Juni 1475.
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BaSlcr-OfsnungSbiich V. 1Z5.: Auf Donstag vor St. Johann Baptist-Tag zu Grandson „von gcincincnHerren tcyl daran habende mit qcwalt, all fachen der schloffen halb zn beschließende". — Ans diese Verhandlungenbezieht sich auch daS Lncerncr RathSbuch V. 0. 405,. 1475., 12. Juli (Mittwoch vor Margarethe): „Alsvnser citgnosscn von Bern in discm mcycn mit den vnscrn für Granson, Orbcn vnd Jonye gezogen sind vnd die mitder Hilsf Gottes erobert haben, sind die vj Ort Zürich, Vre, Switz, Vndcrwaldcn, Zug vnd Glarus hie Heimenblibcn vnd nit zu vnS In vcld körnen vber dz man Inen die fach verkündet vnd gar früntlich gcschribcn hat, vnd habenddie selben vj ort dazcmal vnd siderhar on die von Bern vnd vns tag geleistet vnd sich heimlich vnderrctt, so vcrre dzvnö dz vcrtrosscn hat ond wir sy darumb zn Worten geflossen vnd bcgcrt haben, vnS zccrkcnncn ze geben, wz solich irheimlich tagen sye. Da hant sy vnS gcantwurt, es syc war, sy haben sich dazemal geeint, dz der vj orten dhcins ondz ander vnS nach zicchen solte; ob aber dhein ort sich fürschiessen vnd cnwcg zicchcn wöltc, dz solt cö doch vorhin denandern verkünden. Witcr habend sy dhein vcreinung gemacht, noch diS by cidcn oder cren nit gelopt oder cinandcrnversprochen, ^vtuin anno oto. i.xxv^."
Orbe und Jougne. T« Juni (Montag nach St. Johann Baptist).
Archiv Svlothiir»! Nbschledctand, ü. g.
«. Zu Orbc ist der Gerichte wegen dasselbe geordnet und den Bürgern und der Gemeinde vor-gehalten worden, wie zu Grandson; zu Jougne ist daö Bannen und Appelliren abgethan. Die Burgererklärten, sie hoffen wohl bei ihren Freiheiten zu bleiben, doch wollen sie unserm Begehren „gehörig sin".Dagegen sei jederzeit ein Landvogt zu Orbe gewesen, an den man appclliren tonnte; nun sei die Land-vogtei zu Grandson, daS sei wider ihre Freiheiten. Darauf wird ihnen geantwortet, der Vogt zu Orbcsoll ihr Landvogt heißen und sein, an denselben mögen sie appelliren lind dcö VogtS von Grandson ent-laden sein; damit bleiben sie bei ihrer Freiheit, wie daS ihnen zugesagt worden sei. I». „Item deSbannenS wegen, ob einer etwas vcrlur, darumb er sölt mögen bannen, ist gcantwurt, wer etwas vcrlürt,oder Im in sinen gutern schaden geschieht, so ferr er daS weiß, mag er vor dem Vogt vmb freffel für ncmcnvnd darumb nit bannen. Aber verlur einer ützit, do er mit weist, mag er wol bannen." O. Ein „tcchen"(Decan) hat Gewalt, in einer gewissen „rister" kraft Erlaubnis! deS BiSthumS von Lausanne die Leuteum Schulden und Anderes zu bannen. In dieser Beziehung wurde Erläuterung begehrt. „Ist Inengcantwurt: WaS die geistlichkeit antreff, Esachen vnd deS geliehen, mögen sy als vor beuchen, aber vmbschuld söllent sy die deyg Herrschaften Granson, Orbe vnd Jungii ganz vnbekümbcrt lassen. Ob aberander Stett vnd Herrschaften in der rifier als obstat begriffen sigcnt, so vnS nit zu versprechen standen,dwil denn der selb zugang der Statt Orbun vnd den bürgern zu nutz dienen, haben die botten solichIr begeren zugelassen." «I. Die Räthe von Orbc haben weiter begehrt, daß die Gerichtsleute durchdie Herrschaft besoldet werden sotten. Da nach ihrer Eröffnung ieweilen der verlierende Theil 3 Großbezahlen muß, so haben die Boten bewilligt, daß dieses Geld in eine Büchse gelegt und vierteljährlichdurch den Vogt unter die Gerichtsleute auSgcthcilt werden soll, bis auf Widerruf der fünf Städte, allenandern Bußen der Obrigkeit unvorgegriffcn. Peter Steiger ist Landschreiber, er ist vormals in Eidgenommen und ihm befohlen worden, seinem Amte nachzugehen. Die fünf Städte sollen ihm einen Lohnbestimmen, lsi 2n Betreff eines LandvogtS zu Orbe ist abgeredet, daß, so lange die Städte ihcc Haupt-leute und Söldner daselbst haben, die Vogtei dem Hauptmann übertragen sein soll; spätei mag dann
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