Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
622
Einzelbild herunterladen
 

62? Oktober 1476.

andern Büchsen erledigt ist. Ii.Alsdann von des büttgeltz wegen zu Marten gelöst, bat man gcttMvnder alle ort in der einig begriffen nach lut der geschrifft". I. Der seidenen Röcke und der K>c>ned>cwegen, welche einige Gesellen der Herzogin von Savoyen genommen haben, als man selbe nach Burg»"führen wollte, begehren diese Gesellen, daß man dieselben zu ihren Händen kommen lasse; aber die Berelder Eidgenossen, welche in Frankreich sind, haben von Genf heraus geschrieben und gebeten, dieses 'unverändert zu lassen bis zu ihrer Heimkehr. Man hat daher beschlossen, den Bischof zu Sitten, b>"tc>welchem daö Gut liegt, zu ersuchen, er möchte cS nach Uri schicken, allwo eS dann b>S zur RückkehrBoten auS Frankreich liegen bleiben und erst dann darüber verfügt werden soll. Is. Auf Dicnstasi " 'St. Gallentag (??. Oktober) sollen Zürich, Lnccrn und Schwyz ihre Boten zu Zug haben und vcrlncbcn,die von der Stadt Zug und die im äußern Amte ihrer Streitigkeiten wegen in Betreff der BeschußdesVenlyS" gütlich zu vereinigen; denen im äußern Amte soll man schreiben, auf irnen Zeüpuiihre Gemeinden zu versammeln. I. Heimbringen das Schreiben, das Herr Wilhelm Herker von ^Landvoqt von Rappoltstcin gebracht hat, der sich erbietet, alles zu tkun, was den Eidgenossenzu ihrem Dienste sein könne. i>». Freundschaftliche Vereinigung und Verständniß zwischen Herzog ^ ^von Lothringen und den acht Orten Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwaldcn, ^und GlaruS für die Dauer der Verbindung der eidgenössischen Orte mit den Herren und Städte»Niedern Vereinigung. Beilage »7.

147«;, 2. Octobcr (Mittwoch »ach Michaelis) entschuldigt sich Ruprecht, Bischof von Strasiburg, ^de» sitr nächsten Sonntag (a. Octobcr) nach Lnccrn angesetzten Tag seine Boten nicht schicken, und bittet «»'theilnng des Abschieds, wie er auch denjenigen dcS letzten Tags durch die Boten der Stadt Strasiburg erhaltt»(Staatsarchiv Lnccrn, Acten: Burgnndcrkrieg.)

Zu >>. I47S, 2C. Octobcr (Sanistag vor Siinonis und Jude): Bern gicbt seine» Eidgenossen vonFrciburg, Solothnr», Basel (Bischof und Stadt) und Strasiburg Kenntnis,, das, Simon von Elcron >>»etlicher Burgunder Geleit zu einer Unterhandlung bei drin Schultheis,cn von Wabern, der wegen Gesckiästcn Z»bürg war, begehrt habe. Das sei ihn, gegeben worden nnd er sei daraus mit vier Andern nach Rciienbnrg gckosnnd habe eröffnet, die Burgunder möchten zu Friede» kaninien nnd haben dasttr von ihrem Herrn, dem Herzog, .

Der Schultheis, habe ihnen erklärt, er muffe solches an seine Herren bringen. Daraus haben die B»rg"«dee 'einen freundlichen Tag begehrt. Der Schulthcisi habe geantwortet: Es werde nächstens ein Tag z«wo aus Anbringe» dcS Papstes nnd des Kaisers von' Frieden geredet werden soll. Die Burgundischc»

Sic wollen Frieden, ob dem Herzog gefalle oder nicht; bleibe der Tag zu Basel fruchtlos, so soll >»a»freundlichen Tag setzen nnd denselben dem Anton von Eolombicr verkünden und inzwischen die Züge eidg >v ^Knechte »ach Burgund abstellen. (Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch l>. 13. StaatsarchivsActen: Bnrgundcrkrieg.)

Zu >». Urkunde i», Staatsarchiv Luccrn >t. ck. 147«;, Montag nach St. FranciScuStag. 'selbst geschieht des Abschlüsse« n»r andeutungSweisc bei I» Erwähnung.