April 1477.
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884.
Änneey (»Nicie in Savoyen"). KA7 7, nach dem TA. April (in der Wuchcn nach Georii).
Staattarchiv Lucern: Acten, Savoyen. Staat«archiv Bern: Allgemeine Eidgenössische Abschiede, 8i.
S»aat»archiv Ziirtch: Abschiede, l. t?. Tschudische Sammlung l.
Zeder Bote weiß zu berichten über die großen Ehrenbezeugungen, womit die eidgenössischen Botenvn der Frau von Savoyen und von dem Bischof und Grafen von Genf empfangen worden sind, ebenso^ die Ursache, warum die Boten zu Förderung der Sache sich bewogen gefunden haben, von Genf nach""ecy ^ reiten. I». Die Boten haben in Gemäßheit des Abschieds von Freiburg sich darauf gestützt, daß^ Herzogin von Savoyen für die Landschaft Waadt 50,000 Gulden innert fünf Jahren bezahlen soll,^wnthgfs oder in fünf Zahreözahlungen zu 10,000 Gulden; wenn diese Bezahlung geleistet sei, soiene Landschaft wieder an das HauS Savoyen fallen. Dagegen hat die Herzogin in Betracht manig-lvcher Noll) und Bedrängniß ihres HauseS begehrt, daß man die Waadt und alles, was dem Hause Savoyen^Zvgen worden sei, sogleich zurückstellen soll. Zn diesem Falle werden sie, die Herzogin, ihr Sohn der^Zog und ihre Räthe mit Gunst, Wissen und Willen der drei Stünde deö Landes sich genugsam ver-leiben, gedachte 50,000 Gulden innert Jahresfrist von nächstem St. ZohannS dcS TäuferS Tag an""nthaft zu bezahlen. Zm Fall der Säumniß soll die Landschaft Waadt gemeinen Eidgenossen, nämlich" Zehn Orten Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Untcrwalden, Zug, GlaruS, Freiburg und Solothurn,ewige Zeiten anheimfallen. DaS haben die Voten der Eidgenossen an ihre Herren zu bringenkommen; eö soll darüber auf dem Tag, der beidseitig mit aller Vollmacht dcßhalb geleistet werden soll,Antwortet werden. «. Zn Betreff der Vereinigung zwischen dem Hause Savoyen und gemeinen Eid-^'lsen weiß jeder Bote, gestützt auf die Abschrift, die er davon hat, seinen Herren zu berichten. «I. So" auch jedxr Note eine Abschrist der Verschreibung und Sicherheit, welche die Herzogin und ihr SohnBewilligung der drei Stände um die 50,000 Gulden für Zurückstellung der Waadt ausstellen will-Ferner hat die Herzogin von Savoyen begehrt, auf den Fall, daß die Eidgenossen die Vereinigung" die letztgedachte Verschreibung mit ihr vollziehen wollten, möchten sie auch ihre Ehesteuer, die aufWaadt und daS ChablaiS gesetzt und versichert ist, 10,000 Schildkronen fährlich, ihr Lebenlang,lhirmen und für empfohlen halten, t. Derer von Freiburg wegen ist abgeredet, daß die Frau von. ^oyen den auf St. UrbanStag nächsthin fallenden ZinS ohne derer von Freiburg Kosten bezahlen soll;^ soll Bern nach Straßburg um Aufschub werben. Von dem Hauptgut der 25,000 Gulden, wofür" Stadt Freiburg dem Hause Savoyen verpflichtet ist und sich für selbes zu Straßburg und ander-verpflichte hat, soll die Herzogin denen von Freiburg die Hälfte bezahlen und sie darum innert^Ucsfrj^ ^ Zörgentag an gerechnet, lösen, die andere Hälfte aber im folgenden Zahre, allesVv» ^ " ^fakenen Zinsen und ohne Kosten derer von Freiburg. DaS wollen die Voten an den Rathden ^'^6 bringen, da der Bote von Freiburg selbst iu nichts zu willigen Auftrag hatte. 45. Derer" Wallis wegen ist abgeredet, daß ein Waffenstillstand und Friede sein soll zwischen Savoyen, dem" chos pon Sitten und der ganzen Landschaft Wallis bis St. MichaelStag nächstkünftig, so daß freiervidel und Verkehr hergestellt werden und Niemand den Andern schädigen soll. Da Savoyen sowohldag eroberte Land, als auch für Beschädigungen, Zerstörung von Schlössern :c. eine große Schadens-