Juni l47l.
dem Kündig reden, daß er keine Mailänder niederwerfe und ihm bedeuten, die Eidgenossen werden fürder-hin sich seiner Sache nicht mehr annehmen. Allenthalben soll man Acht bestellen auf solche, die innertoder außerhalb der Eidgenossenschaft des Herzogs von Mailand Leute angreifen, und eintretenden Fallssolche an Leib und Gut strafen. I'. Die von Glarus sollen ihre Botschaft im Oberland bei dem Vogtvon Freudenberg haben auf den Tag, der ihnen angezeigt werden wird. Kx. Rechnung: Hans unter derFlüb, Vogt in gemeiner Eidgenossen Aemtern, hat gerechnet: es gebührt den sechs Orten Zürich, Lucern,Scvwyz, Unterwalden, Zug und GlaruS iedcm 4li Pfund. Von dem Vogte im Oberland ist jedem derlieben Orte ,'ili Pfund geworden. Der Vogt von Thurgau ist 8>/z Gulden schuldig. Vom Geleit zuBremgarten erhält jedes Ort 2»/, Gulden, vom Vogt zu Baden 4!> Pfund, aus der Büchse von Lunk-hofen erhält jedes der sechs Orte 1 Pfund, vom Geleit bei den Bädern 4 Pfund, vom Geleit zu Mel-lingen <i Pfund 15 Schilling, vom Geleit und Zoll zu Baden jedes Ort 4l) Pfund. I». Heimbringender Stoße wegen zwischen denen von Appenzell und Lütfrid Mötteli. l. Auf Sanct Ulrichs Abend zuNacht Zuli) sotten der Eidgenossen Boten zu Lucern sein. It. Die von Zürich sotten sich im Thurgauunter der Hand „der heimlichen Nester wegen" erkundigen. I. Man soll freundlich schreiben derer vonUri und auch Amman« Wolleb's wegen, «i. Dießenhofen hat an seine Schuld jedem Orte 14 Guldengegeben, den Rest, 5 Gulden minder l Ort jedem der Orte, soll es auf dem Tag zu Lucern bezahlen.»». Den Keßlern soll man von gemeiner Eidgenossen Aemtern wegen einen Brief machen. «». „Ztemvff Zinstag nach vnsers Herrn Fronlichnamstag anno «te. vnd im ein vnd sibenzigiftcn Hand gemeinerEidqnossen botten, als sy zu Baden verfampt gewesen sind, Vereinbert, das allenthalben in allen ortenvnd darzu yglich ort in sinen gebieten vestenclich verbieten vnd verkomm sol, das nicmands, wer ersiqe, heimbsch oder frembde, die vnder inen wonend oder gesessen sind, an deheincn krieg louffe oderziehe, noch nieman vffwiggle one siner Herren wissen, willen vnd vrloub. Vnd welhe darüber hinwegziehent vnd sölh gebott übersehend, wenn die denothin begriffen werden, so sol man si an ircm lib vndgut straffen. Vnd ob darüber der Eidgnossen knechte oder die, so by Znen woncnt oder seßhaft sind,von welhcn orten die ioch werent, sich etwa besamptcn vnd in solh krieg enweg ziehen wölken, Zr weredenn vil oder wenig, in welheö ort, Stett oder Lender der Eidtgnosschaft denn dieselben ungehorsamenknecht komend vnd dadurch in solh krieg enweg ziehen wölken, so habent daz gemeiner Eidtqnosscn bottenmit vollem gewalt vnd cinhellenclich gerindert vnd durch nutz, lob vnd ere gemeiner Eidtgnoschaft an-gesehen vnd beschlossen, daz der selb ort, dahin dann dieselben ungehorsamen komment, ganz vollenqewalt vnd macht haben sollen von aller Eidqnossen wegen, dieselben knecht zu wenden vnd denen byiren eiden, die sy dann iren Herren vnd obern, dannan sy sind, gesworen Hand, gcbiettend vnd sy darzuhaltend, von stund wider hin zu ziehende vnd iren Herren gehorsam ze sind. Ob aber sy solher gebotnit gehorsam sin vnd meinen wölken, sy hetten solhs nit ze gebieten, so soll aber dasselb ort vollenqewalt haben, angendz zu Znen zu griffen vnd zu trengen, an heiligen zu sweren, daz sy von stund anwiderumb heim zu Iren Herren vnd obern zu keren vtid Zrer straff zu erwarten, von denen sy ouch dannone verhindern nach ircm verdienen gestrafft werden sollent. Vnd ob sy aber solhen cid nit tun wölken,so lol daz selb ort aber gewalt han, sy darumb ze türncn vnd gefangen zu legen, solang bis sy sölcheneide zetund gehorsam vnd gestrafft werdint. Vnd söllent alle örter der Eidgnosschaft biß also gegeneinander» onzerbrochenlich vnd ewenclich halten vnd einander» daby schirmen vnd beheben. Es sol ouchyglich ort biß also von stund an in all ir stett und empter, land vnd gebietten den sinen verkünden,