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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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Juni 1458.

wir mit demselben gesloß vnd der Statt Rapperswil nuzemal vnd dwilc j der fünftzig Jerig frid, den wir mit derHerschaft von Ocsterrich Hand, weret, nützit zu schaffen han, noch vns des anncmcn söilend noch wellend, es such denvnsren zu tund nit ^ gestatten, es were dann das ein Herrschaft von Oesterreich vns das selb gesloß guttes vnd eigenswillens zu fügen vnd zu komen lansscn; wölt das an Jemant geworben vnd ^ bricht werden, der sölte vnd möchte vnsalle darumb wol zu tagen berüffen vnd verkünden. Wcs wir dann alle oder der mertcil vnder vns darumb zu Nattwerdcnt, daby ^ sol es bcsta». Desglichcn wenn der fünftzig Jerig frid vs gatt, sol sich onch kein ort vnser der obge-nannten cidgnossen besunder ane vns, die andren örter alle gemeinlichen, j Üeappcrswil der vesti vnd statt vnderziechen,die nit In noch zu im nemcn, weder in tedings noch kricges wisc, noch den vnsren das zu tund gestatten weder durchir selbs j gewalt, noch von nicmant anders wogen. Dann ob vns obgcnanten eidgnosscn allen oder deheinem ortbesunder von Rapperswil wegen ützit fürer anligcn oder begegnen ^ wurde, darumb sollend vnd mögcnt wir, als diedenen söllichS begegnel vnd anlitt, tag ansetzen vnd verkünden. Da füllend vnd wellend wir förderlich zcsamcn vnd szu tagen komen vnd ze Natt werden, wie vnd was wir zu Rapperswil tun vnd damit schaffen wellind. Vnd was wirdann also mit einander» cinhelliclich oder der mcrteil ^ vnder vns zu Natt werdent, daby sol es bliben vnd dem nach-gangen werden getruwcnlich vnd vngcuarlich. Ob aber wir alle, noch der mertcil vnder vnS nach vsgang ^ des fridenözu Rapperswil nütz tun, noch damit zu schassen haben wölte», aber vnder vns deheinc drtt, zwcy oder ein ort gern zuRapperswil ützit thun vud sich des an- ^ nemen, möchtent sy wol tun ungeuarlich ane vnser, der andren, zorn. Dochso beheben wir vns selben onch Harum vor, ob wir hinfür, wenn das wer, miteinandcrn j cinhelliclich oder der mcrteilvnder vns ützit anders zu Natt wurdent, har Inn zu tun vud zu lau, das wir das onch wol nmgcnt tun. Vnd ver-sprechen! auch j also einandern, das wie obstat zu halten vnd zu -tund Inn vnd mit eraft dis briefss, daran wirobgcnanten ftctt vnd lcnder vnscrc Znsigel öfscnlich haben lanssen hcnckcn j vss Samstag vor sant Johans tag destouffers, als man zalt von Crifti gcburt viertzechen hundert fünftzig vnd acht Jar."

ES hangen einzig die Siegel von Zürich, Bern und Uri, die für Lucern, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glaru«bestimmten Pergamentstreifen sind leer und scheinen auch niemals mit Siegeln verschen gewesen zu sein.

TSV

I4Ä8, R8. Inn» (Sonntag vor Zohan» Baptist).

Staatsarchiv Lucern: Acten deutsches Reich.

Der Eidgenossen Boten von Städten und Ländern vermitteln einen Waffenstillstand zwischen Lucernund der Stadt Straßburg bis von Dato über ein Jahr, folgenden Inhalts: 1. Lucern behält inzwi-schen, waS eS denen von Straßburg abgenommen. 2. Die von Straßburg sollen sicher wandeln bisBasel, aber nicht von Basel aufwärts. 5. Wenn Lucerner in anderer Leute Kriege, wäre eS auch gegenStraßburg, liefen, so soll das den Stillstand nicht brechen. 4. Ebenso sollen auch die Lucerner bisBasel, aber nicht von Basel abwärts sicher wandeln. Inzwischen mögen beide Städte vor dem Mark-grafen Carl von Baden zu Basel einen gütlichen Tag leisten.

Am 8. September t45S senden die Räthe des Markgrafen Carl von Baden Lucern die vom Markgrafen be-siegelte Ausfertigung des obigen von den Eidgenossen vermittelten Waffenstillstandes. Siehe unten Abschied 465.