December >47.'i.
465
sich habe, zu Recht halten möchte. Darauf hat der Bote von Unterwalden geantwortet: Seinen Herrensei die Sache leid, sie haben dem Blum ein Geleit gegeben; sobald das ausgelaufen, werden sie (ihn) Heipenaus dem Lande gehen oder daraus schwören. «». Heimbringen das Schreiben, das an den Herzog vonMailand in Antwort auf das Seiniqe ergangen ist, damit er seine Botschaft herausschickc, und wie manden Seinen Geleit gegeben hat, wie er den Unfern; nur denen von Schwyz hat er nicht Geleit gegeben.Man hat die von Schwyz aufgefordert, die Gefangenen auf Tröstung oder Eid loszulassen. Wenn sie dasnicht thun, soll Jedermann die Bunde vor sich nehmen und auf nächsten Tag antworten, ob man sie bun-desgemaß mahnen wolle. «I. Gemeiner Eidgenossen Boten, ausgenommen Zürich, haben denen von Baselzugesagt, die 899 Mann ihnen zuzuschicken um einen bescheidenen Sold, nämlich 5 Vaslerplappart täglichjedem Mann, nicht aber um die Speise, „nach dem wir vnbenügig sint". Die Boten von Bern bringenan, die Reichsstädte begehren eine Unterredung mit den Eidgenossen zu halten. Darauf ist Bern Gewaltgegeben, einen diepfälligen Tag anzusetzen; doch soll selber innert der Eidgenossenschaft gehalten werden.
Burg- und Landrecht des Bischofs Walther von Supersax und der Zehnden Sitten, Siders, Visp,Brieg und Gombs mit den drei Orten Lucern, Uri und Unterwalden, in Erneuerung des zwischen dengleichen drei Orten und einigen Zehnden des Landes Wallis im Zahr 1417 geschlossenen Burg undLandrechts.
Eine Originalurkunde dieses Burg- und Landrccht« findet sich in unser» Archiven nicht vor. Auch das Datumist nicht genau bekannt; die allgemeine Annahme jedoch seht dasselbe in daS Jahr 147g. Aach st« Hinging,llevvluppemvnt, st« I 'i»st6p«nstane« ,Iu Uaut-Vallai« im Archiv der schweizerischen geschichtforschcnden Gesellschaft Hl,132, Note KU, beginnen die in wallisischen Archiven aufbewahrten Copicn folgendermaßen: «.Ina bürgen«« ab «om-patriotal« ante plnre« »n»o« von«eriptum etpiratum per aligno« ex no«tri» ste Vullveio nst prenominata«noatro« anneo«, «eeunstnm tenor«m littvrarnm, «zum instv luerunt stntlv, ast anno« guinguaginta, ob ljuaniviu^jn« !«t,ust lmrgen«« >4, pigriotal« priu« p«r altum stoininuin eornmstem no«trorun> non tuerit eonlirniatuni,eonstat tarnen nolii«, guost lio« valst« kistvlitvr et nst »tilitatern et bonorem intvr arnbas parte» n«gne inostoe«t »»itatuni ot, ut «peramu«, in perpetnurn tali« arnieitia ip»i» »rnliabu» partibus importabit sruvtmn. l'lx«;uo aut^m ntilita» no«trv U««.I«»iv et Uatri« nolri» inenmbit proouransta, istvo re«ogno»«imu», no« prenomi»natu« Upi«evpn« per ba« Iitt«r»«, pro nolii« ob «rivvv«sor!bu« no«tri« in stivta Ueolesia, «NM «on«en«n, laustevt volnntate no«tri enpitnli, unavum no«tri» Patriot!« gaingno stesvnoruni st« Nestuno, st« Nirro, st« V«»pi»,st« Uriga «t st« iUonte Uei «uporiu« «t alii«, «i gui in Iii« rolni« unir! asseetarent, in noatra patria Vallosi!ooinmorantilm«, p«rp«tnum.ju« bürgen«« vt patriotals «um »iniei« no«tr!« st« I.ueern», Urania vt Unter»valsten evntraoi^mu« in liune inostum gui «eguitur, vto.» Es unterliegt einigem Zweifel, ob dieses Bttndniß zuförmlichem Abschlüsse gctoniincn oder ob es nicht vielmehr, wie das spätere des Bischofs Jost von Silincn und derzwei Zehndcn Lenk und Raron (Abschicdcsaminlnng Bd. III. 1. Seite .'>27) bloßes Projekt geblieben ist; denn nichtnur enthalten die Abschiede und Acten dieser Zeit keinerlei bezügliche Andcntnngen, sonder» cS hat sich auch weder inWallis, »och in den Archiven der drei Orte Lucern, Uri und Unterwalden bisher ein besiegeltes Original dieses ewigenBurg- und LandrcchtS von 1473, in den letztgenannten drei Archiven nicht einmal eine Abschrift davon, vorgefunden,während dagegen im Staatsarchiv Luccrn die beiden Originalbricse des Burg- und Landrccht« der drei Orte mit den
59