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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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Mai 144«.

Dazu Staatsarchiv Bern, alte Missive, Bd. I. 1416, 4. Mai: Ulrich van Erlach und seine Mit->abgeordneten melden aus Thun, welche Boten von jedem der eidgenössischen Orte, mit Ausnahme Zürichs, ange-kommen seien, um den Streit mit den Oberländern, namentlich denen von Aeschi und Jnterlaken, zu schlichten.

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Constanz. t44«, I«. Mai S. Juni.

Staatsarchive von Bern und Lucern.

Friedensverhandlungen zwischen den Eidgenossen einerseits, Zürich und Oesterreich anderer-seits unter Vermittlung des Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein, Herzogs in Bayern u. s. w., als derenErgebnis die drei Anlaßbriefe, sammtlich von: 9. Zum datirt, zwischen Zürich und den Eidgenossen,Oesterreich und den Eidgenossen, Bern und Freiburg in Uechtland Beilagen 21, 22, 23 undein Anlaßbrief zwischen Basel und Oesterreich (abgedruckt bei Tschudi II. 492) zu Stande kamen.

Vergleiche auch Tschudi II. 467 ff., Hcnnc's Klingcnberger-Chronik Seite 349. Uebcr den Gangder Verhandlungen geben übrigens folgende Actenstücke einigen Aufschluß:

1. 1446, 14. Mai (Samstag vor dem Sonntag Onntato). Bürgermeister und Rath der Stadt Constanzgeben den Boten gemeiner Eidgenossen, welche auf den am Montag nach Lautats (16. Mai) beginnenden, durch denPfalzgrafcn Ludwig vermittelten, gütlichen Tag zwischen Herzog Albrecht und den Eidgenossen kommen werden, ebensoden Boten von Savoyen und denen des Grafen Johann von Neuenbürg, die auf denselben Tag kommen, einenbesiegelten Geleitsbrirf. (Staatsarchiv Luccrn, Acten Zürichkrieg.)

2. 1446.Vff Sunnentag dautato nechstkünftig (15. Mai) ist ein Tag gesetzt gen Costenz der Herrschaft,den Eidgnossen vnd vns, ze nacht da zesindc. (Basel Offnungsbnch I. 254.)

3. 1446, 19. Mai (Donstag spät, llsoiiuauona, Nagi). Rudolf Hofmeister und Rudolf von Ringgöltingen,die Boten Berns auf dem Tag zu Constanz, berichten dem dortigen Rathe, daß sie letzten Sonntag (15. Mai) z»Constanz angelangt seien, ebenso die Boten Herzog Albrechts von Oesterreich und des Markgrafen von Baden. Mankönne aber über die Wahl von Schicdrichtern nicht einig werden, weßhalb zu befürchten stehe, daß die Unterhandlungfruchtlos sein werde. Man möchte sich daher vorsehen. (Staaatsarchiv Bern, alte Missive II. Nro. 4.)

4. 1446, 23. Mai (Montag vor Auffahrt). Die bernischcn Voten zu Constanz melden dem Rathe, erstgestern (22. Mai) seien Rede und Widerrede beschlossen worden. Da der bayerische Bote wieder heimgegangen undvon der Herrschaft Oesterreich Niemand anwesend sei, als zwei Doctores, so scheine der Tag resnltatlos verlaufenwollen; der Bischof von Basel sei darüber unzufrieden. (Staatsarchiv Bern, alte Missive II. 19.)

3. 1446, 24. Mai (Dienstag vor Ausfahrt). Die Gesandten Berns zu Constanz schreiben an den Rath!Die Verhandlung sei so weit gediehen, daß die Herrschaft den Eidgenossen vor dem Burgermeister und Rath einetder sechs vorgeschlagenen Reichsstädte, die Eidgenossen hinwiederum der Herrschaft vor dem Pfalzgrafen zu Rechtstehen wollen. Zwischen Zürich und den Eidgenossen soll bundesgemäßes Rcchtsverfahren eintreten, nur daß der Ob^mann aus einer Reichsstadt genommen werden soll. Man gehe jetzt mit der Abfassung eines Anlaßbricfcs um, dochmögen die Eidgenossen stets ans der Hut sein. (Staatsarchiv Bern, alte Missive.)

1446, 31. Mai (Pctronelle). Die Bcrncrgcsandtcn zu Constanz schreiben an ihren Rath: Oesterreichund Zürich machen so viele Umtriebe, daß die Verhandlungen sich wahrscheinlich zerschlagen werden; die Eidgenossesollen sich gefaßt machen, einem feindlichen Anfalle zuvorzukommen. (Staatsarchiv Bern, alte Missive.)