Druckschrift 
2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

Zum 1433.

99

weßhalb sie meinten, die Appenzeller sollten ihre Burger zu Herisau, das ohnehin weder innert ihrerLandmavchen noch innert ihrer Letzinen gelegen wäre, ruhig und unbekümmert lassen. Die von Appenzelldagegen beriefen sich auf den Spruch der Eidgenossen zwischen ihnen und dem Abte, welcher weise, daßdie von Herisau bei dem Landrecht und den Gerichten, die sie mit denen von Appenzell haben, bleibensollen. Mit Hinsicht auf den letztern Spruch erkennen die Boten, daß die Burger von St. Gallen,welche zu HeriSau sitzen, denen von Appenzell und ihren Gerichten zu Herisau mit allen Sachen gehorsamund gewärtig sein sollen, wie andere dort seßhafte Landleute.

14»

Bnden. R4ZA, Juli (Saut Mrichstag).

Archiv Aran: Urbar der Grafschaft Baden, 13 I).

Boten: Zürich. Felix Maneß; Rudolf Oehen. Bern. Rudolf Hofmeister, Schultheiß; Ztal Hetzet.Lucern. Heinrich von Moos, Schultheiß; Peter Goldschmid. Schwyz. Ztal Reding. Unterwalden.Arnold an Steinen; Ammann Heinzli. Zug. Heinrich Mülischwand, Ammann. Glarus. UlmannAmbül.

Der nachjagenden Aemter wegen, die an den Stein zu Baden gehören, Rordorf und Birmensdorf,so genampt wird das Burgampt, nach der brieuen sag, so sy zu bcidersit inne Hand vnd die geben sindvon der Herrschaft von Oefterrich", erkennen der Eidgenossen Boten, daß diese Aemter auf ewig beiihren Briefen und bei allen Rechten bleiben sollen, mit denen sie von Alter hergekommen sind.

15»

Zürich. 14ZZ, l ü August (Lammtü).

Staatsarchiv Lncern: Missive.

Burgermeister und Rath von Zürich berufen auf St. Laurenzentag gemeine Eidgenossen zurBerathung über eine auf Verlangen des Kaisers an das Concil zu Basel abzuordnende Gesandtschaft.Die Acten des Tages fehlen.

Das Schreiben Zürichs an Lucern lautet folgendermaßen:

Vnser willig früntlich dienst vnd was wir eren vnd gutz vcrmugcnd, sig üch alle zitt von vns bereit. Erkern,wisen, snndcrn j lieben fründ vnd gctruwen cidgnosscn. Nachdem als wir vnscr erbcr, treffclich bottschafft by vnsermaller gncdigosten ^ Herren, dem Römischen :c. kaiser, jetz knrzlich zc Rom gchept Hand, so hat der selb vnser allergncdigoster Herr den ^ selben vnscrn botten cttwas grosser, ernstlicher fach beuoln an vns zc bringend, vnd ist onch da-mit siner kciserlichen ^ gnaden einstig Meinung gesin, das wir üch, onch allen andern llwcrn vnd vnsern eidgnosscn,einen Tag darvmb in ^ vnser statt verkündint, üch die fachen zu wissend tügind vnd denn mit üch reden vnd von sinenwegen bitten ^ wellind, das Jr allcsampt mit vns üwcr crber, wis, treffclich ratzbottschasft gen Basel schiken vnd mitvnserm gnedi- ^ gen Herren, hcrtzog Wilhelm, statthalter :c., onch mit dem ganzen gemeinen Concily reden vnd sgbitten wellind, kein ^ fach fürzencmcnd, die wider die heiligen Römischen kilchen, wider das heilig Römisch rich vnd