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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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mühungen und Korrespondenzen nicht mehr aufgefunden werden. - Für diese Fälle gewährt eswesentliche Beruhigung, daß die Vergleichung noch vorhandener Orginalicn mit den Tschudi-sehen Abdrücken stets wenn auch nicht bnchstabentreue, doch wortgetreue Übereinstimmung zeigt;der Schluß auf die übrige« kann demnach nur ein günstiger sein. Die Quellen der Tschudi'schenChronik selbst sind zum Theil noch nicht hinreichend ermittelt, zum Theil nur handschristlichvorhanden. Für die Zeit des alten Zürcherkrieges, wo wir am häufigsten den Mangel anOriginalacten aus Tschudi ergänzen mußten, ist die Chronik des schwyzcrischcn LandschreibersJohannes Fründ eine Hanptquclle und zum größten Theile wörtlich in Tschudi's Werkausgenommen. Das Eremplar der Stistsbibliothek von St. Gallen, ein sehr schön geschriebenerFoliant ist offenbar dasjenige, welches Tschudi selbst benutzte, indem es mit Randbemerkungenvon seiner Hand versehen ist. Es schließt auf der Seite 490 mit den Worten des Abschreibersoder Fortsetzers:Und ist durch mich Melchior Ruppen zu end vßgeschriben am frytag^inkrosii 1476, pretewito Onpsiellnno in Uonselmest«. Fründ war Schreiber im Feld,wie sich aus seiner Bemerkung zum Frieden von Kilchberg (Absch. 232):die ich vorgenannterSchriber mit Schrift vernotelt", ergibt. Allerdings setzte Tschudi zu Fründ's Handschrift bis-weilen Daten auf den Rand, wo im Terte keine stehen. Ebenso ist die kürzlich von Henneunter dem Namen der Klingenberger-Chronik herausgegebene Handschrist der Stifts-bibliothek von St. Gallen eine unzweifelhaft von Tschudi gebrauchte Quelle.

Die gedruckte Ausgabe Tschudi's von Jselin schließt bekanntlich mit dem Jahre 1468. DieFortsetzung, welche im vierten Bande der Helvetia erschienen ist, muß nach den Bemerkungenvon Jacob Vogel im Archiv der schweizerischen geschichtforschcndcn Gesellschaft X. 212 undin dessen Monographie über Aegidius Tschudi S. 304 als unächt betrachtet werden, enthältübrigens für unfern Zeitraum weder Urkunden noch Abschiede, da bloß der darstellende Tertgedruckt wurde. Ebenso tragen weder die von Vogel im Archiv X. 212 ff. ans der Tschudi'-schen Handschrift abgedruckten Proben, noch die Docnmentensammlnng, wovon auch das Stifts-archiv St. Gallen eine Abschrift besitzt, dazu bei, um das auffallend dürftige Material fürdie Jahre 14701473 zu ergänzen.

Von den übrigen Chroniken der Zeitgenossen unserer Periode boten diejenige von GeroldEdlibach (abgedruckt in den Beiträgen der antiguarischen Gesellschaft von Zürich) für die Zeitdes alten Zürcher Kriegs und diejenige des Kaplans Johannes Knebel (Ausgabe von Bur-torf), auch die des Berners Schilling für die Zeit des burgnndischen Krieges einiges urkund-liche Material. Bei Juftinger, Etterlin und Ruß sind die genauen Daten stattgehabterTransactionen selten angegeben; diese mehr auf die Darstellung äußerer Vorgänge sich beschränken-den Chroniken konnten daher unsere Aufgabe nur wenig erleichtern.

Trotz aller vielfältigen Nachforschungen in den Archiven sowohl als in gedruckten Samm-