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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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Juni 1463.

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I-AEA, Juni (Zinstag vor Sant Johannstag zn Snnnwenden).

Tschudi! Chronik II. <i?7.

Zürich, Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Untcrwalden, Zug und Glarus Urkundeni DaHerzog Sigmund kürzlich dem Schultheißen und Rothe zu Dießenhofen vergönnt habe, Vogtci, Steuer,Zoll und das Schloß daselbst, das dem Truchseßen gehörte, von Werner von Zimmern um 6210 rheinischeGulden zu lösen, die Eidgenossen aber, bevor diese Lösung stattgesunden, mit dem Herzog in Krieggekommen seien und Dießenhofen zu ihren Händen gebracht haben mit aller Gerechtigkeit, die der Herzogdaselbst gehabt, worin auch iene Verpfändung begriffen sei, in Folge dessen Dießenhofcn ihnen nun ver-fallene 3000 Gulden zu geben schuldig gewesen wäre, so haben sie doch auf dringende Bitte diese Summeauf fünf Jahre anstehen lassen gegen einen jährlichen Zins von 150 rheinischen Gulden, der jeweilenauf die Jahrrechnung zu Baden, Sonntag nach imseres Herrn Fronleichnamstag, zu geben ist. Dabeiversprechen die acht Orte, wenn Dießenhofen um fragliche 3000 Gulden Hauptguts von Jemand andermangelangt würde, es von allem Kosten und Schaden zu ledigen und zu lösen.

Auch eine Abschrift im Archiv Nidwalden. Gegenbries von Dießenhofen als datumloses Concept im

Staatsarchiv Lucern.

5TZI4«S, >«. Juli.

Staatsarchiv Zürich Abschiede I. 2.

Aus Samstag den Iii. Tag Zulu Anno 1463 hat der Marschall von Burgundvon entpfelhenswegen des küngs von Franckenrich" an Thüring von Ringgoltingen und Niclaus von Dießbach folgendeArtikel gelangen lassen, damit sie selbe an ihre Herren von Bern berichten, und geschah solches zuBlamont! 1. Einen gewöhnlichen Gruß vom König. 2. Den Herren von Bern sei wohl in Erinnerung,was der Marschall von Burgund geredet habe, als er zu Bern gewesen. Darnach sei der Bischof vonBourges nach Bern gekommen und habe etwas mehr geredet, als ihm vom König befohlen war; dasmöge deßhalb geschehen sein, weil der Bischof ein lunger geistlicher Herr sei und vielleicht aus Furchtso geredet habe. 3. Der Marschall von Burgund habe sich mit dem Credenzbriefe des Königs nachBern verfügen wollen, da sei er durch Befehl des Herzogs von Burgund auf den 23. dieses Monatszur Versammlung der drei Stände von Burgund nach D6le beschieden worden; deßhalb bitte er dieHerren von Bern um Entschuldigung, daß er nicht zu ihnen gekommen sei. 4. Der König habe ihmaufgetragen, es gehe die ihm schmähliche Rede, daß in Bern und der Eidgenossenschaft das Volk rede,man wolle ihm entgegenziehen und ihn bekriegen, wenn er Miene mache, in das Land zu ziehen. Daskomme dem Könige fremd vor, da doch sein Vater, König Carl löblicher Gedächtnis, ein Verständniß fürsich und seine Nachkommen mit den Eidgenossen und ihren Nachkommen gemacht habe. Die Königevon Frankreich seien die christlichsten Könige und so würde er ungern wider seine oder seiner VorfahrenBriefe und Siegel bandeln und sei auch nie Willens gewesen, solches zu thun. Auch komme dem König