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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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672 April 1477.

geben, so wolle esder fachen müssig gan". Äug traut dem Kaiser auch nicht, will daS Land nicht,aber so viel als möglich vom König dafür zu erhalten suchen. GlaruS kann zu einem einhelligenBeschlüsse stimmen, bei getheilten Meinungen soll der Bote refcriren. Freiburg und SolotbucNwollen lieber den König als den Kaiser zum Nachbar haben, sie wollen nehmen, so viel sie vom Kon'gerlangen können. «I. Schwyz und Glarus sollen ihre Botschaften auf Sonntag nach dem Maitag (4-zu Nacht bei der Botschaft derer von Zürich zu Wallenstadt haben und Tags darauf denjenigen bereust"helfen, welcher den schändlichen Todtschlag bei Zürich gethan hat; dergleichen soll man dem GrastEberhard und den Rechtsprechern zu Wallenstadt schreiben, Werner Brisimann habe den Mord anRudolf Meyer verübt. «. Den Kaufleuten soll man Geleit geben, doch so, daß sie weder Dächst»,Büchsenpulver, Salpeter, Harnische, noch andere Kriegssachen führen. Wenn man das Geleit abklingt,soll eS noch zwei oder drei Monate in Kraft bleiben. Den Gelcitbrief sollen Bern, Lucern und rsiegeln, f.Die abredung zwüschen des künigs botschaft vnd der eidqnossen Kotten, dz der klingeidgnossen für das land Burgund hundertthussent guldin, nämlich vff die (Lyoner) ouqstmeß 20,000 guvnd darnach alle ougstmeß 20,(XX) guldin, vntz dz die hundertthussent guldin ganz bezalt wird. ^man dem küng 0000 Mann vmb sin sold nach lutt der einung zugan, als Zederman vssgeleit ist, ^man sol allenthalben verschaffen, dz nieman louff denn die, so darzu geschiben werden, vnd dz ieglich °den sinen ein erbern man zu houptman zugeben. Die Kotten hant such zugesagt, dz si vnS die n"durch vnfer land gen vnd die nit durch Vurgun wellen lausten faren, damit vns die zöl geoffet; dcögl'so wel er den Burgunern erlouben, die meß zu Zenff lausten suchen. Item sy hant ouch zugcst^'ist dz er Burgund zu sinen Händen bringt, so well er, ob die eidgnossen das begeren, Inen 2r pc»^vff Salms schlagen. Von der Schlössen wegen hant sy gcantwurt, wz nit in die graffschast gt» 'das wel er den eidgnossen lausten, ist darvon geratschlaget, ob ioch Zongcn in die graffschast D»"Ugehöre, dz vns eidgnossen dannocht belib, doch dz wirs vom küng cntpfahen vnd darumb ein träger gebe»-Das Zederman mit den sinen verschaff, dz nieman die sinen wider den küng louffrn lausten vnd dzdz verkomen wel. Dise ding, so ob von des küngS wegen geschriben, hant all Kotten zuges»^verbriefet nach notturft, vsgenon der bott von Vre hat des nit gewalt gekept, sunder dz heimbr»'^"wellen; doch hant die Kotten vff dz vcrtruwen, dz die von Vre sömlichs nit abziehen werden, volM''vnd beschlossen, als dz die verschr»bunq wist vnd icqklichcr bott wol weis zu sagen". Bei lagt t'

Die Söldner sollen nach folgender Verthcilung gegeben werden: Zürich 1000 Mann, Bern > 'Lucern 800, Uri 200, Schwyz 440, Unterwalden 200, Zug 2<X), Glarus 200, Freiburg Z00,thurn NX), B,el 100, der Abt von St. Gallen 100, die Stadt St. Gatten .10, Appenzell 200,land 100, Thurgau 150, Waqgenthal 100, die Stadt und Grasschaft Baden 50, Bremgartcn l 'Mellingen 5 und Schaffhausen 20 Mann. I». Des Heiligthums und der Stücke wegen, die noch ^vertheilt sind, soll alles anstehen, bis der Diamant verkauft ist, dessen Verkauf mit HanS ZrwtBasel verabredet ist. Sobald dieses geschehen, sollen alle diejenigen, welche die Sachen zu Grandsgewonnen, mit Vollmacht zu Rath werden, wie man darüber verfügen wolle, l. Jedermann sollsorgen, daß Niemand von den Seiniqcn gegen den König von Frankreich in den Krieg laufe.

Dieses ist der in Abschied 883 aus St. ISrgmtag (SS. April) angcsehtc Tag. Auch da« Baseler Offm'"^buch V. Iva k. spricht von demselben:Vff Sant Jvrgentag wirt ein tag zu Lnccrn der Cleinott halb zu Graw<"erobert, daby wir vnscr volmechtig botschaft hau sollen, nacht« an der Herbcrg zc sind."