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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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Februar 1440.

ÄI«

Zürich. 1440, «. Februar (Samstag nach Lichtmeß).

Staatsarchiv Luccril! Alten Zllrichkrieg.

Die Voten von Lneern, Uvi, Unterwalden und Zug tibergeben die besiegelten Mahnnngsbriefeihrer Orte, wodurch Zürich aufgefordert wird, die Bünde genauer anzusehen und die von Schwyz darübernicht zu drängen, fondern sie bleiben zu lassen, wie sie in den Bund gekommen seien, mit dem Begehrenunverzüglicher Antwort.

Die Antwort steht auf dem Rücken des Lncerner Mahnbriefs und lautet: Sölich mannng brieff sind unsgeantwurt von Vre, Vnderwalden ob vnd nid dem Wald, von Zug vnd von Lucern, vnd sind sölich brieff vor bcdenRatten, darnach für einen grossen Rat vnd zulest für ein gemcind, vnd ein gantz genieind ist der mannng In gegangen.Dz ist auch der cidgnossen Kotten geantwurt vnd damit gcrett, dz sy och der mannng noch gan wellend, vnd besnnderals die von Bern gcrett Hand, wie wol sh nit in dem bnnd syend, so habend si doch mit den eidgnosscn sölichs gecin-bcrt. Der wort habend wir sy crmant, dz wir getruwcnt, kein es ze schulden, ob Ieman den andern witer trengenWelt, Sy giengind Iren Worten och nach vnd damit schaffend mit den von Switz, dz sy sölicher mannng in glicher wisvnd form och nachgangind. Also Hand die Kotten alle geantwurt, sy wellind dem gctrüwlich nachgan." VergleicheTschndi II. 232.

SIV

Tiehlvhz. 1440, T8. (Sonntag nach Sani Matthias).

Tschndi: Chronik II. 2!)Z.

Voten: Bern. Rudolf von Ringoltingen; Peter von Wabern; Peter von Hürnberg; Hans vonMnlren. Lucern. Peter Goldfthmid; Anton Ruß; Vurkard Sidler; Werner Ketter; Eglolf Etterlin,Stadtschreiber. Solothurn. Vurkard Fröwis. Uri. Arnold Schick; Jost Käser; der junge Vrengler.Obwalden, Hans Mütter; Clans von Einwil; Heinrich an der Hirsern. Nidwalden. Ulrich zumVül. Zug. Jost Spiller; Clewi Fleckli; Ulrich Schüchzer; Rudolf Dahinden.

Diese Voten stunden vor der Gemeinde zu Schwyz und erklärten ihr, ihre Herren haben sich beiihrem Eide erkennt, daß Schwyz der Mahnung, welche Lucern, Uri, Unterwalden und Zug am Samstagnach Lichtmeß gethan, nachleben soll, und baten dringend, solches zuzusagen, da Zürich die Mahnungauch angenommen. Darauf wurde ihnen, nach Verhörung des Vundbriefs und der frühern Mahnungenund Zusagen der Eidgenossen und nachdem man ihnen bemerkt, daß Schwyz niemals etwas anderes vonZürich verlangt habe, als Recht um Recht, entsprochen, sofern sie auf Ehre und Eid versichern dürften,daß die Annahme der Mahnung Schwyz an dem Bundbricfe, besonders an dem Artikel des bundes-gemäßen Rechtes wegen, unschädlich sein soll. Das thaten die Boten. Darauf baten die von Schwyz,die Eidgenossen möchten nun auch dafür sorgen, daß sie und alle die Ihrigen, auch die von Wyl undAndere zu ihnen gehörige vor denen von Zürich sicher seien und daß die Stöße zwischen Zürich undGlarus nach deren besonderm Bund ausgetragen werden.

Die über diese Verhandlung abgefaßte Urkunde ist abgedruckt bei Tschndi a. a. O. Ohuc die Namen derBoten steht dieselbe in Fründs Chronik (Stiftsbibtiothek St. Gallen). Das Original fehlt.