Zum 1446.
7. 1446, 5. Juni (vff dm heiligen Pfingsttag). Gemeiner Eidgenossen Rathsboten zu Constanz schreiben anSchwyz: „Vnscr früntlich :c. :c. Wir Hand dahar in disen fachen all tag vnscr aller bestes getan, ob es zu gutembracht mächt werden, und ist also leider zerschlagen. Doch gctruwen wir nach sölichem vnd wir in disen fachen gcrettvnd geantwurt Hand, dz wir, ob Gott wil, bester me glügks von dem almechtigcn Gott erfolgen soll. Vnd wie manvf dem leisten tag ze Lutzern von eins zogs wegen gerett vnd dz verlassen ward, ob biß fachen vff disem tag zerschlug,wie man denn den zog wölt für sich nemcn, also tund wir üch biß zu wüsten, dz Jr allenthalben vnsern Herren, denEidgnossen, sölichs fürderlich zc wüsten tund, dz Jr üch allenthalben wüssent darnach zu richten. Geben vnd besigeltvnder Rudolfs von Riuggoltingcn Jnsigcl von vnser aller wegen, vff den heiligen tag ze Pfingsten nach Vesper zitunno llonülli xtvz"." (Staatsarchiv Bern, alte Missive I.)
3. 1446, 7. Juni (Pfingstdieustag). Die Gesandten Berns in Eonstanz, Rudolf Hofmeister und Rudolf vonRiuggoltingcn, melden ihrem Rathe: Die Verhandlungen haben sich letzten Sonntag zerschlagen und sie habenMontags abreisen wollen; aber der Hoch- und Deutschmeister habe mit ihnen und den Boten von Solothurn undmit zwei Rathen des Pfalzgrafen die Verhandlung über die streitigen Punkte wieder angeknüpft, so daß nun die An-lässe mit Oesterreich und Zürich zu Stande gekommen seien und die Richtung auf Sonntag 'Illäuit-rtis nüchsthin an-gehen soll. Das sei allen Hauptleuten zu ihrem Verhalt berichtet worden. Man hoffe, daß nun auch der Anlaßzwischen Oesterreich, Basel und Rhcinfelden zu Stande kommen werde. (Ebendaselbst.)
Beggenried. 544«, T«. Juli (Mittwoch vor Jacobi).
Staatsarchiv Bern! Altes Misswenbuch I,
Lucern berichtet an Bern quinta ante lacoki, daß auf gestern (Mittwoch) die vier Waldstatte zuBogenried einen Tag geleistet haben „von fachen wegen, die nit notturftig sint üch zeschriben". Unterandern, hatten aber die Boten Lucern gebeten, Bern anzugehen, es möchte auf den Tag zu Kaiferstuhlden Schultheißen Rudolf Hofmeister, Heinrich von Bubenberg, Ulrich von Erlach und Rudolf vonR'Nggoltingen senden, da dieselben schon früher bei Behandlung der dort vorkommenden Geschäftegewesen feien.
»OS
Kaiserstuhl. 544«, T8. Juli — S«. August.
Staatsarchive Zürich und Bern.
Verhandlungen vor den Schiedmännern zwischen Zürich und den Eidgenossen. Zugesetzte derEidgenossen: Petermann Goldschmid von Lucern und Ztal Reding, der jüngere, von Schwyz; Zu-setzte Zürichs: Heinrich Effinger und Rudolf von Cham.
u. Einleitende Verhandlungen. Darüber liegt im Staatsarchiv Zürich folgender Bericht:
»Dis nachgeschriben ist vns von Zürich zu Keyserstul von den Eidgnossen vßwcndig des rechten mitWorten begegnet:
Ztem als wer vff Donstag nach Sant Zacobstag anno äomini luoecmxi.vj gen Keyserstul komm sint,laben wir^morndes vff den fritag an die Eidgnossen begert, die fach noch etwas zu verziehent, dennkür mer cstett boten wartent werint; das ist vns von Znen verfolget.
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