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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
606
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Juli und August l476.

Eydgnossen vnd dem HuS vnd Land von Sasoy, onch der Statt Icnss, solichS abzet»»nd vnd stellen, gut sründschaftvnd Nachpurschast zc machcn, al« denn daS ir fordern mit einander harbracht hettind; fo wcrc durch die HerrenTcdingölüt zu Lostai» mit bcdcr partycn wistcn vnd willen ein Adscheid gemacht, der wisc, daß die partycn vff Jacob»zu Fribnrg soltcn sin vnd vor den genanten Herren die fachen fürzcncnicn, mit ine Worten, bat vf folichS von wegender Herren, och sin sclbS bcdc partycn, das sy vmb ircr willen, onch durch sridcnS willen die Sachen giltlich, sriMtlich,on zorn oder bc»veg»isicn fNrncmcn vnd handle» »voltcn, damit die Herren vnd onch er mit Glimpf vnd aller billikestdcstcr das in den fachen handle»», damit solich spcnn, die eben merklich vnd gros» »vcrcn, nach den» allerbesten hin vndcnwcg gclcit möchten werden ,c., mit mc »vorteil. Vff da« hat der Schultheis» von Bern in Namen gemeiner Eidgenossengcrcdt vnd bcgcrt den Adscheid, der zwlifchcn den partycn gemacht wcrc, zn verhören, da« onch also bcschach- Darusder Schultheis; von Bern den Fürsten vnd den Bünd»is;hcrrcn mit aller Bndcrtcnigkcit Dank feit ir Milg, Arbeit vndKosten, mit aller Erbietung daö zn verdienen »c. Vfs daö ist durch den Schnlthcisfcn von Bern crzall »vordcn, wiedaö loblich Huö von Sasoy vnd die andern Stetten in Sasoy vor guter Zit in srNntschast, btlndnisfcn vnd Bcrcn»u»ggewcsm" :c. ic. (Folgen dann die Vorträge der Parteien.) Die Tädingöhcrrcn baten Bern, feine Klagen artikcüveisezn stellen, waö von Bern und auch vonFrciburg und Wallis geschah. (S. die Artikel bei Schilling, Burgundcrkncgc-)Tag« darauf (8. August) wurde über die Artikel verhandelt; ans Verwendung dcö AdmiralS sagten die Eidgenossen d»eRückgabe der Waadt mit Vorbehalt von Mnrtcn »c. an den jungen Herzog gegen Bezahlung einer Geldsumme » szu.Zum letzten nach mangcrlcy Handlung »vard cS doran bracht, das» die Eydgnossen mit Rat Ir Gewandte»Artikel angeben, do by si bclibcn »voltcn vnd die vmb kein Sach cndcrn, als onch bcschach; die onch von den SawY^vssgcnomen sind, wclichc Artikel clcrlich in dem Adscheid begrissen sind, vnd damit die Sachen gcricht nach Inhalt de«Adscheids in dem Namen Gottes, der v»S vcrlihcn »vcll in discr Zyt sridcn vnd gnad vnd nach discm da« ewig leben-

Zu l». Knebel a. a. O>:Item vff Nicntag nntv 7'ranosijzurationi» lsl,ri»ti (ü. August) ist die längst^botschast kommen gen Fribnrg: der Amiral, der President von Tholoscn mit sammt andern trcfsenlichcn pcrso»»>"-Lt><> Bogenschützen, die die Gesandtschaft begleiteten, schickte sie nach Pctcrlingcn zurück, einen Rcisigcnzng vonGlcncn hatte sie in Genf, den Rest ihrer Begleitung im Dclsinat gelastet». Der französischen Botschast ritten c»»lgegen: der Herzog von Lothringen, der Bischof von Grcnoblc, die Boten aller Fürsten und Städte und der Eidgenosse»Boten, die in Freibnrg waren. An demselben Tage langte der Bischof von Gens mit seinen Prälaten, Gelehrt'Ritter», Knechten »c. mit 8«) Pferden in Freibnrg an. Ans Sixti («. August) eröffnete die französische Gesandst^ihren Befehl vom König.

Zu diesem Artikel ist die daraus erfolgte lnccrnische Instruction bcn,crkcnSwcrth:

l 476, Montag poick (!rueis (1K. September) geben Schultheis; und Rath von Lnccrn ihrem Gesandte» Eadporvon Hcrtcnstci», Ritter, Altschulthcis», ihre Instruction aus die französischen Anbringen des Tages von» Sb. Iu>> l'^IL. August z» Freibnrg: 1. Bezüglich der Abscndnng einer Botschast an den König stimme» sie bei, wollendas; dieselbe sich genau an die schriftliche Instruction halte. L. Ans das Verlangen des Königs, das; die Eidgcm'iu"versprechen sollen, von den» Kriege gegen Burgund nicht abzulassen, bis der Herzog ganz vertrieben sc», antworLnccrn:Vermeynen »vir, solichc inntung vnd bcgcren vnzimlich sin, »vann »vir den gcwalt nit Ii» vnsern Händen bade» ,sundcr alle ding an Gott stand, der den sig vnd da« glttk vom Himel sendet. Darnmbc so ist vnser aistwV' ^sink« halb : Wir wöllcn noch können solich vcrschriben oder versprechen nit tun, dann c« vnS nit zimlich »och gep^' ^ist. W>» haben aber bitzhar mit GottcS Hilst gegen dem Hcrtzogcn von Burgund sürgenomcn vnd gehandlet, sodas wir Inn zum dritten male v« dem veldc geslagen, vnd wo der tüng sonst darzn getan hctte oder noch sürba« tnn(wurde), wnrdc er dcstcr ec vcrtribcn vnd wir bester ec geneigter, abermals etwas zctnndt, dann die fache" v'»S snst Z"swcr vnd vnd kostlich sind." .'!. Aus das Begehren dcö Königs, das; die Eidgenossen Gens besetze» möchten, a»,two»>eiLuccrn: Da der Bischof und Gras von Gens Herr der Stadt, der junge Herzog vom König in Schirm gcnon""«' ""dder Bischof Gubcrnator der Lande, darin Gens gelegen, sei, gezieme sich uns nicht, dort Gcwalt zu brauchen oder etwa»