October 1425.
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Marchsteine weise, so sei die Kundschaft derer von Lucern als die bessere anzusehen; demnach soll Lucernfortan bei den hohen Gerichten im Amt Merischwand bleiben in Ziel und Märchen, wie dieselben inseiner Kundschaft nachgewiesen sind.
Pergamentene Urkunde mit anhängendem Siegel.
Die Marchbcschreibung des Amts Merischwand, wie sie in dieser Urkunde angegeben ist, siehe bei Segcsscr,Lucerner Rechtsgeschichte I. 563.
8Ä.
Lucern. RS. November.
Staatsarchiv Lucern.
Nach einem Schreiben Lucerns an die Seinen im Feld ä. 6. Dienstag nach Sanct Othmarsabend(20. November) waren Tags zuvor die Eidgenossen von Bern und Schwyz in Lucern gewesen, begierig,Nachrichten von dem Heere zu vernehmen, das gegen Mailand im Felde stund.
Ueber dm Feldzug nach Domo d'Ossola siehe im ersten, unpaginirtcn, alten Missivenbuch des StaatsarchivsB ern die Schreiben Berns an die Seinen im Feld vom 12. November (orastma Martini), der Hauptleute vonLucern und Unterwalden aus Münster im Wallis vom 5. November (Montag vor Martini) an die von Bern, derHauptleutc, Venner und Gemeinen von Uri, Schwyz und Zug vom 6. November (Dienstag nach Allerheiligen), den Be-richt Lucerns an Bern vom 12. November (Montag nach Martini) über den Feldzug bis zur Einnahme von Domo, u. s. w.
8S.
Sitten. R4T«, T«. Januar.
Staatsarchiv Zürich. Staatsarchiv Luccr».
Unter Vermittlung des Erzbischofs Andreas von Colocza, Verwesers des Bisthums Sitten, undeiniger Boten der Landschaft Wallis, der Städte Freiburg in Uechtland, Basel, Bern und Solothurnund des Grafen Friedrich von Toggenburg wird zwischen Bevollmächtigten des Herzogs von Mailandund solchen der eidgenössischen Orte Zürich, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden ob und nid demWald, Zug und Glarus ein Friedensvertrag verabredet.
Dieser Friede scheint, in der Fassung, welche er hier erhielt, von den Parteien verworfen worden zu sein, da imJuli darnach zwei andere Instrumente aufgerichtet wurden. In demjenigen für Luccrn, Uri und Nidwaldcn heißt es,die Parteien sollen in keiner Weise gebunden sein «in aliguo viAvrs ouiusllam asssrti instrumsnti asss rtorumpaois st pastorum aliorum, oslsliratorum, ut ciisitur, intsr ipsas partes st vsrtas alias oommunitatsssou Inno aZsntss pro eis, oonksoti, ut llisitur, in Lsäuno psr Msnrioum?r^, sanonioum Lsäunsnssm —ipsigus asssrto instrumenta st omnilms in ec> oontsntis clists partes renuntiars tsnsantur ao rsnuntiavsruntst rsnuntiant tsnors pressntium sto. sto.» (s. u. Beilage 8) — Doch zeigen die Verhandlungen der nächstenMonate (Abschiede Nr. 85, 87, 83, 91 auch Abschied 76, Note) unzweifelhaft, daß von diesem Tage an der Friedemit Mailand als geschlossen betrachtet wurde. Auch ist unzweifelhaft, daß die Totalsumme des Fricdcgeldcs 30,003rheinische Gulden, welche nachher in den verschiedenen Instrumenten verthcilt erscheint, von hier an festgestellt war.In der Geschichte dieses Friedensschlusses ist überhaupt Manches noch nicht genugsam aufgeklärt. Man gicbt daherhier das dazu gehörige Material, insoweit es aufgefunden werden konnte.