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November 1423.
Muggen, .Zunftmeister Rudolf Oehen haben die Mahnung abgelehnt und sich zum Recht erboten. Daranfoll man gedenken. Der Bote von .Zug, Hüsler, hat erklärt, wenn wir die von .Zürich, Schwyz undGlarus in den Krieg zu bringen vermögen, so »volle Zug auch thun, was es thun soll. ?». Lueern,Uri und Unterwalden haben Schwyz nach Sage der Bünde zur Hülfe gegen Mailand gemahnt. Daraufhaben Ammann und Gemeinde von Schwyz dem Lucernischen Boten Anton Ruf geantwortet, Schwyzhabe vormals Lueern gemahnt des Briefs (betreffend Zug) wegen; sobald Lucern diesfalls antworte,wolle es auch des Mailändifchen Kriegs wegen antworten. « . Dem Boten von Florenz ist geantwortet,»vir haben unsere Eidgenossen gegen Mailand gemahnt und geglaubt, sie sollten mit uns einhellig sein.Das sei aber noch nicht der Fall. Es dürfte ihm zu lang werden, hier liegen zu bleiben; jedoch dürfeer seinen Herrn versichern, wir werden zu dieser Zeit mit Mailand keine Richtung machen, sondern denKrieg fortsetzen. Man bitte Florenz um Bericht, ob es noch mit Mailand im Krieg sei, wann es zumAngriff zu schreiten gedenke u. s. w. Der Bote von Uri soll noch die Zustimmung seiner Obern zudieser Antwort einholen, da er keine Vollmacht hat.
Zu «!- Vergleiche über die Botschaft vo» Florenz an die Eidgenossen Nuratori, 8orixtorss 1'. XVIII,pag. 1162 U. Müller III. 176 nnd unten Abschied 59, 6t).
4V.
Gttttdis. 14TZ, Ztt. November (an Sant A.idrcaötag des heiligen Zwölfbotcn).
Staatsarchiv Vera.
Boten: Lucern. Ulrich von Hertenstein; Ulrich Walker. Uri. Walter Meyer; Caspar Schnittlev.Obwalden. Ammann Henzli. Nidwalden. Arnold an Steinen.
Diese als Boten und freundliche „Untertadinger" zwischen Schultheiß und Rath der Stadt Bern unddem edeln Zunker Guichard von Raron, ihrem Burger, an einem, dem Verweser der bischöflichen Kirchevon Sitten, dem Capitel daselbst und gemeinem Lande aller Zehnten von Wallis am andern Theil,Urkunden was folgt: Bern und der von Raron behaupten, die von Wallis haben dem in ihren Streitig-keiten durch den Herzog von Savoyen, den Erzbischof von Tarantaise und den Bischof von Lausanneergangenen Spruch nicht genug gethan und den von Raron weder in seine Gewerde gesetzt noch dabeibehalten. Die von Wallis entgegnen: inwieweit sie jenem Spruch von Evian noch nicht Genüge geleistet,seien sie bereit, es zu thun; es sei aber um künftigen Friedens willen nothwendig, über einige in jenemSpruch nicht erläuterte Punkte ein Einverständnis zu treffen. Darauf haben die obgenannten Botenmit Wissen und Willen der Parteien und mit Hülfe und Rath der Voten von Zürich, Freiburg undSolothurn darüber nachstehende Vereinbarung getroffen: 1. Bezüglich der 10,000 Gulden, welche laut demSpruch von Evian Wallis an Bern zahlen soll, sollen 6000 Gulden auf Datum dieses Briefs bezahltwerden. 10 Tschamarien-Plapart oder Liechtstöcke sollen für einen Gulden, ein guter Schilt für 2 Guldengenommen werden, Ducaten und Rheinische Gulden nach der Schätzung und Ordnung, welche die Botengemacht haben. 233 Gulden, welche an der Summe von 6000 Gulden noch fehlen, mögen in der neuenMünze der Spagürlin, deren drei einen Plapart gelten sollen, gegeben werden. Bern soll diese und andere