4?Z
2um 147l.
darumb daz sy das ouch wissent, won dise ovdnung in aller Eidqnosschaft allenthalben in allen stellen,emptern vnd vogtyen halten vnd qewall haben sol, denselben vngehorsamen Hein ze gebieten, st? zeuahcnvnd gehorsam ze machen, wie es dauor gelnttert ist, es sy im Ergow, Baden, Bremgartcn vnd Mel-lingen. Vnd zu Baden sol ein Vogt daselbs mit sampt der Statt Baden disen gemalt ouch hau vndeinander in der statt vnd graffschaft Baden helfen, daz dem also nachgegangen vnd gewerdt «verde.Deßglichen sollend vnser Eidqnossen von Soloturn, Viel, Friburg, darzu vnser Herr der Abte vnd Stattzu Sant Gallen, die von Appenhell, die Stell im Turgow, Schaffhusen, Dießenhofen vnd Stein indiser fach ouch sin vnd solhen gemalt ouch han allenthalben in ircn landen vnd gedielten. Vnd vmbdaz diß bester vestenclicher gehalten «verde vnd nit vergessen, so sol man dise ordnung in allen orten vorden gemeinden offenlich lesen, damit sich yderman darnach misse zu richten." »». Auf Sonntag nachSt. Ulrichstag (7. Zuli) sollen Zürich und Luccrn ihre Boten zu Bremgarten haben dcS Fallbaumes inder Reuß wegen. Der Stöße wegen zwischen Zürich und der Grafschaft Baden bei Bremgartensoll man Tag setzen und rechten nach Vorschrift der Bünde. Zusätzer der Eidgenossen sind AmmaNNHeinzli und Schiffmann. i». Ueber Gugelberg's und Zörg Weibel's Verantwortung des Geldes wegenwill man auf dem Tag zu Lucern entscheiden. Zu Lucern soll man antworten, wie man die Sachenzwischen denen von Zürich und denen von Schwyz vornehmen «volle. 4. Die Sache Hans von Fr>e-dingen's wegen soll «nan heimbringen und zu Lucern und Bern die bezüglichen Schriften und Urtheilesuchen und dann zu Lucern Antwort geben. ,i. Der Bote von Zürich soll ai« seine Herren bringe«,was des Gefangenen halb, den sie denen von Schwyz gefangen haben, gesprochen worden ist. DewHartmann vom Stein will man eine Empfehlung geben an alle drei Fürsten oder an welchen er will-Hv. Des Castellans von Saanen wegen sollen die von Bern heimbringen, was die von Unterwalde«geantwortet haben.
Zu a. Urkunde <1. >l. Baden, 147t, Mittwoch »ach tZorzinrio Ollristä fl!>. Juni) unter dem Siegel Ha«6Heinzli's, Ammanns von Obwalden: Gemeiner Eidgenossen Boten zu Baden versammelt thnn knnd, daß vor sie ist"kommen der .König, der Schultheiß, die Meister und Gesellen des KeßlcrhaudwcrkS der Städte Zürich, Lnccr»,und dcö AmtS daselbst, Brugg, Mellingen, Brcmgarten, Baden, Snrscc und Williöan und in den HerrschaftenGauen zwischen diesen Städten, die zu demselben Tag gehören, den sie nach Sitte und Gewohnheit ihre« HandN'"^zu Baden gehalten, mit der Klage, daß in gemeiner Eidgenossen Acmtern, Twingen und Gebieten etliche Geselle«Handwerks mit falscher Vorgabe, daß sie ihre Freunde und Knechte seien und in ihre Gesellschaft gehörten, «»»h^gehen und biedere Leute mit Keßlerarbcit und Tausch betrugen und dadurch der Gesellschaft Unglimpf zuziehen; dah^bitten sie, man möchte ihnen erlauben, solche im Bctrctungöfallc gefangen zu nehmen und den Amtleuten dergenossen zur Bestrafung zu überliefern. Das wird ihnen urkundlich bewilligt; alle Amtleute «verde» aufgcfocd^-hiezu Vorschub zu leisten.
Pergamentene Urkunde mit anhangendem Siegel Im Stadtarchiv Lucer».
Zu «». Dieser Beschluß steht ohne speeiclle« Datum im Abschied, dam« aber unter dein Datum, „ZinstagVilsers Herrn FronlichnamStag" (Ift.Juiii), und mit Beifügung der Namen der Boten im Urbar der Grass^^Baden, nach welchem er hier abgedruckt ist.