Juli l4<>>;.
329
vor, wir Kaden Bündnisse wider >kn gemacht in der Meinung, daß er gegen unö sein wolle. Sei demalso, so solle man diese Bündnisse abthun; denn der König sei ein gerechter Fürst, er wolle die Ver.ständniß halten und cö daran nicht ermangeln lassen, wenn nur unsere Herren derselben nachkommen;man soll ihm dessen wokl getrauen; er begehre Antwort. Darauf antworteten die beiden obqenanntenBoten von Bern! ,,Die Sach wurde sich lang verzicchen vnd versrchent wir vnö, die Sachen müftenan die eitgnossen wachsen. Vnd ob man ze ratt wurd, Im ze antwurten von des küngö wegen, woman In dann treffen wurde? Also hat er geantwurt: Solle er mit vnö reden, alö fründ mit ein andernredcnt sollent, vnd für sich selbö, das Im der küng nit emvfolhen Hab, Were dem küng etwaö an-gelegen gestn, mit den eitgnossen vßzetraqen zehand, so hette er den eitgnossen darumb geschriben vndIm in empfelhnuß geben, mit Inen dauon zeredend, daö aber nit beschechen syg, denn er vnsern Herrenvon Bern allein geschriben vnd Zm empfolhen mit Znen ze reden, darumb nit not syg in sim bedunken,die eitgnossen ze beruffen, denn die sach von vnsern Herren von Bern allein darkomen siq, die ouch zudem Hus von Sauoy verbunden stgent vnd die andern eydgnossen nit. Vnd diö red sigent allein ge-schechen von Herr Philippen von Sauoyö wegen ic. Vnd man funde In ze Muselburq diö nächsten»in wuchen."
Freitag »ach Matthäi (23. Zcptcnibcr) schreibt Bern an de» Marschall von Burgund, cö sei mit de» andernEidgenossen zu Rath geworden, eine Botschaft, die aus Tt. MichaclStag in Bern sich sammeln werde, an den Königvon Frankreich zu senden, mit Bcrnfung aus seine Eröffnung an die Bcrncrgcsandtc». (Ltaatoarchiv Bern,deutsches Missivcnbnch .4. 413.)
»SÄ
Vorn. ?<». ^ttit tDienstag »ach .tacobi).
Schultheiß und Rath zu Bern, alö von den Parteien angerufene Schiedrichter, urtheilen zwischenPctermann von Aaron, Freiherrn zu Toqgenburg, und den Länderp Sckwvz und Glaruö, daß die Leutevon Licktenfteig, im Thurthal u. s. w., welche vor Zeiten in der Kirche zu Wattwyl daö ewige Landrechtzu Schwyz und Glaruö geschworen, dasselbe nun auch verbriefen sollen, wie eö die im Niedern Amte undin der ltzrasfchast lltznach qethan haben, da icne nicht glaubten verbriefen zu müssen, daß sie den zweiLändern gehorsam sein wollen, wie die letztern.
Abgtdruitl bei Zsebudi U, k?8,
SS»
Jirkl). i?) ^znii (Donstag »ach Facob, dkb Niere» Zwölsboik» lag).
NrciDiv Nidwaid,n, lirkunden-Lopic.
Zwischen den Bürgern der Stadt Zug und dem äußern Amte, denen von Baar, Aegeri undvom Zugerberg, waltete Streit über die Wahl deö Schreiberö, indem die rrstcrn behaupteten, ihnenallein stehe die Wahl zu, die letzter« aber, die Wahl solle von beiden Theilcn gemeinsam geschehenund ebenso sollen auch beide Theile an seinen Lohn beitragen. Die Parteien hatten ihren Streitmehrmals vor die Boten der Eidgenossen gebracht, ohne daß ein gütliches Emvcrständniß erzielt
42