Decernber 1476.
635
». Der Zrrung wegen zwischen denen zu Zug in der Stadt und denen im äußern Amt, welche im Ab-schied des letzten Tags gemeldet ist, sind die vier Orte Zürich, Lucern, Uri und Unterwalden einig und habenden Abschied zugesagt, bis an den Drittheil von Unterwalden. Diesen (Nidwalden) soll man vom heutigenTag den Handel schreiben und sie bitten, auf nächsten Mittwoch (18. December) ihren Rath und ihre Ge-meinde versammelt zu halten. Auf denselben Tag sollen dann Voten von Lucern und Obwalden vor sie tretenund sie bitten, in der Sache mit den vier Orten zu gehen. Dann sollen dieselben Boten einen Tag nachZug verkünden, dort sollen Rath und Gemeinden auf denselben Tag versammelt werden. Aus jedem der vierOrte soll dann ein Bote vor dieselben treten, und wenn sie den Span nicht gütlich vertragen können, sodaß es bei dem alten Spruche, den die Vorfahren aus den vier Orten gethan haben, bleibt, so sollenVoten Vollmacht haben, den Spruch zu verlesen und darauf sie mündlich zu ermahnen, dem Spruchebeiderseits nachzuleben, wie ihn die vier Orte vormals gethan, und einander nicht weiter zu bekümmern;denn man werde den ungehorsamen Theil mit den im Spruche angedrohten Ursatz und Pönen belegenund den gehorsamen Theil schirmen und handhaben. Wenn sie außer dem, was den Spruch berührt,etwelchen Streit hätten, so sollen sie auf der vier Orte Boten zu Recht kommen. Dieselben Botensollen Gewalt haben, einen Rechttag dafür anzusetzen, zu welchem von jedem Orte drei Boten kommensollen, die dann entscheiden, wie sie Eid und Ehre weisen. („Vff sunnentag tkomv soll manZug sein.") I». Dem Zörg Beck, welcher mit Heinrich Veger zu Basel im Rechte sieht, hat manbewilligt, daß er, von welchem Ort er wolle, in seinen Kosten Boten nehmen möge, die ihm im Rechtebeistehen und hülflich seien. «. Auf diesem Tage haben die von Basel und Boten anderer Fürstenund Städte der Vereinigung die Werbung des päpstlichen Legaten Alexander, Bischof zu Forli, unddas Schreiben, das er auf den Tag zu Ensiöheim gethan, angebracht, wodurch er abermals begehrte,ihm für einen freundlichen Tag Folge zu geben, da wolle er allen Fleiß brauchen, die Sachen in GüteZu vertragen; er habe an der Gegenpartei diese Folge auch gefunden. Und wenn wir auch in offenerFeindschaft gegen den Herzog von Burgund stehen und uns zum Streite wider ihn rüsten, so schließedoch das nicht aus, inzwischen zu einem freundlichen Tage zu kommen. Da er vernommen habe, daßliber ihn gesagt werde, er sei nicht ein rechter Legat, sondern ein Burgunder, habe er dagegen seineSchriften vom Papst und Kaiser sehen lassen und begehre Antwort von den Eidgenossen. Daraufhaben wir denen von Basel geantwortet: Da der Legat solche Werbung im Namen beider Häupterder Christenheit, des Papstes und des Kaisers, thue, von denen er Briefe gezeigt habe, er aber ihnenbesser denn uns bekannt sei und die Sache sie ebensowohl wie uns berühre, so wolle man, sofernsie das gut und nützlich bedünke und der Legat den Tag an einen uns gelegenen Ort setze, den Tagbesuchen und seine Werbung anhören, jedoch nicht anders als in offener Feindschaft und so, daß derHerzog von Lothringen und alle andern Glieder der Vereinigung darin begriffen werden. Der Tag sollzu Basel gehalten werden. «I. Auf diesen Tag ist die Nachricht gekommen, daß auf nächstvergangencnMontag vor St. Lucientag (9. December) Herr Hemmann von Reinach, Ritter, und Hans von Höhen-luft, des Herzogs von Lothringen Diener, mit 366 Pferden und um die neunte Stunde auch mit 466Fußknechten zu St. Niclaus-du-Port in Lothringen unsere Feinde, die Burgunder, überfallen, 966 Pferdegewonnen und Vierthalbhundert Feinde erschlagen haben, und wenn sie stärker gewesen wären, so hallenl>e für mehr als 266,666 Gulden Werth Gefangene und großes Gut abgeführt, das sie haben zurück-lassen müssen; auch seien bei 266 Feinde ertrunken. «» „Als dauor im nechsten Abscheid begriffen ist