Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
684
Einzelbild herunterladen
 

68!

Zum 1477.

»tropilus in llurgunüie cnmitalu omnin« probibt-at. orstinetguv trougan lvgslvs per ist l«-mpnrie pleno»eruari, <pia» et liurgunsti pgriformiter »eru»l>unt"). Inzwischen Kossen sie mit Gottes Hülfe vomKönig zu erlangen, daß Alles friedlich beigelegt werde.

Lateinisch«« Miss!» unter dem Siegel »«» Bern. «»«cntnn, n«r»m tnto roneilin ,»>>d»t» p»,t k »rp»r!» tNirt-U <7 Juni?-

8»S

^ucern. 1477, 11. Juni (Miuwoch nach c^orpori, c^rinti).

Gtaattarchtv Lueern t Lueerner Abschiede. K. INI. S«aa»«ar>I,Iv Attrtet» - Tschudis«, Sammln», l.

Boten: Zürich. Heinrich Röist, Burgermeister. Bern. NiclauS von Scharnachthal, Ritter; PeterBaumgartner, Vcnner. Lucern. Heinrich Hasfurter, Schultheiß; CaSpar von Hertenstein, R'tter.Uri. Hans Püntiner und Walther In der Gasse, Altammänner. Schwyz. Ammann Jacob. Unter-walden. Ammann von Einwil; Arnold Winkelried. Zug. Heinrich Schnürencr. GlaruS. Hav^Kuchli. Freiburg. Jacob Belg.

». In Betreff Werner Schmids von Villmergen soll man im Namen der Boten dem Vogt vonLenzburg schreiben, daß er die Sache anstelle bis zum Tag von Baden; dahin soll er auch kommen-I». Der Sold für die Knechte, die der Bophart in dem Zug zu Nancy gehabt hat, liegt, auf 2<K) M>Msberechnet, hinter dem Schultheißen HaSfurter. Nun hat man aber genügsame Kundschaft gesehen, daßder Bophart 24li Knechte bei sich hatte. Daher soll man ihm vorab jenes Geld herausgeben und ihmdazu ein Zcuqniß geben, daß er nur für 2«)l) Mann den Sold empfangen habe, während er doch 246bei sich gehabt, daß ihm also noch für 4l» Mann der Sold ausstehe. «». Die Vereinigung mit demHerzog von Lothringen, die bisher derer von Schwyz wegen Verzug erlitten hat, haben die von Schwyznun mit andern Eidgenossen zu siegeln zugesagt. Dieselbe soll daher ..anqends zu versigrln enweg geschiktwerden". «I. Da der Herzog von Oesterreich vieler Ursachen wegen nicht länger auf eine Antwortauf seine durch Herrn Marquard von Schedenberg gemachten Anbringen warten will, wie AntonGeißberq letzt in seinem Auftrag angebracht hat, so soll jedes Ort seinen Boten auf den Tag zu BadenVollmacht geben, darauf völlig zu antworten. «», Graf Eberharden von Sonnenberg will man schreiben,daß er auf Sonntag vor St. Zohann Baptist (22. Juni) zu Baden sei; daselbst will man mit ihmreden, daß er sich mit der Verschreibung des Herzogs von Oesterreich begnüge, f. Den Burgundernist der nachgesuchte Waffenstillstand bis zum Ausgang des TageS, welcher auf Montag nach St. JacobS-taq t2». Zuli) nächsthin nach Zürich angesetzt ist, bewilligt, und da sie die Kosten nicht haben wollen,zum König zu schicken, um auch von ihm den Waffenstillstand zu suchen, so will man dem König vonFrankreich und seinem Hauptmann, dem von Krayn (Craon), schreiben, ihm den von unö gemachtenStillstand mittheilen und begehren, daß er auch seinerseits mit dem Krieg einhalte. Man soll denBurgundern den Waffenstillstand besiegelt aufrichten und selben den Fürsten und Städten der NiedernVereinigung verkünden. Dabei soll man auch das Geleit ausrichten, daö vorhin den burqundischrnKausleuten zugesagt worden ist. U. Da der jüngste Beschluß, die Knechte, die nach Frankreich oderBurgund gelaufen sind, heimzumahnen, noch nicht vollzogen worden ist, so soll Jedermann dringendheimbringen, daß eS geschehen soll, aus Ursachen, welche die Boten zu sagen wissen. I». Dem Bischofvon Genf und seinen Rathen und Dienern soll man für Her. und Rückreise Geleit geben,wann rS