674
Mai 1477.
«87.
Areibnrg. 1477, I. Mai.
Slaattar-Si» Lucer»: Alien, Sa»»y«n Staa«»ar>i,iv attetli»! Ats»ied« I. 18. Tfchudisch« Sammlung 1. äl.
S»oa«4ar«kiv Bern! Vundbu», II. 1KS.
Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter, Bürgermeister. Bern. Adrian von Bubenberg,
Lucern. Peter von Alikon. Uri. HanS Jmhof. Schwyz. Jacob Reding. Unterwalden. He>nr>Winkelried. Zug. Ammann Schmid. GlaruS. Hans Blum. Freiburg. Petermann Pav'llar,Schultheiß; Rudolf von Wippingen und Petermann von Faucigny, beide Ritter; Wilhelm von Praroman.Solothurn. Hemmann Hagen, Vcnner.
». Vor diesen Boten legt Franz von Bistens als Landvogt und Amtmann der EidgenossenWaadt Rechnung ab über sein Ausgeben und Einnehmen von der Zeit an, da er als Landvogtwurde. Sein Einnehmen beträgt 712 Pfund 10 Schilling Pfenninge, sein Ausgeben dagegen anKnechte von Bern und Freiburg, welche den Boten der Eidgenossen, als sie aus Frankreich kamen, egeqenqeschickt wurden, sowie für Ritte und Geschäfte im Namen gemeiner Eidgenossen u. s. w. 090 P>10 Schillinge. Er hat also mehr ausgegeben denn eingenommen, den Ucberschuß bleibt man ihm schuld'ebenso seinen Jahrlohn und Sold; er fordert für letzter« 200 Pfund; die Boten hatten aber nicht 'solche Forderung zu bewilligen, sondern wollten selbe an die Obrigkeiten bringen. I». Rechnung deSncrS von Nhon über drei Genfermessen, nämlich zu Allerheiligen, Weihnachten und Ostern letztvergang^'Seine Einnahme beträgt laut Buch 1455 Pfund kleiner Münze, 2 Groschen und 8 DenierSMünze, seine Ausgabe im Namen gemeiner Eidgenossen, unter Andcrm den Boten nach Genf undBoten, die nach Frankreich geritten sind, Vorschüsse an den Landvogt (200 Pfund, die dieserhat), u. s. w. in Summa 1481 Pfund 10 Schilling 0 DenierS. Sein Lohn, 100 Pfund, sttbt 'aus und ist nicht in der Rechnung inbegriffen. «». Rechnung deS Tschachtlanö von Nyon. Scin 6'"nehmen beträgt, das Korn in Geld umgerechnet, 84 Pfund 2 Schilling 1 Denier, sein Ausgeben 8110 Schilling. Dazu rechnet er für seinen Jahrlohn 25 Pfund. Man bleibt ,hm also schuldig 227 Schilling 1 Denier. «I. Stephan von Arbon, Tschachtlan zu MorgcS, legt Rechnung üb.Einnehmen, Korn und Hafer zu Geld geschlagen, thut 205 Pfund 18 Schilling 4 DenierS;hat er ausgegeben mit Inbegriff seines Jahrlohnö 155 Pfund 18 Schilling 4 DenierS; er bleibt aschuldig 52 Pfund. «». Franz Goncl, Tschachtlan und Zollner zu Rur, legt Rechnung ab. Korn,und Wachs zu Geld angeschlagen beträgt seine Einnahme 540 Pfund 10 Schilling, seine AuSgabcInbegriff der Burghut und seines JahrlohnS beträgt 579 Pfund 0 Schilling 8 DenierS; also bll'er den Eidgenossen schuldig 107 Pfund 5 Schilling 4 DenierS. 5. Franz Müsy, TschachtlanRomont, legt Rechnung ab. Seine Einnahmen betragen !>0 Pfund, seine Ausgaben mit Jnbegriss ^JahrlohnS von 25 Pfund betragen 78 Pfund 15 Schilling 2 DenierS; er bleibt also schuldig 1>5 Schilling 10 DenierS. Vor dem Brande hatte der Zins von Romont 400 Pfund ertragen, daS l^sich aber jetzt nicht einbringen. Der Gotteshäuser und der einzelnen Personen wegen, die verschr"^'^Gülten auf den Zöllen und Zinsen in der Waadt haben, soll man heimbringen, ob man dicjewg^welche nicht unsere offenen Feinde sind, bei ihren Rechten bleiben lassen wolle.
Da« urkundliche Datum lautct „vfs Zmstag erste Tag Mcycn". Der 1. Mai 1 477 war aber ein Donstag-