532 Mär, 1475.
Zu r. Die Sache dcS CaSpar Koller zog sich noch lange hin: Lnccrncr RathSbnch V. U. 412: INkittwoch vor Catharinc (22. 'November) erschienen dic Bevollmächtigten des Herzogs von Oesterreich gegen CaöparKoller vor dem Rath zn Luccrn vor Recht. Caspar Koller klagt, er sei eines Mordes angeklagt »nd beschall, voadem Seinen vertrieben, er begehre Entschädigung und dasi er um andere Ansprachen dem Fürsten nicht zu antworte»habe, bis er um dieses Stück zufrieden gestellt sei. HanS Zehndcr, Hnbmcister zu Fcldkirch, des Herzogs Bob.verlangt, vor Allem sollen die Parteien ihre Anlaschricfc ans u»ö (Luccrn) stellen, nachdem dic Sache von de» Cid«genossen „suS" vcrtädingt ist und sie vor unö zu Recht kommen wollen. — 147«!, Dienstag nach Oirvumoisim""(2. Januar). (Staatsarchiv Lucern, Allgemeine Abschiede kl. 11!!.) Caöpar Koller, jetzt Landmann zu Unül'waldcn, klagt ans einen durch dic Eidgenossen vermittelten Anlas, hin gegen Herzog Sigmund von Oeftcrrc"?Folgendes ein: 1. In der Zeit der Zwietracht, dic darüber entstanden, das, Herzog Sigmund sich dcö BiSll>>""^Brixcn wider den heiligen Stuhl annahm, war Caspar Koller des seligen CardinalbischosS von Brstcnnachdem diese Irrung gerichtet, lag er in dem Lande dcS Herrn von Görz, wnrdc da unabgcsagt durch Lc»"'Herzogs Sigmund aufgehoben, in's Gefängnis, geworfen, gemartert und nach Lange», zu Bcrlassnng der herzogt'"!Lande genöthigt. 2. Nach einiger Zeit lies, ihn der Herzog nach Innsbruck kommen und hob alle« gcgc"Geschehene auf. 3. Da der heilige Bater dic Eidgenossen und andere Fürsten, Herren und Städte gcgc» .Sigmund aufforderte, ward Caspar Koller, weil Niemanden mit Dienst verpflichtet, Diener des heilige»und bekriegte den Herzog; dieser ließ ihn als Mörder und Räuber verrufen, sing einige seiner Knechte und "chsie, entwerte ihn des Seinen, ließ ihn selbst durch den Herrn von Kräycn als Mörder sangen und vorstellen, vermochte aber dic Klage nicht anstecht zu halten. 4. Nachher suchte er ihn meuchlings ermorden z»5. Nachher hat er ihm auch all sein Gut in des Herrn von Görz Landen „verschlagen". 6. Hat er an ihm da«leit, daö er durch der Eidgenossen Vermittlung zu Neuenbürg gegeben, nicht gehalten. Um alle diese StückeCaspar Koller von Herzog Sigmund und den Seinen Entschädigung. Diese von Rudolf Zimmermann, ^zu Untcrwaldcn, ans Bitte Kollers gesiegelte Klageschrift übcrgicbt er dem HanS Zchcndcr, Hnbmcister zu ist ^ ^zu des Herzogs Hände». — Ucbcr diese Sache, welche laut Compromist vor dem Schultheis,cn »nd Kleine» ^ ^Luccrn zu verhandeln war, finden sich zahlreiche, sehr weitläufige Rcchtsschristcn und KundschastSbricsc imarchiv Luccrn (Acten Untcrwaldcn), so Caspar Kollers Nachrede 147«!, Montag »ach Invocmvit, (4. Mtlrj! " ^dem Siegel Johannes Zimmermann«, Landammann« zn Untcrwaldcn (25, Seiten); ferner desselben ÄntwoUde« Fürsten Klage vom gleichen Datum; de« Johannes Zehndcr, HnbmcistcrS zu Fcldkirch, Antwort imHerzog Sigmunds, ck. »l. Sonntag.lulülnlo (5. Mai) 1476; KundschastSbricsc tc. ,c. ^ ^
Zu Dic Antwort von Bern an Kaiser Friedrich, ck. ä. 23. April 1475, steht ans dem deutsche"sivcnbuch 0. 43« abgedruckt bei Zcllwcgcr, Versuch über dic wahren Gründe de« burgimdischcnArchiv der schweizerischen geschichtsorschcndcn Gesellschaft V. 139. — Zn k und ,» vergleiche da« Schreiben de« l ^ ^Notars Urban von Chivron, savoyischcn Gesandten, an dic Herzogin, ck. >1. Bern 17. März, bei cko 6'"^ ^Uöpöaüvg ckou nmllluwnckvui'« inilittttti« l. 7V; auch ebenda S. «4 das Schreiben Appiano's an de»
Mailand über die Bemühungen der savoyischcn Gesandten in Luccrn. — Zn r und u. Ans dic Wcigcr""g
waldcns d,c Vere.ingung mit dem König von Frankreich zu besiegeln, beziehen sich mehrere Briese im Bcr »er .schen M.ss.ven nch <1. So S. 4.14- Bern an Lncern . 475., l.. ...... Marz). ^
Bcsicgelung beanstandet werde, da doch Bern zum Abschlusic bevollmächtigt worden und durch dic Weigerung
Ehre und seinem Siegel beeinträchtigt würde. Luccrn möge sich von 'Niemanden abmahnen lasten und de» v->"Mchrthcil besiegelten Brief hinter sich behalte», auch nicht zugeben, das, ein bereits angehängtes Siegelgenommen werde. S. 4(17 : Bern an Untcrwaldcn »ul, vo.lom clirw. Bewegliche Bitte, sich »ich«und andern Eidgenossen zu söndern; der beanstandete Artikel schliche die Befngniß der Eidgenossen "ich«Burgund Frieden zu machen, wenn cS ihnen füglich sei. S. 410: Bern an Ammann Heinzli «. o. >i- S-