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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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August 1433.

wider gemeinen ^ nutz der Cristcnheit sig. Vnd vinb das Jr üch bester das in üwern Ratten nach notturft vnderredenvnd von der ^ fach besprechen mugind, so schribcn wir üch ein kurtz Meinung der sink, die denn notdurstig sind für-zcnemcnd. Des ^ ersten, als von gnaden des almcchtigen gotz vnser heiliger vatter, der babst, mit vnserm Herrn, dem

leiser, güttlich s vcrricht ist, also das sh als vatter vnd lind, so hat vnser heiliger vatter, der babst, von

bctt wegen des ^ keisers, das Consily zc confirmicrt vnd bcstettct in dem puneten, darvmb das Concily

besaniptnet ^ ist. Der erst artikel ist, ein Rcformacyon ze machend in der heiligen Cristcnheit, der ander, alle kctzeryvßzcrütend, j der dritt ist, frid ze machend an allen enden, da dis dann notdürftig ist. An dem hat daö Coneilh keinbcnügen j gehept, sh habend ein erkantnuß wider vnscrn heiligen vatter, den bapst, getan, das er in sechzig tagen sichgen j Basel fügen sol oder sin botschaft mit vollem gewalt, das Concily gantz nach Jr Meinung ze bcstettend. Tcttc >er aber das nit, so wcltind sh Im in gehorsam vnderzichcn. Dazwüschend habend vnser heiliger vatter, der j Bapst,vnd vnser Herr, der leiser, Jr crber trefflich vnd mechtig botschaft hervß zu dem Concily gesaut. ^ Die selb botschaftmacht noch nie verhört werden, das vns vast frömd vnd vnbillich nimpt, das man eins bapstz j vnd Römischen keisersKotten nit verhören sol, die doch vmb notdürftig, groß, trefflich fach der Cristcnheit j vßgcucrtigct sind einen sölichenverrcn ivcg. Vnd ist vns zu verstand geben von gar wiscn, mächtigen, gelerten j lütten, das die Cardinal, so ietz zuBasel sind, mit denen, die sh zu Inen gezogen haben, darvfs gand, das j sh gern ein Zwehnng in der Cristcnheitmachtind, einen andern bapst vnd ouch einen Römischen künig, der i vns nit eben würd sin. Darzu nach vnsermverstau würd ein sölich Jertnm in der heiligen kirchen werden, j der nit lichtcnklich ze überwindcnt werc, denn wasvntz har von Inen fürgenomen ist, daö beschiht in i rcchtein nide vnd hasse. Sölichs alles zu verkomcn, ist vnscrsaller gnedigosten Herren, des Römischen w. keisers, j Wille vnd Meinung, das Jr vnd wir alle mit einander vnsererber, trefflich bottschaft gen Basel vnuerzogcn- j lich schikind, die fach an vnsern Herren, Hertzog Wilhelm, ouch dasgemein Concily, ze bringend, sy ernstlich, j getrungenlich vnd früntlich ze bittend, das sh nützit anncinen wellind widervnsern heiligen vatter, den j Bapst, wider vnscrn Herrn, den leiser, die Römischen kilchen vnd dz der Cristcnheit vnddem glich zwehnng > vnd Jcrtagen bringen mng, sunder das güttlich lassind anstan vntz vff znknnft vnscrcs gnedigcnHerrn, f des keisers, der, ob gott wil, in kurzer zitt zn land konien Wirt. Wan nu die fach zumal notdurftig ist in sgar kurzem zitt fürzcncmcnd, darvmb setzen vnd verkünden wir iich ein tag in vnser Statt, vff sant Laurcnehen j tagze nacht an der hcrberg zn sind vnd morndeß die fach fürzencmend nach vnser aller Rat, vnd bittend üwer i liebenfrüntschaft, Jr wellend dem heiligen Nich vnd gemeiner eidgnoschaft zu nutz, fromm vnd crcn also üwer j erber,trefflich botschaft, der fach wol vndcrwiset, vff den obgnanten sant Laurcntien tag senden mit vollem gewalt, j anchindersich bringen, gen Basel zc varcnd vnd der fach nach rat ein redlich cnd zc gebend. Hoffen wir, das sölichs jvnserm heiligen Vatter, dem bapst, vnserm Herrn, dem leiser, vnd allen andern fürsten vnd Herren, den iich vnd vnsdie fach ! für mcnglichem cnpfolhen ist. Ouch, lieben fründ, von des wirdigen gotzhns wegen ze Mellingen, dem eshert vnd j übel gat, bitte» wir üch, dz Jr ttwern Kotten darvmb ouch vollen gewalt gebind, mit den äpten zercdent, dz sy dz j wirdig gotzhns, das doch vnder üivcrin schirm ligt, blibcn lassind vnd darin» glichs fürncnund, alsman den i selben botten wol crzcllen Wirt, was dem gotzhns notdürftig ist; denn Inen ist ein apt geben, der Inen,üch vnd vns ^ allen nit eben ist. Vnd ist, dz Jr dein gotzhns nit zc hilff komend, so mus es sc gantz verderben; abermit üwerm > hilff hoffen wir, dz Im noch wol zn hclsfcn sig; darnmb wellend üwern Kotten, so Jr vff den tag schikenwerdent, > die fach gcincinlich enphcln, das sy darum vollen gewalt habind, mit vns die fach an allen enden nachnotdnrft j zc werbend. Hoffen wir, Jr tügind daran gar ein sunder gut werch; wellend üch so gütlich harinn bcwisen,als ! wir iich snnder wol getruwend; denn wir haben deSglich allen andern, üwern vnd vnscrn cidgnossen, stellenvnd > lendcrn geschriben vnd verküut vff sölich Meinung. Geben vff den Vierden tag des monatz Ongsten anno äomini»looooxxxü^.

An Lucern. Bürgermeister vnd rat der Statt Zürich.

Bei sind ungefähr sovielc Buchstaben als Punkte stehen durch Mäusefraß zerstört.