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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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Wien und Innsbruck viele und bedeutende Verhandlungen zwischen Oesterreich und den Eidge-nossen abgedruckt finden, die uns wesentlich zu Statten kamen.

Für die ersten Beziehungen der Eidgenossen zu Frankreich sind die ?reuves derLenglet'schen Ausgabe des LonunIne8 noch immer das unentbehrlichste Hülfsmittel, so sehrübrigens zu wünschen wäre, daß die Collectionen le (Brunft und ans welchen dort

die Abdrücke der unsere Verhältnisse betreffenden Acten genommen sind, nach den Original-documenten der kaiserlichen Archive verbessert und ergänzt werden könnten; denn offenbar ent-halten jene Abdrücke manche Ungenauigkeiten und entsprechen bezüglich der diplomatischen Treueüberhaupt nicht mehr den Anforderungen, welche gegenwärtig an solche Urkundenwerke gestelltwerden.

Ein Quellenwerk, das die Urkunden und Arten des Mailändischen Archivs in demjenigenUmfange enthielte, wie es bei den frühen und häufigen Beziehungen des MailändischenStaates zu den Waldstücken, namentlich Uri, zu wünschen wäre, stund uns nicht zu Gebote,was um so mehr zu bedauern ist, als der Untergang des Archivs von Uri im Jahr 1799 unseinen bedeutenden Theil der einheimischen Originaldvcumente über diese Beziehungen entzogenhat. Zwar erhielten wir durch Vermittlung des schweizerischen Gesandten in Turin, Hrn. Tourte,einige handschriftliche Mitthcilungen ans dem Mailänderarchiv; sie reichten aber nicht hin, umdie vorhandenen Lücken der frühern Zeit zu ergänzen. Für die Jahre des burgundischen Kriegesist die von Qin^iirs veröffentlichte Korrespondenz der mailändischen Gesandten beim Herzogvon Burgund für unsere Geschichte merkwürdig; sie ergab jedoch nur Weniges, das sich nachForm und Inhalt zur Aufnahme in diese Sammlung eignete.

Es ist selbstverständlich, daß wir die einheimischen gedruckten Quell ensamm-lungen, welche zu diesem Werke Stoff und überdies; die Gewähr urkundlicher Treue bieten,dankbarst benuzt haben. Außer dem bereits genannten Appenzellischen Urknndenbuche vonZellweger und der großen, nur in wenigen Eremplaren vorhandenen Sammlung gedruckter Ur-kunden des Stifts St. Gallen sind in dieser Beziehung vorzüglich zu nennen die von derschweizerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegebenen Regcsten der Klosterarchive, die imArchiv derselben Gesellschaft enthaltenen Regesten der städtischen Archive von Baden und Nappers--wyl, die Urkunden zur Geschichte von Wallis und zur Geschichte der Burgunderkriege in ebendemselben Sammelwerke, der Geschichtsfreund des historischen Vereins der fünf innern Orte u. s. w.

Bei weitem das wichtigste Ouellenwerk für unser,: Zeitraum bildet aber die Chronikdm: Tschudi wegen der vielen in derselben wörtlich abgedruckten Abschiede und Urkunden.Wir beobachteten zwar die Regel, überall, wo uns die Originalacten zugänglich waren, nachdiesen, nicht nach Tschudi's Abdrücken zu arbeiten. Aber sehr viele wichtige Stücke, die Tschudiwörtlich wiedergiebt, sind in Original verschwunden oder konnten wenigstens trotz vielfacher Be-