S52 Februar 1477.
Neuenburg leisten, f. Man soll sich auf die Verhandlungen von Neuenbürg berathen, ob man dasLand Oberburgund oder Geld dafür wolle. Zürich meint dießfallö, daö Land sei unö zu entlegen, dogefalle ihm auch nicht, daß man sich durch eine Aversalsumme abfinden lasse, sondern man sollte sichZahrgeld bedingen. Die übrigen Orte alle „ligent daruff, dz man vff dem lande ligen sol, wir wd cdz land haben". Dabei ist angesehen, daß man den Tag zu Neuenburg mit den Burgundern durdiejenigen Boten leisten soll, welche laut obigem Beschlüsse nach Bern und Freiburg gehen, ßtl«bringen, daß Maßregeln gegen die Ausfuhr des KornS ergr,ffen werden sollten. Ii. Dem Arnold vo»Kleberg wird ein Empfehlungsschreiben an den Herzog von Oesterreich gegeben und dieser gebeten, er mo 'denselben in seinen Schirm nehmen und ihm beHolsen sein, daß er seinen erlangten Rechten nachkommen möge.
Zu » folgende Briese und Acten:
I. 1477, 18.Februar (Dienstag nach milii) „sncll". Bern schreibt an Solothurn: Knechte von Zillich,Untcrwaldcn, Zug :c. wollen nächsten Donstag (20. Februar) in großer Zahl »ach Luccrn ziehen. Luccrn hodcStadt wohl besetzt nnd wolle jene, wenn möglich, mit Güte wenden. Gelinge aber da« nicht, so wolle c« ihnenStadt össncn und sie ziehen lassen. Wa« im Grund der Wille dieser Leute sei, wisse man nicht; c« gcziewc sich " 'mit aller Vernunft und Weisheit zu handeln. Solothurn möge also seine Boten auf den Tag zu Lucern n >or(den 1l>.) Abends zu Huttwyl mit den bernischcn Boten Adrian von Bubenberg und Han« Wanner z»sam >ncn >relassen. — In Städte und Länder (des Bernergebiet«) ergeht da« Verlangen, sofort je 30 wohlgcrttstcte Männer »aBern zu senden. (Berner deutsche« Missivcnbuch Ii. 30, 37.)
L. 1477, 19. Februar (Aschermittwoch): „Sind der von Vnderwalden nid dem Wald bottcn,
Amman Heinrich zu Nidcrst vnd Paulus Encntachcr« sllr Rät v»d Hundert kamen vnd gerett, als dann ietz e^ ^knecht In der eitgnosschast einen Zug gan Ienss oder ander« wahin vss vnser vigcnd zetund angeleit haben, vcrn ^Sy, dz vn« von Inen sttrgeben werde, dz die Iren In willen syend, mit andern In vnser Statt zc kamen vndetlichen der vnsern vndcrstau wellen, Ir huscr ze erloussen. Dz she Inen swer vnd hoch angelegen, wann sh " ^ ^de« vnder Inen vnd den Iren nie hören gedenken, vnd ob sy wissend, wer die wcrcnd, die solich» zetund '»">von Inen gerett hcttend, Sy weltcnt dazu Inma« thun, dz wir gcscchcn. Inen solich« leid sin, wan wer ein
wollen sil
vndcrstündc, der dctt doch wider ir vnd vnser gcsworncn bilndc, vnd ob icman solich« vndcrstan wölte, sv ^darwidcr sin vnd lib vnd gut zu vn« setzen, vnd Hand vn« gcbcttcn, Inen de« nit zc gctruwen. Daruff v" ^ ^Inen gar früntlich gedankt vnd Inen zc erkennen geben, dz ir vnd vnser vorder» vnd wir biyhar einander"fachen gütlich gethan vnd ir lib vnd gut zesamen gesetzt haben, al« wir da« noch vonhin cwigclich tun vnddenn aller crcn vnd gute« gctruwen wollen." (Lucerner Rathsbnch V. X. 809.) ^ ^ ^
?. 1477, 23. Februar (Invocnvit,). Bern schreibt an Frciburg, Solothurn und Biel. E« ^
und großem Rath nnd mit Bcizug der Räthc nnd Hanptleutc seiner Städte nnd Länder beschlossen, den K'" ^ohne Erlaubniß ihrer Obern ausgezogen seien, zu eröffnen, daß c« sie dnrch seine Städte und Schlösse ,s^e«lassen werde, sondern entschlossen sei, dm der Gegenpartei zugesagten Waffenstillstand zu halten. (Berner de»Missivcnbuch l). 37.)
4. 1477, 24. Februar (Matthic). Bern mahnt Uri, Schwyz und Untcrwaldcn bei den Bünden, d" 'zurückzurufen, damit die Ehre und die Zusage de« Wassenstillstand« ic. gewahrt bleibe. (Berner deutsches
sivenbuch v. 38.)
jj. 1477, 24.Februar (Montag nach lnvooavi«) „snäll". Bern schreibt an Zürich »nd Luccrn: ö"''nit, üwcr lieb sy vndcrricht der vffwegung etlicher Ocrtcr» vnser Eydtgnosschasst lüten, ouch dnrch wa« Rat,' ^zugangeu vnd fürgenomcn. Daran nu derselben üwcr lieb vnd vn« vnd aller Erberkeit bcsundcr gro« gclegM