September 1474.
beklagen, abzustehen. I. Die Herzogin von Savoyen hat ihre Räthe mit besiegelten Crcdenzbriefen vordie Boten gemeiner Eidgenossen geschickt, nämlich Herrn Antonius Champion, Präsidenten zu „Boemont'(Piemont), Petermann Pavillard, Schultheißen zu Freiburq, Humbert Seriat, Herrn zu Combremont,Johann de Ponte, Rentmeister von Savoyen, um einen Versuch zu machen, die Zwistigkeiten zwüchendem Herzog von Burgund und uns Allen zu vermitteln. Man hat ihnen gedankt, dabei ihnen aberernstlich zu verstehen gegeben, wie sehr es uns verdrossen habe, daß die Herzogin bisher die Lampartecdurch ihr Land zum Herzog von Burgund habe ziehen lassen, mit dem Begehren, das sürderhin »>chlmehr zu gestatten. Die savoyischen Räthe haben sich des glimpflichsten entschuldigt, eö sei nun seit langerZeit Niemand mehr diesen Weg gezogen; auch habe die Herzogin lange Zeit nicht gewußt, daß «vir mitdem Herzog von Burgund in Krieg stehen. Da nun Savoyen mit der Stadt Bern in einem ewigenBündniß sei, das die Herzogin, so Gott wolle, redlich halten werde, und sie nun der Eidgenossen Willenverstehe, auch ihnen ihre Gnade und Gunst erzeigen wolle, so werde sie Vorsorgen, daß von nun an Niemandmehr durch ihre Lande gegen uns oder unsere Bundesgenossen ziehe. Dazu wolle sie mit den Ihrigen Lc>und Gut zu uns setzen wider den Herzog von Burgund und Andere und nicht wider uns sein. Dasthaben der Eidgenossen Boten gedankt und dabei geantwortet: „Wir wellen vns der antwurt halten->»>. Beide Grafen von Sonnenberq, die jungen, haben uns Allen freundlich gedankt, daß wir ihnenVersöhnung mit dem Fürsten von Oesterreich geholfen haben. Sie haben sich gleichzeitig erboten, 'allen den Ihrigen Leib und Gut als fromme Biederleute zu uns zu setzen, i». Da Bern 500nach Mümpelgard geschickt und sehr darauf gedrungen hat, diese Stadt in die Vereinigung auszunehmen,soll man auf dem Tag zu Lucern auf dieses dreimal wiederholte Anbringen antworten. «». Auf Freiwllnach deS heiligen Kreuzes Tag ^xaltotinni«, (lv. September) sollen aller Orte Boten wegen der g^nannten Gegenstände mit Vollmacht versehen wieder zu Lucern sein. Auf ebendemselben Tag soll >nandann auch über die Zelger'sche Ehesache verhandein und sich nach Stans verfügen, um zu helfen,die Sache zu gutem Ende gebracht »verde. >». Rothweil und Schaffhausen haben auf diescin Tagemeldet, daß sie gerüstet seien, uns mit Leib und Gut, »vo das nothwcndig »verde, zuzuziehen. ^etwelche Zwietracht waltet zwischen Graf Eberharden von Württemberg und denen von Rothweil, W "man beschlossen, wenn die von Rothweil Tag setzen, so sollen die Orte, welche sie darum ansucht,gemeiner Eidgenossen Kosten ihre Boten nach Rothweil und zum Grafen Eberhard senden. ^Markgraf von Rötteln hat gemeldet, er »volle bei den Eidgenossen bleiben, obschon sein Sohn beimvon Burgund sei. Letzteres sei nicht ohne Ursache, denn er habe in Burgund eben auch viel zuer habe das mit Rath derer von Bern und Solothurn gethan. n. Heimbringen das Anbringe" ^königlichen (französischen) Botschaft, der Kaiser »volle mit dem König ein Bündniß machen; daö wolltKönig nicht thun ohne der Eidgenossen Rath und Willen und jedenfalls werde er sie vorbehalten. ^
Vogt von Baden soll den Schreibern von Lucern 4 Gulden und dem Unterschreibcr l Gulden ge e„von abscheiden wegen". «. Jeder Bote hat eine Abschrift deö Verkommnisses der Miethen undkungen wegen; die soll man heimbringen und aus dem Tag zu Lucern darüber antworten, damit die W'0aufgerichtet werden, v. Da der von Gilgenberg beim Herzog von Burgund ist, sein Weib dag^'hier oben im Lande, so sollen die von Solothurn das Schloß Gilgenberg besetzen, bis die Eidge'wmzu Rath werden, was mit demselben zu thun sei oder wer dazu Recht habe. Sic sollen auch der S""weiter nicht mehr Aufenthalt geben, noch sie im Lande bleiben lassen; ebensowenig Stephans von H"^'