Januar 1477. 647
Tags und wieder zur Heimreise sicheres Geleit haben sollen. «I. Bern soll diesen Abschied demHerzog von Lothringen, den Bischöfen von Straßburg und Basel, dem Landvogt des Herzogs vonOesterreich und den Städten der Vereinigung mittheilen. «. Auf Montag nach Dorothea (10. Februar)iu Nacht sollen der Eidgenossen Boten zu Lucern eintreffen, um die Instruction auf den nach Neuenburg""gesetzten Tag zu berathen. f. Inzwischen mögen die Kaufleute aus der Grafschaft Burgund ihrenseilen Kauf hin und her sicher führen und treiben.
Zu n. 1477, 23. Januar („Donstag nach Vincentii an der Nacht — sncll —") thcilt Bern an Luccrn einSchreiben des Charloys d'Amboise ans „Vilc Farlcz" (Arloz) bei Salins mit, wodurch dieser ä. ä. 17. Januar"bildet, daß nach dem Tod des Herzogs von Burgund er das Herzogthum und die freie Grafschaft zu des Königs vooFrankreich Händen gebracht und daß die Landsaßen diesen freiwillig als ihren rechten natürlichen Herrn anerkannt haben.Bern theilt dieses mit, weil nach Neuenburg Tag gesetzt ist, damit man sich zu halten wisse; es nennt den Schreiber„Gubernator in Tschampanicn". (Staatsarchiv Luccrn, Acten: Burgimdcrkricg.)
Zu U- Bern thcilt am 2. Februar (1>urillaationi«) den Waffenstillstand an Basel mit. (Deutsches Mis-sivenbuch I). 32. — Bern schreibt am 7. Februar (Freitag post kurilicatioru's) an den Herzog von Lothringen:Basel habe ihm schon von dem zu Neuenburg geschlossenen Waffenstillstand bis Rominisosro Kcnntniß gegeben; nunvernehme man aber, daß er einen Zug nach der Grafschaft Burgund vorhabe, um selbe sich zu unterwerfen; er werdedaher im Namen und Auftrag gemeiner Eidgenossen ermahnt, von solchem abzustehen und den Waffenstillstand auchseinerseits zu halten. (Deutsches Missivenbuch v. 32 b.)
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147 7, 7. — I T. Februar (Freitag nach St. Dorothea bis Mittwoch vor Balcntini).
Staa»»ar<üiv Zürich: TsHudische Sammlung I. 37.
Abschied der Räthe und Rathsboten der Fürsten, Städte und Länder gemeiner Vereinigung:
k- Da kürzlich eine Abrede geschehen, daß auf heutigen Tag die Gefangenen und die eroberten Büchsen"""Jedermann schriftlich verzeichnet eingegeben werden sollen, der Abschied aber den, Herzog von Lothringenzugekommen ist, so sollen dessen Marschall und Räthe dieses noch heute an ihren Herrn gelangen"'lsen und auf nächsten Tag seine Antwort bringen. »». Des eroberten VeutegutS wegen soll Zedermannseinem Ort dem berührten Abschied Folge geben. «. Da unsere Eidgenossen von Bern und andereHvte der Eidgenossenschaft mit den Burgundern einen Waffenstillstand bis Sonntag Ileminiscore (2. März)"achsthin eingegangen und begehrt haben, daß inzwischen gegen diese nichts vorgenommen werde, so soll^dcr Theil der Vereinigung dieses an seine Herren und Freunde bringen. Gemeine Vereinigung hatM eingewilligt. «I. Zeder Bote weiß anzubringen, was der österreichische Landvogt auf das Be-^t'rcn der drei Stände der Grafschaft Burgund, sie in die Vereinigung aufzunehmen, berichtet hat,er ihnen auf dieses Begehren geantwortet und wie er sich gegen gemeine Vereinigung erboten"t, von sich «US („sunder") gegenüber der Grafschaft Burgund nichts vornehmen zu wollen, als wasseiner Vereinigung zu Nutzen und Gutem gereiche, v. Ebenso weiß Zeder, daß der Eidgenossen"(ei, ihrerseits dagegen auch erklärt haben, ihre Herren und Freunde werden, nach ihrem unzweifelhaften^lrauen, gegenüber der Grafschaft Burgund auch nichts anderes vornehmen, als waö gemeiner Ver-