Mai 1444.
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Inen nie anders begert haben, dann Recht vmb Recht ze geben vnd zc nemen nach Ir vnd vnser gcsworncn piindc sag.Getruwcn wir itwer hochwirdigen fürstlichen gnaden, Ir verstandcnt vnd mcrkent wol, das vns von der Hcrschaftvngütlich beschäch. Nu kumpt vns für, si sagent, die von Zürich bietend groß Recht vff Herren vnd vff Stctt. Dasbekennen wir; vnser pünd Wisent aber, das vnser keins, Statt oder land, das ander, noch vnser keiner den andernmit dekeinen andern Rechten nit sol bekümbern noch fürnämen, dann mit dem Rechten, als vnser Pünd Wisent, darinvorbehalten allein eclich fachen vnd Wucher, das von Recht an geistlich gerächt gehört. Da verstat üwcr hochwirdigfürstlich gnad wol, nämen wir deHein ander recht mit Inen für, das wir wider eyd vnd Er tätind, das wir, ob Gottwil, niemer tun wellen, vns gange darnach, was Gott welle, dann vnser pund, eyd vnd Er fromklich vnd crlich haben,als vnser vordem jewelten getan hant. Ouch sagent si, Inen sie sölich Recht nach der pünden sag nit gemein, darinsi die warhcit sparcnt, als si oft in sechs oder siben Jaren getan Hand. Sol üwcr gnaden Müssen, das das Recht miteinem glichen zusatz zugat, also daß si zwen vß Ir statt darzu setzen mögen vnd wir alle ouch nur zwen vnd nit mer.Die vier swerent vff den Heiligen, ob sie in der Vrtcil stössig wurdent, das si dann ein frommen, biderben man erkiesensond in der eidgnosschafft, der sy by Ir gcsworncn Eyden dunkt beben partycn der glichist vnd gemeinst sin. Vcrstatüwer gnad wol, das si sölichs vnbillich yeman ze verstand geben, wann es nit also an Im selbs ist, als si fürgebend.Sy gebend ouch für, si habend in Ir alten blinden vorbehalten, das si sich wol mögend verbinden zu Herren vnd stctten,doch das sy allwcg die alten bünd vorbehaltind, das si in dein nnwcn pnnd ouch vorbehept hant. Da bekennen wir,das dz war ist. Aber wir mcyncn, das si sich nit zu der Herschaft von Oestcrrich nach gestalt vnser fachen verpindcnsöllen, mit dcra wir noch nie ganz verricht sint, als obstat. Darzu Hand si die kreiß der nüwen puntniß nit vil witerbegriffen, dann die eidgnossschaft, das vns billich vnlidenlich ist. Doch wie dem allem sye, so hetten wir Inen wolgönnen, wenn si ze Recht komm weren nach vnser Kunden sag, das si dann das vnd alles das, das Inen niöcht hilfflichgewesen sin, fürgwent hettent. Wer Inen dann bekant, das si es wol hetten mögen tun, so werind wir in Götz uamendaby beliben. Sy gebent ouch für, wir smächind kilchen, froivcn vnd die heiligen sacrament, das sich niemer findensoll. Dann si vnd wir einen gcsworncn versigelten bricff gcleit Hand, wie wir vns in kriegen halten sond, darin lnterstat, wer semlichs vndcr vns täte, das man den an lib vnd gut straffen sol. Das wir onch sölichs keinem, wie mcchtiger werc, yeman vbersächind, das sol, ob Gott wil, mit der warheit niemer von vns gefeit werden. Dann wa wir yedörffer verbrant Hand, da Hand wir kilchen beschirmt, so wir best kondent oder mochtent, das noch an kilchen vnd klösternschinber ist. Aber si schämend sich nit, wie dick si an luginen funden werden, als verlogen lüt, die weder cid noch Erhaltend, als üwcr gnaden wol an cttwe mengem stuk, davor gerürt, wol merken mag, vnd besunder das si Ir geswornenPünd verachtet vnd vbersehen hant. Wann si nu in dem nüwen bnnd Ir vnd vnser alten bnnd vorbehalten Hand vndwir vff dem testen tag zc Baden vnd allwcg nit anders begert hant, dann das si vns gerecht wurden nach vnser kündensag, was si vns dann anzulangen hettind, es berür vns Er, lib oder gut, wölten wir Inen ouch recht vmb recht haltennach derselben Pünden sag on alle fürwort, hettc vns bcdücht vnd noch billich, daS die herschafft von Oestcrrich diefridcn an vns gehalten vnd der von Zürich müssig gangen werint vnd vns ließen vnser fachen samcnd vnd mit einandern vßtragen, als wir das by hundert Jaren getan Hand nach herkomcnheit vnser geswornen künden vnd gestaltvnser fachen. Möllen si aber sölichs nit, dann den von Zürich bystand tun, verstat menglich wol, das vns das vngütlichvon Inen geschieht. Harumb wir üwer hochwirdigen, fürstlichen gnad bittent mit gantzcr dicmut, ob üwern gnadenanders fürkeme, denn obstat, sölichs nit zc glonben. Dann was wir vorgeschriben Hand, sol sich mit der warheitfinden, wen das ze schulden kumpt, mit lütcn vnd brieffen nach aller notturfft. Geben am xv. tag Mcyen, vnder desvesten Pctcrmans von Lütishofen, Houptmans von Lutzern, Jnsigcl, von vnser aller wegen, anno llomini »looooxl.üi/"".
^Em wesentlich gleichlautendes Schreiben derselben Orte ä. ll. 14. Mai, ans dem Feld vor Greifensee unterdem Siegel Ulrichs von Erlach, Hauptmanns von Bern, an den Pfalzgrafen Ludwig bei Rhein, s. bei Tschndi II.416, Fründ 213.
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