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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
Seite
82
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März 1430.

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Eappk! (?)> TZ. (Donstag vor Unserer Frauentag im Marz).

Bibliothet von Mulinen.

Ztal Reding und Ulrich Abyberg, Altammänner zu Schwyz, Ulrich Utz, Landammann daselbst, alledrei als Gemeinleute; Felix Maneß, Bürgermeister, Hans Wüest, Heinrich Gumpost, diese als Zugesetztevon Zürich; Zost Spiller, Mammann, Rudolf Staub, Johannes Hüsler, diese als Zugesetzte von Zug,entscheiden mit Vollmacht der Parteien freundlich und schiedrichterlich einen Streit zwischen Zug undZürich über die hohen Gerichte zu Steinhausen, welche Zürich wegen dem Besitz des freien Amtes, Zugwegen der Gerichtsherrlichkeit zu Cham ansprachen, und ziehen eine Marchlinie zwischen der beidseitigenhohen Gerichtsbarkeit.

Aus einem Abschriftenbuch, betitelt Bündnisse nnd Verträge. Vergleiche Stadlin, Geschichte vonZug II. 184, 189. Das Original konnte in Zug nicht aufgefunden werden.

Ltttern. I TT. (soonnäa anlo lwdmch.

Staatsarchiv Lliccr«: Allgemeine Abschiede, 40.

Die Boten von Zürich, Bern und Zug, mit anderer Eidgenossen Voten zu Lucern versammelt,schreiben unter dem Siegel Rudolfs von Ringoltingen Namens ihrer aller an Uri: Als die Erneuerungder Eide unter den Eidgenossen hätte statt finden sollen, habe Lucern ohne Angabe der Gründe denhiefür festgesetzten Tag abgesagt. Nun habe sich aber ergeben, daß Uri, wie auch Schwyz und Unter-walden, ihre Botschaft nach Gersau, Weggis und Vitznau senden wollen, um an diesen Orten die Eideeinzunehmen, während Lucern behaupte, daß die letztern ihre Eide stets mit denen von Lucern und in ihrerStadt erneuert haben und daß sie das auch gegenwärtig thun sollen. Deshalb bitten die Boten vonBern, Zürich und Zug, die drei Länder wollen die Leute von Weggis, Vitznau und Gersau mit undzu Lucern schwören lassen, wie von Alterher, damit die Erneuerung der Eide keinen Verzug erleide.Sollten sie dann ihren dießfälligen Anspruch an Lucern nicht aufgeben wollen, so mögen sie Lucern zuRecht fordernda das billich ist". Es sei, in Erwartung, die drei Länder werden entsprechen, für dieEideserneuerung ein anderer Tag angesetzt worden auf (Donstag) nach Unseres Herrn Fronleichnamstagnächstkünftig. (22. Zum.)

Das WortDonstag" ist gestrichen. Ein Missiv von Zürich an Lucern <1. <l. 1430, 21. April (Freitag inder Ostcrwochc) sagt, es seiauf dem letzten Tag zu Bern" beschlossen worden, daß die Erneuerung der Bünde undEide auf Sonntag vor der Auffahrt (21. Mai) statt finden soll. (Staatsarchiv Lucern, Missivc.)