März 1475.
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rathschlaqen und am Sonntag fflisericorstin, vierzehn Tage nach Ostern (9. April), wieder zu Lucernbei den savoyischen Boten sein, um ihnen völlige Antwort zu geben. I. Denen von Strafiburg schicktman die Copien, die der von Geroldseck gebracht hat, mit dem Bemerken, man werde ihm keine Antwortgeben, bis man ihre Meinung wisse. Auch dankt man ihnen flir ihre Nachrichten („ir nüwen mere")und läßt sie einigermaßen die Verhandlungen des Tages wissen, in. Auf die Mahnung des Kaisers,ihm unsere Hülfe gegen den Herzog von Burgund vor Neufi zu schicken, worüber Graf Hug von Mont-fort und Herr Trudpert von Staufen als kaiserliche Boten unsere Antwort erwartet haben, haben wirfolgendermaßen geantwortet: Wir seien auf Mahnung des heiligen Reichs in den Krieg gegen den Herzogvon Burgund gekommen und haben ihn in dem Zug, den wir sammt unfern Verbündeten gethan, der-maßen geschädigt, daß wir hoffen, die königliche Majestät sollte daran ein Genüge haben. Obschon wir nunhier gehorsam gewesen und dadurch zu großem Schaden und Kosten kommen, so wären wir doch bereit, auchder neuerlichen Mahnung zu entsprechen, wenn es möglich und der Weg nicht gar so weit wäre. Zudemkönnen wir gegenwärtig unser Land nicht unbewacht lassen, da uns täglich Warnungen kommen, daßalle lampartischen Fürsten, Herren und Städte, der Papst, der König von Neapel, die Herzoge vonMailand und von Savoyen sich rüsten, gegen deren Angriffe wir das heilige Reich und uns selbst inunserm Land täglich vertheidigen zu müssen erwarten. Ebenso erwarten wir täglich die Nachricht, daßdes heiligen Reiches Fürsten lind Städte, mit denen wir in Vereinigung stehen, von den Feinden über-zogen werden und wir diesen vertragsgemäß zuziehen müssen. Bei dieser Antwort hat man mit den kaiser-lichen Boten geredet, daß sie uns beim Kaiser im Besten verantworten und dahin arbeiten wollen, daßder Kaiser uns die Ablehnung nicht übel vermerke und uns des Zuges nach Neuß gütlich entlasse, inAnsehung, daß wir hier oben, indem wir unser Land vertheidigen, auch für das heilige Reich und dieInteressen deutscher Nation streiten. >». Da die von Unterwalden das Vcrkoinmniß mit dem Königvon Frankreich nicht siegeln wollen, so hat man sie noch heutzutage gebeten, selbes zu siegeln, wie siedas vormals zugesagt haben, und bis auf Ofterdienstag ihre Antwort nach Lucern zu geben, ob sie esthun wollen oder nicht. Am Ostermontag (27. März) sotten Lucern eine Votschaft zu Zug und Zürich einezu Glarus haben, um diese Orte zu bitten, sie möchten auf den Fall, daß Unterwalden durchaus nichtsiegeln wollte, doch ihrerseits mit den übrigen Orten siegeln. Wollen die von Unterwalden nicht siegeln,so soll man dann zu Lucern einen neuen Brief machen und selben in die andern Orte zum Siegelnschicken. Doch sotten am Donstaq zu Nacht aller Orte Boten wieder zu Lucern sein. «». Dem Bischofvon Basel wird geschrieben wegen der Gefangenen des Markgrafen, wenn dieselben Angehörige desMarkgrafen von Rötteln wären, so soll er sie unentgeltlich freilassen. D». Die fünf Punkte, welche dieBoten der Herzogin von Savopen angebracht haben: l. die Herzogin erbiete sich, in die Fußstapfen ihrerVorfahren einzutreten und, wenn es den Eidgenossen gefällig, mit ihnen ein Bündniß, eine Vereinigungoder ein Verständniß auf ewig oder auf eine Anzahl Jahre zu machen, damit die Angehörigen beiderTheile mit kaufen, verkaufen und allem andern Verkehr frei und unbekümmert zu einander wandelnund nicht wider einander sein mögen, wie darüber auf dem Tag zu Lucern weiter geredet werden soll;2. es seien einige Irrungen oder Späne zwischen ihr und Bern eingetreten, weßwegen die Boten vonSavoyen jetzt nach Bern gehen wollen, um zu versuchen, selbe beizulegen; gelinge das nicht, so wolledie Herzogin den Streit auf die sieben andern Orte der Eidgenossenschast zu Recht setzen und tlum, wasdiese billig finden werden. ckDie drei Übrigen Pnnkte fehlen. Vergleiche Abschied 785 «-)