September 1442.
Luccvn« I44T, 3. Scp^cmbcc (sosuucla P08t Vorons).
Staatsarchiv Luceru: Allgemeine Abschiede 53.
Auf nächsten Sonntag (9. September) ist ein Tag gemeiner Eidgenossen mich Lucvrn angesetzt, woman nach dem Bericht der Boten über nachgeschriebene Artikel antworten soll: 1. Zedermann, der eineSchrift oder einen Brief hat, wie der verstorbene Kaiser und Herzog Friedrich von Oesterreich mit ein-ander verrichtet wurden und was der Kaiser dabei sich vorbehalten hat, soll diese und auch andere zur Sachedienliche Acten mit auf den Tag bringen. 2. Derer von Bremgartcn wegen soll man auch antworten.3. Ferner soll man antworten, ob die Eidgenossen einander bei ihren Freiheiten schirmen und sich ver-einbaren wollen, weder dem König, noch seiner Botschaft, noch sonst Jemanden, anders denn einhellig,Antwort zu geben, und daß „sich kein ort fürschicssen vnd sich allweg glich ziechen vnd kein tedingvffnemen ane der andern weissen vnd willen, vntz dz Znen gemeinlich Zv fryheiten bestetiget werden; obdenn fürbasser ycman deHein teding von vnsers Herren, des küngs, oder der Herren von Oesterrichwegen an deHein ort der Eidgnossen oder an gemein Eidgnossen brechte, dz da nieman ane den andernantwurten wel, ane gemeinlich der Eidgnossen willen vnd rat". 4. „Ztem als dann derer von .Zürichbellten den Eidgnossen etwz verstand geben Hand, wie sy sich gen das Hus von Oesterrich verpflicht haben,als die Botten wol wüssent, sol man ouch ze Rat werden vnd antworten mit vollem gewalt."
Ueberschrist: „Receß von dein tag sssuuäu poll. Versus anno xr.hj« ze Lutzcrn."
Lucern. Ä44T, September.
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede, 53» b,
Tag der Eidgenossen wegen der Beziehungen Zürich's zu Oesterreich und den Verhaltnissen zumrömischen Könige überhaupt. — Die Acten fehlen.
Der Abschied sagt a. a. O. über die von Lucern auf diesem Tag abgegebenen Voten, was folgt:
„Item vsf Mcntag nach uutiuitutis Ataris Hand mine Herren geantwurt vnd sind einhellig worden des ersten,dz wir ouch botten senden wellen gen Zürich vnd Brenigarten, Mellingen vnd Baden vnd da die buntnüsse erhörenvnd dcro abschristen begcren. Vnd in zulousfendcn fachen sol vnscr bot onch gewalt hau mit andern botten.
Item von des wegen, dz Jedermann den andern schirmen soll bi siner frhheit, haben wir geantwurt, dz wirouch vnscr Eidgnossen by Jr fryheiten hanthaben vnd schirmen wellen, als dann vnscr bunt vor seit, als ouch si vllSgeantwurt Hand.
Ztem ouch Hand wir geantwurt: kome der küng als nach herzu, dz die Eidgnossen düchtc, dz er nach genugherzu werc, das si den» all einhelliklich würben vmb Jr frihcittcn. Vnd Wethe», ort dann der küng sin fryhcit bcstcti-goti ane alle fürwort, das dassclb ort vffnemen möge. Were aber fach, das er denn fürcr ützit an si würbe, das danieman nützit für tüge noch antwnrte, denn mit der Eitgnossen Rat.