Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
414
Einzelbild herunterladen
 

414

August 1470.

Lucern Hans Feer, von Schwyz Dietrich in der Halden, von Gla ruS Heinrich Landolt, sprachen inder Minne Es soll inskünftig dem Abt und Gotteshause ab allen zu der Stadt Whl gehörenden Grund-stücken der Zehnt gegeben werden, ausgenommen ab Lienhard Schnider's Wiese und ab solchen Besitzungen,welche durch Briefe und Änsiegel die Zchntbefrciung zu erweisen vermöchten; dagegen soll der Abt denobgenannten RathSfreundcn und Burgern auf nächste Weihnachten 70 rheinische Gulden geben.

«««»

Tours. TS. September.

Staatsarchiv Bern.

Urkundliche Verbriefung des am 1.1. August zu Bern zwischen Frankreich und den acht Orten derEidgenossenschaft geschlossenen Vertrages durch König Ludwig Xl. in Gegenwart seiner Räthe; die Urkundeist mit unterzeichnet durch Thüring Fricker, Kanzler von Bern. Beilage 43.

Mittwoch vor Simons- und Judastag nachher (2 l. Octobcr) schreibt Bern an alle Orte:Verkünden wir üwecliebe, das unser allergnedigister Herr vnd cristenlichest fürst, der küng von Frankenrich, die bricsf vnd leiste verstellt-nusse, so dann wir gcmeinlich mit Im abgcrctt vnd zc verfolgen zugcseit Hand, mit sincm eigenen Kotten vcrsigeühcrust gcvcrtiget hat vlld bcgert, die von üch vnd uns ouch vsfzerichten. Vnd wenn nn die in keinen weg, denn w>ewir die alle gemcinlich gestelt, geuertiget vnd zugeseit Hand, gccndcrt vnd vns ouch ganz nit vergriffen noch schcdlichsind, so begeren wir an üwer liebe, mit ganzem früntlichem ernst bittende, Jr wellent die als ouch wir mit üwcrn 0»-sigeln vsfrichten vnd bcncstnen, damit der bott gefürdert vnd unser gemein zusagen nit gccndert oder verlöschen werde.

«i«R

T». Ssp4<^mbtr (Dienstag vor Sanct MichaclStag).

StaatSarcl)tv Bern.

Rudolf, Markgraf von Höchberg, Graf zu Neuenburg, Herr zu Röttelen und Suscnberg, vermitteltin Beisein seiner Räthe, des Herrn Franz von Villarser, Abts zu Erlach, Antons von'Colombier, Simonsvon Cleron, Conrads von Teß und Rudolfs von Vanieren, auch der Boten der Eidgenossen, als: von ZürichHeinrich Escher, von Freiburg Rudolf von Wippingen, von Solothurn Ulrich Bhso, von Murtt"Heinzmann Tschatt, und unter deren Mitwirkung zwischen Johannes, Bischof von Basel, und seinem Capit^einerseits, Schultheiß und Rath zu Bern andererseits, ein Verkommniß über ihre Spänne undHelligkeiten wegen der bischöflichen Gotteshausleute zu Ligerz, Twann, Tüschcrs und Alframe amzwischen Biel und Neuenstadt, der Gotteshausleute in der Grafschaft zu Nhdau, der Eigenleute Berü^zu Biel, Bözingen, Pieterlen und Reiben, der Märchen auf dem Bielersee, der Fischerordnung auf dem-selben zwischen Biel, Neuenstadt, Landeron, Erlach und Ligerz, des Zolls zu Lengnau, derer von Lai'dis-wyl, von Reiben, der Pfändung zu Bözingen, der Allmenden bei den, Untergang unter dem Buttenberg,des Hofgartens zu Nhdau u. s. w. Die Parteien geloben, den Vertrag zu halten.

Pergamentene Urkunde mit drei anhangenden Siegeln, de» Bischofs, de» «apitel» »nd der Stadt Bern.