242
Januar 1447.
gesendet, ebenso nach Ulm berichtet, die Eidgenossen seien ans der Straße. In Lindau haben sie die Briefe vidimirenlassen, die Hanptbricfe lasse man zu Lindau. Der Truchscß und ein Bote des Pfalzgrafen haben das Geleit nach Lindaugebracht. Morgens reise man oon Lindau nach Ravensburg ab. (Staatsarchiv Bern, alte Missivcll. 121.)
»RS.
Dchwyz. 1447, TZ. Januar (Montag vor sant Paulus bekehrde).
Staatsarchiv Luecrn: Allgemeine Abschiede, 1. 8t.
Es wird ein Tag angesetzt nach Lucern auf Montag über vierzehn Tage (6. Februar) wegen der50 Gulden, die dem von Hallwyl werden sollen. I». Jedes Ort, das Antheil an Grüningen hat, soll seinenTheil des angelegten Geldes geben, ansonst würde der Schaden auf die Säumigen gehen, e. Den Boten,die zu Ulm sind, soll man schreiben, daß sie die von Bertenschwyl gegen den von Hunwyl verantworten.«I. Heimbringen der Mühlensteine zu Grüningen wegen. «?. Ebenso der Reben und Güter wegen da-selbst. k. Da das früher zusammengelegte Geld (für die Verwaltung von Grüningen) aufgebraucht ist,so soll man eine neue Anlage machen. K. Ueber alles Vorstehende soll man auf dem angesetzten Tagzu Lucern Antwort geben. I». Glarus soll Samstag nach Unserer Frauen Tag zur Lichtmesse seineBotschaft zu Utznach bei dem Landtag haben, der gefangenen Leute wegen, die man da berechten will;der Vogt soll nach dem Nachrichter senden.
»I«
1!!m. 1447, T8. Juttnur (Samstag uach Pauli (lonvorsionis.)
Staatsarchiv Bern.
In Folge des durch den Pfalzgrafen Ludwig vermittelten Compromisses von Constanz, wonach dieEidgenossen dem Herzog Albrecht von wegen des ganzen Hauses Oesterreich, allen den Seinigen und dieihm zu versprechen stehen, auch dem Grafen Johann von Tengen zu Nellenburg, vor Burgermeisterund kleinem Rathe der Stadt Ulm zu Recht zu stehen hatten, erschien vor diesen auf Freitag vor(mnvoi-sionis kauli Graf Johann von Thierstein persönlich und begehrte, daß ihm in der PersonMeister Ulrich Riederers, Lehrers beider Rechte und Domherrn zu Augsburg, ein Fürsprecher vergönntwerden möchte, lim seine Klage gegen gemeine Eidgenossen anzubringen. Jin Namen gemeiner Eidgenossenwaren die gleichen Voten gegenwärtig, welche gegen Herzog Albrecht im Recht gestanden, nämlich vonBern Rudolf von Ringgoltingen, Peter Schopfer, Gilg Spillmann und Hans Blum; von LucevNHans von Wyl und Eglols Etterlin; von Solothurn Burkard Fröwis und Oswald Hasler; vonUri Claus zum Trog; von Schwyz: Jtal Reding, der süngere; von Untcrwalden Claus von Einwil;von Zug Hans Hüsler; von Glarus Jost Tschudi und Heinrich Vogel; von Appenzell HeinrichSchedler und Bilgeri Viller. Diese verlangten durch den ihnen auf ihr Begehren vergönnten Für-sprecher Rudolf von Ringgoltingen, daß die Klage des Grafen von Thierstein nicht angenommen werde,bis die Hauptsache, der Streit zwischen den Eidgenossen und dem Hause Oesterreich, entschieden sei, da