474 Februar und März 1474.
Eidgenossen und der Niedern Vereinigung und ein Bündniß zwischen der letztern und Herzog Sigmund,auch über die Lösung der burgundischen Pfandschaft u. s. w. unter Vermittlung der Boten des Königsvon Frankreich, Ludwigs XI., Zost von Silinen, Propst zu Münster im Argau,. und Graf Hans vonEberstein. — Die Namen der eidgenössischen Boten siehe in der Urkunde «I.
Die Verhandlungen begannen wahrscheinlich schon im Januar (siehe oben Abschied 7III ck), ans Grundlage desam IL. August 1472 von Bischof Hermann von Constanz und dem Grasen Hau« von Ebcrstein gestellten u»d ^siegelten Entwurfs (s. ».Abschied K!>3). Die Artikel des nachsolgcndcn Entwurfs « stimmen mit jenem wörtlich Uscl'ein und die im Octobcr daraus wegen einer Differenz an den König abgesendeten österreichischen Boten berufe»aus den Entwurf des Bischofs Hermann und des Grafen von Edelstein. (!I,mvl, >louumvntn ^u»tiiava I-
263 : — »ljuomilümocium viulom coiioorcliu (?on«i,uiitit! oouooptu jior vz>i»ooznim ^oimtuiitinnoom vt ooniit»u>sto Llivrstvin «i^iiiutu olarv a»tvnüit.»
». Der „letzte" Abschied von Constanz (undatirt): ch
„Der lest abscheid zUi'Costenz, abqerett zwüschend Hertzoq Sigmunden von Oestersvnd den eitqnossen. n»
Ztem das hinfür beide teil vnd alle die Iren in Zr stett vnd lender zu einander sicher libs vqutö mit kouffen vnd verkouffen vnd andern getrüwen vnd vnschedlichen geschefftcn vffrechtlich,vnd redlich wandle« mögend vnd söllend, von yetwedrer partye in solichem fug vnqehmdert vnd ingetrüwlich vnd vngefarlich.
Item ob vnsers gnedigen Herrn von Oesterrich zugehörigen zu gemeiner Eitqnosschaft oder 2""zugewanten oder der Eitgnosschaft zugewantcn zu dem bcmelten vnserm gnedigen Herrn oder siner v"liehen gnaden von Oesterrich zugehörigen Zuspruch hetten oder fürer gcwunncn, darumb die psrgütlichen nit betragen werden möchten, dz der cleger sin widerpartye zu Recht vnd vstrag erfordern
vff den Bischoff zu Costenz oder die Statt daselbs, oder vff den bischoff zu Basel oder die stattdemnach dann die angesprochen partye dem cleger indrent dry monatz frist nach siner erfordrungs ^statt tun sol, also dz clag, antwurt, red vnd widerred vnd rechtsatz in solicher zit beschcch an ' ^Verzug. Vnd des sol der antwurtend teil, ob er darin sumig ivurde, dazu gehalten vnd zwungen n'^ ^by vorchtlichen penen sins libs vnd gutö durch sine Oberteil, die deö darzu mechtig ist, vngfarlich;die Spen antreffen erpvell, gelegne qüter vnd cleinfüg geltschulden, das soliche ansprüch berechtigt n't>^söllend in den geordneten geeichten, darin dieselben erpvell vnd güter gelegen sind. Vnd wz an der ^melten enden eim allweg gesprochen wird, daby sollen ouch allwcq bed teil bliben on appcliren vnd n'k" ^
Item vnd ob daselbs vmb fetz berttrt ansprach yeman voit dewedrer partye rechtlosob dz tuntlich wurde, dz der an der vorgeschrittenen vier enden eim sin Recht suchen möcht, wie dzgeschriben stat.
Ztem vnd ob hinfür der obgenant vnser gnediger Herr von Oesterrich zu den eitgnossen,lendern gemeinlich oder sunderlich, Zusprüch oder Stösse gewunne, dz er si denn ouch zu denvier Rechten eins zu Recht vnd vstrag, wie dz dauor begriffen ist, fürfordern mag, also daö ouchrechtlich vollendet werden sol. Vnd zu glicher wise vnd in dem fug, ob gemein eidqnossen oder st»' ^liehe oder ir Zugewandten zu vnserm gnedigen Herrn von Oesterrich Zusprüch gcwunncn wurden, d) ^in vorqeschribncr wise mit Recht ouch sürgenomen vnd da also berechtigt werden vnd zu end vnd vskomen söllend.