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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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4^4 December l47Z.

die Gefangenen auf Tröstung oder Eid loslasse. Ob, wenn sie das verweigern, man sie nach der BündeSage mahnen wolle, sott auf nächstem Tag berathen werden; ebenso waS man dem Herzog von Mallandauf sein Schreiben antworten wolle, f. Dem Herzog von Bayern, dem Pferde genommen worden sind,sott man derer von St. Gallen wegen schreiben. Die Boten, welche aus dem letzten Tage hier znLucern waren, sind auch dießmal da gewesen und haben den Spruch gethan zwischen Appenzell nndLütfried Mötteli nach Inhalt der Spruchbriefe. Ii. Des Gotteshauses Interlaken wegen. I.Wiß, Knecht der Kaufleute von Mecheln, erhält für seine Herren behufs ihrer Kaufmannschaft Geb'll-k. Herr Hemmann von Eptingen hat dem von Dießbach oder Scharnachthaleine Schrift" geschrieben.>. Basel hat die Copie eines Briefes von Colmar auf den Tag geschickt, wonach der Obervogt amSt. ThomaSabend letzterer Stadt einen Boten gesendet hätte mit dem Bericht, daß er mit l 5W Pferdsim Willerthal angekommen sei und da lagern wolle, und daß der Herzog von Burgund mit 5M)l) Pferde»,aber ohne Geschütz, ihm aus dem Fuße folge. »»». Der Bote von Bern hat angebracht, eS sollte de»Reichsstädten in Schwaben Tag angesetzt werden.

Das Zürcher-Exemplar datirt Mittwoch vor Thomc (15». December). Ii>n fehlen im Lnccrncr Abss»^und scheinen überhaupt dem unter k erwähnten später» Tage von« 22. December (St. Thomastag) anzugehören-Zu Der hier angeführte Spruchbrics zwischen Appenzell nnd Lütfried Mötteli findet sich abgedruckt bei ^wcgcr, Appenzeller Urkunden, Nro. 467 ll. ll. Luccrn 1473, Dienstag nach St. Lucientag (14. December). 'Boten werden darin genannt : von Zürich Cunrad Schwcnd; von Bern NiclauS von Scharnachthal, Ritter,fchnltheiß; von Lncern Heinrich von Hunwyl, Altschulthciß; von Uri Walthcr in der Gaste, Ammann! ^Schwyz Dietrich in der Halde», Altammann! von Untcrwalden Clans von Zuben; von Zug Heinrich 'Altammann; von Glarus Hans Tschudi.

7«?

Lucern. December (Miuwoch »aa, sanc, Th°ma«).

Ttaa»»ar«VIv Liicer»! bucerncr Abschiede, N. N.

Boten: Zürich. Cunrad Schwcnd. Bern. Bartholomäus Huber. Lucern. Heinrich von Hu»"'^'CaSpar von Hertenstein. Uri. Zacob Arnold. Schwyz. Ulrich Abyberg. Untcrwalden. Claus »sZuben. Zug. HanS Schnürener. GlaruS. Niemand,denn der Vogt Tschude, so vss dem ^tag gewessen ist, hatt von siner Herren vnd Obren wegen zugeseit, waS gemein eidgnossen old derder Kotten pff dissem tag tund old laussent, wellen sin Herren mit Inen ziechen vnd dz halten." ^thurn. N. Küffer.

». Aus diesem Tage haben die Boten den Herren des HanS Wiß, die auS Flandern sind, ein ,gegeben unter derer von Lucern Siegel, daß sie mit Leib und Gut sicher in der Eidgenossenschaftmögen, eS sei Krieg oder Frieden; doch wenn es zum Kriege komme, sollen sie unfern Feinden "> 'zuführen, waS zum Krieg gehört, wie Büchsen, Büchscnpulver, Armbrust u. s. w. Wenn daS lycllwiderrufen wird, so sollen sie darnach noch zwei Monate Zeit haben, um mit Leib und Gut sicher ^Lande zu kommen. I». Der Bote von Bern hat seine Herren entschuldigt des Gotteshauses Interim ^wegen und gemahnt, daß man den HanS Blum und die Freiheiten und Bullen, die er, der Bote,