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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
Entstehung
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Zuli 1424.

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ze Pfingsten nach dem pfingfttag an der nechsten Mittwuchen in der fronfasten zu Baden an der Herbergsin sol, pmb das ir etlich vnder den Eidgnofsen vber(hoben) werden, vff den pfingfttag vßzerittcn."

Dieser Abschied, der erste, den die Lnccrner-Abschicdcsammlung in diesem Zeitraum vollständig, die Zürcher-Abschiedcsammlnng überhaupt enthält, trägt die Uebcrschrift: »Noinoria vnd diottnla vsf dem Tag Zürich, der wasvff Mittwuchen nach Sant Vlrichstag I.nno cloininl oooo^xxiü^«. Er zerfällt in zwei Theile: nach k heißt esnämlich:Diö vorgcnant Hand die von Vre" (im Abschied Zürich steht nochin schrift") das heißt: bis hieher gehtder gemcincidgenössische Abschied, das übrige geht nur die im Argau regierenden Orte an und wird nur diesen mit-gethcilt. Doch sind auch die Artikel Ir und « am Rande mit einem Zeichen versehen, wahrscheinlich als Gegenstände,welche an sich nicht in diesen Kreis fallen. Im Lucernerexemplar fehlen die Namen der Boten. Zu «. HiczuStadtbnch Zürich III, 108, 106, 112 b. Instruction von Lucern s. Allgemeine Abschiede I.. 2U. Dasangeführte Schreiben König Sigmunds (Staatsarchiv Lucern: Acten deutsches Reich) lautet:

Sigmund, von Gottes Gnaden Römischer küng, zu allentzeitcn mcrer des Reichs vnd zu Vngern, zuBehem :c. küng.

Ersamcn vnd lieben getrücn. Als wir Caspar Turner, vnsern Diener vnd lieben getrüen zu euch gcsant hattenvon fachen wegen, die Ir von Im wol vcrnomcn habt, Nu hat vns dcrselb Caspar geschribcn, wie er mit ErsamenMclanensius, Doctor geistlicher Rechte, vnserm Rate vnd lieben getrücn, by euch geWest seh vnd wie Ir In vff etlichestucke geantwurt habt, aber cyncr andern antwort sollen sy von euch wartend sein, wan der cgenant Caspar von Safoyvnd von Wallis widerqueme. Vnd also wundert vns, das der vorgenant Caspar so lang verzeucht mit seinem wider-komen. Sunder wir lassen euch wissen, das der küng von Aragon vnd die Florcntzer nu im felt sind, vnd wer zuzu schaffen hat, der verligt der guten Zeit nit gern. Vnd darnff senden wir aber zu euch den edeln Philippum Delbcnevon Florentz, Pfaltzgraucn des heiligen Palatz zu Lateran, und Philippum von Heingarten, vnserc dicner vnd liebengetrücn, vnser begcrung vnd meynung an üch zubringen cigenlich vndcrweistc, vnd begeren darumb von euch vndbitten mit allem fliße, was euch die vorgenanten unsere dicner zu disem male von vnsern wegen sagen werden, daswollet In gcntzlich glauben vnd euch zu den fachen also beweisen, als wir des vnzwifcllich gctruwen zu euch haben, daswollen wir an euch in allem guten gncdiclich nhmmer vergessen. Geben zu Ofen an Montag in den heiligen psingst-fyertagcn, vnser Reiche des Vngrischen :c. in dem xxxviij, des Römischen in dem xiiij vnd des Behcmschcn im virdenJaren. (12.Junins 1424.)

Den Ersamen Bürgermeistern, Amptmannen, Schult-heißen, Reten vnd Gemeinen aller Eydgcnossen yenhalb ^Lcl rnanclatrun ctoinini llvgi«vnd dishalb dem Bruyninge, vnsern vnd des Reichs lie- llllollael xroxositionis Loisslainonsls.bcn getrüen.

Das Luccrncr Rathsbuch IV. 39. 1424, Isria soonnclapc>stIllrioi (10. Inlins) sagt hierauf bezüglich:Des Königs Botschaft sei nach Luccrn gekommen und habe gebeten und gemahnt, gegen Mailand zu ziehen mit Aner-bietung großer Fürdcrung. Darauf habe man die ganze Gemeinde und ehrbare Leute aus allen Aemtern berufen undsei zu Rath geworden:wellen ander vnser cidgnosscn, so zu Bcllcnz gcschadget sint, zien vnd hilf ansagen, so »Vellenwir grech sin."

Zu I. Dieser Artikel findet sich auch im Stadtbuch Zürich IV. 88, unter dem Datum anno »icctnexxiüjan dein nechsten fritag nach sant Vlrichstag (7. Juli), allwo die Boten dieses Tages zu Baden namentlich angeführt sind.