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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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691
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Zuli 1477. ggz

haben mit aller Vollmacht, die Sache zwischen den Burgundern und uns allen zu beschließen. Diesensoll Zürich dem Herzog von Oesterreich, dessen Landvogt und der Niedern Vereinigung verkünden.I- An St. Lorenzentag (10. August) soll der Bote von Uri, welcher mit demjenigen von Bern zumKönig von Frankreich reiten soll, zu Bern eintreffen. Ii. Auf Mittwoch zu Nacht nach Laurentii^3- August) sollen die Boten von Zürich und Schwyz zu Basel sein und von da weiter reiten zudemfröwly von Burgundy" und da ausrichten, was ihnen aufgetragen ist. I. Auf Freitag zu Nacht nachMichaelStag (3. October) soll man zu Zürich sein, um vor Boten von Zürich, Bern und LucernSpane, die sich zwischen dem Erwählten von Constanz und dem Capitel einestheils, und den Eid-^vsten der acht Orte anderntheils erhoben haben, zu berechten, «i. Die Voten des Königs von Frank-^>ch haben angebracht: Sie haben nun lange hier auf Antwort gewartet, die sei ihnen aber bis zu diesem^"ge verzogen worden; sie begehren nun lauter zu wissen, ob man dem König die 0000 Mann"ach Laut des Abschieds zu Lucern um seinen Sold geben wolle oder nicht; es sei nicht, daß er der-selben gerade jetzt bedürfe, aber er wolle sie aus Liebe und Freundschaft um seine Person haben,darauf ist ihnen geantwortet:Nachdem wir alle mit den Burgunischen in Red von eins ewigen fridö"^gen komen syent vnd vns darin souil begegne?, das vns bedunk, das sölichs nit zu verachten, sundernachzugedencken sye, so wellcnt wir fürderhin an alles verziechen vnser treffenlich Botschafft zu demschicken vnd an Zun werben, an der fach eines bestands ze verfolgcnt, vmb daS wir die RichtungDiesten mögint, vnd ob sin künglich gnad in sölichem sin wil, das mög die tun, dann wir die darin als'"ö ftlbs versechcn wellent nach zöigung der verstentnuß, vnd daruff im besten die sechs Tusent kncchtschalten, in Hoffnung, das sin künglich gnad vff vnderricht des Handels des nit mißuallens haben werde."

Der König von Frankreich hat den Eidgenossen geschrieben, welchen Sieg er über die Burgunderdavon getragen, wie er darauf sich bedacht und die Voten von Bern und Freiburg schnell abgefertigt habe.^ schicke nun feine Botschaft zu uns heraus und begehre, daß wir mit den Burgundern nichts be-schließe. Das ist geschehen und man hat darauf eine Votschaft von Bern und Uri an ihn abgeschickt.Herzog Maximilian von Oesterreich, des Kaisers Sohn, hat uns allen geschrieben und den ErwähltenConstanz und den Grafen Ulrich von Montfort an uns geschickt mit dem Begehren, wir möchten gegen-über den Burgundern Frieden halten; er wolle das Land zu seinen Händen bringen und darnach mit uns Rede^'lten vom Frieden und von andern Sachen, die uns beiderseits, da wir Nachbarn und deutscher Zungei^en, wohl bekommen werden. >». Auf die Zusagen, welche die Burgunder gethan haben, hat man ihnenvon Seite gemeiner Eidgenossen Boten zugesagt, den Wassenstillstand zu halten und die'Sachen in Ruhe""stehen zp lassen bis zu Ende und Austrag des angesetzten Tages von Zürich. Hierin haben sich die^°ten auch Lucerns gemächtigt und den Burgundern einen versiegelten Abschied gegeben.Vff yetz^unntag zuacht (?. August) soll man zu sant Vrben sin, Sachen halb vch wol wissent." i.Inen Spennen, die sich haltent zwischcnt vnsern Aidtgnossen von sant Gallen und denen im Rintal vonbcr Stür wegen, so die im Rintal meinent vff der von Sant Gallen güter, so vnder Znen gelegen, zuksten, ist vff disem tag Zürich von gemainer Aidgnossen bottcn vf beider teilen fürwenden vnd verhören""gesehen": Da die Güter Lehen des Gotteshauses St. Gallen seien, so soll der Abt ersucht werden,en Parteien ein unparteiisches Lehengericht aus Lehenmannen, die keine Güter im Rhcinthal, noch da-rbst solche zu gewinnen und zu verlieren hätten, setzen, dessen Spruch sie dann nachgehen sollen.