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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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282
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Marz I457.

Beikülfe der Boren von Zürich (Niclaus Brennwald, Seckelmeister), Lucern <HanS Bürkli) und Schwyz(Jtal Reding, Ammann, einige der ,knen zu rechtlicher Entscheidung überqebcnen Streitpunkte gütlichgerichtet und geschlichtet haben vor den bevollmächtigten Vertretern der Parteien, als von Seite des AbtSund EonvcntS den Herren Heinrich Schüchti, Pfleger, und Ulrich Rösch, Conventual, Heinrich Vogel vonGlarus, Vogt, und Johannes Hechinger, Schreiber; von Seite der Stadt St. Gallen dem gegenwärtigenBürgermeister Stoffel Wirth, Heinrich Zwick, Ulrich San), Vogt, und Cunrad Hör, Altburgermeister,l. Der Abt klagt, die Stadt St. Gallen nehme die GotteShauSleute in den Gerichten und auf den Höfendes Gotteshauses in ihr Burqrecht auf, sehe Hauptleute über sie, was dem Gotteshaus? zu großemSchaden an seinen Steuern, Ehrschahcn, Fallen, Faßnachthüknern und andern Rechten gereiche undwider alle Briese und Siegel gehe. Die Stadt St. Gallen behauptet dagegen, kraft ihrer Freiheitendas Recht und Herkommen zu haben, außerhalb der Letzinen und Friedkreise von Appenzell Leute, dieihres Schirmes und BurgrechtS bedürften, aufzunehmen und Hauptleutc über sie zu sehen. Darüberentscheidet Bern m,l Wissen und Willen der Parteien folgendermaßen^ St. Gallen möge fortan wiebisher Golteskauslcutc, welche innerhalb der vier Kreuze vor der Stadt wohnen, zu Bürgern annehmenund sie halten wie andere Burger, doch ohne des Gotteshauses Schaden. Ferner möge es auch alleund legliche GotteShauslcute, die auf des Gotteshauses Gütern oder in seinen Gerichten, Twingcn undBannen außerhalb der Märchen der Appenzeller sitzen, wohl in sein Burgrecht aufnehmen und Haupt-leuce über sie setzen, doch so, daß der Eid, den sie diesen schwören, dem Eide, den sie dem Abt undEonvenr schwören, nachgeben, allen Rechten der lctztcrn unschädlich sein und daß das Burqrecht der Leutedem Gotteshaus? an seinen Gerichten, Twingen, Bannen, Herrlichkeiten, Bußen :c. keinen Eintrag tbunsoll. Auch gegen die Ger,chtshöriqkcit in die Gerichte des Gotteshauses und gegen die Rechtskraft derdaselbst ergehenden Urtkeile soll die GotteShauSleute das Burqrecht mit der Stadt St. Gallen nichtschirmen: die letztere sott gegcntbeils dem Abte beholfen sein, die allfüllig in diesem Punkte Widerspanstigenoder in Entrichtung der schuldigen Leistungen Säumigen zum Gehorsam zu weisen. Wenn das Gottes-haus an Land oder Leuten angegriffen und beschädigt würde, so sollen die obgenannten GotteShauSleutedemselben sofort Hülfe leisten und daran durch die Stadt St. Gallen nicht gehindert werden. Wenndw Stadt St Gallen von den Eidgenossen und dann auch vorn GottcSlzause in Kriegen zu Hülse gemahntwird, so soll sie mit den Gotteshausleutcn, die ihre Bürger sind, in erster Linie den Eidgenossen Hülfetkun. Beschech aber, das das obgenant Gohhus vnsern eidgnossen hilf zu tunde des ersten crmantwurdcnt, alSdenn sollcnt >r gohbuslüt, welich ioch burger zu sant Gallen wercnt, vnsern eidgnossen nachir manunq reisen vnd zu willen werden."

St (wallen. 1457, »4. Mai.

St». i«iall»n.

M«t Hülfe, Zutbun und fleißiger Arbeit der Eidgenossen Boten, von Zürich Niclaus Brennwald'S,Seckelmeisterö, von Lucern Hans Bürkli'ü, von Schwvz Zlal Redinq's, AmmannS, vergleichen Thomascwn Speich'nqen, Stadtschreiber, und Peter Schöpfer, der ültrre, des RatbS von Bern, im Auftrag