September 1474.
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bach Weib, damit durch sie weder Verrätherei noch anderer Schaden geschehe. Der Landvogt undMarschall von Oesterreich und die Boten anderer Fürsten und Städte, die zur neuen Vereinigung gehören,haben mit Darstellung der Vortheile, welche daraus erfolgen würden, begehrt, daß man einen Heerzug gegenden Herzog von Burgund vornehme. Man hat auf diesem Tage das Begehren in Berathung genommenund darauf jenen Boten geantwortet: „dz ye die eidgenossen als houptsecher den krieg nit meynent in dieHand zenemen, noch das zetunde schuldig sin, diewyl vnd doch der Herzog von Burgund vns nit, sunderden Hertzoq von Oesterrich angriffen hat, der billich als ein houbtsecher sich des krieqs anncme. Dochwie dann, wenn die Richtung zwüschent dem fürsten von Oesterrich vnd vns durch Inn vollzogen vndvffqericht wirt vnd die stett vnd der Schwartzwald swerent, werden wir denn füren ermant, waz danndie selbe Richtung vnd ouch die Vereinung Znnhaltet vnd vns bindet, dem wöllen wir als fromm, biderblüt nachkamen. Doch Hand der Eidgenossen Kotten fürer vff ein Hindersichbringen geratslaget vnd dasden vorgemelten der fürsten vnd Stetten Kotten ettlicher mas zu erkennen geben, vff meynunge, ob derfürst von Oesterreich den acht Orten 8000 Guldin an solichen .Heerzug ze stürc gebe vnd die Richtungvffrichte, so were doch der.Heerzug weger, denn dz man teglichs kriegs erwarten vnd füren müste. VndHand der eidgenossen Kotten sich daby vnderrett, wenn solicher Heerzug befchech, dz denn sy mit einander»zu Rat werden söllen, wz fy andern Iren puntgcnosscn von Rotwil, Schaffhusen, Sant Gallen, Appen-zell, Friburq vnd Solotorn von sollichem gelt schenken wöllen". Daneben wurde den Boten der Fürstenund Städte bemerkt, wenn auch die Eidgenossen zu Rath werden, diesen Heerzug zu thun, so sei deshalbnicht gemeint, daß sie ihre Söldner darnach stets im untern Lande haben wollen, um die niedere Ver-einigung gegen Burgund hüten und schirmen zu helfen. Die Fürsten und Städte der Vereinigung seienmannlich genug, um ihr Land und das Ihrige selbst zu bewahren.
Den gleichen Abschied, doch mit dem Datum Samstag nach dlativitati» Alario (10. September) und unvoll-ständiger, haben Staatsarchiv Liiccrn, Allgemeiner Abschicdcband 0. «5, Staatsarchiv Bern, Allgemeinereidgenössischer Abschicdcband ^V. 29, Staatsarchiv Zürich, Tschadische Sammlung I. 17. Nur bei cl und «liefern die angeführten Exemplare eine Vervollständigung; bei « werden Ucbcrgrifse der Lampartcr im Snndgan alsVeranlassung des beantragten HeerzngS angegeben.
Der Tag war von Bern angesetzt durch Ausschreiben von Montag »ach Bartholom«! (29. August). TagSvorher waren die französischen Boten daselbst angelangt. Staatsarchiv Bern, deutsches Missivcnbuch 0. 289.
Zu « und «>. Den Vollmachtbricf der französischen Gesandten (vonnö an Illosai« <lu ?aro lo« 'pours, lo«oconcl ^our st'^oust I'an <Io xraov 1474) siehe bei domminoa-I^ou^Ivt, T'rouvvs HI. 337: «lour avons(loon« et üonnonn par co» mvamos prosontv« ploin pouvoir, nutoritö, vammiaaion vt numclvmont, s^ivoial üofairv ouvorturv ab vntrvr vn parolva avoo oux sto la matiöro llvaaus-llito vt äv tairv prvnärv, avvorstor obeonelurv tvllva ob si »mplv» vonsvilvration» ob allianvva, gu'il» vvrront vstrv n kairo, o'vst k aoavoir st'ostroami« ü'amia ob vnnvmin (l'onnvmia au st'aielvr svvourir ob rvvnnelivr I'un I'autro vn toutv» czuorvllo», vn-svmlilv toutv» loa antro« nlliancvs vt vaniostvi-ation« guo vvux stvs äitvs ÜKno» vou<Iront ob gui soront all-viavv» vntrv oux — 60 jurvr pour ob au nom <Io noua Iva ilitv» vonkvllvration» vt allianov» vt taut 00 guopur oux svra sait, aooorllö, bvaoxsnv vt oonolu oto. vto.»
Zu K. Bern schreibt schon Dienstags und Mittwochs vor St. Verena (30. und 31. August) an den Marschall undLandvogt von Oesterreich, die königlich französischen Boten hätten letzten Sonntag die Briefe mit dem königlichenSiegel verschen nach Bern gebracht und werden nächsten Sonntag zu Lucern eintreffen; er möchte in Betracht der