Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
692
Einzelbild herunterladen
 

«92

Iuli 1477.

Zu d. 1477, 2. August (»ol -untta Xuguiti). Die Räthc gemeiner Eidgenossen von Städten und Ländernjetzt zu Zürich versammelt schreiben unter dem Siegel Berns an den Bischos von Sitten und gemeine LandschalWallis: Da in dem frühen, Abschied zu Lnccrn sich ihrcthalb Vorbehalte finden, welche den Eidgenossen bezüglich derVerhandlungen mit Savoyenunwcglich" scheinen, so haben sie einen andern gütlichen, nnvcrbundcnen Tag zwisllMden Parteien angesetzt, ans Sonntag nach ^««umptiolus Il-lnrio (17. August) nächsthin Nachts zu Bern zu sein, uwwo möglich eine Ausgleichung zu erzielen. (Deutsches Missivcnbnch I>. 77.) Am 7. August meldet Bern a»Lucern, Uri, Schwyz und Unterwaldcn diese Tagansctzung zwischen Savoyen und Wallis, mit dem Ersuchen,Boten zu Hülse, Rath und Beistand auch dahin zu senden. Gleichzeitig setzt cS alle Eidgenossen in Kcnntinß,savoyischc Boten angelangt seien, um die noch »nauSgetragcncn Differenzen zwischen gemeinen Eidgenossen »nd deinHause Savoyen zu endlichem Abschlüsse zu bringen, und ersucht daher alle Orte, ihre Boten zu diesem Zweck aus stncnTag mit Vollmacht zum Abschluß z» senden. (Ebenda 78 b.)

Zu e. 1477, 5. September (Freitag nach St. Verena) hat Jörg Stcinhuscr, der Bote der Herzogin vonMailand, meinen Herren die Schmach und Frevelergeben", welche Ludwig Seiler an seinem Knechte begangen,dieser im Geleit der Eidgenosse» war, nnd will seinerseits dem Seiler verzeihen. (Lucerncr RathSb»ch>

Zu t. In Beziehung ans die gegen solche Lcnte ergriffenen Maßregeln ist merkwürdig das Schreibenan Basel und Solothur» vom 27>. September (Donstag »ach ^lnuritii) nachher (Deutsches Missivcnbnchgl l>), auch das Schreiben Berns an die Dccanc seiner Geistlichkeit vom 2». September gl. I. (Ebenda '.<4Zu n. Auch schreibt Ludwig XI. den 24. Juli an alle Eidgenossen, sein Statthalter in Burgund habeKcnntniß gegeben von einigen Briefen, die er geschrieben haben soll; dieselben seien aber von seinen Feinden crdich^'(Staatsarchiv Lucern, k. französische Missivc.)

Zu p.DiS ist der Burgundischcn bcgcrcn vnd bitte an die Eydgcnosscn, das sy dis nachgcschribcn suchin>wcrbint, ob sy das geschaffen vnd vindcn mögint: Item das die Personen widcrvmb zu Iren gittern vnd demkäment, wie das discr zit an Im sclbs ist. Item da« die Herren von Nüwcnburg, die wolgcporncn Herren,Heinrichen, Herr zu Nüwcnburg, vnd Philipp von Nüwenburg, Herr zu Fontancto, des Hcrtzogcn von Lntr'vA^Gefangenen, vmb ein zimlich Schatzgclt, wie das die Eidgenosse» bcdncht, von Im lcdig gelassen wurdint. Jtcw v>da« die Eidgenossen Iren förderlichen flissc tügcnt vnd brnchent, das sy vnd das land Bnrgun (vnd sunderlich M»lebnrg) vsf die abrcdnng vfs dem tag Zürich beschlossen von den vindcn an lib vnd gut sürer vnd zu beslicssung ^abscheids Zürich vngcschedigct belibcn mögint."

Zu r. Nach einem Sprnchbricf im Stiftsarchiv St. Gallen, tt. «I. Zürichvfs den leisten TagmonatS" 1477.

»IIS

Innsbruck. 1477, nach Mitte (»NNO »tv ^<Zvl »»vis°).

S«aat»ar<^iv Lurrrn! Alten, Deutsch«» Rlich Oesterreich, Sa»litel VI».

Abscheid deß tags zuZßprugg: weißt ein ieglich bott sinen Herren zesaqen, wie wol vnser gnktch^Herr von Oefterrich vnS enpfangen, was zucht vnd Er er vn6 getan, was er selbS geredt vndguts er sich erpotten hat gegen gemeiner Eidgnosschafft.

Sin gnad hat ouch begert, sider Er für hoptsecher deß krigö angezogen, daz denn sin mit dengunschen landen vnd ouch gegem kling nit vergessen werd, sonder sin merkt,ch schad vnd cost bctrachlvnd guter will, so er zu gemeiner Eidgnoßschafft, darinne er den kaiser vnd all flirsten veracht Hab,gutem willen dz me tun well.