April 1477.
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R47 7, T7. April (Sonntag lludilato).
Staatsarchiv Ziirlch: Abschledeband, l. 15.
„Abscheid zwischen minem Herrn dem Byschoff von Genff vnd miner Herren der eytgnossen Kotten":«. Bezüglich der besondern Personen aus der Eidgenossenschaft, denen zur Zeit, als Herr Niclausvon Dießbach sel. mit Herzog Philipp von Savoyen zum König von Frankreich ritt, zu Genf Schmach<Mgethan wurde, ist zu Freiburg den Betreffenden ihre Ansprache vorbehalten worden, so daß sie mitgleichem Zusatz zu Recht kommen mögen. Der Bischof und die Stadt Genf verlangen nun in erster Linie,daß die Ansprecher ihre Klage fallen lassen, in zweiter Linie bieten sie Recht auf die Schultheißen und RätheZu Bern oder zu Freiburg. Der Eidgenossen Boten wollen das an ihre Herren bringen. I». DerEidgenossen Voten haben in Folge des Schreibens, das sie von den zu Lucern versammelten Botenbezüglich des Geldes und der Sicherheit erhalten haben, mit dem Bischof und den Burgern von Genfgeredet und demzufolge verlangt, daß das Geld bis St. Johann Baptist ausgerichtet und daß jetzt vor-läufig eine Summe von 5000 Gulden daran gegeben werden soll. Der Bischof und die Stadt haben sichmit mancherlei Noth und Armuth entschuldigt und deßhalb weitern Aufschub und Abstellung der Leistung zuFreiburg verlangt, e. Letztere haben ferner gebeten, ihre arme Stadt für empfohlen zu halten und sich beidem König von Frankreich zu verwenden, daß die Messe wieder in Genf gehalten werden könne. ,l. DerBischof hat gebeten, daß man den burgundischcn, lombardischen und andern Kaufleuten zu», Besuch derMesse von Genf Geleit gebe. Da die Eidgenossen dieses früher schon bewilligt haben, so haben dieBoten es dabei bewendet sein lassen. «. Den Kauflcutcn aus Flandern, die schweres Gut auf die Messevon Genf zu führen begehren und um Geleit dafür nachsuchen, soll der Zollner von Neuß (Nyon) schreiben,die Voten werden das Gesuch an ihre Herren bringen und auf dem Tag zu Lucern Antwort geben.
Claus Knüpfel von Basel, Ulrich Huber von St. Gallen und Spinant Gern von Basel verlangenfür das ihnen zu Genf und auf der Straße genommene Gut einigen Ersatz. Das wollen des BischofsRäthe an ihre Herren bringen und auf dem Tag zu Lucern Antwort geben. Hans Franz vonBern, welcher zu Surpierre gefangen und beschätzt worden war, verlangt 240 Gulden Entschädigung.II. Die 500 Knechte, welche die eidgenössischen Boten begleiteten, als sie auö Frankreich kamen, meinen, eshabe jeder einen Gulden für diese Begleitung anzusprechen. I. Etliche Leute aus der Waadt, welche ausdem Lande gewichen waren, begehren Gnade und Geleit, um wieder in das Land zu kommen, lt. Ueberalles Vorstehende soll man auf dem Tag zu Lucern antworten. I. Der Zoll zu Neuß hat 28 Guldenertragen, es hat aber noch kein Amtmann seinen Lohn erhalten. >«. Jeder Bote sott seinen Herrenrühmen, wie treu und fromm sich der Markgraf gehalten hat. i». Zeder Bote hat von der Frau vonSavoyen ein Stück „Schamlot" und von der Stadt Genf „3 Tortzen in schachteten" geschenkt erhalten.
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