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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
670
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K70 April 1477.

ersatzforderung an Wallis stellt, die Boten von Wallis aber keine Vollmacht Kaden, darüber 5"^handeln, so haben der Eidgenossen Boten die Sache dahin vermittelt, daß beide Parteien mit ^

auf den auf Urbani (25. Mai) nach Lucern angesetzten Tag kommen sollen. Auch sollen die 'denen von Freiburg die Zinsen zukommen lassen, welche diese auf einigen von jenen eroberten Lands ^ ^haben. I». Derer von Diel wegen, welche Aufnahme in die Vereinigung mit Savoycn und Evmb 'Kriegskosten auS den 5l1,llW Gulden für die Waadt und auS dem Geld von Genf oder Mitbekerrl ^der Lande, falls man sie bekalten wolle, begehren, haben die Boten keine Vollmachten, wollen daS ^gehren aber heimbringen und auf dem Tag zu Lucern antworten. I. Taqansetzunq nach Luccrn,St. UrbanStag (25. Mai) zu Nacht daselbst mit Vollmachten an der Herberge zu sein.

Zn «! und a. Dem Abschied liegt in der Tschadischen Sammlung die am 2g. April zu Annccy vtrab^d-^ ^Abschied nnter o erwähnte Vereinigung zwischen Jolanta »nd Philibcrt von Savoycn einerseits, »»d dc» ^ ^und Ländern Zürich, Bern, Luccrn, Uri, Schwyz, Ilntcnvaldcn, Zug, GlarnS, Freibnrg, Solothnv" "" ^andererseits, bei: t. Ewiger Friede und sreicr schcrer Wandel und Handel zwischen beidm Thcilcn »ndgehörigen unter Vorbehalt der alten gewöhnlichen Zölle. 2. AnSschlusi aller feindlichen Durchzüge durch daSdes einen TheilS zum Liachthcil de« andern. 3. Kein Thcil soll den andern mit neuen Zöllen oder Lasten bcsch4. Kein Angehöriger des einen Eontrahcntcn soll einen Angehörigen des andern mit fremden Gerichten bcj ^ ^sondern jeder vom andern Recht nehmen, wo dieser gesehen ist, Ehe, Wucher und Eompromist auSgcnomnicn.mand soll den andern außerhalb seiner Gerichte pfänden, verbieten, vcrhcstcn, außer um verbriefte gichtigeL. SchicdrichtcrlichcS Verfahren in Streitigkeiten von Staat zn Staat mit gemeiner Dingstalt z»

7. Jeder Thcil soll aus Erfordern dcS andern offene Feinde ergreifen und selbe diesem zu Recht halten- ^

Thcil soll de« andern Angehörige zn Bürgern oder Landlcuten nehmen. 9. Die Eidgenossen lassen die von 'eroberte Landschaft Waadt nm 5,l1,Nl1N Gulden wieder an Savoycn kommen, wo sie ewig bleiben soll, vorbcha cAusrichtung der Ehestetter an die Herzogin Jolanta.

Bei den Savoyer-Actcn de« Staatsarchiv« Luccrn befindet sich noch das folgende, zu den Verha"^'"^diese« Tage« gehörige Concept:

Wir ?)ottant -c. vnd wir Phillibcrt. .Hcrtzog zn Safoy -c.. Tnnd kunt mcnglich hycmit: Als dann t»''"vns vnd vnsern gctrüwen lieben srtlnden, gemeinen eydgnossen. der Spcnn vnd Irrungen halb, sogewesen sind, vnder anderm abgeredt vnd bctädingct ist, da» die lantschast von der Watt vnd ander, so v"? ""vnsern durch sy entwcrt sind, vn« angends wydcrkcrt sol werden, vn« der Herzogin sür vnser Ecstür vnd v» ^ ^Herzogen für vnser Eigentum, durch bczallung v»d abtrag l" Rinscher guttcr guldin, denselben Herren ge»»'"^gnossen von den zechen Orten, nämlich Zürich, Bern. Lützen,, Vre, Schwyz, Vndcrwaldcn, Zug, Glar"»' '' ^vnd Solleturn, in nachgcschribncr form vnd maß zn bczallcn. Harumb so bekennen wir mit bywcscn. such ^ ^gunst unser lieben getrüwen der drycr stellen vnd geloben in wort der sürsten vnd by vnsern Ercn, solichc l""l gnldin den obgenantcn Herren de» cydgnosscn zu bczallcn vnd vßrichtcn in guten Rinschcn guldin oder >nwcrschast, alz in der Sydgnosschast lössig vnd gäb ist sür den guldin, bis an sann« JohannStag zu der

über ein Jar ncchst komende vnd gen Friburg in die Statt in vnsern kosten zu wercn by rechtem band vnd ^ ^obgenantcn landschast der Watt vnd Jr zugchörd mit sollichcr pcn vnd rechtem vndcrschcid, wo wir oderan söllichcr bczalnng sitmig wurden vnd die nit thätcnd vss den tag vnd in maß als vorstat. so soll danncn'd'" ' ^lantschast von demselben tag an angends fallen an die obgenantcn Herren die Eydgnossen lcdigklich vnd I""' ' ^Iren nachkamen cwigklich al« Jr cyge» gut blibcn; sy mögend onch damit handeln als mit dem Iren »<"!' ^gefallen, vngchindcrt vnd vnangcsprochcn vm, vn«, vnsern erben vnd mrngklichem. vnd dawider sol noch magvnser erben vnd nachkommen nützit frycn, fristen noch schirmen, dann wir sollichcm allen, wye vorstat, Mcn>