ipsum clominum clueem viclem com- Munitati ut supr» et suk clietamine sapientum. Item c^uocl ipse clominus clux ciare et expeclire cleket niete communitati ^ »ut eius nuntiis in clieto clie csuintocleeimo et loeo Ilrixe mile clueentum llorenos renenses, cpios ipsa eommunitss exkursauit pro eorum r»t» in emptione terro et e»strorum kerin- i!one, sieut ill» eommunitss cle Vr»ni» exposuit. Item cjuocl omnvs et sinAulo ^ persone preclictarum terr»rum cle Osul», ^nti^orio, ?orm»ei», Lerimion» et Sellentin», mvntianikus, premissioni- i>u«, s>uiet»tinnikus et uniuersis p»etis eontentis et seriptis in instrumenta et ^ litler» p»eis nuper isete in Ilerin/on» inter preäielum äominum clueem et äietss tres eommunitstes I^ueerie, Vr»nie et ^nclervnlklen inir» silu»m, ssluis tamen eontentis in presenti instrumenta, c>ue in littor» precliete pseis non eontinentur, sslu» eti»m j ot>I!^»lionv v»li« I.vuontine laet» eisclow trikus eommunitslikus, content» in vsäem litors. Item c^uocl salutio preclietorum llorenorum tieri cleket in llorenis reuen- «ilms Konis. reeept»lulilms ae iusti ponävris vel in »Iiis monetis »uri, reeept»l,il!kus »cl v»Iorom kiietorum j llorenorum sine »lolo. ()u»m«^uillem pronunei»tionein, »rkitrninentum et eoueorclism lee- ^sm et «xposit»m verln's I»tinis et tlieotonieis, sieut superius per liorclineni clenot»tum, ipsi procura- ^res nominikus csuikus supr» liker» voluntate et mente lauclanl, ^ aeeeptant, rolioraut seeunäum ^iu« et omnium preäietorum eontinentism et tenorem. keseruantes ipsi praeuratores nominikus qui- imssupr» in presenti eoneorcli» äeliitum et lionorem saeri romani impvrii, eonleclerationes et literas ^"nleclerationum, ^ qu»s ipse parte« kativnt cum clominis et porsonis cjuikuseumcjue usque »cl pro- «vntem cliem laetss. Item resvrvant preclieti cle Vnäerualclen literas et priuilegia Imperialia eis ^vnevss», cpie in Quantum ill» priuile^ia locsuerentur cle vale lkeuentine vel cle alicju» preclictarnm I 7KV lerrerum »int ce»»e, nee ^reiu«li« ium fe< ient «lict«> «lomino «luci, in «jnentum autvm concernervnt »Ii» s»riuile^i« ip»in» communiteti» freier «licte» terre», remeneent in »ui roliori» lirmilele. De «>»ilm» rosteuerunt «licti s«r«>curetore» > sier nie noterium »ul>»eris,tum iieri «In» sml»lie» in»trumenle vniu» ten«»ri» cuilidet sierti vnum e«l «lietemen »es'ienlum. I're»entil»u» il»i«!< m venereluli et «li»creti» viri» «Inmini» Anselm», eureto «le iXerre». s,re»I»vt« ro, l>eurentio > I'u/u^in, veli» Denerii, tlem/me»«» l>o I'eni^erola, mercelore ^lilenen»!, t'l I>'renei»e.o «!v <^evel«rii». noterio Domio»ule, te»Iil>u» .,«1 s«remi»»e voceti» >»eriler et ro^eli». s»e»j>er Lorten, noteriu» etc." — Lt volen» i«l«>m «lominu» «lux sie» s,«rlv »ue sncere, «luilikjui«! «leceet «l eonveniet retione, ceu»e et ocee»i«>ne s»re«lictorum coms»romi»»i et nrliitrementorum et e»nten>»ruM in ei» ee «l« s>en«lentium et connexoruni, »sionte, «lelilierete ^ et n»n ner errorem nee ims>rovi«Ie, omniI>u»«jue n>»«I», iure, vie et forme, «juilm» et ^rout meliu» s»«»tuit et«jue s»ote»t, tennre s«re»enli»m fvcit, c.on»liluit et creeuit, et sneit, e»n»Iilnit et«sue creet !Xol>iIem virum ^oliennem «le j ^I»rifi>>'> «je s'elentie »nun» eerlnin nunliuin. >ni»»»ni, sirocurelorem, men«Ieterinm et nml»e»ietorem et «jniil«>uu! m« liu» «liei, lieri et e»»e s>ote»t, »sieeieliter e«l »e s«r»« urelorio nomine s»r« feti «!«>mini «inei» sironun- tien«lum et con»tituen«!niu j «suocun«>nv tempore »^»rlnnn et in «>uocun«^ue I«»ev exs»««!ienti et «>u»n- «i<»eun«>ue et ul>i«>nv retione, «en»e et oc«,e»ione >>re«lict«>ruin erliitrementorum et «»rinn ex« «>uution>s et im>,Iem« nti, et e«!«li« to s,r«>« «irelorio nomine «In, eli om«»lo^en«luin. es»rol»nn«!nm, j Ien«len«luw. retilli« en«lum. conclu«!« «>«lnm. e«Iinis>Ien«lnm et exe«>nen«lnm s,re«Ii< I« erl»itrnn>«mle in totnm vel s«ro s,erte et s,rout is,»i siro«»retori »uo vj»nm luerit, neenon eum limiletiouiliu», «lecleretionilni», e«I«li» tionilm», «liminutionilni», m»leli«»nil»u», ^ corriclionilui». re», ruelionilm». >>romi»»io»iliu», olili^etioni- l»n», jurementi», nnnli» et sormi», «le «juiliu» et s»rout >>rocur»tori vi,!« bilur et pleceliit. Lt >»oti»»ime eum liec limitetione, «>no«! «>neli!'et reiernütio feete s»er »Itereni sierlem in preI«>zsk,ti«»ne l>r«s.ili «lomini «Inei», «Innnno«!» non l«rein«!ieel «i«Iem «lomino «Inei n«?e ein» «>nil,n»ui» ^nri!»«'« et Iismori!««»», et «n! o!»Ii^.>n«!nm siresetum «lominnm «Ineem et ein» !»«>nk» s»ro s»re«li«ti» et eornin oeeesione, et ^enernliler ,v«I omni» et ^ »inst»!». «>ne in s>r«i- «jieti» et ciren ^re«Ii«tn et «sinnüilnt eorum et in «Ies,en«Ienli!»i» et eonnexi» osnirtuna et neee»»»ri» snerint et «>ue is,»i s,r«n iiri>lori s»>!N u« rint et e»jn;«!ienli!, viilelnmtnr, elitnn »i teli«, s«»rent, «>ue maffi» »sieeiele mamlntnm exi^erent ve! «sue ut nimi» ^enerelin «liei po»»ent > in »sieei«,Iv mnn«!nlnm vere vi veri»imi!iter non venire, et «>ne seeere s»o»»et i«!em «lominu» «luL. »i s,vr»onnIiti r »^eret, »>I s»eivn«!um lieri «le s>re«Iieti» et insreklieli» et «^»loliliet eor«nn «>uo«lliI»et s,nl,Iieum «loennientum ^»« r «>nem«„n,jne telielionem, noterium «n«l s »i^nariun» eonisietenlem. eum s,romi»»ionil,n», o!,Ii^»tio" nilni», elkm'nili'«, sormi» et mo«li» et in «>n-»Iil»et forme, «l«? i^niln»» et is»»i s»roeurelori vi«lel»itnr et ^>l!ieet»it. Den» «>t e«ine«>«jen» i«Iem ,lominu» «lux «lieto s»roeuret«>ri »uo in s»re«lieti» omnilm» ^»lenuM, Iil«ernm ssenernl»' et »j,«>< iele meinlelmn et s»Ienem, liln ram ^> >n rel«nn « t »^»e« iel« m e«lmini»tre>ion« u> et loteliter viee» »ue». nee s,o»»it in «!ul»inm renn« eri ,snie«>ui«> «le «e»ti» »eu s?eren«Ii» vel «>ne fle»ta snerint s>«r eum jiroeuretorem rnlione elieuiu» non «lenienileti »vu non eommi»»i vel etiem omi»»i I sut elieuiu» «Iul>ii ,s»oIiI>et vel «>I,»enri. Ilemitten» is,»e «lominu» «lux »ul, »ui et I,onorum »uornw ol>li»c»lione mi« lii »oterio insre»eris'to. s»er»„ne snil'Iiee, »lis.smlenti et reeisuenti nomine et vice et et! utilitelem omnium. oterit in futurum, j «>uo«! »emsier et ow>» l« mp«»r« rete. se et lirme l>el»el»it «l te»el»it. «>ueeun«jue seete, »et«. ^e»te et conelu»« suerint 761 dictum procurstorvm 8uum in proäicti8 omnibns et guolibet voruin. Lt ex nuno vtism pno msiori toborv es omois prefslu8 äominu8 äux tvnorv peosentium I sprobsuit, Isuäsuit et rslilliosuit et sp- probst, Isuäst et rstilkesl. Lt äe xreäictis iäom dominus äux ro^suit et zu88Ü per mv vonstum, vvtsrium insrsseriptum, eovliei ävberv publicum instrumentum, jubens etism boc instrumentuin 8uo äucsli 8ißilo pro msiori I ruboro muniri äoboro. ^etum in esstro ^uss^i. äuestus stloäiolsni, in Mo pre5atu8 äowinu8 äux nune morsm sgit, pre8vntiliu8 e^rexÜ8 I^ranei8eo äo Ksrbansrii8, lilio guonäsm äomini äsoobi, porte Vereeline psrocbio 8sneti ?rals8Ü in csmpo intvriori, 8ecretsrio, ^»eorßio j äioto 8esrsmutia äo 8»ncto Keorssio, ülio exrexii Oominiei, äictsrum porte et psroobio, ^smersrio, et äomino ^luwio ä« stlsrtincn^o, lilio guonäsm äomini Kirsräi, preäietv porte Vvree- bno psroeliiv 8snetorum l>isbori8 et ?vlici8. ssmilisri prolibati äomini äuoi8, omnibv8 bsbilstoribu8 ^ ^loäiolsni, lv8libu8 sä preäiets vocsti8. noti8, iäonvi8 et ro^slw. s.8>tAnum Lgo Honstu8 äe (li880 äv Horbs, liliu8 guanäsm äomini Alsrcki8Ü, eiuitsti8 illoäiolsni, porte nouv paroeliie 8sneli lAäoliw, publicu8 Imperisli suetoritsle nolsriu8 et 8cribs preist! äomini äuci8, roAgtu8 premi88i8 interkui et lioe In8trumentum publicum eonseei, trsäiäi et 8ub8crip8i, si^numguc mvum tsl>elionstu8 bic sppv8ui eon8uetum, sä liäem et in te8timonium premi88oruin. Pergameiitcnc Urkunde mit nnhungendem Siegel de» Herzog» von Malland an rothseidcncr Schnur. Das Datum dcr herzoglichen Ratificationsvollmacht im Anfang dieser Urkunde scheint unrichtig zn sein: statt lnäiotions Quints soll es offenbar heißen inäictiono Quarts oder dann (nach Pilgrams Calcndarium S. VII, weil nach dem 24. September, Anfang dcr kaiserlichen Jndiction,) auch beim zweiten Datum inäiotiono guinta. Dann ist der Dies äovis offenbar dcr 5. Dccember, nicht der 5. November, welcher im Jahr 1420 gar nicht auf den Donstag fällt; auch konnte dcr Herzog nicht eine Urkunde, die erst am 7. November gemacht wurde, schon am 5. vorher sehen. Dagegen ist der 5. Dccember ein Donstag und da am 15. Deccmbcr die Besiegclung des Instruments vom 7. November erfolgen sollte, so ist sehr wahrscheinlich, daß die Vollmacht dazu am 5. vorher ausgestellt wurde, so daß statt guinto monsis ttouombrw es heißen sollte: gninto inonsls Doeoinbris. R« Erster Spruch der 19 eidgenössischen Schiedboten zwischen Zürich und dcr Gräfin von Toggenburg einerseits, den Ländern Schwyz und Morus anderseits in der Toggenburger Erbschoftssoche. Lueorn. R4S7, S. Zytärz. Archiv l^chwvz. Wir, dise nachgeschribnen, Rudolff Hossmeyster, Ritter, Schultheiß, Franz von Scharnachthall, Rudolff von Ringoltingen vnd Hanns von Muolern, des Rates der Statt Bern; Paulus von Dürren, Schultheiß, Vlrich von Hertenstein, Altschultheiß, Anthoni Ruß vnd Petcrman Goldsinid, des Rates ^r Statt Lutzern; Hemman von Spiegelberg, j Schulths, vnd Heinzman Gruber, des Rates der Statt Solottern; Heinrich Berodinger, Heinrich Arnolt, Altammane, vnd Hanns Kempff, Schriber ^6 landes zu Vre; Niclaus von Einwil, Altamman, vnd Hanns Müller von Vnderwalden ob dem Wald; Arnolt am Stein vnd Vlrich am Bül von Vnderwalden nid dem Kernwald; Hanns Hüsler, Amman, vnd Jost Spiller, Altamman ze Zug, j Batten, Als wir von vnsern Herren vnd Obern, Stetten vnd lcndern, zu disen nachgeschribnen fachen geschiben vnd vns damitte ze beladen gewist worden 96 762 sint, Bekennen vnd tund kund offenlich mit disen, brieff allen die Inn ansechent oder hörent lesen vnd besundcr denen es zu wissen nutz, fromm vnd notdürftig ist: Als sich vil stöß, zweytracht, spenn vnd mißhellungen j erhebt Hand zwischend den fürsichtiqcn wisen Bürgermeistern, Reten, Zunftmeistern, dem grossen Rate vnd der gantzen gemeinde der Statt Zürich von Zr selbs, der Edeln wolqebornen sraw Elsbcthen, Grefstn zu Togqenburg, geborn von Mötsch, Wittwen, vnser qnedigen frowen vnd >r Mitbürgerin wegen, an eim teil; vnd an dem andern teil den j ammancn, Reten vnd gantzen gemeinden der lender Switz vnd GlaruS, ze beiden teilen vnsern sundern gutten fründen vnd lieben qctrüwen Eidgnvssen, Dieselben stöß vnS >n ganzen trliwen leid sind, Derselben stösscn si beide partven, nachdem als die in dem anlaß, So sy vnS darumb versiqelt geben Hand, eigenlich begriffen sind, vff vnS obgenanten botten, si darinn im rechten j ze entscheiden zu einem vnverdingcten rechten komen sind, Habent ouch dazu beide partycn globt vnd versprochen, Nemlich die obgenanten von Zürich für sich vnd Zr nachkamen bh den Eiden, so si Zr Statt, vnd die von Switz vnd von GlaruS ouch für sich vnd alle Zr nachkamen by den Eyden, So sy Zren lendern gesworn Hand, was also im rechten von vnö j obgenanten Batten gemeinlich oder dem merteil vndcr vnS gesprochen vnd geurteillet wirk by vnsern Eiden, so wir auch harumb gesworn Hand, als daS hienach qcschriben stat, nach beider teil anclag, antwurt, red, widerred vnd kuntschafft mit brieffen vnd mit leiten vnd was Jedermann im rechten getruwet zegcniessende ver- hörung, als daS flir vnS j bracht wirt, das sy dz ze beiden partycn dannenthin ewcnklich war, stet, veß vnd vnuerbrochen halten, darwidcr niemer gctuu, schassen, noch Verheugen zetunde, durch sich selber nach ander, heimlich noch offenlich, mit warten noch werken, in keinen weg, all geuerde, böö fund vnd argl'st dar inn gantz vsgesetzt, als daS vnd anders in dem obgemcldetcn > anlaß, vnö von Inen vcrsigelt geben, clerlicher begriffen ist. Dersclbig anlaß hienach in disem brieff von wort ze wort begriffen ist vnd lutct also: — „Von solichcr Spenn, zweyung vnd mißheilung wegen, so da'sint zwischent vnv Bürgermeistern, Reten, Zunftmeistern, dem grossen Rate vnd der gantzen gemeinde der Statt Zürich von vnser selbS, j der Edlen wolqebornen fro Elsbethen, Grüstn zu Toggcnburg, geborn von Meitsch, Wittwen, visier gnedigen frowen vnd lieben Mitbürgerin, wegen, an eim teil, vnd an dem andern teil vnS den Ammanen, Reten vnd gantzen gemeinden der lendern Switz vnd GlaruS, vmb sölich fach als die ictzgenanten vo» Switz vnd von GlaruS der vorgeseiten vnser gnadigen frowen von > Toggcnburg, vnser lieben Mitbürgerin, die Zren, nemlich ze Liechtenstcig, im Turtall, in dem Ncckertall, in Sant Zohansertall, dasclbS v»d anderSwa, als dz dann an Zm selbS ist, zu ewige», lantlüten genamcn Hanl, gantz wider Zren willen vnd an Zr wüsten; Sodann als dieselben von Switz vnd von GlaruS vnS, den von Zürich, die lüt »' dem Stettlin Vtznang, am Vtznanqerbcrg, j ouch zu ewigen lantlüten gcnomcn Hand, dasselb Slaß VtzM'Nil si ouch mit Iren, eignen qcwalt ane Recht Zngenomen Hand, vber dz vnd vnS Vtznang, die vesti v»b Statt, der Vtznanqerbcrg, dz dorff Smerikon mit aller zugehört für vnser recht eigenlich gut geben si^ von der obgenanten vnser gnedigen frowen von Toggcnburg, doch dz si das Zn libdingS wise ze Evd Ir lcptagc niessen > solt, vnd aber die lüt vnS sollen gesworn haben vff den zweintzigosten tag vergangen, alles nach lut vnd sag der bcsigeltcn brieff vnS darvber gegeben, daran die obgenanten von Switz vnd von GlaruS die vorgcschribne vnser gnedigen frowen von Toggcnburg vnd vnS mit IreM eignen gewalt ane Recht, ouch an vnser wüssen vnd willen gesumpt vnd geZrrt Hand, als vorstat tc. ! Die dickgenanten von Switz vnd von GlaruS Hanl auch ze lantlüten genomen die lüt im Gastell, die da gekorent >n dz pfand Windeqg, darzu wir hoffen vnd getruwcnt recht ze habende in losung wise naü? 763 lut vnd sag der Pfandbriefe vnS darumb versigelt geben :c. Vnd als vnfer lieben Eitgnossen botten von Stetten vnd lendern, nemlich von Bern, Solotturn, Luzern, Vre, Vnderwalden ob vnd j nid dem wald vnd von Zug, zwen friden zwischent vnS obgenanten beiden partyen vmb die vorgefchribnen fachen gar eigenlich gemacht vnd berett Hand, So sind fölich frid an vnS vnd den vnsern, als wir hoffen vnd getruwen fürzebringcn, nit gehalten von den von Switz vnd von GlaruS vnd von denen, die zu Znen geschworen Hand, in solicher wife, form vnd maffe, als aber die > berett sind. Von fölicher vorgeschribner suchen wegen wir von Zürich zu grossem, fwerem, treffenlichem kosten, müge, kumber vnd arbeit komen sind, darumb wir hoffen vnd getruwen, die von Switz vnd von GlaruS föllent der obgefeiten vnfer gnedigen frowen von Toggenburg vnd ouch vns vmb fölichS redlich, billich bekerung tun nach dem Rechten vnd nach fölichem, als fy j vnd wir von Zro vnd vnfer wegen vnfer klag setzen vnd fstrbringen werden nach aller vnfer Notdurft, als sich das dann nach gelegenheit der Sachen wirt gebüren. Darwider wir die vorgefchribnen von Switz vnd von GlaruS also reden vnd sprechen: WaS wir in der fach getan Hand, es sige gegen vnfer frowen von Toggenburg oder den von Zürich, hoffen vnd getruwen wir, j wir haben fölichS mit Eren, mit glimpf vnd mit recht fürgenomen vnd getan, meinen ouch das mit glimpf vnd mit eren redlich ze verantwurten im rechten vnd an allen enden, da sich daS gebüren vnd notdurftig wirt, bifunder waS friden von vnfer Eidgnossen botten berett oder gemacht sind, daS wir dieselben friden getrüwlich vnd ane gcuerd, j redlich vnd gentzlich gehalten haben, darumb wir der egenanten vnfer frowen von Toggenburg, noch den von Zürich gar nützet schuldig, pflichtig, noch verpunden hoffen zu sind im rechten, weder vil noch wenig. ES habend aber die von Zürich vnd die Zren föliche friden an vnS vbersechen vnd überfarn mit Worten vnd mit werken vnd mit mengerley stukken vnd fachen, j als wir im rechten wol getruwen fürzcbringen nach aller notdursst w. Solicher obgeschribner fpenne, stössen vnd mißhellunge, wie die dann an Znen selben sind, wir obgenanten parthyen ze einem vnverdingeten rechten komen sind vff die frommen, strengen vnd wifen fürsichtigen, vnfer lieben Eidgnossen botten von Bern, nemlich Herrn Rudolssen j Hofmeister, Ritter, Schultheiffen dafelbS, Franzen von Scharnachtall, Rudolffen von Ringoltingen vnd Hannfen von Mulren, von Solottern Hemman von Spiegelberg, Schultheissen, Heinzman Gruber, von Luzern PauluS von Dürren, SchulthS, Bleichen von Hertenstein, Altschultheissen, Antoni Russen vnd Petern Goldsmid, von Vre Heinrichen Bcrodinger, Heinrichen > Arnolt, Altamman, Hanns Kempffcn, schriber des landeS ze Vre, von Vnderwalden ob dem Wald Niclaufen von Einwil, Altamman, vnd Hansen Müller, von Vnderwalden nid dem Wald Arnolden am Stein vnd Bleichen am Bül, von Zug Hanns Hüfler, Amman, vnd Josten Spiller, Altamman. Were aber, dz der vorgefchribnen botten deHeiner von krankheit wegen ^ sinS libS zu der fach nit komen möchte vnd er das vff sinen eid neme, so fol die Statt oder dz land, bannen derfelb bott ist, einen andern an desselben statt geben, der fy bcdunkt der nützest, best vnd gemeinest in der fach sin, vnd fol dz ane geuerde vnd fürwort beschechen, vmb dz die fach nit verzogen werd. ES ist ouch harin j eigenlich berett, daS die vorgefchribnen botten zu stund vnd ane verziehen vnS obgefchribncn partyen tag zu dem rechten fetzen lullen an gelegne statt, vnd nach dem als derfelb tag gefetzet ist, so sullent dieselben botten schweren l'vlich eid zu gott vnd den heligen, ein recht vmb die obgefchribncn fachen zu sprechen, nach dem vnd lv I bedunkt vnd fy Zr Eide wiset, nieman zu lieb noch zu leide. Vnd als dann die obgefchribnen fachen für djx Botten bracht werdent, klag, antwurt, Red, widerred vnd kuntfchafft, weS dann Zederman im Achten getruwet zegeniessende; vnd wenn dann die fachen also ganz besloffen sind vff ein End, so föllent 7li4 die Botten ssliche fachen j vßsprechen hie zwischent vnd vntz zu Mitterfasten fchierest komend vnd die vmb kein ding lenqer nit verziechen. Vnd was also im rechten von den Botten qemeinlich oder von dem merteil vnder Inen gesprochen wirt, das füllen wir obqeschribne partyen alle dannenthin ewcnklich, war, stet, vest vnd vnverbrochen halten, dawider niemer > tun, schassen noch verhenqcn durch vnS selb noch ander, heimlich noch offenlich, mit Worten noch werken in keinen weg. Da loben vnd versprechen wir obqenantcn von Zürich für vnS vnd vnser nachkomen, vnd wir die von Switz vnd von Glarus ouch für vns vnd alle vnser nachkomen by den Eydcn, so wir, die von Zürich, vnser Statt, vnd wir, I die von Switz vnd von GlaruS, vnsern lendern gesworn Hand, alle geuerd, bös fünd vnd arge list har Inn gantz vsgesetzct. Vnd zu warem stetcin Vrkund aller vorgeschribner dingen, das die redlich vnd ordenlich gehalten werden, So haben wir, die obgenantcn von Zürich, vnser Statt Ingesigel, vnd wir, die von Switz vnd von GlaruS, vnser j beider lender Ingesigcl offenlich lassen kencken an disen anlaßbrieff, vnd den also besigelt den obqenantcn botten in Iren gewalte geantwurt vff fritag nechst vor der Pfaffen vasnacht nach Eristi qeburte, do man zalt Thusinq vierhundert drissiq vnd Giben Iarc." — Vnd nachdem als vnser Herren vnd Obern von Stetten vnd lcndern j vnS obgenantcn Botten gcwist Hand, vnS niü den stössen ze beladcnne vnd beide partyen nach Zrcm sürbringen, als vorstat, im rechten ze entscheiden, So haben wir beiden partyen tag zu dem rechten gesetzet gen Luzern in die Statt an Samstag nechst vor dem Suntag Reminiseere nechst vergangen; vff denselben tag Si beide partyen ouch > komen sind durch Ir volmechtigen treffenlichen Botten vnd Hand den gesucht, vnd haben wir obgenantcn Boten alle gesworen liplich Eid zu gott vnd den heliqen, ein Recht vmb die obgeschribnen stoß vnd fachen ze sprechen, nach dem vnd vnS bedunkt vnd vnS vnser Eide wisend, nicman zu lieb noch zu leid. Vnd als dann die selben fachen für vns bracht werdent, klag, ^ antwurt, red, widerred, brieff vnd kuntschafft, waS dann Icderman im rechten gctruwet zcgenicssende, als wir das zetunde pflichtig warent nach Innc halt des obqenantcn anlaß brieffö, der dz eigcnlicher begriffet. Vnd als wir vnS nu zu den fachen in obqeschribner masse verbunden haben, so habent vnser guten fründ vnd Eidtgnoffen > der von Zürich volmechtigen botten, als si vff dem selben tag gewesen sind, vnS gezeigt vnd einen gewaltzbricff erlesen lassen, deS ersten einen papirinen gewaltzbricff von der Edeln wolgcbornen, der obgenantcn frow Elsbethen von Mcltsch, Grüfstn zu Toggenburg, n>it Jrem vnd ouch mit des wolgebornen vogt Vlrichcn von Mülsch, lhraffen ze Kirchberq vnd HoubtniannS j an der Etsch, IrS lieben vettern vnd wüssenthaften vogtz, sls st in demselben brieff veriach vnd in vogtz wise eigenen Ingestqeln ze cnd der schrifft in demselben brieff vffgetrukt besigelt. Derselbig gewaltzbrieff von wort zu wort, nit qcminret noch gemeret, hienach discm brieff qeschriben stat vnd lut also: — „Wir > Elsbcth von Mätsch, GrÜssin zu Toggenburg, wittwe, Tund kund allermcngklichem mit discm brieff. Als die Ersinnen wisen Amman vnd lantlüt qemeinlich der lender Switz vnd GlaruS vnS ettlicher Gcwaltsami an Vtznanq dem Stettlin, an Smrrikon, am Vtznangerberg mit sampt Ir zugehörunq, an Liechtensteig der Statt, am Turtall, am Neckertall ! vnd daselbs vmb, vnd ouch das Stoß Grnnow ane vnsern willen, wüsscn vnd erlouben rntwert vnd die >üt dasclbs zu ewigen lantlüten angenommen Hand, vnd wan nu ich ein tag zwischent den fürsichtigen imstn, Bürgermeistern, Rat vnd gemeiner Statt Zürich, vnsern sundern guten fründcn, vnd vnS an ein, teil, vnd an dem andern der obgenantcn lantlüten vnd lendern > qemeinlich von Switz vnd von GlaruS, als dz in einem anlaßbrieff darüber gegeben, gar luter ist begriffen, gen Lutzern vff Samstag nechst künftig gesetzet ist, darzu wir vnS ouch gern persönlich gefügt hcttint, dann daS wir von vnmuqenheit vnsercs 765 libs vnd ouch von andrer notsach wegen vns anligend, vns dahin nit gefügen noch darzu j geschicken können noch mögen. Vnd darumb das sölich entwerung widerbracht werde vnd wir zu vnser gewer vnd gewaltsame der obgenanten Statt, Slosi, land vnd lütcn komen mugen vnd des nit also entwert beliben. So haben wir den obgenanten Bürgermeistern vnd Rat der Statt Zürich oder als mengen vnd weihen sy von Irem Rat darzu schicken j vnd ordnen wellen, vnscrn ganzen vollen gewalt gegeben vnd geben Zu den auch also wüssentlich in crafft biß brieffs, sölich gewer vnd Insatzung an die obgenanten von Switz vnd von Glarus vff dem bencmpten tag mit recht oder teding ze erliordern vnd zu vnsern Händen ze bringen, als wir ouch hoffen vnd getruwen, das ein Iegklichev be- j scheidner man wol verstand, dz götlich recht vnd billich sige, das wir sölicher cntwerter Stctt, Schloß, land vnd luten, der wir also ane Recht cntwert sigen, wider in gewalt vnd gewer gesetzt sollen werden. Vnd was die obgenanten bon Zürich, Ir einer oder mer von Irem Rat vff dem obgenanten Tag vmb sölich cntweren, als hievor ist begriffen, j hier Inn tund vnd lassend mit recht oder teding, des haben st vollen gewalt, als vnser gewiß machtvollen, vnd sol das gut krafft vnd macht haben in aller der wise, form vnd masse, als ob wir es persönlich selber tetind vnd gegenwärtig werint ze gewin vnd ze verlurst vnd ze allem rechten, ane alles widersprechen vnd geuerd. Vnd des ze ^ warem vrkunde haben wir vnser eigen Ingesigel geheissen trukken in discn brieff, vnd zu noch besserer merer sicherheit, So haben wir erbetten den wol- geborn vogt Vlrichen von Matsch, grauen zu Kirchberg vnd Honbtman an der Etsch, vnsern lieben vettern vnd wissenhasten Vogt, das er sin eigen Ingcsigcl in vogtz wise zu dem vnsern ouch hat j getrukt in disen brieff, des ouch ich derselb Grass Vlrich also vergichtig bin. Geben am nechsten Samstag vor dem Suntag, so man in der heligen kilchen singet Inuocauit in der vasten, nach Cristi geburt vier- Zechen hundert drissig vnd im Sibenden Iare." — Vnd nachdem als derselbig gewaltzbrieff vor vnS erlesen j wart, daruff haben wir nu eigcnlich verhört beider partyen anclag, antwurt, red, widerrcd, »achrcd vnd besliessung, brieff vnd anders, vnd nachdem als wir dz verhört haben nach Innehalt vnd vfiwisung des obgenanten anlaßbrieffs, So haben wir beide teil nach der forme desselben anlaßbricffs by vnsern eiden, So wir harumb j gcsivorn Hand vmb obgenante Zr stöß, als die in demselben anlaß begriffen sind, im rechten gentzlich entscheiden vnd darüber gesprochen nach der form vnd in der meynung, als hienach eigentlich gelütret stat: Item des Ersten, als sich die von Zürich erelagent von der obgenanten vnser gncdigen frowen, Ir Mitbürgerin, wegen, j vnd in Irem namen zu den von Switz, wie das vnser gncdiger Herr Graff Fridrich selig von Toggenburg frow Elsbethen von Toggenburg, geborn von Matsch, sin elichen Gcmachel, habe gemachet ze einem Erben alles sines verlaschen gutz bi schein gesundem lebenden libe zu den ziten, da er daö wol tun mocht, als Am das gunnen wz von vnserm j allergnedigosten Herrn dem Römschen keyser, dazemal kling -c. Vnd habe ouch ch semlich gut Anne gehabt in gewalt vnd in gewer sider sinem tode vnd habe das besessen vnd genossen zc. Vnd haben ouch die von Switz das wol gewisset vnd vber semlichs so haben Ir die von Switz die Iren ze Liechtensteig, "» Turtall, im Neckertall, j in sant Iohannsertall vnd daselbs vmb an Iren wüssen, willen, gunnen vnd erlouben vnwüssender, vngewarnotter vnd vngcseitter fach zu ewigen lantlüten genomen vnd sy dera enlwcrt ane recht, das sy Zr vnqehorsam sigind. Sodann habend Sy Ira dz Stoß Vtznang, den Vtz- vangerberg mit siner zugehörd, da sy den von Zürich j die eigenschafft geben vnd Ira allein das ze Libding vorbehalten Hab, entwert vnd die lüt darum ze ewigen lantlüten genomen, vnd haben das alles getan Mit Irem eigenen gewalt ane Ire wüssen vnd willen vnd frcucnlich ane alles Recht w. vnd begertend 7li6 darüber in Zrem namen wandet vnd bekerung :c., als Ir clag > das mit mer worten, so k>e ze lang ze schriben were, Innehält vnd begrifft. — Darwider aber die von Swift antwurtent vndcr andern Worten, wie das der obgenante vnser Herr von Toggenburq selig bi sinem lebendigen lib zu den ziten, do er das wol tun mochte, mit gutem rat sy vnd ouch die sinen von sundcrn > gnaden wegen, so er zu Inen vnd ouch zu den sinen bette, begnadet vnd begäbet vnd Inen die qnad getan bette vnd Wunder den von Swift, das die sinen nach sinem Tode mit denen von Swift ein ewig lantrecht an sich nemen sollen, vnd bette ouch die obqcnante frow Elsbctbc von Togqcnburq, qeborn von Matsch, scmlich gnade, I so Inen Ir Herr von Togqenburg selig getan bette als vorftat, mit etlichen Iro fründen vnd Reken Rat vergunft vnd vcrwilligct vnd getruwtent darüber gut kuntschafft zu baben zu zilen vnd zu tagen nach vnser Erkanntnisse. Vnd want die vilqenantc vnsre frow von Togqenburg das Sloß VKU^ug verendert vnd vergeben bette, j vber das die Erben, so ouch zu demselben gut qetrnwent Recht zu vnd si in einem Rechten mit einander siundent, das noch vnvpgetragcn was, vnd aber alle ding vnvcn»kt blibc» solten vnft ze vstrag semlichs rechten :c., förchtent sy vnd ouch dir erbcrn, des von Toggcntuug seligen liit, das Inen Inbruch beschcchen möchtent In sölich qnad, so Ineii der von Toggenburg se^ getan vnd gegeben battc, vnd gedcchtint, den gnaden nach vnd von anrüffrns der erbern liitcn vnd von der bcnempten gnaden vnd begabunq wegen als vorftat, so baben sy die liit also ze lantliitcn gcnoMtN, doch ycdcrman an sinen bcrlikcitcn vnd rechten vnschedlich, vnd j getruwent, dz sy dabv bliben söllei't, vnd der von Toqgrnblirg, noch den von Zürich darumb keiner bekerung noch wandclS pflichtig sigind vnb ouch daran recht vnd nit vnrccht getan babind, als Ir antwurt vnd widerrcd das mit mer worten, ^ b>e ze lang zu schriben werind, eigenlich begriffet w. — Vff diß ftuk ^ haben wir vnö erkennt vnd vßgcsv^' chen, erkennen vnd sprechen vp vff vnser Eide im rechten, vnd sundcrlich ift das mer vndcr vnS worden- Sider die von Swiy In Ir antwurt, Red vnd widerred furwendent, wie das vnser Herr von Tog deS von Togqcnburq Erben, dardurch die Swift vnd ouch die erbcrn liit ducht, das sv Ir gnaden beraubt werden mochtint, dir Inen der voU Toqgenburg selig getan batt ze., Das vns nit bcdunkt, das die von Swift der von Togqenburg voU derselben lantliitcn wegen dekeinrc bekerung pftichtig sigint zu tunde, dann möqrnt die von Swift I kuntlich machen, das Inen sölich gnad vnd begabung beschcchen sigc, als si in Ir widcrred siirwcrdent, ,n der «nasse, das vns obgcnantcn botten oder den mcrtcil vnder vnö brdunkt, das si es wol k»i»t>'^ gemacht babcnt, das si dann bi srmlichcn lantliitcn brlibent, doch vnser frowen von Toqgenburg, ^ erben oder wer recht > zn den landen vnd schlössen gewinnt, an aller ander Iro rechten vnd Herlikt'^" vnichedlich. Vnd iöllent aber die von Swift vnser srowen von Togqenburg die Statt vnd Vefti Vftno>vl init der Herlikcit vnd allen dingen vnft an dir liit, die sullent Ir lantliit bliben als vorftat, gcnft»^ bekeren vnd wider Inantwurtcn, doch also, das j dieselbe vnser frow von Toggenburg dassclb Slop VftN'"^ vnd wz Zr also bekcrt ift, vnveruekt bebalti vnd vnverendert bliben lasse vnft das sich mit recht sinde, wer zu vnscrs Herrn von Toqgenburg seligen verlassnrn gut von ErbS wegen recht gewinne vnd ss erben bekrnt werde. Vnd want wir nach dem rechte» > den von Swift ze dryn vierzechen tagen ^ 767 kuntschafft ze leiten billich tag gesetzt hatten vnd aber wir botten der zilen nit eben mügen erwarten, Herumb ist dz mer vnder vns worden, dz wir beiden partyen, den von Switz Ir kuntschaft ze leiten vnd den von Ostrich ze hören, offen tag gesetzt haben gen Lucern ^ in die Statt vnd setzen den mit diser dnser erkantnisse vff fritag nechst vor Sant Zörgcn tag nechst komend ze rechter tagzit da zu finde, vnd söllent die Botten vorhin am Donrstag ze nacht daselbs an der Herbcrg sin. — Item als die von Zürich Zu den von Glarus clagend von der von Toggenburg, Ir mit- j burgerin, wegen vnd in Zrem namen, wie das dieselben von Glarus mit sampt den von Switz der egenanten vnser frowcn von Toggcnburg die Iren ze Liechtensteig, im Turtall, im Ncckertall, in sant Zohannsertall vnd daselbs vmb, ouch die kuk ze Vtznang am Vtznangerberg vnd das darzu gehört, ze ewigen lantlüten genomen j vnd Vtznang das Slofi, Vesti vnd Statt Ingenomcn vnd st des entwert habind ane recht vnd darumb von Inen in Namen der benempten von Toggenburg bekerung begerind ze. Darwider die von Glarus antwurtent: Ir guten fründ vnd Eidgenossen von Swytz haben sy von gutter früntschafft wegen, so si zu beider sit langzit j zusamen gehept haben von Ir bett wegen zu semlichen gnaden vnd begabungen, so der von Toggcnburg selig den von Switz getan hat, zu Znen in gemeinschafft genomen. Darzu so habend Inen cttlich Herren, so des von Toggcnburg erben getruwcnt zu sind, Sömlichs zu tunde verwillget, vnd getruwent, was sy da getan habind, das sy j das mit Eren vnd daran Recht vnd nit vnrecht getan, vnd der von Toggcnburg darüber nützet ze antwurten haben w. Haruff haben wir vns erkennt vnd ist das mer vnder vns worden, erkennen vnd sprechen vß im rechten: Sider die von Glarus in Ir antwurt vnd widerred niendert fürwendent, das vnser Herr von Toggenburg Inen oder > sinen lüten iendert gegönnen Hab, das si deHein lantrecht sament haben oder machen sullen w., Das ouch nu des von Toqgenburg seligen lüt keinen gewalt habend, dchein lantrecht mit den von Glarus zu nemcn oder ZU machen vnd das die von Glarus die vorgenanten lüt von Liechtensteig, im Turtal, im Ncckertall, in Sant Zohannsertall j vnd zu Vtznang mit siner zugehörde Ir glübten vnd Eiden ledig lassent, vnd die von Toggenburg dera vnd ouch Vtznang die Vesti vnd Statt bcwerend, Es sige dann sach, dz si es mit der von Toggenburg oder der erben, welhe dann ze erben bekennt werden, willen beHaben mugend. — Item als die von Zürich aber clagt haut j von Ir Statt wegen, als von der von Toggcnburg, Ar uütburgerin, wegen, zu den von Switz vnd Glarus Ingmein, in Massen vnd nach der meynung vnd form, "ls si vor allein von der von Toggenburg wegen Zr tlcqt gegen dewedrer partye bisundcr getan habent vnd in denselben worten. Daruff die von Switz vnd von Glarus j ze glicher wise ouch antwurtent, als si ouch vff die vordern klegt getan Hand w. Haben wir vns erkennt vnd ist dz mer vnder vns worden, Bekennen vnd sprechen vß in dem Rechten, in welher Masse wir von jetwedrer partye wegen gegen vnser frowen von Toggcnburg darumb gesprochen vnd erkennt haben, daby lassen wir es noch I beliben, Also dz dewedre partye, weder die von Switz noch die von Glarus, den von Zürich von der klegt wegen nüt fürer zu antwurten haben sullen. — Item als die von Zürich aber clagent zu den von Switz allein, wie das der von Toggenburg selig frow Elsbethen, sin Glichen gemachel, ze einem erben > geben habe, nach dem als er sich des verbrieffet Hab, die habe nu sin gut in gewalt vnd in gewcr gehept v»d Hube Znen dz Sloß Vtznang, Statt vnd Vesti, Vtznangerberg vnd Smerikon für Zr eigenlich gut geben zc. Des habent sy die von Switz mit Zrem eigenem gewalt ane Recht entwcrt w. vnd begerent varunib bekerung s vnd wandelt von Inen. Darwider die von Switz antwurtent: Sy habent sy des Iren nit entwert vnd habent nit anders getan, dann den gnaden vnd begabungen uachgelangct, so Inen 7W der von Toqgenburq scliq gegeben bat, vnd getruwent nit, dz sy Inen deheinre bekerunq pflichtiq sigind tt. Haben wir vnS j erkennt vnd ist das mer vndcr vnS worden, erkennen vnd sprechen vp im rechten Sider die von Zürich Vhnanq, so Zncn die von Toqgenburq geben bat, nie in gcwer Jnne gehabt Hand, das Inen dann die von Swih keiner bekerunq stirer gebunden sin füllend, dann wie wir vor darumbe zwischent vnser frowen von Toqgenburq vnd den > von Swih erkennt vnd gesprochen Hand, daö es daby bestan vnd bliben sol. — Ztcm als die von Zürich aber claqent zu den von Glaruö glicherwise vnd nach der forme, als st zu den von Swih ncchst kievor geclaqt Hand, Daruff die von Glarus qeantwurt Hand, wie st die von Swih von früntschafft wegen, so st zu bcidersit lang zit > zusamcn qehept Hand, mit 3ncn zu den gnaden vnd begabunqen, so Inen der von Toqgenburq selig getan hett, habcnt komen lassen vnd habent sinnlichen gnaden nachgegriffen ?c. Haben wir vnS erkennt vnd ist das mer vnder vnS worden, erkennen vnd sprechen vß im Rechten: Sider die von Zürich Vtznang, So Inen die von j Toggenburg geben hat, nie in qewer Znne gehept Hand, das Inen dann die von Glarus keiner bekerunq gebunden sin füllend, denn wie wir vor darvmb zwischent vnser srowen von Toqgenburq vnd den von Glaruö gesprochen vnd bekennt Hand, das es dabo bestan vnd bliben sol. — Item als sich die von Zürich aber > erclagent von den von Swih, wie das Inen wol siqe zu wüsscndc gesin, dz Znen die pfandschafft Windeqg vnd dz Gastest vnd wz zu Windeqg gehört, von vnserm allcrgnediqosten Herrn dem Römisch^ keyscr, dozemal küng, ze lösen verwilliqet worden sigc nach der bri«ff sag Inen darüber gegeben :c., vnd habent die von Swih vber semlichs die lüt im Gastell, j vff Amon vnd ander, die in dieselben psandschafft Windeqg gebörent, zu ewigen lantlüten gcnomcn, vnd getruwent, st sullcnt Inen bekerunq tun vnd die lüt Zr qlüpten vnd cidcn ledig lassen :c. Darwider die von Switz antwurtent: Die lüt im Gastell, Windeqg vnd was darzu gekört siqe vnserS Herrn von Ocsterrich gesin, habe das versetzt dem von Togqen > bürg vnd habe ouch dasselb psand wider gelöst vnd habe nu qeqönnct denselben litten, das st? Zr, der von Swih, lantlüt werden stillen, Habe ouch den von Switz gegönnet, das si dieselben lüt ss lantlüten nemen füllen, vnd getruwent den von Zürich darüber nüt ze antwurten haben. Haruff haben wir vnö einkelliklich erkennt s vnd gesprochen, sprechen vnd erkennen im rechten: Sider die lüt im Gastell, Windegg vnd was darzu gekört, vnsers Herrn von Oesterrich eigen vnd des von Toqgenburq psand gewesen ist vnd die Herrschafft von Ocsterrich semlich losung bi des von Toqgenburq leben vnd sidrr erfordert vnd daö nu gelöst hat von der obgenanten vnser frowen von > Toqqenburg, der von Zürich burqerin, vnd dz den von Zürich wol müssend wz vnd nit verkcpt, sunder die losungc zuqan lassen Hand, vnd die Herrschast von Ocsterrich den von Swih vnd denselben Zrn litten semlichs zu tundr vergunst hat, Das ouch nu die von Swih by den selben lantlüten im Gastell vnd die zu Windeqg gehörend, ganz der von Zürich halb von Inen vnbckümbert beliben vnd den von Zürich darumb nützet ze anl wurten haben füllend vntz vff die stund, dz die von Zürich der Herschafft von Ocsterrich die losuug dcrielben psamichafft mit recht anbehebent. Vnd wann daö beschickt, das die von Zürich die losung also behebend, das dann die von Swih dieselben lüt Jro qclüptcn vnd riden > ledig vnd die von Zürich daran ganz vnbckümbert lassen stillend. — Item als die von Zürich die von Switz in Zr clag schuld' gent, wie sy die Iren, Es sige ze Vhnang oder im Gastell, ze lantlüten genomcn haben vber scmlick Bunde, so si zusamcn qlopt vnd qcsworen haben, vnd da mrinent, wie die von Switz Iren Bünden da villichter nit nachgangcn siqind ?c. Darwider > die von Swih antwurtent: S> Kabend Zr Bund allsit sromklich gehalten, Aber sy habend den von Zürich «llzit völliklich recht gebottrn nach Zr qeswornen 769 Blinden sag, daö möchtent sy von Znen nie bekomen vnd meinent, dz die von Zürich villichter damitte den Bünden nit nachgangen sigind zc. Haben wir einhelliklich vßgesprochen Zm j rechten: Das vns nit bcdunkt, das deweder teil damitte die Bünd überfarn, sunder ze beben teilen ir Bünd wol gehalten haben. Were aber fach, das dewedern teil bedüchte, das der ander überfarn Helte an den Bünden, darumb er 3nn Ansprach nit erlassen möge, der sol das recht darumb von dem andern nemen vor den Eidgnossen, die in einem j Bund mir Znen sind, vnd nach derselben Bünden sag. — Ztem als die von Zürich clagent Zu den von Glarus von der wegen im Gastell glicher wise vnd in der form als si vmb dz stuk von den von Switz clagt Hand, vnd die von Glarus ouch dz glicher wise als die von Switz also verantwurt Hand vnd sovil me, dz si getruwend, der Bund, den sie allein mit den > von Zürich habend, halte Znn, dz sich ietweder teil wol fürer verbinden muge zc., vorüber sy getruwend, das sy den von Zürich nützet darumb zu antwurten haben füllend zc. Haben wir vns erkennt vnd sprechent vß im Rechten vnd ist das mer vnder vns worden: Sider dz Gastell vnd was zu Windegg gehört der Herrschaft von Oesterrich eigen vnd des von Toggenburg Pfand gewesen ist vnd die Herr- j schafft es by des von Toggcnburg leben vnd sidhar erfordert vnd dz nu von der von Toggenburg, der von Zürich Bürgerin, gelöst hat, vnd die von Zürich das wüssetent vnd das nit vnderstundent vnd ouch wont der obgenante Vundbrieff zwischent den von Zürich vnd von Glarus allein Innehält, dz sich ietweder teil wol fürer verbinden muge, doch dem Bund vnschedlich zc., das ouch nu die von Glarus > by dem lantrecht, So die tut im Gastell vnd die zu Windegg gehörent zu Znen getan Hand, gantz der von Zürich halb von Znen vnbekümbert btiben vnd den von Zürich nützet darin zu antwurten haben füllen, doch den von Vre vnd von Vnderwaldcn an Zren Bünden, so sy mit den von Glarus vnd die von Glarus mit Znen Hand, vnvergriffcnlich vnd luter j vnschedlich zc., vntz vff die stund, das die von Zürich die losung der Herrschafft von Oesterrich mit recht anbeheben. Vnd wenn dz dann beschuht, das dann die von Glarus dieselben lüte Zr Eyden ledig sprechen vnd die von Zürich an Znen gantz vngehindert lassen füllend. — Vnd als die von Zürich fürer clagend von Grass Heinrichs wegen j von Sangans, wie die von Glarus den zu lantman genomcn habend ,c., Sprechen vnd bekennen wir im rechten vnd ist dz mer vnder vns worden, das wir darumb nützet zu sprechen haben, wont dz stuk in dem anlaß nit begriffen ist. — Ztem als die von Zürich die von Glarus schuldgend von der Bünden wegen, j wie sy die überfarn vnd nit gehalten haben zc., Haben wir vns erkennt im rechten, das wir nach des anlaß sag darumb nützet ze vrteillen haben, dann mögend die von Zürich die von Glarus darumb ansprach nit erlassen, das sy dann das recht darumb suchent von denen, die mit Znen vnd den von Glarus in eim Bund j sind vnd nach derselben Bünden sag. — Ztem von Grynow wegen hüben wir vnö erkennt im rechten, das wir nach des anlaß sag darumb ouch nützet ze sprechen haben, dann möge vnsre frow von Toggenburg oder wer dann erb werde, die von Switz darumb ansprach nit erlassen, dz die dann dz recht darumb von > Znen suchent an den enden, da das dann billich sige. — Ztem als die von Zürich clagent zu den von Switz vnd von Glarus vnd ettlichen den Zren von fridbrechens wegen vnd meinent, daö sy die friden, so zwüschent Znen berett worden sint, nit gehalten, sunder überfaren habent. Darwider die von Switz vnd von Glarus > für sich vnd die Ären antwurtent: Si habend die friden redlich gehalten, vnd aber Hinwider vff die von Zürich clagent, wie das si die friden überfarn vnd nit gehalten habend, das aber die von Zürich ouch verantwurtet, si habend die friden redlich gehalten, als Zr beider teilen klegten, antwurten, reden, Widerreden, i nachreden vnd besliessunqen, die wir darumb eiqenlich von einem stuk an daz ander verhört haben, mit mer Worten, 97 770 die hie ze lang zeschribcn werint, eigcnlicher beqriffent »c. Vnd wont vnS bedunkt, daS »etweder teil des andern claq in dem stuk wol verantwurt Hab, vnd ouch wont von den gnaden qotz in dem friden weder I todsleg, roub noch brand nit beschechen sind, Herumb sprechen wir VS im rechten vff vnser Eid vnd > das mer vnder vnS worden, das kein teil die friden iiberfarn, sunder die friden ze allen teilen wo gehalten habent, vnd dewedcrteil noch die sinen dem andern teil noch den sincn darumb nützet j» ant wurten haben soi. s Vnd mit namen, das der schiffman, den die im Gastell von vergangnen fachen wegen in Eid qenomen hatten, des eideö ledig vnd vmb alle vergangnen fachen von Inen vntz vff d«s Uwu datum luter emprosten sin fol. — Item von deS kosten wegen sprechen wir vst im rechten vnd ist dos mer vnder vnS worden, dz wir darumb nützet s ze sprechen haben vntz zu End vnd vStrag der fach/ ^ wir erkennen mögen, weder teil recht oder vnrecht gewunne. — Vnd füllen bcid teil mit diftm vnin>n spruch verricht vnd verflicht sin vmb alle ir stöst nach deS anlaß sag. Vnd gebieten ouch beiden lnlcn by den qelüpten, so si vnS getan Hand nach des anlast sag, discn vnsern > spruch war, vest vnd stot lU halten vnd darwider niemer zu tundc, noch verhenqen, noch vergunsten ze tunde, weder heimlich n ^ offenlich, in keinen weg, alle arg list, böö fünd vnd qcuarlich Intrag har Inn qantz vcrmittc» o Hindan qescheiden. DeS alleö ze einem waren, vesten, ewigen Vrkund, So haben wir s obgeN'wtw Rudolff Hofmeister, Franz von Scharnachtall, Rudolfs von R>nqol»>ngen, HanS von Mulern, P''i> von Bürrrn, Dlrich von Hertenstrin, Antoni Rust, Peter Goltsmid, Hemman von Spicgelberg, man Gruber, HanS Kempff, HanS Mütter, Hanns Hüsler vnd Jost Spillcr vnser eigne Ingestg^ offenlich gekenkt > an disen brieff. Vnd ich obgenanter Heinrich Arnolt, won ich min Zngesigell n>t ^ mir kab, So kan ich erbetten Heinrichen Bcrodmqer, minen mitgescllen, vnd ich Arnolt am won ich min Inqesiqell nit by mir Hab, vnd ich Vlrich am Bül, won ich kein Zngesigell Hab, 60 dod^ wir erbetten Clausen von Einwil, vnsern mitgesellen, j daS dir Ir Inqesigcl für vnS Hand gehenkt disen brieff; DeS wir lehqenanten Heinrich Vcrodinger vnd NiclauS von Einwil vergichtig sind 0 haben vnsere Inqesiqel für vnS vnd vnser mitqesellen, doch vnS vnd vnsern erben ane schaden, otffw' gehenkt an disen brieff, dera zwcn glich, der von Togqenburq vnd den von j Zürich einer vnd den 00 Switz vnd von GlaruS ouch einer geben sind ze Lutzern an dem nechsten Samstag vor Mittttt^"' Nach der Geburt Sristi do man zalt vierzechrn Kundert Jar vnd darnach in dem Siben vnd drvü'gs ften Zar. — Pergamentene Urkunde mit sechSzch» anhängenden Ziegeln im Archiv Schwyz. Ebendaselbst ein vom lk. März gleichen Jahres. — ,tm ZtaatSarchiv Lucern befinden sich die Eonreptc und eine Abschiifi. — . Die Urkunde ist abgedruckt bei Tschndi ll. 84V. Zweiter Spruch der gleichen Schiedboten in derselben Sache. L,,crrn. 14,7, April. Ar«I»i» TNiwn«. Wir dise nachgkschribncn Rudolff Hofmeister, Ritter, Schulthtist, Arantz von Scharnachtall, Rudow von Ringelt,nqen vnd Hanns von Mulren, des RateS der Statt Bern; Paulus von Bürren, 771 heiß, Vlrich von Hertenftein, i Altschultheiß, Anthoni Ruß vnd Peterman Goltsmit, des Rates der Statt Lucern; Hemman von Spiegelberg, Schultheiß, vnd Heintzman Gruber, des Rates der Statt Solottern; Heinrich Berodinger, Heinrich Arnolt, Altammane, vnd Hans > Kempff, schribcr des landes ze Vre; Niclaus von Einwil, Altamman, vnd Hans Muller von Vnderwalden ob dem Kernwald; Arnolt am Stein vnd Vlrich am Bill von Vnderwalden nid dem Kernwald; Hans Hüsler, Amman, vnd Jost Spiller, I Altamman ze Zug, Bekennen offenlich mit disem brieff: Als sich vil Stoß vnd Zwytrecht erhebt h«nt zwischent den fürsichtigen, wisen, vnsern sunder gutten fründen vnd lieben getrüwen Eidgnossen, dem Burgermeister, Rat vnd j den Burgern gcmeinlich der Statt Zürich an einem, vnd den Amilianen lantlüten gemeinlich der lender Switz vnd Glarus am andern teilen, Zu semlichen flössen wir ob- genanten Boten von vnsern Herren vnd obern, Stetten j vnd lendern, ft) im rechten ze entscheiden, gewist worden sind nach Innehält eins anlaßbrieffes darüber gegeben, Dieselben stösse wir nach Innehält desselben anlaßbrieffes nach dem vnd vns des vnser Eyd vnd ere gewist hett, i entscheiden Hand nach Innehalt der spruchbrieffen beiden partyen von vns darüber versigelt geben, dieselben spruchbrieff vnder anderm ein Vrteil Znne haltent, die da wift, das wir vns erkennet haben im rechten vnd ouch > das mer vnder vns wart, vnd tut also von wort ze wort: „Sider die von Switz In Zr antwurt, red vnd widerred fürwendent, wie das vnser Herr von Toggenburg selig by sinem lebenden libe Inen vnd den sinen die gnade vnd j begabung gegeben vnd getan habe, das die sinen nach sinem tode Zro, der von Switz, ewig lantlüte werden sölten, vnd habe ouch semlichs vnsre frow von Toggenburg nach sinem tode mit etlichen Iro fründen vnd Reten Rat verwilliget j vnd vergunst vnd ouch sider die von Toggenburg semliche endrungen nach semlichem verwilligen getan hatt vor vstrag des rechten, in dem si stund mit andern des von Toggenburg erben, dardurch die von Switz vnd ouch ^ die erbern lüte bucht, das si ir gnaden beroubt werden möchten, die Inen der von Toggcnburg selig getan hatt zc., Daö vns nit bcdunkt, das die von Switz der von Toggenburg von derselben lantlüten wegen deheinre > bekerung pflichtig sigind Zetunde, Dann mögent die von Switz kuntlich machen, das Inen sölich gnad vnd begabung beschechen s>ge, als sy in Zro Widerrede fürwendent, in der masse, das vns obgenanten Botten oder den merteil > bndcr vns bedunket, das sy es wol kuntlich gemacht haben, das sy dann by semlichen lantlüten belibent, doch vnser frowen von Toggenburg, den erben oder wer recht zu den landen vnd schlössen gewinnt, in allen andern Iren I rechtungen vnd herlichkeiten vnschedlich. Vnd süllent aber die von Switz vnser frowen von Toggenburg die Statt vnd vefti Vtznang mit der Herlichkeit vnd allen dingen vntz an die ü>t, die süllent Zr lantlüt beliben als vor stat zc., gentzlich bekeren vnd wider Inantwurtcn, doch also, das dieselb vnsre frow von Toggenburg dasselb Schloß Vtznang vnd was Zr also bekert ist, vnverrukt behalte vnd vnvercndert bliben lasse, vntz das sich I mit recht vinde, wer zu vnsres Herrn von Toggenburg verlassnen gut von erbs wegen recht gewinne vnd ze erben bekennt werde w.; vnd want wir nach dem Rechten den von Switz ze drin vierzechen I tagen Ir kuntschafft ze leiten billich gesetzt hettent, vnd aber wir botten der zilen nit eben mögen erwarten, Harumb ist das mer vnder vns worden, das wir beiden partyen, den von Switz Zr kuntschafft ze leiten j vnd den von Zürich ze hörende, offen tag gesetzt haben gen Lucern in die Statt vnd setzen den mit diser vnser erkantnisse vff fritag nechft vor sant Dörgen tag nechstkomend, ze rechter tagzit da zesinde :c." — Das j wir nu beiden partyen vff bis zit, Uemlich den von Zürich vnd von Switz nach der ietz genanten vrteil sag, den von Switz Ir kuntschafft iie leitten vnd den von Zürich zehörende, gen Lucern in die Statt offen tag für vns j gesetzt Hand, 77? daselbS bin ouch beide Partyen durch Ir volmechtige Kotten komen sind; Vnd haben wir obgenanten Botten der vorqenantcn von Swih kuntschasst beide, liit vnd versiqelt brieffe, eigenlich von einem an dz ander, j darzu Ir red vnd der von Zürich widerred, durch beider teilen vollmechtige botten verhört vnd also nach der von Switz kuntschasst vnd beider teilen red vnd widerred, so sy beidersyt daruss getan Hand, vnd ouch nach > verhörunq beider teilen Erren anclaq, red vnd widerred vnd nach Innehält beide deS anlaßbrieffS darüber gegeben vnd ouch der obgemeldetcn vrteil, so wir vormals nach vnser sprächen sag gesprochen Hand, als die von j wort ze wort hievor in disem brieff geschriben siat. Vnd wont wir nach vil vnd langem gar emssiqem vnd ernstlichem ersuchen, so wir mit tnlff vnd rat gar vil erberer stetten vnd lcndern crbern treffcnlichen, nemlich j von Straßburq, Basel, Costentz, Friburg in Vchtland, Bern, s!uccrn, Solottern, Vre, Vndcrwalden, Zug, Vberlingen, Schafhusen, Rapcrswil, Winttcrtuc, Rinfelden, Baden vnd von Arow, Ratzbotten kein mynne noch f vsschlag des rechten an beiden partvcn nit vinden kondent noch mochten, So haben wir vnS im rechten erkennt vnd vsgesprochen, Erkennen vnd sprechen vß vff vnser eide, als vnS des vnser Eid vnd Ere wiset, j vnd ist daS mer vndcr vnS worden: Sid dem mal in vnser vrteil stat, die wir vormals gesprochen hatten : ob die von Switz möchtent lichö kuntlich machen, als sy in Iro Widerrede fürgewcndt Hand, das ist, wie das > vnser herre von Toqgenburg in der überkomnisse, so er mit dem von Brandis getan hat, luter vorbehept hat, daS er mit den landen vnd lüten ein ewig lantmanschasst ze Swih an sich nemen sölt, ob ioch da der von! Brandis von dem kouff gestanden ist, Brdunkt vnS nit, daS darumb die von Switz oder die armen lest von sölichen gnaden sin sollen. Tann wenn Iunkher Wolsshart von Brandis, Petermann von (tzryffcnff vnd NiclauS von Wattenwilr, so den von Sivitz kuntschasst geben Hand, swerrent an den keligcn, das Ir sag ein warkeit siqe, daS dann die von Switz Ir fach, nachdem als si sich vermessen hatten, nach der vrteil sag wol I kuntlich gemacht haben in der »nasse, das sy by Iren lantlütcn beliben söllcnt nach derselben vrteil sag, von der von Togqenburq vnbekümbert. Vnd Karuber ze einem waren, steten v»b ewigen vrkunde diser > vorgeschribncr dingen, So haben wir obgenanten Rudolfs Hofmeister, Ritter, Frank von Scharnachtall, Rudolff von Rinqeltmgen, HanS von Mulern, Paulus von Bürren, Vlrich von Hcrtcnstcin, Rntoni Ruß, Peterman ltzoltsmit, f HanS Kempff, HanS Hüsler vnd Jost Spiller vnssrt eigene Inqcsiqle offrnlich gehenkt an discn brieff. Vnd ich obgenanter Hrintzman (tzruber, wont ich m»' Znqesigel nit by mir Hab, So han ich crbetten den egcnanten Hemman von f Spicgelberg, min mitgesellen, Vnd ich Heinrich Arnolt, »vont ich min Ingcsigel nit by mir kab, so han ich crbetten Heinrichen Bcro- dinqer, min mitgesellcn, Vnd «vir NiclauS von Einwil, HanS Müller, wont j wir vnsere Inqesigle n>l bv vnS band, vnd ich Vlr,ch am Bül, wont ich kein Jnsiqel Hab, So haben wir erbetten Rrnoltcn aM Stein vorgenant, vnsern mitgesellcn, das die Ir Inges,gle für vnS Kant gehenkt an disen j brieff, des wir ietzgenanten Hemma« von Spiegelbrrq, Heinrich Bcrodinqer vnd Arnolt am Stein vrrgichtig si"^ vnd haben vnsere Ingesigele für vnS vnd vnser mitqesellen, doch vnS vnd vnsern erben ane schaden, ! offcnlich gehenkt an disen brieff, dera zwen glich geben sind, ictwcdcrer partye einer, ze Lucrrn in der Statt vff Saut Iörgcntaq des keligen Ritters, in dem Iarc da man zaltc von Eristi qeburte vierzechcn ! Kundert dryssig vnd in dem sibenden Iare. Pergamentene llrkiiiidc mit I t anhängenden Siegeln. — Ans einen, dabcilicgcndrn gleichzeitigen Ä»»z»>g des Urthcil« aus Papier finden sich am Ende die Worte beigefügt: .Item vff Saut Jörge» tag da »Stent die obgenanten Ir Eide nach Innehält der vrteil, anno üomini »xrvsj'"".'' 773 IS Friedensvertrag zwischen Zürich, Schwyz und Glarus und ihren Helfern. Lucern. t. December. Staatsarchive L«cer»i «nd Zuricl). Wir biß nachbenempten Heinrich von Bubenberg, Ritter, Vlrich von Erlach, Edelknecht, Rudolf bon Rinqoltingen vnd Hans von Mulren von Bern, Petcrman Goltsnüt, Schultheis, Vlrich von Herten- stein, Amman, Wernher Keller vnd Hans von Wil von Lucern, Heinrich Arnolt, Altamman, j vnd Erni Schik von Vre, Claus von Einwil, Amman, vnd Hans Müller, Altamman, von Vnderwalden ob dem Kernwald, Hans Mettler, Altamman ze Vnderwalden nid dem Kernwald, Jost Spiller, Amman, bnd Erni Eberhart von Zug, alle botten, Als wir von vnsern Herren vnd obern j von Stetten vnd lendern ze disen nachbenempten fachen vnd flössen, si ze entscheiden, geschibcn worden sint, Bekennen vnd tund kund offenlich mit disem brieff Allen den, die Znn fehcnt oder hörent lesen: Als leider lang zit zwlischent den fürsichtigen wisen, vnsern sundern lieben guten j frlindcn vnd getrüiven Eidgnosscn, nemlich dem burgermeister, dem Rat, grossen vnd cleinen, vnd den bürgern gcmeinlich der Statt Zürich an «nein, den Ammanen, Reten vnd den lantlüten gemeinlich der zwcyer lendern Switz vnd Glarus am andern teilen, vil flöß, spenn vnd j mißhellung gewesen, die vnsern Herren vnd obern von Stetten vnd lendern vnd ouch vns Ze vnd Ze leid gewesen sint, Darzu die benempten vnser Herren vnd obern dik ""d vil von allen örtcrn Zr erber, wise, trcffenlich botschaft getan vnd denen ernstlich sich darunter arbeiten, j ob die stösi bericht möchten werden, sie bcuolhen Hand; Das alles souil nie beschiessen mocht, "'an das beb parthien am leflen gegen vnd wider einander ze veld gezogen lvaren vnd ein ander an lib ""d an gut ze schedgende vnderftunden w.; vnd daruff die benempten vnser Eitgenossen von j Switz gegen "nsern Herren vnd obern sich gar ser erklagten, Nemlich wie die benempten vnser Eitgenossen von Zürich lrangten fürer vnd anders denn die buntbrieff zwlischent Zncn beben parthien wistent, Nemlich das den Zren des heiligen Römschen RichS straffen beschlossen hettent j vnd Znen weder durch Zr Statt "ach land keinen kouff weder zu noch von wölken lassen gan noch komen, denn mit semlichen vngewon- lühen Zntragungen vnd gedingen, das aber Zncn vnd den Zren vnlidlich were. Ztcm darzu hettent dieselben vnser Eidgenossen von Zürich ettlichcn den Zren j geistlichen vnd weltlichen lüten, klöstern vnd ander« Personen ir eigen gut, Es were win, korn, lidlon oder ander ding, verschlagen vnd verspert, das doch Zncn ganz vnlidlich were. Ztem so Helten si einem Zrem lantman, nemlich dem edcln wol- geborncn, vnserm lieben Herrn Grass Heinrichen von > Werdenberg, Herren ze Sangans, die sinen wider iwen willen Zn dem oberland ob dem Walcnse ze blirgern genomen vnd Helten ouch dieselben Zr burger Oberland ein gebott offenlich ze Meils in der kilchen getan, dem benempten Grass Heinrichen, Zrem Herrn, kein stür, nutz noch gült ze j geben, noch vmb kein ding gehorsam ze sin w., vnd möchten si, noch lantman des mit noch gegen Zncn ze keinem glichen, pillichen rechten nie komen zc. Vnd vil anderer fachen vnd Mutwillens, das alles ze lang ze schriben were w. Vnd möchten vmb das alles weder durch noch ^ manungcn mit den benempten von Zürich nie ze recht komen nach Zr, beder parthien, ge- swornen buntbrieffen tut vnd sag, dann mit fürworten vnd gedingen, die aber Znen nit eben werent, 774 vnd anders denn die blind wisent. Vnd die vilgcnanten vnscr Eidgenossen von Switz die obgedachten ! vnser Herren vnd Obern von Stetten vnd lendern by Iren eidcn, daruff si sich erkent Kotten, daS 3»tN daran vnrecht gescheche, mit Iren offenen vcrsiqeltcn bricffcn gcmant hatten der blinden vnd eidcn, so ff vnd dieselben vnscr Herren vnd obern vnd wir ewenklich zesamcn qclopt vnd gcsworn Hand, ! hilfflich ze finde vnd die von Zürich ze vnderwiscnde, von semlichem ze lassende vnd Inen wandel zc tund «., also verr daS die vilgcdachtcn vnser Herren vnd obern die blind, so wir alle ewenklich zesawwen qelopt vnd gesworn Hand, für sich leiten vnd da nit vinden kondcnt, daS > si vnd wir mit eren möchten ab sin, won das wir den oft gedachten vnsern cidgnossen von Switz nach gelegenheit der fachen, ols vorqemcldet stat, billich kilsslich sin sSlten wider die dikgenanten vnser Eidqnossen von Zürich, nach bt> selben vnser bnndbricffen vnd ouch der manung sag ?c. > Vnd ouch daruff vnser Herren vnd oder" von Stetten vnd lcndcrn vsqezogen waren mit vnsern offnen vffgcworffnen pancrn vnd vnser macht, denselben vnsern Eidgnossen von Switz ze hilff wider vnser Eidgnosscn von Zürich tc. Vnd darnff die erstgenanten vnser eidgnossen durch j Jr schrisst vnd botten, so si in das fcld taten, Recht butten vff gemeiner Eitgnoffcn botten oder vff welches ort in der Eitgnoßschafft die von Switz wölken vnd vil andrer rechten nemlich vnder andern rechten butten si recht nach Zro vnd der von Switz blinden sag ane fürwort vmb > all fachen, recht vmb recht, Also daS vnscr Herren, so do in dem seld wider si lagend, bedücht, das in semlicher maß gehorsam worden wcrent vnd semlich recht butten, das si darüber fürer nit wer ff schedgen noch ze bekriegen wcrent. Vnd wurbcnt vnd rrttent da durch 2r erbern > bottschaft mit bedcn partbien In die fach also verr, daS die fach mit bcdcr varthicn wussen vnd willen ze einer richte bracht ward nach eins NottelS sag, der in dem seld gemacht vnd beden vartbien vor erlesen >va^' Der hienach eiqenlich gefthriben stat, vnd ouch bed partvcn > des Zngiengen, daS si daS ze beden für sich vnd alle die Iren vnd Jr belffer vnd Jr helffcrS helffer war, stet vnd vnverbrochen halten siffff" vnd wölken, nn vnd ewenklich, wie die botten, so darzu qeschiben wurden, si nach desselben nottelS soS ^ brieftent. Vnd ouch daruff > ein tag vff disen hüttiqcn tag gen Nutzern in die Statt berctt vnd gesetzt die fach nach notdurft ze verbricssen vnd ze beschliessen, vmb das kein arges mer darZn risen w^cht Denselben tag ouch bed partbien grleift vnd gesucht Hand durch Jr rrbcr treffcnlich > bottschasstN Da veriechen wir, daS wir die obgenantcn bed partbien, mit Jr beder teilen wüssen vnd willen, verriß vnd verschlicht Hand, nach desselben nottelS sag, als hienach geschriben stat. Dem ist also: — JtcM ersten, So ist bereit, daS den von Swit; vnd von GlaruS > ewenklich belibcn sol alles das, so si obw^^ dem Walense gewunnen oder erobret band, eS sie liqrnd oder varend gut, Herlichkeit vnd gewalt^^'' So gemein Statt von Zürich daselbS qckept bat, nützit vsgenon noch vorbehept. Vnd sönd o»cb ^ obqenanten von Switz vnd von GlaruS vnd j die Iren vnd alle, so Inen darzu gehulffen vnd geraten ' vnd ouch alle die lüt daselbS im land vberal von den von Zürich nu vnd zu ewigen ziten vngrfecht, vncrm vnd ganz vnentqulten belibcn, an all geurrde. So dann von deS HuseS wegen FlnmS, dar Inn sol de>» buS I von Ebur vnd dem, der es in pfantscbasst wise Inn hat, Jr gerechtikeit behalten sin; doch in btv tcn, daS dasselb buS FlumS wider die von Swit; vnd von MaruS, noch ir lantlüt nüt sin sol, nu noch ' in debcin weg: doch vsgenon vnd vorbehalten denen von s Zürich die zwcvtusinq lstuldin, darumb st b>>'^^ denen Im Oberland stand: darumb sönd die vß Oberland die von Zürich lösen. — Item so sol on sollent die von Switz vnd von Glarus den von Zürich ouch tun gentzlich, an geuerd. Doch ist denen von Zürich vorbehalten, Das si durch Zr Statt mit gebunden sin sötten keinen frömden win lassen ze gande, denn allein Ellsasser, Brißgöwer vnd welschen win. > Aber suß allenthalben vsserthalb Ir Statt söllent Si Inen allen kouff lassen gan In Massen als uor stat. — Item aber vmb alle ander köiff vnd verköiff, so die von Switz vnd von Glarus, ouch Ir lantlüt vnd die Iren alle Inn der Statt Zürich landen oder gebieten ^ tund oder die von Zürich vnd die Iren In der bon Switz vnd von Glarus vnd der Iren landen vnd gebieten tund, söllent si ze beder sit einander geben vnd vollgen lassen, In Massen als das von alter her vnd Ir vordern ee sich die stöß erHuben einander getand Hand, j alles früntlichen vnd an all geuerde. — Item vnd haruff sond ouch die von Switz bnd alle Ir helffer das feld allenthalben rumen vnd die von Zürich an allem andren dem Iren gentzlich vnbekümbert lassen. Es Hand ouch die egenanten von Switz Iren lieben Eitgenossen ^ von Bern von frünschaft vnd liebe wegen, so si zu Inen, ouch von flissiger vnd ernstlicher bett, so die von Bern an die von Switz geleit Hand, geschenkt vnd zu Iren Händen komen lassen alles das, so si den von Zürich abgewunnen Hand. Vnd sollend ouch die lüt alle, so si j in cid genomen Hand, Ir ciden gentzlich quitt vnd ledig sin vnd den von Bern gewertig vnd gehorsam sin, als si vor, E sich die stöß erhüben, denen von Zürich getan Hand. Vnd das damit die von Bern tun vnd lassen mögent, als mit dem Iren; doch ^ vorbehept das Oberland, Pfeffikon, Wolruw, Hürden, Vffnow mit aller Zugehörd, als das dauor gelütrot ist. Es föllent ouch alle die lüt, die also gehuldet Hand, von den von Zürich noch den Iren vu noch In künftigen ziten meiner bester hertenklicher, noch j bester vngnedenklicher gehalten werden mit Morten, noch mit werken, noch in kein ander wise, sunder des gar vnd gentzlich vnengulten beliben nu 77V vnd ze ewigen ziten, an all geuerdc. — Item vnd als die von Switz mit den von Raren vnd mit de» von Wyl > etwas verkomm sind, was dieselben gewunnent oder Innement, da der von Switz oder GlaruS Paner nit by isi im feld, wie vnd was Ire brieff darumb wisent, Daby lassent cS die vor^ genanten von Switz vnd von ltzlaruS belibcn; Doch söllent si j mit bett gegen Inen Ir befteS tun, si, ob si also ühit Ingenon hettent, ob si das denen von Zürich vnd den Iren gutlich mögent lassen. Ob si aber semlichS nit tun wölten, So möqent die von Zürich si darumb fürnemen nach ^ von Switz I vnd von Zürich gesworner bünden sag, Sidcr si der von Switz lantlüt sind. diser richtung ist qentzlich vsgelasscn vnd vsgeschlossen todtschleg, Roub vnd brand :c. Vnd von gefangnen, so die von Raren vnd von Wyl gefangen band, WaS darumb > die brieff zwüschend de» Raron vnd von Wyl vnd den von Switz wisent, Daby lassend cS die von Switz ouch beliben. ^ ^ ouch ist vsgcsehct vnd vorbehept allen bcsundern Personen, So dewedrer partbie zugrhdrcnt, " liqend gut, > ES sie eigen oder lechen, vnd darzu alle geltschuld vnd varend gut, So noch vor^" ^ vnd vnqewüst ist, DaS Inen das Alles wider eruolgen sol gütlich vnd an all widcrred. — jchse ouch berett, waS gewaltsami oder qerechtikcit die von Zürich vntz her j an dem büß Wedeswil by gelegen, So vnserm qnediqen Herrn, ttzraff Huqen von Montfort, Meister sant IobanS ordrnS, ^ vnd an den lüten daselbS gcbcpt Hand, wie sölich gewaltsami gewesen ist, DaS die von Zürich ganz vnd gar abtretten > vnd fürbaS nicmer mc daselbS kein gewaltsami noch gerechtikeit haben " weder am huß noch an den lüten, in kein weg, Sunder so sol vnser Herr, der Meister, sin nach' ^ vnd der orden daö huß mit land vnd mit lüten also Znnhabm, daS den von Switz, noch ^ Zürich, entwedrem > teil, nu noch in künftigen ziten von dem andern teil, noch des andern teils kein schad noch kuinbrr dauon vferstande, bisunder daS dewedrer teil hinfür kein gewaltsami sol, nu noch in künftigen ziten, an all geuerdc. Doch hettent die von Zürich oder die Ire» ^ stür, I Zins oder gült, daS st oder Ir vordem erkoufft vnd die Inen dieselben lüt vntz an d>M> ^ geben betten, dasselb sollent si vnd Ir nachkamen Inen fürbaß ouch geben an widerred vnd geuerde. — Item was ouch dewcdre partkie der andern partbie oder den Iren vor disem Zug ! 3» qeleit oder suß verbept bett, das sol von beden partium dien, so also daS Ire genomm ald rcr^ were, qentzlich widerkert werden vnd darumb beschechen, was recht sie. WaS ouch Jeman andren In disem krieg in trüwen gefldket bett, sol man Inen ouch qmtzlichm > volqm lassen. ^ ^ von der Netstalern wegen ist berett, wie die Richtung von der eitgmossen botten zwüschmt den vo» vnd den Netstalern gemacht wiset, vnd ouch die Netstaler den von Zürich die rinliffkundert G»lt>» ^ band, D gelangen lassen sdllind an allen Zntrag » ^ gut, ligend vnd varendS, nach Inhalt der richtung, won si der krieg dar Inn nüt enrüret vnd des kr^ halb vnmtgultm belibrn. — Item cS söllent ouch beb parthien alle die manungen, so Inen löiffen vnd von diser fach > wegen beschechen sint, den cidgnossm in Iren gewalt antwurten vnd ^ banden binuß geben, mit den Worten, das dieselben manungen ganz vernicht, tod, bin vnd ab sin ^ Item tS söllrnt ouch die vorgemeldoten berednissen vnd artikel alle, samentkaftiq vnd Jnsunder^, blinden der eidqnossen, so vor diser fach sament gewesen sint In buntniß, vnschedlich vnd ucrqriffenlich sin. — Item eö stllcnt ouch haruff alle die, so dewedrer partbie Hilff, zusch»b, getak getan vnd geben Hand mit Worten, werken, retm oder getäten, Si > sigm geistlich, ^ ald vnedel, wie die qchrissm, gencmpt, wo ald an welben enden si gesessen sind, von der andnn l 777 vngefecht vnd vngehasset sin, vnd alle die, so zu disen fachen zu dewedrer parthie Haft, gewant oder verdacht sind, von der andern parthie vnd von I allen den Iren oueh zu disen fachen hast, gewant oder verdacht sind, gentzlich sicher vnd vnentgulten sin vnd beliben an Ir lib vnd an Zr gut, alle geuerd vnd arglift har Inn gentzlich vfgelasien. Vnd sol hiemit gentzlich ein verrichti vnd verschlichti fach sin zc. — vrkund I haben wir obgenante Heinrich von Vubenberg, Ritter, min eigen Ingesigel für mich vnd Bleichen von Erlach, vnd Rudolff von Ringoltingen min Insigel für mich vnd Hansen von Mulern, vnd wir Peter Goltfmit, Vlrich von Hertenstein, Wcrnher Keller vnd Hans von Wil vnfer Ieklicher sin Znsigel, vnd s ich obgenanter Heinrich Arnolt min Insigel für mich vnd Ernin Schiken, vnd ich Hans Mettler für mich vnd Clausen von Einwil vnd Hansen Müller, vnd wir Zost Spiller vnd Erni Eberhart auch vnfer Ietwedrer sin eigen Insigel, doch vns allen vnschedlich, offenlich gehenkt an disen j brieff ze merer vergicht aller obgeschribnen dingen. Des wir obgenante Vlrich von Erlach, Hans von Mulern, Erni Schik, Clauö von Einwil vnd Hans Müller vergichtig sint, das die obgenanten vnfer mitgesellen Ir Znligel von vnfer bett wegen für sich selb vnd vns, doch Inen vnd vns vn- j fchedlich, offenlich Hand gehenkt an disen brieff. — Wir die obgenanten Burgermeister, Ret vnd die Bürger ge- meinlich der Statt Zürich vnd ouch wir die Amman, die Ret vnd die lantlüt gemeinlich ze Switz vnd ze Glarus bekennent vnd veriechent offenlich für vnS vnd alle j vnfer nachkomen, die wir mit namen vestenklich vnd cwenklich herzu verbinden, Das dife Richtung vnd alles das, so difer brieff wift vnd feilt, also vnd in der maß als vor gefchriben ftat, mit vnferm gunst, wüfsen vnd willen bcfchehcn ist, vnd darumb zu noch merer Vestung so geloben vnd verheißen wir für vns vnd all vnfer nachkomen, für alle vnfer helffer vnd helffershelffer vnd für alle die, so dewedrer parthie halb harzu geHast vnd gewant oder darunder verdacht sind, by vnfern ciden vnd eren, dife richtung vnd alles das, j so difer brieff wiset vnd feilt, mit guten, gantzen trüwcn war, stet vnd vnuerbrochen zehaltcn vnd das alles zc vol- ziechcn vnd dem vollcnklich nachzegand, getrüwlich vnd vngcuarlich, vnd darwider niemer ze reden, ze werben noch zetund, noch schaffen, noch Verheugen j oder vergunsten getan werden, weder durch vns üoch Zeman anders von vnfer wegen, weder mit noch an gericbt, geistlich noch weltlich, mit Worten uoch »nt werken, heimlich noch offenlich, fuß noch so, in deHeine wife, so Hiewider Ieman erdenken könd oder möcht, all geuerde j vnd arglist hier Inn gantz vfgefcheiden vnd Hindan gefundert. Vnd darumb Ze noch merem vrkunde so haben wir die obgenanten von Zürich vnfer Statt Insigel vnd wir die obgenanten von Switz vnd von Glarus vnfer lendern Insigel ouch offenlich gehenkt an disen brieff ^ ze ewiger bestetung aller obgeschribnen dingen. Dero zwen glich geben sint, Ietwedrer parthie einer, an Donstag nach fant Andrestag des heiligen Zwölssbotten, nach Cristi geburt do man zalt vierzechcnhundert Md darnach Im vierzigosten Iare zc. zc. Pergamentene Urkunde mit dreizehn hängenden Siegeln. — In tvrgoi „Richtungbricff zu Kilchberg gmacht." — Abgedruckt bei Tsch »di U. ZZli ff. 98 778 >» Zwanzigjährige Bereinigung der Stadt Basel mit den Städten Bern und ^solothur«. 1441, ?. Mar;. V»rn. In dem Lobe der heiligen »«geteilten driualtikeyt, deö VattcrS, deö SuneS vnd deö Heyligen Genies, Amen. Wir Arnolt von Ratperg, Ritter, Durgermeister, der Rate vnd die Bürger sttmrvniub^^ Statd Basel fär vnö vnd alle die vnsern vnd die so vnö zeuersprechende stand, an eynem, ^ . die Schultheissen, Räte vnd Durgere qemcynlich der Stetten Berne in Oechtelande vnd ^ vnö, alle die vnsern vnd die so vnö zeuersprcchcnde stand, an dem andern teyle, Tund tunt wcng'^^ vnd bekenncnt ossenlich mit disem briefe Allen denen, so In ansekent, lrscnt oder dörent lesen, TV Got dem j Almechtiqen vnd vnser lieben frowen, siner werden muter Marien zu lobe vnd zu crcn, ^ Heilgen Römischen Riche zu sterkerunq, mit guter Müssend, evnkelligem Rate vnd zitlicher gut" betrachtunge, ouch durch fridcn vnd gemaches willen gemeqner vnser landen vnd liiten vnd bcu ^ durch schirme, nutz vnd frommen > vnser Stetten vnd lcndern, vnser lüten vnd qütern, vnser vnsern libe vnd gut vor vnrechtem gcwalte vnd Mutwillen zrbeschirmcnde, als verr wir künncnd ^ vermüqcnt, Evner qetruwcn eynunqe vnd buntnussc samment vnd miteynander vberkomen vnd ^ gegangen stnt vnd zusammen qelopt I vnd gesworen Hand liplich vnd ossenlich geirrte evde zu ^t ^ den Heilgen für vnö vnd vnser nachkamen vnd alle die vnsern, die ouch karzu veftenklich begrub" verbunden söllent sin, dise vereynunge, früntschasst vnd büntnussc miteynander vnwandelber, ^ ^ ^ getrüwelich vnd frommeklich ze haltende j vnd mit guter trüwe, war vnd stete zc habende von ^ bricfes bin biß vff das heilige Oesterliche bochzyt nechst kommende vnd von dem Oesterlichen kochet ^ zwcnhig Iare, als denn die bannen hin von Jare zu Zare rvnander nach volqende sint. Also dV die eqenanten Stette Basel, I Bern vnd Solotorn cynander qetruwelich, erberlich vnd vestenkl»ch ^ ^ ^ beholffcn vnd beraten sin sollent vnd wellent nach vnser allerbesten vermüqrnde, one alle hindern»^ ^ fürzoge, by den vorgemcldetcn vnsern qeswornen ryden, so verre vnser libe vnd gut gelangen alle geverde, wider, gegen vnd > vff alle die, so vnS oder die vnsern an libe, er« oder gut, an srv ^ vnd darbrachten guten qcwonhcitcn schediqetrn oder schediqen wölken mit qewalt oder one Recht btlr ^ vnfuq, vnlust, aneqriffen, bekummernussc, widerdricsse oder schaden teten an dbevnen Stetten, kcme oder sich fügte, So lange > vnd sovil, biß solich fachen widcrqetan, abqelryt vnd gebessert In Visen begriffen vnd kreyssen, Nemlich: Vier Mile wvte vnd brryte vssertkalb vnd von vnitt ^ Stetten yegklicher qcmeyner Statd lande, lüte vnd qeb»e!e vnd da zwüschcnt in den Rinicrinen In vnscrm cyqncn kosten, > geverde vnd arqelistc har Inn qentzlich vermitten. Vnd were satd^' Gott ewcnkliche sin welle, das vndrr vnS den vorgenanten dryen Stetten Basel, Bern oder Solo" ' oder dheincr Statd, Sloß oder Vestin, so vndcr vnS den bcnempten dryer Stetten dkevner Statd ^ zugekorkt, besessen oder belegen > wurde von yemand, wer der were, So sollent wir die andern ^ vnd die vnsern vnder vnS, so bald? wir solichö qewar vnd vnnen werdent oder darvmbe gemant >vcr vnd ervordert, die belegen Statd entschütten vnd Ir mit l,p vnd gut getrüwelichen, erberlich vnd e 779 liche ze helffe kommen nach allem j vnscrm besten vermügen, one fürzoge vnd one geuerde. Wer ouch, das yemand, wer der were, Innewendig oder vßwendig den obgenanten kreyssen gesessen vnd begriffen, dheynen teile vnder vns beben teilen oder die vnsern anegriffe oder beschedigete wider Recht, wie sich wachte, Dartzu sollent wir eyn- j ander getruwelichen vnd ernstlichen beholffen vnd beraten sin vnd dartzu tun, so vnser deweder teile von dem andern teile darumbe ermant wirt, so lange vnd vil, biß solichs gebessert vnd widcrton wirdet, alle Widerrede har Inn vcrmitten. Were ouch fache, das dhein teile vnder vns von redclicher vnd I merklicher fache wegen dheynest notturfftig were oder wurde, mit macht Vßzeziechendc vnd eynen besesse ze tunde für Stette, Sloße oder Vestin In den vorgeschribcncn kreyssen gelegen vnd begriffen, der teile, so den besesse oder vßzog tun will, Sol Ir erber botschafft senden in des andern teils Rate vnd Inen die fachen j lassen fürlegen, warumbe oder was not oder fache sy zu solichem besesse zu tunde bewegt habe, vnd den andern teile gütlichen bitten, Iren getrüwen Rate dar Inn zegebende vnd mitzeteilende, wie vnd in welher mosse die fachen fürzenemende vnd ze handelende sicn zem besten; das der teile, an den solichs bracht wirt, nit s versagen sol zetunde, denn sich dar Inne so geslissen vinden lassen, als ob die fache Im selbs anegelegen were. Vnd wenn darnach der teile, dem die fachen also ze wissen getan worden sint, von dem teile, so den besesse tun wil, gemant werdent, So sol der gemantc teile dem teile, so den besesse tun wil, so getruwelich, erberlich vnd trost- s lich mit lüten, gezüge vnd andern fachen, so datzu notturftig ist oder wirdet, ze helffe komm nach gelegenheit der fachen, das sy das billich von Inen zu dancke vnd ze rümcnde haben vnd gewinnen sollent vnd mögent; vnd sollent ouch darzu griffen vnd tun fürderlich, one verziehen vnd so balde sy künnent oder mögent, j vne geuerde, nach der manunge vnd ouch fürderlichest so sy mögent beidersite zesammen kommen an die Statd, die in dem manbriefe begriffen wirt, vnd denn fürbaß ziehen mit Ir macht an die ende, da der besesse ist vnd sin sol, vnd dar Inn dhein verziechen nemen, wenig noch vil, in dhein wisc vnd one alle geuerde. j Were aber fache, dz dhein Statd oder teile vnder vns bedenteilen von notwere wegen oder Zu frischer getat vßziehende wurde, wiewol denn die fachen an den andern teile nicht bracht werent, Dannocht so sol vnd mag derselbe teile oder Statd, so also vßgezogen ist, nit bester minder macht vnd gewalt haben, den andern j teile vnd Stette vmb hilffe zu manende, vnd sollent Im ouch dieselben, so also gemant werdent, fürderlich hilffe tun vnd bewisen in der wise als dauor geschribcn stat, Zntrag vnd Widerrede vermittcn. Gefügte sich ouch, das sich solich fachen, kriege oder vyentschassten erhubent als vorstat, mit weine das were, So sol dhein j teile vnder vns bedenteilen, mit denen wir also zu kriege kement, dheinen sriden, richtunge noch Süne vffnemen noch verhcngcn ze tunde, denn mit vnser beider teilen willen vnd wissen. Were ouch, das dhein Stoß oder Vestin in zite dirre verbüntnusse von vns bedenteilen gewunnen oder sust erobert wurden, j da vnser beiderteilen paner im Velde werent, die sollent zu stund vnd fürderlich zerstört, vcrwüst vnd zerbrochen werden in sölicher mosse, das wir vnd die vnsern vß denselben gewunnenen Stoffen oder Vestinen fürcr nit me geschediget, bekümbert noch dhein vnser vyent oder ander dar Inne enthalten werden mögen, s Es were denn, das dieselben Sloße oder Vestinen mit vnser beiderteilen gunst, wissen vnd willen vmb des besten willen vngeslissen blibent. Vnd solich erobert Slosse oder Vestinen, sy wurden vffgeben oder mit gewalt erobert, mit gerichten, twingen, bennen, dörffern, lüten, gütern, szinsen, Vellen, glitten vnd s andern Herlikeiten, ob dhein dazu gehörtent oder gehörende werent, sollent dem teile oder Statd, die die manunge vnd besesse fu'rgenomen vnd getan hat, zem halben teil volgen werden vnd zugehörcn, Wannd ouch dieselbe manende Statd allen 750 kosten mit gezliq vnd werqlsitcn alleyn Kaden sol one der andern j Stetten schaden, vnd den andern zweyn Stetten vnder vnS der ander halp teile zuqehören vnd werden. Vnd were sacht, das in solichen Slosscn oder Vestinen, so wir beideteile also by einander vnd mit einander erobert hettent, yemands gesangen oder sust Im Velde begriffen wurden, die vnser vyent werent, der vnd > die sollent dem teile, des die manunge gewesen ist, keyme volgen vnd sollent doch nit ledig qeseyt noch von banden gelassen werden one vnser beidertcilen wissen vnd willen, vnd syent ouch vorhin zu beden stten von denselben gefangenen versorget, dz wir beide teile vnd die vnsern ewiclich vor Inen, iren erben vnd I frlinden sicher getan werdent vnd syent von der getate vnd aller ander fachen wegen nach notturfft vnd nach vnser bederteilcn erkanntnusse. Vnd ob derselben gefangener dheiner vmb dkein gut gescheht wurde, sol ouch geteilet werden in mossen nebst dauor gemeldet stat, das ist, das der Statd, so den bcsesse getan bat, I der Kalb teile werden vnd zugehörcn sol, vnd den andern zwein Stetten der ander halb teile, Also dz die schahnnge ouch geschech mit vnser beder teilen willen vnd wissen, alles one qeuerde. Vnd ouch also, daz der Ahe, so mit den gefangenen vffgegangen ist, von solicher schahunge zu vorufi bczalt sölle werden one wider- I rede vnd Intrag. Item es ist ouch in dirr vcrbuntnusse wissentlich bereit, dz dhcin teile noch den andern teile noch Statd vnd ze bcidensiten die Iren vmb dheynerley fache mit dheinen fremden gerichten, qeystlichen noch weltlichen, vmbetriben noch furnemen sol, denn dz vcdcrman von dem andern recht ncmen > vnd suchen sol als Harnach gcschriben stat. Dem ist also: Were, dz yeman von Basel oder der Iren an yeman von Dern oder von Solotorn oder die, so zu Inen gehören», zr sprechende bitte vmb was fachen dz were, der sol zu Inen komm In die qcrichte, da der gesessen ist, dem er zusprechen wil, vnd da recht von Im ncmen; I oder ob dem anspreche? an dem ende, da der, dem er zu sprechende meynet, gesessen ist, das recht nit füglich were ze ncmende, So sol vnd mag der Anspreche? das recht vordem zu Derne vor dem Rate oder gcrichtc, ob der so man ansprechende meynt dasclbs hingehöret, oder zu Solotorn vor Rate oder qerichte, ob der so man an. > sprechende meynt daselbsbin gebiet, da sol ouch rechte nach smer vordcrunge vnuerzogcnlich vnd one gcuerde gelangen vnd nit verseyt werden- Harwiderumbe were, dz yeman von Bern oder von Solotorn oder dheyner der Iren an dbeynen ron Basel oder der Iren oder die Inen vnd den Iren zugehörtent vtzit I ze sprechende hettent, warvinbe daz were, der sol ouch kommen in die qerichte, da der, dem er zu sprechende meynt, gesessen ist vnd da stieM von Im nemen; oder ob dem Anspreche? an dem ende, da der, dem er zu sprechende meynt, gestio ist, das recht nit fuglich were ze nemcnde, So mag der Ansprecher das Rechte vordem zu Basel ! ^ Rate oder qerichte; da sol Zm ouch das Rechte nach sincr vorderunqe vnuerzoqenlich vnd one g^' gelangen vnd nit verseyt werden. Vnd was eym yeqlichen an solichen enden vrteil vnd Recht gedi" wirdet, das sol In benuqrn vnd daby blibcn; doch Kar Inn Ee vnd offen Wucher Hindan gesetzt, ^ert aber fache, dz > dhrin Pfaffkeit oder Priesterschafft, so vnder vnS bcdenteilcn gesessen were, vemai'den, der dewederem teile vnder vnS zugehört?, mit geistlichen gerichten beklimberte vmbc fachen, die weltlich mere" , vnd eyn teile vnder vnö dem andern teile oder Statd solichs ze wissende tetc vnd begerte, mit Iren Vnder ftlssen ze redende, davon ze stände, Sd sol der »eile, an den solichs gevordert wirk, ire vnderiäi^n, la die sacht antreffende ist, für sich besendrn vnd sy des gütlichen bitten. Wölte denn söliche bette verfoken noch erschicsscn, So sol doch dkein teile vnder vnS solicher Ircr 'Pricsterschafft wider den andern teile oder die syncn dheinen bystand noch Hüffe tun in I dkein wise, Argelistr vnd gevrrde vernutten- Wir haben ouch vnder vnS berctt, dz nicman, so In disrr buntnusse sint, den andern an dbeynen enden 781 verbieten, phenden noch verhelften sol, denn sincn rechten schuldencr, vnd ouch vmb verbrieffte vnd gichtige schulde. Was ouch yemand dem andern, so in diser ver- j buntnusse ist, nu verbriefet hat oder Harnach verbriefen wurde, da fol ouch yederman dem andern nach der briefen sage genug tun, one geuerde. Defchche dz nit, so mag cyn yegtlicher finen briefen nachgan nach irr Innhaltunge vnd fol doch darvmbe wider dife Eynunge nit getan haben. ES sol ouch dhein teile j noch Statd, so in dirrc verbnntnuffe >st, dem andern teile noch Statd, noch den syncn dheynen übergriffe tun libes, löten, gutes noch rech- tunge vnervolget des Rechten vnd ouch den fynen solichs zctunde nit gestatten. Befcheche es aber darüber, bz dhein teile oder Statd dem andern teile oder Statd oder den finen in folicher wife als vorstat an j luten, libe, gute oder dheinen rechtungen vbergriffe, der teile oder die Statd fol solichs in Acht tagen, den nehsten, gentzlich, one alles verziehen vnd one gebresten vnd Widerrede by geswornen eyden widerkeren. Wenn das befchicht, hat denn der teile oder die Statd, so den vbergriffe getan hat, dheine vorderunge oder zufpriiche j zu dem teile oder Statd, dem der übergriffe bescheen ist gefin, So fol derselbe ansprechende teile oder Statd eynen gemeynen obman nemen vnd erkiesen In dem Rate der Statd, an die er zu vorderende meynt, der vor date dis briefes die obmanschafft nit versworn habe. Vnd sol ouch die Statd, in der Rate der gemcyn obman genommen ! wirt, denselben obman wisen, sich der fachen ane- zenemende Vnd wenn dz befchicht, denn so sol der obeman bcden teilen tag verkünden vnd setzen gen Balstal in den nehsten vicrzehen tagen darnach nehstkünfftig vnd söllent alsdenn bebe parthien vnd Sechcre ycgklich parthie mit sinen zwein schidmannen dasclbs hin ! komcn vnd bebe, der obeman vnd die vier Schiedelüte, sich zu der fache mit iren eyden nach satzeS recht verbinden vnd sweren gelerte eyde zu M vnd den heiligen, die fachen zuverhören vnd förderlich darvmbe vßzesprechende, niemand zu liebe voch zu leide, denn als sy gott vnd Ir Eonscientz wiset vnd got darvmbe j antwurten wöllent. Vnd söllent ouch also ze stund daselbs Clage vnd antwurte, Rede vnd Widerrede, briefe vnd kuntschafft, ob os notturfftig ist, oder womitte sich yetweder teile wider den andern getruwet zebehelffende, verhören. Wögent sy denn die fachen mit der mynne vbertragen, wol vnd gut, daby sol das bcliben; Were l l>cs so sol der obeman ze stund vrteil fragen; daruff ouch die Schiedlüte förderlich Ir vrteil sollent geben vnd sprechen. Werdent alsdenn die vier Schiedlöte Einhelle oder der Merteil vnder Inen, daby sol denn die fache beftan. Were aber, daz die Schiedlöte stössig wurden, zwenc gegen zwein, vnd donn den obman l bcdöchte, dz er des Rates bedörffte, So sollent Im die Schiedlöte ze stunde Zr vr- leilen In geschriffte antwurten, ec sy von tage scheiden. Vnd wenn denn dem obeman die vrteilen steantwurtet werden, der sol sich denn bedenken vnd in eynem Monet, dem nehsten darnach, sin vrteil vnd sprechen by sinem besten verstau, j als In denn sin eyde vnd ere gewisen hat. Teten aber blieins teils löte oder eyntzige Personen solichen vbergriffe als vorstat dheinem tcyle oder Statd vnder bns oder den Iren, so in dirre verbuntiuisse vnd eynunge begriffen sint, der vnd die, so solichen vber- sto'ffe getan haben, sollent ir ober« by iren eyden wisen vnd I dazu halten, darvmbe kerunge zctunde, °ne alles verziehen vnd one gebresten vnd wöstunge. Wenn dz befchicht, mögent sy denn den widerteile ""spräche nit vberhaben, so sollent sy dem Rechten nachkomen in mossen nehst dauor geschriben stot, ob oo eynen teile oder eyn Statd vnder vns berörende ist. Were aber sölich anspräche I eyntzige Personen stegen eyntzigen Personen antreffende, So söllent sy darumbe Recht suchen vnd nemen, als der Artikel bauvr geschriben wiset, wie eyns teils eyntzige Personen gegen des andern teils eyntzigen Personen Recht suchen v,,d nemen söllent, ouch one Widerrede vnd Zntrag. Wurde ouch dewederm teile kuntschafft 782 erkannt, > die sol er ouch denn legen vor dem obcman vnd den Sch'edlüten vff eyncn tag zu Balftal, so der obeman ansetzende wirdet, vnqevarlich vnd one alles verziehen. Was ouch vemande vff dcwederew teile von den Sch'edlüten gemeinlich oder dem mereteile vnder den Schiedlüten oder von dem obeman, ob d,e Schiedlüte glich, zwene gegen zwein, I stössiq wurdent, vmb ycgkliche fache in der mynne oder zew Rechten gesprochen wirdet, dz sollent bedc teile, so denn die Sache angetroffen hat, war« vnd stete halten, dawider ouch nit schaffen getan werden, one alle geuerde. Vnd sol ouch niemand den andern an si"" kuntschafft irren, denn ob eyner an des andern teils lllte sin kunt. > schafft zuqe, der sol von Im werden, solich kuntschafft ze geben, vnd sol In der eydt, den er sinem teile getan hat, daran nit >rrcn< denn der zvt des genhlich erlassen sin. Weder teile ouch mit Recht in solichen fachen darnider gelll, der sol den andern teile, sinen widcrsachen, gcntzlichen entschedigcn vnd sinen > kosten abeleqen one sprechen, nach billichen dingen oder erkanntnussc der Schiedlüten oder Obemanö, in mosscn als ob dz were, dz sn sust darumbe in der gsttlicheit nit betragen werden möchten. Ouch sol die Stat^, dem das er zugekört, der da verloren hat, In wisen, dem Spruche genug zetundc vnd vmb deS willen, semlich fachen > von nüwem nit müssen verrechtiget werden. In semlichen setzen ouch beide tc>l> ^ Obeman vnd yetwcdcrteil sin Schicdlütc verköstigen sol bist vff vßtraqc semlichrr fachen. ^ ouch einkellielich vberrinkomen, dz dbein Endqenosse, So in discr Buntnusse sint, vmbe dkeinerlcv für epnander pfandt sin > söllent, alle geuerde dar Inn vermittln. Vnd ,n allen disen vorgesch^' dingen vnd fachen Hand wir die von Basel vorbehept vnd vßgesetzet das heilige Römische Rittst, Herren den B'schoff von Basel, so ne zu ziten ist, vnd sin Gotshus. Vnd wir die vorqenanttN ^ Berne vnd von Solotorn Hand > ouch in diser früntschafft vnd buntnusse vorbehept vnd vßgenonn" ^ heilige Römische Riche vnd alle vnser Evdqenossen vnd Bürgere, zu den wir vormalen verbunden ^ Bcscheche ouch, dz wir dise vnser früntschafft vnd Buntnusse zu dhevnrn künfftigen ziten "stret^"' lrngerrn vnd crnüweren woltrn, > darumbe ist mit sunderheit beretd, dz ouch dise buntnusse allen a> ^ ^ bündrn, d,e wir nach dat diö briefeö mit yemande tun vnd machen würden, vorqan vnd denen ^ ^ ^ sin sol, gliche? wise als ob sy »,,t vßqanqen were, alle geuerde har Znn vermitten. Vnd des al^- ^ vcstcm, warem vrkunde vnd dz wir die egenanten > früntschafft, (geselschafft, Innung? vnd den egenanten vnsern Enden getruwelich, wäre, stete vnd vrstc vnd ouch vnvrrbrochrnlichrn vnd ^ geuerde halten vnd haben sollen vnd wellen, So haben wir d>e egenanten drve Stette Basel, ^ ^ Solotorn vnser neqlich Statt Zr Stette große I Inges,gel getan vnd lassen hencken an disen drve glich gemacht sint vnd ycqklichrr Statd vnder vnö evnrr geben ist. Bescheen vnd ward d>rre ^ ^ geben des andern taqes in dem Monat Mertzen des JareS, als man zalte nach der geburt zebenhundert viertziq vnd Evn Iare. Ptiqam«»»,«, llrt»«»« mit Ki«z,I« »,r »,,t Ai>q,»»iickt t«i Zs»»dl U 783 R4 Friede und Capitel zwischen Philipp Maria, Herzog von Mailand, und den Urnern und ihren Eidgenossen. Lucern. t44t, 4. April. Archiv Mailand. In nomine sancte et Inclivillue I'rinitatis, amen, ^nno a nativitate äomini MIesimo guaärill- ?entv8,ma ^uatlra^vsimo primo, Inclictione czuarta, cliv martis, Quarta mensis ^prilis.— dum aliczuanilill wper nonnullis ^uvstiouikus et äilferentiis, vi^vnlilius iuter Illustrissimum principem et dominum, dominum dilippum Alariam Aln^Ium, llucem Alecliolani etc., dapiv, ^n^lerivszuo comilvm sc ^tanuo dominum, et a^entvs pro oo et v^'us nomine pro parte uns, et Ala^nilicam eomunitatvm Vallis draniv 6e li^a donivljoratarum et axentes pro ipsa communitate et v^us nomine parte altera, ^uerre et lites acte fucrint occg8ionv domitatus vallis deventine, guem eomitatum preäicta communitas vallis dranie pi^neri susceperatl), ex eo guoä nonnulli tiomines ex eorum sulxlitis aliguas petitiones contra et »«lversus nonnullos kumines ^rnolt, antüjui ininistri, et ^oiiannes Xeinpll, canxvllarius vallis draniv, omnos ^>un«^ «jnllici, ^mliassiatores et procuratores ac siu^icario et procuratorio nomine Nicte univvrsi- l >ti8 vallis draniv part«! altera, cum ailiutorio et acliuvamii«e ac precilms, intervvnliouilms et ineclia- 7N4 linne «trenunrum. «pectaliilinni et e^res?i«»rum vir«»rum, «j<»min«»rum Ij»«j«»I1i i>tu««, milili«. civium. 4ae«»I»i >^j».ir/iml»in^, anlnpii ma^istri eiviuni, et II«nriei l^tin^er «le l Iiure^«i, Ij»«i«»I1i l!'^ meister. milili», ««ulteti, 4IIrici 4«? ^rlack, Iju6«»Ili «je Ijin^eltin^en et Intianni« «le !>lulern I'etri «je I.»e«4i'»senb), «cnlleti. Illriii sie Ilertenstein. ministri, I'etri ui «culteti «je I.ueerna, Ileli Ii««jinst, «eninri« ministri, 4«>kanni« t»anni« ^Inrler") «je 4In«Ieril>I^'" «npvr «ilvam. !>I.ir«p>.ir,ji Xel^er, niinistri. et I'Iri»i/X«nl»ul ,!»> IIn«Ierv,iI«jen «ul» «ilvam. 4n«j«»c! ministri, et 4«>j».inni« Ilusler «je 5?ny. Illriei k'.lmer et Ilmlolli linn^l") «je s»Iar«»nia, nninimn nunti«"'"'" et amliassiaturum et pr«»eurat«»rum per »Inmin«»« et »nperinre« 8»«« «jictarum cummunitatum vall""" «1»e a«j kiipism«»«!! ct)nc«ir«Ii.ini s.ilivn«l.im missnrum, «leputaturum et «>r«jin.ituruin, v«»Ienle« »1"'^"^ stu«rra« re«cin«Iere et Intur«»« j»ell«»ruin «lrepilu« tnllere, «>ieti»«>ue lilil,»« et «pie«ti«»nil»i« perpl>»u»n »il« ntinl» et linem impnnere ip«arum,pie partim» parcere Ial>«»ril»i«^1, venerunt et perveniunt «eripl.i titiil«» perpetue pa« i« et c«»n« nr«Iie i» evnm «iuraluraruin, Inina lxle et »ixe «i«»I«> et sr.in«j''> «mni tlapitulnrum prelerite inter parle« inite paci« prijmliti«». Item in primi« ip«i «Inmin»'' 4>- > i»ilu.« et l^tiristnplinru« nomine «p>«» «upra et u> «upra convenerunt et promiserunt vice et n«»n>n^ «ii< ti «l>>nii«ii «lue!» ip«i« «lomini«. «lomini« «>e ti^.i et ipsorun, contemplatione, p«»ti««imnn» c«»n«><1''^^^ e«»rn»n l»vnivoIenti.i ei amicitia, ex ip«in« »lomini ltuei« mui»il!centi.i et Iil»»!rali>a>«' ,l.ir«> et re>1^'^ et cum ellectu numerare »In« ato« lre« millia, lx»c vxlelicel m«»«jo: «Iixato« mile inpresvntiarulN. ^ «>nil»i« ip«i «lomini «le lista «lisponere «s>ie.int et is»8<»8 «jizteilmere n«j ,irl>ilrinin eoeum et >>r«> Iii»«!«» >«»In»t.itl8 «siiiilei» mille «I„enl«>8 isi^i «I«»n«i»i /V^!>I»itu8 et ('ri8t«>s,I>«»fN8, «^»«» »,i»e et »t 8Us>r.i, «I« ,ier>i»t et e»ii> els« « t» r« !>Iiter »»»>« r»veru»t «I.itiin ii, >»r> »exlii, n«»8>r> sttililili« i et r>>», »ir«»n,8s»eeti8 >iri8 /Vnt>»«i«> Ij«ll»e«>. !>nti«hii«» beultet«, eom»»»'^ !.»< er,,« N8i8, 4u«j«»eu Kessee. ministe«», et 4«>Ii.inni i»ls. ek»»/ell«,ri«» vnllis Ilrnnie, recisii«''^^' »«»»nine et viev ^»eefilnenm «Inminornm «je li^» et !»«j i>>s«»s reei>>ien«j»in s»er is»s«>« «I«»nin«»8 4'' ^ eleetis et «jesiulntis, s»e«»nl >,«,e miej,j i,«,l»ri«» ^»j,j»Ije«» sniis« ei>»l<» e»nst»j»nl. j I »Ii«»» «Iiieata^ niillv «licti «lnminus «Vtt>I»>tus et ^lieistnsiii«»!^«!,, n«»min»? «j»i» snsirn et ul 8Ns»rn, lit.ile «I-iee sienniis« fimt ,i«> ss»i>ti«>m «ex i,»n«»f»m imm«!«Iinte s,«»st «Istnm s,fe8<'»i>"^ ^»«»st invi« ein se»siil«»fnm et »Ile.i ««I I»en, ^il»« itnn, et «Iis« f«!ti«»nem i^soenm mns»"^"" «je Ii^,i, j,f«» «snnfnm «ecuritite enntent.itnr s,fesntns «Inminn« l>nx in s>istnns «limitiere «nam l.« ventin»m u««zne ,i«I ljumen limselini enm snis s,ertinenlii.<«. itn ti»men «>»«»«i in «lietn ^,i^n«'k''' " ^ intelli^ttntnr n«e in« Iii«j!»ntnr vi»« I.inlrini et Irinie, «e«I renigneanl isise ville is»»i «jnmin«» «nl» e^us «nli^eetiune. i>fe«Iiele e«»mmnnit.iti et jinminil,»« v.illi« l-rnnie ns«t»e ,i«I terminnm «ji«>"^'^ «ex .innorun, et „Ilri, „,I i,en« s>I»citnm et «liseretinnem isisornn» ln,i^nitie«»rnm min«>rnm >1' Dnmmnlj«» illinl I»en« s,Ii,ei>n,n nnn sinssit trnnsire ne«>»e exten,Ii ultra «j»int«»ljire ^uxta nalnram sn^neris. <^n«» len,s»«»rv «Iiet«»rnm «ex annnrum tr.in«»^jl'' lien« pliciln et «liseretinne »t «u^ira «lietnrnm ma^niticnrum «tnminnrum «je li^a teneantur >>r"!''^ 6« Urania «»mnin«» «lietaln vallem l.eventinam itleaam et expe«jitam likere et »ine „IIa exeeplions «jiniittere et rel.1x.1re s,r< Iil».itn «In»,in«» «luei «eu astenti ae astentiin,« i»rn e« et ein» n«»n,ine. «»1»^^ per enm «licti« «ju«»I»n« inille «incali«, «eu «il»Iati«. c<»n«i^n.iti« et «lepusiti«: I„,c »amen attento intelloc«''' 785 «zuod ipso dominus dux ipsos kominos de vallv I.event!aa l»ene tractaliit et tractari fgciet per «uos vlliciale» «juoscum«jue. Lt signanter «zuod ipse Illiifitrissimus dominus Dux ipsis omnil»us de I-even- tina gratiam faciat et remissionpm oipnium excessuum, c>ui dici possent cos commisissv a tempore insultus facti contra Lirinxonam anno domini currento millesimo «juadrinßvntesimo trißesimo nono. I5t it» dicti dominus ^^akitus ct tdiristopliorus, procuratores nomine c^ua «upra et nt «upra, remi- serunt et remittuut, dulo et lraude «piilmsvis exclusis. — Item prekali domini ^xaditus et Lliristo- pliorus, dicto ducali nomine et de Gratia et munilicentia ipsius domini ducis, concvdunt et kaciunt Im- munitatew et vxceptianem a dacijs, pedaßijs, larletis et ^adellis «zuibuscumt^ue !>omini!m8 de dicta lißa veteri et 8olila conlederatorum et eprum subditis, maßnificis dominis de Lern» et de 8olodro cum vorum suliditi« in kuiusmodi immunitate et exemptione realiter intellecti8 et i»clu8i8 pro eorum mer- cancÜ8, lionis et redus ducendis, tradupvndis et reducvndis versus Nediolanum et us«zuv ad portas Alediolani, eundo et redeundo et eo modo et forma, quilius et prnut prvdicti de I.ueerna, de Urania et de Ilndernaldon de 8ul)tu8 silvam preteritis temporilm8 kalmvrunt vi^ore capitulorum paci8, de «zua 8upra tit mentio, duraturam us«zuv ad lieneplacitum ip8iu8 principi8 et domini, domini duci8 Alvdiolani, excepto tamen 8ale, «>uad per alicsuam per8onam etiam de dicta li^a conduci nee tralieari p088it »juocjuo modo ad parte8 et territoria ip8i»8 domini duci8, in «^uilius e8t prolulutum per decreta 8us 8ul) pen» in ipsis decreti8 cantenta; tioc tamen addito et intellecto propter vitanda8 fraudes et 8can- dala et nv ali^ suk umbra ipsorum de lissa ducant mercantia8 et lraudent dacia, l)uod ^uotioseunuzue aliczua pvr8ona, «zuv 8it ex liominilm« ipsorum de li^a, conducere vvlit ali«suam morcantiam vel Imna, portvt unuw boletinum vel 8criptum autenticum, si^natum et si^illatum «i^illo pre8identium 8»e patrie, per kpiod lidem laciat.l <^uod mercantia, «juam condueit, 8it ipsius vel alicuiu8 de dicta li^a et non alteriu8 cuiuseumc^ue. l^uod Iiuletinum 8en 8criptum pre8entet datiari^s 8eu posterijs datiorum ad lidem saciendam, et ut lidem faciat per 8uum 8acramentum de e^jusmudi, ut prelertur, 8i datiariu8 petat. ^.liler null« exemptione nec immunitalis benelicio Aaudeat nec lruatur kuius capituli «jui- cumtjue tioc non 8ervaverit. ^ttentn tamen, «juod tiomines de valle I.eventina non intelli^antur in lmiu8inodi immunitatis et vxemptionis kenelicio inclu8i, 8vd teneantur etiam tempore, «zuo ea8 dicti de Urania pi^neri tenent, 8olvere datia, furleta, ßabellas et pedaßia, «zuemadmodum ante Im^'usmodi insultum ip8i et ali^ circumvicini more solito 8olverv con8uvverunt. Ita tamen, «^uod ipsi per da- tiario« 8eu alio8 ollicialvs in tiupismodi datÜ8 non duriori seu ri^idiori »c pejori modo, 8ed Izone et keniKne pvrtractentur 8icut ante Iiuiu8modi in8nltum ip8i et alij omne8 circumvicini tractati lue- runt, et sijznantvr in vwendo et vendendo non impedianlur cum eorum mercantÜ8, l>oni8 et retiU8, nec an^arientur ultra et plu8 <>uam alij eorum vi« ini, 8i'ne «nun dolo et lraudv. I8to etiam addito, «juod dominus «Vlilia8 1)e8ertinen8is cum 8uis suliditis et ali^ illnrum de Urania antitpii sulxliti, «jui in pace preterita, de «>ua supra lit mentio, coaderentv8 et compretiensi luerunt, in omnilms Iiis in pre8vnti Instrument» cnntvntis intelli^antur lore inclusi et compreliensi, eisdem modo et forma, c^ui- kus in capituiis predictv pacis iutellecti, inclusi et cowprekensi luerunt et nun alitor. — Item cpmd «uper Iitil»us et cootroversüs particularium personarum, tam illorum de Urania, c>uam etiam aliorum ljuorumcumljuv de li^a donlederatorum vertentilms et «^uv liactenus verse sunt et nun decisv et ter- minate, elli^antur duo lion! viri per ipsuin dominum ducem et ali^ duo^^ per ipsos dominus de IiAa (ionlederatorum prvdicta, «jui co^noscant et tvrwinent dictas litvs, et contionos tianl'^) in oppide 9!) 78K k.unnrnnn«i. latinn«!«» s,»rtit,u« ju««iti»n> «un,marin n» «In plann, «inn «trnpitu nt s,s». ?^t in nanu «pin «Iinti «suatunr «In«« ripti nt i,«»nn cunsninnlin viri «in ut «upr» «llnnti nnn nnnnnr^arnnl, ip«n «lnmin»« IIu« l>»i»n»t pnte«t»tnm nlli^nn«li unum «^uintum «li«nrntun> nt Iw"'' f»m«> «nu nnn«ninntin virum n, lioniiniliu« tamnn «In ip«a lis<» t>insv6nrat«>r»m: ^>n««rum omnium rnl mainri« pgrti« «nntnntin p»rn»Inr «inn ull» nilnepti«^ne. Vnrum «jui» merita n.au«ar»m partium tinnn p»n«lunlnr nt »nriptnm n«t: ,,»u«ii aliam partnm «i vi« rnntn ju«iin»rn". prn minnri «pin«>ue s>»rl>»m «Ii«tnrliin nt «ii«pnn«Ii«» tnnvatnr Iii« mn«Iu« «t nr«In prn rnpnrinn«Ia n»u«»rum vnrilatn: vi«lnlinnl. >1»«^ ^uilii,nt «In ip«a liss», «pii vnlil pnlilinnn« vnl «>unrnmnnn», fanern nnntr» prntalum «inminum «I»^«'"' sts««iinl»ni vnl ali«sunn> «ut»«lilum «nu »Ii«pi«»« «ulikiit«»» ip«iu« prin« ipi« nt «Inmini, «inmini «i» invniilinni« «annt« t^runi«, ^u«; nril terti» «lin mnn«i« i^Iaii prnximn «n«pituri. nt na« prn«nnt»rn «u!» «tili«, latinn «t intnlli^il,ilil,n« vertu« «nu>r» «s»nm nt «>u» «in nn»«» nt «ut, «pin »nun ntn. «Inmini« n«>n«ulil»u« «In lainnrna itn nlarn, «>unll intnll'^ pn««it. «piantum pntanl, » «p>«» vnl »piitm« pntant nt n»u«»m «piarn, nt Innum nnntranlu« vnl ,,slnn«i«>n» nt tnmpn«, «>un i«! snntum nLtititnrit, nun« »pp«»»itinnn ntinm tn«tium, «i «pii prn«nntn« sunrint. pn»iti«>nn« nt sziinrininnin it» in Iii« «nripti« rn«la« tn nt prn«nntatn «Ininiln immnklintn tran««,!»!"^"^ I^ln«IinI»nnin t)nit»>« «in pnranti« lnnnanlnr nt «lntinnnt ip«i «><»mini «in list» tr»n«miltnrn »«I tnrnsw I.u^ani i»n« «lun« s!nmi««»rin« «n» »rt>ilrat«»r«i«. «>un« nllnssnrint, n«i sn«tnm «annti ^nkanni« Ilal'li^ «In mnn«n ^nni^ prn,imn fnlnr«». I!t «imilitnr «lnminu« IIuv tnnnntnn n«I ninn I«,nnm nt «Ii« tn s,«ifn mittnnn «u»« s!«>mi««»ri«»« «nu »rl»ilr»t«»rn«, «sun« nln^nrit. I>n«»vi«innt «sin>«snn lllu«lri««imn« «ionii»'^ «luv. «I »mnn« illi «ui «»1,'Iili. nnnlr» «>»«»« nrunt fnntn sinliti«>nn« nt «sunnnln. vnl nnrum linrn« nnminnti« in «iinti« I«»nn nt Inmsinrn sinn«nntn« v»i«t»nt. <^«>«> «in s»ctn l"^ «linti «^nntn«»' l^»mi««nnii «n» nrl»itr»tl>rn«. vi«j« s,ntilinnil»i« n»»n,innnt ip«»in nnst«»tinm nt tn«tn« ^nntnn nt »n«ii»nt, vi«In»n> vi inlnlli^nnt s«r«> rni vnnitatn nrunn«!», k!> «i s>«»lnn»nt nliksU«»« ynr nminniiilnm nnnnkirilnnn, I»nnn «>ui«Inm; 8in autnm. vnninnt «Iinti s>u»tunr I.unnnnnm immn«Iintn n> «tntim »ntn «mini» nli^nt lll»«ti-i««inni« «I«»minn« lin» «snintnm, «sunm vnlil «In tnrni« lissn nt «"l^ Olli nnm is>«i« «s»»tn«»r s>nn«nn« inlni'«it nt NL »minnnt»n ilii«lnm nti»m cau«n, «i «^nn n«»n«Ium n«»"" n»tn fiirnnt, si»nitni' nt tn«In«, «i »li^ui «In /XI»m»ni» «n» «In si»nlil>u« lis^n n«imin»ti sunrint, ut «> tinssnrnt illn, ,>n»tu«,r »rl>i>r»<«>rn« «»«i»i>>nnm nun tnrniin»nlnr. >»! «in «inn „Ilnrinri s,r<»r«»tt»ti«»nn>^, j„«titi» n,n«li»nln. »I»»«iun sissur» jn«iini^ «n«I ««>1» s»nti vnrjt»tn in«s,nnta, ut s,rnsnrtur. v»In»nt tnrmin»ri s«»rilnr nt tiniri. I^t «i ^ tinstnr« >, ^„<»«1 »Ii,^,i« «In «ulnlili« «lintn li^n n«»Int s,»rnnn nt «Inrn «iint«» ju«Iinin «nu «Innrnl«», «^>n»« illi,,, tnrrn. ul>i >»Ii« n««nl «»riuniln« vnl inn«»In vnl I»ur^nn«i«, ni nnn sirvlinat »u«I>k>^^^ nnn. »li'jn«,«! sirn«i«li„n,. nnn nn«ilinn,. nnn »Ii«>ui« »liu« «In lis^a s»rn«Iint» l'k»nsn«!nr»t«»rnm ni s,rn«i>^'"^' n«»n«iliiim vnl juviimnn n,«»«i«, s»rn«tnt, «n«I «Intnr «iki »n «,mniku« n«»lliss»ti« «in liß» r»t«>rum in nnmmnni nt in s,»rtin„I»i-i t„l»Iilnr rnsiul«», «>t lint »linnu« an «i nnn n««nt nnn sui««et li^» nnn rnsiutntur «In list», it» nli»m, «^,,«,<1 mir» limitn« «iu»rnmn«in»is»n siartinm lis^n «iintum «inl>'>""^ slunnm nnn »Ii«>»nm «In «ui« «ul>«lili« in»l>,intnt, mnln«tnt. «n«t «>unvi«m«»«In sinrturl»»rn sirn«nm»t. «Inln nt sr»»«ln. — ltnm «si,«,«I nmnn« Iinrninn, «In valln Nnni v» «In t'.rualia>»j an nmnn« nt «inss»>> «sni nnm«l»n Iinminn«, «jui num s,rn«Iin»i« linminil»»« nnmmunitati« Dranin a«t liui»«m«»Ii nnntrnvnr«'^' litn« nt «snn«li«»nn« «inv« nnriint, !>«>riin> «»« na«i»mn nnllani in«Iitkn»tinnnn, »nu imminitiam «iinti prin« il'> 787 conselsuantur, secl lsuoä omncs in solitlum «int et esse «lebeant in tali statu, amicitia et Gratia, in stuibus et prout luerumt ante bujusmo«l! litvs, iusullalionvs et eontroversias et oo mollo ae si bu^us- Modi insultus, csucstiones et controversiv facto neu fuissont, dolo et fraudo «zuibusvis in bi^'s ponitus »«motis. promittentvs clonilsuo partes aatolliete, viäolieot uns altori et altera alteri, nominibus suis et nomiuibus «ptibus supra, invicom ae miebi notario et canxollario inkrascripto, tam«zuam pubblieo et autenlico porsouo, roeipionti et slipulauti nomine et vice cuiuslibot dietarum partium et aliorum, Quorum interest vol interesse poterit, pro so et suis suecessoribus bona lido et sine kraudv, omnia et sinßula superius narrata, eonelus» et eomposita baboro et teuere tirma, valida, rata et e»°) Durvaiia. ") Kisling, >») Nach Dumont: Ludsorixsi st oxo L^Ioisug Lttsrii. Die vollständige notaralische Unterschrift fehlt sowohl in unserer Abschrift als bei Dumont; beide folgen offenbar nicht der Originalurkunde, sondern einer Copie. 788 15 Richtung zwischen dem römischen König Friedrich ! I l. und dem Hause Oesterreich einerseits und der Stadt Zürich andererseits. Zlcken. >44?, I 7. Juni. Ttoatsarekiv ÄUrtiti. Wir Fridreich, von gotö gnaden Römscher kling, ze allcnzeiten Merer des Reichs, Herzog ze Oesterreich, ze Steir, ze Kernden vnd ze Kravn, Graue ze Tirol :c, Bekennen vnd tun kundt offenlikb m>l discm brief allen den, die In sehent oder hörent lesen: Wan wir von gütlicher schikkunq > vnd ordewMg zu einem Römischen kling eynhclliklich erwellt vnd loblich gekrönt sind, darumb wir ain rechter, warcr liebbaber vnd schirmer des frideS sein füllen, damit daö heyliq Römsch Reich durch vnS gemerkt werde, als wir denselben namen haben, So gezimbt voraus vnser kliniglichen I Maiestat, die qnedigklich in vnier schoß zu empfaben, die sich erbietend vnS zu dienen, gnad von vnS beqeren vnd sich glitlich mit vnö vereynen als rvnem Römschen klinig, Irem ordenlichen Herrn, vnd ainem flirsten von Oesterreich. ^ wan nu etwas mifihellung, sprnn vnd Zrrung gewesen sind > zwischen vnS als ainem flirsten von Oeste^ reich, von vnser selbS vnd der bochqebornen vnser lieben bruderS vnd vettern, auch des fürstlichen von Oesterreich wegen, an ainem, vnd den Ersamen, vnsern vnd des Reichs lieben getrewn den Burgen meistern, Raten vnd Bürgern qemevniklich der Stat j zu Zürich, an dem andern tail, zuletzt darrlircnd von des SanqanserlandeS, ouch der Hcwser Fröwdcnberg vnd Nidberq wegen, wie dann solich fachen ai" gestalt gebebt baben vny auf datum diy brirfS, So sein wir doch mit denselben von Zürich gnedikbcb vnd gütlich eins worden in solicher > weyse, form vnd mäste, als daS bienach evgrntlich qeschribrn st^ von ainem stuckch an das ander. Des ersten, so baben sich die obgenanten von Zürich begeben gutem willen, vmb dz sy in vnser gnad als ainS Römischen kliniqS vnd ouch ainS flirsten vnd ^ ganzen hawß von Oesterreich ko^ > men, Kiburg, die qraffschaft, zu vnsern banden als ainS flirsten Oesterreich lassen zu komcn vnd vnS die inzuqebcn, wie sv die von der von Togkenburg selig gelöst bade", mit andern losunqen, es sei von den Mandachcrn zu Schafhausen, von eynem artzt zu Eostrntz, Sasparn I von Bonstetcn, ouch mit eyner wysen, die sy darzu gekaufft haben. — Ztein so kabcnt wN Zn ainen brief gegeben vmb den krryß enhalb der Glatt gen der Statt ZürichwertShin, der In ^ basser zugehörn sol, dam,t veder teil weyS vndrrschevd hoher vnd Nenner gerichtet,; vnd wie s derst brief werfet, daby sol eS qenylich bleiben an Intraq. — Item den vorgenannten von Zürich sol belriben der zoll ze Klotten, nachdem als sv den verpkendct haben, den sy fürbaßhin in der GrafsibK Kvburg aufnemcn mugen, wo man durch die Grafschaft varct, nach 2r pfantbriefe > laut vnd sag, sy auch ein jeglicher voqt von Kyburq von vnser wegen getreulich vnd fleißiqlich schlitzen, schirmen hantbabcn sol, wie dickch daö not sein wirdet, doch vnS, vnsern erben vnd nachkomen an der lo!»>^ desselben zollS an schaden, nach der brieur sag darüber vcrsigelt gegeben. I — Ztem desgleichen vmb d>e herschaft Andelyngen, als die von Zürich die an sich gelost haben von Beringer von Landenberg, tabcy suücn sy ouch belriben nach Zr brieue sag, doch vnS, vnsern Erben vnd nachkomen die losung bekalten vmb dieselbe Herschaft, als die dann von vnsern vorfarn versetzt ist nach I der phantbrieue 789 darumb versigelt gegeben. — Ztem was auch die von Zürich die Zeit, als sy die Grafschaft Kyburg ingehebt, geschaft, gemacht, gehandelt, gefetzt vnd geordnet haben, Es fei mit lehen leihen, geistlichen vnd weltlichen, Zrn Bürgern, Bürgerin oder andern leuten, ouch was fy versigelt j vnd verbrieft haben, fy oder Zr vogt, mit vnelichen kinden, mit gerichten oder andern fachen, es sei mit recht oder in der freuntfchaft, dabey sol es gentzlich bleiben vnd fol nyemand von vns, vnfern Erben vnd nachkomen, noch von vnfern Vögten vnd amptlüten fürer, welcher, noch verrer getrenget werden, an j allen Antrag. — (Ztem als wir denn ietz ein redlich, aufrechte, ewige puntnusfe vnd vereynung gemacht haben mit den vorgenanten von Zürich nach laut, form, weyfe vnd maß der buntbrieuc darüber gegeben, darum solich vnser lande vnd leute begriffen sind, als das an im selber ist, Also haben j wir für vns, vnfer erben vnd nachkomen, die wir darzu vestiklich verbinden, von eygcm gutem willen den von Zürich die gnad getan, ob das were, dz einich gefloß, Stat, Best, dorf, herfchaft, Twing, Van, Gerichte oder leute in dem kreys gelegen, wie der in der buntnusse begriffen ist, s fürbaß yemermcr vber kurz oder lang zu vnfern Händen vnd gewalt, auch vnfer erben vnd nachkomen, keme vnd bracht wurde, wie sich fügte, in kouffes, losung oder ander weyfe vnd wege, Solichs fol auch von stund an in den bunt komm, darin verschriben, verbrieft, versichert vnd ver- > sorgt werden mit brieuen, Znsigeln, ciden vnd glübden nach aller notturft vnd des ewigen bundes aufweyfung vnd sag, vnd fol darynne kein verziehen noch fürwort sein. Wer aber, daz Schaffhufen vnd Reynvelden zu dem fürstlichen Hawß von Oesterreich nicht komm vnd bey dem j Reich bleiben, fy beide stett oder eyne, so füllen doch wir mit Zu schaffen, dz fy sich zu den von Zürich verbinden ain Zartzalle, als Costentz, Sant Gallen vnd ander stete, alles vngeucrlich. — Ztem vnd als Rapprefchwil in dem Bunde mit Namen nicht begriffen ist, vnd das von ettlicher fachen j wegen, so ist doch vnser ganze maynung, daz der bund, wie wir des mit den von Zürich, mit andern landen vnd leuten eyns sind, die von Rapprefchwil binden sol zu gleicher wyfe, form vnd maß, als ob sy mit namen darynne begriffen weren. Vnd wenne wir fy zu vnfern Händen nement, j so füllen sy fweren, demselben bunde gnug ze tun als ander vnfer lande vnd leute. Was auch die von Zürich vns vnd den vnfern schuldig find ze tun, nachdem vnd der bund weyfet, das füllen fy vns von der von Rapprefchwil wegen ouch schuldig sein, alle geuerde hie inne ausgesetzt. — Ztem j wir füllen ouch ge- trewlich vnd nach dem besten werben durch vnfere crbcre trefliche botfchaft vmb eyn buntnusse zwischen dem Marggrauen von Röteln vnd Zacoben Druchfeß, mit Bregenz vnd dem Bregenzerwalde, mit dem Bischöfe von Costentz, als mit feinen beiden Stiften Costentz > vnd Chur, mit der Statt Sant Gallen, mit dem lande Appenzelle, mit der Statt Costentz mit fampt Frowenfelde der Herrschaft, ob es den von Costentz bleibet, mit den Herren von Montfort als mit Werdenberg, ouch mit dem grawcn bunde, daz sich die zu vns vnd den von Zürich verbinden, vnd j das auf ain Zarzil, vmb daz dife fach vnd buntnusse bester baß besteen mug vnd bliblich fey nach dem besten. Vnd solich buntnusse fol gefetzt werden mit nottürftigen artikeln aller parteyen halb nach dem gleichisten vnd billichisten. — Item wir füllen ouch vnverzogenlich werben vnd j bestellen vmb die Grafschaft Toggenburg vud vmb Vtznang mit aller zugehörung, solich herfchaften zu kouffen, vnd vmb dz solich lanntrecht, so sy mit den von Sweytz haben, abkamen. > Vnd wir füllen den von Zürich selben kouf werden lassen, in der maß als wir den an vns gezogen vnd I bracht haben, alles vngeuerlich.) — Ztem es fol auch darauf gentzlich hin vnd ab fein "lle vngnad, vcintfchaft, vnwille, mißhellung, fpenn, stoß vnd zwittrecht, so wir gehebt haben, ouch bnscr bruder vnd vettern, fürstcn von Oesterreich, vnd alle die vnfern zu den obgcnanten von Zürich, j 790 wie sich die verlauffen haben vntz vff dise Zeit, eS sey von des Sanqanser landeS, der hcwser Frbwden- berg vnd N'dbcrg oder von andrer fachen wegen, nichts vberal auSqenomen noch Hindan gesatzt, vnd wir vnd vnser erben vnd nachkomen, ouch vnser bruder vnd vettern füllen keyn > vergangner fach den von Zürich zu argem nnmmer gedenken noch gerechen, weder mit Worten noch werchen, schaffen noch verdengen in eynichen weg, wan wir durch Ir ernstliche, fleifsiqe, diemütigc bette für vnö, vnser bruder vnd vettern vnd alle vnser erben vnd nachkomen solich > fachen gnediklich haben lassen vollen, vnd daS mit wolbedachtem mute, gutem rate vnd rechter gewissen, vmb daz die von Zürich sich deftrr willigüchcc gen vnS vnd dem sürstcnlichen hawß von Oesterreich erzeigen, des sy sich auch dicmutiglich erboten dabcn in gegen- > wurttikeit vnsern künstlichen Maiestat. — Ztcm vnd biß obgeschriben alles, wie daS von cvi'tM stukch an daS ander von dem anfange vntz an daS ende qeschriben stet, sol qcntzlich vnd gar durch ""6 vnd die vnsern, ouch ander darynne gemeldet, besorgt vnd volfürt werden nach aller not- I dürft von der bünde vnd andrer fachen wegen, mit brieucn, Instgeln, ryden vnd qlübden vnd allen andern not- durften dingen vnd gedingen, vor vnd ee die dikqenanten von Zürich das GesloSS vnd die Grafschaft Kvburg von Händen geben vnd lassen, als das alles gar ryqentlich bedingt vnd s beredt ist vnd w>c 3N das ouch verqunnet vnd crloubt haben. Vnd wir füllen vnS darynne qetrewlich vnd an alleS verziehen durch vnS vnd vnser botschaft auf das aller kürzest arbeiten, daz dise obqcschribne fachen alle ht ende vnd austrug komend. Wan wen das bcschicht, > so füllen vnS die von Zürich Kvburg, daö Gcsleß vnd die Grafschaft, in maß als daS dauor begriffen ist übergeben vnd alle die brieuc, so von KybuG darrürend, on alles verziehen vnd an allen uitraq vnd qeuerde. — Mit Vrkund des briefs versigelt w't vnser küniglichen Maiestat > anhangenden Ins,gel geben in der Stat vnserS künstlichen StulS zu Nach Kristo gepurdc im vierzehenhundert vnd dem zwey vnd vierz»g>sten Iarc, an Suntag nach Sank V«>^ tag, als wir vnser küngliche krön empfangen haben, vnserS Reichs im dritten Iare. — Perqamint«»« Utiunt« mit anhäiij,i,»«m k«nigli»«m In einer anden>, ebenfalls in, LtaatSarchiv Ellrich liegenden, AnSfcrtiguug dieser Richtung in ganz glc"b" Form aus Pergament mit anhangendem MajestatSsiegel sind die (geheimen), oben durch die Zeitigen s) cingefchloiv"^ Artikel von den Worten: .Item als wir dann ich ei» redlich ausrecht ewige püntnussc vnd vcrchnung gemacht hadcn bis: „Vnd wir füllen den von Zürich selbe» kons werden lasten, in der maß als wir den an vnS gezogen vnd bracht haben, alleS ungcnerlich." — weggelassen. Ewiges Bundniß zwischen Friedrich lll., dein Hause Oesterreich und dessen Städten und Gebieten der vorder« Vande und der Stadt Zürich. Alckcn. >44?, >7. Inni. U»aa»»ar«>>t» Attrtiv, Wir Friedrich, von gotrS gnaden Römischer künig, zu allenzeiten Merer des RichS, Hertzdst Ocsterrich, zu Steir, zu Kerndcn vnd zu Kram, Graue zu Tirol ,e., Bekennen vnd tun kund offenbar mit disem brieuc allen den, die In sehen oder HSren lesen, Daz wir als der Eltist vnd Reqirender fürst des Hawß Oesterrich für vnS vnd die s Hochqeborn Albrechten vnd Sigmunden, auch Hertzoqcn sü Oesterrich »c., vnser lieb Bruder, Vettern vnd Fürsten, vnser aller Erben vnd nachkomen, Auch für all 79t vnser Landvögt, Burgvögt, Bögt vnd ?lmbtlüte, die wir yetz haben oder noch künfftigklich gewynnen in disen nachgeschriben kreyssen, vnd sunderlich für diß vnser nachgenennt Stete, > Besten, lannd vnd lewte, für Schultheissen, Burgermeister, Rete, Bürger vnd für all ander vnser lewte, Edel vnd vnedel, diß krciss Steten vnd vestinen, Nemlich Ryncgkk, die Grafschafft, Burg vnd Stat, mit aller zugehörung, Veldkirch, Stat vnd veste mit Zrr zugehörung, Bludenz mit aller zugehörung, Kyburg der Grafschafft wit! Zrr zugehörung, Wynttertur der Stat, Diessenhofcn, Waltzhut, Loffenberg, Howenstein vnd dem Swartzwald, der vns zugehört, mit Seckingen, ouch mit Rynveldcn der Burg vnd was darzu gehört, Mit der vorgeschriben vnsers landuogts, anderr vnser Reten, auch anderr vnser lüten Rete, mit guter sittlicher vnd synniklicher I Vorbetrachtung durch gutes srides vnd gemachs willen vnscrr lüten vnd guts, vnserr Stete, vesten vnd lenndern, vnd durch nutz vnd frumen willen gemeinlich des lands, einer ge- truen ewigen puntnuß vnd rechten waren eynung überein komen vnd ingcgangen sein mit den Erbern wisen, den Burgermeister, den Reten vnd den Bürgern j gemeinlich der Stat zu Zürich, vnsern vnd des Richs liben getruen. Vnd wir haben bei vnsern küniglichen Worten vnd fürstlichen gnaden vnd als der Eltist vnd regirender fürst des löblichen Hawß zu Osterwick) gelobt vnd verhcissen mit crafft diß briefs, daz wir den vorgenanten von Zürich vnd allen den Ären, die zu Inen gehorent j vnd in den nach- benentcn kreissen gesessen sind, getrulich mit der vnsern leib vnd gut beholffen vnd beraten sollcnt sein gen allen den, vff vnd wider alle die, so Si mit gwalt oder wider Recht an lüten, leib oder gut schad- getind oder angriffend in dhein weis, hinfür ewigklich an allen vßgang, ennd vnd zil, nach den stucken vnd mit j den gedingen, ouch inwendig den zilen vnd kreissen, als hienach gar eigentlich geschriben vnd vnderscheiden ist. Ztem daz ist des ersten da die Ar entspringt, das man nennet am Grinsten, vnd die Aren ab für Hasle, vnd von Haste die richte vber vntz gen Friburg in Uechtland vnd dannen die ricbt nider pntzt gen Solottern, von j Solottern die rechten landstraß über den grossen Howenstein vntzit an bw Virßbrugk vnd soucrr als dy Birö in den Rin gat vnd über den Rin an das Horn vnd souerr die Herschafft der Burg Rinfelden gat. Sodann von Rinfelden den Ryne vff vntz gen Sekingen, von Gelingen gen Loffenberg, von Lossenberg gen Howenstein vnd vber den I wald, der zu Howenstein gehört, Wit sambt Tottnow vnd Schönow, vnd Hindan über den wald die stücht herab bis in den Nyne mit Maltzhut. Sodenn den Ryne vff von Waltzhut vntz gen Schaffhusen, von Schaffhusen den Ryn vff ^Ntz gen Stein, vnd Stein souerr wir gerechtigkcit dorzu haben oder hernachmals gewynnen möchten, vnd ^ po„ Stein den Rine vnd den Vndersew vff vntz gen Costentz, von Costentz den Vodcnsew vff vntz Rynegkk mit siner zugehörung vnd der gantzen Graffschafft doselbs, von Rpnegk bis gen Veldkirch ^ der gantzen Grafschafft, so darzu gehört, von Veldkirch gen Vludentz vnd der gantzen Grafschafft, ^ gen Bludentz gehört, vnd j dannenthin von Bludentz durch Kurwalhen vff vntz an den perg, der da Heist dje Furck, vnd von der Furcken wider an den Grinsten, da die Ar entspringt, als vor an dem ""fang diß kreys geschriben ist. — Ztem were, daz yemand, in welichem adel, stat oder wesen der were, ^ie vorgenanten von Zürich oder die Ären Inwendig den vorgenanten j kreissen vnd zilen in dhein weise wider recht schadgotti oder angriff an lüten, leib oder gut, von des punds oder welicherley fache wegen das nichts ausgenomen, So mag vnd sol ein Bürgermeister vnd ein Rate, die dann zu Zürich gewoit habend, gemeinlich oder der mertcil vnder Zn sich ouf den eyd erkennen, dz Zn an dem angriff brecht ^ beschechen sey vnd daz Si zu der fach vnd dem angriff vnser, vnsers landuogts, vnserr Ambtlüt, dnserr Steten vnd lüte da obbegriffen hilff notdurftig sein vnd daz si vns vnd die vnsern darumb pillich 7g? zu manen haben. Vnd wenn die erkantnuß beschiecht, So mugen such denn dieselben von Altrich oder vnserm landuoqt oder wer denn vnser« I Landuoqt« Stat kalt, in der obqenanten Mister nnt d^r Skat Altrich besiqelten briefen manen. Vnd wenn die manung also beschiecht, So füllen wir, v"" landuoqt oder sein Statkalter nach derselben manunq vnuerzogenlich bey den riden mit vnsern vor qenanten lewten vnd qutcrn vnd mit aller vnserr macht der vorqeschribnen krevssen den > obqenanten von Altrich vnd den Aren an fltrzuq vnd mit guten truwen beholffen vnd beraten sein, als fltrdcr' , als nützlich vnd trostlick, als ob eS vnser oder der vnsern eiqenliche fach werr, vntz daz der sck«'d ^ angriff, so dann den eqenanten von Altrich oder dkeinem Iren, Bürger oder den, so zu Inen gebore» , bescheken ist, gar vnd gentzlich widertan > vnd'abgeleqt wird. Vnd sol onch nnemand dkein f'^ ziechen noch werben, darumb solich kilff abqeslaqen vnd verzogen werd, vnd solich kilff sölle" w>r die vnsern ouch gentzlich tun in vnserm kosten an all qeuerde. — Wer aber, daz an den vorgenanttn Altrich oder an den Iren dkein qgcher angriff geschech, dartzu man ouch qllcher kilff > notdürftig wert, vnd die vnsern das vernemen, da söllen wir, vnser Landvögt, Burqvdqt, Vöqt, Bürgermeister, ^ ^ keisscn, Bürger vnd all ander vnser lewte vnuerzogenlich vnd vnqemant zuziechen qetrewlich vnd vnd dartzu bekolffen vnd beraten sein als ernstlich vnd alö enndltch, als ob darumb qemant wert, derselb angriff abqeleit I vnd bekert oder widertan werd, Ken vnsern kltniqlicken Worten vnd bev den erdt"- so vnser Landvoqt vnd all ander vnser Vögt vnd lewte darumb qelovt vnd qesworn Kavent, ?" der maß, als ob eS vnser oder der vnsern fach were, an alle qeuerde. Dasselb sollen» die vorgen«"^" von Altrich vnd die Iren, so zu Inen qckörend vnd in Iren gebieten gesessen j sind, vnS vnd den zu qlicher wiö kerwider tun. — Were aber, daz die obqenanten von Altrich nach Irer bekantnuß v"'^ Inen zu tun, alö vorftat, sneller vnd gächer kilff notdurfftiq sein wurden nach qestalt Irer fachen, daz Si nickt gepeiten möchten vntz da« Si vnsern Landuoqt qemanten, So muqen So ve die »ea ^ Vogt, Schultkeissen, j Rrte, Burger oder ander vnser lewte, wie diqke vnd vil da« ze schulden kuwbt, Inen gelegen sind, e« sev in Stetten oder auf dem land, manen zu Inen zu zieken, zu glichet w als vnö oder vnsern Landvogt, mit Iren bestgelten briefen. Vnd welich also der vnsern von Inen ^ werdent, der sev vil oder wenig, zu Inen zu zieken, die sullent zu stund an > alles verziehen vnd an ^ flirwort bei den eiden, die Si dorumb qesworn Kavent, zu den von Altrich zieken vnd Inen bebol vnd beraten sein mit leib vnd gut in Irem eigen kosten, vntz daz denselben von Altrich oder den fölicher schab abgelegt wirt oder genug beschiecht vmb die sack, darumb st denn grmant Kavent, ^ oben in dem > ersten artikcl begriffen ist, on qeuerde. — Wer aber dkein fach so groß, daz man zewqS oder qesesseS notdurfftiq were, so sol der »evl, den die fach anqat vnd der also vmb kilff ^ kat, den kosten evnig kaben, so von werchen oder von werckllttcn librr da« qesäß oder über den ^ gat, an qeuerde. — Wer ouch, daz nemant, wer der wer, > die vorqenanten von Altrich oder d" - ^ angriff oder schadgotti an recht, vnd derselb vssertkalb den vorqeseitten zilen vnd kreissen qesefft" wenn eS denn darnach ,e schulden kumbt, da, der oder die, so den anqrtf oder sckadrn getan b' komen in die zil der obqenanten kreissen in vnser Stet, vestinen, qericht, twing oder Venne, den'k> c . Sn alle, ouch I all Je kelffer vnd diener leib vnd Ir gut, sollen» die vnsern kefften vnd angrifft" Si darzu nach allem Iren, vermugen weisen vnd kalten, daz Si den schaden vnd anqr,f ablege", ^ Si an den von Altrich oder den Iren getan kabent, vnd den widertuen vnuerzogenlich vnd a" geuerde. Wir, vnser Landvöqt, Burqvöqt, Dögt, Ambtlltt vnd all ander « vnser lewte, die z" p»s 793 gehörend, da oben begriffen, söllent in allen vnsern Vestinen, Steten, lannden vnd lewten verhütten, versehen vnd vergoumen, als verr wir künnen oder mügen, daz kein frömd Volk, lützel noch vil, vmb eynicherley fach vff die vorgenanten von Zürich, vff dheinen Zren burger, noch vff die, so zu 2nen gehörent, ziechen, Si angreiffen j oder schadigen sollcnt in den vorgenanten kreissen, alle geuerde hier Znne vsgesetzt. Dartzu haben wir von sunderlichen gnaden für vns, all vnser erben vnd nachkomen bei vnsern küniglichen werten gelobt, versprochen vnd verheißen, die vorgenanten von Zürich, alle ir Burger, »ll ir lewt vnd guter vßwendig den obgenanten zilen vnd kreissen in allen j andern vnsern lannden ouch je schirmen vnd ze fristen getrewlich als vnser selbs lewte vnd burger, Znen hilff, fürdernuß, beistand vnd gütigkeit zetun vnd zu erzeigen an alle geuerde. — Wir haben ouch in diser puntnuß vns vnd vnsern Erben vnd allen vnsern Grafen, Herren, Rittern, Knechten vnd allen den Vnsern vorbehebt vnd vßgelassen gericht, j twing, penn, stüren vnd dienst über Stete, über land, über lewt vnd gütere, so in den egenanten Zilen gelegen sind, als wir vnd Si die von alter vnd guter gewonheit vntz an disen pund herbracht vnd gehebt haben. Dartzu so sol ein yeglich Stat, yeglich dorff, yeglicher Hof, yeglich gegend vnd lannd, das vns, den vnsern oder den von Zürich vnd den Zren j zugehört vnd in disem pund begriffen ist, bep seinen geeichten, bei fryheiten, bei ircn hantvesten, bei iren rechten vnd bei iren alten guten gewonheiten gentzlich beleiben, als Si es vntzher gefürt vnd bracht habend, das nyemant den andern doran weder säwmen, irren, hindern noch bekrenckcn sol mit Recht noch an recht, mit Worten noch werchen, j in dheinen weg, alles vngeuerlich. — Item es sollen ouch alle vnsre Slos, Stete vnd Vestinen in disem pund vegriffen der von Zürich vnd aller der Zren offne Hewser heissen vnd sein zu ollen Zren noten, wie digkke vnd vil si des notdurfftig sind, doch mit solichem geding vnd rechtem vnder- scheid, ob Si lüte dar Zn legen würden, das Si ouch wol tun mögen, > das füllen Si tun an vnsern vnd der vnsern merklichen schaden, alles vngeuerlich. — Ztem dartzu sollen wir, vnser Erben vnd nachkomen den vorgenanten von Zürich vnd allen den Zren aus vnd von allen obgeschriben Glossen, Steten, börffern vnd qegenden in dem pund begriffen vnuerdingt kewff zu lassen gan allerlcy guts vmb ir gelt on alle j Hindernuß. — Ztem vnd ob Si aus andern vnsern herschafften, lannden vnd gebieten kauffes bkdurffent, welcherley das ist, nichts auögenomen, Solichen kauss sol man Zn geben vnd vnuerdingt lassen ävgan vmb Zr gelt, vnd Si von sundern gnaden durch vns, vnser Erben vnd nachkomen, ouch vnser llögt vnd ambtlüt vnd alle die vnsern gnedigklich, j güttlich vnd früntlich fürdern, an allen Zntrag vnd ittuerde. Desglich söllent die von Zürich vns vnd den vnsern herwiderumb tun an alle arglist. — Es ist °uch i>, disem pund sunderlich beredt vnd vertedingt vnd hat yctweder teil Zm selber vor vnd vßbehebt, k'oz wir vns fürbaßhin petweder teil sich verpinden mag gen Herren, Steten oder lendern, j nymant ^gelassen, doch daz biß püntnuß ganz vor alle» andern pünden, die wir hienach mit yemant vffnemen ^er machen würden, denn biß püntnuß sol ewigklich fürbaßhin war, stet vnd vnuerbrochen bleiben, mit olle» vor vnd nachgeschriben Stukken, puncten, artikeln, begreiffen vnd meynungen, als Si an disem geschriben stannd. — Ztem fürer ist eigentlich beredt vnd von beben parthyen verdingt, daz entweder teil für den andern Pfand fein sol in dhein weis vnd sol ouch nymant den andern dero, so in d'fen pund gehören, vnd in den obgenanten kreyssen verhcfften noch verbieten, denn den rechten gelten "der pürgen, der Zm dorumb gelobt vnd verheißen hat. — Vnd sol ouch kein Ley j den andern auf dhein f^ömd gericht, geistlichs noch weltlichs, triben, wan yederman sol von dem andern recht ncmen an den steten vnd in den gerichten, da denn der ansprechig sitzet oder dahin er gehört; vnd sol man ouch daselbs 100 784 dem Kleqer vnuerzoqenlich richten vnd 3>n vnqeuerlich deS rechten gestatten vnd helssen. Wurd aber dem Kleqer RechtS verseit oder daz er rechtlos gelassen vnd daö kuntlich wurd, So mag er sein recht wol fürbaS suchen, wie vnd wo Im das denn notdurfftiq ist. Doch so sind dor Inne vfigesetzt geistlich fachen, ouch zinS, die mag vederman inzieken als von alterher komen ist, an geuerde. — Wer ouch, baz wir oder vnser erben, ob wir enweren, vnscr Landvoqt zu j Zeiten, ander vnser ambtlüt oder Visse» lsttc in Steten, Vestincn oder vff dem lannd, die in den vorqeschriben kreissen gesessen sind, qemeinlicv oder dkein sundcrlich, stöSS oder mvfikelunq qewunncn m,t den vorqenanten von Zürich oder m»t den Iren, die zu Inen gehörend gemeinlich, oder mit debrinen sunderlich, oder die obqenanten von Zürich vnd die Iren > zu qlichcr weis mit vnS vnd den vnsern, dorumb füllen wir bei vnsern k,iniglichen worttN die vnsern bei iren aiden vnd die von Zürich vnd die Iren ouch bei iren eyden vnuerzoqenlich zu last" komen gen Var in das Closter, wenn dewcdrer teil von dem andern dorumb mit botten oder mit brüst" ermant wirt, in den neqsten viertzechen tagen nach der manunq, > vnd sol vettweder teil dren Erber die in den kreissen gesessen sind, zu der fach setzen; dieselben Sechs sullent denn zu den keil,gen swere", sölich mvßkellunq vnd die stoSS vnuerzoqenlich vßzerichten zu der mvnn oder zu dem Rechten, ob 6' die mvnn n!t vinden möchten. Vnd wie es diselben Sechs qemeinlich oder der merteil vnder In den» vstrich. > tend vnd vssprechent, das söllent beid teil bei Iren enden stt" vnd wider einander stössiq wurden, So söllent diselben Sechs bei den eyden, so Si qesworn kand, uerzoqenlich Inwendig den netzqenanten zilen einen qemevnen > man zu In kiesen vnd nemen, der bei Iren enden schidlick vnd qemcnn dartzu bedunke, vnd wclichrn Si dartzu kiesent, der es nit versw»" bat, den sol der teil, vnder dem Er gesessen ist, vnucrzoqenlich keissen vnd wiscn, daz Er sich der stch" mit den Sechssen anneme vnd daz er sich mit seinem end verbinde, mit den Sechsten die fach auszerichten,! als vor bescheiden ist. Möchten aber die Sechs nit eins werden mit den qrmevnen, denn dz die anst'" vnser oder der vnsern ist, So sollen wir oder die ous vnser party sind einen qemevnen man ue»"" a»S dem Rat zu Zürich, vnd welichen wir oder die vnsern nemen, der es nit versworn kat, den Si weisen, sich der fach anzcnemen vnd l mit den Sechssen als e>n qemcnner man zu entscheiden. gelich werc die ansprach der von Zürich oder der Iren, So söllent Si einen qemevnen nemen >" obqeschriben kreissen vnder vnserm Landvoqt, andern vnsern Vögten vnd vnsern Reten, oder in wel'^ Skat Si einen Bürgermeister oder Schultbeissen nemen, der rS nit versworn hat, den sollen wir I ob" vnser Erben vnd i.'andvoqt ve zu ziten weisen, sich der fachen vnd Spenne anzenemen vnd mit Sechsten auszerichtcn in mvnn oder Recht, als vorqeschriben stat, alles vnqeuerlich. Wer aber dewedrem teil nemant in dekeinen fachen ungehorsam vnd widerspeniq, oder ob der oder die, so ^ schaden tun oder getan ketten, als arm wern, daz I Si mit gut den schaden nit abgelegen möchten, ^ sol vetweder teil, vnder dem die vngekorsamen oder vnkabenden gesessen sind, den oder die weist" verr Si müqent vnd mit guten trüwen nach In stellen vnd Si also kalten, da, Si mit dem leib ablest" vnd pessrrn den schaden, der ous Si vor den obqenanten Schidlüten bracht wlrt vnd als sich I distlb" Schidlüte qemeinlich oder der merteil vnder In erkennen, an all» geuerde. Was ouch fürbaßb»" sa^" vnd stöSS in Visen, pund vnd in den vorqenanten zilen vnd kreissen von dewedrem teil vfflofft, darU«n ensol der vorqeschriben punt nit zerdrent noch zerbrochen werden, denn daz man vmb veglich sacb s^ die Schidlewt komen vnd den qeborsam > sein sol, als vor ist bescheiden, vnd sol diser pundt in 795 Macht stete vnd vest beliben, als an disem brief vor vnd nach geschriben stat, doch daz yeder teil belib, als er von alter herkomen ist vnd das vor geschriben stat, daz er darumb nit ersucht werden sol, an alle arge list vnd geuerde. Wer aber, daz deweder teyl in das Herkomen sprechen wolt, daz j es nicht kln altes Herkomen were, So sol man darumb zu dem Rechten fürkomen, in der maß als vor geschriben stat. Auch ist eigenlich beredt, vmb das diser ewiger pundt in aller macht stet vnd vest beliben muge, als der an disem brief vor vnd nach geschriben stat, daz wir mit vnserm Landvogt, dem Wolgebornen Marggraf Wilhalmen I von Hochperg, Herren zu Röteln vnd Susenberg, schaffen sollen, ouch mit allen andern vnsern tuten dauor begriffen, es sey in Stetten oder vff dem lannd, schaffen vnd tun sollend, daz die disen pund in allen den Stukken, als an disem brief geschriben stat, ze halten vnd ze volfüren getrülich vnd an alle geuerde, liplich zu got vnd den heiligen swerent, j von vnsern vnd Zr selbs wegen le halten, nun vnd fürbaßhin zu ewigen zeiten, vnd als dik wir einen Landvogt verkeren, welichen wir dann zu Landvogt nemen oder setzen, mit dem oder den sollen wir schaffen, daz er ouch zu glicher wise ynner einem Monad, wenn er zu Landvogt genomen wird, sölichen pundt swere war vnd vest zehaltend, j in der maß als dauor begriffen ist, doch also, wenn ein Landvogt sölich schweren tun wirt, So sollen 2m die egenanten von Zürich, ein Burgermeister vnd Rate, ouch hinwiderumb an unser Stat schweren, disen pundt mit allen Stukken, puncten vnd artickeln war vnd stet ze halten, als oben geschriben ist. Wer aber, daz deHein vnser Landvogt, der yetz ist j oder hernach wirt, vsser dem land füre, wem er denn sein stat beuilhot, wie dicke das beschiecht, dem sol er ouch beuelhen, daz er sich mit seinem cid verpindc, den obgenanten von Zürich biß puntniß zu haltend vnd ze volfüren vntz an sein widerkunfft, in aller der maß, als vor geschriben stat, vngeuerlich. — Die von Zürich habent Zn selber vnd den Iren I bor vnd ausbehebt in disem punde das heilig Römisch Reich, Römisch keiser vnd künig, ouch die pünd, a>d vnd gelübdc, die Sy getan habent vor diser puntnuß zu vnd mit Zren Aidgenossen, welich die dann stnd, daz die vor disem pund geen füllen, alles vngeuerlich. Wir haben ouch vnsselbcr als ein fürst von Oesterrich, den vnsern, allen vnsern j Erben vnd nachkomen in disem pund vorbehebt vnd ausgelassen ^6 heilig Römisch Rieh, vnd was wir als ein Römischer künig in allen puntnussen von Römischer königlicher macht zehandeln vnd zetun haben, das sol vns ouch nicht abgenomen sein. — Ztem mit sunderheit, so haben wir unS des willigklich begeben vnd verschriben für vns, j vnsern Bruder vnd vettern vnd vnser aller erben vnd nachkomen, daz biß puntnuß fürbaßhin, so dik vnd vil das not- burfftig sein wirt vnd welicher fürst von Oesterrich die Stet, lennder, vestinen vnd dörffer i» dem pund begriffen Znn hat, wie dicke das ze schulden kumbt, bestellen, beuestcn vnd conftrmiren sol mit sinem br>ef vnd Znsigel In j aller der wise, form vnd maß, als wir vns in disem pund yetz verschriben vnd dos bestgelt haben; vnd sol das beschehen an alles verziehen vff die Pesten vnd nutzlichsten form, vmb baj diser pund bester krefftigklicher vnd redlicher bestan mug, nun vnd in künfftigen zeiten, alle geuerde hier Znne vsgesetzt. — Es ist ouch sunderlich beredt, durch daz diser j pundt Zungen vnd alten vnd allen ben, so dar Zn gehörend, yemermer bester wissentlicher sey, daz man ye zu zehen Zaren zu Zngeendem ^eyen, dauor oder darnach vngeuerlich, als es vnder vns, den obgeschribnen partyen, von einer an die ander erfordert wirt, wir bey vnsern küniglichen Worten vnd die vnsern bey Zren aiden, auch die von Zürich ^ hei iren aiden, diß puntnuß vnd vereynung ernuwen vnd erlüchten sollen mit worten, mit ^schrifft vnd mit eiden vnd mit allen dingen, so denn dartzu notdurfftig sind. Was ouch denn mannen oder kiniben zu den zeiten der ernuwerung Sechzehen Zar oder darob alt ist, die sollent dann vff beiden 796 parthyen schweren einen Eyd zu got vnd den j heiligen, diß puntnuß ouch stet zu haltend vnd zebabend ewigklich mit allen Stucken, puncten, Artikeln vnd gedinqen, als an disem bnef qrschriben stat, an a « geuerde. Wer aber, daz die nuwerunq also nit bescheke zu denselben Z,len vnd es sich von dekemcrley fach wegen vertzoqen dett oder verziehen wurd, das sol doch diser puntniß vnschedlich > sein, wan lv M> namen ewigklich war vnd stet beliben sol mit allen stucken, so vor vnd nach geschribrn stand, alle gcuer har Jnne vpgesctzt. Wir vnd die vorqenanten von Zürich haben ouch aynmütigklich mit guler zeim vorbetrachtunq vnsselber vorbchrbt vnd vpbehalten, ob wir zu drkeiner zyt durch vnsers qemevnen >'». vnd I vnser vnd der vnsern notdurfft willen, ye nach geleqenheit vnd gestalt der lewffc vnd fache" dmqen einhelliqklich mit einander nun oder hvenach vemer zu Rat wurden, anders dann in der »'»m» vetz verschriben oder beredt ist, es sen zu myndern, zu merend oder zu endernd, daz wir beid des mit einander wol getun mügent vnd qe» > walt haben ssllent, wir wir des evnhelliklich zu rat wc vnd übercm komen, daz es vnü beid partdycn nutz vnd füglich dunckrt, an all« geuerde. diß brieftS, versigelt Mit vnserr küniglichen Maiestat anhangendem Insiqel. Geben in der 6"tut v küniglichen Stuls zu Ache, nach Eristi gepurd vicrtzekenkundert Zar vnd darnach > in dem l^cv viertzigisten Iare, an Suntaq nach sannd Veits tag, als wir vnser küniqlich krön empfangen ^ ' vnserS Reichs im dritten Iare. n,»nii«»rum tlomini iv coveik"' Dttgom«»»«»- U »>,»»« mii a«ba»G«nd»m zros«m M,l«ff«,»ii»,,i ,» A»i»»»s««»« ?s«»»i II. ZZH ff «,!»,!,Ii»» ,,» eff«»»»i«!s»»» , K ff l^egenbrief Zürich's auf den köuiglicheu Brief der Richtung und Vereinigung vom 17. Juni vorher. Hnrick. 144?, 17. Auguft. «ri>m»l! M»t«riali«n z«i »ff«r,,i»is»«» a>»Ichj«»», >. z. s,i«, iy<. Wir der burgermeister, die rät vnd burqer qemeinlich der Statt Zürich bekennend für all vnser nachkamen vnd tund kund offrnlich mit dem brief allen den, d,e in sehen oder hörend ^ Wie wol wir ettlich zit her mit dem loblichen kus Osterrich in widerwertikeiten vnd zwevträstN^ ^ ^ standen sind, als mit fachen, der w»r vnS wider dasselb kus vnderstanden haben, vnd besunder von Sanganser landz vnd der huser Froidcnberq vnd Nitperg wegen, so haben wir vnS doch, nach " ' vrsachen, d,e vns daran bewegen, erkennt, das vnö in sslicher herttikot nach aller geleqenbtU zimlich wär, gegen demselben huS vnd der Herrschaft Osterrich zebetiben. Vnd als nun der lüchtiqist fürst vnd Herr, Herr Fridrxh, Römscher künq, zu allen ziten merer des richs, herczoq ze ze Stir, ze Kernden vnd ze Kram, Herr vff der Wmdischrn March vnd zu Portnow, qraf zu Huvöv" ^ zu Tirol, zu Pstrtt vnd zu Kiburq, Margraf zu Burgow vnd lantqraf in Elsaß, vnser allergnat""' Herr, vß dem ietzqemeldoten loblichen huß Osterrich nach schickt»,q des allmächtigen qotz dem bc'»a ^ Römischen rich fürgeseczt vnd daran loblich gekrönt ist, haben wir von vndertenikeit, trüw vnd geborst' ' dam» wir sinen künstlichen gnaden, als einem Römischen kunq, vnserm rechten, natürlichen vnd o» 797 lichen Herrn, billich verpflichtet vnd im ouch mit sundrer willikeit vnd lieb als eim surften vnd dem Eutzen hus Oesterrich geneigt sint, zu sincn gnaden gekert vnd vns in sin gnad zu diensten vnd gehorsamer willikeit erbotten, dadurch derselb vnser gnadigster Herr, der kung, geruchet hat, vß siner kunglichen angeborn gutikeit vnd miltikeit, das er von der vorberürten vergangnen fachen vnd zweytrecht wegen, damit wir wider das hus Oesterrich gewesen sind, einer gnädigen richtung vnd einung mit vns ingegangen ist vnd wir mit sinen gnaden widerumb sölich richtung demutiklich vffgenomen haben, als hernach geschahen stat. Von erst, so haben wir mit gutem willen, vmb daz wir in sin gnad als eins Römschen tstngs vnd ouch eins fürsten vnd des ganzen hus Oesterrich komm, demselben vnscrm gnädigisten Herren dem kung alS einem fürsten von Oesterrich siner gnaden vnd desselben hus Osterrich grafschafft Kiburg mit alter zugehörung, wie wir die von der von Toggenburg seligen gelöst, vnd mit andern losungen, als von den Mandachern zu Schaffhusen, von einem artzat von Costcntz vnd von Caspern von Bonstetten, Mit sampt einer wisen, die wir dazu koufft, an vns bracht haben, genczlich vnd lediklich zu siner kunglichen gnaden vnd des hus Oesterrich Händen vnd gewaltsam! wider vbergeben vnd ingeantwurtet; da engegen sin kunglich gnad, als der eltist vnd regierender fürst desselben hus Oesterrich, vns vnd vnsern nachkomen die gnad getan hat, das vns als für vnser eigentlich gut fürbasser ewenklich beliben sol, was dißhalb der Glatt ist gen der statt Zürich wert, als die groß statt Zürich ligt, das zu der obgenanten herrschafft vnd grafschafft iecz gehört, von dem als die Glatt vß dem Griffense rinnet vntz das st, in den Rin gat, also das die Glatt die recht vndermarch st,e zwüschend der grafschafft Kiburg vnd der statt Zürich hohen vnd kleinen geeichten; doch darinne vor vnd vsbehalten, ob deö obgenanten vnsers gnädigisten Herren des küngs vordern des hus Oesterrich deheinerley pfantschafft versetzt hetten in dem obgenanten kreiß gelegen, darzu sol sinen gnaden, sinen erben vnd nachkomen deö ietzgenantcn huö Oesterrich losung behalten sin, nach lut vnd sag sölicher pfandbrieff darüber gegeben, an geuerd. — Vns sol ouch beliben der zoll ze Kloten, nachdem vnd wir den verpfent haben, den wir fürbasser vffnemen mugen in der grafschafft Kiburg, wa man durch die selben grafschafft vert, nach vnser pfandbrieff lut vnd sag, doch dem vorgenanten vnserm gnädigen Herren, dem kung, sinen erben vnd nachkomen des hus Oesterrich "ä der losung desselben zollö an schaden, nach der brief sag darüber besigelt geben. — Desglichen vmb die verschafft Andolfingen, als wir die an vns gelöst haben von Beringern von Landenberg, daby füllend ouch beliben nach vnser brieff sag, doch dem benanten vnserm gnädigisten Herren vnd dem huö Oesterrich b>e losung vorbehalten vmb die selben herrschafft, als die denn von iren vordern versetzt ist, nach der Pfandbrief sag darüber versigelt geben. — Der egenant vnser gnädigister Herr der kung hat vns zu sundern gnaden sich verwilliget, Herrn Heinrich Swenden von Zürich die Vogtye der obgenanten Grafschafft K'burg die ersten vnd nächsten zwei, sar zu enpfelhen, der sinen gnaden sweren vnd gehorsam sin sol, ander siner gnaden vögt. Wäre aber, daz er in den zwein iaren abgieng oder vnnuh wurd, oder in sin gnad nach den zwein iaren verendern wurd, oder wie dick er oder sin erben des hus Oesterrich darnach ein Vogt daselbz endern wellen, welicher denn zu ziten vogt ist, so füllen st, doch vns zu sundern g"aden vnd gutem willen vnd ouch darumb, das bis grafschasst wol vnd redlich mit landzlüten beseczt damit die land bester bas in gutem frid vnd schirm bestandint, vns fürhalten vnd nemen sechs, ncht oder zehen erber fromer edler mann von disen nachgeschribnen refieren vnd landen, von dem Argow, Thurgow Zürichgow, Brisgow, Hegow vnd von dem Swarczwald, den der obgenant vnser gnädigster bcrr, de/ kung, ietz innhat vnd der sinen gnaden vnd dem hus Oesterrich zugehört. Vnd für welichen 79V vnder den selben, die vns fürgeschlagen oder qenempt sind, wir bittend, dem sul d>e Voqtye zu beuolhen werden, so dik vnd v,l es zu schulden kumpt, das man ein vogt daselbz l»n setzen wil, » anders sol die obqeschriben voqtye zu Kiburg in emichen weg sürbasser deseczt noch versorgt wer Derselb voqt zu Kiburg vnder der benanten vnser gnädigen Herrschast von Oesterrich lantvogt Ü» ^ als ander >r burgvögt, vnd sol ouch der selb vnd ein icqlicher vogt vns vnd die vnsern gütlich » früntlich kalten vnd vnS beliben lassen, w,e w«r von alter herkomen sind, an allen 'Ntrag vnd ist ' er sol ouch der vuntnusse, die die vorgenant vnser gnädige kerrschast mit vnS kat, nachgan d»d ^ tun mit e,dcn vnd geluvten, wie denn die wiset, verscheiden vnd besigelt ,si, an alle geuerd. ^ ouch die grafschafft Kiburg mit aller ir zugekörung, wie die denn von vns an den vorgenanten gnädigsten kerren den küniq komen «st vnd ob ichtz mer darzu gelöst wurd, sürbasser ewentl«ch tünqlichen gnaden vnd dem kus Oesterrich vnd by »rem stammen beliben vnd davon »'»cht verendert werden, weder mit versetzen noch verkosten, »n einichen weg. Wäre aber, das gnädig herrschafft die benanten iro grasschafft Kiburg versetzen, vcrpsenden oder von Händen lasse» > ^ ^ oder etlich lüt, qült, güter, zins, gericht, twing, brnn oder anders dauon vbrr kurz oder lang, das fügen wurd, von was fachen wegen das were, so bat der vorgenant vnser gnädigister Herr ^ vns sölich gnad getan, das man die selben qrasschafft, qült, zins, lüt oder gut, was das »st „ zu vnsern Händen sol lassen komen für allermengklich, so verr wir des begern, darzu ss»» ^ ^ banden nemcn wetten; doch das wir sovil darumb geben vnd tun als ander lüt, an alle geuerd. von der andern vfantschafftrn wegen, so wir von den fürsten von Oesterrich, des obgenanten '' qnädigisten Herrn des künqS vordern vnd dem huS Oesterrich haben, ouch von andern lüten, du ^ pfand vor ziten von >n vcrpfent haben, sunder ouch vmb d»c pfandschafft, so vnser burger oder ^ grrin »nnhabend, es sy von den fürsten von Oesterrich oder andern lüten, d,c söliche dem loblichen hus Oesterrich verpfent haben, by sölichen pfänden füllen wir vnd d,e vnsern nach sölicher pfanlbr,ef sag, die sy darumb haben, wie die denn luten vnd als sy von den Oesterrich verseczt sind, doch dem benempten vnsern» gnädigen Herren dem küng, flnen erben v»^ komen deS HuS Ostcrrich an der losunq gentzlich an schaden, die sy tun mögen zu welicher z>t ^ nach sag der Pfandbrief, der man ic statt tun vnd gehorsam sin sol an alles verziehen. der egenant vnser gnädiger Herr der kunq vns vnd den vnsern solich sunder gnad getan >n diu»' das er, sin erben oder nachkomen, nieman sürbasser vergunnen, verwillqen, «rloubcn noch ^ sulten, sölich pfandschafft von vnser gemeinen statt noch den vnsern, es sven burger oder lösen vber kurz oder lang, sunder füllen sy also bv iren pfänden beliben, die nutzen, druchen v»d ' ^ ,n masse, als vns vnd den vnsern die versetzt stnd vnd nach lut vnd sag ,rer Pfandbrief, »»^ losung also nieman tun, denn vnser gnädig Herren von Oesterrich, ,r erben vnd nachkomen, stl'^ schafft bi in zu beHaben vnd n,cht verrer zu versetzen in dehein weg. Sölicher losung wir vnd du ^ ^ »n allezit statt tun vnd gehorsam sin sullen an allen »ntrag vnd geuerd. Wurden aber ettlich von dem benempten vnsern» Herren dem kung, stnen erben oder nachkomen von vns gelöst, oder lang, d»e selben sullen ouch by stnen gnaden, stnen erben vnd nachkomen vnd dem Osterrich beliben ,n gelicher w,se, form vnd masse als Kiburg. Wöitcn sy aber du guntz yerpfenden, verkouffen oder etwas davon, lut, gut, zins, gericht oder anders, das füllen sy vns für werden lassen, ob wir des begeren vnd darumb so vil geben vnd tun wellen, als ander lüt, >» 79» form, als das vmb Kiburg dauor gesetzt ist. Söliche Herrschafften, eine oder mer, so also von vns oder den vnsern gelöst wurden, sol man beuogten vnd vns lüt flirschlahen von edeln fromen lstten von den landen vnd enden, als vorstat, als dik vnd vil das ze schulden kumpt; vnd flir welichen vnder den selben wir bitten, dem sol man sölich vogtye, die denn zu besetzen notdurfftig ist, beuelhen in gelicher form, wise vnd maß, als das vmb Kiburg dauor gesetzt vnd geschriben ist, an allen intrag vnd geuerd. Was ouch schloß vnd hcrrschafften von vns von der vorgenanten vnser gnadigen herrschafft von Oesterrich gelöst wurden, die selben schloß vnd herrschafft sullen denn ouch in der puntnusse sin, die der obgenant Unser gnädige Herr der kung mit vns gemacht hat, ewiklich, vnd sol das mit briefen, insigeln, eiden vnd gellipten versichert vnd versorgt werden nach dem allerbesten vnd wie das notturfftig ist vnd am redlichsten bestan vnd beliben mag, in masse als es von der andern des hus Osterrich geschlosser wegen in den Pundbriefen zwüschend dem bcnempten vnserm gnädigen Herren dem kung vnd vns darumb gegeben, begriffen ist, an geuerd. — Ob sich ouch sägte, das die herrschafft vnd grafschafft Baden zu des vorgenanten bnseres gnädigisten Herrn des kungs, siner erben oder nachkomen Hand iemer mer kämy, vber kurz oder lang, so hat vns der selb vnser Herr der kung ouch sölich sunderlich gnad getan vnd erzöigt, das die selb herrschafft Baden beuogtet sol werden mit lüten in gelicher wise, form vnd masse, als Kiburg vnd ouch ander schloß, als das vor eigenlicher begriffen ist; vnd für welichen wir bitten vnder den, die vns sürgehalten werden, dem sol man die vogtye beuelhen, so dik vnd vil das ze schulden kumpt. — Aber vmb die vndermarch zwüschen Baden vnd Zürich vff dem land, da die klein statt ligt, wie die kleini vnd holst gericht fürbasser sullen beliben, sol es also sin, das vnser hohe gericht gan sullen von vnser statt heruß fo wit vnd verr als die kleinen gericht zu Altstetten gend, die richti hinab vntz in die Lindmag vnd vber sich die richti vff in den berg, vmb das an dem end vnd vff dem selben land der Lindmag halb iettweder Party fürbasser wissen mug, wie verr die hohen gericht gan sullen. — Was ouch lehen in der herrschafft Kiburg oder Baden ligend, oder in andern herrschafften, so wir innhaben, ob die zu des vorgenanten bnsers gnädigisten Herren des küngs, siner erben oder nachkomen Händen kämen, die selben lehen vnser burger oder burgerin enpfahen sullen vber kurz oder lang, die denn dem hus Osterrich zu lehen gehören, bon einem Vogt jeglicher herrschafft, den der ieczgenant vnser gnädigister Herr der kling, sin erben vnd pachkomen dahin gesetzt vnd geben haben, vnd füllend fürbasser nit gebunden sin, die lehen zu enpfahen; Pud sol ouch ieglicher vogt in(en) söliche ervordrote lehen lihen vnder siner Verwesung gelegen, an vnser pbgenanten herrschafft von Osterrich statt, mit fryer Hand, knaben vnd tochtern, nach sitt vnd gewonheit hus Osterrich, an den enden wie sölichs von alter herkommen ist, doch vns vnschedlich an vnsern leiten, die wir haben vmb des heiligen Römischen richs lehen, daby wir beliben sullen, wie wir sölich fryheit vntz her gebracht vnd der genossen haben. Wenn man ouch vmb des hus Osterrich lehen rechtigen PM vnd das not sin wurd, daö sol beschchen vor einem vogt vnd in ieglicher herrschafft, ouch vor den Mannen derselbigen herrschafft oder andern, die lehen von dem hus Osterrich haben, soverr das vnser burger oder burgerin berllret. Were aber, das der benempt vnser gnädiger Herr der kling oder ein uuderer fürst von Oesterrich gegenwllrtig were in sölichen herrschafften, so sullen vnser burger oder Bürgerin alle die zit vnd wil, als er da ist, lehen von im enpfahen vnd vor denselben vnsern gnädigen ^rren oder iren mannen rechtigen oder dahin sy das wisen, so dik vnd vil daz zeschulden kumpt, an alle geuerd. — Als denn der obgenant vnser gnädiger Herr der kung ein puntnusse vnd vereinung mit vns ^Macht hat nach innhaltung der buntbrief vorüber gegeben, darin sin vnd des hus Osterrich land vnd lüt 800 begriffen sind, als das an im selber ist, also kat vnS derscld vnser gnädiger derr die qnad getan, ob daS wär, das einich siatt, schloß, vesi, dorff, Kerrschafft, twinq, bann, qencht oder lüt in dem kreis, gelegen, w,e der in der puntnusse begriffen ist, sürbasser iemermer, vber kurz oder lang, in desselben vn er^ gnädigen derren, siner erben oder nachkamen banden kämen vnd bracht wurden, wie sich da, fügte, kouff,, losung oder ander wise vnd weg, sölichs sol ouch von stund an in den pund komen, darin schrieben, verbrieset, versichert vnd besorgt werden mit briefen, insiqeln, eiden vnd geluvten m»b ^ notturfft vnd des ewigen punds vsswisunq vnd sag, vnd sol darinn kein verz,echen noch flirwoit Wäre aber, daS Schaffbusen vnd Rinfelden ,u dem kuS Oesterrich nicht kämen vnd bv dem rich bk > ^ ^ sn be,d stett oder eine, so sol doch der eqenant vnser gnädigster Herr der kunq mit >n schaffen, ^ ^ sich ,u vnö verbinden ein Zarzal, als Sostentz, Sant Gallen vnd ander stett, alles vnqe»»arl'w als Raperswil mit namen in dem pund nicht begriffen ist, vnd daS von etlicher fach wegen, l? lol o ^eö eqenanten vnsereS qnädiqisten Herren des kunqö mc,nung sin, das der pund des mit vnö w't a ^ landen vnd litten e>n>q worden ist, die von RapperSwil binden sol in qelicher wise, maß vnd ^ ob sy mit namen darin begriffen wcrmd, vnd wenn sn d,e obqenanten vnser gnädig Herren von - ^ ^ ,u iren banden nemen, so füllen sn sweren, demselben pund qnuq ze tun, als ander der selbe» ^ gnädigen Herren land vnd lüt. WaS wir ouch denselben vnsern gnädigen krrren von Oesters den iren schuldig sind zetund, nach dem vnd der pund wiset, daS füllend wir in von der von Navb"' wegen ouch schuldig sin, alle qeuerd berinn vßqesekt. — Der eqcnannt vnser gnädigister Herr der ' sol ouch qctruwlich vnd nach dem besten werben durch sin treffenlich botschafft vmb ein puntnusse^ dem marqraffen von Röteln vnd Herrn Jacoben Truchsässen, mit Bregentz vnd dem Bregentzn"" ' m,t dem bischoff von Costcn, als mit sinen beiden stifften Costentz vnd Sbur, mit der statt Sa»t ' mit dem lande Appenzell, m,t der Statt Lostentz mit sampt Frowenseld der kerrschafft, ob «S " ^ ^ ssostentz beliby, m»t den Herren von Montfort als mit Werdenberg, ouch mit dem grawcn p»»^' sich die zu sinen kilnqlichen gnaden vnd dem KuS Oestcrrich, ouch zu vnö verbinden, vnd daS ^ jarzal, vmb das dise fach vnd die puntnusse bester baS bestan muq vnd beliplich siq, nach de«» Vnd lolich puntnuß soll gesetzt werde«« mit notturfftiqen Artikeln aller partyen kalb nach de«» gt^'" vnd billichistcn. — Der obgenant vnser gnädigister Herr der kling sol ouch vnuerzogenlich werbe» ^ ^ vmb die qrafschafft Toggenburq vnd vmb Vcznanq ,n>t aller zugekörung, sölich berrschafften »» vmb das sölich lantrecht, so sy mit den von Swiez h.n«d, abkäm, vnd sin gnad sol denn vnS ^ werden lassen IN der Masse, als er den an sich gezogen vnd bracht kat, alles vngeuarlich. " l^l ^ qentzlich daruff hin vnd ab sin alle vngnad, vintschafft, vnwill, mißhrllung, spenn, stöß vnd ^ so der obqenannt vnser gnädigister berr der kung, o»ich sin bruder vnd vettern, slirsten von lasier ^ vnd alle die iren gekept band zu vnS, wie sich die verloffrn haben als vny vff dise zit, e» siä Sanqanser landz, der biiscr ^röidenberq vnd Nidperg oder von anderer fachen wegen, vßgenomcn noch bindan gesetzt, vnd die »genanten vnser gnädig Herren von Osterrich füllen v»ö vergangner fach zu argem niemer gedenken noch gercchen, weder mit worten noch werchen, sch«'»^' ' . verktnqcn in einichen weg, wan der obgenant vnser gnädiger Herr der kling durch vnser ernstlich' vnd demutig bctt sölich fachen gnadenklich Valien hat lassen, vmb das w«r vnS bester will'kl'ü^' sinen gnaden vnd dem loblichen KuS Osterrick erzeigen, des wir vnS ouch demutiklich erbotte" babc» ^ gegenw,irt»ke>t siner klinglichen Maiestat. 2tem vnd bis vorgeschriben alles, >v,r das von e,nem st»^ 801 das ander von dem ansang vntz an das end geschriben ftat, sol genzlich vnd gar durch den vorgenanten vnsern gnädigisten Herren den kung vnd die sinen, ouch ander darin gemeldet, besorgt vnd vollefürt werden nach aller notturfft, von der bund vnd anderer suchen wegen, mit briefen, insigeln, eiden vnd geluvten vnd allen andern notturfftigen dingen vnd gedingen, vor vnd ee wir vorgenanten von Zürich das geschloß vnd die grafschafft Kiburg vonhanden geben vnd lassen, als das alles gar eigenlich bedingt vnd berett ist, vnd der genant vnser gnadigister Herr der küng vns das vergönnt vnd erloupt hat, vnd °r sol sich darin getrüwlich vnd an alles verziehen durch sich vnd sin botschafft vff das aller kürzest arbeiten, das dise obgeschribnen fachen alle zu end vnd vstrag komend. Wann wenn das beschickst, so lvllen wir vnserm gnädigisten Herrn dem kling Kiburg das geschloß vnd die grafschafft, in masse als das davor begriffen ist übergeben vnd alle die brief, so von Kiburg darrürend, an alles verziehen vnd an allen intrag vnd geuerd. — Als wir ouch das floß Kiburg swarlich vnd kostlich gebuwt haben mit grossen kosten, hat vns der obgenant vnser gnadigister Herr, der küng, zu ergetzung vnd Widerlegung desselben buws vff die grafschafft vnd herrschafft zu Grüningen geschlagen zweithusend guter rinscher Guldin zu der summ, so vns dieselb grafschafft vorhin ftat, als vns die von den Gäßlern versetzt ist, die innzehaben vnd ze nutzen an abschlag der nutz, so lang vnd vil, das dieselb grafschafft vnd Herrschaft Grüningen von dem obgenanten vnserm gnädigen Herrn dem küng, sinen erben vnd nachkomen des hus Osterrich von vns geledget vnd gelost wirt mit der summ, als sy denn von den Geßlern versetzt ist, ouch mit sampt disen zwey thusent guter rinscher guldin, so der ietzgcnant vnser gnadigister Herr vns ietz daruff geschlagen vnd gesetzt hat; derselben losung wir vnd vnser nachkomen demselben vnserm gnädigeften Herren dem küng, sinen erben vnd nachkomen des hus Oesterrich statt tun vnd gehorsam sin füllen vnd wellen "vch sölicher pfantbrief sag, von den Gäßlern vnd ouch dem ietzgcnanten vnserm gnädigen Herren dar vber gegeben, wann vnd zu welicher zit sy des begeren, an widerred, alles vngeuarlich. — Vnd des "kles zu einem waren, stäten, veften vrkund, so haben wir obgenanten von Zürich vnser statt gemein 'vsigel offenlich gehenkt an disen brief, der geben ist zu Zürich, vff fritag nach vnser lieben frowen tag ie mittem ougsten, do man zalt von der geburt Cristi Viertzehenhundert viertzig vnd zwey tare. R«. Waffenstillstand zwischen Zürich und Oesterreich einerseits und den Vl Orten Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug llnd Glarus andererseits. Vor Rappcrswttl. I44S, M Angttft. Tschudi! Chronik II. Z»Z —ZSS, Wir Heinrich, von Gottes Gnaden Bischoff zu Costentz vnd Verweser des Stiffts ze Chure, tund ^nd allermäncklichen mit disem Brief i Als von solcher Stoß, Spänn, Kriegen vnd Mißhellung wegen, ^ leider vfferstanden vnd erwachsen warend zwüschend dem Wolgebornen Margraf Wilhelm von Hoch- Herren ze Rötelen vnd ze Susenberg, der Durchlüchtigcn Hochgebornen Fürsten der Herrschafft Oesterrich Landtvogt in Elsaß :c., als von derselben Herrschafft vnd des Huß Oesterrich wegen, vnd den Eersamen, Wisen Burgermeister, Rät vnd Burgeren der Statt Zürich vnd Zren Helfferen vff 101 80? einem Teil, vnd den Fürsichtiqen, W'sen Schulthe,ssen, Ammannen, Räten, Bürgeren, Land-Lüten vnd Gemeinden der Eydqnoßschafft, nämlich der Statt vnd Landern Lucern, Vri, Schwitz, Vnderwalden, Zug vnd Glarus vnd Iren Helfferen, vff dem andern Teil, darrürcnde vnd harwachscnde von der Punden wegen, so die gedachten Eydqnossen, Stett vnd Lender, vnd die von Zürich samend band, da die Stett vnd Länder meintend, daß die von Zürich sich darinne etwas übersechcn kcttind, ouch daß die Zürich mit der Herrschafft vnd dem Huß Oesierrich ctlich Verpündtnussen gemacht vnd getan dltt> e fürer dann si deduchte nach Harkommenheit billich sin, ouch daß die Herrschafft von Oesierrich ^ von Zürich, vndcrzoqen hett mit Vkrpündtnuffcn, sürer den si aber tun sötte nach Jnh»,lt der AridG zwüschend der Herrschafft von Oesierrich vnd der Eydqnoßschafft vor Ziten gemacht, als die Eydgnon ouch meintend. Vnd von sölicher vnd anderer treffenlicher Sachen wegen, so dann darin geeisten N ^ die gedachten, der Landvogt, ouch ander der Herrschafft von Oesierrich Lüt, Edel vnd Pnedel, in ^ vnd vff dem Land, mit sampt den von Zürich, gegen den vorqenanten Stetten vnd Landern der gnoßschafft, vnd dieselben Evdqnosscn gegen Inen, zu offnem »ödtlichem Krieg vnd rechter V>endl ^ kommen, die vnS in beiden Teilen wegen in qantzen vnd waren Trüwen leid sind gewesen, als dill'^b' - vnd von dcßweqen vnd darumb, daß wir geneigt sind zu allem Friden vnd ein Fürst des FridenS ^ vnd wesen sollend, so habend w,r vns so vil vnd verr gearbeitet, harinne gesucht vnd geworden ^ von vnS lassen suchen vnd werben, mit Namen durch den Eerwirdigrn, vnsern lieben Fürsten vnd ' dechtigen Apt Rudolfen zu Emsidlen vnd den Edlen Fridrichen von Hewrn, Fryen, vnsern lieben ^ die ouch Jr qantz Vermügen mit vns als Liebhaber des Friedens getan Hand, inmassen daß w>r ^ vfrechten, redlichen, qantzen, qctrüwen, vnqevarlichen, guten vnd warhafften Fr,den sunden vnd ge>na ' vnd den getrüwlich abberedt habend zwüschend den obgemelten, dem Landtvogt der Herrschafft von ^ ^ rich, Jrn Heistern vnd Lüten, Stett vnd Ländern, dem Bürgermeister, Rat, Bürgeren vnd der 67 ^ Zürich; Vnd den vilgenanten Schultkrissrn, Ammannen, Räten, Bürgern vnd Gemeinden der vorgew'" Evdqnossen. Drrsclb Frid anfachen sol vff Morn, Samstag St. Lorenyen Zag, ze Sunnen vnd wären vnd bestan dannethin vntz vff St. Jorgen Tag, des H. RitterS, nächst kommend na«V biß Briefs vnd denselben Tag allen, von beiden obgemelten Pärchen, allen Iren Helfferen vnd vnd allen denen, so beiden Partvcn vnd von tetweder Party wegen darzu qekafft, gewandt vnd daru" verdacht sind, getrüwlich vnd vnqevarlich, vff solich Form, Meinung vnd ,n den Stucken, Pu"^^ Worten vnd Articklen, als hicnach von Wort zu Wort geschriben stat, gehalten werden. Ten, >st ^ Zu dem Ersten, daß alle die, si sigind Edel oder Vnedrl, so zu disen Ziten vnd in d>sc«n von der Herrschafft vnd des Huß OesterrichS wegen ze Zürich in der Statt sind, setz ze AnguNä ^ FridenS abzicchkn vnd von danncn ryten vnd varrn sollend on alles lenqer Verzirchen, vnqevarl>td sollend ouch beid Zeil die Gefangen, so si habend, vff erdrre, redliche Tröstung für ein zitlicht Summ GeltS vßlassen, leqklichrm vffzelegen nachdem vnd Er dann habend ist, sich in dem FrideN ^ zu stellen vnd wider zu antwurten, oder aber sslich« vertröste Summ Gelts zu gebende vnd ^ vnd Taqö geben, vnd ouch die Z,t des FridenS alles vnbrzaltrn Schätzgelt» vnd Brandschatzt^' ^ sige vcrtrSst oder ntt, vngevordcrt belyben, sunder das in Gutem lassen anstan biß zu Vßganq deS FrideN vnd die Gefangnen vff beiden Teilen ,n dem Zit nit straffen noch schetzen in kein weg. Darzu so U'üt" ouch solliche Gefangne >etz angcndS abtragen vnd bezalen, ledern,an für sich selbS, den Eosten, » Äm gangen ist von der Atzung wegen in der Gesangenschafft, ouch vngevarlichen. Ouch 'st 803 Friden beredt, was deweder Teil in disem Krieg vnd der Viendtschafft dem andern ingenommen, an- gewunnen vnd erobert hat, es sigind Besten, Schloß, Stett, Land, Gericht, Lüt oder Gut, das soll ouch jetwederm Teil belyben mit aller Gewaltsammi vnd Gerechtigkeit, als dann söllicl) erobert Gut harkommen 'st, vnd alles das darzu gehört, von dem andern Teil vngesumbt disen Friden vß, ouch vngevarlich. So ist ouch mit Sunderheit beredt vnd betädingt worden, vmb daß sich diser Frid von Tag zu Tag ze Noch besserer Fründtlichkeit mache, daß beid Teil in dem Zit des Fridens tugendlich, fründtlich vnd gütlich Zusammen wandten vnd werben vnd Zrs Libs vnd Guts vor vnd gegen einander gefryet vnd sicher sin sollend in Stetten vnd vff dem Land, allenthalben, nachdem vnd sich das dann zu vnd in solichem Friden stepurt, ouch vngevarlich. Vnd ob sich dheinerlei Sach vnd Vnwillens in dem Zit des Fridens erheben vnd machen wurd, da Gott der Allmachtig darvor sy, vff welichem Teil oder wie sich das fügte, es gienge zu durch Wort oder Werck, darumb soll doch diser Frid von den übrigen zu den Sachen gehafft, gewandt vnd darunder verdacht das obgemelt Zit vß bester minder nit gehalten, sunder dem nachkommen werden, vnd die Schuldigen, Zr sige einer oder mer, in den Gerichten, da si dann solich Sachen getan vnd begangen Hand, vmb sollichs mit Recht siirgenommen vnd gestrafft werden, nachdem vnd sich dann nach Gestalt vnd Gelegenheit einer iegklichen Sach, ouch Recht vnd Gewonhcit des Gerichts, darin sich dann der Handel gemacht vnd verlouffen hat, höischet vnd gcplirt, alles on alle Widcrrcd vnd Gevard. Ouch ist beredt worden, daß vff dewederm Teil nieman den andern in dem Zit biß Fridens nit flirnemmen noch bekümbern soll mit keinen frembden Gerichten, dann iedcrman soll von dem andern Recht nemmen an den Stetten vnd vor dem Gerichte, da die Ansprachigen gesessen sind, vngevarlich; doch vmb Zinß soll jederman vnd mag werben, als das vntzhar gewonlich gewesen ist; darzu sollend ouch alle die, so dewederem Teil in disem Krieg vnd Viendtschafft Zuschub, Hilff vnd Rat getan vnd Kouff geben Hand, welcherlei das gewesen ist, von dem andern Teil vnd des andern Teil wegen Helffercn vnd Dieneren, wer vnd wa die sind, vnengolten belyben disen Friden vß. Die vorgenanten von Vri, von Schwitz vnd von Vnderwalden Hand in disem Friden Inen selber vorbehalten vnd vßgelassen die Pünde, so si Hand wit Zren Eydqnossen von Bern, was si Znen deßhalb schuldig sind, daß si damit harinn vnvergriffen stu sollend, on alle Gevärde. Dcßglichen so Hand die von Lucern, von Zug vnd von Glarus Inen fflbo harinne ouch vorbehept Ir Pünd gegen den vorgenanten dryen Waltstetten, was si Znen deßhalb schuldig sind, daß si harinne vnd damit ouch vnvergriffen sin sollend. Es soll ouch jetwcder Teil zu stnem Eigen, Erb, Gült vnd Gelt-Schulden kommen vnd ftan, so Er hinder dem andern Teil gehept hat vor disem Krieg, von dem andern Teil vngesumpt disen Friden vß. Daby ouch, ob jemand vff dewederm hinder den andern ützit, welcherlei das were, in Trüwen geflöchnet oder ze behalten geben hette, d"s syst Im ouch giitlich wider volgen on all Widerrcd, vngevarlich. Ouch ist beredt von dero von Bremgarten wegen, daß alle die, so von Bremgarten gewichen sind in disem Kriege, daß derselben keiner wiedrumb gen Bremgarten kommen, noch nienen in der vorgenanten Eydgnosscn Stett, Lander noch ^rpiet nit wandle« sollend one der Eydgnosscn Müssen vnd Willen, vnd soll ouch derselben Flüchtigen ^ut, ligends vnd varends, altes Ir halb vnd der Eydgnosscn halb gantz vnverruckt vnd vnverendert brlyben disen Friden vß, on alle Gevürd. Mit Sunderheit vnd mit Namen ist beredt vnd betadingt worden, daß in dem Zit des Fridens beid obgenant Partyen vmb sölich Ir obgenant Spann für vns "bgenanten Bischoff Heinrichen vnd die wir zu Vns beschribend zu einem gütlichen vnd vnverbundnen Tag, wenn Inen der in dem Zit von Vns gesetzt vnd verkündt wird, gen Baden kommen, daselbö vnd «s)st auch niemand (nienani anders wotnn wir Inen ouch zu beidersit den Tag setzen vnd di guter Z>t vor zu müssen tun vnd verkünden sotten, da Zr Sachen zu verhören vnd zu besuchen lassen, ob wir si beidersit gütlich betragen vnd berichten oder s, eins glichen, billichcn Rechten in c,n bringen möqind, vnd «oll daö von vnS nit gebindert, sunder gefürdert werden, alles vnqevarlich. Vnd darüber zu einem waren vcsten Vrkund, ivann dann die vorqenantcn beid Partyen VnS diß Fridenv von vnser Werbung wegen ingega»ae" vnd gevölgig gewesen sind, als obstat, so habend wir obgenanter Bischoff Heinrich vnser Secret Zuülstl offcnlich tun bencken an Visen Brief, doch vnS vnd vnsern Nachkommen »n allwcq vnschadlich wir obgenante Abt Rudolf vnd Fridrich von Hewen, wann wir disen Friden also geworben vnd gefunden haben, von des vorqenantcn vnserS lffnedigen Herren von liosteny vnd vnserS selbs wegen mit Willen, darumb so Kabend wir Abt Rudolf vnser Secret vnd ich Fridrich von Hewen min Anstel o»ck offcnlich lassen knicken an disen Brief. Wir die vorgenanten Margraf Wilhelm von Röteten, Vogte, anstatt vnd in Namen vnser lffnedigrn Herrschafft von Oesterrich vnd für all Zr Diener vnd Helffer vnd für VnS selber vnd alle vnsere Diener vnd Helffer, vnd wir die vorgenanten Burgcrmeist^ Rat vnd Bürgere der Statt Zürich eins Teils, vnd wir die obgemelten Eydqnossen von Stetten v> Ländern anders TnlS, vcriechen disen Friden mit allen den Worten vnd Meinungen als obstat, a gen einander vfqenommcn haben, globend vnd verktissend ouch Wir Margraf Wilhelm für vnS t' vnser qnediqe Herrschafft von Oesterrich, vnd wir die gedachten von Zürich für vno vnd die Vnln"' vnd wir die obqenanten Evdqnossen für vnS vnd alle die Vnseren, vnd vff beidersit für alle vnltt Helffer vnd Diener vnd HelfferS Helffer vnd für alle die, so zu vnS beiden Partien gehörend vist l" disen Sachen gewandt, gehafft vnd darundcr verdacht sind, disen Friden nach dip Briefs Lut vnd ^ Mir, stät vnd ganh vnvcrruckt vnd vnverbrochen zu halten, b> vnsern Ecren vnd guten Truwen EydS wvse. Vnd zu merer Sicherheit so habend wir Margraf Wilhelm vnser eigen Znsiqel für vnd vnser gnädigen Herrschafft von Oesterrich, dero wir harinn vnS qanh mächtigen, vnd wir dü vorgenanten von Zürich habend vnser Statt Znsigcl, vnd wir obgenanten Eydgnossen von StetttU Länderen habend ouch vnser Stett vnd Länder gemein Znsiqel offcnlich lassen heneken an disen Briefe, zu warem Vrkund diser Dingen, dero zwen glich gemacht vnd geben sind, letwedrem Teil ei"^' vor Rapperschwil im Velde, an Frytaq, was St. Laurenhen Abend des Heil. Märtyrers, d,S Zareö do man zalt von linst, Gepurt tusend vierhundert Zar, viertziq vnd darnach im dritten Zare. Richtung zwischen Oesterreich einerseits, Bern, Basel und Solothurn andererseits- Vor Vttttfcnbnrg. I4ZZ, DZ. Anruft V»k>, Wir Marggrafe Wilhelm von Hochberg, Herre z« Röteln vnd ze Susemburq, der durchlügt'«"' Hochgeborn Fürsten vnd Herrn der Hertzogen von Oesterrich ,c., vnser gnedigrn Hern, »n oder,, dem Sunt^ j qowe, Bnsgowe vnd vff dem Swartzwalde i«. lantvogt, Zn namen vnd an stat der benanreü vnser gnedxzen Herschafft von Oesterrich >c., vff e,n, Vnd W,r d«e Schultdeissen, Bürgermeister v" 805 Rete der j Stetten Bern, Basel vnd Solotorn vff die ander syt, Vckennent vns offenlich vnd tund kunt Mengklichem mit disem briefe: Als sich dahar ettwas Spcnnen, zweytracht vnd mißhelunge gemacht vnd I erhept hattent zwüschent der benanten vnser gncdigen Herschafft von Oefterrich ze. vff eyn, vnd vns dem Schultsieissen vnd dem Rate ze Bern obgenant, zem teile alö Helfferen der cydgenoschafft von Switz, Glaris :c., j vnd ouch zem teile als Houptsechern von etlicher zusprüchen vnd vorderunge wegen, so wir die von Bern an die obgenanten vnser gnedige Herschafft von Oefterrich zc. ze haben meynent von etlicher punctcn j vnd artikelen wegen, so Harnach clerlich gesetzt vnd begriffen sint, Darumbe wir die von Bern gegen der abgedachten vnser gnedigen Herschafft von Oefterrich :c. in vyentschafft komen vnd sür derselben Herschafft j Glosse Louffemberg gezogen sint, ouch vnser eydgenossen von Basel vnd von Solotorn zu vns in das velt ze ziehen gemant vnd mit dere hilffe das egenannt Slosse Louffemberg ze nötigen vnd ze erobern > vnderftanden Hand, Das wir Marggrafe Wilhelm obgenant mit guter zitlicher Vorbetrachtunge vnd gutem Rate der egenanten Herschafft von Oefterrich :c. Reten, in namcn derselben vnser gnedigen Her- j schafft, vnd ouch wir die von Bern, Basel vnd Solotorn eyner rechten redelichcn richtunge, beredunge vnd Übertrages, So der hochwirdige in got vatter vnd herre, Her Friderich, Bischoff ze Basel, die j Edelen Graff Hanns von Tierstein sc. vnd Rudolff von .Ramstein, fryherre ze Gilgenberg, als gut mitteler vnd glich gcmeyn tedings lüte zwüschent vns bedenteilen vnd allen vusern helffern berett, j troffen vnd beslossen Hand, daby ouch gewesen sint der erbern Statt von Rinfelden erbern botten, Zn- gangen sint, die verwilliget vnd vffgenomen, ouch die getruwelich vnd erberlich, stete, veste vnd j vnuerbrochenlich ze halten by vnsern guten trüwen vnd eren versprochen vnd gelobt Hand, versprechent vnd globent in crafft bis briefes, nemlich Wir Marggrafe Wilhelm für vns in namen j der vorgenanten vnser gnedigen herschafft von Oefterrich :c. vnd alle die Iren vnd die, so Ir ze versprechende stand, vnd Wir die von Bern, Basel vnd Solotorn für vns vnd alle die vnsern vnd so > vns zu versprechende stand, ouch alle vnser bederteilen in diser vpnntschafft Helffer vnd Helffers Helffer vnd die harzu verhafft, verdacht oder gewant sint, npemande vßgenomen, geuerde vnd argeliste > harJnn gentzlich vermittcn. Vnd ist die beredunge vnd das stoße solicher Richtunge vnd Übertrages, als die mit wissen vnd willen bederteilen, nemlich vnser Marggrafe Wilhelms in namen j der herschafft von Oefterrich w. obgenanten vnd vnser, der von Bern, Basel vnd Solotorn, zugangen ist, von Wort zu Wort Harnach begriffen vnd lutet also: Des ersten, Als wir, die von Bern, zu j vyentschafft komen sint mit der Herschafft von Oefterrich :c. vnd ouch denen von Zürich als von manunge wegen vnser eydgenossen, vnd mit denselben vnsern eydgenossen im Velde gelegen sint vor j Bremgarten, vor Regensperg vnd vor Grüningen, was sich an demselben zöge gemacht hat, bebe der Herschafft vnd der von Zürich halp, das sol bliben vnd bestan by dem friden, so die eydgenossen vor I Rapperswile vffgenomen Hand. Aber von sunder zusprüche wegen, so wir die von Bern Hand zu der herschafft von deswegen, dz Hanns von Rechperg Rudolffen Summer von Arowe vsser der > Herschafft Stoßen gefangen vnd durch der Herschafft Stette vnd Stoße gefürt vnd geschätzt hat, Ouch dz vnö den von Bern die von Waltshut zwen wegen !U>t stütze genomen vnd die karrer vnd j ir pherde hingefürt vnd gefangen Hand, Ouch vns den von Bern eyncn Amptman by Lütgern gefangen vnd gescheht Hand, Ouch die von Louffemberg vns den von Bern vnsern Zr viech j ze Bötzen genomen Hand, alles vngeseiter dingen vnd cb dz wir, die von Bern, als wir meynent, der Herschafft ye deHein vyentschafft gefeit hatten, Derselben zusprüchen man zu beder syt komen j ist zem rechten für eynen Bürgermeister vnd Rate ze Basel, die man ze beben siten bitten «06 sol, sich solichS rechten ze beladen vnd dem enn ende vnd vßtraq ze gebende, Also dz solich rechte hiezwüschen vnd dem s heiligen Wvennacht tage schirrest künfftiq vßqetragen werde. Alsdenn ist ^>rer beredt, das denen, so vnS, den von Basel, zugebsrcnt, ganye kerunge bescheen sol vmb alles das, so 3nen Hanns von Rechperg I vnd die sinen vor disem kr»ege genommen Hand, das sich triffst bn tusenk gülden wert, minder oder me, vngevarlich. — Item das alle die, so vns, den von Bern, Basel vnd Solotorn, zuqehsrent oder zu ver. s sprechende stand, by allen iren Zinsen, Hebenden, glitten, Renten vnd ichuldcn, sy syent verbriefft oder nit, bliben ssllent, vnd ob litzit dar Inn vercndrrt oder flirgenomen were m>t verbieten, Jnnemen, oder > sust dhcinS weqs, dz das Inen dkeinen schaden noch qebrestcn bringen sol' Desqlichen widcrumbe gegen der Herschafft von Ocsterrich vnd den Iren von den vnscrn o»ch geöltes werden sol. — Item dz ouch > alle gefangenen zu beden siten ledig sin, vnd ob dhennerley Mhusge oder überkommcnusse von vemanden dem andern versprochen were, es were brantschahunge oder von gefangeschafft wegen oder vmb j ander fachen, wie die gcnempt mochtent werden vnd noch vff datum diser Richtung« vnbezalt wcrent, dz die qantz abe vnd man darvmbe nühit psiichtig sin sollent. 3^ dz alle dir, so >r lehenen j von dirr vyentschasst wegen «rcn lehenkerren vffgeben band, wider bv tol'^" iren lehenen on allen Zntrag bliben sollent, in aller der maße, als ob sy dir nne vffgeben bettest Item waS ouch > vor dirr vyentschafft von nemanden dem andern, so in dirr vventschafft sint, verbot^ vnd aber in dirr vyentschafft genomen vnd verendert worden were, dz das ouch denen, so eS gcs'ctt" ist, vff j die znt des Verbotes widerkert werden sol. — Item were ouch vff hlitt datum bis brieses uts verbanden der nomen, so von bedcnteilen in dirr vyentschafft genommen werent, dz das ouch so j cS gewesen ist, widerkert werden sol. — Item alsdenn von des kosten wegen, so w,r die von qebept Hand des zoges halp, als wir von solicher obgcmeldeter zuspruchrn wegen für Louffenbcrg stt' ^ zogen sint, vnser eydgenossen von Basel vnd von Solotorn zu vns zezieken gemant, die des ouch tresits lichen kosten gcbept Hand, für solichrn kosten sol die Herschafft von Oefterrich ,c. vnS, denen von Bern, Basel vnd Solotorn obqenanten, geben vnd bezalen zeken tuscnt guter Rin«scher gülden vnd v der versicheren, dz w>r ein benügen daran haben. — Vnd also in dlse wise vnd form, als s vorqeM'^ stat, sollent wir bede teile obgenanl in namcn als davor gegen vnd mit eynander qany vnd gar ger'"' vnd geschlicht sin, doch vnser der von Bern halp vnk vff das recht, so wir als s da vor stat vffgeso"'^ Hand, alle geverde vnd arqeliste har Inn genhlich vermittcn. — Vnd deS zu vestem, warem vrku"^ Hand wir Margqrafe Wilhelm, der lantvoqt, in namen der bcnanten > vnser gnediqen Herschafft vo" Oesterrich «c. vnser eyqen Inqesiqel, vnd wir, die von Bern, Basel vnd Solotorn, vnser Stetten qefiqele. Vnd wir Friderich, Bischoff ze Basel, Graff Hanns von s Tierstem, kerre zc Pkessingrs, Rudolff von Ramstein, ouch obqenant, veriebrnt vnd bekennent vnS ouch offrnlich mit disem brictt, die vorqeschribrn Richtung? vnd Übertrag zwüschent den > obqenanten beben teilen durch vns als vnd gemeyn trdingö lüte in maßen, die da vor geschriben stat, zuqangen vnd begossen ist. ou ze warem vrkundc Hand wir vnser eyqen Ingesigele > ouch getan hencken an disen brieff, der »wen ^' geschriben vnd yetwederm teile eynrr geben sint, vff frttag sant Bartkolomeus des be»liqen zwels^^ obent des Iareö, als man zalte von (Frist, qeburt s Vtertzehcnbundert viertziq vnd drü Iare. P,rzam»nt»n« Urtun», mit anhan,,»»«» «i«,»ln. — Abg,»ruckt b,i «hmel Matrriuli«» ,»' ^ «rscki»tr I ? «! ,77 ? Dazu gehört ein Sprnchbries vom 5. Decembrr (St. NiclanSabend) gl. I. t443. ftritdrich, von Gnade» Bischos z» Basel, »nd Bürgermeister nnd Rath daselbst urkimden, daß um obgenannte Streitpunkte zw>s 807 Bern und der Herrschaft Oesterreich beide Parteien laut obigem Briefe auf letztvergangcnen Montag (2. December) vor Bürgermeister und Rath der Stadt Basel zur rechtlichen Verhandlung erschienen seien. Er, der Bischof, habe aber dafür gehalten, daß freundschaftliche Vermittlung mehr denn ein Rechtsspruch zum guten Einvernehmen der Parteien beitragen würde, und habe dcßhalb den Rath von Basel ersucht, ihm einen Ausschuß beizugeben, um selbe zu versuchen. Das habe der Rath gcthan und die Parteien haben eingewilligt, dem Bischof und den Rathsvcrordncten ihren Streit anHeim zu setzen. Diese haben in der Freundschaft gesprochen, daß für alle jene obbenannten Ansprachen Oesterreich bis St. Matthiastag nächsthin 15V0 rheinische Gnldcn an Bern bezahlen, dieses dagegen den von Arburg, seinen Bürger, welcher auch eine Forderung stellte, vermögen soll, dieselbe nicht anders als an dem Orte, da das billig ist, mit gleichem Rechte geltend zu machen. Die Parteien nehmen den Spruch an. (Vidimus auf Pergament, von Bischof Heinrich von Constanz und Abt Friedrich von der Reichenau ausgestellt und besiegelt zu Baden den 20. März 1447. Staatsarchiv Bern.) Abgedruckt bei Chmcl, Materialien zur österreichischen GeschichteI. 2. S. 133 ff. Friedensvertrag zwischen Frankreich und den Eidgenossen und ihren Zugewandten. EnslSheim. 1444, T8. October. Staatsarchiv Bern. I.ullouicug, ?rimo^enitug liv^ig ?raneorum, llalptiinug Viennengig, Vniuergjg prvgenteg iiterag Ilwpeeturig 8alutem. 8icuti pro appunetuacionv et mvlliaeione donv pacig et amorig inter nos et ?Vlite8 eeelegjggtieog et geeulareg, iVoliileg, I tiur^vngeg et daditatoreg ae gudllitog viilarum et eom- "Willi-,tum llv üagilva, IZerno. laieerna, 8ololirio, Vre, 8^t/. Vnllervvalllen gupra et gukgilua, iüux bt tilariig eum omnidug eig alliieren tidug, eoili^atig et eantelleratig eommi8vrimu8 ae j orllinauerimug pvr aliag nogtrag patvnteg Iiterag I'roeuralarem nugtrum all Iioe perlicivnllum llileetnm nogtrum iille- eon.giliarium ae mastigtrum kogpicii i>08tri t-adrivlem llv Iterneeio, eui llellimug pieniggimam p"tegtatem, auetoritatem et manllatum gpeeiaie s appunetuanllum, paeilieanllum et coneorllanllum eum wprallietig gecunllum eertog artieuiog, rielem suxta > et gecunllum artieuiog prellictog, czuurum et lle omnidug ^l'punetamentig tvnorem ltvnors lle verl,« all verinun ge«piitur: Innomine ganete et Inlliuilluv lrinitalig, stkitrj., tgjj ^ gpiritu.g ganeti, amen. Lum prntiioplagti lapgu duinana s eonlaminata eonllieio gie ^llule memorialig oliieio eelipgatur, vt gulllto perllat ill, tpioll memorie tenaeiter iu»u inli^ilur, Illeo "«veggariuin egl, rerum ssegta geripturarum inllieii.g pertiennari. IVng er^o sud.gcripti lF.ldriel llv > ^Vrneeio, maszjgter dogpitlli ae loeumteneng llalptiinalug 8ereniggimi principig et llomini, llomini llal- l'i>ini Viennengig. ciirigtiam'ggimi printipi.g et llomini. llomini Xaroli, k'raneorum liegig prinlosseniti. verug. leszitimug et inllullltatu.g procuralor > ae nuneiug gpeeiaii.g et ^eneralig, ita lamen, st""ll gpeeiaiilag ^eneralitali non lleru^et, nee eeonlra llieti llomini llalpiiini all gudscripla eiug et proeuratorio nominidu» perassvnlla «peeialiter cum pleno ae lidero manllato llepulatug, parte j vna» 808 ^näreas Ospernell, Magister /umpdtarum, ?riäericus 8cdilling et Henricus ^Idisen äe kasilea, Kuäollsus Holkmeister, wiles, scultetus, Iluäoltl'us äe Kinggeltingen et ?etru« äs ^Vadron äe Ilerno, ketru« Kolt- dimit ^l»oltsmit), ^ minister, et kglol'us ktterli äe Imcerna, Hemmanu« äe 8piegelderg, scultetus, et Lerndaräus äe Ualrvn äe 8oloärio, Ilvnricus keroläinger äe Vre, Mernderus ^imen sannen) äe ^adannes kurer, super, et äenninus ^ Xeniäerst «ud silua äe Vnäerwaläen, luäocu« 8piller äe X»? et läenricus >Vüst äe tüaru«, veri, legitim! et inäuditati sinäici ac procuratores nuneii^ue speciales et generale«, ita tamen c^uoä neutrum alter! äorngvt, ^ äietarum magnitiearum cummunilatum so earum et sinäicarum nominidus sud«cripta aäperagenäa «pecialiter äeputati, parte altera, lXotuw dori cupimus darum sorie omnidus et singulis, lzuas oportunum suerit czuomoäolidot ^ nosce: (!um pre- äietus äominus äalpdinus aä das paueis retroactis temporidus applicuerit partes ^lamanie et spo- eialiter prvpe eiuitatom Ilasileensem cum suu exercitu armigero et imstili, Lt per conllixum sui et nustri ! exercituum armigerum nvn mnäice sudorte sint äilferencie et ^uestiones iuter ipsum et nos, Lx l^uidus ex utris^ue parlidus «trage« dominum, äepreäatione« et rapine, incenäia et alia innuwera, granäia ac enormia mala ^ «udsecNta sunt, kt ni«i, altissimo conceäento, alispioä oportunum intor- poneretur Kemeäium, infnturuin granäiora et poricula maiara eueniri pusse tormiäantur, 0uoä no» preäicti 8inäici et procuratores, ljuidu« «upra ^ nominidus, kx manäato «pio'c>ue äuminnrum et supe- riorum nastrarum preäietorum eupientv« duiusmoäi perieuli«, Quantum nostra «uilieeret facultas et tacere possemu«, okulare, attenäente«, <^uoä äominica intonat tuda: »kacem meam äo vobis, paceV meam ^ relin^uo vodis^, Lt ex alio, «zuoä scriptum est: »udi pax idi äeus", 0ieta« guerras, äillerencias et controuersia« cum aäiutorio et per äiligentissimam operam veneradilium et egregiorum viroruw. äominorum äodunnis äo kacdenstein, aredi'". j Aagrodrensis, «acri palaty apostolici auäitori«, et äodannis kilioli, propositi ecclesie Lrassensis, clerici camerv apo«tolice> äecretorum äoctorum, 0ra- torum 8acro«ancte generalis sinocli Lasiliensis in spiritu sancto legitime congregate, vuiuersalom! ecclesiam representantis, ac eciam egregiorum et spectadilium äominorum krancisci äe 'kdowads, militi« ac utriuscjue ^juris äoctoris, pre«iäentis auäienciarum generalium äucatus 8adauäie, et ^6- dannis tldampionis, consiliarii et magistri j dospici^ Illustri« principis et äomini, äomini lduäouici, äucis 8adauäie, oratorum ^'am äicti äomini äucis 8adauäie tollere et totaliter extinguere euranimus ac ipsam, cum omnipotentis ävi aäiutorio aä veram pacem ats>uv perpetuam j concnräiam reäuxi- mos in dunc, ljui selsuitur, moäum: In primis ljuoä prekatus Illustrissimus princeps, äominus äalpdi- nu«, od äei reuerentia augmentum donoris prvselse tlorone Irancie instanciumljue et suppl>ea- tionum s prefgtorum oratorum et legatorum «acri consilü äignaditur dadere deniuoleneiam, amorew, sinceram intelligenciam et veram amiciciam aä preäictas insignes cowmunitates cum ownidus suis sudäitis, conteäeratis et collegatis ^ cuiuscun^ue statu« et predeminencie, eciam si äucali aut eomi- latus prelulgvant äignitati, signanter aä Illustrem principem et äominum, äaminum I-uäouicum, äucem 8adauäie, ac aä generosos äominos äodannem, comitem äe l ?ridurgo et äe lVovocastro, et äodannem, comitem äe ^rderia äominumizue in Vallenäis. ac eciam aä opiäa viäelicet kielluw ac Villamnovam, necnon omnes et singulos eines, sudäitos, incolas et iodabitatores earum. Ita «juoä sit j et inuiolabiliter leneatur nunc et inpostvrum bona pax et concoräia aä äictas communi' lates cum suis eonleäeratis paritcr et supra speciücatis ipsorumczue ciuidus, sudäitis et incolis qui- duscuncjue per äictum äomiilum ^ äalpdinum et suas gentes uilmscumc^ue dudit securi- lstew, pueem et indempnitutem, Itu «zuod per eum, Pentes süss et ulios prenominutos siue ulios ^uoscnn^ue sibi ^ udlierentes, beniuolos et colÜAutos non cupiuntur, inuuduntur uut t^nomodoliket wolestuntur, nec «^uoduis dumpnum Kot gut impedimentuw. — Item czuod dieturum communitutum vuw suis conkederutis uc dominorum suorum eines, subditi, ^ mercutores, nokiles et kubitutores c^ui- eunnzue, cuiuscuw«zne condicionis, stutus, di^nitutis gut ^rudus fuerint, cum omnilms bonis et redus secure possint trunsire, sture et rediro per dominia, terrus, jurisdietiones, Pentes urwi^erus et j von urmi^erus, e^uestres et pedestres et ulius uo poterit lieri, czuod per et per territoriu, distrietus, ^'urisdictiones, terrus, acznus, passus et litoru dieturum com- wunitutum cum suis confederutis, omni molestiu tum personuli «znam reuli penitus cessunte; puri- ^vrmiter liceut umkuxiutorilius, wereatorilius et ^ pero^rinis czuil^usnis dieturum eommuuitutum intrure, 6ture, moruri et redire in et per territoriu, jurisdieliones terruruw, u kaoturum reparacionem äeditam et conäixngm sc integrgre et res- tituere in pristimum statum, gut si cgsus sit irrepgrsdilis, kgeere lieri conäi^ugm ewenäam et sstis- tseionem. — Item quoä preiste communitates similiter dsdedunt denmoleneigm, ^ amorem siueeruw, IntelliAeneigm et dongm amicieigm aä ipsum äominum äglpdinum, promittentczue seeuritatew et inäempnitgtem sue celsituäini ge ipsius ^entidus et gäderentilms eorum. Lt si continAgt per c^uosm« ex suis contrarium lieri, tenegntur sä emenäam j et reparacionem. — Item cum 8erenissimus äo- minus äslpdinus odtulerit, se velle meäiare et operam aädidere gä dadenägm bonam treu^gm, pgcew et eoneoräiam inter Illustrem äominum ^ustrie, nodiles ge communitatem I'liuricensium ex uns, et äietgs I communitates euw eorum conkeäergtis ex glig, t)uoä doe iäem kgeere vglegt, gceeäente tswev eousonsu et gsseusu vtriusizue partis, et tme meliori korma, csua lieri possit, istg tamen conäiciooe gäiectg, l)uoä si duiusmoäi treu^a, pgx et eoneoräia eum j consensu partium inueniri nun posslt, <)uoä tune niedilominus omnig suprs et subscripta in suo rudere tirmg permgneant, äolo et krauäe penitus cessantidus. — Item czuatvnus gä patres et alias persuuss in saero Lasiliensi (lonsilio exis- tentes et ipsum ^ eunsilium seczuontes, similiter csugtenus gä ipsas et alius c^uvseum^uv, czui ad eoäew consilio aeeeävnt vel gä illuä venient, prekgtus äominus äalpdinus asseeurat eos, huoä uee per ipsum, nee per Pentes suas patientur äampnum gut ^jacturam in persnnis nee in I bonis eorum, nee liat illi« aliczuoä impeäimentum, et äe doe eoneeäet eis suas litterss in kurmg äedita et oportung. — Item c^uoä äietus äominus äglptunus oräingdit et taliter äisponet, quoä omnes et sinAuli ogpitgnei seu per nos et nostros wh et surawento nostri corporis et per verbum tili! Legis tenere, custostirv et odseruare 6ic- l»w pacein et omni» content» stesupvr, »dsgue eo gunst vmgusm t'aeto, verbo seu guoui« mosto in evntrerium volumus »gere seu j venire. Lt in testimonium premissorum 8igiIIum uostrum magrmm cum subscriptione proprio msnus »pponimus et »pponi kveimus. Datum Lnsisbem, stie xxviis Mensis vctodris, ^nno ckomini Mllesimo cccc">° guastragesimo czuarto. ?sr äowilluin ÄalptliQuia in 8uo oousilio, in <^uo srant Äommi Äs Lueil, Äs tüiastillou, I^c>v»- Äs ?risskv, äs Nalisornö, Äs ?ollwinss, Äu bois Roguss st plui'ilmg »Iiis xrsssntidus. ?oiotisrs. Pergamentene Urkunde m!t anhangendem Rcitersiegel de« Delphins. SR Anlaßbrief zwischen Zürich und den Eidgenossen. Couftanz. R44«, S. Juni. Staatsarchiv Bern. Wir Ludwig, von gots gnaden Pfaltzgraue by Rine, des Heyligen Römischen Rychs Ertztruchsesse ^nd Hertzog in Beyern, Tun kunt offenbare mit disem briefe Allen den, die yne sehent oder hörent lesen: Als kriege vnd vyentschaffte j zwischen den Ersamen, wysen, vnsern lieben besundern, Burgermeystern, Reken vnd den Burgern gemeynlich der Stat Zürichs an eynem, vnd den Ersamen, wysen, vnsern lieben besundern, den Scholtheissen, Ammanen, Reken, Burgern vnd landklüden dieser j nachbenempten Stedke bnd lendere, mit Namen Lutzern, Vre, Swytze, Vnderwalden oben vnd nydem dem Kernwalde vnd Zug 6ls Heubtsa'chern vnd den von Berne, Solotern, Glarus vnd Appentzelle als Helffern an dem andern ^Ile, entstanden j sind, darumbe wir mit andern vnsern mittkurfürsten, den Ertzbyschoffen zu Mentze bnd Tryere, durch vnser trefflich Rete vff ettwemanchem tage vnd nu teste mit vnsselber persone über drye Wochen in den fachen gearbeyt vnd frieden vnd j Richtunge mit ernstlichem flysse gesucht haben. Vnd llach viel reden vnd teydingen haben wir in bywesen des Erwirdigen in gott vatters, vnsers lieben besundern sründes, Hern Dietherichs, Ertzbyschoffs zu Mentze, Reken, mit namen des j Edeln, vnsers ^eben getrüwen Dietherichs von Isen,bürg, grauen zu Büdingen, vnd Wyprechts von Helmftat, Rytters, Hvffmeysters :c., vnd des Erwirdigen in gott vatters, vnsers lieben besundern sründes, Hern Friderichs, ^yschoffs zu Basel, j auch der Ersamen, wysen, vnser lieben besundern Stedt sendbotten, Nemlich ^lraßburg, Augßpurg, Nuremberg, Costentze vnd Vlme, die von vnser schriffte, bete vnd begerunge by vns geweft sin, vnd dieser vnser hernachgeschribner j Rete, Nemlichen des Erwirdigen Hern ^berharts von Stetten, Meysters dütsches ordcns in dütschen vnd welschen landen, Der Edelne vnd b"ser lieben getrüwen Wilhelms, Grauen zu Wertheim, Craffte von Hoenloch, Jorgen, Herren l zu ^chsenstein, Hern Ludwigs von Aste, Dumprobsts zu Wormse, Friderichs von Flerßheim, VlrichS von ^Rkntzingen, Rittere, Heinrichs von Fleckenstein, Hansen von Gemmingen, Marschalks w., Diethers von ^'ökingen, Vlrichs von Rat- > samhusen, Vlrichs von Rosemberg, Michelß von Mosbach vnd Peters von 812 Talheim, berett vnd beteidingt, mit beyder obgenanter parthien wissen vnd willen, als hernach geschriben steet: Zum ersten, daz die obgenanten von Zürche zwene vnd j die vorgenanten Scholtheissen, Amman, Rete, Burgere vnd landtlüde vß den vorgenanten Stedten vnd lendern, Nemlich Lutzern, Vre, Swytze, Vnderwalden, oben vnd nyden dem Kernwalde, vnd Zug, auch zwene in eynem Manad nechst nach > Datum diß brieffö folgende dartzu geben vnd eynander benemen sollen. Dieselben vier sollent globett vnd sweren, die fachen, so von beydenteilen fürgebracht wirdet, mit rechte zu entscheiden, als hernach geschriben steet. Vnd in dem nechsten j Manad darnach sollent dieselben viere in die Stat Keyserstust off einen nemlichen tage, den sie beiden parthien verkünden vnd zu wissen tun, kumen, Vnd do beyder- teyle vnd der yren Zuspruche, so sie dann zu beydersyte alle oder be- j sunder zu eynander zu sprechen hant, antworte, rede vnd nachrede Znnemen vnd verhören, vnd daselbs mag yglicher teyle sürwenden nüwe vnd alte blinde vnd anderes, was yme nott ist; Vnd sollent dieselben zugesatzten vyere j in eyneM Manad darnach beyde parthien mit Zrem rechtspruche entscheiden. Vnd ob die viere in Zrem spruche nit eynß vnd eines gemeynen nottdursstig würden, So sollent dieselben viere by yren geswornen eyden einen gemey- j nen mann vsserthalbe der Eydtgenossenschafft in eyner Rychstat nemen, auch in dem nechften Manad darnach. Derselbe gemeyn man sol auch globen vnd sweren, in der fache gemeyne vnd schiedlich zu sin vnd vßzusprechen. Vnd wann ^ solich rechte zwischen den obgenanten parthien gescheen ist, Wollen dann die von Zürich meynen, daz sie dhein anspräche habent an die von Berne, von Solottern, von Glarus vnd von Appentzelle, die helffere vnd nit heubtsachere sind, vmb > fachen diesen kryege antreffende, Darumbe sollen die von Verne, von Solottern, von Glarus vnd von Appentzelle den von Zurche gerecht werden vor den vier gesatzten vnd dem gemeynen, als obgeschrieben steet; doch nicht dar Znne dann I Dotslege, Raube, Brandt, Name, Slosszbrechen, Banne vnd Achte vßgelassen, vnd daz damit nit vß- genomen sollen sin Herlichkeyte, zolle, gleyte, Slosse, Stedte, Lande, Liite, lygend gute, Hantfesten, briefe, Vrberbücher vnd Registers. Wer es > auch, daz ein gemeyn man, so genomen were, oder der Zusatz" manne eyner oder me, als vorgeschrieben steet, abegiengent oder vnnütze würdent, So sollent in dem nehsten Manad darnach die viere by Zren geswornen eyden einen andern j gemeynen man nemen ZN- massen als vorgeschrieben steet, oder eyner oder me, so viel an den Zusätzlichen gebreste an der «begangen vnd vnnützen stat ane verziehen gesetzt werden. — Ztem welcher teyle her Znne sümig were oder wurde! vnd die fache geuerlichen vertzuge, so sol derselbe vngehorsam teyle sin Ansprache verloren hau, vnd sollent auch die schiedlüte dem nachfolgenden vnd gehorsamen teyle by den obgenanten Zren eyden sprechen nach dem vnd die fachen für > sie kument. — Ztem daz auch beyde parthien by Zren zynsen, glitten vnd gittern, sie siend verbriefst oder nit, bliben sollent. Vnd ob die von dheiner parthien verbotten oder verendert werent, daz soll abe sin. — Ztem daz auch von > beyden parthien yglichem teyle sin geltschulde verfolge. — Ztem dz auch alle(n) besunder Personen, so yeder parthien zugehörend, farend gute, so noch vorhanden vnd vngewliftet ist, auch werde vnd volge. — Ztem were auch, daz dhein par- > thie der andern zynse oder glilte in dieser vyentschafft offgehaben oder genomen hette, daz sol hin sin vnd von keynem teyle an den andern erfordert werden. — Ztem wer es aber, daz die obgenanten parthien spenne vndereynander gewonnen von j offgehabner oder Jngenomner Zinse wegen vber daz als vorgeschriben steet, daz ein teyle meynen wolle, >s were von den vyenden nit genomen, vnd der ander teyle meyntt, es were gescheen, dez sollent beyde parthien auch zu vßtrage kumen vff die I viere zusätzliche vnd de» gemeynen man vnd sich darumbe entscheiden lassen. — Ztem was auch ein teyle hinder den andern 813 lniwen geflohet oder zu beholten geben hat, daz sol Widder geben werden, Es were dann, daz solichs bvn den ^ vyenden genomen wer. Wurden aber spenne darumbe, daz sol auch vßgetragen werden vor i>en viern vnd dem gemeynen, als vorgeschrieben steet. — Ztem daz auch alle die, so von beyden teylen p»n eynander getzogen oder hinder eynander gesessen j sind, Widder zu vnd von dem Zren kumen vnd wandeln mögen, des zu genyessen, vngehindert von beyden parthien, doch yglicher parthien an Glossen, Stedten, Landen vnd Lüten, die sie Znnehan, vnschedlich. Vnd welche Lüte nit gehorsame j getan hetten ^>n teyle, der die Glosse oder dorffere zu yme bracht hat, die sollen auch zu nüwen gelübden oder eyden ">t gedrungen noch gezwungen vnd doch widder zu dem Zren gelassen werden, als vorgeschrieben steet, b'ß vff das rechte, j — Ztem es sollen auch alle die, den man schuldig ist, Zr schuldener vmb ir schulde ^ud zynse nit dringen oder zu schaden bringen hiezwschen vnd sant Martinstag nechstkompt. — Ztem ^az auch all gefangen, so von beydenteyln gefangen I sind, geystlich, werntlich, Edel oder vnedele, vn- ^schätzt vff ein alt vrfehde ledig sin sollent. — Ztem es sol auch all vngegeben Vrantschatzunge oder schatzung gelte, es sy verbrieffte, verbürgte oder nit, nicht gegeben werden j vnd ledig sin; vnd ob yemand barumbe verbuntlich were, der sol auch ledig sin. — Vnd sollen daroff all vyentschaffte zwschen beyden parthien vnd den yren vnd Zren helffern vnd helffershelffern vnd wer dar Znne gewant oder > verdacht 'st, geystlich, werntlich, Edel oder vnedel berürend, luter gerichte, geslichte vnd gesiinet sin vnd bliben "ne alle geuerde. Vnd sol diese Richtunge angeen off Sontag der Heyligen Driualtickeyt tag nechstkompt, j "ls die Sonne vffgeet, vnd von allen parthien getruwelichen gehalten vnd dem nachgegangen werden, all SMerde vnd argeliste vßgescheiden. — Vnd des zu Orkunde, So haben wir Hertzog Ludwig obgenant ^"ser j Zngesiegele mit rechter wissen an diesen briefe tun hencken. Vnd wir die obgenanten Burgermeyster, Rete vnd Burger gemeynlich der Stat Zürich Bekennen vnd kun kunt offenbare mit diesem briefe, daz der Durchluchtige j hochgeborne surfte vnd herre, Her Ludwig, pfaltzgraue by Rine, des Heyligen Romischen Nychs Ertztruchses vnd Hertzog in Beyern, vnser gnediger lieber Herre obgenant, soliches alles, wie vor geschrieben steet, mit vnserm guten I wissen vnd willen berett vnd beteidinget hat. Vnd wir gereden vnd versprechen auch by vnsern guten trüwen an eins rechten eydes stat in crafft dieß brieffs, solichs alles, '^'e vor geschrieben steet, getruwelich, wäre, veste, j stete vnd vnuerbruchenlichen zu halten, zutunde vnd W vollenfürend, vnd darwidder nit zu tunde noch schaffen getan werden durch vnsselber oder yemand "Uders in dhein wyse, all geuerde vnd argeliste gentzlichen her Znne vßge- > scheiden. Vnd des zu Urkunde, So haben wir vnser Stat Zuriche Zngesiegel zu des obgenanten vnseres gnedigen Herren, Hertzog Ludwigs, Zngesiegel an diesen briefe gehangen. — Vnd wir die vorgenanten Scholtheissen, Am- > '"uue, Rete, Burgere vnd Landtlüte der obgenanten Stedte vnd Lendere, nemlichen Berne, Solottern, Ätzern, Vre, Swytze, Vnderwalden oben vnd nyeden dem Kernwalde, Zug, Glarus vnd Appentzelle, bekennen auch vnd tun kunt j offenbare mit diesem briefe, daz der obgenant vnser gnediger lieber Herre, H"rtzog Ludwig, der pfaltzgraue, soliches alles, wie vor geschrieben steet, mit vnserm guten willen vnd Riffen berette vnd beteidinget hat. Vnd wir gereden > vnd versprechen auch by vnsern guten trüwen eins rechten eydes stat in crafft dieß brieffs, solichs alles, wie vor geschrieben steet, wäre, veste, stete ^ud vnuerbruchlichen zu halten, zutunde vnd zu vollenfürend, vnd darwidder nit zu j tunde noch schaffen stetan werden durch vnsselber oder yemand anders in dhein wyse, all geuerde vnd argeliste gentzlichen her 2une vßgescheiden. Vnd des zu Orkunde, So haben wir vnser Stedte vnd lendere Zngesiegele mit > Achtem wissen auch an diesen briefe gehencket zu der vorgenanten vnsseres gnedigen lieben Herren, 814 Hertzog Ludwigs, vnd der von Zliriche Zngesiegele. Geben zu Coftentze off Donrstag nach dem Heyligen pfingfttage Zn dem j Zare, als man schreibe nach Cristi geburte Dusent vierhundert viertzig vnd Seß Iare. Pergamentene Urkunde m!t anhängenden Siegeln des Pfalzzrafen und der Städte und Länder Zürich, Bern, Solothurn, Zu«tN, Uri, Schwyz, Untcrwaldcn, Zug, GlaruS und Appenzell. (Abgedruckt bei Tschudi II. 47k, Edlibach S. gZ) SÄ Anlaßbrief Oesterreichs und der Eidgenossen auf den Rath zu Ulm. Constanz. 144«, S. Juni. Staatsarchiv Bern. Wir Ludwig, von gots gnaden Pfaltzgraue by Rine, Des heiligen Römschen Richs Ertztruchs^ vnd Hertzog in Beyern, Tund kont offenbar mit disem brieff Allen den, die yne sehent oder hörent lesen! Als kriege vnd fientschafft zwschen dem Hochgebornen fürsten, Hern Albrechten, > Hertzogen zu Osther'^, zu Steir, zu Kernden vnd zu Krain, Graue zu Tyrol w., vnserm lieben Oheim, dem Hüft von Ostberich vnd den sinen, an eynem, vnd den Ersamen wisen, vnftrn lieben besundern, den Eydgenossen vnd iren Buntgenossen, nemlich Schultheiß, Rate j vnd gemein Burgere zu Berne, Schultheiß, Rate vnd gemein Burger zu Sollottern, Schultheiß, Rate vnd gemein Burger zu Lutzern, Lantamman vnd Lantllite gemeinlich zu Vre, Lantamman vnd Lantllite gemeinlich zu Swytze, Lantamman vnd Lant- j llite gemeinlich zu Vnderwalden oben vnd nyden dem Kernwalde, Amman, Rete vnd Burger der Stat Zug vnd das Ampt zu Zug, Lantamman vnd Lantllite gemeinlich zu Glarus vnd Lantamman vnd Lantllite gemeinlich zu Appentzelle, Stette, Lender, Orter, j dorffer vnd den gemeinden, die zu yne gehören, an dem andern teil entstanden sint, Darumb wir mit andern vnftrn mitkurfursten, den Ertzbischouen zu Mentz vnd Triere durch vnftr trefflich Rete off ettwemanigem tage vnd nu leste mit vnser selbs Personen > "ber dry wochen in den sachen gearbeit vnd frieden vnd Richtunge mit ernstlichem flisse gesucht haben. Vnd nach vil reden vnd bedingen Haben wir in bywesen des Erwirdigen in got vatters, vnsers lieben besundern frlindes, Hern Dietherichs, Ertzbischoffs zu j Mentze, Rete, mit namen des Edeln, vnsers liebe» getruwen Dietherichs von Isenburg, Grauen zu Büdingen, vnd Wiprechts von Helmstat, Ritters, Hd^ meister w., vnd des Erwirdigen in got vatters, vnsers lieben besundern frlindes, Hern Friderichs, Bischt zu Basel, j auch der Ersamen wisen, vnser lieben besundern Stette sendbotten, nemlich Straßp»^ Augßpurg, Nliremberg, Costentz vnd Vlme, die von vnser schrifft, bette vnd begerunge wegen by gewest sind, vnd diser vnser hernachgeschrieben Rete, nemlich I des Erwirdigen Hern Eberharts von Stetten, Meister dütsches Ordens in dlitschcn vnd welschen landen, der Edeln vnd vnser lieben getruwen, Helms, Grauen zu Wertheim, Crafften von Hohcnloch, Jorgen, Herren zu Qchsenstein, Her Ludwig von Ast, I Dumprobst zu Wormß, Friderich von Flerßheim, Vlrichs von Mentzingen, Ritter, Heinrich' von Fleckenstein, Hansen von Gemmyngen, Diether von Sickingen, Vlrich von Ratsamhusen, Vlrich von Rosenberg, Michels von Mosbach vnd Peters von Talheim > berett vnd betedingt mit wissen willen vnsers vorgenanten lieben Oheims, Hertzog Albrechts, und der obgenanten Eydgenossen vnd w Vuntgenosscn frlinde, so vff disem tage zu Costentz gewesen sint, als hernach geschriben stat: Zum erste», so sollen die obgenanten j Eydgenossen vnd ir Buntgenossen, nemlich Schultheiß, Rate vnd gemeyn Burger 815 Zu Berne, Schultheiß vnd Rate zu Sollottern, Schultheiß vnd Rate zu Lutzern, Lantamman vnd Lantlüte gemeinlich zu Vre, Lantamman vnd Lantllite gemeinlich zu Swytze, j Lantamman vnd Lantlüte gemeinlich zu Vnderwalden oben vnd nyden dem Kernwalde, Amman, Rete vnd Burger der Stat Zug bnd das Ampt zu Zug, Lantamman vnd Lantlüte gemeinlich zu Glarus vnd Lantamman vnd Lantlüte gemeinlich zu Appentzelle, j Stette, lender, Orter, dörffere vnd die gemeinden, die zu yne gehören, für Burgermeister vnd gewonlichen cleynen Rate der Stat Vlme komen vnd vor den dem obgenanten vnserm lieben Oheim, Hertzog Albrechten, Hertzogen zu Ostherich w., als von des gantzen Hufes we- > gen zu ^stherich, auch den yren vnd den, die yme vnd dem Hufe zu Ostherich stent zuversprechen, es sind Rete, manne, diener, geistlich vnd weltlich, auch dem Edeln graue Hansen von Tengen, Grauen zu Rellenburg, gerecht werden vmb alle Handelunge j vnd fachen, die sich in zyt des fünffzig Zerigen friedens b>ß off diesen hütigen tag hergangen habent, nicht dar Znne dann dotflege, Raub, Brant, name, Stoffe- Bechen, Banne vnd achte vßgelassen, vnd das damit nit vßgenomen sollen sin Herlickeit, Zolle, geleite, j blosse, Stette, lande, lüte, ligende gut, hantueften, brieffe, Vrberbücher vnd Register, die iglicher teyle bvn dem andern in zyt des fünfftzig Zerigen friedens an sich bracht hat. Doch in dem rechten Hindan gesetzt den Hertzogen von Sauoyen, Graue Hansen von Fryburg, j die von Basel vnd von Rynfelden. — Item dagegen vnd darnach, So sollen der vorgenant vnser lieber Oheim, Hertzog Albrecht, von des gantzen huses zu Ostherich wegen, ouch die sinen vnd die ym stent zu versprechen, es sind Rete, manne, diener, geistlich oder weltlich, ^ Auch der Edel Graue Hans von Tengen, Graue zu Nellenburg, für vns Hertzog Ludwigen, Pfaltzgrauen by Rine :c., obgenant, vnd vnser Rete, so wir zu vns nemen werden, iu rechte komen vnd vor vns vnd vnsern Reten den Eydgenossen vnd iren Buntgenossen j obgenant, nemlich Stetten, Lendern, orttern, dorffern vnd den Gemeinden, die zu yne gehören, gerecht werden bmb alle Handelunge vnd fachen, die sich in zyt des fünfftzig Zerigen friedens biß off diesen hütigen tag ^'gangen habent, nicht dar Znne dann dotflege, Raub, > Brant, name, Slossebrechen, Banne vnd achte dßgelassen, vnd das damit nit vßgenommen sollen sin Herlickeit, zolle, geleite, Stoffe, Stette, Lande, lüte, l'gende gut, Hantfesten, Brieffe, Vrberbücher vnd Register, die iglicher teil von dem andern in zyt des slinfftzjg Zerigen friedens j an sich bracht hat; Doch in dem rechten Hindan gesetzt den Hertzogen von Sauoyen, Graue Hansen von Fryburg, die von Basel vnd von Rynfelden. — Ztem was Brieffe die ^genanten Eydgenossen hinder yne oder yemand von yren wegen habent, die vnserm lieben Oheim, Hertzog j Albrechten vorgenant, im rechten nott sin, derselben brieffe sollent Vidimus gegeben werden bnder des Bischoffs von Costentz vnd des Apts von der Richenauwe Zngesiegeln, vnd die Vidimus sollen im rechten crafft han, als weren die haubtbrieffe fürbracht. — Ztem vnd j was brieffe der obgenant bnser lieber Oheim, Hertzog Albrecht, vnd die Herschafft von Ostherich oder yemand von iren wegen, ober die von Zürich oder yeman von iren wegen, "hinder yne habent, der die eydgenossen im rechten botturfftig sind, derselben brieffe sollent Vi- j dimus werden gegeben vnder des Bischoffs von Costentz bnd des Apts von der Richenauwe Zngesiegeln, vnd die Vidimus sollen im rechten crafft han, als weren ^ haubtbrieff fürbracht. — Ztem wer von sunderlichen Personen zu iglichem teil gewant, kuntlich oder > brieffet Zinse, gülte oder schulde hat, der sol daby bliben vnd der hinfür als vor diesem kriege l^byessen. Werent aber solich zinse, gülte oder schulde in diesem kriege von dheiner parthien vffgehaben Zngenomen, das sol hin vnd vsgenomen sin. Ob auch dhein sem-'j lich gülte, zinse oder Ichulde boch vorhanden vnd bißher in verbot behalten worden werent, daö gebott solle abesin vnd dem sin zinß, 816 gülte oder schulde siirbasser folgen. Wurden aber spenne darumb vnd das ein teyl meynte, solichs were von den fienden nit genomen, j vnd der ander teyl meynte, es were gescheen, da solle ye ein partW der andern vmb zusprechen an den enden, als vorstat. — Ztem was auch ein teyl hinder den andern in trüwen geflohet oder zu behalten geben hat, das sol Widder gegeben werden, Es were dann, das so-1 lichs von den fienden genomen were. Wurden aber Spenne darumb vnd das ein teyle meynte, es were von den fienden nit genomen, vnd der ander teyle meynte, es were gescheen, da solle ye ein parthye der andern vmb zusprechen an den enden, als vorstatt. > — Ztem es sollen auch alle die, so von beiden teylln voneynander gezogen oder hindereynander gesessen sint, Widder zu dem iren gelassen werden, des zu gemessen; doch iglicher parthien an Glossen, Stetten, Landen vnd lütcn, die sy Znnehan, vnschedelich- ^ Ztem es sollen auch ^ alle die, den man schuldig ist, ir schuldener vmb ir schulde vnd zinse nit dringt oder zu schaden bringen hietzwschen vnd Sant Martinstag nechst. — Ztem so sollen vnser lieber Ohe'^, Hertzog Albrecht, vorgenant sin ansprach, so er von des huses von Ostherich j wegen vnd die zu yme gewant sin, als vorgeschrieben stet, Zr ansprach, so sie an die Eydgenossen vnd ir Bundgenossen vnd die zu yne gewant sin, auch als vorgeschrieben stet, habent, Zn Artickels wise in geschrifft setzen vnd begriffen und die off sant Michels j tag Archangeli nechstkompt dem Bürgermeister, so off dieselbe zyt zu Costentz schicken gein Costentz in sin huß. — Ztem vnd vff denselben sant Michels tag sollent die Eydgenossen vnd ir Buntgenossen vnd die zu yne gewant sin, als vorgeschriben j stet, Zr anspräche auch in stuekd wise, so sie an die Herschafft von Ostherich habent, vnd die zu yne gewant sin, auch als vor geschrieben stet, dem obgenanten Burgermeister gein Costentz auch schicken. — Ztem vnd darnach solle derselbe Bürgermeister in acht j tagen den Eydgenossen die Ansprach, so Zm der obgenant vnser lieber Oheim, Hertzog Albrecht, vnd die zu Zm gewant sin, gesant haben, den Eydgenossen schicken gein Lutzern in des Schult- heissen hufi. — Ztem vnd der Eydgenossen forderunge vnd der, so zu Zne gewant ^ sin, an den vorgenanten vnsern lieben Oheim, Hertzog Albrecht, die Herschafft von Ostherich vnd die zu yne gewant sin, solle derselbe Burgermeister dem obgenanten vnserm lieben Oheim, Hertzog Albrecht, auch schien gein Viclingen, dem Bürgermeister daselds, vnd j alsdann solle derselbe Burgermeister zu Costentz der S^t zu Vlme Burgermeister vnd Rate schriben vnd zu wissen tun zwschen sant Michelstag vnd sant Gallentag, das die obgemelten Ansprachen von den parthien vorgeschrieben vbergeben sin. j Vnd solle dann der vorgenanten Stat Vlme Burgermeister den parthien einen tag nach lute diß anlast setzen zwsthG Sant Gallen tag vnd Wyhennachten nchst nacheinander folgende. Vnd von demselben tage, der alss den parthien nach lute des anlaste j gesetzt wirdet in anderhalbcm Zare nechst darnach folgende, s^lto dieselbe fache vßtrag nemen vnd haben. — Item daruff so sollen auch beide parthien obgenant die vo^ genanten Burgermeister vnd Rate der Stat Vlme ernstlich bitten, sich der fache zu beladen vnd ! ^ tzunemen. Vnd so die obgenanten ersten anderthalb Zare vsgangen sint, Wann dann die obgenanten Eydgenosien vnd Ir buntgenossen vns Hertzog Ludwigen obgenant herfordernt, So sollen wir Zne zwein Mannten nechst nach dem herfordern Recht- j tag setzen, da wir meynen, das es beqwenilich ^ gelegen sy, ane alle geuerde. Vnd von demselben tage, den wir also setzen werden Zn anderhalbew Zare nechst darnach folgende solle dieselbe fache auch vßtrag nemen vnd haben. Wer es aber, das w>v oder j die obgenant Stat Vlme lenger zyt dann die vorgenanten anderthalb Zare zum rechten bedurfftt", So mögen wir vnd auch die vorgenant Stat dry Manad vber die anderhalb Zar nemen vnd darüber' nit, vngeuerlich. — Ztem vnd als auch vnwillen entstanden j sint zwschen den von Berne vnd den von 817 Fryburg in Vchtland, die zu dem Hufe von Ostherich gehören vnd doch in diesem kriege nit gewest sink, darumb nit nott ist, sie in diesen anlast zu begriffen, Da solle dasselbe geHallen werden, als vnser, Herzog Ludwigs, j obgenant versiegelter Brieff dauon Anneheldet vnd vßwisel. — Ztem eS sollen auch alle ^fangen, so vff beide teil gefangen sint, geistlich, weltlich, Edel oder Vnedcl, vngeschetzet ledig sin vff alte vrfehde. — Ztem eS solle auch alles vngegeben gelte von Brantschatz- j unge oder schatzunge g't gegeben werden vnd ledig sin, vnd ob yeman darfür bürge oder hafft ist, der sol auch ledig sin. — Atem vnd off diesen hieuorgeschrieben Anlaß, So sollen alle fientschafft, die in diesem kriege zwschen ^en obgemelten parthien, den Aren vnd > Zrn helffern vnd helfferS helffern vnd allen den, die dar Anne gewant oder verdacht sin, entstanden sint, geistlich, weltlich, Edel oder Vnedel berürende, luter gerichtet, pflichtet vnd gesunet sin vnd bliben, ane alle geuerde. Vnd solle diese Richtunge angeen I off Sonntag ^r heiligen driualtigkeit nechstkompt, als die Sonne offgat, vnd von allen parthien getruwelich gehalten dNd dem nachgangen werden, alle geuerde vnd argeliste vsgescheiden. — Vnd des zu Vrkunde, so haben bir Hertzog Ludwig, Pfaltz- > graue by Rine, obgenant, vnser Zngesiegel tun hencken an diesen brieff. Bnd wir Albrecht, von gots gnaden Hertzog zu Ostherich, zu Steir, zu Kernden vnd zu Kram, Graue ZU Tyrol zc., Bekennen vnS vnd tun kont offenbar in disem brieff, I DaS der hochgeborne fürste, Her Ludwig, Pfaltzgraue by Rine, deS heiligen Römschen Richs ErtztruchseS vnd Hertzog in Beyern, vnser lieber Oheim vorgenannt, diese vorgeschrieben Richtunge vnd Anlast mit allen puncten vnd artickeln, Une vor geschrieben ! stet, mit vnserm wissen vnd willen berett vnd betedingt hat. Vnd darumb so gereden U>ir by vnsern fürstlichen wirden vor vnS vnd daS huß zu Ostherich vnd alle die vnsern vnd die zu vnS llewant sin, als vorgeschrieben stet, Alle vnd iglich puncten! vnd Artickel, wie die vorgeschrieben steent, getruwelich, stete vnd vest zu halten vnd zu vollenfüvende, alle argeliste vnd geuerde her Znne gentzlich dß vnd abegescheiden. Vnd des zu vrkunde, So haben wir vnser Zngesiegel tun hencken an diesen brieff j Zu des vorgenanten vnserS lieben Oheims Zngesiegel. Vnd wir die vorgenanten Eydgenossen vnd Bunt- genossen, nemlich Schultheiß, Rate vnd gemein Burgere zu Berne, Schultheis vnd Rate zu Sollottern, Schultheis vnd Rate zu Lutzern, Lantam- j man vnd lantlüte gemeinlich zu Vre, Lantamman vnd lant- !ule gemeinlich zu Switze, Lantamman vnd lantlüte gemeinlich zu Vnderwalden oben vnd nyden dem ^rnwalde, Amman, Rete vnd Bürger der Stat Zug vnd daS Ampt zu j Zug, Lantamman vnd lantlüte gcmeinlich zu GlaruS vnd Lantamman vnd lantlüte gemeinlich zu Appentzelle, Stette, Lender, Orter, Dvrffer vnd die gemeinden, die zu vnS gehörent, Bekennen vnS vnd tun kont offenbar in diesem brieff, j der obgenant vnser gnediger lieber Herre, Hertzog Ludwig, der Pfaltzgrane, dise vorgeschrieben ^'chtunge vnd Anlast mit allen puncten vnd Artickeln, wie vorgeschriben stet, mit vnserm wissen vnd Zillen berett vnd betedinget hat. Darumb so j gereden vnd versprechen wir by vnsern guten trüwen "u eyns rechten eydeS stat vor vns vnd alle die vnsern vnd alle die zu vnS gewant sint vnd zu vnS Thören, wie vorgeschrieben stet, Alle vnd iglich puncten vnd Artickel, wie die obgeschrieben j stent, ge- l'-'Uwelich, stete vnd feste zu haltende vnd zu vollenfürende, alle argeliste vnd geuerde her Znne gentzlich ^ vnd abgescheiden. Vnd deS zu Vrkunde, So haben wir vnser Stette vnd lendcr vorgenant Zn- ^llegel z« beider obgenanten fürften Zngesie- j gele auch an diesen brieff gehenckt, Der geben ist zu °stentz off Donrstag in der heiligen pfingstwochen gelegen, Zn dem Zare, als man schreib nach Crist- ^burte tusent vierhundert viertzig vnd SehS Zare. — Pergamentene Urkunde mit den anhangenden Siegeln der zwei Fürsten und der neun eidgenössischen Orte. (Abgedruckt bei Tschudi II. 4«8, Edlibach 8S-) 8t8 SS Richtung zwischen Bern und Freiburg im Uechtland. Constanz. 144«, S Juni. Staatsarchiv Bern. Wir Ludwig, von gots gnaden Pfaltzgraue by Rine, des Heyligen Romischen Rychs Ertztruchse^ vnd Hertzog in j Beyern, Bekennen vnd tun kunt offembare mit diesem briefe: Als vyentschaffte zwschoü dem Hochgebornen surften, Hern j Albrechten, Hertzogen zu Ofterriche, zu Steyr, zu Kernden vnd ZU Krain, Graue zu Tyrol w., vnserm lieben Oheime, j vnd dem Hüft von Ofterriche an eynem, vnd vnftrü lieben besundern, den gemeynen Eytgenosftn, gewesen ift vnd j vnwille vnd yrrunge zwschen den von Berne vnd den von Fryburg In Vchtlandt, die zu dem Hüft von Ofterriche j gehorent, entstanden sind, Da habent die von Berne vns zu eren vnd willen soliche vnwillen vnd Zrrunge gentz- I lichen begeben. Vnd herumbe So sollen die von Berne vnd die von Fryburg vorgen(an)t von solichen vnwillen vnd i Zrrunge wegen, die in der vorgen(an)ten zyte entstanden sind, dhein anspräche oder sorderunge gegen eynander niemerme j gehaben noch getun in dhein wyft, Sunder solich vnwille vnd Zrrunge sollen gentz° lichen gerichte vnd gesünet sin j vnd bliben, All geuerde vnd argliste gentzlichen vßgescheiden. Vnd des ZU Orkunde, so haben wir vnser Znge- j sieget an diesen briefe tun hencken, Der geben ist zu Costentze off Dorstag nach dem Heyligen pfingftage j Zn dem Zare, als man schreibe nach Cristi geburte Dusent vierhundert viertzig vnd Seß Zare. — Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel des Pfalzgrafen. (Abgedruckt bei Tschudi II. 473.1 S4 Spruch des Burgermeisters und Kleinen Ruthes zu Ulm zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. Ulm. 1447, S7 Januar. Staatsarchiv Bern. Wir die Burgermaister vnd gewonlicher klainer Rate der Statt zu Vlme, Tügen kunt allermengstch mit disem briefe: Als der durchlüchtig Hochgeborn fürst vnd Herre, Her Ludwig, Pfaltzgraf by RY^ des Hailigen römischen richs Ertztruchsäß vnd hertzog in Paiern, mit sampt siner gnaden, such andrer vnsrer gnädiger Herren s kurfürsten, fürsten, grasen vnd Herren rätten vnd ettlicher richs ftette ftnnd- botten, den durchlüchtigen Hochgebornen fürsten vnd Herren, Hern Albrechten, Hertzogen zu Oestorrich.' zu Styr, zu Kernden vnd zu Krain, grasen zu Tyrol, vnsern gnädigen Herren, das loplich hus ^ Oesterrich vnd die sinen, an ainem, vnd die ersinnen vnd wisen, > Gemain aidgenossen vnd Zr puntgenosftN, Nemlich Schulthaissen, Rate vnd gemain burger zu Bern, Schulthaiß vnd Rate zu Solotern, vnd nydnen dem Kernwal, 819 Amman, Rate vnd burgern der Statt vnd das Ampte zu Zuge, lantamman vnd lantlüte gemainlich zu Claris, Lantamman vnd lantlüte gemainlich zu Appenzelle, Stett, lannder, örtter, dörffer vnd die gemain- ^n, die zu Zn gehören, vff die andern parthye, sölicher kriege vnd vint- > schafft, die ff zu allen parthien iusamen gehept haben, bericht, betädingt vnd ettlicher recht geaynbert hat, Besunder vnder anderm, das die borgenanten aidgenossen vnserm gnädigen Herren, Hertzog Albrechten, als von des gantzen hus wegen zu Oesterrich, vnd ouch den Ären vnd den, die Zn vnd dem hus Oesterrich > ston zu versprechen, es sin Räte, manne, diener, gaistliche oder weltliche, Ouch dem edeln Graf Johannsen von Tangen, grase zu ^ellernburg, gerecht werden füllen vmb alle Handlungen vnd fachen, die sich in zite des fünffzig järigen srids bis vff die zite der berlirten bericht ergangen, nicht darZnne j denne todschleg, roub, brande, nome, ^chloßbrechen, auchte vnd banne vßgelassen :e., wie denne solichs vnd anders der anlaß darüber begriffen mit ä>er Worten vnd klärlicher Znnhalt. Desselben rechten wie vns zuvoran dem almächtigen got zu lob, dem Hailigen römischen riche vnd dem vorgenanten vnserm I gnädigen Herren, Hertzog Ludwigen, pfaltz- Tvafen, vnd andern fürsten vnd Herren :c. zu wirden vnd eren, ouch vmbe deswillen, das vergangen dnwillen, vnfuge vnd vnratt deft bas Hingeleit werden vnd hinfüro dest myndev enfteen mügen, vnd besunder von des vorgenanten vnsers gnädigen Herren, j Hertzog Albrechts von Oesterrich, ouch der benannten aidgenossen vlißiger gebette wegen angenommen vnd verfangen, Si baid parthien zu recht nach 3nnhalt des anlaß für vns betagt haben, vff solich vnser betagen vor vns vff Afftermentag Sant Pauls aubent der bekere, als wir zu srüer tagzite vff vnserm rathus j In der gewonlichen Ratstuben Zn Ratz- ^>se gesessen sin, erschynen sind die wolgebornen, Edeln, wirdigen, gelerten vnd strengen, vnser gnädig beeren, Her Wilhalm, Marggraf zu Hochberg, Herre zu Rötteln vnd Susenberg, Her Zohans, Graf iu Tierstain, Her Vlrich Niedrer, lerer baider recht vnd Thumherre zu j Augspurg, Her Wilhalm von Grünenberg, Her Wilhalm vnd Her Berchtold vom Stain, Rittere, alle, als si fürwandten, machtvollen vnd anwälte des benanten vnsers gnädigen Herren, Hertzog Albrechtz von Oesterrich, als si des buch ainen gewaltzbriefe Zn recht leiten, der von wort zu wort also lutet: „Wir Albrecht, j von gottes SNaden Hertzog zu Oesterrich, zu Styr, zu Kernden vnd zu Krain, gras zu Tyrol zc., Bekennen, als b'e ersamen wisen, vnser besunder lieb, der Burgermaister vnd gewonlicher klainer Rate zu Vlme vns den aidgenossen nach lut des anlaß nächst zu Costentz betädingt vff den zwaintzigisten tag nach dem j balligen wihenncchtigen tage, das ist vff sant Hilarientage, ainen Rechttag gesetzt haben, das wir den ^vlgeborn, edeln, ersamen, gelerten vnd vnser lieb getrüwe Marggraf Wilhalmen von Rötteln, Graf Thansen von Tierstain, Maister Vlrich Niedrer, lerer baider rechten, thumherren zu Augspurg, Wilhalmen bon Trünenberg, j Wilhalmen vnd Berchtolden vom Stain, vnser Räte, zu solichem Rechttag schicken, vnd Seben de« allen volmächtigen gewalt wißentlich mit dem briefe, von den benannten aidgenossen vor den vor- ^Melten von Vlme rechte zu nemmen nach Znhalt des egerürten anlaß Zn aller maß als wir getun möchten, bb wir da gegen- j würtig weren, zu gewyn vnd zu Verlust vnd zu allem rechten; vnd was dieselben vnser Anwälte vnd machtbotten alle oder zum myndsten Zro zwen also dar Znne mit Recht handeln vnd tund oder 'b der gütlichait sürnemen vnd beschliessen, das versprechen wir in.krafft des briefs für vns vnd das ^bh hus j Oesterrich vest vnd ftät zu halten vnd demselben allem gentzlich nachzukomen ane geuerde. lt Vrkund des briefs geben zu Ehing an donrstag vor sant Hilarientage nach Cristi gepurt viertzehen- ^üdert vnd in dem siben vnd viertzigisten Zaren." — Vnd begert furo der benant vnser gnädiger herre, ^arggraf > Wilhalm, Zm vnd den andern sin mitanwälten anstat des vorgenanten vnseres gnädigen 820 Herren, Hertzog Albrechtz von Oesterrich, zu vergunden ainen redner, mit naMen Maister Bleichen Niedrer. Vnd als das von vns erlobt vnd vergundt ward, dingt sich der selb maister Bleich Niedrer in für- sprechenwise vnd nach > form des rechten an vnd begert besunder, Inen, den benannten anmalten vnd machtbotten anstat des vorgenenten vnsers gnadigen Herren, Hertzog Albrechtz, vnd des wirdigen hus zu Oesterrich, zu vergunden ftürer vnd warner, wie denne svlichs von billich vnd recht were. Dargen sind vor vns ouch erschynen die ersamen wisen Rudolff von > Ryngeltingen, Peter Schöpffer, Gilg Sp>^ man von Berne vnd Hanns Plum, statschriber daselbs, Hans von Wile von Lucern vnd Eglofs Eiterst», statschriber daselbs, Burkart Frowin von Solotern vnd Oßwalt Hasler, statschriber daselbs, Claus zu>» Trog von Bre, Zttal Nedung, der Junger, von Schwitz, Claus von Einwile von j Vnderwalden, H»»^ Hiisler von Zuge, Jost Schudi vnd Hainrich Fogel von Glaris, Hainrich Schedler vnd Bilgrin von Appenzelle, alle gemainer aidgenossen anmalt, als si Verluten liessen. Vnd stund daruff der benant Rudolff von Ringeltingen dar, vnderstund sich zu den fachen zu reden vnd etliche wort zu gebruchen.! Redt maister Vlrich dawider, vnser gnädig Herren, Marggraf Wilhalm, Graf Johanns vnd die andern anmalte vorgenant weren mit Jrem fürsprechen In recht gestanden, hetten sich angedingt vnd zu recht geredt vnd getruwete, die wile Rudolff von Ringeltingen nicht in fürsprechen wise vnd angedingt von der aidgenossen wegen j redte, Er sölte nicht verhöret, Sunder durch vns zu recht erkennt werden, Inen, den anmalten vorgenant, anstatt vnsers gnädigen Herren, Hertzog Albrechtz, vnd der Herschafft Oesterrich stürer vnd warner zu vergunden. Nnd nu Rudolff von Ryngeltingen bargen aber ettliche wort gebrullst vnd die fache von den parthien zu vns j gefetzt ward, vnderredten wir vns vnd lutbarten den parthien vff maynung: Wollen Rudolff von Ringeltingen vnd sin mitgesellen zu den fachen reden, das sollen st mit fürsprechen vnd angedingt tun vnd zu dem rechten reden. — Daruff begert der benant Eglofs Etterlin, statschriber zu Lucern, Im vnd sinen mitgesellen von ge- > mainer aidgenossen wegen zu vergunden ainen fürsprechen, nämlich Rudolffen von Ringeltingen obgenant; vnd als Im der vergundt ward, dingt sich derselb Rudolff von Ringeltingen in fürsprechen wise nach form des rechten an, vnd als er füro daruff reden wolt, redt maister Vlrich Niedrer aber dawider vff maynung als vor ^ vnd der mer: die vrtcile Helte ietzo gegeben, wolle Rudolff von Ringeltingen reden, das solle er in fürsprechen wise vnd zu recht tun; die wile er nu nicht mit Gewalt redte, noch gewalte, das zu solichem gnug were, zaigte, so sblt ee nicht reden, noch sin rede touglich sin noch verhört, Sunder zu recht erkennt werden, Inen, den »N- wälten vorgenannt anstat vnsers j gnädigen Herren, Hertzog Albrechtz vnd des hus zu Oesterrich stüe^' vnd warner zu vergunden. Dawider redt Rudolff von Ringeltingen, Er getruwete, er sölte vnd nffcht wol reden vnd ouch von billich nach siner notdurfft verhört werden, denne maister Vlrich redte doch ouch ane gemalt, vnd der gemalt, den die benanten anwälte gezaigt hetten, j were kain gemalt vnd vN- toglich von solicher vrsach wegen; Er beseite nu von vnserm gnädigen Herrn, Hertzog Albrechten, »" were vnser gnediger herre, Hertzog Sigmund, bis lannds ain nattürlicher rechter erbfürst, als ouch gnädiger herre, Hertzog Fridrich, loplicher gedächtnuß, dis lannde bis an sin ennde in sinen Haube» vnd gewalte gehept j hette; vnser gnädiger Herre, Hertzog Sigmund, hette ouch ettlich vordrung an ^ aidgenossen getan, die vnser gnädiger herre, Hertzog Albrecht, jn sinen sprächen zu Coftentz übergegeben hette, daby, ouch by anderm, so er, man sich das gepüret, erzelen wurde, wol zu versten, das des verlese» gewaltz nicht genug. Vnd want nu vnser gnädiger j herre, hertzog Albrecht, von des hus wegen zu Oester rich ain klager were vnd nicht gnugsamer gwalte vertut hette, so hoffte er, Er sölte vnd möchte st" 82 t notdurfft darin wol reden vnd nicht schuldig zu sin, deHainen gewalte ditzmals zu zaigen, vnd satzten daruff vnd nach ettlichen andern Worten, so zu lang vnd nicht notdurfft zu > schriben waren, daö stuk ZU recht. DeS nomen wir vnS ain bedenken vnd betagten baid parthien vff den obgenanten Aftermontag ZU rechter tagzite wider für vnS an das obgenant ennde vnd lutbarten Zn vnser vrtaile; die lut vff form, so von wort zu wort hernach geschriben stat: „Nach rede vnd Widerrede vnd besunder alö maister j Vlrich Niedrer gemeldet hat vff maynung, die wile Rudolff von Ringeltingen ane gewalt rede, das er nicht zu hörent sye, dawider aber Rudolff von Ringeltingen fürgewendt hat, maister Vlrich rede ouch gantz ane gewalt, denne der fürgewendt gewaltzbriefe vntouglich sye von vrfach wegen vß sinen Worten berlutet, daS j er ouch darin wol reden muge vnd von billich verhört werden fülle. Vnd nu vnser gnadiger herre, hertzog Albrecht, als von deS gantzen Hub wegen zu Oesterrich ain anklager ist, maister Vlrich ouch am gewaltzbriefe verlesen lassen hat, So haben wir vnS erkennt vnd sprechen vff vnser aide zu recht, daS Rudolff von Ringeltingen wider j vnd Zn dem fürgewendten gewalt sin notdurfft wol reden vnd fürwenden müge; doch also werde der selb gewaltzbriefe nach Zr baider parthien fürtragen gnugfam zn sin erkennt; Wolle banne Rudolff von.Ryngeltingen witer antwurten, daS er daS billich tüge mit gewalt, des darzu gnug sye". — Daruff redt füro maister Vlrich: Als die ^ vrtaile gegeben hette vff folich maynung, das Rudolff von Ringeltingen Zn vnd wider den fürgewendten gewalt reden möcht, mit mer Worten der brtaile, vnd nu Rudolff von Ringeltingen mit etlichen Worten dawider geredt vnd vnbillich vßzüge vnd flucht des rechten gesucht hette, getruwete er, by anefang sölte vnserm gnädigen j Herren, hertzog Albrechten, vnd dem wirdigen huS Oesterrich stürer vnd warner vergundt werden, vnd begert daruff Her Wilhalm vom Stain zu Stürer vnd Hainrichen Marschalk zu Warner, vnd begert füro, den fürgewendten gewaltz- briefe vnd darzu den anlaß der bericht zu Costentz beschloffen, ouch den verküudtbriefe, > als wir vnserm gnädigen Herren, hertzog Albrechtcn, den Rechttag verkündet vnd gesetzt hetten, zu verlesen vnd daruff flne wort zu verhören. Vnd als die benanten briefe verlesen wurden, redt er füro: Der verlesen anlaß der bericht hielte klärlich Znnc, daS die aidgenoffen vnserm gnädigen Herren, Hertzog Albrechten, als von deS gantzen HuS j wegen zu Oesterrich gerecht werden, ouch das die aidgenoffen den anlaß zu halten vnd dem nachzekomen by guten trüwen an aidftatt gelopt vnd den versigelt hetten, so were der fürgewendt gewaltzbriefe Zn denselben anlaß gefetzt, als der ouch luter vff den anlaß von vnserm gnädigen Herren, hertzog Albrechten, von sin vnd deS gantzen j HuS wegen zu Oesterrich lute vnd vff den anlaß zaigte, so hielte denne der verkündtbriefe auch klar Znne, daS der Rechttag nach Znnhalt deS anlaß gesetzt were. Wann nu vnser gnädiger herre, Hertzog Albrecht, zu ziten der bericht zu Costentz regierender fürst deS innnds gewesen vnd noch Hütt by tag were vnd nu gewalt nach Znne- j halt deS anlaß gegeben vnd die Eidgenossen den anlaß zu halten by trüwen gelopt hetten, als vorstat, so hoffte er, daS des gewaltz gnug flu p,id nit nott tun sölte, andern oder merern gewalt von dehainem fürsten von Oesterrich zu zaigen. Dartzu antwurt Rudolff von Ringeltingen vff sölich maynung: DaS wol wäre, daS die be- > richt zu Costentz ulso beschlossen vnd verbriefet vnd daby ouch gemeldet worden were, daS folich recht billich mit gewalt "iler fürsten von Oesterrich befchehen sölte; da were zugeredt worden, daS sölichS ditzmals zu lütern nicht ^vtt täte, denne wenne eS zu dem rechten käme, so möchten die parthien darumbe fr notdurfft wol j gebruchen. Nu hette aber vnser gnediger herre, Hertzog Albrecht, etwan vnsereö allergnädigisten Herren, ^ern FridrichS, Römischen küngS, Hertzogen zu Oesterrich zc., ouch vnserS gnädigen Herren, Hertzog Sigmunds, gewalte gebrucht vnd were der in sinen Händen vnd gewalt gewesen; daS hette sich aber nu 822 zemale geenndert > vnd were vnser gnadiger herre, Hertzog Sigmund, sid der zitte der bericht zu Costentz vsser vnseres allergnädigisten Herren, des küngs vorgenannt, Hand vnd gewalt kamen vnd gebruchte ftlbs sinen fürstlichen gewalt mit finen Räten. Er hette ouch ettlich vordrung an die aidgenossen getan vmd artikel, die vnser gnäd- j iger herre, Hertzog Albrecht, den aidgenossen vnder sinen sprächen übergegeben hette. Diewile nu mer fürsten von Oesterrich vnd besunder vnser gnädiger herre, Hertzog Sigmund, dis lannds der nattürlich erbfürst, vnd nu sölich obgerürt enndrung beschehen were, also das vnser gnädiger herre, Hertzog Sigmund, sinen fürstlichen ge- j walt mit sinen Räten selbs gebrucht vnd NN solich vorgerürt vordrung an die aidgnossen getan hette, so hoffte er, d«s des sürgewendten gewaltz nicht genug sin, Sunder das gewalt gezaigt werden solte, des genug were; Also ob si vnserm gnädigen Herren, Hertzog Albrcchten, embrästen, das si denne den andern vnd vbrigen > fürsten von Oesterrich ouch eM- brosten weren vnd von Znen nicht mer angeraicht werden; hoffte ouch, das billich vnd Zr grosse notdurfft sin vnd das si darumbe vnbillich Verzugs oder flucht des rechten geschuldiget würden, denne st wölten das recht vngern verziehen noch fliehen, denne souil vnd billich vnd ir notdurfft j were, als sich des wol beschönen sölte; Die aidgenossen Helten ouch die bericht vnd den anlast, ouch Zr gelüpten bisher redlich gehalten, wölten das ouch hinfüro vffrechtlich tun vnd sich darZnne halten, das Znen nicht zu vcrwißen kamen sölte, Si ouch flucht oder Verzugs vnbillich geschuldigt wurden. Dawider redt aber > maister Vlrich als vor vnd das mer: Als Rudolfs von Ringeltingen vnder sinen Worten gebrucht hette, ES were wäre, das vnser gnädiger Herre, Hertzog Sigmund, zu ziten der bericht zu Costentz Zn vnsers allergnädigisten Herren, des römischen küngs, gewalt gewesen were vnd nicht aigen gewalt gebrucht hette tt-, dem were nicht j also, denne vnser gnediger Herre, Hertzog Sigmund, zu ziten der bericht zu Costentz an der Etsch gewesen, deshalb deHain enndrung an dem ennde beschehen, als das lantwißentlich were vnd an dem tag läge. Als denne Rudolfs süro by sinen Worten gebrucht hette, neben der bericht ZN Costentz sölte villicht beredt sin, man sölt ^ oder möcht zu ziten des rechten gewaltz halb alle notdurfft gebruchen; nu weren mer fürsten von Oesterrich, von den ouch gewalt gezaigt werden sölte w., hoffte er nicht, das Rudolfs mit Worten die besigelten bericht enndern oder abtriben sölte. Diewile t>u vnser gnädiger herre, Hertzog Albrecht, zu ziten der > bericht regierender fürst dis lannds gewesen vlfl noch Hütt by tag were vnd die aidgenossen solicher bericht nach Znnhalt des anlast mit Zm mit Zrew willen vnd wissen Zngegangen weren, die zu halten by guten trüwen an aids statt gelopt vnd versig^t hetten, vnd nu der anlast gar klar vswistte, das die aidge- ^ nossen obgenant vnserm gnedigen herre», Hertzog Albrechten, als von des gantzen hus wegen zu Oesterrich gerecht werden füllen, So getruw^ er ouch, das nicht nott tätte, von mer fürsten oder andern gewalte zu zaigen, Sunder die aidgcnosff» sotten dem anlast vffrechtlich nachgan, als doch Rudolfs von > Ringeltingen vnder sinen worten hieuor selbs gemeldet hette, die aidgenossen wölten den anlast vffrechtlich halten, daran, ob si dem nachkäme», Zn fast wol benügte. So denne Rudolfs von Ringeltingen süro vff maynung geredt hette, die aidge»oi>"' würden vnbillich Verzug oder flucht des rechten geschuldiget w.; wes er j si nu in sölichem gesch»^^ hette er von not wegen getan, denne sie weren die, die vnbillich vßzüge vnd flucht des rechten flicht besunder mit sölichem, so si in den sürgewendten gewalt redten; daby zu verstand, dast der Antrag främd vnd ain vßzug vnd flucht des rechten were, denne von vnsers gnädigen Herren, hertzog Albrechtz, wegen > weren solich gewalt zu Colmar vnd an andern ennden ouch gebrucht vnd darin deHain solich rede noch Jntrag beschechcn. Wie aber dem allem, ob nu vnserm gnädigen Herren, hertzog Albrechten, bruch 823 gewalt beschäch, also das der nicht genugsam vnd abkennt wurde, das er nicht hoffte, so behielte vnd bedingt er doch sinen gnaden > vor, vmbe gewalt zite vnd tag zu erkennen. Darzu antwurt aber Rudolff von Ringeltingen: Des ersten, als maister Vlrich geredt Helte, tätt nicht nott, alle wort zu verantwurten, Venne souil als er gemeldet hätte, vnser gnädiger herre, hertzog Sigmund, were zu ziten der bericht zu Kostenz an der Etsch gewesen zc.; Da antwurt j Er von der aidgenossen wegen zu, das Zn zu ziten der bericht zu Costentz nicht zu wissent, das vnser gnädiger herre, Hertzog Sigmund, an der Etsch gewesen were vnd sinen fürstlichen gewalte mit sinen Räten gebrucht hette. Er redte ouch daruff zu glicher vnd w aller der maß, als ouch vor vnd besunder sidmals vnd vier surften von Oefterrich in leben weren, j nemlich vnser allergnädigifter herre, Her Fridrich, Römischer kung, vnser gnädig Herren küng Laßlow, Hertzog Albrecht vnd Hertzog Sigmund, vnd nu vnser gnädiger herre, Hertzog Sigmund, diser lannde ber recht nattürlich erbfürst were, sinen fürstlichen gewalt mit sinen Räten gebruchte vnd solich vorgerürt Vvrdrung nach der be- j rieht zu Costentz an die aidgenossen getan, die fach sich ouch in vorgemelter wise geänndert hetten, der verlesen gewaltzbriefe ouch allain von vnserm gnädigen Herren, Hertzog Albrech- ten, lute, so hoffte die aidgenossen, daS des gewaltz nicht genug sin, sunder gewalt von allen surften von Oefterrich, des zum rechten genug were, gezaigt j werden solle, solicher wise, ob si vnserm gnädigen Herren, hertzog Albrechten, embrästen, das si denne den andern surften von Oefterrich ouch embrosten weren vnd von Znen nicht me angeraicht wurden noch werden möchten. Menne ouch solicher gewalt gezaigt vnd bas darzu vnd in die houbtsach komen wurde, wölten die aidgenossen das j recht vngern fliehen noch verziehen, sunder dem anlaß gestraks nachkomen, als si dem ouch bisher vffrechtiklich nachgegangen weren. So denne maister Vlrich füro vnserm gnedigen Herren, hertzog Albrechten, vorbehalten hette, ob Im der gewalt abkennt wurde, vmbe gewalt tag vnd zite zu erkennen, desglich vnd zu glicher j form bedingt vnd behielte er sinen fründen, gemainen aidgenossen, ouch vor. Vnd als die parthien daruff vnd nach ettlichen anndern Worten, so zu beschriben zu lang vnd nicht notdurfftig waren, die sache zu recht sichten, also Nomen wir vns ein bedenken vnd betagten vff der parthien begeren vnd verwilgen si baid parthien > vff Mitwochen sant Pauls tag nächstvergangen zu früer tagzite für vns an das obgeschriben ennde vnd scharten vnser vrtaile; die lutet so von wort zu wort hernach folget: „Nach rede vnd Widerrede, Verlesung des fürgewendten briefs vnd besunder wann der anlaß vnder anderm vßwiset, das die aidgenossen vnserm gnädigen Herren, Hertzog I Albrechten, als von des gantzen hus wegen zu Oefterrich gerecht werden Fullen vnd nu der verlesen gewaltzbriefe allain von vnserm gnädigen Herren hertzog Albrechten von Oefterrich beseite, so haben wir vns erkennt vnd sprechen vff vnser aide zu recht, das des fürgewendten gewaltz nicht gnug sye." — Daruff redt maister Vlrich: Als die vrtaile j gebracht hette, das des gewaltz Vicht genug sin solte, also hette er gestern in dem Rechtsatz mit Worten gebrucht vnd vnserm gnädigen Herren, hertzog Albrechten, vorbehalten, ob der fürgewendt gewaltzbriefe abgesprochen vnd das des nicht genug were erkennt würde, füro zu erkennen, wie vnd wes gewalt fürbracht werden solte. Also j ge- ieuwete er, wir solten vmb tage vnd wie vnd wes gewalt gezaigt werden sölte, erkennen, hoffte ouch, v>>r des von billich vnd recht pflichtig vnd schuldig werent. Dargen redt Rudolff von Ringeltingen: der gerochen vrtaile vff gestern vnd Hütt begert er sinen fründen, gemainen aidgenossen, vrkunde vnd vrtail- briefe zu geben. Aber ^ als maister Vlrich füro vff die gesprochen vrtaile mit worten fürgetragen vnd gefordert hette, was wir darinne fürnomen, redte er vns von siner fründ wegen nicht Zn, Denn er ^üßte vns wol Zn solicher wißhait, das wir darinne wol wißten fürzunemen, das vns gepürte. Vnd 834 als maifter Vlrich darzu nicht mer noch anders, > denne als vorstat, redet, denne souil, das er der gesprochen vrtailen ouch gezügnuß vnd vrtailbriefe begert, pnd baidersitt daruff vnd nach ettlichen andern Worten, so zu lang und an dem ennde zu beschriben nit notdurfftig waren, die sache zu recht sichten vnd wir vns ain bedenken nomen vnd baid parthien ^ vff Hütt fritag an das obgenannt ennde für vns betagten, Also haben wir Znen vnser vrtaile lutparen lassen; die lutt vff form, so hernach folget: „Als maiM Vlrich vnder sinen Worten begert hat vmb tage, ouch wie vnd wes gewalt gezaigt vnd fürbracht werden sulle zu erkennen, dawider noch darin nu Rudolff von l Ringeltingen nicht geredt, sunder das zu vnser erkantnuß gesetzt hat, baid parthien ouch vrtailbriefe begert Hand, Also nach rede vnd Widerrede Inhalt des anlaß vnd der gesprochen vrtaile vnd allem dem, so von den parthien vor vns in recht erlutt hat, Vesunder nach dem vnd die aidgenossen vnserm gnädigen ^ Herren, Hertzog Albrechten, als von des ganzen hus wegen zu Oesterrich gerecht werden füllen, so haben wir vns erkennt vnd sprechen vff vnser aide zu recht, das billich gewalt, des zum rechten gnug sye, von vnserm allergnädigisten Herren, dem römische" kung, als von einem surften von Oefterrich, vnsern gnädigen Herren, j Hertzog Albrechten vnd Hertzog Sigmunden von Oesterrich, vnd darzu wanne wir vernomen haben, das vnser gnädiger herre, küng Laßlow, nicht aigen gewalt gebruch, Sunder in vnd vnder Gerhabschafft vnd fürmundschafft sye, von siner gnaden gerhaben vnd fürmundern für In als für ain fürften von Oesterrich für- j bracht vnd gezaigt, vnd wenne solich gewälte für recht gebracht werden, das daruff baiden parthien Zr rede vnd Widerrede nach Zr notdurfft zu gebruchen, ob dieselben gewält zu dem rechten gnugsam syen oder nicht/ vorbehalten sin vnd darnach beschehen sulle, das recht sye. Füro von wegen der tag solich > gewält Z" bringen, sprechen wir auch vff vnser aide zu recht: wenne die egenannten vnser allergnädigister vnd gnädig Herren vnd fürsten von Oesterrich nicht alle in lannde, sunder Zr etlich vsser lannds sin, das denne solich gewält In zu dry maln dry viertzehn tagen vnd dry tagen den nächsten gebracht vnd gezaigt I werden füllen; vnd werden die gewälte für recht bracht, so fülle füro beschehen, das recht sye; werden aber sölich gewälte nicht für recht gebracht, So sulle füro aber darumbe beschehen, das recht sye. Dnd doch also, vff wenne vnser gnädiger herre, hertzog Albrecht von Oesterrich, damit fertig sye vnd dw fachen j fürnemcn wolle, das vns sin gnade das zu vorhin verkünde vnd wir denne füro Zn baiden parthien Rechttag für vns setzen, alles vngeuerlich. Füro von wegen der vrtailbriefe sprechen wir euch vff vnser aide zu Recht, das wir den parthien, weliche das begeren, der gesprochen vrtailen billich Vrtailbriefe ^ geben füllen. Vff das begerten Zn die parthien baidersitt der gesprochen vrtailen gezügnuß vrkundbriefe von gerichtz wegen zu geben. Darumbe zu warem vnd offem Vrkunde aller vorgeschrib!^" sache, so haben wir vnser statt secret Znsigel vnd doch vnsselbs, vnser statt vnd vnsern nachkomen vn- ! schädlich tun hencken an disen briefe, Der geben ist vff fritag nach sant Pauls tag der bekerung, Christi geburt Tusent vierhundert viertzig vnd Zn dem sibcnden Zaren." Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel der Stadt IN'"' 825 SS Rechtliche Verhandlung zwischen Zürich und den Eidgenossen, Urtheile der Zugesetzten und Obmannsspruch Peters von Argun. Lindau. R447, T8. Februar. Staatsarchiv Lucern. Ich Peter von Argun, zu den Zitten Burgermayfter zu Augspurg, j Bekenn vnd Tun kunt offen- üchen mit dem briefe allen den, die In ansehent oder I hörent lesen: Als durch den durchlüchtigen Hochgebornen flirsten vnd Herren, Herren j Ludwigen, pfallentzgrauen by Rine, des Hailigen Römischen Reichs Ertztruchfässen > vnd Hertzogen in Bayern :c., Meinen gnädigen Herren, Mitsampt ettlicher meiner j gnadigen Herren, der Kurfürsten Räte vnd ettlicher frey vnd Reichstette Erbern j Rautzfründen ciin anlast zwüschen der fürsichtigen, Ersamen vnd weysen Bur- j germaistern vnd Raute vnd den Bürgern gemächlich der Statt zu Zürich an > ainem, vnd der fürsichtigen, Ersamen vnd weysen, den Schulthayssen, Am- j manen, Räten, Burgern vnd lantlüten diser nachbenämpten Stett vnd länder, j Mitnamen Lucern, Vre, Switz vnd Vnderwalden oben vnd niden dem Kernwalde ^ vnd Zug, als Houptsächern, vnd den von Bern, Sollotern, Glarus vnd Appentzelle j als Helffern, an dem andern tayle, allen meinen Herren bnd guten fründen j zu Costentz abgeredt, vertädingott vnd beschlossen ist nach des versigelten an- j lasbriefes darüber gemachet clärlichev vssweysunge; Daruff bayd tayle ir zu- I satzlüte zu Kayserftul gesezzet Hund, Mitnamen Hainrichen Efinger, Burger j vnd des Rautz zu Zürich, vnd Rudolf von Cham, Stattschriber daselbö, als j von ir Herren von Zürich wegen, vnd Peterman Goldschmid von der Statt I Lucern vnd Uttel Reding der Zünger von Switz als von ir Herren vnd obern ! von Stetten vnd Längen wegen; vnd als die obgenannten zusätzliche bayder j tayle clag, red vnd Widerrede eingenomen, ver- bvrt vnd daruff vrtayl gesprochen I Hand vnd Zu der vrtayl zerfallen vnd nit ains worden sind, sunder bch ge- j zwayet habent vnd nach des anlast sage ains gemaynen maus nottdürftig j gewesen sind vnd Mich die obgenanten vier zusätzliche dartzu erwelt ^ vnd genommen habent, vnd als daruff ich durch ettlich surften vnd Herren, j auch durch mein Herren von Augspurg vnd ander des hayligen Richs j Stette vnd sunderlich der obgenanten Stett vnd lännder zu bayden taylen j mer dann zu ainem mal ernstlich vnd steyssiclich gepeten worden bin, I sinnliche gemainschaft an mich zenemen vnd darzu zuverbinden, wiewol 'ch ! svllicher merglichen grosser vnd swärer fach ye gern entladen vnd vertragen > gewesen war, yedoch allmächtigen got zelob, dem Hailigen Römischen j Reich ze eren, besunder von frid, sons vnd aini- kaitte willen vnd baydertayle j gemainer land vnd lüte vnd der obgenannten surften, Herren, gemainer Reich- j stette vnd ir bayder tayle flechsiger pette wegen, ich mich darein ergeben ^ vnd damit beladen ^un, doch mit ettlichen vorbehalltnen gedingen mir ^ nottdürftig, des sy sich baydcrsitt gegen mir ver- schriben Hand nach Innhalt j der briefe mir darumbe gegeben. Vnd als ich In ze baydentaylen ainen > gen Lindow In die Statt vff Sant Melaus Aubent des Iares, als man > zalt von der gepurt Crifti ^uusent vierhundert vierzig vnd Sechs Iare, j gefezzt vnd verkündet hatt, dahin sy auch ze baydersitt iren tref- j fenlichen bottschaften mit vollem gewalt gefertigot vnd komen sind, I Also darnach vff ^unser frawen tag als sy empfangen ward, als bayd j obgenannt parthyen gen Lindow In die Statt vff 104 62« das Rauthuse Zn die j grossen Rautstuben daselbs für mich komm warn, verband ich mich mit j meinem ayde zu disen fachen, sy Zn den vrtaylen zu entfchaiden, doch j dar Znne mir aber vorbehalten meiner geding nach Znnhalltung meiner > briefe mir durch bayd tayl geben, so hievor such berürt ist. V5 das I ward mir durch bayder tayl zufatzlüte obgenannt Clag, Red vnd Widerrede, ^ gesprochen vrtaylen vnd gantzes herkomen des rechten, als sich daö ^ baydersitt zu Kayserstul ergangen halt, versigelt gegeben vnd geant- j wurt, die von wort ze wort lutett Znmaß vnd hienach geschriben statt: si Vnd ist ditz der aydgenossen anclag gegen den von Zürich: „Lieben Herren > die Schidlüte! Gemainer aydgenossen botten, Nämlich von Lucern, Vre, Switz, > Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwallde vnd von Zug, als vol- ,nachtig > gewaltzpottcn der obgenannten Zr Herren vnd obern von Stetten vnd länn- > dern, pringest für üwer weyshaitte mit clag, als für die, die zu disen nach- > gefchribnen stössen vnd spännen zwüsttst" den obgenannten Stetten vnd j länndern an ainem vnd den von Zürich am anndern tayl vfferwachftn, l sy ze entfchaiden Zm rechten w. geschiben vnd gewist worden sind vnd > ouch euch mit ayden darzu ver- punden Hand w., als die clag eigenklich j hienach geschriben stautt: Ztem setzen wir vnser anclag vffdas kürzost > also: Das war sey, das die obgenannten aydgenossen von Stetten vnd > länndern und auch dw von Zürich ainen bund samen habent, den sy bay- j dersitt für sich vnd ir nachkomen gelopt vnd gesworen habent, ewiclich war, > stätt, vnuersert, gantz vnuerkränket zehallten, als denne der bund an Zm > stlbö ist. Derselb pund vnder andern Worten ainen artikel Znnhalt, Ob i sy stoß samen gewunnent, wie st dera zerecht komen süllent; derselb j artikel von wort ze wort also lutet, als hienach statt: „„Wäre ouch, das I wir, die vorgenanten von Zürich, stössz oder misshellung gewünnent j gemächlich mit de» vorgenannten vnsern aydgenossen von Lucern, j von Zug, von Vre, von Switz, von Vnderwallden oder mit ir kainem j besunder, das gott lang wännd, darumb füllen wir ze tagen komen j zu dem vorgenannte» Gotzhuse ze den Eynsydeln vnd sol die Statt Lucern j oder Zug oder die lännder, sy alle gemainlist oder ainö besunder, so dann j stössz mit vns, den von Zürich, Hand, zwen erber man darzu setzzen vnd I ouch wir zwen. Dieselben vier süllent dann sweren zu den Hailigen, j die fach vnd die stösse vnuer- zogenlich vsszerichten ze mynn oder ze dem j rechten, vnd wie es die vier oder der meror tayl vnder Inen dann richtent ^ vs, das sullen wir ze bayden sitten stät han an all gefärde. Wäre aber, > das d>r vier, die darzu geben werdent, sich glich tayltent vnd stössig wurdent, so sullen sy by den ayden, so ^ gesworn Hand, Znnwändig vnser > aydgenosschaft ainen gemainen man zu Zn kiesen vnd nemen, der sy ! Zn der fach schidlich vnd gemain duncke. Vnd welhen sy dartzu kiesent, j den süllent die, Zn dero oder lannd er gesessen ist, pitten vnd des weysen, j das er sich der fach mit den vieren annäme vnd »" seinem ayde sich j verpind vsszerichten an all gefärde :c."" Lieben Herren die schidlüte! Also j Hand »»>' wir obgenannten aydgenossen vnd ouch die von Zürich j Znnerthalb fünf den nächstuergangnen denselben pund mit i ayden ernewert; also kurtz nach sömlicher ernewerung, so habent die ^ von Zm' ^ ainen newen pund gemacht mit der Herschaft vnd dem > Hause von Oesterreich vnd Hand Zn dicstst^' puntnisse stellen lassen j gar nach die zil vnd kreiß, die auch 2n vnsern pünden stand; Daby wir ! verstan künden, das vns söllich puntnüsse nutzlich oder eben war, vnd batten sy durch vnnser gar lros fenlich Rautzfründe, ouch mit hilf vnser lieben aydgenossen von Bern bottschafte, früntlichost wir ymer ! künden, sinnlicher puntnüsse müssig zegend vnd hinuß zegeben; sämlichs j sy aber nit zetun maynteist/ Dorumb wir mit Znen ze stössen komen j sind; vnd vmb das wir die fachen nit mit Hertin, sunder >»> recht j fürnämen, da mantent wir sy zu tagen zu den Eynsideln zum j rechten nach irer vnd vnser ge 827 swornen pünden sage, die wir doch j zu ewigen zitten zusamen für vns vnd vnnser nachkomen gelopt > vnd gesworen vnd auch die kurtzlich ernewert Hand, als vor stautt. ß Sömlicher manung die von Zürich V6 vnd abgangen sind vnd den bünden j nit nachkomen wölken, das vns vast vnbillich hakt vnd noch Hütt by > tag vnbillichen nympt, dann sy doch Zn dem rechten wol fürgewant j haben möchtent alles des sy dättent getrawet zegenyessen, vnd wölltent j gern am wissen von Znen haben, warumb oder durch was sh den pünden j nit nachkomen vnd der manung vssgangen sient, vnd lassen vnnser j erste anclag als vmb das stuck dabp belyben vnd beheben vns selber j vnser nachred vor vff ir antwurt vnd ditz stuck ze myn- dern vnd ze j merern vnd ze bessern, ob wir dar Znne ützit vergessen hätten, das ^ vns nottdürftig ^ürzepringen wäre."— Diß ist der von Zürich j antwurt vff der aydgenossen erste clag: „Lieben Herren die Schidlüte! Zr Hand ^ wol verstanden der aydgenossen, Nämlich der von Lucern, Vre, Switz, Vnder- walden j ob vnd nid dem wald vnd von Zug, erste clag, die sy zu vnS von Zürich ge- > tan habent zc.; vnd als sy in Ir clag sezzent, wir habent ain puntnüß mit j Zn gehept, ist war, wir syen In puntnüsse v^it In gewesen. In derselben punt- j nüsse habent sy vnd wir vnsselbs gar luter vorbehalten, das wir Vns j sament oder sunderlich verbinden mügent zu Herren oder Stetten :c., doch I das die puntnüß war vnd stätt belibe :c. Vff söllich vorbeheben haben wir j vns, als wir des gewalt gehept Hand, verbunden in vnnserm gnädigosten j Herren, dem künig, als zu ainem fürsten von Oesterich. Da habent vns die > aydgenossen gepetten durch ir potten, söllicher puntnisse müssig ze gan vnd j hinuß ze geben; denselben botten wir datzemal früntlich antwurtent, wir ^ hättent durch des Pesten willen mit vnserm gnädigosten Herren, dem künig, j ain puntnüsse gemacht, als wir auch das nach des obgerürten artikels sage j In der aydgenossen pund vorbehallten wol tun möchten, vnd In demselben j pund hätten wir das haylig Römische Reich vnd die pünd, ayd vnd gelübde, j die wir mit den aydgenossen hätten, vorbehept nach sag des pundes, vnd weytter > dann wir das nach desselben punds sag schuldig gewesen sind; von des v>egen j wir sy früntlich pattent, vns desselben punds halb vnersucht ze lassen, denn j wir getrawtent, ^ solle Znen vnd vns wol beschießen, liessent sy daruff den j newen pund hören vnd wisten nit anders, dann das es daby belyben sollte. ^ Darnach mantent sy.vns zu den Eynsideln vnd mainten, wir sölten von > des obgenanten punds wegen daselbs gerecht werden. Wiewol nun der artikel, > den die ayd- genossen Zn ir clag sezzen, nit verrer noch wytter weyset, dann j ob wir von Zürich stöß gewunnent ^vit den aydgenossen, das wir darumb j gen Eynsideln zu tagen komcn söllten zc., vnd wir zu söllicher i>t kain stoß j mit den aydgenossen wisten zehaben, dennoch schickten wir vnsern treffen- j lichen botten Eynsideln, gabent Znen den newen vnd den alten pund j vff, beuolhent Znen, der aydgenossen botten ^n newen vnd den allten pund > hören ze lassen vnd sy daruff früntlich ze pitten, vns von des newen vunds j wegen fürer vnersucht ze lassen, wann wir doch annderö nichtz getan hätten, j wann das wir eren wol getun mochten vnd vns Zn dem pund der ayd- j genossen vorbehallten wäre. Maintent °ber Zr botten dauon nit ze lassen j das sy In recht buttent zu ainer lütrung, ob sy vns darumb ze k'anen hätten, > vff Her Rudolfen Hofmayster, der zitt Schulthaiß, Vlrich von Erlach, yetz Schult- i yaiß, Rudolf von Ringgoltingen, alldrey des Rautz zu Bern. Da vnnsern j botten ir pett vnd recht- Kepvtt verachtet vnd vns abgeschlagen ward, vnd j wann wir gern by der aydgenossen pund belyben wärmt, ^ darumb vns j daby zu belyben lassen hoch vnd tieff ersucht Hand, ouch eincherlay fürge- j nomcn hättent, ^vn daö wir wol zetun gehept Hand nach des artikels > sag, der da weyset, das wir vns fürer verpinden ^ögent zu Herren oder Stetten, j So getrawen wir, was vns die aydgenossen darumb fürer zugehogen > 828 Hand, das habent sy vns vnbillich vnd an schuld getan vnd söllichs sey ouch » von Znen beschechen wider rechtz, glichs vnd billichs; vnd wir von Zürich be- j halltent vnsselbs vor vnnser nachrede vff der ayd- genossen Widerrede nach > vnnser notdurfte, als sich denn siirer gepüren würdet."— Der Aydge- j nosseu Widerrede vff der von Zürich erste antwurt: „Stein vff der von Zürich > antwurt vff vnser, der ayd- genossen, erste clag beschechen, Setzen wir vnnser i widerred also: Als sy in dem ansang ir antwurt melldent, wie sy Än puntnuß > mit vns gewesen sind w., Nimpt vns zemal frömd, das sy maynent, Äü ver- j puntnusse mit vns gewesen sein, als ob sy maynent, das sy yetzo nit Zn verpunt- j nüsse mit vns sient, syder doch die puntbriefe zwüschen vns vnd Snen noch > Hütt by tage an perment, an geschrift, aN Jnsigeln vnd an allen fachen gantz j gerecht, vnuermasgot vnd gantzlich aller arkwänikeit manglend sind. I Vnd als sy dann fürer In demselben artikel sezzent, das in der selben puntnusse > wir vnd sy vnsstst lutter vorbehalten habent, das wir vns sament oder j sunderlich verbinden mugen zu Herren oder Stetten, doch das die puntnusse ^ war vnd statt belibe :c. Haben wir gern gehört, das sy das bekennent, das! vnnser puntnüsse war vnd statt beliben sol, vnd habent daran recht gesezzet, j dann Zr Znsigel als wol daran hangot als die vnsern, vnd ob sy es nit ge- j setzt hätten, getrawten wir dennocht wol, das die puntnüsse war vnd statt > beliben vnd sy als vil als vns pinden sollte. Vnd als sy Sn demselben artikel aber j fürer sezzent, wie sy vff sinnlich vorbeheben sich, als sy des gewalt gehept habent, j perpunden habent mit vnnserm gnädigosten Herren, dem künig, als zu ainem j fürsten von Qesterrich ;c., als der artikel mit mer Worten in ir antwurt begriffen j ist ;c., Darauf ist vnnser antwurt kurtz also, das wir das lassent an Zm selbs j belyben nunzemal als es ist vnd sezzen das weder vff noch ab, doch vnnserm I rechten vnschädlich; dann es vns nit duncket, ichtzit geantwurt sein vff vnnser > clag w., als das mangl'st wol verstan mag, der merken kan. Stein als sy dann j aber fürer melldent, wie sy Zn der Herschaff pund das hailig Römisch Reich vnd j die pünd, ayd vnd gelübt, so sy mit vns aydgenossen habent, hätten vorbehept w., > als das ir artikel auch mit mer Worten begriffet w., Zst vns lieb, das sy sömlichs I gichtig sind, getan haben, vnd wölte got, das sy dem warent nachgegangen > vnd vnser pünd völliclich gehallten hätten, als sy des sich verbrieft, versigelt j vnd kürtzlich gesworn hattent, so wärent wir vnd sy des kumers als vberhept j worden :c. Stein als sy denn fürer melldent, wie wir sy von des punds wegen ^ der Herschaft ze tagen gemant habent zu den Einsideln :c>, Haben wir mit > aller sunderhaitte gern gehört, vnd wir getrawen, das wir vmb das stuk > nit fürer kuntschaft bedürffent w., vnd aber st der manung vssgangen sind j wider die pünd w. Ztem vnd als sy Zn demselben artikel melldent, w>e vns Sr j botten zu den Einsideln vff dem tag habent recht gebotten ze lütrung vff Hern j Rudollff" Hofmayster, dotzemal vnd Volrich von Erlach, yetz Schulthaiß, vnd j Rudollfen von Ringgoltingen, de^ Rautz zu Bern w., das ist war; Es was aber j nit das Recht nach vnnser bayder tayl gesworner pündeu sag, die wir ewi- > klich gelobt vnd gesworen Hand ze bayden taylen; darumb wir das recht j billich ab- schlugent vnd getrawen des glimpf vnd Er zehabcn gegen allen j frommen lüten vnd des im reclsteu geniessen vnd nit ze entgellten -c. Ztem j vnd als sy fürer Zn ir antwurte sezzent also: Wiewol nun der artikel, I den wir, die aydgenossen, Zn vnser clag sezzent, nit verrer noch weytter ^ weyst, ob die von Zürich stösse gewunnent mit vns, den aydgenossen, j das sy darumb gen Eynsideln ze kageü komen sölltent w., vnd sy zu j söllicher zitt kainen stoß mit vns aidgenossen wisten zehaben w., als das ! mit mer Worten Zn irer antwurt begriffen ist w., Nimpt vns vaft vnpillich, j das sy sämlichs ft>^ wändent; dann ob ioch sy kainen stoß mit vns hättent, j als sy maynen, so hatten sy doch mishellung 829 wit vns, das sy ains maintent » vnd wir das annder, vnd der artikel als wol weyset von misshellung als von ^ flössen, vnd sy da zu denselben zitten sämlichs nye sürwanndtent, Sunder wan- j tent sy nit annders für, dann sy bekantten wol, war es ain floß oder misshellunge, das j sy denn des zerecht komm svlltent nach der pünden sage; Si getrawten aber, es ^ war nit ain floß vnd misshellunge, dann wir wainten ains vnd sy maintent j ain annders, das wäre ye ain stoß vnd misshellunge. Dartzu hat sich layder funden, j das es nit ein clayner, sunder ein grosser stoß vnd misshellung gewesen vnd noch > lfl sc. Ztem vnd ob das nit wär, wer denne den artikel, den wir in vnser anclag j von wort ze wort, als er in dem pund statt, gesetzt haben, eigenlichen liset vnd j Zn betrachtet vnd verstatt, wiewol er dann an dem ansang nit annders weyset, j dann ob die von Zürich flöß oder misshellung mit vns gewunnent;c., so wiset > er doch An dem mittel oder darby sämliche wort w.: „„Davumb füllen wir ze j tagen komen auch zu dem vorgenannten gotzhuse zu den Einsideln vnd sol j die Statt zu Lucern oder Zug oder die lännder, sy alle gemainlich oder ir ainö j besunder, so dann flöß mit vns, den von Zürich, Hand, zwen orber man dartzu I setzen vnd wir zwen zc."" Daby ain yeglich from vernünftig man wol verstan > Wag, das nit sy allain, ob sy flöß mit vns hätten, vns zetagen manen mugent, j sunder ob wir flöß Mit Zn hätten, das wir sy darumb auch ze tagen manen j füllen vnd mügen :c. Dartzu sien wir ye bnd ye mit vnsern pünden also I herkomen, das wir oder ettlich vnder vns sy mer dann ain mal zetagen I gemant Hand vmb flöß, so denn dieselben zu An hätten, die sy mantent, vnd ^ Hand doch sämlichs nye sürgewandt, sunder sind sy gehorsam gesin vnd i ze tagen komen, als sy sölltent, biß vff diß mal w. Dartzu mag mänglich j wol verstan, das es ain armer pund für vns gewesen wär vnd solang, j lännger dann Nüntzig Aar, nit möcht bestanden sein, söllten wir sy vmb j vnser flöß nit als wol ze tagen manen, nls sy yns vmb die iren. Atem vnd j ob das alles nit enwäre, so Hand sich die von Zürich noch ändert sechs oder j syben den nächstuergangnen Zaren verbrieft vnd versigelt gegen vnsern j aydgenossen dvn Switz, vmb all fachen an alle fürwort ze tagen vnd ze j recht zekomen nach der obgenannten ge- swornen puntbriefe sage, als das derselb j briefe gar lutter vnder andern Worten Znnhalt, den wir dorumb begeren zu > verhören, ob es nottdürftig wirt. Darumb wir getrawen, das euch vnd mäng- j llich billich bedunken fülle, das sy der manung billich nachgangen vnd ze recht j komen wärent nach dnnser geswornen pünde sag, die wir doch baydersitte j zu ewigen zitten gelopt vnd gesworen Hand, war, ßätt vnd vnuerbrochen > vnd gäntzlich vnuersert mit allen iren stuken, puncten vnd artikeln zu hall- > lon :c., als dieselben puntbriefe das vnd annders lutter Znnhalltent, vnd das wir Ann j nützitt wider Pillichs, glichs noch rechtz zugezogen haben, dann sy Zn dem > rechten möchtent fürgewandt haben, wes sp hätten getrawet zu genyessen. > Vnd wir getrawen, das ir euch des mit ewer vrtayl erkennen füllen, d"s j sy dem als vorstatt pillich nachgangen vnd gnug getan hätten vnd noch tun j süllent, vnd begerent, d«s ir sy mit ewer rechtlichen vrtayl vnderweysen j wöllent, den obgenannten iren vnd vnsern pünden dnd manungen nach- > zegan vnd denen gnug zetunde an alle fürwort vnd an all sämlich gefarlich > ^such vnd eintrag w. Vnd sezzent das hin zu üwer vrtail vnd zum rechten vnd j beschliessen damit ppnser widerred vff ir antwurte, vnd beheben vns selber j vor, ob sy Zn irem beschliessen ützitt newes p^ächtent, das vns bürte zu ver- ^ antwurten, das wir das nach vnnserr nottdürfte verantwurten mügen I p»d vns das Am rechten nichtz schaden sölle w."— Ditz ist der von Zürich j nachred vff der aydgenossen Widerrede :c.: Ztem als die aydgenossen Zn dem j ersten stuk Zn ir Widerrede vff vnser antwurt melldent, näm frömd vnd I vnbillich, das wir maynen Zn verpüntnüsse mit Znen gewesen sein, als ob wir ^ 830 maynen, das wir yetzo nit Zn verpüntm'isse mit Znen sien w.; Daruff ist vnnser j nachrede: Si bedürffe söllichs nit vnbillich nemen, wann nach dem vnd sy vns j vber vnd wider die pünd, so wir mit Znen gehept haben, ouch vber söllich recht ge- > pott Znen von vns beschechen ain mutwillig absagung getan, daruff bekriegt, ^ ettlich vnnser lannd vnd lüte eingenomen vnd gewüst vnd vns damit von ! dem pund gedrengt habent, So getrawen wir, das wir söllichs mit glimpf s vnd mit suge wol mellden mügen vnd das wir ouch fürbashin nit mer schull- j big sien oder sein süllent, die puntnüsse mit Zn mer ze haben- Wir getrawen auch, j das die schidlüte vnd wer söllichs, so vns von Znen beschechen ist, vber söllich I hoch vnd tieff ersuchung, Znen von vns beschechen, vns by dem pund zu belyben > lassen, höre oder vernäme, das den oder die desgelichen als auch vns bedunken j fülle. Wiewol sy maynen, die puntbriest sient an pirmit, an geschrift, an Znsigeln > vnd an allen fachen gerecht w., So ist doch das, so die pu"l- briefe weysent, als wir j maintent, an vns vberfaren vnd nit gehallten zc. Ztem als sy denn fürer setzent, > sy habent gerne gehört, das wir bekennent, das Zr puntnüsse war vnd statte j belyben ssüe, vnd ob wir söllichs nit gesetzt hättent, so getrawtent sy dennocht j wol, das die puntnüsse war vnd statte belyben vnd vns sowol als sy binden sölt j wollten wir gerne, das sy denselben artikel Zn dem pu"d baß vnd aigenlicher an- j gesehen vnd betrachtet hättent vnd vns dauon nit gedrengt, als vns bedunkt, I das sy getan habent. Darumb wir pillich den benämpten artikel Zn dem pund j begriffen Zu vnnser antwurt gesetzt habent, vmb das Zr die schidlüte dardurch j vnderweyset werdent, das vns die aydgenosse" vmb söllichs, das wir denn nach > desselben artikels sage wol tun möchten, mutwilliklichen, an schuld bekriegt vnd j von dem pund nach vnserm verstau gedrengt habent. Darumb wir auch j getrawent, das sy Zn dem rechten des engellten vnd wir des genyessen sollen :c. j Ztem vnd als sy Zn ir widerred sezzent, sy lassent das, als wir vns zu vnnserm j gnädigosten Herren, dem künig, verpunden haben, nunzemal an Zm selbs be- j lyben als es ist, mit mer worten w., wenn sy nit bedunk, das es ichtz ir clag j geantwurt sey, als das mänglich wol verstan mug, der merken künd w.; Daruff ^ ist vnser nachrede: Sid das sy vnser antwurt an dem end an ir selbs beliben j lassen, so belyben wir vmb dasselbe stuck by derselben vnser antwurte; wann > hättent sy Zn ir Widerrede darumb für ichtzit gesezzet, wollten wir aber ^ darumb geantwurt haben; wir getrawent aber, das wir Znen vff Zr clag ^ so lutter geantwurt habent, das wir hoffen, des glimpf vnd Er ze haben, j Ztem als Znen denn lieb ist, das w"' gichtig sient, wir habent Zn dem pund > mit vnnserer Herschaft das hailig Römisch Reich vnd Zr pund vorbehaben, mit ^ mer worten w., Zst vns zemal lieb, das wir söllichs getan Hand, als auch das ! so" vns beschechen ist; darumb wir auch denselben artikel sezzen, vmb das die > Schidlüte vnd mänglich, ^ das hört, daby verstandent, das vns die aydge- I nossen darüber vnbillich bekriegt Hand vnd billich d" pünd, so sy mit vns j gehept habent, die da weysent, das wir vns verpünden mügent zu Herren I sb^' Stetten w., die sy versigelt vnd kürzlich gesworen hätten, an vns gehallten, j vns daby beliben lasse", das sy aber, als wir hoffen, vberfarn vnd vns wider j rechtz, glichs vnd billichs an schuld bekriegel- Ztem als sy denn sezzent, sy j habent mit sunderheit gern gehört, das wir gemeldet habent, das ss von ^ des punds wegen der Herschaft ze tagen gemant habent gen Eynsideln i mit mer Worten w., Solliss Zr gern hören irret vns nichtzit, denn wir es j dorumb gemelldet habent, das sy es hörttent, vnd >v>^ wir das in vnnser I antwurt gemelldet habent, daby lassen wir es belyben. Dann souil mer als > ss vns damit schulldigent, wir sient derselben manung vssgangen wider j die pünd, daruff ist vnnser nachrede- Das wir nit getrawent, das wir j derselben irer manung, So sy vns des obgenanten punds halb uül 83t vnnserm j gnädigosten Herren, dem künig, gemacht, getan hätten, schuldig oder pflichtig » warent Michigan ntich si,g der pünden vnd sunder des artikels, der da aigen- ^ lich weyset, das sich yeglich ort stirer verbinden mag zu Herren oder Stetten, ^ Harumb hoffen vnd getrawen wir, das wir daran recht vnd nit vnrecht getan j vnd den aydgenossen darumb nützit ze antwurten haben stillen Im rechten, j Ztem Einsideln recht gebotten haben zu Lütrung vff Hern Rudollf Hofmayster, dotzemal > Schulthaiß, vnd Vlrichen von Erlach, yetz Schulthayß, vnd Rudolff von j Ringgoltingen, des Rautz zu Bern zc.; es wäre aber nit das Recht nach der ge- j swornen pünden sage zc., darumbe sy das recht pillich abschltigent ze., Zst vns j zemal liebe, das sy yns sollicher redlicher völliger rechtgebott gichtig sind vnd j vns die abgeschlagen habent, vnbillich als vns bedunket, vnd wir getrawen j das es euch, die Schidltite, vnd wer das höre auch bedunken sölle, dnd das sy das j mit dehainem glimpf noch fug getan habent, wann worumb das sy mayn- j ten, wir hallten nach des artikels sage, ob wir von Zürich stöß mit Znen ge- j wunnent, gen Einsideln komen, So maynent wir, wir wärent des nit I schulldig, dann wir nützit annders getan hättent, denn das wir wol tun j möchten nach des artikels sage, der da weyset, das sich yeglich ort verbinden ^ mage zu Herren oder Stetten sc.; denselben artikel alle tayl glich als wol ge- > swovn hätten als den artikel, ob wir stöß wit Zncn gewünnent vnd sy > also vff ir maynung vnd wir vff der vnnsern wären. Da Kütten wir 3nen j doch rechte zu ainer Lütrung vff die obgenanten drey von Bern, die zu j der zitt vnser vnd ira aydgenossen warent. Hättent sy vns da söllich billich j völlig rechtgebott vnd lütrunge nit verschlagen, "ls wir getrawent billich j vnd nit wider die pünd gewesen wäre; was vns vnd Änen dann von den I Dreyen bekent wäre, dem wären wir nachgegangen, als wir vor auch j getan Hand, damitte der groß kumer vnd schade, so der fachen halb vfferstanden j ist, nidergelegt wär worden. Da aber der pruch, ^'s wir von den pünden j gedrengt vnd die fach ze krieg komen, das vns allweg layd, an den aydgenossen j llnd nit an vns gewesen ist, als Zr das wol verstand, des wir, die von Zürich, > getrawent Zn dem Achten ze genyessen, vnd die aydgenossen füllen sein engellten zc. > Ztem vnd als sy fürer Zn ir Widerrede sezzent, Si neme vast vnbillich, das wir für- j wandtint den artikel, den sy Zn ir clag gesezzt hättint, wiste nit verrer noch ^ weyter, dann ob wir stöß gewünnent mit den aydgenossen, das sy denn d°rumb j gen Eynsideln zetagen komen sölltent zc. Daruff ist vnnser nachrede: Sy bedürffe j söllichs Nit vnbillich nemen, denn was wir dar Znn sürgewandt haben, das sye die ^ warhaitt an ir selbs, dorumb N>ir getrawent, des Zm rechten zegeniessen. Vnd als j sy fürer Znziehent, ob sy ioch deHain stösse mit üns hättent, So hätten sy doch Miss- j hellung mit vns, Zst vns lieb, das sy das bekennent, das sy nnsshellung mit vns j gehept habent, dann wir zu der zitt, da sy vns gen Einsideln mantent, weder I noch misshellung mit Znen wisten zehaben; dorumbe sy vns vnbillichen gen Ein- j sideln gemant hobent nach vnnserm verstan, nachdem als denn der artikel ai- ^ genlich weyset, ob wir von Zürich stöß °der mißhellung gewünnent mit ^ den aydgenossen zc., dorumb füllen wir gen Einsideln ze tagen komen; ünd wy- > set derselb artikel nit, ob die aydgenossen mit vns von Zürich stöß oder mißhellung j gewunnen, wir dann gen Einsideln zu tagen komen füllen. Harumb ^ wir getrawen, das sy vns deshalb vnd "Nch des, das wir nichtzit getan haben, j dann das wir wol getun mochten nach vssweysung des artikels, ^ gar klar- j lich Znnhalt, Das wir vns verbinden vnd besorgen mügen zu Herren oder j Stetten zc., ^billjch^ gemant habent vnd das wir der manung nachzegand > nit pflichtig gewesen sient noch sein hüllen zc. Ztem vnd als sy melldent, wir I habent zu denselben zitten sämlichs nye fürgewanndt, sunder 832 wanndtent wir j nit annders für, denn wir bekanten wol, war es ain stoß oder misshellunge, das > wir denne des ze recht komen sollten w., Äst vns nit zewüssent, das wir sölliche » wort geprucbt habent. Ob sy aber von den vnnsern ynndert gebrucht j wärent, das wir doch nit wissent noch maynent, So getrawen wir doch j nit, das vns sollichs deHainen schaden pringen sölt Zm rechten, wann Znen > sollichs von vns nit beuolhen ist gewesen. Ztem vnd als sy denn meldent, j ob das nit also wäre, wer denn den artikele, den sy Zn ir anclag gesetzt > hättent, aigenlichen lese, In betracht vnd verstünde, wiewol er denn an j dem ansang nit annders weyste, denn ob die von Zürich stoß oder misshellung j mit Znen gewunnent :c., So weyste er doch Zn dem mittel oder daby säm- j liche wort: „„Dorumb füllen wir ze tagen auch zu dem vorgenanten j gotzhuse zu den Einsideln komen vnd sol die Statt zu Lucern oder Zug > oder die Lännder, sy alle gemainlich oder ains sunderlich, so dann stoß mit > vns von Zürich Hand, zwen erber man darzu sezzen vnd wir zwey,"" j mit mer Worten :c., Zst vns lieb, das sy an red sind, das der artikel Zn > dem pund also lutet, als wir den in vnnser antwurt gesezzet Hand, denn > es an Zmselbs also ist. Als sy aber dann damit mainent, derselb artikel, der j weyse doch Zn dem mittel oder daby sämliche wort, als sy denne das ge- ^ sezzt Hand, maynent damit Znen selbs glimpf zeschöpfe», iU habent i stoß mit vns gehabt, darumbe sy vns pillich gemant habent, maynen j wir, sy haben kainen stoß noch misshellunge mit vns gehept, dann wir > doch nütz getan hätten, dann das wir wol tun mochten, vnd ge- > trawen, die schidlüt vnd ain yeglich weiser man, der den artikele, ob wir j von Zürich stoß oder misshellunge gewunnen, hört, den nit annders j verstände, wann in der maß, als wir den verstand vnd nit als Zn j die aidgenossen sürgend; Dorumb so getrawen wir, das sy vnö deshalb j vnd auch das wir annders nütz getan habent, dann das wir wol j tun mochtent nach sag des artikels Z" dem pund begriffen, vnbillichen j gen Einsideln gemant habent vnd das vns auch dieselb ir manung nützit ! binden noch deheinen schaden pringen sol Zm rechten. Ztem als sy dann > Zn demselben artikel auch rürent, wie sy mit iren pünden herkomen vnd j wie wir von Znen gemant vnd ze tagen komen sieuh ouch das es ain j armer pund für sy gewesen wär vnd so lang nit möcht bestanden sein j zc.; vff ist vnnser nachrede: Vnnser vordern vnd wir sient Zn söllicher > früntschaft mit Znen gewesen, das ww Znen ze manigem mal durch j des Pesten willen Zn söllichen vnd in anndern fachen ze willen worden ! sind vnd Znen zelieb dick vnd vil getan habent, das wir Znen von j rechtz wegen zetund nit schulld'S warent, da wir gerne wollten, das j sy sollichs, auch die trew, so wir Znen allzitt beweyset Hand, be- > trachtet vnd vns nit getan hätten das vns aber von Znen beschehen ist, j vmb das wir Zn licb vnd Zn früntschaft mit Znen beliben wären, als j wir gern getan hätten, vnd ob vnsern vordern od^' vns sämlichs, als > sy da maynen, von Znen beschehen wäre vnd Znen darZnn ze willen j worden wären, getrawen wir, das vns das deHainen schaden pringen j füll Zm rechten; denn wir hoffen nach lut vnd sage des artikels vnd ouch j das wir nützitt annders getan hätten, wann das wir wol tun mochten, ! sy habent söllich manung vnbillich getan vnd sy fülle vns deHainen scha- j den pringen. Ob es uuch irenthalb ain armer pund gewesen sie, das las- j sen wir sein als es ist. Ztem fürer, als sh dem selben artikel sezzent, wie wir j vns in den nächsten sechs oder syben Zaren gen den von Swih verbrieft ^ vnd vcrsigelt Hand, vmb alle fachen an alle sürwort ze tagen vnd ze recht j komend zc., DarUss ist vnser nachrede: Sidmalen vnd die verschreybung, j so sy melldent, nit anders dann vff der aydgenosff'' puntbrief weyset, als j sy selbs sezzent, vnd Zn demselben irem pund der artickel clarlich weyset, ! ^ wir von Zürich stoß ald misshellunge mit Znen gewunnent :c., verstatt ewer weysi?aite wol vnd > 833 landkündig, wer sich zu dem andern > verpint, Es sien Herren, Stett oder lännder, was der ZmselbS borbehept, das er j dorumb von dem andern teyl billich vnersucht belibe vnd Zm darumb nützit I zeant- wurten schulldig ist. Wann nu die verschreybunge, die sy fürziechent, nit j annders dann vff den pund weyftt, getrawen wir, das vns sollich verschreybunge j des obgenanten artikels halb In dem rechten kamen schaden pringen solle, wann I sy doch mit der verschreybunge denselben artikel gevestnet Hand. Ztem als sy j dann mer in demselben artikel melldent, Sy habent vns wider glichs, billichs > noch rechtz nützit ^gezogen :c., wölkten wir gerne, das sy söllichs getan hatten, j Wir getrawen aber, es still sich finden, das, so sy vns zugezogen habent, Sy vns j von Znen an schuld wider rechtz, glichs vnd pillichs beschehen, da wir den schid- > lüten wol getrawen, sy füllen des engellten nach dem rechten. Ztem vnd als sy > 2n demselben artikel sezzent, Sy getrawent, das die schidlüte das mit Zr vrtail j erkennen stillen, das wir dem, so sy Zn ir Widerrede gesetzt haben, billich nach- j gangent vnd gnug getan hättent vnd noch tun stillen vnd danne begerent, j das die schidlüte vns mit ir rechtlichen Vrtail vnderweysen wollen, iren pünden ^ vnd manungen nachzegan »., vff das ist vnnser nachrede, das wir den schidlü- j ten nit getrawen, das sy sich des bekennen als denn ir begerunge ist, Sunder ge- j trawen wir gott vnd dem rechten, das sy sich bekennen das wir getan haben, j das wir denn zetund schulldig vnd pflichtig gewesen sien, vnd das vns ouch j die manung vnd die pünd fürbas hin nützit mer verbinden, dann das recht vssge- i tragen svl werden nach sag des anlaß von vns vnd Znen besigelt." j — Der aidgenossen beschlossen vff der bon Zürich nachrede: „Ztem als die j von Zürich In ir nachred vff vnser Widerrede vil artikel sezzent Wit vil I lannger Worten w., kan vns nit bedunken, das vns yetzo vil daruss zeant- j wurten sey, dann es nit lutet vff vnser anclage. Doch wenn es zeschullden j kompt, so getrawen wir, alle stuk, es sey von der absagung oder des krieges > wegen, wol zu verantwurten, das wir des glimpf vnd ere haben, vnd wie wir j vnser anclag vnd vnser nachrede vff ir antwurt gestellet haben, daby j lassen wir es beliben, dann es die gantz warhaitt ist. Ztem vnd wir getruwen j noch hüttbytage ewer weyshaitt, Syder wir sy vor aller absagung von der j stössen vnd misshellunge wegen, die wir samen hätten, ze tagen mantent, dero ^ zerecht zekomen nach ir vnd vnnser geswornen pünde sage, die wir doch ^ baydersitt ewiglich zehallten gelobt vnd gesworen Hand, Zn dem rechten sy j wol furgewannt möchten haben, wes sy getrawot hätten ^egenyessen, ir j süllent euch bekennen vnd sy des mit ewer vrtaile vnderweysen, das sy der j manung vnd dem geswornen rechten pillich nachkomen wärent vnd dem j noch nachkomen süllent, vnd sezzen das ^n zu üwer vrtail ze dem rechten, I beschliessent hiemit vnnser lettstz beschliessen vff das stuk, das wir 2n vnnser j anclag gesezzet Hand, vnd beheben vnsselber ander vnnser anklag vor, vnd j auch ob sy Zn irem beschliessen ichtzitt nüwes prächtent, das vns gepurte > zuuerantwurten, das vns das vorbehallten sey nach vnnser nottdurft w." j — Ditz ist der von Zürich beschliessen vff der aydgenosscn clage: „Ztem v>ie wir j von Zürich vnser antwurt vnd nachrede vff der aydgenossen anklag vnd ^ Widerrede gesezzet haben, daby lassen wir es belyben, denn wir nützitt annders > gesetzt haben, denn die warhaitt. Dorumb v>ir ewer weyshaitte getrawen, j sydcm mal vnd vns die aydgenossen vber vnd wider die pünde, so wir vvt ^ Znen gehept haben, sunderlich wider den artikel, der vns in dem pund gar luter j vorbehallten 'st, der aygenlichen weyset, das wir vns fürer verpinden vnd I besorgen mügen zu Herren oder Stetten zc., ^Uch wir kainen stoß mit Znen j nit hatten, gen Eynsideln gemant Hand vnd vns vber sölliche völlige, gliche, s pilliche rechtgepott Znen von vns vff die benämpten drey von Bern, so zu j der zitt vnnser ^ud ir aydgenossen wärent, als vmb ain Lütrunge, ouch vber söllich hoch vnd tieff eriuchunge, vns by 105 834 dem pund beliben zelassen, beschechen, j ain mutwillig absagung getan, vns an schullde wider rechtz, glichs vnd bil- j lichs bekrieget, ettlich vnser lannd vnd lüte eingenommen, gewüft vnd vns ^ damit von dem pund gedrengt habend, Zr füllend euch bekennen Zm rechten, > das wir nit schuldig gewesen sind noch sein sollen, sämlicher ir manung nach- j zegand, noch pflichtig sein füllen, die pünd fürbashin mer mit Znen zehallten, j Syd die aydgenossen vns dauon gedrengt, als ir das in vnnser antwurt vnd j Widerrede wol verstan mügent, Sunder hoffen wir, ir süllent euch Zm rechten j bekennen, das vnnser vnd ir zuspruch zu recht belyben vnd vßgetragen werden > süllent nach Znnhalt des anlaß, vnd setzzent das W zu euch zum rechten j vnd beschliessen hiemit vnnser antwurt vnd nachred w." — Der aidge- > noffe« clag vff vnd vmb das annder stuk gegen den von Zürich: „Ztem j lieben Herren die schidlüte! Als ir Zn vnnser anclag vmb die Houptsach, als Zn > dem ersten stuk der von Zürich antwurte vnd vnser baydertail Widerrede, j nachred vnd beschliessen wol verstanden Hand, wie es gesetzt ist, wie sy vnnser I manung vngehorsam gewesen sind vnd dero nit nachkomen wolltentw., j Also ist nun vnser Clag vff dasselbig stuk, das sy vns durch sinnlich ir vngehor- ^ sami zu grossem, vnlidlichem, verderplichem kosten vnd schaden Pracht Hand, j vnd getrawent da euch vnd dem rechten, syder sy den pünden, manungen vnd > geswornen rechten nach ir vnd vnnser geswornen pünden sag, die sy vnd wir j ewiglich zehallten zesamen gelopt vnd gesworen Hand, nit nachkomen als j vorstautt, sy füllen vns darumb ainen pillichen wanndel tun vnd vnnser > kosten vnd schaden abtragen, vnd süllent des mit ewer vrtail vnderweyset! werden." — Der von Zürich antwurt vff der aydgenossen clage: „Lieben > Herren die Schidlüte! Als die aydgenossen aber ir clag gesezzet Hand, wie das j Zr Zn ir anclage vmb die Houptsach, als Zn dem ersten stuk vnser antwurt ^ vnd vnnser bedertail Widerrede, nachred vnd beschliessunge wol verstanden I habent, wie es gesezzet seye, wie wir ir manung vngehorsam gewesen sien j vnd dera nit nachkomen wollten, Ist vnnser antwurt darauf, das wir nit j getrawen, das sich söllichs, als sy das sezzent Zn den geschriften von vns vnd Znen > beschechen, nit vinden solle; Dorumb sy pillichen, als vns bedunket, söllichs vermitten. > Vnd als sy Zn ir clage vff dasselb stuk sezzent, das wir sy durch söllich vnser j vngehorsinn zu grossen, vnlidlichen, verderplichen kosten vnd schaden gepracht ^ habent, da sy getrawent, das wir Znen dorumb ainen billichen wandet tun, > kosten vnd schaden ablegen füllen w., Vff das ist vnnser antwurte- Die aydge- j nossen Hand vns gen Einsideln gemant vmb fach, dorumbe sy vns nach der j pünden sagt vnd sunder des artikels Zn dem pund begriffen, der da lutet, das j wir vns wol verpinden vnd besorgt mügent zu Herren oder Stetten w., nit i zemanen gehept Hand; Dorumb wir hoffen vnd getrawen, das euch vnd manglichen, > wer das hört, bedunken füll, das ir manung vnbillichen vnd wider den p"" ge- j wesen vnd noch sey. Herumb wir nit getrawen, das wir schulldig noch pflich- ! tig gewesen fft« noch sein söllent, söllich ir manung nachzekomen, vnd begerent, > das ir den pund verhärmt, So hoff^ wir, das ir des vndevweyst werden süllent. j Darumb so getrawen wir euch vnd dem rechten, Zr füllen euch mit üwerm I rechtspruch bekennen, das wir Znen kamen wanndel tun, noch kosten vnd scha^ ! ^ abtragen süllent; Dann wärmt sy den pünden nachgangen vnd hättent I vns daby beliben lasse« oder vns das recht, das wir Znen zu ainer erlüterung > vff die drei von Bern buttent, die ir vnd vnnser aydgenossen waren, nit ver- ^ schlagen, als sy pillich getan hätten, So wären wir vnd sy söllichs kosten ! vnd schaden vertragen gewesen, als ir das Zn vnser Widerrede vff ir an- j clag wol vermerket Hand." Der aidgenossen Nachred vff der von Zürich j antwurte vff das annder stuck :c.: „Ztem als si setzen^, sich fülle nit finden, das > sy sient vnnser manung vngehorsam gesin, Dorumb wir das billich hätten II 835 Vermitten w., Das empfelhen wir üwer weyshaitte, ob si sient vnnser manung > gehorsam gesin oder nit ,c. Als sy denn fürer sezzent, wir habent sy gemant > vmb fach, dorumbe wir sy nit zemanen hätten w., l>ls sy das mit mer Worten j setzent w., 2ft vnser antwurt, das wir hoffen, das wir sy billich vmb die llöß vnd > misshellung, so wir baydersitte hatten, zemanen hättent, als wir das 2n vnsern j schriften vff das erst stuck gesezzet haben, daby wir das belyben lassen. Hätte sy > denn bedücht, das wir sy vnbillich gemant hätten, So möchten sy das vnd ann- > deres, des sy hätten getrawet ze genyessen, fürgewannt baden Zm rechten, vnd ist j vns vast lieb, das ir den pund darumb verhörent. Sodann als sy fürer welldent j vnd sezzent, wärmt wir den pünden nachgangen vnd hätten sy daby beliben > lassen w., Zst vnnser antwurt: Das wir hoffen, das wir den pünden ye vnd ye redlich j nachgegangen sient vnd sich Nhmer annders erfinden soll, sich fülle auch nymmer j finden, das wir sy dauon gedrengt habent; hätte U) aber bedüchte, das wir sy ynndert I gedrengt hatten, annders denn die pünd weysent, so möchtent sy Vns dorumb ouch > ze tagen gemant haben vnd dovumb mit recht fürgenomen; deS wären wir Znen j Uhe vorgewesen, wann wir nye annders begert hätten, dann dem rechten nachze- j komm nach der pünden sage. Darzu Wiste der pund nit, das yeman dm anndern j dauon drengen müge; dann tätt yeman dem anndern das 2m nit eben war, der sölt j 2n mit recht dorumb fürnemen nach der pünde sag vnd nit dorumb von den j pünden gan, dann sy mit namen ewiglichen weren süllent, vnd begerent den > pund »uch dorumb zu verhören :c. Sodann von der lütrung wegen vff die drey > von Bern, wie wir das vormals gesezzt vnd verantwurt habent, daby lassen wir j das belyben vnd getrawen aber als vor, sy füllen mit ewerm spruch vnderweist ^ werden, das sy vns dorumb wanndel tun, schaden vnd kosten ablagen füllen, j als wir das vor gesezzt haben, vnd sezzen das von kürzi willen vff ew zum rechten I vud zu ewerer erkantnüsse." — Der von Zürich widerred vff der aydgmossm nachrede: j „2tem als si s^izent, wir haben gesezzt, sich füll nit finden, das wir sient ir manung j ungehorsam gesein, darumb sy billich vermitten hätten »., Dar 2nn verkerent j sy vns vnnser antwurt, dann wir söllichs 2nmaß vls sy dag 2n ir nachred setzent j nit mit söllichen Worten gesetzt Hand, als ir 2n vnnser antwurt das v>ol verstan j werdent; daby lassen wir es belyben. 2tem als sy denn sezzent, sy hoffen, das sy vns > ^Üich ze manen gehept, als si das 2n ir schrifte vff das erst stuck gesezzt habent, j Daruff ist vnser vachrede: Wie wir dasselbe stuck 2n vnser antwurt, nachred j vnd beschliessunge gesetzt habent, daby lassen v>ir es belyben w. 2tem fürer als sy denn j sezzent, sy hoffent, sy sient den pünden ye vnd ye redlich vachgangen j wöllten wir gern, das sy söllichs getan hätten, so wären wir nit von 2nen wider vnd über ^ der pünde 2nnhaltunge an lib vnd gut beschadigot wider rechtz, als wir aber j von 2nen mit aignen gewalt an recht, vneruolgt des rechten geschädgot j sind w. Als sy denn sezzent, wie das ^ pund nit weyß, das yeman den anndern I dauon drängen müge w., Vff das ist vnnser nachred: Syd wir von den aydgmossm > annders vnd weitter ersucht sind, wann die pünd weysent vnd sagent, "vch wann ^ sy vns vber vnd wider der pünde 2nnhaltunge, sunderlich den artickel, der da weyset, j wir vns fürer verpindm vnd besorgen mügent zu Herren oder Stetten w., j ouch über das recht- ^bott, das wir 2nen zu ainer erlütrunge vff die drey von Bern, ^ die dotzemal vnnser vnd ir aydgmossm v'aren, butent, an vnser schuld wider j rechtz, glichs vnd billichs bekrieget, die vnnsern von dem leben öv dem Tode j Pracht, vns des vnsern entwert vnd geschadgott vnd dardurch die pünd j an vns nit ^hallten Hand, als ir vnd wer das vnd ouch den pund vnd ir ab- ^ sagung hören wirt, als wir hoffen, ^vl verstan füllen, So mahnen wir, das j sy vns damitt vnd dardurch von dem pund gedrengt habent, 836 vnd das wir j fürbashin nit mer pflichtig oder schuttdig sein füllen, deHain puntnüsse mit Zn > zehalltett oder zehaben, noch deHain wandet zetun, kosten oder schaden abze- j legen, Sunnder sy vns, als ir daS Zn vnser clag wol hören werdend, vnd sezzent das vff ewch zum rechten :c." — st Der von Zürich ersten clag zu den von Lucern, Vre, j Switz, Vnderwallden ob vnd nid dem wald vnd Zug :c.: „Ersinnen, weysen, > lieben Herren die Zugesetzten! Wir von Zürich clagend vns von den obgenanten > von Lucern, Vre, Switz vnd Vnderwallden ob vnd nid dem wallde, das sy vns > ain mutwillig absagung getan vnd darauf vnd die von Zug mit Znen mit > irem aignen gewallte mit vffgeworffnen panern vff vns vnd die vnnsern ge- j zogen, Ouch sich für vnser Statt fräuenlich gelegert vnd die vnderstanden > ze nötigend vnd vns an lüten, lib vnd gute Zn mängerlay weyß beschädigott, j Sunder vns vnnsre Schloß, Stett, lannd, lüt vnd güter Zngenomen, entwert j vnd entsezzet vnd die lüt ze eyden Znen ze tunde gedrengtz alles vnerlanget j vnd vneruolget des rechten, Ouch vber vnd wider die geswornen pünde, die wir j ZN der zitt mit Znen hatten. Wann nu Bäpstliche vnd kayserliche recht weysent, j das nieman den andern durch seinen aignen gewalt an recht des seinen entweren, j cntsezzen, noch das einemen sol; dorumb I» getrawent wir gott vnd dem rechten, j das vns die obgenannten aydgenossen daran vnrecht getan habent, vnd ir sül- ^ lent sy des mit ewerm rechtlichen spruch vnderweysen, vns der obgenannten vnnserer I Schloffen, Stetten, lannden, lüten vnd gütern, dera sy vns entwert vnd entsetz- j zet Hand, widerumb Zn gewalt vnd Zn gewer ze sezzen vnd zu vnsern Hannden I komen ze lassen, auch vnser lüte, die sy in ayd genomen vnd vns abgedrengt > Hand, 2r eiden ledig zelen vnd widerumb gehorsam ze macheil vnd vmb söllich j vberfaren wanndel ze tun vnd vns vnnser kosten vnd schaden, des wir genomen > vnd gehept Hand, das sich an einer Summ gepürt ze vier malen hundert Tau- j sent guldin vngeuarlich, abzelegen vnd vsszerichtent, vnd behalten vns fürer j clag vnd Widerrede nach vnnser nottdürfte." — Der aidgenossen antwurt ^ vff der von Zürich erste clage w.: »Lieben Herren die Schidlüte! Als die von Zürich j Zn ir anclage setzent, wie wir Znen ain mutwillig absagung getan habent, vnd j dorumb vordernt viermalen hundert Tausent guldin w., als sy das mit vil Worten j setzzent w.; Söllich ir anclag vns fromd vnd vnbillich nympt. Daruff ist vnnser j antwurte vff das kürtzist: Zr habent Zn vnsern klegte», Widerreden vnd be- j schliessungen wol verstannden, wie die von Zürich vnnser manungen vssgangen I vnd vns vngehorsam gewesen sind, darmit vnd dardurch sy vns ze tödlichen j kriegen vnd verderplichen kosten pracht Hand zc., als wir dann das aigenlich j gesetzt Hand w. vnd wie wir getrawen, das sy vns dorumb wandet tun, kosten j vnd schaden abtragen füllen, als wir das auch eigenlich gesetzt Hand w- Harumb > so getrawen wir- nit, das wir Znen vff ir anclage ützit ze antwurten haben oder j ze antwurt pflichtig sien, vnnser fach, die wir baydersitt zu recht gesezzet j Hand, sy denn vor mit ewer vrtail entschulden; da wirt dann wol vsfündig, wer j dem anndern zetun wirt. Wenn denn das beschicht, h»^ denn die von Zürich ^ ützit fürer ze klagen, wölken wir gern hören vnd aber daruff antwurten nach I vnnser nottdürfte w." — Der von Zürich Widerrede vff der aidgenossess ^ antwurte w.: „Lieben Herren die Zugesetzten! Als die aidgenossen Zn ir antwurt ^ vff vnnser, der von Zürich, ersten klag sezzent, wie wir Zn vnnser anclag gesetzt j haben, wie sy vns ain mutwillig absagung getan habent vnd darUwb vor- j drent viermalen hundert Tausend guldin :c., Doruff ist vnnser Widerrede: j Wie wir das vnd annders Zn vnnser anclag gesetzt vnd geuordert Hand, hoffen j wir zu gott vnd dem rechten, das vns söllichs mit recht erkennet werden fülle, j Ztem als sy dann fürer sezzent, wie wir Zr manung vsgange" vnd Znen vngehorsam j gewesen sicnt w., damit wir sy ze tödlichen kriegen vnd verderplichen kosten I 837 Pracht haben !c., Daruffe ist vnnser Widerrede: Wir hoffen nit, das sich mit recht > finden fülle, das wir sy mit dehainerlay fach zu tödlichen kriegen pracht haben, > nachdem ir vnd mänglich wol verstatt, wie sy vns vmb die fach, die vns doch > In der aydgenossen pund vßgenomen vnd vorbehept was, vnbillich gamant > habent vnd darauf bekriegt vber sölliche völlige rechtgepott, Znen von vns vff j die, so vnnser önd ir aydgenossen warent, beschechen, als Zr söllichs Zn vnnser j antwurt vnd Widerrede vff der aydgenossen clag wol gemerket vnd verstan- > den Hand. Ztem als sy dann fürer setzent, sy getrawen nit, has sy yns vff vnnser » anclag ützit ze antwurten haben oder ze antwurten pflichtig sien, Zr fache, > h>e wir baydersitt zerecht gesezzet haben, sye denn vor mit ewer vrtail entschay- j den :c., Daruffe ist önnser Widerrede: das wir gott vnd dem rechten getrawen j nach herkomen der fach vnd nach des anlast 2nnhalltunge, wie wir vnnser > clag gesetzt haben, das vns die aydgenossen, Nämlich die von Lucern, Vre, Switz, j Vnderwallden, ain mutwillig absagung getan Hand vnd daruff die von Zug j mit Znen Zrem aignen gewallt mit vffgeworfnen panern vff vns vnd die j vnnsern gezogen, ouch sich für önnser Statt freuenlich gelegert vnd die vn- > verstanden ze nötigend vnd vns an lüten, lib vnd gut 2n mangerlay weyß j beschädiget, Sunder vns vnnser Schloß, Stett, lannd, lüte vnd güter Zngeno- j Wen, entwert vnd entsezzt vnd die lüte ze eyden Znen zetund gedrengt, alles I vnerlangt vnd vneruolgt des rechten, ouch über vnd wider die geswornen > pünde, die wir der zitt mit Znen hatten vnd auch über das Babstliche vnd ^ kayserliche recht weysent, das nieman den anndern durch seinen aignen gewalt > »n rechte des seinen entweren, entsezzen, noch das einncmen sol; die obgenan- j ten aydgenossen habent daran vnrecht getan vnd ir süllent sy des mit ewerm j rechtlichen spruch vnderweysen, vns der obgenanten Unserer Schlössen, Stetten, l lannden, lüten vnd gütern, dera sy vns.an recht entsetzt vnd entwert Hand, > widerumb Zn gewalt vnd Zn gewer ze setzen vnd zu vnsern hannden komm j zelassen, Ouch vnnser lüte, h'a sy Zn ayd genomen vnd vns abgedrengt Hand, j Zr ayden ledig zelen vnd widerumb gehorsam ze Zachen vnd vmb söllich > vberfaren wanndel zetun vnd vns vnsern kosten vnd schaden, des wir j genomen dnd gehept Hand, das sich in ainer summ gepürt ze viermalen hundert > Tausent guldin vngefärlich, abzelegen vnd vsszerichten, vnd behallten vns j fürer clag vnd antwurt nach vnnser nottdürfte." — Der aydgenossen j nachrede vff der von Zürich Widerrede: „Lieben Herren die Schidlüte! Als die von I Zürich 2n ir Widerrede vff vnser antwurte vff ir ersten klage vil Worten j sezzent, die hie nit nottdürftig sind ^ schreyben :c., Daruff ist vnnser nachrede, j wie wir das in vnnser antwurte vff ir erste klag gesezzt Üaben; darby lassent j wir das gantz belyben vnd sezzent das hin zu ewer vrtaile, Sy prächtent j den ühit newes; daruff behallten wir vns selber vnnser antwurt vor w." j — Der von Zürich anndre clag zu den von Lucern, Vre, Switz, Vnder- > wallden ob vnd nid dem walld vnd von Zug: „Ersinnen, pwysen, lieben Herren j die Zugesetzten! Wir von Zürich clagend vns von den obgenannten aydgenossen, I das sy vns vnd den vnnsern zu Regensperg, zu Grüningen, zu Griffense vnd > an anndern enden vnnser hcieff, Rodell vnd geschriften genomen vnd entwert ^ Hand mit irem aigenen gewalt, vneruolgt alles dachten vnd an vnser schuld, ^ auch über vnd wider die geswornen pünd, die wir zu der zitte mit Znen I hatten. Dorumb so getrawen wir sich vnd dem rechten, das vns die obgenanten > aydgenossen daran sprecht getan habent vnd ir süllent sy des mit ewerm ^ rechtlichen spruch vnderweysen, vns vnd den üpnsern vnnser brief, Rödel vnd ^ geschriften, die sy vns entwert vnd genomen Hand, vnuersert vnd Eueren- j dert zu vnnsern Händen zegeben vnd zeantwurten vnd vns vnd den vnnsern j vmb söllich pharfgrn wanndel zetun, vnd wir behalltent vns fürer clag vnd ^ antwurte nach vnnser nottdürfte w." — 838 Der aydgenossen antwurt j vff der von Zürich anndre clag: „Lieben Herren die vier zugesetzten! Wir j Hand der von Zürich ersten clag vnd auch die anndere clage wol verstanden j vnd ist vnnser antwurt daruff aber als vor, das wir nit getrawent, das wir dar- I auff nützit pflichtig sien ze antwurten, sey dann, das vnser anklag, so wir j getan vnd auch wir baydersitt die zerecht gesezzet Hand, vor nnt vrtail j vssgetragen werde. Wenn das beschicht, Hand dann die von Zürich ützit j ze clagen, dartzu wollen wir antwurten nach vnnser nottdürfte vnd beheben j vns vor, fürer vff ir clagen ze antwurten nach vnser nottdürfte :c." — Der j von Zürich Widerrede vff der aydgenossen antwurte w.: „Lieben Herren I die zugesetzten! Als die aydgenossen Zn ir antwurte vff vnser anndre clag ^ sezzent, das sy daruff nichtz'l pflichtig sien ze antwurten, Es sey dann, das ir j clag, so sy getan vnd ouch wir baydersitt die zerecht gesezzet Hand, vor mit j vrtail vssgetragen werde zc., Vff diß ist vnnser Widerrede, das wir vnnser ! clagen, red vnd Widerrede Zn das recht gesetzzt Hand nach Znnhalt des anlaß, j den ir, die zugesetzten, ze gott vnd den Hailigen gesworn Hand nachzukomend, j den nemend für euch vnd hörend den; dar ZnN werdent ir vnderricht, das er j clarlich weyset, wie man dem rechten nachkomen vnd ze recht vssprechen ! sol, vnd das er nit weyset, das der aydgenossen recht vorgan sol, als sy das j sezzent. Vnd dorumb so getrawent wir, ir süllent üch nach klagen vnd j Widerreden, wie wir die gesetzzet haben, mit ewerm spruch erkennen vnd j wir setzen das hin zu ewerm rechtlichen spruch vnd beheben vns fürer j clag vnd antwurte zc." — Der aidgenossen nachrede vff der von Zürich j Widerrede zc.: „Lieben Herren die vier zugesazzten, Als die von Zürich ir j Widerrede vff vnser antwurte als vff ir anndern clag gesetzt Hand mit Worten, j als sy dann das gesezzet Hand, haben wir wol verstanden; Daruff ist vnnser j nachrede: Wie wir vor in vnnser nächsten antwurte geantwurt vnd das j gesetzt haben, darby lassen wir es gantz belyben vnd sezzen das auch hin zu j ewerm rechtspruch vnd beheben vns fürer clag vnd antwurt nach vnnserer nottdürfte w." — Vff die obgeschribnen red vnd Widerrede habent der von Zürich j ZusatzlüteN vrtail gesetzt vnd gesprochen Znmaß vnd von wort ze wort hie- j nach geschriben stat vnd ist dem also: „Wir, diß nachbenampten, Hainrich j Efinger, Burger vnd des Rautz Zürich, vnd Rudolf von CbaM, Stattschreyber da- j selbs, vnnser Herren von Zürich Zugesetzten, Als wir von denselben vnnsern ! Herren von Zürich irenthalben Zn dise fach zu dem rechten ze sizzen gewift ^ worden sind nach des anlaß lut vnd sage, zwüschen den obgenannten vnnsern j Herren von Zürich vnd den aydgenossen gemacht vnd nachdem vnd bayd tail j ir clagen vnd antwurt vns eingeantwurt Hand, vnd nach verhörungen klagen j vnd antwurten, ouch nach des anlaß vssweysung vnd sag vnd nach Raute j vnd vnderweysunS vil frommer weyser lüte, gelerter vnd vngelerter, vnd j nach vnnser selbs verstan, das ain yeglich rechtz das veranlast wirt, billichen j bcrechtigot vnd vssgericht werden sol nach desselben anlaß sag, vnd der anlaß I clarlichen Znnhalltet, das die zugesetzten vier beydertaylen vnd der iren Zu- j sprüch, So sy dann zu baydersitt all oder besunder zu ainander zesprechende > Hand, antwurt, red vnd nachred einnemen vnd verhören süllent vnd daselbs j Jeglicher tail für wännden mag new vnd alt pünd vnd annders, Zm nott j ist zc., Sprechen wir zu recht, das die aydgenossen denen von Zürich zu iren ^ clagen völlig antwurte geben füllen, Sid vnd der anlaß uit weyset, das der ayd- > genossen recht vorgan fülle, nls sy das sezzent, vnd wcnne das beschicht, das > denn darnach bescheche, was recht sey nach vssweysung des anlaß. Des zu ainer j gezügnisse, so halt vnnser yettwedrer sein Znsigel by end der geschrift har^ ein j gedrucket vnd beschechen zu Kayserstul vff Zinstag vor Sant Michels tage > Anno w. xlvf w." ^ Füro habent der aydgenossen zusatzlüte ir vrtail nach ^ red vnd nach Widerrede gesezzet vnd gesprochen 839 von wort ze wort, als j hienach geschribm ftat, Also zc.: „Wir, biß nachbenämpten, s Peterman Gold- schmid von Lucern vnd Jtel Reding der Jünger von Switz, > als gesworen Zusatzlüte, die von vnsern Herren vnd Obern von Stetten j vnd länndern, Nämlich von Lucern, Vre, Switz, Vnderwalden ob Vnd nid j dem kernwald vnd von Zug, irenthalb In biß fach zum rechten ze sizzen > gewyst worden sind Nach aines versigelten anlaßbriefes lut vnd sage j zc. zwüschen vnnsern Herren, den obgenannten ayd- Senossen, vnd der j Statt von Zürich gemachet, vnd also nach baydertayle clag, antwnrt, > red vnd Widerrede vnd nach verhörunge sollicher pünden, die zwüschent j baydentaylen, Nämlichen den vorgenannten nydgenossen vnd den von Zürich, st mit geswornen ayden ewiglich geuestnet, verschriben vnd versigelt sind, j ewiglich zehallten, vnd nach des artikelS lut vnd sage, so In den pünden j luter begriffen ist, wie si> gegenainander zerecht komm sind, vnd nach des j versigelten richtungbriefeö lut vnd sage, So zwüschen bkn von Zürich vnd j den von Switz gemacht worden ist, der in ainem artikel gar lutter Znnhallt, > das die von Zürich an alle fürwort zu recht komm sond, als der artikel In j den geswornen pünden ^griffen ist, vnd nach verhörung vnd allem han- > del vnd gestalt vnd berkommenhaitte der fachen, Ouch ' Nach Raute vnd vnder- > weysunge vil erber, weyser, gelerter vnd vngelerter lüten, die sich des rechten > N>ol verstand, der Rautt wir dar Inn gehept vnd gepflegen haben, vnd nach j vnnserselbs besten ver- stendnüsse, So vrtailen, sprechen vnd erkennen wir > bayde ainhälliclich zu recht vff vnnser ayde, die wir dvrumb gesworen ha- j bent, das die obgenantm von Zürich dm pünden vnd der manung, So Inen b>e j obgenannten aydgenossen getan habent, vnd dem rechten nach derselben ge- > swornen pünde sage si'ilichen nachgangm vnd demselben rechten noch bil- i lich nachgan vnd fürhin by den pünden, als die dvn Inen vnd den aydgenossen j gelopt, versigelt vnd gesworen sind ewiglich zehallten, blibm vnd dm j sin süllent nach derselben versigelten, geswornen puntbriefe lut vnd sage, j Vnd In demselben Achten mügent denn die von Zürich wol sürwänndm, > wes sy zum rechten getrawent zegenyessen zc. 2tem sürer als denn ^ vnnser Herren die aidgmossen clagent vnd In ir clag gesezzet Hand von scha- j bms wegen, Inen die von Zürich dorumb ain wanndel vnd bekerung ze tun, j als das Ir clag Jnn- balt zc., dornach die von Zürich In ir clag sezzent, Es sey j vmb kosten, schaden oder bekerunge wegen, ols das Ir clag auch Znnhalt zc. j Also nach baydertayle clag, antwurt, red vnd Widerrede, So wir barunibe ^ auch eigenlich von baydentaylen verhört Hand, vnd nach erber, fromer, wiser, j gelerter vnd bägelerter lüte Raute Erkennen vnd sprechen wir bayde ain- j hälliclich vß Im rechten vff vnnser ayd, wir harumb gesworen haben, das > vns söllich ir klag, als die dann von baydentaylen für vns pracht 'si, es sey vmb > kosten, schaden oder bekerunge wegen, anstan füll bis zu end vnd vßtrag des j rechten, si> dann vor vmb die Houptsach zum rechten gesezzet ist, dorumb wir j auch vnnser vrtaile vmb das stuk Neben haben, als obstatt vnd ee vnd vor > yettwedra tayl dem mindern dorumbe yetz nit schuldig sient si'rer ze ant- j wurten, vnd wenne das beschicht, das denn yettwedrem tayl sein recht > behallten sye. brkund, das dise vorgenanten beb vnser spruch vnd vrtaylcn > also von vns Heyden ainhälliclich aine ^r, die annder nach gesprochen sien, In > Massen als sy har Inn cgeschriben stand, so haben wir vnnsre ^nsigel by end yett- j wedra vrtail gedruckt In dise geschriften, Die geben sind ze Keyserstule an Zinstag > bor Sant Michels des Hailigen Ertzengels tage anno domini M°. cccc° xlsexto zc." — Vnd als nun ich Nbgenanter gemain die obgeschribnen red vnd Widerrede ^ vnd gesprochen vrtailen mer dann ainsmals ^genljch verlesen vnd wol gemerket > hätte, begerte ich mir von bayden taylen des anlast, irer puntnüsse, b^chtung vnd j annder briefe, In der obgeschribnen red vnd Widerrede begriffen, bewarte, glaubhafte > 840 Vidimus ze sennden vnd ze geben, vnd wenne das beschach, wollte ich mich fürbaß > darumb bedenken vnd der ainen vrtail vollgen, aber nach Jnnhalt der gedingf- > briefe mir von baydentaylen gegeben. Darnach sy mir ze baydersitt des anlaß, > irer puntnüsse, richtung vnd annderer briefe bewarte, glaubhafte Vidimus zugesant j vnd geschickt Hand, die aintayl vnder des hochwirdigen Herren, Hern Rudolfs,! freyherre zu Saps, Abt des wirdigen Stiftz vnd Gotzhuses vnnser lieben I Frawen ze den Einsideln, Sant Benedicten ordcns, Zu Costenzer Biftumm, > meines gnädigen Herren, vnd aintayl vnder der Fürsichtigen, Erfamen i vnd weyscn Burgermaystern vnd Raute der Statt Schaufhaufen, meiner j Herreu vnd guten frünnde, Znsigeln versigelt sind w. st — Vnd als ich nun bayden parthyen darnach vff l>eu afftermäntag datum ditz > briefes Tag gen Lindow Zn die Statt gefezzt vnd verkündet hau, vnd sy den- I selben tage vff das Rauthuse Zn die clainen Rautstuben dafelbs hin gen Lindaw > also für wich komen sind, Vnd als ich nun die obgeschribnen red, Widerrede, j gesprochen vrtaylen vnd die benämvteu Vidimus der obgemeldten briefe gar oft j vnd dick vnd ze manigem mal verlesen vnd aigenlichen wol gemerkt vnd betrach- ^ tet vnd darzu vil frommer, Gaistlicher, Edler, Gelerter vnd weyfer Träffenlicher ! lüte, die gerechtikaitte lieb Hand vnd das recht wol verstand, Rautz hier Znn gepfle- > gen han, auch 2n mein selbs aigner Vernunft vnd verstantnüsse darob gesessen j bin, vnd nachdem vnd die HouptsaclstU von bayden taylen zu recht gesezzet sind > vnd der anlaß nit Znnhelt, das kain recht vor noch nachgaU fülle gen Houptsachern, j sunder yettwedertayl wol fürwännden müg new oder alt puntnüß oder anders vnd wes er ge- i traw ze genyessen, Vnd sunderlich nach dem vnd der von Zürich Zusätzlüte, M>t na- j men Hainrich Efinger vnd Rudolf von Cham, Stattschreyber, obgenannt, Zn j irer Vrtail, die st ze recht gesezzet vnd gesprochen, nichtz gevrtailt Hand, das > zu den Houptsachen, die von baydentayle» nach red vnd Widerrede ze recht gesetzt ^ sind, gedienen müge vnd daruff gevrtaillt sey, vnd auch weder Zn red noch Zn j Widerrede nyendert erfinden kan, das die von Zürich begert habent, das Zn die > aydgenossen völlig antwurt zu ir clag geben füllen, als das ir vrtail obgeschri- > ben Znnhalt vnd be- greiffet, Vnd aber nun die vrtaylen, die der aydgenossen zusätz- ^ lüte, Mit namen Peterman Goldschwid von der Statt Lucern vnd Ittel Reding, > der Zünger, von Switz, obgenante, vff ir ayde gesprocheu Hand, gar luter nach j clag, red vnd Widerrede gesprochen vnd gesezzet sind, Vnd nach dem vnd ich I mir selbs Zn meinen vorbehalltnen gedingen vorbehept vnd gedingot han, das > ich ainer vrtayl, du mich denn Zn meiner vernunfte die Wäger vnd besser be- > dunke, vollgen müge, als das mein gedingh briefe mit mer werten Znnhalltet; > So sprich ich vff den ayde, den ich dorumb gesworen han, das ist nach ma- ^ nigfelltigs Rautz, des ich hierZnn gepflegen han, Zn mein selbs aigner vernunfte I nit anndc^ erfinden kan, dann das die vrtaile, die Peterman Goldschmid vnd ^ Ztel Reding der Zünger, der ayd' genossen Zusätzlüte obgenannt, gesprochen Hand, j nach red vnd Widerrede vnd nach form vnd gestalt des rechten die Wäger, besser j vnd rechtlicher Vrtail sey, vnd vervolg auch der gäntzlich mit allen worten, ! puncten vnd artikeln, als die durch sy dargesetzt vnd gesprochen ist, Znmaß vnd j die von wort ze wcw vor obgeschriben vnd begriffen statt. Vnd als ich j nun die vrtaile Znmaß vnd vorgeschriben statt geöffnc vnd der ainen, Mit Na- j men ^die Peterman Goldschmid vnd Ztel Reding der Zünger, obgenannt, ge- > sprechen Hand, geuolget hält, mit sämlichen worten, so vor geschriben statt, Batten j mich bahb obgenannte parthieen, Zn des rechten vnd der vrtail brief ze geben, j Daruff baydertail zusätzlüte nach meiner frag des rechten zu recht am- j hälliclich erkennet vnd gesprochen Hand, das ich yettwedrem tav des ainen j vrtailbriefe vnder meinem aignen Znsigel versigelt geben sollte. Vnd vmb j des willen, dn 841 sein nit vergessen werde, So han ich obgenannter gemain zwen j brief von wort ze wort glich tutend schreyben vnd machen lassen vnd der yett- j wederm tayl ainen geben, versigelt mit meinem aignen Än- ßgel, das ich > zu warer gezlignisse offenlich an den briefe gehenket han, doch mir selbs > vnd meinen erben an schaden. Geben ze Lindaw vff an Afftermäntag j nach dem weyssen Sunntag, als man Zn der Hailigen kirchen singet Znuo- > cauit Zn der vasten, Von Cristi vnnsers lieben Herren gepurt Tausent > vierhundert Vierzig vnd Syben Zare. — Pergamentene Urkunde auf acht Folioblattern, Das Siegel PeterS «on Argun hangt an rothseidener Schnur, — (Tschudi II. 474 ff.. 484,1 s« Gütliche Richtung der Eidgenossen mit der Stadt Zürich über alle Streitpunkte mit Ausnahme des österreichischen Bundes. . Cappel. R4S«, 8. April. Staatsarchiv Lueern. Wir, dis nachbenempten, Heinrich Effinger, Burger vnd des Rottes Zürich, Rudolfs von Cham, Stattschriber daselbs, Peterman Goldschmid, Altamman zu Lucern, vnd Zttel Reding, Lantamman zu Switz, vnser Herren von Zürich vnd vnser Herren der eydgenossen zu- j gesetzten, Tund kunt mit disem brieff Allen den, die Znn ansehent oder hörent lesen: Als von sölicher stöss vnd vneinikeit wegen, So Zwüschent den fürsichtigen wifen Burgermeister, Ratten vnd den Burgern gemeinlich der Statt Zürich, vnser lieben Herren, vnd den fürsichtigen wisen den Schultheissen, Amman, j Ratten, Burgern vnd lantlüten difer nachbenempten Stetten vnd Lendern, mit Namen Lucern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwald, Zug vnd dem Ampt Zug, ouch vnsern lieben Herrn, erstanden sind, Darumb sh vormals vff einem tag zu Costentz gehalten durch den Hochgebornen fürsten vnd > Herren, Hern Ludwigen, Pfallentzgraffe by Rine, des heiligen Richs ertztruchsessen vnd Hertzogen Zn Beyern loblicher gedachtnisse seligen, vnsern gnedigen Herren, mit sampt ettlichen kurfürsten vnd Richstetten Ratten zu Recht veranlaset worden sind nach Znnhalt der anlaßbrief darüber ver- > siglet geben, Sölich Recht ouch die vorgenanten vnser Herren von Zürich mit bywesen, Natt, wissen vnd willen des durchlüchtigen, hochgebornen fürsten vnd Herren Hertzog Albrechten, Hertzogen zu Oesterrich zc., ouch vnsers gnedigen Herren Hertzog Sigmunds Ratten vnd ander fürsten vnd Herren, So j mit ir selbs lib By dem tag gewesen sind oder Zr bottschafft dartzu geschikt habent, vfgenomen Hand, vnd es sich also nach lut vnd sag des obgenanten anlaß zu Costentz gemacht gefügt hat, Das der from, wiß Peter von Argen, der Zit Burgermeister zu Ougspurg, vmb die stoß vnd vneinikeit, So zwüschen ^ den obgenanten partyen gewesen sind, zu einem gemeinen man genomen vnd erwelt worden ist, Er sich der fach angenomen, damit beladen vnd vnser der obgenanten Peterman Goldschmids vnd Zttel Redings vrtel verfolget vnd ^ die fach zu Recht zu einem vftrag nach der egenanten gerecht gebnen j vrtel vnd der geswornen Buntbrieffen lut vnd sag, So die obgenanten vnser Herren von Zürich vnd vnser Herren die Eidgenossen Flamen Hand, gewisen vnd es sich darnach gemacht hat, das die obgenanten vnser Herren von Zürich vnd duser Herren die eydgenossen vmb die stoß, So sy zusamen ^ Hand als von des nüwen Bunds wegen, so die 10K 842 egenanten vnser Herren von Zürich mit dem Hus von Oesterrich gemacht habent, vnd von der bekerung wegen Stett, schloß, land, lüt vnd guter, So vnser Herren die eidgenossen den egenanten vnftrn Herren Von Zürich Zn disem nechstuergangnen krieg > Zngenomen vnd entwert Hand, Ouch vmb kosten vnd schaden, So sy zu beider sitt an ein andern vordernt, Zr klagen, antwurten, Red vnd widerred vnd wes dann Zettweder teil Zm rechten getruwet hat zu geniessen, vns Zn geschrifft Angeantwurt, wir darumb gevrtelet vnd vnser vrteln j Jngeschrifft gesetzt vnd die mit sampt den egenanten geschrifften hinder vnsern Herrn den Abbt zu den Einsidlen versiglet geleit, vns darumb eins gemeinen mans, nämlich des froinen wisen Zttel Huntpissen, Burgermeister zu Rauenspurg, geeint Hand, den beid teil gebetten habent, der > fach anzenemen, der sich dero anzenemen gewidert vnd abgeslagen hat, deshalb die fach vnustragen- liehen gestanden ist, vnd wan sich nach lut vnd sag der gerecht gebnen Vrtel, dero der von Argen verfolget hat, nach Znnhaltung der obgenanten geswornen Bünden zu end vnd vstrag komm ! sol, ^ haben wir getan als die, denen die stoß vnd vneinikeit zwüschent den obgenanten vnsern Herren von Zürich vnd vnsern Herren den eidgenossen Zn ganzen trüwen leid gewesen sind, vnd gern sehen wöltind, das sy mit einander» gütlich gericht wurdent, Habent darumb mit j allen trüwen vnd ernstlichem stiß Zn der sach gearbeit, gesucht vnd geworben, ob vns gott der almechtig Zendret die gnad verliehen wölt, das wir die obgenanten partyen mit einandern gütlichen geeichten vnd geeinen möchtent. Vnd als ww also 2n der sach mangerley weg ge- j sucht Hand, wie denn die nach dem besten hingetan möchtend werden, So haben wir souil in der sach gesucht vnd gearbeit, das wir mit der Hilst gottes die obgenannten vnser Herren von Zürich vnd die egenanten vnser Herren die eidgenossen mit einandern mit Zrem wüsten vnd willen I gütlich gericht vnd geflieht Hand, Als das hienach geschriben stat; Dem ist also: das wir die zugesetzten vier vns vff einen namlicyen tag, den wir einander benemen, gen Einsidlen zusamen fügen sollend, daselbs zu besuchen, ob wir vns eins gemeinen mans zu Zürich, Bern, j Solotern, Lucern, Vre/ Switz, Vnderwalden, Zug und Glaris mit einandern geeinen mugent. Vnd ist, das wir vns an den obgenanten enden eins gemeinen mans mit einandern vereinent, So sol denn derselb gemein man von sinen obren, da er denne genomen wirt, fürderlich an Zntrag > gewisen werden, Sich der sach anzenemeN/ damit ze beladen vnd sich darzu mit sinem eid zu verbinden, die vrtelen von des nüwen Bunds wcgeu zu entscheiden vnd entwedre die Znn dann by sinem eid, den er darumb tun sol, die gerechter bedunketz gerecht zu geben darnach Zn dem > nechften manodt als er sich zu der sach verbunden hat. Vnd sol Zul förderlichen Zngeantwurt werden die geschrifften vnd vnser gesprochen vrteln von desselben bunds wegeu vnd was des Bundes halb Zn das Recht geleit vnd von vns hinder vnsern Herren von Einsidlen geleit I ist. Vnd wenn sich der gemein also zu der sach verbunden hat vnd Zm solichs wie obstat Zngeantwurt ist, So sollent denn in demselben obgenanten manodt an allen fürzug vnd Zntrag die obgenanten vnser' Herren die eidgenossen den vorgenanten vnsern Herren von Zürich Jr Stett, floß, j land, lüt vnd güterN/ So sy Inen Zn disem nechstuergangnen krieg Zngenomen Hand, gütlichen vnd früntlichen widerumb zu Zren Händen geben vnd komen lassen, wie sy die vff disen hüttigen tag datum dis briefs Znne haud, vngeuarlichen, Mit sölichen Worten vnd gedingen, das alle > die, wa sy denne sind, die also widerumb Z» Iren Händen kommt vnd ir nachkomen gemeinlich vnd Zr Zeklicher Znsunders aller Worten vnd werken halb vnd alles des, wie sich denn das bishar vntz vff disen hüttigen obgenanten Tag verloffen vnd ergangen hat, nichtzit vsgenomen, von j den vorgenanten vnsern Herren von Zürich, den Zren, Ären nachkomen vnd menglichem von Zr wegen Än allen fachen an all entgeltnusse vnd gentzlichen vnersucht 843 vnd vnbekümbert beliben lassen sullent. Darzu soll den obgenanten vnsern Herren von Zürich der egenanten vnser Herren der cid- > genossen halb ouch widerumb zu Zren Händen vnd gemalt komen vnd gelassen werden die gewaltsamy vnd gerechtikeit, So sy vor zitten gehept Hand an dem Hus zu Wediswil, ^en lüten ze Wediswil vnd zu Richtiswil vnd so darzu gehört; doch harinne vorbehept, das entweder teil, vnser j Herren von Zürich noch vnser Herren die eydgenossen, das obgenante Hus zu Wediswil besetzen noch entsetzen sol ane des andern teils wissen vnd willen, Sunder söllent der obreft Meister Sant Zohans ordens vnd der selb orden die egenant Burg also besorgen, das dewederm teil daruß noch dauon > deHein schad nit bescheche, alles vngeuarlich. Vnd sol ouch das derselben Richtung zwüschent denen von Zürich, den von Switz vnd von Glaris vor zitten beschechen vnd gemacht Zn allen andern Stucken vnd artikeln vnschedlich vnd vnvergriffenlich sin vnd beliben, getrüwlich vnd > an alle geuerde. Ätem cost vnd schad, so denn beid teil an ein andern vordrent, vnd dero von Zürich ansprach zu denen Von Bern, Solotern, Glaris vnd Appenzell als helffern des vergangnen kriegs Sol ouch hin vnd ab s>n, das deweder teil den andern darumb ersuchen sol Zn deheinen j weg. Ztem die obgenanten vnser Herren von Zürich vnd Zr nachkomen Söllent ouch by der gesprochnen vnd gerechtgebnen vrteln, dero Peter von Argen verfolget hat, beliben vnd dero nachgan vnd genug tun an Widerrede, getrüwlich vnd ane alle geuerde. Were aber, das > wir vns also eins gemeinen maus an der obgenanten enden einem mit einander nit geeinen möchtent, als vor geschriben stat, So süllent wir vns aber einer erbern fromen Richstatt vereinen, Also das daselbs ein Bürgermeister vnd kleiner Natt by Zren eyden, So sy Zr Statt gesworn Hand, vnder j denen, So wir einander dargebotten habent, einen dargeben oder einen andern fromen wisen man vsser den obgenanten örtern einem, der sy zu der fach schidlich vnd gemein bedunket ZU sinde, by Zren eyden, als vor geschriben stat. Vnd welichen Sy an den obgenanten enden einem zu einem j gemeinen man dargebent, denselben söllend sin Obren, da er genommen vnd erwelt ist, ane verziehen darzu wisen, Sich der fach anzunemen vnd mit sinem eide darzu zu verbinden, die vrtellen von bes nüwen Bundes wegen ze entscheiden in der masse, als vor geschriben statt. Vnd wenn j sich derselb gemein mit sinem eyd zu der fach verbunden hat vnd Zm vnser gesprochnen vrtellen vnd geschrifften beb egenanten bunds halb, so hinder vnserm Herren von Einsidlen von vns versiglet geleit sind, also 2ngecmtwurt worden ist, als dauor eigenlichen geschriben stat, So I söllent denne die egenanten vnser Herren die eydgenossen darnach Zn dem nechften manodt, als er sich zu der fach verbunden hat, den Uvrgenanten vnsern Herren von Zürich ane fürer verziechen vnd Zntrag Zr Stett, Schloß, land, lüt bnd güter, So sy Znen Zn disem nechstuergangnen j krieg Zngenomen habent, widervmb zu Zren Händen geben vnd komen lausten mit den Worten, als vor geschriben statt, vnd das ouch die lnte vn- engolten aller vergangner fachen halb beliben, ouch vmb Wediswil vnd Richtiswil, costens vnd schadens, der obgenanten holffer, der I gerecht gebncn Vrtel vnd aller stuken halb, wie dauon hie vor geschriben gentzlich beliben vnd bestan sol, getruwlichen vnd vngeuarlichen. Ztem vnd wenne das also zu hhulden kumpt, das deweder teil, das sigent vnser Herren von Zürich oder vnser Herren die eidgcnossen, I uu den andern teil eruordernt, Jr eid vnd geswornen Bund zu ernüwern vnd zu sweren, so sol sölichs gütlichen vnd früntlichen beschechen an allen fürtzug. Vnd damit so sol aller vnwil, vnfrüntschafft vnd ull vergangen fachen, wie sich die zwüschcnd beiden teilen vnd den Zren j gemacht vnd verloffen Hand, hin vnd gentzlich allenthalben ab sin, denn obgenannt beid teil mit einandern gütlichen gericht vnd geeint ÜU vnd dise vnser Richtung getrüwlich vnd vffrechtenklichen halten vnd dero genug tun söllent, alles an 844 widersprechen. Vnd des zu j warem vrkund, so haben wir die obgenanten zugesetzten vier vnser Znsigel offenlich gehenkt an Visen brieff, zwen glich. Wir die obgenanten Burgermeister, Schultheis, Amman, Rä 'tt, Burgere vnd lantlüte der obgenanten Stetten vnd lendern, Zürich, Lucern, Vre, Switz, Vnder- walden j ob vnd nid dem Kernwald vnd Zug, Bekennent vnd verjechent offenlich, das dise hieuor gemeldete Richtung vnd vbertrag mit vnserm Willen vnd Wissen zugangen vnd beschechen ist. Darumb so globen vnd versprechen wir für vns vnd vnser nachkomen by vnsern guten trüwen > an eides statt, Sölicher vorgemeldeter Richtung vnd vbertrag nachzugan vnd getrüwlichen, war, veste vnd stette zu halten, olle geuerd vnd argulist gentzlich har Znne vsgescheiden. Vnd des zu warem vestem Vrkund, So haben.wic vnser Stett vnd lender Znsigel zu der ob- j genannten vier Zugesetzten Jnsigel offenlich gehenkt an disen brief, zwen glich, Die geben sind Zn dem Gotzhus zu Cappel vff mitwuchen nach dem heiligen Ostertag, do man zalt von der geburt Cristy Viertzechenhundert vnd Zn dem fünfftzigosten Zare. Pergamentene Urkunde mit den anhangenden Siegeln der vier Schiedmanner und der sechs Orte Zürich, Lucern, Ne>- Schwhz, Untcrwalden und Zug. (Abgedruckt bei Tschudi II. ZZK ff.) SV. Schiedgerichtliche Verhandlungen und Olnnannsspruch Heinrichs von Bubenberg in dem Streite Zürichs mit den Eidgenossen über den österreichischen Bund. Einsiedeln. R4S0, 13. Juli. Staatsarchiv Luccr». Ich Heinrich von Bubenberg, Ritter, Herr zu Spich vnd ich j Schultheiß der Stat Bern IN Uechtland, vergich offenlich vnd tun j kunt mengklichem mit disem brieff: Als stoß, Spenn vnd zwey- I trächt lange zit dahar leyder erwachsen vnd gewesen sint ^ zwüschent den fürsichtigen, Ersamen vnd wisen, dem Schultheiß, j den Ammanen, Raten, Burgern vnd lantlüten diser nachgeschribnen > Stetten vnd lendern, Mit namen Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden j ob vnd nid dem Kernwald, von Zug vnd den« ampt Zug, als klegern j an einem, Dem Burgermeyster, Rat vnd gemeind der Stat Zürich > als ant- wurtern vnd beschirmern Zn diser nachgeschribnen fach, j beidersit mynen lieben Herren vnd fründe», zu dem andern teil, j Semlicher Zusprüch vnd spennen halb beid teil durch mittlung I vnd Übertrag erberer fromen lüten am ersten zu dem rechten also j veranlasset worden sint: Nemlich das ietweder teil vss siner party j zwen fromm erber man zu dem rechten der fach halb setzen vnd be- I nemmen söllent, vnd das denn dieselben vier beider teilen klag, ^ antwurt, Red vnd widerred vnd was zu solichcn fachen rechten I dienen mag, am ersten verhören, vnd darnach söllich fachen, Zr j stoß vnd misshellunge antreff fenne, nach beider teilen fürbringen j mit recht vßtragen söllent, ob die in der mynne vnd früntlichh^ ^ durch sy nit entscheiden möchten werden, alles nach lut vnd sag > eines anlasses dar über begriffe- Wurden aber die selben vier l zugesatzten Zn iren vrteilen, ob die früntlichheit durch sy nit ge- I troffen möchte werden, mißhell vnd stössig, denn sölte durch sy, j ob das einhellig zugan möchte oder ob sv dar under stössig wurd- I den, durch ein erber Richstat, die durch sy wurde benemet, ein ge- I meyner getroffen vnd dargeben werden, der sich sölicher fachen > durch vnderwisung siner Herren vnd obern beladen vnd annemen > solle, söllich der vier zugesatzten vrteilen Zm rechten ze entschei- > dend vnd einer 845 vrteil, die Inn die gerechter beduchte, verfolgen, j Als das alles eygenlichen vor vnd nach vff tagen dar vmb gehal- > ten abgerett, beschriben, vernotelt vnd veranlasset worden ist. j Also hant die erstgenanten klegere, mit namen Schultheiß, Amman, j Ret, Burgere vnd lantlllte von Lutzern, Vre, Switz, Vnder- walden ob s vnd nid dem Kernwald, von Zug vnd dem Ampt Zug, zu Zren zu- > gesatzten geordnet vnd dar gegeben die frommen wisen Peterman s Goldfchmid, fetz amman ze Lutzern, vnd Atel Reding, land- «Mman j ze Switz. Aber die obgenanten Burgermeister vnd Rat der Stat > Zürich hant zu Zren zugesetzten dar gegeben gehebt ouch die fro- j men wifen Heinrichen Efsinger, burger vnd des Rates Zürich, j vnd Rudolffen von Cham, Statschriber daselbs. Die selben vier j Zugesatzten hant auch beiderteilen klag, red, antwurt vnd wider- ^ red mit volkomnem befchliessen vnd was zu den fachen für sy > gebracht vnd ze bruchende gewesen ist, verhöret, Als ich der erst- j genante von Bubenberg söllichs an den gefchriften vnd urteilen, s mir von Znnen zu den Einsidellen übergegeben, funden vnd gemerkt s han; Sunderlich in folichen Worten, wiß vnd form, als denn beider > teilen clag, antwurt, widerred vnd nachred mit Zrem besliessen s wisent, das ich alles durch lutrung vnd vnderwisung willen miner j Verfolgung, ouch von Zr eruordrung wegen von Zren geloubfa- j men schriften mir übergegeben genomen vnd von wort ze wort s> ane verendrung har Zn Hab lassen setzen vnd schriben. Vnd wiset j der Eidgenossen erste clag also: Dis ist vnserer, der Eidgenossen, nemlich j von Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden vnd Zug, erste clag gegen vnsern > Eidgenossen von Zürich, als von des j punds wegen, So sy mit der Herschafft > vnd dem Hus Oesterrich an sich genomen j Hand. Lieben Herren die vier Zugesatzten! Als sich stoß gemachet Hand j zwüschend disen nachbenempten vnsern Herren vnd sründen von j Stetten vnd lendern, Nämlich von Lucern, Vre, Switz, Vnderwalden > vnd von Zug, an einem, vnd dem Burgermeister, Rat vnd den Burgern j von Zürich, vnsern Eyd- gnvssen, am andern teilen, Darumb beide > parthyen nechst zu Baden als vmb drü stuck in ein Recht dertadin- ! get worden sint, nach Vswisung eins versigelten anlaß darüber > gegeben, Der das alles clärlich begriffet, Vnd nu beide parthien nach s Znnehalt desselben anlaß vff diß zit nach der geswornen bunt- briefen j Znnehalt, So von beiden parthien ewenklich zu halten glopt, gesworn > vnd versigelt sint, har für sich als für die, So ze semlichen flössen, > Sy in minn oder im rechten ze entscheiden, geschiben vnd gewist wor- j den sint vnd sich darzu mit eyden verbunden Hand, ze tagen ko- j men sind, Also ist vnser, der obgenanten Eidgnossen von Lucern, ^ Vre, Switz, Vnderwalden vnd Zug Erste Clag von des punds vwgen, s So die von Zürich, vnser Eidgnossen, mit der Herschaft vnd dem Hus > Oesterrich an sich genomen Hand, vnd setzen die also: Ztem wie wol war ist, das wir ietzgenannten Eidgnossen vnd auch > die benempten vnser Eidgnossen von Zürich Ein ewig buntnisse s durch frid, ruw vnd gnad willen vnd schirmung vnser landen s vnd lüten für vns vnd alle vnser nachkomen zesamen gemachet,» die ewenklich zu halten glopt, gesworn vnd versigelt hant, die j so lang gewäret hat, das nieman so alt ist, der die verdenken mag; s Dieselb bunt- visse vnder anderm wiset, das wir alle, so dar Znne j begriffen sint, ein ander helfen söllent wider alle, b'e vns bekrenken j ald dheinen widerdrieß tun woltend, Nach Innehält semlicher pün- ! den, die das vnd anders clärlicher vßwisent; Darüber hant die > obgenanten von Zürich, vnser eydgnossen, einen ^üwen pund mit der > Herschaft vnd dem Hus Oesterrich gemachet vnd an sich genomen, I wiewol die- folbjg Herschafft von Oesterrich länger, dann Zeman ver- > denken mag, vnsre vnd Zre vigende gewesen stnt vnd vns vnd sy ^ dick vnd vil an lip vnd gut, an land vnd lüt zeschadgende vnder- j standen hant, 846 Dieselben krieg nie bericht worden, Sunder ze > mä'ngem mal in finden gestellt vnd noch hstt by tag nit bericht j sind. Darvmb wir hoffen vnd getruwen, das sy semlich puntniß I mit der benempten Herrschast von Oesterrich, mit denen sy doch mit j sampt vns in vnserm frid vnd vnfrid begriffen sind, Nach semlicher > fridbrieff Innehält, zwüschend vns vnd der Herrschafft von Oester- > rich gemacht, nit pillich getan noch an sich genomen haben, Sunder > sich dera abtun vnd davon stan sötten. Vnd wir begerend, das Ir j sy mit üwerm Rechtlichen spruch vnderwisend, das sy semlich pünt- j nisse abtun vnd davon stan sötten, vnd beschliessen hiemit vnser ^ ersten klag vff das stuck vnd beheben vns selben vnsre Widerrede > vff ir antwurt vor, vnd diß stuck ze bessern, ze mindern vnd j ze meven vnd vnser clage vmb andre stuck fürer ze tund nach j vnser notdurft nach des anlast sag. — j Dis ist vnser von Zürich antwurt vff vnser j eidgnossen, mit namen von Lutzern, Vre, Switz, I Vnderwalden vnd Zug, klag, die sy zu vns I getan Hand von des punds wegen, den wir > mit vnser gnedigen Herschaft von Oesterrich > gemacht Hand. > Ersamen, wisen, lieben Herren die vier Zugesetzten! Als die obgenanten > vnser Eidgnossen In ir clag, die sy zu vns von des vorgenannten punds j wegen tund, setzent, wie wir vnd sy in püntnisse mitteinandern I komen sigent vnd das wir auch ein püntnusse mit der Herschafft j vnd dem Hus Oesterrich gemacht habent, Ouch wie lang die Ietzge- j nant Herschafft vnser vnd Ir vigend gewesen sige vnd wie solich j krieg nie geeicht, sunder In frid gestelt sygent, dar vmb wir semlich > puntnist vnbillich an vns genomen habent vnd die abtun sollent w., > als sy denn das setzent. > Daruff ist vnser antwurt: Vnser vordern sint in verpuntniß mit > den obgenanten vnser Eidgnossen komen vnd habend In derselben pünt- j nisse vorbehept vnsern Herren den kling vnd das heilig Römisch rich; ^ vnd in derselben püntnisse So habent wir vnd die egenanten vnser j Eidgnossen gemeinlich vns- selber vßbehebt vnd berett, das wir sa- ! ment oder vnser ftett vnd lender besunder vns gen Herren oder gen I Stetten fürbaß besorgen vnd verbinden mögent, vnd ist dar Inn > nieman vßgescheiden noch vstgesetzet. Vff söllich vorbeheben habent j wir durch friden vnd des besten Witten ein püntnist mit vnftrm gne- > digen Herrn dem Römschen kling, mit dem Hus Oesterrich gemacht vnd j in der selben püntnisse vorbehebt das heilig Römisch rich, Römisch j keyser vnd künig vnd ouch die plind, eid vnd gellipt, die wir getan ^ habent vor der genanten püntnisse zu vnd mit vnsern eydgnossen, j das die vor dem Setz- genanten pund gan sollent, vnd dar Znne l nützit anders slirgenomen noch getan, denn das wir zctund gewalt j gehept habend vnd wol tun möchtent nach des artikels sag In j vnserm vnd Zrem pund begriffet der da eygenlich wiset, das wir vnd > sy vns flirer zu Herren oder Stetten besorgen vnd verbinden mögent > zc. Denselben artikel wir vnd sy glich so wol vnd nit minder, j denn die andern artikel IN dem Zetzgenanten pund begriffen gesworn j hant, vest vnd stett ze haltcnt; daby doch üwer wißheit vnd wer j das höret wol verstat, wie ordenlich wir vnsern vnd Iren plinden j nachgegangen sint vnd wn' redlich vnd luter wir vnser eid, ge- j lüpt vnd pund, dar Inn wir mit vnsern egenanten eydgnoiff" sind, ^ vorbehept Hand, ob sich loch die fachen zwüschent der obgenanten vnser > Herschaft von Oestrich vnd den egenanten vnsern eidgenossen zu krie- j gen gezogen hettint vnd komen werint, das wir denü vnsern geswornen I pünden, dar Inn wir mit den egenanten vnsern eidgnossen sint, redlich j nachgegangen werint vnd gnug getan hettint, als ouch von vnsern l vordern vnd vns Zewelten beschechen ist, von des wegen vns die vor- j genanten vnser eydgnossen die krieg vnd die friden, dar Inn sy mit der I genanten Herschafft gewesen sind, vnbillich für ziechend. Vnd won > wir nützit anders getan habend, 847 denn nach lut vnd sag des obgerürten j artikels Zn vnserm vnd Zrem pund begriffen, Hoffen vnd getruwen wir I Gott vnd dem rechten, das wir die püntnisse, So wir mit vnserm gne- I digosten Hern dem küng gemacht habent, wol getan vnd ze machen ha- j ben mögen, vnd sölich ir klag vnd fürziechen solle vns an der selben ! püntnisse dheinen schaden bringen. Darzu so sint wir mer in Zitt > vnd werung der püntnisse, die wir mit den obgenanten vnsern eid- j gnossen Hand, such mit der vorgeseiten vnser Herschafft von Oefterrich j in püntnisse gewesen vnd darumb von vnsern eidgnossen vnersucht j vnd vn- dekümbert beliben. Darzu so habent ettlich vnser eidgnossen > gesucht, geworben vnd zugcseit, ein püntnisse ^'t vnser Herschafft > von Oefterrich zemachen, Vnd sich ouch zu Herren vnd zu Stetten > verbunden, dvn deswegen wir aber vnbillich von vnsern Eidgnossen j vmb die püntnisse, die wir mit vnserm gncdi- Zoften Herrn, dem j küng, gemacht habent, ersucht werdent, Vnd sit wir nützit anders i getan habend, denn das wir nach sag des Zetzgenanten artikels in dem j egenanten pund begriffen wol tun mochtend, bnd vnser gelüpt, j bünd vnd eid, dar Inn wir mit den egenanten vnsern eidgnossen I sint, Zn vnsers Herren, des küngs, bund clärlichen vnd eigenlichen j vorbehept haben, So hoffen vnd getruwen wir, vnser eydgnossen söl- j lent vns by dem pund beliben vnd vns dar vmb vnersucht vnd > vnbekümert lassen vnd des von üch in der gütikeit oder mit üwerm j rechtspruch vnderwiset werden. Vnd wir behaltent vns selbs vor, ^ vnser nachred vff vnser Eydgnossen widerred zetund vnd diß vnser j antwurt ze bessern, ie minnren, ze meren nach vnser notdurft j vnd vnser klagen ze tunde nach des anlaß sag. > Dis ift vnser, der Eidgnossen von Lueern, Vre, Switz, j Vnderwalden vnd von Zug, Widerrede vff die ant- > wurt, So vnser Eydgnossen von Zürich getan Hand j vff vnser ersten anclage. j Lieben Herren die vier Zugesatzten! Als vnser Eidgnossen von Zürich I vff vnser ersten anclage Jra antwurt setzent, wie das Ire vordern > mit vnsern vordern in verpuntnisse komen syent, Zn Verselben ver- > püntnisse sy vorbehept habend vnsern Herrn den kunge vnd das hailig j Römsch Rieh, derselben püntnisse haben ouch wir vnd sy vns selben l vorbehept, das wir samend vnd sunder vns vesorgen mögend zu > Herren oder Stetten vnd sige da nieman vßgescheiden, Als sy das j vnd söllich ir "utwurt mit mer Worten setzent. > Haruff ist vnser nachrede: Des ersten als sy setzent, sy habend j vnsern Herren, den kung, vnd das flusch Rich in dem pund vorbe- > halten w., lassen wir sin als es ist, dann wir das in vnser clag ^ ! gesetzt Hand. Aber die obgenanten vnser Eidgnossen von Zürich > vnd Zre vordern haut sich zu vns vnd vnsern vordern verpunden I in alten Ziten allein von solichs trangs vnd vnlusts wegen, So > vnd wir vnd Zre vnd' vnser vordern von vnsern vyenden vnd mit sun- j derheit von derselben Erschafft vnd dem huö Oefterrich vnd den Aren > gehebt habend, Die doch lcnger, won Zeman verdenken v'ag, vnsere s vnd ir vyende gewesen sind vnd vns vnd sy dick vnd vil an lip, j an eren vnd an gut, vn land vnd an lüten w. ze schadgenne vnd I ze bekriegen vnderstanden hant. Dieselben krieg nie bericht worden, Sunder ze manngem mal in friden gestelt vnd noch Hut by tag nit > gantz bericht sind, Als '"'r das vnd anders Zn vnser ersten clage j geftellet hant. Darzu so sint wir iewelten sament vnd mit ^Nander j also Harkomen von ansang vnser pünden, mit wem wir ye in kriegen > oder friden gestanden ^n, pnd besunder derselben herschafft von ^ Oefterrich halb, Das sich nie kein ort vßgesünt noch bericht ^ ! ane der andern eidgnossen wüssen vnd willen. Darzu wisent I vnser pünde Ansunderheit, das wir So dar Znn begriffen sind, > ein andern getrüwlich behulffen vnd beraten sin sullent als verre > ^"6 lip ober gut erlangen mag, ane alle geuerde, gen allen dien I vnd vff alle die, So vns an lip oder 848 an gut, an Eren, an fryheitten > mit gewalt oder ane recht vnfüg, vnlust, angriffen, bekrencken, j dheinen widerdrieß oder schaden tetint, vns oder yeman, so in diser > puntnisse ist, Inwendig den zilen vnd kreisten, als das vnser pünde j clarlichen Znnehaltent, vnd auch das dieselb vnsre puntnisse ewenklich, » war vnd stet vnd aller ding vnuersert pliben solle :c. Vber das j alles, so habent sy gar nach semlich zil vnd kreiste, so vnsre vnd Ire I alten geschwornen pünde wisend, auch gestellet in den nüwen > pund, den st mit der herrschafft von Oesterrich gemacht Hand. Da j by Jr vnd mengklich verstan mag, das der selb nüwe pund wider > vnsre vnd Ire alten geswornen pünd sin vnd nit vnschedlich wesen mag. Dann ww nit verstan können, das sy in den selben j zilen vnd kreisten wider yemand sin oder hilfflich sin könnden/ dann > wider vns vnd andre vnsre lieben eidgnossen, Als sich das in disen j kriegen leider wol erfunden hat, wann wir ouch dieselben vnsre j eydgnossen von Zürich darumb ze tagen vnd ze recht manntend, ! darwider aber sy sich satztent vnpillich vnd vff sölichen tröste, j so sy har Znne haltend zu der benewplcn Herschafft von Oesterrich, > vngehorsam wurdent vnd sich da mitte der pünden geussert hattent, I wol sy sich von nüwen dingen verscheiden hant, vmb all fachen j ze recht zu komen gen Einsideln nach vnser geswornen pünden > sag. Harumb wir hoffen vnd getruwen, das üch, die vier zusatzlüt, I ^ menglichen, für wen das komen wirdet, beduncken solle, das > sy über sölich obgerürt fachen, als ob- geschriben stat, Semliche ewige > püntnisse, das doch mer dann ein Richtung oder ein vßsünnung ist ! mit der benempten Herschafft vnd dem Hus Oesterrich, nit pillich > getan habent. j Vnd als sy setzent, Sy haben sich in Zit vnser püntnisse mer mit der > obgenanten Herschafft von Oesterriche verpunden vnd syen darvmb j von vns vnd vnsern vordern vnersucht beliben, Sprechen wir, das j wir darumb nit wüsten vnd es nie vernomen haben, vnd ob es be- j scheen were, So zwifelt vns nit, dann das es bescheen syge mit vnserer ^ vordern wüsten vnd willen vnd von ettlicherley fach wegen, So I ze den ziten vnsern vordern daran gelegen gewesen were, wann I suß were es nit bescheen, wann ww yewelten vntz an disen kriege j In solicher früntschafft vnd trüwe mit einandern gewesen sind, das ! i>st kein ort ane der andern wüsten vnd willen zu yeman verbunden i oder mit der selben Herschaft stb also vßgesünet hette. j Item als sy dann setzent, Es haben ettlich vnsre Eytgnossen gesucht, j geworben vnd zugeseit, E»' püntnisse mit der Herschafft von Oesterrich ze machend, Ist vnsre Widerrede vff das stuck, das vns > >'it ze wüsten sye, das dhein ort vnder vns an die Herschafft von j Oesterrich dhein puntnisse geworben ald zugeseit habe; vnd als sy mei- j nen, das sich ettlich der Eidgnossen zu Herren oder Stetten verpunden > haben, Sprechen wir: Ob sich yeman verpunden Hab zu Herren oder j Stetten, So haben sy sich zu nieman verpunden, mit dein wir ^ dozemal in kriegen oder friden gestanden sigen, als wir aber noch > alle sint mit der benempten Herrschafft von Oesterrich. Wäre aber, ! das sy vermeinten, das iM'" sölichs getan hette, das wider Zr j vnd vnsre geswornen pünde were, den Möchtend sy ouch darumb I ze tagen manen vnd mit Recht fürnemen nach der benempten ge- j swornen pünden sag. Vnd hur vn> vnd vmb alle sölich obgeschri- j ben Ursachen Getruwen wir nit, das die benempten püntnisse, ! fs Eydgnossen von Zürich mit der benempten Herrschafft > vnd dem Hus Oesterrich getan vnd geniac? Hand, dhein krafft haben j oder das die bestan soll oder mög, Dann das sy von üch vieren zu- > gofoh^'' in der minn oder mit üwerm rechtlichen spruch vnder- > wist werden sollen, das sy dauon standen vn die selben püntnisse ^ gentzlich hin vnd ab tügent, In Massen als wir auch soliches in ^ vnser anclulst klärlicher gesetzt hant. Vnd wir behalten vns j selber vor vnser nachrede aber vff vnser Eydgnom' 849 vorgenanten > von Zürich antwurt vnd dise vnsre nachclag ze beschliessen, > ze myndern vnd ze nieren nach vnser notdurfft vnd vnser clag > fürer ze tunde nach des anlaß sag. Diß ist vnser von Zürich nachred vff vnser Eyd- j gnossen, mit namen von Lutzern, Vre, Switz, I Vnderwalden vnd Zug, widerred, die sy getan j Hand vff vnser antwurt vff Zr clag. Des ersten, als die Egenanten vnser Eidgnossen Zn ir widerred setzent, j das wir in vnser vnd Zr püntnisse vnsern gnedigosten Herren, den kung, j vnd das heilig Römsch rich vorbehalten habend, lassend sy sin als es ist j zc. Daruff ist vnser nachred, das vns lieb ist, das sy es daby lassend j bliben; denn wir getruwend vnsers Vorbehaltens Zm rechten ze geniessen. > Ztem als sy denn sürer Zn obgenanter Zr widerred setzend, wie vnd von > was fachen wegen Zr vnd vnser püntnisse wider vnser gnedige Herr- j schafft vnd das Hus Oefterrich gemacht syge zc. Darzu 'st vnser nach- l rede, das vns vnbillich nimpt, das sy setzent, vnser vnd Zr püntnisse sye j wider die genanten vnser Herrschafft von Oesterrich gemacht, denn die j selb püntnisse niendert Znnhalt, das sy wider die Jetz genant Herschafft ^ gemacht oder erdacht syge. Wol wiset sy, das sy angesehen ist durch j gutz frids willen, Als sy das in Zr clag selbs gesetzt vnd bekennet Hand ^ vnd die selb püntnisse clärlich Znnhaltet, die wir darumb begerend j zu verhörent. Darzu habend ettlich vnser Eidgnossen Zn vnserm j vnd Jrem pund vorbehept der obgenanten vnser Herschafft von Oesterrich j Zr dienst, recht vnd gericht, die sy by Znen hat; Darby aber Zr vnd > mengklich, der das hört, wol verstat, das sollich püntnisse, vis sy das j meldent, nit wider die yetzgenant herschafft gemacht ist. > Ztem sürer, als sy Harkomen der pünden rürent mit Worten, als sy das j meldent, Daruff ist vnser Widerrede: Mit wem wir vnd sy Zn kriegen ^ oder friden gestanden sind, »dar Znn habend wir nützit anders sürge- ^ nomen noch getan, denn als wir von alter herkomen sind vnd wir j ouch wol tun möchtend nach der pünden sag. j Als sy denn fürer mit vil Worten melldent, wie vnser pünde wisent, ^ das wir einandern behulffen I>n sollend zc., Daruff ist vnser nach- j red: Das vns aber vnbillich nimpt, das sy vns die kreyß, die wir in ^ die obgenanten püntnisse gestellt habent, verkerrend; denn das ist si von vns in trüwen vnd keinem argen, besunder ouch durch srides vnd ^ gemeinen nutzes willen des landes beschehen Vnd darumb, das 2nen ! vnd vns durch soliche Schlösser vnd in dem kreiß Zn dem selben pund begriffen deHein schad, vnfug vnd angriff beschech. Daby Zr vnd ^ menglich wol verstat, das vnsers Hern, des kungs, bund wider 2ren j vnd vnsern pund nit gemacht noch dem schedlich, Sunder Znen vnd j vns vnd gemeinem land Nutzlich vnd trostlich ist. Wir sind ouch j vff ir manung gen Einsidcln komen, habend sy gebetten, vns von des ^ genanten punds wegen vnersucht ze lassen, Sid wir doch anders j nützit getan hettint, denn das wir mit eren wol getun mochten vnd j vns in Zrem vnd vnserm pund vorbehalten, gelopt vnd gesworn were. j Meintent sy aber davon nit ze lassen, des zu einer erlütrung, ob sy vns j darvmb ze Wanen hettind, Büttend wir Znen, für ze komen vff Herr > Rudolffen Hosmeyster, Vlrichen von Erlach, schultheissen, vnd Rudolffen > von Ringgoltingcn, des Rats zu Bern, vnd ob Znen das nit ze willen j bwre, vff einen Schultheissen vnd kleinen Natt zu Bern, Zr vnd vnser ^ Eidgnossen, Oder vff einen ^chultheissen vnd Rat zu Solottern, oder j vff welich Richstat sy hettind gewellen, Ob sy vns von des dunds wegen j ze manen Helten. Da vns sölich vnser Bctt^ vnd Rechtg^bott von Znen j abgeschlagen wurdent, da by aber Zr vnd menglich wol verstat, das j wir vns der pünden nit geüssert, noch vnser ^wvschassh getröst, als sy > fürwenden, sundcr einer erlütrung, ob sy vns von des punds wegen j ze 107 850 manen hettind, vor vnsren vnd Zren eidgnossen oder vor einer Richstat s begcrt habent, Solicher lütrung Sy billich vff Ire vnd vnser Eidgnossen s komen vnd Angegangen werend; denn wie das von Znen be- schechen I wer, So werind die krieg, die sy gen vns fürgenomen Hand, vermitten s bliben. j Atem als sy denn dar Ann ouch rürend, ein plintniß sy mer denn ein rich- s lung oder vßsünung tt-, Hoffen vnd gelruwen wir, was wir dar Ann > getan habend, das haben wir wol gemugen tun von des wegen, das j Ar vnd vnser pund clärlich Znnhaltend, das wir vns fürer verbinden s vnd besorgen mügenl zu Herren vnd Stetten vnd dar Ann nieman > vßgescheiden noch vßgesetzt ist vnd wir in der selben püntnisse vnser s Eidgnossen vnd vnser pünd, Eid vnd glüpt clärlichen vßbehept Hand, s vmb des willen, ob die genant vnser Herschafft den Egenanten vnsern ! eydgnossen dhein vnlust, vnfug vnd angriff züchen wolt, das j wir denn den selben vnsern pünden, wie die von vnsern Eydgnossen j vnd vns geloptz gesworn vnd versigelt sind, nachkomen vnd gnug I tun woltent vnd noch wellent tun. Dar vmb w>r getruwend, das > wir die selben püntnisse, mit vnserm Herrn, dem kling, gemacht, wol s haben mugen tun vnd daby beliben sullent, als wir das vff ir klag s in vnser antwurt gesetzt Hand, vnd begerend darumb aber, Aren > vnd vnsern pund zu verhörend. s Atem als sy denn fürer setzend, das Inen nit müssend sige, das wir mer s mit vnser Herrschaffl von Oefterrich Zn püntnisse gewesen sigent s Daruff ist vnser nachred: Znen mag vmb sölichs ze wissen sin oder nit, > aber zu der zit, da solich püntnisse beschach, als die offenlich vnd nit s heimlich beschechen ist, Sind vnser vordern vnd wir von Znen vnd Zren I vordern dorumb vnersucht belibeN- Vnd das solich püntnisse beschechen vnd j an ir selbs gewesen sig, So begerend wir, darumb brieff v»d kuntschafft I ze verhörend, vnd getruwend, das Zr üch des im Rechten erkennen sollent. I Vnd als sy dar Znn ouch fürwendent, das sich kein ort ane der andern j wissen vnd willen zu yemand verbunden Hab, Daruff ist vnser st widerred: Sy habend sich zu Herren vnd Stetten verbunden vnd vns dar- ! vmb nie gefraget, noch daby vnser wissen ald willen gehept, Als ouch j das nit notdürftig was nach Znnhnll des artickelS Zn iren vnd vnsern s pünden begriffen, der da clärlich wiset an vsscheiden, das sy "Nd wir I vns sürer besorgen vnd verbinden mögend zu Herren vnd Stetten, j von des Zetzgerürten Artikels wegen vns ouch nit not gewesen ist, > Zren willen daby ze haben, denn es landkündig ist, wer sich zu dem ! andern verbint, Es sigint stett oder lender, was der im selbs vorbehept j vnd berett, als ouch der Artike in Zrem vnd vnserm pund vßbehept, j berett, gelopt, versigelt vnd gesworen ist, war vnd stett ze haltend Das j er darumb von den andern sinen Eidgnossen vnersucht vnd vnbeküm- s bert blibe vnd in des dingen fürer Zrs willens nit bedürffe vnd j Znen ouch darumb nützit ze antwurten schuldig sye. j Item mer, als sy setzend, das Znen nit ze wissen sye, das dhein ort vnder > Znen an die schafft von Oesterreich dhein püntnisse geworben ald ^ zugeseit habe w., Daruff ist vnser nachred: iM wir das in vnser s antwurt vff ir klag gesetzt Hand, das ist ouch also, vnd begerend dar- j umb brich vnd kuntschafft ze verhörend, getruwend, das es billichen ^ sin solle, vnd ir vier zugesetzten sollet um des mit üwerm rechtlichen s spruch erkennen, s Ztem vnd als sy In dem obgenanten Artickel auch meldent, habe sich yeman s verbunden zu Her^'ty oder Stetten w., Daruff ist vnser nachred: s Als sy sich zu Herren vnd Stetten verbunden Hand, ba redent wir Znen j nützit in, vnd wir habend es ouch darumb nit in vnser antwurt s gesetzt, das sh ^ nit tun mugent; Denn sy das nach sag vnser vnd s Zr pünden wol tun mügent, Als wir ouch vns z" dem obgenanten s vnserm Herrn, dem kling, wol habend mögen verbinden nach lut vnd s sag vnser pünden, 85 t wie wol sy vnd wir mit unser egenanten Herschafft > in friden gestanden sind, wan wir Iren und vnsern Pund Zn der ge- I nanten piintnisse clarlich vorbehept habend, wie sich die fachen j zwüschend der Herrschafft von Oesterrich vnd vnsern Eydgnossen j machen wurdent, Das wir denn Iren vnd vnsern pünden, gellipten j vnd eyden gnug gewesen sin woltint vnd noch sin wellend, als wir j das vor in vnser antwurt gesetzt Hand. Vnd darumb vnd nach allem j herkomen der fach, Ouch nach dem vnd der artikel Zn iren vnd j vnsern geswornen pünden luter vnd eygenlich wiset vnd seit, das wir j vns besorgen vnd verbinden ^ögen zu Herren vnd Stetten, vnd dar- j Znn nieman vßgescheiden noch vßgesetzt ist, vnd wir nützit "Uders I getan habend, dann nach des yetzgenanten artikels sag, vnd in vnsers j Herren, des küngs, pund Äärlichen vnd luter vor vnd vßbehept > habend die gelüpt, pünd vnd Eid, So wir mit vnsern Eydgnossen band, j das die vor demselben pund gan sollend; So hoffen vnd getruwen wir, > Zr zugesetzten vier sullent üch mit üwerm rechtlichen spruch bekennen, j das die obgenanten piintnisse, So wir mit vnserm Herren, dem kling, mit I dem Hus Oesterrich gemacht habent, by kraft beliben vnd bestan solle f vnd Uchge. Vnd wir beheben vns selber vor vnser beschliessung vff j vnser Eidgnossen beschliessen, vnd bis Ze bessern, ze minnren vnd I ze meren vnd dar zu ze legen, wes wir im rechten notdurftig sind, j vnd vnser clagen ze tund nach des anlast sag. ff Vnser, der Eidgnossen von Lutzern, Vre, Switz, j Vnderwaldcn vnd von Zug beschliessen vff vnser I Eidgnossen von Zürich nachrede, So sy vff vnser j Widerrede getan hant. > Ztem als sy by dem Ersten sctzent, wie Znen lieb sige, Als sy vnsern > Herren, den kunge, vorhalten habent, das wir es daby lassent j beliben, vnd sy getruwen, solichs Vorbehaltens ze gemessen :c>, ^ils ^ sy das mit mer Worten setzent, Daruff ist vnser beschliessen: Das j vns nit bedunken, fiirer iitzit ^uvuff ze antwurten notdurstig j sin, dann es nit lut vff vnser clag noch antwurt, vnd lassen es noch > by tag daby bliben, als es ist. > Ztem als sy dann fürer Zn dem andern artikel vnder andern Worten j setzent, Sy neme vnbillich, h wir Zn vnser Widerrede gesetzt haben, > wie Zre vnd vnsre blinde wider die Herschafft von Oesterrich ^ ! macht worden vnd doch die Herschafft darZnn nit gemeldet sige > :c., vnd in dem selben artikell "'vl rlirend, wie vnser ettlich in den j pünden der herschafft Oesterrich rechtung vorbehalten haben > »., sy das mit mer Worten sctzent, Daruff ist vnser beschliessen j vnd letst antwurt: Das vns nit notdürftig bedunkt, fürer dar- j vff ze anftrurten; dann es offenlich an dem tag lit, das wir vnd j sy vnser iUiutnisse wider vnsre vygende vnd nit wider vnsre I frlind gemachet hant. Vnd wie die Herschafft von Oesterrich vnsre j vyende gewesen vnd nie mit vns beruht sind, haben wir An vnsre j Widerrede vff ir "Ntwurt clarlich gesetzt, vnd wie wir es da ge- I setzet hant, daby lassen wir es beliben. > Ztem als sy slirer setzent, wie wir Harkomen der pünden rliren :c., j Bedunkt vns nit notdurfftig ^'U, daruff slirer ze antwurten; > dann wie wir das Zn vnser Widerrede vff Zr antwurt gesetzt hant, > hy lassen wir es pliben, dann es ouch die gantz warheit ist. > Ztem als sy dann fürer setzent Zn Ir nachrede, wie sy aber vnbillichen j neme, das wir meldent, ^ vnsre pünd wisen, das wir einandern f behulffcn sin füllen ze., Als sy das mit mer warten setzent w., I vff ist vnser letste antwurt vnd beschliessen, Wie wir das gesetzt j haben in vnser Widerrede vff "Utwurt, das wir es gantz da- j by lassen blyben, wan es die warheit ist, vnd begeren ouch dar- f vnsern pund in das recht ze legen vnd dar vmb ze verhören w. i 2tem vnd als sy in demselben artissel slirer meldent, wie das sy vff j vnser manung sven gen Ein- 852 sideln ze tagen komen, Als sy das mit j mer Worten setzent w., Daruff ist vnser leiste antwurt vnd beschliessen: > Das mag war sin, das sy gen Einsideln zu tagen komen syen; Sy j hant aber ze dem rechten nie wellen setzen nach Ire vnd vnser j geswornen blinden sag, als sy aber billich getan hellen nach vnserer > gerecht gebnen vrteil Innehält. Hettent sy dann in dem selben rech- j ten, So wir beyde partyen darzu gesetzet hettint nach vnserer > plinden sag, vtz fürzewenden gehept, es were vmb llitrung oder j anders, mochtent sy wol getan haben. > Item als sy denn flirer in einem Artickel vff vnser Widerrede setzent, si Als wir gemeldet haben, Ein plintnisse sige mer, denn ein Richtung j oder vßsunung w., Ist vnser antwurt vnd letstes beschliessen! ! Wie wir das gesetzt hant, Das wir mit vnsern plinden Harkomen sigen, j daby lassen wir es pliben-! Item als sy flirer aber in demselben Artickel meldent, wie sy in der I Herschafft von Oesterrich punb so gar luter vnd clarlich vnsern j vnd Iren pund vorbehalten habent w., Ob dieselb Herschafft mit vns ! ze krieg keme, das sy dann vnsern plinden nachkomen vnd gnug > tun möchtint vnd noch tun wellull ll-, Als sy das mit mer Worten j gesetzt hant, Daruff ist vnser letstes beschliessen vnd antwurt: j Das n"v gern wöltent, das sy semlichem nachkomen werint vnd den > plinden gnug getan hettind, So werind dise Herten kriege wol ver- j mitten worden. Dieselben vnser Eydgnossen von Zürich hant aber, I als w>r vmb die Houptsach, als von vnser manung wegen ze j Keiserstul mit Inen ouch vor lich vieren zugesatzl- lliten im rechten s gestanden sind, offenlichen in Ären clagen, antwurten, Reden vnd wider- > reden gerell vnd gesetzt, wie das sy die blinde, so wir vnd sy zesamen i ewenklich ze halten glopt vnd gesworn Hanl, nit mer halten wellent, j vnd sy hoffen ouch, das sy die flirer ze halten nit pflichtig sigent, Als I das vnser spruchbrieffe in red vnd Widerrede vmb die gerecht > gebnen Vrteil clärlichen Innehält, den mir darumb begeren in das j recht ze legen vnd dar vmb von lich verhört werden; Daby Zr vnd j mengklieh wol verstan mag, ob sy den nliwen pund mit der Herschafft > von Oesterrich mit oder wider vns gemacht haben oder ob sy Iren > vnd vnsern geswornen pünden nachkomen woltent oder nit. I Item als sy dann flirer setzent In ir nachrede von des artickels wegen, > das sy meynen, mit der Herschafft von Oesterrich mer in verplintnisse j gewesen sin w., vnd aber in einem andern Artickel, das sich ettlich I eydgnossen ouch zu Herren vnd Stetten verbunden haben, vnd aber i wir in vnser Widerrede gesetzt haben, das vns darumbe nit wlissende j sige, vnd sy daruff ir nachrede mit gar vil langer wortev gesetzt Hand :c., j Daruff ist vnser beschliessen vnd letste antwurt: Das vns nit bedunkt j nottdurftig ^ fürbasser daruff vtzit ze antwurten; dann es vns j nit bedunkt, vff vnser clag vnd Widerrede vtzit geaüt wurt sin; I Dann ob es ioch also were, als sy gesetzt Hand, des wir doch nit hoffen, I Getruwten m" denocht, des im rechten nit ze entgelten, vnd wie wir j die stuck in vnser Widerrede gesetzt haben, da^l lassen wir es pliben, > vnd wir begeren von obgerlirter fachen wegen aber als vor, die ^ egenanten vnfft eydgnossen von Zürich mit liwerm rechtlichen j spruch, ob es in der glitlichkeit nit gesin mochte, ze vndev wisende j von dem offtgenanten pund, den sy mit der Herschafft vnd dem hus > von Osterrich, als obchu, gemachet hant, zestan vnd den hin vnd ab j ze tund, vnd setzend das hin zu üwer vrteil vnd besclffll^ hie- j mitte vnsre letste antwurt vff ir nachrede, als von des stucks j des punds wegen. Vnd beheben vn selbs vor, dise vnsre antwurt j ze bessern, ze mindern vnd ze meren, ob si ütz nüws brechten Iü I Zrem beschliessen, vnd ouch zu ir kuntschafft ze reden, ob sy dheine > legen wurden, die wir nit verh^ hettint, das wir das verant- j wurten mögen nach vnser notdurfft vnd vnser clag vmb ander stuck I fürbasser ze tund, als vns notdurfftig ist nach des anlaß sag. ^ 853 Vnser von Zürich Beschliessung vff vnser Eydgnossen j von Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden vnd Zug be- j schliessen, so sy getan Hand vff vnser nachred vff j ir clag. s Ztem als sy Zn ir beschliessung den Artickel vnsers Vorbehaltens > vnseres Herrn, des kungs ze., lassend bliben als es ist, Daruff ist j vnser beschliessen, das wir es ouch lassend beliben, als wir das ! M vnser nachred gesezt Hand, j Ztem als wir dann in vnser nachred gemeldet Hand, wie vnser vnd > Ire pünd wider ein Herschafft nit gemacht vnd wie ettlich vnser j Eydgnossen in den selben vnsern pünden der obgenanten Herschafft 2v j dienst, rechtung vnd gericht, die sy by Znen hat, vorbehcbt habend :c., j vnd daruff ir beschliessung bnd letst antwurt ist, das sy nit not- j dürftig bedunk, fürer daruff ze antwurten, dann ir vnd vnser I püntnisse wider vnser vigend gemacht sy ?c., Vff das ist vnser be- j schliessung: Wie wir in vnser nachrcd gesetzt Hand, das vnser vnd > Ar püntnisse wider vnser egenant Herschafft von Oesterrich nit ge- j macht sige vnd das ettlich vnser Eydgnossen in derselben püntnisse j vnser egenanten Herschafft Zr dienst, rechtung vnd gericht w. vorbe- j hept habend, das ist ouch also vnd lassend es daby bliben. j Item also sy fürer in ir beschliessung setzent, das sy nit notdurftig be- j dunk, vff den Artickel, dar Inn gerürt ist herkomen der pünden, j ze antwurten, Vff das ist vnser beschliessung: Wie wir das in vnser j nachred gesetzt habend, daby lassend wir es bliben, denn es also an > im selbs ist. j Ztem als wir ouch denn in vnser nachred gesetzt, warumb wir die j kreiß in vnsers Herrn, des küngs, pund gesetzt haben, vnd daruff ir j letst antwurt vnd beschliessen ist, wie sy das in ir widerred pff vnser j antwurt gesetzt habind, daby lassend sy es bliben ;c., Daruff ist > vnser beschliessen: Wie wir das in vnser nachred gesetzt Hand, da- j by lassend wir es bliben, denn es also an im selbs ist, vnd als ss be- j gerent, vnsern vnd iren pund ze verhörend, also begerend wir des j ouch. > Ztem als sy denn-in einem artickel Zr beschliessung meldent, Es muge j war sin, das wir gen Einsideln ze tagen komen sygent, wir habend j aber zum rechten nie wellen setzen :c., Daruff ist vnser beschliessung: j Nachdem vnd sy vns vmb fachen, die vns in Zren vnd vnsern pünden j vorbehalten sind, das wir vns fürer wol besorgen vnd verbinden > mugend ze Herren oder Stätten an vßscheiden vnd wir vnd sy den ^ selben artickel sowol als die andern artickel in vnsern vnd Zren pün- > den begriffen gesworn hatten, darinn vnser meynung was, das j vmb das stuck, das so elärlich in den pünden begriffen bnd von vns I vnd Znen berett, vorbehalten, gelopt vnd gesworn wer, kein stoß nit j sin mocht vnd wie wir der manung nachgegangen werind vnd > gesetzt hettind, were wider das, so sy vnd wir gesworn backend, ge- > wesen vnd wir das nit satztent, Zst von vns in solicher meynung j vnd nit anders beschehen, Wir belibent ouch dar Znn vff vns selbs j nit, dann wir buttent Znen darumb sölliche völlige, Redliche Recht- j gebott, als vmb ein lütrung vff Zr vnd vnser Eidgnossen vnd Richftett, j als Zr das in vnser Nachred wol verstand, Vnd getruwend, das üch ^ vier zugesetzten vnd wer das höret, noch hüt by tag bedunken solle, j das sy sölicher erlütrung billicher Angegangen werind vor allem > krieg vnd schaden vff ^ vnd vnser Eidgenossen, denn das sy des darnach j vff einen vsserthalb der Eidgnoßschafft komen sind; ^enn wir dem, j was vns von vnsern vnd iren Eidgnossen erlütert vnd bekennt j wer, als gern nachgegangen gewesen wöltend sin, > als wir dem ietz nachgand, das vns von Einem vsserthalb der Eidgnoß- schaft bekennt ist. j 854 Item so denn als sy in ir beschliessung setzent, wie sy Harkomen der i pünden lassend beliben, als sy das gesetzt habind zc., Vff das ist > vnser beschliessung: Wie wir das vor gesetzt Hand, daby lassend wir I es ouch beliben. j Item als sy In ir beschliessen fürwcnden, wie wir vor üch Zugesetzten > ze Keiserftul Zn vnser Clagen, antwurten, Reden vnd Widerreden gesetzt ^ haben, das wir vnser vnd ir pünd nit mer halten wellend zc., Dar- j vff ist vnser antwurt vnd beschliessung: Wie wir das in vnser nachred j gesetzt habend, daby lassend wir es bliben; denn es die warheit ist, j wann zu den ziten, do wir den pund mit vnserM Herren, dem küng, > machtent, do haben wir vnsern vnd iren pund eigenlich vnd luter j vorbehept, dem nach ze gand, als wir das in vnser nachred gesetzt ha- I bend. Da aber die obgenanten vnser Eydgnossen vns mit Zrem eignen I gewalt über solich hoch vnd tieff manungen, ersuchungcn vnd recht- j gebott vff vnser vnd ir cidgnossen, Inen von vns beschechen, vns by j vnsern vnd Iren pünden beliben ze lassen, Bekriegtent vnd vns an j lib vnd an gut schadgotent, Meinten wir, sy hettint vnser vnd Zra pund ! in sölicher maß an vns vbersehen, das vns die fürer mer nit binden > söltent. Das wir aber in vnser clagen, antwurten, Reden vnd wider- ^ reden gesetzt haben, wir wellent vnser vnd ir pünd nit mer halten, j Sölichs sol sich niemer erfinden, Vnd das wir begert hant, vns by den > pünden bliben ze lassen, So begcren wir, das ir vier zugesetzten j solich vnser manungen vnd rechtgebott, Inen von vns beschechen, dar- > vmb zehörend. Da by ir vnd mengklich wol verstan mag, das wir j den pund mit VnserM Herrn, dem küng, nit wider sy gemacht haben, Sunder i das wir vnsern vnd iren pünden allwegen nachgaN wölltent vnd I noch tun wellent. Darumb wir von Inen vnbillich geschuldgct wer- j dent, das wir den pünden nit nachgegangen sigint vnd den nit gnug > getan vnd vnsers Herren, des küngs, pund wider sy gemacht habind. j Item als sy denn mer Zn Ir beschliessen in ir leisten antwurt setzend, > als wir in vnser nachred von des artickels wegen, das wir mer j mit vnser Herrschafft von Oesterrich in püntnisse gewesen M, vnd aber j in einem andern artickel, das sich ettlich vnser Eydgnossen ouch zu'j Herren vnd Stetten verbunden habint zc., vnd daruff ir beschliessen > ist, das sy nit bedunk, fürer daruff ützit ze antwurten tt.; Dar- j uff ist vnser beschliessen: Das wir hoffen, das wir Inen vff ir clag > vnd widerred in solicher maß geantwurt habind, das wir des im > rechten getruwent ze gemessen, vnd wie wir das in vnser nachrede > gesetzt habent, daby lassen wir es beliben. I Vnd nach allem herkomen der Sach, ouch nach dem vnd der artickel j Zn Iren vnd vnsern geswornen pünden luter vnd eigenlich wiset ^ vnd seit, Das wir vns fürer besorgen vnd verbinden mögen zu ! Herren vnd Stetten, vnd dar Inn vnser Herrschafft von Oesterrich noch nieman vßgescheiden noch vßgesetzt ist vnd wir in zit vnd werung j Zro vnd vnser pünden mer mit der genannten Herrschafft von Oesterrich > Zn püntnisse gewesen vnd darumb von Inen vnersucht bliben sint, > vnd wir vmb das vnd anders vnser brieff vnd kuntschafft begert, j als wir das gesetzt Hand zu verhören vnd noch begerend, vnd wir ouch nützit anders getan habend, denn nach des yetzgenannten ! artickels sag, vnd denselben artickel sy bnd wir so wol gelopt, j versigelt vnd gesworcn Hand, war vnd ftett ze haltend, als die j andern artickel in vnsern vnd Iren pünden begriffen, vnd wir j in vnsers Herren, des kungs, pund clarlich vnd luter vor vnd vß- I behept haben die gelüpt, pünd vnd eyd, So wir mit vnsern eydgnossen j Hand, das die vor demselben pund gan söllent, So hoffen vnd ge- > truwen wir, Ir zugesetzten vier süllent sy in der mynne vnderwi- j sen, vnd ob das nit sin mag, üch mit üwerm rechtlichen spruch j erkennen,-das wir die ob- 855 genanten püntnisse mit vnserm Herren, > dem küng, mit dem Hus Oesterrich wol habent mügen tun vnd machen j vnd daby beliben söllent. Vnd setzend das hin zu üwer rechtlichen > vrteil vnd beschliessent hiemit vnser lettsten antwurt »ff ir let- I stes beschliessen als von des stucks des punds wegen vnd behe- j bend vns selbs vor, vnser Clagen vnd antwurt fürer zetund ^ nach vnser notdurfft vnd des Anlaß sag. > Vnd als beid teil sollich ir clag, antwurt, nachred vnd beschliessen > Zn Worten, als hie vor geschriben stat, vor den obgenanten vier zu- s gesalzten mit andern Iren notdurfftigen fachen harzu dienende j eröffnet vnd in geschrifft fürer gebracht hant, So hant dieselben vier > zugesatzten Zr vrteil dar uff gegeben in Worten, wiß vnd form, > als hie nach geschriben stat. Vnd wiset vnd lutet die vrteil, So von den zwein zugesatzten der Eidgnossen halb biß fachen berü- j rende Zn geschrifft gloubsamlich ver- stgelt geben vnd gesprochen j ist, also: Wir nachbenempten, Peterman Goldschmid, alt Amman j ze Lutzern, vnd Atel Reding, Land Amman ze Switz, Bekennen I mengklichem mit disem Brieff: Als von der stoß vnd vneinigkeit > wegen, so da leyder vfferstanden vnd erwachsen sint zwüschent > den fürsichtigen vnd wisen, dem Schultheissen, den Ammann, j Raten, Burgern vnd Lantlüten diser nachgeschribncn stett vnd j lendern, mit namen Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid j dem Kernwald, von Zug vnd dem Ampt Zug, vnsern Herren vnd j obern an einem, vnd dem Burgermeister, Rate vnd den Burgern ! gemeinlich der Statt von Zürich, vnsern Eydgnossen, am andern > teilen, Semlicher Zuspruch vnd spenn halb sy aber durch mittlung j erberer fromer lüten zum rechten veranlasset worden sint, Also j das Zetweder teil zwen zu dem rechten setzen vnd benommen ^ sollend, vnd das denn die selben vier beider teil clag vnd antwurt, si Red vnd Widerrede eigenlichen verhören vnd denn die fachen nach ^ beider teilen fürbringen, wa sy die in der Minn nit entscheiden j mögent, mit recht vßtragen söllent, Alles nach lut vnd sag eins j anlaß darüber begriffen; demnach ouch vnser obgenant Herren, I die Eidgnossen von Stetten vnd lendern, Lutzern, Vre, Switz, Vnder- ^ walden vnd von Zug, vns obgenante zwen zu Zren schidlüten vnd j satzlüten zu dem rechten dargegeben, gesetzt vnd vns darzu j gewiset Hand; Also haben wir mit denen, so die von Zürich bar- ^ zu gesetzt habend, beiden teilen rechtlich tage zu dem Erwirdigen > Gotshus zu den Einsidcln gesetzet vnd daselbs beider teil clag > vnd antwurt, red, widerred vnd nachred, ouch kuntschafft, brieff j vnd anders, so denn Zetweder teil nach vßwisung des Anlaß für vns i bringen wolt, Zn geschrift genomen, verhöret vnd eigenlichen > vermerket. Vnd als nun die fachen von beiden teilen vor vns j Zm Rechten beslossen vnd vns die in geschrifft vbergeben worden j sind, So sigen wir darüber gesessen, haben die verlesen vnd eigen- j lich vermerket vnd nach vil fromer wiser lüten gelerter vnd j vngelerter Rät, die wir darumb gesucht haben vnd ernstlich an- j komen sint, ouch nach vnser bester verstentniß, So erkennen vnd > sprechtn wir by den eyden, So wir nach Znnhalt des anlaß dar- j vmb getan haben, in Massen als hernach geschriben stat; Dem ist j also: Zum Ersten, als die obgenanten vnser Herren, die Eidgnossen, j gegen den von Zürich, sich beclagent, wie wol das die Egenanten > vnser Herren, die eidgnossen, vnd die von Zürich ein ewig püntnisse > durch frid, ruw vnd gnaden willen, ouch durch schirmung Zr I land vnd lüt, für sich vnd alle ir nachkomcn zesamen gemachet, > die ewigklich zu halten glopt, gesworn vnd versigelt hant, die I so lang gewert Hab, daß die nieman fürdenk, Sollich püntnisse I vnder anderm ^nne halt, das sy einander» helffen süllent wider > alle die, die sy beckrenken ald dheinen widerdrieß tun v'vltent, I Als solich püntnisse das eigenlichen Znnehalt, dar über die obgenanten > von Zürich, vnser ^bgnossen, einen nüwen pund mit der herrschafft > vnd dem hus Oesterrich gemachet hant, wiewol das die 856 selbe Herr- I schafft von Oesterrich lenger, denn Zemant verdencken mag, vnser > obgenanten Herren, der Eidgnossen, vnd der von Zürich vyend gewesen j sint vnd den vnd Znen dick vnd vil an lib, an gut, an land vnd an I lüten schaden zugefügt habe, Semlich krieg noch nie bericht worden, > sunder ze mengem mal in friden gestellet vnd noch hüt by tag nit j bericht syend. Harumb die obgenanten vnser Herren, die Eidgnossen, > hoffend vnd getruwend, das die selben von Zürich semlich puntniß j nit billich getan oder an sich genomen haben, Sunder meynend, das > sy sich dera abtun vnd da von stan sollend, Als das vnd ander Zr j clag mit mer worten begriffen hat. Darzu aber die Egenanten > von Zürich antwurtend, wie sy vnd Zr vorder« mit den obgenanten > vnsern Herren, den Eidgnossen, syen in puntnisse kowen vnd haben I in derselben puntniß Znen vorbehept vnsern gnädigosten Herren, j den Römschen küng, vnd das heilig Rich, ouch das sy sich gen Herren j oder Stetten fürbaß besorgen vnd verbinden mögen, als sy meinend, j dar Znn niemant vßgescheiden sin. Daruff sy sich mit vnserm I gnedigosten Herren, dem Römischen küng, dem hus Oesterrich verbun- > den haben. Zn derselben püntniß sy das heilig Röwsih rich, ouch die j pünde, eyde vnd gelüpte, so sy vor getan Hand mit den obgenanten » vnsern Herren, den Eidgnossen, haben vorbehalten, Das dieselben pünde, j Eyd vnd gelüpte vor dem Zetzgenanten pund gau sollend, vnd mey- j nend dar Znne nit anders fürgenomen haben, denn das sy nach lut I vnd sag des alten punds tun möchten, vnd meynend also solicher > clag, als obstat, im rechten entprosten sin, wie denn sölliche ir ant- j wurt mit mer wortenn Znne halt. Söllichs vnd auch die Widerrede > vnd nachred, so denn beid teil vff den artikel getan, darzu kunt- j schafft vnd brieff, die ietweder teil deshalb stff vns in das recht ge- j leit hat, Haben wir, als oben geschriben stat, mit zittlicher guter > Vorbetrachtung, ouch gutem Rat eigenlich vermerkt vnd wol > verstanden, vnd nachdem vnd die obgenanten von Zürich vnsern vorgenanten Herren, den Eidgnossen, Zro alten ewigen vnd geswornen I pünden in Zro antwurt nit abred, sunder bekantlich sind, die in > irem anefang also wisend: Das sy sich durch guten frid vnd schirmung willen Zr lip vnd guts, Zr Stett, ir lender vnd lüt, durch nutz > vnd fromung willen gemeinlich des landes einer ewigen püntniß j vnd früntschafft überein komen syen vnd die zesamen gclapt vnd j gesworn haben für sich vnd alle Zr nachkomen vnd darzu vnder > anderm Znne haltet, das ch einandern getrüwlich behulffen vnd beratten > sin sollent, Als verr Znen lip vnd gut erlangen mag, anc alle ge- > uerde, gegen allen denen vnd vff alle die, So Znen an lip oder an > gut, an eren oder a» fryheiten, mit gewalt oder ane recht, vnfug, j vnlust angriffen, bekrenken, dheinen widerdrieß oder schade" tetint, I Znwendig den zilen in demselben pund begriffen, vnd ouch das die j selbe puntniß nun v"d hienach vnwanderber, vnerbrochen vnd > aller ding vnuersert mit guten trüwen stat vnd vest ewigk" be- I liben sol, Als das die selben bundbrieffe in diß recht geleit eigenlichen > vßwisend, der datum all" stat: „Der geben ist zc Lutzern in dem > Zar, do man zalt von gots geburte drützehen hundert VN fünftzig I Zar, darnach in dem andern Zar, an der nechsten mitwuchen nach j Sant Zohanns tag ff Sungichten." Denselben bundbrieff die egenanten > von Zürich rechtlich mit bekannter vrteil zu halten vnd dem j gnug zesinde vnderwiset worden sint nach Lut vnd sag des vrteil- > briefs zu Keistrstul gc sprochen, der ouch für vns in diß recht ge- j leit vnd eigenlich verhört worden vnd das vnd ander' begriffende j ist. Darzu als die selben von Zürich nit lougenhafft sint, das > sy vnd vnser Herren, dw Eidgnossen, mit der herschafft von Oesterrich j vor langen zitten ze kriegen komen, die nun ettlich ZarZ" in fri- I den gestellet vnd noch nie gantz gcricht noch geschlicht sint, Als j das ouch ein fridbrieff Zu ^ recht geleit vnd der da luter wiset, > das die von Zürich mit den obgenanten vnsern Herren, den Eyd- 857 gnossen, in Zrem friden vnd vnfriden begriffen sint; Ouch das I söllicher krieg mit der Herrschafft vnd dem hus von Oesterrich noch > nit ganz, als obstat, verricht, Sunder fünftzig Zar, die noch nit ver- > gangen sint, als das datum desselben brieffs wiset, vnd lut also: > „Geben zu Baden im Ergow an dem acht vnd zweintzigosten > tag des monodes Meyen, do man zalt von Cristus geburtj > >viertzehen hundert bnd darnach in dem zwölfften Zar"; Ouch das > die obgenanten von Zürich nit lougenbar, sunder gichtig chen, j sy haben über sollichS einen ewigen pund mit der herrschafft j vnd dem Hus von Oesterrich gewachet, als das ouch ettlich brieff j für vns in diß recht geleit vßwisent, dar Znne nun sollich kreiß » dnd gegne begriffen sind, Zn denen die Herrschafft vnd das hus von j Oesterrich mit Zeman andrem künde zeschaffenne haben, denn mit > den obgenanten vnsern Herren, den Eidgnossen, Söllichs aber nit > wol könde oder möchte mit dem alten pund bestan; Dar durch > die vorgenanten von Zürich sich mit der Herrschafft vnd dem Hus j von Oesterrich, als offennbar ist, ane der obgenanten vnser Herren, > der Eidgnossen, gunst vnd willen vßgesünet Hand, Das aber merk- I liehen ist wider Znnehalt der alten blinden; Daby ouch wol ze j verstan ist, das söllicher bund, den die von Zürich mit der Herrschafft > vnd dem hus von Oesterrich fürgenomen hant, nit ane alle geuerde, > noch ouch nit ze nutz noch fromm vnsern Herren, den Eidgnossen, j beschechen ist. Das vnd anders angesehen, so denn der artickeln j vnd sachhalb für vns in das recht geleit worden ist, So sprechen > vnd erkennen wir vff die obgedachten vnser Eide, So wir bede ^ har vmb gesworn haben, einhelligklich vß zu Rechte: Das die j obgenanten von Zürich, die mit vnsern Herren, den Eidgnossen, der vorgeseiten ewigen puntnisse halb Zn Zrem friden vnd vnfriden > begriffen sint, des ouch die von Zürich im rechten bekantlich ge- > wesen vnd nit abred snd, als obstat, Sollich puntnisse mit der > Herrschafft vnd dem Hus von Oesterrich nit billich getan voch an sich j genomcn haben vnd das sy sich dera billich abtun vnd davon j gentzlich stan vnd lassen vnd die hinfür nit mcr halten noch ^ gebruchcn söllent. Zu vrkunde, das wir dise vrteil, also obstat, j nlso gegeben vnd gesprochen haben, So haben wir beide vnser Znge- j sigele tun trucken zu end diser vrteil vff mittwuchen Sant Lucyen > tage, Anno domini Millesimo Ouadringentesimo quadragesimo schtimo. > Darnach so wiset vnd lutet die,' vrteil, so vff dero von Zürich teil durch Jr zugesatzten ouch geloub- samiich gesprochen vnd versigelt geben worden ist, also: > Wir, diß nachbenempten, Heinrich Effinger, Bürger vnd des j Rats Zürich, vnd Rudolff von Cham, Stattschriber daselbs, Tund j kund: Als wir in den Spenncn vnd zweyträchten zwüschent den ^ für- schtigen, Ersamen vnd wisen Burgermeister, Rate vnd gemeinde j der Statt Zürich an einem, den schultheißen, ammann, Räten, j Bürgern vnd den lantlüten diser nachbenempten Stetten vnd lendern, > Vilich Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden vnd Zug, Zren Eidgnossen, j an dem andern Teil, von den Vvrgenanten vnsern Herren von Zürich ^ zu Zrem teil zu schidlüten erkosen vnd gewisen, wir auch also > 'v dem rechten von Ären wegen gesessen sint nach Znnehalt des anlaß, j daruff vns nun von beiden ^'len, des ersten von des stücks des ^ bundes wegen, als vnser Herren von Zürich ein pund mit vnserm gnädigosten Herren, dem Römschen küng, mit dem Hus Osterrich j zc. gemachet habend, Clag, ^"üvurt, widerred vnd nachred vnd besliessung > mit bylegung der alten vnd nüwcn pnndbrieffen Zn ^schriffc über- j geben worden sint, wir die für vns genomen, Auch vil wolgelerter, j wiser, fromer ^'lllicher h^d weltlicher lüten Rates dar Zun ge- s pflegen, vnd nach dem vnd wir an söllichem Rate lUnden habent > vnd wir vns selbs ouch Vessers nit erkennent noch verstand, die j wile vnd der pundbrieff 108 858 Mischend den obgenanten vnsern Herren I von Zürich vnd den obgenanten Iren Eidgnossen zu ansang wiset j vnd Znnhalt, daS sy semlich puntnisse fürgenomen vnd getan j habent durch guten friden vnd beschirmung willen Aren libs vnd s gutes, vnd ob sy Jemand mit gewalt ane Recht angriffen oder be-1 schedigen wölt, dar Inn einander behulffen zesind, vnd denn der- ^ selbe pundbrieff darnach in einem andern artickel aber clärlichen I Innehaltet vnd begriffet, das die obgenanten vnser Herren vnd ir I benempten Eidgnossen Inen selbs vorbehalten vnd berett habend, j ob es were, das sy sament oder >r Stett vnd lender keins besunder i sich Zenderthin gegen Herren oder Stetten fürbaß versorgen vnd! verbinden wollend, das sy das wol tun mögend, Also das sy doch j die selben püntnisse vor allen pündeN/ die sy darnach nemen wur- j dent, vest vnd statt halten söllent, vnd die obgenanten vnser Herren > von Zürich vnd die vorgenanten Zr Eidgnossen den benempten j artikel so wol vnd nit minder, denn d>e andern artikel in dem ^ Egenanten pund begriffen, gelopt, gesworn vnd versigelt Hand, vest j vnd stall zo halten, Ouch in semlichem pund in dheinem stuck noch Artickel die obgenanten vnser Herrschaft von Oesterrich w., noch j sust niemant anders verdingt noch vßgesetzt, das ouch mercklich zu verstände, daby das von ettlichen Eydgnossen, als den von j Lutzern vnd andern in demselben pund der benempten schafft j vnd dem Hus Oesterrich w., Zr dienst vnd gerechtigkeit vorbehalten j ist, Daruff ouch die obgenanten vnser Herren von Zürich sölichen > pund vmb friden vnd gemaches willen mit dem obgenanten > vnserm allergnedigosten Herren, dem Römschen kung, mit dem Hus j Osterrich gemacht vnd in deinstb ben pund Inen vnd den Iren eigen- j lieh vor vß behept habend das heilig Römsch Rich, Römsch keyser I vnd kung, ouch die pünd, Eyde vnd gelüpte, die sy getan habent j vor derselben püntnisse zu vnd m>l Iren Eydgnossen, welich die j denn sind, das die vor dem pund gan sollent; So erkennen vnd j sprechen wir bcde Einhelligklich nach Rat vnd vnser selbs besten > Verstandnisse zu dem rechten vff vnser eyde, dN wir dar vmb j gesworn hant: das die obgenanten vnser Herren von Zürich die j puntnisse, so sy vnserm Herrn, dem Römschen kling, mit dem j Hus Oesterrich gemacht Hand, wol haben mügcn maclst" nach j Lut vnd sag Jrs pundbrieffs, den sy mit den obgenanten Iren j Eidgnossen hant, vnd das ouch by demselben pund wol vnd j billichen bliben vnd bestan söllent, vnbekümert vnd gentzlich I vng^ trenget von den obgenanten Iren Eidgnossen. Zu Vrkund, I wand wir biß einhelligklichen gesprock^' habent, So habend wir I beid vnsere Insigel getrucket zu End diser Vrteil vff mitwuch- > en Sant Luchem tag, Anno domini Millesimo, Quadringentestmo j Ouadragesimoseptimo. st Vnd sider die obgenanten vier Zugesatztlüte In iren Zetzge- > schribnen vrteilen, den nüwen zwüschent dem Hus von > Oesterrich vnd der Statt Zürich gemachet antreffende, stössig > vnd nnw^ worden sint, ouch in der erkiesung eins gemeynen j nit einhellig mochten werden, denn das die die si" des stucks > halb an die fürsichtigen wisen Burgermeister vnd Rat der Statt j zu Vberlingen gewacb^' vnd von den selben vier Zugesatzten > geschoben worden ist, einen gemeynen darzegebent, Der eintwederer > vrteil verfolgen sol, Alles nach sag der versigelten briefen, So > in dem lettsten Übertrag von beiden teilen dar vmb begriffen i worden sint, Vnd wand die Zetzgenanten Bürgermeister vnd j Rät der Sla zu Vberlingen mich, den Erstgenanten Heinrichen j von Vubenberg, Ritter, als einen gemeinen in dss^ fach benemet j vnd dargeben hant, die obgeschribnen Vrteilen ze entscheiden > vnd einer ze verfolge"' Daruff ouch beid teil durch ir ersamen j Ratsbotten einen kleinen vnd grossen Rat ze Bern, min lieben > Herren vnd fründ, ernstlichen Hand lassen bitten, mich darzu ze wisend vnd ze halten, das ich als e>» gemeyner mich söllicher j fachen belade vnd ein entscheidung der vorgeschribnen vrteilen I gebe vmb ^ 859 willen, daß die fachen zu vßtrag vnd entschafft > komen mögen; Also so hant ouch die ietzgenanten min Herren vnd j fründ, ein kleiner vnd grosser Rat ze Bern, mich den vilgenempten > von Bubenberg darzu gewisen vnd gehalten, das ich mich söl- ! licher fachen beladen vnd by minem geswornen eyd darzu ver- > bunden han. Vff söllichs ouch beid teil mich mit Zren versigelten I brieffen Hand gesichert, mich by Myner Verfolgung ane entgelt- > nisse lassen ze beliben, Hant ouch daby vff dem tag, als ich mich j zu der fach zu den Einsideln verbunden han, die obgeschribnen zwo > versigelten vrteilen vnd daby clag, antwurt, Red vnd widerred, j daruff die selben vrteilen geben sint vnd was zu der fach minent- > halb "unzemal dienen sol 'vnd mag, durch die vier zusatzlüten s lassen Zn antwurten, vnd als ich fölich Urteilen vnd ouch die geloub- j sam abgeschrifften von dem alten pund der Eidgnoßfchaft, von j dem süntzig Zärigen friden, von dem nüwen pund zwüschend j dem HuS von Oesterrich vnd der Statt Zürich geniachet, Ouch j den letsten Übertrag mit bylegung mengerley copyen, ettlicher > santbrieffen vnd ouch eines VidimuS von einem alten pund i zwüfchent dem HuS Oesterrich vnd der Statt Zürich wifende, Vnd ^ was mir in difer fach notdurftig ze bruchende ist, entpfangen j vnd mir selber merklich stunnd vnd Zil eines Monodes nach sag > deS letsten Übertrags vorbehalten han, Mich nach Rät wiser lüten > ze bedencken, dweder vrteil ich verfolgen solle, Vnd nach dem als j ich beider teilen clag, antwurt, Red vnd widerred, ouch die zwo > gesprochnen Vrteilen, die nüwen vnd die alten pünd, den fünftzig j Zärigen friden, den letsten Übertrag vnd waS mir vnderwisung > in difer fach zum rechten bringen vnd geben Mvcht, me denn ein j mal eigenlichen verlesen vnd gemercket han, Vnd darzu vil j frommer, geistlicher, edler, gelerter, wiser, treffenlicher lüten Zn Stetten j vnd vff dem land, So die gerechtigkeit lieb habent dnd sich deS j rechten Zn geistlichen vnd weltlichen fachen wol verstand, RateS j har Znn gcpflegen Hab, Ouch by min selbS eigner Vernunft vnd verstentnusse, So vil mir denn von got dem Almächtigen verliehen > ist, darob gefessen bin vnd die gebruchet Hab, ouch daby gefechen j vnd vermerket han, wie sich der vrsprung der Houptfachen, Dar j vß biß gegenwertig fach komen vnd fliessende ist, vntz vff disen j hlittigen tag Zm riechten oder vßwendig gemachet hant, vnd nach j dem als ich mich by minem geswornen ehd zu difer fach verbunden > Hab, das ich einer vrteil, die mich denn in myner Vernunft vnd > nach Rat die besser beduncket sin, verfolgen sol vnd mag, Alles nach j Znnhalt deS letsten vbertragS darumb begriffen, So sprich ich I vff den eyd, den ich darumb liplich zu Got vnd den Heilgen gesworn I han, d»S ich nach menigualtigem Rat, So ich von wisen lüten ge- j hept vnd gepflegen han, als obstat, Ouch M miner eigner Vernunft nit anders mercken noch ersinden kan, Denn daS die vrteil, die I Peterman Gvldschmid vnd Atel Reding, der Eidgnossen zusatzlüten j obgenant, gesprochen vnd geben Hand, nach red vnd widerred vnd j nach form vnd geftalt des rechten vnd Handlung der fachen, Ouch > nach sötticher redlicher vnd merklicher vrsachen halb, die sy beid i in ir vrteil Hand gemeldet, eS sye von der alten Vünden, von deS > fünftzig Zärigen friden vnd ander fachen wegen, die mich im rechten zu miner Verfolgung ouch Wisent vnd bewegent, die besser > vnd die gerechter vrteil fye, Eiben vnd fprichen ouch, die felben I vrteil die gerechter sin vnd verfolgen ouch der gentzlich mit allen ! Worten, puncten vnd artickeln, ols die durch sy Zm rechten gesprochen j vnd von wort ze wort hie vor geschriben vnd begriffen stätt. j Vrkund vnd angedenknisse difer fach, So han ich der erstgenant Heinrich von Bubenberg, Ritter, b'ser miner Verfolgung > zwen gelich vrteilbrieff von wort ze wort, als hievor statt, lassen j stellen vnd Briden vnd han Zettwederem teil einen mit mynem > angehenckten Zngesigelle geben versigelt, Zn gegen- bürtigkeit der > obgenanten vier Zugesatzten, ouch in gegenwürtikeit beider j teilen vollmcchtigen Ratö- 860 Kotten, die mich vmb söllich Vrteil brieff ! miner Verfolgung ernstlich erbetten haut. Geben vnd be- fchechen j zu den Einsidellen vff Mentag, So da was der drytzehnte tag I deö manodes Julis, genempt Hewmanot, In dem Zar, als man von j der geburt Cristi zalt Viertzehenhundert vnd fünftzig Zar zc. Pergamentene Urkunde auf zehn Blattern mit weißer und blauer seidener Schnur geheftet. Das Siegel fehlt, die Si-gelschnur ist abgeschnitten. — fTschudi II. Igst ff., SZY, 543 ff.) Ein Concept im Staatsarchiv Zürich (Nro. 1743) enthält nebst dem in diesen Spruchbrief aufgenommenen Urtheil der zürcherischen Zugesetzten Heinrich Esfinger und Rudolf von Cham von St. Lucientag 1447 Uber den Rechtsbestand des Bundes mit Oesterreich noch drei andere Urtheile derselben zwei Zugesetzten, nämlich: 1. ,,v>»d Bekerung" (Rückgabe der Eroberungen); S. „vmb der eidgnossen costen vnd schaden"; 3. „vmb der von Zürich costen vnd schaden" — sämmtlich vom gleichen Datum und zu Gunsten Zürichs. — Da diese Punkte durch den gütlichen Vergleich vom 17. November 1449 und 8. April 1450 (Abschiede 359 und 367) beseitigt wurden, so strlcn sie aus der rechtlichen Verhandlung weg und erscheinen daher nicht inr Spruchbricf. S8. Neuer Bund der vier Orte Zürich, Uri, Schwyz und Unterwalden mit dem Lande Glarus- R45S» Archiv GlaruS. 2n Gottes Namen, Amen. Wir, der Burgermeister, die Rätt vnd die Burgere gemeinlich der Statt Zürich, die Landamman vnd die Lantlüt gemeinlich der Lenndern ze j Vre, ze Switz, ze Vnder- walden vnd ze Glarus, Tund kunt allen den, die disen brieff sechent oder hörent lesen, das Wir mit guttem Natt vnd sinnlicher Vorbetrachtung durch gutten frid vnd schirmung vnser lib vnd Guttes unser vorgenanten von Zürich Statt vnd vnser egenanten Lendern ^ von Vre, Switz, Vnderwalden vnd Glarus vnd vnser aller lütten durch nutz vnd fromung willen des lands Einer ewigen Buntnuß vnd früntscha^ übereinkamen sind, zesamen gelopt vnd gesworn habent liplich vnd offenlich gelert eyde zu den Heiligen für vns vnd alle vnser nach- j komen, die härzu mit namen ewenklich verbunden vnd begriffen sin sollenh mit einanderen ein ewig buntnuß zehaben vnd zehaltend, die ouch nun vnd hienach unwandelbar, vn- zerbrochen vnd allerding vnuersert, mit gutten trüwen statt vnd vest ewenklich beliben sol. Vnd wann ! aller zergenklicher ding vergeßen wirt vnd der louf dire welt zergatt vnd Zn zitt der Zaren vil ding geendert werdent, Dauon so gebeut wir die vorgenanten von Zürich, Vre, Switz, Vnderwalden M'd GlaruS einandern dire getrüwen gesellschafft vnd Ewig buntnusse Ein erkantlich Zügsame mit j brieff^ vnd mit geschrifft, Also das wir einandern getrüwlich behulffen vnd beratten sin sullent, als verr vns lib oder gutt erlangen mag, an all geuerd, gen allen denen vnd vff alle die, so vns an lib oder gutt, an eren, an fryheitten, mit gewalt oder ane Recht vnfug, vnlust, angriffen, bekrencken j behend" widerdriefi oder schaden tätten, vns oder Zeman so Zn buntnisse ist, Nun oder hienach, Znnwendig den zilen vnd den kreisten, als hienach gcschriben statt. DaS ist des ersten da die Ar entspringt, das man nempt an Grünsten, vnd die Ar ab für Haste, für Bern hin vnd imer mer ab, der Ar j nach, vntz NN die statt, da die Ar Zn den Rin gat, vnd den Rin wider vff vntz an die statt, da die Thür Zn den Rin gat. Vnd dieselben Thür jemer me vff vntz an die statt, da sy entspringt, vnd von dem Ursprung von derselben statt die richte durch Kurwalhen vff vntz an die vesti ze Ringgenberg, vnd von derselben 861 Ringgen- > berg über ennenthalb dem Gotthart hin vntz vff den Vlatifer, vnd von bannen hin vntz vff den Toisel, vnd von dem Toisel wider über vntz an die Grimsel, da die Ar entspringt. Were aber, das Zn disen vorbenempten zilen vnd kreissen Zeman, so Zn dire buntnüsse ist, deHein wise iemer ane recht von Zeman > angriffen oder geschadiget wurde an lütt oder an gutt, darnmb so mag vnd sol der Natt oder die gemeind der Statt oder des Lands, so dann geschadiget ist, vmb den schaden sich erkennen, dff Zr eyde, vnd wes sich denn der selb Natt oder die gemeind oder der merteil der statt oder des lands, so dann ge- j schadiget ist, vff den eyd erkennent vmb Hilff oder anzegriffen vmb deheincr Hand sach, So denn notdurfftig ist, Dann sol vnd mag der Rätt oder die gemeind der statt oder des Landes, so dann geschadiget ist, die statt oder die andern Lender, So Zn dire buntnusse sind, mancn. Vnd vff wen die manung! denn beschicht mit des rattes oder der gemeind der statt oder des lands gewüssen botten oder brieffen Zn die Ratte oder gemeind der statt, den ammanen, der gemeind oder ze den kilchen der bvrbenempten vier Lendern, an alle geuerde, über den vnd über die sollent Znen die statt vnd die andern j lender, So dann gemant sind, by den Eyden vnuerzogenlich bchulffen vnd beratten sin, mit gantzem ernst vnd mit allen fachen, als die notdurfftig sind, die sich denn vmb hilff erkennt vnd gemant Hand, an alle geuerde. Vnd sol vnder vns den vorgenanten der statt vnd den lendern nicman gen > dem andern dire buntnusse, dire manung oder dire Hilff deHeins wegs ab noch vß gan, mit Worten noch mit werken deHein ding suchen noch werben, darumb die Hilff, vmb die dennzemal gemant ist, zertrent oder abgestelt werden möcht, an alle geuerde. Vnd sol ouch die vorgenant statt j vnd Zeklichs der egenanten landen dieselben Hilff mit Zrselbs costen tun, an alle geuerde. Were ouch, das an vns oder an Zemand, so in dire buntnisse ist, deHein gächer schab oder angriff bescheche, da man gacher Hilff zu notdurfftig were, da sullent wir zu allen siten vngemandt vnd vnuertzogen- > lich zu varen vnd schicken, wie das gerochen vnd abgeleitt werde, an allen fürzug. Were aber, das die sach als groß, das man e>»es gezoges oder eines gesäßes notdurfftig were, wenn dann harumb die egenant statt oder dchein der borgenanten landen vnder vns von Zeman, so in dire buntnuß sist, mit botten oder mit brieffen ermant Wirt, darnach sollen wir vnuertzogenlich ze tagen komm zu dem wirdigen gotzhus der Abbty ze den Einsideln vnd da ze Natt werden, was vns dann allernutzlicheft beduncket, Also das dem oder denen, So dann vmb Hilff gemandt Hand, vnuer- > zogenlich gchulffen werd, an alle geuerd. Were ouch, das Man Zemant besitzen oder belegern wurd, So sol die statt oder das land, so die sach angat, vnd die, so dann zemal gemant Hand, den Costen einig haben, So von werken oder werklüten von des gesaßes wegen daruff gat, an alle geuerde. > Were ouch, das Zeman, wer der were, deheinen, So In diser buntnuß sind, angriff oder schadgoti an Recht vnd dcrselb vßerthalb den vorbenempten ziln vnd kreissen geseßen were, Wenn es denn ze schulden kumpt, das der oder die, so den angriff vnd den schaden getan Hand, komend Zn die > gewalt vnser der egemelten Eydgnosscn, denselben oder die, alle Zr Helffer vnd d'ener, lib vnd Zr gutt sol man hefften vnd angriffen vnd sy des wisen, das sy denselben schaden vnd angriff ablegint vnd wider tugend, vnuertzogenlich, an alle geuerd. Were ouch, das wir, die vorgenan- ^n I von Zürich mit den obgenanten vnsern Eydgnossen von Vre, von Switz, von Nnderwalden vnd bvn Elarus gemeinlich oder mit Zr keinem besunder oder sy gcmeinlich oder sunderlich mit vns oder bnder Znen Stoß oder mißhellung gewunnent, daS gott ewenklich wende, Darumb sollent wir ze I tagen ^Men ouch ze dem vorgenanten gotzhus ze den Einsideln, vnd sollent die von Vre oder die von Switz "der die von Vnderwalden oder von Glarus, alle gemeinlich oder Zr eines besunder, So dann stoß mit 862 vns, den von Zürich, oder sy mit einander» Hand, zwen erber man darzu setzen vnd ouch I wir oder die vnder Inen stoß mit einander» haben, ouch zwen; dieselben vier söllent dan sweren ze den Heilgen, die fach vnd die stöß vnuerzogenlich vßzerichten ze Minnen oder ze dem Rechten. Vnd wie es die Vier oder der Merteil vnder Inen denne vsrichtcnt, das sollent wir ze beiden > siten statt halten an alle geuerde. Were aber, das die vier, die darzu bcnempt wurdent, sich glich theilen vnd stößig wurdent, So sollent sy by den Eyden, So sy gesworn hant, Innwendig vnser Eydgnossschafft Einen gemeinen man zu Zn" kiesen vnd nemen, der sy In der fach schidlich vnd > gemein duncke; Vnd welichen sy darzu kiesent vnd nement, den sollent die, In der statt oder land er gesessen ist, bitten vnd des wisen, das er sich der mit den vieren an neme vnd mit sinem Eyde sich verbinde, vszerichten an alle geuerd. Es sol onck kein leye den andern, so in dire j buntnusse sind, vmb kein geltschuld vff geistlich gericht laden, Wann Zederman sol von dem andern ein recht nemen an den stctten vnd In dem gericht, da der ansprecht denn saßhafft ist vnd hin höret. Vnd sol man ouch dem da vnuertzogenlich richten vff den Eyd an alte Geuerde. > Were aber, das er da rechtlos wurde gelassen vnd das kuntlich were, So mag er sin Recht wol fürbaß suchen, als er dann notdurfftig ist, an alle Geuerde. Es sol ouch niemant, so in dire buntnusse ist, den andern verhefften noch verbieten, dann den rechten gelten oder bürgen, so I>" ! darumb gclopt vnd verheißen hat, an alle geuerde. Wir sind ouch Einhelliklich überein komen, das kein Eydgnoß, so In dire buntnuß sind, vmb deHein fach für einander» pfand sin sollend, an alle geuerd. Were ouch, das Zemant, so Zn diser buntnusse ist, den lib verschulte, als > verr das er von sineM gericht darumb vcrschruwcn wurde, wo das dem andern gericht verkunt wirt mit der statt oder des landes besigelten brieff, So sol man Zn ouch da verschryen In demselben gericht, als er ouch dort verschruwen ist, an alle geuerde. Vnd wer Zn darnach wissen- > klich huset oder hoset, Essen oder trinken gitt, der sol Zn denselben schulden sin, also das es Im doch nit an den lib gan sol, an alle geuerde- Ouch habcnt wir, die vorgenanten von Zürich vnd Vre, von Switz vnd von Vnderwalden, vns vsbehept vnd berett. Wer, das wir > sament oder vnser statt vnd lender keines besunder vns ZendertlM gegen Herren oder stetten fürbaß besorgen vnd verbinden wöltend, das mugent wir wol tun, Also das wir doch dis buntnuß vor allen Hunden, die wir hienach nemen wurdent, gen einandern Ewenklich vest I vnd statt haben sollent mit allen fachen, als sy an disem brieff berett vnd beschriben stand, an alle geuerd. Vnd wir vorgenanten von Zürich, Vre, Switz vnd Vnderwalden habent den vorgeseitten vnstrN Eydgnossen von Glarus von sunder lieby vnd früntschafft wegen, die wir zu Inen > Hand, gunnen v»d zugelassen, ob sy hinfür sich zu vnsern getrüwen vnd lieben Eydgnossen von Bern, Lutzern vnd,5^ gemeinlich oder dero ortten deheinem sunderlich verbinden wöltind, das sy das wol tun mögent; doch also, das dis buntnuß vor denselben verbuntnussen j gan vnd das disem bund gentzlich vnschedi^ sin vnd der Ewenklich war vnd stätt gehalten werden sol. Vnd wir obgenanten von Glarus sollet vns nun hinfür niendert anderswahin gen Herren, Stetten noch Lendern, nieman vsgelassen, vcrbinbcv noch stercken, dann mit j guttem gunst, erlouben, wissen vnd willen vnser vorgenanten Eydgnossen ge- mcinlich von Zürich, Vre, Switz vnd Vnderwalden. Es ist ouch eigenlich berett: Were, das Zcwant Hern Rudolff Brun, Ritter, der Zetz Zürich Bürgermeister ist, oder welicher jemer da > Bürgermeister wirt, die Natt, die Zünfft vnd die Burger gemeinlich derselben Statt bekrencken oder bekümbern wbst an Iren gerichten, an Iren Zünfften vnd an Iren gesetzten, die sy gemachet Hand vnd Zn diser buntM'5 begriffen sind, wenn wir die vorgenanten von Vre, Switz, > Vnderwalden vnd Glarus darumb erma" 863 werdent von einem Bürgermeister allein oder von einem Natt Zürich mit eins Burgermeisters oder deS Rotz Zürich besigelten brieffen, So sollent wir Znen vnuertzogenlich vff den Eyd behulffen vnd berattcn sin, das der Bürgermeister, s die Natt vnd die Zunfft by Zr gewalt, by Zr geeichten vnd by Zren gesetzten beliben, als sy es vntz har Zn die buntnuß bracht Hand, an alle geuerd. Wir die vorgenanten von Zürich habent vns selber vorbehept vnd vsgelassen vnserm Herren, dem küng, vnd dem heyligenn > Römischen rich die Rcchtung, die wir Inen tun sullent, als wir von alter gutter gewonheit Harkomen sind, an alle geuerd. Darzu habent wir vsgelassen vnsern Eydgnossen die bünd vnd die gelüpt, so sy vor dire buntnuß getan Hand, an alle geuerd. Vnd wir, die von s Zürich, von Vre, Switz vnd Vnder- walden, habent ouch vns selber vsgelassen die gelüptt vnd buntnuß, so wir vor miteinander» habent, das die diser buntnuß ouch vorgan sol an alle geuerd. Wir, die vorgenanten von Vre, von Switz, von Vnderwalden vnd von Glarus habent s ouch vorbehept vnd vsgelassen vnserm durchluchtigen Herren, dem Küng, vnd dem Heiligen Römischen Rich die Rcchtung, die wir Zm tun sollent, als wir von alter guter gewonheit Harkomen sind, an alle geuerde. Daby sol man sunderlich wissen, das wir eygenlich bereit I vnd verdinget habent gegen allen denen, so Zn dire buntnusse sind, das ein yeklich statt, ein yeklich land, Zeklich dorff, Zeklichcr Hoff, So Zemant zugehört, der Zn dire buntnuß ist, by Zr gericht, by Zr fryheitt, by Zr Handvestinen, by Zren Rechten vnd by Zren guttcn gewonheitten j gentzlich beliben sollent, als sy es vntzhar gefürt vnd bracht Hand, Also das nieman den andern daran bekrencken Noch sumen sol, an alle geuerd. Es ist ouch sunderlich berett, durch das diser pund Zungen vnd alten vnd allen denen, So darzu gehörent, Zemer mcr bester j wissentlicher sye, das inan Ze ze zechen Zaren Zngendem Meyen, dauor oder darnach, an geuerd, als es vnder vns, den vorgenanten der Statt Zürich vnd lendern, Zeman an den andern vordert, by vnsern Eyden bis gelüpt vnd buntnuß erlüchten vnd ernüwern sollent mitt s worten, mit geschrifft vnd mit eyden vnd mit allen dingen, So dann not- bürfftig ist. Was ouch denn mannen oder knaben ze den ziten ob Sechszechen Zar alt ist, die sollent bann sweven, dise buntnusse ouch statt zehalten, ewenklich, mit allen stucken, als an disem brieff geschri- I ben statt, an alle geuerd. Were aber, das die nüwerung also nit bescheche ze den selben ziten vnd es sich von keiner Hand fach wegen sumen oder verziechen wurd, das sol doch vnschedlich sin dire buntnuß, wann sy mit Namen ewenklich, statt vnd vest beliben sol mit allen s stuken, so vovgcschriben stand, an alle geuerde. Wir habent ouch einmütenklich mit gutter Vorbetrachtung vns selbs vorbehept vnd behalten, ob wir durch vnsern gemeinen nutz vnd notdurfft kein ding einhellcnklich mit einandern nun oder hienach Zemer ze Rat wurdent, j anders dann Zn dire buntnuß ietz verschriben vnd berett ist, es sy ze mindern ober ze meren, das wir das alle miteinandern wol mugent vnd gewalt haben sollend, wie wir sin alle bie Zn dire buntnusse sind, einhellenklich ze Natt werdent vnd übereinkommt, das vns nutz vnd > füg- bchen dunckt, an alle geuerd. — Vnd harüber zu einem offen Vrkund, das bis vorgeschriben nun vnd hienach ewenklich, statt vnd vest belibe von vns vnd allen vnsern nachkomen, darumb so habent wir, bie vorgenanten von Zürich, von Vre, von Switz, von Vnder- > walden vnd von Glarus, vnsre Znsigel asienlich gehenckt an Visen Brieff, Der geben ist an dem Mcntag nach vsgender pfingstwuchen, Do man !»lt von gottes geburt Drützechenhundert vnd Fünfftzig Zar vnd darnach Zn dem andern Zare. Pergamentene Urkunde mit vier anhängenden Siegeln. 864 ÄS Ewiges Burg- und Landrecht des Abts von St. Gallen mit den vier Orten Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus. Pfeffikon. 1451, 47. August. Staatsarchiv Lucer». Wir Caspar, von Gottes verhengde Apt, vnd der gemeine Convent des wirdigen Gotzhuses Z» Sant Gallen, des ordens Sancti Benedicti, Zn Coftenzer Viftum gelegen, dem > heiligen Stul zu Row an alles mittel zugehörcnde, Tund kund offenlich mit disem brieff Allen, die Zun sehent oder hörent lesen, gegenwürtigen vnd künfftigen lüten, den es ze wüssenne j notdürftig ist: Das wir Zn vnstrw gemeinen Cappittel offt vnd dick gar eigenlichen betrachtet haben, das wir vnd vnser Gotzhuß an schirm der weltlichen nit beliben noch bestan mögen > vnd wo vns vnd vnserm Gotzhus Schirm vnd trost aller nutzlichost zu suchen sie, Damit vnser Gotzhuß Zn wirdcn, eren vnd by sinen Rechtungen blibe vnd wir vnd vnser nachkommen dem all- j mechtigen gott vnd der Wirdigen hymelfürsten Sant Gallen vnd Sant -Othmarn dar Inn bester volkomenlicher vnd andechtigklicher gedienen mögen, Vnd nach g»t mengem > getrungenlichem vnd ernstlichem Rat, So wir offt vnd dick in vnserm Cappittel darumb gehepl vnd ouch andrer vnser fründen vnd gunnern vnd ouch aller der vnscrn, die vns vnd vnserm > Gotzb»^ zugehörend, Rates darZnn gepflegen haben, So haben wir nit anders finden können, Dann das vns vnd vnserm Gotzhus aller nutzlichest sie, Schirm vnd trost ze suchen an die j Notucsten vnd Fürsichtigen wysen Burgermeister, Schultheissen, Amman, Räte vnd gemeinden diser nachgeschribner Stett vnd Lendern, Nemlich Zürich, Lutzern, Switz vnd Glarus, Als j an die, die das lob vnd ere von dem All- mechtigen gott vnd ouch der Welt ervolgt habent, das Si Zre Gotzhüser vnd alle Zr priestcrstha^ so redlichen schützent, hanthabent j vnd schirment, des Si des gegen gott vnd der welt lob vnd ere vnd Zre Gotzhüser des nutz habent. Darumb mit wolbedachtem mute vnd synnlichcr, gruntlicher vorbctrach- tung vnd j gutem Rate vnser guter fründen vnd gunnern vnd ouch vnser selbs vnd aller der vnser», So vnserm gotzhuß zugehörcnt, Es sient die von Wil oder ander, wer oder wie sie geheißen sitnb nieman vsgescheiden, So j haben wir für vns vnd vnser gotzhuß vnd alle vnser nachkomen vnd alle du vnsern, So vnserm Gotzhuß zugehörcnt oder künfftigklich inner zugehören werdent, nieman Hindan g^' sundret, vnd Zr j nachkomen, durch vnser, vnsers Gotzhuß, vnser nachkomen vnd aller der vnsren vnd Jr nachkomen, als si vor gelütrot sint vnd hienach noch durch scheidenlicher vnderscheiden werdent, vnd gemeinlich j des landes schirmung, fridcs, ruwen vnd gnaden, nutzes vnd fromung willen von den od' genanten vnsern guten fründen von Stetten vnd lendern der obgenanten eidgnossen, Nemlich Z»r'^, Lutzern, Switz vnd j GlaruS, Ein ewig burgkrecht vnd lantrecht an vns genomen vnd ncment das an vns in krafft diß brieffs, Nemlich mit vnser Statt Wyl im Thurgöw, den vestinen Werg vnd Rofthach, > der gerechtigkeit der burgsessen vnd fuß mit allen andern Stoffen, telern, landen vnd lüten, So yetz Hand oder hinfür gewunnent, Nemlich zwischent dem Bodensew vnd dem Zürich Sewe I gelegt», nützit vsgenomen, denn was Zn der obgenanten Eidgnossen gerächten oder gebieten gelegen ist, mit den worten, stucken, puncten vnd artikeln vnd sölichen rechten gedingen, Als hienach geschriben stat. j De>» 865 'st also: Ztem des ersten, Das wir der obgenant Apt Caspar für vns vnd semlich vnser Stett, Sloß, teler, land vnd lüt, so vns vnd vnsern vorfarn Hand gesworn, yetz gesworn Hand für sich j vnd all Zr nachkomen liplich eyde zu gott vnd den heiligen, Semlich burgkrecht vnd lantrecht mit den obgenanten vnsern fründen von Stetten vnd lendern hinfür ewiklich ze halten getrüwlich vnd vngeuarlich > vnd das niemer mer vffzegeben noch davon ze tretten vmb kein fach, vnd kein fach niemer zc suchen noch Ze werben, weder durch vns noch durch yeman anders noch nieman von vnser wegen, da- > mitte diß burgkrecht vnd lantrecht abgetan vnd dauon getretten möcht werden in dhein wise, so yeman erdenken kan oder mag, vngeuarlich. Deßglich sollent alle die vnsern, die vns noch > nit gesworn hant vnd vns hinfür sweren werdent, den obgenanten von Zürich, von Lutzern, von Switz vnd von Glarus semlich eide ouch sweren an alle widerred vnd gentzlich an alles wider- j sprechen, an geuerde. Vnd so dik ein nüwer Herr zu Sant Gallen wirt, der selbig Herr vnd alle die sinen, wie die hie abgemeldet sint, sollent den ze stund semlich eyd aber sweren vnd ernüwern, ! So dik das beschicht, an alle widerved vnd Zntrag Vnd gentzlich an alle geuerde. — Ztem das wir obgenantcr Apt von Sant Gallen, vnser Conuent vnd all vnser nachkomen mitt der Statt j Wyl, den vestinen Aberg vnd Roschach, vnd ouch mit der gerech- tigkeit vnser burgsessen den obgenanten vnsern fründen, den Eitgnossen der benemptcn Stetten vnd lendern gehorsam, gewertig j vnd hilfflich sin sollent, so dik das zu schulden, kumppt, das si vnser be- dvrffent zu allen Iren nöten Znnwendig den obgenanten Sewen, in vnserselbs kosten, getrüwlich vnd vngeuarlich. — Ztem vnd das I die vnsern von Wyl, ouch Werg vnd Roschach vnd die gerechtikeit der burgsessen vnd alle ander vnser Stett vnd Slofi, die wir hinfür gewünnent Inwendig den obgenanten Sewen vnd kreisten, > der obgenanten eydgnossen von Stetten vnd lendcrn offne hüser sin sollent zu allen Zren nöten, als dik vnd als vil das ze schulden kumpt, Doch ane derselben Glossen merklichen schaden; Also ob I dieselben obgenanten eydgnossen von Stetten vnd lendern lüt dar In legen oder dardurch vnd har wider schiken wurdent, das si denn Zren Pfenning bescheidenlich zerent vnd die Stett vnd Sloß j Znen hinwiderumb bescheidnen kouff mit essen vnd trinken geben sollen an geuerd. — Ztem vnd ob wir obgenanter Apt vnd vnser Conuent, vnser gotzhuß vnd die vnsern oder vnser nachkomen > gemeinlich oder sunderlich mit yeman stoß hetten oder gewunnen, die Zn disem burgkrecht oder lantrecht uit begriffen werent, vnd vnser widerteil Recht butt vff die vorgenanten eidgnossen > von Stetten vnd lendern, Sölichs Rechten söltent wir Zngan vnd vns an semlichem Rechten gentzlich benügen lassen vnd kein anders suchen vnd von dem krieg lassen, wenn wir des j von den vorgenanten eidgnossen von Stetten vnd lendern crmant werdent. — Ztem wenn ouch wir oder vnser nachkomen oder vnser Gotzhuß der obgenanten eidgnossen von Stetten oder Lendern ! bottschafft bcgerent, die sol man vns nit versagen, doch in vnserm kosten vnd Zndert der obgenanten Sewen vnd nit fürer. — Ztem das ouch wir, vnser Conuent vnd vnser GotzhuS ze Sant j Gallen vnd alle vnser nachkomen by vnsern herrlichkeyten, Rechnungen vnd fryheiten, vnd die von Wyl, Werg vnd Roschach by Zren gerechtikeiten, fryheiten vnd fryen iUg, j vnd die gotzhuslüt ouch by Zrem sryen zug beliben sollent an geuerde. Vnd das die obgenanten k'dgnossen vns, vnser Gotzhus vnd vnser nachkomen, ouch die vnsern von Wyl, Werg > vnd von Roschach bnd Jy nachkomen Znen getrüwlich sollent lassen beuolhen sin, das wir daby blibent, vnd vns Zn allen Unfern fachen Zr beftz vnd wegstz tun, als andern > Zren burgern vnd lantlüten vnd als si mit Zren burgern vnd lantlüten herkomen sint, an all geuerd. — Vnd Zn disem burgkrecht vnd lantrecht Haben "ur vns vorbehept vnsern I Allerheiligosten Vatter den Babst vnd vnser gnedigosten Herren, Römsch 109 866 keyser vnd küng, Was wir denen von Recht; oder vnser gelüpten vnd eyden wegen pflichtig sind zetund, Vnd ouch waö die Geistlichkeit berüret; Doch also, das diß burgkrecht vnd lantrecht von vns, vnsern nachkomen vnd allen den vnscrn fürbaßhin ewicklich getruwlich gehalten werd Znmassen > vnd hieuor geschriben stak, Alle geuerd vnd arglist hier Inn ganz vsgescheiden. — Vnd her vber ze warem, vcstcm, ewigem vrkunde vnd gezügniß aller obgeschribner dingen I Haben wir obgenanten, der Apt vnd der Con- uent, vnsre, der Aptye vnd ouch des gemeinen Conuentz Zngesigele für vns vnd vnser nachkomen offenlich gehenkt an diser brieffen > vier glich, dera yeklichcm der obgenanten Oertern der benempten Stett vnd lendern einer geben ist ze Pfeffikon am .Zürichsewe vff Zinstag nechst nach vnser lieben frowen tag zr I Mittem Ougsten, ze latin genempt Assumptionis, Nach Christi gepurt do man zalt Viertzechen hundert vnd in dem Ein vnd fünffzigosten Zare. Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln des AbtS und Convents von St. Gallen. (Abgedruckt bei Tschudi II. göll ^ s« Unterwerfung der Stadt Freiburg unter die Herrschaft des Hauses Savoyen. R4ST, R«. Inn». Archiv ^reiburg. In (!bristi IVomine, ^men. Uniuorsis et «inAulis pre8entibu8 et suturi8 per buiv8 vor! public ^ue In8trumenti 8vriem innote8cat, <)uost cum pristem ste fu88u et voluntate IIIu8trium stominoruw I stucnm ^U8trie, gui ast bee pera^ensta eorum capitaneo8 et ^uerre stnctore8 in villa k'riburxi eon- 8tituerant stominnm ?etruin ste stlorimontv et I-ustouieum stierer, 8cutill'erum, pristem tui88et inbita xuerra cum > IIIu8tri88imo principe stominogue excel80, stomino 8abaustie ete. stuce. Ob«zuam ssuer-- ram calamitate8 innumere euenerant ip8i ville kriburzi in Uecbelanstia, vt asteo ob8v88i e88ent, st^ost impetibu8 et poteneie ip8iu8 ^ IIIn8tri88iwi stamini 'stuci8 re8i8tere non valerent; ob czuost iterati8 vier- bu8 auxilium et 8ubleuamen ab ipsi8 illu8tribu8 stucibu8 ^U8trie po8tularent, a guibu8 nullo auxilio vel 8ueeur8u asteo atenuati I erant beIÜ8, vi^iIÜ8, inua8ionibu8, cestibu8 et penuria, guost ast paei8 tractatum steueni88ent, opportebat vt jugo colla 8ubmittente8 8e starent et 8ubmitterent ip8iu8 illu8tri88imi stomini stuci8 8abaustie i stominio. dum autem bniu8mosti calamitatibu8 ocour- 8um aliguvm non babereut ab ip8i8 illu8tribu8 stneibu8 ^U8trio> coaeti eornm 8aluti prouistere, p^ wulta prooe88erunt mensticata sullragia. Inter gne j reperierunt cbri8tiani88imum?rancorum IteKeW IIlu8tri88imumgue Oucem IlurHunstie, veluti prineipe8 pacillico8, gui eoruin ste8tinauerunt oratoreb, czuorum opera ste prv8entia zu88n vt voluntate stictorum clomini s ?etri et Imstouici, guiguo tu»e per8»na8 stominorum stucnm ^U8trie repre8entanle8 in ip8» villa Driburg!, pro ip8is illu8tribu8 bu8 pre8istebant, steuentum extitit all paei8 tractatum cum agentibu8 pro ip80 j I»u8tri88imo stownw 8abaustie stuce ete. In ouiu8 paoi8 traotatu actum extitit inter cetera, ()uost de guereÜ8 et pell tionibu8, «zua8 ip8v IIIu8tri88imu8 stominu8 stux 8abaustie contra villam Iriburgi sacere i vellet, kid- gebaut fusticem virum magn llicum stominum stubannem, Lomitem iVouica8lri, cuin8 8entencie parerv promi8erunt 8ub pena stecem inilliuin sturenoruin renen8iuin tocien8 comittensta, «juocien8 «88et ! contralactum. ist autem 8ucce88iuv steuentum tuit, vt acceptato zustieio Ip8v magnillicu» tloN>e 867 ^louicastri suam svnteuciam protulit contra äictam villam ?riburßi usque in summam Oentum j willium tlorenorum renensium Liäem Illustrissimo äomino äuci Labauäie soluenäorum; Ob quam wwmam interpellati ipsi villa et cowmuoitas kribur^i multis interpellationibus ob eorum im- polenciam > satislacere non xotueruut. kropter quam memoratu8 äominu8 äux Sabauäie tam pro ipsius 8umme exequutiono quam etiam pro penis commissi« in non parenäo juäicato, quo »8- eenäebant et ascenäunt > aä summam plusquam äueentum millium tlorenorum, contra villam ip8»m ^riburxi eiusque burßenses et incolas insurrexit, bona et per80na8 eorum capi et incarcerari kacienäo et aä ma^is ri^iäa remeäia 8e I paranäo et proeeäere volenäo. Lx quo consiäerantes ip8i kri- liur^ensos et incole Iriburßi, quoä jam 8unt aäeo attenuati operibu8 et potencia, quoä vllo pacto eiclem IIIu8tri88imo äomino äuci äe tanta summa s satislacero non valorent, rosistonciam autem no- torium est, aäuorsus tantum principem eis tore impossibilem, Maxime cum a memoratis äucibus ^ustrie uulla sit eis spes aut tutela succursus, retro enim j Kestorum äucuntur memoria, quoä ab lpsis aä Auerram inäucti et seäueti vsque aä proäiliouem conäueli kuere et inäellensi äerelicli. lkt quoä äeterius est, sequuta paco sperautes eorum auxiliis et consiliis ^ reconciliari, aäueutum optatum Illustris Oucis Ulbert! veluti reäemptionem expectantes ipsum in eorum non subleuamen seä in eonsusionem et in perniciem prospexerunt, cum ipso äux Albertus sub pacis I z marine et conso- lationis simulationem villam Iriburßi in^ressus bonorillico et gloriose per bur^enses et incolas sus- eeptus, veluti eorum auiäam expeetationem bonorantes, Iractis autem libertatum, immunitatum j Paetionumque feäeribus ac omni bene re^enäi leZe rupta, ipse äux Albertus in ipsos incolas non Vt äux et rector seä vt kostis insur^ens aä äepreäationis, incarcerationis ceäesque et omne nepbas uulla I rationo prorupit, vt nulla eis subesset spes, rem suam publioam posse tbueri. Nec et iuknita ^lia consiäorantes, maximo quoä ipsi äuces ^ustrio alienare et aproeiato precio ipsos venäere per- quisierunt, ^ in vnuw sc boäio con^ressarunt ipsi ^ribur^enses in eorum solitum consilium, in quo lractari et concluäi omuia ne^ocia eonsueuerunt, et in quo resiäet potestas tocius communis et Vniuersitatis Ipsius villo, I ibique vnanimiter vt concoräiter constituti in preseneia nostrorum nota- kiorum et testium subscriptorum, Ipsi viri consiliaros, viäelicet consilium, vexillileri, sexa^inta, äu- Venti et tota cowwunitas, Ipsi equiäem omnes j et sinAuli bac ex re voce preconia et sono cam- pane in vnum ^juxta morew solitum con^reßati, De consensu, voluntate et auctoritate bouorabilis viri äokannis kauilliaräi, 8culleti moäerni kriburgi, I Ipseque 8cultetus cum consensu et consilio preäictorum, Volentes eorum et rei publice Iribur^i salutique vnumquvmque viuentem, eciam bruta licet prouiäerv ac pacem et quietem sibi querere, Oonsiäerantes > quoä is non meretur äominari, qui subäitos lacescit et non äollenäit, t)uoäque ex tot äollectibus per ipsos äuces ^ustrie in ipsam villam commissis, tam äe ^ure quam äo consuetuäinv est eis quesita überlas, ^ auctoritas et lacultas, ^tii maluerint principi se subicienäi. Voluentes eciam in animo inlinita commoäa, quo eis et eorum pvsteritatibus et rei publice possunt prouenire, si äominio ipsius ^ Illustrissimi äomini äucis 8abauäie submittant, äucti exemplo ceterorum e^jus subäitorum, qui transquilitate et pacis amenitate Aau- ^vutes pululant vt crescunt sicut plantanus quo nata sita est ^uxta I cursus aquarum. ?ropleroa voce vnanimiter per buius instrumenti Seriem se ipsos eorumque posteritales, villam ipsam cum lolo territorio et bnibus incolisquo presentibus et luturis subiciunt, kit j submittuntur äominio ipsius ^lustrissimi äomini nostri äucis 8abauäie, necoon et ipsius Illustrissimi äomini äucis proeuratoribus 868 vt ttmkassiatoriMs, viäelicet 'maFnitlico et potent! Francisco, Lomiti kruvriv, j kubvrnatori et H»il- Mo, näc non lVttbili Nertoeto (lristitte, Secretario ipsius Illustrissimi äomini nostri äucis procura- torique patrie Vuauäi, a nokis sudseriptis notariis nomine et aä opus e^jusäem > Illustrissimi äowim äücis et suorum li vre äum et successorum «tipuluntiinis et reeipientibus, sc äictam villam et territo- rium, sudurdia et Mos eum incolis czuil)uscunc>ue presentilius et luturis > viäem sukicientes et äo- tiantes ac traäentes. Ita et taliter quoä ad kac liora inantliea ipso Illustrissimus äominus äux et su» 'iireäicti sint ver! äomini et possessores ipsius ville et Imminum, ipsi autem ^ tmmines et villa !>lnt äius Mminvs et sukäieti; 8ul> tamen eorum lillertatibus, Immunitatilcus, kranekisiis consuetuäinibu»- hue eiäem ville speetare et pertinere consuetis. ?romittentes et äurantes > ipsi 8cultetus et Lon- solares vir! supranominati pro so, villa et communitate ?riliur^i ac ineolis eiusclem presentibus ^ futuris, Semper esse veros suliäictvs et Meies oiusäem Illustrissimi clomini nostri clueis et suoruw ! dereätim et sueeessorum, Mrareczue et kacere ac prestare et vbservare äoditum Läelitatis jurswea- tum in ipsiu« Illustrissimi äomini clueis manikus aut äeputati all eo toeiens c^uociens kuerint requisä«. Illec I e^erunt volueruntcjue et volunt, cjuocl ipse Illustrissimus clominus äux 8al)auäio, eoruw clominus et cliote ville, in eaäem villa, linilius et territorio lialioat et pereipiat jura, reääitus, peclaßpa et omnia emolumenta, ^ «zuocuncjue nomine csnseantur, c^ue Illustres cluees ^tustrie retroaetis tow- poridus pvroipvre patvrant et äolcvllant. ?romittvntvs preclieta omnia et sin«ula , ipsi 8cultetuS et donsiliarii nomine «liete communitatis > perpotuo rata et Arata dakere, tenere, attenclsre ^ olzseruars et non contra lacere, clieerv vel venire äe jure vel cle facto eciam si äo jure possont- dum aliis ^juris et facti ronunciatione pariter et cautkela. ^ ^cta kuerunt liee in eeelesia perr»" clciali 8ancti iV^cola^ clicti I^rillur^i clie sallllati clecima clie mensis äunii ^nno clomini Millesiw^ c^uatercentesimo cjuinlsuaAesimo secunclo, inäitione clecima c>uinta ^ cum eoclem anno sumpta. sentilms Heverenäo in (llcristo patre, fratre ?etro Ulasalerii, ^likate Alanasterii ^Iterippe, nec»o^ venerallilikus et HeliKiosis viris, fratre Vlclrico ?at»ri, priore eiusclem Alonasterii, clominis ^ Wildel'U^ Unser, (lurato I^rikurgi, fratre äotcanne f!l>appotat, (!anonico Alontisionis, kectore Lappello sa»et> ?olri clicti I'rilan^i, I'elro Naselierar, curat» äe Villar, ?etro äe /Vuentliica, curat» äv ^rcuncio, I ae nodilillus ^ntkonio, Ilastaräo Kruerie, äomino ^erimontis, Francisco, äomino äs Il^olez's, ?ra»' eise« et ^meäeo (lliampionis, Ilumlierto tlerjat, Octlconino äo 8uljtus turri, 8tepkano ?acot ^ kuäoiplco ^ äe 8ancto t»ermano, Omnillus tam äe IrikurAo c>uam patria Vuauäi aä prewissa testillus vocatis et ro^atis. ^ fVot.) IZt sicpüäem ezo ?etrus äe ^nnessiaco, manäamenti 8ancti 8aturnini cricl'^^ Imgäunensis äioeosis, Imperialis lVotarius, ac prolati äomini nostri 8aliauäie etc. äucis 8corc tarius, ^ premissis omnilms et sinZulis äum vt preinseruntur acta sunt, lirmata et conclusa, voacv^ «ullSiAnato notario ct testilms sullnomminatis interfui, inäec^ue jussu et ^ reczuisitioni preäict^^'^ äominorum contraliencium suprascriptum Instruinentum cum preäicto notario recepi vt alters ^IVotarii ^äonei manu scriptum propria sulzscripsi s et in cunsimililius miclci solitv si^no liäclil^ signaui pro tesliinonio vvritatis omninm vt sinxulorum premissorum. ^ fVei.) k^o vero ?etrus ?aulcon, elericus I.ausannensi« äiocesis, puläieus auctoritate app^" stolica notarius et preäicte ville et communitatis IrilmrAi secretarius, cjui premissis omnilms äum sit: prvmittitur agerentur et lcoreut vna cum I prenominatis testibus interkui, läeo lioe Presens pu!>^ 869 «um instvumentum »um konorsbili vt eircumspvcto viro ms^istro ?etro äe ^nnessiv, notsrio pre- «eripto roßstus recepi, guoä slterius manu üäeliter scriptum si^no mvo j tsbellionstus ossieii sixnsui w testimonium omnium et sin^ulorum premissorum. > Lt guis omni» vt sin^ula subscripta cle libers spontanes bons et vnsnimi voluntste, ^nimogue äelibersto uostrum prvlibstorum äobannis ksuillisrä, 8cultvti, cousilisrium, svxa^ints, äucentorum et locius communitalis anteäiete villo kriliurßi acta j sunt ct processerunt, t)uoä et verbo veritstis Publice kstemur, Icleo esäem omnis et sin^ula lsuäsnäo, spprobsnäo psriter et conbrmsnäo stten- 6ere, obserusre üäelitergue et säimplere, sc contra vllo vngusm tempere nun tscere, äicere vvl venire, tsctis ^ sacrossuctis clei euusn^elüs promittimus et jursmus obÜKscione eciam omnium vt ^iu^ulorum bonorum nostrorum, subczue omni Iuris et lacti renuucistionv psriter et csutbels. Lt M buius rei perpetusm memorism roborisgue tirmitatvm ^ si^illum msius llicto vüle et communitstis äieti kriburgi presentibus sppvni lecimus, clie, anno, inciicione vt loco quibus supra. j Pergamentene Urkunde mit anhangendem große», Siegel der Stadt Freiburg. Das letztere wurde zerschnitten bei der Zurückstellung und Entkrüftung dieses Actes im Jahr 1477. Siehe unten Beilage KZ. St Ewige Freundschaft der VIII Orte nebst Solothurn mit Carl VII., König von Frankreich. Eidgenössische Erklärnng. R4ST, 8. November. Staatsarchiv Bern: Bundbuch, K. K9. ?l. !1. In nomine ssncte et incliuiclue trinitstis, pstris et silii et Spiritus ssncti, amen. dum protbo- plssti Ispsu bumsns contaminats conäitio sit, sie snie alte viclelicet clö IbureZo, cle Nerns, 8ulovitjkis, Vnclervvslclvn super et suk silus, iüuK et tüsrus, notum kvri eupimus ksrum serio vmnibus et sin^ulis, quibus oportunum tuerit se>v ^uomoäolibet nosce, <)uoä cum snnis superioribus trsnssctis nos et nostrstes lüscoröiss Kr-mäes et Avverrss cruäelissimss bsbuerimus, «piibus meäisntilms bomines, sulnliti et territoria nostrs »öiiersis prouincisrum bominibus bostiliter inczuietsri et pvrturb.iri sttemptsbnntur, Volentes i^ilur ^uiusmo6i ststus subclitorumliuo nostroruin ssluti et proposse prouiclere, Lt ut (tum) le^nti. mvrca- wres, pere^rini, t^usin slii Ilsbitstores nostrstes securius Inncmlie et presertiin in IIvAno I rsnlüe uin^ bulsre possint er^s 8erenissimum, cbristisnissimum et glariossimum priucipem et cloininum lisrolum. övi Kr.itis I^rsncorum liebem, «tominum nostrum grstiosissimum msßno coräis llosiäorio bunlillim» i»8tetimus suplicstione et intercessione sollerti pro intelÜAencis tscienös, gus meliiimtv nos, komines, ^bcliti et territoria nostrs a ism öicto cbristisnissimo Ne^e, suis bominibus et subcütis i» futurum Von perturbsremur, inguietsrewur «ew bostiliter invscierömur, nee consentirotur, noc cuigusm sä- v>>Nerotur volenti per territaris sev äitiones eiusäem cbristisnissimi re^is nabis, sow nastratil>us ösnlpnum inkerre psriter et Frsusmeu. Immo lo^sti, mercstores, pere^rini gusm sin nostrstes ut 870 supra seeure per mag«8tati8 8uv Rraneiv regnum liincinäe p088int et valeant ambulare, guibu« ip^^ edristi-lnissimus, inviclissimus et serenissimus rex Rraneiv, tawguam Rex, gui vna cum aaneli« et äiuis suis prou8) no8 no«tro8guv lrowiiuw et 8ucee8«ore8 prekato 8erevi88imo Regi, regnigue «u> Rraneie 8ueeo88oril)U8 vmuer8i« perpetuo obligamu8 strmiter seruare et invioladiliter tenere eanclew- In primi8 guod N08 preäiete confecleratorum part«8 lige veteri8 ^Imanie alte viäelicet deikdurego, de Lerne, 8olodro, Ruoerna, Vranea. 8vvitxea, Vnderrvalden 8uper et 8ub 8Üva, ^ug et tllaru«, pro nodi8 et N08tri« 8ucee88oriI)u« promi«imu8 pactumguv et eonventionem pre8entem perpetuo uandam promittimu8 bona lide per pre8ente8 contra et aduer8U8 pretatum 8ereni88imum et aliri- 8tiani«8imum regem et dominum Karolum, dei gratis Rrancorum Regem, dominum no8trum gratm- 8i88imum eiu8gue berede8 et 8uece88ore« per nc>8, no8lro8 bomines et 8ubdito8 non e88e, nee cuiguaw pvr«onarum «antra ip«08 kacere volenti 8uli8iäinm, nee adiuuamen pre8tare, necczue cuiguam adwitttere, nee con8entire, per tvrritoria 8eu ditione8 no8tra8 id attewptare volenti. — Item tzuod iamdicti ebri' stiani88iwi Regis Rrancie iucole, subditi, nobile» et ignobiles, stegati) mercatore», peregrini et babi" tatore» ip8M8 regio guicumgue, cuiu«cumgue conditionis, »tatu», gradu8 ant diguitalia kuerint, cuV ownibu8 boni« et rebu8 8ecnre po««int pertran8ire, 8tare, tran8ire et redire per dominia, terra« ^ dilione» no«tra«, genle« armigera« et non armigera», egue8tre« et pede8tre«, . — Die königliche Erklärung siehe unten Beilage 33. — ^ in () stehenden Worte sind nach der jüngern Abschrift im Bnndbuch II. eingeschaltet; in Zeile 3 sagt die ältere -l schrift statt oodioibus wohl irrig.jeulioiis. SÄ Bundesbrief der VII Orte mit dem Lande Appenzell. t4SS, RS. November. Staatsarchiv Lucern. Zn Gottes Namen, Amen. Wir, der Burgermeister, der Schultheiß, die Amman, Rät, Burg" vnd Lantl iit gemeinlich diser nachbenempten Stetten j und lendern, mit Namen Zürich, Lutzern, B", 871 Switz, Vnderwalden, Zug vnd das Vsser ampt, So zu Zug gehört, vnd Glarus, Tund kunt allermeng- lichem mit disem Briefs: Als die Ersamen, wisen, vnser Sunder guten vnd lieben fründe, der j Amman vnd die Lcmtllit gemeinlich deö Lands zu Appenzelle, Das Zetz viertzig vnd ein Zar ist, Sich zu vns wit einem ewigen Burgrecht vnd Lantrecht getan hattent, Vnd so vil ziteS vnd Zaren vnser ewigen Burger vnd Lantlüt gewesen sind, Vnd ^ wir aber vns selbs dar Znne mit bedingoten Worten vorbehept vnd vßgelassen hattent, Das wir gemeinlich oder der merteil vnder vns oder vnser nachkomen die Stuck vnd gedinge dar Znn geschriben vnd begriffen, sy alle vnd Zr Zeklichs besunder meren j vnd mindern möch- tend, wenn wir wöltend vnd vns das Nutz bedächte, ane menglichs Zrrung vnd widerred, Alles nach tut vnd sag der brieffen zu der obgenanten zit darumb geschriben vnd bestglet, vnd vns die obgenanten von Appenzelle mit allem ^ flis vnd Ernst gebetten Hand, Znen das obgenant Burgrecht vnd Lantrecht hin vnd ab zetunde vnd Znen das ze bessern vnd ze meren, Also als sy vnser ewigen Burger vnd Lantlüt werint, das wir sy vnd all Zr nachkomen an desselben ewigen Burgrechtz j vnd Landrechtz statt zu vnsern ewigen Eidgenossen nemen vnd enpfahen wöltint; Das wir da von Zr ernstlicher Bette wegen, so sy darumb an vns geleit habent, gemeinlich vnd einhellenklich Znen das obgenant Burgrecht vnd Lantrecht hin vnd abge- ^ tan vnd Znen das gebessert vnd gemeret, Als wir des nach des obgenanten Artikels Zn den Burgrechtz vnd Lantrechtz Brieffen begriffen lut vnd Sag ze tunde wol gewalt vnd macht gehept Hand. Also als sy vnser ewigen Burger vnd lantlüt gewesen sind, j Da haben wir sy vnd alle Zr nachkomen an desselben ewigen Burgrechtz vnd Lantrechtz statt durch guten frid vnd beschirmung willen vnser aller vnd aller vnser nachkomen liben vnd gutes, ouch durch nutz vnd srommung willen gemeinlich des lands, > zu vnsern ewigen Eidgenossen genomen vnd enpfangen mit sölichen Worten vnd rechtem geding, Als hienach an disem brieff geschriben stat. Vnd wir die vorgenanten von Appenzelle veriechent offenlich, das die Für- ffchtigen, wisen, die obgenan- > ten Eidgenossen von Stetten vnd Lendern, vnser Sünder guten vnd lieben sründ, von vnser flissiger vnd ernstlicher bett wegen, so wir darumb an sy geleit Hand, gemeinlich vnd einhellenklich vns das obgenant Burgrecht vnd Lantrecht hin vnd ab- j getan vnd vns das gebessert vnd gemeret, Als sy des nach des obgenanten Artikels sag wol gewalt vnd macht gehept Hand, vnd vns vnd alle vnser nachkomen an desselben ewigen Burgrechtz vnd Lantrechtz statt zu Zren ewigen Eidgenossen genomen j vnd enpfangen Hand mit rechtem geding, als hienach an disem brieff geschriben stat; Dem ist also: Des Ersten, were das die obgenanten Stett vnd Waldstett, sy alle oder vnder Znen deHein Statt oder land besunder, nu oder hienach mit Zeman, f wer der were, misshellung vnd krieg hettent oder gewunnent, welhe statt oder land vnder Znen, den vorgenanten eidgnossen dann semlich krieg berürent vnd angand, die selben sullent dann gewalt haben, vns die vorgenanten von Appenzelle, Amman, j Rat vnd Lantlüt oder vnsern Amman besunder vmb hilff ze manen, vnd sullent wir dieselben von Appenzelle dem oder denen, so dann gemant Hand, nach der Manung vnuerzogenlich vnd an all Widerrede mit vnsern Üben vnd mit vnserm gut j vnd mit vnser macht, die wir denn gehaben mugent, zu Znen oder anders- kahin, dahin wir dann gemant sint, züchen vnd Znen behulffen vnd beraten sin, vnd darzu vnser bestes vnd wegstes tun, Als ob die fach vnser eigen fach were, getruw- f lieh vnd an alle geuerde. Vnd sollend vuch die hilff gentzlichcn in vnserm costen tun, wie dik das ze schulden kumpt, ane der obgenanten vnser Eidgenossen schaden, vngeuarlich. Were ouch, das die obgenanten vnser Eidgenossen von j Appenzelle 'Vit Zeman, wer die werint, Zetz oder hienach Stoß ald krieg hettent oder gewunnent vnd sy buchte, d"6 sy dar Znne vnser hilf notdürftig werint, das mugent sy vns in Stett vnd Lender mit Zren Kotten 872 oder brieffen Ze vn- > ser Rät verkünden vnd ze wissen tun. Bedunkt dann vnser Rät Zn Stetten vnd lendern, ald die Kotten, so wir darzu schiken werdent, das sy nach gelegenheit der fach vnser hilff not- dürfftig syent, dann so füllen wir die vorgenanten Eidgenossen j den obgenanten vnsern Eidgnossen von Appenzelle vnser hilff vnuerzogenlich zusenden vnd Znen mit guten trüwen behulffen vnd beraten sin. Vnd wie vil wir Znen von vnsern Stetten vnd Lendern zu hilff sendent, daran sullent I wir die obgenanten von Appenzell ein Bcnügen haben. Vnd sollich hilff sollen wir obgenanten eidgnossen den egenanten vnsern eidgnossen von Appenzell Zn vnserm costen tun. — Wir die obgenanten von Appenzell ensullent ouch mit j nieman keinen krieg nit anvachen vnd ouch nieman vsserthalben der Eidgenoßschn^ Zn keinem krieg nicht behulffen noch beraten sin an der obgenanten vnser eidgenossen Stetten vnd Lendern, aller gemeinlich oder des merteils vnder > Znen, Rat, gunst, wissen vnd willen, an alle geuerde. Vnd were, das wir mit Zeman ze krieg kemint vnd vns derselb sölich gelich, billiche, völlige Recht butte, das vnser obgenante Eidgenossen gemeinlich oder den merteil vnder Znen bedächte, j das es Znen vnd vns erlicher were, das wir der Rechten eines vffnemen sölten, So stillen wir es tun vnd Znen dar Znne gehorsam vnd geföllig sin an Widerrede. Wir die obgenanten von Appenzelle noch vnser nach- komen söllent > vns ouch zu nieman, weder ze Herren noch zu Stetten, Zetz noch in künfftigen stten, nit verbinden mit deheinen gelüpten noch eiden, ane der obgenanten vnser eidgenossen von Stetten vnd lendern gemeinlich oder des meren teils vnder > Znen Rat, gunst vnd willen, an geuerde. Wurdcnt ouch die obgenanten vnser Eidgenossen Stett vnd Lender Hinnenhin yemer mitteinandern miffhellig vnd stößig oder vnder Znen deHein zwey Oerter gegen einander» besunder, das j gott ewenklich wende vnd mit sinem göttlichen frid vnd gnaden dauor sin welle, So mugen wir, die obgenanten von Appenzelle, durch vnser Bottschafften, die wir darzu schiktend, wol besuchen, ob wir sy mit früntschafft mitteinandern gerich- j ten möchtent. Möchte aber das nit gesin, was dann der merteil vnser obgenanten Eidgnossen Z" den fachen fürnimpt, das füllen wir mit Znen fürnemen, ob sy vnser darzu begerent, an alle Widerrede. Item so ist vmb geltschuld > vnd vmb sölich fachen berett, das darumb Zederman von dem andern Recht nemen sol an den enden vnd in den gerichten, da der Ansprächig gesessen ist vnd hingehört, an all geuerde. Wol sinen rechten gelten oder burger, der Zm j darumb gelopt vnd verheissen hat, mag einer wol verheffteä vnd verhielten an all geuerde. Vnd vmb Zins, den mag Zederman vorder» vnd Znzüchen, als bishar gewon- lich gewesen ist, an geuerde. — Wir die obgenanten Stett vnd Lender j habent vns selbs hier Znn gentzliel) vorbehalten vnd vßgelassen die pünd, so wir vor datum biß brieffs gegen einandern gemacht vnd getan Hand- So haben wir, die obgenanten von Appenzelle vns mit wissen vnd willen der obgenanten vnser j eidgenois^ vorbehalten vnd vßgelassen den durchlüchtigen vnsern gnedigosten Herren, Römsch keiser oder kling, me>^ Ze zu ziten sint, vnd das heilig Römsch Rich, doch mit den rechten gedingoten sürworten, das wir darum vnd da- > mit wider die egenannten vnser eidgenossen von Stetten vnd Lendern vnd Zr Nachkomen, noch die Zren Zn gemein noch Zn sunders dar Znne nit sin, noch wider sy nit tun söllent Zm ke>n wise, an alle geuerde. — Vnd also Hand wir, die j obgenanten Amman, Rät vnd lantlüt gemeinlich st' Appenzelle vnd vnder vns Jeklicher besunder, Nämlich was Mannen vnd knaben, die Sechszehen alt vnd elter sint, gelert eid mit vffgehepten vingern vnd gelerten Worten gesworn j zu gott vnd den Heilgen für vns vnd vnser nachkomen, das alles, so hieuor vnd nach an disem brief geschriben sta^ getruwlichen, war, vest vnd stät zehalten, dem nachzegande vnd genug ze tunde, Vnd das wir alle vnd alle die, > so zu vns gehörend, vnd vnser Zeklicher besunder vnd alle vnser nachkomen den obgenanten 873 vnsern eidgenossen von Stetten vnd Lendern allen vnd dem merteil vnder Znen gehorsam sin, Zr Nutz vnd Ere fördern vnd Zren schaden wenden söllent ane j widerred vnd an alle geuerde, Vnd by vnsern guten trüwen Zro burgern vnd Lantlüten, so zu Znen gemeinlich oder sunderlich gehörend oder hernach gehören werdent, Nutz vnd Ere ze fördern vnd Zren schaden ze warnen vnd ze wenden, als verr wir > kunnend oder mögent, getruwlich vnd vngeuarlich, alle geuerd vnd arglift har Znne gantz vßgescheiden. Wir die obgenanten von Appenzelle vnd alle vnser nachkamen sullent ouch Je ze zechen Zaren, dauor oder darnach vngeuarlich, wenn > das von den obgenanten vnsern eidgenossen gemeinlich oder dem meren teil an vns zetunde erfordert wirt oder so sy das Nutz vnd notdurfftig sin bedunkt, Sölich eid vnd Brief schweren, nöwern vnd mit vnsern eiden beuestnen vnd Znen dar- j Znne gehorsam vnd geföllig sin an alle Widerrede, an geuerde. Wir die obgenanten Eidgenossen von Stetten vnd Lendern, Nämlich Zürich, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug, Glarus vnd Appenzell, habent vns selbs hier Znne luter vor- behal- j ten vnd vßgelassen, das wir alle mitteinandern dise obgeschribnen stuck alle Zn gemein oder Zr Zeklichs besunder wol mugend endern, mindern vnd meren nach vnser aller notdurfft vnd willen, wenn wir des alle einhettenklich mitteinandern j ze Rat werdent vnd es vns alle einhellklich nutzlich vnd fögklich sin bedunkt an menglichs Zrrung vnd Zntrag, an all geuerde. Vnd des alles zu vestem, statem, ewigem Vrkund, So haben wir die vorgeschribnen eidgenossen, Stett vnd Len- > der Zürich, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug, Elarus vnd Appenzelle vnser gemeiner Stetten vnd lendern Znsigel offenlich gehenkt an diser briefen acht gelich, Die geben sint vff Sant Othmars, des heiligen Abtes, Abend, Nach Cristy > geburt, do man zalt Vierzehenhundert fönffzig vnd zwey Zare. Pergamentene Urkunde mit acht anhangenden Siegeln. (Abgedruckt bei Tschudi II. 570.) SS Ewige Freundschaft zwischen Carl VII, König von Frankreich, und den VIII Orten nebst Solothurn. Königliche Erklärung. Ntottteil bei Tours. t4SS, T7. Februar. Staatsarchiv Bern. Korvins, äei gratis kex kraneorum, Vniuersis präsentes literas Inspeeturis salutem. dum > bumane eonstitionis statu« motu multipliei varietur, nee in temporalibus inueniatur preter vnum, guock eelestis deategue vite ^maginem representet. sola seilicet «iileetio, guaw easualis nou alterst euentus, guam separatio easuaiis > non äiuickit, guamgue temporalis iongituäo nou abäicat nee eeiam eor- duwpit, 8ane kationi cousonum kore censewus, aä bumanitatem, eiemeneiam, benignitatem. euno- lorumgue iieniuoleneiam, pacem et transguillilatem ^ va Zilectione nos vti äedere, guoä et iibenti auimo volumus pariter et optamu». t^um itaguv stlagistri diuium, 8culteti, ^mmanni, donsules, diues, dommuvitates et katriote intraseriptarum j eiuilatum, Opiäorum et lerrarum kareiumgue veteri« ^iamanie alte, Viäelicet re8 cum preckicti8 lNaßi- Stria ^ Liuium, 8culteti8, lstmmsimis, Couaulikua, diuikua, Lommunitstilzua et kstriotis iulrsacriptaruw t!iuitatuw, Opickorum et lerrsrum ksrciumque li^e veteri8 ^Ismsnie slte, Vickelicvt cke Ikure?^' cke Lern», > 8olockro, I-ucerus, Vrsnes, 8vvic2, Vnckervvslcken supcr et 8ul)8ilua, Aux et tZIsru«, ^micicie intellixeucism et conucntioncm iniuimus et conaenaimua, immuaquc et cou8vntimu8 p^ preacntea, wocko et sorws 8ec>uentiku8: ^ In primia, t)uock uoa pro uolua uoatria^uc aucceasoribua promiaimua psotumc^uo et cvnucneioncm pcrpctuo 8erusncksm promittimua per prosoutos, contra et sckuvr8U8 prclstoa Alsgiatroa (üuium, 8cultetv8, ^mmsnnoa, ^ donsulea, Liuca, Lvmmunitate» et kstriotss prockictsrum ciuitstum, opickorum et terrsrum psrciumc^uo li^v vvteris ^Ismsnio alte, eorum ! oi! , i ,»ck->b U i!<»ti »i >i >>>li!, > tu Uüllii i . -,ai> i , ui-»»«« .umi.':>,lu»ili»ck »optik»' u 87S Sck Fünf und zwanzigjährige Vereinigung der eidgenössischen Orte Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, Zug und Glarus mit der Stadt Schaffhausen. t4S4, 1. Juni. Staatsarchiv B«r». Zn dem Namen der Hochgelopten Driualtigkeit, des Vatters, Suns vnd des heiligen Geistes, Amen. Wir der Burgermeister, die Schultheissen, Amman, Rete, Burgere vnd Lantlüte gemeinlich diser nach- benempten Stetten vnd lendern, Nämlich Zürich, Bern, Lutzern, Switz, Zug j vnd das vsser ampt, so ZU Zug gehöret, vnd Glarus, Vnd wir der Burgermeister, die Rete vnd die Burgere gemeinlich der Statt Schaffhusen Tund kund allen denen, so disen brieff ansechend, lesend oder hören lesen, Das wir eigenlich angesechen vnd sunder betrachtet j habend sölich truw, liebi vnd srüntschafft, so vnser vorder» vnd ouch wir langezitt miteinander gehept Hand, Vnd vmb daz dieselb srüntschafft zwüschen vns mit guten trüwen gehalten werde, So haben wir mit guter zitlicher Vorbetrachtung, dem heiligen Rich zu lob > vnd zu eren vnd durch nutz, fromen, schirmb vnd friden willen libz vnd gutz der vorgenanten vnser Stetten vnd lendern, ouch gemeines landes, vns diser nachgeschribnen sachen mit einander» geeint vnd des einander« Angegangen, Als daz hienach an disem brieff eigenlich geschriben > ftat, Die wir ouch dise nechftkünfftigen zwentzig vnd fünff Zar, so nach datum dis briefö schierest nach einander» koment dnd künfftig werdent, gegen vnd mit einandern war vnd stet halten wellent. Dem ist also, das wir obgenanten eydgnossen von stetten vnd lendern j die vorgenanten von Schaffhusen by dem heiligen Rich hanthabcn, schützen vnd schirmen sollent vnd wellent, so verr wir mügend, Vnd ob sy yeman dauon wider oechtz trengen vnd züchen wölte vnd si darumb vnd ouch vmb söllchs, das wir vnd st vns also zusamen > getan vnd verbunden Hand, oder ob si von yeman wider rechtz an lüten, libz oder gut angegriffen vnd beschediget wurden, das mögen si vns in Stett vnd in lender mit Zren Kotten oder brieffen in vnser Natt verkünden vnd zu wissen tun, Dan so sollent wir die vorgenanten I eydgnossen den obgenanten von Schaffhusen vnser hilff vnuerzogenlich an widerred zusenden vnd Znen mit guten trüwen beraten vnd behulffen sin, vnd wie vil wir Znen dann von vnsern stetten vnd lendern zu hilff vnd ze troft sendent, daran sollend si ein benügen haben, ! vnd söllich hilff sollen wir Znen tun Zn vnserm costen. — Hin- widerumb so sollent vnd wellent wir die obgenanten von Schaffhusen den obgenanten eytgnossen von stetten vnd lendern gemeinlich vnd sunderlich sürbaßhin mit der genanten vnser Statt Schaffhuscn die egenanten j zwentzig vnd fünff Zar gewertig vnd gehorsam sin vnd Znen die offen lausten zu allen Zren Nöten vnd sachen, dar Znne zesinde, da durch zu ziehend vnd widerumb ouch hardurch, wie Znen daz sstgklich vnd eben ist, ane widerred, vnd Znen vmb Zr gelt bescheiden kouff, essen > vnd trincken vnd anders, des si notdurfftig sind, geben. — Vnd wer ouch, daz die obgenanten eydgnossen von Stetten vnd lendern Kemeinlich oder vnder Znen deHein Statt oder land besunder von Zemand darumb vnd ouch vmb sölichs, das wir vnd si vns also zusamen getan j vnd verbunden Hand, oder ob st von Zeman wider Rechtz an lstlen, lip oder gut angegriffen oder beschediget wurdent, das mügent si vns mit Zren botten oder brieffen An vnsern Raut verkünden vnd zu wissen tun, dann so sollent wir obgenanten von Schaffhusen den 876 vorgenanten ! eydgnossen gemeinlich oder dem ortt, dem sölich angriff oder schad zugezogen vnd beschechen wer, vnser hilff vnuerzogenlich zusenden vnd Znen mit guten trüwen behulffen vnd beraten sin, vnd wie vil wir Znen dann ze hilff vnd zu trost sendent, daran sollen si ein benügen ^ haben, vnd solich Hil5 sollen wir Znen tun in vnserm costen. — Gefugte sich ouch, das Zemand, wer der wer, deheinen der vnsern, so zu beidenteilen gehört, angriffe oder beschedigote an recht oder daz sy Zeman, wer der wer/ mit dem oder denen wir beidteil Zetz zu schaffen hetten > oder gewynnen, sich von vns beidenteilen g" meinlich ald sunderlich glicher pillicher rechten nit benligen lassen wollen vnd daz der oder dieselben In vnser stett, lender, gericht oder gebiett komend, den oder dieselben, alle Zre helffer vnd diener, Zr lip vnd Zr gut sol man hefften j vnd angriffen vnd darzu tun nach aller notdurfft, das si sölichen schaden ablegend vnd widerkerint vnd daby glicher pillicher Rechten benügen laussen, vnuerzogenlich, an alle geuerde. — Wir die obgenanten von Schaffhusen sollent ouch mit nieman keinen krieg nit an- > fachen an der obgenanten eitgnossen von stellen vnd lendern aller gemeinlich oder des merteils vnder Znen Raul, wissen vnd willen, an all geuerde. — Vnd wer, daz wir yetzgenanten von Schaffhusen mit Zeman, wer der wer, ützzit zu schaffen hettent oder gewynnent j vnd vns der vor krieg oder so wir mit Zm Z" kriegen kemcnt, solliche gliche, pilliche Recht butte, das were vff die obgenanten eitgnossen von stellen vnd lendern gemeinlich oder den merteil oder deHein ortt besunder oder an andri ennd, das die obgenanten eydgnossen > gemeinlich oder der merteil vnder Znen bedüchte, daz wir der obgenanten gebottnen rechten eins vffnemen sollint, So sollent wir es vnuerzogenlich an widerred tun. — Fügte sich ouch, daz wir die obgenanten Stett vnd lender gemeinlich oder deHein ortt vnder vns besunder j mit den vorgenanten von Schaffhusen oder si mit vns gemeinlich oder vnder vns deHein statt oder land besunder Stoß oder mißhellung gewunnen, das gott lang wend, darüber sollend wir beiderlei! ze tagen komen gen Zürich in die Statt, vnd sollend wir, die obge- ^ seilen Stett vnd lender gemeinlich oder vnder vns eines besunder, so dann stoß mit vns, den von Schaffhusen, oder wir mit Znen Hand, zwen erberman vnd ouch wir von Schaffhusen zwen erberman vmb sölich stöß setzen. Dieselben vier söllen dann sweren gelert eyd j zu gott vnd den heiligen, die fach vnd die stöß vnuerzogenlich vßzerichten ze der minne oder ze dem Rechten, ob si die minne nit vinden möchten!; vnd wie es die viere oder der merteil vnder Z"^" ze dem Rechten vßsprechend, das sollen wir zu beidersitt war j vnd stet halten vngeuarlichen. — ZVcre aber, daz die viere, so darzu geben, stössig wurdint vnd sich glich teiltint, so sollend si besuchen, ob st sich eines gemeinen mans Znwendig vnser eydgnosschafft oder Zn der Statt zu Schaffhusen geeine" mügend; ob aber das nit gesin j möchte, so füllend si by den eyden, so sy der fach halb gesworn h""^ Zn der Statt zu Sant Gallen einen gemeinen man zu Znen erkiessen vnd nemen, der si Zn der soch schidlich vnd gemein duncke; vnd weihen si darzu kiesend vnd nemend, den sollen die von Sant Gallen ! darzu wisen, sich der fach anzunemen mit den schidlüten vnd die vnuerzogenlich zu entscheiden by st""" eyde, den er ouch darüber sweren sol, nach gelegenheit der fach vnd nach dem als Znn dann beduuckt recht vnd pillich zu sind; vnd welhem teil der schidlüten er ^ Volzel, das sol ouch das mer st", sollend ouch beidteil dem nachfolgen vnd gnug tun an widerred, vngeuarlich. — Wurdent ouch ^ obgenanten vnser eitgnossen Stett vnd lender gemeinlich oder deHein ortt Znsunders hinnanthin Ze>"^ mit einander stössig oder j mißhellig, das gott ewengklich wende vnd mit sinem götlichen friden dauor st" welle, der flössen vnd mißhellung sollend wir die obgenanten von Schaffhusen vns in dhein wift annemen vnd vns deheinem teil zu hilff setzen noch wider den andern > bystand tun, es wer dann 877 daz wir die mit früntschafft vereinen Möchtend; daz mogent wir wol tun on geuerd. — Es sol ouch kein ley den andern, der in diser punctnisse ist, vff kein frömd geistlich noch weltlich gericht laden noch triben, Besunder so sol yederman j von dem andern Recht nemen an den stetten vnd in den gerichten, da der ansprechig gesessen ist oder dahin er gehört, da man Zm ouch vnuerzogenlich richten sol. Aber dar Anne ist vßgesetzt, so yeman rechtlos gelausscn vnd das kuntlich wurd, daz da derselb sin recht > suchen mag, da Zm daz eben ist. So dann vmb zins mag yedwederteil von dem andern Znzüchen mit geistlichen oder weltlichen gerichten, als Zm daz fügklich vnd von alter Harkomen ist. Desglich elich fachen sol man ouch berechtigen vor dem geistlichen gericht, > als daz von alter Harkomen ist. — Es sol ouch uieman den andern, der Zn diser punctnisse ist, weder verbieten noch verhefften, dann den rechten gälten oder bürgen, der Zm darumb gelopt, versprochen oder verbriefst hat, vngeuarlich. — Wer ouch, daz jemand todsieg oder j frefflinen in vnser beiderteilen stetten, lendern, gerichten, zwingen vnd bennen begiengi, das sol vnd mag yetweder teil stetten vnd lendern richten nach gewonheit, gesetzt vnd recht der gericht, da sölichs beschickst, Also das dis punctnisse nieman dauor schirmen j noch behelffen sol Zn keinen weg, alles vngeuarlich. Sunderlich so ist har Znn von vns beidcnteilen, stetten vnd lendern, beredt vnd eigenlich vorbehept, das wir beidteil, stett vnd lender, alle vnsere slofi, stett, vestinen, dörffer vnd Höffe by allen vnsern vnd Zren j fryheiten, Rechtung, ehafften, alter guter gewonheit, Zwingen vnd bennen beliben sollend, als wir vnd si Harkomen sind vnd yederman harbrackst hat, doch das diser punctniß all- wegen gnug beschee, alles vngeuarlich. — Wir obgenantcn von > Schaffhusen sollent vns ouch siirbashin weder zu Herren noch zu Stetten mit deheinen gelüpten, eyden noch verschribungen nit tun »och verbinden an der eitgnossen gemeinlich oder des merenteils vnder Znen Raut, gunst, wissen vnd willen. — BZir die obgenanten stett j vnd lender vnd ouch wir die obgenantcn von Schaffhusen habend vns einhelliklich vor vnd vßbehalten, ob wir durch vnser Stett vnd lender oder lüten vnd durch gemeines nutz vnd notdurfft willen hienach vtzit anders zu Raut wurdent, dann hie vorgeschriben j stat, das vns ze schirm, zu hilff, zu srid bnd zu gnaden gefürdern möcht, es wer dis zu mindern, zu meren, ze endern, ze bessern, daz allenklich oder zum teil oder gantz hin vnd abzutund vnd einander» des zu erlassen, daz mögend wir wol tun vnd > sollend ouch des gantzen vollen gcwalt haben, wie wir des einhellenklich zu Raut werdent, alles vngeuarlich. ^ Wjr die obgenanten eidgnossen von stetten vnd lendern habend vns selbs harZnn gantz vorbehalten vnd vßgelaussen die pünd, eyd vnd gelüpte, j so wir vor datum dis briefS mit einandern oder Jemannd mit vns oder wir mit Zeman anderm gemacht vnd getan Hand. — Bnd also haben wir obgenanten von Schaffhusen all gemeinlich vnd vnder vns Zegklicher besunder, was mannen oder knaben sechzehen ! Zar alt vnd elter sind, gelert eyd mit vffgebottnen vingern zu gott vnd den heiligen gesworn für vns vnd vnser nachkomen, was diser brieff von vns wiset vnd seit die vorgenant zitt vß war, vest bnd stet zu halten vnd zu haben, dem nachzugand vnd > gnug zu tund getruwlich vnd vngeuarlich, bnd ouch das dis alles, so diser brieff von vns wiset vnd seit, Je zu zechen Zaren die obgenempten ^nrzal vß mit vnsern eyden beuestnen vnd sweren, war, vest vnd stet zu halten, wenn die obgenanten I ^Nossen gemeinlich oder der merteil vnder Inen daz an vns ervordrent, an alle widerred vnd Zntrag, "Ü geuerd vnd arglist har Znn gantz vßgescheiden. So haben wir, die obgenanten eidgnossen von stetten bnd lendern, Nämlich Zürich, Bern, Lutzern, j Switz, Zug vnd Glarus, für vns vnd vnser nachkomen bh vnsern guten trüwen vnd den eyden, so wir vnsern stetten vnd lendern getan Hand, gelopt vnd verbissen, alles das, so diser brieff von vns wiset vnd seit, die obgenanten zitt vs war, vest vnd stet j zu 878 halten vnd ze haben, dem nach zegond vnd gnug zutund getrliwlich vnd vngefarlich. Vnd wenn wir Ze zu zechen Zaren vnser pund erm'iwrent vnd swerrent, so sollend vnd wellent wir den vnsern Zn stetten vnd lendern vff die zitt bis punctniß j vnd verschribung ouch vorlesen vnd Znen dann daruff by Zrett getanen eyden gedielten, die war vnd ftet ze halten vnd gnug zu tund, all arglist vnd geuerd har Zn" gantz vßgescheiden. — Vnd des alles zu veftem, stetem vrkund, So haben wir die vor- > geschribne" eytgnossen, Stett vnd lender Zürich, Bern, Lutzern, Switz, Zug, Glarus vnd Schaffhusen, vnser gemeiner Stetten vnd lendern Zngesigel offenlich gehenkt an diser brieffen Sieben gelich, Die geben sind vff SamM, waz der erst tag des Manots I Brachott, do man zalt von Cristi gepurt Viertzechenhundert fünffzig vnd vier Zare. Pergamentene Urkunde mlt den sieben anhangenden Siegeln von Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, Zug, Blaru« und Schaffhaui'"' (Abgedruckt bei Tschudi II. 578>) SS Ewiges Bündniß der Stadt St. Gallen mit den Orten Zürich, Bern, Lucern, SchwYZ, Zug und Glarus. R4S4, IS. Juni. Staatsarchiv Bern. Zn dem namen der heiligen loblichen Driualtikeit, des Vatters, Sunns vnd des heiligen Geistes, Amen. Ewig ding vnd ewig früntschafft sol man bestettnen vnd beuestnen mit geschrifft, vmb das w»n des menschen gedenke vnd Nattur krank vnd blöd sind Vnd > in dem loff des zittes vergangen vnd zer- genklicher ding bald vergessen wirtt. Vnd darumb das dise ewige früntschafft einen gutten ansang gewinn, ein besser mittel vnd das allerbest ende, vnd das söllicher früntschafft zu ewiger zitt niemer mer verges- ! sen werde, so kündent vnd verjechent Wir der Burgermeister, die Schultheis, Amman, Rätt, Burger vnd Lantlütte gemeinlich diser nachbenempten Stetten vnd lendern, Nämlich Zürich, Bern, Lutzern, Switz, Zug vnd das vsser ampt, So j zu Zug gehöret, vnd Glarus, Vnd wir der Burgermeister, die Rät vnd die Burgere gemeinlich der Statt zu Santgallen Allen den, so Visen brieff ansechent, lesend oder hörent lessen nun vnd hienach, Das wir gar eigenlich angesechen vnd sunder j betrachtet habend söllich trüw, liebi vnd früntschafft, so vnser »ordern vnd ouch wir gar lange zitt miteinandern gehest^ Hand, vnd vmb das nun die selb früntschafft zwüschent vns mit gutten trüwen ewenklich beuestnet vnd bestät werde, j So Habent wir mit guttem willen, zittlicher Vorbetrachtung vnd gantzem einhelligem durch nutz, fromm, schirms vnd friden willen vnser aller vnd aller vnser nachkomen libs vnd gutz de^ vorgenanten vnser Stett vnd lender, ouch durch j nutz vnd fromm willen gemeinlich des lands ein Ewi Burgere gemeiulich Z" Santgallen vnd alle Zr nachkomen zu vnsern ewigen Eidgnossm genomm vnd enpfangen Hand, wir obgenanten Burgermeister, Rätt vnd Burger gemeinlich zu Santgallen syend für vns vnd alle vnser nach- j komm der obgenanten Eidgnossm von Stetten vnd lendern ewig Eidgnossm worden nut söllichen Worten vnd gedingen, als hienach an disem brieff eigenlich gcschriben stat. Dem ist also: ersten, were, das wir die obgenanten Stett vnd Wald- j stett alle oder vnder vns deHein statt oder laud 879 besunder nun oder hienach mit yemand, wer der were, misshellung vnd krieg hettend oder gewunnend, welhe Statt oder land vnder vns, den vorgeseitten Eidgnossen, dann semlich krieg berürend vnd angand, > Dieselben söllent dann gemalt haben, vns die vorgenanten von Santgallen, Bürgermeister, Rätt vnd Burgere oder vnsern Burgermeister besunder vmb hilff zu manen; Vnd söllent wir, die selben von Santgallen, dem oder denen, so dann > gemant Hand, nach der manung vnuerzogenlich vnd an alle widerred mit vnsern liben vnd mit vnserm gut vnd mit vnser macht, die wir dann gehaben mugend, zu Znen oder anderswahin, dahin wir dann gemant sind, züchen j vnd Znen behulffen vnd beratten sin vnd Zr vyend helffen schadigen vnd darzu vnser bestes vnd wegstes tun, als ob die fach vnser eigen sach were, getruwlich vnd ane alle geuerde. Vnd söllent ouch die hilff gentzlich in vnserm costen tun, wie dik j das zu schulden kumpt, ane der obgenanten vnser Eidgnossen schaden, vngeuarlich. — Were ouch, das die obgenanten vnser Eidgnossen von Santgallen fürbaßhin mit Zeman, wer der were, Hiedißhalb dem Rin, dem Bodensee vnd dem Gebirg j Stöss ald krieg gewunnent vnd sy düchtte, das sh darZnne vnser Hilff notturfftig werind, das mugent sy vns in Stett vnd lender mit Zren botten oder brieffen In vnser Rätt verkünden vnd zu wissen tun, dann so söllent j wir die vorgenanten eidgnossen den obgenanten vnsern eidgnossen von Santgallen vnser hilff vnuerzogenlich zusenden vnd Znen mit gutten trüwen behulffen vnd beratten sin. Vnd wie vil wir Znen von vnsern Stetten vnd lendern zu hilff sendent, dar- ^ an söllent wir die obgenanten von Santgallen ein benügung haben, vnd sölich hilff söllent wir die obgenanten Eidgnossen den egenanten vnsern Eidgnossen von Santgallen in vnserm costen tun, vngeuarlich. — Wir die obgenanten von > Santgallen söllent ouch mit nieman keinen krieg nit anfachen vnd ouch nieman vsserthalb der Eidgnosschaft in keinem krieg nicht behulffen noch beratten sin ane der obgenanten vnser eidgnossen Stetten vnd lendern aller gemeinlich oder des j mcrteils vnder Znen Natt, gunst, wissen vnd willen, une alle geuerde. — Vnd were, das wir die yetzgenanten von Santgallen mit Zemand sitz zu schaffen bettend oder gewunnend vnd vns der oder die vor kriegen, oder so wir mit Zm oder Znen ^ zu kriegen kemind, sölliche gliche, völlige, billiche recht butte, das vnser obgenanten Eidgnossen gemeinlich oder den Werteil vnder Znen beduchtte, das es Znen vnd vns erstehen were, das wir der rechten eins vffnemen svltind, So söllent j wir es tun vnd Znen dar Znn gehorsam vnd gefölgig sin an widerred. — Wir die obgenanten von Santgallen noch vnser nachkomen söllent vns ouch zu nieman, weder zu Herren boch zu Stetten, yetz noch in künfftigen zitten, nit verbinden > mit deheinen geluvten noch eiden an der obgenanten vnser eidgnossen von Stetten vnd lendern gemeinlich oder des merteils vnder Znen Natt, gunst, wissen vnd willen, an geuerd. — Wurdint ouch die obgenanten vnser Eidgnossen Stett > vnd lender hinnenthin yemer miteinandern misshellig vnd stössig oder vnder Znen deHein zwey örtter gegen einander,, besunder, das gott ewenklich wende vnd mit sinem göttlichen frid vnd gnaden dauor sin welle, So mugent wir die ^ obgenanten von Santgallen du,ch vnssr bottschafften, die wir darzu schicktind, wol besuchen, ob wir sy mit früntschafft mit einandern gerichten Möchtend; möchte aber das nit gesin, was bann der merteil vnser obgenanten Eidgnossen in den fachen für- > nimpt, das söllent wir mit Znen ^'rnemen, ob sy vnser darzu begerend, an alle geuerd vnd widerred. — So ist vmb geltschuld vnd vmb 5bllich fachen berett, das darumb yederman von dem andern recht nemen sol an den enden vnd in den Richten, j da der ansprechig gesessen ist vnd hingehört, an alle geuerd. Wol sinen rechten gelten oder ^vgen, der Zm darumb gelopt vnd verheißen hat, mag einer wol verhefften vnd verhielten, an alle geuerd. Vnd vmb zins, den mag yederman > vordern vnd Znzüchen, als bißhar gewonlich gewesen ist, 880 an geuerde. — Gefügte sich such, das Zeman, wer der were, deheinen der vnsern, So zu beidenteilen gehört, angriffe oder beschadgotte an recht, oder das sy Zeman, wer der were, mit dem > oder denen wir beid teil yetz zu schaffen hetten oder gewunnen, Sich von vns beidenteilen gemeinlich ald sunderlich glicher, billicher rechten nit bem'igen lassen wölten vnd das der oder die selben Zn vnser Stett, lender, gericht oder gebiett j komend, den oder die selben, alle Zr helffer vnd diener, Zr lib oder Zr gut sol man hefften vnd angriffen vnd darzu tun nach aller notturfft, Das sy söllichen schaden ablegend vnd widerkerint vnd daby glicher, billicher rechten benügen lassen, j vnuerzogenlich, an alle geuerd. -- euch, das yemand todsleg oder fräfflinen Zn vnser beiderteil Stetten, lendern, gerichten, zwingen vnd bennen begienge, das sol vnd mag yettwederteil Stetten vnd lendern richtten nach gewonheit, j geft^ vnd recht der gerichten, da söllichs beschicht, Also das dis puntnusse nieman dauor schirmen noch behelffrn sol Zn keinen weg, alles vngeuarlich, Sunderlich so ist har Znn von vns beidenteilen, Stetten vnd lendern, berett > vnd eigenlich vorbehept, das wir beidteil, Stett vnd lender, alle vnser Sloss, Stett, Vestinen, Dörffer vnd Höffe by allen vnsern vnd Zren rechtungen, fryheitten vnd ehafftinen, alter gutter gewonheit, gerichtten, zwingen vnd bennen beliben j sollend, als wir vnd sy Harkomen sind vnd yederwan harbracht hat, Doch das diser puntnusse allwegen gnug bescheche, alles vngeuarlich. — Bescheche ouch, das wir die obgenanten Stett vnd lender gemeinlich oder deHein j ortt vnder vns besunder mit den ob- genanten von Santgallen oder sy mit vns gemeinlich oder vnder vns deHein Statt oder land befunden Stöß oder misshellung gewunnen, das gott lang wend, darumb so söllent wir beidteil zu > tagen kott>c" gen Einsideln vnd söllent wir die obgenanten Stett vnd lender gemeinlich oder vnder vns eins besunbev, So.dann stöß mit vns, den von Santgallen, oder wir mit Znen Hand, zwen erbreman vnd ouch wir von Santgallen > zwen erberman vmb söllich stöß setzen. Dieselben vier söllent dann sweren gelertt cid zu gott vnd den heiligen, die fach vnd die stöß vnuerzogenlich vszerichten ze der minn oder ze dem rechten, ob sy die minn nit vinden möchtint; vnd wie eö die > vier oder der merteil vnder Znen zu dem rechen vssprechent, das söllent wir zu beidersitt war vnd statt halten, vngeuarlichen. Were aber, das die vier, so darzu geben, stössig wurdint vnd sich glich teiltind, So söllent sy by den eiden, So j sy diser sach halb gesworen Hand, Znnwendig vnser Eidgnosschaft Stetten vnd lendern oder in der Statt zu SaN^ galten einen gemeinen Man zu Znen erkicssen vnd nemen, der sy in der fach schidlich vnd gemein duuek, vnd wclichen sy darzu > kicssend vnd nement, den söllent die, in der Statt oder land er gesessen ist, darZ" wisen, sich der fach anzencment mit den schidlütten vnd die vnuerzogenlich zu entscheiden by sinem e>br, den er auch darumb sweren sol nach gelegenheit der sach vnd ^ nachdem als Znn dann bedunkt recht vnd billich zu sinde. Vnd welichem teile der Schidlütten er volget, das sol ouch das mer sin. Vnd selcht ouch beidteil dem nachuolgen vnd gnug tun an widerred, vngeuarlich, Vnd Znn des eides, so er I Zr Statt oder Land, gesworen hat, erlassen vnd ledig sagen vntz zu vstrag des rechten. — ^ obgenanten Stett vnd lender habend vns selbs hierZnn gentzlich vorbehalten vnd vssgelassen das Römisch Rich vnd die pünd, So wir j vor Datum dis brieffs gegen einandern gemacht, auch de" geheiß vnd die verschribung, So wir vor Datum dis brieffs gen yeman getan Hand. — So haben ww die obgenanten von Santgallen vns selbs HierZnn vorbehalten vnd vssgelassen > ouch das heilig RömM Rich. — Vnd also haben wir die obgenannten Burgermeister, Rätt vnd Burgere gemeinlich zu gasten vnd vnder vns Zeklicher besunder, Nämlich was mannen vnd knaben, die Sechzechen Zar alt vu elter sind, j gelert eid mit vffgehepten vingern vnd gelertten wortten gesworen zu gott vnd den Heilig" 881 für vns vnd vnser nachkamen, Das Alles, so hieuor vnd nach an disem brieff von vns geschriben stat, gttrüwlich, war, vest vnd ftett zu halten, dem j nachzugande vnd gnug zetunde. — Wir die yetz genanten Burgermeister, Rätt vnd Burgere gemeinlich zu Santgallen vnd alle vnser nachkomen söllent ouch für- baßhin ye zu zechen Zaren, dauor oder darnach vngeuarlich, wenn j das von den obgenanten vnsern Eidgnossen gemeinlich oder dem merteil an vns zu tunde eruordert wirt oder so sy das nutz vnd not- turfftig sin bedunket, Söllich eid vnd brieff sweren, nüwern vnd mit vnsern eiden beueftnen. — Wir vbgenannten Stett vnd lender, Zürich, Bern, Lutzern, Switz, Zug vnd Glarus, gelobend vnd versprechend für vns vnd vnser nachkomen by vnsern gutten trüwen an eidesstatt, dem allem, So wir dann nach d'ses obge- j nanten brieffs lut vnd sag vnsern Eidgnossen von Santgallen vnd Iren nachkomen zutunde schuldig sind, getrüwlichen zu tunde vnd zu Volbringen, an widerred vnd an alle geuerde. — Wir die obgenanten Eidgnossen, j Stett vnd lender, vnd wir die vorgenanten von Santgallen habend vns selbs barZnn lutter vorbehalten vnd vssgelassen, das wir alle mit einander« dise obgeschribne stuck alle Zngemein oder Zr Zeklichs besunder wol mugend endern, I mindern vnd meren nach vnser aller notturfft vnd willen, wenn wir des alle einhellenklich miteinander« zu Natt werdent vnd es vns alle einhellenklich nutzlich vnd fügklich sin bedunkt, an menglichs Zrrung vnd Antrag, an alle > geuerd. — Vnd des alles zu warem, vestem, stättem, ewigem Vrkund, So habend wir die obgeschribnen Eidgnossen, Stett vnd lender Zürich, Bern, Lutzern, Switz, Zug, Glarus vnd Santgallen, vnser gemeinen > Stetten vnd lendern Znsigel offennlich gehenckt an diser brieffen Syben glich, Die geben sind vff Donrstag nach dem heiligen Pfingstag Zn den Zaren vnsers Herren Tusent vierhundert fünfftzig vnd vier Zare. j Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der sieben genannte» Städte. (Abgedruckt bei Tschudi II. S7(j.) s« Dreijähriger Waffenstillstand zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. R4SS, S. Juni. Staatsarchiv Zürich. Zu wissen sige allermenglichem i Als zwischen dem durchlüchtigen hochgeporn fürsten vnd Heren, Hern Sigmunden, Hertzogen zu Oesterrich w., an ainem, Vnd den sürsichtigen, wisen, gemainen aid- Senossen von Stetten vnd Lendern vnd Zren mithafften am j andren taile, Ain gütlicher, vnuerbundner tag von Zr spenn vnd zwytracht wegen, So Sy zu baidersidt zu enandern haben, die gütlich zu richten ^d zu betragen, angesehen vnd fürgenomen ist zu Costentz in der Statt vff Sant Vrbans tag nechst- "ergangen j zu laiften vnd zu halten, Also sind vff den selben tag gen Costentz des allerhailigsten Zn gott Batters vnd Heren, Hern Pius des andern, Bapstes, treffenlich vnd fürnem bottschafft vnd legat, dämlich der Erwirdig Her, Hern Steffen von Nardinis, pro- > tonotari Forliuiensis vnd Reuerendari w., ^üch des aller Cristenlichsten, durchlüchtigoften fürsten vnd Heren, Hern Karlen, küngs zu Frankrich, fernem vnd treffenlich bottschafft, Nämlich der hochwirdig Zn gott Vatter, Hern Helyas, Bischoff zu V'uerensi, Hern j Georius Hauart, Her zu Rosier, maister Requeftarum, Hern Zohan von Campidenario, gepietiger Sant Anthonyen von Ysenheim, All dreyg des obgenanten küngs Räte, Vnd mit Zn Maister ^Mrandus Brissoneti, desselben künigs Notary vnd Secretary, zu j dem hochwürdigen fürsten, Hern III 882 Hainrichen, Byschoff zu Costentz, komen, In mainung vnd beuelhnus, Mit allem flisse zu versuchen, Ob Sy sölich obgemelt Spenn vnd zwytracht zu trost vnd frommen der Hailigen Cristenhait vnd gemainem nutze gütlich möchten betragen vnd in ain bringen, Vnd nach vil verhörung von baidentailn, manig- ualtigclich, och vil Tag vnd zites geschehen, Haben die obgemelten Heren Legaten vnd vätter alle mit hilff der Ersamen wysen der Stett Basel vnd Costentz Erbere Ratzbottschafft > mit hohem vlys, guter truw vnd merklicher arbait mit wissen, willen vnd offner täding baider obgenanten parthyen, Nämlich der aidgenossen bottschafft vnd Ratzfründen, von Zürich Rudolff von Cham, alt Burgermaister, von Bern Caspar vom Stain, alt Schult- ^ haiß, vnd Ludwig Hetzet, von Lutzern Hainrich von Hunwil, Schutt- haiß, Maister Peter Rust vnd Hans Verr, von Vre Hans Bünttiner, alt Amman, von Swytz Ittel Reding, Aminan, von Vnderwalden Burkart Krepsser, von Zug Jost Spiller, alt amman, von Glarus Haini j Wüst, Alt amman, von Schafhusen Clewi von Eich, Burgermaister, vnd von Sant Galten Stoffel Wirt, Vogt daselbs, vff sölichem Tag treffenlich erschinen sind, Ain aynikait vnd verstentnuß gemacht vnd abgeredt, die vesticlich, gestraks, getrulich vnd vngeuarlich gegen > Mandern zu halten und zu vollstrecken, Znmaßen als hernach volget. Dem ist also: Nachdem vnd vor vil ziten Müschen dem loblichen Hufe Oesterrich ains tails vnd den obgemelten gemainen aydgenossen des andern ain fünfftz'g Järiger frid gemacht > vnd abgeredt ist worden, Znmaßen vnd die brieff vnd sigel darüber gemacht vnd tutende Sölichs mit merklichem Vnderschaid, was yeglicher tail dem andern pflichtig ist zu tunde vnd ZU haltende, jgar clarlich vßwisen, Zst nämlich beredt vnd haben baid obge- j nant tail das Mandern flir sich vnd die Iren gelopt vnd verhaißen, Denselben fünfftzig Zangen friden bis zu sinem ende geftracks, vffrecht, getrülich, vestenclich vnd on all geuard zu halten vnd dem nach aller siner begriffung, vßwisuug vnd Znnhaltung I nach zu komm, Ouch das mit Zren Glossen, Stetten, lendern, gerichten, zwinge" vnd bennen vnd allen den Zren fürdcrlich vnd ernstlich gebieten, schaffen vnd bestellen, Dem in vor- gemelter wise nachzukomen vnd gnug zu tun. — Mer ist beredt vnd das von j baiden tailen obge"""^ zugesagt: Wenn fach ist, das in obgemelter zite des fünfftzig Zarigen frides bis an sin end vnd vßg""3 Darzwüschen der obgenant vnser hailiger Vatter der Bapst, oder der aller Cristanlichest, durchlüchtig"^ künig, Hern Karle, küng > zu Frankrich w., von der obgedauchten Stöß, Spenn vnd zwytrecht wege" zwüschent dem obgenanten durchlüchtigen fürsten, Hertzog Sigmunden, vnd gemainen aidgenossen aine» andern vnuerbundnm, gütlichen Tag zu Basel, Costentz oder an andern geleg- > nein ende darumb "" geuerd setzen, Daby der abgedachten vnseres Hailigen Vatter des Bapsts, ouch des Cristanlichen künig^ von Frankrich bottschafft oder legaten sin sol, Ouch der obgenant Hochwürdig Bischoff zu Costentz, ^ Stett Basel vnd Costentz Bott- j schafft vngeuarlich sin mag, Das alsdann der obgenant Hertzog Sigmund durch sich ftlbö oder durch sin vollmächtig anwalt, Deßglichen der obgenanten gemainer aidgenosse", nämlich vnd erber Bottschafft mit vollem gemalt zu sölichem gesetztem tag j sürderlich komen vnd >'" sollen, Alsdann lassen zu hören vnd sürzunemen, ob baid obgenant parthyen vmb all Zr SpeiM Stöße vnd vmb all fachen mögen gütlich betragen vnd zu ewigem fride gebracht werden. — Ä^eM " ouch yemant, der Herschafft j Oesterrich Räte, diener, burger, vnderton vnd die so Zn zu verspreche" ftond, ainer oder mer, zu der Aidgenossen Burgern, Lantlüten, Aidgenossen vnd den so Zn zu verspreche" stond, ainem oder mer Zusprechen, Zrrung oder Spenn hetten oder gewonnen, Oder die Aid- I genösse", Zr burger, lantlüt, aidgenossen, die Zren vnd die Zn zu versprechen stond, widerumb Spenn, vorderuns ^ oder Zrrung gegen der Herschafft, Zren Räten, dienern, burgern, vnderton vnd den so Zn zu verspreche" 883 stond, meren oder wurden, Das dann deHain tail den j andern mit gewalt nicht vberziechen oder bekriegen oder das zu tun gestatten, Sunder das dieselben das zu enandern suchen mit recht nach Znnhalt des sünfftzig Zarigen frides. Diser ding aller zu merer gedechtnuß vnd Sicherhait, So haben wir j ob- genanter Stephanus von Ardin, wir vorgenanter Bischoff Helyas vnd Johann von Campidenario, anstatt rnd Znnamen vnser vnd der obgenanten vnseres gnedigosten Heren des künigs von Frankrichs Rät vnd bottschafft, Vnd wir Hainrich, Bischoff zu Costentz, f vnser Znsigel tun hencken an disen brieff. Wir Sigmund, von gottes gnaden Hertzog zu Oefterrich, zu Styr, zu Kernden vnd zu Crain, Grase zu Tyrol zc., vnd wir der Aidgenossen bottcn vorgenant Bekennen, das alles das, so vorgeschriben stak, Mit vnserm f gunst, wissen vnd gutem willen zugegangen vnd beschehen ist; Darumb so wollen wir sölicher borgemelter beredniß gestraks vnd on Zntrag vnd widerred nachkomen. Vnd des zu Vrkund, So haben mir obgenanter Hertzog Sigmund vnser Znsigel tun j hencken an disen brieff, Darzu wir Rudolff von Cham vnd Hainrich Wüst, vorgenante, vnsre Znsigel von vnser aller der Aidgenossen botten wegen gehenkt Hand. Vnd sind diser brieff Zwen Zn glicher lut geschriben Vnd yeglicher parthy einer geben f vff Sambstag nechft vor Sant Vitztag des Zars, als man zalt von Cristi gepurt Tusend vierhundert dnd im Nun vnd fünfftzigosten Zar. Pergamentene Urkunde mit sieben anhangenden Siegeln. (Abgedruckt bei Chincl, Materialien zur österreichische» Geschichten. i7Z.) SV Waffenstillstand zwischen Oesterreich und den Eidgenossen vom 10. December 1460 bis Pfingsten 1461. 7. Deoember. Staatsarchiv Zürich. Ze wissen von des kriegs wegen, So sich zwüschend dem durchlüchtigen Hochgepornen surften vnd Herren, Herrn Sigmunden, Hertzogen zu Oefterrich w., vnd den Ersamen, fürsichtigen vnd wysen ^urgermaistern, Schulthaissen, Amman, j Räten vnd gemainden diser nachbenembten Stetten vnd lenn- dern, mit namen Zürich, Bern, Solotorn, Lucern, Vre, Schwitz, Vnderwalden ob vnd nid dem kern- 'vald, Zug vnd das vsser ambt so zu Zug gehört, Glarus, Schaufhusen, Sant- I galten, Friburg in Uechtland, Appenzell vnd andern, so darzu gewandt sind, erhebt hat, Das durch den hochwirdigen Herren, Hern Johansen, Bischoffen zu Basel, vnd der Statt Basel erbern Ratzbotten, Nämlich den Strengen Hern Hunsen von Flachs- ! landen, Burgermaister, vnd Her Hansen von Berenfels, Rittern, vnd Hansen Vreumenstein, ain gütlicher Tag daran beredt, der zu Costenz vor Znen vnd der Statt Coftenz erbern ^«tzbotten, mit namen dem Strengen Herrn Marquarten Brisachern, f Ritter, vnd Cristan Schinder, ^Unfftmaifter, in gegenwirtigkait vnd biwesen des hochwirdigen Herren, Hern Hainrichen, Bischofs zu ^stentz, vnd des durchlüchtigen hochgepornen surften vnd Herrn, Hern Ludwigen, pfallitzgrafen by Rin, Hertzogen in nidern vnd f obern Payern tt., Räten, nämlich dem Wolgepornen Herrn Vlrichen, Grafen ie Nlontfort, dem vesten Hainrichen von Friberg, vnd Zohannsen Braitenlower, Cantzelschriber, von ^'den parthien durch Zr Rät vnd Rätzbotten mit vollem gewalt gehalten I ist vnd mit derselben baiden 884 tailen wissen vnd willen dise nachgeschriben artigkel vnd puncten abgeredt vnd beschlossen sind: Des ersten, das zwüschen obgenanten Haiden parthien vnd allen den Iren, in wellicher gestalt vnd wesen vnd zu diftm krieg vnd fachen die hafft, verdacht vnd gewandt sind, ain vffrechter, redlicher, guter, getruwer frid gehalten vnd vollefürt werden, der vff mitwuch nechstkünfftig zu der sunnen vffgang ansahen vnd bis vff den Hailigen psingsttag och nechstkünf- ^ tig bis zu der sunnen vndergang weren vnd bestan sol. Vnd vmb das sollicher krieg zu richtung müge gebracht werden, sol durch baid tail obgenant mit vollem gewalt ain anderer gütlicher tag gehalten werden, vff mentag nach dem j Maigtag nechstkomend ze Nacht ff Costentz zu sind vnd morndes zu den fachen zu griffen. — Ztem es sollend ouch alle gefangen vff baid tail bis den genanten friden vß Zil vnd tag haben vnd sol ain beschaiden atzgelt von Znen genowe» werden, j Deßglichen, was schatzung vnd brantschatzung von baidentailen noch vnbezalt vßstanden, d>e sollent den genanten friden vß ouch bliben anstan vnd kam tail von dem andern, noch die, so darumb hafft vnd bürgen sind, da zwüschen darumb kains j wegs angelangt noch bekümbert werden. Vnd als die von Rapperswil etwas zins vnd schulden in des genanten Herren Hertzog Sigmunds Stett, Land vnd den sinen schuldig sind, die sollend desglichen den genanten friden vß ouch bliben anstan j vnd niemand, der darumb verbintlich ist, dazwüschen deshalb bekümbert noch fürgenomen werden. — Ztem iv sol die vientschafft, die Hans von Rechberg (gegen) dem genanten Herren, Hern Hainrichen, Bischoffm zu Costentz, vnd gegen den aitgenossen j vnd den von Schauffhusen fürgenomen hat, ouch Her Hansen von Falkenstain vintschafft, so er ouch gegen den aitgenossen vnd den von Schauffhusen fürgenomen hat, den gemeldeten friden vß bliben anstan vnd durch si baid tail, noch yemantz von j Zren wegen gegen ain ander dazwüschen nichtzit argS fürgenomen werden. Zu glicher wiß sol die fach Her Bilgris von Heudorffs, so er gegen den von Schauffhusen maint zu haben, den genanten friden vß bliben ruwen vnd anstau vnd in dem selben j zit deshalb nit angefangen noch fürgenomen werden. Ouch sol der Grafen von Sanagaza vintschafft, so si gegen dem benanten Herrn Hertzog Sigmund vnd den sinen fürgenoi»e» Hand, vnd Her Bernhartz Gradner vintschafft den genanten friden j vß ouch in ruwen bliben anstan und kam tail gegen dem andern dazwüschen nit args fürnemen. Was ouch ander Personen vff Haiden thien werent, die sunder vintschafft hetten, sol die selb vintschafft ouch bis zu vsgang des genanten ! friden in ruw bestan. Ob ouch yemands von ainer parthy gegen der andern in disem krieg schade» zugefügt oder geschädiget worden, in wellichen weg dz zugangen oder bescheen ist, sollichs sol ouch ^ zit des gemelten friden vß vngeäfert bliben j anstan. Vnd was yetweder tail bis vff datum dis brieff^ Änn hat, der sol den obgenanten friden vß dabi bliben. Vnd ob dise fach vff dem genanten gütliche» tag nit betragen wurd, so sol dises Haiden parthyen nach vsgang des friden abgemeldet j vnvergriffe" sin. — Ztem die von Wintertur sollent schweren ainen aid zu den Hailigen, das si disen vorgemelw' krieg vß, die wile der weret vnd nit zu ainer gantzen richtung komen vnd bracht ist, still sitzen vnd de» aitgenosien, noch allen > den Iren, so zu Znen gewandt sind, durch sich selb noch ander Zn vnd vß der Stat Wintertur kainerlay schaden zufügen noch zufügen lassen; des sollent si sich ouch nach notdurfft vnder Zrem Znsigel verschriben. Vnd wann das bescheen ist, so sollen baid ^ parthyen das feld ruwen- Harwiderumb sollen gemain aitgenossen vnd alle die, so zu Znen gewandt sind, gegen denen von Wintec- thur disen vorgenanten krieg vß, die wile der weret vnd nit zu ganzer Richtung komen vnd bracht >st, och still j sitzen vnd Znen durch sich selbs noch ander kainerlay schaden zufügen noch zufügen lasse", vngeuorlich. Ouch sollent die aitgenossen vnd die von Wintertur ainander vailen kouff lassen zuga», 885 bngeuorlich. Dartzu, was die aitgenossen vnd > all Personen zu Znen gehörend, gaistlich vnd weltlich, Zwß, gült, zehenden vnd schulden in win, korn, habern vnd andern fruchten vff den von Wintertur habend, die bis vff datum bis brieffs von den von Wintertur nit vfgehebt sind, die sollen j den aitgenossen bnd den Iren on Antrag gefolget vnd durch die von Wintertur darZnn kain geuerd fürgenomen werden. Was si ouch sust zins, gülten vnd schulden Zn guldin vnd gelt vff den von Wintertur haben vnd ob 2nen daselbs kain I erb gefallen wer Zn disem krieg, das sol Znen on Zntrag vnd fürwort bezalt werden bnd Ire recht darzu behalten sin. Vnd was sollicher zinsen, gülten vnd zehenden in win, korn, habern bnd andern fruchten, ouch guldin, gelt vnd andern renten j vff den von Wintertur fallent, den Aitgenossen vnd den Zren zugehören, sol Znen mit aller Zrer gerechtigkait on Zrrung der von Wintertur hinfüro gefolget vnd geraichet werden. Ze glicher wise, was die von Wintertur vnd alle Personen j Haselbs, gaistlich vnd weltlich, Zins, gült, zehenden vnd schulden in win, korn, habern vnd andern fruchten w der aitgenoßschafft haben, die bis vff datum bis brieffs von den aitgenossen nit vfgehebt sind, die svllent denselben von Wintertur l on Zntrag gefolget vnd durch die aitgenossen dar Znn kain geuerd fürgenomen werden. Was si ouch sust Zins, gülten vnd schulden in guldin vnd gelt in der aitgenoßschafft Hand vnd ob Znen in der aitgenoßschaft kain erbe gefallen were Zn i disem kriege, das sol Znen vn Zntrag vnd fürwort bezalt werden vnd Zre recht darzu behalten sin. Vnd was sollicher Zinsen, gülten vnd zechenden in win, korn, habern vnd andern früchten, ouch guldin, gelt vnd andern rennten 'n der aitgenoß- j schafft fallend, denselben von Wintertur zugehörend, sol Znen mit aller Zrer gerechtig- kait an Zrrung der aitgenossen hinfüro gefolget vnd geraichet werden. — Vnd vmb das diser vorgenanter srid dester vffrechter müg gehalten werden, so soll i yeglicher tail nach sinem besten vermögen vnd not- hurfft bestellen vnd versorgen, das kainem tail von dem andern vß Zren Stetten, Schlössen vnd landen bnd dar Zn kain schad den genanten friden vß zugefügt werd. Es sol ouch yetweder tail dem j andern h'sen friden vß fallen kouff lassen zugan vnd des in kamen weg vor sin noch hindren. Vnd in disen h'ngen allen vnd yeglichen sollent alle geuerd vnd arglist vßgeschaiden sin. — Des zu Vrkund sind dir brieff zwen glich gemachet vnd j yetweder parthig ainer geben, die mit der obgenanten Herren, Hern Thansen, Bischoff zu Basel, Hern Hainrichs, bischoff zu Costentz, des wolgepornen Herren Vlrichen, ^cssen zu Montfort, vnd des strengen Hern Hansen von Flachslanden, Ritters, I Burgermaisters zu Basel, als tadingslüten in diser fach, Zngesigeln besigelt sind. Des wir von Gottes gnaden, ZohannS öu Basel vnd Hainrich zu Costentz, Bischoffe, Vlrich, Grass ze Montfort, vnd Hans von Flachsland, Nitter, yetz genant, bekennen, ! also sie bescheen. Vnd wir Zohanns, Grass zu Werdenberg, Zoß Niclaus, ^raff ze Zolr, vnd Parcefal von Annenberg, Ritter, als Rat vnd Machtvollen vnsers genannten gnädigen Herren Hertzog Sigmunds, zu diser fach von sinen gnaden ge- j ordenet vnd gesandt, Bekennen, has der frid vnd was dauor geschriben stat, vnsern gnedigen Herren vnd die sinen berüren, als siner Kütten vnd machtbotten gutten willen vnd wissen zugangen vnd bescheen ist, das alles vnd yegklichs wir ! An siner gnaden namen vnd von sinen wegen als die, die des von sinen gnaden vollen gewalt vnd ^Vhelhenisse habend, bi vnsern trüwen, aiden vnd eren geloben vnd versprechen, vffrecht, stat, vest g^rüwlich vnd vnverbrochen zu j halten, das dawider vnsers gnedigen Hern halb obgenant oder yemans den sinen, so Zm zu versprechen standent, noch von sinen wegen, haimlich noch offenlich, kains wegs getan noch für genomen sol werden, one alle geuerde. j Vnd des zu merer Vrkund so Hand wir br'g vnsere aigene Zngesigele an disen brieff ouch offenlich getan Hengken. Vnd wir Rudolff von Cham, 886 Burgermaister zu Zürich, Heinrich Esinger, des Ratz daselbs, von Bern Niclas > von Scharnachtal, Ritter, Ludwig Hetzet, Venner, von Lucern Hainrich von Hunwil, von Vre Walther Im Oberdorff, Altamman, von Schwitz Atel Reding, Amman, von Vnderwalden Hans Haintzli, Amman, von Aug Wern- j her Maltzach, Amman, von Glarus Wernher Aebli, Amman, von Schauffhusen Hans am Stad, Burgermaister, von Sant Gallen Jörg Gemeinder, Vogt, vnd von Appenzell Herman Aidler, Amman, vnd Entz am Schwartzbühel, j als Ratzbotten von vnsern Herren vnd fründen gemainen aitgenoffen vnd yegklicher von sinen obern zu der vorgenanten fach ouch geordenet vnd gesandt, verjehent vnd bekennen vuch, das der frid vnd was dauor geschriben stat, dieselben j vnser Herren vnd fründ, gemain aitgenoffen, vnd vnsers yegklichs Obern berüren, mit vnserm wissen vnd willen zugangen vnd bescheen ist. Das alles vnd yegklichs wir in Jrem vnd aller der, so zu Inen gewandt sind, namen vnd von Iren j wegen als die, so des von Inen vollen gewalt vnd enphelhniß haben, bi vnsern truwen, aiden vnd eren geloben vnd versprechen, stat, vffrecht, vest, getrüwlich vnd vnuerbrochenlich zu halten, dawider nit zetund noch zetund ge- > schaffet oder fürgenomen werden, haimlich noch offenlich, In kam wise noch weg ouch on alle geuerd. Vnd des zu gezügnusse vnd warhait Hand wir Rudolff von Cham, Burgermaister zu Zürich, Atel Reding, Amman zu Schwitz, j Hans Haintzli, Amman zu Vnderwalden, Wernher Maltzach, Amman zu Aug, vnd Wernher Aebli, Amman zu Glarus, vnsere Jngesigele von vnser selbs vnd der andern aller, von Jrer bet wegen, brestenhalb Jrer Jnsiglen, offen- j lich an disen brieff gehengkt, das wir anders obgenant bekennent also getan haben, vnd bindent vns Jnnamen vnser Herren vnd obern vnd vnser selbs darunder vestenclich in disem brieff, Der geben ist an Sonnentag nechst j nach Sant Niclausen tag, Nach Crifti gepurt Tusend vierhundert vnd in dem Sechtzigesten Jare. — Pergamentine Urkunde mit zwölf anhängenden Siegeln. (Abgedruckt bei Chmel, Materialien zur österreichischen Geschichte II. S8. Fünfzehnjähriger Friede zwischen den Herzogen Albrecht nnd Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen und ihren Zugewandten. 44«t, R. Juni. Staatsarchiv Zürich. Wir Ludwig, von gottes gnaden Phallentzgraue bey Reine, Hertzoge in Nidern vnd Obern Beyern Tun chund mit disem brieue: Als sich zwischen dem Hochgebornen fürsten, vnnserm lieben Oheimen, Hern Sigmunden, Hertzogen zu Osterrich zc., > an ainem, vnd den fürsichtigen, weysen Burgermaisterw Schultheissen, Amman, Reten vnd Gemeinden der Steten vnd lannder Aurch, Bern, Lucern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem kernwald, Aug vnd daß vsser Ambt so > zu Aug gehöret, Glarnch Solotorn, Schafhusen, Sannd Gallen, Friburg in Oechtland, Appenzell vnd anndern, so Ine gewont sind, des andern tails, krieg erhebt hatten vnd durch den Erwirdigen vnsern lieben sründe, Hern Ao- hannsen, I Bischouen zu Basel, in beywesen des Erwirdigen vnnsers lieben fründs, Hern Heinrichs, Bischouen zu Costentz, auch etlicher vnnser Rete, auch der Stete Basel vnd Costentz Ratzboten, ein ft'd bis vff den heiligen Pfingstag nechstuer- j gangen betedingt vnd gemacht ist geweft, Dazwischen ettlich Slos, Stet, lannd vnd lütt hie dishalb des gepirgs des Arlen vnd des Ferren, So dem genanten 887 vnnserm Oheme, Hertzog Sigmunden, zugehört haben, zu Händen vnd gewallt j des Hochgeborn fürsten, vnnsers lieben Swagers, Ertzherzog Albrechtz von Osterwick) w., chomen sind vnd ein früntlicher tag Zwischen obgenanten beden partheyen vor dem genanten Hern Zohannsen, Bischouen zu Basel, in bcy- wesen Hern Heinrichs, j Bischouen zu Costentz, vnd des hochgebornen surften, vnnsers lieben vettern, Hern Fridrichs, Phallentzgrauen bei Reine, Hertzogen in Beyern, des heiligen Römischen Reichs Ertz- bruchsessen vnd kurfürften, etlicher Rate vnd der Stete Basel vnd Costenntz j Erber Ratzboten angefangen was zu laisten vnd zu Halden, daz wir als ein liebhaber des fridens vns persondlich zu den fachen gefuget, die zu vnnsern Händen genomen vnd den genanten friden vff vnserö lieben Herren fronlichnams- iag nechst er- ! lengert haben, Vmb das wir bester bequemlicher zwischen den partheyen vnd in den fachen >n dem friden betedingen möchten. Darnach haben wir fürter zwischen dem genanten vnferm Swager, Ertzhertzog Albrechten, in seinem vnd Vilsers Ohems, j Hertzog Sigmunds, namen, des vollen gewalt der hetzgenant vnser Swager hat, vnd auch sein treflich Räte dabey gewesen sind vnd den gemelten Ayd- genossen, Steten, länndern vnd gemeinden, mit ernst vnd flis gesucht vnd mit beder partheyen wissen j bnd willen bis nachgeschriben punct vnd artikel abgeredt vnd beschlossen: Des Ersten, daz zwischen denselben baiden partheyen vnd allen den Iren, geistlichen vnd weltlichen, in welher geftalt vnd wesen zu disen kriegen vnd fachen die Haft, verdacht j oder gewant sind, nyemand ausgeschaiden, ein vfrechter, guter vnd redlicher, getruer fride gehalten vnd volzogen werden, der vf Hut dato bis bricues ansahen bnd siinfzehen gannzer Zar nach disem tag datum bis brieues nechst an einander j choment vnd nemlich bis vf fand Zohanstag zu Sunenbenden, der des Zars, als man von gottes geburde zelln wirdet Tausent bierhundert Sibentzig vnd Sechs Zare, bis zu der Sonnen vndergang weren vnd beston sol, Also daz hetweder tail noch > yemand, der zu Inen geHaft, gewont oder verdacht ist, weder von Zv selbs noch Gmunds annders fache wegen, in dhein weys den anndern nit beschedigen, angreiffen noch bekriegen sol. Vnd vmb das solh krieg vnd zwitrecht zwischen den parteyen l ganntz gericht vnd hingelegt werden möge; wen wir dann in dem obgenanten zite des frides einen gerawmen srüntlichen vnuerpunden tag, den wir dm partheyen gen Costentz in die Statt setzen vnd verkünden, so sollen die genanten parthien zu solhm > tag mit vollem gewalt chomen vnd den vor dem benanten vnferm lieben vettern, dem Phallentzgrafen, "uch vns oder vnnser yetweders Reten vnd den, die wir oder vnnser Rete zu vns oder An ziehen werden, Bisten vnd die fach mit ernstlichem süss fürnemen vnd j versuchen, ob die in ewig vnd bestentlich rich- tung vnd einichait gestellet vnd gebracht muge werden; vnd ob es not sein wurde, fürter gütlich teg daran ze setzen vnd ze halten, dem sollen beb parthien auch gütlichen an Antrag nachkomen vnd soll) t"g Zu > Costentz suchen. Es sötten such all gefangen vf baiden tailen Arer gefenknus vf ein gewondlich Urfehde ganntz vnd gar on engeltnus ledig vnd los gezalt vnd ain beschaiden Atzgelt von An genomen ^rden; dann alle brantschatzung vnd Schätzung, ! was der von beden tailen noch vnbezalt aussteen, sollen binfür disen friden aus vnbezalt ansteen vnd dhein tail vom anndern, noch die, so dorumb purg oder daft sind, deshalb solhen friden aus nit angefordert noch bcchümert werden in dhein > weys. Was aber ^ii yemand dem anndern vf beden parthien zins, nutz, gült, Rannt oder gichtigen schulden schuldig vnd verbunden ist, die in disem nechstvergangnen krieg nit vfgehebt sind, sol yeglicher dem anndern erberlich ausrichten vnd be- j zaln oder der Schuldner des anforderers willen dar Ann beheben; doch sol dhein lu>l den andern verHeften noch verbieten, dann den rechten gellten oder purgcn, der Am dorumb gelobt "ud verhaissen hat, Vnd auch nyemand den anndern mit dheinerlay frömden ! gerichten, gaistlichen noch 888 weltlichen, vmb dhein geltschuld bechumern noch vmbtreiben, sunder yetwedere parthey von der anndern recht nemen vnd geben in den gerichten, da der ansprechig sitzt vnd dafür Er gehört, da man Im auch vnuerzogen- j lich des rechten gestatten vnd beholffen sein sol on alle geuerde. — Ztem die Aindleftauftnt gülden, so die von Bern an vnnser Swager vnd Ohem vorgenant von der von Louffenberg wegen vor- dern, füllen disen sriden aus auch vnbezalt ansteen, doch j yetweder parthey an Zren rechten nach vsga"S dis fridens vnschedlich. — Ztem von der von Rapperswil wegen sollen alle die zins vnd schulden, ^ Sy in vnnsern obgenanten Swagers vnd Ohems Stetten, lannden oder den Zren schuldig sind, ein ganntz j Zar nechst nach datum dis briefs künftig vnbezalt gütlichen ansteen vnd Sy, noch die, so doruwbe Haft oder verbuntlich sind, deshalb in demselben Zar nit bechumert noch fürgenommen werden. Ob aber die von Rapperswil die obgenanten vnser Swager j vnd Oheme vmb Zr ansprach fürnemen wölben, das sollen sy tun nach laut des fünfftzig Zärigen sriden, desglichen dieselben vnser Swager vnd Ohewe gegen Znen ouch tun mugen. — Ztem Wigeloys Gradners ansprach sol in disem sriden ganntz nus- ge- j setzet sein vnd aber sust nit dcstmynder der sriden von beden teilen in allen puncten vnd Artikeln gehalten werden. — Vnd was yeglicher tail bis vf dato biß briefs in disem nechften krieg dem annderN Zngenomen, zu seinen Händen vnd gewalt j bracht hat, der sol den obgenanten sriden aus dabey beleiben, von dem anndern tail vnersucht vnd vnbechumert. Vnd ob dis krieg vnd fachen zwischen den partheyen in zit biß fridens nit gericht wurden, so sol dise berednus baiden tailen j nach ausgang des frids VW vergriffen sein. — Ztem von der Stoffen vnd gütern wegen, Rittere, Chnechten, Burgern vnd sunder" Personen in disem nechftuergangnen krieg Zngenomen, die sollen in der Hannd vnd gewalt besteen vnd beleiben, die Sy j nuzemal Znn hannd, bis zu den gütlichen tagen. Wurden dann vf denselben gütliche" tegen die Spenne vnd zwietrecht deshalb bericht, dabey sol es bestan; Beschehe aber das nit, so yederman an seinen Rechten darZnne vnuergriffen sein, j Wolde aber yeman sein ansprach disen sride" aus nit lassen ansteen, der mag die mit recht nach laut des fünftzig Zärigen fridens fürnemen. — Zle»> Roub, Nam, todsleg, brannt vnd Wüstung, von beden partheyen in disem nechstuergangnen j kriege be- schehen, sollen auch den sriden aus vngcäfert beleiben ansteen. Dann von der Raubrey wegen sol tail des anndern feinde in Zrn lannden wisentlich nit entHalden, hawsen, Hofen noch hinschieben vnb einem yeden clager auf sein anruffen fürderlichs rechten gestat werden. Were ouch, das yemand >" vnsern obgenanten Swagers vnd Ohems Stette, Sloö, Besten, Zre lanndgericht vnd gebiette chä'"'^ der die obgenanten Aydgenossen oder die Zrn oder die so Zne zugehörend > mit frömden gerichten triben wolde, Sopald das Znen, Zrn lannduögten, Zrn Ambtlütten oder den Zrn zu wissen getan wirb^ so sullent dieselben fürderlichen gewiset vnd darzu geHalden werden, das Sy sich von Znen lassent rectsi) benügen j an den Steten, da die ansprechigen gesessen sind vnd hingehörent; da sollent die obgenaistc" Aydgenossen, die Zrn vnd die zu Znen vnd den Zrn gehören ze geleicher weyse Hinwider tun, vngeuerlüh- Es sollent ouch gemain Aydgenossen j noch yemand vnder Znen nyemand zu Burger, lanndmnn in Zrn Schirm empfahen, der so der Herschafft von Oesterrich oder den Zrn zugehörend, E" dann hawslich bei Zn wonen. Vnd was Personen in der Aydgenoßschaft wonen ^ werden, die nachfolgt Herren heten, wenn die Herren solhen Personen nachfolgend, so sol Znen auf Zr anruffen vnuerzogenl'^ recht widerfarn vnd durch die Aydgenossen gefürdert werden; Desglich hinwiderumb sol es von I vnser" lieben Swager vnd Oheme vnd den Zrn auch gehalten werden. Dann von der von Winttertur wege"/ wie es vormalen deshalb ist abgeredt worden, dabey sol es hinfür beleiben vnd dem von baiden taste" 889 nachgangen > werden. Vnd vmb das diser fride vnd was obstat, von beben tailen bester vfrechter vnd ftüntlicher geHalden vnd volbracht werde, So sollen vnd mögen bald tail vnd all die Arn Zn vnd aus Zrn Steten, lannden vnd gebieten j früntlich vnd gütlich zusamen vnd von einander wanndeln, Auch Zr kaufmanschatz vnd gewerb vnder vnd gegen einander treiben vnd füren, sicher leibs vnd guts vf wasser vnd lannde, an allen ennden vnd Steten, wo es meinclichen > von Haiden partheyen füget, doch yedem tail an seinen zollen vnd glaitten vnschedlich. Darzu sollen baidtail vnd all die Zrn einander vailen chauff geben vnd zu geen lassen in allen dingen disen friden aus. Vnd ob die genan- j ten vnser lieben Swager vnd Oheme, Zr Rete, diener, burger, vndertan, die Zrn vnd die so Znen zu versprechen stand, einer oder mer, zu den Aydgenossen, Zrn Burgern, lanndtlütten, Aydgenossen vnd denen so Znen zu der- > sprechen stand, ainem oder mer, Zusprechen, Zrrung, vordrung oder Spenne Helen oder gewönnen, oder die Zchdgnossen, Zr Burger, lanndlüt, Aydgnossen, die Zrn vnd die Znen zu versprechen stand, widerumb Spenne, vordrung oder > Zrrung gegen den vorgenanten vnnsern lieben Swager oder Oheme, Zrn Reten, dienern, burgern, vndertanen vnd den so Znen zu versprechen stand, einem oder mer, Helen oder gewonnen, das dann yetweder tail den anndern j mit gewalt nit überziehen, bechriegen, noch das zu tun gestatten, Sunder das dieselben das zu einander mit Recht nach Znnhalt des fünftzig Zarigen fridens suchen vnd austragen, doch das die parthien gen Costentz oder gen > Basel, in der Steten aintwedre der Clager bestimbt, zu tagen chomen sollen. Es sol auch yetwedere parthey der anndern Zre Stet, Slos, lannd vnd lütt nit in nemen noch zu Zren Händen ziehen in dhein weys noch wege, die weil j diser frid weret. — Des zu warem, vessten vrchund haben wir Hertzog Ludwig vbgenant als ein tedingsman vnnser Znsigel an disen brieff tun hencken, Vnd wir Albrecht, von Gottes gnaden Erzhertzog zu Osterrich zc., j Bechennen, daz der fride vnd was dauor geschriben stet, vnns vnd dnsern lieben vettern, Hertzog Sigmunden von Oesterrich, berürend, mit vnnserm wissen vnd willen Zugängen vnd beschehen sind, das Wir bey vnnsern j fürstlichen Ern vnd wirden für vnns vnd in namen des petzgenanten vnnsers vettern, des gewalt wir vnns hier Znne gebrauchen, Geloben vnd versprechen, vfrecht, stet vnd vesst zuHalden vnd dawider chains wegs zu ^ tun, haimlich noch offenlich, on all geuerde, des zu warhait wir vnnser Znsigel auch an den brief haben tun Hengken. Vnd wir Rudolff von Cham, Burgermaister zu Zürich, vnd Heinrich Efinger, des Ratz daselbs, > von Bern Niclas von Scharnachtal, Ritter, Caspar vom Stain, altschultheys, Ludwig Hetzet, Venner, vnd Niclaus von Diespach, von Lucern Heinrich von Hunnwil, Schultheis, vnd Rudolff Schifman, des Ratz daselbs, j von Vre Zohanes Pün- llner, Landamman, von Switz Atal Redinng, Lanndamman, von Vnderwalden Hans Hentzli, Amman ob dem Wald, von Zug Wernher Maltzach, Amman, von Glarus Wernher Abely, ! Amman, von Schaff- dusen Hanns am Stab, altburgermaister, vnd Hainrich Partter, des Rats daselbs, von fand Gallen Hanns Schürpfer, Vogt, Stoffel Wirt, AltBurgermaister, vnd Zohanns Hechinger, Hofamman, I von Friburg vs Oechtlannd Hans Gambach, Schultheys, vnd Zacob Guderfin, Statschriber daselbs, vnd von Appenzell Herman Zidler, Amman, vnd Vlrich Prager, als Ratzboten von vnsern Herren vnd fründen, > gemainen Aydgenossen, vnd yeglicher von seinen Oboern zu der vorgenanten fachen gesannt, ver.iehen ^d bechennen auch, daz der srid vnd was dauor geschriben stet, dieselben vnser Herren vnd fründ, gemaine ^ Aydgenossen, vnd yeglichs Obern berürend, mit vnserm wissen vnd willen zugangen vnd begehen sind, das alles vnd yeglichs wir Zn Zrm vnd aller der, so zu Znen gewant sind, namen vnd von Zren wegen, als j die des von Zn vollengewalt vnd empfelhnus haben, by vnsern truen, Eren vnd !1Z 890 Ayden geloben vnd versprechen, stet, vfrecht vnd vesst zu Halden vnd dawider dheinswegs zutun, haimlich noch offenlich, on all j geuerde. Vnd des zu Vrchund, Haben wir Rudolf von Cam, Burgermaister zu Zürich, Niclas von Scharnachtal, Ritter, Niclas von Diespach, Heinrich von Hunnwil, Rudolf Schiff man, Johans Pünttiner, Atel j Redinng, Hanns Heintzli, Wernher Maltzach vnd Wernher Abely, vorgenannt, vnnfer Znsigel von vnnser selbs vnd der anndern aller, von Zr bete wegen brestenhalb Zr Znsigeln, an disen brieue gehennckt, daz j wir anndern obgenant bechennen also getan haben, vnd bindent vns in namen vnnsrer Herren vnd Obrern vnd vnser selbs darunder vesticlich in disen brief, der zwe» glich gemacht sind vnd yetwederm tail > ainer geben ist zu Costentz vf Montag vor vnnsers lieben Herrn fronlichnams tag, nach Cristi geburde Tausent vierhundert vnd Zm Ains vnd Sechtzigisten Zaren. Pergamentene Urkunde mit zwölf anhangenden Siegeln. (Abgedruckt bei Tschudi n. Kl2 5-- Zellweger, Appenzeller Urkunden, Nr». 38k.) SS» Fünfzehnjähriges Bündniß der VIII Orte mit der Stadt Rothweil. 18. Juni. Staatsarchiv Zürich. Wir der Burgermeister, die Schulthessen, Amman, Natt, Burgere vnd lantlüt gemeinlich diser nachbenempten Stetten vnd lendern, Mittnamen Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden Ob vnd Nid dem kernwald, Zug j vnd das vsserampt so darzu gehörtt, vnd Glarus, Vnd wir der Burgermeister, die Natt vnd Burgere gemeinlich der Statt zu Rottwil, Bekennend vnd tund kunt allermeng- lichem mit disem brieff, das wir angesechen vnd betrachtett ^ habent die trüw, liebi vnd früntschafft, ^ vnser vordern vnd wir langezitt mitcinandern gehept Hand, vnd die zu meren, so syen wir diser nach" geschribnen fachen miteinandern verkamen: Des ersten, wer, das yemant, wer der were, vnser, ! der vorgenanten stetten vnd lendern, gutten sründe, die von Rottwil vnd Zr statt, belegern vnd von dew heiligen Römischen Rich trengen wölt vnd sy bedücht, das sy dar Znne vnser Hilff vnd bystands not- durfftig werint, So mögent sy vnd das Zn j vnser ftett vnd lender durch Zr besigelten brieff oder Ratzbotten verkünden, denn söllent wir Znen vnser hilff getrüwlich zu senden vnd Zn vnserm costen tun, vnd wie vil wir Znen zu sendent, daran sollent sy benügen haben. Fügte sich ouch, j das die selb?" vnser fründ von Rottwil mit yemant, wer der were, von Zr selbs fachen wegen zu kriege kämmt vnd sy vns in obgemelter maß bcittint, Znen vnser hilff zu zesendent, so söllent wir Znen die zu senden, der selben Zeklichem sy ye des j Manotz, so lang sy die Zn Zrem dienst habent, vier Rinsch guldin Z^ sold geben sollent, vnd die selben söld anuachen vff den tag, als die vnsern gen Zürich koment. wenn die genanten vnser fründ von Rottwil der vnsern nit mer bedörffent I vnd Znen den sold absagenff denecht sollent sy Inen den sold dry tag nach marchzal geben. So söllent vnd wellent wir die vorgenanten Burgermeister, Rätt vnd Burgere gemeinlich zu Rottwil den obgenanten vnsern gutten fründen von stetten j vnd lendern gemeinlich oder dem meren teil vnder Znen vnser statt Rottwil zu allen Iren eignen geschefften vnd fachen, wenn sy das gemeinlich oder der merteil vnder Znen an vns durch Z^ besigelten brieff oder gewüsse bottschafft eruordernt, offen j halten vnd lassen, Also das sy die Zren dar 89t 2nne haben mögent, Vnd wir söllent die dar Zn vnd darus, so dik Znen das notdurfftig wirt, ziechen vnd wandten lassen, Och Znen wider Zr vyent, ob sy des von vns begerent, behulffen vnd beratten sin vnd Znen > vnsern Züge, des sy ye bedörffent, lichen, Essen, trinken, och anders, des sy dennzumal notdurfftig sind, vmb ein bescheiden Pfenning geben vnd volgen lassen. Vnd ob yemant, wer der j were, dieselben vnser fründ, stett vnd lender gemeinlich ald j deHein ort sunderlich bekriegen wölt, so söllent wir Znen vnser hilff, wenn sy das an vns eruordernt, zusenden vnd in vnserm costen tun, Vnd wie vil wir Znen zusendent, daran söllent sy benügung haben. Were ouch, das yemant, wer der > were, mit vns, den vorgenanten von Rottwil, zu spennen oder mißhellung käment vnd vns die selben soliche gliche, vollige recht Kütten, das die vorgenanten vnser fründe von ftetten vnd lendern gemeinlich ald den meren teile vnder Znen bedücht, ! das vns die vffzenemen werint, so söllent wir die vffnemen vnd vns dero benügen lassen. Wir sond vns ouch weder zu Herren noch ftetten nit verbinden, noch deheinen krieg Mvachen an der vorgenanten vnser fründen von ftetten vnd > lendern wissen vnd willen. Bescha'che och, das yemant, wer der were, Zn deweders teils ftett, lender, gericht ald gepiet käme, der den andern teile beschädiget oder bekriegett hette, Alsdenn zu stund sol der teile, hinder dem solich beschädiger j sind, als bald Zm das verkünt oder er des suß gewar wirt, die hefften vnd darzu halten, das sy solichen schaden ablegint; ob sy aber das an gutt nit hettend, sy darumb an Zrem lib vnd leben nach Zrem verdienen straffen. Wir die obge- > nanten stett vnd lender habent vns hier Znne gentzlich vorbehalten das heilig Römisch Rieh, alle vnser fryheiten, gericht, herkomen vnd gewonheitten, ouch die pünd, so wir vor datum diß brieffs mit einandern gemacht, vnd die geheiß vnd > verschribungen, so wir gen yemant hievor getan Hand. So habent wir, die vorgenanten von Rottwil, vns selbs hier Znne ouch vorbehalten das heilig Römisch Rich vnd sin Hoffgericht by vns. Es ist ouch har Zun sunderlich berett, das de- > wedrer teile, noch die sinen, so Zm zugehörent oder zu versprechen stand, den andern mit dem obgenanten Hoffgericht noch deheinem lantgericht oder suß andern geistlichen noch weltlichen gerichten Zn kein wege dekümbern noch vmb I tribey, Sunder yeklicher von dem andern recht nemen vnd geben an den enden vnd Zn den gerichten, da der ansprechig gesessen ist oder dahin er gehört, da och dem kleger vnuer? ivgenlich gericht vnd das Recht geuarlich nit ver- ^ zogen werden sol. Vnd also gelobent vnd versprechent wir, die vorgenanten Stett vnd Lender, ouch wir die von Rottwil by vnsern guttcn trüwen vnd Eren, alles das, so diser brieff von vns wist vnd yeden teile gen dem andern I bindet, die nechstuolgenden sllnffzechen Zare war, vest vnd statt zu halten vnd dem gnug ze tunde, alle geuerd har Znne gantz vs- Sescheiden. Vnd des alles zu warer zugkniß vnd vestem vrkund, so habent wir, die obgenanten > Stett Vnd Lender, vnsere Secrett vnd Znsigel, vnd wir, die von Rottwil, vnser Statt Secrett offenlich lassen ^nken an disen brieff zwen glich, Die geben sind vff Samstag nach Sant Vitz tag, Do man zalt von gepurt j Cristy vnsers lieben Herren viertzechenhundertt Sechtzig vnd Zn dem dritten Zare. — Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegel» der acht Orte und Rothweils. - Auf der Falte neben den Siegel, streifen steht', »ononuoio wuroueif anno mnoolxxvif. (Abgedruckt bei Tschudi II. K27.) 892 4«. Erneuerung des mit Carl VII geschlossenen Freundschaftsvertrages durch König Ludwig Xl. Abbeville. R4S», S7 Sdovember. Staatsarchiv Bern. I,uäouicu8, äei gracia krancorum kvx, Vniuersis presvntes lioteras In8pocturi8 8alutvm. viuslN« kclici8 Kvet)rdaeic>iii8 dominc» ^cnitore nostro, cuiu8 I anim« propieietur alti88imu8, loter Ip8um ex uns parte, Lt cari88imo8 8ineereczue nc>ki8 dil«ctv8 con8iil«8, ciuca, comn»initatc8 et patN« spatriota8) eiuitalum, vpidoruw, terrarum parciumcsue li^e veteri8 > ^lamanie alte inkra Scripte«' viäelieet äe Ikure^o, cle Lerna, 8alodro, I,uccrna, Vranea, 8vvsijtxea, Vndervvgldan 8uper et sub silua, et KIaru8, ip8i8 eon8uIil)U8, eiuibu8 et evmmunitatil>u8 j expc>8eevtibu8, ivite, traetate et krwate kuerunt eerte li^e, pacta, conuenoione8, amicioie et intelligeveie, «^uarum ip8e dominum v08ter et ^enitor 8ua8 tuuc conee88erit Iittera8, sormam yue 8eczuitur ^ continente8: »Xarolu«. dei ^racia Israacorrilv Itex etc. etc.« . . . . ^ sVunc autem prcdicti con8iile8, ciue8 et commum- tatv8 opidorum, terrarum pareiuintsuc lige veteri8 s (Omanie aUe 8U08 apud n«8 mi8vrint oratore« enixi8 8uplicacioniliu8 exorante8, csuatcnu8 prekata8 IiFa8, amicicia8, pacta, conuencione8 et intelli" xencia? cvntirmare, s ratitioare pariter et continuare velemu8. ^d isuod virtutiöu8 eorum exöigea- tibua Lc»n8i6eratoizue 8ilicere dileetionib et reuereacie xelo, lzuem in nv8 et preliöatuin j dominum et ßenitorem nobtrum actenu8 Iialmcrunt, mcrito kuimu8 incliuati. iVotum i^itur kacimu8, nc>8, izui paci8 et amori8 amplitudinem inter cri8tiano8 papulv8 s complecti per»ptamu8, preäieta^ intelli^enci»8, amicicia8, pacta et eonnentiunea et omuia alia 8npra8cripta cau8i8, premi88i8 et ali^ doc no8trum aniinum munontitiU8, > Iaudauimu8, approkauimu8 et ratillicauiinu8, Iaudamu8czuc, ratöli" camn8 et approbamu8 atc^ne rata et ^rata t>aduimu8 et Kademu8 per pre8ente8, volenti et coneo^ öevte8, ^ ip8S8 tirmiter et perpetuo teneri per n«8, nv8trv8 8uddito8, cvnkederatoa et amicoa csuew- admodum per prekatum dominum et ^enitorem nobtrum tenekantnr et ob8cruadantur > et prent suis 8uperiu8 in8erti8 Iitteri8 e8t expre88um. In euiu8 Rei te8tiinonium no8trum 8iFiIIum pre8entibv^ äuximu8 apponenäuin. Oatum apuä ^I>bati8viIIam j die vice8ima 8eptima men8i8 iVouelnbri8 domini mille8im» <^uaclrin^ente8imtt 8exage8ime tercie, et Kexni no8tri tercio. ?er re^em: De I-aloere. Pergamentene Urkunde mit anhängendem königlichem Siegel. (Abgedruckt beiTschudi II. KÜi.1 — Der Gegenbrief der Eidgen°^ gegeben zu Bern den 2Z. Februar ist abgedruckt bei Tschudi II. SSV, in der Sammlung der vornehmsten Btindnistt T. 3?, französisch bei coinminos-Uonxl st, III. 3st7. An dieser Stelle ist die in Beilage 33 oben bereits abgedruckte urkundliche Erklärung Carls VII über seinen Freund' schaftsvertrag mit den Eidgenossen, ä. ä. 27. Februar 1452 (1453), neunzehn Zeilen ausfüllend, wörtlich eingerückt. 393 4R Das mailändische Capitulat zwischen der Herzogin Blanea Maria und ihrem Sohne Galeaz Maria Sforza einerseits und den VII eidgenössischen Orten anderseits. Lucern. 14«7, T« Januar. Staatsarchiv Luccrn. In nomine sacrosancte et iuäiuiäue Iriuitatis teliciter amen. lionorem et reuerenciam ^aluatoris nostri optimi maximi acque ^loriosissime matris Alarie virß^inis ac tocius curie celestis triumpiiantis Illustrissimi et quam potentissimi principes ac äomini, äomina I Llanca Alaria et äomiuus ^alea^ Neri» Skortia. viceeomite8 cluee8 Neäiolani et ?apie ^n^Ierieque eomite8 ac äanue äomini, «um suis Llijs, liereäilius et successoril.us parte vna, Lt maxnilici ae potvnte8 äomini, äomini vitia, äomini äe Vnäer^valäen 8upra «iluam et suk silua. ciomini äe cum suis aä se spectautilms et äomini äe dlarona. parte altera. Aoti z^eio caritatis, neenon vineulo mutue et antigue sue amicicie et beniuoleneie ac aä soiiäitatem Pscis perpctue iuter ipsos äominos contrakentes eorumc^ue sudäitos, I ciuitates, terras, oppiäa et ^»a^ia, per suos veros amliasiatorvs et oratores. viävlicet Iliustrissiini äomini principe8 8uprascripti per maK.iikcum ambasiatorem suum, äomiuum ^ntkonium äe Nesan», clarissimum äoctorem Aleäiola- Neusen., et prekat! maxnilici äomini conkeäerati per ambasiatores suos äe äictis partidus liße supraäicte. ^iee et nomine > ipsorum ac specialiter aä koe äeputatos et conFregatos in oppiäo I-ucernensi anno, Wense et äie intrascriptis aä protectionem et conseruacionem slatuum suorum, necnan aä ürma- wentum et außmentacionem preäicte amicicie. attento eciam, c^uoä prouinciv partium ipsarum con- nicine existunt, omnilius woäo, via, jure et torma cpukus melius potuerunt et possunt simul ini- j erunt contraxerunt et iirmauerunt ac ineunt, contraimnt, conciuäunt et conlirmant inter sese per kee scripta pvrpetuam. vcram, soiempnem et irreuocalulem li^am, conkeäeracionvm, intellissvnciam «t vnionem perpetuis äuraturam temporibus in moäum vel moäos qui seczuunlur, Saluis tamen Kemper ligis et conleäeraeionibus. necnon statutis et jurisäictionilms, > tam ciuiiüius. czuam prouin- eiaiidus per vtramgue partem iam prius conkectis. krimo quoä äicte partes et ciuelidet earum cum «vis kereäüms et successoribus. ac earum sukäiti et prouincie perpetuo Stent et ciuoä inuiolakiliter «e inconcusse stabunt in bona pace et sincera amicicia. lixa. conleäeracione et vnione. Lt quoä nulio vnczuam tempore aut casu se inuicem ok- > kenäent ßuerris uei iniurüs, et c,uoä vna contra slteram xuerram vel iniuriam von inkeret nvc moueliit rectv nee per inäirectum. czuin^wo se in- Nicem semper dona liäe äirixant etc. Lt similiter czuoä nulla ex äictis partilius äalut rvcte nvc per inäirrectum per äitionem suam seu per eius tvrritorium et äistrictum passum, transitum, kauo- ''ew. auxilium vel sullragium alicui > iniwico vel emulo, äomino vel äominio aut ipsarum partium «ukäito volenti et conanti iniuriam, nocumentuw aut ßuerram inlerre alteri ex ipsis partibus et earum "Ukäitis; czuinz mo äebeant äicte partes kec prokibere et possetenus liäeliter proliibedunt. — Item et 8«cunäo: Yuoä pro conseruacione et äekensione statuum ambarum partium simul collixatarum > et 894 conkeäeratarum ut supra, si aliqua ex eis, viäelicet prekati illustrissimi äomini principe« ac eornw LH et Lereäes vel vniuersalis IHa äictorum äominvrum conkeäeratorum, ^uerris vel anxietatidus a^rauarentur vel opprimerentur, quoä auertat Leus, in quidus xuerris seu anxietatidus pars oppresss alterius partis sudsiäium äesiäeraret, ?unc et in ec» casü > quelibet pars oppressa kadeat et Laders äedeat Looam conkäenciam et Läem in aliam partem iuxta donam caritatem, amiciciam, lixam st conkväeracionem vt supra contractam et celekratam. — Item et?vrcio: t)uoä äedila literis autenticis gut äocumentis pudlicis conkvssata, quorum soluenäorum terminus transiuit, solui äedeant sine vlte- riori protelacione > aä peticiunem »eu requisicionem creäitori«, «i äeditor tantum in donis daduerä ut possit satisLeri creäitori; 8i vero tantum in donis nun daduerit, quoä satisl'acere possit, tune pro' ceäatur contra äeditorem iuxta iuris lormam et ri^orem ge secunäum iura loci, udi äeditor res>- Leneiam Ladet, «i creäitor ulterius expectare nun vellet. Lt quoä nullum eirea Luc üat impcäi' men- ^ tum. — Item et t)uarto: 8i continßeret, quoä auertat Leus, quoä aliqua controuersia vsi äilLcultas inter partes ipsas, viäelicet intvr ipsos illustrissimos äominos principe«, Llios, fratres st Lvreäes ipsurum vt vniuersalem ligam äominorum äe äictis partidus conkeäeratorum vel aliquaw ex äictis comwunitatidus vel partidus aliquo moäo sudorta esset aut sud- ^ oriretur, Huoä tuue et eu casu pro Luiusmoäi contruuersia vel äilLcultate sudleuanäa quelidet äictarum partium sibi eligat et assumat äuos prodos et Lonestos viros äeumque timentes in arditros vel eommissarios suos, arditri vel commissarij amdadus partidus eontrouersias kadentidus äiem juriäicam statuere et i»t>- mare äedeant; Lt Lij simul von- ^ ueniaut aä conLnia, viäelicet aä ^d^ascam aut quo ipsismet arditri^ pro vorum cowmoäitate melius placuerit, acceäenlv eciam vvluntatv vtrarumque partium, Idique List! quatuor arditri possint et äedeant realiter et doua Llle ac interuenieutidus proprüs eorum sacr«" mentis strietissimis prius prestanclis in manidus partium aut pro eis a^encium > in ampla forma äs rvctv et iustv procväenäo et juäicanäo, nee propter vllam causam Lee odmittenäa quantum Läs^ iuris iuranäi eos astrin^ere possit, et partes ipsas seu a^entes pro eis auäire et controuvrsiaw äillicultatem ipsam intelli^ere et co^noscere ac quantum poterunt primo amicadiliter et in concoräi» vt äe amicadili composi- ^ tionv terminare vt erraäicare; L!t casu quo äicti arditri partes amicad>l>ts>' concoräare et äill'erenciam sopire per compositionem amicadilem nequirent, ()uoä tunc controuel^ «iam ipsam co^noscant et äeciäant äe iure, äeum Semper pre oculis Ladenäo, inlra mensem a cepti iuäicij computanäum. Lt quoä ante umnia äicti arditri per illuä tempus j iuäicq adsoluantu!' ad omni nexu et vinculo juramenti liäelitatis, quo astricti vel odnoxii forent prefatis illustrissis^ äominis principidus aut alicui communitati äictv niaßniLce li^v äuminorum conleäeratorum. Lt qu'^ preäi« ti arditri per äominos vel superiores suos co^antur et astrinKantur aä prväicta, I5t quiä«l'^^ per istus quatuor arditros vel per majorem I partem eorum sentenciatum et äeclaratum tuerit, s»b «eruvtur. 8i vero in componenäo vel in juäicanäo äe jure lorent Luiusmoäi arditri äissoräss, t^uoä tunc et eo casu actores in causa seu controuersia pvnäentv in jure «idi vlißerv et gssumcrs possint quintum coarditrum, quem voluerint, produm et Lonestum vt supra in loci« propinqui»!^^ et msßis co- s moäis äictis partidus, utpvte in ciuitate Luriensi aut in äilionv Vallesiensi, qui ^ ^ consilio ibiävm. Lt ambe partes äictum quintum coarditrum roßare- äebeot, vt. pnus preäictuw !^ so suscipiat; äedent eciam ro^aro äominos et superiores ipsius arditri, ut co^ant et astrinsssnt ip«uw arditruw aä suscipienäun, preäictum onus prout iuris est. t)ui j quiävm coarditer parilorwiter ^ in Omnibus et per ownia iurabit, prout de aliis arbitris supra dictum est iuxta bonam consuetudioem, dicij ac abstaue ^vtnibus superlluis sollvwpnitatibus et denique sine protelatione litis contra >>uoseunuam vt supra, dvbebunt bec omnia scribere et exponere prekatis illustrissimis dominis principibus, t)ui domini prineipes mvnsem a die cepti iudieij enmputandum. ?ars vero, c>ue eoram ipsis arbitris eontumseiter oow parere eontempserit nisi j legittime impe«lita, succumbat in causa et eoudempnetur in expensis leßd timis. Lt idem in omnibus et per omnia sc de verba ad verbum seruetur, exe^uatur et liat ll> kauorem eiuium et subditorum illustrissimorum dominorum dueum etc. 8i vero summa veri ered'b kuerit vltra snmmam eentum llorenorum renensium, ?une possit aetor ex subditis bine et eonvenirv reuin eoram altero ex supradietis iudieibus vel potest seeum deuenire ad arbitros. sit in arbitrio aetoris petere jus eoram dictis iudieibus vel deuenire ad arbitros iuxta tormaw perius doelaratam. bit bee omnia seruentur bona lide et sine kraude per supraseriptas damination^ contrabentvs ae per et inter earum subditos. j — Item vt 8eptimo: l)uod prelibali illustrissimi dow»>> dueissa et dominus dux eorum liberalitatem et muniliceneiam exereendo, attenta eeiam presenti ann cicia sie ut suprn eontraeta supradietis dominis de li^a eonkederatorum et omnibus subditis suis in ipsorum iurisdiecione, distrietibu« et dowinio babitantikus et bominibus I,euentinis, j keeerunt ist-» ^raeiam, ainieieiam et earitatem, t)uod ipsi c^uo ad eorum eorpora et bona deinevps sint et presch uentur immunes et exempti ab omni solutione pedagij et c^uod eundueere valeant et possiut liber^ et expedite ae sine solutione pedassij mercimonia sua per totum dominium et dueatum Alediob"'^ vbic^uo eunda et redvundo, lam j per terram «zuam per aczuam, exeepta inelita vrbe Uediolain ^ kvssata vxclusiue. Lt ljuod omnes illi, ssui per (zuatuor annos eontinuos resideneiam babuerunt, sp 897 prekstos äominos eovkeäerstos, quiqui tanäem nomiusbunlur in literis sutenticis prvkstorum äomino- ruw conieäerstorum, sint et preseruentur immunes et vxempti moäis et kormis supra- > scriptis pro ut sunt preist! äomini conkeäersti. — Item et Octauo: tluoä ne ex äictis conkeäerstis can- äuxerint eczuos vel slis mercimoni» tewporibus nunäinsrum seu »Iiis «piibuscunczue temporilius sc! terrss vel sä psrtes preistorum illustrissimorum äominorum principum, possint eos et es vvnäere et äistrsbere libere et iwpune so sä eorum ^ libitum voluntatis cui vel ^uibuscunc^ue voluerint, »bs^ue omni impeäimento vel mole8tis tsm preistorum illu8tri88imornm äominorum principum, c^usm »lisrum ^usrumcum^ue personarum, its izuoä äeinceps kors sint libers, sie czuoä ewptores tsm pre- kstorum illustrissimorum äominorum principum, et vslesnt sä libitum ip8orum s äicti8 eonieäerstis, Lt c^uoä ^ine impeäimento preäictvrum illu8tri88imorum äominorum principum et czuorumcumlzuv sliorum 8« trsnskerre po88int cum eorum mercimoni^'s «juorsum voluerint. — Item et Nono: 8i contin^eret in ävwinio preistorum illustrissimorum äominorum äucum per sli 8i quis ex subäilis liineinäe iiäeiusserit vel interce88erit pro sli« et 8i uibus 8tstuti8 sut äecreti8 vel oräinacionibus lzuibuscum^ue cvntrsrium iscientibus sut «zuibus csueatur, czuoä interce88vr vel tiäeiu88or slteriu8 non p088it Vonuenir! etc., sut quoä promissio äsmpni et expenssrum sc intore88e non bsbest vires etc., czuo- nism si c^uis plurs promittit sä plurs tenestur et j solust. — Item et Vnäecimo: t)uoä nemo ex eiuibus bominibus preistorum illustrissimorum äominorum äucun, possit sliquo moäo recto nee inäirecto »rrestsri. molvstsri nec inquietsri per sliczusm personam vel communitatem preiste msßnilice li^e ^nieäerstorum in eorum äominio vel äitione, nisi iuerit verus et iuslus äebitor vel nisi pro slio ^>äviu88e- ^ rit, promiserit et inlercesserit. l?sriiormiler per omnis obseruetur in isuorem liomiuum l^^eiste msßnilice li^e. üt t^uoä nemo ex subäitis biucinäe äebest vel possit incsrcersri, nisi ex I^vbglnli vel necesssris sut leßittims csuss, I^t bec omnis in et sub pens reieccivnis äsmpnorum interesse, cxue pro tsli turbstione vel srrestscione in- ^ äelzits psterentur et sustioerentur per ^lein srreststum vel inäebite moleststum. — Item et äuoäecimo: Decisum est pro psrte prouincie ^ Vsllis I^euentine, t)uoä äe esäem prouineis et vslle I-euentins cum pleno vtili äominio, reääitibus ^ prouentibus, lzuomoäo et czuiäc^uiä sä ßlsäium speclst seculsrem, prout et ipsi äawini Vrsnienses 113 898 ipsam ^ vallem kuiusque äetinuerunt et ea usi sunt, Iliustrissimi principe« et äomini. äomina äucisss St äominus äux ob specialem amieiciam et caritatem, «zuam babent aä ma^nilieos supraäictos äo- minos eonkeäeratos, äebent se inuestire a Venerabilibus äominis oräinari^s templi maioris Klorio- kissime vir^inis Uarie Uleäioiani, kt tuue ipsain vallem j supraäieti« äominis Vraniensibus per inves- tituram assixnare possiäenäam tamque rem proprium, sie quoä eaäem vallis, k^uomoäo supraseriptuw est, stare et permanere liebet supraäieti« ciominis äe Vrania perpetuis suturis tvmporibus, uonobstav' tibus preäietis iliustrissimis äominis, äomina äueissa et äowino äuee, eorumczue iiliis, bereäibus ! et sueeossoribus, neenon äominis oräinari^js et eorum successoribus et oeteris «zuibuseuw^ue. — st !kreäeeimo, pro parte eensuum et reääituum auuiuersariorum ae aiiorum spirituaiitatem tansse»' tium: <)uia ipsi äomini oräiuarij eeeiesie maioris ^ioriosissime vir^inis Narie in Neäioiano prete»- äunl, se babere cjuauäam summam super eommuni j prouineia et valie Sellentins vei super persona sin^ularibus aut earum konis, Lt iili äe I^euentma pretenäunt, eis taatam summam uou teueri, äebere äarv seu expeäire, eoneiusum et äeelaratum est, <)uoä ipsi äomini uräinarij eii^ant vouw, et ipsi äe I^euentina eeiam vnum. Isti äuo, sie per proäietas partes eieeti, äebent eonuenire w couiinio vki pre- j äieta Iis äepeuäet, Lt äebent ibi auäire jura et proposieiones partium earumquv testimonia. Lt lsuiäljuiä ist! äuo sie eieeti äeereuerint, c^uoä iili äe I.euentina tenentur et okligentur äare ipsis äominis oräinari^js, Iioc ipsum äebent iam äieti äe I.euentina äarv et expeäire äowin>S oräinari^s, siue kuvrit parum sme multum. Ita tamen l^uvä prvseripti äuo arbitri ^ äeeiarent el äveernant, Quantum iili äe I^euentina soluere et äare äebeant preäietis äominis oräinari^s et quoä resiäuum soluant illustrissiwi äomini principe« supraäieti. 8i autem prväieti äuo arbitri in äecer-' nenäo äiseoräarent inter se, Quantum iili äe I>euentina aut Quantum ipsi iliustrissimi äomini principe soluere et äare äebereut preäietis äominis ^ oräinariis, ex tuue ipsi iliustrissimi äomiui principe possuut ebnere vnum tereium eoarbilrum, c>ui sit natu« äe eonieäeratis et äe eonsilio eorum. tune iili tres arbitri äeelarare äebent, Quantum ipsi iliustrissimi äomini principe« äare et soluere äebeant äominis oräinariis; Lt eonsimiliter Quantum ipsi äe I>euentina soluere et äare äebeuol preäietis äominis ^ oräiilari^s. Lt si aiiljua äe preäietis partibus, siue iuerint äomini vräinarij isti äe I.euentina, baberet aliqua« c^uerelas seu actione« aäuersus aliam partem, siue boe suerit äe eensibus preteritis uon solutis aut äe superliue reeeptis et vsis, pro talibus äiksereneiis subleuanä>^ äebent preäieti äuo arbitri et tereius eoarbiter cum ipsis eeiam j äeelarare et äeeernvre, quiä ^ kaeienäum. Lt «zuiäcjuiä tuue per eos äeelaratum suerit äebent ambe partes teuere et liäeliter taevrv «in« omni eontraäietione. — Item et t)uateräeeimo: <)uoä in omnibus et sin^ulis suprascripbS et eapitulatis ae eonelusis reseruetur et reseruatum esse intellixatur et sit omnv totum et inteßrU^ jus superioritati« ^ serenissimi äomini Imperatoris Semper ^u^usti ete. Lt similiter reseruetur eouteäeraeiouis per utras^ «in^ula supraseripta eapitula et iu eis evntenta intellißantur et obseruentur vt aäimpleantur uo tellij^i, obseruari et aäimpleri äebeant bona liäe, puro, sineeru et reeto aui- ^ mu, ae sä sanuw purum intelieetum, csualibet eauillaeione vt sinistra vei mala iuterpretaeione eessante. Lt ut «upr^ äieta eonleäeraeio, intellixeneia, ii^a et vnio perpetuis suturis tvmporibus eo melius obseruari valesb iVos supraäieti principe« et äuees Neäiolani pro nobis ae nostris bereäibus et sueeessoribu». »os supra- j seripti eonsväerati äietarum partium ti^e pro nobis vt nostris sueeessoribu» promitliwu^ 899 dou» Lde et omni »emots krause, »upr»»cript» omtiia et »in^uls r»t», ^r»ts et Lrm» Imkere et teuere »v inuiol»kiliter ob»vrusre et »dimplere et nunqu»m contrat»cere vel eonlrguenire, reete nee per wdirectum, nee »liguo exguisito colore etc. In guorum j rokur, Ldem et testimonium lVo» ine- Mor»ti principe» et duce» ülodiolsni presente» liter»» confederacioni» duplicst»» »ixill»wu» »jßillo »ostro duc»Ii. Lt p»rikormiter lVo» oonseder»ti sntodicti dictgrum p»rcium lige »i^ill»uimu» «i^illis üuxul»rum communitatum nostr»rum »ntedict»rum easdem liter»» duplicst»« vt »upr» »e de verbo sd verkum j conkormo». ()u»rum liter»rum »i^ill»t»rum cuiliket pgrti prineip»Ii contrnkenti vt »upr» s»»ign»t» e»t vn». ^cturn in oppido Imcernensi, in loco consilis »ecreti AlgAnilicorum dominorum I^ucernensium, l^nuo » ^»tiuitste domini »»lustori» nostri ülillesimo gusdrivAentesimo »exs^esimo Optima, vicosim» »ext» die ülensis d»nu»rip — Das herzoglich mailandische und die Siegel der sieben im Tert genannten eidgenössischen Orte hangen an der pergamentenen Urkunde. — Der Abdruck bei Tschudi II. «KZ ff., lateinisch und deutsch, scheint dem abgeänderte» Project zu folgen. Vergl. Abschied sik-I. Verständniß und Vereinigung der Städte Zürich, Bern, Solothurn und Freibnrg mit Herzog Philipp von Burgund und dessen Sohn Carl, Grafen von Charolais. 1467, TT Mai. Staatsarchiv Bern. kkilippus, dei ßr»cis dux kurgundio, kotlmrinxie, kr»k»ntie et k^mkurgie. Lome» kl»ndrie. ^«ke»ü, «ur^undio p»I»tinu». II»nnouie, »oll»,Mo, 55eII»ndie j ot IV»murci, Sscriguv Imporii warckio sc dominus krisle. 8alin»rum et Noeklinie. knrnlu» de kurgundia. tlome» K»dr»le»ii, eiu»dvm Illustri»»imi et > metuendissimi domioi mei tiliu», kt no» AI»gi»triciuium, Seulteti, con- SM» et commuuit»te» opidorum Ikurexi. kernen»!». Salodarnvnsi» et krikurxensi«. I ZVotum s»eimu» ^viuersi» t»m presvntikus gu»m tuturis. (>uod nu» klülippu», IlurAundio »c kr»k»ntiv etc. dux, Lt lisrolu» de kurßundi», eiu» tiliu», > »nledieti ex vn», Lt no» ÜI»gi»triciuium, «culteti, con»ules et <-vwmunit»to8 opidorum »upr »nomin »torum p»rtiku» ex »Iter», pro »incer» et velori j con»eru»nda swicici». (tue inter no» »tgue predece»8ores no»tro» »b »ntiguo in dune u»gue diem luisse dino»- eitur, krogiie »ingul»ri gu»d»m Intellißenti» > et c»rit»tiu» vnione coutr»kend» in cum gui »eguitur wvdüm tr»ct»uin.us vt conuenimus. Videlicet guvd no» dux «urxundie et come» k»dr»le»is > prek»ti per no». p»tri»s, districtu«. dicione» et domini» »ukditosgue no»,ro» prelgeti» m»xi»tri»ciuium. 8cul- ^vti», consuliku» et communit»tikus dominü»gue > et »ukditis »ui» vllum d»mpnum imposterum tieri pgtiemur »ut permiltemu«. vi» ko»tilit»ti». xuerre »ut .,uoui» »lio modo, (tuin^mo »i gui per > ^v»tr» domini», districtu» et putriss »ecu« t»cere conentur vel pre»um»nt. lXo» illo» impediemus et ^eruw con»tidüs, guo»d pvtvrimu» rosistemus. sie > pret»eto» SI»ßi»tro» ciuium, «cultelos, consule» eommunitiites pret»ctornm opidorum Idurexi. kerneu»i». 8olodornen»i» et kritmrxen»i» pre»er- Usndo et > dekendendo. kari vi», tarms et modo wo» U»^i»lriciuium, Sculteti. consule» et communi- ^e» opidorum prel»lorum Iliuressi, Lernensi». 8olodornen»i» j et krilmrxensi» per nos, per pstris» "vstrgg. domini» districtusgue nostro» predicti» priucipidu». Illu»tri»»imi» domini» nostri», p»trii». do- 900 miniis sulillilisgue ^ suis llampnum vllum imposterum lieri nun paciewur gut pormittemus. (Inin^mo si gui per äominig, territuri», äioiunos palriasguo nostrss svcus kseere ^ eonarentur vel presumerent illos impeäiewus et eorum eonstibus, guokal poterimus, resistemus, sie lliotos llomiuos nostros P»' triasque süss et suhüitas eurum ^ presvrugntlo et äekenäenäc». Insuper uos presgti «lux Lur^unäw et eomes Xallralesis, Ala^istrieiuium, Keulteti, 0unsules et 0omiuunitgtes I pretgclorum opiäoruw I'kureKi, kernensis. 8c>I«6ornensis et krikurgensis tractiiuimus et eunuenimus, <)uo6 susilliti nosln omnes et sinKuli siiuul eonuvrssri, j luereaneiss »tgwe »Iii» eorum neAveia exereerv per patriss ^ llowinia vtriusijue pgrtis ire et reäire valeant iiliere et seeure, allsguo eo, guoll pro I guscumgu" causa vel uecssione guoguomaäc, impeäiri possint. 8aluis tamen pella^iis, ttieloneis et »Iiis kuiuS' mcxli »l» gutitpio solui solitis ^ et eonsuetis. In Quorum omnium liclem et cllioax rodur lVos prel"^ Lurxunäie llux et Xaäralcsis eomes, Ug^istrieiuium, beultet! et tionsules j et eommunitstes preist torum opiclorum I'liuregi, Herneusis, 8olo?" pcnüi teeiwus. ^etum vicesimg seeunäg ^ mensis Nais, vVuno äumini Illillesimo guaäriuxentesiino sexg^osim« seplimo. l?vr (lominum clueom: ?er äominum eomitem: Vis». ^leovnlioue. 0ros. Dupplicata. Pergamentene Urkunde mit anhangendem großem Reitersigill des Herzogs und den Sigillen des Grafen von Charolais »nd der Stöidte Zürich, Solothurn und Freiburg; dasjenige von Bern fehlt, der dafür bestimmte Platz ist leer. (Abgedruckt bei Zellw eger, Versuch über die wahren Ursachen des burgundischen Krieges, im Archiv für schweiz. Geschichte V» 77.1 4» Der Friede von Waldshut zwischen Oesterreich und den Eidgenossen. t4«8, S7. August. Staatsarchiv Zürich. Wir Sigmund, von gottes gnaden Hertzog zu Oesterrich, zu Styr, zu Kernten vnd zu Crayw Grass zu Tyrol :c., vff einem, vnd wir nachgenempten Burgermei- j fter, Schultheissen, Landtamnnw, Burgere vnd Landtlüte gemeinlich diser nachgenempten Stetten vnd lendern, Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem kernwald, Zug vnd das vsserampt zu j Zug, Glarus, Solotorw Friburg in Uechtland, Sant Gallen vnd Appenzell, vff dem andern teilen, Tund kundt mit disem briess' Als zwüschen vnS beden parthien vnd den vnsern sich etwas krieg vnd zwey- j trachten erhebt haltend, darrürend von der von Mülhusen vnd Schaffhusen wegen, vnd wir die von Bern vnd Solotorn "16 helffere der von Mülhusen, die zu vns verbunden, mit andern vnsern Eidgenossen An das Elsaß vnd ! Suntgow gezogen, Ouch wir gemeldten Eidgenossen alle von Stetten vnd lendern als helffer vnd vnse helffer vnd helffershelffer der von Schaffhusen als Houptsächern zu vns verbunden sint, von Zrer er- manung wegen j vns sür die Statt Waldshutt gelegert hatten, Sachenhalb als wir die Eidgenosse meynten, die von Mülhusen vber ettlich Überträg geschedigt, den krieg an Znen angefangen, ouch die von Schaffhusen vnd Conrat vnd Hans > von Fulach durch Herrn Bilgerin von Höudorff vor vnsers gnadigisten Herrn des Römischen keisers zc. Hoffgericht von fachen wegen, daz dieselben Conrat vnd H""6 von Fulach das Schloß Louffen Angenommen, Sy in die Acht I vnd Aberacht vnbillich erlangt, Hanse 901 Amftad, Burgermeistern zu Schaffhusen, vß Ailingen gefangen, Zn gescheht vnd Sy mit todslegen vnd brandt geschedigt hette, der vnser Hertzog Sigmunds diener, Rat vnd Ampt- j mann, als sy meynten, gewesen were. Dawider aber wir yetzgenanter Hertzog Sigmund meynten, daz die von Mülhusen die vnsern über solichen gemeldten bestandt des ersten wider alle billicheit mit brandt vnd verderbung ^ an lüt vnd gut geschedigt hetten vnd Bilgerin von Höudorff vff die zyt sines sürnemmens vnser Rat, diener noch Amptman nit gewesen were vnd vns nit zeversprechen stünde, Ouch die getat durch Zn an Hansen Rmstad be- ^ gangen vß Ailingen nit were beschehen, Deshalb die genanten von Mülhusen, Schaffhusen bnd Eidtgenossen solich Zr fürnemen wider vns vnd die vnsern vnbillich geton hetten !c. Daz wir zu beder syte durch des hoch- j gebornen fürsten vnd Herrn, Hertzog Ludwigen, Pfallentzgrafen by Rin, Hertzogen Zn Nidern vnd Obern Beyern, Räte, Nemlich Hansen Tummen, Ritter, Heinrichen von Hertenberg, Hoffmeister, des Erwirdigen Herrn Zohansen, j Bischoffs zu Basel, Räte, Hansen von Knöringen, vogt zu Goldenfels, Wunewalden Heidelbeck, Cantzler, des Wolgebornen Herrn Rudolphs, Viarggrafen von Hochberg vnd Grafen zu Nüwenburg, Landtuogt, Herrn Hansen j von Flachslanden, Ritter, der wirdigen Herren Custers vnd Cappitels des Stiffts Basel bottschafft, Herr Hansen Wernher von Flachßlanden, Tumprobst daselbs zu Basel, der Ersinnen wysen Burgermeisters vnd Rats zu Ba- > sel Ratsbotten, Heinrichen Ysenlin, Zunfftmeister, Hansen Zrmi, Burgern daselbs, vnd der von Nürem- berg Ratsbotten, Ruprechten Haller, Burgern daselbs, vmb solich krieg vnd zweytrachtcn gütlich betragen vnd befridet sint I Zn sölicher mass, daz solicher srid die zyt vß Zn dem gemeldten fünfftzehen Zärigen lriden bestimpt weven vnd bcstan sol. Item So sötten vnd wölken wir Hertzog Sigmund die clag, an- uorderung vnd ansprach, so Bil- i gerin von Höudorff der genanten fachen halb an die von Schaffhusen, vuch Conraten vnd Hansen von Fulach gehept hatt, dieselben von Schaffhusen gegen Bilgerin gantz abtragen vnclaghafftig machen vnd entheben, daz > Sy des hinfür von Zm vnbekümbert beliben Vnd Sy, °uch Conraten vnd Hansen von Fulach, vsser der Acht vnd Aberacht, dar Zn er Sy deshalb erlangt batt, schaffen gelassen werden vnd die brieff darüber ze machend überant- j wurten, Alles sürderlich one 2ren kosten schaden vnd geuarlich verziehen. Vnd sol sich ouch Bilgerin von Höwdorff noch yemands v°n sinen wegen solicher Acht noch Aberacht wider die von Schaffhusen vnd Fulach da- ! Mischen An dheinen fachen noch dheines wegs behelffen noch bruchen. Item so sollen vnd wollen wir Hansen Amstad d'e schatzung, so Zm Bilgerin von Höudorff der genanten fachen halb abgnomen hatt, Nemlich > Acht- iehenhunder/Rinischer Gulden, hiezwüschen Santt Zohanns Baptisten tag nechstkünfftig vßrichten nach tut eins brieffs so derselb HannS darumb von vns Znnhatt. Item So söllen vnd wöllen wir Hertzog S'g- > mund vnd die vnsern die von Mülhusen by Ären sryheiten, gerechtikeiten, Harkommenheiten, Surmerckten, gewerb vnd veilem kouff, wie sy das von Alterhar geübt vnd gebracht hant, gnedigklich beliben vnd sy der rüweklich > gebruchen; vnd ob sy vns vnd wir Sy des kosten vnd schaden halb, einem b°n dem andern beschehen, ansprach nit wolten erlassen, Sol ein parthye der andern recht vmb recht nemen vnd ze geben vor dem genanten Marggraff j Rudolphen gerecht werden; Vnd wir Hertzog Sigmund noch vnser Amptlüt den vnsern nit verbieten, sölichen mergkt zu Mülhusen ze suchen. Item So sollen vnd wöllen wir Hertzog Sigmund gemeynen Eydge- j nossen vmb Zren kosten vnd schaden, sy solicher legers vnd fachen halb gehebt haben meynen, hiezwüschen dem genanten Samt Zohanns ^Misten tag nechstkomend zehen Tusend Rinischer gülden bezalen. Vnd ob wir > das vff denselben tag ^er dauor nit täten, So söllent die vnsern von Waldshutt vnd die vnsern vff dem Schwartzwald, wenn S02 Sy von denselben Eydtgenossen nach dem gemeldten Sanct Johanns tag gemant werdent > mit brieftn oder botten, In einem monat nechst nach derselben manung klinfftig Inen In allen dingen vnd mit allen fachen gehorsam vnd gewertig sin, als Sy vns yetz sint, das Sy also zetund gesworn nach lut eins! brieffs, so wir den selben Eydtgenossen darumb geben haben. Item so sollen vnd wollen wir Hertzog Sigmund durch hilff vnd flirderniß vnsers Oehems, Hertzog Ludwigs w. obgenant, gegen vnserm heiligen vatter > dem Babft vnd vnserm gnedigiften Herrn dem Römischen keyser abtragen, daz die genanten Eydtgenossen vnd die Iren des fünff Zarigen friden halb durch Zr Heylikeit vnd Maiestat ze halten gebotten, ob dieselben Eydtgenossen oder j die Zren darZnn Jrs fürnemens halb gegen vns sitzt siberfaveN hetten, ouch des gebotts halb Znen beschehen von der keyserlichen Maiestat, von Zren kriegen wider vns gefsirt zestandt, vnd die fsirhöuschung von siner Maiestat j fiscal wegen der selben sachenhalb geton, die von Rotwil des keyserlichen gebotts halb Znen beschehen Zn sölicher mass, daz Sy vnd die Ären deßhalb vnbeksimbert vnd vnangelangt beliben. Item was eintziger j Stett oder Personen vff beben teilen, In was stats oder wcsens die sint, ansprach vnd sprlich zusammen haben meynen, hant sich des genanten Hertzog Ludwigs Räte verfangen, daz derselb Herr Hertzog Ludwig hiezwsischen > datum diß brieffs vnd der liechtmessen nechstklinfftig vns beben parthyen einen frsintlichen tag an gelegen end setzen, den parthyen Zren vnd der Zrenthalb den verklinden vnd dartzu wen er erbitten mag beschriben > sol, ze versuchen, ob er sölich fachen alle oder eins teils zeitlich möge betragen. Was aber vff denn zeitlich nit betragen wirt, sol yederman dannanthin by sinem rechten beliben, als er yetzo vff datum diß brieffs est. j WolteN ouch solich eintzig Stett vnd Personen dheynerley kriegs wider einander ansahen, die oder den sol dhein teil vnder vns wider den andern Zn sinen Schlössen, Stetten vnd gebieten nit enthalten nach lut des ! fsinffzehed Zärigen friden. Vff sölichem freintlichem tag sol ouch der genant Herr Hertzog Ludwig ll. versuchen, ob er vns bedeteil Zn ein ewige Richtung oder verftentniß möge bringen. Item was ClöM- Spittale > vnd Gotzhsiser Zn der Eydtgenoßschaft gemeinen vnd sundern landen gelegen sint, die zi>^' nutz, gsilt, eigenschafft, gericht vnd gerechtikeit Zn vnsern landen vnd gebieten haben, die sollen one Zrrung vnd Hindernis da- j by bliben. Desglichen harwiderumb söllen vnd wölken wir, die EydtgenosstN, gemeynlich vnd sunderlich, alle die Clöstcr, Spittale vnd Gotzhsiser, die Zn vnsers gnedigen Herren Hertzog Sigmunds landen vnd gebie- ! ten gelegen sint vnd zinß, nutz, gsilt, eygenschafft, gericht vnd gerechtikoll vnder vns vnd Zn vnsern gebieten haben, daby one Zrrung vnd Hindernis ouch beliben lassen. Ilcn> was vnwillens oder vnfrsintschafft I von diß kriegs wegen von yemands gegen dem andern Zn geim'>" oder sunders gewesen ist, der sol absin, vnd söllen alle teil vnd die Zren frlintlich vnd zeitlich zesi»"^ vnd vnder einander wandten vngchindert. > Vff das alles söllen alle gefangen, so vff vnd von beben teill'N Zn disem krieg gefangen sint, mit einer gewonlichen vrfecht vnd zimlichem atz zestund ledig gelassen werden vnd ouch Roub, Brand, näm, todschleg vnd j Schloßbrlich Zn disem krieg beschehen gantz ab sin von dheinem teil gegen dem andern nit geefert werden. Sölichcn friden vnd alles das, so davor so schribcn stat, Wir Hertzog Sigmund flir vns, alle vnser erben j vnd die so vns zugehören vnd sprechen standen, by vnsern slirstlichen wirden vnd eren, Vnd wir Bürgermeister, Schultheißen, Landt- amman, Bürgere vnd Landtllit, gcmeinlich vnd sunderlich, obgenant, flir j vns alle, vnser erben, nachkowG vnd alle die, so vns zugehören vnd ze versprechen standen, by vnsern eiden, so vnser yeglicher an sinew ort sinen obern geton vnd gesworn hatt, Globen vnd versprechen wissentlich vnd ^ bedachtlich Zn kroff W brieffs vffrecht, redlich, getrliwlich, erberlich vnd on allen Zntrag, arglift vnd geuerd vnuerbrochenl' 903 iehalten vnd ze vollziehen. Des zu warem Vrkund vnd steter sicherheit Hunt j Wir Hertzog Sigmund vnser Zngesigel an disen brieff tun henckcn. Vnd wir Burgermeister, Schultheißen, Landtamman, Burger vnd Landtlüte zu Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug vnd ! Glarus haben vnser Stetten vnd lendern Znsigele für vns vnd alle ander obgenant vnd vnser helffer vnd helffershelffer ouch vffenlich an disen brieff tun hencken, Der zwen glich geschriben sint vnd yetwederm teil > einer beliben ist. Beschehen an Samstag nach Sant Bartholomeus des -Zwölffbotten tag, Als man zalt von Gottes geburt Tusend vierhundert vnd Zn dem Acht vnd Sechtzigisten Zare. — Pergamentene Urkunde mit den anhangenden Siegeln des Herzogs Sigmund und der Orte Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwhz, Unterwalden, Zug und GlaruS. (Abgedruckt bei Tschudi II. «gst, Edlibach S. 43V ».> Verschreibmtg Herzog Sigmunds für das Friedegeld und für die daherige Haftbarkeit der Stadt Waldshut und des Schwarzwaldes. 14«8, T7. Anguft. Staatsarchiv Lucern. Wir Sigmund, von Gottes genadcn Hertzog zu Osterrich, zu Styr, zu Kernden, zu Kram, Graue !U Tyrol w., Tund kunt mit disem brieffe: Als wir den fürsichtigen wisen Bürgermeister, Schultheissen, ^andaman zu Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem kernwald, Zug vnd Glarus schuldig sind vnd gelopt Hand von des costen vnd schaden wegen, So des kriegs halb tetz wider Vns, der von Mülhusen vnd Schaffhusen halb gefürt, ouch von des legers wegen vor vnser Statt waltzhut meinen haben gehept, zehen tusent vinischer guldin bis vff sant Johanns Babtisten tag nechst- ^nfftig zu bezalent vnd vnser lieben getrüwen Schulths, Rat vnd gemeind^) Vilsers Swartzwalds von vnser anwalten empfelhens wegen gesworn Hand, ob wir oder vnser erben die bezalung der zehen tusent öuldin vff das zil obgemelt oder dauor nit tättent vnd daran sumig wurdent, wenn dann die selben die vnsern von Waltzhut vnd vff dem Swartzwald von den gemelten Eidgnossen nach sant Johanns Babtisten !ng nechstkünfftig mit brieffen oder botten gemant wurden, Znen gehorsam zesinde in allen dingen vnd lachen, als sy vns setz sind: das ist vnser gutter Wille, das sy das tügen, vnd sollent dannenthin, so 6ch sölichs also begeben wurd, Zrer eiden vnd gelüpten von vns ganz ledig vnd enbrosten sin vnd den gemeldetten Eidgnossen, als obstat, gehorsam sin, alle geuerde vßgescheiden. Des zu Vrkund Hand wir vnser Znsigel an disen brieff tun hencken, der geben ist an Sampstag nach Sant Bartholomeus des Zwölffbotten tag, Als man zalt von gottes gepurt Tusent vierhundert vnd in dem Acht vnd sechs- i'gisten Zare. Gleichzeitige Abschrift im Staatsarchiv Lueern. (Abgedruckt bei Tschudi II. «gl. Zellweger, Appenzeller Urkunden Nr». 448. Edlibach S. 134. Regest bei Lichnowsky 44,. Nro.43st4.> *) Nach Tschudi ist hier zu ergänzen: zu Waltzhut, ouch Eiunungsmeistere vnd Gemeind. S04 4S Bereinigung der VIII Orte mit dem Bischof von Constanz, Hermann von Landenberg. R4SS, «. Februar. Staatsarchiv Lucern. Wir Hermann, von Gottes gnaden Bischoff zu Costenz, vnd wir der Bürgermeister, die Schuld haissen, Ammann, Räte, Burgere vnd Landtlüte gemainlich diser nachbenempten Stetten vnd lenderu, mit namen Zürich, Bern, Lucern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem Kernwald, Zug vnd das vsser ampt so zu Zug gehört vnd Glarus, Tund kund allermengclich mit disem brieue, Das wir angesehen vnd betrachtet haben söliche trüw, liebe vnd früntschafft, so vnsere vordern vnd wir langes mit einandern gehept haut, vnd vmb das die zwischen! vns genieret vnd den widerwertigen dingen, dw vns nach disen löiffen begegnen möchten, bester baß widerstand getan werden mögen, So haben wir vns diser nachgeschribnen stucken miteinander« gütlich vereinet vnd sind einander dero Zugängen: Des ersten söllend wir obgenanter Bischof Hermann den obgenanten eitgenossen gemeinlich, noch dchein Ortt sonderlich, noch denen, so mit Inen in einunge oder puntnisse sind, in vnsern vnd vnser Stifft schloffen, Stetten vnd landen, ouch dar Inn noch dar vs dheinen schaden zufügen, noch das yeman andern zethunde gestattet werden, So verre wir vermögen, Deßglich söllend wir die obgenanten eitgenossen gemeinlich vnd sonderlich dem obgenanten vnserm gnädigen Herrn von Costenz vnd den sinen durch vnd in vnsern Schloffen, Stetten noch Landen hinwiderumb ouch tun. Vnd (söllend) wir vorgenanter Bischoff Hermann die vorgenanten eitgenossen gemeinlich vnd yedem Ort besonder vnd den Zren, so sy zu Iren geschefften vnd fachen bruchen wurden! vnd die vns oder vnsern amptlüten darumb glouplich brieue bringen!, vnser Statt vnd Schl^' Kayserstul, sider vnd si von Zr graueschafft Baden wegen die Hcrlicheit der Hochengerichten da habent, zu allen Zren nöten vnd fachen vffthun, Sy dardurch vnd widerumb hardurch ziechen, dar Znn woneu vnd wandten laussen, wenn vnd wie dick Znen das notturfftig vnd eben ist, vnd Znen dar Znn vn>b Zr gelt bescheiden kouff, essen vnd trinken schaffen gegeben werden an Zntrag vnd Widerrede. obgenanten eitgenossen gemeinlich vnd sonderlich vnd die vnsern sollen! aber dardurch vnd wider hardurch ziehen vnd dar Znn sein ane andern vnseres obgenanten gnedigen Herrn von Costentz vnd der si^ mercklichen schaden vnd den yetzgenanten vnsern gnedigen Herrn sin lebtag by allen sinen vnd sines Sb5^ stetten, schloffen vnd landen, ob Znn yeman wider recht dauon trengen wölte, schützen vnd schirmen nn^ vnserm vermögen, doch in sinen vnd sins Stiffts costen. Were ouch, das yeman in vnsern obgenantc" Bischoff Hermans Schloffen, Stetten vnd gebietten begriffen wurde, der den obgenanten eitgenoist'N gemeinlich oder dhcin Orte sonderlich schaden getan hette, zu denselben sollend wir Znen vnuerzoge"b 1 recht gestatten vnd gan lassen. Deßglich söllend wir die obgenanten eitgenossen gemeinlich vnd sonderlich den vorgenanten vnsern gnädigen Herrn von Costentz, siner Stifft vnd den sinen, die sinen Gnaden ZN versprechen stand, hinwiderumb ouch. Were ouch fach, das dheiner vnsers obgenanten Bischoff Hermans Rate oder diener oder die in vnsern Stetten, geeichten vnd gebietten gesessen sind, mit dheim der ob genanten eitgenossen, oder dheiner vnser obgenanten eitgenossen gemeinlich oder sonderlich oder der vnftrN/ so in vnsern Stetten, geeichten oder gebietten gesessen sind, gegen dheinen des obgenanten vnsers gnedigr" 905 Herrn Bischoff Hermans Räten, dienern ald die in sinen gnaden vnd sines Stiffts Glossen, Stetten, geeichten vnd gebietten gesessen sint, ützit zeschaffen hetten vnd gewunnen, darumb einer den andern ansprach nit vertragen möchte, darumb sol sich ein yeglicher von dem andern rechtens benügen lausten an den enden vnd in den geeichten, da der ansprächig gesessen ist vnd dahin er kertt, daselbs ouch ein Yeglicher ansprächig dem kleger eins vnverzogenlich rechten sin vnd Im das daselbs gestattet werden sol. Vnd ob sich fsigte, das wir obgenanter Bischoff Herman mit den obgenanten eitgenossen gemeinlich oder dhein ortt sonderlich zwayig wurdent oder wir die obgenanten eidgenossen gemeinlich oder dhein ort sonderlich mit dem obgenanten vnserm gnädigen Herrn von Costentz, davor gott sy, darumb sollend wir Zu beider sytte, wenn der widerteil den andern eruordert, darnach in den nächsten Viertzehen tagen vff einen nemlichen tag, der dar Inn benempt wirt, mit einander« ze tagen komen gan Baden im Ergow in die Statt. Da soll dann yetwederteil zwen Erber man setzen, flir die wir vnser zwayunge bringen, die ouch gelerte eid (zu) Gott vnd den Heiligen sweren sollent, die fach vnuerzogenlich vßzesprechen zu der Myne oder zu dem rechten, ob sy die myn nit vinden möchten; vnd wes sich die darumb erkennent, dem sollend wir beidersyte genug thun, daby blyben, das war vnd stäte halten an widerred. Were aber, das sich die selben vier in Iren urteilen glich teiltendt vnd nit eins wurdent, so sollent sy by Iren obgenanten riden ein gemeinen man vnder vnsern, des obgenanten Bischoff Hermans oder vnser der obgenanten Ratten, kiesen vnd nemen, der sy zu der sach gemein, Midlich vnd vnargwenig bedunken sin. Derselb gemein denn ouch loben vnd sweren soll, die sach mit den vieren vßzesprechen, als vor geschriben stat; Und wie sy das vßsprechen, (daby soll es blyben) In maß als obstat. Wir obgenanter Bischoff Herman haben vns selbs har Inn vorbehalten alle vnser fryheitten, vnser geistlicheit vnd vnser geiftlicheit gericht, wie vnser vordern vnd wir von Alter harbracht Hand. So haben wir vorgenanten eitgenossen vns selbs har Inn vorbehalten alle vnser fryheitten vnd altes Harkomen vnd die blinde, so wir vor datum diß bricues Mit einander oder yemand mit vns gemachet Hand. Vnd also geloben vnd versprechcnt wir vorgenanter Bischoff Herman by vnsern fürstlichen Eren vnd wirden vnd wir die obgenanten eidgenossen by vnsern Sutten trüwen, alles das, so diser brieff von vns wyset vnd seidt, war vnd stet zu halten, dem nach- Zekomen vnd genug zethund ane alles widersprechen, getrliwlich vnd vngcuarlich. Vnd des zu warem besten Vrkunde, So haben wir obgenanter Bischoff Hermann vnnser Bischofflich Ansigel vnd wir die obgenanten Stett vnd lender, mit namen Zürich, Bern, Lucern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid bem Kernwald, Zug vnd das vsser Ampt, so zu Zug gehört, vnd Glarus, vnser Stetten vnd lendern Änngesigel offenlich lassen hencken an diser brieuen zwen glich, die geben sind am nechsten Montag nach bnscrer lieben frowentag zu Liechtmeß, Als man zalte von Cristi geburt Viertzechenhundert Sechtzig vnd Nun Zar. — Gleichzeitige Abschrift. Da« besiegelt« Original findet sich nicht vor. — (Abgedruckt bei Tschudi II. lZuwont, cor?, äixl. III. I. xag. 4itl! Landsee, Enrichidion Helveticum, S.2sil^2si7.) ''M ^n?'l.s.-m Sn« lIZ, ts no ,0 Uli !N7WNI »1 - 5» y.isl ^',änu'l?a ,>ii - sa Ikici 'von ti .null, no« ena dov» snct mmol uz niiit -,jyz ?io7ots (la) nost n.n/5 n?'slnoo ? Pilo) . "i'n ninnus cknn lnc>iv>^nnt ?>,? i-n i li, "ln' tti,inic! cho i> (zi! z„ 114 906 4« Zehnjährige Bereinigung der Grafen Ulrich und Eberhard von Württemberg mit den VIII Orten. Zürich. tTKS, 8. November. Königlich württembergifcheS Hans- und Staatsarchiv Stuttgart. Wir Vlrich, Graue zu Wittenberg, Vnd wir Eberhart, Graue zu Wirttemberg vnd zu Mümpel- gard geuettern, Vnd wir der Burgermeister, die Schulthessen, Amman, Ratte, Bürger vnd lantlütte gemeinlichen der Stetten vnd lendern der gemeinen Eidgnossen, Mit namen Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd nid dem kernwald, Zug vnd das vsser Ampt, so zu Zug gehört, vnd Glarus, Tund kunt allermengklichem mit disem brieffe, Das wir angesehen vnd betrachtet habent sölich trüw, liebe vnd früntschafft, so vnser vordern vnd wir langezitte mit einandern gehept Hand, Vnd vmbe das die zwüschent vns gemeret vnd den widerwertigen dingen, die vns nach disen löiffen begegnen möchten/ bester bas widerstand getan werden mög, So habent wir vns diser nachgeschribnen verstentnuß vnd stucken mit einandern gütlich vereint, sind einandern dero Zugängen vnd wellent die dise nächftkünfftigen zehen Jare gegen vnd mit einandern getrüwlich vnd früntlich halten: Des ersten, So söllent wir obgenanteN Grass Vlrich vnd Grass Eberhart vnd wir die egenanten Eidgnossen gemeinlich noch sonderlich die vorgenanten zitte vß einandern nit bekriegen noch schadigen von vnser selbs noch yemand anders wegen, vnd och entwederteile den andern vnd die, so zu Im gehörent, vß noch Zn sin Statt, Sloß, vestinen, landgericht vnd gepiett niemanl lassen bekriegen noch schädigen, vnd och dewederteile des andern vnd siner zugewandten vind vnd schediger nit enthalten ald denen deHeins vnderschubs oder hilff gestatten oder Sy Husen, hoffen, atzen oder trenken, vnd wo deweders teils oder siner zugewandten vind vnd schediger by dem andern teile oder Zn des landen, geeichten vnd gepietten begriffen werden mögent, das der teile/ by dem er ist, so Zm das zu wissen getan wirt, zu den selben griffen vnd richten lassen sol vnd dem andern teile zu Znen sürderlichs rechten gestatten. Es soll och yettwederer teile dem andern veilen, vnuerdingten kouff allerley gutz zu gan vnd zu füren lassen. Were och, das wir vbgenanten Grass Vlrieb vnd Graff Eberhart gemeinlich ald vnser dewedrer sunderlich Zn zitte diser verstentnuß mit Zemant Zv kriegen käment vnd vns bedüchte, das wir der vorgenanten Eidgnossen von Stetten vnd lendern h>^ nvtdurfftig werent, das mögent wir an Sy bringen vnd werben, vns zu gönnen vnd ze erlobent/ ^ Zr knechte zu ziehen zu lassent; vnd was vns von Znen je nach gelegenheit vnd gestallt Zr gescheit vnd wie darZnne erlopt vnd gunnen »virt, als söllichs gantz zu Znen stan sol, daran söllent wir benügen haben. Vnd ob Sy vns yemant also zu schibent vnd zu ziehen lassent, das denen von vns gemelten Grast Vlrichen vnd Graff Eberhartten sold geben werden sol, wie man ye zu der zitte eins werden mag- ^ gelicher wyse, ob wir vbgenanten Eidgnossen, Stett vnd lender, Zn zitte diser verstentnusse mit Zemant zu kriegen käment vnd vns beduncken wurd, vnser vbgenanten gnedigen Herren von Wirttemberg, beider oder Eins besunder, hilff nvtdurfftig ze finde, das mögent wir och an Sy bringen vnd werben, ">'6 hilff zu komm ze lassen; vnd was vns von Inen, je nach geftalt vnd gelegenheit Zr geschefften vnd wie dar Znne erlopt vnd gunnen wirt, als sölichs gantz zu Znen stan sol, daran söllent wir obgeschribm» eidgnossen och benügen haben. Vnd ob Sy vns yemant also zuschibent vnd zu lassent ziehen, das denen 907 von vns obgenanten eidgnossen sold geben werden sol, och wie man ye zu der zitte eins werden mag. Ob och wir obgenanten Graff Vlrich vnd Graff Eberhart, beid gemeinlich oder vnser dewedrer sunderlich, mit den vorgenanten eidgnossen von Stetten vnd lendern gemeinlich ald deheinem sunderlich, Oder wir die obgenanten Eidgnossen, Stett vnd lender gemeinlich ald deHein Statt oder land sunderlich, mit den obgenanten vnsern gnedigen Herren von Wirttemberg, beiden ald einem sunderlich, Stoß vnd Spenn gewunnent, warumb das were, In zitt diser verstentnuß, da gott vor sin wolle, Darumb sol vnd mag Yettwedrer teile den andern zu recht vnd tagen für vordern vnd höischen gen Costentz oder Vberlingen, on weders ende dem anvordrenden teile eben ist, dahin dann nach der eruordrung der teile, so also eruordert ist, Zn den nechsten Viertzehen tagen komen sol, vnd daselbs yettwedrer teile zwen erber man Zu den Spermen setzen, die och loben vnd swcren sollent eide zu gott vnd den heiligen, sölich Stoß vnd Spenn von beiden teilen mit klegten vnd antwurtten nach notdurfft zehörent vnd demnach zebesuchent, ob Sy die mit beiderteil wissen vnd willen betragen vnd gerichten mögint, Vnd ob das nit beschechen Mag, denn das Zn dry Viertzehen tagen, den nechsten, rechtlich vßzesprechent, wie Sy das Zr eide vnd ere wiftt. Vnd wie das also von Znen gemeinlich oder dem merenteil vßgesprochen wirt, das och dem von vns beiden teilen getrüwlich nachgegangen werden sol an fürer ziehen, wegern, appellieren vnd ane alles widersprechen. Vnd ob sich die zugesetzten mit Zren vrteilen glich teilen wurdint, das dann vnsers des teils zugesetzten, der zu tagen geuordert hatt vnd des die ansprach ist, vnder vnserm, dem andern teile, dem antwurtter einen gemeinen man, der Sy zu der fache der schidlichost vnd glichist vns beiden par- thyen bedunckt sin, vnd der das vor datum bis brieffs nit verlopt ald versworen hat, kiesen vnd nemen sollent, Vnd der von dem teile, dem er zugehört, gewisen vnd gehalten werden, sich des anzunement vnd sürderlichen Zn der obgenanten stetten eintwederre tag zu setzen vnd denn da zu sweren zu gott vnd den Helgen, Eintweders teils zugesetzten gesprochnen vrtel, die Znn die besser vnd die gerechter by sinem geswornen eide bedunckt sin, zu gehellen vnd zeuolgent Zn souil zitz, wie vorstat; Vnd wedersteils vrtel er also gehilt vnd volget, das die och dann die mer sin vnd dcro, wie obstat, nachgegangen werden sol. Were och, das deHeiner vnser der obgenanten Graff VlrichS vnd Graff Eberharts Ratte, diener, burger oder vndertan, geistlich oder weltlich, Edel oder vnedel, wie die genempt werden söllent, oder die Zn bnsern landen, Stetten, Slossen, gerichten, zwingen oder bannen gesessen sind, mit deheinem der obgenanten Eidgnossen ichtzit zu schaffen hett oder gewunne, darumb er Znn ansprach nit vertragen möcht, Oder deHeiner vnser der obgenanten Eidgnossen gemeinlich ald sunderlich ald der vnsern, So Zn vnsern Stetten, Slossen, gerichten, zwingen oder bannen gesessen sind, gegen deheinem der obgenanten vnser gnadigen Herren von Wirttemberg Ratten, Dienern, Burgern oder vndertan, geistlichen oder weltlichen, Edeln oder vnedeln, wie die genempt werden söllent, Oder die Zn Zren landen, Stetten, Slossen, gerichten, zwingen vnd bennen gesessen sind, Darumb sol Zegklicher von dem andern recht nemen vnd geben an den enden vnd Zn den gerichten, da die oder der ansprächig gesessen sind oder dahin Sy zu berechtigen gehörent vnd da die ansprach von lehen oder erbs ald der glich fachen wegen berechtet werden sol, vnd da dem cleger fürderlichs rechtens gestattet werden; vnd was an yedem ende vmb yegklich fach iu recht erkennt vnd gesprochen wirt, dem nachgangen vnd gnug getan werden, als vorstat, an alles stirer zühen oder widersprechen; Vnd die vnsern einandern mit deheinen andern gerichten, geistlichen noch ältlichen, fürnemen noch bekümbern Zn deHein wise noch wege, Es begebe sich dann, das yemant also r°chtloß gelassen vnd das erberlich kunt wurd, das dann der sin recht sürer suchen mag, da es Zm eben 908 vnd vßtragenlich ist. Vnd hierZnne habent wir obgenanten Graue Vlrich vnd Graue Eberhart vnö Zn allweg vorbehept vnd vßgenomen unfern heiligen vatter den Vabst, die keiserlichen maiestat vnd die, mit denen wir vor diser verstentnuß Zn vereynung oder verpflicht sind, also daö die selben diser verstentnuß vorgan sollent. So habent wir obgenanten Eidgnossen von Stetten vnd lenden vnö HierZnne och ÄN allweg vorbehept vnd vßgenomen vnsern heiligen vatter den Babst, die keyserlichen maiestat vnd die, mit denen wir vor diser verstentnusse 2n vereynung oder verpflicht sind, Also daö die selben diser och vorgcM sollent. Vnd also gelobent vnd versprechent wir obgenanten Graue Vlrich vnd Graue Eberhart von Wirttemberg zc. by vnsern wirden vnd eren, Vnd wir die obgeschribnen Eidgnossen gemeinlich vnd sun^ derlich by vnsern gutten trliwen, alles daö, so diser brieffe von vnö wist vnd seit, war vnd sta't zu haltew dem nach zekomen vnd gnug zetunde ane alles widersprechen, getrliwlich vnd vngeuarlich. Vnd des Z" warem vestem vrkunde, So habent wir obgenanten Grass Vlrich vnd Grass Eberhart vnser yettwedrer sin eigen Znsigel, Vnd wir die vorgeschvibnen Eidgnossen, Stett vnd lender, mit namen Zürich, BernM Luczern, Vre, Swicz, Vnderwalden, Zug vnd Glaruö, vnser Stetten vnd lendern Secret vnd ZnsigN offenlich lassen hencken an disen brieffe zwen glicher lutt geschriben vnd von yettwederm teile einer nomen, Die geben sind zu Zürich vff Mittwuchen vor Sant Martiö tag, Do man zalt von der gepurt Cristi, vnserö lieben Herren, Viertzehenhundert Sechstzig vnd Nün Zare. Pcrgainentenc Urkunde mit zehn anhängende» Siegel». (Abgedruckt bei Tschudi II. 7l>8.) ckV. Defeusivtractat zwischen Bern, Namens der Eidgenossen, und Ludwig XI. gegen Herzog Carl von Burgund. Bern. 147V, tZ. August. Staatsarchiv B-rn: Lateinisches Missivenbuch, .4. tiZ. NZ. Xos scultetus et consules äominii Ilerueusis cum plena et omnimoäa potestate äominoruw maxne IiAö ^lawanie supvrioris, conleäeratorum nodis carissimoruni, gua utimur in kae parte, ^ ciencii certum appunctuamentum cum nobilibus et prestantissimis viris I.uäo^vico äo 8aintvil!e, tikero äesarrio serenissimi ciiristianissimi äomini l^rancorum regis, et äobanne kriconnet, maiore vill^ äe 'kours, tanguam anibasciatorillus a prelato äomino re^e cum plenu manäato äestinatis, et nodiscum in kac coneoräauimus forma, s)uoä casu, guo dominus noster rex lacvrv vellet ßuerru" cum äomino IjurAunäio vel dominus 0urs;unäie cum rvAe ipso, eo tuuc nos et äomini äo li^a ooo- keävratores nostri non äebemus per nos nec nostros prestare, terre negue tribuero auxilium, fguoreM vel consilium pretacto äomiuo Lurgunäie äuci. karimento si dominus Ilurßunäie kacerv vellet guerr-'^ contra äominos äe liga, conkederatores nostros et nos, vel nos et äowini äe li^a, conseäor^toros nostri, aäversus äucem Iturgunäie, rex ipse pariformiter non äeliet per so nee suos prestare, terre, nec triduere conlortaeionem, auxilium, tauorem vel consilium prvkato äomino Lurßsunäio. prvkati sculteti et consules äominii Ilernensis prumittimus presencia per äominos äe lig» tlonkeäora^ tores nostros et nos rollorari et ratillicari littvras, guarum tonor subseguitur: „lsuäovieus, äei gracw krancorum rex, ex una, et nos ma^istri eiuium, sculteti, ammani, consules, ciuvs, communitato» sog iveole 8uli8ec^uentium ciuitatum, äominiorum, prouineiarum partiumc^ue magne lige ^.lamanie 8upvriori8, ^ickelieet I'tmregi, Lernen8i8, Lueernen8i8, Vranisn8i8, 8witen8i8, Vnäer>valäen 8upra et 8uli 8ilua, lüug et LIaru8, partibu8 ex altera, vniuor8i8 tam pre8entilm8 «zuam tuturi8 borum panäimu8 8erie, Huoä noa ex omnibu8 partibu8 pro 8incera et veteri amieieia eon8eruanäa, vieu8, Lraneorum rex, magi8tri ciuium, 8eulteti, con8ule8, eiue8, eommunitate8 et iueole 8Upraäietarum eiuitatum, äominiorum et prouineiarum 8igilla »U8tra pre8knlil>u8 Iitteri8, «juarum äue bunt 8imile8 lacte et euilibet partium vna traäita, apenäi keeimus. ^etum Lerne xü^ men8i8 ^u- ßU8>i anno ävmini »ieeeelxx^°.^ In czuorum omnium liäem et ellieaeiam boe 8igillo no8tro 8vcreto Ktuniri et per tianeellarium äomini no8tri 8ul)8ignari Ieeimu8. ^ctum xi!^ ^ugu8ti ^nno »leeeelxx""'. lVv8 Luäo>vicu8 äe 8ainville, 8eutiler äv8arrie Kegi8 äomini no8tri, et äobanne8 Lriconnet, k>»ior ville äe ?our8, ^mb»8iatore8 preäieti äomini regi8 cum plena et omnimaäa pote8tate taeienäi ^vrtum appunetuamentum cum magnilliei8 äomini8 magne lige ^lamauie 8uperiori8, «^uaproptvr mi'88i 8tunu8 et magnillico8 äomino8 8eultetum et eou8ule8 äominii Ileruen8i8 aeee88imu8, 8e«juitur: »Luäo- ^^U8, äei gracia etc., ut 8upra.^ — In Quorum omnium liäem et ellieaeiam IVu8 prelali Luäo^ieu8 ^ ^aintville, äobanne8 Lriconnet bee manil>u8 nv8tri8 8ignamu8. Datun» et actum in vrlie Lernen8i ^«äeeima ^ugu8ti anno äomini eecc» nxx". 1.0^8 äe Kainville. Lriconnet. Vis »Aos I^uäouieus äs K»!nvIUo-« ote. abgedruckt bei OominjliSL-Iaonxlot., rrsuvss IN. 139» »10 48. Urkundliche Verbriefung des französischen Vertrages vom 13. August 1470. Tours, R47«, TS. September. Staatsarchiv Bern. lbuäouious, äoi ^racia Iraneorum Dox, ex vna, kt nos llla^istri eiuium, 8culteti, (4wwsol. Lonsulvs, diuvs, tlommunitates et Ineole subsecfueueium eiuitatum, 6ominiorum, prouineiaruw p^^" eiumyuv j ma^ne lixe 4clmanie superioris, viclelieet 4'liure^i, Ilernensis, bueernensis, Vraniensis, 8vvitensis, Vn4ervvalue in Kuno äiem inter äiuos prväeeessores et maiores nostro» et nos kuisse äinoseitur, ^ procfue «insular! cfuaclam intelliAenoia et vnione eontrabenäa, in Kuno gul seczuitur moäum eonuenimus. Vi6elicet czuoä nos Rex kraneio prenominatus per nos nee nostrus Lurßunäie s äuei contra et acluersus prekatvs amicos nostros carissimos - czuoä prestabimus auxilium, kauorem vel assistenciam, clireete vel inclireete, czuibus eiclem ebristisuissiwo äomino Hegi vel suis in ^enere vel speeie ^ alic^uock äetrimentum eorporuw, bonorum vel czuoruV- cumc^ue aliorum possit imminere, omni äolo, krauöe et falsa maebinaeione penitus exelusis. 8a>u^ tamen intelli^enciis > prickem inter nos prekatum ke^em et cle Di^a kaetis, Quantum presentes »oo leclunt nee per eas iecluntur, ^u^niam ille in omnibus eeteris punetis et artieulis salus et in p^ petuo I robore esse clebent et permanere. In czuorum omnium liöem et ellieaeiam IVos pro^l» I,uclouieus Kex, ma^istri eiuium, 8eulteti, (lonsules, eiues, communitates et Ineole s supra clictaruw ciuitalum, «lominiorum et prouineiarum sizilla nostra presentibus litteris, ()uarum clue sunt siniö^ kaete et euilibet parcium vna traclita, appencli keeimus. Datum s apuä Re^em in villa 4'uronis ll^ vixeßima tereia monsis 8eptvmbris anno äomini millesimo eece'"" sexa^esimo äeximo, kt re^ni no»lr> cleeimo. Der ke^em in suo eonsilio, c>uo äominus «lux (laneellarius clominii Dernvnsis: Lourbonnensis, Alarczuio Dontis, ^rebiepis- Iburin^us kricber, eopus et eomes Du^clunensis, ^ämiraläus clo- iVotarius. minus cle Craäonio, äe Doresta. äe Nonsterolio, maxister Detrns Doriole et plures alü intere- rant. Dolant. Pergamentene Urkunde mit anhängendem königlichem Siegel in der Mitte und den Siegeln der acht Ort- zu beiden desselben, (Abgedruckt in der Sammlung der vornehmsten Bündnisse mit der «ron Frankreich. Bern S"" ) bei Tschud! II. 7tti Lo>n>niu°6'^°ugl°t, französisch ebenda, G. Z«8, mit dem Datum M- Septem 9tt 4k» Zehnjährige Vereinigung der Bischöfe von Straßburg und Basel und der Städte Straßburg, Basel, Colmar und Schlettstadt mit den VIII Orten nebst Solothurn. Constanz. R474, St. Marz. Staatsarchiv Zürich. Von gotts gnaden Wir Rupreht, Bischoff zu Strasburg, Pfaltzgraue by Rine zc. vnd Lantgrafe iu Elsaß, Wir Zohans, Bischoff zu Basel, vnd wir die Meistere, Burgermeistere > vnd Rete der Stette Strasburg, Basel, Colmer vnd Sletzstat, Tunt kunt menglichem mit disem briefe, daö wir dem almech- tigen got vnd allem hymelschen Here zu lobe vnd j dem heiligen Römischen Rich vnd ouch den tütschen landen vnd aller erberkeit zu eren, nutz vnd frommen vnd vmb ruwe vnd fridens wegen gemeinlich der lande vnd zu wider- > stände den vngetrliwen löuffen, mit den fürsichtigen, fürnemen, Ersinnen vnd wisen Stetten vnd lendern gemeyner Eytgenosschaft, Zürich, Bern, Lutzern, Solottern, Vre, Swytz, > Ander- walden, Zuge mit dem Ampt daselbs vnd Glaruß, vnsern lieben besundern vnd guten fründen, ein ge- truwe vnd srüntlich vereynunge vnd verftentnisse gemacht habent, j Die do weren, bliben vnd beston sol bis nechstkünfftigen zehen Zore, so noch einander komen werdent, vnd sie vns vnd wir Znen dero einander Zngangen vnd die also mit gutem > Rat vnd wolbedohtenklich, getruwelich zu halten vnd zu vol- lürend vffgenomen hant, wie das hienoch geschriben stat vnd also ist: Das die vorgenanten vnser lieben besundern j vnd guten sründe, gcmeyne Eytgenossen vnd die Ären vnd Zr zugewanten vnd zugehörigen, Vnd wir vnd die vnsern vnd vnser zugewanten vnd zugehörigen alle gemeynlich > vnd sunderlich by Zren vnd vnsern Privilegien, friheiten, gnaden, Nehlen, guten gewonheiten vnd altem harkommen beliben vnd bero vns zu bedersit dohin als vntzhar gütlich I gebruchen sollent. Vnd obe aber yemant frömdes volckeS vder ander, wer die werent, einen teil oder me, so Zn diser eynunge vnd verstentniße begriffen sint, wider reht vnd mit > eigem gewalt trengen oder beschedigen vnd von sinen obgeschribenen alten herkomen, gewonheiten vnd friheiten vnd dem heiligen Rich vnderston ze bringen, das wir andern j dem selben teil getruwelich beholffen vnd beroten wesen wöllent, Nochdem vnd vns ye beduncket notdurfftig sin, getruwelich vnd vngeuerlich. Vnd wir bedersit Zn diser j eynunge begriffen behaltent vns zuvor, Obe sich Harnach begebe oder mähte, daö notdurfftig vnd gut sin wurde, Zemant mer Zn dise eynunge zu nemmen, daS wir das wol ! tun sollent vnd mögent. Vnd diser getruwen vnd früntlichen vereynunge vnd ver- kentniße, das dero, wie vorgeschriben stat, erberlich vnd gestracks nachgangen vnd die j getruwelich völligen vnd vollfürt werde one alle arglist vnd geuerde, So habent des zu warem vnd vesten Vrkunde ^Vir Bischoff Rupreht vnd Bischoff Zohans, ! obgenant, vnser Znsigele, vnd wir die meistere, Bürgermeister vnd Rete der obgenanten Stette derselben vnser Stette Znsigel öffenlich losten hencken an disea ^ieff, vnd zu glicher j wise also einen von den obgenanten vnsern lieben besundern vnd guten fründen, ^emeynen Eytgenossen, Stetten vnd lendern, ouch besigelt genomen. Vnd die geben sint zu Costentz > Donrestag vor dem heiligen Palmtage, Als man zalte noch Cristi geburt Dusent Vierhundert Sll- ^Zig hjxx Zore. — Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln der zwei Bischöfe und der vier Städte. »12 S« Gegenbrief der Eidgenossen an die vorgenannten Bischöfe und Städte. Conftanz. 1474, ZI. Marz. Staatsarchiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, lt. Wir Stett vnd Lender gemeiner vnser Eidgnosschaft, Zürich, Bern, Lutzern, Solottern, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug mit dem Ampt daselbs vnd Glarus, Tund kunt mengklichem mit disem brieff, wir dem almechtigen gott vnd allem himelschen Here zu lob vnd dem heiligen Römischen Rich vnd och den Tütschen landen vnd aller erberkeit ze Eren, nutz vnd fromen vnd vmb Ruw vnd fridens wegen gemeinlich der landen vnd zewider zu stände den vngetrüwen loiffen, mit den Hochwirdigen, durluchl'g^ fürsten vnd Herren, Herrn Ruprechten, Bischoff zu Straspurg, Pfallentzgraff by Rin, lantgraff ze Elsas w., vnd Herrn Zohannsen, Bischoff zu Basel w., vnsern gnedigen Herren, vnd den fürsichtigen, fürnemen, ersamen vnd wisen, den Stetten vnd gemeinden Straspurg, Basel, Colmar vnd Slettftatt, vnsern besun- dern lieben vnd gutten fründen, ein getrüw vnd früntlich vereynung vnd verstentnusse gemacht habenh die da weren, beliben vnd bestan sol diß nechftkünfftigen zehen Zare, so nach einander» komm werdeist, vnd sy vns vnd wir Inen dero einander» ingegangen vnd die also mit gutem Ratte vnd wolbedachtenklich getrüwlich zehalten vnd zevolfüren vffgenomen Hand, wie das hienach geschriben ftat vnd also ist: Das die vorgenanten vnser gnedig Herren die Bischoff vnd vnser guten fründ die Stett vnd die Zren vnd Zr zugewandten vnd zugehörigen vnd wir vnd die vnsern vnd vnser zugewandten vnd zugehörigen, Alle gemeinlich vnd sunderlich, by Iren vnd vnsern Privilegien, friheiten, gnaden, Rechten, guten gewonheste» vnd altem Harkomen bliben vnd dero vns zu beidersit dahin als vntzhar gütlich gebruchen söllen. Vnd ob aber Zemant frömds Volcks oder ander, wer die werent, einen teil oder mer, so in diser eynung v»d verstentnisse begriffen sind, wider Recht vnd mit eignem gewalt trengen oder beschädigen vnd von s>»^ obgeschribnen alten Harkomen, gewonheiten vnd friheiten vnd dem heiligen Rich vnderstan zebringen, das wir andern dem selben teil getrüwlich beholffen vnd beratten wesen söllent, nachdem vnd vns je bedunckl notturftig sin, getrüwlich vnd vngeuarlich. Vnd wir beidersit in diser eynung begriffen behaltent vns zuvor, ob sich Harnach begebe oder machte, das notturftig vnd gut sin wurde, Zemant mer in dise eynn»s zenement, das wir das wol tun söllen vnd mögent. Vnd diser getrüwen vnd früntlichen Vereynung »n Verstentnusse, das dero, wie vorgeschriben stat, erberlich vnd gestracks nachgangen vnd die getrstw» volzogen vnd volfürt werde an alle arglist vnd geuerde, so habent wir des zu warem vnd vestem vrkunde vnser Stetten vnd lendern Znsigel offenlich hencken lassen an disen brieff vnd zeglicher wise also eine» von den obgenanten vnsern gnedigen Herren vnd guten fründen den Stetten ouch besigelt genonwn. Vnd die geben sind zu Costentz vff Donrftag vor dem heiligen Palmtag Anno :c. lxxiiij. »I. nssz»! u» mu nou n»ni» »tl», sti/i z nekijs, «f ckns p ^ ittnaniy fpuo , li'ssiamchflV riinc ^ ^ itla: »laut Sil? »tzstilillü »»'»4 '»a« — .'woL, s»ls > »»»„.»«sin» N" »im i elnstsot) »k "li PH nzsrmü'wsts 91Z SR Die ewige Richtung zwischen den Eidgenossen und Herzog Sigmund von Oesterreich. Senlis. 1474, 4R Juni. Staatsarchiv Zürich. Wir Ludwig, von Gottes gnaden Küng zu Franckrich, Tund kunt allermengklichem vnd bekennend wit disern brieff: Als zwüschent dem Durchlüchtigen Hochgebornen Fürsten vnd Herren Sigmunden, Hertzogen zu > Oesterrich, zu Styr, zu Kernden vnd zu Krain, Grafen zu Tyrol w., vnnserm lieben Oeheim, an einem, Vnd den Fürsichtigen, Ersameu vnd wysen gemeinen Eidtgenossen von Stetten vnd lendern, Zürich, Bern, Lutzernn, Vre, Swytz, Vnderwaldcn, > Zug vnd dem Ampt daselbs vnd Glarus, vnd Iren Zugewandten vnd zugehörigen, vnnsern besundern guten fründen, am mindern teil, vnd Zr beiderteile vordernn vil vergangner Zaren mit einanndern in kriegen, zweyungen, Zrrungen vnd Stoffen gewesen sind j vnd sich dar Znne mengerley verlausten vnd vergangen hat w. vnd ein gütlicher Tag zu Costentz Müschen beiden obgenannten teilen gehallten worden, vnd da ein abscheid begriffen vnd gestellt ist, wie sölichs hingetan, betragen vnd gericht werden möcht, j Vnd daz da nit zu entlichem vstrag vnd besluß bracht kond werden, vnd demnach wir als der, so das gernn betragen vnd gericht gesehen hett, von beider parthyen vnd der liebe wegen, so wir zu Znen habend, den Edlen vnnsern vnd Ersamen andächtigen j Graff Hansen von Eberstein vnd Zosen von Silinen, Propst zu Münster im Ergöw, vnnser Räte, zu den obgenannten beiden partyen gefertiget vnd geschickt habent mit befelh an sy beidersyt, zu werbend, vnns den obgenannten abscheid zu Costenntz j beschehen zu vberantwurten Zn dem fug, wie wir demnach die bericht zwüschent den obgenannten parthyen bedersyt beslussen vnd begriffen, daz sy daby beliben vnd dem also nachgan wölltend, Vnd sy von sölichs vnnsers gcwerbs wegen den vorgerürten I abscheid vnns zuschicken lassen haben, Mit dem vnderscheid, wie wir demnach die bericht begryffen vnd sehen lassen, daz sölichs der obgenannt vnnser Ocheim Hertzog Sigmund by sinen Fürstlichen wirden vnd eren vnd die vorgenannten Eidtgenossen > by den eiden, so sy Iren Stetten vnd lendern gesworen, Vach sinem Znnhallt gelobt vnd versprochen Hand, war, vest vnd stät zu halltend vnd das gestracks zu vollziehen vnd zu vollfüren vnd sunder dem an Antrag erberlich vnd redlich nachzugand, wie das j die brieff Wüschen Znen darumb gegeneinanndern vßgangen wysend vnd erklärend, Vnd vns demnach vnd wie obstat der obgerürt abscheid zu Costenntz überantwurt ist vnd wir den eigentlich vnd wol gehört babent, So setzent wir den über- j trag vnd die bericht Mischen den obgenanten parthyen also vnd wie bas hienach von einem an das annder geschriben stat vnd das also ist vnd sin sol: Daz hinfür beid vbgenannt parthyen vnd alle die Zren Zn Zr Stett vnd lender zu einandern I sicher libs vnd guts mit Muffen vnd verkouffen vnd andern getrüwen »«schädlichen geschefften vffrechtlich, erberlich vnd redlich sandten mögen oder söllent, von Zeder parthye Zn sölichem fug vngehindert vnd Zn all weg getrüwlich vnd pnge- I uärlich. Vnd ob des obgenannten vnnsers OeheimS Hertzog Sigmunds von Oesterrich ungehörigen zu obgenannter gemeiner Eidtgenoßschafft oder Zren zugewandten oder der selben Eidtgnoß- ^aft zugewandten zu dem Zetzbenempten vnserm I Oeheim Hertzog Sigmunden von Oesterrich oder sinen Ungehörigen Zuspruch hettend oder fürer gewunnend, darumb die parthyen gütlich nit betragen werden 115 914 möchtend, daz der kleger sin widerparthye zu recht vnd vstrag eruordern sol für den I Bischoff ZU Costenntz oder die Statt daselbs, oder für den Bischoff zu Basel oder die Statt daselbs, Vnd daz demnach die angesprochen party dem kleger Znnrent dryer monaten frist nach siner eruordrung rechts statt thun sol, Also daz klag, antwurt, red > vnd widerred vnd Rechtsatz In sölichem Zyt beschechen sy an lenger Verzug. Vnd des sol der antwurtend teil, ob er dar Inn sumig wurd, darzu gehalltett vnd betwungen werden by forchtlichen penen sins libs vnd guts. Vnd doch da die spenn, antreffend erbfall, j gelegne güter vnd kleinfüg geltschuldcn, daz sölich ansprachen berechtiget werden söllent Zv den geordneten geeichten, dar Znn erbfall vnd güter gelegen vnd sölich schuldner gesessen sind. Vnd waö an der obgenanntcn ennden einem ye gesprochen wirt, I daz daby ouch allweg beidteil an fürrr ziechen, weigern vnd appellieren beliben söllent. Vnd ob daselbs vmb Zetzberürt ansprachen Zemund von dwedrer parthy rechtloß gelassen wurd, daz der nach sölichem Rechtbrust Zn einem Monat vn- geuarlich j an der vorgeschribnen vier Rechten einem sin recht suchen möcht, wie daö dauor geschriben ftat. Vnd ob hinfür der obgenannt vnnser Oeheim Hertzog Sigmund von Oesterrich zu den vorgenannten Eidgenossen, Stetten vnd lenndern, gemeinlich j oder sunderlich, zusprüch oder ftöß gewunne, daz er sy denn ouch zu der obgenannten vier Rechten einem zu recht vnd vßtrag, wie das dauor begriffen ist, fürvordern mag, also daz die ouch allda rechtlich volendet werden söllent. Vnd zu glycher wyß ! vnd In dem fug, ob gemein Eidgenossen oder sunderlich ein ort oder Zr zugewandten zu vnserm OehettU Hertzog Sigmunden zusprüch gewinnen wurden, daz die Zn vorgeschribner wyß mit Recht ouch für- genomen vnd do also berechtiget werden ^ vnd zu end vnd vßtrag kommen söllent. Vnd vmb des willen, daz die verwilkurnten richter Zm vßtrag bestimpt Zn beladung sölicher spenniger handeln Zn Zrn Sprüchen vnd vbungen dest fryer syent, so söllent allwegen die spennigen parthyen Zn > Jngang des rechtlichen vßtrags sich gegen denselben angenomnen Richtern geschrifftlich verbinden, von sölicher Sprüch wegen die selben Richter darumb nit zu vechen oder Znen das in eynichem argen willen oder vnfug zuzemessen- Vnd ob vnnser j Oeheim Hertzog Sigmund von Oesterrich in sinen geschefften der Eidgenoßschafft vorgenannt hilff notturfftig wurde sin, daz sy Zm die thun wöllent, wo Inen das erenhalb gebürlich mag, vff sinen sold, wie die Eidtgenoßschafft sölich solde Zn Zren eignen j geschefften gebent, getrüwlich vnd vngeuarlich. Deßglichen ob die Eidtgenoßschafft vorgenannt vnseres OeheimS Hertzog Sigmunds hilff Zn Zrn geschefften notturfftig wurden, daz er Znen die ouch thun sol, wo Zm das eren halb g^ bürlich sin mag, j vff Zren sold, wie der selb vnser Oeheim solich sölde gibt Zn sinen eignen geschefftt"/ getrüwlich vnd vngeuarlich. Vnd daz ouch die vorgenannten Eidgenossen vnnserm Oeheim HorßsZ Sigmunden von Oesterrich überantwurten söllent alle brieff, vrberbücher, Regi- > ster vnd geschrifflkv/ so sy Znn habent vnd der herrschafft Oesterrich zustand; vnd ob sy eynicherley brieffen, Bücher oder geschrifften Zemands anderm übergeben hettend, das söllent sy Zm ouch offnen getrüwlich vnd an geuerd, vßgescheiden die brieff, Rödel oder geschrifften, so die Znnhablichen lannd, Stctt vnd Sloß der genoßschafft besagend. Vnd daz ouch beid parthyen by allen Zren lannden, Slossen, Stetten, dörff^n vnd marckten, so sy Zn vergangnen zyten zu Zren hannden erobert vnd Znbracht habend, ! beliben söllent nu vnd hienach, vnangesprochen vnd vnbekümbert. Vnd daz ouch dewedre parthye, noch ^ zugehörigen vnd mithafften die anndern parthye vnd Zr mithafften durch Zr Stett, Sloß noch la"d keineswegs bekriegen, beschädigen, vehen oder ^ Zn eynichwise an lib oder gut bekümbern lassen sol. Vnd daz ouch dwedre parthye fürer der andern die sinen Zn Buntniß, Burgrecht, Lantrecht, schütz, sch'v^ 915 noch versprechen annemen sol dem anndern teil ze schaden vnd vnfug, Es were dann, daz Jemand j hinder den andern mit sinem hußhablichen sitz ziehen wölt, den gerichten, dor Inn dann ein Zeder sines sitzeshalb von alterhar gehört hat, vnuerdinget. Vnd ob darüber dwedre parthye oder die Iren durch der anndern parthy Stett vnd lender bekriegt j oder beschädiget wurd, daz denn von stund an die parthy, do das beschehen were, zu den gryffen vnd von Znen nach Recht sürderlich richten lassen sol. Vnd daz vuch dhein teil dem anndern sin fynnd oder beschädiger wissentlich nit Husen, Hofen, ätzen, trencken I noch dhein vnderschub oder hilff thun vnd ouch das niemantz gestattigen sol In dhein wyß, getruwlich vnd vngeuärlich. Vnd daz ouch vnser Oeheim Hertzog Sigmund, obgenannt, die bericht zu Waltzhut beschehen die von Schaffhusen, die > von Fulach vnd Bilgrin von Höwdorff berürend, vollziehen vnd was Zm dor Znn die Eidtgenossen gehelffen vnd geraten könnent, das von Znen mit trüwen beschehen sol. Vnd daz ouch von dewedrer partye vnd den Zren vff die widerparty vnd die j Zren dhein nüw zolle noch annder beswärd gelegt werden sol vnd sunder das beliben zu lassend gegen einander», wie von allterhar die genomen vnd geben worden sind. Vnd daz von der lehen wegen beredt ist, daz vnser Oeheim Hertzog Sigmund > by siner lehenschafft beliben sol, vßgesundert die lehen der eroberten lannd vnd in den vngelösten pfandschafften. Vnd daz ye zu zechen Zaren von vnnserm Oeheim Hertzog Sigmunden vnd sinen erben sölich bericht Zren Räten vnd zugehörigen ! verkündt werden, wissen ze haben vnd die zu vollziehen; Vnd hinwiderumb von der Eidtgenoßschafft vnd den Zren ye zu zechen Zaren deßglich ouch beschehen sol. Vnd sunder, daz ouch Mannspersonen Zn den Stetten Rinfclden, Seckingen, Louffen- j berg vnd Waltzhut mit denen vff dem Swartzwald vnd denen, so zu der Herrschafft Rinfelden gehörent, eid zu got vnd den heiligen sweren söllent, dz sy vnd Zr nachkomen diß Richtung getruwlich halten wollent vnd Zn vergangnen zechen Zaren j solich eide von Znen, so das eruordcrt wirt, beschehen vnd getan werden. Vnd söllent ouch die genannten Eidtgenossen nu vnd hienach offnung haben derselben vier Stetten vnd Stoffen zu allen Zren nöten. Vnd were, daz dise früntlich j bericht durch vnsern Oeheim Hertzog Sigmunden obgenannt an gemeiner Eidtgenoßschafft oder hinwiderumb durch gemein Eidtgnoßschafft an vnserm Oeheim Hertzog Sigmunden nit gehallten wurd, So sol doch darumb nit vechde, j vffrur vnd krieg sürgenomen vnd sunder dieselb brüchig parthye darumb zu vßtrag fürgeuordert werden nach lut des vßtrags, der obvermeldt ist; Vnd demselben vßtrag ouch dieselb parthye statt thun sol by den gelübden, Eiden vnd sigeln ! diser bericht. Were aber, daz durch vnscrs Oeheims Hertzog Sigmunds Rät, diener oder die Zm zu versprechen stand, oder hinwiderumb durch die Eidtgenoßschafft Ein Statt, lannd, ort oder sunderlich Personen zu der Eidtgenoßschafft ver- j wandt wider diß bericht beschech vnd darumb nach tut des vßtrags obgemeldt nit fürkomen oder demselben vßtrag nit statt thun wölt, so sol vff ermanung des teils, an dem die Richtung nit gehallten were, dieselb vngehorsam parthy dartzu ge- j hallten werden, das zu vollziehen. Vnd daz ouch daruff alles das, so sich in kriegs oder annder wyse zwüschent vnserm vorgenannten Oeheim Hertzog Sigmunden von Oesterrich vnd sinen vor- saven vnd der Eidtgenoßschafft vnd Zro vordern j vnd allen Zren zugehörigen vnd mitgewandten biß vff gebung diß brieffs gemacht, vergangen vnd verlouffen hat, dar Znne dheinerley vßgescheidcn, vßgesundert "och Hindan gesetzt, bestentlich vnd veftencklich bericht, betragen vnd vereint sin j vnd daz ouch dem gestracks bon beiden parthyen vnd zugehörigen vnd zugewandten nachgangen werden sol an Antrag vnd wie das ^'se Richtung begrifft vnd wyset by vnnsers Oeheims Hertzog Sigmunds von Oesterrich wirden vnd eren vnd I by den eiden, so die Eidtgenoßschafft Zrn Stetten vnd lenndern gesworn Hand, zu einer ewigen 916 bestentniß sölicher bericht vnd dem allmechtigen got zu lob. Vnd sölicher bericht zu vestem yemerwären- dem Vrkund, daz dero, wie vorstat, also von j beiden obgenannten parthyen vnd Iren zugewandten vnd zugehörigen nachgangen werde, So habend wir obgenannter küng vnnser künglich Maiestat Znsigel offennlich lassen hencken an diser brieffen zwen glich vnd Zetwederm teil des einen geben. I Wir obgenannter Sigmund, Hertzog zu Oesterrich, zu Styr, zu Kernden vnd zu Krayn, Grass zu Tyrol w., vnd wir vorgenannten Eidgenossen, Stett vnd lender Zürich, Bernn, Lutzernn, Vre, Swytz, Vnder- walden, Zug j vnd Glarus, Bekennend vnd verjehent der obgeschribnen Richtung vnd alles des, so davor von vnns geschriben stat, vnd wöllent wir obgenannter Hertzog Sigmund für vnns vnd vnnser erben, die vnnsern, vnnser zugehörigen vnd zu- > gewandten, Vnd wir die genannten Eidgenossen für vnns, vnnser nachkommen, die vnnsern vnd vnnser zugehörigen vnd zugewandten daby gestracks beliben vnd dem nach sinem Znnhallt nachgan, Wir Hertzog Sigmund by vnnsern j Fürstlichen wirden vnd eren vnd wir egenannten Eidgenossen by den eiden, die wir vnnsern Stetten vnd lenndern gesworn Hand, wie das dauor ouch geschriben stat. Vnd des zu warer, guter gezügnisse, So habend wir Hertzog j Sigmund vnnser Znsigel vnd wir vorgenannten Eidgenossen, Stett vnd lennder, vnnsre Znsigel ouch offennlich hencken lassen an die vorgenannten brieff zwen glich, Geben vnd beschehen Zn vnnser Statt Sanlis vff den ^ Einlifften tag des monats Zuny, Nach Cristi, vnnsers lieben Herren, geburt gezallt Tusent vierhundert Sibentzig vnd vier Zar. Pergamentene Urkunde mit anhängenden Siegeln des Königs von Frankreich, Herzog Sigmunds und der acht eidgenössisch Orte. (Abgedruckt nach dem besiegelten Original im k. k. Haus- und Staatsarchiv bei Oümol. Slouuiuonta Imbsba» gmu I. s. Seite 234^-239; dann bei Zellw eger im Archiv für schweizerische Geschichte V- 117; französisch bei 6c>w- minos-I^onxlot Iis. 312 ) SS Berkommniß der eidgenössischen Orte gegen Annahme österreichischer Schanknngen und Dienstgelder. 1474, Tl. October. Staatsarchiv Lucern. Wir von Stetten vnd Lenndern gemeiner eignoschaft Burgermeister, Schultheißen, Amman, Rute vnd gantz gemeinden von Zürich, Bern«, Lutzernn, Vre, Switz, Vnderwalden, Zug ^ mit dem vsser" Ampte vnd Glarus, Tunt kund mit disem brieue: Alsdenn wir mit dem durlüchtigen, Hochgepornen fürsten vnd Herren, Herrn Sygmunden, Hertzogen zu j Oesterrich, zu Styre, zu Kernden vnd zu KrahM Grauen zu Tyrol n., vnd er mit vns, Zn ein ewig Richtung? kommen sind, Nach lute der richtbrieuen darumb wisende j vnd mit der küngclichen Mayestate von Frannkrich Zngesigel versiglet. Vmb das dann gliche Richtung zwüschend vnns vnd beidersite den vnnsern dest früntlicher j vnd rüwiger bliben möge vnd bestannde, Haben wir vns Im besten also geeinbaret: Das fürbashin nieman der vnnsern, weder Rate, Amptlüte noch annder, one Zr j Obernn heissen vnd willen von dem gemelten fürsten von Oesterrich noch von Syner gnaden erben dheinerley geuärlicher schenncken, myet noch gaben nemen sol, Durch ! sy noch ander von Zren wegen, by guten trüwen one geuerde. Vnd vmb das bis also dester bestennt- licher vnd vnuergessen blibe, So sollen wir vnd vnnser nachkommen, dis > also stete ze halten, allwegeU mit vnnsern blinden, wenn wir die vonhin mit eyden ernüwerent, schweren; doch vnns vnd vnnieru 917 nachkomen har Inn vorbehalten, das wir dis j vber kurtz oder lange nach vnnserm willen wol endern vnd setzen mögend, als vns gemeinlich gut beduncket, alles vngefarlich. Mit kraft dis brieues, den wir Mit vnser j aller von Stetten vnd Lenndern Zngesigeln einander versiglet haben, geben am nechsten fritaz Nach Sannt galten tag, Als man zalte von der geburt Crifti, vnnseres Herrn, j viertzechen hundert Sibentzig vnd vier Zare. — Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln von Zürich, Bern, Lucern, Uri und Schwyz. Die für Unterwalden, Zug und OlaruS bestimmten Pergamentstreifen sind leer, ohne Spur, daß jemals ein Siegel daran gehangen hätte. 5» Bündniß der VIII Orte und der Städte Freiburg und Solothurn mit Ludwig XI., König von Frankreich, insbesondere gegen Herzog Carl von Burgund. Eidgenössische Erklärung. 1474, T«. October. Staatsarchiv Bern: Vundbuch, II. 4S. lVos Lurgimagister, 8culteti, Xnunani, (lonsules et (lommunitates Oppiäorum et Vrouinciarum ^uriob, kern, I-uxern, Vre, 8viüt/, Vnärovvaläen. i^ug et LIarus, magne lige ^llemanie superioris, et sculteti et consu latus communitatum Vriburgi et 8oloäri, vuiuersis presentes litteras inspecturis Pstetaeimus: <)uia inter cbristianissimum serenissiwumgue äominum, äominum I.uäouicum, Regem k^rancie, berum nobis pro eetvris longe gratiosiorem et nos in bunc vsgue äiem liäa ckaritas et äilectio ^mo et perbennes intelligentie extiterunt et existunt, animo ponäerauimus et conclusimus. essclem intelligentias amicitiasgue mutuas roborare et extensius proäucvre, es spe, vt ex boc eeu kunäamvnto uostrarum omnium partium statu« et commoäitas lirmitatem naciscatur non meäiocrem. Uvrum itague occasione cum prvkato äomino rege baue sineeram et intemeratam käei intelligentiam Vnionemt^ue amplexi sumus eo moäo gui seguitur. Inprimis guoä Rex ipso nobis in omnibus et sin- ßulis nostris guerris, specialiter contra äueem Ilurgunäie omnesgue ceteros suis in expensis liäele Kuxiiiuiu, suuamen et äekensionem impartiri äebet. Rreterea guoaä vixerit singulis annis pro cari- Mtis sue comprobatione nobis in ciuitate sua Imgäunensi expeäirv et solui äisponoret viginti milia Irancorum, gualibet guatuor anni partium guingue milia, egualiter inter nos prekatas partes äistri- buenäorum. Rt si Rex ipse suis in agibilibus et guerris auxilio nostro egeret, nosgue super boe kvguireret, eo tunc äebemus illuä numero virorum armatorum, prout nobis konestum et possibile kuerit, sibi impenäerv, si et in guantnm nos proprüs guerris non tuerimus occupati, suis tamen in expensis. Rex autem cuilibet armatorum pro Mensis spatio, annum äuoäecim mvnsibus computanäo, lribuere äebet guatuor tlorenos et meäium. Rt cum kuiuswoäi auxilia reguirere äuxerit, äebebit klex ipse salarium cuilibet ex eis pro spatio vnius mensis competens aä vnum ex oppiäis Auricb, klvrn vvl Ruti-ern transmittere, et pro äuokus altvris mvnsibus salaria in ciuitate Lvbennensi vel ^io in loco nobis apto et grato enumvrari kacerv; et guain primum nostrates äomos «uas egressi ^eriut, iucipiet cursus temporis trimestris, ipsisgue reseruatv sunt omues et singule emunitates et priuilegia, guibus ceteri soläati regü gauäent et poliuntur. Rt si nos vliis temporibus nostris in guerris ^vvtra et aäuersus Lueem Lurgunäie Regem ipsum, nobis vt auxilium impenäeret, reguireremus ipse, alias propter guerras suas nobis succurrere non posset, eo tunc, guo magis nos ipsi tales 918 guerras continuare possimus, Dex ipso nobis, quamäiu easävm manu elücaei prosequimur, qua- übel quatuor anui partium in oiuitato sua Dugäunensi numorari kaciet viginti mille ilorenos kkeoi et nickilowinus summam iraneorum supra nominatam. Lt cum nos cum äuco Ilurgunäio vel alw kegis vol nostro inimico paeem vol treugas kaevrv voluerimus, quoä otiam possumus, äebewu» et tenemur, nos Regem ipsum specikce et singulariter rosvruare et sicut nos prouiäere; Vice versa Rex ipse in ownikus guerris suis cum Luve Rurgunäie et evteris, si et in quantuw paeem vel treugas tacere voluerit, quoä etiam polest, äebet et lenetur, nos sicut se speciüce et singulariter prouiäere et resvruare. Rt in küs omnikus parte nostra excipimus Dominum »o- strum summum pontikcom, sacrosanetum Romanum imporium et omnes et singulos, cum quibuS nos kceäera, vniones, intelligvutias aut alligationes litteris et sigillis munitas in Kuno vsque äiew contraximus; Darilormiter ex parte Regis itiäem semoto Duce Rurgunäie, versus quem Rex et nos iäem ekiciemus quoä supra cautum est. Rt si suxta äispositionew rerum ipsarum cum Duce Rurgunäie in presentiarum guerris involuli kuerimus, eo tunc in contineoti äebet Rex ipse erga eumäew äucem guerras cum potentia et manu etlicaci movere eisäemque iuncti et bec operari, quio pro consuetuäinv guerrarum solila et sibi et nobis protieua commoäosaque vxisluut, omni äalo et krauäo exclusis. Rt quia bec amica vnio per äies, quibus Rex ipse vitam colet, quos Deu« ipse clemontia sua in longum äeäucat, bona käe ürwa illibataque seruari et viäem satislieri äebebü, eapropter Reg! ipsi bas titteras sigillis oppiäorum et prouineiaruw, c>uibus utimur, munitas assiguakl kecimus, nam pares a maiestate sua sigillo oiusäem roboratas accepimus. Xos vero prekate cow- munitates oppiäorum Rriburgi et 8oloäorensis ea omnia et singula latemur grataque et accepl» kerimus et babemus. In quorum euiäenliam sigilla nostra presentibus etiam appeuäi lecimus. Datuw vigesima soxta Mensis Dctobris anno a natiuitate Domini Nillesimo quaäringontesimo septuagesiuw quarto. Abgedruckt bei c»mmill«s.l.o»glvt IN. 388. S4 Bündniß zwischen Ludwig XI., König von Frankreich, und den VI!I Orten nebst den Städten Freibnrg und Solothitrn, vorzüglich gegen Burgund. Königliche Erklärung. Paris. 147 S, T. Januar. Staatsarchiv Bern. Ruäouicus, äei gracia Rrancorum Rex, Vniuersis presentes litteras inspecturis patelaciVUS- l)uia inter nos et spvctabilos multeque prouiäencie j viros, Rurgimagistrum, 8cultetos, ^mwauos, consules et eammunitates oppiäorum et prouinciarum Surick, Dernn, Ruc/ernn, Vre, 8vv)N?> Vnäer- uuläen, Xug et Dlarus. magno s ligv ^lamanie superioris in Kuno usque äiem iiäa caritas et ääccUu )-mmo et perbeunvs intelligvncie extiterunt et existunt, t^nimo pouäerauimus et conclusimus, easäew j intelligencias amiciciasque mutuas roborare et extensius proäucvre, ea spe, vt ex boc cum lunäa mento noslrarum omnium parcium status et commaäitas tirnütatem naciscatur no» I meäiocrow- Horum itaquo occasione cum prekatis amicis noslris, aäiunctis spectabilibus communitatibus oppiä»' rum Rriburgi vt 8oloärensi«, banc sincere et intemerate liäei intelligenciam ^ vnionemque awplc<> sumus eo moäo qui svquitur: In primis, quoä nos prekatus Rex sam nominatis amicis nostris w 919 Omnibus et singulis ipsorum guerris, z^k^ialiter eontra j äueem Durgunäie omnesque eeteros, nostris in expensis liäele auxiliurn, juuamen et äellensionem impartiri äebemus. Dreteres vulumus «zuoaä vixerimus singulis annis pro ^ caritatis nostre eowprabacione eisäem äominis äe liga, aäiunetis eom- Munitatibus vpiäorum Driburgensis et 8oloäoren«is, expeäiri et iu eiuitate nostra Dugäunensi solui äisponerv Viginti millia > kraneorum, «zualibet czuatuor anni pareium lsuinkzue milia, egualiter euilibet Pareium pretalarum äistribueuäorum. Lt si nos nostris in agibilibus et guerris auxilio pretatorum ami- eorum j nostrorum egervmus Ipsosc>ue super eo rvlzuireremus, Lo tune äebeut ipsi nobis illuä numero virorum armatorum, prout ipsis konnestum et possibile kuorit impenäere, si et in «zuantum > ipsi Proprüs guerris non kuerint oeeupati, nostris tarnen in expensis. IVos autem euilibet armatorum Pro mensis spaeio, snnum äuoäeeim wensibus eomputanäo, tribuere äebemus ^ czuatuor üorenos Heni et meäium. klt eum buiusmoäi auxilia reguirenäa äuxerimus, voluwus semper salarium eui- iibet ex eis pro spaeio vnius mensis eowpettens sä oppiäa I ^uricb, Lern» vel I-ue?ernn transmit- wittere, Dt pro äuobus alteris mensibus salaria in eiuitate tlebennensi vel alio in loeo ipsis apto et grato enumerari tsciemus. Dt c>uamprimum j äomos suas egressi fuerint, Ineipiet cursus tem- Poris trimestris. keserusmuscsue eisäem armatis ownes et singulas emuuitates priuilegiacsue, c^uibus eeteri a nobis stipenäiati ^ gauäent et pociuntur. Dt si prenominati amiei nostri vllis tvmporibus ipsorum in guerris eontra et aäuersus äueem Durgunäie, vt suxilium impenäeremus, rvhuirerent et Oos ^ prapter alias guerras nostras ipsis sueeurrere non possemus, Do tune csuo magis tsles guerras oontinuare possint, ipsis, lpramäiu easäem manu ellicaei proseum in eiuitste nostra Dugäunensi numerari taeiemu» viginti mille llorenos Iteni; Dt nicbilominus ^Ummam kraneorum «upra nominataw. Dt eum prekati amiei ^ nostri cum czuoä supra eautum est. Lt si iuxts äis- posieionein rerum ipsarum prvtati amiei nostri eum äuee ipso Ilur^unäie impreseneiarum ^uerris se Muoluvrint, ko tune in eontinenti ävkemus et volumus vrxa eumäem äueem Auerras eum poteneia ot manu ellicsci wouere eiäem seruari et eiäem satiskeri äebebit, Lapropter p^ekatis awieis nostris bas litteras sißillo nostre maiestatis wunitas assi^nari keeimus; lVaw pares ab eis- ^om si^illis ^ suis omnium et sinxulorum roboratss aeeepimus. Datum Darisüs seeunäo äie mensis äa- ^Usrii anno äomini Nillesimo quaärinAenlesimo septuaxesimo Yuarto, kexni vera > nostri äeeimo czuarto. Der Hegern: Degouz. Pergamentene Urkunde init anhängendem königlichem Siegel. (Abgedruckt in der Sammlung der vornehmsten Bündnisse mit der Eron Frankreich. Bern 17Z2, Seite 43. Ohne Datum bei eoMininos-I-onglvt III. 37i>.Z 920 SS Erklärung Ludwigs XI., Königs von Frankreich, über einen streitigen Artikel in der ewigen Richtung zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich und den Eidgenossen. Paris. t47S, T. Januar. Staatsarchiv Bern. Imäouicus, äei ßrucig Iruncorum Kvx, Vniuersis et sinßulis presentes literss inspecturis seluteM- IVotum Iseimus, rsuoä cum äilectus et csrissimus ^ conssnßuineus noster, 8ißi«monäus, öVustrie äux, Lt spectubiles uc nobis sincere äilvcti äomini mußve et »nticzue lißue ^lumanie supsrioris super certis eorum I «zuestionibus et controuersis ssm inter eos preäecessoresgue suos suscitstis et s»N- kjuutis in nos 8v compromiserint, ä^uäicio nostro et arkilramento 8e voiuntsrie subicienäa, sitkjue ! ita, «zuoä preäictis purtibus eurumve procuratoribu« et orstoribus pro ipsis in presencia nostra constitutis multipliesta instancis requisiti suvrimus oräinucionem nostrem erbitrarillm > äe bös, super quibus in nos compromissum suernt, pronunciare prout aä eorum postulscionem kecimus. Verum quin äe et super eontenti8 in esuvm oräinacione nostru partes ^ jam äicte aäkuc äe nun contenäero ceperunt, ipso eoäem consanßuineo nostro äicente et asserente, äietam nostram oräinacionem sibl Lore in en preiuäicisbilem, c^uia ipsum conäempnauimus I sä obseruanciam contentorum in es, 8»o8- ^ue 8ueck88ore8 et bereäes, et czuiu non fuerat 8ue inteneioni8, 8ieut äicobat, in prviuäicium extrsn- eoruiu bereäum in no8 8e compromittere aut j Kompromisse, 8eä 8vlum pro 8« suisque bereäibu«, ex corpore 8uo äescenäeutikus, ketebat 8Uper boc illam sentenciam emenäari et intvrpretari äeclarari, vt nun alios quam bereäes s ex 8uo corpore äe8cenäente8 iißvt; Ip8i8 äomini8 äe contriirium äicentil>u8 etiamque asserentibus ex üla sentencia jus sibi perpetuo quesitum, cum suc^ ce88orum et bereäum appellacione ^ contineantur omne8 bvreäes ex corpore proßeniti et extranoi, quocumque moäo in vniuer8um jus 8ucceäente8, et consequenter oräinacionem per no8 iatam nul^ moäo immutari äebere j vel corrißi, seä in sua mauere Lrmitate. kro tanto «8t, quoä nos, parciuw racionibus piene intellecti8, attenlo in8uper, quoä oräinacio nostra kuit äiKnitiua et consequevter winime s per no8 immutanäa, äecernimu8 et äeclaramus, quoä cum äMnienäo äictas questioves, super quibus in nos comprowi8sum kuerat, jaw simus iuncti et perkuncti nobis attributa ^ potest»^' et gma super rebus jam äillinitiuv sopitis emplius compromittenäum non est, gliuäve iuäicium tanäum czuoä äicta sentenciu siue leuäum erbilrnrium per nos j prolatum partibusc^ue intimetuw publicstum in nullo per nos immutsbitur, seä iuxts sui continenciem persistet «uumczuv sorcieluk eüectum. In euius rei krmitatem ^ bes iitteras sißillo nostro communitas Neri iecimus, qus^ pgrtibus et enrum cuilibet voluimus et ^jussimus expeäiri. 0atum ?erisüs äie secunäa mens>6 nusrü, anno äomini ^ miliesimo quaärin^entesimo septus^esimo c>usrto, Re^ni vero nustri äecimo Puerto. ?er Keßem: keßou^. Pergamentenc Urkunde mit anhangendem königlichem Sigill, (Auch abgedruckt bei Zellweger im Archiv für schweizer» Geschichte V. lZ8 ) Nach unserer Zeitrechnung ist das Dalum dem ?, Januar 1475 entsprechend. 92t > 5« Erläuterung des Schultheißen und Raths der Stadt Bern über die in: französischen Bunde vom 26. October 1474 enthaltenen Hnlfsverpslichtungen. Bern. 147 S, «. April. Staatsarchiv Bern! Bimdbuch, II, 47. Hammino5-I.ei>xlel III. 37,1, 1Vv8 8cultetu8 et coniuiei vrbii kernsniii vniueriii et iinAulii prvientei inipecturii notiilicamui: l)uoä cum tractatui preeeiierit et kakitui tuerit äe amicakiii ii^a et conkeäeracione in eunäii et Lenäis inter Lriitianiiiimum ivreniisimumizue Kerum, Dominum Duäouicum, kexem kraneie, dominum noitrum metuenäiiiimum et ceterii omnikui lon^e precoienäum, et maxnüioo8 viroi, äowinoi veleria li^e 4tiamanie auperioris, eerti^ue articuü kormam äictv conkeäerationii continente8 inter oratorea Kegio8 aä äictoi äominv8 äe ii^a per 8uam maieitatem äeitinatoi ip808c>uv äominv8 äe ii^a 8uper eo eoncepti et eiäem Lriitianiiiimo äomino regi reportati extiterint; c^uia lamen äicti Articuü propter ipiorum ^eneralitatem amkixuitatem non moäicam in 8e continent, Quorum pretextu i'uturii temporiI)U8 äiicoräie materia inter dictum Lriitianiiiimum dominum De^em äominoiczue cle ii^a oriri po88et, 14 eirco illo iin^ulari aikeetu, czuo rex ipie äominoi äe ii^a proieczuitur »6 preeiuäeuäam<^uv viam omni kuture <^ue8tioni, priusc>uam iäem tractatui IiKs et keäerii kne perstrin^atur, Voiuit «ua maiestai aä Majorem expreiiionem eontentorum in jam äietii artieuiii äe voluntate et proposito äietorum äomino- tum äe Di^a certior Lori et, lzue verkii amiuAuii et Keneraiüiui icripta luerant, expreiiiui äeciarari Poituiauit. Lapropter noi 8eultetu8 et coniuiei preäicti animaäuertentei, äictam conkeäerationem lixe- quo amicakiiii tractatum äicto türistianisiimo äomino re^i äominiicpie äe ii^a et nokis vtilem tore, cum »iekii kowinibui wa^ii convenien8 8it «zuam amicitia, lzue res iecunäas ipienäiäiores kacit, aäverias autem 8ic communicat et äiuiäit, ut Ieniu8 leäant, ne äietui tractawi interrumpatur ieä bono Lue eon- ciuäatur sä tollenäum omne äubitationii 8erupulum, priui äe mente et proposito äietorum äominorum äe iixa äekite inkormati, äeciarauäo premissa, que in äukium reuoeabantur, aiserimus, inlerprvtamur nt äeeiaramus, prekatum Lriitianiiiimuw dominum liebem non aiiter in äominorum äe ii^a auxiiium äebere comwoueri, nisi priu8 per eo8 kuerit relzuiiitui, 8eä et tunc ei8 Läeie auxiiium et äelleniio- nvm cum ßieutibu8 8ui8 contra Ko8te8 eorum impartiri tenekitur, 8i ilü, iv8tri8, «^uocienicumczue kex ipie auxiiium äictoruw äomiuorum äe ii^a impioraint, noi curaturoi et 1ilcturo8 ellectuaiiter, quoä ei auxiiiabunlur et iuccurrent in a^ibilibui et xuerrii 8M8 suxta tenorem ^liiouii novissiwe tacte cum 8ex miliidui dominum, ioivenäo tameu eii itipenäia moäo et korma 116 922 contonlis in jam cliotv vuioni« lruolslu, Zaino ^uod si dicti domini de ÜA« dieta sii/wndi« v/t^a Ü- Mikes «d ioe« de Ilernn, ^lunie/t. I.ukÄern «e/ a/i« «öS/»»»'/«»'» /mkierint, ^uod /6- meu/o et /ort«,»«. I?k si /orsan dieki d»mini de ÜA« ^>er /lsAem re^uisiki dieku?» numernm sew mü/iu^ dominum in suum «n,/.i/i^m nvn mikkerenk, mos oommemimms et /iromiktimus, eumdem mumorum rea/iker oom/dere et versus Herein de hoo nos eunslituimus respunssles, est zmod in dickis «rticu/i^ et ütterie dieki traetatns a/i^mis eertne dominum numerus e^/,rsssos nun /uerit. sa/mis tamsn ressruatio- miöus />«rte Domimormm de ti//« />er eos et mos /aetie et in titteris /?rineiz?a/iöms, //uarum d«tu»n est wwv/ Ootoäris anno ete. t^nriii/^ ewxressis. stmimsv/midem deetarationis »naiorem in ^rmitatem /ias /eras desu/>er eon/eetae siFÜ/o nostre vriis /acimus niuniri, data« ssewko Mensis Iritis anno domim nti/tesimo «/nadrinAentesimo se/dn«Fesimo z-ainto.) Im Berncr Bundbnch a. a. O. ist am Ende das Datum cknnunrif Ixxiisj von anderer Hand, offenbar irrig, beigefügt. Das im Texte stehende zwischen () gesetzte Datnm ist aus dem Abdruck des voluminös- DsuKlst genommen. Die mit liegender Schrift gedruckten Worte bezeichnen die Abweichungen von der Erklärung vom 20. Octobcr 1474. Siehe Abschied 753. 57. Vereinigung zwischen Herzog Rennt von Lothringen und den VIII Orten. Lnceru. 147 S, 7. Oetobor. Staatsarchiv Lucer». Zn dem Namen der hochgelopten vnzerteilberlichen Driualtikeit, Gots des Vaters, Gots des Sunes vnd Gots des heiligen Geistes, amen. Zu lob vnd ere den dryen Namen Zn einem wesen, Ouch der hochgelopten, wirdigosten, Reynen j Zungfrowen, der klingin vnd maget Marien, vnd allem himelsclM Here, kundent wir Reinhart, von Gottes gnaden Hertzoge zu Lothringen vnd Margrafs, Graue zu Whde- mont vnd Haurecourt:c., an eim, vnd f wir gemeynen eitgnossen von Stetten vnd lendern des alten punds ober tlitscher landen, Nemlichen Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz, Vnderwalden ob vnd n>d dem ternwalde, Zug die Statt, das vsser Ampt f vnd was darzu gehört, vnd Glarus, am andern teilen, Allen denen, so disen brieue anesechent, lesent oder hörent lesen, das wir vorab gott dem almechtigM zu lobe vnd eren, Gemeyner Cristenheit, ouch f vnnser beiderteylen Landen, Lüten, Herrschaften vnd ist'' pieten zu nutz, trost, ruw vnd sicherheit, beHaltung vnnserer vnd der vnsern landen vnd lüten, Damit wir vnd die vnnsern bester sichrer vnd sridlicher gegen j vnd mit einandern sin, gebruchen, werben, wandten vnd wonen mögent mit vnnsern vnd der vnsern liben vnd gütern, So sind wir einer frünt- lichen, getrüwen, vffrechten vereynung mit einandern über ein j kommen, die wir beidersite vnd die unser", wie die Harnach von wort zu wort geschriben statt, truwlichen halten söllent vnd wöllent: Des ersten, das wir bcidteil vnd alle die vnsern, geistlich vnd weltlich, ouch vnser f zugewandten in yeglicher parthhe land vnd gepieten fry, sicher sin nach Notdurft aller vnd yeglicher vnser getruwen gescheften vnd nit geuarlich zu vnd mit einandern wandten vnd wonen söllent vnd mögent, j vnbekümbert libs vnd guts, doch mit bezalung zöllen vnd verglich fachen, als von alter har gewonlich gewesen ist, Vsgenomen vnd Hindan gesetzt schädlich oder mißtädig lüte. Zu dem andern, das vnser f dewederteil vorberürt dhei" 92Z frömd Volk, wer die syent, durch vnser Stett, Slos vnd gepiett vff des andern schaden vnd wider den andern nit ziechen lassen, noch fürdrung oder zuschub darzu geben söllent, j damit land vnd leite möchten bekrenkt werden; DeSglichen wir einandern ouch tun, fürnemen vnd bewisen söllent, trüwlichen vnd one geuärde, Vnd mit sunderheit solich lüte, so vnS, vnsern landen vnd lüten > schedlich sin vnd schaden zufügen wollen, wüssentlichen weder Husen, Hofen, etzen noch trenken yemandS vnder vnS zu schaden. Denn zu dem dritten, wurde sich fügen, daS wir vorgenanter Hertzog Reinhart j zu Handel vnd notdurst vnser eignen gescheften der vorgenanten eitgnossen knechten zu soldnern begeren wurden, So mögent Sy VnS die trüwlichen zu ziechen lassen zu den ziten, So Sy mit andern kriegen j nit beladen werent, vmb ein gewonlichen sold, So man aldann überkomm mag. Wir vnd vnser Houptlüte söllent dieselben knecht vnd soldner an kein ort legen noch füren, da Sy daS Zr eren halb nit erliden j mögent. Vnd sol dise getruw früntlich vereynung vnd verstentniS zwüschent vns beidersite vnd den vnsern getrüwlichen weren, btftan vnd gehalten werden so lange zit vnd Zar, als wir die vorgenemptm j eitgnossen gegen den surften, Herren vnd Stetten Straßburg, Basel, Colmar vnd Sletstatt verpunden sind, getrüwlich vnd vngeuarlich. In diser vereynung vnd verstentniS Haben wir Reinhart, Hertzoge zu j Lothringen, vorbehalten vnd vSgenomen den küng von Frangkrich vnd vnsern vatter den kling von Sicilien, ouch vnser pünd, eynung vnd Pflicht, wo vnd wie wir die vor diser vereynung habent; deSglich j wir gemeynen eitgnossen von Stetten vnd landen behalten vns vor daS heilig Römisch Rich, ouch vnser pünd, Pflicht vnd eynung, wo vnd wie wir die mit yemand vor diser vereynung habent. Vnd des alles ^ zu einem waren, Pesten vrkunde So haben wir, die vorgenanten beid teil, Nemlichen wir Reinhart, Hertzog zu Lothringen, vnd wir gemeynen eitgnossen von Stetten vnd landen, Nemlichen Zürich, Bern, Lutzern, j Vre, Switz, Vnderwalden, Zug vnd GlaruS, vnser aller vnd yeglichS Znstgel offenlichen lassen henken an diser brieuen Zwen glich wisende gemacht, dera yettwederteil einen hatt. Geben vnd beschechen zu ^ Lutzern vff Mentag vechft nach Sant FranciscuS tag, Als man zalt nach Christi vnnserS Herrn gebuvde Viertzechenhundert Sibentzig vnd darnach in dem Sechsten Zare. — Pergamentene Urkunde mit dem Siegel des Herzogs und der acht Orte. 58. Erklärung König Ludwigs XI. von Frankreich, daß sein Bnndniß mit den Eidgenossen demjenigen mit dem Hause Savoyen vorgehen soll. Plesfis bei Tours. 147«, Z November. Staatsarchiv Bern. Imäauieu«, äei gravis Vrsncoruin Rex, Vniuersis et 8inguÜ8, sä guo« nostre pro8ent«8 liter« horuvoerint, «alutew. Xotum taeiwu« i et presontium tonore stte8tsmur, sluocl cum inter no« so ^^gvilloos viro8 oonkeäerato« magno ligue ^Ismsnie 8uperiori8 so 8oultetnw, I eov8ulo8 et eummuni- kslevt vrdi« lieruensig oerte intelligenoik Vniono8gne iullito et oonoluso lnerint. I» guidus gnoui» stsroium re8erustiono8 ^ priorum teäerum lieri et e88v äocreuit, vt ex litori« ip8i8 olariu« spparvt. igitur i8te ro8orustione8 extensiv« gvam llonestuiu 8it, intelligantur, ) IVos certi8 sä lloc moti ^nsiävrstiombus, 8slisuäio äomum, quantuw sä k»8 intelligenoiss post posuiwus. Volonte« ipsas 924 intollixontias j mutuss orxs nos so äictc)8 »cultetum, eon8ulv8 et eommunitstem kornonsom, äomuw 8sbsulliv et slio8 eonseäerstv8 nv8tro8 preuvnire, vim^ue ^ omnem pro ipssrum impvrtsmcis sortin, <)uonisw et ip8i 8culletus, con8ule8 et comwunit»8 Lernen8i8 parikorms n»8 eiäew llomui j priores keeit. In gnorum euicieneism Hg8 iitters8 nv8trs8 tempore intelligonoisrum 6ursturs8 sigiil« nostro muniri kecimu8, ^ Lt psritormes g llirts communitste Ker»en8i secepimus. Dutum in c»8tro nostro än ?Iv88i8 prope luronis äie tercis iVouombrib j anno llomini Aillesimo ccce"'° svptuaxosimo 8exto Lt rexni no8tri äeeimo 8exto. ?er Dogvm llomino äe kello ^oco. lis8titr) 5S Vereinigung der V Länder mit Otto dem erwählten Bischof von Constanz. 147 7, IT. Januar. Archiv Uri. Wir Otto, von gottes gnaden Erwelter zu bischofen zu Costentz, vnd wir die landamman, rätt vnd gemeinden diser nachbemelten lendern vnd Eidgnossen, mit namen Vre, Schwitz, Vnderwalden ob vnd nidt dem Kernwald, Zug vnd das vsserampt so zu Zug gehört, vnd Glaris, Thund kunt aller mengklichem mit disem brieff: Dz wir angesechen vnd betrachtet habend sölich truw, liebe vnd früntschastl, so vnnser fordern vnd wir lang zitt mit cinandern gehebt habend; vnd vmb daz die zwüschent vnns gemeret vnd den widerwertigen dingen, die vnnß nach disen sorgklichen vngeträwen loiffen begegnen, bester das widerstand getan werden mögen, So haben wir vns diser nachgemelten stucken mit einandern gütlich vereint vnd sind dero einandern Ingangen. Vnd in sunderheit wir obgenanter Otto, erwelter, mit willen vnd vergunstung der Erwirdigen, des Thumdächens vnd gemeins Capittels der Höchen Stift zu Costentz, vnd ist dem, als hernach geschriben statt: Des ersten söllent wir obgenanter Otto, erwelter, den ob- genanten Eidgnossen gemeinlich, noch deheinem Ortt sunderlich, noch denen so mit Inen in einung oder puntnuß sind, in vnnsern vnd vnnser stifft schlössen, stetten vnd landen, och dar In noch daruß theine" schaden zufügen, noch das yemand anderm zu tunde gestattet werden, so serr vnd wir vermögend. Des- glich sollend wir obgenanten Eydgnossen gemeinlich vnd sunderlich dem obgenanten vnnserm gnädige" Herrn von Costentz vnd den sinen durch vnd In vnsern schlössen, stetten noch landen hin widerumb och tun. Vnd wir obgenanter Otto, erwelter, den vorgenanten Eidgnossen gemeinlich vnd federin Ortt sunderbar vnd den Iren, so sy zu Iren geschafften vnd fachen bruchen wurdent vnd die vns oder vnnser" amptlütten glouplich briefe bringent, vnnser nachgeschriben Stett, Schlösser vnd Lande, mit name" Arbon, Güttingen, Bischoffzelle, Schönemberg, Tannegg, Gottlieben, Castel, Keyserstul vnd Clingnow, h" disshalb dem Rin gelegen, vnd Tüngen, Nüwkilch, Küssenberg, Gaienhofen, Merspurg vnd Markdorff, enent dem Rin gelegen, zu allen Iren nötten vnd fachen vfftun, Sy dardurch vnd wider har durch zieche" 925 vnd dar Znn wonen vnd wandle« lassen, wann vnd wie dick inen das notlurfftig vnd eben ist, vnd Inen dtwinn vmb ir gelt bescheiden kouff, Essen vnd trinken schaffen gegeben werden, an Znntrag vnd Widerrede. Wir obgenanten Eydgnossen gemeinlich vnd sunderlich vnd die vnnsern sollend aber dardurch vnd wider hardurch ziehen vnd dar Znn sin ane andern vnsers obgenanten gnadigen Herrn von Costentz vnd der sinen mercklichen schaden. Vnd den ietzgenanten vnnsern gnädigen Herrn sin lebtag by allen sinen vnd sins Stifftz Stetten, schlössen vnd landen, ob Zn Zeman wider recht davon trengen welte, schlitzen vnd schirmen nach vnserm vermögen, doch in sinem vnd sins stifftz Costen. — Wer ouch, das Zeman 'n vnsern, obgenanten Otto, erwelten Bischofs zu Costentz, Schlössen, Stetten vnd gepietten begriffen wurde, der den obgenanten Eidgnossen gemeinlich oder theim ort sunderlich schaden getan hette, zu denselben sollend wir Znen, wenn sy des begerent, vnuerzogenlich recht gestatten vnd gan lassen. Des- gelichen söllent wir die obgenanten Eydgnossen gemeinlich vnd sunderlich dem obgenanten vnnserm gnädigen Herrn von Costentz, siner Stifft vnd den sinen, so sinen gnaden ze versprechen stand, hinwidervmb ouch tun. — Wer ouch fach, dz theiner vnser, obgenanten Otto, erwelter zu Costentz, Ratten oder diener oder die, so in vnsern schlössen, stellen, geeichten vnd gedielten gesessen sind, mit theim der vorgenanten Eidgnossen, oder dheiner vnser obgenanten Eidgnossen gemeinlich oder sunderlich oder der vnsern, so in vnsern stellen, gerichten oder gebietten gesässen sind, gegen theim des obgenanten vnnsers gnädigen Herrn von Costentz rätten, dienern oder die in siner gnaden vnd sins Stifftz Schloffen, Stetten, gerichten vnd gebietten gesässen sind, ützet zu schaffen hettind vnd gewunnen, darumb einer den andern ansprach nit vertragen möchte, Darumb sol sich ein Zeklicher von dem andern rechtes benügen lassen an denen Enden vnd in den Gerichten, da der ansprächig gesässen ist vnd dahin er dann gehört. Daselbs ouch ein Zeklicher ansprächiger dem kleger eins vnuerzogenlichen rechten sin vnd Zm des daselbs gestattet werden sol. — Vnd ob sich fügte, daz wir obgenanter Otto, erwelter zu bischoff zu Costentz, mit den obgenanten Eidgnossen gemeinlich oder theim Ort sunder zweyg wurdent, oder wir die obgenanten Eidgnossen gemeinlich vder theim Ort sunderlich mit dem obgenanten vnnserm gnädigen Herrn von Costentz, dauor gott sye, darumb sollend wir zu beider sitte, wenn dewederteil den andern erfordert, darnach in den nöchsten stertzehen tagen vff einem nemlichen tag, der darinn bestimbt wird, mit einandern zu tagen komen gan Baden im Ergöw in die Statt. Da sol denn ietweder teil zwen Erber man setzen, für die wir vnnser Zweyung bringen, die ouch gelert Eyd zu gott vnd den Helgen schwerren sollend, die fach vnuerzogenlich vszesvrechen ze der mynne oder zu dem rechten, ob sy die mynn nit finden möchten; vnd wesi sich die darumb erkennent, dem sollend wir beidersitt gnug thun, daby bliben, das war vnd stäte halten ane Widerrede. Wer aber, dz sich die selben fier in Zren vrteilen glich teiltent vnd nit eins wurdent, so sollend sy by Zren obgenanten Eiden einen gemeinen man vnder vnnser, des obgenanten Otto, erwelten dischoff zu Costentz, oder vnser der obgenanten Eidgnossen Rätten kiesen vnd nämen, der sy zu der fach gemein, schidlich vnd vnargwenig bedunke sin. Derselb gemein denn ouch loben vnd schweren sol, die lach mit den fieren vßzesprechen, also vor geschriben stat; vnd wie sy die vssprechend, dem sollend wir beider sitte nachkomen vnd gnug thun ane alle widerred. Vnd von welhem teil der gemein genomen Wirt, der sol von sinen oberen dartzu gewisen werden, sich der fach ze verbinden vnd die vszesprechen, "ls vbstatt. — Wir obgenanter Otto, Erwelter Bischoff zu Costentz, haben vns selbs hierinn vorbehalten vnser fryheitten, vnser geistlicheit vnd vnser geistlich gericht, wie vnnser fordern vnd wir von alter har ^acht Hand. So haben wir obgenanten Eydgnossen vnnö selbö har Znn vorbehalten all vnser fryheitten 926 vnd altes Harkomen vnd die pünde, so wir vor datum biß briefes mit einander« oder Zeman mit vns gemacht Hand. — Vnd also geloben vnd versprechent wir Otto, Erwelter zu Costentz, by vnnsern fürst" lichcn Eren vnd wirden, Vnd wir die obgenanten Eydgnossen by vnsern gutten trüwen, Alles das, s» diser brieff von vns wiset vnd seit, war vnd stalle ze halten, dem nach ze komm vnd gnug ze thunde ane alles widersprechen, getrüwlich vnd vngefarlich. — Vnd deß zu warem. Vrkundt, so haben Wir vbgenanter Otto, Erwelter zu bischofen zu Costentz, vnser Znsigel lassen hencken an diser briefen zwen glich wisende gemacht. Vnd wir obgemelten Thumtechen vnd Capittel des Höchen Stifftes zu Costentz, bekennent solicher vorgemelten verwilgung vnd vergunstung, wie ob begriffen. Des zu vrkund habend wir vnser gemein Capitel Znsigel ouch thun henken ann der selben briefen zwen. Vnd wir die obgenanten Eidgenossen, mit namen Vre, Schwitz, Vnderwalden ob vnd nidt dem Kernwald, Zug vnd das vffer ampt so zu Zug gehört, vnd Glariß, habend vnnser obgenanten Oerttern vnd lendern Znsigel onck offenlich lassen hencken an diser briefen zwen glich lutend gemacht, Die geben sind vff Sant Hylarien Abent deß Zares, do man zelt nach der geburt Cristi vnnsers Herren fierzehenhundert sibentzig vnd im Sibenden Zar. — Gleichzeitige Abschrift (abgedruckt bei Kopp, Geschichtsblätter I. S. 366). Das Original ist nicht mehr vorhanden; da zufolge des Stanser-Verkommnisses diese Vereinigung abgethan werden mußte, so sind wahrscheinlich die Hauptbricfe zernichtet worden. Vgl. Absch. Bd. III. 1. S. 110 u. 118. «t> Vertrag der VIII Orte nebst Freiburg und Solothurn mit Ludwig XI., König von Frank-' reich, über die beidseitigen Ansprüche auf die Freigrafschaft Burgund. Lucern. R477, TK April. Kommlnes-Ieuxlet, lll. !>0Z> IVos inkrascripti, videlieet de sllmrego Henricus koist, Magister ciuium senior, et doaonas 'kachelstioker, de Lern» Xieolaus de 8cbarnaclital, miles, seultetus senior, et dlenricus Dlatter, ^ I^ueerna Honricus Haskurter, seultetus, et I-udouicus 8eiler, de Urania dacobus ^rnoit, vioarwZ senior, de 8>vitx Oanradus dacob, vicarius senior, et doaunvs 8igri«t, de Vnder>valden supra s^>v^ kudolplius Aimmvrwan, vicarius, et suh s^Iua ^rnoldus ^Vinlcelrivt, de Aug doannes Hasler at doannes Aendvr, de tAarona kudolkus 8ancti (8tulci?), vexilliker, et doannes Kucirli, de kridurgo dacobus ?elg et de 8vlodoro doannes 8tolli, tmrsarius, oratores magnilicvrum dominoruw, dominoruw federatorum magne et antigue li^e ^Ilemannie superioris, de mandato dominoruw «t sup^ioruw nostrorum predictarum ciuitatum et prouinciarum od inkra scripta peragvnda in I.ucerna oo»8^ gati. Vniuvrsis et «ingulis presentvs litteras inspvcturis svu nudituris notum tacimus, quod auw illustris czuundam princeps et dominus, dominus (iarolus, dux liurgundie, ex guadam temvraria 20 minus just» occasioue et causa, nou solum contra dominos et superiores nostros, dominos eonkedo^ ratvs supradictos, verum etiam contra alias guosdam principes, dominos, ciuitates et cowwunitat^ 927 Dermanie nationis, uobis collissatos et conkeäeratos sese erexerit ac lites, xuerras, kellorumlpie ^trepitus permoverit atyue aäeo in Iiis perssuerauerit, vt nos collixatic>ue nostri jamäicti ex Koe eoacti luerimus, quam plurima seeuin Kella campestria conllictus^ue äurissimos sukire et kacere, in «zuikus c^uiäem bellis vt conllictikus auxilio omnipotentis Dei optimi inaxiwi, a kus ^jurisäictiouikus super preäiclo domitatu LurAunäie et terris preäictis äare, propinare et ^^liter ac cum ellectu persolvere äekvt et tvneatur centum millia llorenorum IVKenanorum in ter- ^iuis inkra scriptis, viäelicet in proximis nunäinis Du^äunensikus Mensis ^uAusti proximi in ciuitate ^Ußäunensi vissinti millia llorenorum kkenanorum et äeinäe in nunäinis post nativitatem Domini lternm vi^inti millia llorenorum lkkenanarum et postea successive in omnikus nunäinis Imgäunensi- ^Us svzg immeäiate svquentibus. vt in qualibet earum aksque impeäimento vt protractione vlteriori ^'8wti millia llorenorum kkenanorum, «juuuscjue preäicta summa centum millium llorenorum kke- 928 oaoorum totalitvr kuvrit soluta, salua tamen in bis annua ponsione, pro qua Regia sua majestas seso erga Dominos et supvriores nostras seripto prius obligauit atczue etiam ligis et vnionibus, quiba» vniuersa liga eonkederatorum soso erga Regiam majestatem et ipsa roxi» majestas sese erga katos dominos eontederatos restrinxit et obligauit. Semper salvis et inviolabiliter odservatis, itaqne nibilominus prekata annua pensio annuatim sieuti bucusc>ue nokis lle sua regia wajvstate dari, atque qund prekata liga et vnio inter Regiam suam majestatem et Dominos ae superiores nostros con- tracta in »ui lirmitate ae rubore lirma et valida persistere debeat, czuemadmodum littere sigd^^ super boe eonkeete de bis clarius eontinent et edoeent. — R eontra vero nos eonkederati supr^' dicti volumus et debemus supradicto Regi jam in subsidium et auxilium guerrarum oeeurrentiuw transmittere de geutibus nostris sex mille validos et bellieosos viros, c^uemadmodum istos jam ele^ gimus et ordinavimus ad miltendum eosdem sue regio Najvstati, sieuti promisimus et prowittinm» sub slipendio tamen et pretio, prout vnio et ejus eontinenlia inter suam regiam majestatem et nos jampridvm eontraeta elarius de boe edoeet; itac^ue isti sie mittondi teneantur et appretientur kouvste, dolo et kraude seelusis. — (lonelusum est etiam in kae eonventione alczue per oratores regio« pro' missum, «zuod supradietus dominus nostvr rex Rraneorum singulos mereatores et alios de parlibus seiiieet Rbeni superiorum partium (»ermaniee nationis ae etiam de 8uevia, <^ui eum suis mereimonns et »Iiis rebus et eausis ipsorum nundinas lbugduni et (»ebennarum krequentare eonsueverunt, ne" l^uacjuam probiberv, immo permittero debeat transire viam vsitatam kowani imperii ae stratam prN' uineialem, eundo per eivitates, castra, porlus, passus, tbelonea et salvoeonduetus terrarum eonkedö" ratorum, nee alicjuem eompellere debeat transire per alias stratas seu vias partium Rurgundionuw, seu aliarum c^uarumvis partium, per c^uas salvieonduetus et tbelonea nostra diminuervntur et detN' mentum lsunvis modo suseipvrent, exeeptis tamen ^lamanis inkerioribus, videlieet de Lolonia et de »Iiis eonsimilibus Drovineiis, <>ui transire possunt od nundinas lbugduni et Lebennarum per stral>^ et via» bueusque ab ipsis usitatas, prout eis melius expedire videbitur. Doni^ue probibere nol> debet dietus rex et sui berede» mereatoribus et nliis nvgotiutoribus de Lvmitntu Ilurgundio »Iiis Ilurgundionum psrtiuin Drovineiis existentibus, «>uin possint et valennt omnes tele» sreczuent!»'^ nundinss in iZebennis, itg k^uod omnes et singuli isti buiusmodi nundinis vti et krui possint » ipsorum libitum, prout eis videbitur expedire, saluo tamen, czuod koe list in line nundinnruw duni, sie «suod tune post linem enrum cum ipsorum spersouis) sc rebus trnnsirv et es eondu^^ possint et velennt »d nundines Kvbennerum et ibi vlterius vendere et emere juxtg ipsorum Iib>^ voluntatis. 8uprndicti etiem oratores kegii tenentur et debent diligenter proeari, sollicitnre et ducere ipsum dominum regem pro tot» ipsorum possibilitste, «juenmdmodum bve kneere poll^^ sunt, cpiod N-ijestns sun kegie omnes et singulos Irnncigen.is et alios merentores subditos et ad eum pertinente» simili modo inantea in Lne nundinarum Dugduni ad nundinas lüobenn^"^ transire permittat, nee czuovis modo illud probibeat prout in suam Degiam Alajestatem de nius eonbdimus, proserlim attvnto «zuod nos tam benevolos et voluntarios erga eius Alojestate>n regiam in presenlibus et omnibus aliis kegio sue Najestatis negotii» exkibuerimus, tzuo ex utrinczue «incerita« ae lides invinlabilis et eonledvratio in vnione Perpetua eonsistere et permanore valeat ae possit. — kt ad majorem premissorum securitatem nos oratores predieti magniüce supradiete bas litteras dietis aratoribus Degiis dedimus ae pares ab eis aeeepimus, qua« ^8' 929 »vdseriptorum guatnor vi nobis, viävlicet ssoannis Roist 6e Dkmrexo, jVicolai 6« 8cluirnacl>tal, mi- litis, «je Derna. Denrici Haskurter ste Ducern» ct ^rnolsti Winlcclriet «je Vnstcrvealäcn, vice sc oo- Mino vmnium nostrornm, in oppillo Ducvrnensi, vbi slro stiotanllo conxrvßsti tuimus, communiri kecimus in majorem liäem et testimonium premissorum. Datum et actum in prcäicto oppiäo Du- Vernensi stio vigosima svita Mensis ^prilis anno Dowini millesimo czuaärinßentesimo «eptuaxesimo »vptimo. «R Ewiges Burgrecht der V Städte Zürich, Bern, Lucern, Freiburg und Solothurn. R47 7, TZ. Zytai. Staatsarchiv Bern. Zn dem namen der heiligen vnd vnzerteilten Drüfaltikeit, Gott Vatters, Suns vnd Heiligen Geistes, Amen. Wir der Schulthes, der Rott vnd die Hundert, der groß Natt, die burger vnd die gantz gemeinde > gemeinlich der Statt Lutzern, Costentzer Bistums, Bekennen offenlich vnd tund kund allen denen, so disen gegenwirtigen brieff yetz vnd nachmalen yemer ansechend oder hören lcssen: Das wir mit gutter j wol besunner vorbedrachttung vnd mit einhelligem Ratte, vorab zu lob vnd ere dem heiligen Römschen Riche, bns selbs vnd vnser Statt Lutzern ewigen nachkamen zu trost, nutz imd fromen, vnd zu j gutt gemeiner chdgnosschaft, vß bewegnis gerechtter brüderlicher früntschafft, liebe vnd nachburschafft, damit wir dann den fromen, fürsichtigen, wyfen Schulthes, Raten vnd gemeinen bürgeren > der Statt Bern, Lofner Bistums, vnfern gar befundern gutten fründen vnd getrüwen lieben eidgnossen, vnd sy mit vns gewant llnd, die selben Schulthesscn, Rate, burger vnd gantz gemeind der Statt Bern j vnd dar zu ir statt ewigen Nachkomen zu vnfern getrüwen, lieben, ewigen Mitbürgern vnd in vnser statt Lutzern ewig burgrecht gütlich cntpfangen, als wir denn das nach derselben vnser statt j Lutzern Recht, sryheit, gutter gewonheit dnd löblichem altem Harkomen ze tunde macht haben vnd in vnfern ewigen vnd geschwornen bünden ügklicher statt vnd iegklichcm lande jr bürgeren vnd lant- ! lütten halb ze tunde vorbehalten ist, Entpfa- ll)ent vnd nemend sy wüssentlich alsso vnd mit sömlichen rechtten gedingen, das wir vnd vnser Statt ewigen nachkomen dieselben von Bern vnd jr Statt ^ ewigen nachkamen, die jren vnd das jr, nu von bis hin ewenklich, wie vnd als dick das zu schulden kumpt, alö ander vnser jngesessen burger vnd Mitbürger mit gantzen gutten trüwen schirmen vnd > hanthaben sollen vnd wollend, nach irem vnd vnserm Nutz, lob vnd ere; vnd ob wir nun hin für deHein burger mer alsso nemen wurden, wer oder welche die weren vnd sin möchttcn, das doch dis bürg- > Recht allen andern burgrechtten, die wir hie nach an vns Nemen, vorgan sol, alle hindernise, geverde vnd argenliste har jnne gantz vsgescheiden vnd vermitteln Bnd des alles zu warem, vestem vnd j ewigem vrkünde, So haben wir den selben vnseren getrüwen lieben Nütburgeren vnd eidgnossen von Bern vnd jr Statt ewigen Nachkomen bissen brieff mit vnser Statt Ätzern grossem 2n- i sigel versigelt geben am nechsten frittag vor Sant Vrbanstag Des Zares, do man ialte von der geburt Cristy vnsers lieben Herren thussent vierhundert Sübentzig vnd Zu dem Süben- I Iure w. :c. Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel LucernS, abgedruckt in Kopp'« GcschichtSilättern I. A0. Gleichlautende Urkunden liegen in den Archiven der andern Burgrechtsfiädte. 1l7 930 «S Erneuerung des mailändischen Capitulats mit Einschluß von Bern und St. Gallen. Lncern. R477, RV. Juli. Staatsarchiv Lucern. In nomine sacrosancte et inäiuiäue I'rinitatis, patris et tilij et Spiritus sancti keliciter aweo. Illustrissimi et excvllentissimi prineipes et äowini, äomina kons ^ et äominus äolianncs tialeas UaN» 8korcia, Vicecomites, Duces Neäiolani, Dapie ^nglerieguv comites ac äanuv et Lremone äowial, eum suis Llijs, dereäidus et successoridus parte vna, Lt wa^nitici, potentes et eireurnspeeti clowiM (iiuitatum ac prouineiarum excelse, ma^nitice et antigue li^e ! conkeäeratorum ^.lamanie superioria cum suis dereäilms et suceessoridus, Viäelieet äe Iliurego, Ducerna, Vrania, 8uicia, Vnäervvaläen supra siluam et sudsilua, 55u^ cum suis aä se spectantilius et äe dilarona, partidus ex altera, ille- äitautes veteres amicitias, earilates ae deniuolontias, j in «juilms maiores ae pro^enitoros siue preäe- cessores ipsorum, causa pacis vtilitatisve keipudlice vtrarumc^ue statuum ae sudäitorum ipsoruw ad antiquo tempore mutuo in amicatnli persteteruut concoräia et daetenus vsi sunt, Der suos vero» ambaxiatores et oratores, viäelicvt Illustrissimi j äomini prineipes supraäieti per waßniLcos, eAreßioS et spectaliiles oratores suos, äominum äotiannem ^u^ustinum äe Vieomercato, vtriusgue Iuris äoo- torem et eguitem auratum, splenäiäissiwum consiliarium, Lt äomiuum llerdaräum Lerutini, secre-- tarium, ac äominum leorium 8teinduser, j kamiliarem äietorum Illustrissimorum äominorum priocl" pum; Lt supraäieti ma^nilici äomini conkeäerati per ^mdaxiatores suos, strenuos, nodiles et pru^ äentes viros ac äominos äictarum parcium supraäicte li^e conkeäeratorum vice ae nomine ipsorulv ac specialitvr aä tioc äepu- j tatos et congreKatos in (äuitate Ducernensi ^nno, mvnse et äie w" krascriptis, aä eurroliorationem et eonseruationem ac eciam aä lirmamentum et au^mentacionem pro- äicto antigue lixe et amicicie, omnibus muäo, via, ^jure et korma, yuitms melius et vllicacius potuvruot et s possunt, priores ipsorum amicicias, li^as, conkeäeraciones, vniones et intelliKentias noäo perpetuo caritatis et liäelitati« corrodorauerunt et conlirmauerunt ac ex nunc corrodorant et conlirmant- Huasguiäew li^as, conkeäeraciones, vniones et intelli^entia» Illustrissimus et excellentissi- ^ wus guonäam priueeps et äominus, äiue memoriv 0ominus Daleaiü Alaria 8korcia, Vicecowes, äux äiolani etc., äietorum Illustrissimorum äominorum principum consors et xenitor ac äominus, ^ supraäicte ciuitates et prouincie couteäoratorum prius aäinuicem daduerunt ac > mutuo contraxerua^ suxta continenciam et tenurem pvrpetuoruw capitulorum li^e supraäicte, tune inter iamäictas äo- minacionvs svu partes eontraetorum et sißillatorum, 0uorumc>uiäem capitulorum äata est talis: ^nno a iVatiuitate äomini 8aluatoris uostri Nillesiwo ^ tluaärinAentesimu 8exaß«simo septimo, vicesimo- sexto äie mensis lanuarii. Dt «zuoniam supraäieti Illustrissimi principe» et äowini, Domina Dona et Dominus lokannes Kalea/ Naria 8kortia etc., post äeeessum siue obitum äicti consortis, xeoitar»« ae äowini ipsorum cum äictis j maxnikcis äominis conkeäeratis, ac äicti maxnikei äomini conkeäerat» viceuersa cum äictis Illustrissimis äominis principidus et eorum subäitis, dene et pacikice viuer« iuteuäunt. Dt propter vtrarumguc statuum et prouinciarum ac äictarum äowiuacicmum, dominuw 93t et ^ subäitorum ae bonorum ipsorum vtilitatew, eonsolationem et paeis tranquillitatem in lali p».,.. Petua earitate, amieicia, beneuoleneia et bona couuicinitate pie morari et eonuersari statuerunt et lotaliter iuclinati exislunt, Visum fuit äictis Illustrissimis äominis prineipibus ^ neeessarium fore, vt eapitula in visäem perpetuis vnionibus et eonkeäeraeionibus äe arkitris vel äe jure reääenäo trac- taucia, neenon capitulum äe Valle I,euvntina moäerarentur, <)uo bonestis meäijs sueeurreretur, uv wulte et vsrie äiLervnciv et coutrouersie, quemaämoäum iam iuter prekatas äowi- ^ naciones seu Partes earumque subäitos oeeasione äictoruw capitulorum suborte kuerunt, inter ipsas partes inku- lurum «uborireutur. läeo iamäiete äowinaciones et partes matura äeliberaeionv prebsbita ae unanimi Vonsensu supraäieta äuo capitula woäerauerunt, alterauerunt et äeelarauerunt ^ so moäorant, alterant et äeclgrant in bune qui sequilur moäum. (tuibusquiäem eapitulis sie moäeratis, alteratis et äe- elarglis promittunt supratiiele äominaeiones seu partes pro se et earum perpetuis bereäibus ae sue- eessoribu» et subäitis, eaäem eapitula inantea perpetuis kuturis temporibus> brmiter velle teuer« et obserusre. Quorum tenor sequitur set) est talis: Vrimo quoä omnia et sinxula eapitula in antiquis eapitulis ut supra mentionem faeientia äe arbitris vel äe iure reääenäo rewoueantur et in vnum eapitulum reäucantur boe moäo, s)uoä pro omnibus äill'eren- j eüs et eontrouersiis, qne in futurum vriri possent, setor sequatur forum rei. Vromittnnt autem Illnstrissiwi äomini prineipes Alväiulani omnibus et sin^ulis mereatoribus, ciuibus et subäitis se sin^ularibus personis äe maAnilica lißg qui- eumque sint, preteoäentibus in ^ aliquo, tam eontra ipsos äominos äuees, quam eorum subäitos singulare» persona« aetionem seu ius kabere, äisponere et talitvr prouiäere, quoä kabvdunt in sum- eaarium et expeäitissimum absque litißio verborum ae sine äolo vt frauäe, atteuta veritate vt nau sliter ae si ipsorum > äowinoruw äueum propria eausa esset. t)ui äomini äuees äisponere et or- äinare äebebunt enm iuäieibus et otbeialibus suis in Aleäiolano, (lbumis, lbu^ano et üerimeona con- ßruv rvferenäo, quoä ius suwmarium et expeäitissimum omnibus preäietis kaeiant, ut prekertur, inkra terminum j äecem äierum proximorum postquam ab eis fuerint requisiti. 8ie tamen, quoä si alieui partium neeessarium esset vel Leret, äe testibus seu aliis probaeionibus proäueenäis et causis legit- üwis, quiquiäem tvstes vel probaciones seu cause legittime in eoäem termino äeeem äierum s propter ipsorum breuitatem baberi non possent, l)uoä tune pro tali testimonio^ vel testibus seu probaeioni- ^os proäueenäis vel eausis le^itlimi« prenominatum tempus lieile prolon^ari possit secunäum quoä »eeessarium vt expeäiens fuvrit. Lt si alieui partium illieite cum frauäe et ^ äolo ius suum pro- lkaberetur, sie quoä talis infra iam äietum spaeium äeeem äierum nequaquam in jure expeäirvtur, i)uoä tune iste talis, qui iusticiam alteri parti, iusticiam petenti, proro^auerit, siue sit aetor siue veus, teneatur soluere et expeäire omnes suas expensas le^ittimas s ae äampna ob buiusmoäi causam passas et passa. Huoä si iuäex cum äolo et krauäe seu iniuste alieui pareium ius suum prolon- Karet, ita quoä in prekato termino äecem äierum ut supra nequaquam ius suum consequi posset, ^une teneatur talis iuäex salisfaeere äe omnibus äampnis et expensis le- ^ ^ittimis illi parti, eui ius Kvum protraxerit. Lt quoä äomini prineipes Mleäiolani eoustituent magniLeum eovsilium suum se- ^ketum seu aliquos ex eis, qui buiusmoäi eausarum specialem euram, co^nieionem et aäuerteneiam ^bebunt, maxime si äolo vel frauäe, tam ab aliqua partium quam a juäiee, j protkelata sit causa ?Ue tune versabitur, Valiter quoä si aliquam iniuriam vel iniustieiam pateretur aliqua partium aäietis ^Licialibus «vu iuäieibus, quoä tune isti, qui sie per ipso« iuäiee» aut reos inäebite axxrauareutur »32 vel «zuilms protrslieretur esuss ipsorum ut supr», ««8«; prouoesre et ^ «juerelsin kseere possint spuä preäietum msAniüeum eonsilium seeretum vel eoram äuokus sut tridus si> eoäem eonsilio sä koo oräinstis. <)ui^uiäem äomini extune inlrs slium terminuin äuoäeeim äierum, tsm pro eauss prin- eipali, «^uam super äsmpnis et expensis in essilius ul suprs, 8i s sä es8 vel sä es slic^usm pareiuw seu iuäieem äekite teneri euFnouerint, 8enteneis8 8US8 prokerre äobent. Lt si preäietis äoiniwS eonstiterit, ksuoä äolo et kisuäe sliczus psreium sä eonsecjuvnäum iu8 suum ut supr» retsrästs kuerit, Lxtune ille, c^ui laue keeit, eonäempnsri äobet pro omnidus expensis s et äsmpnis leßittime psssi», ut prvkertur, siue tslis luerit inäex seu setar siue reus. kossint tsmen proäieti msAniliei äomiol äe eonsilio 8eereto 8eu eleeti sli eisäem preäietum terwinum äeeem äierum, ^uosä iuäiees et oÄ- eiales, siue veism terminum äuoäeeim äierum, ^uosä ipsos äominv8 > äe eonsilio, tsm propter teste» vel süss prol>stiones, «zusm ex sliczus »Iis leAittims esu8« proro^sre, yuewsämoäum ipsis neeessa- rium vel expeäiens viäelzitur. 8ie eeonuer8» in 8imili lorms 8icut in preeeäenti espitulo eontinotur, NsAniliei äomini eonleäersti sämini8trsre äebeliuut iu8tieism pro IIIustri88imi8 j äomini8 prineipibu» et äueidus Aeäiolsni, 8i sli«^usuäo pro 8v vel pro sliczuo vel contrs slnznem serikent, vel pro sud- äiti8 eorum, u8 espitulis meneionem kseientilius äe vslle I.eueotins et äepenäentiliu» »b es, Huoä ip»i tsle lienelieium et dospitsle pro se nee pro sudäiti» suis swplius non impvtrsbunl, 933 prestadunt alter! impetrare volenti auxilium nee kauorem contra preäietos äowinos Vranienses j et «äuvrsus ciietnm bospitalv» — donclusum est etiam stesue äeeisum ivter prefatvs Illustrissimos äominos PNneipes et äuees Aleäiolsni et preäietos äominos eonteäeratos äiete ma^niliee Li^v, attenta singu- !sri tiäe, kauore et Kon» conuieinantia, c^uibus iamäieto partes maßnibeis, strenuis et pruävntibus > äominis 8eultetis, Lurxima^istris, donsiliariis et eiuikus diuitatum Lerne et 8aneli^alli, et vieeuers» jsmäiete diuitates supraäietis partibus amoris vineulo atlieiuntur et conuieine existunt, f)uoä preäiete «mbv eiuitates Lerne et ^aneti^alli eum omnibus eoruin eiuibus et subäitis, j vbieuwlzue in eorum eiuitatibus, prouineiis aut äominiis resiäentiam babuerint, IVune in ante» perpetuis futuris temporibus >n antikzuis perpetuis li^is, eoukeäeraeionibus et eapittulis, prout ipsa eaäem eapitula prius anno clomini ^lillesimo lzuaärin^entesimo svxa^esimo septimo, tempore Illustris- ^ simi czuonäam äiue memorie äo- ivini Kalesü Narie 85oreia, äueis Aleäiolani, inter supraäietas äominationes et partes eelebrata et in per- Petuum obseruanäa conelusa fuvrunt, sie siwili moäo in presenti äeelaracione, vnione et eonueneiono eontineri et ineluäi äebent ae äe presenti eontinentur et inelusi j sunt in omni moäo et forma, yuem- aämoäum eotune eum aliis Septem partibus li^e, viäelieet Iburieensibus, Lueernensibus, Vraniensibus. 8«itensibus, Vnäer'ivaläensibus, ^u^ensibus et lkaronensibus inelusi, nowinati, contenti et aecepti kuissent, sie «pioä ambe preäiete eiuitates kerne et 8anetissalli eorumczue eiues, eoneiues et ^ sudäiti vmnidus priuilessüs, exemptionibus, immunitatibus tbeloniorum et aliis perpetuo krui, vti et gauäero äebent et possunt, t)uemaämoäum slii supraäietsrum Septem pareium donfeäeratorum eiues et sud- äiti vtuntur et fruuntur, dum boe «^uoä eeiam tenentur omni» et sinAula faeere et I aäimploro pro et suis perpetuis bereäibus et sueeessoribus, Kraut et «zuemaämoäum in preäietis Silliums vapi- ^ulis et eeiam in presenti perpetua eonueneioue, äeelaraeione ae moäeraeione prius et eeiam jau» evvelusum et äeelaratum est, krout presentes et alie antic^uorum capitulvrum littere si^illate äesupvr kaete ^ plenius et elarius eäoeent et kontinent. Lt «zuemaämoäum in prioribus antic^uis perpetuis eapitulis supraäiete septem partes, Viäelieet Vlmreßum, Lueerna, Vranis, 8uieis, Vnäer'ivaläen, XuK dlsrona, eorumlueionv tlielonii et aliorum ^rauaminum esse äebeaut in äominio et äistrietibus ae territoriis äie- forum IIIu- ^ strissimorum principum, «zuemaämoäum liee omnia in preäietis anticjuis eapitulis eon- linentur et inkrs äeelarstur. — t)uia eonelusum et äecisum est intra supraäietas äominationes siue partes pro maiori seeuritatv et quiete babenäa, et ut erroribus ae äillerentijs siue äiseoräüs in > futurum via preeluästur, t)uoä in ante» nullu» subäitorum oeto partium Li^e et eiuitatis 8aneti^»IIi alicpni bona siue mereimonia nisi sua aä ipsum vel aä äietas partes et äominia et sä patriam eorum upeetanti» conäuevre nee eonäuci faeere äebeat, eum «pu> vel yuibus sie alienis bonis siue merei- ^vni^s ipsi» non ^ pertinentibus aut »Iiis äe causis 'tbeolonarij, seu äaeiarij sliizuomoäo äeoipi so» ^vkrauäari possint, nv ex boc preäietis äowinis prineipibus eum äolo et krauäe tbeolonia seu äaei» aubtrabantur vel äetrimeotum reeipiant, nee äebent eeiam alieui I-ombaräo seu ex subäitis äietorum ^vminorum principum in partibus lixe ^ vel in alio loco vel loeis vel alteri lixe non subäito aliyua Mereimonia seu bona venäerv vel aliter eum ipsis eontrskere, ()uo postea suis nominibus czussi ^alia aä ipso» «peetarent» eonäueaot absque »olueione tbelonei seu äaeiorum aä partes Lombaräie, V34 viäelicet in äominio meäiate vel immeäiate supposito prefatis äominis > äueikus Aleäiolgni, kt quoä oullus sudäitu» lißv vlterius in partidus I-umbaräie vvnäat carnes aä minutam seu sä libram. Lt cum omnibus istis, tjuemaämoäum premiltitur, (lonclusum est per prefatas äominationes, viäe-» licet Illustrissimos principes et äuces Aleäiolani etc. ex uns, et maßnikcos äominos confeäerato«, viäelicet j uoaä alia prioridus capitulis nunc et in futurum nullam penitus äeroFscionew ^we tlawpnum inkvrrs äedet, seä tantummoäo presencia capitula, lzue propter dvneuiuenäi voluntateV sc vtriusque äominacionis statum ljuietem et pacem presentidus litleris continontur sic ut supra ! moäerata, oräinata et (leclarata existunt, vt s supraclictis äominaeionidus seu partidus ipsaruw^ue perpetuis dereäidus vt successoridus inuiolalziliter et inconcusse odseruentur. — (lum gutem multl- plices äilkerencie et czuestiones, lites, rix« et controuersiv, tsm inter Illustrissimos äominos principe äuces Alvtliolani, j c^uam inter ipsam ma^nillcam ÜKam supraciictarum octo partium et civitatis 8ancl>^ AgIIi seu inaAnitieos äominos äe li^s vt «insulares persona« omnium et sinAularum parcium prela- torum äominorum, ac ceiam 8peetadiles, prouiäos et donestos viros et äominos, äominuw vicariuw, consulatum totamc^ue communitalem prouincie Vranie sudorte ^ essent od varias causa« et quorelas sc peticiones, c^ue tiedsnt tam per prelatam ipsam ma^nilicam ligam seu ipsos ma^nilicos äomini äv li^a ac etiam sivAuIares persona«, «^uam per prelatos äominos Vranienses causa et occasielw preäictis, vallis Veuentine ac äieti dospitalis in kole^io, aä czuas seäsnäas et tollenäas ^ primo wi^^ fuerunt per prelatos illustrissimos äominos principe« spectadiles et pruäentes äomini supraäicd fierdaräus (lerutus et äeorius 8teinduser, postmoäum ma^nilicus et clarissimus äominus, äowinu^ äodaunes ^u^ustinus äe Vicomvrcato, äoctor et miles suprsnominatus, lluorum interuentu omnes ! preäicte «zuestione«, äitferencie, peticiones, rixe et äiscoräie seäate, paciLcste compositeque fuerunt. vt eomoäo, f)uoä octo partes confeäeratorum supraäicte vnscum prenotsta ciuitate 8anct !ßaIIi äictarum partium oratores, k>ui a suis äominis vt superioridus aädoc specialiter electi fuerunt, law pro äilkvrencijs ac petieionidus sinzularium ^ personsrum, tam facti« czuam lienäis, siue super ei^ inäicatum vel äeclaratum suerit siue non, tsm presentilms c^usm adsentiluis, tam «cientilius ignurantidus, <>uam pro omnilms aliis peticinnidus, actionilius et äilfereucijs, 935 Ullas 8anctigalli cassauerunt et annullauerunt ^ ac cssssnt et annullant, quascumque causa» peticionvs et actione», que sudorte kuissent vel sudoriri possent ad doclierna äie retro, tam causa et occasionv lpsius magnikice ligv, seu magnikicorum äominorum tle liga ut supra, siue alicuius partis ex ea» quam singularium personarum sudclitorum suorum liberauerunt insuper ac I quietauerunt prekatos illu- slrissimos üominos, ac prekatum magnilicum clominum ^odannem ^ugustinum pro omni iure, peti- eionv et actione, que potorat, potuisset ac posset lieri, peti vel cousequi aliqu» causa, mo6o et forma, Lt aäuersus prekatos Illustrissimos «lominos principe«, seu ipsorum maiores et preäecessores ^ in et cum omnilms eorum corporidus, relius, mvrcantqs et pro eorum causis et actionilius alisque omni saluoconlluctu amica- diliter et kraterne mutuo conuersari et simul ire, venire, stare, morari et reüire possint vt «Zedent et seipsos benigne et kauoralüliter et recte tenere et tractare, prout et quemackwockum in priorilius antiquis capituli« eciam continetur. ^ — Lt tanclem quoue perpetuis temporilms inter nos pretatas s partes, sulnlitos, patriae diciones domiuiague uostros et nostra servari, manutvueri, sustentarique dedebunt. — Lt iu priw^ nos prekata duxissa, tutrix et eo nomine pro nolus perpetuistzue suecessorilzus dueatus 8adaudie teoS' mur et dedemus prelatis ^ mgKnilicis communitatibus Lernens! vt Lridur^ensi ipsarumque succe^ soribus perpetuis communiter et diuisim ad ipsarum re^uisicionem, litteris vel viue vocis ora«^^ taetam, toeiens tjuociens opus kuerit, impendere, triliuere et impartiri lidele ellicaxczue > auxiliuw ^ juuawvn contra et aduersus omnes et sinßulos ipsas communitates vel aliguam ex eis prouocslü^ a uubis inlra non nominatos. Lt doc a Mensis spacio post ipsarum requisicionem inmediatv cow^ putando, in tnis scilicet liwitidus. Videlicet j tvndvndo ad vrlie Lernen«! vel LritiurAensi vsque u I durvAum, «e^uvndo tlumen ^vl^o Limma^d nuncupatum et vsgue ad llumen ^.rarum, inde te»^^^^ ad monlem vvl^o Illosvvnstein, et de Innc ad pelram dictam Lierre-pvrtuis, et doc propriis noslri^ ! suwplibus et expensis. 8ic viceuersa nos prvtato communitates Lernens!» et Lrilmr^ensis t?t Übet ex noliis nostricpie successores perpetui tenemur vt dekemus prekate illustrissime dorniac dux isse, nomine guo supra et ad manus inclitissiw! dumini ducis, eiusczuo ^ successoridus 8abaudio dueatus perpetuis ad reljuisicionem ipsius, litteris vel viue vocis oraculo lactam, toeiens quocien» opus iüerit impendere, tribuere et impartiri lidele etllieaxcpie auxilium et suuamen contra et aduersus 937 ownes et »inßulo» illustrissimam äowinacionem j suam prouocante», a uoLi» infra von reserualo», et Lvc a mensi» »paeio po»t requisiciooem ipsaw inmeäiatv computanäo in dii» »cilicet limitiLu», vi- äelicet per Deveses et episcopatus 8eäunen»em, I^ansannensem et Kebennensem uLieumtzue, et Loe proprii» uostri» snmptiLus et expensi». Lt ^ cum aliczua nostrorum parcium alteri ut prekertur auxi- lium prestaLit inkra termino» »upraäicto», istuä Leri äeLeLit cum tali et tanta potencia, «zuali et yuanta vna partium alteram re^uirit, LaLita tamen consiäeracione ^uerre, czuam pars reczuirea» kouet et statu» s parti» reczuisite tolleral. — Item casu, «^uo alieui nostrarum parcium bellum prelium- ^ue assißnari continxeret actiue vel passive in limitibu» «upra6icti», vel »i multituclo ßencium alicui Parcium nostrarum aäuersanciuw vel aäucrsari kormiäantiarum patriam, 3iciones j et äominia ali» cum» parti» in limitibu» supra 6eclarati» intrare, occupare vel olllenäerv conaretur, eo tune uo» 3icte parte» tenewur et «lebemu» vna alteri auxilium et juuawen impenllere pro tota nostra potencia et lacultate. Lt «zuociescumque aliqua nostrarum s parcium occasione jam promi88vrum alteram partem re«zuirere voluerit, parte nv8lre 8abauclie «lomus re«zui»icio Lirixetur in per8oua8 8culteti et con8ulum Ilernensium et kribur^ensium; karte autvw vrliium nostrarum kernensi» et kriburssensis reczuisicio äirixetur s in prelatam illu8tri88imam äominam cluxissam nomine lzuo 8upra vel eiv8 con8ilinm vel Mare8caIIum. <)ua retzuisicione kacta lap8i8 6uo6ecim «liebu» xente« parti» reczuisitc comparvre et esse äebent in Ioei8 8peeillieati8 in termini8 tamen 8upra memorati8, ^ kt buiu»wo6i »uccursus, auxi- lium et «lelpensio äebebunt lieri parcium nv8trarum proprii» »umptibus et expensi». — Item 8i evnlin^eret, aliczuem subclitum vniu» nv8trarum parcium ali«zuo ca8u contra cum vel eoa, in cuius Vel Quorum Listrictu ^'urisäiccione^ue kouelur ^ et moram trabit, temerarium rebellennzue Leri et volle obseruare, lacere et exeyui jus eiua loci, «le cuiua äomicilio e88et, eo tune uv8 prelate parte» pro Lonestatv et äebito no»tri» alteram et mutuo no» juuabimu», promouen6o et inlormamlo re- livllixantem, juri ^ vt obtemporet et Loc in eo loco et contra aosilem promoueat promoneri^ue mainlet et procuret cum ellectu, tocien» «^nocien» opus luerit. Item omnia vt sinxula eastra. fortalicia et oppiäa prelactarum limitum nodi» prelati» partiLu» et evilibet ex noLi» pro suis LcleliLu» verisque axiLiliLu», > ßuerri» repnlsionidusque in^uriarum patere Sebent, Ita «^uo3 illic et per ea veri äominii eiusque »i^ni» protensi» et 6eclaracioniLu» sullicientiLus, bt c^uock soluantur quecumque soluenäa iuerint, et aLstzue «Zampno et ^rauamins illic re»i«lencium vel pslrie, per czuam vel ein» parte» Luiu»mo3i transitus kunt. — Lt in Liis et circa Lec parle j nostre ^aLauäie «lomu» nominatim vxcipiuutur et reseruantur »ummn» pontilex, sacruw Ilomanum imperium, ^ristianissiwus kraucornm rex, äominu» et lrater noster, illustrissimu» Aleäiolani äux, vasalli 118 938 oostri et omnes et sinßuli, cum quibus vsczue in bunc ^ diem intellixeneigs, oblißgciones vel lissg» contrsximus municione littersrum, sißilli» roborstsrum, czuos omnes pro expressis bsberi volumu». -- karte gutem nostrgrum comwunitgtum üornensi« et kriburxensis nomingtim exeipiuntur et reser- usntur 8ummu8 > pontikex, ggcruw Ilomgnum Imperium, Lristignissiwus krgncorum rex, Lonlederab liostri veteres et uoui omnesque et sin^uli no8tri liur^enseg et evteri, cum czuibus vniones, teders, intellissencigg obl!^geiones«zuö eontrgxiwus, ^uos omne8 pro expressis bgberi ^ volumus. Hoc tgweo gdiuncto, l^uod si qua nostrgrum pgrcium porro cum »liquidum se^uitur modum, Videlicet si actvr sit clitur, yuemcuunzuo reug velit, pro pergong media, czue treg pergone iurgmentv corporali ggnctg ^ dei euanßelia pregtito ge astrin^ent, vt cguggm, postczuam ad sog deuoluta egt, dilliniant et expediant intra proximum mvngem secundum consuetudinem loci, vbi tale mglekcium, iniuri» v^olencig egget persctum vel persctg, «i pgrtem ciitlinitum, grliitratuV tlecisumue fuerit, siue omnes vel maior pgrs ex eis concorclguerint, istuä rgtum et ßrstum äel>o^^ serugri et teuer!, omni gppellgcione et recusgcione semotg. <)uoä si talis causg insrg Mensis proxiwl gpgcium g clictis grbitris et j meclig persong non clilLniretur, eo tunc ille tres pergone inlrg octo proximos post dictum mensem se presentglzunt sud vineulis suorum jurgmentorum suis propr^ vxpensis in ksterniacum vel ^duenticam, vlii mgiori pgrti plgcuerit et in czugm ipsi > mißrgre sunt, gb eodem loco miniwe recessuri, nisi «zuestione et cgusg tgli prius penitu« termingta et iloci^ vel nisi consensu pgrcium in alium terminum fuerit proro^gtg, omni clolo et srgmle exclusis. glic^ug «lietarum persongrum trium in ^uestiunikus vel ^ cgusis corgm so vel eis, vt prekvrtur, n>o^^ «entencie pronuncigcivnem äsret vel in scriptig redi^eret, tglig gl) gßressu dietgrum villaruw ow^"^ supportgtur. 8i gutem iniurig vel delietum essent tgles tgmc^ue gtroces, ex l^uibus veniret pena porglis inlli^endg, j eo cgsu potest delinczuens puniri per iudicem ordingrium eiu« loci, vbi delictis est commissum vt pgtrgtum. —> 8ic viceuersg si »clor sit de dominio nostrorum kernensiuw burßensium et reus de 8gbgudie ducstu, gctor elixet vnum ex consulibus eius vrbis > nostro, cu> »ttinet. et reus vnum ex consilio illustrissiwe 8gbgudie dumus pro grbitrig et pro wedig persona 939 vnnm eciam ex presate inelitissime äomus eonsnlalu, que tres persone jurawento corporaii se aslrin- 8 causam, postquam aä eos äeuoluta est, äilliniant et expeäiant iolra proxiwuw mensem secunäum consuetuäinem loci, vbi tale malebcium, iniuria vvl v^oleneia esset peractum vel peracta, si äe walelicio, iniuria vel violencia questio baberetur; j 8i gutem super possessiouibus et rebus inmobilibus esset questio, tuuc babebunt et äebebunt äitlinire secunäum eonsuetuäinem loei, vbi tales res et possessiones vssent «ite et loeate, inkra äictum terminum. Lt quiäquiä sper) preäietos gut majorem ipsorum partem j äitlinitum, arbitratum äeeisumue kuerit, siuo omnes vel maior pars ex eis concoräauerint, istuä ratum et Dratum äebebit seruari et teneri, omni appellacione et reeusacione semota. <)uoä si talis causa intra Mensis proximi spacium a äietis ar- bitris et ^ meäia persona nun äilliniretur, eo tunc ille tres persone inkra oeto äies proximos post äietum mensem se prvsvntabunt sub vinculis ^juramentorum suorum suis propriis exponsis in ?a» terniacum vel ^äuvnticaw, vbi maiori parti placuerit et in quam ^ ipsi mißrare possunt, ab eoäem loeo minimv recessuri. nisi questione et causa tali prius penilus terminata et äecisa vel nisi con- sensu parcium in alium terminum kuerit proro^ata, omni äolo et krauäe exclusis. 8in aliqui pre- äictarum trium personarum in questio- > nibus vel causis coram se vel eis, vt prekertur, motis «vntvneie pronuneiaeionem äaret vel in seriptis reäi^eret, tali« ab a^ressu äietarum villarum omnino supportatur. 8i autem iniuria vel äelietum essent tales tamque atroces, ex quibus veniret pena eor- I poralis inkli^enäa, eo easu polest äelioquens puniri per juäieem oräinarium eius loei, vb! äelietum est eommissum et patratuw. — b!t äebebunt tam actor quam reus co^i per suos superiores, vt quiäquiä per äietos arbilros et meäiam personam äillinilum äecisuwque kuerit, s iä ratum et Dratum teneant inviolabiliter obseruantes, omni appellaeione, äekensione, rekussio et colore semotis. — Item conventum est inter nos prekatas partes, quoä pro causis seu peticmnibus placitanäis aä re— quisiciones moäa quo supra kactas conueniamus j nostrosque vt conueniant compellamus in villa ^aterniaei, illic acturv quoä oquitas prolimitaeionibus paulo ante recensitis postnlauerit. Lt si vnum ex kuiusmoäi arbitris vel superarbitris ante sepilam questionem inkrmari, äeeeäere, abseutari. äe- tineri vel alias ^ invtilew beri acciäerek, loeo illius äebet et polest alium substitui per «um vel «os, qui absentem, inkrwum, äetentum vel invtilem ele^erunt, qui juramento corporali sese obli- Fsbit acturum et kacturum iä, quoä is, cui in locuw ceäit, kecit vel kacere äebuit j et svt) supra ostvn- äilur. kt äicte tres persone, vt prekertur, per partes electe äebebunt a suis superioribu«, quecum- quo noslrarum parcium bii sint, artari et compelli, vt ^uramentum kaciant, «ause se subinittant illamque äilliniant, terwinent, expeäiant moäis et torwa ^ quibus supra. ^ä bec inter nos partes eonuentum est, quoä vnaqueque ex nobis alterius partis vel aliarum parcium subäitos, burßenses, niercatores et ne^ociatores suis cum mercanciis, rebus, ne^oeiis et attinenciis suo in äistrictu kiäe- ^iter tueri, äekenäere > et manutenere äebet, ipsis suisque personis, rebus, bonis et mercanciis sal- Uum conäuctum securitatemque omnimoäam, si opus luerit, prestantes et ab vmnibus violenciis, wiuriis oppressinnibusque äefenäentes. — Item et conuenimus, quoä nullu nostrarum parcium j alterius partis mercatores, ipsoruwque mercancias in tbeloniis, peäaxiis, äacii« celerisque exaccio- Nibus secus traetet traetarique aämittat. quam ab antiquo consuelum vsitatumque existil. — kretvrea ^ecisum est inter nos svpeäictas partes, quoä nec nos, nec Pentes nostre ^ per aliquem euentum lNAoorari, arrestari, äetineri äebeamus nec possimus, nisi pro äebitis conlessis vel äe quibus littere 940 vel prokessv babentur, vel propter malekcium ali^uod patratum vel delictum, raciono cuius qui» sortitur, vt supra spvcilbcatum est forum; <)uod j eciam secundum consuetudinem loci, vbi com- mittitur, judicandum venit tam in persona czuam rebus delinquentis, repertis in loeo pvrpetrati male- kcü. — 8ed pro debitis et prowissis non reco^nilis actoros vtriusczue nostrarum parcium tenentur «t debont se^ui forum rei, s Ita tamvn et va condicione, c>uod pars, in euius dominio reus residet, omnino proeurare babebit, ipsi actori simplieiter et de piano sine ti^ura ae «lrepitu judicü mini' strari justicio eomplvmentum, 8ic «zuod expedicionem nanciseatur spaeio «zuatuordeeim dierum siae dolo > et kraude; nee debebit aliczua nostrarum parcium alteram ipsiusue subditos, vasallos, buk- ßenses, alber^atos vel attinentes iudicio canonico vexare, temptare vel molestare per so vel alio», directe vel indireete, nisi pro manifesta vsura vel matrimonü impetitione. I)uod ^ si ezuispiam seou^ kecerit, talis per dominum »uum debebit artari et inäuci, vt desistat et reum ipsum a sentenciis ^t censuris ecclvsiasticis, si eis innodatus fuerit, absolui promauoat suis inexpensis. — kt ne lan^in- (zuitato temporis federa bec e memoria, labantur ^ vulumus decernimusk^ue, vt porro «zuibus supra ex vna, et parte ex altera IVos prefatas 0ommunitates Lernonsew et VriburAensem omnes^uv et sinAulas subditos, patrias districtusc^ue nostros ratibabendis, exe«zuen^ dis elbcaciterc^ue et inviolabiliter adimplendis, obli^amus nos pro nobis nostris^ue successoribu» I perkvnnibus sul) bde et verlio principisse, ^juramentistzuo nostris per nos kernenses et Vribur^easo» prvstitis et z'ppotbeea et oblißacione omnium bonorum nostrorum preseneium et kuturorum, viKoro presencium litteraruw. omni dolo, fraudv, kalsaque macbinaeione penitus j vxclusis. — In ^uoruw omnium et sinAulorum elbcaeiam, robur, testimooium, perpetuamc^ue valiclitatom bas litteras sißill^ nostris muniri fecimus, per expressum reseruantes, t>uod si in futurum nobis prelatis partibus visuw fuerit, «^uid^uid in bös federibus, > punctis vel articulis alterandum, immutandum, declarandum, »u- xendum vel minuondum, e^uod istud vnanimi consilio eonsonsuczue kacere possumus et valeamus. ^cta sunt bec in vrbe kernvnsi dies vicosima Alensis ^ugusti, ^nno domini > millesimo c^uadrin- ^entosimo septuaxesimo septimo. — De mandato Illustrissime domino, domine nostro ducisse 8abaudie, presentibus dvminis maxni consilii socum res«" dentis, exo «ecrvtarius subsi^natus me subscripsi, 0bamo^ die xv"^ seplembris 1» iii^° Ixxsvptimo. ?. Deputeo. Pergamentene Urkunde mit anhängendem savoyischem Sieget 941 «4 Zurückstellung der Unterwerfungserklärung unter Savoyen vom 10. Juni 1452 an die Stadt Freiburg. 147 7, TZ. August. Archiv Freiburg. vro perpetua rei ülemoria duneti8 Alvrtalium ^nimis claro palest. ()uoä äie vice8ima tercia ^lvasis ^u^N8ti ^Vnno äomini j durrente Mitesimo <)uaär!ngente8imo 8eptuaxe8imo 8eptimo Vre8eu» Altera üäelitatis, ad vrde Vridurssen8i «znonäam äomino 8adanäiv etc. I äuei pre8tita, extitit reääita et remi88a Ua^ni5ici8, 8trenui8 et 8pectadilidu8 viri8, äomini8 8eultelo et don8ulidu8 eiu8äew vrdis Iridurxen8i8 > per reuerenäum dominum Vrdanum de ddevrone. ^4ppo8tolieum vrotkonotarium et ^.ddatem 8eameäei, et 8tepdanum vaeeoti, 4.otore8, Alanäa- I tariv8 et ^4mda8iatore8 IIIu8tri8- «imo et Ineliti88lwe Vrincipi88v et äomine, äomine Volannt de vrancia, 8adauäie ete. äuxi88o, In- trici8 et tutorio nomine > IIIu8tri88imi et Vxeellenti88imi Vrineipi8, äomini vdiliderti, 8adauäiv ete. äuci8. virtute pote8tati8 per ip8am VIu8tri88imam äominam tutorio j nomine quo 8upra preäieti» ^wda8iatoridu» dato. dusu8 quiäem pote8tali8 tenor 8equitur de verdo aä vvrdum et e8t taÜ8: > vrimoßenita et 8oror dkri8tiani88imornm kegum vranoie, äuei88g 8adauäie, tutrix et Wtorio nomine IIIu8tri58imi Vrincipi8 tili! na8tri > eari88imi vdiliderti, änoi8 8abauäie, ddadla8i et än- 8u8te. Saeri vomani Imporü Vrincipi8 Vicariique perpetni. Marcdioni8 in Ilalia. Vrincipi8 > veäeman- tiun. IVitieczuv. Vercellarum ae vridurssi etc. äomini. dupiente8 gummopere, qua8ui8 äi8eoräig8 etxuerras Siluvr8um «08. duralem patriam > et 8udäito5 8adauäie priäem 8N8citata8 vnäic;ue extinxuere et paei» swvno lrnetu ßauäere ac 8udäitorum czuieti eon8ulere. vapropter IV08, j äuci88a et tutrix prekata. tutorio nomine preäietv ex no8tra certa 8eientia, 8pontanea voluntate, pro nodi8 dictoczue lilio nv8tro 4uee 8ui8ljuv > Kereäidu8, 8ueee88oridu8, eau8amc>ue ad eoäem dadituri8 iuidu8eumc,uo. omnidus me- Koridu8 modo. via. ^ure, korma et eüectu guidu8 keri pote8t, j eitra aliorum reuoeationem kaeimu8, ereamu8. eon8tituimu8 et oräinamu8 aelore8. manäatario8 et amda8iatore8 no8tro8 et äicli 5,Iii no8tri ^vl- > lemnes kvuerenäum ^ppo8tolicum vrotdonotarium dominum Vrdanum de ddevrone. ^kba- t«m 8cameäei, necnon Maxniüeum vernaräum de j ülentdvne, äominum Mentoni8. 8peetadiles äomino8 Vvrtranäum äe Ivria. vre-ziäentem dedennen8em. lodannem I.v8teIIe7. don8Üiar!o8. et 8te- pbanum I vaeeoti, ab8ente8 tawguam pre8enteg et tres aut äuo8 ex ip8i8 in8vliäum 8peeialiter et ^^pre88e. ita tamen guoä 8pecialita8 ^eneralitati nvn äeroxet, > aä no8tro et äicti lilii no8tri äucis ""«»ine, Na^nike!8 liäelidu8 no8tri8, 8eulteto et dommunilati vridurgi (juittanäum et remittenäum buro. > lideraliter, gimplieiter et porpetuo liäelitatem, juramentum, imperium. juri8äictionem et do- ^»ßium aä <^ua8 et quv ip8i et eorum p08terita8 prelato > tili» »08tro äuei et 8M8 quomoäolidet ^^trii^unlur et tenentur, tam vi^ore komaxiorum et liäelitatum per ip8am dommunitatem inclite ^°u>ui j 8adauäiv daetenus pre8titorum. quam recogmtionum et eon1o88ionum per inäe kaotarum et 'tipnlgtarum, at^ue eisäem remittvnäi czuiälzuiä juri8. > aetioni8, rationi8. äominii et reelamativni8 woz >äem LIiu8 vosler dademu8 et dadere po88umu8 quovi8 titulo in eo8 atque villa prväieta > kri- S42 bürgst et tot» illius surisdictione et terra, eosdemgue restituendi in suis libertate et priuile^iis, guibus erant anteguam bomaßium dicte damui > 8abaudie prestitissent, Ouittantias itac^ue et pacta nostro et ducali nomine pro inde faciendi, instrumentague publica tieri roßandi, nouas s ÜKas, vnionem, intellixentias et contederationes cum eisdem, guemadinodum dudum erant, brmandi et concludendi perpvtuo valiluras, Lt s ^eneraliter quecum^ue alia in bac parte necessaria a^enäl, vxercendi, tractamli, appunetuandi, quittandi, remittendi et concordandi, gue nos in j premissis et circa tacerv possewus > si presentialiter ibidem interessemus, etiam si talia korent, ezue mandatuw exi^vrent maßis speciale, j kt promittimus Nos ducissa et tutrix memorata pro nobis dictoizue lilie nostro et suis in verbo principis et sub omnium et sin^ulorum s ipsius lilii nostri expressa obliss^" tione bonorum ratum, gratum, stabile atlpie tirmum perpetuo babiturum omne id totum et gmä- quid per ^ supranominatos actores, mandatarios et oratorvs simul, aut tres vel duos ex ipsis, l» premissis et circa actum, Westum, appunctuatum, > c>uittatum et remissum fuerit, Latsue omnia et sM- xula ratilicare et laudare, cum primum kuerimus super biis rvczuisite, cum renuncia- I tionibus et »Iiis elausulis opportunis. Has nostras manu noslra si^natas, inde concvdentes, «lata« Ibaurini div vixesima mensis > dullii ^nno domini Alillesimo <)uaterceutesimo Keptuagesimo septimo. > Volannt. de kutoo. ?er dominum presentibus hominis Vrbani koniuardi, Lpiscopo Vereellensi, ?etro de sancto ckaeie, llancellario 8abaudiv, Kabriele de 8e^sello, doinioo de ^guis, Itonifacio, domino Varet>- /tntbvnio de ?Io/asco, sstresidenle, doltredo de kipparulio, Ug^istro Uospitii, Keorgsto de 8olana. domino Ville noue, t». ex tiomilibus 8ancti Uarlini, Alaurico condomino Kippltv, tbafranco äe ^duocatis, Oldrado tlananoxii, kbilippo Lbivrerii, aduocato liscali, kukno de Nuris, generali, ^les^ sandro kicbardi, lesaurarin 8abaudie. Idee acta kuerunt existente Nobile dacobo > Velß^, advocato, et Kuillelmo Lruerie, s 8ecretar>0' K. t»ruerie. Diese Urkunde ist der Untcrwerfungscrklärung vom 10. Juni 1452 (Beilage 30), deren Rückgabe und E«t^ kräftuug sie vermittelt, als Annex angehängt. «s. Urkunde der gänzlichen und feierlichen Entlassung Freiburgs aus dem Unterthänigkeits- Verhältnis; zmn Hause Savoyen. Turin. 7, t«. September. Nrchiu Vreiloirg. Volant, primo^enita et soror cbristianissimorum Irancie Itegum, ducissa 8abaudie, ?utrix ^t tulorio nomine Illustrissimi tibi nostri kbiliberti, ducis 8abaudiv, Obablaisii et Auguste, 8acri I komani lmpvrii principis vicarügue perpetui, marcbionis in lltalia, kedemontium. Nicieque Vercellaruw etc. domini, Vniuersis serie presentium lacimus manifestum: t)uod nos speciali medio, prowotiooö et bortalu ma^nibcorum domiuorum sculteti et consulatus, s minoris et maioris consilii vrbis Lernens^' 943 Vonkeäeratorum nostrorum amantissimorum et meäiante relaxstione notadilis summe eapitalis een- «Uum et missionum, c^uos maßnilici viri, 8cultetus consulatusc^ue ^ minor et maior vrdis Drikur^ensis, I-susavnensis äiocesis, in se susceperunt et pro c^uilius nomine inelitissime 8aliauäio äomus in «zui- i>usäam locis olalixati vxistunt, matura izuoc>ue super ins äeliberatione ^ preuia, nun «zuiäem impro- uiäe seä eonsnlte et nullis krauäilius et in^eniis, uilzuscunque nominidus appvllentur vel appellari possint, et prout littere s äesuper ad eisäem ma^ni- Lvis DriburFensidus Inelitissime äomui 8aliauäie exdidite canuut, continent et imporlsut, volentss Per expressum, ipsos nomine ue senlenciarum et äeclars- donum l^ualiter et a «zuiliuscunt>ue emanauerint. <)ue omnes et sio^ulv prekatis ma^nikicis Driiiur^en- ^lius ^ suisczue securis manidus per lieuereuäum äominuin Vrdanum cle tünvrone, »ddatem 8tameäei, et alios oratores nostros traääite kuerunl. Ilenuncisntvs omnidus auxiliis. äellensionilms, protection!- ^os ^ omniliusl^ue et sinAulis ä^uridus scriptis et non scriptis, priuile^üs et prouisionil>us et precipue eii>, l^ue lmiusmoäi renunciationem, immunitatem, adsolutionem et relaxationem äe ^ure vel äe / Vonsueluäinv «juiduscunczue moäis repertis vel reperienclis, impetratis vel impetranäis, ksue omuis pro «xpressis lisdere volumus, impeäire, inkrinxerv vel rumpere possent et presertim juri äicenti, > ßenvralem renunciationem von valere speciali non preeuntv. In Quorum testimonium lias litteras ^Uximus eonceäenäas, et sixillo can- veltarie 8at,auclie consueto sissillari jussiwus. Datum Ikaurini riele äe 8eissello, äomino äv ^cquis, Ilonikacio äe (ltia- lant, äomino Vareti, äv Alantone, militv, Antonio äe Dloxasco, prvsiäe, ^olreäa äe kipparolio, maßistro Dospicü, Illiekaelo äe llanalil>us. Dalranco äv ^äuo^atis, Dlärsä« tlsllalloxii, klnlippo (lkivrerü, aäuocato Lsesli, kuüno äe lHuris. generali. Pergamentene Urkunde mit anhangendem savoylschem Siegel. 944 ««. Erbvereinigung zwischen Zürich, Bern, Lucern, Uri und Solothurn und dem Herzog Sigmund von Oesterreich. Zürich. RS. October. Staatsarchiv Lucern. Wir Sigmund, von Gottes genaden Hertzog zu Osterreich :c., an Eyncm, Vnd wir Burgermeyster, Schultheyssen, Landtamman, Rat vnd die gantzen gemeynden gemeynigclich der Stetten vnd ländern, nämlich zu Zürch, Bern, Lucern, Vri vnd Soloturn, am andern theil, Bekennen vnd verjehen öffentlich vnd thun kundt allermenigclichen mit disem brief, Das wir zu beyder seytz wol bedechtlich zu hertzen genomen, was aus der loblichen Bericht, so der allmechtig gott zwischen vnser gefuegt, vnd vns beiden- theylen darnach wider vnser tödtlich feynde zu Nutz, Eer vnd gut gnedigclich verhengt hat, darumb wir Mich seynen gotlichen gnaden lob vnd dank sagen sollen, vnd dieselb obberürt bericht zwischen vns beyden- theylen zu besteten, zu pessern vnd in getrewem gelauben hinfür ze beharren; So haben wir vorgenannter Hertzog Sigmund zu Osterreich in dem namen des allmechtigen Gottes vnd für vns vnd vnser Erben eyner ewigen vereynigung, verstendtnus, vereynt mit vnsern Znhabenden ländern, leuten, Stetten, Schloffen, vnderthanen vnd landsassen, in getrewer vereynigung vnd verstendt- nuswyse mit den Eydgnossen der vorberürten Stett vnd Länder gemeynclich vnd sonderlich vnd zu Iren nachkomen, Also das wir vorgenanter Hertzog Sigmund vnd vnser Erben vnd die vnsern vorgeineÜ weder mit landen, leuten, Stetten noch schloffen wider die obgeschribnen Eydgnossen, die Zren noch ^ nachkomen, gemeinclich noch sonderlich, in kriegswyse niemermer thuen, noch Args, davon krieg aufersteen mocht, fürnemen, noch von den vnsern vnd vnsern landsessen, noch yemands andern aus vnsern vnd der vnsern landen, Stetten vnd Schloffen zu thun gestatten sollen. Desglichen widerumb vnd in glicher form, so haben wir die obgeschribnen Aydgnossen von Stetten vnd ländern für vns vnd vnser nachkomen vnd all die vnsern vns ouch in dem namen Gottes eyner ewigen vereynigung vnd verstendtnus vereynt mit vnsern Znhabenden landen, leuten, Stetten vnd Schlofft auch in getrewer vereynigung vnd verstendtnuswyse mit dem genanten vnserm gnedigen Herren, Hertzvg Sigmund zu Österreich, seyner gnaden Erben, Stetten, Landen, leuten, Schlossern, vnderthanen vnd landsassen gemeinclich vnd ycdem sonderlich, Also das wir vnd vnser nachkomen vnd all die vnsern den obgenanten vnsern gnädigen Herren von Osterreich, seyner gnaden Erben, land, leut, Stett noch Schloß, gemeiniglich noch sonderlich in kriegSweyse nymer thun, noch auch args, davon krieg aufersteen mochten, fürnemen, noch von den vnsern, noch yemand anderm aus vnsern landen, Stetten noch Selst^" zu thun gestatten sollen noch wellen. — Vnd ob sich fuegen wurde, das die vorgenanten Eydgnossen oder die Zren bekriegt, belegert oder benottiget wurden, von wem das gescheche, nyemandt hindangesetzt, So sollen vnd wellen wir vorgenanter Hertzog Sygmund vnd vnser Erben, die vnsern vnd vnser landsessen, wo wir das vnser pundt halbes gethun mögen, Znen zuziehen vnd sy helfen retten vnd entschütten lassen vmb Zren sold, den vnsern ZN 946 gebent, wie das von vns beschehe, ob die geschefft vnser oder vnser erben weren, vnd mit solher macht, als dann vns vnd vnsern Erben nach gestalt der fach ye zimlich vnd gut bedunkt zu sein, wenn wir oder vnser erben des von Znen ermant werden mit Ären briefen vnd Znsigeln oder Zren gewissen potschaften. Vnd was hilff vnd bystand wir vnd vnser erben Znen thun, das sy damit benuegen haben sollen. Deßglichen ob sich fuegen wurde, das der obgenant vnser gnediger Herr, Hertzog Sigmund von Osterreich, vnd seyn erben in Zren Zuhabenden landen an leyb, gut, Stetten, landen, leuten vnd Schlössen bekriegt, belegert oder benotget wurden, von wem das beschehe, Nyemand Hindan gesetzt, so sotten vnd wellen wir, die vilgenanten Aydgnossen vnd vnser nachkomen, wo wir das vnser pundten halben gethun künden, hicdishalb dem Arlberg der äussern landen Znen zuziehen vnd helffen sy retten vnd entschütten Vmb den sold vnser gnediger Herr von Osterreich vnd seyner gnaden Erben vns den zu geben, wie wir den eynandern in vnsern Stetten vnd lendern geben, so wir in vnsern eygen geschefften krieg haben, vnd mit solher macht das thun, als vns vnd vnser nachkomen ye nach gestalt der fach zimlich vnd gut bedunkt seyn, wenn wir vnd vnser nachkomen des von dem obgeschribnen vnserm gnedigen Herren von Osterreich vnd seyner gnaden Erben ermant werden mit briefen vnd Znsigeln oder Zren gewüssen botten. Vnd was hilff vnd bystandö wir vnd vnser nachkomen Zn Hethunt, das damit sy benuegen haben sotten» Wurde sich aber begeben vnd fügen, das der obgcmelt vnser gnediger Herr, Hertzog Sigmund, vnd seyner gnaden erben an den Znnern Zuhabenden landen der Grafschaft Tyrol bekriegt, belegert oder benotigt wurde, von wem das beschehe, niemand hindangesetzt, so sollen vnd wellen wir Aydgnossen vnd vnser nachkomen dem obgenanten vnserm gnedigen Herren von Osterreich vnd seiner gnaden erben ge- trewlich Rettung, hilff vnd bystand thuen, wie die obberürt loblich bericht zwischen vnö beidentheilen das vmb den sold zethun dargibt vnd Zuhaltet. Ob auch zu zcyten, vber kurtz oder lang, des vorgemelten vnsers gnedigen herren>on Osterreich oder seyner gnaden Erben Vnderthonen, zugehörigen oder landsassen in allen siner gnaden landen vnd gebieten seinen fürstlichen gnaden vnd seiner gnaden erben nicht wolten gehorsam, sonder widerspennig sein, wer die weren, dieselben sollen wir Eydgnossen vnd vnser nachkomen seinen vnd seiner gnaden Erben, wenn Zr gnad das erfordert vnd begert, mit guten trewen helffen gehorsam machen mit hilff vnd in der maß, als daruor geschriben steet. Wurden auch wir Hertzog Sigmund vorgemelt oder vnser erben, vnd wir die Eydgenossen vnd Vnser nachkomen vns nach diser loblichen Vereynung vnd verstentnuß mit yemandt, wer der wer, wyter vereynen vnd verbynden, als wir auf beidertheyl wol getun mögen, so sol doch dise vereynung allweg vorgeen, vnd der selb theil, der das thut, den andern vnder vns ausnemen vnd vorbehalten, das Zm solchs nach laut diser vereynigung on allen schaden sein solle. Vnd vmb willen, das das alles dest krefftiger vnd bestentlicher sey, nu vnd zu ewigen zeyten ge- trewlich vnd erbarlich von vns beyden theylen gehalten werde, So wellen wir Hertzog Sigmund zu Osterreich gunst vnd willen dartzu geben vnd vnser Zuhabende Stett der äussern landen gutlich vermugen, das sy alles das, so wir hieuor vnd yetz mit den vilgeschriben Aidgenossen vffgenomen haben vnd eyn- gangen seyen, vnder Zren ouch anhangenden Znsigeln on Verzug becrefftigen vnd dem allem nachzu- kvmen, das lauter zusagen, doch in all ander weg vns Hertzog Sigmunden vnd vnsern erben an vnsern sürstlichen Oberkaiten allzeyt vnvergriffenlichen vnd on schaden. N9 946 Deßglichen wir obgenanten Eydgnossen denselben Stetten in glicher form ouch widerumb thun sollen, alle arglist vnd geuerd ganz vermitten vnd ausgeschlossen. Ob auch vnser vorgenanten Aydgnossen getrew vnd lieb Aydgnossen von Schwyz, Vnderwalden, Zug vnd Glariß in dise verstentnus, wie die dauor geschriben fteet, auch geen weltcn, das sy das wol thun mögen vnd von vns obgenanten Hertzog Sigmunden von Osterreich vnd vns Eegenanten Eyd- genossen dareyn gelassen werden sollen. Vnd des alles zu eynem waren, vesten Vrkundt vnd ewiger gezeugknus, So haben wir Sygmund, Hertzog zu Osterreich, vnser fürstlich Znsigel an disen brief gehenkt, darunder wir vns für vns vnd vnsere Erben by vnsern fürstlichen würden vnd eren verbinden, alle vorgeschribne fachen getrewlich zu halten- Vnd wir die Ehdgnossen von Zürich, Bern, Lucern, Vri vnd Soloturn haben auch zu wareM, vestem Vrkundt vnd ewiger gezeugknuß vnser Stett vnd lands Znsigel, darunder wir vns vnd vnser nachkamen by vnsern Eyden, so wir vnsern Stetten vnd Landen schweren, verbynden alle vorgeschribne fachen getrewlich zu halten, gethan hencken an disen Brief, Der zwen Zn glicher lautender form gemacht vnd yetwederm theil ainen vbergeantwurt ist. Geben vnd beschehen zu Zürich auf Montag vor Sant Gallen tag, als man zalt nach der geburt -Cristj vnsers Herren Viertzehen hundert Sybentzig vnd Syben Zar. — Das Original ist nicht vorhanden; dagegen findet sich nebst dem Jnnsbrucker-Concept (vergl. oben S. 693) eine gleichzeitige Abschrift im Staatsarchiv Lucern, welche hier zu Grunde gelegt ist. <57 Lebenslänglicher Burgrechtsvertrag Johann Ludwigs von Savoyen, Administrator des Bis-' thums Genf, für sich und die Stadt Genf mit den Städten Bern und Freiburg. A4? 7, R4. November. Staatsarchiv Bern. I»os stolisnnes I-ustouicus stv 8al)sustia, perpetuus astministrstor Lpiscopstus tüebennensis w spirituslibus et temporslibus, ex vns, Lt nos 8eulteti, eonsules et cowinunitates Lernensis et burgensis, I-susannensis O^ocesis, s parte ex alters, kstekseiwus vuiuersis presentes Iittera8 visur»^« lecturis et sustituris, guost ponsteravtillus nodis vsris wultikormisgue pericula sstusgue et versutws eallente8, «püllus liuiusuuin ^enus instigsnte «lzslialics s krauste, guv in perniciem civilis societatis interneguv stilectionis liuistissimis telorum mor8ibu8 iugiter inuigilat, continuc» pessunststur, quorulv in repulssm omnis llonestarurn invntium slkectus kaust iuiuria vmbonem > ms^nsnimi repustii obicieallo vrißit. kreterea votustissimos kos kauores, c^uos insiores» nostri ex sese in nos steriuauere. gulppv czni von vulgär! awbitione elkeininatggue leuitate sest constsnti invictogue pectore iniurias, I oppves^ Linnes ßverrsrum, vomitus stissensionum, turllines patrisrumgue pvstilevtes erumnss represseruvt» yuibus so processum est, vt substiloruw nnstrnrum negotistiones, wercantiaruin vsure, cnntrsctuulv quo kreguentis oon- ^ tinuis inerewentis stursuerint cvteraguv animvs nostrns ast es gus subseguuvtur plane perlnouvntia causatum est, vt es mestia viasgue et coostitioue« inter nos smplecterewur, 947 perpetnarum amicitiarum robur I inexpuFnalzileque sundamontum, quidus in dac qua fruiwur vita ad res »eoundas tutandas aduersasque prostituendas nikii melius, nilul elkcatius, vikil deniquo vi^orio- «ins ex 8v parturirent. tluamokrem in nomine s domini nostri Ikesu Lkristi, a quo omni8 salus, donor, vita et bonitas prolluunt et sine quo niliil stabile vel porfoctum comprobatur, lVos prelatus ^okannv» Ludouicus de 8abaudia, adminislrator perpetuus etc., s pro nobis ciuitateque noslra Le- dennensi (lmibusque et sukditis diete civitatis, sani corpore, sonsu et rationo, nullis alleeti fraudi- bus inductique vorsutiis, quo subsequentia invalidaro quoquomodo potent, 8eck s sponte maturaque Prebalnta deliberatione impretalis vrbibus Lornensi et kribur^ensi Lurxensie vel ciuilegü vincnlum quam venerabile amplexi 8umns, quoquidem nos prefatus dobannes Ludouieus de 8abaudia, ^ admi- nistrator ete., pro nobis ciuitateque nostra Kebennonsi, quamdiu vita funAemur, ciuibusquo et sub- ditis n»8tri8 presentilius et luturis dicta vita nostra durante in verbo et 8ul> bonore prinoipi8 am- pleetimur, promitlvnlvs j buiusmodi dur^ensiam lirmiter forma qua supra et ivtra seruandam. Lreterea Voluwn8 et tenewnr vi^ore eiusdew kur^ensie vel täuile^ii prefgtis vrbibus Lernen«! et Lribur^ens! in Avnere et specie eontrg et aduer- ^ sus omnes persona» in subsequentilzus g nobis spoeillice non reseruata», tgm spirituales quam seeularos, cuiuscumque statu« vel condiclionis kuerint, quo prefatas vrbes vel aliquam ex ei« «ine in ip«grum dominiis, bomi- ^ nibus, bonis, ^jurisdietionilius, priuileßiis, vmunitatibus bonisve consuetudinikus violenter a^^redi, damnis ailieere, turlzgreve nilerentur, pro rvquisitionv ipsarum in no« deriuanda lidole vllicaxque guxilinm impgrtiri ^ tgli cum potentis, quali Nobis pro forma cause con^ruit, «ic ipsarum dawpna eauendo, bonoremque et statum consoruando et quanto numero armatorum ei« auxiliabimur, tali debebunt eontentari, Idquo tieri ipsgrum ^ «g- lario et expensis. — ^d bee valumu« lVos prefatus doliannes Ludouieus de 8abaudie etc. pro nobis eiuitgte^ue no«tra tFel>ennen«i et no«tri«, tjuolig omnino realiter et cum ellectu, mercatores ipsarum vrbium amice ^ et lzeneuole traetari in tdelonei^'« aliis^ue vxactionilzus, in czuilius Lernenses per omnia sicut Lridurgenses tractadimus abslsue äalo et Iraucle. — Vieeuers» nos prekate communitates Lernens!« et Lrilmrxensi« in xenvre > et «peeie fatemur et re- ^0Ano«cimu«, ^o« prelatum illustrissimum reueren(li«simum^ue principem, dominum ^oliannem Lu— ^ouicum cle Sabauäia, aäministratorem perpetuum episcapatus «ebennensis, quawcliu vita sruetur. Liui- ^ tatem^ue suam Helieunensem, pro «e, ciuilms et «ululitis suis llicte ciuitatis, vita «ua «lurante, nostrum verum et le^itlimum Lnr^ensem et I^iuom acceptasse eic^uo in vim iuramentorum no- ^trorum liarumczue litterarum ^ pollicitos esse, illustrissimam set^uentilius a nolus spvcillice non kescruatas, tam spirituales quam seculares, cuiuseumque statu« j vel conclitionis fuerinl, quo prvlatos ^lustrissimnm dominum ciuitatemquo suam kebonnensom, siue in ipsius dominus, liowinilms, bonis, jurisdictionibus, priuilv^iis, emunitatilms bonisveZ consuetudinidus violenter > agssredi, damnis ^Üieere tnrliarkve niterentur pro requisitione eiusdem in nos deriuanda, lidele ellicaxque auxilium ^Partiendi tali cum potentatu, quali noliis pro forma cause conFruit. Lt quanto armatorum uu- 948 mvro I eis auxiliabimur, tali Kabebit eontentari. Lt iä «lebebit bvri ipsius salario et expensis. — Lt in bav Lurgensia nos ^obanuvs lbuclouieus cle Kabauäia, aclministrator etc., specilllcv reseruamu» ssnetam apposto- > lieam seäem, saerosanetum Iiomanum Imperium, cbristianissimum krancoruM regem et inelitissimam et illustrissimam 8abauclie äomum. lVos gutem 8culteti, dousulos et com- munitates prefatarum j vrluum Lernensis et kriburgensis parte nostra reserugmus et speeilbeo ex- eipimus sanetam appostolieam seäem, saerosanetum lkowanum Imperium, cbristianissimum kraneornw regem, inclitissimam 8abauäio ^ äomum, Lomburgenses et eonfeäeratos nostros, I'buricensos, lbucer- Neuses, 8oloäorenses, Vranieuses, 8ivitenses, Vnäorvaläenses supra et sub siluam, Aug et Klarus. aliusc^ue omnes et singulos, eum c^uibus j gute äatum barum feäera, vniones intelligentias^uv litteris et sigiltis roboratas eontraximus, czuas pro pleno expressis baberi volumus. — Item si aliczua «o- strarum partium pro ipsius eumoclitatilius alterius ^ vel aliarum partis vel pgrtium peteret oratores vel ambasiatores, eo tuuo vna partium glteri eomplaeebit, tamen in partis re^uireutis expensis et Lumptilius. — Item nullus «ubäitorum amliarum ^ partium subäitos alterius partis pro äebili» von eonkessis arrestare, impignorare äistraboreczue äebebit nee alieno korensicjue vexamine inczuietare; t)uaä si vnhuam aeeiäeret, teneliitur et äebebit aetor reo ipsi omnes ^ sumptus expensasc^ue penitus refunäere et omni prooessui per eum obtento penitus renuutiare et per dominium suum «4 i4 ka- eienäum elbeaeiter compelli. 8eä pro äebitis reeognitis vel äv czuibus littere ^ testiwoniales iialientur, potest vna partium et sui alteram vel suos rite arrestare et pignorare. ?ro äebitis autem n0» conl'essis vel reeognitis «piarumlibet partium subäiti ab alterius partis subäito vel j subäitis ^'ustitisw implorabit eo in loeo et all eo ^'uäiee, eui reus subäitur, vbi aelori ipsi summarie et äe piano ^u- stitie eomplementum äebebit ministrari. 8eä si nos ipse partes prineipales eomwuniter ^ vel seorsum vel alicjue nobis «ubäitorum contra aliam vel alteras evmmuniter vel äiuisim aetionem pretenäero- wus vel ali^uis pretenäerot, liarum oeeasions pars, cjuv agit, vel aetor ipso superarbitrum j elig^ reverenäum in (lbristo patrem, äominum I^ausannensem episcopum, si nos äobannes I-uäouieus äe 8alzau^ negotii« inepti fuerint pro büs expecliendi», vnum ex consulibus suis ^'uratis, c^uem ambo partes »b- »eerabunt, buius- j mcxli superarbitramentum in se vt reeipiat. Ltsi i6 sulüeere non posset, «low»^ ipsi eos gee inclneere clebebunt. <)uo faeto iäem Superarbiter »wbabus partibus jornataw nuabit acl loeum communis ^ warcbie, in eiuitatv viclelieet lbausannensi, nisi partium consensu loci speeilbeatio äaretur. Lt äebebunt ambe partes, c^uas bee czuestiones eontingunt, cluos probos bonestosc^ue viros ipsi superarbitro a6iun- s gerv et bü ^uinczuo pro ipsorum eonscientia, intelliK^"^ et forma ^justitio questiouem ipsam so expe^ituros solemnibus ^'uramentis polliceri, nisi aliuä a tibus ei» inclulgeretur. I?t si arbitri in vorum ^ sententüs clillerrent, eo tune intra proximi Mensis spatium, poslc^uam a partibus c^uestionos ipsarum eum suis responsionibus vt contiugentibus in prosentato kuerint, babobunt arbitri suas pronun- j tiationes superarbitro exbibere. kt ille ipse post buiusmocli exbibitionem clebebit eliam in Mensis spatio äeeiclere, et czuomucloeunque «lilbnierit, siu» omnes missiones expen- «ss^ue in bac parte oxpeäiro et uos ipso partes nostrates inäucerv et artaro, vt seutenlie ipsi ac^uies- cant expensasczuc soluant moäo et forma yuibus supra. 8aluo tamen in umnilms ^ nostri äobannis km- äouici äe Kabauäia, aäwinistratoris ecclesie (lebenneosis parte, nostreczue Lcclesio nomine et vice, suäicio vt tribunali nostro spirituali, saluisc^ue omnibus veclesiasticis libertatibus, pri- ^ uilvßüs, emunitatibus, preeminentüs, äowinüs atc^ue superioritalibus, yue et punienäa et tractanäa eis in iocis et coram eo Mäice, vbi palrata fuerint. — Lt t^uo bec omnia et sin^ula rata et xrata seruentur, lVos prekatv partes nomine, tionore, suramontis et Läe Vt premittitur ^ et vxpressa z^ppotbeca omnium et sin^ulurum bonorum nostrorum presentium et luturorum nos obli^amus. Lenuutiantos omnibus et sin^ulis exceptionibus, actionibus, äekensionibus, priuilegiis et ex- ^ emptionibus et sißnanter suri cauenti, Aencralom renuntistionvm vslerc special! von preeunte. Ouiaz'mo biis omnibus et sin^ulis, vt preferuntur, äe verbo sä vcrbum puncto sä Punctum obseczuemur, ^ obtemperabimus et eaäem cum etkectu manutcnebimus, reseruantes tamen Vobis per expressum, »^uoä si inantea communi consensu nostro aliczuiä in büs äeclaranäum, au- xenäum, restrinxenäuw, wutsn- j äumque äccerneremus. czuoä iä vnanimi approbatione facere po- terimus, omni äolo et lrauäv exclusis. In Quorum elbcatiam bas litteras sizillis nostris, c^uibus vti- v>ur, äuximus munionäas, äatas ^ äecimatjuarla Mensis iXouembris anno äomini Alillesimo Huaärin- ßentesimo septua^esimo septimo. — Pergamentene Urkunde mit den anhängenden Siegeln Johann Ludwigs von Savoyen und der Städte Bern und Frciburg. «8. Urkunden über die Rückgabe der Landschaft Waadt an das Hans Savoyen. Eidgenössische Erklärung. 1478, St. Februar. Königliches Archiv Turin. lVos Oratore» msnästsriilpiv vrdium et patriarum subscriptarum wa^ne veteris li^e ^lawanie ^vpvrioris, viäelicot äe Turicb (lunraäus 8ivenius, Aliles, äe Lern^ .-Värianus äe Ilubenbor^, Nile«, äowinus in 8piet^, 8cultetus, et Vrbanus äe Nuleren, äe lbutxern I^uäouicus 8eiler, äe Vre V^al- 9'erus In äer (lassen, olim ^.wmanus, äe 8vitx äuäocus Kocbl^, liursarius, äe Vnäervvaläen IIvn- S50 ricu8 kursier, de iüux süotiridu8 ^mptu, de (ülaruu Ivk.innes 8clmliell>ucll, Kur8uriu8, de kriburxo ketermunnu8 de kouc^Fnio, Nileu, et kolermunnu8 kuuilliart, et de 8olodoro Hemmunnuu Huzeu, vexillilser, pre8entil>u8 fatemur: s)uod cum per uppunctuumentu tractulu8(zuo aliuu luct08 inter Incl>^ tum et IIIu8tri88imam principi88um dominum Volund de krautig, 8uliuudie eto. duxi88um, kutricew et tutorio nomine IIIustri8simi prineipis et domini, domini Vkililierti, 8ulzaudiv etc. duci8, domino8- »Ii8^ue eo, 8kerri vel ^uomodoliket glienari, lVobi8 U8, nodig dac die per prvkalum dominum Vl,e8uurarium pteue per8oluli8, content!, prelutuM dominum duci'88am tutorio nomine pretacto Vde8aururiumc>ue eundem et amne8 alio8, Quorum inter- e8t et intere88e poterit «zuomadolibet, in futurum cjuietamu8 cum pgclo de vlteriu8 occu8ioo6 eorundem «juicljuid nun petendo, kt Ki8 mediuntiI)U8 cedimu8, <^uittamu8, remittimu8 et tran8serimu^ dictum patriam Vuuudi talem 8icut nunc e8t et pro tenore appunetuamenturum truetutuumlzue priu8, ^ presortur, kuctorum, Imprefatum dominum duci88am tutorio nomine czuo 8vpra ac eliam nomine suo proprio pro Hurilmu 8it>i pertinentiliu8 oceu8ione 8eu cau8g 8ui dotulitij seu duurij 8eu uliu8 czuo^ modolidet, ea coudietione adiecta, vt eudvm putriu perpetuo 8it et ilrmiter remuneat ip8iu8 IIIu8tri8^ 8imi domini duei8 8uorumczue lieredum et 8uece88orum ducum 8ül>uudie, uli8czue eo, czuod in ul>o>^ (zuemcumc>ue p088it vel dedeut lrun8serri, rewitli vel ulienuri; I»e8öruuti8 nolii8 8peciulilvr et expreß pretucti8 vi^inti izuinc^ue Aille llorem8 Ilenen8iiiu8, c^ui c^uidem diedu8 uc termini8 in predictu ol»Ii^ xutione prelixi8 nol>i8 per8olu! et expediri dedekunt. Alundante8 proptereu no8 memoruli Orutoie« et Alundutari^ de li^u mu^nu vniuer8i8 et 8in^uÜ8 ollitiurhü, nec non IVolziIiIzu8 et Liuituliliu^ eeteri8 dicte putrie Vuuudi, ud ri8tn kulri .8, domini Vrliun! de (ikivrone, ^pp08tolici protlionoturi^', ^Izkuti 8tumedei, ?IuKl>il>Ll domini ^ntliunh de (ikumpion. kre8identi8 (!on8iIH Iliuurini Iie8identi8, vt IVotiilium ^Iloxundrl Ilicl>urdoni8, 11je8uurarij predicti, et 8tell'uni kuceot, Duculium orutorum, vel uliorum per dominum duci88um ud lioc deputundorum tradant, remittant et expediunt, eidemc>uo pureuut, obediuut, U88i 8tunt et intendunt, prout et cjuemadmodum not>i8 de li^a laeieliunt et fgeorv debekunt ante l>uiu8- modi remi88ionem et «juitlulionem; kt 8icut kuerunt ante occupationem ip8i8 per n»8 t'uctaw et nos ip808 omne8 et 8in^ulo8, tum ollitiuriou quam ulio8 quo8cumciue dicte putrie Vuuudi u qnil,u8cumciuo tidelilutilzu8 et jurumentiu nnlii8 per ip808 pre8tili8 ^uitlumn8 et lilieramus, de kijg quiltas, Iil?oro8 95t et gb8olutos esse volumus per presenles; ?romittente8 omnia et 8ingula preäieta grata, rata, tirmg, jnuiolabilitergue ot)8oruarv et manutenerv; lienuntiantes omnil )U8 exeoptionil>u8 priuilegi^'8 et äe- Ien8ioni!m8 eanonieorum et ciuilium jurium, omniumguv et 8ingulorum, gue l>a8 pre8ente8 guomväo- liket perkringere vel inürwarv xo88vnt et 8petialiter juri cauenti, generalem renuntiationem non va- lere 8petiali non preeunle, omni äolo et krauäe penitua 8vclu8i8. In liorum omnium elkcax roknr ^os prekati t!oaraäu8 8iveniu8, ^är^anu8 äe Ludenberg, äominv8 in 8pietx, Mllite8, Vrbanua äe Alnlren, Luäouieu8 8ez'Ier, ^Valtberu8 In 6er (Ia88en et äuäoeu8 Xoebl^ ba8 pre8vnte8 no8tro vni- Uer8ali nomine 8igillorum oo8trvrum gppensionibu8 äuximu8 munienäa8. Lata8 vice8ima prima Mvn8is Vebruarg ^.nno äomini Illille8imo guaäringentv8imo 8vptuage8imo oetano. L. Savoyische Erklärung. 1478, S1. Februar. Staatsarchiv Bern: Lateinisches Misswcnbuch k. UZ. lVo8 Volant äe Vraneia, primogenita et 8»ror cbri8tiani88imorum Vranoie Legum, äuei88a 8a- bauäie, tulrix et tutorio nomine illu8tri88imi Llü no8tri eari88imi Lbiliperti, äuei8 8abauäie, llba- I>Iai8g et ^ugu8le, 8acri Ilomani impvrii Lrineipia vicariigue perpetui, Alareiuoniü in Italia, Lrineipia beäemontium lXieiegue et Vercellarum äomini, vniuer8i8 moäerni8 et posteri8 8erie presvntium lae!mn8 manile8tuin, guoä cum traetatu guo 8eu appunetuamento inter no8 et magnikeo8 äominoa wagne veteri8 lige ^lamanie 8uperiuri8, viäelieet äe Xurieb, Lern, LutTern, Vre, 8vitx, Vnäervval- äen, Xug, KIaru8, Vriburgo et 8oloäro, babito kuerit eoneln8um, guoä meäiante 8umma guingua- ginta mille Llorenorum Leni ip8i8 per nos 8oluenäa, ip8i äomini äe liga patriam Vnanäi, guam kaetenus eum omnibu8 et 8inguÜ8 tkeoIonÜ8, peäagÜ8, äaeÜ8, cen8iI )U8, proventibu8 et ewvlumenti» «ui8 oeeupatam tenuerunt, nob>8 re8lituere äebereut, Lt no8 e^äem bac ip8a äie 8uper eaäem 8umma Per manu8 tiäeli8 nv8tri äilecti88imi ^llexanäri Licbaräoni8, I^be8aurarü 8al>auäie generaÜ8, expeäir! Per8oluigue keeerimu8 viginti guingue mille lloreno8 Lenen8v8, oeea8ione euiu8 8peeiali I,enouolentia Pvrmoti ip8i noi>i8 aä manu8 v08tra8 pro blio no8tro äuce prekato et nobi8 ralions äatalitii no8tri, guoä 8vper eanäem a88ignatum patriam Vuauäi prekatam re8lituerunt, 8ie vt eaäem p08tbae perpetuis temporidu8 in manibu8 KIü no8tri äuei8 prekati 8uurumgue bereäum et 8ncce88orum 8abauäie äneum «t nu8tri8 ratione äotalitii 8eu äuarii no8tri. guoä guper ea vt prelertnr I>ademu8 a88iguatum, lirmiter permanent ai,8guv vo guoä cuipiam altero guomoäocungue vel p088it vel äokeat tran8fvrri vel rvmitti, provt Iiee omnia in Iitteri8 ee88iom8, remi88ioni8 et re8titutioni8 eiu8äem patrie, nol»i8 per ip808 taetis ^8ÜIi8gue 8peetal>ilium äominorum I^onraäi 8vvenä, Väriani äe Lul»eml)erg, militum, Vrl>ani äe ^lulren, Luäouici 8e)Ier, ^Valtiier In äer emu8 vt tenemur in tine nunäinarum Keden- ^VN8ium, reuoluto anno immeäiatv po8t kv8tum pa8ee 8ul)8eguentium, ip8isguv eanäem 8ummam al)8- Me aliguo ip8orum äi8penäio no8tri8 proprÜ8 wi88ivnil )U8 et expen8i8 in vrbem Kernen8em trans- Gittere. Lt si duiu8muäi solutionem, ila vt prvkvrtur, kacere negligeremus guoä eo tune patria 952 Vuaucli preäicta cum omnidv8 et sinAulis attinentÜ8 8ui8 vl 8Upra prefati8 hominis 6v li^a lidere et olizczue no8tra vel cuiuscuoczuo contraäielione cvclere äedeal ipsi»>t den „hinlaufenden Knechten" oder Reisläufern, welche gegen Verbot in fremde Kriege ziehen. Friede. 1. In den internationalen Beziehungen bedeutet dieses Wort einen temporären Friedenszustand, während dessen sich du Verhältnisse der streitenden Parteien durch einen Noäus vivendi geregelt finden und bezüglich der gegenseitigen Ansprachen der Ltatus quo ohne Präjudiz für das Recht ausrecht erhalten wird; es ist nicht ein bloßer Waffenstillstand, weil das Verhältnis der Parteien auf längere Zeit geregelt wird; es ist aber auch keine ganze Richtung, kein definitiver Friede, Bericht, (s. dal-)' Die Parteien bleiben „Feinde". Bon daher rührt die Bezeichnung „Erbfeind", welche bis zur ewigen Richtung von den Eid genossen auf Oesterreich angewendet wurde, indem die Feindschaft nicht durch eine ganze Richtung beseitigt, sondern während dem fünfzigjährigen und dem darauffolgenden fünfzehnjährigen Frieden von einer Generation auf die andere übcrgegange»' vererbt war. 2. Gemeiner Friede, Reichsfricde, Landfriede ist die vom Kaiser für das gesgmmte Reich oder von einzelnen Territorial Herren oder Vereinigungen für ihre Territorien auf bestimmte Zeitdauer gesetzlich verkündete Suspension des Fehderechts. ^ unserer Periode wird der von Kaiser Friedrich III. ausgerufene fünfjährige Reichsfricde erwähnt. Die Eidgenossen als torialherren verkündeten einen gemeinen Landfrieden im Thurgau und ließen denselben von den Landsaßen beschwöre». 3. Gebotener oder gegebener Friede unter Privaten, ein für die Polizei- und Strafrechtspflege des fünfzehnten Jahvh»»^^ bedeutsames Rechtsinstitut, mit welchem der Begriff des Friedbruchs und die daraus abgeleiteten Frevel und Bußen im ZU' sammenhang stehen. Siehe darüber Segesser, Rechtsgeschichte von Lucern II. 214, 66t), 661. Fürbitte, Fürsprache für Verbrecher. Der Gebrauch dieser Zeit erlaubte solche vorzüglich der Geistlichkeit und den Frauen- So finden wir z. B. eine Fürbitte der in Baden weilenden Herzogin Eleonore von Oesterreich für einen Verbrecher. Fürdernißbriefe — Empfehlungsschreiben, wodurch Jemand in einen! auswärts anhängigen Geschäfte gefördert werden NN ' 957 Fürworte. In der Verbindimg: „zu Recht kommen mit oder ohne Fürworte" heißt dieses Bedingungen, Abweichungen von dem Rechtsverfahren, welches durch Verträge für einen in Frage stehenden Streitfall normirt war. So z. B. verweigerte Zürich, über den österreichischen Bund von 1441 „ohne Fllrworte", d. h. einfach nach den Vorschriften seines Bundes mit den Eidgenossen, zu Recht zu kommen, indem es für die Bestellung des Obmanns eine Abweichung von denselben verlangte. Gehell — stillschweigende Erlaubniß. Erleger — ein Kriegslager. Geleit. Man unterscheidet Geleit ins Land und Geleit zum Recht. Geleit ins Land ist derjenige Act eines Territorialherrn, wodurch einem Auswärtigen, dessen Staat nicht ohnehin in einem seinen Angehörigen freien Wandel sichernden Vertragsverhältnisse zu dem andern steht, Sicherheit des Wandels und Handels für Leib und Gut in dem betreffenden Territorium bewilligt und der Schutz der Territorialgewalt gegen alle Selbsthülfe zugesichert wird. Dieses Geleit wurde Gesandten, Reisenden^ vorzüglich aber Kaufleuten ertheilt. Letztere bezahlten dafür eine Abgabe, das Geleitgeld, das einen nicht unbedeutenden Thcil der gemeineidgenössischen Einnahmen bildete. Die zu dessen Erhebung aufgestellten Beamten hießen Geleiter, ihre Cassen Geleitsbüchsen. — Geleit zum Recht ist die persönliche Sicherheit, welche einem Kläger oder Beklagten von seiner Gewahrsame, d. h. seinem sichern Aufenthaltsorte, und wieder dahin zurück fiir seine Stellimg vor Gericht ertheilt wurde. Vergleiche Segesser, Rechtsgeschichte von Lucern II. 696. Gelten heißen die Bürgen und Zahler für eine Schuld. Gemeiner Mann, Gemeiner heißt der Obmann eines Schiedgerichts. Es finden sich auch mehrere Obleute bei einem und demselben Schiedgericht. So z. B. S. 923. Gesäß — eine Belagerung. Geschiben ist das häusig vorkommende Perfectum von schieben. Gesellen kommt vorzüglich in der Bedeutung freiwilliger Kriegsgesellen vor, Leute, welche sich zur Vornahme eines eigenmächtigen Kriegszugs vereinigen. Gewerd, Landgewerd — die landesgesetzliche oder landesübliche Verjährungsfrist. Gichtige Schuld — mündlich oder schriftlich eingestandene unbestrittene Geldschuld. Gremper, Grempler — wandernde Victualienhändler. Grund und Grat — Thal und Berg. So lange Grund und Grat bestehen, ein energischer, plastischer Ausdruck für ewige Dauer. Gut zu Recht anfallen oder zu Recht niederlegen — eine Art Sequestration gegnerischen Gutes bis zum Entscheide des Nichters über eine Forderung, bezüglich welcher das Gericht des Angesprochenen dem Ansprcchcr entweder das Recht verweigert hatte oder ungelegen war. Da dieses Niederlegen zu Recht auf dem Wege der Selbsthülfe geschah, konnte es in der Regel nur gegenüber Auswärtigen, mit deren Heimat die Eidgenossen in keinem Staatsvertrage über den Gerichtsstand stunden, stattfinden. Siehe auch Niederwerfen. Haft, VerHeften, zu Recht vertieften — Arrest, in Arrest nehmen sowohl Personen als Güter. Harnisch, Harnasch — die ordnungsmäßige Bewaffnung für den vaterländischen Kriegsdienst, welche der Inspektion (Harnischschau) unterworfen war und nicht verpfändet werden durfte. Kauf, feiler. „Einander seilen Kauf gestatten" heißt sich gegenseitig freien Verkehr, namentlich für Lebensmittel, gewähren, wobei übrigens immerhin Marktordnungen und gewöhnliche Zölle vorbehalten waren. Klötze. Pulver, Stein (Kugel) und Klötze heißen die für die Ladung der Büchsen erforderlichen Materialien. Kundschaft, Kundschafter. Kundschaft im Proccß ist eine rechtsförmlich und schriftlich aufgenommene Zeugenaussage. Kundschaft im Kriege ist ein Spionenbericht oder auch überhaupt eine Nachricht über die Bewegungen des Feindes. Landgeschrei. Das Landgeschrei beschwören bedeutet den Huldigungseid für die landgräslichen Gerechtsame. Landtag, s. n. Tag. Landzwinger — ausgetretene Bürger, welche die Sicherheit des Landes bedrohen und gefährden. Siehe über den Begriff des Landzwaugs Oseubrttggen, allemannisches Strafrccht S. 43. Läufe (loiff, seltsame, ungetreue) — gefahrdrohende, kriegerische Zeitläufe. Läufer — Standesbediente, welche die amtlichen Briefschaften in Votcnwcise zu vertragen hatten; Couriere. 958 Läuterung — Rechtserläuterung. Auf MI Gericht, Schiedgericht zc. „zu Läuterung kommen" ist der Gegensatz von zu Recht kommen. Im erstem Fall darf das Recht selbst, um das es sich handelt, nicht in Frage gestellt werden, der Richter hat n»r einen bereits vorhandenen Spruch oder ein bereits festgestelltes Rechtsverhältnis; in einzelnen, ihm bezeichneten Bestimmung^ näher zu erläutern. Ledi — Ladung, Traglast, hier vorzüglich von Korn und Wein gebraucht. Ledige Leute — unehelich Geborne, deren Erbschaft der Herrschaft von der Vogtei wegen zufiel oder gelöst werden mußte. Leize, Letzi, xlnr. Letzinen, hießen die Verschanzungen an der Landesgränze und, davon abgeleitet, auch die Landesgränzeu selbst. Innerhalb oder außerhalb der Letzinen ist gleichbedeutend mit: innerhalb oder außerhalb der Landesgränzcn. Liffrnng — Lieferung, die Verpflegung der Truppen.' Kriegsmannschaft „auf liffrung" stellen heißt gegen Sold und Verpflegung sie dagegen „ohne liffrung" stellen bedeutet, daß der Mann sich selbst verköstigen muß, dafür aber höhern Sold erhält. Mahnen, Mahnung. Die „Mahnung nach vorausgegangener eidlicher Erkanntniß" ist das charakteristische Merkmal, das d»e Bünde von andern Formen der staatsrechtlichen Verbindungen unterscheidet. Meistens ist die Mahnung auf Kriegshülfc gerichtet, sie kann aber auch für alle andern Bundespflichten angewendet werden, namentlich als Mahnung zum bundesgemäßen Rech' wegen Verletzung von Bnndespflichten, auch als Abmahnung von vereinzelten Unternehmungen u. s. w. Sie kann mündlich oder schriftlich, durch Boten oder besiegelte Briefe von einem Theil an den andern ergehen. Mannen „die man" — die Lehenmänner, Beisitzer bei den Lehengerichten. Marchuntergang. Persönliche Bereisung und Erwahrung der Landmarchen behufs Untersuchung der Wahrzeichen und Schlich" lung von Gränzstreitigkeiten heißt „die Märchen untergehen, einen Marchuntergang vornehmen". Minne. Nach Minne entscheiden, die Minne finden ist der Gegensatz zur Entscheidung eines Streites nach Recht, mit rechtliches Spruch. Gewöhnlich wird in den Schiedverträgen den Schiedrichtern die Vollmacht gegeben, erst die Minne zu suchen, d. h' die Streitsache nach Billigkeit durch freundlichen Vergleich zu erledigen, und erst wenn dieses nicht erhältlich, nach strenge»' Recht zu sprechen. Mulife, Mulvcch, Mulafe — das Recht der Grundherrschaft auf fremdes Vieh, welches eine gewisse Zeit unangesproche" in ihrem Weidebezirk läuft. Vergleiche von Wattenwyl, über das öffentliche Recht der Landgrafschaft Kleinburgund, im Arckfl» der schweizerischen geschichtforschenden Gesellschaft XIII. 99, 199. Nachjagen — das Recht einer Herrschaft oder Steuergemeindc, ihrem Angehörigen, auch wenn er sich außer der Heimat niedet' gelassen hat, Steuern und Dienste auszulegen. Vergleiche Segesser, Lucerncr-Rechtsgeschichte II. 329. Nachreden, Zureden — Injurien, Verläumdungen. Nam. Substantivum von Nehmen, Wegnehmen, ein etwas euphemistischer Ausdruck für Raub. Niederwerfen oder Niederlegen von Personen oder Gütern ist die noch im fünfzehnten Jahrhundert gebräuchliche, dem Fehderech' entstammende Form der Selbsthlllfe für Befriedigung von Gcldansprachen, für welche kein Recht gehalten werden wollte, »be» um sich Ersatz für erlittenen Schaden zu verschaffen. Gegen Personen, welche, sei es durch Staatsangehörigkeit oder zufolge Staatsverträgen Glieder einer Friedensgenossenschaft waren, war diese Selbsthlllfe ausgeschlossen, sonst aber galt sie als erlaub', jedoch finden wir, daß jeweilen zur Vermeidung von Conflicten die Obrigkeit des Ortes, wo das Niederwerfen staltfinden sollte, angefragt werden mußte. — Vgl. Wächter, Abhandlungen über deutsche Geschichte, zweite Abhandlung. — Gegen Niederwerfen schützte das Geleit. Note! sXotnIa) ist der rechtsverbindlich zu Papier gefaßte Abschluß eines Vertrags, der noch nicht die feierliche Form hat, der Aufrichtung der förmlichen Vertragsurkunde als Grundlage dient. Die Notel beginnt gewöhnlich mit den Worten: ist zu wissen" zc., während die förmliche Urkunde den Eingang erhält: Wir die Burgermeister zc. zc. thnn kund zc. Notel wird in der Regel auf Papier, die förmliche Urkunde auf Pergament geschrieben, erstere erhält aufgedrückte, letz'^ hängende Siegel. Auch das Zeitwort „vernoteln" findet sich vor. Offenes Haus heißt in Beziehung zu einem Dritten eine Stadt oder Beste, in welcher derselbe ein vertragsmüßiges Besatzung^ oder Durchzngsrecht hat. Ort. Orte heißen die vollberechtigten Bundcsglieder der Eidgenossenschast. Bisweilen heißen auch die Länder im Gegensatz zn den Städten Orte. — Ort eines Guldens ist eine Theilmünze, später Oertli genannt. Panner, Benli, Zeichen, Heerzeichen, Ehrenzeichen. Die Hauptfahnen einkr Stadt oder eines Landes sind d>c Panner; dieselben ziehen aus, wenn der Auszug mit „ganzer Macht" stattfindet. Der Auszug eines etwas bedeutenden 959 Contingents geschieht unter dem „Venli". Panner und Venli heißen die Zeichen, Ehrenzeichen einer Souveränität. Unter Heerzeichen werden bisweilen auch die Abzeichen der Mannschaft, bei den Eidgenossen die Kreuze, verstanden. Von den Panner» und Venlinen sind die sogenannten Freisahnen verschieden, welche für freiwillige Auszüge dienten. Pfrägny — wucherlicher Vorkauf, besonders von Lebensmitteln. Pfründen anfallen — mit einer von der römischen Curie erhaltenen Verleihung Ansprüche auf eine Pfründe oder deren Einkünfte erheben. Rathgeber und Redner sind Nebenpersonen bei processualischen Verhandlungen staatsrechtlicher Natur; sie werden von den Parteien bestellt, erstere um dem letztern, welcher die Sache seiner Auftraggeber in mündlichem Vortrag vor Gericht verficht, Rath und Beistand zu geben. Recht im Gegensatz zu Minne, Billigkeit, s. Minne.— Recht bedeutet auch Gericht, Forum; in dieser Beziehung sagt man ein „gelegenes Recht", „billige Rechte anbieten", d. h. ein Compromiß auf irgend einen Rath oder ein Gericht oder Schiedgericht vorschlagen. — „Recht um Recht, daß es in einem zugange," sagt man, wenn alle Klagen und Widerklagen der Parteien in demselben Verfahren angebracht werden können. — „Unverdingetes Recht" ist gleichbedeutend mit Recht „ohne Fürworte", s. Fürworte. Rechttag, s. Tag. Reisen, Reisepflicht ist die Verpflichtung zum Kriegsdienst, in welcher die Angehörigen einer Herrschaft stunden. Eine „Reise" ist ein Kriegszug unter dem Befehl und Zeichen der berechtigten Herrschaft. „Dienen und Reisen" ist der technische Ausdruck für die persönlichen Verpflichtungen der Vogtleute gegenüber ihrer Herrschast. Das Wort „Reisläuser" in der spätern Bedeutung unberechtigter und unvcrpflichteter Kriegsdienste kommt in diesem Zeitraum noch nicht vor, der Begriff wird ausgedrückt durch „in fremde Kriege lausen", „hinlaufende Knechte" :c. Richtung — definitiver Friedensschluß, Beendigung eines Streites, s. o. Bericht, Friede. Ricke — Engpässe. Sachen, Hauptsächer heißen die Parteien in einem Processe, Kläger und Beklagter; häufig wird auch der Kläger vorzugsweise im Gegensatz zum Antworter unter dem Ausdruck Sächer verstanden. Den Sächern gegenüber stehen die Helfer und Helfershelfer. Die gleichen Benennungen wie im Civilprocesse werden auch bei staatsrechtlichen Streitigkeiten und bei Kriegen gebraucht. Sanlnung — ein klösterlicher Verband, aber auch eine Volksversammlung, Versammlung von kriegslustigen Gesellen zc. Schamlot — eine Art Tuch. Schatzgeld Gefangener ist das Lösegeld, welches jedem Gefangenen auferlegt, für welches er „geschätzt" wurde. Dasselbe wurde nach den gleichen Grundsätzen wie die Kriegsbeute behandelt. Schelm heißt nicht Dieb, wofür das Wort gegenwärtig in der Schweizer-Mundart häufig gebraucht wird, sondern Betrüger. Span, Spänne — Streitigkeiten von ernsterm Charakter als bloße „Irrungen und MißHelligkeiten", Streitigkeiten zwischen Bnndesgliedern, welche zur Anrufung der bundesgemäßen Schiedgerichte Anlaß bieten. Stillcsitzen — sich in einem Streit oder Krieg Neutral verhalten. Stirnenstvsiel und Trämelbnben, Bezeichnung verschiedener Arten Landstreicher. Stöße bedeutet überhaupt Streitigkeiten, spcciell Marchstreitigkeiten, sei es über Landesgränzen oder Gerichtsbarkeit. „Aus die Stöße kehren oder reiten" heißt einen Augenschein an Ort und Stelle des Streites einnehmen. Sust (8osta) Niederlagshaus für zollbare und transitircnde Maaren. Tädignng — Versuch Unbethciligtcr, streitende Parteien zu bewegen, ihren Streit entweder gütlich beilegen zu lassen oder aus dem Wege des Compromisses der Entscheidung eines Schicdgerichts anHeim zu geben. Letzteres heißt einen Streit zu Recht vertädingen. Die Personen, welche sich mit solcher Vermittlung befassen, heißen Tädingsleute oder Untertädinger, die Unterhandlung selbst heißt Tading oder Tädiguug. wird jedes Zusammentreten von Boten oder Bevollmächtigten verschiedener Städte, Herren, Orte:c. behufs irgend welcher Verhandlung genannt; Tagsatzung heißt in unserm Zeitraum die Ansehung eines solchen Tages. Für das gerichtliche Verfahren gilt die gleiche Terminologie, wie für das staatsrechtliche. Man unterscheidet bei Streitsachen von mehr oder minder öffentlicher Bedeutung „gütliche unverbundene Tage" und „Rechttage". Das erstere ist ein den Parteien zu unpräjudicir- Uchem Vermittlungsversuch von Untertädingcrn gesetzter oder vorgeschlagener Tag; ein Rechttag dagegen findet statt in Folge vorgegangenen Compromisses zu rechtlicher Entscheidung der Sache. — Rechttag hat auch den Begriff des Auffalls, des Tages, an welchem die Gläubiger eines Cridars unter Präclusionsandrohung ihre Forderungen geltend zu machen haben. Was da- 960 gegen in der neuen Sprache in der Schweiz zuweilen Rechtstag genannt wird, der Gerichtstag über todeswürdige Verbrechen, heißt in unserer Periode Landtag. Taverne — das zu den Berechtigungen des Twingherrn gehörende Wirthsrecht und der Ort, wo selbes ausgeübt wird. Tröstung — Persönliche Bürgschaft für einen Dritten bis aus eine bestimmte Summe Geldes, f. Scgesser, Rechtsgeschichtc voll Lucern II. 696 und Glossar zu Abschiedebd. IV. Uebungen — Unternehmungen, z. B. Kricgsübungen, kriegerische Unternehmungen. „In Hebungen stehen" (S. 681 Note) heA unterhandeln. Unterstehen wird ohne die Nebenbedeutung des jetzigen „sich unterstehen" für versuchen gebraucht. Urbar ---- amtliches, detaillirtes Verzeichniß herrschaftlicher Berechtigungen. Siehe auch Glossar zu Bd. IV. Versehen, Verzicht — gerichtlich oder auch außergerichtlich, meist aber gerichtlich, eingestehen, Geständnis). Vidimns — die vidimirte Copie einer Originalurkunde, welche gleiche Beweiskraft hat, wie das Original. S. Glossar zu Bd. Wandel hat auch die Bedeutung von Schadensersatz. In Verbindung mit „Handel" dagegen bezeichnet es freien Paß durch ein Land' Wunn und Weide — die Allmend, sowohl als Twingsberechtigung, wie auch als Nutzung. Ein Hos wird verkaust n»t Wunn und Weide, Wasser, Wasserrunsen w. w. Von den Hofgenossen, die volle Allmendbercchtigung haben, wird gesagt, sie haben Wunn und Weide zu nutzen und zu nicßen. Siehe auch Glossar zu Bd. IV. Zeug — das Belagerungsgeräthe, ausgenommen die Büchsen. Zug, reisiger Zug — eine Abtheilung Reiterei. Zugesetzte sind die von den Parteien zu einer schiedrichterlichen Verhandlung ernannten Schiedmänner, die dann Urtheile spreche» und, wenn sie nicht einig werden, den Obmann wählen. Zusatz» Zuschnb ---- die einem belagerten Platze oder einem bedrohten Punkte zu Hülfe gesendete Mannschaft. Solche Plan»' schaft heißt auch Zusätzer. II. Fürstentasel zu diesem Bande. R. Päpste. Martin V., gewählt 1417, 11. November, starb 1431, 20. Februar. Eugen IV., gewählt 1431, 3. März, abgesetzt vom Basler-Concil 1439, 29. Juni, gestorben 1447, 23. Februar. Felix V., Gegenpapst, gewählt 1439, 17. November, entsagte 1449, 7. April, gestorben 1461. Nicola ns V., gewählt 1447, 6. März, gestorben 1486, 24. März. Calixt III., gewählt 1468, k. April, gestorben 1468, 6. August. Pius II., gewählt 1468, 19. August, gestorben 1464, 14. August. Paul II., gewählt 1464, 31. August, gestorben 1471, 28. Juli. Sixtus IV., gewählt 1471, 9. August, gestorben 1484, 12. August. T. Römische Könige und Kaiser. Sigmund, gewählt 1410, 2g. September, gekrönt 1414, 8. November, Kaiser 1433, 31. November, gestorben 1437, g. Ulbricht II., gewählt als römischer König 1438, 20. März, gestorben 1439, 27. October. Friedrich III., gewählt 1440, 2. Februar, gekrönt 1442, 17. Juni, Kaiser 1462, 19. März, gestorben 1493, 19. August- S Könige. von Arragonien: Alfons V. 1416, 2. April, gestorben 1468, 28. Juni. Johann II. 1468, 6. Juli, gestorben 1479, 19. Januar. von Böhmen: Sigmund (römischer König). 1419, 16. August —1437, 9. December. Albrecht (römischer König). 1438, I. Januar —1439, 27. October. Ladislaus Posthumus. 1449, 22. Februar — 1457, 23. November. Georg Podicbrad. 14SS, 2. März —1471, 22. Mai. Ladislaus II. 1471, 27. Mai — 1S16. von Castilien: Johann II. 1496— 1454, 21. Juli. Heinrich IV. 1454, 21. Juli— 1474, 12. December. Ferdinand V. 1474, 12. December — 1594. von Dänemark: Erich. 1412 — 1449. Christoph. 1449, 9. April —1448, 6. Januar. Christian I. 1448, 1. September — 1461. von England: Heinrich V. 1413 — 1422, 31. August. Heinrich VI. 1422, 31. August —1461, 3. März. Eduard IV. 1461, 3. März — 1482. Von Frankreich: Carl VII. 1422, 27. October, gestorben 1461, 22. Juli. Ludwig XI. 1461, 22. Juli, gestorben 1463, 39. August, von Polen: Uladislaus V. 1385 — 1434, 31. Mai. llladislaus VI. 1434, 31. Mai — 1444, 19. November. Casimir IV. 1445 — 1492. von Schottland: Jacob I. 1424— 1437, 29. Februar. Jacob II. 1437. 29. Februar — 1469, 3. August. Jacob III. 1469, 3. August - 1488. von Ungarn: Sigmund (römischer König). 1366, 19. Juni —1437, 9. December. Albrecht (römischer König). 1437, 19. December —1439, 27. October. Ladislaus IV. 1449—1444, 19. November. Ladislaus V. Posthumus. 1453 —1457, 23. November. Matthias I. Corvinus. 1458, 24. Jannur —1499. 4. Fürsten. Baden, Markgrafen von, Grafen von Spanheim. Berghard. 1491 - 1431, 15. März. Äacob. 1431, 15. März —1453. Carl I. 1453 — 1475. Christoph. 1475 — 1515. Bayern, Herzoge. Ernst und Wilhelm. 1397— 1438, 1. Juli. Albrecht I. 1438 — 1469. 962 Johann und Sigmund. 1460 — 1465. Albrecht II. 1465 — 1508. Burgund, Herzoge. Philipp der Gute. 1419, 10. September— 1467, 15. Juni. Carl der Kühne. 1467, 15. Juni —1477, 5. Januar. Lothringen, Herzoge. Carl I. 1391 —1431, 25. Januar. Renat I. 1431, 25. Januar — 1453, 26. März. Johann II. 1453, 26. März — 1470, 13. Decembcr. Nicolaus. 1470, 13. December — 1473, 24. Juli. Renat 11. 1473, 4. August — 1508, 10. December. Mailand, Herzoge. Philipp Maria Bisconti. 1412— 1447, 13. August. Franz Sforza. 1450, 25. März — 1466, 8. März. Galeaz Maria. 1466, 8. März — 1467, 26. December (und Blanca Maria, dessen Mutter, gestorben 1468z. Johann Galeaz Maria. 1467, 26. December —1494 (und Bona, dessen Mutter, — 1480). Oesterreich, Herzoge. I. Oesterreich. Albrecht V. (römischer König). 1411 —1439, 27. October. Ladislaus, (PosthnmnS). 1439, 27. October — 1457, 23. November. II. Kürnthcn. Ernst. 1411 — 1424, 10. Juni. Friedrich (römischer König) mit Albrecht VI. 1424 — 1435, allein bis 1493, 19. August. III. Vordere Lande. Albrecht VI- 1457 — 1463, 3. December. IV. Tyrol. Friedrich II. 1411 — 1439, 25. Juni. Sigmund. 1439, 25. Juni — 1496, 4. März. Pfalz, Pfalzgrafen. Ludwig III. 1410 — 1436, 29. December. Ludwig IV. 1436, 29. December — 1449, 13. August. Friedrich I. 1449, 13. August— 1476, 12. December. Philipp. 1476, 12. December — 1508. Savohen, Herzoge. Amadeus VIII. 1391— 1440, 6. Januar (Papst Felix V., gestorben 7. Januar 1451.) Ludwig. 1440, 6. Januar—1465, 29. Januar. Amadeus IX. 1465, 30. Januar —1472, 28. März. Philibcrt I. 1472, 29. März — 1482 (und Jolanta. dessen Mutter — 1478, 29. August). Württemberg, Grafen. Ludwig I.'und Ulrich V. 1418— 1442, 23. Januar. Ludwig I. 1442, 23. Januar —1450, 23. September (Urach und Miimpelgard). Ulrich V. 23. Januar 1442 — 1482 (Stuttgart). Heinrich, durch die Convention von Urach 1473 Herr von Miimpelgard, gestorben 1490. Ludwig II., 1450 — 1457, und Eberhard V. 1457 — 1496, 25. Februar. 963 S. Bischöfe von Basel: Hartmann Mönch von Mönchenstein, gewählt 1418, resignirt 1423, gestorben 1424, 12. Mai. Johann IV. von Flcckenstein, gewählt 1423, gestorben 1436, 26. Decembcr. Friedrich II. ze Rhyn, gewählt 1437, 9. Januar, gestorben 1451, S. Januar. Arnold von Rotberg, gewählt 1461, 19. Januar, gestorben 1463, 7. Mai. Johann V. von Venningen, gewählt 1468, 18. Mai, gestorben 1478, 22. December. Von Constanz: Otto HI., Markgraf von Hochberg, gewählt 1411, resignirt 1434, gestorben 1451, 16. November. Friedrich H., Gras von Zollern, gewählt 1434, gestorben 1436, 30. Juli. Heinrich IV. von Hewen, gewählt 1436, 4. August, gestorben 1462, 1. November. Burkard II. von Randegg, gewählt 1462, 1. December, gestorben 1466, 13. April. Hermann HI. von Brcitenlandenberg, gewählt 1466, gestorben 1474, 26. September. Ludwig von Freiberg, gewählt 1474, gestorben 1479. t Otto IV., Graf von Sonncnbcrg, gewühlt 1474, gestorben 1491, 21. März, s Gcgcnbischösc. Von Chur: Johann IV. Naso, gewählt 1417, gestorben 1446, 24. Januar. Conrad IH. von Hohenrechberg, gewählt 1446, 14. Februar, resignirt 1441, 6. September, gestorben 1462, 2.MärZ. Heinrich V. von Hewen, gewählt 1441, abgesetzt 1462. Leonhard Wißmayr, gewählt 1463, 6. März, gestorben 1468, 12. Juni. Ortlicb, Freiherr von Brandis, gewählt 1463, 29. Juni, gestorben 1491, 26. Juli. Von Genf: Johann III. 1418, 23. September — 1436, 24. März. Johann IV. 1422, 12. Juni — 1423, 4. März. Johann V. 1423, 3. December — 1426, 16. Februar. Franz I. 1426, 4. März — 1444, 7. März. Amadeus von Savoye». 1444 — 1461, 7. Januar. Peter III. von Savoyen. 1461, 19. Juli — 1458, 31. October. Johann Ludwig von Savoyen. 1466, 6. Februar — 1482, 4. Juli. Von Lausanne: Wilhelm IV. von Challant. 1406, 10. October — 1431. Ludwig de la Palud. 1432 — 1461, 22. September. Johann IV. von PranginS. 1433, 2. März — 1440. Georg von Saluzzo. 1440, 10. April — 1461, 4. November. Wilhelm V. von Varax. 1462, 18. April — 1466. Johann V. von Michaelis. 1466 — 1466, 28. December. Julian de la Novere. 1472, 24. Februar — 1613. don Sitten: Wilhelm V. von Raron. 1402 — 1431. Andreas von Gualdo. 1431 — 1437, 17. April. Wilhelm VI. von Raron. 1437, 24. April — 1451, 30. Januar. Wilhelm VII. von Estaing. 1451, 13. März 1466, 28. October. Heinrich HI. Asperlin von Raron. 1464, 11. September — 1467, 16. December. Walthcr Supersax. 1467, 20. December — 1482. III. Verzeichnis der Boten der Eidgenossen und Zugewandten auf den in diesem Bande enthaltenen Tagen, Konferenzen, Schiedgerichten :c. Zürich. Biberlin, Heinrich. 16. Brennwald, Niclaus. 217. 255. 231. 282. 233(-). 285. 237. 283. 239. 293. 294. 295. 299. 31V. 312. 320. 325. 341. 413. 442. Vruiincr, Johannes. 5. 27(^). 31. 42. 44. 61. 64. 69. 76. 78. 93. 108. 121. Cham, von, Cunrad. 331. 384. 479. 493. 518. Cham, von, Heinrich. 339. Cham, von, Rudolf. 201. 219. 221. 231. 234. 244. 252. 254(2). 25g. 271(-). 273. 275. 276(2). 277. 232. 288. 291. 294. 298. 302. 303. 318. 330(-). 340. 342. 347. 350. 352. 354. 355. 358. 360. 407. Esfingcr, Heinrich. 147.201. 219. 221. 234.244.254.283.289. Eschcr, Heinrich. 414. Gerhard, Johannes. 254. Glentcr, Jacob. 5. 27(-). 33. 37. 44. 46. 63(2). gg Göldli, Heinrich. 399. 495. 496. 500. 513. 518. 582. 583. 539. 601. 641. 645. 674. 682. Graf, Michael. 108. 129. 131. Grevel, 17. 85. Gumpost, Heinrich. 82. Hagenauer, Heinrich. 3. Hagenauer, Johannes. 27(°). 44. Hagenauer, 17. 385. Kamblin, 17. 385. Keller, Felix. 469. 553. 562. 565. 569. 573. 629. 639. Keller, Hans. 121. 217. 244. 283. Manch, Felix. 22. 36. 37. 69. 76. 73. 82. 96. 97. 99. Meist, Hans. 686. Meist, Heinrich. 22. 27(-). 36. 55. 63. 66. Meist, Rudolf. 106. 148. 407. Meyer, Cunrad. 71. 93. 131. Meyer, Jacob. 72. 73. Netstaler, Rudolf. 42. Oehen, Rudolf. 19. 27. 23. 42. 69. 99. Oeri, Felix. 217. 283. 347. 358. Oeri, Hans. 303. Oeri, Peter l(^). Oeri, 17. 386, 337. Ottikon, Eberhard, genannt Wüst. 365. Rcig, Ulrich. 231. Röist, Heinrich. 318. 350. 353. 331. 332. 384. 408. 420- 432. 448. 457. 462. 470. 471. 472. 479. 482. 483. 486. 492. 495. 506. 518. 529. 544. 550. 595. 631- 639. 658. 660. 665. 666. 671. 676. 634. 687. Sachs, 17. 386, Schneid, Burkard. 69. Schneid, Oswald. 310. Schwarze,eurer, Jacob. 23. 42. 147. 149. 231. 234. 261. 283. 355. 358. Scheuend, Cnnrad. 423. 433. 439. 446. 451. 452. 457. 498- 464(-). 529. 534. 537. 543. 544. 550. 554. 617. 621- 629. 634. Schwend, Heinrich. 252. 271(-). 273. 279. 232. 294. 296. 303. 305. 319. 331. 341. 357. 381. 382. 383. 334. 404. Schwend, Johaetncs. 103. 134. 288. 318. 330. 355. Sigrist, Jenni. 45. Stapfer, Heinrich. 634. 639. Studelcr, Rudolf. 253. Stüsti, Rudolf. 33. 55. 63. '66 . 69. 71. 101. 103- 123- 131. 134. 138. Seiter, Heinrich. 293. Tachelshofcr, Johannes. 491. 582.586.539.593.613. 633(')- 648. 651. 671. 689. 697. 708. 709. Thig, Erhard. 221. Trinkler, Johannes. 16. 31. 69. 34. 93. 965 Trinkler, Matthias. 73. U-sikon, Heinrich. 31. 40. 52. 61. 73. 85. 96. 97. 131. Waldmami, Haus. 483. 489. 522. 526. 574. 578. 530. 677. Wettiswylcr, Heinrich. 217. Widmer, Ulrich. 282. 395. 628. 699. Wust, Eberhard, s. Ottikon. Wüst, Johannes. 64. 82. Whst, Heinrich. 426. Bern. Achshalm, Gilg oder Gilian. 469. 550. Archer, Anton. 395. 409. 522. 529. 535. 543. 554. 573. 589. 598. 613. 697. Balmoos, von, Hans Heinrich. 320. 325. Baumgartner, Peter. 495. 513. 665. 666. 684. 637. 689. Blum, Hans. 212. 216. Bubenberg, von, Adrian. 350. 365. 406. 407. 408. 409. 410. 601. 641. 651. 653. 660. 674. Babenberg, von, Heinrich. 36. 171. 201. 216. 239. 244. 245. 258. 262. 321. 322. Diebbach, von, Niclaus. 340. 350. 365. 378. 383. 387. 401. 408. 425^). 44g. 47g. 474. 47z. 47g. 4^2. 483. 496. 500. 506. 508. 509. 513. 522. 535. 665. Meßbach, von, Wilhelm. 401. 402. 412. 601. 699. Erlach, von, Hans Rudolf. 583. Erlach, von, Ulrich. 31. 66. 73. 101. 103. 131. 146. 147. 171. 200. 201. 204. 205. Friller, Niclaus. 340. Frickcr, Iii-, Thüring. 451. 506. 560. 601. 660. 679. Gruber, Hans. 206. Hetzel, Jtal. 99. Hetze! , Lndwig. 85. 233. 244. 248. 255. 271 (2). 2g1. 285. 289. 291. 321. 330. 342. 350. 366. 368. 379. 409. Hofmeister, Rudolf. 24. 36. 54. 66. 69. 76. 85. 88. 89. 90. 99. 101. 106. 115. 137. 141. 146. 147. 200. 201. 216. Huber, Bartholomäus. 365. 439. 442. 464. 537. 558. 562. 576. 595. 617. 621. 653. 665. 666. 667. 682. 697. Hürnberg, von, Peter. 97. 121. 136. 146. Kelchen oder Kirchheim, von, Johann. 248. 258. Krämer, 85. Kunried, von, Heinzmann. 574. 636. Kuttlcr, Hans. 500. Matter, Heinrich. 446. 533. 666. 671. 679. 703. 709. Matter, Vinccnz. 24. Mulern, von, Hans. 115. 136. 147. 149. Mulern, von, Urban. 312. 423. 533. 560. 583. 641. ^"lggoltingcn, von (Zigerli), Johann. 19. 22. 23. 54. 82. 96. ^'nggoltingen, von, Rudolf. 97. 106. 115. 131. 136. 137. 147. 148. 171. 200. 201 (2). 212. 213. 216. "'uggoltingen, von, Thüring. 321. 330. 331. 367. 383. 407. 483. 500. 534. 550. 589. Scharnachthal, von, Caspar. 210. Scharnachthal, von, Franz. 69. 71. 76. 108. 115. Scharnachthat, von, NiclauS. 85. 321. 330. 340. 354(2). 355. 365. 378. 379. 407. 442. 446. 457. 458. 462. 492. 495. 516. 526. 529. 560. 589. 595. 601. 629. 648. 656. 666. 671. 677. 684. Schopfer, Peter. 212. 214. 248. 262. 283. 285. 325. Schütz, Hans. 582. 645. Speichingcn, von, Heinrich. 54. Speichingen, von, Thomas. 262. 233. 285. Spillmann, Gilg oder Gilian. 204. 205. 212. 216. 289. Stark, Peter. 562. 565. 578. Stein, vom, Caspar. 85. 262. Stein, vom, Hartman». 286. 802. 358. 420. Stein, vom, Jacob. 482. Stein, vom, Peter. 439. Subinger, Niclaus. 31. 42. 61. Thurmann, Burkard. 210. Tittlinger, Hans. 586. Tschachtlan, Benedict. 399. 420. 432. 457. 488. Wabern, von, Peter oder Petermann. 106. 136. 137. 148. 206. 258. 321. 331. 368. 379. 425(-). 452. 471. 479. 482. 483. 496. 506. 543. 578. 651. Wagner, Jacob. 302. Wanner, Hans. 631. 634. 638(2). g^g. gzZ. g7g. ^79. 79g. Wattenwyl, von, Niclaus. 66. 206. 248. Wendschatz, Bernhard. 255. Zigerli, f. von Ringgoltingcn. Zollikofer, Hans. 106. Lucern. Alikon, von, Peter. 488. 674. Biegger, Heinrich. 55. Bramberg, Rudolf. 318. Bramberg, K. 565. Brunner, Matthias. 324. Büren, von, Paul. 115. 147. Bürkli, Hans. 206. 233(°). 285. Dietrich, Hans. 299. Ettcrli, Eglolf. 106(-). 136. 21». 211. 212. 254. 255. Feer, Geringer. 350. Feer, Hans. 299. 340. 341. 348. 414. 428. 439. 442. 446. 448. 492. 500. 513. 522. 522. 529. 554. 573. 586. 660. 666. 699. 708. 709. Fciß, Ulrich. 553. 629. 641. Fuchs, N. 20. Goldschmid, Peter. 1. 19. 22. 34. 44. 51. 52. 58. 61. 69. 76. 89. 90. 98. 99. 106. 115.136. 147. 201. 205. 206. 210. 218. 219. 239. 244. 245. Haas, Hans. 289. 491. 543. 574. 638. Hasfnrter, Heinrich. 275. 276. 277(-). 293. 298. 299. 303. 305. 312. 319. 341. 352. 354. 387. 407. 439. 442. 866 44«!. 448. 4SI. 452. 457. 469. 472. 479. 482. 483. 489. 495. 496. 506. 526. 529. 534. 535. 537. 550(°). 551. 554. 562. 578. 582. 583. 586. 589. 595. 598. 601. 617. 631. 640. 658. 660. 665. 666. 670. 671. 677. 684. 687. 697. 699. 703. 709. Hertenstein, von, Caspar. 339. 352. 333. 395. 404. 403. 428. 439. 442. 446. 464. 469. 470. 471. 472. 432. 483. 483. 492. 496. 522. 529. 535. 537. 543. 550. 551. 554. 562. 574. 578. 580. 582. 583. 586. 589. 595. 598. 601. 606. 638(2). 641. 645. 648. 651. 658. 660. 676. 677. 682. 634. 666. 687. 689. 697. Hertenstein, von, Ulrich. 5. 28. 34. 36. 69. 90. 98. 103. 106. 108. 109. IIS. 129. 146. 147. 199. Hunnchl, von, Heinrich. 19. 216. 231. 261. 270. 273. 279. 231. 282. 291. 293. 299. 802. 320. 330(2). gg;. Z47. 383. 399. 407. 409. 421. 428. 432. 4SI. 452. 457(2). 458. 464. 469. 470. Keller, Heinrich. 488. Keller, Werner. 58. 129. 131. 136. 146. Kisling, Cunrad. 205. 206. 216. Kramer, Ludwig. 543. 589. 629. 645. 648. 651. 665. 686. 667. 689. 708. Lutishofen, von, Peter. 146. Meggen, von, Peter. 628. Meggen, von, Werner. 20. 106. Menteler, Jacob. 51. 52. 76. 89. 90. Moos, von, Heinrich. 1. 19. 22 (2). gg. 37. 49 4g. 44. gg. 58. 66. 69. 74. 76. 99. Ritzi, Hans. 218. 320. 325. 330. 347. 352. 407. 457. Ritzi, Niclaus. 639. 660. 661. Root, von, Wilhelm. 4. Ruft, Peter. 273. 288. 289. 299. 486. 489. 492. 495. 496. 500. 513. 522. 541. 558. 562. 565. 569. 573. 576. 580. 582. 589. 595. 598. 613. 617. 621. 623. 629. 631. 634(2). 638(2). 641. 651. 699. Ruß, Anton. 108. 109. IIS. 129. 131. 136. 137. 147. 148. 149. 216. Ruß, Hans. 488. Ruß, Ludwig. 565. 580. Ruß, Melchior. 358. Scherer, Anton. 565. Schiffmann, Rudolf. 271 (2). 306. 352. 365. 375. 416. 422. 433. 457 (2). 474. 4M ^gg g^9. ggg. ggs. 565. 617. 629. 634(2). 666. 677.' Schmid, Heinrich. 565. Schürpf, Hans. 639. Seiler, Heinrich. 5. Seiler, Ludwig. 496. 629. 658. 671. Sidler, Bnrkard. 103. 136. Sidler, Rudolf. 551. 565. Tammann, Heinrich. 550. Tammann, Peter. 299. 340. 350. 856. 438. 442. 446. 4SI. 470. 482. 486. 492. 496. 513. 522. 534. 535. 537. 543. 565. 569. 573. 578. 562. 586. 569. 598. 613- 621. 628. 634(2). 639. 641. 648. 651. 658. 660. 66S. 666. 676. 677. 687. 689. 708. 709. Vogt, Hans. 293. Walker, Ludwig. 224. Walker, Ulrich. 1. 4. 26. 30. 44. 66. Wiser, Hans. 258. 495. 565. Whl, von, Hans. 106. 146. 210. 212. 216. Zur Gilgen, Hans. 641. 677. Uri. Arnold, Cunrad. 589. Arnold, Heinrich. 84. 96. 97. IIS. 147. 205. 206. 218. 251- 239. 291. 330. 342. Arnold, Jacob. 379. 416. 448. 464. 492. 543. 554. 61?- 621. 634. 638. 671. Beroldinger, Heinrich. 24. 36 (2). g7. 49 (2). 43. 44. 55. 69. 73. 76. 96. 97. 98. 105. IIS. 147. Brengler, 17. 136. Dietly, Heinrich. 271(2). ogl. 310. 346. 352. 354. 356. 35?- 432. Emmerer, 17. 22. Frauen der, Werner. 36. 37. 40. Fries oder Fricß, Hans. 324. 352. 399. 420. 436. 457. 472. 483. 486. 489. 513. 526. 553. 565. 589. 629. 6Zl> 658. 676. 677. 682. 697. 708. Gander, Heinrich. 294. Gerung, Anton. 5. 84. 105. Gerwcr, Heinrich. 218. Jmhof, Heinrich. 341. 353. Jmhof, Johann. 428.439. 442. 452. 469. 47». 471. 495. 49«- 522. 535. 562. 569. 583. 598. 602. 613. 623. 639. 674- Jmhof, Johann, jgr. 634. 645. 677. 686. Jmhof, Jost. 586. 589. Im Oberdorf, Walther. 293. 303. 305. 312. In der Gasse, Walther. 4SI. 458. 464. 479. 491. 495. S06- 513. 550. 574. 578. 582. 638. 641. 684. 668. Jiitz, Jiitzgen, Rudolf. 247. 289. 347. Käser oder Käs, Jacob. 341. Käser oder Käs, Jost. 136. 146. 296. Kempf, Hans. 90. 96. IIS. 129. 131. 147. Kluser, Hans. 131. Kluser, 17., 74. 76. Süsser, Werner. 293. 294. 365. 513. 566. 660. Meyer, Walthcr. 28. Muheim, Peter. 409. 581. 651. Püntiner, Johannes. 15. 34(-), 199. 205. 206. 244. 251- 269. 306. 318. 346. 347. 457. 466. 496. 500. 537. 595. 639. 665. 684. 688. Reiner, Andreas. 580. 967 Schick, Arnold. 13K. 137. IIS. Schnittler, Caspar. 28. Schreiber, Heinrich. 1. 34. öl. 52. öS. 69. 73. 78. 83. Otzingen, von, Peter. 23. 27. 39. Zum Brunnen, Hans. 489. 629. 534. 551. 564. 673. 651. 658. 667. Zum Brunnen, Walther. 195. 129. 131. Zum Trog, Claus. 211. 212. Schtvyz. Abybcrg, Hans. 89. 99. 195. 123. 131. 145. 147. Abyberg, Ulrich. 1. 19. 43. 62. 63. 69. 82. 84. 319. 841. 375. 494. 493. 464. 574. 563. 686. 589. 651. Annen, Werner. 295. 296. 251. Blum, Werner. 295. 296. 218. 247. 279. 281. 294. 347. 357. 375. Böl oder Boil, Jost. 22. 33. 56. 193. 299. Bülcr, 17. 24. Fischli, 17. 589. Frauen, der, Ulrich. 1. 19. Fröwler, 14. 121. Friind, Hans. 121. 147. 287. Hcgner, Arnold. 69. Herlobig, Werner. 76. 194. Hon, Werner. 33. 36. 37. 49. 42. 44. Jacob, Arnold. 22. Jacob, Cunrad. 429. 433. 442. 446. 438. 463. 495. 496. 529. 535. 637. 559. 565. 569. 573. 578. 696. 613. 617. 621. 631. 634. 638. 641. 651. 665. 671. 676. 682. 684. 666. 683. 697. 693. In der Grub, Heinrich. 84. 96. In der Halden, Dietrich. 298. 393. 319. 349. 341. 356. 414. 431. 432. 439. 446. 457 (2). 45g. 434. 46g. 479. 471. 486. 513. 522. 526. 554. 558. 562. 692. 629. 658. In der Halden, Dietrich, jünger. 589. Jast, Haus. 543. Kobly, Ulrich. 343. 379. 4SI. 452. Kochli, Jost. 479. 468. 491. 534. Kupferschmid, Arnold. 199. 219. 224. 238. 244. 253. Kupserschmid, Cunrad. 324. 331. 347. 428. 433. 479. 463. 492. 496. 596. At-irki, Ulrich. 5. 23. 49. Aiettler, Gilg. 416. 559. 562. 593. Aeding, Hans. 339. 589. 581. Erding, Jacob. 669. 674. 677. ^ding, Jtal, der ältere. 19. 55. 63('). 69. 73. 76. 82. 96. 97. 99. 193. III. 144. 147. 149. 219. ^ding, Jtal, der jüngere. 127. 145. 291. 219. 211. 212. 217. 219. 231. 236. 239. 252. 254. 261. 265 (2). 273. 275. 276. 277(2). 282. 283(2). 235. 289. 291. 296. ,392. S18. 329. 339. 342. 359. Reding, Rudolf. 1(2). 22. 27. 36. 37. 49. 42. 43. 66. Rufi, von, W. 289. Rllti, an der, Hans. 233. Schifsli, Hans. 472. 649. Sigrist, von Arth, Hans. 569. 645. 667. 671. Stadler, Jost. 365. 395. Ulrich, Werner. 238. 293. 793. 799. Uetz, Ulrich. 5. 31. 61. 66. 69. 71. 73. 62. 195. Välchli, Hans. 293. Wagner, Hans. 129. 131. Wagner, Ulrich. 194. III. 147. 251. 254. 255. 271(°). 312. 325. Ziberig, X. 238. Zukäs, 17. 72. 73. Untertvalden. Amblll oder zum Blll, Hans. Nidwalden. 295. 296. 365. 446. 457. 492. 529. 535. 537. 586. 589. 695. Ambül oder zum Blll, Ulrich. N. 71. 194. 198. 116.129. 131. 136. 137. 146. 147. Amschwand, Heinrich. Obwalden. 589. Amstein, Arnold, s. an Steinen. Arnstein, Heinrich. O. 138. Anderhalden, Arnold. O. 428. 457. 550. 551. 573. 682. Anderhalden, Heinrich. 639. Büren, von, 17. 581. Diegischwand in, Jenni. O. 639. 697. Eggenburgcr, 17. 667. Einwil, von, Claus. O. 1. 24. 27. 40. 73. 76. 103. IIS. 121. 136. 147. 211. 212. 244. 356. 432. 492. 529. 544. 558. 565. 569. 678. 583. 595. 684. Ennetachers, Engelhard. N. 61. 98. EnnctacherS, Paul. N. 409. 442. 472. 529. 554. 598. 633. 641. 677. 697. Fliie, von, Claus. O. 324. — S. auch Unter der Fluh. Fründ, Erni. 535. Frnnz, Heinrich. 531. Furrer, Heinrich. O. 218. 271("). 289. 291. 342. 346. 357» Hccki, 17. O. 72. Heiden, Heinrich. 798. 799. Heinzli oder Henzli, HanS. O. 273. 287. 239. 298. 299. 393. 305. 341. 347. 352. 354. 395. 399. 420. 422. 439. 479. 471. 472. 492. 495. 529. 535. 554. 586. 589. 442. 602. 634(-). 67g. g^ Heinzli, Rudolf. 446. 598. 629. 631. Heinzli, Walther. 5. 19. 22. 23. 36(2). 37. 38. 40. 43. 62. 71. 78. 97. 99. 105. Hirsern, an der, Heinrich. O. 136. Jmfeld, Hans. O. 296. Jnderhalden, s. 0. Anderhalden. Jsner oder Sjsner, Jost. 34. 50. 69. 74. Kiser oder Kyser, Heinrich. N. 84. 199. 496. 968 Monzingen, von, Walther. O. 294. Mettler, Hans. N. 76. 96. 97. Möllmann, Ulrich. N. 358. Müller, Hans. O. 73. 89. 90. 103. 115. 136. 145. 146. 147. 149. Rütli, von, Claus. O. 129. 205. 206. 247. Steinen an, oder Am Stein, Arnold. N. 22. 23. 28. 34. 36(-). 43. 69. 72. 73(2). gg. z 15. Snlzmatter, Heinrich. 310. Unter der Fluh, HanS. O. 469. 526. 529. 535. Willis, Arnold. N. 1. 19. 22. 37. 33. 40. 44. Winkelried, Arnold. N. 621. 628. 639. 649. 651. 665. 671. 684. 688. 689. 708. Winkelricd, Heinrich. 574. 63l. 638. 639. 674. Wirz, Heinrich. O. 536. 589. Wirz, Rudolf. 1. Zclger, Caspar. N. 379. Zelger, Heinrich. 341. 448. Zelger, Marquard. 121. 127. 146. 147. Zelger, Thomas. 1. Zelger, Walthcr. 149. 210. 213. Zelger, 17. 84. Ze Nidrist, Bartholomäus. N. 293. Ze Nidrist, Heinrich. 231. 239. 293. 294. 306. 324. 346. 347. 352. 360. 407. 469. 651. 676. 709. Ze Nidrist, Jenni. 205. Zimmermann, Hans. N. 24. 30. 40. 66. Zimmermann, Rudolf. O. 439.443.451.486.529.580. 582. 617. 621. 628. 638. 641. 645. 651. 653. 660. 667. 671. 699. Zingg, Johannes. 55. 62. Zuben, von, Clans. 452. 458. 464(2). 491. 500. 513. 537. 544. 562. 574. 633. 649. 636. 688. Zuben, von, Georg. O. 22. 23. 30. 34. 61. 66. Zuben, von, Hans. 146. Zum Bül, f. Ainbiil. Zum Brunnen, Rudolf. 677. Zun Hofen, Heinrich. O. 104. 131. Zug. Albrccht, Heinrich. 416. 638. 640. 708. Ambos oder Ampz, Götschi. 589. 658. 697. Bachmann, Hans. 457. 491. 640. Dahinden, Jost. 96. Dahinden, Rudolf. 97. 136. 137. Eberhard, Erni. 146. Edlibach, Haus. 69. 78. 93. Engelhard, 17. 621. Erhard, Hans. 206. Fleckli, Clewi. 136. Frei, Heinrich. 586. 589. 621. Furter, German. 395. Geöri, Jost. 294. Gras, Hans. 36. Hasler, 17. 671. Hödel, 17. 34. Hüsler, Hans. 28. 36. 37. 40. 55. 67. 69. 72. 74. 82. 103. 115. 121. 129. 131. 147. 211. 212. 287. 289. 293- Hüsler, Jost. 76. Jtcn, Hans (Jenni). 346. 379. 439. 436. 513. 544. 583. 602. 640. Kabns, Hans. 43. Kibli, 17. 84. Kolin, Bartholomäus. 289. 356. 432. 640. Kolin, Hans. 69. Kolin, Peter. 1. 5. Saudis, Heinrich. 341. 354, 365. 375. 409. 446. 470. 483. 581. 536. 638. 651. 676. Landolt, Lienhard. 569. 578. Letten am, Rudolf. 210. 310. Malzach, Werner. 289. 298. 303. 305. 312. 318. 709. Mülischwand, Bnrkard. 1. 19. 22. 34. 36. 37. 40. 55. 69. Mlllischwand, Heinrich. 99. 129. 131. Obschlager, 17. 451. Schell, Hans. 206. 420. 430. 432. 438. 457. 469. 471. 472. 479. 495. 506. 508. 526. 529. 570. 573. 640. 641. 632- Schell, Rudolf. 61. 63. 85. Schifsli, Jenni. 595. 640. Schiffli. 17. 496. Schmid, Hans 399. 428. 442. 448. 458. Schmid, Heinrich. 85. 293. 299. 346. 353. 464. 488. 492- 574. 582. 589. 629. 640. 645. 674. 677. Schnürener, Hans. 464. 522. 634. Schnürener, Heinrich. 684. Schüchzer, Ulrich. 71. 136. Seiler, Hans. 22. 33. 44. 63. 67. 73. 341. 399. 562. 565. 580. 598. 660. 667. Seiler, Heinrich. 452. Spiller, Jost. 76. 82. 96. 97.103. 103.115. 127. 136. 137- 146. 147. 149. 210. 271(-) 273. 281. 291. 299. 342- Staub, Rudolf. 82. Stocker, Werner. 375. Trinkler, Heinrich. 489. Troller, Rudolf. 199. Türler, Heinrich. 121. Wittwen, der, Haus. 43. Zchndcr, Hans. 500. 535. 550 558. 617. 640. 665. 638. 639. Glarus. Aebly, Werner. 291. 310. 312. 409. 432. 443. 451. 457. 469. 471. 472. 513. 522. 526. 529. 534. 573. 634. 638. Ambül, Ulrich oder Ulmann. 10. 40. 55. 99. 96S Blum, Haus. 347. 350. 438. 492. 537. 58«. «65. «74. «77. Blum, Heinrich. 574. Blum, 17. 660. Blller, Ulrich. 293. 303. 305. Dolder, Heinrich. 550. 686. Eggel, Hermann. 446. 489. Eggel, Johannes. 5. Eggel, Rudolf. 69. Elmer, Ulrich. 69. 129. 132. Gallati, Hans. III. Gallati, Rudolf. 69. Hupphan, Heinrich. 98. Jenni, Heinrich. 676. 708. Kubli, Hans. 205. 206. Knchli, Hans. 533. 631. 665. 684. 683. 697. Landolt, Heinrich. 365. 404. 414. Landolt, Rudolf. 63. «9. 76. Luchsinger, Hans. 205. 206. Mad, Rudolf. 365. Nctstaler, Rudolf. 149. Rietler, Cunrad. 210. 217. Rietler, Welti. 452. Rietler, Werner. 586. 589. 617. 621. 667. 699. Schicker, Jost. 1. 22. 23. 36. 37. 40. 42. 55. 61. 67. 71. 73. 211. Schießer, Walthcr. 5. Schindler, Friedrich. 67. Schübclbach, Hans. 69. 71. 72. 121. 273. 282. 293. 341. 347. 354. 358. 479. 496. 550. 580. 593. 641. 682. Schübelbach, Heinrich. 10. 67. Stucki, Jost. 233. 238. 281. Stucki, Rudolf. 341. 342. Stucki, 17. 488. 653. Strub, Ulrich. 589. Tschndi, Hans. 420. 442. 458. 464. 486. 491. 500. 544. 569. 602. 649. 651. Tschndi, Jost. 67. 69. 76. 73. 96. 97. 93. 103. 108. 149. 199. 212. 217. 244. 254. 255. 258. 271(-). Vogel, Albrecht. 63. 69. 74. Bogel, Hans. 43. 211. 212. Vogel, Heinrich. 212. 293. Wanncr, Jacob. 129. 131. Wanner, Otto. 489. Wanner, Rudolf. 69. Wüst, Heinrich. 238. Wyler, 17. 72. Solothur«. Wast, Cunzmann. 279. 287. Wlchegg, von, Bnrkard. 265(2). ^hß oder Byso, Ulrich. 85. 350. 408. 414. 432. Fröwis, Burkard. 136. 137. 147. 211. 212. 216. 233. Gruber, Heinzmann. 76. 115. Hagen, Hans. 129. 131. 216. Hagen, Hemmann. 496. 529. 534. 544. 613. 643. 674. 677. 709. Hasler, Oswald. 212. Hosang, Ludwig. 321. Küffer, Hans. 464. 535. Malrein, von, Bernhard. 216. 231. Scherer, Ludwig. 357. Schüchlin, Cunrad. 350. Schüllis, Cunrad. 365. Spicgelberg, von, Hcmmann. 33. 54. 69. 76. 96. 97. 101. 115. 142. 147. Stall, von, Johann. 350. 408. 446. 462. 479. 506. 632. 699. 703. Steger, Urs. 598. 699. Stölli, Hans. 586. 667. 676. 686. Stölli, 17. 451. Vogt, Cunrad. 582. 617. 621. 629. 631. 660. Wagner, Johann. 31. 121. 142. Wcngi, von, NiclauS. 265(2). 321. 322. 330. 331. 342. 350/ 357. Freiburg. Bugniet, Jacob. 446. 586. 697. 709. Cudrefin, Jacob. 321. 331. Cudrefin, Peter. 24. Englisperg, von, Georg. 350. Faucigny, von, Peter. 602. 674. Lombard, Jacob. 69. Pavillard, Peter. 357. 529. 674. Praroman, von, Heinzmann oder Heinrich. 321. 322. 350. 351. 667. Praroman, von, Jacob. 24. 69. 331. Praroman, von, Johann. 425(°). 629. Praroman, von, Wilhelm. 674. 636. Techtermann, Willi. 574. 582. 598. 617. 619. 631. 641. 648. 676. 677. Belg, Jacob. 634. 660, 684. Wippingen, von, Rudolf. 357. 414. 425(2). 544. 602.674.677. Appenzell. Biller, Bilgen. 212. 217. Schädler, oder Schedler, Heinrich. 212. 217. Steiger, Martin. 217. Stenili, 17. 365. Zidlcr, Herrmann. 217. 365. 569. St. Gallen, Abt. Meister Cunrad, der Canzler. 565. 586. Hechinger, Johann. 283. IZZ 070 Rösch, Ulrich. 283. Schlicht!, Heinrich. 283. Vogel, Heinrich. 283. St. Gallen, Stadt. Hör, Cunrad. 7S. 283. Säri oder Scrin, Ulrich. 79. 233. Varnbiiler, Ulrich. 565. 586. Wirth, Christos. 283. Zwick, Heinrich. 233. Basel. Beinheim, von, Meister Heinrich. 285. Berenfels, von, Hans. 353. 356. 703. Bremenstein, Hans. 279. 285. 350. 356. 462. Einfaltig, HanS. 235. 375. Flachslanden, von, Hans. 279. 375. 333. Hägenheim, von, Peter. 124. Halbcisen, Heinrich. 180. 211. Jmhof, Ulrich. 124. Zrmi, HanS. 381. 462. Jselin Heinrich. 279. 285. 350. 353. 370. 375. 331. 462. 586. Laufen, von, Hans. 375. Luft, znm, Ulrich. 353. Meyer, Heinrich. 703. Offenburg, von, Hermann. 79. 124. 375. Ospernell, Andreas. 180, 215. Reich, Hans. 101. Rot, Hans. 101. Rot, Peter. 350. 462. 703. Rotberg, von, Bernhard. 350. Rusch, Nicolaus. 703. Sennheim, von, Dietrich. U0l. 375. Sürlin, Thomas. 703. Wolffer, Peter. 350. Zeigler, Burkard. 211. Zeigler, Heinrich. 375. 462. 483. 586. 619. Schaffhausen. Baumann, Heinrich. 408. Triillerey, Ulrich. 403. 565. 574. lV. Verzeichnis? der Orte, wo die in diesem Bande enthaltenen Tagsatzungen, Conferenzen :c. stattfanden. Abbcville. 331. Achen. 150. Aesche. 188. Annecy. 24. 669. Appenzell. 165. Arbon. 65. Arth. 236. 245. 329. Baden. 3. 4. 7(2). 10. 11. 14. 15. 22. 29. 36. 60. 66. 70. 75. 76. 83. 91. 95. 98. 99. 102(-). 10g. 169. 112. 127. 133. 139. 148(-). 163. 165. 168. 171. 175. 214. 215. 219. 223. 228. 232. 233. 237. 239. 269. 270. 275. 285. 291. 304. 323. 326. 341. 354. 366. 410. 420. 433. 449. 450. 491. 542. 550. 572. 600. 682. 685. Basel. 68. 101. 109. 120. 121. 171. 130. 199. 226. 240. 252(2). 286(2). 349. 368. 376. 378. 396. 406. 409. 410. 441. 442. 445. 455. 462. 516. 525. 625. 644. 647. 662. 675. 703. Beggenricd. 22. 26. 36. 42. 96.113. 132. 164. 183. 201. 222- Bellcnz. 61. 62. Bern. 41. 48. 52. 129. 165. 184. 224. 227. 246. 273. 279- 282(2). 290. 329. 339. 349. 357. 367. 373. 379. 396. 397. 398(2). 405. 410. 412. 413. 415. 417. 446. 467. 473. 490. 504. 515. 525(2). gz?. Zgg. 534. 540. 557(2). 563. 568. 577. 578. 581. 597. 613. 650. 654. 657. 660. 683. 686(2). 689. 694. 695. 696(2). Biel. 256. 257. Bildstein ani Etzel. 142. 143. Breisach. 233. Bremgartcn. 163. Bricg. 16. 63. 97t Brunnen. 105. 167. Cappel. 82. 205. 241. Chambertz. 286. 425. Colmar. 253. 537. Constanz. 76. 164. 185.139.191. 200. 294. 297. 293. 301. 303. 311(2). zig. gl?. gZ2. 324. 326. 347. 356. 435. 445. 473. 434. Davos. 109. Dießenhofcn. 309. Einsicdeln. 10. 27. 62. 144. 167. 216. 219. 222. 224. 242. 244(2). 283. 293. 312(2). ggg Engelberg. 543. Ensishcim. 161. 165. Eriels. (Airolo.) 272. Feldkirch. 116. 505. Frauenscld. 310. Freiburg. 163. 257. 369. 572. 601. 603. 654. 674. 696. Gallen, St. 254. 255. 256. 259. 261. 263. 261. 282. 263. 296. 296. 303. 305. 319. 325. 341. 429. Ganterswyl. 138. Genf. 263. Grandson. 551. Gundis. 26. Innsbruck. 125. 692. Intcrlaken. 205. Jttingen. 426. Kaiserstuhl. 201. 208. 243. Kirchberg bei Zürich. 143. Küßnacht am Lucernersee. 21. Laufenburg. 170. Lausanne. 227. 525. 596. Leuk. 560. Lichtensteig. 63. 133. Lindau. 210. 214. Luccrn. 1. 3. 5. 11. 12. 16. 17. 13. 19. 23(2). 27. 30. 33. 34. 42. 46. 50. 51. 53. 59. 71. 72. 73(2). 75. 77(2). 80. 81. 32. 34(2). 35. 66. 87. 63. 91. 96. 101. 102. 104. 107. 110. 113. 115. 116(2). 118. 121. 122. 123(2). 128(-). 131. 139. 144. 145. 146. 147(2). 165. 167. 169. 178. 179. 188. 189. 190. 196. 197. 199. 203. 209(2). 2iz. 214. 218. 220. 221. 223. 224. 223. 229. 232. 234. 241. 247(2). 250. 256. 253. 261. 263. 264. 266. 268. 269. 287. 289. 293. 296. 297. 303. 319. 320. 321. 326. 337. 340. 342. 343. 345. 347. 349. 351. 352(-). Jgg. 35g. 360. 361. 362. 369. 370(2). 371(2). 374. 375(2). 377. 33g. 392. 393. 394. 395. 399. 405. 410. 413. 415. 417. 419(2). 427. 428. 429. 431. 437. 439. 440. 442. 444. 446. 448. 449. 450. 451. 452. 455. 457(2). 458. 462. 463. 464. 469. 470. 471. 472. 482. 463. 487. 488. 489. 492. 494. 495. 496. 500. 514. 520. 521. 526. 529. 534(2). 535. 537. 53g. 543. 550. 551. 554. 558. 562. 564. 565. 569. 573. 574. 578. 580. 581. 532. 533. 536. 539. 595. 598. 613. 617. 621. 628. 629 (2). 631. 634 (2). 638(2). 641. 645.' 648. 651. 658. 660. 665. 666. 671. 675. 676. 677. 684. 686. 687. 669 (2). 697. 693. 706. 709. Mailand. 138. 272. Montmelian. 524. Morges. 567. Mühlhausen. 428. Münster im Argau. 299. Muri. 52. Murten. 230. 261. 302. Naters. 306. Neuenburg. 572. 646. Orbe. 553. Psäffikon. 63. 255. Ragatz. 539. NapperSwyl. 89. 123. 148. 170. 338. 343. 346(2). Rhcinfelden. 170. 135. Sargans. 114. 121. 294. Samen. 267. Schafshausen. 140. 275. 557. Schwyz. 11. 15. 20. 21(2). 40. 102. 114. 135. 136. 212. 223. 236. 244(2). ygg. 293. Z12(-). Senlis. 491. Sitten. 53. 376. Solothurn. 391. 400. Stan«. 324. 373. 423. 489. Sursee. 32. Thun. 199. 206. 434. Tours. 264. Truns. 31. Ulm. 211. 212. Unterseen. 187. Utznach. 68. 122. 242. 425. Wadiswhl. 190. 409. Waldshnt. 380. Wattwyl. 161. 398. Wesen. 365. Wettingen. 234. Wißcrlen. 416. Wpl. 119. 144. 166. 224. 365. 404. 413. 491. Zug. 12(2). 25. 51. 69. 70. 72. 88. 92. 134. 209. 309. 367. 363. 380. 417. 420. 430. 432. 453. 526. 539. 540. 580. 637. 639. Zürich. 22. 30. 34. 36. 37. 40. 41. 43. 44. 50. 53. 74. 86. 93(-). 99. 106. 103. 111(2). 112. 124(-). 125. 127. 136. 146. 161. 179. 217. 221. 231. 234. 233. 264. 270. 271. 273. 275. 278(2). 237. 238. 306. 309. 318(2). 320. 321. 330. 340. 341. 342. 352. 355. 357. 35S. 359. 360. 361. 364. 370. 371. 377. 390. 394. 402. 403. 405. 403. 418. 434. 444. 495. 518. 527. 54Y. 556. 576. 614. 690. 694. 699(2). 7^ 972 Ohne Ortsangabe. 1. 3. ö. 9. 20. 21. 24. 25. 32. 34. 41. 48. 50. LI. 62. 63. 64. 66. 80. 81. 87. 89. 90. 92. 97. 1V4(-). i0g(2). in. in. Hg. 120. 121.132. 133. 136. 140. 141(2). 142(2). 140. igg. 17g. 236. 238('). 240. 241. 245. 246. 252. 253. 260(2). 265. 267. 268. 269. 270. 271. 277. 279(2). 291. 292. 294. 299. 301. 305. 307. 318. 319. 323. 325. 328(2). 339. 343. 354(2). ggg. 361. 362(2). 305. 300. 372. 378. 330. 390. 394(2). 395. 396. 406. 407. 414. 418. 420. 426. 437. 433. 482. 494. 501. 503. 513. 516(2). 51g. 50g. 571. 015. 623. 641. 665. 673. 677. 707. 709. Register zu Uand L der Abschiedesammlnng. Bemerkungen. t. Die Zahlen beziehen fi» durchweg auf die Tertseite» der Abschiede; auf die Beilagen ist nur bei den Haupimaterie« de« Materien-Registers Bezug genommen. !S. Wenn ein Gegenstand, ein Ort»- oder Personenname auf derselben Seite mehrmal» erscheint, so wird diese« durch die hinter dem betreffenden Worte in s) beigefügte kleine Ziffer angedeutet. S. Die im Anhang Seite 6S4 ff. ausgezahlten Boten der Eidgenossen auf Tage, Schiedgerichte ». find in da» Personen-Register nicht nochmals aufgenommen. Materien-Register. A. Abbitte. 230. Abentheurer. 432. 537. Abklagen. 350. Ablaß. 427. 614. 618. 626. S. auch: Gnade, Romsahrt. Ablösung von Capital. 6. 65. Absagen, s. Kriege, Fehden. Absolution (voin Bann). 79. 86. 385. Abzug. 97. Abzugsfrciheit. 348. Acht (Reichsacht), Achtbriese. 4. 76. 79. 141. 323. 327. 348. 385. 4V2. 451. 613. 617. Aemterbesatzung zu Bern. 366. Arinter, geineine, s. Herrschaften, gemeine, der Eidgenosse». Asterlehen. 66. Alliuendstreitigkeitc». 76. Alpen. 280. Alpgeld. 6. Anschläge, s. Kriegssachcn und Glossar. Ansprachen auf Land und Leute, s. Territorialansprachen. Ansprachen von Privaten: NN Bologna. '678. 632. 690. Cöl». 667. 678. 697. » Genf, s. Kriege, Burgunderkrieg. .. Mailand. 418. 420. 441. 445. 465. 490. 500. 555. 598. 618. 619(°). 621. 641. 645. 679. 688. 690. 697. 934. Appellationen. 373. 418. 433. 451. 492. 553. 568. 607. »ach Rom. 400. 415. 416. 489. 493. 541. n» den Kaiser. 575. 500. s. auch Herrschaften, gemeine. Wv, gemciueidgcnössisches zu Zürich. 166. 167. 168. ehemaliges österreichisches zu Baden. 1. 23. 24. 37. 84. 03. 94. 95. 122. 266. 296. 297. 438. 475. 477. 486. ^ 013.514.559.914. t'Swöhnige Leute. 587. s. auch Glossar. ^'nguakenzug. 180. 184. S. auch Kriege, Zürichkrieg, ^'ubrusrschützen. 335. (Haft). 420. 421. 438. 563. 682. s. auch Glossar, ^tlvhn, 563. 587. ^burger, 119. 372. 693. 721. 914. 937. "^ragögeeichte. 438. 474. 477. 914. Atzgeld Gefangener. 469 Atzungsgelder. 730. Atzungskostcn. 77. B. Bäder und Badesahrtcn: zu Appenzell. 5. zu Baden: Herzog Friedrich von Oesterreich. 2. 4. Herzogin Eleonore von Oesterreich. 500. 501. Hans von Rcchbcrg. 327. zu Pfäfers. 354. s. auch Geleit, Herrschasten, gemeine. Bann (Kirchenbann). 2. 65. 71. 76. 79. I I I. 249. 273. 305. 405. 415. 416. 553. 617. Bann und Twing, s. Twing. Bären. 260. s. auch Wildbnnn. Bauten. 358. 411. 427. Beglückwünschungcn. 321. 585. 589. 598. Begnadigungen. 636. Belagerungen, Gesäße, s. Kriege, auch Orts-Register bei Farnsburg, Laufenburg, Lescles, Murten, Nanch, Neuß, Waldshut, Zürich. Berichte: vom Reichstag zu RegeuSburg. 423. von der Belagerung von Waldshut. 381—390. von dein Entsatz von Neuß. 545—549. vom Reichstag zu Trier. 459 ff. f. auch Gesandtschastsbcrichte, Kinidschafre», Reichstage. Besatzung, Zuschnb, Zusatz, Verstärkung. 209. 210. 213. 215. 222. 228. S. auch Kriegssachen, Kriege. Beschwörung der Bünde, s. Bundesernenernng. Besthaupt. 6. 296, s. auch Glossar bei Ehrschatz. Bettelbriese. 542. 575, für Brandbeschädigte. 236. Bettlerordnung. 500. Beute, s. Kriegsbeute, Kriege, Bnrguuderkricg. Bcnteineister. 587. 593. Bcvogtuug von Wittwen und Waisen. 15. 251. 252. S. auch Herrschaften, gemeine. Bisthüincr und Bischöfe, s. O.-R. nnd P.-R. Bittbriese. 1. 95. S. auch Empfehlungen. Blast. 72. s. auch Glossar. Materien-Register. Blidcn. 179. s. auch Glossar. Boten, eidgenössische, aus Tage, Schiedgerichte :c. S. Anhang S. »64. Boten, eidgenössische, ins Allsland, s. Botschaften. Boten der Eidgenossen für Privaten. 73. 213. 253. 267. 433. 434. 451ss). 580. Kosten eidgenössischer Boten und Botschaften. 3»2. 393. Botschaften: Der Eidgenossen an Auswärtige: an den Papst. Bnrkard Stör. 462. an das Concil von Basel. Ungenannte. 9». an römische Kaiser und Könige. Sigmund. Gemeine Eidgenossen: Ungenannte. 20. 402. Lucern, Uri, Unterwalden: Ulrich Walker. 46. Zürich: Rudolf Stiißi, Ulrich von Lommiö. 83. 87. 92, 95, 99. Friedrich III. Gemcine Eidgenossen: Adrian von Bnbenberg. 452(°). 450. 540. 004. Ungenannte. 162. 163. 104. 267. 209. Zürich, Bern, Lucern, Solothurn: Ungenannte. 394. Zürich: Heinrich Schwend, Michael Graf. 159. Schwyz: Jtal Reding. 164. auf Reichstage, zu Nürnberg. 3. „ Constanz. 19. 353. - „ Regcnsburg: Heinrich Göldlin, Melaus von Scharnachthal. 419. 423. an den König von Frankreich. Thüring von Ringgoltingen und Melaus von Meßbach. 328. Petermann von Wabern, Johann von Praroman, Zacob Cudrefin, Melaus von Wcngi, Heinrich von Hunwyl, Cunrad-Kupferschmied. 331. Melaus und Wilhelm von Meßbach. 401. 402. 434. Wilhelm von Meßbach. 412. Melaus von Meßbach. 484. 485. 480. 522. 673. Adrian von Bnbenberg und Wilhelm von Meßbach. 603. 605. 606. 615. Adrian von Bnbenberg, Hans Waldmann, Hans Jmhos. 691. 694. 696. 703. 704. Ungenannte. 622. 623. 624. 636. 639. an den Herzog von Oesterreich. Ungenannte. 486. 488. 505. 681. 683. 093. an den Herzog voll Burgund. Adrian von Bnbenberg. 406. 440. 449. Ungenannte. 394. an den Pfalzgrafen bei Rhein. Heinrich Göldlin. 434. Botschaften (der Eidgenossen an Auswärtige): an Mailand. Rudolf Stüßi. 269. 272. Caspar von Hertenstein. 392. 393. Melaus von Meßbach. 440. 450. Burkard Stör. 462. Ungenannte. 91. 580. an Florenz. 37. „ Straßburg. 428. „ Genf. 655. „ Ulm. 209. 220. 263. „ Cnrwalen. 450. Botschaften Auswärtiger an die Eidgenosse» von Päpsten. Martin V. .Zohannes Naso, Bischof von Chur. 42. Gegenpapst Felix V. Michael Baldewin. 186. Bertrand von Dupmo. 186. Wilhelm von Balnia. 186. Pin« 14. Meister Johann von Beldersheim. 502. Meister Servatius. 305. Sixtus IV. Alexander, Bischof von Forli. 618. 627. 636. Meister Philipp HeSler. 585. 625. 648. Doctor Johann Hesler. 626. 675. Graf Ludwig von Dettingen. 675. vom Concilium zu Basel. Ungenannte. 142. 166. 170. 174. 135. Ludwig, Cardinal von Arles. 186. Johann von Segobia, Cardinal. 186. Rupert, Erzbischof von Florenz. 186. Steffan, Bischof zu Marseille. 186. Michael, Abt von St. Moriz. 186. Johann von Bochensteiu, ErzPriester zu AgraM- Johann von Rone, Propst zu Altensaal. 186« Thomas Rode, Domherr zu Basel. 186. Johann Passert, Prior, St. Augnstinsordens. Johann Filioli, Propst zu Graz. 198. Thomas Aide, Scolasticus Lubicensis. 198- von römischen Kaisern und Königen: von K. Sigmund. Caspar Dorner. 29. 37. 39. 43. Philipp Dalbenc. 37. 39. Philipp von Heingarten. 37. 39. Marschall von Pappenhcim. 91. Ludwig von Rossi, Graf zu St. Ursi. 93. von K. Friedrich III. an Zürich. Marquard Brisacher. 150. Peter, Bischof von Augsburg. 159. Materien-Register. Botschaften (Auswärtiger an die Eidgenossen). Silvester, Bischof von Chiemsee. 159. Wilhelm, Markgraf von Hochberg. 159. Jacob, Truchseß zu Waldburg. l59. Hans von Nidberg. 159. Walter Zebinger. 159. an gemeine Eidgenossen. Albrecht, Markgraf von Brandenburg. 356. Ortlieb, Bischof von Chnr. 426. Graf Hugo von Montsort. 42K. 527.528.530.702. Rudolf, Graf von Sulz. 501. Trudpert von Staufen. 529. vr. Philipp Hesler. 584. 585. 618. 625. 627. Graf Heinrich von Rechberg. 584. 585. vr. Johannes Hesler. 626. 627. 675. Graf Ludwig von Dettingen. 675. Otto, Erwählter von Constanz. 661. von Kurfürsten: Trier. Wilhelm von Aelz. 191. Mainz. Graf Bernhard von Leiningen. 191. Whprccht von Helmstatt. 191. Pfalz. Graf Johann von Salm. 191. Ulrich von Wenzingen. 191. Heinrich von Fleckenstein. 191. Jost von Bringen. 322. Balthasar von Wartenberg. 322. 326. Hieronimus Künlin. 322. Hans Espach. 322. Berchtold von Windeck. 826. von Herzogen von Bayern. Ulrich Marschall von Oberndorf. 326. Cunrad von Gumppenbcrg zu Schorncck. 326. Andreas Peyer. 326. Marquard Hinzenhofer. 432. Ulrich Spiegel. 432. Unbenannte. 381. von Burgund. Markgraf Rudolf von Hochberg. 366. Abt von Casanova. 445. 446. 452. 453(-). 457. 458. Heinrich von Colombier. 462. Jean Allard. 482. Simon von Cleron und andere Boten der Stände. 642. 648. 653. 681. Boten des Herzogs Maximilian, f. Oesterreich. von Florenz. Ungenannte. 23. 36. von Frankreich. Der Marschall von Burgund. 328. Der Bischof von Bonrges. 328. Ludwig von Saintville. 412. 413. Johann Bri^onnet. 412. 413. Botschaften (Auswärtiger an die Eidgenossen). Gratian Favre. 482. 492. 496. 499. 508. 602. 606. 624. 629. 650. 653. Ludwig von Saint Priest. 462. 492. 496. 499. 508. Anton von Mohet. 482. 492. 496. 499. 508. Jost von Silinon. 452. 454. 474. 520. 521. 578. 599. 602. 657. 658. 667. 687. 688. 691. 696. 698. 701. 705. 710. Graf Hans von Eberstein. 474. Der Admiral von Frankreich. 602. 606. Herr von Berissy. 602. Magister Bodo. 602. Hauptmann Braxefin. 602. Herr von Rochcchouart. 701. 705. 710. von Lothringen. Graf Philipp von Leiningen. 601. 621. 636. Bernhard zum Trubel. 601. 621. Wilhelm Herter. 632. 636. von Mailand. 17. Bischof von Novara. 4. 5. Ottolinus Zoppus. 55. Dionysius de Alzate. 93. Nicolaus de Arcimboldis. 136. Ambrosius de Clivio. 136. Antonius de Besana. 337. 339. 360. Peter von Cruro. 393. Der Propst von Zürich. 458. 462. Johannes Augustinus de Vicomerato. 679. 669. Gerhard Cerruti. 527. 643. 689. Gabriel Morasin. 580. 588. Georg Steinhuser. 689. 692. Ungenannte. 4. 5. 13. 55. 93. 272. von Herzogen von Oesterreich. Friedrich der ältere. Graf Friedrich von Toggenbnrg. 2. Hermann Gcßler. 93. Friedrich von Hewen. 122. Ungenannte. 23. 95. Albrecht. Ungenannte. 190. 195. Friedrich der jüngere (König Friedrich III.). Albrecht, Markgraf von Brandenburg. 195. Caspar Schlick. 195. Hans von Nidberg. 195. Markgraf von Rütteln. 195. »Hans Ungnad. 195. Thüring von Hallwyl. 195. Jr. Harsch. 195. Mcchtilde. Marquard von Baldegg. 266. 1* Materien i-Register. Botschaften (Auswärtiger an die Eidgenossen). Sigmund. an die Eidgenossen. Hans Lanz von Liebenfels. 430. 431. Johannes Best, Vicar zu Constanz. 481. Rudolf Harber. 614. Hans Wyser. 614. Ulrich Rieder. 514. Marquard von Schellenberg. 601. 605. 666. 678. 681. 684. Wilhelm Hertcr. 601. 603. 615. Hans von Rinach. 601. Anton Geißberg. 601. 634. Oswald von Thierstein. 616. 647. 648. 676. Gras Jos von Zollern. 344. Graf Sigmund von Wollenstem. 344. Hiltbrand Rasp. 621. Ungenannte. 617. an Basel. Peter von Mörsperg. 308. Hans von Munstralc. 308. Cunrad von Mörsberg. 308. Heinrich Rich. 303. Maximilian. Graf Ulrich von Montfort. 601. Otto, der Erwählte von Constanz. 601. Hugo von Montfort. 702. von Savoyen. Gras Jacob von Vallisperg. 262. Gras Franz von Greherz. 262. 286. Anton Piocheti. 262. Franz von Thomatis. 262. Jacob von Molaris. 262. Johann Blancheti. 262. Bertrand Marua. 262. Peter von Annecy. 262. Johann von Scyssel. 286. Johann von Lornay. 286. Johann Champion. 286. Anton Champion. 498. Peter Pavillard. 498. Humbert Senat. 498. Johann de Ponte. 498. Der Bischof von Genf. 602. Herr von Thanneh. 602. Herr von Raniser Anthonica. 602. Peter von Wierie. 602. Peter von Varodi. 602. Comthur von Escheweß. 602. Graf von Schalo. 602. Hans von Eschpengyen. 602. Urban von Chivron. 632. 694. 696. Botschaften (Auswärtiger an die Eidgenossen). Stephan Pacot. 696. Ungenannte. 627. 636. Stadt Gens. Johann Alleman. 646. Bonisaz Fabri. 665. Aymo de l'Estellati. 656. Gladius von Solana. 655. Jacob Bugotty. 666. von Ungarn. Georg vom Stein. 617. 620. von Grafen von Württemberg. Graf Heinrich von Fürstenberg. 360. Marx vom Stein. 360. Georg von Ehingen. 360. Cunrad Lihcr. 360. Ludwig von Emmershofen. 620. Hans von Nüwmack. 620. Dr. Martin Keiner. 683. Botschaften Auswärtiger unter sich- Frankreich an Oesterreich. Dr. Philipp Hesltr. 454. Graf Hans von Eberstein. 464. 611. Jost von Silinou. 511. Mailand und Venedig an Herzog Sigmund von Oester" reich. Ungenannte. 666. Mailand an Burgund. Antonio d'Appiano. 632. Oesterreich an Burgund. Gras Jos von Zollcrn. 406. Graf Jörg von Werdenberg. 406. Meister Peter Lüderer. 406. Peter von Mörsberg. 406. Ludwig von Maßmünster. 406. Oesterreich an Frankreich. Graf Hans von Eberstein. 464. 611. Dr. Philipp Hesler. 454. Dr. Cunrad Stürzl. 611. Brand. 1. 72. 236. 350. 386. Brandschatz. 235. 276. 276. 391. 395. 524. 569. 575. 580. 590(2). Mg. <;i4, 643(°). 659. 676. 684. 685. 686- 688. 708. f. auch Glossar. Brandsteucr (Beisteuer an Brandbeschädigte). 1. 72. 236. Brandstiftung. 599. Bräuche. 243. 440. S. auch Glossar. Brenner (Brandstifter). 280. Brevia, päpstliche. 305. Briefe, Correspondenz. Der Eidgenossen unter sich. y 26. 53. 83. 89. 91. 99. 118. 166. 167. 168. 176.189. 190. 199. 206. 366. 370. 380. 393. 412. 413. 414. Materien-Register. Briefe, Correspondenzen. 420. 423. 452. 490. 502. 518. 524. 532. 537. 585. 600. 622. 644. 647. 652. 653. 654. 653. 664. 677. 685. 687. 698. 704. 708. Gemeiner Eidgenossen oder einzelner Orte an Auswärtige: Baden, Markgraf von. 660. Basel, Bischof. 133. Bayern, Herzoge: Stephan. 139. Ludwig. 380. Biberach, Stadt. 184. Brandenburg, Markgraf Albrecht von. 108. 241. Burgund, Herzog Karl von. 406. 410. 411. Craon, Herr von. 633. Frankreich, Könige von: Carl VII. 301. Ludwig XI. 401. 402. 434. 443. 430. 502. 509. 514. 524. 585. 588. 666. 696. Hagcnbach, Peter von. 403. 404. Hochberg, Markgraf von. 183. Kurfürsten, die. 176. 177. 178. 196. 241. 349. Kaiser oder Könige, römische. 153. 241. 532. Nürnberg, Stadt. 178. 234. 236. Oesterreich, Herzog Albrecht von. 232. 275. 276. 273. „ „ Sigmund. 613. 615. Papst Calixt. III. 287. „ Sixtus IV. 520. Rhein, Pfalzgrafcn bei. 233. Savoyen, Johann Ludwig von. 519. Sitten, Bischof von. 408. 549. 652. 661. 692. 701. Speyer, Bischof von. 660. Straßburg, Stadt. 631. Thicrstein, Graf Oswald von. 494. 499. Ulm, Stadt. 539. Vereinigung, niedere. 589. Auswärtiger an die Eidgenossen. Amboise von, Karl, an Bern. 647. Bayern, Herzog Ludwig von. 393. Berne von, Gabriel. 181. 182. Besann von, Anton. 360. Burgund, Stände. 681. Carmagnuola, Franz, Graf. 14. Concil von Basel. 182. 197. 193. Frankreich, König Ludwig XI. von. 395. 406. 457. 585. 599. 688. 689, 691, 692. Hochberg, Markgras von. 181. 183. Kaiser und Könige, römische: Sigmund. 3.12.17. 29. 39. 47, 60. 81. 86. 92. 93. 94. 95. 122. Albrecht II. 127. 131. Briefe, Correspondenzen. Friedrich III. 145. 163. 164. 237. 405. 451. 501. 510. 520. 649. 703(-). Kurfürsten. 15. 211. 431. Luggarus, Graf von. 179. Mailand, Herzoge von. 690. Oesterreich, Herzoge: Albrccht. 187. 221. >, „ Eleonore. 501. Mechtild. 266. „ „ Sigmund. 307. 443. 681. Sforza, Franz. 338. 339. Straßburg, Bischof von. 622. „ Stadt. 459. Vereinigung, niedere. 564. Württemberg, Graf Ulrich von. 601. Auswärtiger unter sich: Bischof von Basel an Bischof von Constanz. 182. Friedrich III. an Bischof von Basel. 643. „ „ „ Ludwig XI. 647. „ „ „ Herzog Sigmund von Oesterreich. 510. Legat Alexander von Forli an Bischof von Basel. 636. Azzo Visconti an Herzog von Mailand. 539. Briefe, falsche, aus der Kanzlei St. Gallen. 345. 347. 356. Briefe, f. auch Absagen, Acht- und Bannbricfe, Friedebriefe zc. und Glossar. Brodschätzer. 259. Brücken. 433. Bübereien. 440. 588. Buch zu Baden. (Urbar.) 38. 61. Büchsen, s. Kriegssachen, Geschütz, Kriegsbeute. S. auch Glossar. Büchsenmeister. 51. 55. Büchfcnpulver. 269. Büchsenschuß. 241. Bullen, goldene, kaiserliche. 155. 158. 160. päpstliche. 302. 376. Bund, grauer. 418. 433. 486. Bundesbeschwörungcn oder Erneuerungen unter den Eidgenof sen. 72. 73(-). 82. 84(-). 86. 88. 89. 90. 102. 149. 306. 392(-). 41g. 42g. 72g. Bnndeshülfe, nach den Verträgen. 723. 724. 778. 791. 800. 875. 876. 879. 890. 894. 904. 906. 909. 911. 912, 914. 917. 918. 921. 936. 944. 947. S. auch Mahnung. Bündnisse, Vereinigungen, Staatsverträge. Der Eidgenossen unter sich, a. Vor 1421 geschlossene: Der IV Waldstätte Bund (1332). 105. 251. 267. 270. 314. Bund der V Orte mit Zürich (1351). 12. 16. 23. 27. 30(-). 112. 114. 121. 129. 133. 135. 136. 137. 144. 151. 155. 153. 166.167.171.172.176.178. 184. 196. 215. . Burgrecht zwischen Bern und Murten (1334). 585. Materien- i-Register. Bündnisse, Vereinigungen:c. Burgrecht zwischen Bern und Solothurn (1351). 61. Der alte Glarncrbnnd (1352). 86. 246. 314. Der Zugerbund (1352). 24. 267. 314. 376. Bund Berns mit den III Ländern (1353). 438. Bund der I V Waldstättc mit Weggis und Gersau (1359). 82. 84. 85. 88. 89. 90. 96. 97. 432. Der Sempacherbrief (1393). 16. Burgrecht zwischen Bern und Saanen (1403). 247. Burgrecht zwischen Bern und Freiburg (1403). 265(°). 266. 268. 363. Besonderer Bund zwischen Zürich und Glarus (1408). 133. 137. Burg- und Landrecht der VII Orte mit Appenzell (1411). 260. Burg- und Landrccht von Lucern, Uri und Unterwal- mit den obern Zehnden im Wallis (1416, 1417). 17. 22. 208. 226. 272. 306. Burgrecht Zürichs mit dem Bischof von Chur und dessen Gotteshauslcuten (1419). 309. b. Seit 1421. Der VIII Orte Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Un- terwalden, Zug und Glarus. mit der Stadt Rothwcil (1463). 327. 667. 682. 688. 890. Unterhandlungen mit Freiburg (1476, 1477). 604. 615. 619. 636. 643. 646. 649. Antrag der Bünde in Cnrwalen (1473). 441. (1477). 690. Der VII Orte Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unter- walden, Zug und Glarus. Bund mit dem Lande Appenzell (1452). 259. 260. 870. Ewige Freundschaft mit der Stadt St. Gallen (1454). 95. 107. 109. 250. 267(-). 270. 878. Projectirter Bund mit Solothurn (1459). 301. Der VI Orte Zürich, Bern, Lucern, Schwyz, Zug und GlaruS. 25jähriges Bündniß mit Schaffhausen (1454). 267(°). 269. 701. 875. Der V Städte Zürich, Bern, Lucern, Freiburg und Solothurn. Ewiges Burgrecht (1477). 677. 691. 703. 929. Der IV Orte Zürich, Uri, Schwyz und Unterwalden. Neuer Bund mit Glarus (1450). 246. 860. Der IV Orte Zürich, Lucern, Schwyz und Glarus. Ewiges Burgrecht mit dem Abt von St. Gallen (1451). 250. 255. 261. 274. 392. 542. 664. Der IV Länder Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus. Schirmvertrag mit Rapperswyl (1464). 338. Verhandlungen mit Oesterreich wegen Rapperswyl. 345. Bündnisse, Vereinigungen w. Der III Orte Lucern, Uri und Unterwalden. Burg- und Landrccht mit den Wallisern (1460). 306. 465. 466. Der II Orte Schwyz und Glarus. Landrccht mit Toggenburg, Gaster, Amdeu :c. (1436)- III. 115. (1463). 329. 378. 398. Landrecht mit dem Niederamt Toggenburg zc. (1436)- 115. 138. 329. 378. 396. Landrecht mit den Toggenburgischen Erben (1437)- 116. 138. 151. Landrccht des Grafen Heinrich von Werdenberg-Sar- gans und der Sarganserländer (1440). 114. 113- 142. Landrecht mit denen von Utznach, Schmerikon v'- (1450). 242. Laudrechtserneucnlng der Grafen Wilhelm und Jörg von Sargans (1458). 294. Vereinigung mit dem Grafen Eberhard von Sonnen- bcrg. 540. Einzelner Orte und Städte. Zürich und Bern, ewiger Bund (1423). 20. 723. Zürich, Schaffhansen und Stein (1459). 299. Zürich, Wallenstatt, FlumS, Mels:c. Burgrecht (1436)- III. 129. 136. Zürich und Bremgarten (1443). 168. Bern und Lucern, ewige Vereinigung (1421). 3- 106. 148. 330. 719. Bnndcsproject (1423). 20. Bern, Solothurn, Basel. 20jährige Vereinigung (1441)- 147. 286. 301. 778. Bern und Freiburg: vaoäus vivsnüi (1448). 230. 231. 248. 249. bestätigtes Bnrgrecht (1467). 241.249. 265.266 363(-). Bern, Solothurn und Mühlhansen (1466). 356. Bern und Gras HanS von Arberg-Valendis (1427). 66- Bern und Graf Hans von Freiburg zu Neuenburg (1424). 34. Bern und Markgraf Rudolf von Hochberg zu Ne»eU bürg (1458). 290. Bern und Wallis (1473). 560. 563. Schwyz und Graf Friedrich von Toggenburg (H- ' 68. Schwyz und Abt von St. Gallen für Wyl, die T°g' genburgerlcute:c. (1437). 119. Erneuerung mit Schwyz und Glarus. 395. Appenzell und Altnau, Landrccht (1454). 271. Appenzell und Stadt St. Gallen (1437). 119- 346- Freiburg und Wallis, angebliches. 226. Solothurn und Murten mit Markgraf Rudolf »o Hochberg. 290. Materien-Register. Bündnisse, Vereinigungen »c. Saanen- und Berner-Oberländer (böser) Bund (1445). 188. 248. Aeschi, Mülinen zc. mit den Oberländern (1446). 199. 207. Bünde in Cnrwalen. Grauer Bund (1424). 31. Zehngcrichtebnnd (143K). 109. Verbindung des Granen und des Zehngerichtebnnds (1471). 418. Vazerolbund. 419. Der Eidgenossen mit Auswärtigen. Oesterreich. Der fünfzigjährige Friede und die spätern Friedensschlüsse und Waffenstillstände, s. Friedensschlüsse. Ewiges Bündniß der Stadt Zürich mit dem Hause Oesterreich und dessen »ordern Landen und Städten (1442). 149. 150. 183 ff. 161. 162. 168. 166. 171. 176. 194. 218. 219. 224. 232. 237. 241. 242. 244. 790. Project einer Vereinigung zwischen Herzog Sigmund von Oesterreich mit seinen Gebieten diesseits des Arl- bergS und den Eidgenossen auf drei Jahre (1480). 243. Project eines zwanzigjährigen Friedens zwischen Herzog 'Albrecht von Oesterreich mit den vorder» Landen und den Eidgenossen (1463). 326. Project eines Verständnisses zwischen Oesterreich mit seinen Städten am Rhein und dem Schwarzwald und den Eidgenossen (1468). 374. 377. Unterhandlungen über ein Verständnis! mit Herzog Sigmund von Oesterreich (1468). 891. 393. 395. Unterhandlungen über die ewige Richtung der Eidgenossen mit Oesterreich (1466—1474). 366. 370. . 377. 378. 427. 429(2). 431(-). 438. 437. 442. 443. 482(-). 455. 45g. 468. 470(2). 471. 472. 473—480. 461. 466. 467. Die Urkunde der ewigen Richtung (1474). 491. 913. Nachträgliche Verhandlungen über streitige Punkte. (1474. 1478). 492. 496. 499(2). 800. 801. 802. 508. 812. 813. 816. 817. 516. 521. 829. 840. 844. 865. 920. Erbvereiniguug mit Herzog Sigmund von Oesterreich (1477). 668. 676. 681. 683. 664. 667(2). ggz. 693. 697. 698. 699. 700. 701(2). 702. 944. Autrag einer Vereinigung mit Herzog Maximilian von Oesterreich (1477). 665.691.702. S. auch O.-R. Burgund. Bischof von Constanz. Vereinigung der VIII Orte mit dem Bischof Hermann von Landenberg (1469). 394. 904. Vereinigung der V Länder mit dem Bischof Otto von Sonnenberg (1477). 641. 924. Bündnisse, Vereinigungen:c. Vorangegangene Unterhandlungen mit gemeinen Eidgenossen (1476). 578. 879(2). 614. 617. Bischöfe und Städte der nieder» Vereinigung. Zehnjähriges Bündniß der Eidgenossen mit denselben (1474). 441. 445. 446. 471. 472. 473(2). 462. 483(2). 4^. 454 859. gg-z. 882. 598. 608. 647. 661. 678. 684. 911. 912. Gemeinsame Tage. 462. 818. 837. 596. 607. 622. 625. 633. 647. 649. 662. 690. Aufnahmsgesuch des Pfalzgrafen. 492. 893. 604.607. Aufnahmsgesuch der Kurfürsten von Mainz und Trier. 604. 607. Aufnahmsgcsuch der Städte Mümpelgard, Kaisersberg und Ehenheim. 493. 498. AiifnahmSgcsnch des Herzog« von Lothringen. 520. 537. 607. Bischof von Basel. Verkommniß desselben mit der Stadt Bern (1470). 414. Lothringen. Bündniß der VIII Orte mit dem Herzog Renat (1476). 537. 598. 599. 600. 602. 604. 607. 618. 621. 622. 631. 632. 677. 684. 688. 922. Württemberg. Zehnjährige Vereinigung der VIII Orte mit den Grafen Ulrich und Eberhard (1469). 403. 906. Zehnjährige Vereinigung der beiden Grasen Eberhard mit Zürich und Bern bezüglich auf den Schirm von Stadt und Schloß Mümpelgard (1474). 498. 500. 503. Gelöbniß der Stadt Mümpelgard und der Statthalter de? Grafen Heinrich von Württemberg au Bern und Solothnrn (1474). 514. 658. Psalz und Bayern. Antrag zir einem Bündnisse mit den Eidgenossen (1466). 353. Reichsstädte in Schwaben. Antrag zu einer Vereinigung mit den Eidgenossen (1450). 74. 240. Edle im Hegau. Bewerbung einiger solcher um eine Verbindung mit den Eidgenossen (1464). 340. Burgund. Anerbieten an Zürich, Bern, Solothurn, Lucern. Schwhz, Zug und Glarus zu einem Bündniß mit Herzog Philipp und dessen Sohn Carl (1467). 364. Verständniß und Vereinigung der Städte Zürich, Bern, Solothnrn und Freiburg mit Burgund (1467). 366. 404. 410. 454. 699. Begehren der Stände von Burgund um Ausnahme in die gemeine Bereinigung (1477). 647. 680. 2 Materien-Register. Bündnisse, Bereinigungen rc. Verhandlungen Herzog Maximilians, als Gemahl der Maria, mit den Eidgenossen (1477). 691. 702. Frankreich. Der Friede von Ensisheim (1444). 185. S. auch Friedensunterhandlungen und Friedensschlüsse. Ewige Freundschaft mit Carl VII. (1452). 260. 264. 869. 873. Verhandlungen über deren Erneuerung mit Ludwig XI. (1463). 328. 329. 331—337. Erneuerter Freundschaftsvertrag mitLudwigXI. (1463). 331. 339. 402. 892. Defensivtractat zwischen den Eidgenossen und Ludwig XI. gegen Burgund (1470). 401. 405. 412. 413(-). 414. 908. Bündniß und Subsidien-Vertrag der VIII Orte nebst Freiburg und Solothurn mit Ludwig XI. gegen Burgund (1474). 917. 918; (Unterhandlungen. 482. 492. 496. 500(-). 501. 502(-). 513(-). 514.); (Berns Beibrief. 504.); (Bundbriefe. 516. 521. 522. 523. 524. 528. 531. 532. 533.); (Neuer Bei- brics. 535. 921.); (Pensionenrodel. 535.577. 688. 700. 702.) Revers Ludwigs XI. an Bern, daß sein Bündniß mit den Eidgenossen deni mit Savoyen vorgehen soll (1476). 628.923.. Verabredung zwischen den Eidgenossen und der königlichen Botschaft bezüglich der beidseitigen Ansprüche aus die Grasschaft Burgund (1477X 672. 926. Unterhandlung niit Beziehung aus obige Verabredung und mit Einschluß des Delphins über ein neues französisches Bündniß. 688. 696. 698. 700. 702. 704. 705. 706. 710. Savoyen. Schiedrichterlichcs Abkommen zwischen den Eidgenossen und Savohen bezüglich des Eschenthals (1424). 41- 727. Alter Bund zwischen Savoyen, Bern und Freiburg (1412). 227. Bündniß zwischen Bern und Herzog Ludwig I. gegen Frciburg (1448). 227. 230. 246. Freiburg unterwirst sich Savoyen (1452). 257. 366; s. auch O.-R. Freiburg. Bertrag zwischen Bern und Herzog Ludwig I. nach der Unterwerfung Freiburgs unter Savoyen. (1453). 261. 262. Erneuerung des savoyisch-bcrnischen Bundes durch Herzog Ludwig I. (1457). 231. 286. 329. Bundeseriicuerungen zwischen Bern und Savoyen unter Herzog Amadeus (1467. 1469.) 365. 396. Erneuertes Bündniß zwischen Bern und Savoyen Bündnisse, Vereinigungen rc. unter der Herzogiu-Regentin Ivlanta (1473). 451- 493. 555. Abrede zu Lausanne über ein Bündniß gegen Burgund, Vorbehalt Freiburgs (1475). 525(2). Anerbieten Jolanta's zu einem Bündniß mit gemeinen Eidgenossen (1475). 555. Verträge zn Freiburg und Annecy über Rückgabe der Waadt u. s. w. (1476. 1477). 608 ff. 669. 670. 949. 951. Bündniß zwischen Bern, Freiburg und Savoyen vom 20. August 1477. 696. 936. Entlassung Freiburgs aus dem Verband mit Savoyen (1477). 696. 697. 941. 942. Vertrag mit Genf über den Brandschatz (1475). 567- 654. 673. Burgrecht Zohaun Ludwigs von Savoyen für Stadt und Bisthum Gens mit Bern und Freiburg (1477). 708. 946. Mailand. Friedensverträge von 1426. 61. 62. 63. 738. 745. 757. S. auch Friedensunterhandlungen, Friedens schlüsse. Friede und Capitel von 1441 mit Uri und den Eidgenossen. 147. 783. Capitulat von 1467 mit Zürich, Lucern, ilri, SchwYZ- Untcrwalden, Zug und Glarus. 272. 338. 339. 353. 361(-) 362(-). 893. Unterhandlungen von 1474. 483. 490. Capitulat von 1477 mit obigen Orten nebst Bern und St. Gallen. 645. 646. 685(°). 639(2), 690.69s- 930. Mailand und Wallis (1422). 16. (1454.) 272, Florenz. Bnndesproject zwischen den Eidgenossen, Florenz und Savoyen gegen Mailand (1423). 28. 29. 36. Ungarn. Antrag des Königs Matthias zu einem Freundschastd vertrag (1477). 687, Ausmärtiger unter sich: Florenz und andere italienische Staaten gegen land (1423). 36. Bündnisse in Schwaben (1463). 326. Bundesprojecte zwischen Oesterreich und Burgund gcge» die Eidgenossen (1469). 401. 445. 446. 454. Unterhandlungen zwischen Oesterreich und Frankreich gegen die Eidgenossen (1469). 394. 395. Burgund mit Neapel und Venedig gegen die Türken (1473). 454. Herzog Sigmund von Oesterreich und Graf Eberhard von Württemberg (1473). 444. Kaiser Friedrich HI. und Herzog Carl von Burgund Materien-Register. Bündnisse, Vereinigungen »c. Project zu Trier (1473). 43t). Neußersriede (1475). 54«. 571. Kaiser'Friedrich III. und Frankreich (1475). 677. Burgund mit Frankreich, Waffenstillstände mit Einschluß der Eidgenossen (1473). 443. (1474) 4SI. (1475) 558. 561. 562. Die niedere Vereinigung (Bischöfe von Straßburg und Basel, Städte Straßburg, Basel, Colmar, Schlettstadt, Oberehenheim, Kaisersberg ,c. (1474). 441. (S. auch oben Bündniß und Verhandlungen der Eidgenossen mit selben.) 492. 598. 604. 607. Derselben Bündniß mit Herzog Sigmund von Oesterreich (1474). 482; mit Herzog Renat von Lothringen. 520. 537. 607. Burgerannahmen und Burg- und Landrcchtssacheu von Einzel nen und Gemeinden. 5. 25. 26. 41. 64. 65 (2). gg. 7g 76. 79. 249. 253. 283. 284. 317. 320. 321. 324. 407. 470. 475. 477. 693. 694. 781. Bürgschaft, s. auch Tröstung. „ für Gefangene. 371. „ für Geldanleihen. 121. 148. 243. „ für Schulden. 76. Bußen. 97. 98. 103.149. 274. 406. 410. 420. 431. 432. 492. (5 Canzleitaxcu, königliche. 155. 158. 159. 160. Capelle zu Baden, s. Pfrundlehcn, und O.-R.: Baden. Capelle zu Wart im Thurgau. 427. Capitel, mailändische, s. Bündnisse und Verträge, und O.-R.: Mailand. Chronik, von Ruß. 591. Collaturen, s. Pfrundlehcn. Collision der Rechte. 251. Concurs der Gläubiger (Nechttag). 392. 578. Vcrgl. Herrschaften, gemeine, Argau, Civilrechtliches. Cvncilien, allgemeine: „ zu Constanz. 150. zu Basel. 91. 94. 95. 99. 100. 142. 166. 174. 182. 185. 186. 187. 197. 198. Concordate deutscher Nation mit Rom. 557. , D. vsolsrarion xlu» ainxw, s. Bündnisse mit Frankreich. Degen, Herzog Carls von Burgund, s. Kriege, Burgunderkrieg, Kriegsbeute. Deutschritter, s. Orden. Diamant, burgnndischer, s. Kriege, Burgunderkrieg, Kriegsbeute. Diebe. 253.280.584. Dienst, freier. 721. ,» militärischer, s. Kriegsdienst. Dienstgelder, österreichische, Verbot. 473. 484. 487('). 4W. 501. 514. 661; S. auch Verkommnisse. Dienstpflicht der Vogt- und Eigenleute. 366. 407. Dinghöse, einsiedelnsche. 376. Dingstätten, vertragsgemäße. 29. 231. 725. 752. 781. 786. 794. 861. 876. 880. 839. 894. 905. 907. 925. 93 l, 938. 948. Dirnen. 588. 594. 690. Dreißigster (Gottesdienst für Verstorbene.) 411. Durchzug der Lombarden durch Savoycn. 498. Durchzugsrechte, vertragsmäßige. 286. 865. 875. 890. 89?(-). 904. 915. 924. 947. Durchzugsrechtc, Ausschluß in Verträgen. 740. 747. 370. 874. 893. 699. 906. 908. 910. 911. 923. 924. 937. 944; s. auch Offene Häuser. E. Ehesaden. 410. Ehesachen. Vorbehalt der geistlichen Gerichtsbarkeit. 290. 400. 416. 553. 564. 696. 707. 722. 724. "Statut von Untcrwalden. 416. Eheliches Güterrecht. 251. Ehesteuer der Herzogin Zolanta von Savohen. 669. 670. Ehestreitigkeiten nm Margaretha Zeiger. 400. 405. 415.416. 429. 430(2). 4Z1. 433. 4gg. 452. 45g. 48g. 4gg. 4gg(-). 493. 495. 493. 500. 558. 563. 570. 575. 582. 614. 641. 645. 708. 709. Ehrbewahrung. 429. Ehrlosigkeit. 417. Ehrschatz, Fall, Besthaupt. 6. 254. 320. 375. S. auch Glossar. Ehrverletzungen, s. Injurien. Eide: Eideseutlassuug: von Vogtleuten. 146. 225. „ Waldshut. 375. Eideserneuerung unter den Eidgenossen und mit Verbünde ten, s. Bundesbeschwörung. Eidesformel, vereinbarte, für die Eiusiedlerhöse. 245. Eidesleistung der Appenzeller. 247. 451. „ >, Stadt St. Gallen. 255. 259. 262. 284. „ Städte im Argau. 245. „ Landleute zu Untcrwalden. 416. ,, „ Stadt Stein. 301. Verlandrechtcter. 398. von Vogtlcutcn. 98. 109. 146.150. 225. 274. „ der bischöfl. constanzischen Leute zu Kaiscrstuhl, Klingnau und Zurzach. 659. 661. 663. 676. 673. 683. 691. „ von Gotteshausleuten. 289. 296. 404. der Thurgauer, s. Herrschaften, gemeine. „ von Schiedsrichtern. 116. 202. 721. Materien- i-Registcr. Eide: Eidesleistung im Proceß. 489. „ der Waldstätte am Rhein und im Schwarzwald. 478. 509. 523. „ des Zollners zu Göschenen. 78. Eigen und Erbe. 95. Eigenleute. 15. 69. 94. 407. 540. Loskauft 289. Einlager. 318. Einungen, autonomische. 97. „ staatsrechtliche (Vereinigungen), s. Bündnisse, Ver einigungen zc. Ellenstab. 256. Empfehlungen, Fürdernißbriese, Verwendungen. 229. 267. 268. 349. 412. 415. 420. 422. 427. 434. 442. 457. 486. 494. 518. 521. 528. 533. 536. 559. 566. 574. 575. S95(-). 613. 617. 630. 642. 643. 652. 678. 686. 689. 697. 699. 703. 709. Engelweihe zu Einsiedel». 352. Entsatz von Neust. 545—549. Entschädigungen. 79. Erbe, toggcnburgisches. 117. 118. 120. 138 (2). Erblehen. 131. 550. Erbsachen: Erbfälle. 107. 229. 234. 595. Gerichtsstand. 722. 725. Erbrecht der Ehegatten. 251. «Erbrecht an Unehelichen. 67. 124. 320. 337. Erbrechtssachen. 497. 539. Erbschastsansprachen Auswärtiger an die Eidgenossen: der Geßler. 139. 222. 223. 223. 229. „ Schultheißen von Lenzburg. 239. „ Trüllerei:c. 228. „ Friedinger. 242. 247. 250. Testamente. 15. Eroberung und Erwerbung von Gebieten, s. Kriege, Herrschaften, gemeine und O.-R.: Dießenhofen, Frauenfeld, Grüningen, Rapperswpl, Waadt zc. Grundsätze über Theilung gemeinsamer Eroberungen. 321. 355. 369. 724. S. auch Herrschasten, gemeine, Waggenthal. Rückgabe von Eroberungen. 215. 237. 242. 305. 321. 391. 608. 613. 630. 669. 670. S. auch: ^Kriege, Zürichkrieg und O.-R.: Grüningen, Waadt. Excommunication, s. Bann, Kirchenbann. 5- Fahnen, eroberte. 143. 247. S. auch Panner, Kriegsbeute. Fahr, Fährte zu Buchenas. 93. Fahr, Fährte zu Kadelbnrg. 683. Fall. 6. 103. 228. 284. 298. 320. 375. 492. S. auch Ehrschatz, Besthaupt. Fallbaum zu Bremgarten. 422. 430. Fastnachthühuer. 149. 320. Fastendispense. 280. Federspiel. 254. S. auch Glossar. Fehden, s. Kriege, kleinere. Feldzeichen, eidgenössische. 178. 281. 488.^S. auch Hcerzeichen, Panner, Vcnlin. Fischenzen und Fischerrechte. 105(2). 106. 208. 407. 414. 432. 491. Fischerordnungen. 414. Fleischschätzer. 259. Folter, Frage peinliche. 240. 254. Freiheiten (Privilegien, Regalien, Rechte): Der Eidgenossen im Allgemeinen. Kaiserliche und königliche Bestätigungen. 162. 163. 164. 192. 212. 214. 217. 233- 267. 269. 420. 452. 538. 702. von Land- und Hofgerichten. 233. Zürichs insbesondere. 130. 151. 152. 158. 161. des Klosters Muri. 92. „ „ Einsiedel». 95. der Städte im Argau. 4. 67. 246. Freiburgs unter Oesterreich und Savohen. 257. 263. der Herrschaft Grasburg. 278. „ Stadt St. Gallen. 284. 285. „ „ Dicßenhofen. 309. 310. des Benedictinerordens und der Abtei St. Gallen. 342. „ Klosters zu Dicßenhofen. 362. der Landschaft Toggenbnrg. 399. Freiheiten (Freischaaren). 527. 529. 534. 537 . 582. 534. 592- 594. 644. 648. 662. 663. Freistühle zu Bollmenstein und zum hohlen Horn. 108. S. Gerichte, westphälische. Freundschaftsverficherungen. 622. 623. 624(2). Frevel. 10. 45. 30. 97. 130. 261. 264. 274. 230. 362. 406. 410. 432. S. auch Herrschaften, gemeine. Friedbrnch. 76. 80. 410. 418. 578. Friede, fünfjähriger Reichsfriede zu Nürnberg (1467). 380.389' 397. 402. 405. 426. 481. S. auch Landsriede. Friede, privater. 80. 431. 574. 678. S. auch Glossar. Friedegebot in der Grafschaft Baden. 413. 430. Friedensuntcrhandlungcn und Friedensschlüsse: Der Eidgenossen unter sich. Im Zllrcherkrieg, s. Kriege, Zürcherkrieg. Der Eidgenossen mit Auswärtigen. Mit Burgund (1477). 568. 579. 583. 603. 618. 322- 644. 646. 647(-). 54g. 34g. ggg(-). 552. 357. 668( > 661. 664. 667. 671. 672. 678. 680(°). 681 (')- 691(-). 692. 702(-). mit Frankreich. Friede zu Eusisheim (1444). 180. 183. 185. 807. mit Mailand. Friedensschlüsse von 1426. 53. 58. 59. 61. 62. 63. 73»- 745. 757. Materien-Register. Friedensunterhandlungen und Friedensschlüsse! Friedensschlüsse von 1440. 138. .. 1441. 147. 778. „ Wallis und Mailand. 272. mit Oesterreich. Der fünfzigjährige Friede (1412). 166.196.136. 216. 217. 269. 291. 306. 314. 320. 324. 330. 390. 481. Waffenstillstand und Friede Zürichs mit dem Hause Oesterreich (1442). 120. 121.123.124.125. 150 ff. 161. 788. Friedensunterhandlungen der Eidgenossen mit Oesterreich während und nach dem Zürcherkricg. 170.171. 186. 186. 188. 189. 190. 191. 199. 200. 201. 211. 214. 217. 221. 223. 238. 243. 801. Friede von Lauffcnberg zwischen Bern, Solothurn, Basel und Oesterreich (1443). 170; insbesondere zwischen Bern und Oesterreich. 171. 804. Friede zwischen Basel und Oesterreich zu Breisach (1449). 135. 199. 201. 233. Friede zwischen Bern und Freiburg. 200. 227. 230.818. Dreijähriger Waffenstillstand zwischen den Eidgenossen und Oesterreich (1459). 297.301. 302.303.304.881. Waffenstillstand und Friedensunterhandlungen mit Oesterreich nach dem Thurganerzng (1460). 306. 311. 312. 313. 317. 883. Der fünfzehnjährige Friede (1461). 317. 320. 321. 324. 326. 356. 361. 377. 390. 886. Project eines zwanzigjährigen Friedens mit Herzog AI- brecht (1463). 326. 327. Waffenstillstand von 1467. 367. 370("). 373. Waldshuter Friede (1468). 376. 378(->. 380-390.397. 398(°). 404. 406. 430. 448. 449. 467. 475. 477. 960. 915. Ewige von Richtung 1474, s. Bündnisse, Vereinigungen zc. mit Savohen und Genf. Schiedrichterliches Abkommen über das Eschenthal (1424). 41. 727. Friede zwischen Savohen, Bern und Wallis (1446.) 207. Friede zwischen Bern, Frciburg und Savohen. 226. 230. 267. 263. 265. 266. Friedensunterhandlungen zwischen den Eidgenossen, Wallis und Savohen zur Zeit des Burgunderkricges. 563. 569. 572. 579. 583. 596. 597. 602. 603. 605. 606. 603(2). 610. 616. 624. 630. 632. 642.645.651—654. 658. 661. 669. 670. 673. 678. 694. 699. S- auch Kriege, Burgunderkrieg, mit Genf. 567. Mit einzelnen Parteigängern. Rechberg, Himmeli, Schneid, Richiner :c. 140(2). 221. 225. 229. 231. 234. Bern und Solothurn mit Thomas von Falkenftein. 240. Friedensunterhandlungen und Friedensschlüsse: Der Appenzeller mit dem Bischof von Constanz, Abt von St. Gallen und der Ritterschaft (1429). 77. 78. 7». S. auch Kriege, kleinere, Plappartkriege. Auswärtiger unter sich. König Sigmund und Herzog Friedrich von Oesterreich (1417). 72. 162. Graf von Thierstein, Bischof von Basel und Welti von Neuenstcin (1474). 494. Zwischen Herzog Sigmund und den Grafen von Sonnenberg (1474). 482. 484. 494. 498. 590. 605. 618. 646. 661. 666. 683. 684. Friedensunterhandlungen vor Neust zwischen Friedrich III. und Herzog Karl von Burgund (1476). 545 ff. 571. Neunjähriger Friede zu AmienS zwischen England und Frankreich mit Einschluß der Eidgenossen (1476). 568. Zwischen Frankreich und Savohen. 623. 624. Zwischen Mailand und Venedig (1454). 270. 272. Fürbitte für Verbrecher. 264. 500. 501. Fürdernistbricfe, s. Empfehlungen. Futterhaber. 97. G. Gäste, ihr Recht. 3. 254. Gebietsabtretung (Kyburg). 153. Gefangene. 77. 125. 140. 145. 146. 189. 211. 220. 227. 234. 261. 276. 278. 288. 293. 321. 345(-). 368. 371. 372. 374. 422. 444. 445. 448. 449. 463. 464. 466. 484. 493. 513(-). 519. 520. 536. 556(-). 559. 582. 589. 596. 596. 600. 603. 604. 635. 647. 643. 673. 692. 702. 724. 884. 887. Gefangene auf Wiederstellen. 126. 133. 145. 261. 264. 287. Gefangene, besondere: Hans Amstad von Schaffhausen. 368. Gefangene, besondere: Gras Heinrich von Württemberg. 618. 631, 636. Gefangene, besondere: Herzogin Jolanta von Savohen. 623. Gehelle. 579. 622. S. auch Glossar. Gelässe. 103. 228. 284. 310. Geld, gefundenes. 411. Geldanleihen. 121. 578. 648. 669. Geldschuld und Gülten. 197. 211. 222. 274. 302. 320. 327. 328. 596. 600. Geleit zu Tagen. 41. 164. 187. 188. 211. 221. 442. 451. 465. 486. 494. 497(-). 513. 537. 566. 579(-). 586. 589. 609. 614(2). 637. 663. 682. Geleit an Boten Auswärtiger. 569. 620. 649. 665. 676. 684. 687. 688. Geleit an Kanflcute. 443. 447. 464(-). 473. 486. 488. 643. 660. 673. 684. 686. Geleit ins Land. 35. 232. 352. 353. 452. 465. 469. 484, 536. 636. 664(2). ;;7Z. Geleit, allgemeines, zur Einsiedler Engelweihe. 352. 2* Materien-Register. Gclcuer-Eid und Ordnung. 16. 103. IUI. Geleitgeld. 2. 4. 10. 18. 19. 20. 33. 72. 9S. 304. 344. 642. Gcleitsbüchseu. 228. 421. Geleitsrechnuugeu. 83. 228. 229. 269. 304. 421. 433. 460. 643. 601. 683. S. auch Herrschaften, gemeine, Jahres - rechnungcu. Gelten. 79. 234. 243. S. auch Glossar. Gemachte. 12. 13. 261. Gemeinmarch, Gemeinwerk. 234. 410. Genossamc. 97. Georgenschild, Ritterschaft vom. 79. Gerichte und Gerichtsbarkeit, hohe Gerichtsbarkeit. 2. 37. 46. 61. 62. 82. 90.106. 129. 143. 149. 263. 407. 428. 432. 554. 703. 789. niedere. 8. 83. 93. 97. 93. 106. 106. 263. 407. 432. Maigerichte. 97. Wochengerichte zu Walleustadt. 393. Herbstgerichte. 93. Lehengcrichte. St. Gallische. 27. 281. 691. österreichische. 157. 799. 915. geistliche. 14. 117. 273. 400. 563. 664. 670. 905. 925. fremde (geistliche und weltliche), im Allgemeinen. 14. 117. 242. 286. 355. 399. 416. 563. 561. 696. 707. 722. 724. 725. 793. 877. kaiserliche. Hosgericht Rothweil. 233. 303. 348. 352. 366. 433. 660. „ Zürich. 161. Landgericht Nürnberg (Kolbcngericht). 107. >08. „ Stühliugen. 233. 341. „ im Thurgau. 153. 676. 661. westphälische. 101. 108. 109. 131. päpstliche (römische). 287. 400. 416. 463. 459. 563. S. auch Ehesache der Margaretha Zelgcr. Gerichtsbesatzung. 274. 278. 284. 289. 391. Gerichtsmarchen und Streitigkeiten. 6. 236. 239. 259. 280. 296. 299. 301. 319. 320. 372. Gerichtspersoucn. 429. Gerichtsverfahren. 263. Gerichtsstand (Forum) ordentlicher, ll. 418. 490; s. auch Gerichte, fremde, Erbrecht w. Gerichtsstand, verträglicher, s. Schiedgerichte und Schiedversahren. Gesandtschaften, s. Boten, Botschaften. Gesandtschaftsberichte: von Boten eidgenössischer Orte ab Tagen. 172. 200. 201. 204. 206. 211. 214. 216. 217. 666. „ eidgenössischen Boten an: kaiserlichen Hose. 452. von eidgenössischen Boten in Frankreich. 323. 331—337.400. 412. 623. 624. „ „ „ „ Burgund. 406. 409. über den Entsatz von Neuß. 545. vom Reichstag zu Regensburg. 428. Gesandtschaftsberichte: vom Fllrstentag zu Trier. 469 ff. der österreichischen Boten nach Frankreich an Herzog Gig" »Ilind. 466. 456. Geschenke: an die Eidgenossen: vom Herzog von Mailand. 462. von der Herzogin von Savoyen und der Stadt Genf. 673. S. auch Mieth und Gaben, der Eidgenossen an Auswärtige: au die Herzogin Eleonore von Oesterreich. 501. „ den Herzog von Lothringen. 597. 598. Gewerd. 107. S. auch Landesgewerd. Gewere. 721. Gewichte: Constanzer Silbergewicht. 6. St. Galler-Gewicht. 259. 282. Gnade, s. Ablaß, Roinsahrt. Gnadebegehren. 673. Gottesdienst. 197. 452. Gotteögabe, Begriff. 230. GotteshauSleutc. 76. 119. 280. 281. 284. 289. 346. 376. 414- 427. 865. Grab, heiliges. 451. Gränzbesetzuug, mailündische. 690. Gremperei. 250. S. auch Glossar. Grendel. 180. Grund und Grat. 418. S. auch Glossar. Gülten, 5. 79. ewige. 219. Gut, liegendes und fahrendes. 251. Gut angreifen (proccssual.). 451. H- Handbüchsenschütze». 688. Handel und Wandel, freier. 91. 96. 139. 404. 406. 412. 415- 490. 743. 749. 785. 809. 869. 874. 889. Handelssachen und Kanflcute. 13. 62. 91. 369.412.415.440- 441. 443. 449. 468.,473. 536. 567. 596. 609. 617. 624. > 625. 643. 647. 657. 660. 664. 672. 673(2). 684. S- a»a>, Geleit, Kanflente, Koruaussuhr, KriegScontrebande, Wesen. Handwerksordnung der Keßler (Keßlerbries). 42 l. 422. Handwerksordnung der Schmiede. 550. Harnisch. 14. 638. S. auch Glossar. Hauptbriefe (Originalurkunden). 212. 217. Hauptsall. 6. 492. Hauptleute in den eidgenössischen gemeinen Herrschaften. 550« 564. 675. Hauptleute, österreichische gegen Burgund. 484. Hauptfächer im Proceß. 215. Hauptfächer im Krieg, s. Kriege, Zürichkricg, Burgunderweg- Materien-Register. Heerzeichen. 178. 278. S. auch Panner und Venliu. Heiligthum, burgundisches, s.Kriege, Bungunderkrieg, Kriegsbeute. Heiligthumsschäudung. 41. 178. 184. 187. Helfer im Proceß. 215. Helfer im Krieg. 499. 514. 538. 574. S. auch Kriege, Zürichkrieg, Burgunderkricg. Herbstgerichte. 93. Herold, burguudischer. 569(°). Herrenmahl. 106. Herrschaften, gemeine, der Eidgenossen: I. Im Argau. 1. Gemeinsames. Erwerbung und Territorialbesttz. 2. 10. 12. 15. 72. 93. 94. 124. 153. 157. 162. 164. 168. 192. 193. 195. 224. S. auch Archiv, ehemaliges österreichisches, zu Baden, Friedensunterhandlungen mit Oesterreich. Jahrrechnungen der Vögte und Amtleute. 7. 10. 70. 83. 91. 95. 219. 228. 269. 304. 421. ' 433. 450. 542. 601. 683. Festsetzung des Tags der Jahrrechnung. 38. 66. 83. 323. 450. S. auch Gcleitgeld, Gelcitrechnungen, Zölle. Regalien: Münzwesen. 35. 38. Gefundenes Geld. 41 l. ^ Erbrecht an Unehelichen. 67. 337. 411. Gerichtsbarkeit, Forum. 14. 75. 220. 666. Verwaltungssachen: Organisation: Mehrheitsprincip. 1. Ordnung des Geleitwesens. 16. 38. 103.104.542. Civilrcchtliches: Testamente und Vergabungen von Eigenleuteu. 15. Recht des Harnischs. 14. Bevogtung von Wittwen und Waisen. 15. 665. Concurs und Priorität der Forderungen. 392.578. Verbot des Kornverkaufs auf dem Halm zc. 234. Steuerwesen. 4. 7. 10. 38. 60. 67. 75. 95. 267. 353. 634. 660. Handwerksordnungeu. Kcßlcrbrief. 421. 422. Schmiedehandwerk. 550. Kriegswesen. Bestellung der Hauptleute. 550. 564. 575. Aufgebote und Contingente. 514. 583. Schifffahrts- und Flußpolizci. 67. 94. 422. 430. 457. 473. 479. 491. 601. Marchsachen. 422. 434. Kirchcnwesen. Pfrundlehen. 573. Kirchenrcchnungen. 685. Herrschaften, gemeine, der Eidgenossen im Argau: Wcidestreitigkeiten. 75. 103. 291. Personalien und Verschiedenes. 2. 4. 10. 71. 94. 95. 109. 220. 327. 353. 411. 634. Justizwesen: Frevel und Bußen. 2. 10. 45(2). g?. 457. 4^^ 4^ 573. 575. 601. 630. 634. 690. 700. Todtschlägc, Landtage.'574. 575. Injurien. 45. 578. 579. 690. Civilprocessualisches. 14. 93(2). 94(2). 222. 270. 579. 676. Friedegebot. 418. 430. 2. Vogtei Baden. Burg. 11. 15. 38. 75. 93.94; obere (Stein). 22.99; niedere. 75. Burghnt. 184. 197. 341. Lehen der Burgcapelle und der Pfarre Eich. 15. Einzelne Aemter und Ortschaften: Burgamt (Rordorf, Birmensdorf w.). 75. 99. Dietikou. 220. Endingen. II. Eunctbaden. 3. 4. 7. Siggenthal. 7. 10. 127. Eigenlente. 16. 33. Bevogtung von Wittwen und Waisen. 15. Zoll und Geleit zu Baden und Kloteu. 18. 447. 677. S. auch Geleit, Zoll. Fischerrechte. 491. Flurorduung. 127. , Grundzinse. 450. Kriegsläufe. 438. 446. 701. Kriegssachcu. 223. 672. Verschiedenes. 19. 36. 38. 67. 83. 486. 498. 500. 55S. 630. Vögte. Bestellung und Amtsdauer. 84. Rechte und Pflichten, Eid. 103. Aufritt und Gefolge. 323. 341. Einzelne vorkommende Vögte: Georg von Zubeu, Unterwalden (1422.) 19. Haus Edlibach, Zug (1423.) 38. Fridolin Schindler (1426). 61. Anton Ruß, Lucern (1432). 96. Jost Spiller, Zug (1438). 126. 127. Thüring von Ringgoltingcn', Bern. (1442). ISO. Jost Käs, Uri (1445. 1447). 220. 223. Hans Oeri, Zürich (1458). 291. Jost Stadler, Schwyz (1461). 341. Hermann Eggel, Glarus (1470. 1471). 418, N. Engelhard, Zug (1472). 430. Peter Tachclshofer. Zürich. (1473). 450. -Hans Waldmanit, Zürich (1477). 632. Materien-Register. Herrschaften, gemeine, der Eidgenossen (im Argau): Untervögtc. 103. 265. 354. 433. Geleiter. 103. 104. 3. Freie Aemter, Vogtci im Waggenlhal. Streitigkeiten der Eidgenossen mit Lucern: Wer die Aemter Meyenbcrg, Richmsee und Vilmer- gen. 2. 4. 10. 21. 25. 52. über die hohen Gerichte zu Mcrenschwand. 51. 52. Einzelne Ortschaften: Twing Rüscgg. 84. Mcrenschwand. 44. 80(2). 109. Rüti, Gericht. 149. Muri. 2. 4. Iv(-). 32. 67. 71. 72. 77. 83. 102. 217. Hallwhlersee. 33. Hilfikon. 433. Reklamationen derer von Hallwyl, der Schultheißen von Lenzburg und der Geßler. 93. 94. 109. 222. Steuersachen. 67. 636. 660. Straßenwcsen. 488. Polizeisachen. 67. 573. 634. Frevel, Friedbrnch, Buhen. 45. 67. 469.564.578.660. Landtage. 222. Kriegssachen. 564. 575. 583. 672. Verschiedenes. 38. 72. 269. 353. 433. 575. 579. 634. Vögte: Bestellung und Lohn. 72. 77, 102. 197. Einzelne vorkommende Vögte: Hans Tachelshoser, Zürich (1424). 36(2). Hans Seiler, Zug (1425). 45. Rudolf Stüßi, Zürich (1427). 67. Jost Böl, Schwhz (1430). 83. 95. Heinrich Zelger, Unterwalden (1447). 219. Hans Uberg, Lucern (1447). 219. 229. Heinrich Schmid, Zug (1459). 299. Fridolin Schindler, Glarus. 353. Hans unter der Fluh, Unterwalden (1471). 421. Hans Waldmann, Zürich (1475.1476.1477). 563. 575. 636. 660. Untervögte. 433. 4. Städte im Argau: Im Allgemeinen. 67. 162. 163. 224. 228. 267. 672. Huldigungen. 104. 163. 168. 245. 310. 311. Baden. 1(2). 2(2). 3. 4. 7. 35. 36. 38. 47. 67 (2). igg(-). 108. 112. 132. 135. 162.163. 166.168. 169. 179. 210. 224. 228. 245. 313. 321. 421. 422. 429. 433. 630. 672. Brcmgarten. 4. 10. 35. 38. 67. 72. 83. 103. 161. 162. >163. 179. 197. 210. 224. 228. 245. 304. 411. 433. 497. Mellingen. 1. 35. 38. 67(2). 83. 103('). 104. 109.162. 163. 179. 197. 210. 224. 228. 245. 269. 304. Leutpriesterei daselbst. 566. 573. 575. Herrschasten, gemeine, der Eidgenossen (im Argau): 5. Klöster im Argau. Mirri. 44. 45. 80. 92. 213. 630. 709. Schirmbrief. 92. Wettingcn. 29. 30. 72. 234. 542. 556. Hermatschwyl. 2. 197. 6. Bischöflich constanzische Bogteien zu Kaiserstuhl, Kling« uau und Zurzach: Hohe Gerichtsbarkeit über dieselben und Eid der Leute. 2. 37. 45. 239. 411. 444. 554. 556. 572. 57k 600. 601. 659. 661. 668. 676. 673. 683. 691. Zurzacher Messe, Bewahrung durch den Bogt von Baden rc. 240. 323. Zurzacher Chorherren-Gericht. 554. Psrundsachen. 697. II. Im Thurgau: Die Landgrasschaft Frauenfeld. Erwerbung. 310. 311. 346. Eidesleistung. 419. 440. 441. 442. 449. 493. S26. 527. 542. 601. Rechnungen der Vögte und Amtleute. 421. 449. 642. 601. 683. Geleitssachen. 344. 632. Landfricde. 449. 526. 542. Lehensachen. 494. 559. 576. Reiscpflicht und Kricgssachen. 459. 495. 497. 501.526- 527. 564. 583. 601. Steuersachen. 392. Kriegsläufe. 446. 471. < Appellation. 575. Frevel. 645. Todtschläge. 576. Constanzer-Landgericht im Thurgau. 158. 576. 661- Liebenfelser-Handel. 542. 551. 554. 559. 562. 57S. 645. Die Stadt Dießcnhosen. 309. 327. 328. 362(2). 44» 441(-). 450. 493(2). 542. ggI. Kloster St. Catharinenthal daselbst. 362. Vögte im Thurgau. Ammann Süsser, Uri (1467.1468). 362. 371. 3?» Arnold Andcrhaldcn, Unterwalden. (1471). 426. Hans Blum, Glarus (1475). 563. 575. Hans Tachelshoser, Zürich (1477). 645. Landammann. 434. 559. III. Im Oberland (Sarganserland). Erwerbung, gemeinsame. 321. Erwerbung der Rechte des Grafen Eberhard von So» ncnberg. 527. 529. 535. 539. 540. Herrschaftsrodel. 328. Urbar der Zinse und Gerechtsame. 583. Erbrecht, Landgewere. 539. Lehen. 539. 550. 583. Materien-Register. Herrschaften, gemeine, der Eidgenossen (im Oberland): Verbot der Kriegsläufc. 471. Kriegspflicht der Leute, Contingent. 539. 672. Bußen. 539(-). 630. Todschlag. 672. Gotteshäuser Pfäfers und Schännis. 539. 683. Rheinwuhr. 683. Kornaussuhrverbot. 470. 493. Pfäferserbad. 354. Wallenstadt. 449. 672. Tagaissctzungen nach Ragatz. 440. 526. 527. 529. 535. Rechnungen der Vögte. 433. 542. 601. 683. Civilfordernngcn. 575. Vögte. Knchli von Glarns (1476). 583. Felix Keller von Zürich (1476). 630. Untcrvogt zu Ragaz. 354. IV. Kleine Bogteicn von zwei Orten. Utznach und Gaster. 112. 120. 122. 123. 125. 129. 212. 223. 238. 822. 394. 404. Rechnungen. 238. Vögte: Utznach. Heinrich Wüst von Glarns (1449). 236. Hans Landolt von Glarns (1470). 404. Windeck. Jost von Ospenthal von Schwyz (1449). 236. Gaster. Dietrich Jnderhalden von Schwyz (1460). 303. Grasburg. 24. 25. 41. 230. 277. 278. 361. Buchegg (Buchsgau). 62. 66. 81(2). V. Vormalige in Eschcnthal, Mainthal und Bel lenz. 4. 11. 12. 13. 17. 18. 54. 55. 57. Königliche Verleihnngsbriefe an Lucern, Uri und Unterwal- dcn. 47. VI. Wandt (zeitweilig). Eroberung und provisorische Verwaltung. 551. 557. 556. 579. 614. 620. 643. 645. 661. 688. Ehestencr der Herzogin Jolanta darauf. 669. 670. Verhandlungen über Rückgabe der romantischen Waadt an Savoyen. 603. 606. 608. 670.673. 678. 694. 700. 701. Insbesondere: Die Castellanicn Nyon, Morges, Rue und Romont. Landvogt: Franz von Billens. 674. Rechnungen der Amtleute. 674. Zoll zu Nyon. 673. 674. Die Herrschasten Grandson, Orbe, Iongne -c. Vorbehalt derselben. 603. 606. 608. 679. 694. Gerichte und Appellation. 552. 553. Geistliches Gericht. 553. Rechnungen. 552. 554. Urbar. 552. Landvögte. Heinrich Matter. 552. Jörg vom Stein. 554. 557. Humbert von Glane. 571. Herrschasten, gemeine, der Eidgenossen (in der Waadt): Multen. Eroberung und Freiheiten. 566. Streit zwischen gemeinen Eidgenossen und Bern und Freiburg über die Beherrschung von Murten, Grand« court, Cndrcfin ,c. 603. 615. 619. 620. 645. 661. 679. 683. 663. 697. Hintersasse». 416. Hochwälder. 106. Hofamt zu St. Gallen. 281. Hosgerichte, s. Gerichte und Gerichtsbarkeit. Hofrccht. 98. Huldigungen. 306. 309. 310; s. auch Eidesleistung, Herrschaften, gemeine, Städte im Argau, Thurgan. Hülfe, s. Bundcshülfe, Rcichshülfe. Hülfebegehren von Straßbnrg. 75. „ „ König Sigmund zum Römerzng. 86. „ „ demselben gegen Venedig. 92. „ „ Appenzell. 175. „ „ Pfalz und Bayern. 322. „ vom Bischof von Constanz. 444. 448. 457. 459. „ von Basel. 463. ! Hülssancrbieten von Frankreich. 482. „ „ Mailand. 458. „ „ Württemberg. 631. „ „ Savoyen, s. Kriege, Burgnndcrkricg. Hnlssvcrsprechen für die Rheinstädte. 482. Hnssitcn. 3. 15. 71. 77. 86. 37. I. Jahrrechnungen der Vögte und Amtleute, s. Herrschasten, gemeine, Allgemeines, Argau, Oberland, Thurgan. Jahrrcchnungstagsatzungen zu Baden. 7. 10. 14. 15. 22. 36. 60. 66. 70. 75. 83. 91. 95. 99. 102. 108. 127. 139. 149. 219. 228. 269. 275. 285. 291. 304. 328. 341. 354. 366. 397. 410. 420. 433. 449. 494. 542. 600. 682. Jahrzeitgut. 5. Jahrzeitenstiftungcn: für die Gefallenen im Zürcherkrieg. 209. „ „ „ bei Sempach. 487. Injurien (Zureden, Nachreden, Schmachworte). 23. 104. 108. 131. 253. 393. 420. 468. 563. 570. 573. 574. 579. 584. 599. 624. 643. 659. 677. 682. 690. Jnjuricnhandel zwischen den Appenzellern und der Canzlci des Abts von St. Gallen. 341. 342. 343. 344. 345. 346. 347. 356. Realinjurien. 692. Instructionen: einzelner Orte aus eidgenössische Tage. 19. 25. 27. 39. 42. 59. 74. 77. 102. 103. 110. 150. 159. 162. 471. 3 Materien-Register. Instructionen: an eidgen. Gesandte nach Burgund. 467. „ „ „ „ Frankreich. 484.516.517.615.616. Herzog Sigmunds von Oesterreich an seine Gesandten nach Frankreich. 481. 565. Jnterdict. 365. Johannisfeuer, s. Sonnwendefener. Inden. 362. 371. 524. 534. 649. K Karthäuser zu Jttingen, s. Orden, geistliche und O.-R. „ Besitzungen zu Grandson. 552.; Kastvögtc. 339. 353. 353. 375. Kauf, feiler, freier. 19. 113. 117. 123. 123. 130. 132. 133. 158. 169. 176. 243. 389. 399. 404. 429. 446. 467. 474. 523. 726. 793. 384, 889. 901. Kaufmannsgüter, Wegnahme. 13. 17. 2V. 48. 49. 287. Kernengeld. 83. Kcßlerbrief. 421. 422. Ketzerei. 100. S. auch Hussiten. Kirchenwesen. Kirchenbann, f. Bann. Kirchenbau. 414. 427. Kirchengut. 643. 661. Kirchenrechnungen, Kirchmeher. 685. Kirchenlehen. 318. Kirchenraub. 586. 599. , Kirchen und Kirchhöfe-Weihe. 80. Kirchgenosscnschaft. 98. Kirchensatz. 296. 345. S. auch Psrundlehen. S. auch Pfründen; Gerichtsbarkeit, geistliche; Concilien; Klöster, Orden. Klagen, österreichische, gegen die Eidgenossen. 241. 313. Klöster und Stiste, f. Orden, und O.-R.: die einzelnen Klöster. Kolbengericht zu Nürnberg. 108. Kopfpreis, ausgesetzter, ans Feinde. 224. Korn, weggeführtes. 130. Kornausfuhr, Beschränkungen und Verbote. 149. 179. 209. 251. 470. 487. 493. 581. 584. 536. 590(2). ggg gg2. 667. 677. Kornmaße. 77. 96.209.220.259; S.anch Ledi, Malter, Stuk. Kornverkauf auf dem Halni, Verbot. 234. Kornverwüstung. 380. Krapcnleute (Böcke). 222. 224. Kreuze (Feldzeichen im Zürcherkrieg). 178. Kreuze, vier, zu St. Gallen. 233. 234. Kreuz, savoyisches, zu Freiburg. 600. 604. Kriege und Kriegswesen, o. Im Allgemeinen. Besoldung und Verpflegung der Truppen. 98. 197. 244. 349. 355. 463. 465. 487. 570. 589. 590. 632. 633. Feldzeichen, Heerzeichen, Panner, Fahnen. 128. 133. 142. 169. 178. 278. 377. 379. 380. 585. 595. 633. 640. S. auch Glossar. Geschütz, Bewaffnung, Kriegsmaterial. Armbrustschützen. 385. Belagerungszeug. 339. 390. Büchsen. 220. 387. Schlangenbüchsen. 545. Steinbüchsen. 545. Büchseuschützcn. 385. Harnische. 638. Kriegsbauteu. 179. 385. 546. Kriegsschiffe. 385. Pfeile. 2. Pulver, Stein, Klötze. 2. 387. Tarras. 388. Kriegsbeute, allgemeine Grundsätze über Theilung zc. 724. 736. 737. 779; s. auch Kriege im Besondern, Bnrgpn- derkrieg. Kriegscontrebande. 464. 672. Kriegsdienst, vertragsmäßiger französischer. 503. 504. 516. 535. 672. 683. 691. 697(-)( 698. Kriegsdrohungen, Kriegsgefahr, Kriegslärm. 441. 444(^)< 445. 446. 448(°). 451. 482. 493. 494. 498. Kriegshülse, f. Bundeshülfe, Reichshülfe, Reisepflicht. Kriegskosten: im Zürcherkrieg. 215. 220. 237. 836. „ Waldshnterkrieg. 392. 901. „ Burgundcrkrieg. 667. 669. 679. Kriegsordnungm und Disciplin. 197. 228. 334. 529. 536. 539. 586. 614. 615. 631. 638. Kriegs- oder Reislaufen. Verbot. 18. 247. 304. 421. 427(2). 428. 432. 436. 446.. 471. 483. 434. 520. 664. 675. 676. 677. 679. 681(-). 682. 684. 687. 690. 697. 698. 701(2)- Erlaubtes. 348. 528. 529. 556. 615. 619. 632. 635. 697. 923. Kriegssteuern und Auflagen. 214. 230. 312. 314. 392. 575. b. Im Besondern. Sempacherkrieg (1386). 313. Der Eidgenossen gegen Mailand (1422—1426). 12(2)- 4->- 15. 16. 18. 19(2). 20. 23. 24. 27(2). 28. 29(')- 30G. 33. 34. 35. 36. 37. 39. 41. 42(2). 45. 46. 50. 51. 53(2). S4—58. 59. 60. 61. 62. 63. 98. (1439—1441). 138. 147. (1447). 223. Der Eidgenossen gegen Zürich, Oesterreich und Frankreich (Zürcherkrieg). 1436—1447. Bis zum Frieden vom 1. Dccember 1440. Auszüge. III. 113. 128. 132. 136. 141. 142. 443. Vermittlungsversuche und rechtliche Verhandlungen. 41 Materien-Register. Kriege, (Zürcherkrieg): 112. 113. 114. 115. 11». 118. 121. 124. 130. 131. 13«. 142. Waffenstillstände, 112(2). 113. 121. 124. 132. 137. Richtsprüche. 116. IIS. 130. 131.144. 145. 147. Friedensschluß. 143. 144. 145. 147. Bis zum Definitivsrieden mit Frankreich und Zürich. Verhandlungen zwischen Zürich und Oesterreich. 149.150. 153. 161. 162. 165. 166. 171.17«. 194. 215. 219. 224. 232. 237. 241. 242. 244. Eidgenössische Verhandlungen über den österreichischen Bund. 163. 165. 166. 167. Besetzung der Pässe, Rüstungen. 179. Verhandlungen der Eidgenossen niit Appenzell, Baden ,c. 163. 164. 165. 179(2). Vermittlungsversuche des Concils von Basel, der Kurfürsten u. A. 170. 171. 175. 180. 181. 185. 189. 190. 200. 201. 205. Absagen. 168. Schlacht bei St. Jakob. 180. 184. Waffenstillstände. 170s-). 180. 181. Friedensunterhandlungen zu Kaiserstnhl, Cappel, Ensis- hcim, Ulm w. 201. 205. 208. 209. 210. 211. 212. 214. 215. 219. 237. 242. 244. Richtung mit Zürich. 241. Obmannssprnch über den österreichischen Bund. 244. Friede mit Frankreich. 180—135. Kriegskosten. 215. 220. 237. S. auch Friedensunterhandlungen und Friedensschlüsse. Der Eidgenossen gegen Oesterrreich (1460). (Thurgauerkrieg). Veranlassungen und Rüstungen. 286.305.306.307.309(2). 312. Absagen. 307. Huldigung von Dicßenhosen und Franenfeld. 309. 310.311. Winterthnr. 311. Waffenstillstände und Friedensverhandlungen. 311. 312. 313. 317. 318. 321. 324. S. auch P.-R. Gradner, Bernhard und Wiguleis. Der Eidgenossen gegen Oesterreich (1467). (Schafshauser- und Mühlhauserkrieg.) Anlaß und Rüstungen. 367. 368. 369(2). -j7>, g7g. 377. 378. 379. 380(2). 4^ Fehdcbriese. 379. Zug in den Schwarzwald. 387. 389. ,, „ Elsaß und Snndgau. 408. Belagerung von WaldShnt, Berichte über dieselbe. 381-390. Friedcnsunterhandlungen, s. daselbst. Kriegskostenrechnung von Bern und Zürich. 392. Der Eidgenossen und der Walliser gegen Burgund und Sa- vohen (Bnrgnnderkrieg). 1474—1477. Rüstungen. 40«. 451. 457. 459. 483. 488. 493. 495. 498. 565. 618. Kriege, (Burgunderkrieg): Charakter des Kriegs. Die Eidgenossen als Helfer. 499. 514. 538. 574. Reichskricg. 528. 588. Stellung zum Kaiser Friedrich 1H. 66«. zu Frankreich. 500. 501. 513. 514. Verhältniß zur Niedern Vereinigung. 518. 526. 559. 565. 569. 582(2). 589. Verhältniß zu Mailand und Savoyen. 526(2). 531s-), 535. 536(2). 555, 579(2). ggg ^4 345. Verhältniß zu Curwalen. 457. 544. Absage. 487. 515. Auszüge. 495. 499(2). 5(11, 54g. 544, 545 54g gzg. 534. 536(2). 537. 53g. 5Jg. zgy. Auszüge gegen Savoyen. 564. 565. Spcrrmaßregeln. 520. Contrebande. 464. «72. Mahnungen Berns. 538. 582(2). 583. 585. „ der Eidgenossen. 488. 580(2). 584. „ Oesterreichs. 487. - „ des Kaisers. 528. Kriegspläne, sranzösische. 497. 602. Stellung des Markgrafen von Röthelu. 498. 529. 604. „ Württembergs u. der schwäbischen Städte. 631. «43. Besetzung von Städten. Mümpelgard. 493. 498. Basel. 463. 465. 565. 570. Freiburg. 583. Murten. 583(2). Genf. 449. 458. 459. «02. 61«. Besatzungen, Zuschub, Zuzüge. 465. 472. 484. 437. 493. 510. 513. 565. 570. 578. 582. 583. 585. 589. 595. Verhandlungen mit Bern über die Besetzung von Murten. 583(-). 585. 587. Maßregeln gegen Zuzüge nach Burgund. 472. 498. 523. 526. Sold und Verpflegung. 463. 465. 487.570.589.590. Disciplin, Kriegsordnungen. 529. 536. 539. 586. 614(2). «15. 631. 638. Schlachten und Gefechte. Hericourt. 519. Zug nach Pvntarlier. 535. 536. 537. 538. Schlacht bei Grandson. 580. 584. 585. 588. 592. 678. (Truppenzahl daselbst. 593.) Schlacht bei Murten. 596. 630. Nancyzug. 630. 631. 632. 635. «36. «38(2). ggg «84. 68«. Einnahme von Schlössern w. 523. 534. 537. 538. 565. 566. 568. 603. 614. 615. 657. 664. Berrath von Averdon. 614. 615. 619. Verwundete. 588. 593. 594. 599. Materien-Register. Kriege, (Burgundcrkricg): Kriegsgefangene. 619. 529. 523. 531. 549. 544.556.562. 644. 645. 647. Kundschaften und Kriegsnachrichten. 448. 457.464. 495. 496. 523. 531. 545. 566. 574. 578. 579. 589(2). 582. 585. 597. Kriegskosten. 667. 669. 679. Kriegsschaden. 595. 599. 632. 649. Vermittlungsversuche: Savoyens. 498. 523. 555. 559. des Grafen von Gens. 544. des Markgrafen von Rötheln. 566. 569. 572. 573. 574. 575. 579. des Papstes und des Kaisers. 583. 564. 585. 616.619. 625. 626. 627. 635. 637. 648. 663. 671. 673. Ungarns. 617. französische sür Savoyeu. 597. 598. 599. 692. 695. 696. 698. 619. Vereinbarung der Eidgenossen über die Kriegsfiihrung :c. 553. 555. 659. 663. Walliserkrieg. 555. 569. 572. 587. 693. 694. 699. 676. 681. 686. 699. 692. 699. 799. Waffenstillstand und Friedcnsunterhandlungcn mit Burgund. 568. 579. 583. 693. 618(2). 621. 622. 639. 632. 633. 642. 643. 644. 646. 647. 648. 649.659(2). 652. 657. 656(2). 061. 064. 067. ggg. 071. 072. 678. 689(2). 681(2). 699. 691(2). ggz. 702(2). mit Savoyen. 596. 597. 695. 696. 698. 619. 616. 624. 642. 645. 651. 654. 658. 661. 669. 679. 676. 694. 699. Abkommen mit Gens. 654. 655(2). 658(2). 659. V61. 665. 668. 673. 676. 633. 684. 636. 688. 798. 799. Glückswünschc zu Siegen. 585. 589. 598. Kriegsgcldcr (Subsidien): sranzösischc. 497. 539. 549(2). 577. 578. 579. 538. 599. 616.. 623. 685. 687. 917. 918. 919. 929. österreichische. 499. 513. 528. 536. 539. 557. 569. mailändischc. 589. 676. 679. 685. 687. 669. Eroberung von Gebieten: Waadt, s. Herrschaften, gemeine und O.-R. Waadt. Streit um Murten, Grandcourt, Cndrefin, ?c., s. Herrschaften, gemeine und O.-R. Murten :c. Oberburgund, projectirte Besitznahme oder Theilnng. 642. 645. 646. 649. 650. 651. 652. 657. 672. 695. 696. 698. 791. 710. 920. Brandschatz- und Lösegelder. 544. 567. 569. 575. 569. 590(2). 014. 043(2). 645. 659. 662. 676. 684. 685. 686. 688. 798; S. auch Abkonimen mit Genf. Maßstab der Theilnng. 599. 644. 662. 799. Beute. 584(2). 587. 588('). 590('). 591. 593.614.622. 633. 636. 642. 647. 662. 666. 668. 687. Verzeichnisse. 591. 593. Kriege, (Burgunderkrieg): Grundsätze über Behandlung und Theilnng. 584. 587. 588(2). 5gg. 599. 014. 618. 619. 621. 622. 633. 636. 644. 661. 662(2). 071. Diamant. 599. 614(2). 019. 624. 643. 646. 651.658. 659. 660. 668. 672. 678. 701. Goldene Tafeln, Sessel, Heiligthum. 590. 614(2). o4S. 672. Panncr und Fahnen. 588. 599. 699. 619. 621, 632. 636. 649. 668. Büchsen. 586. 597. 598. 621. 644. 662. 668. Gleichzeitige Kriege Auswärtiger gegen Burgund: Kaiser und Reich, Neußerkrieg. 545—549. 666. Zuzug der Eidgenossen zum kaiserlichen Heer, verlangter. 529. 527. 528. 529. 530(2). 594. 59z. 594. ggg. ggg. Oesterreich. 482.499. S. auch Verhältniß zur Niedern Vereinigung. Lothringen. 544. 579. 694. 626. 627. 639. 631. 632. S. auch Nancyzug. Frankreich. 401. 544. 647. 648. 649. 651. 653. 657. 664. 667. 671. 672. 680. 683. 684. 691. 698. 791. 702. 710. Kleinere Fehden und Kriegszüge der Eidgenossen: Appenzell gegen Graf Friedrich von Toggenburg. 426. 429. Bischof von Constanz, Abt von St. Gallen, St. Georgen- schild. 62. 63. 65. 74. 76. 79. Bern und Savoyeu gegen Freiburg (1448). 226. 227. 229. Eidgenossen gegen Constanz. 58. Plappartkrieg. 294. 296- Lncern gegen Straßburg. 287. 289. 292. 294. Lucern gegen Colmar. 258. 261. 264. Fehden Einzelner. 58. 101. 149. 217. 222. 229. 259. 275. 291. 294. 396. 406. 408. 542. 551. 554. 562. Kriege Auswärtiger unter sich: König Sigmund gegen Herzog Friedrich von Oesterreich (1423). 17. 23. König Sigmund, Aragon und Florenz gegen Mailand. 2 - 28. 29. 36. 37(°). gg. 47. 00. Markgraf von Brandenburg gegen Nürnberg und andere Reichsstädte. 234. 237. 240. 241. Curwalen gegen Mailand. 344. Sarganserland gegen Gras Wilhelm von Montfort. 1^' Pfalz gegen Kaiser und einige Reichsstände (1462). 3 - Herzog Sigmund von Oesterreich gegen Graf Eberhar von Sonnenberg (1473). 443. Burgund gegen Lüttich. 491, gegen Cöln. 496. Württemberg gegen Rothweil. 499. 599. Frankreich gegen Bretagne. 633. Kundschaften (Zeugenaussagen). 130. 187. 253. Kundschafter (Spione). 197. 448. 449. 457. 523. Kutten, graue. 449. Materien-Register. «. Lämmer, Abgabe. 6. Lämmerzehnt. 105. Landsrieden, fünfjähriger, kaiserlicher. 376. 380. 389. 397. 402. 426. 4SI. Landsrieden im Thurgau. 405. 441. 449. 526. 542. Landgerichte: zu Nürnberg (Kolbengericht). 107. 108. zu Stühlingcn. 233. 341. im Thurgau, Constanzisches. 158. 576. 661. Landgeschrei. 493. S. auch Glossar. Landgewerd. 539. S. auch Glossar bei Gewerd. Landrecht und Landrechtsverhältnisse. 5. 76. 271. 407. S. auch Bürgerannahmen, Burg- und Landrechtssachen, auch Glossar. Landschreiberwahl zu Zug. 329. Landsgcmeinde, gemeinsame, beider Unterwalden. 416. Landstreicher. 690. 692. S. auch Müßiggänger, Stirnenstößel, Trümelbnbcn. Landtage. 212. 222. 289. 375. S. auch Glossar. Landzwinger. 3. 722. S- auch Glossar. Läufer von Unterwalden, ertränkter. 540. 544. 545. S. auch P.-R. Schmitt, Hensli. Lüuscrlohn. 459. Lebensmittelthenrung. 91. 96. Ledi, Kormnaß. 77. S- auch Glossar. Ledige Leute, s. Erbrecht an Unehelichen, auch Glossar. Legaten, päpstliche, s. Botschaften und P.-R. Legitimation zum Proceß. 213. Lehen und Lehengüter. 6. 81. 281. 296. 407. 492. 494. After lehen. 66. Weiberlehen'. 154. 539. Leheneid. 255. Lehenhand, Lehengerichte. 281. 284. 691. 799. Lehenrccht des Reichs. 154. 157. Lehenrccht, österreichisches. 154. 157. Lehenrecht im Sarganserland. 539. Lehenrcchtc Oesterreichs, Vorbehalt. 154. 436. 476. 799. 915. Leibeigenschaft. 249. S. auch Eigenleute. Leibeserbcn Herzog Sigmunds. 476. 481. Leibding. 540. Leumund. 253. Lczinen. 2. 6. 99. 284. 370. 392. S. auch Glossar. Lieferung. 570. 633. 698. 699. S. auch Glossar. Liedlohn. 307. 361. Collocation desselben. 392. Lvskauf Abt St. Gallischer Rechte im Lande Appenzell. 318. 357. 359. Lösung der österreichisch-burgundischen Psandschast, s. Pfandschaften. Lösung der Herrschaft Vaduz. 340. Lucerner Stadtrecht. 251. M. Mahnungen, bundeSgemäßc. 12. 13.16. 22. 23. 27. 28. 29(°). 35. 42. 51. 74. 76. 77. 83. 89. 90. 97. 112. 118. IIA. 121. 122. 185. 137. 142. 146. 166. 167. 169. I?sl 168. 223. 225. 250. 283. 289. 309. 418. 437. 439(-).' 441.-442. 445. 465. 487. 438. 538. 561. 530(-). 532(2). 583. 584. 587. 629. 723. 791. 879. 937. Maigcrichte. 97. Majestätssicgcl. 155. 158. 160. 161. Malter, Kornmaß. 96. Mandat, bischöfliches. 280. Mannen, Mannengericht, s. Lehengericht, auch Glossar. Mannschastsverzeichnisse. 593. 710. Marchangelegenheiten: zwischen Zürich und Lucern. 80. „ Zürich und Schwyz. 129. 131. „ Zürich und der Grafschaft Baden. 154. 422. 434. Zürich und der Herrschaft Kybnrg. 151. 156. „ Zürich und Zug. 82. „ Bern und Bischof von Basel. 256. 257. 258. „ Bern und Solothurn. 66. 305. „ Bern und Freibnrg. 361. „ Bern und Lucern. 407. „ Lucern und Zug. 24. 46. 236. „ Lucern und Nidwalden. 105. 323. „ Lucern und Obwalden. 437. „ Lucern und Freiamt. 299. „ Uri und Glarus. 104. „ Schwpz und Glarus. 10. 425. „ Abt von St. Gallen und Stadt St. Gallen. 304. „ Abt von St. Gallen und Appenzell. 293. 298. 303. 345. 347. „ Saanen und Obersiebenthal. 249. „ Savicse und Gundis. 141. in der Grasschaft Baden. 127. Markt, freier. 404. 633. S. auch Kauf. Märkte, Messen: zu Zurzach. 240. 323. 341. zu Genf. 322 ff. 415. 673. 630. 696. 928. zu Lyon. 369. 415. 660. 696. 923. zu Frankfurt. 468. 670. Marktordnungen. 47. 91. 96. 128. 209. 234. 251. Marktrccht zu St. Gallen. 234. Maße. 259. 282. S. auch Kornmaße, Reif, Malter, Salzmaß rc. Maueröffnung zu Dießenhofen. 493. Maulvieh (Mulife). 228, 254. S. auch Glossar. Meineid. 417. Messen, s. Märkte. Mieth und Gaben, Verkommniß gegen Annahme von. 473. 484. 487(-). 498. 501. 514. 658. 661. 916. Minne. 202. 300. S. auch Glossar. Michaelsleute, St. 19. 20. 407. Mord. Mörder. 253. 672. 690. 3» Materien-Register. Münzsachen und Münzverhandlnngen. 3. 5. 9. 1t). 32(2). gg 37. 33. 39. 43. 45. 50('). 51. 72. 84. 87. 250. 391. 520. 556. 601. 617. 618. 679. 687. 688. 697. 700. 728. 734. Schlagschatz. 9. 32. Korn. 32. Währschaft. 35. 250. Münzprobe. 2S0. Tarifirungen. 87. 250, 391. 520. 556. 601. 679. 688(2). Münzmeisteramt. 259. Miiuzverträge der Eidgenossen. 50(2). 7-zg, 7^4, zwischen Zürich, St. Gallen und Schafshausen. 44. Münzen, einzelne! Angster. 9. 32. , Büggeliangster. 250. Behemsch. 9. 83. Blanken: Savoyer. 520. mit Schwertern. 520. Deniers. 33. 250. Ducaten. 13. 83. 578. Florin, 37. Floreni Ratti. 578. Fünfer. 9. Bernerfünser. 95. 601. 688. Savoyer. 520. Genower. 395. Groschen, Bnrgundische. 601. Gulden. 9. 83. 84. Rheinische. 32. 68. 69. 578. 679. Savoyische. 573. Utrische. 578. 679. Salucier. 578. Cölner. 700. Goldgulden, französische. 24. Haller. 9. 79. 84. 103. Kreuzer. 9. Neue. 250. Savoyische mit zwei Köpfen. 520. Mark Silber. 68. Neuner. 9. Pfenninge: Eonstanzer. 6. 79. Weistpsenninge. 589. 601. Zürcherpfenninge. 75. Pfund. 67. 70. 71. 75. 83. 90. 103. 220. S. auch in den Jahrrcchnungen. Französisches (Livre Tournois). 557. Plappart. 9. 83. Kreuzplappart. 9. 84. Lichtstockplappart. 28. 32. Tschamarienplappart. 28. Znrcherplappart. 32. Münzen, einzelne! Bernerplappart. 31. 601. Savoyer Plappart. 601. Burgunder Plappart. 601. Schillinge. 9. 32. 83. 84. 94. Schwabacher mit Brakenkopf. 250. Schiltlin. 250. „ „ Scheppelin. 250. Sechser, Basler. 601. Spagürlin. 28. Stebler. 520. Stück Geld (32 Gulden). 108. Müßiggänger. 690. Muthnng. 173. Muthwillen. 433. Mütt, Kcrncnmaß. 94. 220. 251. St. Nachjagen. 2. 61. 79. 84. 99. 106. 357. 417. Nachreden, s. Injurien. S. auch Glossar. Nachrichter. 212. Nähme (Nomen), s. Ranb. S. auch Glossar. Nester, geheime. 421. Neutralität (Stillcsitzen): derer von Bonstetten zu Ilster und der Leute im Grüninger' amt. 169. 175. 179. der gemeinen Vogtei bei Consta«;. 189(2). der Eidgenossen im Kriege zwischen Markgras Albrecht von Brandenburg und den Reichsstädten. 234. der Grasburger bei Streitigkeiten zwischen Bern nnd Fre>° bnrg. 278. der Stadt Winterthur (1460). 311. des Markgrafen von Nötheln im Bnrgnnderkrieg. 569. Niederwersen von Kauflenten und Gütern. 275. 276. 421. 429> 690. S. auch Glossar. Noteln. 8. 50. 88. 133. 137. 143. 144. 152. 155. 160. l6l- S. auch Glossar. Nnnncnmacher. 103. v. Oberacht. 402. Obmänner, Obleute, Gemeine. 51. 52.186. 208(2). 209. 21^- 229. 231. 236. 237. 239. 242. 244. 248. 265. 304- 330(2). 351. 375. 376. 720. S. auch Glossar. Offene Häuser, Offenhaltung von Städten, Schlössern Zc. l.69- 246. 290. 300. 506. 695. 793. 875. 890. 904. 915- 924. 947, Olivenöl. 280. S. auch Fastendispense. Opferstock zu Einsiedeln. 358. Augustiner und Augustinerinncn. s. O.-R. bei Jnterlake». Ittingen. St. Mori; in Wallis, Schännis. Materien-Register. Orden, geistlichem Benedictiner und Benedictinerinneu, s. O.-R. bei Dissentis, Einsiedel,:, Engelberg (Manns- und Frauenkloster), St. Gallen, Hermatschwyl, Lncern, Muri, Pfäfers, Rheinau, Reichenau, Trub. Provincialcapitel zu Seligenstadt. 269. » Präsidenten. 282. Visitatoren. 287. Cistercienser und Cistercienserinnen, s. O.-R. Gnadenthal, Frauenthal, Lucel, Salmansweiler, St. Urban, Wettingen. Clarissen, s. O.-R. bei Königsfelden. Dominicaner und Dominicanerinnen, s. O.-R. bei St. Ca- tharinathal bei Dießenhofen, Ottenbach bei Zürich. Prämonstratenser, s. O.-R. bei Rnti. Orden, militärische, Ritterorden. Deutschordensritter: Oberster Meister in deutschen Landen: Paul von Stetten. 186. 191. 201. Altmeister Jost von Bringen. 322. Landcomthur Marquard von Schellenberg. 94.186. 191. Comthurei zu Hitzkirch, s. O.-R. bei Hitzkirch. Johanniter. 472. 493. Comthurei zu Hohenrain. 229. „ „ Lenggern. 369. Wädiswhl. 190. 220. Orte, eidgenössische. S. O.-R. bei Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwhz, Unterwalden, Zug und Glarus. S. auch Glossar. P Panncr. 117. 128.133. 142. 169. 379. 380. S. auch Glossar, im Gegensatz zum Venlin. 585. 595. 638. 640. erobertes von Glarus. 148. türkische. 536. Pannerstreit zu Zug, s. O.-R. Zug. Patronatrecht, s. Pfrnndlehen, Kirchenlchen. Pensionen. französische an die Eidgenossen. 497. 501. 503. 504. 514. 516. 521. 534. 603. 604. 605. 616. 623. 624(-). 642. 643. 657. 660. 679. 683. 698. 703. 710. französische an Herzog Sigmund von Oesterreich. 521. 534. 544. 557. 569. 607. Pensionsverbote. 473. 484. 487(^). 498. 501. 514. 526. 546. 575. S. auch Dicnstgelder. Psalz in St. Gallen. 285. Pfalzlehen ebenda. 285. Pfänder, bewegliche. 578. 668. 688. 708. 709. Pfänder, ästige. 686. Kirchensilber von Genf. 661. Pfandlosnug. 274. 441. 442. 443. Pfandschaftcn: österreichische. 1. 153. 156. 322. 328. Pfandschasten: der Arganischen Städte. 68. Pfirt, Elsaß, Sundgan. 398. 406. 429. 441. 442. 454. 470. 473. 474. 475. 431. 484. Utznach. 120. 122. 130. Sargans. 121. Baden. 124. Windeck, Gaster,c. 125. des bernischen Argau. 224. „ Schnltheißenamts zu Mühlhausen. 462. Murten, Jferten, Nyon für den Genfer Brandschatz. 525. Waadt. 603. Frauenfeld, Landgericht. 538. Pfändung. 686. Pfeile. 2. Pfenning, dritter (Handänderung). 150. Pfenning, zwanzigster (Abzug). 97. Pfrägnh. 251. S. auch Glossar. Pfriindeanfallen. 4. S. auch Glossar. Pfrnndlehen. 15. 92. 318. 324. 566. 697. 709. Pilger. 62. 261. 276. 457. Plünderungsverbot. 385. S. auch Kriegssachen, Disciplin. Pön. 265. 342. 389. Pönitentiar. 80. Priestertodtschläge. 79. Primgeläute. 240. Priorität der Forderungen. 392(-). 573. Privilegien. S. Freiheiten. Proceß, geistlicher. 273; s. auch Ehesachen. Proceßvollmacht. 213. 216. 217. 220. 221. Procuratoren. 217. Proviantirung. 197. 213. Pulver. 2. Quittungen. 398. 545. 557. 577. 578. R Raub. 141. 211. 220. 272. 276. 293. 295. 350. 371. 376. 430. 440. 441. 443. 449. 464. 468. 588. 589. Ranbgut. 584. 630. Recht (Gesetz), kaiserliches. 530. Recht (Forum), eidgenössisches, bundeögcmaßcs. 114.129.130. 135. 144. 166. 167. 177. 202. 203. 209. 211. S. auch Glossar. Recht (Forum) vertragsmäßiges, schiedgerichtliches. S. Schied- gerichtsvcrfahrcn, Schiedgerichte und Glossar. Rechtbitten, Rechtbote. 121. 124. 134. 166. 171. 192. 222. 223. 229. 238. 255. 306. 344. 364. 391. 398. 468. Rechtfertigungsschreiben. 169. 176. 177. 178. 184. 196.301. Materien-Register. Rechtserläuterung. 148. 192. 206. 249. 320. 353. S. auch Glossar bei Läuterung. Rechtsprecher. 149. Rechtsverweigerung. 117. 223. 249. 300. 418(2). Rechttage. 429. 430. 431. 586. 590. S. auch Glossar. Reformation der Christenheit. 100. Regalien. 559. 578. Regentschaft in Savoyen. 425. 603. 604. Rcichssachen. 127. Reichsacht, s. Acht, Oberacht. Reichsanschlag. 426. Reichsfiscal. 297. Reichsgerichte, s. Gerichte, kaiserliche. ' Reichshülfe. 17. 23. 29. 86. 92. 102. Rcichskriegc, s. auch Kriege, Burgunderkrieg. Reichslandvogt in Schwaben. 4SI. Reichslehen. 154. Reichslehenrccht. 1S4. 157. Reichspfandschaften. 145. 151. 297. Reichssicherheit gegen Fremde. 196. Reichssteuer. 5. Reichsstrasten, freie. 235. 583. 773. Reichsunmittelbarkeit. 267. 270. Reichsvicar. 193. 233. Reichsvorbehalt in Verträgen. 155. 156. 168. 274. 290. 355. 399. 695. 707. 726. 795. 846. 865. 891. 898. 908. 918. 937. 948. Reif (Maß). 259. Reisepflicht und Reisekosten. 61. 65. 90. 93. 206. 219. 230. 248. 249. 253. 283. 289. 428. 432. 492. 497. 501. 601. 659. 661. S. auch Glossar. Reislausen, s. Kriegslausen. Renßinspection, s. Herrschaften, gemeine, Baden, Waggcnthal. Revers Zürichs wegen Sursee. 124. Richtungen, s. Friedensunterhandlungen und Friedensschlüsse; s. auch Glossar bei Bericht, Richtung. Richtungsgelder. 98. 432. 614. 676. 679. 685. 687. 689. 690. Ritterschaft (in Schwaben w.). 71. 79. 94. 174.192. 321. 419. Römerzug König Sigmunds. 88. Romfahrt zu Bern. 614. 618. S. Sacrameut, heil., Verunehrung im Krieg. 187, 586. Sacrament, heil., Entfernung aus einer belagerten Stadt vor dem Sturme. 385. Salz. 312. 449. Salz zn Hall. 357. Salzhandel in Mailand. 785. Salzkausordnung von Zürich. 497. 524. 526. 530. 556. Salzmaß zu St. Gallen. 259. Salzmeister zu Constanz. 356. Schadensersatz. 5. 79. 272. 449. 673. Schatz (gefundenes Geld). 411. Schatzgelder (Lösegelder von Gefangenen). 140. 211. 217. 275. S.auch Gefangene, Kriege, Burgunderkrieg, Kriegsgefangene, Brandschatz- und Lösegelder. Schätzung von Rechten und Nutzungen. 345. 347. Schelmen. 470. 542. S. auch Glossar. Schenkungen, s. Geschenke, Mieth und Gaben. Schiedrichterliches Verfahren. 29. 48. 52. 88. 89. 9V. 106. 115. 118. 129. 201. 215. 231. 251. 259. 271. 272. 300. 330. 338. 341. 343. 345. 351. 364. 432. 435,j474. 477. 561. 695. 703. 719. 725. 780. 786. 794. 816. 820. 825. 841. 844. 876. 894. 905. 907. 925. 931. 938. 946. Schiedverträge, Schiedgerichte, Schiedsprüche rc., s. bei den Materien derselben. Schießet zu Constanz. 295. Schiffe. 113. (Spitzschiffc. 628.) Schifssahrt. 430. 470. 708. Schifsbruch. 276. 457. 470. S. auch Herrschasten, gemeine, Baden, Waggcnthal, Schifsfahrtspolicei. Schirm. 401. 412. 444. 466. 472. Schirmbrecherin (Büchse). 367. Schirmbriefe: für Muri. 92. „ „ Leuggern. 369. „ „ die Städte im Argau, s. Herrschaften, gemeine. Schlachten, s. Kriege. Schlangenbüchsen. 545. Schinachreden, 165. 166. 429. 450. 469. S. auch Injurien. Schmiede, s. Handwerksordnungen. Schmicdknechte. 19. Schreiberlöhne. 209. 220. 222. 498. Schulden Mnhlhauscns. 412. 417. 421. 429. 441. 443. 447. 448. 455. 462. 467. 463. Schnldsachen. 318. 319. 356. 434. Schuldverschreibungen. 148. 390. 609. 610. Schultheißenami zu Mühlhausen. 462. Schwänze an Kleidern. 417. Schwirre« (Pfähle). 175. Sempacherbries. 16. Sclbsthülse, erlaubte. 361. S. auch Niederwerfen. Sequester. 489. 490. S. Ehesache der Margaretha Zelger. Sicherheitsbriefe. 81. 175. 373. S. auch Geleit. Siegel, burgundisches, s. Kriege, Burgunderkrieg. Siegel, königliche und päpstliche, s. Bullen. Siegeln von Urkunden. 440. 529. Siegelrecht. 97. Sippfreunde. 401. Sold. 93. 349; monatlicher. 355. S. auch Kriege und Kriegs Wesen. Soldansprachen Einzelner: an Schaffhausen. 244. an Cöln. 667. 678. 697. - Materie» ^-Register. Söldner. 362. Söldnerwcrbungen. 861. 667. 668. 696. 697. S. auch Kriegsläufe. Soldzahluugen. 668. 673. 678. 664. 686. 688. S. auch Kriegswesen, Besoldung und Verpflegung. Sondertage von Ständen. 583. 563. S. auch Burgunderkrieg. Sondertage der Knechte. 646. 649. 689. 681. 652. 654('). 655. 686. 656. 659. 661. 664. 681. 682. S. auch Unruhen, innere, tolles Leben^ Sonnwendcfeuer. 424. Spende. 299. Spiel. 432. Spiellcutc. 594. Stauswein. 6. Steinbiichsen. 545. Steucrmeper. 75. 665. Steuersachen. 2. 5. 6. 14. 69. 64. 67. 75. 89. 94. 214. 218. 228. 229. 243. 253. 267. 296. 329. 346. 392. 399. 419. 432. 433. 631. 636. 643. 645. 659. 668. 682. 688. 691. S. auch Herrschasten, gemeine, und Kriegsstenern. Stirnenstößcl. 523. Straßenraub. 191. 125. 699. Straßcnsichcrnng. 91. 494. 495. 412. 429. 449. 699. 673. Straßenverbesserung. 488. Sink, Geldsumme. 196. 199. Sink, Kornmaß. 299. 229. Subsidien, s. Kriegsgelder. T. Tädigung, j. Vermittlung und Glossar. Tafeln, goldene, s. Burgunderkricg, Beute. Tagsatzungen und Conferenzcn: Organisches: Mehrhcitsprinzip in gemeinschaftlichen Dingen. 1. 394. Festsetzung der Tage für die Jahrrechnnngs-Tagsatzungen zu Baden. 38. 68. 83. 323. 459. Vereinbarungen. 162. Zählung der Stimmen Nidwaldens und Obwaldens. 539. 635. Canzleisachcn. 362. Sichcrheits- und Polizeimaßregeln. 719. Boten, s. Anhang II. Znsammcnkunftsorte, s. Anhang III. Tagwen. 149. Taverne. 19. Territorialansprüche: Oesterreichs ans den Argau w. 12. 15. 93. 192.193. 195. 196. 214. 217. 314. 429. 431. 436. 455. 475. 477. 481. „ aus Toggenbnrger Psandschasten. 123.146. 159. 314. „ ans Rheinau und Lausen. 242. Territorialanjprüche: Oesterreichs auf Schwpz. 313. „ ,, Unterwalden, Lucern, Zug zc. 314. „ „ Freibnrg im Uechtland. 315. „ „ Schafshansen. 316. 371. „ „ Rapperswyl. 316. Frankreichs aus Basel. 189. Burgunds aus Mühlhausen. 494. 412. Falkensteins aus Whkon. 433. Frankreichs ans Burgund, Herzog Sigmunds von Oesterreich ans Hochburgund, des Kaisers und Reichs aus Burgund, s. O.-R. Burgund, Grafschaft Oberburgund. Territorialstreitigkeitm unter den Eidgenossen: zwischen Lucern und den VI Orten, s. Herrschaften, gemeine, Waggenthal. „ Bern und Lucern, s. O.-R. Bern. „ Zürich und Schwpz. 419. S. auch Marchensachen. Testamente, s. Erbrecht. Theilnng zwischen den Herzogen Abbrecht und Sigmund von Oesterreich. 244. Theurnng, s. Lebensmittelthenrnng, Kornansfnhrverbote. Todschläge. 13. 76. 98. 141. 211. 235. 253. 258. 273. 295. 359. 561. 621. 672. Priester-Todschlag. 79. Trämelbuben. 471. 599. 523. Trattrechte. 497. Treubruch. 372. Tröstung, Tröster. 139. 145. 294. 319. 371. 465.489.611. 796. 799. S. auch Glossar. Türkengesahr. 268. 454. 626. Tttrkcnhülfc. 424. 426. 439. Twinge. 4. 65. 94. 196. 253. 274. 261. 284. 375. 496. Twingherrenstreit. 495. 417. »l. Umgeld oder Ungeld. 123. 124. Uneheliche, ledige Leute, s. Erbrecht. Unruhen, innere: Wädiswpler Handel. 379. 419. Tolles Leben. 648. 649. 659. 651. 654(-). 655. 656. 658. 659. 661. 664, 681. 682. Untervögte, s. Herrschaften, gemeine. Urbar, österreichisches, s. Archiv, österreichisches, zn Baden. Urbar der Grafschaft Baden. 38. 61. Urbar von Sargans. 583. Urbar von Grandson. 582. Urfehde. 254. 258. 499. B. Benlin und Panncr, Begriff. 585. 649. S. auch Kriegssachcn, Panner, Fahnen, O.-R. Zug, Pannerstrcit, und Glossar. 4 Materien-Register. Verdächtigungen, s. Injurien, Zureden. Vereinigungen der Eidgenossen, s. Bündnisse und Verträge. Vereinigung, niedere. 441. 492. 493(2). 494. 493. 518, 557. 582. 595. 607. 608. 633. 635. 647(-). 649. 661. 662. 664. 678. 664. 690. Verkauf einsicdeln'jcher Rechte und Güter. 9. 39. 353. 375. Veriommnissc: Der Eidgenossen über innere Angelegenheiten: Sempacherbrief (1393). 16. Vertrag zwischen Bern und Freiburg wegen Burgerannah men (1424). 43. Münzvertrag der VII Orte und besonderes Verkommniß von VI Orten (1425). 50(°). Vertrag zwischen Bern und Solothnrn über gegenseitige Beziehungen im Buchsgau (1427). 64. 66. Vertrag der IV Waldstätte über das Zollwesen zu GL- scheuen (1429). 77. Verkommnißproject unter der IV Waldstätten über Erbfälle und Abzüge (1465). 346. Verkommnißproject unter gemeinen Eidgenosse» wegen Ausnahme sremder Burger nnd Landleute (1468). 372. 374. Vertrag zwischen Bern und Freiburg über Gränzverhält- nisse (1467). 361. Verkommniß gemeiner Eidgenossen wegen Annahme von Miethen und Schenkungen vom Hause Oesterreich (1474). 473. 484. 487(-). 493. 501. 514. 658. 661. Anzug zu einer gemeinsamen Münze (1477). 723. 734. Einzelner: Abt von St. Gallen und Kirchherr zu St. Mang. 298. Abt von St. Gallen und Conventherren daselbst. 263.275. Einstedcln und Schwhz wegen Oeconomie des Klosters. 358. Vermittlungen, s. bei den betreffenden Gegenständen nnd Personen. Verpfändungen: Baden. 124. Bernisch Argau. 224. Mühlhausen, Schultheißenaml. 462. Pfirt und österreichisch-burgundische Pfandschaft, s. Pfand schasten. Sargans. 121. Utznach. 120. 122. 133. Waadt. 603. Windeck, Gaster ic. 125. - S. überhaupt Pfandschasten. Vcrrätherei. 586. 614. 615. 619. Verrufung. 101. Versicherung. 666. Verwendungen, s. Empfehlungen. Verwundete, s. Kriegswesen, Kriege. Verwundungen. 360. 563. 573. 574. 575(2), ^77. Bespergeläute. 24». Vogtei, privatrechtliche. 15. 415. 416. 685. Geschlechtsvormundschast. 439. Vogteien, eidgenössische, s. Herrschaften, gemeine, österreichische im Zürcherbund. 161. Abt St. Gallische. 273. 274. 281. Vogthühncr. 97. 103. Vorbehalt Verbündeter, s. Bündnisse, Friedensschlüsse. Vorlauf von Lebensmitteln, s. Marktordnungen, Pfrägny. VZ Waage zu St. Gallen. 284. Wächter zu Baden. 84. Waffenstillstände: zwischen Appenzell und Graf Friedrich von Toggenburg. 63, „ Zürich und Schwhz. 112(2). ns(2). ,. Sargans und Oesterreich. 114. „ Zürich und Oesterreich. 120. 121. 124. 125. „ Uri nnd Mailand. 138. 139. Rechbcrg, Himmeli, Müller, Richner, Schmid, Frü- dinger und andern Parteigängern mit den Eid genossen. 140. 141. 209. 210. „ Zürich, Oesterreich und den Eidgenossen, s. Zürcher' krieg. zwanzigtägigcr zu Ensishcim. 181—183. „ Bern und Freiburg. 227. „ Bern» Solothnrn und Thomas von Fallenstein. 252. „ Lucern und Straßbnrg. 292. 294. „ Oesterreich nnd den Eidgenossen, f. Kriege, Fr>e" densverhandlnngen. „ Ludwig XI. und Carl von Burgund. 443. 449. 491. 496. 561. 562. 566. 569. „ Burgund und Lothringen, 497. „ Burgund und Oesterreich. 575. „ Eidgenossen mit Burgund; Eidgenossen und Wall" mit Savoyen, s. Burgunderkrieg. S. überhaupt Kriege, Kricgssachen. Wagenburg, kaiserliche. 545. Walchen. 392. Walen, Zuzug derselben nach Burgund. 472. Wallfahrt Friedrichs III. nach Einsiedeln. 453. Walser, die freien. 366. Wandel (Schadenersatz). 249. (Abrede.) 534. Wandel, s. Handel und Wandel, Kansleute. Warnung vor Uebersällen. 179. Weggeld. 415. S. auch Zölle. Weibergut. 590. Weiberlehen. 154. 539. Weidegenossen. 289. Weidcgerechtigkeiten. 76. 98. 103. 105. 291. 299. 407., Weiher (Teich). 76. Wein, weggeführter. 145. Materien-Register. Weinmaß. 259. Werbung, s. Söldnerwerbimg, Kriegsläufe. Wildbaun. 97. 106. 107. 254. 280. 595. Wirthsrechnung zu Baden. 83. Wucher, offener, s. Gerichtsbarkeit, geistliche. Wuhr am Rhein. 683. Wmm und Weide, s. Weidegerechtigkeiten. Z. Zahlung. 605. Zahlungsaufschub. 682. 677. 688. Zeichen, (Feldzeichen, Fahnen), s. Kriegssachen. Zelgen. 289. Zehngerichtebund. 109. Zehnten und Zehntstreitigkeiten. 5. 76. 79. 83. 105. 145. 270. 284. 289. 413. Zehrungskosteu. 102. 392. 411. 434. 614. 668. Zeug. 51. 52. Zigeuner. 419. Zinse, deren rechtlicher Bezng, Verfahren. 6. 29. 117. 243. 274. 392. 399. 724. 877. 879. 887. Zinsfisch. 83. Zinsfuß. 302. Zinsuachlaß. 175. Zollweseu: Zölle im Allgemeinen. 123. 130.133.139. 290. 352. 353. 475. 561. 603. 609. „ zu Baden, Bremgarteu. 433. 447. S. auch Geleitsgeld und Herrschaften, gemeine. „ „ Dießenhosen. 326. .. „ St. Gallen. 252. 282. ., „ Genf. 673(-). 707. „ „ Göschenen. 77. 139. 149. „ ,» Gummen. 361. ., „ Kloten. 151. 153. 156. 338. 372. 676. „ im Mailändischen. 645. 678. 689. „ zu Wesen. 270. „ ,. Pfeffingen. 353. 354. 356. „ in Savoycn. 415. „ zu Nyon. 525. Zollfreihcit. 114. 113. 119. 598. 673. 743. 785. 933. Orts-Register. A. Aar, Are, Fluß. 206. 491. 695. Aawasser. 105. Abbeville. 331. Achen. 161. 461. 548. Adliswil. 305. Aegeri. 218. 229. 339. 375. Acgeriberg. 640. Aesch. 19. Aeschi. 187. 188. 199. 200. 205. 206. Aigle. 581. Airolo, s. Eriels. Alframe. 414. Altdorf. 581. Altnau. 271. Altstätteu. 160. 296. 395. Amadei St., Abtei. 696. Aindcn. III. 125. Amsoldingeu, Propstei. 462. 471. 518. 523. 533. 617. Andelfingeu. 144. 145(°). 146. 150. 153. 156. 788. Andernach. 577. Andreas St. bei Zug. 314. Angensteiu, Schloß. 353. 356. Angleria. 54. Anglikon. 94. Annecy. 610. 619. 679. 694. Antoni St., am Gotthard. 292. Appenzell, Land. Bundesvcrhältnisse zu den Eidgenossen! Erneuerung der Eide. 102. 247. Stellung im Zürcherkrieg. 132.155. 158. 160. 164. 165. 174. 179. 189. 197. 201. 216. Bund von 1452. 259. 260. Bundcspflichtcn, Kriegshulfe. 330.495.499.564.565.584. Krieg gegen Graf Friedrich von Toggenburg, Bischof von Constanz, Abt von St. Gallen und Ritterschaft (1425— 1429). 6(°). 63. 65. 74(-). 76. 79. Sprüche der Eidgenossen und der Reichsstädte. 76. 79. Verhältnisse zum Abt von St. Gallen: Schiedvertrag vom 28. Juli 1420. 1. 5. 44. Schiedspruch der Eidgenossen vom 6. Mai 1421. 1. 2. 5. 11. 21(°). 22. 25. 29. 44. 71. 72. 99. 293. 343. 360. 365. 36«!. 370. 629. Orts-Rcgistcr. Landleute der Appenzeller außer den Lczinen. 65. 348. 307. 370. 451. Herisan. 6. 99. 296. 298. 302. 30S. 318. Teufen, Trogen, Speicher, Zehntloskauf. 296. Loskanf der Rechte des Abts im Lande. 65. 296. 318. 357. 359. Marchungen. 293. 298. 303. Streitigkeiten um das Rheinthal. 229. 238. 341. 342. 343. 345. 346. 347. 357. 492. Einsprache gegen Abtretung der Vogteicn des Gotteshauses St. Gallen an die Stadt. 275. 273. 281. Verhältnisse zur Stadt St. Gallen: Steucrpflicht der St. Gallerburger zu Herisan. 95. 98. Bündnis) zwischen Appenzell und St. Gallen. 119. 348. Streitigkeit wegen der Vogteien des Gotteshauses. 275. 278. 281. Streitigkeiten wegen Lütfried Mötteli. 421.428.437.439("). 442. 445. 448. „ der Rechte der Kinder Peyer zu Rheineck. 229. ,, Besteurung der Spitalgüter im Nheinthal. 555. 668. 688. „ Hotterer. 528. 530. Streitigkeiten mit Stift und Stadt Constanz wegen dem Landrccht der Altnancr und Giitcrwegnahme. 269. 270. 271. 272. Bad zu Appenzell. 5. Verschiedenes. 11. 95. 102. 107. 256. 447. 599. 681. 687. Himmelis und Koppenhans Handel, s. P.-R. bei Himmel! und Koppcnhan. Hcchingcrs Handel, s. P.-R. Hcchinger. Arau. 40. 68. 224. 443. Arbon. 65. 220. Arburg. 225. Arlberg. 443. 456. Arloz. 647. Arragonicn. 36. Arth. 236. 245. 400. 649. Attelwyl. 4. Au (St. Gallen). 305. Augsburg. 92. 173. 174. 186. 191. 195. 204. 203(2). 209. 210. 214. 215. 229. 309(-). 360. 455. 457. 469. 501. 548. Augstthal. 588. Anlon. 548. Aussoys. 562. B. Baar. 640. Bäch. 63. Baden im Argau. Grasschaft. 153. 157. 161. 168. 430. 434. 457. 481. Psandschaft. 124. 799. Baden im Argan: Gemeincidgenössische Vogtei, s. M.-R. Herrschasten, gemeine. Burg. 11. 15(2). 22. 38. 75. 84. 93. 94. 99. 197. 341. 493. Burgcapclle. 15. Stadt. 1. 2. 3. 4. 7. 8. 18. 35. 36. 38. 40. 47. 67. 104. 103. 112. 132. 135. 163. 166. 168. 169. 179. 210. 224. 228. 245. 293. 313. 323. 327. 421. 422(2). 429. 433. 542. 630. 672. Bader. 2. 4. 327. 500. 501. Spital. 103. Burgcrhofstätte. 7. Baden, Markgrafschasl. 18. Bagnes. 587. Baldenwyl. 297. 298. Balzenwyl, Twing. 407. Bärenburg. 114. Basel, Stadt. Bündniß mit Bern und Solothnrn. 67. 147. 170. 199. 208. 286. 374. 622. 778. als Vermittler oder Schiedort. 53. 68. 100. 112. 124. 132. 135. 142. 166. 174. 211. 227. 240. 252. 256. 258. 275. 285. 292. 297. 349. 368. 370. 376. 379. 381 ff- 409. 682. 703. Anwesenheit König Friedrichs III. 455. 456. Verhältnis) zu Oesterreich. 170(°). 171. 195. 233. 306. 308. „ „ Frankreich. 180. 181. 183. 185. in der Niedern Vereinigung. 441. 442(2). ^3. 473. 481- 482(2). 4gg. 54g. ggg 599. 577. zgz. ggZ. 601- 632. 633. 635. 643. 649. Besatzung durch die Eidgenossen im Burgnnderkrieg. 183- 465. 519. 526. 565. Kriegsberichte im Burgnnderkrieg. 496. 523(2). 537. 556. Streitigkeiten mit Solothnrn und Graf Oswald von Thier' stein. 353. 354. 356. 373. 374. 619. Verhältnis) zum Bischof von Basel. 648. Reichssachen. 323. Münzwesen. 520. 556. Werkmeister. 179. Lieferung von Büchsenpulver. 269. Verschiedenes. 1. 72. 102. 110. 188. 190. 213. 233. 247. 274. 294. 370. 377. 428. 452. 455. 456. 472. 493. 565. 583. 627. 632. 635. 636. 642. 645. 662. 664- 673. 678. Basel, Bisthum. Verhältnisse zu Bern. 256. 257. 258. 280. in der Niedern Vereinigung, s. M.-R. Vereinigungen, niedere. Bischöfe, s. P.-R. Hochstist. 422. Beggenried. 42. 43. 74. 75. 132. 170. 188. 222. 369. Bellen; (Bellinzona, Berizona). 12(-). 14. 16. 26. 35. 43. 54. 55. 57. 139. 197. 222. 490. 679. Bergarten. 632. 633. Orts-Rcgister. Bellsort. 109. 519. Berau. 613. Berg. 312. Berghos zu Herisan. 298. ^ Berken. 395. Bern, Stand. als Schiedrichter oder Vermittler. 21. 41. 48. 52. 82. 89. 94. 108. 129. 131. 132. 135. 165.167. 245. 259. 264. 269. 273. 281. 282. 283. 295. 329. 349. 376. 379. 393. 411. 447. 452. 458. 484. 490. 495. 609. 630. 678. Verhältnisse zu: Zürich. 20. 677. Luccrn. 3.10. 20. 103. 106. 148. 304. 330. 352. 353. 357. 360. 371. 407. 423. 452. 563. 677. 719. Unterwalden. 422. 438. Solothurn. 62. 64. 66. 81(-). 147. 180. 181. 182. 240. 252. 301. 325. 327. 369. 677. Freiburg. 25. 220. 226. 227. 229. 230. 246. 257. 265(2). 268. 277. 361. 363(2). 525. 677. Stadt Basel. 147. 180. 181. 182. 199. 369. 778. Bischos von Basel. 256. 257. 258. 280. den Herren von Neuenbürg und Valcndis. 36. 68. 290. 498. Saancn, Acschi, Mülinen, Jnterlaken. 186. 188. 199. 206(-). 207. 224. 247. 422. 438. 464(2). zu dem Markgrasen von Röcheln. 498. Mühlhauscn. 354. 412. 440. 441. 447. 455. Mümpelgard. 503. 514. 658. Mnrte». 568. 583(2). 585(2). Mailand. 471. 690. 698. Oesterreich. 102. 170(-). 171. 199. 286. 307.327.377. 378. 379. 380. Frankreich. 180.181. 182. 328. 339. 397. 458. 504. 705. Burgund. 314. 366. 398. 406. 463. 467. 469. 899. Savohcn. 19. 41. 148. 207. 226. 227. 246. 261. 263. 281. 363. 365. 396. 451. 498. 525(2). ggi. 535. ggg. 564. 572. 584. 585. 602. 606. 607. 611. 614. 628. 690. 695. 707. im Burgunderkrieg. 485. 487. 498. 499. 500. 501. 502. 504. 513(2). 514. 516. 517. 521. 524. 526. 532. 533. 534. 535. 536. 537. 540. 557. 561. 562. 563. 566. 563. 569(2). 57g. 574. 57g. 577 57g ^ 579. 582. 583. 584. 535. 587. 588. 589. 590(2). 595. 599. 600. 604. 616. 617. 622. 633. 647. 650. 657. 658. 660. Innere Angelegenheiten: Twingherrenstreit. 405. 417. Verpfändung der argauischen Besitzungen. 224. Streit um die Herrschaften Murten, Grandcourt, Cudre- fin rc., s. M.-R. Herrschasten gemeine, der Eidgenossen. Vogtei Lenzburg. 677. 678. 690. Waadt. 552. 554. 571. S. auch Waadt. Münzsachcn. 618. 658. 700. 797. Romfahrt. 618. Polizeisachcn. 692. Tolles Leben. 650. 652. 653. 654(2). 95g, 994. 999. 668. 677. 681. 665(«). 698. Verschiedenes. 163. 213. 270. 297. 340. 353. 367. 368. 369. 370. 371. 374. 378. 392. 395. 401. 406. 411. 413. 420. 423. 433. 441. 472. 473. 480. 491. 495. 501. 502. 524. 532. 533. 534. 549. 632. 643. 647. 650. 659. 676. Bernang. 296. 431. Bcrnhardszell. 298. 312. Besanxon (Bysanz). 589. 648. 675. Bettwyl. 14. 270. Biberach. 173. 184. 497. 548. Biel, Stadt. 142. 207. 248. 257. 280. 305. 349. 378. 414. 420. 428. 455. 517. 588. 601. 604. 617. 636. 642. 653. 654. 658. 666. 670. 676. Bielersee. 280. 414. Bildstein am Etzel. 142. Bipp. 327. Birmensdors. 103. 697. Bischofszcll. 188. Blamont. 328. Blasien, St., im Schwarzwald. 391. 395. Blegno. 139. Bludenz. 150. 155. 158. Blumenbcrg, Herrschaft. 351. Bockenheim. 625. Bodcnsee. 151. 273. 293. 326. 352. 378. 391. 429. Bollingen. 444. Bologna. 678. 662. 690. Bomatt (Formazza). 581. Bonndors. 387. Bopfingen. 548. Boppart. 548. Boswyl. 93. 576. Bourges. 301. Bozen. 589. Bilzingen. 414. Bregenz. 155. 153. 524. 666. Bregenzerwald. 155. 158. Brcisach. 110. 433. 488. 637. Breisgau. 34. 107. 110. 156. 170. 191. 226. 326. 459. Bremgarten, Stadt. 4 (2). 10. 19. 34. 38. 43. 47. 67. 72. 83. 94. 103 (2). 104. 110. 161. 168. 179. 197. 209. 210. 222. 224. 228. 269. 278. 293. 313. 323. 327. 341. 392. 411. 421. 422(2). 430. 433. 450. 470. 473. 515. 579. 660. 672. Brieg. 17. 34. 465. 560. Brich. 702. Briicl (St. Gallen). 234. 4* Orts-Negister. Brugg im Argau. 2. 4. 13. 18. 224. 422. 488. Brüggen (St. Gallen). 305. Brnneck. 488. Brünig, Berg. 39. 187. Vnchenas. 93. Buchhorn. 427. 444. 463. Ä56. Buchrain. 85. Buchs. 229. Buchsgau. 62. 66(2). 31. Büren (Bern). 258. Burgdorf. 653. Bürgeln (Thnrgau). 273. Burgund. Herzoge; Gesandte der Eidgenossen au dieselben; Gesandte derselben an die Eidgenossen; Bündnisse; Kriege; Friedensunter- handlungcn, s. M.-R. und P.-R. Burgund, Herzoge. Attribute der hohen Gerichtsbarkeiten in Burgund. 167. als Vermittler zwischen Bern, Savoyen und Freiburg. 236. Unterhandlungen über eine Verbindung zwischen Burgund und Oesterreich gegen die Eidgenossen. 197. 394. 398. 466. 461. 446(°). 447. 457. 458. 459. Psandschast Pfirt w. 466. 429. 476. 473. 482. S. auch M.-R. Psandschasten. Verhältnisse der Eidgenossen zu den Amtleuten in den von Oesterreich an Burgund verpfändeten Landen. 464. 466. 469. 416. 411. 438. 445. 469. 471. 488. Bundcsanerbietungen und Bündniß mit den Eidgenossen. 364. 366. 453. 457. 467. 899. Bündnisse der Eidgenossen mit Frankreich gegen Burgund. S. M.-R. Büuduisse der Eidgenossen mit Frankreich. Bündniß der Eidgenossen mit Oesterreich gegen Burgund. 429. 474. Waffenstillstände, burgundischc mit Frankreich. 443. 491. Bnrgundische Botschaft auf den Reichstag zu Negensburg. 423. 424. Tag zu Trier. 459—462. Verhältnisse Burgunds zu Mümpelgard. 356. 493. 515. „ „ „ Mnhlhanscn. 4 l2.467.468.482. Herzogthum Burgund. 657. 667. 688. Grafschaft Oberburgund (Freigrafschaft): Französische Ansprachen darauf. 649. 656. 651. 657. 667. 671. 675. 676. 681. 633. 685.689. 692. 694. 698. 761. Eidgenössische Ansprache. 649. 651. 652. 657. 692. Reichsansprache. 649. 656. 661. Oesterreichische von Herzog Sigmund. 665. 692. Thcilnngsproject zwischen Frankreich und den Eidgenossen. 695. 696. 696. 761. 710. Vertrag darüber mit Frankreich. 672. 926. Stände. 657. 631. C. Camrach (Chamberp). 568. 579. 624. 643(2). 545. «54. Cappeltannen. 24. Castels. 169. Castilien. 638. Cästris. 31. Catharinathal, St., bei Dießenhofen. 362. Chablais. 446. 469. Cham. 38. 82. Champagne. 647. Chateau-Thierry. 511. Chur, Bisthum. 158. 172. 256. Chnr, Stadt. 142. 173. 273. Churwalen, Churwalden. 19. 37. 45. 69. 70. 77. 169. 142. 344. 413. 440. 441. 450. 457. 544. 581. 584. 667. Citels, Bernhardiner Abtei. 234. Clervaux. 657. Eleven. 93. 344. Cobolz (Coblenz im Argau). 433. 548. Colmar. 116. 173. 174. 258. 261. 441.442.445.462.463- 464. 482. 486. 488. 537. 546. 569. 577. 532. 600. 601. 619. 632. Cöln. 461. 496. 545. 548. 590. 599. 664. 667. 678. Como. 490. 697. Compostell, St. Jakob von. 575. Coustantinopel. 268. Constanz, Bisthum. Bischöfe, s. P.-N. Constanz, Bischösc. Vicarius, s. P.-R. Gundelfinger Niclaus, Best Johannes. Stift, Capitel. 79. 256. 269. 270. 444. 541. 555. Geistliche Gerichtsbarkeit. 79. 86. 273. 489. S. auch M.-R- Ehe, Gerichte und Gerichtsbarkeit. Bündnisse mit den Eidgenossen. 394. 578. 579(2). ^4. 617. 641. Gerichtsbarkeiten zu Kaiserstuhl, Klingnau, Zurzach. 2. 37. 45. 239. 411. 444. 554. 556. 572. 573. 660. 661. 659. Streit um das Bisthum zwischen Otto von Sonnenberg und Ludwig von Freiberg. 439. 494. 520. 521. 523. 541(2). 542(2). 544 551. 555. 557. 55g. 55g. 570(2). 578. 579. 596. 660. 665. 614 (2). 615 (°). 617. 61s- 636. 659. Constanz, Stadt. Tagleistungen daselbst, angesetzte und gehaltene. 17. 19.20. 65. 125. 164. 184. 189. 191. 260. 211. 212. 221. 224- 302. 303. 311. 312. 314. 319. 326. 338. 347. 434. 474. 476. 430. 431. 482. 485. 505. S. auch Anhang 1^, Constanz. Rcchtbote auf. 103. 135. 140. 173. 186. 195. 222. 229. 255. 256. 303. 339. 590. als Vermittler oder Schiedrichter. 112. 132. 166. 204. 210. 215. 259. 275. 296. 297, — in der ewigen Richtung mit Oesterreich als solche bezeichnet. 474. 477. Conflict mit Lucern wegen mailändischen Kaufmannswaare». ' 48. 49. 53. Orts-Register. Constanz, Stadt. Streitigkeiten init Appenzell. 269. 272. Plappartkrieg. 294. 295. Verhältnisse im Thnrgan: Landgericht. 576. 661. Steuerpsticht constanzischer Bürger. 392. Eidesleistung constanzischer Angehöriger. 419. Glückwunsch zum Sieg der Eidgenossen über Herzog Carl von Burgund. 598. Verschiedenes. 110. 138. 161. 155. 158. 160. 174. 244. 383. 405. 427. 474. 496. 542. 543. 551. 559. 583. 587. 595. Cudresin. 603. 679(-). 683. 694. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine. Cusago. 93. D. Dcwos. 109. 419. 455. Dclfinat. 181. 606. Delsberg. 646. Deutsches Reich, s. M.-R. Reich. Dicbold, St. 632. 633. Diedenhofen. 459. 461. Dießenhofen. 150. 151. 155. 158. 204. 229. 309. 312. 327. 328. 362. 421. 422. 441. 450. 481. 493(-). 524. 542. 600. 682. Kloster St. Catharinathal daselbst. 362. Dietikon. 154. 220. 436. Dietwyl (Klein-). 543. Dinkelsbühl. 543. Dissentis, Abtei. 31. 47. 751. 735. Döisch (Wallis). 560. Dole. 328. 693. Domodossvla (Thum). 53. Dornbüren. 524. E Ebikon. 85. Edinburg. 306. Egcnwyl. 75. Egcr. 122. Egg im Grüningeramt. 223. Eglisau. 277. Ehenheim, Oberehenheim. 462. 493. 537. 543. 576. 633. Einstschthal. 376. Einsiedel», Kloster: Gemeine Dingstatt nach dem Zürcherbund. 27. 62. 83.123. 135. 144. 146. 166. 167. 163. 173. 215. 216. 217. 222. 224. 237. 244. 288. 411. Verhältnis) zum Lande Schwyz. 107. 358. Geistliches Regiment, Rechnungswesen, Bau. 353. 359. Einsiedeln, Kloster. Rechte Einsiedelns zu Ncnheim, Aegeri und am Zugerberq und bezügliche Streitigkeiten. 63. 339. 353. 375. Rechtsame zu Pfesfikon, Wollran, Hürden, Ufnau. 245. Kauf und Weintransit durch Zürchergebiet. 123. 133. Verwendung der Eidgenossen für die Freiheiten Einsiedelns beim Concil zu Basel. 95. Engelweihefest. 352. Wallfahrt Friedrichs III. 452. Burgundisches Hciligthum. 619. Einsiedeln, Waldstatt. Streitigkeiten mit Wollran rc. 63. Elggau. 145. 146(2). Elsaß. 110. 159. 165. 170. 171. 180. 191. 266. 326. 374. 404. 408. 461. 497. 540. 555. 632. 634. Einbrach. 495. Emmen. 85. Engadin. 440. 441. Engelberg, Abtei: Schirm und Kastvogtei. 10. 45. 324. Marchstreit mit Nidwalden. 105. Pfründen zu. Stans. 324. Rechnung. 220. 543. Rebgüter zu Mörlijchachen. 575. Verschiedenes. 1. 4. 247. 411. 699. Frauenkloster. 236. 250. 543. Thal. 2. 179. 247. 267. Engen, Herrschaft. 121. England. 688. Ennetbaden. 1. 3. 4. 7. Ensisheim. 181. 607. 608. 635. Entlibuch. 107. 314. Entremont. 587. Epinal (Spinal). 565. 566. Erfurt. 282. 548. Ericls (Airolo). 56. 251. 252. Eriskilch. 444. S. auch Grießkilch, Kriescrn. Erlach. 414. 620. 661. 683. 688. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine. Eschenthal. 4. 12. 17. 18. 54. 55. 57. 93. 226. 727. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine. Eschinberg. 197. Eßlingen. 174. Etsch, Fluß. 23. 117. Etschland. 459. Etzel, Berg. 133. 142. 143. Evian. 28. F. Fahrwangen. 32. 45. Faido. 643. Farnsvurg. 316. Orts-Ncgister. Feldkirch. 76. 01. VI. 05. 112. 125. 134. 150. 151. 152. 153. 158. 307. 457. 501. 502. 507. 509. 513. 532. 534. 687(-). 693. Flandern. 464. 602. 673. Flims. 31. Flimswald. 31. Florenz. 5. 28. 29. 36 (2). 37, gg. 597. Flums. 69. 70. III. 393. Frankfurt a.M. 159. 468. 543. 660. Frankreich. Könige, f. P.-R. Gesandte an die Eidgenossen und an Andere, s. M.-R. Botschaften. „ der Eidgenossen nach Frankreich, s. M.-R. Botschaften. Kriege gegen die Eidgenossen. 180—185. ., gegen Burgund. 401. 443.'449. 491. 496. 544. 561. 647. 648. 649. 651. 653. 657. 662. 664. 666. 667. 669. 671. 672. 680. 683. 684. 691. 693. 701. 702. 710. „ gegen Bretagne. 638. S. auch M.-R. Kriege, Waffenstillstände, Friedensschlüsse. Ansprüche aus Basel. 130. „ „ die burgnndische Freigrasschast, s. Burgund. Bündnisse mit dm Eidgenossen. 260. 261. 331. 413. 414. 504. 516. 521. 53S. 628. 672. Unterhandlungen, s. M.-R. Bündnisse und Verträge der Eidgenossen init Frankreich. Vermittlung Frankreichs zwischen den Eidgenossen und Oesterreich. 301. 306. 307. 452. 470. 474 — 480. 485. 491. 492. 496. 499. 501. 502. 505 — 512. 516. 517. 521. S. auch M.-R. Bündnisse und Staatsverträge, ewige Richtung mit Oesterreich, Friedensunterhandlnngen mit Oesterreich. Vermittlung der Eidgenossen zwischen Frankreich und Sa- voyen. 331—339. 425(2). Vermittlung Frankreichs zwischen dm Eidgenossen und Sa- voyen. 596. 597. 698. 599. 601. 602. 605. 606. 606. 610. 612. 616. S. auch M.-R. Kriege, Bnrgnndcrkrieg. Vermittlung Frankreichs zwischen Savoyen, Bern und Frei- bnrg. 230. Pensionen, s. M.-R. Pensionen, französische. Verkehrsverhältnisse: Messen zu Lyon und Genf. 329—331. 369. 413. 415. 673. 680. S. auch M.-R. Messen und Märkte. Frauenfeld. 158 (2). 310. 449. 451. 481. 493. 513. 527. 538. 645. Fraucnthal, Kloster. 197. Freiburg im Breisgan. 110. 361. 595. 642. 667. Freiburg im Uechtland: als Vermittler und Schiedort. 28. 53. 141. 185. 305. 376. als angebotenes Recht. 94. 108. 140. 173. Verhältnis; zu Bern. 25. 41. 142. 200. 213. 220. 227. Freibnrg im Uechtland: 249. 261. 277. 361. 363(2). 525. 936. S. auch M.-R- Bündnisse, Verkommnisse, Herrschaften gemeine, Grasburg. Vcrhältniß zu Oesterreich. 225. 257. 262. 315. 316. 316. 363. 379. Verhältniß zu Savoyen. 225. 226. 227(2). 230. 231. 246. 257. 261. 263. 265. 266. 302. 316. 363. 369. 567. 591. 600. 602. 604. 607. 609. 611. 612. 617. 669. 695. 696. 697. 707. 866. 936. 941. 942. Verhältniß zu Burgund. 366. 516. „ „ Frankreich. 516. S. auch M.-R. Bündnisse, im Burgunderkricg. 551. 566. 567. 571. 582. 533. 584. 588. 596. 609. 613. 614. 665. im tollen Leben. 651. 653. 654. 655. Anspruch aus die Herrschaften Mnrtcn, Erlach, Grandcourt? Cudrefin, s. M.-R. Herrschaften, gemeine. Verhandlungen über den Eintritt in den eidgenössischen Bund. 604. 615. 619. 636. 646. 649. Verschiedenes. 28. 110. 174. 207. 226. 349. 377. 378. 42S- 428. 447. 449. 452. 455. 457. 466. 558. 676. 685. 637. Freienbach. 245. Freie Aemter in Argau, s. M.- R. Herrschaften, gemeine, Wag° genthal. Frendenberg, Schloß. 150. 159. 321. 421. 539. 550. Friedbächli bei Hergiswyl. 105. Fritzcnbach. 188. Frutigen. 29. 187. 205. 249. G. Galgmeiche zu Merischwand. 52. Gallen, St., Abtei, Stift. Bundesvcrhältnisse zu den Eidgenossen und den vier Schirl orten insbesondere. 119. 133. 250. 255. 256. 261. 27 t- 309. 367. 378. 392(2). 396. 433. 447. 564. 864. Verhältnisse zu dm GottcShauslcuten. 312(2). 376. 40t- 413. 440. Streitigkeiten mit den Appenzellem, s. unter Appenzell. „ mit der Stadt St. Gallen. 5. ;6. 253. 259- 264. 273. 275. 278. 281. 282(2). 263. 298. 319(2). M. 325. 341. 345. 346. 347. 352. 356. 357. 360. 701- Verhältnisse zu Schwyz und Glarns wegen Toggenburg- 373. 395. 396. Verhältniß zu den im Thurgau regierenden Orten. 542. Organisation der Oekonomie, Hosammannamt und Canzll>- 27». 287. Streit wegen der falschen Briefe mit Stadt St. Gallen »n Appenzell. 345. 347. 352. 356. Pfalzgericht, Lehcngcricht, s. M.-R. Gerichtsbarkeit. Geistliches Regiment, Disciplin. 268. 269. 270. 275. 23 r- Verschiedenes. 238. 405. 444. 445. 566. Ortö-Register. Gallen, St., Stadt. Bundesverhältnisse mit den Eidgenossen. 95.197.199.267(°). 279. 318. Vcrhältniß zu den Appenzellem, s. Appenzell. zum Abt von St. Gallen, s. St. Gallen, Abtei. Aufnahme in das Mailänder Eapitnlat. 639. 698. Handel. 441. 673. S. auch M.-R. Kanfleute. Miinzsachen. 33. 49. 43. 44. 45. St. Othmarsspital und dessen Güter und Rechte. 359. 631. 643. 645. 646. Kirche zu St. Magnus. 298. St. Gallen als Vermittler oder Schicdrichter. 112. 132. 166. 186. Rechtbotc auf St. Gallen. 49. 198. 135. 173. 192. St. Gallen im fünfzehnjährigen Frieden. 316. im Waldshuterlrieg. 379. 389. im Burgundcrkrieg. 447. 446. 451. 463. 495. 479. 564. 593. in Himmelis Handel. 198. 135. 173. 192. in Möttelis Handel. 439. . , Reisepflicht St. Gallischer Burger im Thurgan. 586. 659. Verschiedenes. 4. 19. 74. 146. 151. 156. 158. 169. 197. 211. 394. 695. Gason, Thal, in Wallis. 569. Gaster, Landschaft. III. 113. 115. 123. 124. 125.155.159. 169. 161. 223. 238. 393. 322. 372. 374. 394. 494. S. auch M.-R. Herrschasten, gemeine. Gäu, im Solothurntschen. 66. Gegenharzbuch. 178. 396. 398. Geisersegg. 393. Geiserwald. 395. Geißhaldcn. 395. Geldern. 469. 461. Gemsmattli am Pilatus. 323. Genf, Bisthnm. 695. 798. Bischöfe, s. P.-R. Genf, Stadt: Messe. 332. 333. 336. 415. 673('). 689. 696. Sicherung und Schadloshaltung deutscher Kaufleute. 567. 625. 689. im Burgunderkrieg. 566. 567. 596. Brandschatz. 567. 569. 575. 578. 564. 599. 693. 694. 698. 645. 654. 659. 661. 665. 668. 673. 676. 679. 635(-). 686. 688. 793. 799. Sicherung des Brandschatzes durch Pfänder und Bürgen. 567. 578. 655. 661. 666. 668. 685. 798. 799. Anleihen in. Straßburg zur Bezahlung des Brandschatzes. 798. Eidgenössische Verhandlungen über Theilung des Brandschatzes. 589. 599. 645. Französischer Antrag, daß die Eidgenossen Gens besetzen möchten. 692. 696. 616. Burgrecht mit Bern und Freiburg. 797. Genf, Stadt: Zug des tollen Lebens gegen Genf. 653(2). 654. Verschiedenes. 231. 624('). 625. 661. 669. 673. Gensersee, Schifffahrt auf dem. 797. Genua. 36. 54. Gerold, St., in Tyrol. 359. Gersan. 82. 85(-). 88. 89. 99. Gessenay. 297. S. auch Saanen. Gilgcnbcrg, Herrschast. 498. Gisikon. 24. 96. GlarnS, Ort: Bund mit den VI Orten, alter. 86. 246. 314. neuer. 246. besonderer mit Zürich. 133. Bundesproject mit Lucern. 73. Besondere Verhältnisse zu Schwyz: im Zürcherkrieg. III. 112. 113. 116. 117. 118. 129. 121. 122. 123. 133. 134. 135. 137. 138. 143. 144. 146. Landrecht mit den Leuten in Utznach, Gaster, Toggenburg, den Herren von Raron, Graf Heinrich von Werdenberg rc., s. M.-R. Bündnisse und Verträge. Vogteien und Schirmherrschaften: Utznach, Gastcr mit Schwhz, s. M.-R. Herrschaften, gemeine. Rapperswyl mit den 3 Ländern, s. M.-R. Rapperswyl. Marchflreitigkeitcn: mit Schwyz. 19. mit Uri. 194. Panner, verlornes. 148. Streit mit Gras Friedrich von Toggcnburg. 79. 74. Verschiedenes. 39. 33. 41. 42. 53. 54. 61. 71. 74. 92. 314. 321. 366. 371. 374. 495. 449. 441. 459. 457. 528. 549. 564. 683. Glatt, Fluß. 151. 152. 153. 156. 161. 273. 298. Glattfelden, Kloster. 411. Gmund. 29. Gnadenthal, Kloster. 459. Golöbach. 296. Goms, Zehnden (monts I)oi oupsrius). 17. 396. 449. 465- Gougonay. 686. Görz. 532. Göschenen. 77. 139. 149. 581. S. auch M.-R. Zolle. Gossan. 312. Gotthard, St., Berg. 47. 96. 139.149. 272. 581. 584. 586. Gran sLbriAoiriuiu). 94. Graudcourt. 693. 679(2). 694. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, Streit um Murten, Grandcourt, Cudrefin sc. Grandson: Eroberung durch die fünf Städte. 551. 553. 563, Freiheiten. 582. Landvogtei, Organisation. 552. 6 Orts-Register. Grandson: Befestigung und Besetzung. 557. 579. 58». Belagerung und Eroberung durch die Burgunder. 589. Schlacht bei. 580. 584. 585. 583. 589. 592. 678. Beute, von. 584. 587. 591. 593. 600. 621. 632. 636. 643. 658. 662. 663. 672. 674. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, Waadt, Kriege, Kriegsbeute. Grauges. 657. Gränichen (Solothurn). 306. Grasburg, Herrschast: Erwerbung durch Bern und Freiburg. 24. 25. Regulirung der dortigen Verhältnisse. 25. 41. 230. Eroberung durch die Berner, Rückgabe und Gränzregulirung mit Freiburg. 277. 361. Neutralität. 277. S. auch Schwarzenburg, Guggisberg und M.-R. Herrschasten, gemeine. Gratschins. III. Grauer Bund. 155. 158. 405. 590. Graz. 180. Greifensee. 151. 677. „ See von. 152. 153. 156. Grenzen. 548. Grenoble. 599. Greyerz, Herrschaft. 249. Griegkilch. 463. S. auch Eriskilch, Kriescr». Grub. 31. Grundrüti zu Dietikon. 220. Grüningcn, Herrschaft: Pfandbesitz Zürichs. 129. 150. 154. 159. Märchen gegen Utznach. 129. Eroberung im Zürichkrieg. 145. Reclamation König Friedrichs III. 146. Neutralität der Leute. 175. Eidgenössischer provisorischer Besitz und Verwaltung. 179. 197. 213. 222. 247. 303. Grynau, Schloß. 117. Guggisberg. 278. S. auch Grasburg, Herrschaft. Gümminen. 361. S. auch Grasburg, Herrschaft. Gundis (in Wallis). 581. Haberwiler. 511. Habsburg, Amt (Lucern). 24. 46. 85. 217. Habsburg, Grafschaft. 153. 217. Hagenau. 110. 548. Hall. 357. 548. Hallwylersee. 63. Hasli. 187. 133. 205. Hauenstein, Schloß. 134. 150. 383. 385. Berg. 695. Hedingen, Vogtei. 220. Hegau. 107. 140. 156. 316. 340. Hegglingen. 4. 19. 20. 94. 234. 392. Heidelberg. 211. 460. Heiligenberg. 31. Heiligenkreuz. 566. 649. Heimbrunn, Hof. 19. Hellingen. 678. Hclpvinen. 548. Hergiswyl (Unterwalden). 105. 323. Hericourt, Feldzug nach und Schlacht bei. 519. 534. 544. 556. 584. Soldgeld. 579. 590(-). Herisau. 6. 93. 99. 296(2). 297. 29g. 995. 313. 348. Hermanswil, Amt. 75. 217. Hermatschwyl, Kloster. 2. 197. 450. S. auch M.-R. schaften, gemeine, im Argau. Herrenrüti. 543. Hertenstein, Gericht. 8. 40. 236. Hcwen, Herrschaft. 122. Hilfikon. 433. Hilzingen. 630. Hinterburg (Zug). 375. Hitzkirch. 23. 94. 299. 411. 436. 634. 636. Höffingen. 667. Hohenberg, Herrschaft. 266. 326. Hohenkrähen, s. Krayen. Hohenrein, Comthurei St. Johannesordens. 229. Hohentwiel. 630. Holenstraß. 433. Holland. 460. Homberg. 378. 396. Hönau. 24. 46. Honfleur. 413. Horn, Freistuhl zum hohlen. 108. Horw. 65. Hünenberg. 321. Hürden. 245. Husen. 97. Huttwyl. 258. I. Jacob, St. an der Birs. 180. Jberg, Schloß, Abt St. Gallisches, Verhältnis; zu SchwYZ Glarus. 119. 376. 396. Jserten (Averdon). 525. 566. 579. 614. 615. 619. 709. Jlanz. 31. 418. Jmst. 443. Innsbruck. 125. 156. 306. 479. 532. 681. 692. 698. 690- Innthal. 23. Jnterlaken, Kloster. Streitigkeiten mit den Gotteshausleute»- 187. 188. 199. 200. 205. 464(°). Orts-Register. Iohannesthal St. 119. 133. 144. 146. 376. 396. 398. S. auch St. Gallen, Abtei, Toggenburg. Jougne, Herrschaft, Eroberung, Organisation, Gerichtsbarkeit. 553. 554. 557. 563. S. auch M.-R. Herrschafteu, gemeine, Waadt. Besetzung. 557. Verhältniß zur Grafschaft Burgund. 672. Inns (Giornico). 13. Jsni. 543. Jstein. 703. Italien. 93. Jttingen, Kloster. 427. K Kadelburg. 554. Kaisersberg. 462. 493. 537. 546. 566. 633. Kaiserstuhl. 2. 29. 37. 45. 201. 204. 210. 220. 239. 243. 337. 367. 411. 524. 554. 572. 600. 659. 661. 663. 676. 678. 633. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine; und O.-R. Constanz, Bisthum. Kam in Böhmen 86. Kandersteg. 29. Kärnthen. 625. Kausbeuern. 543. Kempten. 173. 220. 304. 543. Kestenholz. 520. Kirchberg, Grasschaft. 116. 119. Kirchberg bei Zürich. 143. Kirchdorf im Siggenthal. 127. Klettgau. 276. 316. 444. Klingen, Schloß bei Stein. 300. Klingnau. 2. 37. 45. 72. 239. 361. 382. 333. 386. 444. 524. 554. 572. 600. 659. 661. 666. 676. 678. 683. 697. S. auch M.-R. Herrschasten, gemeine; und O.-R. Constanz, Bisthum. Klosters. 109. Klotcn. 18. 151. 152. 154. 156. S. auch M.-R. Zölle. Knonau, freies Amt. 228. Knonau, Meyeramt zu. 175. Köllikon. 305. Königsfelden, Kloster. 2. 103. Krähen, Schloß (Hohenkrähen). 139. 210. 222(2). 275. Kriens. 85. Kriesern (Eriskilch, Grießkilch). 444. 468. Küsseuberg. 13. Küßnacht. 37. 33. Kyburg, Grafschaft. 144. 145. 150(-). 151(-). 153. 155(-). 158. 161. 175. 788. 790. 797. L Lagerstein bei Hergiswyl. 105. Laibach. 237. Lamparten, f. Lombardei. Landeck. 125. Landenbcrg, alt-, Schloß. 145. Landeron. 414. Landiswyl. 414. Landser. 544. Landskron, Schloß. 391. Langenthal. 411. 677. Langeuwies. 109. Langnau (Bern). 306. Langnau (St. Gallen). 305. Languedoc, Languedoil. 522. Laufen, Schloß. 242. Laufenburg (Lauffenberg). 150.151.152.155.153.170.191. 204. 209. 235(°). giz. 326. 363. 441. 473. 506. 503. 518. S. auch Waldstätte, österreichische. Lausanne, Bisthum. 695. Bischöfe, f. P.-R. und Anhang II. Geistliche Gerichtsbarkeit. 553. 554. Gencralvicariat. 518. 533. Laupen, Herrschaft. 361. Lausanne, Stadt. 163. 231. 582. 606. Kausmannsgüter, weggenommene. 13 (2). 77. 19. 20. Brandschatz. 569. 584. 589. 590. 599. 643. 679. Lengnau. 414. Lenzburg. 2. 13. 14. 68. 95. 224. 225. 289. 450. 488. 677. 676. 684. 690. Lenzkirch. 548. Lesclss, Schloß. 566. Leuggern, Johanniterhaus. 369. 381. Lenk, Zehndeu. 465. 466. 560. Lichtensteig. 117. 138. 329. 369. 373. 398. Liebenberg, Schloß. 226. Liebcnsels, Schloß. 542. 551. 554. 559. 562. 575. 587. Ligerz. 414. Limiswhl. 312. Limmat, Fluß. 159. 457. 491. 573. 695. Lindau. 92. 108. 135. 173. 192. 210. 211. 212. 221. 223. 229. 242. 256. 259. 289. 405. 429. 430. 543. Linth, Fluß. 112. 113. Littau. 85. Livinerthal. 27. 30. 54. 55. 57. 139. 179. 393. 581. 589. 669. 784. 896. 897. 931. 932. 934. Lombardei. 47. 91. 92. 448. 584. 639. Lothringen, Herzogthum. 497. 562. 577. 626. 631(-). 688. S. auch M.-R. Bündnisse, Verträge, Kriege, Burgundcr- krieg, Nancyzug; P.-R. Lothringen, Herzoge. Löwen, Hof. 407. Lübeck. 543. Lucern, Benedictinerstift. 643. 645. Lucern, Stadt: Bundesverhältnissc zu und mit den Eidgenossen, s. Bündnisse und Verträge, Verkommnisse. Orts-Register- Lucern : Verhältnis; zu Oesterreich. 267. 269. 314. Besondere Stellung zu den eidgenössischen Städten. 127. 135. 297. S. auch M.-R. Bündnisse, Burgrecht der V Städte von 1477. Streit mit den VI Orten über die Vogteien Meyenberg, Richensee und Villmergen sc., s. M.-R. Herrschaften, gemeine, Waggeuthal; s. auch Marchensachen. Streitigkeiten über Weggis, Vitznau :c. 73. 85. 88. 89. 90. 96. 97. 342. 353. 42ö(-). 430. 432. Verhältnisse zu Zürich: wegen Sursee. 124. March des Merischwanderamts. 80. zu Bern: Bereinigung, ewige. 3. 719. Territoriälstrcitigkeiten um Trub und Schangnau. 106. 148. 330. 353. 357. 360. 871. 407. 423. 452. Verhältniß der Gotteshausleute von Münster in der Grasschaft Lenzburg. 19. 289. 352. S. auch Bern, zu den drei Ländern: Vcrkommniß über Erbfälle und Abzüge. 348. S. auch Streitigkeiten über Weggis und Vitznau, auch M.-R. Zoll zu Göschcnen, Kornausfuhrverbote, zu Schwyz: s. Zug, Panner- und Siegelstreit, zu Nidwalden: Marchensachen. 105. 123. Marktordnung. 128. Collisiou der Gesetze. 251. zu Obwalden: Marchensachen. 437. zu Zug: Märchen- und Gerichtsbarkeitstreitigkeiten. 8. 24. 37. 40. 46. 93. 236. S. auch Zug, Hertenstein, Hönau, Gisikon. zu Glarus. 73. S. auch M.-R. Bündnisse, Verträge, Verkommnissc. Händel mit Constanz. 48. 49. 83. Händel mit Straßburg. 68. 287. 289. 292. 304. Verhältnisse zu Wallis. 17. 207. 226. 272. 306. 465. 581. Münzwesen. 9. 10. 50. 51. S. auch M.-R. Müuzwesen, Verkommnissc. Stadtrecht. 251. Tolles Leben. 652. 654. 658. 664. Luceru als Schiedrichter. 258. 280. 411. 529. Verschiedenes. 1. 2. 8. 13. 19. 20. 23. 39. 53. 70. 74. 83. 91. 101. 118. 122. 136. 163. 166. 167. 189. 208. 245. 261. 264. 269. 270. 272. 288. 291. 323. 327. 362. 371. 378. 394. 397. 400. 419. 426. 433. 448. 459. 463. 464. 486. 469. 500. 537. 562. 564. 580. 601. 606. 620. 639. 676. 682. 665. 689. 690. Ludres. 459. Lugnez. 31. Luggarus. 179. Lunkhofcn. 4. 168. 421. 434. 601. Lustra, Priorat. 617. Misburg. 138. 224. 378. 396. S. auch Toggenburg. Lüttich. 401. 562. Luxemburg. 406. 459. 702. Lyesse. 689. Lyon. 526. 540. 569. 578. 603. 623. 624. 643. „ Messe. 332. 369. 415. 660. 696. M Maicufeld. 109. Mailand, Bisthum. 54. Domcapitel. 689. Mailand, Herzogthum: Herzoge, s. P.-R. Kriege der Eidgenossen mit, s. M.-R. Kriege. Waffenstillstand, Friedensschlüsse, s. M.-R. Bündnisse und Capitel, s. M.-R. Privatausprachen von Roßtäuschern ec. Verhandlungen darüber. 418. 420. 441. 445. 465. 490. 500. 555. 598. 618. 619(°). 621. 641. 645. 679. 688. 690. 697. Kriegs- und Richtungsgelder. 589. 676. 679. 635. 637. 688. 689. Vcrkehrsverhältnisse und Zollsachcn. 13. 19. 23. 139. 267. 418. 420. Verhältnisse Mailands zum römischen König Sigmund. 27. 29. 34. 39. 43. 47. 91. zu Oesterreich. 24. 605. 666. zu Venedig. 272. zu Florenz. 29. 34. 36. zum Grafen von Sax zu Misox. 87. zu Curwalen. 37. zu Wallis. 16(-). 17. 34. 208. Verschiedenes. 5. 420. Mainthal. 4. 11. 581. Malans. 109. Malters. 85. Mantna. 305. Marbach (Lucern). 293. 407. Marbach (im Rheinthal). 76. 296. March (Schwyz). 123. 130. 131. 581. Margarethen, Höchst, St. 317. Martinach. 581. Martiustobel. 303. Masox, s. Misox. Matarell. 54. 55. Meaux. 511. Mecheln. 464. 486. Meggen. 579. Orts-Register. Meienbcrg oder Meyenbcrg. 2. 10. 21. 22. 25. 48. 52. 67(2). 72. 77. 83(2). 102. 238. 299. 301. 660. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, im Argau. Mcierskappel. 24. Mellingen. 1. 35. 36(2). 67. 83. 94. 103(2). 104. 109. 162. 163. 179. 197. 210. 215. 224. 226. 269. 304. 422. 433. 450. 579. 601. 672. Ventpriesterei. 566. 573. 675. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, im Argau/ Mels. III. 539. Memmingen. 173. 521. 536. 548. Mcrgmünster. 632. Merischwand. 44. 51. 52. 53. 109. 238. Merlischachen. 575. Metz. 547. 562. 618. Michaclsamt, St. 4. 19. 20. 61. 217. Milden. 248. 568. 599. Misox, Masox, Mosax. 37. 87. 120. Möns. 361. Monstein. 273. Montafiin. 455. Montat. 632. Montdidicr. 521. Montferrand. 496. Montilles. 264. Montmcdy. 702. Montmelian. 425. Montquantin. 702. Morel. 560. Morges. 567. 674. Moriz, St. (Wallis). 681. Mörsbnrg. 599. Mörswyl. 312. Mortau. 604. Morteanx, Kloster. 23Z. Muhen. 703. Mühlhausen. 110. 354. 356. 368. 377(-). 379 (2). 383. 335. 386. 389. 390. 404. 405. 411. 412. 417. 428. 439. 440. 441. 443. 447. 448. 455. 458. 462. 463('). 467. 468. 469. 483. 548. 690. Mlllinen, Herrschaft. 199. 206. Mümpelgard. 349. 487. 493(2). 500. 503. 514. 523. 569. 576. 595. 597. 600. 618. 620. 658. 662. 664. S. auch M.-R. Bündnisse; O--R. Württemberg. München. 240. 241. Mundrachingen. 614. 636. Münster im Argau. 19. 269. 392. 495. Stift. Propsteipfrund. 397. Rothe Thür. 289. Eigcnleute, s. M.-R. Michaelsleutc. Münster im Gregorienthal. 537. 633. Münster im Wallis. 53. Münsterlingen. 273. Murgenthal. 411. Mnri, Abtei. 44. 45. 80. 92. 213. 630. 709. Muri, Amt, Vogtei. 2. 4. 10(2). 32. 67. 71. 72. 77. 83. 102. 217. Mnrten. Stadt und Herrschaft. 231. 248. 263. 266. 414. Vcrhältniß zum Reich und zu Savoyen. 565. Altes Burgrccht mit Bern (1334). 585. , Bnrgrccht mit Solothnrn und Markgraf Rudolf von Hochberg zn Neuenburg. 290. Verträgliche gemeine Dingstatt zwischen LZern, Savoyen und Freiburg. 231. 261. 266. 302. Savoyische Verpfändung an Bern. 526. Eroberung durch Bern und Frciburg. 568. Freiheiten, Appellation. 568. Besetzung gegen Burgund und Verhandlungen darüber zwischen Bern und den Eidgenossen. 580. 583. 585. 587. Belagerung und Schlacht. 595. 596. 599. 600. 630. 631. 636. Beute von Mutten. 619. 620. 621. 622. 662. 666. 668. Vorbehalt von Mnrten (Erlach, Grandcourt, Cudrefin) bei den Verhandlungen über Rückgabe der Waadt an Savoyen. 603. 606. 616. 694. Streitigkeiten zwischen den Eidgenossen und Bern und Freiburg über die Beherrschung von Mnrten:c. 615. 619. 620. 645. 661. 679. 683. 688. 698. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine. N. Raas im Wallis. 560. Nancy. 569. 623. 628. 638. 649(2). 684. S. auch M.-R. Kriege, Nancyzug, Belagerung. Nase im Bcrncr Oberland. 168. Naters, Zehnden. 306. Neckerburg, Schloß. 239. Neckerthal. 117. 119. 138. 144. 146. 376. 396. S. auch Toggenburg. Ncllenburg, Grafschaft. 216. 275. Nmnikofen. 64. Neuenburg, Grafschast. 34. 207. 231. 290. 529. S. auch P.-R. Neuenbürg, Grafen von. Neuenburg, Stadt (bssnolmtsl). 532. 568. 574. 576. 577. 584. 590. 632. 642. 646. 649. 650. 651. 652. 653. 654. 662. 668. Neuenbürg im Breisgan. 110. 513. 595. Neucnstadt am Bielersee. 142. 207. 260. 376. 414(2). ggg. Neuheim am Zugerberg. 63. 375. Neukirch. 588. Neustadt, Wiener-. 145. Nenß. 527. 528. 529. 531. 544. 545. 546. 660. S. auch M.-R. Belagerungen, Friedensschlüsse, Kriege, Kriegsberichte. Orts-Negister. Neuß am Gcnfersee, s. Nhon. Nicolas-du-Pont, St. 635. Nidberg, Schlaf;. 150. 159. 391. 539. Nidwalden, s. Unterwalden. Niederamt im Toggenburg. 138. 378. 396. Niederbadcn. 36. 83. Niederendingen. 10. II. Niedcrland. 664. Niederrohrdorf. 103. Nördlingen. 174. 548. Novara, Bisthum. 4. 5. 55. Nürnberg. 3. 4. 15. 83. 87(-). 91. 107. 103(-). 127. 128. 156. 164. 173. 174. 178. 190. 195. 236. 241. 308(-). 327. 389. 390. 405. 548. Krieg gegen Markgraf Albrecht von Brandenburg, f. M.-R. Kriege. Nußbäumen. 127. Nydau, Grafschaft. 256. 257. 258. 280. 414. Nhon (Neuß). 525. 673. 674(-). v. Obcrdcutschlaud. 680. Obcrehenhcim, s. Ehenheim. Oberendingen. 10. II. Oberland, bernischcs. 187. 188(-). 199. 200. 248. 249. Oberland ob dem Möllensee, f. Sarganserland. Obersaxcn. 31. Obwalden, f. Unterwalden. Oesterreich: Herzoge, f. P.-R. Räthe. 2. 88. 494. 495. 601. 614. Gesandte zu und von den Eidgenossen »c., f. M.-R. Botschaften. Bündnisse und Verträge, Kriege und Friedcnsunterhandlun- gcn, Friedensschlüsse, s. M.-R. Archiv, ehemaliges, zu Baden, s. M.-R. Archiv. Pfandschaftcn, s. M.-R. Territorialansprüche, s. M.-R. Vermittler zwischen Falkenstcin und Bern. 252. Verhältnisse zu König Sigmund. 33. 72. 162. 215. „ >, Frankreich. 335. 395. „ Burgund. 400. 401. „ besondere zu Lucern. 267. 270. » » Freiburg im Uechtland. 257.263. Gradncrhandel, s. P.-R. Gradner, Bernhard, Gradner, Vigilius. Caspar Koller Handel, s. P.-R. Koller, Caspar. Grasschaft Sonnenberg, s. Sonnenberg. Verschiedenes. 13. 99. 110. 125. 165. 169. 170. 171. 176. 181. 139. 220. 252. 301. 335. 345. Oetenbach bei Zürich, Kloster. 103. Ofen. 39. 94. Offcnburg. 322. Ossendorf. 327. Orbe. 553. 557. 563. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine, Waadt. Ortenberg. 487. 633. Ortenstein. 114. Opfingen. 144. 146. Ottenbach. 80. Oyloch, Alpe. 10. P Paris. 611. 685. Passavant. 657. Pavia. 54. Peronne. 400. Peter St. im Schwarzwald. 109. Peterlingen. 583. 606. 617. 653. Pfäfers, Kloster. 539. Pfäfers, Bad. 354. Pfafsenhoscn. 432. Pfäffikon (Argan). 289. Pfäffikon (March). 35g. 682. Pfäffikon (Zürich). 146. 254. Pfaffstatt, Schloß. 408. Pfeffingen, Schloß. 353. 354. 356. 494. Pfirt, Grafschaft. 406. 454. 496. 511. 562. 571. Pfullendorf. 327. Picardie. 544. Picrre-Pertuis. 695. Picterlen. 414. Platifer. 12. 13. Pontarlier. 535. 536. 537. 538. Pontereau. 443. Prag. 122(-). 131. Prattelen. 472. Prättigäu. 455. 682. Radvlfszell. 296. 344. 559. 614. Ragatz. III. 527. 529. 535. 539. 554. 560. 633. Ramsan. 293. 305. Ranfluh, Grafschaft. 107. Rapperswhl. 2. 76. 108. 126. 135. 146. 344. 429. ölS. im Zürichkrieg. 122. 148. 152. 158. 160. 165. 166. l72> 183. 191. 204. 233. Innere Streitigkeiten. 266. 291. 296. Besetzung durch Eidgenossen. 297. 305. 316. 317. Pflichtanssagc an Oesterreich. 307. 344. 334. 390. Schirmvertrag mit den IV Ländern. 333. Pfründen, Collatur. 709. Orts-Registcr. Rappoltsweiler. 519. Raron, Zehnden im Wallis. 465. 466. , Räulmont. 604. Ravensburg. 128. 132. 13S. 173. 174. 191. 194. 196. 204. 211. 215. 256. 548. Regensberg. 150. 163. 175. 220. 269. Regensburg. 16. 308. 419. 423. 424. 426. Reiben. 414. Reichenau, Abtei. 214. 311. 405. 708. Reichsstädte in Schwaben. 75. 164.172. 178. 197. 200. 234. 237. 240. 241. 464. 465. , Reinach. 239. Reppisch, Fluß. 152. Reuß, Fluß. 24. 67. 80. 94. 430. 433. 573. 601. Reutlingen. 648. Rhein, Fluß. 13. 37. 162. 163. 166. 197. 276. 286. 352. 374. 380. 337. 388. 389. 444. 448. 464. 457. 468. 470. 432. 549. 628. Rheinau, Kloster. 250. 346. „ Schloß. 242. Stadt. 361. 371. 372. 373(-). 374(-). 375. 391. 582. 586. Rhcineck. 76(-). 150. 151. 155. 158. 229. 315. 357. Rheinfelden. 94. 125. 132. 135. 140. 150. 151. 155/158. 173. 185. 186(-). ig?(Z). 195, igg. 201. 211.213.232. 233. 252. 441. 478. 486. 506. 508. 540. S. auch Waldstädte, österreichische. Rheinland. 630. Rheinthal. 296. 341. 345(2). 347. 357. 370. 384. 440. 492. 659. 661. 668. 692. Rheinwald. 31. Richenscc. 2. 10. 21. 22. 25. 43. 52. 67. 77. 83. 102. 217. 299. S. auch M.-R. Herrschaften, gemeine; O. R. Lucern. Richterswyl. 214. 237. 379. 410. 434. Rickenbach. 39(2). Riedbichl zu Wollerau. 410. Riehen. 703. Rodmonten. 312. Rom. 99. 302. 415. 453. 459. 462. 489. 493. 495. 541. 558. 560. 663. 582. 641. 708. Romanshorn. 258. Romout. 599. 674. Root. 85. Rordorf. 75. 103. 501. Rorschach. 5. 211. 296. 297. 396. Rosenbergcrwald. 298. Roßheim. 537. 548. S. M.-R. Vereinigung, niedere. Rotenberg, Schloß. 247.s Rötheln, Grafschaft. 529. S. auch P.-R. Hochberg. Schloß. 198. Rothenburg, Amt (Luccrn). 61. 314. Rothenburg am Neckar. 266. 548. 683. Rothenmiinster, Kloster. 529. Rothweil. 173. 215. 340. 362. 447. 548. Biindniß mit den Eidgenossen. 327. 667. 682. 688. 890. Kriegshülfe. 343. 330. 448. 451. 495. 493. 564. 630. Streitigkeiten mit Württemberg. 497. 500. 595. „ „ Rothenmünster. 529. Hofgericht zu. 233. 303. 352. 356. 433. Noussillon. 244. Rue. 674. S. auch Herrschaften, gemeine, Waadt. Nüdikon. 10. Nüscgg. 84. Ruswyl. 667. Rüti, Kloster. 175. „ im Freiamt. 149. S. Salinen, Landschaft: als Schiedrichter zwischen dem Kloster Jnterlakcn und seinen Leuten. 187. 206. als Vermittler beim Twingherrenstreit. 414. im sogenannten bösen Bunde mit den Oberländern. 188. 207. Burgrecht mit Bern und schiedrichterliche Rcgulirung der da- hcrigen Rechte und Pflichten. 247—250. Sache des Castellans Nicolans Baumer gegen Nidwalden. 422. 438. Saarwerd. 625. Sachen. 31. Salins. 597. 647. 672. 698. 710. Salmannsweilcr, Abtei. 234. 444. Salzburg, Bisthum. 626. Samen, Hof. 407. Sarganserland (Oberland): Werdenbergischcr Thcil im Landrecht mit Schwyz und Gla rus. 114. 123. 129. 141. 142. 294. 317. 323. S. auch M.-R. Bündnisse. Ocsterreichischer Theil (Freudenberg, Nidbcrg, Waltcnstadt). 114. 118. 121. 123. 135.150. 159. 321. 421. 539. 550. Eidgenössische Vogtei, Erwerbung, Verwaltung tc., s. Herrschaften, gemeine. Rechte des Grafen Eberhard von Sonncnberg und Unterhandlungen für Ankauf derselben. 525. 527. 529. 539. 540. 630. Verschiedenes. 127. 307. 322. 323. 564. 574. 581. 583. 587. S. auch Frendenberg, Nidberg, Wallenstadt, Wesen, Klöster Psäfcrs und Schännis. Sarmenstors. 353. 563. 601. Sarncn. 344. Saviese. 560. Savohen, Hcrzogthum: Herzoge, s. P.-R. Orts-Registcr. Savohen, Herzogthum: Boten von »nd nach, s. M.-R. Botschaften, als Schiedrichter oder Vermittler. 28. 174. 185. 192. 209. 440. 498. 535. 53«. Berkehrsverhältnisse mit den Eidgenossen. 19. 369. 415. 523. S. auch Messe zu Genf. Bündnisse und Verträge: mit gemeinen Eidgenossen. 19. 29. über Eschenthal. 41. 727. Bundesancrbieten. 555. 678. mit Bern. 148. 227. 230. 246. 261. 262. 281. 286. 329. 365. 396. 451. 498. 525(-). 536. 561. mit Bern und Freibnrg. 696. 708. 936. 946. Verkauf von Grasbnrg. 24. 25. Verhältnisse zu Freibnrg. 225. 227. 230. 257. 31«. 363(-). 609. 866. 936. 942. 961. Verhältnisse zu Wallis. 207. 226. 440. 561. 636. 690. 692. Kriege und Friedensunterhandlungen, s. M.-R. Burgunder- kricg, Friedensuntcrhandlungen rc. Innere Verhältnisse, Regentschaft zc. 337. 425. S. auch Genf; M.-R. Brandschatz, Ehestener. Verschiedenes. 5. 174. 487. 564. 574. 646. 653. 682. Sax. 31. Schaffelbach. 152. 154. Schaffhausen: Reichsstadt. 58. 316. als Vermittler und als angebotenes Recht. 49. 94. 108. 112. 132. 135. 140. 173. 229. 423. Bündnisse mit gemeinen Eidgenossen. 267(^.269.701.875. » ,, Zürich und Stein. 299. 301. Mitherr über Dießenhofen. 309. Münzvertrag mit Zürich und St. Gallen. 9. 10. 33. 40. 43. 44. Verhältnisse zu Oesterreich. 241. 316. 317. Streitigkeiten mit den Grasen von Sulz. 275. 277. 279(2). Heudorfischer Handel und Schaffhauscrkrieg. 352. 356. 362. 367. 371. 377. 379(2). 330(2). ggi. gg^ ggg 385. 386. 388. 389. 397. 405. 417. 429. 449. 475. «13. Kriegshülfc an die Eidgenossen. 296. 451. 495. 497. 498. 499. 672. Verbot der Kriegsläufe. 422. Streitigkeiten mit Untcrwalden wegen einer Privatfehde. 371. 373. 374. 375. S. auch P.-N. Koller, Caspar. Soldansprachcn eidgenössischer Knechte. 244. Salzkauf in Zürich. 497. 524. 530. Verschiedenes. 110. 125. 128. 151. 155. 158. 166. 225. 228. 263. 312. 371. 391('). 420. 438. 445. 447. 4SI. 487. 541. 542. 544. 568. 555. 559. 562. 570. 588. 637. Schams. 31. Schanfik. 109. Schangnau (Schöngau). 130. 330. 407. Schännis, Kloster. III. 125. 131. 273. 539. Schenkenberg, Herrschast. 110. 120. 225. Scherling. 407. Schiers. 109. Schindershof zu Baden. 103. Schlettstadt. 110. 173. 174. 258. 441. 445. 482. 486. 48S. 537. 548.564.569.576. 577. 582. 600. 601. 603. 619. S. auch M.-R. Vereinigung, niedere. Schlierigen. 703. Schmerikon. IIS. 123. 242. 394. Schöftland. 676. Schottland. 231. Schrambcrg, Schloß. 444. 447. 448. 457. 458. Schwaben. 1. 13. 74. 79. 159. 208. 241. 426. 433. 4SI. 464. 636. 680. Reichslandvogtei. 159(-). S. auch Reichsstädte. Schwanberg. 273. 297. 296. Schwarzenbach im Thurgan. 188. Schwarzenburg, Landschaft. 277. Schwarzwald. 150. 151. 155. 156.158. 170. 326. 374. 380. 385. 387. 389. 390. 442. 478. 482. 486. 499. 500. 505. 506. Schweinfurt. 528. Schwyz, Stand: Bündnisse und Verträge, Verkommnisse, s. M.-R. Landrecht mit Graf Friedrich von Toggenburg, mit den Tog° genburgischen Erben, mit der Landschaft Toggenburg, mit den: Abt von St. Gallen, Graf Heinrich von Werdenberg, den Grafen von Sounenberg, den Leuten von Utznach und Gaster rc., f. M.-R. Bündnisse und' Verträge, auch O.-R. und P.-R. Kastvogtei über Einsiedeln. 314. 339. 353. 358. 375. Huldigung der Leute zu Pfäsfikon, Frcienbach, Wollcra», Hürden, Ufnan. 245. Streit mit Zürich über Windeck, Gaster, Utznach ?c., s. M--R- Zürcherkrieg; O.-R. Zürich. Gränzverhältnisse gegen Richterswyl und Wädiswyl. 409- 411. 420. 422. Wädiswylerhandel. 379. Streitigkeiten mit Lucern wegen des Spruchbriefs im Zuger° Pannerstreit:c. 5. 26. 28. 33. 37. 44. 640. Streitigkeiten mit Mailand wegen Privatansprachcn. 441- 463. 464. 465. Stellung bei den Unruhen des tollen Lebens. 649. 651- 654. «55. Verschiedenes. 53. 60. 74. 87. 95. 165. 197. 214. 268- 306. 313. 321. 353. 370. 371. 405. 408(°). 434. 440. 443. 463(2). 467. 482. 483. 494. 555. 584. 585. «14- «19(-). 632. 643. 659. 675. 677. 684. 636. Scckingen. 150. 151. 155. 156. 158. 170. 326. 374. 380. 385. 387. 389. 390. 441. 478. 506. 506. Orts-Register. Seligenstadt. 269. Scmpach. 63. 614. 487. > Sense, Fluß. 361. Sibcrslehn. 467. Siders, Zehndcn. 366. 465. 466. 566. Siebenthal, ober und nieder. 167. 188. 265. 246. Siena. 365. Siggenthal. 7. 16(2). 227. Siggingen, ober und nieder. 127. Sins. 23. Sitten, Bisthum. 16. 28. 53. 272. 366. 376. 466. 695. S. auch Wallis. Sitten, Stadt. 16. 28. 53. 272. 566. 561. Sitten, Zehndcn. 366. 465. 466. Sitter, Fluß. 293. SoissonS. 562. Solenvres. 561. Solothurn, Stadt: Bundesproject mit gemeinen Eidgenossen. 361. ans eidgenössischen Tagen und bei gemeineidgenössischen Ver Handlungen. 36. 31. 33. 116. 113. 123(2). 127.129. ,31. 135. 136. 137. 146. 141. 147. 176. 184. 185. 188. 196. 211. 212. 216. 234. 237. 257. 266. 297. 308. 318. 367. 378. 379. 391. 398. 426. 422. 447. 448. 449. 453. 462. 463. 476. 471. 493. 499. 556. 676. 679. S. auch die Botenverzeichnissc im Anhang III. als Vermittler und Schiedrichtcr. 21. 28. 36. 53.85. 168. 115. 123. 124. 125. 129. 131. 132. 135. 136. 142. 176. 227. 231. 295. 423. 455. Verhältnis, zu Bern. 62. 64. 66. 81(2). 14g. 2^ 252. 253. 286. 325. 354. 367. 368. 369. 376. 377. 458. 527. 569. zu Bern und Basel. 147.176.186.181.132.198.199.299. zu Oesterreich. 286(2). 317. 367. 398. in der ewigen Richtung. 487. 687. zu Savohcn. 148. 267. zu Mailand. 687. zu Burgund. 366. 447. 469. ini Burgunderkriege. 499. 515. 534. 535. 536. 576. .584. 588. zu Frankreich. 266. 516. zu Mümpclgard. 354. S. auch M.-R. Bündnisse, Verträge, Friedensuntcr- handlnngcn :c. Burgrecht der sünf Städte. 677. im tollen Leben. 653. 654. Streitigkeiten mit Württemberg und Miimpelgard. 347. 349. 514. Streitigkeiten mit Basel und dortigen Edeln wegen des Thicr- stcinischen Zolles und der Schlösser Pfeffingen und An genstei». 353. 354. 356. 373. 374. 393. 396. Sonncnbcrg, Schloß im Thurgau. 145. Sonnenberg, Schloß und Grafschaft in Vorarlberg: Eroberung durch Herzog Sigmund von Oesterreich. 443. Vermittlung der Eidgenossen. 445. 448. 451. 457. 472. 482. 484. 494. Schiedsprnch darüber zwischen Herzog Sigmund und den Grafen von Sonnenberg. 495. 498. Vollziehung, Zahlung. 583. 596. 665. 666. 683. 664. Sponheim. 294. Speicher. 296. Speier. 546. Spiez. 187. 265. 239. 244. Stalden (Wallis). 566. Stans. 3. 33. 324. 344. 431. 472. 489 (2). 498. Staufen, Schloß. 636. Stein, Stadt. 229. 365. 327. 362. 373. 465. 422. 428. 436. 441. 497(2). Bündniß mit Zürich und Schaffhansen. 299. 361. Stein, Burg obere zu Baden, s. M.-R. Herrschaften, gemeine. Steineggerwald. 357. 359. Steinenstadt. 763. Steinhaufen. 82. Steckborn. 563. Stetten. 163. Steher. 762. Stille. 491. Straßbnrg, Bisthnm. 75. 368. Bischöse, f. P.-R. Straßbnrg, Stadt. 75. 116. 428. 431. 488. 531. 548. 556. 578. 582. 587. 596. 625. 628. 637. 677. 681. 763. 768. Streit mit Bern und Lucern wegen des Psandgelds organischer Städte. 63. Streit mit Lucern und Bern wegen Arrcstsachen. 287. 289. 292. 294. 364. Niederwerfung von Straßburgcrn durch den Grafen Allwig von Sulz. 275. 276. 277. 316. als Vermittler oder Schicdort. 132. 146. 173. 174. 175. 258. 542. in der Niedern Vereinigung und im Burgunderkrieg. 441. 442. 445. 482. 492. 493. 526(2). 526. 564. 569. 576. 577. 598. 666. 661. 619. 622(2). 636. Straubcnzell. 312. Stühlingcn. 141. 233. 341. Stuhlwcißcnburg. s. Wcißcnbnrg. Sturzcncgg. 298. Stuttgart». 661. 623. Suhr. 556. Sundgau. 116. 176. 266. 326. 464. 468. 426. 497. 499. 555. 632. Sllns. 114. Sunz. 548. Esch«, Ulrich. 667. Eschpengyen, Hans von. 662. Espach, Hans. 322. Ester, Ulrich. 472. Estlin, Ulrich (Klingnau). 536. Etterli, Eglolf (Lncern). 166. 147. 226. F. Fabri, Bonifaz, Bote von Gens. 567. 655. Falk, Martin. 563. Falkcnstein oder Valkenstcin, von: Hans. 62. 66. 81(2). 181. Hans Friedrich. 62. 66. jgr. 66. Hans Thüring. 66. Thomas. 81(2). 181. 246. 256. 252. 433. 667. Fankhauser, Hans (Lucern). 274. 393. Fanssonem, Anshelm (Sitten). 58. Faßbind, X. 543. Faux, Gilian. 386. Favre, Gratian oder Gervais, Präsident von Toulouse, sranzös. Bote. 496. 566. 563. 511. 534. 685. Feer, Heinrich (Lucern). 666. „ Hensli (Cham). 38. Felder, X. (Dießenhofen). 682. Felga oder Belg, Johann (Hensli) (Freiburg). 54. 141. Ferrara, Markgraf 17. von. 36. Feyerabend, 17. 327. 348. Filioli, Johannes, Propst zu Graz. 186. 198. Finstingen, Johann von, Marschall von Lothringen. 366(2). Flachslandcn, Hans von, (Basel). 72. 134. 261. Fleckenstcin, Heinrich von. 191. . „ Johann von, Bischof von Basel. 62. 81(2). Florenz, Bischof Rupert von. 186. Flüh, Hans auf der (Wallis). 566. Flüh, Hans unter der (Unterwalden), Vogt im Waggenthal. 421. Forli, Bischof Alexander von, päpstl. Legat. 625. 633. 635. 636. 648. Former, Pcrrodis (Wallis). 566. Frankreich, Könige von: Carl VII. 182. 266. 264. 261. 297. 361(2). Zgg Zig Z28 Ludwig XI. 326. 331. ff. 395. 397. 466. 461. 462. 466. 412. 413('). 414. 425. 443. 448. 452. 454. 457. 458. 459(2). 466. 461(2). 47g. 474. 47g. 47g. 47g. 486(2). 482(2). 484. 485. 491(2). 492. 496. 497. 499. 566. 561. 562. 564. 565. 513(2). 514(2). 516. 521(2). 522. 523. 524. 526(2). ggx 539. 544 (2). 547. 5.56. 558. 559. 561. 562. 566. 569. 577(2). 578. 579. 586. 561. 585. 597(2). 598. 599(2). ggg 663. 664. 665. 666. 667. 666. 669. 612. 615(2). 623(2). 624. 626. 642. 644. 647. 648. 649. 656. 651. 654. 657. 656. 664(2). 665. 666. 667. 671(2). 672(2). 673. 675(2). 679(2). 686(2). Frankreich, Könige von: 689. 691(-). 692(2). 694. 695. 696. 697. 698. 761 764. 765. 716. Prinzen: Ludwig XI. als Dauphin, s. Delfin. Carl VII. als Dauphin, s. Delfin. Herzog von Berry. 617. » ,, Bourbon. 624. Rothe des Königs. 332. 333. Franz, Hans (Bern) 673. Frei, Heinrich, Canonicus zu Sitten. 53. „ X. (Tonstanz) 346. Freiberg, Anna von. 139. „ Ludwig, Bischof. S. Constanz, Bischöse'von. Freiburg, Grafen von. S. Neuenburg. Friedbergcrin, X. 543. Friedingen, Hans von. 422. „ Hans Thüring von. 588. 596. Hans Wilhelm von. 139. 269. 216. 211. 242. 247. 256. 269. 276(2). „ Margaretha von. 666. „ die von. 327. 353. Friedrich, Bernhard Otto. 661. Frik, Hans (Zürich). 156. Friker, Dr. Thüring, Stadtschreiber zu Bern. 414. 679. Fulacher, die (Schaffhausen). 389. 449. Fllrstenbcrg, Grasen von: Carl. 443. Egon. 443. 547. „ Heinrich. 277. „ die von. 441. 443. G. Gachuang, Mönch X. von 45. Galearbos, Jonikimus de. 413. Gallati, Rudolf (Glarus). 69. Gallen, St., Aebtc: Hermann. 285. Cnno. 285. Heinrich von Mangistors. 1.2.5.6.11.21.22.29.45.65(2). Eglolf Blaarer. 77. 99. 119. Caspar. 255. 256. 253. 261. 264. 268. 273. 275. 282(2). 284. 266. 326. Ulrich Rösch, als Pfleger und Abt. 281. 293. 298(2). 363. 364. 365. 312. 318. 319. 326. 325. 341. 342. 344. 345. 357. 359. 366. 365. 367(2). g7g. 375 zgz 895. 396. 399. 464. 413. 425. 436. 446. 444. 445. 451. 488. 492. 513. 555. 586. 588. 596. 595. 661. 629. 631. 76l. S. auch O.-R., St. Gallen, Abtei. Amtsleutc (Kanzler, Hosammami), f. Hechinger, Thalmann. Gallen, St., Hans von. 244. 7 Personen-Register, Gassen, Steffau in der (Wallis). 560. „ X. in der (Uri). 634. 704, Gausser, X, 709. Gawkspnrger, Andreas. 507. Geißberg, Anton, österreichischer Bote. 601. 684. Geißer, Chunmann (Ueberlingen). 58. Gemminger, Johann (Basel). 180. Genf, Bischöfe und Grafen von: Johann Ludwig von Savoyen. 425. 544. 569(2). 596. 602. 603. 604. 605. 606. 609. 611. 612(-). 614. 617. 624. 655. 669. 673. 662. 684. 689. 707. 709. Gentile, Antonio de, mailändischer Bote. 55. Gern, Spinant (Basel). 673. Gcroldseck, X. von. 451. 460. 531. Geßler, Anna, geb. von Freiberg. 229. Georg. 222. 223. 228. „ Heinrich. 222. 223. 228. „ Hermann, königlicher Bote. 93. 139. 222. 229. „ Wilhelm. 3. 4. 139. ., X. 83. Giger, Willi (Freibnrg). 588. Gilgenberg, Bernhard von, Statthalter im Elsaß, ec. 408. 411. 496. Glane, Humbert von, Landvogt der Waadt. 571. Glassier, Jacob (Wallis). 560. Glatt, Peter (Zürich). 150. Glenter, Jacob, Burgermeister (Zürich). 46('). 59. 67. 69. Gliß, Claus (Rotweil). 221. Goifsi, Peter, Venner von Biel. 350. 586. 641. 648. Goldenberg, Hans von. 63. Goldenmenger, Hermann. 15. Göldli, Heinrich (Zürich). 423. 434 . 595. „ Paul (Zürich). 150. Goldschmid, Peter (Lucern). 61. 52. 58. 69. Gonel, Franz, Castellan und Zoller zu Rne. 674. Gongonah, X. von. 686. Gottfried, Arnold (Wallis). 34. Götz, X. 559. Gradner, Gebrüder. 302. 318. 319. „ Bernhard. 307. 324. Wigalois (Vigilius). 307. 308. 343(2). Graf, Michael, Stadtschreiber von Zürich. 159. Grallen, Wilhelm (Wallis). 560. Gran, Probst Franz von. 94. s. auch Strigouiensis Prnpositus. Grand, Jodcr (Wallis). 560. Grasso, Guido (Wallis). 58. Graz, Probst zu, s. Filioli, Johannes. Greifensee, Petermann von. 69. 70. Gremlich, X. 350. Greherz, Grafen von: Franz. 286. 434. 452. 525. 597. 598. 602. 605. 608. « Ludwig. 610. Grießheim, X. von. 4(°). Grisi, Stephan (Siebenthal). 206. Grub, Hans in der. 684. Gruber, X. 4(-). 20. Grunder, Hans (Appenzell). 98. Grünenbcrg, Grimm von. 4. 19. 2V. Wilhelm von. 19. 110. 140. 141(-). 166. 195. Grüning, Ulrich (Ulm). 101. Gsell, Blasius, Erzbischof von Bordeaux. 313. Gualdo, Andreas von, Erzbischof von Colocza, Bisthumsver weser zu Sitten. 16. 34. 53. 54. Guel, Leopold (Zürich). 150. Gugelberg, X. 422. „ Hans (March). 425. Gugern, X. 95. Gumppenbcrg, Cunrad von, baierischer Bote. 326. Gundelfingen, Niclaus, Vicar von Constanz. 294. 295. 298- Gungelfingen, Erhard von. 547. Gurk, Bischof X. von. 424. Gutjahr, Hans. 574. Gutteliu, Cnnrad. 350. Haas, Peter, Weibel zu Lncern. 24. Habsburg, Grafen von. 313. Hagenauer, Heinrich (Zürich). 3. Hagenbach, Peter, bnrgundischer Landvogt im Elsaß ic. 404. 405. 409. 410. 411(2). 412. 438. 445. 447. 461. 467. 471. 472. 486. 466. „ Steffan. 498. Hagg, Berchtold. 101. „ Dietrich (Rotweil). 215. Haich, Ulrich (Appenzell). 98. 141. Halbeisen, Heinrich (Basel). 269. Halbgewachsen, s. Hün, Heinrich. Halden, Dietrich in der (Schwyz). 310. 595. Hallaner, Johann (Schaffhausen). 58. Hallwyl, die von. 2. 13. 83. 420. 440. 520. 583. „ Hans von. 484. „ Rudolf von. 4. 38. Thüring von. 93. 103.108.109.126.140.141.159. 161. 166. 195. 204. 211. 212. 213. 221.28"- „ Walther von. 94. Halparter, Heinrich (Wallis). 560. Halter, Hans (Lucern). 294. Hammerschmid, X. 675. Harber, Rudolf, österreichischer Bote. 514. Harsch, X., österreichischer Rath. 195. Hartlieb, Jörg. 244. Harzer, X. 304. Hasfnrter, Heinrich (Lncern). 307. 584. 595. 686. 704. Personen-Register. Hechinger, Johannes, Hofammann zu St. Gallen. 344. 345. 347. 352. 356. Hegi, Hug von. 63. 426. Heidegg, Cunrad. 234. 241. „ Laurenz. 679. „ ds. von. 14. Heidelberg, Cunrad von. 63. Heilmann, Hans. 601. Heimenhofen, Georg von. 539. Heingarten oder Henggarten, Franz am (Wallis). 560(2). „ Hans am. 34, von 58. 226. „ Peter in. 53. „ Philipp von, kaiserlicher Bote. 37. 39. „ Philipp von, Bischof, s. Sitten, Bischöse. Heinrich, Stcffan (Wallis). 560. Heinzli, Arnold, Ammann von Obwalden und Vogt von Baden. 36. Helbcr, Bürgi. 244. Helfenstein, Grafen Erhard und Ludwig von. 547. Helmstatt, Ludwig von. 555. „ Wyprccht von. 191. Helmstors, Burkard und Ulrich von. 63. Helschi, X. (Acsch). 353. Hennenberg, Grafen Berchthold, Otto und Wilhelm von. 547. Herbort, Heinzmann, Schultheiß von Willisan. 101. Hering, X., Vogt zu Engelberg. 543. Hermann, Hans. 431. Herrlisheim, Hans von. 141. Hertenstein, von (Lucern): „ Caspar, Schultheiß. 393. 488. Ulrich. 8(2). 37. 40. 50. 83. 89. 93. 94. 101. 122. 146. 149. 236. 270. Herter, Wilhelm (Straßburg), österreichischer Hauptmann sc. 582. 596. 598. 601. 602. 604. 606. 613. 615. 613(2). 619. 621. 622. 625. 631. 632. 636. 638. Herzog, der schwarze. 405. 429. 430. Hesler, Meister Philipp, päpstlicher und kaiserlicher Legat. 454. 585. 618. 625. Hesler, Dr. Johann, kaiserlicher Bote. 626. 627. 675. Hessen, Landgrafen von: Heinrich. 547. 664, N. 424. Heudorf, Bilgen von. 204. 358. 330. 332. 384. 385. 429 (2). 430. 444. 445. 446. 447. 448 (2). 449. 454. 455. 457. 468. 469. 472. 475. 478. 484. 530. 576. 613. Heudorfer, 5s. (Frauenfeld). 645. Hewcn, Friedrich von. 122. 188. „ Heinrich von. 143. „ Peter von. 541. 580. „ die von. 122. Hezel, Ulrich (Brcmgarten). 521. Himmeli, Ulrich. 107. 108. 140. 141. 166. 175. Hinzenhofer, Marquard, bayerischer Bote. 431. Hitzkirch, Comthnren von. 23. 94. 393. Hochberg, Markgraf Wilhelm von, österreichischer Landvogt. 127. 134. 140. 153. 158. 159. 160. 170('). 171. 173. 181. 182. 187. 195. 221. 333. Hochberg-Neuenbnrg, Markgras Rudolf von. 290. 302. 364. 366. 404. 405. 406. 414. 487. 527. 529. 531. 566. 568. 569. 572. 576. 577. 643. 654. 673. 678. 703. Höchst, Hans von (Lindau). 210. Hofmann, Heinrich. 497. Hofmeister, Rudolf, Schultheiß (Bern). 54. 81. 85. 88. 89(2). 106. 167. Hofstetter, Gaudenz von. 7V. 145. 175. 220. Rudolf. 69. X. 536. Hohenfirst, Hans von. 635. Hohenloh, Graf Kraft von. 547. Hölderli, 17. (Bremgarten). 676. Holzach, Jost (Baden). 294. Holzgang, Hensli. 8. Holzhausen, Werner von, genannt Keller. 318. 319. Holzrütti, Geschlecht. 67. Holzfchuher, Martin (Nürnberg). 689. Homberg, Gräfin Elisabeth« von. 410. Honcgger, Rutschmann. 101. Hopper, Johann, Jnsiegler zu Constanz, Kirchherr zu St. Mang in St. Gallen und Dompropst zu Chur. 298. 358. Höri, Cunrad (St. Gallen). 79. 98. Hornstein, Jost von. 373. 427. 433(2). Dessen Sohn. 437. Hotterer, Ds. 528. 530. Howenhut, Erhard (Straßburg). 550. Hnbcr, Jacob (Lichtensteig). 425. „ Ulrich (St. Gallen. 673. Hug, Hans (Gaster). 425. „ Hermann (Utznach). 392. Hugen, Ralet (Wallis). 560. Humbel, Rudolf, von Staufenberg. 84. Hün, Heinrich, genannt Halbgewachsen (Lunncrn). 221. Hünenberg, Heinrich von. 73. 270. „ die von. 52. Hunwpl, von (Lucern): „ Friedrich. 130. Heinrich. 175. 393. 450. „ Hermann. 45. Hunziker, Jenni. 19. Hupphan, Fridolin (Pfäffikon). 682. Hüruß, der. 83. Hns, Husc, Friedrich vom. 134. 258. „ „ Johann Friedrich. 406. 408. 410. Huser, öi. 4. Hilter oder Hutter, Hans (Colmar). 462. 601. Hux, Lienhard. 678. Huzelbrand, öl. 32. 106. ' Hüzli, Ruf oder Rudolf (Saanen). 248. Personen l-Register. I. Jacobs, HanS (Wallis). 560. Jamotz, Hans (Wallis). 560. Jberg, Hans (Lncern). 215. 219. 229. Jberger, ZX. 103. Jburger, Hans (Zürich). 303. Jburger, Schmied (Zürich). 30S. Jmbli, Othmar. 244. Jmhof, Hans (Uri). 694. 696. 703. Jmobersteg, Jacob (Siebenthal). 206. In der Gassen, s. Gassen, in der. In der Halden, s. Halden, in der. Johanniter-Comthur z» Wädenschwhl. 190. 220. 369. Jolmeti, Johann (Milden). 248. Jouner, Johann (Saanen). 248. Jrme, Hans (Basel). 661. 659. 660. 668. 676. 679. 680. Isenburg, Veit von. 141. Jsenlin, Heinrich (Basel). 258. 381. Isen», N. (St. Gallen). 599. Jsner, Jost (Unterwalden). 50. Jttingen, Prior 14. von. 645. K. Kaiser oder Könige, römisch-deutsche: Albrccht I. 192. Carl IV. 151. Sigmund. 2. 3. 12. 17. 19('). 20. 21. 23. 27. 29. .30(2). 33. 37. 39(-). 42. 43. 46. 47(«). 60. 77. 83. 86. 87. 86. 89(-). 92('). 93. 94. 95. (Kaiser. 95. 99. 100.102. 110. 121. 122(°). 145. 150. 162. 813. 314.) Albrecht II. 127. 128. 131. Friedrich III. 145. 146. 149. 150-160. 161. 162. 163. 164. 167. 171. 173. 176. 185. 222. 241(2). 242. 255. 256. 258. 267. 268. 308. 822. 323. 356(2). M 4^ 405. 419. 420. 424. 426. 430. 451(2). 452^). 455. 456. 457. 458. 459. 460. 461(2). 4«», 4gg. ggg. sM, 510, 515. 519. 525. 526. 527. 528. 530. 531. 534. 536. 538. 545. 556. 559. 571. 577. 600. 601. 607. 618(2). 625. 627. 635. 637. 648. 649. 650. 659. 663. 665. 667. 671. 681. 689. Kakart, Rudolf von. 313. Kalbercr, Rntschmann. 126. Kalbermatter, Joder (Wallis). 560. Kaltenbach, Paul von. 617. Kaltenek, Hans von (Straßburg). 601. Kanzler, Hans. 235. Kappel, Ulrich von. 497. Käs oder Käser, Jost (Uri), Bogt zu Baden. 220. Keller, Werner (Lucern). 58. Keller, Felix (Zürich), Vogt im Oberland. 630. Kelner, Martin, württembergischer Bote. 683. Kempf, 457. Kempten, Abt X. von. 305. Kerppcn, Göttlich von. 548. Keßler, Werner (Ragatz). 550. Kehfft, Peter, Venner von Biel. 302. Khory oder Kuri, Steffan, Bote von Biel. 350. 601. Kilchmann, Hans (Zürich). 220. Kiser oder Kyser, Walther (Unterwalden). 307. Klcberg, Arnold von. 642. 652. 673. 688. 699. Klegcr, Hcinzmann. 391. 430. Klein, Heinrich (Appenzell). 98. Klingelfuß, Ulrich, Schultheiß zu Baden. 1. 69. Klingenberg, Albrecht von. 63. „ Eberhard von. 630. „ Hans von. 140. 141. 275. 316. die von. 189. 190. 321. 327. 667. 682. Knöringer, Burkard. 507. Knüpfcl, Claus (Basel). 673. Koch, Rudolf. 19. „ Kunz. 225. Koli», Hans (Zug). 87. Koller, Caspar (Brixen), Landmann zu Unterwalden. 372(2)- 373. 374. 375. 384. 484. 529. 530. 532. 541. 544. 583- Könige, s. unter Frankreich, Arragonien, Castilicn und Leon, " Dänemark, England, Sicilien, Neapel, Polen, Sch»» land, Ungarn. Königstein, Philipp von. 547. Kopf, 17., Ammann. 451. Koppenhan, Welti. 1. 18. 19. 20. 107. 108. Kornfeil, 17. (Zürich). 450. Kottwyl, Hermann von, Schultheiß zu Lucern. 258. Krön, Adam (Schaffhausen). 574. 666. ^ „ Lorenz. 686. bisch, baselscher Bote. 256. „ die. 151. Kuchli, Hans. 583. Kuhn, Jost (Bern). 493. Kumben, Gilg an der, (Wallis). 226. Kündig, 17. (Zug). 420. 555. 574. 576. 616. Küng, Hans, Priester. 453. „ NiclauS (Biel). 265(-). Künlin, Cunrad (Basel). 180. „ Hieronymus. 321. Kunried, Hcinzmann von (Bern). 575. 698. Kupscrschmid, Claus, Ammann von Schwyz. 450. Kupfschin, Heinrich (Lucern). 294. Kurfürsten: Die. 15. 19. 155. 158. 164. 188. 169. 191. 193. 1S4< 195. 197. 241. 308. 545. 559. Cöln. 424. Mainz (Dietrich). 188. 191. 196. 221. 349. 424. 460. 461(-). 547. 604. Trier (Jakob). 188.191.196. 221.424. 460. 461 (2) 547. 604. Personen-Register. Kursürstcn: Pfalz (Ludwig). 169. 191.196. 221. S. auch Rhein, Pfalzgraf bei. Brandenburg. 424. Sachsen-Meißen (Albrccht). 473. Kuri, Stephan (Biel), f. Khori. Kutler, 17., Seckelmeister (Bern). 679. Küttner, 17. 676. 679. L. Labellisre, Vicomte Franz von, franzöfischer Bevollmächtigter in Savoyen. 425. Lampugnan, 17. 639. Landenberg, von: „ Beringer. 144(2). 157. Hans. 470. 472. 590. „ Hermann, 54. Hugo. 145. 434. 493. 494. 513. 537. 556. 559. 566. 579. 590. 634. 661. 57., dessen Frau. 434. 5s., dessen Mutter. 469. „ Sigmund. 310. Landolt, Rudolf (Glarus). 69. Langenhard, Jacob von. 63. Langmantel, 5s. (Augsburg). 204. Lanz, Hans, von Liebcnfels. 430. 431. 494. 542(2). 551. 555. 559. 562. 575. 583. 587. 588. Läublin, Werner (Bern). 293. 660. 679. 704. Laurin, 5s. 555. 574. 576. Lausanne, Bischöfe: Wilhelm IV. 26. Georg. 261. 262. „ Gcneralvikar, s. Stör Burkard. Legaten, Nuntien, päpstliche. S. M.-R. Botschaften. Lciffi, 5s. (Coblenz). 433. Leiningen, Grasen von: Beruhard. 191. Philipp, Marschall von Lothringen. 596. 599. 601. 636. Leitzer, 5s. (Stein). 405. 441. Leon, Bischof 57. von. 443. Leon, Könige, s. Castilien. L'Eslcllay, Aymo (Gens). 567. 655. Letten, am, oder Letter, Rudolf (Zug). 210. 217. 310. Lcvoz, HanS (Wallis). 560. Lingct, Peter (Genf). 567. Locher, Jörg. 550. Lombard, Jacob, Schultheiß von Freiburg. 54. Lommis, Ulrich von (Zürich). 87. 92. 113. 145. Lothringen, Herzog Rcuat von. 460. 497. 520. 537. 561. 576. 596. 597. 596("). 599. 600. 601. 602. 603. 604. 606. 607. 608. 610. 618(2). 621(2). 622. 627. 630. 63I(-). 633- 636(°). 638(2). 644(-). K47(-). 648. 662. 671. 677(2). 684. 688. 692. 696. 702. Löupi, 57., Bruder. 429. Lucern, Pröbste von: Schweiger, Johann. 226. (Brunnenstein Peter). 643. 645. Lude, Baillif du. 425. Liiderer, Peter. 406. Luggarus, Gras 57. von. 179. Lupfen, Grafen von: Hans, 37. 110. 147. 595. Heinrich. 141. Lurnei, Johann. 313, Lüti, Johann, Vogt zu Kaiscrstuhl. 45. Lütishofen, Petcrmaun von (Lucern), Hauptmann. 177. Lütishofer, 5s. 84. Lyonnet, 5l. 624. M Magdeburg, Bischof 57. von. 548. Mailand, Herzoge von: Philipp Maria Visconti. 5. 12. 14. 15. 16. 20. 23(2). 27. 30 (2). 34. 35. 36. 41. 47. 50. 54. 60. 61. 63. 87. 91. 102. 138. 139. 147. Franz Sforza. 268. 272(2). 337. 338. 339. 344. 353. Blanca Maria und Galeaz Maria Sforza. 361(2). zgz. ggz. , 393. 418. 420. 421. 440. 411(2). 444. 445, 447(2). 458(2). Galeaz Maria Sforza. 462. 465.471.490.493.500.520. 526. 527. 531. 536. 538. 539. 555. 579. 560. 588. 589. 599. 603. 619. 620. 639(-). Bona und Johann Galeaz Maria Sforza. 643.645(2). 646. 676. 680. 684. 686. 688. 689. 690. 698. Mailand, Bischof 57. von. 424. Mandacher, die, (Schafshaujen). 150. 153. 156. Mancß, Felix (Zürich). 65. 69. Mantua, Markgraf17. von. 36. Marmier, Meister Johann, Statthalter von Burgund. 350. Marschalk, Ulrich, von Oberndorf. 326. Marseille, Bischof Stefsan von. 186. Martin, Lorenz. 197. Märzer, Heinrich, ab Zürichberg. 235. Maßmünster, Ludwig von. 406. Mathis, Uli. 244. Matter, Heinrich (Bern). 447. 533. 552(2). 55g. ggz, Mauriz, St. (im Wallis), Abt Michael von. 186. Mcchcl, Jost von. 486. Meiß, Hans. 388. „ Heinrich (Zürich). 59. 91. „ Rudolf. 145. 146. 148. Mcklcnburg, Herzog 17. von. 424. Mclanensius, Dr. 39. Melli, Bnrkard. 211. 7^ Personen- i-Negister. Mclticr, Pctcr (Wallis). 566. Menteler, Jacob (Lucern). 51. 52. 89. Wenzingen, Ulrich von. 191. Meolani, Antclin. 011. Metsch-Kirchbcrg, Graf Ulrich von. 116(2). 126. Metz, Bischof von. 461 (2). 5g,. 592. 618. 625. 637. Meyer, Georg (Wallis). 566. „ Heinrich. 156. „ Hermann. 226. „ Peter (Wallis). 566. Rudolf. 672. „ von Spielberg, Cunrad, f. Koch, Cunz. Michaele, de Sancto, Anton und Bonifaz (Gens). 567. Michaclslcute, St. 169. S. auch M.-R. GotteShanSlcnte. Miles, Albrecht, Landvogt in Toggenburg. 425. Mohet, Anton von, Landvogt von Dijon. 496. 567. 568. Montferrat, Markgraf 17. von. 682. 636. Montfort, Grafen von - Hugo. 143. 46l. 627. 528(2). 53l. 547. 762. Ulrich. 691. Wilhelm. 116. 126. 127. die, Grafen zu Werdenberg. 155. 556. Moos, Heinrich von, (Lucern). 13. 34. 58. 432. Morasin oder Moresin (Mailand): Gabriel, mailändischer Bote. 588. Swan (Jean). 13. Mornower, I)r. Achatius, österreichischer Rath. 495. 567. Mörsperg, Peter von. 368. 466. 468. 519. Moser, Hensli. 563. 661. Mötteli, Lütfried. 411. 421. 428. 429. 436. 431. 437. 445. 596. Rudolf. 423. 436. 457. 459. Muhlern, Hans von, (Bern). 112. „ Urban von. 533. Mülibrnnn, Hans (Unterseen). 266. Müller. Beringer. 578. 677. 696. ,, Hans (Unterwalden). 112. 146. „ Hans (Appenzell). 146. 141(2). „ Hans, Schultheiß zu Baden. 294. „ Matthäus, Official von Basel. 661. Mülnheim, von, (Straßbnrg), Burkard. 133. ,, „ Heinrich. 68. 69. ,, ,, Philipp. 459. Münch von Mllnchenstein, Cunrad. 396. /, „ Hans Friedrich. 396. Munodi, Johannes (Wallis). 566. Münster, Bischof 17. von. 545. Muri, Abt Georg (Rnssinger) von (1416—1446). 11. 45. 36. 92. 169. Müsy, Franz, Castellan zu Romont. 674. Mutschli, 17. 573. N. Nassau, Grafen Adolf, Hans, Heinrich und Philipp von. 547. Neapel, Könige von. 454. 526. 531. Netstalcr, Rudolf (Zürich). 226. Neuenack, Hans von, württembergischer Bote. 626. Neuenbürg, Grafen und Herren von: Cunrad von Freiburg. 19. Johann von Freiburg. 34. 266. 261. 296. Rudolf, Markgraf von Höchberg. 296. 362. 364. 366. 464. 465. 466. 414. 527. 572. 654. 673. 763. Heinrich, Markgraf von Hochberg. 692. 696, Philipp, Markgraf von Höchberg. 692. 696. Neuenstei», Welti von. 362. 494. 548. Nidberg, Hans von. 159, 195. Nidcgg, Wilhelm von. 268. 216. 211. Nieß, Peter (Freibnrg i. Br.). 361. Niederbaden, Markgrafen von, f. Baden. Niklaus, Meister. 595. Novara, Bischof 17. von, mailändischer Bote. 3. 4. Oberholzer, 17. 128. 129. Oehen, Rudolf (Zürich). 69. Oeri, Hans (Zürich), Vogt zu Baden. 291. Felix. 374. „ Peter. 374. Oesterreich, Herzoge von: Leopold (1315). 68. Leopold (1336). 313. Friedrich der ältere. 1. 2(2). 12. 23. 24. 72. 92. 93. 94. 114. 118. 126. 121. 122. 125. 126. 133. 156. 159. 162. 314. Ernst. 12. Catharina. 94. Albrecht. 94. 125. 185. 187. 196. 197. 198. 266. 211. 212. 213. 216. 217. 221. 232. 238(2). 24z. 242. 243. 244. 257(2). 276(2). 27g. 286. 315. 317. 326(2). 576. Ladislaus (König von Ungarn). 824. Friedrich der jüngere. 125. 153—166. 187. 221. S-auch Kaiser und Könige, römische, Friedrich III. Albrecht (römischer König und König von Ungarn). 125.162- Sigmund. 187. 215. 221. 232. 243. 244. 288. 296. 297. 361 (2). Zg2. 365. 366. 367(2). zgg. gxy -zu, gi3. 31?. 318(2). 319. 324. 326. 328. 343 (2). 344. 356 (2). 36I. 367. 372. 376. 379. 389. 394. 397(2). zgg. 406. 461. 466. 424. 426. 427. 429 (2). 431. 435. 437. 442. 443. 444. 445. 446. 447. 448 (2). 449. 452. 454 (2). 455. 456. 457 (2). 45^-) 459. 4gg. 476. 471. 47z. 473. 474. 436. 481. 484. 435. 491. 493. 494, 495. 496. 497. 499. 561 (2). 562. 565 ff. 513. 514. 515. 518. 519. 521- Personen :-Rcgister. Oesterreich, Herzog Sigmund von: 523(2). 526. 529. 530. 532. 534. 537. 53S. 539. 540(2). 541. 547. 550. 551. 555(2). 556. 557. 559. 565. 569. 574(2). 576(2). 577. 579. 583. 590e 690. 601. 602.605. 607. 608. 613C). 614. 615 (2). 618(2). 979 927 999. 631. 632. 633. 636. 646. 647. 652. 660. 661. 664. 665. 666(2). gg7. 97g. 937. 933(2). 934. 939 939 997 99z 693. 699. 700. 702. Eleonore, geb. Prinzessin von Schottland. 232. 306. 308. 310. 500. 501. Mcchtild, geb. Pfalzgräfin bei Rhein. 266. Maximilian. 603. 650. 665. 680. 689. 691. 702(-). Räche, Landvögte, Amtleute. 288. 495. 601. 605. 613. 614. 615. 647. 667. 676. 678. 681. 684. Dettingen, Grafen von: Ludwig. 675. Otto. 547. Oftringen, Heinrich von. 140. Oranien, Prinz von. 650. Origono, Franz von, (Sitten). 58. Oschier, Perrinus (Wallis). 560. Ospenthal, Jost von, Vogt zn Windeck. 238. Ospernell, Andreas (Basel). 180. 215. Ott, Heinrich. 235. Ottomannns Calixtus, türkischer Prinz. 461. 462. Ow, Stcffan von. 433. 614. 630. 667. 682. P Padua, Franz von. 586. Palmcr, Hans. 250. Pandcr oder Pfander, Heinrich (Lindau). 53. 79. Pappenhcim, X. von, Marschall. 91. 600. 614. 615. 617. Päpste: Johann XXII. 314. Martin V. 92. Eugen IV. 100. Felix V. 174. 185/136. 227. Melaus V. 268. Calixt III. 280. 237. Pius II. 297. 302 (2). 995 997 950 997. 592. Paul II. 376. 339. Sixtus IV. 520. 521. 528. 531. 541. 559. 566. 570. 603. 616. 625. 635. 648. 659. 666(2). 695. Parri, Hans. 603. Parter, Heinrich (Schafihausen). 215. Passau, Bischof X. von. 424. Passcrt, Johann. 186. Pavia, Anton von. 608. 610. Pavillard, Peter, Schultheiß von Freiburg. 498. Pclleti, Hans (Wallis). 560. Perriii, Hans (Wallis). 609. Penis, Anton (Wallis). 560. Perrit, Heinrich (Saancn). 205. Perroten, Heinrich (Saanen). 248. Pel>er, Andreas. 326. Peper, Cuurad. 189. 190. 238. Pfäsers, Aebte von: Friedrich von Reitnan (1446—1478). 354. 539. 633. Pfälzer, Heinrich (Lindau). 210. Pfalzgraf, s. Rhein. Pfander, Heinrich, s. Pauder. Poiret, Peter (Genf). 567. Polen, König Casimir IV. von. 571. Ponte, Johann de. 498. Port, Mauriz am. 560. Posinet, Apmo de, (Genf). 567. Praken, Peter. 3. Praroman, Heinrich von, (Freiburg). 655. Praxcsin, St., französischer Hauptmann und Bote. 602. Priest) St., Ludwig von, französischer Bote. 496. 507.503. 511. Pristin, Johann (Bern). 705. Pugsingcr, Erasmus, Notar. 507. Punfen, Anton (Wallis). 248. Stcffan (Wallis). 248. R. Ramspcrg, Heinrich (Lindau). 210. Ramstein, Hemmaun von (Basel). 68. Rudolf von. 81(2). 110. 170. „ Thüring von. 140. „ X. von. 431. Randegg, Hans von. 493. „ Heinrich von. 275. 349. „ Johann, Gras von. 140. Rappoltstein, Smasmann von, österreichischer Landvogt, 4. 110. 622. Raron, Guichard von. 28. 29. „ Hiltbrand, Freiherr von Toggenburg. 122. 138(2). 144 (2). 145. 158. 243. 399. „ Margaretha. 117. 123. 138(2). „ Petcrmann, Freiherr von. 133. 144(2). 145. 149. 459. 243. 329. 394. 395. 399. 431. 433. 434. Rasp, Hiltbrand (Lausenbnrg), österreichischer Rath. 495. 509. 521. Raymund, X. 586. Rcchberg, Franz von, Abt zn Eiusicdeln. 245. 254. Hans von. 140(2). 141. 166. 181. 133. 327. „ Heinrich, Graf von. 535. Rechberger, Ludwig, Vogt zn Klingnau. 513. Reding, Jtal, älter (Schwpz). 63. 37. 143. 144. 136. 236. „ „ jünger. 236. 350(2). 95,9. 5,79. Reich von Reichenstein, Hans (Basel). 103. „ Heinrich. 303. Peter. 391. 396. Personen« l-Register. Reichenau, Aebte von. 214. 21«!. 217. 405. 419. 440. 441. 442. 44S. Reinach, Albrecht von. 4SI. 458. 470. „ Hans. 001. Reinach, Hans Rudolf von. 10. 11. „ Hcmmann von. 4. 38. 635. Ist. von. 71(2). 72. Reistlin, Caspar. 573. 576. Ney, Johann, Schultheiß von Bremgarten. 69. Rhazuns, Hans, Heinrich und Ulrich Brun, Freiherren von. 31. 44. Ulrich von. 16. 120. 122. Rhein, Pfalzgrafen bei: Ludwig III. 94. Ludwig. IV. 164. 177. 169. 191. 200. 201. 211. 212. 216('). 217. 221. 222. 233.258.261. 264.308. 315. 321. Steffan. 169. 174. Johann. 308. Sigmund. 308. Friedrich I. 322. 326. 353. 412. 428. 448. 451. 4S7. 469. 460. 468. 471. 473. 492. 519. 597. 604. 607. 603. Philipp. 649. 658. S. auch Bayern, Herzoge. Rheinfelden, Propst Ist. von. 252. Aich, Jacob. 601. Richcner, Rüdiger von Sulz. 209. 216. 222. 224. 225. 229. 234. 235. Ist. 573. Richin, Ist. (Bremgarten). 94. Richo, Peter (Acschi). 207. Ride, Thomas, Scholasticus von Lübeck. 198. Ried, HanS ab (Frutigen). 206. Rieder, Rudolf. 19. „ Ulrich, österreichischer Bote. 212. 514. Riedlnatten, Peter (Wallis). 560. Riff, Cunrad (Straßburg). 619. Riffen, Georg. 588. Ringgoltingen, von (Bern): Rudolf. 54. 82. 167(-). ZW. „ Thüring, Vogt zu Baden. 150. 323. S. auch Zigerli. Riser, Leonhard (Ulm). 103. 109. Ritzi, Hans (Lucern). 295. „ NiclauS (Luccrn). 494. 614. Robcr, Cunrad, genannt Guttelin. 351. Rochcchonart, Johann von, französischer Bote. 705. Rode, Thomas, Domherr von Basel. 186. Roggwiler, Burkard. 536. Röist, Heinrich (Zürich). 704. Rollas, Hugo. 570. Romont, Graf Jacob von. 487. 568. 603. 604. 606. 631. 699. Römer, Hans (Baden). 231. Rone, Johann von, Propst zu Altensal. 186. Rosenberg, Rudolf von. 63. 76. Rossel, Gras Ludwig von, kaiserlicher Bote. 93. Rosses, Johann (Neuenstadt). 357. Rößler, Ist. 579. Rot, Peter (Basel). 601. Rotbcrg, Arnold von, (Basel). 160. „ Arnold, Bischof von Basel. S. Basel, Bischöfe. Bernhard. 252. 256(2). 253. Rötheln, Markgrafen von, f. Hochberg. Rothenmünster, Äbtissin Ist. von. 529. Rotterer, Ist. (Brcmgarten). 676. Royer, Franz von, Baillif von Lyon. 425. Rüdi, Jenni (Uri). 78. Rüggisberg, Propst (Amadeus Mestral) von. 617. Runkel, Herreu Johann und Wilhelm zu. 548. Rusconi, Herren zu Lugano. 743. Rüsegg, Ist von. 589. Ruft. Peter (Luccrn). 307. 308. 361. 488. 540. Rüste, Friedrich zum (Straßburg). 258. Ruß, Anton (Luccrn), Vogt zu Baden. 84. 96. 101. „ Melchior. 294. 424. „ Melchior, jünger. 494. Rllti, Aebte von (Johannes Zingg?). 175. S. Sachsen, Herzog Wilhelm von. 308. „ Churfürst Albrecht von. 473. Sager, Hans. 231. Salm, Gras Johann von. 191. Salmansweiler, Aebte von. 433. 444. 529. Solomon, Jude. 371. Saliern, Johann und Wilhelm. 13. Saluzzo, Georg von, Bischof von Lausanne. 261. 262. Salzburg, Bischöfe von. 300. 424. Sapaneti, Johann (Sitten). 57. Säri (Serin), Cunrad (St. Gallen). 79. Ulrich. 98. 210. Sattler, Michael, von Normandingen. 250. Savoycn, Herzoge: Amadeus. 5. 19(2). 24. 25. 29. 41. 91. 227. 365. 369. 415. S. auch Päpste: Felix V. Ludwig. 148. 174. 185. 225. 227. 230. 231. 246. 261. 263. 281. 236. 302. 362. 363. Jolanta. 257. 425. 440 (2). 446. 447. 4SI. 457. 487. 496. 513. 524. 525. 526 (2). 531(2). 535. 555. 559. 561. 579. 585. 596. 610. 614(2). 622. 623(2). ^4. 651. 658. 660. 667. 670(2). 673. 683. 690. 694. 695. 699. Philibert. 4SI. 585. 602. 603. 604. 606. 609. 615. 624. 670(2). 095. Haus. 608. 628. 642. Personen-Register. Savoyen, Prinzen: Jacob von Romoni. 425. Janus. 610. Johann Ludwig von Gens. 425. S. auch Genf, Bischöse. Ludwig. 610. Philipp von Bresse. 329. 332 fs. 339. 425. Sax-Masox, Grafen von: Caspar. 87. Hans. 31. Heinrich. 117. 120. 17. 175. 317. Schampen, Michael (Wallis). 560. Scharnachthal, Niclaus von, (Bern). 423. 428. 467. 679. Schatz, Cunrad (Constanz). 204. 215. Schaucnberg, Veit von. 507. Schedler, Heinrich (Appenzell). 212. 217. 224. Schellang, Jacob (Ravensburg). 79. 204. Schcllenberg, Berchthold von. 317. „ Marquard, österreichischer Landvogt und Marschall. 191. 601. 605. 613. 665. 678. 681. 684. Schenk, Clewi. 244. Scherer, Anton (Lucern). 294. „ Hans. 84. „ Heinrich (Brenigarten). 69. „ Niclans (Büren). 253. Scherlopf, Hans (Siebcnthal). 206. Schcuchzer, 17., Ammann. 222. Schiffmann, Rudolf (Lucern). 601. Schilling, Anton (Lucern). 58. „ Hans (Lucern). 494. 655. Schillingcr, Anna (Schwhz). 251. Schiltach, Herzog 17. von. 10. 13. 71. 84. Schilter, Ludwig (Constanz). 340. Schimpf, Hans (St. Gallen). 321. Schinder, Heinrich (Baden). 34. Schindler, Fridolin (Glarus), Vogt zu Baden. 341. Schiri, Hans, Geleiter zu Baden. 94. 95('). .. 17. 4. Schitterberg, Heinrich (Zürich). 150. Schlatter, Burkard (Zürich). 155. 160. Schleiff, Heinrich (Siebenthal). 205. Schlik, Caspar, k. Canzler. 92(2). 93<-). 95(-). 195. Schneid, Burkard (Zürich). 69. „ Hans (Richterswyl). 214. 410. 434. „ Hans (Hegglmgen). 218. 222. 224. 225. 229. 234. 235. „ Hartmann (Baden). 69. Oswald (Zürich). 15L. 310. „ Heinrich (Unterwalden). 562. 575. „ Werner (Villmergen). 634. 690. 700. „ 17. (Sarinenstorf). 601. Schneid, 17., Ammann von Zug. 562. Schneewiß, Cnnrad. 197. Schnelbog, 17., der alte. 564. 573. 574. 575. „ der jüngere. 563. Schinder, Hensli. 543. „ Lienhard (Whl). 414. „ 17. (Sarmenstorf). 469. 563. 575. Schöch oder Schoich, Cunrad. 349. „ Hans. 349. „ Hermann. 45. Schodelcr, Rudolf (Bremgarten). 450. Schön, Heinrich, Bote von Lothringen. 619. „ Hensli. 235. Peter. 38. Schönstein, Beat von. 304. Schopfer, 17. (Bern). 126. Schott, Peter, Ammeister (Straßburg). 492. Schottland, König Jacob III. von. 306. 561. Schreiber, Heinrich (Uri). 51. 52. 89. Schübelbach, Hans (Glarus). 69. 83. Schulo, Johannes, Cantor zu Sitten. 58. Schultheiß, Hans. 244. Schultheiß von Lenzburg, Hans. 94. 95(2). Werner. 139. 17. 2. Schumacher, Claus. 222. 235. Schürze, Hans (Appenzell). 601. Schwarz, Hans (Wallis). 260. Schwarzenberg, Graf Balthasar von. 547. Schwarzmurer, Thomas (Zürich). 678. 682. 17. (Zürich). 150. Schweiger, Joh., Propst zu Lucern. 226. Schwenk, Hans (Zürich). 155. 160. Heinrich (Zürich), Bogt zu Kybnrg. 150. 153. 156. 159. 160. 161. Segenser, 17. 83. Seiler, Hans (Luccrn), Vogt zu Muri. 45. „ Hensli. 2. 22. „ Ludwig (Lucern). 692. „ Rudolf. 601. Seinsheim, Michael von. 547. „ Sigmund von. 547. Senn, Graf Gotthard von. 547. Sennheim, Dietrich von, Schultheiß z» Basel. 274. Serjant, Peter (Biel). 248. 265(2). Serjat, Humbert, Bote von Savoyen. 498. Seyssel, Johann von, Marschall und Bote von Savoyen.' 286. Sicilicn und Jerusalem, König 17. von. 561. Sidler, Burkard (Lucern). 58. „ 17. 83. 573. Sigrist, Hans (Frauenscld). 426. „ Jenni (Zürich). 45. Silinen, Christoph von. 105 „ Heinzmann (Wallis). 58. 8 Personen-Register. Silenen, Jost, Bischof von Grenoble. 434. 449. 452. 454. 467. 470. 474. 479. 480. 431. 483. 495. 570. 577. 579. 580. 585. 597. 598. 599. 602. 606. 624. 696. 698. 700. 701. 703. 704. 705(-). Siplingeu, Jacob von. 667. 678. 697. Sitten, Bischöfe von: Andreas von Gualdo. 16. 34. 53. 54. Heinrich Aspcrlin. 272. Walther Supersax. 306. 376. 408. 431(2). 434. 443. 446. 465. 466. 467. 549. 560. 563. 576. 580. 537. 609. 630. 681. 686. 692. 700. Jost von Silinen. 465. Philipp von Henggarten. 466. Sittli, Hans. 390. „ Rudolf. 400. 488. 489(2). 493. 495. 558. 563. 570. Sogcr, Graf Wilhelm von. 547. Solms, Graf Otto von. 547. Solana, Gladius von (Genf). 655. Sommerhalter, Cunrad. 1V. Sonnenberg, Grasen von: Andreas. 442. 443. 484. Eberhard. 346. 443. 445(2). 44g. 45,, 45,7, 482. 434. 494. 495. 527. 529. 535. 539(2). 540. 547. 575. 563. 590. 605. 618. 630. 646. 661. 666. 672. 633. 684. Hans. 547. Otto. 520. 525. 541. 542. 559. S. auch Constanz, Bischöfe. Sons, 17. von. 603. Spaigne, Heinrich von (Genf). 567. Spaur, Pankraz von. 507. Speichingen, Heinrich von, (Bern). 54. Speier, Bischof 17. von. 308. Spenly, Cunrad (Zürich). 150. Spiegel, Ulrich, bayerischer Bote. 432. Spiegelbcrg, Cunigunde von, (Solothurn). 325(2). „ Hermann. 54. Spiezer, Heinrich. 581. Spiller, Jost, Vogt zu Baden. 126. Spillhoser, 57. 420. Spiser, 17. (Diestenhosen). 440. 441. 443(2). Sporer, Hensli (Schaffhausen). 140. Spreitenbach, 17. 220. Spul, 17. (Zofingen). 4. 94. Stad, Hans am, (Schaffhausen). 321. 368. Stadler, Jost (Schwyz), Vogt zu Baden. 341. Baumeister 353. Stalden, Gilg am, (Frutigen). 206. Staldikon oder Stallikon, 57. von. 566. 673. 575. Stall, Hans vom, (Solothurn). 686.f Staus, Wilhelm von. 22. Staufen, Berchtold von. 110. „ Trudbert, badischer Bote. 286. Stapfer, 57. 450. 469. Steiger, Peter, Landschreiber zu Orbe., 553. Stein, Berchtold von. 221. „ Friedrich von. 547. „ Georg vom, (Bern). 554. ,, Georg vom, ungarischer Bote. 617. 62t >. „ Hartmann vom, (Bern). 554. „ Heinrich am. 251. „ Jacob voni. 514. >, Max vom, Landvogt zu Mumpelgard. 349. 514. 657. „ Peter vom. 632. Steiner, Bilgri (Rappersmyl). 425. Steinhuser, Georg, mailändischer Bote. 689. 692. Steinhuwel, Hans (Werdenberg). 235. Stetten, Hans von. 191. Stökli, 17. 374. Stoffeln, Haus Ulrich von. 140. Stör, Burkard, Propst zu Amsoltinge». 462. 470. 471. 513. 528. 533. 617. Stoff, Claus (Bern). 624. 633. „ Heinrich. 23. Straßburg, Bischöfe von: Ruprecht von der Pfalz. 441. 462. 467. 471. 483. 484. 519. 537. 540. 542. 561. 562. 569. 575. 576. 577. 597. 600. 601. 618. 622. 627. 632. 442. 647. 667. 678. 638. Straßer, 17. 469. Sträßler, 17. 586. Streifs, 17. 590. Strigonicnsis Präpositns, f. Grau. Sturzl, Meister Cunrad, österreichischer Bote,c. 481. 506. 51 t- Stiissi, Rudolf (Zürich). 58. 67. 69. 83. 89. 92. 95. Stutzer, Jost (Lucern). 58. Sulz, Grafen von: Allwig. 275. 276. 277. 279(2). 316. 547. Rudolf. 277. 293. 368. 501. 554. 683. Ursula, geb. von Habsburg. 276. 277. 279(2). die von. 444. 677. Sulzer, Hans (Baden). 392. Snlzmatter, Heinrich (Unterwalden). 310. Summiswald, Burkard von. 107. Sunder, Erni (Unterwalden). 563. 570. 614. 641. 708. 709. Supersax, Walther, f. Wallis, Bischöfe. Sur, Hans von. 19. Suter, Jenni (Stans). 3. Sy, Jdor von, französischer Parlamentsrath. 306. T. Tachelshofer, Hans (Zürich), Landvogt im Thurgau. 645. „ Peter (Zürich). 450. 17. (Zürich), Vogt. 38(2). Tallikon, Rudolf (Uri). 68. Tannen, Hans zur (Luccrn). 251. Tengcn, Graf Johann von. 212. 216. 229. 275. Personen-Register. Test, Conrad von. 414. Tettigiofeii, Brun von, (Constanz). 45. 239. Tettingen, Hans Ulrich von. 95. Thalmann, 17., Canzlcr zu St. Gallen. 345. 347. Thanney, 17. von. 602. Thieler, Thomas (Brieg). 53. Thierici, St., Abt Ahmar von. 23l>. Thierstein, Grafen von: Hans. 81(-). 110. 170. 212. 213. Oswald. 349 fs. 352. 353. 354s-). 356(-). 494. 540. 544. 556. 562. 582. 586(-). 589. 613. 615. 619. 648. 667. Thurn, Hans Wilhelm im, (Schafshausen). 290. Tiefenthal, Wernli von. 45. Tobel, Comthnr 17. von. 542. Toggenburg, Grafen von: Friedrich. 2. 12. 54. 62. 63. 65. 68. 69. 70. 74(-). 75. 76. 89. 117. 118. 120. 130. 138(-). 242. 398. Elisabeth, geb. von Metsch. 114. 115. 116(-). 118. Kunigunde. 153. Hans, kaiserlicher Bote. 533. Tonninges, Marschall 17. von, Gouverneur von Dauphins. 425. Tournay, Bischof 17. von. 603. Toz, Hans (Frauenfeld). 221. Trapp, Jacob, Hofmeister Herzog Sigmunds. 389. 390. Treyer, 17. (Hitzkirch). 483. -436. 678. Treignel, 17., französischer Rath. 332. Trinkler, Johann (Zürich). 69. Trippel, 17. 497. Trub, Abt 17. von. 575. Trubel, Bernhard vom. 601. Trüber, Felix (Hedingcn). 220. Truchseß, Hans, Reichslandvogt in Schwaben. 451. „ Hans von Höffingen. 667. 683. „ Jacob, Landvogt. 94. 158. 159. 211. 328. Molly. 45. Trüllereh, Margreth, geb. Castler. 228. „ Rudolf (Schafshausen). 228. Tschörtschel, 17. (Sursee). 673. 631. 682. Tjchudi, Jost (Glarus). 69. Tünger, Hans. 497. „ Wilhelm. 497. Turner, Caspar, s. Dorner. Tusenzer, Paul (Wallis). 563. U. Uesikon, Heinrich (Zürich). 51. 52. 39. 150. Vogt zu Muri. 10. Ullen, Egidius (Wallis). 560. Ulrich, Meister, Arzt zu Constanz. 150. 153. Ungarn, Könige: Albrecht. 125. Matthias 1. 460. 561. 571. 617. 686. 688. Ungenad, Hans, k. Hofmeister. 195. Urban, St., Abt 17. von. 411. Ursi, St., Graf zn, s. Rossel. Uzin, die. 543. V. Valendis, Grafen von, s. Arberg. Valkenstcin, s. Falkenstein. Vallisperg, Graf Jacob von, (Savohen). 261. Balux, Gerard von (Genf). 567. Vanieren, Rudolf von. 414. Varnbüler, 17. (St. Gallen). 590. Varodi, Peter. 602. Belg, Hcnsli, s. Felga. Venez, Martin (Wallis). 560. Venningen, Georg von. 601. Vergonay, Aymo von, (Gens). 567. Verona, Thomas von. 686. Best, Johann, Vicar von Constanz. 495. 57v(-). 643. Vettner, Rudolf. 574. Vicomerato, Johann Augnstin von, mailändischerBote. 679.698. Menne, Delfine von, f. Delfin. Villarser, Franz von. 414. Viry, Peter (Genf). 567. Visconti, Azzo. 539. Bisitatoren des Benedictinerordens. 271. Vogel, Albrecht (Glarns). 69. Vögeli, 17. (Appenzell). 107. 244. Vogelweider, Ludwig (St. Gallen). 473. 590. 601. Vogt, Ulrich, von Kaiserstnhl. 661. 667. „ Hans, Schultheiß zu Lenzburg. 14. Voßner, Hans (Ulm). 79. Bringen, Jost von, Dentschordensmeister. 322. W. Wabern, Petermann von, (Bern). 467. 483. 567. 704. Wädenswyl, Johanniter-Comthur 17. von. 190. Wagner, Peter. 427. Wälchlin, Caspar, (Sulgen). 234. 235. Wald, Jost zum. 107. Waldburg, Truchsessen von: Eberhard. 211. Georg. 211(-). 212. Jacob. 94. 150. 169. 211. 328. S. auch Truchseß. Waldegg, Gras Philipp von. 547. Waldmann, Haus (Zürich). 563. 573(-). 578. 615. 636. 660. 682. 694. 696. 703. 705. Walker, Ulrich (Lucern). 4. 46. 47. Wallen, Ulrich (Neichenbach). 207. Wallis, Bischöfe und Präfecten von, f. Sitten. Personen-Register. Walther, Hans, genannt Kalbsmul (Basel). 235. Wanner, Rudolf (Glarus). 69. Warnier, Heinrich (Sitten). 560. Wartenberg, Balthasar von. 322. 326. Wachenden, Friedrich von. 547. Wegmann, Cunrad (Schlettstadt). 258. „ Hans. 244. Weibel, Jörg. 422. Weinsberg, Cunrad von. 103. 315. ., ' Philipp. 547. Weniger, Iis. (St. Gallen). 343. Werdenberg, Grafen und Gräfinnen von: Agnes. 121. Catharina. 117. 129. Georg. 294. 307. 398. 318. 324. 340. 345. 349. 350. 351. 352. 365. 405. 406. 411. 427. 433. 448. 486. 539. 548. 590. Heinrich. 114(-'). 121. 123. 129. 142(-). Hugo. 31. 460. 548. Kunigunde. 120. Margaretha. 117. 120. Ulrich. 547. Verena. 117. 129. Werchcim, Grafen Hans und Wilhelm von. 548. Weschus, Werner von, (Colmar). 586. Wesfenberg, Anton von. 396. Westerburg, Friedrich von. 547. Westerstetten, Ulrich von. 350. Wetter, Ulrich. 63. Wettingen, Abt Albrccht II. (Haas) von. 411. 486. Wettiswiler, 17. (Zürich). 150. Wiederkehr, 17. 574. Wime, 17. von. 602. Wiler, Johann (Basel). 54. „ 17. (Rochweil). 433. Willeme«, Anton (Wallis). 560. Willis, Arnold (Unterwalden). 38. Windeck, Berchtold von. 326. Winkel, Johann im, Bürgermeister von Schafshauscn. 79. Winkelsheim, Hans von, (Schaffhausen). 79. Wippingen, Rudolf von, (Freiburg). 701. 17. 249. Wirz, Clewi (Baden). 175. 220. „ Rudolf, Ammann (Unterwalden). 1. ., Stoffel (St. Gallen). 321. Wiser, Hans, genannt Römer (Baden). 234. 235. Wiß, Johann, deutscher Landvogt von Lothringen. 569. Withow, 17. 590. Wolffent, Heinrich (Unterwalden). 307. „ Heinrich (Zng). 524. Wolffurt, Cunrad (Ueberlingen). 79. Wolfram, Peter. 682. Woliker, Hans (Wallis). 560. Wolkenstein, Sigmund von. 344. Wolleb, Heinrich (Uri). 420. 421. 500. 619. 641. Worms, Bischof 17. von. 306. Wunnwald, bischöflich baselscher Canzler. 381. 391. Würner, Hans (Appenzell). 96. Württemberg, Grafen von. 94.174. 220. 419. 420. 493. 497. 547. 574. 667. Ludwig und Ulrich. 197. 211. 222. 324. Ulrich und Eberhard. 308. 350. Eberhard. 321. 347. 349. 403. 424. 442. 444. 448. 496. 500. 547. 595. 600. 631(-). 636. 666. 701. beide Eberhard. 503. Ulrich. 403. 424. 427. 486. 487. 601. 631. 634. 657. Heinrich. 514. 618. 631. 636. 648(°). 668. Würzburg, Bischof 17. von. 308. Wurzgart, Bernhard (Straßburg). 601. 619. Wüst, Heinrich (Glarus), Vogt zu Utznach. 238. „ Johann (Zürich). 64. „ Rudolf (Zürich). 388. Whger, Hans Werner zum, (Freiburg i. Br.). 202. 204. Wyser, Hans, österreichischer Bote. 514. Z Zagrabiensis Episcopus, Johannes. 94. Zebringer, Walther. 159. Zehender, Hans, Hutmeister zu Feldkirch. 532. „ Hans (Baden). 104. Zeigler, Burkard (Basel). 211. „ Heinrich (Basel). 180. 231. 483. 619. Zelger, Caspar. 348(-). 353. „ Heinrich (Unterwalden), Vogt in den Aemtern. 219. Margaretha. 409. 405. 423. 436. 453. 489(-). 500. 558. 582. 641. 645. 708. 709. Zessingen, Johann und Erhard von. 181. Zidler, Hermann (Appenzell). 318. 601. Ziegler, Heinrich. 235. Zigerli, s. Ringgoltingen. Zimmermann, Cunz. 2. Zimmermann, Hans (Sarmenftors). 234. 235. „ Johann (Unterwalden). 532. 709. Zimmern, Werner von, österreichischer Rath. 306. 326. Zoller, Hans. 3. Zollern, Grasen von: Eytclfritz. 547. Jost. 406. Jost Melaus. 344. Zollikoser, Cunrad (Constanz). 79. Zoppus, Ottolinus, mailändischer Bote. 55. 60. Zuben, Georg von, (Unterwalden), Vogt zu Baden. 19. Zürcher, Hans (Ravensburg). 204. 215. Zürich, Propst Jacob von Cham. 82. Zweibrücken, Graf Friedrich von. 548. Zwickernagel, 17. (Rapperswyl). 291. Berichtigungen. Seite 84, Zeile 0 von oben lese man: Der von Rüscgg statt des von Rüsegg. Sl. „ 12 oben „ Krönungszug statt KricgSzug. „ 403, „ 14 >> unten „ denen von Vremgarten statt dem von Bremgarten 200, l » oben „ 15. November statt 18. November. „ 273, 1» „ unten „ Peter Rust statt Peter Ruß. 27!t die Seitenzahl 270 statt 207. „ 307, „ 1« „ oben „ Dienstag nach St. Michaelstag 23. September statt zy. September. „ 318, „ 13 „ unten „ Zidler statt Zisler. „ 370, 21 „ oben „ 4. Mai statt 7. Mai. 413. 13 oben ,, Lateinisches Misstvcnbuch H. 112. 113 statt 0, 112, 113. tl. III. „ 45«, 15 „ oben „ Kaiser Friedrich statt König Friedrich. „ 488, IN „ unten „ vor Ammann Zacob: Schwpz. 528, „ 1 oben „ 18. Marz statt lg. Marz. 535, „ 5 oben „ Beilage 5« statt Beilage 57. „ 603, „ 13 „ unten „ Bürgen statt Burgen. . «ll. „ 5 „ oben „ vbtostnoiono statt obtostoniono. 813, „ 21 „ oben „ tun kunt statt kun kunt. 800, ,, 14 .. oben „ Beilage «4 statt Beilage 83. . 070 bei Baden statt z lese man S, statt 10g lese man 108, statt 148 lese man 140. ö .i- . / iL .-7- U7 7 ^ V ' - 7-' ' ^ ^<-<17 // -. ' --^ --- - ^ ^777^.' ^:7 "<77 ' . - ^7 7-'^ v ' Ä7XN