September 1476. glg
laufen lassen, Da die laufenden Knechte zu Zeiten Solche beschädigen, die in der Vereinigung sind,so soll man dieienigen, welche dergleichen thun, anhalten und „leren, dz fy das nit mer tügent". tz. Dal>>e Schwyzer perlangen, das Heiligthum, welches die Vcrner begehrt haben, solle nach Einsiedeln kommen,so soll man eö einstweilen an Ort und Stelle lassen und der Gelehrten Rath halten, was damit zu thunse>- Darauf haben die Boten von Bern begehrt, man möchte es ihnen nur über ihre Romfahrt lassen,darnach wollen sie es wieder nach Lucern bringen. Es wird ihnen geantwortet wie zuvor und dabei zu^kennen gegeben, daß die Boten hiefür keine Vollmacht haben. «. Die Panner und Fahnen, welcheKasten gefunden worden sind, sollen nach der Meinung der Boten gleich getheilt werden, v. DemHerzog vo„ Oesterreich wird empfohlen, dem Carinnal zu Metz zu schreiben, er möchte sich nähern; mander Hoffnung, er werde gütlich angehört werden. Auf den nächsten Tag zu Lucern sollendie von Schwpz das Geld, das ihnen vor Murtcn geworden ist, herbringen und Zedcrmann soll heim-gingen, was man mit diesem und dem übrigen Geld, das zu Luccrn liegt, thun, ob man dasselbe denverwundeten und Andern, die etwas verloren haben, geben wolle, Heimbringen das Begehren Berns"Ni Bezahlung des FuhrlohnS, um die Büchsen von Murtcn nach Bern zu fübren. 5. Bern und^olothurn sollen den Grafen Oswald von Thicrstein und die von Basel ihrer Streitigkeiten wegenVilich zu vertragen suchen, oder wenn dieses in Freundschaft nicht geht, sie gegen einander in's Recht'^ffen. Heimbringen die Antwort, die der Herzog von Mailand der Roßtäuscher, Ammann Wol-!ebs und Kündigs wegen gegeben, und wie er dabei auch viele Ansprachen seiner Angehörigen an'e Eidgenossen angezogen hat. »». Ebenfalls soll man auf die wiederholten Klagen und Rechts-ghehren der Roßtäuscher gegen den Herzog von Mailand nach Sage der Capitel auf nächstem TagAntwort geben, damit sie nicht rechtlos gelassen werden. I»I». Zedermann sott mit den Seinen und"besondere Uri mit dem Amman« Wolleb verschaffen, daß Niemand gegen den Herrn von Mailandseine Angehörigen etwas Unfreundliches vornehme, r«. Der Diamant soll zu Luccrn liegenReiben, big „,an darüber weiter zu Rath wird. «I«I. Heimbringen, wie man die Waadt bevogten, wer^"stehen und wie lang Zeder da Vogt sein soll. Auf dem nächsten Tag soll mau dieses „entlich be-schliessr,,« , Der Knechte wegen, die Pverdon verrathen haben, ob man dieselben begnadigen oder'"'e Nu,« eö mit ihnen halten wolle, ist beschlossen, die Sache nochmals heimzubringen, indem zwei^orschlg^ gemacht worden sind, wie ieder Bolc zu sagen weiß. tl. „Sodann von der von Friburg'"kgen, als die begert Hand, ein Ortt zesin, ist Znen von der eidgnossen hotten geantwurt alsso, dz mans'> s"r ein Ortt vffnemcn, dz können wir nit getun. Daruff die botten von Friburg begert Hand, mit^"en ein einig old sust buntniß zu machen nach glichen billichcn dingen, sol man heimbringen vnd vffd"» nechsten ietz zu Lutzern antwurt geben". Heimbringen wegen Murten und den Landen und
Herrschaften, welche Bern und Freiburg für sich allein in Anspruch nehmen. Die Boten wissen dieb"l'erigen Anbringen und auch was zu Zürich darüber gemehrct worden wohl zu berichten.
Von den Auswärtigen waren Boten auf diesem Tag: von Oesterreich Herr Wilhelm Hcrtcr, Ritter; vonLothringen Heinrich Schön; vom Bischof und der Stadt Strasburg Bernhard Wnrzgart und der AltainmeistcrCnnrad Riff; vom Bischof von Basel der Osficial von Basel; von der Stadt Basel Heinrich Leigler; vonColmar und Schlcttstadt „derselben Stett bricsfe". Diese Notiz steht am Ende des Abschieds; Cysat bezieht sie>» einer Aninertnng ans das folgende Blatt (Absch. 85t); der Inhalt beider Abschiede zeigt aber, daß sie zn diesemAbschied (85,0) gehört; siehe jedoch auch Abschied 853. — Colmar schreibt den l!». September (Donstag vor Matthtu):