März l4ti7.
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574I4«7, Marz.
'ittaatSarci^tv Bern.
Die Städte Bern und Frei bürg Urkunden, daß in dem zwischen ihnen geltenden Durgrechte,dessen Fortdauer mit Recht und Urtkeil bestätigt worden, der Vorbehalt der Herrschaft Oesterreich, anwelche Freiburq ehedem gehörte, nun für Savoyen gelten soll, wie man es übrigens seit Veränderungder Herrschaft verstanden, aber nicht durch ein schriftliches Document bekräftigt hatte.
„Wir die Schulthcissen, Mit, Bürgere vnd gemeinde bcydcr Stetten Bcrnn vnd Fribnrg in Occhtland, Tundkunt mengklichcm mit discm bricff: Als denn das ewig Burg Recht, so vnnscr Altvordern in vergangnen ^ zitcnzwiischcn Inen, vns bcydcn Stetten, vnd vnscrn ewigen »achkomcn angcschcn Hand, das sidcrhar mit Recht vnd vrtcilbestätigst worden ist, in cttlichcn punctcn vnd artickeln, ein Herschafft von s Ocstcrrich, daran wir obgcnantcn vonFribnrg vormals gehört gehcpt haben«, merklich begrifft vnd vf,scheidet, vnd sich aber dieselbe Herschafft von Ocstcrrichvnnscr obgcnantcn von Fribnrg halb an s vnnscr gnedigstcn Herschafft von Sanoy, daran wir »u gchörent, gccndcrthatt; da nn wir bcyd Stctt, in dem als wir nachmals in das vorgcmcldct vnnscr Bnrg Recht gctrcttcn, dcz wirouch ! mit Recht vnd vrtcil vndcrwist worden sint, scmlichS vnscrS Burg Recht?, friintschafft vnd samcntlichcr Ver-knüpfung halb zu bcydcr fit gemeint vnd nit anders verstanden habcnt, dann ^ das der durchltichtcnd vnd hochgcbornfürst vnd Herr, der Herzog von Sanoy, vnscr gnädiger Herr, in scmlichem Burg Recht vnd friintschafft in allwcg aneiner Herschafft von Ocstcrrich stat j vnd Wesen sin söllc, das aber zwitschent vnS mit bricffcn viid sigcln noch liitcrlütrct worden ist, als doch billich bcschicht. Sol mcngklich wüsten, das wir obgenamil Schultheis, Rat, ^ Burgerevnd die gemeinde beydcr Stetten Bcrnn vnd Fribnrg für vns, all die vnscrn vnd vnscr ewig nachkamen mit gutemRat vnd zitlicher vorbctrachtung hierüber gchcbt s sölichcr fachen aller halb gütlich vnd srüntlich vereinbart vnd dieerlütert habcnt, als hienach stat, dem ist also: Das der genante durchlüchtcnd fürst vnd Herr, der Hcrtzog von Sanoy,vnd j all sin ewig nachkamen Herzogen, beschere des HerhogtiiniS von Sanoy, in dem vorgcmcltc» viiserm Burg Rechtvnd fachen allen in all weg vnd nach aller verstcntnnstc an einer ^ Herschafft von Ocstcrrich statt syent vnd sin söllcntvnd dem also durch vnS vnd vnnser ewig nachkommen nachgangcn werden sol glichcr wist, als ob vnnscr gncdigcr Herrder Hcrvog f von Sanoy in viiserm Burg Recht an einer Herschafft von Ocstcrrich statt stünde vnd gcschribcn wcre,AllcS in guten trüwen vnd vngcnarlich, daby wir vnd vnscr nachkommen ^ cwiklich beliben vnd dem »achgan söllcntvnd wellent by vnscrn Ercn an Intrag vnd Widerrede. Bnd dcz zc Brknnd, warer vnd ewiger zügsamy habend wirobgenanten f Schultheis,cn, Rätt, Bürgere vnd die gemeinden zu Bcrnn vnd z» Fribnrg vnnscr Stetten Scerct In-stgelle lassen henckcn an diser bricucn zwcin gelich lntend. t^cben vnd bcschehcn j vff den, achtzrhcndcn tag dcS Mano-dcS Mcrycn, gczatt nach Cristi gcbnrt vicrychen hundert scchtzig vnd sibcn Iarc."
P«rgain,ni«nc Urkunde mil d«n anhanqrnden Girgeln »en Vrrn und ilrrlburg
575I4«7, »?». Marz.
Ttnat.arwiv Si»r».
Schultheiß, Rath, Bürger und ganze Gemeinde zu Frei bürg in Uechtland Urkunden, daß sie mitdem Vurgrechte, das sie mit der Stadt Bern haben, auch den Brief vom März 145,4, wodurch siesich insbesondere verpflichten, der Stadt Bern gegen alle welschen Herren Hälfe und Beistand zu leisten,