Januar 1426.
Von dem Vertrag zu Sitten besitzen wir drei bis auf unbedeutende Abweichungen gleichlautende Ausfertigungen.Die eine in lateinischer Sprache, aber ohne die am Schlüsse stehende Adhäsionsformel der Eidgenossen, ist aus denSammlungen der HH. von Roten und von Rivaz abgedruckt in eis dinKins ckoonmsrcks oonoornant l'llistoirsckn Vulluis, (Archiv der schweizerischen gcschichtforschenden Gesellschaft Bd. II S. 220 ff.) exccrpirt bei Furrer,Geschichte von Wallis III. 199; sie trägt aber das Datum des 20. Januar. Eine deutsche Ausfertigung mitder obenerwähnten Adhäsionsformel liegt in einem aus drei langen zusammengenähten Papicrstreifen bestehendenRotulus im Staatsarchiv Zürich. Das Staatsarchiv Lucern besitzt einen ähnlichen etwas defecten Rodel.Diese beiden deutschen Rödel sind offenbar gleichzeitige Niederschreibungen und tragen beide das Datum des 2 6. Ja-nuar, welches daher im Texte angenommen wurde. Nach der vollständigen Zürchcrhandschrift lautet der Act wie folgt:
In dem namen vnsers Heren Jhcsu cristi amen. In dem Jare da man von Cristi geburt zalt Tuscnt vier-hundert ^ zwcnzig vnd sechs Jar, in der Vierden zal der Römer, vnd an dem sechs vnd zwcnzigosteu ^ tag des monodcsJanuary durch dis gegenwärtig offen Instrument oder durch dis gegenwärtigen ^ gcloubsamen brief Ist mcnglichemze wüssent, Als in langem verloufnen zit, hert, swerc ^ krieg vnd bcwegnuß etliche des cristanen geloubens lender,langes hat begriffen vnd betrübet ^ vnd sint ouch darumb vil misshcllungen, fachen, klegden vnd fragen vfcrstandenzwäschent ^ dem aller durchlächtigostcu fürsten vnd Herren, Her Philippen Maria Anglum, Hertzogen zu ^ Meyland,graf zu Papy vnd ze Auglerie vnd Her ze Janow :c., siucn nachuolgern, mitteilern ^ vnd nachHangern ze einem teilvnd den großmechtigen, wisen, cdelcn vnd loblichen mannen, j den gemeinden der ertlichen, Stetten vnd telren vonZürich, Lutzern, Vre, Swytz, Vndcr- ^ walden, Zug vnd von Glarus, Jnnamcn Jro vnd Jr gemeinden, ertrichenStetten vnd telren ^ vorgcnant vnd Jro helffcr, nachuolgern, mitteilcrn vnd anhangcren zu dem andern teil, ^ Alsdie wider einandern gekrieget vnd vermisshellet hant von der hcrschaften wegen, j eigenschaftcn, bcsitzungcn, geeichten,twing vnd bännen, hochem vnd nidcrm gebott vnd j des lveltlichen Swcrtes gewalt der grafschaft von Livcnten, desBystums von Meylant, j der vestinen, des Stcttlis vnd des landes von Bellcntz, des Bystums von Chum, des crt-richs, ^ des tals vnd des landes von Eschcntal vnd des Hoffes Matarellc, des Bhstums von Nonary f vnd Jrogerächten, twingcn vnd kennen, Jro zngehörungcn, telren, anhafftnngcn vnd allen j rechten, ouch vmb die unrecht,schaden, roub, abzicchungcn, angriffen, freflen, brand, ^ tvdsleg vnd ander Verserungen vnd alles vcrsumen, das dahcisset Interesse, die von ansang ^ vnd Ursprung diser vorgcnantcn dingen vnz vff discn hättigen tag sint entsprungen. ^Von den fachen, ouch zwäschent den egenanten teilen vnd Jro ständen, Jro anhengern, vndcr- f tan vnd nachuolgernvnd ouch ir mitteilen vferstandcn sint, vnd nachgcuolgct hant ^ tätlich vigentschaft, haß, smache fachen, todslcg, man-slachten, gcfangenschaften vnd j erlösungen, brand, Zerstörungen vnd vil beschwärnngcn wider vnd für, als groß, das jdie vorgcnanten lcndcr, hcrschaften, ertlich vnd die vestinen steiflichen vngelück der ^ Zerstörung vnd Wüstungen sintnidergcworfen gewesen. Da von vnd ze jüngst der j aller erwirdigost in gott vatter vnd Herr, her Andreas, Ertzbischoffze Coloccns, ewiger j färsecher der kilchen von Sitten, von dem bebstlichcn Stul in sunder dargesetzct, j Graf vndrichtcr ze Wallis, vnd die wisen, loblichen manne Jacob Lombart, Schultheiß j ze Driburg, vnd Hensli Velgen,Altschnlthcis, nn des Natcö dasclbs, Kotten der gemeinden > ze Driburg in Vchtland vnd ouch cttlich Kotten von dengemeinden von Wallis, f eines mit dem obgenanten Ertzbischoff fürweser, ouch gegenwärtigen Mithelffern I vnd Rat-gebern zu dem vorgenanten fridcn vnd Achtung ze machen, ncmlich der streng j Ritter Her Cunrat von Eptingcn vndder wiß man Johannes Wiler, Rctc vnd Boten j von Basel, vnd der edel fürsichtig man Herman Bik von Landen-berg, bot des groß- ^ mcchtigcn vnd wolgebornen mannes Fridrichs, grasen von Toggenburg, vnd ouch die > fürsichtigenwysen manne Rudolf Hofmeister, cdclknccht, Schulthcß, Rudolf von Ninggoltingcn, j des Nattes, vnd meistcrHeinrich von Speichingen, meistcr in den siben künstcn, stattschriber, j bnrger vnd Kotten von Bern, ouch der fttrsichtigman Herman von Spicgelbcrg, edclknecht, j Schulthcs ze Solotnrn vnd böte, als liebhabcre vnd Wärkcrc des fridcns,Bcgerendc mit j Jr obrcstcn flis die würzen diser mißhelle von grund vf vßzerätend vnd in diser j fach den samcn desbösen vigcnds mit des obrcstcn Schöpfers genade ze erstcckgcn, ^ die selben beyd teile mit senftmütiger vnd vsgesprochner