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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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653
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Februar 1477.

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Dann vß sölhcn använgen in die harr vil crgernus, wa die nit gctrüwlich vndcrstandcn wurd, möcht wachsen, alsüwcr brüderlich trüw das alles wol weist — zu betrachten, vnd tun derselben damit zu wtissen, das wir durch vilvnser treffcnlichcn Räten, auch vnser Mitbürger vnd Eydgnosscn von Fribnrg, Soloturn vnd Biel zu hilff, haben zuBnrgdorf, Willisow vnd an andern enden vndcrstandcn, vnser eydgnosscn von Vre vnd Swytz zugehörigen giltlich,auch mit ersuchuug der Bitndt, zu wenden. Es hat aber nit verfangen, dann das sy zu vnser Statt gezogen, dasclbssind. In aber wort vnd daby zu erkennen geben worden, damit solich Jr fttrncmen gebrochen wird, sy darin nit zulausscu. Sy hctt aber weder bitt noch manung abgctribcn, dann das sy gen Friburg leren vnd nach ircm ftirgcbcndasclbs einandcrn vcrsampnen vnd dann silrer anbringen wöllen, das sich gcbltr. Das wir im haben laussen geschehenvnd doch die vnscrn ganz verhaken. Vnd daruff in betrachten, was gemeiner Eydgnosschaft Jr crcn vnd glimpfs,besunder des zugesagten Tags halb zu Nüwenburg daran ligt, üwere vnd vnscre Eydgnosscn von Vre, Swytz vndVndcrwaldcn durch vnser bricff hoch vnd trefflich in kraft vnser gcsworncn blind gemant, die Iren heim zc mancn, vnddann durch Jr treffcnlich Kotten ouch liwer lieb vnd ander vnser Eydgnosscn nach notturft bis gegenwärtigen louffsvnd eren vnser aller gctrüwlich hclffen zu handeln. Was aber sölichs bring, mögen wir nit wissen. Wir wolltenaber das üwcr brüderlichen lieb vnverkünt nit laussen, mit bcgcr, illvcr crsam treffcnlich bottschafft zu dem angesetztenTag in vnser Statt zu fürdcrn, damit in vnser Eydtgnosschaft das gehandelt, bcvestnet vnd fürgcnomen wcrd, dasdann zu Gott loblich vnd vns allen Erlich sig. " (Ebendaselbst 39.)

6. 1477, 23. Februar (Mittwoch nach Matthic). Bern schickt an Anton von Colombicr, Statthalter zuNeuenbürg, die GelcitSbricfe für die burgundischcn Boten auf den Tag Hoininlsooro, doch mit dem Rathe, dieselbenmöchten bis auf ferncrn Bericht ihre Ankunft verschieben, da heute ein Zug nach Frciburg abgegangen sei, dessenBestimmung man nicht kenne. Gemeine Eidgenossen haben sich zugesagt, den Tag zu Neuenbürg zu besuchen, undhoffen, dieser Zufall werde keinen Einfluß darauf haben, sondern „die Vernunft Vorgang gewännen". (Ebenda-selbst 40.)

7. 1477, 28. Februar (Freitag nach Invooavit). Bern gicbt dem Bischof von Sitten Kcnntniß von derwahrscheinlichen Absicht der ausgezogenen Knechte, gegen Savoye» zu ziehen, mahnt ihn, seine Leute zurückzuhaltenund die Verletzung der unter seinem (Berns) Siegel eingegangenen Waffenstillstände nicht zuzugeben. (Ebenda-selbst 41.)

It. 147 7, 28. Februar (Freitag nach Invooavit). Bern schreibt an die von Zürich: Heinrich Göldlin, Ritter,Bürgermeister, sei in ihrem Befehle zu Bcru angekommen, aber ohne Vollmacht, sich der Botschaft anzuschließen,die man auf den Bericht, daß die Knechte zu Freiburg heute gegen Genf ausziehen wollen, dahin zu thun vorhabe.Deßhalb haben sich der Eidgenossen und Berns Näthc in dieser Sache Zürichs gcmächtigt, damit der Zug gegen Genfverhindert werde. (Ebendaselbst 41.)

1477, 23. Februar (Freitag nach Invooavit). Bern schreibt an Zürich, Luccrn und Solothurn: DieKnechte, die seit zwei Tagen in Frciburg seien, werden, wenn sie von den Boten der Eidgenossen nicht gewendet werdenkönnen, heute von dort gegen Genf und Savoycn aufbrechen, was viel Aergerniß geben, die zum Frommen der Eid-genossenschaft angesetzten Tage verhindern, Zölle, Geleit und Handel in Abgang bringen werde, was aller „Ehrbarkeit"schwer zu bedenke» sei. Bern habe sich mit aller seiner Landschaft eidlich verbunden, an diesem Zug keinen Thcil zunehmen, seine Rechte und Herkommen zu schirmen und, wo möglich, die angesetzten Tage und Verhandlungen fortzu-setzen; nichtsdcstominder wolle man den Zügcrn alle Liebe und Freundschaft erweisen, in der Hoffnung, sie werdenBern »nangcsochtcn lassen; wo nicht, so hoffe Bern, die drei Städte werden ihm mit Leib und Gut bcispringcn.(Ebendaselbst 43. Abgedruckt bei Kopp, GcschichtSblättcr I. 103.)

1V. 1477, 1. März (Samstag vor Roininiscorv „an der nacht"). Bern schreibt an NiclanS von Scharnach-thal, Ritter, und seine andern Näthc zu Freiburg: Der Präsident von Toulouse und einige Andere seien im .Auftrag