Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
520
Einzelbild herunterladen
 

5Zs) December 1474.

vnd eyner von der Statt Strasburg Jnnamcn Jr vnd ander Stetten der vereynung, wie dauon gerat'slaqet ist, vollfertigt werden vff sant JohanStag euangelisten in den wihennacht virtagen schirrest künftigdes nachteö zu Strasburg an der Herberg zu sind, morndcß Jrem beselch nach stirer zu volfürn alS stgebärt." Dem Herzog von Lothringen soll eine Botschaft durch den Bischof von Straßburg »nHerzog Sigmund gesendet werden, damit man endlich vernehme, ob er der Vereinigung beitreten wooder nicht. Freitag nach Weihnachten (,1l). December) sollen die Voten sich zu Kestenholz treffen. I»- ^Glied der Vereinigung sott bei Folge der ConfiScation verbieten, daß durch sein Land dem Feinde KausmaMguter zugeführt werden. Doch soll dieser Beschluß, bevor er zur Vollziehung gebracht wird, noch aus^Tage, den die Eidgenossen halten werden, angebracht und besprochen werden. I. Derer wegen, die >"Vereinigung sitzen und doch nicht vermeinen, ihr gehorsam sein zu sollen, ist verabredet, daß 3>ed" ^seinem Orte trachten soll, dieselben zum Gehorsam und Mithalten zu bewegen, I«. Derer ^

innert dem Kreise der Vereinigung sitzen, aber gegenwärtig außer Landes reiten, ist angesehen, daß w ^särderhin verboten und nicht mehr gestattet werden soll. I. Der Münze wegen ist gerathschlag^'folgt: Einen Savoner-Blanken will man särderhin nicht höher nehmen und geben, als für 8 Dc>ein Savoyer-Fünferlein für 4 Denare, die Fünfer oder Kreuzer mit den zwei Köpfen, einen für 8 Deoder 2 für 7 Stebler. ES sollen die Städte Straßburg und Basel die silbernen und goldenenaufsetzen und ihren Befund auf nächstem Tag anbringen, damit man darüber rathschlage. Die We't ^der Blanken mit den Schwertern wird verschoben. i»i. Fernere bloß summarisch bemerkte ^lungSgegenstände: WaS uns der Städte am Rhein wegen begegnet ist. DcS Raubs wegen, der ^Markgrafen von Baden geschehen ist. DeS Anschlags wegen für den Hccrzug. Der laufendenwegen. Den Tag zu Lucern Dienstags nach dem eingehenden Jahr (.1. Januar 1475) soll man bei» ^um über diese Sachen zu reden. Was der Bote von Frankreich gebracht und was man daraus qeantw^hat. Der Kundschaften wegen. Derer von Hallwyl wegen. DeS Kaisers Brief an die Eidge>wi>^

Zu n. Da« Bcrncr-Ercmplar enthalt, S. 38, ein Verzeichnis; der Gefangenen (38 Vurgnnder undparier) und deren Schahung, anch den Beschluß:von difhin in dem fcharmichlen nach gcfccht, wa cS w»)t"keine, dchcinen gefangen zc »eine»." Vergleiche Knebel'« Chronik I. 103, welcher da« Datum de« Tage« a«i 'Tage nach Lucic" (17. December) angicbt.

770

Luccrn. 1474, IZD. December (Montag v°r Th°mc).

Staa»«<,r«»itv Vurern! kurernir ?Ibs<dI«d«, lt. Z9 d.

»»« Da zwischen Graf Otto von Sonncnberg und Doctor Ludwig von Freiberg Strcitigkeitcn ^ViSthum Constanz walten, ist man zu Rath geworden, unserm heiligen Vater dem Papste zuund ihn zu bitten, daß er diese wichtige Sache, wodurch daS ViSthum zu großem Schaden ko>" ^könnte, inmaßen bedenken wolle, daß das würdige Stift bei seinen Freiheiten und Herkomme»,es, wie andere deutsche BiSthümcr, vom Stuhl zu Rom erlangt habe, verbleibe; seine Heiligkeit mocdaher der Sache beförderlich und mit den mindesten Kosten AuStrag in diesem Sinne geben. >5""^wenn Graf Otto Fürdernißbricfe an den Herzog von Mailand begehrt, damit dieser ihn de"'empfehle, so will man ihm selbe geben, auch Empfehlungen an daS CardinalScollegium und an einzeln '