Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
675
Einzelbild herunterladen
 

Mai 1477.

675

888.

Basel. t477, S. Mai.

Archiv Basel! OssnungSbuch, V, t8Z d.

«Vf Samstag Inventionis sanctk cruois I.xxvij Wirt von beschribung vnseres Herrn des Legaten,Graf Ludwigs von Dettingen vnd Doctor Zohansen Heßlers innamen bedcr Höuptern, Bapsts vndKäsers, ein tag in der Statt Basel zwüschen In, ouch gemeiner Vereynung vnd den Eydgnossen, desNachts hie an der Herberg zesind." Die Acten fehlen.

Das gleiche Offnungsbuch 196 V. setzt auch einen Tag nach Solothurn auf Dienstag nach danwtv (6. Mai)von wegen des Herrn von Lothringen, vff die Werbung des kttngS allda antwnrt zcgcben".

88».

Lueern. R477, IT. Äl^ai (Montag vor Mitteln Mcyen).

Archiv Solothiirn: Abschiedeband, s. ?.

». Zeder Bote soll heimbringen, die von Zug, besonders die Gemeinde, seien Willens, nach Bur-gund gegen den König von Frankreich zu ziehen. Da aber unsere Knechte, denen ein solcher Zug» Unheil bringen dürfte, noch in Frankreich sind, da zudem auf den nächsten Sonntag nach Mitte Mai einTag nach Lucern angesetzt ist, um über die auf letztem Tag angeregten und heimgebrachten Gegenständeweiter zu rathschlagen, so hat man den Tag auf den Dienstag nach dem genannten Sonntag verschobenund syst man dann endlich und ohne Hintersichbringen über alles, was in dem vorigen und jetzigenAbschied steht, Antwort geben, besonders aber über die Frage, wie man wirksam die Annahme vonPensionen, Gaben und Schenkungen verbieten könne, da solche der Eidgenossenschaft nicht zu Gutemgereiche. I». Von demselben Tage soll man dem König von Frankreich ernstlich schreiben, daß er »nsernKnechten Urlaub gebe und keine mehr annehme oder aber uns die Vereinigung herausgebe. Ferner willMan berathen, wie man die Knechte nach Hause bringen und zu Hause behalten möge. r. Auf dennächsten Freitag soll Zug seine ganze Gemeinde oderZr volkomnen gewalt von den vssern vnd innernämptern" in der Stadt versammelt halten; vor derselben Gemeinde sollen Boten von Lucern, Uri undSchwyz erscheinen und mit ihr ernstlich reden, daß sie keinen Krieg anfangen, vielmehr betrachten soll,was uns Eidgenossen an Krieg oder Frieden gelegen sei. Die Boten von Zug sollen mit ihren Ge-meinden reden,dz sy vnser aller gemeinden vnvffgcwigelt lassen, ouch nützet anfachen bitz vff den nächstenTag, sye der Eidgnossen gefallen vnd meynung". «I. Die Boten von Schwyz sollen mit dem Hammer-schmied und denen, die sich seiner annehmen, reden, daß sie nichts anfangen und sich nicht in Sachenmischen, die sie nichts angehen, wie die Sache von Bysanz und andere. Sie sollen dem Ulrich Redingund seinen Gesellen schreiben, daß sie die zwei Männer von Bysanz, welche sie gefangen haben, freilassen,indem diese mit der Sache in gar keiner Beziehung stehen, wie aus einem Briefe, den die von Bysanzuach Lucern geschrieben haben, deutlich hervorgeht; auch sollen sie in Zukunft ohne der Eidgenossen